Kategorie: Regionen

  • Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Die Stadt Dietikon lädt zur Einweihung des Hauses der Bevölkerung am Samstag, 8. März, ein. Das Haus der Bevölkerung ist in der geschichtsträchtigen Zehntenscheune eingerichtet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Ursprüngen um 1600 erstrahle nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz und werde künftig als vielseitiger Veranstaltungsort zur Verfügung stehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Dietikon. Mit einem neuen digitalen Buchungssystem ist die Reservation für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und private Anlässe ab dem 1. Juni möglich.

    Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und sich von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes überzeugen, heisst es in der Mitteilung. Sibylle Baumann werde in Mundart verschiedene Geschichten vortragen. Um 15 Uhr spricht sie zu «Der goldene Vogel – witzige Tiergeschichten» und um 16 Uhr bringt sie: «Vom Fressen und Gefressenwerden – Abenteuerliche Geschichten».

    Die Zehntenscheune ist eines der ältesten Gebäude Dietikons. Mit einer Kapazität von rund 120 Sitzplätzen, einer neuen Tribüne und einer modernen Ausstattung ist der grosse Saal für Veranstaltungen geeignet. Ein Personenaufzug ermöglicht zudem für Barrierefreiheit.

    Das Foyer im Erdgeschoss wurde neu gestaltet. Erhalten blieb die massive Bohlenwand, ein Relikt aus der ursprünglichen Nutzung als Stall oder Lagerraum. Eine lange Bar soll das Foyer zu einem attraktiven Treffpunkt machen. Weiter wurde ein alter Torbogen freigelegt, der in den Gartenbereich des Hauses führt.

  • Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Der in Basel ansässige Energieversorger IWB hat die Inbetriebnahme des Wärmeverbunds Frick bekannt gegeben. Nebst der neuen Heizzentrale mit zwei Holzkesseln und zwei Wärmespeichern ist ein Wärmenetz in Länge von 2,1 Kilometern in Betrieb genommen worden, heisst es in einer Mitteilung. Ab dem 4. März soll der Ausbau der letzten Abschnitte in der ersten Baustufe in Angriff genommen werden.

    Damit werden in einigen Quartieren von Frick Privathaushalte und Betriebe mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die Befeuerung der Holzkessel wird mit regionalen Holzhackschnitzeln vorgenommen, die aus dem Forstbetrieb Thiersteinberg stammen.

    Aufgrund der grossen Nachfrage prüft die IWB bereits die Erweiterung des Versorgungsgebiets in den Ortsteilen Ob em Dorf und Chilmet. Sowohl die jetzigen als auch die künftigen Bauten sind mit einer Reihe von Verkehrseinschränkungen verbunden, welche von Gemeinde und Kanton je nach Bedarf angepasst werden. Die IWB lädt für den 5. April 2025 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Areal der Heizzentrale ein.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Die Zug Estates Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 einen Konzerngewinn ohne Neubewertungen und Sondereffekte in Höhe von 36,9 Millionen Franken realisiert, informiert die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 9,0 Prozent. Die Anteilseignerschaft soll mit einer um 6,8 Prozent erhöhten ordentlichen Dividende am Gewinn beteiligt werden.

    Als Wachstumstreiber wird in der Mitteilung der Liegenschaftsertrag der Gruppe genannt. Er legte im Jahresvergleich um 5,5 Prozent auf 69,3 Millionen Franken zu. Das Segment Hotel & Gastronomie trug 15,5 Millionen Franken zum Gesamtertrag bei. Der Betriebsertrag insgesamt legte um 4,7 Prozent auf 88,8 Millionen Franken zu.

    Das Konzernergebnis inklusive Neubewertungen und Sondereffekten fiel 2024 mit 58,7 Millionen Franken um 142,7 Prozent höher als im Vorjahr aus. Hier ist die Steigerung vor allem auf einen Neubewertungserfolg in Höhe von 24,8 Millionen Franken zurückzuführen. Zudem hat Zug Estates im Berichtsjahr insgesamt 8,1 Millionen Franken in Neubauprojekte und Sanierungen investiert. Der Marktwert des gesamten Portfolios der Gruppe lag zum Ende 2024 mit 1,86 Milliarden Franken um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

    Darüber hinaus weist Zug Etates per Ende Geschäftsjahr ein praktisch voll vermietetes Immobilienportfolio auf: Die Leerstandquote wurde im Vergleich zum von Umbauten geprägten Vorjahr von 3,9 auf 0,7 Prozent gesenkt. Im Berichtjahr hat die Gruppe Gewerbemietverträge im Umfang von mehr als 5,4 Millionen Franken jährlich verlängern oder neu abschliessen können.

  • Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Die Stadt Luzern und der örtliche Versorger energie wasser luzern (ewl) wollen gemeinsam Möglichkeiten schaffen, mit Energie aus dem Vierwaldstättersee einen Teil des Wärmebedarfs der Stadt zu decken. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen mit der Umstellung auf See-Energie die Treibhausgasemissionen aus Gas, Öl, Benzin, Diesel und Kerosin bis 2040 auf Null gesenkt werden.

    Um das Ziel zu erreichen, sind von den Partnern mögliche Standorte für grösstenteils unterirdische Energiezentralen in Betracht gezogen worden. Aus einer Auswahl von 100 möglichen Standorten haben sich im vorläufigen Verfahren fünf herauskristallisiert: Drei Standorte liegen am linken Seeufer, je einer am rechten Seeufer und im Versorgungsgebiet Würzenbach.

    Die Standorte haben sich nach einer umfangreichen Analyse als die geeignetsten gezeigt. Berücksichtigt wurden neben der Energieausbeute auch Eigentumsverhältnisse sowie Kriterien wie Naturschutz und gesellschaftliche Belastungen. Städtebauliche und Machbarkeitsstudien sollen bis Mitte 2025 vorliegen. Bei zu starken Interessenkonflikten werden Ausweichstandorte avisiert.

    «Es war deshalb zentral, städtische und kantonale Fachstellen sowie verschiedene Naturschutz- und Planerverbände bei der Suche nach geeigneten Standorten einzubeziehen», wird Martin Arnold, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Realisierung von ewl, in der Mitteilung zitiert. «So konnten wir die verschiedenen Interessen abholen und aufeinander abstimmen.»

  • Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Die Gemeinde Spreitenbach kann den Gestaltungsplan Vinea für den Bau von Wohnungen am Ortseingang realisieren. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat laut Medienmitteilung den Gestaltungsplan genehmigt. Er bildet die planerische Grundlage, um auf dem bisher gewerblich genutzten Areal südlich der Verzweigung Landstrasse und Wigartestrasse eine Überbauung mit rund 37 Wohnungen zu realisieren.

    Die geplante Überbauung umfasst laut Mitteilung der Gemeinde drei Gebäude. Entstehen soll ein viergeschossiges Gebäude entlang der Landstrasse, ein dreigeschossiges Gebäude an der Wigartestrasse und ein zweigeschossiges Gebäude mit direkter Ausrichtung zum Dorfbach.

    Zwischen den Gebäuden soll ein verkehrsfreier Innenhof entstehen, der den Bewohnenden zur Verfügung steht. Die unterirdische Parkierung soll die Wohnqualität erhöhen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, heisst es weiter.

    Vinea basiert auf dem Richtprojekt der Hunziker Architekten AG in Baden-Dättwil und der SKK Landschaftsarchitekten AG in Wettingen AG. Die Metron AG in Brugg AG hat den Gestaltungsplan gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Gemeinde Spreitenbach erarbeitet. Das Areal Vinea ist derzeit mit einer Gewerbeüberbauung bebaut. Bereits 2018 wurde eine Überbauungsstudie durch die Hunziker Architekten erarbeitet. Die Gemeinde entschied sich nach Abwägung unterschiedlicher Varianten für eine längsorientierte Bebauung entlang der Strasse, um «optimale städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen».

  • Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt

    Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während 2018 noch 1’074 Wohneinheiten in Basel-Stadt geplant wurden, sank diese Zahl bis 2023 auf nur noch 67, ein Einbruch um 95 %. Damit ist die Bautätigkeit in Basel-Stadt praktisch zum Stillstand gekommen. In anderen Schweizer Städten, die ebenfalls mit steigenden Baukosten und Zinsen zu kämpfen haben, fiel der Rückgang weit weniger drastisch aus.

    Eine der Hauptursachen liegt in der Wohnschutzverordnung, die 2022 in Kraft trat. Sie begrenzt Mietzinsaufschläge nach Sanierungen, unterstellt Umwandlungen in Stockwerkeigentum einer Bewilligungspflicht und legt maximale Mietzinse für Ersatzneubauten fest. Das Ziel war der Schutz von Mietenden, doch die Folgen sind problematisch. Investitionen bleiben aus, Sanierungen verzögern sich oder werden ganz eingestellt, und der Neubau stagniert.

    Zielkonflikt zwischen Wohnschutz und Klimaschutz
    Neben der Wohnungsnot wird nun auch der Klimaschutz von der Verordnung ausgebremst. Energetische Sanierungen werden oft im Rahmen von Totalsanierungen durchgeführt – doch genau diese finden kaum noch statt. In einer Medienmitteilung des Präsidialdepartements vom 15. August 2024 räumt die Basler Regierung ein, dass sich ein Zielkonflikt abzeichnet. „Energetische Sanierungen erfolgen meist im Rahmen von Totalsanierungen. Dadurch besteht ein Zielkonflikt zwischen den Verfassungsbestimmungen des Wohnraumschutzes und des Klimaschutzes (Netto-Null-Ziel 2037).“

    • Weniger energieeffiziente Gebäude → Höhere Energiekosten für Mietende → Verzögerung der Klimaziele.
    • Basel-Stadt im Städtevergleich, Schlusslicht beim Wohnungsbau

    Ein Blick auf andere Städte zeigt, wie gravierend die Auswirkungen der Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt sind.

    • Zürich +20 % mehr Baugesuche zwischen 2021 und 2023
    • Luzern, Winterthur, Bern ein Rückgang der Baugesuche um 2–35 %
    • Basel-Stadt Einbruch um 76 %

    Auch der Vergleich mit Basel-Landschaft ist aufschlussreich. Während die Zahl der Baugesuche dort um 40 % zurückging, sank sie in Basel-Stadt um 76 %. Dies zeigt, dass die Flaute im Wohnungsbau hausgemacht ist und nicht allein auf die allgemeine Baukonjunktur zurückzuführen ist.

    Politische Debatte über Anpassungen
    Die restriktiven Vorgaben der Wohnschutzverordnung haben Basel-Stadt in eine Sackgasse geführt. Während das ursprüngliche Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schützen, nachvollziehbar ist, zeigen die Zahlen, dass die Verordnung das Gegenteil bewirkt.

    • Weniger Bauprojekte → Sinkendes Wohnangebot → Steigende Mieten für neue Wohnungen
    • Weniger Sanierungen → Verzögerung der energetischen Modernisierung → Höhere Betriebskosten für Mietende

    Die politische Debatte über eine Anpassung der Verordnung gewinnt an Fahrt. Erste Parteien fordern Korrekturen, um Investitionen wieder attraktiver zu machen, ohne dabei den Mieterschutz völlig aufzugeben. Die Mitte-Partei hat im August 2024 die Initiative „Ja zum vernünftigen Wohnschutz für alle!“ angekündigt, die eine Anpassung der Gesetze fordert, um den Mietwohnungsbau wieder zu beleben.

    Ein gefährlicher Trend für Basel-Stadt
    Während in Zürich erste Stimmen laut werden, ähnliche Regulierungskonzepte einzuführen, zeigt das Beispiel Basel-Stadt, welche Risiken damit verbunden sind. Die Regulierung führt dazu, dass Mietende in ihren Wohnungen verbleiben, selbst wenn diese nicht mehr ihren Bedürfnissen entsprechen, was den Wohnungsmarkt zusätzlich verknappt.

    Die nächsten Jahre werden entscheidend sein. Schafft Basel-Stadt die Wende oder droht eine anhaltende Wohnungskrise mit steigenden Mieten und stockendem Klimaschutz?

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Januar auf dem Stand von 129,5 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um lediglich 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes hingegen schweizweit ein Wachstum der Angebotsmieten um 3,1 Prozent registriert.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate in vielen Fällen deutliche Anstiege im Jahresvergleich beobachtet. Im Kanton Graubünden sowie in den beiden zusammengefassten Appenzeller Kantonen fielen die Angebotsmieten im Januar 2025 hingegen um 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent geringer als im Januar 2024 aus. Dabei setzte Appenzell seinen im Vormonat begonnenen Rückgang fort. Graubünden hingegen habe den Rückgang der vergangenen beiden Monate zwar wieder etwas ausgeglichen, bleibe aber weiterhin unter dem Niveau von vor rund einem Jahr, heisst es in der Mitteilung.

    Bei den im Index erfassten acht Schweizer Städten haben die Fachleute durchweg steigende Angebotsmieten in den vergangenen zwölf Monaten ausgemacht. In der Mitteilung heben sie dabei Luzern und Basel mit Steigerungen von 7,7 beziehungsweise 6,6 Prozent hervor. Gegenüber Dezember 2024 fielen die Mieten in Luzern um 1,4 Prozent geringer aus. Lugano weist mit -2,2 Prozent den stärksten Rückgang im Monatsvergleich auf. Die Mieten in der Stadt Bern legten hingegen gegenüber Dezember 2024 um 0,6 Prozent zu.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Innenausbau-Spezialist blickt auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte

    Innenausbau-Spezialist blickt auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte

    Die Obrist interior AG feiert in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen. Das 1885 als kleine Schreinerei gegründete Unternehmen habe sich in dieser Zeit «zu einem globalen Branchenleader entwickelt», schreibt Obrist interior in einer Mitteilung. Mit den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr will der Spezialist für hochwertige Interieurs im Laden- und Innenausbau vor allem seine Mitarbeitenden würdigen. «Ohne ihr Können, Engagement und Streben nach höchster Kundenzufriedenheit wären wir nicht da, wo wir heute stehen», wird CEO und Inhaber Stefan Slamanig in der Mitteilung zitiert.

    Das Erfolgsrezept von Obrist interior beruhe auf unternehmerischer Agilität, schreibt das Unternehmen. So habe das Unternehmen mit Sitz in Inwil auf innovative Technologien wie CNC-Maschinen, 3D-Druck, Virtuelle Realität oder Lean-Management gesetzt, lange bevor diese zum Standard in der Branche wurden. «Auch bei der Transportlogistik und der Montage vor Ort, arbeiten wir ausschliesslich mit den Branchenbesten zusammen und sind zwecks Qualitätssicherung flankierend immer auch mit unseren eigenen Experten vor Ort», erklärt Chief Sales Officer Corrado Tona.

    In der Mitteilung geht CEO Slamanig auch auf die im vergangenen Jahr angekündigten Pläne für einen Erweiterungsbau in Inwil ein. Hier soll ein modulares Konzept umgesetzt werden, um Platz für weitere Mitarbeitende, zusätzliche Fertigungskapazitäten sowie Forschung und Co-Working zu schaffen. Aktuell steht Obrist interior zusammen mit weiteren vier Unternehmen im Finale des Prix Zentralschweiz 2025 des Swiss Venture Clubs.

  • Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Mit 15’033 Nein-Stimmen gegenüber 10’914 Ja-Stimmen wurde der Projektierungskredit für das geplante Luzerner Theater am 9. Februar 2025 deutlich abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,67 Prozent. Das Ergebnis bedeutet das Ende für das Projekt «überall» von Ilg Santer Architekten, das als neue Bühne für Musik-, Sprech- und Tanztheater vorgesehen war.

    Stadtrat zeigt sich enttäuscht
    Der Stadtrat nimmt die Abstimmung mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die geplante Weiterentwicklung des Luzerner Theaters kann mit diesem Entscheid nicht umgesetzt werden. Stadtpräsident Beat Züsli betont: „Wir haben immer gesagt, dass es keinen Plan B gibt. Wie es weitergeht, ist völlig offen. Dieses Ergebnis ist eine grosse Enttäuschung für die Luzerner Kultur.“

    Besonders der Standort und das Bauvolumen des geplanten Theaters standen in der öffentlichen Diskussion immer wieder in der Kritik. Dennoch sei es noch zu früh, um definitive Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Stadtrat will die Abstimmungsergebnisse gemeinsam mit den involvierten Partnerorganisationen sorgfältig auswerten.

    Konsequenzen für die Kulturpolitik
    Die Ablehnung des Kredits stellt die Stadt Luzern vor neue Herausforderungen. Die bisherigen Planungen werden gestoppt und es bleibt unklar, wie die Zukunft des Luzerner Theaters gestaltet werden kann. Dennoch betont der Stadtrat die Wichtigkeit eines konstruktiven Umgangs mit dem Votum: „Es ist nun unsere gemeinsame Aufgabe als Stadtgemeinschaft, eine neue Lösung für die Theaterkultur in Luzern zu finden.“

    Trotz der Niederlage bedankt sich der Stadtrat bei allen, die sich für das Projekt engagiert haben. Die bestehenden Partnerschaften sollen weiterhin gepflegt und die Auswirkungen des Abstimmungsergebnisses auf die Kulturpolitik sorgfältig geprüft werden.

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Seit 2018 setzt Winterthur auf Smart City Projekte, die die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bereits 27 Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Auch 2025 setzt die Stadt den Fokus auf innovative Lösungen für Mobilität, Digitalisierung und ökologische Stadtentwicklung.

    Die geförderten Projekte für 2025 sind breit gefächert. Von nachhaltiger Wiederverwendung von Baumaterialien über digitale Anmeldesysteme für den Schulsport bis hin zu einem KI-gestützten Kulturkalender. Alle Projekte haben das Ziel, bestehende Herausforderungen mit kreativen Technologien und neuen Ansätzen zu lösen.

    Sechs geförderte Smart City Projekte für 2025

    • Schwammstadt in Aktion: Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen werden häufiger. Dieses Projekt testet, wie grüne Dächer und durchlässige Böden helfen können, die Stadt zu kühlen und Regenwasser besser zu absorbieren. Im Innovationslabor Grüze wird die Wirkung der Schwammstadtelemente sichtbar gemacht.

    • Winti Re-Use: In Bauprojekten fallen oft grosse Mengen an verwertbarem Material an, die bislang entsorgt werden. Eine neue Plattform sorgt dafür, dass Bauabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

    • Mobilität Spitex: Spitex-Mitarbeitende sind täglich in der Stadt unterwegs – häufig mit dem eigenen Auto. Dieses Projekt testet nachhaltige Alternativen wie E-Bikes und E-Scooter, um emissionsärmere Mobilität zu fördern und flexiblere Transportlösungen für Pflegepersonal zu schaffen.

    • Smarte Anmeldung Schulsport: Die Anmeldung für den Schulsport soll durch eine digitale Plattform einfacher, schneller und fehlerfreier werden. Eltern und Verwaltung profitieren von einem optimierten Prozess, der bürokratischen Aufwand reduziert.

    • CulturAI: Winterthur ist eine lebendige Kulturstadt, doch oft bleiben kleinere Veranstaltungen im Schatten grösserer Events. Eine künstliche Intelligenz (KI) analysiert Vorlieben und schlägt individuell passende Kulturveranstaltungen vor – auch für Nutzer:innen mit wenig Zeit für Recherche.

    • Winbib+: Bibliotheken werden durch unbediente Öffnungszeiten flexibler nutzbar, sodass Bücher und Medien auch abends oder am Wochenende ausgeliehen werden können.

    Smart City Winterthur 2030
    Die Stadt Winterthur treibt ihre Smart City Entwicklung gezielt voran. Zum 1. Januar 2025 hat der Stadtrat die Strategie «Smart City Winterthur 2030» verabschiedet. Ziel ist es, Innovationen aktiv zu fördern, neue Netzwerke für Zusammenarbeit zu schaffen und die digitale Transformation der Stadt weiterzuentwickeln.

    Mit der Förderung dieser sechs Projekte zeigt Winterthur, wie eine moderne, nachhaltige Stadtentwicklung durch kreative Ansätze und den gezielten Einsatz von Technologie gelingt.

  • Private Investoren treiben Innovation in Zürich voran

    Private Investoren treiben Innovation in Zürich voran

    Der Finanzplatz Zürich ist nicht nur ein bedeutendes Zentrum für Banken und Versicherungen, sondern auch ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung junger Unternehmen. Private Investoren wie Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften, Multi und Single Family Offices sowie Stiftungen unterstützen Start-ups durch gezielte Investitionen, die Innovationen und wirtschaftliches Wachstum fördern.

    Laut der neuen Studie «Finanzplatz Zürich 2025/2026», die vom kantonalen Amt für Wirtschaft und der städtischen Abteilung Stadtentwicklung in Auftrag gegeben wurde, sind in der Region Zürich 208 Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften sowie über 2800 Stiftungen aktiv. Sie beschäftigen insgesamt rund 3800 Mitarbeitende und haben in den letzten zehn Jahren massgeblich zur Entwicklung des Innovationsstandorts Zürich beigetragen.

    Wachstum und Finanzierungslücken im Start-up-Ökosystem
    Zwischen 2014 und 2024 wurden in der Region Zürich über 900 Start-ups gegründet, die in verschiedenen Finanzierungsrunden insgesamt 9,6 Milliarden Franken Kapital aufgenommen haben. Fast die Hälfte des gesamten Finanzierungsvolumens von Start-ups in der Schweiz. Bei den Unternehmen, deren Investorenstruktur bekannt ist, stammt rund ein Drittel der Mittel von regionalen Geldgebern.

    Die Studie zeigt jedoch, dass viele Start-ups nach der anfänglichen Förderung durch Acceleratoren, Inkubatoren und Stiftungen in der nächsten Wachstumsphase auf Finanzierungshürden stossen. Während Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften verstärkt in die Expansionsfinanzierung einsteigen, bleibt eine Finanzierungslücke bestehen. Dies kann dazu führen, dass junge Unternehmen ins Ausland abwandern, um dort Kapital für ihre Skalierung zu sichern.

    Zürich als attraktiver Standort für Beteiligungskapital
    Die Region Zürich bietet aufgrund ihres starken Marktumfelds, der internationalen Vernetzung und der Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte optimale Bedingungen für Investoren. Besonders Single Family Offices spielen eine wachsende Rolle, da sie langfristig orientierte Investitionen in innovative Projekte ermöglichen. Schweizer Single Family Offices investieren durchschnittlich 12 Prozent ihres verwalteten Vermögens in Venture Capital, wovon rund 24 Milliarden Franken in Projekte innerhalb der Schweiz fliessen.

    Laut Michael Grass von BAK Economics, die die Studie durchgeführt hat, ist es entscheidend, die Finanzierungslücke in der Wachstumsphase von Start-ups zu schliessen. Dies würde nicht nur die Innovationskraft der Region sichern, sondern auch das Abwanderungsrisiko reduzieren.

    Initiative «Stärkung Investorenstandort» startet
    Basierend auf den Ergebnissen der Studie startet der Kanton Zürich das Teilprojekt «Stärkung Investorenstandort» im Rahmen der Initiative «Innovationsstandort 2030». Die Volkswirtschaftsdirektion hat den Auftrag, gezielt Massnahmen zur Verbesserung der Standortattraktivität für Risikokapitalgeber zu entwickeln. Ziel ist es, die Investitionsbedingungen für Start-ups und Scale-ups zu optimieren und die Finanzierungsmöglichkeiten in der Region auszubauen.

    Mit Dialogen zwischen Politik, Wirtschaft und Investoren sollen konkrete Strategien entwickelt werden, um Zürich als führenden Standort für Beteiligungskapital weiter zu stärken. Die Stadt Zürich engagiert sich bereits aktiv in der Start-up-Förderung, unter anderem mit Inkubatoren wie BlueLion und Startzentrum Zürich sowie dem städtischen Programm KlimUp für nachhaltige Innovationen.

    Die Ergebnisse der Initiative sollen dazu beitragen, Zürich als dynamischen und wettbewerbsfähigen Investitionsstandort weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern.

  • Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Die Swissbau zählt seit über 50 Jahren zu den wichtigsten Plattformen der Bau- und Immobilienbranche. 2026 präsentiert sie sich mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten und strategischen Partnerschaften. Erstmals offiziell in das Programm aufgenommen wurden die Fachbereiche Putz, Farbe, Trockenbau, Solartechnik und Energiespeicherung. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV), die für eine zusätzliche Erweiterung des Aussteller- und Besuchersegments sorgt.

    Die Zusammenarbeit mit dem SMGV spiegelt sich in verschiedenen Messebereichen wider. Neben neuen Live-Demos und Fachveranstaltungen wird in diesem Rahmen auch der renommierte «Schweizer Preis für Putz und Farbe» auf der Messe verliehen. Diese zusätzlichen Formate sorgen für eine stärkere Branchenvernetzung und ermöglichen es Ausstellern, gezielt mit Fachkräften in Kontakt zu treten.

    Treffpunkt Handwerk: Mehr Interaktion und Swissness
    Unter dem Motto «Swissness» entsteht in Halle 1.0 ein neuer, interaktiver Bereich für das Bauhandwerk. Der Messeveranstalter will hier das Handwerk als zentralen Bestandteil der Bauwirtschaft stärker in den Fokus rücken und dabei insbesondere junge Talente für die Branche begeistern.

    Ein besonderes Highlight ist die interaktive Hausbau-Fläche, auf der verschiedene Gewerke parallel arbeiten und ihr Können demonstrieren. Begleitend dazu präsentieren führende Handwerksbetriebe ihre Materialien, Werkzeuge und Technologien. In der angrenzenden BauBeiz entsteht ein lebendiger Treffpunkt für den Austausch zwischen Fachkräften, Herstellern und Interessierten. Die Kombination aus Fachwissen, praxisnaher Demonstration und Networking macht diesen Bereich zu einem wichtigen Bestandteil der Swissbau 2026.

    Kreative Inszenierung für mehr Erlebnis
    Die Trendwelt für Innenausbau wird erstmals in Halle 1.2 inszeniert und bietet ein modernes, hochwertiges Ambiente für Aussteller aus den Bereichen Bad, Küche, Boden/Wand/Decke, Licht und Objekteinrichtung. Die Neugestaltung ermöglicht eine stärkere inhaltliche Vernetzung zwischen den Ausstellern und sorgt für ein ganzheitliches Messeerlebnis.

    Zusätzlich kehrt mit dieser Neuausrichtung der Samstag als Messetag zurück – allerdings ausschliesslich für Halle 1.2 und das Swissbau Focus. Durch die verlängerten Öffnungszeiten erhalten sowohl beruflich stark eingebundene Fachbesucher als auch private Bauherren eine weitere Möglichkeit, die Messe zu besuchen.

    Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen
    Mit den etablierten Swissbau Focus und Swissbau Lab setzt die Messe weiterhin auf interdisziplinären Austausch und praxisnahe Lösungen. Während Swissbau Focus als Plattform für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen dient, bietet das Swissbau Lab einen Ort, an dem Besucher innovative Produkte und nachhaltige Technologien entdecken und selbst ausprobieren können.

    Aussteller profitieren zudem vom neuen Werkstatt-Angebot, das ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Anwendungen in einem praxisnahen Umfeld live zu demonstrieren. Damit wird der Mehrwert für Besucher weiter erhöht, da sie nicht nur Informationen erhalten, sondern die Lösungen direkt erleben können.

  • Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Das Baselbieter Energiepaket hat sich als wirksames Instrument zur Unterstützung energetischer Sanierungen und zum Ausbau erneuerbarer Energien bewährt. Die bisherige Ausgabenbewilligung läuft Ende 2025 aus. Der Regierungsrat beantragt deshalb beim Landrat eine Verlängerung des Programms für die Jahre 2026 bis 2030 mit einem Fördervolumen von 51,25 Millionen Franken.

    Die künftige Ausgestaltung der Fördermassnahmen orientiert sich am Energieplanungsbericht 2022 und beinhaltet neben der Fortführung bewährter Programme auch neue Anreize. Dazu gehören die energetische Betriebsoptimierung bei Wohngebäuden, Förderbeiträge für den 1:1-Ersatz alter Heizsysteme, die Regeneration von Erdwärmesonden, Boni für kombinierte Dach- und Fassadensanierungen mit Photovoltaik sowie die Förderung von Ladeinfrastruktur in Mehrparteiengebäuden. Auch Gemeinden sollen bei der Zertifizierung als Energiestadt unterstützt werden.

    Positive Impulse für Wirtschaft und Klimaschutz
    Das Energiepaket verzeichnete in den vergangenen Jahren eine hohe Nachfrage, insbesondere nach dem Rekordjahr 2022. Die Fördermassnahmen setzen wirtschaftliche Impulse, von denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren.

    Ein interkantonaler Vergleich zeigt, dass das Baselbieter Energiepaket eine überdurchschnittliche Wirkung erzielt und einen wesentlichen Beitrag zur kantonalen Energie- und Klimapolitik leistet. Der Regierungsrat wird dem Landrat nach der Hälfte der Laufzeit Bericht über die Ausschöpfung der Mittel und die CO₂-Wirkung des Programms erstatten.

    Mit der geplanten Verlängerung bleibt das Baselbieter Energiepaket ein Schlüsselinstrument für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung im Kanton Basel-Landschaft.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Energie 360° und die Stadt Wädenswil wollen mit einem Energieverbund zum Netto-Null-Ziel der Stadt beitragen. Konkret ist geplant, das Wasser des Zürichsees zur Erzeugung erneuerbarer Wärme zu nutzen, informiert der Zürcher Energieversorger in einer Mitteilung. Dazu wollen die beiden Partner den Energieverbund Wädenswil AG einrichten, an dem sich die Stadt Wädenswil mit 51 und Energie 360° mit 49 Prozent beteiligt.

    Am 9. Februar hat das Stimmvolk von Wädenswil den Plänen zur Gründung des Energieverbunds mit 66,04 Prozent grünes Licht gegeben, heisst es in der Mitteilung. «Die Stadt Wädenswil investiert in die Zukunft», wird Stadtpräsident Philipp Kutter dort zitiert. «Eine saubere Energieversorgung kommt allen zugute und reduziert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.»

    Die Planungen umfassen zwei unterirdische Energiezentralen im neuen Gessner-Areal und beim Parkplatz Rietlau. In der zweiten Energiezentrale kommt auch überschüssige Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Rietlau zum Einsatz. Zudem will Energie 360° seinen seit 2011 in Wädenswil betriebenen Wärmeverbund Untermosen in den neuen Verbund integrieren.

    «Die lokal verfügbare Energie aus dem Zürichsee für die Energieversorgung zu nutzen, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll», meint Energie 360°-CEO Jörg Wild. Geht alles nach Plan, können erste Kundinnen und Kunden bereits 2026 erneuerbare Wärme aus dem Verbund beziehen. Im Endausbau soll der Verbund jährlich Emissionen im Umfang von rund 15’000 Tonnen CO2 vermeiden.

  • Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Die Preise für Wohneigentum haben im ersten Monat dieses Jahres nachgegeben, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Konkret fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 0,6 Prozent tiefer als im Dezember 2024 aus. Einfamilienhäuser wurden gleichzeitig sogar 2,1 Prozent günstiger angeboten. Die Angebotsmieten zogen im selben Zeitraum hingegen um 0,9 Prozent an.

    Im Jahresvergleich fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 1,0 Prozent höher aus. Die Preise für Einfamilienhäuser legten gleichzeitig um 1,4 Prozent zu. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter beträgt bei Eigentumswohnungen aktuell 8834 Franken, informiert SMG. Bei Einfamilienhäusern müssen durchschnittlich 7591 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden.

    «Insgesamt wird der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin durch die tiefen und allenfalls nochmals sinkenden Zinsen geprägt», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Der Kauf von Immobilien ist dadurch mit geringeren Finanzierungskosten verbunden. «Wer allerdings einen Mietwohnungswechsel und somit ein neues Mietverhältnis anstrebt, muss aufgrund der angespannten Angebotssituation auch in den kommenden Monaten mit Preisaufschlägen rechnen», erläutert Waeber. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.

    Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.

    Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.

  • Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Der Schweizer Immobilienmarkt erweise sich trotz Herausforderungen weiterhin als resilient, leitet CSL Immobilien eine Mitteilung zu seinem Immobilienmarktbericht 2025 ein. Als solche werden dort makroökonomische Unsicherheiten und zunehmende regulatorische Anforderungen genannt. Positiv auf die Marktdynamik wirkten sich hingegen die schrittweisen Leitzinssenkungen der Nationalbank aus.

    Am Mietwohnungsmarkt hat CSL Immobilien im vergangenen Jahr weiterhin eine starke Nachfrage bei knappem Angebot ausgemacht. In Folge seien die Angebotsmieten deutlich stärker als die Bestandsmieten gestiegen und die Leerwohnziffer auf ein Rekordtief gesunken, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund besonders stark steigender Angebotsmieten in Städten wie Zürich und Genf wichen Haushalte vermehrt auf verkehrstechnisch gut angebundene Agglomerationen aus.

    Auch die Preise für Wohneigentum zogen im vergangenen Jahr weiter an. Den Erhebungen von CSL Immobilien sind dabei die Preise im Wirtschaftsraum Zürich besonders stark gestiegen.

    Der Büromarkt hat sich 2024 unterschiedlich entwickelt. Hier legte das Angebot an freien Flächen in den Agglomerationen zu, die Mietpreise in der Peripherie zeigten nach unten. In den Stadtzentren zogen die Mietpreise bei einem weiter sinkenden Angebot an Flächen dagegen an. Allgemein wurden verstärkt ESG-konforme Büroflächen und flexible Nutzungskonzepte nachgefragt.

    Für das laufende Jahr geht CSL Immobilien von einem moderaten aber soliden weiteren Wachstum aus. «Investoren, die agil bleiben und ihre Strategien anpassen, können 2025 erfolgreich Chancen nutzen», wird Thomas Walter, CEO von CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert.

  • Arbeiten am Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden beginnen

    Arbeiten am Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden beginnen

    Die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden haben mit Bereinigungsarbeiten auf dem Bauareal begonnen. Laut Medienmitteilung des Kantons Aargau werden in den Sportferien vom 3. bis 14. Februar diese Vorbereitungsarbeiten ausgeführt. Dazu werden im Bereich der Schönaustrasse in Baden Strauchflächen entfernt und Bäume gefällt. Diese Arbeiten müssen vor dem Beginn der Bauarbeiten des Erweiterungsbaus im Juli 2025 getätigt werden.

    Der frühe Beginn ist notwendig, denn die Baumfällungen sind ausserhalb der Brutzeit der Vögel von Anfang März bis Ende September vorzunehmen. Auf dem gesamten Areal werden nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus neue Bäume gepflanzt. Dadurch werde der Biodiversität auf dem Areal der Kantonsschule Baden wieder vermehrt Rechnung getragen, heisst es in der Mitteilung.

    Für den Erweiterungsbau der Kantonsschule liegt seit Ende Oktober 2024 die gültige Baubewilligung vor. Im Erweiterungsbau wird es einen zusätzlichen Trakt für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) und einen Trakt für Sport inklusive einer Doppelsporthalle geben.

    Ausserdem wird die Aussenanlage samt Sportplätzen neugestaltet. Der geplante Erweiterungsbau stellt auf Basis der heutigen Schulplanung den Endausbau des Areals dar, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

  • Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Energie 360° und die Stadt Bülach beginnen mit dem Aufbau eines Energieverbunds, für den ab 2026 die Energiezentrale gebaut wird. Gemäss einer Medienmitteilung des Energieunternehmens ist vorgesehen, die Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Furt für Heizung und Warmwasser zu nutzen.

    Die Anlage biete Potenzial für bis zu 300 Liegenschaften. Damit könnten rund 2600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Wie die Energiedienstleisterin mitteilt, sollen ab Herbst 2028 die Bülacher Stadtteile Hinterbirch und Grampen sowie das Stadtzentrum mit regional erzeugter und CO2-neutraler Wärme beliefert werden. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Liegenschaftsverwaltungen könnten schon jetzt auf einer Online-Plattform Anschlussmöglichkeiten an den Energieverbund prüfen und Richtpreise berechnen.

    In Bülachs Grundwasserschutzzonen seien Erdsonden nicht zugelassen, der Energieverbund sei „ein zentraler Puzzlestein“ der städtischen Energie- und Klimastrategie, heisst es zur Begründung. „Der Energieverbund passt zu unseren Bestrebungen, der Stadt Bülach eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern“, wird Stadträtin Andrea Spycher zitiert.

    Die Investitionssumme für den Energieverbund wird von Energie 360° getragen. Nach Angaben des Energieunternehmens könnte das Projekt auch der Start für ein künftiges Fernwärmenetz sein. Energie 360° prüfe derzeit Chancen, weitere nachhaltige Energiequellen zu nutzen mit dem Ziel einer grossflächigen Versorgung mit lokaler Fernwärme.

  • Erweiterung des Reinraums in Buchs

    Erweiterung des Reinraums in Buchs

    Die Präzisionsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für den Kanton St. Gallen, insbesondere im Rheintal. Unternehmen aus diesem Bereich sind auf eine hochmoderne Forschungsumgebung angewiesen, die höchsten Qualitätsstandards genügt. Reinräume sind essenziell, um mikroskopisch kleine Partikel in der Luft zu minimieren und so hochpräzise Bauteile fehlerfrei zu produzieren.

    Der bestehende Reinraum in Buchs an der OST wird bereits intensiv genutzt – insbesondere von RhySearch, das mit eigenen Anlagen dort forscht. Die Partner möchten die Infrastruktur nun erneuern, erweitern und breiter zugänglich machen, um die Innovationskraft der Region weiter zu stärken.

    22 Millionen Franken für den «Sensor Innovation Hub»
    Unter dem Namen «Sensor Innovation Hub» soll die Forschung in den Bereichen Sensorik, Halbleitertechnologie und Hochpräzisionsfertigung weiterentwickelt werden. Dafür plant die St. Galler Regierung, das Projekt mit 22 Millionen Franken zu unterstützen.

    Die vorberatende Kommission des Kantonsrats hat die Vorlage geprüft und empfiehlt, darauf einzutreten. Eine Besichtigung der bestehenden Anlage in Buchs hat die Relevanz des Projekts verdeutlicht.

    Nächste Schritte und politische Entscheidung
    Der Kantonsrat wird die Vorlage in der Frühjahrssession 2025 in erster Lesung und in der Sommersession 2025 in zweiter Lesung beraten. Sollte der Rat das Vorhaben unterstützen, könnte die Volksabstimmung im Herbst 2025 folgen.

    Mit dem Ausbau des Reinraums in Buchs würde die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Technologieführerschaft in der Hochpräzisionsfertigung machen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern.

  • Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Arbeiten wie Bohren, Schleifen, das Sprühen von Dämmstoffen oder das Heben schwerer Materialien bergen hohe Risiken. Laut aktuellen Zahlen kam es 2024 allein in Europa zu 30 Todesfällen auf Baustellen innerhalb von vier Monaten.

    Mit Unterstützung des EU-finanzierten Projekts CONCERT hat das IIT eine innovative, modulare Roboterplattform entwickelt. «Unser Ziel war es, eine flexible und anpassbare Lösung zu schaffen, die Bauprozesse optimiert, Menschen entlastet und die Sicherheit verbessert», erklärt Nikolaos Tsagarakis, Projektkoordinator am IIT.

    Roboter als Unterstützung – nicht als Ersatz
    Der CONCERT-Roboter kann zwar autonom arbeiten, wurde aber primär als Assistenzsystem für Bauarbeiter konzipiert. Während die Maschine wiederholende oder gefährliche Aufgaben übernimmt, können sich Fachkräfte auf komplexere Tätigkeiten konzentrieren. Das steigert nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern auch die Effizienz auf Baustellen.

    «Anstatt für jede Aufgabe einen eigenen Roboter einzusetzen, haben wir eine vollständig rekonfigurierbare Lösung entwickelt, die sich direkt auf der Baustelle anpassen lässt», so Tsagarakis weiter.

    Nahtlose Integration in die digitale Baustelle
    Der Roboter wurde erfolgreich unter realen Baustellenbedingungen getestet. Dabei zeigte er nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch seine Flexibilität, indem er sich spontanen Anforderungen des Bauteams anpassen konnte.

    Ein großer Vorteil ist die Verknüpfung mit digitalen Gebäudedatenmodellen (BIM). Dadurch kann der Roboter direkt über ein Tablet gesteuert werden, ohne dass Arbeiter schwere Elektrowerkzeuge bedienen müssen.

    Ein Durchbruch für die Baurobotik
    Mit der ersten rekonfigurierbaren Mehrzweck-Bauroboterplattform hat CONCERT eine neue Ära in der digitalen Baustellenautomatisierung eingeläutet.

    Die Lösung hat nicht nur das Potenzial für eine breite industrielle Anwendung, sondern übertrifft auch den üblichen Technologie-Reifegrad in Forschungsprojekten. «Die Flexibilität der Plattform macht sie für viele weitere Bauaufgaben nutzbar», so Tsagarakis. Zukünftige Entwicklungen werden die Anwendungsbereiche noch weiter ausbauen.

  • Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Die Revision reagiert insbesondere auf die hohen Bau- und Transportkosten in alpinen Regionen. Neu erhalten gemeinnützige Bauträger in Berggebieten gezielte Förderungen, da sich gezeigt hat, dass die Kosten für Baumaterialien in diesen Regionen deutlich höher sind als in Tal- und Mittellandgebieten.

    Anstieg der Kostenlimiten für preisgünstigen Wohnraum
    Die Kostenlimiten für die Erstellung, Erneuerung und den Erwerb von Wohnraum wurden zuletzt 2022 angepasst. Seither sind die Land- und Baupreise weiter gestiegen, sodass die neuen Werte erforderlich wurden. Diese Anpassung stellt sicher, dass preisgünstiger Wohnraum weiterhin gefördert und erhalten bleibt.

    • Mietwohnungen durchschnittlicher Anstieg um 5,3 %
    • Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser Erhöhung zwischen 4,0 % und 6,7 % je nach Objektart

    Förderung über Bürgschaften und Darlehen
    Die Wohnraumförderung des Bundes erfolgt weiterhin indirekt, hauptsächlich über Bürgschaften und den Fonds de roulement. Letzterer wird von den Dachorganisationen Wohnen Schweiz und Wohnbaugenossenschaften Schweiz verwaltet und stellt gemeinnützigen Bauträgern zinsgünstige Darlehen zur Verfügung.

    Breite Zustimmung zur Verordnungsanpassung
    Die vorgeschlagene Änderung wurde Kantonen und Dachorganisationen zur Stellungnahme vorgelegt – alle Beteiligten haben die Anpassungen befürwortet. Damit schafft die neue Verordnung die Grundlage, um auch in Zeiten steigender Baukosten weiterhin erschwinglichen Wohnraum zu ermöglichen.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihre jährliche Marktanalyse veröffentlicht und bestätigt den weiteren Anstieg der Immobilienpreise. Nach einem Wachstum von 3,7 % im Jahr 2023 legten die Preise 2024 um 3,3 % zu. Auch wenn sich das Tempo leicht verlangsamt hat, bleibt die Tendenz klar: Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Wohnimmobilienpreise in Zürich um das 2,5-Fache erhöht.

    Interessant ist, dass trotz gesunkener Zinsen der erwartete stärkere Preisanstieg ausblieb. Die Nachfrage zeigte sich verhaltener, insbesondere bei Neubauten, deren Verkauf länger dauert. Dennoch registrierte die ZKB im zweiten Halbjahr 2024 eine Zunahme der Transaktionen, was auf eine wieder anziehende Nachfrage hindeutet.

    Zunehmende Knappheit auf dem Mietwohnungsmarkt
    Die angespannte Lage bei Mietwohnungen setzte sich 2024 fort. Erstmals stellte die ZKB fest, dass die Zahl der Verkaufsinserate leicht höher war als die für Mietangebote – ein Zeichen für die weiter schwindenden Kapazitäten auf dem Zürcher Mietmarkt.

    Zwar fiel die Verknappung nicht ganz so drastisch wie befürchtet aus, doch für 2025 rechnet die ZKB mit einem weiteren Rückgang des Leerstandes.

    Mieten steigen auch für Bestandsmieter
    Die Mieten in Zürich stiegen 2024 um durchschnittlich 4,5 % – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 3,3 %. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Neuvermietungen, sondern auch bestehende Mietverhältnisse von Erhöhungen betroffen waren.

    Dieser Trend ist direkt auf die Referenzzinssatz-Erhöhungen aus dem Jahr 2023 zurückzuführen, die mit Verzögerung auf die Mieten durchschlugen. Im dritten Quartal 2024 lagen die Bestandsmieten in Zürich 5,4 % höher als im Vorjahr, während sie schweizweit nur um 3,3 % anstiegen. Noch stärker fiel die Erhöhung in der Genferseeregion aus.

    Institutionelle Vermieter nutzten ihren Spielraum für Mieterhöhungen intensiver als private Eigentümer. Allerdings zeichnet sich eine Trendumkehr ab: Da der Referenzzinssatz im März 2025 sinken wird, dürften viele Mieter eine Senkung ihrer Miete einfordern.

    Der Zürcher Immobilienmarkt bleibt damit ein dynamisches Feld mit steigenden Preisen für Eigentümer und zunehmenden Herausforderungen für Mieter.

  • Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Geringe Wohnmobilität trotz veränderter Bedürfnisse
    Die Mehrheit der über 75-Jährigen bleibt trotz veränderter Wohnanforderungen in ihrer Wohnung. Nur 5,1 Prozent dieser Altersgruppe zogen 2022 um. Gründe dafür sind langfristige, günstige Mietverträge, zentrale Wohnlagen und emotionale Bindung an die Wohnung. Zudem wirken hohe Marktmieten und Umzugskosten abschreckend. Falls ein Umzug stattfindet, bleibt dieser meist innerhalb der Region oder führt in eine Pflegeeinrichtung.

    Barrieren in älteren Wohnbauten erschweren den Alltag
    Über 60 Prozent der über 66-Jährigen wohnen in Gebäuden, die nicht barrierefrei gebaut wurden. Treppen, schmale Türen oder fehlende Aufzüge können den Alltag erschweren und das Risiko von Stürzen und gesundheitlichen Problemen erhöhen. Notwendige Renovierungen sind oft schwer umsetzbar.

    Einsamkeit als zentrale Herausforderung
    77 Prozent der älteren Menschen leben allein oder mit gleichaltrigen Personen, was die Gefahr sozialer Isolation erhöht. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die häufiger alleinstehend sind. Einsamkeit wirkt sich negativ auf die körperliche und geistige Gesundheit aus und verstärkt den Unterstützungsbedarf im Alltag.

    Barrierefreier Wohnraum und bessere Unterstützung
    Die Studie empfiehlt, ältere Menschen besser in den regulären Wohnungsmarkt zu integrieren und gezielt barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Neben altersgerechten Renovationen sind neue Wohnformen mit Nähe zu Pflegeeinrichtungen nötig. Zudem sollten soziale Netzwerke und Unterstützungsdienste ausgebaut werden, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

    Datenbasierte Erkenntnisse für die Zukunft
    Die Studie basiert auf umfangreichen Datenanalysen zu Wohngebäuden, Haushalten, Einkommen und Mietverhältnissen. Diese ermöglichen präzise Einblicke in die Wohnsituation älterer Menschen und liefern eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Massnahmen.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.