Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Sicherheiten im Bau- und Immobilienbereich — Worauf ist zu achten?

    Sicherheiten im Bau- und Immobilienbereich — Worauf ist zu achten?

    Die üblichen Sicherungsmittel
    Sicherheiten sind im Bau- und Immobilienbereich allgegenwärtig. Für die Finanzierung von Land oder Wohneigentum stehen Hypotheken (Grundpfandrechte) im Vordergrund. Zug um Zug-Geschäfte (z.B. der Kauf eines Grundstücks oder einer Wohnung) werden meist mit sog. Zahlungsversprechen von Banken abgesichert. Abstrakte Garantien oder Bürgschaften sind sodann häufig genutzte Mittel für die Sicherstellung der vertragskonformen Ausführung von Bauarbeiten. Schliesslich ist es auch denkbar, bewegliche Sachen als sog. Faustpfand zu übergeben oder (künftige) Forderungen der eigenen Gesellschaft gegenüber Dritten an einen Kreditgeber zu übertragen.

    Garantien und Bürgschaften im Speziellen
    Mit einer Garantie verpflichtet sich eine Bank oder Versicherung, dem Garantieempfänger bei Eintritt bestimmter Voraussetzungen (z.B. einer Vertragsverletzung) einen Betrag zu zahlen. Verzichtet die Bank/Versicherung auf jegliche Einreden und Einwendungen aus dem Grundverhältnis, handelt es sich um eine abstrakte Garantie nach Art. 111 OR. Solche Garantien sind mit einer blossen Mitteilung abrufbar, weshalb sie häufig auch «Garantie auf erstes Verlangen» genannt werden. In der Praxis kommen solche Garantien als Erfüllungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsgarantien vor.

    Demgegenüber ist eine Bürgschaft stets vom Grundgeschäft abhängig. Der Bank/Versicherung stehen dieselben Einreden und Einwendungen wie dem Hauptschuldner zu. Der Hauptanwendungsfall in der Praxis ist die Solidarbürgschaft, die auch die weit verbreitete Norm SIA-118 als Standardsicherung für die Mängelhaftung vorgibt.

    Der Empfänger einer abstrakten Garantie ist bessergestellt und erhält sein Geld in der Regel umgehend. Garantien sind daher teuer und der Garantiegeber verlangt stets eine Sicherheit für den Fall einer Inanspruchnahme. Es ist im Einzelfall das Sicherungsbedürfnis zu prüfen und die Form der Sicherheit abzuwägen.

    Garantien – Eine Welt des Formellen
    Garantien auf erstes Verlangen tönen verlockend, da sie vermeintlich einfach zu handhaben sind. Das kann täuschen: Zunächst ist der Garantietext zu prüfen, denn nicht jede Garantie ist abstrakt. Sodann ist die Gültigkeitsdauer im Auge zu behalten. Bei der Inanspruchnahme einer Garantie sind die formellen Vorgaben in der Garantieurkunde peinlich genau einzuhalten, andernfalls kann die Auszahlung verweigert werden (sog. Garantiestrenge). Auch ist entscheidend, auf welchem Weg und mit welcher Erklärung die Inanspruchnahme der Bank/Versicherung zugestellt werden muss (direkt, über eine Korrespondenzbank etc.). Hier lohnt sich eine vorgängige Prüfung.

    Eine Garantie wird in Anspruch genommen – Was ist zu tun?
    Bei der Ausstellung der Garantie ist darauf zu achten, dass die Bank/Versicherung sich verpflichtet, im Falle der Inanspruchnahme Mitteilung zu machen. Dies gibt dem Belasteten die Möglichkeit, der Bank/Versicherung die Auszahlung gerichtlich verbieten zu lassen. Zu bedenken ist aber, dass eine Auszahlung von den Gerichten nur untersagt wird, wenn die Inanspruchnahme offensichtlich rechtsmissbräuchlich ist. Die Hürden sind so hoch, dass die Auszahlung nur sehr selten verboten wird.

  • Kapitalaufstockung für Gesundheitsimmobilien und seniorengerechtes Wohnen

    Kapitalaufstockung für Gesundheitsimmobilien und seniorengerechtes Wohnen

    Die Anlagestiftung Swiss Life will das Kapital ihrer Anlagengruppe Immobilien Schweiz Alter und Gesundheit ESG um weitere 200 Millionen Franken aufstocken. Die Zeichnungsfrist für die entsprechenden Ansprüche läuft noch bis zum 14. März, informiert Swiss Life Asset Managers in einer Mitteilung. Ihr zufolge sollen die neuen Mittel für den Erwerb weiterer Liegenschaften, für Investitionen in den Bestand und zur Verringerung der Fremdfinanzierung eingesetzt werden.

    Die Anlagegruppe Immobilien Schweiz Alter und Gesundheit ESG ist auf altersgerechte Wohnliegenschaften, Pflegeeinrichtungen und andere Gesundheitsimmobilien sowie Einrichtungen zur Gesundheitsförderung ausgelegt. «Mit der Öffnung der Anlagegruppe bieten wir eine nachhaltige und zukunftsorientierte Anlagemöglichkeit in Immobilienprojekte, die die demografischen Trends aufgreift und innovative Wohnkonzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglicht», wird Stephan Thaler, Geschäftsführer der Anlagestiftung Swiss Life, in der Mitteilung zitiert. Erst im Dezember 2024 hatte die zum Vermögensverwalter der Swiss Life-Gruppe gehörende Stiftung zwei Seniorenzentren in Frauenfeld und Ostermundigen BE erworben. Per Jahresende 2024 umfasste die Anlagegruppe 18 Immobilien mit einem Marktwert von insgesamt rund 700 Millionen Franken.

  • Meyer Burger trennt sich von Messtechnik-Tochter Pasan

    Meyer Burger trennt sich von Messtechnik-Tochter Pasan

    Meyer Burger steht vor grossen Herausforderungen und setzt auf eine umfassende Restrukturierung. Im Zuge dieser Massnahmen hat das Unternehmen seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Pasan SA mit Sitz in Neuenburg verkauft. Die Transaktion wurde am 27. Januar 2025 abgeschlossen.

    Keine Angaben zu Käufer und Kaufpreis
    Das Unternehmen gab keine Informationen über den Käufer oder die finanziellen Details bekannt. Es wurde lediglich bestätigt, dass der Verkauf Teil der laufenden Sanierungsmassnahmen ist.

    Ein Pionier der Solarmesstechnik
    Pasan ist auf hochpräzise Messtechnik spezialisiert, die bei der Produktion von Solarzellen und -modulen zum Einsatz kommt. Das Unternehmen wurde vor über 40 Jahren gegründet und zählt zu den Marktführern in diesem Bereich. In der Schweiz sind rund 30 Mitarbeitende und Auszubildende beschäftigt. Zusätzlich unterhält das Unternehmen ein Serviceteam in Shanghai, das internationale Kunden betreut.

    Blick in die Zukunft
    Mit dem Verkauf von Pasan fokussiert sich Meyer Burger weiter auf seine Kernstrategie. Die Branche beobachtet gespannt, welche weiteren Massnahmen das Unternehmen im Rahmen seiner Neuausrichtung ergreifen wird.

  • Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Technologie-Start-ups sind entscheidend für den Fortschritt disruptiver Innovationen. Doch finanzielle Hürden hemmen ihr Wachstum, wie eine neue Studie des EPA verdeutlicht. Der Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Europa insbesondere in späteren Finanzierungsphasen an privatem Kapital fehlt. Dies zwingt viele innovative Unternehmen dazu, ausserhalb Europas nach Investoren zu suchen.

    Ein neues Bewertungssystem
    Mit dem TIS hat das EPA eine präzise Kennzahl entwickelt, um die Spezialisierung von Investoren auf patentierte Technologien zu bewerten. Der TIS basiert auf über 1000 Einzelwerten und gibt an, wie hoch der Anteil patentaktiver Unternehmen im Portfolio eines Investors ist. Damit können Start-ups gezielt nach Kapitalgebern suchen, die besonders innovationsfreundlich sind.

    Öffentliche Investoren als zentrale Stütze
    Die Studie zeigt, dass öffentliche Institutionen eine tragende Rolle bei der Innovationsförderung spielen. Programme wie der Europäische Innovationsrat, nationale Förderagenturen wie Innosuisse oder Bpifrance und die Europäische Investitionsbank bieten essenzielle Unterstützung in frühen Finanzierungsphasen. Allerdings fehlt es an einer nahtlosen Anschlussfinanzierung durch private Investoren, was die Skalierung innovativer Technologien erschwert.

    Europäische und US-amerikanische Finanzierungsmodelle im Vergleich
    Während in Europa 62% der privaten Investoren auf Early-Stage-Finanzierungen fokussiert sind, liegt der Anteil bei den 100 grössten US-Investoren mit späterem Finanzierungsfokus deutlich höher. 98 der Top-100-Investoren in den USA sind privat, über die Hälfte davon spezialisiert auf Wachstumsfinanzierung. Diese Unterschiede verdeutlichen die Lücke in der europäischen Kapitalstruktur.

    Neue digitale Tools zur Investorenfindung
    Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, erweitert das EPA seine digitalen Werkzeuge. Der Deep Tech Finder wurde um einen Filter ergänzt, der Investoren gezielt nach Finanzierungsphase, Standort und Technologiefeld auffindbar macht. So können Start-ups effizient passende Kapitalgeber identifizieren und ihre Finanzierungschancen verbessern.

    Wege zu einem stärkeren Innovationsökosystem
    Die Studie unterstreicht den Handlungsbedarf für eine bessere Vernetzung von öffentlicher und privater Innovationsfinanzierung in Europa. Mit neuen digitalen Hilfsmitteln wie dem TIS und dem Deep Tech Finder setzt das EPA entscheidende Impulse, um die Finanzierungslücke zu schliessen und Start-ups langfristig im europäischen Markt zu halten.

  • Kanton Zug stärkt sein Immobilienportfolio

    Kanton Zug stärkt sein Immobilienportfolio

    Die Baudirektion ist gesetzlich für den Bau und den Unterhalt der kantonseigenen Gebäude verantwortlich. Dabei werden die finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig analysiert, um sowohl die Unterhalts-, als auch die Investitionsbudgets gezielt einzusetzen. Eine fundierte und langfristige Planung wird immer wichtiger, um die Werterhaltung der Gebäude zu gewährleisten.

    Strategische Leitlinien für Immobilienbewirtschaftung
    Die Immobilienstrategie des Kantons Zug orientiert sich an den übergeordneten Zielen des Regierungsrats und den spezifischen Leitlinien der Baudirektion. Vorrang hat die Erhaltung bestehender Infrastrukturen vor Neubauten. Der gezielte Einsatz von Mitteln sorgt für zukunftsorientierte Bauten, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht werden.

    Kosten- und Nutzeneffizienz als Leitprinzipien
    Die Baudirektion verfolgt eine differenzierte Strategie, die den Fokus auf Kostenkontrolle und die Erfüllung öffentlicher Aufgaben legt.
    Grundstücke, die nicht direkt einem öffentlichen Zweck dienen, werden für Wertschöpfung oder Tauschgeschäfte genutzt, um das Portfolio optimal zu bewirtschaften.

    Investitionsbedarf und zukünftige Entwicklungen
    Die Baudirektion hat das kantonale Immobilienportfolio weiter ausgebaut. Mit den realisierten Projekten ist der Wert des Portfolios bis 2023 auf 1,06 Milliarden Franken angestiegen. Weitere Investitionen sind in den Folgejahren vorgesehen. Geplante Grossprojekte im Bildungs- und Verwaltungsbereich tragen zur infrastrukturellen Entwicklung des Kantons bei und stärken die wirtschaftliche Attraktivität der Region. Durch eine vorausschauende Immobilienstrategie wird sichergestellt, dass der Kanton Zug seinen Immobilienbestand optimal nutzt und für zukünftige Anforderungen gewappnet ist.

  • Bezahlbares Wohnen in Zug

    Bezahlbares Wohnen in Zug

    Der Kanton Zug und die Stadt Zug leiden noch mehr als andere Kantone und Städte unter einem Mangel an Wohnraum. Der Kanton Zug weist die landesweit tiefste Leerstandsquote von 0.2% auf, und zwar das vierte Jahr in Folge. Das fehlende Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage führen zu einer starken Konkurrenzsituation um die wenigen inserierten Mietwohnungen: die Wiedervermietungsdauer ist rekordverdächtig kurz. Es finden sich genügend zahlungskräftige Zu- und Umziehende, die sich auf immer höhere Mietpreise einlassen¹.

    Weil Angebotsmieten mittlerweile 50% über dem Schweizer Durchschnitt liegen, gehen die Klagen weit in den Mittelstand, dass Mietwohnungen nicht mehr erschwinglich sind². Selbst wer mit normalen Haushaltseinkommen umziehen oder in den Kanton ziehen wolle, habe wenig Chancen auf einen Zugang zum Wohnungsangebot.

    In diesem Kontext stellt sich die Frage, was renditeorientierte Eigentümer, die Wohnungsbestand im Kanton und in der Stadt Zug haben oder entwickeln möchten, zur Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit Wohnraum beitragen können.

    Wie soll erschwinglicher Wohnraum definiert werden?
    Zunächst stellt sich die Frage, wie «erschwinglicher» Wohnraum definiert werden soll. Dazu gibt es einen objektorientierten, einen marktorientierten und einen zielgruppenorientierten Ansatz³. Als preisgünstig können Wohnungsmieten definiert werden, die über maximal festgesetzte Anlagekosten für ein Wohnobjekt berechnet werden. Damit diese Rechnung für renditeorientierte Eigentümer aufgeht, braucht es einen Konsens darüber, was eine sinnvolle Grenze für Anlagekosten ist. Der marktorientierte Ansatz ordnet preisgünstige Wohnungsmieten in bestimmte Quantile der Marktmieten ein. Dazu braucht es einen Konsens, welche Quantile preisgünstig sind. Als bezahlbar werden schliesslich Wohnungsmieten definiert, die für Mieterinnen und Mieter finanziell tragbar sind. Dazu braucht es einen Konsens, dass Haushalte beispielsweise nicht mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens – oder grosszügiger gerechnet ihres steuerbaren Einkommens – für die Miete ausgeben sollen.

    Spielraum über den subjektorientierten Ansatz
    Am aussagekräftigsten für eine breit ausgelegte Wohnraumversorgung ist der Ansatz über die finanzielle Tragbarkeit. Dieser Ansatz berücksichtigt, anders der Ansatz über die Anlagekosten, dass viele Menschen im Kanton Zug mehr verdienen als in anderen Kantonen, und sich dadurch auch höhere Mieten leisten können (Abb. 1). Anders als der Ansatz über die Quantile der Marktmieten orientiert er sich aber nicht an der Zahlungsbereitschaft der Zu- und Umziehenden, sondern an den realen Einkommen der Bevölkerung. Der Ansatz hilft, gezielt auf den Bedarf bestimmter Einkommensgruppen einzugehen.

    Eine bezahlbare Wohnung für eine alleinwohnende Person aus dem unteren Mittelstand, die zwischen 70 und 100% des Medianeinkommens verdient, dürfte in der Stadt Zug somit zwischen 1400 und 1900 Franken, kosten. Wie viel Wohnfläche für den Preis angeboten wird, entscheidet der Anbieter aufgrund seiner Einschätzung der Marktfähigkeit einer Wohnung. Weil sich die Bezahlbarkeit am Stückpreis der Wohnung, und nicht am Quadratmeterpreis orientiert, erhalten renditeorientierte Investoren mehr Spielraum, den bezahlbaren Wohnraum in ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu integrieren.

    Bestehenden bezahlbaren Wohnraum optimal verteilen
    Wohnungen bauen dauert lange und ist oft mit unsicheren Planungsprozessen verbunden. Eigentümer und Investoren können auch nicht frei darüber entscheiden, wo und wieviel zusätzlichen Wohnraum sie realisieren möchten. Unmittelbare Handlungsmöglichkeiten haben Eigentümer mit ihrem Bestand: Sie können zur Versorgung der breiten Bevölkerung beitragen, wenn sie ihre freien Mietwohnungen optimal verteilen. Jeder Wohnungswechsel bietet die Möglichkeit, die im Sinne des «Best Owner Prinzips» am besten passende Mietpartei zu berücksichtigen. Eigentümer können Vermietungsteams die Anweisung geben, die Tragbarkeit bei Mietwohnungen, die für den Mittelstand erschwinglich sind, auszureizen und jenen Interessenten zu wählen, der sich die Wohnung – beispielsweise unter der Annahme eines vollen Lohnes – am wenigsten leisten kann. Vermietungsteams brauchen dazu lediglich eine Matrix, die ihnen pro Zimmerzahl die maximal für den Mittelstand (oder die anvisierte Einkommensgruppe) bezahlbaren Mietpreise aufzeigen. Wird eine freie Wohnung im entsprechenden Preisbereich frei, wäre die Regel anzuwenden.

    Fazit
    Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, müssen die langwierigen Aufgaben angegangen werden, Hürden für den Wohnungsbau zu reduzieren und ein parteienübergreifendes Verständnis zu entwickeln, wie erschwinglicher Wohnraum definiert wird und wie seine Bereitstellung reguliert werden soll. In der Zwischenzeit können renditeorientierte Eigentümer einen Beitrag leisten, indem sie die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen mit einem subjektorientierten Ansatz angehen, der in ihre Marktlogik passt. Damit bleiben sie auch den legitimen Interessen ihrer direkten Anspruchsgruppen gerecht.

  • Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Für 93 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen stützt sich dabei auf seine aktuelle Ausgabe des jährlichen «Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt». Dafür hat EY Schweiz einen repräsentativen Querschnitt von 106 am Immobilienmarkt Agierenden befragt.

    Sechs von zehn Befragten gehen in diesem Jahr von Wachstum beim Investitionsvolumen aus. 85 Prozent erwarten eine steigende Attraktivität von Immobilien gegenüber alternativen Investitionsmöglichkeiten. «Dieses Ergebnis zeugt von einem bemerkenswerten Konsens hinsichtlich der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen am Immobilieninvestmentmarkt und offenbart das kollektive Vertrauen, das Investoren in die Assetklasse Immobilie setzen», wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate, Construction & Building Material bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Innerhalb des Immobilienmarkts legten Wohnimmobilien weiter an Attraktivität zu. Neu wollen 74 Prozent der Befragten ihren Fokus verstärkt auf Wohnimmobilien richten, im Vorjahr hatte dieser Wert bei 67 Prozent gelegen. Investitionen in Mehrfamilienhäuser werden von 96 Prozent als sichere Anlagestrategie gesehen. Die Investitionsbereitschaft in Logistik- und Büroimmobilien legte im Jahresvergleich um 9 bis 10 Prozentpunkte auf 52 beziehungsweise 48 Prozent zu. Demographischer Wandel und Zinsentwicklung werden nach überwiegender Ansicht in den kommenden Jahren den grössten Einfluss auf den Immobilienmarkt haben.

  • Kräftiger Preisanstieg bei Stockwerkeigentum

    Kräftiger Preisanstieg bei Stockwerkeigentum

    Raiffeisen sieht für das vierte Quartal 2024 einen weiteren Anstieg der Preise für Wohnimmobilien. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, verzeichnete der Transaktionspreisindex für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Vorquartal zwar einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent, stieg jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent. Deutlicher fiel die Bilanz für Stockwerkeigentum aus. Hier lag der Anstieg zum Vorquartal bei 1,4 Prozent und zum Vergleichszeitraum im Jahr 2023 bei 2,4 Prozent.

    «Dank deutlich gesunkener Finanzierungskosten und sehr guten Aussichten auf weiter sinkende Zinsen, dürfte zu Beginn des neuen Jahres die Nachfrage weiter zunehmen und sich die Preisentwicklung damit nochmals beschleunigen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Die stärksten Preisanstiege für Einfamilienhäuser wurden im Vergleich zum Vorjahr wieder aus der Südschweiz (+7,7 Prozent) und der Innerschweiz (+6,3 Prozent) vermeldet. Auch in der im Vorjahr rückläufigen Westschweiz konnte ein Plus von 0,7 Prozent und um den Genfersee von 1,0 Prozent verzeichnet werden. Beim Stockwerkeigentum liegen die Innerschweiz (+4,4 Prozent) und die Ostschweiz (+3,5 Prozent) vorn. Bevorzugt sind wiederum touristische Zentren mit einem Preisanstieg für Wohnimmobilien von 3,8 Prozent.

    Der Index wird vierteljährlich erstellt und erscheint zu Beginn eines jeden Quartals. Er basiert auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED).

  • Kostenmiete und steigende Landpreise

    Kostenmiete und steigende Landpreise

    Das Modell der Kostenmiete basiert auf der kostendeckenden Verzinsung der Gesamtanlagekosten eines Neubaus. In vielen Städten entfällt inzwischen bis zur Hälfte dieser Kosten auf das Bauland. Besonders in Zürich sind die Landpreise in den letzten 15 Jahren massiv gestiegen, von CHF 1’419 pro m² im Jahr 2007 auf über CHF 5’800 im Jahr 2023.

    Selbst bei einer konservativen Berechnung liegt der Anteil des Landwerts an den Gesamtanlagekosten heute bei knapp 50 %. Das bedeutet, dass eine Senkung oder Erhöhung des Landpreises direkte Auswirkungen auf die Mietkosten hat. Um eine 10-prozentige Landpreissteigerung auszugleichen, müsste die Kostenmiete um rund 5 % steigen.

    Kostenmiete im Vergleich zur Marktmiete
    Eine Analyse der Wohnsiedlung Werdwies in Zürich Altstetten zeigt, dass die Baukosten seit 2007 um 32,5 % gestiegen sind. Die Kostenmiete einer neu errichteten Siedlung läge aktuell kaum unter der Marktmiete.

    Laut einer Berechnung mit einer Bruttorendite von 4,25 % würde die Marktmiete für eine 70-m²-Wohnung bei CHF 2’567 pro Monat liegen. Eine Reduktion der Bruttorendite auf 4 % könnte die Miete senken, doch ohne Subventionierung wäre sie nur für 56,6 % der lokalen Haushalte leistbar.

    Subventionen als Steuerungsinstrument
    Um die Mietbelastung zu reduzieren, sind verschiedene Subventionsmodelle denkbar.

    Landsubventionen: Eine öffentliche Subventionierung von 20 % des Landwerts könnte die Leistbarkeit um 7,1 Prozentpunkte erhöhen.

    Subjektförderung: Direkte Zuschüsse an Haushalte könnten gezielt jene entlasten, die es am meisten benötigen.

    Objektförderung: Eine Reduktion von Mehrwertabgaben könnte die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum fördern, sofern klare Kontrollmechanismen bestehen.

    Raumplanung und Planungssicherheit als Schlüssel
    Ein entscheidender Hebel zur Steuerung der Wohnkosten ist die frühzeitige und transparente Festlegung von Bauvorschriften. Unsicherheit über künftige Mietregelungen oder Mehrwertabgaben kann zu Fehlinvestitionen führen.

    Um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, sollten Gemeinden Planungsmehrwerte konsequent zur Mietzinsreduktion oder zur Subjektförderung einsetzen. Zudem müssen Massnahmen darauf abzielen, die steigenden Landpreise in den Griff zu bekommen, denn ohne Eingriffe wird die Kostenmiete zunehmend auf Marktniveau steigen.

  • Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Sika hat im Geschäftsjahr 2024 einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Mit 11,76 Milliarden Franken wurde das Rekordergebnis von 2023 um 4,7 Prozent übertroffen, informiert das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Zum Umsatzwachstum haben erhöhte Synergien aus der Integration des 2022 erworbenen Bauchemiegeschäfts MBCC und lokale Akquisitionen von Kwik Bond in den USA, Vinaldom in der Dominikanischen Republik und Chema in Peru beigetragen. Das organische Umsatzwachstum betrug 1,1 Prozent.

    Zum Rekordumsatz haben neben den Akquisitionen auch alle Regionen beigetragen. Am stärksten legten dabei die Umsätze mit 11,2 Prozent in Lokalwährungen in der Region Americas zu. In den Regionen EMEA und Asien/Pazifik wurden Wachstumsraten von 7,3 beziehungsweise 2,4 Prozent in Lokalwährungen realisiert.

    «Sika hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich behauptet und eine neue Bestmarke beim Umsatz erzielt», wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert. «Unsere Wachstumsinitiativen, unsere leistungsstarken und nachhaltigen Innovationen und unsere konsequente Vertriebsstrategie zur weiteren Marktdurchdringung sind erfolgreich und demonstrieren eindrücklich, dass wir weitere Marktanteile gewinnen.» Seinen vollständigen Jahresbericht 2024 wird Sika am 21. Februar kommunizieren. Die Gruppe geht von einer zum Umsatz überproportionalen Steigerung des Betriebsergebnisses auf Stufe EBITDA aus. 

  • Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Die Umweltproduktedeklarationen (EPD) nach SN EN 15804 ermöglichen es, die ökologischen Auswirkungen eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darzustellen. Bauherren erhalten so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen, die über einzelne Umweltparameter hinausgeht und eine umfassende Bewertung erlaubt.

    Baustoff Kreislauf Schweiz stellt seinen Mitgliedern unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für verschiedene Betonsorten und Gesteinskörnungen zur Verfügung. Diese Daten bilden eine verlässliche Basis für nachhaltige Bauprojekte.

    Ökobilanz-Rechner als digitales Hilfsmittel
    Zur Berechnung von CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weiteren Umweltindikatoren wurde ein branchenspezifischer Ökobilanz-Rechner entwickelt. Dieses verifizierte Berechnungstool bietet der Bauindustrie eine praxisnahe Möglichkeit, Umweltproduktedeklarationen zu ermitteln und zu optimieren.

    Das Onlinetool unter oekobilanz-rechner.ch ermöglicht eine orientierende Analyse, ersetzt jedoch keine vollständige EPD-Erstellung. Auf Wunsch können die eingegebenen Daten zur Erstellung einer offiziell verifizierten Umweltproduktedeklaration weiterverarbeitet werden.

    Transparenz und Optimierung für die Baubranche
    Mit dem Ökobilanz-Rechner steht der Bauwirtschaft ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um nachhaltige Materialentscheidungen datenbasiert zu treffen. Durch die optimierte Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen trägt das Tool zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks im Bauwesen bei und unterstützt eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

  • Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Die HIAG Immobilien Holding AG mit Sitz in Basel hat laut Medienmitteilung ihren ersten Green Bond über 100 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 5,25 Jahren und einem Coupon von 1,42 Prozent platziert. Die Emissionserlöse werden zur Finanzierung und Refinanzierung von nachhaltigen Gebäuden und Projekten gemäss dem Green Financing Framework von HIAG verwendet, heisst es weiter. Die Liberierung, also die Einzahlung von gezeichneten Gesellschaftsanteilen, erfolgt per 23. Januar 2025. Der Handel des Green Bonds an der SIX Swiss Exchange sei beantragt.

    Mit dieser Emission habe HIAG vom günstigen Zinsumfeld profitieren und die Finanzierungen über einen längeren Zeithorizont absichern können, heisst es weiter. Der Green Bond und auch die im Sommer 2023 lancierte nachhaltig ausgerichtete Syndikatskreditlinie über 500 Millionen Franken stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von HIAG, heisst es weiter.

    Die Immobiliengesellschaft HIAG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt nach eigenen Angaben über ein Immobilienportfolio im Gesamtwert von 1,95 Milliarden Franken. HIAG arbeitet auf einer Fläche von rund 743’000 Quadratmetern mit derzeit 58 Projekten und einem erwarteten Investitionsvolumen von 3 Milliarden Franken. Das Portfolio umfasse 41 Areale mit gut erschlossenen Büro-, Gewerbe- und Logistikimmobilien sowie ausgewählten Wohnobjekten in zukunftsorientierten Wachstumsregionen der Deutsch- und Westschweiz, heisst es  von HIAG.

  • Büroangebot wächst weiter

    Büroangebot wächst weiter

    Der Leerstand von Büroflächen in der Schweiz hat 2024 weiter zugenommen, informiert Jones Lang LaSalle (JLL) in einer Mitteilung zu seiner neuen Büromarktstudie. In ihr hat das Gewerbeimmobilien- und Investmentmanagementunternehmen die Entwicklungen an den grössten Flächenmärkten untersucht. In den fünf grössten Büromärkten Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne ist das Angebot an verfügbaren Büroflächen per Jahresende 2024 im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 995’500 Quadratmeter gestiegen.

    Die Bautätigkeit für Büroflächen habe im Berichtsjahr mit 57’000 Quadratmetern voraussichtlich ihre Talsohle erreicht, heisst es in der Mitteilung. Nach einem Höchstwert von rund 343’000 Quadratmeter. im Jahr 2020 hatten die neu erstellten Büroflächen in den folgenden Jahren kontinuierlich abgenommen. Für das laufende und die kommenden beiden Jahre geht JLL wieder mit ansteigender Bautätigkeit aus.

    Insgesamt sei die Flächennachfrage weiter intakt, schreibt JLL. Das Unternehmen hat bei modernen, flexibel nutzbaren Flächen mit guter Verkehrsanbindung eine hohe Nachfrage beobachtet. Flächen in älteren Gebäuden ohne Bahnhof in Gehdistanz liessen sich hingegen schwerer vermieten.

    Für die Zukunft geht JLL von einem Anzug der Dynamik am Markt für Büroflächen aus. «Viele Marktakteure blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate und möchten das bessere Investitionsumfeld für Transaktionen nutzen», wird Jan Eckert in der Mitteilung zitiert. Diese Tendenz zeige sich sowohl bei der Menge als auch der Qualität eingehender Gebote, so der CEO Switzerland & Capital Markets Lead DACH bei JLL. «Die kurzfristigen Perspektiven sind so günstig wie seit drei Jahren nicht mehr.»

  • Zürcher Wirtschaft vor grossen Herausforderungen

    Zürcher Wirtschaft vor grossen Herausforderungen

    Die sogenannte Arbeitsmarktschere, das Verhältnis zwischen Ein- und Austritten in den Arbeitsmarkt, entwickelt sich zunehmend zum Problem. Seit einigen Jahren verlassen mehr Personen altersbedingt den Arbeitsmarkt, als junge Arbeitnehmende nachrücken. Im Jahr 2029 wird der Kanton Zürich rund 16 % mehr 65-Jährige als 20-Jährige zählen, schweizweit liegt diese Differenz bei 30 %. Zwar könnte die Schere in den 2030er Jahren kurzzeitig wieder enger werden, doch ab den 2040er Jahren wird eine noch grössere Differenz erwartet.

    Zuwanderung allein reicht nicht aus
    Studienergebnisse zeigen, dass selbst doppelt so hohe Zuwanderung wie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre den Rückgang der Erwerbsbevölkerung nicht kompensieren könnte. Ohne Zuwanderung würde die Arbeitsmarktschere noch dramatischer auseinandergehen, mit einem jährlichen Defizit von über 5700 Personen bis 2050. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Kanton Zürich wird bis 2050 voraussichtlich von 63 % auf 59 % sinken – eine Entwicklung, die auch die Wirtschaftsleistung und die Dynamik des Arbeitsmarktes beeinträchtigen wird.

    Zürcher Wirtschaft besser positioniert als Gesamtschweiz
    Dank der Attraktivität des Standorts Zürich als Arbeits-, Wohn- und Ausbildungsort steht der Kanton Zürich im Vergleich zur Gesamtschweiz besser da. Hier sinkt der Anteil der Erwerbsbevölkerung weniger stark als im nationalen Durchschnitt. Doch auch Zürich bleibt von den Auswirkungen des demografischen Wandels nicht verschont.

    Lösungsansätze und strategische Massnahmen
    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh unterstreicht die Bedeutung strategischer Massnahmen, um den Arbeitskräftemangel zu bewältigen. Eine zentrale Rolle spielt die bessere Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, etwa durch eine stärkere Integration von Frauen und älteren Arbeitnehmenden in den Arbeitsmarkt. Ebenso wichtig ist die Steigerung der Produktivität, die durch technologische Innovationen und Fortschritte erreicht werden kann. Darüber hinaus könnten Anpassungen des Rentenalters dazu beitragen, das Erwerbspotenzial länger zu nutzen.

  • Immobilienverkauf stärkt Liquidität und reduziert Schulden

    Immobilienverkauf stärkt Liquidität und reduziert Schulden

    Die Swiss Estates AG mit Sitz in Freienbach hat mehrere Immobilien an der Badenerstrasse in Zürich mit Wirkung zum Jahresende 2024 an eine private Aktiengesellschaft veräussert, informiert die Immobilienfirma in einer Mitteilung. Aus dem Verkauf der 2007 erworbenen und in Folge kontinuierlich entwickelten Liegenschaften wurde ein Gewinn realisiert, der die Verbindlichkeiten von Swiss Estates um rund 30 Millionen Franken reduziert. Gleichzeitig sei die Liquidität des Unternehmens «nennenswert gestärkt» worden, schreibt Swiss Estates.

    Den durch die Transaktion im Jahresabschluss realisierten Gewinn will die Immobilienfirma für die Ausschüttung einer Dividende nutzen. Sein genauer Betrag hängt derzeit noch von der Ermittlung der Grundstücksgewinnsteuer durch das Steueramt der Stadt Zürich ab. Swiss Estate erwartet für den Jahresabschluss 2024 einen Gewinn von mehreren Millionen Franken.

    Als Begründung für den Verkauf der Immobilien an der Badenerstrasse 288 – 296 gibt die Immobilienfirma einerseits an, dass der Wertsteigerungszyklus der Liegenschaften im Wesentlichen abgeschlossen gewesen sei. Zudem will sich Swiss Estate künftig auf Immobilien mit reiner Wohnnutzung konzentrieren. Hier führt das Unternehmen aktuell Verhandlungen über den Erwerb von fünf neuen Liegenschaften.

  • Forschungseinrichtung für Design und Gesundheit erhält weitere Förderung

    Forschungseinrichtung für Design und Gesundheit erhält weitere Förderung

    Dem Swiss Center for Design und Health (SCDH) wird auch für die Periode von 2025 bis 2028 ein Förderbeitrag gewährt. Damit, so das SCDH in einer Meldung, spreche der Bund sein Vertrauen in die Arbeit der Forschungseinrichtung aus und zeige, «dass die Frage, wie sich mittels Design Gesundheit verbessern lässt, von nationaler Bedeutung ist».

    Das SCDH versteht sich als nationales Technologiekompetenzzentrum von internationalem Gewicht, das an der Schnittstelle von Design und Gesundheit interdisziplinäre Hochschulforschung und Privatwirtschaft mit Blick auf den Wissens- und Technologietransfer verbindet. Die Organisation wurde 2019 als öffentlich-private Partnerschaft gegründet und wird sowohl durch öffentliche wie private Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft getragen. Bund und Kanton finanzieren dem Aufbau mit. Ab 2030 soll das Zentrum selbsttragend sein.

    Wie es in der Meldung weiter heisst, wird das SCDH während dieser zweiten Förderperiode sein Portfolio erweitern. «Hierzu gehören zum Beispiel der Aufbau einer evidenzbasierten Materialkollektion, eines realitätsnahen Operationssaales und die Möglichkeit der Simulation im Rohbau vor Ort bei den Kund:innen.» Nach der Konzentration auf den Gesundheitsbereich soll das Geschäftsfeld um die Industrie, die Pflege im häuslichen Umfeld und um öffentliche Bauten erweitert werden.

  • Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Mit der Zustimmung beider Räte zum neuen Bundesgesetz wurde ein lang ersehnter Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Die Eigenmietwertsteuer, die als unbefriedigend und ungerecht galt, gehört damit der Vergangenheit an. Künftig entfällt die Einkommensbesteuerung der fiktiven «Eigenmiete» für selbstgenutztes Wohneigentum, was das Steuersystem deutlich vereinfacht.

    Förderung von Finanzstabilität und Wohneigentum
    Ein weiterer zentraler Punkt des neuen Gesetzes ist der Abbau der Privatverschuldung. Die Begrenzung des Abzugs für private Schuldzinsen sowie die Streichung zusätzlicher Abzugsmöglichkeiten führen zu einer Stärkung der Finanzstabilität. Junge Familien profitieren von einem zeitlich begrenzten Schuldzinsabzug, der ihnen den Erwerb von Wohneigentum erleichtert. Damit wird der Verfassungsauftrag zur Förderung des Wohneigentums erfüllt.

    Anpassungen bei Steuerabzügen
    Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer bringt eine systemkonforme Streichung bisheriger Abzüge wie Unterhaltskosten oder Versicherungsprämien mit sich. Gleichzeitig bleibt es den Kantonen überlassen, Abzüge für energetische Sanierungen oder Umweltschutzmassnahmen beizubehalten, um diese weiterhin zu fördern.

    Keine Benachteiligung von Vermietern
    Für private Vermieter bleibt die Möglichkeit erhalten, Kosten wie Unterhalt oder Schuldzinsen steuerlich abzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die neue Regelung keine negativen Auswirkungen auf die Vermietung privater Immobilien hat.

    Verfassungsänderung zur Kompensation
    Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist an eine Verfassungsänderung gebunden. Diese erlaubt Kantonen, eine Objektsteuer für Zweitliegenschaften einzuführen, um Steuerausfälle bei selbstgenutzten Zweitwohnungen auszugleichen. Insbesondere Tourismuskantone sollen so die finanziellen Auswirkungen kompensieren können.

  • Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im November auf dem Stand von 128,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,3 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Somit habe sich „der kurzzeitige Rückgang im Oktober wieder egalisiert und die ausgeschriebenen Mietpreise befinden sich erneut auf dem Niveau von September 2024“. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg der Angebotsmieten um 3,1 Prozent beobachtet.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate nur in einzelnen Fällen grössere Veränderungen gegenüber dem September ausgemacht. Am stärksten sticht dabei der Kanton Graubünden mit einem Rückgang der Angebotsmieten um 4,4 Prozent hervor. Bei „derartigen Ausreissern“ handele es sich aber meist um kurzfristige Veränderungen, heisst es in der Mitteilung. Einen Anstieg der Mieten um mehr als 2 Prozent im Monatsvergleich legte lediglich der Kanton Nidewalden mit 2,1 Prozent vor.

    Den im Index erfassten acht Schweizer Städten attestieren die Fachleute eine Rückkehr „zur erwarteten Normalität“. Sie machen dies vor allem am Wachstum der Angebotsmieten um 1,6 Prozent in Zürich und in Lausanne fest. Die übrigen sechs betrachteten Städte weisen nur marginale Veränderungen gegenüber September auf. Im Jahresvergleich wurde jedoch bei allen acht Städten ein deutliches Wachstum beobachtet. Am stärksten fiel dieses mit 7 Prozent in der Stadt Luzern aus.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Die Arbonia Gruppe wird ab dem 1. Januar wieder von einem CEO geführt, der nicht gleichzeitig dem Verwaltungsrat angehört. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Verwaltungsrat Claudius Moor zum CEO ernannt. Der 1983 geborene Schweizer ist seit 2015 für Arbonia tätig, seit 2020 als CEO der Division Türen. Zuvor war er unter anderem Leiter Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung beim Gebäudezulieferer mit Sitz in Arbon.

    Alexander von Witzleben wird „bis auf weiteres“ Verwaltungsratspräsident bleiben. Der 1963 geborene Deutsche präsidiert den Verwaltungsrat seit 2015, war bis 2022 auch Delegierter des Verwaltungsrates und CEO ad interim und seither exekutiver Verwaltungsratspräsident.

    „Wir sind sehr erfreut, Claudius Moor in seiner neuen Rolle als CEO der Arbonia willkommen zu heissen“, wird Alexander von Witzleben in der Mitteilung zitiert. „Mit seiner umfassenden Branchenkenntnis, seinem Engagement und seiner grossen Leidenschaft für das Türen-Business bringt er alle Voraussetzungen mit, um die Arbonia in eine positive Zukunft zu führen.“

  • Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Siemens Smart Infrastrukture legt die Latte höher. Der in Zug ansässige Geschäftsbereich von Siemens hat zwischen 2020 und 2024 seine Umsätze jährlich durchschnittlich um 11 Prozent gesteigert, informiert Siemens in einer Mitteilung. Beim Betriebsergebnis wurde 2024 eine Rekordmarge von 17,3 Prozent realisiert. Sie liegt deutlich über dem 2021 gesetzten Mittelfristziel von 11 bis 16 Prozent.

    In den kommenden Jahren wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine Ergebnismarge von 17 bis 18 Prozent angestrebt. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt und diese auch erreicht“, wird Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Jetzt legen wir die Messlatte noch höher, um die nächste Stufe der Wertsteigerung zu erreichen.“

    In den kommenden Jahren will SI seine globale Präsenz stärken und lokale Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig ist die Förderung von Talenten in wachstumsstarken Märkten wie Indien und den USA geplant. Beides soll zu skalierbaren Ergebnissen in den etablierten Endmärkten von SI, wie Rechenzentren, Gesundheitswesen und Energieversorgungsunternehmen führen. Das Unternehmen geht mittelfristig von einem Wachstum des von ihm adressierten Marktes um jährlich 5 bis 6 Prozent aus. Hier habe SI „in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum“ realisiert, heisst es in der Mitteilung.

  • Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten laut einer laut Medienmitteilung vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Holcim in den USA hat seinen Hauptsitz in Chicago, ist aber darüber hinaus nach eigenen Angaben an 350 Orten in 43 Bundestaaten präsent und beschäftigt in den USA 7000 Mitarbeitende.

    Holcim mache Fortschritte bei dem vorgesehenen vollständigen Ausgliedern des Nordamerikageschäfts, heisst es in der Medienmitteilung. Das Nordamerikageschäft soll an der New York Stock Exchange als „domestic issuer“ (lokaler Anbieter) gemäss Regularien der Börsenaufsicht SEC kotiert werden, nach US-Regeln berichten und die Aufnahme in relevante US-Aktienindizes anstreben. Eine zusätzliche Kotierung an der Schweizer Börse SIX sei geplant, um den Bedürfnissen europäischer Investoren Rechnung zu tragen.

    Die geplante Ausgliederung unterliegt der Zustimmung der Aktionäre an der ordentlichen Generalversammlung von Holcim am 14. Mai 2025. Die Umsetzung eines positiven Beschlusses werde dann bis Ende des ersten Halbjahres 2025 erwartet, heisst es von Holcim.

    Holcim ist ein weltweit arbeitender Anbieter von Baulösungen mit einem Umsatz von 27 Milliarden Franken im Jahr 2023 und rund 63‘000 Mitarbeitenden. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette an fortschrittlichen Lösungen, von den nachhaltigen Baustoffen ECOPact und ECOPlanet über die Kreislauftechnologie ECOCycle bis zu modernen Dach- und Dämmsystemen des Tochterunternehmens Elevate im belgischen Zaventem.

  • Stillstand bei der Eigenmietwert-Debatte

    Stillstand bei der Eigenmietwert-Debatte

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts, einer europaweit einzigartigen Steuer, droht erneut zu scheitern. Zwar besteht in beiden Räten weitgehende Einigkeit darüber, dass das System reformiert werden muss. Doch die Umsetzung bleibt hoch umstritten. Besonders die Fragen zur Objektsteuer für Zweitwohnungen und zum Schuldzinsenabzug sorgen für Konflikte.

    Der Ständerat hielt in seiner dritten Beratung am Donnerstag an der Abschaffung des Eigenmietwerts nur für Erstwohnungen fest. Auch beim Schuldzinsenabzug blieb er bei seiner Position. Zukünftig sollen Abzüge bis zu 70 Prozent der steuerbaren Vermögenserträge erlaubt bleiben. Der Nationalrat hingegen fordert einen vollständigen Systemwechsel und will auch Zweitwohnungen von der Steuer befreien.

    Tourismuskantone als Bremser
    Die mehrheitliche Ablehnung im Ständerat begründet sich vor allem durch die Sorgen der Tourismuskantone. Sie befürchten erhebliche Einnahmeausfälle durch die Abschaffung des Eigenmietwerts bei Zweitwohnungen. Der Vorschlag einer Objektsteuer zur Kompensation stösst dort auf Widerstand. „Es gilt, sich auf die Erstwohnungen zu konzentrieren“, betonte Martin Schmid (FDP/GR). Die Einführung einer Objektsteuer stelle „extrem hohe Hürden“ dar, da sie eine Verfassungsänderung mit doppeltem Mehr erfordert.

    Realistischer Absturz der Vorlage
    Der Absturz der Vorlage scheint zunehmend wahrscheinlich. Selbst bei der Abschaffung des Eigenmietwerts für Erstwohnungen droht Gegenwind. Der Mieterverband kündigte bereits ein Referendum an. Dessen Präsident, Carlo Sommaruga (SP/GE), kritisierte die Vorlage als „Steuergeschenk für reiche Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer“, das die Ungleichheit zwischen Mietern und Eigentümern nicht löse.

    Auch innerhalb der bürgerlichen Parteien wächst der Zweifel. Pascal Broulis (FDP/VD) warnte, dass die Vorlage das Steuersystem unnötig verkompliziere. Zunächst muss der Nationalrat erneut über die Vorlage entscheiden, bevor eine mögliche Einigungskonferenz folgen könnte. Doch eine mehrheitsfähige Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

  • Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz steht im internationalen Vergleich gut da. Die Kohlenstoffintensität ist die niedrigste aller OECD-Länder und die Stromerzeugung ist bereits weitgehend CO₂-frei. Zwischen 1990 und 2022 konnten die Emissionen um 24 % gesenkt werden. Ein beachtlicher Erfolg bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wirtschaftskraft. Diese starke Ausgangsposition bietet der Schweiz die Chance, in grünen Technologien wie Kohlenstoffabscheidung oder kohlenstoffarmem Zement eine führende Rolle einzunehmen.

    Erneuerbare Energien und Energiespeicherung als Schlüssel
    Um die Dekarbonisierung fortzusetzen, muss die Stromerzeugungskapazität von aktuell 27 Gigawatt auf über 60 GW bis 2050 gesteigert werden. Dies ist besonders herausfordernd, da bis 2034 die vier verbleibenden Kernreaktoren abgeschaltet werden. Ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien sowie innovative Lösungen für die Saisonabhängigkeit von Angebot und Nachfrage sind erforderlich. Auch die Erhöhung der Energiespeicherkapazitäten und ein effizientes Nachfragemanagement spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Michael Baldinger, Chief Sustainability Officer bei UBS, erklärt: „Für Sektoren, die ihre Emissionen nicht vollständig eliminieren können, sind Technologien zur Kohlenstoffabscheidung entscheidend. Dies stellt die Schweiz vor technologische, logistische und finanzielle Herausforderungen, eröffnet aber zugleich Chancen in grünen Märkten.“

    Regulatorische Veränderungen als Weichensteller
    Die gesetzliche Grundlage für den Übergang wird durch bedeutende regulatorische Veränderungen im Jahr 2025 definiert. Dazu zählen das Elektrizitätsgesetz, das CO₂-Gesetz sowie das Klima- und Innovationsgesetz. Die Anpassung an EU-Vorgaben erhöht zudem die Zahl der berichtspflichtigen Schweizer Unternehmen von 300 auf 3’500. Diese Veränderungen erfordern gezielte Investitionen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Finanzsektor.

    Finanzsektor als Schlüsselakteur
    Nach Schätzungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBA) sind jährlich 13 Milliarden CHF erforderlich, um Netto-Null zu erreichen. Der Schweizer Finanzsektor spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Er bietet Finanzierungsmöglichkeiten wie Bankdarlehen, Anleihen und Blended Finance-Lösungen, die den Markteintritt neuer Technologien unterstützen. Zudem kann er Unternehmen bei der Transformation beraten und als Bindeglied zwischen Investoren und Unternehmen fungieren.

  • Blockchain-Plattform stärkt Immobilienhandel in Spanien

    Blockchain-Plattform stärkt Immobilienhandel in Spanien

    Die spanische Börse Bolsas y Mercados Españoles (BME), ein Unternehmen der SIX Gruppe, wird laut ihrer Medienmitteilung eine der Hauptaktionärinnen von OpenBrick. Die durch Grupo Lar, Renta 4 Banco und ioBuilders gegründete Madrider Firma entwickelt eine Plattform mit Blockchain-Technologie. Diese verbindet Emittenten, Investierende und Finanzintermediäre mit einer Vielzahl von Immobilienprojekten, deren handelbare Wertpapiere auf einem Primärmarkt erworben und anschliessend auf einem Sekundärmarkt gehandelt werden können. Neben BME sind auch Garrigues und Teras Capital neue strategische Partner.

    Der Markt wird ausserhalb von Banken als Finanzierungskanal fungieren. Dort sollen sich Immobilienakteure schneller und kostengünstiger Mittel zur Entwicklung ihrer Projekte besorgen können. BME wird über den spanischen Zentralverwahrer Iberclear die Rolle des Plattformbetreibers übernehmen und die Verwaltung des Handels- und Abwicklungssystems im Rahmen des DLT (Distributed Ledger Technology) Pilot Regimes der Europäschen Börsenaufsicht verantworten.

    OpenBrick hat im Februar 2023 mit einer positiven Vorbewertung die Zulassung zur Sandbox der spanischen Börsenaufsicht (CNMV) erhalten. Das Unternehmen erwartet den Angaben zufolge, über BME 2025 die EU-Lizenz für den Betrieb zu erhalten. Das erste Projekt startet mit dem Madrider Immobilienverwalter Alquiler Seguro.

    „Mit dieser Investition positioniert sich SIX als Hauptakteurin der digitalen Agenda der EU und bei der Weiterentwicklung der Finanzmärkte“, so Javier Hernani, Head Securities Services und Mitglied des Executive Boards von SIX. SIX sei überzeugt, „dass dies der erste Schritt auf einem langen und erfolgreichen Weg ist“.

  • Stagnation prägt das Bauhauptgewerbe

    Stagnation prägt das Bauhauptgewerbe

    Von Januar bis September 2024 erzielte das Bauhauptgewerbe nominale Umsätze von 17.5 Milliarden Franken, ein Plus von 0.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang von 0.5 Prozent. Während der Tiefbau real um 2.6 Prozent zulegen konnte, verzeichnete der Hochbau ein Minus von 3.4 Prozent.

    Rückläufige Auftragseingänge
    Die Auftragseingänge sanken real um 2.5 Prozent auf 17.3 Milliarden Franken. Besonders im Hochbau sorgten steigende Zinsen, höhere Baukosten und knappe öffentliche Mittel für einen spürbaren Rückgang. Einzig der Tiefbau konnte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich ein Auftragsplus erzielen.

    Sinkender Arbeitsvorrat
    Der Arbeitsvorrat im Bauhauptgewerbe schrumpfte bis Ende September 2024 um 3.7 Prozent auf 14.9 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Auftragsbestand von rund 7.7 Monaten. Die gesamte Branche sieht sich mit eingetrübten Aussichten konfrontiert: Während der Tiefbau voraussichtlich stabil bleibt, dürfte der Wohnungsbau erst ab dem dritten Quartal 2025 wieder wachsen.

    Beschäftigungsrückgang spürbar
    Die Unsicherheiten wirken sich auf die Beschäftigung aus. Die Zahl der Vollzeitstellen in der Branche sank um 4.0 Prozent auf 89’000 Beschäftigte. Trotz der Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank 2024 von 1.75 auf 1.0 Prozent bleibt der Effekt zeitlich verzögert.

    Die Bautätigkeit in der Schweiz zeigt sich stabil, jedoch geprägt von Stagnation und Herausforderungen. Insbesondere die Entwicklung im Wohnungsbau wird entscheidend sein, um die dringend benötigten Impulse für ein erneutes Wachstum zu setzen.

  • Eigenheime stehen weiterhin hoch im Kurs

    Eigenheime stehen weiterhin hoch im Kurs

    «Der Traum vom Eigenheim ist bei der Schweizer Bevölkerung weiterhin stark verbreitet», schreibt die Hochschule Luzern (HSLU) in einer Mitteilung. Sie stützt sich dabei auf die aktuelle Ausgabe der Retail Banking-Studie, die jährlich vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der HSLU erstellt wird. Ihr zufolge würden vier von zehn Menschen in der Schweiz gerne eine Immobilie erwerben.

    Das IFZ hat dabei zwei Gruppen von Immobilieninteressierten ausgemacht. Dies sind in der ersten Gruppe mehrheitlich aus den jüngeren Generationen stammende «Dreamer», die ihr erstes Eigenheim suchen. Sie sind dabei vor allem mit finanziellen Problemen konfrontiert. In der zweiten Gruppe sind mehrheitlich Angehörige älterer Generationen zu finden, die bereits über eine eigene Immobilie verfügen. Diese «Zweitkäufer» haben weniger finanzielle Probleme als vielmehr Schwierigkeiten, ein ihren aktuellen Bedürfnissen entsprechendes Objekt zu finden. Beide Gruppen setzten bei der Suche nach dem Eigenheim vor allem auf persönliche Empfehlungen und den Zufall.

    Der Zinssatz spielt sowohl bei der Aufnahme einer neuen als auch bei der Verlängerung einer bestehenden Hypothek eine wichtige Rolle für Eigenheimsuchende. Insbesondere bei einer Verlängerung ist die Bereitschaft zum Wechsel des Hypothekaranbieters gering, drei von zehn Immobilienbesitzenden lehnen sie unabhängig von der Höhe der Zinsdifferenz ab. «Die Hausbank geniesst in vielen Fällen noch immer grosse Loyalität, besonders wenn ein Wechsel mit zusätzlichen Hürden verbunden ist», erläutert Studienleiter Andreas Dietrich in der Mitteilung.

  • Swiss Life Asset Managers erhöht Dividende für Immobilienfonds

    Swiss Life Asset Managers erhöht Dividende für Immobilienfonds

    Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties hat das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Erfolg von 64,2 Millionen Franken abgeschlossen, informiert Swiss Life Asset Managers in einer Mitteilung. Davon will der zur Swiss Life-Gruppe gehörende Vermögensverwalter 58,3 Millionen Franken an die Anlegerinnen und Anleger ausschütten. Dafür wird die Dividende von 2,60 Franken für das vorherige Geschäftsjahr auf 2,70 Franken pro Anteil erhöht.

    Im Berichtsjahr hat Swiss Life Asset Manager 47 neu erworbene Liegenschaften in den Fonds integriert. Gleichzeitig spielte die Veräusserung von sieben Liegenschaften dem Fonds einen Kapitalgewinn von 7,2 Millionen netto ein. Der Wert der über den gesamten Berichtszeitraum gehaltenen Immobilien legte im Jahresvergleich um 0,4 Prozent netto zu. Die Mietzinseinnahmen lagen um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Leerstandsquote zog von 1,5 auf 1,6 Prozent an.

    Zum Ende des Geschäftsjahrs am 30. September 2024 setzte sich der Fonds aus 201 Bestandsliegenschaften im Marktwert von insgesamt 3,21 Milliarden Franken zusammen. Der Nettoinventarwert pro Anteil vor Ausschüttung blieb mit 113,73 Franken gegenüber Vorjahr unverändert.

  • 62. Treffen des EWR im Europäischen Wirtschaftsraums

    62. Treffen des EWR im Europäischen Wirtschaftsraums

    Der Gemischte Parlamentarische Ausschuss des EWR dient als Plattform für den Austausch zwischen den Parlamenten der EWR/EFTA-Staaten (Norwegen, Island und Liechtenstein) und der EU. Die Schweiz, Mitglied der EFTA, jedoch nicht des EWR, nimmt in diesem Gremium eine Beobachterrolle ein. Diese ermöglicht es der Schweizer Delegation, wichtige Entwicklungen im EWR zu verfolgen und sich aktiv in Debatten zu aussen- und wirtschaftspolitischen Themen einzubringen.

    Schwerpunkt der Gespräche
    Im Mittelpunkt des Treffens stehen die aktuellen Entwicklungen im Europäischen Wirtschaftsraum. Dabei geht es insbesondere um die Funktionsweise des EWR-Abkommens, die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie um die Prioritäten für Zuschüsse des EWR und Norwegens, mit denen soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten verringert werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, über die die Schweizer Delegation den Ausschuss informieren wird.

    Schweizer Delegation
    Die EFTA/EU-Delegation wird durch Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG) als Präsident, Ständerat Damian Müller (FDP, LU) als Vizepräsident sowie die Nationalräte Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) und Nicolas Walder (Grüne, GE) vertreten.

    Bedeutung für die Schweiz
    Die Teilnahme am Ausschuss ermöglicht der Schweiz, sich über europäische Entwicklungen zu informieren und wichtige Kontakte zu pflegen. Gerade in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit und internationale Zusammenarbeit bietet die Beobachterrolle einen wertvollen Einblick in Themen, die auch für die Schweiz von zentraler Bedeutung sind.

    Das Treffen in Oslo stärkt die Vernetzung zwischen der Schweiz und den EWR-Staaten sowie der EU. Die Beobachterrolle der Schweiz unterstreicht die Bedeutung des EWR für die Schweizer Aussen- und Wirtschaftspolitik und ermöglicht es, an relevanten Debatten teilzunehmen.

  • Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank (AKB) attestiert dem Aargauer Immobilienmarkt ein «starkes Momentum». Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort äussere sich «in weiterhin überdurchschnittlich steigenden Immobilienwerten», schreiben die Fachleute der AKB im Barometer. Konkret haben sie eine Zunahme der Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent im Jahresvergleich festgestellt.

    Unter den einzelnen Regionen des Aargau stechen dabei Aarau/Seetal mit um 5,1 Prozent gestiegenen Hauspreisen und Rheinfelden/Fricktal mit um 6,1 Prozent teureren Eigentumswohnungen hervor. In der Mehrheit der 230 Gemeinden des Kantons müssen den Recherchen der Fachleute zufolge mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus mit Umschwung auf den Tisch gelegt werden. Noch höher fallen die Preise in den Einzugsmärkten der umliegenden Grosszentren aus.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der AKB eine Steigung von 4,7 Prozent Jahresvergleich festgestellt. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung beträgt die Miete damit im Mittel rund 2200 bis 2300 Franken ohne Nebenkosten. Die Leerstandsquote liegt aktuell kantonsweit bei 1,3 Prozent.

    Die Immobilienfachleute der Kantonalbank gehen auch für die Zukunft von steigenden Preisen bei Wohneigentum und Angebotsmieten aus. Sie stützen sich dabei auf ein anhaltend starkes Bevölkerungswachstum bei gleichzeitig weiterhin stockender Bautätigkeit. Zudem erwarten sie weitere Leitzinsreduktionen, die sich positiv auf die Rendite von Investitionen in Immobilien gegenüber Vergleichsanlagen wie Bundesobligationen auswirken.

  • Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Der Immobilienmarkt im Kanton Aargau verzeichnet weiterhin eine überdurchschnittliche Wertsteigerung. Wie der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank zeigt, sind die Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent und die Angebotsmieten um 4,7 Prozent gestiegen. «Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort spiegelt sich in stark steigenden Immobilienwerten wider», so die Experten der AKB.

    Aarau/Seetal und Rheinfelden/Fricktal vorne
    Besonders deutliche Preissteigerungen wurden in den Regionen Aarau/Seetal mit einem Anstieg der Hauspreise um 5,1 Prozent und Rheinfelden/Fricktal mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent bei Eigentumswohnungen festgestellt. In den meisten Gemeinden des Kantons müssen Käufer inzwischen mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus aufbringen, in den Einzugsgebieten der umliegenden Grosszentren fallen die Preise sogar noch höher aus.

    Erhöhtes Niveau bei sinkendem Leerstand
    Auch die Angebotsmieten sind stark gestiegen. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung liegen die durchschnittlichen Mietpreise zwischen 2200 und 2300 Franken, exklusive Nebenkosten. Die kantonsweite Leerstandsquote ist mit 1,3 Prozent vergleichsweise niedrig, was auf eine hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot hinweist.

    Weiter steigende Preise
    Die AKB-Immobilienfachleute gehen davon aus, dass sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Angebotsmieten weiter steigen werden. Gründe dafür sind:

    • Starkes Bevölkerungswachstum im Kanton Aargau
    • Stockende Bautätigkeit, die das Angebot begrenzt
    • Erwartete Leitzinsreduktionen, die Immobilieninvestitionen attraktiver machen

    Die Kombination aus hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgt dafür, dass der Aargauer Immobilienmarkt auch in Zukunft dynamisch bleibt. Sowohl Käufer als auch Mieter sollten sich auf weiter steigende Preise einstellen.