Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Modernisierung und Gebäudemobilität: Warum wir auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen müssen

    Modernisierung und Gebäudemobilität: Warum wir auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen müssen

    Besonders deutlich zeigt sich das bei alternden Aufzügen und Rolltreppen. Weltweit sind davon rund 10 Millionen solcher Anlagen in Betrieb, die meisten in dicht besiedelten Stadtzentren. Sie sind anfälliger für Störungen und Sicherheitsrisiken. Oft schränken alternde Aufzüge auch Menschen mit Behinderungen in ihrer Bewegungsfreiheit ein, zum Beispiel durch umständlich zu öffnende Drehtüren.

    Modernisierung ist nicht nur eine Frage der Sicherheit oder des Komforts. Sie ist auch eines der wirksamsten Instrumente zur Emissionsreduzierung. Das Bauwesen ist bereits für etwa 40 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich – eine Zahl, die sich innerhalb von 25 Jahren verdoppeln könnte, wenn nichts unternommen wird. Die Europäische Kommission schätzt, dass 85 bis 95 % der Gebäude, die im Jahr 2050 existieren werden, bereits heute stehen. Ein Ersatz dieser Gebäude ist keine Option. Der Schlüssel zur CO₂-Reduktion ist daher nicht der Neubau, sondern das Nachrüsten der älteren, aber noch funktionierenden Systeme.

    Für alle, die ihre Gebäude und Städte lebendig erhalten wollen, ist Modernisierung eine notwendige Investition in Resilienz, Nachhaltigkeit und allgemeines Wohlbefinden. Vernetzte, datengesteuerte Systeme können heute Verschleiss erkennen, Wartungsbedarf vorhersagen und die Lebensdauer von Anlagen verlängern – und machen Städte damit nicht nur sicherer, sondern auch smarter und ökologischer.

    Für viele Gebäudeeigentümer ist die Modernisierung nach wie vor eine Herausforderung. Hohe Investitionskosten, lange Ausfallzeiten und die Unsicherheit darüber, wo man anfangen soll, sind häufige Bedenken. Oft bietet sich eine partielle Modernisierung als vernünftiger Mittelweg an. Sie kombiniert die Vorteile neuer Technologien mit der Weiterverwendung intakter Komponenten und reduziert so Kosten und Betriebsunterbrechungen erheblich – ohne den Aufwand und die Stillstandszeiten einer vollständigen Erneuerung in Kauf nehmen zu müssen. Im Aufzugsbereich lassen sich dadurch bis zu 90 Prozent CO₂ gegenüber einem Komplettaustausch einsparen.

    Unsere Städte lassen sich nicht neu zeichnen, aber sie lassen sich weiterentwickeln. Wenn wir die Mobilitätssysteme modernisieren, die täglich Millionen von Menschen befördern, schaffen wir städtische Umgebungen, die sicherer, integrativer und klimafreundlicher sind – und bereit für die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte.

  • Nachhaltige Gewerbeimmobilien im Fokus institutioneller Anleger

    Nachhaltige Gewerbeimmobilien im Fokus institutioneller Anleger

    Swiss Life Asset Managers möchte den Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Diversified Commercial Switzerland lancieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der börsenkotierte Fonds soll mit Core- und Core-Plus Liegenschaften in überdurchschnittlichen Mikrolagen grosser Schweizer Städte und Metropolregionen starten.

    Die Immobilien werden vom Fonds in direktem Grundbesitz gehalten, was Anlegern mit Schweizer Steuerdomizil eine Steuerbefreiung bei der jährlichen Ausschüttung und dem im Fonds investierten Vermögen verspricht. Der Fonds soll so eine hohe Ertragsstabilität bieten, heisst es in der Mitteilung. Dem Portfolio des geplanten Fonds liege ausserdem eine integrierte ESG-Strategie (Environment, Social, Governance) zugrunde, die über die gesamte Haltedauer hinweg nachhaltige Praktiken bei den enthaltenen Liegenschaften fördert.

    „Unser Ziel ist es, im aktuellen Marktumfeld einen neuen, renditestarken Immobilienfonds mit stabil vermieteten Liegenschaften an guten Standorten zu lancieren – mit disziplinierter Selektion, konservativen Annahmen und umfassender Prüfung der entscheidenden Risiken“, wird Paolo Di Stefano zitiert, Head Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers. „Die geplante Erstemission zum Nettoinventarwert (zuzüglich Ausgabekommission) bietet Investoren einen attraktiven Einstieg, um sich an einem signifikanten, etablierten Bestandsportfolio zu beteiligen, das bereits unseren hohen Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht“.

    Das Projekt befindet sich zurzeit im Genehmigungsverfahren der Eidgenössischen Finanzaufsicht (FINMA). Die Lancierung des Fonds zum Nettoinventarwert ist auf den 1. April 2026 geplant.

  • Innenraumgestaltung verbindet Design und Technologie

    Innenraumgestaltung verbindet Design und Technologie

    Die Christinger AG aus Brugg hat die SV Group AG aus Dübendorf bei der Innengestaltung ihres neuen Hotels in Zürich unterstützt. Beim Moxy Zürich handelt es sich um ein Haus mit 162 Gästezimmern, welches sich neben dem Letzigrund-Stadion befindet. Laut einer Mitteilung übernahm Christinger bei dem Projekt mit grossflächigen Bildern, Schriften und diversen Signaletikelementen einen Teil der Innengestaltung. Für viele Elemente der Bildgestaltung verwendete das Christinger-Team KI (Künstliche Intelligenz)-Instrumente.

    Das Moxy befindet sich an der Badenerstrasse 537 und wurde Ende 2025 eröffnet. Laut einer Mitteilung der SV Group vereint das Hotel trendbewusstes Design mit energiegeladener Gastfreundschaft und urbanem Lifestyle.

    „Moxy steht für unkomplizierte Gastfreundschaft, modernes Design und eine gute Portion Lebensfreude“, wird Marco Meier, Managing Director SV Hotel, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem neuen Moxy Zürich schaffen wir einen Ort, der Menschen zusammenbringt, ganz gleich, ob sie geschäftlich oder privat unterwegs sind.“

  • Regionale Stärke gleicht Schwäche im asiatischen Markt aus

    Regionale Stärke gleicht Schwäche im asiatischen Markt aus

    Sika vermeldet seine vorläufigen Jahresergebnisse für 2025. Das Unternehmen rechnet für 2025 laut einer Mitteilung mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Franken, was einem Umsatzwachstum von 0,6 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Der Umsatz in Franken ging dabei um 4,8 Prozent zurück, der Fremdwährungseffekt beträgt 5,4 Prozent.

    Das organische Wachstum belief sich auf -0,4 Prozent. Besonders stark entwickelten sich die Geschäfte im Nahen Osten und in Afrika mit zweistelligen Zuwächsen. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) wuchs der Umsatz insgesamt um 2,2 Prozent. Auch in der Region Americas legte Sika um 2,2 Prozent zu, trotz eines belastenden sogenannten Shutdowns der Regierung in den USA im vierten Quartal. In der Region Asien/Pazifik sank der Umsatz hingegen um 5,2 Prozent, vor allem wegen eines zweistelligen Rückgangs im chinesischen Baugeschäft. Ohne China verzeichnete die Region ein positives Wachstum.

    „Trotz herausfordernder makroökonomischer Bedingungen haben wir im Jahr 2025 ein moderates Wachstum erzielt und unsere Marktposition weiter gestärkt“, wird CEO Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen starte das neue Jahr „mit einer schlankeren Kostenstruktur und einer klaren Investitions-Roadmap zur Beschleunigung von Innovation und Digitalisierung“.

    Zentral für die kommenden Jahre ist das Effizienz- und Investitionsprogramm Fast Forward, mit dem Sika Produktionsnetzwerke und Organisationsstrukturen optimiert. Für 2025 erwartet das Unternehmen – trotz einmaliger Programmkosten von rund 90 Millionen Franken – eine EBITDA-Marge von leicht über 19 Prozent.

    An der Generalversammlung vom 24. März 2026 sollen Barbara Frei und Lukas Gähwiler neu in den Verwaltungsrat gewählt werden.

  • Langfristiger Liefervertrag stärkt globale Windenergieindustrie

    Langfristiger Liefervertrag stärkt globale Windenergieindustrie

    Die Gurit Holding AG hat einen langfristigen Liefervertrag mit einem der „weltweit führenden Hersteller von Windkraftturbinen“ abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Abkommen hat eine Laufzeit von fünf Jahren und steigert Gurits Nettoumsatz laut Prognosen um rund 250 Millionen Franken, abhängig von der Nachfragesituation des Kunden.

    Der Auftrag sieht anhaltende Lieferungen von Basismaterial mit Gurit OptiCore-Technologie vor und umfasst Volumenverpflichtungen für Plattformen auf Land und auf See in mehreren Regionen weltweit. Die Vereinbarung stärkt laut der Mitteilung die weltweite Führungsposition von Gurit bei technischen Kernlösungen für die Windenergie und treibt zugleich die Ziele des Kunden hinsichtlich der Gewichtsreduzierung seiner Rotorblätter weiter voran. So erreiche der Kunde eine verbesserte Fertigungseffizienz und reduzierte Gesamtbetriebskosten.

    „Dieser bedeutende neue Langzeitvertrag unterstreicht unsere starke globale Marktposition und die dauerhafte Partnerschaft, die wir mit strategischen Kunden aufgebaut haben“, wird Tobias Lühring zitiert, CEO der Gurit Group. „Er spiegelt das Vertrauen in die innovativen Lösungen von Gurit und unsere Fähigkeit wider, langfristig Mehrwert zu schaffen. Mit unserer globalen Präsenz bedienen wir Kunden in allen wichtigen Märkten und optimieren gleichzeitig unsere Kapazitäten und Effizienz. Wir sind stolz darauf, die erneuerbare Energiebranche zu unterstützen und zu ihrem weiteren Wachstum beizutragen.“

    Die Gurit Holding AG mit Sitz in Wattwil ist auf die Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsverbundwerkstoffen, Werkzeuglösungen und Core-Kitting-Services (massgeschneiderte Materialvorbereitung) spezialisiert. Das Produktportfolio umfasst strukturelle Kernmaterialien, Profile, Prepregs (Halbzeug), Harze, Klebstoffe sowie Engineering-Dienstleistungen.

  • Preise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum steigen weiter

    Preise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum steigen weiter

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind im vierten Quartal 2025 weiter gestiegen, heisst es in einer Mitteilung der Raiffeisen zu ihrem neuen Transaktionspreisindex. Preise für Einfamilienhäuser sind im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen, Stockwerkeigentum kostet 1,2 Prozent mehr. Verglichen mit dem vierten Quartal 2024 kosteten Einfamilienhäuser damit Ende 2025 insgesamt 5,7 Prozent und Stockwerkeigentum 3,8 Prozent mehr.

    Verglichen zum Vorjahr verzeichneten Einfamilienhäuser in den Regionen Bern (+8 Prozent) und der Ostschweiz (+6,9 Prozent) den höchsten Preisanstieg, in der Nordwestschweiz hielten sich die Preise etwas stabiler (+3,0 Prozent). Stockwerkeigentum wurde besonders in der Innerschweiz (+6,7 Prozent) und der Ostschweiz (+4,3 Prozent) teuer, während Preise in der Region Bern nur knapp anstiegen (+0,8 Prozent) und am Genfersee sogar sanken (-0,5 Prozent).

    Gegliedert nach Gemeindetypen verzeichneten Zentren (+5,4 Prozent) und touristische Gemeinden (+5,3 Prozent) bei Einfamilienhäusern den höchsten Preiszuwachs, in den urbanen Zentren stiegen Preise mit +4,5 Prozent durchschnittlich am wenigsten. Bei Stockwerkeigentum legten besonders touristische Gemeinden mit +4,6 Prozent deutlich zu, die niedrigste Preisdynamik verzeichneten Zentren mit einem durchschnittlichem Preiswachstum von 1,2 Prozent.

    „Im Unterschied zum Mietwohnungsmarkt, wo sich das Mietpreiswachstum aufgrund der rückläufigen Zuwanderung zuletzt etwas beruhigt hat, bleibt die Preisdynamik im Eigenheimmarkt, der stärker von der inländischen Nachfrage geprägt ist, ungebrochen hoch“, wird Fredy Hasenmaile zitiert, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

  • Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Die Swiss Renewables AG mit Sitz in Zug und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein wollen näher zusammenrücken. Die beiden Erzeuger erneuerbarer Energien prüfen laut einer Mitteilung die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit. Sie wollen damit Synergien nutzen und das Potenzial für den weiteren Ausbau der Erzeugung erneuerbaren Stroms besser erschliessen.

    Beide Unternehmen sind Töchter Schweizer Stadt- und Regionalwerke. Aventron wurde 2005 durch die damalige Elektra Birseck Münchenstein gegründet, die heutige Primeo Energie. 2010 beteiligte sich Energie Wasser Bern (ewb) und 2013 die Stadt Winterthur über ihr Stadtwerk am Unternehmen. Zusammen verfügen sie heute über 63,3 Prozent des Unternehmens. Aventron ist in der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Norwegen an Wasser-, Wind- und Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 826 Megawatt beteiligt.

    Die 2011 gegründete Swisspower Renewables ist eine Tochtergesellschaft von Swisspower. An ihr sind elf  Mitglieder von Swisspower, darunter auch ewb und das Stadtwerk Winterthur, sowie der UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland 2 als strategischer Finanzinvestor beteiligt. Swisspower ist ein Zusammenschluss von 20 Stadtwerken. Swisspower Renewables verfügt über Wasser-, Wind- und Solaranlagen in Deutschland und Italien mit einer installierten Leistung von 311 Megawatt.

  • Ausbau der Building Solutions durch Zukauf in Westeuropa

    Ausbau der Building Solutions durch Zukauf in Westeuropa

    Der Zuger Baustoffhersteller Holcim hat Alkern, einen französischen Hersteller von Betonfertigteilen aus Harnes, übernommen. Ziel der Übernahme ist es, die sogenannten NextGen Growth 2030-Ziele von Holcim voranzutreiben, wonach der Bereich Building Solutions bis 2030 insgesamt 50 Prozent des Nettoumsatzes ausmachen soll.

    Alkern, das mit mehr als 1000 Mitarbeitenden und 50 Werken in Frankreich und Belgien zuletzt einen Jahresnettoumsatz von 250 Millionen Euro erzielte, bietet neben Betonfertigteilen auch Lösungen für die bebaute Umwelt. Die Übernahme ergänzt Holcims Portfolio so neben Betonfertigteilen auch um Wand-, Boden- und Wassermanagementsysteme.

    „Sowohl Alkerns führende Position bei Betonfertigteilen in Frankreich, als auch seine Wand-, Boden- und Wassermanagementsysteme ergänzen unser Portfolio und erweitern unser hochwertiges Angebot an Building Solutions. Wir heissen die 1000 Mitarbeiter von Alkern bei Holcim willkommen und freuen uns darauf, gemeinsam weiteren Mehrwert zu schaffen und gleichzeitig das Ziel ‚NextGen Growth 2030‘ voranzutreiben“, wird Dragan Maksimovic zitiert, Region Head West Europe bei Holcim.

    Die Übernahme wird sich laut Holcim bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) sowie den freien Cashflow auswirken. Ab dem dritten Jahr werden jährliche Synergien von rund 11 Millionen Euro sowie eine Verbesserung der Kapitalrendite (ROIC) erwartet.

    Holcim, nach Eigenangaben führend bei nachhaltigem Bauen, erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro. Die Zuger bieten End-to-End-Baustoffe und Baulösungen, von Fundamenten und Bodenbelägen bis zu Dächern und Wänden.

  • Winterthur führt neue Vorgaben für nachhaltiges Beschaffungswesen ein

    Winterthur führt neue Vorgaben für nachhaltiges Beschaffungswesen ein

    In Winterthur gelten ab 1. Juli 2026 neue Richtlinien für Beschaffungen von Gütern und Dienstleistungen. Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, werden bei künftigen Einkäufen ab 50’000 Franken in sämtlichen städtischen Departementen neben gesetzlichen Vorgaben sowie bereits geltenden sozialen und wirtschaftlichen Grundsätzen die ökologischen und sozialen Kriterien grosses Gewicht haben. Diese sollen anhand von 13 Kategorien „möglichst konkret und nachvollziehbar überprüft werden“.

    Konkret heisst das, dass Entscheidungen darüber, welche Beschaffungen den Zuschlag erhalten, gemäss den Auswirkungen auf Klima, Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Schadstoffvermeidung und Kreislaufwirtschaft getroffen werden. Grund sei das Energie- und Klimakonzept der Legislatur 2022.

    Insbesondere die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen falle bezüglich der Klimabilanz stark ins Gewicht. So liessen sich in dem Sektor negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt besonders stark reduzieren.

    Von den erwarteten positiven Auswirkungen auf den Klima- und Ressourcenschutz verspricht sich die Stadt langfristig auch eine Steigerung ihrer wirtschaftlichen Effizienz. Winterthur zähle mit einem Volumen von 400 Millionen Franken im Jahr 2024 für das Beschaffungswesen „zu den wichtigsten regionalen Auftraggeberinnen der Privatwirtschaft“.

    Die Verlagerung von Eignungs- und Zuschlagskriterien auf Lebenszykluskosten, Qualität und Langlebigkeit schaffe mehr Verbindlichkeit und Transparenz. „So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und fördern eine nachhaltige Wirtschaft“, wird Katrin Cometta, Stadträtin und Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt, zitiert.

  • Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Die SBB hat die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) bestehend aus den Bauunternehmen Implenia aus Opfikon und Marti aus Zürich mit dem Bau einer neuen Doppelspurlinie beauftragt. Im Rahmen des Projekts MehrSpur Zürich-Winterthur planen der Bund und die SBB den Bau einer neuen Linie sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Implenia und Marti werden laut einer Mitteilung mit einem Anteil von je 50 Prozent den Bau von fünf der sechs Lose des Projekts übernehmen. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf etwa 1,7 Milliarden Franken, wobei der Anteil von Implenia rund 830 Millionen Franken beträgt. Die Bauzeit des Projekts beträgt voraussichtlich etwa zehn Jahre.

    Im Rahmen des Projekts übernehmen Implenia and Marti den Bau im Brüttenertunnel (Los 240), den Abschnitt Winterthur (Lose 140 und 141), den Abschnitt Dietlikon (Los 340) und den Abschnitt Wallisellen (Los 540). Die neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel soll den 8,3 Kilometer langen Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur beheben. Teil des Engpasses ist eine Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich. Für den unterirdischen Doppelspurausbau ist je ein Einspurtunnel mit einem Durchmesser von rund zehn Metern für beide Fahrtrichtungen geplant.

    Das Infrastrukturvorhaben ist laut Mitteilung auf die Mobilitätsbedürfnisse künftiger Generationen ausgerichtet und passt damit zur Strategie von Implenia. „Es freut uns, dass wir von Implenia, gemeinsam mit unserem ARGE-Partner Marti, unsere langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im Infrastrukturbau einbringen dürfen, um diesen wichtigen Abschnitt für steigende Frequenzen und künftige Anforderungen fit zu machen“, so Implenia-CEO Jens Vollmar in der Mitteilung.

  • Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Das Bundesamt für Energie verleiht zum 19. und letzten Mal den nicht dotierten Schweizer Energiepreis Watt d’Or. Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sowie die Vorteile innovativer Energietechnologien bekannt zu machen. Im Rahmen der Preisverleihung werden Sieger in den Kategorien Energietechnologien, erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum prämiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Der serienreife Elektrotraktor Rigitrac SKE 40 e-direct mit europäischer Typengenehmigung überzeugte in der Kategorie energieeffiziente Mobilität. Die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi SZ entwickelte das Gefährt insbesondere für Arbeiten, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind, etwa für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder bei Hallensportveranstaltungen.

    In der Kategorie Energietechnologien siegt das Innovation Lab von Gaznat aus Aigle VD, das zusammen mit Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und Start-ups Technologien für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur Marktreife bringt. Dem Projekt zugrunde liegt das Konzept GreenGas, das in Aigle Wärme-Kraft-Kopplung, Photovoltaik, Elektrolyse, Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und das Gasnetz von Gaznat miteinander vereint.

    Eine alpine Fassadensolarstromanlage der endigo Holding AG aus Fiesch VS sicherte sich den Sieg bei den erneuerbaren Energien. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade, der in Fiesch installiert ist, steht stellvertretend für die Werte der endigo-Unternehmensgruppe: naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert sowie technisch kompetent.

    In der Kategorie Gebäude und Raum kürte die Jury das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur, das von der Baugenossenschaft mehr als wohnen, der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab, alle aus Zürich, entwickelt wurde. Die Partner schufen ein energieeffizientes, nachhaltiges und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier, das künftig als Modell für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz dienen soll.

    Für den Watt d’Or wurden 55 Bewerbungen eingereicht, 17 Beiträge wurden für die Endrunde nominiert.

  • Moderne eGates treiben die Terminal-Modernisierung voran

    Moderne eGates treiben die Terminal-Modernisierung voran

    Dormakaba vermeldet in einer Mitteilung eine starke Auftragslage im deutschen Flughafenbereich. Das Schliesstechnikunternehmen liefert, ersetzt und wartet mehr als 650 Argus Air-Sensorschleusen, sogenannte eGates, an den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf. Das Auftragsvolumen liegt im unteren zweistelligen Millionenbereich.

    Ab Frühjahr 2026 kommen neue Argus Air Boarding-Sensorschleusen in Frankfurt (Terminal 1) und München (Terminal 2) zum Einsatz. Die Zugangslösungen ermöglichen Passagieren der Lufthansa und Star Alliance-Fluggesellschaften ein einfaches Self-Boarding. In Frankfurt liefert dormakaba ausserdem Sensorschleusen für das neue Terminal 3 und hat alle sicherheitsrelevante Übergänge im Terminal mit Sicherheitstüren ausgestattet.

    „Wir sehen weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach unseren Zutrittskontrolllösungen im Flughafenbereich“, wird CEO Till Reuter in der Mitteilung zitiert. „Es freut uns, dass viele langjährige Kunden bei der Modernisierung ihrer Terminals erneut auf unsere Systeme setzen. Der Ersatz älterer Anlagen durch moderne Lösungen zeigt, dass die Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Passagierkomfort weiter steigen.“

    Die eGates von dormakaba verknüpfen biometrische Erkennnungsdaten mit Bordkarten und Ausweisen und gleichen diese Informationen mit Datenbanken ab. Die Sensorik identifiziert nach Firmenangaben zuverlässig autorisierte Personen, verhindert das Tauschen von Zutrittsberechtigungen sowie Doppelzutritte und unterscheidet Mensch und Gepäck.

    Dormakaba erzielte im Geschäftsjahr 2024/2025 mit 15’000 Mitarbeitenden weltweit einen Nettoumsatz von 2,9 Milliarden Franken.

  • Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Die STRABAG AG ist am Projekt ARA (Abwasserreinigungsanlage) Zimmerberg beteiligt. Das Bauunternehmen aus Schlieren errichtet auf dem ehemaligen Gasi-Areal den Rohbau für das neue Pumpwerk Scheller in Horgen. Ziel dieser Arbeiten ist es laut einer Mitteilung, die bisherigen ARAs Horgen und Thalwil mit einer neuen Anlage zu ersetzen.

    Beide bestehenden ARAs seien „in die Jahre gekommen“. Statt beide Pumpwerke individuell zu betreiben, was mit hohen Investitionskosten für eine umfassende Modernisierung verbunden wäre, haben beide Gemeinden entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und eine „gemeinsame, moderne Abwasserreinigungsanlage“ für die Region Zimmerberg zu schaffen. Sobald die Gemeinschaftskläranlage in Betrieb gegangen ist, soll die bestehende ARA Horgen zurückgebaut werden. Die dadurch entstehenden ungenutzten Flächen am Seeufer sollen öffentlich genutzt und städtebaulich entwickelt werden.

    Die beteiligten Gemeinden Horgen, Oberrieden, Rüschlikon und Thalwil haben sich bereits im September 2020 im Zweckverband ARA Zimmerberg zusammengeschlossen. Die ARA Zimmerberg geht davon aus, dass ab 2029 das Abwasser von bis zu 78’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und der Industrie der Region Zimmerberg gereinigt werden kann.

  • Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    TrueWindSpeed richtet sich an der Abu Dhabi Sustainability Week an die Bau- und Energiebranche in der Golfregion. Als einer der Aussteller am SWISS Pavilion präsentiert das Genfer Start-up vom 11. bis 15. Januar 2026 seinen Heatector. Die vernetzte Umweltmessstation liefert vollautomatisierte, standortspezifische Daten für extreme Klimabedingungen. Der hochpräzise Sensor misst dabei den  WBGT-Index (Wet Bulb Globe Temperature, Kühlgrenztemperatur) am Einsatzort, um die thermische Belastung genau zu bewerten. Durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten und automatisierten Warnmeldungen soll er Unternehmen dabei unterstützen, Sicherheitsvorschriften einzuhalten und ihre Produktivität zu optimieren.

    TrueWindSpeed hat Heatector so entwickelt, dass die Messstation schnell und unkompliziert eingesetzt werden kann. Die Lebensdauer der Batterie ist so ausgelegt, dass die Station während fünf Jahren autonom tätig sein kann. Heatector ist nun bereit für die Industrialisierungsphase.

    Extreme Hitze sei ein von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation anerkanntes grosses Berufsrisiko, argumentiert TrueWindSpeed in einer Mitteilung. Über die Gesundheitsrisiken hinaus werde erwartet, dass Hitzestress die weltweiten Arbeitsstunden im Jahr 2030 um 2,2 Prozent reduzieren und die Weltwirtschaft 2,4 Billionen Dollar kosten werde. Der Heatector soll dieses Risiko in verwaltbare, überprüfbare Daten für die ESG-Berichterstattung umwandeln. ESG steht für Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung. Ausserdem schütze die Technologie „die Würde der Arbeitnehmer, verhindert schwere Unfälle und gewährleistet soziale Gerechtigkeit angesichts des Klimawandels“, so TrueWindSpeed über seine Technologie.

    „In einer sich erwärmenden Welt reicht es nicht mehr aus, sich auf allgemeine Wetter-Apps zu verlassen, um die Sicherheit zu gewährleisten“, wird der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zum Ingenieur ausgebildete Unternehmensgründer Guillaume Locher in der Mitteilung zitiert. „Wir liefern die präzisen Daten vor Ort, die erforderlich sind, um Hitzegefahren in messbare Sicherheit und Widerstandsfähigkeit für Arbeitnehmer zu transformieren.“

  • Digital vermarkten. Wirtschaftlicher verkaufen.

    Digital vermarkten. Wirtschaftlicher verkaufen.

    Seit über zwei Jahrzehnten profitiert die Schweizer Immobilienbranche von der Leistungsfähigkeit etablierter Marken wie ImmoScout24, Homegate und Flatfox, die von SMG Real Estate kontinuierlich weiterentwickelt werden. Solche Plattformen sind aus dem Alltag von Wohnungs- und Haussuchenden, ebenso wie von Immobilienprofis nicht mehr wegzudenken. Entsprechend eindeutig fällt das Ergebnis in der Praxis aus: In einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey bewerten über 90 Prozent der befragten Makler:innen Immobilienmarktplätze als den mit Abstand kosteneffizientesten Vermarktungskanal. Ohne deren Einsatz würde sich der erfolgreiche Verkauf einer Immobilie gemäss den Befragten im Durchschnitt um rund 25 Tage verlängern.

    Um diese Effizienz zu ermöglichen, verbindet SMG Real Estate den direkten Zugang zu einigen der reichweitenstärksten Immobilienplattformen der Schweiz mit einer kontinuierlich wachsenden Palette datenbasierter Produkte und Services. Ziel ist es, mehr qualifizierte Leads zu generieren, Vermarktungszeiten zu verkürzen und die Kosten pro Kontaktanfrage weiter zu senken. Für Makler:innen und Bewirtschafter:innen ergibt sich daraus ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil: Neue Mandate lassen sich effizienter gewinnen, Abschlüsse beschleunigen und Verkäufe wie auch Vermietungen mit einem deutlich besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis realisieren, als dies über alternative Marketingkanäle möglich wäre.

    Neben der hohen Reichweite überzeugen die Plattformen der SMG auch mit starken wirtschaftlichen Kennzahlen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Kosten pro Kontaktanfrage: Laut McKinsey weisen die von SMG Real Estate betriebenen Plattformen im Vergleich zu den nächstgrösseren Wettbewerbern das branchenweit beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Konkret liegen die Kosten pro qualifizierter Kontaktanfrage im Schnitt drei- bis viermal tiefer. Mehr als die Hälfte der befragten Käufer:innen in der Schweiz fand ihre Wunschimmobilie auf ImmoScout24 oder Homegate.

    Aber nicht nur die umfangreiche Anzahl, sondern auch die Qualität der generierten Kontakte ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die McKinsey-Analyse zeigt zudem, dass Inserate auf spezialisierten Immobilienplattformen im Durchschnitt doppelt so viele qualifizierte Kontaktanfragen generieren wie vergleichbare Angebote auf anderen Kanälen. Weniger Streuverluste und kürzere Vermarktungszeiten wirken sich zusätzlich positiv auf den Erfolg und den Ertrag je Inserat aus.

    Neben der hohen Vermarktungschance ist die operative Effizienz ein ebenso wesentlicher Treiber des wirtschaftlichen Erfolgs. Auf den Plattformen von SMG Real Estate reduziert dafür eine automatisierte und KI-gestützte Inseratetexterstellung den Zeitaufwand pro Inserat im Schnitt um rund 14 Minuten. Ergänzend kommen intelligente Matching-Algorithmen, personalisierte Vermarktungsformate, konkrete Empfehlungen auf Grundlage datenbasierter Analysen sowie moderne Cybersecurity-Lösungen zum Einsatz. Dadurch erreichen Immobilienangebote relevante Interessent:innen schneller, gezielter und sicherer.

    In der Gesamtschau zeigt sich: Digitale Immobilienvermarktung entfaltet ihren grössten wirtschaftlichen Nutzen dort, wo grosse Reichweite, aussagekräftige Daten, intelligente Automatisierung und hohe Effizienz konsequent zusammenspielen. Das Ergebnis sind mehr qualifizierte Kontakte, kürzere Vermarktungszeiten, geringere Kosten pro Anfrage und eine nachhaltige Steigerung der Wirtschaftlichkeit für die Immobilienakteure.

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  • Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Der Zürcher Regierungsrat will die Sicherheit der Stromversorgung mit Solarstrom und Langzeitspeichern verbessern. Dafür hat er am 6. Januar laut einer Mitteilung zwei Vorlagen zur Änderung des kantonalen Energiegesetzes präsentiert.

    Die erste Vorlage sieht vor, dass Dächer mit einer Grösse von mehr als 300 Quadratmetern ganzflächig mit einer Solaranlage ausgestattet werden müssen. Diese Pflicht gilt bei Neubauten und bei der Sanierung von Dächern bestehender Dächer. Der Regierungsrat schätzt das Potenzial der vollständigen Nutzung aller geeigneten Dächer auf jährlich rund 6 Terawattstunden Strom. Das entspricht rund zwei Dritteln des derzeitigen Stromverbrauchs im Kanton. Rund 60 Prozent dieses Potenzials liegen laut Regierungsrat bei grossen Dächern.

    Die zweite Vorlage sieht einen Ausbau der Langzeitspeicher vor. Stromnetzbetreiber sollen diese künftig gemeinsam fördern. Diese Förderung soll über eine Abgabe auf den Stromverbrauch finanziert werden, die 0,5 Rappen pro Kilowattstunde nicht übersteigt. Der entsprechende Förderfonds soll von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) verwaltet werden. Der Regierungsrat will damit den Überschuss an Solarstrom im Sommer für das Winterhalbjahr nutzbar machen.

    Die beiden Vorlagen gehen nun zur Beratung an den Kantonsrat.

  • Amtliche Vermessung der Schweiz erhält neue Strategie bis 2040

    Amtliche Vermessung der Schweiz erhält neue Strategie bis 2040

    Die an der amtlichen Vermessung der Schweiz beteiligten Institutionen haben eine neue strategische Ausrichtung bis zum Jahr 2040 definiert. Bund, Kantone, Gemeinden und die für die Aktualisierung der Daten zuständigen Einrichtungen stellen dabei laut einer Mitteilung des Bundesamts für Landestopographie swisstopo die Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt des Systems. Swisstopo wird die Umsetzung der neuen Strategie koordinieren.

    Sie zielt den Angaben zufolge darauf ab, eine „transparentere, zeitgemässere und besser nutzbare amtliche Vermessung für die gesamte Gesellschaft“ zu gewährleisten. Dies schaffe Rechtssicherheit, etwa bei Entscheidungen mit Raumbezug. Zudem soll das neue System den Schutz von Eigentumsrechten durch das Grundbuch sowie die Unterstützung von Innovation und fundierter Planung auch in Zukunft gewährleisten und verbessern.

    Die strategische Vision sieht auch die Integration neuer Technologien vor, insbesondere Künstliche Intelligenz und dreidimensionale Modellierung. So können 3D-Ansichten die zweidimensionalen Aufteilungspläne bei Stockwerkeigentum ersetzen. Auch Höhenbeschränkungen können verlässlicher berücksichtigt werden, wenn es etwa um Weg- oder Durchgangsrechte geht.

    Zudem erlauben diese Technologien auch die Dokumentation von Sachverhalten aus der Vergangenheit. Dies kann bei Streitigkeiten oder bei der Beurteilung der Rechtslage entscheidend sein. „Damit“, so swisstopo, „zielt die neue Vision darauf ab, den Wissensaustausch und die Nutzung von Daten durch alle Beteiligten – Bürgerinnen und Bürger, Geometer, GIS-Spezialisten, öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen – zu erleichtern“. Mit GIS sind Geoinformationssysteme gemeint.

  • Walliser Start-up treibt Fernwärme-Planung in Europa voran

    Walliser Start-up treibt Fernwärme-Planung in Europa voran

    Die Softwarelösungen des Walliser Start-ups Urbio, das Energieversorger beim Übergang zu sauberer Energie unterstützt und die Erstellung von Energieplänen und Fernwärmenetzen erleichtert, sind künftig überall in Europa erhältlich. Das Start-up unterstützte zuvor mehr als 200 Projekte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien.

    Grund für die europäische Expansion ist das beträchtliche Potenzial für Fernwärme, heisst es in einer Mitteilung. Fernwärme könne so 50 Prozent des europäischen Gesamtwärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken, aktuell liegt der Anteil bloss bei 10 Prozent, in einigen grossen Volkswirtschaften noch darunter. Sébastien Cajot, CEO von Urbio, identifiziert die Hindernisse: „Wir stellen in den ersten Planungsphasen immer wieder die gleichen Schwachstellen fest: die Unsicherheit ist gross, zuverlässige Daten sind rar und die Finanzierung ist schwierig. Das Ergebnis ist, dass fossile Energien für die meisten Immobilienbesitzer nach wie vor die Standardlösung sind.“ An diesen Stellen setze Urbio an, erklärt der CEO: „Daten sammeln, analysieren und Energieinfrastrukturen dimensionieren: dieser Prozess wird mit Urbio in einer einzigen Anwendung digitalisiert. Dank generativem Design bieten unsere Algorithmen die am besten geeigneten Lösungen entsprechend den zuvor definierten Energiebedürfnissen. Die Lösung umfasst derzeit die Energieplanung für bestimmte Gebiete, Machbarkeitsstudien für Fernwärme sowie die direkte Integration mit Tools von Drittanbietern wie Websites oder CRMs.“

    Ab sofort können Branchenakteure ihr Konto auf urb.io erstellen und so Beispiele für bereits durchgeführte Projekte kennenlernen. Die erste Projektanwendung der Softwarelösung ist kostenlos.

  • Vom Material zur Strategie – Kreislaufdenken im Bauwesen

    Vom Material zur Strategie – Kreislaufdenken im Bauwesen

    Die diesjährige Swissbau hebt den Themenkomplex Kreislaufwirtschaft und Materialien als eines von sieben Leitthemen in den Fokus der Teilnehmenden. Mit insgesamt 35 Keynote Sessions, Podiumsgesprächen, Themenanlässen und Lösungsansätzen aus der Praxis ist es nach dem Leitthema Digitalisierung und Kollaboration mit 38 Veranstaltungen das am stärksten vertretene bei der Leitmesse für die Schweizer Bau- und Immobilienbranche. Insgesamt gruppieren sich die inhaltlichen Angebote um sieben Leitthemen.

    Die Swissbau 2026 findet unter dem Motto „Zusammen neue Impulse setzen“ vom 20. bis 23. Januar in Basel statt. Am 24. Januar ist die neue Trendwelt in Halle 1.2 des Messegeländes noch geöffnet.

    Das Programm mit dem Leitthema Kreislaufwirtschaft und Materialien startet am Dienstag, den 20. Januar, mit dem Themenanlass „Schneller, günstiger, nachhaltiger: Modularisierung und Vorfertigung machen Bauprojekte besser“. Zu den Sprechern zählen Konrad Graser von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fabian Franke von ERNE Holzbau, MOD-Gründer und -CEO Marc Beermann und Tom Van Mele von VAULTED.

    Am Mittwoch, den 21. Januar, ist die Keynote Session „Bauen ohne Material – Was braucht zirkuläres Gestalten?“ angesetzt. In dieser Session zeigen Sprecherinnen und Sprecher der Hochschule Luzern anhand konkreter Beispiele, wie bestehende Materialien mit neuen Methoden in weitere Nutzungskreisläufe überführt werden können. Beiträge kommen auch von der Basler Bauteilbörse, der Bau-Teilen GmbH und der Flumroc AG.

    Ein Praxis Talk beleuchtet die technischen und architektonischen Aspekte des Materials Holz, ein weiterer die Möglichkeiten und Limitationen der Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Laborgebäuden. Auf dem Podium wird die Frage verhandelt, ob Beton „der Gamechanger der Bauwende“ werden kann. Als Main Event ist am Donnerstag, den 22. Januar, die Veranstaltung mit dem Thema „Kreislaufwirtschaft konkret – Wie können wir Zielkonflikte gemeinsam lösen?“ ausgewiesen.

  • Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Die Hotelfachschule Thun führt ab dem Schuljahr 2026/27 ein hybrides Schulhotelmodell ein. Dann können Lernende wählen, ob sie die Ausbildung im Schulhotel mit oder ohne Übernachtung absolvieren. Laut einer Mitteilung soll dies mehr Flexibilität bieten.

    Damit reagiert die Schule auf „sich verändernde Bedürfnisse bei Lernenden und Betrieben sowie neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen“. Denn für manche Lernenden stelle die Übernachtung im Schulhotel eine finanzielle Herausforderung dar.

    Um beide Modelle möglich zu machen, werden Unterrichtszeiten, überbetriebliche Kurse und die Organisation des Schulalltags entsprechend angepasst. Damit will die praxisorientierte Managementschule für Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz „Bewährtes erhalten und gleichzeitig neue Wege gehen“ sowie „die Attraktivität des Schulblockmodells langfristig sichern“.

    Wie die Hotelfachschule Thun betont, gewährleisten beide Varianten die gleiche Ausbildungsqualität, Betreuung und Struktur. Das hybride Schulhotelmodell gilt für alle drei Ausbildungsberufe – Hotelkommunikation HOKO, Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft FAHH/PAHH sowie Restaurantfachfrau/-mann REFA/REAN – und für sämtliche Ausbildungsjahre.

  • Intelligente Lichtsteuerung für nachhaltige Gebäude und Städte

    Intelligente Lichtsteuerung für nachhaltige Gebäude und Städte

    Esave hat zwei neue Steuerungslösungen für nachhaltige Lichtkonzepte entwickelt. Insbesondere sollen diese im öffentlichen Raum und bei Gebäuden für optimale Lichtverhältnisse sorgen, schreibt der Anbieter intelligenter Beleuchtungslösungen aus Chur in einer Mitteilung. Die Treiber DT8 TC für Weisslicht und DT8 RGB für Farblicht unterstützen beide den professionellen Lichtstandard DALI, Digital Addressable Lighting Interface, durch den mehrere Leuchten koordiniert verwaltet werden können. Hervorgehoben wird eine geringe Komplexität bei der Installation, hohe Steuerungspräzision, Energieeffizienz sowie Anpassungsfähigkeit. Betriebskosten könnten mit DT8 deutlich gesenkt werden, heisst es. Beide Steuerungssysteme präsentiert esave vom 13. bis 15. Januar als Teil des SWISS Pavilion auf dem World Future Energy Summit (WFES) 2026 in Abu Dhabi.

    „Mit DT8 TC und RGB macht esave Beleuchtung intelligent. Gebäude und öffentliche Räume können Farbe und Helligkeit nun dynamisch an Komfort, Effizienz und Stimmung anpassen – zentral gesteuert mit intelligenter Hochleistungstechnologie“, wird esave-CEO Rico Kramer zitiert.

    DT8 TC wird in architektonischen, industriellen und öffentlichen Anwendungen gesehen und bietet dynamisches, dimmbares Weisslicht. Das System ist laut der Beschreibung ideal geeignet für eine menschenzentrierte Beleuchtung, bei der die Helligkeit und Farbtemperatur dynamisch an den natürlichen Biorhythmus des Menschen angepasst wird. Damit soll das Wohlbefinden, die Konzentration und Gesundheit unterstützt werden.

    Mit DT8 RGB ist eine mehrfarbige Beleuchtung mit einem erweiterten Spektrum und tieferen Farben möglich. Esave zielt hiermit auf stimmungsvolle und dekorative Anwendungen ab. Beispiele sind Installationen im Event- oder Kunst-Bereich.

    Das Unternehmen ist heute mit Standorten auf der ganzen Welt vertreten und wurde laut der Internetpräsenz von den drei Freunden Rico Kramer, Hanno Baumgartner und Daniel Jörimann gegründet. In der Schweiz arbeiten rund 20 Mitarbeitende für esave in der Entwicklung, der Produktion, dem Support, dem Vertrieb oder der Schulung. Die Produktion findet ausschliesslich in der Schweiz statt, wobei grosser Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird.

  • IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    Eine Gruppe von Lernenden der IWB macht aus ausgedienten Metro 45-Strassenleuchten hochwertige Stehlampen. Aus Skizzen wurde ein Prototyp, und mittlerweile sind die ersten zehn Lampen gebaut worden. Unterstützung erhielt das Team von erfahrenen Mitarbeitenden.Insgesamt eignen sich laut einer Mitteilung der IWB rund 2400 alte Leuchten für eine Zweitverwertung. Für die Umsetzung ihres Projekts haben die Lernenden ein eigenes Start-up gegründet. Mit von der Partie sind ein Kaufmann, eine Betriebsinformatikerin, ein Fachmann für den Strassentransport, Netzelektriker und Metallbauer.

    Einer von ihnen sagt in einem zusammen mit der Mitteilung veröffentlichten Video, es sei „spannend, mit anderen Lernenden zusammenzuschaffen, das schweisst zusammen“. Ein Kollege findet es „cool, dass wir so viel Verantwortung übernehmen dürfen und dass sie uns das auch zutrauen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen“. Es sei zwar „schwer, alle Entscheidungen selber fällen zu müssen“, präzisiert ein weiterer Mitstreiter. „Aber irgendwie macht das auch Spass, vor allem, wenn man das Endprodukt des Prototyps sieht und weiss, so hat die Skizze mal ausgesehen.“

    Die Projektverantwortliche Saskia Damann erklärt das Ziel der IWB: „Wir möchten, dass unsere Lernenden möglichst viel mitnehmen, zum Beispiel so Sachen wie unternehmerisches Handeln, Kreislaufdenken oder Selbstverantwortung. Das sind Kompetenzen, die sie für ihre Zukunft brauchen.“

    Was als Idee begann, so die IWB in einer weiteren Mitteilung, „nimmt langsam Form an und zeigt, was möglich ist, wenn Lernende Verantwortung übernehmen und fachübergreifend zusammenarbeiten“. Als Partner habe der Basler Lampenbauer und -händler Regent Lighting den entscheidenden Schritt ermöglicht. Es führte die Sicherheits- und Qualitätsprüfungen durch. Aktuell läuft die Planung für die zweite Produktionsrunde.

  • Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Der Kanton Jura setzt sich für die Revitalisierung seiner Industriebrachen ein. In Rahmen des Projekts SwissRenov hat er nun das kantonale Verzeichnis der sanierungsfähigen Industriebrachen aktualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Mit diesem ersten Schritt sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf der Suche nach Gewerbeflächen befinden oder an der Sanierung und Modernisierung von Industrieanlagen interessiert sind, aktuell und qualifiziert informiert werden.

    In einer ersten Projektphase konnten 2019 rund 90 Industriebrachen erfasst werden, von denen bis heute etwa die Hälfte saniert wurden. Nun kommen 30 weitere Brachen hinzu. In der aktualisierten Karte, die online einzusehen ist, sind gegenwärtig 70 Industrieflächen erfasst. 60 Prozent von diesen befinden sich im Bezirk Porrentruy, 36 Prozent im Bezirk Delèmont und der Rest in den Bezirken Franches-Montagnes und Moutier. In der aktuellen Phase soll das Projekt SwissRenov im Jura bis 2028 abgeschlossen sein.

    Das Projekt SwissRenov wird von der Haute École Arc in Zusammenarbeit mit der kantonalen Raumplanung geleitet und von der Creapole SA in Delèmont vorangetrieben. Es wird vom Bund über das Innosuisse-Flaggschiff-Programm sowie durch den Westschweizer Cleantech-Förderer CleantechAlps unterstützt.

    Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Sanierung und Instandsetzung von Industriegebäuden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern, heisst es in der Mitteilung.

  • Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Die Hochschule Luzern, das Recherchekollektiv Correctiv.Schweiz – der Schweizer Ableger der deutschen gemeinnützigen Rechercheorganisation Correctiv – sowie das Zentralschweizer Onlinemagazin zentralplus.ch haben den Stadtalltag auf Hürden für Menschen mit Einschränkungen getestet.Das Projekt „Achtung Barriere!“ will laut einer Medienmitteilung den Stadtalltag von Menschen, die von einer Neurodivergenz betroffen sind, für andere erlebbar machen und zeigen, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen.

    In einem ersten Schritt wurde ein virtueller Stadtrundgang entwickelt. Die digitale Anwendung mache es nachvollziehbar, „wie herausfordernd es für eine sehbehinderte Person ist, eine Strasse zu überqueren und wie viel Stress dabei entsteht“. Als zweites kommen immersive Mixed-Reality-(MR)-Erfahrungen zum Einsatz, die mit einer speziellen MR-Brille und Kopfhörern ein „Eintauchen in die Szene“ ermöglichen, wie der auf Augmented und Mixed Reality spezialisierte Designforscher Tobias Matter erklärt. So werde etwa die multisensorische Überreizung spürbar, die ausgelöst durch „Lärm, Bewegung und der chaotischen Situation einer Baustelle“ auf eine autistische Person einwirkt.

    In das von der Gebert Rüf Stiftung finanzierte Forschungsprojekt bringen auch Luzernerinnen und Luzernern ihre Erfahrungen mit ein. Auf der zu Correctiv gehörenden Rechercheplattform CrowdNewsroom.org kann die Öffentlichkeit Erfahrungen mit Hindernissen melden.

    Nach den Worten von Pascal Ruedin, Bereichsleiter Projekte beim Tiefbauamt, treffen „fast an jeder Ecke der Stadt verschiedene Perspektiven, Erwartungen und Erfahrungen aufeinander“. Die Stadt als Ansprechpartnerin des Projekts verfolgt das Ziel, die unterschiedliche Wahrnehmung in „einen gemeinsamen Austausch zu bringen“. Die Ergebnisse sollen für politische Entscheidungsträger eine Grundlage liefern, bei künftigen städteplanerischen Entscheidungen „räumliche Auswirkungen besser nachvollziehen zu können“.

  • Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Die Pilatus Arena im Krienser Quartier Mattenhof hat sich laut einer Mitteilung seit ihrer Eröffnung im Oktober 2025 bereits als leistungsfähige, multifunktionale Plattform für Indoor-Sport und Veranstaltungen etablieren können. Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres gaben die beiden Projektinitianten Toni Bucher und Nick Christen ihre Verantwortungen im Verwaltungsrat ab. Markus Mettler, Präsident des Verwaltungsrates der Schlieremer Halter AG und der Pilatus Arena Sports & Events AG, löste Bucher als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der Pilatus Arena AG ab. Im Herbst 2026 soll zudem der Bau des bei der Arena gelegenen Pilatus Tower abgeschlossen werden.

    „Wir danken Toni Bucher und Nick Christen für ihr grossartiges Engagement für den Sport und die Pilatus Arena AG“, wird Markus Mettler in der Mitteilung zitiert. „Beide haben das Projekt seit 2007 entscheidend vorangetrieben.“ Die Arena wurde von Halter entwickelt und realisiert und wird seit ihrer Eröffnung von der von der Pilatus Arena Sports & Events AG betrieben. Die Halter AG ist zudem mit einem Anteil von 70 Prozent Mehrheitsaktionärin der Pilatus Arena AG.

    2025 fanden bereits mehrere Sportveranstaltungen in der neuen Arena statt. Zu den Höhepunkten zählten das erste Länderspiel der Schweizer Handball-Nationalmannschaft, Spiele des Swiss Central Basketball in der Nationalliga B sowie der Final4 Mobiliar Handball Cup der Männer.

    „Die Vorfreude auf den ersten Final4 Cup in der neuen PILATUS ARENA war riesig – und sie wurde in jeder Hinsicht erfüllt“, so Andreas Campi, Präsident des Final4-Organisationskomitees. „Die Atmosphäre war berauschend, das Format hat überzeugt.“

  • Neuer Investor setzt auf Kontinuität und langfristige Perspektive

    Neuer Investor setzt auf Kontinuität und langfristige Perspektive

    Das Hotel Bernerhof Gstaad hat neue Besitzer. Brigitte und Thomas Frei haben ihre Mehrheitsbeteiligung an der Hotel Berner AG laut einer Mitteilung an den Vermögensverwalter RMG THE RISK MANAGEMEMT GROUP (SUISSE) SA aus Genf und die Investitions- und Beteiligungsgesellschaft Holdingstone SA aus Zug abgegeben. Über den Verkaufspreis wurde nichts bekannt.

    Das Ehepaar Frei hatte den Bernerhof in drei Jahrzehnten zu einem bekannten Genuss- und Gourmet-Hotel weiterentwickelt. Es verfügt über 46 Zimmer und Suiten unterschiedlicher Kategorien und vier prämierte Restaurants. „Nach all den Jahren als Inhaber und in der Direktion des Bernerhofs sind wir glücklich, dieses lebendige Erbe einer Gruppe zu übergeben, die von einer positiven und ambitionierten Vision für den Bernerhof und für Gstaad getragen ist“, werden die Eheleute zitiert. Besonders freue es sie, dass François Grohens die operative Leitung per Anfang Dezember übernommen hat.

    Der 55-jährige Grohens war bereits von 2002 bis 2011 im Bernerhof tätig, bevor er ins Park Gstaad wechselte. Dort amtete er während der vergangenen sechs Jahre als Direktor. Stationen in den USA und auf Kreuzfahrtschiffen hatten den Franzosen 1997 in die Schweiz und 2000 nach Gstaad geführt. Sein Fokus liegt den Angaben zufolge darauf, „den Bernerhof für Stammgäste als herzlichen, vertrauten Ort zu bewahren und gleichzeitig neue Gäste mit der Qualität des Service, der Restaurants und der lebendigen Atmosphäre zu begeistern“.

    Jean-Guillaume Pieyre, Gründer und CEO von RMG, bedankt sich bei Brigitte und Thomas Frei „für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen“. Mit Emmanuel Kilchenmann, dem Vizepräsidenten von Holdingstone, will er ein Projekt voranbringen, „das Gstaad und der Region mit Respekt begegnet und die Vision eines lebendigen Dorfzentrums das ganze Jahr über teilt“.

  • Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Die Pensimo Fondsleitung AG mit Sitz in Zürich plant für ihre Sparte Swissinvest Real Estate Fund (Swissinvest) für das erste Quartal 2026 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 150 bis 200 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, soll das frische Kapital zur Rückführung von Fremdkapital im Rahmen eines Erwerbs zweier Immobilien im Stadtgebiet von Zürich dienen.

    Bei den Immobilien handelt es sich um eine zentrale Wohn- und Geschäftsliegenschaft in Zürich-Wiedikon sowie um eine Büroliegenschaft in Zürich-Oerlikon. Die Liegenschaft im Quartier Wiedikon umfasst 53 Wohnungen, Verkaufs-, Büro- und Lagerflächen sowie eine Tiefgarage mit rund 190 Stellplätzen. Die etwa 12’500 Quadratmeter vermietbare Fläche ergibt einen jährlichen Soll-Mietertrag von 4,4 Millionen Franken. Das Anlagevolumen beträgt 134 Millionen Franken.

    Bei der Liegenschaft in Oerlikon hat Swissinvest einen Miteigentümeranteil von 50,1 Prozent erworben. Die 25‘500 Quadratmeter grosse Büroliegenschaft hat einen Jahres-Sollmietertrag von 7,4 Millionen Franken, wobei auf Swissinvest ein Anteil von 3,7 Millionen Franken entfällt. Wie es in der Mitteilung heisst, besitzt die Liegenschaft Potenzial für Wohnumbauten.

    Das Anlagevolumen beträgt insgesamt 210 Millionen Franken mit einem Sollmietertrag von 8,1 Millionen Franken. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird mit einem zusätzlichen Ertrag von 5 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Der Halbjahresbericht des Swissinvest Real Estate Funds wird am 27. Februar 2026 veröffentlicht.

  • Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Die Stadt Thun plant eine Beteiligung an der Realisierung des Swiss Football Homes, das als SFV-Fussballcampus in Thun Süd entstehen soll. Der Investitionsbeitrag von 4 Millionen Franken ist laut einer Mitteilung der Stadt Teil eines umfassenden Finanzierungskonzepts, das neben einer Eigenfinanzierung des SFV auch Mittel des Bundes, des Kanton Berns und Drittfinanzierungen umfasst. Die 4 Millionen Franken à fonds perdu sollen dabei für Gebäudekosten, Aussenanlagen sowie die Projektierung aufgewendet werden. Über den Kredit befindet der Stadtrat an seiner Sitzung vom 16. Januar. Diese finanzielle Beteiligung durch die Stadt ist an unterschiedliche Auflagen gekoppelt, darunter etwa die Sicherstellung und Tragbarkeit der Gesamtfinanzierung des Swiss Football Homes und die Festlegung der Kantonsbeiträge.

    Das Swiss Football Home dient künftig als neues Verbandszentrum des Schweizerischen Fussballverbandes und umfasst Gebäude sowie mehrere Fussballplätze. Rund 150 Mitarbeitende sind künftig auf dem Campus tätig, der als Teil des Sport- und Freizeitclusters Thun Süd vorgesehen ist. Das Swiss Football Home wirke sich langfristig steuerlich positiv auf die Stadt Thun und die Wirtschaftsförderung der Region aus, heisst es in der Mitteilung. Besonders die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen und die Zusammenzüge der Nationalteams seien eine einzigartige Gelegenheit für den Standort.

    Im Cluster Thun Süd wurden bereits weitere private Sportprojekte, etwa ein In- und Outdoor-Racketsportcenter, eine Kletter- und Boulderanlage und eine Ballsporthalle initiiert. Die breite Sportnutzung auf dem Areal in unmittelbarer Nähe zur Stockhorn Arena des FC Thun bringe viele Synergien mit sich, erklärt die Stadt. „Der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen für die Stadt Thun durch die Ansiedlung des Swiss Football Home wird den einmaligen Investitionsbeitrag um ein Vielfaches übersteigen“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz zitiert.

  • Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Die Bieri Tenta AG, ein Hersteller von Planstofflösungen aus Grosswangen, hat den erfolgreichen Projektabschluss einer Lagerhalle am Standort Susten in einer Mitteilung bekanntgegeben. Auftraggeber war die BOWA Recycling AG, die auf das Recycling von kontaminiertem Bodenmaterial fokussiert und eine Tochtergesellschaft der Theler AG aus Raron VS ist. Die Lagerhalle ist laut Mitteilung optimal auf die Anforderungen des modernen Recyclingbetriebs ausgelegt und ist bereits das zweite Projekt, bei dem die Firmen zusammenspannen. Bereits 2019 hatte Bieri für die BOWA Recycling AG eine 2700 Quadratmeter grosse Halle realisiert.

    In Susten handelt es sich hierbei um eine Giebelhalle mit einer Grundfläche von knapp 3000 Quadratmetern. Die Lagerhalle ist mit sechs Bieri-Rolltoren (5 mal 5 Meter) sowie sechs Fluchttüren ausgestattet, die reibungslose Abläufe und hohe Sicherheit im Betriebsalltag garantieren. Während der sechswöchigen Montage nutzte Bieri einen Pneukran, um die bis zu 13 Tonnen schweren Stahlteile an ihr Ziel zu heben. Als Dach und Abdeckung der Membranhalle dient eine 59 mal 61 Meter grosse Folie, die rund 3,6 Tonnen auf die Waage bringt. Die Membrane ist dabei für die Installierung einer Photovoltaikanlage geeignet, womit es den Kunden offen steht, nachhaltige Energie direkt vor Ort zu erzeugen.

    Die BOWA Recycling AGals Auftraggeber ist eine Tochtergesellschaft der Theler AG und betreibt eine Bodenwaschanlage in Leuk-Susten, seit 2024 allerdings auch eine thermische Behandlungsanlage. Die Firma erreicht laut Eigenangaben Recyclingraten von bis zu 99 Prozent bei kontaminiertem Bodenmaterial.

    Die Bieri Gruppe ist eine Herstellerin von Lösungen aus technischen Textilien, etwa für Industrie, Bau, Transport, Architektur und Veranstaltungen. Das Unternehmen gliedert sich in die Bieri Tenta AG aus Grosswangen und die Bieri Zeltaplan GmbH mit Sitz im deutschen Leipzig.

  • Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Spitch und Adnovum – beide mit Sitz in Zürich – haben einen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Voicebot lanciert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Programm Berna die Schadensaufnahme bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) vereinfachen.

    Bei der Anruftriage und der Schadenaufnahme soll der KI-Voicebot eine schnelle Kundenbetreuung ermöglichen. Das Programm ist in der Lage, verschiedene Schweizer Dialekte zu unterscheiden und zu erkennen und den gesprochenen Text in Schriftdeutsch zu wandeln. Berna ist darüber hinaus in der Lage, mehrere Hundert Anrufe gleichzeitig anzunehmen, heisst es in der Mitteilung. Auf Wunsch verbindet das Programm auch Anrufende mit einem menschlichen Spezialisten.

    Die neue Lösung kann vor allem bei Grossschadensereignissen hilfreich sein. So gingen bei dem Unwetter vom August 2024 im Berner Oberland in kürzester Zeit mehr als 3000 Anrufe ein. Zu dem schon eingetretenen Schaden kamen zum Teil sehr lange Wartezeiten hinzu. „Für uns zentral war, dass bei einem Grossschadenereignis die Geschädigten bei der Absetzung ihrer Schadenmeldung nicht noch zusätzlich belastet werden“, wird Corinne Fleury, Innovationsmanagerin bei der GVB, in der Mitteilung zitiert. „Ziel war es, auch bei solchen Grossereignissen mittels einer automatisierten, flexibel skalierbaren Lösung unser Kundencenter und die Fachabteilungen zu entlasten und keine Wartezeiten entstehen zu lassen. Die von Spitch und Adnovum erstellte Lösung ermöglicht es zudem, durch geführte Dialoge und die strukturierte Erfassung der Kundenangaben automatisch präzise Schadendossiers als Basis für die weitere Verarbeitung durch Fachpersonen zu erstellen.“