Autor: immovestuser

  • Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Vor knapp einem Jahr haben Levent Künzi, vormaliger COO von Betterhomes, und sein Bruder Adrian Künzi das Unternehmen Properti gegründet. Die beiden Brüder wollen mit dem digitalen Immobilienmakler die Immobilienbranche nachhaltig verändern, erläutert Properti in einer Mitteilung. Die Zielgruppe des Jungunternehmens aus dem Wirtschaftsraum Zürich bilden private Eigentümer von Mietwohnungen. Sie machen laut Mitteilung derzeit rund die Hälfte aller Besitzer der schweizweit rund 4,5 Millionen Wohnungen aus.

    Properti arbeitet dabei nach der Devise zentral managen, dezentral vermitteln, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Wir fokussieren uns auf den Nischenmarkt von privaten Eigentümern und bieten einen vollumfänglichen Service rund um den Verkauf und die Vermietung von Immobilien an“, wird Levent Künzi dort zitiert. Dabei sind die Prozesse von Properti vollständig digitalisiert.

    Nach nur zehn Monaten am Markt ist Properti bereits auf 40 Mitarbeiter angewachsen. Sie betreuen aktuell „über 300 aktive Immobilien in der Deutschschweiz und konnten bis dahin schon über 230 Vermittlungen mit einem Umsatzvolumen von rund 40 Millionen tätigen – trotz Corona“, meint Levent Künzi. Die beiden Brüder wollen in Kürze eine erste Finanzierungsrunde durchführen. Als Vorbild wird in der Mitteilung McMakler genannt. Dem deutschen Unternehmen sei es gelungen, 50 Millionen Euro einzusammeln und den Unternehmenswert auf 230 Millionen Euro zu steigern.

  • PriceHubble nimmt frisches Geld ein

    PriceHubble nimmt frisches Geld ein

    PriceHubble hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei mehrere Millionen Franken eingenommen, wie aus einer Mitteilung bei startupticker.ch hervorgeht. Angeführt wurde die Runde vom Helvetia Venture Fund und von Swiss Life. Zu den Investoren gehören ausserdem das österreichische Immobilienunternehmen Soravia und Frank Strauss, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank.

    PriceHubble ermöglicht es, aus grossen Datenmengen nützliche Erkenntnisse für die Bewertung von Immobilien zu gewinnen. Mit der Lösung des Unternehmens können etwa Daten zum Standort, der Nachbarschaft oder zur Lärmbelastung mithilfe von Big Data Analytics sowie Künstlicher Intelligenz ausgewertet und anschaulich präsentiert werden. PriceHubble richtet sich an alle Parteien der Immobilienwertschöpfungskette, etwa an Immobilienportale, Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen, Immobilieninvestoren sowie Privatpersonen.

    Der Mitteilung zufolge ist das Unternehmen bereits im deutschsprachigen Raum, in Frankreich sowie in Japan erfolgreich. Im den vergangenen zwölf Monaten konnte PriceHubble die Anzahl seiner Kunden auf mehrere hundert verfünffachen und jene der Mitarbeitenden auf 72 verdoppeln.

    Mit dem frischen Geld soll das internationale Wachstum weiter vorangetrieben werden. „Durch die neu gewonnenen Finanzmittel sind wir bestens für die weitere Expansion gerüstet und können unsere europäische Spitzenposition als Proptech für datengetriebene Immobilienbewertungen und Standortanalysen weiter ausbauen“, lässt sich PriceHubble-Gründer Stefan Heitmann zitieren.

  • Bildungszentrum Zürichsee weiht Neubau ein

    Bildungszentrum Zürichsee weiht Neubau ein

    Patrick Heeb, Rektor des Bildungszentrum Zürichsee (BZZ), hat am Dienstag gemeinsam mit Regierungspräsidentin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (ZH/CVP) sowie Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom (ZH/GPS) einen Neubau am BZZ in Horgen eingeweiht. Lernende des BZZ sind bereits in das neue Schulgebäude eingezogen.

    Der nun eingeweihte Neubau soll den steigenden Raumbedarf der Schule decken, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit ihm verfügt die Schule neben neuen Unterrichtszimmern auch über eine neue Dreifachturnhalle. Die Sporthalle wird ausserhalb der Unterrichtszeit dem Sportamt der Gemeinde Horgen zur Verfügung gestellt.

    Nach der Fertigstellung des Neubaus wird nun mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes begonnen. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird das BZZ von seiner Lage am Zürichsee profitieren können. So wird es zur Kälte- und Wärmerzeugung das Seewasser nutzen.

  • Holcim liefert nachhaltigen Beton für HSG Learning Center

    Holcim liefert nachhaltigen Beton für HSG Learning Center

    Auf dem Areal der Universität St.Gallen (HSG) baut die HSG Stiftung auf dem institutseigenen Areal derzeit das neue HSG Learning Center. Das Generalunternehmen HRS Real Estate AG hat die Schweizer Holcim AG mit der Lieferung der Betone beauftragt. Bei rund der Hälfte der insgesamt 6000 Kubikmeter verbauten Betons kommt ein neues, nachhaltigeres Holcim-Produkt zum Einsatz, EvopactPLUS.

    „Mit EvopactPLUS schliessen wir den Baustoffkreislauf, schonen natürliche Ressourcen und sparen CO2 ein“, so Roger Dällenbach, Regionenleiter Deutschschweiz & Tessin, in einer Medienmitteilung von Holcim. Der neuartige Beton ersetzt natürlichen Kies mit einer wiedergewonnenen Gesteinskörnung aus der Region. Zudem beinhaltet er Susteno, nach Unternehmensangaben der „europaweit erste und einzige ressourcenschonende Zement, bei dem Mischgranulat aus Rückbauten als Zumahlstoff eingesetzt wird“. Dieses feine Material findet in der herkömmlichen Betonproduktion keine Verwendung und muss daher deponiert werden.

    „Im Vergleich zu einem bereits optimierten Massenzement spart der Einsatz von Susteno 10 Prozent CO2 ein“, heisst es in der Mitteilung. Auch die Regionalität spiele eine Rolle: Der Baustoff wird ab dem nur drei Kilometer von der Baustelle entfernten Holcim-Betonwerk in St.Gallen geliefert. „Es war ein Experiment für uns, da wir zum ersten Mal mit dem Produkt gearbeitet haben“, wird Polier Marcel Kunz von Holcim zitiert. Er sei sehr zufrieden damit, „es ist ein wunderbarer Beton.“

    In dem modernen Bau solle künftiger weniger das fachliche Lernen als vielmehr das Erlernen notwendiger Kompetenzen wie kritisches Denken und Selbstreflexion im Vordergrund stehen, so die Bauherrin, die HSG-Stiftung. Sie finanziert dieses Projekt grösstenteils aus Spenden von HSG Alumni.

  • EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL will die Energiewende in der Schweiz und Europa mit grossen Investitionen vorantreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, will er 2021 mit EBL X Invest ein neues Anlagevehikel für professionelle Anleger schaffen. Dieses soll mit Eigenkapital in Höhe von 250 bis 500 Millionen Euro ausgestattet werden. Damit sollen Investitionen in Höhe von 700 Millionen bis 1,4 Milliarden Euro in die Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Schweiz und in Europa ausgelöst werden.

    Das neue Anlagevehikel knüpft an die EBL Wind Invest AG an, die 2016 von EBL, institutionellen Anlegern und Pensionskassen gegründet worden ist. Die EBL Invest soll bis Ende 2020 mit einem Eigenkapital von 120 Millionen Euro insgesamt 370 Millionen Euro in Windkraftanlagen in Deutschland investiert haben. Die Anlagen sollen zusammen 370 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

    EBL setzt auch im eigenen Unternehmen auf erneuerbare Energien. Die eigene Fahrzeugflotte soll bis 2030 zu 97 Prozent auf elektrische Antriebe umgestellt werden. Der Hauptsitz in Liestal wird zu 95 Prozent mit erneuerbaren Energien bewirtschaftet.

  • Immobilienmarkt trotzt der Pandemie

    Immobilienmarkt trotzt der Pandemie

    An der diesjährigen Sommerumfrage haben 300 Akteure am Immobilienmarkt teilgenommen, informiert CSL Immobilien in einer Mitteilung. Die rekordhohe Teilnahme zeige, „wie stark Immobilienunternehmen, Fonds und Investoren zurzeit am Austausch über aktuelle Marktinformationen interessiert sind“, heisst es dort weiter. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge hat der mit der Coronavirus-Pandemie verbundene Wirtschaftseinbruch den Immobilienmarkt nur wenig tangiert.

    „Die Zäsur am Immobilienmarkt durch die Pandemie ist insgesamt deutlich geringer als erwartet“, wird Patricia Reichelt, Leiterin Research & Marktanalyse bei CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge seien im Wohnungsmarkt die Unterschiede zum Vorjahr „sowohl im Eigentumssegment als auch im Mietwohnungsmarkt in allen fünf Regionen so minim, dass kein genereller Trend erkennbar ist“, heisst es in der Mitteilung. Bei der Kaufpreisentwicklung rechnen die Marktakteure damit, dass die Preise für Einfamilienhäuser deutlicher steigen werden als die Preise für Stockwerkeigentum.

    Aber auch die Nachfrage für Büroflächen sei „trotz Corona-Schock weiterhin vorhanden“, schreibt CSL Immobilien. Hier generierten wachsende oder neu gegründete Unternehmen „trotz insgesamt sinkender Gesamtnachfrage“ eine Zusatznachfrage, erläutert das Unternehmen. „Im Wirtschaftsraum Zürich sank die Nachfrage in diesen beiden Kategorien zwar im Vorjahresvergleich um zusammen einen Drittel. Doch immerhin noch 16% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass Wachstum oder Neugründungen die Hauptmotivation für die Nachfrage war“, heisst es in der Mitteilung. In Basel wäre dies bei einem Drittel der Befragten der Fall, in Bern bei 16 Prozent. In Genf und Lausanne seien Wachstum oder Neugründungen hingegen nicht als Nachfragegrund genannt worden. Die Zusatznachfrage könnte nach Einschätzung von CSL Immobilien jedoch dazu führen, dass die Nachfrage nach Büroflächen in den kommenden Jahren deutlich weniger stark sinken wird als nach der Finanzkrise 2008.

  • Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    • Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 5.4% auf
    • CHF 28.2 Mio.
    • Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. beim Projekt Aglaya
    • Das Konzernergebnis beträgt CHF 8.3 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 26.1 Mio.). Ohne
    • Neubewertung und Sondereffekte reduzierte sich das Konzernergebnis von CHF 15.4 Mio.
    • auf CHF 11.9 Mio.
    • Solide Kapitalbasis mit einer Eigenkapitalquote von 55.7 % (54.7% per 31. Dezember 2019)

    Das erste Halbjahr 2020 stand auch bei Zug Estates im Zeichen der Herausforderungen, welche uns durch die COVID-19-Pandemie gestellt wurden.

    Im Immobilienbereich mussten zahlreiche unserer Mieter während des behördlich verordneten Lockdowns ihre Geschäfte schliessen. Hiervon waren vor allem unsere Retailmieter und damit die Einkaufs-Allee Metalli betroffen. Im Segment Hotel & Gastronomie führte das nahezu vollständige Erliegen des internationalen Geschäftsreiseverkehrs zu erheblichen Umsatzeinbussen.

    Erfreulicherweise konnten wir trotz Corona sämtliche der verbliebenen 49 Stockwerkeigentumseinheiten des Promotionsprojekts Aglaya fristgerecht an ihre neuen Eigentümer übergeben. Zudem konnten wir bereits mit über 90% der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass finden.

    Im ersten Halbjahr 2020 resultiert ein Konzernergebnis von CHF 8.3 Mio., das 68.3% unter dem der Vorjahresperiode (CHF 26.1 Mio.) liegt. Bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte führen vor allem die rückläufigen Zahlen des Segments Hotel & Gastronomie zu einer Reduktion des Konzernergebnisses um 22.7% von CHF 15.4 Mio. auf CHF 11.9 Mio.

    Erhöhung des Liegenschaftenertrags bei deutlich tieferen Hotel- und Gastronomieumsätzen

    Die volle Periodenwirksamkeit von mehrheitlich im Vorjahr abgeschlossenen Mietverträgen erhöht den Liegenschaftenertrag im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5.4% auf CHF 28.2 Mio. Durch die COVID-19-Pandemie wurden Mietzinserlasse von CHF 0.7 Mio. gewährt.

    Der Ertrag des Segments Hotel & Gastronomie bildete sich von CHF 8.2 Mio. auf CHF 3.6 Mio. zurück. Die Belegung unserer Hotels reduzierte sich während des Lockdowns zeitweise auf unter 10%. Seither dürfen wir wieder Zuwächse verzeichnen, liegen jedoch immer noch deutlich unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Der Gross Operating Profit (GOP) liegt lediglich noch bei 7.8% verglichen mit 39.3% im ersten Halbjahr 2019.

    Aus der Veräusserung der letzten 49 Stockwerkeigentumswohnungen im Projekt Aglaya resultierte ein Ertrag von CHF 72.5 Mio. und ein Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. Beim gesamten
    Promotionsprojekt Aglaya konnten wir damit eine Rendite auf das Investitionsvolumen von 17.3% erwirtschaften. Da in der Vorjahresperiode keine Verkaufserlöse verbucht wurden, resultierte insgesamt eine deutliche Steigerung des Betriebsertrags von CHF 36.7 Mio. auf CHF 105.4 Mio.

    Das Immobilienportfolio wurde insgesamt um CHF 13.6 Mio. tiefer bewertet, was rund 0.9% des Portfoliowerts sämtlicher Renditeliegenschaften per 30. Juni 2020 entspricht und auf eine leicht konservativere Einschätzung der Marktmieten von Retailflächen im Generellen und einzelner spezifischer Büroflächen zurückzuführen ist. In der Vorjahresperiode resultierte ein Neubewertungsgewinn von CHF 11.5 Mio.

    Der durchschnittliche Zinssatz des verzinslichen Fremdkapitals konnte weiter von 1.4% auf 1.3% gesenkt werden. Erwartungsgemäss führte die deutlich geringere Bautätigkeit zu einem Rückgang der aktivierungsfähigen Zinsen und einer entsprechenden Erhöhung des Finanzaufwands von CHF 2.5 Mio. auf CHF 3.5 Mio.

    Stabiles Portfolio mit höherer Leerstandsquote

    Der Marktwert des Portfolios liegt mit CHF 1.63 Mrd. auf dem Niveau per 31. Dezember 2019. Im ersten Halbjahr 2020 konnte das letzte Gebäude im Baufeld 1 in Rotkreuz in Betrieb genommen werden. Erwartungsgemäss erhöhte sich dadurch die Leerstandsquote von 3.3% per 31. Dezember 2019 auf 5.3% per 30. Juni 2020. Insgesamt haben wir in der Berichtsperiode CHF 16.2 Mio. in unser Portfolio investiert. Die gewichtete durchschnittliche Mietvertragsrestlaufzeit (WAULT) liegt mit 6.7 Jahren (6.8 Jahre per 31.Dezember 2019) auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau.

    Während sich unsere Wohnprodukte im aktuellen Marktumfeld einer sehr guten Nachfrage erfreuen, spüren wir derzeit, bedingt durch die COVID-19- Pandemie, vor allem bei grossen Interessenten von Büroflächen eine gewisse Zurückhaltung. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die zentral gelegenen, qualitativ hochwertigen sowie nachhaltig betriebenen Büroflächen der Zug Estates auch künftig rege nachgefragt werden. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Anfragen nach Retailflächen in der Metalli stabil. Wir haben zurzeit keine Indizien, die für einen Rückgang sprechen.

    Solide Kapitalbasis

    Mit der Rückführung von Mitteln aus dem Verkauf der letzten Wohnungen im Aglaya und trotz der Ausschüttung einer Sonderdividende konnte das verzinsliche Fremdkapital im ersten Halbjahr 2020 von CHF 597.4 Mio. auf CHF 587.1 Mio. reduziert werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Finanzierungen beläuft sich auf 4.8 Jahre (Vorjahr: 5.2 Jahre). Mit einer um einen Prozentpunkt erhöhten Eigenkapitalquote von 55.7% verfügt Zug Estates über eine sehr solide Eigenkapitalbasis.

    Projektentwicklung mit Fokus auf den Lebensraum Metalli

    Nachdem die Stadt Zug und Zug Estates im März 2020 das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens zum «Lebensraum Metalli» vorgestellt haben, fand im Anschluss eine Machbarkeitsprüfung mit den Fachplanern statt. Zurzeit werden das Richtprojekt und der Antrag zur Anpassung der beiden betroffenen Bebauungspläne mit allen relevanten Unterlagen erarbeitet. Das Richtprojekt soll im dritten Quartal 2020 bei der Stadt Zug eingereicht werden. Die rechtskräftig angepassten Bebauungspläne werden 2022/23 erwartet.

    Nach erhaltener Baubewilligung hat der Verwaltungsrat die Planungsphase für die beiden letzten Gebäude (S43/45) auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz freigegeben. Der Baustart wird unter Berücksichtigung der Markterholung im Zusammenhang mit COVID-19 bedarfsgerecht ausgelöst.

    Schrittweise Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie

    Der Anschluss des Metalli-Gevierts an den Seewasserverbund Circulago konnte per April 2020 planmässig erfolgen. Für den Anschluss der verbleibenden 16 Liegenschaften wurden im Dezember 2019 die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Die Inbetriebnahme soll etappiert 2021, 2023 und 2025 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt wird Zug Estates ihr gesamtes Portfolio annähernd CO2-frei betreiben können.

    Seit Anfang Juni stehen der Kundschaft der Einkaufs-Allee Metalli öffentliche Elektroladestationen zur Verfügung. Bei zwei der sechs Stationen handelt es sich um Hochleistungs-Schnellladestationen, die ersten in der Stadt Zug.

    Die Installation der CO2-neutralen Kühlung in den Zimmern des Parkhotels Zug konnte im April 2020 planmässig abgeschlossen werden, was für die Gäste ab sofort eine deutliche Komfortsteigerung bedeutet.

    Ausblick 2020

    Aufgrund des zeitlich beschränkten Effekts der Mietzinsreduktionen im Zusammenhang mit COVID-19 rechnen wir für das Gesamtjahr weiterhin mit steigenden Mieterträgen. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten bzw. geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten werden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen.

    Im Segment Hotel & Gastronomie gehen wir aufgrund von erheblichen Umsatzeinbussen durch das Erliegen des internationalen Geschäftsverkehrs unserer Stammkunden von einem Umsatz und GOP deutlich unter Vorjahresniveau aus, wobei die Entwicklungen des zweiten Halbjahres schwierig zu prognostizieren sind.

    Daher werden sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr erwartet.

  • CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    Das Immobilienberatungsunternehmen CBRE hat heute die Eröffnung ihres neuen Büros in Lausanne bekanntgegeben. Das neue Büro befindet sich im Herzen von Lausanne an der Rue Saint-Martin und wird zu einem strategischen Standort, um die bewährte Präsenz von CBRE im Immobilienmarkt in der Westschweiz zu stärken.

    Im Herbst 2019 hat CBRE den Kauf der i Consulting SA, einem renommierten Anbieter von Bewertungen, Marktanalysen und Beratungsdienstleistungen für Immobilien, bekannt gegeben. In dem neuen Büro in Lausanne werden nun rund 20 Mitarbeitende gemeinsam arbeiten. Dieser physische Zusammenschluss der beiden Teams ist ein wichtiger Schritt in der bereits erfolgreichen Integration. Das neue Büro in Lausanne setzt auf ein modernes Raumkonzept ‘New Ways of Working’, welches ein flexibles Arbeiten ermöglicht.

    Unter der Leitung von Vincent Leroux, berät das Büro in Lausanne Investoren, Immobiliennutzer und Entwickler in allen Immobilienfragen. In Verbindung mit der unmittelbaren Marktnähe sowie dem detaillierten Wissen über die Strukturen innerhalb der Region können so ideale Beratungsdienstleistungen vor Ort angeboten werden. CBRE beschäftigt heute mehr als 120 MitarbeiterInnen in der Schweiz mit Sitz in Zürich, Genf, Basel und Lausanne.

    Der Geschäftsführer von CBRE Schweiz, Florian Kuprecht, kommentiert die Eröffnung: „Das Verständnis der Markt- und Kundenbedürfnisse ist für unser Geschäft entscheidend. Die Eröffnung des neuen Büros in Lausanne ermöglicht es und die Kunden in diesem wichtigen Marktgebiet mit noch grösserer lokaler Kompetenz zu beraten. Die fortgesetzte Expansion und Diversifizierung von CBRE in der Schweiz spiegelt unseren Anspruch unser Dienstleistungsangebot immer breiter auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen.“

  • Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop erstellt für Stadler Winterthur eine neue Montagehalle. Laut einer Medienmitteilung liegt nun die Baubewilligung vor. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken. Der Baubeginn sei noch für die laufende Woche, die Bauvollendung für Ende 2021 vorgesehen. Wie Stadler nach Abschluss der Vereinbarung mit der Intershop Holding mitgeteilt hatte, wird der Zugbauer das Werk von der Intershop-Tochter SGI City Immobilien AG langfristig anmieten. Der Mietvertrag verfüge über eine Mindestlaufzeit von 15 Jahren, so Intershop.

    Mit dem Neubau erweitert Stadler Winterthur sein Kompetenzzentrum für Drehgestelle. Auf rund 13’250 Quadratmetern Landfläche entstehen weitere Lager- und Montageflächen zum Bau von Drehgestellen für Normal- und Breitspurzüge sowie für Strassenbahnen. Die Inbetriebnahme der neuen Halle ist für 2022 geplant. Stadler hatte im Februar die Absicht angekündigt, mit der Erweiterung der Produktionsstätte am Standort Winterthur voraussichtlich bis zu 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

  • ETH-Ausgründung bindet CO2 in Betonbruch

    ETH-Ausgründung bindet CO2 in Betonbruch

    Wäre die Betonindustrie ein Land, dann wäre sie der drittgrösste Emittent der Welt. Sie produziert etwa viermal so viel CO2 wie der gesamte globale Flugverkehr. Dem setzt das Start-up Neustark, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), sein Konzept entgegen: die Mineralisierung von Kohlendioxid aus der Luft, um Kalkstein zu erhalten.

    Neustark bindet CO2 in den Poren und an der Oberfläche von Betongranulat. Dieses aufgewertete Granulat kann dann als Sand- und Kiesersatz in frischen Beton gemischt werden. Dank dieses Granulats benötigt man dafür weniger Zement, bei gleichbleibenden Eigenschaften. Das geht aus einer Mitteilung der ETH hervor.

    „Mich hat gereizt, dass die Lösung nicht erst in fünf oder zehn Jahren, sondern schon jetzt greifbar ist“, sagt Betriebswirtschaftler Valentin Gutknecht, der sich im immer grösser werdenden Team von Neustark um die operativen Aspekte des Geschäfts kümmert. Gemeinsam mit Johannes Tiefenthaler will er diese klimapositive Geschäftsidee in die Realität umsetzen. Tiefenthaler doktoriert am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik (MAVT) über die nächste Technologiegeneration für die Mineralisierung von Kohlendioxid.

    Im Baubereich werde zwar viel geforscht, trotzdem habe die Industrie bisher nur kleine Emissionsreduktionen erzielt, so Tiefenthaler. Der Vorteil des Betongranulats sei, dass es hochreaktiv sei und der Betonbruch auch ohne klimaschädliche Vorbehandlung mit dem Kohlendioxid eine sehr stabile chemische Verbindung forme.

    Ihre Pilotanlage zur Wiederverwertung von Beton wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Klimastiftung Schweiz gefördert. Das Projekt soll jetzt den Wertzuwachs entlang der ganzen Wertschöpfungskette demonstrieren. Neustarks Ziel: negative Emissionen, für die es nur „ganz wenige technische Ansätze“ gebe. Das Jungunternehmen will zeigen, „dass negative Emissionen nicht nur Kosten, sondern sogar einen wirtschaftlichen Gewinn bringen können“.

  • Mont-sur-Lausanne setzt beim Energiesparen auf Siemens

    Mont-sur-Lausanne setzt beim Energiesparen auf Siemens

    Über die Steigerung der Energieeffizienz des Sportzentrums will die Gemeindeverwaltung von Mont-sur-Lausanne das für die Renovierung des Komplexes benötigte Darlehen reduzieren, erläutert Siemens Schweiz in einer Mitteilung. Das Unternehmen hat die Ausschreibung für einen entsprechenden Energiesparvertrag gewonnen. Im Vertrag garantiert Siemens der Gemeinde Einsparungen von 60’000 Franken jährlich.

    „Für Siemens Schweiz ist dies ein beachtlicher Erfolg und ein Projekt, das wir auch in anderen Gemeinden umsetzen möchten“, wird Stéphane Bovey, regionaler Vertriebsmanager bei Siemens Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Wir haben auf die richtigen Konzepte gesetzt und die wirksamsten Massnahmen vorgeschlagen.“ Als solche werden in der Mitteilung beispielhaft die Renovierung der Belüftungs- und Beleuchtungsanlagen sowie die Installation von Solarmodulen auf dem Dach des Komplexes genannt.

    Bei der Umsetzung des Projekts arbeite Siemens mit lokalen Unternehmen zusammen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren und umfasst ein Investitionsvolumen von 809’000 Franken. Die Arbeiten sollen noch in diesem Sommer abgeschlossen werden.

    „Wir freuen uns, in Siemens einen erfahrenen Partner gefunden zu haben, der sich mit uns gemeinsam für Energieeinsparungen einsetzt“, wird der für Bauwesen und Nachhaltigkeit zuständige Gemeinderat Christian Menétrey in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge hat Siemens nach dem Energiesparvertrag bereits weitere Aufträge erhalten. Konkret werden in der Mitteilung der Austausch des Wasseraufbereitungssystems und die Optimierung elektrischer Anlagen genannt.

  • Climeworks holt in Island CO2 aus der Luft

    Climeworks holt in Island CO2 aus der Luft

    Climeworks, der Reykjaviker Energieversorger ON Power und die isländische Firma Carbfix haben vereinbart, ihre Technologien zur CO2-Abscheidung aus der Luft und für dessen dauerhafte Speicherung zu kombinieren. Climeworks und Carbfix bezeichnen diese Vereinbarungen in ihren jeweiligen Medienmitteilungen als „bahnbrechend“ sowie als „Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel“ und „Wendepunkt im Klimaschutz“: „Zum ersten Mal werden die Technologien für ein Projekt dieser Grössenordnung zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Luft miteinander kombiniert“, heisst es dort. Die neue Anlage wird pro Jahr 4000 Tonnen Kohlendioxid dauerhaft aus der Luft entfernen.

    Am Standort des drittgrössten Geothermie-Kraftwerks der Welt, dem isländischen Hellisheiði, errichtet Climeworks Anlagen zur Abscheidung von CO2 aus der Luft. Dafür wird die Direct Air Capture-Technologie (DAC) von Climeworks eingesetzt. Die von ON Power bereitgestellte geothermische Energie und Wärme sichert der DAC-Technologie die konstante Versorgung mit erneuerbarer Energie.

    Das Abkommen von Climeworks mit Carbfix gewährleistet die sichere und dauerhafte Speicherung des Kohlendioxids durch natürliche unterirdische Mineralisierung. Die unterirdischen Basaltgesteinsformationen in Island böten für diesen Prozess die idealen Bedingungen, so die Mitteilung von Carbfix.

    „Diese Zusammenarbeit mit ON und Carbfix ist ein grosser Schritt vorwärts“, wird Jan Wurzbacher in der Medienmitteilung von Climeworks zitiert, Mitgründer und Co-CEO von Climeworks. „Wir können die Netto-Null erreichen.“

    ON Power äussert sich „immens stolz auf diese Zusammenarbeit“ von ON, Carbfix und Climeworks. Sie zeige, „wie innovative Projekte zusammenkommen können, um eine der Lösungen für die globale Erwärmung zu schaffen und zu erweitern“. Das Unternehmen freue sich, „die Arbeit von Climework in Zukunft zu unterstützen“.

  • CKW setzt auf intelligente Stromzähler

    CKW setzt auf intelligente Stromzähler

    CKW hat bereits in der Vergangenheit „in ausgewählten Regionen sowie gezielt in grösseren Neubauten“ intelligente Messsysteme eingesetzt, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Nun werden sämtliche herkömmlichen Stromzähler im Versorgungsgebiet durch die Smart Meter ersetzt. Demnach wird CKW nun 180’000 Zähler austauschen.

    Die intelligenten Messsysteme haben für die Verbraucher mehrere Vorteile, wie CKW informiert. So können die Kunden ihren Stromverbrauch künftig online verfolgen und somit „Energiesparpotentiale einfacher erkennen“. Darüber hinaus muss der Zählerstand nicht mehr vor Ort abgelesen werden, was beispielsweise bei Umzügen zu Erleichterungen führt. „Weiter kann der CKW Kundendienst Fragen zum Energieverbrauch oder zur Stromrechnung mit den aktuellen Messdaten schneller und kompetenter beantworten“, heisst es in der Mitteilung.

    Dabei wird CKW von den bereits mit intelligenten Messsystemen gemachten Erfahrungen profitieren. So hat das Unternehmen verschiedene Kommunikationstechnologien getestet. „Die zum Einsatz kommende Funktechnologie hat sich insbesondere in den überwiegend ländlichen Gebieten der Zentralschweiz gegenüber anderen Technologien in Bezug auf die Stabilität bewährt“, so CKW. Diese Stabilität sei für die Betriebskosten „von zentraler Bedeutung“.

  • Alpiq profitiert von Langfristverträgen

    Alpiq profitiert von Langfristverträgen

    Den Kennzahlen der Alpiq Gruppe zufolge hat der Lausanner Energiekonzern im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz in Höhe von 1,83 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahressemester entspricht dies einem Rückgang um 18,3 Prozent. Als Betriebsergebnis (EBIT) wurde ein Verlust von 70 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber einem Minus von 206 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2019. Das Reinergebnis konnte von einem Verlust von 206 Millionen auf einen Verlust von 84 Millionen Franken verbessert werden.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA vor Sondereinflüssen habe im Jahresvergleich von 55 Millionen auf 116 Millionen Franken gesteigert werden können, informiert Alpiq in einer Mitteilung zum Halbjahresergebnis. Zur guten operativen Entwicklung hatten dabei alle drei Geschäftsbereiche von Alpiq beigetragen.

    Konkret wurde in der Schweizer Stromproduktion ein Ergebnis von 37 Millionen Franken realisiert, gegenüber einem Verlust von 56 Millionen Franken im Vorjahressemester. Der internationale Energiehandel konnte sein Ergebnis im Jahresvergleich von 53 Millionen auf 58 Millionen Franken steigern. In der internationalen Stromproduktion sei nach 60 Millionen Franken im Vorjahr mit 24 Millionen Franken „trotz Kohleausstieg“ ein positives Ergebnis erzielt worden, schreibt Alpiq.

    Die Coronavirus-Pandemie habe die Strompreise vor allem im April und Mai stark fallen lassen, informiert Alpiq in der Mitteilung weiter. Der Lausanner Konzern sei gegen diese Entwicklung aber aufgrund der Absicherung der Stromproduktion auf zwei bis drei Jahre gut geschützt gewesen.

  • Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Das Basler Unternehmen Allthings bietet eine digitale Plattform für Mieter an, über welche sie beispielsweise mit der Liegenschaftsverwaltung und Mitbewohnern kommunizieren können. Nun spannt Allthings mit dem Berner Unternehmen Blockstrom zusammen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei wird eine Lösung von Blockstrom zur Messung des Energieverbrauchs in Echtzeit in die Plattform von Allthings integriert. Somit können Mieter über die Plattform auch ihren Stromverbrauch verfolgen.

    „Die Schnittstelle zwischen den zwei Systemen ermöglicht eine Übersicht der Verbrauchsdaten in Echtzeit“, erklärt David Gundlach, Produktleiter bei Allthings. „Die Zusammenarbeit mit Blockstrom schafft somit nicht nur einen Mehrwert für die Mieter, sondern erlaubt uns auch einen Beitrag zum sehr relevanten Thema Nachhaltigkeit zu leisten“, fügt er hinzu.

    Die gemeinsame Lösung der beiden Unternehmen wird zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts auf dem Wohnareal Schöngrün im Kanton Solothurn getestet. Dort hat die AXA eine ehemalige Strafanstalt in eine Wohnsiedlung umgewandelt. Der Neubau mit 160 Wohnungen setzt einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit. Geheizt wird etwa mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage. Eine Solaranlage auf dem Dach liefert zudem 200’000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Mit Solarstrom werden im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) die Wohnungen und die Geschäfte auf dem Areal versorgt.

  • Erste Multi-Energie-Systeme von Soleco sind im Einsatz

    Erste Multi-Energie-Systeme von Soleco sind im Einsatz

    Aus einer preisgekrönten Produktidee von Soleco ist ein einsatzbereites Multi-Energie-Managementsystem geworden. Es wurde bereits in zwei Einfamilienhäusern in Maur im Kanton Zürich in Betrieb genommen. Demnächst soll dort auch ein Mehrfamilienhaus damit bestückt werden. Laut einer Mitteilung von startupticker.ch laufen derzeit auch Gespräche über die Ausstattung eines im Bau befindlichen Quartiers in Zürich.

    Noch im Jahr seiner Gründung hat Soleco gemeinsam mit ihren Partnern Geminise und Vela Solaris 2018 den CSEM Digital Journey Award in Höhe von 100’000 Franken gewonnen. Das private und gemeinnützige Schweizer Elektronik- und Mikrotechnikforschungszentrum (CSEM) fördert nach eigenen Angaben „die Wertschöpfung für eine nachhaltige Welt“. CSEM stellte Soleco technologisches Fachwissen zur Verfügung, um ihre „wegweisende digitale Idee“ zu realisieren.

    Gemeinsam entwickelten sie ein intelligentes und vorausschauendes Steuerungssystem. Die für Laien bestimmte Software basiert auf Wettervorhersagen, der verfügbaren Infrastruktur, Verbrauchsgewohnheiten der Bewohner und Energiekosten auf dem Markt. „Die Plattform funktioniert dann wie ein Dirigent, der die Ressourcen autonom verwaltet und die Kosten reduziert“, heisst es in der Mitteilung.

    „Alle Entscheidungen, die das Steuerungssystem trifft, sind mit einem Kostenoptimum verbunden“, erklärt Tomasz Gorecki, einer der CSEM-Ingenieure. „Ist beispielsweise die Photovoltaik-Anlage in Betrieb, kann die Steuerung bestimmen, ob es besser ist, Ihr Elektrofahrzeug zu laden, die Energie zu speichern oder sie an das Netz zu verkaufen.“ Die Plattform funktioniere für einzelne Haushalte, eigne sich aber vor allem für Eigenverbrauchsgemeinschaften, die gemeinsam verschiedene erneuerbare Energiequellen für mehrere Wohnungen nutzen.

  • Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz fördert gemeinsam mit Holzfeuerungen Schweiz (SFIH) Holzheizungen mit einer neuen Klimaprämie. Damit soll belohnt werden, wer die fossilen Brennstoffe Öl oder Gas durch einheimisches Holz ersetzt. Weil laut einer Medienmitteilung bisherige Förderprogramme vor allem auf kleine Wohngebäude und nicht auf Industrie- und Gewerbebauten zielen, richtet sich diese Prämie auf mittlere und grosse Heizungen.

    „Dank der grosszügigen Klimaprämie aus dem Förderprogramm und der einfachen Abwicklung von Energie Zukunft Schweiz wird diese Lücke nun geschlossen. Und das einheitlich für die ganze Schweiz“, heisst es in der Mitteilung. Damit würden mittlere und grosse Holzheizungen „nicht nur die klimafreundlichste, sondern gleichzeitig auch die wirtschaftlichste Variante“. Heizen mit Holz schone das Klima, fördere die lokale Wertschöpfung und trage zu einem gesunden Wald bei. Reguliert wird dieses Programm durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

    Der Förderbetrag beläuft sich auf 18 Rappen pro Kilowattstunde respektive 1,80 Franken pro eingespartem Liter Erdöl oder Kubikmeter Erdgas. Energie Zukunft Schweiz rechnet vor, dass das „bei einer korrekt dimensionierten Heizung“ 360 Franken pro Kilowatt Leistung entspricht. So könnten etwa für einen Wohnblock mit zehn Wohnungen die Investitionskosten um 70 Prozent reduziert werden. Besonders interessant sind laut Energie Zukunft Schweiz die Einsparungen für Grossheizungen mit einer Leistung von mehr als 200 Kilowatt, etwa für Gemeindebauten, Industriebetriebe und grosse Bürogebäude.

  • Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das Handwerkerportal Ofri hat laut einer Medienmitteilung erneut 339 Mieter und Eigentümer zum Thema vernetzte Geräte im Haushalt befragt. Demnach haben Bekanntheit und Nutzung des intelligenten Heims in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Statt zwei nutzen nun drei von zehn Teilnehmenden zuhause ein sogenanntes Smart Home-Gerät. Insgesamt 69,3 Prozent und damit 12,3 Prozent mehr Personen gaben an, schon davon gehört zu haben. Dabei sind Eigenheimbesitzer durchschnittlich affiner für diese Geräte als Mieter.

    Jedoch äusserten nur 10,5 Prozent von ihnen die Absicht, in den nächsten zwölf Monaten ein Smart Home-Gerät zu kaufen. Als Haupthindernis gaben die Teilnehmer das Mietwohnverhältnis, die Umbaukosten sowie den fehlenden Nutzen an. Daraus folgert Ofri, dass Smart Home-Hersteller trotz erhöhter Bekanntheit nicht mit einem baldigen Durchbruch rechnen können. Auch durch den Lockdown sei die Nutzungsrate nicht gestiegen, so Corina Burri von Ofri. „Es gab keinen Anstieg im Besitz von Smart Home-Geräten nach dem 16. März 2020.“

    Bei den beliebtesten Smart Home-Geräten ergab sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung. Am meisten nutzen die Befragten vernetzte Beleuchtungssysteme, Musikanlagen und Fernseher. Geschirrspüler, Rauchmelder, Backofen und Waschmaschinen sind kaum verbreitet.

  • Eine Lifestyle-Marke mischt  die Hotellerie in Zürich auf

    Eine Lifestyle-Marke mischt die Hotellerie in Zürich auf

    Das deutsche Hotelunternehmen Althoff Hotels wird gegen Ende des Jahres das traditionsreiche Hotel «Bellerive au Lac» in Zürich übernehmen. Seit Januar dieses Jahres wird das geschichtsträchtige Haus am Utoquai 47 vollständig umgebaut und danach als drittes AMERON Hotel in der Schweiz – zwei Hotels befinden sich in Davos und Luzern – und als erstes AMERON Boutique Hotel in der Schweiz eröffnet. «Grösse und Raumprogramm passen perfekt für den Umbau in ein AMERON Boutique Hotel», wird Thomas H. Althoff, Gründer und Inhaber der Althoff Hotels, in verschiedenen Medien zitiert.

    Hochstehendes Hoteldesign
    Als Interior Konzept hat Monoplan – ein auf Hotellerie spezialisiertes Architekturbüro mit Sitz in Zürich – eine modern interpretierte Weiterführung des bestehenden Hoteldesigns entwickelt, ist auf ihrer Homepage zu lesen. Dazu zählen hauptsächlich das Interior Design, die Ausführungsplanung sowie die gestalterische Leitung. «A World of Many Worlds» – so lautet das Credo der Hotelgruppe. Alle Hotels zeichnet ein kosmopolitisches Interior-Design aus, das gleichzeitig in jedem Haus einen individuellen Charakter hat. Das Haus wird über 61 Zimmer und Suiten, eine Erlebnisgastronomie sowie über unterschiedliche Tagungsräumlichkeiten verfügen. Läuft alles nach Plan, soll das Viersterne-Haus im Winter dieses Jahres eröffnet werden. ■

  • Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Am Beatenplatz, unweit des Zürcher Hauptbahnhofs, entsteht im denkmalgeschützten ehemaligen Geschäftshaus «Haus Du Pont» ein Budget-Design-Hotel der Münchner Hotelgruppe Ruby mit 208 Zimmern sowie ein Restaurant, welches von Candrian Catering betrieben wird. Über 100 Jahre lang beherbergte das Gebäude das Kino ABC aus dem Jahr 1913. In der Historie wird das «Haus Du Pont» der Zürcher Architekten Jakob Haller und Karl Schindler als palastartiges Gebäude bezeichnet. In der Tat: Der Vergleich ist passend.

    Schlichte und repräsentative Erscheinung
    Nun ein Blick in die Zukunft: Im Zuge der Umnutzung wird das grösstenteils denkmalgeschützte Gebäude grundsaniert. Dazu zählen dessen Tragstruktur, Treppenhäuser, Fassade und Dachaufbauten. Um eine elegante, schlichte und zugleich repräsentative Erscheinung zu verwirklichen, werden klassische Mittel eingesetzt, betonen die Projektverantwortlichen. Dazu zählen beispielsweise eine umlaufende Wandfriese. Das heisst ein lineares, waagrechtes Stilelement. Dieser schmale Streifen, umgrenzt, gliedert und dekoriert Teile des Bauwerks. Hinzu kommen strukturierte Wandoberflächen, ein Terrazzoboden sowie Sitz-Nischen in der Lobby. Die Philosophie der Hotelgruppe heisst «Lean Luxury – Luxus auf kleiner Fläche».

    Für die Architektur, das Interior Design, die Gesamtplanung sowie für die Bauleitung zeichnet das Zürcher Architekturbüro Monoplan verantwortlich. Besitzerin und Bauherrin des historischen Bauwerks ist die PSP Swiss Property, die 45 Millionen Franken in den Totalumbau investiert. Läuft alles nach Plan, werden die rund zweijährigen Bauarbeiten Ende 2021 beendet sein. ■

  • Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Führung florierte das Unternehmen und eröffnete unter anderem Filialen in Paris, London und Berlin.

    So konnte der 1859 geborene Franzose mit nur 39 Jahren den Bau einer prachtvollen Villa in Auftrag geben. Er vertraute dabei auf den damals erst 26 Jahre alten Architekten Henri Sauvage (1873–1932). Die beiden Herren lernten sich im Haus des gemeinsamen Freundes kennen – dem Bildhauer Alexandra Charpentier. Sauvage hatte noch nie zuvor an einem solchen Projekt mitgearbeitet. Die einzige Erfahrung, die Sauvage vorweisen konnte, war einige Monate Arbeit beim Brüsseler Architekten Paul Saintenoy. Majorelle gefielen die Jugendlichkeit und Kühnheit des Architekten wie auch dessen gute Vernetzung in die Kunstwelt. So zog er Sauvage dem erfahrenen, in Nancy ansässigen Architekten Lucien Weissenburger vor. Weissenburger durfte das Projekt aber immerhin vor Ort ausführen.

    Das Fotoalbum der Familie Majorelle lieferte wichtige Hinweise
    In den Jahren 1901–1902 wurde die Villa nach den Plänen von Sauvage gebaut. Sie war das erste komplett im Jugendstil errichtete Haus in Nancy und gilt als Paradebeispiel. Sauvage errichtete die Villa aber nicht im Alleingang: Er rief andere renommierte Künstler hinzu. Zum Beispiel seine Pariser Freunde, den Keramikkünstler Alexandre Bigot und den Maler Francis Jourdain. Bigot führte die Keramiken aus, Jourdain entwarf die dekorativen Gemälde im Speisesaal. Die Möbel stammen aus Majorelles eigener Produktion. Der Hausherr übernahm auch die Schmiedearbeiten und die Geländer. Die Buntglasfenster in den Haupträumen (Treppenhaus, Esszimmer, Wohn- und Schlafzimmer) wurden vom Meisterglaser Jacques Gruber gestaltet. Der Grossteil dieser Künstler gehörte der im Jahr 1901 von Emile Gallé mitgegründeten Ecole de Nancy an.

    Vier Jahre lang wurde die Villa Majorelle in aufwändiger Restaurationsarbeit innerlich wie äusserlich wieder instand gesetzt. Das komplett im Jugendstil gehaltene Gebäude wurde im Jahr 1898 von Louis Majorelle, selbst Möbelschreiner, Designer und Kunstschmied, in Auftrag gegeben. Majorelle wollte eigentlich Maler werden und studierte in jungen Jahren an der School of Fine Arts in Paris. Nach dem Tod seines Vaters musste er frühzeitig in seine Heimatstadt Nancy (F) zurückkehren, um das Familienunternehmen zu übernehmen. Er liess moderne Möbel herstellen und liess sich dabei von der Natur und von Emile Gallé inspirieren. Gallé spezialisierte sich auf das Material Glas und leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Er zählt zu den Begründern des Jugendstils. Unter Louis Majorelles Florale Elemente ziehen sich von der Fassade bis ins Innere des Hauses: Sie finden sich in Ornamenten, Schnitzereien, Mosaiken und Emailarbeiten. Architekt Sauvage ordnete die Fenster und Aussentüren so an, dass sie der Logik der Innenraumaufteilung entsprachen, und brach mit der Tradition des horizontalen symmetrischen Gebäudes. Fliessende Formen und dekorative Motive ziehen sich durch die gesamte Architektur. Sauvage spielte mit den Gegensätzen: Der nackte Euville-Stein steht im Kontrast zu der Polychromie von Ziegeln, Steinzeug, Holz und Eisenarbeiten. Der ständige Präsenz von Holz zieht sich wie ein roter Faden durch die Inneneinrichtung und schafft eine Verbindung zum Äusseren der Villa.

    Die Villa Majorelle gilt als einzigartige experimentelle Arbeit. Henri Sauvage sagte später: «Ich habe dort zwei Jahre lang gearbeitet und bin meinem ersten Kunden von Herzen dankbar für die unerhörte Freiheit, die er mir geschenkt hat. Trotz meines jungen Alters hat er mir nie eine Budgetbeschränkung oder seine persönlichen Vorstellungen auferlegt.» Nach der Fertigstellung lebte Louis Majorelle gemeinsam mit seiner Frau Jane Kratz und dem gemeinsamen Sohn Jacques dort. Das Bauwerk ist auch unter dem Namen «Villa Jika» – nach den Initialen von Jane Kratz – bekannt.

    Louis Majorelle verstarb 1926, die Villa erbte sein Sohn, welcher das Haus dem Staat verkaufte. Dieser liess darin zunächst Büros errichten. Die allmähliche Wiederentdeckung des Jugendstils führte dazu, dass die Villa 1975 als historisches Denkmal eingestuft und schliesslich 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Seit 2003 ist die Villa im Besitz der Stadt Nancy. In den letzten Jahren erfolgten immer wieder kleinere Renovationen an der Villa. Bei der jüngsten und umfassendsten Renovierung wurde die Villa in den Zustand von 1926 zurückversetzt. Die Renovationsarbeiten betreute das Atelier Grégoire André. Wichtige Informationen zum ursprünglichen Aussehen des Hauses lieferten Artikel und Publikationen aus der Entstehungszeit der Villa. Auch das Fotoalbum der Familie Majorelle diente als wertvolle Informationsquelle.

    Einige nachträglich gemachten Änderungen wurden dieses Mal zurückgebaut: So entfernte man ein Erkerfernster an der Nordfassade und brachte auf dem Dach die vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen entfernten Kaminhauben wieder an. Die Fassade wurde gereinigt und beschädigtes Mauerwerk ersetzt. Zwei Jahre lang dauerten nur schon die Arbeiten an der Aussenfassade und am Dach.

    Original Gruber-Fenster bei Bombardierung zerstört
    Aber auch das Innere des Gebäudes erfuhr eine komplette Restauration in enger Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Ecole de Nancy und eines Komitees aus Jugendstil-Spezialisten und Kunsthistorikern. Um angemessene Empfangsbereiche für Besucher zu schaffen, sind im Bereich der Küche und Speisekammer die Kasse, Garderobe und der Souvenirshop untergebracht. Neu wurde ein Lift eingebaut, ansonsten wurden die Holz- und Mosaikböden sowie die Glasarbeiten vollständig überarbeitet.

    Das Wohnzimmer enthält ein aufwändiges Stuckdekor mit Tannenzapfenmotiv, welches sich auch auf den Möbeln und dem Kamin wiederfindet. Dasselbe Motiv wurde ebenfalls auf dem Buntglasfenster von Jacques Gruber eingesetzt. Das Gruber-Fenster wurde allerdings bei der Bombardierung Nancys im Jahr 1916 zerstört und durch ein anderes im orientalischen Stil gehaltenes Fenster ersetzt, das auch heute noch zu sehen ist.

    Fast 100 Möbel, Gemälde und Kunstobjekte fanden anschliessend aus dem Musée de l’Ecole den Weg in die Villa. Die Möbel sind grösstenteils original. Es wurden Werke ausgewählt, die von Louis Majorelle entworfen wurden und / oder von Firmen, mit denen er zusammengearbeitet hatte (Manufacture Daum, Manufacture Keller et Guérin, den keramischen Werkstätten de Rambervillers und Frères Mougin). Die Auswahl hing vor allem von der Ähnlichkeit mit den auf den alten Fotos sichtbaren Gegenständen ab. In der gleichen Weise hat das Museum aus seiner Sammlung auch Gemälde ausgewählt, die von Louis Majorelle oder seinem Sohn Jacques hergestellt wurden.

    Zwischen 2021 und 2022 erfolgen noch kleinere Renovationen im Innern der Villa, welche aber keine Schliessung des Hauses erfordern. Die Arbeiten umfassen die Nachbildung der Badezimmer, Schaffung von Lehr- und Bildungsbereichen im ersten Stock sowie die Renovierung des Ateliers von Louis Majorelle im 2. Stock. Die Kosten belaufen sich bislang auf 2,5 Millionen Euro. ■

  • «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang
    Einen zentralen Aspekt der Sanierung des imposanten Gebäudes stellte die Energieversorgung dar. In der Ausschreibung war ursprünglich eine Versorgung mit Fernwärme über einen Drittkontraktor vorgesehen, mit einem Deckungsgrad an fossilfreier Energie von 80 Prozent. Zur Ausführung kam aber eine Unternehmervariante mit dem Energiedienstleister ewz, die eine Versorgung mit 100 Prozent fossilfreier Energie ermöglicht. Seit über zehn Jahren nutzt ewz die Abwärme des SBB-Frequenzumformerwerks mit einer Temperatur von etwa 50 Grad Celsius für ein benachbartes Gebäude. «Der Generalunternehmer Halter AG ist mit ihrem Konzept der Energielösung für das «Ambassador House» auf uns zugekommen. Vom SBB-Umformerwerk hatten wir noch genügend Abwärme verfügbar, da hier das Potenzial noch nicht ausgeschöpft war. Deshalb konnten wir ihnen diese ökologischere Lösung zu wesentlich tieferen Betriebskosten anbieten», erklärt ewz-Projektleiter Pascal Leumann.

    Garantierte Energieversorgung
    Die Wärme wird vom Umformerwerk mit eigens dafür verlegten Fernwärmeleitungen in die Energiezentrale des Ambassador House transportiert. Die Energiezentrale ist mit zwei grossen Wärmepumpen / Kältemaschinen ausgerüstet, die mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) arbeiten. Falls keine Abwärme vom SBB-Umformerwerk geliefert wird, werden die beiden Ammoniak-Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben und stellen die Wärmeversorgung zu 100 % CO2-frei sicher. Gleichzeitig liefern die zwei Ammoniakkältemaschinen die benötigte Kälte zum Kühlen der Büroräumlichkeiten und Serverräume. Dank dem innovativen Energiekonzept lassen sich 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. ewz plante, finanzierte und baute die Energiezentrale und wird die Anlagen auch die nächsten 30 Jahre betreiben. ■

  • Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Die Vision: Aus einem ehemaligen Schulhaus soll ein Hotel realisiert werden, bei dem der ursprüngliche Nutzungscharakter ebenso wie die Originalsubstanz erhalten bleiben soll. Der Berliner Hotelier Kurt Hermandung und sein Partner Marc Konopatzki haben ihren Traum eines eigenen kleinen Privathotels verwirklicht. Dieses liegt nahe bei Düsseldorf, Köln und den Ruhrmetropolen. «Wir wollten ein kleines, feines Haus mit Charakter, aus dem wir etwas ganz Besonderes machen», sagen die Besitzer. «Nach langem Suchen sind wir auf diese ehemalige Grundschule gestossen – und auf einen Investor, der sich vorstellen konnte, mit uns daraus ein Hotel und aus der ehemaligen Turnhalle ein Restaurant zu machen.» Gestalterisch und konzeptionell griff man beim ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1915 und die 1980 angebaute Turnhalle auf die ursprüngliche Gebäudenutzung auf.

    Aus Klassenzimmern wurden elegante Hotelzimmer
    Vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung realisierten das ortsansässige Architekturbüro Wilde und Wehnau dieses anspruchsvolle Umnutzungskonzept. Ihre Leistungen umfassten ebenso das Konzept des Denkmalschutzkonzeptes, die Planung der Inneneinrichtung sowie die Lichtplanung. So wurden die Aussenfassade mit ihren typischen Schieferschindeln, dem repräsentativen Erker und den grünen Regenrinnen unter den Augen des Denkmalschutzes restauriert und erhalten. Aus den ehemaligen Klassenzimmern der Grundschule wurden elegant ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer mit Eichenparkett und grosszügigen Bädern. Im Dachgeschoss wurde eine Junior-Suite eingebaut. Die früher in den Zimmern üblichen Minibars gehören der Vergangenheit an. Die Alternative ist viel origineller und ökologisch sinnvoller: Ein zentraler «Schulhauskiosk» im Erdgeschoss führt ein Angebot an verschiedenen Getränken.

    Eine Besonderheit im Haus sei der wiederhergestellte, sich über zwei Etagen erstreckende historische Brunnen mit frischem Trinkwasser, betonen die Hotelbesitzer. An die frühere Schulzeit erinnern alte Zeugnisse und Fotos. Sie finden sich in dem ganzen Gebäude wieder. Turnkästen dienen in den Zimmern als Kofferablage. Auch die alte Sprossenkletterwand der Turnhalle erhielt eine neue Funktion. Sie dient im Restaurant als Abtrennung zur Treppe.

    Ehemalige Turnhalle als Restaurant
    Die eher schmucklose Turnhalle wurde im Zuge der Umbauarbeiten vollständig zurückgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude, welches nun das Restaurant «Die Turnhalle», die Lounge sowie die Bar beherbergen. Im historischen Schulgebäude erschliesst ein Lift barrierefrei alle Etagen und stellt die Verbindung der Hotelzimmer mit dem Restaurant her. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine neu eingezogene Decke unterteilt die ehemalige Turnhalle in zwei Stockwerke. Dadurch konnte die Fläche auf 800 Quadratmeter verdoppelt werden. So konnte Platz für vier Konferenzräume und eine kleine Bar zur Verpflegung des Tagungsbereichs geschaffen werden. Der Erweiterungsbau mit seinen grossen Glasflächen steht im gelungenen Kontrast zum alten und liebevoll restaurierten Schulhaus und ergänzt diesen auf ideale Weise. ■

  • Das Hotel im Einkaufscenter  Wenn Konstruktion und Nutzung dank Trockenbausystemen von Rigips übereinstimmen.

    Das Hotel im Einkaufscenter Wenn Konstruktion und Nutzung dank Trockenbausystemen von Rigips übereinstimmen.

    Das 3-Sterne-Hotel bietet 80 Zimmer. Es verfügt über einen Frühstücksraum, eine Bar und eine Lounge. Die Gäste gelangen über eine Passarelle direkt ins Perry Center und können dort einkaufen sowie das weitere Angebot an Gastronomie und Meetingräumen nutzen. Angesprochen werden vor allem Geschäftsleute, die in der Region zu tun haben und eine Unterkunft für eine oder mehrere Nächte an dieser verkehrstechnisch zentralen Lage suchen.

    Die bauphysikalischen Möglichkeiten des Gipstrockenbaus
    Ein Hotel muss vor allem zwei Anforderungen erfüllen: Ruhe und Sicherheit für seine Gäste. Die Ruhe wird nicht zuletzt durch gute Bauqualität ermöglicht, wobei Gipstrockenbausysteme den herkömmlichen Bauweisen in nichts nachstehen, im Gegenteil. Im Holiday Inn Express spannt sich unter anderem eine 350 m2 Rigiton® Ambiance Akustiklochdecke von Rigips in gut fünf Metern Höhe über das gesamte Erdgeschoss mit Reception, Lobby, Bar sowie Frühstücks- und Selbstbedienungsbereich. Die Löcher unterschiedlicher Grösse (Ø 8, 15 und 20 mm) absorbieren den Schall und sorgen für ein angenehmes akustisches Raumgefühl. Über den Tischen des Frühstücksraums ist eine langgezogene Holzlamellendecke eingebaut, die zu schweben scheint. Sie ist mittels Gewindestangen an den Megastil®-Spezialprofilen von Rigips montiert, mit denen die Deckenunterkonstruktion in diesem Abschnitt verstärkt wurde.

    In Ruhe und Sicherheit schlafen
    Die Trennwände zwischen den einzelnen Zimmern bestehen aus doppelt beplankten Rigips® Doppelständerwänden aus 12,5-mm-Gipsbauplatten mit einer Wandstärke von 205 mm und einem Schalldämmwert von 65 dB. Diese Konstruktionen sind hochwertiger und dennoch rationeller zu erstellen als Beton- oder Backsteinwände. Und vor allem sind sie einfach versetzbar, sollten sich einmal die räumlichen Bedürfnisse ändern. Die Korridorwände sind mit Vorsatzschalen aus Gipsplatten schall- und brandschutztechnisch optimiert, vor allem im Bereich der Schachtwände, in denen die haustechnischen Installationen geführt werden.

    Standardisierte Systeme mit geprüften Leistungswerten
    Rigips verfügt mittlerweile über einen Katalog von Hunderten von geprüften Standardkonstruktionen für Wände, Decken und Bekleidungen. Deren Schall- und Brandschutz-, aber auch statische und klimatische Eigenschaften variieren je nach Höhe, Aufbau und allenfalls der Kombination von Systemen untereinander. Deshalb ist es ratsam, schon in der frühesten Planungsphase mit Trockenbau-Fachleuten zu sprechen. Gerade bei grösseren Projekten kann das Key Project Management von Rigips, die Berater für Planer und Investoren, neben den relevanten Planungsgrössen für Wand-, Decken- sowie Bodenkonstruktionen auch Angaben zu Energieeffizienz, Ökobilanz und Feuchtigkeitsschutz liefern. Unter www.rigips.ch sind sämtliche Konstruktionsvarianten in einem übersichtlichen Systemfinder abrufbar. Die Systeme sind ausnahmslos gemäss den gültigen Normen (EN, SIA) resp. Institutionen (EMPA, VKF) geprüft und zertifiziert.

    Wenn sich die Raumbedürfnisse ändern
    In unserer schnelllebigen Gesellschaft ändern sich die Raumbedürfnisse stetig. Das kann auch in einem Hotel der Fall sein. Um langfristig attraktiv zu bleiben, muss eine Immobilie auf sich verändernde Bedürfnisse und Raumdimensionen reagieren können. Wenn in eine flexible Bauweise mit möglichst wenig tragenden Elementen investiert wird, sind unterschiedlichste Bedürfnisse bei Erstellung der Immobilie, aber auch Veränderungen innerhalb der bestehenden Gebäudehülle mit geringem Kosten- und Zeitaufwand realisierbar. Rigips®- und Alba®-Trockenbausysteme bieten maximale Planungs- und Nutzungsfreiheit. ■

  • Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.

    Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.

    Gebäude mit eigener Hauskapelle
    Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.

    Haus mit herrschaftlichem Charakter
    Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■

  • Renovation und Erweiterungsbau: Hospiz Zentralschweiz Luzern

    Renovation und Erweiterungsbau: Hospiz Zentralschweiz Luzern

    Schützenswertes Gebäude: Arztpraxis mit Wohnhaus in Littau
    Das ursprüngliche Gebäude – ein Wohnhaus mit integrierter Arztpraxis – hat der damalige Luzerner Architekt Josef Gasser 1959 erbaut. Dabei liess er sich vom bekannten US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirieren: Insbesondere durch den von Wright geprägten Prärie-Stil, der Bezug zur breiten, flachen Landschaft im mittleren Westen der USA nimmt. Entsprechend zeichnet sich die Architektur durch eine offene Raumgestaltung, eine horizontale, flächige Ausrichtung und den Einsatz natürlicher Materialien aus. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern wurde ein umsichtiger Weg für den Umgang mit dem schützenswerten Gebäude gefunden.

    Von Frank Lloyd Wright inspirierter Klinkerbau wird sanft renoviert
    Am äusseren Erscheinungsbild des bestehenden Klinkerbaus wurde bei der Sanierung wenig geändert. Eingriffe am äusseren Erscheinungsbild des Hauses wurden nur Richtung Garten realisiert, in dem die Stiftung den Anbau erstellen liess. Die Raumaufteilung und -nutzung wurde für die notwendigen Gemeinschafts-, Administrations-, Praxis- und Pflegeräume angepasst. Im bestehenden Obergeschoss entstanden Arbeitsräume, Gästezimmer und ein «Raum der Stille». Erschlossen ist das ganze Haus neu mit einem Lift.

    Pavillonartiger Holzbau für stationäres Hospiz
    Im Innenhof wurde ein einstöckiger Pavillon in Holzbauweise mit 12 Zimmern erstellt. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle und Blick in den Garten. Die zwei Gebäude sind durch einen Gang, welcher den neuen Innenhof umschliesst, verbunden. Der Pavillon ist unterkellert und an das bestehende Gebäude unterirdisch angebunden. Für ein harmonisches Erscheinungsbild wurde der Neubau mit einer Klinkerstein- und Holzfassade sowie einem Dachrand aus vorpatiniertem Kupfer realisiert.

    Die Renggli AG begleitete die Stiftung Hospiz Zentralschweiz als Generalplanerin. Als Teil des Planungsteams hat sie die Architektur mitentworfen und die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner koordiniert. Im Projekt wirkte die Renggli AG zudem als Totalunternehmerin. ■

  • Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Das Projekt umfasste dabei nicht nur Anpassungen bei den Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie beim Gastronomieangebot, sondern auch den Neubau eines modernen Hotels mit 80 Zimmern. Heute steht das Perry Center für ein neues urbanes Einkaufserlebnis.

    Pures Einkaufsvergnügen
    Nicht nur die hellen und grosszügigen Flächen, das erweiterte Produkte- und Serviceangebot der über 40 Geschäfte sowie ein Kinderparadies sorgen dafür, dass sich Besucherinnen und Besucher des modernisierten Perry Centers rundum wohl fühlen. Um eine möglichst stressfreie Anfahrt zu gewährleisten, wurde auch ein neues Parksystem für die rund 800 Parkplätze eingeführt. Von Aussen erscheint das Perry Center nach Abschluss der Arbeiten natürlich ebenfalls in einem neuen Kleid: eine einzigartige, 15 Meter hohe beleuchtete Lamellenfassade lässt das Einkaufszentrum nun gleich hoch erscheinen wie das neueröffnete Holiday Inn Express Hotel. Nachts fallen die schlanken Paneelen des Perry Centers besonders auf, wenn sie in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Insgesamt sind 2600 Laufmeter LED-Bänder in diese Lamellen integriert. Gäste des neuen Hotels gelangen übrigens direkt über eine Passerelle ins Shoppingcenter, wo sie Einkäufe tätigen und sich verpflegen können.

    Logistische Meisterleistung
    Als ausführendes Totalunternehmen hat die Bauherrschaft die Steiner AG beauftragt. Diese hat als führende Immobilienentwicklerin sowie Total- und Generalunternehmerin bereits zahlreiche visionäre Projekte in der ganzen Schweiz realisiert. Da die gesamte Revitalisierung des Perry Centers bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde, waren Steiner sowie alle beteiligten Subunternehmen von Beginn weg vor hohe Anforderungen bezüglich Planung, Realisierung und Logistik gestellt. So mussten während der Bauphase nicht nur die Besucherströme optimal gesteuert werden, sondern auch bestehende Mieter innerhalb des Zentrums umziehen. ■

  • Fabian Streiff wird oberster Zürcher Standortförderer

    Fabian Streiff wird oberster Zürcher Standortförderer

    An der Spitze des Bereichs Standortförderung des Zürcher Amtes für Wirtschaft und Arbeit kommt es zu einem Wechsel. Markus Assfalg tritt nach elf Jahren als Leiter der Standortförderung in den Ruhestand, wie das Amt mitteilt. Er wird durch Fabian Streiff ersetzt. Der 35-Jährige ist seit Anfang 2019 bei der Basel Area Business & Innovation tätig und leitet die Healthcare-Initiative DayOne. Zuvor war er Co-Leiter der Standortförderung von Basel-Stadt gewesen.

    Streiff hat an der Universität Bern in Wirtschaftsgeographie promoviert und an der Universität Zürich einen Master of Science absolviert.

    Zu den ersten Gratulanten an die Adresse der kantonalen Standortförderung und an Fabian Streiff gehört der Standortförderer der Stadt Schlieren, Albert Schweizer. „Wir sind über die Wahl von Fabian Streiff sehr erfreut“, sagt er. „Wir kennen Fabian Streiff schon länger und haben sein Wirken im Kanton Basel-Stadt sehr aufmerksam verfolgt.“

  • Basler Nullenergiehaus übertrifft Planungswerte

    Basler Nullenergiehaus übertrifft Planungswerte

    Das erste nach dem höchsten Schweizer Standard Minergie-A-Eco zertifizierte Mehrfamilienhaus im Kanton Basel wurde 2015 bezogen. Als Investorin hat Immobilien Basel-Stadt die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) vor drei Jahren mit einer Studie beauftragt. Dieses lang angelegte Monitoring sollte klären, ob die anspruchsvollen Energieziele erreicht werden und wie das Haus von den Bewohnenden akzeptiert wird.

    Der Neubau an der Basler Aescherstrasse 12 umfasst sieben altersgerechte Wohnungen mit zweieinhalb und dreieinhalb Zimmern. Das Expertenteam vom FHNW-Institut Energie am Bau glich dort laut einer Medienmitteilung von Immobilien Basel-Stadt etwa die berechneten Bedarfswerte aus der Planung mit den tatsächlichen Verbrauchswerten im Betrieb ab. Die Befragung der Bewohnenden ergab, dass die Raumtemperatur in den meisten Wohnungen höher ist als der Standardwert aus der Planung.

    Da das Haus für die Minergie-A-Zertifizierung mindestens so viel Energie erzeugen soll wie ganzjährig für Wärme, Kälte und Lüftung verbraucht wird, wurde im Anschluss untersucht, wie sich die erhöhten Raumtemperaturen auf den Heizenergieverbrauch auswirken. Die Messergebnisse zeigten, dass zum einen die Wärmepumpe „wesentlich effizienter als angenommen“ war. „Zum anderen war der Ertrag der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bedeutend höher als geplant.“

    Die Energieproduktion im Haus übertreffe heute jahresbilanziert zusätzlich dessen gesamten Strombedarf. Optimierungspotenzial gebe es durch einen teilweisen Verzicht auf die Gebäudeautomation. Dadurch könnte der solare Eintrag im Winter und die Nachtauskühlung im Sommer verbessert werden.

    „Das Gebäudekonzept hat sich im Betrieb bewährt“, resümiert Immobilien Basel-Stadt. „Die anspruchsvollen Ziele des nachhaltigen Bauens konnten auch in der Praxis erreicht werden, ohne dass Abstriche bei der Behaglichkeit hingenommen werden mussten.“

  • Primeo Energie plant zwei Windturbinen in Muttenz

    Primeo Energie plant zwei Windturbinen in Muttenz

    In einem der sechs Windparkgebiete, die der Landrat 2015 im Baselbieter Richtplan ausgewiesen hat, will Primeo Energie bis 2023 zwei Windturbinen realisieren. Der Standort liegt in der Muttenzer Hard zwischen der Autobahn A2 und den Gleisanlagen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Der Stromanbieter wird dabei einer Medienmitteilung zufolge mit der Gemeinde Muttenz und dem Kanton Basel-Landschaft zusammenarbeiten.

    Die neue Windanlage könne mit ihrer Jahresleistung von 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom durchschnittlich 1200 Haushalte mit ökologischer Energie versorgen. Damit folge Primeo Energie den Richtlinien der Energiestrategie des Bundes sowie des Kantons Basel-Landschaft.

    Für den Bau seien bereits „alle nötigen Voruntersuchungen“ ausgeführt worden. „Der Standort der beiden Turbinen ist ideal“, heisst es in der Mitteilung. Das Gebiet liege nicht in einem Landschaftsschutzgebiet. Zudem seien Verbraucher in den Industrie- und Wohngebieten nah. Deshalb lasse sich ein Netzanschluss mit wenig Aufwand realisieren.

    In der trinationalen Region Basel gebe es ausser im Hochschwarzwald bisher noch keine Windparks. Als weitere Pluspunkte führt Primeo Energie die gute Ökobilanz von Windrädern an. Ausserdem beeinträchtigten sie Flora und Fauna nur gering.