Autor: immovestuser

  • Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Die Hotelfachschule Thun führt ab dem Schuljahr 2026/27 ein hybrides Schulhotelmodell ein. Dann können Lernende wählen, ob sie die Ausbildung im Schulhotel mit oder ohne Übernachtung absolvieren. Laut einer Mitteilung soll dies mehr Flexibilität bieten.

    Damit reagiert die Schule auf „sich verändernde Bedürfnisse bei Lernenden und Betrieben sowie neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen“. Denn für manche Lernenden stelle die Übernachtung im Schulhotel eine finanzielle Herausforderung dar.

    Um beide Modelle möglich zu machen, werden Unterrichtszeiten, überbetriebliche Kurse und die Organisation des Schulalltags entsprechend angepasst. Damit will die praxisorientierte Managementschule für Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz „Bewährtes erhalten und gleichzeitig neue Wege gehen“ sowie „die Attraktivität des Schulblockmodells langfristig sichern“.

    Wie die Hotelfachschule Thun betont, gewährleisten beide Varianten die gleiche Ausbildungsqualität, Betreuung und Struktur. Das hybride Schulhotelmodell gilt für alle drei Ausbildungsberufe – Hotelkommunikation HOKO, Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft FAHH/PAHH sowie Restaurantfachfrau/-mann REFA/REAN – und für sämtliche Ausbildungsjahre.

  • Intelligente Lichtsteuerung für nachhaltige Gebäude und Städte

    Intelligente Lichtsteuerung für nachhaltige Gebäude und Städte

    Esave hat zwei neue Steuerungslösungen für nachhaltige Lichtkonzepte entwickelt. Insbesondere sollen diese im öffentlichen Raum und bei Gebäuden für optimale Lichtverhältnisse sorgen, schreibt der Anbieter intelligenter Beleuchtungslösungen aus Chur in einer Mitteilung. Die Treiber DT8 TC für Weisslicht und DT8 RGB für Farblicht unterstützen beide den professionellen Lichtstandard DALI, Digital Addressable Lighting Interface, durch den mehrere Leuchten koordiniert verwaltet werden können. Hervorgehoben wird eine geringe Komplexität bei der Installation, hohe Steuerungspräzision, Energieeffizienz sowie Anpassungsfähigkeit. Betriebskosten könnten mit DT8 deutlich gesenkt werden, heisst es. Beide Steuerungssysteme präsentiert esave vom 13. bis 15. Januar als Teil des SWISS Pavilion auf dem World Future Energy Summit (WFES) 2026 in Abu Dhabi.

    „Mit DT8 TC und RGB macht esave Beleuchtung intelligent. Gebäude und öffentliche Räume können Farbe und Helligkeit nun dynamisch an Komfort, Effizienz und Stimmung anpassen – zentral gesteuert mit intelligenter Hochleistungstechnologie“, wird esave-CEO Rico Kramer zitiert.

    DT8 TC wird in architektonischen, industriellen und öffentlichen Anwendungen gesehen und bietet dynamisches, dimmbares Weisslicht. Das System ist laut der Beschreibung ideal geeignet für eine menschenzentrierte Beleuchtung, bei der die Helligkeit und Farbtemperatur dynamisch an den natürlichen Biorhythmus des Menschen angepasst wird. Damit soll das Wohlbefinden, die Konzentration und Gesundheit unterstützt werden.

    Mit DT8 RGB ist eine mehrfarbige Beleuchtung mit einem erweiterten Spektrum und tieferen Farben möglich. Esave zielt hiermit auf stimmungsvolle und dekorative Anwendungen ab. Beispiele sind Installationen im Event- oder Kunst-Bereich.

    Das Unternehmen ist heute mit Standorten auf der ganzen Welt vertreten und wurde laut der Internetpräsenz von den drei Freunden Rico Kramer, Hanno Baumgartner und Daniel Jörimann gegründet. In der Schweiz arbeiten rund 20 Mitarbeitende für esave in der Entwicklung, der Produktion, dem Support, dem Vertrieb oder der Schulung. Die Produktion findet ausschliesslich in der Schweiz statt, wobei grosser Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird.

  • IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    Eine Gruppe von Lernenden der IWB macht aus ausgedienten Metro 45-Strassenleuchten hochwertige Stehlampen. Aus Skizzen wurde ein Prototyp, und mittlerweile sind die ersten zehn Lampen gebaut worden. Unterstützung erhielt das Team von erfahrenen Mitarbeitenden.Insgesamt eignen sich laut einer Mitteilung der IWB rund 2400 alte Leuchten für eine Zweitverwertung. Für die Umsetzung ihres Projekts haben die Lernenden ein eigenes Start-up gegründet. Mit von der Partie sind ein Kaufmann, eine Betriebsinformatikerin, ein Fachmann für den Strassentransport, Netzelektriker und Metallbauer.

    Einer von ihnen sagt in einem zusammen mit der Mitteilung veröffentlichten Video, es sei „spannend, mit anderen Lernenden zusammenzuschaffen, das schweisst zusammen“. Ein Kollege findet es „cool, dass wir so viel Verantwortung übernehmen dürfen und dass sie uns das auch zutrauen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen“. Es sei zwar „schwer, alle Entscheidungen selber fällen zu müssen“, präzisiert ein weiterer Mitstreiter. „Aber irgendwie macht das auch Spass, vor allem, wenn man das Endprodukt des Prototyps sieht und weiss, so hat die Skizze mal ausgesehen.“

    Die Projektverantwortliche Saskia Damann erklärt das Ziel der IWB: „Wir möchten, dass unsere Lernenden möglichst viel mitnehmen, zum Beispiel so Sachen wie unternehmerisches Handeln, Kreislaufdenken oder Selbstverantwortung. Das sind Kompetenzen, die sie für ihre Zukunft brauchen.“

    Was als Idee begann, so die IWB in einer weiteren Mitteilung, „nimmt langsam Form an und zeigt, was möglich ist, wenn Lernende Verantwortung übernehmen und fachübergreifend zusammenarbeiten“. Als Partner habe der Basler Lampenbauer und -händler Regent Lighting den entscheidenden Schritt ermöglicht. Es führte die Sicherheits- und Qualitätsprüfungen durch. Aktuell läuft die Planung für die zweite Produktionsrunde.

  • Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Der Kanton Jura setzt sich für die Revitalisierung seiner Industriebrachen ein. In Rahmen des Projekts SwissRenov hat er nun das kantonale Verzeichnis der sanierungsfähigen Industriebrachen aktualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Mit diesem ersten Schritt sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf der Suche nach Gewerbeflächen befinden oder an der Sanierung und Modernisierung von Industrieanlagen interessiert sind, aktuell und qualifiziert informiert werden.

    In einer ersten Projektphase konnten 2019 rund 90 Industriebrachen erfasst werden, von denen bis heute etwa die Hälfte saniert wurden. Nun kommen 30 weitere Brachen hinzu. In der aktualisierten Karte, die online einzusehen ist, sind gegenwärtig 70 Industrieflächen erfasst. 60 Prozent von diesen befinden sich im Bezirk Porrentruy, 36 Prozent im Bezirk Delèmont und der Rest in den Bezirken Franches-Montagnes und Moutier. In der aktuellen Phase soll das Projekt SwissRenov im Jura bis 2028 abgeschlossen sein.

    Das Projekt SwissRenov wird von der Haute École Arc in Zusammenarbeit mit der kantonalen Raumplanung geleitet und von der Creapole SA in Delèmont vorangetrieben. Es wird vom Bund über das Innosuisse-Flaggschiff-Programm sowie durch den Westschweizer Cleantech-Förderer CleantechAlps unterstützt.

    Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Sanierung und Instandsetzung von Industriegebäuden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern, heisst es in der Mitteilung.

  • Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Die Hochschule Luzern, das Recherchekollektiv Correctiv.Schweiz – der Schweizer Ableger der deutschen gemeinnützigen Rechercheorganisation Correctiv – sowie das Zentralschweizer Onlinemagazin zentralplus.ch haben den Stadtalltag auf Hürden für Menschen mit Einschränkungen getestet.Das Projekt „Achtung Barriere!“ will laut einer Medienmitteilung den Stadtalltag von Menschen, die von einer Neurodivergenz betroffen sind, für andere erlebbar machen und zeigen, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen.

    In einem ersten Schritt wurde ein virtueller Stadtrundgang entwickelt. Die digitale Anwendung mache es nachvollziehbar, „wie herausfordernd es für eine sehbehinderte Person ist, eine Strasse zu überqueren und wie viel Stress dabei entsteht“. Als zweites kommen immersive Mixed-Reality-(MR)-Erfahrungen zum Einsatz, die mit einer speziellen MR-Brille und Kopfhörern ein „Eintauchen in die Szene“ ermöglichen, wie der auf Augmented und Mixed Reality spezialisierte Designforscher Tobias Matter erklärt. So werde etwa die multisensorische Überreizung spürbar, die ausgelöst durch „Lärm, Bewegung und der chaotischen Situation einer Baustelle“ auf eine autistische Person einwirkt.

    In das von der Gebert Rüf Stiftung finanzierte Forschungsprojekt bringen auch Luzernerinnen und Luzernern ihre Erfahrungen mit ein. Auf der zu Correctiv gehörenden Rechercheplattform CrowdNewsroom.org kann die Öffentlichkeit Erfahrungen mit Hindernissen melden.

    Nach den Worten von Pascal Ruedin, Bereichsleiter Projekte beim Tiefbauamt, treffen „fast an jeder Ecke der Stadt verschiedene Perspektiven, Erwartungen und Erfahrungen aufeinander“. Die Stadt als Ansprechpartnerin des Projekts verfolgt das Ziel, die unterschiedliche Wahrnehmung in „einen gemeinsamen Austausch zu bringen“. Die Ergebnisse sollen für politische Entscheidungsträger eine Grundlage liefern, bei künftigen städteplanerischen Entscheidungen „räumliche Auswirkungen besser nachvollziehen zu können“.

  • Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Die Pilatus Arena im Krienser Quartier Mattenhof hat sich laut einer Mitteilung seit ihrer Eröffnung im Oktober 2025 bereits als leistungsfähige, multifunktionale Plattform für Indoor-Sport und Veranstaltungen etablieren können. Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres gaben die beiden Projektinitianten Toni Bucher und Nick Christen ihre Verantwortungen im Verwaltungsrat ab. Markus Mettler, Präsident des Verwaltungsrates der Schlieremer Halter AG und der Pilatus Arena Sports & Events AG, löste Bucher als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der Pilatus Arena AG ab. Im Herbst 2026 soll zudem der Bau des bei der Arena gelegenen Pilatus Tower abgeschlossen werden.

    „Wir danken Toni Bucher und Nick Christen für ihr grossartiges Engagement für den Sport und die Pilatus Arena AG“, wird Markus Mettler in der Mitteilung zitiert. „Beide haben das Projekt seit 2007 entscheidend vorangetrieben.“ Die Arena wurde von Halter entwickelt und realisiert und wird seit ihrer Eröffnung von der von der Pilatus Arena Sports & Events AG betrieben. Die Halter AG ist zudem mit einem Anteil von 70 Prozent Mehrheitsaktionärin der Pilatus Arena AG.

    2025 fanden bereits mehrere Sportveranstaltungen in der neuen Arena statt. Zu den Höhepunkten zählten das erste Länderspiel der Schweizer Handball-Nationalmannschaft, Spiele des Swiss Central Basketball in der Nationalliga B sowie der Final4 Mobiliar Handball Cup der Männer.

    „Die Vorfreude auf den ersten Final4 Cup in der neuen PILATUS ARENA war riesig – und sie wurde in jeder Hinsicht erfüllt“, so Andreas Campi, Präsident des Final4-Organisationskomitees. „Die Atmosphäre war berauschend, das Format hat überzeugt.“

  • Neuer Investor setzt auf Kontinuität und langfristige Perspektive

    Neuer Investor setzt auf Kontinuität und langfristige Perspektive

    Das Hotel Bernerhof Gstaad hat neue Besitzer. Brigitte und Thomas Frei haben ihre Mehrheitsbeteiligung an der Hotel Berner AG laut einer Mitteilung an den Vermögensverwalter RMG THE RISK MANAGEMEMT GROUP (SUISSE) SA aus Genf und die Investitions- und Beteiligungsgesellschaft Holdingstone SA aus Zug abgegeben. Über den Verkaufspreis wurde nichts bekannt.

    Das Ehepaar Frei hatte den Bernerhof in drei Jahrzehnten zu einem bekannten Genuss- und Gourmet-Hotel weiterentwickelt. Es verfügt über 46 Zimmer und Suiten unterschiedlicher Kategorien und vier prämierte Restaurants. „Nach all den Jahren als Inhaber und in der Direktion des Bernerhofs sind wir glücklich, dieses lebendige Erbe einer Gruppe zu übergeben, die von einer positiven und ambitionierten Vision für den Bernerhof und für Gstaad getragen ist“, werden die Eheleute zitiert. Besonders freue es sie, dass François Grohens die operative Leitung per Anfang Dezember übernommen hat.

    Der 55-jährige Grohens war bereits von 2002 bis 2011 im Bernerhof tätig, bevor er ins Park Gstaad wechselte. Dort amtete er während der vergangenen sechs Jahre als Direktor. Stationen in den USA und auf Kreuzfahrtschiffen hatten den Franzosen 1997 in die Schweiz und 2000 nach Gstaad geführt. Sein Fokus liegt den Angaben zufolge darauf, „den Bernerhof für Stammgäste als herzlichen, vertrauten Ort zu bewahren und gleichzeitig neue Gäste mit der Qualität des Service, der Restaurants und der lebendigen Atmosphäre zu begeistern“.

    Jean-Guillaume Pieyre, Gründer und CEO von RMG, bedankt sich bei Brigitte und Thomas Frei „für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen“. Mit Emmanuel Kilchenmann, dem Vizepräsidenten von Holdingstone, will er ein Projekt voranbringen, „das Gstaad und der Region mit Respekt begegnet und die Vision eines lebendigen Dorfzentrums das ganze Jahr über teilt“.

  • Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Die Pensimo Fondsleitung AG mit Sitz in Zürich plant für ihre Sparte Swissinvest Real Estate Fund (Swissinvest) für das erste Quartal 2026 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 150 bis 200 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, soll das frische Kapital zur Rückführung von Fremdkapital im Rahmen eines Erwerbs zweier Immobilien im Stadtgebiet von Zürich dienen.

    Bei den Immobilien handelt es sich um eine zentrale Wohn- und Geschäftsliegenschaft in Zürich-Wiedikon sowie um eine Büroliegenschaft in Zürich-Oerlikon. Die Liegenschaft im Quartier Wiedikon umfasst 53 Wohnungen, Verkaufs-, Büro- und Lagerflächen sowie eine Tiefgarage mit rund 190 Stellplätzen. Die etwa 12’500 Quadratmeter vermietbare Fläche ergibt einen jährlichen Soll-Mietertrag von 4,4 Millionen Franken. Das Anlagevolumen beträgt 134 Millionen Franken.

    Bei der Liegenschaft in Oerlikon hat Swissinvest einen Miteigentümeranteil von 50,1 Prozent erworben. Die 25‘500 Quadratmeter grosse Büroliegenschaft hat einen Jahres-Sollmietertrag von 7,4 Millionen Franken, wobei auf Swissinvest ein Anteil von 3,7 Millionen Franken entfällt. Wie es in der Mitteilung heisst, besitzt die Liegenschaft Potenzial für Wohnumbauten.

    Das Anlagevolumen beträgt insgesamt 210 Millionen Franken mit einem Sollmietertrag von 8,1 Millionen Franken. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird mit einem zusätzlichen Ertrag von 5 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Der Halbjahresbericht des Swissinvest Real Estate Funds wird am 27. Februar 2026 veröffentlicht.

  • Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Die Stadt Thun plant eine Beteiligung an der Realisierung des Swiss Football Homes, das als SFV-Fussballcampus in Thun Süd entstehen soll. Der Investitionsbeitrag von 4 Millionen Franken ist laut einer Mitteilung der Stadt Teil eines umfassenden Finanzierungskonzepts, das neben einer Eigenfinanzierung des SFV auch Mittel des Bundes, des Kanton Berns und Drittfinanzierungen umfasst. Die 4 Millionen Franken à fonds perdu sollen dabei für Gebäudekosten, Aussenanlagen sowie die Projektierung aufgewendet werden. Über den Kredit befindet der Stadtrat an seiner Sitzung vom 16. Januar. Diese finanzielle Beteiligung durch die Stadt ist an unterschiedliche Auflagen gekoppelt, darunter etwa die Sicherstellung und Tragbarkeit der Gesamtfinanzierung des Swiss Football Homes und die Festlegung der Kantonsbeiträge.

    Das Swiss Football Home dient künftig als neues Verbandszentrum des Schweizerischen Fussballverbandes und umfasst Gebäude sowie mehrere Fussballplätze. Rund 150 Mitarbeitende sind künftig auf dem Campus tätig, der als Teil des Sport- und Freizeitclusters Thun Süd vorgesehen ist. Das Swiss Football Home wirke sich langfristig steuerlich positiv auf die Stadt Thun und die Wirtschaftsförderung der Region aus, heisst es in der Mitteilung. Besonders die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen und die Zusammenzüge der Nationalteams seien eine einzigartige Gelegenheit für den Standort.

    Im Cluster Thun Süd wurden bereits weitere private Sportprojekte, etwa ein In- und Outdoor-Racketsportcenter, eine Kletter- und Boulderanlage und eine Ballsporthalle initiiert. Die breite Sportnutzung auf dem Areal in unmittelbarer Nähe zur Stockhorn Arena des FC Thun bringe viele Synergien mit sich, erklärt die Stadt. „Der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen für die Stadt Thun durch die Ansiedlung des Swiss Football Home wird den einmaligen Investitionsbeitrag um ein Vielfaches übersteigen“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz zitiert.

  • Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Die Bieri Tenta AG, ein Hersteller von Planstofflösungen aus Grosswangen, hat den erfolgreichen Projektabschluss einer Lagerhalle am Standort Susten in einer Mitteilung bekanntgegeben. Auftraggeber war die BOWA Recycling AG, die auf das Recycling von kontaminiertem Bodenmaterial fokussiert und eine Tochtergesellschaft der Theler AG aus Raron VS ist. Die Lagerhalle ist laut Mitteilung optimal auf die Anforderungen des modernen Recyclingbetriebs ausgelegt und ist bereits das zweite Projekt, bei dem die Firmen zusammenspannen. Bereits 2019 hatte Bieri für die BOWA Recycling AG eine 2700 Quadratmeter grosse Halle realisiert.

    In Susten handelt es sich hierbei um eine Giebelhalle mit einer Grundfläche von knapp 3000 Quadratmetern. Die Lagerhalle ist mit sechs Bieri-Rolltoren (5 mal 5 Meter) sowie sechs Fluchttüren ausgestattet, die reibungslose Abläufe und hohe Sicherheit im Betriebsalltag garantieren. Während der sechswöchigen Montage nutzte Bieri einen Pneukran, um die bis zu 13 Tonnen schweren Stahlteile an ihr Ziel zu heben. Als Dach und Abdeckung der Membranhalle dient eine 59 mal 61 Meter grosse Folie, die rund 3,6 Tonnen auf die Waage bringt. Die Membrane ist dabei für die Installierung einer Photovoltaikanlage geeignet, womit es den Kunden offen steht, nachhaltige Energie direkt vor Ort zu erzeugen.

    Die BOWA Recycling AGals Auftraggeber ist eine Tochtergesellschaft der Theler AG und betreibt eine Bodenwaschanlage in Leuk-Susten, seit 2024 allerdings auch eine thermische Behandlungsanlage. Die Firma erreicht laut Eigenangaben Recyclingraten von bis zu 99 Prozent bei kontaminiertem Bodenmaterial.

    Die Bieri Gruppe ist eine Herstellerin von Lösungen aus technischen Textilien, etwa für Industrie, Bau, Transport, Architektur und Veranstaltungen. Das Unternehmen gliedert sich in die Bieri Tenta AG aus Grosswangen und die Bieri Zeltaplan GmbH mit Sitz im deutschen Leipzig.

  • Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Spitch und Adnovum – beide mit Sitz in Zürich – haben einen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Voicebot lanciert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Programm Berna die Schadensaufnahme bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) vereinfachen.

    Bei der Anruftriage und der Schadenaufnahme soll der KI-Voicebot eine schnelle Kundenbetreuung ermöglichen. Das Programm ist in der Lage, verschiedene Schweizer Dialekte zu unterscheiden und zu erkennen und den gesprochenen Text in Schriftdeutsch zu wandeln. Berna ist darüber hinaus in der Lage, mehrere Hundert Anrufe gleichzeitig anzunehmen, heisst es in der Mitteilung. Auf Wunsch verbindet das Programm auch Anrufende mit einem menschlichen Spezialisten.

    Die neue Lösung kann vor allem bei Grossschadensereignissen hilfreich sein. So gingen bei dem Unwetter vom August 2024 im Berner Oberland in kürzester Zeit mehr als 3000 Anrufe ein. Zu dem schon eingetretenen Schaden kamen zum Teil sehr lange Wartezeiten hinzu. „Für uns zentral war, dass bei einem Grossschadenereignis die Geschädigten bei der Absetzung ihrer Schadenmeldung nicht noch zusätzlich belastet werden“, wird Corinne Fleury, Innovationsmanagerin bei der GVB, in der Mitteilung zitiert. „Ziel war es, auch bei solchen Grossereignissen mittels einer automatisierten, flexibel skalierbaren Lösung unser Kundencenter und die Fachabteilungen zu entlasten und keine Wartezeiten entstehen zu lassen. Die von Spitch und Adnovum erstellte Lösung ermöglicht es zudem, durch geführte Dialoge und die strukturierte Erfassung der Kundenangaben automatisch präzise Schadendossiers als Basis für die weitere Verarbeitung durch Fachpersonen zu erstellen.“

  • Netzübernahme bringt neue Impulse für die lokale Energieversorgung

    Netzübernahme bringt neue Impulse für die lokale Energieversorgung

    Turgi wechselt laut einer Mitteilung den Stromnetzbetreiber. Per 1. Januar 2026 wird Regionalwerke AG Baden (RWB) das Stromnetz in Turgi übernehmen. Damit stellt der bisherige Betreiber AEW Energie AG (AEW) die Stromlieferung und den Kundendienst ein. Neuer Ansprechpartner für alle Belange der Stromversorgung ist dann der regionale Stromversorger RWB.

    Die Übernahme der Wasserversorgung konnte früher getätigt werden, da hierfür die Gemeinde verantwortlich war. Das Stromnetz hingegen gehöre AEW und gehe per Anfang 2026 in die Zuständigkeit von RWB über, wie Adrian Fuchs, Leiter Elektrizitätsversorgung und Mitglied der Geschäftsleitung bei der RWB, erklärt. Mit dem Schritt unterstreiche RWB ihre „regionale Rolle“ und biete eine zuverlässige, sichere und nachhaltige Stromversorgung für die Einwohnerschaft. Zusätzlich sollen die Stromkosten für Neukundinnen und Neukunden niedriger sein. Im Vergleich zum Vorjahr ergebe sich eine Ersparnis von 10 Prozent für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden pro Haushalt.

    Der Wechsel der Netzbetreiber steht in Zusammenhang mit geplanten Erneuerungen und einem Ausbau des Stromnetzes im Rahmen der Fusion von Turgi mit der Stadt Baden Anfang 2024. Ab Mitte 2026 werden laut Mitteilung 2000 Stromzähler durch intelligente Messsysteme ausgetauscht. Mittelfristige Planungen sehen eine Verbindung der Stromnetze von Baden und Turgi zur Stärkung der Versorgungssicherheit vor.

  • Watt d’Or letzte Ausgabe eines Energiepreises

    Watt d’Or letzte Ausgabe eines Energiepreises

    Das Bundesamt für Energie hat den Watt d’Or am 8. Januar 2026 zum neunzehnten und letzten Mal vergeben. Der Preis wurde seit 2007 als nicht dotiertes Gütesiegel für Energieexzellenz verliehen. Ziel war, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sichtbar zu machen und Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit für innovative Energietechnologien zu gewinnen. Für die Ausgabe 2026 gingen 55 Bewerbungen ein, 17 Projekte schafften es in die Endrunde, aus der die Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher die vier Siegerprojekte auswählte.

    Gaznat Innovation Lab «GreenGas»
    In der Kategorie Energietechnologien gewinnt das Innovation Lab von Gaznat in Aigle, wo das Gasversorgungsunternehmen gemeinsam mit der EPFL und Start-ups Technologien für Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung im industriellen Massstab testet. Das GreenGas-Konzept vereint am Standort Aigle unter anderem WKK, Photovoltaik, Power-to-Gas (Elektrolyse), Wasserstoffspeicher, CO₂-Abscheidung, Methanisierung und das reale Gasnetz von Gaznat und schlägt damit eine Brücke von der Forschung zur industriellen Anwendung.

    Endigo mit alpiner Fassaden-PV
    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird die endigo Holding AG aus Fiesch ausgezeichnet, die am neuen Firmensitz im Goms eine alpine Fassaden-Solaranlage realisiert hat. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade verbindet architektonische Qualität mit einer PV-Lösung, die das vorhandene alpine Licht- und Reflexionspotenzial nutzt und für die regional verankerte, naturverbundene und zukunftsorientierte Energieausrichtung von endigo steht.

    Elektrotraktor von Rigitrac
    Den Preis für energieeffiziente Mobilität erhält die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi für den Elektrotraktor SKE 40 e-direct, den ersten serienreifen Elektrotraktor mit europäischer Typengenehmigung. Das Fahrzeug ist emissionsfrei, leise, wendig und besonders energieeffizient und eignet sich damit für Einsätze, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind. Etwa im kommunalen Unterhalt, in Gemüsetunnels oder bei Hallensportanlässen.

    Gebäude und Raum
    In der Kategorie Gebäude und Raum wird das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur ausgezeichnet, das von der Baugenossenschaft «mehr als wohnen», Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab mit weiteren Partnern entwickelt wurde. Das Quartier überzeugt mit Holzbauweise, dem Einsatz von Re-Use-Materialien, intelligenten Energiesystemen, einem innovativen Lüftungskonzept, klimaorientierter Architektur und sozialer Vielfalt und gilt als Modell für zukunftsweisenden, gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz.

  • Schweizer Deep-Tech an der CES 2026

    Schweizer Deep-Tech an der CES 2026

    BTRY präsentiert eine neue Klasse ultradünner Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien, die für Anwendungen mit extremen Anforderungen an Bauhöhe, Sicherheit und Ladegeschwindigkeit entwickelt wurden. Die Zellen sind ab rund 0,1 Millimeter Dicke verfügbar, lassen sich in etwa einer Minute vollständig aufladen und funktionieren auch bei Temperaturen bis etwa 150 Grad Celsius stabil.

    Dank All-Solid-State-Architektur kommen sie ohne flüssige Elektrolyte aus, sind dadurch weniger brandgefährdet und erlauben sehr schnelles Laden ohne zusätzliche Pufferkondensatoren. Zielmärkte sind vernetzte Kleingeräte wie Smart Labels, drahtlose Sensoren, Wearables und medizinisch-technische Anwendungen, bei denen konventionelle Batterien oft zu voluminös oder zu langsam sind.

    Lautlose Kühlung für Hochleistungsrechner
    Ionic Wind zeigt an der CES ein Lenovo ThinkPad T14, das nicht mit einem Lüfter, sondern mit einer Festkörper-Ionenwind-Technologie gekühlt wird. Statt mechanischer Ventilatoren erzeugen elektrische Felder einen gerichteten Luftstrom, der die Wärme abführt, ohne bewegliche Teile und praktisch geräuschlos.

    Diese Technologie macht Luft zum elektrisch steuerbaren Designparameter und öffnet Gestaltungsspielräume für Laptops, Edge-AI-Geräte und kompakte Elektronik, in denen klassische Lüfter an Grenzen stossen. Neben der Geräuschreduktion verspricht Ionic Wind höhere Zuverlässigkeit, weil verschleissanfällige mechanische Komponenten entfallen.

    Gedruckte Perowskit-Solarzellen
    Perovskia Solar setzt seine Präsenz an der CES fort und zeigt Inkjet-gedruckte Solarzellen auf Basis von Perowskit-Materialien. Die Zellen lassen sich massgeschneidert produzieren und in eine Vielzahl elektronischer Geräte und Sensoren integrieren – etwa in Kleingeräte, Wearables oder autonome IoT-Sensoren.

    Perowskit-Solarzellen zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade bei niedrigen Herstellungskosten und grosse Gestaltungsfreiheit aus. Das Unternehmen demonstriert, wie sich Energieerzeugung direkt in Geräteoberflächen integrieren lässt, was Batterien entlastet und neue, energieautarke Anwendungen ermöglicht.

    Bedeutung für Empa und den Hardware-Standort Schweiz
    Die gemeinsame Präsenz von BTRY, Ionic Wind und Perovskia Solar auf der CES zeigt, dass die Empa nicht nur Grundlagenforschung betreibt, sondern zunehmend Deep-Tech-Start-ups hervorbringt, die auf globalen Märkten skalieren. Die Projekte adressieren Bereiche, in denen inkrementelle Verbesserungen an Grenzen stossen, wie Batterietechnik, Elektronikkühlung und Photovoltaik.

    Damit profilieren sich Empa und Schweiz als Standort für Hardware-Innovationen, die direkt in industrielle Anwendungen fliessen. Die Start-ups verbinden wissenschaftliche Exzellenz mit internationaler Sichtbarkeit, Kundenvalidierung und globalen Wachstumsambitionen und verschieben den Schwerpunkt von «Forschung im Labor» zu «Produkten auf der Weltbühne».

  • Experimentierfeld genossenschaftliches Stadtleben

    Experimentierfeld genossenschaftliches Stadtleben

    Als Innovations- und Lernplattform versteht «mehr als wohnen» das Hobelwerk nicht nur als Siedlung, sondern als Reallabor für neue Wohnformen, Partizipationsmodelle und genossenschaftliche Governance. Für Fachleute aus Planung, Wohnungsbau und Stadtentwicklung bietet das Quartier Anschauungsmaterial für zentrale Fragen der künftigen Stadtentwicklung. Im Fokus steht etwa, wie viel Gemeinschaft der Alltag tatsächlich verträgt und wie sich Mischnutzungen so organisieren lassen, dass sie langfristig robust funktionieren. Ebenso wird sichtbar, wie ein Quartier zugleich sozial offen, ökologisch ambitioniert und dennoch wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden kann.

    Das Hobelwerk liegt auf dem früheren Areal der Schreinerei Kälin & Co. AG unmittelbar beim Bahnhof Oberwinterthur und damit an einer gut erschlossenen, vormals gewerblich geprägten Lage. Bauherrin ist die Baugenossenschaft mehr als wohnen, die nach dem Hunziker Areal ihr zweites grosses Projekt realisierte und das Areal zwischen 2018 und 2023 in zwei Etappen entwickelt hat.

    ​Auf rund 16 000 m² sind fünf Neubauten und mehrere umgenutzte Bestandsbauten entstanden, insgesamt etwa 158 Wohnungen plus Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen. Die Siedlung gilt als Modell für sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Stadtentwicklung und wurde mehrfach architektur- und energiepreislich ausgezeichnet.

    Städtebau, Architektur und Nutzungsmix
    Die unterschiedlichen Baukörper, darunter lange Riegel entlang der Gleise, ein Hofhaus, ein Quaderbau und ein kleiner Wohnturm, schaffen ein kleinteiliges Quartier mit Höfen, Gassen, Spiel- und Gartenflächen. Mehrere Büros, unter anderem pool Architekten, Ramser Schmid, Pascal Flammer, Baubüro in situ und Studio Vulkan, sorgen für Vielfalt im Detail bei gleichzeitig klarer Gesamtfigur.

    ​Der Nutzungsmix reicht von klassischen 1,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen über Clusterwohnungen und Micro-Co-Living bis zu Wohnateliers für Kulturschaffende und verschieden grosse, teilweise günstige Gewerbeflächen. Im Erdgeschoss liegen unter anderem Kita, Bäckerei, Co-Working, Ateliers, Waschsalons, Gemeinschaftsräume und Allmendflächen, die als erweitertes «Wohnzimmer» der Siedlung funktionieren.

    Wohnkonzepte und Alltagsorganisation
    Die Genossenschaft kombiniert etablierte und experimentelle Wohnformen wie Micro-Co-Living für ein bis zwei Personen mit gemeinsamen Küchen und Aufenthaltsflächen, grosszügige Clusterwohnungen für WGs, klassisch geschnittene Familienwohnungen sowie inklusive Wohnprojekte, etwa mit Partnerorganisationen wie jawohn. Ergänzt wird das Wohnangebot durch Gästezimmer, Gästewohnungen und zuschaltbare Zimmer, die flexibel zugemietet werden können.

    ​Die Allmende spielt eine zentrale Rolle mit Laubengänge, Dachterrassen, Gemeinschaftsräume und der überdachte Hobelwerkplatz erleichtern informelle Begegnung und geteilte Nutzung. Bewohnende gestalten das Quartier in Quartiergruppen und Partizipationsformaten aktiv mit, ein Kernbestandteil der «mehr als wohnen»-DNA.

    Bestand, Freiraum und Identität
    Die alte Hobelwerkhalle und die Z-Halle wurden erhalten, sanft umgebaut und bilden heute das Zentrum mit einem überdachten Platz für Märkte, Feste, Kultur- und Quartierveranstaltungen. So bleibt die industrielle Vergangenheit als räumliche und narrative Schicht präsent und verleiht dem Areal eine klare Identität.

    ​Die Freiraumgestaltung mit Gemüsegärten, Kieswegen, Spielflächen und Begrünung von Höfen und Fassaden zielt auf hohe Aufenthaltsqualität, Hitzereduktion und Biodiversität. Autoarme Erschliessung und eine Mobilitätsstation mit Bikes und Anhängern stärken den Alltag ohne eigenes Auto.

    Nachhaltigkeit, Governance und Lerncharakter
    Das Projekt setzt auf energieeffiziente Bauweise, robuste, langlebige Materialien und gezielte Wiederverwendung von Bauteilen, kombiniert mit einem niedrigen Ressourcen- und Flächenverbrauch pro Kopf. Dafür erhielt das Hobelwerk mehrere Auszeichnungen, unter anderem als eines der besten Neubauprojekte der Schweiz und für seine energieeffiziente, ressourcenschonende Konzeption.

  • Kantone stoppen Brandschutz-Liberalisierung

    Kantone stoppen Brandschutz-Liberalisierung

    Die heute gültigen VKF-Brandschutzvorschriften von 2015 bilden schweizweit den verbindlichen Rahmen für baulichen und technischen Brandschutz. Umgesetzt werden sie durch Kantone und Gemeinden. Für 2026/2027 war eine Totalrevision geplant. Die VKF erarbeitete im Auftrag der Kantone einen rund 500 Seiten starken Entwurf, der unter dem Projekttitel «BSV 2026» seit September 2025 in der technischen Vernehmlassung war.

    ​Ziel war ein moderneres, stärker auf Verhältnismässigkeit, Deregulierung und Kosten-Nutzen-Optimierung ausgerichtetes Regelwerk. Der Ansatz waren klare Schutzziele, vereinfachte Nachweisverfahren und mehr Eigenverantwortung über den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg.

    Geplante Lockerungen im Fokus
    Kritisch diskutiert wurden vor allem punktuelle Lockerungen. Der Entwurf sah in bestimmten Nutzungsszenarien längere zulässige Fluchtweglängen und vereinfachte Anforderungen an brennbare Bauteile vor. Zudem sollten obligatorische Kontrollen zugunsten von mehr Selbstdeklaration und Eigenverantwortung der Eigentümerschaften teilweise zurückgefahren werden.

    ​Wie viel Normenabbau verträgt ein System, dessen Kernauftrag der Schutz von Menschenleben ist? Kritiker warnten, dass vermeintliche Effizienzgewinne im Ernstfall teuer bezahlt werden könnten.

    Marschhalt nach Brandkatastrophe
    Die Brandkatastrophe im Wallis in der Silvesternacht hat die Diskussion schlagartig verändert. Das Interkantonale Organ für technische Handelshemmnisse als politischer Auftraggeber des Projekts verfügte Anfang Januar 2026 einen Marschhalt bei den Liberalisierungsbestrebungen.

    ​Die technische Vernehmlassung wird zwar formell bis zum 11. Januar abgeschlossen, das gesamte Reformprojekt jedoch inhaltlich neu beurteilt. Gesicherte Erkenntnisse aus den laufenden Untersuchungen zum Brand sollen sowohl fachlich wie politisch diskutiert und explizit in die weiteren Arbeiten integriert werden.

    Kritik an «mehr Markt, weniger Staat»
    Schon vor dem Brand äusserten Fachleute und Medien Skepsis gegenüber der Ausrichtung der Revision. Die Stossrichtung «Deregulierung, mehr Eigenverantwortung, weniger Kontrollen» wurde als Risiko interpretiert, Sicherheit zugunsten von Kosteneinsparungen, Flexibilität und Projektbeschleunigung zu schwächen.

    ​Besonders heikel ist die Lage in Kantonen ohne kantonale Gebäudeversicherung wie dem Wallis, wo die Präventions- und Kontrollstrukturen weniger dicht sind. Dort wuchs die Sorge, dass längere Fluchtwege, mehr brennbare Bauteile und reduzierte Aufsicht im Ergebnis höhere Risiken für Grossschäden und Opfer bedeuten könnten.

    Wie geht es weiter mit BSV 2026?
    Die Vernehmlassung zur technischen Vorlage wird ausgewertet, gleichzeitig erarbeiten IOTH und VKF einen neuen Fahrplan für das Projekt «BSV 2026». Offiziell ist alles offen, von gezielten Präzisierungen über stärkere Vereinheitlichungen bis hin zu Verschärfungen einzelner Anforderungen.

    ​Parallel gewinnt eine andere Debatte an Fahrt. Viele Akteure fordern schweizweit einheitlichere Kontrollen und Mindeststandards, weil die heutige Umsetzung von Brandschutzkontrollen zwischen den Kantonen stark variiert. Der Marschhalt ist damit nicht das Ende der Reform, sondern ein Wendepunkt. Weg von der reinen Deregulierung, hin zu einer Brandschutzpolitik, die Lehren aus Crans-Montana sichtbar und verbindlich macht.

  • Megafusion mit Signalwirkung

    Megafusion mit Signalwirkung

    Glencore und Rio Tinto haben bestätigt, dass sie in vorläufigen Gesprächen über eine mögliche Kombination «einiger oder aller» Geschäftsbereiche stehen. Im Markt gilt ein All-Share-Deal als wahrscheinlich, strukturiert als court-sanctioned scheme of arrangement, bei dem Rio Tinto Glencore vollständig übernimmt.​

    Nach britischem Übernahmerecht hat Rio Tinto bis 5. Februar 2026, 17.00 Uhr London-Zeit, Zeit  eine «firm intention to make an offer» zu veröffentlichen oder die Gespräche zu beenden. Dies ist die klassische «put up or shut up»-Frist. Beide Unternehmen betonen ausdrücklich, dass es keinerlei Sicherheit gibt, dass ein formelles Angebot oder überhaupt ein Deal zustande kommt.​

    Mögliche Deal-Struktur und strategische Logik
    Diskutiert wird ein Mega-Merger mit einem kombinierten Unternehmenswert von deutlich über 200 Milliarden US-Dollar. Er würde einen der grössten Mining- und Rohstoffkonzerne der Welt mit über 200’000 Mitarbeitenden schaffen. Die Spannbreite reicht von einer Vollübernahme bis zu Teiltransaktionen, etwa mit Fokus auf Glencores Kupfer-Minen und andere Energiewende-Metalle.​

    Knackpunkt sind Glencores Kohlegeschäft und das umfangreiche Trading-Portfolio. Rio Tinto ist aus der Kohle ausgestiegen und dürfte wenig Interesse an einer dauerhaften Rückkehr haben. Szenarien reichen von einer temporären Übernahme mit anschliessender Abspaltung über Spin-offs bis zu einem Deal, bei dem nur ausgewählte Assets wie etwa Kupfer in Rio Tinto integriert werden.​

    Kupfer als Treiber
    Strategisch geht es um Zugriff auf Rohstoffe für Dekarbonisierung und Digitalisierung. Beide Konzerne verfügen über bedeutende Kupfervorräte. Zusammen würden sie zu einem dominanten Anbieter eines Metalls, das für Netzausbau, E-Mobilität, erneuerbare Energien und energieintensive Rechenzentren unverzichtbar ist.​

    Analysten verweisen darauf, dass Kupfernachfrage bis 2040 um rund 50 Prozent steigen könnte, während das Angebot zeitweise hinterherhinkt. Ein Umfeld, das Grösse, Kapitalstärke und Pipeline-Tiefe belohnt. Ein Zusammenschluss würde die Konsolidierung im globalen Mining-Sektor weiter vorantreiben und die Marktmacht weniger Schwergewichte verstärken.​

    Bedeutung für Zug und den Rohstoffplatz Schweiz
    Glencore mit Sitz in Baar ist einer der wichtigsten Rohstoffkonzerne und Steuerzahler der Schweiz, mit rund 1000 Mitarbeitende arbeiten im Raum Zug. Bei einem Aktiendeal würde der Konzern voraussichtlich in eine globale Rio-Tinto-Struktur integriert, Details zu Sitz, Notierung, Governance und Funktionen in Zug sind jedoch offen.​

  • Ausbau der strategischen Führung mit Daniel Kuster

    Ausbau der strategischen Führung mit Daniel Kuster

    Mit der geplanten Wahl von Daniel Kuster stärkt Property One gezielt die strategische Steuerung und die langfristige Ausrichtung der Gruppe. Kuster soll gemeinsam mit dem Gesamtverwaltungsrat die Weiterentwicklung der Gruppe prägen und die Umsetzung zentraler strategischer Initiativen eng begleiten.

    Die Zusammenarbeit geht über ein klassisches Verwaltungsratsmandat hinaus. In direktem Austausch mit Geschäftsleitung und Organisation wird er an der konzeptionellen Schärfung, der organisatorischen Weiterentwicklung und der Umsetzung der Wachstumsagenda mitwirken. Die Wahl steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der FINMA.

    Erfahrung entlang der Immobilien-Wertschöpfung
    Daniel Kuster bringt über zwanzig Jahre Führungserfahrung in leitenden Funktionen, Verwaltungsräten und Anlagegremien mit, unter anderem als langjähriger CEO der Fundamenta Group (Schweiz) AG und als Geschäftsführer einer Immobilien-Anlagestiftung. Seine Laufbahn umfasst damit sowohl operative Führung als auch institutionelle Kapitalmarkterfahrung im Immobilienbereich.

    Heute ist er als unabhängiger Verwaltungsrat, Stiftungsrat und strategischer Sparring-Partner tätig und begleitet Unternehmen bei Governance-Fragen, Strategieentwicklung und der Strukturierung von Geschäftsmodellen. Diese Kombination aus Marktkenntnis, Governance-Kompetenz und Investorenperspektive passt zur wachstumsorientierten Positionierung von Property One.

    Mehrwert für die Weiterentwicklung
    Die Gruppe will ihre Plattformen, Produkte und Projekte nicht nur weiter ausbauen, sondern auch strategisch und organisatorisch auf das nächste Entwicklungsniveau heben. Kusters Erfahrung in Unternehmensführung, Governance und Strukturierung von Geschäftsmodellen soll helfen, Wachstum, Professionalität und wertebasierte Unternehmenskultur auszubalancieren.

    Die enge Einbindung in Verwaltungsrat und operative Diskussionen schafft die Basis, um strategische Ambitionen in robuste Strukturen, klare Entscheidungsprozesse und skalierbare Geschäftsmodelle zu übersetzen. Damit stärkt das Unternehmen ihre Position als unternehmerisch geprägte, langfristig denkende Immobilien- und Investmentgruppe.

  • Ausbau der strategischen Führung mit Daniel Kuster

    Mit der geplanten Wahl von Daniel Kuster stärkt Property One gezielt die strategische Steuerung und die langfristige Ausrichtung der Gruppe. Kuster soll gemeinsam mit dem Gesamtverwaltungsrat die Weiterentwicklung der Gruppe prägen und die Umsetzung zentraler strategischer Initiativen eng begleiten.

    Die Zusammenarbeit geht über ein klassisches Verwaltungsratsmandat hinaus. In direktem Austausch mit Geschäftsleitung und Organisation wird er an der konzeptionellen Schärfung, der organisatorischen Weiterentwicklung und der Umsetzung der Wachstumsagenda mitwirken. Die Wahl steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der FINMA.

    Erfahrung entlang der Immobilien-Wertschöpfung
    Daniel Kuster bringt über zwanzig Jahre Führungserfahrung in leitenden Funktionen, Verwaltungsräten und Anlagegremien mit, unter anderem als langjähriger CEO der Fundamenta Group (Schweiz) AG und als Geschäftsführer einer Immobilien-Anlagestiftung. Seine Laufbahn umfasst damit sowohl operative Führung als auch institutionelle Kapitalmarkterfahrung im Immobilienbereich.

    Heute ist er als unabhängiger Verwaltungsrat, Stiftungsrat und strategischer Sparring-Partner tätig und begleitet Unternehmen bei Governance-Fragen, Strategieentwicklung und der Strukturierung von Geschäftsmodellen. Diese Kombination aus Marktkenntnis, Governance-Kompetenz und Investorenperspektive passt zur wachstumsorientierten Positionierung von Property One.

    Mehrwert für die Weiterentwicklung
    Die Gruppe will ihre Plattformen, Produkte und Projekte nicht nur weiter ausbauen, sondern auch strategisch und organisatorisch auf das nächste Entwicklungsniveau heben. Kusters Erfahrung in Unternehmensführung, Governance und Strukturierung von Geschäftsmodellen soll helfen, Wachstum, Professionalität und wertebasierte Unternehmenskultur auszubalancieren.

    Die enge Einbindung in Verwaltungsrat und operative Diskussionen schafft die Basis, um strategische Ambitionen in robuste Strukturen, klare Entscheidungsprozesse und skalierbare Geschäftsmodelle zu übersetzen. Damit stärkt das Unternehmen ihre Position als unternehmerisch geprägte, langfristig denkende Immobilien- und Investmentgruppe.

  • Sunrise verschlankt Strukturen

    Sunrise verschlankt Strukturen

    Der geplante Abbau ist Teil einer «organisatorischen Weiterentwicklung», mit der Sunrise Hierarchieebenen reduzieren, Entscheidungswege verkürzen und Prozesse effizienter machen will, durch den Einsatz neuer Technologien. Betroffen wären insbesondere zahlreiche Führungsfunktionen. Shop-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt und Lernende sollen weitgehend geschont bleiben.

    ​Für unvermeidbare Kündigungen kommt ein Sozialplan zum Tragen, der Alter und Dienstjahre berücksichtigt, ein Newplacement-Programm vorsieht und einen Fonds für individuelle Überbrückungs- und Qualifizierungsmassnahmen umfasst. Mitarbeitende ab 58 erhalten befristete Verträge bis 62 und ab 62 unterstützt Sunrise vorzeitige Pensionierungen. Jüngere Mitarbeitende sollen möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

    ​Wiederholter Einschnitt trifft Belegschaft hart
    Für die Mitarbeitenden ist die Nachricht ein weiterer Schock. Bereits 2024 baute Sunrise im Zuge der Integration von UPC nach einem Konsultationsverfahren 166 Stellen ab.

    ​Im laufenden Konsultationsverfahren fordert die Gewerkschaft Syndicom, Alternativen ernsthaft zu prüfen und auf einen erneuten Stellenabbau zu verzichten. Der Entscheid über die tatsächlichen Kündigungen wird nach Abschluss des Verfahrens erwartet. Sie dürften im Februar und März 2026 ausgesprochen werden.

    ​Preiskampf zwingt zur Effizienz
    Der Schweizer Telekommarkt ist stark umkämpft und seit der Liberalisierung sind zahlreiche neue Anbieter hinzugekommen, während eine Marktkonsolidierung ausbleibt. Gleichzeitig nimmt die Preissensibilität der Kundschaft zu, Rabattaktionen und Promotionen drücken Margen und erzwingen konsequente Kostendisziplin.

    ​In diesem Umfeld versuchen Anbieter, sich mit günstigen Tarifen, Paketangeboten und Servicequalität zu profilieren und dies bei gleichzeitig hohem Investitionsbedarf in Netze, Glasfaser und 5G. Strukturprogramme wie bei Sunrise sind damit nicht nur betriebswirtschaftliche Manöver, sondern Ausdruck eines Marktes, in dem Effizienz zur Überlebensfrage wird.

  • Wohnungen schrumpfen wieder

    Wohnungen schrumpfen wieder

    Die Haushalte werden kleiner, die Wohnungen bleiben gross. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse ist seit den 1960er-Jahren auf rund zwei Personen gesunken, der Anteil der Einpersonenhaushalte liegt heute bei etwa 41 Prozent, in Grossstädten teils bei der Hälfte aller Haushalte. Gleichzeitig dominiert im Bestand das grosse Mehrzimmer-Appartement, eine strukturelle Fehlanpassung, die den Neubau unter Zugzwang setzt.

    ​Hinzu kommen Preis- und Standortdruck sowie stark gestiegene Boden-, Bau- und Energiekosten. Dies macht grosse Wohnungen für viele unerschwinglich, während Investoren mit kleineren Einheiten pro Quadratmeter höhere Erlöse erreichen. Städtebauliche Leitbilder setzen auf Nachverdichtung statt Einfamilienhaus, der Anteil der Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist gestiegen.

    Technische Konsequenzen für Planung und Bau
    Kleinere Wohnungen bedeuten nicht weniger Planung, sondern mehr Komplexität auf engerem Raum. Höhere Gebäudedichten, grössere Spannweiten und feinere Lastabtragung fordern die Tragwerksplanung. Die Haustechnik muss mehr Wohneinheiten pro Gebäude versorgen, mit höheren Anforderungen an Schallschutz, Lüftung, Leitungsführung und Zählerlogistik.

    ​Im Brandschutz werden Fluchtwege, Brandabschnitte und Rettungskonzepte anspruchsvoller, weil Verdichtung und Nutzungsmischung zunehmen. Gleichzeitig wächst der Druck auf flexible Grundrisse, die sich teilen, zusammenlegen oder umnutzen lassen, vom Single-Apartment zur Familienwohnung und zurück.

    Umbau statt Tabula rasa
    Der Neubau allein kann die strukturelle Schieflage zwischen Haushalts- und Wohnungsgrössen nicht beheben. Der überwiegende Teil des Bestands stammt aus Zeiten anderer Wohn- und Familienmodelle. Abriss und Ersatz wären weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar.

    ​Damit rückt der Bestand in den Fokus. Teilung grosser Wohnungen, Ergänzungsbauten im Hof, Aufstockungen oder die Umnutzung von Büroflächen werden zur zentralen Ingenieuraufgabe. Technisch heisst das, Eingriffe in Statik und Brandschutz, Nachrüstung der Haustechnik im laufenden Betrieb und Präzisionsarbeit am bewohnten Objekt.

    Fläche als unterschätzter Hebel
    Die wichtigste Botschaft der Auswertungen, Heizung, Dämmung und Anlagentechnik sind für den Energiebedarf entscheidend. Dabei ist die beheizte Wohnfläche pro Kopf entscheidend. Wer auf weniger Quadratmetern wohnt, reduziert automatisch die Heizlast, den Materialeinsatz und die benötigte Betriebsenergie.​

    Kleinere und energieeffiziente Wohnungen werden so zum doppelten Schlüssel. Sie passen besser zu kleiner werdenden Haushalten und reduzieren den Energieverbrauch des Gebäudesektors spürbar. Downsizing wirkt unmittelbarer als viele technische Einzelmassnahmen, vorausgesetzt, Grundrisse bleiben lebenswert, adaptierbar und sozial durchmischt.

  • Zürich stärkt Energiezukunft mit Solar- und Speicherpflicht

    Zürich stärkt Energiezukunft mit Solar- und Speicherpflicht

    Das grösste ungenutzte Kraftwerk liegt auf Zürcher Dächern. Rund 6 Terawattstunden Solarstrom wären jährlich möglich, fast zwei Drittel des kantonalen Strombedarfs. Der Regierungsrat will dieses Potenzial ausschöpfen. Künftig sollen alle geeigneten Dächer über 300 Quadratmeter vollflächig mit Solaranlagen belegt werden. Neubauten unterliegen der Pflicht ab Errichtung, bestehende Gebäude beim Dachersatz.

    Damit setzt Zürich gezielt auf bewährte Strukturen. Solarenergie entsteht lokal, lässt sich rasch umsetzen und stösst kaum auf Widerstand. Sie stärkt die Eigenversorgung, insbesondere wenn überschüssiger Sommerstrom gespeichert werden kann.

    Speicher als Brücke in den Winter
    Der Weg zur sicheren Winterversorgung führt über Speicher. Drei Viertel des Solarstroms entstehen im Sommerhalbjahr. Ein Überschuss, der künftig langfristig nutzbar werden soll. Der Regierungsrat will Netzbetreiber verpflichten, Langzeitspeicher technologieneutral zu fördern.

    Eine moderate Abgabe von höchstens 0,5 Rappen pro Kilowattstunde soll den Förderfonds speisen, verwaltet durch die EKZ. Für Haushalte und Betriebe bedeutet das rund zwei Prozent höhere Stromkosten. Härtefallregelungen schützen stromintensive Unternehmen.

    Gesetz mit Augenmass
    Wo Anlagen unwirtschaftlich sind finanzielle Härten bestehen oder der Netzanschluss fehlt, , bleiben Ausnahmen möglich und die Pflicht greift nicht. Auch Schutzinteressen für Landschaft und Ortsbild werden abgewogen.

    Damit setzt Zürich ein pragmatisches Signal. Statt auf Grossprojekte in den Alpen oder auf Windparks zu hoffen, wird das Potenzial vor Ort genutzt. Die Kombination aus flächendeckender Solarproduktion und Speicherstrategie bildet das Rückgrat einer sicheren, erneuerbaren Energiezukunft im Kanton.

  • Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Im Studium treffen Studierende aus Architektur, Ingenieurwesen, Gebäudetechnik, Geomatik, Informatik und Nachhaltigkeitsmanagement aufeinander. Diese Vielfalt eröffnet neue Perspektiven, verlangt aber auch Offenheit und Lernbereitschaft. Unterschiedliche Denkweisen, Fachsprachen und Prioritäten müssen zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeführt werden. Entscheidend ist die Haltung. Wer bereit ist zuzuhören, voneinander zu lernen und Vertrauen aufzubauen, schafft Raum für echte Innovation.

    Kommunikation als Fundament
    Ohne präzise Kommunikation scheitert selbst die beste Technik. Schon ein Begriff wie «Modell» kann je nach Disziplin völlig verschieden verstanden werden. In dieser Weiterbildung lernen Studierende, solche Unterschiede bewusst anzusprechen, ein gemeinsames Vokabular zu entwickeln und Missverständnisse zu vermeiden. Kollaborative Plattformen wie Miro oder modellbasierte Datenräume unterstützen den Prozess, ersetzen aber nicht den persönlichen Austausch. Nur wenn Sprache, Visualisierung und digitale Werkzeuge intelligent kombiniert werden, entsteht ein gemeinsames Verständnis.

    Struktur schafft Vertrauen
    Transparente Rollen, klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Abläufe bilden das Rückgrat erfolgreicher Teams. Sie verhindern doppelte Arbeit, fördern Eigeninitiative und geben Sicherheit, damit Teams Verantwortung übernehmen können. Das Studium trainiert diese Haltung in praxisnahen Projekten, bei denen Studierende Verantwortung übernehmen, Feedback geben und reflektieren. So wächst Vertrauen, die Voraussetzung für produktive Flexibilität.

    Denken über Fachgrenzen hinaus
    Interdisziplinarität bedeutet, über den eigenen Tellerrand hinaus neue Perspektiven einzunehmen. So entstehen Lernräume, in denen technisches Know‑how, digitale Methoden und Projektmanagement ineinandergreifen. Die Studierenden lernen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, nachhaltige Ziele zu integrieren und den Menschen im Prozess mitzudenken.

    Diese Verbindung aus Haltung, Struktur und Kommunikation macht aus Vielfalt eine Stärke und aus interdisziplinärer Zusammenarbeit den Motor für Innovation im digitalen Planen und Bauen.

  • Basel zwischen Regulierung und Realität

    Basel zwischen Regulierung und Realität

    Die jüngsten politischen Eingriffe allen voran die im Mai 2022 in Kraft getretene Wohnschutz-Initiative, haben die Branche aufgerüttelt. Das Wohnschutzgesetz schützt den Bestand und wird dabei zur Bremse der Erneuerung. Viele Eigentümer fragen sich, lohnt sich noch, was wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll wäre? Die derzeitigen Diskussionen in der lokalen Immobilienbranche zeigen, Realismus dominiert, Optimismus ist rar, Unsicherheit weit verbreitet. Immerhin hat die Politik die Problematik erkannt und erste Anpassungen vorgenommen. Per 1. November 2025 wurde die Verordnung zum Wohnschutzgesetz angepasst und Korrekturen angebracht. Die Anpassung der Verordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viel mehr aber auch nicht. Damit tatsächlich wieder renoviert, saniert und damit investiert wird, braucht es eine Anpassung auf Gesetzesebene.

    Gleichzeitig darf man festhalten, der Basler Wohnungsmarkt bleibt robust. Die Nachfrage nach gutem Wohnraum ist ungebrochen, Leerstände bleiben tief (wenn auch weniger tief als in anderen Städten) und die Standortattraktivität im Dreiländereck, mit der lokal verankerten Pharma- und Life Science Branche bleibt hoch. Doch auch das Umland schläft nicht, die regulatorischen Eingriffe in Basel fördern eine schleichende Verlagerung von Investitionen in die umliegenden Kantone und darüber hinaus. Das betrifft nicht nur Investoren und Anleger, sondern auch das lokale Gewerbe, dass sich seine Aufträge ausserhalb von Basel-Stadt suchen muss. Dabei kommen stellenweise die Preise ins Wanken. Das ist kein gesunder Trend, sondern ein Warnsignal.

    Dabei steigen die Anforderungen an ESG-Konformität und Energieeffizienz kontinuierlich und mit ihnen der Kostendruck. Wer heute neu baut oder saniert, muss nicht nur rechnen, sondern sich auch rechtfertigen gegenüber Banken, Behörden und einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit.

    Kurzfristig dominiert die Suche nach Stabilität und Planungssicherheit. Mittelfristig rückt die energetische Sanierung des Bestands in den Fokus, nicht zuletzt unter ESG-Gesichtspunkten.

    Langfristig wird sich der Basler Immobilienmarkt daran messen lassen müssen, ob er zwischen Regulierung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine neue Balance findet. Die Zuversicht bleibt, getragen von der Überzeugung, dass Qualität, Innovationsgeist und regionale Stärke auch in anspruchsvollen Zeiten Bestand haben.

    Fabian Halmer,
    Präsident SVIT beider Basel
  • Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Die unterirdische Zugverbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel ist zwingend nötig für den Ausbau der S-Bahn im Dreiländereck. Das schreiben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Handelskammer beider Basel (HKBB) in einer Erklärung. Sie fordern eine rasche Umsetzung dieser sogenannten Durchmesserlinie, welche die heutigen Spitzkehren der Züge in den beiden Bahnhöfen überflüssig macht. Im Gegenzug sehen sie ein Reduktionspotenzial bei weiteren Bahnausbauten in Basel.

    Die beiden Kantone und die Handelskammer berufen sich dabei namentlich auf Ulrich Weidmann, der die neue Verbindung als unbestritten und zwingend nötig für das S-Bahnsystem bezeichnet habe. Der Professor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hatte das Gutachten Verkehr 2045 erarbeitet. Auf dessen Grundlage hatte der Bundesrat im Oktober entschieden, den Tiefbahnhof Basel SBB und die Durchmesserlinie zu depriorisieren.

    „Die Durchmesserlinie bedeutet einen Quantensprung im S-Bahn-Angebot für die Region“, wird  Regierungsrätin Esther Keller in der Mitteilung zitiert. Sie „lässt sich aus unserer Sicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren realisieren“, so die Vorsteherin des Basler Bau- und Verkehrsdepartements.

    Martin Dätwyler weist auf die Bedeutung für die Beseitigung von Engpässen auf der Strasse hin. „Mit einer raschen Realisierung der Durchmesserlinie werden wir es schaffen, beide Verkehrsträger – Strasse und Schiene – fit zu machen für die Zukunft“, wird der HKBB-Direktor zitiert. „Das stärkt nicht nur die Wirtschaftsregion Basel, sondern die gesamtschweizerische Wirtschaft und ist essenziell für die Landesversorgung.“

    Auch Regierungsrat Isaac Reber unterstreicht die Bedeutung für das ganze Land. „Die Region ist das Tor zur Schweiz“, so der Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft. „Ohne den Bau der Durchmesserlinie wird die Region zum Flaschenhals. Das können wir uns nicht leisten – und die Schweiz auch nicht.“

  • Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Die Matica AG aus Wagenhausen und die Hochschule Luzern haben laut einer Mitteilung die SeasON Energy AG gegründet. Sie soll die Technologie der SeasON-Sorptionswärmepumpe industrialisieren und kommerzialisieren. Diese war von den beiden Partnern in den vergangenen drei Jahren gemeinsam entwickelt worden. Sie speichert überschüssige erneuerbare Energie im Sommer durch ein thermochemisches Verfahren und stellt im Winter fast ohne zusätzlichen Strom Heizenergie bereit.

    „Mit der Gründung des Spin-offs SeasON Energy AG erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der zukunftsweisenden Technologie und ihrer Markteinführung“, wird Matica-CEO Marc Lüthi zitiert. Er übernimmt die operative Leitung des Greentech-Start-ups mit Sitz in Zürich.

    „Bei der ersten Pilotanlage, die seit einem Jahr in der Tierkadaversammelstelle in Frauenfeld in Betrieb ist, hat sich gezeigt, dass die Technologie funktioniert“, erläutert Benjamin Fumey, Verwaltungsrat der SeasON Energy und Leiter der Forschungsgruppe CC Thermische Energiesysteme und Verfahrenstechnik am Institut für Maschinen- und Energietechnik der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.

    Eine zweite Pilotanlage befindet sich an der Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG und eine dritte in einem Wohngebäude im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten will SeasON Energy rund ein Dutzend weiterer Pilotprojekte realisieren. Damit sollen Leistung und Wirtschaftlichkeit demonstriert werden.

    2025 wurde das SeasON-Projekt mit dem Prix Watt d’OR und dem Greenovation Award ausgezeichnet. Zudem war SeasON in der Kategorie Industry Innovation einer der drei Finalisten beim Swiss Technology Award.

  • Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat Patrik Wermelinger laut einer Mitteilung zum neuen Direktor ernannt. Der 54-jährige Luzerner tritt die Nachfolge von Ivan Buck an, der nach acht Jahren im Amt künftig auf seine eigene Firma im Bereich Relationship Management fokussiert. Wermelinger, mit abgeschlossenem Studium in Betriebswirtschaftslehre und Träger eines Executive MBA, war bereits von 2006 bis 2016 als Leiter Standortpromotion und Marketing bei der Wirtschaftsförderung Luzern tätig. Seit 2016 ist er Chief Investment Promotion Officer sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise.

    Laut der Mitteilung machen ihn besonders diese zehn Jahre Erfahrung im Rahmen der Wirtschaftsförderung, seine Kenntnis und sein Netzwerk im Raum Luzern und sein Know-How für die Bedürfnisse ausländischer Firmen zum idealen Kandidaten. „Patrik Wermelinger besticht nicht nur durch seine hohe Fachkompetenz und seine umfassende internationale Erfahrung, sondern auch durch seine vertrauenswürdige und gewinnbringende Art“, wird Dr. Erwin Steiger zitiert, Präsident des Stiftungsrates. Ivan Buck bleibt als amtierender Direktor bis Ende Februar 2026 bei der Wirtschaftsförderung Luzern angestellt. Anschliessend übernimmt Andreas Zettel als stellvertretender Direktor ad interim, bis Patrik Wermelinger sein Amt per 1. Juni 2026 antritt.

    Die Wirtschaftsförderung Luzern ist zentrale Anlaufstelle für Unternehmen im Wirtschafts- und Wohnstandort Luzern. Ihr Dienstleistungsportfolio umfasst Standortpromotion, Ansiedlung, Unternehmensentwicklung, Förderung von Neugründungen sowie den Ausbau und die Pflege des Netzwerks mit Kanton, Gemeinden und Wirtschaft.

  • Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    QuinStreet wird HomeBuddy in sein Angebot integrieren. Wie das kalifornische Unternehmen bekanntgibt, will es mit der Vermittlungsplattform der SIREN GROUP aus dem Kanton Schwyz sein eigenes Angebot auf seiner Modernize Home Services-Plattform um „eine wichtige neue Produktlinie ergänzen“. Sie soll Handwerksfirmen „ein vorhersehbares, nachhaltiges Geschäftswachstum“ ermöglichen.

    Auch für sich selbst glaubt QuinStreet als Effekt dieser Akquise an eine Steigerung des bereinigten EBITDA von voraussichtlich 30 Millionen Dollar oder mehr in den ersten zwölf Monaten. Danach sollen „bereits identifizierte Synergien“ zum Tragen kommen und zu „signifikantem Wachstum“ führen. Den Angaben zufolge hat HomeBuddy in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2025 einen Umsatz von rund 141 Millionen Dollar erzielt.

    Um das anvisierte Wachstum zu realisieren, zahlt QuinStreet im Rahmen eines Aktienkaufvertrags an die SIREN GROUP bei Abschluss 115 Millionen Dollar in bar und weitere 75 Millionen Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren. Weitere Details der Transaktion werden den Angaben zufolge mit den Geschäftsergebnissen der ersten beiden Quartale 2026 vorgelegt.

    QuinStreet erwartet, dass HomeBuddy das eigene Netzwerk um neue Fachleute für Reparaturen und Sanierungen erweitern und den Kundenstamm auf mehr als 2000 Unternehmen und regionale Fachleute aus 30 anspruchsvollen Branchen erhöhen wird. Zudem soll HomeBuddy QuinStreets Grundlage für die Bereitstellung neuer Produkte und Dienstleistungen weiter stärken, vor allem den 360 Finance-Marktplatz zur Finanzierung von Hausrenovierungen.

  • Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung am peruanischen Baustoffunternehmen Cementos Pacasmayobekanntgegeben. Mit der Transaktion stärke Holcim seine Präsenz im Wachstumsmarkt Lateinamerika und verfolgt seine NextGen Growth Strategy 2030, heisst es in der Mitteilung.

    Cementos Pacasmayo rechnet 2025 mit einem prognostizierten Nettoumsatz von 630 Millionen Dollar und einer EBITDA-Marge von 28 Prozent. Das Transaktionsvolumen von 1,5 Milliarden Dollar entspricht damit einem 8,8-fachen des für 2025 prognostizierten EBITDA. Die Übernahme soll sich im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) und den freien Cashflow auswirken, im dritten Jahr dann auch auf die Kapitalrendite (ROIC).

    „Die synergetische Übernahme von Cementos Pacasmayo steht im Einklang mit unserer Strategie ‚NextGen Growth 2030‘, mit der wir das Wachstum in der attraktiven Region Lateinamerika beschleunigen wollen“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic zitiert. „Dies ist eine Gelegenheit, das aussergewöhnliche Erbe von Cementos Pacasmayo fortzuführen, das auf einer starken Leistungskultur, einem tiefen Engagement für seine Mitarbeiter und einer in Peru hoch angesehenen Marke basiert. Das Unternehmen ist sehr cash-generativ und verfügt über ein komplementäres Portfolio an Baumaterialien und Baulösungen. Ich freue mich darauf, die 2000 Mitarbeiter von Pacasmayo bei Holcim willkommen zu heissen und gemeinsam weiter zu wachsen.“

    Die rund 300 Verkaufspunkte von Cementos Pacasmayo ergänzen künftig Holcims Präsenz in Lateinamerika. Holcim war bereits im vergangenen Jahr mit den Übernahmen von Comacsa, Mixercon, und der Compañía Minera Luren in den peruanischen Baustoffmarkt eingetreten.

    Die Transaktion, deren Abschluss im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird, steht im Einklang mit Holcims wachstumsorientierter Kapitalallokation und unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen.

  • Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Die Heller Gastro AG eröffnet am 19. Dezember 2025 ihre frisch renovierte und umgebaute Eiger Lodge Grindelwald. Im Zentrum der Arbeiten stand die Sanierung der Eiger Lodge „Easy“, dem älteren der beiden Gebäude, die zur Eiger Lodge gehören. Es wurde zwischen April und Dezember modernisiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut einer Mitteilung auf 4,5 Millionen Franken. Die beiden direkt unter der Eiger Nordwand gelegenen Hotelteile „Easy“ und „Chic“ bieten insgesamt 220 Betten.

    70 Prozent des Auftragsvolumen wurden den Angaben zufolge mit ortsansässigen Unternehmen ausgeführt, die restlichen 30 Prozent mit Firmen aus Bern und dem Berner Oberland. Der neue Frühstücksbereich bietet neu mehr Platz und grosse Fensterfronten mit Bergblick. Neue Küchenräumlichkeiten sollen die Abläufe hinter den Kulissen vereinfachen. Ausserdem wurde der Rezeptions- und Eingangsbereich vollständig saniert. Im Obergeschoss wurde eine Sauna eingerichtet. Eine angrenzende Terrasse wird noch gebaut. Zudem wurden die Gemeinschaftsduschen, die zu den Mehrbett-, Doppel- und Familienzimmern „Easy“ gehören, vollständig erneuert.

    Das Hotel war seit den 90er Jahren unter dem Namen Mountain Hostel die Basis für zahlreiche Bergpassionierte. 2015 wurde es durch die Heller Gastro übernommen und in Eiger Lodge umbenannt. Das Unternehmen betreibt am Ort ausserdem das Eiger Mountain & Soul Resort Grindelwald.