Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Netzübernahme bringt neue Impulse für die lokale Energieversorgung

    Netzübernahme bringt neue Impulse für die lokale Energieversorgung

    Turgi wechselt laut einer Mitteilung den Stromnetzbetreiber. Per 1. Januar 2026 wird Regionalwerke AG Baden (RWB) das Stromnetz in Turgi übernehmen. Damit stellt der bisherige Betreiber AEW Energie AG (AEW) die Stromlieferung und den Kundendienst ein. Neuer Ansprechpartner für alle Belange der Stromversorgung ist dann der regionale Stromversorger RWB.

    Die Übernahme der Wasserversorgung konnte früher getätigt werden, da hierfür die Gemeinde verantwortlich war. Das Stromnetz hingegen gehöre AEW und gehe per Anfang 2026 in die Zuständigkeit von RWB über, wie Adrian Fuchs, Leiter Elektrizitätsversorgung und Mitglied der Geschäftsleitung bei der RWB, erklärt. Mit dem Schritt unterstreiche RWB ihre „regionale Rolle“ und biete eine zuverlässige, sichere und nachhaltige Stromversorgung für die Einwohnerschaft. Zusätzlich sollen die Stromkosten für Neukundinnen und Neukunden niedriger sein. Im Vergleich zum Vorjahr ergebe sich eine Ersparnis von 10 Prozent für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden pro Haushalt.

    Der Wechsel der Netzbetreiber steht in Zusammenhang mit geplanten Erneuerungen und einem Ausbau des Stromnetzes im Rahmen der Fusion von Turgi mit der Stadt Baden Anfang 2024. Ab Mitte 2026 werden laut Mitteilung 2000 Stromzähler durch intelligente Messsysteme ausgetauscht. Mittelfristige Planungen sehen eine Verbindung der Stromnetze von Baden und Turgi zur Stärkung der Versorgungssicherheit vor.

  • Zürich stärkt Energiezukunft mit Solar- und Speicherpflicht

    Zürich stärkt Energiezukunft mit Solar- und Speicherpflicht

    Das grösste ungenutzte Kraftwerk liegt auf Zürcher Dächern. Rund 6 Terawattstunden Solarstrom wären jährlich möglich, fast zwei Drittel des kantonalen Strombedarfs. Der Regierungsrat will dieses Potenzial ausschöpfen. Künftig sollen alle geeigneten Dächer über 300 Quadratmeter vollflächig mit Solaranlagen belegt werden. Neubauten unterliegen der Pflicht ab Errichtung, bestehende Gebäude beim Dachersatz.

    Damit setzt Zürich gezielt auf bewährte Strukturen. Solarenergie entsteht lokal, lässt sich rasch umsetzen und stösst kaum auf Widerstand. Sie stärkt die Eigenversorgung, insbesondere wenn überschüssiger Sommerstrom gespeichert werden kann.

    Speicher als Brücke in den Winter
    Der Weg zur sicheren Winterversorgung führt über Speicher. Drei Viertel des Solarstroms entstehen im Sommerhalbjahr. Ein Überschuss, der künftig langfristig nutzbar werden soll. Der Regierungsrat will Netzbetreiber verpflichten, Langzeitspeicher technologieneutral zu fördern.

    Eine moderate Abgabe von höchstens 0,5 Rappen pro Kilowattstunde soll den Förderfonds speisen, verwaltet durch die EKZ. Für Haushalte und Betriebe bedeutet das rund zwei Prozent höhere Stromkosten. Härtefallregelungen schützen stromintensive Unternehmen.

    Gesetz mit Augenmass
    Wo Anlagen unwirtschaftlich sind finanzielle Härten bestehen oder der Netzanschluss fehlt, , bleiben Ausnahmen möglich und die Pflicht greift nicht. Auch Schutzinteressen für Landschaft und Ortsbild werden abgewogen.

    Damit setzt Zürich ein pragmatisches Signal. Statt auf Grossprojekte in den Alpen oder auf Windparks zu hoffen, wird das Potenzial vor Ort genutzt. Die Kombination aus flächendeckender Solarproduktion und Speicherstrategie bildet das Rückgrat einer sicheren, erneuerbaren Energiezukunft im Kanton.

  • Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Im Studium treffen Studierende aus Architektur, Ingenieurwesen, Gebäudetechnik, Geomatik, Informatik und Nachhaltigkeitsmanagement aufeinander. Diese Vielfalt eröffnet neue Perspektiven, verlangt aber auch Offenheit und Lernbereitschaft. Unterschiedliche Denkweisen, Fachsprachen und Prioritäten müssen zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeführt werden. Entscheidend ist die Haltung. Wer bereit ist zuzuhören, voneinander zu lernen und Vertrauen aufzubauen, schafft Raum für echte Innovation.

    Kommunikation als Fundament
    Ohne präzise Kommunikation scheitert selbst die beste Technik. Schon ein Begriff wie «Modell» kann je nach Disziplin völlig verschieden verstanden werden. In dieser Weiterbildung lernen Studierende, solche Unterschiede bewusst anzusprechen, ein gemeinsames Vokabular zu entwickeln und Missverständnisse zu vermeiden. Kollaborative Plattformen wie Miro oder modellbasierte Datenräume unterstützen den Prozess, ersetzen aber nicht den persönlichen Austausch. Nur wenn Sprache, Visualisierung und digitale Werkzeuge intelligent kombiniert werden, entsteht ein gemeinsames Verständnis.

    Struktur schafft Vertrauen
    Transparente Rollen, klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Abläufe bilden das Rückgrat erfolgreicher Teams. Sie verhindern doppelte Arbeit, fördern Eigeninitiative und geben Sicherheit, damit Teams Verantwortung übernehmen können. Das Studium trainiert diese Haltung in praxisnahen Projekten, bei denen Studierende Verantwortung übernehmen, Feedback geben und reflektieren. So wächst Vertrauen, die Voraussetzung für produktive Flexibilität.

    Denken über Fachgrenzen hinaus
    Interdisziplinarität bedeutet, über den eigenen Tellerrand hinaus neue Perspektiven einzunehmen. So entstehen Lernräume, in denen technisches Know‑how, digitale Methoden und Projektmanagement ineinandergreifen. Die Studierenden lernen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, nachhaltige Ziele zu integrieren und den Menschen im Prozess mitzudenken.

    Diese Verbindung aus Haltung, Struktur und Kommunikation macht aus Vielfalt eine Stärke und aus interdisziplinärer Zusammenarbeit den Motor für Innovation im digitalen Planen und Bauen.

  • Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Die unterirdische Zugverbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel ist zwingend nötig für den Ausbau der S-Bahn im Dreiländereck. Das schreiben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Handelskammer beider Basel (HKBB) in einer Erklärung. Sie fordern eine rasche Umsetzung dieser sogenannten Durchmesserlinie, welche die heutigen Spitzkehren der Züge in den beiden Bahnhöfen überflüssig macht. Im Gegenzug sehen sie ein Reduktionspotenzial bei weiteren Bahnausbauten in Basel.

    Die beiden Kantone und die Handelskammer berufen sich dabei namentlich auf Ulrich Weidmann, der die neue Verbindung als unbestritten und zwingend nötig für das S-Bahnsystem bezeichnet habe. Der Professor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hatte das Gutachten Verkehr 2045 erarbeitet. Auf dessen Grundlage hatte der Bundesrat im Oktober entschieden, den Tiefbahnhof Basel SBB und die Durchmesserlinie zu depriorisieren.

    „Die Durchmesserlinie bedeutet einen Quantensprung im S-Bahn-Angebot für die Region“, wird  Regierungsrätin Esther Keller in der Mitteilung zitiert. Sie „lässt sich aus unserer Sicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren realisieren“, so die Vorsteherin des Basler Bau- und Verkehrsdepartements.

    Martin Dätwyler weist auf die Bedeutung für die Beseitigung von Engpässen auf der Strasse hin. „Mit einer raschen Realisierung der Durchmesserlinie werden wir es schaffen, beide Verkehrsträger – Strasse und Schiene – fit zu machen für die Zukunft“, wird der HKBB-Direktor zitiert. „Das stärkt nicht nur die Wirtschaftsregion Basel, sondern die gesamtschweizerische Wirtschaft und ist essenziell für die Landesversorgung.“

    Auch Regierungsrat Isaac Reber unterstreicht die Bedeutung für das ganze Land. „Die Region ist das Tor zur Schweiz“, so der Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft. „Ohne den Bau der Durchmesserlinie wird die Region zum Flaschenhals. Das können wir uns nicht leisten – und die Schweiz auch nicht.“

  • Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Die Matica AG aus Wagenhausen und die Hochschule Luzern haben laut einer Mitteilung die SeasON Energy AG gegründet. Sie soll die Technologie der SeasON-Sorptionswärmepumpe industrialisieren und kommerzialisieren. Diese war von den beiden Partnern in den vergangenen drei Jahren gemeinsam entwickelt worden. Sie speichert überschüssige erneuerbare Energie im Sommer durch ein thermochemisches Verfahren und stellt im Winter fast ohne zusätzlichen Strom Heizenergie bereit.

    „Mit der Gründung des Spin-offs SeasON Energy AG erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der zukunftsweisenden Technologie und ihrer Markteinführung“, wird Matica-CEO Marc Lüthi zitiert. Er übernimmt die operative Leitung des Greentech-Start-ups mit Sitz in Zürich.

    „Bei der ersten Pilotanlage, die seit einem Jahr in der Tierkadaversammelstelle in Frauenfeld in Betrieb ist, hat sich gezeigt, dass die Technologie funktioniert“, erläutert Benjamin Fumey, Verwaltungsrat der SeasON Energy und Leiter der Forschungsgruppe CC Thermische Energiesysteme und Verfahrenstechnik am Institut für Maschinen- und Energietechnik der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.

    Eine zweite Pilotanlage befindet sich an der Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG und eine dritte in einem Wohngebäude im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten will SeasON Energy rund ein Dutzend weiterer Pilotprojekte realisieren. Damit sollen Leistung und Wirtschaftlichkeit demonstriert werden.

    2025 wurde das SeasON-Projekt mit dem Prix Watt d’OR und dem Greenovation Award ausgezeichnet. Zudem war SeasON in der Kategorie Industry Innovation einer der drei Finalisten beim Swiss Technology Award.

  • Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat Patrik Wermelinger laut einer Mitteilung zum neuen Direktor ernannt. Der 54-jährige Luzerner tritt die Nachfolge von Ivan Buck an, der nach acht Jahren im Amt künftig auf seine eigene Firma im Bereich Relationship Management fokussiert. Wermelinger, mit abgeschlossenem Studium in Betriebswirtschaftslehre und Träger eines Executive MBA, war bereits von 2006 bis 2016 als Leiter Standortpromotion und Marketing bei der Wirtschaftsförderung Luzern tätig. Seit 2016 ist er Chief Investment Promotion Officer sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise.

    Laut der Mitteilung machen ihn besonders diese zehn Jahre Erfahrung im Rahmen der Wirtschaftsförderung, seine Kenntnis und sein Netzwerk im Raum Luzern und sein Know-How für die Bedürfnisse ausländischer Firmen zum idealen Kandidaten. „Patrik Wermelinger besticht nicht nur durch seine hohe Fachkompetenz und seine umfassende internationale Erfahrung, sondern auch durch seine vertrauenswürdige und gewinnbringende Art“, wird Dr. Erwin Steiger zitiert, Präsident des Stiftungsrates. Ivan Buck bleibt als amtierender Direktor bis Ende Februar 2026 bei der Wirtschaftsförderung Luzern angestellt. Anschliessend übernimmt Andreas Zettel als stellvertretender Direktor ad interim, bis Patrik Wermelinger sein Amt per 1. Juni 2026 antritt.

    Die Wirtschaftsförderung Luzern ist zentrale Anlaufstelle für Unternehmen im Wirtschafts- und Wohnstandort Luzern. Ihr Dienstleistungsportfolio umfasst Standortpromotion, Ansiedlung, Unternehmensentwicklung, Förderung von Neugründungen sowie den Ausbau und die Pflege des Netzwerks mit Kanton, Gemeinden und Wirtschaft.

  • Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    QuinStreet wird HomeBuddy in sein Angebot integrieren. Wie das kalifornische Unternehmen bekanntgibt, will es mit der Vermittlungsplattform der SIREN GROUP aus dem Kanton Schwyz sein eigenes Angebot auf seiner Modernize Home Services-Plattform um „eine wichtige neue Produktlinie ergänzen“. Sie soll Handwerksfirmen „ein vorhersehbares, nachhaltiges Geschäftswachstum“ ermöglichen.

    Auch für sich selbst glaubt QuinStreet als Effekt dieser Akquise an eine Steigerung des bereinigten EBITDA von voraussichtlich 30 Millionen Dollar oder mehr in den ersten zwölf Monaten. Danach sollen „bereits identifizierte Synergien“ zum Tragen kommen und zu „signifikantem Wachstum“ führen. Den Angaben zufolge hat HomeBuddy in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2025 einen Umsatz von rund 141 Millionen Dollar erzielt.

    Um das anvisierte Wachstum zu realisieren, zahlt QuinStreet im Rahmen eines Aktienkaufvertrags an die SIREN GROUP bei Abschluss 115 Millionen Dollar in bar und weitere 75 Millionen Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren. Weitere Details der Transaktion werden den Angaben zufolge mit den Geschäftsergebnissen der ersten beiden Quartale 2026 vorgelegt.

    QuinStreet erwartet, dass HomeBuddy das eigene Netzwerk um neue Fachleute für Reparaturen und Sanierungen erweitern und den Kundenstamm auf mehr als 2000 Unternehmen und regionale Fachleute aus 30 anspruchsvollen Branchen erhöhen wird. Zudem soll HomeBuddy QuinStreets Grundlage für die Bereitstellung neuer Produkte und Dienstleistungen weiter stärken, vor allem den 360 Finance-Marktplatz zur Finanzierung von Hausrenovierungen.

  • Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung am peruanischen Baustoffunternehmen Cementos Pacasmayobekanntgegeben. Mit der Transaktion stärke Holcim seine Präsenz im Wachstumsmarkt Lateinamerika und verfolgt seine NextGen Growth Strategy 2030, heisst es in der Mitteilung.

    Cementos Pacasmayo rechnet 2025 mit einem prognostizierten Nettoumsatz von 630 Millionen Dollar und einer EBITDA-Marge von 28 Prozent. Das Transaktionsvolumen von 1,5 Milliarden Dollar entspricht damit einem 8,8-fachen des für 2025 prognostizierten EBITDA. Die Übernahme soll sich im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) und den freien Cashflow auswirken, im dritten Jahr dann auch auf die Kapitalrendite (ROIC).

    „Die synergetische Übernahme von Cementos Pacasmayo steht im Einklang mit unserer Strategie ‚NextGen Growth 2030‘, mit der wir das Wachstum in der attraktiven Region Lateinamerika beschleunigen wollen“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic zitiert. „Dies ist eine Gelegenheit, das aussergewöhnliche Erbe von Cementos Pacasmayo fortzuführen, das auf einer starken Leistungskultur, einem tiefen Engagement für seine Mitarbeiter und einer in Peru hoch angesehenen Marke basiert. Das Unternehmen ist sehr cash-generativ und verfügt über ein komplementäres Portfolio an Baumaterialien und Baulösungen. Ich freue mich darauf, die 2000 Mitarbeiter von Pacasmayo bei Holcim willkommen zu heissen und gemeinsam weiter zu wachsen.“

    Die rund 300 Verkaufspunkte von Cementos Pacasmayo ergänzen künftig Holcims Präsenz in Lateinamerika. Holcim war bereits im vergangenen Jahr mit den Übernahmen von Comacsa, Mixercon, und der Compañía Minera Luren in den peruanischen Baustoffmarkt eingetreten.

    Die Transaktion, deren Abschluss im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird, steht im Einklang mit Holcims wachstumsorientierter Kapitalallokation und unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen.

  • Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Die Heller Gastro AG eröffnet am 19. Dezember 2025 ihre frisch renovierte und umgebaute Eiger Lodge Grindelwald. Im Zentrum der Arbeiten stand die Sanierung der Eiger Lodge „Easy“, dem älteren der beiden Gebäude, die zur Eiger Lodge gehören. Es wurde zwischen April und Dezember modernisiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut einer Mitteilung auf 4,5 Millionen Franken. Die beiden direkt unter der Eiger Nordwand gelegenen Hotelteile „Easy“ und „Chic“ bieten insgesamt 220 Betten.

    70 Prozent des Auftragsvolumen wurden den Angaben zufolge mit ortsansässigen Unternehmen ausgeführt, die restlichen 30 Prozent mit Firmen aus Bern und dem Berner Oberland. Der neue Frühstücksbereich bietet neu mehr Platz und grosse Fensterfronten mit Bergblick. Neue Küchenräumlichkeiten sollen die Abläufe hinter den Kulissen vereinfachen. Ausserdem wurde der Rezeptions- und Eingangsbereich vollständig saniert. Im Obergeschoss wurde eine Sauna eingerichtet. Eine angrenzende Terrasse wird noch gebaut. Zudem wurden die Gemeinschaftsduschen, die zu den Mehrbett-, Doppel- und Familienzimmern „Easy“ gehören, vollständig erneuert.

    Das Hotel war seit den 90er Jahren unter dem Namen Mountain Hostel die Basis für zahlreiche Bergpassionierte. 2015 wurde es durch die Heller Gastro übernommen und in Eiger Lodge umbenannt. Das Unternehmen betreibt am Ort ausserdem das Eiger Mountain & Soul Resort Grindelwald.

  • Online Netzwerk fördert Wissenstransfer und Expansion im Immobiliensektor

    Online Netzwerk fördert Wissenstransfer und Expansion im Immobiliensektor

    Die Zuger Makler Service AG hat Real Estate Talk Arabia lanciert, eine kostenlose und digitale Bildungs- und Netzwerkplattform für Immobilienfachleute und Investoren. Die Plattform soll Unternehmen der europäischen Immobilienbranche bei der Expansion in internationalen Märkten unterstützten und diese mit dem Immobilienmarkt des Nahen Ostens, insbesondere Dubais, verbinden. Laut einer Mitteilung über Business Insider ist die Plattform ab sofort verfügbar und kann über die offiziellen Kanäle von Makler Service genutzt werden.

    Real Estate Talk Arabia vereint Weiterbildung mit Kommunikation und Gemeinschaft auf einer frei zugänglichen Plattform. Nutzerinnen und Nutzer profitieren von monatlichen Livestreams, strukturierten Online-Kursen sowie einer Facebook-Community. Dort erhalten sie von Bauträgern und Experten praktische Einblicke in internationale Märkte, Kundenkommunikation und Vertriebsstrategien. „Real Estate Talk Arabia spiegelt unsere Philosophie wider – Fortschritt durch Vernetzung“, erklärt die Makler Service AG. „Wir sind überzeugt, dass berufliche Weiterbildung niemals durch Bezahlschranken oder geografische Beschränkungen eingeschränkt sein sollte.“

    Die Makler Service AG wurde 2020 während Pandemiezeiten gegründet und entwickelte sich innerhalb von fünf Jahren zu einem führenden Bildungsanbieter für Immobilienfachleute in der DACH-Region. Mit der neuen Initiative sollen nun Kontinente verbunden werden und die internationale Präsenz des Unternehmens gestärkt werden.

  • Neuausrichtung der Führung stärkt Agilität und Spezialisierung

    Neuausrichtung der Führung stärkt Agilität und Spezialisierung

    Das Winterthurer Immobilien- und Treuhandunternehmen Müller Schuhmacher richtet seine Führung neu aus. Laut einer Mitteilung soll die neue Führungsstruktur mehr Agilität schaffen und die Fokussierung auf die besonderen Kompetenzen des Unternehmens stärken.

    Neuer Geschäftsführer ist Dominic Schuhmacher. Daniela Steiner übernimmt die Leitung der Immobilienbewirtschaftung. Michael Zeugin leitet den Immobilienverkauf und fungiert darüber hinaus nun auch als Präsident des Verwaltungsrats. Finanzen, Personalwesen, Kommunikation und Projekte werden im neugeschaffenen Corporate Center gebündelt. Dieses wird von Christine Müller geführt. Christian Furrer verantwortet weiterhin den Bereich Treuhand.

    „Die neue Struktur macht uns beweglicher, schafft klare Zuständigkeiten und stärkt unsere Spezialisierung“, wird Michael Zeugin zitiert. „So bleiben wir effizient und ein attraktiver Arbeitgeber.“ In einem firmeninternen Gespräch mit Teilen der neuen Führungsriege weist Dominic Schuhmacher darauf hin, dass die personelle Fluktuation rund viermal tiefer als im Branchenschnitt liege und die neue Organisation klare Entwicklungsperspektiven innerhalb der Firma schaffe. „Gleichzeitig gibt sie uns die strukturelle Flexibilität, Nachfolgelösungen oder gezielte Akquisitionen zu prüfen, ohne unsere Kultur und unsere Werte zu gefährden.“

    Parallel zur Neuorganisation der Führungsstruktur hat Müller Schuhmacher auch seinen Markenauftritt weiterentwickelt. Er trage sowohl den bewährten Werten wie auch dem Wachstum und der heutigen Realität des Unternehmens Rechnung, so Christian Furrer in dem Gespräch. Ausserdem „funktioniert er hervorragend in der digitalen Kommunikation“.

  • Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Die urbane Seilbahnanlage Câble C1 ist seit dem 13. Dezember im Süden von Paris in Betrieb, wobei Seile und eine magnetinduktive Überwachung der Fatzer AG aus Romanshorn zum Einsatz kommen. Fatzer ist im Bereich der Transportseile eigenen Angaben nach Weltmarktführer und ein Teil der Brugg Group mit Sitz in Brugg. Die neue Bahn ist laut einer Mitteilung die längste urbane Seilbahn in Frankreich. Im bevölkerungsreichen Département Val-de-Marne, das zum Grossraum Paris gehört, soll sie das öffentliche Bus- und Metro-System entlasten und den individuellen Verkehr reduzieren. Das Projekt wurde von Doppelmayr Frankreich umgesetzt, einer Tochtergesellschaft der Seilbahntechnologie-Gruppe Doppelmayr mit Sitz im österreichischen Wolfurt.

    Die Bahn bedient laut Fatzer mit einer Fahrtzeit von 18 Minuten eine 4,5 Kilometer lange Strecke mit fünf Stationen und verbindet den Vorort Créteil mit den Gemeinden Limeil-Brévannes, Valenton und Villeneuve-Saint-Georges. Insgesamt verkehren 105 Kabinen über 30 Stützen mithilfe dreier Seilschlaufen. Fatzer habe hierfür drei Seile mit einem Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen geliefert, heisst es. Genutzt worden sei der Seiltyp Performa DT, den Fatzer speziell für den Einsatz in dicht besiedelten Gebieten und hohe Belastung entwickelt habe. Er zeichne sich insbesondere durch Langlebigkeit und einen geräuscharmen sowie ruhigen Lauf aus.

    Um die Betriebszeiten von 18 bis 19 Stunden täglich ohne Unterbrechung sicher zu gewährleisten, werde der Seilzustand mithilfe der Fatzer-Lösung TRUscan überwacht. Mithilfe magnetinduktiver Messungen liegen den Verantwortlichen laut dem Unternehmen Echtzeitdaten vor. Unregelmässigkeiten würden sofort entdeckt, Wartungsarbeiten planbarer.

    Es wird angeführt, dass das Performa-DT-Seil bereits bei zahlreichen hochfrequentierten urbanen Anlagen eingesetzt werde: unter anderem im bolivianischen La Paz, im kolumbianischen Medellín, in Guayaquil, Ecuador, im französischen La Réunion und Ajaccio, in Mexiko-Stadt sowie demnächst im ebenso mexikanischen Uruapan.

  • Strategische Übernahme stärkt Mörtelgeschäft in Nordeuropa

    Strategische Übernahme stärkt Mörtelgeschäft in Nordeuropa

    Sika übernimmt Finja Betong, einen Hersteller von Trockenmörteln, Bodenausgleichsmassen und Fassadensystemen aus dem schwedischen Finja. Zusammen mit der kürzlich abgeschlossenen Übernahme des dänischen Mörtelherstellers Marlon erreicht Sika damit eine umfassende Abdeckung des Mörtelsegments in den nordeuropäischen Ländern, heisst es in einer Mitteilung.

    Künftig eröffnen sich somit neue Cross-Selling-Potenziale für Sika, da sich die Produktportfolios und Kundenstämme der beiden Unternehmen ergänzen. Da Finja erst kürzlich an seinen beiden Standorten in die Effizienz- und Kapazitätssteigerung der Produktion investiert hat, profitiert Sika von dieser Erweiterung und will seinen nordeuropäischen Kunden ein breiteres Angebot lokal gefertigter Lösungen anbieten. Die Expertise von Finja bei CO2-armen Mörteln, Lösungen für kalte Klimazonen sowie hochmodernen digitalen Produktauswahl-Tools stärkt künftig das kombinierte Angebot und verschafft Sika eine solide Expansionsbasis für verschiedene Marktsegmente.

    „Die Übernahme von Finja bietet uns hervorragende Möglichkeiten, um unsere Präsenz in den nordeuropäischen Baumärkten zu stärken“, wird Christoph Ganz zitiert, Regional Manager EMEA bei Sika. „Mit unserer globalen Expertise und unserer starken Organisation können wir die umfangreiche Produktpalette, das breite Vertriebsnetz und die innovativen, digitalen Tools von Finja nutzen, um beträchtliche Cross-Selling-Potenziale zu erschliessen und Kundenvorteile zu generieren. Wir freuen uns darauf, das Finja Team in der Sika Familie herzlich willkommen zu heissen und unser Geschäft in Zukunft gemeinsam weiterzuentwickeln.“

    Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen und wird im ersten Quartal 2026 erwartet.

    Sika ist ein Unternehmen der Spezialitätenchemie, das sich auf Systeme und Produkte zum Kleben, Dichten, Dämpfen, Verstärken und Schützen im Bau und in der Industrie fokussiert. Sika ist weltweit mit über 400 Fabriken in 102 Ländern präsent und beschäftigt mehr als 34’000 Mitarbeitende.

  • Zusammenschluss stärkt Pflege und Wohnen im Alter

    Zusammenschluss stärkt Pflege und Wohnen im Alter

    Die in Dübendorf ansässige Tertianum Gruppe hat die bislang zur französischen Pflegegruppe Emeis aus Puteaux gehörende Senevita Gruppe übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist die Transaktion bereits von der Wettbewerbskommission (WEKO) bewilligt worden. Über den Übernahmepreis wurde Stillschweigen vereinbart.

    Mit dem Zusammenschluss beider Pflegegruppen soll der gesamte Bereich Pflege und Wohnen im Alter in der Deutschschweiz verbessert werden. Beide Unternehmen verbinden hohe Qualitätsstandards, regionale Verankerung und das klare Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung im Pflegebereich, heisst es in der Mitteilung.

    „Ich heisse die Mitarbeitenden der Senevita Gruppe in unserem gemeinsamen Unternehmen herzlich willkommen. Sie ergänzen die Tertianum Gruppe perfekt – mit ihrem Know-how, ihrem Engagement und ihrer Professionalität. Wir sind stolz, künftig unter einem Dach mit ihnen zusammenzuarbeiten, um gemeinsam noch besser zu werden“, wird Luca Stäger, CEO der Tertianum Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Der Zusammenschluss ergänzt zudem unsere geographische Präsenz, ermöglicht zahlreiche Synergien in der operativen Exzellenz durch gegenseitiges voneinander Lernen und schafft neue Perspektiven für alle Mitarbeitenden.“

    In dem nun gemeinsamen Unternehmen werden 10‘000 Gäste bedarfsgerecht betreut. Insgesamt verfügt die Tertianum Gruppe nun über 6400 Pflegebetten und 4300 altersgerechte Wohnungen an 140 Standorten in der ganzen Schweiz. Um den Nachwuchs im Pflegebereich zu sichern, werden 800 Lernende ausgebildet.

  • Neues Verkaufskonzept setzt auf Erlebnis und Begegnung

    Neues Verkaufskonzept setzt auf Erlebnis und Begegnung

    Rohner gestaltet seine Verkaufsfläche in Balgach um. Der Standort wird laut einer Mitteilung von CEO Hermann Lion um eine neue Verkaufsfläche erweitert und soll im September 2026 eröffnet werden. Das Ziel sei „ein Raum, der Marken und Menschen verbindet. Der inspiriert, überrascht und zeigt, dass moderner Handel weit mehr ist als nur Verkauf.“

    Damit reagiert die 1873 gegründete Traditionsfirma auf ihre Wahrnehmung, „dass Menschen wieder bewusster einkaufen und echten Kontakt suchen – nach Jahren, in denen vieles digital geworden ist“, so Lion auf Anfrage. „Der stationäre Handel hat dann Zukunft, wenn er mehr bietet als reine Transaktion.“ Deshalb investiere das Textilunternehmen „gezielt in ein Konzept, das Erlebnis, Qualität und Begegnung verbindet. Es ist ein Statement für die Stärke des physischen Handels – und für unsere Region“.

    Die neue Verkaufsfläche wird vom Zürcher Büro Susanne Fritz Architekten gestaltet: „Klare Linien. Natürliche Materialien. Licht, das Geschichten erzählt“, so Lion. Susanne Fritz hat bereits den kompletten Gebäudekomplex in Balgach saniert, erweitert und einer neuen Nutzung zugeführt. Dabei wurde der gesamte Markenauftritt der Rohner AG modernisiert und auch architektonisch neu gestaltet, inklusive des vorhandenen Ladenraums. „Trotz geringerer Dichte der Warengestelle konnte damit der Umsatz pro Quadratmeter gesteigert werden“, heisst es in einer Präsentation dieser Arbeiten.

    Nun entsteht laut Lion auf der neuen Verkaufsfläche etwas, „das wir so in unserer Region noch nicht gesehen haben“. An diesem Ort sollen verschiedene Marken gemeinsam sichtbar werden. Geplant seien Shop-in-Shop-Konzepte für andere Textilmarken, aber auch für Accessoires, Lifestyle-Produkte, Outdoor- oder Designmarken. „Wichtig ist uns, dass die Partner eine Geschichte erzählen können und ins Gesamterlebnis passen, ob lokale Manufaktur oder internationale Brand mit klarer Haltung.“

  • Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Abtretung des Waffenplatzes Moudon kann der Kanton Waadt seinen Planungsprozess für die künftige Nutzung starten. Wie der Bund in einer Mitteilung bestätigt, räumt die Armee den Standort ab Ende 2027, um Platz zu machen für die Waadtländer Polizeiakademie. An der Absichtserklärung beteiligt sind der Kanton, armasuisse Immobilien als Immobilienkompetenzzentrum des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und das Staatssekretariat für Migration (SEM). Basis für diesen Schritt ist der Beschluss des Waadtländer Staatsrats aus dem Mai 2022, die Polizeiakademie vom heutigen Standort in Savatan nach Moudon zu verlegen. 

    Die Fläche und Infrastruktur des Waffenplatzes Moudon bietet laut der Mitteilung grosses Potenzial, um ein interdisziplinäres Ausbildungszentrum aufzubauen. Schon heute prüfe der Kanton, ob der Standort nicht nur von der Polizeiakademie, sondern auch von weiteren Partner aus dem Sicherheitsbereich genutzt werden könnte. Zur Debatte stehen insbesondere sogenannte Blaulichtdienste, Leistungen im Bereich des Umweltschutzes oder im Bereich des Strafvollzugs. Ein Projektierungskredit soll es ermöglichen, hier alle Optionen auszuloten.

    Klar ist schon heute, dass die Fläche nach dem Abzug der Armee schrittweise umgestaltet wird. Das in Moudon stationierte Kommando der Spitalschulen 41 wird ab dem zweiten Halbjahr 2027 gestaffelt auf den Waffenplatz Chamblon zügeln. Die Notfallkapazitäten des SEM in Moudon bleiben bestehen. Somit können in der dortigen Mehrzweckhalle im Fall eines Anstiegs von Asylsuchenden Unterkunftsplätze bezogen werden. „Kommt das Projekt planmässig voran, könnten die ersten Ausbildungen zwischen 2030 und 2032 beginnen“, heisst es von Seiten des Bundes.

  • Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Die auf Erweiterungen, Neubauten oder Spezialkonstruktionen spezialisierte Senn AG aus Oftringen baut für den Migros-Verteilbetrieb (MVB) in Suhr eine neue Lagerhalle aus Stahl. Der Neubau umfasst laut einer Mitteilung eine Fläche von 7500 Quadratmetern, ist mehr als 100 Meter lang und 15,5 Meter hoch. Kern der Modernisierung ist ein vollautomatisches Lagersystem, welches einen Kapazitätsgewinn bringe und die Logistik effizienter mache. 

    Insgesamt 1100 unterschiedliche Bauteile waren nötig gewesen, was logistisch anspruchsvoll und für die Montage aufgrund begrenzter Flächen zur Zwischenlagerung eine Herausforderung war. Bei der Montage sei grösstenteils mit einem eigenen Pneukran sowie zwei Baustellenkränen gearbeitet worden, so die Senn AG. 

    Die Tragstruktur besteht laut Mitteilung aus weiss beschichtetem Stahl. 530 Tonnen Stahl seien gesamt verbaut worden. Die Senn AG verarbeitet laut Eigenangaben am Firmensitz jährlich 7000 Tonnen Stahl und Aluminium und ist tätig bei Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcentern, Notstromanlagen, Pneukraneinsätzen und weiteren Transportlösungen. 

    Seit Ende Juni laufen die Bauarbeiten. Die Halle sei zu rund einem Dreiviertel montiert, aktuell werden die letzten Hallenteile in der Werkstatt beschichtet und für den Transport vorbereitet, heisst es. Noch im Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein.

    Die Realisierung der Lagerhalle ist bedeutsam für das Versorgungsnetzwerk der Migros. Wie MVB schreibt, betreibt die Detailhandelsgruppe in Suhr eines von zwei nationalen Verteilzentren. Das erste wurde vor mehr als 50 Jahren in Neuendorf SO errichtet, vor mehr als 25 Jahren entstand in Suhr ein weiterer Standort.

  • Schweizer Wirtschaft zwischen Dämpfer und Zuversicht

    Schweizer Wirtschaft zwischen Dämpfer und Zuversicht

    Nach zwei Rückgängen in Folge liegt der KOF-Geschäftslageindikator unter dem Niveau des Sommers, aber noch über den Tiefständen von August und September. Die Konjunkturdynamik bleibt moderat, ein schwaches, aber stabiles Fundament. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Geschäftslage weiter eingetrübt. Produktion und Einkaufspolitik stagnieren und Preisaufschläge werden seltener geplant. Trotz allem zeigen sich die Erwartungen im Export und in den Auftragsbüchern zunehmend optimistischer. Viele Unternehmen rechnen mit einer leichten Besserung im ersten Halbjahr 2026.

    Uneinheitliche Branchenentwicklung
    Die Entwicklung der Lage ist branchenübergreifend unterschiedlich. Projektierungsbüros, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie übrige Services melden eine abgeflachte Geschäftsentwicklung, während das Baugewerbe und der Detailhandel eine leichte Erholung verzeichnen.

    Bei den Erwartungen zeigen sich diese Kontraste ebenso. Zuversicht herrscht im Bauwesen sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern, während Detailhandel und Planungsbüros etwas vorsichtiger agieren. Der Detailhandel verzeichnet den zweiten Rückgang seines Erwartungsindikators in Folge. Ein Zeichen, dass sich Konsumtrends nur zögerlich festigen.

    Die Eintrübung bleibt
    Regional betrachtet sinkt die aktuelle Geschäftslage in allen Landesteilen. Besonders betroffen sind Zentralschweiz, Espace Mittelland, Ostschweiz, Zürich und die Nordwestschweiz. Im Tessin und in der Genferseeregion bleibt der Rückgang moderater. Der Indikator zeigt, dass der konjunkturelle Druck landesweit spürbar ist, trotz stabiler Exporte und Dienstleistungen.

    Konjunkturuhr zeigt vorsichtige Erholung
    Die KOF verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen Gegenwart und Zukunft. Die Lage bleibt unter dem Durchschnitt, die Perspektiven liegen darüber. Im Jahr 2025 mit zaghafter Belebung, hat sich die Schweizer Wirtschaft noch nicht in einen echten Aufschwung bewegt. Dennoch gilt die zunehmende Erwartungsaufhellung als Vorbote, dass 2026 bessere Dynamik bringen könnte. Getragen von robusten Dienstleistungssektoren, stabilen Exporterwartungen und einer sanften Erholung im Bau.

    Die Schweizer Wirtschaft steht zum Jahreswechsel weiter im Zeichen der Stabilität mit leichten Gegenwinden. Während die Gegenwart von gebremstem Tempo geprägt ist, richten viele Unternehmen ihren Blick optimistisch nach vorn, in der Hoffnung, dass 2026 zum Jahr einer echten konjunkturellen Erholung wird.

    KOF Geschäftslageindikator (Quelle: kof.ethz.ch)
  • Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Der Stadtrat Winterthur hat laut einer Mitteilung Martin Emmenegger als neuen Direktor des Stadtwerkes Winterthur bestätigt. Emmenegger ist derzeit Geschäftsbereichsleiter Netze und Mitglied der Geschäftsleitung des Elektrizitätswerkes Zürich (ewz). Zuvor war er während vier Jahren beim Stadtwerk Winterthur als Bereichsleiter Elektrizität und Telekom gewesen.

    Emmenegger hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften als Elektroingenieur abgeschlossen. Der 57-Jährige folgt auf Marco Gabathuler, der das Stadtwerk seit 2017 geführt hat und im Januar 2026 in die Pension geht.

    „Mit Martin Emmenegger fällt die Wahl auf eine motivierende Persönlichkeit, die Stadtwerk Winterthur erfolgreich in die Zukunft führen kann“, wird Stadtrat Stefan Fritschi in der Mitteilung zitiert.

  • Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Swiss Life Asset Managers möchte mit der Übernahme der Schlieremer Gewerbe- und Handelszentrum AG (GHZ) ihre Position im Life Sciences-Sektor stärken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die GHZ hat das ihr gehörende Wagi-Areal entwickelt. Dort sind nun auf einer Mietfläche von 143’000 Quadratmetern insgesamt rund 250 Unternehmen und Organisationen aus der Life Sciences-Branche ansässig, die über mehr als 2400 Arbeitsplätze verfügen. Auch der Bio-Technopark Schlieren ist auf dem Areal angesiedelt.

    Der Standort der GHZ bleibt erhalten, die Mitarbeitenden werden übernommen und auch GHZ-Geschäftsführer Walter Krummenacher wird weiterhin als Ansprechpartner für die Mieter fungieren und das Areal mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickeln. „Wir sind sehr glücklich, mit Swiss Life Asset Managers eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben, die unsere Werte und unser langfristiges Engagement für Immobilien und Life Science als Beitrag für die Gesellschaft teilt. So wird die Vision unseres Gründers Leo Krummenacher in die Zukunft getragen“, wird Walter Krummenacher in der Mitteilung zitiert.

    Swiss Life Asset Managers will mit der Übernahme des „dynamischen und wachstumsstarken Zentrums mit langfristigem Wertschöpfungspotential“ den Fokus auf Investitionen in den Bereichen Living, Logistics, Light Industrial und Life Science und Tech („4L“) unterstreichen. „Wir freuen uns sehr, mit dem erfahrenen Team von GHZ die beeindruckende Entwicklung des Areals fortzusetzen. Swiss Life Asset Managers ist von der Attraktivität und der Zukunftsstärke von Life-Science-Immobilien überzeugt, da sie für unsere Wirtschaft wie auch für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung sind“, heisst es von Paolo Di Stefano, Head of Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers.

  • Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Die in Schlieren ansässige Halter AG hat die Modernisierung und Neugestaltung des Signy Centre in Signy-Avenex abgeschlossen. Die Renovation umfasste zwei Gebäude mit Verwaltungs- und Geschäftsflächen, drei Etagen mit rund 50 Geschäften sowie fünf Parkdecks mit insgesamt etwa 1100 Stellplätzen. Wie Halter mitteilt, startete das Projekt im Jahr 2023 und wurde nun mit der offiziellen Übergabe an die Kunden abgeschlossen.

    Im Rahmen der Renovation wurden die technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen im Signy Centre modernisiert. Darüber hinaus gestaltete Halter das Einkaufszentrum und dessen Aussenanlagen neu. Die abgeschlossenen Umbauten erhöhen laut dem Unternehmen den Komfort und die Sicherheit der Arbeitnehmenden sowie der Kundinnen und Kunden im Einkaufszentrum. Darüber hinaus konnte die Energie- und Umweltbilanz des Standorts verbessert werden.

    Teil des Projekts waren darüber hinaus die Unternehmen Burckhardt und ARFOLIA, die jeweils die Architektur und Landschaftsarchitektur übernommen haben. Während sd ingénierie als Bauingenieur beteiligt war, übernahm Caeli Ingénierie die Rolle des technischen Ingenieurs. Brandschutzingenieur war zuletzt srg engineering.

  • Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Das Zürcher Start-up vyzn hat seine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich beendet. Angeführt wurde diese laut einer Mitteilung durch die Venture-Capital-Unternehmen Spicehaus Partners aus Zug sowie Kiilto Ventures, ein Teil der Chemie-Gruppe Kiilto mit Sitz in Finnland. Zudem seien weitere strategische Investoren aus der Bau- und Immobilienbranche beteiligt. Die Höhe des neu aufgenommenen Kapitals wird nicht genannt. Das Kapital soll nun den Weg ebnen, das Portfolio zu erweitern und Wachstum voranzutreiben.

    Die Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) steht unter der Leitung des Gründungsteams, dem CEO Adrian Henke, CTO Romana Rust, COO Martino Tschudi und CCO Michael Sinniger angehören. Ziel ist eine Transformation der Planung von Neubau- und Sanierungsprojekten mithilfe datenbasierter Analysen. Und bald, heisst es, soll die vyzn-Software mehr als Ökobilanz und Energieeffizienz abdecken und frühzeitige, präzise und kostengünstige Planungsiterationen ermöglichen. Zudem wird auch die Integration von Daten zur Kreislauffähigkeit, Kostenschätzung und zum thermischen Komfort angekündigt. Basis dafür sei ein kürzlich erzielter technologischer Durchbruch: Nun könne vyzn Architekturmodelle automatisch in vollständig simulierbare 3D-Modelle überführen.  

    Dabei wird eine wachsende Nachfrage aus europäischen Märkten betont. Die Expansion nach Deutschland stehe kurz bevor; bereits Anfang 2026 soll die vyzn-Software dort bei ersten Kunden eingesetzt werden. Auch im Hinblick auf eine weitere Expansion will das Start-up sein Team jetzt gezielt ausbauen. Dabei zählten zu den Kunden schon heute über 50 Unternehmen wie der Flughafen Zürich, Implenia, Halter, Pensimo oder Amstein-Walthert.

    „Mit vyzn brechen wir die Datensilos in der Planung auf“, wird vyzn-CEO Adrian Henke zitiert. „Unsere Kunden lösen mit unserer Plattform den Widerspruch von wirtschaftlichem und nachhaltigem Bauen.“

  • PV-Flexibilität wird zur neuen Einnahmequelle

    PV-Flexibilität wird zur neuen Einnahmequelle

    Die Schweiz verfolgt ambitionierte Solarziele und plant eine Verfünffachung der PV-Stromproduktion. An sonnigen Tagen überfordern Überschüsse jedoch die Netze, weshalb die 3%-Regel Verteilnetzebetreibern erlaubt, Anlagen um bis zu 30 Prozent unvergütet der Leistung drosseln. sun2wheel und convoltas kehren dieses Prinzip um. Sie bündeln PV-Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarkten die Flexibilität im Regelenergiemarkt von Swissgrid. Statt Verluste zu erleiden, erhalten Betreiber Prämien für gezielte Einspeisereduktionen.

    20 Prozent Renditeplus
    Im laufenden Swissgrid-Pilotprojekt PV4Balancing liefert das System seit Juni 2025 beeindruckende Zahlen. Pro installiertem Kilowatt erzielen Betreiber rund 10 Franken Zusatzeinnahmen, das entspricht über 20 Prozent Renditeplus. Drosselungen erfolgen nur 4 bis 8 Stunden monatlich, meist an Wochenenden oder bei wechselhaftem Wetter. «Unsere Kunden verdienen mit Flexibilität mehr als mit reiner Einspeisung», betont Fabian Gloor. Bereits über 100 Grossanlagen sind vertraglich gebunden.

    KI-gesteuertes Virtuelles Kraftwerk
    Als erster Anbieter bieten die Unternehmen PV-Flexibilität ausserhalb des Piloten am Regelenergiemarkt an. Eine KI-basierte Software erkennt Überschusszeiten, steuert Anlagen in Minuten und integriert mittelgrosse Systeme ohne teure Sensoren. «Wir vernetzen PV-Anlagen, Speicher und E-Ladestationen zu einem flexiblen Energiesystem», erklärt CEO Sandro Schopfer. Zukünftig sollen auch Kleinanlagen von Einfamilienhäusern einbezogen werden.

    Netzstabilität trifft Solarrendite
    Die Lösung unterstützt die 3%-Regel, indem Produktionsspitzen automatisch in Speicher oder E-Fahrzeuge umgelenkt werden. Netzbetreiber erhalten Stabilität, PV-Betreiber Zusatzeinnahmen und die Solarproduktion wächst ohne Netzüberlastungen. Das «Profit-Plus»-Modell zeigt, wie technologische Innovation und Marktmechanismen die Energiewende vorantreiben. Flexibilität wird zur neuen Währung, die Solaranlagen wirtschaftlicher und netzfreundlicher macht.

  • Neuer Veranstaltungs- und Arbeitsraum im ehemaligen Druckhaus eröffnet

    Neuer Veranstaltungs- und Arbeitsraum im ehemaligen Druckhaus eröffnet

    FlexOffice hat seinen neuen Standort in Schlieren eröffnet. Der Veranstaltungsort im JED, dem ehemaligen NZZ-Druckhaus, bietet im Bereich der Büroarbeit vielfältige Möglichkeiten, heisst es in einer Mitteilung des Bürovermieters auf LinkedIn.

    Der flexible Raum kann für Veranstaltungen von 80 bis 150 Personen gestaltet werden. Dies kann von Nutzenden von Einzelarbeitsplätzen über Veranstaltende von Workshops bis hin für grössere Treffen mit Theaterbestuhlung gebucht werden.

    Dabei ist der Raum gebaut für „Workshops, Keynotes, Team Offsites, Launches oder Networking Nights“, heisst es in der Mitteilung. Für das Veranstaltungsmanagement und die Betreuung der Gäste zeichnet Najat El Harat verantwortlich. Vorgesehen ist ebenfalls ein Afterwork-Programm mit Sport, Erholung und Gastronomie. Buchungen können ab sofort bei FlexOffice vorgenommen werden, Frühbucher erhalten einen Rabatt von 25 Prozent für Veranstaltungen im Jahr 2026.

  • Flexible Abrechnungssysteme stärken lokale Energiegemeinschaften

    Flexible Abrechnungssysteme stärken lokale Energiegemeinschaften

    Das Softwareunternehmen zevvy AG und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) spannen bei Stromabrechnungslösungen zusammen. Künftig nutzt auch die ewz die flexible Abrechnungsplattform, die Energieflüsse in Mehrparteiengebäuden und Quartieren berechnet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. So ermöglicht die zevvy-Software die Abrechnung von Solarstrom bei Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV), virtuellen ZEVs (vZEV), Mieterstrom und lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), sowie Heiz-und Wasserkosten und von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Plattform wird künftig als White-Label, also unter dem Logo der ewz, genutzt.

    Laut der Mitteilung profitiere ewz besonders von der Integrationsfähigkeit der Software, die mit verschiedenen Gebäudetechniksystemen, Monitoringplattformen, Smart-Home Anbietern sowie Internet der Dinge (IoT)-Lösungen genutzt werden kann. Diese Vielfältigkeit ermöglicht eine flexible Systemarchitektur für zukünftige Energiedienstleistungen und reduziere sogenannte Lock-In-Effekte. Bei diesen wird der Wechsel zu anderen Anbietern oder Systemen erschwert.

    „Wir freuen uns sehr, dass weitere Partner aus dem zevvy-Ökosystem zum Erfolg beitragen. Die Software erlaubt das Arbeiten im Mandantensystem. So begleitet die Firma dSyde SA französischsprachige Projekte und die Prola Services GmbH hilft beim initialen Aufwand der Migration“, wird Cyrill Burch zitiert, CEO von zevvy.

    Hintergrund für die Partnerschaft ist die steigenden Bedeutung geteilten Solarstroms und der damit verbundenen Dienstleistungen und Technologien. So benötigt etwa die aktive Energiesteuerung in Solar-Energiegemeinschaften sowie das Konzept der lokalen Energiegemeinschaften), das im Januar 2026 eingeführt wird, neue Lösungen. Die ewz will mit der zevvy-Software ihr Angebot bei der Energieabrechnung von Immobilienportfolios erweitern.

  • Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Die GLATZ AG aus Frauenfeld sichert sich den Thurgauer Wirtschaftspreis 2026, der jährlich von der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft verliehen wird.

    Das Familienunternehmen überzeugte die Jury laut einer Mitteilung mit einer Kombination aus generationenübergreifender Geschäftstätigkeit, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Loyalität, heisst es zur Begründung. Mit ihren patentierten Schirmgestellen, einer hohen Fertigungstiefe, einer internen Näherei und kompromisslosen Qualitätsstandards sei die GLATZ AG Trendsetter bei Schattenlösungen – und das in Zeiten, in denen der internationale Billigmarkt viele Mitbewerber verdrängt. Die Grossschirme aus Frauenfeld, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde standhalten, werden so aus dem Thurgau in über 50 Länder exportiert.

    „Seit über 130 Jahren ist das Unternehmen fest im Thurgau verwurzelt – und trägt zugleich die Qualität und den Innovationsgeist des Werkplatzes Thurgau in die Welt hinaus“, wird Thomas Koller zitiert, Jury-Präsident des Thurgauer Wirtschaftspreises.

    Davon, dass die GLATZ AG auch künftig im Thurgau verwurzelt bleibt, zeugt der Umzug in den neuen Stammsitz an der Langfeldstrasse in Frauenfeld im Jahr 2024. Der Neubau, der Forschung und Entwicklung, Produktion, Verwaltung und ein modernes Schulungszentrum unter einem Dach vereint, sei auch mit Fokus auf die Nachhaltigkeit errichtet worden. So reduzieren Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme sowie verkürzte Transportwege den CO2-Fussabdruck.

    Die Preisverleihung findet am 15. April 2026 bei der GLATZ AG in Frauenfeld statt.

  • Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Der Wärmeverbund Maisprach im Kanton Basel-Landschaft und der Basler Energieversorger IWB haben ein neues Projekt zur Wärmeversorgung aus regionalen Rohstoffen in Betrieb genommen. Seit Anfang Dezember wird aus einem Holzkessel und einer Pflanzenkohleanlage Energie gewonnen und in das Wärmenetz eingespeist, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Voraussetzung für den jetzt erfolgten Schritt lieferte die Gemeinde Maisprach im Januar 2025 mit dem Bau eines neuen Werkhofs. Dort errichtete die IWB zunächst neue Holzheizanlagen. Im November folgte der Bau der Pflanzenkohleanlage. Jährlich sollen hier 250 Tonnen Pflanzenkohle aus Landschaftspflegeholz und Biomasse durch Pyrolyse erzeugt werden. Die Abwärme aus der Kohleproduktion wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Betreiber rechnen mit 900 Megawattstunden Wärmeenergie für die Netzkunden, bei steigender Tendenz mit einem weiteren Netzausbau. Der Holzkessel wird ebenfalls mit regionaler Biomasse betrieben. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Region als Zusatz zur Kompostierung, in Erdsubstraten sowie in der Landwirtschaft genutzt. Die IWB investierte in das Projekt 3,5 Millionen Franken.

    „IWB hat Erfahrungen im Bau und Betrieb von Wärmeanlagen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat IWB in Basel den innovativen Ansatz getestet, Abwärme aus einer Pflanzenkohleanlage in einem Wärmenetz zu nutzen. Davon können wir nun profitieren“, wird der Maispracher Gemeindepräsident Dorian Wernli in der Mitteilung zitiert.

  • Generationenwechsel stärkt Ausrichtung eines etablierten Elektroanbieters

    Generationenwechsel stärkt Ausrichtung eines etablierten Elektroanbieters

    Die Elektro Meier AG hat einen Wechsel in der Geschäftsführung und eine Umfirmierung vollzogen. Einer Mitteilung der Eglin Holding AG aus Baden zufolge tritt das in Würenlingen ansässige Unternehmen per 1. Dezember unter neuer Leitung von Marc Wey und unter neuem Namen als Eglin Elektro AG Würenlingen auf. 

    Mit Marc Wey konnte für die Geschäftsleitung laut der Mitteilung eine „Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen“ gewonnen werden. Marc Wey ist seit seiner Lehre als Elektroinstallateur (2009 bis 2013 bei der ehemaligen Ing. W. Eglin AG) im Unternehmen tätig. Nach Berufsjahren als Servicemonteur hat Wey als Junior Projektleiter 2018 die Verantwortung der Elektro Meier AG Würenlingen übernommen. Zuletzt war er seit 2020 Projektleiter im E-Service. Der Schritt bilde den Abschluss der bereits im Jahr 2002 begonnenen Integration in die Eglin Group. „Damit wird die Zugehörigkeit zur Eglin Group transparent nach aussen sichtbar und schafft eine klare, zukunftsorientierte Identität“, so die Mitteilung. 

    Das Familienunternehmen Elektro Meier AG kann auf fast 100 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Hervorgegangen aus der 1931 gegründeten Elektrikerfirma Eglin in Ennetbaden AG, ist das Unternehmen heute bei Projektierung, Herstellung und Vertrieb elektrischer Anlagen und Einrichtungen tätig. Schwerpunkte sind Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen Elektroinstallation, ICT und Gebäudeautomation.

  • Neuer Standard macht Gebäude zu handelbaren CO₂-Senken

    Neuer Standard macht Gebäude zu handelbaren CO₂-Senken

    Der Global Construction C-Sink-Standard des Fricker Unternehmens Carbon Standards International ist erstmals die Grundlage für die Ausgabe von CO2-Zertifikaten für ein biogenes Gebäude gewesen. Sie wurden laut einer Mitteilung von OPENLY ausgegeben. Der in Widnau ansässige Pionier für biogenen Hochbau und CO2-Senken in Gebäuden bietet diese CO2-Zertifikate zusammen mit der Klimaschutzorganisation myclimate an.

    In der Folge wurde der erste Global Construction C-Sink im öffentlich zugänglichen Global C-Sink Registry eingetragen. Damit erzielt der Standard sofortige Wirkung, weil der Kohlenstoff vom ersten Tag als gespeichert gilt. Die Senke ist im Bauwerk exakt lokalisiert und kann global gehandelt werden. „Die Zertifizierung von Gebäuden als CO2-Senken schafft einen messbaren Klimanutzen, fördert nachhaltiges Bauen und ebnet den Weg für handelbare CO2- Zertifikate, die den Wandel in der Bauindustrie vorantreiben“, wird OPENLY-CEO Andy Keel zitiert.

    Der Global Construction C-Sink Standard verifiziert Gebäude und Tragwerke, die aus Biomasse gewonnene und Kohlenstoff speichernde Materialien enthalten. Diese Biomasse, zu der etwa Hanf, Stroh, Holz und Pflanzenkohle gehören, stellen somit Kohlenstoffsenken dar. Jedes verifizierte Bauwerk kann im Global C-Sink Registry registriert werden. Es ist von der Internationalen Allianz für CO2-Reduzierung und -Kompensation (International Carbon Reduction and Offset Alliance, ICROA) mit Sitz in Genf anerkannt.

    Zu den ersten Unternehmen, die C-Sink-Gutschriften auf Basis der Carbon Standards von Carbon Standards International nutzen, gehören Angaben von Carbon Standards International zufolge Swiss Re, Shopify, Atlassian, Banque Pictet, Woolgate Exchange Unit Trust, Celonis, Arup Group, Storebrand und Zooplus. Darüber hinaus führe der Betreiber des CO2-Senken-Registers derzeit interne Gespräche über mögliche Partnerschaften und Kooperationen.

  • Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Architekt Markus Schietsch hat für seinen Neubau des kantonalen AVS-Gebäudes in Unterentfelden von „Hochparterre“ einen Hase-Architekturpreis in Silber erhalten. Der Preis wurde am 2. Dezember im Zürcher Museum für Gestaltung verliehen. Er würdigt die architektonische Qualität des Gebäudes sowie die konsequente Umsetzung einer nachhaltigen Bauweise.

    Das neue Gebäude mit seinen Labor- und Büroarbeitsplätzen für derzeit 80 Mitarbeitende war am 25. Oktober 2024 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit feierlich eröffnet worden. Die Bauarbeiten hatte die Immobilien Aargau geplant und durchgeführt.

    „Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg“, wird Regierungsrat Dr. Markus Dieth in einer Mitteilung zitiert. „Der Kanton Aargau investiert in nachhaltige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Gebäude, die auch dem kosteneffizienten Bauen Rechnung tragen. Ich gratuliere Markus Schietsch und der Abteilung Immobilien Aargau herzlich zu diesem Erfolg.“

    Laut Schietsch zeigt diese Auszeichnung, „dass sorgfältige Planung, klare architektonische Haltung und der Mut zu nachhaltigen Materialien wie Holz heute mehr denn je gefragt sind“. Amtsleiterin und Kantonschemikerin Dr. Alda Breitenmoser betont, dass das neue Gebäude „optimale Arbeitsbedingungen“ für den Verbraucherschutz biete: „Die Architektur unterstützt unsere Arbeitsabläufe, schafft ein angenehmes Raumklima und zeigt, dass moderne Verwaltung ökologisch und funktional zugleich sein kann.“

    Anfang November 2025 ist der neue Sitz des AVS bereits vom Holznetzwerk Pro Holz Aargau für seine Holzbauweise ausgezeichnet worden.