Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • deltaVERDE

    deltaVERDE

    Prämisse
    deltaZERO ist «eine Gruppe von Designern aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung, die Gebäude und Städte für den Mann des 21. Jahrhunderts bauen wollen». Die Gruppe ist in der Schweiz führend bei der Planung emissionsfreier Gebäude und hat einige selbst beworbene Prototypengebäude entwickelt, um die in den Projekten des Studios vorgeschlagenen Systeme direkt zu überprüfen.

    2008 schlug das deltaZERO-Gebäude in Paradiso einen neuen Standard für Niedrigenergiegebäude der Zukunft vor, der sich durch Flexibilität und Transparenz auszeichnet. Es folgte deltaROSSO, ein Prototypengebäude, ein Mietgebäude für gemischte Wohn- und Verwaltungszwecke, das mit dem Sonderpreis der Schweizerischen Solaragentur 2019 für das beste Mehrfamilienhaus mit positiver Energie ausgezeichnet wurde

    Jetzt wird der „Prüfstand“ durch den DeltaVERDE-Komplex dargestellt, in dem die bereits in den vorherigen Prototypen vorgeschlagenen Eigenschaften weiterentwickelt werden.

    Eigenschaften
    Der Komplex mit 5’000 m2 und 86 Parkplätzen zeichnet sich durch zwei bewohnbare Volumen aus, die auf einem Sockel stehen, der als Garage, Lager- und Technikraum dient.

    Das Grundstück, das den Aktionären von deltaZERO gehört, kommt einer im Urteil gewachsenen Baugenehmigung zugute.

    In Übereinstimmung mit der DeltaZERO-Philosophie wurde das Gebäude so entwickelt, dass es folgende Merkmale aufweist:
    – Achtung der Umwelt, daher keine höheren Emissionen in die Atmosphäre und Energieerzeugung als der Verbrauch
    – höher als der Verbrauch
    – maximale Flexibilität dank eines modularen Designkonzepts mit der daraus resultierenden Möglichkeit, Ziel und Partitionen entsprechend den Marktanforderungen zu ändern; Dank des abnehmbaren Strahlungsbodens mit deltaZERO-Konzepten ist die Transformation jederzeit einfach
    -hoher Wohnkomfort mit Belüftung
    kontinuierliche, große heiße und kalte Strahlungsoberflächen mit folglich reduziertem Temperaturdelta in der Verteilung
    ne, gefilterte und ionisierte Luft, Hausautomation

    Ort
    Chiasso ist eine Stadt wenige Kilometer von den Seen Lugano und Como entfernt und in der Nähe ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Es ist der ideale Ort für diejenigen, die in Ruhe leben und gleichzeitig mit lokalen und internationalen Verkehrs- und Servicenetzen verbunden sein möchten.

    deltaVERDE befindet sich in der Via Sottopenz, nur wenige Schritte vom historischen Zentrum entfernt und inmitten des Grüns des Penz-Hügelparks mit seinen schattigen und entspannenden Wegen, die Möglichkeiten zur Erholung in der Natur bieten.

    Die Lage ist aus logistischer Sicht strategisch: In wenigen Minuten zu Fuß erreichen Sie den Bahnhof, den zentralen Platz der Gemeinde und alle Dienstleistungen. Der Standort erfüllt daher die Anforderungen einer jungen Kundschaft, die ein Leben ohne ständige Nutzung des Autos wünschen, auch wenn die Autobahn in der Nähe liegt.

    Innovation
    Integration von Technologien zur Energieeinsparung und Energieerzeugung.

    Implementierung neuer Konzepte, die darauf abzielen, die Flexibilität des Ziels und die Nutzung der Räume entsprechend den sich ständig ändernden Bedürfnissen des zeitgenössischen Benutzers zu gewährleisten.

    Die modernsten technologischen Systeme beinhalten keine Emissionen und keinen Verbrauch, maximale Flexibilität und hohen Komfort und garantieren folglich die Stabilität des kommerziellen Wertes der Immobilie auch langfristig.

    Positive Energie
    deltaVERDE produziert mehr Energie als es verbraucht dank:
    -Eine Konstruktion, die auf Masse und optimale Wärmedämmung achtet
    – eine Energieerzeugung mit zwei reversiblen Wärmepumpen
    – in die Gebäudehülle integrierte Solarkollektoren und Photovoltaikmodule

    Komfort
    – optimale Beleuchtung durch große Fenster garantiert
    – saubere Luft dank Belüftung
    Fortsetzung mit Luftfilterung und Ionisation
    – Sommerkühlung und Luftentfeuchtung
    – thermische Aktivierung der Dachmasse
    – Hausautomation und Möglichkeit der schnellen Anpassung des elektrischen Systems an die Bedürfnisse des Benutzers dank des abnehmbaren Doppelbodens

    Flexibilität
    Wahl eines Konstruktionssystems, das es ermöglicht, die Räume nach den Bedürfnissen des Benutzers zu unterteilen und sie während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes in ständiger Transformation an die Bedürfnisse des Wohnsitzes und der Arbeit anzupassen.

    Die Räume können daher Wohnungen, Büros oder gemischte Lösungen aufnehmen und können leicht modifiziert werden; Jede Etage kann je nach Bedarf in eine flexible Anzahl von Einheiten unterteilt werden.

    Niedrige Kosten
    Trotz der außergewöhnlichen Eigenschaften des Gebäudes in Bezug auf Technologie, Komfort und verwendete Materialien beabsichtigen wir, durch ein lineares und modulares Projekt Wohn- und / oder Verwaltungsräume von höchster Qualität in einem Gebäude mit positiver Energie auf den Markt zu bringen, dessen Kosten dem lokalen Durchschnittsmarkt entsprechen . Diese Designphilosophie führt zu einer langfristigen Erhaltung des Wertes des Gebäudes, trotz des Klimawandels und der Veränderungen der Nutzerbedürfnisse, die für unsere Gesellschaft in einer schnellen und ständigen Transformation charakteristisch sind. ■

  • Emmi testet Wasserstofflastwagen

    Emmi testet Wasserstofflastwagen

    Emmi hat zwei Wasserstofflastwagen von Hyundai Hydrogen Mobility in Betrieb genommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Diese wird das Unternehmen nun in der Logistik testen. Dabei arbeitet es mit dem Förderverein Wasserstoffmobilität Schweiz zusammen.

    Emmi transportiert täglich rund 8000 Paletten von A nach B, um seine Kunden in der Schweiz mit frischen Milchprodukten zu versorgen. Dafür hat das Unternehmen derzeit 140 Fahrzeuge im Einsatz, die jährlich 9,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Zwar hat Emmi einen Teil seiner Transporte auf die Schiene verlagert. Allerdings sei dieses umweltschonende Transportmittel in verschiedener Hinsicht limitiert. In der Umstellung auf Wasserstofflastwagen sieht Emmi hingegen grosses Potenzial.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Diesellastwagen können mit den Wasserstofflastwagen rund 70 bis 80 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden, hält das Unternehmen in der Mitteilung fest. Statt CO2 stossen diese Fahrzeuge Wasserdampf aus.

    Emmi wird die beiden Wasserstofflastwagen am H2-Tankstellen-Netz des Unternehmens Hydrospider aus Opfikon betanken, das derzeit in der Schweiz ausgebaut wird. Dieses stellt zu 100 Prozent emissionsfreien Wasserstoff zur Verfügung. Eine Tankfüllung reicht den Angaben zufolge für eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern. Der umweltfreundliche Treibstoff ermöglicht zudem den Betrieb von Nebenaggregaten, wie etwa dem Kühlraum.

  • Film über Energieregion Knonauer Amt feiert Premiere

    Film über Energieregion Knonauer Amt feiert Premiere

    Das Knonauer Amt ist seiner Zeit „zehn Jahre voraus“, sagte Regierungsrat Dr. Martin Neukom im August anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Energieregion Knonauer Amt. „Ein Zugpferd für die Energiewende“, formulierte das Mitglied des New Yorker Nachhaltigkeitsbeirats, Andrew Darrell. Er fand, dass die Welt von diesem Pilotprojekt erfahren sollte, schreibt der „Affolter Anzeiger“. Gemeinsam mit der Schweizer Stiftung Pro Evolution und dem WWF Schweiz gab er den Anstoss für einen Film über die vorbildliche Arbeit der Energieregion Knonauer Amt. Er hatte am Donnerstag Premiere. Sein Titel: „Voller Energie in die Zukunft – eine Region setzt auf Erneuerbare“.

    Der Film berichtet über die Initiativen, welche die 14 Gemeinden dieser Region im Kanton Zürich gemeinsam unternommen haben und unternehmen, um den Klimawandel zu bremsen: das Energiesparhauses in Stallikon, wo Kinder Energie auf spielerische Weise erleben können, das geplante Solarkraftwerk über der A4, die Kreislaufwirtschaft der Biogasanlage in Rickenbach, die überdurchschnittlich hohe Zahl CO2-neutraler Holz-Fernheizwerke. Im Jahr 2010 integrierten die Gemeinden das Schwerpunktprojekt Energieregion Knonauer Amt in die Standortförderung. Ihr Ziel ist, 80 Prozent ihres Energiebedarfs bis 2050 selbst und mit erneuerbaren Energien zu produzieren.

    Zahlreiche Expertinnen und Experten kommen in dem Film zu Wort, darunter Andreas Fischlin, Mitglied des Weltklimarats (IPCC) und Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). „Wir haben dieselbe CO2-Konzentration wie vor 3,5 Millionen Jahren“, warnt er. Damals habe in der Schweiz eine tropische Tier- und Pflanzenwelt geherrscht. ETH-Professor Anton Gunzinger plädiert für eine stärkere Nutzung einheimischer Energien. Das sorge für mehr Unabhängigkeit und dafür, dass mehr Geld im regionalen Kreislauf bleibe: „Wir brauchen mehr Säuliämter in der Schweiz!“

  • EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) nehmen mit der Anlage in Oberengstringen ihr drittes Unterwerk im Limmattal in Betrieb. Das Limmattal wird nun durch die drei Unterwerke Schlieren, Dietikon und Oberengstringen versorgt. Das neue Unterwerk mit einer Leistung von 80 Megawatt wird bis kommenden Februar sukzessive in Betrieb genommen.

    „Damit sind wir sehr gut gewappnet für den stetig wachsenden Energiebedarf in der Region“, wird Hans-Peter Häberli, Leiter Bau und  Anlagen bei EKZ, in einem Interview zitiert. Der wirtschaftliche Aufschwung im Limmattal mit Ansiedlung neuer Firmen, eines grossen Rechenzentrums und der Limmattalbahn lässt den Strombedarf kräftig steigen. Häberli: „Wir verzeichneten über die vergangenen Jahre im Limmattal generell starke Lastzunahmen. Zukünftig wird der Energiebedarf durch die Limmattalbahn und die Ansiedlung eines Rechenzentrums in der Region zusätzlich stark getrieben. Das Unterwerk Schlieren, welches bisher die Region mit Energie versorgte, muss daher entlastet werden. Seine Kapazität würde schon bald nicht mehr ausreichen.“

    Im neuen Unterwerk erfolgt die Umspannung der elektrischen Energie. Im Fall von Oberengstringen übernimmt EKZ den Strom mit einer Spannung von 110 Kilovolt vom Hochspannungsnetz der Axpo. Mit zwei 40-Megawatt-Transformatoren erfolgt die Umspannung der Energie auf 16 Kilovolt, heisst es auf der Internetseite von EKZ. Danach würde der Strom weiter heruntertransformiert, bis er ins Netz für die Endverbraucher wie Wohnsiedlungen eingespeist wird.

    Der Anschluss des neuen Werks soll schrittweise bis zum Februar erfolgen. Dann wird Oberengstringen nach Angaben von Häberli voll an das Hochspannungsnetz der Axpo angeschlossen sein. Versorgt werden dann die Gemeinden Ober- und Unterengstringen, Weiningen und Teile von Schlieren.

  • Fehlmann-Areal bekommt Photovoltaik-Fassaden

    Fehlmann-Areal bekommt Photovoltaik-Fassaden

    Vor rund zehn Jahren hatte BGP auf dem Fehlmann-Areal in Winterthur sechs pavillonartige Wohnbauten in unterschiedlichen Grössen realisiert. Nun sei die Arealüberbauung mit zwei weiteren Gebäuden abgeschlossen worden, informiert das Zürcher Architekturbüro in einer Mitteilung. Von weitem seien die neuen Gebäude nicht von den alten Überbauungen zu unterscheiden, heisst es dort weiter.

    Bei näherer Betrachtung aber werde ein wichtiger Unterschied deutlich, erläutert BGP. Die Fassaden der 2010 errichteten Gebäude waren aus schwarz emaillierten Glaspaneelen gestaltet worden. Bei den neuen Gebäuden wurden stattdessen stromproduzierende Photovoltaik-Module verbaut. Damit könne die Fassade „eine Vielzahl von Aufgaben“ übernehmen, heisst es in der Mitteilung. Konkret werden dort Schutz, Klimaregulierung, Repräsentation und Identifikation genannt.

    Vor Realisierung der Überbauung hatte BGP den Strombedarf in den bereits bestehenden Gebäuden gemessen. Er wies laut Mitteilung die für eine Wohnbebauung zu erwartende Verteilung mit Spitzen am Morgen und am Abend auf. Diese Spitzen könnten mit in die Fassade integrierten Modulen besser abgedeckt werden, als mit einer auf dem Dach installierten Anlage, erläutert das Architekturbüro. Zusätzlich wurde aber eine Photovoltaik-Anlage auf den Gebäudedächern installiert. Der Gebäudekomplex ist zudem mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet.

  • EWA – energieUri erhält Qualitätslabel

    EWA – energieUri erhält Qualitätslabel

    Der Verband habe das Qualitätslabel vsas-certified.swiss entwickelt, um die Wirtschaftlichkeit, die Produktqualität, das Fachwissen und die Sicherheit seiner Mitgliedsunternehmen zu fördern, schreibt der Verband Schaltanlagen und Automatik Schweiz (VSAS) auf seinem Internetportal. EWA – energieUri hat das umfangreiche Audit zur Verleihung der Zertifizierung erfolgreich durchlaufen. Damit sei der Urner Energieversorger das erste Unternehmen in der Schweiz, das die Zertifizierung verliehen bekommen hat, schreibt EWA – energieUri in einer Mitteilung.

    „Wir bauen Schaltanlagen in allen Grössen für Kunden in der ganzen Schweiz“, wird Kilian Huwyler, Leiter Schaltanlagenbau und Automatik bei EWA, in der Mitteilung zitiert. „Das Spektrum reicht vom Haus-Tableau bis zur komplexen Schaltanlage für die Industrie.“ Der Urner Energiedienstleister blickt in diesem Jahr auf das 125-jährige Bestehen des Unternehmens zurück.

  • Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl hat ein selbstgestecktes Umweltziel übertroffen. Bis 2020 habe das Unternehmen seine relativen CO2-Emissionen gegenüber 2013 um 35 Prozent reduzieren wollen, erläutert Lidl Schweiz in einer Mitteilung. Letztendlich sei der CO2-Ausstoss aber um 53 Prozent gesenkt worden. Als besonders wirkungsvolle Massnahme hebt Lidl dabei eine Umstellung im eigenen Transportbereich hervor. Hier will das Unternehmen bis 2030 nur noch mit Bio-Flüssiggas angetriebene Lastwagen einsetzen.

    Lidl Schweiz habe ein CO2-Management eingeführt, bei dem die jährlichen CO2-Emissionen des Unternehmens erfasst werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Darauf aufbauend leitet das Unternehmen Massnahmen zur Reduzierung des Ausstosses ab. Die verbleibenden Emissionen werden kompensiert.

    Damit habe Lidl Schweiz bereits zum fünften Mal die Bedingungen für eine Zertifizierung mit den Swiss Climate Label CO2-neutral erfüllt, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge ist Lidl Schweiz das erste Unternehmen seiner Art in der Schweiz, dessen Filialen und Warenverteilzentren alle nach der Energieeffizienznorm ISO 50001 zertifiziert sind.

  • Energy Lab soll Innovationen für Energiewende liefern

    Energy Lab soll Innovationen für Energiewende liefern

    Das NTN Innovation Booster Energy Lab nimmt seine Arbeit offiziell erst im Januar 2021 auf. Doch sei bereits jetzt eine so grosse Dynamik entstanden, dass schon die ersten von insgesamt geplanten 50 Projekten lanciert wurden, schreibt die Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung. Sie sollen zu Innovationen bei der effizienten Erzeugung, Speicherung und Nutzung von erneuerbaren Energien führen, die auch marktfähig sind.

    Das Konsortium aus über 200 Mitgliedern wird von der Hochschule Luzern strategisch geführt. Dazu gehören neben dem Innovationspark Zentralschweiz und NEST – der Forschungs- und Innovationsplattform von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereiches – zahlreiche weitere Institutionen, sämtliche Fachhochschulen der Schweiz und die ETH Zürich. Gefördert wird das Energy Lab mit 1,5 Millionen Franken für vorerst vier Jahre von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse.

    Über den Innovationspark Zentralschweiz sind schon heute mehr als 200 Unternehmen angeschlossen, „Tendenz steigend“, heisst es weiter in der Mitteilung: „Denn beim Energy Lab handele es sich um ein offenes Netzwerk, in dem sich Interessierte jederzeit einbringen können.“

    „Die Herausforderungen sind so komplex, dass sie nicht mehr nur mit Einzelmassnahmen behoben werden können, sondern nur in gross angelegter Zusammenarbeit von Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft“, wird Projektleiter und Professor an der Hochschule Luzern, Ludger Fischer, in der Mitteilung zitiert. „Die Lösungen werden einen konkreten Mehrwert für die Wirtschaft bieten und sind somit umsetzbar!“

  • Algorithmen helfen beim Management von Stromlasten

    Algorithmen helfen beim Management von Stromlasten

    Die zeitgleiche Aktivierung vieler Elektrogeräte erzeugt enorme Netzbelastungen. Da sich die Höhe der Netznutzungskosten für die Energieversorgungsunternehmen bis zu 60 Prozent aus diesen Lastspitzen errechnet, haben sie ein vitales Interesse daran, diese nach Möglichkeit zu vermeiden oder wenigstens zu glätten. Dafür hat nun die Hochschule Luzern (HSLU) gemeinsam mit Partnern laut einer Mitteilung eine Lösung gefunden.

    Nötig sei „ein intelligentes und effizientes Energie- und Last-Management, mit dessen Hilfe Energie verschoben werden kann“, wird Andrew Paice in dieser Mitteilung zitiert. Er ist Leiter des HSLU-Forschungszentrums für Gebäudeintelligenz namens iHomeLab. Den Prototypen eines solchen Systems hat sein Team zusammen mit dem HSLU-Kompetenzzentrum Thermische Energiespeicher, dem Elektrizitätswerk Vilters-Wangs und den Wirtschaftspartnern Asgal Informatik und Semax entwickelt. Die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützt das Projekt.

    Die von den Teams entwickelte Künstliche Intelligenz und ihre Algorithmen nutzen die Daten intelligenter Stromablesegeräte, sogenannter Smart Meter. Damit berechneten die Forschenden thermische Modelle von Gebäuden. Die Algorithmen „identifizieren aus dem gesamten Stromverbrauch stromverbrauchende Geräte wie Wärmepumpe, Boiler oder E-Mobil und stromproduzierende Geräte wie Photovoltaikanlagen“, erklärt Paice. Dann werden maximale Leistungsaufnahme, Ein- und Ausschaltdauer und Energieverbrauch pro Tag mit Temperatur- und Wettervorhersagen kombiniert. So liessen sich präzise Vorhersagen erstellen.

    Mit diesen Projektresultaten könnten die beiden am Projekt beteiligten Firmen nun Energieversorgern eine Dienstleistung anbieten, die ihnen beim Kostensparen helfe – ohne, dass zusätzliche Investitionen in ihre Verteilnetze notwendig seien.

  • Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Die Schweiz hat laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) am Donnerstag im Rahmen des Global e-Mobility Forum 2020 eine internationale Deklaration für das Null-Emissionen-Ziel im Verkehr unterzeichnet. Diese Erklärung trägt den Titel „Katowice Partnership for E-Mobility“. Sie wurde im Dezember 2018 bei der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz geboren. Heute gehören ihr 44 Staaten und rund drei Dutzend subnationale Verwaltungseinheiten, Städtebünde und Nichtregierungsorganisationen an.

    Bereits damals hatten sich nach Angaben der Ausrichter 38 Länder aus fünf Kontinenten sowie Organisationen und Allianzen dieser Erklärung angeschlossen, ebenso wie 1500 Städte und Regionen sowie 1200 Unternehmen. Insgesamt repräsentierten sie über ein Drittel der Weltbevölkerung. Die Schweiz habe die Erklärung seinerzeit wegen der „anstehenden gesetzgeberischen und politischen Arbeiten nicht unterzeichnet“, so das BFE in der Mitteilung.

    Jedoch hätten noch im Dezember 2018 das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und „zahlreiche Schweizer Akteure“ die Roadmap Elektromobilität 2022 „sehr erfolgreich“ lanciert. Ziel dieser Roadmap ist, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. „Damit steht der Unterzeichnung der ,Katowice Partnership for E-Mobility‘ nichts mehr im Wege.“

    Sie bringe „keine Rechte und Verpflichtungen“ mit sich. Doch die unterzeichnenden Länder und Organisationen sollen emissionslose Fahrzeuge fördern, Flottenziele festlegen und international zusammenarbeiten. Weitere Ziele seien die Förderung des grünen öffentlichen Verkehrs, der Ausbau einer intelligenten Infrastruktur, die Verbesserung der Luftqualität sowie Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen.

  • Private können sich an grosser Solaranlage beteiligen

    Private können sich an grosser Solaranlage beteiligen

    Kunden von Romande Energie können in eigene Solaranlagen investieren, ohne über ein eigenes Dach zu verfügen. Der Waadtländer Energieversorger will auf dem Bauernhof Petite Chamberonne von Bertrand Pittet in Etagnières eine Solaranlage von insgesamt 1700 Quadratmetern errichten, schreibt er in einer Mitteilung. Er ermöglicht es seinen Kunden, sich daran zu beteiligen. Im Gegenzug würde ihnen der entsprechende Anteil an der Produktion von Solarstrom auf dem Hof von ihrer privaten Stromrechnung abgezogen.

    Romande Energie will bis Frühjahr 2021 eine genügend grosse Zahl von Investoren für ihr Projekt Jardin Solaire – Sonnengarten – gewinnen. Die Anlage soll noch vor dem Sommer in Betrieb gehen.

    Der Waadtländer Energieversorger hat bereits im Dezember 2019 ein ähnliches Projekt in Mont-sur-Rolle lanciert. Dort beteiligten sich 37 Privatkunden am Jardin Solaire.

  • Kraftwerk Erstfeldertal produziert ersten Strom

    Kraftwerk Erstfeldertal produziert ersten Strom

    Im Kanton Uri können weitere 7200 Haushalte mit CO2-freiem Strom beliefert werden. Das Wasserkraftwerk des Energieversorgers EWA am Eingang des Erstfeldertals ist am Donnerstag angelaufen und hat zum ersten Mal Strom produziert. „In zweieinhalb Jahren vom ersten Bewilligungsschritt bis zur Inbetriebnahme ist bei einem Kraftwerk dieser Grössenordnung absolut einmalig“, wird der Vorsitzende der EWA-Geschäftsleitung, Werner Jauch, in einer Medienmitteilung der EWA zitiert.

    Zuvor seien während gut 100 Jahren verschiedenste Studien und Projekte entwickelt worden. „Alle verschwanden wieder in der Schublade“, schreibt die EWA. Und auch dieses Projekt sei „mehrfach auf Messers Schneide gestanden“. Nun war Eile geboten, weil in einem Monat die Beiträge der nationalen Förderung an das Kraftwerk endgültig verfallen wären. Damit wäre das Projekt gescheitert. „Wir haben an die Machbarkeit geglaubt und es ist uns gelungen, das Kraftwerk bereits mehr als einen Monat vor Ablauf der Frist in Betrieb zu nehmen“, so Jauch.

    Am Bau waren rund 45 Firmen aus Uri beteiligt, erklärt Peter Dittli, Vizepräsident des Verwaltungsrats der KW Erstfeldertal AG. 75 Prozent der Investitionssumme von insgesamt 37 Millionen Franken blieben als Wertschöpfung in Uri. Dazu kämen Wasserzinsen und Steuereinnahmen. Und schliesslich sicherten Betrieb und Unterhalt auch Arbeitsplätze. All dies sei „in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten besonders wertvoll“, so Jauch. „Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig die lokale Produktion ist, wenn die internationalen Lieferketten sehr schnell zusammenbrechen.“

  • ZHAW-Forscher und Zühlke verbilligen Solaranlagen

    ZHAW-Forscher und Zühlke verbilligen Solaranlagen

    Beim Bau einer eigenen Photovoltaikanlage sind Planungs- und Bürokratiekosten oft kostspieliger als die Anschaffung der stromerzeugenden Module. Der Forscher Franz Baumgartner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat sich mit diesem Problem befasst. Er setzt laut Medienmitteilung  auf moderne Technik, um die Planungskosten zu senken. Baumgartner, Leiter des Studiengangs Energie- und Umwelttechnik an der ZHAW School of Engineering, wird zitiert: „Bei kleinen Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern entfällt heute nur noch ein Fünftel der Kosten auf die Module selbst.“ Ähnlich teuer sei mittlerweile die Planung der Anlage und die administrativ notwendige Dokumentation.

    Baumgartner und das ZHAW-Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering setzten in Zusammenarbeit mit dem Schlieremer Innovationsspezialisten Zühlke genau an dieser Stelle an. Baumgartner hat laut der Medienmitteilung die Anwendung von HoloLens-Brillen im Medizinbereich kennen gelernt und wolle deren Vorteile in der Photovoltaik nutzen.

    „Für die administrativen Aufwände fallen bis zu 15 Arbeitsstunden pro Anlage an“, so Baumgartner. Bauanträge, feuerpolizeiliche Pläne und Abnahmen trügen dazu bei, die Kosten in die Höhe zu treiben. Mit effizienteren Abläufen könne man einfacher Geld sparen als durch billigere Module. Teil der Lösung könnte laut Baumgartner die HoloLens sein. Die HoloLens-Brille zeigt in einem Visier bei Vermessungen etwa auf Flachdächern die Montagepunkte geplanter Anlagen auf zwei Zentimeter genau und lässt dann ein virtuelles Bild der Anlage entstehen.

    Baumgartner: „Neben ihrem Potenzial zur Dokumentation des gesamten Prozesses hat sie einen grossen Vorteil: Sie kann aus einer Hand vermessen, planen, offerieren und der Endkundschaft die Anlage demonstrieren.“ Der Einsatz von Fachpersonal werde reduziert, was die Kundschaft finanziell entlaste. Baumgartner: „Wegen der hohen Löhne wird sich das System zuerst in der Schweiz bezahlt machen.“

    ZHAW-Forscher Baumgartner will seine Anwendung auf alle Arten von Flachdächern und auf überdachte Parkplätze ausweiten. „Wir sind dabei, einen Projektantrag fürs Bundesamt für Energie zu formulieren und haben bereits positive Signale aus Bern erhalten.“

  • Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich ist im Rahmen des Hackathons Climathon Zürich erneut mit dem Energiestadt-Label in Gold ausgezeichnet worden. Damit fördert der Trägerverein Energiestadt die Umstellung auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Laut einer Medienmitteilung der Stadt hätten der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Liegenschaften zu dieser Anerkennung ebenso beigetragen wie die Realisierung des Energieverbunds Altstetten und Höngg. Auch die neue Tramlinie Hardbrücke und die weitere Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs hätten ihren Anteil daran.

    Zum ersten Mal war Zürich die Auszeichnung als Energiestadt vor 20 Jahren verliehen worden. Seither seien die langfristigen Ziele der Stadt „kontinuierlich angepasst worden“. Dazu gehörten etwa die Verankerung der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung und die aktuellen Bestrebungen in Richtung Klimaneutralität. Grundlage dafür seien die im Masterplan Energie der Stadt Zürich definierten energiepolitischen Schwerpunkte.

  • Intershop baut in Wädenswil den AuPark

    Intershop baut in Wädenswil den AuPark

    In Wädenswil-Au am Zürichsee soll in den nächsten Jahren der AuPark entstehen. Es soll ein Ort des Wohnens, Arbeitens, Einkaufens, Erholens, Spielens und der Bildung werden, wie es auf der Internetseitedes AuParks heisst. Inmitten der Anlage soll als verbindendes Element und Begegnungszone für die Bevölkerung von Au ein öffentlicher Park angelegt werden. Die Wohnungen im AuPark haben Sicht auf die Halbinsel Au und den Zürichsee.

    Das Projekt wird von dem Immobilienunternehmen Intershopbetrieben. Das hat laut Medienmitteilungam 17. November die Baugenehmigung beantragt. Der private Gestaltungsplan für das heutige Industrieareal war im Juli genehmigt worden. Entstehen sollen laut Intershop 231 Wohnungen. Insgesamt 54 Wohnungen sind für bezahlbares Wohnen reserviert. Es sei vorgesehen, die Bauten nach dem Standard Nach­haltiges Bauen Schweiz (SNBS) und mit einer Energieversorgung durch Wärmepumpen zu erstellen. Die Arbeiten sollen im Herbst 2021 beginnen, die ersten Gebäude im Winter 2024 bezugsbereit sein. Geplant ist auch der Neubau der Kantonsschule Zimmerberg. Der wird allerdings vom Kanton Zürich und nicht von Intershop vollzogen.

  • Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Die Photovoltaik bietet allen Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, ihre Energieversorgung zu einem grossen Teil in die eigene Hand zu nehmen. Darauf verweist ein neuer Leitfaden des Bundesamts für Verkehr. Die Behörde hat ihn zusammen mit dem Schweizerischen Fachverband für Solarenergie, Swissolar, erarbeitet.

    Wie Swissolar in einer Zusammenfassung dieses Leitfadens schreibt, könne die Solarenergie einen entscheidenden Beitrag zum Ersatz der nicht erneuerbaren Energien im öffentlichen Verkehr leisten. Augenblicklich liege der Stromverbrauch aller Verkehrsunternehmen bei etwa 2,7 Terawattstunden. Hinzu kommen 120 Millionen Liter Diesel. Soll der gesamte öffentliche Verkehr in Zukunft CO2-neutral betrieben werden, benötigt er rund 3,5 Terawattstunden Strom. Davon würden bereits heute 2 Terawattstunden, also 60 Prozent, von den Wasserkraftwerken der SBB produziert.

    Die Produktion der restlichen 1,5 Terawattstunden mit Sonnenenergie würde etwa 1 Quadratmeter Photovoltaik-Modulfläche pro Einwohner in der Schweiz erfordern. Dieselbe Fläche pro Einwohner liefert die benötigte Energie, um eine Person in einem Jahr 2500 Kilometer weit mit dem Zug zu befördern. Wie das Bundesamt für Energie in seinem Magazin energeia plusangibt, beträgt das Potenzial für Solarstrom am Schweizer Gebäudepark der Verkehrsunternehmen 67 Terawattstunden pro Jahr. Das übertreffe den gesamten aktuellen Schweizer Stromverbrauch um 10 Prozent.

    Der Leitfaden berät kleine und grosse Transportunternehmen bei Investitionsmöglichkeiten und Bewilligungsverfahren für Immobilien, Bahntechnik und Infrastruktur. Zudem geht er auf Fördermöglichkeiten und den Eigenverbrauch ein. Er liefert auch konkrete behördliche Empfehlungen, die den öffentlichen Verkehr dabei unterstützen, klimaneutral zu werden.

  • BKW lanciert digitale Plattform für Energieversorger

    BKW lanciert digitale Plattform für Energieversorger

    Mit ihrer neuen digitalen Plattform Energy Business will das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW laut einer Medienmitteilung Schweizer Energieversorgern Unterstützung in vier Bereichen geben: Cyber-Sicherheit, Recht und Regulierung, innovative Produkte für Endkunden sowie Kundenservice. Zu diesem Zweck hat sie Anfang November die Plattform e4u lanciert.

    Die Energieversorger stünden vor einer anspruchsvollen Zukunft, heisst es dort. „Deshalb wollen wir zusammenspannen mit einem klaren Ziel: Wirtschaftlicher Erfolg durch Skalierung, Synergien und die Nutzung praxiserprobter Lösungen. Wir glauben, dass wir dies nur gemeinsam schaffen können.“ Damit bekenne sich die BKW zu einer langfristigen Partnerstrategie mit anderen Energieversorgern in der Schweiz, schreibt sie in ihrer Mitteilung.

    In einer ersten Phase biete die BKW auf der Plattform Dienstleistungspakete an, die anderen Energieversorger Zugang zu ihren praxiserprobten Kompetenzen ermöglichen. Parallel dazu plane sie verschiedene Bildungsaktivitäten. Zudem offeriere sie auch „individualisierte Beratungsdienstleistungen für komplexe Bedürfnisse“.

    Auf der Plattform könnten sowohl Energieversorger als auch grosse Endverbraucher die Beschaffung ihrer Energie in einem einzigen System abwickeln. Die Plattform selbst sei in enger Zusammenarbeit mit BKW-Kunden entwickelt worden.

  • Klimastiftung Schweiz fördert innovative Projekte

    Klimastiftung Schweiz fördert innovative Projekte

    Die Klimastiftung Schweiz hat insgesamt 1,3 Millionen Franken an Fördermitteln verteilt. In den Genuss dieser finanziellen Unterstützung kommen kleine und mittlere Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Total erhalten neun besonders innovative und fünf Grossprojekte für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden Gelder der Klimastiftung. „Es ist uns ein grosses Anliegen, solche Innovationen verstärkt zu fördern“, wird deren Geschäftsführer Vincent Eckert in einer Medienmitteilung zitiert.

    So wird etwa das Tessiner Unternehmen iWin neu mit 50’000 Franken unterstützt. Es produziert Fenster mit integrierter photovoltaischer Jalousie. Damit verwandelt es hochverglaste Gebäude in Solarkraftwerke. Die Zürcher Firma Oxara verwendet die Förderung zur weiteren Entwicklung von zementfreiem Beton aus lehmhaltigem Aushubmaterial. FenX mit Sitz in Zürich stellt aus Asche und weiteren mineralischen Abfällen einen Isolierschaum für den Bau her, der nicht brennbar und zu 100 Prozent wiederverwertbar ist. Dafür erhält FenX 200’000 Franken.

    Unter den geförderten Projekten befinden sich zudem die automatisierte Lösung für die Insektenzucht der Aargauer Firma SmartBreed ebenso wie das Tessiner Unternehmen Ponera. Es entwickelt Versandverpackungen für Industriegüter, die eine Kreislaufwirtschaft für Verpackungsmaterial schaffen sollen. Weitere Gelder gehen an die liechtensteinische iWorks AG. Sie zeigt, wie öffentliche Flächen zur Produktion von Solarstrom genutzt werden können.

  • Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie France und der Windparkentwickler Calycé Développement sind laut einer Medienmitteilung der Walliser Energieversorgerin eine Entwicklungspartnerschaft eingegangen. Damit erweitert Romande Energie ihr Portfolio für erneuerbare Energien in Frankreich um 15 Windparks. Sie übernimmt hohe Beteiligungen an ihnen. Die meisten befinden sich noch in der Planungsphase.

    Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen sieht vor, dass Romande Energie an sechs Projekten im Frühstadium eine Beteiligung von 50 Prozent erwirbt. Bei sieben Projekten im Spätstadium wird sie die hundertprozentige Eignerin. An einem gesicherten Projekt übernimmt sie 80 Prozent. Calycé Développement wird alle Projekte bis zur Baureife verwalten. Einen bereits in Betrieb befindlichen Windpark kauft Romande Energie zu 100 Prozent.

    Seit 2013 hat die Romande Energie Gruppe eine Reihe von Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen in Frankreich erworben. Damit ergänzte sie ihr Wasserkraftportfolio in der Westschweiz. Diese Investitionen dienten nach Unternehmensangaben der Diversifizierung sowohl ihrer Standorte als auch ihrer Energiequellen. Die Transaktion werde in den kommenden Wochen abgeschlossen.

  • Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    In S-chanf wird eine neue Abwasserreinigungsanlage errichtet. Die ARA Oberengadin soll Mitte 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Repower hat auf dem Dach der Anlage eine Solaranlage mit einer Fläche von 5800 Quadratmetern und mit 3447 Solarmodulen errichtet. Die Anlage habe eine Leistung von 1,1 Megawatt und eine erwartete Jahresleistung von 1,45 Gigawattstunden. Das entspreche dem Verbrauch von 325 Haushalten, schreibt der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie auch einem hohen Schneeaufkommen standhalten kann. Die Module selbst haben ein Gesamtgewicht von 69 Tonnen.

    Die Anlage wurde nun in Betrieb genommen. Repower hat 1,7 Millionen Franken investiert.

    Die ARA selbst wird mit einem Blockheizkraftwerk betrieben. Damit kann der Stromverbrauch vor Ort optimiert werden mit dem Ziel, möglichst viel Solarstrom vor Ort zu verbrauchen.

  • Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Mit Constructive Alps werden Projekte ausgezeichnet, die im Hinblick auf nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen überzeugen können. Die Schweiz und Liechtenstein haben diesen Preis nun zum fünften Mal vergeben, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Insgesamt sind knapp 330 Projekte eingereicht worden. Eine Jury hat daraus zehn Beiträge ausgewählt, von denen die ersten drei insgesamt 50’000 Franken erhalten. Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez hat den ersten Platz erreicht.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez ist damit eines der Projekte, welche zeigen, dass Architektur Ästhetik und Klimavernunft kombinieren kann, wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) heisst. Das Gebäude des Zentrums setze auf eine möglichst einfache Bauweise und eine lange Lebensdauer. Kanton und Architekt Andy Senn hätten somit im Hinblick auf die Klimaeffizienz neue Massstäbe gesetzt. Eine Montagehalle in Vorarlberg und ein Berggasthaus in Glarus haben es auf die Plätze zwei und drei geschafft. Neben sieben Anerkennungspreisen ist auch erstmals ein Publikumspreis ermittelt worden.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez besteht aus Tagungszentrum, Gutsbetrieb, Staatswingert und Obstanlage. Gemeinsam mit den Praxisversuchsparzellen in Flawil wird es vom Landwirtschaftlichen Zentrum SG (LZSG) betrieben. Dieses verfügt auch über Beratungsstellen in Kaltbrunn und Sargans.

  • Groupe E bietet Solaranlagen ohne Investitionen

    Groupe E bietet Solaranlagen ohne Investitionen

    Immobilienbesitzer in der Westschweiz erhalten die Möglichkeit, Solaranlagen auf ihren Dächern installieren zu lassen, ohne dass sie investieren müssen. Groupe E lanciert mit My Sun Contracting ein Produkt, bei dem der Freiburger Energieversorger alle Investitionen wie auch den sonstigen Aufwand übernimmt.

    Die Kunden bezahlen laut einer Mitteilung von Groupe E nur für die Erzeugung des eigenverbrauchten Solarstroms. Der Strompreis ist degressiv: Je mehr die Kunden selbst verbrauchen, desto niedriger ist der Tarif. Die Kunden können die Anlage auf ihrem Dach später auch kaufen, etwa, wenn sie damit von Steuervorteilen profitieren möchten.

  • Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen kann mit seiner Planung für den Ausbau einer weiteren Geothermie-Anlage fortfahren. Sie würde die Zahl der mit klimafreundlicher Wärmeenergie versorgten Einwohnerinnen und Einwohner von bisher 8500 auf 12’500 erweitern. Die Referendumsfrist ist Ende Oktober abgelaufen. Damit ist der positive Bescheid des Einwohnerrats nun rechtskräftig. Das teilt die Wärmeverbund Riehen AG (WVR) jetzt mit.

    In einem nächsten Schritt stehen im Sommer 2021 seismische Untersuchungen zur Erkundung des Untergrunds für das Projekt geo2riehen an. Damit wird ein geeigneter Standort für die Bohrungen gesucht. Bestätigt sich die Machbarkeit der Anlage, könnte 2023 mit den Bohrungen begonnen werden. Sie sollen mehr natürlich vorkommendes Thermalwasser zur Wärmenutzung erschliessen.

    Eine bereits vorliegende Machbarkeitsstudie bestätige dem Projekt „gute Aussichten auf Erfolg“. Die Bohrungen zur Förderung des Thermalwassers und der Bau der Anlage werden mit rund 20 Millionen Franken zu Buche schlagen. Die Kosten teilen sich die beiden Aktionäre, die Gemeinde Riehen und die Basler Energieversorgerin IWB. Das Bundesamt für Energie hat eine Förderung von 1,2 Millionen Franken zugesichert und weitere 5,1 Millionen Franken in Aussicht gestellt.

    Die Beteiligung von IWB ist von zunächst 27 auf jetzt 50 Prozent gestiegen. Das, so der WVR, erleichtere nicht nur die Finanzierung. Auch der Betrieb der Anlagen und des wachsenden Versorgungsnetzes lasse sich so besser mit IWB koordinieren: „Die schritt- und teilweise Stilllegung der Gasversorgung wird damit optimal auf das Wachstum des Riehener Wärmenetzes abgestimmt.“

  • Flughafen Zürich: Neuer Hangar für die Geschäftsfliegerei

    Flughafen Zürich: Neuer Hangar für die Geschäftsfliegerei

    Für die Geschäftsfliegerei plant der Flughafen Zürich im äussersten Westen, bei Rümlang, einen neuen Hangar. Der Flughafen rechnet mit Kosten von 50 Millionen Franken. Geplant ist ein Hangar, in dem die Maschinen gewartet und parkiert werden, ein Terminal für die Passagiere mit Sicherheits- und Zollkontrollen sowie Büroflächen. Die Flughafen Zürich AG hat deshalb beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) des Bundes ein Plangenehmigungsgesuch zum Bauprojekt «Zone West, Hochbau inklusive Vorfeld und Erschliessung» eingereicht, schreibt die Flughafen Zürich AG in einer Mitteilung. Das geplante Gebäude verfügt über eine Fläche von 80 x 280 Meter sowie eine Höhe von maximal 30 Metern. Noch ist die Geschäftsfliegerei beim General Aviation Center im Osten auf dem Flughafengelände angesiedelt. Dieser Standort soll langfristig für andere Bauten wie zum Beispiel eine neue Frachtanlage angesiedelt werden. In der Nähe des künftigen neuen Hangars sollen auch neue Standplätze entstehen. Aus diesem Grund müssen der bei Flugfans beliebte Spotterhügel und der Heligrill weichen. Es werde jedoch einen neuen Spotterplatz geben, sagt eine Sprecherin der Zürich Flughafen AG. Der Baubeginn des neuen Hangars steht noch nicht fest. ■

  • So stellen sich die Standortförderer der Kantone auf

    So stellen sich die Standortförderer der Kantone auf

    Kanton Solothurn, Sarah Koch

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Sarah Koch: Weil wir Fachkräfte, Know-how, Innovationspartner und die notwendige Infrastruktur vor Ort haben, um zukunftsträchtige Entwicklungsprojekte voranzutreiben. Und weil der Kanton Solothurn als Wohn- und Lebensstandort besondere Qualitäten aufweist. Attraktive Jobs und Freizeitmöglichkeiten gehen bei uns Hand in Hand.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Der Kanton Solothurn ist etabliert als Produktions- und Innovationsstandort, insbesondere im Bereich der Medizinaltechnik bzw. Life Sciences. Aus diesem Grund ist das Interesse der Unternehmen aus diesen Technologien besonders gross. Wir verfügen aber auch über ein spannendes Ökosystem im Bereich der erneuerbaren Energien – innovative Start-ups und Spin-offs zieht es in unsere Zentren.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Unser Standort ist steuerlich attraktiver geworden. Die Steuerbelastung ist im Zuge der Steuerreform und AHV-Finanzierung per 2020 auf 16,8 Prozent gesunken und wird bis 2022 bis auf 15,3 Prozent gesenkt. Zudem hat der Kanton seine E-Government-Strategie stetig vorangetrieben. In diesem Jahr geht das Behördenportal online – eine administrative Erleichterung für Unternehmen und Privatpersonen.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die Digitalisierung hat durch die Coronakrise enormen Rückenwind erhalten. Wir gehen davon aus, dass sowohl die Unternehmen wie auch die öffentliche Hand diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiterverfolgen. Dateninfrastruktur und Download-Geschwindigkeit spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle – der Kanton Solothurn ist diesbezüglich sehr gut aufgestellt. Auch im Bereich der Arbeitszonenbewirtschaftung hat der Kanton wesentliche Schritte initiiert, um die künftige Entwicklung der Wirtschaft zu stärken.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Kanton Solothurn befindet sich bezüglich der Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeitsentschädigungen im Schweizer Durchschnitt. Noch sind die Folgen der Coronakrise nur sehr schwer abzuschätzen. Wir bleiben zuversichtlich und erhoffen uns, dass der Trend zur Renationalisierung von Wertschöpfungsketten und damit auch die Standortverbundenheit unserer KMU zunehmen wird. Das ist eine Chance für unseren Kanton.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wir stehen im engen Austausch mit den Unternehmen und unterstützen beispielsweise in der Vermittlung von Innovations- oder Finanzierungspartnern. Zudem werden wir unsere Standortstrategie 2030 für den Kanton Solothurn an die aktuellen Herausforderungen anpassen – dabei wollen wir natürlich auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen.■

    Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn
    Sarah Koch
    Leiterin Wirtschaftsförderung
    Telefon: +41 32 627 95 27
    www.standortsolothurn.ch
    wifoe@awa.so.ch

    Kanton Graubünden, Eugen Arpagaus

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Eugen Arpagaus: Nebst der ausgezeichneten Verkehrslage an der Nord-Süd-Achse und der Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich sowie der guten Anbindung an den Flughafen Zürich bieten wir eine attraktive Steuerbelas-
    tung, die Möglichkeit der Steuererleichterungen, eine sehr unternehmensfreundliche Abschreibungspraxis, die Fördermöglichkeit von innovativen Vorhaben sowie günstigere Kostenstrukturen gegenüber der Agglomeration. Immer mehr an Bedeutung gewinnen eine hohe Lebensqualität und eine gute Work-
    Life-Balance. Die Erfahrungen einzelner exportorientierter Unternehmen zeigt, dass neue Mitarbeitende wegen der hohen Lebensqualität sehr wohl gewillt sind, nach Graubünden umzuziehen.

    Für welche Unternehmen ist der Kanton Graubünden interessant?
    Wir sind überzeugt, dass der Kanton für produzierende High-Tech-Unternehmen in den Branchen Life Science, Medtech, MEM, Sensorik und Chemie/Kunststoffe sowie für Informations- und Kommunikationstech-
    nologie-Unternehmen von besonderem Interesse ist. Dies lässt sich durch das verfügbare Know-how im Sinne des Mitarbeiterpotenzials in der Region belegen. Auch zeigen die Daten der bestehenden Unternehmen, dass sie hier auf die Stückkosten bezogen ein attraktives Umfeld finden.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    In den letzten Jahren haben wir uns intensiv mit der Möglichkeit zur Erhöhung der Verfügbarkeit von attraktiven Industrieflächen beschäftigt. So konnten wir im Industriepark Vial in Domat/Ems eine Fläche von ca. 22 Hektaren umstrukturieren und den export- und technologieorientierten Unternehmen zur Verfügung stellen. Die ersten zwei Unternehmen mit einem Potenzial von rund 1000 Mitarbeitenden konnten wir bereits ansiedeln. Die sofortige Verfügbarkeit von Bauland ist gegeben, und dies zu einem attraktiven Bodenpreis. Des Weiteren hat Graubünden stark im Bereich Forschung investiert. So konnte dieses Jahr mit der ETH Zürich das Forschungszentrum «Climate Change and Extremes Research Center CERC» gegründet werden.

    Welche Entwicklungen stehen für Sie in den nächsten fünf Jahren an?
    Im Fokus steht die Umsetzung der Innovationsstrategie des Kantons Graubünden mit dem Schwerpunkt, die Voraussetzungen für Innovationskraft in Unternehmen zu steigern. Insbesondere die Verknüpfung der Exzellenz der Forschungsinstitutionen in Davos, den Universitäten sowie der Fachhochschule Graubünden in Chur zur Optimierung des Wissen- und Technologietransfers kann die Innovationskraft von Unternehmen erheblich steigern. Der Promotion des Wirtschafs-, Wohn- und Lebensraums Graubünden kommt im Regierungsprogramm 2021–2024 eine zentrale Rolle zu.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Derzeit ist es sehr schwierig abzuschätzen, was auf die Wirtschaft des Kantons Graubünden zukommt. Grundsätzlich teilen wir die Haltung, was das SECO bezüglich der BIP-Entwicklung und der Arbeitslosenzahlen prognostiziert. Wir stehen im engen Austausch mit den Wirtschaftsverbänden.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    In Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Bündner Wirtschaft und der Interessengemeinschaft Tourismus Graubünden (ITG) diskutieren wir, inwieweit mit Impulsprogrammen der Coronakrise entgegengewirkt werden kann. Wie diese ausgestaltet werden, wird noch diskutiert. ■

    AWT (Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden)
    Eugen Arpagaus, Amtsleiter
    Telefon +41 81 257 23 77
    www.awt.gr.ch
    eugen.arpagaus@awt.gr.ch

    Kanton Glarus, Stefan Elmer

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefan Elmer: Nach wie vor ist Glarus der am stärksten industrialisierte Kanton der Schweiz. Hier kommen heute verschiedenste Spitzentechnologien zum Einsatz. Die industrielle Tradition wirkt nach: Hohe Einsatzbereitschaft, Arbeitsmoral und Produktivität sind typische Eigenschaften der Glarnerinnen und Glarner. Dazu bietet der Kanton Glarus einen sehr attraktiven Wohnstandort in einer intakten Landschaft mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und in nächster Nähe zu Zürich.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Vielfach suchen KMU und Familienunternehmen einen Standort, wo sie sich zu noch bezahlbaren Kosten entwickeln können, motivierte und loyale Mitarbeiter finden sowie kurze Wege zu den Behörden. Unser Standort bietet vergleichsweise tiefe Preise für Land und Immobilien. Tiefe Strom-, Lohn- und Lebenshaltungskosten, eine gute Verkehrserschliessung, ein günstiges Steuerklima sowie ein innovationfreundliches Umfeld sprechen eigentlich alle Branchen an, sowohl aus der traditionellen Industrie, dem Gewerbe wie auch dem wissensbasierten Sektor.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert, welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Das Glarnerland ist ein selbstbewusster Teil des Grossraums Zürich, brachliegende Industrieareale werden umgenutzt und von der Kreativwirtschaft, von Firmen aus der Information- und Kommuniukations-Technologie wie auch durch neuartige Wohn- und Lebensformen genutzt. Ein Beispiel ist die autarke Energieversorgung aus Wasserkraft. Ausserdem treiben innovative Jungunternehmer den Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft voran. Und zu guter Letzt: Das entschleunigte Bergtal ist eine attraktive Wohnalternative zur hektischen Metropole Zürich.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Wie überall sind die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich betroffen. Währendem vor allem die im Kanton traditionell starke Bauwirtschaft fast ohne Einschränkungen weiterproduzieren konnte, leidet die Exportindustrie aus dem Maschinen-, Metall- und Kunststoffbereich noch massiv unter der eingebrochenen Nachfrage. Die Tourismusbranche scheint mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, da die Wintersaison im Kanton Glarus jeweils Ende März beendet wird. Die Ferienregionen ziehen traditionell Schweizer Gäste an. So ist in den Sommermonaten mit einer guten Aus-
    lastung zu rechnen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Als Soforthilfe kamen auch im Kanton Glarus die klassischen Instrumente wie Kurzarbeit, Covid-19-Kredite und finanzielle Härtefallnetze zum Einsatz, die der Kanton mit eigenen Instrumenten zusätzlich zu den Bundesmassnahmen verstärkt hat. Die sehr solide finanzielle Lage des Kantons erlaubte es, die Wirtschaft in dieser Krise schnell und unbürokratisch zu unterstützen und eigene Investitions-
    projekte vorzuziehen. Mittelfristig unterstützt der Kanton unabhängig davon den Wandel zur Digitalisierung. Er hat dazu ein ambitiöses Massnahmenpaket verabschiedet, das der gesamten Wirtschaft und den Arbeitnehmern helfen soll, sich den zukünftigen Herausforderungen der digitalisierten Welt stellen zu können. ■

    Glarus
    Stefan Elmer,
    Leiter Standortentwicklung
    Telefon +41 55 646 66 13
    www.gl.c
    stefan.elmer@gl.ch

    Kanton Schaffhausen, Christoph Schärrer

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Christoph Schärrer: Weil Schaffhausen vor allem die Grundlage für eine tolle Zukunft bietet. Dafür gibt es mehrere Gründe: Über 600 internationale Unternehmen haben Schaffhausen als Headquarter- und Produktionsstandort gewählt. Innovative und kreative Ideen und Vorhaben werden offen aufgenommen und aktiv unterstützt. Der Zugang zu Top-Fachkräften umfasst Süddeutschland und den Grossraum Zürich. Dank attraktivem Kosten- und Steuerniveau bleibt mehr zum (Re-)Investieren. Wir bieten beste Verbindungen zum Flughafen Zürich sowie lokal kurze Wege und unbürokra-
    tischen Entscheiden. Ausserdem profitieren Mitarbeitende von viel Lebensqualität.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Firmen und Unternehmer/Innen, welche die Zukunft an der Schnittstelle Industrie und Digitalisierung mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen aktiv gestalten. Dazu gehören internationale Grosskonzerne mit Headquarter-Funktionen und agile Produktions- und Entwicklungsunternehmen. Wenig bekannt ist, dass die Schaffhauser Pharma- und Medizinaltechnik-Branche sehr bedeutend ist. Unternehmen aus diesen Bereichen finden bei uns optimale Rahmenbedingungen.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Dem Kanton Schaffhausen ist die Transformation vom Industrie- zum Hightech-Standort gelungen. Zahlreiche internationale Unternehmen wählen Schaffhausen heute für Hauptsitz-Funktionen. Die Geschwindigkeit der Veränderungen nimmt weiter zu. Als Antwort wurde der Strategiefokus auf Innovation und Technologie erweitert. Der Kanton Schaffhausen will sich zur führenden Region in der Anwendung zukunftsweisender Technologien entwickeln. Der Fokus unserer Ausrichtung liegt deshalb in den Bereichen Smart Mobility und Drohnen, Future Farming und Advanced Materials.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die industrielle Tradition und Pionierrolle liegen in unserer DNA. Dazu gehört, die Zukunft zu gestalten, anzupacken – ohne das Engagement für die Umwelt und Gesellschaft zu vernachlässigen. Diese Charaktereigenschaften teilen innovative Firmen und unternehmerische Personen. Sie suchen ein Umfeld, wo Politik und Behörden aktiv Hand bieten, um ihre Vorhaben und ihre zukunftsweisenden Entwicklungen umzusetzen. Dies ist bei uns der Fall. Schaffhausen ist Vorreiter bei der digitalen Identität, hat weltweit als erster Standort einen selbstfahrenden Bus im Leitsystem des öffentlichen Verkehrs integriert oder spannt mit Drohnen- und Agrarunternehmen bei Feldversuchen zusammen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Schaffhausen führt gemäss einer UBS-Studie beim Indikator «Wirtschaftsstruktur» die Rangliste aller Kantone an. Dies unterstreichen die hohe Wachstumsdynamik und die gute Wettbewerbspositionierung der kantonalen Unternehmenslandschaft. Es zeigt, dass sich die Schaffhauser Wirtschaft in den letzten Jahren gut aufgestellt hat, um diese schwierige Phase bewältigen zu können.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Seit jeher ist die persönliche Bestandespflege ansässiger Unternehmen ein Hauptbestandteil der Schaffhauser Wirtschaftsförderungstätigkeit. Die Rolle der Wirtschaftsförderung als direkte Ansprechstelle für Unternehmen und Selbständige bewährt sich nun. Der Kanton Schaffhausen hat innert Tagen gezielt und konsequent mit einem umfassenden Sofortmassnahmenpaket reagiert. Dank kurzer Wege werden Lösungen für individuelle Bedürfnisse und Problemsituationen mit den einzelnen Firmen entwickelt. ■

    Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen
    Christoph Schärrer, Delegierter
    für Wirtschaftsförderung
    Telefon +41 52 674 03
    info@standort.sh.ch

    Kanton Tessin, Stefano Rizzi

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefano Rizzi: Abgesehen von der strategischen Lage zwischen zwei der wichtigsten Wirtschaftsregionen Europas – Zürich und Mailand – bietet das Tessin ein exzellentes akademisches Umfeld mit Forschungsinstituten von Weltrang. Wir haben eine gute Verfügbarkeit von qualitativ hochstehenden Berufsprofilen auf dem Arbeitsmarkt sowie ein regionales Innovationsystem, das alle Akteure auf einfache Weise miteinander vernetzt und optimale Bedingungen für die Realisierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bietet. Das Tessin rangiert gemäss dem «Innovation Scoreboard 2019» der europäischen Kommission hinter Zürich auf dem zweiten Rang von 234 berücksichtigten Regionen Europas.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es handelt sich dabei vor allem um internationale Firmen, welche im Tessin eine Niederlassung zur Produktion, Forschung und Entwicklung suchen. Dazu kommen Hightech-Firmen und/oder solche, die hochqualifiziertes Personal benötigen. Die Unternehmen stammen vorwiegend aus den Sektoren Life Sciences, Lifestyletech, Mechatronik, Blockchain und generell Informations- und Kommunikationstechnologie.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    In den letzten Jahren haben wir das umfassende regionale Innovationssystem und eine Förderstrategie für innovative Start-ups ent-
    wickelt sowie positive Synergien zwischen Behörden, Instituten und Partnern auf dem ganzen Kantonsgebiet geschaffen. Zudem haben wir unsere Innovationsförderungsstiftung AGIRE stark ausgebaut. Ein weiterer Meilenstein ist unsere Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area (GZA). Parallel dazu können wir eine stetig wachsende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten und eine sehr erfreuliche Zunahme von Forschungsprojekten verzeichnen, welche auch dank der Unterstützungsbeiträge aufgrund unseres Gesetzes über wirtschaftliche Innovation möglich gemacht werden.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir schauen zuversichtlich auf unsere Kandidatur für den Anschluss an das Netzwerk Switzerland Innovation Park sowie die Schaffung von Kompetenzzentren in den Sektoren Life Sciences, Mechatronik, Drohnen sowie Blockchain und künstlicher Intelligenz. Grosse Hoffnungen hegen wir in die bereits laufende Entwicklung des neuen Arbeits-, Bildungs- und Wohnquartiers und zukünftigen Stand-
    orts des Innovationsparks auf dem Areal des jetzigen SBB-Industriewerks beim Bahnhof Bellinzona, das ab 2026 realisiert werden soll.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Das Tessin war einer der am stärksten betroffenen Kantone zu Beginn der Coronakrise. Dank der prompten Reaktion aller Beteiligten konnte Schlimmeres abgewendet werden. Auch die Unternehmen haben gut auf die schwierigen Zeiten reagiert und ihre Aktivitäten bereits wieder aufgenommen. Dieses gelungene Zusammenspiel hat gleichzeitig zur Stärkung des Images des Kantons Tessin als solider und sicherer Kanton beigetragen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Beim Ausbruch der Coronakrise haben wir unverzüglich Runde Tische mit Vertretern aus der Wirtschaft, Politik und Forschung einberufen, um gemeinsam kurz-, mittel und langfristigwirkende Massnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu erarbeiten. Dazu kommt die vermehrte Unterstützung der Unternehmen im Bereich der wirtschaftlichen Innovation. Das vom Finanz- und Wirtschaftsdepartement initiierte Projekt «Vivi il tuo Ticino – Lebe dein Tessin» soll die Tessiner dazu anregen, den eigenen Kanton als Ferienort zu entdecken. ■

    Dipartimento delle finanze e dell’economia
    Divisione dell’economia
    Stefano Rizzi, Direktor
    www.ti.ch/economia

    Kanton Zug, Beat Bachmann

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Beat Bachmann: Der Zuger Wirtschaftsraum bietet ein Gesamtpaket an herausragenden Standortfaktoren: Die ausgeprägte Wirtschaftsfreundlichkeit, politische und finanzielle Stabilität, attraktive Steuern für Firmen und Privatpersonen, Internationalität sowie der Pool an verfügbaren Fachkräften, der wiederum eine Magnetwirkung ausübt. Dazu kommen Investitionen in Bildung, die gute Erreichbarkeit, die hervorragende Lebensqualität sowie ein effektives Geschäftsumfeld. Der Kanton Zug ist Teil der Greater Zurich Area (GZA) und des Metropolitanraums Zürich, einer der weltweit attraktivsten Wirtschaftsräume.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Unternehmen aus breit diversifizierten Branchengruppen: Life Science (Pharma / Biotech / Medtech), Grosshandel, High Tech Industrie, Finanzwirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie (inkl. Fintech und Blockchain) sowie internationale Headquarters.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Mit der Umsetzung der Steuerreform per 1. Januar 2020 bleibt der Wirtschaftsstandort Zug im internationalen Wettbewerb für Unternehmen und Privatpersonen langfristig weiterhin sehr attraktiv. Die führenden Branchen haben sich positiv entwickelt und sind noch stärker geworden, insbesondere Life Science mit Pharma und Medtech, Handel/Trading sowie Blockchain, Tech und IT. In diesen Bereichen sind auch viele Start-ups entstanden. Mit der Inbetriebnahme des Departements Informatik der HSLU in Rotkreuz und dem bevorstehenden Start der Höheren Fachschule für Informatik und Elektronik am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug investiert der Kanton in Talente und künftige Fachkräfte.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir hoffen, dass sich die – vor der Krise prosperierende – Wirtschaft gut erholt und erwarten, dass sich die Branchencluster erfolgreich weiterentwickeln und dass der Kanton weiterhin zu den attraktivsten Standorten zählt.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Zuger Wirtschaftsraum ist international stark vernetzt, globale Ereignisse haben eine grosse Auswirkung. Einen wesentlichen Einfluss hat die Entwicklung des Weltmarkts. Im dritten Quartal werden wir über klarere Informationen verfügen. Der Zuger Regierungsrat plant die kommenden Monate mit verschiedenen Szenarien; er verfolgt mit einem Monitoring ausgewählter Indikatoren die Erholung der Wirtschaft genau.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons stehen im stetigen Austausch mit den ansässigen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Organisationen. Dieses Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Tragfähigkeit bewiesen. Die Nähe zur Zuger Wirtschaft und daraus folgend die Kenntnisse der Situation, auch die der Kleinst- und Kleinfirmen, hat geholfen, die Stützungsmassnahmen des Kantons, die die Massnahmen des Bundes ergänzen, so zu gestalten, dass zumindest die grundlegendsten Bedürfnisse gedeckt werden können. ■

    Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zug
    Beat Bachmann,
    Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Zug
    Telefon +41 41 728 55 04
    www.zg.ch/economy
    economy@zg.ch

    Kanton Zürich, Matthias Inhauen

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Matthias Inauen: Das Wirtschafts- und Technologiezentrum Zürich bietet Unternehmen ein attraktives Ökosystem mit Weltruf. Dazu gehören die hohe Verfügbarkeit von Fachkräften, Spitzen-Hochschulen, höchste Lebensqualität, erstklassige Verkehrsin-
    frastruktur und ein dynamisches Netzwerk aus internationalen Grosskonzernen, innovativen mittelständischen Unternehmen und hochspezialisierten Kleinbetrieben. Die gut diversifizierte Zürcher Wirtschaft und eine nachhaltige Finanzpolitik des Kantons gewährleisten stabile Aussichten.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es sind Unternehmen, die ihre Innovationsstärke ausbauen möchten, Fachkräfte suchen, ihren internationalen Marktzugang aufbauen und dafür einen zentralen sowie langfristig stabilen Standort suchen. Wir begleiten vor allem wissens- und wertschöpfungsintensive Unternehmen aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences, Finance sowie Business and corporate services.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Verkehrsinfrastrukturprojekte wie die Limmattalbahn haben die Erreichbarkeit für Wirtschaft und Gesellschaft weiter verbessert. Für die Zürcher Unternehmen war es in den letzten eineinhalb Jahren zudem einfacher, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden als noch im Jahr 2018. Der Steuersatz für juristische Personen wurde massvoll gesenkt und der Spielraum bei den neuen Steuerinstrumenten für forschungsintensive Unternehmen wird voll ausgenutzt.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die Entwicklung des Standorts Zürich steht ganz unter dem Zeichen von Innovation und neue Technologien. Eines unserer grossen Projekte ist der Innovationspark Dübendorf, der auch ein Testlabor ist, um die Wettbewerbsfähigkeit noch weiter zu steigern. Weiter steht die Mobilität im Zentrum, ob auf der Strasse, auf der Schiene, auf dem Velo oder zu Fuss. Dabei sind wir auch offen für die Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien wie Drohnen oder Hyperloop.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Die Mehrheit der Unternehmen im Kanton Zürich leidet unter der Coronakrise. Als höchst internationaler und vom Ausland abhängiger Standort bergen die protektionistischen Entwicklungen ein erhöhtes Risiko, Exporte und Wertschöpfungsketten werden unterbrochen, der Konsum sinkt, und auch der internationale Flughafenstandort Zürich leidet. Aber wir sehen auch positive Entwicklungen: Zum Beispiel im Bereich Life Sciences und Informations- und Kommunikationstechnologie mit einem Sprung im Bereich der Digitalisierung, Home-Office und flexiblen Arbeitszeitregelungen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Mit einer enormen Geschwindigkeit hat neben dem Bund komplementär auch der Kanton Zürich ein Notstandmassnahmen-Paket im Umfang von einer halben Milliarde Franken zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen. Wir stehen dabei in engem Austausch mit der Wirtschaft. Ziel ist es, Arbeitsplätze und Einkommen im Kanton Zürich möglichst weitgehend zu sichern. Auch die Städte und Gemeinden unterstützen in Koordination mit dem Kanton mit bedürfnisnahen Lösungen, beispielsweise für Selbstständige und die Kreativitätsbranche. ■

    Amt für Wirtschaft und Arbeit Kt. Zürich
    Matthias Inauen,
    Leiter Firmenansiedlungen
    Telefon +41 43 259 26 78
    www.standort.zh.ch
    matthias.inauen@vd.zh.ch

    Kanton Uri, Stefan Büeler

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefan Büeler: Der Kanton Uri liegt direkt an der zentralen europäischen Nord-Süd-Achse und besitzt sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene schnelle Verbindungen Richtung Norden und Süden. Wir bieten ein optimales Kostenumfeld, wo ein Unternehmen seine Pläne preiswerter umsetzen kann und den Arbeitnehmenden dank tiefen Steuern und Abgaben am meisten Geld zum Leben übrigbleibt. Arbeitskräfte schätzen es, im Naturparadies leben und arbeiten zu können.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es sind Unternehmen aus allen möglichen Branchen, welche hier noch gut erschlossenes Bauland oder Gewerberäumlichkeiten zu vernünftigen Preisen finden. Branchenbezogen sind es oftmals Unternehmen aus dem tourismusnahen Umfeld, aus der Metallverarbeitung, aus der Wintersporttechnologie (z. B. Seilbahnen) oder aus dem Bereich Verkehr/Mobilität. Jüngst lassen sich auch immer mehr digitale Nomaden nieder, die ortsunabhängig arbeiten.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Im Kanton Uri wurden in den letzten fünf Jahren enorm viele Infrastruktur-Investitionen getätigt. Der Gotthard-Basistunnel wurde eröffnet, und in Altdorf ist der neue Kantonsbahnhof im Bau. Gleich daneben entwickeln wir mit der Werkmatt Uri ein grosses Industrie- und Gewerbegebiet. Andermatt wurde der wohl aufstrebendste Tourismusort der Alpen mit entsprechenden zeitgemässen Inf-
    rastrukturen. Zudem hat der Kanton Uri die Unternehmenssteuern deutlich gesenkt.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Der Kantonsbahnhof Altdorf wird zu einer neuen ÖV-Drehscheibe auf der Nord-Süd-Achse. Dabei entwickelt sich ein neues urbanes Zentrum mit vielen privaten Immobilienprojekten. Dazu trägt auch das Areal Werkmatt Uri in unmittelbarer Umgebung bei, das einen eigenen Autobahnanschluss erhält. Ende 2022 wird das neue Kantonsspital eröffnet. Der Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels wird zusätzliche Wertschöpfung in den Kanton bringen, und die touristische Entwicklung in Andermatt wird weiterhin für positive Schlagzeilen sorgen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Natürlich ist es für die meisten Unternehmen keine einfache Zeit. Bisher haben die Urner Betriebe die Krise jedoch mit viel Eigeninitiative im Grossen und Ganzen gut gemeistert. In verschiedenen Bereichen gibt es denn auch bereits wieder positive Signale, insbesondere auch aus dem Tourismus. Dennoch stehen die meisten Unternehmen in den nächsten Monaten weiterhin vor sehr grossen Herausforderungen, um die Folgen der Krise bewältigen zu können.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wir stehen im regelmässigen Austausch mit unseren Unternehmen und den Wirtschaftsverbänden und suchen nach massgeschneiderten Lösungen. Für Härtefälle stellen wir Mittel aus dem Wirtschaftsförderungs-Fonds zur Verfügung. Wir unterstützen verschiedene Initiativen zur Schaffung von neuen Angeboten, insbesondere im Tourismus. Mit dem neuen Umsetzungsprogramm der Neuen Regionalpolitik steht uns hierzu ein wirksames Impulsprogramm zur Verfügung. ■

    Volkswirtschaftsdirektion
    Stefan Büeler, Leiter Abt. Wirtschaft
    und Tourismus
    Telefon +41 41 875 24 08
    www.standort-uri.ch
    stefan.bueeler@ur.ch

    Kanton Schwyz, Roman Morger

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Roman Morger: Der Kanton Schwyz bietet eine ideale Lage im dynamischen Wirtschaftsraum Zürich, ein grosses Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften und dazu eine der tiefsten Steuerbelastungen für Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz. Ausserdem finden sich hier zahlreiche europäische und weltweite
    Headquarters sowie internationale Schulen.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Nationale und internationale Headquarters sowie Unternehmen der Finanzindustrie aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Private Equity, Hedge Funds und Family Offices. Dazu kommen Unternehmen des Gesundheitswesens wie Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie, Diagnostik und Dienstleistungsfirmen allgemeiner Art sowie Hersteller von hochwertigen Produkten.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Der Baustart des Bauprojekts «Hertipark» in Brunnen ist erfolgt. Der Baustart der Etappe 1 des Bauprojekts «Nova Brunnen» in Brunnen ist auf anfangs 2021 geplant. Abgeschlossen ist der Studien-
    auftrag für die Umnutzung Zeughausareal Seewen-Schwyz und die Schnellzugsverbindung Mailand –Zürich mit Halt in Arth-Gold-
    au wurde eröffnet. Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes Arth-Goldau sowie die Umnutzung des Areals Bahnhof Süd für Arbeiten und Wohnen ist im Gange.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir erwarten eine Zunahme von Home-Office und Co-Working Arbeitsplätzen sowie eine internationale Steuerharmonisierung in Bereichen wie Umsatzbesteuerung und Mindestbesteuerung (BEPS). Firmenansiedlungen erfolgen dort, wo entsprechend hoch qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden sind. Unternehmen evaluieren ihre Wertschöpfungsketten – das internationale Interesse, um wertschöpfungsstarke Arbeitsplätze in der Schweiz aufzubauen, wird zunehmen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Zahlreiche Unternehmen haben Kurzarbeit eingeführt. Stand 17. Juli 2020 haben rund 3000 Unternehmen Kurzarbeitsentschädi-
    gung erhalten, insgesamt wurden 85 Millionen Franken ausbezahlt.

    Viele Firmen werden 2020 wirtschaftlich ein schlechtes Jahr verzeichnen – der Kanton Schwyz erwartet deshalb einen Rückgang der Steuereinnahmen bei Unternehmen und Privatpersonen. Die Arbeitslosenzahlen dürften sich in den kommenden Monaten erhöhen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wie bezahlen Kurzarbeitsentschädigungen aus sowie Erwerbsersatz-Entschädigungen durch die Ausgleichskasse Schwyz. Unternehmen erhalten Überbrückungskredite durch den Bund und den Start-Ups wird ebenfalls mit Überbrückungskrediten durch den Bund und den Kanton Schwyz unter die Arme gegriffen. Ausserdem haben wir das Impulsprogramm «Hopp Schwyz» lanciert. ■

    Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz
    Roman Morger, Projektleiter
    Wirtschaftsförderung
    Telefon +41 41 819 16 48
    www.schwyz-wirtschaft.ch
    roman.morger@sz.ch

  • Ab 2021 kommen die intelligenten Stromzähler

    Ab 2021 kommen die intelligenten Stromzähler

    Die intelligenten Stromzähler namens Smart Meter kommen ab dem Jahr 2021 flächendeckend. Der Zürcher Stadtrat hat hierfür gebundene Ausgaben von 194,2 Millionen Franken bewilligt. Das EWZ ersetzt somit in den kommenden Jahren 270’00 herkömmliche Zähler durch digitale Smart Meter, um die gesetzlichen Vorgaben des Bunds zu erfüllen.

    Diese tragen zu einer CO2-neutralen Energieversorgung und Versorgungssicherheit bei. Die einzelnen Bereiche wie beispielsweise die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die Speicherung und mehr bis hin zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge müssen dabei vernetzt werden. Smart Meter sind also digitale und internetfähige Stromzähler, bestehend aus einer Messeinrichtung und einem intelligenten Verteilnetz (Smart Grid). Neben den Smart Metern in den Gebäuden gehören zu diesen Systemen weitere Komponenten, welche die Fernauslesung der neuen Messgeräte über das EWZ-Glasfasernetz sicherstellen. Die Verbrauchsdaten der Endverbraucher werden der Rechnungsstelle jeweils verschlüsselt übermittelt.

    Im Gegensatz zu analogen Zählern, die jährlich abgelesen werden, können digitale Smart Meter rund um die Uhr den Verbrauch und die Stromerzeugung eines Haushalts messen und diese Informationen den Kunden zur Verfügung stellen. Die neuen Zähler ermöglichen damit auch das direkte Erstellen definitiver Rechnungen. In Zukunft erfolgt die Abrechnung jeweils aufgrund des tatsächlichen Stromverbrauchs – und zwar alle drei Monate anstelle von Akontorechnungen und Jahresrechnung.

    Betroffene Immobilienbesitzer werden von EWZ rechtzeitig über das Auswechseln der Zähler informiert. ■

  • E-Busse verbinden Zürcher ETH-Standorte

    E-Busse verbinden Zürcher ETH-Standorte

    Das in Bassersdorf ZH ansässige Verkehrsunternehmen Eurobus hat neu drei vollelektrische Gelenkbusse von Mercedes-Benz im Einsatz. Die erst vor wenigen Wochen vorgestellten Fahrzeuge der Modellreihe eCitaro G werden auf dem sogenannten ETH-Link zwischen den beiden Standorten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eingesetzt. Es sind die ersten, die im Linienbetrieb fahren.

    Die 18,13 Meter langen vollelektrischen Gelenkbusse fahren zu 100 Prozent mit grünem Schweizer Wasserstrom. Ihre Kapazität liegt bei 38 Sitz-, 93 Steh- und zwei Rollstuhlplätzen. Zudem bieten sie öffentliches WLAN, USB-Ladesteckdosen und Klimatisierung. Sie ersetzen ab sofort die bisherigen dieselbetriebenen Shuttle-Busse zwischen dem Zürcher Zentrum und Hönggerberg. An der Haltestelle Hönggerberg tanken sie jeweils neuen Strom.

    „Die neuen Elektrobusse zeichnen sich neben ihrer Umweltfreundlichkeit vor allem durch die ruhige Fahrweise, den komfortablen Niederflureinstieg sowie das ansprechende Innen- und Aussendesign aus“, wird der Geschäftsführer der Eurobus welti-furrer AG, Patrick Nussbaumer, in einer Medienmitteilung von Daimler zitiert. „Die ETH setzt damit ein klares Zeichen und stärkt ihre Position als zukunftsorientiertes Bildungsinstitut.“

    Armin Krieg, Leiter Vertrieb Linienbusse der Winterthurer Daimler-Tochter EvoBus (Schweiz) AG, zeigt sich zufrieden, „dass wir mit der Einführung des eCitaro G unseren angekündigten Fahrplan der E-Mobilität in Stadtbussen konsequent fortführen und die Innovations- und Technologieführerschaft von Daimler Buses ausgerechnet im Epizentrum der technisch-naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre unterstreichen dürfen.“

  • K118: Ein Gebäude aus Bauabfällen

    K118: Ein Gebäude aus Bauabfällen

    Ein Projekt, das kaum nachhaltiger sein könnte: Der Anbau der Halle 118 auf dem Lagerplatz in Winterthur ZH wurde um fünf Geschosse aufgestockt. Und zwar wo immer möglich mit wiederverwendbaren Baumaterialien. Ausschlaggebend für das heutige Aussehen war das Vorhandensein solcher Werkstoffe aus Rückbauten in der Region. Ganz fertig ist das Gebäude noch nicht: «Der Bau dürfte Anfang 2021 abgeschlossen sein», sagt Benjamin Poignon, Architekt und Bauingenieur beim «baubüro in situ».

    Die Stiftung Abendrot mit Sitz in Basel hat das Areal Lagerplatz im Jahr 2010 der Sulzer Immobilien AG abgekauft. Die Stossrichtung war für die Pensionskasse, die auf Nachhaltigkeit setzt, schnell klar: In Zusammenarbeit mit den Mietern sollte die bereits bestehende gemischte Nutzung weiterentwickelt werden. Für jedes der Obergeschosse sind mehrere neue, bis rund 60 Quadratmeter grosse Ateliers für Start-ups und Kleingewerbler geplant.

    Die Gebäude sollten zwar mit ihren Fussabdrücken erhalten bleiben, aber energetisch und den gesetzlichen Normen entsprechend weiterentwickelt werden. Für das Projekt zuständig ist das «baubüro in situ». Die Projektleiter Marc Angst und Pascal Hentschel bringen das Konzept auf den Punkt: «Reparieren, was noch gebraucht werden kann. Entfernen, was stört oder nicht mehr taugt – und ergänzen, was neu benötigt wird.»

    Suche nach Baumaterial kostet die Hälfte der Zeit
    Das tragende Grundgerüst besteht aus einer Occasion-Stahlstruktur. Daran werden vorgefertigte Fassadenelemente aus Holz, die mit einer Strohdämmung gefüllt sind, befestigt. Solche einfachen ökologischen Baustoffe wie Stroh, Aushublehm und Holz fallen in grossen Mengen an und können mit minimalem Einsatz von grauer Energie verarbeitet und eingesetzt werden. Sie sorgen ausserdem für ein angenehmes Raumklima.

    Die leicht überhängende Südfassade in leuchtendem Backsteinrot-Orange stammt aus der Blechfassade der ehemaligen Ziegler-Druckerei in Winterthur Grüze. Die Fenster im neuen Recycling-Bau sind uneinheitlich, in ihrer Gesamtheit aber stimmig. Damit die Isolation heutigen Standards entspricht, wurde die Verglasung bei neun Fenstern verdoppelt, die anderen wiesen eine ausreichende Isolierung auf. Die Treppe an der Ostfassade ist über 30 Jahre alt und zierte zuvor die Fassade des Bürogebäudes Orion in Zürich-West. Von diesem im 1989 errichteten Gebäude stammen ausserdem 80 Fenster sowie Fassadenplatten aus Granit, die für die Balkonböden wiederverwertet werden. Die jeweiligen Bauteile werden dabei nicht neu aufbereitet – dies unterscheidet das Projekt vom sogenannten Downcycling, bei dem Bausubstanzen zunächst energieaufwendig umgearbeitet werden.

    Die Architekten haben aus diesem einmaligen Pilotprojekt bereits einiges gelernt: «Es ist das erste Mal, dass wir eine Tragestruktur wiederverwendet haben. Wir haben aber auch gemerkt, dass es Bauteile gibt, die günstiger im Neukauf als in der Wiederverwendung sind. Wir haben beispielsweise probiert, Kalk-Sandstein wiederzuverwenden. Doch die Reinigungs- und Aufbereitungsarbeiten waren so hoch, dass wir hier auf einen Neukauf ausgewichen sind», erklärt Architekt Poignon. Das Projekt hat auch einen neuen Job kreiert: Bauteiljäger. Das «baubüro In situ» engagierte hierfür eigens Praktikantinnen, die nach geeigneten Abbruchobjekten und dabei anfallenden wiederverwendbare Materialen Ausschau halten. Aber auch die Architekten sind immer mit offenen Augen unterwegs. Nutzbare Materialen werden vom Architekturbüro mit Wurzeln in Basel selber abgebaut und abgeholt. Die Hälfte der Zeit wenden die Architekten für die Evaluation und Beschaffung möglicher Bauteile auf. Probleme, passendes Material zu finden, hatte « in situ » nicht: Von den ungefähr 7,5 Millionen Tonnen Bauabfall, die in der Schweiz jedes Jahr anfallen, werden nur 0,1 Prozent direkt wiederverwendet, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) eruiert hat. «In situ» geht davon aus, dass sich zehn Mal mehr wiederverwenden liesse.

    Buchpublikation geplant
    Wer sich an dieser Stelle Gedanken über die Kosten macht: 4,8 Millionen Franken wurden für das Projekt bislang budgetiert. Ein erklärtes Ziel war es, so zu bauen, dass es nicht teurer als ein kompletter Neubau kommt. «Direkte Vergleiche zu ziehen, ist aber schwierig», sagt Benjamin Poignon.

    Allgemein setzt «in situ» beim Bau immer auf Wiederverwendung von Materialien – wenn auch selten in diesem grossen Rahmen. K118 hat mit seiner Einzigartigkeit aber auf jeden Fall Interessenten auf den Plan gerufen: Ein Forschungs- und Lehrprojekt der Fachhochschule ZHAW in Winterthur und eine Fallstudie der Umweltsystemwissenschaften der ETH Zürich begleiteten die Planung. Unter anderem werden die umweltrelevanten (Abfall, Ressourcen, Lebensdauer etc.) und rechtlichen sowie die den Bauprozess betreffenden Aspekte untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt ist eine gemeinsame Publikation geplant: Das Buch soll die Wiederverwendung von Bauteilen im Hochbau umfassend beleuchten und die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen öffentlich zugänglich machen. ■

    So soll das Gebäude K118 nach Abschluss der Bauarbeiten aussehen.
  • Bund unterstützt Sanierungen im gemeinnützigen Wohnungsbau

    Bund unterstützt Sanierungen im gemeinnützigen Wohnungsbau

    Die gemeinnützigen Wohnbauträger der Schweiz verfügen über einen Bestand von knapp 170’000 Wohnungen, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Viele dieser hauptsächlich in Städten und Agglomerationen gelegenen Wohnungen seien älter als 30 Jahre und genügten den heutigen energetischen Anforderungen nicht mehr, heisst es dort weiter. Ein Sonderprogramm des Bunds soll gemeinnützige Wohnbauträger motivieren, ihre Gebäude nachhaltig zu sanieren.

    Das vom Bundesrat ausgearbeitete Programm sieht dabei die Gewährung von Darlehen in Höhe von bis zu 50’000 Franken pro zu sanierender Wohnung vor. Bei einer Laufzeit von 25 Jahren wird in den ersten zehn Jahren auf die Erhebung von Zinsen verzichtet. Voraussetzung ist, dass die Sanierungsarbeiten den Zustand der Gebäudehülle auf die Stufe B des Gebäudeenergieausweises der Kantone (GEAK) verbessern oder den Minergie-Standard erfüllen.

    Ein ähnliches Programm für den ländlichen Raum wird von der Stiftung für Wohneigentumsförderung (SFWE) aufgelegt, informiert der Bundesrat in der Mitteilung weiter. Hier können jeweils 90’000 Franken pro Wohnung für maximal drei Wohnungen beantragt werden. Gesuche für beide Programme können bei den Dachorganisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus beziehungsweise der SFWE bis Mitte Oktober 2023 eingereicht werden.

  • Gotthard-Windpark ist offiziell eingeweiht

    Gotthard-Windpark ist offiziell eingeweiht

    Der Parco eolico del San Gottardo ist auf dem Gotthard-Pass offiziell eingeweiht worden. Es ist aktuell der einzige Windpark, der in der Schweiz im Bau ist. Er wird seinen regulären Betrieb im November aufnehmen. Für die kommenden Sommermonate sind laut einer Medienmitteilung der Betreiberin Azienda Elettrica Ticinese (AET) „zahlreiche Wiederherstellungs- und Bodensanierungsmassnahmen“ vorgesehen.

    Staatsrat Claudio Zali, Direktor der Territorialabteilung, Airolos Bürgermeister Franco Pedrini, der Generaldirektor von Services Industriels de Genève (SIG),  Christian Brunier, und der Direktor der AET, Roberto Pronini, haben die Anlage symbolisch in Betrieb genommen. Anwesend waren auch Vertreter von Unternehmen und Institutionen, die an dem Projekt beteiligt sind.

    Für die Bauphase wurden die Sommermonate der vergangenen beiden Jahre genutzt. Geplant war die Inbetriebnahme bereits im Herbst 2009. Doch die Verantwortlichen hätten damals laut eines Artikels der „Luzerner Zeitung“ „zugegeben, dass sie den Aufwand des Projekts unterschätzt haben“. Zur Begründung habe der damalige Verwaltungsratspräsident fehlende Erfahrung der Schweiz mit Windparks angeführt.

    Jetzt stehen auf dem Gotthard-Pass fünf statt der ursprünglich sieben geplanten Windräder. Sie wurden von der deutschen Firma Enercon geliefert. Die jährliche Produktion dieser Generatoren von je 2,35 Megawatt wird laut der Mitteilung auf zwischen 16 und 20 Gigawattstunden geschätzt. Sie könne den Strombedarf im Leventina-Tal zwischen den Südportalen des Gotthard-Tunnels bei Airolo bis Biasca abdecken.

    Die Investition in Höhe von 32 Millionen Franken wurde von den Aktionären des Gotthard-Windparks unterstützt: AET hält 70 Prozent, SIG 25 Prozent und die Gemeinde Airolo 5 Prozent. Die Anlage bekommt für 20 Jahre Subventionen aus dem Fond der Kostendecken Einspeisevergütung (KEV) für erneuerbare Energien. Dabei handelt es sich um ein Instrument des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien. Es wird durch eine Abgabe der Konsumentinnen und Konsumenten auf den Strompreis finanziert.