Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Das Aargauer Energie-Förderprogramm wird bis 2026 mit einem Bruttokredit von 97,2 Millionen Franken fortgeführt. Dieser Beschluss des Grossen Rats, der mit 89 zu 47 Stimmen verabschiedet wurde, weicht vom ursprünglichen Vorschlag des Regierungsrats ab. Die Regierung hatte eine Verlängerung bis 2028 und ein Gesamtbudget von 176,5 Millionen Franken vorgesehen. Der kürzere Zeitraum wurde aufgrund möglicher Sparmassnahmen des Bundes gewählt, die die kantonale Mitfinanzierung erschweren könnten.

    Kontroverse um die Fördermittel
    Während SP, Mitte, GLP und Grüne die Erhöhung des Kredits begrüssten, zeigten sich FDP und SVP skeptisch. Die FDP forderte ein Budget von 88,25 Millionen Franken, das die Hälfte der ursprünglich vorgeschlagenen Gesamtkosten für vier Jahre decken würde. Die SVP lehnte das Programm grundsätzlich ab und kritisierte staatliche Eingriffe.

    Schwerpunkte des Programms
    Das Förderprogramm unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden unter anderem:

    • Verbesserungen der Gebäudehülle
    • Holzheizungen und Wärmepumpen
    • Anschlüsse an Wärmenetze
    • Solarthermische Anlagen
    • Projekte zur Entwicklung von Wärmenetzen

    Zudem stehen Mittel für Pilotprojekte zur Verfügung. Laut der kantonalen Botschaft haben frühere Programme gezeigt, dass die Energieeffizienz gesteigert und der CO₂-Ausstoss signifikant gesenkt werden konnten.

    Finanzierung aus CO₂-Abgaben
    Der grösste Teil der Fördermittel stammt aus Bundesbeiträgen, darunter aus der CO₂-Teilzweckbindung und dem Impulsprogramm des Bundes. Der Kanton selbst trägt rund 25 % der Gesamtkosten.

    Perspektiven für Hauseigentümer
    Die Begrenzung auf zwei Jahre wirft Fragen zur langfristigen Planung auf. Hauseigentümer und Bauherren betonten die Notwendigkeit von Kontinuität bei Förderprogrammen, um Investitionen in nachhaltige Gebäudetechnologien zu fördern.

    Das Energie-Förderprogramm des Kantons Aargau bleibt ein wichtiges Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die begrenzte Laufzeit bis 2026 reflektiert jedoch die Unsicherheiten über die Bundesfinanzierung und stellt Planungsherausforderungen für die Zukunft dar.

  • Preise für Berner Immobilien bleiben im Aufwärtstrend

    Preise für Berner Immobilien bleiben im Aufwärtstrend

    «Wohnen im Kanton Bern bleibt teuer», überschreibt die Berner Kantonalbank (BEKB) eine Mitteilung zu ihrem aktuellen Immobilienbarometer. Es wird von der BEKB halbjährlich in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Immobiliendienstleister IAZI erstellt. Der Herbstausgabe 2024 zufolge haben die Preise für Wohnungen und Häuser im Kanton Bern im Jahresvergleich 3,3 Prozent zugelegt.

    Auch Angebotsmieten liegen im Aufwärtstrend. Als Hintergrund für steigende Mieten und Preise am Wohnungsmarkt verweisen die Fachleute von BEKB und IAZI auf ein starkes Bevölkerungswachstum im Kanton bei gleichzeitig geringer Neubautätigkeit. «Die Arbeitslosenquote im Kanton bleibt auf einem historisch tiefen Niveau und die Zahl der offenen Stellen nimmt stetig zu», heisst es zudem in der Mitteilung. Solange dies so bleibe, sei nicht mit einer Entspannung des Wohnungsmarkts zu rechnen.

    Innerhalb der einzelnen Regionen des Kantons haben die Fachleute eine Normalisierung der Preisdynamik in Tourismusregionen beobachtet. Die Preise in den Oberländer Regionen und insbesondere Obersimmental-Saanen seien in den vergangenen Jahren stark durch den Zweitwohnungsmarkt getrieben worden. Zum Ende des dritten Quartals 2024 wurde hier eine Beruhigung registriert. Im Oberaargau sind die Preise dagegen im Jahresvergleich durchschnittlich um 3,9 Prozent gestiegen. Dies führen die Fachleute auf eine Verlagerung der Nachfrage nach Wohneigentum in Regionen mit vergleichsweise moderatem Preisniveau zurück.

  • Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.

    Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.

    Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.

    «Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»

    Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum bietet langfristig eine Rendite, die mit der eines reinen Schweizer Aktienportfolios vergleichbar ist, erläutert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung. Konkret haben die Immobilienmarktfachleute der Bankengruppe eine durchschnittliche jährliche Eigenkapitalrendite von 7,2 Prozent für Wohneigentum seit 1988 errechnet. «In der langfristigen Betrachtung ist Wohneigentum Aktienanlagen daher praktisch ebenbürtig, zumal die Rendite bei deutlich geringerer Volatilität erzielt wird», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    «Der grösste Vorteil von Wohneigentum gegenüber Aktien liegt aber darin, dass dessen Illiquidität die Eigentümer zwingt, langfristig investiert zu bleiben und Krisenzeiten einfach auszusitzen», erläutert Hasenmaile. Wer statt auf Hauseigentum zur Miete lebt und sein Vermögen anlegt, müsse für eine vergleichbare Rendite «äusserst diszipliniert anlegen und nicht in die vielen psychologischen Fallen treten, die an den Finanzmärkten lauern». Wohneigentümer als Langzeitinvestierende folgten dagegen automatisch «einem der wichtigsten Grundsätze des erfolgreichen Anlegens».

    Langfristig betrachtet sind die laufenden Wohnkosten im Eigenheim in etwa dieselben einer Mietwohnung. Aufgrund wieder sinkender Zinsen können Interessierte für Wohneigentum aktuell aber von Einsparungen in Höhe von 10 bis 16 Prozent gegenüber dem Wohnen zur Miete profitieren. Zudem hat sich die Leerstandsquote von Eigenheimen im Jahresvergleich von 0,53 Prozent auf 0,58 Prozent leicht erhöht. Die Leerstandsquote für Mietwohnungen fiel gleichzeitig von 1,60 auf 1,44 Prozent.

  • Diskussion über Bestandsgarantie im Luftfahrtgesetz

    Diskussion über Bestandsgarantie im Luftfahrtgesetz

    Die Vorschläge des Bundesrates für Änderungen des Luftfahrtgesetzes befinden sich bis Ende November in der Vernehmlassung. Sie sehen auch eine Bestandsgarantie für Flugzeiten vor. Bisher gilt für die Landesflughäfen Zürich und Genf nur ein Bestandsschutz für die Gesamtanlagen. Die Bestandsgarantie «geht aus unserer Sicht in die richtige Richtung», sagte Regine Sauter, Zürcher FDP-Nationalrätin und Präsidentin von aviationsuisse, bei einer Veranstaltung ihres Verbandes am 6. November in Bern.

    Regine Sauter sieht die Branche unter Druck. Sowohl in Zürich als auch in Genf gebe es Forderungen nach einer Beschränkung der Flugzeiten. Umso wichtiger sei es, der Politik zu zeigen, wie wichtig die Anbindung für den Standort sei.

    Laut Martin Eichler geht die Bedeutung der Branche weit über ihre direkte wirtschaftliche Leistung hinaus. «Die Luftfahrt ist ein Wohlstandstreiber», sagte der Partner des Beratungsunternehmens Infras in seiner Präsentation. Er ging unter anderem auf den Anteil der Luftfracht an Exporten sowie am Tourismus ein. Gerry Zurmühle, Präsident der IG Air Cargo Switzerland, verwies auf die ausgleichende Rolle der Luftfracht bei Engpässen in anderen Teilen der  Lieferketten. Jean-Marc Probst, Präsident der Westschweizer Interessenvereinigung Aeria+, erinnerte daran, dass Genf der zweitgrösste Flughafen für Privatflieger in Europa sei.

    Martin Eichler verwies auch auf die externen Kosten der Luftfahrt. Aus der Sicht von Regine Sauter sind Beimischungsquoten für alternative Treibstoffe der beste Weg, um die Klimaziele zu erreichen. «Schweizer Unternehmen sind sehr aktiv in diesem Bereich.»

    Der Verband wählte mit Raphaël Tschanz den Direktor der Zürcher Handelskammer als Vertreter der Schweizerischen Industrie- und Handelskammern und Michael Hug von der Handelskammer beider Basel zwei neue Mitglieder in den Vorstand. Aviatonsuisse ist die Interessenvertretung der Nutzenden der Luftfahrtbranche.

  • Urdorf legt Immobilienstrategie 2030+ fest

    Urdorf legt Immobilienstrategie 2030+ fest

    Der Urdorfer Gemeinderat hat laut einer Mitteilung die Immobilienstrategie Urdorf 2030 + genehmigt. Die konkrete Entwicklungsplanung und der Investitionsbedarf werden im Rahmen von Projektentwicklungen und in Abstimmung mit der Bedarfsplanung der Nutzenden überprüft und konkretisiert. Die entsprechenden Projekte werden ab dem Jahr 2025 erarbeitet und gemäss den Kompetenzen in der Gemeindeordnung zur Beschlussfassung vorgelegt, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Der detaillierte Bericht kann online eingesehen und heruntergeladen werden. Die darin festgehaltenen baulichen Massnahmen, ob Renovation, Neubau oder Erweiterungsbau, könnten bis zu 110 Millionen Franken kosten, verteilt über die nächsten Jahre und Jahrzehnte.

    Dort sind auch sämtliche Einzelmassnahmen und der zeitliche Ablauf aufgeführt, von den Schulen und Kindergärten bis zu baulichen Veränderungen bei der Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung. Dabei wurde dem Gedanken einer Zusammenfassung in einem einzigen grossen Gemeindegebäude im Zentrum eine Absage erteilt. Für die konkrete Planung und anschliessendes Bauen legten Gemeinderat und Planer zwei Zeithorizonte fest: von 2025 bis 2029 und von 2030 bis 2033.

    Um die Bedürfnisse rund um die kommunalen Immobilien erfassen zu können, hatte die Gemeinde vom 15. Dezember 2023 bis 15. Januar 2024 eine Online-Mitwirkung durchgeführt. Daran nahmen 444 Personen teil. Im August hat der Urdorfer Gemeinderat dann die Eckpunkte der Immobilienstrategie an einer öffentlichen Veranstaltung in der Zentrumshalle der Bevölkerung dargestellt.

    Das Liegenschaftsportfolio der Gemeinde Urdorf umfasst laut dem jetzt vorgelegten Bericht in der Kategorie Hochbauten insgesamt 69 Objekte. 35 davon befinden sich im Verwaltungsvermögen und ein Objekt im Finanzvermögen der Gemeinde.

  • Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Der Anteil der gemeinnützigen Wohnungen beträgt schweizweit rund vier Prozent, ist jedoch in städtischen Gebieten wie Zürich mit über 20 Prozent deutlich höher. Gemeinnützige Bauträger sind nicht gewinnorientiert. Sie setzen Mieten basierend auf den tatsächlichen Kosten an und verzichten auf Rendite. Dieser Ansatz hilft, Wohnraum erschwinglicher zu gestalten und dem Verfassungsauftrag zur Förderung bezahlbaren Wohnens gerecht zu werden.

    Günstigere Mieten im Vergleich zum Markt
    Die Mietpreise im gemeinnützigen Wohnungsbau sind im Schnitt acht bis 20 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Mietobjekten. Beispielsweise kostet eine Vierzimmerwohnung im gemeinnützigen Segment durchschnittlich 1359 Franken, während auf dem allgemeinen Markt eine vergleichbare Wohnung bei 1647 Franken liegt. Diese Kostenvorteile tragen erheblich zur Entlastung der Mieterinnen und Mieter bei und fördern soziale Durchmischung.

    Effizienter Wohnflächenverbrauch
    Im gemeinnützigen Wohnungsbau ist der Wohnflächenverbrauch insgesamt geringer. Während bei Ein- bis Zweizimmerwohnungen der Verbrauch pro Kopf neun Prozent über dem allgemeinen Bestand liegt, ist er bei grösseren Wohnungen, etwa mit vier bis fünf Zimmern, um 25 bis 38 Prozent geringer. Insgesamt beanspruchen Bewohner gemeinnütziger Wohnungen 22 Prozent weniger Fläche, was zur effizienteren Nutzung des Wohnraums beiträgt.

    Ein Blick in die Zukunft des gemeinnützigen Wohnens
    Die Broschüre «Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024» liefert detaillierte Daten und wertvolle Einblicke in dieses wichtige Segment. Infografiken und Tabellen geben eine anschauliche Übersicht über die Entwicklung und Bedeutung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Sie zeigen, wie dieses Wohnmodell zur Schaffung bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraums beiträgt. Eine zentrale Grundlage für eine sozial gerechte Wohnpolitik in der Schweiz.

  • Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Mit wachsendem Bewusstsein für Klimarisiken steigt der Druck auf die Immobilienbranche., Lösungen zu finden. Laut der aktuellen C-Change-Umfrage berücksichtigen 93 Prozent der befragten Investoren klimabezogene Risiken in ihren Entscheidungen. Dieser Trend spiegelt das zunehmende Engagement, klimapolitische Anforderungen nicht nur wahrzunehmen, sondern aktiv in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

    Datenmangel und fehlendes Wissen
    Trotz positiver Entwicklungen zeigen sich Hindernisse bei der Umsetzung von Dekarbonisierungsmassnahmen. Laut Umfrage mangelt es 61 Prozent der Unternehmen an fundiertem Wissen und qualitativen Daten, um die richtigen Schritte zur CO2-Reduktion einzuleiten. Aleksandra Smith-Kozlowska vom ULI betont die Notwendigkeit eines systematischen Wissenstransfers und einer besseren Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten.

    Übergangs-Risiken auf die Investmentstrategien
    Die Untersuchung zeigt, dass Übergangs-Risiken zunehmend die Strategie von Investoren beeinflussen. 94 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die Risiken ihre Portfolioentscheidungen beeinflussen. Zwar tätigen 51 Prozent Investitionen in Objekte mit diesen Risiken und 30 Prozent sehen sich gezwungen, sich von betroffenen Objekten zu trennen. Der Kostenaufwand für Nachrüstungen und die Gefahr von Vermögenswerte, rückt hierbei in den Fokus.

    Ein Instrument zur Risikominderung
    Die Umfrage verdeutlicht das steigende Interesse an einer CO2 Steuer als strategisches Mittel zur Dekarbonisierung. 21 Prozent der Unternehmen haben in den letzten 12 Monaten freiwillig interne Mechanismen zur Kohlenstoffbewertung eingeführt. Rund 71 Prozent nutzen einen Schattenpreis je Tonne CO2, um potenzielle Emissionskosten in die Geschäftsplanung einzubeziehen

    Hindernisse der nachhaltige Immobilienwirtschaft
    Trotz der Fortschritte gibt es Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, die eine branchenweite Einführung der CO2 Steuer bislang bremsen. Kritische Faktoren sind der Mangel an Datenkonsistenz, fehlende Unterstützung durch Stakeholder und Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen auf finanzielle Ergebnisse und betriebliche Strategien.

    Als Massnahmen fordert das ULI eine intensivere Aufklärung und die Einführung klarer Richtlinien. Die jüngsten Publikationen des ULI, darunter «Accelerating Accountability: The Case for Carbon Pricing» und «Universal Principles for Carbon Pricing in the Real Estate Sector», sollen der Branche helfen, Kohlenstoffpreise als integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette zu etablieren und somit langfristige Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

  • Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Holcim bekommt für ein weiteres grosses Cleantech-Projekt einen Zuschuss aus dem Innovationsfonds der EU. Damit erhöht sich die Zahl von Holcims durch die EU geförderten CCUS-Projekten auf sieben. Laut einer Medienmitteilung des Baustoffherstellers handelt es sich bei diesem neuen Projekt zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCUS) an seinem Standort in Martres-Tolosane im Südwesten Frankreichs um eine hochskalierbare Anlage auf der Basis ausgereifter Technologien und enger Partnerschaften.

    Bereits 2017 hatte Holcim eine Investition in die Nachhaltigkeit dieser Zementfabrik in Höhe von 100 Millionen Euro angekündigt. Zwischen 2021 und 2023 investierte Holcim weitere 200 Millionen Euro in die Dekarbonisierung seiner französischen Industrieanlagen und hat für deren Fortsetzung im Mai dieses Jahres weitere 60 Millionen bereitgestellt.

    Laut Holcim werden diese Investitionen eine Hebelwirkung auf die Entwicklung neuer Branchen und Arbeitsplätze auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft einerseits und andererseits mittelfristig auch im Bereich der CO2-Abscheidung, -Speicherung und -Verwertung haben. Zu diesem Zweck werde in der Fabrik in Martres-Tolosane eine neue Pilotplattform errichtet, eine echte industrielle Testanlage für Open Innovation. Sie wird der Verbesserung neuer Technologien zur CO2-Abscheidung gewidmet sein.

    «Holcim ist auf dem besten Weg, in diesem Jahrzehnt Netto-Null-Zement und -Beton in grossem Massstab Wirklichkeit werden zu lassen», wird CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert. «Diese Unterstützung durch den EU-Innovationsfonds zeugt von der Stärke unserer Ingenieurteams, der Reife unserer Technologien und fortschrittlichen Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette.»

  • Chancen und Risiken von Immobilien-Crowdfunding in der Schweiz

    Chancen und Risiken von Immobilien-Crowdfunding in der Schweiz

    Für viele Anleger ist der Einstieg in den Immobilienmarkt ohne eigenes, grosses Kapital eine Herausforderung. Immobilien-Crowdfunding-Plattformen wie Crowdhouse, Foxstone und Crowdli ermöglichen es nun, mit geringeren Beträgen an Erträgen aus Renditeimmobilien zu partizipieren. Über Miteigentumsanteile investieren Anleger in Wohn- und Geschäftsobjekte und profitieren von Mietzinseinnahmen sowie potenziellen Wertsteigerungen. Doch trotz der Vorteile – wie einer niedrigeren Einstiegshürde und einer aktiven Immobilienverwaltung – ist es wichtig, die Rechte und Pflichten als Miteigentümer zu kennen.

    Vorteile und Kosten des Crowdfundings
    Durch Crowdfunding können Anleger bereits ab Beträgen von 20’000 bis 100’000 CHF investieren und so Zugang zu renditestarken Objekten erhalten. Plattformen wie Crowdhouse und Foxstone übernehmen die Objektverwaltung, wodurch die Rolle der Investoren vergleichsweise passiv bleibt. Doch das Investment ist nicht ohne Kosten: Plattform- und Verwaltungsgebühren sowie Steuern auf Mieterträge schmälern die Rendite. Interessierte sollten alle anfallenden Kosten im Detail prüfen und die Angebote verschiedener Plattformen vergleichen.

    Risiken und Herausforderungen – was man beachten sollte
    Wie bei jeder Investition gibt es auch beim Immobilien-Crowdfunding Risiken. Neben den üblichen Marktschwankungen bestehen Herausforderungen durch mögliche Interessenkonflikte unter Miteigentümern, hohe Erwerbskosten und die langfristige Bindung an eine Immobilie. Experten raten zur genauen Prüfung der Anbieter und zur Diversifikation des Portfolios, um das Risiko zu streuen und mögliche Verluste abzufedern. Immobilienfonds bieten hierbei eine flexiblere Alternative für Anleger, die unabhängig bleiben wollen.

    Wichtige Auswahlkriterien für erfolgreiche Crowdinvestments
    Bei der Auswahl einer Crowdfunding-Plattform ist die Reputation der Anbieter entscheidend. Plattformen mit stabiler Unternehmensstruktur und positiver Erfolgsbilanz sind klar zu bevorzugen. Des Weiteren sollte die Lage der Immobilie sorgfältig analysiert werden – bevorzugt in wirtschaftsstarken Regionen mit niedrigem Leerstand. Der persönliche Austausch mit anderen Anlegern sowie ein detaillierter Blick in die Vertragsbedingungen erhöhen die Chancen auf ein erfolgreiches Investment.

    Immobilien-Crowdfunding ermöglicht Anlegern den Einstieg in den Immobilienmarkt auch mit kleinerem Budget. Gut ausgewählte Investments in wachstumsstarken Regionen können attraktive Renditen versprechen, jedoch sollten Kosten, Risiken und die langfristige Bindung immer bedacht werden. Mit einem diversifizierten Portfolio und einer gründlichen Prüfung der Plattform und Projekte lässt sich ein solides Fundament für nachhaltige Immobilienerträge schaffen.

  • Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Die neue Version des SSREI-Portfoliobewertungstools zeichnet sich durch erhebliche Automatisierungen aus, die den Bewertungsprozess vereinfachen und beschleunigen. Durch die Partnerschaft mit SFGM können Gebäude- und Standortdaten direkt über die EGID-Nummer abgerufen werden, was die manuelle Eingabe auf ein Minimum reduziert. Eigentümer erhalten so wichtige Informationen zu Denkmalschutz, Altlasten, Lärmbelastung, Radonrisiken sowie zur Energieversorgung und Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

    Automatisierte Indikatorenbewertung auf Basis von Stammdaten
    Das optimierte Bewertungstool ermöglicht die automatisierte Bewertung von 23 der 36 Nachhaltigkeitsindikatoren. Die Kombination aus öffentlich verfügbaren Informationen und gebäudespezifischen Daten ermöglicht eine präzise Einschätzung des Potenzials. So können Informationen wie Baujahr und Sanierungsdatum zur Ableitung der Gebäudehülle und Lärmschutzwerte herangezogen werden – unterstützt durch die entsprechenden SIA-Normen.

    Weitere Optimierungen und Schnittstellenanbindung
    Neu entwickelte Hilfstools helfen bei der Ermittlung der Nutzungsdichte und Ausnützung, basierend auf statistischen Daten und ermöglichen eine fundierte Entscheidungsbasis. Zudem bietet das Tool Schnittstellen zu externen Asset- und Portfoliomanagementsystemen, was die Integration in bestehende Prozesse erleichtert und die Datenanalyse und -bewertung noch effizienter gestaltet.

    Das Portfoliobewertungstool bietet Immobilieneigentümern eine wertvolle Grundlage für die nachhaltige Entwicklung ihrer Bestände und leistet einen wichtigen Beitrag zur Werthaltigkeit und regulatorischen Absicherung. Es unterstützt Investoren dabei, ihre Immobilienportfolios zukunftssicher zu gestalten und den Anforderungen an nachhaltige Transformation gerecht zu werden.

  • Stabiler Anstieg im dritten Quartal 2024

    Stabiler Anstieg im dritten Quartal 2024

    Im dritten Quartal 2024 verzeichnete der Schweizer Immobilienmarkt das dritte Quartal in Folge steigender Preise. Die Wohnungspreise stiegen um 1,1 %, während die Preise für Einfamilienhäuser um 0,3 % zulegten. Besonders in den preisgünstigeren Märkten war ein stärkeres Wachstum zu beobachten. In Städten wie Neuenburg, Sitten und Biel stiegen die Preise überdurchschnittlich. Hingegen verzeichneten grosse Städte wie Zürich und Basel nur moderate Zuwächse.

    Regionale Unterschiede prägen den Markt
    Auf kantonaler Ebene gab es ebenfalls deutliche Unterschiede. Neuenburg (+1,9 %), das Wallis (+1,8 %) und der Jura (+1,6 %) führten die Preisanstiege an, während in Waadt und St. Gallen leichte Rückgänge registriert wurden. Auch bei Einfamilienhäusern setzte sich dieser Trend fort, mit Zuwächsen vor allem in ländlicheren Kantonen wie Appenzell Innerrhoden und Obwalden, während in städtischen Regionen wie Genf und Lausanne die Preise leicht sanken.

    Niedrige Transaktionsvolumen trotz positiver Aussichten
    Trotz des Preiswachstums verzeichnete das dritte Quartal das geringste Transaktionsvolumen seit 2017. Dieser Rückgang ist teilweise auf saisonale Faktoren zurückzuführen, spiegelt aber auch eine allgemeine Verlangsamung wider. Prognosen deuten darauf hin, dass sich das vierte Quartal 2024 ebenfalls auf moderatem Niveau bewegen könnte, wobei eine Rückkehr zu früheren Höchstwerten unwahrscheinlich ist.

    Zinssenkungen befeuern den Markt
    Die jüngsten Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wirken sich positiv auf die Hypothekenzinsen aus und tragen zur Stabilisierung des Marktes bei. Während die langfristigen Zinsen nur geringfügig gesenkt wurden, erwarten Experten, dass die lockere Zinspolitik der SNB den Immobilienmarkt weiter stützen wird.

    Die Fundamentaldaten deuten darauf hin, dass die Immobilienpreise auch in den kommenden Monaten weiter steigen werden. Für potenzielle Käufer könnte jetzt ein günstiger Zeitpunkt sein, um in den Markt einzusteigen, da ein weiteres Abwarten zu höheren Preisen führen könnte.

  • Mieten und Preise für Wohneigentum im Kanton Glarus bleiben im Aufwärtstrend

    Mieten und Preise für Wohneigentum im Kanton Glarus bleiben im Aufwärtstrend

    «Kanton Glarus bleibt beliebte Wohnregion», schreibt die Glarner Kantonalbank in einer Mitteilung zum Immobilienmarktbericht 2024 für den Kanton Glarus. Er wurde von der Kantonalbank in Zusammenarbeit mit der Wüest Partner AG aus Zürich erstellt. Der Bericht zeigt die aktuellen Trends auf und prognostiziert, wie sich Mieten und Preise für Wohneigentum im Kanton entwickeln werden.

    Derzeit ist der Wohnungsmarkt im Kanton Glarus von einer stabilen Nachfrage bei knappem Angebot gekennzeichnet. In Folge sind die Preise für Eigentumswohnungen weiter gestiegen. Konkret lagen sie im zweiten Quartal 2024 um 2,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Preise für Einfamilienhäuser gingen im Jahresvergleich gleichzeitig leicht zurück. Nach Ansicht der Fachleute von Kantonalbank und Immobiliendienstleisterin werden die jüngsten Zinsrückgänge aber die Nachfrage nach Wohneigentum weiter beleben. Sie rechnen daher mit einer Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends.

    Bei den Mieten haben die Fachleute im vergangenen Jahr einen Anstieg um 4,5 Prozent beobachtet. Sie sollten sich aber nach den letzten Anhebungen im April «vorerst stabil entwickeln», heisst es in der Mitteilung. Der vollständige Bericht kann auf dem Internetauftritt der Kantonalbank eingesehen werden.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum haben im dritten Quartal 2024 sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch im Jahresvergleich zugelegt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionspreisindex der Bankengruppe. «Die Preisdynamik am Schweizer Eigenheimmarkt hat sich zuletzt nicht mehr weiter abgeschwächt, ihr Tiefpunkt dürfte damit hinter uns liegen», wird Chefökonom Fredy Hasenmaile dort zitiert. «Die bereits wieder deutlich günstigeren Finanzierungskonditionen und die Aussicht auf weitere Zinssenkungen dürften die Nachfrage nach Wohneigentum beflügeln.»

    Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im Berichtsquartal um 1,6 Prozent über dem Wert vom Vorquartal. Im Jahresvergleich haben die Fachleute von Raiffeisen Schweiz einen Anstieg um 3,3 Prozent beobachtet. Die Preise für Stockwerkeigentum fielen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent und im Jahresvergleich um 2,8 Prozent höher aus.

    Im regionalen Vergleich zogen die Preise im Jahresvergleich für Einfamilienhäuser in der Innerschweiz mit 13,7 Prozent am stärksten an. Auch beim Stockwerkeigentum führt die Innerschweiz mit einem Anstieg um 7,9 Prozent. Die Preise für Einfamilienhäuser in den Regionen Bern und Genfersee fielen im Jahresvergleich hingegen um 2,1 beziehungsweise 3,4 Prozent tiefer aus.

  • Einfamilienhäuser werden teurer

    Einfamilienhäuser werden teurer

    Die Angebotspreise für Wohneigentum haben sich im September gegen den Trend der letzten Monate entwickelt, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. So fielen die Preise für Einfamilienhäuser im Monatsvergleich schweizweit um 1,5 Prozent höher aus. Die Preise für Eigentumswohnungen gingen gleichzeitig um 0,3 Prozent zurück. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    «In den letzten zwölf Monaten drehten Anbietende von Einfamilienhäusern die Preisschraube in beide Richtungen», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate bei SMG, in der Mitteilung zitiert. «Im September resultiert nun der höchste monatliche Anstieg der Angebotspreise seit Dezember 2022.» Im Jahresvergleich sind die Preise für Einfamilienhäuser im September um 1,7 Prozent gestiegen. Die Preise für Eigentumswohnungen lagen im Berichtsmonat um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert.

    Bei den Angebotsmieten haben die Immobilienfachleute von SMG im September schweizweit einen Anstieg von 0,7 Prozent im Monatsvergleich beobachtet. Überdurchschnittliche Steigerungen wiesen dabei die Angebotsmieten in den Regionen Zentralschweiz, Zürich, Nordwestschweiz, Ostschweiz und Tessin aus. In der Genferseeregion gingen die Angebotsmieten hingegen um 0,7 Prozent zurück.

  • Immobilienbranche rechnet mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien

    Immobilienbranche rechnet mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien

    „Die Zuversicht ist zurück in der Immobilienbranche und verdrängt die negativen Erwartungen der beiden Vorjahre“, leitet KPMG eine Mitteilung zur aktuellen Ausgabe des Swiss Real Estate Sentiment Index des Beratungsunternehmens ein. Konkret liegt der Index mit 29,9 Punkten nun wieder im positiven Bereich. Die für den Index befragten rund 400 Immobilienivestierenden und -bewertenden gehen allerdings nur von steigenden Preisen im Wohnimmobilienmarkt aus. Die Preise für kommerzielle und Spezialimmobilien werden ihrer Ansicht nach weiter sinken.

    Auch die Einschätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung fällt nach zwei deutlich negativen Jahren aktuell mit 21,5 Punkten wieder positiv aus. „Der optimistische Wirtschaftsausblick hängt einerseits mit der Entspannung an der Zinsfront zusammen und andererseits mit den Fortschritten bei der Inflationsbekämpfung durch die Notenbanken“, wird Beat Seger, Immobilienexperte bei KPMG, dazu in der Mitteilung zitiert. Bei der Risikowahrnehmung haben schärfere Regulierungen die Zinsrisiken in den Hintergrund gedrängt.

    Steigende Preise erwarten die befragten Immobilienfachleute vor allem in den Regionen Zürich, Luzern/Zug und Genf. Für die Regionen Lugano und Basel gehen sie hingegen weiterhin von fallenden Preisen aus. Mehrheitlich sind die Befragten zudem der Meinung, dass die aktuellen politischen Vorstösse den Mangel an bezahlbarem Wohnraum eher verschärfen.

  • Binding Preis für Biodiversität 2025

    Binding Preis für Biodiversität 2025

    Im Zentrum des diesjährigen Preises stehen Projekte, die die positive Interaktion zwischen Mensch und Natur hervorgeheben. Die Qualität unserer Umgebung hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Studien zeigen, dass biodiverse Grünräume nicht nur zur Erholung beitragen, sondern auch das Wohlbefinden der Menschen fördern können.

    Die Jury freut sich besonders auf Projekte, die von Anfang an die Synergie zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit in ihrer Planung berücksichtigt haben. Hier setzt der Binding Preis an: Wir suchen Ideen, die nicht nur visionär sind, sondern auch konkret umsetzbare Lösungen bieten.

    Auszeichnung für herausragende Leistungen
    Bewerbungen werden in zwei Kategorien entgegengenommen. Einerseits mit dem Hauptpreis, der 100’000 Franken für grosse Projektperimeter und der Anerkennungspreis dotiert mit 25’000 Franken für mittelgrosse Projekte. Mit einem Gesamtpreisgeld von 125’000 Franken fördert die Sophie und Karl Binding Stiftung Projekte, die in der Lage sind, die Biodiversität im Siedlungsraum nachhaltig zu stärken und zu beleben.

    Einreichung und Fristen
    Reichen Sie Ihre Projekte noch heute unter www.preis-biodiversitaet.ch ein. Die Stiftung und die siebenköpfige Fachjury erwarten mit Spannung qualitativ hochwertige Vorschläge, die zur Nachahmung anregen und als Beispiele für den aktiven Schutz der Artenvielfalt im Siedlungsraum dienen.
    Der Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. Januar 2025. Detaillierte Informationen zur Teilnahme, zu den Kriterien sowie das Bewerbungsformular finden Sie auf der genannten Website.

    Ein Meilenstein im Naturschutz
    Die Sophie und Karl Binding Stiftung vergibt seit 2021 den mit 125’000 Franken dotierten Binding Preis für Biodiversität, der höchsten Auszeichnung für Naturschutzprojekte in der Schweiz. Jedes Jahr fokussiert sich der Preis auf ein spezifisches Thema und würdigt die herausragenden Bemühungen zur Förderung von Naturvielfalt im urbanen Raum.

    Nutzen Sie diese Gelegenheit, um einen Beitrag zur Verbesserung unserer Siedlungsräume zu leisten. Seien Sie Teil der Veränderung!

  • Bank gibt vorsichtige Entwarnung bei Immobilienblasen

    Bank gibt vorsichtige Entwarnung bei Immobilienblasen

    Die UBS hat ihre diesjährige Ausgabe des Global Real Estate Bubble Index vorgestellt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Blasenrisiko auf dem Markt von Wohnimmobilien im zweiten Jahr in Folge leicht rückläufig. Für seine Studie hat die Zürcher Grossbank die Immobiliensituation von 25 Grossstädten weltweit untersucht. Von allen Städten zeigt Miami an der Ostküste der USA das grösste Risiko. An zweiter Stelle rangiert die japanische Hauptstadt Tokio. Auch Zürich weist ein hohes Blasenrisiko auf, obwohl es hier im Vergleich zum Vorjahr zu einem signifikanten Rückgang gekommen ist, heisst es in der Mitteilung. In die Kategorie „erhöhtes Risiko“ fallen auch Genf, Los Angeles und Toronto. Zu den von moderaten Risiken betroffenen Standorten zählen unter anderem Amsterdam, Frankfurt/Main, München, Tel Aviv und Hongkong. Ein niedriges Risiko wird in London, Mailand, Paris und Stockholm sowie aussereuropäisch in New York, San Francisco und São Paolo erwartet.

    „Die realen Eigenheimpreise in vielen Städten haben die Talsohle durchschritten. Der wirtschaftliche Ausblick wird mehr als in den letzten Jahren die Dynamik der künftigen Preisentwicklung bestimmen“, wird Matthias Holzhey, Hauptautor der Studie bei UBS Global Wealth Management, in der Mitteilung zitiert.

  • Neues Büro in Zürich stärkt Freihandelszone

    Neues Büro in Zürich stärkt Freihandelszone

    IFZA wirbt künftig mit einem eigenen Büro in Zürich um Schweizer Firmen. Das Büro ist nach Mallorca und Frankfurt am Main das dritte ausserhalb von Dubai und wird zunächst bei seinem Partner Quadris Solutions seinen Sitz haben.

    IFZA gehört zu den am schnellsten wachsenden Freihandelszonen in Dubai. Inzwischen seien in ihr über 30‘000 Firmen angesiedelt, sagte Finanzchef Holger Schlechter bei der Eröffnung am 17. September in Zürich. Sie spezialisiert sich auf kleine, mittlere und mittelständische Unternehmen, aber auch Start-ups. Viele nutzen Dubai zur Anbahnung von Geschäften im Mittleren Osten, Indien und Afrika.

    Ein erheblicher Teil der Unternehmen kommt aus den deutschsprachigen Ländern. Entsprechend stammen viele der inzwischen 500 IFZA-Beschäftigten aus Europa. «Wir wollen unsere Kunden in ihrer eigenen Sprache ansprechen», sagte Diego Michel, bei IFZA für die Geschäftsentwicklung im DACH-Raum verantwortlich und selbst Schweizer. «Wir bieten ihnen eine Reihe von Lösungen auch nach der Gründung, etwa Vernetzung und Marktanalyse.» IFZA stützt sich dabei auf ein Netz von 1500 Partnern.

    Die Schweiz ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten schon jetzt sehr präsent. Michael Lane, Präsident des Swiss Business Council in Dubai, verwies auf die fast 4000 Schweizerinnen und Schweizer im Land. Die Schweiz verfüge dank der EFTA und im Gegensatz zur EU über ein Freihandelsabkommen mit den Golfstaaten und sei die viertgrösste Investorin in den Emiraten.

    Auch Hissa Abdulla Ahmed Al-Otaiba, Botschafterin der Emirate in der Schweiz, warb um ansiedlungswillige Unternehmen. «Die Freihandelszonen sind Motoren des Wachstums», sagte sie in ihrer Rede. «Sie sind Orte, in denen Ideen entstehen und Geschäfte gedeihen.»

  • Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Die sitEX Properties Holding AG hat im ersten Halbjahr einen Bruttoumsatz von 10,86 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Schwyzer Immobilienentwicklungsfirma in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Bruttoumsatz auf 32,70 Millionen Franken. Der Reingewinn nach Steuern ging im selben Zeitraum von 7,34 Millionen auf 1,51 Millionen Franken zurück.

    «In den letzten zehn Jahren hatte sitEX das Glück, ausnahmslos profitable Halbjahres- und Jahresergebnisse zu erzielen», wird CEO Beat Kähli in der Mitteilung zitiert. Derzeit befinde sich das auf Immobilien in der Schweiz und den USA spezialisierte Unternehmen aber «in einer Investitionsphase, weshalb im Vergleich zu den Vorjahren nur geringe Gewinne erzielt werden konnten». Nach Angaben von Kähli verfügt sitEX aktuell über eine Entwicklungspipeline im Umfang von mehr als 5 Milliarden Franken. Damit sei «die Grundlage für künftige nachhaltige Gewinne gesichert», so der Unternehmenschef.

    In den vergangenen Jahren hatte sitEX von den erzielten Gewinnen rund 60 Millionen Franken an die Anteilshaltenden ausgeschüttet. In diesem und im nächsten Jahr will sich das Unternehmen dagegen auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und Investitionen konzentrieren, erläutert sitEX-Verwaltungsratspräsident Christoph Stutz.

  • Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Der Nationalrat hat am Mittwoch eine Vorlage einstimmig gutgeheissen, die 277,8 Millionen Franken für verschiedene Sanierungs- und Umbauprojekte an zivilen Bundesbauten vorsieht. Besonders priorisiert werden Projekte, die vertragliche Verpflichtungen erfüllen, bauliche Schäden verhindern oder langfristig wirtschaftliche Entlastungen bringen.

    Sammlungszentrum und Jubiläumshalle
    Der grösste Anteil der Mittel – 92,4 Millionen Franken – ist für die Erweiterung des Sammlungszentrums in Affoltern am Albis vorgesehen. Zudem sollen 15,4 Millionen Franken in die Sanierung der Jubiläumshalle im Sportzentrum Magglingen fliessen, die sich auf das Kunstturnen spezialisiert hat.

    Weitere Bauprojekte im Fokus
    170 Millionen Franken sind für kleinere Bauprojekte unter 10 Millionen Franken reserviert. Diese Mittel können flexibel für dringende Immobilienvorhaben oder unvorhergesehene Liegenschaftskäufe genutzt werden.

    Die Immobilienbotschaft 2024 priorisiert gezielt zivile Bauprojekte, die sowohl wirtschaftliche Vorteile als auch langfristige bauliche Stabilität bringen sollen. Der nächste Schritt ist die Entscheidung des Ständerats über die Bewilligung der Kredite.

  • Transformation im Fokus EXPO REAL 2024

    Transformation im Fokus EXPO REAL 2024

    Auch in diesem Jahr hat die EXPO REAL eine Stimmungsabfrage unter ihren Teilnehmern durchgeführt. Von den 516 befragten Ausstellern und Besuchern halten 91 Prozent die Digitalisierung für ein sehr wichtiges oder wichtiges Thema, gefolgt von der Zinspolitik und energiewirtschaftlichen Lösungen für Quartiere. Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, betont: «Die EXPO REAL 2024 widmet sich nicht nur im Konferenzprogramm, sondern auch im neuen Ausstellungsbereich ‚Transform & Beyond‘ den wichtigen Themen der Zukunft.»

    Veränderte Nutzungsarten und Investoreninteressen
    Die Umfrage zeigt auch, dass neue Nutzungsarten an Bedeutung gewinnen. An erster Stelle steht für 70 Prozent der Befragten der Wohnbereich, gefolgt von Pflegeimmobilien und Datenzentren, die stark an Relevanz zugenommen haben. Auch das Interesse an zukunftsrelevanten Investoren wie Pensionsfonds und Family Offices bleibt hoch.

    Bezahlbarer Wohnraum im Fokus
    Ein weiteres zentrales Thema ist die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. 95 Prozent der Befragten sehen das Bauen im Bestand als entscheidenden Faktor, dicht gefolgt von den Kosten für Grund und Boden sowie dem seriellen Bauen. Diese Themen stehen auch auf der diesjährigen EXPO REAL im Mittelpunkt, mit einer speziellen Sonderschau und Praxisbeispielen.

    Europa bleibt attraktiv
    Global gesehen bleibt Europa mit 81 Prozent der Stimmen ein zentraler Markt für Immobilieninvestitionen. Westeuropa und die D-A-CH-Region gelten als besonders wichtige Zukunftsmärkte. Auch die USA und der Asien-Pazifik-Raum bieten weiterhin Potenzial.

    Die Umfrage zur EXPO REAL 2024 verdeutlicht, dass die Transformation des Immobilienbestands und die Digitalisierung wesentliche Faktoren für die Zukunft der Branche sind. Mit vielfältigen Diskussionen und neuen Ausstellungsformaten stellt sich die EXPO REAL vom 7.-9. Oktober den drängenden Herausforderungen und bietet Raum für Austausch und Lösungsansätze.

  • Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Die Cham Group und Ina Invest, eine an der SIX Swiss Exchange notierte Immobiliengesellschaft, haben eine Absichtserklärung für eine Fusion unterzeichnet. Diese soll als „Merger of Equals“ bis 2025 vollzogen werden. Die Fusion würde eine neue, starke Kraft im Immobiliensektor schaffen, die zu den Spitzenreitern der Branche zählt.

    Ein erstklassiges Portfolio an Schlüsselstandorten
    Das kombinierte Portfolio der beiden Unternehmen umfasst hochwertige Liegenschaften und Entwicklungsprojekte in den wirtschaftlich stärksten Regionen der Schweiz, darunter Basel, Cham, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich. Besonders beeindruckend: Der Wohnanteil wird nach Fertigstellung über 50 % betragen, was den Fokus auf nachhaltiges und zukunftsweisendes Wohnen in urbanen Ballungsräumen unterstreicht.

    Nachhaltigkeit und Synergien als Erfolgsfaktoren
    Beide Gesellschaften legen höchsten Wert auf Nachhaltigkeit und planen, diese Standards bei der Entwicklung und Bewirtschaftung der Liegenschaften konsequent umzusetzen. Der Zusammenschluss bringt nicht nur ein grösseres Portfolio, sondern auch klare Vorteile: Skaleneffekte, mehr Flexibilität in der Projektrealisierung und verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten.

    Aktuell befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird im Frühjahr 2025 auf den Generalversammlungen der beiden Unternehmen über die Fusion abgestimmt. Ein Zusammenschluss würde die Kräfte im Schweizer Immobilienmarkt neu ordnen und Chancen für eine nachhaltige Zukunft schaffen.

  • Parlament verlängert Frist zur Meldung von Baumängeln

    Parlament verlängert Frist zur Meldung von Baumängeln

    Die Anpassung des Kauf- und Werkvertragsrechts zielt darauf ab, die rechtliche Position von Hauskäufern und Bauherren zu stärken. Die bisherige Praxis, Baumängel sofort nach deren Entdeckung zu melden, führte oft zu Unsicherheiten und Rechtsstreitigkeiten. Der Bundesrat legte daher einen Kompromissvorschlag vor, der von beiden Kammern unterstützt wurde, eine Rügefrist von sechzig Tagen für Werk- und Grundstückkaufverträge.

    Debatte um Rügefristen und Verjährung
    Der Nationalrat hatte ursprünglich vorgeschlagen, auf die Rügefristen gänzlich zu verzichten und stattdessen eine verlängerte Verjährungsfrist von zehn Jahren einzuführen. Diese Lösung fand jedoch im Ständerat keinen Zuspruch. Die Sorge bestand darin, dass eine völlige Abschaffung der Rügefristen zu erheblicher Rechtsunsicherheit und praktischen Problemen bei der Beweisführung führen würde.

    Letztlich einigte sich das Parlament darauf, die Rügefrist bei sechzig Tagen zu belassen und die Verjährungsfrist von fünf Jahren nicht zu verlängern. Ein ausgewogenes Modell, das sowohl Rechtssicherheit als auch den Schutz der Bauherrschaften gewährleistet.

    Besserer Schutz für Käufer und Bauherren
    Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist der Schutz von Immobilienkäufern und Bauherren vor Haftungsklauseln, die bisher oft zu deren Nachteil ausgelegt wurden. In vielen Verträgen wurde die Haftung für Baumängel auf Subunternehmer abgewälzt, was private Bauherren in die schwierige Lage brachte, ihre Ansprüche direkt gegen die Subunternehmer durchsetzen zu müssen. Mit der neuen Regelung darf das Nachbesserungsrecht künftig nicht mehr vertraglich ausgeschlossen werden, was einen erheblichen Vorteil für private Bauprojekte darstellt.

    Verstärkter Schutz bei unbezahlten Rechnungen
    Besonders brisant ist auch das Thema der doppelten Zahlungsverpflichtungen für Bauherrschaften. Wenn Generalunternehmer Zahlungen nicht an ihre Subunternehmer weiterleiten, riskieren Bauherren, dass diese ihr Bauhandwerkerpfandrecht geltend machen. Das Parlament entschied, dass Bauherrschaften das Pfandrecht nun durch eine Bankgarantie abwenden können. Die Verzugszinsen müssen dabei allerdings nur noch für einen Zeitraum von zehn Jahren gedeckt werden – eine erhebliche Erleichterung für Bauprojekte.

    Die Reform des Kauf- und Werkvertragsrechts stellt einen wichtigen Schritt für mehr Rechtssicherheit und Schutz im Bauwesen dar. Die Verlängerung der Fristen zur Mängelrüge und die Stärkung der Position von Bauherren und Käufern schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Interessen der Bauwirtschaft und den Bedürfnissen privater Bauherren. Die Vorlage kehrt nun zur endgültigen Bereinigung an den Ständerat zurück.

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur hat laut einer Medienmitteilung hat an zwei Firmen insgesamt 55’000 Franken an Fördergeldern vergeben. Bereits seit 2007 fördert dieser Fonds im Sinne der Energie- und Klimapolitik der Stadt Winterthur regionale und lokale Projekte zur CO2-Reduktion sowie rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

    Die Roto Re-Use aus Winterthur erhält 35’000 Franken. Das in Gründung befindliche Unternehmen versteht sich als schweizweites Kompetenzzentrum für eine kreislaufgerechte Bauwirtschaft. Es entwickelt Workshops, in denen gezeigt wird, wie Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie konkret umgesetzt werden kann. Direkt auf der Baustelle sollen Fachpersonen lernen, wie Bauteile demontiert und wiederverwendet werden können und wie die Wiederverwendung geplant werden muss.

    Gerade die Bauindustrie weise ein hohes Potenzial für CO2-Einsparungen auf, so der Klimafonds und zitiert den Bericht Umwelt Schweiz 2022, wonach das Bauen für mehr als 80 Prozent des Abfalls verantwortlich ist. Zudem verursachen Baumaterialien rund 10 Prozent der Schweizer Treibhausgas-Emissionen.

    Die Firma Trinovent aus Oberengstringen erhält 20’000 Franken aus dem Klimafonds. Sie entwickelt eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Trinovent eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Dabei kombiniert das Unternehmen die bewährten Technologien der Luft- oder Wasser-Wärmepumpe mit der des Eisspeichers. Das Förderprojekt soll helfen, in Winterthur Kundschaft für das neue Heizsystem zu finden und den Prototyp in Richtung Serienmodell weiterzuentwickeln.

  • Steuern über dem nationalen Durchschnitt

    Steuern über dem nationalen Durchschnitt

    Der Steuerbelastungsmonitor 2024 bestätigt es erneut, der Kanton Zürich ist bei den Unternehmenssteuern ein Hochsteuerkanton. Nur der Kanton Bern besteuert Firmengewinne noch stärker. Dies macht Zürich weniger attraktiv für Unternehmen, insbesondere im Vergleich zu tiefer besteuerten Nachbarkantonen wie Schwyz und Zug, die zudem von ihrer geografischen Nähe zu Zürich profitieren.

    Attraktive Steuerpolitik
    Im Gegensatz zu den Unternehmenssteuern schneidet der Kanton Zürich bei den Einkommen- und Vermögenssteuern für Privatpersonen deutlich besser ab. Mittlere Einkommen zwischen 60’000 und 200’000 Franken werden im kantonalen und kommunalen Vergleich moderat besteuert. Zürichs Gemeinden belegen in dieser Kategorie vordere Plätze. Besonders mittlere Einkommen von Ehepaaren und Familien profitieren von der Steuerstruktur.

    Rund ein Drittel der Zürcher Gemeinden senkte zuletzt den Steuerfuss. Dennoch verlor der Kanton im nationalen Vergleich einen Rang und liegt nun auf Platz 13. Die Vermögenssteuern leiben stabil und rangieren auf Platz 10 im nationalen Vergleich – unter dem Schweizer Mittel.

    Zürich verliert seit 2006 an steuerlicher Attraktivität für Unternehmen
    Seit 2006 hat der Kanton Zürich zwölf Plätze in der Rangliste der Unternehmenssteuerbelastung eingebüsst. Während andere Kantone die Steuern für juristische Personen teils markant gesenkt haben, blieb Zürich relativ starr. Dies führte dazu, dass die Konkurrenzstandorte Basel-Stadt und Genf, die traditionell für internationale Unternehmen attraktiv sind, nun deutlich tiefere Steuerbelastungen aufweisen. Besonders kritisch für Zürich ist auch der direkte Vergleich mit den Kantonen Schwyz und Zug, die im Gegensatz zu Zürich stark von ihrer Nähe zur Wirtschaftsmetropole profitieren, ohne deren Steuerlast zu tragen.

    Zürich bleibt international attraktiv
    Im internationalen Vergleich sieht die Lage anders aus. Trotz der hohen Steuerlast im nationalen Rahmen, bleibt Zürich im globalen Wettbewerb um die Unternehmensansiedlung konkurrenzfähig. Länder wie die USA und viele westeuropäische Staaten (mit Ausnahme Irlands) belasten ihre Unternehmen weitaus stärker. Diese Wettbewerbsfähigkeit konnte die Schweiz auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen wahren, obwohl viele OECD-Länder ihren Steuerdruck in den vergangenen Jahren erhöht haben.

  • Sinkende Strompreise 2025

    Sinkende Strompreise 2025

    Die Eidgenössische Elektrizitätskommission hat ihre Berechnungen für die Stromtarife 2025 veröffentlicht. Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4.500 kWh wird im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde zahlen, was einer Reduktion von 3.14 Rp./kWh im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Preissenkung führt zu einer jährlichen Ersparnis von 141 Franken und senkt die Stromrechnung auf insgesamt 1.305 Franken.

    Die Reduktionen betreffen sowohl die Netzkosten als auch die Energietarife. Während die Netzkosten für einen typischen Haushalt um 4 Prozent von 12.71 Rp./kWh auf 12.18 Rp./kWh sinken, fallen die Energietarife um 12 Prozent auf 13.7 Rp./kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an die Gemeinwesen (1 Rp./kWh) sowie der Netzzuschlag (2.3 Rp./kWh). Für kleine und mittlere Unternehmen zeichnen sich ähnliche Entlastungen ab.

    Schwankende Preise je nach Netzbetreiber
    Die Stromtarife variieren je nach Netzbetreiber stark. Dies liegt hauptsächlich an Unterschieden in der Eigenproduktion und den Beschaffungsstrategien. Einige Netzbetreiber, die stärker auf langfristige Beschaffung setzen, können kurzfristige Preisschwankungen besser ausgleichen, tragen aber über längere Zeit höhere Kosten. Die Unterschiede in den Energiebeschaffungsstrategien führen zu erheblichen Preisunterschieden zwischen den Regionen.

    Gründe für die Preissenkungen
    Die stabileren Stromgrosshandelspreise sind einer der Hauptgründe für die Entspannung der Tarife. Nach den erheblichen Preissteigerungen in den Jahren 2023 und 2024 notieren die Großhandelspreise derzeit bei etwa 90 EUR/MWh, was einen Rückgang gegenüber den 150 EUR/MWh des Vorjahres darstellt. Diese Marktentspannung wird sich nun schrittweise auf die Energietarife auswirken.

    Ein weiterer Faktor ist die Reduktion der Kosten für die Winterreserve. Während diese im Jahr 2024 noch bei 1.2 Rp./kWh lagen, sinken sie 2025 auf 0.23 Rp./kWh. Die Kapitalverzinsung für das Netz, der sogenannte WACC, ist ebenfalls leicht gesunken, was sich ebenfalls kostensenkend auswirkt.

    Beschaffungsstrategien und Eigenproduktion als Schlüssel
    Die Tarife in der Grundversorgung werden stark durch das Produktions- und Beschaffungsportfolio der Energieversorger beeinflusst. Eigenproduktion und der Zeitpunkt der Strombeschaffung sind dabei entscheidende Faktoren. Netzbetreiber, die ihre Beschaffungsstrategien über längere Zeiträume streuen, können Preisschwankungen am Grosshandelsmarkt besser abfedern. Die Höhe der Eigenproduktion beeinflusst dabei ebenfalls die Gestehungskosten, die teilweise unter den Marktpreisen lagen.

    Die Netzkosten bleiben jedoch aufgrund der hohen Marktpreise weiterhin relativ hoch, da sie auch von strompreisabhängigen Komponenten wie Wirkverlusten und Systemdienstleistungen (SDL) betroffen sind. Swissgrid stellt diese SDL für die kurzfristige Stabilität des Systems bereit und gibt die Kosten an die Netzbetreiber weiter, die diese wiederum den Endverbrauchern in Rechnung stellen.

    Transparenz für Verbraucher
    Die ElCom hat die Stromtarife 2025 für alle Gemeinden und Netzbetreiber veröffentlicht. Diese sind ab sofort auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch einsehbar und bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Tarife zu vergleichen und sich über die Entwicklung der Strompreise zu informieren.

  • Expertengruppe ignoriert Volksentscheid und Verfassungsauftrag

    Expertengruppe ignoriert Volksentscheid und Verfassungsauftrag

    Um den Bundeshaushalt zu entlasten, hat eine vom Bundesrat beauftragte Expertengruppe eine Reihe von Sparmassnahmen geprüft. Ein besonders umstrittener Punkt, die Streichung weiterer Einlagen in den Fonds de Roulement. Dieser Fonds bietet gemeinnützigen Wohnbauträgern zinsgünstige Darlehen zur Schaffung und Erneuerung von Wohnraum, und spielt somit eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Wohnraumknappheit in der Schweiz.

    Dieser Vorschlag steht in direktem Widerspruch zu dem 2020 getroffenen Volksentscheid, bei dem sich die Schweizer Bevölkerung für einen Rahmenkredit von 250 Millionen Franken bis 2029 ausgesprochen hatte, um den Fonds zu stärken. Der Vorschlag, nun bei der Wohnraumförderung zu sparen, hat eine Welle der Empörung ausgelöst.

    Missachtung des Volksentscheids und der Wohnungsnot
    Für Eva Herzog, Ständerätin und Präsidentin des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz, ist dieser Sparvorschlag schlichtweg inakzeptabel: «Dieser Vorschlag missachtet die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt und den Aktionsplan Wohnungsknappheit, der die Stärkung der Wohnraumförderung vorsieht. Und er widerspricht einem klaren Volksentscheid.» Tatsächlich hatte die Bevölkerung die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» abgelehnt, jedoch den indirekten Gegenvorschlag unterstützt, der den Fonds de Roulement als zentrales Instrument zur Förderung bezahlbaren Wohnraums stärkte.

    Sollte der Bund den Vorschlag der Expertengruppe umsetzen, so würde er sich in den Augen vieler Kritiker gegen den Willen des Volkes stellen. «Das wäre ein Bruch der Abmachung und ein Verstoss gegen Treu und Glauben», warnt Herzog.

    Der Verfassungsauftrag zur Wohnraumförderung
    Neben der Missachtung des Volksentscheids stösst der Sparvorschlag auch auf verfassungsrechtliche Bedenken. Artikel 108 der Bundesverfassung verpflichtet den Bund dazu, den gemeinnützigen Wohnungsbau aktiv zu fördern. Die Expertengruppe argumentiert jedoch, dass diese Förderung primär von Kantonen und Städten übernommen werden sollte. Ein Standpunkt, der von vielen als unvereinbar mit der aktuellen Wohnungsnot in zahlreichen Schweizer Städten angesehen wird.

    «Der Bund kann sich hier nicht aus der Verantwortung ziehen – schon gar nicht in der aktuellen Situation, wo vielerorts akute Wohnungsnot herrscht», betont Eva Herzog. Die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus sei eine nationale Aufgabe, die nicht allein auf die Schultern der Kantone abgewälzt werden dürfe.

    Wachsende Wohnraumknappheit und die Rolle des Fonds de Roulement
    Die Wohnraumknappheit in der Schweiz ist zu einem der drängendsten Probleme der letzten Jahre geworden. Besonders in den urbanen Zentren nimmt der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig zu. Der Fonds de Roulement bietet dabei eine wichtige Unterstützung, um der Knappheit entgegenzuwirken. Er ermöglicht es gemeinnützigen Wohnbauträgern, durch zinsgünstige Darlehen neuen Wohnraum zu schaffen, bestehende Bauten zu erneuern und Land zu erwerben.

    «Das Streichen dieser Unterstützung würde nicht nur den Bau neuer Wohnungen verzögern, sondern auch die Erneuerung bestehender Bausubstanz gefährden», warnt Herzog. Der Fonds sei ein unverzichtbares Instrument zur Sicherstellung eines sozialverträglichen und nachhaltigen Wohnungsbaus, der dringend benötigt werde.

    Kritik an den vorgeschlagenen Einsparungen
    Die vorgeschlagenen Einsparungen stossen in vielen Teilen der Gesellschaft auf Ablehnung. Wohnbaugenossenschaften und andere gemeinnützige Wohnbauträger warnen vor den langfristigen Folgen, die ein solcher Sparvorschlag mit sich bringen würde. Der Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz fordert daher den Bundesrat auf, die Sparmassnahme in der Wohnraumförderung nicht umzusetzen.

    «Es ist entscheidend, dass der Bund seine Verantwortung anerkennt und die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus nicht den Kantonen und Städten alleine überlässt», so Herzog weiter. Die Verabschiedung des Sparvorschlags würde die ohnehin schon angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärfen und insbesondere jene treffen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.

    Ein umstrittener Sparvorschlag mit weitreichenden Konsequenzen
    Der Vorschlag der Expertengruppe, bei der Wohnraumförderung zu sparen, sorgt für kontroverse Diskussionen. Er widerspricht nicht nur dem Volksentscheid von 2020, sondern auch dem verfassungsmässigen Auftrag des Bundes zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. In einer Zeit zunehmender Wohnraumknappheit wäre es ein riskantes Signal, die Unterstützung für bezahlbaren Wohnraum zu kürzen. Die Kritik an diesem Vorschlag ist laut – und die Forderung, den Sparvorschlag nicht umzusetzen, wächst.