Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Mit Mikroorganismen gegen die Winterstromlücke

    Mit Mikroorganismen gegen die Winterstromlücke

    Die gemeinsame Studie von Energie 360° und Partnern zeigt nun, dass eine Umsetzung möglich und wirtschaftlich interessant ist, wenn dabei bestehende Gasspeicher genutzt werden. Diese gibt es in den Nachbarländern der Schweiz. Zu diesem Zweck muss die Schweiz mit ihren Nachbarländern Regeln für den Import von erneuerbarem Gas vereinbaren. Bei der Geo-Methanisierung wird im Sommer überschüssige erneuerbare Energie, beispielsweise Solarstrom, in Wasserstoff (H2) umgewandelt. Dieser wird zusammen mit CO2, das etwa aus Biogasanlagen stammt, in einen natürlichen Untergrundspeicher eingebracht. In mehr als 1000 Metern Tiefe verbinden Mikroorganismen – Urzeitbakterien, sogenannte Archaeen – Wasserstoff und Kohlenstoff zu erneuerbarem Methangas (CH4). Im Winter, wenn der Bedarf an Strom und Wärme hoch ist, lässt sich das erneuerbare Gas ausspeichern und vielseitig nutzen.

    Realisierung im nahen Ausland möglich
    Das Forschungsprojekt «Underground Sun Conversion – Flexible Storage» (USC-FlexStore) von Energie 360° und dem österreichischen Energiespeicherunternehmen RAG Austria AG untersuchte technische, betriebliche, wirtschaftliche, ökologische und regulatorische Aspekte des innovativen Verfahrens. Als Schweizer Forschungspartner arbeiteten die Universität Bern, die Empa und die Ostschweizer Fachhochschule mit. Die Ergebnisse des Projekts zeigen nun, dass solche Speicher realisierbar sind – aus wirtschaftlichen Überlegungen idealerweise dort, wo bereits Lagerstätten vorhanden sind, beispielsweise im österreichischen Pilsbach.

    Enormes Potenzial für Energiebedarf in der Schweiz
    Die existierende und gute internationale Zusammenarbeit in Energieversorgungsfragen bleibt zentral. Somit kann die bestehende Infrastruktur, also das Europäische Gasnetz, genutzt und die gespeicherte Energie als erneuerbares Gas oder Strom beispielsweise für Industrieprozesse und Spitzenlastabdeckungen eingesetzt werden. Jörg Wild, CEO von Energie 360°: «Das Potenzial ist enorm: Jährlich kann mit diesem Verfahren erneuerbare Energie von einigen Terawattstunden saisonal gespeichert werden. Damit wird die Winterstromlücke in der Schweiz substanziell entschärft.» Voraussetzung für die Nutzung der Winterenergie ist jedoch, dass die Schweiz mit ihren Nachbarländern verbindliche Regelungen für den Bezug von erneuerbaren Gasen abschliesst.

    Energie 360° prüft Beteiligung an Projekt
    In einem nächsten Schritt will Energie 360° die gewonnene Expertise für die Geo-Methanisierung und -Speicherung vertiefen sowie das Know-how in zukünftige Projekte in der Schweiz und international einbringen. Zudem prüft das Unternehmen die Beteiligung an einem erneuerbaren Gasspeicher-Projekt in einem Nachbarland.

  • AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG hat auf dem Dach des eigenen Parkhauses an der Alten Steinhauserstrasse 5 in Cham die zweite Solaranlage an das dortige Stromnetz gebracht. Laut einer Medienmitteilung des Autohändlers wurden auf einer Fläche von 1599 Quadratmetern über 786 Solarmodule installiert. Damit könnten jährlich 320’000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

    Das öffentliche Parkhaus wird von der AMAG Parking AG betrieben. Mit der Aktivierung der Anlage arbeitet die AMAG Gruppe weiter an der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. Im Juni 2023 hatte der Autohändler bei AMAG Zug eine Photovoltaikdachanlage in Betrieb genommen. Wie dort soll der Strom den Eigenbedarf der AMAG decken. Eine allfällige Überproduktion soll dem öffentlichen Stromnetz zugeführt werden.

    Bis 2025 sollen 75’000 Quadratmeter der Dächer von AMAG-Betrieben mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Die AMAG-Gruppe hat in den vergangenen Jahren schrittweise die Solarkapazitäten ausgeweitet. So entstanden auf den Dächern zahlreicher Betriebe entsprechende Anlagen.

  • Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Die Energiedienst Holding AG hat im ersten Halbjahr 2023 einen Betriebsertrag von 973 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um rund 30 Prozent, informiert die schweizerisch-deutsche Aktiengesellschaft  in einer Mitteilung. Als Hintergrund für die positive Entwicklung werden dort eine positive Absatzentwicklung und gestiegene Strompreise genannt.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT lag mit 81,6 Millionen Euro dicht am Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2022 hatte das Unternehmen hier einen positiven Bewertungseffekt aus der Personalvorsorge in Höhe von 48 Millionen Euro verbucht. Um diesen Effekt bereinigt sei eine Steigerung von 34,3 Millionen auf 77,3 Millionen Euro realisiert worden, schreibt die Energiedienst-Gruppe. Der Reingewinn fiel mit 68,7 Millionen um 16,8 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr aus. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem bereinigten EBIT in Höhe von rund 100 Millionen Euro aus.

    Zur Steigerung von Umsatz und bereinigtem Betriebsergebnis haben alle Geschäftsbereiche der Gruppe beigetragen. Im Segment Kundennahe Energielösungen fiel der Beitrag zum EBIT mit 3,4 Millionen um 1,4 Millionen Euro höher als im Vorjahr aus. Als Wachstumstreiber hat sich hier vor allem das Endkundengeschäft Photovoltaik in der Schweiz erwiesen.

    Im grössten Geschäftsbereich Erneuerbare Erzeugungs-Infrastruktur konnte der Beitrag zum EBIT von 21,4 Millionen auf 65,4 Millionen Franken gesteigert werden. Hier führt die Gruppe die gute Entwicklung auf eine insgesamt bessere Stromproduktion aus Wasserkraft und das gestiegene Vermarktungsniveau der Erzeugung zurück.

  • Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Meier Tobler blickt auf ein gutes Halbjahr zurück, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das auf Klimatechnik spezialisierte Unternehmen aus Schwerzenbach konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 276,4 Millionen Franken steigern. Der Konzerngewinn ist um 38,7 Prozent auf rund 16 Millionen Franken gestiegen.

    Die „wesentliche Grundlage“ für das Wachstum war den Angaben zufolge die anhaltende Dynamik bei Heizungssanierungen. Gleichzeitig legte auch der Verkauf von Wärmepumpen im zweistelligen Prozentbereich zu. Das Geschäft mit Klimasystemen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht. Hier profitierte Meier Tobler vor allem von Grossprojekten wie etwa der Lieferung von zwei Absorber-Kältemaschinen mit je 3,4 Megawatt für das Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG.

    Weiter konnte Meier Tobler im ersten Halbjahr sein neues Dienstleistungszentrum in Oberbuchsiten SO in Betrieb nehmen. Im neu erbauten Zentrum sind unter anderem automatisierte Hochregal- und Kleinteilelager oder autonome mobile Roboter im Einsatz. Der Betrieb wird laut Meier Tobler kontinuierlich hochgefahren.

  • Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Mit der Ausweitung der Geschäftsstrategie auf Solarzellen „Made in USA“ reagiert Meyer Burger auf Marktanforderungen, die sich aus neuen Regulierungen in den Vereinigten Staaten ergeben: Kürzlich hat das US-Finanzministerium Richtlinien für die Qualifizierung von „domestic content“ bekannt gegeben. Diese ermöglichen einen zusätzlichen zehnprozentigen Bonus auf die Investitionssteuergutschrift (ITC) für US-Solarprojekte. „Meyer Burger ist der festen Überzeugung, dass inländisch hergestellte Solarzellen unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen, sowohl in Bezug auf die Verwendung von erstklassigen Hochleistungs-Solarprodukten ‚Made in USA‘ als auch zur Qualifizierung für zusätzliche Steuergutschriften“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Mit einem anfänglichen Produktionsvolumen von jährlich zwei Gigawatt Solarzellen und -modulen in den USA hat Meyer Burger die Möglichkeit, von Produktionsbeginn im Jahr 2024 bis Ende 2032 Steuergutschriften von bis zu USD 1,4 Milliarden zu erhalten.

    Im Rahmen der Entscheidung, das Solarzellenwerk in den USA anzusiedeln, erhält das Unternehmen neben den IRA-Steueranreizen ein weiteres umfangreiches Finanzpaket: Die Stadt Colorado Springs und der US-Bundesstaat Colorado unterstützen die Investition mit fast USD 90 Millionen, hauptsächlich in Form von Steuergutschriften, direkter Unterstützung und vergünstigten Strom- und Wassertarifen. Darüber hinaus sind Vorauszahlungen von Modul-Abnehmern und ein Darlehen des US-Energieministeriums (DoE) in Höhe von insgesamt mehr als USD 300 Millionen absehbar. Diese sollen zur Finanzierung des Wachstums von Meyer Burger in den Vereinigten Staaten beitragen.

    „Unsere Präsenz in den USA wird es uns ermöglichen, bestehende und zukünftige Kunden schneller zu erreichen. Ich möchte unseren Partnern in der Biden-Administration und in Colorado sowie unseren Abnahmepartnern DESRI, Ingka und BayWa herzlich für ihre Unterstützung beim Ausbau unserer US-Aktivitäten danken“, sagt Gunter Erfurt. Er fügt hinzu: „Meyer Burger arbeitet derzeit an weiteren Multi-Gigawatt-Abnahmeverträgen in den USA mit neuen Kunden. Wir prüfen bereits Möglichkeiten, weitere Produktionskapazitäten für Solarzellen und -module in den USA aufzubauen“.

    Der beschleunigte Produktionsplan in den USA wird durch eine Umleitung von Produktionsmaschinen ermöglicht, die ursprünglich für die bereits angekündigte Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, vorgesehen waren. Diese Anlagen werden nun am Standort Colorado Springs installiert, um den geplanten Fertigstellungstermin der Zellfabrik im Jahr 2024 einzuhalten.

    Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung von Meyer Burger für den EU-Innovationsfonds ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausbau im Multi-Gigawatt-Bereich in Thalheim geplant. Voraussetzung für solche Investitionen sind günstige Marktbedingungen und sichere, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Solarhersteller in der EU.

    „Meyer Burger ist eine treibende Kraft für den Ausbau der Solarenergie sowohl in den USA als auch in Deutschland und Europa“, sagt Erfurt. „Wir freuen uns, den Grundstein für eine transatlantische Solarenergie-Partnerschaft zu legen und auch in Zukunft unsere Produktion in Deutschland und der Europäischen Union auszubauen.“ In Deutschland wird sich das Unternehmen deshalb am kürzlich angekündigten Interessensbekundungsverfahren der deutschen Bundesregierung für eine Renaissance der PV-Industrie beteiligen.

  • Greenpower: Einzigartiges Energie-Ökosystem in Dagmersellen

    Greenpower: Einzigartiges Energie-Ökosystem in Dagmersellen

    In Dagmersellen soll in den nächsten Jahren ein schweizweit einzigartiges Energie-Ökosystem entstehen. Das Transportunternehmen Galliker, die Milchverarbeiterin Emmi, die Indu- striegase-Produzentin PanGas und die Energieversorgerin CKW haben Ende 2022 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

    Das Projekt ist für die Partner ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Energiestrategie-Ziele der beteiligten Unternehmen und der Schweiz. «Zusammen wollen wir die Energiewende vorantreiben und mit dem geplanten Energie-Ökosystem einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung und Diversifizierung der Energieversorgung leisten», erklärt Martin Schwab, CEO von CKW.

    Am Anfang des Energie-Ökosystems steht ein von CKW betriebenes Holzheizkraftwerk zur Produktion von Wärme und Strom. PanGas wird einen Teil des Stroms für die Herstellung von Wasserstoff zur Versorgung der LKW-Flotte von Galliker verwenden. Zusätzlich gewinnt PanGas aus dem Verbrennungsprozess grünes CO2; beispielsweise für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie.

    «Bei PanGas beschäftigen wir uns seit jeher mit Wasserstoff. Es freut uns sehr, dass wir mit diesem Projekt massgeblich zur CO2-Reduktion beitragen können und dem Schweizer Dekarbonisierungsziel ein grosses Stück näherkommen», so Roger Britschgi, Managing Director PanGas.

    Mit der erneuerbaren Energie aus dem Holzheizkraftwerk deckt Emmi einen Teil der am Produktionsstandort Dagmersellen benötigten Wärmeenergie für die Produktion von Frischkäsespezialitäten wie Mozzarella oder Ricotta sowie Milchpulver ab. Mit Blick auf die Kreislaufschliessung liefert Emmi zudem demineralisiertes Wasser aus der Produktion von Milchprodukten für die Wasserstoff-Herstellung.

    Das Energie-Ökosystem soll als geschlossener Kreislauf funktionieren.

    «Dieses im Verbund mit drei regional verankerten nationalen Partnern konzipierte einzigartige Energie-Ökosystem ermöglicht eine nachhaltigere Produktion unserer Milchprodukte und verringert unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen», so Marc Heim, Leiter Emmi Schweiz.

    Das Holzheizkraftwerk wird im Vollausbau Strom und Wärme produzieren. Gut einen Drittel der Wärme nutzt Emmi. Weitere mögliche Wärme-Abnehmer sind die örtliche Industrie sowie Wärmeverbunde in den umliegenden Dörfern. Das Holzheizkraftwerk soll soweit möglich mit regionalen Waldhackschnitzeln und Altholz betrieben werden. Dafür sind bis zu 200’000 Tonnen Holz pro Jahr notwendig.

    Die vier Unternehmen planen, insgesamt rund 200 Mio. Franken in die Produktion, die Verteilung und die Nutzung der erneuerbaren Energien zu investieren. Bis das Energie-Ökosystem gebaut werden kann, braucht es weitere Planungs- und Bewilligungsschritte. In der Detailplanung soll die gesamte Wertschöpfungskette organisiert werden. Bevor Baugesuche eingereicht werden können, muss auch die Zonenplanung der Gemeinde Dagmersellen angepasst werden.

    Die Bevölkerung wird regelmässig über den Projektstand informiert. Die aktuelle Planung rechnet mit einer Inbetriebnahme frühestens im Jahre 2027.

  • Einblick in die Klimastrategie des Kantons Luzern

    Einblick in die Klimastrategie des Kantons Luzern

    Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Auch der Kanton Luzern erwartet in Zukunft trockenere Sommer, mehr Hitzetage, mehr Starkniederschläge und schneeärmere Winter.

    Luzern verfolgt Doppelstrategie
    In seiner Klimapolitik strebt der Kanton Luzern in Übereinstimmung mit der Zielsetzung des Bundes und des Klimaabkommens von Paris das Ziel an, die Treibhausgasemissionen im Kanton bis 2050 auf netto null zu senken. Netto null bedeutet, dass zwar weiterhin Treibhausgasemissionen in bestimmten Bereichen entstehen, diese aber in mindestens gleichem Umfang wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Da die Auswirkungen des Klimawandels in den nächsten Jahren – auch mit Klimaschutzmassnahmen – weiter zunehmen werden, will der Kanton Luzern zusätzlich Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen.

    Diese Doppelstrategie und entsprechende Massnahmen hat der Luzerner Regierungsrat in seinem Planungsbericht «Klima- und Energiepolitik 2021 des Kantons Luzern» festgehalten. 2022 hat er in seiner «Massnahmen- und Umsetzungsplanung Klima und Energie 2022–2026» konkret aufgezeigt, wie welche Massnahmen in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

    Massnahmen von Raumentwicklung bis Bildung
    Ein Massnahmenüberblick zeigt insgesamt 134 Massnahmen zu Klimaschutz und -anpassung in diversen Bereichen wie Raumentwicklung, Gebäude, Mobilität und Verkehr, Umgang mit Naturgefahren, Energie, Entsorgung und Recycling, Wasserwirtschaft, Waldwirtschaft, Landwirtschaft, Gesundheit, Industrie oder Bildung.

    Als konkrete Massnahmen zum Klimaschutz will der Kanton Luzern beispielsweise energetische Vorschriften für Neubauten anpassen, umweltfreundliche Baumaterialien fördern, Programme zur effizienten Ressourcennutzung in der Landwirtschaft lancieren oder innovative Ansätze zur Abfallvermeidung im Gewerbe prüfen.

    Zur Anpassung an den Klimawandel plant der Kanton Luzern etwa raumplanerische Massnahmen zum Hochwasserschutz, die Sensibilisierung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen bei Hitzewellen, die Förderung der Wiederbewaldung oder gesetzliche Grundlagen für die klimaangepasste Siedlungsentwicklung.

    Alle Massnahmen sind in der Massnahmen- und Umsetzungsplanung des Kantons Luzern detailliert beschrieben.

  • Erstes e-mobile Lade Forum der Electrosuisse

    Erstes e-mobile Lade Forum der Electrosuisse

    Elektromobilität ja, aber wie Laden? Schon vor dem Kaufentscheid ist kompetente Beratung entscheidend. Bei der Planung und Realisierung einer zweckmässigen Ladeinfrastruktur tauchen Fragen aus unterschiedlichen Bereichen auf. Was ist die geeignete Ladeinfrastruktur für zu Hause, das Geschäft oder unterwegs?

    Die Fachgesellschaft e-mobile hat das Bedürfnis der Branche nach einer Fachtagung im Bereich Ladeinfrastruktur wahrgenommen und eine Ausschreibung für Vorträge lanciert. Über 25 Vorschläge wurden entgegengenommen und daraufhin in einem Themen-Voting abgestimmt. Das Feedback der Community war klar auf folgende 5 Themen fokussiert:

    – Bidirektionales Laden
    – Smart Charging
    – Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage
    – Energieversorgung 2050
    – Ladeinfrastruktur 2050

    Die Moderatorin Sarah Andrina Schütz führt kompetent durch den Tag, renommierte Referentinnen und Referenten zeigen Lösungsansätze für konkrete Umsetzungen auf und vermittelt Ausblicke auf die kommenden Trends. Daneben gestalten namhafte Partner eine interessante Begleitausstellung. Zahlreiche Verbände unterstützen den Kongress, mit dem Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen, an der Elektromobilitätsbranche beteiligten Fachleuten, zu etablieren.

    Am e-mobile Lade Forum werden die aktuellen Entwicklungen der Ladeinfrastruktur-Branche thematisiert und ein interaktiver Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglicht.

  • Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Besonders wichtige Beschlüsse der Kommissionssitzung vom 20.-23.2.2023Eine Regelung für Solaranlagen im nationalen Interesse: Dadurch wird es auch nach Ablauf des dringlichen Bundesbeschlusses («Solar-Express») möglich sein, alpine Solarkraftwerke zu bauen.

    Die Verpflichtung der Betreiber von grösseren Speicherwasserkraftwerken, sich an der Energiereserve zu beteiligen: Photovoltaik (PV) in Kombination mit Wasserkraft ermöglicht eine sichere Stromversorgung im Winter, sofern die Speicher nicht aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig geleert werden.

    Die Möglichkeit von Darlehen für den Fall, dass die Mittel des Netzzuschlagfonds für die vorgesehene Förderung der erneuerbaren Energieproduktion nicht ausreichen: Damit kann ein «Stop-and-Go» vermieden werden.

    Daten aus intelligenten Messsystemen sollen in Echtzeit den Endverbrauchern zugänglich gemacht werden: Dies fördert die optimale Abstimmung der Stromproduktion (z.B. aus PV-Anlagen) und des Verbrauchs auf lokaler Ebene, wodurch Investitionen in Stromnetze reduziert werden können.

    Speicheranlagen ohne Endverbrauch sollen unbefristet vom Netzentgelt befreit werden. Und auch Speicheranlagen mit Endverbrauch sollen von einer Rückerstattung des Netzentgeltes für die aus diesen Speichern ins Netz zurückgespeiste Energie profitieren können: Dies fördert den netzdienlichen Einsatz von stationären Speichern sowie des bidirektionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.

    Die Rahmenbedingungen für lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) wurden gegenüber dem Ständeratsbeschluss deutlich verbessert: Auch dies ist ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Nutzung der Netze.

    Im ländlichen Raum führen hohe Kosten für Netzverstärkungen oft dazu, dass PV-Projekte sistiert werden. Mit einer Kostenüberwälzung soll hier für Entlastung gesorgt werden.

    Einstimmig angenommen wurde die parl. Initiative von Swissolar-Präsident Jürg Grossen zur Harmonisierung der Besteuerung des Verkaufs von Solarstrom. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für die Bereinigung des «Flickenteppichs» bei den Rahmenbedingungen für Solaranlagen.

    Detailinformationen auf www.parlament.ch

  • Photovoltaik: Kristalline Lichtfänger

    Photovoltaik: Kristalline Lichtfänger

    Um Sonnenlicht direkt in Strom umzuwandeln, gibt es verschiedene Lösungen. Die bekanntesten sind Silizium-Solarzellen, die auf Silizium-Einkristallen basieren. Solarzellen dieses Typs sind relativ dick und zerbrechlich. Als weitere Variante haben sich so genannte Dünnschichtsolarzellen etabliert, die etwa 100-mal dünner sind. Diese Zellstruktur ist flexibel und kann auf flexible Substrate wie Kunststofffolien oder Metallfolien aufgedampft werden. Zu den bereits seit längerem bekannten Dünnschichtzellen aus den Halbleitern Galliumarsenid (GaAs), Cadmiumtellurid (CdTe) oder Kupfer-Indium-Gallium-Schwefel-Selen (CIGS) gesellt sich nun eine neue Klasse: die organisch-anorganischen Perowskite. Der Begriff Perowskit beschreibt die gemeinsame Kristallstruktur der Materialien in diesen dünnen Schichten.

    Das Interessante daran ist, dass Perowskite nicht nur als Solarzellen eingesetzt werden können, sondern umgekehrt auch als Beleuchtungsmittel oder als Basis für Photodetektoren, zum Beispiel in Röntgengeräten oder Sensoren für Smartwatches. Aus diesem Grund wird diese Materialklasse derzeit weltweit intensiv erforscht. Doch es gibt ein Problem: Viele dieser Perowskit-Kristalle enthalten sogenannte organische Ionen als Bausteine. Das sind Kristallbausteine, die Kohlenstoff, Stickstoff und Wasserstoff enthalten. Sie schmelzen und verdampfen bei viel niedrigeren Temperaturen als Silizium oder GaAs, CdTe oder CIGS. Daher sind viele bewährte Produktionsverfahren für diese Materialien nicht geeignet.

    Industrielle Fertigung ist gefragt
    Das Projekt AMYS („Advanced Manufacturability of Hybrid Organic-inorganic Semiconductors for Large Area Optoelectronics“), das im Rahmen der „Strategic Focus Area Advanced Manufacturing“ (SFA-AM) des ETH-Bereichs gestartet wurde, versucht nun, genau diese Probleme zu lösen. Benötigt wird ein industrielles Herstellungsverfahren für Perowskit-Dünnschichten, die bisher hauptsächlich in „nassen“ Sprühverfahren in Labors hergestellt werden. Die Aufgaben der Forschungspartner sind sorgfältig verteilt: Das Team der Perowskit-Spezialisten Ayodhya N. Tiwari und Fan Fu vom „Thin Films and Photovoltaics Laboratory“ der Empa sucht nach einem flexiblen Perowskit-Photodetektor und Solarzellen; das Team von Chih-Jen Shih von der „Nanomaterials Engineering Research Group“ der ETH Zürich will Perowskit-LEDs bauen, die Licht mit besonders hoher Farbgenauigkeit erzeugen. Und Christophe Ballif von der EPFL ist mit seinem Team auf der Suche nach besonders effizienten Tandem-Solarzellen, die aus Silizium auf der Unterseite und einer halbtransparenten Perowskit-Schicht auf der Oberseite bestehen.

    Alle Forscher haben bereits Vorarbeiten geleistet: Im Juli stellte das EPFL-Team einen neuen Weltrekord auf: Solarzellen aus dickem, kristallinem Silizium mit einer dünnen Perowskit-Schicht darauf erreichten einen Wirkungsgrad von über 31 Prozent. Ein solcher Wert wurde bereits mit anderen Halbleiterzellen erreicht, doch sind diese in der Herstellung rund 1000-mal teurer. Damit öffnet sich ein Tor zur kostengünstigen Photovoltaik. „Wir haben einen zweistufigen Prozess entwickelt, um die organischen Bestandteile unserer Perowskite schonend und homogen auf mittelgrosse Solarzellen aufzutragen“, erklärt Christian Wolff, der im EPFL-Team arbeitet. „Das wollen wir nun auf ein neu entwickeltes, auf Trockendampf basierendes Verfahren ausdehnen, das es einerseits ermöglicht, noch grössere Flächen homogen zu bedecken, und gleichzeitig zu sehen, ob es nicht noch bessere chemische Kombinationen gibt.“

    Sebastian Siol von der Empa hilft ihm dabei. Er ist Spezialist für Beschichtungsprozesse und für die Analyse von industriell hergestellten dünnen Schichten. Mit automatisierten Hochdurchsatz-Experimenten wird er eine Vielzahl von verschiedenen chemischen Zusammensetzungen und Prozessparametern screenen, mit dem Ziel, eine „Bibliothek“ von vielversprechenden Perowskit-Mischungen zu erstellen. Damit erhalten Wolff und seine Kollegen in allen Arbeitsgruppen entscheidende Hinweise, wo sie suchen müssen. Das beschleunigt den Weg zum Ziel von preiswerten, stabilen und grossflächigen optoelektronischen Bauelementen mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.

    Ungiftige Lösungsmittel für die Herstellung
    Der Empa-Forscher Fan Fu ist Spezialist für Perowskite und ebenfalls Teil des Forschungskonsortiums. Er hat sich gleich zwei Aufgaben vorgenommen: Einerseits sucht er nach neuen Photodetektoren und Solarzellen auf der Basis von Perowskiten. Andererseits will er auch einen „grünen Weg“ für die industrielle Produktion von Perowskit-Zellen finden. „Während das EPFL-Team einen Trockenprozess gefunden hat, haben wir an der Empa den Nassprozess weiterentwickelt“, erklärt der Forscher. „Wir benutzen keine giftigen Lösungsmittel mehr, die man zwar im Labor verwenden kann, die aber im industriellen Prozess ein Handicap sind. Wir arbeiten jetzt mit Isopropanol – das auch in jedem Coiffeur-Salon verwendet wird.“ Fan Fu will sein Nassverfahren nun auch auf industrielle Prozesse wie die sogenannte Slot-Die-Beschichtung übertragen. Bei der Suche nach dem optimalen Verfahren hilft ihm auch sein Empa-Kollege Sebastian Siol. Er wird die Probekörper aus Fus Versuchsreihen kartieren und helfen, die optimalen Prozessparameter zu finden.

    Perowskit-Sensoren für Smartwatches
    Fan Fu hat noch ein zweites Projekt, das er im Rahmen von AMYS verfolgt: Perowskit-Zellen könnten auch als Photodetektoren in Kameras oder als Röntgendetektoren für die medizinische Bildgebung dienen – und hätten zwei entscheidende Vorteile: Sie sind viel billiger und einfacher herzustellen als die heute üblichen Silizium-Kamerachips. Außerdem sind sie flexibel und können sich der Körperform anpassen. Fu erläutert anhand eines Beispiels, wie interessant dies werden könnte: „Blutsauerstoff- und Pulsfrequenzsensoren in Smartwatches basieren teilweise auf der optischen Erfassung des Blutflusses.“ Mit flexiblen, optischen Sensoren könnten solche Messwerte in Zukunft viel günstiger und gleichzeitig genauer ermittelt werden, sagt Fu. „Messgeräte, die direkt auf der Haut aufliegen, sind eine Schlüsseltechnologie für die zukünftige Interaktion zwischen Mensch und Maschine.“

  • Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Infrarottechnologie erobert zunehmend den Heizungsmarkt. Ob in privaten Wohnräumen, in der Hotellerie, im Gewerbe oder in Industriebetrieben: Heizen mit Infrarot verbessert das Raum- und Arbeitsklima gleichermaßen. Gleichzeitig ist diese Technologie wartungsfrei und kosteneffizient. Ob Haupt- oder Zusatzheizung, Decken- oder Wandmontage, Aufbau- oder Einbaupaneel: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Produkte können aufgrund ihres geringen Gewichts sogar sicher an der Decke montiert werden – dort, wo die Heizplatte technischen Studien, Tests und praktischen Ergebnissen nach die höchste Heizwirkung entwickelt. Auch Kombilösungen aus Wärme und Licht oder als Bildheizung, Handtuchtrockner oder Wohnraumaufsteller sind Optionen, die Infrarotpaneele anbieten.

    Raus aus Gas und Öl, rein in die Infrarotheiztechnik: Heizplatten arbeiten höchst effizient. Sie haben die gleichmäßigste und höchste Infrarotstrahlung (76 Prozent) am Markt und erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Doch welche Eigenschaften und Merkmale machen ein Paneel zu einer hochwertigen Infrarotstrahlungsheizung? Und welche Kriterien gelten für ein Infrarotpaneel, das auch hält, was es verspricht?

    Trend: elektrisch betriebene Systeme
    Die kommenden drei bis fünf Jahre werden Heizungsjahre sein. Die Heizung steht zunehmend im Mittelpunkt, egal um welchen Wärmeerzeuger es sich handelt. Zumal beim Großhändler die Umsätze in der Heizungs- und Installationstechnik am schnellsten wachsen. „Daher werden wir diese Sortimentsbereiche noch mehr in den Fokus nehmen“, erklärt Christian Herbst, Produktmanager bei Reisser. Der Trend hin zu elektrisch betriebenen Systemen ist weiterhin ungebrochen: „In unseren Ausstellungen wird daher in Zukunft immer mehr energieeffiziente Heiztechnik zu sehen sein. Sowohl digital als auch offline werden wir unsere Kunden umfassend über intelligente und nachhaltige Heiztechnik informieren.“

    Dass in der Branche nach wie vor die klassischen Wärmeerzeuger wie Ölkessel und Gasthermen den Ton angeben, stellen die Fachleute immer wieder fest. Doch auch, dass sich der Markt inzwischen mit zukunftsweisenden Technologien wie beispielsweise Wärmepumpen beschäftigt. „Gerade in der jetzigen Situation und aufgrund der absehbaren Entwicklungen ist man mit dem Thema Elektro gut aufgestellt. Alles wird nachhaltiger und unsere Kunden sind offen dafür“, prognostiziert Herbst. Schon heute gibt es Anwendungsmöglichkeiten, um ein Haus elektrisch zu beheizen. Ob im Neubau für die gesamte Beheizung oder bei der Zusatzbeheizung von Räumen zeigt sich, dass durch Infratotheizplatten so manche Technologie unterstützt oder sogar abgelöst wird. „Mitunter ersetzt Infrarot schon heute die klassischen Wärmeträger und Wärmeerzeuger. Erst recht in Kombination mit Photovoltaik ergeben sich hier herausragende Möglichkeiten.“

    Anwender sollten auf Produkte verzichten, bei denen eine indirekte Wärmeübertragung an die strahlende Produktoberseite passiert. Denn bei dieser Variante wird eine Platte benötigt, die vor das Heizmedium installiert wird und in der Regel aus beschichtetem Stahlblech oder Glas besteht. Auf dem Wege der Wärmeübertragung vom Heizmedium auf die anliegende Produktvorderseite geht Energie verloren – und damit Strom und Geld. Aufbau, Qualität und Leistung sind Aspekte, die Nutzer berücksichtigen sollten. Nur dann greifen auch die Vorteile, die diese Technologie ermöglicht.

    Wärmeübertragung ohne Energieverluste
    Außerdem eignen sich Infrarotpaneele mit Kohlenstoff als Basis der Bauweise besser. Denn durch das Direktheizprinzip ist eine hocheffiziente Wirkweise möglich: Die Wärme entwickelt sich schnell und gleichmäßig von der Mitte der Paneele aus. Anders als bei Heizmedien aus Carbon (Folie, Heizdraht oder Faser) sind die natürlichen Kohlenstoff-Silizium-Produkte formstabil, vollflächig und leicht im Gewicht. Sie benötigen keine Einbettung in einen schweren Speicherkern und lassen sich direkt an der Produktvorderseite verbauen. Das ermöglicht eine Wärmeübertragung ohne Energieverluste. Die Leichtbauweise der Paneele eignet sich insbesondere in der Altbausanierung, weil die Platte bei dieser Technologie und durch die vielfach größere Masse nicht so rasch abkühlt. Sie strahlt länger nach, auch wenn das Thermostat die Heizanlage bereits abgeschaltet hat.

    Auch Spiegelheizungen erachten die Experten für Zwecke der Raumwärmeerzeugung für kritisch: Eine verspiegelte Oberfläche reflektiert den Infrarotstrahl und lässt ihn nicht durch. „Technisch gesehen und wenn man die physikalischen Tatsachen betrachtet, ist eine Spiegelheizung keine hocheffiziente Infrarot-Strahlungsheizung. Sie kann den Raum durch ihre Bauweise nicht erwärmen und dient lediglich zum Komfort – um zu verhindern, dass der Spiegel beschlägt“, erklärt Herbst. Das beste Strahlungsverhalten bei einem hohen Emissionsgrad bringen die Materialien Quarz und Keramik mit. Die Kombination aus vollflächigem, direkt an der Produktvorderseite sitzendem Heizmedium und rauer Quarzbeschichtung (wodurch sich die Oberfläche vergrößert) ermöglicht den höchsten Strahlungswirkungsgrad.

    „Die Zukunft des Heizens hat begonnen“, ergänzt Herbst. Doch ist die Zeit schon reif für Infrarot? „Wir arbeiten mit Weitblick, beschäftigen uns mit den Themen von morgen und haben heute schon die passenden Produkte parat.“ Auf dem Weg in eine hoch technologisierte Zukunft, da ist sich der Großhändler sicher, braucht es Profi-Lösungen. Herbst: „Wir arbeiten exklusiv mit entsprechenden Herstellern zusammen, die uns ihre patentierten Produkte zur Verfügung stellen. So können wir den Handwerkern schon jetzt die Technologie liefern, die zukunftsfähig ist.“

    Inzwischen gibt es sogar Produkte, die wohlige Strahlungswärme mit vollwertigem Raumlicht kombinieren. „Solche effizienten Wärme-Licht-Kombilösungen sind praktisch und stilvoll zugleich. Die Heizpaneele fungieren als direkte Beleuchtung, was einen ganz eigenen Wow-Effekt besitzt“, ergänzt Herbst. Der Kunde kann zum einen Größe und Ausführung wählen, sich zum anderen zwischen Aufbau- und flächenbündiger Einbauvariante sowie Wand- oder Deckenmontage entscheiden. „So wird die Heizung zum Eyecatcher und setzt gekonnt Akzente.“ Integrierte LEDs auf der Vorderseite beleuchten den Raum und erweitern die Funktionalität des Heizpaneels um ein Lichterlebnis. Für den gewerblichen Gebrauch öffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – beispielsweise in Foyers und Eingangsbereichen in Kombination mit dem Firmenlogo oder mit Werbebotschaften.

  • Richtig schweissen spart Kosten und Energie

    Richtig schweissen spart Kosten und Energie

    Ohne Schweissgeräte geht nichts in Garagen, Metallwerkstätten und Industriebetrieben. Schätzungen besagen, dass die 25’000 Handschweissgeräte und Industrieanlagen, die aktuell in der Schweiz im Einsatz sind, 80 Gigawattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. «Diese Menge Elektrizität könnte deutlich tiefer sein», ist Patrick Gauss überzeugt, Geschäftsleiter von Fronius Schweiz. Denn einerseits habe die Technik in den letzten Jahren starke Fortschritte gemacht und sei effizienter geworden. Anderseits entscheiden die Wartung der Schweissgeräte und ihre korrekte Anwendung darüber, ob unnötig viel Strom, Gas und Schweissdraht verbraucht werden.

    Modern, effizient, flexibel
    Anlass dafür, die Effizienz der Schweissgeräte und -anlagen zu überprüfen, ist eine 2019 verabschiedete EU-Verordnung, welche die Schweiz übernommen hat. Für Schweissgeräte existiert zwar keine Energieetikette wie für andere technische Geräte. Die neue Verordnung verlangt aber, dass Modelle ab 2023 Mindestanforderungen einhalten, was die Effizienz der Stromquelle angeht. Zudem wird die maximale Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand bei eingeschaltetem Gerät und stromlosem Schweisskreislauf auf 50 Watt beschränkt. Die Inverter-Technologie etwa hilft, die Vorgabe einzuhalten, und bringt gegenüber herkömmlichen, stufengeschalteten Anlagen einen Effizienzvorsprung von 30 Prozent. Gleichzeitig sind die Geräte mit Inverter-Technologie deutlich kleiner und kompakter. Deshalb benötigen sie lediglich ein Fünftel an Material im Vergleich zur konventionellen 50-HZ-Trafotechnologie. Eine sinnvolle Wahl kann ein Neugerät sein, das flexibel konzipiert ist. Ein modernes Schweissgerät, das ursprünglich fürs Stahlschweissen angeschafft wird, kann damit später bei einem Wechsel in der Produktion auch fürs Schweissen von Aluminium, Chrom-Stahl oder Edelstahl eingesetzt werden. Eine Anpassung mit der nötigen Soft- und Hardware ist problemlos möglich. Gauss: «Die steigenden Strompreise dürften dazu führen, dass allein schon aus wirtschaftlichen Gründen effiziente Schweissgeräte klar im Vorteil sind.»

    Feste Einstellungen sparen Energie
    Mit der Anschaffung eines sparsamen Modells ist es aber nicht getan. Vielmehr sollte auch die Anwendung von Schweissgeräten optimiert werden. Basis dafür sind eine solide Schulung des Personals und eine sicherheitstechnische Überprüfung alle zwei Jahre. Dabei wird das Gerät ausgeblasen, die Durchflüsse des Kühlmittels werden überprüft und Netzversorgung und Schutzleiterwiderstand gemessen. Gerade komplexe Hightechgeräte liefern nur dann gute Resultate und erreichen auch tatsächlich ihre Lebensdauer, wenn sie sorgfältig gewartet und korrekt bedient werden. Besonders praktisch ist, wenn im Menü gewisse Parameter fix eingestellt werden können. Ein Beispiel ist die Vorgabe beim Elektrodenschweissen, welche die Zeit definiert, nach der die Maschine bei Nichtgebrauch automatisch in den sparsameren Standby-Modus übergeht. Eine andere Einstellung überwacht den Vorgang, wenn der Brenner unachtsam weggelegt wird. Ist der Brennertaster betätigt, werden weiterhin Draht und Schutzgas geliefert. Bei unbeabsichtigtem Kontakt mit Metall würde sogar ein Lichtbogen gezündet – es besteht akute Brandgefahr. Die Einstellung beugt dieser Situation vor, indem eine Distanz definiert wird, ab der kein Lichtbogen mehr erzeugt wird und der Drahtvorschub und die Gaslieferung automatisch stoppen. Das reduziert die Gefahr und den unnötigen Verbrauch von Gas und Zusatzwerkstoff.

    Auch Do-it-Anbieter sind bereit
    «Nicht nur professionelle Schweissanlagen, auch Geräte für den Hobby- und Handwerkerbedarf müssen den EU-Vorschriften genügen», erklärt Dalibor Berka, Category Manager bei der Puag AG. Besonders erfreulich ist aus Sicht von Berka, dass Ersatzteile neu mindestens zehn Jahre nach dem Herstellungsende vorrätig sein müssen: «Dieser Service ist sehr wichtig, denn die Geräte sind auf einen langjährigen Betrieb ausgelegt. Mit Ersatzteilen kann der Wegwerfgesellschaft entgegengewirkt werden.» Den Benutzerinnen und Benutzern empfiehlt der Fachmann, sich an die vorgegebenen Werte und Einstellungen des Verbrauchsmaterials zu halten und das Gerät bei Nichtgebrauch konsequent auszuschalten. Berka: «Und wichtig: Die Gerätevielfalt ist gross. Es ist entscheidend, jenes Gerät zu beschaffen, das sich für den spezifischen Einsatz am besten eignet.»

    Pieter Poldervaart im Auftrag von EnergieSchweiz

  • Die Lade-Revolution: Elektroautos günstiger und netzstabilisierend laden

    Die Lade-Revolution: Elektroautos günstiger und netzstabilisierend laden

    Die Zahl der Elektroautos steigt von Jahr zu Jahr stark an. 2022 hatte jedes vierte neu in Verkehr gesetzte Auto einen Stecker. Mit Blick auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen wie zum Beispiel den steigenden Energiebedarf und eine mögliche hohe Netzbelastung, unterstützt CKW als erstes Schweizer Energieunternehmen das intelligente Laden von Elektroautos.

    Stromnetz stabilisieren und Geld sparen
    Die meisten Elektroautos werden am Abend nach der Heimfahrt – mehr oder weniger alle gleichzeitig – Zuhause zum Laden an der Ladestation angesteckt. Die daraus nach Feierabend entstehende hohe Belastung des Stromnetzes, hilft die «CKW Smart Charging App» zu verhindern. Sie verschiebt das Aufladen der Batterie in einen Zeitraum mit geringerer Netzbelastung. Die Lade-App wirkt dadurch netzstabilisierend und kann verhindern, dass Kohle- oder Gasstrom importiert werden muss.

    Die App funktioniert ganz einfach: downloaden, Fahrzeug verbinden und Präferenzen erfassen. Bei den Präferenzen können die Uhrzeit, bis zu welcher die Batterie geladen werden soll, und der gewünschte Ladestatus der Batterie festgelegt werden. Auch die Niedertarif-Zeiten können hinterlegt werden. Diese werden danach von der App für das Laden der Batterie bevorzugt. Falls eine Photovoltaikanlage vorhanden ist, kann der Ladeprozess so gesteuert werden, dass die Batterie geladen wird, sobald die Anlage genügend Strom produziert. Ein weiterer Vorteil: Mit der App hat man den Ladestatus und die verbleibende Ladezeit jederzeit im Blick.

    Das intelligente Laden mit der App funktioniert in der ganzen Schweiz und ist unabhängig vom lokalen Energieversorgungsunternehmen einsetzbar. Anders als beim bidirektionalen Laden verursacht Smart Charging keine zusätzlichen Ladezyklen.

    Geld verdienen beim Laden der App
    Die App führt zu einem dreifachen Gewinn: Das Portemonnaie wird geschont dank der Berücksichtigung des Niedertarifs, die Batterie kann mit einem grösseren Stromanteil aus nachhaltiger Energie geladen werden und zusätzlich erhält man einen Geldbetrag für die Mithilfe zur Netzstabilisierung. Letzteres funktioniert wie folgt: Für jede im Smart Charging Modus geladene Kilowattstunde gibt es eine Vergütung. Diese kann bis zu 100 Franken im Jahr betragen. Die App wird von immer mehr Fahrzeugtypen unterstützt. Aktuell sind Modelle der folgenden Marken kompatibel: Audi, Volkswagen, Seat, Skoda, Renault, Jaguar und Tesla. Für alle weiteren Fahrzeugmodelle ist die App in Verbindung mit einer Easee-Ladestation ebenfalls einsetzbar.

  • Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Auf dem Sorgenbarometer der Unternehmen rangiert die Energiekrise mit 45 % der Nennungen ex aequo mit der Inflation auf Platz drei. Noch mehr Sorgen bereiten den Entscheidungstragenden die aktuellen Lieferkettenprobleme. Den Spitzenplatz belegt mit 65 % der Nennungen der Fachkräftemangel. Dieser beschäftigt Schweizer Unternehmen unabhängig von Branche oder Grösse. 45 % der Befragten geben an, dass ihnen die Energiekrise überhaupt oder fast keine Sorgen bereiten würde. 47 % gehen nicht davon aus, dass ihre Umsätze unter der Energiekrise leiden. 22 % beziffern die erwarteten Umsatzeinbussen auf 1 % bis 4 %.

    Bereit für den Notfall

    82 % der Studienunternehmen sind überzeugt, ihr wirksamstes Energiesparpotenzial zu kennen. Schon heute reduzieren 54 % der Befragten ihren Stromverbrauch. 30 % haben einen Krisenstab etabliert, der Massnahmen konzipiert hat oder an solchen arbeitet. Nur gut jedes zehnte Unter-nehmen (12 %) erläutert, keine Massnahmen geplant oder umgesetzt zu haben. Jene Unternehmen, die bereits Energiesparmassnahmen entwickelt haben, sehen diese zu 57 % als sofort und zu 24 % als innerhalb weniger Wochen wirksam. Zwei Drittel der Befragten könnten ihren Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn aufgrund eines Energiemangels die Strom- und Gaszufuhr reduziert werden würde.

    Arbeitsplätze und Existenz gesichert

    88 % der Studienunternehmen denken nicht an einen Stellenabbau, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Für knapp zwei Drittel (63 %) ist auch Homeoffice keine gangbare Lösung. Bei der Frage der Existenzbedrohung sind sich die Studienunternehmen einig: 91 % der Befragten sehen die Existenz ihres Unternehmens in den kommenden sechs Monaten durch die Energiekrise nicht gefährdet.

    Über diese Studie

    Die Kurzstudie zur Energiekrise wurde von PwC im November 2022 auf der Grundlage eines Online-Fragebogens durchgeführt. 137 Schweizer Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie stammen zu 42 % aus der verarbeitenden Industrie. Zudem sind Baugewerbe, Detailhandel, Informatik, Kommunikation, Unterhaltung, Gastgewerbe, Energie und Finanzwelt vertreten. 47 % der Studienunternehmen beschäftigen mehr als 250 Mitarbeitende, 17 % weniger als 50 Mitarbeitende.

    Weitere Infos
    www.pwc.ch/de/publications/2022/energiekrise-bei-familienunternehmen-und-kmu.pdf

  • Drei Viertel aller Hausbesitzer wollen ein Solardach

    Drei Viertel aller Hausbesitzer wollen ein Solardach

    Drei Viertel aller privaten Hausbesitzer:innen, die über ein geeignetes Dach verfügen, liebäugeln mit einer eigenen Solaranlage, jede:r Fünfte plant diese sogar bereits in den kommenden 12 Monaten. Dies ist das beeindruckende Ergebnis einer vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Auftrag gegebenen und heute veröffentlichten YouGov-Repräsentativbefragung unter 1.022 Immobilienbesitzer:innen in Deutschland. Vier von fünf Hausbesitzer:innen, die sich die Anschaffung einer Solarstromanlage vorstellen können, wünschen sich zugleich einen Solarstrom-Speicher, um den selbst erzeugten Solarstrom rund um die Uhr nutzen zu können. Für dieses Jahr rechnet der BSW mit einem Installationsplus von rund 30 Prozent im Stromsektor (Photovoltaik) und rund 10 Prozent im Wärmesektor (Solarthermie). Auch für 2023 erwartet der Verband eine weiter anziehende Solartechnik-Nachfrage. Die seit dem Jahr 2005 vom BSW ermittelten Geschäftsklima- und Geschäftserwartungsindizes befinden sich auf einem Allzeithoch.

    BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, wir erwarten einen länger anhaltenden Solarboom. Getragen wird dieser vor allen Dingen von Privathaushalten. Doch nur wenn die Solartechnik jetzt in allen Anwendungsbereichen entfesselt wird und wir das in diesem Jahr erzielte Marktwachstum auch in den kommenden vier Jahren jeweils beibehalten, wird die Solarbranche im politisch gewünschten Umfang zum Erreichen der Klima- und Energiewendeziele beitragen.“  

    Politischen Nachholbedarf sieht der BSW für 2023 insbesondere bei der Verbesserung der Investitionsbedingungen für gewerbliche Investoren. Zwar registriert der Verband auch hier ein grundsätzlich gewachsenes Investitionsinteresse. Unverhältnismäßige Auflagen beim Netzanschluss, zu viel Bürokratie in den Genehmigungsverfahren sowie zu restriktive Auktionsbedingungen würden jedoch viele Unternehmen schließlich davon abhalten, ihr Firmendach tatsächlich mit Solarzellen zu bestücken oder zeitnah in einen Solarpark zu investieren.

  • Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Mit der Agenda 2030 haben sich die UNO-Mitgliedstaaten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Der Bundesrat will, dass auch die Schweiz diese Ziele erreicht. Den Rahmen dafür bildet die 2021 beschlossene Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 und der Aktionsplan 2021-2023. Die Bundesverwaltung soll dabei ein Vorbild für nachhaltiges Handeln sein. Der erste Bericht dazu zeigt, dass sie mehrheitlich gut unterwegs ist: Sie hat die Energieeffizienz gesteigert, bezieht ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen und baut die eigene Stromproduktion mit Photovoltaikanlagen aus.

    Die Bundesverwaltung konnte zudem den Ausstoss von Treibhausgasen senken und ihn im Vergleich zu 2006 halbieren. Damit liegt die Bundesverwaltung bei ihrem Emissionsziel für 2030 auf Kurs. Nach dem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 ist der Ausstoss 2021 allerdings wieder leicht angestiegen. Das liegt vor allem an den Flugreisen von Bundesangestellten, die wieder zugenommen haben. Auch beim Papierverbrauch, insbesondere für Publikationen, kann sie sich verbessern.

    Auf ihren eigenen Grünflächen fördert die Bundesverwaltung die Biodiversität. Sie schafft unter anderem entlang von Schienen und Strassen Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze.

    Die Agenda 2030 verfolgt nicht nur das Ziel, die natürlichen Ressourcen zu schützen und den Klimawandel zu stoppen. Ein Teil der 17 Nachhaltigkeitsziele hat den Zweck, soziale Entwicklungen zu fördern, zum Beispiel die Gleichstellung von Mann und Frau. Auch in diesem Bereich nimmt die Bundesverwaltung ihre Vorbildrolle wahr. Sowohl im mittleren Kader als auch im Topkader hat der Frauenanteil zugenommen. Der Sollwert ist aber noch nicht ganz erreicht.

    Der Nachhaltigkeitsbericht ist unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE verfasst worden und soll künftig alle zwei Jahre aktualisiert werden.

  • Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    In der Schweiz haben ca. 6% aller Mehrfamilienhäuser eine Warmwasser-Solaranlage (Solarthermie) in Betrieb. Diese werden dafür genutzt, Warmwasser zu erhitzen, um damit den Verbrauch von Öl und Gas zu reduzieren. Die meisten dieser Anlagen wurden vor ca. 10 Jahren installiert, als Photovoltaik noch wesentlich teurer war. Jedoch sind sie in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Viele Eigentümer:innen und Verwaltungen entdecken die Anlagen nur per Zufall durch eine Ansicht der Liegenschaft auf Google Maps, wenn sie das Dach für eine Photovoltaik-Eignung analysieren.

    Im Schnitt haben die Warmwasser-Solaranlagen noch 20 Betriebsjahre vor sich, in denen sie CO2-freie Wärme erzeugen können und dank der Einsparung von fossiler Energie auch die Nebenkosten wesentlich senken. Weil die Existenz vieler Anlagen niemandem mehr bekannt ist, ist eine von fünf Anlagen defekt. Damit wird wertvolle Sonnenwärme verschwendet, und stattdessen müssen fossile Heizsysteme einspringen.

    Verschiedenste Kantone haben die Problematik bereits erkannt und Sensibilisierungs-Kampagnen gestartet, um Eigentümer:innen, Hauswartungen und Verwaltungen auf die Problematik aufmerksam zu machen. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit Energie Schweiz und Swissolar die kostenlose Plattform solartest.ch geschaffen. Damit kann mit der Eingabe von abgelesenen Temperaturwerten einfach selbst kontrollieren werden, ob die Anlage korrekt läuft.

    Um nicht wöchentlich die Temperaturwerte ablesen zu müssen, hat Energie Zukunft Schweiz das Monitoring-System LORALARM entwickelt, welches nachrüstbar ist.

    Im Rahmen eines Projekts mit einer grossen Schweizer Versicherungsgruppe wurden 65 bestehende Warmwasser-Solaranlagen überwacht, wovon bei insgesamt 15 Anlagen ein Stillstand festgestellt wurde. Durch kleinere Reparaturen konnten Anlagen im Wert von CHF 1,5 Millionen innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden.
    Die gute Zeit, um herauszufinden, ob die thermische Solaranlage läuft, ist an einem sonnigen Wintertag. So kann sichergestellt werden, dass der Defekt bis zu den ertragreichen Frühlingstagen ab Anfang März nach einer allfälligen Reparatur wieder sonnengewärmtes Wasser produziert.

  • Gemeinsam der Sonne entgegen 

    Gemeinsam der Sonne entgegen 

    2021 konnten Bearth & Deplazes Architekten diese Auszeichnung für ein Mehrzweckgebäude in Fläsch entgegennehmen. Schon zum dritten Mal wurden sie mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, der für diejenigen Solarbauten vergeben wird, die aus architektonischer Sicht überzeugen, einen schonenden Umgang mit Ressourcen berücksichtigen und in Bezug auf Nachhaltigkeit so konzipiert sind, dass sie mehr elektrische Energie gewinne als sie selbst nutzen. 

    Das Unternehmen beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema Energie. Es gehört für sie zum Entwerfen und Bauen, genau wie die Konstruktion. Ihre Bauten spiegeln dabei deutlich wider, dass Architektur für sie mehr ist als Ästhetik. Dass es ihnen um Verantwortung gegenüber dem Ort, der Gesellschaft und der Umwelt geht.  

    Dies haben sie in Fläsch bewiesen. Das bestehende Mehrzweckgebäude aus den 1970er-Jahren wurde umgebaut und um einen Kindergarten und einen Gemeindesaal erweitert. Die zusätzlichen Räume schmiegen sich im Norden und Osten an das bestehende Haus an und werden unter der verlängerten Dachfläche integriert. Wegen Anforderungen an die Erdbebensicherheit musste das Dach zwar ersetzt werden, seine ursprüngliche Silhouette und der Firstpunkt wurden aber beibehalten. Die Ausrichtung des Daches erlaubte den Einsatz einer grossflächigen PV-Anlage, mit dessen Planung und Fachbauleitung die Firma Reech beauftragt wurde. Neben optischen Gesichtspunkten stand für diese die Erfüllung technischer Anforderungen im Vordergrund. Das in der Schweiz entwickelte und in Österreich hergestellte Indach-System «Sunskin Roof» von Eternit überzeugte die PV-Spezialisten nicht nur durch Energieeffizienz, Leistung und Qualität. «Die widerstandsfähigen Doppelglas-Solarmodule können selbst bei flachen Neigungswinkeln eingebaut werden. Ausserdem sind sie betretbar, was bei der Wartung der Anlage grosse Vorteile bringt», erklärt Tamás Szacsvay, Leiter Technik & Engineering und Partner bei Reech. Er schätzt darüber hinaus den guten technischen Support von Eternit und die umfassende Dokumentation, aus der sämtliche Anschlussdetails direkt übernommen werden können.  

    Auch die Montage der handlichen Module ist schnell und einfach, da durch die flexible Verlegung von verschiedenen Seiten gleichzeitig gearbeitet werden kann. 

    Eternit (Schweiz) AG arbeitet bei der Entwicklung neuer Produkte eng mit Architektinnen und Technikern zusammen. Das zahlt sich aus. So fliessen konstruktive, funktionale und ästhetische Aspekte schon früh in den Planungsprozess ein. Seit 2010 setzt das Unternehmen ihr Know-how gezielt bei der Entwicklung von rahmenlosen Photovoltaiksystemen ein, die sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade vollständig integriert werden und die herkömmliche Gebäudehülle ersetzen. Dank gestalterisch durchdachter Detaillösungen erfüllen sie auch die hohen ästhetischen Anforderungen der Architekten. 

    Das grossflächige Eternit Solardach in Fläsch liefert 179‘700 kWh/a und damit 175% mehr Energie als für den Eigenbedarf benötigt wird. Die überschüssige Energie von 114‘200 kWh/a wird von der benachbarten Klinik genutzt, die damit einen Drittel ihres Energiebedarfes decken kann. 
    So ist es den Architekten durch ihren klugen Entwurf gelungen, das ortsbauliche Ensemble aus Schulhaus, Klinik und Mehrzweckbau zu stärken und dabei eine zeitgemässe Lösung zur Energiegewinnung und -nutzung zu integrieren, die gestalterisch überzeugt und die Besonderheit dieses Ortes respektiert. 

    «Natürlich müssen wir die Energiewende schaffen», sagt Daniel Ladner, der neben Valentin Bearth und Andrea Deplazes dritter Büropartner und Gesamtprojektverantwortlicher des Baus in Fläsch ist. «Aber nicht auf Kosten des Ortsbildes. Deshalb muss die Gestaltung mit Energie immer eingefordertund mit dem Betreiber abgestimmt werden.»

  • Sunwin Energy verkauft ein 375-MW-Solarportfolio

    Sunwin Energy verkauft ein 375-MW-Solarportfolio

    Die Transaktion wurde als conditional Sales-Purchase-Agreement (cSPA) für 15 Solar-PV-Projekte strukturiert, mit Projektgrößen zwischen 10 und 75 MW, die zwischen 2023 und 2026 baureif sein werden. Sunwin Energy hat das Portfolio in den letzten Jahren entwickelt, wobei der Schwerpunkt auf der Diversifizierung in verschiedenen Regionen Italiens liegt, einschliesslich Projekten auf Deponien, Industriestandorten und landwirtschaftlichen Flächen mit Agri-PV gemäss den neuen italienischen diesbezüglichen Richtlinien.

    „Wir freuen uns, dass wir diese neue Partnerschaft mit einem internationalen und renommierten Unternehmen für einen Teil unseres 1GW-Portfolios eingehen können. Die Zusammenarbeit stärkt unsere Position als erfahrener Greenfield-Entwickler auf dem dynamischen italienischen Markt. Diese Transaktion gibt uns die notwendigen finanziellen Möglichkeiten und gleichzeitig behalten wir unsere Agilität als unabhängiger Entwickler“, sagt Lars Konersmann, Geschäftsführer bei Sunwin Energy.

    „Wir freuen uns, diese Transaktion in Italien zu unterstützen und unsere starke Position auf dem Markt zu unterstreichen. Mit einem erwarteten Ausbau von 5,1 GW im Jahr 2022 mit einem Löwenanteil an Solarenergie gehört Italien wieder zu den führenden Märkten für erneuerbare Energien in Europa und bietet großartige Aussichten für Solarinvestitionen“, sagt Jochen Magerfleisch, geschäftsführender Gesellschafter bei Capcora , der Sunwin in dieser M&A-Transaktion beraten hat.

  • Einzigartiges Energie-Ökosystem geplant

    Einzigartiges Energie-Ökosystem geplant

    In Dagmersellen soll in den nächsten Jahren ein schweizweit einzigartiges Energie-Ökosystem entstehen. Das Transportunternehmen Galliker, die Milchverarbeiterin Emmi, die Industriegase-Produzentin PanGas (Tochter von Linde plc) und die Energiever­sorgerin CKW haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. «Zusammen mit Emmi, Galliker und PanGas wollen wir die Energiewende vorantreiben und mit dem geplanten Energie-Ökosystem einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung und Diversifizierung der Energieversorgung leisten», erklärt Martin Schwab, CEO von CKW.

    Aus Holz und Wasser aus der Milchverarbeitung entsteht Wasserstoff
    Am Anfang des Energie-Ökosystems steht ein von CKW betriebenes Holzheizkraft­werk zur Produktion von Wärme und Strom. PanGas wird einen Teil des Stroms für die Herstellung von Wasserstoff zur Versorgung der LKW-Flotte von Galliker verwenden. Galliker Transport verfolgt mit «Green Logistics by Galliker» das Ziel, bis 2050 CO2-neutral unterwegs zu sein. Seit 2020 ist Galliker mit sechs Wasserstoff-LKWs erfolgreich auf den Schweizer Strassen unterwegs und setzt auch in Zukunft auf alternative Antriebs­lösungen, wobei Wasserstoff aus lokaler Produktion im Fokus steht. Zusätzlich gewinnt PanGas aus dem Verbrennungsprozess grünes CO2; beispielsweise für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie.

    «Bei PanGas beschäftigen wir uns seit jeher mit Wasserstoff. Es freut uns sehr, dass wir mit diesem Projekt massgeblich zur CO2-Reduktion beitragen können und dem Schweizer Dekarbonisierungsziel ein grosses Stück näherkommen», so Roger Britschgi, Managing Director PanGas. «PanGas setzt sich stark für die weitere Verbreitung nach­haltiger Wasserstoff-Technologien ein.»

    Mit der erneuerbaren Energie aus dem Holzheizkraftwerk deckt Emmi einen Teil der am Produktionsstandort Dagmersellen benötigten Wärmeenergie für die Produktion von Frischkäsespezialitäten wie Mozzarella oder Ricotta sowie Milchpulver ab. Das Projekt ist ein Meilenstein des von Emmi bis 2050 angestrebten Netto-Null-Reduk­tions­pfads und ein weiterer Schritt, die innenbetrieblichen CO2-Emissionen bis 2027 um 60 Prozent zu senken. Mit Blick auf die Kreislaufschliessung liefert Emmi zudem deminera­lisiertes Wasser aus der Produktion von Milchprodukten für die Wasserstoff-Herstellung.

    «Dieses im Verbund mit drei regional verankerten nationalen Partnern konzipierte einzigartige Energie-Ökosystem ermöglicht eine nachhaltigere Produktion unserer Milchprodukte und verringert unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen», so Marc Heim, Leiter Emmi Schweiz.

    Das Holzheizkraftwerk wird im Vollausbau 100 GWh Strom und 130 GWh Wärme produzieren. Emmi nutzt rund 50 GWh der Wärme. Weitere mögliche Wärme-Abnehmer sind die örtliche Industrie sowie Wärmeverbunde in den umliegenden Dörfern. Das Holzheizkraftwerk soll soweit möglich mit regionalen Waldhack­schnitzeln und Altholz betrieben werden. Dafür sind bis zu 200’000 Tonnen Holz pro Jahr notwendig.

    Die vier Unternehmen planen, insgesamt rund CHF 200 Mio. in die Produktion, die Verteilung und die Nutzung der erneuerbaren Energien zu investieren.

    Detailprojekt wird ausgearbeitet
    Bis das Energie-Ökosystem gebaut werden kann, sind weitere Planungs- und Be­willigungsschritte durchzuführen. In der Detailplanung gilt es, die gesamte Wert­schöpfungskette zu organisieren. Bevor Baugesuche eingereicht werden können, muss auch die Zonenplanung der Gemeinde Dagmersellen angepasst werden.  Die Bevölkerung wird regelmässig über den Projektstand informiert. In der aktuellen Planung wird mit einer Inbetriebnahme frühestens im Jahre 2027 gerechnet.

  • Stockacker-Areal:Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Stockacker-Areal:
    Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Das Wohnareal Stockacker in Reinach zeigt, dass sich der Einsatz von erneuerbaren Energien bei einer integralen Energie- und Mobilitätslösung auch wirtschaftlich lohnt. Es besteht aus vier Gebäuden mit insgesamt 77 Wohnungen. Das Areal ist eine Art «Smart City» im Kleinen, die zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzt. Das Schweizer Unternehmen Energie 360° hat für das Areal eine integrale Energielösung entwickelt.

    Alles spielt zusammen
    Die Energielösung beinhaltet Wärme, Kälte, Strom, Elektromobilität sowie Smart Solutions. Wärmepumpen, Solaranlagen, ein Batteriespeicher und Elektroladestationen werden mit einer intelligenten Steuerung verbunden und bilden so ein integrales Energiesystem. Das heisst: Alle Elemente sind optimal aufeinander abgestimmt und kommunizieren miteinander. Dadurch lassen sich der Eigenverbrauch des Solarstroms erhöhen, Stromspitzen brechen sowie Synergien zwischen Wärme, Kälte, Strom und Mobilität dynamisch nutzen.

    Wärmepumpen nutzen die Erdwärme mittels Erdsonden als Energiequelle. Betrieben werden sie mit der Photovoltaikanlage. Im Winter werden so die 77 Wohnungen der Überbauung beheizt, im Sommer durch sogenanntes «Free Cooling» gekühlt.

    Dabei wird den Wohnungen über die Bodenheizung Wärme entzogen und ins Erdreich abgegeben. Die Erdsonden können sich dadurch regenerieren, und die Bewohner profitieren gleichzeitig von einer leichten Abkühlung der Wohnräume. In der Garage gibt es Ladestationen für Elektroautos, welche über Solarstrom geladen werden.

    Batterieraum könnte Solarstrom speichern
    Auch ein Batterieraum ist bereits vorbereitet, wo später Speicher installiert werden können – beispielsweise mit ausgedienten «Second-Life»-Fahrzeug
    batterien. Diese würden tagsüber per Solarstrom geladen und stünden abends, wenn viel Strom verbraucht wird, zur Verfügung. Zum jetzigen Zeitpunkt rechnet sich dies finanziell noch nicht, das Energiesystem wäre aber einsatzfähig. Mittelfristig sollen zudem Elektrofahrzeuge bi-direktional ins System eingebunden werden: Das Auto wird zum Pufferspeicher, ist also sowohl Stromlieferant als auch Strombezüger.

    Die Energielösung im Stockacker-Areal sorgt für eine hohe Versorgungssicherheit bei tiefen Investitions- und Betriebskosten. Mieterinnen und Mieter profitieren von tieferen Energiekosten und höherem Wohnkomfort.

  • Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Als erstes Unternehmen in Europa nutzt Leuk TDC Satellitenschüsseln zur Energieproduktion. Anstatt ausgediente Satellitenschüsseln zu entsorgen, wird die vorhandene Infrastruktur umfunktioniert. Dieses Solarprojekt wurde von CKW realisiert. Die Solarpanels werden auf der Innenseite der Satellitenschüsseln montiert, wo die Sonneneinstrahlung am stärksten wirkt.

    Mit Satellitenschüsseln zur Selbstversorgung
    Ehemalige Satellitenschüsseln eignen sich optimal als Solaranlage. Sie können flexibel nach der Sonne ausgerichtet werden und erzeugen dadurch mehr Strom als herkömmliche Solaranlagen. Schnee bleibt auf den Solarpanels zudem kaum haften und dank ihrer Lage auf rund 1’000 Metern über Meer liegen das Rechenzentrum und die Satellitenschüsseln meist über der Nebelgrenze. Somit kann Leuk TDC auch im Winter sehr viel Energie durch Sonneneinstrahlung gewinnen.

    Eine Schüssel generiert jährlich rund 110’000 kWh, was dem Energiebedarf von 25 Haushalten entspricht. Die Solarpanels auf dem Dach des Rechenzentrums produzieren zusätzliche 550’000 kWh pro Jahr. Bei Leuk TDC sind weitere Solarprojekte angedacht: Solarpanels auf zwei weiteren Satellitenschüsseln und auf Freiflächen, um in Leuk künftig noch mehr Sonnenenergie zu gewinnen. Die Baubewilligung für die zweite Satellitenschüssel liegt bereits vor, die im Frühling gebaut werden soll.

    Dank des eigens produzierten Solarstroms und zusätzlicher Wasserkraft wird das Rechenzentrum von Leuk TDC in Zukunft zu 99 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Auch CKW nimmt eine Vorreiterrolle in der klimafreundlichen Energieproduktion ein: Bis 2030 will die Zentralschweizer Energiedienstleisterin massiv in erneuerbare Energien investieren und mit Kraftwerksprojekten in den Bereichen Photovoltaik, Windkraft, Biomassekraftwerke, Wasserkraft und mit weiteren Technologien zusätzlichen Strom für 165’000 Haushalte und Wärme für 55’000 Haushalte produzieren.

    Zukunftsmodell Solar Contracting
    In der Zusammenarbeit mit CKW profitiert Leuk TDC vom Solar Contracting. Bei diesem Modell wird die Solaranlage von CKW installiert und Leuk TDC bezieht den Solarstrom zu einem Fixpreis und einer festgelegten Vertragsdauer. Auch Wartungs- und Servicearbeiten erledigt CKW. Nach Ablauf der Vertragsdauer gehört die Solaranlage Leuk TDC. Durch den eigens produzierten Strom ist Leuk TDC unabhängiger und weniger betroffen von steigenden Strompreisen. So kann Leuk TDC auch in Zeiten von Stromunsicherheit die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden nach geringer Latenzzeit und High-Computing-Services im Rechenzentrum erfüllen. Die Partnerschaft von Leuk TDC und CKW beweist, dass Rechenzentren trotz ihres Energiebedarfs auch nachhaltig betrieben werden können. John Harris, CEO von Leuk TDC, bekräftigt: «Dies ist möglich, wenn man auf Solarprojekte setzt und deren Ausbau fördert. Indem Unternehmen bei ihrer Energiebeschaffung mehr auf eigene Solarlösungen setzen, tragen sie einen wichtigen Teil zum Erreichen der Schweizer Energieziele bei.»

    Im Solarbereich liegt in der Schweiz ein enormes Potenzial brach. Insbesondere Freiflächenanlagen im alpinen Bereich sind in der Schweiz eine Seltenheit. «Wir wollen verstärkt auch im alpinen Bereich Grossanlagen realisieren, denn diese sind effizienter und können im Winter sogar mehr Strom produzieren als im Sommer», sagt CKWCEO Martin Schwab. Die neue Anlage in der Satellitenschüssel von Leuk TDC ist bestes Beispiel für eine innovative, effiziente Solaranlage mit hoher Winterstromproduktion.

  • Susi Partner schliesst Vereinbarung mit Norwegischem Energieeffizientzspezialisten

    Susi Partner schliesst Vereinbarung mit Norwegischem Energieeffizientzspezialisten

    Das bewährte Kreditfinanzierungsmodell wird es SASTECH ermöglichen, ihre Energieoptimierungslösungen als Dienstleistung ohne Vorabinvestitionskosten anzubieten, was die Nachfrage vergrössert und die Umsetzung von Energieeffizienzmassnahmen in Norwegen und darüber hinaus beschleunigt. Beliebte Massnahmen im Angebot umfassen die Installation von Wärmepumpen und Anlagen zur Abwärmenutzung sowie Dachsolaranlagen und Batteriespeichersysteme. Das Unternehmen wird von einer erfahrenen Geschäftsleitung rund um den Pionier erneuerbarer Energien, Dr. Alf Bjørseth, geführt.

    Energiepreisanstiege, erhöhte Volatilität und daraus resultierende Bedenken um die Energiesicherheit haben Energieeffizienz auf die Agenda von vielen Unternehmen gebracht, für welche Energiekosten und Energieunabhängigkeit vormals kein Investitionsfokus waren. Während der Energiekonsum von energieintensiven Industrieunternehmen schon immer eng überwacht wurde, ist dies mittlerweile auch für Besitzer und Betreiber von Gewerbeimmobilien eine Notwendigkeit geworden. Die massgeschneiderte Finanzierungslösung befähigt Unternehmen, die steigende Nachfrage nach Energiedienstleistungen bedienen zu können.

    Mit dieser Transaktion intensiviert die Firma Kreditplattform die Investitionstätigkeit in Skandinavien, investiert zum ersten Mal in Norwegen und erhöht die Anzahl abgedeckter Länder auf 18. Da sich die Investitionsphase für den SEEF II dem Ende zuneigt, befindet sich SUSI bereits im Fundraising für den Nachfolger, den SUSI Energy Efficiency and Transition Credit Fund, für den ein erstes Closing noch vor Jahresende erwartet wird.

  • Innovative Energielösung hinter historischer Fassade

    Innovative Energielösung hinter historischer Fassade

    Die Zürcher Bahnhofstrasse ist die bekannteste Shoppingmeile der Schweiz. Für viele sind jedoch die wenigen Meter zwischen Paradeplatz und See shoppingtechnisches Niemandsland. Das soll sich ändern. Ende 2024 wird das Geschäftshaus an der Bahnhofstrasse 3 nach einer Sanierung neu eröffnet und das Modehaus Grieder sowie eine Bank beherbergen. Der Umbau nach den Plänen des Architekturbüros Studio Märkli transformiert das 1880 errichtete Gebäude, damit es den heutigen Bedürfnissen entspricht. Der in Einklang mit den denkmalpflegerischen Vorgaben realisierte Bau soll die obere Bahnhofstrasse beleben und eine hohe Nutzungsflexibilität bieten. Während die denkmalgeschützte Fassade weitestgehend erhalten bleibt, wird das Innere komplett zurückgebaut. Eine Aufstockung um zwei Geschosse passt die Liegenschaft, die einst die erste Schweizer Börse beherbergte, an die Nachbargebäude an.

    Europaweit einzigartig

    Die Genossenschaft zum Baugarten legte als Bauherrin Wert auf Ökologie. So wird der Bau nach dem Gebäudelabel LEED zertifiziert und einen Grossteil der Anforderungen des Standards Minergie-Eco erfüllen, wenn auch keine Zertifizierung angestrebt wird. Ein von ewz entwickeltes Energiekonzept nutzt Seewasser zum Heizen und Kühlen in Kombination mit Photovoltaik. Dies bedurfte allerdings einer Erweiterung des seit 2003 bestehenden Seewasserverbunds Fraumünster. Da die grössere Wassermenge die Pumpenkapazität übersteigt, wird das Seewasser von im Seebecken platzierten Unterwasserpumpen zu den Energiezentralen «gedrückt», statt angesaugt. Diese europaweit einzigartige Lösung vermeidet Einbussen beim Wirkungsgrad weitgehend.

    Ökologisches Freecooling

    In der Energiezentrale im Gebäude findet der Energieaustausch mit dem Sekundärkreis statt. Eine mit Solarstrom vom eigenen Hausdach versorgte Wärmepumpe bringt das Wasser auf die gewünschte Temperatur. Die Kühlung erfolgt mehrheitlich durch Freecooling, bei dem Seewasser direkt, das heisst ohne Kältemaschinen, genutzt wird. Die Bahnhofstrasse 3 wird eine der ersten Liegenschaften sein, die voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 in den neuen Verbund CoolCity integriert wird – vorausgesetzt, der Gemeinderat und die Stimmberechtigten geben grünes Licht für den Bau. 

    Solarstrom für die Wärmepumpen

    Teil des Contractings von ewz ist auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Liegenschaft. Ein Vertrag mit der Bauherrschaft regelt, dass die Genossenschaft zum Baugarten die Dachfläche zur Verfügung stellt, ewz aber die Anlage realisiert und den produzierten Strom nutzen darf. Zum Einsatz kommt dieser grösstenteils für den Betrieb der Wärmepumpe.

    Effizient, fossilfrei, zuverlässig

    Für die Bauherrschaft ist die zu 100 % fossilfreie Lösung nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und komfortabel. Sie trägt keinerlei Risiko, denn ewz übernimmt die Finanzierung und ist auch für den reibungslosen Betrieb der Energieversorgung verantwortlich. Sollte das System dennoch einmal ausfallen, stehen Redundanzen zur Verfügung.

    Energetische Sanierungen als Chance

    Gebäude in der Schweiz sind für rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich – insbesondere durch die Verwendung fossiler Energieträger sowie schlecht gedämmte Gebäude. Um die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu senken, muss die Sanierungsrate mindestens verdoppelt werden. Energetische Sanierungen bergen grossen Potenzial, um die Energieeffizienz zu steigern, Ressourcen zu schonen und Vermarktungsrisiken zu reduzieren. Da hierzulande rund 40% der Wohnungen im Besitz institutioneller Eigentümerschaften sind, nehmen diese bei der Verringerung der Umwelt- und Klimabelastung eine Schlüsselrolle ein.

    Energetische Sanierungen bergen grosses ökologisches und ökonomisches Potenzial, jedoch fehlen Eigentümerschaften oftmals umfassende Informationen zu Potenzialen, Möglichkeiten und Vorgehen. Der neue zweite Teil des Whitepapers «Energetische Sanierungen als Chance für die Immobilienwirtschaft», welches das Forschungs- und Beratungsunternehmen Intep zusammen mit ewz erarbeitet hat, schliesst diese Lücke.

    Beratung durch Expertinnen und Experten

    Mit langjähriger Erfahrung berät ewz schweizweit Bauherrschaften bei Sanierungen und bietet ihnen von der Planung über die Realisierung bis zum Betrieb eine umfassende Begleitung. Die Spezialistinnen und Spezialisten prüfen, welche lokalen und klimafreundlichen Energiequellen und Technologien vor Ort verfügbar sind respektive wie diese miteinander kombiniert werden können.


  • «E-Ladestationen steigernden Wert einer Immobilie»

    «E-Ladestationen steigern
    den Wert einer Immobilie»

    Zur Person
    Marisa Timm setzt sich im Innovationsteam von Energie Zukunft Schweiz für die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ein. Sie berät zunehmend Immobilienbesitzende zu Fragen der Elektromobilität.

    Brauchen Immobilien Elektro-Ladestationen?
    Die Antwort ist einfach: Ja. Die Nachfrage nach Ladelösungen wird zunehmen. Nach Schätzungen des Verbands Swiss eMobility wird 2025 jeder zweite und bis 2035 fast jeder Neuwagen einen elektrischen Antrieb besitzen. Ladestationen steigern den Wert einer Immobilie. Sie sind eine langfristige Investition, die sich vollständig über die Parkplatzmiete amortisieren lässt.

    Welche Möglichkeiten gibt es zum Laden von Elektroautos?
    Es gibt zwei verschiedene Typen von Ladestationen. «Langsame» Stationen kommen zum Einsatz, wo das Auto über längere Zeit steht, etwa am Wohn- oder Arbeitsort oder der blauen Zone. «Schnelle» Stationen können eine Reichweite von 100 Kilometern in 6-30 Minuten laden.

    Welches Vorgehen empfiehlt sich für Ladestationen in Immobilien?
    Bei Immobilienportfolios oder Mehrparteiengebäuden lohnt es sich, von Anfang an ganzheitlich zu denkeniniert. Wenn Komponenten miteinander kompatibel sind und der Endausbau mitgedacht wird, spart das langfristig Kosten. Institutionellen Immobilienbesitzenden empfehlen wir, das Erarbeiten einer Strategie für den Ausbau der E-Mobilität.

    Wo liegt die Herausforderung des Ausbaus von Ladestationen mit mehreren Parteien?
    Je mehr Ladestationen es in einer Liegenschaft gibt, desto höher ist die potenzielle Belastung für die Hausanschlussleitungen. Um eine Überlastung des Hausanschlusses mit Folge eines Stromausfalls im Gebäude zu verhindern, kommt ein sogenanntes Lastmanagement zum Einsatz, das die Ladestationen in Abhängigkeit von den zu ladenden Autos und dem Stromverbrauch im Gebäude reguliert.

    Was gibt es beim Ausbau von Ladestationen für E-Autos sonst noch zu beachten?
    Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter zu kennen. Ausserdem müssen die Möglichkeiten des betroffenen Gebäudes berücksichtigt werden. Ein wichtiger Punkt, auf den wir bei der Beratung zum Ausbau von Ladestationen achten, ist das Synergiepotenzial im Gebäude: Können Elektroautos mittels Solarstrom vom Dach geladen werden?

    Welche Hilfsmittel gibt es für den Ausbau von Ladestationen?
    Wir haben eine Marktübersicht zu Energiemanagementsystemen erstellt, die die Funktionen verschiedener Anbieter vergleicht. Damit liefern wir eine Entscheidungsgrundlage bei der Suche nach einem System. Für den Ausbau liefert das anerkannte Merkblatt SIA 2060 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins klare Empfehlungen. Wir haben ein Pilotprojekt durchgeführt, um Bedürfnisse von Mietenden und Vermietenden besser zu verstehen. Darauf aufbauend erarbeiten wir mit Partnern weitere Hilfsmittel wie Merkblätter, die bald zur Verfügung stehen.

    Über Energie Zukunft Schweiz
    Die Energie Zukunft Schweiz AG (EZS) treibt nachhaltige Energieprojekte voran und begleitet professionelle Immobilienakteure dabei, ihr Netto-Null-Ziel praxisnah und rentabel zu erreichen. Die Expertinnen und Experten von EZS sind als neutrale Beratende insbesondere im Bereich Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie Solarstrom Eigenverbrauch aktiv.

  • Schweizer Technologiepreiskürt intelligente Lösungfür Gebäudeautomation

    Schweizer Technologiepreis
    kürt intelligente Lösung
    für Gebäudeautomation

    Automationen in Gebäuden, sofern richtig geplant und eingesetzt, bringen einen grossen Mehrwert: Sie stellen den Komfort durch die korrekte Regelung der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und des CO2-Werts sicher und können mit passenden Komponenten der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent reduzieren. Eine transparente und effektiv steuerbare Gebäudeautomation steigert den Wert eines Gebäudes.

    Warum muss Gebäudeautomation transparent sein? Weil wir sonst zwangsläufig von einer «Glaubensanlage» sprechen müssten. Einer Anlage, von der man glaubt, dass sie so betrieben wird, wie sie ursprünglich geplant wurde.

    Um den Forderungen nach Komfort, Gesundheit und Energieeffizienz Rechnung zu tragen, müssen «Wissensanlagen» von Bauherren gefordert, von Fachleuten geplant und in der Praxis umgesetzt werden. Anlagen, die mit intelligenten, kommunikativen Komponenten ausgerüstet sind, liefern Wissen über die effektiven Betriebsdaten, was die erstmalige richtige Einregulierung und später die Betriebsoptimierung ermöglicht.

    Ein Beispiel für automatisierte und sichtbare Energieeinsparung schaffte das Unternehmen Belimo mit dem Belimo Energy Valve, mit dem das Unternehmen den Swiss Technology Award 2021 in der Kategorie «Innovation Leaders» gewonnen hat.

    Das Gerät mit eingebautem Energiezähler ermöglicht das transparente Management thermischer Energie. Es misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und unterstützt die direkte Internet-of-Things-basierte Kostenabrechnung. Für Bauherren ist das Energy Valve besonders interessant, da es den richtigen Betrieb sicherstellt, gleichzeitig die Energiekosten minimiert und die Energieeffizienz von Gebäuden optimiert.

    Mit dem Swiss Technology Award werden jedes Jahr in drei Kategorien herausragende technologiebasierte Innovationen und Entwicklungen von Startups, Hoch- und Fachhochschulen sowie etablierten Unternehmen prämiert. Der Swiss Technology Award wurde 2008 von der Swiss Economic Forum AG übernommen und im Rahmen des Swiss Innovation Forum im Herbst 2021 zum 33. Mal vergeben.

    Das Belimo Energy Valve misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.
  • Erste Projekte des Dietiker Smart City-Projekts sind realisiert 

    Erste Projekte des Dietiker Smart City-Projekts sind realisiert 

    Die Dietiker Bevölkerung ist am Abend des 27. September auf dem Kirchplatz über die Umsetzung des von Stadt Dietikon und Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) entwickelten Smart City-Projekts informiert worden. Dabei fand die Einweihung erster Teilprojekte statt.

    Auf dem Zelgliplatz befindet sich laut Medienmitteilung neu eine Ladestation für Elektroautos, die während des Einkaufens zur Verfügung steht, aber auch von Anwohnerinnen und Anwohnern genutzt werden kann. Im zweistöckigen Velohaus beim Bahnhof können im Untergeschoss Elektrovelos geladen werden. Auf dem Hedinger-Parkplatz erkennt eine Kamera freie Parkplätze. Bei der Markthalle steht der Bevölkerung ein öffentliches WLAN zur Verfügung. Dort erfasst eine Luftmessstation Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Ozon. Die Station wird ergänzt durch ein Netz über die Stadt verteilter weiterer Umweltsensoren. Im Winter warnt die Messung der Bodentemperatur vor allfälligem Glatteis.

    „Erst die Vernetzung und die intelligente Nutzung der Daten führt zu einem Mehrwert für die Bevölkerung und für die Verwaltung, wie man ihn in einer Smart City anstrebt“, wird Jörg Haller zitiert, Leiter Smart City und öffentliche Beleuchtung bei EKZ.

    Die Umweltdaten, die an den Messstationen erfasst werden, sollen transparent dargestellt werden, beispielsweise auf Monitoren im Stadthaus. „Schon heute dienen die umfangreichen Daten der Stadt bei der Verkehrs- oder Bauplanung“, wird Stadtpräsident Roger Bachmann zitiert. „Das Preisgeld des BFE hat nochmals Schub verliehen“, so Bachmann weiter.

    Das Projekt Smart City hat bei der Smart City Innovation Challenge des Bundesamts für Energie (BFE) Anfang 2021 den Hauptpreis und damit Fördergelder von 100’000 Franken gewonnen.

  • Hilcona installiert neues Solarkraftwerk

    Hilcona installiert neues Solarkraftwerk

    Die Hilcona Gruppe hat an seinem Standort in Landquart eine Photovoltaikanlage installiert. Dafür investierte der international tätige Lebensmittelproduzent 920’000 Franken. Das fast 4000 Quadratmeter grosse Sonnenkraftwerk produziert im Jahr bis zu 830 Megawattstunden Strom, einer Medienmitteilung zufolge ist dies für rund 165 Haushalte ausreichend.

    Bereits heute verwendet das Einzugsgebiet der Hilcona zu 100 Prozent Wasserkraft, wird der Leiter für Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit, Oliver Bindel, zitiert. „Unser Strom ist damit bereits heute zu 100 Prozent erneuerbar.“ Hilcona wolle die eigene Stromproduktion weiter ausbauen und den Anteil des zugekauften Stroms sukzessive reduzieren.

    „Leuchtturmprojekte wie aktuell beim Hilcona-Standort Landquart zeigen, dass der Hilcona kein Projekt zu gross ist, um längerfristig Netto-Null-CO2-Emissionen zu haben. Es ist uns wichtig, einen positiven Beitrag zum Erreichen der globalen Klimaziele zu leisten.“

  • Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Der Rat der Gemeinde Ostermundigen hat sich kürzlich für die Installation von 237 intelligenten Thermostaten des Cleantech-Start-ups Cleveron mit Sitz in Stettlen ausgesprochen. Sie sollen der Umrüstung der Heizkörper in der Schule Dennigkofen dienen und deren Heizenergieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Investitionskosten belaufen sich auf 40‘000 Franken.

    Diese Kosten sollen sich nach zwei bis drei Jahren über den optimierten Energieverbrauch amortisiert haben. Sollte die Massnahme den bisherigen Energieverbrauch beim Heizen um mindestens 8 Prozent senken, will die Gemeinde Ostermundigen die Ausstattung weiterer Schulanlagen und Verwaltungsgebäude mit neuen Thermostaten in Erwägung ziehen.

    „Mit dem Pilotbetrieb in der Schule Dennigkofen testen wir aus, wie wir zukünftig den Energieverbrauch in unseren gemeindeeigenen Liegenschaften reduzieren können. Gleichzeitig ist die Beschaffung ein Beitrag zur Minimierung des Risikos der Energiemangellage im bevorstehenden Winter“, wird Maya Weber Hadorn, Gemeinderätin in Ostermundigen, in der Medienmitteilung zitiert.

    Die Heizungsthermostate von Cleveron messen die Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit in Räumen. Ausserdem berücksichtigen sie die aktuellen Wetterdaten und die Aussentemperatur. Ein selbstlernender Algorithmus soll eine optimale Temperaturregulierung sicherstellen. Alle Daten lassen sich über eine App darstellen und auswerten, und die Thermostate darüber steuern. Im vergangenen Herbst hatte die Gemeinde bereits 220 Sensoren von Cleveron in Schulhäusern installiert, um die Luftqualität zu verbessern.

  • IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) und die auf dezentrale Energie und E-Mobilität spezialisierte deutsche IT-Firma Kiwigrid spannen für die Einrichtungen von Energiegemeinschaften zusammen. Beide Unternehmen haben zusammen eine Software für Energiemanagement und Anlageverwaltung entwickelt, informieren IWB und Kiwigrid in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie soll zum ersten Mal auf dem Areal Westfeld in Basel zum Einsatz kommen. Dort realisiert die Baugenossenschaft wohnen&mehr ein neues Quartier mit rund 500 Genossenschaftswohnungen.

    IWB wird das Quartier mit einer integrierten Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ausstatten. Das dafür nötige Energiemanagement bezieht der Basler Energieversorger von Kiwigrid. Über die Energy-IoT-Plattform der in Dresden ansässigen Firma können die Stromzähler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Wärmepumpen des Quartiers in einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch integriert, intelligent gesteuert und verwaltet werden.

    „Unser Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimafreundliche Energieversorgung“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von IWB, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen will einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebens- und Arbeitsräume leisten. „Als Experte für Energiemanagementsysteme und IoT für Erneuerbare Energien hat sich Kiwigrid als optimaler Partner in der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele erwiesen“, erklärt Balmer.

    Die Energiegemeinschaft im Westfeld soll nicht das einzige gemeinsame Projekt von IWB und Kiwigrid bleiben. Für weitere Zusammenschlüsse haben die Partner laut Mitteilung bereits Interessenten aufgetan. hs