Kategorie: Regionen

  • Kompotoi spürt den Frühling

    Kompotoi spürt den Frühling

    Mit dem Frühling kommt auch wieder der Bedarf nach Toilettenhäuschen im öffentlichen Raum. Kompotoi, der Zürcher Anbieter von Komposttoiletten, ist seit dem letzten Montag im März denn auch wieder mit über 20 seiner Toilettenhäuschen in der Stadt Zürich zu finden. Sie stehen etwa auf der Saffainstel bei der Landiwiese, auf dem Bullingerplatz und im Hohensteinpark auf dem Uetliberg, wie das Unternehmen mitteilt.

    Kompotoi setzt dieses Jahr auch seine Expansion nach Deutschland fort. Nachdem die Firma ihre Toilettenhäuschen in Deutschland von Darmstadt aus geliefert hat, ist sie dieses Jahr auch in München vertreten. In der Schweiz liefert Kompotoi ausser von Zürich auch von Basel, Bern, Freiburg, aus Graubünden, Lausanne, Martigny und St.Gallen sowie neu auch von Wohlen BE.

    Die Toiletten von Kompotoi verarbeiten die menschlichen Hinterlassenschaften ohne Chemie und Spülung in einen Bodenverbesserer. Sie werden in der Schweiz in Handarbeit hergestellt. Kompotoi verkauft und vermietet die Anlagen.

  • Neues Leben für die alte Spinnerei

    Neues Leben für die alte Spinnerei

    «Das Siegerprojekt wurde einerseits aufgrund der städtebaulichen Strategie auf dem nördlichen Areal, andererseits aufgrund des respektvollen Umgangs mit den denkmalgeschützten Altbauten ausgewählt», sagt der leitende Architekt Urs Oechslin von den Zürcher Lilin Architekten. Die beiden neuen, für unterschiedliche Nutzungen vorgesehenen Gebäudeensembles im Vordergrund der Spinnerei stellen durch ihren am Ort verankerten Städtebau den Bezug zum Kontext her. Die volumetrische Differenzierung ist vom vorhandenen Siedlungsmuster des verstädterten Dorfs abgeleitet. Die Teilvolumen sind punkto Tiefe und Höhe gestaffelt und ermöglichen verschiedene Ausblicke auf die Spinnerei. Die Gebäudetypologie vermittelt so mit grosser Eigenständigkeit zwischen den dörflichen Einzelbauten und dem grossmassstäblichen Spinnereigebäude. Das Spinnereiareal erhält auf diese Weise ein neues, urbanes Gesicht, in dem sich die verschiedenen Identitäten der Baugeschichte überlagern.

    Gewünschte Langlebigkeit
    Unmittelbar nach dem Studienauftrag wurde das Gesamtprojekt konkretisiert, begleitet von der Bauherrschaft, den Baubehörden, der Denkmalpflege und mit Vertretern aus dem Beurteilungsgremium sowie der Nachbarschaft: «Wir stehen kurz davor, den Entwurf des Bebauungsplans und des Richtprojekts in eine erste behördliche Vernehmlassungsrunde zu geben», so Oechslin. Es sei nicht leicht, um die Spinnerei herum einen Gebäudepark aufzubauen, der mit der Qualität des Denkmals mithalten könne und dessen Schönheit und Nutzen die gewünschte Langlebigkeit garantiere. In der unmittelbaren Nachbarschaft eines solchen Denkmals seien die Anforderungen an die architektonische Qualität sehr hoch. Die mit Ästhetik verbundene kulturelle Akzeptanz sei für den Wert der Immobilie massgebender als manche technische Innovation. Was öffentlich nicht mehr gefalle, werde früher oder später abgerissen. Was hingegen einen sozialen und kulturellen Stellenwert geniesse, bleibe bestehen. Die wirkliche Bedeutung eines Hauses liege letztlich darin, welchen Beitrag es auf lange Sicht für das öffentliche Leben leiste. Urs Oechslin: «Wenn es gelingt, der Bevölkerung, der Gemeinde Baar und der Eigentümerschaft einen Erlebnisort mit grosser Anziehungskraft in Aussicht zu stellen, dann wird in der Folge das Projekt von allen behördlichen Instanzen gutgeheissen. Es wird politisch mehrheitsfähig und von der breiten Bevölkerung mitgetragen.»

    Nachhaltige Erneuerung
    Seit geraumer Zeit dient die «Spinni» nicht mehr dem Zweck, für den sie ursprünglich gebaut wurde. Seit der Aufgabe der Produktion haben sich in den Räumen unterschiedlichste Nutzungen etabliert. Die klare und einfache Gebäudestruktur des Spinnereigebäudes ist deshalb funktional nachhaltig, weil darin integrierte Nutzerausbauten problemlos an Veränderungen anpassbar sind. Die so erreichte, qualitativ hochwertige Langlebigkeit der Grundstruktur wird auch für die neuen Bauten angestrebt. Deshalb wird sie für die neuen mischgenutzten Gebäude adaptiert. Dadurch ist die vorgeschlagene Gebäudestruktur nicht an eine spezifische Nutzung gebunden und überdauert künftige Erneuerungsprozesse.

    Ein stimmiges Ganzes
    Die historisch und baulich begründete starke Identität des Areals ist ein grosser Fundus, aus dem beliebig viele Ideen realisiert werden können. Es gilt immer wieder aufs Neue, geeignete Mittel zu finden, um diese Identität weiter zu entwickeln, neu zu interpretieren und zu ergänzen. So soll die hohe gesellschaftliche Akzeptanz, welche das Areal heute geniesst, weiter ausgebaut werden. «Unsere Motivation besteht darin, mit der intelligenten Verknüpfung von architektonischen, landschaftsarchitektonischen und nutzungsspezifischen Interventionen auf dem Areal der alten Spinnerei an der Lorze einen neuen, etappierbaren Siedlungsteil zu entwerfen», sagt Oechslin. Und weiter: «Dieser übernimmt die bestehenden Qualitäten und ergänzt sie adäquat und respektvoll. Die anspruchsvollen kulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und baurechtlichen Vorgaben sollen im Interesse aller Beteiligten in einem stimmigen Ganzen vereint werden.»

    Die neue «Spinni»-Nutzung will gut überlegt und geplant sein.
  • Shed Zug: «Jeder Besuch bei uns wird einzigartig»

    Shed Zug: «Jeder Besuch bei uns wird einzigartig»

    Kann man in der heutigen, krisengeschüttelten Zeit den Bau und die Eröffnung eines Gastronomie-Konzeptes wie die Shedhalle überhaupt planen?
    Lina Fluri: Die aktuelle Situation macht die Planung der Eröffnung sicher nicht leicht. Jedoch stellen wir uns auf das ursprünglich geplante Eröffnungsdatum ein und schauen laufend, wie sich die Lage entwickelt. Der Bau wurde nur marginal durch die Pandemie beeinflusst und konnte daher ohne grössere Probleme realisiert werden.

    Was waren rückblickend die wichtigsten Veränderungen aufgrund der Coronapandemie?
    Massgebliche Veränderungen erkennen wir in der schlechten Planbarkeit von gewissen Vorhaben und einer Ungewissheit, was zukünftige Entwicklungen angeht. Zudem hat das Homeoffice die Arbeitswelt grundlegend aufgemischt. Was früher nur physisch möglich war, wird heute mühelos digital gelöst. Diese Entwicklung wird weitreichende Folgen auf unterschiedliche Industrien und Arbeitsgattungen haben.

    Können Sie ein Beispiel nennen?
    Speziell in der Gastronomie hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert. So hat die Bedeutung von Take-Away-Food zugenommen. Das Bedürfnis der Menschen, soziale Kontakte wieder vermehrt zu pflegen, ist gross und wird sich nach einer Lockerung in einem Ansturm auf Restaurants und Bars bemerkbar machen. Da wird wohl der eine oder andere Gast auch überdurchschnittlich viel Geld ausgeben, um den Appetit nach sozialen Erlebnissen zu stillen.

    Alle sind coronamüde. Können Sie dieser langen Zeit ohne Treffen und Events auch etwas Positives abgewinnen?
    Ich glaube, dass die Coronapandemie sehr viel Leid für viele Menschen mit sich gebracht hat. Es gibt jedoch durchaus Branchen und Industrien, die in diesen Krisenzeiten enorm profitiert haben. Auf persönlicher Ebene stelle ich fest, dass sich das Leben etwas verlangsamt hat, wir uns vermehrt wieder auf das Wesentliche fokussieren und Kleinigkeiten mehr schätzen, was im Grundsatz eine sehr schöne Entwicklung ist.

    Die Shedhalle ist eher für kleinere Veranstaltungen gedacht. Ist das in der heutigen Zeit ein Vorteil?
    Das Shed zeichnet sich durch seine enorme Flexibilität aus. So können wir Anlässe von 6 bis 300 Personen durchführen und stets ein attraktives Angebot für den Kunden zusammenstellen. Der Fokus liegt jedoch auf Veranstaltungen zwischen 20 und 100 Personen, was in den kommenden Jahren durchaus ein Vorteil sein kann. Eine grosse Marktlücke schliessen wir mit unseren Private-Dining-Räumen, welche für Meetings und Besprechungen jeglicher Art gebucht werden können. Die gemütlichen Räume lassen keine Wünsche offen und bieten dem Kunden die einzigartige Möglichkeit, Business mit hochstehender Kulinarik zu vereinen.

    Immer wieder wird der besondere industrielle Charme der Shedhalle hervorgehoben. Was verstehen Sie darunter?
    Die Shedhalle wird als eines von zwei Monumenten aus den industriellen Anfängen von Zug bestehen bleiben und ist für die nächsten 50 bis 100 Jahre gewappnet. Wir haben versucht, den industriellen Touch mit viel Charme und Leidenschaft weiterzutragen und haben einen Ort geschaffen, an dem Industrie auf zeitgemässe und moderne Architektur trifft. Der industrielle Charme macht sich bei uns in der Liebe zum Detail und im respektvollen Umgang mit der Geschichte dieses Ortes bemerkbar.

    Lina Fluri, Projektverantwortliche der Shedhalle.
  • Ungenutzte Potenziale in der Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche

    Ungenutzte Potenziale in der Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche

    Auf den ersten Blick unterscheiden sich Standortförderung und Immobilien-Branche deutlich. Während Standortförderungen in der Regel von der öffentlichen Hand – Bund, Kantone, Städte, Gemeinden – getragen werden, sind Immobilien-Dienstleister in den weitaus meisten Fällen private Unternehmen. Das bedeutet, dass erstere Non-Profit-Organisationen und letztere gewinnorientierte Firmen sind. Standortförderer möchten Unternehmen für ihren Wirkungskreis gewinnen und diese möglichst lange behalten; sie sind demnach an einer langfristigen Beziehung interessiert. Immobilien-Akteure hingegen sind in der Regel abschlussorientiert, was zu vergleichsweise kurzen Kundenbeziehungen führt. Was im Mittelpunkt der Aktivitäten steht, wird nur schon aus der Namensgebung klar: Standorte auf der einen, Immobilien auf der anderen Seite.

    Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede
    Auf den zweiten Blick gibt es aber doch gewichtige Gemeinsamkeiten. Da sind in erster Linie die Kunden, die oft dieselben sind, da ein Unternehmen auf der Suche nach einem neuen Standort immer auch auf der Suche nach einer neuen Immobilie ist. Im umgekehrten Fall gilt dasselbe zwar nicht immer, aber doch in den meisten Fällen. Denn wenn eine Firma eine neue Immobilie benötigt, zum Beispiel weil die bestehende zu klein geworden ist, macht man sich im Zuge des Evaluationsverfahrens meist auch Gedanken über die Vor- und Nachteile eines Standortwechsels. Die zweite Gemeinsamkeit stellt die Immobilie selbst dar: Kein Unternehmen kann ohne die vier klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital, Wissen und Boden auskommen. Sowohl Standortförderer als auch Immobilien-Akteure unterstützen ihre Kunden bei der Optimierung des Faktors Boden bzw. Immobilie. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für ihre Kunden und unterstützen sie bei der Erfüllung ihrer Ziele.

    Voneinander profitieren
    Auf Grund der vorhandenen Gemeinsamkeiten besteht ein grosses Potenzial, um voneinander zu profitieren. So können sich zum Beispiel beide Seiten Vorteile im Marketing verschaffen: Die Immobilien-Branche kann als potenter Multiplikator der Botschaft eines Standortförderers dienen, denn Immobilien-Dienstleister stehen in direktem Kontakt mit Firmen, die neue Liegenschaften suchen. Dieser Kanal wird von Standortförderern noch zu wenig genutzt. Umgekehrt ist der Liegenschaftenprofi sehr daran interessiert, die Immobilien-Bedürfnisse von Standortsuchenden möglichst genau zu kennen, um ein wettbewerbsfähiges Angebot bereitstellen zu können. Diese Information kann ihm wiederum die Standortförderung liefern.

    Transparenz schaffen
    Um Synergien schaffen zu können, braucht es in erster Linie Transparenz: Anstatt unter sich zu bleiben, müssen sich Standortförderung und Immobilien-Branche vermengen, gemeinsame Plattformen etablieren und Informationen austauschen. Dazu stehen ihnen sowohl physische als auch digitale Plattformen zur Verfügung. Immobilien-Messen sind eine gute Gelegenheit, um sich Face-to-Face zu treffen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Auf internationaler Ebene bieten sich dazu jedes Jahr die MIPIM in Cannes jeweils im März und die EXPO REAL in München jeweils im Oktober an. Auf beiden Messen gibt es seit über 20 Jahren einen Schweizer Gemeinschaftsstand, der Schweizer Unternehmen und Standorten einen Auftritt zu einem verträglichen Budget erlaubt. Innerhalb der Schweiz hat sich die IMMO’Messe in Zürich etabliert, die jeweils im Januar ausgerichtet wird. Dort präsentieren sich Immobilien-Investoren und treffen auf Marktteilnehmer jeglicher Ausrichtung. Obwohl sich die IMMO‘ längst als Branchentreffpunkt etabliert hat, sind dort Standorte und deren Vertreter noch selten anzutreffen. Neben den Messen gibt es ein breites Angebot an Kongressen, die rund um Referate und Expertendiskussionen Gelegenheiten für Kontaktpflege bieten. Daneben stehen Standortförderern und Immobilien-Akteuren eine grosse Anzahl an Netzwerkanlässen zur Wahl. Sie werden von Verbänden, Interessengemeinschaften, Standorten und privaten Unternehmen angeboten.

    Online holt auf
    In der heutigen, von der Pandemie beherrschten Zeit, haben Online-Plattformen an Bedeutung gewonnen. Einerseits können sich Branchenexperten durch Auftritte an Webinaren Gehör verschaffen und für eine breite Wahrnehmung sorgen. Als Beispiele können etwa die Diskussionsplattformen Real Estate Brains oder Metropole Insights genannt werden. Andererseits haben sich Online-Datenbanken etabliert, die von Standortförderern und Immobilien-Profis gleichermassen genutzt werden können. So können sich Unternehmen etwa auf swisscircle-member.ch
    präsentieren. Für Personen bietet sich realestate-experts.ch und für grössere Immobilien-Projekte top-projekte.ch an. Nebst diesen Angeboten ist jeder Marktakteur aufgerufen, Social Media Tools wie etwa Linkedin oder Xing für sich zu nutzen.

    Networking
    Es gibt kaum Vorhaben, die man – sei es als Standortförderer oder als Immobilien-Profi – im Alleingang durchziehen kann. In der Regel ist jeder Akteur auf nützliche Informationen, wohlwollende Marktteilnehmer, leistungsfähige Lieferanten und/oder kooperative Partner angewiesen. Deshalb ist ein gutes Netzwerk unerlässlich. Das bedingt ein persönliches Engagement und eine kluge Wahl der Plattformen für die Pflege und den Ausbau seiner Kontakte. Anbieter derartiger Netzwerke sind etwa die SVSM, Swiss Circle, SVIT, RISC, ULI oder Fiabci.

    Ideen zur Verbesserung der Zusammenarbeit
    Es gibt bereits zahlreiche Möglichkeiten, die Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche zu intensivieren. Es zeigen sich aber gleichzeitig auch Potenziale, die noch weitgehend ungenutzt sind. So könnten sich Standorte auf den grossen Immobilien-Portalen präsentieren und dort in Kontakt mit Unternehmen auf der Suche nach einer neuen Immobilie treten. Oder es könnten vermehrt Kongresse oder Events organisiert werden, die sich sowohl an Standortförderer und Immobilien-Dienstleister richten. Letztlich werden sich diejenigen Angebote durchsetzen, welche die Wahrnehmung der Teilnehmer im Markt stärken, den Austausch von Erfahrungen erlauben und die Pflege des persönlichen Netzwerks unterstützen.

  • Überbauung «Lindenpark»: Durchmischtes Wohnen im Zentrum

    Überbauung «Lindenpark»: Durchmischtes Wohnen im Zentrum

    Das Gebiet zwischen dem Erliweg und der Birkenhaldenstrasse in Steinhausen gehört zu einer der letzten bebaubaren Parzellen im Dorfzentrum. Der Grundeigentümer Viktor Jans – Wirt des Gasthauses zur Linde – hat das Architekturbüro Mächler und Töngi aus Rotkreuz mit der Überbauung «Lindenpark» beauftragt. Seit 2020 entstehen hier fünf Gebäude, die in Ovalform angeordnet sind. In der Mitte ist ein begrünter Platz geplant.

    Das mit sieben Geschossen höchste und mit 757 Quadratmetern Fläche grösste Gebäude befindet sich im Süden der Parzelle zur Bahnhofstrasse hin. 26 Wohnungen entstehen hier. Die Bauten werden gegen Norden in jeder Dimension reduziert. Haus 2 und 3 weisen noch fünf Geschosse und Haus 4 und 5 vier Geschosse auf. Damit wird bewusst auf die umliegende Umgebung reagiert. Durch die Höhenstaffelung werden die Baukörper optimal in das bestehende Bild eingepasst, und gleichzeitig wird die Tradition von grossmassstäblichen Bauten entlang der Bahnhofstrasse aufgegriffen. Die Fassaden sind mehrfach abgeknickt, sodass die Neubauten weicher und weniger kantig erscheinen. Zudem wird so der Gesamtbebauung eine zum Rande hin dynamisch ausfliessende Bewegung verliehen.

    Geplant sind mehrheitlich Kleinwohnungen. Einige grössere Wohnungen sollen neuen Wohnraum für Familien schaffen. Die Attika-Wohnungen sind im südlichen Bereich der Baukörper angelegt. So unterstützen sie die abfallende Bewegung der Gebäude nach Norden. Das Projekt umfasst 148 Parkplätze. Im Zentrum der Überbauung sind ein begrünter Wohnhof mit einem Spiel- und Aufenthaltsbereich geplant sowie ein offener Bereich mit einem Gartenrestaurant nach Süden. Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern sorgen für eine umweltfreundliche Stromversorgung. Die Fassaden sind einheitlich mit einer geklebten Steinfassade in Klinkeroptik materialisiert. So passen sie sich harmonisch an die gegenüberliegende Bebauung «Dreiklang» an.

    Die bestehende Scheune, die sich im süd-östlichen Bereich des «Lindenparks» befindet, wird zu einem multifunktionalen Kulturraum mit Restaurationsbetrieb umgenutzt. Auf Erdgeschoss-Niveau im Bereich zur Bahnhofstrasse hin sind weitere öffentliche Nutzungen geplant.

    Die geplante Bebauung von oben.
  • Vogelwinkel: Familienfreundliche Wohnüberbauung an bevorzugter Lage in Baar

    Vogelwinkel: Familienfreundliche Wohnüberbauung an bevorzugter Lage in Baar

    An der Hanglage, im Vogelwinkel, unterhalb des Himmelrich in Baar wird das Projekt «Libelle» realisiert. Die Zürcher Park Architekten konnten den Architekturwettbewerb mit ihren vier trompetenartig angeordneten Baukörpern für sich entscheiden. Ihr Projekt überzeugte die Jury durch die vier fein abgestuften, zwei- bis viergeschossigen Gebäude, die sich sternförmig in die Topografie des ansteigenden Hangs eingliedern. Von oben betrachtet gleicht der Neubau den Flügeln einer Libelle.

    Der Aussenraum erschliesst sich trichterförmig in die Mitte des Areals. Die Neubauten sind kubisch ausgebildet, sodass sie mit den bereits bestehenden Gebäuden in Dialog treten. Auffällig wird die Fassade: Sie soll in einem buntgeflammten Rotton gehalten werden. Eine Tiefgarage verbindet die vier Gebäude miteinander und bietet 141 Stellplätze. Die 2,5- bis 5,5-Zimmer-Mietwohnungen weisen anstelle von Korridoren rechtwinklig versetzte Raumfolgen auf. Der Baustart ist für Anfang 2022 vorgesehen. 2025 sollen die ersten Mieter einziehen.

    Das Quartier Himmelrich in Baar ist dank seiner Topografie und Verkehrslage ein begehrter Wohnort wie auch ein rege aufgesuchtes Naherholungsziel. Aus diesem Grund war der Bauherrin die Einbindung des Landschaftsraums in die Überbauung Vogelwinkel ein grosses Anliegen. Einer nachhaltigen Energiestrategie wurde ebenfalls Rechnung getragen: Die Wärmegewinnung erfolgt über Erdsonden und Sonnenkollektoren. Im gesamten Bauprozess werden ausschliesslich bewährte, langlebige und ökologische Materialien verwendet. Alle Wohnungen sind barrierefrei konzipiert.

  • Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Überbauung Metalli liegt in der Kernzone von Zug und soll neu gestaltet werden. Städtebauliche Projekte sind bekanntlich langwierige Vorhaben. Eingriffe in Stadtkörper verändern das Aussehen einer Stadt und tangieren entsprechend viele Menschen. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Entsprechend wichtig ist es zu erfahren, was die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Bewohner und allen weiteren Nutzern der Metalli sind», sagt Peter Wicki, Projektentwicklungsleiter bei Zug Estates. Politiker, Interessensverbände und andere Gruppen oder Personen bringen ebenfalls ihre Anliegen mit ein. Entstehen soll demnach ein intensiv begrüntes, nachhaltiges und ökologisches Metalli. Dabei soll der Bau architektonische und städtebauliche Highlights aufweisen. Die heutigen Qualitäten und der breite Angebotsmix sollen erhalten bleiben. Die Interessensgruppen sprechen sich für einen Ort der Begegnungen aus, wo auch nicht kommerzielle Aktivitäten möglich sind. Gewünscht wird ein neuer Stadtplatz, der das in den letzten Jahren stark gewachsene Zentrum beim Bahnhof zwischen Zug und Baar belebt. Die bestehende Glaspassage wird geschätzt und soll in gleicher oder ähnlicher Form erhalten bleiben. Ein Ausbau des Langsamverkehrs wird angestrebt – genauso wie bezahlbaren Wohnraum, mehr Pop-up-Stores und andere spontane oder temporäre Nutzungen von Räumlichkeiten.

    Dialog mit allen
    «Dieser Spagat des Einbezugs der verschiedenen Interessensgruppen und dabei dennoch eine klare und starke Idee zu entwickeln, die diesen für Zug so wichtigen Ort trägt und die Stadt noch lebenswerter macht, ist eine grosse Herausforderung und wird es bis zum Schluss bleiben», sagt Wicki. Zwei weitere wesentliche Fragestellungen reizen ihn besonders bei diesem Projekt: «Wie können wir weiterwachsen, ohne noch mehr Land zu verbrauchen und trotzdem die Qualität der heutigen Siedlungsräume erhalten oder gar steigern? Es geht im Kern um eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Innenverdichtung». Ebenso wichtig ist Wicki, wie sich die Innenstädte im Wandel des Einkaufsverhaltens verändern. «Im neuen Lebensraum Metalli müssen wir auf diese beiden zentralen Fragen eine Antwort finden.» Dies sei eine äusserst relevante und spannende Aufgabe.

    Nachhaltiger und grüner
    Heutzutage werden urbane Lebensräume anders konzipiert als früher. Das Metalli sei nie als reines Einkaufszentrum entwickelt worden, wie der Projektentwicklungsleiter erklärt. Von daher bringe das Areal zahlreiche Qualitäten eines modernen Lebensraums bereits mit. «Es ist heute schon ein lebendiges Quartier mit den unterschiedlichsten Nutzungen und Aufenthaltsqualitäten. Wir wollen diese Qualitäten weiter stärken.» Mit dem neuen Metalli-Platz vernetze man das Quartier noch weiter mit der umliegenden Stadt. «Die klimatischen Bedingungen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Der neue Lebensraum Metalli wird nachhaltiger und grüner werden.» Besonderes Augenmerk liegt auf der Pflanzung weiterer Bäume und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Freien. Das Nutzungskonzept des neuen Lebensraums soll sich den jeweils aktuellen Anforderungen der Metalli-Besucher anpassen. «Der Handel wird sich weiter verändern. Die Welten von on- und offline werden verschmelzen. Die Unternehmen müssen neue Wege finden, um Konsumenten anzusprechen», resümiert Wicki. Die Metalli biete dafür eine ideale Plattform. Darüber hinaus möchte man mehr Produkte aus der Region anbieten.

    Im letzten Herbst wurde das Richtprojekt von Hosoya Schaefer Architects mit Nyx Architects und dem Landschaftsarchitekten Lorenz Eugster bei der Stadt Zug eingereicht. Dieses Projekt ging als Sieger aus dem städtebaulichen Wettbewerb hervor. Derzeit wird der Bebauungsplan erarbeitet. Für diese Phase ist ein Zeitraum von zwei Jahren geplant. Parallel dazu wird die Ausschreibung des Projektwettbewerbs vorbereitet. «Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, werden wir im Jahr 2025 mit den Bauarbeiten starten können», sagt Wicki.

  • Suurstoffi: Arealentwicklung mit Modellcharakter

    Suurstoffi: Arealentwicklung mit Modellcharakter

    «Die Suurstoffi bietet alles, was wir für unsere Arbeit benötigen. Hier bringt man uns nicht mehr so schnell weg», sagt Sanofi-Aventis-CEO Andrea Meyer. Ein schönes Kompliment für die Zug Estates, die in den letzten zehn Jahren in Rotkreuz ein Quartier entwickelt hat, das mit seiner Architektur, Begrünung und Energieeffizienz überzeugt. Das einst unattraktive Areal wurde neu belebt. «Die Gemeinde Rotkreuz hat eine ausgezeichnete Makrolage und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen», sagt Martin Jöri, Leiter strategisches Arealmanagement bei Zug Estates. «Das Areal liegt direkt neben dem Bahnhof, ist aber auch mit dem motorisierten Individualverkehr gut erreichbar. Das Quartier ist eine Art Dorf im Dorf, und der Campusgedanke ist omnipräsent.»

    Ein gesunder Mix
    Alles in allem schätzt Jöri den Mix aus Wohnen, Gewerbe, Forschung, Schule und Gastronomie. Auch die typische Quartierinfrastruktur mit einem Coiffeur oder Arzt gefällt ihm. Gemäss neustem Baustand ist das Areal praktisch fertiggestellt: «Ein Baufeld mit zwei Bürogebäuden (Suurstoffi S. 18/19) ist noch nicht entwickelt – die Baubewilligung ist jedoch vorhanden. Der Bau wird nachfragegerecht ausgelöst, wenn vorgängig ein ausreichender Vermietungsstand erreicht werden konnte.» Rückblickend erachtet Jöri das hohe Bautempo mit dem Ziel einer termingerechten Inbetriebnahme als grösste Hürde, die es zu nehmen galt.

    «Zero-Zero»-Ziel
    Die Suurstoffi geht mit einem vorbildlichen Energiekonzept neue Wege. Auf dem Areal bilden die solare Nutzung, mehrere dynamische Erdspeicher und ein Anergienetz die Basis zur Erreichung des Ziels «Zero-Zero». Das heisst: Das rund 165’000 Quadratmeter grosse Suurstoffi-Areal setzt auf CO2-Neutralität. Die Energie fürs Heizen und Kühlen wird durch Erdspeicher und Gebäudeabwärme generiert, Strom liefern verschiedene Solarstrom-Anlagen. Ziel ist die komplette Selbstversorgung mit Primärenergie für Heizung und Wasseraufbereitung. Es war just dieses ehrgeizige Energiekonzept, das Jöri am Bau besonders reizte: «Es handelt sich um eine zukunftsgerichtete Vision eines CO2-freien Quartiers mit möglichst viel Energie, die aus eigener Produktion bereitgestellt wird. Aber auch die Architektur ist toll. Hier findet sich kein Einheitsbrei. Jedes Baufeld weist eine abwechslungsreiche Gestaltung auf. Zudem legten wir viel Wert auf einen grünen und qualitativ hochstehenden Aussenraum.»

  • Vom Papier zum Quartier

    Vom Papier zum Quartier

    «Der Baufortschritt der fünf Gebäude der ersten Bauetappe verläuft trotz der Pandemie termingerecht», sagt die Verantwortliche für Kommunikation, Kathrin Sonderegger. Beim südlichsten Hochhaus mit Eigentumswohnungen (Papieri-Suites) steht der Rohbau bereits bis zum fünften Obergeschoss. In den ehemaligen Papiermaschinenhallen PM1-4 erfolgen der Einbau neuer Treppenhäuser, Geschossdecken und Wohnungstrennwände sowie die denkmalpflegerische Sanierung der Fassade für die grosszügigen Loftwohnungen und -ateliers (Papieri-Lofts). Der parallel dazu verlaufende Neubau mit 160 Mietwohnungen – davon 30 im preisgünstigen Bereich – ist im Rohbau ebenfalls weit fortgeschritten. Auch die Maschinengasse, die zwischen den beiden Gebäuden entsteht, wird langsam erkennbar. Diese wird Ende 2022 durch die verschiedenen Nutzer der ein- oder zweistöckigen angrenzenden Ateliers belebt. Derzeit im Bau befinden sich die Tiefgaragen 1 und 2, deren Abstellplätze zukunftstauglich mit Ladestationen für Elektroautomobile ausgerüstet werden können.

    Planung der zweiten Bauetappe weit fortgeschritten
    Die frisch sanierte und denkmalgeschützte Lokremise wurde Ende Jahr ihrem neuen Besitzer übergeben. Sonderegger sagt: «Damit wurde nach der Sanierung des Werkstattgebäudes die zweite gewerbliche Umnutzung eines historischen Gebäudes auf dem Areal Realität.» Ende Jahr startete auch der Bau der neuen Ringstrasse (Papieri-Ring), welche zur Haupterschliessung des Areals gehört und die Gebäude der zweiten Bauetappe umrundet. Im Rahmen der zweiten Bauetappe werden neben dem gewerblich genutzten Ersatzbau des Silogebäudes zwei Wohnhochhäuser mit 61 Eigentums- und 36 Mietwohnungen gebaut. In den Erdgeschossen sind Gewerbeflächen und eine Kindertagesstätte geplant. 64 Mikroapartments ergänzen das Wohnangebot.

    CO2-neutrales Energiesystem
    Die Verantwortlichen der Arealentwicklung verfolgen die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft. Erwähnenswert ist die nachhaltige Energieversorgung des Papieri-Areals mit einer autarken, CO2-neutralen Wärme- und Kälteversorgung. Ein signifikanter Stromanteil wird durch das eigene Flusskraftwerk und Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern erzeugt. Der Bau der Energiezentrale ist abgeschlossen und die Installation der technischen Anlagen in vollem Gange. Ebenfalls als Bestandteil des Energiesystems wurden bereits rund 100 Erdsonden auf eine Tiefe von 320 Meter gebohrt und eingebracht. Das Energiesystem wird im Herbst 2021 in Betrieb genommen, sodass die zwischengenutzten bestehenden Häuser und die sich im Bau befindenden Gebäude bereits diesen Winter mit nachhaltiger Wärme beliefert werden können. «Nebst der Baubewilligung liegt auch die Konzession des Kantons für den Betrieb des Flusskraftwerks vor, dessen Sanierung im Frühsommer 2021 startet. Der Bereich der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage (ARA) wird im nächsten Jahr vollständig renaturiert, landschaftlich umgestaltet und mit einem kleinen Flussarm ergänzt», so Sonderegger.

    Grosses Interesse
    Schon jetzt nimmt die Cham Group ein grosses Interesse aus der Bevölkerung wahr: «Die Anwohner informieren sich, was auf dem Areal passiert, und wir bemühen uns um entsprechende Updates», sagt Sonderegger. Leider verunmögliche die Coronapandemie derzeit Veranstaltungen wie der 2019 durchgeführte Tag der offenen Baustelle für Anwohner und Interessierte. Die Reaktionen seien damals überwältigend gewesen. «Dasselbe zeigt sich auch im Verkauf: Das Vertrauen in unsere Arealentwicklung und das Quartier, welches hier entsteht, ist gross. Innert Wochenfrist waren die ersten Wohnungen, die Ende 2019 auf den Markt kamen, reserviert. Über 3000 Personen haben unseren Newsletter abonniert.» Ein Grund für das Vertrauen liege sicher darin, dass die Cham Group als Eigentümerin und Bauherrin vor Ort sein. Das Team hat seine Büros auf dem Areal und ist so am Puls des Geschehens. Auf Anregungen kann reagiert werden, Feedbacks und Inputs fliessen direkt ein, und allfällige Vorbehalte werden entschärft.

    Am 4. Juni 2020 wurde bei der Grundsteinlegung eine Zeitkapsel mit zeittypischen Gegenständen gefüllt und in das Fundament der ersten Bauetappe eingebaut. Sie soll das Bauprojekt für nachfolgende Generationen dokumentieren. Was war der speziellste Gegenstand? Sonderegger erklärt mit einem Lachen: «In Anbetracht dessen, dass wir momentan nicht mal mehr in einem Restaurant Mittagessen können, und viele diese gemeinsame Zeit im Team vermissen, sind wohl die aktuellen Menükarten aus den umliegenden Restaurants Gegenstände von besonderer Relevanz. Wer weiss, ob in 100 Jahren noch Fleisch gegessen wird – dann gehören Hackfleisch-Tätschli vielleicht zu einem vergessenen Essen.»

  • «Alpha»: Ein Novum im Kanton Zug

    «Alpha»: Ein Novum im Kanton Zug

    Die Fenster des Alpha-Bürogebäudes, das seit Sommer 2020 in Baar entsteht, sind ein Novum im Kanton Zug. Stephan Häusler, Inhaber und CEO der Stephan Häusler AG und Eigentümer des Alpha, sagt: «Wir verzichten auf klassische Sonnenstoren und setzen bei der Glasfassade auf das Produkt der Firma SageGlass. Dieses passt sich je nach Sonneneinstrahlung den jeweiligen Gegebenheiten an.» Das Glas verdunkelt sich automatisch und verhindert so das Aufheizen des Innenraums. Dennoch geniesst man jederzeit uneingeschränkt die Aussicht. «Damit sparen wir Energie sowie die Unterhalts- und Reparaturkosten, die bei klassischen Sonnenstoren regelmässig anfallen. Die Fenster sind eine Premiere in unserem Kanton.»

    Auch sonst hat das Alpha-Bürogebäude Einiges zu bieten: Eine ideale Lage, ein schöner Eingangsbereich und eine zeitlose Architektur. Doch diese Attribute allein genügen nicht mehr, um bei der anvisierten Klientel zu punkten. Häusler: «Im Alpha profitieren die Mieter von exklusiven Vorteilen. Da ist etwa der grosse Garten, der sich auch für Outdoor-Meetings anbietet. Weiter finden sich zwei gemütliche Loggias auf jedem Stock, wie man sie eher von Wohnungen kennt.» Im Erdgeschoss locke eine Lounge mit direktem Zugang zum Aussenbereich. Darüber hinaus sei der Bau eines grösseren Sitzungszimmers geplant. Dieses könne punktuell reserviert werden und eigne sich für Anlässe mit bis zu 30 Gästen.

    Frischluft dank Lüftungsflügeln
    Der Innenausbau der einzelnen Bürokomplexe ist frei gestaltbar. Fix eingeplant im Untergeschoss sind bereits zwei Duschen – falls die Arbeitnehmenden über Mittag joggen, fitten oder biken und danach frisch geduscht weiterarbeiten möchten. Häusler betont den sorgfältigen Innenausbau: «Wir fertigen beispielsweise die Innentüren, welche in die Büros führen, aus hochwertigem Holz. Dies wirkt wohnlich und unterscheidet sich vom 08/15-Bürogroove. Wir legen Wert auf schöne Farben und Formen.» Die gesamte Planung orientiert sich am «New-Work»-Arbeitsmodell: Jeder Mensch arbeitet anders. «New Work» ermöglicht ein selbständigeres und freieres Tun und Lassen. Im Alpha sind neue Formen der kreativen Tätigkeiten möglich. Und sollten die Köpfe doch mal rauchen, ist eine Frischluftzufuhr problemlos möglich: «Dank eingebauter Lüftungsflügel können die Fassadenfenster manuell geöffnet werden. Das ist etwas, was die Menschen sehr schätzen. Damit fühlt man sich im Alpha nicht wie in einer Büro-Glasbox.»

  • Neue Überbauung bei der Städtler Allmend

    Neue Überbauung bei der Städtler Allmend

    Im Gewerbegebiet der Städtler Allmend stehen nun die Pläne für das 30’000 Quadratmeter umfassende Grundstück im Besitz der Coop Immobilien AG und der Heinz Häusler Immobilien AG fest. Den Projektwettbewerb auf Einladung konnten CST Architekten und Iten Landschaftsarchitekten für sich entscheiden.

    Ihr Projekt sieht vor, die bestehenden Büro- und Gewerbebauten in der Städtler-Allmend mit drei neuen Bürobauten der Heinz Häusler AG zu ergänzen. Die Überbauung soll dem Hinterberg-Areal als Zentrum dienen. Zu diesem Zweck ist ein zentraler, öffentlicher Platz als Herzstück der neuen Überbauung geplant. Um ihn herum werden die Bauten arrangiert. So soll ein gut erschlossenes Arbeits- und Einkaufsquartier entstehen.

    Die Gebäude unterschiedlich grosser Volumen fügen sich harmonisch in die bestehenden Bauten des Areals ein. Im Zentrum der neuen Überbauung befindet sich ein Hochhaus, das sich bewusst von der Alpenblicküberbauung absetzt. Das Hauptquartier für mögliche neue Unternehmen wird leicht zurückversetzt an der Alpenblickkreuzung errichtet. So entsteht ein begrünter Vorbereich zur Kreuzung hin. In den Erdgeschossen der Bauten direkt am Platz sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen.

    Das Coop-Restaurant sowie die Restaurants der Bürobauten sind ebenfalls zum Platz hin ausgerichtet. Ein weiteres Restaurant mit Bar könnte im Hochhaus eingerichtet werden. Die Erdgeschosse der Geschäftshäuser weisen frei unterteilbare Flächen auf, die sich für Dienstleistungsanbieter eigenen. Die Zugänge zu den Gebäuden erfolgen über den zentralen Platz. Dieser ist von zwei Pergolas und zwei Baumhügeln mit Sumpfeichen geprägt.

    Coop wird den bestehenden Fachmarkt erweitern: mit einem Coop Bau & Hobby, einem Coop Supermarkt Livique, Fitnessstudio sowie einer Tankstelle und grossem Aussenparkplatz. Das Betonwerk der Holcim AG wird an einen anderen Standort verlegt.

  • Unterfeld Nord: Neuer Hauptsitz für die Partners Group Zug

    Unterfeld Nord: Neuer Hauptsitz für die Partners Group Zug

    Im Unterfeld Nord – es ist funktional eigenständig vom Unterfeld Süd – plant die Partners Group Zug einen Neubau ihres Hauptquartiers, das damit von der Zugerstrasse ins Unterfeld verlegt werden soll. Das Unterfeld Nord umfasst eine Fläche von rund 37’920 Quadratmetern.

    Projektiert sind auf zwei Grundstücken drei mittels Brücken verbundene Gewerbegebäude sowie eine Einstellhalle mit 225 Parkplätzen auf einer Fläche von insgesamt 21’000 Quadratmetern. Das Richtprojekt stammt aus der Feder der Axess Architekten AG. Das neue Headquarter des Vermögenverwalters soll aus drei Bürokomplexen bestehen, wovon zwei als traditionelle Fabrikbauten mit Backsteinfassaden konzipiert sind. Die «Entry Factory» führt weiter zur «Big Factory». Beide Bauten weisen hohe Fenster auf, die an eine Bahnhofshalle erinnern.

    Das dritte Gebäude ist als «Greenbuilding» geplant: Das begrünte Terrassenhaus mit sieben Geschossen weist weder Ecken noch Kanten auf, sondern erinnert vielmehr an eine Torte mit mehreren Schichten, die entlang der Nordstrasse bis zum Kreisel reicht. Im einfachen Bebauungsplan wird es als «organisch geschwungen» bezeichnet. Die einzelnen Geschosse des auffälligen Gebäudes werden nach Süden hin treppenartig abgestuft, wie dem Baugesuch zu entnehmen ist. Nicht nur die Form, auch die geplante intensive Begrünung dürfte dereinst die Blicke auf sich ziehen. Das «Greenbuilding» ist über eine Brücke mit der «Entry Factory» verbunden. Sie weist einen Anbau mit Kamin auf, um den Industriecharakter des Gebäudes zusätzlich zu betonen.

    Im «Greenbuilding» sind nebst Büroräumlichkeiten interne Schulungsräumlichkeiten, ein Restaurant sowie Freizeitmöglichkeiten für die Angestellten geplant. In der östlich gelegenen «Factory» ist eine Kita für die Kinder der Mitarbeitenden vorgesehen. Alle Gebäudetypen orientieren sich konzeptionell am amerikanischen Hauptsitz in Denver und wahren so die Corporate Identity des Vermögensverwalters.

    Eine neue Nord-Süd-Verbindung ist zwischen den Fabrikbauten geplant. Zu einem späteren Zeitpunkt soll hier eine neue Buslinie entstehen, die das Unterfeld an die Bahnhöfe Zug und Baar anbindet. Aus diesem Grund wird die Strasse so breit gebaut, dass später eine Buslinie problemlos eingerichtet werden könnte. Für die konkrete Linienführung muss aber der Richtplan abgewartet werden.

  • Grünes Licht für Projekt Unterfeld in Baar

    Grünes Licht für Projekt Unterfeld in Baar

    Das Unterfeld ist eine der letzten grossen zusammenhängenden Baulandreserven und als kantonales Verdichtungsgebiet deklariert. Die Lage direkt auf der Gemeindegrenze zwischen Baar und Zug grenzt an die Erholungszone Lorze und bietet viel Entwicklungspotenzial. Doch manchmal brauchen solche umfassenden Konzepte mehr als einen Anlauf. So auch die Gebietsplanung Unterfeld: Nachdem sich die Bevölkerung von Baar im Frühjahr 2017 gegen eine grenzübergreifende Planung ausgesprochen hatte, wurde das Projekt «Unterfeld Süd» im September 2020 im zweiten Anlauf von den Stimmberechtigten mit 65 Prozent Ja-Stimmen durchgewinkt.

    Das Projekt wurde unter Führung der Gemeinde Baar und in einem 50-köpfigen Team neu entwickelt. Das Team bestand aus Experten der Bereiche Städtebau und Landschaftsarchitektur, Behördenvertretern und Grundeigentümern sowie Anwohnern, Befürwortern und Gegnern des früheren Projekts, aus Mitgliedern von Fachgremien und Verbänden sowie den Ortsparteien.

    Auf dem Quartiergestaltungsplan aufbauend sind der Zonenplan sowie die Bauordnung abgestimmt worden. Man hat sich auf den Bau eines nachhaltigen Quartiers geeinigt, welches neue Lebens-, Wohn- und Arbeitsformen ermöglicht. Vier Baufelder werden etappiert überbaut. Vorgesehen sind Mietwohnungen sowie Stockwerkeigentum. Auch die Schaffung von Büro- und Dienstleistungsflächen sowie publikumsorientierte Nutzungen in einigen der Erdgeschosse sind projektiert. Ein Quartierplatz, ein grosszügiger Boulevard für den Langsamverkehr und viel Grünfläche sorgen für ausreichend Freiräume. Entstehen sollen drei Hochhäuser mit 60, 50 und 40 Meter Höhe.

    Der Architekturwettbewerb für die erste Bauetappe ist bereits gestartet. Voraussichtlich im Jahr 2022 wird die Baarer Gemeindeversammlung über den ausgearbeiteten Bebauungsplan entscheiden. Der erste Spatenstich dürfte nicht vor Sommer 2023 erfolgen. Zunächst sollen das 60-Meter-Hochhaus bei der S-Bahn-Haltestelle Lindenpark sowie das benachbarte Bürogebäude realisiert werden. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu weiterentwickelt.

    Eigentümer sind die Implenia Immobilien AG, die Ina Invest AG und die Erben Stocker. Für die Arealentwicklung zeichnet Implenia verantwortlich. Das Unternehmen entwickelt die Baufelder 1A und 4 als Eigentümer sowie die Baufelder 1B und 3 im Auftrag von Ina Invest. Weiterhin Interesse bekunden die beiden ortsansässigen Wohnbaugenossenschaften Familie Baar und Liberale Baugenossenschaft Baar. Auf dem Stadt Zuger Gebiet plant die Korporation Zug unabhängig von den anderen Grundeigentümern ein Projekt. Wie dieses aussehen wird, ist noch offen.

  • Tech Cluster Zug: Ein Signal für die Zukunft

    Tech Cluster Zug: Ein Signal für die Zukunft

    Der Tech Cluster Zug (TCZ) ist ein Bekenntnis zum Industriestandort Schweiz: «Aktuell sind bereits vier grosse Neubauten für die Verdichtung der V-ZUG entstanden oder befinden sich in der Entwicklung», sagt CEO Beat Weiss nicht ohne Stolz. Dafür galt es einige Hürden zu überwinden: «Einerseits sind da baurechtliche Einschränkungen. Die Industrie muss oft schnell auf neue Gegebenheiten reagieren. Andererseits möchten wir auch für Dritte attraktiv sein, wobei diese nicht erst fünf Jahre auf Baubewilligungen warten wollen. Aber auch die hohe Ausnutzung und grosse Dichte auf dem Areal stellte uns vor manche Herausforderung.» Jeder Neubau muss stadt-, quartier- und nachbarschaftsverträglich sein.

    Dies sei bislang hervorragend gelungen, zumal der Bebauungsplan des Tech-Clusters Zug im Grossen Gemeinderat ohne Gegenstimmen angenommen wurde. Es gab auch später keine Einsprachen. Der Weg zu diesem Ziel war aber lang: «Bis zum aktuellen Planungsrecht vergingen fünf Jahre – von 2013 bis 2018. Doch bis heute ist jedes neue Baugesuch trotz allem eine produktive Auseinandersetzung mit Nachbarn, der Zuger Stadtbild-Kommission und der Stadtplanung.» Förderlich sei hierbei bestimmt die Zusammenarbeit mit namhaften Architekten wie Diener & Diener aus Basel, welche unter anderem auf dem Novartis Campus den Eingangsbau realisiert haben.

    Drei neue Grosskunden in Zug
    Für Weiss ist es spannend, alle verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen: «Ein aktuelles Schlüsselelement ist der Mobility Hub, den wir momentan erstellen. Dazu zählen ein Parkhaus mit rund 600 potenziellen Elektro-Parkplätzen mit Umsteigeangeboten auf den öffentlichen Verkehr oder auf den Langsamverkehr sowie Laden- und Bistroflächen. Diese neue Infrastruktur befindet sich an der nördlichen Peripherie der Stadt Zug, die ab Mitte 2021 über die neue Anschlussachse zur Autobahn erschlossen wird.» Ein solches Verkehrs-Management trage auch zu den städtischen Standortvorteilen bei, welche ihrerseits immer mehr Fachkräfte in die Innerschweiz lockten. Die Kleinräumigkeit, die Nähe zur Natur, aber auch die unkomplizierte Art der Problemlösung würden die Stadt Zug besonders attraktiv machen. Dies äussere sich auch in drei neuen Grossprojekten, die für Dritte umgesetzt werden: «Da wäre etwa die Firma SHL. Sie hat bislang ausschliesslich in Taiwan produziert und will nun – nicht zuletzt wegen des Coronavirus – eine europäische Produktion aufgleisen.» Sie stellt Autoinjektoren für Insulinpumpen her und hatte bislang lediglich ihren Büro-Hauptsitz in Zug. Das zweite Projekt betrifft die VZ DepotBank, die zum Vermögenszentrum in Zürich gehört und einen Grossteil ihrer Arbeitsplätze insbesondere im Bereich IT-Dienstleistungen im Tech-Cluster unterbringe. «Zuletzt haben wir noch den Co-Working-Space-Anbieter Westhive, der nach Zürich und anderen Städten nun auch bei uns aktiv in Erscheinung tritt», freut sich Weiss.

  • Zweite Etappe des Quadroliths in Baar aktiviert

    Zweite Etappe des Quadroliths in Baar aktiviert

    Übersehen kann man ihn nicht: Der Quadrolith in Baar sticht mit seiner goldenen Fassade sofort ins Auge. Die Pläne des in Baar ansässigen Immobilienunternehmens Alfred Müller sehen auf 30’000 Quadratmetern zwei modern gestaltete Geschäftshäuser mit Raum für 1000 Arbeitsplätze vor. 12’600 Quadratmeter Platz nimmt allein der erste Bau ein, welcher 2018 fertiggestellt wurde. Von Beginn weg wurde ein Bau in zwei Etappen angestrebt.

    Zurzeit werden die verbliebenen 17’250 Quadratmeter bebaut. Als Bezugstermin ist der 30. September 2021 vorgesehen. Die Vermarktung ist bereits im Gange. Mit einem flexiblen Nutzungskonzept sollen Unternehmen aller Grössen angesprochen werden. Die Flächen können individuell eingeteilt und ausgebaut werden. Der U-förmige Neubau grenzt dann direkt an den Hauptsitz der Alfred Müller AG.
    Der Bürokomplex weist einen modularen Aufbau und eine funktionale Architektur auf. Dank der Bauform konnte die Bautiefe beider Gebäude mit jeweils sechs oberirdischen Geschossen bewusst tief gehalten werden. Damit werden optimale Lichtverhältnisse sowie Raumeffizienz sichergestellt. Goldfarbene, vertikale Metallbänder geben der Fassade ihre auffällige Farbe. Die Auskragung der obersten beiden Stockwerke sorgt für ein futuristisches Erscheinungsbild. Zahlreiche Bäume sowie zwei begrünte Innenhöfe prägen darüber hinaus das Aussenbild.

    Im Inneren sind die Treppenhäuser und WC-Anlagen in Naturstein gehalten. Die Böden der Terrassen im 3. und 5. Obergeschoss bestehen aus Feinsteinzeugplatten. Die Raumhöhe variiert je nach Geschoss von 2,40 bis 2,54 Meter. Die Fenster sind raumhoch. Ein umweltverträgliches Wärmepumpen-Heizsystem mit Energiepfählen und Unterstützung durch eine Erdgasheizung sorgt für reduzierte Betriebskosten und verminderte CO2-Emissionen. Dabei werden die mit dem Untergrund verbundenen Beton-Energiepfähle mit Kunststoffrohren versehen, um Wärme oder Kälte mit dem Untergrund auszutauschen. Ausserdem sind Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Freien und in der Autoeinstellhalle vorgesehen.

  • Wohnen und arbeiten in stapelbaren Türmen

    Wohnen und arbeiten in stapelbaren Türmen

    Die Pläne des Vereins Vision Zukunft Bösch sind ambitioniert: Auf 30 Hektaren sollen in Hünenberg auf dem Gelände Bösch 3000 Arbeitsplätze für 600 Unternehmen entstehen. Damit soll das Gebiet aufgewertet und zu einem führenden Standort für innovative KMU in den Bereichen Dienstleistung, Gewerbe und Industrie werden. Das erste Entwicklungsmodell entwarf die Firma Keeas 2018 im Auftrag des Vereins Wirtschaftsregion Zugwest. Gleichzeitig wurde der Verein
    Vision Zukunft Bösch gegründet.

    Die Herausforderung bei der Entwicklung des Gebiets: Der Platz ist begrenzt. Damit sich dennoch zahlreiche Firmen ansiedeln können, sollen drei Hochhäuser entstehen. Dabei handelt es sich nicht um klassische Hochbauten, sondern um stapelbare Türme: An grossen Liftanlagen hängen hierzu energieautarke Boxen. Unternehmen könnten hier problemlos in die Höhe wachsen: Weitere Boxen lassen sich flexibel aufstapeln.

    Gerade kreative KMU dürften sich von diesem Standort angesprochen fühlen: Gibt es doch statt Treppen Rutschbahnen. Aber auch den Themen Energie und Nachhaltigkeit wird Rechnung getragen. Aufgrund seines hohen Tagesverbrauchs bietet Bösch optimale Voraussetzungen für die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Die Abwärme der nahegelegenen Papierfabrik Perlen könnte als Heiz- und Kühlenergie genutzt werden.

    Denkbar ist ein Angebot von E-Autos, Carsharing, E-Bikes bis hin zu gepoolten Firmen- und Besucherparkplätzen. Der sogenannte Energie- und Mobilitätshub arbeitet mit Grossbatterien. Diese optimieren den Energieverbrauch der Solaranlagen und laden gleichzeitig Elektrofahrzeuge auf. Um bestehende Gewerbebauten herum sollen LKW- und Gewerberampen gebaut werden. Ausserdem ist ein autonom fahrender Bus geplant, der direkten Zugang zum Campus Informatik und zum Bahnhof Rotkreuz bietet.

    Die Gemeinde Hünenberg besitzt in direkter Umgebung der International School im Bösch ein Grundstück, welches sie für den Bau eines Referenzbetriebs zur Verfügung stellen würde. Dieser zukünftige «Campus Bösch» dürfte damit den Grundstein des Gesamtprojekts legen. Die Vision wird laufend weiterentwickelt.

  • Ein neues Business-Center für Neuhof-Baar

    Ein neues Business-Center für Neuhof-Baar

    Das Geschäftsviertel Neuhof ist die zweite und letzte Etappe des Neufeldprojekts. Zwischen Zug und Baar entsteht hier ein modernes, fünfgeschossiges Gebäude mit einer Fläche von rund 5750 m². Mit dem Rückbau des bestehenden Gebäudes kann voraussichtlich im April 2021 begonnen werden. Die Fertigstellung ist auf 2023 geplant.

    Die erste Etappe des Neufeldprojekts umfasste den Bau des europäischen Hauptsitzes der Firma Emerson Process Management. Das zweite Gebäude sowie die Nähe zum Autobahnanschluss A4 und zum Bahnhof Baar Neufeld sollen weitere internationale Unternehmen anlocken. Für beide Etappen zeichnen HCI International Corporate Architects verantwortlich. Im Untergeschoss des neuen Business-Centers der zweiten Etappe findet sich eine Parkgarage mit Ladestationen für E-Autos und E-Bikes. Als Erholungsraum für die Arbeitnehmenden ist für die zweite Etappe eine Dachterrasse geplant.

    Die Inneneinrichtung ist hell und die gesamte Konstruktion umweltfreundlich konzipiert. Das Minergie-zertifizierte Gebäude wird eine dreifach verglaste Fassade, energieeffiziente Klimatisierung, Doppelböden sowie ein vollautomatisches LED-Beleuchtungssystem erhalten. Künftige Mieter können massgeschneiderte Bereiche wie Empfangsbereiche, C-Suite und Konferenzräume planen – die Baukosten werden vom Eigentümer im Rahmen des Mietpakets finanziert.

  • Steiner plant neuen Wohnkomplex in Winterthur

    Steiner plant neuen Wohnkomplex in Winterthur

    Die Immobilienentwicklerin Steiner AG plant den Bau eines neuen Wohnkomplexes in Winterthur, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Er soll auf dem Areal KIM beim Bahnhof Winterthur Neuhegi entstehen. Das sogenannte Haus Weiler soll auf einem Grundstück von 3328 Quadratmetern realisiert werden und 80 Eigentumswohnungen umfassen. Zwölf davon werden als Atelier-Wohnungen im Erdgeschoss mit privaten Gartenterrassen erstellt. Weitere zwölf entstehen als Attika-Wohnungen mit privaten Dachterrassen.

    Der Gestaltungsplan für das Areal KIM hat bereits im September 2013 die Rechtskraft erlangt. Das neu entstehende Quartier vereint Wohnen und Arbeiten. Es umfasst Grünflächen, Spielplätze und autofreie Zonen. Lebensmittelgeschäfte, Cafés und Restaurants befinden sich in Gehdistanz. Ausserdem könne der Flughafen Zürich in 25 Minuten mit dem Auto oder mit der Bahn erreicht werden.

    Das Baugesuch ist laut Mitteilung am 25. März bei der Stadt Winterthur eingereicht worden. Die Steiner AG rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Sommer 2022 starten können. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2025 geplant.

  • «Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert»

    «Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert»

    Was ist das Einzigartige am Suurstoffi-Energiekonzept?
    Martin Jöri: Wir schaffen es, für ein über 100’000 Quadratmeter grosses
    Areal die gesamte Wärme- und Kältebereitstellung für Wohnen und Gewerbe CO2-neutral und mit einem eigenständigen Arealsystem bereitzustellen. Im Gegensatz zu anderen Arealen sind wir nicht von einem externen Fernwärmenetz abhängig.

    Warum sind Energiekonzepte wie dasjenige der Suurstoffi heutzutage noch nicht Standard?
    Der klassische Immobilieninvestor ist nach wie vor konservativ unterwegs. Er setzt auf etablierte Lösungen. Nachhaltigkeit spielt, wenn es um die konkrete Umsetzung energetischer Systeme geht, nur eine kleine Rolle. Dies ist verständlich, da gewisse Risiken nicht wegzudiskutieren sind.

    An welche Risiken denken Sie dabei?
    Dass das CO2-freie Energiesystem der Suurstoffi funktioniert, war keineswegs von Beginn weg klar. Es gab kaum Erfahrungswerte, nur Planzahlen. Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme mit unzähligen Variablen ist sehr komplex. Heute können wir sagen: Das System funktioniert. Das Risiko und der finanzielle Aufwand haben sich gelohnt, da das System mit jedem Ausbauschritt durch Skaleneffekte noch effizienter wird. Gewisse Nachjustierungen sind jedoch nach wie vor nötig.

    Könnte das System Suurstoffi 1:1 auf andere Areale übertragen werden?
    Wenn sich keine Hindernisse aus der Geologie ergeben, ist dies durchaus denkbar.

    Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert. Ist das Projekt damit abgeschlossen?
    Nein, zwei Themen werden uns weiterhin beschäftigen: Zum einen muss der operative Betrieb sichergestellt werden. Dies bedeutet, dass wir den Kälte- und den Wärmebedarf für das ganze Jahr gewährleisten müssen. Dazu brauchen wir eine übergeordnete Arealsteuerung für die Planung von Wärme- und Kälteleistungen über Wochen und Monate. Zum anderen gilt es, das System kurzfristig zu optimieren. So müssen beispielsweise alle Wärmepumpen aufeinander abgestimmt werden, um Leistungsspitzen im Stromverbrauch zu reduzieren. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die geplante E-Mobilität ins Gesamtsystem integrieren. Unser Ziel ist es, die Elektrolasten möglichst dynamisch zu verteilen und die E-Autos als Elektrobatterie zu nutzen.

    Stehen ausser der Optimierung des Energiesystems der Suurstoffi noch weitere Projekte auf Ihrer Agenda?
    Ja, wir sind an der Umsetzung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch für die Suurstoffi. Dies ermöglicht uns, den auf dem Areal produzierten Strom direkt unseren Mietern zu verkaufen. Des Weiteren soll die Elektromobilität auf beiden Arealen umgesetzt werden. Im April 2020 haben wir die Metalli an den Seewasserverbund Circulago angeschlossen und damit das Ende des Erdöl- und Erdgaszeitalters für Zug Estates eingeleitet. Weitere Themen sind ein digitales Abrechnungssystem auf Basis von Zählerdaten sowie CO2-Senkungen in der Alltagsmobilität.

    Führt Digitalisierung im Bereich der Gebäudeautomation zu mehr Nachhaltigkeit?
    Dank der Digitalisierung und «Internet of Things» können wir unseren Mietern in Zukunft vereinfachte, individualisierte und verbrauchsabhängige Abrechnungen anbieten. Dies erhöht die Transparenz und wird einen gewissen Anreiz schaffen, den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren.

    Zur Person
    Martin Jöri ist seit 15 Jahren im Energiesektor tätig und war unter anderem für den europaweiten Auf- und Ausbau der erneuerbaren Energien bei Alpiq und CKW verantwortlich. Bei BKW konnte er die Machbarkeit vom Plusenergiequartier Ittigen im Auftrag von Losinger Marazzi nachweisen. In seiner jetzigen Position als Leiter Strategisches Arealmanagement bei Zug Estates setzt er sich für die Umsetzung der Vision Zero-Zero für die Areale Suurstoffi und Metalli ein.

  • So funktioniert das Papieri-Energiesystem

    So funktioniert das Papieri-Energiesystem

    Das Papieri-Areal soll CO2-neutral betrieben werden und eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der angestrebten 2000-Watt-Gesellschaft einnehmen. Das ausgeklügelte Energiesystem besteht einerseits aus dem eigenen Flusskraftwerk, das seit 1890 Strom produziert. Nun wurde es im Rahmen der Arealentwicklung mit neuster Technik aufgerüstet. Zusätzlich wird das Wasser der Lorze als Wärmequelle genutzt und die Stromproduktion durch Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern unterstützt. Neu installierte Wärmepumpen komplettieren das fortschrittliche Energiesystem. So ist nicht nur die CO2-neut-
    rale Beheizung der Gebäude im Winter, sondern auch die Kühlung sämtlicher Wohn- und Gewerbeeinheiten im Sommer sichergestellt.

    Auch punkto Wohnen gibt die moderne Technik den Ton an: Alle Appartements sind mit Glasfaseranschluss und einem Smart-Living-System ausgestattet. Die Steuerung der Heizung, Lüftung, Beschattung oder auch das Licht- und Energiemanagement können über ein zentral installiertes Touch-Panel oder über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

  • Ein «grand projet» für Zug

    Ein «grand projet» für Zug

    Schon der frühere französische Staatspräsident François Mitterand bezeichnete den Umbau grosser Flächen der Stadt Paris als «grand projets». Just ein solches «grosses Projekt» planen Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur gemeinsam mit mrs partner: Das Landis&Gyr-Areal (LG-Areal) soll neu gestaltet werden. Et voilà: Nach einem städtebaulichen Studienauftrag und der Überführung des überarbeiteten Konzepts in ein Richtprojekt kann im Sommer 2021 der nächste Planungsschritt erfolgen. Gemäss Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug ist für die Weiterentwicklung des Areals ein Bebauungsplan erforderlich. Denn dieser stellt sicher, dass die qualitativen Anforderungen an die städtebauliche und architektonische Gestaltung von Bauten und Freiräumen erfüllt werden.

    Eine Familie von Orten
    Das Siegerteam überzeugte die fünf Grundeigentümer Alfred Müller, Credit Suisse Funds, Park Lane Zug, SBB und Thoba Immobilien mit vier Thesen: Das LG-Areal hat Strahlkraft (1) und historische Tiefe (2). Es verbindet Menschen (3) und stellt quasi eine Familie von Orten dar (4). Sein städtebauliches Konzept ermöglicht eine sehr hohe Dichte und schafft zugleich attraktive Freiräume. Die Höhenentwicklung vermittelt zwischen dem Gleisraum im Osten und der Gartenstadt im Westen. Ein Freiraumring verbindet die Teilareale und ermöglicht so eine einfache Orientierung. Zudem bleiben alte Indust-
    riebauten erhalten und werden Teil des neuen Quartiers.

    Neues altes Zug
    Eliane Birchmeier, Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug, wünscht sich eine Öffnung des Quartiers: «Wir wollen ein lebendiges, erlebbares, sehr grünes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität, in dem preisgünstiges Wohnen und Gewerbe möglich sind. Ein Quartier, das die Stadt verbindet, auch mit einer neuen Unterführung der Bahngleise, die der Stadt guttun wird.» Es gebe zwar bereits Startups und Grosskonzerne, die vom LG-Areal aus wirkten. Aber viele Zugerinnen und Zuger hätten kaum Gelegenheit, das Areal zu betreten, wenn sie nicht hier arbeiten würden. «Es befindet sich momentan in einer Art Dornröschenschlaf», so Birchmeier. Das ändere sich mit dem vorgestellten Projekt grundlegend. «Wir sehen schon heute Vorboten davon, wie dieses Areal belebt werden könnte», sagt die Stadträtin. «Etwa im Club Lounge & Gallery, im Museum Modi Lab und besonders im Freiruum, den die Zuger Bevölkerung nicht mehr hergeben würde.» Das LG-Areal hat die Chance auf eine echte Veränderung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Hier wird ein neues Stück Zug entstehen, aber es wird noch immer Zug sein.

  • Fokus auf qualitative Entwicklung

    Fokus auf qualitative Entwicklung

    Zug ist einer der beliebtesten Wirtschafts- und Lebensräume. Das belegen zahlreiche Studien und Rankings. Der Erfolg basiert auf einer langfristigen Entwicklungsstrategie und attraktiven Rahmenbedingungen. Zug bietet eine einzigartige Kombination hervorragender Standortfaktoren wie der Verfügbarkeit von Fachkräften, Stabilität, attraktive Besteuerung, zentrale Lage, Lebensqualität, Bildungsniveau sowie Wirtschaftsfreundlichkeit.

    Der Wirtschaftsplatz Zug ist dynamisch, das zeigen auch die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt und in der Verkehrsinfrastruktur. Für die Qualität der Wirtschaftsentwicklung sind die starke Präsenz von wertschöpfungsintensiven Industrien und Dienstleistern sowie eine hohe Konzentration wachstumsstarker Branchen von Bedeutung. Dabei sind die breit diversifizierte Branchenstruktur und der einzigartige Mix aus kleinen, grossen, lokalen und internationalen Firmen ein wichtiger Treiber für die innovative Weiterentwicklung des Kantons. Im Fokus der Wirtschaftspflege durch die Volkswirtschaftsdirektion stehen die bestehenden und angesiedelten Firmen. Ihr Wachstum trägt am stärksten zur wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons bei.

    Testimonials

    Silvia Thalmann-Gut, Regierungsrätin, Volkswirtschaftsdirektorin und Statthalterin Kanton Zug

    Der Kanton Zug bietet hervorragende Standortbedingungen für alle. Dazu gehört der gelebte «Spirit of Zug». Die Wege sind kurz, die Behörden arbeiten rasch und effizient. Zugs Erfolg basiert auf einer langfristigen Strategie.

    Heini Schmid, Rechtsanwalt, alt Kantonsrat und langjähriger Präsident von Zug Tourismus

    Was die Schweiz in Europa ist, ist Zug in der Schweiz: Klein, umgeben von grossen Nachbarn und darum offen und anpassungsfähig. Veränderungen sind für uns auch immer eine Chance, es anders und besser zu machen. Zug ist eben die Schweiz hoch zwei; es ist das Gesamtpaket, das zählt.

    Matthias Rebellius, CEO Siemens Smart Infrastructure, Verwaltungsratspräsident Siemens Schweiz AG

    Von Zug aus treiben wir bei Siemens Smart Infrastructure die Digitalisierung voran. Für uns ist Zug ein idealer Standort für unser globales Headquarter, da wir hier die besten lokalen und internationalen Talente anziehen und fördern können.

    Johanna Friedl-Naderer, President Europe, Canada & Partner Markets, Biogen

    Zug ist Drehscheibe unseres internationalen Hauptsitzes. Von hier aus koordinieren wir weltweit unsere operationalen und administrativen Tätigkeiten. Die zentrale Lage und hohe Lebensqualität machen Zug zu einem attraktiven Standort für Top-Talente.

    Kontaktstelle Wirtschaft Kanton Zug
    Willkommen im Kanton Zug. Unsere Dienstleistungen richten sich direkt an Sie als Unternehmerin, als Unternehmer. Wir sind Ihr Partner und fördern den Wirtschaftsstandort Zug.

    Kontaktstelle Wirtschaft, Aabachstrasse 5, 6300 Zug, T +41 41 728 55 04, economy@zg.ch

    Alberto Diaz, stv. Leiter; Peter Müllhaupt, jur. Mitarbeiter; Yvonne Valentino, Assistentin/Backoffice Manager; Ursula Kottmann Müller, Marketing/Kommunikation; Beat Bachmann, Leiter (v.l.n.r). Fotograf: Peter Hofstetter
  • Die ZugerKB – die starke Partnerin für professionelle Immobilieninvestoren

    Die ZugerKB – die starke Partnerin für professionelle Immobilieninvestoren

    2020 hat die Zuger Kantonalbank über zwei Drittel aller baubewilligten Wohneinheiten im Kanton Zug finanziert und verschiedene wichtige Grossprojekte in der Entwicklung begleitet. Diese uneingeschränkte Marktführerschaft der Zuger Kantonalbank in der Finanzierung von Immobilien ist das Resultat eines Leistungsangebots, das konsequent auf die spezifischen Bedürfnisse von Immobilieninvestoren ausgerichtet ist.

    Worauf können professionelle Investoren bei der Zuger Kantonalbank zählen?

    Unsere umfassenden Marktkenntnisse
    Die Zuger Kantonalbank kennt den Zuger Immobilienmarkt so gut wie keine andere Bank. Wir analysieren die Entwicklung des Immobilienmarkts im Kanton Zug laufend sehr genau und umfassend. Dabei arbeiten wir mit führenden Anbietern von Immobilienmarktdaten zusammen. Zusätzlich gibt uns der enge Austausch mit den professionellen Investoren im Kanton Zug eine wertvolle Marktsicht. Mit diesen Kenntnissen können wir Ihnen für die Entwicklung und die Planung Ihrer Projekte viele wichtige Informationen zur Verfügung stellen: Welche Wohnungsgrössen werden nachgefragt? Wie entwickelt sich die Bautätigkeit? Oder welche Preise sind marktfähig? Diese und weitere Fragen beantworten wir zusammen mit den Investoren im strategischen Dialog. Dazu steht bei der Zuger Kantonalbank ein erfahrenes Spezialistenteam mit zehn Mitarbeitenden zur Verfügung.

    Unsere Verlässlichkeit
    Die ZugerKB engagiert sich für ihre Kunden langfristig, und das seit über 125 Jahren. Unsere Seniorberaterinnen und -berater stehen Ihnen persönlich zur Seite und setzen alles daran, dass Ihr Bauprojekt erfolgreich realisiert wird. Mit unserer Expertise können wir bereits in einer frühen Planungsphase schnell eine erste Projektbeurteilung vornehmen und mögliche Finanzierungen skizzieren. Sobald das Projekt konkreter wird, erlauben unsere kurzen Entscheidungswege rasche und bedürfnisgerechte Finanzierungsangebote: vom ersten Planungskredit bis zu einer umfassenden und flexiblen Finanzierungsstruktur.

    Unsere Lösungsorientierung
    Ihr Bauprojekt ist auch unser Projekt. Deshalb ist für uns eine professionelle Beratung wichtig. Die Abwicklung und die Begleitung des Projekts gestalten wir dabei für Sie so einfach wie möglich. Darüber hinaus unterstützen wir beispielsweise Promotoren entlang des gesamten Verkaufsprozesses. Nebst der vorgängigen Plausibilisierung der geplanten Verkaufspreise bieten wir verschiedene Verkaufsunterstützungen an. Beispielsweise unsere für jedermann zugängliche Website www.zugerkb.ch/bauprojekte, die interessierte Wohnungskäufer über zukünftige Projekte informiert und den direkten Link zu den Websites der jeweiligen Anbieter ermöglicht. Weitere Verkaufsunterstützungen zeigen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch auf.

    Zur Person
    Peter Bucher ist seit 2015 Leiter Immobilieninvestoren bei der Zuger Kantonalbank und VR-Mitglied bei einem börsenkotierten Immobilienfonds. Der passionierte Reiter und Jogger ist ein profunder Kenner des Immobilienmarkts der Region Zug.

  • «Bestes Gesamtpaket dank dem Spirit of Zug»

    «Bestes Gesamtpaket dank dem Spirit of Zug»

    Zur Person
    Beat Bachmann ist lic.oec. HSG und verfügt über Führungserfahrung in den Bereichen Business Development, Verkauf, Finanzen und Projektmanagement in in- und ausländischen Märkten. Seine Branchenerfahrung umfasst Life Sciences/Medizintechnik, Grosshandel/Vertrieb Konsumgüter, Immobilien, Informations- und Kommunikationstechnologie.

    Sie sind Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft des Kantons Zug. Wie darf man sich einen normalen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?
    Beat Bachmann: Jeder Tag ist anders. Als «one-stop-shop» betreuen und beraten wir vor allem ansässige Firmen bei den unterschiedlichsten Anliegen. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Suche nach Büroflächen. Mit über 100 Firmenbesuchen pro Jahr und mit der Vernetzung der Firmen untereinander in den Branchenclustern tragen wir dazu bei, dass die Unternehmen an einem wirtschaftsfreundlichen Standort erfolgreich tätig sein können. Zudem begleiten wir jährlich viele Firmen bei der Ansiedlung im Kanton Zug.

    Wie geht es den im Kanton ansässigen Unternehmen im Hinblick auf die Pandemie?
    Die Zuger Wirtschaft mit ihrer starken internationalen Verflechtung ist ebenso betroffen und kann sich den strukturellen Veränderungen nicht entziehen. Die Auswirkungen sollen dank der Massnahmen von Bund und Kanton gemildert werden. Aufgrund der starken Konstitution der Zuger Wirtschaft vor der Corona-Krise und der breiten Diversifizierung schätze ich, dass die negativen Auswirkungen im schweizweiten Vergleich etwas geringer ausfallen werden. Nichtsdestotrotz durfte unser Team im Jahr 2020 gleich viele Ansiedlungen betreuen wie in den Vorjahren.

    Im Standortranking der Credit Suisse belegt Zug praktisch immer den 1. Rang – dies nicht zuletzt wegen des tiefen Gewinnsteuersatzes von 12 Prozent. Was bieten Sie darüber hinaus mehr als andere Kantone?
    Wir bieten primär das beste Gesamtpaket der hervorragenden Standortbedingungen: Dazu gehören die langfristige finanzielle und politische Stabilität, die Steuer- und Finanzpolitik, die grosse Innovationsfähigkeit, die hohe Verfügbarkeit von Fachkräften in wichtigen Branchenclustern sowie die leistungsfähige Infrastruktur. Sehr wichtig ist auch der faszinierende Lebensraum und damit die Lebensqualität. Nicht zuletzt hören wir oft, dass die gelebte Wirtschaftsfreundlichkeit – unser «Spirit of Zug» – sehr geschätzt wird.

    Welche Aufgabe übernimmt die Kontaktstelle Wirtschaft bei der Arealentwicklung?
    Wir tragen insbesondere dazu bei, dass Bedürfnisse und Anforderungen der Wirtschaft und der Unternehmen in die Arealentwicklungen einfliessen. Und bei Fertigstellung der Objekte bieten wir Unterstützung bei der Vermittlung der Flächen an neue Mieter oder Käufer.

    Zeichnet sich bei der Arealentwicklung eine Ausschöpfung des Potenzials ab?
    Wir sind sehr froh, dass die Grundeigentümer und Arealentwickler seit Jahrzehnten massgeblich dazu beitragen, dass sich der Kanton nachhaltig und qualitativ entwickelt. Es ist im Sinne der langfristigen Strategie des Regierungsrats, dass Zug ein attraktiver Wohn- und Lebensraum bleiben soll. Es gibt noch genügend bebaubare Flächen. Ich denke deshalb, dass sich der Kanton Zug noch über viele Generationen so weiterentwickeln kann.

    «Zug, Baar und Rotkreuz punkten bei den
    Unternehmen»

    Im Kanton Zug sind gleich mehrere Geschäftsgebäude im Bau. Im Zuge der Pandemie geht der Trend jedoch in Richtung Home-Office. Sind Sie dennoch zuversichtlich, dass all diese Projekte mit Leben gefüllt werden können?
    Ja, ich bin zuversichtlich, dass diese Flächen absorbiert werden. Die Schweiz und der Kanton Zug sind und bleiben ein international führender Wirtschaftsraum. Bei Neuansiedlungen ist die Verfügbarkeit bezugsbereiter Flächen ein wichtiger Standortfaktor. Es ist schwierig, die langfristige Auswirkung von Covid-19 auf die Nachfrage von Büroflächen abzuschätzen. Dem Trend nach mehr Home-Office steht ein Trend zu mehr Fläche pro Kopf, sowie Co-Working-Flächen/Business Centers entgegen.

    Welche Stadt ist neben Zug im Kanton der beliebteste Standort für Unternehmen?
    Einerseits weist die Lorzenebene (Talgemeinden) seit Jahrzehnten die meisten Firmen und Arbeitsplätze auf. Da der Kanton werktäglich rund 40 % Zugpendler verzeichnet, spielt die Nähe zu Bahnhöfen mit IC- und Schnellzug-Verbindungen eine immer wichtigere Rolle. Dementsprechend sind neben Zug in den letzten Jahren Baar und Rotkreuz die beliebtesten Standorte; dahinter folgt Cham.

    Was macht den Kanton Zug als Wohnort attraktiv?
    Zug bietet eine gute internationale Infrastruktur, hervorragende Schulen sowie politische Stabilität. Der Lebensstandard ist hoch und die Lebensräume sind intakt. Es gibt Seen, Berge und vielfältige Landschaften auf kleinstem Raum. Zug bietet also her­ausragende Lebensqualität und dazu die Nähe zur Zentralschweiz und zu Zürich.

    Wie beurteilen Sie die derzeitige Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt?
    Im Kanton Zug ist sie anhaltend hoch. Gleichzeitig steigt der Leerwohnungsbestand im Kanton Zug nur minim an.

    Wie schätzen Sie das Baupotenzial im Bereich des Wohnungsmarktes ein?
    Da wir uns bei der Kontaktstelle Wirtschaft vor allem um Firmen und dementsprechend um Büro- und Gewerbeflächen kümmern, bin ich kein Experte für den Wohnungsmarkt. Ich beobachte aber, dass seit Jahrzehnten unverändert viele Wohnungen gebaut werden und diese laufend Bewohner finden. Als flächenmässig kleinster Vollkanton der Schweiz und aufgrund unserer oben erwähnten nachhaltigen Wachstumsstrategie werden wir auch künftig einen hohen Anteil an Zupendler verzeichnen.

  • «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    Zur Person
    Eliane Birchmeier (FDP) ist seit Januar 2019 Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Die 58-Jährige studierte Betriebswirtschaft, ist eidg. dipl. PR-Beraterin und hat 2005 die Birchmeier Communications AG mit Sitz in Zug gegründet. Sie war von 2004 bis 2017 Mitglied des Verwaltungsrats der Kursaal-Casino AG in und von 1992 bis 2004 Co-Inhaberin der C-Matrix Communications AG.

    Sie sind Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Wo sehen Sie Ihre Kernaufgaben?
    Eliane Birchmeier: Meine Kernaufgaben umfassen die klassischen Aufgabenbereiche des Bauwesens: Einerseits sind das Baubewilligungen sowie Bauvorhaben für stadteigene Vorhaben im Tief- und Hochbau. Andererseits befassen wir uns mit planerischen, gestalterischen und gesetzlichen Aspekten im Städtebau und in der Stadtplanung. Hierbei geht es um die künftige Entwicklung der Stadt Zug in städtebaulicher sowie in raumplanerischer Hinsicht mit Siedlung, Landschaft und Verkehr.

    Bis zum Jahr 2040 ist für die Stadt Zug ein Wachstum bei der Einwohnerzahl um rund 10’000 Personen prognostiziert. Welche baulichen Massnahmen sind geplant, um dieser Entwicklung gerecht zu werden?
    Das prognostizierte Wachstum ist abhängig von der Projektentwicklung privater Eigentümer und Investoren. In vielen Bereichen haben wir unsere Hausaufgaben bereits gemacht. Beispielsweise was Infrastrukturprojekte in den Bereichen Entwässerung, Energie und Entsorgung anbelangt. In der Bildung haben wir – wie auch andere Gemeinden in der Schweiz – einen gewissen Aufholbedarf. Gegenwärtig laufen verschiedene Planungen für erweiterte und neue Schulanlagen. Doch wir wollen in den kommenden Jahren auch die Grün- und Freiräume aufwerten sowie das Netz an Fuss- und Velowegen verbessern.

    Die Wirtschaft soll ebenfalls weiterwachsen. Wo sehen Sie für neue Geschäftsbauten das grösste Baupotenzial?
    Nach wie vor bestehen in verschiedenen ehemaligen Industrie- und Verdichtungsgebieten grosse Erweiterungspotenziale für Gewerbe und Dienstleistungen. Dazu zählen der Technologiecluster mit dem V-Zug-Areal, Verdichtungsgebiete östlich und westlich des Bahnhofs wie die Metalli, die Baarerstrasse West und das LG-Areal. Dazu kommen das Areal an der Aa II, das von den Zuger Verkehrsbetrieben entwickelt wird, das Hertizentrum und die äussere Lorzenallmend. In Zukunft werden diese Gebiete gemischte, urbane Nutzungen von Wohnen, Freizeit und Arbeiten bieten.

    Wo im Kanton finden sich noch grössere Landreserven?
    Das Wachstum in der Stadt Zug wird wie andernorts im Kanton schwergewichtig im Innern durch Verdichtung erfolgen. Dazu kommen wenige noch unverbaute Baugebiete wie die äussere Lorzenallmend, Gebiete in der Herti und im Unterfeld, im Lüssi/Göbli und in südlicher Richtung im Salesianum sowie in Oberwil. Eigentliche Einzonungen stehen im Rahmen der laufenden Ortsplanung nicht im Fokus.

    «Für das Gebiet Lüssi/Göbli und das Areal des Landhauses Salesianum rechnen wir demnächst mit Baugesuchen»

    Welche Projekte sind dort geplant?
    In der äusseren Lorzenallmend wird ein Bebauungsplan für ein Wohn- und Arbeitsgebiet erarbeitet und im Herti Süd einer für eine Wohnüberbauung. Im Herti Nord, im Unterfeld und im Spielhof sind aktuell keine Planungen im Gange. Im Lüssi/Göbli und im Salesianum bestehen rechtskräftige Bebauungspläne für Wohnüberbauungen. Hier rechnen wir in naher Zukunft mit Baugesuchen.

    Welches sind aktuell die wichtigsten Bauprojekte, die Sie begleiten?
    Stadteigene Vorhaben sind der Neubau des Recyclingcenters und des Ökihofs im Norden der Stadt. In Planung und Projektierung sind Schulanlagen auf dem ganzen Stadtgebiet. Für die Erweiterung des Strandbads startet in diesem Jahr der Projektwettbewerb, und im Sommer wird die Zuger Stimmbevölkerung über die neuen Notzimmer im Göbli-Quartier befinden können.

    Die Stadt Zug steht mitten im Ortsplanrevisionsprozess. Gibt es bereits eine erste Strategie zu Mobilität und Freiraum?
    Die räumliche Entwicklungsstrategie der Stadt wird in mehreren Etappen und Mitwirkungsschritten bis im Herbst 2021 erarbeitet. Erste Stossrichtungen aufgrund der fachlichen Grundlagen, der Bevölkerungsbefragung und der ersten Mitwirkungsphase zeichnen sich deutlich ab: Die Stadt soll grüner werden. Zudem soll ein vielfältiges sowie qualitativ hochstehendes Angebot an unterschiedlichen Freiräumen der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

    Was wünscht sich die Bevölkerung?
    Sie wünscht sich, dass das Mobilitätswachstum mittels Ausbau und Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs aufgefangen wird. Die Verkehrsführung im Zentrum soll vereinfacht und siedlungsverträglich gestaltet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt in der Optimierung des Pendlerverkehrs. Hier setzen wir in Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Nachbargemeinden, aber auch mit Arbeitgebern, auf eine verstärkte Verlagerung hin zum bereits heute hervorragend ausgebauten ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr.

  • Einzigartige Büro- und Gewerberäume auf dem Papieri-Areal

    Einzigartige Büro- und Gewerberäume auf dem Papieri-Areal

    Massgeschneiderte Büroflächen und Ateliers für jede Geschäftsidee
    Über das gesamte Areal verteilt entsteht in den nächsten Jahren eine ausserordentliche Vielfalt von Flächen, die für unterschiedlichste Nutzungen und Betriebsgrössen geeignet sind. Wünschen Sie 5m hohe Räume mit industriellem Charme oder doch eher etwas Modernes in einem zeitgenössischen Neubau mit repräsentativer Ausstrahlung? Benötigen Sie nur einen kleinen Rückzugsort, um an Ihren neusten Ideen zu feilen, oder möchten Sie als Ankermieter den Planungsprozess für Ihren neuen Hauptsitz massgeblich mitgestalten? Auf dem Papieri-Areal ist alles möglich und dank top-moderner Infrastruktur mit Glasfaser-Anschluss müssen Sie nirgendwo Abstriche machen. Flächen von 50 m2 bis 5 000 m2. Bezug ab Ende 2022.

    Kesselhaus-Bistro mit Coworking.

    Lebendige Erdgeschosse für Kleingewerbe und Dienstleistungen
    Belebte Erdgeschosse sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal eines jeden funktionierenden Quartiers. Ob Gastronomie, Grafikbüro oder Physiotherapie, ob Yogaraum, Blumenladen oder Showroom: Innovative Ideen mit Mehrwert für Bewohner und Besucher sind auf dem Papieri-Areal herzlich willkommen. Flächen von 100 bis 1 000 m2. Bezug ab Ende 2022.

    Nachhaltigkeit wird grossgeschrieben
    Dank eigenem Wasserkraftwerk an der Lorze und Grossflächen-Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern werden sämtliche Gebäude zu 100 % CO2-neutral gekühlt und beheizt. Zudem wird rund ein Drittel des verbrauchten Stroms vor Ort produziert. Sämtliche Parkplätze sind für Elektromobiliät vorbereitet und werden bedarfsgerecht ausgerüstet. Zusätzlich stehen auf dem Areal mehrere Schnellladestationen zur Verfügung. Sie besitzen kein eigenes Auto? Car- und Velo-sharing-Angebote sorgen dafür, dass Sie trotzdem mobil sind.

    Maisonette-Ateliers im Neubau.

    Werden Sie Teil eines lebendigen Quartiers
    Profitieren Sie als Mieter auf dem Papieri-Areal von attraktiven Rahmenbedingungen. Brauchen Sie für ein paar Monate ein Zimmer für einen neuen Mitarbeitenden? Buchen Sie ein Mikroapartment direkt auf dem Areal! Business-Lunch gefällig? Das zukünftige Kesselhaus-Bistro ist nur einen Steinwurf entfernt. Oder ist Ihnen der Sinn eher nach einer Jogging-Runde oder einem Sprung ins kühle Nass, um den Kopf frei zu bekommen? Die attraktive Lage des Papieri-Areals direkt an der Lorze, unweit des Zugersees und des idyllischen Villette-Parks, bietet Ihnen unzählige Möglichkeiten, abzuschalten und Energie zu tanken, um danach neu durchzustarten.

    Treten Sie mit uns in Kontakt und überzeugen Sie sich selbst von all den Möglichkeiten, die sich hier für Sie bieten. Wachsen Sie mit uns!

  • So erobert Blockchain die Immobilienwirtschaft

    So erobert Blockchain die Immobilienwirtschaft

    Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile geläufig sein. Die meisten verbinden ihn mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Das ist richtig, wobei Blockchain lediglich die Technologie und Bitcoin eine daraus resultierende Anwendung ist. Auch wenn die Technologie kompliziert erscheinen mag, der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein ist sich sicher: «Die Blockchain-Technologie ist vergleichbar mit dem Beginn des Internets. Sie wird nicht mehr verschwinden. Momentan ist lediglich ungewiss, wie sie sich entwickeln wird.»

    Zuerst muss man verstehen, wie eine Blockchain funktioniert: Sie besteht aus einzelnen Blöcken – auf jedem sind Datenverläufe wie beispielsweise Transaktionen gespeichert. Eine Blockchain funktioniert dezentral. Will heissen: Weltweit kann jeder einer Blockchain beitreten – dies natürlich virtuell per Computer. Jeder einzelne Computer speichert alle und exakt dieselben Blöcke, die so eine Kette bilden. Jeder Block hat eine eigene «DNA». Ein neuer Computer wird nur zugelassen, wenn er von allen anderen Computern überprüft und verifiziert wurde. Was einmal auf einer Blockchain programmiert ist, kann im Nachhinein nicht von einem einzelnen Computer geändert werden. Dafür müssten alle Computer beteiligt sein – und genau das ist es, was die Blockchain so sicher macht. Versucht ein einzelner Computer die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Übeltäter ausgeschlossen.

    «Hello World» in Baar als erste Immobilie weltweit tokenisiert
    Die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie sind für die Immobilienwirtschaft enorm, wie Michael Trübestein sagt. Er ist Professor für Immobilienmanagement an der Hochschule Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen zurzeit an möglichen Anwendungsbereichen. «Aktuell gibt es nur vereinzelt Anwendungen, wie zum Beispiel beim Grundbuch oder im Bereich Investment/Finanzierung. Als herausragendes Beispiel gilt die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, das «Hello World»-Objekt in Baar», sagt Trübestein. Von «Hello World» wurden 20 Prozent (3 Mio. Franken) des Liegenschaftswerts vom Zuger Unternehmen «Blockimmo» tokenisiert und an vier Investoren verkauft.

    Auch das Unternehmen «Crowdlitoken» hat sich auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als eine digitale Immobilienanleihe. «Investoren können sich ab 100 Franken/Euro an ausgewählten Schweizer Immobilien beteiligen. Nach der Investition dürfen sich unsere Anwender ihr eigenes Immobilienportfolio zusammenstellen, indem sie ihre erworbenen Anleihen (Crowdlitokens «CRTs») individuell auf die verschiedenen Immobilien von Crowdlitoken platzieren», erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken, das Konzept. Durch die Beteiligung an den Immobilien erwirtschaften die Investoren Renditen von bis zu 7 Prozent im Jahr. Diese können sie sich wahlweise monatlich entweder auf ihr Bankkonto auszahlen lassen oder erhalten diese in CRTs.

    Der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert
    Für eine digitale Anleihe muss keine Bank zwischengeschaltet werden, was den Anleger günstiger kommt. Crowd-
    litoken verzeichnet bereits 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Mio. CRTs. Das Immobilienportfolio wird laufend ausgebaut. Zu den prominenten Anwendern von Crowdlitoken zählt zum Beispiel der Schweizer Fussballprofi Diego Benaglio. Was Crowdlitoken von anderen Unternehmen unterscheidet, die ebenfalls auf die Blockchain-Technologie setzen, definiert Kurt so: «Es gibt keinen vergleichbaren Konkurrenten, der den Investoren eine solch tiefe Investmentsumme als Einstieg für eine Beteiligung an mehreren Immobilien ermöglicht. Investoren können von ihrem Smartphone aus auf das Portal zugreifen, wo sie ihr gesamtes Investment verwalten können.»

    Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist für Trübestein wie auch für Kurt klar. Der CEO von Crowdlitoken sagt: «Banken werden für Anlageprodukte wie unsere obsolet. Neue Vertriebskanäle entstehen, und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert.» Zum einen sei die Digitalisierung des Kapitalmarktes in sich völlig disruptiv, da dies zu einer Öffnung des Marktes führe. «Es gibt keine Zugangshürden; Einstiegssummen werden heruntergesetzt.» Andererseits sei auch die Digitalisierung des Wertpapiers in sich selbst disruptiv: «Dadurch werden Werte nicht mehr über Drittparteien übertragen. Mit Blockchain-basierten Wertpapieren ist es möglich, Werte zu versenden, ohne sie zu duplizieren», erklärt Kurt.

    Trübestein ergänzt: «Einige Anwendungen wie etwa Crypto-Währungen haben bereits die Welt und die Denkweise der Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiss, wie sich die Anwendungen in der Zukunft entwickeln werden, die Vorteile sind aber bereits jetzt klar erkennbar.» Auch die Voraussetzungen seien in der Schweiz gegeben: «Wir haben hier zielführende Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung der Innovationen sei das Zusammenarbeiten der Unternehmen wichtig. So geschehen beispielsweise bei der «Hello World»- Immobilie – die Transaktion resultiert aus einer Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.

    Michael Trübestein
    Domenic Kurt

    Was ist ein Token?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Ein digitaler, auf der Blockchain basierender Vermögenswert (Token). Er ist eine digitale Repräsentation eines Wertpapiers. Es enthält Eigentumsrechte an der Anleihe sowie das Recht auf Renditen und stellt eine Rückzahlungsverpflichtung dar.

    Was ist Blockchain?
    Michael Trübestein, Experte: Eine Aneinanderreihung (= chain) von Informationen (= block). Diese sind «time stamped» und werden auf mehreren Computern gespeichert. Damit wird ein hoher Grad an Fälschungssicherheit gewährleistet. Ferner gibt es öffentliche und nicht-öffentliche Systeme. Die Nutzung ist an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr möglich.

    Was kann die Blockchain-Technologie besser als eine Bank?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Blockchain-basierten Wertpapieren ist es möglich, Werte zu versenden, ohne sie zu duplizieren. Sie ersetzt das Gläubigerbuch und sorgt dafür, dass Prozesse schlanker, kostengünstiger und effizienter gestaltet und umgesetzt werden.

  • Steiner feiert Richtfest in neuem Gewerbepark in Basel

    Steiner feiert Richtfest in neuem Gewerbepark in Basel

    Der neue Gewerbepark Werkarena in Basel hat am Freitag Aufrichte gefeiert. Nach dem Baubeginn im Herbst 2019 konnte die Steiner AG den Rohbau des Gebäudekomplexes nun fertigstellen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ab Herbst sollen die ersten Mieter einziehen können. Die Werkarena ist für unterschiedliche Firmenarten ausgelegt. So bieten die unteren Geschosse speziell für Lager- und Logistikgewerbe ein Rampensystem für Kleintransporter. Mieter können die dort vorhandenen Büro-, Sitzungs- und Konferenzräume auch gemeinschaftlich nutzen.

    Die oberen Etagen bieten einen Marktplatz, ein Forum und Räume für neue Geschäftsmodelle. Sie sollen vor allem Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen ansprechen, die ihr Netzwerk erweitern und einen Ort für Inspiration und Austausch suchen. Einen Teil des Gewerbe- und Businessparks betreiben der Gewerbeverband Basel-Stadt und der Business Parc Reinach, welche besonders Start-ups fördern wollen.

    Die Werkarena entsteht nahe der Grenze zu Deutschland, der Autobahn A3 und des Flughafens EuroAirport Basel-Mulhouse. Sie ist eine Initiative des Gewerbeverbands Basel-Stadt, Immobilien Basel-Stadt, des Business Parc Reinach, der Steiner AG, smeyers AG und der Picard Angst AG sowie weiterer Grossunternehmen.

  • Grundlagenbericht zur Fusion von Baden und Turgi liegt vor

    Grundlagenbericht zur Fusion von Baden und Turgi liegt vor

    Der von sieben Arbeitsgruppen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Baden und Turgi erarbeitete Grundlagen- und Finanzbericht zu Chancen und Risiken einer Gemeindefusion liegt jetzt öffentlich vor. Er kann laut Medienmitteilung der Stadt Baden ab sofort auf der Projektseite im Internet unter Berichte öffentlich eingesehen werden.

    Die sieben Arbeitsgruppen aus Baden und Turgi untersuchten laut der Medienmitteilung Themen wie Behörden, Verwaltung, Raumplanung, Schulwesen, Ortsbürgergemeinde, Forst, Werke, Feuerwehr. Ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen analysierte die finanzielle Ausgangslage und die Perspektiven beim Zusammenschluss.

    Neben der Publikation auf der Projektseite sind mehrere Informationsanlässe geplant. So diskutieren am 7. April in einer Live-Übertragung die beiden Ammänner Markus Schneider und Adrian Schoop und die beiden Frauen Vizeammann Regula Dell’Anno-Doppler und Astrid Barben die in der ersten Projektphase gewonnenen Erkenntnisse. Die Projektverantwortlichen sind nach der Grundlagenarbeit zum Schluss gekommen, dass die Chancen einer Fusion überwiegen.

    Am 6. Mai, einem Donnerstag, und am 22. Mai, einem Samstag, stehen am Badener Schlossbergplatz Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgruppen an Marktständen zu Gesprächen zur Verfügung. Am 7. Mai wird der Informationsstand in der Bahnhofstrasse in Turgi aufgebaut.

    Am 13. Juni 2021 stimmen die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden darüber ab, ob sie dem Stadtrat Baden und dem Gemeinderat Turgi den Auftrag erteilen wollen, in einer zweiten Projektphase einen Fusionsvertrag auszuarbeiten. Bei einem Ja in beiden Gemeinden käme der Fusionsvertrag laut der Medienmitteilung im Herbst 2022 vor den Einwohnerrat und die Gemeindeversammlung. Im März 2023 fände die zweite Volksabstimmung statt. Vollzogen würde die Fusion auf den 1. Januar 2024.

    Bei einem Nein am 13. Juni 2021 in nur einer der Gemeinden würde das Projekt beendet.

  • Andermatt Reuss wächst weiter

    Andermatt Reuss wächst weiter

    Die Andermatt Swiss Alps AG konstatiert eine anhaltend grosse Nachfrage nach Wohneigentum in den Bergen. Das Unternehmen plant, baut und entwickelt die Ganzjahresdestination Andermatt. Der neue Ortsteil Andermatt Reuss werde gemäss eines Masterplans von 30 internationalen Architekturbüros errichtet, heisst es auf ihrer Internetseite.

    Aktuell seien sechs Apartmenthäuser im Bau, so die Andermatt Swiss Alps AG in einer Medienmitteilung. 36 der 46 Wohnungen seien bereits reserviert. Nach der Schneeschmelze werde mit dem Bau zweier weiterer Häuser begonnen. In den vergangenen Monaten seien mehrere Häuser rund um die Piazza Gottardo in die Höhe gewachsen. Einige davon seien bereits in der Rohbauphase ausverkauft gewesen oder hätten nur noch wenige Wohnungen übrig.

    In den kommenden Monaten werde der Podium genannte Infrastruktursockel, auf dem sich die Neubauten befinden, weiter ausgebaut. Der nächste Ausbau umfasse rund 19’000 Quadratmeter und biete Platz für 16 Häuser. Zudem sei geplant, im Sommer mit den Vorbereitungsarbeiten für das dritte Hotel zu starten.