Kategorie: Regionen

  • Generationsübergreifender Stadtteil "Parco San Rocco", Altersheim "Marigold Hotel"

    Generationsübergreifender Stadtteil "Parco San Rocco", Altersheim "Marigold Hotel"

    Das Seniorenheim von Coldrerio im New Intergenerational District trägt die Unterschrift des Architetti Tibiletti Associati Studios, Gewinner unter den 118 Teilnehmern des Wettbewerbs. Ihr Projekt „Marigold Hotel“ schlägt eine Lösung vor, die sowohl die Bedürfnisse des dritten und vierten Lebensalters als auch unsere neue Lebensweise berücksichtigt, individueller als in der Vergangenheit und mit schwachen familiären Bindungen, daher mit einer geringeren Neigung zur Pflege von älteren Menschen, oft allein gelassen. Über die Architektur neuer Altenheime nachzudenken bedeutet, den soziodemografischen Wandel und das Wachstum der älteren Bevölkerung zu berücksichtigen sowie die Notwendigkeit zu entwickeln, Prävention und aktives Altern zu entwickeln, um die Wahrung der Autonomie und der körperlichen Unabhängigkeit älterer Menschen zu fördern So lange wie möglich.

    Die Stiftung Casa San Rocco di Morbio Inferiore hat sich im Einvernehmen mit den Gemeinden Coldrerio und Vacallo zum Ziel gesetzt, zwei Generationenhäuser für ältere Menschen zu schaffen und den Standort Morbio Inferiore auf insgesamt 259 Betten zu erweitern. Die drei Generationenhäuser werden Teil des künftigen „Parco San Rocco“ sein und Dienstleistungen anbieten, die nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Sie verwandeln Seniorenheime in einen Ort der Pflege und Förderung des Wohlbefindens für alle Altersgruppen: von Anfang an Kindheit bis zum vierten Alter. Von den drei zukünftigen Häusern im Park ist das einzige, das die Räume und Dienstleistungen bereits definiert hat, das von Coldrerio.

    Das Projekt
    Der Ort des Wettbewerbs, an dem das zukünftige «Marigold Hotel» gebaut wird, befindet sich in der Nähe eines der drei historischen Zentren von Coldrerio, die durch einige öffentliche Gebäude und Schulgebäude gekennzeichnet sind. Der Interventionsbereich befindet sich in einem grünen, zentralen und wertvollen Bereich, auch wenn dieser derzeit ohne Identität und Erkennbarkeit ist. Es umfasst das Gemeindehaus, den Kindergarten sowie die Grundschule und Sportgeräte. Einige bestehende öffentliche und private Gebäude müssen für den Bau des New Intergenerational District abgerissen werden.

    Das Designkonzept beinhaltet die Gestaltung eines Tagungsraums für die Gemeinde, eine Verbindung zwischen diesen neuen öffentlichen Gebäuden
    blici, in Synergie miteinander. Dieser Tagungsraum wird durch die harmonische Anordnung von drei Bänden definiert, dem Altenheim, einem Mehrzweckzentrum und einem Heim für autarke ältere Menschen, die so gebaut sind, dass sie sich durch Ausbesserung ihrer Teile in die städtische Situation integrieren. Ziel ist es, ein Ganzes wieder zusammenzusetzen, das den Ort aufwertet, einen Platz und einen Garten zu schaffen, die zur Verbesserung der Lebensqualität in der Nachbarschaft beitragen und die soziale Integration fördern.
    le und generationsübergreifend.

    Der neue Distrikt richtet sich an ein breites Publikum von Nutzern (Studenten, Alleinstehende, Familien, Frühpensionierte, Rentner, Personen mit eingeschränkter Mobilität usw.). Der Sektor umfasst ein neues Altenheim mit 79 Betten im Erdgeschoss, das durch öffentlich zugängliche Dienstleistungen (Bäckerei, Mehrzweckräume, Außenterrassen, Friseur, Arztpraxis usw.) gekennzeichnet ist, in den oberen Stockwerken von den Gästezimmern aus ein Zentrum für Gesundheitsprävention (Bewegungsraum, spezielle Ausrüstung, Physiotherapie, Ergotherapie und Podologie) und eine Alzheimer-Station mit eigenem Garten; ein neues Mehrzweckzentrum, in dessen Erdgeschoss sich der Party- und Veranstaltungsraum, das Jugendzentrum, der Kindergarten und in den oberen Stockwerken die außerschulischen Dienstleistungen, das Spielzimmer und die Klassenzimmer für die Nachmittagszeit befinden
    Schule, Mehrzweckräume und Verwaltungsräume; Schließlich umfasst der Sektor eine neue unabhängige Struktur mit 8 Wohnungen für ältere Menschen, die sich einen Wäsche- und Mehrzweckraum teilen, der zum Garten hin offen ist und auf den neuen Mineralplatz gerichtet ist, der durch ein Stück Wasser gekennzeichnet ist, das sich in der Mitte der neuen Gebäude befindet.

    Die Grünflächen
    Besonderes Augenmerk wurde auf die Pflege der Außenbereiche gelegt, indem Elemente zur Durchführung von Aktivitäten für alle Altersgruppen einbezogen wurden: In der Nähe des Briefpapiers ist die Grünfläche der Entspannung gewidmet und für alle zugänglich; In der Nähe der Grundschule hingegen werden auf der Grünfläche Ausrüstung und Spiele für Kinder angeboten. Die Grünfläche vor dem neuen Mehrzweckzentrum ist dem Tagungsbereich gewidmet. Schließlich wird der Bereich neben dem Altenheim Pools für Garten- und Gemüsegärten umfassen.

    Diese 4 Grünflächen sind durch einen Weg miteinander verbunden, auf dem eine Verbindung zwischen den verschiedenen Generationen hergestellt wird, wodurch die Generationenübergreifung des Sektors gefördert wird.

    Energieüberlegungen
    Die Gebäude entsprechen den Minergie-Standards und berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien. ■

    Die Mitarbeiter von Architetti Tibiletti Associati SA. Von links Stefano Tibiletti, Marco Torri, Elisa Cherubini, Catherine Gläser Tibiletti, Tobias Biegger, Benedetta De Rosa, Davide Gatti, Giovanna Grandi, Laura Martinez dell’Olmo, Carlotta Fumagalli, Maddalena Corti.
    Coldrerio Intergenerational Quarter: Plan des externen Layouts.
  • Tessin Exzellenz

    Tessin Exzellenz

    Herr De Vecchi, können Sie uns kurz Ihre Firmengeschichte erzählen?
    Alles begann um die Wende der 50er und 60er Jahre, als mein Mentor und Lehrer Franco Dell’Oro die Gesellschaft seiner Eltern übernahm, die seit den 30er / 40er Jahren Geräte für Bars und Restaurants vermarkteten. Der Sprung kommt mit der Übernahme des exklusiven Gaggia, der renommierten Marke von Kaffeemaschinen, für die gesamte Schweiz. Dies hat uns die Türen jenseits des Gotthards geöffnet und uns die Möglichkeit gegeben, unsere anderen Produkte im gesamten Staatsgebiet anzubieten. Das heißt, Armaturen für öffentliche Plätze, industrielle Stahlküchen, maßgeschneiderte Tischlerei und vieles mehr.

    Und wann sind Sie zur Firma gekommen?
    Ich kam Anfang zwanzig in den Zwanzigern in die Firma. Ich bin nie gegangen und habe es Anfang der 2000er Jahre nach dem Tod von Mr. Dell’Oro übernommen. Seitdem habe ich nichts weiter getan, als der Linie des Gründers zu folgen: Die Genauigkeit des Schweizer Service kombiniert mit der Qualität italienischer Möbel und Designartikel, sicherlich die besten der Welt. Unter diesen kann ich renommierte Marken wie Carimati 1919 erwähnen, an denen wir beteiligt sind.

    Es wird gesagt, dass Architekten Sie schätzen, weil Sie in der Lage sind, jede Idee von ihnen zu verwirklichen, selbst die kreativsten. Was ist dein Geheimnis?
    Nichts als das Know-how, das sich in all den Jahrzehnten angesammelt hat, in denen sich in der Hotel- und Restaurantbranche Stile, Trends und Materialien geändert haben. Mit einer Struktur, die alles nach Maß bauen kann, können wir die Wünsche von Kunden und Architekten erfüllen. Unsere Handwerker können jedes Material bearbeiten, sei es Holz, Stein, Stahl oder Schmiedeeisen.

    Mit welchen berühmten Architekten haben Sie zusammengearbeitet?
    Es ist mir eine Ehre, unter den vielen hervorragenden Fachleuten, mit denen wir zusammengearbeitet haben, Mario Botta erwähnen zu können, mit dem wir das Restaurant Parco Saroli im Hauptquartier der damaligen Banca del Gottardo in Lugano und das des Nationalen Sportzentrums von Tenero und kürzlich auch die Räume gegründet haben Restaurant des Fiore di Pietra am Monte Generoso. Darüber hinaus werden wir in Kürze die Arbeiten für die Innenausstattung des neuen Stalvedro-Autobahn-Servicebereichs abschließen, ebenfalls ein Botta-Projekt. Eine weitere konsolidierte Zusammenarbeit besteht mit dem Architekten Bruno Huber, mit dem wir das Restaurant des Casinos von Lugano zusammen mit dem berühmten Innenarchitekten Italo Rota und später dem angrenzenden Restaurant Seven und seiner Disco Lounge gegründet haben. Auch mit dem Architekten Huber haben wir die Ausstattung mehrerer Novotel- und Ibis-Hotels der Accor-Kette in der ganzen Schweiz geschaffen.

    Franco Dell’Oro ist auch in der Schweiz mit prestigeträchtigen Aufgaben sehr präsent. Können Sie einen von ihnen nennen?
    Eine Anerkennung, die uns sehr gefreut hat, ist die, die wir von Migros erhalten haben, weil wir einige seiner Restaurants in Zürich gegründet haben, darunter das in der Genossenschaftszentrale. Kürzlich hat uns die berühmte amerikanische Kette Kentuky Fried Chicken (KFC) das Mandat eines Generalunternehmers für die Einrichtung ihrer Restaurants in Lausanne und Bern übertragen. Jenseits des Gotthards sind wir seit Jahrzehnten präsent, zum Beispiel haben wir mehrere Mövenpick- und Marché-Restaurants geschaffen. Um noch einmal große Gruppen zu erwähnen, haben wir auch Arbeiten für das Herrenhaus durchgeführt. Wir haben kürzlich das Restaurant des SBB-Bahnhofs Muralto gebaut, das brandneue Caffè Locarno. Ohne das LAC in Lugano zu vergessen, wo wir die Eingangsbereiche geschaffen haben, oder die Artisa Vip Lounge im Lugano-Hockeystadion.

    Arbeitest du auch im ausland
    Bestimmt. Zu den neuesten Kreationen zählen die Vanini-Schokoladen- und Eisdielen in Wien, London, Barcelona und Mallorca. Im Ausland arbeiten wir jedoch hauptsächlich über unsere Tochtergesellschaft Carimati, mit der wir verschiedene Restaurants und Hotels auf der ganzen Welt geschaffen haben. Zum Beispiel haben wir mit ihr und dem großen Innenarchitekten Italo Rota das Restaurant Just Cavalli in Miami, Florida, gegründet.

    Nicht schlecht für eine kleine Firma, die in Viganello geboren wurde …
    Eine enorme Zufriedenheit für ein kleines Unternehmen in Lugano mit etwa zehn Mitarbeitern. Heute können wir sagen, dass wir in der Lage sind, Arten von Arbeiten auszuführen, die von der typischen Tessiner Grotte bis zur großen internationalen Fast-Food-Kette reichen. Und ich erzähle Ihnen mehr: Es gibt viele Privatkunden, die sich mit uns in Verbindung setzen, nachdem sie unsere Installationen an öffentlichen Orten gesehen haben, und uns die Einrichtung ihrer Häuser anvertrauen, vom Wohnbereich über das Schlafzimmer bis zur Küche. ■

    Innenräume des Novotel in Paradiso, ein Projekt von Franco Dell’Oro mit dem Architekten Bruno Huber.
  • Spital Limmattal darf Erweiterungsflächen erwerben

    Spital Limmattal darf Erweiterungsflächen erwerben

    Nach der Abstimmung vom Sonntag hat der Spitalverband Limmattal auf mehrere  Jahre Planungssicherheit für künftig notwendig werdende Erweiterungs- und Zubauten für das Spital Limmattal. Mit 87,1 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten der elf Trägergemeinden des Spitalverbands für den Kauf des Grundstücks Sandbühl in Schlieren aus. Die aus drei Parzellen bestehende Liegenschaft grenzt laut Medienmitteilung im Nordosten unmittelbar an das bestehende Spitalareal mit Akutspital, Pflegezentrum und Rettungsdienst-Stützpunkt. Das ermögliche eine zukunftsorientierte, vorausschauende und nachhaltige Planung des Gesundheitsplatzes Limmattal, heisst es weiter. Die Stimmberechtigten folgten mit ihrem Ja zu einer langfristigen Arealplanung dem einstimmigen Votum der Delegiertenversammlung vom 23. September. Der Kaufpreis beträgt rund 15 Millionen Franken.

    Das Spital Limmattal stellt die medizinische Grundversorgung von über 77’000 Patientinnen und Patienten jährlich sicher. Es verfügt mit dem Neubau vom Oktober 2018 über 188 Betten, acht Operationssäle und acht Intensivpflegeplätze. Derzeit sind laut der Mitteilung 1480 Mitarbeitende aus 49 Nationen im Spital tätig.

  • Neue Grundschule und Fitnessstudio

    Neue Grundschule und Fitnessstudio

    Die neue Grundschule wird in einem Bereich errichtet, in dem sich heute das Fußballfeld, ein Spielplatz und der Kindergarten befinden. Der Name des Projekts, das den ersten Preis für das Design gewonnen hat
    und das sieht als Leiter das Bonetti und Bonetti Architektenstudio in Zusammenarbeit mit dem Architekten Fabio Regazzoni ist «Pivot», für die unten beschriebenen Spezifikationen.

    Das Projekt schafft es, einen jetzt eher fragmentierten Raum präzise zu ordnen, der dank einer überzeugenden Anordnung von Volumina, die qualitativ hochwertige öffentliche Räume erzeugen können, intelligent neu konfiguriert wird.

    Die Absicht der Designer war es, den öffentlichen Wert des Sektors zu bekräftigen und die korrekten Beziehungen zum großen Maßstab der Landschaft (dem „Vorgebirge“ mit der Kirche und dem Großen) wiederherzustellen
    free noro im Westen) und mit dem kleinen Maßstab des unmittelbareren Kontextes: das Netz von Fußgängerwegen in Richtung des Hügels, des Kindergartens und des Kerns, der Hang im Norden.

    Das Projekt
    Das an der Kantonsstraße gelegene Fitnessstudio-Gebäude kündigt den öffentlichen Sektor an und fungiert als Dreh- und Angelpunkt – ein „Dreh- und Angelpunkt“ – zwischen den beiden vorgeschlagenen Referenzbereichen: dem Ankunftsbereich mit Parkplätzen und dem in Bezug auf die große Leere des Erdgeschoss, das den Schulplatz beherbergt.

    Die neue Grundschule, entfernter und diskreter, gestaltet den Fuß des Vorgebirges, auf dem sich der Kindergarten und die Kirche S. Biagio befinden, neu, während die neuen städtischen Lagerhäuser dazu beitragen, die Ostfront des Ankunftsplatzes zu vervollständigen und zu bilden ein Fünftel in Richtung der privaten Gebäude in der Nähe des Wettbewerbsgeländes.

    Das lange und schmale Gebäude der neuen Schule erstreckt sich über zwei Ebenen und lässt dank der geringen Höhe den Blick auf den Kern und die Kirche frei.

    Der Schulplatz bietet eine großzügige horizontale Fläche, die sich über die gesamte Länge des Geländes von Nord nach Süd erstreckt. Die gepflasterte Spielfläche und eine grüne Fläche, die für verschiedene Zwecke geöffnet ist, finden ihren Platz in diesem Raum. In Richtung des Hügels im Norden führt eine Fußgängerrampe zum Kindergarten.

    Das Gebäude des Gymnasiums, das wie eine Struktur aussieht, die an acht Säulen aufgehängt ist, ist auf zwei Ebenen organisiert, um auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren: die des Fußballclubs im Erdgeschoss und die der Schule im Keller. Die Entscheidung, das Fitnessstudio zu begraben, begrenzt die volumetrischen Auswirkungen der Konstruktion und ermöglicht gleichzeitig eine harmonische Beziehung zur Schule und zu den angrenzenden Schulen
    Centon Kantonsstraße. Dieser Band mit einer schlanken und abstrakten Sprache tritt in einen Dialog mit der Größe der Landschaft und vor dem Hintergrund des von der Kirche San Biagio dominierten Vorgebirges von Magliaso.

    Das Gebäude drückt sich in einer kraftvollen Struktur aus, die ein Dach anhebt, um den Teil des Erdgeschosses für die Öffentlichkeit freizugeben. So entsteht ein großzügiger Portikus, in dem sich die Fußballbar und der Zugang zum Fitnessstudio befinden. Im Keller befinden sich das Fitnessstudio, Umkleidekabinen, Lagerräume und alle Inhalte in enger Beziehung zum Fitnessstudio.

    Die städtischen Lagerhäuser sind am östlichen Rand des Ankunftsbereichs angeordnet. Das Gebäude besteht aus einem einfachen Volumen, das seine Eingänge zum Platz in Kontinuität mit dem bestehenden richtet. Der Fahrzeugzugang erfolgt über eine eigenständige Verbindung zur Kantonsstraße.

    Die Schule besteht aus einer sich wiederholenden Struktur aus Stahlbeton, die eine modulare Öffnung definiert, in die ein Fenster eingefügt wird, das aus einem großen festen Glaselement und einer schmalen Öffnungsplatte besteht. Die Rahmen bestehen aus Metall.

    Energieüberlegungen – Minergie
    In Anbetracht der großen Glasflächen und der starken Anwesenheit von Menschen wurde ein System mit vollständiger Luftheizung und interner Temperaturregelung vorgeschlagen. Das Wade-
    Passive Wärme aufgrund der starken Präsenz von Personen, Geräten und geringfügig des solaren Beitrags trägt wesentlich zum Ausgleich der gesamten Wärmeverluste bei. In den Sommermonaten kann Sonnenwärme nachteilig sein und erfordert ein sorgfältiges Ausbalancieren und Steuern, das durch einen niedrigen Energieübertragungsfaktor des Glases (g <0,30) und einen kontrollierten Sonnenschutz entsprechend der Ausrichtung der Fassaden und der Sonnenstrahlung erreicht wird.

    Das Projekt umfasst die Abdeckung mit Photovoltaik-Modulen auf einer indikativen Oberfläche von rd. 750 m2.

    Die Akustik der Räume wird durch spezielle schallabsorbierende Elemente geregelt, die auch die LED-Beleuchtung enthalten. ■

  • Lebendige Geschichte – Der Palazzo Poncini wird erneuert

    Lebendige Geschichte – Der Palazzo Poncini wird erneuert

    Die Geschichte dieses majestätischen Gebäudes begann 1845, als der Pfarrer von Agra, Don Alberto Poncini, beschloss, das Familienhaus auf einem weitläufigen Grundstück mit einem großen Garten zu errichten. Die Nutzung blieb mehrere Jahrzehnte unverändert, bis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Palazzo Poncini in ein Hotel umgewandelt wurde, in dem Verwandte untergebracht waren, die die Patienten des nahe gelegenen Sanatoriums der Stiftung „Deutsche Heilstätte“ besuchten, in dem Tuberkulose behandelt wurde. Agra, die höchste Stadt der Collina d’Oro (550 Meter über dem Meeresspiegel), zeichnet sich durch eine ideale Luft für Heliotherapie-Behandlungen aus, deren therapeutisches Konzept genau auf der Luftqualität und der Sonne beruhte. Behandlungen, die nach der Entdeckung von Penicillin aufgegeben wurden, indem die Schließung des Sanatoriums und die Umwandlung des nahe gelegenen Hotels in ein Ferienheim für junge Menschen beschlossen wurden, bis es Anfang der 1980er Jahre endgültig geschlossen wurde.

    Der Rest ist aktuell: Vor einigen Jahren verliebten sich die Architekten Bruno Huber und Angelo Renzetti, beide etablierte Fachleute, in den Ort und beschlossen, das in seiner ursprünglichen Form praktisch intakte Grundstück mit seinen grandiosen Strukturen und landwirtschaftlichen Gebäuden zu übernehmen. Nebengebäude, in denen zu der Zeit alles hergestellt wurde, um die Gäste mit Naturprodukten zu versorgen. Tatsächlich gibt es am Hang stromabwärts des Gebäudes wichtige Bereiche, in denen Obst und Gemüse angebaut wurden, während ein großes beheiztes Gewächshaus die Produktion das ganze Jahr über sicherstellte.

    Zurück zu den Ursprüngen
    An diesem Punkt wird der Wunsch der beiden Tessiner Architekten, der Natur näher zu kommen, zu einem Projekt, um den Palazzo Poncini nach modernsten Wohnstandards wiederzubeleben und gleichzeitig die äußere Struktur, die heute ein geschütztes architektonisches Gut ist, intakt zu halten. Die Arbeiten haben bereits begonnen und 18 Wohnungen befinden sich im Bau, die sich alle voneinander unterscheiden, weil sie von der ursprünglichen Struktur abgeleitet sind. Und das alles in unmittelbarem Kontakt mit der Natur. Der Palast wird in der Tat von Gärten umgeben sein, die einer neuen Vision von heimischem Grün folgen, in dem Gewürze und Heilpflanzen, die von den Balkonen und Fenstern aus sichtbar sind, angebaut werden, wenn auch zur reinen Dekoration. Die Bewohner haben auch Zugang zu einem großen gemeinschaftlichen Freizeitbereich mit Swimmingpool und Sommerküche, in dem sie ihre Freizeit mit Freunden verbringen können.

    Der Architekt Bruno Huber erklärt uns: «Die neue Wohnadresse zielt darauf ab, einen Haustyp vorzuschlagen, der sich durch die starke Verbundenheit mit der Natur auszeichnet, die in Agra sehr präsent ist. Der architektonische Eingriff beschränkt sich hier nicht nur auf die Realisierung der Artefakte, sondern erstreckt sich auch auf ein integriertes Konzept des Zusammenlebens von Natur und Gebäude ». Der Palast ruht auf dem alten Kern von Agra und öffnet sich zum Tal und zu den Feldern, die mit Weinreben und Gemüse bepflanzt sind, allesamt streng biologisch. Die Verbindung zur Natur wird nicht nur visuell sein: Ein kostenloser Laden bietet die Möglichkeit, Gemüse und frisches Obst, das auf dem Grundstück in einer Entfernung von null Kilometern hergestellt wird, sowie Honig, der auf den nahe gelegenen Feldern hergestellt wird, zu kaufen. Gleiches gilt für Wein: Es werden interspezifische Reben gepflanzt, die nur sehr wenige Behandlungen erfordern, und die Trauben werden vor Ort für den Palast vinifiziert.

    Im Grün mit maximalem Komfort
    Nochmals Bruno Huber: «Der Palazzo möchte sich nicht nur an die starke Natur binden, die ihn umgibt, sondern auch als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft fungieren, und unter dem Deckmantel der Vergangenheit schlägt ein Herz, das auf die Zukunft des Lebens blickt». Angefangen bei den Parkplätzen, alle unterirdisch und mit Gebühren für Elektroautos ausgestattet. Direkt vom Parkplatz aus haben Sie Zugang zu den Kellern, die so zu echten Vorratskammern neben der Garage werden. Und wenn man an die Zukunft der Lebensmittelversorgung denkt, gibt es in der Eingangshalle einige Kühlräume in Kombination mit den Wohneinheiten für den Empfang der „Lebensmittellieferung“: Der Kurier legt die Einkäufe im klimatisierten Fach der Person ab, die die Bestellung aufgegeben hat Nach der Rückkehr von der Arbeit ist der Einkauf fertig.

    Auch die ökologische Nachhaltigkeit wird auf ein Maximum gesteigert, und es ist eine zentralisierte Sammlung für die Kompostierung geplant, die dann in den Gemüsegärten und in den beiden alten restaurierten Gewächshäusern für die Herstellung der ersten Früchte wiederverwendet wird. Das nach den geltenden strengen Vorschriften isolierte Gebäude wird mit einer Wärmepumpe beheizt und im Sommer werden die Böden gekühlt, um zu jeder Jahreszeit einen hohen Komfort zu gewährleisten. Es wird ein sehr geringer Energieverbrauch erwartet, der sich positiv auf die Kosten der Eigentumswohnungen auswirken wird.

    Die Umgestaltung des Palazzo Poncini ist Teil eines größeren Sanierungsprojekts des gesamten annektierten Grundstücks, bei dem die alten ländlichen Strukturen renoviert werden. Die erste Phase, die in Verbindung mit dem Gebäude endet, wird die Schaffung eines kleinen „charmanten“ Hotels mit 18 Mini-Apartments sein. In den anderen Bänden befindet sich die Weinhandlung mit Weinen, die in den Hügeln hergestellt werden. Der Bereich ist für die Verpflegung von Verkostungen und Abendessen oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Herstellung von Collina d’oro-Weinen vorgesehen. ■

    Bruno Huber in Kürze

    Bruno Huber schloss 1982 sein Architekturstudium am Polytechnikum Zürich ab. Nach mehreren Etappen in der Schweiz und im Ausland schloss er sich seinem Vater Alex an, mit dem er bis 1992 zusammenarbeitete. Später eröffnete er mit seinem Bruder Matteo, Stadtarchitekt, ein unabhängiges Studio. und setzt seine Tätigkeit fort, indem er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teilnimmt. Er war Mitglied verschiedener internationaler Architekturjurys und hat Industrie-, Verwaltungs- und Wohngebäude in Europa, Australien und den USA geschaffen. Bruno Huber Architetti befasst sich auch mit Aspekten der Innenarchitektur und des Designs.

  • Studentenwohnheim der Franklin University, Sorengo

    Studentenwohnheim der
    Franklin University, Sorengo

    Die Studentenresidenz der Franklin University of Sorengo stellt die letzte Phase eines größeren Projekts dar und vervollständigt die Straßenfront sowie das Piano di Quartiere.

    Die neue Einrichtung, die vom preisgekrönten Flaviano Capriotti Architetti entworfen wurde, wird viele innovative Funktionen enthalten, die den Campus aufwerten sollen: moderne, gut gelegene Studentenwohnungen mit 1, 2 und 4 Schlafzimmern, zwei Tiefgaragenetagen, eine davon Multifunktionshalle, ein helles und geräumiges Fitnesscenter, spezielle Bereiche für
    Studenten- und Forschungsdienste für Doktoranden, eine Kunstgalerie, Büros, medizinische und Beratungsdienste und mehr.

    Das Projekt
    Das Gebäude befindet sich auf einem abfallenden Grundstück in enger Beziehung zur umliegenden Landschaft: den Tessiner Alpen und dem Luganersee. Es vereint zwei Architekturblöcke mit unterschiedlichen Funktionen und schafft so unabhängige, aber miteinander verbundene Räume, die nur durch perspektivische Ansichten verbunden sind: das Volumen der Gemeinschafts- und Bildungsräume und das Volumen der Universitätsresidenzen. Der leuchtende Körper, der sich im Erdgeschoss mit einer gewundenen Form entwickelt, begrüßt die Gemeinschafts- und Bildungsräume.

    Das Gebäude hat öffentlichen Charakter und zeigt sich dem städtischen Kontext, indem es sich darauf bezieht. Zuerst unterstützt es das Wohnvolumen, es erstreckt sich nahtlos in Richtung der Mitte des Grundstücks und gewinnt dann die Hauptfassade zurück und steht wie eine große Laterne im Volumen des Multifunktionsraums.

    Das Wohnvolumen ist mit dem Volumen verbunden, das zuvor auf dem Grundstück errichtet wurde, um den ursprünglichen C-förmigen Innenhof wiederherzustellen. Die Verteilung erfolgt über offene Balkone mit Blick auf den privaten Innengarten. Der Innenhof bietet den Schülern einen großen offenen Raum, in dem sie sich entspannen und mit Klassenkameraden interagieren können.

    Der gesamte Komplex ist für eine vollständige Nutzung der Räume durch Menschen mit Behinderungen optimiert.

    Eine Außentreppe schneidet das Grundstück in Längsrichtung und verbindet die Via Ponte Tresa mit der historischen Route der Via San Grato entlang des grünen Innenhofs.

    Zwei Tiefgaragen vervollständigen das gesamte Projekt.

    Materialien
    Das für den Bau verwendete satinierte und halbtransparente U-Glas-Material zeigt diskret die Vitalität der Tagungsräume der Universität, die ein städtischer Treffpunkt und Symbol des Universitätskomplexes werden sollen. Ein halböffentlicher offener Raum, ein kleiner „Platz“, ein Treffpunkt und ein Austauschort in enger Beziehung zu den ihn umgebenden Funktionen.

    Der Wohnkörper besteht aus einem massiven Volumen pigmentierten und bedruckten Betons. Es ist vier Stockwerke hoch und beherbergt Studentenwohneinheiten. Es hat einen privateren und introvertierteren Charakter und bezieht sich auf klassische Weise auf den städtischen Kontext, wodurch eine kompakte Straßenfront entsteht.

    Die Fassade ist durch identische Fenster perforiert
    Sie skalieren sie gelegentlich in der Größe, sind jedoch starr nach einem Raster angeordnet. Wie die Bilder zeigen, wird diese spektakuläre Struktur ein Wahrzeichen der Sorengo-Gemeinde sein und eine Fassade aufweisen, die an den Rand eines Buches erinnert und somit Bildung und Lernen symbolisiert. ■

  • Wer ist oder was ist ein Standortmanager?

    Wer ist oder was ist ein Standortmanager?

    Es kommt häufig vor, dass Mitglieder des EZB-Rates des Schweizerischen Standortverbandes gefragt werden, was genau ein Standortförderer ist und was sein Geschäft ist. Die nicht ganz zufriedenstellende Antwort lautet immer: Es kommt darauf an. Da es für die rund 300 in der Schweiz als Immobilienentwickler tätigen Personen keine anerkannte berufliche Qualifikation gibt, viel weniger einheitliche Ausbildung oder ein Qualifikationsprofil. Es gibt verschiedene berufliche Namen und Tätigkeitsbereiche: Standortförderer, Wirtschaftsförderer, Standortmanager, Marketing nach Standort, regionales Marketing, regionale Entwicklung, um nur einige zu nennen, aber die Liste ist nicht vollständig. Tatsächlich sind die unzähligen Kollegen in den Bereichen, mit denen der Standortmanager eng zusammenarbeitet, nicht enthalten: Tourismus, Immobilien, Architektur, Bauwesen, Forschung, Verwaltung und öffentlicher Sektor, Kultur, Gastronomie usw. Auf der theoretischen Ebene scheint es eine klare Unterscheidung zu geben, die in der Praxis tatsächlich verschwindet.

    Erkennen Sie das Potenzial und setzen Sie es dann um
    Und genau in dieser Schnittstelle zwischen den unterschiedlichsten Sektoren befindet sich der Promoter oder Promoter von Standorten und arbeitet in den meisten Fällen – ja, Frauen gewinnen an Boden – oft mit vielfältigen Fähigkeiten in anderen Sektoren wie Soziologie, Wirtschaft, Architektur, Marketing oder Immobilienverkauf. Der moderne Veranstalter kombiniert diese und andere Fähigkeiten und erfüllt die Aufgabe, die ihm häufig von der Politik gestellt wird – auf kommunaler oder internationaler Ebene. Sie, die dieses Magazin lesen, sind höchstwahrscheinlich in einem der genannten Bereiche aktiv, sodass Sie die zahlreichen Qualitäten und Kenntnisse, die ein Standortförderer besitzen sollte, am besten bewerten können. In einem Punkt sind sich alle einig: Es gibt einen gemeinsamen Nenner für alle Projektträger, jeder möchte das Potenzial seines Aktionsfeldes kennen, um es dann zu entwickeln und zu realisieren. Und dies ist eine etwas einfache Antwort auf die ursprünglich gestellte Frage.

    Professionalität fördern
    Der ASLM, der Dachverband, der Standort- und Wirtschaftsförderer in der Schweiz zusammenbringt, ist nicht zufrieden. Der 1998 gegründete Verein hat mittlerweile rund 90 Mitglieder. Es bemüht sich um Antworten auf die eingangs genannten Fragen und fördert zu diesem Zweck den interdisziplinären Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Verbindung zwischen Lehre, Forschung und Praxis. Die ASLM setzt sich voll und ganz für die Förderung der Professionalität im Bereich des Standortmanagements ein. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschuleinrichtungen organisiert der Verein Kurse und Schulungsmodule zu diesem Thema, und mehrere Mitglieder sind auch Redner in den verschiedenen Schulungs- und Auffrischungskursen. Auch auf politischer Ebene steht die ASLM im Dienste der Professionalität, um eine anerkannte berufliche Persönlichkeit, die Figur des „Standortmanagers“, zu erreichen. Zu den Aufgaben des ASLM gehört nicht zuletzt die Beantwortung von Fragen zum Standortmanagement.

    Das Netzwerk der Kontakte ist unerlässlich
    Die Hauptaufgabe der ASLM ist jedoch die Verbindung zwischen ihren Mitgliedern. Standortentwicklung, Standortmarketing, Wirtschaftsförderung, Immobilienprojekte, Raumplanung: Diese und andere Themen gehören, wie bereits erwähnt, zur täglichen Tätigkeit der Standortförderer. Komplexe Sektoren, die sich überschneiden und für die es nicht immer einfach ist, einen Überblick zu behalten und die Verbindungen und Zusammenhänge zu haben
    fühlt sich richtig an. Gerade deshalb gewinnen der Erfahrungsaustausch, das berufliche Netzwerk und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Branchen zunehmend an Bedeutung. Die ASLM bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Netzwerk zu erweitern, sich um den interdisziplinären Austausch zu kümmern und die Synergien zwischen Standortförderung, Wirtschaftsförderung, Raumplanung und Immobilienentwicklung zu nutzen. Darüber hinaus können ASLM-Mitglieder kurze kostenlose Konsultationen zu Aspekten des Standortmanagements und der Standortentwicklung in Anspruch nehmen, die von Mitgliedern des ASLM-Verwaltungsrats angeboten werden.

    Auszeichnungen für innovative Projekte
    Jedes Jahr im Frühjahr organisiert die ASLM den Standortmanagement-Tag, an dem sich Standortmanager, Wirtschaftsförderer, Experten des Immobiliensektors und Vertreter von Kommunen, Städten und Kantonen treffen, um Interventionen zu Referenzfällen anzuhören und Themen zu diskutieren branchenspezifisch, tauschen Sie Erfahrungen aus und erweitern Sie Ihr Kontaktnetzwerk. Seit 2007 vergibt ASLM die begehrten ASLM Awards an innovative Projekte im Bereich Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung. Die Auszeichnungen sollen die Vielfalt und Qualität sowie die Innovationskraft von Projekten im Bereich Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung belohnen. Seit 2017 organisiert die ASLM auch einen Besuch der Expo Real in Monaco, die Anfang Oktober stattfindet. Mit rund 42.000 Besuchern und 2.000 Ausstellern ist die Expo Real die größte europäische Ausstellung für den Immobilien- und Standortbereich. Die Initiative beinhaltet eine Rückfahrt mit dem Bus, einen Besuch der Ausstellung mit ausgewählten Treffen, einen Aperitif und ein exklusives Netzwerk am Schweizer Stand „Swiss Circle“. ■

    • André Gassmann ist Mitglied der
      Geschäftsführer der ASLM und Leiter Kommunikation und Marketing der Gemeinde Emmen; Alexandra Vogel leitet das Büro des Schweizerischen Standortverbandes ASLM.

    Kontakte

    Schweizerische Vereinigung
    für Standortmanagement SVSM
    Geschäftsstelle
    Ricketwilerstrasse 135
    8352 Ricketwil (Winterthur)
    T: 058 255 08 88
    info@svsm-standortmanagement.ch
    www.svsm-standortmanagement.ch

  • "Valascia ist die Kathedrale von Leventina"

    "Valascia ist die Kathedrale von Leventina"

    Als Ambrì-Fan muss es eine unglaubliche Befriedigung sein, die Geschichte dieses glorreichen Sportvereins prägen zu können.
    Bei der Bewältigung dieses Wiederaufbauprojekts wurde mir klar, dass Valascia heute als „Kathedrale“ von Leventina interpretiert werden kann, in dem Sinne, dass es eine Identität sammelt, die aus der Ferne kommt. Diese Identität ist noch nicht vollständig zum Ausdruck gebracht, aber als ich die Südkurve brüllen hörte, gibt es etwas Anthropologisches, in dem die Ursprünge des Menschen gefühlt werden, das Bedürfnis nach kollektiver Begegnung, das Bedürfnis, die eigene Identität zu beanspruchen. Daher gibt es objektiv nicht nur die sportliche Seite, sondern es ist etwas, das die Beziehung des Menschen zu seinem Land berührt. Aus diesem Grund musste der Wiederaufbau zunächst an dem Ort stattfinden, an dem das alte Valascia stand, denn hier ist dieser Geist. Wir müssen daher sicherstellen, dass es keine isolierte Struktur bleibt, mit der Gefahr, dass es nur am Wochenende lebt. Es verdient daher die Anstrengung, es zu einem Mehrzweckraum zu machen; dies zumindest in Absichten, dann wird es das Leben sein, seine Verwendung und Verwendung zu bestimmen. Es war eine Gelegenheit zu versuchen, eine Struktur hinzuzufügen, die das Tal zum Leben erwecken kann.

    Wird es als Botta-Projekt in dem Sinne erkennbar sein, dass es ein charakteristisches Zeichen Ihres architektonischen Stils trägt?
    Es ist nicht wichtig, dass es als mein Projekt erkennbar ist, auch wenn die Architektursprache immer dieselbe ist. Wichtig ist, dass es eine Bedeutung für das Wohlbefinden hat und dass es in der Lesung klar ist. Nun, es sollte nicht das sein, was es riskierte, das ist ein anonymer Schuppen, in dem Hockey gespielt wird, wie in den meisten Schweizer Stadien, die wie Supermärkte aussehen. Ich bemühte mich, das Artefakt einfacher zu lesen und gleichzeitig die einzelnen Teile hervorzuheben. Daher die Innenräume zu artikulieren, um sicherzustellen, dass auch diejenigen, die die Autobahn passieren, erkennen, dass hier eine Veranstaltung stattfindet und es sich weder um eine Nebenschau noch um einen Markt oder ein einfaches Lager handelt. Denn wenn Sie noch einen Vorortschuppen hinzufügen, leisten Sie der Landschaftskultur nicht viel Dienst.

    Laufen die Arbeiten nach Plan? Wird der neue Valascia für die nächste Meisterschaft 2021/22 bereit sein?
    Dies hängt von der Einhaltung unseres Programms ab, das jedoch an die saisonalen Wetterbedingungen gebunden ist. In der Praxis kommt es darauf an, wie viel Schnee fällt. Im ersten Jahr sind wir gut gelaufen, weil wir in den Wintermonaten lange arbeiten konnten und dann im Februar / März wieder anfangen konnten. Jetzt hängt alles vom Wetter und von diesem verdammten Covid ab, denn jetzt können wir uns nicht mehr nur auf die Planung verlassen. Dies ist auch ein Zeichen unserer Zerbrechlichkeit als Zivilisation. Bis vor ein paar Jahren schien es, dass Technologie alles kann, jetzt haben wir gesehen, dass dies nicht der Fall ist.

    Die neue Stalvedro-Tankstelle auf dem südlichen Gotthardportal trägt auch Ihre Unterschrift in Leventina. Was für ein Projekt haben Sie dort entwickelt?
    Es ist sicherlich eine bescheidenere Struktur als das neue Valascia. Grundsätzlich handelt es sich um eine Tankstelle zum Tanken mit einem kleinen Laden und einem Erfrischungsbereich. Kurz gesagt, es ist der typische Autobahnparkplatz mit zugehörigen Dienstleistungen.

    Auf architektonischer Ebene wollte ich denjenigen, die auf der Autobahn fahren, ein Signal geben, das sich von den üblichen Tankstellendächern abhebt. Deshalb dachte ich an ein Zick-Zack-Dach, das von der Form eines Blitzes inspiriert war. Vielleicht wird der Benutzer neugierig und hält für Benzin und einen Kaffee an. Andererseits haben diese Strukturen eine vorübergehende Konnotation, auch aufgrund der Tatsache, dass die staatliche Konzession eine Verwaltung von 25 Jahren vorsieht.

    Es ist unwahrscheinlich, dass es jemanden geben wird, der einen Botta zerstört, selbst in 25 Jahren …
    Warum nicht! Es wäre auch normal. Gebäude sind wie Männer, sie müssen geboren werden, aber sie müssen auch irgendwann sterben. Ich bin nicht für unbestimmte Lagerung. Wenn es richtig ist, dass eine Kirche 200 Jahre hält, ist es auch richtig, dass eine Tankstelle nur wenige Jahre hält.

    In der Praxis wird es eine Botta entlang der beiden Richtungen der Autobahn geben, sowohl beim Einfahren in das Tessin als auch beim Verlassen des Tessins. Ein gutes Zeichen für unseren Kanton …
    Es ist so, aber es wurde weder gedacht noch gesucht. Es ist ein reiner Fall des Lebens. Nicht alles kann programmiert werden und das Leben führt gelegentlich zu diesen Zufällen, die weder vorstellbar noch programmierbar waren.

    Haben Sie weitere Projekte im Tessin in der Pipeline?
    Im Tessin habe ich eine Baustelle, die seit 10 oder 12 Jahren in Betrieb ist. Dies ist die 4. Phase des Tenero-Sportzentrums, in der das große Fitnessstudio und die Räume für die Verwaltung des Komplexes fertiggestellt werden. Die Erweiterungsarbeiten wurden schrittweise durchgeführt, da Sie als guter Schweizer nicht den längsten Schritt machen. Aber jetzt gibt es eine sehr starke Nachfrage und daher entstand der Bedarf an diesem neuen Fitnessstudio und einer neuen Kantine für 400 Mahlzeiten. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2023 abgeschlossen sein.

    Und haben Sie in der Zentralschweiz und im Rest der Welt größere Projekte auf dem Spiel?
    In der Schweiz arbeite ich am neuen badischen Spa, das nächstes Jahr eingeweiht wird. Dies ist ein sehr umfangreiches Projekt, das ein ganzes historisches Gebiet der Stadt am Ufer des Limatt betrifft, genau dort, wo vor 2000 Jahren die alten römischen Bäder standen. Wir beenden jetzt den Spaziergang entlang des Flusses. International gibt es in Seoul in Südkorea eine große Kirche, die inzwischen fast fertiggestellt ist. Ebenfalls in Asien habe ich das Projekt für ein weiteres Museum an der Tsinghua-Universität in Peking, das leider durch die Covid-Pandemie gebremst wurde.

    Spas, Museen, Theater, Banken, Kasinos, Bibliotheken, religiöse Gebäude, jetzt sogar eine Eisbahn … Sie haben alles erreicht. Haben Sie noch einen Traum in der Schublade, den Sie noch nicht zeichnen konnten?
    Ich bevorzuge Strukturen mit direkter und ständiger Beteiligung, daher Häuser, Schulen, Museen, Kultstätten. Orte, die das Bedürfnis nach Dauer befriedigen, die eine Konstante haben und nicht dem Moment ausgeliefert sind. Wenn ich daran denke, fehlt mir immer noch ein Krankenhaus, aber es ist eine sehr komplexe Maschine. Es ist ein sehr heikles Thema, aber auch faszinierend, denn es gibt nicht nur Beständigkeit und zyklische Krankenhauseinweisung, sondern es enthält auch die Idee des Schmerzes, der Konfrontation mit Krankheit. Aber ich müsste 500 Jahre leben, um alles erreichen zu können, was ich möchte!

    Können Sie uns abschließend kurz an Ihre Meister erinnern, die großen Architekten, die Sie inspiriert haben?
    Wenn ich im 17. Jahrhundert geboren worden wäre, wäre mein Lehrer sicherlich Borromini gewesen. Angesichts der Tatsache, dass ich an der Wende der beiden Kriege in der Post-Bauhaus-Kultur geboren wurde, sind meine Bezugspunkte die großen Architekten der Generation vor mir, daher Le Corbusier, Louis Kahn und Carlo Scarpa. Ich betrachte sie als Meister für das, was sie für die Architektur dargestellt haben, und weil ich auch das Privileg hatte, sie zu kennen und mit ihnen zu arbeiten.

    Und unter den jungen Architekten, wen mögen Sie?
    Es gibt viel Aufregung, aber in der Architektur müssen wir Altersunterschiede machen. Denken Sie, dass Louis Kahn im Alter von 50 Jahren mit der Arbeit begonnen hat? Bei unserer Arbeit ist es relativ spät. Mein Fall ist außergewöhnlich, weil ich das Glück hatte, zwischen 15 und 18 Jahren eine Lehre bei Tita Carloni in Lugano zu machen. Es muss berücksichtigt werden, dass ein Architekt normalerweise die Ausbildung im Alter zwischen 25 und 30 Jahren verlässt. Dann dauert es weitere zehn Jahre, bis er anfängt zu „verstehen“. Und das ist der Grund, warum Architekten im Allgemeinen lange leben (lacht)… Die Aussichten, ihre eigene fertige Realisierung zu sehen, sind immer sehr weit entfernt. Unter den sogenannten „jungen Leuten“ mag ich jedoch am meisten den Japaner Tadao Ando, der, obwohl nicht sehr jung, in seiner Ausdrucksform jung ist. Stattdessen gibt es eine ganze Generation zwischen meiner und der nächsten, die ein bisschen vom Wirbel der Globalisierung verschluckt wurde, und die Architektur hat ebenfalls sehr gelitten. Es gibt tatsächlich eine kontinuierliche Abflachung von Modellen und Sprachen. Es genügt zu beobachten, wie Glas und Stahl mittlerweile zur Routine geworden sind. Andererseits glaube ich, dass Architektur etwas anderes ist, das nicht die Form ist, sondern die Werte des Raums, die seine Qualität bestimmen. In diesem Punkt sind wir etwas verwaist, weil es nach den großen Meistern keine Bezugspunkte mehr gab. ■

  • Das Kantonale Institut für Wirtschaft und Handel wird erneuert

    Das Kantonale Institut für Wirtschaft und Handel wird erneuert

    Im Rahmen von Architekturwettbewerben für Schulfächer sehen wir uns häufig mit Projekten konfrontiert, die die architektonische Entwicklung der Nachkriegszeit belegen. Manchmal sind sie interessante Objekte, andere weniger, auch wenn die auftretenden Fragen dieselben sind.

    Wie verhält man sich vor einer Architektur, die uns in Zeiten und Denkweisen so nahe steht? So lösen Sie Energielücken, ohne das Gesicht zu verzerren. Was sind die besten Möglichkeiten, um die Räume zu erweitern, ohne das ursprüngliche Konzept und die ursprünglichen Eigenschaften zu verlieren?

    Dies sind einige der Fragen, mit denen die Architekten Corecco und Canevascini konfrontiert waren, um zu lösen, was sie an diesen Architekturen wirklich mögen, welche Lücken zu schließen sind und welche Transformationen das architektonische Gleichgewicht geknackt haben könnten.

    Die Gebäude und die Landschaft
    Die ehemalige Bellinzona-Kaserne, die Anfang der 1950er Jahre von den Architekten Jäggli, Brunoni, Beretta-Piccoli und Tallone entworfen und in den 1980er Jahren in eine Business School umgewandelt wurde, verfügt über verschiedene wertvolle Elemente, die als Design-Eckpfeiler dienen. Das allgemeinste befindet sich in der hochwertigen Landschaft des Ortes, an dem der Komplex mit Bedacht eingefügt und im Laufe der Zeit durch Interventionen von absolutem Wert gestärkt wurde, unter denen das öffentliche Badezimmer hervorsticht, die großartige Arbeit der Architekten Aurelio Galfetti, Flora Ruchat, Ivo Trümpy.

    Eine Flussroute, eine ausgedehnte Grünfläche, die durch öffentliche Gebäude definiert wird, der Blick auf das mittelalterliche Bellinzona und die nach Norden öffnende Landschaft des Tals bilden die Hintergründe der Umgebung des Instituts. Dann gibt es die Möglichkeit, die Volumina individuell streng zusammenzustellen, aber durch die leichten Schwingungen der Winkel, die die Verkettung zeichnen, gemildert zu werden. Schließlich die kompositorische und strukturelle Genauigkeit der einzelnen Teile, die Rückverfolgung von Details oder konstruktive Lösungen, die dem Ganzen Kontinuität verleihen, selbst bei extrem unterschiedlichen Volumina. Denken Sie zum Beispiel an die Form des Daches: zwei Teilungen, die sich nicht berühren und einen Lichtschnitt bilden; Lösung angenommen und geeignet sowohl im Hauptgebäude als auch in den Nebengebäuden. Diese Strenge ist auch ein Fassadenthema, das mit unterschiedlichen, aber ähnlichen Rhythmen entlang aller Hauptansichten wiederholt wird.

    Hier kommen die Antworten auf die ersten Fragen. Wenn Sie in diese Gebäude eingreifen, müssen Sie dies mit Respekt tun und ihre volumetrische Integrität und das Erscheinungsbild von Details verteidigen. Zerstören Sie nicht die einzelnen Teile des Komplexes, um die erforderlichen neuen Räume aufzunehmen – auch wenn einige von ihnen von geringerem Wert sind – und verwandeln Sie nicht den offenen, aber raffinierten strukturellen Aspekt der Fassaden.

    Diese Annahmen führen zunächst zu einer energetischen Sanierung von Block A, dem Hauptgebäude des Komplexes. Es wird hauptsächlich intern gelöst, dank der Schaffung eines Systems
    modular isoliert und funktional für den Durchgang der Anlage und für Regale und Schränke, die für Unterrichtsräume nützlich sind. Die Dicke dieses Elements entspricht der Notwendigkeit, die Wärmebrücke der Bauelemente der Fassade nach innen aufzulösen. Der Teil des Fensters hat im Vergleich zum Original ein neues Design, das der Notwendigkeit einer natürlichen Belüftung der Räumlichkeiten entsprechend der neuen Dicke der Profile entspricht.

    Das Projekt
    Die drei Phasen des Projekts, die Sanierung von zwei bestehenden Blöcken und die Erweiterung um ein neues Gebäude, wurden durchgeführt, während die Schule aktiv blieb und die mehr als 1.300 Schüler nicht vertrieben werden mussten. Dies ist eine vom Wettbewerb festgelegte Bedingung. Die Erweiterung, die sich jetzt in der letzten Bauphase befindet, ist ein langer Körper, der vom Boden abgehoben und über die beiden Treppen zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Ebene mit dem Hauptblock verbunden ist. Der Standort verdeutlicht die Gestaltung der Parkplätze und der Servicegebäude, die jetzt ungeordnet angeordnet sind, und bringt die Schule schließlich entlang des Flusses, nicht mehr als Rückseite, sondern als privilegierter Hintergrund.
    Die strukturelle Strenge, die äußerlich durch die die Platte tragenden Klingen und den vertikalen Rhythmus der Fassadenelemente betont wird, ist die Lösung, die das neue Gebäude architektonisch mit dem bestehenden verbindet. Der grundlegende Unterschied ist die ausgeprägte horizontale Abmessung im Gegensatz zur Vertikalität der Erhebungen des ursprünglichen Komplexes.

    Die Hauptebene beherbergt hauptsächlich 12 Klassenzimmer nach Westen und Arbeits-, Pausen- (für Schüler und Lehrer) oder Serviceräume nach Osten. Im Norden ist ein großer Mehrzweckraum geplant, der als Hauptversammlungsraum innerhalb des gesamten Schulkomplexes dienen wird. Große Verkehrsflächen verbinden die neuen Räume mit Abmessungen, die für die hohe Nutzerzahl geeignet sind.

    Die Sanierung und Erweiterung erfolgte in drei Schritten zu Gesamtkosten von 34,4 Millionen Franken: In der ersten Phase die Klassenzimmer und das Institut (Block A) in der zweiten Phase die Büros und das Dokumentationszentrum (Block D und P) und die dritte Stufe mit Expansion.
    Materialien Konstruktiv wird die Architektur der Erweiterung durch eine Stahlbetonkonstruktion aufgelöst, die außen isoliert ist und von umgedrehten Bockpfeilern auf der Höhe der Eingänge zum Erdgeschoss getragen wird. Die Sprache des Gebäudes wird in den Haupterhebungen mit großen Glasflächen aufgelöst, die in Richtung der Auen des Flusses blicken, während in den Kopfansichten die Verkleidung das wiedergibt, was für die vorderen Elemente der Fußböden in Zink-Titan-Folie getan wurde, die in der Farbe oxidiert ist dunkel. Der Rhythmus der Hauptfassaden vermischt feste Verglasungen mit undurchsichtigen Türen, die zur Belüftung geöffnet werden können, und macht den Wechsel von Innenräumen mit unterschiedlichen Inhalten homogen und abstrakt.

    Energiestandards
    Die Sanierungsarbeiten entsprachen den Anforderungen der Minergie-Baunormen. Es war nicht möglich, eine Zertifizierung zu beantragen, da ein einzelner Punkt nicht bezahlt wurde, kontrollierte Belüftung. Die Erweiterung hat stattdessen Minergie-Standards und -Zertifizierungen. ■

  • deltaVERDE

    deltaVERDE

    Prämisse
    deltaZERO ist «eine Gruppe von Designern aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung, die Gebäude und Städte für den Mann des 21. Jahrhunderts bauen wollen». Die Gruppe ist in der Schweiz führend bei der Planung emissionsfreier Gebäude und hat einige selbst beworbene Prototypengebäude entwickelt, um die in den Projekten des Studios vorgeschlagenen Systeme direkt zu überprüfen.

    2008 schlug das deltaZERO-Gebäude in Paradiso einen neuen Standard für Niedrigenergiegebäude der Zukunft vor, der sich durch Flexibilität und Transparenz auszeichnet. Es folgte deltaROSSO, ein Prototypengebäude, ein Mietgebäude für gemischte Wohn- und Verwaltungszwecke, das mit dem Sonderpreis der Schweizerischen Solaragentur 2019 für das beste Mehrfamilienhaus mit positiver Energie ausgezeichnet wurde

    Jetzt wird der „Prüfstand“ durch den DeltaVERDE-Komplex dargestellt, in dem die bereits in den vorherigen Prototypen vorgeschlagenen Eigenschaften weiterentwickelt werden.

    Eigenschaften
    Der Komplex mit 5’000 m2 und 86 Parkplätzen zeichnet sich durch zwei bewohnbare Volumen aus, die auf einem Sockel stehen, der als Garage, Lager- und Technikraum dient.

    Das Grundstück, das den Aktionären von deltaZERO gehört, kommt einer im Urteil gewachsenen Baugenehmigung zugute.

    In Übereinstimmung mit der DeltaZERO-Philosophie wurde das Gebäude so entwickelt, dass es folgende Merkmale aufweist:
    – Achtung der Umwelt, daher keine höheren Emissionen in die Atmosphäre und Energieerzeugung als der Verbrauch
    – höher als der Verbrauch
    – maximale Flexibilität dank eines modularen Designkonzepts mit der daraus resultierenden Möglichkeit, Ziel und Partitionen entsprechend den Marktanforderungen zu ändern; Dank des abnehmbaren Strahlungsbodens mit deltaZERO-Konzepten ist die Transformation jederzeit einfach
    -hoher Wohnkomfort mit Belüftung
    kontinuierliche, große heiße und kalte Strahlungsoberflächen mit folglich reduziertem Temperaturdelta in der Verteilung
    ne, gefilterte und ionisierte Luft, Hausautomation

    Ort
    Chiasso ist eine Stadt wenige Kilometer von den Seen Lugano und Como entfernt und in der Nähe ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Es ist der ideale Ort für diejenigen, die in Ruhe leben und gleichzeitig mit lokalen und internationalen Verkehrs- und Servicenetzen verbunden sein möchten.

    deltaVERDE befindet sich in der Via Sottopenz, nur wenige Schritte vom historischen Zentrum entfernt und inmitten des Grüns des Penz-Hügelparks mit seinen schattigen und entspannenden Wegen, die Möglichkeiten zur Erholung in der Natur bieten.

    Die Lage ist aus logistischer Sicht strategisch: In wenigen Minuten zu Fuß erreichen Sie den Bahnhof, den zentralen Platz der Gemeinde und alle Dienstleistungen. Der Standort erfüllt daher die Anforderungen einer jungen Kundschaft, die ein Leben ohne ständige Nutzung des Autos wünschen, auch wenn die Autobahn in der Nähe liegt.

    Innovation
    Integration von Technologien zur Energieeinsparung und Energieerzeugung.

    Implementierung neuer Konzepte, die darauf abzielen, die Flexibilität des Ziels und die Nutzung der Räume entsprechend den sich ständig ändernden Bedürfnissen des zeitgenössischen Benutzers zu gewährleisten.

    Die modernsten technologischen Systeme beinhalten keine Emissionen und keinen Verbrauch, maximale Flexibilität und hohen Komfort und garantieren folglich die Stabilität des kommerziellen Wertes der Immobilie auch langfristig.

    Positive Energie
    deltaVERDE produziert mehr Energie als es verbraucht dank:
    -Eine Konstruktion, die auf Masse und optimale Wärmedämmung achtet
    – eine Energieerzeugung mit zwei reversiblen Wärmepumpen
    – in die Gebäudehülle integrierte Solarkollektoren und Photovoltaikmodule

    Komfort
    – optimale Beleuchtung durch große Fenster garantiert
    – saubere Luft dank Belüftung
    Fortsetzung mit Luftfilterung und Ionisation
    – Sommerkühlung und Luftentfeuchtung
    – thermische Aktivierung der Dachmasse
    – Hausautomation und Möglichkeit der schnellen Anpassung des elektrischen Systems an die Bedürfnisse des Benutzers dank des abnehmbaren Doppelbodens

    Flexibilität
    Wahl eines Konstruktionssystems, das es ermöglicht, die Räume nach den Bedürfnissen des Benutzers zu unterteilen und sie während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes in ständiger Transformation an die Bedürfnisse des Wohnsitzes und der Arbeit anzupassen.

    Die Räume können daher Wohnungen, Büros oder gemischte Lösungen aufnehmen und können leicht modifiziert werden; Jede Etage kann je nach Bedarf in eine flexible Anzahl von Einheiten unterteilt werden.

    Niedrige Kosten
    Trotz der außergewöhnlichen Eigenschaften des Gebäudes in Bezug auf Technologie, Komfort und verwendete Materialien beabsichtigen wir, durch ein lineares und modulares Projekt Wohn- und / oder Verwaltungsräume von höchster Qualität in einem Gebäude mit positiver Energie auf den Markt zu bringen, dessen Kosten dem lokalen Durchschnittsmarkt entsprechen . Diese Designphilosophie führt zu einer langfristigen Erhaltung des Wertes des Gebäudes, trotz des Klimawandels und der Veränderungen der Nutzerbedürfnisse, die für unsere Gesellschaft in einer schnellen und ständigen Transformation charakteristisch sind. ■

  • Edilgroup #unitipercostruire

    Edilgroup #unitipercostruire

    Tradition und Innovation sind die beiden Grundkonzepte des Projekts, die zur Gründung von Edilgroup geführt haben, dem wichtigsten Einzelhändler für Bauprodukte und -materialien im Tessin. Mit acht operativen Büros, einem im Kanton verteilten Handels- und Verwaltungssitz und rund achtzig Mitarbeitern wird der neue Akteur in der regionalen Bauszene als kompetenter und zuverlässiger Partner von Architekten, Unternehmen und Handwerkern der Branche anerkannt.

    Am beeindruckendsten ist jedoch die insgesamt 230-jährige Erfahrung auf Baustellen, die von den drei Unternehmen, aus denen die Edilgroup hervorgegangen ist, als Mitgift mitgebracht wurde: Ghielmimport SA, Taiana SA und Wullschleger SA. Bis vor wenigen Monaten haben Wettbewerber mit Weitsicht und Realismus beschlossen, mit bestem Know-how zum Erfolg einer beispiellosen unternehmerischen Initiative beizutragen, um den Herausforderungen eines wettbewerbsorientierten und anspruchsvollen Marktes auf dem Markt zu begegnen welche es Möglichkeiten geben wird, ergriffen zu werden.

    Zwischen Tradition und Innovation
    Natürlich innovativ, aber wie? Die Lager werden eingerichtet, um die notwendige Sichtbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Kunden können sich auf professionelle Beratung verlassen. Ein wichtiger Beitrag wird auch vom Marketingbüro erwartet, zu dessen Strategien der Einsatz der wichtigsten modernen Kommunikationsinstrumente gehört.

    «Wir haben neue Ziele zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und technologischer Innovation definiert und digitale, finanzielle und Planungsinstrumente integriert. Es geht nicht nur um Wettbewerbsfähigkeit – sagt Oliviero Milani, CEO von Edilgroup -, sondern auch darum, das Angebot zu diversifizieren, Fähigkeiten zu erweitern und uns darauf zu spezialisieren, exzellente Lösungen anzubieten, um das Gleichgewicht zwischen Qualität und Preis zu finden. Die Person steht im Mittelpunkt unserer Gedanken und unseres Handelns, da nur mit einem starken, kompetenten Humankapital gezeigt wird, dass wir an die Werte glauben, die uns identifizieren, und dass wir unsere Ziele wirklich erreichen können. Unser Motto #unitipercostruire repräsentiert nicht nur die Vereinigung von drei historischen Unternehmen im kantonalen Panorama, sondern bedeutet vor allem, Kräfte zu bündeln und mit Kunden und Lieferanten zusammenzuarbeiten, um die beste fachliche Beratung, exzellenten Service und innovative Qualitätslösungen anzubieten. “ . ■

  • Eine weltweite Karriere

    Eine weltweite Karriere

    Die Karriere einer Persönlichkeit wie Mario Botta in wenigen Zeilen zu beschreiben, ist notwendigerweise eine reduzierende Übung. 1943 in Mendrisio geboren, besuchte er nach einer Lehrzeit in Lugano das Kunsthochschule in Mailand und setzte sein Studium an der Universität für Architektur in Venedig fort, wo er 1969 mit den Betreuern Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol seinen Abschluss machte. In Venedig hat er die Gelegenheit, Le Corbusier und Louis I. Kahn kennenzulernen und für sie zu arbeiten. 1970 eröffnete er sein eigenes Studio in Lugano. 1976 wurde er als Gastprofessor an die Polytechnic of Lausanne und 1987 an die Yale School of Architecture in New Haven (USA) berufen. Seit 1983 ist er Titelprofessor an den Schweizerischen Polytechnischen Schulen, von 1982 bis 1987 Mitglied der Bundeskommission der Schönen Künste. Unzählige internationale Preise und Auszeichnungen sowie Ehrendoktorwürden. Mario Botta ist unter anderem der Schöpfer der Akademie der Architektur und des Theaters der Architektur von Mendrisio.

    Seit den ersten Realisierungen von Einfamilienhäusern im Tessin umfasste seine Arbeit viele Gebäudetypen auf der ganzen Welt. Einige Beispiele: das MOMA Museum für moderne Kunst in San Francisco; die Kathedrale der Auferstehung in Evry; das Jean-Tinguely-Museum in Basel; die Cymbalista-Synagoge in Tel Aviv; die Stadtbibliothek in Dortmund; das Dürrenmatt-Zentrum in Neuenburg; der Kyobo Tower und das Leeum Museum in Seoul; die Verwaltungsgebäude von Tata Consultancy Services in Neu-Delhi und Hyderabad; die Renovierung des Teatro alla Scala in Mailand; das Wellnesscenter Tschuggen Berg Oase in Arosa; das Campari-Hauptquartier und die Residenzen in Sesto San Giovanni; die Tsinghua Universitätsbibliothek in Peking; die Zwölf im Hengshan Hotel in Shanghai; das Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking; das Restaurant Fiore di Pietra am Monte Generoso. ■

  • Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich ist im Rahmen des Hackathons Climathon Zürich erneut mit dem Energiestadt-Label in Gold ausgezeichnet worden. Damit fördert der Trägerverein Energiestadt die Umstellung auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Laut einer Medienmitteilung der Stadt hätten der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Liegenschaften zu dieser Anerkennung ebenso beigetragen wie die Realisierung des Energieverbunds Altstetten und Höngg. Auch die neue Tramlinie Hardbrücke und die weitere Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs hätten ihren Anteil daran.

    Zum ersten Mal war Zürich die Auszeichnung als Energiestadt vor 20 Jahren verliehen worden. Seither seien die langfristigen Ziele der Stadt „kontinuierlich angepasst worden“. Dazu gehörten etwa die Verankerung der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung und die aktuellen Bestrebungen in Richtung Klimaneutralität. Grundlage dafür seien die im Masterplan Energie der Stadt Zürich definierten energiepolitischen Schwerpunkte.

  • Quickpac verteilt Pakete jetzt von Dietikon aus

    Quickpac verteilt Pakete jetzt von Dietikon aus

    Mit dem jetzt eröffneten neuen Depot in Dietikon will der Paketzusteller Quickpac zukünftig weite Teile der Kantone Aargau, Zug und Zürich bedienen. Mit Dietikon erweitert Quickpac die Zahl seiner Verteilzentren auf drei. Aus den drei Depots können täglich bis zu 25’000 Pakete befördert werden. Für 2021 plant die Tochter der Quickmail AG in St.Gallen die Eröffnung weiterer Depots und sucht derzeit laut Medienmitteilungnach Standorten in den Regionen Bern, St.Gallen, Oberer Zürichsee, Luzern und Basel.

    In Dietikon sind 55 neue Paketzusteller eingestellt worden. Die Zahl solle sich 2021 verdoppeln, heisst es. Es wurden 75 neue Elektrofahrzeuge für die Zustellung angeschafft. Mit 176 Renault Kangoo Z.E. verfügt Quickpac über die grösste Elektroautoflotte der Schweiz. Leiter des Depots Dietikon ist laut der Mitteilung Matthias Merz (47), zuvor Leiter Operations bei der Cargo Solution GmbH.

    Durch das neue Paketzentrum würden noch mehr Empfängerinnen und Empfänger in der Schweiz davon profitieren können, „dass ihre Pakete emissionsarm und leise zugestellt werden“, wird Thomas Ulmann, COO von Quickpac, zitiert. Hinzu komme die rasche Zustellung. Ein Viertel der Pakete werde am Einliefertag zugestellt. Und zwar auch zwischen 17 und 21 Uhr, wenn Berufstätige zu Hause seien. Ulmann: „Das spart unnötige und unökologische Wege zu Abholstellen.“

  • Designwerk liefert erstes E-Müllfahrzeug nach Basel

    Designwerk liefert erstes E-Müllfahrzeug nach Basel

    Die Designwerk Products AG hat dem Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt das erste vollelektrische Müllfahrzeug zur Verfügung gestellt. In einer ersten Phase liefert Designwerk laut seiner Medienmitteilung bis Anfang Februar „beinahe wöchentlich“ jeweils ein Fahrzeug nach Basel. Insgesamt sollen elf weitere Müllwagen folgen.

    Der erste Basler E-Truck, ein Futuricum Collect 26E, baut auf dem Chassis des Typs Volvo FM auf. Er verfügt über vier Elektromotoren mit einer Leistung von 680 PS. Seine Reichweite liegt bei 160 Kilometern. Die Batterien werden über Nacht aufgeladen. Für den Pressmüllaufbau kooperiert Designwerk mit der Contena-Ochsner AG. Auch dieser wird elektrisch betrieben.

    Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt nehme schweizweit bei der Elektromobilität eine Vorreiterrolle ein, so Designwerk. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 85 Prozent der kantonalen Fahrzeuge elektrisch fahren.

  • Andermatt Swiss Alps bleibt auf Erfolgskurs

    Andermatt Swiss Alps bleibt auf Erfolgskurs

    Zwischen Januar und Oktober 2020 habe die Andermatt Swiss Alps Gruppe Immobilien im Wert von mehr als 85 Millionen Franken verkaufen können, informiert das für Entwicklung, Realisierung und Betrieb der Feriendestination zuständige Unternehmen in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 28 Prozent. Die Besucherzahlen im Sommerbetrieb der SkiArena Andermatt-Sedrun und des Andermatt Golf Course konnten im Jahresvergleich um 12 beziehungsweise 50 Prozent gesteigert werden. Damit habe die Gruppe ihre positive Geschäfsentwicklung aus dem ersten Semester 2020 fortgesetzt, heisst es in der Mitteilung.

    Auch das Hotel The Chedi Andermatt habe in den ersten zehn Monaten 2020 deutlich mehr Übernachtungen verbuchen können als im Vorjahr, schreibt die Andermatt Swiss Alps Gruppe in der Mitteilung weiter. Konkret sei „die historisch höchste Auslastung“ von 68 Prozent erreicht worden. In der Vorjahresperiode hatte es das Hotel The Chedi Andermatt auf eine Auslastung von 53 Prozent gebracht.

    Zum 31. Oktober sei der Skibetrieb am Gemsstock aufgrund der Pandemie mit einem entsprechenden Massnahmenplan aufgenommen worden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der Kanton Uri habe den Betreibern einen sicheren Betrieb bescheinigt, schreibt die Andermatt Swiss Alps Gruppe. An den ersten beiden Wochenenden der Wintersaison sei der Skibetrieb am Gemsstock mit jeweils täglich rund 1000 Gästen ausverkauft gewesen.

  • Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie France und der Windparkentwickler Calycé Développement sind laut einer Medienmitteilung der Walliser Energieversorgerin eine Entwicklungspartnerschaft eingegangen. Damit erweitert Romande Energie ihr Portfolio für erneuerbare Energien in Frankreich um 15 Windparks. Sie übernimmt hohe Beteiligungen an ihnen. Die meisten befinden sich noch in der Planungsphase.

    Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen sieht vor, dass Romande Energie an sechs Projekten im Frühstadium eine Beteiligung von 50 Prozent erwirbt. Bei sieben Projekten im Spätstadium wird sie die hundertprozentige Eignerin. An einem gesicherten Projekt übernimmt sie 80 Prozent. Calycé Développement wird alle Projekte bis zur Baureife verwalten. Einen bereits in Betrieb befindlichen Windpark kauft Romande Energie zu 100 Prozent.

    Seit 2013 hat die Romande Energie Gruppe eine Reihe von Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen in Frankreich erworben. Damit ergänzte sie ihr Wasserkraftportfolio in der Westschweiz. Diese Investitionen dienten nach Unternehmensangaben der Diversifizierung sowohl ihrer Standorte als auch ihrer Energiequellen. Die Transaktion werde in den kommenden Wochen abgeschlossen.

  • Interview mit Beat Bachmann, Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Kanton Zug

    Interview mit Beat Bachmann, Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Kanton Zug

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Beat Bachmann: Der Zuger Wirtschaftsraum bietet ein Gesamtpaket an herausragenden Standortfaktoren: Die ausgeprägte Wirtschaftsfreundlichkeit, politische und finanzielle Stabilität, attraktive Steuern für Firmen und Privatpersonen, Internationalität sowie der Pool an verfügbaren Fachkräften, der wiederum eine Magnetwirkung ausübt. Dazu kommen Investitionen in Bildung, die gute Erreichbarkeit, die hervorragende Lebensqualität sowie ein effektives Geschäftsumfeld. Der Kanton Zug ist Teil der Greater Zurich Area (GZA) und des Metropolitanraums Zürich, einer der weltweit attraktivsten Wirtschaftsräume.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Unternehmen aus breit diversifizierten Branchengruppen: Life Science (Pharma / Biotech / Medtech), Grosshandel, High Tech Industrie, Finanzwirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie (inkl. Fintech und Blockchain) sowie internationale Headquarters.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Mit der Umsetzung der Steuerreform per 1. Januar 2020 bleibt der Wirtschaftsstandort Zug im internationalen Wettbewerb für Unternehmen und Privatpersonen langfristig weiterhin sehr attraktiv. Die führenden Branchen haben sich positiv entwickelt und sind noch stärker geworden, insbesondere Life Science mit Pharma und Medtech, Handel/Trading sowie Blockchain, Tech und IT. In diesen Bereichen sind auch viele Start-ups entstanden. Mit der Inbetriebnahme des Departements Informatik der HSLU in Rotkreuz und dem bevorstehenden Start der Höheren Fachschule für Informatik und Elektronik am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug investiert der Kanton in Talente und künftige Fachkräfte.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir hoffen, dass sich die – vor der Krise prosperierende – Wirtschaft gut erholt und erwarten, dass sich die Branchencluster erfolgreich weiterentwickeln und dass der Kanton weiterhin zu den attraktivsten Standorten zählt.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Zuger Wirtschaftsraum ist international stark vernetzt, globale Ereignisse haben eine grosse Auswirkung. Einen wesentlichen Einfluss hat die Entwicklung des Weltmarkts. Im dritten Quartal werden wir über klarere Informationen verfügen. Der Zuger Regierungsrat plant die kommenden Monate mit verschiedenen Szenarien; er verfolgt mit einem Monitoring ausgewählter Indikatoren die Erholung der Wirtschaft genau.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons stehen im stetigen Austausch mit den ansässigen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Organisationen. Dieses Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Tragfähigkeit bewiesen. Die Nähe zur Zuger Wirtschaft und daraus folgend die Kenntnisse der Situation, auch die der Kleinst- und Kleinfirmen, hat geholfen, die Stützungsmassnahmen des Kantons, die die Massnahmen des Bundes ergänzen, so zu gestalten, dass zumindest die grundlegendsten Bedürfnisse gedeckt werden können.

  • Standortförderung Dietikon legt Zwischenbericht vor

    Standortförderung Dietikon legt Zwischenbericht vor

    Die Standortförderung Dietikon hat ihren Zwischenbericht für die Zeit von Mai bis Oktober vorgelegt. Die Auswirkungen und Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie machten sich deutlich bemerkbar. So zwang diese Situation die Gemeindeführungsorganisation GFO der Stadt Dietikon laut dem Bericht dazu, den Herbst- und Weihnachtsmarkt mitsamt dem Chlauseinzug abzusagen. Die Standortförderung habe allerdings die Einschränkungen als Chance gesehen und die frei gewordene Kapazität dazu genutzt, verschiedene Initiativen zur Stärkung des Zentrums und des lokalen Gewerbes ins Leben zu rufen.

    So lancierte die Stadt Anfang Oktober eine Testimonial-Kampagne mit 19 Dietiker Persönlichkeiten. Die drei Staffeln der Imagekampagne dauern bis Herbst 2021. Der Imageförderung dient auch eine 40-seitige Broschüre über Dietikon, die  an Schulen, Neuzuzügerfeiern, zur Personalrekrutierung sowie für die Ansiedlung von Unternehmen und Arbeitskräften eingesetzt werden soll. Sie ist gedruckt und online erhältlich.

    Schon im Juli hat sich auf Initiative der Standortförderung das NetzwerkStadt gebildet, das sich für ein attraktives Zentrum und den Einzelhandel einsetzt. Weitergeführt wird auch „Kunst und Kulinarik in leeren Mieträumen“, durch die Mieträume sichtbar gemacht und durch Veranstaltungen belebt werden.

    An weiteren Projekten nennt der Zwischenbericht die Suche nach einem Standort für die Schaffung eines Wirtschaftsclusters und das mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) durchgeführte Projekt „Smart City im öffentlichen Raum erlebbar machen“. Positiv vermerkt wird, dass trotz der Corona-Beschränkungen seit Mai der im Zentrum stattfindende Frischmarkt wieder geöffnet ist und, dass die Bauarbeiten der Limmattalbahn nach Plan verlaufen. Eine anlässlich des Herbstmarktes geplante Baustellenbegehung dort allerdings musste wegen Corona abgesagt werden.

  • Areal zwischen St.Gallen und Gossau erhält grünes Licht

    Areal zwischen St.Gallen und Gossau erhält grünes Licht

    Das Gebiet zwischen St.Gallen und Gossau ist schon heute Heimat zahlreicher Unternehmen. Dank der Autobahn, der S-Bahn und den Busverbindungen ist es auch heute schon gut erschlossen. Nun wollen beide Städte das 1,7 Millionen Quadratmeter grosse Areal zwischen St.Gallen und Gossau erschliessen. Es soll verkehrstechnisch aufgewertet werden, neue Firmen anziehen und bestehenden Firmen Raum zur Weiterentwicklung geben.

    Das St.Galler Stadtparlament hat am 27. Oktober grünes Licht für die Entwicklungsplanung gegeben, das Gossauer Stadtparlament folgte am 3. November, wie der Verein Areal St.Gallen West – Gossau Ost in einer Mitteilung schreibt.

    Die Entscheidung ist in beiden Stadtparlamenten einstimmig gefallen. So hob der grüne St.Galler Stadtparlamentarier Andreas Hobi in der Debatte am 27. Oktober laut einem Artikel des „Tagblatts“ hervor, dass das Gebiet eine hohe Wertschöpfung habe und der öffentliche Verkehr eine eigene Trasse erhalten solle. Ivo Liechti betonte im Namen der CVP/EVP-Fraktion, dass das Areal das grösste zusammenhängende Arbeitszonengebiet im Kanton darstelle.

    Die Kosten der Entwicklungsplanung werden auf 1,734 Millionen Franken budgetiert. Davon tragen die beiden Städte je 611‘200 Franken. Von den restlichen 30 Prozent übernimmt der Kanton 20 Prozent, die angrenzende Gemeinde Gaiserwald SG und die Wirtschaft je 5 Prozent. Das ebenfalls angrenzende Herisau AR beteiligt sich nicht an den Kosten der Entwicklung.

  • Altes Freibad hat römischen Ursprung

    Altes Freibad hat römischen Ursprung

    Auf dem Kurplatz in Baden werden die Thermalwasserleitungen erneuert. Die Arbeiten werden von der Kantonsarchäologie begleitet. Dabei haben die Archäologen Ende Oktober am Ostende des Platzes einen Teil des ehemaligen Freibades freigelegt, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Dieses öffentliche Badebecken war vom ausgehenden Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert genutzt worden.

    Die Archäologen konnten nun auch die Aussenwände eines Beckens aus römischen Gussbeton freilegen. Sie fanden auch Reste einer römischen Brunnen- oder Wasserspielanlage. Zudem legten sie ein kleines römisches Einzelbad frei. Sie fanden auch einen frühneuzeitlichen Bodenbelag aus rechteckigen Tonplatten, der in historischen Quellen abgebildet ist.

    Die Arbeiten der Archäologen erlauben es, die neuen Leitungen möglichst so zu verlegen, dass die historische Bausubstanz nicht weiter beschädigt wird. Wo dennoch Eingriffe nötig sind, sollen die Hinterlassenschaften ausgegraben und dokumentiert werden.

    Bereits im Frühjahr haben die Archäologen das Verenabad am Kurplatz teilweise freigelegt.

  • Flughafen eröffnet The Circle

    Flughafen eröffnet The Circle

    The Circle ist während Jahren die grösste Hochbaustelle der Schweiz gewesen. Seit Donnerstag ist der Gebäudekomplex unmittelbar neben dem Flughafen der Öffentlichkeit zugänglich, wie der Flughafen in einer Mitteilung schreibt.

    Die Eröffnung erfolgt schrittweise. Bereits seit Oktober ist das Universitätsspital Zürich mit einem Gesundheitszentrum im Circle vertreten, auch die Victoria Apotheke ist bereits eröffnet. Läden wie Avec und Bayard öffnen im November. Das Hyatt Regency Hotel mit der Convention Hall für 2500 Personen öffnet im Dezember, das Hyatt Place Hotel folgt im Frühjahr. Einige Büromieter sind bereits eingezogen. Andere Mieter wie Abraxas, Microsoft, MSD, Novo Nordisk, SAP und Oracle folgen schrittweise. Im Frühjahr folgt ein Gemeinschaftsbüro von Westhive.

    Andreas Schmid, Verwaltungsratspräsident der Flughafen Zürich AG, betont, dass die Baukosten im Griff behalten werden konnten und The Circle fast vollständig vermietet ist. „Der Realisierungsentscheid war ein mutiger Schritt der beiden Miteigentümer“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Heute können wir die Früchte dafür ernten.“

    Ähnlich sieht es Rolf Dörig: „Der Circle ist in jeder Hinsicht eine zukunftsgerichtete Überbauung: verdichtetes und nachhaltiges Bauen am richtigen Standort und ein modernes Nutzungskonzept, das sich an den Bedürfnissen der heutigen wie auch künftigen Generationen ausrichtet“, wird der Verwaltungsratspräsident der Miteigentümerin Swiss Life zitiert.

  • LuzernPlus-Präsidentin Michèle Graber tritt zurück

    LuzernPlus-Präsidentin Michèle Graber tritt zurück

    Michèle Graber, die LuzernPlus seit dem 1. Januar 2020 präsidiert, hat sich zum Rücktritt entschlossen. Ihr Rücktritt per 31. Dezember 2020 erfolgt aus zeitlichen Gründen. Hauptberuflich leitet sie die überbetrieblichen Kurse für DentalassistentInnen in der Zentralschweiz. Ausserdem ist sie seit 2011 Mitglied des Luzerner Kantonsrates. Der Aufwand, den das Präsidium mit sich bringt, die Tätigkeit als Kantonsrätin und insbesondere die berufliche Mehrbelastung infolge Corona waren auf Dauer nicht miteinander vereinbar.

    «Ich habe mich sehr gerne für den Gemeindeverband LuzernPlus eingesetzt. Die zeitlichen Ressourcen, welche ich unter den gegebenen Voraussetzungen dem Verband zur Verfügung stellen kann, lassen sich allerdings nicht mit meinen hohen Ansprüchen an die Qualität meiner Arbeit vereinbaren. Deshalb habe ich mich entschieden, mich auf weniger Aufgaben zu fokussieren», sagt Michèle Graber. „Ich habe einen sehr dynamischen Verband kennengelernt, für dessen Ziele ich mich sehr gerne eingesetzt habe. Die regionale Zusammenarbeit ist eine Stärke unserer Region und diese soll unbedingt ausgebaut werden.“

    André Bachmann, Vorstandsmitglied von LuzernPlus, bedauert den Rücktritt. «Wir danken Michèle Graber für ihr umsichtiges Wirken. Sie hat durch ihre freundliche Art dem Verband ein Gesicht gegeben». Bachmann weiter: «Insbesondere die Verbindung in den Kantonsrat war für unseren Verband sehr wichtig. Wir schätzen, dass Michèle Graber unserem Verband verbunden bleiben wird. Für die berufliche wie private Zukunft wünschen wir Michèle Graber alles Gute.»

    Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger läuft

    André Bachmann, bisheriges Vorstandsmitglied, übernimmt interimistisch die präsidialen Aufgaben. Zudem hat der Vorstand umgehend die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin eingeleitet. «Wir werden den Prozess zur Nachfolgeregelung sorgfältig aufsetzen und unsere Delegierten bis Ende 2020 über die geplanten Schritte informieren.» Bachmann weiter: «Die Ersatzwahl soll voraussichtlich an der Delegiertenversammlung im April 2021 stattfinden.»

  • Vorlage «Unterfeld Süd» in Baar an der Urne angenommen

    Vorlage «Unterfeld Süd» in Baar an der Urne angenommen

    Komitee und Bauherrschaft sind überzeugt, dass Baar mit der Annahme der Vorlage «Unterfeld Süd» gestern einen richtigen und wichtigen Entscheid für die künftige gesunde Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums Baar getroffen hat. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bekennen sich zu einem Konzept, welches unter Führung der Gemeinde Baar und gemeinsam mit Experten und Baarer Interessenskreisen entwickelt wurde.

    Ein Quartier, das neue Massstäbe setzt
    Über die nächsten Jahre soll im Unterfeld Süd ein nachhaltiger Lebensraum mit einem zukunftsorientierten, vielfältigen und ergänzenden Angebot entstehen, der in Baar und in der Region Zug neue Massstäbe setzt. Der Bauherrschaft schwebt ein Quartier vor, das Dorf mit Kleinstadt, Tradition mit Zukunft, sowie Arbeiten und Wohnen zu einer Symbiose verbindet und einen vernetzten Raum mit neuen Lebens-, Wohn- und Arbeitsformen bildet.

    Das Unterfeld Süd bietet vielfältige Entwicklungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Neben den Wohnungen (Miete, Stockwerkeigentum, preisgünstiges Wohnen) sind weitere Nutzungen wie Büros und Dienstleistungen sowie publikumsorientierte Nutzungen in Teilen der Erdgeschosse vorgesehen.

    Das Areal ist ein kantonales Verdichtungsgebiet und liegt als eine der letzten unbebauten Bauzonen der Region direkt auf der Gemeindegrenze zwischen Baar und Zug am Bahnhof Baar-Lindenpark und angrenzend an die Erholungszone Lorze.

    Etappierte Umsetzung
    Die Bauherrschaft geht jetzt umgehend die nächsten Schritte an, um den Willen der Baarer Stimmbürger zeitnah umzusetzen. Anfang 2021 startet ein Architekturwettbewerb für die erste Bauetappe, dem die Richtlinien des Quartiergestaltungsplans zugrunde liegen. Nach der Auswahl des Siegerprojekts im Sommer 2021 wird ein entsprechender Bebauungsplan ausgearbeitet, welcher voraussichtlich im Sommer 2022 der Baarer Gemeindeversammlung vorgelegt werden kann. Anschliessend erfolgt die Baueingabe für die zwei Baufelder der ersten Bauetappe. Die weiteren Bauetappen werden voraussichtlich mit einer leichten zeitlichen Verschiebung parallel bearbeitet. Die ersten Bauarbeiten für die Erstellung der Gebäude auf dem Gelände beginnen frühestens im Sommer 2023. Implenia ist für die gesamte Arealentwicklung zuständig und entwickelt die Baufelder 1A und 4 (im Bild in Gelb markiert) als Eigentümer sowie die Baufelder 1B und 3 (im Bild in Grün markiert) im Auftrag von Ina Invest.

    Wir danken der Gemeinde Baar, den aktiven Unterstützern aus Politik und Gesellschaft, sowie den Baarer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für ihr Vertrauen und das klare Bekenntnis zur Entwicklung Unterfeld Süd. 

  • Ein Zukunftsprojekt der Superlative

    Ein Zukunftsprojekt der Superlative

    Wo heute das Reparaturzentrum (Depot G) der SBB steht, soll in Zukunft mitten in der Stadt eine neues Stück Stadt entstehen. Dies auf einer Fläche, die grösser als vier Fussballfelder ist. Den Projektverantwortlichen schwebt vor, dass für die Nachbarschaft und für die ganze Stadt unterschiedliche Angebote für Wohnen und Arbeiten sowie grosszügige öffentliche Räume auf dem Areal Neugasse entstehen sollen. Ebenso auch für Menschen, welchen den Raum und das Leben dort mit ihren Ideen mitgestalten sollen. Apropos Mitgestalten: Wie das Areal Neugasse für die Zukunft im Detail gestaltet wird, entwerfen die SBB gemeinsam mit der Bevölkerung, der Politik und der Verwaltung.

    75 Prozent der Fläche sind für Wohnen – insgesamt 375 Wohnungen – eingeplant. Folgende Verteilung ist vorgesehen:
    1/3 gemeinnütziger Wohnungsbau (Baurecht an Genossenschaften)
    1/3 preislich limitiertes Wohnen
    (erstellt durch SBB)
    1/3 Wohnen zur Marktmiete
    (erstellt durch SBB)

    25 Prozent der Fläche sind für Gewerbe, Kultur und gemeinschaftliche, beziehungsweise öffentliche Nutzungen geplant.
    10 Prozent Schule
    (Baurecht an die Stadt Zürich)
    15 Prozent Gewerbe, Kultur und Gemeinschaftsnutzungen (1/3 davon im Baurecht an Genossenschaften). ■

  • Zwei Neubauten neben dem Spital Schwyz

    Zwei Neubauten neben dem Spital Schwyz

    Die zwei Neubauten werden mit Haus M und Haus P bezeichnet. Im neuen Haus M – der Buchstabe steht für Multifunktionsgebäude – sind verschiedene Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen beispielsweise Dienstleistungsflächen, Personalzimmer und medizinisch genutzte Flächen. Das Spital Schwyz baut sein Angebot im Bereich Onkologie aus. Ein Teil der Fläche – im EG und im obersten Geschoss – steht externen Mietern zur Verfügung. Sie profitieren durch die Nähe zum Spital Schwyz von verschiedenen Vorteilen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das Restaurant oder die Seminarräume im Haus zu nutzen. Um die unterschiedlichen Nutzungen zu ermöglichen, besteht das Gebäude aus einem tragenden Kern sowie Betondecken und Fassadenstützen.

    Das neue Haus P (Parking) fasst die momentan verschiedenen Parkflächen auf dem Areal zusammen. Die Einfahrt erfolgt ab der Waldeggstrasse und führt durch das Haus M in ein viergeschossiges, vorwiegend unterirdisches Parkhaus ohne Pfeiler. Die Fassade besteht neben den Fensterflächen aus massiven und verglasten Brüstungsbändern. Die neue Umgebung wird zu einem grossen Teil begrünt und mit Bäumen und Sträuchern ergänzt. Die beiden Gebäude sollen im Frühling 2022 fertig gestellt sein. ■

  • Neue Nutzung für ehemalige Strafanstalt

    Neue Nutzung für ehemalige Strafanstalt

    Auf dem Areal Sennhof wird ein offener Stadtteil von Chur realisiert. Die Stadt erhalte mit dem neuen Sennhof eine Altstadterweiterung mit einem breiten Nutzungsmix, schreibt das Hochbaudepartement des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Mit anderen Worten: Nach zweihundert Jahren wird die Gefängnisanstalt Sennhof für alle wieder frei zugänglich. Die Umnutzung beinhaltet Wohnen, Gewerbe, Gastro und ein Hostel.

    Neues Leben in alten Mauern
    Rund um den neu zugänglichen Innenhof soll künftig gearbeitet und gelebt werden, betonen die Projektverantwortlichen. Im geplanten Neubau auf dem Sennhof-Gelände werden 29 moderne Altstadt-Wohnungen realisiert. Das Herzstück der Anlage bleibt der eigentliche Sennhof, der mit dem Turm aus dem 13. Jahrhundert ein markantes Identifikationsmerkmal darstellt. Dabei bleiben nebst dem Turm, der Bogentrakt und die Gebäude entlang der Sennhofstrasse erhalten. Das vorgesehene Projekt fügt die bestehende Gebäudestruktur harmonisch in die Altstadt ein, so das Fazit des Hochbauamtes. Durch die Abwinklung des Neubauteils wird der Innenhof neu gefasst, öffnet sich gegen den Rebberg und wirkt gesamthaft grosszügiger, so das Architektenteam. Die Gesamtidee werde durch den vielseitigen und gut strukturierten Nutzungsmix mit Restaurant, Gewerbe, Wohnen, Kultur und Raum für Studenten unterstützt. Das Areal soll ausser für Anlieferungen autofrei und nur für den Langsamverkehr freigegeben werden.

    Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst 2020. Die Baueingabe zum Projekt hat die Projektentwicklungsgesellschaft Sennhof Mitte Februar 2020 eingereicht. Die Gesellschaft besteht aus der Brandis Investment AG und der Miro Immo AG. Für die Architektur ist das Churer Büro Ritter Schumacher zuständig. Einen Einblick in das geplante Projekt ermöglichen die Projektentwickler im Rahmen der Zwischennutzung bis Oktober 2020 auf dem Areal Sennhof in Chur. Läuft alles nach Plan, soll mit den Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres begonnen werden. ■

  • Ein weiteres Hochhausprägt Zürich Oerlikon

    Ein weiteres Hochhausprägt Zürich Oerlikon

    Der Grundstein zum Projekt wurde bereits 2014 mit einem mehrstufigen Generalplanerwettbewerb gelegt. Als Sieger gingen Armon Semadeni Architekten, Zürich, hervor. In den Franklinturm am Bahnhof Zürich Oerlikon investieren die SBB rund 96 Millionen Franken. Der knapp achtzig Meter hohe Neubau wird auf 21 Stockwerken 14’800 Quadratmeter Büroflächen umfassen sowie auf 200 Quadratmeter im Erdgeschoss Läden und Gastronomieangebote. Zudem wird in den Franklinturm eine Velorampe integriert, welche die Hofwiesenstrasse mit der Velostation Passage Oerlikon verbindet. Die Verkaufs- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss werden 2021 vermarktet. Mit dem Projekt will die SBB die Arbeits- und Lebensqualität in Zürich Oerlikon weiter aufwerten. Das Bauwerk werde gemeinsam mit dem Andreasturm das Stadtbild im Norden Zürichs massgeblich prägen, betonen die Projektverantwortlichen.Wie bei vorangegangenen Neubauten der SBB, wird auch der Franklinturm nach dem Standard «DGNB/SGNI Platin» der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft realisiert. Das System bewertet ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualitäten eines Gebäudes. ■

  • Entwicklung Areal ehemaliges Kantonsspital

    Entwicklung Areal ehemaliges Kantonsspital

    Die zu bebauende Fläche befindet sich nur wenige Gehminuten von der Zuger Altstadt entfernt und verfügt über ein hervorragendes Entwicklungspotenzial, schreibt das Hochbauamt des Kantons Zug in einer Mitteilung. Für das Areal besteht ein rechtsgültiger Bebauungsplan. Dieser umfasst verschiedene Baubereiche mit öffentlichen Nutzungen, Gastronomie- und Hotelnutzungen, Wohnungen sowie Wohnen im Alter. In einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren soll ein geeignetes Team aus Investoren, Betreibern und Planern evaluiert werden, um ein konkurrenzfähiges Baurechtsangebot sowie das beste Bebauungskonzept für das Areal zu finden.

    Verbindliche Offerte einreichen
    In der laufenden Phase 1b «Engere Auswahl» würden die aus der Phase 1a «Präqualifikation» selektierten Teams die Möglichkeit erhalten, ihre Vorschläge weiter zu vertiefen und eine verbindliche Offerte zum Baurecht einzureichen. Nach rechtskräftigem Abschluss des Baurechtsvertrags sowie der Entwicklungsvereinbarung zwischen dem Kanton und dem Investor des Siegerkonzepts übernimmt dieser die Verantwortung für die Durchführung der Stufe 2 «Architekturwettbewerb/Studienauftrag». Dabei soll das Projekt evaluiert werden, welches die Rahmenbedingungen des Bebauungsplans sowie des ausgewählten Entwicklungskonzepts aus der 1. Stufe umzusetzen vermag, schreibt das Hochbauamt weiter. ■

    Kontakt

    Baudirektion Kanton Zug
    Hochbauamt
    Telefon +41 (0) 41 728 54 00
    Info.hba@zg.ch
    www.zg.ch/hochbauamt

  • So stellen sich die Standortförderer der Kantone auf

    So stellen sich die Standortförderer der Kantone auf

    Kanton Solothurn, Sarah Koch

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Sarah Koch: Weil wir Fachkräfte, Know-how, Innovationspartner und die notwendige Infrastruktur vor Ort haben, um zukunftsträchtige Entwicklungsprojekte voranzutreiben. Und weil der Kanton Solothurn als Wohn- und Lebensstandort besondere Qualitäten aufweist. Attraktive Jobs und Freizeitmöglichkeiten gehen bei uns Hand in Hand.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Der Kanton Solothurn ist etabliert als Produktions- und Innovationsstandort, insbesondere im Bereich der Medizinaltechnik bzw. Life Sciences. Aus diesem Grund ist das Interesse der Unternehmen aus diesen Technologien besonders gross. Wir verfügen aber auch über ein spannendes Ökosystem im Bereich der erneuerbaren Energien – innovative Start-ups und Spin-offs zieht es in unsere Zentren.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Unser Standort ist steuerlich attraktiver geworden. Die Steuerbelastung ist im Zuge der Steuerreform und AHV-Finanzierung per 2020 auf 16,8 Prozent gesunken und wird bis 2022 bis auf 15,3 Prozent gesenkt. Zudem hat der Kanton seine E-Government-Strategie stetig vorangetrieben. In diesem Jahr geht das Behördenportal online – eine administrative Erleichterung für Unternehmen und Privatpersonen.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die Digitalisierung hat durch die Coronakrise enormen Rückenwind erhalten. Wir gehen davon aus, dass sowohl die Unternehmen wie auch die öffentliche Hand diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiterverfolgen. Dateninfrastruktur und Download-Geschwindigkeit spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle – der Kanton Solothurn ist diesbezüglich sehr gut aufgestellt. Auch im Bereich der Arbeitszonenbewirtschaftung hat der Kanton wesentliche Schritte initiiert, um die künftige Entwicklung der Wirtschaft zu stärken.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Kanton Solothurn befindet sich bezüglich der Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeitsentschädigungen im Schweizer Durchschnitt. Noch sind die Folgen der Coronakrise nur sehr schwer abzuschätzen. Wir bleiben zuversichtlich und erhoffen uns, dass der Trend zur Renationalisierung von Wertschöpfungsketten und damit auch die Standortverbundenheit unserer KMU zunehmen wird. Das ist eine Chance für unseren Kanton.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wir stehen im engen Austausch mit den Unternehmen und unterstützen beispielsweise in der Vermittlung von Innovations- oder Finanzierungspartnern. Zudem werden wir unsere Standortstrategie 2030 für den Kanton Solothurn an die aktuellen Herausforderungen anpassen – dabei wollen wir natürlich auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen.■

    Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn
    Sarah Koch
    Leiterin Wirtschaftsförderung
    Telefon: +41 32 627 95 27
    www.standortsolothurn.ch
    wifoe@awa.so.ch

    Kanton Graubünden, Eugen Arpagaus

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Eugen Arpagaus: Nebst der ausgezeichneten Verkehrslage an der Nord-Süd-Achse und der Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich sowie der guten Anbindung an den Flughafen Zürich bieten wir eine attraktive Steuerbelas-
    tung, die Möglichkeit der Steuererleichterungen, eine sehr unternehmensfreundliche Abschreibungspraxis, die Fördermöglichkeit von innovativen Vorhaben sowie günstigere Kostenstrukturen gegenüber der Agglomeration. Immer mehr an Bedeutung gewinnen eine hohe Lebensqualität und eine gute Work-
    Life-Balance. Die Erfahrungen einzelner exportorientierter Unternehmen zeigt, dass neue Mitarbeitende wegen der hohen Lebensqualität sehr wohl gewillt sind, nach Graubünden umzuziehen.

    Für welche Unternehmen ist der Kanton Graubünden interessant?
    Wir sind überzeugt, dass der Kanton für produzierende High-Tech-Unternehmen in den Branchen Life Science, Medtech, MEM, Sensorik und Chemie/Kunststoffe sowie für Informations- und Kommunikationstech-
    nologie-Unternehmen von besonderem Interesse ist. Dies lässt sich durch das verfügbare Know-how im Sinne des Mitarbeiterpotenzials in der Region belegen. Auch zeigen die Daten der bestehenden Unternehmen, dass sie hier auf die Stückkosten bezogen ein attraktives Umfeld finden.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    In den letzten Jahren haben wir uns intensiv mit der Möglichkeit zur Erhöhung der Verfügbarkeit von attraktiven Industrieflächen beschäftigt. So konnten wir im Industriepark Vial in Domat/Ems eine Fläche von ca. 22 Hektaren umstrukturieren und den export- und technologieorientierten Unternehmen zur Verfügung stellen. Die ersten zwei Unternehmen mit einem Potenzial von rund 1000 Mitarbeitenden konnten wir bereits ansiedeln. Die sofortige Verfügbarkeit von Bauland ist gegeben, und dies zu einem attraktiven Bodenpreis. Des Weiteren hat Graubünden stark im Bereich Forschung investiert. So konnte dieses Jahr mit der ETH Zürich das Forschungszentrum «Climate Change and Extremes Research Center CERC» gegründet werden.

    Welche Entwicklungen stehen für Sie in den nächsten fünf Jahren an?
    Im Fokus steht die Umsetzung der Innovationsstrategie des Kantons Graubünden mit dem Schwerpunkt, die Voraussetzungen für Innovationskraft in Unternehmen zu steigern. Insbesondere die Verknüpfung der Exzellenz der Forschungsinstitutionen in Davos, den Universitäten sowie der Fachhochschule Graubünden in Chur zur Optimierung des Wissen- und Technologietransfers kann die Innovationskraft von Unternehmen erheblich steigern. Der Promotion des Wirtschafs-, Wohn- und Lebensraums Graubünden kommt im Regierungsprogramm 2021–2024 eine zentrale Rolle zu.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Derzeit ist es sehr schwierig abzuschätzen, was auf die Wirtschaft des Kantons Graubünden zukommt. Grundsätzlich teilen wir die Haltung, was das SECO bezüglich der BIP-Entwicklung und der Arbeitslosenzahlen prognostiziert. Wir stehen im engen Austausch mit den Wirtschaftsverbänden.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    In Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Bündner Wirtschaft und der Interessengemeinschaft Tourismus Graubünden (ITG) diskutieren wir, inwieweit mit Impulsprogrammen der Coronakrise entgegengewirkt werden kann. Wie diese ausgestaltet werden, wird noch diskutiert. ■

    AWT (Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden)
    Eugen Arpagaus, Amtsleiter
    Telefon +41 81 257 23 77
    www.awt.gr.ch
    eugen.arpagaus@awt.gr.ch

    Kanton Glarus, Stefan Elmer

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefan Elmer: Nach wie vor ist Glarus der am stärksten industrialisierte Kanton der Schweiz. Hier kommen heute verschiedenste Spitzentechnologien zum Einsatz. Die industrielle Tradition wirkt nach: Hohe Einsatzbereitschaft, Arbeitsmoral und Produktivität sind typische Eigenschaften der Glarnerinnen und Glarner. Dazu bietet der Kanton Glarus einen sehr attraktiven Wohnstandort in einer intakten Landschaft mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und in nächster Nähe zu Zürich.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Vielfach suchen KMU und Familienunternehmen einen Standort, wo sie sich zu noch bezahlbaren Kosten entwickeln können, motivierte und loyale Mitarbeiter finden sowie kurze Wege zu den Behörden. Unser Standort bietet vergleichsweise tiefe Preise für Land und Immobilien. Tiefe Strom-, Lohn- und Lebenshaltungskosten, eine gute Verkehrserschliessung, ein günstiges Steuerklima sowie ein innovationfreundliches Umfeld sprechen eigentlich alle Branchen an, sowohl aus der traditionellen Industrie, dem Gewerbe wie auch dem wissensbasierten Sektor.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert, welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Das Glarnerland ist ein selbstbewusster Teil des Grossraums Zürich, brachliegende Industrieareale werden umgenutzt und von der Kreativwirtschaft, von Firmen aus der Information- und Kommuniukations-Technologie wie auch durch neuartige Wohn- und Lebensformen genutzt. Ein Beispiel ist die autarke Energieversorgung aus Wasserkraft. Ausserdem treiben innovative Jungunternehmer den Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft voran. Und zu guter Letzt: Das entschleunigte Bergtal ist eine attraktive Wohnalternative zur hektischen Metropole Zürich.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Wie überall sind die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich betroffen. Währendem vor allem die im Kanton traditionell starke Bauwirtschaft fast ohne Einschränkungen weiterproduzieren konnte, leidet die Exportindustrie aus dem Maschinen-, Metall- und Kunststoffbereich noch massiv unter der eingebrochenen Nachfrage. Die Tourismusbranche scheint mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, da die Wintersaison im Kanton Glarus jeweils Ende März beendet wird. Die Ferienregionen ziehen traditionell Schweizer Gäste an. So ist in den Sommermonaten mit einer guten Aus-
    lastung zu rechnen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Als Soforthilfe kamen auch im Kanton Glarus die klassischen Instrumente wie Kurzarbeit, Covid-19-Kredite und finanzielle Härtefallnetze zum Einsatz, die der Kanton mit eigenen Instrumenten zusätzlich zu den Bundesmassnahmen verstärkt hat. Die sehr solide finanzielle Lage des Kantons erlaubte es, die Wirtschaft in dieser Krise schnell und unbürokratisch zu unterstützen und eigene Investitions-
    projekte vorzuziehen. Mittelfristig unterstützt der Kanton unabhängig davon den Wandel zur Digitalisierung. Er hat dazu ein ambitiöses Massnahmenpaket verabschiedet, das der gesamten Wirtschaft und den Arbeitnehmern helfen soll, sich den zukünftigen Herausforderungen der digitalisierten Welt stellen zu können. ■

    Glarus
    Stefan Elmer,
    Leiter Standortentwicklung
    Telefon +41 55 646 66 13
    www.gl.c
    stefan.elmer@gl.ch

    Kanton Schaffhausen, Christoph Schärrer

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Christoph Schärrer: Weil Schaffhausen vor allem die Grundlage für eine tolle Zukunft bietet. Dafür gibt es mehrere Gründe: Über 600 internationale Unternehmen haben Schaffhausen als Headquarter- und Produktionsstandort gewählt. Innovative und kreative Ideen und Vorhaben werden offen aufgenommen und aktiv unterstützt. Der Zugang zu Top-Fachkräften umfasst Süddeutschland und den Grossraum Zürich. Dank attraktivem Kosten- und Steuerniveau bleibt mehr zum (Re-)Investieren. Wir bieten beste Verbindungen zum Flughafen Zürich sowie lokal kurze Wege und unbürokra-
    tischen Entscheiden. Ausserdem profitieren Mitarbeitende von viel Lebensqualität.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Firmen und Unternehmer/Innen, welche die Zukunft an der Schnittstelle Industrie und Digitalisierung mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen aktiv gestalten. Dazu gehören internationale Grosskonzerne mit Headquarter-Funktionen und agile Produktions- und Entwicklungsunternehmen. Wenig bekannt ist, dass die Schaffhauser Pharma- und Medizinaltechnik-Branche sehr bedeutend ist. Unternehmen aus diesen Bereichen finden bei uns optimale Rahmenbedingungen.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Dem Kanton Schaffhausen ist die Transformation vom Industrie- zum Hightech-Standort gelungen. Zahlreiche internationale Unternehmen wählen Schaffhausen heute für Hauptsitz-Funktionen. Die Geschwindigkeit der Veränderungen nimmt weiter zu. Als Antwort wurde der Strategiefokus auf Innovation und Technologie erweitert. Der Kanton Schaffhausen will sich zur führenden Region in der Anwendung zukunftsweisender Technologien entwickeln. Der Fokus unserer Ausrichtung liegt deshalb in den Bereichen Smart Mobility und Drohnen, Future Farming und Advanced Materials.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die industrielle Tradition und Pionierrolle liegen in unserer DNA. Dazu gehört, die Zukunft zu gestalten, anzupacken – ohne das Engagement für die Umwelt und Gesellschaft zu vernachlässigen. Diese Charaktereigenschaften teilen innovative Firmen und unternehmerische Personen. Sie suchen ein Umfeld, wo Politik und Behörden aktiv Hand bieten, um ihre Vorhaben und ihre zukunftsweisenden Entwicklungen umzusetzen. Dies ist bei uns der Fall. Schaffhausen ist Vorreiter bei der digitalen Identität, hat weltweit als erster Standort einen selbstfahrenden Bus im Leitsystem des öffentlichen Verkehrs integriert oder spannt mit Drohnen- und Agrarunternehmen bei Feldversuchen zusammen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Schaffhausen führt gemäss einer UBS-Studie beim Indikator «Wirtschaftsstruktur» die Rangliste aller Kantone an. Dies unterstreichen die hohe Wachstumsdynamik und die gute Wettbewerbspositionierung der kantonalen Unternehmenslandschaft. Es zeigt, dass sich die Schaffhauser Wirtschaft in den letzten Jahren gut aufgestellt hat, um diese schwierige Phase bewältigen zu können.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Seit jeher ist die persönliche Bestandespflege ansässiger Unternehmen ein Hauptbestandteil der Schaffhauser Wirtschaftsförderungstätigkeit. Die Rolle der Wirtschaftsförderung als direkte Ansprechstelle für Unternehmen und Selbständige bewährt sich nun. Der Kanton Schaffhausen hat innert Tagen gezielt und konsequent mit einem umfassenden Sofortmassnahmenpaket reagiert. Dank kurzer Wege werden Lösungen für individuelle Bedürfnisse und Problemsituationen mit den einzelnen Firmen entwickelt. ■

    Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen
    Christoph Schärrer, Delegierter
    für Wirtschaftsförderung
    Telefon +41 52 674 03
    info@standort.sh.ch

    Kanton Tessin, Stefano Rizzi

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefano Rizzi: Abgesehen von der strategischen Lage zwischen zwei der wichtigsten Wirtschaftsregionen Europas – Zürich und Mailand – bietet das Tessin ein exzellentes akademisches Umfeld mit Forschungsinstituten von Weltrang. Wir haben eine gute Verfügbarkeit von qualitativ hochstehenden Berufsprofilen auf dem Arbeitsmarkt sowie ein regionales Innovationsystem, das alle Akteure auf einfache Weise miteinander vernetzt und optimale Bedingungen für die Realisierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bietet. Das Tessin rangiert gemäss dem «Innovation Scoreboard 2019» der europäischen Kommission hinter Zürich auf dem zweiten Rang von 234 berücksichtigten Regionen Europas.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es handelt sich dabei vor allem um internationale Firmen, welche im Tessin eine Niederlassung zur Produktion, Forschung und Entwicklung suchen. Dazu kommen Hightech-Firmen und/oder solche, die hochqualifiziertes Personal benötigen. Die Unternehmen stammen vorwiegend aus den Sektoren Life Sciences, Lifestyletech, Mechatronik, Blockchain und generell Informations- und Kommunikationstechnologie.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    In den letzten Jahren haben wir das umfassende regionale Innovationssystem und eine Förderstrategie für innovative Start-ups ent-
    wickelt sowie positive Synergien zwischen Behörden, Instituten und Partnern auf dem ganzen Kantonsgebiet geschaffen. Zudem haben wir unsere Innovationsförderungsstiftung AGIRE stark ausgebaut. Ein weiterer Meilenstein ist unsere Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area (GZA). Parallel dazu können wir eine stetig wachsende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten und eine sehr erfreuliche Zunahme von Forschungsprojekten verzeichnen, welche auch dank der Unterstützungsbeiträge aufgrund unseres Gesetzes über wirtschaftliche Innovation möglich gemacht werden.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir schauen zuversichtlich auf unsere Kandidatur für den Anschluss an das Netzwerk Switzerland Innovation Park sowie die Schaffung von Kompetenzzentren in den Sektoren Life Sciences, Mechatronik, Drohnen sowie Blockchain und künstlicher Intelligenz. Grosse Hoffnungen hegen wir in die bereits laufende Entwicklung des neuen Arbeits-, Bildungs- und Wohnquartiers und zukünftigen Stand-
    orts des Innovationsparks auf dem Areal des jetzigen SBB-Industriewerks beim Bahnhof Bellinzona, das ab 2026 realisiert werden soll.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Das Tessin war einer der am stärksten betroffenen Kantone zu Beginn der Coronakrise. Dank der prompten Reaktion aller Beteiligten konnte Schlimmeres abgewendet werden. Auch die Unternehmen haben gut auf die schwierigen Zeiten reagiert und ihre Aktivitäten bereits wieder aufgenommen. Dieses gelungene Zusammenspiel hat gleichzeitig zur Stärkung des Images des Kantons Tessin als solider und sicherer Kanton beigetragen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Beim Ausbruch der Coronakrise haben wir unverzüglich Runde Tische mit Vertretern aus der Wirtschaft, Politik und Forschung einberufen, um gemeinsam kurz-, mittel und langfristigwirkende Massnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu erarbeiten. Dazu kommt die vermehrte Unterstützung der Unternehmen im Bereich der wirtschaftlichen Innovation. Das vom Finanz- und Wirtschaftsdepartement initiierte Projekt «Vivi il tuo Ticino – Lebe dein Tessin» soll die Tessiner dazu anregen, den eigenen Kanton als Ferienort zu entdecken. ■

    Dipartimento delle finanze e dell’economia
    Divisione dell’economia
    Stefano Rizzi, Direktor
    www.ti.ch/economia

    Kanton Zug, Beat Bachmann

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Beat Bachmann: Der Zuger Wirtschaftsraum bietet ein Gesamtpaket an herausragenden Standortfaktoren: Die ausgeprägte Wirtschaftsfreundlichkeit, politische und finanzielle Stabilität, attraktive Steuern für Firmen und Privatpersonen, Internationalität sowie der Pool an verfügbaren Fachkräften, der wiederum eine Magnetwirkung ausübt. Dazu kommen Investitionen in Bildung, die gute Erreichbarkeit, die hervorragende Lebensqualität sowie ein effektives Geschäftsumfeld. Der Kanton Zug ist Teil der Greater Zurich Area (GZA) und des Metropolitanraums Zürich, einer der weltweit attraktivsten Wirtschaftsräume.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Unternehmen aus breit diversifizierten Branchengruppen: Life Science (Pharma / Biotech / Medtech), Grosshandel, High Tech Industrie, Finanzwirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie (inkl. Fintech und Blockchain) sowie internationale Headquarters.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Mit der Umsetzung der Steuerreform per 1. Januar 2020 bleibt der Wirtschaftsstandort Zug im internationalen Wettbewerb für Unternehmen und Privatpersonen langfristig weiterhin sehr attraktiv. Die führenden Branchen haben sich positiv entwickelt und sind noch stärker geworden, insbesondere Life Science mit Pharma und Medtech, Handel/Trading sowie Blockchain, Tech und IT. In diesen Bereichen sind auch viele Start-ups entstanden. Mit der Inbetriebnahme des Departements Informatik der HSLU in Rotkreuz und dem bevorstehenden Start der Höheren Fachschule für Informatik und Elektronik am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug investiert der Kanton in Talente und künftige Fachkräfte.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir hoffen, dass sich die – vor der Krise prosperierende – Wirtschaft gut erholt und erwarten, dass sich die Branchencluster erfolgreich weiterentwickeln und dass der Kanton weiterhin zu den attraktivsten Standorten zählt.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Der Zuger Wirtschaftsraum ist international stark vernetzt, globale Ereignisse haben eine grosse Auswirkung. Einen wesentlichen Einfluss hat die Entwicklung des Weltmarkts. Im dritten Quartal werden wir über klarere Informationen verfügen. Der Zuger Regierungsrat plant die kommenden Monate mit verschiedenen Szenarien; er verfolgt mit einem Monitoring ausgewählter Indikatoren die Erholung der Wirtschaft genau.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons stehen im stetigen Austausch mit den ansässigen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Organisationen. Dieses Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Tragfähigkeit bewiesen. Die Nähe zur Zuger Wirtschaft und daraus folgend die Kenntnisse der Situation, auch die der Kleinst- und Kleinfirmen, hat geholfen, die Stützungsmassnahmen des Kantons, die die Massnahmen des Bundes ergänzen, so zu gestalten, dass zumindest die grundlegendsten Bedürfnisse gedeckt werden können. ■

    Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zug
    Beat Bachmann,
    Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Zug
    Telefon +41 41 728 55 04
    www.zg.ch/economy
    economy@zg.ch

    Kanton Zürich, Matthias Inhauen

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Matthias Inauen: Das Wirtschafts- und Technologiezentrum Zürich bietet Unternehmen ein attraktives Ökosystem mit Weltruf. Dazu gehören die hohe Verfügbarkeit von Fachkräften, Spitzen-Hochschulen, höchste Lebensqualität, erstklassige Verkehrsin-
    frastruktur und ein dynamisches Netzwerk aus internationalen Grosskonzernen, innovativen mittelständischen Unternehmen und hochspezialisierten Kleinbetrieben. Die gut diversifizierte Zürcher Wirtschaft und eine nachhaltige Finanzpolitik des Kantons gewährleisten stabile Aussichten.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es sind Unternehmen, die ihre Innovationsstärke ausbauen möchten, Fachkräfte suchen, ihren internationalen Marktzugang aufbauen und dafür einen zentralen sowie langfristig stabilen Standort suchen. Wir begleiten vor allem wissens- und wertschöpfungsintensive Unternehmen aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences, Finance sowie Business and corporate services.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Verkehrsinfrastrukturprojekte wie die Limmattalbahn haben die Erreichbarkeit für Wirtschaft und Gesellschaft weiter verbessert. Für die Zürcher Unternehmen war es in den letzten eineinhalb Jahren zudem einfacher, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden als noch im Jahr 2018. Der Steuersatz für juristische Personen wurde massvoll gesenkt und der Spielraum bei den neuen Steuerinstrumenten für forschungsintensive Unternehmen wird voll ausgenutzt.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Die Entwicklung des Standorts Zürich steht ganz unter dem Zeichen von Innovation und neue Technologien. Eines unserer grossen Projekte ist der Innovationspark Dübendorf, der auch ein Testlabor ist, um die Wettbewerbsfähigkeit noch weiter zu steigern. Weiter steht die Mobilität im Zentrum, ob auf der Strasse, auf der Schiene, auf dem Velo oder zu Fuss. Dabei sind wir auch offen für die Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien wie Drohnen oder Hyperloop.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Die Mehrheit der Unternehmen im Kanton Zürich leidet unter der Coronakrise. Als höchst internationaler und vom Ausland abhängiger Standort bergen die protektionistischen Entwicklungen ein erhöhtes Risiko, Exporte und Wertschöpfungsketten werden unterbrochen, der Konsum sinkt, und auch der internationale Flughafenstandort Zürich leidet. Aber wir sehen auch positive Entwicklungen: Zum Beispiel im Bereich Life Sciences und Informations- und Kommunikationstechnologie mit einem Sprung im Bereich der Digitalisierung, Home-Office und flexiblen Arbeitszeitregelungen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Mit einer enormen Geschwindigkeit hat neben dem Bund komplementär auch der Kanton Zürich ein Notstandmassnahmen-Paket im Umfang von einer halben Milliarde Franken zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen. Wir stehen dabei in engem Austausch mit der Wirtschaft. Ziel ist es, Arbeitsplätze und Einkommen im Kanton Zürich möglichst weitgehend zu sichern. Auch die Städte und Gemeinden unterstützen in Koordination mit dem Kanton mit bedürfnisnahen Lösungen, beispielsweise für Selbstständige und die Kreativitätsbranche. ■

    Amt für Wirtschaft und Arbeit Kt. Zürich
    Matthias Inauen,
    Leiter Firmenansiedlungen
    Telefon +41 43 259 26 78
    www.standort.zh.ch
    matthias.inauen@vd.zh.ch

    Kanton Uri, Stefan Büeler

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Stefan Büeler: Der Kanton Uri liegt direkt an der zentralen europäischen Nord-Süd-Achse und besitzt sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene schnelle Verbindungen Richtung Norden und Süden. Wir bieten ein optimales Kostenumfeld, wo ein Unternehmen seine Pläne preiswerter umsetzen kann und den Arbeitnehmenden dank tiefen Steuern und Abgaben am meisten Geld zum Leben übrigbleibt. Arbeitskräfte schätzen es, im Naturparadies leben und arbeiten zu können.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Es sind Unternehmen aus allen möglichen Branchen, welche hier noch gut erschlossenes Bauland oder Gewerberäumlichkeiten zu vernünftigen Preisen finden. Branchenbezogen sind es oftmals Unternehmen aus dem tourismusnahen Umfeld, aus der Metallverarbeitung, aus der Wintersporttechnologie (z. B. Seilbahnen) oder aus dem Bereich Verkehr/Mobilität. Jüngst lassen sich auch immer mehr digitale Nomaden nieder, die ortsunabhängig arbeiten.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Im Kanton Uri wurden in den letzten fünf Jahren enorm viele Infrastruktur-Investitionen getätigt. Der Gotthard-Basistunnel wurde eröffnet, und in Altdorf ist der neue Kantonsbahnhof im Bau. Gleich daneben entwickeln wir mit der Werkmatt Uri ein grosses Industrie- und Gewerbegebiet. Andermatt wurde der wohl aufstrebendste Tourismusort der Alpen mit entsprechenden zeitgemässen Inf-
    rastrukturen. Zudem hat der Kanton Uri die Unternehmenssteuern deutlich gesenkt.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Der Kantonsbahnhof Altdorf wird zu einer neuen ÖV-Drehscheibe auf der Nord-Süd-Achse. Dabei entwickelt sich ein neues urbanes Zentrum mit vielen privaten Immobilienprojekten. Dazu trägt auch das Areal Werkmatt Uri in unmittelbarer Umgebung bei, das einen eigenen Autobahnanschluss erhält. Ende 2022 wird das neue Kantonsspital eröffnet. Der Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels wird zusätzliche Wertschöpfung in den Kanton bringen, und die touristische Entwicklung in Andermatt wird weiterhin für positive Schlagzeilen sorgen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Natürlich ist es für die meisten Unternehmen keine einfache Zeit. Bisher haben die Urner Betriebe die Krise jedoch mit viel Eigeninitiative im Grossen und Ganzen gut gemeistert. In verschiedenen Bereichen gibt es denn auch bereits wieder positive Signale, insbesondere auch aus dem Tourismus. Dennoch stehen die meisten Unternehmen in den nächsten Monaten weiterhin vor sehr grossen Herausforderungen, um die Folgen der Krise bewältigen zu können.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wir stehen im regelmässigen Austausch mit unseren Unternehmen und den Wirtschaftsverbänden und suchen nach massgeschneiderten Lösungen. Für Härtefälle stellen wir Mittel aus dem Wirtschaftsförderungs-Fonds zur Verfügung. Wir unterstützen verschiedene Initiativen zur Schaffung von neuen Angeboten, insbesondere im Tourismus. Mit dem neuen Umsetzungsprogramm der Neuen Regionalpolitik steht uns hierzu ein wirksames Impulsprogramm zur Verfügung. ■

    Volkswirtschaftsdirektion
    Stefan Büeler, Leiter Abt. Wirtschaft
    und Tourismus
    Telefon +41 41 875 24 08
    www.standort-uri.ch
    stefan.bueeler@ur.ch

    Kanton Schwyz, Roman Morger

    Weshalb sollte sich ein ausländisches Unternehmen in Ihrem Kanton niederlassen?
    Roman Morger: Der Kanton Schwyz bietet eine ideale Lage im dynamischen Wirtschaftsraum Zürich, ein grosses Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften und dazu eine der tiefsten Steuerbelastungen für Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz. Ausserdem finden sich hier zahlreiche europäische und weltweite
    Headquarters sowie internationale Schulen.

    Welche Art von Unternehmen interessiert sich für Ihren Kanton?
    Nationale und internationale Headquarters sowie Unternehmen der Finanzindustrie aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Private Equity, Hedge Funds und Family Offices. Dazu kommen Unternehmen des Gesundheitswesens wie Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie, Diagnostik und Dienstleistungsfirmen allgemeiner Art sowie Hersteller von hochwertigen Produkten.

    Was hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Kanton bezüglich Standortqualität konkret verändert?
    Der Baustart des Bauprojekts «Hertipark» in Brunnen ist erfolgt. Der Baustart der Etappe 1 des Bauprojekts «Nova Brunnen» in Brunnen ist auf anfangs 2021 geplant. Abgeschlossen ist der Studien-
    auftrag für die Umnutzung Zeughausareal Seewen-Schwyz und die Schnellzugsverbindung Mailand –Zürich mit Halt in Arth-Gold-
    au wurde eröffnet. Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes Arth-Goldau sowie die Umnutzung des Areals Bahnhof Süd für Arbeiten und Wohnen ist im Gange.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?
    Wir erwarten eine Zunahme von Home-Office und Co-Working Arbeitsplätzen sowie eine internationale Steuerharmonisierung in Bereichen wie Umsatzbesteuerung und Mindestbesteuerung (BEPS). Firmenansiedlungen erfolgen dort, wo entsprechend hoch qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden sind. Unternehmen evaluieren ihre Wertschöpfungsketten – das internationale Interesse, um wertschöpfungsstarke Arbeitsplätze in der Schweiz aufzubauen, wird zunehmen.

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Wirtschaft Ihres Kantons aus?
    Zahlreiche Unternehmen haben Kurzarbeit eingeführt. Stand 17. Juli 2020 haben rund 3000 Unternehmen Kurzarbeitsentschädi-
    gung erhalten, insgesamt wurden 85 Millionen Franken ausbezahlt.

    Viele Firmen werden 2020 wirtschaftlich ein schlechtes Jahr verzeichnen – der Kanton Schwyz erwartet deshalb einen Rückgang der Steuereinnahmen bei Unternehmen und Privatpersonen. Die Arbeitslosenzahlen dürften sich in den kommenden Monaten erhöhen.

    Was unternehmen Sie diesbezüglich?
    Wie bezahlen Kurzarbeitsentschädigungen aus sowie Erwerbsersatz-Entschädigungen durch die Ausgleichskasse Schwyz. Unternehmen erhalten Überbrückungskredite durch den Bund und den Start-Ups wird ebenfalls mit Überbrückungskrediten durch den Bund und den Kanton Schwyz unter die Arme gegriffen. Ausserdem haben wir das Impulsprogramm «Hopp Schwyz» lanciert. ■

    Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz
    Roman Morger, Projektleiter
    Wirtschaftsförderung
    Telefon +41 41 819 16 48
    www.schwyz-wirtschaft.ch
    roman.morger@sz.ch