Schlagwort: Solarenergie

  • Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Trotz Engpässen bei Fachkräften und blockierten Lieferketten wurde 2022 im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Photovoltaik installiert. Auf die jetzt vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Zahlen weist Swissolar in einer Medienmitteilung hin. Demnach waren per Ende 2022 in der Schweiz Solarmodule mit einer Leistung von 4,74 Gigwatt installiert. Dies deckte im Jahresverlauf fast 7 Prozent des Schweizer Strombedarfs ab. Diese Produktion entspreche der Hälfte des Atomkraftwerks Gösgen.

    Diese Solarstrommenge müsse in den nächsten zwölf Jahren versiebenfacht werden, so der Verband: „Mit dem zurzeit vom Parlament beratenen Mantelerlass muss es gelingen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Das sei durchaus realistisch, auch mithilfe des Solarexpress-Gesetzes zum beschleunigten Bau alpiner Anlagen. Allein auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten jährlich 70 Terawattstunden erzeugt werden. Das wäre das Doppelte dessen, was National- und Ständerat bis 2035 als Ziel für erneuerbare Energien ausgegeben haben.

    Auch die Nachfrage nach Batteriespeichern hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit der Speicherkapazität aller bisher installierten Batteriespeicher könnten den Angaben zufolge 35’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgt werden.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar mit einem Photovoltaikzubau von 20 bis 30 Prozent. Dieser soll ab 1. Oktober mit den neuen Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA weiter Fahrt aufnehmen. „Nun“, so Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli, „braucht es ein klares Signal aus der Politik, dass die Solarenergie langfristige berufliche Perspektiven bietet“.

  • Balteschwiler setzt auf Solarstrom

    Balteschwiler setzt auf Solarstrom

    Die Balteschwiler AG lässt auf einer 22’000 Quadratmeter grossen Dachfläche am Firmensitz Laufenburg eine Solaranlage installieren. Geplant sind 8000 Solarmodule auf den Dächern der Logistikhalle und des CNC-Abbundcenters. Sie werden zusammen eine Leistung von 3,092 Megawatt erbringen, informiert das Aargauer Holzwerk in einer Mitteilung. Mit Konzeption, Planung und Umsetzung des Projekts wurde Ampere Dynamic betraut.

    Balteschwiler rechnet mit einer jährlichen Solarstromproduktion von 3,03 Gigawattstunden. „Unser Betrieb erreicht mit der Installation der Anlagen einen Autarkiegrad von ca. 170 Prozent”, wird Firmenchef Jörg Langheim in der Mitteilung zitiert. „Das ermöglicht es uns jährlich bis zu 300 Haushalte zusätzlich mit erneuerbarem Strom zu versorgen und somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“ Das Familienunternehmen fühle sich als Unternehmen für Holzbearbeitung und Holzverarbeitung „der Nachhaltigkeit besonders verpflichtet“, erklärt Langheim.

    Mit der Installation der Anlage soll noch in diesem Monat begonnen werden, die Fertigstellung ist für November dieses Jahres vorgesehen. Bereits im September will Balteschwiler den ersten Solarstrom aus der eigenen Anlage nutzen.

  • Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Die zum Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gehörende armasuisse Immobilien testet mit Partnern aus der Schweizer Wirtschaft und Forschung, wie Wind und Sonne im alpinen Raum zur lokalen Stromerzeugung genutzt werden können. Laut einer Medienmitteilung liegt die Baubewilligung für eine Testanlage am Standort La Stadera in der Region Surselva im Kanton Graubünden vor. Die Bauarbeiten beginnen im August und die Testanlage soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

    Die Anlage kombiniert die Stromgewinnung durch Nutzung von Windenergie und Nutzung der Sonneneinstrahlung durch Photovoltaik. Die Testanlage besteht aus einer kleinen Windanlage und bifazialen (doppelseitigen) Photovoltaikmodulen, die miteinander kombiniert werden. Das Projekt wurde im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens bewilligt, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats. Ab August 2023 wird die Windanlage installiert. Die um die Windanlage angeordneten Photovoltaikmodule folgen bis Herbst 2024 und vervollständigen die Testanlage.

    Bis Ende 2025 soll die Testanlage Daten liefern, damit sich die Effizienz der neuartigen Konstruktion genauer abschätzen lässt. Der erwartete Energieertrag liegt bei rund 60 Megawattstunden pro Jahr. Das entspricht laut der Mitteilung dem Stromverbrauch von rund 15 Schweizer Haushalten. Die Auswertung der Daten bis Ende 2025 bildet die Grundlage für den Entscheid, ob ein Endausbau mit insgesamt neun Kleinwind-Solaranlagen am Standort umgesetzt werden soll.

    Seit Winter liefert ein in La Stadera schon installierter Solar-Prototyp des schweizerischen Systemlieferanten Turn2Sun aus La Sagne NE bereits erfolgreich Strom. Auch der Solar-Prototyp ist mit doppelseitigen Photovoltaikmodulen ausgerüstet.

  • AEW Energie produziert Solarstrom auf Isemeyer-Areal

    AEW Energie produziert Solarstrom auf Isemeyer-Areal

    Die AEW Energie AG hat in Rheinfelden eine 13’000 Quadratmeter grosse Solaranlage mit 5000 Modulen installiert und in Betrieb genommen. Sie befindet sich auf dem Dach des Isemeyer-Areals und ist eine der grössten im Portfolio des Energieversorgers.

    Einer Mitteilung zufolge erzeugt sie jährlich rund 1,9 Gigawattstunden Sonnenstrom. Ungefähr ein Drittel davon nehmen die eingemieteten Unternehmen direkt vor Ort ab. Der Rest wird in das Netz der AEW eingespeist.

    Die Anlage wird im Contracting-Modell betrieben: Sie gehört der AEW, die für die Installations- und Instandhaltungskosten aufkommt. Die Soluma AG als Eigentümerin erhält als Gegenleistung für die Bereitstellung der Fläche von der AEW während der kommenden 30 Jahre einen vertraglich vereinbarten Fixpreis für den vom Dach bezogenen Strom. Auch den Mietern entstehen keine Zusatzkosten. Vor der Installation der 5000 Solarpanels ist das Dach der Industriehallen auf Kosten der AEW zusätzlich gedämmt und die Gebäudehülle damit energetisch verbessert worden.

    Nicht zuletzt profitiere auch die Umwelt, so die AEW. „Denn allein mit der Menge dieser Anlage könnten 420 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden.“

  • Solarpflicht auf Gebäuden wird von Energiekommision abgelehnt

    Solarpflicht auf Gebäuden wird von Energiekommision abgelehnt

    In intensiven Diskussionen hat sich die Energiekommission des Ständerates mit den Differenzen zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien (21.047) befasst. Zu zahlreichen Punkten bringt sie neue Vorschläge ein, um einen angemessenen Ausgleich zwischen Schutz- und Nutzungsinteressen zu finden und so eine breit abgestützte Vorlage zu schaffen. Mit 8 zu 5 Stimmen beantragt die Kommission die Streichung des Artikels zur Sistierung der Restwasservorschriften für bestehende Wasserkraftwerke, wie vom Nationalrat beschlossen. Sie betont, dass die vorgeschlagene Bestimmung verfassungsrechtlich fragwürdig ist. Ausserdem bleibe genügend Zeit, um für die Problematik der drohenden Produktionsverluste bei den bestehenden Wasserkraftwerken eine ausgewogene Lösung zu finden. Eine Minderheit möchte dem Nationalrat folgen, da ohne einen vollumfänglichen Erhalt der bestehenden Stromproduktion aus Wasserkraft der angestrebte Ausbau der erneuerbaren Energien nicht erreicht werden könne. 

    Die Kommission spricht sich zudem dafür aus, dass für die Nutzung der Solar- und Windenergie geeignete Gebiete in den kantonalen Richtplänen ausgeschieden werden sollen. Bei dieser Planung sollen auch Schutzinteressen berücksichtigt werden. In den definierten Gebieten soll gelten, dass der Bedarf an Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgewiesen ist und die Anlagen standortgebunden sind. Ausserdem sollen sie in einer Interessenabwägung anderen nationalen Interessen grundsätzlich vorgehen. Bedingung dafür ist, dass die Anlagen nicht in Inventarobjekten gemäss Art. 5 NHG realisiert werden. Zudem soll das Vorhaben «Chlus» von den gleichen Erleichterungen profitieren wie die 15 ausgewählten Projekte der Speicherwasserkraft. Eine Minderheit lehnt diesen Zusatz ab.  

    NATIONALES INTERESSE AN ANLAGEN ZUR NUTZUNG ERNEUERBARER ENERGIEN 
    Weiter hat sich die Kommission mit den Rahmenbedingungen für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im nationalen Interesse befasst. Wie auch vom Nationalrat beschlossen, sollen diese in Biotopen von nationaler Bedeutung sowie in Wasser- und Zugvogelreservaten weiterhin ausgeschlossen sein, in neu entstehenden Gletschervorfeldern und alpinen Schwemmebenen jedoch grundsätzlich infrage kommen. Nicht gelten soll dieser Ausschluss für Wasserkraftanlagen, die der ökologischen Sanierung dienen. Neu soll es beim Bau von Wasserkraftwerken zudem grundsätzlich möglich sein, dass die Restwasserstrecke durch diese Schutzgebiete verläuft, eine Minderheit will hier am Beschluss des Nationalrates festhalten. Mit 9 zu 3 Stimmen möchte die Kommission daran festhalten, dass auch Elektrolyseuren und Methanisierungsanlagen ab einer bestimmten Grösse und Bedeutung ein nationales Interesse im Sinne des Natur- und Heimatschutzes (NHG) zukommen soll. 

    VERPFLICHTENDE NUTZUNG DER SOLARENERGIE 
    Die Kommission lehnt die vom Nationalrat beschlossene Solarpflicht für sämtliche Neubauten sowie erhebliche Umbau- und Erneuerungsvorhaben als zu starken Eingriff in das Privateigentum und die Hoheit der Kantone ab. Stattdessen beantragt sie mit 6 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen, die verpflichtende Nutzung der Solarenergie auf Gebäuden ab einer Fläche von 300 m2, wie mit dem «Bundesgesetz über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter» (21.501, Entwurf 4) beschlossen, unbefristet ins geltende Recht zu überführen. Eine Minderheit fordert eine Solarpflicht gemäss Nationalrat, diese soll jedoch nur bei Neubauten und Dachsanierungen greifen. Zudem unterstützt die Kommission mit 7 zu 3 Stimmen eine Pflicht, Fahrzeugabstellflächen ab einer bestimmten Grösse mit Solarelementen zu überdachen. Für neue Parkplätze ab einer Grösse von 250 m2 soll diese Pflicht ab sofort gelten, für bestehende Parkplätze ab einer Grösse von 500 m2 mit einer Übergangsfrist von 5 Jahren. Eine Minderheit möchte diese Plicht komplett streichen, gemäss einer anderen Minderheit soll sie für neue Parkplätze erst ab 500 m2 Fläche und für bestehende Parkplätze ab 1000 m2 Fläche gelten.  

    Im Bereich der Förderung erneuerbarer Energien beantragt die Kommission, dass der Bundesrat die Kompetenz erhalten soll, für Anlagen bis 150 kW Mindestvergütungen für die Rücklieferung an den Netzbetreiber festzulegen. So soll auch für kleinere und damit teurere Anlagen Investitionssicherheit geschaffen werden. Im Gegenzug sollen die vom Nationalrat beschlossenen Übergangsbestimmungen mit fixen Vergütungen gestrichen werden, da diese die Netzbetreiber und die gebundenen Stromkonsumentinnen und -konsumenten zu stark belasten. Ausserdem möchte die UREK-S daran festhalten, im Rahmen der gleitenden Marktprämie einen besonderen Anreiz zur Winterstromproduktion zu schaffen. Übersteigt der Referenz-Marktpreis für Elektrizität in den Wintermonaten die zugesicherte Vergütung, soll der Anlagenbetreiber einen vom Bundesrat festzulegenden Anteil zwischen 10 und 40 % des Überschusses erhalten. 

    SCHAFFUNG EINES MARKTES FÜR EFFIZIENZDIENSTLEISTUNGEN 
    Die Kommission unterstützt mit 6 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung das vom Nationalrat beschlossene Programm zur Schaffung eines Marktes für Effizienzdienstleistungen. Dieses Programm sieht vor, dass die Energieversorgungsunternehmen (EVU) jährlich nachweisen müssen, dass sie in einem bestimmten Umfang Massnahmen zur Steigerung der Stromeffizienz bei Endverbraucherinnen erbracht haben oder diese Massnahmen bei Dritten, sogenannten Effizienzdienstleistern, in Auftrag gegeben haben. Ob die Zielvorgabe erfüllt ist oder nicht, bemisst sich dabei nicht am Stromabsatz des Energieversorgungsunternehmens: Die Effizienzdienstleistungen stellen ein neues, unabhängiges Geschäftsfeld dar. Die Massnahmen sind auch nicht auf das Netzgebiet des jeweiligen EVU beschränkt. So können gesamtschweizerisch die günstigsten Massnahmen zuerst getroffen werden. Eine Minderheit lehnt dieses Effizienzprogramm ab und verweist dabei auf den Vollzugsaufwand, Zielkonflikte der EVU sowie die bestehenden Massnahmen zur Effizienzsteigerung. 

    Bei der Frage der Energiereserve gemäss Art. 8a StromVG folgt die Kommission grundsätzlich der Entscheidung des Nationalrates. So sollen Betreiber von Speicherwasserkraftwerken dazu verpflichtet werden können, eine Reserve zu bilden. Gewisse Rahmenbedingungen sollen aber geändert werden, so soll die Verpflichtung nur für Betreiber von Werken ab einer Kapazität von 10 GWh möglich sein. Die Abgeltung für das vorgehaltene Wasser soll zudem auch die aktuelle Marktsituation berücksichtigen. 

    RAHMENBEDINGUNGEN FÜR STROMNETZE DER ZUKUNFT 
    Mit 11 zu 1 Stimmen bei 1 Enthaltung spricht sich die Kommission dafür aus, sämtliche zur Einspeisung von erneuerbarer Energie notwendigen Netzverstärkungen solidarisch auf die Stromkonsumentinnen und -konsumenten in der ganzen Schweiz umzulegen. Für Ausbauten auf der untersten Netzebene soll dem Netzbetreiber ein pauschaler Betrag ausbezahlt werden, ohne dass eine Genehmigung der Elcom erforderlich ist. Wie der Nationalrat beantragt die Kommission, auch die Kosten für die Verstärkung von bestimmten Anschlussleitungen für auf nationaler Ebene zu verteilen. Von dieser Unterstützung profitieren sollen Leitungen zwischen der Grenze des Grundstücks, auf dem sich eine Anlage zur Produktion von erneuerbarer Energie befindet, und dem Netzanschlusspunkt. 

    Im Bereich der Grundversorgung mit Elektrizität (Art. 6 StromVG) beantragt die Kommission, am geltenden Recht und damit an der Durchschnittspreismethode festzuhalten. Die vom Nationalrat beschlossene Änderung konnte nicht überzeugen. Die Kommission unterstützt jedoch die Einführung eines Standardstromproduktes, welches insbesondere auf erneuerbarer inländischer Energie beruhen soll. 

    Die Kommission beantragt, auf eine Marktöffnung im Bereich Messwesen zu verzichten und hält damit am Beschluss des Ständerates fest. Die von den Netzbetreibern erhobenen Daten sollen jedoch besser verfügbar sein. Weiter folgt sie der Entscheidung des Nationalrates, wonach auch Speicher mit Endverbrauch vom Netznutzungsentgelt entlastet werden sollen: Für den zurückgespeisten Strom soll das Netzentgelt zurückerstattet werden können. Eine Minderheit beantragt, an den Beschlüssen des Ständerates festzuhalten. Weiter soll die Nutzung von Flexibilität beim Stromverbrauch nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis von deren Inhaber möglich sein. 

    Angesichts der komplexen Differenzbereinigung zum Mantelerlass (21.047) konnte die Kommission die Detailberatung zum CO2-Gesetz (22.061) nicht rechtzeitig für eine Behandlung in der Sommersession abschliessen. Sie wird diese Vorlage in die Herbstsession bringen. 

    Die Kommission hat am 11./12. Mai 2023 unter dem Vorsitz von Ständerätin Adèle Thorens Goumaz (G, VD) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • Magog vertreibt Solarmodule von Meyer Burger

    Magog vertreibt Solarmodule von Meyer Burger

    Die Meyer Burger Technology AG und die Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG haben einen Kooperationsvertrag über den Vertrieb des neuen Produkts Meyer Burger Slate abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine denkmalschutzgerechte Produktvariante, die für schiefergedeckte Häuser gedacht ist. Meyer Burger wird Magog ab August damit beliefern.

    Dieser kleinformatige, einheitlich schiefergraue Solardachziegel passt sich „harmonisch in Schieferdächer ein und macht die Energiewende somit auch für denkmalgeschützte Häuser möglich“, wird der zuständige Bereichsleiter Frank Hötzsch in einer Medienmitteilung zitiert. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit Magog, einem ausgewiesenen Experten im Bereich der Schieferanwendungen.“

    „Der neue Meyer Burger Slate – Magog Schiefer Edition zeichnet sich durch einen hohen Energieertrag aus“, so Georg Guntermann, geschäftsführender Gesellschafter von Magog. Ausserdem sei er für Dachdecker einfach zu montieren und zu warten. Durch die Verwendung von blendfreiem, strukturiertem Solarglas könne er unauffällig baulich integriert werden. Erste Pilotprojekte sollen den Angaben zufolge in Kürze finalisiert sein.

  • Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Besonders wichtige Beschlüsse der Kommissionssitzung vom 20.-23.2.2023Eine Regelung für Solaranlagen im nationalen Interesse: Dadurch wird es auch nach Ablauf des dringlichen Bundesbeschlusses («Solar-Express») möglich sein, alpine Solarkraftwerke zu bauen.

    Die Verpflichtung der Betreiber von grösseren Speicherwasserkraftwerken, sich an der Energiereserve zu beteiligen: Photovoltaik (PV) in Kombination mit Wasserkraft ermöglicht eine sichere Stromversorgung im Winter, sofern die Speicher nicht aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig geleert werden.

    Die Möglichkeit von Darlehen für den Fall, dass die Mittel des Netzzuschlagfonds für die vorgesehene Förderung der erneuerbaren Energieproduktion nicht ausreichen: Damit kann ein «Stop-and-Go» vermieden werden.

    Daten aus intelligenten Messsystemen sollen in Echtzeit den Endverbrauchern zugänglich gemacht werden: Dies fördert die optimale Abstimmung der Stromproduktion (z.B. aus PV-Anlagen) und des Verbrauchs auf lokaler Ebene, wodurch Investitionen in Stromnetze reduziert werden können.

    Speicheranlagen ohne Endverbrauch sollen unbefristet vom Netzentgelt befreit werden. Und auch Speicheranlagen mit Endverbrauch sollen von einer Rückerstattung des Netzentgeltes für die aus diesen Speichern ins Netz zurückgespeiste Energie profitieren können: Dies fördert den netzdienlichen Einsatz von stationären Speichern sowie des bidirektionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.

    Die Rahmenbedingungen für lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) wurden gegenüber dem Ständeratsbeschluss deutlich verbessert: Auch dies ist ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Nutzung der Netze.

    Im ländlichen Raum führen hohe Kosten für Netzverstärkungen oft dazu, dass PV-Projekte sistiert werden. Mit einer Kostenüberwälzung soll hier für Entlastung gesorgt werden.

    Einstimmig angenommen wurde die parl. Initiative von Swissolar-Präsident Jürg Grossen zur Harmonisierung der Besteuerung des Verkaufs von Solarstrom. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für die Bereinigung des «Flickenteppichs» bei den Rahmenbedingungen für Solaranlagen.

    Detailinformationen auf www.parlament.ch

  • Energiekommission stärkt Ausbau der Erneuerbaren

    Energiekommission stärkt Ausbau der Erneuerbaren

    Die Kommission für Umwelt, Energie und Raumplanung des Nationalrats (UREK-N) hat an ihrer Sitzung vom 23. bis 25. Januar das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien erörtert. Dabei habe sich die Kommission insbesondere mit dem nationalen Interesse an der Nutzung erneuerbarer Energien befasst, informiert die UREK-N in einer entsprechenden Mitteilung. Sie spricht sich dafür aus, bei Anlagen für Solar-, Wind- und Wasserkraft ab einer bestimmten Grösse nationales Interesse geltend zu machen.

    Die Kantone sollen daher neu neben Wasser- und Windkraft auch geeignete Gebiete für Photovoltaikanlagen in ihrem Richtplan festlegen. Für kleinere Anlagen kann nationales Interesse geltend gemacht werden, wenn die Ausbauziele für Energie aus erneuerbaren Quellen nicht erreicht werden. Mehrheitlich spricht sich die Kommission darüber hinaus auch für eine Solarpflicht bei Neubauten und erheblichen Um- und Erneuerungsbauten aus. Der bis 2040 geplante Produktionszubau von jährlich 6 Terawattstunden erneuerbarer Energie soll hauptsächlich mit den 15 vom Runden Tisch zur Wasserkraft priorisierten Projekten sowie mit Solar- und Windenergieanlagen von nationaler Bedeutung realisiert werden.

    Den Ausbau der Windenergie will die Kommission mit einer Straffung des Bewilligungsverfahrens beschleunigen. Bis zum Erreichen einer zusätzlichen Jahresproduktion von 1 Terawattstunde sollen Baubewilligungen von Windenergieprojekten im nationalen Interesse, die über eine rechtskräftige Nutzungsplanung verfügen, vom Kanton erteilt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, den Instanzenzug für Beschwerden zu straffen, erläutert die UREK-N in einer gesonderten Mitteilung.

  • Gemeinsam der Sonne entgegen 

    Gemeinsam der Sonne entgegen 

    2021 konnten Bearth & Deplazes Architekten diese Auszeichnung für ein Mehrzweckgebäude in Fläsch entgegennehmen. Schon zum dritten Mal wurden sie mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, der für diejenigen Solarbauten vergeben wird, die aus architektonischer Sicht überzeugen, einen schonenden Umgang mit Ressourcen berücksichtigen und in Bezug auf Nachhaltigkeit so konzipiert sind, dass sie mehr elektrische Energie gewinne als sie selbst nutzen. 

    Das Unternehmen beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema Energie. Es gehört für sie zum Entwerfen und Bauen, genau wie die Konstruktion. Ihre Bauten spiegeln dabei deutlich wider, dass Architektur für sie mehr ist als Ästhetik. Dass es ihnen um Verantwortung gegenüber dem Ort, der Gesellschaft und der Umwelt geht.  

    Dies haben sie in Fläsch bewiesen. Das bestehende Mehrzweckgebäude aus den 1970er-Jahren wurde umgebaut und um einen Kindergarten und einen Gemeindesaal erweitert. Die zusätzlichen Räume schmiegen sich im Norden und Osten an das bestehende Haus an und werden unter der verlängerten Dachfläche integriert. Wegen Anforderungen an die Erdbebensicherheit musste das Dach zwar ersetzt werden, seine ursprüngliche Silhouette und der Firstpunkt wurden aber beibehalten. Die Ausrichtung des Daches erlaubte den Einsatz einer grossflächigen PV-Anlage, mit dessen Planung und Fachbauleitung die Firma Reech beauftragt wurde. Neben optischen Gesichtspunkten stand für diese die Erfüllung technischer Anforderungen im Vordergrund. Das in der Schweiz entwickelte und in Österreich hergestellte Indach-System «Sunskin Roof» von Eternit überzeugte die PV-Spezialisten nicht nur durch Energieeffizienz, Leistung und Qualität. «Die widerstandsfähigen Doppelglas-Solarmodule können selbst bei flachen Neigungswinkeln eingebaut werden. Ausserdem sind sie betretbar, was bei der Wartung der Anlage grosse Vorteile bringt», erklärt Tamás Szacsvay, Leiter Technik & Engineering und Partner bei Reech. Er schätzt darüber hinaus den guten technischen Support von Eternit und die umfassende Dokumentation, aus der sämtliche Anschlussdetails direkt übernommen werden können.  

    Auch die Montage der handlichen Module ist schnell und einfach, da durch die flexible Verlegung von verschiedenen Seiten gleichzeitig gearbeitet werden kann. 

    Eternit (Schweiz) AG arbeitet bei der Entwicklung neuer Produkte eng mit Architektinnen und Technikern zusammen. Das zahlt sich aus. So fliessen konstruktive, funktionale und ästhetische Aspekte schon früh in den Planungsprozess ein. Seit 2010 setzt das Unternehmen ihr Know-how gezielt bei der Entwicklung von rahmenlosen Photovoltaiksystemen ein, die sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade vollständig integriert werden und die herkömmliche Gebäudehülle ersetzen. Dank gestalterisch durchdachter Detaillösungen erfüllen sie auch die hohen ästhetischen Anforderungen der Architekten. 

    Das grossflächige Eternit Solardach in Fläsch liefert 179‘700 kWh/a und damit 175% mehr Energie als für den Eigenbedarf benötigt wird. Die überschüssige Energie von 114‘200 kWh/a wird von der benachbarten Klinik genutzt, die damit einen Drittel ihres Energiebedarfes decken kann. 
    So ist es den Architekten durch ihren klugen Entwurf gelungen, das ortsbauliche Ensemble aus Schulhaus, Klinik und Mehrzweckbau zu stärken und dabei eine zeitgemässe Lösung zur Energiegewinnung und -nutzung zu integrieren, die gestalterisch überzeugt und die Besonderheit dieses Ortes respektiert. 

    «Natürlich müssen wir die Energiewende schaffen», sagt Daniel Ladner, der neben Valentin Bearth und Andrea Deplazes dritter Büropartner und Gesamtprojektverantwortlicher des Baus in Fläsch ist. «Aber nicht auf Kosten des Ortsbildes. Deshalb muss die Gestaltung mit Energie immer eingefordertund mit dem Betreiber abgestimmt werden.»

  • AMAG Oftringen deckt Strombedarf nachhaltig

    AMAG Oftringen deckt Strombedarf nachhaltig

    Die AMAG Gruppe hat am Standort Oftringen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 72 Kilowatt Peak in Betrieb genommen, informiert die im Automobilgeschäft tätige Firmengruppe mit Sitz in Cham in einer Mitteilung. Die auf den Dächern der AMAG Oftringen Audi und des AMAG Occasions Centers Oftringen installierten insgesamt 191 Solarpanele werden voraussichtlich rund 71’625 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen.

    „Den erzeugten Solarstrom setzen wir bei der AMAG Oftringen für den neuen Audi Showroom sowie im AMAG Occasions Center für den täglichen Bedarf ein“, wird Patrick Ramisberger in der Mitteilung zitiert. Überschüssiger Strom soll ins Netz eingespeist werden. „Wir freuen uns, dass die AMAG Oftringen den Strombedarf nun auf eine nachhaltige Weise deckt“, so der Geschäftsführer AMAG Oftringen.

    Die neue Photovoltaikanlage ist Teil der Strategie der AMAG Gruppe, bis 2025 als Unternehmen klimaneutral zu agieren. Dazu ist geplant, Flächen von insgesamt 75’000 Quadratmetern mit Solarpanelen zu bestücken. Dies werde ausreichen, um mehr als 20 Prozent des Strombedarfs der Gruppe zu decken, heisst es in der Mitteilung. Die erste Anlage wurde bereits 2008 in Betrieb genommen, bis heute wurden weitere Anlagen in Buchs SG, Wettswil ZH, Basel, Winterthur, Lupfig AG, Chur und Baden-Fislisbach AG und nun in Oftringen installiert.

  • Stockacker-Areal:Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Stockacker-Areal:
    Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Das Wohnareal Stockacker in Reinach zeigt, dass sich der Einsatz von erneuerbaren Energien bei einer integralen Energie- und Mobilitätslösung auch wirtschaftlich lohnt. Es besteht aus vier Gebäuden mit insgesamt 77 Wohnungen. Das Areal ist eine Art «Smart City» im Kleinen, die zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzt. Das Schweizer Unternehmen Energie 360° hat für das Areal eine integrale Energielösung entwickelt.

    Alles spielt zusammen
    Die Energielösung beinhaltet Wärme, Kälte, Strom, Elektromobilität sowie Smart Solutions. Wärmepumpen, Solaranlagen, ein Batteriespeicher und Elektroladestationen werden mit einer intelligenten Steuerung verbunden und bilden so ein integrales Energiesystem. Das heisst: Alle Elemente sind optimal aufeinander abgestimmt und kommunizieren miteinander. Dadurch lassen sich der Eigenverbrauch des Solarstroms erhöhen, Stromspitzen brechen sowie Synergien zwischen Wärme, Kälte, Strom und Mobilität dynamisch nutzen.

    Wärmepumpen nutzen die Erdwärme mittels Erdsonden als Energiequelle. Betrieben werden sie mit der Photovoltaikanlage. Im Winter werden so die 77 Wohnungen der Überbauung beheizt, im Sommer durch sogenanntes «Free Cooling» gekühlt.

    Dabei wird den Wohnungen über die Bodenheizung Wärme entzogen und ins Erdreich abgegeben. Die Erdsonden können sich dadurch regenerieren, und die Bewohner profitieren gleichzeitig von einer leichten Abkühlung der Wohnräume. In der Garage gibt es Ladestationen für Elektroautos, welche über Solarstrom geladen werden.

    Batterieraum könnte Solarstrom speichern
    Auch ein Batterieraum ist bereits vorbereitet, wo später Speicher installiert werden können – beispielsweise mit ausgedienten «Second-Life»-Fahrzeug
    batterien. Diese würden tagsüber per Solarstrom geladen und stünden abends, wenn viel Strom verbraucht wird, zur Verfügung. Zum jetzigen Zeitpunkt rechnet sich dies finanziell noch nicht, das Energiesystem wäre aber einsatzfähig. Mittelfristig sollen zudem Elektrofahrzeuge bi-direktional ins System eingebunden werden: Das Auto wird zum Pufferspeicher, ist also sowohl Stromlieferant als auch Strombezüger.

    Die Energielösung im Stockacker-Areal sorgt für eine hohe Versorgungssicherheit bei tiefen Investitions- und Betriebskosten. Mieterinnen und Mieter profitieren von tieferen Energiekosten und höherem Wohnkomfort.

  • Energeek ermöglicht Investitionen in Solarenergie für jedermann

    Energeek ermöglicht Investitionen in Solarenergie für jedermann

    Das cleantech-project.org der Energeek Group AG und der CES Cleantech Energy Systems GmbH will allen Menschen die Teilnahme an der Energiewende ermöglichen. Wer nicht über die Finanzmittel verfügt, das eigene Dach zu sanieren oder gar keine Immobilie besitzt, könne in der Regel nicht zur Klimaneutralität durch Sonnenenergie beitragen, erläutert CES Cleantech Energy Systems in einer Mitteilung. Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet die Energeek Group AG Investitionen in Solarpanele für konkrete Immobilienprojekte an.

    Interessierte können einzelne oder mehrere Panele erwerben und im Anschluss an die Projektgesellschaft vermieten, wird in der Mitteilung erläutert. Als Beispiel wird dort ein Projekt auf einem Pferdehof und Hotel in den Freibergen genannt. Hier bietet Energeek Panele zum Preis von etwas über 900 Franken pro Stück an. Neben den jährlichen Mieteinnahmen von 82,50 Franken profitieren die Kaufenden von den Fördergeldern des Bundes für Solaranlagen, der Einmalvergütung.

    Als  Vorteil der Projekte von Energeek streicht das Unternehmen die Nutzung von sogenannten Solar-Trackern heraus. Ergänzend zu fest installierten Panelen werden Panele installiert, die sich über die Solar-Tracker in die Sonne drehen. So können auch  Morgen- und Abendsonne sowie Wolkenlücken zur Solarstromproduktion genutzt werden.

    Informationen zum aktuellen Angebot an Immobilienprojekten, den Preisen und den Mieteinnahmen der entsprechenden Solarpanele stellt Energeek online bereit. Erworbene Panele und der dazugehörige Mietvertrag mit der Projektgesellschaft können jederzeit weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden, heisst es in der Mitteilung.

  • AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat an ihrem Standort Winterthur eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, informiert die Automobilhandelsgruppe für alle Marken des Volkswagenkonzerns in einer Mitteilung. Die von Helion erstellte Anlage mit einer Leistung von rund 157 Kilowatt Peak wurde auf dem Dach der Gebäude von AMAG für Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge installiert. Von den jährlich erwarteten rund 158 Megawattstunden Solarstrom will die Gruppe rund 60 bis 65 Prozent selbst nutzen.

    „Mit der aus der Photovoltaik-Anlage gewonnenen Sonnenenergie können wir rund 60 Prozent unseres Strombedarfs am Standort Zürcherstrasse 312 in Winterthur abdecken“, wird Martin Zgraggen, Geschäftsführer der AMAG Winterthur, in der Mitteilung zitiert. „Durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird auch mehr Strom benötigt, den uns die neue Solaranlage liefert.“

    Die Gebäude der AMAG für die Marken Audi und Skoda in Winterthur wurden bereits 2013 mit einer Solaranlage ausgestattet, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die erste Photovoltaikanlage hat die Gruppe bereits 2008 auf dem Dach ihres Zentralersatzteillagers in Buchs ZH installieren lassen. Im laufenden Jahr wurden neben der neuen Anlage in Winterthur zwei weitere Solaranlagen in Wettswil am Albis ZH und in Basel installiert.

    Bis 2025 will die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham ZG vollständig klimaneutral agieren. Bis 2024 sollen dazu Solaranlagen auf rund 50’000 Quadratmeter Fläche installiert werden. Für weitere 100’000 Quadratmeter Fläche an AMAG-Standorten prüft die Gruppe einen Einsatz.

  • Revolutionärer Energiespeicher

    Revolutionärer Energiespeicher

    Die Mehrfamilienhäuser im Seebrighof speichern Solarstrom in Form von Wasserstoff. Dr. Martin Nicklas, Leiter Energiecontracting bei EKZ, erklärt das revolutionäre Power-to-Gas-Konzept: «An Sommertagen wird die Solaranlage auf dem Dach des Seebrighofs mehr Strom produzieren als die Bewohnenden nutzen können. Daraus macht die sogenannte Power-to-Gas-Anlage Wasserstoff. Im Winter ist der Energiebedarf höher. Dann wandelt man den gespeicherten Wasserstoff in Energie um. In den Brennstoffzellen der Anlage entsteht daraus zu rund 55 Prozent Strom. Die restlichen 45 Prozent der Energie entweichen als Abwärme, mit der man das Gebäude beheizt.» Der Wasserstoff wird aus Leitungswasser produziert, das direkt in der Anlage aufbereitet wird. Quasi als Abfallprodukt entsteht dabei Sauerstoff, der in die Umgebungsluft entweicht. Dies ist umweltfreundlich, weil der Wasserstoff im Winter mit Sauerstoff aus der Luft wieder in Wasser und erneuerbare Energie umgewandelt wird. Damit schliesst sich der Kreislauf. Für die Produktion verwendet die Anlage ausschliesslich lokal produzierten Solarstrom, und das öffentliche Stromnetz wird entlastet.

    EKZ als Vorreiter
    Mit einer Batterie im Haus werden kurzzeitige Schwankungen in der Solarstromproduktion im Sommer aufgefangen und so zum Beispiel Solarstrom für die Nacht gespeichert. Die danach freibleibenden Überschüsse wandelt die P2G-Anlage konstant in Wasserstoff um. Dadurch kann sie kostengünstiger realisiert und effizienter betrieben werden. Für Nicklas übernimmt EKZ hierzulande eine Vorreiterrolle in der Umstellung auf die erneuerbare Energieversorgung: «Schweizweit wird zum ersten Mal eine P2G-Anlage realisiert, die kostengünstig auch in anderen Immobilien unterschiedlicher Grössen – sogar bei bestehenden Gebäuden – eingesetzt werden kann. Mit der Anlage prüfen wir das Potenzial der saisonalen Energiespeicherung von Solarstrom für den Winter.» In der Schweiz gibt es einige wenige Immobilien mit Wasserstoff-Anlagen, auch im Kanton Zürich. Der Unterschied des Projekts im Seebrighof ist das standardisierte Konzept, welches einfach und kostengünstig auf andere Gebäude angewendet werden kann.

    Power-to-Gas-Anlage
    Doch es kommt noch besser: Dank der Power-to-Gas-Anlage kann der grösste Teil des Solarstroms direkt lokal verbraucht werden. Die elektrische Effizienz der P2G-Anlage beträgt über alle Prozesse rund 30 bis 35 Prozent. Der Rest fällt als Abwärme an, die im Sommer für die Warmwassererwärmung und im Winter für die Heizung verwendet wird. Könnte man sich im Seebrighof komplett eigenständig mit Energie versorgen? – «Dies wäre technisch möglich und wird in einzelnen Objekten bereits auch so gemacht. Allerdings wäre dies sehr kostenintensiv und war daher in diesem Projekt nicht das Ziel.»

    Ungefährliche Wasserstoff-Lagerung
    Bei der Lagerung von brennbaren und potenziell explosiven Gasen wie etwa Erdgas oder Wasserstoff sind die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Diese Massnahmen werden von den Behörden überprüft, um sichere Installationen zu gewährleisten. Wasserstoff wird üblicherweise im Aussenbereich gelagert, wobei sich allfälliges Leckage-Gas schnell verflüchtigt und somit ein explosives Gemisch verhindert wird. Im aktuellen Fall wird gemäss Nicklas das H2 in handelsüblichen Gasflaschen gelagert, welche die schweizerischen Sicherheitsstandards und Normen voll erfüllen.

    Wann lohnt sich eine P2G-Anlage?
    Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab und muss sich immer auf das konkrete Bauobjekt und die Ansprüche der Bauherrschaft beziehen, wie Nicklas ausführt: «Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie oft der Wasserstoffspeicher pro Jahr aufgeladen werden kann. Denn mit jedem Ladezyklus erwirtschaftet die Anlage einen Deckungsbeitrag, der zur Amortisation beiträgt. Auch dieses Potenzial testen wir mit der Anlage und entwickeln das Konzept entsprechend weiter.» Die Bauherrschaft des Seebrighofs beweist mit dem Projekt aber durchaus auch Pioniergeist. So lässt sie die Anlage nicht nur aus rein monetärer Betrachtung installieren. Man möchte hier vorneweg gehen und einen Beitrag leisten zur Reduktion der Versorgungslücke im Winter – die Gesellschaft unabhängiger machen von Energieimporten aus fossilen Quellen. Die Anlage am Seebrighof kann dank kostengünstiger Umsetzung gut finanziert werden, so Nicklas. Sie leiste einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung saisonaler Speichertechnologien: «Wie wirtschaftlich die Technologie effektiv ist, ist Gegenstand unserer Untersuchungen. In den nächsten Jahren rechnen wir allerdings nochmal mit einer deutlichen Preisreduktion auf dem Wasserstoffmarkt, was der Technologie Auftrieb verleihen könnte.

    Energiestrategie 2050
    In der bundesrätlichen Energiestrategie 2050 nehmen Speichertechnologien auf der Basis von Gasen und Flüssigkeiten einen hohen Stellenwert ein. EKZ erreicht mit der ersten standardisierten Power-to-Gas-Anlage einen wichtigen Meilenstein, der für die zukünftigen Entwicklungen beispielhaft sein könnte. Nicklas sagt abschliessend: «Wollen wir Wärme- und Stromversorgung wie auch die Mobilität mit erneuerbaren Energiequellen vollumfänglich speisen, braucht es Anstrengungen in allen Bereichen. Wasserstoff als Speichermedium kann dazu beitragen, die Herausforderungen der Stromversorgung im Winter zu entschärfen».

  • Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.

    „Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“

    Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.

    „Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“

  • Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Das Projekt Rheinfelden Solar wird in Kürze seine dritte Solaranlage in Betrieb nehmen, informiert AEW Energie in einer Mitteilung. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 110 Kilowatt wird im Zuge einer Dachsanierung auf dem Werkhof und Feuerwehrmagazin in Stein errichtet. Insgesamt werden hier 290 Module installiert.

    Im Projekt Rheinfelden Solar können Interessierte Solarenergie unterstützen, ohne eine eigene Solaranlage einrichten zu müssen. Stattdessen finanzieren sie eine von Rheinfelden Solar installierte Anlage über einen einmaligen Beitrag pro Modul. Im Gegenzug wird den Beteiligten der mit den von ihnen finanzierten Modulen produzierte Strom über 20 Jahre hinweg in der eigenen Stromrechnung gutgeschrieben.

    Die Module der Anlage in Stein werden zu den gleichen Konditionen wie die der erheblich grösseren zweiten Anlage von Rheinfelden Solar auf dem Dach des Swisslos-Logistikzentrums in Rheinfelden abgegeben. Interessierte können ab sofort online die gewünschte Anzahl von Modulen zum Preis von je 560 Franken bestellen, erläutert AEW Energie. Ab Jahresbeginn 2022 sollen ihnen jährlich 240 Kilowattstunden Strom pro erworbenen Modul auf der Stromrechnung gutgeschrieben werden.

  • Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Das Gesundheitszentrum Dielsdorf setzt auf eine nachhaltige heiztechnische Lösung. Auf dem Dach der Einrichtung hat das Liechtensteiner Unternehmen Hoval dafür eine Heizzentrale in der Grösse eines kleinen Einfamilienhauses umgesetzt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Über die restliche Dachfläche erstreckt sich eine Solaranlage.

    „Die grosse Fläche bot sich für den Einsatz von Solarenergie an. Die gesamte Anlage wurde mittels Kran auf das Dach gehoben“, erklärt Edgar Stutz, Bereichsleiter Technischer Dienst des Gesundheitszentrums Dielsdorf, in der Mitteilung. Laut Heinz Hitz, Technischer Verkaufsberater bei Hoval, werden in der Schweiz pro Jahr nur etwa 30 Anlagen dieser Grösse in Betrieb genommen.

    Das Herz der Energieversorgung bilden ein Gas-Brennwertkessel und die Solarpanels. Im Untergeschoss befinden sich zwei Energiespeicher. Wenn beide Speicher die nötige Temperatur erreicht haben, wird die überschüssige Energie der Solaranlage automatisch in einen alten Teil der Überbauung weitergeleitet. Die Anlage wird von einem Öl-Brennwertkessel ergänzt, der aber nur im Fall einer Störung zum Einsatz kommt.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen kann das Gesundheitszentrums mit der neuen Anlage 120ʼ000 Kilowattstunden Energie einsparen, meint Björn Zittra, Leiter Verkaufssupport bei Hoval. „Das entspricht etwa 12ʼ000 Kubikmeter Erdgas – oder rund 29 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt er.

  • Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi und die Amstutz Holzenergie AG weiten ihre Zusammenarbeit aus. Die am Emmi-Standort Emmen hergestellten Produkte wie Aktifit oder Luzerner Rahmkäse werden laut einer Medienmitteilung von Emmi künftig mit Solarstrom von den Dächern der benachbarten Amstutz AG produziert. Bereits seit zwölf Jahren stammen 80 Prozent der dort von Emmi benötigten Prozessenergie aus einer Holzschnitzelanlage auf dem Gelände von Amstutz. Sie speist über eine Fernleitung heissen Dampf in die Leitungen von Emmi ein.

    Die 1440 Photovoltaikmodule von Amstutz produzieren jährlich etwa 500’000 Kilowattstunden Strom. Rund 200’000 Kilowattstunden setzt Amstutz selbst ein, 300’000 werden an Emmi abgegeben. „Wir freuen uns, dass unsere Nachbarin Emmi seit zwölf Jahren auf umweltfreundlichen ,Holzdampf‘ unserer Firma setzt und wir nun mit Sonnenenergie von unseren Dächern die partnerschaftliche Zusammenarbeit für eine nachhaltige Energiezukunft verstärken können“, wird Geschäftsführer Albert Amstutz zitiert.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden die rund 25 Emmi-Betriebe in der Schweiz mit 100 Prozent Strom aus europäischer Wasserkraft versorgt. Künftig wolle das Unternehmen die Produktion von eigenem erneuerbarem Strom in den kommenden Jahren „deutlich“ steigern. So werde auch das Dach der aktuell im Bau befindlichen neuen Käserei in Emmen mit Photovoltaikelementen ausgestattet.

  • SHL Medical baut nachhaltigen neuen Standort

    SHL Medical baut nachhaltigen neuen Standort

    SHL Medical investiert in einen neuen Standort auf dem Tech Cluster Zug. Dieser wird aus einer 10’500 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und einer 5000 Quadratmeter grossen Bürofläche bestehen. Insgesamt will der Hersteller von Injektionssystemen dort rund 400 Mitarbeitende beschäftigen.

    Mehrere Architekturbüros haben im Rahmen eines Wettbewerbs Konzepte für den neuen Standort entwickelt. Dabei konnte sich nun das Projekt der Architekten Penzel Valier AG durchsetzen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. In der Jury waren neben SHL Medical auch die Stadt Zug, Metall Zug und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen vertreten.

    Das Projekt der Architekten Penzel Valier setzt auf die Verwendung von Holz als Hauptalternativmaterial. Die Energieversorgung erfolgt über ein gebäudeintegriertes Solarenergiesystem. Für die Heizung und Kühlung wird Seewasser verwendet. Die überschüssige Wärme und Energie wird zur weiteren Verwendung zurückgewonnen. Insgesamt ermöglicht dies den Angaben zufolge eine Null-CO2-Emissionsproduktion.

    Die Baueingabe ist der Mitteilung zufolge für Ende 2021 geplant. Weil die SHL Group in den kommenden Jahren ein kontinuierliches Wachstum anstrebt, ist der Ausbau des Standortes in zwei Bauetappen und in vier Ausbaustufen vorgesehen. Die Inbetriebnahme der vier Ausbaustufen soll in mehreren Etappen erfolgen.

    „Die Gebäudearchitektur soll ein Umfeld bieten, das die Aktivitäten unserer Mitarbeiter und den Betrieb optimal unterstützt“, wird Ulrich Faessler, CEO SHL Medical, in einer separaten Medienmitteilung zitiert. „Da wir bei SHL ein kontinuierliches Wachstum anstreben und um unsere Pionierrolle innerhalb der Branche zu festigen, werden wir unsere globale Präsenz und unsere Aktivitäten durch eine globale Fertigung weiter stärken“, fügt er hinzu.

    SHL Medical hat im Jahr 2018 seinen Hauptsitz nach Zug in die Schweiz verlegt. Sein Ziel war es dabei unter anderem, die globale Partnerschaft mit seinen Pharmakunden weiter zu stärken. Neben der Schweiz hat SHL Medical auch Standorte in Taiwan, Schweden und den USA.

    Der Tech Cluster Zug entsteht auf dem Stammareal der V-ZUG AG in der Stadt Zug. V-ZUG will seine Produktion im Norden des Areals konzentrieren. Auf den restlichen Teilen des Areals sollen Industriebetriebe, technologienahe Dienstleistungen, Start-ups sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen angesiedelt werden.

  • EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 mit stabilem Absatz, Ausbau der Produktion von erneuerbarer Energie besonders bei der Windkraft und einem Betriebsergebnis, das erstmals eine Gewinnausschüttung von 41,3 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden ermöglicht hat. Das Betriebsergebnis EBIT beläuft sich laut Medienmitteilung auf 61,3 Millionen Franken und das Unternehmensergebnis, also der Gesamtertrag minus Gesamtaufwand, lag bei 88,2 Millionen Franken.

    Der Stromabsatz von EKZ blieb in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz des Lockdowns stabil, heisst es in der Mitteilung. Der gesunkene Absatz bei Gewerbetreibenden sowie die Schliessung von Einkaufszentren sei durch Verlagerung auf einen höheren Absatz in den Homeoffices kompensiert worden. Die EKZ versorgt rund 315’000 Haushalte und Gewerbetreibende mit erneuerbarer Energie.

    Die Produktionskapazitäten aus erneuerbarer Energie wurden ausgebaut. Dabei setzt die EKZ in der Schweiz auf Ausbau der Solarenergie und heimische Wasserkraft. So wurde das Flusskraftwerk Dietikon wieder in Betrieb genommen. In Spanien und Portugal lag der Investitionsschwerpunkt auf der Solarenergie, in Frankreich und Deutschland bei der Stromproduktion aus Windkraft. Bei überdurchschnittlich guten Windverhältnissen seien 496 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt worden, meldet die EKZ.

    Weitere Schwerpunkte der EKZ waren Ladelösungen für Mieter, Stockwerk- oder Hauseigentümer sowie der Bereich Prosumer. Das sind Stromkonsumenten, die zeitgleich mit der eigenen Solaranlage selber Produzenten sind.

    Seit 1. Januar ist EKZ an Primeo Energie AG beteiligt, um im Energievertrieb für Energieversorgungsunternehmen und Geschäftskunden zusammen zu arbeiten.

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    In St.Gallen haben mehrere Solarteure übrig gebliebene Module bereits realisierter Photovoltaikanlagen zusammengetragen. Jetzt produzieren sie auf dem Dach des Lattich genannten Gebäudes am St.Galler Güterbahnhof gemeinsam Solarstrom. Das ungewöhnliche Projekt, über das die Stadt St.Gallen in einer Medienmitteilung informiert, liefert Sonnenenergie für zehn Vierpersonenhaushalte.

    Bei dieser Photovoltaikanlage handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der St.Galler Stadtwerke (sgsw) und fünf Solarteurfirmen, die über das Qualitätslabel Solarprofi von Swisssolar verfügen: Helion, Etavis Grossenbacher AG, Grob AG Gebäudehüllen, Huber + Monsch AG und solarmotion gmbh. Sie alle lieferten die nicht mehr benötigten Solarmodule. Die Anlage haben sie gemeinsam mit den sgsw projektiert und erstellt.

    Die beteiligten Partner erhalten als Gegenleistung für ihr Mitwirken an dem Projekt Solarstromeinheiten auf dem Lattich-Dach und profitieren so von einer Gutschrift auf ihren Stromrechnungen. Für die Öffentlichkeit sind weiterhin Solarstromeinheiten der St.Galler Solar Community auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld erhältlich.

  • Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Eurosolarhat bei der Vergabe der diesjährigen Eurosolar-Preise das Zürcher Unternehmen Felix Partner Architektur in der Kategorie Solararchitektur für die Realisierung eines Projekts bei Bergün GR ausgezeichnet. Dort wurde laut Medienmitteilungein 350 Jahre altes Bündner Bauernhaus in Latsch durch konsequente Nutzung der Sonnenergie zu einem modernen Nullenergiehaus umgebaut. Dabei wurde die historische Substanz erhalten.

    Der Europäische Solarpreis wird seit 1994 für besonders förderwürdige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien von Eurosolar verliehen. Eurosolar ist die Kurzform von Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V. Der Verein hat seinen Sitz in Bonn. Die Preisträger in den Kategorien Kommunen, Solararchitektur, Industrie, Regionalverbände, Mobilität, Medien und Bildung trügen mit ihren herausragenden Projekten zur regenerativen und dezentralen Energieversorgung in Europa bei, heisst es in der Medienmitteilung.

    Eurosolar-Präsident Peter Droege wird mit der Erklärung zitiert, die preisgekrönten Projekte seien perfekte Beispiele für die laufende Transformation des Energiesystems: „Die heutigen Preisträger zeigen, wie die Welt vollständig erneuerbar werden kann.“

    Neben dem Preis für das beste Projekt in der Kategorie Solararchitektur der Schweizer Architekten werden in der Mitteilung weitere Preisträger hervorgehoben. So eine Inselgemeinde, die ein eigenständiges Energienetz besitzt, verwaltet und unterhält, das alle Bewohner mit erneuerbarem Strom versorgt. Weiter eine Filmregisseurin, die das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Kohlekraft schärft. Und auch an ein sogenanntes Social Enterprise, das mit mobiler Biogastechnologie eine unabhängige und kohlenstoffarme Energieversorgung ermöglicht.

  • VoltWALL gewinnt Boldbrain-Wettbewerb

    VoltWALL gewinnt Boldbrain-Wettbewerb

    Hauptgewinner der diesjährigen Boldbrain Startup Challenge ist laut einer Meldung von ticino online voltWALL. Das Jungunternehmen aus Lugano mit Niederlassungen in New York, Rom, Sydney und Tel Aviv hat ein modulares Energiespeichersystem namens xBlade entwickelt. Dessen Anwendungsgebiete reichen vom Aufladen von Elektroautos in der Garage bis hin zu industriellen Lösungen und Solarparks.

    Das Unternehmen habe die Jury des Tessiner Start-up-Wettbewerbs nicht zuletzt dadurch überzeugt, dass es Arbeitsplätze im Kanton schaffen werde, heisst es in einer Mitteilung auf startupticker.ch. Der erste Preis ist mit 40’000 Franken dotiert. Ausserdem vergibt die Universität der italienischen Schweiz an voltWALL ein Vollstipendium im Wert von 52’000 Franken. Darüber hinaus erhielt der Sieger auch einen der Sonderpreise des Boldbrain-Sponsors Hemargroup.

    Als Zweit- und Drittplatzierte gewannen die beiden Jungfirmen Finar Module Tech und 4Devices Medical jeweils 30’000 Franken. Finar entwickelte eine energiesparende LED-Lampe, die bereits von Osram und Henkel getestet wird. 4Devices baut medizinische Miniatur-Maschinen. Ihre erste ist ein Stent, der die Operation von Kindern mit Wasserkopf verbessern soll. Auf den Plätzen folgen die Start-ups WYTH und UNIVERSUS-OS, die je 10’000 Franken Preisgeld erhielten. UNIVERSUS-OS bekam auch den Publikumspreis.

    Die Boldbrain Startup Challenge wird von der Tessiner Innovationsagentur Fondazione Agire und dem Zentrum zur Förderung von Unternehmensgründungen der USI organisiert. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Finanz- und Wirtschaftsministerium und der Tessiner Kantonalbank BancaStato.

  • Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Die Photovoltaik bietet allen Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, ihre Energieversorgung zu einem grossen Teil in die eigene Hand zu nehmen. Darauf verweist ein neuer Leitfaden des Bundesamts für Verkehr. Die Behörde hat ihn zusammen mit dem Schweizerischen Fachverband für Solarenergie, Swissolar, erarbeitet.

    Wie Swissolar in einer Zusammenfassung dieses Leitfadens schreibt, könne die Solarenergie einen entscheidenden Beitrag zum Ersatz der nicht erneuerbaren Energien im öffentlichen Verkehr leisten. Augenblicklich liege der Stromverbrauch aller Verkehrsunternehmen bei etwa 2,7 Terawattstunden. Hinzu kommen 120 Millionen Liter Diesel. Soll der gesamte öffentliche Verkehr in Zukunft CO2-neutral betrieben werden, benötigt er rund 3,5 Terawattstunden Strom. Davon würden bereits heute 2 Terawattstunden, also 60 Prozent, von den Wasserkraftwerken der SBB produziert.

    Die Produktion der restlichen 1,5 Terawattstunden mit Sonnenenergie würde etwa 1 Quadratmeter Photovoltaik-Modulfläche pro Einwohner in der Schweiz erfordern. Dieselbe Fläche pro Einwohner liefert die benötigte Energie, um eine Person in einem Jahr 2500 Kilometer weit mit dem Zug zu befördern. Wie das Bundesamt für Energie in seinem Magazin energeia plusangibt, beträgt das Potenzial für Solarstrom am Schweizer Gebäudepark der Verkehrsunternehmen 67 Terawattstunden pro Jahr. Das übertreffe den gesamten aktuellen Schweizer Stromverbrauch um 10 Prozent.

    Der Leitfaden berät kleine und grosse Transportunternehmen bei Investitionsmöglichkeiten und Bewilligungsverfahren für Immobilien, Bahntechnik und Infrastruktur. Zudem geht er auf Fördermöglichkeiten und den Eigenverbrauch ein. Er liefert auch konkrete behördliche Empfehlungen, die den öffentlichen Verkehr dabei unterstützen, klimaneutral zu werden.

  • Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    In S-chanf wird eine neue Abwasserreinigungsanlage errichtet. Die ARA Oberengadin soll Mitte 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Repower hat auf dem Dach der Anlage eine Solaranlage mit einer Fläche von 5800 Quadratmetern und mit 3447 Solarmodulen errichtet. Die Anlage habe eine Leistung von 1,1 Megawatt und eine erwartete Jahresleistung von 1,45 Gigawattstunden. Das entspreche dem Verbrauch von 325 Haushalten, schreibt der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie auch einem hohen Schneeaufkommen standhalten kann. Die Module selbst haben ein Gesamtgewicht von 69 Tonnen.

    Die Anlage wurde nun in Betrieb genommen. Repower hat 1,7 Millionen Franken investiert.

    Die ARA selbst wird mit einem Blockheizkraftwerk betrieben. Damit kann der Stromverbrauch vor Ort optimiert werden mit dem Ziel, möglichst viel Solarstrom vor Ort zu verbrauchen.

  • Groupe E bietet Solaranlagen ohne Investitionen

    Groupe E bietet Solaranlagen ohne Investitionen

    Immobilienbesitzer in der Westschweiz erhalten die Möglichkeit, Solaranlagen auf ihren Dächern installieren zu lassen, ohne dass sie investieren müssen. Groupe E lanciert mit My Sun Contracting ein Produkt, bei dem der Freiburger Energieversorger alle Investitionen wie auch den sonstigen Aufwand übernimmt.

    Die Kunden bezahlen laut einer Mitteilung von Groupe E nur für die Erzeugung des eigenverbrauchten Solarstroms. Der Strompreis ist degressiv: Je mehr die Kunden selbst verbrauchen, desto niedriger ist der Tarif. Die Kunden können die Anlage auf ihrem Dach später auch kaufen, etwa, wenn sie damit von Steuervorteilen profitieren möchten.

  • Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Ab September wird das erste hochalpine Solarprojekt im Bergell Naturstrom liefern. Wie die Betreiberin Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) in einer Medienmitteilung bekanntgibt, sind mittlerweile die meisten der über 1200 Photovoltaik (PV)-Paneele an der Albigna Staumauer installiert.

    Für die Montagearbeiten war ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät mit der Albigna-Seilbahn auf die Staumauer transportiert worden. Die Bauarbeiten wurden grösstenteils durch die Bergeller ewz-Mitarbeitenden ausgeführt.

    Bürgerinnen und Bürger aus Zürich und Graubünden haben die Möglichkeit, einen halben, einen, drei oder fünf Quadratmeter der PV-Fläche zu erwerben und damit einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Das Bürgerbeteiligungs-Modell ewz.solarzürisieht vor, dass ewz-Kundinnen und -Kunden pro Quadratmeter und Jahr 180 Kilowattstunden Solarstrom auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich einmalig auf 560 Franken.

    Interessierte können sich ab dem 14. August auf den Internetseiten ewz.ch/solargrischun und ewz.ch/solar-für-alle informieren und Paneelenfläche bestellen. Bis dahin führen diese Links auf die aktuelle Seite von ewz.solarzüri.

  • Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Der Thuner Anlagenbauer Meyer Burger will in Linthal GL eine Produktion von Solarpanelen aufbauen. Das geplante Werk soll eine Kapazität von 400 Megawatt aufweisen und über 100 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb beschäftigen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE).

    Das Projekt steht im Zusammenhang mit der geplanten Neuausrichtung von Meyer Burger. Das in Gwatt BE ansässige Unternehmen will künftig nicht mehr Maschinen zur Herstellung von Paneelen bauen und verkaufen, sondern selbst in die Panel-Produktion einsteigen.

    Das Hauptargument für eine Ansiedlung des Werks in Linthal ist ein Solar-Park-Projekt auf dem in 1860 Metern über dem Meer gelegenen Limmernsee in Glarus Süd. Dort soll eine schwimmende Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 250 Megawatt pro Jahr installiert werden. Der Solar-Park Limmern (SPL) auf dem Speichersee der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL, Axpo) könnte 300 Gigawattstunden Strom erzeugen und damit den Bedarf von 75’000 bis 100’000 Vierpersonenhaushalten decken.

    Für Glarus sprechen auch noch weitere Vorteile. So sei nicht nur die günstige Energieversorgung durch die Technischen Betriebe Glarus Süd (tbgs) garantiert, sondern auch das Bauland verfügbar. Zudem sei der Kanton Glarus bereit, steuerliche Anreize zu setzen. Darüber hinaus profitiere das Werk auch vom effizienten Bewilligungsverfahren, dem Bahnanschluss für den Warentransport und dem interessanten Schweizer Markt.

  • ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    Auf über 2100 Metern über Meer haben an der Albigna-Staumauer in der Gemeinde Vicosoprano die Arbeiten zur Schaffung der ersten hochalpinen Solaranlage im Grossformat begonnen, Laut einer Medienmittelung von ewz haben Mitarbeitende damit begonnen, zunächst die Kabelkanäle zu verlegen. Insgesamt werden sechs Kilometer Kabel verbaut. Dann folgt die Montage der 670 Meter langen Tragekonstruktion unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone, auf der 1200 Photovoltaikmodule angebracht werden. Die Bauphase soll Ende August abgeschlossen sein, im September soll die Anlage ans Netz gehen.

    „Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden“, sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt.

    Mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 210 städtischen Zürcher Haushalten. Hochalpine Solaranlagen ermöglichen bessere Ertragswerte als tiefergelegene. Grund sind die intensivere Sonneneinstrahlung sowie die reflektierende Schneedecke. Auch steigt die Effizienz von Photovoltaikanlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der Anlage wird im Winter anfallen.