Schlagwort: wirtschaft

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Aargau gestaltet Zukunft mit Entwicklungsleitbild

    Aargau gestaltet Zukunft mit Entwicklungsleitbild

    Der Kanton Aargau ist ein dynamischer Raum mit hoher Lebensqualität und wirtschaftlicher Attraktivität. Um diese Stärke langfristig zu sichern, hat der Regierungsrat das Entwicklungsleitbild (ELB) 2025–2034 verabschiedet. Dieses formuliert klare Ziele und Handlungslinien, die auf die zentralen Herausforderungen unserer Zeit antworten, Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel.

    Im Zentrum steht der Anspruch, die Weiterentwicklung des Kantons aktiv zu gestalten und dies in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Bevölkerung. Der Leitgedanke «Gemeinsam für den Aargau» bringt diesen kollaborativen Ansatz auf den Punkt. Nur im Verbund lassen sich die Ambitionen in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Verwaltung erfolgreich umsetzen.

    Drei strategische Schwerpunkte für eine starke Region
    Wirtschaftsförderung ganzheitlich denken und intensivieren
     Der Aargau will sich weiterhin als attraktiver Standort für Unternehmen, Forschung und Innovation positionieren. Dazu werden gezielte Rahmenbedingungen geschaffen, um Wertschöpfung und Beschäftigung im Kanton zu halten und auszubauen.

    Raum gestalten, Grundlagen sichern
     Im Spannungsfeld zwischen Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Natur ist eine kluge Raumplanung essenziell. Ziel ist eine vorausschauende Steuerung von Nutzungskonflikten sowie der Schutz natürlicher Ressourcen.

    Leistungsfähige Gemeindestrukturen stärken
    Die öffentliche Hand soll effizient, kooperativ und bürgernah agieren. Gemeindefusionen, interkommunale Zusammenarbeit und digital gestützte Dienstleistungen bilden dafür die Grundlage.

    Diese Schwerpunkte sind mit 30 konkreten Stossrichtungen unterlegt, die im Aufgaben- und Finanzplan integriert sind und jährlich überprüft werden.

    Nachhaltigkeit braucht Handlungsspielraum
    Der finanzielle Rahmen für die Umsetzung der Strategie ist gesichert. Auch wenn ab 2026 strukturelle Defizite erwartet werden, erlaubt die gut gefüllte Ausgleichsreserve die Fortführung aller geplanten Massnahmen bis 2034. Steuerliche Entlastungen werden situationsabhängig und mit Blick auf die finanzielle Gesamtlage geprüft. So bleibt der Handlungsspielraum des Kantons auch langfristig gewahrt.

    Von der Vision zur Umsetzung
    Die Umsetzung des ELB erfolgt stufenweise und ist eng mit der Mittelfristplanung verknüpft. Bereits laufen zahlreiche Projekte im Rahmen der bestehenden Entwicklungsagenda, von energieeffizientem Bauen über Innovationsförderung bis zu integrativen Wohnraummodellen. Neue Vorhaben werden künftig gezielt initiiert, priorisiert und mit geeigneten Ressourcen ausgestattet.

    Die Fortschritte werden jährlich transparent ausgewiesen. Ein wichtiger Schritt für eine faktenbasierte und vertrauensvolle Standortpolitik. Der Regierungsrat bekennt sich damit zu einer agilen, dialogorientierten Steuerung der kantonalen Entwicklung, in enger Abstimmung mit allen relevanten Akteuren.

    Das Entwicklungsleitbild 2025–2034 ist weit mehr als ein politisches Planungsinstrument. Es ist ein kraftvolles Versprechen, an eine Bevölkerung, die auf Lebensqualität setzt. An Unternehmen, die Verlässlichkeit und Innovation suchen und an Gemeinden, die ihre Zukunft selbstbewusst mitgestalten wollen. Der Aargau positioniert sich damit als moderner Kanton mit klarem Kompass. Wirtschaftlich stark, ökologisch verantwortungsvoll und gesellschaftlich verankert.

  • Robuster Markt in Luzern

    Robuster Markt in Luzern

    Der gewerbliche Immobilienmarkt im Kanton Luzern erweist sich als widerstandsfähig, auch im internationalen Kontext wirtschaftlicher Unsicherheit. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz wuchs 2024 um 1,3 Prozent, für 2025 wird mit einem Anstieg auf 1,5 Prozent gerechnet. Der Kanton Luzern profitiert von seiner breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur mit starken Sektoren wie Bau, Finanzen und Dienstleistungen.

    Engpass trifft auf Nachfrage
    Die Nachfrage nach Büroflächen bleibt hoch, gestützt durch das anhaltende Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig liegt das Bauvolumen mit rund 50 Millionen Franken deutlich unter dem langjährigen Mittel. Diese Zurückhaltung bei Neubauten verknappt das Angebot weiter, wodurch Mietpreise moderat, aber kontinuierlich steigen und dies seit 2015 um durchschnittlich 10 Prozent.

    Strukturwandel belastet
    Trotz stabiler Konsumindikatoren bleibt der Markt für Verkaufsflächen unter Druck. Der Onlinehandel, verändertes Konsumverhalten und geopolitische Unsicherheiten setzen selbst stark frequentierte Lagen unter Zugzwang. Sinkende Angebotsmieten deuten auf eine andauernde Schwächephase hin – eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht.

    Solide Basis, neue Risiken
    Der Leerstand bei Industrieflächen liegt mit unter einem Prozent weit unter dem nationalen Schnitt. Die Nachfrage ist stabil, Projekte wie neue Gewerbeparks in Luzern und Umgebung signalisieren Dynamik. Doch handelspolitische Spannungen, insbesondere mit den USA, könnten diesen Trend bremsen und mittelfristig für eine Abschwächung sorgen.

    Viel Potenzial, aber wachsender Druck
    Die neue Studie von Luzerner Kantonalbank und Wüest Partner zeichnet ein differenziertes Bild. Büro- und Industrieflächen profitieren von der Standortattraktivität Luzerns und der starken Binnenwirtschaft. Verkaufsflächen bleiben hingegen das Sorgenkind. Künftige Entwicklungen werden massgeblich durch internationale Rahmenbedingungen bestimmt.

  • Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Laut einer Umfrage des Amts für Wirtschaft unter über 400 Unternehmen im Kanton Zürich bewerten 82 % den Standort positiv, 22 % sogar mit «sehr zufrieden», 60 % mit «eher zufrieden». Diese hohe Zustimmung stützt sich vor allem auf drei Faktoren, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur, die hohe Lebensqualität und die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte. Auch wirtschaftliche Stabilität und politische Verlässlichkeit wurden als Standortvorteile genannt.

    Infrastruktur überzeugt
    Von den 24 bewerteten Standortfaktoren wurden Infrastruktur (71 %) und Lebensqualität (55 %) am häufigsten als Pluspunkte genannt. Der Arbeitsmarkt folgt mit 43 %. Auf der anderen Seite betrachten 90 % der Unternehmen das Kostenumfeld, insbesondere Mietpreise, Löhne und Auflagen, als klaren Nachteil. Ebenso kritisieren 64 % das Steuerumfeld. Zürich rangiert bei der Unternehmenssteuerbelastung schweizweit auf einem der letzten Plätze.

    Verlagerungspläne in jedem vierten Unternehmen
    Ein Viertel der befragten Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren über einen Wegzug aus dem Kanton Zürich nachgedacht oder plant diesen konkret. Haupttreiber ist die hohe Steuerbelastung. Gemäss Statistik verlagert jährlich über ein Prozent der Zürcher Unternehmen ihren Sitz in andere Kantone. Ein Trend, der sich mit der Einschätzung vieler Firmen deckt.

    Im europäischen Vergleich gut positioniert
    Die Ergebnisse spiegeln sich auch in einer europäischen Vergleichsstudie des Amts für Wirtschaft wider. Zürich überzeugt im Vergleich mit anderen europäischen Wirtschaftsregionen vor allem durch seine Bildungslandschaft, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Handlungsbedarf sieht die Studie bei Themen wie Arbeitsmarktdynamik, Innovationsförderung und Regulierungsdichte.

    Standort mit Stärken – aber unter Druck
    Der Kanton Zürich bleibt ein führender Wirtschaftsstandort mit hervorragender Infrastruktur, hoher Lebensqualität und einem kompetenten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig signalisieren die Rückmeldungen der Unternehmen deutlich, dass das Kosten- und Steuerumfeld Anpassungen braucht, um Abwanderungstendenzen zu stoppen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Für Entscheidungsträger heisst das, Standortpolitik aktiv weiterentwickeln, bevor die Stärken durch strukturelle Schwächen überlagert werden.

  • Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Die dhp Technology AG hat laut Medienmitteilung ein Tochterunternehmen im deutschen Stuttgart gegründet. Die Anbieterin des «weltweit einzigartigen Solarfaltdachs» unterstreiche damit ihre Ambitionen, die Energiewende mit innovativen Photovoltaiklösungen auch in Deutschland voranzutreiben, heisst es weiter. Mit der Gründung der dhp Technology Deutschland GmbH lege das Unternehmen den Grundstein für eine langfristige Präsenz im deutschen Markt.

    «Die Expansion nach Deutschland ist eine logische Konsequenz der stark gestiegenen Nachfrage nach unserer innovativen Photovoltaik-Lösung», wird Mitgründer und CEO Gian Andri Diem zitiert. In Deutschland sei das Marktpotential für Solarfaltdächer riesig, insbesondere mit Blick auf Kläranlagen, Parkplätze und Logistikflächen.

    Die Niederlassung in Stuttgart wird von Gian Andri Diem, CEO der dhp Technology, und Torsten Brandstetter als Geschäftsführer geleitet. Brandstetter ist Wirtschaftsingenieur und bringt Erfahrung in der Energiewirtschaft und technologischen Innovation mit.

    dhp Technology ist Entwickler und Anbieter von Solarfaltdächern. Diese sind speziell für die Installation über versiegelten Flächen und bestehenden Infrastrukturen konzipiert. Je nach Wetter falten sie sich automatisch auf oder zusammen. Dies ermöglicht es Gemeinden und Unternehmen, lokal und nachhaltig Strom zu produzieren ohne zusätzliche Bodenfläche zu beanspruchen.

    Schon jetzt sind in drei deutschen Klärwerken Solarfaltdächer von dhp Technology in Betrieb. Weitere zehn Anlagen sind in der Ausführungsphase und sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, heisst es in der Firmenmitteilung.

  • Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Facchinetti bringt umfassende Erfahrung in Digitalisierung, Innovation und PropTech mit. «Wir sind überzeugt, dass er den Studierenden durch seine breite Vernetzung und Fachkenntnis grossen Mehrwert bieten wird», so Markus Streckeisen, Hauptverantwortlicher für die Real Estate Programme der HWZ.

    Der neue Studiengangsleiter verantwortet künftig drei praxisnahe CAS-Programme, die einzeln oder modular über mehrere Jahre bis zum Masterabschluss absolviert werden können:

    • CAS Smart Real Estate Business (Start: März 2025)
    • CAS Smart Real Estate AI, Data & Value (Start: September 2025)
    • CAS Smart Real Estate Life Cycle Management (Start: September 2025)

    «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Experten aus der Praxis zukunftsorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für die Herausforderungen unserer Zeit notwendig sind», so Facchinetti.

    Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm, zentral am HB Zürich angesiedelt, richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre digitale Kompetenz in der Immobilienbranche stärken wollen – praxisnah, modern und zukunftssicher.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Der Switzerland Innovation Park Ticino wird sich auf einer 25’000 Quadratmeter grossen Fläche mitten im neuen Quartier ansiedeln. Die Nähe zum Bahnhof Bellinzona und die hervorragende Anbindung an die Wirtschaftszentren Zürich und Mailand machen den Standort besonders attraktiv. Im Zentrum des Quartiers wird die historische «Kathedrale» der ehemaligen Werkstätten bewahrt und als Wahrzeichen der industriellen Vergangenheit in das moderne Stadtbild integriert. 

    Förderung von Forschung und Entwicklung 
    Der Innovationspark wird zum Dreh- und Angelpunkt für hochmoderne Forschungsprojekte und Unternehmenskooperationen. Geplant sind Kompetenzzentren für Drohnentechnologie, Life Sciences und Lifestyle-Tech. Diese sollen die Innovationskraft der Region stärken und die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen und akademischen Einrichtungen intensivieren. Das Life Sciences Competence Center beispielsweise wird neue Wege in der Biotechnologie erschliessen und an tierversuchsfreien Arzneimitteltests arbeiten. 

    Ein strategisches Gemeinschaftsprojekt 
    Die Finanzierung erfolgt durch eine breite Partnerschaft aus öffentlichen und privaten Akteuren, darunter der Kanton, die BancaStato, Industrie- und Wirtschaftsverbände sowie renommierte Hochschulen wie die Università della Svizzera italiana (USI) und die Fachhochschule SUPSI. Die Switzerland Innovation Park Ticino SA wurde als gemeinnützige Organisation gegründet und wird die Entwicklung des Parks leiten. 

    Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Tessins 
    Mit der offiziellen Anerkennung durch das nationale Innovationsnetzwerk Switzerland Innovation wird der Standort Ticino eng mit dem Innovationspark Zürich vernetzt. Diese Zusammenarbeit soll Synergien zwischen den beiden Regionen schaffen und den Wissensaustausch zwischen Forschung und Industrie fördern. Die Verbindung zum MIND Milano Innovation District unterstreicht die internationale Ausrichtung des Projekts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Tessins als Hightech-Standort. 

    Die Staatsräte Christian Vitta und Marina Carobbio Guscetti betonen die strategische Bedeutung des Innovationsparks für das Tessin. Für den Wirtschaftsstandort Tessin ist der Innovationspark ein strategisches Projekt für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. Ziel ist es, die Region als Innovationshub zu etablieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen anzuziehen. Der Switzerland Innovation Park Ticino wird somit zu einem zentralen Motor der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung der Region und festigt die Position des Tessins als bedeutender Akteur im schweizerischen Innovationsökosystem.

  • Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Die wirtschaftliche Stimmung in der Zentralschweiz bleibt weitgehend optimistisch. Laut der aktuellen Ausgabe des «Finanzmonitor Zentralschweiz 2025», einer jährlichen Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern und der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, bewerten fast 65 Prozent der befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut. Dies zeigt eine insgesamt stabile Entwicklung trotz leicht eingetrübter Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr.

    Expansion und Fachkräftemangel im Fokus
    Rund 60 Prozent der Unternehmen planen eine Expansion, was auf einen anhaltenden Wachstumswillen hinweist. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

    Internationale Unsicherheiten beeinflussen exportorientierte Firmen
    Während kleine und mittelständische Unternehmen eine stabile Geschäftslage verzeichnen, sind grössere exportorientierte Firmen stärker von globalen Entwicklungen betroffen. Insbesondere Unsicherheiten in den USA, Frankreich und Deutschland wirken sich auf die Planungen aus. Zudem rücken protektionistische Massnahmen der neuen US-Regierung verstärkt in den Fokus der wirtschaftlichen Bedenken.

    Wechselkursrisiken verlieren an Bedeutung
    Der starke Schweizer Franken wird im Vergleich zum Vorjahr seltener als Problem wahrgenommen. Trotz einer erwarteten weiteren Aufwertung gegenüber dem Euro scheint die Sorge um Wechselkursschwankungen an Bedeutung zu verlieren.

    Weniger Freiwilligkeit, geringerer Aufwand
    Ein weiteres Thema des Finanzmonitors ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Zahl der freiwillig aktiven Unternehmen ist rückläufig, jedoch zeigt sich, dass der tatsächliche Aufwand für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts geringer ausfällt als von vielen Firmen zunächst befürchtet.

    Stabilität mit wachsenden Herausforderungen
    Die Zentralschweizer Wirtschaft bleibt optimistisch, sieht sich aber mit strukturellen und internationalen Herausforderungen konfrontiert. Wachstumsperspektiven sind vorhanden, doch Themen wie Fachkräftemangel, globale Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen beeinflussen die zukünftige Entwicklung massgeblich.

  • Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen sind ein zentraler Bestandteil der globalen Wirtschaft. Sie umfassen Kapitalbeteiligungen in ausländischen Unternehmen mit dem Ziel, deren Geschäftstätigkeit dauerhaft zu beeinflussen. Dabei stehen strategische Kontrolle, Marktzugang und Ressourcensicherung im Vordergrund. Im Unterschied zu Portfolioinvestitionen, die primär auf Kapitalerträge abzielen, haben Direktinvestitionen weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen für Herkunfts- und Empfängerländer.

    Standortvorteile der Schweiz
    Die Schweiz zählt zu den attraktivsten Investitionsstandorten weltweit. Faktoren wie Rechtssicherheit, eine stabile Wirtschaft, hochqualifizierte Fachkräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur machen das Land besonders interessant für multinationale Unternehmen. Viele international tätige Konzerne wie ABB oder Novartis haben ihren Hauptsitz hier, während globale Unternehmen wie Google oder Liebherr in der Schweiz Niederlassungen unterhalten.

    Globale Vernetzung und wirtschaftliche Effekte
    Als Investorin und Investitionsstandort profitiert die Schweiz von internationalen Kapitalströmen. Schweizer Unternehmen expandieren durch Direktinvestitionen ins Ausland, während ausländische Investoren in Schweizer Unternehmen investieren. Dies fördert nicht nur den Austausch von Know-how und Technologien, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Dynamik. Besonders der Pharmasektor spielt eine Schlüsselrolle in den bilateralen Investitionsströmen, insbesondere zwischen der Schweiz und den USA.

    Direktinvestitionen und ihr Einfluss auf das Wachstum
    Direktinvestitionen haben einen messbaren Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. Kapitalerträge aus Schweizer Investitionen im Ausland fliessen zurück in die heimische Wirtschaft und beeinflussen Konsum und Investitionen positiv. Gleichzeitig sorgen ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz für Beschäftigung und Produktivitätssteigerungen. 2022 entfielen rund 24 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung auf ausländisch kontrollierte Unternehmen, während 11 Prozent der Arbeitsplätze direkt von ihnen abhingen.

    Steigende Regulierungen als Herausforderung
    In den letzten Jahren wurden Direktinvestitionen zunehmend politisch reguliert. Steueranpassungen und Investitionskontrollen sollen Transparenz schaffen und Steuervermeidung verhindern. Gleichzeitig wächst die Debatte über eine verstärkte Kontrolle von Übernahmen durch ausländische Investoren, insbesondere im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen. Diese Entwicklungen könnten das Wachstumspotenzial zukünftiger Direktinvestitionen beeinträchtigen.

    Direktinvestitionen als Stabilisator und Wachstumsfaktor
    Die Schweiz profitiert in hohem Masse von Direktinvestitionen, sowohl als Herkunfts- als auch als Empfängerland. Sie fördern Innovation, stärken die Wirtschaftskraft und sichern den Wohlstand. Die zunehmenden regulatorischen Eingriffe könnten jedoch langfristige Herausforderungen für den globalen Investitionsfluss und das Wirtschaftswachstum mit sich bringen.

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Die weltweiten wirtschaftlichen Spannungen haben in den letzten Monaten zugenommen. Die OECD und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verweisen auf Risiken, insbesondere durch die neue US-Regierung und die unklaren Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Während die US-Wirtschaft stärker als erwartet wächst, bleibt die europäische Konjunktur durch strukturelle Herausforderungen geschwächt. Der starke Schweizer Franken bremst exportorientierte Branchen, während die Inlandsnachfrage weiterhin eine stabile Säule der Wirtschaft darstellt.

    Bauwirtschaft profitiert von Zinssenkungen
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik gelockert und den Leitzins von 1,75 % auf 0,5 % gesenkt. Diese Massnahme schafft ein vorteilhaftes Investitionsklima, insbesondere im Baugewerbe, das von sinkenden Finanzierungskosten profitiert. Die Prognosen für die gesamte Schweiz gehen von einem Wachstum von 1,5 % in diesem Jahr und einer Beschleunigung auf 1,7 % im kommenden Jahr aus.

    Branchenentwicklung uneinheitliches Bild
    Während die Industriekonjunktur weiterhin herausgefordert ist, zeigen sich in anderen Bereichen gemischte Entwicklungen. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe kämpfen mit einem schwachen Geschäftsklima, während der Dienstleistungssektor positive Impulse verzeichnet. Besonders starkes Wachstum wird für die Chemie- und Pharmaindustrie, Unternehmensdienstleistungen sowie die Finanzbranche prognostiziert. Auch die Maschinen- und Uhrenindustrie könnte mittelfristig von der wirtschaftlichen Erholung profitieren.

    Stabilisierung mit Unsicherheiten
    Die Waadtländer Wirtschaft blickt auf ein Jahr der Chancen, jedoch auch der Herausforderungen. Während zentrale Branchen von einer anhaltenden Erholung profitieren dürften, bleiben geopolitische und währungspolitische Unsicherheiten als Risikofaktoren bestehen. Entscheidend wird sein, wie sich internationale Handelsbeziehungen und die Binnenkonjunktur entwickeln und inwiefern Unternehmen in der Lage sind, auf Veränderungen flexibel zu reagieren.

  • Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Technologie-Start-ups sind entscheidend für den Fortschritt disruptiver Innovationen. Doch finanzielle Hürden hemmen ihr Wachstum, wie eine neue Studie des EPA verdeutlicht. Der Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Europa insbesondere in späteren Finanzierungsphasen an privatem Kapital fehlt. Dies zwingt viele innovative Unternehmen dazu, ausserhalb Europas nach Investoren zu suchen.

    Ein neues Bewertungssystem
    Mit dem TIS hat das EPA eine präzise Kennzahl entwickelt, um die Spezialisierung von Investoren auf patentierte Technologien zu bewerten. Der TIS basiert auf über 1000 Einzelwerten und gibt an, wie hoch der Anteil patentaktiver Unternehmen im Portfolio eines Investors ist. Damit können Start-ups gezielt nach Kapitalgebern suchen, die besonders innovationsfreundlich sind.

    Öffentliche Investoren als zentrale Stütze
    Die Studie zeigt, dass öffentliche Institutionen eine tragende Rolle bei der Innovationsförderung spielen. Programme wie der Europäische Innovationsrat, nationale Förderagenturen wie Innosuisse oder Bpifrance und die Europäische Investitionsbank bieten essenzielle Unterstützung in frühen Finanzierungsphasen. Allerdings fehlt es an einer nahtlosen Anschlussfinanzierung durch private Investoren, was die Skalierung innovativer Technologien erschwert.

    Europäische und US-amerikanische Finanzierungsmodelle im Vergleich
    Während in Europa 62% der privaten Investoren auf Early-Stage-Finanzierungen fokussiert sind, liegt der Anteil bei den 100 grössten US-Investoren mit späterem Finanzierungsfokus deutlich höher. 98 der Top-100-Investoren in den USA sind privat, über die Hälfte davon spezialisiert auf Wachstumsfinanzierung. Diese Unterschiede verdeutlichen die Lücke in der europäischen Kapitalstruktur.

    Neue digitale Tools zur Investorenfindung
    Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, erweitert das EPA seine digitalen Werkzeuge. Der Deep Tech Finder wurde um einen Filter ergänzt, der Investoren gezielt nach Finanzierungsphase, Standort und Technologiefeld auffindbar macht. So können Start-ups effizient passende Kapitalgeber identifizieren und ihre Finanzierungschancen verbessern.

    Wege zu einem stärkeren Innovationsökosystem
    Die Studie unterstreicht den Handlungsbedarf für eine bessere Vernetzung von öffentlicher und privater Innovationsfinanzierung in Europa. Mit neuen digitalen Hilfsmitteln wie dem TIS und dem Deep Tech Finder setzt das EPA entscheidende Impulse, um die Finanzierungslücke zu schliessen und Start-ups langfristig im europäischen Markt zu halten.

  • Ternäre Datenspeicherung

    Ternäre Datenspeicherung

    Seit Jahrzehnten basiert Datenspeicherung auf dem binären Code, der lediglich zwei Zustände kennt: «0» und «1». Die neue Technologie bringt eine bahnbrechende Veränderung, indem sie einen dritten Zustand «2»einführt. Dadurch wird eine vierfach höhere Speicherdichte erreicht. Inspiriert von der Keilschrift, nutzt das neue Polymer winzige Dellen als Speicherpunkte: keine Vertiefung steht für «0», eine flache Delle für «1» und eine tiefere Einkerbung für «2».

    Präzision und Effizienz durch moderne Materialien
    Das Polymer, bestehend aus Schwefel und Dicyclopentadien, wird mit atomarer Genauigkeit bearbeitet. Eine mikroskopisch kleine Spitze erzeugt die Dellen, wodurch herkömmliche Methoden wie Laserstrahlen ersetzt werden. Dies bietet zahlreiche Vorteile.

    • Energieeffizienz: Die mechanische Bearbeitung benötigt keine Wärme.
    • Wiederverwendbarkeit: Durch Erhitzen können Daten gelöscht und das Material erneut beschrieben werden.
    • Langlebigkeit: Das Polymer hält zahlreiche Schreib-Lese-Lösch-Zyklen aus.

    Wirtschaftlich und nachhaltig
    Die Hauptbestandteile des Polymers sind kostengünstig und umweltfreundlich, im Gegensatz zu bestehenden Speichertechnologien, die auf seltene Erden und energieintensive Prozesse angewiesen sind. Das neue Material bietet eine nachhaltige Alternative, die den steigenden Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht wird.

    Weitreichende Auswirkungen
    Die Einführung des ternären Codes könnte die Grenzen der bisherigen Speichertechnologien sprengen. Grosse Technologieunternehmen wie IBM und Intel zeigen bereits Interesse an der neuen Technik. Die vierfache Speicherdichte, kombiniert mit geringem Energieverbrauch und Nachhaltigkeit, macht diese Entwicklung zu einem Schlüssel für die Zukunft von Big Data und künstlicher Intelligenz.

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Die Bauwirtschaft gilt als einer der grössten CO2-Emittenten weltweit. Doch mit Projekten wie «Beyond Zero» und der Initiative «Mining the Atmosphere» könnte sich das Blatt wenden. Ziel ist es, das schädliche Treibhausgas nicht nur zu reduzieren, sondern es aktiv in Baumaterialien zu binden. Diese Materialien, die in der neuen NEST-Unit getestet werden, könnten Beton und Dämmstoffe revolutionieren und das Potenzial haben, die Bauwirtschaft klimaneutral oder sogar CO2-negativ zu gestalten.

    Technologie im Praxistest
    Nathalie Casas von der Empa erklärt, dass «negative emissions technologies» (NET) der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele sind: «Wir müssen überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre holen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dabei helfen uns NET, die bereits im Labor funktionieren und nun im Bauwesen angewendet werden.» Casas betont die Dringlichkeit des Handelns, da die Emissionen weiterhin steigen.

    Nachhaltigkeit in der Baubranche
    Corinne Reimann von Implenia sieht in NET eine grosse Chance für die Bauwirtschaft: «Die neuen Materialien ermöglichen es uns, endlich entscheidende Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Die Branche hat hier einen enormen Hebel, aber auch Herausforderungen. Preis und Akzeptanz werden entscheidend sein.» Reimann betont, dass die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit neuer Materialien sichergestellt werden muss, um einen breiten Einsatz zu ermöglichen.

    Der Beitrag von Architekten und Planern
    Christoph Kellenberger, Mitgründer von OOS, sieht in der frühzeitigen Einbindung von Architekten und Planern einen entscheidenden Faktor: «Wir können mit unserem Wissen die richtigen Baustoffe von Anfang an mitentwickeln und in die Baupraxis integrieren. Zudem müssen wir das Potenzial von CO2-speichernden Materialien in die Branche hineintragen und zeigen, welche Effekte damit erzielt werden können.» Für Kellenberger liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer transparenten Wissensvermittlung und praxisnahen Lösungen.

    Politische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Verantwortung
    Neben der technologischen Innovation fordert die Bauwirtschaft auch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Laut Casas und Kellenberger ist eine klare Kostenwahrheit notwendig, um den breiten Einsatz von NET zu fördern. CO2-Emissionen müssen fair bepreist werden, und Subventionen könnten helfen, die anfänglichen höheren Kosten der neuen Materialien auszugleichen. «Die Transformation wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft», so Casas.

    Das Projekt «Beyond Zero» zeigt, dass es möglich ist, Gebäude zu Kohlenstoffsenken zu machen. Doch dafür braucht es nicht nur technologische Lösungen, sondern auch den Willen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, neue Wege zu gehen. Die Baubranche hat die Chance, sich von einem der grössten CO2-Emittenten zu einem Vorreiter der Klimawende zu entwickeln – und das Potenzial dazu ist bereits heute vorhanden.

  • Schaffhausen – eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

    Schaffhausen – eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

    In den neuen Hochhäusern auf dem ehemaligen Alusuisse-Areal in Neuhausen am Rheinfall ist Anfang 2024 Leben eingekehrt. Die Wohnungen sind bezogen, die Geschäfte geöffnet und in den 7000m2 Büro- und Laborflächen wird gearbeitet. Vor 100 Jahren stand auf dem heutigen Rhyfall-Village ein Aluminiumwerk. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Forschungszentrum für Materialtechnologie. Jahrzehnte später wuchsen dann die Pläne für neuen Wohn- und Arbeitsraum – die heute realisiert sind. Auch die Schaffhauser Stahlgiesserei hat einen vergleichbaren Transformationsprozess durchgemacht: Statt Schwerindustrie gibt es Wohnungen, eine Schule, Gewerbeflächen und Büros. Es werden Strategien entwickelt, Patente verwaltet und Märkte auf der ganzen Welt bearbeitet. Heute schlagen Menschen und Unternehmen wieder Wurzeln im Kanton Schaffhausen. Ende der 1990er Jahren war die Realität eine andere.

    Mit vereinten Kräften aus der Krise
    Der Strukturwandel traf den Industriekanton Schaffhausen mit voller Wucht: Innert weniger Jahre veränderte sich die Unternehmenslandschaft drastisch, und die Steuereinnahmen brachen ein. Elf Prozent aller Arbeitsplätze gingen verloren – mehr als in allen anderen Kantonen. Wer konnte, zog weg. Um das Steuer herumzureissen, lancierten die Wirtschaftsverbände das Projekt WERS – Wirtschaftsentwicklung Region Schaffhausen. Stadt und Kanton unterstützten es. 150 Forderungen dienten 1997 als Grundlage für wegweisende Entscheidungen in der Schaffhauser Politik.

    Aktive Standortförderung als Schlüssel
    Eine zentrale Massnahme war die Schaffung einer kantonalen Wirtschaftsförderungsstelle. Der Auftrag war klar und gilt bis heute: Den Wirtschaftsstandort bekannt machen, neue Firmen ansiedeln und ansässige Unternehmen bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen unterstützen. Neben der Impulssetzung zur stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons ist die Wirtschaftsförderung die zentrale Anlauf- und Informationsstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das Ziel: wettbewerbsfähige Industrieunternehmen und KMU, global ausgerichtete Dienstleister, mehr Steuereinnahmen.

    Die Firmen kamen. Mit Wunder-Baum wurde 1998 der erste Produktionsbetrieb und mit Tyco der erste US-Multinational mit einem Headquarter gegründet. Bis heute wurden über 600 weitere Ansiedlungen begleitet. Sie schufen rund 2800 neue Arbeitsplätze und dank viel zusätzlichen Steuereinnahmen Spielraum für Investitionen zugunsten des Standorts.

    Das «Produkt Schaffhausen» verbessern
    Vor allem in den Anfangszeiten haben sich einige Firmen gegen Schaffhausen entschieden, weil der Standort ihre Anforderungen nicht erfüllte. Es fehlten zentrale Büros, grosszügige Wohnflächen, eine internationale Schule und gute Verkehrsverbindungen zum Flughafen. Um dies zu ändern wurde das «Produkt Schaffhausen» schrittweise verbessert und die Attraktivierung des Standorts mit Hilfe der Wirtschaftsförderung vorangetrieben. Dazu zählen unter anderem der Aufbau der internationale Schule ISSH, des ITS Industrie- und Technozentrum zur Innovations- und Technologieförderung bei KMU, das go-tec! Labor für zukünftige MINT-Fachkräfte. Weiter wurde die Einführung des Halbstundentakts nach Zürich HB, der direkte Anschluss an den Flughafen sowie der Ausbau der A4 unterstützt. Im Kanton wurde die Regio-S-Bahn zwischen Trasadingen und Thayngen ausgebaut, als Ergänzung zu den Regionalbussen. Zentral für den Standort waren weiter die schrittweisen Senkungen der Steuern für natürliche Personen und Firmen. Viele Vorhaben sind gelungen und umgesetzt. Andere sind noch in Diskussion sind. Dazu gehört ein Hochschulangebot, das auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten ist oder ein Campus für Innovation und Technologie.

    Von der Produktenwicklung zur Angebotsentwicklung
    Diese Entwicklungen im Kanton führten auf der Immobilienseite zu einer steigenden Nachfrage nach Büros, Gewerbeflächen und Wohnraum. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden verschiedene zentrale Areale entwickelt. Dazu gehören die Überbauungen Landhaus und Urba(h)n beim Bahnhof in der Stadt Schaffhausen oder die Transformation der ehemaligen Stahlgiesserei in ein Wohn- und Arbeitsquartier Nahe des Zentrums. In Neuhausen am Rheinfall waren die Entwicklung entlang der Zentralstrasse, kombiniert mit der Wohnbautätigkeit um den Industrieplatz und die schrittweise Öffnung des SIG-Areals massgebend. Während sich dieses Areal noch immer im Transformationsprozess befindet, füllt sich das Rhyfall-Village seit Anfang 2024 mit Leben – dank Arbeitsplätzen und neuen Einwohnerinnen und Einwohnern.

    25 Jahre gemeinsame Anstrengungen
    Vor 25 Jahren wurden im Kanton Schaffhausen gemeinsam die Weichen gestellt: Wirtschaft und Politik spannten zusammen und begannen eine aktive Standortentwicklungspolitik mit gemeinsamen Zielsetzungen. Nach WERS kamen 2008 die Visionen für Schaffhausen und 2022 die Entwicklungsstrategie «next.». Es ist sichtbar, dass der Kanton als Standort dynamisch entwickelt. Heute sind nicht nur Fenster der neuen Wohnungen in umgenutzten Fabriken beleuchtet, sondern der ganze Wirtschaftsstandort und Lebensraum glänzt in einem anderen Licht. Im interkantonalen Vergleich hat Schaffhausen eine einzigartige Entwicklung durchgemacht: Kein anderer Kanton hat sich im Vergleich der Wettbewerbsindikatoren so stark verbessert (UBS 2023). Schaffhausen ist nicht nur für internationale Firmen ein beliebter Standort geworden, sondern auch für Menschen aus der Schweiz, das zeigt der interkantonale Wanderungssaldo. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Massnahmen und gemeinsamer Anstrengungen. Die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, ist für die engagierten Kräfte im Kanton Auftrag und Motivation zugleich sein.

  • Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Der weltbekannte Luxusuhrenhersteller Rolex plant eine massive Expansion in der Westschweiz. In Bulle, im Kanton Freiburg, soll bis 2029 eine gigantische Produktionsstätte entstehen. Auf einer Fläche von 104.000 Quadratmetern – das entspricht fast 15 Fussballfeldern – will Rolex ab 2029 Luxusuhren produzieren und damit die steigende Nachfrage nach seinen Produkten befriedigen. Die neue Fabrik wird voraussichtlich 2000 Arbeitsplätze schaffen und somit einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

    Landverkauf genehmigt
    Der Generalrat von Bulle hat den Verkauf des Baugeländes an die Rolex-Gruppe mit grosser Mehrheit genehmigt. Rolex investiert insgesamt eine Milliarde Franken in das Projekt und zahlte 31,4 Millionen Franken für das rund 100.000 Quadratmeter grosse Grundstück. Das Baugesuch wurde nun eingereicht, und die ersten Visualisierungen der geplanten Gebäude wurden veröffentlicht.

    Innovatives Baukonzept und Nachhaltigkeit
    Die neue Anlage wird aus vier Produktionsgebäuden bestehen, die durch ein zentrales Gebäude verbunden sind. In diesem zentralen Bereich befinden sich neben der Verwaltung auch gastronomische Einrichtungen sowie Begegnungs- und Ruhezonen. Ein markanter Kopfbau am Südende des Areals beherbergt den Haupteingang.

    Rolex legt besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Gestaltung. Die Fabrik soll das höchste Anforderungsniveau des britischen Gütesiegels Breeam erreichen – eine Premiere für ein Industriegebäude in der Schweiz. Die Gebäude werden so angeordnet, dass sie in einen Park integriert sind, der als Schutz vor den Emissionen der nahegelegenen Autobahn dient.

    Fünfter Produktionsstandort von Rolex
    Mit dem neuen Standort in Bulle erweitert Rolex seine bereits stark integrierte Produktionskette. Der Luxusuhrenhersteller betreibt bereits Produktionsstätten in Genf, Chêne-Bourg, Plan-les-Ouates und Biel. In diesen Standorten werden die meisten Komponenten der Uhren, von Uhrwerken über Gehäuse bis hin zu Zifferblättern und Armbändern, intern produziert.

    Übergangslösung in Romont
    Um die Produktionskapazitäten bereits vor 2029 zu erweitern, wird Rolex vorübergehend eine Fabrik in Romont errichten. Dort sollen ab Anfang 2025 etwa 250 bis 300 Mitarbeitende beschäftigt werden, die grösstenteils neu eingestellt und ausgebildet werden. Diese Mitarbeitenden werden nach der Fertigstellung des Werks in Bulle dorthin wechseln.

    Mit der neuen Fabrik in Bulle stärkt Rolex seine Position als einer der weltweit führenden Luxusuhrenhersteller und investiert in die Zukunft des Schweizer Produktionsstandorts.

  • Neuer Verwaltungsrat der SBB André Wyss

    Neuer Verwaltungsrat der SBB André Wyss

    André Wyss wird in den Verwaltungsrat der Schweizerischen Bundesbahnen einziehen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. August 2024 die Wahl Wyss’ gutgeheissen. Die offizielle Bestätigung seiner neuen Funktion erfolgt an der Generalversammlung der SBB im April 2025. Wyss, ein renommierter Schweizer Wirtschaftsführer und CEO des Bau- und Immobiliendienstleisters Implenia, soll 2026 das Präsidium des Verwaltungsrats von Monika Ribar übernehmen.

    Wyss bringt eine beeindruckende Karriere mit, die ihn auf diese Aufgabe hervorragend vorbereitet. Nach seiner Ausbildung als Chemikant absolvierte er ein Wirtschaftsstudium und bildete sich an der renommierten Harvard Business School weiter. Bevor er zu Implenia wechselte, sammelte er umfassende internationale Erfahrung bei Novartis, wo er zuletzt die weltweite Produktion und zentrale Dienstleistungen mit über 40.000 Mitarbeitenden leitete. Auch sein Engagement in verschiedenen Verwaltungsräten und als Präsident der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel unterstreichen seine vielseitigen Kompetenzen. Neben seiner Wirtschaftserfahrung war Wyss Major und Kommandant in der Schweizer Armee, was ihm ein tiefes Verständnis für die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz vermittelt hat.

    Ein gut durchdachtes Wahlverfahren
    Die Mitglieder des Verwaltungsrates der SBB werden traditionell auf der Generalversammlung für eine Amtsdauer von zwei Jahren gewählt. Als alleiniger Aktionär übt der Bund das Stimmrecht der Generalversammlung aus. Monika Ribar, die seit zwölf Jahren als Verwaltungsratspräsidentin der SBB tätig ist, wird ihr Amt aufgrund der Amtszeitbeschränkung im Jahr 2026 abgeben. Die amtierende Verwaltungsrätin Véronique Gigon wird ihr Mandat bereits an der Generalversammlung 2025 niederlegen.

    Um eine nahtlose Nachfolge an der Spitze der SBB sicherzustellen, wurde frühzeitig ein umfassender Findungsprozess durch den Bund initiiert. Der Verwaltungsrat der SBB beschloss daraufhin an einer ausserordentlichen Sitzung im August 2024, dem Bundesrat die Wahl von André Wyss vorzuschlagen. Wyss’ bisherige Erfahrung und sein umfassendes Netzwerk in der Schweizer Wirtschaft machen ihn zur idealen Besetzung für diese anspruchsvolle Aufgabe.

    Ein klarer Übergang bei Implenia und der SBB
    Wyss wird seine Tätigkeit als CEO von Implenia Ende März 2025 beenden. Danach wird er sich voll auf seine neue Rolle im Verwaltungsrat der SBB konzentrieren. Während eines Jahres wird er gemeinsam mit der aktuellen Präsidentin Monika Ribar im Verwaltungsrat tätig sein und sich intensiv auf die Übernahme des Präsidiums vorbereiten. Dieser reibungslose Übergang gewährleistet eine kontinuierliche und stabile Führung bei der SBB und sichert die strategische Ausrichtung des Unternehmens auch in Zukunft ab.

    Mit der Wahl von André Wyss setzt die SBB auf eine starke Führungspersönlichkeit, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist und das Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln kann.

  • Landsgemeinde entscheidet über Braunwalds Erschliessung

    Landsgemeinde entscheidet über Braunwalds Erschliessung

    Die künftige Erschliessung von Braunwald wird von der Landsgemeinde 2025 bestimmt. Nach intensiven Diskussionen in Politik und Öffentlichkeit ermöglicht eine Revision des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr, dass die Bürger über die Erschliessungsvariante entscheiden können. Der Regierungsrat favorisiert die Modernisierung der Standseilbahn als wirtschaftlichste Lösung mit geringem Verfahrensrisiko und kürzerer Bauzeit.

    Die favorisierte Lösung
    Nach einer langen Evaluationsphase entschied sich der Regierungsrat für eine neue Standseilbahn, die als kosteneffizienteste und praktikabelste Option gilt. Sie verursacht Investitionskosten von 24 Millionen Franken und Betriebskosten von 3 Millionen Franken pro Jahr. Im Vergleich zu einer Gondelbahn, deren Bau fast doppelt so teuer wäre und eine längere Verfahrensdauer von bis zu zehn Jahren hätte, bietet die Standseilbahn deutliche Vorteile. Eine automatisierte Standseilbahn würde zudem eine fahrplanunabhängige Nutzung ermöglichen.

    Gesetzliche Anpassungen zur Einbindung der Landsgemeinde
    Der Regierungsrat hat entschieden, die Erschliessung von Braunwald in einem neuen Artikel des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr festzuschreiben, was eine Diskussion und Abstimmung auf der Landsgemeinde 2025 ermöglicht. Damit erhält die Bevölkerung das letzte Wort in dieser wichtigen infrastrukturellen Entscheidung. Sollte die Landsgemeinde für eine alternative Gondelbahn stimmen, würde der Regierungsrat die entsprechenden Planungsanpassungen einleiten.

    Investitionen und Zukunftsperspektiven
    Die geplanten Investitionen von 24 Millionen Franken für den Bau der Standseilbahn und 3 Millionen Franken für den Betrieb schaffen eine nachhaltige und zukunftsorientierte Erschliessung für Braunwald. Der Regierungsrat erwartet, dass durch die Entscheidung der Landsgemeinde ein wichtiger Schritt in Richtung wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Mobilität gesetzt wird, der die Region langfristig stärkt und den Tourismus fördert.

  • Schweizer Geburtenrate auf historischem Tiefstand

    Schweizer Geburtenrate auf historischem Tiefstand

    Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zu den natürlichen Bevölkerungsbewegungen in der Schweiz für das Jahr 2023 veröffentlicht. Die Geburtenzahl erreichte einen historischen Tiefstand. Zwischen 2021 und 2023 sank die Zahl der Lebendgeburten um mehr als 10 % auf 80’024 Geburten. Das natürliche Bevölkerungswachstum betrug nur noch 8’200 Personen, etwa die Hälfte des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Die zusammengefasste Geburtenziffer erreichte 1.33 – ein noch nie dagewesener Wert in der Schweiz.

    Geburtenentwicklung: Detaillierte Analyse
    Der Rückgang betrifft sowohl Kinder mit schweizerischer als auch mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Geburten von Schweizer Kindern sanken um 8 %, bei Kindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 5 %. Besonders stark ging die Zahl der dritten Kinder zurück (über 11 %). Der Rückgang betrifft vor allem jüngere Mütter: Bei Teenagern und Frauen unter 25 Jahren lag der Rückgang bei über 30 %, während Frauen über 45 Jahre mehr Kinder zur Welt brachten.

    Ursachen des Geburtenrückgangs
    Die Ursachen für den Rückgang der Geburtenrate in der Schweiz sind vielschichtig und komplex. Ein wesentlicher Faktor ist die Individualisierung und die damit einhergehenden veränderten Lebensweisen. Immer mehr Menschen wenden sich von traditionellen Familienmodellen ab und suchen nach Sinn und Erfüllung ausserhalb der Elternschaft.

    Wirtschaftliche Kosten spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die hohen Wohnkosten, die Ausgaben für Kinderbetreuung und die Opportunitätskosten, die durch Einkommensverluste entstehen, belasten viele Familien. Diese finanziellen Belastungen machen es für viele Paare schwierig, sich für Kinder zu entscheiden.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wohnungskrise. Die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum erschwert es jungen Familien, geeigneten Wohnraum zu finden, was die Familiengründung zusätzlich behindert.

    Auch geopolitische Unsicherheiten und die sogenannte Öko-Angst tragen zum Geburtenrückgang bei. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft und haben ökologische Bedenken, die ihre Entscheidung, Kinder zu bekommen, negativ beeinflussen.

    Schliesslich spielt auch die Familienpolitik eine Rolle. Im internationalen Vergleich bietet die Schweiz weniger grosszügige Familienförderung. Andere Länder wie Frankreich unterstützen Familien stärker und fördern damit auch die Geburtenrate.

    Ein Rückgang der Geburtenrate hat erhebliche Auswirkungen
    Der Rückgang der Geburtenrate könnte erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Bereiche haben. Ein besonders betroffenes Gebiet ist der Arbeitsmarkt. Der bestehende Arbeitskräftemangel könnte sich weiter verschärfen, was die Schweiz stärker auf Zuwanderung angewiesen macht, um den Bedarf an Arbeitskräften zu decken.

    Auch die Sozialversicherungen könnten unter dem Geburtenrückgang leiden. Eine steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig sinkenden Geburtenzahlen könnte zu erheblichen Ungleichgewichten in den Sozialversicherungssystemen führen. Dies könnte langfristig die finanzielle Stabilität der Renten- und Gesundheitssysteme gefährden.

    Der Immobilienmarkt würde ebenfalls beeinflusst werden. Die Nachfrage nach kleineren Wohnungen könnte steigen, während grosse, abgelegene Häuser an Attraktivität verlieren könnten. Dies würde zu einer Verschiebung der Nachfrage führen, wobei zentral gelegene und gut erreichbare kleine Wohnungen bevorzugt werden. Gleichzeitig könnte der Bedarf an öffentlichen Infrastrukturen, wie Schulen, sinken, während die Nachfrage nach Einrichtungen zur Kinderbetreuung möglicherweise steigen würde, um die Bedürfnisse der arbeitenden Eltern besser zu unterstützen.

    Wiederanstieg der Geburten im Jahr 2024?
    Die ersten Zahlen zu den Geburten im Jahr 2024 lassen keinen Trendwechsel erwarten. Zwischen Januar und April 2024 wurden 24’300 Babys geboren, eine stabile Zahl im Vergleich zu 2023. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Geburtenzahlen auf diesem niedrigen Niveau stabilisieren werden.

    Der Rückgang der Geburtenrate in der Schweiz ist ein komplexes Phänomen mit weitreichenden Folgen. Um den Herausforderungen zu begegnen, sind umfassende Massnahmen und eine vorausschauende Planung erforderlich. Dies betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Gestaltung unserer Lebensräume.

  • Schneeabschmelzung und Wirtschaftlichkeit in der Praxis bei PVT-Module

    Schneeabschmelzung und Wirtschaftlichkeit in der Praxis bei PVT-Module

    In ihrer prämierten Bachelorarbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchen Fabian Maag und Marc Willi das Potenzial von photovoltaisch-thermischen Modulen zur Steigerung der Winterstromproduktion. Die PVT-Module der Sunmaxx PVT GmbH nutzen eine Flüssigkeitserwärmung, um Schnee von den Modulen abzuschmelzen und so den Stromertrag zu erhöhen. Ihre Messungen zeigen, dass durch das gezielte Abschmelzen des Schnees die Stromproduktion im Winter um durchschnittlich 34 % gesteigert werden kann.

    Effizienz durch Schneeabschmelzung
    Die Untersuchung ergab, dass die Kombination aus höherer Eintrittstemperatur und kontinuierlichem Abschmelzen während des Schneefalls besonders effektiv ist, um Schneebedeckungen zu minimieren. Diese Methode bewährt sich vor allem in schneereichen Regionen und auch in tieferen Lagen, da der zusätzliche Stromertrag die benötigte Schmelzenergie stets übersteigt.

    Wirtschaftliche Rentabilität
    Die Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt, dass sich die Mehrkosten für die Installation einer PVT-Anlage durch das Abschmelzen von Schnee ab einem Strompreis von 0,39 CHF/kWh amortisieren. Somit sind die PVT-Module nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich attraktiv, insbesondere in Regionen mit hohem Schneefall.

    Anerkennung und Förderung junger Talente
    Für ihre praxisorientierte und zukunftsweisende Arbeit wurden Maag und Willi mit dem regionalen Siemens Excellence Award ausgezeichnet und sind für den nationalen Siemens Excellence Award 2025 nominiert. Gerd Scheller, Country CEO von Siemens Schweiz, betont die Bedeutung der Förderung junger Talente: «Mit dem Excellence Award möchten wir junge Menschen motivieren, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, die in der Praxis umsetzbar sind.»

    Zukunftsperspektiven im Bereich MINT
    Der Siemens Excellence Award ist Teil des Programms «Future Creators», das den Dialog mit dem Nachwuchs fördert und junge Talente im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) unterstützt. Gerd Scheller unterstreicht: «Mit diesem Engagement begleiten wir junge Menschen in ihrer Entwicklung und Ausbildung und unterstützen sie dabei, ihre Zukunftschancen zu nutzen.»

    Die Arbeit von Maag und Willi bietet wertvolle Einblicke in die Anwendung von PVT-Modulen zur Effizienzsteigerung der Winterstromproduktion. Ihre Erkenntnisse tragen nicht nur zur wissenschaftlichen Diskussion bei, sondern bieten auch praktische Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende.

  • Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Am 4. Juli 2024 haben die Regierungen der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau eine Erklärung zur engeren strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Dieser Schritt markiert den Beginn eines intensiven Kooperationsprozesses, der die Ostschweiz stärken und vernetzen soll. Die gemeinsame Erklärung unterstreicht das Engagement der vier Kantone, zusammen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden und umzusetzen.

    Gemeinsames Engagement für den Bodenseeraum
    Bereits zuvor hatten die vier Kantone angekündigt, sich gemeinsam für die Etablierung des internationalen Bodenseeraums auf nationaler Ebene im Rahmen des Raumkonzepts Schweiz zu engagieren. Dieses Vorhaben wurde in Wirtschaft und Öffentlichkeit positiv aufgenommen und verdeutlichte das Potenzial einer engeren Zusammenarbeit zur Stärkung der gesamten Ostschweiz.

    Strategische Handlungsfelder und jährliche Diskussionen
    Die Erklärung hebt die Zusammenarbeit auf eine strategische Ebene. Die Regierungen der vier Kantone werden jährlich Handlungsfelder für eine Zusammenarbeit diskutieren und das Kooperationspotenzial bewerten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen sind eingeladen, Vorschläge einzubringen und bei der Auswahl der Handlungsfelder mitzuwirken.

    Zu den möglichen strategischen Handlungsfeldern gehören unter anderem die Raumentwicklung, Verkehr, Bildung und Kultur, Innovation und Digitalisierung, Abwehr von Naturgefahren, Krisenbewältigung und Sicherheit. Durch die strategische Zusammenarbeit erhoffen sich die Kantone effizientere und wirkungsvollere Lösungen für diese Bereiche.

    Flexible Kooperationsmodelle
    Die Zusammenarbeit kann je nach Bedarf und Situation in unterschiedlichen Formen stattfinden. Lösungen können entweder von allen vier Kantonen gemeinsam oder von zwei oder drei Kantonen umgesetzt werden. Auch andere Kantone, insbesondere aus der Ostschweiz, können sich an Projekten beteiligen. Jeder Kanton entscheidet individuell, ob eine gemeinsame Lösung für ihn sinnvoll ist und einen Mehrwert bietet.

    Institutionalisierung der Zusammenarbeit
    Ein zentrales Anliegen der Regierungen ist es, den Prozess der strategischen Zusammenarbeit zu starten und anschliessend zu institutionalisieren. Durch diesen Schritt setzen die vier Kantone ein starkes Zeichen für eine engere Zusammenarbeit und eine vernetzte Zukunft der Ostschweiz.

    Die Unterzeichnung der Erklärung zur engeren Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer stärkeren und effizienteren Ostschweiz. Gemeinsam wollen die Kantone Herausforderungen meistern und die Region nachhaltig weiterentwickeln.

  • Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Der Staat und die Stadt Neuenburg haben in Zusammenarbeit mit der Caisse cantonale d’assurance populaire und der Etablissement cantonal d’assurance et de prévention einen Industriekomplex an der Rue des Usines in Serrières erworben. Ziel ist es, dort einen neuen Innovationspol zu entwickeln und zu betreiben. Zu diesem Zweck wurde die Aktiengesellschaft Usinnove SA gegründet, an der der Staat mit 40 % und die Stadt Neuchâtel mit 20 % beteiligt sind. Die restlichen Aktienanteile halten die CCAP und die ECAP. Der Industriekomplex umfasst 7.000 m² Fläche und kann fast 400 neue Arbeitsplätze schaffen.

    Zentrale Rolle der Microcity SA
    Der neue Standort wird von der Microcity SA verwaltet und betrieben. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Diagnostik und verwandte Technologien ist vorgesehen, das Unternehmen aus den Bereichen Diagnostik und Automatisierung als Drehscheibe dient. Ein Teil des Komplexes wird zu einem Wirtschaftszentrum umfunktioniert, das mit Laborinfrastruktur ausgestattet ist und ein kollaboratives Projektumfeld für Grossunternehmen, KMUs und Start-ups bietet.

    Stärkung des Neuenburger Innovationsclusters
    Der erworbene Industriekomplex soll die Position Neuenburgs im Schweizerischen Innovationspark weiter stärken. Der Standort Serrières bietet Potenzial für die Erweiterung des Neuenburger Innovationsclusters und ermöglicht die langfristige Sicherung eines Industriestandortes. Neuenburg wird somit sein Angebot erweitern und seinen Platz als Innovationszentrum festigen.

    Strategische Nutzung von Altgebäuden
    Der Kauf des Industriekomplexes ist Teil einer Strategie des Staates, alte Gebäude für industrielle Leichtbauaktivitäten zu nutzen. Diese Politik zielt darauf ab, Start-ups, KMUs, Grossunternehmen und Forschungszentren an einem Standort zusammenzuführen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen des Kantons zu bewältigen. Ähnliche Projekte sind bereits an den Standorten Rue Jaquet-Droz 7 in Neuenburg und Hôtel-de-Ville 7 in Le Locle umgesetzt, wo ebenfalls Spitzenaktivitäten in der angewandten Forschung stattfinden.

    Ein bedeutender Schritt für Neuenburg
    Der Erwerb des Industriekomplexes in Serrières und die geplante Umwandlung in ein Innovationszentrum sind ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung Neuenburgs. Durch die enge Zusammenarbeit von Staat, Stadt und institutionellen Partnern wird die Region gestärkt und die Grundlage für zukünftige Innovationen geschaffen.

  • Erfolgreiche 32. Fachmesse für die ÖGA 2024

    Erfolgreiche 32. Fachmesse für die ÖGA 2024

    Vom 26. bis 28. Juni 2024 besuchten zahlreiche Fachleute die ÖGA, um die neuesten Entwicklungen im Garten- und Landschaftsbau, öffentlichen Grün sowie Gemüse- und Beerenbau zu entdecken. Die Messeleitung zieht ein positives Fazit: Die 409 Ausstellenden lobten die hohe Qualität des Fachpublikums, die Besucherfrequenz und die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Besonders geschätzt wurden die Live-Maschinendemos und die Möglichkeit, Geräte vor Ort zu testen. Auch die einzigartige Parkatmosphäre trug zum Erfolg der Messe bei.

    Stimmen der Ausstellenden
    Rolf Schüpbach von der Ricoter Erdaufbereitung AG betonte: «Die ÖGA ist der Treffpunkt der Grünen Branche. Wir schätzen den offenen und ehrlichen Austausch und die Möglichkeit, unsere Neuheiten zu präsentieren. Für uns ist es auch eine Gelegenheit, unseren Kunden zu danken.» Jürg Schwab von der Robert Aebi Landtechnik AG ergänzte: «Dass wir unsere Maschinen draussen präsentieren können, macht für uns die ÖGA aus. Dazu die Möglichkeit, gute Kundenkontakte mit Entscheidungsträgern zu pflegen und neue Kunden kennenzulernen. Für uns ist die ÖGA die schönste aller Messen.»

    Innovationskraft und Auszeichnungen
    Die Innovationskraft der Branche war auf der ÖGA 2024 deutlich sichtbar. Eine Fachjury wählte aus 37 angemeldeten technischen Neuheiten – so viele wie noch nie – neun Gewinner des Innovationsawards «Technische Neuheiten» aus. Zudem wurden vier neue Pflanzen mit dem Award «Neue Pflanzen» ausgezeichnet. Die Übergabe der Awards erfolgte durch Christian Stucki, Schwingerkönig und Sportler des Jahres 2019, im Rahmen der offiziellen Innovationsfeier. Über 180 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und von den Ausstellenden nutzten die Gelegenheit zum Austausch und Networking.

    Konstante Besucherzahlen
    Die Messeleitung zeigte sich auch mit den Besucherzahlen zufrieden. Insgesamt wurden 20’350 Eintritte registriert, was vergleichbar mit der letzten Ausgabe im Jahr 2022 ist (20’600 Eintritte). Trotz eines verregneten Frühjahrs, das viele Gartenbauer und Produzenten in Verzug brachte, entschieden sich zahlreiche Fachleute für einen Besuch der ÖGA. Das Verhalten der Besucher war besonders erfreulich: Sie zeigten sich interessiert und kaufbereit. Auch der neue Standort des Baumaschinen-Sektors Nr. 10 wurde mehrheitlich positiv bewertet. Das kompaktere Messegelände führte zu einem veränderten Besucherstrom, ohne die Strassenseite wechseln zu müssen.

    Zukunft der ÖGA
    Die nächste ÖGA findet vom 24. bis 26. Juni 2026 statt. Als bedeutendste Fachmesse für den professionellen Gartenbau, das öffentliche Grün, den Kommunalbereich sowie den Gemüse- und Beerenbau richtet sie sich an Fachleute und Entscheidungsträger der Branche. Träger der Messe sind der Unternehmerverband Gärtner Schweiz, die Kantonale Gartenbauschule Oeschberg sowie die Schweiz. Zentralstelle für Gemüsebau

    Die erfolgreiche Durchführung der ÖGA 2024 unterstreicht die Bedeutung dieser Fachmesse für die Grüne Branche und lässt auf eine ebenso erfolgreiche Veranstaltung im Jahr 2026 hoffen.

  • Führungswechsel bei SVIT Schweiz beschlossen

    Führungswechsel bei SVIT Schweiz beschlossen

    Am 20. Juni 2024 fand in Luzern die Delegiertenversammlung der SVIT Mitgliederorganisationen statt. Dabei wurde entschieden, dass Michel Molinari, derzeit Vize-Präsident des SVIT Schweiz, im Jahr 2025 das Amt des Präsidenten von Andreas Ingold übernehmen wird. Jean-Jacques Morard, ebenfalls Vize-Präsident, wird durch Cécile Berger-Meyer ersetzt. David Zumsteg tritt die Nachfolge von Michel Molinari als Vize-Präsident an. Zudem wird Andreas Dürr 2026 seinen Sitz an Boris Grell übergeben. Bereits im vergangenen Jahr wurde Gabriel Schmid als Finanzverantwortlicher ins Präsidium berufen. Diese Neubesetzungen markieren den Beginn eines umfassenden Führungswechsels im Dachverband.

    Entscheidung zu Sponsoringvereinbarungen
    Neben den Präsidiumswahlen haben die Delegierten über Anträge des SVIT Ostschweiz und des SVIT Zentralschweiz abgestimmt. Die Anträge forderten, dass der SVIT Schweiz keine weiteren Werbe-, Sponsoring- oder sonstigen Leistungsvereinbarungen mit der Swiss Marketplace Group AG und deren Organisationen abschliessen darf. Bestehende Vereinbarungen sollen zum Ende der Vertragslaufzeiten gekündigt werden. Die Delegierten stimmten diesen Anträgen zu und setzen damit ein klares Zeichen für eine neue Ausrichtung des Verbandes.

    Swiss Real Estate Forum als Rahmenveranstaltung
    Die Delegiertenversammlung 2024 war eingebettet in das Swiss Real Estate Forum (SREF), welches am selben Tag stattfand. Dieses Forum bot eine Plattform für Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport, darunter Alt-Bundesrat Ueli Maurer und der ehemalige Welt-Torhüter Oliver Kahn, um aktuelle Themen der Immobilienbranche zu diskutieren.

    Mit den getroffenen Entscheidungen und dem eingeleiteten Führungswechsel positioniert sich der SVIT Schweiz für die Zukunft und setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Verbandes und der gesamten Branche.

  • Erfolgreicher Abschluss des Vorprojekts für den Campus Horw

    Erfolgreicher Abschluss des Vorprojekts für den Campus Horw

    Mit dem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts zur Erweiterung und Erneuerung des Campus Horw rückt die Vision eines modernen Bildungsstandorts einen bedeutenden Schritt näher. Die Phase des Vorprojekts diente dem Zweck, detaillierte Erkenntnisse über die Entwicklung und Kostenstruktur des Bauvorhabens zu gewinnen. Trotz der erwarteten Mehrkosten durch externe Faktoren wie Bauteuerung und nachhaltigkeitsorientierte Massnahmen sind die ursprünglichen Projektkosten von 365 Millionen Franken weitgehend bestätigt worden.

    Kostenentwicklung und Einflussfaktoren
    Die Analyse hat gezeigt, dass neben der Bauteuerung, die rund 18 Prozent der Anstiegskosten ausmacht, auch Anpassungen der Mehrwertsteuer erheblich zu Buche schlagen. Weitere Mehrkosten im Bereich Nachhaltigkeit und Projektentwicklung sowie gesetzliche Nachhaltigkeits-Zertifizierungen erhöhen den finanziellen Rahmen. Insgesamt wird nun mit Gesamtaufwendungen von 600 Millionen Franken gerechnet, inklusive Reserven von etwa 78 Millionen Franken. Diese Summe liegt weiterhin im Rahmen vergleichbarer Projekte ähnlichen Ausmasses in der Schweiz.

    Relevanz für Bildung und Wirtschaft
    Regierungsrat und Finanzdirektor Reto Wyss betonen die kontinuierliche Überwachung und Prüfung der Kostenentwicklung durch die zuständige Dienststelle Immobilien. Das Projekt bleibt kontinuierlich im geplanten Budgetrahmen, und der zusätzliche Finanzbedarf wird durch die Überprüfungsergebnisse verständlich erklärt. Die projektbezogenen Entscheidungen und Informationsweitergaben werden transparent gehalten, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu sichern.

    Der Kanton Luzern hat diese Grossbaurealisierung an eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ausgelagert, die «Immobilien Campus Luzern-Horw AG». Dies ermöglicht eine effiziente und zielgerichtete Bauausführung unter Einhaltung des Volksentscheids und ohne Einfluss auf die bereits bewilligten Sonderkredite.

    Ausblick und Bedeutung für die Region
    Bildungsdirektor Armin Hartmann unterstreicht die überregionale Bedeutung des Projekts: «Der Campus Horw wird die Bildungslandschaft und den Wirtschaftsstandort nachhaltig prägen. Seine Auswirkungen reichen weit über die Grenzen Luzerns hinaus in die gesamte Zentralschweiz.» Die Realisierung dieses visionären Projekts wird daher ausdrücklich begrüsst und unterstützt.

    Der erfolgreiche Abschluss des Vorprojekts hat den Weg zur nächsten Phase des Bauprojekts geebnet. Die Projektsteuerung wird zeitnah die weiteren Schritte einleiten, wobei der Baustart für das Jahr 2026 avisiert ist.

  • Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Mit der Baueingabe an die Stadt Aarau Ende September hat das Neubauprojekt der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) laut eines Artikels in dem von der AIHK herausgegebenen Magazin „Impulse“ ein wichtiges Etappenziel erreicht. Abhängig von der Baufreigabe starten die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2025, heisst es weiter. Die Baueingabe für das neue Haus der Wirtschaft wurde vor dem Aarauer Rathaus von AIHK-Präsident Beat Bechtold an Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Fabian Humbel übergeben, so der Bericht.

    Das Projektteam der AIHK habe schon vorher mit verschiedenen Ansprechpersonen der Stadt in Kontakt gestanden, heisst es weiter. So konsultierte man den Stadtbaumeister und die Stadtbildkommission, als es darum ging, ein möglichst breit abgestütztes Bauvorhaben zu realisieren.

    Mit der Baueingabe startet das Bewilligungsverfahren. Der Rückbau ist für Ende 2024 geplant. Mit dem Bezug des Neubaus ist dann im dritten Quartal 2026 zu rechnen.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können zum einen mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in dem Bericht in „Impulse“ weiter. Zum anderen stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfindet.

  • Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Unter dem Titel «Volle Kraft voraus dank Baubewilligung» berichtet die neueste Ausgabe des von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) herausgegebenen Magazins «Impulse» vom Fortgang der Planung für das neue Haus der Wirtschaft in Aarau. Am 25. März hat die Stadt Aarau die Baubewilligung erteilt, heisst es dort. Der Weg zum neuen Haus der Wirtschaft sei somit frei und der Spatenstich rücke näher. Das neue Haus der Wirtschaft werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

    Da die Baubewilligung früher als erwartet vorliegt, konnten die Beteiligten die Planungsarbeiten vorantreiben und die Ausführungsplanung vorziehen, heisst es in dem Bericht weiter. Zurzeit laufen Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeiten. Die Vergabeverhandlungen für die wichtigsten Aufträge sollen Anfang Juli stattfinden.

    Der Rückbau des bestehenden Gebäudes startet laut Planung dann Mitte August. Anschliessend erfolgen der Aushub und die Bohrungen für die vorgesehenen sieben Erdsonden. Anfang Oktober 2024 stehen die Rohbauarbeiten an. Im Frühjahr 2026 soll das neue Haus der Wirtschaft bezugsbereit sein.

    Für die Zeit der Bauarbeiten ziehen die Mitarbeitenden der AIHK und der Ausgleichskasse der AIHK im Juli in andere Räumlichkeiten. Noch ist offen, wohin. Gespräche über mögliche Mietobjekte in Aarau laufen, laut AIHK.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in einem früheren Bericht in «Impulse». Zudem stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfinde.

  • Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Der erste «Tag des Standorts» im Kanton Zürich brachte führende Köpfe aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu beleuchten. Im Zentrum standen die Diskussion aktueller Herausforderungen und die Erarbeitung von Strategien zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Mit Panels und Workshops zu Themen wie Technologie, Fachkräfte, Unternehmertum sowie Mobilität und Nachhaltigkeit wurden wichtige Impulse gesetzt, um Zürichs Position im internationalen Vergleich weiter zu verbessern.

    Eine vorgängige Studie zur Standortattraktivität lieferte die Basis für vertiefte Diskussionen und zeigte die Stärken Zürichs in den Bereichen Bildung, Wirtschaftskraft und Lebensqualität, aber auch die Bereiche mit Verbesserungspotenzial wie Arbeitsmarkt, Innovation und Infrastruktur auf. Hervorgehoben wurden insbesondere die Relevanz von künstlicher Intelligenz für den Technologiestandort und die Notwendigkeit einer stärkeren digitalen Ausrichtung des Gesundheitswesens. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Förderung von Start-Ups und der Integration digitaler Prozesse im Gesundheitswesen hervorgehoben, um sowohl die Attraktivität für Fachkräfte als auch die Effizienz der medizinischen Versorgung zu steigern.

    Der «Tag des Standorts» unterstrich die Dringlichkeit, die heimischen Potenziale zu nutzen und die Rahmenbedingungen für eine digitale und nachhaltige Transformation kontinuierlich zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops und Panels werden nun weiterverfolgt, um konkrete Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund des grossen Interesses und der produktiven Beiträge ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant, um die Fortschritte und neuen Ansätze im kommenden Jahr zu evaluieren.