An dem neuen Standort werden die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau ihren Platz finden. Der Regierungsrat hatte sich für Biel entschieden, da dort der Campus verkehrsmässig optimal erschlossen ist. Weitere Pluspunkte waren zudem die zentrale Lage unmittelbar beim Bahnhof sowie die Zweisprachigkeit der Stadt.
Zentralbauten für Wissensvermittlung und Austausch
Ein Blick zurück: Den Projektwettbewerb für den Campus gewann 2015 die Architekturgenossenschaft pool aus Zürich mit dem Projekt «Trèfle», zu Deutsch «der Klee». Mit sieben Metern Höhe fungiert die Plaza des Campus als gedeckter Stadtraum, ist auf der Website von pool Architekten zu lesen. Im Erdgeschoss befinden sich die wichtigsten gemeinschaftlichen Nutzungen wie die Campus Hall, Aula, Mensa und ein Café sowie die Bibliothek und ein grosser Hörsaal. In der Form eines Mantelbaus umschliessen einzelne Gebäudeflügel die drei Zentralbauten, welche explizit für die Wissensvermittlung und den Austausch vorgesehen sind. Die Fassaden sind in Holz ausgeführt.
Transparente Lernlandschaft
«Trèfle» zeichne sich durch eine helle, transparente Lernlandschaft aus, die den Austausch ermögliche und mit geschickt platzierten Kommunikationspunkten fördere, so die Beurteilung der Jury. Zudem integriere sich das Projekt «Trèfle» hervorragend in seine Umgebung. Mit dem neuen Campus werde der Kanton Bern als Bildungsstandort gestärkt und die Berner Fachhochschule in der Fachhochschullandschaft Schweiz wettbewerbsfähig positioniert, betont die Bauherrschaft. Zudem führe eine räumliche Konzentration bei den Raumkosten zu einer Effizienzsteigerung und damit zu tieferen Unterhalts- und Betriebskosten.
Möglicher Baustopp wegen eines sechsstöckigen Gebäudes
Die Aushub- und Pfählungsarbeiten sind bewilligt und können laut den kantonalen Baubehörden wie geplant stattfinden. Aber momentan herrscht eine grosse Blockade, schreibt die Berner Zeitung. Auf dem Bauareal steht ein Hindernis. Es ist der Gebäudekomplex Aarbergstrasse 14/16 mit insgesamt zwanzig Wohnungen und Geschäften im Erdgeschoss. Die Liegenschaft ist im Besitz eines Immobilienunternehmers aus Solothurn, welcher sich gegen die Enteignung wehrt. Wird die Immobilie im nächsten halben Jahr nicht abgerissen, kommt es zum vorläufigen Baustopp, schreibt die Berner Zeitung weiter. Und dieser hätte Konsequenzen für die Berner Fachhochschule. «Falls mit den weiteren Bauarbeiten nicht spätestens Ende 2019 gestartet werden kann, ist der Beginn des Hochschulbetriebs im Herbst 2022 unwahrscheinlich», fasst das zuständige Amt für Grundstücke und Gebäude die Lage zusammend. ■

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