Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Die Holcim AG mit Sitz in Zug hat im rumänischen Câmpulung eine Anlage für Kohlenstoffabscheidung bei der Zementproduktion initiiert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte sich der international tätige Baustoffhersteller für das Projekt EU-Fördermittel sichern. Die Anlage in Câmpulung ist das achte von der EU geförderte Projekt Holcims zur Kohlenstoffabscheidung.

    Die Anlage Carbon Hub CPT 01 in Rumänien ist das erste Festlandprojekt zur Kohlenstoffabscheidung- und speicherung (Carbon Capture and Storage/CCS) in Osteuropa. Vor Ort wird Kohlendioxid aus den Rauchgasen eliminiert und in komprimierter Form dauerhaft unterirdisch gespeichert. Die geografischen und geologischen Bedingungen in Câmpulung bieten dafür gute Voraussetzungen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2032 will Holcim mit seinen Partnern, so Carmeuse aus dem belgischen Louvain-la-Neuve, jährlich etwa 2 Millionen Tonnen emissionsarmen Zement in Rumänien produzieren.

    „Das CCS-Projekt in Rumänien unterstützt damit Holcims Bestrebungen, nachhaltiges Wachstum in profitables Wachstum umzuwandeln – ein zentraler strategischer Treiber unserer NextGen Growth 2030-Strategie“, wird Simon Kronenberg, Regionalleiter Zentral- und Osteuropa bei Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Die Förderung durch den EU-Innovationsfonds unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieurteams, die Reife unserer Technologien und unsere fortschrittlichen Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

  • Power-to-X-Tracker zeigt Dynamik in der Schweiz

    Power-to-X-Tracker zeigt Dynamik in der Schweiz

    Mit dem neuen Power-to-X-Tracker legen das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) und die Coalition for Green Energy & Storage (CGES) eine landesweite Übersicht zu Power-to-X-Aktivitäten vor. Die interaktive Plattform kartiert alle bekannten Projekte, von Pilotanlagen bis zu kommerziellen Anwendungen. Damit zeigt sich das rasante Wachstum einer Technologie, die zum Herzstück der Energiewende werden könnte.

    Das Ziel ist klar, Wissen bündeln, Synergien fördern und Investitionen erleichtern. „Der Tracker schafft eine gemeinsame Datengrundlage, die Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse beschleunigt“, betonen die CGES-Co-Direktoren Christoph Sutter und Antonello Nesci.

    Schlüssel zur Defossilisierung
    Power-to-X-Verfahren ermöglichen, erneuerbaren Strom in chemische Energieträger umzuwandeln. Damit wird erneuerbare Energie speicherbar und vielseitig nutzbar, etwa in der Industrie, Mobilität oder Wärmeversorgung. Für SPIN-Co-Präsident Martin Bäumle sind diese Technologien entscheidend für den Übergang zu einer klimaverträglichen Wirtschaft. „Transparente Daten und vernetzte Akteure sind die Basis, um aus Ideen skalierbare Lösungen zu machen“, erklärt Bäumle.

    Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Politik
    Präsentiert wird der Tracker an der CGES-Jahresveranstaltung bei Swissgrid in Aarau. Hinter der Initiative steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor – getragen vom ETH-Bereich. Durch die systematische Erhebung und Visualisierung der Projekte entsteht erstmals ein Überblick über die Schweizer Power-to-X-Landschaft, der Forschung, Politik und Investoren gleichermassen Orientierung bietet.

  • Digitale Zwillinge formen die Industrie von morgen

    Digitale Zwillinge formen die Industrie von morgen

    Auf der NVIDIA GTC in Washington präsentierten Siemens und NVIDIA eine neuartige, KI-gestützte Systemarchitektur, die das Siemens-Xcelerator-Portfolio mit der NVIDIA-Omniverse-Plattform verknüpft. Dieser “Industrial-Tech-Stack” ermöglicht digitale Zwillinge, die Fabriken in Echtzeit visualisieren, simulieren und optimieren. Damit entsteht ein Fundament für das industrielle Metaversum. Ein vernetztes Ökosystem, das Design, Betrieb und Energieversorgung nahtlos zusammenführt.

    Die neue Lösung beschleunigt Planungs- und Engineeringprozesse dramatisch. Fabriklayouts lassen sich in wenigen Stunden anstatt in Wochen simulieren und anpassen. KI-gesteuerte Workflows treffen datenbasierte Entscheidungen und erhöhen Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit.

    Chip-to-Grid durchgängige industrielle Wertschöpfung
    Herzstück des Ansatzes ist die “Chip-to-Grid”-Wertschöpfungskette, die Halbleiterdesign, Fabrikbetrieb, Energieversorgung und Gebäudetechnik integriert. Sie sorgt dafür, dass Strom, Kühlung und Rechenleistung als einheitliches System funktionieren, ob bei Neubauten oder Bestandsmodernisierungen. Mithilfe KI-basierter Simulation können Betreiber Produktionsanlagen in Monaten statt Jahren optimieren.

    Dieser integrierte Ansatz korrespondiert mit dem Blueprint für “AI Factories” mit Gigawatt-Kapazität. Gemeinsam legen beide Unternehmen neue Standards für Effizienz, Skalierbarkeit und Energieintelligenz in KI-Rechenzentren und Fertigungsanlagen.

    Industrielle KI als Innovationstreiber
    Die beiden Unternehmen unterstreichen mit dieser Kooperation den globalen Umbruch in der Fertigung. Digitale Zwillinge, KI-Automatisierung und Echtzeitsimulation entwickeln sich zur Basis neuer industrieller Intelligenz.

    Indem Planung, Engineering, Energie- und Gebäudemanagement in einer Plattform verschmelzen, erhalten Unternehmen ein Werkzeug, das komplexe Prozesse entschlackt, Ressourcen schont und Innovation beschleunigt. Ein klarer Schritt in Richtung selbstoptimierender Industrieumgebungen.

  • Energieversorger plant Umzug in ehemalige Bankräumlichkeiten

    Energieversorger plant Umzug in ehemalige Bankräumlichkeiten

    Die AEW wird ihren neuen Hauptsitz nicht wie bisher vorgesehen auf das Areal Obere Vorstadt verlegen. Wie der Energieversorger mitteilt, habe die im Mai 2024 gestartete Testplanung gezeigt, dass die mögliche Arealentwicklung nicht ausreichend mit den Entwicklungszielen der AEW übereinstimmt.

    Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, weil der jetzige Hauptsitz an der Industriestrasse 20 im Aeschbachquartier in Aarau die kurz- bis mittelfristigen Kapazitäts- und Flächenbedürfnisse der AEW nicht erfüllt. Aus diesem Grund wird der per Mitte 2027 auslaufende Mietvertrag nicht verlängert.

    Nun hat die AEW in der Bahnhofstrasse 49 ein passendes Quartier gefunden: die Räumlichkeiten der ehemaligen Credit Suisse. Den Angaben zufolge bieten sie den Raumbedarf, den die AEW langfristig benötigt.

    Da der Kanton Aargau aktuell „bedeutende Flächen“ im Areal Obere Vorstadt für das Obergericht und die Justizleitung anmietet, will die AEW „in einem ersten Schritt“ Verhandlungen mit dem Kanton über einen Verkauf des Gesamtareals Obere Vorstadt aufnehmen. Der Umzug an die Bahnhofstrasse ist für 2027 geplant.

  • Schweizer Solartechnologie setzt neue Standards für Aesthetik und Leistung

    Schweizer Solartechnologie setzt neue Standards für Aesthetik und Leistung

    Die Megasol Energie AG, nach Eigenangaben führender Schweizer Hersteller für Solarpaneele für Dächer und Fassaden, will mit seinem neuem Solarmodul M450 neue Massstäbe für blendreduzierte, leistungsstarke und ästhetische Solartechnologie setzen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das 450 Watt Peak starke M450 ist das erste Solarmodul von Megasol, das mit der ZRM+ Oberflächentechnologie ausgestattet ist und dank mikrostrukturiertem Glas, spezieller Oberflächenbehandlung und matter Optik spiegelartige Reflexionen deutlich reduziert. Die niedrige Leuchtdichte des M450, die je nach Sonneneinfallswinkel zwischen 3000 bis 9000 Candela pro Quadratmeter (cd/m2 – Leuchtdichte) variiert, bleibt deutlich unter internationalen Grenzwerten von etwa 20’000 cd/m2, die in der Umgebung von Flughäfen vorgeschrieben sind.

    Ohne störende Blendung für Piloten, Autofahrer oder Anwohner eignet sich das Modul so für Einsätze in sensiblen Gebieten wie Flughäfen oder Wohnquartieren. Das Solarmodul verfügt laut Hersteller ausserdem über eine überdurchschnittliche Produkt- und Leistungsgarantie von 30 Jahren und ist mit Hagelwiderstand 5 (HW 5) zertifiziert, dem aktuell höchsten verfügbarem Branchenwert. Das M450 Modul ist ab sofort zur Lieferung erhältlich.

    Megasol ist ein Hersteller von Solarmodulen und Systemlösungen für die gebäudeintegrierte Photovoltaik. Mit eigener Produktion in der Schweiz und internationaler Präsenz entwickelt Megasol Solardach- und Fassadensysteme.

  • DACH-Raum schafft Plattform für Energieinnovation in Europa

    DACH-Raum schafft Plattform für Energieinnovation in Europa

    Universitäten, Start-up-Ökosysteme und Energieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben eine europäische Plattform für Energieinnovation eingerichtet. Aus jedem Land ist beim Energy Launchpad eine Spitzenhochschule und ein Energieunternehmen vertreten, informiert das zur Plattform gehörende Gründerzentrum UnternehmerTUM aus Garching bei München in einer Mitteilung.

    Die Schweiz wird von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und Energie 360° aus Zürich repräsentiert. Aus Österreich sind die Technische Universität Wien und die VERBUND AG, aus Deutschland auch die Technische Universität München und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

    Die als offenes Netzwerk angelegte Plattform hat das Ziel, europäische Technologien und Jungunternehmen zu fördern. Im nächsten Jahr sollen dabei Künstliche Intelligenz und Quantum Computing im Mittelpunkt stehen. „Mit dem Energy Launchpad schaffen wir Raum für Umsetzungsstärke in Europa“, wird Helmut Schönenberger, Gründer und CEO von UnternehmerTUM, in der Mitteilung zitiert. „Forschung, Industrie und Startups bringen hier Technologien schneller in die Anwendung – offen, grenzüberschreitend und mit klarem Fokus auf Wirkung.“ Das schaffe „Resilienz im Energiesystem und technologische Souveränität für Europa“, meint Schönenberger.

    Der Startschuss für das Projekt ist am 24. Oktober bei einer Auftaktveranstaltung in Wien gefallen. Von hier aus soll das Energy Launchpad nun auf die Reise durch den DACH-Raum gehen. Nächste Station dabei ist am 11. November die Teilnahme an der Energy Week @ ETH in Zürich.

  • Tessin zeigt Weg zur modernen Stromversorgung

    Tessin zeigt Weg zur modernen Stromversorgung

    Das europäische Energiesystem steht vor der grössten Transformation seiner Geschichte. Verkehr, Industrie und Gebäude werden elektrifiziert, der Strombedarf steigt massiv und die Produktion wird dezentraler und volatiler. Für die Schweiz bedeutet das, ihre Netze grundlegend anzupassen. Im Tessin hat man früh die Weichen gestellt. Bereits 2013 holte der Kanton die grossen Akteure, Swissgrid, die Azienda Elettrica Ticinese (AET) und die SBB an einen Tisch, um Stromnetze und Raumplanung gemeinsam zu denken.

    Die Analyse zeigte klar, dass die in den 1950er-Jahren entstandene Infrastruktur ineffizient war.  Jede Institution hatte für sich Leitungen gebaut, ohne auf Gesamtsicht oder Landschaftsräume Rücksicht zu nehmen. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich an Trassen durch sensible Gebiete. Heute ermöglichen gemeinsame Planungen die Bündelung mehrerer Leitungen auf einer Strecke mit dem Resultat, dass ganze 140 Kilometer überflüssig werden.

    Projekte mit nationaler Strahlkraft
    Kernstück der Umsetzung sind drei Grossprojekte, Airolo – Lavorgo in der Leventina, All’Acqua – Vallemaggia – Magadino und Lavorgo – Magadino in der Riviera und im Piano di Magadino. Sie bilden das Rückgrat für eine sichere Versorgung der nächsten Generationen. Gleichzeitig schaffen sie die Voraussetzung für den Rückbau alter Leitungen, was das Landschaftsbild deutlich entlastet.

    Langwierige Verfahren als Bremse
    Der Bau neuer Hochspannungsleitungen dauert in der Schweiz oft mehr als 15 Jahre. Durch die enge Abstimmung im Tessin konnten jedoch Vertrauen, Koordination und gemeinsame Vorschläge entwickelt werden, die föderale Verfahren beschleunigen sollen. Dabei werden Gemeinden und Bevölkerung aktiv einbezogen, um breit abgestützte Lösungen zu erreichen.

    Landschaftsschutz und Versorgungssicherheit im Gleichklang
    Das Tessin vereint sensible Lebensräume, historische Dörfer und touristisch bedeutende Landschaften mit Seen und Bergen. Der Balanceakt zwischen Versorgungssicherheit und Landschaftsschutz wird hier in beispielhafter Weise gemeistert. Statt einseitig Stromtrassen zu planen, wird das Territorium als Gesamtsystem betrachtet. Ein Ansatz, der die Akzeptanz erhöht und Konflikte reduziert.

    Bundesrat will Modell ausweiten
    Der innovative Prozess blieb nicht unbemerkt. Der Bundesrat hat die Vorteile erkannt und in einer Vorlage vorgeschlagen, das Tessiner Modell auf weitere Kantone auszuweiten. Damit könnte aus einer regionalen Pionierleistung ein nationales Erfolgsmodell werden, mit Signalwirkung für die gesamte Energiewende.

    Das Tessin zeigt, wie die Modernisierung kritischer Infrastrukturen gelingen kann mit technisch effizient, landschaftsverträglich und politisch mehrheitsfähig. Der Rückbau von 140 Kilometern Leitungen ist dabei nur der sichtbarste Erfolg. Entscheidend ist das neue Denken, das Versorgungssicherheit und Lebensqualität gleichermassen stärkt.

  • Start für nachhaltigen Energieverbund in Urdorf

    Start für nachhaltigen Energieverbund in Urdorf

    In der Gemeinde Urdorf ist mit dem offiziellen Spatenstich der Bau des Energieverbunds Urdorf gestartet. In Zusammenarbeit mit Energie360° soll er nach Angaben des Energieversorgers ab Herbst 2026 bis zu 150 Liegenschaften von Privatpersonen und Gemeindeeinrichtungen mit regionaler Wärmeenergie zum Heizen und für Warmwasser versorgen.

    Dafür wird eine Energielösung umgesetzt, die Heizenergie aus Holzschnitzeln und Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Dietikon nutzt. Die klimafreundliche Wärmestrategie mindere die Abhängigkeit von fossiler Energie und Preisschwankungen, teilt Energie360° mit. In Urdorf lassen sich jährlich rund 4000 Tonnen CO2 einsparen.

    Mehr als 1500 Haushalte könnten von dem Anschluss profitieren, heisst es. Mit dem Schritt zur nachhaltigen Energieversorgung erfülle die Gemeinde eine „Vorbildfunktion im Bereich Energie und Umwelt“, wird Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner zitiert.

    Der Verbund ist ein relevanter Baustein der regionalen Energieplanung auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde. Urdorf will bis 2050 das Ziel der Klimaneutralität erreichen. Wärme aus Holzschnitzeln und KVA gilt dabei als eine klimafreundliche, regionale Alternative zu Wärme aus fossilen Energien.

    Für Bürger bietet Energie360° eine Informationsveranstaltung an. Am Montag, 10. November 2025 ab 18 Uhr können Interessierte den aktuellen Stand des  Energieverbunds Urdorf erfahren und sich informieren, wie sie sich der Liegenschaft anschliessen können. Dieser Informationsabend findet im Embrisaal (Im Embi 8) in Urdorf statt.

  • Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Die Cowa Thermal Solutions AG mit Sitz im Technopark Luzern in Root ist eine Grosshandelspartnerschaft mit dem Vertriebsunternehmen Meier Tobler aus Schwerzenbach ZH eingegangen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, will Cowa mit dieser Partnerschaft sein Marktsegment in der Schweiz deutlich ausbauen. Meier Tobler, Anbieter von Haustechnikprodukten aus den Bereichen Heizung, Lüftung Klima und Sanitär, wird Wärmespeicher von Cowa für den Einsatz in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern sowie für die Integration in Wärmepumpen- und Photovoltaiksysteme vertreiben. Vor allem Handwerksbetrieben werde damit der Zugriff erleichtert.

    „Mit Meier Tobler haben wir den schweizweit stärksten Vertriebspartner gewonnen, der gleichzeitig unsere Vision einer kompakten und nachhaltigen Wärmespeicherung teilt“, wird André Waller, CRO der Cowa Thermal Solutions AG, in der Mitteilung zitiert. „Diese Partnerschaft ist ein Meilenstein für uns. Dadurch ermöglichen wir den Zugang zu zukunftsweisender Wärmespeicherung so einfach wie noch nie, direkt dort, wo Installateure ohnehin bestellen.“

    Zum Jahresende 2025 will Cowa einen neuen Latentwärmespeicher auf den Markt bringen. Das Produkt für Brauchwarmwasser soll einen Phase Change Material (PCM)-Schmelzpunkt von 48 Grad Celsius haben und damit eine hohe Energieeffizienz besitzen. Der Schmelzpunkt bei dieser „technologischen Weltneuheit“ würde um 10 Grad tiefer als bei bisherigen Systemen liegen, so Cowa. Dank des niedrigen Schmelzpunktes können nahezu alle gängigen Wärmepumpen für den Speicher verwendet werden.

  • Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Die AEW Energie AG steigt bei der Herzog Kull Group Holding AG (HKG) ein. Der Energieversorger aus Aarau werde 35 Prozent an der Zuger Gruppe für Gebäudetechnik und Elektrotechnik übernehmen, informiert AEW in einer Mitteilung. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue Geschäftsfelder aufbauen. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem Generalplanung für Arealkonzepte und standartisierte Gesamtlösungen für den Wohnungsbau genannt.

    Über den Kaufpreis für die Anteile haben die die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. AEW und HKG haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Dabei stieg AEW Ende 2023 mit einem Anteil von 50 Prozent an der HKG-Tochter GA-Werkstatt.ch AG (GAW) ein. Die GAW soll noch in diesem Jahr mit der HKG-Tochter Energy-Group.ch AG zur Energy Group AG zusammengeführt werden.

    „Die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung werden auch künftig das Energiesystem prägen, und jedes Gebäude wird ein aktives Element darin sein“, wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen will die eigenen Kompetenzen bei Planung, Engineering und Gebäudemanagement ausbauen, dabei aber weiterhin auf Tätigkeiten in der Ausführung verzichten. Im Zuge des Einstiegs bei HKG ziehen Ritter und AEW-Verwaltungsratspräsident Raffael Schubiger in den Verwaltungsrat der Herzog Kull Group Holding AG ein.

  • Satelliten schaffen neue Transparenz

    Satelliten schaffen neue Transparenz

    Die CO2M-Satellitenmission stellt einen Wendepunkt in der Erfassung von Treibhausgasen dar. Die ursprünglich geplanten zwei Satelliten wurden nach Empa-Simulationen um ein drittes Exemplar erweitert. Dadurch verkürzt sich die globale Messperiode von fünf auf rund 3,5 Tage. Statt schmaler Messstreifen liefern die Instrumente künftig umfassende Karten mit einer Auflösung von zwei Kilometern. So werden Emissionen einzelner Länder, Städte und industrieller Quellen sichtbar. Die Mission ist im EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus verankert und wird von der ESA entwickelt sowie später durch EUMETSAT betrieben.

    Stickstoffdioxid-Daten decken Ungenauigkeiten auf
    Parallel entsteht im CORSO-Projekt ein globaler Datensatz grosser Emittenten wie Kraftwerke, Zementwerke und Stahlfabriken. Vergleiche von Datenbanken mit TROPOMI-Satellitenmessungen zeigen deutliche Abweichungen. Anlagen, die gar nicht existieren, fehlende Einträge und falsche Annahmen zu Brennstoffen. Besonders bei dualen Kraftwerken wurde nachgewiesen, dass vielerorts primär Gas statt Öl genutzt wird, was geringere Stickoxidwerte nach sich zieht. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage, künftig auch CO2 mit vergleichbarer Präzision zu kartieren.

    Perspektive auf den globalen Klimafortschritt
    Mit den neuen Messinstrumenten erweitert sich die Möglichkeit, menschlich verursachte Emissionen präzise und kontinuierlich zu überwachen. Bereits heute können Luftschadstoffe wie Stickoxide zuverlässig quantifiziert werden. Mit den CO2M-Satelliten wird diese Fähigkeit auf Treibhausgase übertragen. Damit entsteht eine datenbasierte Sicht aus dem All, die detailliert aufzeigt, ob internationale Klimaziele tatsächlich erreicht werden.

  • Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sechs Standorte für neue Kleinwasserkraftwerke an der Birs und der Ergolz in den kantonalen Richtplan aufgenommen, informiert die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion in einer Mitteilung. Die Festlegung erfolgte gemäss einer entsprechenden Vorgabe des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Als Kleinwasserkraftwerke gelten in der Schweiz Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt, welche die Energie kleinerer Flussläufe zur dezentralen Stromerzeugung nutzen.

    Für die Vergabe der Konzessionen ist das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) verantwortlich. Die genauen Standorte der geplanten Wasserkraftwerke können der Mitteilung entnommen werden. Interessierte Unternehmen werden aufgefordert, online eine Request for Information einzureichen. Im Anschluss wird das AUE die Vergabeverfahren für die einzelnen Standorte festlegen.

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sich das Ziel gesetzt, seinen Energieverbrauch exklusive Mobilität bis 2030 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die geplanten sechs Kleinwasserkraftwerke sollen zur Umsetzung dieses Ziels beitragen.

  • Energieautark für Bauwerke und 6G

    Energieautark für Bauwerke und 6G

    Die klassischen Sensorlösungen leiden an Schwerfälligkeit. Sie enthalten umweltschädliche Stoffe wie Blei oder seltene Erden, müssen aufwändig gewartet werden und verursachen oft Sondermüll durch Batterien. Die neuen Sensoren basieren auf bleifreiem Aluminiumnitrid und nutzen spezielle, mit dem 3D-Druck erzeugte Metamaterialien. Diese Fokus-Metamaterialien bündeln Schwingungsenergie, etwa Vibrationen aus dem Bahn- oder Strassenverkehr, exakt dorthin, wo sie auf dem Sensor gebraucht wird («Rainbow Trapping»). So wird Schwingungsenergie maximal effizient in Strom für den Sensor umgewandelt.​

    Das Resultat ist ein Prototyp mit nur 300 Mikrometern Länge, also kleiner als ein Fünfräppler, der seine Energie direkt aus der Umgebung gewinnt, vollkommen ohne Batterie funktioniert und in Echtzeit drahtlos Daten sendet.

    Von der Brücke bis zur 6G-Station
    Die potenziellen Anwendungen sind vielfältig. In der Bauwerksüberwachung erlauben die Sensoren ein kontinuierliches, wartungsfreies Monitoring von Brücken, Tunneln und Hochhäusern, gerade auch an Stellen, die bisher kaum erreichbar waren. Sie liefern kontinuierliche Daten zu Materialermüdung, Schwingungen oder etwaigen Schäden und bieten die Möglichkeit, kritische Infrastrukturen mit Frühwarnsystemen auszustatten. Beispielsweise zur Erkennung von Erdbebenbewegungen oder Geländeschäden.

    Ein weiteres Feld eröffnet sich mit der 6G-Technologie. Hochfrequente, energieautarke Mikrosensoren werden ein sehr dichtes Sensornetz ermöglichen, das für die nächste Generation digitaler Kommunikation essenziell ist. Die neue Technologie wird zum Schlüsselelement für echte Smart Cities.

    Nachhaltigkeit, Ethik und regulatorischer Mehrwert
    Durch den Verzicht auf Blei und seltene Erden wird nicht nur die Umwelt geschont. Die Innovation ist auch regulatorisch von Vorteil, da keine Sonderentsorgung notwendig ist und globale Lieferketten unabhängiger werden. Der Einsatz von frei verfügbaren Materialien steigert zudem die wirtschaftliche Machbarkeit und Skalierbarkeit solcher Lösungen.

    Interdisziplinäre Partnerschaft und Förderlandschaft
    Die Technologie ist das Ergebnis grosser kollektiver Forschungsleistung. Von der mathematischen Modellierung am Imperial College, der Materialforschung in Zürich und Mailand, bis hin zur industriellen Umsetzung durch die Projektpartner Multiwave und STMicroelectronics. Gefördert wurde das Projekt durch das EU-Programm Horizon 2020 und den EIC Pathfinder, die gezielt die Brücke von Grundlagenforschung zu konkreten Anwendungen schlagen.​ Damit gelangt die nachhaltige, mikroskalige Sensorik dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird, auf Bauwerke, in entlegene Gebiete und in die Netzwerktechnik der Zukunft. Die Kombination aus Energieautarkie, robuster Materialwahl und integrierter Digitalisierung ist exemplarisch für eine Bau- und Infrastrukturbranche, die ökologische Transformation und technische Innovation vereint. Damit liefert das Projekt einen Baukasten für ein Internet der Dinge, das mit der Umwelt statt gegen sie arbeitet. Zukunftsweisend und sofort in der Praxis einsetzbar.​

  • Neubauprojekt mit nachhaltigem Energiekonzept in Olten

    Neubauprojekt mit nachhaltigem Energiekonzept in Olten

    Die Alpiq Holding AG wird ihren Standort in Olten innerhalb der Stadt verlegen. Dafür hat die Energieversorgerin aus Lausanne ein Neubauprojekt der Pallas Kliniken nördlich des Oltner Bahnhofs erworben, informiert Alpiq in einer Mitteilung. Hier soll ein Neubau mit attraktivem Arbeitsumfeld und einem nachhaltigen Energiekonzept entstehen. Über die Höhe der Investitionen werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Die Pallas Kliniken hatten für das Bauprojekt bereits eine Baubewilligung erhalten. Alpiq will das Projekt auf dieser Basis nun für die eigenen Bedürfnisse optimieren. Dabei plant das Unternehmen, das Wasser der Aare für die Energieversorgung zu nutzen. Die Ausgestaltung der Innenräume wird durch flexible Raumkonzepte und offene Kommunikationszonen geprägt.

    Nach Fertigstellung des neuen Standorts sollen die etwa 470 Mitarbeitenden von Alpiq in Olten in das neue Gebäude wechseln. Den ebenfalls nahe des Oltner Bahnhofs gelegenen alten Standort will Alpiq verkaufen. Der Hauptsitz von Alpiq verbleibe in Lausanne, stellt die Unternehmensgruppe in der Mitteilung klar.

  • Sekundarschule Seuzach generiert Generationenstrom

    Sekundarschule Seuzach generiert Generationenstrom

    Die EKZ fördert den Zubau grosser Solaranlagen über den unternehmenseigenen EKZ-Fonds. Hier wurde zuletzt die Einrichtung einer Solaranlage auf dem Dach der Sekundarschule Seuzach mit 30’000 Franken unterstützt, informiert EKZ in einem Beitrag auf LinkedIn. Gegen Ende September sind die Panels der Anlage installiert worden. Die Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule konnten dabei im Rahmen des Impact Day von myblueplanet selbst Hand anlegen.

    Die Beteiligung der Lernenden ist Bestandteil der Arbeitsweise des EKZ-Fonds: „Bei den Projekten mit Schulen wird die junge Generation für eine klimaschonende Stromproduktion sensibilisiert“, heisst es in der Fondsbescheibung bei EKZ. Der von den Schulen nicht selbst verbrauchte Strom wird von EKZ als Generationenstrom an die eigenen Kunden und Kundinnen verkauft. Ein Teil der Erlöse fliesst dabei in den EKZ-Fonds zurück, um den Bau weiterer Solaranlagen zu finanzieren.

  • Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Die Geo-Energie Jura SA hat laut einer Mitteilungdie Explorationsphase des Pilotprojektes Haute-Sorne abgeschlossen. Dabei konnte es im Rahmen einer Tiefbohrung bestätigen, dass das Gestein als geothermisches Reservoir genutzt werden kann. Die seismischen Grenzwerte werden bei der Steigerung der Durchlässigkeit des Gesteins eingehalten.

    Nun werden vom Kanton Jura beauftragte unabhängige Experten die Unterlagen aus sicherheitstechnischer Sicht prüfen. Anschliessend wird der Kanton über die Weiterführung des Projektes entscheiden.

    Geo-Energie Suisse wird nun weitere Projekte in der Schweiz mit einer elektrischen Leistung zwischen 10 und 30 Megawatt evaluieren. Aufgrund von Erfahrungen im Ausland geht das Unternehmen davon aus, dass Gestehungskosten für die Erzeugung von Strom von 15 Rappen pro Kilowattstunde möglich sein. Wenn die Produktion von Strom mit der von Wärme kombiniert wird, dann könnte die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden.

    Geo-Energie Jura SA mit Sitz in Bassecourt ist ein 2015 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Geo-Energie Suisse SA und den Energieversorgern von Baselland (ebl), Bern (ewb) und Zürich (ewz). Das Projekt Haute-Sorne will die Nutzung von Wärme in 5 Kilometern Tiefe für ein Geothermiekraftwerk erkunden.

    An der Geo-Energie Suisse SA mit Sitz in Zürich sind auch die Energieversorger des Tessins (aet), der Westschweiz (EOS) und Basels (iwb) sowie der Gasverbund Mittelland beteiligt.

  • Solarmodule im Härtetest

    Solarmodule im Härtetest

    Steigende Wetterextreme wie Starkregen, Gewitter und Hagel stellen Photovoltaikanlagen vor grosse Herausforderungen. Hagelschläge auf Dach- und Freiflächenanlagen verursachen jährlich hohe Schäden und Betriebsausfälle. Die gängigen Zertifizierungsstandards für Solarmodule genügen den Erfordernissen schwerer Hagelstürme oft nicht, da sie auf wenige, gleichförmige Einschläge begrenzt sind.

    Praxisgerechte Tests mit HRC-Protokoll
    Der HRC-Test geht über bestehende Prüfverfahren hinaus. Er beschiesst Solarmodule mit Hagelkörnern unterschiedlicher Grösse und Geschwindigkeit bis zum Bruch. So entsteht eine Belastungs-Kurve, die den realen Aufprallenergien eines Sturmes entspricht. Hersteller und Betreiber erkennen, ab welchem Punkt das Glas versagt und welche Modelle besonders widerstandsfähig sind.

    Cherif Kedir von RETC betont: „Unser Test schliesst die Wissenslücke und liefert verwertbare Daten über das gesamte Energie- und Grössenspektrum realer Hagelbelastungen. Die strenge Stichprobengrösse sorgt für eine gründliche Charakterisierung.“ Damit ist die Hagelbeständigkeit erstmals quantitativ bewertet und vergleichbar.

    Konsequenzen für Entwicklung, Betrieb und Versicherung
    Das HRC-Protokoll bietet Herstellern die Möglichkeit, Solarmodule gezielt gegen Hagel zu optimieren. Projektentwickler erhalten für die Kosten-Nutzen-Analyse von Modultypen, Montagewinkeln und Nachführsystemen neue Entscheidungsgrundlagen. Der Test unterstützt auch die „Hail Stow“-Strategie, bei der Module bei Sturm hydraulisch in eine risikoarme Position gebracht werden.

    Versicherungsanbieter können nun Deckungen und Prämien anhand empirischer Testresultate dimensionieren statt auf Schätzungen abzustellen. Das reduziert Unsicherheit und fördert die Akzeptanz von PV-Anlagen in besonders exponierten Gebieten.

    Mehr Sicherheit durch Innovation
    Der HRC-Test markiert einen Fortschritt für die Solarbranche. Durch praxisnahe Prüfung und transparente Daten steigen Sicherheit und Werthaltigkeit von Solaranlagen. Hersteller wie Betreiber gewinnen Planungssicherheit, Versicherer eine solide Kalkulationsbasis. Damit ist der Weg frei für resilientere Photovoltaiksysteme, die dem Wandel des Klimas gewachsen sind.

  • Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Axpo geht die nächste Phase seines Windkraftprojekts am Dreibündenstein an. Auf der Bündner Erhebung südlich von Chur werde am 9. Oktober ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet, informiert der Energiekonzern mit Sitz in Baden in einer Mitteilung. Er soll über ein Jahr hinweg Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wetterbedingungen und Fledermausaktivitäten sammeln.

    Das von Axpo-Tochter CKW eigens für das Projekt in Graubünden entwickelte System kommt dabei ohne eine externe Stromversorgung aus. Möglich wird dies durch eine Batterie, die von einer Photovoltaikanlage und zwei am Mast angebrachten Windgeneratoren geladen wird. Das System zur Datenerhebung kann von Axpo aus der Ferne überwacht werden und ist in einem speziellen Container untergebracht, der sich bei Bedarf sogar heizen lässt. „Diese technologische Innovation ermöglicht es uns, Windmessungen an Standorten durchzuführen, die bisher schwer zugänglich waren“, wird Cédric Aubert, Leiter Wind Schweiz bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen plant, am Dreibündenstein bis zu acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt einzurichten. Sie sollen jährlich über 65 Gigawattstunden Strom liefern, rund 60 Prozent davon in der Winterstromproduktion. Parallel zu den nun anlaufenden Windmessungen will Axpo die logistischen Anforderungen des Windparkprojekts in Transport- und Netzstudien ausloten.

  • Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Das Zuger Greentech-Unternehmen PLAN-B NET ZERO und seine Tochtergesellschaft PLAN-B NET ZERO BESS GmbH haben am diesjährigen D-A-CH-Wasserstoffsymposium an der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wiener Neustadt ihr neues Konzept für einen Energiespeicher vorgestellt. Er verbindet laut einer Unternehmensmitteilung Batteriespeicher (Battery Energy Storage System, BESS), grünen Wasserstoff und Künstliche Intelligenz (KI) zu einem integrierten, flexiblen Energiesystem, das Stromnetze stabilisiert und die Versorgungssicherheit erhöht.

    Klasse Netzplanung reiche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr aus, weil volatile Einspeisung von Energie aus Wind und Photovoltaik, der langsame Netzausbau und zunehmende Wetterextreme die Netzstabilität belasten, argumentierte Tjark Connor Hennings-Huep, Experte für Batteriesysteme von PLAN-B NET ZERO an dem Symposium: „Wir brauchen intelligente dezentrale Systeme, die selbstständig auf Schwankungen reagieren können.“

    Wie das Unternehmen betont, sieht es kombinierte Batterie-Wasserstofflösungen nicht als Konkurrenz zu anderen Systemen, sondern als ergänzenden Baustein in einem resilienteren Energiesystem regionaler Energiezentren. „Beide Technologien bilden zusammen die Brücke zu einem robusten, vollständig erneuerbaren Energiesystem und bieten in der Kombination zusätzliche Parameter in Sachen Steuerung und Flexibilität“, so Hennings-Huep.

    Ergänzt werden Batteriespeicher und Wasserstoff durch KI-gestützte Prognose- und Steuerungsalgorithmen, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch dynamisch ausbalancieren. „Unser Ziel“, so der Fachmann, „ist ein Energiesystem, das sich selbst stabilisiert – digital, dezentral und dekarbonisiert.“

  • Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    FenX hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und dabei 8,2 Millionen Franken eingenommen. Angeführt wurde die Runde von den Risikokapitalunternehmen Supernova Invest aus Paris und Move Energy aus Amsterdam. Beteiligt haben sich ausserdem Çimsa, der türkische Zementproduzent und strategische Partner von FenX, die Zürcher Kantonalbank, die beiden Schweizer Wagniskapitalfirmen 4see Ventures aus Chêne-Bougeries GE und buildify.earth aus Risch ZG und mehrere Family Offices aus der Schweiz und aus Frankreich.

    „Diese Investition ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung der Bauindustrie“, wird FenX-Mitgründer und -CEO Etienne Jeoffroy in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Mit dieser Finanzierung sind wir bereit, unsere Technologie in vollem Umfang zu validieren.“

    Die 2019 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich will das frische Kapital den Angaben zufolge dafür einsetzen, seine Mineralschaumtechnologie zu industrialisieren, strategische Partnerschaften beschleunigt auf den Weg und neue Produktlinien auf den Markt zu bringen. Dafür verfolgt FenX ein kapitalarmes Modell: Kunden aus der Branche für Gebäudedämmungen erwerben eine Lizenz für die FenX-Technologie und erhalten im Gegenzug FenX-Schaumadditive, die auf ihre mineralischen Rohstoffe zugeschnitten sind. Für die Produktion setzt sie Produktionsanlagen ein, die in Zusammenarbeit mit MASA WhiteHub, dem deutschen Maschinenbaupartner von FenX, entwickelt wurden. Die Vermarktung des Produkts obliegt dem Lizenznehmer.

    Derzeit baut Çimsa, der erste Kunde von FenX, in Spanien eine erste industrielle Produktionslinie für mineralische Dämmplatten auf Basis der FenX-Technologie. Das Werk soll seinen Betrieb Ende 2025 starten. „Das kapitalarme Geschäftsmodell verschafft dem Unternehmen einen einzigartigen Vorteil für eine schnelle Skalierung“, wird Investment Director Marine Glon von Supernova Invest zitiert.

  • Finanzierung für Markteintritt in Deutschland gesichert

    Finanzierung für Markteintritt in Deutschland gesichert

    Die viboo AG hat ihre zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, informiert das 2022 gegründete Unternehmen aus Dübendorf in einer Mitteilung. Dabei wurden von bestehenden und neuen Investierenden insgesamt 3,3 Millionen Euro eingesammelt. Die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt hat ein Werkzeug für den optimalen Energieeinsatz in Gebäuden entwickelt.

    Viboo will die neuen Mitteil für den anstehenden Eintritt in den deutschen Markt nutzen. Dafür will das Jungunternehmen sein Werkzeug für Energiemanagement zu einem umfassenden Werkzeug für Gebäudemanagement ausbauen. „Wir haben in der Schweiz die Basis gelegt – mit über 40 zufriedenen Kunden, die teilweise bereits im Portfolio-Roll-out sind, und signifikanten Energieeinsparungen im Bestand“, wird viboo-Mitgründer Felix Bünning in der Mitteilung zitiert. „Jetzt gehen wir den nächsten grossen Schritt mit dem Eintritt in unseren ersten EU-Markt, in dem die Kombination aus Energiepreisen und Regulatorik für starken Pull sorgt.“

    Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde wurde von Realyze Ventures aus Köln angeführt. „Mit viboo investieren wir in eine innovative Softwarelösung, die die Dekarbonisierung des Bestandsgebäudesegments vorantreibt und damit einen sehr grossen Markt adressiert“, lässt sich Marnix Roes, Investment Manager bei Realyze Ventures, in der Mitteilung zitieren. Als neue Investorin hat viboo auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gewinnen können. Diese freue sich darauf, „viboo bei der anstehenden Skalierung zu unterstützen“, erklärt Nicola Leuenberger, Investmentmanager bei der ZKB.

  • Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Die Stadt Zürich und EKZ haben sich laut einer gemeinsamen Mitteilung entschieden, sich um die Übernahme der Energie 360 Grad AG durch EKZ zu bemühen. Hauptaktionärin von Energie 360 Grad ist mit einem Anteil von 96 Prozent die Stadt Zürich. Die übrigen 4 Prozent entfallen auf 22 politische Gemeinden.

    Mit einem Beschluss vom 31. Mai 2023 hatte der Zürcher Stadtrat verfügt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) alleiniger städtischer Anbieter für grosse Energieverbunde im Stadtgebiet sein soll. Die grossen Energieverbunde von Energie 360 Grad in der Stadt sollten an das ewz übertragen werden.

    In der Folge richtete sich Energie 360 Grad verstärkt auf Tätigkeiten ausserhalb des Stadtgebiets aus. Infolgedessen wurde die städtische Eigentümerschaft ebenso geprüft wie mögliche Partnerschaften für Energie 360 Grad. Nun haben sich EKZ und die Stadt Zürich auf die Aufnahme exklusiver Gespräche über eine Übernahme von Energie 360 Grad durch EKZ verständigt.

    Wie es in der Mitteilung heisst, könnte die Energieinfrastruktur im Kanton Zürich durch einen Schulterschluss von EKZ und Energie 360 Grad zu einem grossen Teil aus einer Hand betrieben werden. EKZ liefere schon heute 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die eingeschlagene Strategie von Energie 360 Grad hin zu erneuerbaren Gasen und zur Installation von Ladeinfrastruktur für E-Autos würde EKZ konsequent weitertreiben. „Damit würde ein entscheidender Schritt Richtung Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaziele gemacht“, so die beiden Verhandlungspartner.

    Über das Zustandekommen des Verkaufs von Energie 360 Grad an EKZ müssen nun der Gemeinderat und der EKZ-Verwaltungsrat entscheiden. Ziel ist es den Angaben zufolge, eine mögliche Transaktion bis Ende 2026 abzuschliessen.

  • Produktion setzt auf nahezu CO2-freies Aluminium

    Produktion setzt auf nahezu CO2-freies Aluminium

    Der Sonnenschutzhersteller Griesser Holding AG hat bei der Produktion seiner Fensterlädensortimente in Nenzing im September laut einer Mitteilung zu 95 Prozent nachhaltiges Green Aluminium eingesetzt. Mit der Nutzung des Green Aluminiums am österreichischen Standort spart die Griesser Holding AG bis zu 30 Prozent CO2 pro Kilogramm Aluminium und erreicht einen neuen Tiefstwert von 3,3 Kilogramm CO2-Emissionen pro Kilogramm produziertes Aluminium. Das nachhaltige Aluminium besteht zu 65 Prozent aus Pre-Consumer- und Post-Consumer-Schrott sowie zu 35 Prozent aus Primäraluminium, erklärt die Firma. Der Primäraluminiumanteil wird dabei mit erneuerbaren Energien in Europa erzeugt, was zu bis zu fünfmal niedrigeren CO2-Emissionen führt als die herkömmliche Herstellung.

    Die Umstellung auf Green Aluminium ist in Nenzing bereits im November 2024 gestartet. „In unser Fensterladensortiment fliessen die grössten Aluminium-Mengen. Mit der Materialumstellung in Nenzing war es uns also möglich, rasch grosse Wirkung zu erzielen“, wird Urs Neuhauser, CEO der Griesser-Gruppe, zitiert.

    Qualität und Nachhaltigkeit bleiben bei Griesser Holding AG garantiert vereinbar, teilt die Firma mit. Für alle Green Aluminium-Produkte gelten die bisherigen Garantiefristen. Analog zum weiteren Griesser-Sortiment sind auch die grüneren Modellvarianten EPD-zertifiziert (Environmental Product Declaration/Umwelt-Produktdeklaration).

    Die Griesser Holding AG ist spezialisiert auf die Herstellung von Sonnenschutzlösungen von Fenstern und Terrassen und ist nach Eigenangaben bei hochstehendem und ästhetischem Sonnenschutz europaweit führend.

  • Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Roland Leuenberger wurde vom Verwaltungsrat des Energieproduzenten Axpo als neuer Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen. Er soll den derzeitig amtierenden Thomas Sieber ablösen, der im Dezember 2024 seinen Rücktritt angekündigt hat. Leuenberger ist derzeit als CEO der Repower AG tätig. Seine aktuelle Tätigkeit wird er laut Medienmitteilung vor der Übernahme des neuen Mandats bei Axpo am 1. Juni 2026 abgeben.

    Roland Leuenberger amtiert seit 2019 als CEO der Repower AG. Zuvor war er in leitenden Funktionen sowie als Unternehmer bei international tätigen, grossen Organisationen an der Schnittstelle zwischen Energie- und Finanzwirtschaft tätig. Laut Axpo bringt er „ausgewiesene Führungsstärke, Fachkompetenz, strategische Weitsicht und ein ausgeprägtes politisches Gespür mit“ und sei damit bestens für die Leitung des Verwaltungsrats geeignet.

    Thomas Sieber ist bereits seit 2016 als Verwaltungsratspräsident der Axpo Holding AG tätig und führte das Unternehmen durch herausfordernde Zeiten, so die Mitteilung. Nach zehn Jahren Führung wird er im Juni 2026 nun das Amt an Leuenberger abgeben.

  • Parlament will Bau grosser Kraftwerke für Erneuerbare beschleunigen

    Parlament will Bau grosser Kraftwerke für Erneuerbare beschleunigen

    Das Bundesparlament hat den sogenannten Beschleunigungserlass in der Schlussabstimmung deutlich angenommen. Im Nationalrat stimmten laut einer Mitteilung 185 Mitglieder dafür, zwei dagegen, während sich neun ihrer Stimme enthielten. Im Ständerat stimmten 44 Mitglieder für den Erlass, es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen.

    Der Erlass war 2023 vom Bundesrat vorgeschlagen worden. Dieser soll es ermöglichen, den Bau von grossen Kraftwerken für die erneuerbaren Energien zu beschleunigen. So sollen der Rechtsmittelweg verkürzt und damit die Einsprache- und Beschwerdemöglichkeiten eingeschränkt werden. Die Kantone sollen für den Bau von Solar- und Windkraftwerken von nationalem Interesse das Verfahren zur Plangenehmigung auf kantonaler Ebene konzentrieren. Der Planungsprozess für den Ausbau der Stromnetze soll verkürzt werden.

    Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) begrüsst die Anahme des Beschleunigungserlasses. „Das kantonale konzentrierte Verfahren und der reduzierte Instanzenzug sind wichtige Stellschrauben auf dem Weg zu einer erneuerbaren Energieversorgung“, wird VSE-Direktor Michael Frank in einer Mitteilung zitiert. „Für die Stromproduzenten bedeutet der Kompromiss mehr Planungssicherheit und Tempo – genau das, was wir jetzt brauchen.“

    swisscleantech bedauert, dass sich die Debatte zu lange auf den Versuch konzentriert hatte, das Verbandsbeschwerderecht abzuschaffen. Die Abschaffung des Beschwerderechts bei 16 Wasserkraftprojekten führe zu viel Ungewissheit, so der Energiewendeverband. Unter dem Strich zähle aber mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren, schreibt er in einer Mitteilung.

  • Neue Erkenntnisse zur Stabilität von Stahl unter Wasserstoffeinfluss

    Neue Erkenntnisse zur Stabilität von Stahl unter Wasserstoffeinfluss

    Forschende des Labors für Fügetechnologie und Korrosion an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchen die Mechanismen, die zur Wasserstoffversprödung von Stahl führen. In der besonderen Aufmerksamkeit des Teams um Chiara Menegus und Claudia Cancellieri steht das Wirken des Wasserstoffs an der Grenzschicht zwischen einer Passivierungsschicht und dem Metall, heisst es in einer Mitteilung.

    Unter der Passivierungsschicht versteht man eine etwa 5 Nanometer starke Oxidschicht, die bei der Oxidation von im Stahl enthaltenem Chrom entsteht. Die Passivierungsschicht schützt den Stahl vor weiterer Korrosion. Wie sich bei Untersuchungen zeigte, können aber an der Grenzfläche zwischen der Passivierungsschicht und dem Metall einzelne Wasserstoffatome reagieren und die schützende Oxidschicht abbauen. Dies führt schliesslich zur Versprödung des Stahls und kann Materialbrüche herbeiführen, so beobachtet an Bauten wie der Carolabrücke in Dresden, dem Londoner Wolkenkratzer 122 Leadenhall Street oder Teilen der Bay Bridge in San Francisco.

    Der Nachweis der Wasserstoffatome in der Grenzfläche ist jedoch kompliziert. „Es ist schwierig, eine verborgene Grenzfläche im Inneren des Materials zu untersuchen, ohne die Probe zu zerstören“, wird Forschungsleiterin Claudia Cancellieri in der Mitteilung zitiert.

    Für die Untersuchungen nutzten die Forschenden die harte Röntgenphotoelektronenspektroskopie (Englisch: Hard X-ray Photoelectron Spectroscopy, kurz HAXPES). Mit dieser Methode liess sich zeigen, dass der Wasserstoff die Passivierungsschicht abbaute.

    In einem weiteren Schritt sollen in Zusammenarbeit mit dem Ion Beam Physics Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) unterschiedliche Eisen-Chromlegierungen untersucht und resistente Oxidschichten gefunden werden. Erkenntnisse aus diesen Forschungen könnten zum Bau langlebiger Brücken sowie zu besserer Infrastruktur für die Lagerung und den Transport von Wasserstoff führen, heisst es in der Mitteilung.

  • Computermaus aus Holz

    Computermaus aus Holz

    Leiterplatten sind das unsichtbare Grundgerüst der Elektronik. Bislang meist auf fossilen Kunststoffen aufgebaut. Ihre konventionelle Herstellung nutzt glasfaserverstärktes Epoxidharz.  Einen erdölbasierten Werkstoff, der am Ende seines Lebenszyklus kaum recycelbar ist und aufwendig entsorgt werden muss. Angesichts wachsender Mengen an Elektronikabfall wird dieses Recyclingproblem immer drängender.

    Am «Cellulose and Wood Materials»-Labor der Empa entstand deshalb ein Trägermaterial auf der Basis von Holz, das sich vollständig biologisch abbauen lässt. Unter der Leitung von Thomas Geiger entwickelte das Team im EU-Projekt HyPELignum eine Technologie, bei der Lignocellulose – ein bislang wenig genutztes Nebenprodukt der Holzverarbeitung – in eine robuste, funktionale Platte verwandelt wird.

    Funktion und Kreislauf schliessen
    Im Kern besteht das neue Material aus einer Mischung von Cellulosefibrillen und Lignin. Durch fein abgestimmte mechanische Prozesse entsteht ein stabiles Geflecht, das in einer «hornifizierten» Platte aushärtet. Die daraus gefertigten Leiterplatten können mit Leiterbahnen bedruckt und mit elektronischen Komponenten bestückt werden.

    Zentrale Herausforderung bleibt die Feuchtigkeitsresistenz. Denn gerade die Offenheit für Wasser macht das Material am Lebensende biologisch abbaubar. Ein Zielkonflikt, den das Empa-Team künftig noch besser auflösen will. Bei ihrem Erstversuch gelang es bereits, eine voll funktionsfähige Computermaus und weitere Geräte zu bauen. Nach Gebrauch könnten diese unter geeigneten Bedingungen kompostiert werden und wertvolle Metalle und Bauteile werden einfach zurückgewonnen.

    Von der Forschung in die Praxis
    Die Entwicklerinnen und Entwickler am Empa-Labor kooperieren eng mit Firmen wie Profactor, um die neuen Platinen in serienreife Produkte zu überführen. Das Potenzial für die Industrie ist gross. Gerade bei kurzlebigen Elektronikartikeln entsteht so eine Lösung, die Ressourcen schont, Entsorgungskosten senkt und den ökologischen Fussabdruck minimiert.

    Das Projekt HyPELignum legt ausserdem Wert auf nachhaltige Gesamtstrategien. Nicht nur Ausgangsmaterialien und Produktion, sondern auch Lebenszyklus-Analysen und Industriepartnerschaften stehen im Fokus. Mit Demonstrationsgeräten und geplanter industrieller Skalierung soll bis 2026 der Sprung von der Laborlösung zum marktreifen Produkt gelingen.

  • Prüfung von Geothermiepotenzial im Raum Burgdorf gestartet

    Prüfung von Geothermiepotenzial im Raum Burgdorf gestartet

    Die Localnet AG und die CKW wollen laut einer Mitteilung im Raum Burgdorf das Potenzial für die Nutzung der Erdwärme zur Energiegewinnung prüfen. Dabei bringt der lokale Energieversorger seine Kenntnis Burgdorfs ein, die Luzerner Axpo-Tochter ihre Erfahrungen aus laufenden Geothermieprojekten.

    Falls die Überprüfung positiv ausfällt, wollen die beiden Unternehmen die Bevölkerung noch vor Ende des Jahres über die nächsten Schritte informieren. „Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Bevölkerung von Beginn weg transparent über dieses Vorhaben informiert wird“, wird Stadtpräsident Stefan Berger in der Mitteilung zitiert. „Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll, das Geothermiepotenzial in unserer Region sorgfältig zu prüfen. Dies entspricht auch den Zielen unserer Eigentümerstrategie einer nachhaltigen Energieversorgung und langfristigen Versorgungssicherheit.“

    Localnet versorgt in der Region 11‘500 Kundinnen und Kunden mit Strom, 2500 mit Gas und weitere 350 mit Wärme. 

  • Neuer Innovationsschub für nachhaltige Wärmesysteme

    Neuer Innovationsschub für nachhaltige Wärmesysteme

    Die EBP Schweiz AG beteiligt sich über ihren Wagniskapitalgeber EBP Ventures an der Nullpunkt AG. Das Jungunternehmen aus Oberengstringen hat ein neuartiges Eisspeicher-Wärmepumpensystem entwickelt und nach einem Probelauf mit einem Prototyp im vergangenen Jahr in diesem August an den Markt gebracht. „Mit dieser Investition stärkt EBP Schweiz nicht nur das eigene Innovationsnetzwerk, sondern leistet auch einen konkreten Beitrag zur Energiewende im Gebäudesektor“, wird Simon Hess, Partner und Leiter Energie + Technik von EBP Schweiz, in einem entsprechenden Beitrag des Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmens auf LinkedIn zitiert.

    Das System der Nullpunkt AG setzt sich aus einem Aussenwärmetauscher, einem Eisspeicher und einer Wärmepumpe zusammen. Der Aussenwärmetauscher entzieht der Umgebungsluft tagsüber Energie. Mit ihr wird das Eis im Eisspeicher geschmolzen. Gefriert dieses Wasser nun wieder, wird dabei Wärmeenergie freigesetzt. Sie wird dem Speicher durch die Wärmepumpe entzogen und zum Heizen des Hauses eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Eisspeichersystemen weise die Anlage von Nullpunkt eine kompaktere Bauweise, „hohe Energieeffizienz und ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis“ auf, schreibt EBP.

    Bei Nullpunkt steht aktuell die Weiterentwicklung auf stärkere Anlagen und zusätzliche Regenerationsquellen auf dem Programm. „Ein kompetenter Partner wie EBP wird uns auch fachlich die richtigen Impulse bringen, um Nullpunkt nachhaltig am Markt zu etablieren“ wird Nullpunkt-CEO Thomas Degelo im Beitrag zitiert.

  • Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Die ersten 15 Prozent von Madrisa Solar speisen Strom ins Netz ein. Die ersten 500 Solartische tragen laut einer Mitteilung 3000 bifaziale Solarmodule. Der Strom wird für den Betrieb der benachbarten Klosters-Madrisa Bergbahnen verwendet.

    Das Solarkraftwerk auf 2000 Metern oberhalb von Klosters Dorf soll im Vollausbau auf einer Fläche von 150‘000 Quadratmetern mit rund 20‘000 Solarmodulen eine Leistung von 11 Megawattpeak erzielen. Von den 17 Gigawattstunden Strom sollen 40 Prozent im Winterhalbjahr zwischen Oktober und März erzeugt werden. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für Herbst 2027 vorgesehen. Im Herbst 2026 sollen bereits 50 bis 60 Prozent der Leistung zur Verfügung stehen.

    Die Madrisa Solar AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Repower, EKZ und der Gemeinde Klosters, die je zu einem Drittel beteiligt sind. Mit Madrisa Solar speist das erste Solarkraftwerk des nationalen Solarexpresses Strom ins Netz.