Autor: immoinvadmin

  • Hitzeinseln schon in der Planung verhindern

    Hitzeinseln schon in der Planung verhindern

    Die Klimaveränderungen machen insbesondere im Sommer den Städten zu schaffen. «Hitzeinsel» ist zum allgegenwärtigen Thema geworden. Wer grössere Quartiere plant, kann einen Hitzestau jedoch vermeiden. Entscheidend dafür sind eine auf die Umgebung abgestimmte Setzung der Gebäude, die Wahl der Materialien von Fassaden und Aussenflächen, Grünflächen sowie eine geschickte Beschattung. Die Auswirkungen dieser Faktoren sollten eigentlich schon in einer frühen Planungsphase berücksichtigt werden. Dafür allerdings müssten Architektinnen und Architekten Computermodelle beiziehen, die die Auswirkung der entscheidenden Faktoren für einen bestimmten Ort berechnen können. Das Problem der bestehenden Modelle: Die Berechnung ist zeit- und kostenintensiv. Deshalb wird auf ihren frühzeitigen Einsatz meist verzichtet. Die Hochschule Luzern (HSLU) hat nun eine neue interaktive Quartierklima-Modellierung (QKM) entwickelt, die sich auf die phasengerechten Informationen beschränkt und in Sekundenschnelle Resultate liefert. Finanziert wurde das Projekt durch die Stiftung Infinite Elements sowie die HSLU.

    In der Planungsphase muss es schnell gehen
    Für bauliche Grossprojekte bewerben sich Architekturbüros normalerweise in einem aufwändigen Wettbewerbsverfahren unter hohem Zeitdruck. «Sie müssen eine Vielzahl von Anforderungen in ihrem Entwurf berücksichtigen, eine ist davon das Mikroklima», erklärt Simulations-Experte Prof. Markus Koschenz von der Hochschule Luzern. Hohe Kosten und zweitägige Wartezeiten lägen in dieser kreativen Arbeitsphase für die Architektinnen und Architekten gar nicht drin. Genau dies hätten sie aber bisher in Kauf nehmen müssen, wenn sie die komplexen Berechnungen einbeziehen wollten. Was also, wenn man ein Wettbewerbsprojekt gewinnt und erst dann feststellt, dass die Gebäudesetzung unglücklich gewählt wurde? Die Jury hat sich ja für die vorgeschlagene Lösung entschieden; fundamentale Anpassungen sind in der Phase nach der Juryentscheidung nicht mehr vorgesehen – auch wenn die nachträgliche Berechnung des Mikroklimas dies nahelegen würde. Kurz, das Dilemma ist auf diesem Weg nicht lösbar. Nun machen die wärmeren Sommertemperaturen den Menschen heute schon zu schaffen. Die Erwärmung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird zunehmen, was gerade für ältere Menschen lebensgefährlich sein kann. Und Überbauungen, die jetzt in Planung sind, werden auch in fünfzig Jahren noch stehen. Dies alles bei der Planung zu ignorieren, scheint fahrlässig.

    Resultate in Sekundenschnelle
    «Gefragt ist ein Instrument zur Berechnung des Mikroklimas, das kostengünstiger ist und vor allem sehr schnell Resultate liefern kann», sagt Koschenz. Sein Kernteam mit Andrii Zakovorotnyi, Reto Marek und einem externen Revit-Spezialisten hat dieses Instrument an der Hochschule Luzern entwickelt. Er erklärt: «Bestehende Verfahren benutzen allgemeingültige Instrumente der Computational Fluid Dynamics (CFD). Mit diesen Instrumenten lassen sich von Spezialisten Maschinen entwickeln, Strömungen an Flugzeugen untersuchen oder das Mikroklima in Quartieren bestimmen. Sie sind mächtig aber auch entsprechend aufwändig. Unser Modell konzentriert sich auf den Aspekt des Quartierklimas und wir arbeiten mit schnell rechnenden Algorithmen», begründet Koschenz den frappanten Unterschied in der Berechnungsgeschwindigkeit. So dauert es Sekunden oder höchstens wenige Minuten, bis die Auswirkungen einer Änderung berechnet sind. Das Tool könne ab dem ersten Schritt im Planungsprozess durch die Planenden selbst eingesetzt werden. Man kann damit zum Beispiel mit wenig Aufwand zwei Varianten der Fassadengestaltung oder der Bepflanzung mit Bäumen in einem Innenhof vergleichen. Und dies nicht nur für einen Sommertag, sondern für eine ganze Sommerperiode.

    Überprüfung des Modells mit Messungen
    Die Informationen zu den geplanten Gebäuden, ihrer Position, den verwendeten Materialien oder die Art und Position von Grünflächen und Bäumen bezieht die interaktive Quartierklima-Modellierung aus dem Planungstool Revit, das bereits in Architektur- und Landschaftsplanungsbüros eingesetzt wird. Daraus berechnet das physikalische Modell die Auswirkung von Strahlung, Schatten, Wärmespeicher-Eigenschaften der Materialien, Luftströmung, Vegetation und Tageszeit auf das Quartierklima. Bilder mit Farbskalen zeigen intuitiv verständlich die Resultate an.  

    Den Beweis, dass das Modell richtig funktioniert, hat Koschenz’ Team mit Messungen im Suurstoffi-Quartier in Rotkreuz erbracht und die Resultate auch mit denen bestehender kommerzieller Software verglichen. Koschenz ist mir den Resultaten überaus zufrieden: «Wir können sagen: Die Übereinstimmung sowohl mit den Messungen als auch mit den Ergebnissen anderer Software war hoch. Damit ist unser Tool bei gleicher Genauigkeit viel schneller».

  • Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Alles ist relativ: für die Verwalter von Pensionskassen mag das dem Nobelpreisträger Albert Einstein zugeschriebene Zitat derzeit einen besonderen Klang haben. So haben ihre Investments in Aktien und Anleihen im vergangenen Jahr stark an Wert verloren. Positionen in Immobilien kamen hingegen weniger unter die Räder. In der Folge haben diese – relativ gesehen – im Anlageportefeuille der Vorsorgewerke oftmals deutlich an Gewicht gewonnen. Was nun nicht nur theoretische, sondern durchaus handfeste Folgen hat.

    Denn bereits Ende letzten Jahres warnten Marktbeobachter, dass ein Viertel der hiesigen Pensionskassen Immobilien-Investments verkaufen oder abwerten müssen, weil deren Gewicht die Vorgaben der Verordnung über die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) überschreite. Die Verordnungen schreibt eine fixe Quote für Immobilienanlagen vor, die 30 Prozent nicht überschreiten darf.

    «Ein paar Pensionskassen hatten Bandbreiten-Verletzungen»
    Heinz Rothacher, CEO der bekannten St.Galler Pensionskassenberatung-Firma Complementa, sagt nun zu finews.ch, dass die Quotenverletzungen Ende 2022 noch umfangreicher ausgefallen sind als befürchtet. «Über ein Drittel der Pensionskassen hat eine Immobilien-Quote von über 30 Prozent ausgewiesen», sagt der Marktkenner (siehe Grafik unten). Und er hält fest: «Es gibt ein paar Pensionskassen, die aufgrund des Anstiegs der Quoten eine Bandbreiten-Verletzung hatten.»

    Tatsächlich erlaubt die BVV2-Verordnung gewisse Bandbreiten bei den Portfolioanteilen, nach denen die Vorsorgewerke ihr Anlagestrategie gestalten können. Doch auch dieser Spielraum hat Grenzen. Wenn der Rand der Bänder touchiert wird, gibt es deshalb zwei Taktiken: Aussitzen oder korrigieren.

    Quote erst einmal beibehalten
    Die Vorsorgewerke haben sich in einem ersten Schritt offenbar für das Erstere entschieden. «Da es sich um eine passive Verletzung der Bandbreiten handelt, wurden diese toleriert und beschlossen, die bestehende Quote beizubehalten», berichtet Rothacher. Das Gleiche gelte für Verletzungen der BVV2-Limite von 30 Prozent.

    Complementa hat gut 150 Entscheidungsträgerinnen und -trägern der beruflichen Vorsorge speziell zur Problematik befragt; der CEO weiss deshalb ziemlich genau, in welche Richtung die Branche läuft. Per Ende 2022 lag der Immobilienquote im Schnitt bei 24,1 Prozent, 3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

    Das Abwarten hat für die Pensionskassen bisher nicht schlecht funktioniert. Die Immobilienquote habe sich durch die positive Performance der Aktienmärkte in diesem Jahr wieder reduziert, berichtet Rothacher. Die Folge: «die Verletzung der Bandbreiten wurde dadurch teilweise behoben.»

    Aktuelle Erhebungen der Credit Suisse zeigen, dass die Schweizer Vorsorgewerke bis Ende vergangenen Juni im Schnitt eine Anlagerendite von 3,86 Prozent erwirtschaftet haben; die Grossbank UBS kommt in ihren Messungen auf eine durchschnittliche Performance nach Abzug von Gebühren von 3,51 Prozent. Damit haben die Kassen die gesetzlich vorgegeben Mindestausschüttung von 1 Porzent pro Jahr bereits übertroffen.

    Die Krux mit der Illiquidität
    Dennoch ist das Problem nicht verschwunden, und die Pensionskassen müssen aufgrund ihrer Anlagestrategie besorgt sein, die definierten Bandbreiten mittelfristig einzuhalten. Dabei ergibt sich ein weiterer Knackpunkt: Aufgrund der Illiquidität der Anlageklasse – zu denken ist etwa an direkt gehaltene Liegenschaften oder Anlagestiftungen – ist eine kurzfristige Anpassung der Quote schwierig zu bewerkstelligen.

    Entsprechend müssen die Kassen dort anpacken, wo Liquidität am ehesten vorhanden ist: bei kotierten Immobilienanlagen. Wie Rothacher von Complementa berichtet, ist dort inzwischen Bewegung auszumachen. «37 Prozent der Kassen, die an der Umfrage teilgenommen haben, planen einen Abbau bei den kotierten Immobilienfonds», erklärt der Finanzprofi. Immerhin 11 Prozent der Befragten denken zudem über einen Abbau von nicht-kotierten Gefässen nach.

    Rücknahmegebühren erhöht
    Wie sich zeigt, haben die Preise von Schweizer Immobilienfonds bereits 2022 stark nachgegeben. Der einschlägige SIX Real Estate Funds Broad Index (SWIIT) verlor im vergangenen Jahr mehr als 15 Prozent an Wert. Dieses Jahr stagnierte der Zähler. Bei den nicht-kotierten Anlagegruppen sei derweil eine geringere Nachfrage nach zusätzlichen Investitionen zu spüren, erklärt Rothacher.

    Diverse Immobiliengefässe hätten bei durchgeführten Kapitalerhöhungen auch deutlich weniger Zusagen erhalten als geplant. «Noch vor Kurzem waren Überzeichnungen die Norm», ruft er in Erinnerung.

    Der Complementa-CEO rechnet zwar nicht mit grösseren Abverkäufen bei solchen Vehikeln. Hingegen weiss er von einzelnen Anlagegruppen, die dieses Jahr bereits die Rücknahmegebühren erhöht haben – dies auch mit dem Verweis darauf, die bestehenden Investoren schützen zu wollen. Das kann für Verkäufer abschreckend wirken. «Die Rücknahmegebühren bei den verschiedenen Anlagegefässen variieren stark und können teilweise einen grossen Teil einer Jahresperformance ausmachen», weiss Rothacher.

    Wann greifen die Schätzer zum Rotstift?
    Doch auch, wer stur an seinen Immobilien-Positionen festhält, muss allenfalls Federn lassen. Dies dann, wenn es zu Bewertungskorrekturen kommt, weil die Immobilienschätzer aufgrund weiterer Zinsschritte gezwungen wären, die Diskontsätze anzuheben.

    Zumindest auf dem Schweizer Markt lassen die derzeit geringe Bautätigkeit, die Zuwanderung und die in der Tendenz steigenden Mieten solche Massnahmen noch als verfrüht erscheinen. Doch weitere Zinserhöhungen seitens der Schweizerischen Nationalbank könnten die Schätzer doch noch dazu bringen, den Rotstift anzusetzen.

    Hiesige Pensionskassen weisen bei ihren Immobilien-Investments oftmals einen ausgeprägten «Home bias» auf und wären gegenüber einem Rückgang der Bewertungen wohl empfindlich.

  • BIM2SAP: Warum eine Tür nicht gleich eine Tür ist

    BIM2SAP: Warum eine Tür nicht gleich eine Tür ist

    Building Information Modeling (BIM) hat sich über die letzten Jahre als effektive Methode zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauprojekten etabliert. Mit dem Verständnis der modellbasierten Zusammenarbeit weiten sich die An- und Verbindungen zu anderen Systemen zunehmend aus. Denn die Erfahrung mit BIM hat vielen Immobilieneigentümerinnen und Bestandshalter zwischenzeitlich gezeigt, dass der Bedarf an korrekten, aktuellen und einfach zugänglichen Daten mit der Fertigstellung eines Gebäudes keineswegs abgeschlossen ist.

    «Im Gegenteil», sagt Patrick Pick, Head of Service Unit BIM/LCDM bei pom+. «Richtig anspruchsvoll wird der Umgang mit Daten nämlich erst im Betrieb. Also dann, wenn ich sie im Rahmen eines effizienten Objektmanagements für konkrete Anwendungsfälle verwenden will.» Dabei sei die einwandfreie Übertragung der Daten aus dem BIM-Modell in die Betriebs- und Immobilienverwaltungssystem von besonderer Relevanz, so der gelernte Architekt und Projektmanager.

    Optimierung des Gebäudemanagements
    Nicht selten trifft BIM dabei auf eine umfassende, komplexe Systemarchitektur – wie zum Beispiel SAP. Die ERP-Software wird von vielen Unternehmen als Universalwerkzeug genutzt, um Systeme, Anwendungen und Produkte zu verknüpfen und verschiedene Geschäftszweige und -prozesse so miteinander zu verbinden. Das ist besonders spannend für Unternehmen, die eigenen Gebäude besitzen und verwalten. Denn auch wenn Immobilien häufig nicht im Kerngeschäft verankert ist, wie es beispielsweise bei einem Spital oder Flughafen der Fall ist, sind sie essenziell für die Sicherheit und den Unternehmenserfolg, zum Beispiel bei Pensionskassen oder Banken. Daher machen längst nicht mehr nur Immobilienfachkräfte im Facility, Property und Asset Management ihren Anspruch an Daten aus dem Immobilienmanagement geltend, sondern auch die Finanz-, Controlling-, Nachhaltigkeits- oder IT-Abteilungen.

    Dafür hat SAP ein spezielles Immobilienmodul – SAP RE-FX – entwickelt. Es steht für ‹Flexible Real Estate Management› und ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes aus verschiedenen Perspektiven: «Einerseits werden in der architektonischen Sicht Informationen zur Struktur des Gebäudes wie zum Beispiel Büro- oder Etagenflächen abgebildet. Andererseits enthält die Nutzungssicht Informationen zu typischen Geschäftsfällen im Bereich Vermietung, wie Mietverträge, Konditionen und Vertragspartner», erklärt Stefan Pallier, Consultant Facility & Project Management bei Novo. Dadurch macht SAP RE-FX eine nahtlose Integration der Immobiliendaten in den SAP-Core wie auch die Verknüpfung von verschiedenen SAP-Modulen möglich.

    Reduktion aufs Wesentliche
    Vor diesem Hintergrund sorgt die Verbindung von BIM und SAP für erhebliche Mehrwerte. Denn hier trifft eine datengetriebene Planungsmethode auf eine Applikation für die Informationsbewirtschaftung im Gebäudebetrieb. BIM generiert also die Daten, während SAP eine Plattform für deren Nutzung und Pflege bietet. Dafür ist es entscheidend, dass die Daten möglichst verlustfrei aus der Projektierung in den Betrieb überführt werden können. «Als grösste Herausforderung entpuppt sich dabei in der Regel die Fragmentierung der Prozesse. Das Projektmanagement wird nicht auf das Objektmanagement abgestützt. Stattdessen behandelt man die Planungs- und Erstellungsphase als separate Einheit», so Patrick Pick.

    Das macht die Integration von BIM und SAP komplex. Sie erfordert eine entsprechend sorgfältige, fachkundige Übertragung, Transformation und Strukturierung der Daten aus dem BIM-Modell im Zielsystem. Patrick Pick spricht hier gern von ‹Data-to-Target› (zu dt. Daten zum Ziel). Bei diesem Ansatz werden die Daten aus dem BIM-Modell analysiert und auf die erforderlichen Informationen reduziert, die für das SAP-System relevant sind. Dieser Prozess beinhaltet die Identifizierung der relevanten Datenanforderungen, das Mapping dieser Daten auf die entsprechenden Felder und Strukturen in SAP sowie die Konvertierung und Übertragung der Daten in das SAP-System.

    Stefan Pallier ergänzt mit einem Beispiel: «Im BIM-Modell müssen 120 Attribute definiert werden, damit eine einzelne Tür richtig bestellt wird. Im Gebäudebetrieb interessiert uns aber nur ein Teil davon – zum Beispiel, ob es sich um eine Drehtür, Schiebetür, Brandschutztür oder um Fluchtwegtüren handelt. Wir benötigen also bestimmte Informationen dazu im SAP, beispielsweise zum Schliessmechanismus, zum Rauchschutz oder zur gesetzlichen Wartungsnorm.»

    Werden die relevanten Attribute richtig im SAP integriert, macht das eine technisch und kaufmännisch effiziente Objektbewirtschaftung möglich. Vor dem eigentlichen Data Mapping müssen die erforderlichen Schnittstellen vorbereitet und die Verantwortlichkeiten für einzelne Datensätze klar geregelt werden.

  • Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Mit der Ausweitung der Geschäftsstrategie auf Solarzellen „Made in USA“ reagiert Meyer Burger auf Marktanforderungen, die sich aus neuen Regulierungen in den Vereinigten Staaten ergeben: Kürzlich hat das US-Finanzministerium Richtlinien für die Qualifizierung von „domestic content“ bekannt gegeben. Diese ermöglichen einen zusätzlichen zehnprozentigen Bonus auf die Investitionssteuergutschrift (ITC) für US-Solarprojekte. „Meyer Burger ist der festen Überzeugung, dass inländisch hergestellte Solarzellen unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen, sowohl in Bezug auf die Verwendung von erstklassigen Hochleistungs-Solarprodukten ‚Made in USA‘ als auch zur Qualifizierung für zusätzliche Steuergutschriften“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Mit einem anfänglichen Produktionsvolumen von jährlich zwei Gigawatt Solarzellen und -modulen in den USA hat Meyer Burger die Möglichkeit, von Produktionsbeginn im Jahr 2024 bis Ende 2032 Steuergutschriften von bis zu USD 1,4 Milliarden zu erhalten.

    Im Rahmen der Entscheidung, das Solarzellenwerk in den USA anzusiedeln, erhält das Unternehmen neben den IRA-Steueranreizen ein weiteres umfangreiches Finanzpaket: Die Stadt Colorado Springs und der US-Bundesstaat Colorado unterstützen die Investition mit fast USD 90 Millionen, hauptsächlich in Form von Steuergutschriften, direkter Unterstützung und vergünstigten Strom- und Wassertarifen. Darüber hinaus sind Vorauszahlungen von Modul-Abnehmern und ein Darlehen des US-Energieministeriums (DoE) in Höhe von insgesamt mehr als USD 300 Millionen absehbar. Diese sollen zur Finanzierung des Wachstums von Meyer Burger in den Vereinigten Staaten beitragen.

    „Unsere Präsenz in den USA wird es uns ermöglichen, bestehende und zukünftige Kunden schneller zu erreichen. Ich möchte unseren Partnern in der Biden-Administration und in Colorado sowie unseren Abnahmepartnern DESRI, Ingka und BayWa herzlich für ihre Unterstützung beim Ausbau unserer US-Aktivitäten danken“, sagt Gunter Erfurt. Er fügt hinzu: „Meyer Burger arbeitet derzeit an weiteren Multi-Gigawatt-Abnahmeverträgen in den USA mit neuen Kunden. Wir prüfen bereits Möglichkeiten, weitere Produktionskapazitäten für Solarzellen und -module in den USA aufzubauen“.

    Der beschleunigte Produktionsplan in den USA wird durch eine Umleitung von Produktionsmaschinen ermöglicht, die ursprünglich für die bereits angekündigte Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, vorgesehen waren. Diese Anlagen werden nun am Standort Colorado Springs installiert, um den geplanten Fertigstellungstermin der Zellfabrik im Jahr 2024 einzuhalten.

    Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung von Meyer Burger für den EU-Innovationsfonds ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausbau im Multi-Gigawatt-Bereich in Thalheim geplant. Voraussetzung für solche Investitionen sind günstige Marktbedingungen und sichere, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Solarhersteller in der EU.

    „Meyer Burger ist eine treibende Kraft für den Ausbau der Solarenergie sowohl in den USA als auch in Deutschland und Europa“, sagt Erfurt. „Wir freuen uns, den Grundstein für eine transatlantische Solarenergie-Partnerschaft zu legen und auch in Zukunft unsere Produktion in Deutschland und der Europäischen Union auszubauen.“ In Deutschland wird sich das Unternehmen deshalb am kürzlich angekündigten Interessensbekundungsverfahren der deutschen Bundesregierung für eine Renaissance der PV-Industrie beteiligen.

  • Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Prof. Dr. Stephen Wittkopf, wie findet man eine Wohnung, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut ist? Das wäre im Moment sehr schwierig. In der Schweiz gibt es erst einige wenige Wohnhäuser, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut wurden, in Winterthur zum Beispiel. In der Industrie und bei Bürogebäuden ist man schon etwas weiter.

    Die Idee des Wiederverwendens ist sehr einleuchtend. Warum wird sie nur zögerlich umgesetzt? Weil sich nicht alles, was heute verbaut ist, für die Wiederverwendung eignet. In vielen Gebäuden gibt es so genannte Verbundmaterialien. Das heisst, verschiedene Materialien wie Beton, Holz oder Stahl wurden verklebt. Die kann man nicht einfach trennen. Dadurch entsteht enorm viel Bauschutt. Von all dem Material, das in die Schweiz importiert wird, also Kleider, Computer, Nahrungsmittel und sonstige Gebrauchsgegenstände, ist der weitaus grösste Teil für den Bausektor bestimmt. Das heisst, für Strassen, Brücken und Gebäude. Das ist alles enorm gewichtsintensiv. In der Baubranche besteht deshalb eindeutig am meisten Potential um Material und Energie durch Wiederverwendung einzusparen.

    Geht es in der Kreislaufwirtschaft nur um das Wiederverwenden, oder auch um das Umbauen oder Weiterbauen? Der Begriff der Kreislaufwirtschaft lässt sich tatsächlich so weit fassen, dass er jegliche Wiederverwendung einschliesst. Die Frage, wie man bestehende Gebäude erhalten und umnutzen kann, ist die erste Ebene der Kreislaufwirtschaft. Die zweite Ebene ist die Wiederverwendung von Bauteilen und auf der dritten Ebene geht es um das Rezyklieren und die Wiederaufbereitung von Material.

    Wie müssten Neubauten gestaltet werden, damit die Komponenten Jahrzehnte später wiederverwendet werden können? Die Materialien müssen trennbar und die Bauteile reparierbar sein. Das bedeutet, dass möglichst reine Materialien zentral sind, die nicht zusammenklebt werden, sondern mit Stecken und Schrauben für Stabilität sorgen. Reparierbarkeit ist für die Langlebigkeit der einzelnen Bauteile wichtig. Es darf nicht sein, dass man ein ganzes Fenster wegwerfen muss, nur weil der Fenstergriff nicht mehr funktioniert. Und zuletzt ist eine akribische Dokumentation wichtig, damit später nachvollziehbar ist, welche Materialien sich wo befinden. Im Moment wird das noch nicht genügend festgehalten.

    Bauteile werden kontinuierlich weiterentwickelt; meine Grossmutter hatte Vorfenster, die man abnehmen konnte, heute gibt es Dreifachverglasung. Ist da eine Wiederverwendung in 50 Jahren überhaupt realistisch? Viele Produkte sind heute so gut, dass eine spürbare Verbesserung nur mit deutlich grösserem Aufwand erreicht wird. Und man muss Bauteile ja auch nicht eins zu eines wiederverwenden. Bei Fenstern gibt es ein schönes Beispiel aus dem Kanton Zürich: Ältere, doppelt verglaste Fenster wurden mit einer dritten Verglasung ergänzt; dadurch konnten die so verbesserten Fenster in einem neuen Gebäude wiederverwendet werden.

    Das klingt, als ob die Wiederverwendung von Materialien die Arbeit für Architektinnen und Architekten komplett umstellt. Ja, das bedingt einen radikalen Wandel. Die Arbeit der Architektinnen beginnt nicht mehr auf der grünen Wiese. Sie müssen vorhandene Materialien und die Verfügbarkeit von Produkten in ihr Konzept einbauen. Doch dieser Paradigmenwechsel muss nicht zum gestalterischen oder wirtschaftlichen Hindernis werden; er kann zu einer neuen Formensprache führen.

    Also muss auch die Bauherrschaft im Boot sein. Genau, sie spielt eine mindestens genauso wichtige Rolle. Die Bauherrschaft kann den Auftrag anders gestalten, und beispielsweise vorgeben, dass nur Gebrauchtmaterialien gesucht werden und auf dieser Grundlage geplant werden soll. Es wird sicherlich ein komplexes Puzzle – aber andere Branchen arbeiten auch mit komplexen und flexiblen Lieferketten. Die Bauwirtschaft hinkt da hinterher.

    Wie sieht es punkto Wirtschaftlichkeit aus? Kann Kreislaufwirtschaft im Bau rentabel sein? Das kann sie, aber nicht ohne Aufwand und nicht von heute auf morgen. Es braucht neue Geschäftsmodelle aber auch finanzielle Förderung, da es sich aktuell um einen Nischenmarkt handelt. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich das ändern wird.

    Und wie könnten die neuen Geschäftsmodelle aussehen? Vielleicht mieten wir irgendwann wiederverwertbare Materialen – also Fenster, Türen, Holz oder Beton – anstatt sie zu kaufen. Oder wir konzipieren ein neues Gebäude von Anfang an als Materiallager für spätere Bauten. Das ergibt eine ganz neue Berechnungsgrundlage, weil die Materialkosten nicht gesamthaft amortisieren werden müssen. Die Materialien könnten an Materialbörsen gehandelt werden – das wird in anderen Ländern wie Dänemark übrigens schon gemacht. Vielleicht entstehen dadurch sogar neue Berufe, wie zum Beispiel Bauteiljäger.

    Das klingt spannend. Es verändert also die gesamte Konzeption von Neubauten? Eindeutig. Wird die Zukunft eines Gebäudes mitgedacht, wird es so gebaut, dass es mit möglichst geringem Aufwand umgenutzt werden kann. Die Gesellschaft verändert sich, und mit ihr die Bedürfnisse für Wohnraum. Ein Quartier, das einst für Familien konzipiert wurde, passt Jahrzehnte später eventuell nicht mehr für die Bedürfnisse der mittlerweile alten Generation. Können die Familienwohnungen mit relativ geringem Aufwand in kleinere umgebaut werden, spart man Geld, Material und Energie.

    In welchen Bereichen der Baubranche würden Sie die Schweiz als fortschrittlich bezeichnen? Die Schweiz ist bei der Wiederverwendung von Beton schon recht weit. Heute wird Naturstein oder Kies durch aufbereiteten Bauschutt ersetzt, der ansonsten auf der Deponie landen würde. Nebst Wiederverwendung bringt das den Vorteil, dass Deponiegebühren eingespart werden. Bei grossen Neubauprojekten werden die Baukonzepte zudem immer flexibler. Generell beobachte ich bei den Bauherrschaften ein wachsendes Interesse für Kreislaufwirtschaft. In der Schweiz hat der Kanton Zürich eine Vorreiterrolle. Und wir als Hochschule forschen natürlich zum Thema und haben den Auftrag, eine junge Generation für das Thema zu sensibilisieren, indem wir in unseren Aus- und Weiterbildungen gebrauchten Materialien einen hohen Stellenwert einräumen.

  • «co-operate» – ein Modell für klimagerechtes Bauen

    «co-operate» – ein Modell für klimagerechtes Bauen

    Was den schonenden Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung des CO2-Ausstosses betrifft, soll der Campus, der auf dem Empa-Areal in Dübendorf Gestalt annimmt, durchaus ein Musterschüler werden – vom Scheitel bis zur Sohle, von den Dächern bis in 100 Meter Tiefe, wo die Erdsonden eines einzigartigen experimentellen saisonalen Energiespeichers enden. Im Sommer wird in diesen «Röhren» die Abwärme etwa von den Kältemaschinen, Lüftungen und Laborgeräten gespeichert, um sie dann im Winter zum Heizen oder für die Produktion von Warmwasser zu nutzen. Das Ziel: den CO2-Ausstoss der Gebäude auf dem gesamten Campus auf ein Minimum senken und zugleich diese innovative Technologie für eine nachhaltige Energiezukunft erkunden.

    Den Ausstoss von Treibhausgasen minimieren: Dieser Anspruch prägt auch die Konstruktionen des neuen Campus. Das dreistöckige Gebäude rechter Hand der Einfahrt ist ein einzigartiges «Holz-Beton-Parkhaus», dessen Decken eine anspruchsvolle Konstruktion aus Fichtenträgern und -platten mit Betonüberzug sind. Durch diese Hybridbauweise liess sich die Dicke der Betonschichten laut dem Bauunternehmen Implenia auf rund ein Drittel reduzieren. Eine deutliche Einsparung also beim «Klimasünder» Zement: Rund 9’300 m2 Betonrippendecken wurden mit Holzbalkendecken ersetzt – auch ein Beitrag zum aktuellen Trend, Beton, wo möglich und sinnvoll, zum grossen Teil mit Konstruktionen aus Holz zu ersetzen.

    Anspruchsvoll bei diesem Vorhaben war laut Kevin Olas, Leiter «Immobilien» der Empa, unter anderem die geschickt unauffällig integrierte Installation von Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen, um die Ästhetik dieser raffinierten Hybridkonstruktionsweise nicht zu beeinträchtigen. Zudem musste die Planung auch künftige Aspekte berücksichtigen: Das Parkhaus wurde mit Blick auf den Klimawandel in Modulbauweise aus demontierbaren Fertigteilen geplant – mit Blick in eine fernere Zukunft, in der die individuelle Mobilität womöglich eine geringe Rolle spielt als heute. Dann liessen sich Teile des Bauwerks auch zu Werkstätten oder für andere Zwecke umwidmen.

    Urin als Rohstoff für Dünger
    In dieser Zukunft wird auch umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft das Bauen bestimmen: Nicht nur Stahl, Beton oder Holzelemente lassen sich klimaschonend wiederverwerten, sondern auch menschliche «Rohstoffe». Beispiel Urin: Im grossen Laborgebäude im Zentrum von «co-operate» sind «NoMix»-WCs installiert, die Fachleute des Wasserforschungsinstituts Eawag in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Ohne die gewohnte Benutzung zu verändern, trennen sie den menschlichen Urin vom so genannten Schwarzwasser aus Fäkalien, Spülwasser und Toilettenpapier.

    Weil der Urin wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält, lässt er sich nutzen, um Dünger für die Landwirtschaft herzustellen. In einem eigens entwickelten Verfahren der Eawag wird das Rohmaterial im Kellergeschoss des NEST-Gebäudes zunächst mit einem biologischen Prozess stabilisiert und verliert so den strengen Geruch. Ein Aktivkohle-Filter entfernt sämtliche Medikamentenrückstände, bevor die Flüssigkeit schliesslich eingedampft wird – zu einem hochwertigen Dünger namens «Aurin», den der Eawag-Spin-Off Vuna GmbH vermarktet. Aus 1000 Litern Urin entstehen 100 Liter von diesem Dünger, der seit 2018 vom Bundesamt für Landwirtschaft auch für den Einsatz bei essbaren Pflanzen zugelassen ist.

    Viele Mosaiksteine für eine gute Klimabilanz

    Neben dem unauffälligen Urin-Sammelsystem dokumentieren viele offensichtliche Details den Anspruch des Campus als Wegweiser für umweltfreundliches Bauen. Photovoltaik-Installationen werden die Eigenstrom-Produktionen massiv erhöhen. Und auf mehr als 14’000 m2 Fläche bewegen sich die Menschen auf Recycling-Asphalt mit einem hohen Anteil von 80 Prozent wiederverwertetem Material in der Tragschicht und 20 Prozent in der dünnen Deckschicht.

    Zugleich haben die Landschaftsarchitekten freilich auf Asphalt verzichtet, um naturnah zu gestalten: Bislang versiegelte Flächen werden «befreit», wie die Ludwig-Tetmajer-Strasse auf dem Empa-Areal. «Aus dieser ‹Parkplatz-Asphalt-Wüste› wird eine begrünte und schattige Zone», erklärt Kevin Olas. Und auch hinter den grossen Neubauten wird die Biodiversität mit vielfältigen Pflanzen und Bäumen gefördert – dank ausgewählter hitzeresistenter Arten, die sich auch bei künftigen Klimabedingungen wohlfühlen werden.

  • SBV erwartet das Zinserhöhung ein Prozent Umsatz jährlich kostet

    SBV erwartet das Zinserhöhung ein Prozent Umsatz jährlich kostet

    Am 22. Juni 2023 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins auf 1.75 Prozent erhöht. Damit nicht genug, die SNB dürfte den Zins im Laufe des Jahres weiter erhöhen, weil sich die Inflation hartnäckiger hält als bisher angenommen. Die Inflation wird in der nächsten Zeit etwa von den steigenden Wohnungsmietpreisen und höheren Stromkosten getrieben. Sowohl im 2023, aber auch in den nächsten beiden Jahren dürfte die Inflation gemäss der SNB-​eigenen Prognose bei etwas über 2 Prozent liegen, was über dem Zielkorridor der SNB liegt.

    Mittels fünf Schritten sind die Zinsen von -0.75 auf nun 1.75 Prozent gestiegen. Weitere Erhöhungen bis Jahresende sind absehbar. Da sich die Schweizer Konjunktur dieses Jahr abkühlt und die Wirtschaft nur noch schwach wächst, darf die SNB jedoch nicht über das eigentliche Ziel hinausschiessen. Daher sei an dieser Stelle davon ausgegangen, dass der Zins bis zum Jahresende noch zwei Mal um jeweils 0.25 Prozentpunkte angehoben wird. Es wird ausserdem angenommen, dass ab 2024 keine weiteren Schritte folgen, der Zins also mittelfristig bei 2.25 Prozent stabil bleibt.

    Bis zu 1.4% tieferes Umsatzwachstum im Jahr
    Ein Rechenmodell des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV zeigt, wie stark ein Zinsanstieg die Bautätigkeit negativ beeinflusst. Die Beeinträchtigung dehnt sich langsam und über die Zeit aus. In den ersten beiden Jahren wird das Umsatzwachstum am stärksten beeinträchtigt, aber selbst im fünften Jahr nach den Zinserhöhungen sind noch leichte, negative Auswirkungen spürbar. Die Aussagen beschreiben, wie sich der Umsatz entwickelt im Vergleich zu einer Welt, wenn die Zinsen nicht gestiegen wären.

    In den nächsten fünf Jahren dürfte der Umsatz im Bauhauptgewerbe deswegen kumuliert um 4.65% langsamer wachsen als wenn die Zinsen nicht gestiegen wären. Die grössten realen Umsatzeinbussen sind in den Jahren 2024 (-1.39%) und 2025 (-1.22%) zu erwarten.

    Positive Gegenkräfte könnten Umsatz wachsen lassen
    Die anhaltend starke Zuwanderung, der Nachholbedarf im Tiefbau sowie die Unterstützungsgelder für klimafreundliche Umbauten sind Faktoren, welche den Einbussen durch die Zinsen entgegenstehen und zumindest mittelfristig den Umsatz doch noch positiv wachsen lassen könnten.

    Insgesamt lässt sich also festhalten, dass sich die Leitzinserhöhungen auf den Geschäftsgang der Baufirmen auswirken, auch wenn die Auswirkungen insgesamt begrenzt sind. Das Bauhauptgewerbe bleibt unabhängig vom Zinsniveau eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft.

  • Preiskorrektur bei Schweizer Immobilien gewinnt an Dynamik

    Preiskorrektur bei Schweizer Immobilien gewinnt an Dynamik

    Aktuelle Zinssituation in der Schweiz
    Nach mehr als sieben Jahren will die Schweizer Eidgenossenschaft die Zeit der niedrigen Zinsen am 21. September beenden. Geplant ist eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf 0,25. In Szenarien, die von einer weiter fortschreitenden Inflation ausgehen, ist eine 0,75-prozentige Erhöhung auf 0,5 Prozent vorgesehen.

    Bereits Mitte Juni hat die SNB die Zinsen in einem ersten Schritt um einen halben Prozentpunkt auf minus 0,25 Prozent angehoben. Dabei gewichtete das Direktorium die Gefahren eines unkontrollierbaren Preisverfalls höher als die einer Schwächung der Exportwirtschaft. SNB-Präsident Thomas Jordan erklärte: „Das Preisstabilitätsziel ist für uns absolut zentral.“

    Immobilienpreise zum Teil deutlich eingebrochen
    Was unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten Entspannung verheisst, wird von Immobilienkäufer*innen kritisch beobachtet. Denn bereits vor dem Nationalbankentscheid verzeichneten die Zinsen für Festhypotheken einen teilweise deutlichen Anstieg. Gleichzeitig fielen in gewissen Regionen die Immobilienpreise.

    So belegt etwa der Wohnimmobilienpreisindex des Bundesamts für Statistik, dass der Wert von Immobilien im ersten Quartal 2022 bereits um 0,4 Prozent gefallen ist, sich jedoch im zweiten Quartal teilweise wieder erholt hat. Dabei gab es je nach Region und Art der Immobilie zum Teil erhebliche Unterschiede. Am stärksten betroffen waren Eigentümer*innen kleinerer Einfamilienhäuser in kleineren Städten wie Glarus, Davos oder Langenthal. Hier beliefen sich die Abschläge zuletzt auf 4,2 Prozent, in ländlichen Regionen wie Dissentis und Maggia auf 1,7 und in grösseren Städten wie Winterthur, St. Gallen und Lugano auf 1,4 Prozent. Noch stärker waren die Verluste bei Eigentumswohnungen. In mittelgrossen Städten wurden Einbußen von 3,3, im ländlichen Raum von 3,2 Prozent verzeichnet.

    Folgen der Entwicklung für Immobilienkäuferinnen und -eigentümerinnen
    Aufgrund der sinkenden Preise sind bereits heute regional spürbare Rückgänge der Nachfrage zu verzeichnen, wobei vor allem Orte in weniger guten Lagen betroffen sind. Lange Zeit war es möglich, auch hier mit verhältnismässigem (Vermarktungs-)Aufwand hohe Preise zu erzielen. Das dürfte sich nun ändern. Denkbar sind vor allem folgende Szenarien.

    Entwicklungen auf Käuferseite
    Mit steigenden Zinsen werden auch die Kredite teurer. Das erhöht die monatliche Belastung für all diejenigen, die für den Immobilienkauf eine Finanzierung in Anspruch nehmen. Hieraus erwachsen zwei Probleme.

    Zunächst einmal wird es nicht mehr für alle Kaufwilligen möglich sein, eine Finanzierung zu erhalten, da sie die monatliche Belastung nicht tragen können. Entsprechend wird die Nachfrage zurückgehen. Ist das aufgrund des Nachfrageüberhangs aktuell auch noch kein Problem, so könnte es doch zu einem werden, wenn in 10 bis 15 Jahren Anschlussfinanzierungen auslaufen und sich nicht mehr alle Käufer*innen eine Weiterfinanzierung zu ungünstigeren Konditionen leisten kann.

    Das zweite Problem hängt eng mit dem ersten zusammen. Können Anschlussfinanzierungen nicht mehr bedient werden und Immobilien müssen verkauft werden, kommen mehr Immobilien auf den Markt, die aufgrund gestiegener Preise einer sinkenden Nachfrage begegnen. Gleichzeitig entsteht für die Banken das Risiko, dass sie hypothekenbelastete Immobilien bei einer geplatzten Anschlussfinanzierung nicht mehr zum vorgesehenen Preis verkaufen können.

    Entwicklungen auf Eigentümerseite
    Wenn die Nachfrage im Zuge perspektivisch steigender Zinsen absinkt, wird das auch für all diejenigen zum Problem, die sich die Immobilie zum Werterhalt ihres Vermögens gekauft haben. Wenn die Preise sinken, können sie auch weniger dafür erlösen. In dem Fall geht der Wert des gegen Geldentwertung geschützten Vermögens an anderer Stelle verloren.

    In Zukunft kommen mehr Häuser auf den Markt
    Rund die Hälfte aller Eigenheime in der Schweiz sind im Besitz von Rentnerinnen. Viele dieser Häuser werden in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. „Die Credit Suisse hat die Daten exklusiv für Blick ausgewertet. Diese sind eindrücklich: Verteilt auf die nächsten 23 Jahre werden insgesamt über 419’000 Eigenheime frei, weil Rentnerinnen ausziehen oder ableben. Die Anzahl Häuser, die so auf den Markt kommen, nimmt ab jetzt mit jedem Jahr zu. Sind es 2023 noch 3‘500 Häuser, werden es 2045 laut den Berechnungen der CS über 40’000 Eigenheime sein.“

    Empfehlungen für Käuferinnen Am wichtigsten ist es für Käuferinnen und Eigentümer*innen, nicht in Panik zu verfallen. Bei einem Blick auf die Zinsentwicklung der vergangenen zehn Jahre wird deutlich, dass viele Finanzierungen noch mit 3,2 bis 4,0 Prozent abgeschlossen wurden. Für diese Menschen stellen moderate Zinserhöhungen derzeit kein Problem dar. Sie können ihre Zins- und Tilgungszahlungen weiter leisten. Probleme sind hier allenfalls im Zuge eines Wirtschaftseinbruchs mit stark steigenden Arbeitslosenzahlen zu erwarten. Doch auch hier zeigt sich ein stabiles Bild. Zwischen 2011 und 2021 lag die Quote konstant zwischen 4,4 und 5,1 %.

    Der wichtigste Tipp besteht darüber hinaus darin, sich die im langfristigen Vergleich noch immer niedrigen Zinsen so lange zu sichern wie möglich. Das schliesst vor allem die Notwendigkeit ein, sich möglichst früher um eine Anschlussfinanzierung zu kümmern. Hier können zum Beispiel Forward-Darlehen in Anspruch genommen werden. Allerdings sind hier Zinsaufschläge einzukalkulieren, um sich keine langfristigen Mehrkosten aufzubürden.

    Über BETTERHOMES
    BETTERHOMES steht für Erfolg in der Immobilienvermittlung zu fairen Konditionen und konnte sich mit der Idee der Immobilienfairmittlung® – einer innovativen Kombination aus neuster Technologie und lokaler Expertise – zum grössten unabhängigen Immobilienmakler im Heimmarkt Schweiz etablieren und ist ebenso erfolgreich in Deutschland wie auch Österreich tätig.

    Das Unternehmen garantiert Immobilienanbieter*innen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis einer Maklerdienstleistung und bietet Immobiliensuchenden ein möglichst grosses und attraktives Immobilienangebot.

    Weiterführende Informationen: BETTERHOMES

  • PropTechs in der Westschweiz

    PropTechs in der Westschweiz

    Prix de l’innovation

    Anfang April findet RENT Switzerland 2022 im Swiss Tech Convention Center der EPFL in Lausanne statt. proptechnews.ch wird vor Ort sein und später über den Anlass berichten. Im Rahmen des Prix de l’innovation stellen sich die neun für den Final selektionierten Firmen vor:

    • Solutions digitales: ecco2 building intelligence, sparrow, DOMO
    • Solutions construction: auprès de mon arbre, FenX, AETERNUM enabling circular buildings
    • Solutions énergétiques: enerdrape, ExerGo, STEEN sustainable energy

    ePotek richtet sich neu aus

    Bleiben wir in der Westschweiz, wo sich das Prop/FinTech ePotek neu ausrichtet. Ab sofort heisst die Plattform Resolve. Wie CEO Romain Desquesne meinen lieben Freund Mathias Rinka von domblick.eu sagte, soll Resolve in der Schweiz der Referenzpartner für optimierte Finanzentscheidungen rund um die Hypothekarfinanzierung werden. Dazu wurde der Name geändert und neue Dienstleistungen entwickelt. Damit wolle man von Startup ePotek zum Scaleup Resolve mutieren.

    Stena tritt Swiss Immo Lab bei

    Stena, eines der grössten schwedischen Familienunternehmen mit weltweiten Aktivitäten in den Bereichen Schifffahrt, Fähren, Offshore, Immobilien und Finanzen, ist über seine Schweizer Tochtergesellschaft als fünfter Gründungspartner dem Swiss Immo Lab (SIL) beigetreten. Andy Böhm, Managing Director bei Stena (Schweiz), wurde Mitglied des Verwaltungsrats von SIL, und Per Hellberg, Investment Director bei Stena (Schweiz), wurde Mitglied des Investitionsausschusses von SIL. Stena Property besitzt und betreibt mehr als 25.700 Wohnimmobilien und 4.000 Geschäftsräume in schwedischen Metropolregionen.

    „Mit Stena (Schweiz) hat Swiss Immo Lab einen fünften Gründungspartner gefunden, der die Expertise der vier anderen ideal ergänzt und eine internationale Perspektive einbringt“, sagt Alexander Seel, Geschäftsführer von Swiss Immo Lab. „Nach der Etablierung unserer Erfolgsbilanz arbeiten wir nun am nächsten Schritt, um Proptech-Investitionen einer breiteren internationalen Investorenbasis zugänglich zu machen“, fügt er hinzu.

    Coop arbeitet mit hausheld.ch

    Coop Bau + Hobby arbeitet mit hausheld.ch zusammen. Gemeinsam soll ein Handwerker-Service für die Baumarkt-Kunden von Coop lanciert werden. Hinter hausheld.ch steht die Herisauer Vermando AG. Der Kunde kauft bei Coop Bau + Hobby die Produkte wie Bodenbeläge, Farben, Pflanzen oder Lampen und kann sich diese dann durch die vermittelten Handwerker professionell einbauen lassen.

    PropTechs in der Westschweiz.

    Ausgewählte Veranstaltungen

    Vom 18.-20. März 2022 öffnen die Zürcher Immobilien Tage im Kongresshaus.

    Am 24. März 2022 lädt Alpha IC Schweiz AG ins Office Lab in Zürich-Altstetten zum Thema „Der Schweizer FM-Markt 2022“.

    Wer sich einem grossen Publikum stellen will, kommt an den REAL PropTech Pitches 2022 auf seine Rechnung. Diese finden am 6. und 7. April 2022 digital und vor Ort statt.

    Wem Deutschland zu weit weg ist, kann nach Lausanne pilgern. Vom 6. bis 7. April findet dort die RENT Switzerland 2022 statt. RENT SWITZERLAND 2022 wird im SwissTech Convention Center der EPFL stattfinden, einem Symbol für Innovation.

    Die Swissbau ist auf Mai 2022 verschoben worden. Zwischen 4. und 6. Mai präsentieren sich Startups im Rahmen der „Swissbau Challenge“.

    The Big Handshake findet am 21. Juni 2022 in der Eventhalle JED in Schlieren statt.

    Am 13. September 2022 empfängt The HALL in Dübendorf den 8. Immobilien-Summit.

  • Renaissance der Schweizer Natursteine

    Renaissance der Schweizer Natursteine

    Die Schweiz hat nur wenige nutzbare Bodenschätze, welche auch effektiv auf dem Heimmarkt Anwendung finden. Dazu gehört Salz, welches in letzter Zeit durch teilweise harte Winter auch immer knapper geworden ist. Die Schweiz ist auch ein Wasserschloss und diese Ressource wird in Zukunft immer wichtiger. Die Natur gibt uns auch den nachwachsenden Rohstoff Holz, welcher vielfältige Anwendung bei unseren Bauten findet und auch noch exportiert wird!

    Oft wird vergessen, dass unsere kleine Schweiz im wahrsten Sinne des Wortes „steinreich“ ist! Zwei Kilometer Luftlinie von unserer Firma, 100 Höhenmeter oberhalb der Veriset befindet sich unser eigener Sandsteinbruch am Rooterberg. Seit über 200 Jahren wird dort oben Sandstein abgebaut. Unsere Firma, welche 1944 gegründet wurde, baut seither auch diesen wunderschönen graublauen Sandstein ab. Auch dieses edle Gewächs, welches vor 20 Millionen Jahren entstanden ist, kann man problemlos als Küchenabdeckung verwenden. Wir vermarkten dieses edle Produkt in Zukunft als Lion- Stone mit ganz neuartigen Oberflächenbearbeitungen.

    Das Löwendenkmal in Luzern, welcher aus einem ehemaligen Sandsteinbruch herausgehauen wurde, ist nur rund vier Kilometer Luftlinie von unserem eigenen Steinbruch entfernt. Es handelt sich um den exakt gleichen Molasse- Sandstein. Unser einheimisches Material kostet einen Bruchteil – im Gegensatz zu Kunststein oder Chromstahl! Auch unsere edlen Tessinergneise sind nicht nur ein toller Hingucker, sondern dank modernsten Imprägnierungsmitteln auch problemlos für Küchenabdeckungen geeignet. Parzielle Verdunkelungen treten wirklich nur bei sehr schlechter Pflege auf! Allerneueste Imprägnierungsmethoden, welche die schönen Schweizer Natursteine nicht farblich verändern, lassen heute einen praktischen Einsatz unbedenklich erscheinen. Diese sind jedenfalls einem nur geschliffenem Kunststein hoch überlegen in der Pflege. Das edle graublau eines Onsernone- Gneis passt zu hellen und grauen Küchenmöbeln einfach sensationell und erst noch zum erschwinglichen Preis!

    Das edle Dunkelgrau des Onsernone wird in der Fachwelt als das schönste Grau der Welt bezeichnet! Selbstverständlich glänzen auch Cresciano, Iragna als hellgraue Alternativen in jeder Küche gerne. Die grünen Andeer, Valser oder Verde Spluga wirken auch zu Holzmöbel sehr modern und werden daher gerne eingesetzt. Gerade die Bodenbeläge von COOP sind ein leuchtendes Beispiel!

    Die ältesten Beläge sind bereits 17 Jahre alt und erscheinen trotz intensivster Benutzung wie fast neu. Die natürliche Patina macht den Boden sehr attraktiv. Unser Rooterberger Sandstein wurde als Beispiel 1983 in der Jesuitenkirche in Root verlegt. 1974 auch in der katholischen Kirche in Root! Die Böden sehen trotz ihres Alters und intensiven Gebrauchs immer noch sensationell aus! Da soll noch jemand sagen, dass Sandstein heikel sei und dies im öffentlichen Bereich.

    Wir dürfen eines nicht vergessen: Ehret einheimisches Schaffen! In der Schweiz erfüllen wir beim Abbau der Natursteine alle bekannten Sicherheitsvorschriften und erfüllen auch alle ökologischen Standards punkto Nachhaltigkeit. Die Löhne in der Schweiz sind fair und korrekt, Kinder- oder Sklavenarbeit sind in der Schweiz Fremdworte! Das Produkt erfüllt dank der nahen Steinbrüche alle ökologischen Voraussetzungen punkto grauer Energie! Es gibt einfach nichts Besseres als den Einsatz von Schweizer Natursteinen beim ökologischen und nachhaltigen Bauen! Setzen Sie auch auf Schweizer Natursteine, sei es nun im Innen – oder Aussenbereich, als toller Fussboden, Wandbekleidung oder Küchenabdeckung, Schweizer Naturstein ist immer eine perfekte Wahl!!

    Um einen gewissen Werbeeffekt längerfristig zu erzielen, hat unsere Firma Emilio Stecher AG aus Root neben www.stecher.ch, noch zusätzliche drei URL eingerichtet: www.onsernone.com, www.schweizer-natursteine.ch und www.rooterberger.ch. Lassen Sie sich faszinieren.

    Ein Besuch bei uns lohnt sich, aber auch das Internet kann unsere schöne Ausstellung in Root nicht ersetzen. Wir laden Sie gerne ein, uns zu besuchen. Wir hoffen, dass Sie in Zukunft sehr viele schöne Schweizer Natursteine einsetzen werden und selbstverständlich unsere familiäre Luzerner Traditionsfirma am Standort Root berücksichtigen, welche sich seit ihrer Gründung immer für die Verwendung von Schweizer Natursteinen eingesetzt hat. Wir können uns rühmen, dass über 50% unseres fakturierten Umsatzes mit Schweizer Natursteinen erzielt wird!

    Hier geht’s zum Video vom Rooterberger Sandsteinbruch: https://www.youtube.com/watch?v=eQpgKNsyli8

  • Das war der Digital Day 2021 by SVIT

    Das war der Digital Day 2021 by SVIT

    Wie bei der ersten Durchführung im Jahr 2020, strömten viele interessierte Mitglieder des Schweizer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) sowie weitere Besucher zur beliebten Eventlocation an der «Europaallee Zürich». Anbieter, User und Interessierte konnten sich an dieser Fachtagung austauschen und den direkten Kontakt zu diversen Softwareentwicklern suchen. Dabei wurden die neusten Softwareapplikationen für die Immobilienbranche seitens der rund 40 Aussteller präsentiert. Ein zusätzliches Highlight am «SVIT Digital Day» sind die praxisorientierten Fachreferate. Mario Facchinetti präsentierte am Mittag den Global Real Estate Run der Personen inner- und ausserhalb der Immobilienwirtschaft auf die Bedeutung der Branche für das Erreichen der Klimaziele aufmerksam gemacht werden. Die Laufveranstaltung steht als Symbol, die notwendigen Veränderungen voranzutreiben, für unsere Gesundheit und Tatkraft. Daniel Bruckhoff von ImmoScout24 präsentierte die neuen und vielfältigen Möglichkeiten auf der neuen Plattform für den Vermarktungserfolg. Wie schafft man es von der klassischen Bewirtschaftung zum vernetzten Immobilienmanagement? Peter Schindlmeier CEO von casavi, zeigte auf, wo die Unternehmen ansetzten, müssen, um ihre Systemlandschaft nachhaltig aufsetzen zu können. Der Geschäftsführer Rolf Truninger von QualiCasa AG, stellte die App «Visits» vor, die es erlaubt, bei Besichtigungen von Liegenschaften deren wichtigste Eigenschaften wie Zustand, Standard und Materialien über ein intuitives und schnelles Interface systematisch zu erfassen und auszuwerten.    Der Zugang zur Fachtagung und zu den Referaten waren für alle kostenlos. Wir freuen uns schon heute auf den kommenden Event im Jahr 2022, der in dieser bewegten digitalen Transformation, bestimmt wiederum interessante Wege aufzeigen wird.
  • Historischer Gutshof modern gerahmt

    Historischer Gutshof modern gerahmt

    Parkähnlich erstreckt sich das grosszügige Grundstück des Glockenguts durch das ländliche Herblingen. Das ehemalige Bauerndorf liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum Schaffhausens entfernt. Inmitten der grünen Umgebung und gleichzeitig nah an städtischer Kultur besitzt es einen hohen Erholungs- und Freizeitwert. Eine Fläche von insgesamt 24’223 m² bot den erfahrenen Projektentwicklern der Steiner AG mittendrin Raum für die Vision, eine abwechslungsreiche Wohnumgebung für Jung und Alt zu schaffen – mit Kinderspielplatz, Blumenwiesen und freien Grünflächen voller hochstämmiger Bäume und Ziersträucher. Ende März 2018 erhielt das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Theo Hotz Partner AG und Bergamini Partner Architekten die Baubewilligung. Das schützenswerte Hauptgebäude des ehemaligen Gutshofs bildete dabei den Ausgangspunkt für den Entwicklungsplan. Nachdem die Steiner Investment Foundation als Investorin in das Projekt einstieg, konnte im Herbst 2018 bereits der Baustart für die familienfreundlichen und naturnahen Wohnungen erfolgen.

    Offenes Gelände

    Inzwischen ist das alte Gebäude des Gutshofs würdevoll umrahmt von fünf modernen Mehrfamilienhäusern. Dabei stellte es eine besondere Herausforderung dar, die unterschiedlichen Bauten und ein derart grosses Areal möglichst einheitlich zu gestalten und aus einem Guss zu realisieren. Hier half eine Besonderheit der Parzelle im nordwestlichen Bereich, die sich zunächst als Problem darstellte: Eine starke Hangneigung. Die Lösung war, diese unbebaut zu lassen. Der tatsächlich bebaute Teil umfasst heute eine Fläche von 10’330 m2, während sich die erhaltene Grünfläche als eine Bereicherung für das Quartier erweist.

    Als erste Baumassnahme erfolgte der Umbau des zweigeschossigen Gutshofs zum Kinderhort – in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Der anstossende Schopf wiederum wurde abgerissen und durch ein neues Mehrzweckgebäude mit gleichem Standort und ähnlicher Kubatur ersetzt. Im Erdgeschoss beherbergt dieser Neubau einen Gemeinschaftsraum, der tagsüber vom Hort genutzt wird und abends wie auch an Wochenenden den Bewohnerinnen und Bewohnern der Überbauung zur Verfügung steht. „Der Raum soll der Überbauung als neue Mitte Identität geben“, erklärt Peter Herzog, Teamleiter Immobilienentwicklung bei Steiner. Das Ensemble aus den beiden Gebäuden blieb daher freigestellt und fügt sich stimmig in die Kulisse des offen dahinter liegenden Hangs. U-förmig umgebend angeordnet wuchs schliesslich Schritt für Schritt die Neubausiedlung.

    Die neuen Wohngebäude passen sich dem schlichten Gutshof mit einer gradlinigen Architektur und korrespondierenden Farben optisch an und bringen mit ihren Loggien, Balkonen und Terrassen die Innenräume hell und luftig mit dem Aussenbereich zusammen. Von innen erlauben sie einen grosszügigen Blick auf das grüne Areal und teilweise bis in die Ferne. Die Gebäude des Areals sind locker verteilt und durch ein Wegnetz miteinander verbunden. Vom Quartier aus erreicht man Kindergarten, Primarschule sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten in wenigen Gehminuten. So präsentiert sich die gesamte Überbauung gleichzeitig naturdurchlässig und urban verdichtet.

    Nachhaltige Anlage

    Die fünf neuen Mehrfamilienhäuser umfassen insgesamt 27 Miet- und 71 Eigentumswohnungen. Es handelt sich um 2.5- bis 5.5-Zimmerwohnungen mit einer Fläche von 65 m2 bis 130 m2. Alle Wohnungen beinhalten einen gehobenen Ausbaustandard und sind ebenso für Familien wie für Paare oder Einzelpersonen zugeschnitten. Mit den Preisen und unterschiedlichen Wohnungsgrössen will man eine Durchmischung von Ein-Personen- und Familienhaushalten erreichen. „Preislich bewegen wir uns im mittleren Segment“, bestätigt Peter Herzog. Unter dem Gelände sorgt zusätzlich eine Tiefgarage mit 136 Parkplätzen für Raum. Sie ist für alle Neubauten direkt erschlossen.

    Die Gebäude sind im Minergie-Standard realisiert und werden mit klimafreundlichen Erdsonden-Wärmepumpen beheizt. Für die Erstellung wurde zudem wenn möglich auf nachhaltige Betonsorten mit Zement aus Mischabbruch zurückgegriffen. Hier erfolgte eine Zumischung von rezyklierten Gesteinskörnern.

    Bedarfsgerechte Planung

    Die gesamte Überbauung fusst auf einem Gestaltungsplan, der während des Prozesses sowohl den zuständigen Ämtern als auch den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgelegt wurde. Das habe zum Vertrauen zu diesem grossen Projekt beigetragen, erklärt Herzog und fügt hinzu: „Mit der Überbauung Gloggeguet haben wir aufgezeigt, wie wir verdichtet bauen können und die Qualität des Ortes bestehen bleibt“. Trotz Pandemie konnten die Bauarbeiten unter Einhaltung der geltenden Schutzbestimmungen nach Zeitplan durchgeführt werden, sodass die Wohnungen im Frühling 2021 bezugsbereit waren.

    www.steiner.ch
    www.gloggeguet.ch
    info@steiner.ch

  • Eigentum verpflichtet – Nachhaltige Arealentwicklung

    Eigentum verpflichtet – Nachhaltige Arealentwicklung

    Orte zum Leben und Lernen schaffen, Infrastrukturen erhalten, Werte sichern: Die öffentliche Hand als grösste Immobilieneigentümerin trägt eine besondere Verantwortung. Der gesellschaftliche und technologische Wandel stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen, hinzu kommen die Auswirkungen von Corona. Wie geht man heute und morgen damit um?

    Unter dem Motto «Eigentum verpflichtet» bietet das Swiss Public Real Estate Forum 2021 Denkanstösse und Handwerkszeug. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Über innovative Konzepte in der Planung, nützliche Kooperationen in der Entwicklung, das neue Beschaffungsrecht und digitale Realitäten im Lebenszyklus einer Immobilie. Vernetzen Sie sich und tauschen Sie sich aus.

    Wir freuen uns auf Sie am 28. Oktober 2021 in Aarau!

    Albert Schweizer
    Vereinigung staatlicher und kommunaler Leiter Immobilien

    Prof. Dr. Boris Szélpal
    Berner Fachhochschule, Architektur, Holz und Bau

    Vanity: bfh.ch/spref

  • ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    Eine Plattform mit klarem Fokus auf die spezifischen Vermarktungsbedürfnisse von Neubauprojekten fehlte im Schweizer Immobilienmarkt bislang. ImmoScout24 schliesst diese Lücke: Ab dem 1. Juni 2021 steht Immobilienprofis und Suchenden auf ImmoScout24.ch/Neubau ein dedizierter Bereich für Neubauprojekte zur Verfügung. Damit bietet das Unternehmen seine gesamte Vermarktungsstärke für die Bewerbung von Schweizer Neubauten an.

    Zielgenaue Interessentenansprache

    Die Plattform garantiert Inserenten maximale Sichtbarkeit und zielgenaue Interessentenansprache. Suchende profitieren davon, passende Angebote schneller zu finden. Der Menüpunkt «Neubau» ist für BesucherInnen von immoscout24.ch auf den ersten Blick sichtbar und verweist auf die Plattform für Neubauten. Auch in der regulären Suchergebnisliste fallen Neubauten durch ein Label auf. So können komplette Neubauprojekte oder auch einzelne Wohneinheiten noch schneller gefunden und damit einfacher verkauft und vermietet werden. Dass speziell auf Inserenten Seite das Bedürfnis nach der neuen Plattform besteht, weiss Martin Waeber, COO von Scout24: «ImmoScout24 ist eine starke, vertrauenswürdige Marke. Wenn Kundinnen und Kunden unsere Vermarktungs- und Vermietungsprozesse nutzen, profitieren sie direkt von unserer Reichweite», so Waeber.

    Stärkere Leadperformance durch KI-Push

    Die Seite ImmoScout24.ch/Neubau stärkt die Leadperformance der Objekte mit neuster Technologie und Künstlicher Intelligenz. Vom Start an arbeitet im Hintergrund eine datengetriebene Empfehlungsmaschine des ImmoScout24-Kooperationspartners Homsters. Die Insertion erfolgt über die CRM-Schnittstellen der Kundinnen. Dazu arbeitet die Plattform mit dem Tochterunternehmen CASASOFT zusammen.

    Dass das Projekt von Erfolg gekrönt sein wird, dessen ist sich Waeber sicher: «Wir beschleunigen den Vermarktungsprozess, machen ihn kosteneffizienter und sorgen für Transparenz. Neubauentwickler und -agenturen haben so die Möglichkeit, ein ganzes Projekt, einschliesslich individueller Projektwebseiten, zu veröffentlichen. Damit kann ihre Markenwahrnehmung gezielt ausgebaut werden.»

    Neues Beratungsteam für Neubauprojekte

    Um die Neubau-Plattform voranzutreiben, setzt ImmoScout24 auf ein starkes Sales-Team, das gezielt für das Projekt geschaffen wurde. «Es freut uns sehr, seit dem 1. April 2021 Daniel Bruckhoff als Head of Sales Neubau an Bord zu haben. In dieser Rolle wird Daniel Bruckhoff den Vertrieb für den Bereich Neubau verantworten», so Waeber. Als ausgewiesener Immobilienspezialist hat Bruckhoff langjährige Erfahrung im Online-Marketing und war zuletzt als Business Developer tätig. Er führt ein Sales-Team von zwei Personen. Dank der neuen Plattform konnten bisher vier Arbeitsplätze geschaffen werden, weitere werden folgen.

  • ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    Eine Plattform mit klarem Fokus auf die spezifischen Vermarktungsbedürfnisse von Neubauprojekten fehlte im Schweizer Immobilienmarkt bislang. ImmoScout24 schliesst diese Lücke: Ab dem 1. Juni 2021 steht Immobilienprofis und Suchenden auf ImmoScout24.ch/Neubau ein dedizierter Bereich für Neubauprojekte zur Verfügung. Damit bietet das Unternehmen seine gesamte Vermarktungsstärke für die Bewerbung von Schweizer Neubauten an.

    Zielgenaue Interessentenansprache

    Die Plattform garantiert Inserenten maximale Sichtbarkeit und zielgenaue Interessentenansprache. Suchende profitieren davon, passende Angebote schneller zu finden. Der Menüpunkt «Neubau» ist für BesucherInnen von immoscout24.ch auf den ersten Blick sichtbar und verweist auf die Plattform für Neubauten. Auch in der regulären Suchergebnisliste fallen Neubauten durch ein Label auf. So können komplette Neubauprojekte oder auch einzelne Wohneinheiten noch schneller gefunden und damit einfacher verkauft und vermietet werden. Dass speziell auf Inserenten Seite das Bedürfnis nach der neuen Plattform besteht, weiss Martin Waeber, COO von Scout24: «ImmoScout24 ist eine starke, vertrauenswürdige Marke. Wenn Kundinnen und Kunden unsere Vermarktungs- und Vermietungsprozesse nutzen, profitieren sie direkt von unserer Reichweite», so Waeber.

    Stärkere Leadperformance durch KI-Push

    Die Seite ImmoScout24.ch/Neubau stärkt die Leadperformance der Objekte mit neuster Technologie und Künstlicher Intelligenz. Vom Start an arbeitet im Hintergrund eine datengetriebene Empfehlungsmaschine des ImmoScout24-Kooperationspartners Homsters. Die Insertion erfolgt über die CRM-Schnittstellen der Kundinnen. Dazu arbeitet die Plattform mit dem Tochterunternehmen CASASOFT zusammen.

    Dass das Projekt von Erfolg gekrönt sein wird, dessen ist sich Waeber sicher: «Wir beschleunigen den Vermarktungsprozess, machen ihn kosteneffizienter und sorgen für Transparenz. Neubauentwickler und -agenturen haben so die Möglichkeit, ein ganzes Projekt, einschliesslich individueller Projektwebseiten, zu veröffentlichen. Damit kann ihre Markenwahrnehmung gezielt ausgebaut werden.»

    Neues Beratungsteam für Neubauprojekte

    Um die Neubau-Plattform voranzutreiben, setzt ImmoScout24 auf ein starkes Sales-Team, das gezielt für das Projekt geschaffen wurde. «Es freut uns sehr, seit dem 1. April 2021 Daniel Bruckhoff als Head of Sales Neubau an Bord zu haben. In dieser Rolle wird Daniel Bruckhoff den Vertrieb für den Bereich Neubau verantworten», so Waeber. Als ausgewiesener Immobilienspezialist hat Bruckhoff langjährige Erfahrung im Online-Marketing und war zuletzt als Business Developer tätig. Er führt ein Sales-Team von zwei Personen. Dank der neuen Plattform konnten bisher vier Arbeitsplätze geschaffen werden, weitere werden folgen.

  • ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    Eine Plattform mit klarem Fokus auf die spezifischen Vermarktungsbedürfnisse von Neubauprojekten fehlte im Schweizer Immobilienmarkt bislang. ImmoScout24 schliesst diese Lücke: Ab dem 1. Juni 2021 steht Immobilienprofis und Suchenden auf ImmoScout24.ch/Neubau ein dedizierter Bereich für Neubauprojekte zur Verfügung. Damit bietet das Unternehmen seine gesamte Vermarktungsstärke für die Bewerbung von Schweizer Neubauten an.

    Zielgenaue Interessentenansprache

    Die Plattform garantiert Inserenten maximale Sichtbarkeit und zielgenaue Interessentenansprache. Suchende profitieren davon, passende Angebote schneller zu finden. Der Menüpunkt «Neubau» ist für BesucherInnen von immoscout24.ch auf den ersten Blick sichtbar und verweist auf die Plattform für Neubauten. Auch in der regulären Suchergebnisliste fallen Neubauten durch ein Label auf. So können komplette Neubauprojekte oder auch einzelne Wohneinheiten noch schneller gefunden und damit einfacher verkauft und vermietet werden. Dass speziell auf Inserenten Seite das Bedürfnis nach der neuen Plattform besteht, weiss Martin Waeber, COO von Scout24: «ImmoScout24 ist eine starke, vertrauenswürdige Marke. Wenn Kundinnen und Kunden unsere Vermarktungs- und Vermietungsprozesse nutzen, profitieren sie direkt von unserer Reichweite», so Waeber.

    Stärkere Leadperformance durch KI-Push

    Die Seite ImmoScout24.ch/Neubau stärkt die Leadperformance der Objekte mit neuster Technologie und Künstlicher Intelligenz. Vom Start an arbeitet im Hintergrund eine datengetriebene Empfehlungsmaschine des ImmoScout24-Kooperationspartners Homsters. Die Insertion erfolgt über die CRM-Schnittstellen der Kundinnen. Dazu arbeitet die Plattform mit dem Tochterunternehmen CASASOFT zusammen.

    Dass das Projekt von Erfolg gekrönt sein wird, dessen ist sich Waeber sicher: «Wir beschleunigen den Vermarktungsprozess, machen ihn kosteneffizienter und sorgen für Transparenz. Neubauentwickler und -agenturen haben so die Möglichkeit, ein ganzes Projekt, einschliesslich individueller Projektwebseiten, zu veröffentlichen. Damit kann ihre Markenwahrnehmung gezielt ausgebaut werden.»

    Neues Beratungsteam für Neubauprojekte

    Um die Neubau-Plattform voranzutreiben, setzt ImmoScout24 auf ein starkes Sales-Team, das gezielt für das Projekt geschaffen wurde. «Es freut uns sehr, seit dem 1. April 2021 Daniel Bruckhoff als Head of Sales Neubau an Bord zu haben. In dieser Rolle wird Daniel Bruckhoff den Vertrieb für den Bereich Neubau verantworten», so Waeber. Als ausgewiesener Immobilienspezialist hat Bruckhoff langjährige Erfahrung im Online-Marketing und war zuletzt als Business Developer tätig. Er führt ein Sales-Team von zwei Personen. Dank der neuen Plattform konnten bisher vier Arbeitsplätze geschaffen werden, weitere werden folgen.

  • Renggli AG gewinnt den Prix SVC Zentralschweiz 2020

    Renggli AG gewinnt den Prix SVC Zentralschweiz 2020

    Erster Platz für die Renggli AG aus Schötz

    Mit über 95 Jahren Erfahrung als Holzbaupartner und Generalunternehmung bietet die Renggli AG energieeffiziente und nachhaltige Holzbauprojekte in moderner Architektur – gleichermassen für mehrgeschossige Wohnhäuser, gewerbliche und öffentliche Bauten wie auch für Einfamilienhäuser. Jurypräsident Urban Camenzind, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Uri, würdigte den Sieger in seiner Laudatio: «Renggli AG ist bekannt für energieeffizientes Bauen mit Holz und gehört zu den MINER-GIE-Pionieren in der Schweiz und darüber hinaus. Das Familienunternehmen hat Nachhaltigkeit bereits gelebt und in der Praxis umgesetzt, als dieses Wort vielfach noch Theorie war. Renggli AG ist geprägt von Innovation und Pioniergeist. Damit ist das Unternehmen auch geschäftlich erfolgreich unterwegs und gerüstet für die Zukunft.» Renggli AG beschäftigt an den Standorten Sursee, Schötz, Granges-Paccot, Ascona und Winterthur über 230 Mitarbeitende. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von Max Renggli, CEO und Verwaltungsratspräsident, geführt.

    Elbatech AG und Shiptec AG auf den Plätzen zwei und drei

    Der zweite Platz geht an die Elbatech AG. Sie installiert für die Bahnbetreiber schweizweit moderne Tunnelfunk-Systeme und stellt damit für alle Reisenden eine unterbruchfreie Kommunikation sicher. Die Konzipierung und Montage von Bahnstromanlagen sowie Diamantbohrungen sind weitere wichtige Tätigkeitsgebiete. Das Unternehmen zeichnet sich durch innovative Eigenentwicklungen und Gesamtlösungen aus. Elbatech wurde 2007 gegründet, wird von Florian Reichmuth und Stefan Franzen geführt und beschäftigt 45 Mitarbeitende.

    Bronze holt sich die Shiptec AG, das führende Schweizer Unternehmen in der Schiffbaubranche. Der Betrieb erbringt mit seiner Schiffswerft und einem Ingenieurbüro technische Leistungen in den Bereichen Schiffsentwurf und -engineering, Schiffsbau, Schiffsrevisionen, Umbauten und Schiffsunterhalt für die professionelle und die private Schifffahrt. Die Shiptec AG beschäftigt über 70 Mitarbeitende und wird von Ruedi Stadelmann geführt.

    Auszeichnungen für Allvisual AG, Gübelin und Seiler Käserei AG

    Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Allvisual AG aus Steinhausen, ein international tätiges, inhabergeführtes Beratungsunternehmen in den Bereichen digitale Transformation, Product Lifecycle Management, Smart Manufacturing/Service und 3D-Visualisierung, das weltweit renommierte Familienunternehmen Gübelin aus Luzern, bekannt für seine Edelstein-Expertise und Luxus-Uhren, sowie die Seiler Käserei AG aus Giswil, die als unabhängiges, inhabergeführtes Traditionsunter-nehmen seit 1928 ausgezeichnete Käsespezialitäten produziert.

    Prix SVC – eine Gelegenheit, KMU ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken

    Träger und Initiant des Prix SVC Zentralschweiz ist der Swiss Venture Club (SVC), ein unabhängiger, nicht profitorientierter Verein zur Förderung und Unterstützung von KMU in der Schweiz. Christoph Baggenstos, SVC Regionenleiter Zentralschweiz, betont: «Wir zeichnen Unternehmen aus, die zur KMU-Elite der Schweiz gehören. Unser Blick richtet sich auf vorbildliche Unternehmen, die Arbeitsplätze kreieren und die Schweizer Wirtschaft mitgestalten. Mit dem Prix SVC bieten wir diesen Unternehmen eine Plattform, um ihren Erfolg gegen aussen zu zeigen. Nicht zuletzt soll die Aufmerksamkeit, die unsere Preisträger durch den Prix SVC erfahren, auch für andere Unternehmen Ansporn sein.»  

  • Baubranche setzt künftig verstärkt auf Roboter

    Baubranche setzt künftig verstärkt auf Roboter

    In den nächsten zehn Jahren wollen 81 Prozent der Bauunternehmen Robotik und Automatisierung einführen oder deren Einsatz intensivieren. Das hat eine Umfrage des Technologiekonzerns ABB unter 1900 Betrieben in Europa, China und den USA ergeben. Aktuell setzen laut einer Medienmitteilung lediglich 55 Prozent der befragten Unternehmen Roboter bereits ein – gegenüber 84 Prozent in der Automobilindustrie und 79 Prozent im produzierenden Gewerbe.

    Die Gründe für die Automatisierungsabsichten seien im weltweit zunehmenden Mangel an Fachkräften zu suchen. Ein ebenso starkes Argument sei die Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit auf der Baustelle. Auch der Umweltschutz sei einer der Haupttreiber für Veränderungen in der Branche.

    „Das neue Bewusstsein für Gesundheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit beschleunigt die Investitionen in die Robotik massiv“, so Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation. „Gleichzeitig sorgt das sinkende Angebot an Fachkräften dafür, dass die Bauindustrie zunehmend Roboter benötigt, um mit den Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels Schritt zu halten.“ Interne Analysen von ABB Robotics zum Marktpotenzial robotergestützter Automatisierung in den kommenden zehn Jahren gehen von hohen zweistelligen Wachstumsraten aus. Dies betreffe vor allem die Schlüsselbereiche des Bauwesens einschliesslich Fertigteilbau und 3D-Druck.

    ABB arbeitet bei der Entwicklung neuer Automatisierungslösungen unter anderem mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zusammen. Am dort angesiedelten Institut für Technologie in der Architektur hat ABB dazu beigetragen, das weltweit erste Labor für kollaborative robotergestützte digitale Fertigung in der Architektur einzurichten. Die neueste Technologie für grossflächigen 3D-Druck in der Bauindustrie ist derzeit auf der Architektur-Biennale in Venedig zu sehen. Sie ist Teil einer Installation des österreichischen Architekturbüros MAEID.

  • PropTech – die Evolution der Immobilienwirtschaft

    PropTech – die Evolution der Immobilienwirtschaft

    Warum PropTech? Die traditionelle Immobilienwirtschaft hat einige Nachteile. Sie ist beschränkt im Angebot, hat langwierige Vermietungs- und Zahlungsprozesse, leidet unter einem Mangel an Automatisierung und Flexibilität. PropTech-Unternehmen versuchen, all diese Herausforderungen mit innovativen Ansätzen anzugehen.

    PropTech-Evolution
    Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat die PropTech-Szene in drei Kategorien eingeteilt: PropTech 1.0, 2.0 und 3.0.

    PropTech 1.0
    Diese Generation war durch das Wachstum von Online-Inserate-Seiten gekennzeichnet. Alles begann in den 80er Jahren mit der Erfindung von Personal Computern. Es wurden verschiedene Unternehmen zur Analyse des Immobilienmarktes gegründet, die eine große Menge an Immobiliendaten produzierten. Diese Welle endete im Jahr 2000 mit dem platzen der Dotcom-Blase. Zur gleichen Zeit verlagerten Immobilienagenturen ihre Märkte ins Internet.

    PropTech 2.0
    Fortschritte in der Computertechnik machten die Entwicklung von komplexen Transaktionsumgebungen schneller und zugänglicher. Der Einsatz von Datenanalyse und virtueller Realität ermöglichte es dem Immobilienmarkt, bessere und spezialisiertere Dienstleistungen für Kunden anzubieten.

    Während die erste Welle hauptsächlich aus etablierten Unternehmen bestand, die online gingen, entstanden in der zweiten Welle Startups, die hauptsächlich in den Bereichen Gewerbe, Wohnen oder Hypotheken tätig sind.

    PropTech 3.0
    Neue Technologien bieten mehr Möglichkeiten, den Immobilienmarkt zu optimieren. Innovationen im Finanz- und Rechtssektor ermöglichten es der Immobilienbranche, die Transparenz und Fluidität ihrer Operationen mit Sicherheitsmechanismen zu verbessern. Big Data, AR und VR, 3D-Druck und Kryptowährungen werden Möglichkeiten kreieren die Immobilienwirtschaft in die Zukunft zu befördern.

    Einen Überblick an PropTech-Lösungen der dritten Generation finden sie auf https://proptechmarket.net/loesungen

  • «SVIT-Schweiz Award Innovation in Real Estate» wird durch Publikumsvoting ermittelt

    «SVIT-Schweiz Award Innovation in Real Estate» wird durch Publikumsvoting ermittelt

    Unter den Teilnehmern des Votings «SVIT-Schweiz Award Innovation in Real Estate» verlosen wir 3 x 2 Eintritts-Tickets zur Teilnahme der Verleihung vom 30. August 2021 (Wert pro Ticket CHF 240.—). Pro E-Mailadresse kann eine Stimme abgegeben werden. Die Gewinner werden Ende Juli 2021ermittelt und persönlich benachrichtigt. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Zur Website

  • Steiner Office Barometer: Die Schweiz liebt Homeoffice

    Steiner Office Barometer: Die Schweiz liebt Homeoffice

    Mit dem Rückgang der Corona-Fallzahlen könnte der Bundesrat die Homeoffice-Pflicht bald aufheben. Grund zum Jubeln oder zum Ärgern? Wie die in der Deutsch- und Westschweiz durchgeführte Studie von Steiner mit über 1’000 Berufstätigen zeigt, sprechen sich 9 von 10 Befragten, die aktuell zu Hause arbeiten oder dies zumindest theoretisch könnten, für Homeoffice aus. Viele vermissen jedoch die sozialen Kontakte im Büro.

    Chefs entdecken die Vorzüge von Homeoffice

    Auffällig ist, dass bereits vor der Homeoffice-Pflicht 39% der Befragten die Möglichkeit für Homeoffice hatten. Aktuell arbeiten mit 48% nur unwesentlich mehr von zu Hause aus –bei einem maximalen Potential von 56%. Tendenziell arbeiten in der Stadt und bei grossen Firmen mehr Menschen zu Hause als auf dem Land und in KMU-Betrieben. Insbesondere Arbeitnehmende mit Vorgesetztenfunktion (51%) oder aus der Unternehmensleitung (61%) arbeiten aktuell im Homeoffice und schätzen offensichtlich die Vorteile. Vor der Pandemie waren es knapp 42% bzw.37%.

    Da insbesondere Jüngere vermehrt zu Hause arbeiten möchten, könnte ein Homeoffice-Angebot künftig ein Vorteil bei der Rekrutierung werden. Von den Befragten, die im Homeoffice arbeiten könnten, sind zwei Drittel (65%) bei Arbeitgebern in der Stadt tätig. Vier von fünf (81%) sind bei Arbeitgebern beschäftigt, die über eigene Büroräumlichkeiten verfügen.

    Arbeitnehmende wollen das Beste aus beiden Welten

    Homeoffice ist zwar ein grosses Bedürfnis. Dennoch wollen viele Befragte nicht auf einen fixen Büro-Arbeitsplatz verzichten. Zwei Drittel verfügen heute über einen solchen. Eine zentrale Lage des Arbeitsplatzes bleibt für die Mehrheit der Befragten wichtig, auch wenn sie nicht jeden Tag pendeln. Viele Arbeitnehmende wollen das Beste aus beiden Welten: die Freiheit des Homeoffice, aber trotzdem weiterhin das vertraute Umfeld im Büro.

    Was bedeutet dieser Wunsch für den Bau von neuen Wohn- und Geschäftshäusern, in der Stadt wie auf dem Land? Zentrale, urbane Arbeitsplätze werden weiterhin begehrt sein, Büros in Randlagen dagegen vermutlich auf weniger Nachfrage stossen. Von Planern werden künftig noch kreativere Lösungen gefordert. Andrerseits könnten dank der Akzeptanz von Homeoffice auch periphere Wohnorte attraktiver werden.

    Steiner plant Homeoffice bereits ein

    Bei der Entwicklung von Immobilienprojekten berücksichtigt Steiner gesellschaftliche Trends und antwortet mit innovativen Baulösungen und Wohnformen auf die sozialen Herausforderungen der Zukunft. «Im Wohnbau tragen wir dem Wunsch nach Homeoffice mit neuen Ideen Rechnung», hebt Michael Schiltknecht, Head Real Estate bei der Steiner AG, hervor.

    Michael Schiltknecht ist überzeugt, dass Steiner auch im Büro- und Gewerbebereich bereits Lösungen und massgeschneiderte Antworten auf die Anforderungen der Zukunft anbietet: «Wir haben das nachhaltige und mehrdimensionale Konzept «Manufakt» entwickelt, das nebst modular nutzbaren Räumlichkeiten ein Angebot an geteilten und nach Bedarf benötigten Sitzungszimmern, Flex Offices und Begegnungszonen bietet».

  • Die Schweizer Immobilienmesse für Investoren wird unabhängig

    Die Schweizer Immobilienmesse für Investoren wird unabhängig

    Infolge anhaltender Planungsunsicherheiten und weiterhin geltenden restriktiven Bestimmungen in Zusammenhang mit Covid 19, hat sich der Veranstalter entschieden, den jährlichen Branchenanlass unabhängig von der Finanzmesse, in der Halle 622 in Zürich Oerlikon auszutragen.

    Die Schweizer Immobilienmesse für Investoren verzeichnete in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum und gilt mittlerweile als grösste Schweizer Messe für professionelle inländische und ausländische Immobilienakteure. Mit der am 19. und 20. Januar stattfindenden IMMO22 laden die Organisatoren nun zum 10-jährigen Jubiläum.

    Aufgrund einer erfolgreichen IMMO21, welche pandemiebedingt als Online-Event konzipiert wurde und mit 93 Gesellschaften einen erneuten Ausstellerrekord verzeichnete, wird das hybride Veranstaltungskonzept weitergeführt: Die erstmalige Liveübertragung des IMMO Forums, dem Begleitkongress der Schweizer Immobilienmesse für Investoren, stiess mit über 4000 Zuschaltungen auf grosses Interesse. So hat man sich entschieden, den Begleitkongress auch künftig live über die Messewebsite zu übertragen und neuerdings mittels Synchronübersetzung auch für das französischsprachige Publikum zugänglich zu machen.

  • SVIT-Schweiz Award «Innovation in Real Estate» wird erstmals am Real Estate Award 2021 verliehen

    SVIT-Schweiz Award «Innovation in Real Estate» wird erstmals am Real Estate Award 2021 verliehen

    Nominierte Projekte:

    Business-Case RenoRent

    Machbarkeitsstudie über die Renovierung und touristische Aktivierung von Zweitwohnungen

    Sicheres Wohnen im Alter

    Sicheres Wohnen im Alter ist ein Angebot von Immobilien Basel-Stadt und der Gebäude-versicherung Basel-Stadt an ihre Mieterinnen und Mieter über 65 Jahre.

    Basler Kostenmietmodell

    Immobilienstrategie für das Finanzvermögen des Kantons Basel-Stadt

    Global Real Estate Run

    Globaler Event für Innovation und Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft

    Projekt Interim – Zwischennutzungen und Leerstandsmanagement

    Projekt Interim bietet flexible Lösungen für temporäre Räume in der ganzen Schweiz.

    EDELWEISS – Büro-Hausboot

    Der mobile Immobilien-Showroom

    Die Mitglieder der deutschsprachigen SVIT-Mitgliederorganisationen erhalten die Möglichkeit, den Sieger in einem Publikumsvoting zu bestimmen. Unter folgendem Link  https://realestateinnovation.ch/ finden die nominierten Anwärter auf den Award.

  • Interview mit Beat Bachmann, Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Kanton Zug

    Interview mit Beat Bachmann, Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Kanton Zug

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Beat Bachmann: Der Zuger Wirtschaftsraum bietet ein Gesamtpaket an herausragenden Standortfaktoren: Die ausgeprägte Wirtschaftsfreundlichkeit, politische und finanzielle Stabilität, attraktive Steuern für Firmen und Privatpersonen, Internationalität sowie der Pool an verfügbaren Fachkräften, der wiederum eine Magnetwirkung ausübt. Dazu kommen Investitionen in Bildung, die gute Erreichbarkeit, die hervorragende Lebensqualität sowie ein effektives Geschäftsumfeld. Der Kanton Zug ist Teil der Greater Zurich Area (GZA) und des Metropolitanraums Zürich, einer der weltweit attraktivsten Wirtschaftsräume.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Unternehmen aus breit diversifizierten Branchengruppen: Life Science (Pharma / Biotech / Medtech), Grosshandel, High Tech Industrie, Finanzwirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie (inkl. Fintech und Blockchain) sowie internationale Headquarters.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Mit der Umsetzung der Steuerreform per 1. Januar 2020 bleibt der Wirtschaftsstandort Zug im internationalen Wettbewerb für Unternehmen und Privatpersonen langfristig weiterhin sehr attraktiv. Die führenden Branchen haben sich positiv entwickelt und sind noch stärker geworden, insbesondere Life Science mit Pharma und Medtech, Handel/Trading sowie Blockchain, Tech und IT. In diesen Bereichen sind auch viele Start-ups entstanden. Mit der Inbetriebnahme des Departements Informatik der HSLU in Rotkreuz und dem bevorstehenden Start der Höheren Fachschule für Informatik und Elektronik am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug investiert der Kanton in Talente und künftige Fachkräfte.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir hoffen, dass sich die – vor der Krise prosperierende – Wirtschaft gut erholt und erwarten, dass sich die Branchencluster erfolgreich weiterentwickeln und dass der Kanton weiterhin zu den attraktivsten Standorten zählt.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Zuger Wirtschaftsraum ist international stark vernetzt, globale Ereignisse haben eine grosse Auswirkung. Einen wesentlichen Einfluss hat die Entwicklung des Weltmarkts. Im dritten Quartal werden wir über klarere Informationen verfügen. Der Zuger Regierungsrat plant die kommenden Monate mit verschiedenen Szenarien; er verfolgt mit einem Monitoring ausgewählter Indikatoren die Erholung der Wirtschaft genau.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons stehen im stetigen Austausch mit den ansässigen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Organisationen. Dieses Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Tragfähigkeit bewiesen. Die Nähe zur Zuger Wirtschaft und daraus folgend die Kenntnisse der Situation, auch die der Kleinst- und Kleinfirmen, hat geholfen, die Stützungsmassnahmen des Kantons, die die Massnahmen des Bundes ergänzen, so zu gestalten, dass zumindest die grundlegendsten Bedürfnisse gedeckt werden können.

  • Stilllegung der Gasleitungen in Zürich Seebach

    Stilllegung der Gasleitungen in Zürich Seebach

    Gemäss Stadtratsbeschluss vom Oktober 2012 legt Energie 360° etappenweise die Gasleitungen in Zürich Nord still. Ab Juni 2021 ist die Gasleitungen in Zürich Seebach an der Reihe. Nach Schwamendingen soll bis 2024 auch in den Fernwärmegebieten Seebach, Oerlikon, Neuaffoltern und Unterstrass-Nord kein Gas zum Heizen oder Kochen mehr verwendet werden, wie Energie 360° in einer Mitteilung schreibt.

    Von der Stilllegung der Gasversorgung sind im gesamten Fernwärmegebiet Zürich Nord derzeit noch rund 550 Liegenschaften betroffen. Etwa 200 davon werden mit Gas beheizt; in weiteren 350 Liegenschaften befinden sich Gaskochherde, Wassererwärmer oder andere ans Gasnetz angeschlossene Apparate. Seit 2016 unterstützen Energie-Coaches die Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer beim Ersatz ihrer Gasheizung. Für Gasgeräte, die zwischen 2002 und 2011 installiert und bis zur Stilllegung nicht vollständig amortisiert sind, entrichtet Energie 360° zudem eine Restwertentschädigung.

    Neue Projekte für die Wärmeversorgung

    Das Unternehmen verfolgt gleichzeitig Projekte zur Transformation von Zürichs Wärmeversorgung. In den neuen Fernwärmegebieten Oberstrass, Unterstrass, Wipkingen, Industrie und Aussersihl realisiert Energie 360° Gemeinschaftsanschlüsse ans Fernwärmenetz von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich. In Planung sind darüber hinaus Energieverbünde, um den heutigen Gaskundinnen klimafreundlichere Wärme anzubieten. Weil zukünftig weniger Gas benötigt wird, geht Energie 360° davon aus, dass sie bis 2050 etwa einen Drittel ihres Gasnetzes auf Stadtgebiet ausser Betrieb nehmen wird. Dort, wo Gas unverändert zum Einsatz kommt wird der Anteil an erneuerbarem Gas schrittweise erhöht. 

  • Glarus: Erste Photovoltaik ist bewilligt

    Glarus: Erste Photovoltaik ist bewilligt

    Bereits am 13. Februar hat die Gemeinde dem Bau zugestimmt, nun erteilte auch der Regierungsrat seine Bewilligung. Diese ist auf 40 Jahre ab Inbetriebnahme befristet. Somit darf die Axpo Power AG, ab Sommer 2021 an der Staumauer des Muttsees in der Gemeinde Glarus Süd eine Photovoltaikanlage bauen. Die Anlage entsteht auf einer rund 10’000n m2 grossen Fläche und hat eine Leistung von 2 Megawatt.

    Normalerweise müssen stromproduzierende Anlagen mit einer Leistung von über einem Megawatt eine jährliche Abgabe an den Kanton leisten. Bisher haben nur Wasserkraftanlagen diese Grenze überschritten. In diesem Fall will die Regierung jedoch darauf verzichten. Das Projekt gilt als Pionieranlage zur Untersuchung der Winternutzung der Sonnenenergie im Hochgebirge, das in solchen Dimensionen in der Schweiz erstmalig ist.

    Zum Schutz der Landschaft werden Solargläser mit einer Antireflexionsschicht eingesetzt. Damit soll die Blendwirkung vermindert werden. In den kommenden Wochen wird die Axpo an Modifikationen arbeiten, denn laut einer Studie des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), wird in gewissen Bereichen der Anlage mit hohen Schneelasten gerechnet. Zudem wird noch nach Abnehmern für den Strom gesucht, Axpo steht jedoch in Verhandlungen mit verschiedenen Unternehmen.

  • Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Die langfristigen Folgen der aktuellen Situation sind zwar noch nicht abzusehen, jedoch steht die Schweizer Immobilienwirtschaft vor gewaltigen Herausforderungen.

    Nach Einschätzung der Befragten weisen Wohn- und Logistikimmobilien eine vergleichsweise hohe Stabilität auf. Logistikimmobilien könnten aufgrund der steigenden Belieferungen sogar profitieren, jedenfalls aber ihr Preisniveau halten. Bei den Büro- und Detailhandelsimmobilien rechnen hingegen 76 Prozent mit fallenden Preisen. Vor der grössten Herausforderung stehen jedoch Hotelimmobilien. Entscheidend sei, wie lange die Krise anhält und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie habe.

    Es gehen 89 Prozent der Befragten von einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld aus und 62 Prozent denken, dass künftige Kreditvergaben restriktiver werden. Für die Milderung der Notlage wünschen sie sich Erleichterungen im Besteuerungs-, Erhebungs- und Vollstreckungsverfahren. Zudem schlägt ein Drittel werden erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten vor und ein Viertel hält den vorübergehenden Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer für ein hilfreiches Instrument.

  • Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Aufgrund der aktuellen Situation und den Massnahmen, gibt es in städtischen und industriellen Gebieten einen Rückgang des Stromverbrauchs von 10 bis 20 Prozent pro Tag. In den Tourismusregionen sogar zwischen 30 und 50 Prozent. Am Wochenende und nachts sind die Rückgänge aber geringer. Zudem verschob sich der höchste Stromverbrauch von der Mittagszeit auf 19 und 20 Uhr.

  • Schweiz: Strommarkt soll für alle geöffnet werden

    Schweiz: Strommarkt soll für alle geöffnet werden

    Bis Anfang 2021 wird das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) erarbeiten. Dadurch sollen Eckwerte für eine vollständige Öffnung des Strommarktes identifiziert werden.

    Bisher konnten Verbraucher von mindestens 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr ihren Stromlieferanten frei wählen. Nun sollen es auch schon bald Haushalte und Kleinbetriebe können. Zudem sollen sie das Recht erhalten, vom freien Markt zur Grundversorgung zurückzukehren. Durch diese Änderung wird die dezentrale Stromproduktion gestärkt und eine bessere Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt ermöglicht.

    Die vorgeschlagene Revision des Energiegesetzes dient hingegen dazu, der Strombranche mehr Planungssicherheit und Investitionsanreize zu bieten. Dazu sollen, an den bisherigen Richtwerten orientiert, verbindlichen Ausbauzielen für das Jahr 2035 und 2050 definiert werden.