Kategorie: Regionen

  • Erdgeschossflächen richtig (um)genutzt

    Erdgeschossflächen richtig (um)genutzt

    Erdgeschosslagen in Schweizer Großstädten und Mittelzentren, aber auch in kleineren Gemeinden fristen zusehends ein trostloses Dasein – zumindest abseits der begehrten 1A-Lagen. Nicht erst seit der Covid-19-Pandemie zeigt sich gemäss Immobilienmarktexperten ein deutlicher Funktionswandel bei dieser Art von Flächennutzungen. Wo früher vielleicht eine Gastronomie, ein Café oder ein Coiffeur, ein Metzger oder ein inhabergeführter Modeladen zu finden war, zeigt sich heute vielerorts gähnende Leere.

    Im Fokus der Wissenschaft
    Nicole Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Innenarchitektur (IIA) an der Hochschule Luzern (HSLU), beschäftigt sich derzeit mit den Umnutzungsmöglichkeiten dieser ganz besonderen Art von Gebäudeflächen. Mit ihren Kollegen Markus Gmünder, Christoph Hanisch und Katharina Kleczka betrachtet sie aktuell in ihrem Projekt «PARTERRE» die «Frage der Umnutzung der Erdgeschossflächen von innen heraus». Hartmann sagt: «Erdgeschosszonen sind ein wichtiger Bestandteil von Gebäuden, aber auch des Stadtbildes.» Umstrukturierungsprozesse im Gewerbe und das Wachstum des Online-Handels bewirkten aber in letzter Zeit einen Wandel in der Funktion der Erdgeschosslagen. Auch soziale und kulturelle Wertverschiebungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen spielten mit in die Thematik hinein, so Hartmann. Ganz konkrete Beispiele aus der Praxis sammelte das Projektteam etwa in der portugiesischen Stadt Porto, wo dank neuer Ideen und Innovationen City-Quartiere neu mit KMUs und Start-ups belebt werden konnten. Oder auch kürzlich in der Stadt Luzern, wo aktuell ausgeprägte Leerstände und ungenutzte Geschäfts- und Ladenflächen aufgrund des Ausbleibens internationaler Touristen sichtbar und allgegenwärtig sind.

    Eine Lösung: Pop-Up-Läden
    Exakt auf solche Leerstände kapriziert sich die Unternehmensgründung Pop-up-Shops von Gründer und Geschäftsführer Chalid A. El Ashker. Er hat mit seinem «Online-Marktplatz» freie Flächen in Baden, Brugg oder Dietikon im Angebot. Die Internet-Plattform des Start-ups mit Sitz in Zollikon bringt Anbieter freier Detailhandels- und Promotionsflächen mit Interessierten zusammen, die eine zeitlich befristete Mietfläche suchen. Selbst Mietvertrag und Mietzinszahlungen werden bei Pop-up-Shops online abgewickelt. Zielgruppen sind Vermieter mit Leerstandflächen einerseits und neue innovative Marken, Firmen, Designer oder Künstler andererseits, welche Flächen zur Ausstellung ihrer Produkte benötigen. «Gleich welche Flächenart – wir optimieren den Vermietungsprozess», sagt El Ashker, dessen Geschäftsidee nicht an den Schweizer Grenzen Halt macht. Auch internationale Geschäftsflächen, beispielsweise in Deutschland, im UK oder in den USA, viele davon im Erdgeschoss eines Gebäudes, sind bei ihm gelistet. Für den Start-up-Gründer hat seine Plattform gleich mehrere Vorteile: «Wir erhöhen die Verfügbarkeit von Ladenflächen und fördern die lokale Wirtschaft, indem wir neue, aufstrebende und etablierte Unternehmen unterstützen.» In der Schweiz arbeitet Pop-up-Shops bereits mit Kunden wie der SBB, der Schweizerischen Post, der Migros, SPG Intercity oder Wincasa zusammen.

    Flexible Büroflächen nahe am Wohnort
    Doch für leerstehende Geschäftsflächen im Erdgeschoss Schweizer Gemeinden und Städte kommen nicht nur Retail-Lösungen in Frage. Diese Art von Gewerbeflächen können zum Beispiel je nach Vorgaben der Verwaltung und je nach Definition der städtischen Zone auch zu Büroflächen umgenutzt werden. Eines der neudeutsch «Coworking Space» genannten Konzepte bietet die Unternehmung Village Office dar. Sie strebt die Schaffung von mehreren hundert flexibel anmietbaren Coworking-Flächen schweizweit an. Aktuell finden sich bereits im Land mehr als 80 eidgenössische «Coworking Spaces» von Village Office – etwa in Aarau, Bottighofen, Frauenfeld, Luzern oder in Laax, Nyon und Davos.

    Als Genossenschaft konzipiert und gegründet will sie neue Arbeitsformen fördern und ein ganzes Netzwerk an «Coworking Spaces» aufbauen. «Wir schaffen damit zugleich Brücken zwischen Gemeinden, Unternehmen, Immobilieneigentümern und Coworkern», sagt Jenny Schäpper-Uster, die 2015 und 2016 zum einen den neuen Branchenverband Coworking Switzerland und zum anderen Village Offices mitgründete. «Unsere Vision ist, dass bis zum Jahr 2030 jede Person in der Schweiz den nächsten ‹Coworking Space› innert 15 Minuten erreicht. Damit entlasten wir die Verkehrsinfrastruktur, erhöhen die lokale Wertschöpfung und verbessern die Lebensqualität mit kürzeren Arbeitswegen.»

    «Innenstädte wiederbeleben»
    Eine weitere Möglichkeit für die Umnutzung leerstehender Erdgeschossflächen in innerstädtischen Bereichen bringt Innenarchitektin Nicole Hartmann von der HSLU ins Spiel: Wohnraum. «Abhängig von den vorhandenen Grundrissen, Raumhöhen, Fensterfronten und Flächentypen sollte der Fokus auf eine tatsächliche Wiederbelebung der Innenstädte gesetzt werden», sagte sie. Dies könnte dann auch bedeuten, Altstädte für neue Bewohner wieder attraktiv, lebens- und wohnenswert zu machen. Vielerorts in der Schweiz seien Menschen in Randzonen bzw. in Agglomerationen verdrängt worden, weil dort vielleicht zeitgemässe und moderne Grundrisse in Neubauquartieren erstellt wurden. «Hierbei könnte eine Diskussion um neue Mischnutzungen und die Neudefinition von öffentlichen Zonen einen neuen Trend einleiten und viele Stadtzentren bzw. Innenstädte neu beleben», ist Hartmann überzeugt.

    Genau dies will das aktuelle Projekt «PARTERRE» untersuchen. Dabei gehe es auch um die Frage, wie sich eine Umnutzung auf die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Stadtbewohner auswirkt und wie die Schnittstellen zwischen öffentlichem Stadtleben und privatem Wohnen gestaltet werden können. «Das Projekt berücksichtigt dabei das gesamte Wirkungsgefüge mit den Interessen der verschiedenen Akteure und entwickelt eine nachhaltige und zukunftsfähige Umnutzungsstrategie für leerstehende Erdgeschosse», sagt Hartmann. Wir dürfen schon jetzt gespannt sein auf ihre Projektergebnisse.

    Die Stadt Baden – ein positives Beispiel
    Baden, die mit über 19’000 Einwohnern drittgrösste Gemeinde im Kanton Aargau, zählt zur Top 5 der 110 Schweizer Wirtschaftsregionen. Hier beheimatet sind rund 2500 Firmen, davon auch viele internationale Unternehmungen. Dank der Anbindung an die Nah- und Fernverkehrsnetze und der Entfernung von nur rund 20 Kilometern nach Zürich, zum Kantonshauptort Aarau und zur Stadt Waldshut-Tiengen in Deutschland ist sie ein regionales Wirtschaftszentrum und auch beliebter Wohnort.

    So ist es auch nicht verwunderlich, dass Standortförderer Thomas Lütolf von einer sehr niedrigen Leerstandsquote bei den innerstädtischen Ladenflächen zu berichten weiss: «Von 220 Flächen stehen zurzeit nur drei leer.» Damit sei der Leerstand in den Erdgeschosslagen der Stadt so gering wie seit sechs Jahren nicht mehr – und das trotz der andauernden Corona-Pandemie. Ein Trend, den er bei den Ladenflächen ausmacht, ist die gestiegene Nutzung durch Gastronomie- und Food-Konzepte. Bei den Retail-Läden zeigten sich auch neue Konzepte und Altbewährtes: So bietet etwa Ohne.ch an der Stadtturmstrasse 15 faire und nachhaltige Lebensmittel unverpackt an. Im Bahnhof von Baden konnte überdies die über die Landesgrenzen hinweg bekannte und beliebte Confiserie-Kette Sprüngli angesiedelt werden.

    Und auch beim Thema Pop-up-Stores sieht Lütolf mehr Chancen denn Risiken: «Pop-up-Läden sind in Baden nichts Unbekanntes.» Dieser Trend wird sich seiner Meinung nach längerfristig halten und auch schon ob der aktiven Kunst- und Kulturszene in der Stadt freiwerdende Flächen schnell und unkompliziert bespielen können. Einzig beim Mietzinsniveau macht er eine leicht sinkende Tendenz aus. «Aber das macht es dann wiederum für andere Anbietergruppen in diesem Nutzungssegment interessant», so Lütolf. (mr).

  • Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Als sechsstöckiges Gebäude mit Holzfassade und Bandfenstern ragt der Forest Tower über den Industriepark Kleindöttingen hinaus – ein Areal mit Industriegeschichte im unteren Aaretal, das heute vor allem logistikintensive und produktionsorientierte Unternehmen als Standort nutzen.

    Das ehemalige Produktionsgebäude wurde bereits früher in ein Bürogebäude umgewandelt. Bisher hat die Eigentümerin Hiag die Büroflächen zusammenhängend ausgeschrieben. Jetzt will sie die Räume mit einer neuen Idee beleben: Der Forest Tower soll zu einem Kreativ-Hotspot werden. Um das Projekt zu realisieren, sucht die Hiag kreative Köpfe – Unternehmen, Privatpersonen, Freelancer und Selbstständige –, die sich im Forest Tower ansiedeln wollen. Sobald zwei bis drei Interessierte zusagen, will die Eigentümerin mit dem Umbau des ersten Stockwerks beginnen.

    Für Teams, die ein eigenes Büro benötigen, sollen Büroräumlichkeiten in verschiedenen Grössen und mit viel Tageslicht geschaffen werden. Ein Gemeinschaftsatelier soll Platz für gestalterische Arbeiten bieten, etwa mit einem Werkbereich in der Mitte des Raumes und mit zusätzlichen Arbeitsplätzen an den Wänden. In Planung ist auch ein Co-Working-Space.

    Für Besprechungen, Kundenpräsentationen oder Workshops soll ein gemeinsamer Meetingraum entstehen. Die Community Area, ein Gemeinschaftsbereich mit Kaffeeküche und Lounge, soll als Treffpunkt dienen. Der Ideation Salon, ein Raum mit grossem Bildschirm, Whiteboard und Moderationsmaterial, soll eine kreative Umgebung für Workshops und Networking bieten. Auf dem Dach des Gebäudes könnten schon bald Firmen-Apéros mit Blick auf den Klingnauer Stausee stattfinden. Das schnelle Internet, ein professioneller Drucker und die gemeinsamen Räume sollen der gesamten Forest-Tower-Community zur Verfügung stehen.

    Kleindöttingen ist Teil des sogenannten Zurzibiet, einer Wirtschaftsregion, die auch überregional an Bedeutung gewinnt. Sie umfasst 26 Gemeinden zwischen Baden und Brugg. Das Gebiet zeichnet sich unter anderem durch seine verkehrsgünstige Lage und moderate Kostenstruktur aus. Die Nähe zu Forschungs- und Innovationszentren macht es für qualifizierte Fachkräfte und Firmen besonders attraktiv.

  • Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Früher standen hier eine Zementfabrik und Chemiewerke. Heute ist das 75‘000 grosse Reichholdareal eine riesige Industriebrache. Nun soll daraus der Campus Reichhold werden.

    Im Jahr 2012 kaufte die Hiag das Gelände, das je zur Hälfte auf dem Boden der Gemeinden Hausen und Lupfig steht. Bis 2020 hat sie die Altlastensanierung durchgeführt. Nach der Vision der Eigentümerin sollen hier künftig traditionelle Gewerbebetriebe wie etwa eine Schreinerei genauso Platz finden wie Industriefirmen mit Entwicklungs- und Produktionsabteilungen oder KMUs wie ein Catering-Unternehmen. Das vielseitige Raumangebot soll auf die Bedürfnisse der Mieterschaft angepasst werden.

    Der Sharing-Gedanke wird gross geschrieben auf dem Campus Reichhold. Nicht nur Sitzungsräume und Co-Working-Spaces, sondern auch Velos und motorisierte Fahrzeuge sollen sich über eine App stundenweise buchen lassen. Zudem sollen die geplanten Strukturen die einzelnen Unternehmen dazu animieren, Infrastrukturen wie den Empfang, die Kantine oder Ausstellungsräume gemeinsam zu nutzen. Restaurants, Take Aways, Geschäfte mit Gütern des täglichen Bedarfs, eine Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio sollen das Umfeld auch für die Mitarbeitenden der ansässigen Firmen attraktiv machen.

    Die Nachhaltigkeit spielt auf dem Campus Reichhold eine wichtige Rolle. Innovative Materialien an und in den Gebäuden, erneuerbare Energie sowie Solarpanels gehören zum Selbstverständnis des Campus. Rund um die Gebäude gibt es zahlreiche Wiesen und begrünte Plätze.

    Ab 2022 soll die Baueingabe der ersten Projekte erfolgen. Verläuft alles nach Plan, sind ab Sommer 2023 die ersten Objekte bezugsbereit.

  • Küttigen: Ehemalige Baumschule als Wohnquartier

    Küttigen: Ehemalige Baumschule als Wohnquartier

    Der «Baumgarten» entsteht an sonniger Südwest-Lage mit Blick in Richtung Aare und Zentralschweiz. 143 Miet- und Eigentumswohnungen sowie 20 Reihenhäuser sind geplant.

    Die Überbauung besteht aus drei Baubereichen mit unterschiedlichen Wohnraumkonzepten. Ffkb Architekten, Zürich, haben die Reihenhäuser im unteren Teil des Wohnquartiers entworfen. Von ERP Architekten in Baden stammen die rindenbraunen Häuser im mittleren Bereich der Überbauung. Und für die schwedenroten Häuser im nördlichen Teil zeichnet Frei Architekten, Aarau, verantwortlich.

    Die Mehrfamilienhäuser sollen sich durch ihre geschickte Geometrie in die parkartige Landschaft einfügen. Grosse Abstände zwischen den Baukörpern sollen maximale Aussicht und Besonnung für die einzelnen Wohnungen ermöglichen.

    Errichtet werden die Häuser in Hybridbauweise, mit tragenden Innenwänden und nichttragendem Fassadenelement. Als gemeinsamer Nenner kommt bei den Aussenwänden aller Haustypen Holz zum Einsatz. Dies zum einen, weil die Bauherrin in der Holzbaubranche tätig ist. Zum anderen, um damit den Charakter des früheren Baumschul-Areals zu würdigen und dessen Geschichte aufzugreifen.

    Auch die Umgebungsplanung soll die verschiedenen Baubereiche zu einem grossen Ganzen verbinden. Hager Partner, Zürich, nimmt dafür ebenfalls die Themen der ehemaligen Baumschule auf. Ein Teil des Baumbestands bleibt erhalten.

    Markstein wurde von der Bauherrschaft Rombach Immobilien mit dem Bautreuhand-Mandat und der Vermarktung des Neubauprojekts beauftragt. Der Immobiliendienstleister wird es bis zur Inbetriebnahme Anfang 2023 begleiten und hat bereits mit der Marktlancierung der Eigentumsobjekte begonnen.

    Die Baubewilligung liegt seit Ende Januar 2021 vor, die Bauarbeiten haben Mitte März 2021 begonnen.

  • Besser spät als nie

    Besser spät als nie

    Eigentlich hätte der Brown-Boveri-Platz jetzt umgebaut und im Sommer 2022 eröffnet werden sollen. Doch private Bauarbeiten am Parkhaus führten zu Verzögerungen: «Gründe sind der spätere Baubeginn des Parkhauses und umfangreiche Werkleitungsumlegungen», sagt René Zolliker von der Bauplanung der Stadt Baden gegenüber Immo!nvest. Der Baubeginn ist nun für den Sommer 2023 vorgesehen. Etwa ein Jahr später, im Herbst 2024, soll der Brown-Boveri-Platz dann eröffnet werden. Der neugestaltete Platz erfüllt zwei Grundfunktionen: Erstens ist der Platz Durchgangs- und Aufenthaltsort für Passanten, Arbeitnehmende, Kunden und Bewohner während rund 300 Tagen im Jahr. Zweitens finden während rund 50 Tagen öffentliche Veranstaltungen auf dem Platz statt. «Das vorliegende Projekt wird beiden Ansprüchen gerecht. Der zweireihige Baumkranz schafft jene Atmosphäre, die den neuen Stadtplatz auszeichnen soll, und die innere Freifläche von 40 x 50 m schafft den notwendigen Freiraum für Anlässe mit bis zu 2000 Personen», sagt Zolliker. Grundsätzlich ist der Platz frei vom motorisierten Verkehr. Ausnahmen sind die Warenanlieferungen für die Spedition der ABB und das Trafocenter sowie die Fahrten von Einsatzfahrzeugen der Rettungskräfte.

    Nutzung mit Eckwerten
    Aber wie belebt man heutzutage gekonnt einen Platz oberhalb einer Garage? Schon für den Wettbewerb wurde in einem breit angelegten Verfahren das Grundlagenpapier zur Platznutzung mit mehreren Eckwerten erstellt: Tagsüber sollte der Zugang zu Industrie, Gewerbe, Bildung, Kultur und Freizeitaktivitäten gewährleistet sein. Nachmittags soll der Platz als Vorplatz zu den Trafohallen, Kinos und dem Hotel sowie als Aussenraum fürs Kongresszentrum dienen. Im Projektteam unter Führung der Abteilung Planung und Bau waren neben dem beauftragten Planer die städtischen Abteilungen Tiefbau, Werkhof, Stadtökologie, Standortmarketing, Entwicklungsplanung, Kultur und Stadtpolizei vertreten. Die ABB Immobilien AG, die Regionalwerke AG Baden und das Planerteam Hochhaus Ost/Parkhaus Brown-Boveri-Platz waren ebenfalls in den Planungsprozess eingebunden. Grösste Hürde war die Baukreditsprechung durch den Einwohnerrat. Aber nun soll es endlich losgehen.

  • Ein Glasturm für Baden

    Ein Glasturm für Baden

    Fritz Merker von der Merker Liegenschaften AG ist begeistert von Angela Deubers Arbeit: «Am meisten fasziniert mich das leichte, luftige Erscheinungsbild des Gebäudes», sagt er. «Die durch die einspringenden Fassaden entstehenden Nischen ergeben zusammen mit der vertikalen Gliederung durch die auskragende Balkonschicht eine Gesamtkomposition, welche sich gut in die kleinmassstäbliche Umgebung einfügt. Gleichzeitig ist durch die Bauweise eine maximale Flexibilität an Wohnungsgrössen und -grundrissen möglich.» Am meisten freut sich Merker auf die Möglichkeit, an diesem zentralen Ort sowohl städtisches Wohnen als auch Gewerbeflächen anbieten zu können. Aktuell steht die Merker Liegenschaften AG mitten im Anpassungsprozess des Sondernutzungsplans. Ein solcher besteht für dieses Areal bereits seit 2003, allerdings für ein achtstöckiges Bürohaus. «Mit dem Bau von Wohnungen möchten wir einen Beitrag zur Durchmischung von Wohnen und Arbeiten mitten im aufstrebenden Quartier Baden Nord leisten.» Das Grundstück gehört seit 20 Jahren der Merker Liegenschaften AG. Das lange Warten habe sich auf jeden Fall gelohnt: «Der Stadt und der Bevölkerung können wir mit einem Angebot an Wohnraum besser dienen als mit noch mehr Büroflächen.»

    Hybride Nutzung
    Das Projekt von Angela Deuber ist nicht zuletzt deshalb als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen, weil es sich optimal in die bestehende Bausubstanz der Stadt Baden einfügt. Gleichzeitig schafft es einen Bezug zu den bestehenden und geplanten Hochhäusern in der Umgebung. Und wie ist Stand heute die Nutzung des neuen Merker-Turms angedacht? «Es ist eine gemischte Nutzung aus Miet- und Eigentums-Wohnungen vorgesehen. Die unteren Stockwerke sind als sogenannter Hybrid ausgebildet, das heisst, sie können wahlweise zu Wohnzwecken oder als Dienstleistungs- oder Gewerbeflächen genutzt werden. Im überhohen Erdgeschoss ist eine öffentliche Nutzung vorgesehen. Apropos Energiehaushalt: Mit grosser Wahrscheinlichkeit soll das Hochhaus an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden, welches momentan erweitert und auf erneuerbare Energien aufgerüstet wird.

    Die Churer Architektin Angela Deuber im Element.
  • Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Die Schweiz steht an der Spitze der innovativsten Länder der Welt: «Wir bauen hier ein Hightech Ökosystem, basierend auf den Forschungsschwerpunkten des Paul Scherrer Instituts (PSI) auf», sagt Benno Rechsteiner, CEO der Innovaare AG gegenüber Immo!nvest. «Mit seinen Grossforschungsanlagen der Spitzenklasse ist das PSI das grösste Forschungsinstitut in der Schweiz. Um den Austausch mit der Industrie zu fördern, ziehen mehrere Abteilungen in den Innovationscampus ein, der durch eine Unterführung mit dem PSI-Gelände verbunden ist. Damit hat man den direkten Zugang zum gegenüber liegenden Teilchenbeschleuniger.» Bereits jetzt beherbergt der Park Innovaare 17 Hightech-Unternehmen in bestehenden Gebäuden. Diese Firmen entspringen der Forschung am Paul Scherrer Institut, der ETH, der EPFL und des CERN. «Ideal ist für uns ein Mix aus Forschungsabteilungen, industrieller Grossfirmen, entwicklungsorientierter KMUs und Hightech Start-ups.»

    Grösstmögliche Flexibilität
    Um langfristig dem Anspruch eines modernen Innovationscampus gerecht zu werden, muss die Immobilie so flexibel wie möglich gebaut werden, damit spätere Anpassungen möglich sind: «Die Auslegung der Technikräume, die Abmessungen der Steigzonen und die freigehaltenen Mietflächen werden uns helfen, auf verschiedene Nutzerbedürfnisse der sich ansiedelnden Firmen einzugehen». so Rechsteiner, der den Park Innovaare als Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau versteht.

    Erneuerbare Energiequellen
    Der Wärmebedarf des Park Innovaare wird zu rund 95 Prozent durch die Abwärme aus der Kälteerzeugung und zu rund fünf Prozent aus dem Fernwärmenetz des PSI gedeckt. Zur effizienten Erzeugung der Kälteenergie werden hoch effiziente HFO-Maschinen, die ihre Energie aus der Aare beziehen, eingesetzt. So gesehen wird der Energiebedarf des 38’000 m2 grossen Innovationscampus für Heizung und Kühlung grösstenteils aus erneuerbaren Quellen gedeckt.

  • Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag fürs neue Polizeigebäude liegen vor. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Anhörung wurde bereits durchgeführt und auch die Baubewilligung ist vorhanden. Im 3. Quartal 2021 entscheidet der Grosse Rat über den Baukredit und die Umsetzung. «Ein Polizeigebäude ist nicht ein Gebäude wie jeder andere kantonale Zweckbau», sagt Markus Richner vom Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau. «Einerseits gibt es spezielle Anforderungen bezüglich der Sicherheit, andererseits müssen verschiedene Spezialnutzungen wie ein Labor, Schiessräume oder ein Raum für Nahkampf-Trainings – auch Dojo genannt – gewährleistet sein.» Das Bauvorhaben ist grundsätzlich unbestritten. Aber wie bei jedem anderen grossen und komplexen Vorhaben sei die Einhaltung des Kostenrahmens die grösste Herausforderung gewesen. «Wir gehen davon aus, dass der Grosse Rat dem Vorhaben und dem beantragten Kredit zustimmen wird, um für die Weiterentwicklung der Kantonspolizei gute Rahmenbedingungen zu schaffen», so Richner.

    Das Polizeigebäude ist definitiv.

    Zusätzliche Gesamtsanierung
    Nach 30 Jahren Betrieb im 7×24-Stunden-Modus steht eine Gesamtsanierung des Polizeikommando-Gebäudes an. Diese betrifft insbesondere die Lüftungs- und Sanitäranlagen inklusive Leitungen sowie diejenigen für Stark- und Schwachstrom. Zudem sind bauliche Anpassungen wegen Nutzungsänderungen notwendig. Wesentlich sind auch die Verbesserungen im energetischen Bereich – insbesondere der Fassade. Die Planungsarbeiten wurden laut Richner durch die Coronapandemie nicht gross beeinflusst: «Sämtliche Termine konnten wie geplant eingehalten werden. Viele Sitzungen fanden coronabedingt nicht vor Ort, sondern virtuell statt. Ich freue mich riesig auf den Moment, an dem wir den fertigen Neubau der Kantonspolizei übergeben können. Das ist ein Meilenstein für die Kantonspolizei.»

  • Eine attraktive Zukunft für den Konnex

    Eine attraktive Zukunft für den Konnex

    Das Konnex-Gebäude an der Brown-Boveri-Strasse 7 in Baden sorgte bereits nach seiner Fertigstellung im Jahr 1995 für Aufsehen: Rund 150 Millionen Franken liessen sich die Eigentümer das einstige Vorzeigeobjekt der energiesparenden Bauweise kosten. Als Architekt für den Bau mit damals 2100 Arbeitsplätzen zeichnete der mittlerweile verstorbene Theo Hotz verantwortlich.

    2015 übernahm der US-Konzern General Electric die Energiesparte von Alstom Power und damit auch die Angestellten im Konnex. Doch Anfang 2020 kündete das Unternehmen seinen grossflächigen Rückzug aus der Schweiz an. Nach dem Auszug der letzten Angestellten steht das 42’500 Quadratmeter umfassende Gebäude seit dem 31. März 2021 leer.

    Doch dies soll sich schon bald ändern: Unter der Schirmherrschaft der Brandenberger+Ruosch AG (B+R) wurde im Auftrag der Eigentümerschaft eine neue Nutzung als Multi-Tenant-Gebäude erarbeitet. B+R ist hierbei für die Projektinitiierung bis hin zur Vermarktung und Inbetriebnahme gegenüber den Eigentümern verantwortlich. Als Generalplaner wurde wiederum die Theo Hotz Partner AG verpflichtet.

    Obschon das Gebäude bereits beim Bau für eine flexible Nutzung konzipiert wurde, sind einige Anpassungen erforderlich: «Wir planen Mietflächen ab 550 Quadratmeter. Diese müssen individuell zugänglich gemacht werden. Die Nebenkosten sollen in Zukunft für jede Fläche einzeln abgerechnet werden können», erklärt Thomas Andermatt von der B+R. Ab 1. Juli können die ersten Mieter für die Zwischennutzung einziehen. Für die künftigen Dauermieter gilt der 1. Juli 2022 als Stichtag. Auf Wunsch bietet die Projektorganisation die Planung und Ausführung des individuellen Mieterausbaus an.

    Das Konnex-Gebäude aus der Vogelperspektive.

    Attraktiver und belebter dank Mix-Use
    Auch äusserlich hat der Konnex Auffrischungsbedarf: «Die Gebäudehülle wird saniert und die Umgebung neu gestaltet. Wir ersetzen die Flachdächer und rüsten sie mit Photovoltaik-Anlagen aus. Zudem muss der Sonnenschutz verbessert werden», sagt Andermatt. Das Gebäude sei bereits an die Fernwärme der Stadt Baden angeschlossen; nun komme die Fernkühlung dazu. Andermatt: «So können wir die Energieeffizienz weiter erhöhen.»

    Im direkten Vergleich zum Entwicklungsstand des ABB-Areals in Zürich-Oerlikon hinke das Areal in Baden zurzeit deutlich nach, ergänzt Andermatt. Und: «In Oerlikon haben wir ein attraktives Areal mit einer starken Kombination aus verschiedenen Wohnformen, Arbeiten, Schulen sowie Gastro- und Freizeitmöglichkeiten. Das Areal in Baden ist attraktiv – aber Stand heute fehlt ihm das Leben ausserhalb der Arbeitszeiten», ist er überzeugt. Der Konnex will seinen Beitrag zu einer attraktiveren Arealgestaltung leisten: «Im Erdgeschoss planen wir verschiedene Gastroeinheiten und Dienstleistungseinrichtungen wie beispielsweise eine Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten und ein Ambulatorium», verrät Andermatt.

    Die Projektentwicklung erfolgt in enger Absprache mit der Stadt Baden. Das ABB-Areal soll künftig einen Mix aus gewerblichem Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungsangeboten umfassen. Der Konnex wird den Hauptfokus im Bereich der Büronutzung zwar beibehalten, diesen aber so attraktiv wie möglich gestalten. «Wir planen verschiedene Begrünungszonen im Innern und auch ausserhalb des Gebäudes.» Erste Mietvertragsverhandlungen seien bereits im Gange. Für Andermatt ist klar: «Der neue Konnex sowie das gesamte ABB-Areal in Baden werden in Zukunft mindestens genauso attraktiv sein wie dasjenige in Zürich-Oerlikon.»

  • Holzbauprojekt für das Rockwell-Areal

    Holzbauprojekt für das Rockwell-Areal

    Das Aarauer Aeschbachquartier mit 167 Mietwohnungen, 92 Eigentumswohnungen, der Aeschbachhalle und dem Oehlerpark sowie 4600 Quadratmeter Gewerbeflächen wird erweitert. Neu wird ein grosser Teil des Rockwell-Areals, das zum Westteil des Torfelds Süd gehört, ans bestehende Quartier angebunden. Möglich wird dies, weil die Rockwell Automation GmbH den Betrieb dort grösstenteils aufgibt. Lediglich die Bereiche Forschung und Entwicklung verbleiben am Standort.

    Die Eigentümerin des Areals, die Mobimo Management AG, lud fünf Architekturbüros zur Teilnahme an einem Studienauftrag ein. Die Vorgaben waren so definiert: Das Projekt soll in Holzbauweise ausgeführt werden und den Standard SNBS Gold erfüllen. Ausserdem wünschte sich die Bauherrin einen deutlichen Kontrast zu den bereits bestehenden und geplanten Liegenschaften im Torfeld Süd.
    Baumberger & Stegmeier Architekten aus Zürich gingen als Sieger aus dem Verfahren hervor. Ihr Projekt sieht in Zusammenarbeit mit Hoffmann Müller Landschaftsarchitekten und Pirmin Jung Holzbauingenieur eine Aufstockung der historischen Halle 5 vor. Diese wird durch einen hofartigen Neubau in der gewünschten Holzbauweise sowie einen geräumigen Platz ergänzt. So entstehen 110 barrierefreie Mietwohnungen unterschiedlicher Grössen. Zudem sind alternative Wohnformen wie Clusterwohnungen sowie fünf Gewerbeeinheiten projektiert. Der Holzbau wird konsequent auch im Innern der Liegenschaft umgesetzt. Mehrere Grünflächen und Bäume finden sich über das Gelände verteilt und nehmen die Vision des Aeschbachquartiers auf – diejenige eines «Urban Village».

    Mitte 2023 soll der erste Spatenstich erfolgen. Die Fertigstellung ist auf Mitte 2025 vorgesehen.

  • Ein Wohnquartier zum Wohlfühlen

    Ein Wohnquartier zum Wohlfühlen

    Mit diesem Projekt schafft die Steiner AG Wohnraum für junge Menschen, Singles, Paare, Familien und Senioren. Im neuen Quartier wird es attraktive Wohnungsangebote, private Rückzugsmöglichkeiten und gemeinschaftlich genutzte Begegnungszonen geben. Zahlreiche Grünflächen mit Spielwiesen und Spielplätzen laden ein, viel Zeit draussen zu verbringen. Auf den ersten Blick stechen denn auch die vielen Grün- und Erholungsflächen sowie die hellen Wohnungen ins Auge: «Wir haben grossen Wert auf offene, gut belichtete Innenräume mit schöner Aussicht gelegt, die für ein angenehmes Wohlfühlklima, Ruhe und Entspannung sorgen», sagt Stefan Gabriel, Teamleiter Immobilienentwicklung bei der Steiner AG. «Die Wohnungen sind barrierefrei, funktional und flexibel möblierbar. Private Gärten und Gemeinschaftsgärten laden zum Verweilen ein und runden das Mehr-Generationen-Wohnen im Quartier ab.»

    Hier wird ein brachliegendes Industrieareal in einen neuen Wohnort im Grünen verwandelt. Bestehende denkmalgeschützte Gebäude wie die Scheune und die Alte Post werden sorgsam integriert und für Wohn- und Gemeinschaftsräume wiederbelebt. Mit diesem Projekt soll ein Wohnquartier zum Wohlfühlen entstehen, das eine Bereicherung für Fischbach-Göslikon sein soll.

    Zeitgemässe Sanierung
    Die Steiner AG versteht ihr Projekt als Symbol für die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft von Fischbach-Göslikon. «Die denkmalgeschützte Scheune ist ein wichtiger kulturgeschichtlicher Zeuge in der Gemeinde und im Quartier – ein Gebäude, das es zu erhalten gilt. Die Scheune wird sanft, aber zeitgemäss saniert und für neue Zwecke genutzt. Im Erdgeschoss sollen eine Kindertagesstätte mit 16 Plätzen und eine Werkstatt entstehen. Im Obergeschoss ist ein Gemeinschaftsraum für verschiedene Anlässe, beispielsweise Geburtstage oder Familienfeiern, geplant. Der Raum kann zudem von der Öffentlichkeit gemietet werden», so Gabriel.

    Baubeginn im 2022
    Der Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Das Gesamtprojekt, welches drei Etappen umfasst und bis 2032 abgeschlossen sein soll, wird dereinst 165 Wohneinheiten in 10 Mehrfamilienhäusern und 46 Reiheneinfamilienhäusern umfassen. Aufgrund des geltenden Gestaltungsplans muss zwischen den Baueingaben ein Abstand von jeweils vier Jahren eingehalten werden. Gabriel sagt abschliessend: «Wir erwarten nun zeitnah die Rechtskraft der Baubewilligung für die erste Etappe. Wir freuen uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit den Behörden und allen Beteiligten. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein solches Projekt erfolgreich realisiert werden kann.»

    Die 165 Wohneinheiten sind allesamt sehr hell.
  • Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Beim Bahnhof Suhr Süd entsteht ein innovatives Quartier, das Wohnen und Arbeiten vereint. Dafür wird das Areal Henz – der frühere Standort des gleichnamigen Stahlhandelsunternehmens – komplett umgewandelt. Hier entstehen Eigentums- und Mietwohnungen, in denen sich teils die Möbel auf Knopfdruck verschieben lassen. Die vier- bis zwölfgeschossigen Bauten zeichnen sich unter anderem durch offene Höfe aus. Das neue Quartier schliesst im Norden an das urbane Bahnhofsquartier an. Im Süden gelingt laut der mit dem Projekt beauftragten SSA Architekten AG der «massstäbliche Übergang zu den Bebauungen Helgenfeld und Frohdörfli».
    59 Eigentums- und 143 Mietwohnungen sowie Ateliers und Movements – das sind möblierte Wohnungen mit verschiebbaren Modulen – wie auch Gewerbe-, Gastro- und Dienstleistungsflächen sollen nach der Fertigstellung im Herbst 2023 den Bewohnern einen Treffpunkt für Jung und Alt bieten. Besonders auffallen wird ein 40 Meter hohes Gebäude mit 12 Stockwerken. Hier entstehen auf Flächen von 72 bis 119 Quadratmeter 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen mit Loggias, die zum Verkauf stehen. Im Erdgeschoss sollen ein Restaurant sowie mindestens zwei
    Dienstleistungsbetriebe angesiedelt
    werden.

    Das Gartenhaus umfasst vier Stockwerke. Die Eigentumswohnungen sind als 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen projektiert. Mit Wohnflächen von 68 bis 129  m2, Loggias, Terrassen oder Gartensitzplätzen sind die grösseren Wohnungen insbesondere für Familien geeignet. Das sogenannte Hofgebäude sieht 15 Eigentumswohnungen vor. Entlang der Gränicherstrasse und der Bernstrasse West entstehen zwei weitere Gebäude mit Mietwohnungen und Ateliers.

    Ein öffentlicher Platz mit Café und Spielplatz sowie verschiedene Freiräume verbinden über ein Wegnetz das Areal mit den umliegenden Quartieren. Zusätzlichen Aussenraum bietet das Grundstück an der Südwestecke des Areals. Hier wird auf der anderen Strassenseite, eine zum Henz-Areal gehörende Grünfläche mit Spielplatz und Pavillon errichtet. In den Erdgeschossen der Gebäude sind verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsflächen geplant. Diese Nutzungen sollen das Quartier beleben und bereichern. Die Atelierflächen lassen flexible Nutzungen von Wohnen und Arbeiten zu.

    Die nachhaltige Energiestrategie umfasst die Versorgung durch Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs. Die Energie für die sanfte Kühlung der Wohnungen im Hochhaus wird solar erzeugt. Photovoltaikanlagen auf dem Areal generieren einen Teil des Haushaltsstroms. Die Einstellhalle ist mit einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Elektroautos ausgerüstet.

    Eigentumswohnungen können online von ihren künftigen Bewohnern konfiguriert werden. Auch die Besichtigung der zukünftigen eigenen vier Wände ist schon jetzt dank Virtual Reality (VR) möglich. Die Halter AG verzeichnet laufend Buchungen für dieses Angebot: «Die Kunden sind begeistert, wie gut sie sich die Räumlichkeiten und insbesondere die Aussicht sowie die Raumhöhe von 2,60 bis 2,80 Meter vorstellen können», sagt Agathe Siffrin von der Primus Property AG, die sich für die Halter AG um den Verkauf kümmert. «Die Kombination aus VR, Konfigurator und Showroom ist die optimale Lösung, um Wohnungen zu zeigen, die erst in rund zwei Jahren bezugsbereit sein werden», führt sie weiter aus. Stand heute sind bereits über 50 Prozent der Eigentumswohnungen reserviert. Die Vermietung startet nächstes Jahr. Interessierte können sich via Webseite kostenlos zur ein- bis zweistündigen VR- und Beratungs-Tour anmelden.

  • Ostschweiz soll neue Coworking-Spaces erhalten

    Ostschweiz soll neue Coworking-Spaces erhalten

    Durch das Pendeln zum Arbeitsplatz gehen nicht nur Zeit und Lebensqualität verloren, heisst es in einer Medienmitteilung von Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee. Auch die lokale und kantonale Wertschöpfung leidet. Daher möchte Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee drei Coworking-Spaces in Appenzell Ausserrhoden etablieren. VillageOffice hat für Herisau, Teufen und Trogen das grösste Standortpotenzial für die Gemeinschaftsbüros im Kanton ausgemacht und wird das Projekt nun auch begleiten. Es wird zudem vom Kanton selbst unterstützt.

    „Die REGIO setzt sich für wettbewerbsfähige und attraktive Rahmenbedingungen in der Region ein. Zentrale Herausforderungen dabei sind u.a. die Verminderung des sogenannten Brain Drain und des Fachkräftemangels in der Ostschweiz“, wird Leila Hauri in der Mitteilung zitiert, Geschäftsleiterin der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee. Die Coworking-Spaces im ländlichen Raum sollen laut ihr dazu beitragen, diese Probleme anzugehen.

    In der nächsten Phase soll für alle drei Standorte der Pilotbetrieb vorbereitet und optimiert werden. „Verläuft alles nach Plan, sollten wir innerhalb der nächsten sechs Monate mit allen drei Pilotbetrieben starten können“, heisst es von Projektleiterin Clarissa Zurwerra.

  • Swica und Steiner bauen in Aarau

    Swica und Steiner bauen in Aarau

    Die Gesundheitsorganisation Swica aus Winterthur und die Steiner AG aus Zürich wollen im Aarauer Quartier Scheibenschachen eine gemischt genutzte Überbauung realisieren, informiert Steiner in einer Mitteilung. Auf einem rund 4000 Quadratmeter grossen Areal sollen drei Gebäude mit insgesamt rund 90 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen errichtet werden. Ein bereits auf dem Gelände stehendes schützenswertes Gebäude werde in das Projekt eingebunden, erläutert das Zürcher Projektentwicklungs-, Total- und Generalunternehmen.

    In einem ersten Schritt wollen die beiden Partnerunternehmen einen Studienauftrag für die Entwicklung eines Projektplans durchführen. Er soll anschliessend konkretisiert und zur Genehmigung eingereicht werden. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen. Ende 2025 sollen die Bauarbeiten fertiggestellt sein.

    Das in Gehdistanz zum historischen Zentrum von Aarau gelegene Quartier Scheibenschachen habe sich im Verlauf von Jahren „zu einem beliebten Wohnquartier“ entwickelt, schreibt Steiner in der Mitteilung. Ihr zufolge hat das Zürcher Unternehmen in Scheibenschachen bereits zwei weitere grössere Wohnüberbauungen realisiert.

  • Wohneigentum erzielt Rekordpreise

    Wohneigentum erzielt Rekordpreise

    Wer in den eigenen vier Wänden wohnen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum seien im zweiten Quartal auf neue Rekordstände gestiegen, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionsindex der Genossenschaftsbankengruppe. „Trotz grassierender Pandemie und historischer wirtschaftlicher Verwerfungen ist der Wunsch nach Wohneigentum ungebrochen stark“, wird Martin Neff dort zitiert. Für den Chefökonom von Raiffeisen Schweiz sind die „ungebremsten Preisanstiege“ Zeichen für eine „auf ein sehr knappes Angebot“ treffende Nachfrage nach Wohneigentum.

    Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im zweiten Quartal 2021 um 2,1 Prozent über denen des Vorquartals, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Im Jahresvergleich zogen die Preise um 6,1 Prozent an. Bei Stockwerkeigentum wurde ein Anstieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal beobachtet. Im Jahresvergleich fielen die Preise um 4,9 Prozent höher aus.

    Nach Regionen betrachtet haben die Analysten von Raiffeisen Schweiz bei Einfamilienhäusern den höchsten Anstieg im Jahresvergleich mit 11,3 Prozent in der Region Genfersee registriert. Auch in der Ostschweiz und der Innerschweiz lagen die Preise um mehr als 9 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise für Stockwerkeigentum zogen innert Jahresfrist mit 7,9 beziehungsweise 7,0 Prozent in den Regionen Südschweiz und Bern an. Für Eigentumswohnungen wurden vor allem in touristischen Gemeinden weit höhere Preise als im Vorjahr erzielt.

  • SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    Die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe SV Group mit Sitz in Dübendorf betreibt seit dem 5. Juli ein neues Hotel der Marke Courtyard by Marriott. Es befindet sich in einem von Hadi Teherani designten Neubau an der Bismarckallee in Freiburg und bietet künftig Familien, Individual- und Geschäftsreisenden Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf 5000 Quadratmetern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Es ist das erste Courtyard by Marriott-Hotel in der Schwarzwaldregion und das vierte dieser Marke nach Hotels in Zürich, Basel und München. Mit einem durch die Schwarzwaldregion inspirierten Innendesign unterscheidet sich das Hotel von den anderen. „Angefangen bei der Beleuchtung im Eingang, über die Teppiche in den Fluren bis hin zu Wandtapeten mit dezentem Baummuster, treffen unsere Gäste immer wieder auf unser Thema“, wird Johannes Frank, Hotelleader bei SV Hotel, in der Medienmitteilung zitiert.

    Im hoteleigenen Restaurant werde den ganzen Tag internationale Küche mit saisonalen und regionalen Produkten aus dem Schwarzwald serviert. Des Weiteren gibt es einen Fitnessraum und eine Lobby, die rund um die Uhr geöffnet sind. Die Zimmer verfügen über WLAN, Flachbild-Fernseher, einen ergonomischen Arbeitsbereich und Marriott-Betten.

    Die SV Group arbeitet bereits seit 2004 als Franchise-Nehmerin mit Marriott International zusammen. Für den Betrieb des Hotels in dem Neubauprojekt an der Bismarckallee hat sie auch mit der Volksbank Freiburg zusammengespannt. „Mit SV Hotel haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner gefunden, mit dem wir die gewerbliche Fläche des Areals attraktiv nutzen können“, wird Uwe Barth, Vorstandssprecher der Volksbank Freiburg, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Der Businesspark Manufakt8048 ist fertiggestellt. Am Donnerstag haben Bauherrin Swisscanto, die Entwicklerin und ausführende Totalunternehmerin Steiner AG, Architekten, Projektpartner und künftige Mieter die Eröffnung des neuen modularen Gebäudekomplexes in Zürich-Altstetten vor Ort gefeiert. In einer Medienmitteilung kündigt die Steiner AG auch an, dass in den kommenden Jahren mit Manufakt8820 und Manufakt8409 nach demselben Konzept zwei weitere Gewerbepkarks in Wädenswil ZH und Winterthur entstehen werden.

    Die Steiner AG beschreibt ihr besonderes Manufakt-Konzept als nachhaltig und mehrdimensional. Es biete geteilte und ganz nach Bedarf nutzbare Sitzungszimmer, zudem sogenannte Flex Offices und Begegnungszonen. Um die Gewerbemiete vor allem auch für junge Unternehmen bezahlbar zu machen, habe die Steiner AG die Flächeneffizienz etwa mit gemeinsam nutzbaren Flächen verbessert. Das lasse sich „in Empfangsbereichen, bei Sitzungszimmern oder Aufenthaltsräumen gut umsetzen“, so ihr Head Real Estate, Michael Schiltknecht. Das sei gerade für Start-ups interessant, „die dadurch nicht gleich alles anmieten müssen“.

    Wie es weiter heisst, profitiere die Gewerbeliegenschaft Manufakt8048 vom attraktiven Umfeld in dem „aufstrebenden Stadtquartier“ im Westen Zürichs in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Zürich-Altstetten. Damit biete es „ideale Bedingungen für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen“.

  • ImmoScout24 setzt auf iptiQ

    ImmoScout24 setzt auf iptiQ

    ImmoScout24 will Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Mietausfallversicherung anbieten. Dafür spannt die Immobilienplattform der Scout24-Gruppe mit dem White-Label Versicherer iptiQ von Swiss Re zusammen, informiert der Zürcher Versicherungskonzern in einer Mitteilung. Das unter der Marke ImmoScout24 lancierte Angebot deckt den kompletten oder teilweisen Ausfall von bis zu sechs Monatsmieten inklusive Nebenkosten ab. Die Versicherung kann online abgeschlossen und verwaltet werden.

    „Mit der digitalen ImmoScout24 Mietausfallversicherung stellen wir privaten Vermieterinnen und Vermietern einen innovativen Service zur Verfügung, der das Vermieten für sie sicherer macht“, wird Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24, in der Mitteilung zitiert. Dies könne insbesondere in Zeiten der Pandemie relevant sein, meint Weitz. ImmoSout24 übernimmt in der Partnerschaft die Rolle des registrierten Vermittlers.

    IptiQ ist für die Abdeckung aller versicherungsrelevanten Aspekte des Gemeinschaftsangebots zuständig, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Mit ImmoScout24 haben wir in Deutschland den idealen Partner, um Kunden massgeschneiderte Versicherungsprodukte im Bereich Haushalt genau dann online anbieten zu können, wenn es darauf ankommt“, wird Andreas Schertzinger, CEO iptiQ EMEA P&C, dort zitiert.

    Die Scout24-Gruppe gehört je zur Hälfte dem Versicherungskonzern Mobiliar und dem Medienkonzern Ringier. Neben der Immobilienplattform ImmoScout24 betreibt das Netzwerk von Online-Marktplätzen die Plattformen AutoScout24, FinanceScout24, MotoScout24, die Kleinanzeigenplattform Anibis sowie den Vermarkter Scout24 Advertising.

  • Solothurner Wirtschaftsbarometer

    Solothurner Wirtschaftsbarometer

    Die Auswertung der erstmals durchgeführten Umfrage bei den Mitgliedern der Solothurner Handelskammer und des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes zum Solothurner Wirtschaftsbarometer zeigt, dass die Wirtschaft in die Wachstumszone zurückkehrt. In den Branchen gibt es grosse Unterschiede. Die durch die Lockdowns betroffenen Wirtschaftszweige leiden, jedoch konnten seit Jahresbeginn weite Teile der Industrie und wirtschaftliche Dienstleistungen auf einen steilen Wachstumspfad zurückkehren.

  • Ausländische Immobilien gewinnen an Attraktivität

    Ausländische Immobilien gewinnen an Attraktivität

    Die Mehrzahl der am Immobilienmarkt tätigen Unternehmen habe ihr Risikoverhalten durch die Coronavirus-Pandemie nicht beeinträchtigen lassen, schreibt EY Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen „Asset Management Survey“. Für die Studie hatten EY Schweiz und die Hochschule Luzern die Aktivitäten von 52 Schweizer Immobilieninvestoren und Pensionskassen untersucht. Den Ergebnissen zufolge beabsichtigen die meisten Befragten, in Zukunft weiter in inländische und verstärkt auch in ausländische Immobilien zu investieren.

    „Die Pandemie hat kaum spürbaren Einfluss auf die generelle Nachfrage der Investoren nach Immobilienanlagen, die im Niedrigzinsumfeld und insbesondere auch in unsicheren Zeiten alternativlos bleiben“, wird Karl Frank Meinzer, Leiter Real Estate bei EY Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Laut Casper Studer hat sich allerdings der Fokus der Investitionen auf eher pandemieresistente Immobilien verschoben. „Das trifft vor allem auf Immobilien zu, die für Wohnen und Logistik genutzt werden“, erläutert der Immobilienexperte bei EY Schweiz. Den Erhebungen der Analysten zufolge spielen für rund sieben von zehn Befragten zudem Nachhaltigkeitsfaktoren eine mittlere bis grosse Rolle beim Investitionsentscheid.

    Die Konzentration auf Wohn- und Logistikimmobilien geht einher mit einer steigenden Attraktivität ausländischer Immobilien. Mehr als sechs von zehn befragten Unternehmen planen, die Investitionen in ausländische Wohnimmobilien zu steigern, bei den inländischen Wohnimmobilien sind es 51 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Für Logistikliegenschaften im Ausland interessieren sich 46 Prozent, in inländische Logistikimmobilien will ein Drittel der Befragten stärker investieren. Ihr Portfolio von Detailhandelsliegenschaften im Aus- und Inland wollen hingegen 36 beziehungsweise 27 Prozent der Befragten reduzieren.

  • House of Winterthur will Tourismus in der Region unterstützen

    House of Winterthur will Tourismus in der Region unterstützen

    Nach einem herausragenden Jahr 2019 sei der Tourismus im vergangenen Jahr hart von der Pandemie getroffen worden, erläutert House of Winterthur in einer Mitteilung zur Generalversammlung am 24. Juni. Auch die Standortförderung hat dies zu spüren bekommen: Ihre Einnahmen aus Citytaxen sowie dem Verkauf von Stadtführern und anderen Dienstleistungen seien im Jahresvergleich um 518’000 Franken geringer ausgefallen, schreibt House of Winterthur. Bei Erträgen von rund 2,9 Millionen Franken und der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 200’000 Franken weist die Standorförderung im Berichtsjahr einen Verlust von 147’000 Franken aus.

    Die Arbeit der Standorortförderung sei jedoch durch kantonale Mittel sichergestellt, erläutert House of Winterthur in der Mitteilung weiter. Konkret hat der Kantonsrat beschlossen, der Standortförderung über drei Jahre hinweg insgesamt 840’000 Franken zur Verfügung zu stellen. Die Gelder sollen für die Erholung des Tourismus in der Region Winterthur eingesetzt werden.

    „Auch in der Krise hat sich gezeigt: Winterthur steckt voller überraschender Erfolgsgeschichten – dank Kreativität, Anpassungsvermögen und Zuversicht“, wird House of Winterthur-Direktor Samuel Roth in der Mitteilung zitiert. „Eine der Aufgaben von House of Winterthur ist es, diese Geschichten aufzuspüren und weiterzuerzählen.“

    Samuel Roth hat am 1. August vergangenen Jahres die Leitung von House of Winterthur nach dem Weggang des Gründungsdirektors Michael Domeisen übernommen. Mit Roger Graber und Catherine Zimpfer zogen 2020 darüber hinaus zwei weitere neue Mitglieder in die Geschäftsleitung von House of Winterthur ein.

  • Emmi legt Grundstein für neue Käserei

    Emmi legt Grundstein für neue Käserei

    Emmi errichtet an ihrem Standort in Emmen für 50 Millionen Franken eine moderne Käserei. Sie wird das bestehende und über 40 Jahre alte Käsereigebäude ersetzen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, gehöre dieser Neubau zu den bedeutendsten Investitionsprojekten in Emmis Geschichte. Am Donnerstag feierte die Milchverarbeiterin mit der Grundsteinlegung den Beginn der neuen Projektphase: der Hochbau wird in Angriff genommen. Neben Vertretern von Emmi und den Projektpartnern waren auch Ständerat Damian Müller und der Luzerner Regierungsrat Fabian Peter anwesend.

    Mit Vorbereitungsarbeiten im Umfeld war im November begonnen worden. Der Spatenstich erfolgte im Januar. Ende des Jahres soll das Gebäude stehen. Die Inbetriebnahme – zuerst parallel zur bestehenden Käserei – ist für Ende 2022 geplant. Die neue Käserei bietet „Raum für eine hochprofessionelle und ressourcenschonende Käseherstellung“, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem schaffe sie entsprechend der langfristigen Wachstumspläne zusätzliche Kapazitäten.

    Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Zudem unterhält das Unternehmen 14 Tochtergesellschaften im Ausland. In acht davon ist sie auch mit Produktionsstätten vertreten. Aus der Schweiz exportiert Emmi ihre Produkte in rund 60 Länder. „Mit regionaler Milch aus der Zentralschweiz werden wir inskünftig noch mehr qualitativ hochstehenden Käse wie unseren Luzerner Rahmkäse für die ganze Welt herstellen“, so CEO Marc Heim.

    „Die Investitionen von Emmi zeugen von einem grossen Vertrauen in die regionale Wirtschaft und in den Standort Kanton Luzern“, wird Regierungsrat Peter zitiert. „Als wichtige Arbeitgeberin erfüllt sie zudem in vieler Hinsicht eine Vorbildfunktion. Wir sind stolz, Emmi in unserer Region zu haben.“

  • Stadt Schlieren verabschiedet Wirtschaftsstrategie

    Stadt Schlieren verabschiedet Wirtschaftsstrategie

    Schlieren hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten als starker Wirtschaftsstandort vor den Toren entwickelt. Inzwischen sind in der Stadt 1162 Firmen angesiedelt. Auf die 19‘500 Einwohner kommen 18‘500 Arbeitsplätze. In der Städterangliste von „Bilanz“ erreicht Schlieren inzwischen den 20. Rang von 132 Gemeinden.

    Die Stadt will diese starke Stellung weiter ausbauen. Das geht aus der Wirtschaftsstrategie 2021-2025 hervor, die mit über 80 Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft ausgearbeitet worden ist und nun vorgelegt wurde.

    Schlieren setzt dabei an seinen vorhandenen Stärken an. Im Bereich Biotech rund um den Bio-Technopark Schlieren soll die Stadt ihre internationale Stellung weiter ausbauen. National will sich Schlieren noch stärker als Standort für Start-ups positionieren. Passend zu diesen beiden Themen sollen in Schlieren auch Cluster im Bereich Medtech und Gesundheitswesen und in der ICT hinzukommen. Schlieren will sich dabei als Knoten in Netzwerken etablieren, die weit über die Stadt hinausreichen.

    Dazu braucht es auch eine verstärkte Kommunikation. Künftig will die Stadt in ausgewählten Themen auch auf Englisch und Französisch kommunizieren.

    Doch die Stadt will auch ihre anderen Cluster pflegen. So ist im Bereich Einkauf eine Leistungsvereinbarung mit Shopping Schlieren vorgesehen. Wichtige Akteure sollen gehalten und Nischenanbieter in Schlieren angesiedelt werden. Auch das Automobilcluster soll gepflegt und erhalten werden.

    Ein guter Standort braucht Platz: Areale wie die Gasi, das Geistlich-Areal, die Wagi, Rüti und weitere sollen massgeschneiderte Entwicklungsstrategien erhalten. Ein guter Standort braucht auch Menschen: Die Freizeit- und Dienstleistungsangebote sollen ausgebaut werden.

    Die Stadt will den Standort mit Partnern wie der Limmatstadt AG und der Greater Zurich Area weiterentwickeln. Vorgesehen ist auch ein Wirtschaftsrat aus Vertretern der Unternehmen in Schlieren, der die Stadt bei der Weiterentwicklung des Standorts begleitet. Einen Wechsel wird es auch an der Spitze der Standortförderung geben: Albert Schweizer hat sie in über zwei Jahrzehnten aufgebaut. In rund fünf Jahren wird er pensioniert; die Nachfolge soll in den nächsten Jahren vorbereitet werden.

  • Industriepark Vial in Domat/Ems wird erweitert

    Industriepark Vial in Domat/Ems wird erweitert

    Seit 2017 wird das ehemalige Sägereiareal in Domat/Ems zum Industriepark ausgebaut. Als erstes Unternehmen hatte sich 2017 bereits Hamilton dort angesiedelt. Nun soll die Eckparzelle im Nordosten des Areals an die LJH Immo AG verkauft werden, informiert die Regierung des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Sie hat den Entwurf eines entsprechenden Kaufvertrags der Bürgergemeinde Domat/Ems über eine Fläche von 6477 Quadratmetern bereits genehmigt.

    Die LJH Immo AG bereitet die Parzelle für die Ansiedlung von insgesamt vier Firmen vor. Dafür werde die Immobiliengesellschaft zwischen 12 Millionen und 15 Millionen Franken investieren, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge handelt es sich bei den namentlich nicht genannten Unternehmen um vier exportorientierte Unternehmen, „welche ertragsstarke innovative High-Tech-Produkte oder Anlagen entwickeln“.

    Durch die Ansiedlungen auf dieser Parzelle sollen der Personalbestand der vier Firmen mittel- bis langfristig von 85 auf 140 erhöht und damit rund 55 Vollzeitstellen geschaffen werden. „Die durch das Projekt generierte direkte und indirekte Wertschöpfung ist für den Kanton Graubünden von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung“, betont die Regierung in der Mitteilung.

  • Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Die von der Armee genutzten Immobilien des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verbrauchen ausschliesslich Strom, der aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft, erzeugt wird, informiert das VBS in einer Mitteilung zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Bundesamts für Rüstung (armasuisse). Ihr zufolge konnten auch die von den VBS-Immobilien verursachten CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden. Konkret wurden im letzten Jahr 36’600 Tonnen CO2 ausgestossen.

    Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht zeige auf, „wie armasuisse Immobilien ressourcenintensive militärische Infrastrukturen nachhaltig baut und über den gesamten Lebensweg wirtschaftlich betreibt“, heisst es in der Mitteilung weiter. Darüber hinaus stelle der Bericht wichtige Kennzahlen zur Verfügung. Als Beispiel wird unter anderem der Anteil der auf lokale Zulieferer entfallenden Ausgaben für Planungs- und Bauleistungen genannt. Er wird in der Mitteilung auf 85 Prozent beziffert.

    Zusätzlich enthalte der Bericht ein Gespräch mit Divisionär Thomas Kaiser, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In diesem stelle der Chef der Logistikbasis der Armee „seine Vision der nachhaltigen Zukunft für die Logistikbasis der Armee“ vor.

  • Schweizer bleiben umzugsfreudig

    Schweizer bleiben umzugsfreudig

    Knapp 20 Prozent der Bevölkerung sei innerhalb der letzten 18 Monate umgezogen, informiert homegate.ch in einer Mitteilung. Diese Quote sei über die letzten anderthalb Jahre beobachtet worden, heisst es dort weiter. Die Pandemie habe somit die Attraktivität eines Umzugs nicht geschmälert. Der digitale Immobilienmarktplatz aus dem Hause TX Group stützt sich dabei auf eine von ihm erhobene Umzugsstudie.

    Den Ergebnissen der Studie zufolge handele es sich bei der Schweiz nach wie vor um „ein Land der Mieter“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Über sieben von zehn Umziehenden seien in eine Mietwohnung gezogen. Als häufigste Gründe für einen Umzug hat homgate.ch den Zusammenzug mit dem Partner, berufliche Gründe und die Unzufriedenheit mit der aktuellen Wohnung beobachtet. Als wichtigste Kriterien bei der Auswahl des neuen Domizils wurden von den für die Studie Befragten der Preis, die Zahl der Räume und der Ort genannt. Barrierefreiheit, Altbau oder Minergie-Standard waren dagegen nur einer Minderheit im einstelligen Bereich wichtig.

    Die Pandemie habe „keine nachhaltigen Auswirkungen auf das Umzugsverhalten“ gehabt, schreibt homegate.ch. Ein Einfluss der Pandemie auf die Umzugspläne wurde von zwei Drittel der Befragten jedoch geltend gemacht. Konkret werden in der Mitteilung Probleme mit Besichtigungen und zeitliche Verschiebungen eines geplanten Umzugs genannt. Darüber hinaus seien 12 Prozent der Umziehenden aufgrund des Lockdowns zum Partner gezogen.

  • In der Limmatstadt verschwinden die Grenzen

    In der Limmatstadt verschwinden die Grenzen

    Das Kundenmagazin „blue“ der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) widmet der Entwicklung der Limmatstadt seine Titelgeschichte. Im Gespräch in Schlieren und an urbanen Entwicklungszentren entlang der Limmattalbahn erklärt die Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG, Jasmina Ritz, die Idee hinter dem Projekt. „Eine Stadt entsteht“, heisst denn auch der Titel der neuesten Ausgabe von „blue“ mit einem Foto von Jasmina Ritz auf dem Dach des Bio-Technoparks in Schlieren. „Hier befinden wir uns im Epizentrum der städtebaulichen Entwicklung der Limmatstadt“, wird Ritz zitiert. Und: „Von hier oben sieht man keine Grenzen mehr.“

    Mit diesem Satz und in dem langen Gespräch mit Autor Luc Descombes macht die Verantwortliche der Limmatstadt AG deutlich, dass die Vorzüge und Stärken der einzelnen Gemeinden in die gemeinsame Vision der Limmatstadt zusammengeführt werden sollen. „Deshalb ist ein gemeinsames Selbstverständnis auch so zentral“, wird Ritz zitiert. Im Einzugsgebiet der sogenannten Limmatstadt wohnen, je nach Perspektive, mindestens 200‘000 Menschen, heisst es im Text von „blue“. Das verdient nach Ansicht von Jasmina Ritz „einen starken gemeinsamen Auftritt und ein schlagkräftiges Standortmarketing“.

    In der unter dem Zweittitel „Vision Limmatstadt“ publizierten Hauptgeschichte zeichnet an den Beispielen der Gemeinden von Schlieren und Dietikon über die Kantonsgrenze hinweg ins Aargauische Spreitenbach das Entstehen einer „lebenswerten Stadt“. Hervorgehoben wird die Bedeutung der im Bau befindlichen Limmattalbahn für das regionale Zusammenführen. Jasmina Ritz dazu: „Wo ein Tram fährt, entsteht urbaner Raum. Die Limmattalbahn ist für die positive Entwicklung der Region entscheidend.“

    Das Engagement der EKZ in diesem Raum wird in „blue“ mit den Firmenprojekten deutlich gemacht. So versorge das EKZ-Wasserkraftwerk Dietikon 4500 Haushalte, das  Unterwerk Oberengstringen leistet seit 2020 zusätzliche 80 Megawatt und seit 2020 verlege die EKZ für die Limmattalbahn Dutzende Kilometer neuer Leitungen und Leerrohre zur Verstärkung des Stromnetzes der Zukunft in der Limmatstadt. „blue“ erscheint zweimal jährlich mit einer Auflage von 300’000 Exemplaren im gesamten Kantonsgebiet. Das Magazin geht an jeden Haushalt.

  • Bauprojekt Cosmos geht an Immobilienfonds

    Bauprojekt Cosmos geht an Immobilienfonds

    Mobimo veräussere sein baubewilligtes Projekt Cosmos in Dübendorf an einen von der Credit Suisse verwalteten Immobilienfonds, informiert das Luzerner Immobilienunternehmen in einer Mitteilung. Im Jahr 2000 hatte Mobimo das entsprechende Grundstück an der Zürichstrasse erworben. Anstelle des damals vorhandenen Geschäftshauses sollen nun vier neue Gebäude mit insgesamt rund 170 Wohnungen sowie für Büros, Gewerbe oder Verkauf nutzbaren Flächen entstehen.

    Der Beginn der Bauarbeiten ist für diesen Monat vorgesehen. Im Spätsommer 2023 sollen die dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS Gold) und dem Gütesiegel greenproperty entsprechenden Bauten fertiggestellt sein. Dabei werde unter anderem je eine Photovoltaikanlage und eine Erdsonde installiert, erläutert Mobimo.

    „Aus einem Anlageobjekt mit Potenzial haben wir ein überzeugendes Neubauprojekt entwickelt“, wird Mobimo-CEO Daniel Ducrey in der Mitteilung zitiert. „Cosmos ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von aktivem Portfoliomanagement und interner Entwicklungskompetenz.“

  • Implenia überzeugt mit Nachhaltigkeit

    Implenia überzeugt mit Nachhaltigkeit

    Beim aktuellen Nachhaltigkeitsranking von Sustainalytics habe Implenia ihre Führungsposition bei Umwelt-, Sozial- und Governance-Belangen weiter ausgebaut, informiert die Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Konkret hatte Implenia gegenüber dem Vorjahr um 5 auf 84 Punkte in der Gesamtwertung zugelegt. Auch in den drei einzelnen Unterkategorien Umwelt, Soziales und Governance belegt Implenia jeweils den Spitzenplatz unter insgesamt 66 betrachteten Immobilienunternehmen.

    „Durch dieses herausragende Ergebnis sehen wir uns in unserem ambitionierten Weg bestätigt und werden diesen mit unseren neuen Nachhaltigkeitszielen engagiert weiter beschreiten“, wird Anita Eckardt, Vorsitzende des Sustainability Committee von Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Von CO2-Reduktion auf unserem Weg zur Klimaneutralität über höchste Standards einer nachhaltigen Lieferkette bis hin zu Kreislaufwirtschaft decken die zwölf Ziele ein breites Spektrum dessen ab, was wir in den kommenden Jahren erreichen möchten.“ Den vollständigen Bericht von Sustainalytics stellt Implenia im Internet zur Verfügung.

    Sustainalytics mit Sitz in Amsterdam ist darauf spezialisiert, die Nachhaltigkeit börsenkotierter Unternehmen zu bewerten. Der Bewertung kommt dabei auch eine finanzielle Bedeutung zu. Immer mehr Investoren und institutionelle Anleger zeigen Interesse, ob die Nachhaltigkeitsstrategien wirksam sind und Lieferketten und Produktauslieferung beeinflussen. Die jährliche Bewertung gibt ihnen eine unabhängige Einschätzung ihrer Investitionen. Aktuell erhalte Implenia aufgrund der seht guten Bewertung „günstigere Finanzierungskonditionen“, schreibt die Immobiliengesellschaft.

  • Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten der Hächler-Gruppe haben in Baden einen Wasserschaden am Stadtturm repariert. Der Schaden war laut Medienmitteilung des Baukonzerns aus Wettingen in 30 Metern Höhe entstanden und hatte das gesamte Tuffstein-Mauerwerk mit Wasser gesättigt.

    Um nach Beendigung der Reparatur solche Wasserschäden in Zukunft zu vermeiden, werde modernste Technologie an dem historischen Bau eingesetzt. Es werde jedes Jahr eine Kontrolle der Abflüsse mittels einer Drohne geben, heisst es in der Mitteilung.

    Reto Schwitter – Polier, Umbau und Renovation Historische Bauten bei Hächler – berichtet in der Medienmitteilung den Hergang. Am 22. Dezember habe die Abteilung Umbau und Renovation der Hächler AG eine Notfallnachricht mit der Information erhalten, dass Grundputzstücke vom Stadtturm Baden herunterfallen. Der Schaden wurden am nächsten Morgen mithilfe der Auto-Drehleiter der Stützpunktfeuerwehr Baden in 30 Metern Höhe begutachtet.

    Die Schadstelle sei gereinigt worden, aber der viele Schnee und Regen in den darauffolgenden drei Wochen, gefolgt von Nachtfrost hätten den Schaden verschlimmert und weitere Putzstücke fielen herunter, berichtet der Polier. Im Januar musste ein Schutznetz montiert werden. Im März wurde der Stadtturm von den Hächler-Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten eingerüstet. Dabei wurde das voll Wasser gesogene historische Baumaterial ausgemacht. Nach einer Austrocknungsphase konnte der Aufbau wieder erfolgen, berichtet Polier Schwitter. Nun müsse noch eine neue Dachrinne angebracht werden und dann gelte es, den Badener Stadtturm in 30 Metern Höhe regelmässig zu kontrollieren – per Drohne.