Kategorie: Regionen

  • Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Die St.Galler Stadtwerke (SGSW) haben ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fussballstadions kybunpark, Heimstätte des FC Gallen 1879, ausgebaut, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Ein Grossteil der lokal erzeugten Solarenergie – etwa 440’000 Kilowattstunden – wird für Veranstaltungen im Stadion genutzt. Die symbolische Einweihung der Anlage fand beim Heimspiel des FC St.Gallen 1879 gegen FC Lausanne-Sport am 26. Januar statt.

    Das Dach ist nun vollständig mit Solarmodulen belegt. Durch die zusätzliche Kapazität von 572 Kilowatt Spitzenleistung wird eine um 560’000 Kilowattstunden höhere Strommenge ermöglicht. Die Gesamtleistung der Anlage betrage neu 1’205 Kilowatt in Spitzenzeiten und erhöhe die jährliche Stromproduktion auf mehr als 1 Million Kilowattstunden. Damit könnten 288 Vier-Personen-Haushalte ihren jährlichen Strombedarf decken.

    Durch diese zwischen September 2024 und Januar 2025 von SGSW, Stadion St.Gallen AG und FC St.Gallen Event AG gemeinsam umgesetzte Kapazitätserweiterung behalte die Anlage ihren Status als «grösste Solaranlage auf einem Dach» im Stadtgebiet bei. Die bisherige Photovoltaikanlage galt bei Inbetriebnahme im Jahr 2015 mit einer Spitzenleistung von 633 Kilowatt und einer Produktion von 520’000 Kilowattstunden pro Jahr als die grösste.

  • Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    INFOMANIAK, europaweit tätiger Cloud-Anbieter und Entwickler von Webtechnologien, hat im Beisein von Behördenvertretern und Projektpartnern ein neues Rechenzentrum am Unternehmensstandort Genf eingeweiht. Gemäss einer Medienmitteilung kann der von den dort 10’000 unterirdisch installierten Servern verbrauchte Strom per Fernwärmenetz als Heizenergie nochmals verwendet werden. Obgleich es sich um eine energieintensive Anlage handele, gilt das Rechenzentrum damit als «aktiver Akteur der Energierückgewinnung».

    Bereits im November 2024 wurde damit begonnen, den in diesem Rechenzentrum verbrauchten Strom zu 100 Prozent in Wärme umzuwandeln und in das kantonale Fernwärmenetz einzuspeisen. Aktuell nutze der Serverpark 25 Prozent seiner Kapazität, bis 2028 soll die Anlage mit voller Leistung laufen. Für das Fernwärmenetz wird dann eine Leistung von 1,7 Megawatt erwartet. «Mit so viel Energie können jährlich 6000 Minergie-A-Haushalte beheizt werden oder 20’000 Personen täglich fünf Minuten lang duschen», heisst es in der Mitteilung.

    Das neue Datacenter soll den bisherigen Verlust der Abwärme mit einem neuen Funktionsprinzip ändern. Es gibt die aus Strom gewonnene Wärme mit einer Temperatur von 40 bis 45 Grad an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher ab, der einen Warmwasserkreislauf erwärmt. Wärmepumpen ermöglichen im Anschluss eine Erhöhung der Wassertemperatur, um die Abwärme in das Fernwärmenetz zu leiten.

    Zur positiven Klimawirkung trage zudem die Lage unter einem Wohngebiet bei. Dadurch seien keine Auswirkungen im Stadtbild zu befürchten. So würden mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche gelöst und Schritte für mehr technologische Unabhängigkeit in Europa getan, heisst es.

  • Wiederverwendung von Jalousieaktoren

    Wiederverwendung von Jalousieaktoren

    Griesser schenkt alten JAX-Aktoren ein zweites Leben. Diese Jalousieaktoren, die Teil der verkaufsstarken Sonnenschutzsteuerung KNX von Griesser sind, werden laut einer Mitteilung des Sonnenschutzspezialisten ab sofort repariert. Danach kehren sie in den wirtschaftlichen Kreislauf zurück. Sie sind ab sofort auf der Online-Plattform MyGriesser für individuelle Konfigurationen verfügbar.

    Die KNX-Varianten mit ihren JAX-Aktoren zählt Griesser zu nationalen und internationalen Verkaufsschlagern. Mit seiner jüngsten Massnahme zur «Steigerung der Nachhaltigkeit» wollte das Unternehmen nach den Worten seines CEO Urs Neuhauser «dort ansetzen, wo wir den grössten Impact erreichen können. Deshalb fiel die Wahl auf die Griesser KNX-Steuerungslösungen.» Das Qualitätsversprechen gelte auch nach der Reparatur, weshalb alle reparierten Aktoren mit einer einjährigen Garantie ausgestattet werden. Ausserdem gelten die weiteren Service-Leistungen auch für die Reparaturobjekte.

    Vorerst wird das Projekt in Frankreich lanciert. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch weitere Griesser-Standorte geplant.

    Wie Griesser betont, setzt das Unternehmen schon seit Längerem auf Kreislaufwirtschaft. So enthalte etwa sein Aluminium seit mehreren Jahren einen hohen Rezyklatanteil. Mit dem 2024 lancierten Green Aluminium sollen dessen CO2-Emissionen pro Kilogramm zusätzlich um bis zu 30 Prozent sinken. Vorerst wird dieses grünere Aluminium den Angaben zufolge beim Fensterladensortiment eingesetzt.

  • Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Die Axpo Solutions AG aus Baden und die Bergbahnen Disentis AG wollen auf dem Gebiet der Bündner Gemeinde Disentis/Mustér eine Photovoltaikgrossanlage mit einer Leistung von über 10 Megawatt Peak realisieren. Für Erstellung und Betrieb der Anlage gründen die beiden Partnerunternehmen derzeit die Kraftwerksgesellschaft Ovra Solara Magriel AG mit Sitz in Disentis/Mustér. Das auf Artikel 71a des Energiegesetzes, dem sogenannten Solarexpress, basierende Projekt hat nun die Zustimmung der Regierung des Kantons Graubünden erhalten, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Das Stimmvolk von Disentis/Mustér hatte dem Plan bereits 2023 grünes Licht gegeben.

    Die Anlage soll auf einem bereits touristisch genutzten Gebiet in etwa 2100 Meter Höhe über Meer errichtet werden. Geplant sind 20’750 Solarpaneele auf einer Fläche von rund 13,5 Hektaren. Die Betreiber erwarten eine jährliche Stromproduktion von rund 14,6 Gigawattstunden, von denen etwa 5,4 Gigawattstunden im Winter anfallen.

  • Schweiz überprüft ihre Alarmsysteme

    Schweiz überprüft ihre Alarmsysteme

    Der Test beginnt um 13.30 Uhr mit dem Allgemeinen Alarm, einem auf- und absteigenden Heulton, der eine Minute dauert. Falls erforderlich, kann die Überprüfung bis 14.00 Uhr verlängert werden. In den Gefahrenzonen unterhalb von Stauanlagen wird ab 14.00 Uhr bis spätestens 16.30 Uhr zusätzlich der Wasseralarm getestet. Dieses Signal besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von jeweils 20 Sekunden, die in Abständen von zehn Sekunden ausgelöst werden.

    Alertswiss-App ergänzt den Test
    Zeitgleich mit dem Sirenentest versenden alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein eine Informationsmeldung über die Alertswiss-App. Diese Massnahme dient dazu, die grossflächige Verbreitung von Warnmeldungen zu testen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Bevölkerung den Sirenentest nicht mit einem echten Alarm verwechselt. Die Alertswiss-Meldung löst auf dem Smartphone keinen Warnton aus, da akustische Warnsignale ausschliesslich echten Notfällen vorbehalten sind.

    Verhalten im Ernstfall
    Sollte der Allgemeine Alarm ausserhalb des angekündigten Testzeitraums ertönen, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung besteht. In einem solchen Fall sollten sich die betroffenen Personen über die Alertswiss-App oder die offizielle Website informieren, das Radio einschalten und den Anweisungen der Behörden folgen. Zudem wird empfohlen, Nachbarn über den Alarm zu informieren. Beim Wasseralarm besteht eine unmittelbare Gefahr in der Nähe einer Stauanlage. Die betroffene Bevölkerung muss das gefährdete Gebiet unverzüglich verlassen.

    Empfehlungen zur persönlichen Vorsorge
    Das BABS rät der Bevölkerung, den Sirenentest als Gelegenheit zu nutzen, um die eigene Notfallvorsorge zu überprüfen. Dazu gehört unter anderem die Installation der Alertswiss-App auf allen Mobilgeräten, um im Ernstfall wichtige Informationen direkt von den Behörden zu erhalten. Ebenso wird empfohlen, einen Notfallplan für sich und die Familie auszufüllen oder zu aktualisieren. Auch der persönliche Notvorrat sollte überprüft werden. Wer sich über die empfohlene Vorratshaltung informieren möchte, kann den Notvorratsrechner des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung nutzen. Personen, die in einem Umkreis von 50 Kilometern um ein Kernkraftwerk wohnen, sollten zudem sicherstellen, dass die im Herbst 2023 abgegebenen Jodtabletten weiterhin vorhanden sind. Falls diese verloren gegangen sind, können sich Betroffene an die zuständige Geschäftsstelle wenden.

    Neue Informationskampagne für den Sirenentest
    Im Vorfeld des diesjährigen Tests wird erstmals ein neuer Fernsehspot ausgestrahlt, der über die Durchführung informiert. Die SRG und private TV-Sender sind gesetzlich verpflichtet, diesen Spot mehrfach auszustrahlen. Er ersetzt den bisherigen «Sirenenschaf»-Spot und wurde bereits im Januar 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Die nächste landesweite Sirenenüberprüfung ist für den 4. Februar 2026 geplant.

  • Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Die weltweiten wirtschaftlichen Spannungen haben in den letzten Monaten zugenommen. Die OECD und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verweisen auf Risiken, insbesondere durch die neue US-Regierung und die unklaren Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Während die US-Wirtschaft stärker als erwartet wächst, bleibt die europäische Konjunktur durch strukturelle Herausforderungen geschwächt. Der starke Schweizer Franken bremst exportorientierte Branchen, während die Inlandsnachfrage weiterhin eine stabile Säule der Wirtschaft darstellt.

    Bauwirtschaft profitiert von Zinssenkungen
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik gelockert und den Leitzins von 1,75 % auf 0,5 % gesenkt. Diese Massnahme schafft ein vorteilhaftes Investitionsklima, insbesondere im Baugewerbe, das von sinkenden Finanzierungskosten profitiert. Die Prognosen für die gesamte Schweiz gehen von einem Wachstum von 1,5 % in diesem Jahr und einer Beschleunigung auf 1,7 % im kommenden Jahr aus.

    Branchenentwicklung uneinheitliches Bild
    Während die Industriekonjunktur weiterhin herausgefordert ist, zeigen sich in anderen Bereichen gemischte Entwicklungen. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe kämpfen mit einem schwachen Geschäftsklima, während der Dienstleistungssektor positive Impulse verzeichnet. Besonders starkes Wachstum wird für die Chemie- und Pharmaindustrie, Unternehmensdienstleistungen sowie die Finanzbranche prognostiziert. Auch die Maschinen- und Uhrenindustrie könnte mittelfristig von der wirtschaftlichen Erholung profitieren.

    Stabilisierung mit Unsicherheiten
    Die Waadtländer Wirtschaft blickt auf ein Jahr der Chancen, jedoch auch der Herausforderungen. Während zentrale Branchen von einer anhaltenden Erholung profitieren dürften, bleiben geopolitische und währungspolitische Unsicherheiten als Risikofaktoren bestehen. Entscheidend wird sein, wie sich internationale Handelsbeziehungen und die Binnenkonjunktur entwickeln und inwiefern Unternehmen in der Lage sind, auf Veränderungen flexibel zu reagieren.

  • Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen haben 2024 alarmierende Dimensionen erreicht. Munich Re beziffert die globalen Gesamtschäden auf 320 Milliarden Dollar, wovon 140 Milliarden Dollar durch Versicherungen abgedeckt waren. Damit gehört das vergangene Jahr zu den teuersten seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders Hurrikane, Überschwemmungen und Waldbrände verursachten hohe Kosten und zeigen die wachsenden Risiken durch den Klimawandel.

    Die teuersten Katastrophen des Jahres
    Hurrikan Helene verursachte mit 56 Milliarden Dollar den grössten Schaden, wovon nur 16 Milliarden Dollar versichert waren. Hurrikan Milton richtete Schäden in Höhe von 38 Milliarden Dollar an, mit einer Versicherungsdeckung von 25 Milliarden Dollar.

    Auch das Erdbeben in Japan am Neujahrstag 2024 hinterliess mit 15 Milliarden Dollar Schaden erhebliche Verwüstungen. Überschwemmungen in Brasilien, Valencia und Dubai verstärkten die globalen Herausforderungen.

    Klimawandel als Treiber extremer Wetterereignisse
    Studien zeigen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterphänomene verstärkt. Zwar nimmt die Anzahl tropischer Stürme nicht zu, doch ihre Zerstörungskraft wächst. 93 Prozent der weltweiten Gesamtschäden und 97 Prozent der versicherten Schäden wurden durch Wetterkatastrophen verursacht.

    Die steigenden Risiken führen zu höheren Versicherungsprämien. Besonders gefährdete Regionen mit schwacher Versicherungsabdeckung stehen vor enormen Herausforderungen. Naturkatastrophen forderten 2024 rund 11’000 Menschenleben. Weniger als in früheren Jahren, aber immer noch erheblich.

    Versicherungsbranche unter Druck
    Die Kosten für Naturkatastrophen liegen weit über den Durchschnittswerten der letzten Jahrzehnte. Der 30-Jahres-Schnitt der Gesamtschäden beträgt 181 Milliarden Dollar, der 10-Jahres-Schnitt 236 Milliarden Dollar. Die Schadenssumme von 320 Milliarden Dollar im Jahr 2024 zeigt die zunehmende Bedrohung.

    Steigende Versicherungsansprüche erhöhen die Prämien und Risikobewertungen. Regionen mit hohem Katastrophenrisiko könnten künftig schwerer versicherbar werden. Gleichzeitig sind staatliche Schutzmassnahmen nötig, um Privatpersonen und Unternehmen vor den finanziellen Folgen extremer Wetterereignisse zu schützen.

    Prävention als Schlüssel

    Die steigenden Kosten extremer Wetterereignisse erfordern Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur. Tobias Grimm, Chef-Klimatologe bei Munich Re, betont: «Den Preis für schlimmere Wetterextreme zahlen alle, besonders aber Menschen in wenig versicherten Ländern mit geringer Finanzkraft für den Wiederaufbau.» Die Versicherungsbranche und die Politik sind gefordert, nachhaltige Strategien zur Stärkung der Widerstandskraft zu entwickeln. Nur mit präventiven Massnahmen kann die Belastung durch Klimakatastrophen langfristig reduziert werden.

  • Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    In der ersten Wettbewerbsrunde gingen 73 Bewerbungen ein, eine überraschend hohe Anzahl mit qualitativ starken Referenzprojekten. Entscheidend für die Auswahl der 16 Büros waren Nachhaltigkeitsaspekte, Erfahrung mit ähnlich komplexen Projekten sowie städtebauliche und architektonische Qualität. Die ausgewählten Teams kommen aus St. Gallen, Zürich, Thurgau, Basel-Stadt und Genf.

    Nächste Schritte und Zeitplan
    Nach der Wahl des Siegerprojekts im Sommer 2025 folgt die Weiterentwicklung durch den Kanton und die Universität. Der Baustart ist für 2028 geplant, die Eröffnung voraussichtlich 2031. Der neue Campus soll als Denkplatz und Begegnungsort dienen und sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Ziel ist eine stärkere Vernetzung der Universität mit der Stadt und ihrer Bevölkerung.

    Neuausrichtung nach Projekt-Neustart
    Der aktuelle Wettbewerb wurde nötig, weil das 2021 ausgewählte Projekt nicht zufriedenstellend weiterentwickelt werden konnte. Mit dem neuen Verfahren soll nun ein tragfähiges Konzept entstehen, das die hohen Anforderungen an Architektur, Nachhaltigkeit und Stadtintegration erfüllt.

  • Spatenstich für neue Produktionshalle in Birr

    Spatenstich für neue Produktionshalle in Birr

    BRUGG Lifting, Teil der BRUGG Group aus Brugg AG, nimmt im Januar die zweite Ausbaustufe seines Industrieparks 2025 am Standort in Birr in Angriff. Für die neue Produktionshalle 6 wurde jetzt mit einem feierlichen Spatenstich vor Gästen aus Lokalpolitik, Wirtschaft und Medien der symbolische Grundstein gelegt. «Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für unsere Innovationskraft und unser Engagement für die Region», wird CEO Markus Grüter in einer Mitteilung zitiert.

    Die Produktionshalle 6 wird mit zwei automatisierten Kleinteilregalen ausgestattet und dient gleichzeitig als Standort für die Logistik. Zudem werden drei Verladerampen integriert. Die Investitionssumme beträgt 9,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Februar 2026 abgeschlossen sein.

    In einem ersten Schritt war die neue Beltmantelanlage – die Produktionsmaschine für die Flachriemen des Aufzugsystems BRUbelt – in der bestehenden Produktionshalle errichtet worden. Dafür betrugen die Kosten 3,5 Millionen Franken. Gleichzeitig wurde zur Unterstützung der Produktion ein neues Schieberegal errichtet, das Lagerplatz für über 1600 Paletten für Fertigprodukte, Rohmaterialien und Halbfabrikate bietet. Die Leichtbauhalle wurde zusammen mit dem Schieberegal am 6. Dezember 2024 in Betrieb genommen.

    «Die neue Produktionshalle ermöglicht eine optimale Integration der neuen Beltmantelanlage und schafft mit einem modernen Logistikkonzept einen effizienten Warenfluss», so Grüter. «Zudem wird der Bereich Maintenance modern gestaltet, um unsere Lernenden noch besser einbinden zu können.»

  • Kantonsspital Baden feiert Schlüsselübergabe für Neubau des Spitals

    Kantonsspital Baden feiert Schlüsselübergabe für Neubau des Spitals

    Das KSB ist mit der Schlüsselübergabe am 22. Januar nun auch offiziell verantwortlich für den Spitalsneubau. Die Schlüssel wurden dabei von Schauspielerin Salomé Jantz in der Rolle der Königin Agnes von Ungarn übergeben, informiert das KSB in einer Mitteilung. Die Habsburgerin hatte der Stadt Baden 1349 ein Spital gestiftet und ist Namensträgerin des aktuellen Bauprojekts.

    Realisiert wurde der Neubau durch ein Team der Ghisleni Partner AG unter der Leitung der Inhaber Stefano und Maurizio Ghisleni. «Durch den Einsatz eines Generalplaners konnten wir das Projekt laufend optimieren und aktuelle Erkenntnisse einfliessen lassen», wird KSB-CEO Adrian Schmitter in der Mitteilung zitiert. «So wird unser Spital bei der Inbetriebnahme nicht bereits zehn Jahre alt sein, sondern auf dem neusten Stand der medizinischen und technischen Entwicklung.»

    In das achstöckige Gebäude hat das KSB insgesamt 600 Millionen Franken investiert. Der mit modernster medizinischer und Gebäudetechnik ausgestattete Neubau soll am 25. Februar eröffnet werden. Anschliessend wird das KSB vom alten in das neue Gebäude umziehen.

  • Drei neue Mitglieder verstärken die regionale Standortförderung an der Limmat

    Drei neue Mitglieder verstärken die regionale Standortförderung an der Limmat

    Die Limmatstadt AG zählt drei neue Members in ihren Reihen. Laut einer Mitteilung haben sich Bolderlounge, die Menu and More AG und die buchstäblich AG der regionalen Standortförderung angeschlossen. Die Standortförderung zählt bereits mehr als 100 Unternehmen und Organisationen zu ihren Mitgliedern.

    Die Boulderlounge Schlieren ist seit November 2021 aktiv. «Wir bieten der Limmatstadt ein attraktives Sportangebot mitten im Herzen von Schlieren, fünf Minuten entfernt vom Bahnhof», wird Geschäftsleiterin Lena Stürm in der Rubrik Members auf limmatstadt.ch zitiert. «Die Halle ist 365 Tage im Jahr für kleine sowie grosse Kletterbegeisterte geöffnet und bietet einen tollen Ort zum Networken, Leute kennenlernen und Spass haben.»

    Spezialgebiet der Menu and More AG ist die gesunde Verpflegung von Kindern. Für das Wohl der Kleinsten engagieren sich «82 zufriedene und engagierte Mitarbeitende aus 28 Nationen», heisst im Internetauftritt der Anbieterin von Kinder- und Jugendverpflegung. «Mit dem Umzug in den Ecopark Tivoli in Spreitenbach verankern wir uns in einer dynamischen Region voller Innovation und Unternehmergeist», erläutert Geschäftsführer Markus Daniel in der Members-Rubrik.

    Die buchstäblich AG schreibt, organisiert und vernetzt, denkt mit und setzt um, schreibt die Agentur für Marketing und Kommunikation mit Sitz in Weiningen ZH in ihrem Internetauftritt. Digital oder konventionell kommuniziere das Unternehmen «buchstäblich für alle, die etwas zu sagen haben». In der Rubrik Members beschreibt Inhaberin Brigitte Becker das Limmattal als einen dynamischen «Wirtschafts- und Lebensraum mit grossem Potenzial».

  • Neuer Standard bei JVA Bostadel

    Neuer Standard bei JVA Bostadel

    Die Justizvollzugsanstalt Bostadel, errichtet zwischen 1972 und 1977, zeigt nach Jahrzehnten deutliche Abnutzungsspuren. Bauliche Anpassungen zur Erhöhung der Erdbebensicherheit, des Brandschutzes und der Energieeffizienz sind dringend nötig, um die Sicherheit für Insassen und Personal zu gewährleisten. Das umfassende Sanierungsprojekt umfasst sowohl die Modernisierung der Gebäudetechnik als auch den Bau einer neuen Spezialabteilung, die während der Bauphase als Provisorium dienen wird.

    Sanierung unter Betrieb
    Ein zentraler Aspekt dieses Projekts ist die Sanierung bei laufendem Betrieb. Der Neubau ermöglicht eine temporäre Ausweichlösung während der Renovierung und richtet sich besonders an die Bedürfnisse älterer und langzeitverwahrter Gefangener. Dieser Ansatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Strafvollzugskonkordat der Nordwest- und Innerschweiz sowie dem Bundesamt für Justiz entwickelt, um den reibungslosen Betrieb der JVA zu gewährleisten.

    Architektonische Innovation
    Das Siegerprojekt von Eggenspieler Architekten AG und architecture + aménagement s.a. überzeugt mit der durchdachten Planung und architektonische Innovation. Der Ergänzungsbau schafft zusätzliche Aussenbereiche und sorgt durch optimale Belichtung der Innenräume für eine angenehme Umgebung. So wird eine moderne und nachhaltige Justizvollzugsinfrastruktur verwirklicht.

    Effizientes und nachhaltiges Projekt
    Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss Grobkostenschätzung auf 66,6 Millionen Franken, netto 50,35 Millionen nach Abzug der Bundesbeiträge, ist das Projekt wirtschaftlich und nachhaltig gestaltet. Die Einbindung der Kantonsregierungen von Zug und Basel-Stadt gewährleistet die Erfüllung moderner Standards und Anforderungen.

    Weichenstellung für die Zukunft
    Nach Genehmigung durch die Kantonsregierungen und das bevorstehende Verfahren in den Kantonsparlamenten wird das Projekt etappenweise realisiert. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist bis 2028 geplant, die vollständige Sanierung bis 2031. Damit wird die JVA Bostadel auf die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte vorbereitet.

  • Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Die Eigentümerinnen Ina Invest und Estella Invest sowie die Entwicklerin Implenia entschieden sich für einen digitalen Projektwettbewerb, bei dem statt physischer Modelle ein digitales 3D-Modell eingereicht wurde. Dies erleichterte den Juryprozess erheblich, da verschiedene Ebenen und Elemente flexibel kombiniert und analysiert werden konnten. Der Siegerentwurf der ersten Bauetappe, eine Kombination aus den Vorschlägen von Enzmann Fischer Partner AG und ORT AG, überzeugte durch innovative Grundrisse und eine durchdachte Gestaltung des Freiraums, die das Wohnen und Arbeiten harmonisch miteinander verbindet.

    Freiraumgestaltung als Schlüssel zur Attraktivität des Quartiers
    Das Quartier Unterfeld Süd wird durch grosszügige Freiräume aufgewertet, die
    sich entlang des Stampfibachs erstrecken. Hier entsteht ein ökologisch wertvoller Grünraum, die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten bietet. Der zentrale Ankunftsplatz bei der S-Bahn-Station wird durch hohe Bäume und begrünte Inseln zu einem einladenden Ort für Begegnungen und Verweilen.

    Hochhaus mit Blick in die Zukunft
    Das 60 Meter hohe Wohnhochhaus der ersten Etappe besticht nicht nur durch seine Höhe, sondern vor allem durch seine gut durchdachten Grundrisse und flexiblen Raumanordnungen. Die grosszügigen Fenster bieten von jeder Wohnung aus, eine eindrucksvolle Aussicht, während die Erker der Fassade den Bewohnern die Möglichkeit bieten, sowohl den Aussenbereich als auch das Innenleben der eigenen Wohnung zu geniessen.

    Gewerbegebäude als Zentrum für dynamische Unternehmen
    Das angrenzende Gewerbegebäude setzt ebenfalls auf Flexibilität. Zwei verglaste Innenhöfe schaffen Lichtinseln, die als Pausenflächen genutzt werden können. Mit seiner flexiblen Raumstruktur bietet das Gebäude Raum für verschiedenste Nutzungen – von kleinen Büros bis hin zu grösseren Mietflächen für Ankermieter.

    Zweite Etappe bringt preisgünstigen Wohnraum und flexible Gewerbeflächen
    In der zweiten Bauetappe, deren Planungen bereits weit fortgeschritten sind, stehen preisgünstige Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen im Mittelpunkt. Der Innenhof der geplanten Blockrand-Bebauung der zweiten Etappe schafft Rückzugsmöglichkeiten und öffentliche Begegnungsräume gleichermassen. Die Gebäude entlang der Nordstrasse sind bewusst so gestaltet, dass Lärmbelastungen minimiert werden. Über die zweite Etappe findet 2025 ebenfalls eine Urnenabstimmung in Baar statt.

    Nachhaltige Architektur und flexible Nutzungskonzepte
    Die Architektur der Gebäude spiegelt die Vision eines zukunftsorientierten Quartiers wider. Die Kombination aus flexiblem Wohnen, vielseitig nutzbaren Gewerbeflächen und durchdachten Freiräumen sorgt für ein lebendiges und attraktives Stadtbild. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, die durch durchdachte Raumkonzepte und attraktive Aussenbereiche unterstützt wird.

  • Leuchtturm Papieri Cham

    Leuchtturm Papieri Cham

    Menschen suchen heute das «Sowohl-als-auch» – im Fall der Papieri ist es das Zusammenspiel eines urbanen Lebensgefühls in nächster Nähe zur Natur. Einerseits bietet der neue Ortsteil alle Extras eines lebendigen Quartiers mit praktischen Dienstleistungen für den Alltag wie ein vielfältiges Einkaufs- und
    Gastronomieangebot, Kinderbetreuung oder Freizeitangebote in Kultur und Sport. Andrerseits kann man Ruhe an der Lorze oder in einem der unmittelbar angrenzenden Naherholungsgebiete finden.

    Next Level Spaces
    In der dritten Bauetappe werden mit den «Next Level Spaces» insgesamt 10’000 m² Office-, Gewerbe- und Verkaufsflächen erstellt. Wo und wie gearbeitet wird, hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Um Mitarbeitende zu begeistern, braucht es attraktive, aber auch anpassungsfähige Arbeitskonzepte. Dies führt zu neuen Anforderungen an die Gebäude, wie eine hohe Flexibilität, um vom Bürolayout bis zur Haustechnik unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht zu werden.

    So sind die Flächen der «Next Level Spaces» flexibel gestaltbare und über 6 Meter hohe Räume mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne pro m², und es lassen sich nach Bedarf Zwischenböden einziehen. Der Nutzer entscheidet, wo es Zwischenböden braucht, und kann so auch nachträglich Zusatzflächen schaffen. Die «Next Level Spaces» bieten zukunftsorientierten Unternehmen einen Wow-Standort für Büros, Gewerbe und Industrie 4.0.

    Wahrzeichen Kesselhaus
    Ebenfalls in der dritten Bauetappe wird das Wahrzeichen im Herzen des Areals umgenutzt – das denkmalgeschützte Kesselhaus. Wo früher Dampfkessel eingeheizt wurden, erwartet künftig Gaumenschmaus die Gäste. Im Frühling 2026 erweitert die Segmüller Collection ihr Portfolio einzigartiger Gastronomie-Konzepte wie z.B. Carlton, Loft Five, Roof Garden oder Sablier in Zürich nach Cham an den Papieri-Platz und eröffnet im Erdgeschoss des Kesselhauses ein neues Grillrestaurant mit Bar und Lounge. Industrieller Charme trifft auf modernen Lifestyle, archaische Feuerküche auf raffinierte Eleganz – ein Ort, der Genuss für jeden Geschmack verspricht. Im darüberliegenden Westteil warten einzigartige Büroräumlichkeiten im einstigen Denkmal auf neue Nutzer und im Ostteil bietet ein Fitnesscenter Raum für körperlichen Ausgleich.

    Nachhaltigkeit
    Ausgezeichnet mit dem «Watt d’Or» des Bundesamts für Energie ermöglicht das Energiesystem des Papieri-Areals einen komplett CO2-freien Betrieb und erzeugt letztendlich rund 75% der Energie vor Ort. Zusätzlich wird das Gewerbehaus der «Next Level Spaces» mit dem international rennommierten Nachhaltigkeits-Label «Leed Platinum» zertifiziert. Auch ressourcenschonendes Bauen ist in der Papieri bereits gelebte Praxis. Beispielsweise mit der Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude wie dem Kesselhaus oder mittels einem innovativen Holz-Hybrid-Wohnhochhaus. Der wichtigste Beitrag zur Nachhaltigkeit ist jedoch eine lange Lebensdauer. Diesem Faktor wird in der Entwicklung grosse Beachtung geschenkt. Gebäude müssen flexibel sein, um in der Zukunft heute noch unbekannten Bedürfnissen der sich verändernden Gesellschaft gerecht zu werden. Ein Bürogebäude, das sich beispielsweise zu Wohnungen umnutzen lässt, verhindert einen frühzeitigen Abriss und leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Deshalb werden in der Papieri qualitativ hochstehende, anpassungsfähige Gebäude gebaut, die auch in Jahrzehnten noch Gefallen für verschiedene Nutzungen finden.

  • Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Das Projekt «An der Aa» zielt darauf ab, das Areal der ZVB neu zu nutzen und zu verdichten. Zentrale Elemente sind die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsflächen, eine moderne Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie die Öffnung des Quartiers für die Bevölkerung. Von den geplanten Wohnungen sollen 40% zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum in Zug zu decken.

    Infrastruktur für Mobilität und Rettungswesen
    Im Zentrum des neuen Quartiers entsteht ein hochmodernes Gebäude, das den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung beherbergen wird. Die Nähe zum neuen Hauptstützpunkt der ZVB ermöglicht Synergien, etwa in der Wartung der Fahrzeuge. Die neue Infrastruktur wird den steigenden Anforderungen im öffentlichen Verkehr und im Rettungsdienst gerecht und trägt zu einer zukunftssicheren Mobilität bei.

    Lebensqualität im Fokus
    Das Gelände wird verdichtet und ökologisch aufgewertet. So wird der Siehbach freigelegt und ein barrierefreier Fussweg integriert. Grünflächen und öffentliche Plätze sollen das Quartier beleben und Raum für Erholung bieten. Der Schleifendamm wird als biodiversitätsreiche Oase für Pflanzen und Tiere gesichert und trägt zur Lebensqualität im Quartier bei.

    Legitimation und breite Unterstützung
    Seit 14 Jahren wird am Projekt «An der Aa» gearbeitet, wobei verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingebunden waren. Mit der Zustimmung von 81,3% im März 2024 hat die Bevölkerung von Zug ihre Unterstützung für den Bebauungsplan gegeben. Der Bau soll 2025 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Dank dieser breiten Abstützung wird das Quartier ein Aushängeschild für die innovative Stadtentwicklung in Zug.

    Zukunftsperspektiven
    Das Projekt wird das Gesicht von Zug verändern und den wachsenden Bedarf an Wohn- und Gewerberaum decken. Die neue Infrastruktur schafft Kapazitäten für ein deutlich höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr und sichert den Betrieb des Rettungsdienstes.

  • Sicherheiten im Bau- und Immobilienbereich — Worauf ist zu achten?

    Sicherheiten im Bau- und Immobilienbereich — Worauf ist zu achten?

    Die üblichen Sicherungsmittel
    Sicherheiten sind im Bau- und Immobilienbereich allgegenwärtig. Für die Finanzierung von Land oder Wohneigentum stehen Hypotheken (Grundpfandrechte) im Vordergrund. Zug um Zug-Geschäfte (z.B. der Kauf eines Grundstücks oder einer Wohnung) werden meist mit sog. Zahlungsversprechen von Banken abgesichert. Abstrakte Garantien oder Bürgschaften sind sodann häufig genutzte Mittel für die Sicherstellung der vertragskonformen Ausführung von Bauarbeiten. Schliesslich ist es auch denkbar, bewegliche Sachen als sog. Faustpfand zu übergeben oder (künftige) Forderungen der eigenen Gesellschaft gegenüber Dritten an einen Kreditgeber zu übertragen.

    Garantien und Bürgschaften im Speziellen
    Mit einer Garantie verpflichtet sich eine Bank oder Versicherung, dem Garantieempfänger bei Eintritt bestimmter Voraussetzungen (z.B. einer Vertragsverletzung) einen Betrag zu zahlen. Verzichtet die Bank/Versicherung auf jegliche Einreden und Einwendungen aus dem Grundverhältnis, handelt es sich um eine abstrakte Garantie nach Art. 111 OR. Solche Garantien sind mit einer blossen Mitteilung abrufbar, weshalb sie häufig auch «Garantie auf erstes Verlangen» genannt werden. In der Praxis kommen solche Garantien als Erfüllungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsgarantien vor.

    Demgegenüber ist eine Bürgschaft stets vom Grundgeschäft abhängig. Der Bank/Versicherung stehen dieselben Einreden und Einwendungen wie dem Hauptschuldner zu. Der Hauptanwendungsfall in der Praxis ist die Solidarbürgschaft, die auch die weit verbreitete Norm SIA-118 als Standardsicherung für die Mängelhaftung vorgibt.

    Der Empfänger einer abstrakten Garantie ist bessergestellt und erhält sein Geld in der Regel umgehend. Garantien sind daher teuer und der Garantiegeber verlangt stets eine Sicherheit für den Fall einer Inanspruchnahme. Es ist im Einzelfall das Sicherungsbedürfnis zu prüfen und die Form der Sicherheit abzuwägen.

    Garantien – Eine Welt des Formellen
    Garantien auf erstes Verlangen tönen verlockend, da sie vermeintlich einfach zu handhaben sind. Das kann täuschen: Zunächst ist der Garantietext zu prüfen, denn nicht jede Garantie ist abstrakt. Sodann ist die Gültigkeitsdauer im Auge zu behalten. Bei der Inanspruchnahme einer Garantie sind die formellen Vorgaben in der Garantieurkunde peinlich genau einzuhalten, andernfalls kann die Auszahlung verweigert werden (sog. Garantiestrenge). Auch ist entscheidend, auf welchem Weg und mit welcher Erklärung die Inanspruchnahme der Bank/Versicherung zugestellt werden muss (direkt, über eine Korrespondenzbank etc.). Hier lohnt sich eine vorgängige Prüfung.

    Eine Garantie wird in Anspruch genommen – Was ist zu tun?
    Bei der Ausstellung der Garantie ist darauf zu achten, dass die Bank/Versicherung sich verpflichtet, im Falle der Inanspruchnahme Mitteilung zu machen. Dies gibt dem Belasteten die Möglichkeit, der Bank/Versicherung die Auszahlung gerichtlich verbieten zu lassen. Zu bedenken ist aber, dass eine Auszahlung von den Gerichten nur untersagt wird, wenn die Inanspruchnahme offensichtlich rechtsmissbräuchlich ist. Die Hürden sind so hoch, dass die Auszahlung nur sehr selten verboten wird.

  • St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    Städtische Räume stehen unter wachsendem Druck. Steigende Bevölkerungszahlen und begrenzte Flächen fordern innovative Lösungen. Besonders Areale hinter Bahnhöfen bleiben oft ungenutzt, obwohl sie wertvolle Potenziale für die Stadtentwicklung bieten. Ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung ist die Europaallee in Zürich. Doch während an vielen Orten bereits neue Stadtquartiere entstehen, ist die Zukunft des Güterbahnhofareals St.Gallen noch offen.

    Seit Jahren wird über seine Entwicklung diskutiert, doch unterschiedliche Interessen und Perspektiven haben bisher eine konkrete Umsetzung verhindert. Hier setzte die Lehrveranstaltung «Zukunft bauen – die Bedeutung von Branchen für die Stadtentwicklung» an, die Architekturstudierende der ETH Zürich mit Wirtschafts- und Soziologiestudierenden der Universität St.Gallen zusammenbrachte.

    Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
    Die Lehrveranstaltung kombinierte Architektur, Stadtsoziologie und Wirtschaft, um einen neuen Zugang zur Stadtplanung zu schaffen. «Architekt:innen des 21. Jahrhunderts lernen aus den Bauweisen des 20. Jahrhunderts, um nachhaltige Modelle für die Zukunft zu entwickeln», erklärt Prof. Momoyo Kaijima von der ETH Zürich.

    Durch die Zusammenarbeit mit Soziologinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen entstand eine praxisorientierte Forschung, die nicht nur städtebauliche Konzepte, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigte.

    Stadtplanung aus neuen Perspektiven erleben
    Die Studierenden begannen ihre Untersuchung mit geführten Spaziergängen durch das Güterbahnhofareal, inspiriert von den «Spaziergangswissenschaften» des Soziologen Lucius Burckhardt. Diese Methode ermöglichte es ihnen, den Raum nicht nur als Planungsobjekt, sondern als gelebten sozialen Ort zu erleben.

    «Die Untersuchung verdeutlichte, dass auch unscheinbare oder brachliegende Flächen eine entscheidende Rolle in der städtischen Dynamik spielen können», berichtet HSG-Student Livius Schönle.

    Von der Beobachtung zur Konzeption
    Basierend auf Interviews, Beobachtungen und Datenanalysen entwickelten die Teilnehmenden sogenannte «Actor-Network-Zeichnungen», mit denen sie komplexe Zusammenhänge zwischen Raumnutzung, sozialen Gruppen und wirtschaftlichen Interessen sichtbar machten. Dabei spielte auch der Kunstmaler Walter Dick eine Rolle, der die Studierenden in die Grundlagen des Handzeichnens einführte, um ihre Analysen visuell darzustellen.

    «Die konkreten Erfahrungen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigen, wie wichtig es ist, sich der Unterschiedlichkeit von Denklogiken bewusst zu sein», betont Dr. Niklaus Reichle von der Universität St.Gallen. «Nur wenn wir über den disziplinären Tellerrand hinausschauen, lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Raum sinnvoll bewältigen.»

    Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung
    Die Konzepte der Studierenden reichten von multifunktionalen Wohn- und Arbeitsquartieren bis hin zu nachhaltigen Grünflächen, die neue Erholungsräume in die Stadt integrieren. Einige Teams entwickelten Ideen für gemischt genutzte Gebäude, die sozialen Wohnraum mit Gewerbeflächen verbinden, während andere Strategien für eine behutsame Verdichtung durch innovative Bauweisen erarbeiteten.

    Ein zentrales Thema war die soziale Integration: Wie kann das Güterbahnhofareal als Verbindungselement zwischen bestehenden Stadtvierteln dienen? Wie lassen sich Freiräume schaffen, die sowohl ökologisch als auch sozial wertvoll sind?

    Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Forschungsergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiche Stadtentwicklung mehr als nur bauliche Massnahmen erfordert. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Zusammenarbeit von ETH und HSG zeigt, wie verschiedene Disziplinen voneinander lernen können, um urbane Räume nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

    Die Stadt St.Gallen könnte von diesen Erkenntnissen profitieren: Das Güterbahnhofareal bietet enormes Potenzial für eine innovative Quartiersentwicklung, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

  • Revolution in der Materialtechnik

    Revolution in der Materialtechnik

    Epoxidharze sind unverzichtbar für zahlreiche industrielle Anwendungen, von Klebstoffen über Beschichtungen bis hin zu Verbundwerkstoffen. Während herkömmliche Zweikomponenten-Epoxidharze genaues Mischen und schnelle Verarbeitung erfordern, bieten 1-K-Epoxidharze eine vereinfachte Handhabung und konstante Qualität.

    Doch bisherige Lösungen hatten Schwächen. Sie waren oft nur bei niedrigen Temperaturen lagerfähig und wiesen unzureichende flammhemmende Eigenschaften auf. Dies schränkte ihre Einsatzmöglichkeiten in sicherheitskritischen Bereichen wie der Bau-, Elektronik- und Telekommunikationsbranche ein.

    Durchbruch aus Korea
    Ein Forschungsteam des Korea Institute of Science and Technology in Zusammenarbeit mit der Sungkyunkwan University hat diese Hürden überwunden. Unter der Leitung von Dr. Jaewoo Kim und Professor Chongmin Koo entwickelten sie die «Epoxy/MXene One-Component Solution», eine Kombination aus Epoxidharz, einem neuartigen latenten Härter und dem zweidimensionalen Nanomaterial MXene.

    Diese Innovation ermöglicht eine Lagerstabilität von über 180 Tagen bei 60 °C, ein bedeutender Fortschritt im Vergleich zu bisherigen Produkten, die bereits bei Raumtemperatur von 25 °C innerhalb von 40 Tagen ihre Eigenschaften verlieren.

    MXene als Schlüssel für Stabilität und Sicherheit
    MXene, ein hochmodernes Nanomaterial, verbessert nicht nur die thermische und mechanische Beständigkeit, sondern trägt auch entscheidend zur Flammhemmung (V0-Klasse) und elektrischen Leitfähigkeit des neuen Epoxidharzes bei. Dies eröffnet vielfältige Anwendungen in der Hochleistungsindustrie, insbesondere für elektromagnetische Abschirmmaterialien, industrielle Beschichtungen und Klebstoffe.

    Industrieanwendungen und Zukunftspotenzial
    Die Kombination aus verlängerter Haltbarkeit, verbesserten Sicherheitsmerkmalen und einfacher Handhabung macht das neue 1-K-Epoxidharz besonders attraktiv für Branchen mit hohen Anforderungen an Materialstabilität und Brandschutz.

    Denkbare Einsatzgebiete

    • Elektronik: Schutzbeschichtungen für Bauteile und Leiterplatten
    • Bauindustrie: Flammhemmende Klebstoffe für Sicherheitsanwendungen
    • Telekommunikation: Hochleistungsmaterialien für Antennen und Abschirmgehäuse

    Mit dieser Innovation könnte das südkoreanische Forschungsteam die Materialtechnik nachhaltig beeinflussen und neue Standards für Einkomponenten-Epoxidharze setzen.

  • Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Technologie-Start-ups sind entscheidend für den Fortschritt disruptiver Innovationen. Doch finanzielle Hürden hemmen ihr Wachstum, wie eine neue Studie des EPA verdeutlicht. Der Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Europa insbesondere in späteren Finanzierungsphasen an privatem Kapital fehlt. Dies zwingt viele innovative Unternehmen dazu, ausserhalb Europas nach Investoren zu suchen.

    Ein neues Bewertungssystem
    Mit dem TIS hat das EPA eine präzise Kennzahl entwickelt, um die Spezialisierung von Investoren auf patentierte Technologien zu bewerten. Der TIS basiert auf über 1000 Einzelwerten und gibt an, wie hoch der Anteil patentaktiver Unternehmen im Portfolio eines Investors ist. Damit können Start-ups gezielt nach Kapitalgebern suchen, die besonders innovationsfreundlich sind.

    Öffentliche Investoren als zentrale Stütze
    Die Studie zeigt, dass öffentliche Institutionen eine tragende Rolle bei der Innovationsförderung spielen. Programme wie der Europäische Innovationsrat, nationale Förderagenturen wie Innosuisse oder Bpifrance und die Europäische Investitionsbank bieten essenzielle Unterstützung in frühen Finanzierungsphasen. Allerdings fehlt es an einer nahtlosen Anschlussfinanzierung durch private Investoren, was die Skalierung innovativer Technologien erschwert.

    Europäische und US-amerikanische Finanzierungsmodelle im Vergleich
    Während in Europa 62% der privaten Investoren auf Early-Stage-Finanzierungen fokussiert sind, liegt der Anteil bei den 100 grössten US-Investoren mit späterem Finanzierungsfokus deutlich höher. 98 der Top-100-Investoren in den USA sind privat, über die Hälfte davon spezialisiert auf Wachstumsfinanzierung. Diese Unterschiede verdeutlichen die Lücke in der europäischen Kapitalstruktur.

    Neue digitale Tools zur Investorenfindung
    Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, erweitert das EPA seine digitalen Werkzeuge. Der Deep Tech Finder wurde um einen Filter ergänzt, der Investoren gezielt nach Finanzierungsphase, Standort und Technologiefeld auffindbar macht. So können Start-ups effizient passende Kapitalgeber identifizieren und ihre Finanzierungschancen verbessern.

    Wege zu einem stärkeren Innovationsökosystem
    Die Studie unterstreicht den Handlungsbedarf für eine bessere Vernetzung von öffentlicher und privater Innovationsfinanzierung in Europa. Mit neuen digitalen Hilfsmitteln wie dem TIS und dem Deep Tech Finder setzt das EPA entscheidende Impulse, um die Finanzierungslücke zu schliessen und Start-ups langfristig im europäischen Markt zu halten.

  • Kanton Zug stärkt sein Immobilienportfolio

    Kanton Zug stärkt sein Immobilienportfolio

    Die Baudirektion ist gesetzlich für den Bau und den Unterhalt der kantonseigenen Gebäude verantwortlich. Dabei werden die finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig analysiert, um sowohl die Unterhalts-, als auch die Investitionsbudgets gezielt einzusetzen. Eine fundierte und langfristige Planung wird immer wichtiger, um die Werterhaltung der Gebäude zu gewährleisten.

    Strategische Leitlinien für Immobilienbewirtschaftung
    Die Immobilienstrategie des Kantons Zug orientiert sich an den übergeordneten Zielen des Regierungsrats und den spezifischen Leitlinien der Baudirektion. Vorrang hat die Erhaltung bestehender Infrastrukturen vor Neubauten. Der gezielte Einsatz von Mitteln sorgt für zukunftsorientierte Bauten, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht werden.

    Kosten- und Nutzeneffizienz als Leitprinzipien
    Die Baudirektion verfolgt eine differenzierte Strategie, die den Fokus auf Kostenkontrolle und die Erfüllung öffentlicher Aufgaben legt.
    Grundstücke, die nicht direkt einem öffentlichen Zweck dienen, werden für Wertschöpfung oder Tauschgeschäfte genutzt, um das Portfolio optimal zu bewirtschaften.

    Investitionsbedarf und zukünftige Entwicklungen
    Die Baudirektion hat das kantonale Immobilienportfolio weiter ausgebaut. Mit den realisierten Projekten ist der Wert des Portfolios bis 2023 auf 1,06 Milliarden Franken angestiegen. Weitere Investitionen sind in den Folgejahren vorgesehen. Geplante Grossprojekte im Bildungs- und Verwaltungsbereich tragen zur infrastrukturellen Entwicklung des Kantons bei und stärken die wirtschaftliche Attraktivität der Region. Durch eine vorausschauende Immobilienstrategie wird sichergestellt, dass der Kanton Zug seinen Immobilienbestand optimal nutzt und für zukünftige Anforderungen gewappnet ist.

  • Bezahlbares Wohnen in Zug

    Bezahlbares Wohnen in Zug

    Der Kanton Zug und die Stadt Zug leiden noch mehr als andere Kantone und Städte unter einem Mangel an Wohnraum. Der Kanton Zug weist die landesweit tiefste Leerstandsquote von 0.2% auf, und zwar das vierte Jahr in Folge. Das fehlende Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage führen zu einer starken Konkurrenzsituation um die wenigen inserierten Mietwohnungen: die Wiedervermietungsdauer ist rekordverdächtig kurz. Es finden sich genügend zahlungskräftige Zu- und Umziehende, die sich auf immer höhere Mietpreise einlassen¹.

    Weil Angebotsmieten mittlerweile 50% über dem Schweizer Durchschnitt liegen, gehen die Klagen weit in den Mittelstand, dass Mietwohnungen nicht mehr erschwinglich sind². Selbst wer mit normalen Haushaltseinkommen umziehen oder in den Kanton ziehen wolle, habe wenig Chancen auf einen Zugang zum Wohnungsangebot.

    In diesem Kontext stellt sich die Frage, was renditeorientierte Eigentümer, die Wohnungsbestand im Kanton und in der Stadt Zug haben oder entwickeln möchten, zur Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit Wohnraum beitragen können.

    Wie soll erschwinglicher Wohnraum definiert werden?
    Zunächst stellt sich die Frage, wie «erschwinglicher» Wohnraum definiert werden soll. Dazu gibt es einen objektorientierten, einen marktorientierten und einen zielgruppenorientierten Ansatz³. Als preisgünstig können Wohnungsmieten definiert werden, die über maximal festgesetzte Anlagekosten für ein Wohnobjekt berechnet werden. Damit diese Rechnung für renditeorientierte Eigentümer aufgeht, braucht es einen Konsens darüber, was eine sinnvolle Grenze für Anlagekosten ist. Der marktorientierte Ansatz ordnet preisgünstige Wohnungsmieten in bestimmte Quantile der Marktmieten ein. Dazu braucht es einen Konsens, welche Quantile preisgünstig sind. Als bezahlbar werden schliesslich Wohnungsmieten definiert, die für Mieterinnen und Mieter finanziell tragbar sind. Dazu braucht es einen Konsens, dass Haushalte beispielsweise nicht mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens – oder grosszügiger gerechnet ihres steuerbaren Einkommens – für die Miete ausgeben sollen.

    Spielraum über den subjektorientierten Ansatz
    Am aussagekräftigsten für eine breit ausgelegte Wohnraumversorgung ist der Ansatz über die finanzielle Tragbarkeit. Dieser Ansatz berücksichtigt, anders der Ansatz über die Anlagekosten, dass viele Menschen im Kanton Zug mehr verdienen als in anderen Kantonen, und sich dadurch auch höhere Mieten leisten können (Abb. 1). Anders als der Ansatz über die Quantile der Marktmieten orientiert er sich aber nicht an der Zahlungsbereitschaft der Zu- und Umziehenden, sondern an den realen Einkommen der Bevölkerung. Der Ansatz hilft, gezielt auf den Bedarf bestimmter Einkommensgruppen einzugehen.

    Eine bezahlbare Wohnung für eine alleinwohnende Person aus dem unteren Mittelstand, die zwischen 70 und 100% des Medianeinkommens verdient, dürfte in der Stadt Zug somit zwischen 1400 und 1900 Franken, kosten. Wie viel Wohnfläche für den Preis angeboten wird, entscheidet der Anbieter aufgrund seiner Einschätzung der Marktfähigkeit einer Wohnung. Weil sich die Bezahlbarkeit am Stückpreis der Wohnung, und nicht am Quadratmeterpreis orientiert, erhalten renditeorientierte Investoren mehr Spielraum, den bezahlbaren Wohnraum in ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu integrieren.

    Bestehenden bezahlbaren Wohnraum optimal verteilen
    Wohnungen bauen dauert lange und ist oft mit unsicheren Planungsprozessen verbunden. Eigentümer und Investoren können auch nicht frei darüber entscheiden, wo und wieviel zusätzlichen Wohnraum sie realisieren möchten. Unmittelbare Handlungsmöglichkeiten haben Eigentümer mit ihrem Bestand: Sie können zur Versorgung der breiten Bevölkerung beitragen, wenn sie ihre freien Mietwohnungen optimal verteilen. Jeder Wohnungswechsel bietet die Möglichkeit, die im Sinne des «Best Owner Prinzips» am besten passende Mietpartei zu berücksichtigen. Eigentümer können Vermietungsteams die Anweisung geben, die Tragbarkeit bei Mietwohnungen, die für den Mittelstand erschwinglich sind, auszureizen und jenen Interessenten zu wählen, der sich die Wohnung – beispielsweise unter der Annahme eines vollen Lohnes – am wenigsten leisten kann. Vermietungsteams brauchen dazu lediglich eine Matrix, die ihnen pro Zimmerzahl die maximal für den Mittelstand (oder die anvisierte Einkommensgruppe) bezahlbaren Mietpreise aufzeigen. Wird eine freie Wohnung im entsprechenden Preisbereich frei, wäre die Regel anzuwenden.

    Fazit
    Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, müssen die langwierigen Aufgaben angegangen werden, Hürden für den Wohnungsbau zu reduzieren und ein parteienübergreifendes Verständnis zu entwickeln, wie erschwinglicher Wohnraum definiert wird und wie seine Bereitstellung reguliert werden soll. In der Zwischenzeit können renditeorientierte Eigentümer einen Beitrag leisten, indem sie die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen mit einem subjektorientierten Ansatz angehen, der in ihre Marktlogik passt. Damit bleiben sie auch den legitimen Interessen ihrer direkten Anspruchsgruppen gerecht.

  • Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Die Kraftwerke Mattmark AG haben laut einer Mitteilung die Machbarkeit der Erhöhung ihres Staudamms um 3 und 10 Meter prüfen lassen. Gemäss einer Vorstudie kann eine Erhöhung um 10 Meter die gesamte bisherige Stromproduktion von 60 Gigawattstunden in den Winter verlagern. Das Stauvolumen des Sees steigt dabei um 18 Prozent. Es braucht keine neuen Wasserfassungen oder Zuleitungen.  Die Investitionen betragen 83 Millionen Franken. Die Arbeiten würden vier Jahre in Anspruch nehmen.

    Mitaktionär Axpo aus Baden hat die Vorstudie im Auftrag des Betreiberunternehmens erarbeitet. Nun erarbeitet Axpo auch das technische Vorprojekt und den Umweltverträglichkeitsbericht. Parallel dazu sollen Vertreter von Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung, dem Umweltschutz und dem Tourismus in Begleitgruppen einbezogen werden.

    An der Kraftwerke Mattmark AG sind ausser Axpo mit 38,88 Prozent auch die Axpo-Tochter CKW mit 27,78 Prozent, die BKW und die Stadt Sitten mit je 11,11 Prozent sowie die ewl und die Stadt Siders mit je 5,56 Prozent beteiligt. Der vollständige Betrieb des ab 1958 errichteten Kraftwerks im Saastal wurde 1969 aufgenommen.

    Derzeit werden rund 33 Gigawattstunden Strom im Winterhalbjahr und 28 Gigawattstunden im Sommerhalbjahr erzeugt.

  • Smart-City-Strategie Zug

    Smart-City-Strategie Zug

    Die Herausforderungen des Stadtwachstums, von der Klimakrise über die Verkehrslogistik bis zur Siedlungsverdichtung, verlangen nach ganzheitlichen Ansätzen. Zug setzt dabei auf die Digitalisierung als Schlüsselstrategie. Mit ihrer starken technologischen Basis und dem aktiven Einbezug aller städtischen Akteure bietet die Smart-City-Strategie Zug innovative Antworten auf die Fragen der Zukunft.

    Intelligente Verwaltung und bürgernahe Dienstleistungen
    Die Stadt Zug strebt eine effiziente, bürgernahe Verwaltung an, die den Zugang zu Dienstleistungen erleichtert und Transparenz fördert. Digitale Technologien, wie etwa Open Data und smarte Verwaltungsprozesse, bieten Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängige Zugänge zu städtischen Angeboten. Dieser kundenfreundliche Ansatz stärkt den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung und macht Zug zur Vorreiterin für eine moderne Stadtverwaltung.

    Gesellschaftliche Teilhabe und digitale Kompetenzen stärken
    Mit der Smart-City-Strategie schafft Zug neue Plattformen für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Digitale Kanäle erweitern den Dialog und fördern das Mitspracherecht, insbesondere für jüngere Generationen und weniger mobile Personen. Bildungsangebote sollen die digitalen Kompetenzen sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung verbessern und die Zugerinnen und Zuger für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation fit machen.

    Smart Mobility für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität
    Eine zentrale Säule der Strategie ist die smarte Mobilität. Innovative Technologien und alternative Verkehrsformen sollen den Pendelverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zug setzt dabei auf Echtzeitdaten, intermodale Mobilität und den Ausbau emissionsfreier Verkehrsträger. Das Ziel: eine saubere, sichere und nachhaltige Mobilität, die das Stadtleben bereichert.

    Innovationsstarker Wirtschaftsstandort
    Mit seiner dynamischen Start-up-Szene und innovativen Branchen wie Fintech und Blockchain schafft Zug ein attraktives Umfeld für Hightech-Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die Smart-City-Strategie stärkt das Standortprofil und vernetzt Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft und Kreislaufprozesse einsetzen. Zug wird so nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch smarte Technologien
    Die Förderung von Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein zentrales Ziel der Strategie. Digitale Anwendungen wie «Smart Metering» ermöglichen eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs und fördern den bewussten Umgang mit Ressourcen. Die Stadt setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

  • Der Switzerland Innovation Park Central

    Der Switzerland Innovation Park Central

    In der Suurstoffi in Rotkreuz bietet der SIPC ein inspirierendes Umfeld, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen über 120 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft fördert. Hier entsteht ein lebendiges Innovationsökosystem, das neue Ideen effizient in marktfähige Lösungen im Bausektor umsetzt.

    Vielfältige Formate zur Förderung von Innovationen
    Um Innovationen voranzutreiben, arbeitet der SIPC in fünf thematisch fokussierten Future Labs, die gezielt aktuelle Herausforderungen wie die Transformation zur Kreislaufwirtschaft
    im Bau oder neue Abwicklungsmodelle aufgreifen. Diese Labs sind hybride Arbeitsgefässe mit strukturierten Prozessen und Formaten, die kollaborative Innovation fördern. Vielfältige Event- und Workshopformate sowie die digitale Community-Plattform Jointcreate – eine Art «LinkedIn für Innovation» – bieten Inspiration, befähigen die Teilnehmenden und unterstützen den Innovationsprozess. Im Kern steht dabei immer die Umsetzung damit auch reale Wirkung erzielt wird. Hierfür stehen Finanzierungs- und Start-up-Beratungen sowie Büro- und Projekträume zur Verfügung.
    Zusätzlich übernimmt der SIPC das Management verschiedener Programme, etwa der Circular Building Charta, einem Zusammenschluss grosser Immobilieninvestoren, die auf eine zunehmend zirkuläre Beschaffung und Bauweise setzen. In regelmässigen Erfahrungsworkshops vermittelt der SIPC Wissen. Durch das offene Teilen von Erfahrungen in Pionierprojekten wird Austausch innerhalb der Branche gefördert.

    Ein Beitrag zur Bauwirtschaft von morgen
    Mit seinen klaren Werten – Offenheit, Fairness und Professionalität – leistet der SIPC einen entscheidenden Beitrag zur Transformation der Bauwirtschaft. Als Non-Profit-Organisation verfolgt er das Motto «Building Excellence» und lädt alle Interessierten ein, Teil dieser Bewegung zu werden. Der Switzerland Innovation Park Central zeigt, wie Innovation in der Bauwirtschaft nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung fördern kann. Durch die Verbindung von Vision und Praxis gestaltet der SIPC eine nachhaltige Zukunft und ist ein unverzichtbarer Partner für alle, die an der Bauwirtschaft von morgen mitarbeiten möchten.

  • Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Bagni Popolari läutet das Ende der Zwischennutzung im Bad zum Raben ein. Am 25. Januar soll im Thermalbad am Kurplatz in Baden Abschied gefeiert und das Ende der Ausstellung «Acts of Attention» begangen werden, informiert der Verein in einer Mitteilung. An der Limmatpromenade wird gleichzeitig ein temporäres Aussenbecken mit naturbelassenem Thermalwasser zum Baden einladen.

    Bagni Popolari habe das vormals stillgelegte Raben-Bad seit 2017 mit Ausstellungen, Performances, Musik, Lesungen, Vorträgen, Animationsfilmen wieder belebt und dabei tausende Besuchende gezählt, heisst es in der Mitteilung. Für einen Weiterbetrieb müsse das Thermalbad nun aber gründlich renoviert werden. Unter anderem brauche es eine solide Bädertechnik, eine Lüftung, neue elektrische Installationen und rollstuhlgängige WCs.

    Für den Umbau ist die aus Bagni Popolari hervorgegangene Raben-Genossenschaft zuständig. Sie hat sich 2022 zum Erwerb des Badegeschosses im ehemaligen Badegasthof zum Raben gegründet. Nach Einschätzung der Raben-Genossenschaft werden die nötigen Umbauten rund 4,5 Millionen Franken kosten.

    1,5 Millionen davon sollen durch den Verkauf neuer Genossenschaftsanteile und Spenden zusammenkommen. Die übrigen 3 Millionen Franken will die Raben-Genossenschaft über Zuwendungen der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Sponsoren sowie durch Darlehen aufbringen. «Wenn alles gut läuft, kann Bagni Popolari 2027 die erste Vernissage im erneuerten Bad zum Raben feiern», hofft der Verein.

  • Neue Produktionsstandorte in Singapur und China

    Neue Produktionsstandorte in Singapur und China

    Sika erweitert seine globale Präsenz mit neuen Produktionsstätten in Singapur und China. Das neue Werk in Singapur ist auf die Mörtelproduktion spezialisiert. Dagegen wird in Xi’an im Nordwesten Chinas die gesamte Produktpalette hergestellt, darunter Fliesenkleber, zementöse Abdichtungen und Bodenbeschichtungen. Die neuen Fabriken sollen die Transportwege signifikant verringern.

    «Der Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Singapur und China ist ein wichtiger Schritt unserer Wachstumsstrategie in Asien», wird Philippe Jost, Regionalleiter Asien/Pazifik, in einer Medienmitteilung zitiert. «Dank der neuen Werke können wir unsere Kunden in diesen beiden Schlüsselmärkten noch besser mit unseren innovativen Lösungen bedienen. Zudem tragen beide Fabriken zur Nachhaltigkeitsleistung von Sika bei, da sie energieeffiziente Verfahren und umweltfreundliche Materialien einsetzen.»

    Für Singapur wird laut Sika bis 2028 ein jährliches Wachstum der Bauindustrie von 4,1 Prozent erwartet. Ein Masterplan der Regierung zur Entwicklung der Infrastruktur sehe rund 22,5 Milliarden Franken für den Bau von Bahnhöfen und wichtigen Verkehrskorridoren vor.

    Das neue Werk in Xi’an ist das 35. von Sika in China. In dem Land soll sich das Volumen der Bauindustrie 2025 auf umgerechnet 4,3 Billionen Franken belaufen und bis 2028 um jährlich 3,9 Prozent wachsen. Für Infrastrukturprojekte und anspruchsvollere Qualitätsziele im Bauwesen hat China den Angaben zufolge eine halbe Billion Schweizer Franken budgetiert, für das Netto-Null-Ziel bis 2060 weitere 12 Billionen Franken.

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Der Kanton Graubünden fördert die digitale Transformation des Bauprozesses im Elementholzbau. Konkret stellt die Kantonsregierung bis zu 666’131 Franken für das Projekt SmartFlow System der QUADRIN AG bereit. Das zu Uffer in Surses gehörende Holzbausystem QUADRIN ermöglicht die Erstellung von an individuelle Wünsche angepasste Holzbauten aus modularen Bauteilen.

    Uffer will QUADRIN digitalisieren, um «der steigenden Nachfrage an vermehrt grossvolumigen Temporärbauten gerecht zu werden», erläutert die Kantonsregierung in einer Mitteilung zu ihrem Förderbeschluss. Die Investitionskosten für SmartFlow System insgesamt werden dort auf rund 1,61 Millionen Franken beziffert.

    Im Projekt SmartFlow System will Uffer bereits vorhandene digitalisierte Elemente seines modularen Systems wie die Planung der Bauteile und die Ansteuerung der Produktionsmaschinen miteinander verbinden und durch weitere digitale Elemente ergänzen. Dafür plant das Unternehmen, digitale Werkzeuge zur Prozesssteuerung, Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung einzuführen. Zur Minimierung von Fehlern im Bauprozess ist zudem der Einsatz von Mixed Reality geplant, bei der natürliche und künstliche Wahrnehmung verbunden werden.

    Nach Ansicht der Regierung des Kantons Graubünden bringt das Projekt «einen innovativen, nachhaltigen Ansatz in die Baubranche», der als Vorbild für zukünftige Prozessentwicklungen dienen und weitere Mitglieder der Branche dazu motivieren könne «ähnliche Initiativen anzustossen». Die Mittel für die QUADRIN AG werden nach dem Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden bereitgestellt.

  • Schweizer Datenökosystem

    Schweizer Datenökosystem

    Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.

    Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.

    Koordination, Beratung und internationale Vernetzung
    Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.

    Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.

    Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen
    Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.

    Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.

  • Büroangebot wächst weiter

    Büroangebot wächst weiter

    Der Leerstand von Büroflächen in der Schweiz hat 2024 weiter zugenommen, informiert Jones Lang LaSalle (JLL) in einer Mitteilung zu seiner neuen Büromarktstudie. In ihr hat das Gewerbeimmobilien- und Investmentmanagementunternehmen die Entwicklungen an den grössten Flächenmärkten untersucht. In den fünf grössten Büromärkten Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne ist das Angebot an verfügbaren Büroflächen per Jahresende 2024 im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 995’500 Quadratmeter gestiegen.

    Die Bautätigkeit für Büroflächen habe im Berichtsjahr mit 57’000 Quadratmetern voraussichtlich ihre Talsohle erreicht, heisst es in der Mitteilung. Nach einem Höchstwert von rund 343’000 Quadratmeter. im Jahr 2020 hatten die neu erstellten Büroflächen in den folgenden Jahren kontinuierlich abgenommen. Für das laufende und die kommenden beiden Jahre geht JLL wieder mit ansteigender Bautätigkeit aus.

    Insgesamt sei die Flächennachfrage weiter intakt, schreibt JLL. Das Unternehmen hat bei modernen, flexibel nutzbaren Flächen mit guter Verkehrsanbindung eine hohe Nachfrage beobachtet. Flächen in älteren Gebäuden ohne Bahnhof in Gehdistanz liessen sich hingegen schwerer vermieten.

    Für die Zukunft geht JLL von einem Anzug der Dynamik am Markt für Büroflächen aus. «Viele Marktakteure blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate und möchten das bessere Investitionsumfeld für Transaktionen nutzen», wird Jan Eckert in der Mitteilung zitiert. Diese Tendenz zeige sich sowohl bei der Menge als auch der Qualität eingehender Gebote, so der CEO Switzerland & Capital Markets Lead DACH bei JLL. «Die kurzfristigen Perspektiven sind so günstig wie seit drei Jahren nicht mehr.»