Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Die ursprünglich von Axpo initiierte Solar-Grossanlage auf der Muttsee-Staumauer wird zum Gemeinschaftsprojekt AlpinSolar von Denner, Axpo und IWB. Wie es in einer gleichlautenden Medienmitteilung aller heisst, werden die Energieversorgerinnen Axpo und IWB die grösste alpine Solaranlage der Schweiz im Sommer installieren und in Betrieb nehmen. Fast 5000 Solarmodule sollen an der nach Süden ausgerichteten Staumauer pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Discounter Denner wird ihn 20 Jahre lang abnehmen.

    Auf 2500 Metern über dem Meer könne auch in den Wintermonaten viel erneuerbare Energie gewonnen werden. Da die Anlage auf einer bestehenden Staumauer installiert wird, sei sie besonders umweltverträglich. Auch deshalb sei AlpinSolar „eine Anlage, wie sie die Energiewende braucht“.

    Trotzdem seien „solche Anlagen aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen heute noch kaum wirtschaftlich realisierbar“, bedauert Axpo-CEO Christoph Brand. „Wir haben uns dennoch mit starken Partnern dazu entschieden, dieses Leuchtturmprojekt zu realisieren“ und „ein Zeichen zu setzen“. „Wir sehen das Projekt auch als wichtigen Diskussionsbeitrag für die anstehenden Gesetzesrevisionen.“

    IWB, die Energieversorgerin des Kantons Basel-Stadt, beteiligt sich zu 49 Prozent an dem Projekt. Es passe gut zum Unternehmen, sagt IWB-CEO Claus Schmidt, weil „der Ausbau der Stromproduktion aus Solarenergie gezielt auch in der Schweiz“ zur eigenen Strategie gehöre.

  • IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB wächst weiter mit erneuerbaren Energien. Sie steigt nach eigenen Angaben in den Wärmeverbund der Agro Energie Schwyz AG (AES) ein. Diese hat seit 2006 im Schwyzer Talkessel ein modernes Netz von über 100 Kilometern Länge mit modernsten Produktionsanlagen aufgebaut. Ein Holzheizkraftwerk, eine ORC-Anlage und eine Biogasanlage versorgen rund 1500 Abnehmer. Ziel von AES sei der Bau und Betrieb einer regionalen, unabhängigen und CO2-neutralen Energieversorgung in der Region. Grossen Wert lege der Betreiber auch auf eine lokale Wertschöpfung.

    IWB übernimmt Anteile des grössten Anteilseigners, der Vorsorgeeinrichtung Profond. Profond hatte nach einem Investor mit ausgewiesener Kompetenz in der Wärmeversorgung und glaubwürdiger ökologischer Ausrichtung gesucht. Mit dieser Investition folge IWB ihrer Strategie, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, gezielt auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt.

    „Die Agro Energie Schwyz ist ein innovatives, stark wachsendes Unternehmen mit klarem Fokus auf der erneuerbaren Energieversorgung“, begründet IWB-CEO Dr. Claus Schmidt die Wahl seines Unternehmens. „Als Betreiberin des grössten Schweizer Fernwärmenetzes kann IWB im Wärmeverbund ihre grosse Erfahrung beisteuern und gleichzeitig ihre führende Position bei der erneuerbaren Wärme ausbauen.“

  • Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Die 2883 Meter hoch gelegene Monte-Rosa-Hütte in den Walliser Alpen ist von Siemens Schweiz mit neuen Batterien zur Speicherung des selber erzeugten Solarstroms ausgestattet worden. Die 2010 eingeweihte neue Hütte, die die alte von 1895 ersetzt hat, gilt mit ihrer modernen Haustechnik – ebenfalls von Siemens – als sogenannte Hightech-Hütte. In der jetzt abgelaufenen Aktion wurden laut Medienmitteilung die 48 alten Bleibatterien mit einem Gesamtgewicht von 8,6 Tonnen, die an das Ende ihrer Nutzungsdauer gelangt waren, durch 14 Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP) mit einer Kapazität von 215 Kilowattstunden ersetzt. Installation und Abtransport fanden in Kooperation mit der Air Zermatt AG statt.

    Die Monte-Rosa-Hütte ist weitgehend energieautark. In der Südseite der Hütte ist eine Photovoltaikanlage eingebaut. Daneben gibt es thermische Solarkollektoren. Sämtliche Daten zur Gebäudeleistung wie der erzeugte Solarstrom oder die Batterieleistung werden seit 2010 in den Siemens Gebäude-Navigator geleitet. Weil alle technischen Systeme digitalisiert sind, können sie so auch ferngesteuert werden.

    Der Energieautarkiegrad der Hütte soll mit der neuen Batterie-Lösung noch gesteigert werden, heisst es in der Siemens-Mitteilung. Auch werde das für schlechtes Wetter vorgesehene Stromaggregat entlastet. Mit der neuen Anlage soll die Energieversorgung der Monte-Rosa-Hütte zu jeder Tageszeit und bei jeder Wetterlage gesichert sein.

  • Schlieren kehrt in Zukunft elektrisch

    Schlieren kehrt in Zukunft elektrisch

    Die Stadt Schlieren hat ihr erstes strombetriebenes Kehrichtfahrzeug angeschafft. Eines der drei Kehrichtfahrzeuge in Schlieren habe seine Nutzungsdauer erreicht und müsse ersetzt werden, heisst es in einer Mitteilung. Da die Stadt seit 2020 aus Gründen der Nachhaltigkeit bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge auf E-Mobilität setze, wurde auch für das neue Kehrichtfahrzeug ein Elektro-Modell ausgesucht. Das wird von der Firma Designwerk Products AG in Winterthur gebaut.

    Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung am 13. Januar die Ausgaben in Höhe von 775’000 Franken genehmigt. Das Gemeindeparlament hatte das Budget für die Beschaffung des Kehrichtfahrzeugs am 16. Dezember 2020 genehmigt.

    Das erste strombetriebene Kehrichtfahrzeug in Schlieren bietet laut der Mitteilung im Betrieb mehrere Vorteile. Zum einen steht da die CO2-Reduktion. Aber auch die Betriebskosten rechnen sich. Denn die Energiekosten für Strom sind im Vergleich zu Diesel wesentlich günstiger. Wenige kostenaufwändig als beim Diesel sind auch die Wartungs- und Reparaturkosten, denn es gibt bei Elektromotoren weniger Verschleissteile als bei Vebrennermotoren. Ausserdem fielen weder LSVA-Gebühren – die Schwerverkehrsabgabe – noch Strassenverkehrsabgaben an. Bei einer Einsatzdauer von zehn Jahren sei das Elektrofahrzeug somit wesentlich günstiger als ein dieselbetriebenes Fahrzeug, heisst es in de Begründung des Stadtrats.

  • BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    Die BKW erneuert ihre in die Jahre gekommenen Umspannwerke in den Berner Gemeinden Huttwil, Niederbipp und Bannwil, informiert die Energiedienstleisterin in einer Mitteilung. Als Hintergrund wird dort der steigende Energiebedarf im Oberaargau genannt. Hier planten diverse Unternehmen eine Erweiterung ihrer Kapazitäten, schreibt die BKW.

    In die Erneuerung der drei Unterstationen will die BKW rund 11 Millionen Franken investieren. Die Arbeiten werden gemeinsam mit den Tochterunternehmen AEK und onyx durchgeführt, da die Anlagen auch die Gebiete dieser Tochterfirmen versorgen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2023 sollen die Gebiete rund um Niederbipp, Densingen, Bannwil, Herzogenbuchsee und Huttwil „mit hochmoderner Netztechnik“ ausgestattet werden, schreibt die BKW.

    Die Arbeiten in Huttwil stehen bereits kurz vor Fertigstellung, informiert die Energiedienstleisterin in der Mitteilung weiter. Hier wurde die 50-Kilovolt-Anlage erneuert und in einem neuen Gebäude untergebracht. In Niederbipp laufen die Arbeiten seit August letzten Jahres. Dabei wird die alte 16-Kilovolt-Anlage durch ein leistungsfähigeres neues Exemplar ersetzt. In Bannwil soll eine neue 50-Kilovolt-Schaltanlage installiert werden.

  • ETH-Modell ebnet Weg zur Energiewende

    ETH-Modell ebnet Weg zur Energiewende

    Am Energy Science Center (ESC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeitet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe an der Plattform Nexus-e. Sie soll helfen, die grundlegenden Fragen zu beantworten, die die beschlossene Energiewende jetzt und in den kommenden Jahren für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft aufwirft. Das Projekt wird vom Bundesamt für Energie unterstützt.

    Wie ein Video der ETH veranschaulicht, soll Nexus-e das ganze komplexe Schweizer Stromsystem abbilden. „Um Lösungen für die Zukunft zu finden, braucht es mehr Flexibilität“, wird Projektmanager Marius Schwarz in einem Artikel der ETH zitiert. „Mit Nexus-e wollen wir eine Plattform bereitstellen, mit welcher wir verschiedene Szenarien modellieren und so die Transformation des Energiesektors in den nächsten Jahrzehnten erleichtern können.“

    Dabei soll diese transparente Plattform eine Art Werkzeugkasten sein. Ihre flexibel einsetzbaren Module sollen die Schweizer Gesamtwirtschaft und den Strommarkt ebenso repräsentieren wie den Strommarkt, Investitionen in dezentrale und zentrale Energieanlagen, die Netzsicherheit und den Netzausbau.

    Sie diene auch als Modellierungsinfrastruktur, die kontinuierlich in Forschung und Lehre zum Einsatz kommt. Damit werde sie zur Modellierungsplattform für die fachübergreifende Forschung innerhalb der Hochschule. Doch auch ausserhalb soll sie als Testumgebung genutzt und weiterentwickelt werden. „Wir sind daher offen für neue Kooperationen im akademischen Bereich, aber auch mit politischen Entscheidungsträgerinnen oder Vertretern der Industrie“, so ESC-Leiter Christian Schaffner.

  • Lidl plant Filialen für die Zukunft

    Lidl plant Filialen für die Zukunft

    Lidl Schweiz habe sich bereits 2014 verpflichtet, den Betrieb seiner Filialen laufend nachhaltiger zu gestalten, informiert das Detailhandelsunternehmen in einer Mitteilung. Immerhin entspreche der Energieverbrauch der 150 Schweizer Lidl-Filialen dem einer mittelgrossen Stadt des Landes, heisst es dort weiter. Entsprechend gross sei das Einsparungspotenzial.

    Neue Filialen sollen bereits ab diesem Jahr mit Hilfe eines innovativen Energiekonzepts realisiert werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Es ist uns ein grosses Anliegen, dass unsere künftigen Standorte zukunftsfähig und nachhaltig im Hinblick auf Bausubstanzen, Energieverbrauch und Technik sind“, wird Reto Ruch, Chief Real Estate Officer von Lidl Schweiz, dort zitiert. Für die Entwicklung dieses Energiekonzepts spannt Lidl Schweiz mit der Empa zusammen.

    In einem ersten Schritt werden die beiden Partner dabei den Energieverbrauch der bestehenden Filialen analysieren. In Folge sollen daraus dann Optimierungsmassnahmen abgeleitet werden. Gleichzeitig wollen Empa und Lidl alternative Energiesysteme mit Hilfe von Computersimulationen erproben. „Unser Ziel ist es, Lidl Schweiz mit unserer Forschungsarbeit zu helfen, die Nachhaltigkeit weiter zu verbessern, Emissionen auch künftig zu verringern und das Energiemanagement zu optimieren“, erläutert der Empa-Forscher Curdin Derungs in der Mitteilung.

  • BKW übernimmt deutsche Ingenieursfirma

    BKW übernimmt deutsche Ingenieursfirma

    Die BKW Gruppe hat ihr Engineering-Netzwerk in Deutschland mit der Übernahme der R&P Ruffert GmbH verstärkt, informiert die Berner Energiedienstleisterin in einer Mitteilung. Das 1976 in Limburg gegründete Unternehmen verfügt über weitere Standorte in Erfurt, Halle, Düsseldorf und Hamburg. Zudem unterhält die auf Tragwerksplanung spezialisierte Ingenieursfirma Projektbüros in Berlin, Koblenz, Frankfurt, Leipzig und Nürnberg.

    Der jährliche Umsatz der R&P Ruffert GmbH wird in der Mitteilung auf einen „tieferen zweistelligen Millionenbetrag“ beziffert. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht. Die Genehmigung der Übernahme durch die deutschen Kartellbehörden ist derzeit noch anhängig.

    Nach der Übernahme soll die R&P Ruffert GmbH in die BKW-Tochter BKW Engineering eingegliedert werden. Die Leitung werde bei den bisherigen Inhabern und Geschäftsführern verbleiben, informiert die BKW. Sie will mit der Übernahme „die Kompetenzen ihres Netzwerkes erweitern und ihre Position im Wettbewerb mit multidisziplinären Marktführern stärken“, heisst es in der Mitteilung.

  • Plug’n Roll baut E-Ladenetz für den Kanton Zürich

    Plug’n Roll baut E-Ladenetz für den Kanton Zürich

    Der Kanton Zürich hat sich nach einer öffentlichen Ausschreibung für den E-Mobility-Anbieter von Repower als Einrichter und späterer Betreiber der Ladeinfrastruktur auf den kantonseigenen Liegenschaften entschieden. Bis 2030 soll die Fahrzeugflotte des Kantons Zürich auf nicht-fossile Fahrzeuge umgestellt werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Plug’n Roll von Repower hat mit dem Kanton eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Weil noch nicht genau feststeht, wie viele Ladestationen für Elektrofahrzeuge gebaut werden müssen. Bis 2025 rechnen die Partner mit einem Bedarf von 880 Ladestationen. Insgesamt 765 davon sollen laut Mitteilung mit einer Ladeleistung von drei bis 22 Kilowatt eingerichtet werden. Dazu kommen 115 Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von 22 bis 150 Kilowatt. Beim Kanton Zürich rechnet man bis 2030 sogar mit einem Bedarf von insgesamt tausend bis 1450 Ladestationen.

    Plug’n Roll soll das Ladenetz nicht nur aufbauen. Der Zürcher Regierungsrat hat den Auftrag für die Beschaffung und auch die Bewirtschaftung der Ladestationen erteilt. Der Gesamtauftrag, der bis 2025 erfüllt werden soll, umfasst Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Betrieb, Instandhaltung und Störungsbehebung der Stationen sowie die Administration der Energieabrechnung, heisst es in der Mitteilung von Repower.

  • Biomasseanlage produziert Strom und Gas

    Biomasseanlage produziert Strom und Gas

    Ein Team von Forschenden der Group of Energy Materials (GEM) in Sitten, die zur Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gehört, hat sich in einer zweijährigen Studie der optimalen Konfiguration von Biomasseanlagen gewidmet. Wie die EPFL jetzt berichtet, haben sie eine Methode entwickelt, mittels derer sich lokale Biomasseströme in Stromnetze und Gaspipelines einbinden lassen.

    Ihr System kann zur Erzeugung und Speicherung von Strom und Erdgas verwendet werden. Es kann besonders nützlich sein in Verbindung mit anderen lokalen, aber wetterabhängigen Systemen für erneuerbare Energien wie Sonnenkollektoren und Windparks, indem es eventuelle Lücken in der Stromproduktion schliesst. Errechnet wurden ihre Modelle auf der Basis eines dänischen und eines italienischen Fallbeispiels.

    „Unser Ziel war es, einen effektiven Ansatz für den Netzausgleich zu entwickeln, der sich stärker auf erneuerbare Energien stützt“, erklärt Studienleiterin Maria Perez Fortes. „Strom wird verbraucht, wenn das Angebot hoch ist (um ihn als Gas zu speichern), und erzeugt ihn, wenn das Angebot niedrig ist.“ Deshalb habe sich das Team für den Einsatz reversibler Festoxidzellen entschieden, „die einzige Technologie, die nahtlos zwischen Strom- und Gaserzeugung umschalten kann“.

    Die GEM-Wissenschaftler sind auf diese Technologie spezialisiert, die sowohl Strom als Methan speichern (Power2Gas) als auch das Methan wieder in Strom umwandeln kann – mit hohen Ausbeuten in beide Richtungen. Wie es in der Mitteilung heisst, könne ihre Methode die Strom- und Gasverteilungsnetze und deren Kopplung optimieren, eine kontinuierliche Stromversorgung sicherstellen und es den Versorgungsunternehmen ermöglichen, ihre Anlagen effizienter zu verwalten.

  • Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Die Zürcher Energie- und Mobilitätsdienstleisterin Energie 360° und die Schweizer Zucker AG bauen in Frauenfeld gemeinsam ein Holzheizkraftwerk. Es soll ab Juni 2022 Strom für rund 8000 Haushalte sowie Wärme für die Zuckerfabrik und den Wärmeverbund Frauenfeld West liefern. Zu diesem Zweck werden die beiden Unternehmen die Bioenergie Frauenfeld AG gründen. In einer gleichlautenden Medienmitteilung betonen sie, dass dieses Holzheizkraftwerk „klimapositiv“ sei.

    Dabei werde aus Holz in einem thermochemischen Prozess Holzgas gewonnen. Dieses Gas treibe Motoren an, die daraus erneuerbaren Strom produzieren. Bei diesem thermochemischen Prozess falle weiterverwertbare Biokohle an. Somit würden pro Jahr rund 9000 Tonnen CO2, die im Holz gespeichert sind, nicht freigesetzt, sondern stattdessen der Atmosphäre dauerhaft entzogen.

    Das Herzstück des Kraftwerks werde von der Tiroler Firma Syncraft geliefert und eingebaut. Deren eigenentwickelte und patentierte Technologie zählt laut der Mitteilung zu den effizientesten der Branche.

    „Unser Unternehmen will einerseits diversifizieren“, so Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG, „andererseits gestalten wir unsere Produktionsprozesse nachhaltiger. Ab 2022 trägt das Holzheizkraftwerk zu beiden Zielen bei.“

  • Bluefactory setzt innovatives Energie- und Wasserkonzept um

    Bluefactory setzt innovatives Energie- und Wasserkonzept um

    Die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG wird am Standort ihres Low carbon-Innovationsquartiers mitten in Freiburg ab Frühjahr ein vorbildliches Konzept umsetzen. Es soll ihre Energie- und Wasserströme steuern. Erarbeitet hat sie es gemeinsam mit der Energieversorgerin Groupe E und der SINEF AG, die sich auf Wasser, Energie und industrielle Rohrleitungen fokussiert. Die erste Realisierungsphase wird laut einer Mitteilung von Groupe E auf 11 Millionen Franken geschätzt. Das Konzept sei auch in anderen Quartieren anwendbar.

    Dafür sollen die zu schaffenden Versorgungsnetze die lokalen natürlichen Ressourcen – Pilettes-Quelle, Geothermie, Sonne – und die in Standortnähe befindlichen Anlagen wie Wasserspeicher, Abwassersammelleitungen, Kabelführungen und das Fernwärmenetz optimal nutzen. All dies hat eine Kreislaufwirtschaft zum Ziel. Sie soll den energetischen und ökologischen Fussabdruck des Quartiers reduzieren und die Biodiversität fördern. Nicht zuletzt sollen sich auch die Nutzerinnen und Nutzer damit wohl fühlen.

    Groupe E werde ein Energiekonzept umsetzen, das auf dem Prinzip des Wärmeaustausches bei niedrigen Temperaturen basiert. Die Wärmeenergie stammt direkt aus dem Boden, aus der Pilettes-Quelle, sowie aus Regen- und Abwasser. Spitzenlasten werden durch die nahegelegene Fernwärmeanlage Freiburg gedeckt. Photovoltaikanlagen liefern den täglichen Strom.

    Das durch die SINEF AG entwickelte Konzept für das Wassermanagement ermöglicht die Wiedereinführung eines natürlicheren Wasserkreislaufs im Stadtzentrum. Dabei wird etwa Regenwasser aufgefangen und Abwasser vor Ort gereinigt. Gesammeltes Wasser wird zur Toilettenspülung, Reinigung und Bewässerung eingesetzt. Urinbasierter Dünger wird am Standort produziert.

  • EZL erhöht Biogasanteil

    EZL erhöht Biogasanteil

    Energie Zürichsee Linth habe bereits vor Jahren einen Biogasanteil bei seiner Gas-Grundversorgung eingeführt, informiert das Versorgungsunternehmen in einer Mitteilung. Nun hat EZL diesen Anteil auf 20 Prozent Biogas aufgestockt, heisst es dort weiter. Für den Kunden sei damit aber keine Preiserhöhung verbunden. Er bekomme schlicht „ein ökologisch besseres Produkt“ mit gleicher Wärmeleistung.

    Im Einzugsgebiet von EZL könnten Kunden zudem „besonders umweltfreundlich fahren“, erläutert das Versorgungsunternehmen in der Mitteilung weiter. Hier bieten alle Tankstellen 100-prozentiges Biogas an. Bei einem Preis von aktuell 1,05 Franken pro Liter würden Kunden somit „gleich doppelt“ profitieren, schreibt EZL. Zum einen liege der Preis rund 30 Prozent unter dem von Benzin. Und zum anderen seien sie mit Biogas CO2-frei unterwegs.

    EZL betreibt bei der Abwasserreinigungsanlage Obersee in Schmerikon SG eine eigene Anlage zur Aufbereitung von Biogas. Laut Unternehmensangaben reicht das dort produzierte Biogas für mehr als 500 Fahrzeuge mit einer jährlichen Laufleistung von rund 15’000 Kilometer jährlich.

  • Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht und werde daher am 31. März stillgelegt, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Das vom Werk Josefstrasse betreute Gebiet werde künftig über eine neue Verbindungsleitung mit Fernwärme aus dem Werk Hagenholz versorgt, heisst es dort weiter.

    Seit 2011 wurde das Heizkraftwerk Josefstrasse von der Stadt Zürich gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) betrieben. Dabei hatte die städtische Dienstabteilung ERZ Entsorgung + Recycling Zürich den operativen Betrieb verantwortet. EnBW war für die Beschaffung von Abfall im grenznahen Ausland zuständig. Für den gemeinsamen Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks hatten die beiden Partner die Fernwärme Zürich AG (FWZ) gegründet.

    Mit der Stilllegung des Werks Josefstrasse beenden die beiden Partner nun ihre Zusammenarbeit. Wie zuvor vertraglich vereinbart, kauft die Stadt Zürich daher den von EnBW gehaltenen Anteil von 40 Prozent an der FWZ auf. Der Kaufpreis wird in der Mitteilung auf 480’000 Franken beziffert. Im Anschluss an die vollständige Übernahme durch die Stadt Zürich soll die FWZ liquidiert werden.

  • Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG tun sich zusammen: Ihre neue gemeinsame Firma HIAG Solar AG will die Produktion von Solarstrom auf den Dächern von HIAG-Immobilien langfristig ausbauen. HIAG hält 49 Prozent an der Gemeinschaftsfirma, aventron 51 Prozent. Eine „optimale Verbindung“, findet aventron-CEO Antoine Millioud: „HIAG besitzt sehr grosse Dachflächen in der Schweiz und aventron verfügt über ausgewiesenes Know-how in der Planung, Umsetzung und im Betrieb leistungsfähiger Solaranlagen.“

    Wie es in einer Medienmitteilung von HIAG heisst, will die HIAG Solar AG mittelfristig zu einem bedeutenden Solarstrom-Produzenten der Schweiz werden und die Kapazität sukzessive ausbauen. Für Photovoltaikmodule stehen ihr derzeit 65’000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Sie sollen rund 10 Mega-Watt-peak Leistung erbringen.

    Angestrebt werde eine jährliche Stromproduktion von 10 Millionen Kilowattstunden. Das entspreche einer Einsparung an CO2-Äquivalenten in Höhe von 4,2 Millionen Tonnen. Die ersten vier Anlagen seien bereits in Planung. Sie sollen in diesem und im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen.

  • Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Zum Jahresbeginn habe Repower sein Portfolio von Windanlagen in Deutschland erweitert, informiert der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Konkret hat Repower den Windpark Berlar in Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Anlage mit fünf Turbinen und einer Gesamtleistung von 7,5 Megawatt soll jährlich rund 14,4 Gigawattstunden Strom produzieren. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Der Bündner Energieversorger betreibt laut Mitteilung bereits eine ganze Reihe von Windparks in Italien und Deutschland. Die Neuerwerbung soll in die deutsche Repartner Wind GmbH integriert werden. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent zur Bündner Repartner Produktions AG, die sich mit 51 Prozent mehrheitlich im Besitz von Repower befindet. Die LKW halten mit 10,39 Prozent den grössten Minderheitenanteil.

    Über die Repartner Produktions AG will Repower seinen Aktionären „Zugang zu diversifizierter, erneuerbarer Stromproduktion“ bieten, heisst es in der Mitteilung. An der Repartner Produktions AG sind neben Repower und den LKW weitere Schweizer Energieunternehmen beteiligt, darunter Eniva, WWZ und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ).

    „Für die LKW ist diese Beteiligung ein absoluter Gewinn“, wird Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LKW, in einer eigenen Mitteilung der LKW zur Übernahme des Windparks zitiert. „Zum einen können wir unsere Eigenproduktion erhöhen und zum anderen investieren wir gemäss unserer Strategie in erneuerbare Produktionstechnologien.“

  • Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Das Aarekraftwerk Klingnau hat im vergangenen Jahr insgesamt 202 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dies entspricht etwa dem Verbrauch von 45’000 Vierpersonenhaushalten. Die Produktion lag aufgrund leicht höherer Abflussmengen höher als im Vorjahr. Damals hatte das Kraftwerk 186 Millionen Kilowattstunden Strom produziert.

    Das Aarekraftwerk Klingnau befindet sich zu 60 Prozent im Besitz des Badener Energieunternehmens Axpo. Die restlichen Anteile gehören der AEW Energie AG mit Sitz in Aarau. Die Jahreskosten zu Lasten der Partner betrugen 2020 insgesamt 9,7 Millionen Franken, was leicht unter den Kosten des Vorjahres liegt (10 Millionen Franken). Die Produktionskosten betrugen damit rund 4,78 Rappen pro Kilowattstunde.

    Der Verwaltungsrat der Aarekraftwerk Klingnau AG hat den Jahresbericht und die Rechnung des Geschäftsjahres 2019/20 den Angaben zufolge Anfang Woche zu Handen der Generalversammlung genehmigt. Diese findet am 12. März statt.

  • Kantonsgericht weist Einsprachen gegen Windpark ab

    Kantonsgericht weist Einsprachen gegen Windpark ab

    Das Kantonsgericht von Neuenburg gibt grünes Licht für den Windpark Montagne de Buttes. Es hat alle Einsprachen gegen das Projekt der Verrivent SA abgewiesen. Die Kläger können nun Berufung einlegen.

    In einer gleichlautenden Medienmitteilung begrüssen Windparkbetreiberin Verrivent und deren hälftige Eignerin, die Energieversorgerin Groupe E Greenwatt, das positive Signal. „Die Entscheidung zeigt, wie wichtig das Projekt Montagne de Buttes für die Zukunft einer ganzen Region ist“, wird Verrivent-Verwaltungsratspräsident Alain Sapin in der Mitteilung zitiert. Die andere Hälfte am Aktienkapital von Verrivent SA hält Services Industriels de Genève (SIG). Vorgesehen sei, das Aktienkapital längerfristig für das Gemeinwesen zu öffnen.

    Diese gerichtliche Entscheidung folgt gemäss der Mitteilung einem Beschluss des Neuenburger Regierungsrats. Dieser hatte im Mai 2019 sämtliche Einsprachen gegen die öffentliche Auflage des kantonalen Ortsplans behandelt. Der Windpark ist ein Bestandteil dieses Plans. Zudem hat auch der Kanton am 28. Dezember 2020 entschieden, alle im Juni 2016 eingereichten Rekurse gegen Baubewilligungsgesuche in den drei betroffenen Gemeinden Val-de-Travers, Les Verrières und La Côte-aux-Fées abzuweisen.

    Auf ihrem Gebiet soll der Windpark Montagne de Buttes mit 19 Windturbinen entstehen. Mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 100 Millionen Kilowattstunden soll er 10 Prozent des gesamten derzeitigen jährlichen Stromverbrauchs im Kanton decken und pro Jahr 180’000 Tonnen CO2 einsparen. Die Investitionen belaufen sich auf 140 Millionen Franken.

  • Gewinner des Energiepreises Watt d’Or stehen fest

    Gewinner des Energiepreises Watt d’Or stehen fest

    Das Bundesamt für Energie hat seinen Energiepreis Watt d’Or am 7. Januar zum 14. Mal vergeben. Die Auszeichnung soll aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt machen. Preisgelder gibt es aber keine.

    Der Preis wurde in vier Kategorien verliehen. In der Kategorie Energietechnologien ging Adaptricity als Sieger hervor. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Software, welche die Planung und Überwachung von Verteilnetzen erleichtert. Damit hilft sie, die Netze fit für die Energiezukunft zu machen.

    In der Kategorie erneuerbare Energien konnten ABB und Romande Energie mit einem Kraftwerk in den Alpen gewinnen. Auf dem Stausee Lac des Toules im Wallis betreibt Romande Energie ein Wasserkraftwerk, das auch Solarstrom liefert. Die Anlage gilt für diese Höhe als einzigartig. Die beim Bau auftretenden technischen Herausforderungen konnte ABB erfolgreich lösen.

    In der Kategorie energieeffiziente Mobilität ging ein gemeinsames Projekt der Unternehmen Hydrospider, Hyundai Hydrogen Mobility,H2 Energy und des Fördervereins H2 Mobilität Schweiz als Gewinner hervor. Die Partner wollen den weltweit ersten kommerziellen Kreislauf für erneuerbaren Wasserstoff in der Schweiz aufbauen. Dies soll den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen erleichtern.

    In der Kategorie Gebäude und Raum gab es dieses Jahr zwei Gewinner. Zum einen haben die Umwelt Arena Schweiz aus Spreitenbach AG und die René Schmid Architekten AG gewonnen. Sie überzeugten mit einer Überbauung in Männedorf ZH. Dabei setzen Walter Schmid, Energiepionier und Präsident der Stiftung Umwelt Arena Schweiz, und sein Sohn, der Architekt René Schmid von René Schmid Architekten AG, auf die Energieselbstversorgung im Verbund. Konkret wird mit Photovoltaikanlagen und Windenergieanlagen erneuerbarer Storm produziert. Dieser wird zur Hälfte gleich von den Mietern verbraucht. Der Rest wird zu einer Power-to-Gas Anlage transportiert, zu erneuerbarem Gas umgewandelt und im Erdgasnetz für die Strom- und Wärmeproduktion im Winter gespeichert.

    Zum anderen haben in dieser Kategorie die St.Galler Mettiss AG und Beat Kegel gewonnen. Sie haben ein altes Gebäude in ein Passivhaus umgewandelt. Dabei setzten sie auf ein neues Konzept, wodurch das Projekt günstig umgesetzt werden konnte. Die neue Mieterin des Gebäudes ist die Universität St.Gallen.

  • SUSI Partners erwirbt Mehrheit an Genera Group

    SUSI Partners erwirbt Mehrheit an Genera Group

    Der Zuger Fondsmanager SUSI Partners hat über seinen SUSI Energy Transition Fund einen Mehrheitsanteil am italienischen Energiedienstleister Genera Group gekauft. Laut einer Medienmitteilung von SUSI Partners handelt es sich dabei um die erste Eigenkapitalinvestition im Sektor der Energieeffizienz. Sie folge auf eine langjährige Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Parteien.

    Die Genera Holding hat ihren Hauptsitz in Rom. Sie sei vornehmlich in Italien tätig, expandiere aber zunehmend, auch ausserhalb Europas. Die Beteiligung von SUSI und die damit einhergehende langfristige Partnerschaft gewährleiste Finanzierungssicherheit für den weiteren Ausbau der „bereits ansehnlichen Projekt-Pipeline“.

    Der SUSI Energy Transition Fund hat im ersten Closing vom Juli 2020 Kapitalzusagen in Höhe von 300 Millionen Euro erhalten. Er investiert in nachhaltige Energieinfrastruktur zur Finanzierung der Energiewende.

  • Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Das Projekt Current Direct soll die Treibhausgasemissionen im Seetransport um bis zu 482’000 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich verringern, erläutert Blackstone Resources in einer Mitteilung. Der Zuger Batterieexperte ist einer von insgesamt 13 Partnern, die das als Energy as a Service angelegte Projekt aufgegleist haben. Die Europäische Union unterstützt Current Direct über ihr Forschungsprogramm Horizon 2020.

    Blackstone Resources steuert zum Projekt im 3D-Druck hergestellte Lithium-Ionen-Batteriezellen bei. Bei deren Herstellung werden laut Mitteilung modernste Materialien angewendet, die die Kosten der Herstellung senken. Zudem können die verwendeten Materialien wiederverwertet werden.

    Insgesamt will Current Direct die Kosten für batterieelektrisch betriebene Schiffsantriebe um die Hälfte reduzieren. Über das Energy as a Service-Modell werden Schiffseigner ausserdem von den Kapitalkosten entlastet. Somit biete Current Direct „Energieunternehmen, institutionellen Investoren und staatlichen Akteuren einen Mechanismus, um sich an der grünen Transformation der europäischen Handels- und Passagierflotte zu beteiligen“, schreibt der Zuger Batterieexperte.

  • NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt zur Abrechnung der verbrauchsabhängigen Kosten für E-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern und Arealen neu die App NeoVac my Charge. Damit reagiert der Spezialist für Gebäude- und Umwelttechnik mit Sitz in Oberriet laut einer Medienmitteilung auf die steigende Nachfrage nach E-Ladestationen in Gebäuden.

    Die App wurde von der Zuger eCarUp AG entwickelt. Das junge Unternehmen bietet eine umfassende Softwarelösung für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Sein Backend ermöglicht die Abrechnung, die Überwachung, das Lastmanagement und die Wartung von E-Ladestationen.

    NeoVac erstellt mit seinem schweizweiten Servicenetz jährlich für über 400’000 Wohnungen die verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnungen. Das Rheintaler Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, für jeden abrechnungsrelevanten Messpunkt in einem Gebäude eine Lösung zu bieten. „Die Zahlen der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen steigt deutlich an und Mieter fragen immer mehr Lademöglichkeiten nach“, so Pascal Welti, Leiter Energy Consulting bei NeoVac. Deshalb habe sein Unternehmen nun eine App dafür lanciert.

    Sie ermöglicht es Fahrern elektrischer Autos, Ladestationen freizuschalten und den bezogenen Strom zu bezahlen. Ausserdem werden die Ladedaten direkt in die App NeoVac myEnergy übertragen. Dort erhalten Nutzende einen Überblick über ihren persönlichen Verbrauch und eine direkt abrufbare Energiekostenabrechnung.

    NeoVac biete ausserdem Komplettlösungen für E-Mobility-Infrastrukturprojekte mit schweizweitem Vertriebs- und Servicenetz an. Darüber hinaus könnten Ladestationen „auch in Abhängigkeit von PV-Anlage, Batteriespeicher oder Wärmepumpe angesteuert werden“. Das steigere den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen.

  • Meyer Burger bekommt deutsche Fördergelder

    Meyer Burger bekommt deutsche Fördergelder

    Meyer Burger will am Standort Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt Heterojunction-Solarzellen produzieren, informiert der Technologiekonzern aus Thun in einer Mitteilung. Dafür soll dort eine neue Betriebsstätte eingerichtet werden. Sachsen-Anhalt und die Bundesrepublik unterstützen die Pläne von Meyer Burger mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 22,5 Millionen Euro. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hatte der Technologie von Meyer Burger erhebliche Vorteile für die Umwelt bescheinigt.

    „Wir freuen uns über die Umweltschutzbeihilfe in bedeutender Höhe“, wird Konzernchef Gunter Erfurt in der Mitteilung zitiert. „Sie belegt, dass unsere Heterojunction-Technologie nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als herkömmliche Solarzellentechnologien ist.“

    Das Unternehmen habe die positiven Bescheide über die Zuwendungen bereits Ende 2020 entgegennehmen können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Als Voraussetzung für die Auszahlung wird dort eine jährliche Produktionskapazität des Standorts von 1,4 Gigawatt angegeben. Der Ausbau der Kapazitäten auf die erforderlichen 1,4 Gigawatt soll mit Fremdkapital finanziert und schnellstmöglich umgesetzt werden. Der Konzern sei zuversichtlich, diese Vorgabe erfüllen zu können, schreibt Meyer Burger.

    In diesem Jahr will Meyer Burger in Bitterfeld-Wolfen 0,4 Gigawatt Solarzellen produzieren. Sie werden am Standort Freiberg in Sachsen zu Solarmodulen weiterverarbeitet.

  • Grösste Solaranlage von Edisun Power ist am Netz

    Grösste Solaranlage von Edisun Power ist am Netz

    Die Photovoltaikanlage Modouro der Edisun Power Group ist in der vergangenen Woche ans Elektrizitätsnetz angeschlossen worden. Diese bisher grösste Anlage des Solarstromproduzenten im Nordosten Portugals wird laut einer Medienmitteilung auf einer Fläche von gut 65 Hektar jährlich rund 80 Millionen Kilowattstunden Energie produzieren. Das entspricht dem Jahresbedarf von etwa 20’000 Personen.

    Mogadouro ist die erste sogenannte Merchant-Anlage von Edisun Power: sie wurde ohne staatliche Zuschüsse oder Garantien erstellt. Der produzierte Strom wird am Markt verkauft. Zur Absicherung der Erträge in den ersten Jahren sei mit einem portugiesischen Stromhändler ein Power Purchase Agreement mit preislich festen Abnahmeverpflichtungen vereinbart worden.

    Mit dem Netzanschluss habe die Gruppe „einen grossen Meilenstein“ erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Somit sei sie bezüglich der 2019 angekündigten Wachstumsstrategie auf Kurs. Auch die Entwicklung vier weiterer portugiesischer Projekte mit einer Kapazität von insgesamt 150 Megawatt treibe sie „mit Hochdruck“ voran.

  • Kanton Uri stellt 3 Millionen energetische Sanierungen bereit

    Kanton Uri stellt 3 Millionen energetische Sanierungen bereit

    Der Kanton Uri hat sein Förderprogramm Energie Uri 2021 verabschiedet. Im kommenden Jahr will er insgesamt 3,1 Millionen Franken für energetische Sanierungen zur Verfügung stellen. Damit stehen etwa so hohe Mittel zur Verfügung wie im aktuellen Rekordjahr 2020.

    Im Fokus des Unterstützungsprogramms liegt die Sanierung von Gebäudehüllen, wie der Kanton in einer Mitteilung erklärt. Diese tragen stark dazu bei, dass die Energie- und Klimaziele des Bundes und des Kantons erreicht werden können. Mit einem Fördersatz von 60 Franken pro Quadratmeter werde weiterhin ein hoher Anreiz für die Gebäudehüllensanierung gesetzt, heisst es. Der Kanton bietet in diesem Bereich auch eine Beratung an. Neben der unverbindlichen Erstberatung beim Amt für Energie Uri wird neu auch eine detailliertere Beratung lanciert.

    Neben Sanierungen von Gebäuden wird im Rahmen des Programms etwa auch der Ersatz von alten Ölheizungen oder die Solarenergie unterstützt.

  • Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Im Rahmen seiner Energiestrategie strebe der Kanton Uri langfristig eine Mehrheitsbeteiligung an EWA-energieUri an, informieren der Kanton, EWA-energieUri und die Centralschweizische Kraftwerke AG (CWK) in einer gemeinsamen Mitteilung. In den kommenden Jahren soll die kantonale Beteiligung an dem Energie- und Wasserversorger von derzeit 29 auf 40 Prozent ausgebaut werden. Dazu will der Kanton Uri Anteil von CKW übernehmen.

    Eine entsprechende Vereinbarung sei von den drei Partnern bereits unterschrieben worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie regelt den Erwerb weiterer Anteile durch den Kanton im Zuge der Vergabe von Wasserrechtskonzessionen.

    Konkret soll der Kanton Uri zunächst weitere 5 Prozent der Aktien an EWA-energieUri bei der Vergabe der Urner Lucendro-Anteile erhalten. Hier steht 2024 eine Erneuerung der Konzession an. Dabei wird der Kanton Uri seine Anteile am Kraftwerk Lucendro an EWA-energieUri überschreiben und im Gegenzug Aktien des Urner Energieversorgers erhalten. Die Vergabe der Anteile aus den Kraftwerken Ritom, Wassen und Amsteg an EWA-energieUri soll dem Kanton weitere 6 Prozent des Urner Energieversorgers einspielen. Die Aktien werden jeweils von CWK an den Kanton abgetreten.

  • BKW stärkt Gebäudetechnik mit Übernahmen

    BKW stärkt Gebäudetechnik mit Übernahmen

    BKW Building Solutions, die Gebäudetechniksparte der BKW, führt Energieeffizienzmassnahmen in Gebäuden durch. Um diesen Bereich zu stärken, hat die BKW nun ihr Netzwerk an Installationsfirmen ergänzt und zwei Unternehmen aus den Kantonen Wallis und Zürich übernommen, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung.

    Dabei handelt es sich zum einen um die Elektro Nikolai GmbH. Das im Walliser St.Niklaus ansässige Unternehmen bietet Elektroinstallationen im Mattertal und in Zermatt an. Unter dem Dach der BKW soll Elektro Nikolai künftig eng mit der seit 2018 zur BKW gehörenden Werner Electro AG zusammenarbeiten. „Der Zugang der Elektro Nikolai GmbH stärkt die Präsenz und Positionierung der BKW Building Solutions im Oberwallis und zeugt vom grossen Potenzial der Region für die Zukunft“, wird Stefan Luggen von der Werner Electro AG in der Mitteilung zitiert.

    Zum anderen wird die Gloor Planzer AG in die Gebäudetechniksparte der BKW eingereiht. Das Unternehmen aus Männedorf ist auf die Installation von Klima-, Kälte- und Lüftungsanlagen spezialisiert, schreibt BKW. Die bisherigen Inhaber Roland und Sandra Gloor sollen die Geschäfte der Gloor Planzer AG auch unter dem Dach der BKW weiter leiten.

  • Methanology setzt auf Schwarmfinanzierung

    Methanology setzt auf Schwarmfinanzierung

    Methanology hat ein Verfahren entwickelt, mit dem aus Wasser, CO2 und erneuerbarem Strom Methanol produziert werden kann, erläutert Methanology in einer Mitteilung. Mit der patentierten willpower energy-Technologie  kann überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen in Form von Methanol gespeichert werden. Der für Menschen giftige Alkohol eignet sich als Kraftstoff für Maschinen oder als Ersatz für Heizöl. Mit seiner Technologie will das Jungunternehmen aus Neuhausen am Rheinfall zur Energiewende beitragen.

    Ein von Methanology entwickelter Prototyp des willpower energy-Reaktors finde als Einzelsystem in den meisten Kellerräumen Platz, schreibt das Jungunternehmen in der Mitteilung weiter. Seine modulare und skalierbare Bauweise ermögliche aber auch die Produktion grösserer Mengen Methanol, wie sie beispielsweise für den Betrieb eines Schiffes nötig wären. Methanology will seine Technologie innert drei Jahren zur Marktreife bringen. Für die entsprechende Weiterentwicklung des Prototypen hat das Jungunternehmen jetzt eine Kampagne für Schwarmfinanzierung lanciert.

  • ABB baut mit AFC netzunabhängige Ladestationen auf

    ABB baut mit AFC netzunabhängige Ladestationen auf

    ABBund AFC Energy haben eine Kooperation vereinbart, um wasserstoffbetriebenes Laden von Elektrofahrzeugen auf den globalen Markt zu bringen, heisst es in einer Medienmitteilung von AFC mit Sitz in Carnleigh südöstlich von London. Die Zusammenarbeit mit „dem Weltmarktführer für Elektrifizierungstechnologien“ ABB, so die Mitteilung, finde einen globalen Markt von mindestens 140 Milliarden Dollar bis 2030 für das Laden von Elektrofahrzeugen vor.

    Beide Unternehmen wollen das von AFC entwickelte und hergestellte Wasserstoff-Brennstoffzellensystem einsetzen, das sauberen Strom für netzgebundene und netzferne Anwendungen liefert. Auch netzunabhängige Ladestationen für E-Fahrzeuge werden mit solchen Brennstoffzellen möglich und liefern CO2-freien Strom. Die Partner werden das integrierte Produkt gemeinsam vermarkten und gemeinsam eine Kommunikationsstrategie für das Branding und den Einsatz entwickeln. Es soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 zunächst in Grossbritannien, Europa, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern einsatzbereit sein, heisst es in der Medienmitteilung.

    Frank Muehlon, Leiter des globalen Geschäfts für E-Mobility-Infrastrukturlösungen bei ABB, wird zitiert: „ABB ist führend bei E-Mobilitätslösungen und stolz darauf, eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von E-Fahrzeugen auf der ganzen Welt gespielt zu haben. Die Partnerschaft mit AFC Energy ermöglicht es uns, die Grenzen der E-Mobilität zu erweitern, insbesondere im Hinblick auf netzferne Anwendungen, und so eine viel grössere Reichweite der E-Mobilität auf der Basis sauberer Energie zu ermöglichen.“ Adam Bond, Vorstandsvorsitzender von AFC Energy: „Der heutige Tag markiert einen historischen Meilenstein in der Kommerzialisierung unserer proprietären Wasserstoff-Brennstoffzelle, da wir eine langfristige Zusammenarbeit mit ABB beginnen.“ ABB biete einen starken und glaubwürdigen Zugang zu wichtigen Kundenkanälen in Europa und Übersee.

    Die Partnerschaft wird sich laut der Mitteilung auf den gemeinsamen Einsatz von integrierten Hochleistungs-EV-Ladesystemen in den Schlüsselmärkten von ABB konzentrieren. Dies seien private Nutzer wie Logistikunternehmen und auch der städtische Nahverkehr. Auch für die Stromversorgung von Schiffen und senkrecht startenden und landenden Fahrzeugen (VTOL) könnten die Systeme – weil nicht ans Netz gebunden – eingesetzt werden.