Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Die Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt (HEIG-VD) und das Ingenieurbüro Planair haben laut einem LinkedIn-Beitrag das Projekt BIG4HEAT lanciert. BIG4HEAT hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Die Services Industriels de Genève (SIG), die Groupe Eaus Granges-Paccot FR und Cadcime mit Sitz in Eclépens VD sind ebenfalls industrielle Partner des Projekts.

    Das Hauptziel des Projekts besteht in der Entwicklung eines unterirdischen saisonalen ärmespeichers (Chemical Thermal Energy Storage, CTES). Die Wärmeenergie soll im Sommer gespeichert und dann im Winter genutzt werden. HEIG-VD und Planair wollen dafür alte Zisternen nutzen, die nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und des Retrofittings, also der Umrüstung älterer Anlagen, zu Wärmespeichern umgebaut werden. Laut HEIG-VD könnte „die saisonale Speicherung das Stromdefizit im Winter um fast 20 Prozent reduzieren“. Mit diesem Projekt wollen die HEIG-VD und Planair die CO2-Emissionen reduzieren und ab 2030 durch die Nutzung unterirdischer Speicherräume Platz in städtischen Gebieten schaffen.

    Die 1956 gegründete HEIG-VD mit Sitz in Yverdon betreibt Forschung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kommunen und nationalen sowie internationalen Partnern in verschiedenen Bereichen wie Energie und nachhaltige Entwicklung. Planair mit Sitz in La Sagne NE ist in den Bereichen Energiewende und erneuerbare Energien tätig.

  • Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Die Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) setzte im Jahr 2025 rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom in ihrem Verteilnetz ab. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenproduktion lag mit 13,2 Millionen Kilowattstunden 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren laut Mitteilung der Energie- und Wasserversorgerin im Raum Interlaken Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal.

    Beim Gas fiel der Rückgang deutlicher aus. Der Absatz sank auf 35,9 Millionen Kilowattstunden, was einem Minus von 19,7 Prozent entspricht. Gemäss IBI hätten insbesondere Grosskunden ihre Anlagen optimiert oder seien auf alternative Heizsysteme umgestiegen.

    Der Wasserabsatz lag 2025 hingegen mit rund 1,8 Millionen Kubikmetern 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent, im Vorjahr waren es noch 99,4 Prozent. Grund für den Rückgang waren Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal.

    IBI senkte die Strompreise im Berichtsjahr um rund 24 Prozent. Dies, weil das Unternehmen die Energie für 2025 nach den Preissteigerungen ab Mitte 2022 wieder günstiger einkaufen konnte. Zudem senkte auch die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die Kosten für Systemdienstleistungen und die Stromreserve.

    IBI ist auf Anfang 2026 vom Doppel- zum Einheitstarif gewechselt. Der seit den 60er Jahren geltende Doppeltarif verlagerte einen Teil des Stromverbrauchs in die Nacht der starke Ausbau der Photovoltaik hat die Logik von Stromproduktion und -verbrauch inzwischen verändert, Solarstrom wird tagsüber ins Netz eingespeist.

  • Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Die Axpo Biomasse AG betreibt in Aarberg neu eine Biogasaufbereitungsanlage anstelle des bisherigen Blockheizkraftwerks. In der Vergärungsanlage in Aarberg werden pro Jahr rund 20’000 Tonnen regionale Biomasse zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird neu zu Biomethan aufbereitet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist.

    Bisher wurde das Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Mit der Umstellung soll der Energieinhalt der eingesetzten Biomasse effizienter genutzt werden. „So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung“, sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.

    Abnehmerin des produzierten Biomethans ist Energie Wasser Bern (ewb), die Energieversorgerin der Stadt Bern. Laut Mitteilung hat ewb einen Vertrag über die vollständige Abnahme der Produktion abgeschlossen. Der Transport erfolgt über das Netz der Seelandgas AG. Für mögliche Überschussmengen baut der Gasverbund Mittelland (GVM) zudem eine Druckerhöhungsstation, damit das Gas ins Hochdrucknetz des Gasverbunds Mittelland eingespeist werden kann.

    Energie Wasser Bern leistet durch die Abnahme einen Beitrag zur Förderung der Produktion von Biogas in der Schweiz. „Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit“, so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.

  • Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    AEW übernimmt per 1. Mai den Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten von der Gemeinde Hägglingen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. „Wir freuen uns sehr, die Kundinnen und Kunden des Wärmeverbunds Hägglingen Zinsmatten auch künftig zuverlässig mit Wärme zu versorgen und die Anlage gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Daniel Wernli darin zitiert, Leiter Wärmeproduktion der AEW.

    Von dem seit 2007 aktiven Wärmeverbund werden 30 Liegenschaften mit Wärme versorgt. Dabei kommen Holzschnitzel als primärer Energieträger zum Einsatz. Der Holzkessel der Anlage weist eine Leistung von 450 Kilowatt auf, zudem steht ein Ölkessel bereit. AEW beziffert den durchschnittlichen, jährlichen Energiebezug mit rund 1100 Megawattstunden.

    AEW betreibt mit dem Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten dann insgesamt 78 entsprechende Anlagen im Kanton Aargau und angrenzenden Regionen. Die Produktionskapazität beträgt mehr als 240 Gigawattstunden pro Jahr, insgesamt werden 17’000 Haushalte versorgt.

  • Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    KONE hat es in den von CDP soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, den sogenannten CDP Scores 2025, auf die A-Liste geschafft. Diese umfasst die besten 4 Prozent der insgesamt über 22’100 bewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Die Klassifizierungen reichen von D- bis A und zeigen, wie ambitioniert und effektiv Unternehmen bezüglich Klima, Wassersicherheit und Wälder handeln.

    Der Aufzugbauer legt seine Daten laut einer Mitteilung seit 2009 über CDP offen und hat nun zum 13. Mal in Folge eine CDP-Bewertung von A oder A- erreicht. Erst Ende Januar war KONE in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights auf Platz 54 gelandet und nahm unter den Maschinenbauern Platz 2 ein.

    „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften“, wird Kirsi Simola-Laaksonen zitiert. Er ist KONEs Senior Vice President und für Nachhaltigkeit und Umwelt zuständig.

    Wie er weiter ausführt, sei der Anteil regenerativer Antriebe in KONE-Aufzügen 2025 deutlich angestiegen. Das habe die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die eigenen CO2-Emissionen wie die seiner Kunden reduziert. Da über 99 Prozent der Emissionen aus der Produkt- und Wertschöpfungskette stammen, arbeite das Unternehmen „aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“.

    KONE hat seinen Hauptsitz seit 1910 im finnischen Espoo. In der Schweiz ist die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

  • Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben erstmals eine gemeinsame Wasserstoffstrategie vorgelegt. Diese sieht vor, an der Rolle der Region als Energiedrehscheibe der Schweiz anzuknüpfen und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. Die Region bringe mit ihrer trimodalen Verkehrsinfrastruktur, den Rheinhäfen und grossen Tanklagern dafür gute Voraussetzungen mit, heisst es in einer Mitteilung zur Strategie.

    Die Region will dabei ausschliesslich auf Wasserstoff setzen, der mit erneuerbaren Energien hergestellt worden ist. Dieser wird vor allem dort gebraucht, wo hohe Energiedichten nötig sind. Die beiden Kantone haben vom Zürcher Planungsbüro EBP Schweiz in einer Studie den Bedarf ermitteln lassen. Danach könnte der Wasserstoffbedarf in der Industrie, dem Schwerverkehr und der Schifffahrt 2025 zwischen 0,4 und 3,4 Prozent des Energiebedarfs beider Kantone ausmachen.

    Die regionale Infrastruktur für grünen Wasserstoff und seine Derivate wie Methanol soll alle Wertschöpfungsstufen von der Produktion bis zur Nutzung umfassen. Die Strategie setzt dabei sowohl auf Wasserstoffcluster als auch auf Energiehubs, um die industrielle Ökosysteme entstehen sollen.

    Wirtschaftlich ist die Produktion von grünem Wasserstoff vor allem in räumlicher Nähe zur Produktion von erneuerbaren Energien sinnvoll. Derzeit planen die Stadtwerke IWB und die Fritz Meyer AG im Hafen Birsfelden den schweizweit grösste Elektrolyseur. Dieser soll eine Leistung von 15 Megawatt aufweisen und seinen Strom vom Laufwasserkraftwerk Birsfelden beziehen.  Der Wasserstoff könnte von der Industrie in der unmittelbaren Nachbarschaft verbraucht werden. Die  IWB wollen das geplante Cluster auch an Projekte in Deutschland und Frankreich anbieten. Der definitive Investitionsentscheid ist allerdings noch nicht gefallen. Ein Teil der Wasserstoffleitung ist entlang des Rheins bereits im Bau.

  • Tandem-Module verschieben Solargrenzen

    Tandem-Module verschieben Solargrenzen

    Im Markt etablierte Siliziummodule erreichen heute rund 20 bis 24% Wirkungsgrad und liegen damit bereits nah am materialspezifischen Limit von 29,4%. Dieses Limit ist eine Folge des sogenannten Shockley-Queisser-Limits, das für Solarzellen mit nur einer Halbleiterschicht einen maximalen Wirkungsgrad von 33,2% unter Idealbedingungen beschreibt.

    Der Grund liegt in der Bandlücke des Materials: Sie bestimmt, welche Wellenlängen des Lichts in Strom umgewandelt werden können. Ist die Bandlücke zu gross, gehen langwellige Photonen verloren; ist sie zu klein, verpufft ein Teil der Energie als Wärme. Silizium trifft dieses theoretische Optimum nicht exakt, weshalb mit klassischer Siliziumtechnologie nur begrenzte Effizienzsteigerungen möglich sind.

    Tandem-Prinzip
    Statt nur einer Halbleiterschicht werden mehrere Schichten mit unterschiedlichen Bandlücken kombiniert. Jede dieser Schichten nutzt einen anderen Teil des Sonnenspektrums, von kurz- bis langwellig. So lässt sich deutlich mehr der eingestrahlten Energie in Strom umwandeln, das klassische Einzelschicht-Limit wird faktisch überwunden.

    Theoretisch sind mit Tandemzellen Wirkungsgrade von über 60% möglich, je nach Materialkombination und Aufbau. Die technische Herausforderung liegt nicht nur in der Wahl der Materialien, sondern auch darin, diese in ein stabiles Modul zu überführen, das unter realen Bedingungen zuverlässig arbeitet.

    Im Projekt „Vorfahrt“ entstand ein Tandemmodul, das nach Angaben des Fraunhofer ISE einen Wirkungsgrad von 34,2% erreicht, aktuell das effizienteste Solarmodul der Welt. Es basiert auf einer dreifach gestapelten III-V-Halbleiterstruktur auf einer Germaniumunterlage, einer Architektur, die ursprünglich für Weltraumsolarzellen entwickelt wurde.

    Projektpartner Azur Space hat seine Raumfahrtzellen dafür an das terrestrische Sonnenspektrum angepasst und für die Modulfertigung skaliert. Das Unternehmen Temicon steuert eine Nanostruktur auf der Glasoberfläche bei, die Reflexionsverluste minimiert und damit zusätzliche Effizienzprozentpunkte erschliesst.

    Das zweite Rekordmodul stammt aus dem Projekt „Mod30plus“. Hier kombinieren die Forschenden einen III-V-Halbleiter mit dem kostengünstigeren Silizium statt Germanium und erreichen damit einen Modulwirkungsgrad von 31,3%. Grundlage sind III-V/Silizium-Tandemzellen mit 36,1% Zellwirkungsgrad, die im Institut erstmals in einer Kleinserie gefertigt und verschaltet wurden.

    Die III-V/Silizium-Technologie verlässt den reinen Laborstatus und bewegt sich in Richtung industriell skalierbarer Prozesse. Beide Module übertreffen das physikalische Limit klassischer Siliziummodule von 29,4% klar. Ein Wert, der lange als kaum erreichbar galt.

    Modulwerte für die Praxis
    In der Photovoltaik wird zwischen Zellen und Modulen unterschieden. Zellen werden unter idealisierten Laborbedingungen vermessen, Module bestehen aus vielen verschalteten Zellen, eingebettet in Glas und Rahmen. Inaktive Flächen, Leiterbahnen und Reflexionen verursachen dabei unvermeidbare Verluste.

    Entsprechend liegen Modulwirkungsgrade immer unter den Zellwirkungsgraden, auch im Fall der Freiburger Rekordtechnik. Für reale Anwendungen sind deshalb die Modulwerte entscheidend, denn auf Dächern, Fassaden oder Fahrzeugen werden immer Module installiert, nie einzelne Zellen.

    Wenn jeder Quadratzentimeter zählt
    Spannend werden die Hochleistungsmodule dort, wo Fläche knapp und teuer ist. Etwa in der gebäudeintegrierten Photovoltaik, bei der Module als Fassaden- oder Dachelemente fungieren oder auf Fahrzeugen. Zu den Projektpartnern zählt unter anderem Audi, was das Potenzial für Fahrzeuganwendungen unterstreicht.

    Effizienz für den Massenmarkt
    Parallel verfolgt das Fraunhofer ISE eine weitere Tandemroute. Perowskit-Silizium-Module, entwickelt unter anderem gemeinsam mit Oxford PV. Ein vollformatiges Modul mit 1,68 m² Fläche erreicht bereits 25% Wirkungsgrad und ist auf Fertigungslinien produziert worden, die auch für die Massenproduktion geeignet sind. Diese Technologie zielt weniger auf absolute Rekorde als auf breite Marktdurchdringung mit vergleichsweise günstigen Materialien und soll sich perspektivisch für Standarddächer eignen. Forschergruppen, unter anderem in Hong Kong, melden zudem Perowskit-basierte Zellen mit Wirkungsgraden von bis zu 40%, was die Dynamik in diesem Segment verdeutlicht.

  • Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2024/25 hinter sich. Die Gesamtleistung ging zwar laut dem Geschäftsbericht nur um 4,2 Prozent auf 1176,4 Millionen Franken zurück. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank allerdings um 64,9 Prozent auf 18,8 Millionen.

    Der Gewinn stieg dennoch um 24,9 Prozent auf 186,3 Millionen. Dies ist laut einer Mitteilung eine Folge der Beteiligungen am Stromerzeuger Axpo und am Bündner Kantonalwerk Repower. Der Kanton und die an EKZ beteiligten Gemeinden erhalten eine Ausschüttung von 46,6 Millionen Franken, rund 9 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

    Der operative Rückgang ist unter anderem eine Folge des Rückgangs der Stromproduktion in Deutschland und Frankreich. So sank die Produktion von Windstrom um 14,9 Prozent auf 517,9 Gigawattstunden, die Produktion von Solarstrom aus Photovoltaik um 11,5 Prozent auf 253,2 Gigawattstunden.

    EKZ hat weiter in den Ausbau erneuerbarer Energien im Inland investiert. So ging die Anlage Madrisa Solar in Klosters GR teilweise ans Netz. In Embrach ZH wurde mit dem Bau der Solaranlage auf den Dächern von Embraport begonnen. Zudem wurden 4886 neue private Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 100,5 Megawatt ans Netz angeschlossen. Im Vorjahr waren es 3839 Anlagen mit 77,7 Megawatt. Ausserdem wurden rund 17‘500 Parkplätze in Tiefgaragen mit dem Lademanagement der EKZ ausgestattet.

    Urs Rengel spricht von einem starken Jahresergebnis. „Nicht beeinflussbare Schwankungen durch Wetter, Preise, Nachfrage und Marktentwicklungen sind Teil des heutigen Energiesystems und dürften weiter stark zunehmen, dies sowohl zugunsten als auch zulasten von EKZ“, wird der EKZ-CEO in der Mitteilung zitiert. „Investitionen in Produktionsanlagen haben einen langen Zeithorizont und wir sind überzeugt, dass sie langfristig einen wertvollen Beitrag leisten.“

  • Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Das Bauunternehmen Eberhard Bau aus Kloten wird künftig seinen Maschinenpark mit Solardiesel des Zürcher Cleantech-Unternehmens Synhelion betreiben. Der jetzt in einer Mitteilung bekanntgegebene langfristige Abnahmevertrag sieht den Einsatz des erneuerbaren Diesels ab 2027 vor. Wie Synhelion informiert, verringere der Einsatz die Netto-CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent im Vergleich zu fossilen Treibstoffen. Die nachhaltigen Treibstoffe können von sämtlichen bestehenden Verbrennungsmotoren genutzt werden.

    Eberhard Bau sei für Synhelion der erste Abnahmekunde aus der Baubranche, welche über wenig Hebel zur Defossilisierung von Baumaschinen und Baustellen verfügt habe. Bisher wurde Solardiesel von Unternehmen aus Luftfahrt, Schifffahrt und Strassenverkehr eingesetzt. Baumaschinen indes seien schwer, kämen in unerschlossenem Gelände zum Einsatz und liessen sich aufgrund eines hohen Leistungsbedarfs schwer elektrifizieren. Solardiesel schaffe dort eine nachhaltige Lösung zur CO2-Reduzierung, „wo es bisher keine praktikable Alternative gab“, wird Silvan Eberhard, Leiter Logistik der Eberhard Unternehmungen, zitiert.

    Synhelion betreibt eigenen Angaben zufolge seit 2024 mit der in Deutschland produzierenden DAWN die erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen der Welt. Der Bau der ersten kommerziellen Anlage sei in Planung und soll 2027 in Betrieb gehen.

    Neben der Eberhard Bau AG haben Swiss International Air Lines, Pilatus Flugzeugwerke, Flughafen Zürich, AMAG Group und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees Abnahmeverträge für erneuerbaren Treibstoff mit Synhelion abgeschlossen.

  • Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Die Region St.Gallen macht ihre Trinkwasserversorgung fit für kommende Jahrzehnte. Mit dem Entscheid für das neue Seewasserwerk Riet II in Goldach bekommt das bestehende Werk in Frasnacht ein gleichwertiges zweites Standbein. Heute hängt die Versorgung der zwölf beteiligten Ostschweizer Gemeinden im Ernstfall wesentlich an dieser einen Bezugsquelle. Ein Risiko, das den bundesrechtlichen Vorgaben für schwere Mangellagen nicht mehr genügt. Riet II soll genau diese Lücke schliessen und die Versorgung auch dann sicherstellen, wenn eine Anlage ausfällt oder der Bodensee zeitweise nur eingeschränkt genutzt werden kann.

    Realisiert wird das neue Werk am Standort des bestehenden Hochdruckpumpwerks Riet in Goldach. Rund 60 Millionen Franken sind für Bau und Ausrüstung veranschlagt. Die Kosten tragen die zwölf Aktionärspartner der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG gemäss einem neuen Verteilermodell, das künftig über die Wasserpreise an die Endkundinnen und -kunden weitergegeben wird. Dass sich alle Partnergemeinden einstimmig hinter Projekt und Finanzierung stellen, zeigt den hohen strategischen Stellenwert: Trinkwasser wird als kritische Infrastruktur behandelt, die im Krisenfall genauso robust funktionieren muss wie im Alltag.

    Mit Riet II baut die RWSG ihre Rolle als Rückgrat der regionalen Wasserinfrastruktur aus. Sie ist von der Fassung des Rohwassers über die Aufbereitung bis zum Transport in die Netze der Gemeinden verantwortlich und versorgt mehr als 150’000 Menschen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Künftig betreibt sie zwei Seewasserwerke, Frasnacht und Goldach sowie das Hochdruckpumpwerk Riet und die dazugehörigen Transportleitungen. Davon profitieren urbane Zentren wie St.Gallen und Arbon ebenso wie kleinere Partnergemeinden von Abtwil-St.Josefen bis Teufen. Das neue Werk ist damit mehr als ein Bauprojekt: Es ist ein langfristiges Sicherheitsversprechen für eine ganze Region.

  • Raumplanung seit 1. Januar 2026 für Gemeinden

    Raumplanung seit 1. Januar 2026 für Gemeinden

    Bundesrahmen, kantonale Spielregeln
    Beim Mehrwertausgleich hat das Parlament die Rollen neu geordnet. Klar ist: Die bundesrechtliche Pflicht zur Mehrwertabgabe bezieht sich nur noch auf Einzonungen; für andere erhebliche Planungsvorteile wie Auf- und Umzonungen sind die Kantone zuständig. Im Kanton Aargau erfolgt der Ausgleich solcher Vorteile im Rahmen verwaltungsrechtlicher Verträge – nicht über Verfügungen. Für die Gemeinden heisst das: Sie müssen aktiv verhandeln, sauber dokumentieren und ihre Praxis eng am kantonalen Recht ausrichten.

    Solar an der Fassade
    Solaranlagen an Fassaden sind in Bau- und Landwirtschaftszonen neu grundsätzlich bewilligungsfrei, sofern sie als genügend angepasst gelten. Die Meldung erfolgt über die kantonale Plattform; das formelle Baubewilligungsverfahren entfällt. Wie die Anpassung konkret zu verstehen ist, definiert Art. 32abis RPV und eröffnet zugleich einen gewissen Spielraum für kommunale Gestaltungsvorschriften. Gemeinden können gebietsbezogene Regeln erlassen, dürfen die Nutzung der Sonnenenergie aber nicht übermässig einschränken. Unverändert bewilligungspflichtig bleiben Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung sowie an Gebäuden mit Substanzschutz oder in sensiblen Orts- und Landschaftszonen.

    Solar über Parkplätzen
    Neu gelten in Bauzonen Tragstrukturen für Solaranlagen über oder am Rand von Parkplatzarealen mit 15 oder mehr Parkplätzen direkt als zonenkonform. Die Gemeinden können diese Grundordnung aber präzisieren. Sie dürfen Areale bezeichnen, auf denen solche Strukturen ausgeschlossen oder nur unter Auflagen zulässig sind, oder umgekehrt kleinere Parkplatzareale für zonenkonform erklären. Damit wird der Parkplatz zur strategischen Energiefläche. Vorausgesetzt, die Gemeinden nutzen ihre Autonomie und definieren klare Ziele für Ortsbild, Klimaschutz und Energieproduktion.

    Neue Planungsgrundsätze
    RPG 2 führt einen neuen Planungsgrundsatz zur Nutzung des Untergrunds ein. Unterirdische Nutzungen sind künftig frühzeitig mit den oberirdischen Nutzungen und den betroffenen Interessen abzustimmen. Gleichzeitig wird der Vorrang der Landwirtschaft in der Landwirtschaftszone ausdrücklich im Gesetz verankert. Landwirtschaftliche Nutzungen sollen gegenüber nichtlandwirtschaftlichen Anliegen stärker gewichtet werden, etwa durch Erleichterungen beim Immissionsschutz, sofern das landwirtschaftliche Interesse überwiegt. Für die Praxis der Nutzungsplanung bedeutet das weniger einen Kurswechsel als eine Akzentverschiebung: Die bekannten Interessenabwägungen nach Art. 3 RPV bleiben, erhalten aber klarere Leitplanken, die im Planungsbericht sichtbar zu machen sind.

    Zonenkonform und ohne Planungspflicht
    Anlagen zur Gewinnung und zum Transport von Energie aus Biomasse können unter erleichterten Voraussetzungen in der Landwirtschaftszone zonenkonform sein. Neu ist ausdrücklich festgehalten, dass solche zonenkonformen Biomasseanlagen nicht der Planungspflicht unterliegen, auch wenn sie raumwirksam sind. Damit reagiert der Gesetzgeber auf frühere Rechtsprechung, die bei biomassebasierten Energieanlagen teils eine Planungspflicht annahm. Für Gemeinden und Kantone verschiebt sich die Diskussion damit stärker in Richtung Bewilligungs- und Auflagenpraxis statt in Richtung Nutzungsplanung.

    Bauen ausserhalb Bauzonen
    Auch ausserhalb der Bauzonen bringt RPG 2 spürbare Neuerungen. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass Baugesuche nur mit Zustimmung des Kantons bewilligt werden können. Für kommunale Behörden ändern sich vor allem die materiellen Kriterien, an denen Projekte gemessen werden. Der Vorrang der Landwirtschaft wird gestärkt und soll sich auch bei Erleichterungen im Geruchs- und Lärmschutz auswirken.

    Gleichzeitig verbessert das neue Recht die Rahmenbedingungen für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Biomasseanlagen in der Landwirtschaftszone gelten bei Erfüllung bestimmter Anforderungen als zonenkonform und brauchen keine vorgängige Planung, selbst wenn sie sich nicht mehr dem Landwirtschaftsbetrieb unterordnen, sondern lediglich Teil davon sind. Für nicht zonenkonforme Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie und für thermische Netze werden die Voraussetzungen für Ausnahmebewilligungen gelockert, sofern sie zur Reduktion fossiler Energieträger beitragen.

    Infrastruktur, Mobilfunk und Rückbau
    Für Infrastrukturanlagen ausserhalb der Bauzonen gilt neu der Grundsatz der Bündelung an möglichst unempfindlichen Standorten. Mobilfunkanlagen können explizit auch ausserhalb der Bauzone bewilligt werden, sofern der Standort dort wesentliche Vorteile gegenüber einer Lage innerhalb der Bauzone bietet. Schliesslich wird die Verjährung von Rückbauverfügungen vereinheitlicht. Unrechtmässige Bauten und Anlagen sind nach 30 Jahren grundsätzlich nicht mehr rückbaubar, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb der Bauzone stehen. Ausgenommen bleiben Konstellationen, in denen Polizeigüter wie öffentliche Ordnung, Ruhe, Sicherheit oder Gesundheit gefährdet sind.

    Für die Gemeinden eröffnet das revidierte Raumplanungsrecht neue Spielräume, bei Solarenergie, Biomasse, Infrastruktur und der Gewichtung landwirtschaftlicher Interessen. Entscheidend wird sein, diese Freiräume aktiv zu gestalten, sie in Nutzungsplanung und Bewilligungspraxis zu verankern und die neuen Grundsätze transparent zu dokumentieren.

  • Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Materialforschung ist für Tanja Zimmermann das Rückgrat des technischen Fortschritts. Rund zwei Drittel aller Innovationen basieren direkt auf neuen oder verbesserten Materialien, von Batterien über medizinische Sensoren bis zu Baustoffen. Entsprechend breit ist der Ansatz der Empa, die als nationales Kompetenzzentrum Materialien für Bau, Energie und Gesundheit entwickelt. Dies von Grundlagenprojekten im Labor bis zu Machbarkeitsstudien mit Industriepartnern. Dazu gehören effizientere Energiespeicher, neue Photovoltaik-Technologien und zweidimensionale Nanomaterialien wie MXene, die künftig Elektronik und Sensorik kompakter und leistungsfähiger machen könnten.

    ​Anwendungen für Energie, Gesundheit und Bau
    Im Gesundheitsbereich arbeitet die Empa an textilen Sensoren, die Langzeit-EKGs ohne klassische Gel-Elektroden ermöglichen und so Hautreizungen vermeiden. Weitere Projekte zielen auf intelligente Materialien im Operationssaal, etwa Kleber, die undichte Stellen im Bauchraum verschliessen und dank integrierter Sensorik frühzeitig vor Lecks warnen.

    Beim Bauen stehen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz im Zentrum. Neue Betone und Verbundwerkstoffe sollen mit deutlich weniger Zement und Stahl dieselbe Tragfähigkeit erreichen und so den CO₂-Fussabdruck der Bauwerke spürbar senken. Parallel dazu entwickelt die Empa hoch temperaturbeständige Materialien für Drohnen, die direkt in Brandherde fliegen können, sowie kohlefaserverstärkte Kunststoffe, die heute zunehmend Brücken und grosse Tragwerke leichter und langlebiger machen.

    CO₂ als Rohstoff
    Mit der Initiative «Mining the Atmosphere» geht die Empa noch einen Schritt weiter. Ziel ist es, CO₂ nicht nur einzusparen, sondern gezielt aus der Atmosphäre zu holen und als Rohstoff zu nutzen. Forschende untersuchen, wie Kohlenstoff aus CO₂ in keramische Werkstoffe wie Siliziumkarbid oder in Baustoffe wie Beton eingebaut werden kann, sodass Gebäude selbst zu Kohlenstoffsenken werden. Langfristig sollen solche Ansätze helfen, einen Teil der historischen Emissionen zu kompensieren und den Übergang von einer CO₂-emittierenden zu einer CO₂-bindenden Gesellschaft zu schaffen. Ein «Jahrhundertprojekt», das enorme Mengen an erneuerbarer Energie und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie voraussetzt.

    Hightech aus der Natur
    Auch in der Holzforschung setzt Zimmermann auf Kombination aus Naturprinzipien und Hightech. Holz sieht sie als einzige grosse, heimische, nachwachsende Ressource der Schweiz, leicht, stabil und vielseitig modifizierbar. Das Spektrum reicht von feuerhemmend mineralisiertem Holz über antimikrobielle Oberflächen bis zur Nutzung fibrillierter Zellulose, deren Nanofasern transparente Gele, hochporöse Schwämme oder Barrierefilme für Lebensmittelverpackungen bilden können. Solche Zellulose-Schwämme können Öl selektiv aus Wasser aufnehmen oder CO₂ aus der Luft binden. Als Sprühbeschichtung verlängern sie die Haltbarkeit von Früchten und Gemüse, ohne Plastikfolien zu benötigen. In neueren Projekten entstehen «lebende Materialien», etwa gedruckte Strukturen aus Nanozellulose und Kieselalgen, die als biologische Sensoren Wasserqualität überwachen sollen.

    Langfristige Projekte wie «CarboQuant»
    Mit «CarboQuant» unterstützt die Werner Siemens-Stiftung ein weiteres Langfristprojekt an der Empa. Ein Labor, das Kohlenstoff-Nanostrukturen für Quantentechnologien untersucht. Ziel ist es, Graphen-Nanobänder und Nano-Graphene so präzise zu gestalten, dass sich ihre Quanteneffekte für elektronische Bauteile bei Raumtemperatur nutzen lassen. Etwa für Sensorik, Kommunikation oder künftige Quantencomputer. Solche Vorhaben zeigen, warum Stiftungen und öffentliche Förderer für die Empa zentral sind. Viele Materialinnovationen brauchen Jahre bis Jahrzehnte, bevor sie skaliert und wirtschaftlich nutzbar sind. Für Zimmermann bleibt dennoch klar, ohne diesen langen Atem und ohne Materialforschung gäbe es weder die Technologien, die die Energiewende möglich machen, noch viele der Lösungen, die unseren Alltag heute bereits selbstverständlicher erscheinen lassen, als sie es sind.

  • Neue Rolle für H₂-Wärme

    Neue Rolle für H₂-Wärme

    In einer Produktionshalle schreibt ein unscheinbares Gerät Heiztechnik-Geschichte. Der erste katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem wurde bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die 10-kW-Anlage liefert Spitzenlastwärme für einen rund 1’000 Kubikmeter grossen Produktionsbereich des Pumpenherstellers Flusys und nutzt dafür Wasserstoff aus regionaler Versorgung. Für das junge Unternehmen aus Wiesbaden ist das mehr als ein Feldtest. Es ist die praktische Bewährungsprobe für eine Technik, die fossile Brennstoffe im Wärmesektor perspektivisch ersetzen soll.

    Gewerbe- und Industriegebäude
    Das Unternehmen zielt bewusst auf Gewerbe- und Industriegebäude statt auf das Einfamilienhaus. Dort treffen hoher Wärmebedarf, begrenzte elektrische Anschlussleistung und steigender Dekarbonisierungsdruck unmittelbar aufeinander. Eine rein elektrische Lösung über gross dimensionierte Wärmepumpen scheitert oft an teuren Netzanschlüssen oder schlicht an fehlender Kapazität. Die Wasserstoff-Heizung deckt die Spitzenlast ab, während eine Wärmepumpe oder eine andere Wärmequelle die Grundlast übernimmt.

    In Offenbach arbeitet die 10-kW-Einheit im Hybridverbund mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe versorgt den Produktionsbereich im Normalbetrieb, die H₂-Heizung springt an besonders kalten Tagen oder bei hoher Auslastung ein. Diese Aufgabenteilung erlaubt eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe und reduziert die erforderliche elektrische Anschlussleistung, ein spürbarer Hebel für Investitions- und Leistungspreise. Für Standorte mit bestehender oder geplanter Wasserstoff-Infrastruktur wird das System so zu einem wirtschaftlichen Baustein der Energieversorgung.

    Die flammenlose Wasserstoff-Heizung
    Technologisch unterscheidet sich die Firma deutlich von klassischen Brennwertkesseln oder H₂-Brennern. Die Anlage arbeitet mit einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Wasserstoff wird mit Umgebungsluft gemischt, bleibt dabei unterhalb der unteren Explosionsgrenze und reagiert erst im Katalysator mit dem Sauerstoff. Es entsteht Wärme, aber keine sichtbare Flamme , da das Verfahren auf kontrollierter Oxidation statt auf Verbrennung basiert.

    Durch die niedrigeren Prozesstemperaturen fallen weder CO₂, NOx noch Feinstaub an, als Nebenprodukt bleibt lediglich Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig werden zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen im Gerät verwendet, was die Technologie inhärent sicher macht. HYTING sieht darin eine Art „Plug-and-Play-Heizen“ mit Wasserstoff, das bestehende Luftkanäle oder Lüftungssysteme nutzen und in modularem Aufbau skaliert werden kann.

    Praxistest, Dauerlauf und Zulassung
    Die Anlage ist nicht der erste Härtetest für die junge Technologie. Bereits zuvor hat ein führender Engineering-Dienstleister einen 2’500-Stunden-Dauerlauftest begleitet, der rund zehn Jahre Realbetrieb simulierte. Während des Tests traten weder Ausfälle noch messbarer Verschleiss an sicherheitskritischen Komponenten auf. Kontinuierliche Emissionsmessungen bestätigten die Abwesenheit von CO₂-, NOx- und Feinstaubemissionen.

    Die erste Kundenanlage markiert nun den Übergang vom Labor in die industrielle Realität. Weitere Systeme sollen im Verlauf des ersten Quartals 2026 folgen, ebenfalls in gewerblichen Anwendungen mit bestehender Wasserstoffkompetenz.

    Wo ist die Technologie sinnvoll
    Trotz der Aufmerksamkeit ist die katalytische Wasserstoff-Heizung kein Ersatz für Gasheizung oder Wärmepumpe im breiten Markt. Wasserstoff ist derzeit teuer, die Infrastruktur begrenzt, und ein flächendeckendes H₂-Netz für Wohnquartiere ist nicht in Sicht. Im Einfamilienhaus fehlt damit auf absehbare Zeit die Grundlage für einen wirtschaftlichen Einsatz.

    Anders sieht es in industriellen Clustern, Hafenregionen oder Chemieparks aus, wo Wasserstoff bereits anfällt oder das Wasserstoffkernnetz aufgebaut wird. Dort kann diese seine Stärken ausspielen. Als Spitzenlast-Heizung in Kombination mit Wärmepumpen, als Ergänzung zu industrieller Abwärme oder als flexible Option in Logistikimmobilien mit eigener Wasserstoffproduktion aus PV-Überschüssen. Die Rolle ist damit klar umrissen, keine Konkurrenz zur Wärmepumpe, sondern ein Baustein in hybriden Systemen für Betriebe, die H₂ ohne grossen Zusatzaufwand nutzen können.

    Ob aus der Nische mehr wird, entscheidet sich letztlich ausserhalb des Technikraums. Wasserstoffpreis, Tempo beim Netzausbau und politische Weichenstellungen werden darüber bestimmen, ob flammenlose H₂-Heizungen künftig häufiger in Gewerbehallen hängen oder ein spezialisiertes Werkzeug bleiben, das vor allem dort eingesetzt wird, wo Wasserstoff ohnehin schon Teil des Energiemixes ist.

  • Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Reto Trittibach ist neuer Inhaber und Geschäftsleiter der INES Energieplanung GmbH. Sein Stellvertreter wird einer Mitteilung zufolge André Joosten. Mit der Neubesetzung will der vor 14 Jahren gegründete Berner Anbieter von Energieversorgungslösungen Kontinuität wahren.

    Ziel der INES Energieplanung sei es, „die Energiewende mit Know-how und nach Kräften zu unterstützen“. Entwickelt werden Energiekonzepte für Areale und Wärmeverbundprojekte. Firmenangaben zufolge bringt INES seine Expertise neben Planung und Bau von Energieanlagen auch für Anlagenkonzepte ein. Zudem ist INES als Energieberater für die Stadt Bern tätig.

    Tätigkeitsgebiete der INES sind die Stadt und das Ballungsgebiet von Bern. Zu den Hauptkunden und Kooperationspartnern zählen die Marzili Wärmeverbund AG und die Stadt Bern.

    Gründer Bruno Liesch habe INES mit Fokus auf nachhaltige Energielösungen, Wärmeverbünde und zukunftsorientierte Energieplanung geprägt. Laut Mitteilung wird er bis Ende 2026 seine Erfahrung in der Projektentwicklung in Teilzeit einbringen.

  • Portfolioansatz treibt Elektromobilität in Wohnliegenschaften

    Portfolioansatz treibt Elektromobilität in Wohnliegenschaften

    Die im Dezember 2025 aus einer Fusion von Helvetia und Baloise hervorgegangene Versicherungsgesellschaft Helvetia Baloise Holding AG treibt laut einer Mitteilung die E-Mobilität gemeinsam mit ihrem Partner Energie 360° voran. Das zu 96 Prozent im Besitz der Stadt Zürich befindliche Energie- und E-Mobilitätsunternehmen hat in 13 Liegenschaften bereits über 150 Ladestationen übernommen, vorwiegend in der Westschweiz, im Mittelland und in Basel.

    Wie Reto Baschera, Leiter der Mobilitätsgruppe von Energie 360°, betont, erfolgt der Ausbau „bedarfsgerecht und orientiert sich an den Anforderungen der Mieterschaft“. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit sechs weitere Objekte konkret in Planung, weitere sollen schrittweise folgen. Dabei liege der Fokus auf einem harmonisierten Portfolioansatz mit einer hardwareunabhängigen Abrechnungslösung, die unterschiedliche Gebäudetypen und Produktausprägungen berücksichtigt. Insgesamt verfügt Helvetia Baloise in der Schweiz über rund 845 Liegenschaften mit etwa 30’000 Wohnungen.

    „Für mich in der strategischen Beschaffung bei Helvetia Baloise war entscheidend, einen Partner zu finden, der Elektromobilität nicht als Einzelprodukt versteht, sondern als integrierten Bestandteil eines grossen Immobilienportfolios“, wird Karin Hauser von der Baloise Asset Management AG zitiert. „In der Zusammenarbeit mit Energie 360° schätzen wir insbesondere den strukturierten Ansatz, die verlässliche Umsetzung und die Fähigkeit, unterschiedliche Ausgangslagen in unseren Liegenschaften pragmatisch abzubilden.“

  • Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Scandens kann anstehende unternehmerische Weiterentwicklungen mittels einer Bürgschaft des Technologiefonds finanzieren. Diese Bürgschaft erhalten zu haben, bestätigt laut einer Mitteilung von Dominik Bucher, dem Mitgründer und CCO des Zürcher Cleantech-Unternehmens, dessen Ansatz: „Die richtigen Investitionsentscheidungen für Immobilienportfolios zu ermöglichen – wirtschaftlich fundiert und zukunftssicher“ und gleichzeitig die bestmöglichen Entscheidungen für Klima und Umwelt zu treffen. „Wir freuen uns riesig, Teil des Technologiefonds zu sein“, so Bucher.

    Das 2021 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete Unternehmen hat 2023 eine Software auf den Markt gebracht, mit der energetische Gebäudesanierungen einfacher geplant und umgesetzt werden können. Mit dieser auf Künstliche Intelligenz gestützten Internetanwendung können Halterinnen und Halter von Immobilienportfolios ebenso wie private Hauseigentümerinnen und -eigentümer prüfen, ob und welche Sanierungsmassnahmen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sind.

    Die Software zeigt einer Mitteilung von Scandens zufolge über 500 Sanierungskombinationen an und erstellt einen Plan, der als Grundlage für die Umsetzung dient. Das soll Zeit sparen und nachhaltige Entscheidungen fördern.

    Mit dem Technologiefonds fördert der Bund Innovationen, die Treibhausgase oder den Ressourcenverbrauch reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien begünstigen und die Energieeffizienz erhöhen. Bürgschaften erleichtern es innovativen Unternehmen, Darlehen aufzunehmen. Die Bürgschaft wird Banken oder anderen geeigneten Darlehensgebern gewährt. Zur Deckung der Bürgschaftsausfälle fliessen maximal 25 Millionen Franken pro Jahr aus den Erträgen der CO2-Abgabe in einen Technologiefonds.

  • Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Holcim hat eine strategische Beteiligung an Capsol Technologies vereinbart, einem Spezialisten für Post-Combustion-Carbon-Capture-Lösungen aus Oslo. Die geht aus einer Mitteilung des Baustoffanbieters hervor. Im Fokus steht die sogenannte HPC-Technologie (Hot Potassium Carbonate), ein energieeffizientes chemisches Absorptionsverfahren zur Abscheidung von CO2 aus Gasströmen, kombiniert mit einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem. Mit Hilfe dieser Technologie will Holcim die Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab vorantreiben und der wachsenden Kundennachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen begegnen.

    „Durch die Kombination von Holcims Know-how in der Zementherstellung und der CO2-Abscheidung vor Ort mit der sicheren und effizienten Technologie von Capsol verfügen wir über einen zusätzlichen Hebel, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und profitables Wachstum zu erzielen“, wird Ram Muthu, Head of Operational Excellence bei Holcim, zitiert. „Durch diese strategische Investition sind wir der Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab einen Schritt näher gekommen.“

    Der Investition ging ein CapsolGo-Demonstrationsprojekt im Holcim-Werk Dotternhausen in Deutschland im Jahr 2025 voraus, bei dem Capsol seine Technologie erfolgreich im industriellen Umfeld erprobte. Die Beteiligung erweitert Holcims Portfolio an Dekarbonisierungstechnologien innerhalb seines offenen Innovationsökosystems. Über Holcim MAQER Ventures, die Corporate-Venture-Capital-Einheit des Konzerns, hat Holcim bislang 19 Investitionen getätigt und prüft jährlich mehr als 500 Start-ups im Bereich nachhaltiger Baulösungen.

  • Roboter bringen neue Effizienz in den unterirdischen Leitungsbau

    Roboter bringen neue Effizienz in den unterirdischen Leitungsbau

    Der Schlieremer Start-up-Förderer Venture Kick unterstützt die DeepTech-Jungfirma Under Industries aus Dübendorf mit 150‘000 Franken. Mit der Finanzierung wird die Entwicklung der Micro Tunnel Boring Robots (MTBRs) von Under Industries unterstützt, heisst es in einer Mitteilung. Die MTBRs sollen eine schnellere und sauberere Verlegung von unterirdischen Versorgungsleitungen ermöglichen und gleichzeitig Strassensperrungen, Lärmemissionen sowie Oberflächenbeeinträchtigungen reduzieren.

    Under Industries wurde als Spin-off von Swissloop Tunneling, einer Ingenieur-Studierendeninitiative der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), gegründet. Die MTBRs von Under Industries sind für den Einsatz unter unterschiedlichsten Bodenbedingungen ausgelegt. Gegenüber herkömmlichen Rohrvortriebsverfahren minimieren sie Oberflächenstörungen, verkürzen Bauzeiten und verbessern die Anpassungsfähigkeit. Damit könne eine nachhaltigere und flexiblere Entwicklung urbaner Infrastrukturen vorangetrieben werden.

    Die Finanzierung von Venture Kick unterstützt die Fertigstellung des Minimum Viable Product (MVP) von Under Industries. Es handelt sich dabei um einen „industrietauglichen MTBR, der für den ersten Demonstrator und kommerzielle Pilotprojekte eingesetzt werden soll und das Vertrauen der Branche in die Technologie stärkt“, heisst es in der Mitteilung.

    Das Start-up konzentriert sich zunächst auf den Schweizer Stromverteilungsmarkt. Dabei wird mit Verteilnetzbetreibern zusammengearbeitet, die den Ausbau der Stromnetze und den Übergang von Freileitungen zu unterirdischen Kabeln realisieren sollen. Die Expansion in Europa und die Erschliessung weiterer Versorgungsleitungen soll folgen. Der für Under Industries realistisch erreichbare Markt in der Schweiz und Europa beläuft sich laut Venture Kick allein für Stromnetze auf rund 150 Millionen Franken pro Jahr

  • Kanton Nidwalden verdreifacht Förderung für energetische Gebäudesanierung

    Kanton Nidwalden verdreifacht Förderung für energetische Gebäudesanierung

    Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden hat in seinem Energieförderprogramm 2026 eine Erhöhung der Fördermittel für energetische Gebäudesanierungen um 300 Prozent auf 2,9 Millionen Franken beschlossen. Zusammen mit den Bundesmitteln steht damit laut einer Mitteilung insgesamt ein rekordhohes Jahresbudget von 6,3 Millionen Franken zur Verfügung. Dieses kantonale Förderprogramm unterstützt jene Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Gebäudehülle optimieren, fossile oder elektrische Heizungen durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzen oder energieeffiziente Neubauten erstellen.

    Die Nachfrage nach Fördermitteln war 2025 den Angaben zufolge „ausserordentlich hoch“. Insbesondere wegen des Ausbaus der Fernwärmenetze rechnet der Kanton für 2026 mit einer weiteren starken Zunahme der Gesuche. Ausserdem fallen in Zukunft steuerliche Erleichterungen weg, auch das dürfte die Nachfrage in diesem Jahr weiter ansteigen lassen.

    Die energetische Gebäudesanierung – eine zentrale Säule zur Erreichung der kantonalen Emissionsziele bis 2035 – gelingt den Angaben zufolge nur dann, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer bereit sind, in ihre Liegenschaften zu investieren. „Sie leisten damit einen grossen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasen und zur Einsparung von Energie“, wird Umweltdirektor Joe Christen zitiert.

    Zwar könne mit dem Förderbeitrag nur ein kleiner Teil der Investitionen gedeckt werden. Doch zusammen mit den Steuerersparnissen und tieferen Heizkosten lohnten sich diese Investitionen langfristig. „Im Durchschnitt“, so Christen, „löst ein Franken Fördergeld nahezu das Zehnfache an Investitionen aus. Diese Wertschöpfung bleibt grösstenteils im Kanton, stärkt das lokale Gewerbe und trägt dank erneuerbarer Energien dazu bei, den Geldabfluss ins Ausland zu verringern.“

    Der Kanton Nidwalden ist bei der Singapore Airshow einer der Aussteller am SWISS Pavilion. Die internationale Luftfahrtmesse findet vom 3. bis 8. Februar statt.

  • Infrastrukturprojekt ersetzt Freileitungen durch moderne Netze

    Infrastrukturprojekt ersetzt Freileitungen durch moderne Netze

    Die Aargauer Gemeinden Bellikon, Remetschwil und Teile von Oberrohrdorf werden nicht mehr über Holzstangenleitungen aus dem Tal versorgt, sondern mittels einer neuen Kabelleitung. Mit dieser hat die AEW Energie AG laut einer Mitteilung ein zentrales Infrastrukturprojekt am Rohrdorferberg fertiggestellt und in Betrieb genommen. Im Zuge dessen konnten 1,6 Kilometer bestehende Holzstangenleitungen zurückgebaut werden – „ein Beitrag zu einem robusteren, wartungsärmeren Netz und zu einer Aufwertung des Landschaftsbildes“, so der Aargauer Energieversorger.

    Die sogenannte Rohrdorferbergleitung zwischen Künten und Fislisbach hat eine Gesamtlänge von 11,2 Kilometern. Insgesamt wurden acht Transformatorenstationen in die neue Leitung eingeschlauft. Davon profitieren den Angaben zufolge insbesondere Betriebe „mit erhöhten Anforderungen an die Versorgungssicherheit“.

    Insgesamt investierte die AEW 3 Millionen Franken in das Projekt. „Mit dem konsequenten Ausbau und der Verkabelung unserer Netzinfrastruktur erhöhen wir nicht nur die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung, sondern schaffen auch die Voraussetzungen für ein flexibles und zukunftsfähiges Energiesystem“, so Christoph Fischer, der bei der AEW den Geschäftsbereich Netze leitet.

  • Industrie-Neubau setzt auf moderne Energie- und Elektrotechnik

    Industrie-Neubau setzt auf moderne Energie- und Elektrotechnik

    Die Schlieremer Maneth Stiefel AG mit ihrer Niederlassung in Pratteln hat die Projektierung und den Bau der Elektroanlagen für ein neues Hochregallager der Brauerei Feldschlösschen übernommen, heisst es in einer Mitteilung. Das 30 Meter hohe Gebäude soll in unmittelbarer Nähe der Autobahn in Rheinfelden errichtet werden. Die zur Carlsberg-Gruppe gehörende Feldschlösschen AG will mit dem Neubau die innerbetriebliche Verdichtung erhöhen und neue Lagerflächen schaffen, informiert das Unternehmen.

    Maneth Stiefel wird neben den Beleuchtungs-, Niederspannungs- und Schwachstromanlagen auch die Netzinfrastruktur einschliesslich der Trafostationen und Hauptverteilungsanlagen im Bereich der Mittelspannung, Not- und Sicherheitsanlagen sowie eine Photovoltaikanlage errichten.

    Beide Unternehmen betonen, dass der Neubau ein Meilenstein für die Standortentwicklung in Rheinfelden darstellt. Feldschlösschen ist der grösste Arbeitgeber am Ort. Die Baumassnahmen wurden im engen Austausch mit der ortsansässigen Bevölkerung geplant und sollen auch unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes realisiert werden. Feldschlösschen begeht 2026 sein 150. Jubiläum.

  • Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Die Solarify GmbH baut ihr Angebot für Investitionen privater Anleger in die Energiewende weiter aus. Das Unternehmen mit Sitz in Wabern bietet nun laut einer Mitteilung die Schwarmfinanzierung in eine neue Generation von Solarkraftwerken, die mit Batteriespeichern verbunden sind. Diese ermöglichen es, den Solarstrom zeitversetzt auszuliefern.

    Solarify.ch reagiert damit auch auf eine Änderung der Vergütung von Solarstrom. Künftig sollen die Einspeisevergütungen stundenbasiert sein. Zudem werden die Marktpreise vierteljährlich neu ermittelt. Die Speicher erlauben eine flexible Reaktion der Auslieferung an die Preise.

    Das Unternehmen setzt Solaranlagen bereits mit dem Batteriespeicher ein, so auf der Asylunterkunft Tannental in der Gemeinde Muri bei Bern und auf dem Dach der Condecta AG in Bern.

    „Mit dieser neuen Generation können wir Solaranlagen netz- und systemdienlich betreiben“, wird CEO Roger Langenegger in der Mitteilung zitiert. „Anstatt zur Mittagszeit die Netze zu belasten, wird der Strom lokal verbraucht oder gezielt zu Zeiten höherer Nachfrage verkauft.“

    Solarify.ch ermöglicht Privaten die Investition in die Energiewende. Das 2016 gegründete Unternehmen hat schweizweit 160 Solarprojekte realisiert und 26 Millionen Franken investiert.

  • Strombranche warnt vor sinkender Sicherheit der Stromversorgung

    Strombranche warnt vor sinkender Sicherheit der Stromversorgung

    Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat laut einer Mitteilung erstmals den Stromversorgungs-Index Schweiz vorgelegt. Der Index bewertet die Stromversorgung der Schweiz für das Jahr 2035 mit 82 Punkten, für 2050 sogar nur mit 69 Punkten.

    Der Index bewertet die Stromversorgung in fünf Kategorien. Die Stromnachfrage pro Kopf werde vor allem wegen der Elektromobilität und der Rechenzentren weiter steigen; für 2050 gibt der Index 86 Punkte. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei zu langsam, gerade für die Versorgung im Winter. Solaranlagen auf dem Dach reichten dafür nicht aus, die Projekte in der Produktion von Wind- und Wasserkraft würden verzögert oder abgebrochen. Für 2050 gibt der Index dafür 83 Punkte. Die Flexibilität des Stromsystems wird für 2050 sogar nur mit 52 Punkten bewertet. Das Bundesziel für den Ausbau saisonaler Speicher werde deutlich verfehlt. Der Zubau der Stromproduktion erhält 63 Punkte. Dabei werde der Wegfall der heimischen Kernkraft ab 2040 den Bedarf erhöhen. Der Ausbau der Netze wird nur mit 57 Punkten bewertet.

    Der VSE weist in der Mitteilung darauf hin, dass die Importe nicht beliebig erhöht werden könnten und in Mangellagen keine Sicherheit böten. „Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weggabelung: Ohne entschlossene energiepolitische Entscheidungen, konkrete Investitionen in neue Produktionskapazitäten und eine deutliche Beschleunigung der Bewilligungsverfahren riskieren wir unsere Versorgungssicherheit“, wird VSE-Präsident Martin Schwab in der Mitteilung zitiert.

  • Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Der Kanton Zürich legt laut einer Mitteilung ab dem 20. Januar die Unterlagen des Gestaltungsplanes für das geplante Limmattaler Energiezentrum (LEZ) der Limeco öffentlich auf. Interessierte können die Unterlagen während 60 Tagen in der Gemeinde, im kantonalen Amt für Raumentwicklung und im Internet einsehen und sich zum Plan äussern. Die Verantwortlichen des Regionalwerks und des Kantons stellen sich zudem am 21. Januar während eines öffentlichen Informationsanlasses in der Heimstrasse 46 in Dietikon den Fragen.

    Limeco muss seine Kehrichtverbrennung (KVA) und seine Abwasserreinigung (ARA) in den kommenden Jahren neu bauen. Das Regionalwerk will beide Anlagen im neuen Energiezentrum auf dem Gelände der heutigen KVA zusammenfassen. Das LEZ soll auch Energie in Form von Strom, Fernwärme und Gas produzieren. Die heutige ARA im Antoniloch muss bis 2050 aufgehoben werden, weil sie in einem Natur- und Vogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung liegt.

    Das Zürcher Architekturbüro Penzel Valier hatte im Januar 2025 den Zuschlag für das Gesamtkonzept des Energiezentrums erhalten.

  • Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Die Swiss Renewables AG mit Sitz in Zug und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein wollen näher zusammenrücken. Die beiden Erzeuger erneuerbarer Energien prüfen laut einer Mitteilung die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit. Sie wollen damit Synergien nutzen und das Potenzial für den weiteren Ausbau der Erzeugung erneuerbaren Stroms besser erschliessen.

    Beide Unternehmen sind Töchter Schweizer Stadt- und Regionalwerke. Aventron wurde 2005 durch die damalige Elektra Birseck Münchenstein gegründet, die heutige Primeo Energie. 2010 beteiligte sich Energie Wasser Bern (ewb) und 2013 die Stadt Winterthur über ihr Stadtwerk am Unternehmen. Zusammen verfügen sie heute über 63,3 Prozent des Unternehmens. Aventron ist in der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Norwegen an Wasser-, Wind- und Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 826 Megawatt beteiligt.

    Die 2011 gegründete Swisspower Renewables ist eine Tochtergesellschaft von Swisspower. An ihr sind elf  Mitglieder von Swisspower, darunter auch ewb und das Stadtwerk Winterthur, sowie der UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland 2 als strategischer Finanzinvestor beteiligt. Swisspower ist ein Zusammenschluss von 20 Stadtwerken. Swisspower Renewables verfügt über Wasser-, Wind- und Solaranlagen in Deutschland und Italien mit einer installierten Leistung von 311 Megawatt.

  • Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Das Bundesamt für Energie verleiht zum 19. und letzten Mal den nicht dotierten Schweizer Energiepreis Watt d’Or. Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sowie die Vorteile innovativer Energietechnologien bekannt zu machen. Im Rahmen der Preisverleihung werden Sieger in den Kategorien Energietechnologien, erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum prämiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Der serienreife Elektrotraktor Rigitrac SKE 40 e-direct mit europäischer Typengenehmigung überzeugte in der Kategorie energieeffiziente Mobilität. Die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi SZ entwickelte das Gefährt insbesondere für Arbeiten, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind, etwa für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder bei Hallensportveranstaltungen.

    In der Kategorie Energietechnologien siegt das Innovation Lab von Gaznat aus Aigle VD, das zusammen mit Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und Start-ups Technologien für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur Marktreife bringt. Dem Projekt zugrunde liegt das Konzept GreenGas, das in Aigle Wärme-Kraft-Kopplung, Photovoltaik, Elektrolyse, Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und das Gasnetz von Gaznat miteinander vereint.

    Eine alpine Fassadensolarstromanlage der endigo Holding AG aus Fiesch VS sicherte sich den Sieg bei den erneuerbaren Energien. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade, der in Fiesch installiert ist, steht stellvertretend für die Werte der endigo-Unternehmensgruppe: naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert sowie technisch kompetent.

    In der Kategorie Gebäude und Raum kürte die Jury das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur, das von der Baugenossenschaft mehr als wohnen, der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab, alle aus Zürich, entwickelt wurde. Die Partner schufen ein energieeffizientes, nachhaltiges und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier, das künftig als Modell für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz dienen soll.

    Für den Watt d’Or wurden 55 Bewerbungen eingereicht, 17 Beiträge wurden für die Endrunde nominiert.

  • Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    TrueWindSpeed richtet sich an der Abu Dhabi Sustainability Week an die Bau- und Energiebranche in der Golfregion. Als einer der Aussteller am SWISS Pavilion präsentiert das Genfer Start-up vom 11. bis 15. Januar 2026 seinen Heatector. Die vernetzte Umweltmessstation liefert vollautomatisierte, standortspezifische Daten für extreme Klimabedingungen. Der hochpräzise Sensor misst dabei den  WBGT-Index (Wet Bulb Globe Temperature, Kühlgrenztemperatur) am Einsatzort, um die thermische Belastung genau zu bewerten. Durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten und automatisierten Warnmeldungen soll er Unternehmen dabei unterstützen, Sicherheitsvorschriften einzuhalten und ihre Produktivität zu optimieren.

    TrueWindSpeed hat Heatector so entwickelt, dass die Messstation schnell und unkompliziert eingesetzt werden kann. Die Lebensdauer der Batterie ist so ausgelegt, dass die Station während fünf Jahren autonom tätig sein kann. Heatector ist nun bereit für die Industrialisierungsphase.

    Extreme Hitze sei ein von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation anerkanntes grosses Berufsrisiko, argumentiert TrueWindSpeed in einer Mitteilung. Über die Gesundheitsrisiken hinaus werde erwartet, dass Hitzestress die weltweiten Arbeitsstunden im Jahr 2030 um 2,2 Prozent reduzieren und die Weltwirtschaft 2,4 Billionen Dollar kosten werde. Der Heatector soll dieses Risiko in verwaltbare, überprüfbare Daten für die ESG-Berichterstattung umwandeln. ESG steht für Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung. Ausserdem schütze die Technologie „die Würde der Arbeitnehmer, verhindert schwere Unfälle und gewährleistet soziale Gerechtigkeit angesichts des Klimawandels“, so TrueWindSpeed über seine Technologie.

    „In einer sich erwärmenden Welt reicht es nicht mehr aus, sich auf allgemeine Wetter-Apps zu verlassen, um die Sicherheit zu gewährleisten“, wird der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zum Ingenieur ausgebildete Unternehmensgründer Guillaume Locher in der Mitteilung zitiert. „Wir liefern die präzisen Daten vor Ort, die erforderlich sind, um Hitzegefahren in messbare Sicherheit und Widerstandsfähigkeit für Arbeitnehmer zu transformieren.“

  • Energiezukunft im Limmattal

    Energiezukunft im Limmattal

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco steht vor einem Jahrhundertprojekt. Bis 2034 soll eine neue Kehrichtverwertungsanlage entstehen, bis 2050 folgt die Neuorganisation der Abwasserreinigung. Damit wird sichergestellt, dass Abfall und Abwasser aus dem Limmattal auch künftig umweltgerecht aufbereitet und als Energiequelle genutzt werden.

    Die bestehende KVA wird durch einen Neubau weiter westlich ersetzt. Am bisherigen Standort soll eine grössere ARA realisiert werden, die den Bedarf des wachsenden Limmattals langfristig abdeckt. Die heutige ARA wird bis 2050 aufgehoben. Sie liegt in einem national geschützten Natur- und Vogelschutzgebiet.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Das Limmattaler Energiezentrum steht exemplarisch für den Wandel im Entsorgungs- und Energiesektor. Aus reiner Abfallverwertung entsteht ein multifunktionaler Energieknoten, der Wärme, Strom und Gas bereitstellt – ressourcenschonend, lokal verankert und klimaneutral gedacht.

    Gestaltungsplan legt Rahmen fest
    Die planungsrechtliche Grundlage bildet ein kantonaler Gestaltungsplan. Er definiert verbindlich, wie die Anlagen etappiert, erschlossen und eingebettet werden. Vorgaben zu Baufeldern, Umwelt- und Gewässerschutz, Naturräumen sowie zu öffentlichen Grünflächen schaffen Planungssicherheit.

    Parallel läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie prüft, wie sich die Bau- und Betriebsphasen auf Umwelt, Anwohner und Ökosysteme auswirken. Ziel ist ein Energiezentrum, das Klima- und Ressourcenschonung verbindet. Dies mit Strom-, Fernwärme- und Gasproduktion aus erneuerbaren Quellen sowie Konzepten zur direkten Abscheidung von CO₂-Emissionen.

    Beteiligung und Information
    Der Gestaltungsplan wird ab dem 20. Januar 2026 für 60 Tage öffentlich aufgelegt. Bürgerinnen, Verbände und Behörden können sich in dieser Zeit zum Entwurf äussern. Die Eingaben werden durch die kantonalen Fachstellen geprüft und in einem Einwendungsbericht dokumentiert.

    Am Mittwoch, 21. Januar, lädt Limeco zu einem öffentlichen Informationsanlass ein, bei dem Vertreterinnen des Kantons und des Unternehmens Details zum Projekt vorstellen und Fragen beantworten. Informationen zum Termin finden sich unter www.lez.ch/gestaltungsplan.

    Die vollständigen Unterlagen sind auf www.zh.ch/raumplanung abrufbar sowie bei der Gemeinde Dietikon und im kantonalen Amt für Raumentwicklung einsehbar.

  • Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Gebäude gehören zu den grössten Energieverbrauchern im Kanton Zürich. Rund 40 Prozent des Energiebedarfs und ein Drittel der CO₂-Emissionen entfallen auf diesen Bereich. In den letzten Jahren hat sich jedoch viel bewegt. Technische Innovationen, die CO₂-Abgabe und kantonale Vorschriften zeigen Wirkung.

    Mit dem Energieförderprogramm schafft der Kanton zusätzliche Anreize, um fossile Heizungen zu ersetzen, Gebäudehüllen zu dämmen oder Wärmeverteilsysteme zu modernisieren. Die Nachfrage nach Fördergeldern ist weiterhin hoch, befeuert durch das revidierte Energiegesetz von 2022.

    Finanzrahmen bis 2029
    Für die Fortsetzung des Programms beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat nun 60 Millionen Franken. Diese Mittel sollen mit Anteilen aus der CO₂-Abgabe und aus dem nationalen Impulsprogramm ergänzt werden. Sofern die Bundesleistungen nicht gekürzt werden, ergibt sich ein Gesamtetat von bis zu 286 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2029.

    Der Fokus liegt auf Massnahmen im Gebäudebereich. Auch Beratungs- und Informationsangebote werden unterstützt, insbesondere für Eigentümerinnen, die ihre Liegenschaften energetisch sanieren möchten oder vor dem gesetzlich vorgesehenen Verbot von Elektroheizungen ab 2030 Alternativen suchen.

    Innovation und Biogas im Blick
    Neben klassischen Gebäudesanierungen fördert der Kanton künftig verstärkt Innovation. Je eine Million Franken pro Jahr stehen für Pilotprojekte zur Verfügung, die neue Technologien und Verfahren zur effizienten Energienutzung oder -speicherung erproben. Weitere 250’000 Franken pro Jahr fliessen in die Förderung von Biogas aus landwirtschaftlichen Anlagen. Ein zukunftsträchtiger Energieträger für industrielle Hochtemperaturprozesse.

    So verbindet das Energieförderprogramm Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung. Es stärkt Innovation und wirkt zugleich als Hebel auf dem Weg zur Netto-Null im Zürcher Gebäudebestand.

  • Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Der Zürcher Regierungsrat will die Sicherheit der Stromversorgung mit Solarstrom und Langzeitspeichern verbessern. Dafür hat er am 6. Januar laut einer Mitteilung zwei Vorlagen zur Änderung des kantonalen Energiegesetzes präsentiert.

    Die erste Vorlage sieht vor, dass Dächer mit einer Grösse von mehr als 300 Quadratmetern ganzflächig mit einer Solaranlage ausgestattet werden müssen. Diese Pflicht gilt bei Neubauten und bei der Sanierung von Dächern bestehender Dächer. Der Regierungsrat schätzt das Potenzial der vollständigen Nutzung aller geeigneten Dächer auf jährlich rund 6 Terawattstunden Strom. Das entspricht rund zwei Dritteln des derzeitigen Stromverbrauchs im Kanton. Rund 60 Prozent dieses Potenzials liegen laut Regierungsrat bei grossen Dächern.

    Die zweite Vorlage sieht einen Ausbau der Langzeitspeicher vor. Stromnetzbetreiber sollen diese künftig gemeinsam fördern. Diese Förderung soll über eine Abgabe auf den Stromverbrauch finanziert werden, die 0,5 Rappen pro Kilowattstunde nicht übersteigt. Der entsprechende Förderfonds soll von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) verwaltet werden. Der Regierungsrat will damit den Überschuss an Solarstrom im Sommer für das Winterhalbjahr nutzbar machen.

    Die beiden Vorlagen gehen nun zur Beratung an den Kantonsrat.