Kategorie: Regionen

  • Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Die Überbauung der Umwelt Arena in Männedorf hat vom Bundesamt für Energie den Watt d’or 2021 erhalten. Die beiden Mehrfamilienhäuser in Männedorf können ihren Energiebedarf über Photovoltaikmodule an Fassaden und Dächern und zwei Windräder decken. Ihre Bewohner sind dadurch bis zu einer Obergrenze von Strom- und Heizkosten befreit.

    Nun legt die Umwelt Arena mit einem neuen Leuchtturmprojekt nach. In Urdorf sollen drei weitere energieautarke Wohngebäude realisiert werden, wird in einem Beitrag auf energeia+ erläutert. Der Blog des Bundesamts für Energie wird die Umsetzung des Projekts in einer losen Serie von Beiträgen begleiten. Im ersten Beitrag erläutert Walter Schmid, Investor und Initiant der Umwelt Arena, die geplante Überbauung.

    Wie bereits in Männedorf werden auch die Überbauungen in Urdorf ihre Energie selbst produzieren, erklärt Schmid. „An der Fassade, auf dem Flachdach oder der Einfahrt in die Tiefgarage sind Photovoltaik-Anlagen installiert.“ Im Sommer produzierte überschüssige Energie soll dabei ins Gasnetz eingebracht und im Winter zurückbezogen werden. Um das Gas wieder in Strom und Wärme zu verwandeln, wird in die Keller der Gebäude eine Hybridbox installiert. Bis zu einer Obergrenze sollen die Mieter der Wohngebäude von Strom- und Heizkosten befreit werden.

    In der Broschüre zum Projekt wird die Überbauung in Urdorf als „nationales Zukunftsprojekt“ bezeichnet. Denn das Projekt solle zeigen, „dass es sich lohnt, energieeffizient zu bauen und alle dabei gewinnen“, meint Initiator Schmid. Männedorf habe bereits gezeigt, dass die Idee funktioniere, das grösser angelegte Projekt in Urdorf solle sie „noch günstiger, ökonomischer machen“. Denn nur so könnten Nachahmer gewonnen werden.

  • Venedig erhält erste 3D-gedruckte Betonbrücke

    Venedig erhält erste 3D-gedruckte Betonbrücke

    Die Block Research Group am Institut für Technologie in der Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat zusammen mit Zaha Hadid Architecs Computation and Design Group für die Ausstellung „Time Space Existence“ die erste 3D-gedruckte Bogenbrücke aus Beton gebaut. Die Ausstellung wird vom Europäischen Kulturzentrum während der Architekturbiennale in Venedig gezeigt. Sie beginnt am 22. Mai und endet am 21. November.

    Die Brücke namens Striatus wird laut einer Medienmitteilung des Zuger Baukonzerns LafargeHolcim „demnächst“ in den Giardini Marinaressa, einem öffentlichen Park am Biennale-Gelände nahe des Arsenale, eröffnet. Holcim Schweiz hat das Projekt unterstützt. An der Umsetzung massgeblich beteiligt sind auch die Innsbrucker Spezialisten für additive Fertigung mit Beton von incremetal3D.

    Die Striatus-Brücke steht allein durch Druck, ohne jegliche Bewehrung. „Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien von computergestütztem Design und Engineering bis zu robotergestützter Fertigung belebt Striatus die traditionellen Techniken der alten Baumeister wieder“, heisst es dazu in der Mitteilung. Veranschaulicht wird das innovative Projekt in einem kurzen Video.

    Zudem sei diese Brücke so konzipiert, dass Material nur dort verbaut wird, wo es benötigt wird. Das reduziere den ökologischen Fussabdruck erheblich. Da sie ohne Bewehrung und in Trockenbauweise ohne Bindemittel gebaut werde, könne das Material immer wieder neu verwendet werden. mm

  • Wohneigentum wird zum Privileg

    Wohneigentum wird zum Privileg

    Der Markt für Wohneigentum erfreue sich weiterhin reger Nachfrage, schreibt Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Ausgabe der Studie „Immobilien Schweiz“. In ihr haben die Analysten der Genossenschaftsbankengruppe weiter steigende Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ausgemacht. Dies mache den Erwerb von Wohneigentum vor allem für jüngere Interessierte mehr und mehr zu einem Privileg, heisst es in der Mitteilung.

    Dabei seien die Preise für Wohneigentum in der Schweiz im internationalen Vergleich nicht besonders hoch, erläutert Raiffeisen Schweiz. Zudem könne mit einem Umstieg von Miete auf Eigenheim im Vergleich zu anderen Ländern relativ viel Geld gespart werde. Trotzdem weise die Schweiz mit rund 36 Prozent „die mit Abstand kleinste Wohneigentumsquote aller untersuchten Länder auf“.

    Für die Genossenschaftsbankengruppe hängt dies mit dem „politischen Spannungsfeld zwischen Wohneigentumsförderung und Systemstabilität“ zusammen. Hier setze die Schweiz stärker auf Sicherheit, schreibt Raiffeisen Schweiz. „Im herrschenden Tiefzinsumfeld bleibt vielen, vor allem jüngeren Mittelstandshaushalten, so die Erschliessung eines beträchtlichen Einsparpotenzials verwehrt“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Im Mietwohnungsmarkt haben die Autoren der Studie hingegen sinkende Angebotsmieten und in Folge einen Rückgang neuer Baugesuche beobachtet. Der Markt für Gastronomieflächen und Hotels sei dagegen von der Pandemie nicht sehr beeinträchtigt worden. Die Analysten führen dies auf die staatliche Unterstützung von Gastronomie und Hotellerie zurück. hs

  • Corona stärkt Aargauer Immobilienmarkt

    Corona stärkt Aargauer Immobilienmarkt

    Der von der Aargauischen Kantonalbank (AKB) herausgegebene Aargauische Immobilienbarometer untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Angebot, Nachfrage, Leerstand und Preisentwicklung der Immobilien im Kanton Aargau. Die Pandemie habe zu einem deutlichen Aufschwung geführt, heisst es in der Medienmitteilung zur Mai-Ausgabe. Die Nachfrage nach Wohneigentum sei sprunghaft angestiegen. Das führt zu höheren Preisen, weil das Angebot mit der hohen Nachfrage nicht mithalten kann.

    Vor allem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen seien im Aargau heiss begehrt, heisst es in der Mitteilung. Während der vergangenen zwölf Monate sei die Zahlungsbereitschaft für Häuser um 3,3 Prozent gestiegen, für Stockwerkeigentum sogar um 4,1 Prozent. Der Immobilienbarometer führt mehrere Gründe für diese Entwicklung an: Mehr Platzbedarf, etwa durch Heimbüro, die gefühlte Sicherheit durch Immobilienbesitz und das Bevölkerungswachstum, auch durch Zuzug.

    Ein typisches Einfamilienhaus im Kanton Aargau kostet laut dem Barometer bei 140 Quadratmeter Wohnfläche, 450 Quadratmeter Grundstück und Garage zwischen 1,4 Millionen Franken in Ennetbaden, 1 Million in Aarau und 700‘000 Franken in der Region Olten-Gösgen-Gäu SO.

    Bei den Mietwohnungen ist die Entwicklung umgekehrt. Hier übersteigt das Angebot die Nachfrage und es gibt viel Leerstand. Im Kanton Aargau sei in den vergangenen Jahren zu viel gebaut worden, heisst es. Die kantonale Leerwohnungsziffer lag 2020 bei 2,7 Prozent. Vor zehn Jahren waren es nur 1,5 Prozent.

    Bei den Renditeobjekten haben sich Wohnliegenschaften laut der Mitteilung als krisenresistent erwiesen. Der Markt für Büro- und Gewerbeflächen stehe allerdings seit der Corona-Krise zusätzlich unter Druck. Besonders Gastronomie und Hotellerie seien betroffen. Umsatzverluste und Konkurse hätten trotz wirtschaftlicher Nothilfe zu Mietausfällen geführt, wobei Städte besonders betroffen sind. Das gelte auch für die Flächen des Detailhandels, wegen der zunehmenden Online-Käufe. gba 

  • Flugplatz Dübendorf soll zur Airfield Science City werden

    Flugplatz Dübendorf soll zur Airfield Science City werden

    Aus dem Militärflugplatz Dübendorf bei Zürich könnte ein Standort für CO2-neutrale Aviatik und innovative Mobilität werden. Diesen Vorschlag hat jetzt Think Tank Airfield City Dübendorf vorgelegt. In einer Studie zur künftigen Nutzung des Flugfelds schlägt der Verein eine enge Verzahnung der neu zu schaffenden Airfield Science City mit dem bereits entstehenden Innovationspark Zürich vor.

    Einer der Autoren ist der ehemalige Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt, Dr. Peter Müller. Mit seinen Co-Autoren, dem Vereinspräsidenten und ehemaligen COO des Flughafens Zürich, Stefan Conrad, und dem ehemaligen Luftwaffenchef Markus Gygax, ist er der Meinung, dass ein solcher Mobilitätscluster „nicht nur für den Kanton Zürich und die Region, sondern auch für die Schweiz von strategischer Bedeutung“ sei.

    In einer diesbezüglichen Medienmitteilung zeigen sie sich überzeugt, dass Dübendorf „zu einem führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort für CO2-neutrale Mobilitätslösungen“ werden könne: „Die Möglichkeit zur Erforschung, Erprobung, Zertifizierung, Wartung und Betrieb von emissionsneutralen Flugkörpern und terrestrischen Mobilitätslösungen in unmittelbarer Nähe zu führenden Hochschulen und Universitäten und Entwicklungsabteilungen von Firmen an einem Ort ist in dieser Form weltweit fast einzigartig.“

    Die für diese Transformation des Flugplatzes notwendige Unterstützung der öffentlichen Hand veranschlagen die Autoren auf 2 Millionen Franken in zehn Jahren. „Danach sind Betrieb und Unterhalt selbsttragend.“ Bund, Kanton und Anrainergemeinden würden ihrerseits von einer Stärkung des Exzellenzstandorts im internationalen Wettbewerb, gesteigerter Wertschöpfung und Tausenden neuen Arbeitsstellen profitieren. Zudem werde das Gelände weitgehend in seiner heutigen Form erhalten. Die bestehenden Frei- und Naturflächen des Dübendorfer Rieds sollen weitestgehend unberührt bleiben. Ausserdem sieht die Studie grosszügige Zugänge für die Bevölkerung vor. mm

  • Baukultur kann jetzt gemessen werden

    Baukultur kann jetzt gemessen werden

    Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat das Davos Qualitätssystem veröffentlicht. Es stellt erstmals Kriterien zur objektiven Beurteilung des baukulturellen Werts eines Gebäudes oder Ortes zur Verfügung. Gleichzeitig bietet es Hilfestellung bei der Erarbeitung baukulturell wertvoller Architektur. Auch für die Jurierung im Rahmen von Wettbewerben ist es als Leitfaden gedacht.

    Wie es in einer Medienmitteilung des BAK heisst, wurde das Davos Qualitätssystem auf der Grundlage der Erklärung von Davos und im Anschluss an die internationale Genfer Tagung Getting the measure of Baukultur von 2019 mit internationalen Partnern erarbeitet. Dabei gehen die Beteiligten davon aus, dass hohe Baukultur nicht rein subjektiv, sondern durchaus objektivierbar ist.

    So definiert das Kompendium acht Qualitätskriterien: Gouvernanz, Funktionalität, Umwelt, Wirtschaft, Vielfalt, Kontext, Genius Loci und Schönheit. Wie das BAK betont, würden dabei soziale, emotionale und kulturelle Kriterien gleichwertig zu technischen und funktionalen betrachtet.

    Der sogenannte Davos Prozess begann 2018 mit der Verabschiedung der Erklärung von Davos mit dem Titel „Eine hohe Baukultur für Europa“ durch die europäischen Kulturministerinnen und -minister. Diese Erklärung erinnert daran, dass Bauen Kultur ist und Raum für Kultur schafft. Das Davos Qualitätssystem versteht sich als Beitrag zum laufenden Davos Prozess. mm

  • Schindler liefert Aufzüge für neue Stadt in Ägypten

    Schindler liefert Aufzüge für neue Stadt in Ägypten

    Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat einen Auftrag in Ägypten erhalten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Unternehmen aus Ebikon wird insgesamt 129 Aufzüge für sechs Bürotürme liefern und installieren. Ausserdem rüstet es die Gebäude mit seiner PORT-Technologie aus. Diese berechnet für Gebäudenutzer den effizientesten Weg zum Ziel im Gebäude.

    Die von Schindler ausgestatteten Bürotürme entstehen in der neuen Verwaltungshauptstadt Ägyptens. Sie wird in der Wüste östlich von Kairo gebaut und erstreckt sich auf einer Fläche von über 700 Quadratkilometern. Damit ist sie den Angaben von Schindler zufolge so gross wie Singapur. Sie soll bis zu 6,5 Millionen Menschen beherbergen. Die Eröffnung ist für Ende 2021 geplant.

    „Die richtungsweisende neue Hauptstadt Ägyptens wird dank modernster Technologie zu einem der wichtigsten nachhaltigen und intelligenten Stadtprojekte im Nahen Osten“, wird Chang Weicai, General Manager bei der China State Construction Engineering Corporate Egypt, dem Generalunternehmer für das Projekt, zitiert. Die Produkte von Schindler werden für „intelligente und menschenzentrierte urbane Mobilität in der neuen Hauptstadt sorgen“, so Chang Weicai weiter. ssp

  • Renggli AG gewinnt den Prix SVC Zentralschweiz 2020

    Renggli AG gewinnt den Prix SVC Zentralschweiz 2020

    Erster Platz für die Renggli AG aus Schötz

    Mit über 95 Jahren Erfahrung als Holzbaupartner und Generalunternehmung bietet die Renggli AG energieeffiziente und nachhaltige Holzbauprojekte in moderner Architektur – gleichermassen für mehrgeschossige Wohnhäuser, gewerbliche und öffentliche Bauten wie auch für Einfamilienhäuser. Jurypräsident Urban Camenzind, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Uri, würdigte den Sieger in seiner Laudatio: «Renggli AG ist bekannt für energieeffizientes Bauen mit Holz und gehört zu den MINER-GIE-Pionieren in der Schweiz und darüber hinaus. Das Familienunternehmen hat Nachhaltigkeit bereits gelebt und in der Praxis umgesetzt, als dieses Wort vielfach noch Theorie war. Renggli AG ist geprägt von Innovation und Pioniergeist. Damit ist das Unternehmen auch geschäftlich erfolgreich unterwegs und gerüstet für die Zukunft.» Renggli AG beschäftigt an den Standorten Sursee, Schötz, Granges-Paccot, Ascona und Winterthur über 230 Mitarbeitende. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von Max Renggli, CEO und Verwaltungsratspräsident, geführt.

    Elbatech AG und Shiptec AG auf den Plätzen zwei und drei

    Der zweite Platz geht an die Elbatech AG. Sie installiert für die Bahnbetreiber schweizweit moderne Tunnelfunk-Systeme und stellt damit für alle Reisenden eine unterbruchfreie Kommunikation sicher. Die Konzipierung und Montage von Bahnstromanlagen sowie Diamantbohrungen sind weitere wichtige Tätigkeitsgebiete. Das Unternehmen zeichnet sich durch innovative Eigenentwicklungen und Gesamtlösungen aus. Elbatech wurde 2007 gegründet, wird von Florian Reichmuth und Stefan Franzen geführt und beschäftigt 45 Mitarbeitende.

    Bronze holt sich die Shiptec AG, das führende Schweizer Unternehmen in der Schiffbaubranche. Der Betrieb erbringt mit seiner Schiffswerft und einem Ingenieurbüro technische Leistungen in den Bereichen Schiffsentwurf und -engineering, Schiffsbau, Schiffsrevisionen, Umbauten und Schiffsunterhalt für die professionelle und die private Schifffahrt. Die Shiptec AG beschäftigt über 70 Mitarbeitende und wird von Ruedi Stadelmann geführt.

    Auszeichnungen für Allvisual AG, Gübelin und Seiler Käserei AG

    Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Allvisual AG aus Steinhausen, ein international tätiges, inhabergeführtes Beratungsunternehmen in den Bereichen digitale Transformation, Product Lifecycle Management, Smart Manufacturing/Service und 3D-Visualisierung, das weltweit renommierte Familienunternehmen Gübelin aus Luzern, bekannt für seine Edelstein-Expertise und Luxus-Uhren, sowie die Seiler Käserei AG aus Giswil, die als unabhängiges, inhabergeführtes Traditionsunter-nehmen seit 1928 ausgezeichnete Käsespezialitäten produziert.

    Prix SVC – eine Gelegenheit, KMU ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken

    Träger und Initiant des Prix SVC Zentralschweiz ist der Swiss Venture Club (SVC), ein unabhängiger, nicht profitorientierter Verein zur Förderung und Unterstützung von KMU in der Schweiz. Christoph Baggenstos, SVC Regionenleiter Zentralschweiz, betont: «Wir zeichnen Unternehmen aus, die zur KMU-Elite der Schweiz gehören. Unser Blick richtet sich auf vorbildliche Unternehmen, die Arbeitsplätze kreieren und die Schweizer Wirtschaft mitgestalten. Mit dem Prix SVC bieten wir diesen Unternehmen eine Plattform, um ihren Erfolg gegen aussen zu zeigen. Nicht zuletzt soll die Aufmerksamkeit, die unsere Preisträger durch den Prix SVC erfahren, auch für andere Unternehmen Ansporn sein.»  

  • Steiner Office Barometer: Die Schweiz liebt Homeoffice

    Steiner Office Barometer: Die Schweiz liebt Homeoffice

    Mit dem Rückgang der Corona-Fallzahlen könnte der Bundesrat die Homeoffice-Pflicht bald aufheben. Grund zum Jubeln oder zum Ärgern? Wie die in der Deutsch- und Westschweiz durchgeführte Studie von Steiner mit über 1’000 Berufstätigen zeigt, sprechen sich 9 von 10 Befragten, die aktuell zu Hause arbeiten oder dies zumindest theoretisch könnten, für Homeoffice aus. Viele vermissen jedoch die sozialen Kontakte im Büro.

    Chefs entdecken die Vorzüge von Homeoffice

    Auffällig ist, dass bereits vor der Homeoffice-Pflicht 39% der Befragten die Möglichkeit für Homeoffice hatten. Aktuell arbeiten mit 48% nur unwesentlich mehr von zu Hause aus –bei einem maximalen Potential von 56%. Tendenziell arbeiten in der Stadt und bei grossen Firmen mehr Menschen zu Hause als auf dem Land und in KMU-Betrieben. Insbesondere Arbeitnehmende mit Vorgesetztenfunktion (51%) oder aus der Unternehmensleitung (61%) arbeiten aktuell im Homeoffice und schätzen offensichtlich die Vorteile. Vor der Pandemie waren es knapp 42% bzw.37%.

    Da insbesondere Jüngere vermehrt zu Hause arbeiten möchten, könnte ein Homeoffice-Angebot künftig ein Vorteil bei der Rekrutierung werden. Von den Befragten, die im Homeoffice arbeiten könnten, sind zwei Drittel (65%) bei Arbeitgebern in der Stadt tätig. Vier von fünf (81%) sind bei Arbeitgebern beschäftigt, die über eigene Büroräumlichkeiten verfügen.

    Arbeitnehmende wollen das Beste aus beiden Welten

    Homeoffice ist zwar ein grosses Bedürfnis. Dennoch wollen viele Befragte nicht auf einen fixen Büro-Arbeitsplatz verzichten. Zwei Drittel verfügen heute über einen solchen. Eine zentrale Lage des Arbeitsplatzes bleibt für die Mehrheit der Befragten wichtig, auch wenn sie nicht jeden Tag pendeln. Viele Arbeitnehmende wollen das Beste aus beiden Welten: die Freiheit des Homeoffice, aber trotzdem weiterhin das vertraute Umfeld im Büro.

    Was bedeutet dieser Wunsch für den Bau von neuen Wohn- und Geschäftshäusern, in der Stadt wie auf dem Land? Zentrale, urbane Arbeitsplätze werden weiterhin begehrt sein, Büros in Randlagen dagegen vermutlich auf weniger Nachfrage stossen. Von Planern werden künftig noch kreativere Lösungen gefordert. Andrerseits könnten dank der Akzeptanz von Homeoffice auch periphere Wohnorte attraktiver werden.

    Steiner plant Homeoffice bereits ein

    Bei der Entwicklung von Immobilienprojekten berücksichtigt Steiner gesellschaftliche Trends und antwortet mit innovativen Baulösungen und Wohnformen auf die sozialen Herausforderungen der Zukunft. «Im Wohnbau tragen wir dem Wunsch nach Homeoffice mit neuen Ideen Rechnung», hebt Michael Schiltknecht, Head Real Estate bei der Steiner AG, hervor.

    Michael Schiltknecht ist überzeugt, dass Steiner auch im Büro- und Gewerbebereich bereits Lösungen und massgeschneiderte Antworten auf die Anforderungen der Zukunft anbietet: «Wir haben das nachhaltige und mehrdimensionale Konzept «Manufakt» entwickelt, das nebst modular nutzbaren Räumlichkeiten ein Angebot an geteilten und nach Bedarf benötigten Sitzungszimmern, Flex Offices und Begegnungszonen bietet».

  • Bund ist mit Zweitwohnungsgesetz zufrieden

    Bund ist mit Zweitwohnungsgesetz zufrieden

    Die Bevölkerung hat 2012 die Zweitwohnungsinitiative angenommen. Damit dürfen in Gemeinden mit mehr als 20 Prozent Zweitwohnungen keine zusätzlichen Ferienwohnungen oder -häuser mehr gebaut werden. Der Bundesrat hat nun eine Wirkungsanalyse zum Zweitwohnungsgesetz vorgenommen. Er kommt zum Schluss, dass das Gesetz nicht angepasst werden muss.

    Der Bundesrat hebt in seiner Mitteilung aber hervor, dass es noch zu früh sei, das Zweitwohnungsgesetz abschliessend zu beurteilen. So würden sich beispielsweise noch Übergangseffekte auswirken. Bestimmte Bauprojekte sind vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bewilligt worden. Insgesamt ist der Flächenverbrauch durch neu gebaute Zweitwohnungen in allen betroffenen Gemeinden von 2013 bis 2018 gegenüber 2007 bis 2012 um rund ein Drittel zurückgegangen. Das Zweitwohnungsgesetz hatte aber kein Nullwachstum zur Folge.

    Zwar sieht der Bund keinen Reformbedarf beim Zweitwohnungsgesetz. Beim Vollzug, bei den Wissensgrundlagen sowie den Schlüsselbegriffen der Beherbergungswirtschaft sieht er aber Handlungsbedarf. So sollen beispielsweise die Aufgaben und Kompetenzen der Kantone konkretisiert werden. 2025 wird der Bund die Wirkungen des Gesetzes erneut untersuchen.

    Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone gibt sich in einer Medienmitteilung enttäuscht über den Entscheid des Bundesrats. Es sei bekannt, dass das Zweitwohnungsgesetz „über weite Teile inhaltlich kompliziert und nicht optimal formuliert“ sei. Dies führe im Vollzug zu Problemen. Entsprechend wäre das Gesetz laut den Gebirgskantonen verbesserungswürdig. Sie wollen nun im Parlament auf Anpassungen hinwirken. Weiter heben sie auch hervor, dass die Wirkungsanalyse zwei Jahre später durchgeführt wurde als es das Gesetz vorsieht. Wenn es schon so verlaufen sei, hätten auch die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie einfliessen müssen.

  • JED gewinnt Designpreis

    JED gewinnt Designpreis

    Die Immobilienentwicklung JED in Schlieren konnte bei einem internationalen Architekturwettbewerb überzeugen. Sie hat den Silver Award bei der A’​ Design Award and Comeptition erhalten. Im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs wurden 2094 Gewinner aus 108 Ländern und in 104 Designdisziplinen gekürt.

    JED wurde für seine Innenarchitektur geehrt, wie aus einer Mitteilung des Immobilienentwicklers Swiss Prime Site bei LinkedIn hervorgeht. Hinter dem Design steht neben Swiss Prime Site auch das Zürcher Architekturbüro Evolution Design.

    JED ist auf dem ehemaligen Druckzentrum der „Neuen Zürcher Zeitung“ in Schlieren entstanden. Die Entwicklung bietet Raum für Arbeitsplätze und Veranstaltungen. JED sieht sich selbst als ein „Zentrum für Wissenstransfer, Innovation und Unternehmertum“.

    „Das Projekt zeigt, wie Industrieräumlichkeiten in attraktive Destinationen transformiert werden können, welche die lokalen (Wirtschafts-)Aktivitäten revitalisieren und eine Plattform für Unternehmertum schaffen”, heisst es seitens der Jury der A’​ Design Award and Competition. Das architektonische Konzept hebe die Besonderheiten der einzelnen Hallen hervor und verleihe der ursprünglichen Bausubstanz ein zeitgemässes Profil. Ausserdem seien die Räume so gestaltet, dass sie Wissenstransfer, Kreativität und Innovation ermöglichen, lobt die Jury.

    Das Ziel der A’​ Design Award and Competition ist es, besondere Architekturprojekte aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Damit sollen neue Projekte inspiriert werden.

  • „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    Die Baubewilligung für die Wohnüberbauung Gupfengarten in Niederweningen ist jetzt rechtskräftig. Der Bau auf einem gut erschlossenen Areal südlich des 3000-Einwohner-Dorfes soll laut Medienmitteilung im Spätsommer beginnen. Das Projekt wird vom Zürcher Projektentwicklerin Steiner AG im Auftrag der Evostate Immobilien AG realisiert.

    Das Projekt Gupfengarten umfasst 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen. Es soll bis im 3. Quartal 2023 fertiggestellt sein. Für die Architektur zeichnet Graf Biscioni Architekten AG verantwortlich.

    Othmar Ulrich, Leiter Immobilienentwicklung der Region Ost bei der Steiner AG, verweist in der Medienmitteilung darauf, dass die Vermarktung der Wohnungen schon im letzten Jahr begonnen hat. „Mit der rechtskräftigen Baubewilligung ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht“, so Ulrich. Die 36 Reiheneinfamilienhäuser mit 4,5 und 5,5 Zimmern verfügen nach diesen Angaben über einen eigenen Privatgarten und sind kinderfreundlich gestaltet. Die 21 Etagenwohnungen im Stockwerkeigentum mit 2,5 bis 4,5 Zimmern haben einen gedeckten Aussenbereich. Die als verkehrsfrei angelegte Siedlung hat eine Tiefgarage mit direktem Zugang zu den Wohneinheiten.

    Das Projekt Gupfengarten setzt auf Nachhaltigkeit mit Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Die Gebäudehülle wird in Holzbauweise für optimale Wärmedämmwerte erstellt. Die Überbauung Gupfengarten liegt in Gehdistanz zum Bahnhof. Von dort sind es mit dem Zug 35 Minuten ins Zentrum von Zürich.

  • Einfamilienhäuser sind auch in Krisenzeiten sehr beliebt

    Einfamilienhäuser sind auch in Krisenzeiten sehr beliebt

    Die Geschwindigkeit, mit der Verkäufer ihre Eigenheime im vergangenen Jahr verkaufen konnten, hat je nach Region stark variiert. Während Einfamilienhäuser im Grossraum Zürich noch knapper wurden und innerhalb von durchschnittlich 43 Tagen verkauft waren, dauerte es im Tessin 100 Tage länger. Zu dieser Erkenntnis kommen das Swiss Real Estate Institute der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) und der Online-Immobilienmarktplatz Homegate in ihrer halbjährlichen Auswertung von Immobilieninseraten im Internet.

    Demnach stieg die durchschnittliche Ausschreibungszeit für Einfamilienhäuser auf den führenden Online-Immobilienportalen der Schweiz im Jahr 2020 um 26 Prozent von 61 auf 77 Tage an. Diese Entwicklung wurde getrieben von den Regionen Tessin und Waadt/Wallis. Im Tessin standen Inserate 60 Prozent länger im Internet bis zum Verkauf als noch 2019. In der Region Waadt/Wallis dauerte es 25 Prozent länger und damit 71 Tage, ein Haus zu verkaufen als im Jahr zuvor.

    Einen möglichen Grund für den Anstieg der durchschnittlichen Ausschreibungszeit sehen die Studienautoren in der Unsicherheit im Krisenjahr, die viele erst einmal abwarten liess. Dennoch blieb die Nachfrage weiter hoch. „In manchen Regionen dauerte es kurzzeitig etwas länger, eine Immobilie zu verkaufen. Wir sehen aber, dass sich das Blatt bereits wieder gewendet hat und Einfamilienhäuser auch in Krisenzeiten sehr beliebt sind“, wird Jens Paul Berndt, CEO von Homegate, in einer Medienmitteilung zitiert.

  • Zirkulit-Beton wird erstmals ausgeliefert

    Zirkulit-Beton wird erstmals ausgeliefert

    In Stadel ist der kreislauffähige Beton zirkulit erstmals ausgeliefert worden. An der Hinterdorfstrasse entstehen damit drei Mehrfamilienhäuser. „Mit der Lieferung der ersten Kubikmeter zirkulit-Beton beginnt das zirkuläre Zeitalter“, schreibt das neu gegründete Unternehmen, das sich genauso nennt wie sein Produkt, in seiner Medienmitteilung.

    Dank des Einsatzes von 1850 Kubikmeter zirkulit-Beton spare die Bauherrin EBI Immobilien 3260 Primärrohstoffe. Zudem reduziere sie den CO2-Fussabdruck des Bauprojekts um 18’500 Kilogramm. Dies werde dadurch erreicht, dass eine „neuartige Technologie“ CO2 im Beton speichere.

    Dieser Baustoff „gibt mir die Möglichkeit, beim grössten Einflussfaktor, dem Beton, eine deutliche Reduktion zu erzielen“, wird Sarah Heinle von EBI Immobilien in der Mitteilung zitiert. „Wir hoffen, dass weitere Bauherrschaften nachziehen, damit wir gemeinsam die ehrgeizigen Umweltziele erreichen.“

    Theoretisch, so zirkulit, könne die Bauwirtschaft jährlich 7,5 Millionen Tonnen Bauabfall beseitigen und gleichzeitig über 42 Millionen Kilogramm CO2 im Beton speichern. Die Technologie sei marktreif und die nationale Expansion gestartet.

  • Swiss Prime Site Immobilien vermarktet Büros bei Genf

    Swiss Prime Site Immobilien vermarktet Büros bei Genf

    In direkter Nähe zum Bahnhof Lancy-Pont-Rouge entwickelt Swiss Prime Site Immobilien AG ein Gebäude mit 15 Obergeschossen. Auf 30‘000 Quadratmetern entstehen Büro- und Gewerbeflächen nach neuestem Standard für modernes Arbeiten. Für das Projekt namens Alto Pont-Rouge hat die Immobiliengesellschaft mit Sitz in Olten kürzlich den Grundstein gelegt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Vermarktung habe bereits begonnen. Erste Mietverträge, unter anderem mit einem Co-Working-Anbieter, seien abgeschlossen. Für den Standort spreche die Nähe zu Genf. Vom Bahnhof Lancy-Pont-Rouge, der 2017 eröffnet wurde, fahren mehrmals in der Stunde Züge in die Metropole. Innert fünf Minuten erreichten Pendler den Genfer Hauptbahnhof Genève-Cornavin.

    Auch Frankreich sei schnell zu erreichen und mache das Stadtviertel zukünftig zu einem Verkehrs- und Wirtschaftsknotenpunkt, heisst es in der Medienmitteilung. In dem ehemaligen 230 Hektar grossen Industriequartier soll ein neuer Stadtteil entstehen. 50‘000 Menschen sollen sich dort in den kommenden 20 Jahren ansiedeln. Pont-Rouge ist laut Medienmitteilung die erste grosse Bauetappe des bedeutenden Genfer Entwicklungsgebiets Praille-Acacias-Vernets.

  • Universität St.Gallen bekommt Haus im Park

    Universität St.Gallen bekommt Haus im Park

    Die Universität St.Gallen (HSG) benötige mehr Raum, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Kantons St.Gallen, der Stadt St.Gallen und der HSG. Der Kanton St.Gallen wird daher auf dem Areal Platztor in der Stadt St.Gallen einen zweiten Campus für die HSG erstellen lassen. Das Projekt war bereits 2019 von der Kantonsbevölkerung gutgeheissen worden.

    Im vom Kanton ausgerichteten Architekturwettbewerb hat sich das Projekt Haus im Park des Zürcher Architekten Pascal Flammer unter 59 Kandidaten durchsetzen können, informiert die Stadtverwaltung. Das siegreiche Projekt sieht ein sechsstöckiges Gebäude umgeben von einem Park vor. Grosse Fensterflächen und viel Holz liessen das Gebäude leicht und offen wirken, heisst es in der Mitteilung. Auf rund 31’000 Quadratmetern wird Platz für rund 3000 Studierende, Dozierende und Mitarbeitende geschaffen. Das neue Gebäude werde das Areal „im Vergleich zur heutigen Situation“ deutlich aufwerten, schreiben die Autoren.

    Im nächsten Schritt wird der Kanton nun das konkrete Bauprojekt ausarbeiten. Im Anschluss soll 2023 das Bewilligungsverfahren angegangen werden. Der Baubeginn ist für 2025 vorgesehen. Im Jahr 2029 soll das Haus am Park einsatzbereit sein.

    Die Kosten des Projekts werden in der Mitteilung auf 207 Millionen Franken veranschlagt. Für die auf den Kanton entfallenden 160 Millionen Franken hat die Kantonsbevölkerung bereits ihre Zustimmung gegeben. Bund und HSG werden sich mit 25 Millionen beziehungsweise 20 Millionen Franken beteiligen. Die Stadt St.Gallen hat im Rahmen des Grundstücksverkaufs einen Beitrag von 2 Millionen Franken geleistet.

  • Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Die britische IG Bank hat eine Rangliste der nachhaltigsten Schweizer Städte erstellt. Laut dieser gilt Zürich als die nachhaltigste Stadt der Schweiz. Hinter Zürich folgen Lausanne, Bern, Luzern, St.Gallen, Lugano, Genf und Basel.

    Für ihre Rangliste hat die Bank Datenquellen der Regierung aus den acht grössten Städten verwendet. Die Ergebnisse hat sie dann mit Bewertungen von internationalen Agenturen kombiniert. Zu den Schwerpunkten bei der Bestimmung der Nachhaltigkeit gehörten etwa die Luftqualität, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, der Anteil an Erholungsflächen, die Bevölkerungsdichte und der Anteil der besiedelten Gebiete.

    Die IG Bank hebt hervor, dass Zürich nicht nur die nachhaltigste, sondern auch die grösste Stadt der Schweiz ist. Damit sei der Spitzenplatz umso beeindruckender. Zürich habe in allen Bereichen gut abgeschnitten. Besonders ausschlaggebend sei aber die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gewesen. So nutzen den Angaben der Bank zufolge 67,1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Form des öffentlichen Verkehrs. Dies sei eines der Hauptgründe für die gute Luftqualität in der Stadt. Als einen weiteren Höhepunkt hebt IG Bank hervor, dass Zürich eine eigene Regierungsabteilung für nachhaltiges Bauen hat. Diese konzentriere sich darauf, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu schaffen.

    Die IG Bank ist überzeugt, dass sich aktuelle und zukünftige Investitionen stark an der Nachhaltigkeit orientieren werden. Das Ziel ihrer Rangliste sei es, „das Engagement der Schweiz in Bezug auf Nachhaltigkeit hervorzuheben“. Ausserdem sollen die Daten als „Indikator für zukünftige Trends dienen und zeigen, was andere Grossstädte tun könnten, um den Erfolg der Schweiz zu wiederholen“.

  • Holcim treibt Innovationen von Start-ups voran

    Holcim treibt Innovationen von Start-ups voran

    Der Zuger Zementriese Holcim spannt mit drei Schweizer Jungunternehmen zusammen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Ziel ist es, innovative Technologien im Bausektor voranzutreiben und die Nachhaltigkeit zu fördern.

    In Zusammenarbeit mit dem Freiburger Start-up Mobbot soll beispielsweise die Integration von Recyclingbaustoffen in die 3D-Drucktechnologie vorangetrieben werden. Mobbot hat die dafür nötige 3D-Druck-Technologie entwickelt. Gemeinsam mit Holcim will es nun eine Betonrezeptur entwickeln, die den Einsatz von wiederverwertetem Material im 3D-Druck ermöglicht.

    Eine weitere Kooperation hat Holcim mit der in Bern ansässigen Firma neustark geschlossen. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Technologie, mit der CO2 aus der Atmosphäre dauerhaft in Recyclingbeton gespeichert werden kann. Dafür wird flüssiges CO2 in Abbruchmaterial eingeleitet. Im Rahmen der Zusammenarbeit untersucht neustark das CO2-Umwandlungspotenzial des von Holcim rezyklierten Abbruchbetons. Holcim optimiert wiederum den von neustark hergestellten Beton. Holcim hält es für möglich, die Lösung von neustark künftig in seinen Recyclingprozess zu integrieren.

    Die dritte Zusammenarbeit hat Holcim mit der Tessiner Jungfirma HeatNeutral vereinbart. Diese hat ein innovatives Verbrennungssystem entwickelt, das die Dekarbonisierung von Produktionsanlagen vorantreiben soll. Die Heizanlage arbeitet den Angaben zufolge besonders effizient und erreicht eine nahezu 100-prozentige Verbrennung von Kraftstoffen. Es wird also bei gleicher Leistung weniger Brennstoff benötigt. Ausserdem kann das System von HeatNeutral auch CO2-neutrale Öle wie Pflanzenöle, Altspeiseöle und auch Biodiesel verbrennen. Holcim testet die Lösung in seinem Betonwerk in Birsfelden BL.

  • Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Die britische IG Bank hat eine Rangliste der nachhaltigsten Schweizer Städte erstellt. Laut dieser gilt Zürich als die nachhaltigste Stadt der Schweiz. Hinter Zürich folgen Lausanne, Bern, Luzern, St.Gallen, Lugano, Genf und Basel.

    Für ihre Rangliste hat die Bank Datenquellen der Regierung aus den acht grössten Städten verwendet. Die Ergebnisse hat sie dann mit Bewertungen von internationalen Agenturen kombiniert. Zu den Schwerpunkten bei der Bestimmung der Nachhaltigkeit gehörten etwa die Luftqualität, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, der Anteil an Erholungsflächen, die Bevölkerungsdichte und der Anteil der besiedelten Gebiete.

    Die IG Bank hebt hervor, dass Zürich nicht nur die nachhaltigste, sondern auch die grösste Stadt der Schweiz ist. Damit sei der Spitzenplatz umso beeindruckender. Zürich habe in allen Bereichen gut abgeschnitten. Besonders ausschlaggebend sei aber die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gewesen. So nutzen den Angaben der Bank zufolge 67,1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Form des öffentlichen Verkehrs. Dies sei eines der Hauptgründe für die gute Luftqualität in der Stadt. Als einen weiteren Höhepunkt hebt IG Bank hervor, dass Zürich eine eigene Regierungsabteilung für nachhaltiges Bauen hat. Diese konzentriere sich darauf, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu schaffen.

    Die IG Bank ist überzeugt, dass sich aktuelle und zukünftige Investitionen stark an der Nachhaltigkeit orientieren werden. Das Ziel ihrer Rangliste sei es, „das Engagement der Schweiz in Bezug auf Nachhaltigkeit hervorzuheben“. Ausserdem sollen die Daten als „Indikator für zukünftige Trends dienen und zeigen, was andere Grossstädte tun könnten, um den Erfolg der Schweiz zu wiederholen“.

  • Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Das Functional Genomics Center Zurich (FGCZ) der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhält am Campus Irchel einen Neubau. Spatenstich ist im Mai. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung zeichnet als Totalunternehmer Implenia AG Schweiz zusammen mit der SAM Architekten AG Zürich. Sie hatten mit ihrem Projekt ein Auswahlverfahren des kantonalen Hochbauamtes Zürich im März gewonnen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach ist ein neues Laborgebäude von 1300 Quadratmetern geplant. Dieses bietet Platz für 20 verschiedene Raumtypen. Darin sollen Hightech-Geräte untergebracht werden, die unterschiedliche Anforderungen an Raumklima, Temperatur, Strombedarf und Verfügbarkeit stellen.

    Neben den Laboren entsteht auch ein neuartiges Bürokonzept, welches unterschiedliche Möglichkeiten der Gemeinschaft und Privatheit bietet. Diese neue Arbeitsumgebung soll den Genomforschern sowie externen Nutzenden die Arbeit erleichtern, heisst es in der Medienmitteilung. Läuft alles nach Plan, könnten die 80 Mitarbeitenden des Functional Genomics Center Zurich im Sommer 2022 umziehen.

    Das alte Gebäude der Genomforschenden am Campus Irchel wird unterdessen freigemacht für eine Zwischennutzung. Ab 2023 sollen dort drei Mittelschulen des Kantons Zürich einziehen. Nach etwa zehn Jahren sollen die Gebäude renoviert und wieder für universitäre Zwecke übergeben werden.

    Dementsprechend handelt es sich bei dem neuen Laborgebäude um ein Provisorium. Es besteht aus Modulen, die leicht zurückgebaut und wiederverwertet werden können. Denn: Nach 15 Jahren sollen die Wissenschaftler zurück in ihr angestammtes Gebäude ziehen.

  • LafargeHolcim weist rekordhohes Quartalsergebnis aus

    LafargeHolcim weist rekordhohes Quartalsergebnis aus

    Einer Mitteilung von LafargeHolcim zufolge hat der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern im ersten Quartal 2021 einen Nettoverkaufsertrag von 5,36 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich und um Portfolioveränderungen bereinigt entspricht dies einem Wachstum von 7,4 Prozent. Das wiederkehrende Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im selben Zeitraum auf vergleichbarer Basis um 130,7 Prozent auf 528 Millionen Franken zu.

    „Ich freue mich mitzuteilen, dass wir mit einem rekordhohen Q1-Ergebnis hervorragend ins Jahr gestartet sind“, wird Konzern-CEO Jan Jenisch in der Mitteilung zitiert. „Damit setzen wir unseren starken Wachstumskurs der letzten Quartale fort.“

    Jenisch rechnet damit, die Wachstumsdynamik mit der im Berichtsquartal abgeschlossenen Übernahme von Firestone Building Products verstärken zu können. Das auf Gebäudehüllen und Dachsysteme spezialisierte amerikanische Unternehmen mit Sitz in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee hatte 2020 einen Jahresumsatz in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Die erfolgreiche Einbindung der Neuerwerbung soll LafargeHolcim in die Lage setzen, seine für 2022 anvisierten Zielsetzungen bereits im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen. Konkret strebt der Konzern auf vergleichbarer Basis ein Wachstum des Nettoverkaufsertrags um 3 bis 5 Prozent und einen Anstieg des wiederkehrenden EBIT um mindestens 10 Prozent an.

    Auch auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit kann LafargeHolcim Erfolge ausweisen. Der Konzern sei von Vigeo-Eiris zum nachhaltigsten Unternehmen der Baubranche gekürt worden, heisst es in der Mitteilung. Die Ratingagentur für Umwelt, Soziales und Governance hat LafargeHolcim die Höchstnote A1+ verliehen. Zudem wurden zehn umweltfreundliche Produkte des Konzerns, darunter der nachhaltige Beton der ECOPact Serie, von der Solar Impulse Foundation ausgezeichnet. hs

  • Drei Viertel der Bevölkerung wohnen in Städten

    Drei Viertel der Bevölkerung wohnen in Städten

    Die Schweizer Städte haben in den vergangenen Jahren eine „regelrechte Renaissance“ erlebt, heisst es in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Städteverbands und des Bundesamts für Statistik anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahrbuchs „Statistik der Schweizer Städte 2021“ mit dem Fokusthema „Wohnen in der Stadt“. Zogen in den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch viele Menschen von der Stadt aufs Land, so leben heute wieder drei Viertel der Schweizer Bevölkerung in den Städten.

    Überwiegend sind sie in Drei-Zimmer-Wohnungen zuhause. Demgegenüber verfügt mit 86,5 Prozent die grosse Mehrheit der Eigentümerinnen und Eigentümer in den Schweizer Städten über eine Wohnung mit vier oder mehr Zimmern. Der Anteil an Einfamilienhäusern wird umso höher, je kleiner die Gemeinde ist. Bei Mehrfamilienhäusern ist es umgekehrt: In den grössten Städten machen sie durchschnittlich einen Anteil von mehr als 43 Prozent aus. Bei den restlichen Städten liegt dieser bei unter 33 Prozent.

    Je grösser die Stadt ist, umso mehr Mietende gibt es. Die Altersstruktur innerhalb einer Gemeinde oder Stadt ist überall in der Schweiz in etwa gleich. Auch sind in Städten nur 5 Prozent mehr Menschen ledig als auf dem Land. Insgesamt 31 Prozent der Städterinnen und Städter haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ausserhalb sind es nur 20 Prozent.

    In der gesamten Schweiz macht der gemeinnützige Wohnungsbau nur einen Anteil von 1,3 Prozent aus. In Grossstädten sind es hingegen durchschnittlich 11,4 Prozent, in der Stadt Zürich sogar 22,4 Prozent.

    In der städtischen Politik geben FDP (27,2 Prozent) und SP (20,6 Prozent) den Ton an, gefolgt von der CVP (15,1 Prozent, minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und der SVP (11,4 Prozent, minus 0,2 Prozent). Die Grünen gewannen gegenüber dem Vorjahr 0,8 Prozent und liegen jetzt bei 7,7 Prozent.

  • Dietikon beteiligt sich an Zürcher Imagekampagne  

    Dietikon beteiligt sich an Zürcher Imagekampagne  

    Die Imagekampagne der Zürcher Städte und Gemeinden startet am 26. April unter dem Motto: Für Sie da. Ihre Zürcher Gemeinden. Auch die Stadt Dietikon ist dabei, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Getragen wird die Aktion vom Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) und den teilnehmenden Städten und Gemeinden. Sie umfasst Plakatwerbung, Videos und eine spezielle Seite im Internet. Als Ziel nennt die Mitteilung, den Einwohnerinnen und Einwohnern die vielfältigen Serviceleistungen bewusst zu machen, die Stadt- und Gemeindeverwaltungen tagtäglich erbringen. Mit „grossem Engagement und hohem Qualitätsbewusstsein“, wie es dort heisst.

    In Dietikon startet die Kampagne ebenfalls am 26. April. Dabei sollen die Dienstleistungen in markanten Motiven vorgestellt werden. So werden auf der Kampagnenseite im Netz mehrere Symbole wie beispielsweise Trauringe, ein Abstimmungscouvert aber auch ein Dolendeckel zur Abdeckung einer Abwasserleitung gezeigt. Letzterer wird von einem Video über die Verlegung solcher Leitungen begleitet. Klickt man eines der Symbole an, so öffnet sich ein neues Fenster mit umfassender Information.

    Die Kampagne soll in drei Phasen ablaufen. Nach dem jetzt startenden Teil eins will der VZGV im Herbst den zweiten Teil starten, um die Zürcher Städte und Gemeinden als attraktive Arbeitgeberinnen zu präsentieren. Im Jahr 2022 soll dann der abschliessende dritte Kampagnenteil folgen. Darin werden sich die Gemeinden als Unternehmen präsentieren und ihre Angebote für die Ausbildung und allfällige Weiterbildung vorstellen.

  • St.Gallen erhält neues Hotel

    St.Gallen erhält neues Hotel

    Die HRS Real Estate AG beginnt am 26. April mit den Arbeiten im Rahmen der Renovierung der Villa Wiesental und eines Hotel-Neubaus, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die Baubewilligung sei jüngst bei HRS und der Pensionskasse Stadt St.Gallen eingegangen. Da aufgrund der Corona-Lage auf einen symbolischen Spatenstich verzichtet wird, planen die Initianten eine feierliche Grundsteinlegung für den Juni.

    Die Kombination von Villa Wiesental-Renovierung und Hotel-Neubau sei eine „vorzügliche städtebauliche Lösung“, so HRS Real Estate. So werde sowohl dem historischen Bauwerk als auch der urbanen Entwicklung im Quartier Bahnhof Nord Rechnung getragen. Nach der Renovierung möchte die Pensionskasse Stadt St.Gallen repräsentative Büroräumlichkeiten in der Villa Wiesental anbieten.

    Das neue Hotel wird nach der geplanten Bauzeit von zwei Jahren von der Hotel Wiesental St.Gallen AG betrieben. Es wird über rund 100 Zimmer verfügen. Sowohl der Parkbereich des Hotels als auch das öffentlich zugängliche Erdgeschoss sollen zur Belebung und Aufwertung des Quartiers beitragen.

  • Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Mitte Februar vergangenen Jahres fand der Spatenstich für das Hotel Rotbuche in Rapperswil-Jona statt. Die drei Anforderungen und Vorgaben an die Energieversorgung und an das Energiesystem für das neue Hotel waren klar: Energieeffizienz, Ökologie und Komfort. Um diese Vorgaben umzusetzen, wurden als Energiequelle für die Wärmepumpe Erdwärmesonden gebohrt und in Zusammenarbeit mit der Energie Zürichsee Linth (EZL) ein nachhaltiges Energiekonzept erarbeitet. Die EZL wird auch die Gebäudetechnik als Contractor betreiben und warten.

    Massnahmen zur Wärmerückgewinnung
    «Über die reversible Wärmepumpe kann Wärme für Heizzwecke und für das Brauchwarmwasser bereitgestellt werden», erklärt Roman Fausch, Projektleiter Energiedienstleistungen bei der EZL. Im Sommer bestehe die Möglichkeit, das Gebäude energieeffizient direkt über Erdwärmesonden zu kühlen, so der Fachmann. Bei hohem Kühlbedarf besteht zusätzlich die Möglichkeit, Kälte von der reversiblen Wärmepumpe zu nutzen. Weiter werden verschiedene Massnahmen zur Wärmerückgewinnung verbaut und dank einer intelligenten Steuerung auch bedarfsgerecht geregelt. «Im Zusammenhang mit Energie und Nachhaltigkeit ist es für uns eines der nachhaltigsten Hotelprojekte, welches wir planen und realisieren durften», sagt Stefano Ghisleni, Generalplaner der Ghisleni Partner AG, mit Sitz in Rapperswil, Zürich, St. Gallen und Zug.

    Beim Moxy Hotel Rotbuche stammt die natürliche Wärme aus rund 200 bis 250 Meter Tiefe. Die 23 Sonden, verteilt über die gesamte Baufläche, entziehen dem Erdboden 10 bis 15 Grad. Die Wärme wird durch eine Trägerflüssigkeit in die Wärmepumpe im Gebäude eingespeist und umgewandelt. So gelangt sie ins Heiz- und Klimasystem des Hotels. Die gesamte Länge des Erdsonden-Leitsystems misst mehr als fünf Kilometer.

    Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad
    Die Projektverantwortlichen betonen, dass der Grundbedarf für die Raumkühlung in den wärmeren Jahreszeiten im Hotel Rotbuche mit dem umweltschonenden Free-Cooling-System gedeckt werden kann. Damit sei eine Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad möglich. Dies hat einen positiven Nebeneffekt: Die abgeführte Wärme wird wiederum in den Erdsonden zwischengespeichert und kann für die Warmwasseraufbereitung oder im Winter für die Wärmeeinspeisung genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird für das Betreiben der Wärmepumpe installiert. Sie soll mit rund dreissig Prozent ausreichend Deckung bieten, um einen Teil des geforderten Strombedarfs zu decken. «Der massvoll gesteuerte Ausgleich von Wärme und Kälte macht ein kontinuierliches Raumklima ohne massive Temperaturschwankungen möglich», sagt Projektleiter Roman Fausch. Die ersten Gäste können dies ab kommenden Herbst selber fühlen. Zu diesem Zeitpunkt soll das neue Hotel «Rotbuche» mit seinen 86 Zimmern eröffnet werden. ■

  • Büroetage im NEST wird kreislauffähig gebaut

    Büroetage im NEST wird kreislauffähig gebaut

    Die Sprint genannte Büroeinheit im NEST soll neue Massstäbe für kreislaufgerechtes Bauen setzen. Mitte April findet der Spatenstich statt. Im Sommer soll sie fertiggestellt sein. Sprint ist im ersten Obergeschoss des NEST in Dübendorf angesiedelt. Das insgesamt dreigeschossige modulare Gebäude ist das Forschungs- und Innovationszentrum der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag).

    Wie es in einer Medienmitteilung der Empa heisst, konzentrierten sich die an der Planung Beteiligten darauf, möglichst allgemeingültige Lösungen für einen späteren Rückbau zu finden. Dabei folgen sie einem Designansatz, der zukünftige Änderungen und Demontagen zur Rückgewinnung von Systemen, Komponenten und Materialien erleichtert. Heutige Gebäude müssten so gebaut werden, „dass deren Bestandteile wieder in Kreisläufe zurückgeführt werden können“, so Kerstin Müller, geschäftsführende Architektin im baubüro in situ und Geschäftsführerin der Zirkular GmbH.

    Ihr Kollege Oliver Seidel verweist darauf, dass das Wiederverwenden von Materialien oft mit tieferen Kosten assoziiert wird. „Doch der Mehrwert liegt in einem anderen Bereich: Re-Use ist nachhaltiger. Und in puncto Qualität gibt es keine Einbussen.“ Im Gegenteil. So stelle etwa die Ästhetik eines alten Holzparkettbodens einen Mehrwert dar.

    „Erstmals vereint die Empa den Ansatz der Wiederverwendung und die Marktanforderungen des schnellen und flexiblen Bauens“, wird Enrico Marchesi, Innovation Manager und Projektverantwortlicher des NEST, zitiert. „Mit der neuen Unit ,Sprint‘ wollen wir zeigen, dass diese Bedürfnisse zusammen erfüllt werden können.“

  • JED bekommt Neon und Ikonen

    JED bekommt Neon und Ikonen

    Das JED in Schlieren soll um Kunst am Bau ergänzt werden, informiert ein entsprechender Bericht auf dem Internetauftritt des Zentrums in Schlieren. Kunst am Bau sei identitäts- und sinnstiftend und weise den Weg, heisst es dort eingangs. Für die Realisierung der Kunstwerke im JED hat die Eigentümerin Swiss Prime Site die Künstler Roland Ammann und Gregory Gilbert-Lodge verpflichtet.

    Glasbläser Roland Amman kommt vom Neonhaus Ammann und hat sich nach der Umstellung der Lichtwerkbranche von Neon auf LED der Kreation dreidimensionaler Kunstwerke aus Neon gewidmet. Für das JED wird er drei übergrosse Buchstaben, ein J, ein E und ein D erschaffen. Das erste Kunstwerk hat Amman bereits an der Decke der Barista Bar Jake installiert. Das auf den ersten Blick wie ein fragiles leuchtendes Knäuel wirkende Objekt entpuppe sich bei genauerem Hinsehen als ein J, heisst es im Bericht. „Ich mag es, wenn meine Kunst mehrere Ebenen hat und das Verborgene erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar wird“, wird Künstler Ammann dort zitiert.

    An der Wand der Barista Bar können Besuchende auch bereits das erste Kunstwerk von Gregory Gilbert-Lodge im JED betrachten. Der unabhängige Illustrator hat die Bar mit einem in Grün gehaltenen übergrossen Porträt ihres Namensgebers Jake versehen. Jake soll das Gebäude J repräsentieren und der Bar „ein Antlitz“ geben, heisst es im Bericht.

    Für die Gebäude E und D hat Gilbert-Lodge Porträts von Eve und Didi entworfen. „Die fiktiven Figuren im JED sollen als Ikonen wirken“, erläutert der Künstler im Bericht. Die von ihnen verkörperten Werte und Vorstellungen, „gar ein Lebensgefühl“, würden die Ikonen den einzelnen Gebäuden mitgeben, meint Gilbert-Lodge.

  • Limmatstadt begrüsst Integral als neue Aktionärin

    Die Standortförderungsorganisation Limmatstadt AG hat mit der Schlieremer Integral design-build AG eine neue Aktionärin bekommen.  Die Limmatstadt zählt nun nach Angaben von Geschäftsführerin Jasmina Ritz insgesamt 170 Aktionäre und zwölf Netzwerkpartner.

    Integral design-build AG hat sich laut Medienmitteilung auf den Bereich der neuen Arbeitswelten spezialisiert. Das Schlieremer Unternehmen bietet aber auch ganz allgemein Gesamtleistungen für den Innenausbau. Das reicht vom Workplacemanagement und Design bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. Integral übernehme alle Phasen der Entwicklung, Planung und Realisierung von Arbeitswelten, heisst es dort. Mit dem maximalen Einsatz von digitalen Prozessen und 3D-Werkzeugen würden die neuen Arbeitswelten visualisiert und ein reibungsloser Planungs- und Bauprozess sichergestellt.

    Integral realisierte im vergangenen Jahr die neue Arbeitslandschaft der Halter AG und ihrer Schwestergesellschaften im JED Schlieren.

    Das Unternehmen ist 2016 als W21 Innenausbau AG durch Peter Pfiffner – Inhaber der Pfiffner AG in Altstetten – und Michael Peter gegründet worden. Heute habe Integral als Schwestergesellschaft der Halter AG zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Architektur, Design und Ausführung. Das Unternehmen betreue derzeit 30 laufende Projekte in der ganzen Schweiz.

  • ETH Zürich hilft beim Bau des Zuger Holzhochhauses

    ETH Zürich hilft beim Bau des Zuger Holzhochhauses

    Auf dem Areal Suurstoffi in Risch Rotkreuz soll ein zehnstöckiges Bürogebäude mit Holzbauteilen entstehen. Mit 80 Meter Höhe wird es eines der höchsten Holzhäuser überhaupt werden, wie die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einem Artikel schreibt. Für den Bau ist auch viel Grundlagenforschung nötig. Aufgrund des Brandschutzes ist eine solche Bauweise in der Schweiz überhaupt erst seit 2015 erlaubt.

    Die Grundlagenforschung für den Neubau wird dem Artikel zufolge in der Bauhalle der ETH auf dem Hönggerberg betrieben. Dort wird beispielsweise simuliert, wie sich der Holzbau bei starkem Wind verhalten würde. Computermodelle reichen für solche Simulationen nicht immer aus. Deswegen werden in der Bauhalle der ETH Versuche durchgeführt. „Etwas zu testen, bedeutet bei uns meist, es so lange zu belasten, bis es zerstört ist“, erklärt Dominik Werne, Leiter der Bauhalle, im Artikel. Insbesondere bei Innovationen müssten Computermodelle über Versuche validiert werden, fügt Andrea Frangi, Professor für Holzbau am Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH, hinzu.

    Derzeit werden in der Bauhalle etwa Tests zum Tragwerk des Zuger Hochhauses durchgeführt. Dieses wird vom Zürcher Ingenieurbüro WaltGalmarini geplant und vom Generalunternehmer Implenia gebaut. Nach den Tests an der ETH entscheiden die Forscher gemeinsam mit Ingenieuren von WaltGalmarini, welche Systeme Implenia beim Bau verwenden soll.

  • Stadt Baden startet Revision der Nutzungsplanung

    Stadt Baden startet Revision der Nutzungsplanung

    Mit der Startveranstaltung am Samstag, 29. Mai, beginnt die Mitwirkung der Badenerinnen und Badener an der Revision der Nutzungsplanung der Stadt Baden. Diese Revision soll laut Medienmitteilung in mehreren Phasen ablaufen und bis 2025 ein Ergebnis bringen, das dann dem Einwohnerrat und dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

    Nach 25 Jahren, in denen verschiedene Teilrevisionen stattgefunden haben, sei es an der Zeit, eine Gesamtrevision vorzunehmen, heisst es in der Mitteilung. Dabei geht es um die bauliche Entwicklung angesichts des erwarteten Wachstums und die Wirkungen auf Siedlung, Verkehr und Freiraum. Richtschnur für die Gesamtrevision bildet das Raumentwicklungskonzept 2040 der Stadt Baden. Der Richtplan des Kantons Aargau prognostiziert für die Stadt Baden von 2013 bis 2040 ein Bevölkerungswachstum von plus 34 Prozent oder 6330 Personen. Gleichzeitig ist Baden in der Richtplankarte als wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung aufgeführt.

    Die Bevölkerung soll bei der Revision der Nutzungsplanung aktiv mit einbezogen werden, heisst es in der Mitteilung. Unter dem Motto „Baden wird“ finden regelmässig Informationsanlässe, Dialogveranstaltungen, Spaziergänge und Workshops statt.  Alle Informationen zur Teilnahme finden sich auf der seit Mittwoch freigeschalteten Internetseite wiewird.baden.ch.

    Die Revision der Nutzungsplanung befindet sich aktuell in der ersten Phase, die in diesem Frühling Ablauf und Grundlagen festlegt. In der zweiten, gut zweijährigen Phase wird der Entwurf der neuen Nutzungsplanung erstellt. In der dritten Phase ab 2023 findet die formelle Mitwirkung und öffentliche Auflage statt, mit der Möglichkeit, Eingaben und Einwendungen zu machen. Abgeschlossen wird die dritte Phase durch die Verabschiedung der Nutzungsplanungsrevision durch den Stadtrat, wird in der Medienmitteilung erläutert. In Phase vier genehmigt der Einwohnerrat und der Regierungsrat die revidierte Nutzungsplanung.