Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • CKW reicht Konzessionsgesuch für Wasserkraftwerk ein

    CKW reicht Konzessionsgesuch für Wasserkraftwerk ein

    CKW hat das Konzessions- und Baugesuch für das Kleinwasserkraftwerk Waldemme in Flühli LU beim Kanton Luzern eingereicht. In den vergangenen Monaten ist das Projekt mit Einbezug von Umweltschutzorganisationen überarbeitet worden, wie CKW in einer Mitteilung schreibt. Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan soll unter anderem die Lammschlucht unberührt bleiben.

    Das Kraftwerk soll nach den Plänen von CKW bis 2023 fertiggestellt werden. Es soll eine Leistung von 1,4 Megawatt aufweisen und rund 6,5 Gigawattstunden Strom im Jahr produzieren. Damit kann den Angaben zufolge der Bedarf von rund 1500 Vierpersonenhaushalten gedeckt werden. CKW rechnet mit einer Investitionssumme von rund 13 Millionen Franken.

    Mit der Investition leiste CKW „einen Beitrag für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung“ und sorge „für Aufträge für die Luzerner Wirtschaft“, sagt CKW-CEO Martin Schwab. Der massgebliche Teil des Auftragsvolumens werde im Kanton Luzern bleiben.

    Regierungsrat Fabian Peter (FDP) begrüsst das Vorhaben. „Auch der Kanton Luzern muss seinen Beitrag zur Energiewende 2050 und zum Erreichen der Klimaziele leisten. Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es dafür Potenzial, das genutzt und mit geeigneten Rahmenbedingungen gefördert werden soll“, lässt er sich in der Mitteilung von CKW zitieren.

  • BKW schafft Kompetenzzentrum für Elektromobilität

    BKW schafft Kompetenzzentrum für Elektromobilität

    Die BKW will laut einer Medienmitteilung zur Komplettanbieterin im Bereich der Elektromobilität werden. Dafür soll ein neues Kompetenzzentrum aufgebaut werden. Die Dienstleistungen dieses neuen Zentrums werden den Angaben zufolge die Planung, Installation und Integration von Ladeinfrastrukturen umfassen. Die BKW wird aber etwa auch für die Abrechnung verantwortlich sein.

    Mit dem Kompetenzzentrum reagiert die BKW auf die steigende Nachfrage nach Stromfahrzeugen. Diese führe auch zu steigendem Interesse an integrierten E-Mobilitätslösungen. Laut der BKW sind vor allem Fahrzeughersteller, Garagen und die Immobilienwirtschaft an solchen Angeboten interessiert.

    „Die Kopplung der erneuerbaren Energieproduktion mit dem Verkehrssektor ist eine der Chancen, um die erneuerbaren Energien in ein zuverlässiges Energieversorgungssystem einzubinden“, wird Suzanne Thoma, CEO der BKW, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Ausbau unserer Kompetenzen im Feld der Elektromobilität ergänzen wir unsere bestehenden Lösungen der dezentralen, erneuerbaren Energie- und Wärmeproduktion in Gebäuden und bieten so sektorübergreifende integrierte Full-Service Energielösungen“, so Thoma weiter.

  • GOFAST und Fast Food gehen zusammen

    GOFAST und Fast Food gehen zusammen

    Der Schweizer Schnellladeanbieter GOFASTlanciert zusammen mit McDonald’s Schweiz ein Projekt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos. Laut Medienmitteilungsollen an zahlreichen Standorten der Schnellrestaurantkette insgesamt 90 Ladestationen für Elektrofahrzeuge neu entstehen. Dass GOFAST mit McDonald’s Schweiz einen neuen Partner für sich gewinnen konnte, sei für die steil wachsende Zahl von E-Autofahrenden ein wahrer Glücksfall, wird Domenic Lanz, Geschäftsführer des 2016 gegründeten E-Mobilitätsunternehmens GOFAST in der Mitteilung zitiert. GOFAST steht als Abkürzung für GOtthard FASTcharge AG mit Sitz in Zürich.

    Die übliche Ladezeit von 20 bis 30 Minuten für eine Reichweite von – je nach Modell und Ladekapazität der Batterien – um die 300 Kilometer kann so genutzt werden, während man sich im Restaurant verpflegt. Bei GOFAST HPC-Ladern (High-Power-Charging) können E-Autofahrende ihr Fahrzeug mit Leistungen von bis zu 150 Kilowatt nachladen, wird in der Mitteilung erläutert. Im Idealfall könnten damit in zehn Minuten bis zu 150 Kilometer Reichweite gewonnen werden. Geladen werde ausschliesslich mit Schweizer Strom aus erneuerbaren Energien.

    Der Ausbau beginnt am McDonald’s-Restaurants an der Autobahnausfahrt Martigny mit sechs Ladeplätzen. Die nächsten Stationen sind dann die McDrives in Hinwil, Kölliken, La Tour-de-Trême und Lugano. Aglaë Strachwitz, Managing Director von McDonald’s Schweiz, wird in der Mitteilung zitiert: „Seit Jahren setzen wir uns bei McDonald’s gemeinsam für die Umwelt ein. So fährt unser Logistikpartner mit Biodiesel und Biogas, hergestellt aus unseren Küchenabfällen. Wir setzen auf den Zug als Transportweg, beim Strom auf Wasserkraft und nun verstärkt auch auf schnelle Ladestationen für unsere Gäste.“

  • Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    In St.Gallen haben mehrere Solarteure übrig gebliebene Module bereits realisierter Photovoltaikanlagen zusammengetragen. Jetzt produzieren sie auf dem Dach des Lattich genannten Gebäudes am St.Galler Güterbahnhof gemeinsam Solarstrom. Das ungewöhnliche Projekt, über das die Stadt St.Gallen in einer Medienmitteilung informiert, liefert Sonnenenergie für zehn Vierpersonenhaushalte.

    Bei dieser Photovoltaikanlage handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der St.Galler Stadtwerke (sgsw) und fünf Solarteurfirmen, die über das Qualitätslabel Solarprofi von Swisssolar verfügen: Helion, Etavis Grossenbacher AG, Grob AG Gebäudehüllen, Huber + Monsch AG und solarmotion gmbh. Sie alle lieferten die nicht mehr benötigten Solarmodule. Die Anlage haben sie gemeinsam mit den sgsw projektiert und erstellt.

    Die beteiligten Partner erhalten als Gegenleistung für ihr Mitwirken an dem Projekt Solarstromeinheiten auf dem Lattich-Dach und profitieren so von einer Gutschrift auf ihren Stromrechnungen. Für die Öffentlichkeit sind weiterhin Solarstromeinheiten der St.Galler Solar Community auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld erhältlich.

  • Sensoren sparen an Haltestellen bis zu 90 Prozent Strom

    Sensoren sparen an Haltestellen bis zu 90 Prozent Strom

    Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und der städtische Energieversorger ewz haben in der ersten Hälfte des Jahres 2020 an mehreren Haltestellen den Einsatz einer neuen LED-Beleuchtung getestet. Diese sind mit Bewegungssensoren eingebaut, mit denen das Licht auf ein Zehntel seiner Stärke abgeschwächt werden kann, wenn sich niemand an der Haltestelle aufhält.

    Die Tests haben gezeigt, dass der Stromverbrauch deutlich gesenkt werden kann. „Auf alle beleuchteten Haltestellen gesehen liegt die durchschnittliche Energieeinsparung bei LED-Leuchten mit Bewegungssensorik bei cirka 90 Prozent, wobei die situationsspezifische Regulation der Helligkeit zusätzlich Lichtemissionen reduziert“, wird Martin Suter, Leiter Haltestellen bei den VBZ, in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. Zudem soll die Lebensdauer durch die Abschwächung des Lichts auf 25 bis 30 Jahre mehr als verdoppelt werden können, heisst es in der Mitteilung.

    In den nächsten fünf Jahren sollen die bisherigen Leuchtstoffröhren an sämtlichen Haltestellen durch die neue LED-Beleuchtung ersetzt werden.

  • Leclanché baut grösste Solaranlage der Karibik

    Leclanché baut grösste Solaranlage der Karibik

    Das Energiespeicherunternehmen Leclanché hat zusammen mit der Regierung des karibischen Inselstaats St. Kitts und Nevis und der staatlichen Electric Company (SKELEC) den ersten Spatenstich „für ein bahnbrechendes Projekt“ unternommen. Wie es in einer Medienmitteilung des Energiespeicherunternehmens heisst, soll in den kommenden 18 Monaten auf einem 102 Hektar grossen Grundstück der Regierung das grösste Solarstromerzeugungs- und Speichersystem der Karibik entstehen. Im ersten Betriebsjahr werde es etwa 61’300 Megawattstunden Strom erzeugen.

    Das 70-Millionen-Dollar-Mikronetz-Projekt wird von Leclanché gebaut. Es solle ein Modellprojekt auch für andere Inselstaaten darstellen. Gemeinsam mit dem wichtigsten Subunternehmer, der spanischen Grupotec, werde das Walliser Unternehmen eine schlüsselfertige Solar- plus Speicherlösung bereitstellen. Leclanché werde die Anlage im Rahmen seines strategischen Bau-, Eigentums- und Betriebsmodells über seine Tochtergesellschaft SOLEC Power Ltd. mit Partner Solrid Ltd. besitzen und betreiben.

    Bisher liefern Tanker wöchentlich Dieselkraftstoff an. Premierminister Timothy Harris bezeichnete das Projekt laut der Mitteilung als Meilenstein für sein Land, den Tourismus, die Wirtschaft und die gesamte karibische Region: „Dieses visionäre Projekt wird dazu beitragen, unsere Energieunabhängigkeit zu sichern.“ Es werde in 20 Jahren „fast eine dreiviertel Million Tonnen“ Kohlendioxidemissionen einsparen.

    Gemeinsam habe man vor Ort ein System entworfen, das SKELEC kostspielige Vorabinvestitionen erspart, so Leclanché-Geschäftsführer Anil Srivastava: Im Rahmen einer 20-jährigen Stromabnahmevereinbarung werde Leclanché an SKELEC zu einem Pauschalpreis über diesen gesamten Zeitraum saubere, erneuerbare Energie verkaufen.

  • ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat laut einer Medienmitteilung für das ewz einen dritten Rahmenkredit von 200 Millionen Franken beantragt. Diese Mittel sollen in Energieproduktionsanlagen fliessen, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren. Ob dieser Antrag bewilligt wird, entscheiden abschliessend die Stimmberechtigten der Stadt Zürich.

    Wie in der Mitteilung ausgeführt wird, haben die Stimmberechtigten seit 2007 drei Rahmenkredite für Investitionen in die Produktion von Windenergie und anderen erneuerbaren Quellen genehmigt. In Summe belief sich der Betrag auf 420 Millionen Franken. Damit erwarb das ewz über die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Zürich, ewz (Deutschland) GmbH, 18 Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen. Damit verfügt das ewz heute über rund eine Terawattstunde Strom aus Wind. Das entspreche dem heutigen ewz-Anteil aus der Stromproduktion des Kernkraftwerks Gösgen.

    Mit den nun beantragten 200 Millionen Franken wolle das ewz vor allem Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke in der Schweiz und im europäischen Ausland ausbauen. Das ewz strebe erneut an, ein Drittel des Rahmenkredits in Anlagen in der Schweiz zu investieren.

    Die ewz-Deutschland-Gruppe ist für alle Käufe und Finanzierungen im Ausland zuständig. Die Stadt Zürich bezeichnet sie als eine ihrer bedeutendsten Beteiligungen. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher in einer separaten Vorlage die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die ewz (Deutschland) GmbH.

  • Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Der am Donnerstag neu gegründete Verein der Schweizer H2-Produzenten will sich für bessere Standortbedingungen zur Produktion von grünem Wasserstoff stark machen. Dem Verein gehören bisher sieben Energieunternehmen an. „Gemeinsam werden sie der CO2-neutralen Wasserstoffproduktion in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen“, heisst es in ihrer Medienmitteilung.

    Wichtige Anwendungsbereiche fänden sich unter anderem im Schwerlastverkehr, als Ersatz für Diesel auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken und in der Chemieindustrie. Vorzugsweise erfolge die Produktion direkt ab einem Wasser- oder Windkraftwerk. Denn nur, wenn der für die Produktion von Wasserstoff notwendige Strom aus erneuerbaren Quellen stamme, sei er CO2-neutral.

    Während das benachbarte Ausland die Wasserstofftechnologie als unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende anerkenne und sie entsprechend staatlich fördere, tue sich die Schweiz damit noch schwer. „Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff in der Schweiz bisher nur an einer beschränkten Anzahl von Standorten möglich“, wird Arthur Janssen, Präsident des neuen Vereins sowie Leiter Innovation und Strategie bei der Basler Energieversorgerin IWB, in der Mitteilung zitiert.

    Zusätzlich zu diesen regulatorischen Hürden verfügten nur wenige Akteure über ausreichendes Wissen. Deshalb wollen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig bei Planung und Bau neuer Produktionsanlagen unterstützen. Auch mit Universitäten und Forschungsinstituten wolle der Verein eng zusammenarbeiten.

    Zu den Gründungsmitgliedern zählen: Elektrizitätswerk Altdorf, Oiken, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke, Satom, SIG und die Gemeinschaftsunternehmen Swiss H2 Generation AG (von ENGIE Services AG und Groupe E) sowie greenH2 (Fritz Meyer AG und IWB).

  • Kanton Solothurn verkauft letzte Alpiq-Aktien

    Kanton Solothurn verkauft letzte Alpiq-Aktien

    Der Kanton Solothurn hat das letzte ihm verbliebene Aktienpaket des Lausanner Energiekonzerns Alpiq an den regionalen Energieversorger IBB aus Brugg verkauft. Der Gesamtpreis für das Aktienpaket beträgt laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei rund 26 Millionen Franken. Für den Kanton resultiere am Ende ein einmaliger realisierter Gewinn von 5,2 Millionen Franken.

    Der Verkauf dieser Aktien resultiert aus der Neuorganisation des Alpiq-Aktionariats. Sie sieht im Wesentlichen vor, dass drei Hauptaktionärsgruppen zu gleichen Teilen an der Alpiq beteiligt sind. Diese haben unter sich vereinbart, dass sie in Zukunft ihrem jeweiligen Anteil entsprechend Wasser der Alpiq beziehen. Für den Regierungsrat des Kantons Solothurn sei dies „aus wirtschaftlichen Überlegungen durchaus nachvollziehbar und sinnvoll“. Doch hätte diese Pflicht zur Folge, „dass er ungewollt als Strombezüger und -händler zum Konkurrenten der regionalen Energieversorger würde“. Dies wolle er vermeiden.

    Deshalb hatte der Kanton bereits im September ein Aktienpaket im Wert von 113 Millionen Franken an Primeo Energie und Regio Energie Solothurn verkauft. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, habe der Preis pro Aktie damals wie heute bei 70 Franken gelegen.

  • EIP organisiert Kapitalerhöhung zugunsten erneuerbarer Energien

    EIP organisiert Kapitalerhöhung zugunsten erneuerbarer Energien

    Die Energy Infrastructure Partners (EIP), ehemals Credit Suisse Energy Infrastructure Partners, hat zugunsten der BayWa r.e. eine Kapitalerhöhung von 530 Millionen Euro organisiert. Am Dienstag wurde laut einer Medienmitteilung von EIP und einer weiteren von BayWa r.e. ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Transaktion führe zu einer Beteiligung von 49 Prozent an einem der weltweit führenden Entwickler, Dienstleister, Grosshändler und Anbieter von Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Zudem, so EIP, sei eine „erhebliche Wertschöpfung“ zu erwarten.

    Das in München ansässige Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über eine „sehr starke Projektpipeline“ von Photovoltaikanlagen und Windanlagen an Land mit einer Kapazität von 13 Gigawatt in mehr als 20 Ländern, vor allem in Europa, den USA und der Asien-Pazifik-Region. Nun wolle sich BayWa r.e. bis 2028 strategisch zu einem unabhängigen Stromproduzenten mit einer Zielkapazität von zunächst 3 Gigawatt weiterentwickeln, heisst es in der Mitteilung von EIP: „Die Partner beabsichtigen, im Laufe der Zeit zusätzliches Kapital einzusetzen, um die eigene erneuerbare Anlagenbasis erheblich zu erweitern.“

    „Wir freuen uns über diese einmalige Chance für unsere Anleger, sich an einer umfangreichen globalen Plattform für erneuerbare Energien zu beteiligen“, wird Tim Marahrens, Co-Leiter Origination & Transactions bei EIP, in der Mitteilung zitiert. Damit unterstreiche er die Bedeutung der Transaktion angesichts der anhaltenden Marktkonsolidierung in der Branche.

  • Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Eurosolarhat bei der Vergabe der diesjährigen Eurosolar-Preise das Zürcher Unternehmen Felix Partner Architektur in der Kategorie Solararchitektur für die Realisierung eines Projekts bei Bergün GR ausgezeichnet. Dort wurde laut Medienmitteilungein 350 Jahre altes Bündner Bauernhaus in Latsch durch konsequente Nutzung der Sonnenergie zu einem modernen Nullenergiehaus umgebaut. Dabei wurde die historische Substanz erhalten.

    Der Europäische Solarpreis wird seit 1994 für besonders förderwürdige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien von Eurosolar verliehen. Eurosolar ist die Kurzform von Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V. Der Verein hat seinen Sitz in Bonn. Die Preisträger in den Kategorien Kommunen, Solararchitektur, Industrie, Regionalverbände, Mobilität, Medien und Bildung trügen mit ihren herausragenden Projekten zur regenerativen und dezentralen Energieversorgung in Europa bei, heisst es in der Medienmitteilung.

    Eurosolar-Präsident Peter Droege wird mit der Erklärung zitiert, die preisgekrönten Projekte seien perfekte Beispiele für die laufende Transformation des Energiesystems: „Die heutigen Preisträger zeigen, wie die Welt vollständig erneuerbar werden kann.“

    Neben dem Preis für das beste Projekt in der Kategorie Solararchitektur der Schweizer Architekten werden in der Mitteilung weitere Preisträger hervorgehoben. So eine Inselgemeinde, die ein eigenständiges Energienetz besitzt, verwaltet und unterhält, das alle Bewohner mit erneuerbarem Strom versorgt. Weiter eine Filmregisseurin, die das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Kohlekraft schärft. Und auch an ein sogenanntes Social Enterprise, das mit mobiler Biogastechnologie eine unabhängige und kohlenstoffarme Energieversorgung ermöglicht.

  • NEST plant neue Einheit STEP2

    NEST plant neue Einheit STEP2

    Im Dübendorfer NEST, dem Forschungs- und Innovationsgebäude von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eawag, dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, wird eine neue Einheit einziehen. Sie trägt den Namen STEP2. Für diese Innovationswerkstatt werden laut einer Medienmitteilung der Empa derzeit auf dem bestehenden NEST-Gebäude zwei neue Stockwerke geplant.

    Diese sind so vorwärtsgerichtet wie das NEST selbst: eine Wendeltreppe in Form einer Wirbelsäule aus dem 3D-Druck wird die beiden neuen Etagen miteinander verbinden. Eine Rippen-Filigrandecke benötigt rund ein Drittel weniger Material als eine herkömmliche, eine effiziente Gebäudehülle soll für optimale Behaglichkeit sorgen. Weitere Informationen zu diesen und anderen innovativen Baudetails sowie regelmässige Informationen zur Entstehung der Einheit sind auf der STEP2-Internetseite verfügbar.

    Das Projekt selbst wurde von BASF angestossen. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie werde die STEP2-Unit „zielgerichtet“ auf marktfähige, nachhaltige Lösungen für Gebäudehüllen, Energiesysteme, die digitale und industrielle Fabrikation und die Kreislaufwirtschaft hinarbeiten. „Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass der Sprung auf den Markt schlussendlich möglichst rasch gelingen kann“, so Enrico Marchesi, Principal Innovation Manager bei BASF, der Hauptpartnerin der neuen Einheit.

    Das Projektteam, so die Mitteilung, schliesse momentan das Vorprojekt ab. Anfang 2021 solle mit der Planung des Baus begonnen werden. Die Fertigstellung ist auf Sommer 2022 geplant.

  • Limeco muss Preis für Siedlungsabfall nicht sofort senken

    Limeco muss Preis für Siedlungsabfall nicht sofort senken

    Limeco hat im Streit mit dem Preisüberwacher einen Zwischenerfolg erzielt. Wie das Unternehmen mitteilt, hat das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerde des Betreibers der Kehrichtverbrennungsanlage in Dietikon aufschiebende Wirkung erteilt. Damit stellen sich die St.Galler Richter gegen den Preisüberwacher, welcher der Beschwerde diese aufschiebende Wirkung versagen wollte.

    Zudem verlangen die Richter, wie von Limeco verlangt, auch die Fachbehörden für die Entscheidung heranzuziehen. Dabei handelt es sich um das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich, das Bundesamt für Umwelt und die Eidgenössische Wettbewerbskommission.

    Der Preisüberwacher hatte in einer Verfügung im September festgestellt, „dass der Preis von Limeco für die Verbrennung von Siedlungsabfall missbräuchlich“ zu hoch sei. Er wollte Limeco bereits auf den 1. Januar 2021 verpflichten, den Preis, den die Gemeinden für die Einlieferung zu zahlen hätten, auf 102 Franken pro Tonne zu senken.

    Limeco reichte daraufhin im Oktober Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Limeco argumentierte dabei, dass die Verrechnungspreise den Vorgaben von Bund und Kanton Zürich entsprächen. Sie seien angemessen und wären für eine „nachhaltige, kostendeckende und verursachergerechte Entsorgung des Siedlungsabfalls notwendig“. Der Preisüberwacher sei teilweise von falschen Annahmen ausgegangen.

    Der Preisüberwacher kann bis Mitte Februar Stellung zur Beschwerde von Limeco nehmen.

  • Innosuisse fördert Blackstone Resources

    Innosuisse fördert Blackstone Resources

    Die Schweizerische Innovationsagentur Innosuisse wird das mit 1,3 Millionen Franken veranschlagte Entwicklungsprojekt der Blackstone Resources AG bezuschussen. Sie hat eine Förderung in Höhe von 50 Prozent zugesagt. Diese Zusage helfe bei der Finanzierung der Entwicklung von Festkörperelektrolyten und einer „anspruchsvollen“ Fertigungssimulation von 3D-gedruckten Festkörperbatterien, heisst es in einer Medienmitteilung von Blackstone Resources.

    Dabei setzt das Baarer Unternehmen auf Lithium-Ionen-Batterien mit Festkörperelektrolyten. Deren industrielle Produktion basiere auf dem Blackstone-eigenen 3D-Druckverfahren, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Forschungskonsortium bestehend aus Blackstone Resources, der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Berner Fachhochschule werde die von der Empa entwickelte Synthese von Festkörperelektrolyten hochskalieren.

    Weil der Elektrolyt, also der leitende Teil der Batterie, fest ist, weisen Festkörperbatterien einige Vorteile auf: Sie sind nicht entzündlich und können nicht auslaufen. Sie kommen ohne Kühlung aus, was ihre Energiedichte und damit die Speicherfähigkeit erhöht. Und sie lassen sich theoretisch schneller laden. Vor allem Autohersteller hoffen auf sie, denn sie könnten das Reichweitenproblem von Elektroautos lösen.

    Vor diesem Hintergrund sieht die Blackstone Resources AG „Festkörperelektrolyte als eine Schlüsselkomponente für die nächste Generation der Batterietechnologie“ und werde diese Technologie in Zukunft „unabhängig“ produzieren.

  • LEDcity macht Beleuchtung intelligent

    LEDcity macht Beleuchtung intelligent

    Das Zürcher Cleantech-Start-up LEDcity hat mit den Leuchtmitteln namens Halbautonom+ seine intelligenten Beleuchtungslösungen weiterentwickelt. Die darin integrierten Lichtsensoren erlauben es, die Lichtstärke stufenlos und lokal dem Bedarf anzupassen. Möglich wird dies durch die Integration eines Radar- und Lichtsensors sowie eines Funkmoduls in jedem einzelnen Leuchtmittel. So können die Lampen miteinander kommunizieren, heisst es in einer Medienmitteilung der Jungfirma. Nach ihren Angaben spart ihr System bis zu 90 Prozent des Energieverbrauchs ein.

    Dieses mithilfe von Künstlicher Intelligenz optimierte Beleuchtungssystem ist via App konfigurierbar. „Die Integration des batterie- und kabellosen Lichtschalters in das Leuchtennnetzwerk ermöglicht es uns, zwischen Lichtszenarien zu wechseln und die automatisch vorgeschlagene Beleuchtung zu übersteuern und zu dimmen“, wird Samuel Stroppel vom Dübendorfer Facility-Service-Anbieter gammaRenax zitiert. „Dies erweitert die Einsatzmöglichkeiten in Schulungsräumen enorm.“ Seit November 2020 werden die Konferenzräume dieses LEDcity-Kunden von der Beleuchtungslösung Halbautonom+ erhellt.

    Das im Technopark Zürich ansässige Start-up arbeite an der Weiterentwicklung einer vollautonomen Lösung, die nicht mehr initial konfiguriert werden muss, heisst es in der Mitteilung weiter. Zukünftig könnten die Leuchten mithilfe ihrer gesammelten Daten beispielsweise autonom einen Ersatz bestellen, wenn ein Leuchtmittel ausfällt oder sogar Sicherheitspersonal unterstützen.

  • VoltWALL gewinnt Boldbrain-Wettbewerb

    VoltWALL gewinnt Boldbrain-Wettbewerb

    Hauptgewinner der diesjährigen Boldbrain Startup Challenge ist laut einer Meldung von ticino online voltWALL. Das Jungunternehmen aus Lugano mit Niederlassungen in New York, Rom, Sydney und Tel Aviv hat ein modulares Energiespeichersystem namens xBlade entwickelt. Dessen Anwendungsgebiete reichen vom Aufladen von Elektroautos in der Garage bis hin zu industriellen Lösungen und Solarparks.

    Das Unternehmen habe die Jury des Tessiner Start-up-Wettbewerbs nicht zuletzt dadurch überzeugt, dass es Arbeitsplätze im Kanton schaffen werde, heisst es in einer Mitteilung auf startupticker.ch. Der erste Preis ist mit 40’000 Franken dotiert. Ausserdem vergibt die Universität der italienischen Schweiz an voltWALL ein Vollstipendium im Wert von 52’000 Franken. Darüber hinaus erhielt der Sieger auch einen der Sonderpreise des Boldbrain-Sponsors Hemargroup.

    Als Zweit- und Drittplatzierte gewannen die beiden Jungfirmen Finar Module Tech und 4Devices Medical jeweils 30’000 Franken. Finar entwickelte eine energiesparende LED-Lampe, die bereits von Osram und Henkel getestet wird. 4Devices baut medizinische Miniatur-Maschinen. Ihre erste ist ein Stent, der die Operation von Kindern mit Wasserkopf verbessern soll. Auf den Plätzen folgen die Start-ups WYTH und UNIVERSUS-OS, die je 10’000 Franken Preisgeld erhielten. UNIVERSUS-OS bekam auch den Publikumspreis.

    Die Boldbrain Startup Challenge wird von der Tessiner Innovationsagentur Fondazione Agire und dem Zentrum zur Förderung von Unternehmensgründungen der USI organisiert. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Finanz- und Wirtschaftsministerium und der Tessiner Kantonalbank BancaStato.

  • Juice Technology und Athlon elektrifizieren Fuhrparks

    Juice Technology und Athlon elektrifizieren Fuhrparks

    Die Juice Technology AG und die Athlon Germany GmbH treiben die Elektrifizierung von Autoflotten voran. Der Hersteller von Ladestationen und -software mit Sitz in Cham und der Düsseldorfer Leasinganbieter und Flottenmanager haben gemeinsam eine mobile Ladestation entwickelt. Sie soll das Aufladen von Dienstfahrzeugen in unterschiedlichen Situationen so bequem wie möglich machen.

    Mit dem Juice Booster 2 könnten alle Anwendungsbereiche abgedeckt werden, erklärt der Gründer und CEO von Juice Technology, Christoph Erni, in einer Medienmitteilung: als montierte Wallbox, als mobile Ladestation und als Typ 2-Ladekabel für öffentliche Ladestationen. „Speziell für Aussendienstmitarbeiter, Vertrieb und Transportdienstleistungen, die durch überregionale Einsatzgebiete meist weite Strecken zurücklegen und nicht jeden Abend zu Hause oder im Unternehmen laden können, stellt der Juice Booster 2 die optimale Lademöglichkeit dar“, wird André Girnus, Geschäftsführer von Athlon Germany, an selber Stelle zitiert. „Mit Juice Technology haben wir einen innovativen Partner gefunden, um unsere Kunden bestmöglich auszustatten.“

    Das Ladegerät ist mit allen Elektroautos mit Typ 1- und Typ 2-Anschluss kompatibel. Die integrierte Gleich- und Wechselstrom-Fehlererkennung löst laut Unternehmensangaben effektiv bei dem vorgeschriebenen Wert aus. Dadurch benötige die Zuleitung keinen zusätzlichen teuren FI-B-Schutzschalter. Mit einer Kabellänge von fünf Metern und einem diebstahlsicheren Adapterschloss könne das Elektroauto für den Ladevorgang flexibel geparkt werden.

    Zudem sei der vom TÜV zertifizierte Juice Booster 2 weltweit die erste mobile Ladestation mit bis zu 22 Kilowatt, die der aktuell gültigen Norm IEC 62752 entspricht und das ein- bis dreiphasige Laden von E-Fahrzeugen mit bis zu 32 Ampère ermöglicht. Das mobile Ladegerät eigne sich auch ideal für den internationalen Einsatz.

  • Empa verleiht drei Innovation Awards

    Empa verleiht drei Innovation Awards

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat drei ihrer bahnbrechenden Projekte und Leistungen mit dem Empa Innovation Award geehrt. Der mit 5000 Franken dotierte Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre verliehen. Damit honoriert die Empa die Anstrengungen ihrer Forschenden, mit angewandter, marktorientierter Forschung weitere Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.

    Der erste Preis geht laut einer Medienmitteilung der Empa an die neuartige Gewebekleber-Technologie Nanoglue. Entwickelt wurde sie von Forschenden des Particles-Biology Interactions-Labors der Empa in St.Gallen in Zusammenarbeit mit dem Nanoparticle Systems Engineering Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Ihr radikal neuer Ansatz nutze die wundheilenden Eigenschaften anorganischer Nanopartikel. Die kostengünstigen Materialien könnten in grossem Massstab hergestellt werden. Die „einzigartige Technologie“ werde jetzt vom noch zu gründenden Zürcher Start-up anavo medical zur Marktreife gebracht.

    Ausgezeichnet wurde auch die transparente Gesichtsmaske des Hello Mask-Projekts von Empa und Eidgenössischer Technischer Hochschule Lausanne (EPFL). Sie besteht aus einer feinen Membran von etwa 100 Nanometern Porengrösse. Diese Membran lässt zwar Luft durch, hält aber Viren und Bakterien zurück. „Die vollständig durchsichtige Maske wurde vor allem mit dem Ziel entwickelt, die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Patienten zu verbessern“, so Forscher Joshua Avossa. Seit 2020 arbeitet das Genfer Start-up HMCare von Empa und EPFL an der Markteinführung der Hello Mask. Mitte 2021 soll sie erhältlich sein.

    Die Software-Plattform Urban Sympheny zur Planung nachhaltiger Energiesysteme ist die dritte Preisträgerin. Die Empa-Ausgründung gleichen Namens mit Sitz in Dübendorf hilft Planern beim Identifizieren optimaler Lösungen für ihren Standort und ihre Kunden. Das Ziel ist Energie- und Kosteneffizienz. Die innovative Plattform wurde in der Empa-Abteilung Urban Energy Systems entwickelt. Im vergangenen Jahr hat Venture Kick Urban Sympheny bereits mit 50’000 Franken ausgezeichnet.

  • Fensterhersteller 4B gewinnt Innovationspreis

    Fensterhersteller 4B gewinnt Innovationspreis

    Die 4B AG mit Sitz in Hochdorf gehört zu den Gewinnern des Innovations-Award 2020/21, welcher vom Schweizer Institut für Qualitätstests (SIQT) erstmals vergeben wurde. Der Preis basiert auf der Anzahl der Patente von Schweizer Unternehmen zwischen 2017 und 2019. Die Jury hat dabei sowohl Daten des Schweizerischen Patentamts als auch jene von ausländischen Patentämtern in Betracht gezogen. Zu Gewinnern des Preises werden Unternehmen oder Forschungseinrichtungen gekürt, die in ihrem Segment beziehungsweise in einer CPC-Klasse (Cooperative Patent Classification) „einen überdurchschnittlichen Score-Wert aufweisen“, erklärt das SIQT in einer Mitteilung.

    Die 4B AG entwickelt kontinuierlich neue Produkte und Dienstleistungen. Dafür betreibt der Fensterhersteller eine eigene Innovationsabteilung mit Produktmanagement, Entwicklung und Testlabor. Zu den Entwicklungen des Unternehmens gehört etwa eine schwellenlose Balkontür. 4B forscht aber beispielsweise auch zum Thema intelligente Fenster. „Aktuell werden Fenster immer intelligenter und können in Zukunft zunehmend smarte Funktionen ausführen“, erklärt die Firma in einer Medienmitteilung. Intelligente Fenster sollen etwa die Energieeffizienz erhöhen und die Handhabung sowie die Wartung von Fenstern vereinfachen.

    4B befindet sich im Besitz der Familie Bachmann und entstand 1896 aus der gleichnamigen Schreinerei. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 660 Mitarbeitende und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 170 Millionen Franken.

  • Trafigura investiert in H2 Energy

    Trafigura investiert in H2 Energy

    Der niederländische Rohstoffhandelsriese Trafigura mit Niederlassung in Genf investiert in grossem Stil in die Zürcher H2 Energy Holding. In einem ersten Schritt hat sich das Unternehmen laut seiner Medienmitteilung dazu verpflichtet, 62 Millionen Dollar bereitzustellen. 20 Millionen davon fliessen als Kapitaleinlage in die H2 Energie AG. Damit soll die Entwicklung der Produktion, der Speicherung und des Vertriebs von grünem Wasserstoff für Tankstellen und Industriekunden unterstützt werden.

    Trafigura, einer der weltweit grössten Händler fossiler Rohstoffe, werde die verbleibenden gut 40 Millionen Dollar für die Gründung und Finanzierung eines 50:50-Gemeinschaftsunternehmens, H2 Energy Europe mit Sitz in Zürich, zur Verfügung stellen. Es soll grüne, auf Wasserstoff basierende Ökosysteme in die Märkte bringen. Zudem werde es in ganz Europa mit Ausnahme der Schweiz Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur und in Projekte tätigen, die mit Wasserstoff arbeiten.

    H2 Energy habe „ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt, das in jedem Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette präsent ist“, wird Jeremy Weir, Executive Chairman und CEO von Trafigura, in der Mitteilung zitiert. „Und sie haben durch die grossangelegte Bereitstellung von Brennstoffzellenlösungen eine Nachfrage nach Wasserstoff geschaffen.“ Nun werde Trafigura seine Fähigkeit einbringen, traditionelle Lieferketten weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erschliessen.

    Der gemeinsame Fokus liege auf einer gewinnbringenden Dekarbonisierung verschiedener Sektoren, so H2 Energy-Chef Rolf Huber. „Das Joint Venture mit Trafigura wird es den Partnern ermöglichen, die geplanten Projekte europaweit durchzuführen. Darüber hinaus wird es uns ermöglichen, Brennstoffzellenanwendungen für den Transportsektor zu Lande und zu Wasser, aber auch für stationäre Anwendungen weiterzuentwickeln.“

  • Axpo geht nach Griechenland

    Axpo geht nach Griechenland

    Der Schweizer Energieproduzent Axpo ist künftig mit einer festen Niederlassung in Griechenland vertreten. Das Unternehmen will dort laut Medienmitteilung den griechischen Kunden und Partnerfirmen Dienstleistungen anbieten. Das reiche vom Risikomanagement bis zur Unterstützung beim Marktzugang. Axpo werde deshalb in Griechenland über die gesamte Energieversorgungskette hinweg tätig sein. Die Zweigstelle in Athen wird von Vasileios Machias, dem neu ernannten Country Manager, geleitet. Er verfüge über mehr als 16 Jahre Erfahrung im internationalen Energiehandel und sei für zahlreiche grosse Energiehandelsunternehmen wie EDF und Gasprom tätig gewesen, berichtet Axpo.

    Domenico De Luca, Head of Trading and Sales bei Axpo, wird in der Medienmitteilung zitiert: „Wir wissen, welchen Stellenwert lokale Marktkenntnis für unsere Kunden hat. Umso mehr freue ich mich, dass Vasileios Machias zu Axpo gestossen ist und die neu gegründete Niederlassung in Griechenland leiten wird.“ Axpo werde seine Kunden bei der Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft mit massgeschneiderten Dienstleistungen unterstützen.

    Vorgesehen ist die Zusammenarbeit mit nicht-staatlichen Stromerzeugern bei der Nutzung von erneuerbaren Energien. Ausserdem, so die Mitteilung, werde Axpo lokalen Energieversorgern bei der Liquiditätsversorgung zur Absicherung ihrer Marktrisiken zur Seite stehen.

    Axpo ist nach eigenen Angaben mit 5000 Mitarbeitenden für Kunden in 40 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien tätig, um innovative Energielösungen auf Basis modernster Technologie anzubieten.

  • Verein für nachhaltiges Bauen ist gegründet

    Verein für nachhaltiges Bauen ist gegründet

    Der neu geschaffene Verein Nachhaltiges Baubiologische Bauen (VNBB) verfolgt das Ziel, die Baubranche nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Zu diesem Zweck sollen Wissen und Kompetenzen gefördert und in die Berufsbildung integriert werden.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei die nicht-gewinnorientierte Organisation auf Initiative von Dr. Thea Rauch-Schwegler vom Verein Baubioswiss in den vergangenen Jahren aufgebaut worden. Als Gründungsmitglieder haben sich Holzbau Schweiz, Gebäudehülle Schweiz, JardinSuisse, Lignum – Holzwirtschaft Schweiz sowie der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband angeschlossen. Dessen neue Geschäftsstelle in Wallisellen ist auch Sitz des VNBB. Die Leitung der VNBB-Geschäftsstelle ist ausgeschrieben. Neue Vereinsmitglieder und Partner sind ausdrücklich erwünscht.

    2019 wurde die Prüfungsordnung für die Höhere Fachprüfung Expertin/Experte Gesundes und Nachhaltiges Bauen vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation anerkannt. Damit, so der VNBB, „kann die Lücke in der höheren Berufsbildung im Bereich des nachhaltigen Bauens geschlossen werden“. 2022 werde der erste Vorbereitungskurs zum Diplom starten. Gleichzeitig hätten auch Berufsverbände die Wichtigkeit des Themas erkannt und sich entschieden, das Thema Nachhaltigkeit in der Berufsbildung gemeinsam anzugehen.

  • Generationsübergreifender Stadtteil "Parco San Rocco", Altersheim "Marigold Hotel"

    Generationsübergreifender Stadtteil "Parco San Rocco", Altersheim "Marigold Hotel"

    Das Seniorenheim von Coldrerio im New Intergenerational District trägt die Unterschrift des Architetti Tibiletti Associati Studios, Gewinner unter den 118 Teilnehmern des Wettbewerbs. Ihr Projekt „Marigold Hotel“ schlägt eine Lösung vor, die sowohl die Bedürfnisse des dritten und vierten Lebensalters als auch unsere neue Lebensweise berücksichtigt, individueller als in der Vergangenheit und mit schwachen familiären Bindungen, daher mit einer geringeren Neigung zur Pflege von älteren Menschen, oft allein gelassen. Über die Architektur neuer Altenheime nachzudenken bedeutet, den soziodemografischen Wandel und das Wachstum der älteren Bevölkerung zu berücksichtigen sowie die Notwendigkeit zu entwickeln, Prävention und aktives Altern zu entwickeln, um die Wahrung der Autonomie und der körperlichen Unabhängigkeit älterer Menschen zu fördern So lange wie möglich.

    Die Stiftung Casa San Rocco di Morbio Inferiore hat sich im Einvernehmen mit den Gemeinden Coldrerio und Vacallo zum Ziel gesetzt, zwei Generationenhäuser für ältere Menschen zu schaffen und den Standort Morbio Inferiore auf insgesamt 259 Betten zu erweitern. Die drei Generationenhäuser werden Teil des künftigen „Parco San Rocco“ sein und Dienstleistungen anbieten, die nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Sie verwandeln Seniorenheime in einen Ort der Pflege und Förderung des Wohlbefindens für alle Altersgruppen: von Anfang an Kindheit bis zum vierten Alter. Von den drei zukünftigen Häusern im Park ist das einzige, das die Räume und Dienstleistungen bereits definiert hat, das von Coldrerio.

    Das Projekt
    Der Ort des Wettbewerbs, an dem das zukünftige «Marigold Hotel» gebaut wird, befindet sich in der Nähe eines der drei historischen Zentren von Coldrerio, die durch einige öffentliche Gebäude und Schulgebäude gekennzeichnet sind. Der Interventionsbereich befindet sich in einem grünen, zentralen und wertvollen Bereich, auch wenn dieser derzeit ohne Identität und Erkennbarkeit ist. Es umfasst das Gemeindehaus, den Kindergarten sowie die Grundschule und Sportgeräte. Einige bestehende öffentliche und private Gebäude müssen für den Bau des New Intergenerational District abgerissen werden.

    Das Designkonzept beinhaltet die Gestaltung eines Tagungsraums für die Gemeinde, eine Verbindung zwischen diesen neuen öffentlichen Gebäuden
    blici, in Synergie miteinander. Dieser Tagungsraum wird durch die harmonische Anordnung von drei Bänden definiert, dem Altenheim, einem Mehrzweckzentrum und einem Heim für autarke ältere Menschen, die so gebaut sind, dass sie sich durch Ausbesserung ihrer Teile in die städtische Situation integrieren. Ziel ist es, ein Ganzes wieder zusammenzusetzen, das den Ort aufwertet, einen Platz und einen Garten zu schaffen, die zur Verbesserung der Lebensqualität in der Nachbarschaft beitragen und die soziale Integration fördern.
    le und generationsübergreifend.

    Der neue Distrikt richtet sich an ein breites Publikum von Nutzern (Studenten, Alleinstehende, Familien, Frühpensionierte, Rentner, Personen mit eingeschränkter Mobilität usw.). Der Sektor umfasst ein neues Altenheim mit 79 Betten im Erdgeschoss, das durch öffentlich zugängliche Dienstleistungen (Bäckerei, Mehrzweckräume, Außenterrassen, Friseur, Arztpraxis usw.) gekennzeichnet ist, in den oberen Stockwerken von den Gästezimmern aus ein Zentrum für Gesundheitsprävention (Bewegungsraum, spezielle Ausrüstung, Physiotherapie, Ergotherapie und Podologie) und eine Alzheimer-Station mit eigenem Garten; ein neues Mehrzweckzentrum, in dessen Erdgeschoss sich der Party- und Veranstaltungsraum, das Jugendzentrum, der Kindergarten und in den oberen Stockwerken die außerschulischen Dienstleistungen, das Spielzimmer und die Klassenzimmer für die Nachmittagszeit befinden
    Schule, Mehrzweckräume und Verwaltungsräume; Schließlich umfasst der Sektor eine neue unabhängige Struktur mit 8 Wohnungen für ältere Menschen, die sich einen Wäsche- und Mehrzweckraum teilen, der zum Garten hin offen ist und auf den neuen Mineralplatz gerichtet ist, der durch ein Stück Wasser gekennzeichnet ist, das sich in der Mitte der neuen Gebäude befindet.

    Die Grünflächen
    Besonderes Augenmerk wurde auf die Pflege der Außenbereiche gelegt, indem Elemente zur Durchführung von Aktivitäten für alle Altersgruppen einbezogen wurden: In der Nähe des Briefpapiers ist die Grünfläche der Entspannung gewidmet und für alle zugänglich; In der Nähe der Grundschule hingegen werden auf der Grünfläche Ausrüstung und Spiele für Kinder angeboten. Die Grünfläche vor dem neuen Mehrzweckzentrum ist dem Tagungsbereich gewidmet. Schließlich wird der Bereich neben dem Altenheim Pools für Garten- und Gemüsegärten umfassen.

    Diese 4 Grünflächen sind durch einen Weg miteinander verbunden, auf dem eine Verbindung zwischen den verschiedenen Generationen hergestellt wird, wodurch die Generationenübergreifung des Sektors gefördert wird.

    Energieüberlegungen
    Die Gebäude entsprechen den Minergie-Standards und berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien. ■

    Die Mitarbeiter von Architetti Tibiletti Associati SA. Von links Stefano Tibiletti, Marco Torri, Elisa Cherubini, Catherine Gläser Tibiletti, Tobias Biegger, Benedetta De Rosa, Davide Gatti, Giovanna Grandi, Laura Martinez dell’Olmo, Carlotta Fumagalli, Maddalena Corti.
    Coldrerio Intergenerational Quarter: Plan des externen Layouts.
  • Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    CKW und Axpo reagieren auf den Ausbau volatiler erneuerbarer Energien. Sie realisieren 2021 in Rathausen ein Batteriespeichersystem, das laut einer CKW-Mitteilung erstmals gleichzeitig für drei verschiedene Märkte eingesetzt werden kann. Das System kann zum einen Strom dann zur Verfügung stellen, wenn er gebraucht wird, und damit die Lastspitzen brechen. Es soll zum anderen Swissgrid dabei unterstützen, die Spannung im Netz stabil zu halten. Schliesslich hilft es, Differenzen zwischen dem Angebot an Strom und der Nachfrage jederzeit rasch auszugleichen.

    Die Anlage besteht aus zwei Grossbatterien, die je 50 Tonnen schwer sind und je in einem 12 Meter langen Container untergebracht sind. Sie weist eine Leistung von 6,25 Megawatt auf. Das ist genug, um 15‘000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom zu versorgen.

    Die Anlage wird ab Mitte 2021 installiert und in das Mittelspannungsnetz von CKW integriert.

  • Neue Grundschule und Fitnessstudio

    Neue Grundschule und Fitnessstudio

    Die neue Grundschule wird in einem Bereich errichtet, in dem sich heute das Fußballfeld, ein Spielplatz und der Kindergarten befinden. Der Name des Projekts, das den ersten Preis für das Design gewonnen hat
    und das sieht als Leiter das Bonetti und Bonetti Architektenstudio in Zusammenarbeit mit dem Architekten Fabio Regazzoni ist «Pivot», für die unten beschriebenen Spezifikationen.

    Das Projekt schafft es, einen jetzt eher fragmentierten Raum präzise zu ordnen, der dank einer überzeugenden Anordnung von Volumina, die qualitativ hochwertige öffentliche Räume erzeugen können, intelligent neu konfiguriert wird.

    Die Absicht der Designer war es, den öffentlichen Wert des Sektors zu bekräftigen und die korrekten Beziehungen zum großen Maßstab der Landschaft (dem „Vorgebirge“ mit der Kirche und dem Großen) wiederherzustellen
    free noro im Westen) und mit dem kleinen Maßstab des unmittelbareren Kontextes: das Netz von Fußgängerwegen in Richtung des Hügels, des Kindergartens und des Kerns, der Hang im Norden.

    Das Projekt
    Das an der Kantonsstraße gelegene Fitnessstudio-Gebäude kündigt den öffentlichen Sektor an und fungiert als Dreh- und Angelpunkt – ein „Dreh- und Angelpunkt“ – zwischen den beiden vorgeschlagenen Referenzbereichen: dem Ankunftsbereich mit Parkplätzen und dem in Bezug auf die große Leere des Erdgeschoss, das den Schulplatz beherbergt.

    Die neue Grundschule, entfernter und diskreter, gestaltet den Fuß des Vorgebirges, auf dem sich der Kindergarten und die Kirche S. Biagio befinden, neu, während die neuen städtischen Lagerhäuser dazu beitragen, die Ostfront des Ankunftsplatzes zu vervollständigen und zu bilden ein Fünftel in Richtung der privaten Gebäude in der Nähe des Wettbewerbsgeländes.

    Das lange und schmale Gebäude der neuen Schule erstreckt sich über zwei Ebenen und lässt dank der geringen Höhe den Blick auf den Kern und die Kirche frei.

    Der Schulplatz bietet eine großzügige horizontale Fläche, die sich über die gesamte Länge des Geländes von Nord nach Süd erstreckt. Die gepflasterte Spielfläche und eine grüne Fläche, die für verschiedene Zwecke geöffnet ist, finden ihren Platz in diesem Raum. In Richtung des Hügels im Norden führt eine Fußgängerrampe zum Kindergarten.

    Das Gebäude des Gymnasiums, das wie eine Struktur aussieht, die an acht Säulen aufgehängt ist, ist auf zwei Ebenen organisiert, um auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren: die des Fußballclubs im Erdgeschoss und die der Schule im Keller. Die Entscheidung, das Fitnessstudio zu begraben, begrenzt die volumetrischen Auswirkungen der Konstruktion und ermöglicht gleichzeitig eine harmonische Beziehung zur Schule und zu den angrenzenden Schulen
    Centon Kantonsstraße. Dieser Band mit einer schlanken und abstrakten Sprache tritt in einen Dialog mit der Größe der Landschaft und vor dem Hintergrund des von der Kirche San Biagio dominierten Vorgebirges von Magliaso.

    Das Gebäude drückt sich in einer kraftvollen Struktur aus, die ein Dach anhebt, um den Teil des Erdgeschosses für die Öffentlichkeit freizugeben. So entsteht ein großzügiger Portikus, in dem sich die Fußballbar und der Zugang zum Fitnessstudio befinden. Im Keller befinden sich das Fitnessstudio, Umkleidekabinen, Lagerräume und alle Inhalte in enger Beziehung zum Fitnessstudio.

    Die städtischen Lagerhäuser sind am östlichen Rand des Ankunftsbereichs angeordnet. Das Gebäude besteht aus einem einfachen Volumen, das seine Eingänge zum Platz in Kontinuität mit dem bestehenden richtet. Der Fahrzeugzugang erfolgt über eine eigenständige Verbindung zur Kantonsstraße.

    Die Schule besteht aus einer sich wiederholenden Struktur aus Stahlbeton, die eine modulare Öffnung definiert, in die ein Fenster eingefügt wird, das aus einem großen festen Glaselement und einer schmalen Öffnungsplatte besteht. Die Rahmen bestehen aus Metall.

    Energieüberlegungen – Minergie
    In Anbetracht der großen Glasflächen und der starken Anwesenheit von Menschen wurde ein System mit vollständiger Luftheizung und interner Temperaturregelung vorgeschlagen. Das Wade-
    Passive Wärme aufgrund der starken Präsenz von Personen, Geräten und geringfügig des solaren Beitrags trägt wesentlich zum Ausgleich der gesamten Wärmeverluste bei. In den Sommermonaten kann Sonnenwärme nachteilig sein und erfordert ein sorgfältiges Ausbalancieren und Steuern, das durch einen niedrigen Energieübertragungsfaktor des Glases (g <0,30) und einen kontrollierten Sonnenschutz entsprechend der Ausrichtung der Fassaden und der Sonnenstrahlung erreicht wird.

    Das Projekt umfasst die Abdeckung mit Photovoltaik-Modulen auf einer indikativen Oberfläche von rd. 750 m2.

    Die Akustik der Räume wird durch spezielle schallabsorbierende Elemente geregelt, die auch die LED-Beleuchtung enthalten. ■

  • Lebendige Geschichte – Der Palazzo Poncini wird erneuert

    Lebendige Geschichte – Der Palazzo Poncini wird erneuert

    Die Geschichte dieses majestätischen Gebäudes begann 1845, als der Pfarrer von Agra, Don Alberto Poncini, beschloss, das Familienhaus auf einem weitläufigen Grundstück mit einem großen Garten zu errichten. Die Nutzung blieb mehrere Jahrzehnte unverändert, bis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Palazzo Poncini in ein Hotel umgewandelt wurde, in dem Verwandte untergebracht waren, die die Patienten des nahe gelegenen Sanatoriums der Stiftung „Deutsche Heilstätte“ besuchten, in dem Tuberkulose behandelt wurde. Agra, die höchste Stadt der Collina d’Oro (550 Meter über dem Meeresspiegel), zeichnet sich durch eine ideale Luft für Heliotherapie-Behandlungen aus, deren therapeutisches Konzept genau auf der Luftqualität und der Sonne beruhte. Behandlungen, die nach der Entdeckung von Penicillin aufgegeben wurden, indem die Schließung des Sanatoriums und die Umwandlung des nahe gelegenen Hotels in ein Ferienheim für junge Menschen beschlossen wurden, bis es Anfang der 1980er Jahre endgültig geschlossen wurde.

    Der Rest ist aktuell: Vor einigen Jahren verliebten sich die Architekten Bruno Huber und Angelo Renzetti, beide etablierte Fachleute, in den Ort und beschlossen, das in seiner ursprünglichen Form praktisch intakte Grundstück mit seinen grandiosen Strukturen und landwirtschaftlichen Gebäuden zu übernehmen. Nebengebäude, in denen zu der Zeit alles hergestellt wurde, um die Gäste mit Naturprodukten zu versorgen. Tatsächlich gibt es am Hang stromabwärts des Gebäudes wichtige Bereiche, in denen Obst und Gemüse angebaut wurden, während ein großes beheiztes Gewächshaus die Produktion das ganze Jahr über sicherstellte.

    Zurück zu den Ursprüngen
    An diesem Punkt wird der Wunsch der beiden Tessiner Architekten, der Natur näher zu kommen, zu einem Projekt, um den Palazzo Poncini nach modernsten Wohnstandards wiederzubeleben und gleichzeitig die äußere Struktur, die heute ein geschütztes architektonisches Gut ist, intakt zu halten. Die Arbeiten haben bereits begonnen und 18 Wohnungen befinden sich im Bau, die sich alle voneinander unterscheiden, weil sie von der ursprünglichen Struktur abgeleitet sind. Und das alles in unmittelbarem Kontakt mit der Natur. Der Palast wird in der Tat von Gärten umgeben sein, die einer neuen Vision von heimischem Grün folgen, in dem Gewürze und Heilpflanzen, die von den Balkonen und Fenstern aus sichtbar sind, angebaut werden, wenn auch zur reinen Dekoration. Die Bewohner haben auch Zugang zu einem großen gemeinschaftlichen Freizeitbereich mit Swimmingpool und Sommerküche, in dem sie ihre Freizeit mit Freunden verbringen können.

    Der Architekt Bruno Huber erklärt uns: «Die neue Wohnadresse zielt darauf ab, einen Haustyp vorzuschlagen, der sich durch die starke Verbundenheit mit der Natur auszeichnet, die in Agra sehr präsent ist. Der architektonische Eingriff beschränkt sich hier nicht nur auf die Realisierung der Artefakte, sondern erstreckt sich auch auf ein integriertes Konzept des Zusammenlebens von Natur und Gebäude ». Der Palast ruht auf dem alten Kern von Agra und öffnet sich zum Tal und zu den Feldern, die mit Weinreben und Gemüse bepflanzt sind, allesamt streng biologisch. Die Verbindung zur Natur wird nicht nur visuell sein: Ein kostenloser Laden bietet die Möglichkeit, Gemüse und frisches Obst, das auf dem Grundstück in einer Entfernung von null Kilometern hergestellt wird, sowie Honig, der auf den nahe gelegenen Feldern hergestellt wird, zu kaufen. Gleiches gilt für Wein: Es werden interspezifische Reben gepflanzt, die nur sehr wenige Behandlungen erfordern, und die Trauben werden vor Ort für den Palast vinifiziert.

    Im Grün mit maximalem Komfort
    Nochmals Bruno Huber: «Der Palazzo möchte sich nicht nur an die starke Natur binden, die ihn umgibt, sondern auch als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft fungieren, und unter dem Deckmantel der Vergangenheit schlägt ein Herz, das auf die Zukunft des Lebens blickt». Angefangen bei den Parkplätzen, alle unterirdisch und mit Gebühren für Elektroautos ausgestattet. Direkt vom Parkplatz aus haben Sie Zugang zu den Kellern, die so zu echten Vorratskammern neben der Garage werden. Und wenn man an die Zukunft der Lebensmittelversorgung denkt, gibt es in der Eingangshalle einige Kühlräume in Kombination mit den Wohneinheiten für den Empfang der „Lebensmittellieferung“: Der Kurier legt die Einkäufe im klimatisierten Fach der Person ab, die die Bestellung aufgegeben hat Nach der Rückkehr von der Arbeit ist der Einkauf fertig.

    Auch die ökologische Nachhaltigkeit wird auf ein Maximum gesteigert, und es ist eine zentralisierte Sammlung für die Kompostierung geplant, die dann in den Gemüsegärten und in den beiden alten restaurierten Gewächshäusern für die Herstellung der ersten Früchte wiederverwendet wird. Das nach den geltenden strengen Vorschriften isolierte Gebäude wird mit einer Wärmepumpe beheizt und im Sommer werden die Böden gekühlt, um zu jeder Jahreszeit einen hohen Komfort zu gewährleisten. Es wird ein sehr geringer Energieverbrauch erwartet, der sich positiv auf die Kosten der Eigentumswohnungen auswirken wird.

    Die Umgestaltung des Palazzo Poncini ist Teil eines größeren Sanierungsprojekts des gesamten annektierten Grundstücks, bei dem die alten ländlichen Strukturen renoviert werden. Die erste Phase, die in Verbindung mit dem Gebäude endet, wird die Schaffung eines kleinen „charmanten“ Hotels mit 18 Mini-Apartments sein. In den anderen Bänden befindet sich die Weinhandlung mit Weinen, die in den Hügeln hergestellt werden. Der Bereich ist für die Verpflegung von Verkostungen und Abendessen oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Herstellung von Collina d’oro-Weinen vorgesehen. ■

    Bruno Huber in Kürze

    Bruno Huber schloss 1982 sein Architekturstudium am Polytechnikum Zürich ab. Nach mehreren Etappen in der Schweiz und im Ausland schloss er sich seinem Vater Alex an, mit dem er bis 1992 zusammenarbeitete. Später eröffnete er mit seinem Bruder Matteo, Stadtarchitekt, ein unabhängiges Studio. und setzt seine Tätigkeit fort, indem er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teilnimmt. Er war Mitglied verschiedener internationaler Architekturjurys und hat Industrie-, Verwaltungs- und Wohngebäude in Europa, Australien und den USA geschaffen. Bruno Huber Architetti befasst sich auch mit Aspekten der Innenarchitektur und des Designs.

  • Schweiz muss Energiewende beschleunigen

    Schweiz muss Energiewende beschleunigen

    Die Schweiz hat sich für die Energiewende bis 2020 wenig ehrgeizige Ziele gesetzt und dürfte diese auch erreichen. Das zeigt der dritte Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie (BFE). Danach erreichten die neuen erneuerbaren Energien 2019 eine Stromproduktion von 4186 Gigawattstunden. Das Ziel von 4400 Gigawattstunden 2020 liege in Reichweite, schreibt das BFE in einer Mitteilung. Wenn aber der Richtwert von 11‘400 Gigawattstunden im Jahr 2035 erreicht werden soll, dann muss der Zubau pro Jahr durchschnittlich 451 Gigawattstunden betragen, anderthalb Mal so viel wie im abgelaufenen Jahrzehnt.

    Ähnlich der Endenergieverbrauch pro Kopf: Das Reduktionsziel von minus 16 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 2000 wurde bereits 2016 erreicht. Bis 2019 wurden minus 19,1 Prozent erreicht. Wenn aber der Richtwert für 2035 von minus 43 Prozent erreicht werden soll, dann müsste der durchschnittliche Rückgang pro Jahr bei minus 2,2 Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahrzehnt erreichte er nur minus 1,4 Prozent.

    Die gleichzeitig vom BFE herausgegebenen Energieperspektiven 2050+ kamen denn auch zum Schluss, dass die Schweiz mit einer Fortsetzung der bestehenden Praxis ihr Klimaziel langfristig weit verfehlen wird. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2050 ihren CO2-Ausstoss auf netto Null zu reduzieren. Doch mit einem „weiter so“ kommt sie gerade mal auf einen Rückgang des CO2-Ausstosses von 30 Prozent im Vergleich zu 2020.

    Die Energieperspektiven 2050+ gehen aber davon aus, dass die Schweiz mit den bereits verfügbaren oder derzeit entwickelten Technologien ihr Klimaziel erreichen könne. Der Investitionsbedarf läge dabei nur um 8 Prozent über dem einer Fortsetzung der bisherigen Praxis, heisst es in einer BFE-Mitteilung. Wenn die bisherige Praxis beibehalten würde, müssten bis 2050 insgesamt 1400 Milliarden Franken in die Energieinfrastruktur, Anlage, Geräte und Fahrzeuge investiert werden. Wenn das Klimaziel von netto Null erreicht werden soll, wären es gut 1500 Milliarden Franken.

  • Erste Freiflächen-Solaranlage von EKZ ist am Netz

    Erste Freiflächen-Solaranlage von EKZ ist am Netz

    Das Solarkraftwerk Algibicos von EKZ nahe der südspanischen Stadt Murcia hat laut einer Medienmitteilung am Dienstag seinen Betrieb aufgenommen. Damit ist das erste grosse Freiflächen-Solarkraftwerk des Züricher Energieunternehmens ans Netz gegangen.

    Auf einer Fläche von 85 Hektar werde es pro Jahr etwas über 90 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von mehr als 20’000 Haushalten. Das Gebiet zählte mit über 300 Schönwettertagen zu den sonnenreichsten in ganz Europa. Zusätzlich werde der Ertrag durch bewegliche Sonnenpaneele gesteigert, die sich zur Sonne hin ausrichten.

    „Im Vergleich zu Schweizer Anlagen kann so circa doppelt so viel elektrische Energie gewonnen werden“, wird der Senior-Projektleiter bei EKZ Renewables, Jean-Marc Degen, in der Mitteilung zitiert. Zudem seien Anlagen dieser Ausdehnung in der Schweiz kaum realisierbar. Die mittlerweile niedrigen Produktionskosten und der sonnenreiche Standort ermöglichten einen gewinnbringenden Betrieb, auch ohne staatliche Einspeisevergütungen.

  • Das Kantonale Institut für Wirtschaft und Handel wird erneuert

    Das Kantonale Institut für Wirtschaft und Handel wird erneuert

    Im Rahmen von Architekturwettbewerben für Schulfächer sehen wir uns häufig mit Projekten konfrontiert, die die architektonische Entwicklung der Nachkriegszeit belegen. Manchmal sind sie interessante Objekte, andere weniger, auch wenn die auftretenden Fragen dieselben sind.

    Wie verhält man sich vor einer Architektur, die uns in Zeiten und Denkweisen so nahe steht? So lösen Sie Energielücken, ohne das Gesicht zu verzerren. Was sind die besten Möglichkeiten, um die Räume zu erweitern, ohne das ursprüngliche Konzept und die ursprünglichen Eigenschaften zu verlieren?

    Dies sind einige der Fragen, mit denen die Architekten Corecco und Canevascini konfrontiert waren, um zu lösen, was sie an diesen Architekturen wirklich mögen, welche Lücken zu schließen sind und welche Transformationen das architektonische Gleichgewicht geknackt haben könnten.

    Die Gebäude und die Landschaft
    Die ehemalige Bellinzona-Kaserne, die Anfang der 1950er Jahre von den Architekten Jäggli, Brunoni, Beretta-Piccoli und Tallone entworfen und in den 1980er Jahren in eine Business School umgewandelt wurde, verfügt über verschiedene wertvolle Elemente, die als Design-Eckpfeiler dienen. Das allgemeinste befindet sich in der hochwertigen Landschaft des Ortes, an dem der Komplex mit Bedacht eingefügt und im Laufe der Zeit durch Interventionen von absolutem Wert gestärkt wurde, unter denen das öffentliche Badezimmer hervorsticht, die großartige Arbeit der Architekten Aurelio Galfetti, Flora Ruchat, Ivo Trümpy.

    Eine Flussroute, eine ausgedehnte Grünfläche, die durch öffentliche Gebäude definiert wird, der Blick auf das mittelalterliche Bellinzona und die nach Norden öffnende Landschaft des Tals bilden die Hintergründe der Umgebung des Instituts. Dann gibt es die Möglichkeit, die Volumina individuell streng zusammenzustellen, aber durch die leichten Schwingungen der Winkel, die die Verkettung zeichnen, gemildert zu werden. Schließlich die kompositorische und strukturelle Genauigkeit der einzelnen Teile, die Rückverfolgung von Details oder konstruktive Lösungen, die dem Ganzen Kontinuität verleihen, selbst bei extrem unterschiedlichen Volumina. Denken Sie zum Beispiel an die Form des Daches: zwei Teilungen, die sich nicht berühren und einen Lichtschnitt bilden; Lösung angenommen und geeignet sowohl im Hauptgebäude als auch in den Nebengebäuden. Diese Strenge ist auch ein Fassadenthema, das mit unterschiedlichen, aber ähnlichen Rhythmen entlang aller Hauptansichten wiederholt wird.

    Hier kommen die Antworten auf die ersten Fragen. Wenn Sie in diese Gebäude eingreifen, müssen Sie dies mit Respekt tun und ihre volumetrische Integrität und das Erscheinungsbild von Details verteidigen. Zerstören Sie nicht die einzelnen Teile des Komplexes, um die erforderlichen neuen Räume aufzunehmen – auch wenn einige von ihnen von geringerem Wert sind – und verwandeln Sie nicht den offenen, aber raffinierten strukturellen Aspekt der Fassaden.

    Diese Annahmen führen zunächst zu einer energetischen Sanierung von Block A, dem Hauptgebäude des Komplexes. Es wird hauptsächlich intern gelöst, dank der Schaffung eines Systems
    modular isoliert und funktional für den Durchgang der Anlage und für Regale und Schränke, die für Unterrichtsräume nützlich sind. Die Dicke dieses Elements entspricht der Notwendigkeit, die Wärmebrücke der Bauelemente der Fassade nach innen aufzulösen. Der Teil des Fensters hat im Vergleich zum Original ein neues Design, das der Notwendigkeit einer natürlichen Belüftung der Räumlichkeiten entsprechend der neuen Dicke der Profile entspricht.

    Das Projekt
    Die drei Phasen des Projekts, die Sanierung von zwei bestehenden Blöcken und die Erweiterung um ein neues Gebäude, wurden durchgeführt, während die Schule aktiv blieb und die mehr als 1.300 Schüler nicht vertrieben werden mussten. Dies ist eine vom Wettbewerb festgelegte Bedingung. Die Erweiterung, die sich jetzt in der letzten Bauphase befindet, ist ein langer Körper, der vom Boden abgehoben und über die beiden Treppen zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Ebene mit dem Hauptblock verbunden ist. Der Standort verdeutlicht die Gestaltung der Parkplätze und der Servicegebäude, die jetzt ungeordnet angeordnet sind, und bringt die Schule schließlich entlang des Flusses, nicht mehr als Rückseite, sondern als privilegierter Hintergrund.
    Die strukturelle Strenge, die äußerlich durch die die Platte tragenden Klingen und den vertikalen Rhythmus der Fassadenelemente betont wird, ist die Lösung, die das neue Gebäude architektonisch mit dem bestehenden verbindet. Der grundlegende Unterschied ist die ausgeprägte horizontale Abmessung im Gegensatz zur Vertikalität der Erhebungen des ursprünglichen Komplexes.

    Die Hauptebene beherbergt hauptsächlich 12 Klassenzimmer nach Westen und Arbeits-, Pausen- (für Schüler und Lehrer) oder Serviceräume nach Osten. Im Norden ist ein großer Mehrzweckraum geplant, der als Hauptversammlungsraum innerhalb des gesamten Schulkomplexes dienen wird. Große Verkehrsflächen verbinden die neuen Räume mit Abmessungen, die für die hohe Nutzerzahl geeignet sind.

    Die Sanierung und Erweiterung erfolgte in drei Schritten zu Gesamtkosten von 34,4 Millionen Franken: In der ersten Phase die Klassenzimmer und das Institut (Block A) in der zweiten Phase die Büros und das Dokumentationszentrum (Block D und P) und die dritte Stufe mit Expansion.
    Materialien Konstruktiv wird die Architektur der Erweiterung durch eine Stahlbetonkonstruktion aufgelöst, die außen isoliert ist und von umgedrehten Bockpfeilern auf der Höhe der Eingänge zum Erdgeschoss getragen wird. Die Sprache des Gebäudes wird in den Haupterhebungen mit großen Glasflächen aufgelöst, die in Richtung der Auen des Flusses blicken, während in den Kopfansichten die Verkleidung das wiedergibt, was für die vorderen Elemente der Fußböden in Zink-Titan-Folie getan wurde, die in der Farbe oxidiert ist dunkel. Der Rhythmus der Hauptfassaden vermischt feste Verglasungen mit undurchsichtigen Türen, die zur Belüftung geöffnet werden können, und macht den Wechsel von Innenräumen mit unterschiedlichen Inhalten homogen und abstrakt.

    Energiestandards
    Die Sanierungsarbeiten entsprachen den Anforderungen der Minergie-Baunormen. Es war nicht möglich, eine Zertifizierung zu beantragen, da ein einzelner Punkt nicht bezahlt wurde, kontrollierte Belüftung. Die Erweiterung hat stattdessen Minergie-Standards und -Zertifizierungen. ■

  • Oberfläche rechts: seine Bedeutung für den öffentlichen Wohnungsbau

    Oberfläche rechts: seine Bedeutung für den öffentlichen Wohnungsbau

    CASSI (die Sektion der italienischen Schweiz des Dachverbandes der Schweizer Wohnungsgenossenschaften) in Zusammenarbeit mit
    arbeitet mit der Regionalgruppe Tessin von Espace Suisse daran, mehr Wissen und Bewusstsein für das wichtige, in unserem Kanton noch wenig bekannte Thema des Oberflächenrechts in Bezug auf den öffentlichen Wohnungsbau zu verbreiten.

    Das Instrument des Oberflächenrechts könnte neue Impulse für die Entwicklung verschiedener und innovativer Projekte geben und auch die territoriale Entwicklung positiv beeinflussen.
    mit wichtigen wirtschaftlichen, aber auch sozialen Auswirkungen.

    Langfristig und unter bestimmten Bedingungen könnte die Vermietung einer Immobilie, eines zu bauenden oder bereits gebauten Grundstücks der gesamten Gesellschaft, auch künftigen Generationen, Vorteile bringen. Es könnte die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum fördern, um nicht nur Wohnräume zu schaffen, sondern auch Nachbarschafts- und Geschäftstätigkeiten anzuregen, wie dies bereits an vielen Orten in der Schweiz festgestellt wurde.

    Die Anwendung des Oberflächengesetzes, falls erforderlich, in Verbindung mit der Verwendung von Kapital aus dem „Fonds de Roulement“ (Fonds, der mit Krediten der Konföderation gespeist wird) zur Gewährung von Darlehen zu einem subventionierten Zinssatz, der für Betreiber des Sozialer Wohnungsbau) könnte die Entwicklung von Wohnprojekten fördern, insbesondere die Renovierung in dieser Zeit des Wandels. Wohnprojekte, die möglicherweise durch einen Generationenmix gekennzeichnet sind, könnten ein Gefühl der Solidarität und gegenseitigen Hilfe fördern und die Organisation des täglichen Lebens erleichtern, sodass sich die Bürger gegenseitig helfen, sich gegenseitig zu unterstützen.
    weniger auf die Hilfe des bereits überlasteten Staates angewiesen, um die Krise zu bewältigen.
    Die offenen Stellen haben Rekordwerte erreicht, der Wert von Grundstücken bleibt hoch und die Zahl der bezahlbaren Wohnungen in den Ballungsräumen bleibt unzureichend. Eine zunehmende Zahl von Familien, die sogar zum mittleren Bevölkerungskreis gehören, ist aufgrund der hohen Kosten nicht in der Lage, angemessene Wohnlösungen zu finden oder in ein Haus zu investieren. Eine größere Anzahl von Haushalten könnte erwägen, in Immobilien zu investieren, wenn sie öffentliche Versorgungsprojekte unter Verwendung der Baurechte entwickeln. Da das Kapital für den Kauf des Grundstücks nicht erforderlich ist, wäre das Anfangskapital für die Durchführung des Projekts – die Renovierung eines bestehenden Gebäudes oder einer Konstruktion – erheblich geringer, und daher könnten es sich mehr Familien leisten. Wenn Familien weniger für Miete ausgeben könnten, hätten sie mehr Geld, um in etwas anderes zu investieren, und würden daher mehr zur Führung der Wirtschaft beitragen, insbesondere der lokalen.

    In der Regel handelt es sich um öffentliche Einrichtungen oder parapub-
    die Patrizier oder Gemeinderäte, um ihre zu geben
    Eigentum. Auch erblich oder pro
    Eigentümer von historischen Gebäuden könnten dieses Tool in Betracht ziehen. Selbst Eigentümer, die aus emotionalen Gründen die Immobilie nicht verkaufen möchten, sind möglicherweise daran interessiert, eine Oberfläche zu finden, dh diejenigen, die die Immobilie über einen längeren Zeitraum vermieten und ihr Kapital in die Renovierung und / oder den Bau investieren.

    Es ist wichtig zu wissen, dass der Eigentümer des Fonds Einschränkungen festlegen kann, damit das durchzuführende Projekt bestimmte Merkmale aufweist. Wenn eine Gemeinde beispielsweise beschließt, ihr eigenes Eigentum nach dem Oberflächengesetz zu geben, könnte dies nicht nur verlangen, dass die Wohnungen von öffentlichem Nutzen sind, nicht gewinnorientiert, sondern dass auch ein Prozentsatz vorhanden sein muss.
    von Wohnungen für autarke ältere Menschen, große Familien oder wirtschaftlich schwache Bevölkerungsgruppen. Die Gemeinde könnte auch vorschreiben, dass das Gebäude mit hohen Energiestandards gebaut wird oder dass die Räume im Erdgeschoss öffentliche Funktionen oder mehr haben.

    Jede dieser Einschränkungen beeinflusst eindeutig den Kanon des Oberflächengesetzes, da sie die Freiheit für diejenigen einschränkt, die das Projekt durchführen. Einschränkungen sind daher entscheidende Elemente für die Ermittlung der Höhe der Miete; Je mehr es gibt, desto niedriger ist die fällige Gebühr. Die Gemeinde, die Beschränkungen auferlegt, sammelt weniger, aber es ist auch dem Fremdkapital zu verdanken, dass Lösungen für Probleme gefunden werden, die sie sonst mit dem Geld der Steuerzahler selbst lösen müsste. Dies wird eines der Themen des nächsten von CASSI mit der Tessiner Regionalgruppe Espace Suisse organisierten Treffens sein, das im kommenden Frühjahr stattfinden wird: Oberflächenrecht, Berechnung seines Wertes und finanzielle Unterstützung.

    Nicht nur die Höhe der Miete ist ein bestimmendes Element bei der Unterzeichnung eines Oberflächenrechtsvertrags, sondern auch die Dauer, die den Bedingungen der Umkehrbarkeit entsprechen muss, dh der Wert, der für das Gebäude und den Zustand, in dem er sein muss, anerkannt wird Finden Sie am Ende des Vertrages, dass der Eigentümer seine Nutzung wieder aufnehmen wird.

    Der große Vorteil für die Gemeinden oder für jeden anderen Eigentümer besteht darin, dass nach Ablauf des Vertrages die Verfügbarkeit des Eigentums an die öffentliche Einrichtung oder an die Erben und damit an zukünftige Generationen zurückgeht. Die Beibehaltung des Eigentums ist eine enorme Investition in die Zukunft und eine zukunftsweisende Entscheidung. Zukünftige Generationen
    Die Immobilien werden Immobilien haben, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen, nicht nur Wohnraum, der sich im Laufe der Zeit verändert hat.

    In städtischen Zentren sind die Immobilienkosten sehr hoch und werden weiter steigen, da Land ein nicht reproduzierbarer Vermögenswert ist. Sicherlich ist und bleibt es für die mittelständische Bevölkerung in naher und mittlerer Zukunft schwierig, darauf zuzugreifen. Große Zentren wie Zürich und Genf investieren in den Kauf von Immobilien und geben diese dann an Baurechte an öffentliche Versorgungsunternehmen weiter, die dort zu erschwinglichen Kosten Wohnräume bauen. Sie tun dies, weil sie sich bewusst sind, dass es wichtig ist, einen Bevölkerungsmix in Städten aufrechtzuerhalten, da die Städte dank dessen am Leben bleiben. Und es ist wichtig, in der Lage zu sein, einen mittleren Bevölkerungskreis in ihren Städten zu halten, da dieser Steuern zahlt.

    Eine engere Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor, auch bei gemeinnützigen Wohnprojekten, könnte auch im Tessin zu interessanten Ergebnissen führen, sowohl in städtischen Gebieten als auch in den Tälern. Die Gemeinden der Randgebiete könnten integriert werden
    Sie möchten diese Art von Projekten fördern, die dazu beitragen könnten, Gebiete wiederzubeleben, die durch einen starken demografischen Rückgang gekennzeichnet sind, was zu einer Verringerung von Aktivität und Leben führt. In Kombination mit der Entwicklung von Dienstleistungen, auch im technologischen Bereich, könnten diese Projekte dazu beitragen, periphere Zentren wiederzubeleben und attraktiv zu machen.

    Ein Rekord zum Abschluss. Wenn die öffentliche Einrichtung ihr Eigentum im Oberflächenrecht zur Verfügung stellt, muss sie auch das Gesetz über öffentliche Aufträge berücksichtigen. Für weitere Informationen schreiben Sie an info@cassi.ch oder besuchen Sie die Website www.cassi.ch.

    Im Bereich Veranstaltungen werden die Interventionen der Sprecherinnen Federica De Rossa, Professorin am Institut für Recht, veröffentlicht
    der Universität der Italienischen Schweiz und Daniele Graber, Lic.Iur Dipl. Ing. HTL di
    VIALEX Rechtsanwälte AG.

    Es ist möglich: mehr zu tun – besser zu leben – indem man weniger ausgibt. ■