Kategorie: Regionen

  • Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Die Gemeinde Glarus Nord hat den Startschuss für eine umfassende Mobilisierung gemeindeeigener Flächen gegeben. Im Fokus stehen dabei Areale in Filzbach und Oberurnen. Diese Initiative folgt den neu definierten Richtlinien zur Vergabe von Bauland und Liegenschaften und unterstreicht das Engagement der Gemeinde für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Entwicklung.

    Attraktive Flächen im Angebot
    Konkret werden in Filzbach drei Baulandparzellen in der Wohnzone zum Verkauf ausgeschrieben. In Oberurnen wird die 5’084 m² grosse Schranerwiese in der Arbeitszone im Baurecht vergeben. Diese Flächen bieten vielfältige Möglichkeiten für Wohnbauprojekte sowie gewerbliche Nutzungen und sind somit für ein breites Spektrum an Investoren und Entwicklern von Interesse.

    Transparenter und strukturierter Prozess
    Das Ausschreibungsverfahren ist klar definiert und transparent. Interessenten finden alle relevanten Unterlagen auf der Gemeindehomepage (www.glarus-nord.ch) sowie im Amtsblatt des Kantons Glarus. Für die Bewerbung steht ein Anmeldeformular zur Verfügung, welches eine faire und objektive Auswertung anhand der festgelegten Vergabekriterien gewährleistet.
    Der Anmeldeschluss ist der 30. Mai um 16.00 Uhr.

    Zukunftsorientierte Entwicklung im Fokus
    Die Mobilisierung der Bauzonenflächen ist ein zentraler Baustein der neuen Nutzungsplanung von Glarus Nord. Die Gemeinde setzt damit die Vorgaben des Raumplanungsgesetzes konsequent um und schafft die Voraussetzungen für eine geordnete und zukunftsorientierte Entwicklung. Durch die kontinuierliche Ausschreibung gemeindeeigener Flächen wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standorts und zur Schaffung von attraktivem Wohn- und Arbeitsraum geleistet.

  • Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Die Kantonsschule Zug, ein Meisterwerk der Nachkriegsmoderne, wurde zwischen 1971 und 1975 vom renommierten Architekturbüro Leo Hafner und Alfons Wiederkehr entworfen. Die Aussenraumgestaltung von Fred Eicher ist ebenfalls ein integraler Bestandteil dieses architektonischen Erbes. Angesichts der fortschreitenden baulichen Alterung besteht ein dringender Bedarf an umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese umfassen die Ertüchtigung der Tragstruktur, den Austausch der Gebäudehülle sowie der Haustechnik und des Innenausbaus. Besonders der Fokus auf die Anpassung der Raumstruktur ist entscheidend, um Lernbedingungen zu gewährleisten.

    Sanierungskonzept und gezielte Erweiterung
    Das Sanierungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt wurde, bietet eine ausgewogene Lösung zwischen den Bedürfnissen flexibler Unterrichtsformen und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten. Durch geschickte Raumrochaden und Anpassungen wird das Raumangebot gezielt erweitert. Geplante Massnahmen beinhalten einen neuen Verbindungstrakt und eine Aufstockung des Trakts 7, um den Herausforderungen moderner Bildungsansprüche gerecht zu werden.

    Prinzipien der Nachhaltigkeit
    Die Entscheidung für eine Gesamtinstandsetzung basiert auf den finanziellen, ökologischen und terminlichen Vorteilen. Die Baudirektion des Kantons Zug verfolgt damit ihre klare Immobilienstrategie. Neubauprojekte sollen nur dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Optimierung der bestehenden Bauten nicht mehr möglich ist.

    Projektwettbewerb und nächste Schritte
    Der nächste Meilenstein im Sanierungsprozess ist der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, der Mitte 2024 ausgeschrieben wurde und sich an Generalplaner-Teams richtet. Ziel ist es, die besten Lösungen für eine Instandsetzung zu finden, die den Erhalt der ursprünglichen Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen eines modernen Bildungsbetriebs erfüllt. Die Baudirektion des Kantons Zug betont, dass der Wettbewerb eine entscheidende Phase in der Umsetzung des Projekts darstellt und eine qualitätsvolle Sanierung sicherstellen soll.

  • Umfahrung Cham-Hünenberg

    Umfahrung Cham-Hünenberg

    Die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) ist mehr als nur eine neue Strasse. Sie ist das letzte grosse Puzzlestück in der Verkehrsplanung des Kantons Zug, das nicht nur dazu dient, den Transitverkehr zu bündeln, sondern auch, um das Zentrum von Cham vom Durchgangsverkehr zu befreien. Dieses anspruchsvolle Projekt, das von der Baudirektion des Kantons Zug in Zusammenarbeit mit den Ennetseegemeinden umgesetzt wird, zielt darauf ab, Lebens- und Wirtschaftsräume aufzuwerten und die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

    Bau und Standort
    Der Bau der UCH hat bereits begonnen und ist für eine Fertigstellung im Jahr 2027 geplant. Die Linienführung verläuft überwiegend parallel zur Autobahn A4, was einen minimalen Landverbrauch und eine effiziente Flächennutzung ermöglicht. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, um die geplante Siedlungs- und Landschaftsentwicklung in den Ennetseegemeinden nicht zu gefährden.

    Tunnelarbeiten und Bauausführung
    Im März 2024 starteten die Hauptarbeiten am Strassentunnel Städtlerwald mit dem Bau der Pumpwerke und Absetzbecken. Die Tunnelbetriebszentrale wird ebenfalls errichtet, während parallel der Voreinschnitt für das Tunnelportal Stumpen realisiert wird. Der Tunnel selbst wird eine Gesamtlänge von 543 Metern aufweisen, wobei der Grossteil unterirdisch mit einer Teilschnittmaschine geschaffen wird.

    Fortschritt der Vorarbeiten
    Bereits seit 2022 fanden vorgezogene bauliche Massnahmen entlang der zukünftigen UCH-Trasse statt, die nun abgeschlossen sind. Die ersten Bodenarbeiten entlang des westlichen UCH-Perimeters und angrenzenden Nationalstrassen N4 sind bereits in vollem Gange. Angrenzende Waldgebiete wurden bereits gerodet, wobei die stehenden Baumstämme für spätere Projekte dem Wasserbau übergeben werden.

    Ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer
    Die Umfahrung Cham–Hünenberg verspricht nicht nur Verbesserungen für den Strassenverkehr, sondern auch positive Effekte auf die Lebensqualität der Anwohner. Durch die Entlastung der Ortschaften von Cham und Hünenberg wird ein ruhigerer und sicherer Lebensraum geschaffen, der Raum für zusätzliche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Zudem fördert die verbesserte Verkehrsanbindung die Ansiedlung von Unternehmen in der Region, was wiederum den Wirtschaftsstandort Zug stärkt.

  • Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Die wirtschaftliche Stimmung in der Zentralschweiz bleibt weitgehend optimistisch. Laut der aktuellen Ausgabe des «Finanzmonitor Zentralschweiz 2025», einer jährlichen Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern und der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, bewerten fast 65 Prozent der befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut. Dies zeigt eine insgesamt stabile Entwicklung trotz leicht eingetrübter Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr.

    Expansion und Fachkräftemangel im Fokus
    Rund 60 Prozent der Unternehmen planen eine Expansion, was auf einen anhaltenden Wachstumswillen hinweist. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

    Internationale Unsicherheiten beeinflussen exportorientierte Firmen
    Während kleine und mittelständische Unternehmen eine stabile Geschäftslage verzeichnen, sind grössere exportorientierte Firmen stärker von globalen Entwicklungen betroffen. Insbesondere Unsicherheiten in den USA, Frankreich und Deutschland wirken sich auf die Planungen aus. Zudem rücken protektionistische Massnahmen der neuen US-Regierung verstärkt in den Fokus der wirtschaftlichen Bedenken.

    Wechselkursrisiken verlieren an Bedeutung
    Der starke Schweizer Franken wird im Vergleich zum Vorjahr seltener als Problem wahrgenommen. Trotz einer erwarteten weiteren Aufwertung gegenüber dem Euro scheint die Sorge um Wechselkursschwankungen an Bedeutung zu verlieren.

    Weniger Freiwilligkeit, geringerer Aufwand
    Ein weiteres Thema des Finanzmonitors ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Zahl der freiwillig aktiven Unternehmen ist rückläufig, jedoch zeigt sich, dass der tatsächliche Aufwand für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts geringer ausfällt als von vielen Firmen zunächst befürchtet.

    Stabilität mit wachsenden Herausforderungen
    Die Zentralschweizer Wirtschaft bleibt optimistisch, sieht sich aber mit strukturellen und internationalen Herausforderungen konfrontiert. Wachstumsperspektiven sind vorhanden, doch Themen wie Fachkräftemangel, globale Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen beeinflussen die zukünftige Entwicklung massgeblich.

  • Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Der Zürcher Regierungsrat möchte das Baubewilligungsverfahren optimieren und hat eine Verkürzung der Behandlungsfrist von vier auf drei Monate vorgeschlagen. Diese Massnahme soll den Genehmigungsprozess effizienter gestalten und die Planungsunsicherheit für Bauherren reduzieren. Ein zentraler Faktor für diese Beschleunigung ist die Digitalisierung der Abläufe, die den administrativen Aufwand verringern soll.

    Politischer Hintergrund der Gesetzesänderung
    Die Initiative zur Fristverkürzung geht auf eine Motion von FDP, SVP und GLP zurück, die im Februar 2023 vom Kantonsrat mit 96 zu 73 Stimmen überwiesen wurde. Der Regierungsrat sieht darin eine Chance, die Bearbeitungszeiten zu optimieren, ohne dabei die Qualität der Prüfverfahren zu gefährden.

    Verzicht auf Verkürzung der Vorprüfungsfrist
    Anders als in der Motion gefordert, wird die Vorprüfungsfrist nicht von drei auf zwei Wochen reduziert. Der Regierungsrat folgt damit den Rückmeldungen aus der Vernehmlassung, wonach eine zu kurze Vorprüfung das Verfahren insgesamt verlangsamen könnte, anstatt es zu beschleunigen. Eine sorgfältige Vorprüfung wird als entscheidend für eine reibungslose Abwicklung der Baugesuche angesehen.

    Effizientere Verfahren für eine dynamische Bauwirtschaft
    Mit der geplanten Gesetzesänderung soll das Bauen im Kanton Zürich effizienter und planbarer werden. Die digitale Transformation der Bewilligungsverfahren könnte nicht nur Zeit sparen, sondern auch den Bürokratieaufwand minimieren. Nun liegt es am Kantonsrat, über die vorgeschlagene Anpassung des Planungs- und Baugesetzes zu entscheiden.

  • Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen sind ein zentraler Bestandteil der globalen Wirtschaft. Sie umfassen Kapitalbeteiligungen in ausländischen Unternehmen mit dem Ziel, deren Geschäftstätigkeit dauerhaft zu beeinflussen. Dabei stehen strategische Kontrolle, Marktzugang und Ressourcensicherung im Vordergrund. Im Unterschied zu Portfolioinvestitionen, die primär auf Kapitalerträge abzielen, haben Direktinvestitionen weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen für Herkunfts- und Empfängerländer.

    Standortvorteile der Schweiz
    Die Schweiz zählt zu den attraktivsten Investitionsstandorten weltweit. Faktoren wie Rechtssicherheit, eine stabile Wirtschaft, hochqualifizierte Fachkräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur machen das Land besonders interessant für multinationale Unternehmen. Viele international tätige Konzerne wie ABB oder Novartis haben ihren Hauptsitz hier, während globale Unternehmen wie Google oder Liebherr in der Schweiz Niederlassungen unterhalten.

    Globale Vernetzung und wirtschaftliche Effekte
    Als Investorin und Investitionsstandort profitiert die Schweiz von internationalen Kapitalströmen. Schweizer Unternehmen expandieren durch Direktinvestitionen ins Ausland, während ausländische Investoren in Schweizer Unternehmen investieren. Dies fördert nicht nur den Austausch von Know-how und Technologien, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Dynamik. Besonders der Pharmasektor spielt eine Schlüsselrolle in den bilateralen Investitionsströmen, insbesondere zwischen der Schweiz und den USA.

    Direktinvestitionen und ihr Einfluss auf das Wachstum
    Direktinvestitionen haben einen messbaren Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. Kapitalerträge aus Schweizer Investitionen im Ausland fliessen zurück in die heimische Wirtschaft und beeinflussen Konsum und Investitionen positiv. Gleichzeitig sorgen ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz für Beschäftigung und Produktivitätssteigerungen. 2022 entfielen rund 24 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung auf ausländisch kontrollierte Unternehmen, während 11 Prozent der Arbeitsplätze direkt von ihnen abhingen.

    Steigende Regulierungen als Herausforderung
    In den letzten Jahren wurden Direktinvestitionen zunehmend politisch reguliert. Steueranpassungen und Investitionskontrollen sollen Transparenz schaffen und Steuervermeidung verhindern. Gleichzeitig wächst die Debatte über eine verstärkte Kontrolle von Übernahmen durch ausländische Investoren, insbesondere im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen. Diese Entwicklungen könnten das Wachstumspotenzial zukünftiger Direktinvestitionen beeinträchtigen.

    Direktinvestitionen als Stabilisator und Wachstumsfaktor
    Die Schweiz profitiert in hohem Masse von Direktinvestitionen, sowohl als Herkunfts- als auch als Empfängerland. Sie fördern Innovation, stärken die Wirtschaftskraft und sichern den Wohlstand. Die zunehmenden regulatorischen Eingriffe könnten jedoch langfristige Herausforderungen für den globalen Investitionsfluss und das Wirtschaftswachstum mit sich bringen.

  • Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Gasser Ceramic hat den diesjährige Prix SVC Espace Mittelland gewonnen. Das in Rapperswil im Berner Seeland ansässige Familienunternehmen stellt Ziegel für Dächer und Fassaden sowie Backsteine und in Dachziegel integrierte Photovoltaiksysteme her. Mit rund 200 Mitarbeitenden, zehn Produktionslinien und sechs Brennöfen an vier Standorten ist die Siegerfirma laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) einer der führenden Schweizer Betriebe in diesem Bereich.

    «An Gassers kommt keiner vorbei», wird Jurypräsident Jürg Schwarzenbach in einer Mitteilung aus seiner Laudatio zitiert. «Während dem Jurybesuchstag spürten wir die Begeisterung für die Produkte und den Stolz der Mitarbeitenden, für das Traditionsunternehmen tätig zu sein.»

    Auf Platz 2 folgt die Platit AG aus Selzach. Die Firma stellt Hightech-Anlagen für die PVD-Beschichtung her. Mit ihren Maschinen werden Fünfliber und Goldmedaillen geprägt sowie Hüftgelenke und Zifferblätter von Luxusuhren beschichtet. Weltweit sind über 650 Beschichtungssysteme von Platit installiert. Zudem unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien.

    Der dritte Platz ging an die Schwob AG aus Burgdorf. Das Traditionsunternehmen entwickelt und fertigt mit rund 240 Mitarbeitenden in seiner eigenen Jacquard-Weberei hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen. Für deren Reinigung verfügt Schwob über fünf eigene und 30 lokale Partnerwäschereien. Schwob exportiert an Einrichtungen rund um den Globus. Megasol Energie aus Deitingen SO, Entwickler von Solarmodulen und Montagesystemen, und Olwo, Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen der Holzbranche aus Worb BE, wurden mit einem Diplomrang ausgezeichnet.

    Die Preisverleihung fand vor 1300 Gästen im Kursaal Bern statt. «Der Prix SVC ist weit mehr als eine Auszeichnung», wird der Präsident des SVC-Organisationskomitees, Reto Portmann, zitiert. «Diese renommierte Veranstaltung symbolisiert Unternehmergeist, Innovationskraft und den Mut, den es braucht, um in unserer dynamischen und wettbewerbsorientierten Welt erfolgreich zu sein.»

  • Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) der ZID Bernapark AG stellt sich neu auf. Ursprünglich als Impulsgeber für Early-Stage-Start-ups gegründet, soll der Handlungsradius künftig KMU und Jungunternehmen aller Stadien umfassen, informiert das ZID in einer Mitteilung. «Die neue Strategie ist ein wichtiger Schritt für das ZID», wird Hans-Ulrich Müller, Präsident des Verwaltungsrates der ZID Bernapark AG, dort zitiert. «Sie schafft die Basis für nachhaltiges Wachstum und stärkt unsere Position als Innovationshub für KMU im Espace Mittelland.»

    Die Angebote des ZID sind darauf ausgelegt, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Unternehmen zu bieten. Inhaltlich wird der Schwerpunkt dabei auf Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und Nachfolgeregelung gelegt. Im ersten Schritt der Transformation werden die beiden Formate KMU Update und KMU Upgrade eingeführt. Dabei bietet KMU Update kostenlose Netzwerkformate wie Skill Share Lunches und Input-Workshops an. KMU Upgrade ist als kostenpflichtiges Format für konkrete Umsetzungen angelegt.

    Anfang Jahr hat zudem der Swiss Venture Club seine Geschäftsstelle ins ZID verlegt. Damit erweitere das ZID «den Zugang zu einem der grössten KMU-Netzwerke der Schweiz», heisst es in der Mitteilung. «Wir schaffen eine Plattform, die KMU und Jungunternehmen nicht nur vernetzt, sondern ihnen auch konkrete Werkzeuge zur digitalen Transformation in die Hand gibt», erläutert Martin Hofer, Interim Geschäftsführer des ZID. «Unsere Programme sind darauf ausgelegt, Innovationen praxisnah und effizient umzusetzen.»

  • Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Der Kanton Luzern plant eine Investitionsoffensive zur Standortförderung. Aufgrund internationaler steuerlicher Entwicklungen wie der OECD-Mindestbesteuerung verliere der Kanton «seinen Wettbewerbsvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern für grosse internationale Unternehmen», erläutert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Konkret besteht die Befürchtung, dass betroffene Unternehmen abwandern oder ihre Investitionen im Kanton einschränken. Hier will der Regierungsrat mit gezielten Investitionen in den Lebens- und Wirtschaftsstandort gegensteuern.

    Eine vom Regierungsrat am 10.März in die Vernehmlassung gegebene Vorlage sieht vor, ab 2026 jährlich 300 Millionen Franken in ein breites Massnahmenpaket zu investieren. «Dem Kanton Luzern geht es gut, wir haben damit die Möglichkeit, in unseren Lebens- und Wirtschaftsraum zu investieren und auch langfristig attraktiv zu bleiben», wird Fabian Peter, Vorsteher des kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, in der Mitteilung zitiert. «Das ist das Ziel dieser Vorlage.»

    Zwei Drittel der Mittel dienen der Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Schwerpunkte machen dabei Innovationsförderung sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen bei Digitalisierung, Verfügbarkeit von Wirtschaftsflächen und kundenorientierter Verwaltung aus. Von den übrigen 100 Millionen Franken zu Gunsten der Luzerner Bevölkerung ist der Löwenanteil von 70 Millionen Franken für eine Senkung des Steuerfusses für natürliche Personen vorgesehen.

  • Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Der Tunnel Rosengarten und die Casinobrücke in Brugg werden saniert. Die beiden Bauwerke sollen laut Medienmitteilung des Kantons Aargau so nachgerüstet werden, dass sie für die nächsten 50 Jahre genutzt werden können. Der Regierungsrat hat einen Kredit über 13,6 Millionen Franken für beide Bauvorhaben verabschiedet.

    Der Start der Instandsetzung wird frühestens 2027 sein. Zuvor müssen noch Projektauflage, Genehmigungsverfahren sowie Landerwerb, Submission und Arbeitsvergabe realisiert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich ein Jahr. Die Mittlere Umfahrung Brugg mit dem 205 Meter langen Tunnel Rosengarten wurde 1981 eröffnet. Die Casinobrücke wurde 1980 erbaut und führt die K117 über die Aare.

    Die Tragstruktur des Tunnels ist laut Mitteilung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt intakt.  Der Tunnel müsse aber an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Tunnelwände, Brand- und Umweltschutz sollen ebenso verbessert werden wie die Anlagen für die Tunnelsicherheit. Zudem wird die Zentrale beim Nordportal erweitert, die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden auf die aktuellen Normen angepasst.

    An der Casinobrücke hat der Brückenbelag seine Lebensdauer erreicht. Daher werden die Randsteine, die Abdichtung sowie der Gussasphaltbelag der Fahrbahn und des Trottoirs ersetzt, heisst es in der Mitteilung. Fehlstellen an Brückenkonstruktion, Widerlagerkästen und Pfeilern werden instandgesetzt. Der Korrosionsschutz werde unter anderem bei den Lagern, den Schachtrosten und den Geländern erneuert. Auch die Dehnprofile der Fahrbahnübergänge werden ersetzt.

    Die Kosten für die Instandsetzung des Tunnels Rosengarten und der Casinobrücke trägt der Kanton.

  • Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Seit dem 6. März fliesst im Gasnetz von Regio Energie Solothurn auch Gas, das bei der Kompogas Utzenstorf AG produziert wird, informiert Regio Energie Solothurn in einer Mitteilung. Dafür hat der Regionalversorger eine 2,3 Kilometer lange Gasleitung zwischen Utzenstorf und Gerlafingen verlegen lassen. Mit dem zusätzlichen regionalen Biogas können rund 400 Einfamilienhäuser beheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Kompogas Utzenstorf AG wandelt seit 2007 organische Abfälle über Trockengärung in Biogas um. Nach der Schliessung der Papierfabrik Utzenstorf 2017 habe das Gas aus technischen Gründen nicht mehr eingespeist werden können und wurde daher in einem Blockheizkraftwerk verstromt, erläutert Regio Energie Solothurn. Für die Einspeisung des Biogases in das Netz des Regionalversorgers hat die Kompogas Utzenstorf AG eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Unternehmen wird von der Axpo Biomasse AG, Regio Energie Solothurn, der Gast AG Utzenstorf und der Kikom GmbH Burgdorf gehalten.

  • 10 Jahre Digital Real Estate Summit

    10 Jahre Digital Real Estate Summit

    Den Auftakt des Summits gestaltete Prof. Dr. Donato Scognamiglio von der IAZI AG mit einem provokanten Vortrag über die Profiteure der Digitalisierung. Er beleuchtete, wie digitale Technologien nicht nur Prozesse optimieren, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Seine Analyse regte dazu an, traditionelle Denkmuster zu hinterfragen und die Chancen der digitalen Transformation aktiv zu nutzen.​

    Visionen für eine vernetzte Immobilienwelt
    Im weiteren Verlauf des Summits teilten führende Branchenvertreter ihre Perspektiven zur digitalen Zukunft. Jens Vollmar von Implenia betonte die Bedeutung digitaler Lösungen zur Effizienzsteigerung in der Bauindustrie. Beatrice Bichsel von der SBB erläuterte, wie die Digitalisierung von Immobilienportfolios zur Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur beiträgt. Helmut Ruhl von AMAG präsentierte innovative Ansätze zur Datennutzung in der Immobilienentwicklung, während Tanja Vainio von Schneider Electric die Rolle digitaler Technologien bei der Schaffung energieeffizienter Gebäude hervorhob.​

    Vertiefung aktueller Branchenthemen
    Die Workshops und Parallel Sessions des Summits boten tiefe Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen. Themen wie Smart Buildings, Big Data & KI, internationale Entwicklungen, digitale Plattformen & Ökosysteme, Digital Twins und datengetriebene Nachhaltigkeit standen im Fokus. Diese Sessions ermöglichten es den Teilnehmenden, sich intensiv mit den neuesten Entwicklungen auseinanderzusetzen und deren Relevanz für das eigene Unternehmen zu evaluieren.​

    Innovationen hautnah erleben
    Eine Ausstellung mit rund 30 Ausstellenden bot den Gästen die Möglichkeit, die neuesten Technologien und Lösungen der Branche direkt zu erleben. Dieser Austausch förderte nicht nur das Verständnis für aktuelle Markttrends, sondern auch die Vernetzung unter Branchenexpert:innen. Die Kombination aus Fachvorträgen, praxisnahen Workshops und einer lebendigen Ausstellung machte den DRES zu einem umfassenden und inspirierenden Erlebnis.​

    Ein Ausblick auf die Zukunft
    Der 10. Digital Real Estate Summit zeigte eindrucksvoll, wie die Digitalisierung die Immobilienbranche transformiert und welche Potenziale noch ausgeschöpft werden können. Mit dem Blick auf zukünftige Entwicklungen und der Bereitschaft, innovative Wege zu gehen, bleibt der DRES eine zentrale Plattform für den Austausch und die Gestaltung der digitalen Zukunft der Immobilienwirtschaft.​

    Save the Date
    Der nächste Digital Real Estate Summit findet am 5. März 2026 erneut im Trafo Baden statt. Fachleute und Führungskräfte der Branche sind herzlich eingeladen, sich dieses Datum vorzumerken, um auch im nächsten Jahr die neuesten Innovationen und Trends der Immobilienbranche zu erleben.​

  • Chancen und Herausforderungen Bilaterale III

    Chancen und Herausforderungen Bilaterale III

    Mit dem Abschluss der Verhandlungen zu den Bilateralen III, hat die Schweiz einen neuen Meilenstein in ihren Beziehungen zur EU erreicht. Das umfassende Vertragspaket umfasst neue Abkommen in den Bereichen Strom, Lebensmittelsicherheit und Gesundheit sowie die Aktualisierung bestehender Verträge. Besonders hervorzuheben ist die Wiederaufnahme der Schweiz in die EU-Forschungsprogramme, ein bedeutender Schritt für den Forschungsstandort Schweiz.

    An einer Podiumsdiskussion an der Universität Zürich, organisiert von der Zürcher Handelskammer, debattierten führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Chancen und Risiken des neuen Abkommens.

    Bedeutung für den Forschungsstandort Schweiz
    UZH-Rektor Michael Schaepman betonte in seiner Eröffnungsrede die zentrale Rolle der EU für die Schweizer Wissenschaft. Die Integration in den Europäischen Forschungsraum stärke nicht nur die exzellenten Schweizer Hochschulen, sondern ermögliche auch den internationalen Austausch und Zugang zu wichtigen Technologien. «Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten ist eine stabile Partnerschaft mit der EU von entscheidender Bedeutung», erklärte Schaepman.

    Zwischen Freihandel und EU-Mitgliedschaft
    Staatssekretär Alexandre Fasel bezeichnete die Bilateralen III als goldenen Mittelweg zwischen einer Vollmitgliedschaft in der EU und einem reinen Freihandelsabkommen. Durch die Einbindung der institutionellen Fragen in die einzelnen Abkommen sei es gelungen, eine schweizerische Lösung zu finden. Die Übernahme von EU-Recht erfolge nur in den vertraglich geregelten Bereichen, wobei die Schweiz über rechtliche Schutzmechanismen wie ein Schiedsgericht verfüge.

    Wirtschaftliche Vorteile vs. Souveränitätsbedenken
    Die Diskussion zeigte unterschiedliche Perspektiven auf das Abkommen. Für die Wirtschaft ist die Anbindung an den europäischen Binnenmarkt essenziell. Balz Hösly von der Zürcher Handelskammer betonte, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen darauf angewiesen seien, den EU-Markt ohne Handelsbarrieren zu nutzen.

    Kritiker wie Magdalena Martullo-Blocher warnten hingegen vor einer zunehmenden Regulierung und einem Verlust der schweizerischen Souveränität. Sie sprach von einem «Unterwerfungsvertrag» und forderte eine stärkere Fokussierung auf weltweite Freihandelsabkommen.

    Professorin Stefanie Walter hob hervor, dass die Schweizer Bevölkerung zwar gegenüber der EU skeptisch sei, die bilateralen Verträge aber als pragmatische Lösung breite Unterstützung fänden.

    Ein gesellschaftlicher und politischer Balanceakt
    Neben wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten wurden auch gesellschaftliche Werte diskutiert. Silvan Wildhaber, CEO von Filtex AG, sprach sich aus humanistischen Gründen für die Bilateralen aus: «Wir sollten in Europa freundnachbarschaftlich zusammenarbeiten.» Demgegenüber lehnte Balz Halter das Abkommen aus staatsbürgerlichen Gründen ab, da es einen Souveränitätsverlust für die Schweiz bedeute.

     

    Die Podiumsdiskussion machte deutlich, dass die Bilateralen III eine der zentralen politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre sind. Während die einen in ihnen wirtschaftliche Stabilität und politischen Pragmatismus sehen, warnen andere vor einer zu engen Abhängigkeit von der EU. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Schweizer Bevölkerung.

  • Empa eröffnet Quantenlabor

    Empa eröffnet Quantenlabor

    Das neue Empa-Labor «CarboQuant» hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Quantentechnologien auf Basis von Kohlenstoff zu entwickeln. Mit der Eröffnung des High-Tech-Labors am 30. Januar 2025 wurde ein erster Meilenstein erreicht. Die Forschung konzentriert sich auf Nano-Graphene und Kohlenstoff-Nanobänder, die erst vor wenigen Jahren synthetisiert wurden. Diese besonderen Moleküle könnten den Schlüssel zu neuartigen Sensoren, Kommunikationstechnologien oder Komponenten für Quantencomputer liefern.

    Modernste Technologie im Einsatz
    Das Herzstück des Labors bilden zwei hochmoderne Rastertunnelmikroskope. Diese Geräte ermöglichen es den Forschenden, nicht nur einzelne Atome sichtbar zu machen, sondern auch deren Quantenzustände zu steuern. Durch die Nutzung hochfrequenter Mikrowellenstrahlung können die Spins von Elektronen manipuliert werden. Eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Quantencomputern.

    Der Schlüssel zur Quantenwelt
    Der Spin, eine quantenmechanische Eigenschaft von Elektronen, kann zwei Grundzustände annehmen, «up» und «down». Im Gegensatz zu klassischen Bits, die entweder 1 oder 0 sind, können Quantenbits durch Überlagerung beide Zustände gleichzeitig einnehmen. Diese Vieldeutigkeit macht Quantencomputer so leistungsfähig und vielseitig.

    Expertise und Zukunftsvision
    Das «CarboQuant»-Team, unter der Leitung von Roman Fasel und Yujeong Bae, bewegt sich an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Bae, eine der wenigen Expertinnen weltweit auf diesem Gebiet, wird die neue Forschungsgruppe für Quantenmagnetismus leiten. Ziel ist es, die Quantenkontrolle erstmals an Nano-Graphenen zu demonstrieren und langfristig quantenbasierte Geräte zu entwickeln, die bei Raumtemperatur funktionieren.

    Ausblick und Ziele
    Das Projekt läuft bis 2032 und wird von der Werner Siemens-Stiftung unterstützt. Die Forschenden arbeiten daran, eine Materialplattform für kohlenstoffbasierte Quantenmaterialien zu schaffen. Mit der Eröffnung des neuen Labors sind sie diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Die Vision, sichere, leistungsfähige und nachhaltige Quantentechnologien, die unseren Alltag revolutionieren könnten.

  • Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Eine der Massnahmen «B 2.1» zielt darauf ab, den Wissensstand über die Verbreitung und Art von Einsprachen sowie deren Wirkung auf den Bewilligungsprozess von Bauvorhaben zu erhöhen. Um eine empirische Grundlage zu schaffen, wie offensichtlich missbräuchliche Einsprachen reduziert und Verfahren beschleunigt werden können, beauftragte das Bundesamt für Raumentwicklung und das Bundesamt für Wohnungswesen Dr. Joëlle Zimmerli (Zimraum GmbH) und Dr. Christian Brütsch (Stratcraft GmbH) mit der Befragung.

    Zielgruppen der Befragung

    • JuristInnen, die Bauherrschaften beraten oder an einem Gericht bzw. in einer Bewilligungsbehörde tätig sind.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen mit Erfahrung in informellen Forderungen, Einsprachen und Beschwerden.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen, die bereit sind, Fallbeispiele beizutragen.

    Links zur Teilnahme

    Die Links zur Befragung und den Fallbeispielen finden Sie hier:

    Befragung: https://zimraum.limequery.com/267822?lang=de
    Fallbeispiele: https://zimraum.limequery.com/681486?lang=de

    Für das Ausfüllen der Befragung rechnen Sie bitte mit ca. 20 Minuten, pro Fallbeispiel rechnen Sie mit ca. 15 Minuten. Die Befragung und die Fallbeispiele können anonym ausgefüllt werden und sind bis am 31. März 2025 geöffnet.

    Ihre Unterstützung ist gefragt
    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und danken Ihnen im Voraus für Ihre wertvolle Zeit und Ihr Engagement. Mit Ihrer Hilfe schaffen wir eine empirische Grundlage für Massnahmen zur Beschleunigung von Bewilligungsprozessen und zum Umgang mit missbräuchlichen Einsprachen.

    Gemeinsam können wir den Weg für mehr Wohnraum ebnen! Vielen Dank.

  • Ingenieurlösungen für den Schutz von Lebensräumen in den Alpen

    Ingenieurlösungen für den Schutz von Lebensräumen in den Alpen

    Die Alpen sind eine dynamische Landschaft, die seit jeher von Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Murgängen geprägt ist. Mit dem Klimawandel und steigenden Durchschnittstemperaturen verändern sich jedoch wichtige Parameter wie die Schneefallgrenze und die Stabilität von Berghängen. Diese Veränderungen bedrohen die Sicherheit und Stabilität von Siedlungsräumen und erfordern innovative Lösungen, um die Lebensräume in den Alpen zu schützen.

    Bauingenieure als Schlüsselfiguren
    Das Institut für Bauen im alpinen Raum spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren. Die Ausbildung zukünftiger Bauingenieure legt einen besonderen Fokus auf die zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel. Dabei wird auf die Expertise von Fachkräften aus der Praxis zurückgegriffen, um praxisnahe und effektive Lösungen zu entwickeln.

    Forschung und Innovation
    In der Forschung konzentriert sich das Institut auf ausgewählte Teilbereiche, um gezielt innovative Lösungen zu entwickeln. Ein vielversprechendes Projekt ist die Nutzung von Holzwolle zur Hang- und Ufersicherung. Diese Matten verhindern Erosion, fördern den Pflanzenwuchs und zersetzen sich nach erfolgreichem Bewuchs zu Humus. Dies bietet sowohl technische als auch ökologische Vorteile und wurde bereits in erfolgreichen Pilotversuchen getestet.

    Holzwolle-Faschinen
    Ein weiterer Forschungsbereich sind Holzwolle-Faschinen, die zur Stabilisierung von Böschungen eingesetzt werden. Diese Bündel aus Naturmaterialien bieten technische und ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen Holzfaschinen. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Südschweiz wird an der Quantifizierung dieser Vorteile gearbeitet, um eine solide Anwendungsgrundlage zu schaffen.

    Zukunftssicherung durch Zusammenarbeit
    Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis ist entscheidend, um den Herausforderungen in den Alpen zu begegnen. Das Institut für Bauen im alpinen Raum leistet mit seinen innovativen Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensräume und zur nachhaltigen Entwicklung der alpinen Regionen.

  • Verschärfte Regeln gegen Hausbesetzungen

    Verschärfte Regeln gegen Hausbesetzungen

    Der Nationalrat hat am Montag mit 123 zu 64 Stimmen bei zwei Enthaltungen eine Änderung des Zivilgesetzbuches beschlossen, die Eigentümern mehr Möglichkeiten im Umgang mit Hausbesetzungen einräumt. Kernpunkt der Neuregelung ist die Ausweitung des Rechts auf Selbsthilfe. Hausbesitzer dürfen Besetzer künftig nicht nur unmittelbar nach Beginn einer Besetzung, sondern auch innerhalb einer «angemessenen Frist» nach Kenntnisnahme der Besetzung entfernen. Vorausgesetzt, staatliche Hilfe ist nicht rechtzeitig verfügbar. Diese Änderung soll Eigentümern mehr Flexibilität geben, um ihr Eigentum zu schützen.

    Der Bundesrat hatte ursprünglich einen restriktiveren Ansatz vorgeschlagen. Selbsthilfe sollte nur dann zulässig sein, wenn der Eigentümer die Besetzung nicht früher hätte erkennen können. Doch der Nationalrat setzte sich über diesen Vorschlag hinweg und stärkte stattdessen die Rechte der Eigentümer. Justizminister Beat Jans warnte vergeblich vor einer Aushöhlung des staatlichen Gewaltmonopols. Seine Appelle, Ausnahmen von diesem Monopol restriktiv zu handhaben, verhallten ungehört.

    Kritik von Links: «Überflüssige Verschärfung»
    Die Linke und die Grünliberalen lehnten die Vorlage ab und bezeichneten sie als unnötig. Christian Dandrès warnte in der Debatte vor den langfristigen Folgen der Neuregelung: «Hier wird das staatliche Gewaltmonopol ausgehöhlt und das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.» Die Gegner argumentierten, dass die bestehenden Gesetze ausreichend seien und es sich ohnehin nur um wenige Fälle handele. Jacqueline Badran kritisierte, dass eine jahrzehntelange, bewährte Praxis in den Städten übersteuert werde.

    Doch die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat sah dies anders. Sie betonte, dass die Eigentumsrechte von Hausbesitzern derzeit unzureichend geschützt seien. Insbesondere die SVP übte scharfe Kritik an links-grünen Stadtregierungen, denen sie einen zu laschen Umgang mit Hausbesetzern vorwarf. Die Neuregelung soll nicht nur die Rechte der Eigentümer stärken, sondern auch die Behörden in die Pflicht nehmen. Sie müssen künftig rechtzeitig Hilfe leisten und gerichtliche Verfügungen gegen Besetzungen sollen vereinfacht werden. Insbesondere in Fällen, in denen die Identität der Besetzer unbekannt ist.

    Zukunftsorientiert oder überflüssig?
    Die Gesetzesänderung ist ein weiterer Schritt in einer langjährigen Debatte über den Umgang mit Hausbesetzungen. Während die Befürworter die Neuregelung als zukunftsorientiert und notwendig erachten, um Eigentumsrechte zu schützen, sehen die Gegner darin eine überflüssige Verschärfung, die mehr Probleme schafft als löst. Die Vorlage geht nun an den Ständerat, wo die Diskussionen voraussichtlich ebenso hitzig geführt werden.

    Eines ist klar, die Frage, wieviel Eigenverantwortung Eigentümern im Kampf gegen Hausbesetzungen zugestanden werden soll, bleibt ein polarisierendes Thema. Die Entscheidung des Ständerats wird zeigen, ob die Schweiz künftig einen restriktiveren Kurs einschlägt – oder ob die Kritiker Recht behalten und die bestehenden Regelungen ausreichen.

  • Wiederverwendung von Bauteilen

    Wiederverwendung von Bauteilen

    Die Wiederverwendung von Bauteilen hat in den letzten Jahren sowohl medial als auch in der Praxis an Bedeutung gewonnen. Diese Methode trägt dazu bei, die graue Energie in der Immobilienbranche erheblich zu reduzieren. Dr. Andreas Oefner von der Zirkular GmbH zeigt auf, wie durch gezielte Massnahmen und innovative Projekte die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie gefördert wird.

    Grundlagen und Prozesse
    Zusammen mit der ZHAW hat Zirkular die grundlegenden Abläufe und Arbeitspakete in den SIA-Phasen definiert. Dabei wurden wichtige Dokumente wie Fachplanungsverträge, Übergabevereinbarungen und Wiedereinbauklauseln erarbeitet und online zugänglich gemacht. Diese Massnahmen haben den Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen in Bauprojekten deutlich erweitert.

    Erfolgreiche Umsetzung in Projekten
    Architekturwettbewerbe integrieren zunehmend Anforderungen zur Kreislaufwirtschaft. Bauteilkataloge und Gebäudescreenings helfen dabei, potenzielle Bauteile aus Rückbauten zu identifizieren und in neue Projekte zu integrieren. Diese Bauteile werden definiert, erworben, rückgebaut, eingelagert und schliesslich wieder eingebaut. Die Bandbreite der wiederverwendeten Bauteile reicht von komplexen Tragstrukturen bis hin zu einfachen Heizkörpern und Fassadenmaterialien.

    Erhebliche Emissionseinsparungen
    Die Einsparungen durch die Wiederverwendung von Bauteilen sind beeindruckend. Auf Bauteilebene betragen die Emissionseinsparungen gegenüber neu produzierten Bauteilen etwa 90%. Auf Projektebene konnten in bereits umgesetzten Projekten zwischen 10-50% der Erstellungsemissionen eingespart werden.

    Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
    Trotz der erzielten Fortschritte bleiben Herausforderungen. Die Prozesse der Wiederverwendung müssen stärker in den Projekten verankert werden. Zudem bedarf es weiterer Abklärungen bei der Einschätzung von Bauteilkategorien, um die Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten. Auch die Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft müssen neu sortiert werden, um die Wiederverwendung von Bauteilen als Teil einer umfassenden Strategie zur Emissionsreduktion zu etablieren.

    Verantwortung und Innovation
    Gute Planer zeichnen sich dadurch aus, dass sie die richtigen Strategien für ihr Projekt auswählen und dabei ihre Verantwortung gegenüber dem Projekt und der Gesellschaft wahrnehmen. Die Wiederverwendung von Bauteilen ist ein wichtiger Baustein, um die exorbitanten Emissionen der Bauwirtschaft zu reduzieren und gleichzeitig den Bestand weiter zu nutzen und umzubauen.

  • Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Die DuraMon AG aus Dietikon hat laut Medienmitteilung im Februar erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,6 Millionen Franken für die Seed Extension abgeschlossen. Die Runde wurde von Wagniskapital- und Private-Equity-Geber QBIT Capital in Zürich geleitet, die bereits die Seed-Finanzierungsrunde von DuraMon im Juni 2023 angeführt hatte. Sika in Baar, ein Schlüsselinvestor seit Juni 2023, hat sein Engagement durch den erneuten Einstieg als strategischer Partner neben Helbling Equities und anderen verlängert, heisst es weiter. Das frische Kapital schaffe die Voraussetzungen für die Skalierung und Expansion über die DACH-Region hinaus.

    DuraMon ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), die sich auf eine neuartige Sensortechnologie spezialisiert hat, die langfristig stabile Korrosionsüberwachung von Betoninfrastrukturen wie Brücken, Tunneln und Parkhäusern, und Parkgaragen gewährleistet. Dies ermöglicht die frühzeitige Erkennung und das Verständnis von Verschlechterungsprozessen in Betonstrukturen, heisst es in der Mitteilung. So kann die richtige Art der Instandsetzung zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle im Bauwerk bestimmt werden, wodurch Bauherren ihre Instandhaltungsstrategien optimieren und die Reparaturkosten senken können.

    Die neu gesicherte Finanzierung wird es DuraMon ermöglichen, wichtige interne Prozesse zu automatisieren und zu optimieren, nämlich die automatisierte Datenanalyse und Sensorinstallation, heisst es in der Mitteilung. Ein starker Fokus werde auch auf der Kundenentwicklung und Ausweitung der Marktreichweite von DuraMon über die DACH-Region in andere europäische Länder liegen.

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Die Nuavo Holdings AG hat zusammen mit Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmern ihre erste Investition getätigt und die in Courgenay ansässige Domofen AG übernommen. Das von Claude Beynon 1999 gegründete Unternehmen stellt Fenster und Türen aus PVC her und wird seit 2018 von seinem Sohn Fabrice geleitet. Unter dessen Ägide hat Domofen laut einer Mitteilung von Nuavo in den vergangenen fünf Jahren erheblich expandiert und in neue Produktionsanlagen und modernste Ausrüstung investiert.

    Fabrice Beynon will mit dieser Partnerschaft das Familienerbe weiter ausbauen: «Die Wahl von Nuavo als Partner war eine natürliche Entscheidung», wird er zitiert. «Neben ihrem finanziellen Engagement machen sie ihr unternehmerisches Denken und ihren praktischen Ansatz zum idealen Partner für Domofen. Sie respektieren unser Erbe, unser Team und unsere Zukunftsvision und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen.» Als Mitaktionär und wichtiges Mitglied des Führungsteams wird Fabrice Beynon weiterhin aktiv in das Tagesgeschäft der Firma eingebunden sein.

    «Domofen ist genau die Art von Unternehmen, für die wir Nuavo gegründet haben», so Mitgründer Philipp Ries. «Wir sehen in Domofen ein solides Unternehmen mit unglaublichem Potenzial und unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team neue Möglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig die einzigartige Identität des Unternehmens zu bewahren.»

    Zum dreiköpfigen Gründerteam von Nuavo zählt auch Raphael Gindrat, Gründer und Ex-CEO von Bestmile. Die Plattform des Start-ups zur Orchestrierung autonomer Fahrzeugflotten wurde vom Technologiekonzern ZF 2021 übernommen. Wie Gindrat nun in einer eigenen Meldung betont, wird Domofen seinen Betrieb «mit demselben Team, denselben Werten und derselben Exzellenz» weiterführen. Und er betont: «Bei Nuavo machen wir die Dinge anders. Wir sind nicht nur Investoren – wir sind Unternehmer, die in Unternehmer investieren.»

  • Übernahme von amerikanischen Anbieter für Building Finishing

    Übernahme von amerikanischen Anbieter für Building Finishing

    Sika setzt seine Expansionspläne in den USA fort und hat HPS North America, Inc. aus Florence im US-Bundesstaat Alabama übernommen. Laut einer Medienmitteilung hat sich der Anbieter von Produkten, zu denen Selbstnivellierungs- und Abdichtungslösungen gehören, erfolgreich auf dem amerikanischen Markt weiterentwickelt.

    Die Produkte werden den Angaben zufolge über ein etabliertes Vertriebsnetz verkauft und sind auf den Einsatz bei Fussböden ausgerichtet. Dazu zählen Produkte der Marke Schönox, welche Sika Deutschland herstellt. Sika hatte auch bisher bereits eine Minderheitsbeteiligung an HPS North America gehalten.

    Das auf Spezialitätenchemie spezialisierte Unternehmen mit Hauptsitz in Baar verfügt durch die Übernahme über eine «starke Plattform für die weitere Expansion im wachsenden Segment Building Finishing» und erwartet erhebliche Effizienzsteigerungen.

    «Mit der Integration des HPS-Geschäfts in unsere US-Organisation können wir den Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen und Vertriebsnetze auf dem Building-Finishing-Markt mit voller Kraft vorantreiben», wird Mike Campion in der Mitteilung zitiert, Regionalleiter Americas bei Sika.

  • Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG saniert laut einer Mitteilung die Grütstrasse in Gossau. Die als wichtige Verkehrsverbindung bezeichnete Strasse weise Fahrbahnschäden auf. Um die Infrastruktur zu modernisieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, werde die Strasse nun erneuert. «Ein zentraler Bestandteil der Massnahmen ist die bauliche Umgestaltung zur Erhöhung der Sicherheit für Velofahrer:innen sowie Fussgänger:innen», heisst es weiter. Zudem soll mit neuenTempo-30-Zonen der Verkehrslärm reduziert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

    Neben der Sanierung des Strassenbelags umfasst das Projekt weitere umfangreiche Arbeiten. Der unter der Grütrasse verlaufende Gossauerbach wird auf hochwassersichere Art ausgebaut, heisst es weiter. Darüber hinaus erneuert STRABAG Mischwasserleitungen und Trinkwasserleitungen. Energie- und Schachtanlagen werden modernisiert und die für die Telekommunikation notwendige Infrastruktur erweitert.

    «Die Erneuerung bringt der Gossauer Bevölkerung sowie allen Verkehrsteilnehmenden eine höhere Verkehrssicherheit, eine moderne Infrastruktur und verbesserten Hochwasserschutz», wird Remo Hürlimann zitiert, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Gossau.

  • Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Die Berner Kantonalbank will die Treibhausgasemissionen aus ihrem Hypothekarportfolio bis 2030 deutlich senken. Dafür unterstützt die BEKB energetische Sanierungen mit der Einführung von myky-Hypotheken, informiert die BEKB in einer Mitteilung. Sie beruhen auf dem Sanierungsrechner der Online-Plattform myky.

    «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren beim ökologischen Sanieren ihrer Eigenheime von Vorzugskonditionen», wird BEKB-CEO Armin Brun in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig fördern wir als Bank die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Marktgebiet.» Bis 2030 sollen die Emissionen aus finanzierten Wohnliegenschaften um 45 und die aus anderen Liegenschaften um 35 Prozent gesenkt werden.

    Die Plattform myky wurde Ende 2021 von der BEKB gemeinsam mit Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern lanciert. Das Jungunternehmen ist auf praktische Tipps und Werkzeuge zur Unterstützung von Eigenheimbesitzenden spezialisiert. Aktuell sind neben der BEKB 16 weitere Kantonalbanken beteiligt, die von der NNH Holding AG vertreten werden.

  • Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Der Nationalrat hat am Donnerstag mit 130 Ja- zu 64 Nein-Stimmen eine Änderung des Unfallversicherungsgesetzes beschlossen. Damit soll die finanzielle Unterstützung für Asbestopfer durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt sichergestellt werden. Der Entscheid erfolgte gegen den Willen einer SVP-Minderheit.

    Lücke bei der Unterstützung schliessen
    Die Änderung zielt darauf ab, die Zukunft der Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer zu sichern. Die Suva soll künftig Beiträge leisten können, um die Stiftung finanziell zu unterstützen. Diese Mittel dürfen jedoch nur aus Mehreinnahmen der Versicherung gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten stammen, um die Prämien nicht zu beeinflussen.

    Entschädigung für Asbest-Opfer
    Asbest, einst beliebt für seine praktischen und feuerfesten Eigenschaften, wurde jahrzehntelang verwendet. Seit 1989 ist der Baustoff in der Schweiz verboten, doch die durch Asbest verursachten Erkrankungen werden oft erst Jahrzehnte später sichtbar. Jährlich erkranken rund 120 Personen an Mesotheliomen, einer Krebsform des Brust- und Bauchfells, verursacht durch Asbestfasern.

    Finanzielle Sicherheit für Betroffene
    Die Stiftung EFA soll jene Asbest-Opfer entschädigen, die nicht von der obligatorischen Unfallversicherung gedeckt sind. Diese Personen erhalten zwar Leistungen von der Krankenkasse und Invalidenversicherung, doch diese decken die Kosten oft nicht vollständig ab. Die Stiftung basiert auf freiwilligen Beiträgen der Industrie, die jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben.

    Kritik der Gegner
    Eine SVP-Minderheit kritisierte die Vorlage als «nicht verursachergerecht». Sie befürchtet, dass die Änderung zu höheren Versicherungsbeiträgen führen könnte und fordert mehr Beiträge der verantwortlichen Unternehmungen. Die Minderheit unterlag jedoch im Rat, da alle anderen Parteien die Vorlage unterstützten.

    Ausblick
    Der Suva-Rat wird entscheiden, ob und wie viel Geld an die Stiftung EFA überwiesen wird. Bis 2030 benötigt die Stiftung zusätzliche Mittel von 25 bis 50 Millionen Franken. Als Nächstes muss der Ständerat über die Vorlage entscheiden.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Der hypothekarische Referenzzinssatz wurde auf 1,5 Prozent festgelegt, was einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte gegenüber dem letzten publizierten Satz entspricht. Diese Änderung basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen, der zum Stichtag 31. Dezember 2024 von 1,63 Prozent auf 1,53 Prozent gesunken ist. Der neue Referenzzinssatz gilt ab dem 4. März 2025 und bleibt bestehen, bis der Durchschnittszinssatz unter 1,38 Prozent fällt oder über 1,62 Prozent steigt.

    Auswirkungen auf Mietverhältnisse
    Die Senkung des Referenzzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte kann für Mietende einen Senkungsanspruch von bis zu 2,91 Prozent bedeuten, sofern der bisherige Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent basiert. Bei einem höheren Referenzzinssatz als 1,75 Prozent fällt die Mietzinsreduktion entsprechend grösser aus.

    Falls der bisherige Mietzins bereits auf einem Referenzzinssatz von 1,5 Prozent basiert, besteht kein Anpassungsanspruch. Bei einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent reduziert sich der Erhöhungsanspruch der Vermietenden auf grundsätzlich 3 Prozent.

    Ausnahmen und zusätzliche Faktoren
    Mietverträge mit indexierten oder gestaffelten Mietzinsen sowie Umsatzmieten bei Geschäftsräumen sind von diesen Regelungen ausgenommen. Auch bei geförderten Wohnungen können spezielle Regelungen gelten.

    Neben dem Referenzzinssatz können weitere Faktoren wie die Veränderung des Landesindexes der Konsumentenpreise (Teuerung) und Änderungen der Unterhalts- und Betriebskosten die Mietzinsgestaltung beeinflussen. Diese Faktoren müssen gegebenenfalls in die Berechnung einbezogen werden.

    Vierteljährliche Anpassung
    Der hypothekarische Referenzzinssatz wird vierteljährlich durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) bekannt gegeben und auf der Website www.referenzzinssatz.admin.ch veröffentlicht. Die nächste Bekanntgabe ist für den 2. Juni 2025 vorgesehen.

    Dieser Artikel bietet einen umfassenden und zukunftsorientierten Überblick über die Auswirkungen der Senkung des hypothekarischen Referenzzinssatzes auf Mietverhältnisse in der Schweiz.

  • Diese Kantone führen die Schweiz an

    Diese Kantone führen die Schweiz an

    Die Hochschule Luzern hat mit dem KIKI ein Analysemodell vorgestellt, das Innovation und Kreativität der Kantone misst. «Der KIKI ist der erste kantonale Index, der diese Schlüsselfähigkeiten regional und im Detail auswertet», erklärt Christoph Hauser, Professor am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern. Der Index besteht aus 101 Einzelindikatoren, die in vier Themenfelder und acht thematische Säulen unterteilt sind. Datenquellen sind unter anderem das Bundesamt für Statistik und die Innovationsagentur des Bundes Innosuisse.

    Kanton Zug führt die Rangliste an
    Basierend auf den Daten des Jahres 2024 belegt der Kanton Zug mit knapp 60 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz. Dahinter folgen Basel-Stadt und Zürich. Die Kantone Waadt, Neuenburg und Genf liegen dicht beieinander auf den Plätzen vier bis sechs. Zug führt in den Themenfeldern Wissen, Kreation und Wachstum, während Basel-Stadt den höchsten Wert bei der Kreation aufweist. Zürich liegt in fast allen Indikatoren weit vorne, ausser beim Wachstum.

    Vielfältige Ausdrucksformen von Innovation und Kreativität
    Der KIKI zeigt, dass Innovation und Kreativität auf vielfältige Weise zum Ausdruck kommen. «Es gibt nicht ein einziges, einfaches Mittel zur Förderung davon», betont Hauser. Die Kantone auf den hinteren Rängen erreichen immerhin fast die Hälfte der Punkte von Zug, was angesichts des hohen Niveaus respektabel ist. Besonders hervorzuheben ist Uri mit einem guten Wachstum und Glarus mit starken unterstützenden Faktoren.

    Die acht Säulen des KIKI
    Der KIKI orientiert sich am Global Innovation Index (GII) und besteht aus Input- und Outputfaktoren. Inputfaktoren begünstigen Innovation und Kreativität, während Outputfaktoren deren Wirkung messen. Die acht Säulen umfassen:

    • Bildung und Bildungserfolg: Indikatoren zu Angebot und Erfolgsquoten im Bildungsbereich.
    • Forschung, Entwicklung und Wissen: Statistiken zu Forschungsaktivitäten und -ausgaben.
    • Diversität: Vielfalt der Gesellschaft in Bezug auf ethnische Herkunft, Geschlecht und Kultur.
    • Unterstützende Faktoren: Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern.
    • Kunst und Kultur: Kreative Ausdrucksformen und deren Förderung.
    • Patente, Marken und Designs: Schutz und Verwertung geistigen Eigentums.
    • Unternehmen und Startups: Gründungsaktivität und Wachstum von Unternehmen.

    Innovation und Wirtschaftskraft gehen Hand in Hand
    Der KIKI zeigt eine enge Korrelation zwischen Innovation, Kreativität und der Wirtschaftskraft der Kantone. Die Schweiz, die gemäss dem Global Innovation Index als innovativstes Land der Welt gilt, profitiert von diesen Fähigkeiten. Die Analyse unterstreicht die Bedeutung von Bildung, Forschung und unterstützenden Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg.

    Dieser Artikel bietet einen umfassenden und zukunftsorientierten Überblick über die innovativsten Kantone der Schweiz und die Bedeutung von Innovation und Kreativität für das Wirtschaftswachstum.

  • KI, Cybersicherheit und Open Source

    KI, Cybersicherheit und Open Source

    Die aktualisierte Strategie «Digitale Schweiz»   des Bundesrates setzt klare Ziele für die digitale Transformation des Landes. Sie ist verbindlich für die Bundesverwaltung und dient Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als Orientierung. Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung von einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Digitalisierung profitiert.

    Fokusthemen der Strategie
    Der Bundesrat will die Regulierung von KI-Systemen vorantreiben und deren Einsatz in der Bundesverwaltung fördern. Dabei sollen Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschützt sowie Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.

    Die Stärkung der Cybersicherheit ist ein zentrales Anliegen. Massnahmen zur Sensibilisierung und Umsetzung von Schutzmassnahmen sollen die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen sicherstellen. Neue Strukturen sollen auch Kantone und Gemeinden unterstützen.

    Die Förderung von Open-Source-Software in der Bundesverwaltung soll Transparenz, Innovation und Unabhängigkeit gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Open-Source-Communities wird intensiviert, um den Wissensaustausch zu fördern.

    Vision und Ziele
    Die Strategie zielt darauf ab, digitale Angebote zum Nutzen aller Menschen in der Schweiz zu priorisieren. Sie soll die Chancen der digitalen Transformation gezielt nutzen, sodass langfristig alle davon profitieren. Die Schweiz strebt an, eines der digital wettbewerbsfähigsten und innovativsten Länder Europas zu sein.

    Umsetzung und Dialog
    Der Bundesrat plant Beiratssitzungen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft, um den Dialog und die Weiterentwicklung der Strategie zu fördern. Diese Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass die digitale Transformation im gemeinsamen Interesse gestaltet wird.

    Internationale Relevanz
    Die in der Schweizer Digitalstrategie genannten Fokusthemen sind auch international relevant. Länder wie Deutschland müssen sich ebenfalls mit KI, Cybersicherheit und Open Source auseinandersetzen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.