Schlagwort: wirtschaft

  • Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    In Reaktion auf die bevorstehende Einführung einer globalen Mindeststeuer für grosse internationale Unternehmen ab 2024, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons potenziell beeinträchtigen könnte, hat der Kanton Zug Pläne entwickelt, um etwaige Standortnachteile auszugleichen. Die vorgesehenen Massnahmen umfassen die vollständige Reinvestition der erwarteten Mehrerträge von jährlich etwa 200 Millionen Franken in drei prioritäre Bereiche: soziale Infrastrukturen, innovative Projekte und nachhaltige Entwicklungsinitiativen.

    Fokus auf soziale und innovative Projekte
    Die geplanten sozialen Massnahmen zielen darauf ab, das Leben für die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft attraktiver zu machen. Dazu gehören Investitionen in ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot, höhere Beiträge an Privatschulen und Massnahmen zur Verbesserung des Wohn- und Arbeitsumfeldes. Im Bereich der Infrastruktur und Innovation stehen zukunftsorientierte Projekte im Mittelpunkt. Initiativen wie die «Blockchain Zug Joint Research Initiative» und die «ETH Learning Factory Zug» sollen durch Förderung nachhaltiger Energieversorgung und -speicherung die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität im Kanton steigern.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen und finanzielle Planung
    Um diese Ziele zu erreichen, schlägt der Regierungsrat ein neues «Gesetz über Standortentwicklung» vor, das ein effizientes und flexibles Förderbeitragssystem für Nachhaltigkeit und Innovation einführen soll. Ab 2026 sind jährlich 150 Millionen Franken für Förderbeiträge vorgesehen, wobei die maximale Fördersumme ab 2029 jährlich vom Kantonsrat genehmigt wird. Dieses Vorgehen soll den Unternehmen im Kanton Zug Planungs- und Rechtssicherheit bieten.

    Der Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass die geplanten Massnahmen essenziell sind, um Zug als bevorzugten Wohn- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. Die öffentliche Vernehmlassung zum neuen Gesetz läuft bis zum 15. September 2024, und das Gesetz soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Diese strategischen Entscheidungen verdeutlichen Zugs Engagement, trotz globaler steuerlicher Veränderungen seine führende Position zu bewahren und weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen und Fachkräfte zu bleiben.

  • St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker strategischer Neuzugang im Verwaltungsrat

    St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker strategischer Neuzugang im Verwaltungsrat

    Im Zuge der Neuformierung, die mit einer Fokussierung auf Bau, Kapital und Vorsorge einhergeht, hat Hans Klaus, ein langjähriges Verwaltungsratsmitglied, seinen Rückzug bekanntgegeben. Dieser Schritt erfolgte nach erfolgreicher Umsetzung der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, die Klaus seit 2021 massgeblich mitgestaltet hat. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer Ära, in der er wesentliche Beiträge zur Entwicklung und Positionierung von Admicasa geleistet hat.

    Neue Impulse durch Stefan Kölliker
    Mit der Wahl von Stefan Kölliker, der über tiefgreifende Kenntnisse in Politik und Wirtschaft verfügt, setzt Admicasa auf eine fortgesetzte innovative und interdisziplinäre Strategie. Köllikers Erfahrungen aus seiner Zeit als Vorsteher des Bildungsdepartements und Regierungspräsident von St. Gallen sind besonders wertvoll für zukünftige Projekte und Herausforderungen, wie beispielsweise die Bekämpfung der Wohnungsknappheit.

    Kölliker selbst betont das innovative Potenzial des Unternehmens und die Möglichkeit, sein breites Wissen aktiv einzubringen. Seine Vision, branchenübergreifende Probleme mit neuen Ansätzen anzugehen, wird von Serge Aerne, hochgeschätzt. Aerne sieht in Kölliker nicht nur einen Nachfolger, sondern einen Impulsgeber, der das Unternehmen mit seinem umfangreichen Netzwerk und seiner politischen sowie wirtschaftlichen Expertise bereichern wird.

    Ausblick und strategische Ziele
    Mit der Integration von Stefan Kölliker in den Verwaltungsrat verfolgt Admicasa das Ziel, seine marktführende Position weiter auszubauen. Köllikers Hintergrund und seine strategische Denkweise sind entscheidend, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen und Admicasa in eine neue Phase des Wachstums und der Innovation zu führen.

  • Baustoff- und Recyclingbranche bündeln Kräfte

    Baustoff- und Recyclingbranche bündeln Kräfte

    Der Fachverband arv Baustoffrecycling Schweiz und der FSKB Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie bündeln ihre Kräfte für eine nachhaltige Zukunft der Bau- und Recyclingwirtschaft. Sie haben sich im Fachverband Baustoff Kreislauf Schweiz zusammengeschlossen, informiert der neue Fachverband in einer Mitteilung. Baustoff Kreislauf Schweiz repräsentiert mehr als 1000 Schweizer Kiesabbaustellen, Betonwerke und Recyclingstellen und deckt damit über 80 Prozent der in Gewinnung und Wiederverwertung von mineralischen Baustoffen aktiven Unternehmen ab.

    Bei Baustoff Kreislauf Schweiz ist man überzeugt davon, dass die Zukunft der Kreislaufwirtschaft gehört. Im eigenen Bereich will der Verband mit innovativen Technologien und Methoden mineralische Baustoffe umweltschonend abbauen und im Kreislauf halten. Kiesgruben sollen nach Ende des Kiesabbaus als Lebensraum für Fauna und Flora renaturiert werden. Auf diese Weise werde die Natur «ganz selbstverständlich in die Kreislaufwirtschaft eingebunden», heisst es in der Mitteilung.

    Gleichzeitig legt Baustoff Kreislauf Schweiz einen Schwerpunkt auf die Versorgung der Schweiz mit Kies und Beton. Die für die Aufbereitung der mineralischen Baustoffe notwendigen grossen und standortgebundenen Flächen werden aufgrund von Schutzbestimmungen und anderweitiger Verwendung immer knapper, erläutert der Verband. Er will sich daher dafür einsetzen, «dass auch in Zukunft die Versorgung von Baustellen mit hochwertigen Baustoffen gewährleistet bleibt und diese fachgerecht für die Wiederverwendung aufbereitet werden».

  • Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Am 28. März fand in Yverdon-les-Bains der erste Schweizer Wasserstoffkongress statt. Der Anlass brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen. Die Vielfalt der Rednerinnen und Redner ermöglichte es, das Thema unter zahlreichen Aspekten abzudecken. Der erste Schweizer Wasserstoff-Kongress wurde in Zusammenarbeit mit Planair, CleanTech Alps und dem Westschweizer H2-Netzwerk organisiert und war ein voller Erfolg.

    Wasserstoff ist kein Allheilmittel, um alle Energieprobleme der Schweiz zu lösen, aber er bietet zahlreiche Möglichkeiten. Beim ersten Schweizer Wasserstoffkongress gab es einen fruchtbaren Austausch und eine starke Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Schweiz, und alle Beteiligten sind bereit, gemeinsam zu arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.

    Was von diesem Tag festgehalten werden muss
    Vertreter und Vertreterinnen aus der Energie-, Gas- und Industriebranche, Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Politiker sind sich einig: Die Schweiz muss unbedingt an das europäische Netz angeschlossen werden. Es ist entscheidend, dass unser Land diese Chance nicht verpasst.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer klaren Strategie und geeigneten Rahmenbedingungen seitens des Bundes, um den Markt voranzutreiben.

    Trotz der bestehenden operativen Herausforderungen konnten beim Kongress positive Bilanzen von laufenden Projekten wie Green Gaz in Aigle und Hydrospider gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2 Bois, Gruyère Hydrogène Power und Prhysm.

    Zudem präsentierte aeesuisse ihre Positionierung zum Thema Wasserstoff mit der Veröffentlichung der Broschüre «10 Punkte zum Thema Wasserstoff».

    Eine Leidenschaft, die unsere Grenzen übersteigt
    Wasserstoff ist mehr denn je ein aktuelles Thema. Er bewegt die Fachwelt und die Politik über die Grenzen der Schweiz hinaus. In Europa werden die Diskussionen über seine Chancen und Risiken beschleunigt und in vollem Gang gehalten. Der Schweiz und ihrem Kompetenzpool kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. «Wir erleben derzeit eine starke Begeisterung für Wasserstoff, mit grossen Ankündigungen auf internationaler Ebene. Die Schweiz ist in vielen Bereichen führend in der Innovation, z. B. bei der Kompression oder der Speicherung. Wir müssen daher unsere Führungsposition ausbauen und dürfen uns nicht von der europäischen Konkurrenz überholen lassen», sagt Laurent Scacchi Direktor Westschweiz der aeesuisse.

  • Ein visionäres Raumordnungskonzept für die Zukunft Metropolitanraum Zürich 2050

    Ein visionäres Raumordnungskonzept für die Zukunft Metropolitanraum Zürich 2050

    Mit fast 40 % der Schweizer Bevölkerung und einem Grossteil der Arbeitsplätze beheimatet der Metropolitanraum Zürich einen signifikanten Anteil des nationalen Lebens und Wirtschaftens. Das aktualisierte Raumordnungskonzept Metro-ROK 2050, eine Fortschreibung des ersten Metro-ROK von 2015, definiert ambitionierte, planerische Ziele für diesen bedeutenden Wirtschafts- und Lebensraum. Es zielt darauf ab, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die sowohl den Bedürfnissen der Bevölkerung als auch dem Schutz der Umwelt gerecht wird.

    Das Konzept unterteilt den Raum in vier Handlungsräume: Stadtlandschaften mit städtischen Zentren, Übergangslandschaften mit regionalen Zentren, Kulturlandschaften und Naturlandschaften. Diese Einteilung ermöglicht es, zielgerichtete Massnahmen zu entwickeln, die eine hohe Lebensqualität gewährleisten und gleichzeitig den Raum ökologisch nachhaltig gestalten.

    Ein Kernanliegen des Metro-ROKs 2050 ist der Schutz von Grünflächen und die Förderung einer qualitätsvollen Innenentwicklung. Bis 2040 sind keine Erweiterungen des Siedlungsraumes vorgesehen, um die Zersiedelung zu stoppen und die vorhandenen Flächen besser zu nutzen. Dabei soll sich die Baukultur am Kreislaufprinzip orientieren, graue Energie berücksichtigen und die Biodiversität schützen.

    Weiterhin legt das Konzept einen starken Fokus auf die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die Förderung von Energieeffizienz. Innovative Technologien und ökologische Bauprojekte sollen dazu beitragen, die CO2-Bilanz zu verbessern und den Metropolitanraum widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Erneuerbare Energien und die Reduktion von Bodenversiegelungen stehen ebenso im Fokus wie die Förderung des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätslösungen. Ziel ist es, bis 2050 den Anteil umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel signifikant zu erhöhen.

    Das Raumordnungskonzept Metropolitanraum Zürich 2050 stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung dar. Mit der positiven Aufnahme der Handlungsempfehlungen durch den Metropolitanrat am 3. November wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Das Konzept spiegelt das Engagement der beteiligten Kantone wider, gemeinsam für einen lebenswerten und ökologisch nachhaltigen Metropolitanraum Zürich zu sorgen.

  • Limmatstadt AG bereitet sich auf nächste Etappe vor

    Limmatstadt AG bereitet sich auf nächste Etappe vor

    Balz Halter hat wie angekündigt das Präsidium des Verwaltungsrates der Limmatstadt AG niedergelegt. Auch Erika Fries, Peter Rauch und Franziska Schopp traten an der Generalversammlung am 12. März im JED Schlieren zurück. „Wir wollen Platz machen für neue Kräfte“, sagt Halter. Die Aktionäre des regionalen Standortförderers wählten einstimmig Lara Albanesi (Verwaltungsdirektorin des Kurtheaters Baden), den Weininger Gemeindepräsidenten und Weytec-Mitinhaber Mario Okle sowie Jasmina Ritz in den Verwaltungsrat. Sie ergänzen die Bisherigen Josef Bütler und Jörg Krummenacher. Jasmina Ritz kündigte auf Ende 2024 ihren Rücktritt als Limmatstadt-Geschäftsführerin an.

    Der neue Verwaltungsrat wird sich vor allem mit der Finanzierung beschäftigen müssen. Laut Balz Halter betragen die Ausgaben rund 600‘000 Franken, ein Drittel davon für das Personal. Die Gemeinden und die beiden Kantone zahlen 200‘000 Franken, die Wirtschaft 150‘000 Franken. Die Halter AG trage den Rest mit zuletzt 250‘000 Franken. Das werde sein Unternehmen 2024 noch ein letztes Mal tun, sagte der Initiant der Limmatstadt AG.

    Für die künftige Finanzierung sind sowohl die Politik als auch die Wirtschaft gefragt. „Wir brauchen eine regionale Standortförderung“, sagte die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner. „Wir müssen die Finanzierung so aufteilen, dass wir die Strukturen der Limmatstadt AG erhalten können.“ Urdorf sei bereit, seinen Beitrag zu verdoppeln.

    Der KMU- und Gewerbeverband Limmattal, die Vereinigung Industrie, Dienstleistungen und Handel Spreitenbach (IDH), die Wirtschaftskammer Schlieren und die Industrie- und Handelsvereinigung Dietikon unterstützen die Weiterentwicklung des regionalen Standortförderers. Es brauche eine gemeinsame Vision, einen Leistungsauftrag und ein finanzielles Commitment der neuen Trägerschaft, schreiben sie in einer parallelen Erklärung. Die Organisation solle Wirtschafts- und Standortförderung betreiben, die Region nach innen vernetzen und nach aussen vertreten.

    Patrick Stäuble, IDH-Präsident und Geschäftsführer des Shoppi Tivoli, betonte die Bedeutung eines kantonsübergreifenden Angebots. „Wir brauchen eine Institution, die über Grenzen schaut. Dann ist die Wirtschaft bereit, Geld zu geben“, sagte er auf dem Podium.

    Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind zuversichtlich. „Ich habe noch kein Rezept, aber das Vertrauen, dass es weitergeht“, sagte der neugewählte Mario Okle. Josef Bütler, einer der beiden Bisherigen und früher Gemeindeammann von Spreitenbach: „Ich bin überzeugt, 2025 wird es uns noch geben.“

  • Basel Area ein Magnet für Life Sciences und Startups

    Basel Area ein Magnet für Life Sciences und Startups

    Unter der Ägide von Basel Area Business & Innovation, der Tri-Kantonalen Agentur für Standortpromotion und Innovationsförderung, hat die Region sowohl bei der Ansiedlung als auch bei der Gründung von Unternehmen beeindruckende Ergebnisse erzielt, die zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, aber weit über dem mehrjährigen Durchschnitt liegen. Besonders die Life Sciences-Branche zeigt starkes Engagement in der Region, was deren Stellung als führenden Schweizer Standort in diesem Sektor unterstreicht.

    Die Basel Area überzeugt durch ein hochvernetztes Ökosystem, das die Grundlage für die Entwicklung innovativer Lösungen bietet. Die neu angesiedelten und gegründeten Unternehmen planen, in den nächsten Jahren rund 700 neue Arbeitsplätze zu schaffen, was die wirtschaftliche Dynamik der Region weiter stärkt. Unternehmen aus 17 verschiedenen Ländern, darunter bedeutende Biotech-Neugründungen aus den USA, haben sich für Basel entschieden, angezogen von der hochwertigen Lebensqualität und der internationalen Ausrichtung der Region.

    Die Basel Area setzt sich damit fort als attraktive Destination für zukunftsorientierte Branchen, wobei insbesondere die Sektoren Consulting, Life Sciences und Bauwesen hervorstechen. Das Engagement von Basel Area Business & Innovation trägt massgeblich dazu bei, die Region als innovativen und zukunftsweisenden Standort sowohl national als auch international zu positionieren.

  • Ina Invest Holding AG und Ina Invest AG verschmelzen zu einer Gesellschaft

    Ina Invest Holding AG und Ina Invest AG verschmelzen zu einer Gesellschaft

    Die Ina Invest Holding AG, die im Juni 2020 aus der Abspaltung des Immobilienportfolios der Implenia AG hervorgegangen ist, plant eine Fusion mit ihrer Tochtergesellschaft Ina Invest AG. Die Tochtergesellschaft ist bisher für die Entwicklung, Realisierung und Bewirtschaftung der Immobilienprojekte der Ina Invest zuständig. Durch die Fusion (Up-Stream Merger) wird aus den beiden Gesellschaften eine einzige börsenkotierte Gesellschaft, die sämtliche Anteile an den Immobilienprojekten direkt hält. Die Beteiligungsverhältnisse bleiben unverändert. Die Implenia AG, die bisher eine Minderheitsbeteiligung von 42,5% an ihrer Tochtergesellschaft Ina Invest AG hielt, wird künftig rund 40% an der Ina Invest Holding AG halten. Die Publikumsaktionäre werden sich ebenfalls direkt an der Ina Invest Holding AG beteiligen.

    Der Verwaltungsrat der Ina Invest Holding AG wird der Generalversammlung vom 3. April 2024 den Fusionsvorschlag unterbreiten. Mit der Fusion soll die Gesellschaftsstruktur der Ina Invest vereinfacht werden, was zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen führen wird. Das Geschäftsmodell von Ina Invest, das auf die Entwicklung nachhaltiger und innovativer Immobilienlösungen ausgerichtet ist, bleibt unverändert. Ina Invest verfügt über ein attraktives Portfolio von 18 Projekten mit einem Marktwert von rund CHF 1.4 Mrd. in den Segmenten Wohnen, Büro und Gewerbe.

    Die Implenia AG wird weiterhin eine strategische Beteiligung an der Ina Invest halten, eng mit Ina Invest zusammenarbeiten und den Ausbau des Immobilienportfolios vorantreiben. Aus der Beteiligung von rund 40% ergibt sich für Implenia keine Pflicht, den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten. Die Statuten der Ina Invest Holding AG werden entsprechend angepasst. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Generalversammlung und der Erfüllung der üblichen Vollzugsbedingungen. Der Vollzug der Fusion wird im zweiten Quartal 2024 erwartet.

  • Schweizer Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft

    Schweizer Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft

    Zu Jahresbeginn 2024 verzeichnet der KOF Geschäftslageindikator für die Schweiz einen leichten Rückgang, beeinflusst vor allem durch die nachlassende Auslandsnachfrage, die besonders die Exportwirtschaft trifft. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung: Unternehmen aus verschiedenen Sektoren äussern sich zunehmend positiv über ihre Erwartungen für die nahe Zukunft.

    Im Verarbeitenden Gewerbe macht sich die mangelnde Nachfrage besonders bemerkbar, wobei mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen von einer unzureichenden Auftragslage berichtet. Obwohl der Schweizer Franken weiterhin stark bleibt, scheint dieser Druck nicht die Ausmasse von 2015 zu erreichen. Die Exportperspektiven sind dennoch besser als im Herbst des Vorjahres.

    Auch wenn das Gastgewerbe, der Grosshandel sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister eine leichte Verschlechterung ihrer Geschäftslage verzeichnen, bleibt die Situation im Baugewerbe, Projektierungsbereich und im Detailhandel stabil. Die Dienstleistungssektoren berichten sogar von einer leichten Aufhellung.

    Die Prognosen für die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind insgesamt positiver. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe und bei Dienstleistern steigt die Zuversicht. Während der Grosshandel seine Skepsis mildert, bleiben der Detailhandel und die Finanzdienstleister vorsichtig.

    Trotz der Absicht, weiterhin Personal einzustellen, planen Unternehmen nun seltener eine Aufstockung ihres Personals als noch zu Jahresbeginn 2023. Die Schwierigkeit, geeignetes Personal zu finden, bleibt bestehen, obwohl sich die Lage leicht entspannt hat.

    Was die Lohnentwicklung angeht, rechnen die Unternehmen mit einem moderaten Anstieg der Bruttolöhne von unter 2% im kommenden Jahr. Dies spiegelt eine allgemeine Tendenz zu geringeren Lohnsteigerungen wider.

    In Bezug auf die Preisentwicklung zeigen sich uneinheitliche Signale: Während die allgemeinen Inflationserwartungen sinken, planen Unternehmen in einigen Branchen, insbesondere im Dienstleistungssektor, das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe, ihre Verkaufspreise zu erhöhen.

    Die Ergebnisse der KOF Konjunkturumfragen basieren auf den Antworten von etwa 4’500 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen, was einer Rücklaufquote von etwa 62% entspricht.

  • Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Am «Tag des Standorts», einer Initiative der Volkswirtschaftsdirektion Zürich, kamen führende Köpfe aus der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zürcher Regierung zusammen, um gemeinsame Visionen für die zukünftige Ausrichtung des Standorts Zürich zu formulieren. Die Veranstaltung zielte darauf ab, durch einen konstruktiven Dialog innovative Ideen und Massnahmen zu identifizieren, die den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken sollen.

    Die Diskussionen fokussierten sich auf die Kernstärken des Kantons, wie seine dynamische Unternehmerlandschaft, die Spitzenforschung und -bildung sowie die hochwertige Infrastruktur. In einer Reihe von Panels und Workshops wurden Themen wie Technologie, Fachkräftemangel, Unternehmensförderung sowie Mobilität und Nachhaltigkeit vertieft. Die Workshops generierten eine Vielzahl von Vorschlägen, die nun weiterentwickelt werden sollen, um praktische Lösungsansätze für den Standort Zürich zu realisieren.

    Eine speziell für den «Tag des Standorts» angefertigte Studie zur Standortattraktivität des Kantons Zürich diente als Diskussionsgrundlage. Sie analysierte entscheidende Einflussfaktoren auf den Wirtschaftsstandort und identifizierte sowohl Stärken des Kantons als auch Bereiche mit Verbesserungspotenzial. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten die Teilnehmenden gezielt Handlungsbedarfe adressieren und in produktive Bahnen lenken.

    Aufgrund des positiven Echos und des erkennbaren Bedarfs nach fortlaufendem Austausch zwischen den verschiedenen Sektoren, hat die Volkswirtschaftsdirektion bereits angekündigt, den «Tag des Standorts» als jährliches Event zu etablieren. Dies unterstreicht das Engagement des Kantons Zürich, sich als innovativer und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort weiter zu positionieren und zu stärken.

  • SVIT five Real Estate Symposium 2024: Innovative Wege in der Fachkräfterekrutierung

    SVIT five Real Estate Symposium 2024: Innovative Wege in der Fachkräfterekrutierung

    Der Fachkräftemangel stellt eine der grössten Herausforderungen in der Immobilienwirtschaft dar. Um diesem entgegenzuwirken, bringt das SVIT five Real Estate Symposium 2024 führende Experten zusammen, um neue Wege in der Rekrutierung zu diskutieren. Jan-Egbert Sturm, renommierter Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung, wird seine Prognosen zur Branchenzukunft teilen. Markus Steckeisen, erfahrener Unternehmer und Studienleiter an der HWZ, sowie Yannick Blättler, Unternehmer und Kenner der Generation Z, werden ihre Perspektiven einbringen. Das Symposium dient als essentielle Informations- und Networking-Plattform für die Immobilienbranche, um innovative Lösungsansätze für den Fachkräftemangel zu entwickeln und umzusetzen. Mit diesem Fokus etabliert sich das jährliche Real Estate Symposium als ein Muss für Fachleute der Immobilienwirtschaft.

  • Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Für 98 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen stützt sich dabei auf seine aktuelle Ausgabe des jährlichen «Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt». Dafür hat EY Schweiz einen repräsentativen Querschnitt von 96 Unternehmen befragt.

    «Die laut den Investoren hohe Attraktivität lässt sich auf die stabile Wirtschaft, die anhaltend hohe Nachfrage sowie den trotz der geopolitischen Veränderungen weiterhin lukrativen Standort Schweiz zurückführen», wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Auch die Leitzinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank haben gemäss den Befragten keine kurzfristigen, substanziellen Auswirkungen auf Marktwerte von Renditeimmobilien.» 96 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Inflation in diesem Jahr weiterhin unterhalb von 3 Prozent bewegen wird.

    Innerhalb des Immobilienmarkts legen Wohnimmobilien an Attraktivität zu. Hier ist das Interesse von 93 Prozent in den beiden Vorjahren auf 96 Prozent in diesem Jahr gestiegen. In Büro-, Logistik- und Gesundheitsimmobilien wollen mit 39, 42 und 45 Prozent weniger Investoren als im Vorjahr investieren. Interesse an Flächen für den Lebensmitteldetailhandel und Fachmärkte meldeten jeweils nur 16 Prozent der Befragten an.

    Nachhaltigkeitskriterien spielen für eine grosse Mehrheit der Befragten eine immer wichtigere Rolle bei der Auswahl der Investitionsobjekte. Einen zukünftig steigenden Einfluss auf den Immobilienmarkt prognostizieren die Investoren zudem demographischen Veränderungen und dem Klimawandel.

  • Touristischer Meilenstein in Graubünden

    Touristischer Meilenstein in Graubünden

    Die Andermatt Swiss Alps AG setzt neue Massstäbe in der touristischen Entwicklung von Andermatt-Sedrun mit dem geplanten Resort Dieni. Das Resort wird bestehen aus 13 Gebäuden mit insgesamt 1’800 Betten, die sich auf Hotelzimmer und Wohneinheiten verteilen. Das Konzept umfasst 410 Hotelzimmer, davon 204 Hostel- und 206 Doppel- und Dreibettzimmer, sowie 119 verkaufbare Wohneinheiten, die touristisch bewirtschaftet werden.

    Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG, betont die Bedeutung des Projekts für die Region und den Kanton Graubünden. Das Resort Dieni soll nicht nur die Zahl der Hotelbetten in der Surselva um über 20 Prozent erhöhen, sondern auch das touristische Angebot durch preisgünstige Wohnungen und Hotelzimmer für Familien und Gruppen erweitern. Die Lage des Resorts ermöglicht direkten Zugang zu den Skipisten (ski-in/ski-out) und trägt somit zur Stärkung des Tourismus in der Region bei.

    Die Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung des Resorts eine zentrale Rolle. Es wird angestrebt, dass der Bau und Betrieb CO2-neutral erfolgen, unterstützt durch eine Holzpellet-Heizung und eine umfangreiche Photovoltaikanlage. Die Resort Dieni Development AG, eine Tochtergesellschaft der Andermatt Swiss Alps AG, ist für das Projekt verantwortlich.

    Insgesamt plant die Andermatt Swiss Alps AG Investitionen von rund 350 Millionen Franken in Immobilien und touristische Infrastruktur, um ihre Vision als führende alpine Destination zu realisieren. Dies schliesst eine Partnerschaft mit Vail Resorts, Inc. und zusätzliche Investitionen in Höhe von 149 Millionen Franken ein, um das Erlebnis am Berg weiter zu verbessern.

  • Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Die ursprüngliche Konzessionsanfrage von ewz für die Erneuerung der Wasserrechtskonzessionen der Kraftwerke Tinizong und Nandro, die im Mai 2035 auslaufen, wurde von der Urnengemeinde Surses am 21. Januar 2024 abgelehnt. Trotz dieser Entscheidung bleibt ewz optimistisch und beabsichtigt, den konstruktiven Dialog fortzuführen, um die Vorteile einer erneuerten Konzession zu verdeutlichen.

    Philippe Heinzer, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei ewz, betont die Bereitschaft zu lösungsorientierten Verhandlungen und sieht in der Aufnahme der Konzessionserneuerung als eine der Handlungsoptionen in der Botschaft der Gemeinde einen positiven Vertrauensbeweis.

    Als langjähriger Stromproduzent in der Region verfügt ewz über tiefgreifende Erfahrungen und ist massgeblich in die lokale Wirtschaft und Infrastruktur integriert. Mit einer Jahresproduktion von über 700 GWh, die dem Verbrauch von etwa 280.000 Vierzimmer-Haushalten entspricht, spielt ewz eine zentrale Rolle in der regionalen Energieversorgung. Eine Konzessionserneuerung würde es ewz ermöglichen, die bestehenden Anlagen weiterhin effizient und sicher zu betreiben und die Energieversorgung in der Region weiterhin zu gewährleisten.

    Darüber hinaus investiert ewz jährlich rund 10 Millionen Franken in die Instandhaltung und Modernisierung der Kraftwerke sowie des regionalen Verteilnetzes und trägt mit erheblichen Steuer- und Wasserzinszahlungen zur regionalen Wertschöpfung bei.

    Mit dem Fokus auf die Stärkung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle bekräftigt ewz sein Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Ressource. Das geplante Angebot für eine neue Konzessionierung an die Gemeinde Surses und den Kanton Graubünden wird zeigen, wie ewz seine Rolle in der zukünftigen Energieversorgung der Region sieht und wie es zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Gemeinschaft beitragen kann.

  • Schweizer CEOs navigieren durch globale Wirtschaftsunsicherheit

    Schweizer CEOs navigieren durch globale Wirtschaftsunsicherheit

    Die jüngste Umfrage von PwC, an der 4702 CEOs aus 105 Ländern teilnahmen, darunter 79 aus der Schweiz, gibt Aufschluss darüber, wie Schweizer Unternehmensführer auf die aktuellen Herausforderungen reagieren. Andreas Staubli, CEO von PwC Schweiz, betont, dass sich die CEOs auf einer schwierigen Gratwanderung zwischen Wirtschaftlichkeit und Verantwortung befinden. Trotz der volatilen Weltwirtschaftslage setzen Schweizer Unternehmen auf ihre bewährten Stärken wie Innovation und Stabilität und streben gleichzeitig nach mehr Agilität.

    Wachstumsprognosen und wirtschaftliche Unsicherheiten
    Die Umfrage zeigt eine positive Wachstumserwartung in der Schweiz für das Jahr 2024, wobei 38 % der CEOs ein Wirtschaftswachstum prognostizieren. Allerdings rechnen 52 % mit einem Rückgang der Weltwirtschaft, was auf die Komplexität der globalen Entwicklungen und deren unterschiedliche Auswirkungen je nach Branche und Marktgebiet hinweist.

    Cyberrisiken steigen an
    Als Hauptbedrohung für Unternehmen im Jahr 2024 werden Cyberrisiken identifiziert. 35 % der befragten Schweizer CEOs sehen darin die größte Gefahr, was einen Anstieg um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Gleichzeitig haben sich die Sorgen um Inflation relativiert.

    Investition in Zukunftstechnologien
    Bei der Transformation setzen Schweizer CEOs auf die Investition in Automatisierung und neue Technologien, um Prozesse effizienter und kostengünstiger zu gestalten. 90 % der befragten CEOs planen Investitionen in diesem Bereich.

    Das Dilemma regulatorischer Vorschriften
    Regulatorische Vorschriften werden sowohl als größter Treiber als auch als größtes Hindernis für die Wertschöpfung angesehen. Die Unsicherheit über das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU beeinflusst diese Einschätzung.

    Arbeitsmarktherausforderungen
    Im Bereich der Arbeitswelt sehen 57 % der CEOs Schwierigkeiten, Talente im Unternehmen zu halten. Dies weist auf den Fachkräftemangel und veränderte Wertvorstellungen hin. Flexible Arbeitsmodelle und Entwicklungsmöglichkeiten gewinnen an Bedeutung, um Talente zu binden.

    Nachhaltigkeit unter Druck
    Die CEOs erkennen die Notwendigkeit der Dekarbonisierung an, wobei Nachhaltigkeitsprogramme einem starken regulatorischen Druck ausgesetzt sind. Gleichzeitig ist die Bereitschaft des Marktes, Mehrkosten für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu tragen, begrenzt.

    Generative KI,  Chancen und Risiken für die Schweizer Wirtschaft
    Die Einführung generativer KI in Unternehmen wird als disruptives Element mit positiven Auswirkungen auf Effizienz und Rentabilität gesehen, obwohl Bedenken hinsichtlich Cyberrisiken und rechtlicher Konsequenzen bestehen.

    Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Schweizer CEOs planen, ihre Unternehmen durch diese unsicheren Zeiten zu führen, und welche Strategien sie für die Zukunft in Betracht ziehen.

  • Sika erwirtschaftet Rekordumsatz

    Sika erwirtschaftet Rekordumsatz

    Sika hat im Geschäftsjahr 2023 einen rekordhohen Umsatz von 11,24 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 7,1 Prozent. Als Wachstumstreiber hebt Sika in der Mitteilung das im Vorjahr erworbene ehemalige Bauchemiegeschäft der BASF-Gruppe hervor. Sika rechnet aufgrund der erfolgreichen Integration der MBCC-Gruppe mit jährlichen Synergieeffekten im Umfang von 180 bis 200 Millionen Franken.

    Zum Rekordumsatz haben zudem alle Regionen mit zweistelligen Wachstumsraten in Lokalwährungen beigetragen. Am stärksten legten die Umsätze in Lokalwährungen mit 15,2 Prozent in der Region Asien/Pazifik zu. In den Regionen EMEA und Amerikas wurden Wachstumsraten von 14,8 beziehungsweise 14,9 Prozent realisiert. Das Segment Global Business steigerte seinen Umsatz in Lokalwährungen um 10,0 Prozent. Starke Abwertungen fast aller Währungen gegenüber dem Franken resultierten in einem negativen Währungseffekt von 7,4 Prozent.

    „Sika hat in den vergangenen zwölf Monaten einmal mehr ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt“, wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert. „Dank unseres gut funktionierenden Geschäftsmodells, der hohen Innovationskraft und des grossen Engagements unserer 33’000 Mitarbeitenden weltweit sind wir auch in einem herausfordernden Jahr kräftig gewachsen und haben Marktanteile dazugewonnen.“ Den vollständigen Bericht für das Geschäftsjahr 2923 wird Sika am 16. Februar kommunizieren.

  • ABB investiert 500 Millionen Euro in Elektrifizierung

    ABB investiert 500 Millionen Euro in Elektrifizierung

    ABB und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben eine Finanzierungsvereinbarung für ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro unterzeichnet, informiert ABB in einer Mitteilung. Das Zürcher Technologieunternehmen will die Mittel für die Entwicklung halbleiterbasierter Leistungsschalter, umweltfreundliche Schaltanlagen und Technologien für die Verbesserung von Effizienz und Automation bei Gebäuden nutzen. Die Gelder sollen in entsprechende Forschung von ABB in der Schweiz, Deutschland, Italien, der Tschechischen Republik, Finnland, Norwegen, Polen und anderen europäischen Ländern fliessen.

    „Die Elektrifizierung ist entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel“, wird EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem Darlehen an ABB unterstützen wir ein Unternehmen, das auf eine lange Tradition der Entwicklung von elektrischen Produkten zurückblickt und mit grossem Engagement praktische Lösungen fördert, welche die europäische Wirtschaft grüner machen.“

    Die neuen Stromverteilungslösungen sind für die Anwendung beispielsweise in Zweckbauten, Industriebetrieben und Mikronetzen gedacht. Entwicklung und Kommerzialisierung von Technologien haben in der Wachstumsstrategie von ABB einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 1,67 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 4 Prozent seines konsolidierten Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.

  • «Thun soll sich entwickeln, ohne dass die Identität der Stadt verloren geht»

    «Thun soll sich entwickeln, ohne dass die Identität der Stadt verloren geht»

    Herr Lanz, Sie sind seit 2011 Stadtpräsident von Thun. Was waren Ihre grössten Erfolge und Misserfolge in dieser Zeit?
    In meiner Amtszeit als Stadtpräsident von Thun seit 2011 haben wir viele Erfolge erzielt. Thun hat sich generell sehr gut entwickelt, was sich etwa in steigenden Steuereinnahmen, einem überdurchschnittlichen Wachstum der Einkommen oder einem Rekord bei den Logiernächten niederschlägt. Unsere Stadt zeichnet sich durch eine sehr hohe Lebensqualität aus. Es ist jedoch schwierig, spezifische Höhepunkte und Tiefpunkte zu nennen, da Politik das Ergebnis vieler gemeinsamer Bemühungen ist. Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger steht für mich im Zentrum und ich glaube, dass sie gerne in Thun leben.

    Wie geht es der Stadt Thun wirtschaftlich?
    Die wirtschaftliche Lage von Thun hat sich im Laufe der Jahre gewandelt; wir waren einst stark von den Militärbetrieben und der Armee abhängig. Heute verfügen wir über eine diversifizierte KMU-Wirtschaft, wobei 96 % der Betriebe weniger als 50 Mitarbeitende haben. Dies sorgt für eine robuste, konstante und stabile Wirtschaft ohne grosse Schwankungen. Touristisch gesehen befinden wir uns auf einem Allzeitrekord, was zeigt, dass Thun bei Touristinnen und Touristen sehr beliebt ist.

    Welches sind die Wirtschaftsmotoren der Stadt und wie abhängig ist die Stadt von diesen?
    In Thun sind wir glücklicherweise nicht mehr von einzelnen Wirtschaftsmotoren abhängig. Grosse Arbeitgeber wie das Spital Thun oder Baufirmen wie Frutiger AG sind bedeutend, aber ihre Performance beeinflusst nicht den gesamten Wirtschaftsraum. Unsere Stärke liegt in der breiten Diversifizierung, wobei der Maschinenbau einen besonderen Fokus darstellt. Selbst bei Verlagerungen einzelner prominenter Firmen sind die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft moderat, und wir können solche Veränderungen gut ausgleichen.

    Wie hat sich die Stadt Thun in den letzten Jahren entwickelt?
    Thun hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt, was sich auch in einer wachsenden Steuerkraft zeigt. Wir haben eine der niedrigsten Leerwohnungsziffern in der Schweiz, was einerseits unsere Attraktivität unterstreicht, aber andererseits auch Herausforderungen gerade für junge Familien mit sich bringt, die Wohnraum suchen. Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf diverse Arealentwicklungen. Zudem betonen wir die Freizeitqualitäten unserer Stadt am Wasser und in den Bergen, wie zum Beispiel durch die Thunerseespiele oder den Thuner Wasserzauber.

    Welche Vorzüge hat die Stadt Thun als Standort für Unternehmen?
    Ein entscheidender Vorteil Thuns für Unternehmen ist die Attraktivität für Fachkräfte, da diese durch das herausragende Freizeitangebot und die Lage am Wasser angezogen werden. Dieses attraktive Umfeld erleichtert es Unternehmen, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten. Wir bemühen uns um optimale Rahmenbedingungen, einschliesslich kurzer Wege zur Politik und effektiver Wirtschaftsförderung. Das schafft eine Unternehmensumgebung, die zur Prosperität beiträgt.

    Wie kooperiert die Stadtverwaltung mit lokalen, regionalen und kantonalen Wirtschaftsverbänden, um Standortförderung zu betreiben?
    Wir pflegen enge Beziehungen sowohl im lokalen und regionalen Wirtschaftsraum als auch zur kantonalen Wirtschaftsförderung. Der stetige Austausch mit den Wirtschaftsverbänden ist uns sehr wichtig. Wenn Anliegen auftauchen, können wir unser Know-how einbringen oder Unterstützung anfragen. Insgesamt funktioniert diese Kooperation ausgezeichnet.

    Welches sind die wichtigsten Projekte in der Stadtentwicklung der letzten Jahre?
    Ein zentrales Projekt in der Stadtentwicklung Thuns ist die kürzlich verabschiedete Revision der gesamten Ortsplanung, die die baurechtliche Grundordnung umfasst und sich über mehrere Legislaturen erstreckte. Neben der Ortsplanung legen wir besonderen Wert auf Arealentwicklungen, wobei der Bahnhof und das ehemalige Militärareal in Thun Nord als Premium-Entwicklungsschwerpunkte gelten. Im Gebiet Thun-Nord ist zusätzlich eine neue S-Bahnhaltestelle geplant. Der Entwicklungsraum Thun ist zuständig für die regionale Planung, wobei der kantonale Richtplan auf die einzelnen Gemeinden heruntergebrochen wird. Diese regionale Planungsorganisation koordiniert Siedlungs- und Verkehrsplanung, um sicherzustellen, dass alles koordiniert und nicht gegenläufig entwickelt wird.

    Was sind die langfristigen Ziele der Stadt in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Standortförderung?
    Wir brauchen sicherlich ein gewisses Wirtschaftswachstum. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieses Wachstum zeigt, wenn es uns gelingt, der ansässigen Wirtschaft gute Rahmenbedingungen zu bieten. Die grösste Chance für uns sind diejenige Betriebe, die bereits hier sind. Diesen möchten wir durch Entwicklungsmöglichkeiten unterstützen, was auch dazu führt, dass das Wachstum verträglich ist. Ich stelle fest, Wachstum muss für die Bevölkerung immer verträglich sein, sonst entstehen Widerstände, die sich teilweise in Blockaden wenden können.

    Hatten Sie in den letzten 15 Jahren solche Widerstände von der Bevölkerung erlebt?
    In den letzten 15 Jahren gab es natürlich Widerstände aus der Bevölkerung gegen bestimmte Projekte. Als Politiker ist es unsere Aufgabe, solche Widerstände zu antizipieren und die Bevölkerung zu überzeugen. Durch transparente Informationen und Berücksichtigung von Bedenken konnte bisher jede Abstimmung über Entwicklungsprojekte erfolgreich gemeistert werden.

    Kommen wir zum Schwerpunkt Immobilien. Welches sind die aktuell wichtigsten Immobilienprojekte
    der Stadt?

    Thun fokussiert sich derzeit auf mehrere Immobilienprojekte. Eines dieser Projekte ist «Hoffmatte», welches trotz positiver Volksabstimmung durch juristische Verzögerungen aufgehalten wurde. Ein weiteres zentrales Projekt ist «Freistatt», eine Neubausiedlung einer Wohnbaugenossenschaft, für die bald eine Abstimmung geplant ist. Des Weiteren wird mit dem «Siegenthalergut» eine Siedlungslücke geschlossen und in einen neuen Quartierteil umgewandelt. Die Stadt legt grossen Wert darauf, bei solchen Projekten die Bevölkerung transparent zu informieren und vom Mehrwert zu überzeugen.

    Haben Sie noch freie Areale für die Zukunft?
    Die Stadt Thun verfügt nur über wenige freie Areale für zukünftige Entwicklungen. Zum einen gibt es Potenzial beim «Siegenthalergut» und gegenüber der Fussball-Arena in Thun Süd, wo eine Arbeitszone vorgesehen ist. Das grösste Entwicklungspotenzial sehe ich im Bereich «Thun Nord», welcher gute Verkehrsanbindungen, einen geplanten Bahnhof und freie Flächen bietet. Diese Flächen sind allerdings Konversionsflächen der Armee, wodurch deren zivile Nutzung eine gewisse Komplexität birgt.

    Wie sehen Sie die Entwicklung des Immobilienmarktes in Thun?
    Der Immobilienmarkt in Thun war in der Vergangenheit durch steigende Preise geprägt, wobei aktuell eine Konsolidierungsphase beobachtet wird. Thun ist aufgrund seiner Attraktivität besonders gefragt, was zu einem illiquiden Immobilienmarkt mit wenigen verfügbaren und erschwinglichen Objekten führt. Um dem entgegenzuwirken, strebt die Stadt mit verschiedenen Arealentwicklungen an, adäquaten Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, einschliesslich junger Familien und älterer Menschen, bereitzustellen.

    Ist das Thema Wohnungsnot in Thun gegenwärtig präsent? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?
    In Thun gibt es derzeit Herausforderungen bezüglich des Wohnraums. Zwei Hauptansätze zur Bewältigung dieser Problematik sind die Arealentwicklung und die baurechtliche Grundordnung. Durch die Ortsplanungsrevision wird eine erhöhte Innenentwicklung ermöglicht, sodass mehr gebaut werden kann als zuvor. Dies soll Grundeigentümern Anreize bieten, ihren Grundbesitz besser auszunutzen und so den Wohnraummangel zu verringern.

    Schweizweit herrscht Fachkräftemangel. Wie sieht die Situation in Thun aus?
    In Thun ist der Fachkräftemangel ebenso präsent wie im gesamten Land. Die Stadt setzt darauf, ein attraktives Umfeld für potenzielle Fachkräfte und ihre Familien zu schaffen, da dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie sich für eine Stelle in Thun entscheiden. Wir wissen aus Rückmeldungen von Unternehmen, dass ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld für die Gewinnung von Fachkräften sehr wichtig ist.

    Wie sieht Ihre Vision für die zukünftige Entwicklung der Stadt aus?
    Thun hat sich sehr positiv entwickelt, weshalb wir keine grundlegenden Veränderungen anstreben wollen. Mein Hauptziel ist es, dass die Einwohner gerne in Thun leben. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Entwicklung von Thun Nord, die Innenentwicklung, verschiedene Arealentwicklungen und damit verbunden auch auf die Schaffung von Frei- und Grünflächen. Trotz Wachstums streben wir danach, Thuns charakteristische Qualitäten zu bewahren und nicht um jeden Preis zu expandieren. Wir haben beispielsweise etwa um die Innenstadt einen Parkhausring errichtet, um den Verkehr im Stadtzentrum zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Wir versuchen stets, Win-Win-Situationen zu schaffen und nicht einzelne Massnahmen gegeneinander auszuspielen.

  • Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Die Berner Kantonalbank (BEKB) fördert CO2-Speicheranlagen in der Region Bern-Solothurn. Dazu hat sie laut ihrer Medienmitteilung eine Kooperation mit dem Berner Start-up Neustark vereinbart. Sie soll dessen innovative Technologie zur dauerhaften Speicherung von CO2 in Abbruchbeton unterstützen. Damit sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 Tonnen CO2 im Wirtschaftsgebiet der BEKB aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Neustark, eine 2019 gegründete Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ist laut der Mitteilung das erste Unternehmen weltweit, das die Kohlenstoffentfernung durch Mineralisierung in Abbruchbeton in die kommerzielle Praxis umgesetzt und ein Netz von Speicheranlagen eingerichtet hat. Im Sommer 2023 wurde im Solothurnischen Biberist die bis anhin grösste Anlage im Wirtschaftsgebiet der BEKB in Betrieb genommen. Weitere Anlagen in der Region sind in Planung. „Durch unsere Zusammenarbeit fördern wir nicht nur innovative Technologien zur Erreichung der Klimaziele, wir tragen auch zur Kreislaufwirtschaft in der Region bei und ermöglichen es, CO2-Emissionen im eigenen Wirtschaftsraum permanent zu entfernen“, wird BEKB-CEO Armin Brun zitiert.

    Im Jahr 2022 betrugen die betrieblichen CO2-Emissionen der BEKB 1153 Tonnen. Diese sollen mittels verschiedener Massnahmen weiter reduziert werden. Durch diese Kooperation mit Neustark wird die Bank ab 2024 jährlich 100 Tonnen CO2 der Betriebsemissionen im eigenen Wirtschaftsgebiet dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die geschätzten Restemissionen, die für die BEKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können.

  • CFO-Wechsel bei SF Urban Properties AG

    CFO-Wechsel bei SF Urban Properties AG

    Reto Schnabel wird sich in seiner Rolle als CFO der Fondsleitungsgesellschaft zukünftig vollumfänglich auf die finanzielle Führung der Swiss Finance & Property Funds AG und deren Produkte und Mandate konzentrieren.

    Alexander Vögele, Verwaltungsratspräsident der SF Urban Properties AG: «Ich danke Reto herzlich für die geschätzte und gewissenhafte Zusammenarbeit. Mithilfe seiner finanziellen Führung konnten wir ein ertragsstarkes Portfolio weiter ausbauen. Mit Sascha Küng können wir die Position ideal und vorausschauend nachbesetzen.»

    Sascha Küng (38) stiess im März 2021 als Finance Manager zur Swiss Finance & Property Funds AG. Er ist diplomierter Wirtschaftsprüfer, verfügt über einen MSc in Wirtschaftsinformatik und ein CAS in der Immobilienbewertung

  • Förderinstrument für Regionen wird befürwortet

    Förderinstrument für Regionen wird befürwortet

    Die kleine Kammer hat am Montag einer entsprechenden Änderung des Bundesgesetzes über die Regionalpolitik diskussionslos und einstimmig zugestimmt. Nachdem der Nationalrat diese Änderung schon im Juni gutgeheissen hatte, ist die Gesetzesänderung reif für die Schlussabstimmungen von National- und Ständerat am Ende der Herbstsession.

    Der Vorschlag stammt vom Bundesrat. Er testete in den letzten Jahren in sechzehn Kantonen, was passiert, wenn der Bund kleine Infrastrukturprojekte in den Regionen auch mit A-Fonds-perdu-Beiträgen unterstützt. Es geht also um Gelder, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

    Als Beispiele gab der Bundesrat die Erschliessung eines regionaltouristisch wichtigen Klettergartens im Kanton Uri und die Erstellung und Integration eines Mountainbike-Trails im Kanton Neuenburg ins regionale touristische Angebot an.

    Beide Projekte werden laut Bundesrat von Sportvereinen realisiert, die den Betrieb und Unterhalt mit eigenen Ressourcen sicherstellen können. Sie verfügen aber nicht über genügend Eigenkapital, um die Investition selber zu finanzieren. Deshalb kommen sie laut Landesregierung für Darlehen von Banken oder für solche im Rahmen des bisherigen Gesetzes nicht in Frage.

    National- und Ständerat sind sich mit dem Bundesrat einig, dass die im geltenden Recht vorgesehenen Darlehen nicht das richtige Instrument sind, um kleine Infrastrukturen zu unterstützen, die keine oder nur marginale Cashflows generierten. Diese kleinen Infrastrukturen seien jedoch von regionalwirtschaftlicher Bedeutung, wenn sie anderen wirtschaftlichen Akteuren Nutzen brächten.

    Laut dem Bundesrat hat die Änderung keine Auswirkung auf den Bundeshaushalt. Der Bund werde die jährlichen Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung nicht erhöhen, sagte Bundesrat Guy Parmelin am Montag im Ständerat.

  • Freiburg im Zeichen des Bausektors und der Energieeffizienz

    Freiburg im Zeichen des Bausektors und der Energieeffizienz

    Die Freiburger Baubranche ist Teil der Bioökonomie, einer der beiden Achsen der Wirtschaftsstrategie des Kantons. Sie erweist sich als sehr robust und ist auf die grossen Umwälzungen vorbereitet, die sich aus den Herausforderungen des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und des digitalen Fortschritts ergeben werden.

    «Ob in den Bereichen Holzbau, Metallbau, Beton, Kunststoff, Bauingenieurwesen oder Energieeffizienz, die Freiburger Unternehmen geniessen dank ihres Know-hows im ganzen Land und darüber hinaus einen ausgezeichneten Ruf», freut sich Olivier Curty, Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektor des Kantons Freiburg.

    Die Akteurinnen und Akteure der Branche werden bei ihren Projekten und Aktivitäten insbesondere vom Building Innovation Cluster, der eine wichtige Rolle bei der Dynamisierung der Branche spielt, und vom Smart Living Lab, dem führenden Kompetenzzentrum für die Zukunft der gebauten Umwelt, unterstützt. Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF): «Das Umfeld ist günstig für die Entwicklung von Partnerschaften und innovativen Projekten. Die Rahmenbedingungen sind ausgezeichnet, die Kompetenzen und der Wille sind vorhanden… wir müssen sie nur nutzen, um unsere Zukunft zu gestalten!

    Präsentation des Magazins
    Die Ausgabe 2023 von Fribourg Network Freiburg wurde anlässlich einer von der WIF organisierten Podiumsdiskussion im Innovationsquartier bluefactory vorgestellt. In Anwesenheit von Jacques Boschung, Präsident der Bluefactory Fribourg-Fribourg SA, und Remo Daguati, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM), tauschten Vertreter des Forschungs- und Entwicklungszentrums Smart Living Lab, der Unternehmen JPF Holding SA und Lutz Architectes sowie die Gründerin von Mobbot ihre Erfahrungen aus und diskutierten über Trends, Innovationsmöglichkeiten und Herausforderungen im Bausektor.

    Link auf das Magazin Fribourg Network Freiburg www.fribourgnetwork.ch

  • Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Die Universitätsklinik Balgrist hat ihren zehnten Operationssaal (Operation Room X, OR-X) feierlich eröffnet. Der OR-X ist eine nationale Forschungseinrichtung und ein chirurgisches Lehr- und Forschungszentrum. Patientenbetrieb wird es dort laut einer Medienmitteilung nicht geben. Herzstück ist den Angaben zufolge der voll ausgestattete Operationssaal sowie ein sogenanntes Skills Lab für die medizinische Forschung. Für Schulungen und grössere Forschungsexperimente mit mehreren Teilnehmenden biete das Skills Lab mit seinen sechs chirurgischen Arbeitsplätzen perfekte Bedingungen, so das Klinikum.

    Gelehrt wird an 3D-gedruckten Modellen, Simulatoren und menschlichen Präparaten. Für die chirurgische Aus- und Weiterbildung stehen eine realistische Infrastruktur mit technischen Einrichtungen wie intraoperative Künstliche Intelligenz, Navigationssysteme, Operationsroboter und durch Erweiterte Realität unterstützte Anwendungen zur Verfügung.

    Zur Eröffnung am 24. und 25. August waren 250 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft geladen. Nebst einer Besichtigung des OR-X waren Ansprachen der Präsidentin des Vereins Balgrist, Rita Fuhrer, der Spitaldirektoren Mazda Farshad und Thomas Huggler, des Swissmem-Präsidenten Martin Hirzel sowie des OR-X-Mitgründers Philipp Fürnstahl zu hören.

  • Fabian Streiff wird Chef Amt für Wirtschaft – Hans Rupp Chef Amt für Arbeit

    Fabian Streiff wird Chef Amt für Wirtschaft – Hans Rupp Chef Amt für Arbeit

    In den kommenden Jahren werden die volkswirtschaftlichen Herausforderungen weiter zunehmen. Der Wettbewerb unter den Standorten verschärft sich, während sich die Arbeitswelt rapide verändert. Die digitale Transformation, flexiblere und ortsunabhängigere Arbeitsmodelle sowie der Arbeitskräftemangel stellen Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die gesamte Wirtschaft vor grosse Herausforderungen. Um bestmöglich auf diese vorbereitet zu sein, werden die vorhandenen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Kompetenzen im gegenwärtig breit aufgestellten Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) organisatorisch gestärkt. Deshalb hat der Regierungsrat auf Antrag der Volkswirtschaftsdirektion im letzten Jahr entschieden, das AWA per 1. Januar 2024 in zwei eigenständige Ämter zu transferieren: in ein Amt für Wirtschaft (AWI) und ein Amt für Arbeit (AFA).

    Das AWI wird sich mit den Aufgabenfeldern Standortförderung, Wirtschaftspolitik, Arbeitsbewilligungen, Arbeitsbedingungen, Wohnbauförderung und Wirtschaftliche Landesversorgung befassen. Das AFA wird für den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenversicherung und die Arbeitslosenkasse zuständig sein.

    Hans Rupp mit langjähriger operativer und strategischer Führung
    Hans Rupp wird neuer Chef des Amtes für Arbeit. Nach der Studienzeit an der Universität Zürich hat der 57-Jährige berufliche Erfahrungen in unterschiedlichen Organisationen und Unternehmen gesammelt. Zuletzt war er Geschäftsführer bei Bau- und Wohngenossenschaften beziehungsweise im Immobilienbereich. Neben diesen operativen Aufgaben hat Hans Rupp verschiedene Mandate im Bereich der strategischen Führung ausgeübt. So hat er langjährige Erfahrung in operativer und strategischer Führung. Hans Rupp hat neben anderen Abschlüssen namentlich einen Executive MBA an der Universität Zürich erlangt.

    Fabian Streiff: Vom Leiter Standortförderung zum Chef Amt für Wirtschaft
    Chef des Amtes für Wirtschaft wird Dr. Fabian Streiff. Der 39-Jährige hat nach Abschluss des Studiums in Geografie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich zunächst als Berater in den Bereichen Strategieentwicklung, Nachhaltigkeitsfragen und Wirtschaftsförderung gearbeitet, bevor er an der Universität Bern im Bereich Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung promovierte. Danach leitete er in Basel-Stadt die Standortförderung, bevor er als Direktor Healthcare Innovation / DayOne bei der BaselArea.swiss tätig war. Seit Dezember 2020 leitet Dr. Fabian Streiff die Standortförderung des Kantons Zürich im Amt für Wirtschaft und Arbeit.

    Dr. Fabian Streiff und Hans Rupp treten ihre Stellen per 1. Januar 2024 an.

    Quelle: zh.ch

  • Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Die zum Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gehörende armasuisse Immobilien testet mit Partnern aus der Schweizer Wirtschaft und Forschung, wie Wind und Sonne im alpinen Raum zur lokalen Stromerzeugung genutzt werden können. Laut einer Medienmitteilung liegt die Baubewilligung für eine Testanlage am Standort La Stadera in der Region Surselva im Kanton Graubünden vor. Die Bauarbeiten beginnen im August und die Testanlage soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

    Die Anlage kombiniert die Stromgewinnung durch Nutzung von Windenergie und Nutzung der Sonneneinstrahlung durch Photovoltaik. Die Testanlage besteht aus einer kleinen Windanlage und bifazialen (doppelseitigen) Photovoltaikmodulen, die miteinander kombiniert werden. Das Projekt wurde im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens bewilligt, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats. Ab August 2023 wird die Windanlage installiert. Die um die Windanlage angeordneten Photovoltaikmodule folgen bis Herbst 2024 und vervollständigen die Testanlage.

    Bis Ende 2025 soll die Testanlage Daten liefern, damit sich die Effizienz der neuartigen Konstruktion genauer abschätzen lässt. Der erwartete Energieertrag liegt bei rund 60 Megawattstunden pro Jahr. Das entspricht laut der Mitteilung dem Stromverbrauch von rund 15 Schweizer Haushalten. Die Auswertung der Daten bis Ende 2025 bildet die Grundlage für den Entscheid, ob ein Endausbau mit insgesamt neun Kleinwind-Solaranlagen am Standort umgesetzt werden soll.

    Seit Winter liefert ein in La Stadera schon installierter Solar-Prototyp des schweizerischen Systemlieferanten Turn2Sun aus La Sagne NE bereits erfolgreich Strom. Auch der Solar-Prototyp ist mit doppelseitigen Photovoltaikmodulen ausgerüstet.

  • Wirtschaftsförderung Luzern begleitet 25 Firmen bei Ansiedlung

    Wirtschaftsförderung Luzern begleitet 25 Firmen bei Ansiedlung

    Die Wirtschaftsförderung Luzern hat im vergangenen Jahr 25 Firmen bei der Ansiedlung im Kanton begleitet, davon 17 aus dem Ausland. Je vier der neuen Firmen kamen aus den USA und Deutschland. Insgesamt wurden 338 neue Stellen im Kanton geschaffen. Künftig wird sich die Wirtschaftsförderung bei Ansiedlungen verstärkt auf europäische Länder konzentrieren, namentlich Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und die Beneluxländer, schreibt sie in einer Mitteilung.

    Die Wirtschaftsförderung hat zudem 17 lokale Projekte zur Unternehmensentwicklung abschliessen können. Damit wurden rund 130 Arbeitsplätze geschaffen. Zudem konnte sie sechs Finanzierungsprojekte abschliessen und als Ombudsstelle sechs anspruchsvolle Fälle lösen.

    Ende 2022 waren im Handelsregister des Kantons insgesamt 32‘600 Unternehmen eingetragen, 3 Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. „Das beeindruckende Wachstum von über 10’000 Firmen in zehn Jahren zeigt die Standortattraktivität des Kantons Luzern eindrücklich auf“, wird Ivan Buck, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern, in der Mitteilung zitiert.

  • Kanton Zürich soll neues Gesetz zur Standortförderung bekommen

    Kanton Zürich soll neues Gesetz zur Standortförderung bekommen

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich will die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Innovationsstandorts mit einem neuen Standortförderungs- und Unternehmensentlastungsgesetz stärken. Im Gesetz werden die wesentlichen Ziele und Grundsätze der Standortförderung verankert. Zudem wird eine bereits bestehende Regelung zur administrativen Entlastung der Unternehmen integriert.

    Die entsprechende Vorlage wurde von der Volkswirtschaftsdirektion erarbeitet und an seiner Sitzung im Mai vom Regierungsrat zuhanden des Kantonsrats verabschiedet, informiert die Staatskanzlei des Kantons in einer Mitteilung. „Unser Ziel ist es, den Kanton Zürich als einen wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandort mit einer Vielfalt an attraktiven Arbeitsplätzen weiter zu entwickeln“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh dort zitiert. Das neue Gesetz soll es ermöglichen, den wirtschaftlichen Entwicklungen angepasste Massnahmen zu ergreifen.

    Die Folgen von Regulierungen sollen künftig sowohl für Unternehmen als auch für den Wirtschaftsstandort insgesamt untersucht werden. Die Zuständigkeit für die Regulierungsfolgenabschätzung wird der Volkswirtschaftsdirektion übertragen.

    Das neue Gesetz enthält zudem eine Bestimmung, die es dem Kanton ermöglicht, sich rasch an Bundesprogrammen zur Unterstützung der Wirtschaft zu beteiligen. „Mit dem neuen Gesetz können wir bei einer allfälligen künftigen Krise unter Beteiligung des Parlaments möglichst rasch über finanzielle Hilfe an Unternehmen entscheiden“, erläutert Walker Späh.

  • Schweizer Konjunktur fehlen Impulse

    Schweizer Konjunktur fehlen Impulse

    Aus Branchensicht zeichnet sich im April keine einheitliche Entwicklungsrichtung des Geschäftslageindikators ab. Das Verarbeitende Gewerbe hat seine Abwärtstendenz der Vormonate vorerst gestoppt. Im Baugewerbe, im Detailhandel und bei den übrigen Dienstleistungen bekommt die Geschäftslage einen Dämpfer. Etwas stärker fällt dieser im Grosshandel aus. Wenig verändert präsentiert sich die Geschäftslage im Gastgewerbe und im Bereich Projektierung. 

    Lieferketten funktionieren meist wieder – Meldungen über fehlende Vorprodukte nehmen ab 
    Über mehrere Wirtschaftsbereiche hinweg deutet sich an, dass das Problem des Material-​ und Vorproduktemangels erheblich an Schärfe verliert. Sowohl im Baugewerbe als auch noch deutlicher im Verarbeitenden Gewerbe nehmen die Meldungen über fehlende Materialien und Vorprodukte stark ab. Die Grosshändler gehen von eher sinkenden Lieferfristen aus. 

    Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes berichten zudem von aus ihrer Sicht deutlich zu hohen Vorproduktebeständen in ihren Lagern. Nachdem die Lagerbestände gezielt aufgebaut wurden, könnte nun eine Phase folgen, in der der Zielbestand an Vorprodukten wieder nach unten angepasst wird. 

    Höhepunkt beim Preisauftrieb überschritten 
    Wie die Ergebnisse der Umfragen zeigen, planen die Unternehmen mit niedrigeren Preisanstiegen als bis anhin. In allen befragten Wirtschaftsbereichen ist der Höhepunkt der Preisanpassungen zunächst einmal überschritten. 

    Am häufigsten sind noch Preisanhebungen im Gastgewerbe geplant, allerdings weniger stark nach oben gerichtet wie in den Vorquartalen. Wesentlich für den abnehmenden Auftrieb bei den Verkaufspreisen dürfte sein, dass auch die Einkaufspreise für die Vorprodukte der Unternehmen nicht mehr so stark steigen. Die Lieferketten funktionieren meist wieder und bei den Energiepreisen, etwa beim Gas, entspannt sich die Situation derzeit. 

    Zu diesen Planungen bezüglich der eigenen Verkaufspreise passen die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich der allgemeinen Teuerung. Im April rechnen sie mit einer Inflation von 2.6% in den kommenden zwölf Monaten. Das ist abermals ein geringerer Anstieg als in den vergangenen Umfragen. Im Januar gingen sie noch von 2.9% und im Oktober 2022 von 3.7% Inflation in den jeweils folgenden zwölf Monaten aus. Seit Sommer 2022 werden die Unternehmen in den KOF Konjunkturumfragen regelmässig zu ihren Inflationserwartungen befragt. 

    Arbeitskräftemangel bereitet den Unternehmen weiterhin Sorgen 
    Der Personalmangel beeinträchtigt die Unternehmen nach wie vor erheblich. Zwar sind die Klagen über einen Personalmangel nicht mehr lauter geworden – Entwarnung kann aber in keinem Wirtschaftsbereich gegeben werden. Die Berichte von Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt sind in allen Wirtschaftsbereichen im mittelfristigen Vergleich derzeit relativ weit verbreitet.

  • Ja zur Teilrevision des Umweltschutzgesetz verleiht Kreislaufwirtschaft zusätzlichen Schub

    Ja zur Teilrevision des Umweltschutzgesetz verleiht Kreislaufwirtschaft zusätzlichen Schub

    Über die Bautätigkeit in der Schweiz fallen pro Jahr rund 57 Millionen Tonnen Aushubmaterial und 17 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an. Der Begriff «Abfall» sollte in diesem Zusammenhang nicht verwendet werden, verleitet er doch dazu, die Statistiken mit dem Kehrichtvolumen zu verwechseln, das entsorgt wird. Diese insgesamt 74 Millionen Tonnen Material sind vielmehr ein Indiz dafür, wie viele Tonnen Aushub-​ und Ausbruchmaterial als wertvolle Ressource anfällt, die in weiten Teilen verwertet werden können. Um diese bestmöglich zu nutzen, braucht es ideale gesetzliche Rahmenbedingungen. Solche Verbesserungen beinhaltet die Teilrevision des Umweltschutzgesetzes, mit dem sich der Nationalrat am 3. Mai 2023 während der Sondersession befasst. 

    Der SBV hat bereits im Rahmen der Vernehmlassung vom Februar 2022 das Ziel unterstützt, einen entsprechenden Rahmen im Umweltschutzgesetz für eine moderne und umweltschonende Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Der gewählte regulatorische Ansatz aus einer Mischung von Anreizen, Kompetenzen zur Regulierung und Förderinstrumenten scheint zielführend. Es ist jedoch wichtig zu untermauern, dass die Unternehmen der Bauwirtschaft viele Hauptanliegen der Revision längst auf freiwilliger Basis umgesetzt haben. Zudem wurden bereits wichtige rechtliche Grundlage geschaffen wie zum Beispiel die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA). Diese räumt der Vermeidung, Verminderung und der gezielten Verwertung von Abfällen einen hohen Stellenwert ein. 

    Enge Koordination mit Baubranche wichtig  
    Mit lebenszyklusoptimierten Bauten können Ressourcen und Materialien über mehrere Objekt-​Lebenszyklen generell ohne Einbussen an Qualität oder Funktionalität im Kreislauf gehalten oder wiederverwertet werden. Die Bauwirtschaft hat diesbezüglich schon viele innovative Lösungsansätze erarbeitet und wird diese weiterentwickeln. Die Materialwahl bei Bauprojekten treffen jedoch die Bauherren, Architekten und Planer und nicht die Bauunternehmer. Diese gilt es davon zu überzeugen, die Kreislaufwirtschaft ganz früh in der Projektentwicklung einzubinden. Der SBV appelliert deshalb an diese Anspruchsgruppen und die Politik, bei der Umsetzung des Umweltschutzgesetzes eine enge Koordination mit den Baumeistern einzugehen, um das Knowhow der gesamten Baubranche zu nutzen und hemmende Rahmenbedingungen oder Fehlanreize zu verhindern. Ebenfalls zentral sind für den SBV die Kompatibilität des Schweizer Umweltschutzgesetzes mit internationalen Standards und regulatorischen Vorgaben. Explizit gilt es, die Entwicklungen in der EU mitzuberücksichtigen, um einen Swiss Finish und daraus resultierende Handelshemmnisse zu verhindern. 

    Verzicht auf nationale Grenzwerte für die graue Energie  
    Der SBV regt an, auf nationale Grenzwerte für die graue Energie zu verzichten. Eine korrekte Erfassung der grauen Energie bei Neubauten und Erneuerungen kommt in der Praxis einer Herkulesaufgabe gleich, die scheitern dürfte – oder schlimmer noch – verzerrende Resultate liefern könnte. Damit droht im Endeffekt ein faktisches Verbot für gewisse Bauweisen beziehungsweise Baumaterialien, was wiederum zu einer immensen Verteuerung der Bauwerke führt. Statt an solchen praxisuntauglichen Grenzwerten sollte sich die Ausschreibung von Bauwerken stets an der benötigten beziehungsweise gewünschten Funktion orientieren und nicht an spezifischen Baumaterialien. Diese ergibt sich durch die Ansprüche an das Bauwerk. Es gilt nicht nur die Ressourcenschonung, sondern die gesamte Nachhaltigkeit für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu berücksichtigen.

  • Bern soll die grünste Gasse der Schweiz bekommen

    Bern soll die grünste Gasse der Schweiz bekommen

    Das Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern will einen Beitrag zur Bewältigung von Klimawandel und Biodiversitätsverlust leisten. Dazu geht das Institut gemeinsam mit Wirtschaftspartnern und Anwohnenden ein Projekt in der Berner Altstadt an. Hier soll die unter Denkmalschutz stehende Postgasse in die grünste Gasse der Schweiz verwandelt werden, informiert die Universität Bern in einer Mitteilung.

    „Wir unterstützen die Anwohnerinnen und Anwohner dabei, ihre eigenen Fenstersimse und Aussenflächen mit passenden Pflanzen zu begrünen“, wird Projektinitiator Matthias Erb in der Mitteilung zitiert. Anschliessend wollen die Forschenden von der Universität Bern die Effekte der Begrünung auf die Umgebungstemperatur, die Biodiversität, den Wasserhaushalt und die Lebensqualität in der Postgasse untersuchen. „Die gesammelten Daten und Erfahrungen dieses Pilotprojekts sollen Bern und anderen Städten künftig dabei helfen, ihre Nachhaltigkeit und Attraktivität noch rascher und unkomplizierter zu steigern“, erläutert Armin Komposch vom Institut für Pflanzenwissenschaften.

    Die Unternehmen Baumschule Gartenpflanzen Daepp, Ricoter und Zollinger Bio steuern zum Projekt Pflanzen, Setzlinge und Erde bei. Pflanzgefässe mit automatischer Bewässerung bringt die Boum AG ein. Das Berner Jungunternehmen ist 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstanden.

    Offizieller Startschuss des Projekts ist ein Pflanztag am 6. Mai. Hier können interessierte Anwohnende Pflanzen, Erde und Töpfe abholen, um die Postgasse nach eigenem Ermessen zu begrünen. Die anschliessende Pflege sollen die Anwohnenden selbst übernehmen.