Schlagwort: Solarenergie

  • Wind und Sonne sichern stabile Stromversorgung in regionalem Energiesystem

    Wind und Sonne sichern stabile Stromversorgung in regionalem Energiesystem

    Der Swiss Energypark im Versorgungsgebiet der Société des Forces électriques de La Goule hat laut einer Mitteilung der Betreiberin BKW 2025 insgesamt 134,45 Gigawattstunden Strom erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 81 Prozent am Gesamtverbrauch in Höhe von 166,96 Gigawattstunden in der Region. Im Vorjahr hatte der Energypark 139,6 Gigawattstunden erzeugt.

    Die Windenergie hat mit insgesamt 86,50 Gigawattstunden erneut den grössten Anteil zur Stromproduktion beigetragen. Das Windkraftwerk Juvent allein erzeugte 72,6 Gigawattstunden Das sind zwar aufgrund des schwachen Windes weniger als die 91,1 Gigawattstunden des starken Vorjahres. Aber die Windenergie bleibt gerade im Winterhalbjahr ein zuverlässiger Stromlieferant.

    Das Wasserkraftwerk La Goule lieferte 16,29 Gigawattstunden und damit das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten. Im Vorjahr waren es noch 17,6 Gigawattstunden gewesen.

    Die Solarenergie wuchs dagegen deutlich. Sie lieferte 2025 insgesamt 31,66 Gigawattstunden und damit 24 Prozent der Gesamtproduktion. Im schwachen Jahr 2024 waren es nur 13,6 Gigawattstunden gewesen.

    Der Swiss Energypark deckt ein 251 Quadratkilometer grosses Gebiet zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Jura ab. Hier leben 21‘000 Menschen.

  • Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Die Solarify GmbH baut ihr Angebot für Investitionen privater Anleger in die Energiewende weiter aus. Das Unternehmen mit Sitz in Wabern bietet nun laut einer Mitteilung die Schwarmfinanzierung in eine neue Generation von Solarkraftwerken, die mit Batteriespeichern verbunden sind. Diese ermöglichen es, den Solarstrom zeitversetzt auszuliefern.

    Solarify.ch reagiert damit auch auf eine Änderung der Vergütung von Solarstrom. Künftig sollen die Einspeisevergütungen stundenbasiert sein. Zudem werden die Marktpreise vierteljährlich neu ermittelt. Die Speicher erlauben eine flexible Reaktion der Auslieferung an die Preise.

    Das Unternehmen setzt Solaranlagen bereits mit dem Batteriespeicher ein, so auf der Asylunterkunft Tannental in der Gemeinde Muri bei Bern und auf dem Dach der Condecta AG in Bern.

    „Mit dieser neuen Generation können wir Solaranlagen netz- und systemdienlich betreiben“, wird CEO Roger Langenegger in der Mitteilung zitiert. „Anstatt zur Mittagszeit die Netze zu belasten, wird der Strom lokal verbraucht oder gezielt zu Zeiten höherer Nachfrage verkauft.“

    Solarify.ch ermöglicht Privaten die Investition in die Energiewende. Das 2016 gegründete Unternehmen hat schweizweit 160 Solarprojekte realisiert und 26 Millionen Franken investiert.

  • Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Die HKG Engineering AG installiert in den nächsten sechs Wochen eine Photovoltaikanlage auf Dächern ihrer eigenen Firmengebäude am Standort Aarau. Wie es in einer Mitteilung heisst, sind dort 184 Hocheffizienzmodulen geplant, die jährlich 93’000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. 

    Die erzeugte Energie reicht aus, um den Eigenbedarf in den Büroräumlichkeiten und zum Laden der Elektrofahrzeuge zu decken. Zudem bringt die Anlage Entlastungen für die derzeit im Bau befindliche benachbarte Liegenschaft Aarhof.

    Mit der Investition setzt HKG ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln. So sollen die CO2-Emissionen im Gebäudebereich reduziert werden und die Abhängigkeit von externer Energie verringert werden.

  • Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Die Basler Energieversorgerin IWB hat den in Winterthur ansässigen Solarspezialisten Senero AG übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will IWB damit ihre Position auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ausbauen. Die Position von Senero wird demnach mit dem Zugang zu Struktur, Grösse und dem integrierten Lösungsangebot von IWB deutlich erweitert.

    In der Kooperation will IWB in die eigene und den Ausbau der dezentralen Solarstromproduktion investieren und damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Energiewende leisten, heisst es in der Mitteilung. Bis 2030 will das Unternehmen 150 bis 200 Megawatt Photovoltaikleistung (Megawatt peak/MWp) auf Dächern und Fassaden bei Privat- und Geschäftskunden installieren. Derzeit sind bereits 55 MWp installiert. Des Weiteren bietet IWB seinen Kunden umfangreiche Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) an. Kundinnen und Kunden werden bei Gründung, Betrieb und Verwaltung von ZEV unterstützt.

    Senero bringt in die neue Partnerschaft die Expertise in der Installation von Photovoltaikanlagen (PV), Batterien und Ladestationen für Elektroautos ein. Jährlich installiert das Unternehmen 120 Photovoltaikanlagen.

    «Zusammen mit unseren Solarfirmen Planeco und Kunz Solartech kann IWB dank Senero in der gesamten Deutschschweiz Solaranlagen bei Firmen und Privatkunden realisieren. Vor allem im Raum Zürich und in der Ostschweiz können wir nun unsere Vertriebsaktivitäten verstärken», wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb von IWB, in der Mitteilung zitiert. «Wir rechnen mit weiterhin starkem Wachstum in der Solarbranche, auch wenn das gegenwärtige Marktumfeld schwieriger geworden ist. Es gibt noch viel zu viele Dächer ohne PV, und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für PV-Anlagen haben sich mit der neuen Energiegesetzgebung verbessert.»

    Fabian Krämer, Co-Geschäftsführer von Senero, sieht in der Übernahme durch IWB Sicherheit und eine langfristige Perspektive. «IWB ist ein grosser und etablierter Partner, der unseren Mitarbeitenden eine sichere Zukunftsperspektive bietet. Gemeinsam mit IWB können wir unsere Erfolgsgeschichte im Solarmarkt fortsetzen und viele weitere Anlagen für unsere Kunden realisieren», wird Krämer zitiert.

  • Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Megasol Energie hat gemäss einer Mitteilung die Photovoltaiklösung für das Projekt Bern 131 entwickelt. Die 1605 massgeschneiderten Module schimmern blau dank des eingefärbten Rückglases, das auf die Sonne ausgerichtet ist. Das Frontglas ist transparent. Megasol hat die Module in Zusammenarbeit mit dem Berner Architekturbüro Atelier 5 entwickelt, das das Gebäude entworfen hat.

    Megasol hat ausserdem 468 standardisierte M450-Module für die Dachfläche geliefert. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 504 Kilowattpeak. Jährlich sollen damit rund 341‘238 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht einer Eigenversorgung des Gebäudes von 88 Prozent.

    Bern 131 an der Stauffacherstrasse 131 wurde von Atelier 5 als ein Hybrid aus Stahl und Holz gebaut. Das Holz stammt zu 98 Prozent aus dem Kanton Bern. Das Gebäude ist SNBS Gold-zertifiziert.

    Florian Lünstedt, Architekt und Partner bei Atelier 5, lobt die Zusammenarbeit mit Megasol. «Die Fassade ist nicht nur ein wichtiges, das Gebäude prägendes architektonisches Element, sondern auch ein funktionaler Bestandteil für die Energiegewinnung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Die gemeinsame Entwicklung der PV-Module mit Megasol hat es ermöglicht, beide Aspekte auf hohem Niveau zu vereinen.»

  • Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Die Stadtwerke von Frauenfeld, Thurplus, und Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben die Ergebnisse der zweijährigen Studie „Energieperspektiven 2050“ vorgestellt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sind in der Studie Szenarien entwickelt worden, die aufzeigen, mit welchen Technologien, Energiebedarfen und Infrastrukturen Netto-Null-Emissionen im genannten Zeitraum zu erzielen wären.

    Laut der Studie werden heute noch 80 Prozent der Gebäude in Frauenfeld mit Öl oder Erdgas beheizt. Eine Dekarbonisierung wäre jedoch mit den bereits heute verfügbaren Technologien wie Fernwärme, Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeichern erreichbar. Um die bestehenden fossilen Heizsysteme bis 2040 auszutauschen, müssten jedoch jährlich 250 Gebäude mit erneuerbaren Heiztechniken ausgerüstet werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Fernwärme, doch auch Solaranlagen haben ein hohes Potential. Solarenergie, die heute 18 Prozent des Strombedarfs Frauenfelds abdeckt, könnte bis 2040 um fast das Fünffache gesteigert werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Studie ist gemeinsam mit der Urban Sympheny AG, einer Ausgliederung der Empa, erarbeitet worden. Das Projekt wurde vom Bundesamt für Energie (BFE), dem Amt für Energie des Kantons Thurgau und dem Amt für Hochbau und Stadtplanung der Stadt Frauenfeld unterstützt.

  • Flughafen Zürich testet Solarzäune

    Flughafen Zürich testet Solarzäune

    Die Flughafen Zürich AG in Kloten will mit einem deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien ihrem Netto-Null-Ziel für unternehmenseigene Emissionen bis 2040 näher kommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen dabei die Photovoltaikanlagen deutlich ausgebaut werden. Neben Anlagen auf Dächern und an Fassaden testet der Flughafen nun die Installation von Solarzäunen. Eine erste Anlage wurde neben der Heizzentrale des Flughafens installiert.

    Die senkrecht montierten Paneele bieten mehrere Vorteile. Da sie beidseitig solar bestrahlt werden können, erhöht sich die Stromausbeute um 10 bis 30 Prozent. Die Stromproduktion kann somit auch über den ganzen Tag ausgedehnt werden. Gleichzeitig dienen die Solarpaneele als Sicherheitszaun für den Flughafenbereich.

    „In einem ersten Schritt wollen wir Erfahrungen mit den vertikalen Solaranlagen sammeln und prüfen, ob diese Technologie für weitere Standorte in Frage kommen könnte. Denkbar sind zum Beispiel Parkplätze. Die Testphase wird mindestens ein Jahr dauern, um die Saisonalitäten abbilden zu können“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert.

    Derzeit sind auf zwölf Gebäudedächern Photovoltaikanlagen installiert. In einer Machbarkeitsstudie werden weitere Standorte geprüft. Dabei muss unter anderem die Blendsicherheit für Piloten und Tower gewährleistet werden. Bis 2040 sollen die Photovoltaikanlagen des Flughafens eine Strommenge produzieren, die zum Versorgen von 5000 Haushalten ausreicht.

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Die Megasol Energie AG mit Sitz in Deitingen hat ein neues farbiges Solarmodul auf den Markt gebracht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erbringen die Module mit ihrer neuen Farbgestaltung etwa 94 Prozent des Wirkungsgrades herkömmlicher schwarzer Photovoltaikmodule.

    Die Paneele unter dem Namen SOLARCOLOR Morpho sind für die Montage als Fassadenelemente hergestellt. So sind sie unter anderem an zwei Neubauten im Gebiet Lacheren in Schlieren montiert. Je nach Lichteinfall erzeugen die goldfarbenen Module ein lebendiges Farbenspiel, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Gebäude in Lacheren umfassen 36 Wohnungen. Das Dach ist ebenfalls mit Photovoltaikmodulen gedeckt und erzeugen Spitzenwerte von 68 Kilowatt bei einem Jahresertrag von 59‘900 Kilowattstunden. Die Fassadenelemente erbringen Peaks von 17 Kilowatt und einen jährlichen Ertrag von etwa 16‘200 Kilowattstunden.

    Die Megasol Energie AG zählt zu den fünf nominierten Finalisten des vom Swiss Venture Club (SVC) gestifteten Prix SVC Espace Mittelland 2025, der am 12. März 2025 in Bern vergeben wird.

  • Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Die NewGreenTec AG hat eines ihrer hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf dem Dach des Plantahofs installiert. Dort wird es künftig zur nachhaltigen Stromversorgung der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Kantons Graubünden und der Ostschweiz beitragen. Wie das Jungunternehmen weiter mitteilt, soll es ausserdem Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichen, die Technologie aus erster Hand zu erleben und ihr Wissen über erneuerbare Energien zu erweitern.

    „Wir sind begeistert, mit diesem Projekt die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Graubünden zu fördern“, wird Frido Stutz, Geschäftsführer der NewGreenTec AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Das Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie ist ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und stabilen Stromversorgung über den Tages- und Jahresverlauf.“

    Zudem erkennt NewGreenTec darin auch ein Symbol für die Potenziale einer nachhaltigen Zukunft: „Mit der Kraft von Wind und Sonne soll das Rheintal ein weiteres Beispiel für gelungene Innovation in der grünen Energieversorgung werden.“ Das erste Kleinkraftwerk der Firma auf einem Industriegebäude wurde im Januar 2023 in Betrieb genommen.

    Das hybride Gerät vereint Solarpanele, eine kleine Windturbine und Speichertechnologie in einem Gerät und wurde zusammen mit Schweizer Fachhochschulen entwickelt. Die Windturbinen, die sich um eine Vertikalachse drehen, sind unabhängig von der Windrichtung und nahezu geräuschlos.

  • Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Swissolar sieht für Solaranlagen bis 2035 Potenzial für einen Anteil von 80 Prozent am landesweiten Stromausbau. Der jährliche Solarstromertrag könnte laut dem jetzt veröffentlichten ersten Solarmonitor Schweiz mehr als 28 Terawattstunden erreichen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegen mit dem nun veröffentlichten Solarmonitor Schweiz erstmals aktuelle Zahlen und Fakten zur künftigen Entwicklung des Solarmarkts vor. Darin enthalten seien Prognosen für den Photovoltaikausbau bis ins Jahr 2035.

    Für das laufende Jahr trage Sonnenenergie mit 11 Prozent zur Stromerzeugung bei und sei „damit auf bestem Weg, neben der Wasserkraft die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden“. Voraussetzung seien „deutlich verbesserte Ausführungsbestimmungen“, heisst es. Das neue Stromgesetz habe zu Verunsicherungen geführt, was sich bremsend auf das Marktwachstum in den nächsten zwei Jahren auswirke. Danach sei mit neuen Wachstumsschüben zu rechnen.

    Der Solarmonitor gibt erstmals auch einen Überblick zu Branchenumsatz und Fachkräftesituation. Im laufenden Jahr erwirtschaftet die Branche demnach voraussichtlich 3,7 Milliarden Franken, in zehn Jahren könnten es 6 Milliarden sein. Im Rahmen einer Befragung ermittelte Swissolar Zahlen zur Personalsituation. Aktuell seien 11’000 Vollzeitäquivalente in der Solarbranche tätig. Um die Ausbauziele gemäss Stromgesetz zu erreichen, werden 19’000 Vollzeitbeschäftigte benötigt.

    Der Solarmonitor soll künftig jährlich in einer aktualisierten Version veröffentlicht werden.

  • Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Vom 14. bis 17. November 2024 erwartet die Besucherinnen und Besucher der Bernexpo ein einzigartiges Messeformat: Die Hausbau+Energie Messe und die Energy Future Days bündeln erneut ihre Kräfte, um das grösste Schweizer Event für Bauen, Sanieren und Energie zu präsentieren. Jährlich zieht dieser Event über 10’000 private Hauseigentümer, angehende Bauherrschaften, Architekten und Planer an und bietet ein vielfältiges Programm für Fachleute und Interessierte.

    Fachveranstaltungen und Innovationen für Energie und Bau
    Das diesjährige Schwerpunktthema liegt auf nachhaltiger Energieerzeugung und -nutzung. Ein breites Angebot an Fach- und Publikumsveranstaltungen bietet spannende Einblicke und wertvolle Informationen zu Themen wie Photovoltaik, Speichersysteme, Elektromobilität und Sanierungsprozesse. Speziell für Architekten steht das Forum Architektur unter dem Motto «Lebenswerte Wohn- und Arbeitsräume» im Fokus, welches innovative Lösungen für moderne Bauprojekte beleuchtet.

    Fachtag für Experten und Entscheidungsträger
    Der Donnerstag richtet sich gezielt an Fachleute aus der Bau- und Energiebranche. Architekten, Planer, Energiefachleute, Installateure sowie Entscheidungsträger aus der öffentlichen Hand und Investoren finden hier eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Die Kombination aus Messe und Expertenforum schafft Synergien, die wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens und der Energieversorgung setzen.

    Neue Plattform für solare Energielösungen: «BärnSOLAR 24»
    Ein weiterer Höhepunkt ist die Einführung von «BärnSOLAR 24», einer Plattform, die sich ganz der Integration von Solarenergie in Bauprojekten widmet. Sie bietet Fachleuten zielgerichtete Antworten und individuelle Lösungen für die Nutzung von Solarenergie im Bau.

  • Solarstrom: Erste Anlage des zweiten Projekts in Betrieb

    Solarstrom: Erste Anlage des zweiten Projekts in Betrieb

    Die Zaugg Schlieren AG hat Mitte Oktober das erste Drittel ihrer zweiten Solaranlage in Schlieren in Betrieb genommen. Die dazugehörige Baubewilligung war erst Ende Februar beantragt worden, informiert die Schlieremer Spezialistin für Verpackung und Logistik in einem Beitrag auf LinkedIn. Die installierte Leistung wird dort mit 98,28 Kilowatt Peak angegeben. Damit können jährlich rund 95 Megawattstunden Solarstrom produziert werden.

    Im Jahr 2026 will Zaugg Schlieren Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 271,47 Kilowatt Peak installiert haben. Damit können jährlich rund 263 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden. Das Unternehmen ist 1977 von Werner Zaugg auf dem Areal des kurz zuvor stillgelegten Gaswerks in Schlieren gegründet worden. Seit 2011 ist der eigenen Angaben zufolge erste professionelle Schweizer Transportverpacker und Kistenfabrikant auch in China mit einem Standort vertreten.

  • Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Die Lustenberger & Dürst SA hat zwei Massnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung umgesetzt. Laut einer Medienmitteilung wurden am Hauptsitz in Hünenberg 903 Solarpaneele mit einer Leistung von gut 370 Kilowatt Peak auf verschiedenen Gebäudeteilen der Langrüti 4 in Betrieb genommen. Weitere Solarmodule wurden auf dem Dach und an Fassaden am Standort in der Langrüti 6 montiert, sie verfügen über eine Leistung von knapp 187 Kilowatt Peak.

    Die Gesamtkapazität beider Installationen werde bei 557 Kilowatt Peak liegen und die Basis für „eine maximale Energieausbeute“ schaffen und zur Deckung des eigenen Strombedarfs beitragen. Aktuell erzeugt Lustenberger & Dürst 60 Prozent des Jahresverbrauchs mit selbst produziertem Sonnenstrom.

    Der traditionelle Käsehersteller sieht Potenzial bei der Nachhaltigkeit. Nach den Worten von CEO Simon Grander wird sie „ein zentraler Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Welt“ sein. „Aus diesem Grund haben wir unsere Infrastruktur gezielt erneuert, damit wir in unseren Betriebsgebäuden keine fossilen Brennstoffe mehr benötigen“, wird er zitiert.

  • Schweizer Cleantech-Startups erobern den südafrikanischen Markt

    Schweizer Cleantech-Startups erobern den südafrikanischen Markt

    Im Rahmen des Academia-Industry Training Cleantech-Programms (AIT) konnten vier Schweizer Cleantech-Startups ihre innovativen Lösungen in Südafrika präsentieren. Subasol, Neology Hydrogen, Gaia Turbine und Soft Power stellten ihre zukunftsweisenden Technologien vor und bekamen die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und den Zugang zu einem aufstrebenden Markt zu sichern.

    Subasol überzeugt mit Photovoltaik-Speicherlösungen
    Subasol, das innovative PV-Speichersysteme für den afrikanischen Markt entwickelt, gewann den Pitch-Wettbewerb und setzte sich gegen starke Konkurrenz durch. Die lokal montierten Speichersysteme sollen die Energieversorgung in ländlichen und netzfernen Gebieten Afrikas sichern und tragen damit erheblich zur nachhaltigen Entwicklung des Kontinents bei.

    Kostengünstiger Wasserstoff für die Zukunft
    Neology Hydrogen punktete mit einer Technologie, die Ammoniak in Wasserstoff umwandelt und so kostengünstige und leicht zugängliche Wasserstofflösungen für den globalen Markt bietet. Durch diese Innovation wird der Übergang zu einer wasserstoffbasierten Wirtschaft beschleunigt.

    Praxisnahe Lösungen für saubere Energie
    Gaia Turbine und Soft Power ergänzten das Teilnehmerfeld mit kompakten Wasserturbinen und nachhaltigen Kochlösungen für Entwicklungsländer. Beide Startups bieten praxisnahe Lösungen, um den Einsatz erneuerbarer Energien weltweit zu fördern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

    Zukunftsweisender Austausch
    Im nächsten Schritt ist ein Austauschprogramm geplant, bei dem fünf südafrikanische Unternehmer die Schweiz besuchen werden, um ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und Kooperationsmöglichkeiten zu erkunden. Dieses Programm ist ein bedeutender Schritt zur Förderung internationaler Cleantech-Partnerschaften und zur Erschließung neuer Märkte.

    Cleantech made in Switzerland erobert Südafrika
    Der Erfolg der Schweizer Startups zeigt das Potenzial innovativer Cleantech-Lösungen auf dem afrikanischen Markt. Die Teilnahme am SA Innovation Summit hat den Grundstein für zukünftige Kooperationen gelegt und bietet vielversprechende Perspektiven für den internationalen Ausbau.

  • Grünes Licht für alpine Solaranlage

    Grünes Licht für alpine Solaranlage

    Der Bündner Energieversorger Repower, die Gemeinde Klosters und die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG wollen gemeinsam eine alpine Solaranlage bei der Bergbahn errichten. Das Stimmvolk der Gemeinde Klosters hatte dem Vorhaben am 22. Oktober 2023 zugestimmt.

    Nun hat auch die Bündner Regierung laut einer Mitteilung den Bau der Anlage durch die Madrisa Solar AG bewilligt. Der Standort sei bereits durch die vorhandene touristische Infrastruktur gut erschlossen und an das Stromnetz angebunden.

    Die Anlage im Gebiet Züg soll auf einer Höhe von rund 2000 Metern und einer Fläche von 156‘821 Quadratmetern 25‘000 Solarmodule umfassen und eine Gesamtleistung von 10,8 Megawattpeak aufweisen. Die Stromproduktion dürfte über 15‘000 Megawattstunden aufweisen.

    Die Bergbahnen betreiben bereits fünf Solaranlagen mit einer Jahresleistung von 294 Megawattstunden. Diese decken bis zu 20 Prozent des eigenen Strombedarfs.

  • Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Thurplus zieht eine positive Bilanz des PV-Ausbaus der vergangenen sieben Jahre. Zwischen 2016 und 2023 konnte der städtische Energieversorger Frauenfelds die Leistung von 144 auf rund 1500 Kilowatt-Peak mehr als verzehnfachen. Allein 2023 seien über 700 Kilowatt-Peak hinzugebaut worden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Gesamthaft produzieren diese Solaranlagen pro Jahr rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 330 Haushalten. In den Jahren von 2016 bis 2023 ist den Angaben zufolge auch die Zahl der Anteilseignerinnen und -eigner an den PV-Bürgerbeteiligungsmodellen von 50 auf 240 gestiegen.

    «Durch aktives Gestalten und die erfolgreiche Umsetzung vieler nachhaltiger PV-Projekte ist es Thurplus gelungen, diese Leistung zu erbringen», wird Fabrizio Hugentobler zitiert, Stadtrat und Vorsteher des Departements Thurplus, Freizeit und Sport. «Mit ihren Angeboten rund um Solarstrom, SolarInvest, PV-Contracting und weiteren Lösungen ist Thurplus gut aufgestellt.»

    Gemäss der städtischen PV-Strategie für Thurplus soll bis 2027 jährlich ein zusätzlicher Anteil von 5 Prozent am Gesamtstromverbrauch von etwa 150 Gigawattstunden zugebaut werden. Das entspricht pro Jahr einer installierten PV-Gesamtleistung von 8 Megawatt-Peak oder einer Stromproduktion von etwa 7,5 Gigawattstunden. Dafür sucht Thurplus geeignete Dächer von Firmen und Institutionen. «Gemeinsam wollen wir weiterkommen und unseren Beitrag dazu leisten, dass die PV-Ausbauziele gelingen», so Thurplus-Geschäftsleiter Peter Wieland.

  • Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Die auf Solarlösungen spezialisierte IngEne aus dem Tessin ist der Swiss Solar Group beigetreten. Wie die Unternehmensgruppe in einer Medienmitteilung schreibt, kann sie nun in der gesamten Schweiz nachhaltige Energie zur Verfügung stellen. Der Zusammenschluss ist eine Investition in den Solarausbau mit dem Ziel eines einfacheren Zugangs zu sauberen smarten Energielösungen im Bereich Photovoltaikinstallationen und Mobilität.

    Die Swiss Solar Group ist laut der Mitteilung seit Gründung im Jahr 2013 stetig gewachsen. Wie sie mitteilt, sind seither mehr als 1300 Photovoltaikanlagen in Betrieb gegangen.

    Mit IngEne wachse die Swiss Solar Group um das technische Know-how von einem der besten Solarspezialisten des Landes. „Dank der Expertise werden wir unsere Produkte für Kundinnen und Kunden nochmals verbessern können. Saubere und smarte Energie für die ganze Schweiz ist jetzt möglich. Wir danken dem Team von IngEne und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, wird Marc Preusche, CEO der Swiss Solar Group, zitiert.

    Im Tessin seien integrierte Solarpanels auf Dächern und Fassaden weit verbreitet. IngEne bediene dort neben privaten Haushalten auch Industrieunternehmen. Auf Fabrikdächern seien Anlagen mit einer Leistung über 1 Megawatt im Einsatz. Für die 55 Mitarbeitenden der IngEne habe die Kooperation keine Auswirkungen: Sie werden weiterhin autonom arbeiten, aber zusätzlich von Synergieeffekten der Gruppe profitieren, heisst es.

    Der Beitritt von IngEne setzt das Wachstum fort. 2023 sind bereits Younergy Solar aus Ecublens VD und der Energieversorger Seetal Solar aus Hitzkirch LU der Gruppe beigetreten.

  • ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    Forschende der ZHAW haben die Genauigkeit der Berechnungen der Software PVSyst zum Ertrag von alpinen Solaranlagen überprüft. Das Bundesamt für Energie empfehle diese Software im Rahmen des Ausbaus alpiner Solaranlagen, erläutert die ZHAW in einer entsprechenden Mitteilung. Die Ergebnisse der Forschungen zeigten, „dass die vom Bund vorgeschlagene Vorgehensweise sinnvoll ist und die Erträge eher unterschätzt werden“, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Validierung haben die Forschenden der ZHAW im Winterhalbjahr 2023/24 mit einer flexiblen mehrreihigen Miniaturanlage eine Vielzahl von Messungen auf der Totalp in Davos GR vorgenommen. Die Messdaten stimmten weitgehend mit gleichzeitig erhobenen Daten aus der bestehenden Versuchsanlage am selben Standort überein. Die über die Simulation von PVSyst errechneten Erträge lagen dagegen durchgehend tendenziell tiefer.

    Die Forschenden führen dies auf die von der Software genutzten Albedo-Werte von Meteonorm zurück. Unter der Albedo wird ein Wert für den Anteil des vom Untergrund reflektierten Sonnenlichts verstanden. Gleichzeitig konnten die Forschungen zeigen, dass eine rückseitige Einstrahlung auf ein bifaziales Solarpanel den Ertrag um rund 25 bis 35 Prozent steigert.

  • Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Die Frage, welche Dächer sich für Solaranlagen eignen und welche Leistung dort erzielt werden kann, beantwortet der neue Solaratlas des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). Diese Karte, die auf der ILA 2024 in Berlin vorgestellt wurde, nutzt aktuelle Luftbilder und Geobasisdaten, verarbeitet durch Methoden des maschinellen Lernens. So konnte das Solarenergie-Potenzial für rund 20 Millionen Gebäude in Städten wie Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg ermittelt werden. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich unter eosolar.dlr.de.

    Technologie trifft Nachhaltigkeit
    Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, betont die Bedeutung des Solaratlas für die Energiewende: „Um effektive Strategien und Instrumente zum Ausbau von Solaranlagen auf Dächern zu entwickeln und umzusetzen, benötigen Entscheidungsträger genaue Informationen zum aktuellen Bestand und zum Ausbaupotenzial. Die satellitengestützten Informationen, die das DLR bereitstellt, unterstützen die Energiewende und werden zum Treiber für innovative Produkte und Geschäftsmodelle.“ Der Solaratlas zeigt, wie erfolgreich Erdbeobachtung für den Klimaschutz und den nachhaltigen Ausbau der Energiegewinnung eingesetzt werden kann.

    Datenauswertung und Methodik
    Im Projekt EO Solar kombinieren die Wissenschaftler des Earth Observation Center des DLR mehrere Terabyte an Daten. Diese umfassen digitale, verzerrungsfreie Luftbilder mit einer Auflösung von 20 Zentimetern und hochaufgelöste Oberflächenmodelle, die das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie bereitstellt. „Um das aktuelle Ausbaupotenzial für Solarenergie zu beschreiben, berechnen wir die mögliche elektrische Leistung anhand der Sonnenstunden, der Strahlungsintensität, der Ausrichtung der Dachflächen sowie der Verschattung durch benachbarte Gebäude oder Vegetation“, erklärt Annekatrin Metz-Marconcini, Leiterin des Projekts EO Solar.

    Künstliche Intelligenz und praktische Anwendungen
    Das DLR hat ein Verfahren entwickelt, das künstliche Intelligenz nutzt, um weltweit Dächer mit verbauten Solarpaneelen aus hochaufgelösten Fernerkundungsdaten zu identifizieren. In Deutschland wird zusätzlich das Marktstammdatenregister einbezogen, das tagesaktuell alle angemeldeten Solaranlagen erfasst. Diese Methode nutzt digitale Oberflächenmodelle des Geländes, wodurch automatisch Verschattungen durch Bäume und das umgebende Gelände berücksichtigt werden. So können auch Länder ohne detaillierte Gebäudemodelle ihr Solarenergie-Potenzial berechnen und in die Planung einbeziehen.

    Unterstützung für politische Entscheidungsträger
    Der DLR-Solaratlas bildet im Gegensatz zu bestehenden Solarkatastern der Bundesländer, Landkreise oder Gemeinden das ganze Land systematisch und aktuell ab. Dies bietet politischen Entscheidungsträgern und Planern eine fundierte Grundlage, um den Ausbau von Solaranlagen gezielt zu fördern. Bereits im Rahmen eines ESA-Projekts wurde eine ähnliche Karte für Österreich erstellt. Aus Datenschutzgründen wird in Deutschland der Solarausbau auf Gemeinde-, Landkreis- oder Bundeslandebene dargestellt.

    Zukunftsweisende Energieplanung
    Mit dem neuen Solaratlas schafft das DLR eine wertvolle Ressource für die Planung und Umsetzung nachhaltiger Energieprojekte. Er ermöglicht eine präzise Einschätzung des Solarenergie-Potenzials und unterstützt damit den Übergang zu einer klimafreundlichen Energieversorgung.

  • Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Der Arzneimittelhersteller Takeda errichtet derzeit am Produktionsstandort in Pierre-à-Bot in Neuenburg eine Photovoltaikanlage. Die Solarpaneele werden dort auf einem ungenutzten Grundstück und auf den Überdachungen der Parkplätze installiert. Die Anlage wird eine Kapazität von 3,7 Megawatt pro Jahr haben und 4 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht 25 Prozent des jährlichen Bedarfs. Die Inbetriebnahme ist für Anfang Oktober 2024 geplant. Die Investitionen belaufen sich auf 5 Millionen Franken.

    Mit diesem Solarprojekt leiste der japanische Arzneimittel- und Impfstoffhersteller mit Schweizer Hauptsitz in Opfikon einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung, heisst es in seiner Medienmitteilung. „Wir freuen uns, dass wir dieses ehrgeizige Projekt verwirklichen konnten“, wird die Neuenburger Stadträtin Violaine Blétry-de Montmollin zitiert. „Es passt voll und ganz in unser Energiekonzept.“

    Takeda strebt für seine eigenen Aktivitäten an, bis 2035 weltweit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. In diesem Rahmen verfolgt das Unternehmen den Angaben zufolge an seinem Standort in Neuenburg derzeit etwa zehn Projekte. Sie widmen sich neben der Elektrifizierung der Rückgewinnung von Wärme, der Vermeidung fossiler Energieträger und Kältemittel sowie der Biodiversität.

    Die Produktionsstätte in Neuenburg hat Takeda vor fünf Jahren im Rahmen der Übernahme seines irischen Konkurrenten Shire erworben. Der Standort mit seinen fast 700 Mitarbeitenden aus 20 verschiedenen Nationen ist seit 25 Jahren auf die Herstellung von Medikamenten zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie) spezialisiert. Sie werden in über 80 Länder geliefert.

  • 4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert am Firmensitz in Hochdorf rund 35 Millionen Franken in eine neue Zerspanungsanlage und vier neue Hallen. Zudem will der Luzerner Fenster- und Fassadenbauer sowohl auf den alten als auch auf den neuen Hallen Photovoltaikanlagen installieren. „Mit der beschlossenen Investition legen wir den Grundstein für eine neue Ära und weitere 125 erfolgreiche Jahre in Hochdorf und der Schweiz“, wird 4B-CEO Jean-Marc Devaud in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert.

    Die Bauarbeiten für die vier neuen Hallen sind am 27. März mit dem Spatenstich eingeleitet worden. Sie sollen bis Anfang 2025 beendet sein. Die ersten Photovoltaikanlagen werden noch in diesem Jahr auf den bereits bestehenden Hallen installiert. Nach Abschluss der Montagearbeiten auch auf den neuen Hallen, will 4B in Hochdorf jährlich rund 3 Gigawattstunden Strom aus Solarenergie produzieren. Sie reichen aus, um den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens in Hochdorf zu decken. Zudem nutzt 4B die in der Produktion anfallenden Holzreste zur Wärmegewinnung im eigenen Heizkraftwerk.

    „Mit den vier neuen Hallen und der neuen Zerspanungsanlage schaffen wir die Grundlage für die langfristige Optimierung unserer Produktionsprozesse“, erläutert Devaud. Dabei plant 4B auch derzeit ausgelagerte Produktionsprozesse wieder nach Hochdorf zurückzubringen. „Weiter wird die Flexibilität geschaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, so der Unternehmenschef.

  • Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Unter den Bewerbern konnten sich zwei Zusammenschlüsse aus den Kantonen Zürich und Basel durchsetzen, die mit ihrer Expertise und innovativen Ansätzen überzeugten. Die Vergabe der Projekte an das Konsortium der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), Helion AG und mha gmbh sowie das Konsortium der Industriellen Werke Basel (IWB) und TNC Consulting AG (TNC) markiert einen entscheidenden Schritt zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region.

    Insbesondere die Initiative des EKZ-Helion-mha Konsortiums, grossflächige Solarcarports an kantonalen Raststätten zu errichten, repräsentiert eine doppelte Innovation.

    Neben der Produktion sauberer Energie tragen diese Carports zur Reduzierung des Klimaanlageneinsatzes bei, indem sie Schatten spenden. Mit einer geplanten Kapazität von annähernd 8,5 Megawatt streben sie die Umsetzung von zehn Photovoltaikanlagen an und erkunden zudem die Möglichkeit, Solarpanels auf Lärmschutzwänden, Stützmauern und einer Brücke zu installieren.

    Das IWB-TNC Konsortium konzentriert sich auf die Installation von nahezu 1,8 Megawatt starken Photovoltaikanlagen in der Region Berner Oberland, verteilt auf verschiedene Strukturen wie Stützmauern und Brücken. Die Realisierbarkeit dieser Vorhaben wird durch umfassende Studien sichergestellt.

    Die ersten Planungsschritte für diese zukunftsweisenden Solaranlagen beginnen im April 2024, was den kantonalen Einsatz für die nationale Energiestrategie 2050 und das Erreichen des Netto-Null-Ziels bis 2040 unterstreicht. Dieses Auswahlverfahren unterstreicht den Wunsch des Kantons Bern, eine führende Rolle bei der Implementierung von Energielösungen einzunehmen und fördert zugleich die Beteiligung von lokalen Akteuren an der Energiewende.

  • Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat seinen Gesetzesentwurf zum Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die Änderung des Kantonalen Energiegesetzes sieht eine bessere Ausnutzung der Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom vor.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen Neubauten künftig nicht mehr nur einen Teil der selbst benötigten Elektrizität erzeugen, sondern das Stromerzeugungspotenzial der Dachfläche „angemessen ausnutzen“. Auch für bestehende Bauten werden Vorgaben zur Stromerzeugung vorgeschlagen, weil vor allem sie über ein „immenses Potenzial für die Stromerzeugung“ verfügten.

    Dies sei im Interesse eines raschen Ausbaus lokal produzierter erneuerbarer Energie, so Regierungspräsident Fabian Peter: Damit „erreichen wir nicht nur unsere Klimaziele, sondern erhöhen auch unsere Energieversorgungssicherheit“. Immerhin könnten Photovoltaikanlagen auf Dächern im Kanton insgesamt 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Das ist den Angaben zufolge mehr als das Doppelte des aktuellen Stromverbrauchs aller Privathaushalte.

    Neu sollen Photovoltaikanlagen auch auf einem anderen Dach innerhalb einer bestimmten Häusergruppe errichtet werden dürfen, etwa auf Ställen, Heuböden, Gewerbebauten oder bei Schularealen. Damit reagiert der Regierungsrat auf ein oft geäussertes Anliegen aus der öffentlichen Vernehmlassung. Diese hatte vom 15. Dezember bis 6. April 2023 stattgefunden.

    Die Mehrheit habe der generellen Stossrichtung, den Zielen und den Grundsätzen der neuen Regelungen zugestimmt. Die vorliegende Änderung des Kantonalen Energiegesetzes wird voraussichtlich für die kommende Mai-Session des Kantonsrats traktandiert.

  • Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Der Walliser Energieversorger Oikenund Studer Innotec starten laut Medienmitteilung  ein Innovationsprojekt zur Nutzung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern für die allgemeine Stromversorgung durch ein virtuelles Kraftwerk. Die variable und nicht vorab geplante Stromerzeugung in Privathäusern oder Quartieren soll dadurch bestmöglich genutzt und optimiert werden. Das von der Stiftung The Ark finanziell unterstützte Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut Icare in Siders VS entwickelt. Die Testphase beginnt noch 2024.

    Ziel des Projekts sei es, kleine Energieerzeuger, die zusammen das Aufkommen eines grossen Kraftwerks haben, zusammenzuschliessen, um ein virtuelles Energiekraftwerk (VPP – Virtual Power Plant) zu schaffen, heisst es in der Mitteilung von Oiken. Die beschleunigte Entwicklung der dezentralen und nicht vorab geplanten Energieerzeugung aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in „Wohnkraftwerken“ verändere Verwaltung und Steuerung des Stromnetzes grundlegend.

    Laut Solarstatistik wurden im Jahr 2022 PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 4,7 Gigawatt installiert, die 3,8 Terawattstunden oder 6,7 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs produzierten. Der Anteil der erzeugten Solarenergie übersteige bereits heute tagsüber im Sommer den Anteil anderer Energieträger wie Gas, Wasserkraft oder Biomasse.

    Auf lokaler Ebene wie beim Einfamilienhaus soll der Eigenverbrauch verbessert und die Rückspeisung von Strom in das Netz durch eine optimale Nutzung der Batterien optimiert werden. Auf der nächsthöheren Ebene, wie etwa eines Quartiers, konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines intelligenten Energiemanagements für mehrere Anlagen. Auf der Ebene der Region oder des VNB (Verteilnetzbetreiber) geht es darum, die lokale flexible Stromerzeugung durch eine VPP-Lösung zu bewerten und zu vereinen.

  • Energiewende in der Schweiz: Technologischer Fortschritt statt Verzicht

    Energiewende in der Schweiz: Technologischer Fortschritt statt Verzicht

    Die Ergebnisse des «Helion Energiewende-Index», basierend auf einer Umfrage unter 3000 Schweizerinnen und Schweizern, offenbaren eine klare Präferenz für technologiebasierte Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die Mehrheit der Befragten favorisiert den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft, während weniger als die Hälfte glaubt, dass weitere Verhaltensänderungen im Sinne eines Konsumverzichts notwendig sind.

    Interessanterweise schätzt die Mehrheit der Befragten ihr eigenes Verhalten als umweltfreundlicher ein als das der Gesamtbevölkerung, obwohl gleichzeitig ein verstärktes Engagement im Kampf gegen den Klimawandel gefordert wird. Dieser Wunsch nach schnelleren Fortschritten, insbesondere im Ausbau erneuerbarer Energien, zeigt sich deutlich in der hohen Akzeptanz und Priorisierung von Solarenergie.

    Photovoltaik-Anlagen werden von einem Großteil der Haus- und Wohnungseigentümer als bevorzugte Option betrachtet, wobei 73 Prozent eine Installation in Betracht ziehen. Die Hauptmotivation liegt hierbei in der eigenständigen Energieerzeugung und dem Schutz vor steigenden Strompreisen. Ökologische und nachhaltige Aspekte sind ebenfalls wichtig, aber sekundär.

    Die Studie hebt hervor, dass trotz der breiten Unterstützung für erneuerbare Energien Hindernisse, wie administrative Hürden und Finanzierungsfragen, weiterhin den Fortschritt bremsen. CEO Noah Heynen von Helion betont die Notwendigkeit, diese Hindernisse abzubauen und ganzheitliche Lösungen anzubieten, um die Energiewende effektiv voranzutreiben.

    Zusammenfassend zeigt die Studie, dass die Schweizer Bevölkerung bereit ist, die Energiewende aktiv zu unterstützen, wobei der Fokus auf technologischen Innovationen liegt, um eine nachhaltigere und klimafreundlichere Zukunft zu gestalten. Dieses Ergebnis ist insbesondere für Fachleute und Führungskräfte in der Immobilienbranche relevant, da es wichtige Einblicke in die Präferenzen und Erwartungen der Bevölkerung in Bezug auf nachhaltige Wohn- und Baukonzepte bietet.

  • tb.glarus nimmt grösste Glarner Solargemeinschaft ans Netz

    tb.glarus nimmt grösste Glarner Solargemeinschaft ans Netz

    tb.glarus ermöglicht es auch Mieterinnen und Mietern, am Ausbau der Solarenergie teilzuhaben. Wie der Glarner Versorger mitteilt, hat er am 23. November die Anlage am Stall Stampfrüti in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um die sechste Solargemeinschaft des Unternehmens und die bisher grösste im Kanton Glarus.

    Die Anlage soll mit einer Fläche von 707 Quadratmetern 128‘000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Von den 707 Solarpanelen seien bereits 95 Prozent verkauft, teilt tb.glarus mit. Die einmalige Beteiligung an der Anlage Stampfrüti bietet den Kundinnen und Kunden von tb.glarus über 20 Jahre eine fixe Gutschrift von Solarstrom.

    Die sechs Solargemeinschaften weisen insgesamt eine Leistung von 519 Kilowattpeak auf und erzeugen auf einer Fläche von über 2500 Quadratmetern pro Jahr rund 490‘000 Kilowattstunden. tb.glarus ist auf der Suche nach weiteren Dachflächen, die für Solargemeinschaften geeignet sind.

  • Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Die Umwelt Arena in Spreitenbach präsentiert gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) die Sonderausstellung Solarstrom. Schwerpunkte der Sonderausstellung, die vom 3. November bis zum 28. April 2024 ganztägig geöffnet ist, werden laut Ankündigung die Entwicklungsgeschichte von Solarstrom, Funktion und Installation von Solarstrom sowie das Potenzial der Sonne zur Stromgewinnung sein.

    Die ewz-Sonderausstellung zeige, welches riesige Potenzial für eine klimafreundliche Solarstromproduktion auf den Dächern schlummert und wie grundsätzlich unkompliziert es sei, selbst aktiv zu werden, um eine Solaranlage installieren zu lassen, heisst es in der Mitteilung. Noch immer gebe es allerdings Vorbehalte und veraltete Mythen zu Bau und Nutzung von Solaranlagen. Die Ausstellung beleuchtet deshalb verschiedene Aspekte, zum Beispiel auch, wie sich eine Solaranlage und eine Flachdachbegrünung ideal ergänzen können. Auf einer Entdeckungsreise erhalten die Besuchenden Informationen über die Entwicklung der Solarenergie über die letzten Jahrzehnte. Auch können sie an einem Solarquiz teilnehmen.

    Die Umwelt Arena verweist auf die Möglichkeit für besonders am Thema Solarstrom Interessierte und Besuchergruppen wie Firmen, Vereine oder Schulen, den Besuch der Sonderausstellung mit der Buchung einer Themenführung SonnenTrail zu kombinieren. Dabei werden die Nutzungsmöglichkeiten von Solarthermie und Photovoltaik dargestellt.

    Für Führungen sei vorab eine telefonische oder Online-Anmeldung nötig, heisst es in der Mitteilung der Umwelt Arena.

  • Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Das Netzwerk Energie-Cluster mit Sitz in Bern lädt Interessierte am 12. September zu einem Tageskurs über Photovoltaikfassaden (PV-Fassaden) an die Hochschule Luzern (HSLU). In der Zeit von 8.30 und 17 Uhr beleuchten Referenten und Referentinnen verschiedene Aspekte rund um Hausfassaden zur Produktion von Solarenergie, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach wird David Stickelberger, Leiter Markt und Politik bei Swissolar, ab 9 Uhr auf politische Rahmenbedingungen für PV-Fassaden eingehen. Ab 9.30 Uhr widmet sich Christoph Wangler, Product Owner PV Systems bei 3S Swiss Solar Solutions, der Frage, wie nachhaltig Solarmodule sind.

    Ab 10.40 Uhr geht Roger Buser, Dozent für Gebäudetechnik und Energie an der HSLU, auf die Prozessschritte von einer groben Abschätzung zum Bauprojekt ein. Anschliessend referiert Pierre-Olivier Cuche, Geschäftsleiter bei Solarwall, über die Architektur und Gestaltung von PV-Fassaden. Ab 11.40 Uhr referiert Andreas Haller, Leiter Innovation Solarsysteme bei der Ernst Schweizer AG, über Ausführungsplanung und Installation.

    Nach der Mittagspause geht es weiter mit dem Thema Brandschutz in einem Referat von Christian Renken, Geschäftsleiter der CREnergie GmbH. Ab 14 Uhr widmet sich Renken dem Thema Performance und Wirtschaftlichkeit.

    Auf ihn folgt Stefan Gränicher, Projektleiter Immobilienentwicklung der Frutiger AG, mit seinem Impuls über Rentabilität aus Sicht eines Immobilienentwicklers. Robin Bergamin, Beratung & Verkauf bei der Invisia AG, spricht anschliessend über Energiemanagement und die bestmögliche Nutzung von Strom.

    Letzter Vortrag des Tages ist der von Sina Büttner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern, über die optimale Fassadengestaltung mit Solaranlagen sowie die Begrünung im Hinblick auf den Klimawandel.

  • Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Mit der Ausweitung der Geschäftsstrategie auf Solarzellen „Made in USA“ reagiert Meyer Burger auf Marktanforderungen, die sich aus neuen Regulierungen in den Vereinigten Staaten ergeben: Kürzlich hat das US-Finanzministerium Richtlinien für die Qualifizierung von „domestic content“ bekannt gegeben. Diese ermöglichen einen zusätzlichen zehnprozentigen Bonus auf die Investitionssteuergutschrift (ITC) für US-Solarprojekte. „Meyer Burger ist der festen Überzeugung, dass inländisch hergestellte Solarzellen unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen, sowohl in Bezug auf die Verwendung von erstklassigen Hochleistungs-Solarprodukten ‚Made in USA‘ als auch zur Qualifizierung für zusätzliche Steuergutschriften“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Mit einem anfänglichen Produktionsvolumen von jährlich zwei Gigawatt Solarzellen und -modulen in den USA hat Meyer Burger die Möglichkeit, von Produktionsbeginn im Jahr 2024 bis Ende 2032 Steuergutschriften von bis zu USD 1,4 Milliarden zu erhalten.

    Im Rahmen der Entscheidung, das Solarzellenwerk in den USA anzusiedeln, erhält das Unternehmen neben den IRA-Steueranreizen ein weiteres umfangreiches Finanzpaket: Die Stadt Colorado Springs und der US-Bundesstaat Colorado unterstützen die Investition mit fast USD 90 Millionen, hauptsächlich in Form von Steuergutschriften, direkter Unterstützung und vergünstigten Strom- und Wassertarifen. Darüber hinaus sind Vorauszahlungen von Modul-Abnehmern und ein Darlehen des US-Energieministeriums (DoE) in Höhe von insgesamt mehr als USD 300 Millionen absehbar. Diese sollen zur Finanzierung des Wachstums von Meyer Burger in den Vereinigten Staaten beitragen.

    „Unsere Präsenz in den USA wird es uns ermöglichen, bestehende und zukünftige Kunden schneller zu erreichen. Ich möchte unseren Partnern in der Biden-Administration und in Colorado sowie unseren Abnahmepartnern DESRI, Ingka und BayWa herzlich für ihre Unterstützung beim Ausbau unserer US-Aktivitäten danken“, sagt Gunter Erfurt. Er fügt hinzu: „Meyer Burger arbeitet derzeit an weiteren Multi-Gigawatt-Abnahmeverträgen in den USA mit neuen Kunden. Wir prüfen bereits Möglichkeiten, weitere Produktionskapazitäten für Solarzellen und -module in den USA aufzubauen“.

    Der beschleunigte Produktionsplan in den USA wird durch eine Umleitung von Produktionsmaschinen ermöglicht, die ursprünglich für die bereits angekündigte Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, vorgesehen waren. Diese Anlagen werden nun am Standort Colorado Springs installiert, um den geplanten Fertigstellungstermin der Zellfabrik im Jahr 2024 einzuhalten.

    Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung von Meyer Burger für den EU-Innovationsfonds ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausbau im Multi-Gigawatt-Bereich in Thalheim geplant. Voraussetzung für solche Investitionen sind günstige Marktbedingungen und sichere, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Solarhersteller in der EU.

    „Meyer Burger ist eine treibende Kraft für den Ausbau der Solarenergie sowohl in den USA als auch in Deutschland und Europa“, sagt Erfurt. „Wir freuen uns, den Grundstein für eine transatlantische Solarenergie-Partnerschaft zu legen und auch in Zukunft unsere Produktion in Deutschland und der Europäischen Union auszubauen.“ In Deutschland wird sich das Unternehmen deshalb am kürzlich angekündigten Interessensbekundungsverfahren der deutschen Bundesregierung für eine Renaissance der PV-Industrie beteiligen.