Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Nachhaltigkeitsstandard für Schweizer Immobilienfonds eingeführt

    Nachhaltigkeitsstandard für Schweizer Immobilienfonds eingeführt

    Der Schweizer Immobiliensektor verantwortet etwa ein Viertel aller CO2-Emissionen. Um die Situation und das Marktverhalten übersichtlicher zu gestalten, hat der Verband Swiss Sustainable Finance jetzt einen Standardfragebogen zur Nachhaltigkeit von Immobilienfonds erarbeitet. Dieser soll den Immobilienhandel transparenter gestalten und in Bezug auf Nachhaltigkeit zu belastbaren Entscheidungen führen, heisst es in einer Mitteilung. Investoren können Fragen zur Nachhaltigkeit einheitlich beantworten und damit die Vergleichbarkeit der Angebote erhöhen. Die so erhaltene Transparenz ist sowohl für Banken und Vermögensverwalter als auch für potentielle Investoren interessant. Zudem gibt der Fragebogen Auskunft über die Einhaltung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) im Immobiliensektor.

    „Ein Standardfragebogen erhöht die Vergleichbarkeit und reduziert den Aufwand für alle Beteiligten“, wird Sabine Döbeli, CEO von Swiss Sustainable Finance, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig kann über eine regelmässige Weiterentwicklung unter Einbezug aller Akteure in der Wertschöpfungskette von Immobilieninvestments dafür gesorgt werden, dass der Fragebogen an aktuelle Entwicklungen angepasst wird und immer die relevantesten Informationen enthält.“  (mehr …)

  • Portfolio mit drittem Green Bond wird erweitert

    Portfolio mit drittem Green Bond wird erweitert

    Die Zug Estates Holding AG hat am 26. August mit Liberierung zum 30. September ihren bereits dritten Green Bond platziert, informiert die auf Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Liegenschaften in der Region Zug spezialisierte Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Der an institutionelle Investoren adressierte Bond im Umfang von 100 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird mit 1,65 Prozent verzinst.

    Bereits 2019 hatte Zug Estates den ersten Green Bond emittiert. Im Jahr 2022 stellte die Immobiliengesellschaft ihr Anleihenportfolio dann vollständig auf Green Bonds um. Derzeit machen grüne Gebäude rund 95 Prozent des Gesamtportfolios von Zug Estates aus. Als grüne Gebäude werden dabei Liegenschaften klassiert, die weniger als 1 Kilogramm Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Energiebezugsfläche aufweisen.

    In Zukunft will Zug Estates neben Green Bonds auch andere Arten von grünen Finanzinstrumenten anbieten können. Dazu hat die Immobiliengesellschaft ihr Green Bond Framework auf ein Green Finance Framework erweitert. Im Rahmen der Erweiterung hat Zug Estates dabei eine zweite Meinung von International Shareholder Services (ISS) Corporate Solutions eingeholt. Die auf ESG-Research und -Rating spezialisierte Agentur hat der Immobiliengesellschaft am 23. August die Einstufung C+ und damit den Status Prime verliehen.

  • Wohnungsbau bleibt weiter unter Druck

    Wohnungsbau bleibt weiter unter Druck

    Das Bauhauptgewerbe in der Schweiz hat im ersten Halbjahr 2024 einen stabilen Umsatz von 11 Milliarden Franken erzielt, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Trotz dieses stabilen Ergebnisses zeigen sich im Detail einige besorgniserregende Trends. Der Auftragseingang ist leicht zurückgegangen, was insbesondere den Wohnungsbau hart trifft. Mit 3,6 Milliarden Franken lag der Umsatz im Wohnungsbau 100 Millionen Franken oder 3 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Wirtschaftsbau konnte sich ebenfalls nicht von der schwachen Konjunktur abkoppeln und verzeichnete einen Rückgang von 6 Prozent.

    Öffentlicher Bau gewinnt an Dynamik
    Ein positiver Trend zeigt sich hingegen im öffentlichen Bau. Getrieben durch das Bevölkerungswachstum konnte der öffentliche Tiefbau um 3 Prozent zulegen, während der öffentliche Hochbau einen Anstieg von 1 Prozent verzeichnete. Auch der private Tiefbau erlebte mit einem Plus von 5 Prozent eine erfreuliche Entwicklung. Diese Zuwächse spiegeln den zunehmenden Bedarf an Infrastrukturen wie Schienen, Strassen, Krankenhäusern und Schulen wider, der durch die wachsende Bevölkerung gedeckt werden muss. Allerdings bleibt ein erheblicher Aufholbedarf, insbesondere im Bereich der Nationalstrassen, bestehen. Dies verdeutlichen die vielen Staustunden auf Autobahnen und Autostrassen. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) unterstützt daher die STEP-Vorlage zur Optimierung des Nationalstrassennetzes, die im November 2024 zur Abstimmung kommt.

    Schwere Zeiten für den Wohnungsbau
    Der Wohnungsbau steht weiterhin vor grossen Herausforderungen. Im zweiten Quartal 2024 ging die Bautätigkeit um 10 Prozent zurück, während die neuen Aufträge um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sanken. Trotz eines leichten Anstiegs der Wohnbaugesuche im ersten Halbjahr 2024 ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 mit einer Erholung zu rechnen. Der SBV rechnet für das gesamte Jahr 2024 nur mit etwa 40.000 neuen Wohnungen, obwohl mindestens 50.000 notwendig wären, um den Bedarf zu decken. Der Leerstand ist weiter zurückgegangen, was den Druck auf den Wohnungsmarkt weiter erhöht.

    Ausblick: Unsicherheiten bleiben bestehen
    Die Prognosen für das Baujahr 2024 bleiben verhalten. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes wird voraussichtlich bei 23 Milliarden Franken liegen, was einem Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bauindex prognostiziert, dass die Bautätigkeit im ersten Halbjahr 2025 ebenfalls stagnieren wird, ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2024, mit einem Umsatz von erneut 11 Milliarden Franken.

    Die Schweizer Bauwirtschaft steht vor der Herausforderung, die komplexen Bedürfnisse des Marktes zu erfüllen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Druck zu bewältigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Massnahmen zur Belebung des Wohnungsbaus und der Infrastrukturausbau langfristig Früchte tragen werden.

  • Nachhaltige Immobilien: fit für die Zukunft

    Nachhaltige Immobilien: fit für die Zukunft

    Wohn- und Gewerbeliegenschaften brauchen Energie – und zwar signifikant. So ist der Schweizer Gebäudepark für 25 Prozent des Schweizer Endenergiebedarfs sowie für einen Drittel des inländischen CO2-Ausstosses verantwortlich. Deshalb spielen Immobilien auch eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Doch das Streben nach mehr Nachhaltigkeit im Gebäudebereich ist nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien wirken wertvermehrend. Und nachhaltige Gebäude sind langfristig marktfähig. Die Migros Bank bietet Firmenkunden eine kostenlose Analyse zur Identifikation des Optimierungspotenzials in ihrem Immobilienportfolio.

    Kostenlose Analyse von Immobilienportfolios
    Eine nachhaltige Immobilie stiftet langfristig einen ökologischen, einen sozialen wie auch einen ökonomischen Nutzen. Was dies für ein einzelne Wohnliegenschaft konkret bedeutet, muss individuell beurteilt werden. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit geht es generell darum, die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern und die Emissionen zu senken.

    Gemeinsam mit Kundinnen und Kunden überprüft die Migros Bank die Wohn-liegenschaften auf Nachhaltigkeit, Rendite, Potenzial und Marktfähigkeit. Gemeinsam mit Immobilienfachleuten wurde dazu ein Hilfsmittel entwickelt. Dieses zeigt auf, welche Investitionen einen Einfluss auf Einsparungen und Kosten aus diesen Investitionen resultieren und welche CO2-Emissionen des Immobilienportfolios zu erwarten sind. Oftmals haben eine energetische Sanierung oder ein frühzeitiger Heizungsersatz einen positiven Einfluss auf die Rentabilität.

    Die Chancen nachhaltiger Gebäude
    Steigt die Energieeffizienz von Gebäuden, sinken die Energiekosten. Das ist direkt spürbar. Selbstverständlich müssen die Investitionen – zum Beispiel in die Sanierung des Gebäudes – amortisiert werden. Die teuren Energiekosten führen jedoch dazu, dass die Amortisationszeit in vielen Fällen kurz ist. Eine gesteigerte Energieeffizienz kann zudem den Marktwert der Immobilie erhöhen. Der Attraktivitätsgewinn ist auch bei Mietobjekten spürbar. Die Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden mit tiefen Nebenkosten ist gross. Mieterinnen und Mieter sind bereit, für nachhaltigen Wohnraum mehr zu bezahlen.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Juli auf dem Stand von 128,7 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg um 5,2 Prozent beobachtet.

    Im Jahresvergleich bewegten sich dabei die Mieten in allen Kantonen nach oben, informiert Homegate. Im Monatsvergleich haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes jedoch unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. So zogen die Mieten in den Kantonen Uri, Glarus, Tessin und Thurgau zwischen 1,9 und 0,6 Prozent an. In rund einem Drittel fielen die Mieten niedriger als im Juni aus. Dabei wurde der stärkste Rückgang mit einem Minus von 1,2 Prozent in Nidwalden beobachtet. In den übrigen Kantonen blieben die Angebotsmieten gegenüber Juni stabil.

    Auch die im Index erfassten acht Schweizer Städte weisen im Monatsvergleich unterschiedliche Entwicklungen auf. So legten die Mieten in Lugano und Zürich im Juli um 1,0 beziehungsweise 0,7 Prozent zu. Die Angebotsmieten in Luzern und Genf gaben gleichzeitig um 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent nach. Im Jahresvergleich zogen die Mieten in allen acht Städten an. Die deutlichsten Steigerungen weisen dabei mit 8,1 und 7,9 Prozent die Städte Luzern und Zürich aus.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Der weltbekannte Luxusuhrenhersteller Rolex plant eine massive Expansion in der Westschweiz. In Bulle, im Kanton Freiburg, soll bis 2029 eine gigantische Produktionsstätte entstehen. Auf einer Fläche von 104.000 Quadratmetern – das entspricht fast 15 Fussballfeldern – will Rolex ab 2029 Luxusuhren produzieren und damit die steigende Nachfrage nach seinen Produkten befriedigen. Die neue Fabrik wird voraussichtlich 2000 Arbeitsplätze schaffen und somit einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

    Landverkauf genehmigt
    Der Generalrat von Bulle hat den Verkauf des Baugeländes an die Rolex-Gruppe mit grosser Mehrheit genehmigt. Rolex investiert insgesamt eine Milliarde Franken in das Projekt und zahlte 31,4 Millionen Franken für das rund 100.000 Quadratmeter grosse Grundstück. Das Baugesuch wurde nun eingereicht, und die ersten Visualisierungen der geplanten Gebäude wurden veröffentlicht.

    Innovatives Baukonzept und Nachhaltigkeit
    Die neue Anlage wird aus vier Produktionsgebäuden bestehen, die durch ein zentrales Gebäude verbunden sind. In diesem zentralen Bereich befinden sich neben der Verwaltung auch gastronomische Einrichtungen sowie Begegnungs- und Ruhezonen. Ein markanter Kopfbau am Südende des Areals beherbergt den Haupteingang.

    Rolex legt besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Gestaltung. Die Fabrik soll das höchste Anforderungsniveau des britischen Gütesiegels Breeam erreichen – eine Premiere für ein Industriegebäude in der Schweiz. Die Gebäude werden so angeordnet, dass sie in einen Park integriert sind, der als Schutz vor den Emissionen der nahegelegenen Autobahn dient.

    Fünfter Produktionsstandort von Rolex
    Mit dem neuen Standort in Bulle erweitert Rolex seine bereits stark integrierte Produktionskette. Der Luxusuhrenhersteller betreibt bereits Produktionsstätten in Genf, Chêne-Bourg, Plan-les-Ouates und Biel. In diesen Standorten werden die meisten Komponenten der Uhren, von Uhrwerken über Gehäuse bis hin zu Zifferblättern und Armbändern, intern produziert.

    Übergangslösung in Romont
    Um die Produktionskapazitäten bereits vor 2029 zu erweitern, wird Rolex vorübergehend eine Fabrik in Romont errichten. Dort sollen ab Anfang 2025 etwa 250 bis 300 Mitarbeitende beschäftigt werden, die grösstenteils neu eingestellt und ausgebildet werden. Diese Mitarbeitenden werden nach der Fertigstellung des Werks in Bulle dorthin wechseln.

    Mit der neuen Fabrik in Bulle stärkt Rolex seine Position als einer der weltweit führenden Luxusuhrenhersteller und investiert in die Zukunft des Schweizer Produktionsstandorts.

  • Zug Estates platziert dritten Green Bond

    Zug Estates platziert dritten Green Bond

    Die Zug Estates Holding AG hat einen weiteren bedeutenden Schritt in ihrer nachhaltigen Finanzstrategie gemacht. Nach der erfolgreichen Einführung von Green Bonds im Jahr 2019 und der vollständigen Umstellung des Anleihen Portfolios auf grüne Anleihen im Jahr 2022, hat das Unternehmen nun einen weiteren Green Bond über CHF 100 Mio. platziert. Die Emission, die am 30. September 2024 liberiert wird, verfügt über einen Coupon von 1.65% und eine Laufzeit von sieben Jahren. Damit steigt der Anteil unbesicherter Anleihen im Verhältnis zu sämtlichen verzinslichen Finanzierungen auf rund 45%.

    Mehr Flexibilität für nachhaltige Investments
    Im Vorfeld der Emission hat Zug Estates ihr bestehendes Green Bond Framework zu einem Green Finance Framework erweitert. Diese Neuerung ermöglicht dem Unternehmen, neben Green Bonds auch auf andere grüne Finanzinstrumente zuzugreifen. Damit erweitert Zug Estates seine Flexibilität in der Finanzierung nachhaltiger Projekte und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des grünen Investments.

    Unter den neuen, strengen Selektionskriterien werden Gebäude und Areale als grün klassifiziert, die entweder weniger als 1 kg CO2-Äquivalente pro m² Energiebezugsfläche ausstossen oder über renommierte Nachhaltigkeitszertifikate wie BREEAM, DGNB/SGNI, SNBS oder Minergie verfügen. Trotz dieser anspruchsvollen Vorgaben können 95% des gesamten Portfolios von Zug Estates als grüne Liegenschaften eingestuft werden – ein Beleg für die konsequente Strategie des Unternehmens im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit.

    Die Suurstoffi Vorzeigemodell für nachhaltige Immobilien
    Ein grosser Teil der grünen Liegenschaften von Zug Estates befindet sich im Suurstoffi-Areal. Diese hochmoderne, nahezu CO2-frei betriebene Entwicklungsfläche wurde auch den bestehenden sowie dem neu lancierten Green Bond zugewiesen. Zum 30. Juni 2024 beträgt der Marktwert der Suurstoffi-Liegenschaften, die für die Green Bonds bestimmt sind, CHF 418.4 Mio. Dieses Areal ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung von Zug Estates‘ nachhaltigen Entwicklungsstrategien und setzt neue Massstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens und Betreibens von Immobilien.

    Bestätigung durch internationale Rating-Agenturen
    Zug Estates erhält für ihr Green Finance Framework hohe Anerkennung von ISS Corporate Solutions, einer der weltweit führenden ESG-Research- und Rating-Agenturen. Diese Second Party Opinion (SPO) stärkt das Vertrauen der Investoren in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Zusätzlich wurde Zug Estates von ISS (International Shareholder Services) am 23. August 2024 mit der Einstufung „C+“ und dem Status „Prime“ ausgezeichnet. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert, den Zug Estates auf die ökologische, soziale und governancebasierte Nachhaltigkeit legt.

    Erfolgreiche Platzierung des Green Bonds
    Die Platzierung des neuen Green Bonds von Zug Estates stiess auf grosses Interesse bei institutionellen Investoren. Diese schätzen insbesondere, dass die Mittel direkt in Immobilien investiert werden, die höchsten Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen und bereits heute fast vollständig CO2-frei betrieben werden. UBS AG und die Basler Kantonalbank agierten als Joint Lead Manager der Emission. Die Zulassung zum Handel an der SIX Swiss Exchange wurde beantragt, was die Attraktivität des Green Bonds weiter steigert.

    Nachhaltigkeit als Zukunftsstrategie
    Mit der Platzierung ihres dritten Green Bonds und der Erweiterung ihres Green Finance Frameworks beweist Zug Estates erneut ihre führende Rolle im Bereich der nachhaltigen Immobilienfinanzierung. Das Unternehmen zeigt, wie konsequente ökologische Ausrichtung nicht nur den Wert des Portfolios steigern kann, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung leistet. Zug Estates setzt damit einen neuen Standard für die gesamte Immobilienbranche.

  • Zürcher Anlagestiftung plant Kapitalerhöhung

    Zürcher Anlagestiftung plant Kapitalerhöhung

    Die Zürich Anlagestiftung plant den Ausbau ihrer Anlagegruppe ZAST Immobilien Wohnen Schweiz. Dazu sollen vom 1. bis zum 30. Oktober rund 300 Millionen Franken von in der Schweiz ansässigen Vorsorgeeinrichtungen aufgenommen werden. Bereits bestehende Anlegende habe ein Vorzugsrecht, informiert die Zurich Invest AG in einer Mitteilung. Die Tochter der Zurich Insurance Group nimmt die Geschäftsführung der Anlagestiftung wahr.

    Zürich Anlagestiftung will die neu eingespielten Mittel für den Erwerb von 19 Liegenschaften mit einem Wohnanteil von insgesamt 90 Prozent verwenden. Etwa zwei Drittel der Objekte liegen in Genf und Lausanne, dazu kommen Liegenschaften in Zürich und Bern. Neben der guten Lage weise das Portfolio attraktive Mietzinspotenziale auf, heisst es in der Mitteilung. Der Ausgabepreis für Anteile am neuen Portfolio wird beim Nettoinventarwert per 31. Oktober 2024 zuzüglich 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag liegen.

  • Jetzt Ticket zum 17. Schweizerischen Finanz- und Immobilienkongress in Zürich sichern

    Jetzt Ticket zum 17. Schweizerischen Finanz- und Immobilienkongress in Zürich sichern

    Die IAZI AG präsentiert anlässlich ihres 30-jährigen Unternehmensjubiläums am 20. November 2024 ein vielseitiges und inspirierendes Kongress-Programm und erweist sich einmal mehr als zentrale Expertise-Plattform für die relevanten Themen der Finanz- und Immobilienbranche. Gästen bietet sich die einmalige Gelegenheit zum exklusiven Networking mit führenden Experten und Entscheidern aus eng miteinander verzahnten Branchen und die Chance auf einen wertvollen Wissensvorsprung.

    Globale Herausforderungen wie Klimawandel und wirtschaftliche Ungleichheiten erfordern in einer zunehmend vernetzten Welt innovative Ansätze und gemeinschaftliches Handeln. Eine Verknüpfung globaler Strategien und lokaler Initiativen macht nachhaltige und wirksame Lösungen möglich – das soll im Fokus des 17. Schweizer Finanz- und Immobilienkongresses stehen.

    Unter dem Motto «Globale Perspektiven, Lokale Lösungen» beleuchten hochkarätige Referenten Trends und Prognosen zu Themen wir der globalen Sicherheitslage, ESG-Strategien und Stadtarchitektur.

    Zu den Keynote Speakern zählen Christof Franzen, Journalist und SRF-Sonderkorrespondent, der einen Blick auf die globale Sicherheitslage mit Fokus auf Russland und die Schweiz wirft und Jens Korte, der als renommierter Wirtschaftsjournalist und Börsenexperte die Auswirkungen der US-Wahlen einordnen wird.
    Dr. Anna Braune, Leiterin Forschung und Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, DGNB e.V. widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen und stellt zukunftsfähige Konzepte für Neubauten vor.
    Die renommierte Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern stellt Visionen für eine neue Stadtarchitektur vor und die Extremsportlerin und Unternehmerin Anja Blacha liefert Inspirationen für einen Aufstieg, der Extremsport und Unternehmertum vereint.

    Abgerundet wird dieser Zukunftsdialog mit hochwertigen Informationen und präzisen Daten aus dem Schweizer Real Estate Markt, die das tägliche Geschäft der Immobilienprofis unterstützen. Prof. Dr. Donato Scognamiglio, Co-Gründer und Verwaltungsratspräsident der IAZI AG,  erläutert neueste Zahlen, Trends und Prognosen im Hinblick auf Schweizer Immobilien.

    Hier erhalten sie alle Details zum Programm: immokongress.ch

  • Lebensmittelläden verzeichnen die meisten Neugründungen

    Lebensmittelläden verzeichnen die meisten Neugründungen

    Die CRIF AG vermeldet nach Jahren mit vielen Ladenschliessungen Positives aus dem stationären Handel: Einer Studie zufolge wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr Läden neu gegründet als verschwunden sind. Demnach hätten 32’275 neue Geschäfte eröffnet, 26’926 mussten schliessen. Das ergebe ein Plus von 5349 Läden und ein Wachstum um 16,6 Prozent gesamt. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Wirtschaftsauskunftei hervor.

    Der Handel über das Internet legte mit einem Nettowachstum von 42,4 Prozent die höchste Wachstumsrate vor. Insbesondere während der Corona-Pandemie 2020 und 2021 wurde ein „regelrechter Wachstumsschub“ verzeichnet, heisst es. 2022 sei die Zahl an Neugründungen um mehr als 30 Prozent zurückgegangen, 2023 seien wieder neue Online-Händler hinzugekommen.

    Bezogen auf die Branchen haben Anbieter von Nahrungsmitteln (2547 neue Geschäfte) die Nase vorn. Dahinter kommen Bekleidungsgeschäfte (2’56), sonstiger Detailhandel mit Lebensmitteln (1846) sowie Zeitschriftengeschäfte (1752).

    Am grössten ist der Schwund an Ladengeschäften in der Unterhaltungselektronik und bei Computern, bei Bäckereien, Metzgereien und Bekleidungsgeschäften.

    Die Untersuchung von CRIF hat sämtliche im Handelsregister eingetragene Detailhandelsgeschäfte und Onlineshops, welche in der zehnjährigen Zeitperiode gegründet und gelöscht wurden, berücksichtigt.

  • Neur.on AI gewinnt Swiss Fintech Award 2024

    Neur.on AI gewinnt Swiss Fintech Award 2024

    Das Freiburger KI-Start-up Neur.on AI, gegründet von Paula Reichenberg, ging als Gewinner in der Kategorie „Frühphasen-Start-up des Jahres“ bei den Swiss Fintech Awards 2024 hervor. Neur.on AI hat eine spezialisierte, KI-basierte Übersetzungslösung entwickelt, die sich auf Finanzdokumente fokussiert. Diese Lösung bietet eine kostengünstigere und präzisere Alternative zu bestehenden Übersetzungsdiensten und adressiert damit einen Markt im Wert von 10 Milliarden Dollar in der Finanz- und Rechtsbranche. Als Anerkennung für ihre Innovation erhielt Paula Reichenberg ein Preisgeld von 36.000 Franken.

    Neben Neur.on AI war auch Climada Technologies im Rennen um die Auszeichnung. Climada bietet Finanzdienstleistern eine transparente und regulatorisch konforme Berichterstattung zu Klimarisiken an.

    GenTwo gewinnt in der Growth Stage Kategorie
    In der Kategorie „Growth Stage Start-up des Jahres“ setzte sich das Zürcher Unternehmen GenTwo durch. GenTwo ermöglicht durch innovative Verbriefungs- und Tokenisierungstechnologien die „Assetization“ bisher unzugänglicher Anlagewerte. Das Unternehmen hat bereits für über 300 Kunden in 26 Ländern Finanzprodukte im Wert von 5 Milliarden Dollar geschaffen. Payrexx, das ebenfalls im Finale stand, bietet über seine Plattform Zugang zu mehr als 200 Bezahlmöglichkeiten und zählt inzwischen 60.000 Händler zu seinen Kunden.

    Johannes „Johs“ Höhener als Fintech Influencer des Jahres geehrt
    Johannes „Johs“ Höhener wurde für sein langjähriges Engagement in der Schweizer Fintech-Branche als „Fintech Influencer of the Year“ ausgezeichnet. Höhener hat maßgeblich zum Aufbau des Fintech-Sektors in der Schweiz beigetragen, insbesondere durch seine Arbeit bei Swisscom und sein Engagement im Bereich E-Commerce bei den Kantonalbanken. Seine Mandate in verschiedenen Verwaltungsräten, darunter Swiss Stablecoin und daura, haben die Schweizer Fintech-Community nachhaltig geprägt.

    Die Swiss Fintech Awards, die 2016 ins Leben gerufen wurden, haben sich als bedeutendste Auszeichnung der Schweizer Fintech-Branche etabliert. In diesem Jahr wurden die herausragenden Start-ups und Persönlichkeiten bei der neunten Swiss Fintech Awards Night in Zürich geehrt. Eine Jury aus 20 Entscheidungsträgern wählte die Gewinner aus über 100 Bewerbungen aus.

  • Procimmo baut Immobilienfonds aus

    Procimmo baut Immobilienfonds aus

    Procimmo plant, mehrere Immobilien für seinen Residential Lemanic Fund zu erwerben. Die auf die Entwicklung und Verwaltung von Immobilienanlageprodukten spezialisierte Firma aus Renens will daher Ende September eine Kapitalerhöhung im Umfang von 30 Millionen bis 40 Millionen Franken durchführen. Der genaue Betrag sowie die Zeichnungsfrist sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden, informiert Procimmo in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Procimmo Residential Lemanic Fund umfasst aktuell ein Bruttovermögen von rund 510 Millionen Franken. Drei Viertel des Kapitals sind in Immobilien in Lausanne und Genf investiert. Procimmo will den Fonds wachsen lassen „und gleichzeitig seine inneren Qualitäten“ bewahren, schreibt das Unternehmen.

    Die 2007 gegründete Procimmo SA ist als Real Estate Asset Manager am Hauptsitz in Renens sowie in Zürich und Genf aktiv. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Procimmo Group AG. Die an der BX Swiss kotierte Unternehmensgruppe mit Sitz in Zug bietet Investment und Dienstleistungen im Immobilienbereich an.

  • Erweiterung des Dienstleistungsangebots durch strategische Akquisition

    Erweiterung des Dienstleistungsangebots durch strategische Akquisition

    Die in Pforzheim ansässige ease GmbH hat die Münchner Tochter der Helvengo AG aufgekauft. Mit der Übernahme der Helvengo GmbH will die auf die Immobilienwirtschaft spezialisierte Versicherungsfirma ihr Dienstleistungsangebot ausbauen, informiert ease in einer Mitteilung. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    Die 2020 gegründete Helvengo ist auf die Entwicklung neuartiger Versicherungsprodukte spezialisiert. Die beiden Firmen hatten bereits 2022 gemeinsam eine auf dem Internet der Dinge (IoT) basierende Gebäudeversicherungslösung entwickelt. «Der IoT-basierte Tarif legte im letzten Jahr einen Meilenstein», wird ease-Geschäftsführer Marcel Hanselmann in der Mitteilung zitiert. «Wir freuen uns, mit der Helvengo GmbH die Zukunft in diesem Bereich aktiv zu gestalten und somit unseren Kunden ein noch attraktiveres Leistungsportfolio anbieten zu können.»

    Die in Zürich ansässige Helvengo AG befindet sich seit Anfang August in Liquidation. Mit ease habe die deutsche Tochter «von Anfang an einen starken Partner an unserer Seite, der unsere Vision von datengetriebenen Versicherungsprodukten massgeblich geformt hat», erläutert Helvengo-Mitgründer Felix Huemer in der Mitteilung. «Wir sind überzeugt, dass die Helvengo GmbH im Unternehmensverbund mit ease Synergien nutzen und am Markt weiter erfolgreich expandieren kann.»

  • Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Wer eine Eigentumswohnung erwerben wollte, musste im Juli etwas mehr ausgeben als im Vormonat. Konkret zogen die Preise für Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 0,6 Prozent an, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    Die Preise für Einfamilienhäuser fielen im Juli hingegen um durchschnittliche 1,1 Prozent geringer als im Juni aus. Damit liege das Preisniveau in etwa auf dem Stand von Ende 2023, heisst es in der Mitteilung. «Für viele potenzielle Käufer:innen ist ein Einfamilienhaus ungeachtet des neuerlichen Rückgangs nach wie vor nur noch schwer tragbar», wird Martin Waeber dort zitiert. Der Erwerb einer Eigentumswohnung mit geringerer Wohnfläche stelle für viele daher die einzige Alternative dar, so der Managing Director Real Estate bei SMG. Dies führt Waeber zufolge zu einer Verschiebung der Nachfrage mit Auswirkungen auf die Preise der beiden Wohneigentumsarten.

    Bei den Angebotsmieten haben die Immobilienfachleute von SMG im Juli einen schweizweiten Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber Juni beobachtet. Er fiel mit 3,7 Prozent am stärksten im Tessin aus. Es folgen die Zentralschweiz und die Grossregion Zürich mit Rückgängen von jeweils 3,2 Prozent. Den geringsten Rückgang zeigten die Angebotsmieten mit durchschnittlich 0,5 Prozent in der Nordwestschweiz.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für Wohneigentum haben im zweiten Quartal 2024 weiter angezogen, informiert das Amt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der von ihm erhobene Wohnimmobilienpreisindex legte im Quartalsvergleich um 1,1 Prozent zu und steht aktuell bei 117,5 Punkten. Im Jahresvergleich haben die Fachleute des BFS einen Anstieg um 1,4 Prozent beobachtet. Die Basis des Index wurde im vierten Quartal 2019 bei 100 Punkten fixiert.

    Die Preise von Eigentumswohnungen zogen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent, im Jahresvergleich um 1,7 Prozent an. Bei den Einfamilienhäusern wurde ein Anstieg um 1,2 Prozent im Quartalsvergleich und um 1,0 Prozent im Jahresvergleich beobachtet. Der Immobilienpreisindex für Einfamilienhäuser schloss zum Quartalsende bei 118,6 Punkten. Sein Pendant für Eigentumswohnungen fiel mit 116,5Punkten etwas geringer aus.

    De Preise für Einfamilienhäuser zogen im Berichtsquartal in sämtlichen Gemeindetypen an, informierten die Fachleute des BFS. Den stärksten Anstieg haben sie mit 2,3 Prozent in der Kategorie der ländlichen Gemeinden beobachtet. In dieser Kategorie legten auch die Preise für Eigentumswohnungen mit 2,7 Prozent besonders stark zu. Bei Eigentumswohnungen in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration gaben die Preise hingegen um 0,3 Prozent nach.

  • Mobimo verbucht Gewinnsteigerung

    Mobimo verbucht Gewinnsteigerung

    Die Mobimo Holding AG hat im ersten Halbjahr 2024 ein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive Neubewertungen von 83,3 Millionen Franken realisiert, informiert das Luzerner Immobilienunternehmen in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um 63,9 Prozent. Ohne Neubewertungen zog das EBIT von 60,1 Millionen auf 61,3 Millionen Franken an. Mobimo führt die gute Entwicklung auf einen konstant starken Vermietungserfolg und ein gestärktes Entwicklungs- und Promotionsgeschäft zurück.

    Der Unternehmensgewinn inklusive Neubewertungen fiel mit 65,6 Millionen Franken um 91,5 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum aus. Hintergrund ist ein Gewinn aus dem Verkauf einer nicht konsolidierten Beteiligung an der Parking Saint-Francois SA in Lausanne. Exklusive Neubewertungen legte der Gewinn im Jahresvergleich von 43,1 Millionen auf 47,8 Millionen Franken zu.

    Der Erfolg aus Vermietung blieb mit 62,5 Millionen um 3,0 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Unter Ausklammerung von im ersten Halbjahr 2023 verbuchten Sondereffekten in Höhe von 3 Millionen Franken legten die Mieterträge hingegen um 2,5 Prozent zu, erläutert Mobimo. Die führt zu einem Wachstum des Mieterfolgs auf bereinigter Basis um 2,0 Prozent.

    Der Wert des Immobilienportfolios betrug zum Stichtag per Ende Juni 3,7 Milliarden Franken, gegenüber 3,6 Milliarden per Ende 2023. Im Juli hat Mobimo zudem in Dielsdorf ZH sechs Gebäude mit insgesamt 41 Wohnungen von einem institutionellen Investor erworben.

  • Öffentliche Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm Luzern

    Öffentliche Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm Luzern

    Das Agglomerationsprogramm Luzern der fünften Generation (AP LU 5G), nimmt erstmals die Städte Sursee und Sempach sowie mehrere neue Gemeinden wie Meierskappel und Neuenkirch auf. Diese Erweiterung des Perimeters unterstreicht die zunehmende Bedeutung der regionalen Kooperation bei der nachhaltigen Entwicklung von Siedlungs- und Verkehrsstrukturen. Der Fokus des AP LU 5G liegt auf der Abstimmung der Verkehrsentwicklung mit der Siedlungsplanung, um die Herausforderungen des Wachstums und der Mobilität in der Region optimal zu bewältigen.

    Schlüsselprojekte Durchgangsbahnhof und Bypass
    Zentral im AP LU 5G sind die Schlüsselprojekte Durchgangsbahnhof Luzern und der Autobahn-Bypass A2 Luzern. Diese vom Bund finanzierten Grossprojekte bilden das Rückgrat der langfristigen Verkehrsplanung im Raum Luzern. Ergänzend dazu sind flankierende Massnahmen und Projekte von Kanton und Gemeinden vorgesehen, wie die Erweiterung von Abstellanlagen und die Schaffung durchgehender Busspuren, um die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Verkehrssystems weiter zu verbessern.

    Investitionen in den Gesamtverkehr und den Fuss- und Veloverkehr
    Das AP LU 5G plant umfassende Investitionen in die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung. Der Gesamtverkehr, einschliesslich wichtiger Verkehrsdrehscheiben wie dem Ausbau des Bahnhofs Ebikon, wird mit 216 Millionen Franken bis 2031 gefördert. Auch der Fuss- und Veloverkehr, mit Massnahmen zur Optimierung des kantonalen Velonetzes und der Verbesserung der Naherholung, erhält hohe Priorität. Die Projekte in diesem Bereich werden mit insgesamt 129 Millionen Franken unterstützt.

    Öffentliche Mitwirkung und zukünftige Schritte
    Die öffentliche Mitwirkung bietet Gemeinden, Fachleuten und der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung des AP LU 5G einzubringen. Die Stellungnahmen und Anregungen, die bis zum 1. Oktober 2024 eingereicht werden können, fliessen in die Überarbeitung und Finalisierung des Programms ein. Am 2. September 2024 findet in Rothenburg eine Informationsveranstaltung statt, um den Entwurf und die vorgesehenen Massnahmen detailliert zu erläutern. Anmeldungen sind bis zum 28. August 2024 möglich.

    Nach Abschluss der öffentlichen Mitwirkung wird das Programm überprüft und angepasst. Die Verabschiedung durch die Regierung ist für 2025 geplant, bevor das AP LU 5G beim Bund zur Prüfung eingereicht wird.

  • Holcim verbucht rekordhohe Profitabilität

    Holcim verbucht rekordhohe Profitabilität

    Holcim hat im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 12,81 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 1,9 Prozent. In Lokalwährungen wurde ein Wachstum von 1,6 Prozent realisiert.

    Das wiederkehrende Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im Jahresvergleich um 8,1 Prozent auf 2,21 Milliarden Franken zu. Die entsprechende Marge konnte dabei von 15,6 auf 17,2 Prozent gesteigert werden. Für das zweite Quartal 2024 wurde sogar eine rekordhohe Marge von 23,2 Prozent realisiert.

    Der Konzerngewinn vor Wertminderungen und Veräusserungen zog um 7,5 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken an. Beim Reingewinn wurde hingegen ein Rückgang um 3,4 Prozent auf 1,22 Milliarden Franken verbucht. Im Berichtshalbjahr hat Holcim elf Zukäufe getätigt und vier Konzernteile veräussert.

    Auch in Sachen Nachhaltigkeit kann Holcim Erfolge ausweisen. So lagen die CO2-Emissionen im Verhältnis zum Umsatz im Berichtssemester um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zudem trug der emissionsarme Zement ECOPlanet von Holcim bereits 26 Prozent zum konzernweiten Zementumsatz bei. Der Anteil des emissionsarmen Betons ECOPact erreichte 28 Prozent. Ende 2023 hatte der Anteil der beiden nachhaltigen Produkte noch bei jeweils 19 Prozent gelegen. «Unsere führenden nachhaltigen Baulösungen – vom CO2 armen Beton ECOPact bis zu den energieeffizienten Elevate-Dachsystemen – machen uns zum Partner der Wahl für Grossprojekte, wie zum Beispiel im Infrastrukturbereich oder beim Bau von Rechenzentren», wird Holcim-CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert.

  • Mehrfamilienhäuser im Aufwind, Büroimmobilien stagnieren

    Mehrfamilienhäuser im Aufwind, Büroimmobilien stagnieren

    Im 2. Quartal 2024 verzeichnet steigende Preise für Mehrfamilienhäuser. Den grössten Anstieg zum Vorquartal verzeichnete die Ostschweiz (+2,0%), gefolgt von Basel und dem Alpenraum (jeweils +1,7%) sowie dem Jura (+1,5%). Einzig in der Südschweiz stagnieren die Preise (-0,3%).

    Stagnation bei Büroimmobilienpreisen
    Im Gegensatz dazu zeigen die Preise für Büroimmobilien in der Schweiz im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum Vorquartal einen minimalen Rückgang von 0,2 Prozent, was auf eine weitgehende Stagnation hindeutet. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ergibt sich allerdings ein Preisanstieg von 4,0 Prozent.

    Die Preisentwicklung variiert jedoch regional stark: Während in der Südschweiz (-4,9%), Zürich (-2,6%) und der Ostschweiz (-0,5%) die Preise im Vergleich zum Vorquartal gefallen sind, zeigen Gebiete wie der Genfersee (+4,3%), Basel (+2,6%) und das Mittelland (+1,9%) einen Aufwärtstrend.

    Regionale Trends und ihre Bedeutung
    Die regional unterschiedlichen Entwicklungen der Immobilienpreise spiegeln die spezifischen wirtschaftlichen und demografischen Gegebenheiten wider. Besonders in wirtschaftlich starken Regionen wie dem Genfersee und Basel profitieren Büroimmobilien von der höheren Nachfrage. Dies deutet auf eine fortdauernde Attraktivität dieser Standorte für Unternehmen hin.

    Der anhaltende Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern, insbesondere in der Ostschweiz, Basel und dem Alpenraum, zeigt, dass Wohnraum in diesen Gebieten weiterhin stark nachgefragt wird. Diese Trends sind ein Indikator für eine robuste Immobilienwirtschaft in der Schweiz, trotz regionaler Unterschiede und temporärer Preisstagnationen in bestimmten Segmenten des Marktes.

  • Schindler wirtschaftet profitabler

    Schindler wirtschaftet profitabler

    Schindler hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2024 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,59 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der Aufzugsbauer aus dem Kanton Luzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 2,3 Prozent. Hintergrund sind negative Fremdwährungseffekte: In Lokalwährungen fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 1,4 Prozent höher als im Vorjahr aus.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT lag mit 618 Millionen Franken um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge zog von 10,5 auf 11,0 Prozent an. „Wir konnten über sechs Quartale in Folge unsere Margen kontinuierlich verbessern und haben unser Versprechen, profitabler zu werden, eingelöst“, wird Silvio Napoli, Verwaltungsratspräsident und CEO von Schindler, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, ist und bleibt in diesem Marktumfeld entscheidend.“

    Als Konzerngewinn weist Schindler im Berichtshalbjahr 494 Millionen Franken aus, die Gewinnmarge belief sich auf 8,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2023 waren 463 Millionen Franken Konzerngewinn realisiert worden.

    Für das laufende Jahr geht Schindler von einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich in Lokalwährungen aus. Die EBIT-Marge soll bei 11 Prozent gehalten werden. Für weitere Verbesserungen bei der Organisationseffizienz plant Schindler Restrukturierungskosten von 80 Millionen Franken ein.

  • Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Die Bauinvestitionen sind in der Schweiz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 0,2 Prozent angestiegen. Dabei sanken laut einer Medienmitteilung die Investitionen in den Hochbau um 0,3 Prozent und jene in den Tiefbau nahmen um 2,7 Prozent zu. In Neubauprojekte wurden im Jahresvergleich 2,5 Prozent weniger und in Umbauprojekte 4,4 Prozent mehr investiert. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

    Die gesamten Bauausgaben, also Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsausgaben, nahmen 2023 um 0,3 Prozent zu, wobei preisbereinigt ein Rückgang von 2,5 Prozent verzeichnet wurde.

    Die öffentlichen Auftraggeber – Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten die Investitionssummen in den Tiefbau um ein Plus von 3,9 Prozent sowie in den Hochbau um 8,5 Prozent. Die privaten Auftraggeber gaben dagegen im Jahr 2023 sowohl weniger für den Tiefbau, minus 2,3 Prozent, wie auch für den Hochbau (-1,9 Prozent) aus.

    Ein Rückgang um 2,5 Prozent wurde bei den Neubauinvestitionen verzeichnet. Die privaten Auftraggeber gaben um 4,8 Prozent weniger für Neubauprojekte aus. Zugelegt haben dagegen die Investitionen in Umbauten mit einem Plus von 4,4 Prozent.

    Neben der privaten Umbautätigkeit mit plus 3,9 Prozent habe auch die öffentliche Hand im Jahresvergleich mehr in Neubauten (+6,9 Prozent) und in Umbauten (+5,2 Prozent) investiert, heisst es in der Mitteilung des BFS.

  • Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Swiss Life Asset Managers hat eine Kapitalerhöhung seines Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties erfolgreich abgeschlossen. Bei der laut einer entsprechenden Mitteilung des Vermögensverwalters der Swiss Life-Gruppe bisher grössten Kapitalerhöhung eines börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds wurden rund 610 Millionen Franken eingesammelt. Damit erreicht der Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties eine Marktkapitalisierung von rund 2,5 Milliarden Franken und steigt in die Gruppe der fünf grössten börsenkotierten Immobilienfonds der Schweiz auf.

    Swiss Life Asset Managers will die neuen Mittel zum einen für den Kauf eines Immobilienportfolios im Wert von rund 700 Millionen Franken verwenden. Ein weiterer Teil der Mittel soll in die Sanierung und Verdichtung bestehender Wohnbauten investiert werden. Zudem plant das Unternehmen, seine Fremdfinanzierungsquote auf rund 23 Prozent zu senken.

  • Wohnungsmarkt verliert an Liquidität

    Wohnungsmarkt verliert an Liquidität

    Die Zahl der auf den wichtigsten Immobilienportalen ausgeschriebenen Mietwohnungen ist zwischen April 2023 und März 2024 im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 340’000 Inserate gesunken, informieren Swiss Real Estate Institute, SVIT Schweiz und der Schweizerische Hauseigentümerverband (HEV) in ihrem aktuellen Online-Wohnungsindex. «Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil sie keine neue zu vergleichbaren Mietzinsen finden, was wiederum das Angebot verkleinert», heisst es dort. Dabei haben die Immobilienfachleute der drei Organisationen insbesondere beim Angebot an kleinen bis mittelgrossen günstigen Wohnungen einen Rückgang ausgemacht. Bei grossen Wohnungen ist das Angebot dagegen gestiegen.

    In der Berichtsperiode wurden schweizweit rund 625’000 Umzüge gezählt, das sind 75’000 Umzüge weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Tatsache, dass die Bestandsmieten im Berichtszeitraum weniger stark gestiegen sind als die Angebotsmieten, verstärke diesen Lock-in-Effekt, so die Immobilienfachleute. Dadurch verliert der Wohnungsmarkt an Liquidität.

    Trotz des gesunkenen Angebots an Objekten haben sich die Insertionszeiten für Mietwohnungen aber nur wenig verkürzt. Es sei also nicht schwieriger geworden, eine neue Wohnung zu finden, erläutern die Immobilienfachleute. Interessierte müssten jedoch wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen oder den Flächenverbrauch verkleinern.

    Steigende Mieten führten zu einer sinkenden Wohnfläche pro Kopf, erläutert Studienleiter Peter Ilg vom Swiss Real Estate Institute. «Dies führt zu weniger Wohnungsknappheit in den Städten, zudem wird mit weniger Wohnflächenkonsum pro Kopf die allseits angestrebte Innenverdichtung erreicht.»

  • Marktplatz für Gewerbeimmobilien

    Marktplatz für Gewerbeimmobilien

    Die maison (Schweiz) AG hat in einer Finanzierungsrunde einen «substanziellen sechsstelligen Betrag» eingenommen, informiert das auf die Vermarktung von Büro- und Gewerbeflächen spezialisierte Unternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Damit sei die Finanzierung des Marktplatzes maison.work gesichert, heisst es dort weiter. Die eingespielten Mittel sollen «in technologische Fortschritte, Marketinginitiativen und den Ausbau des Kernteams» fliessen.

    Die maison (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich ist eigenen Angaben zufolge seit fünf Jahren in der Vermarktung von Büro- und Gewerbeflächen aktiv. Im August letzten Jahres wurde der Marktplatz maison.work lanciert. Hier werden kommerzielle Immobilien von Büros über Coworking-Spaces und Bürogemeinschaften bis zu Produktionsstätten, Lagern und Verkaufsflächen angeboten.

  • Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Die durchschnittliche Mietbelastung aller Haushalte in der Schweiz liegt je nach Definition des Verhältnisansatzes zwischen 17% und 27,8%. Die Analyse zeigt, dass die Bewertungen zur Unerschwinglichkeit von Wohnraum je nach gewähltem Messansatz erheblich variieren: Der Anteil der Haushalte, für die Wohnraum nicht erschwinglich ist, reicht von 6,7% bis 26%. Diese Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Wohnkostenbelastung.

    Einfluss der Einkommensklasse und Haushaltstypen
    Die Differenzierung der Haushalte nach Einkommensklasse und Haushaltstyp beeinflusst die Mietbelastung erheblich. Haushalte im untersten Einkommensquintil wenden bis zu 51% ihres verfügbaren Einkommens für die Bruttomiete auf, während Haushalte im obersten Quintil maximal 17,2% zahlen. Besonders stark betroffen sind Single-Haushalte über 65 im untersten Einkommensquintil mit einer Mietbelastung von bis zu 64%.

    Verhältnisansatz als bevorzugte Methode
    Der Verhältnisansatz, der die Wohnkostenbelastung als Anteil des Einkommens misst, gilt als praktikabler als der theoretisch optimale Residualeinkommensansatz. Der differenzierte Verhältnisansatz, der nach Einkommensklasse und Haushaltstyp variiert, ermöglicht eine genauere Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit und ist besser anwendbar als reine Mietkostenbenchmarks. Granulare Daten zu Bevölkerung, Einkommen und Wohnungen unterstützen diese differenzierte Analyse.

    Notwendigkeit einer klaren Definition und weiterer Forschung
    Für die Planung von erschwinglichem Wohnraum müssen Konzept und Ziele klar definiert sein. Eigentümer und Entwickler können nur dann zielgerichtete Angebote schaffen, wenn präzise Schwellenwerte für verschiedene Haushaltstypen und Einkommensklassen vorliegen. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Bestimmung geeigneter Schwellenwerte konzentrieren und klären, welche spezifischen Komponenten der Wohnkosten und des Einkommens in der Erschwinglichkeitsanalyse berücksichtigt werden sollten.

    Optimierung der Preisgestaltung zur Förderung von Investitionen
    Eine differenzierte Preisgestaltung, die sich an den faktischen Einkommen orientiert, kann Leerstands- und Vermietungsrisiken mindern und Investitionen in neue Wohnungen fördern. Die Anwendung eines differenzierten Verhältnisansatzes bietet eine solide Grundlage zur Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz und trägt zur Schaffung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum bei.

  • Stadtrat bewilligt 300 Millionen Franken für CoolCity

    Stadtrat bewilligt 300 Millionen Franken für CoolCity

    Am 10. Juli 2024 bewilligte der Zürcher Stadtrat Ausgaben von 303,7 Millionen Franken aus dem Rahmenkredit «Thermische Netze» für die Realisierung des Energieverbunds CoolCity. Dieser soll die Innenstadt Zürichs mit erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee heizen und kühlen und stellt damit einen bedeutenden Schritt zur Reduktion des CO2-Ausstosses der Stadt auf Netto-Null bis 2040 dar.

    Ausbau der thermischen Netze
    Der Ausbau der thermischen Netze ist einer der grössten Hebel, den die Stadt Zürich hat, um den CO2-Ausstoss zu senken. Fossile Heizungen können durch den Anschluss an die Fernwärme ersetzt und das örtliche Gasverteilnetz etappenweise abgelöst werden. Der Energieverbund CoolCity, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, soll einen grossen Beitrag dazu leisten.

    Verbundgebiet und Nutzung von Seewasser
    Das Verbundgebiet erstreckt sich vom Hauptbahnhof bis zum Bürkliplatz, begrenzt durch Limmat, Sihl und Schanzengraben. Es umfasst die Perimeter City, Energieverbund Fraumünster und Altstadt. Die dortigen Liegenschaften sollen künftig mit Zürcher Seewasser geheizt und gekühlt werden, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der angeschlossenen Liegenschaften auf Netto-Null ermöglicht.

    Seewasser- und Energiezentralen als Herzstücke des Verbunds
    Für die Realisierung des Verbunds sind der Bau einer Seewasser- und einer Energiezentrale notwendig. In einer Tiefe von 28 Metern wird auf Höhe des Zürichhorns das Seewasser gefasst und über eine zwei Kilometer lange Leitung zur Seewasserzentrale in der Kurt-Guggenheim-Anlage transportiert. Dort wird dem Seewasser mithilfe von Wärmetauschern Energie entzogen, die dann zum ewz-Unterwerk Selnau geleitet wird. Das abgekühlte Seewasser wird anschliessend in die Limmat zurückgeführt.

    Das Herz des Energieverbunds wird die Energiezentrale im ehemaligen ewz-Unterwerk Selnau sein. Hier wird die aus dem Seewasser gewonnene Wärme bzw. Kälte mittels Wärmepumpen und Kältemaschinen auf die notwendige Temperatur gebracht. Nach umfassenden Untersuchungen hat sich das ewz-Unterwerk Selnau als optimaler Standort herausgestellt, um die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen zu erfüllen.

    Etappenweiser Bau zwischen 2025 und 2039
    Die Realisierung des Energieverbunds erfolgt etappiert von 2025 bis 2039 und wird in Abstimmung mit den Straßen- und Werkleitungsprojekten des Tiefbauamts umgesetzt. Die erste Energielieferung ist für 2031 geplant, wobei der kontinuierliche Ausbau bis 2035 das Versorgungsgebiet (ohne den Perimeter Altstadt) grösstenteils erschlossen haben wird. Der Anschluss der Altstadt ist für 2035 bis 2039 vorgesehen.

    Bereits 2023 bewilligte der Stadtrat 8,5 Millionen Franken für Vorinvestitionen aus dem Rahmenkredit. Das ewz hat mit den ersten Bauarbeiten begonnen und erstellt ein Verbindungsbauwerk zwischen den Energieverbunden CoolCity und Fraumünster, das im Frühling 2025 fertiggestellt sein wird.

    Ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität
    Der Energieverbund CoolCity ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt Zürich. Mit der Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee wird die Innenstadt nachhaltig und umweltfreundlich mit Wärme und Kälte versorgt, was einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leistet.

  • Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Die Ausarbeitung von Sanierungsoptionen für die GZO AG Spital Wetzikon schreitet voran. Die Aktionärsgemeinden stehen weiterhin hinter dem Spitalbetrieb und sind bereit, eine finanzielle Beteiligung bei einer Sanierung zu prüfen. Sie haben den Verantwortlichen des Spitals aufgezeigt, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit eine solche Massnahme von den Aktionärsgemeinden geprüft werden kann.

    Stabile Versorgung trotz Nachlass-Stundung
    Das Spital Wetzikon befindet sich seit Anfang Mai in der Nachlass-Stundung. Wie die Verantwortlichen der GZO AG gegenüber den Aktionärsgemeinden versichern, läuft der Spitalbetrieb trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen gut. Eine umfassende Notfall- und Gesundheitsversorgung bleibt weiterhin gewährleistet.

    Bedingungen für finanzielle Beteiligung
    Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der GZO AG stehen in der Pflicht, tragfähige Lösungen für eine Sanierung auszuarbeiten. Die Aktionärsgemeinden gehen nach heutigem Wissenstand davon aus, dass ein finanzieller Beitrag von ihrer Seite zur Sanierung erwartet wird. Sie haben dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung der GZO AG dargelegt, welche Voraussetzungen und Unterlagen für eine solche finanzielle Beteiligung erfüllt sein müssen. Ein zentraler Punkt ist das Vorliegen eines wirtschaftlich tragfähigen Konzepts für das Spital Wetzikon der Zukunft. Die Spitalverantwortlichen arbeiten derzeit intensiv an den entsprechenden Grundlagen, was jedoch aufgrund der komplexen Situation (laufender Spitalbetrieb, Neubau etc.) noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Sistierung der Beschwerde beim Regierungsrat
    Die GZO AG hatte gegen den Beschluss des Regierungsrats, dem Spital Wetzikon keine finanzielle Unterstützung zu gewähren, umgehend Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Nach einer vertieften Situationsanalyse und sorgfältiger Abwägung sind der GZO-Verwaltungsrat und die mandatierten Fachexperten der Aktionärsgemeinden übereingekommen, eine Sistierung der Beschwerde anzustreben. Die Aktionärsgemeinden haben der Gesundheitsdirektion schriftlich mitgeteilt, dass sie das Gesuch um Sistierung im Sinne der Sache unterstützen.

    Zukunft des Spitals Wetzikon
    Die Aktionärsgemeinden haben klar gemacht, dass sie eine finanzielle Beteiligung an der Sanierung des Spitals prüfen werden, sobald ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept vorliegt. Dies zeigt ihr Engagement und ihre Unterstützung für das Spital Wetzikon, um eine weiterhin stabile und umfassende Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

  • CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW will Betreibende von kleinen Solaranlagen vor sehr tiefen Marktpreisen insbesondere im Sommer schützen und sie bei der Amortisation der Anlage unterstützen. Dazu wendet die Axpo-Tochter bereits ab der Abrechnung für das zweite Quartal 2024 die vom Bund geplante Mindestvergütung für Solarstrom an, informiert CKW in einer Mitteilung. Hier sollen Betreibende von Solaranlagen bis 150 Kilowatt Leistung voraussichtlich ab Anfang 2025 einen Mindestpreis für ihren Solarstrom erhalten, falls der vom Bundesamt für Energie festgelegte Referenzmarktpreis besonders tief ausfällt.

    Bei der Höhe der aktuell gezahlten Mindestvergütung orientiert sich CKW am Verordnungsentwurf. Er sieht je nach Grösse der Anlage unterschiedliche Mindestvergütungen pro Kilowattstunde vor. Zusätzlich erwirbt die Luzerner Energiedienstleisterin auf freiwilliger Basis auch den Herkunftsnachweis des Solarstroms. Er beträgt für kleine Solaranlagen 2 Rappen pro Kilowattstunde und für Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung 1 Rappen pro Kilowattstunde.

    In der Mitteilung rät CKW den Betreibenden von Photovoltaikanlagen zudem zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Er lohne sich insbesondere in Phasen mit tiefen Rückvergütungen. Für die Optimierung des Eigenverbrauchs biete sich neben eigenen Energiemanagementlösungen und Batteriespeichern auch der Zusammenschluss mit Nachbarn an, schreibt die CKW. Mit dem am 9. Juli von der Stimmbevölkerung gutgeheissenen neuen Stromgesetz werden zudem weitere Optionen wie die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich.

  • Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Im Jahr 2022 erlebten die Baupreise im Hochbau einen starken Anstieg von über 8 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt der Baupreisindex für April 2024 eine moderate Steigerung von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2023 sind die Preise im Hochbau um 0,4 Prozent gestiegen. Trotz dieser Verlangsamung bleiben die Baupreise auf einem hohen Niveau stabil. Im Vergleich zu vor drei Jahren haben sich die Hochbaupreise im April 2024 um 13 Prozent erhöht.

    Materialpreise als treibende Kraft
    Ein wesentlicher Faktor für die Abflachung der Baupreise ist die Entwicklung der Materialkosten. Der Materialpreisindex KBOB für den Hochbau zeigt, dass die Materialpreise zwischen Mai 2023 und Mai 2024 um 2,2 Prozent gesunken sind. Der grösste Teil dieses Rückgangs fand zwischen Mai und Oktober 2023 statt. Seit November 2023 hat sich der Materialpreisindex stabilisiert und sank nur noch leicht um 0,4 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preise bei Armierungsstahl, der im Mai 2024 über 10 Prozent günstiger war als im Vorjahr.

    Energie- und Treibstoffpreise als Gegenpol
    Während die sinkenden Materialpreise zu einer Verlangsamung der Baupreisentwicklung beitragen, wirken gestiegene Energie- und Treibstoffpreise diesem Trend entgegen. Laut dem Landesindex für Konsumentenpreise lagen die Energie- und Treibstoffpreise im Mai 2024 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, was einen Aufwärtsdruck auf die Baupreise ausübt.

    Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
    Trotz der aktuellen Stabilisierung gibt es Faktoren, die auf eine mögliche erneute Erhöhung der Baupreise hinweisen. Die Lohnentwicklung und die weiterhin steigenden Energiekosten könnten zu einem Anstieg der Baupreise im Jahr 2024 um etwa 1 Prozent führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren langfristig auf den Baupreisindex auswirken werden.

    Fazit: Vielseitige Einflüsse auf die Baupreise
    Die aktuelle Entwicklung der Baupreise wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Während die sinkenden Materialpreise eine stagnierende oder rückläufige Tendenz suggerieren, sorgen gestiegene Energie- und Treibstoffpreise sowie die Lohnentwicklung für einen Aufwärtsdruck. Die Baupreise stabilisieren sich derzeit auf hohem Niveau, und eine moderate Steigerung ist für das Jahr 2024 zu erwarten.

  • BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    Die BKW hat ihre Beteiligung an der Kooperation HelveticWind auf 60 Prozent erhöht. Die restlichen 40 Prozent verbleiben bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Diese strategische Entscheidung, die am 5. Juli 2024 unterzeichnet wurde, markiert eine bedeutende Neuausrichtung der Zusammenarbeit zwischen den Energieversorgungsunternehmen. Zuvor hielt die BKW 29 Prozent und EKZ 20,2 Prozent der Anteile an HelveticWind.

    Erfolgreiche Kooperation in Deutschland und Italien
    HelveticWind betreibt insgesamt sechs Windparks, vier davon in Deutschland mit einer installierten Leistung von 67 Megawatt (MW) und zwei in Italien mit 52 MW. Die BKW, die bereits als Serviceprovider für die Anlagen tätig ist, verfügt über umfassendes Know-how in der Wartung und Optimierung dieser Windparks. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung kann die BKW ihr Bestandsportfolio an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen weiter ausbauen.

    Zukunftsorientierte Planung und CO2-Neutralität bis 2040
    Margarita Aleksieva, Leiterin des Bereichs Wind & Solar bei der BKW, äußert sich begeistert über den Mehrheitserwerb: «Wir wollen die Energiewende in den kommenden Jahrzehnten mitgestalten und bis 2040 im Energiegeschäft CO2-neutral sein. In diesem Zusammenhang prüfen wir zudem das Repowering-Potenzial der sechs Windparks. Unser Ziel ist es, die bestehenden Flächen in Zukunft zu optimieren und unsere Energieausbeute dank neuster Technik zu erhöhen.»

    Dank an langjährige Partner und Ausblick
    Die BKW dankt den ausscheidenden Partnern Energie Wasser Bern, der Genossenschaft Elektra Baselland und SN Erneuerbare Energie für die langjährige Zusammenarbeit. Die Neustrukturierung der Kooperation ermöglicht es der BKW und EKZ, ihre Partnerschaft erfolgreich weiterzuführen und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben.

    Historie und Ziele der HelveticWind Kooperation
    Die Kooperation HelveticWind wurde im März 2010 von Energie Wasser Bern und der BKW gegründet. Ursprüngliches Ziel war es, ein Windkraft-Portfolio mit über 100 MW installierter Leistung zu realisieren, was inzwischen übertroffen wurde. Zu den deutschen Windparks zählen Gross Welle, Lüdersdorf-Parstein, Sendenhorst und Wulkow, während in Italien die Windparks Ventisei und Eolo dazugehören.

    Mit der Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind stärkt die BKW ihre Position im Bereich der erneuerbaren Energien und setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft.