Kategorie: Institutionen & Bildung

Institutionen & Bildung – Immobiliennews zu Verbänden, Standortförderung, Institutionen & Wissenstransfer in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Wenn Kantone vom Bremsklotz zum Standortfaktor werden

    Wenn Kantone vom Bremsklotz zum Standortfaktor werden

    In mehreren Kantonen ist die digitale Baubewilligung keine Zukunftsvision mehr, sondern Alltag. Baugesuche werden über zentrale Plattformen eingereicht, digital verteilt und in standardisierten Abläufen geprüft. Das entlastet Verwaltungen, Planende und Bauherrschaften und macht Verfahren für alle Beteiligten nachvollziehbarer.

    Vorreiter setzen auf klare kantonale Lösungen und Kooperation. Gemeinsame Plattformen senken Kosten, bündeln Know-how und verhindern Insellösungen. Gleichzeitig zeigt sich, Digitalisierung wirkt nur, wenn sie nicht als IT-Projekt, sondern als Veränderung des ganzen Prozesses gedacht wird, von der Eingabe bis zum Entscheid.

    Wer schon digital bewilligt
    Mehrere Kantone haben kantonsweite Plattformen im Einsatz, über die Baugesuche elektronisch eingereicht und bearbeitet werden. Bern mit «eBau», Zürich mit «eBaugesucheZH», Graubünden mit ebau.gr.ch oder Wallis mit «eConstruction» zeigen, wie ein digital geführtes Verfahren aussieht, teils obligatorisch oder mit Übergangsfristen. Andere Kantone wie Solothurn oder Aargau setzen auf die gemeinsame Open-Source-Lösung Inosca und führen ihre Systeme etappiert ein.

    Der Digitalisierungsgrad unterscheidet sich dennoch deutlich. In einigen Kantonen ist die digitale Einreichung verbindlich, in anderen laufen analoge und digitale Kanäle parallel oder es existieren nur Pilotgemeinden. Eine schweizweit vollständige, tagesaktuelle Übersicht fehlt und nicht jede Plattform bildet den Prozess schon Ende-zu-Ende volldigital ab.

    Politik zwischen Tempo und Rechtsschutz
    Politisch steht das Baubewilligungsverfahren im Kreuzfeuer. Auf der einen Seite stehen Wohnungsnot, Energie- und Klimaziele, auf der anderen Seite Föderalismus, Einsprache Recht und komplexe Fachvorgaben. Wirtschaftsverbände fordern kürzere Fristen und mehr Verbindlichkeit, Gemeinden und Kantone pochen auf eigene Zuständigkeiten und begrenzte Ressourcen.

    Die Digitalisierung legt diese Spannungen offen. Sie macht sichtbar, wie viele Stellen ein Dossier berühren, wo es hakt und wie unterschiedlich die Praxis zwischen den Kantonen ist. Sie ersetzt aber keine politischen Entscheidungen. Ob Einsprachen eingeschränkt, Verfahren harmonisiert oder Fristen verkürzt werden, bleibt eine Machtfrage, nicht eine Softwarefrage.

    Kosten, Nutzen und Risiken
    Für Verwaltungen ist die Umstellung auf digitale Verfahren ein Kraftakt. Neue Fachapplikationen, Schnittstellen, Schulungen und Change Management kosten Zeit und Geld. Gerade kleinere Gemeinden sind auf kantonale Plattformen und gemeinsame Lösungen angewiesen, um die Last zu tragen.

    Demgegenüber stehen handfeste Effekte. Weniger Unterbrechung eines Prozesses, weniger Mehrfacherfassungen, schnellere Abläufe. Noch wichtiger sind die indirekten Wirkungen. Jede verkürzte Bewilligungswoche reduziert Projekt- und Finanzierungskosten, erhöht die Planbarkeit und macht einen Standort attraktiver. Gleichzeitig bleibt der Umgang mit Daten sensibel. Transparenz, Datenschutz und Akzeptanz müssen sauber austariert werden.

    Vom E-Dossier zur intelligenten Prüfung
    Die Digitalisierung der Baubewilligung steht erst am Anfang. Kurzfristig geht es darum, kantonale Plattformen flächendeckend einzuführen, Medienbrüche zu beseitigen und Baugesuche durchgängig digital zu führen. Parallel wachsen die Erwartungen. Planende wollen digitale Schnittstellen, Investoren verlässliche Fristen, Kommunen mehr Steuerungsmöglichkeiten.

    Mittelfristig rücken automatisierte Plausibilitäts- und Regelprüfungen, die Integration von Planungs- und Baudaten sowie KI-gestützte Assistenz in den Fokus. Sie können Verfahren beschleunigen, Standardisierung erzwingen und Ressourcen auf jene Fälle lenken, in denen wirklich politisch oder fachlich zu entscheiden ist. Ob die Baubewilligung in der Schweiz vom Bremsklotz zum strategischen Standortvorteil wird, entscheidet sich daran, wie konsequent Politik und Verwaltung diesen Wandel steuern und ob sie bereit sind, auch an Regeln, Rollen und Routinen zu rütteln.

  • Zürich bleibt weltweite Nummer eins der smarten Städte

    Zürich bleibt weltweite Nummer eins der smarten Städte

    Zürich liegt auch in der siebten Ausgabe des IMD Smart City Index auf dem Spitzenplatz. Auf dem zweiten Rang wird Oslo notiert vor Genf, das laut einer Mitteilung auch in diesem Jahr Platz 3 belegt. Lausanne konnte sich gegenüber 2025 um drei Plätze verbessern und erreicht Rang 7. Für den Index wurden vom World Competitiveness Center (WCC) der IMD Business School Bürgerinnen und Bürger in insgesamt 148 Städten befragt.

    Wie der Index zeigte, schätzen die Bürger die Qualität ihrer Stadt auch nach deren politischer Transparenz sowie ihrer Möglichkeiten ein, sich zu beteiligen. „Smartness“ betrifft daher nicht nur die Einführung neuester Technologien, sondern auch eine stärkere Wahrnehmung einer guten Städteführung, der Realisierung digitaler Dienstleistungen. Dabei schneiden Städte, in denen die Menschen das Gefühl haben, gehört zu werden, deutlich besser ab, heisst es in der Mitteilung.

    „Die fortschrittlichsten städtischen Zentren, in denen sich die Bürger am glücklichsten fühlen, sind nicht unbedingt jene, die sich durch utopische Skylines, sichtbare Sensornetzwerke oder reine technologische Raffinesse auszeichnen“, wird Arturo Bris, Direktor des WCC, in der Mitteilung zitiert. „Sie zeichnen sich dadurch aus, wie effektiv sie Verwaltungsstrukturen, Nachhaltigkeitsprioritäten, Entscheidungen über öffentliche Investitionen und – was vielleicht am wichtigsten ist – das Vertrauen der Bürger aufeinander abstimmen.“

    Hinter Zürich, Oslo und Genf rangieren London, Kopenhagen und Dubai auf den Plätzen vier bis sechs. Hinter Lausanne komplettieren Canberra, Singapur und Abu Dhabi die Top 10.

  • Neubauprojekt stärkt Forschungsstandort im Berner Oberland

    Neubauprojekt stärkt Forschungsstandort im Berner Oberland

    Die Kosten für den Neubau der Empa auf dem Baufeld B5 des Areals Thun Nord belaufen sich auf 47 Millionen Franken. Dafür liegt nun laut einer Mitteilung eine Finanzierungslösung auf dem Tisch. Danach wird das Projekt über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft finanziert, an der sich vier Partner beteiligen, schreibt die Stadt Thun in einer Mitteilung.

    Die Stadt Thun gewährt gemäss dem Vorschlag ein grundpfandgesichertes, zinsloses Darlehen von 16 Millionen Franken. Sie gewährt auch eine Bürgschaft für ein Darlehen, für das der Kanton Bern eine Absichtserklärung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik in der Höhe von 10 Millionen Franken abgegeben hat. Die Empa investiert 16 Millionen Franken in Labore und die Technikzentrale. Die Halter AG als Entwicklungspartnerin des Baufeldes beteiligt sich mit 5 Millionen Franken. Die Arealentwicklungsgesellschaft soll nach Projektabschluss an Investoren übertragen werden.

    Der Thuner Stadtrat entscheidet an seiner Sitzung vom 30. April über den nun vorliegende Vorschlag. Die Baubewilligung für die erste Etappe auf dem Baufeld B5 liegt bereits vor. Der Baubeginn ist für Frühling 2027 vorgesehen, die Fertigstellung Ende 2029.

    „Die Stadt Thun hat ein grosses Interesse an der Realisierung des Neubaus“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz in der Mitteilung zitiert. „Die Empa sichert langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiert regionale Wertschöpfung und stärkt Thun als Technologie- und Innovationsstandort innerhalb des Kantons Bern“

    Die Empa ist seit 1994 mit einem Forschungsstandort in Thun präsent. Sie forscht hier im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffen.

    In Thun Nord ein neuer Stadtteil entstehen. Neben dem ersten konkreten Vorhaben auf dem Baufeld B5 spielt dabei die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord eine zentrale Rolle. Das Gesamtpotenzial des Areals Thun Nord umfasst rund 6500 Arbeitsplätze.

  • Neue Stiftung soll KMU nach vorne bringen

    Neue Stiftung soll KMU nach vorne bringen

    In nationalen Rankings zur Wettbewerbsfähigkeit schneidet Luzern solide ab. Bei der Innovationskraft aber belegt der Kanton hintere Ränge. Wer diesen Rückstand nicht angeht, riskiert langfristig Verluste im Standortwettbewerb. Dieser Befund ist der Ausgangspunkt für die geplante Stiftung Luzern Innovation und für den Sonderkredit, den der Regierungsrat nun beantragt.

    Die Stiftung als Dreh- und Angelpunkt
    Die neue Stiftung soll keine parallele Struktur schaffen, sondern bestehende Partnerorganisationen koordinieren und deren Angebote besser vernetzen. Der Fokus liegt auf Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen. Also dort, wo der Bedarf am grössten und die Ressourcen am knappsten sind. Neben der Koordination kann die Stiftung auch konkrete Umsetzungsprojekte wie Machbarkeitsstudien mitfinanzieren. Der Stiftungsrat soll aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen, eine Leistungsvereinbarung auf vier Jahre sichert Planungssicherheit.

    24 Millionen mit klarer Zweckbindung
    Von den beantragten 24 Millionen Franken fliessen eine Million in das Stiftungskapital. Die verbleibenden 23 Millionen Franken sind für die Leistungen der Stiftung in den Jahren 2026 bis 2029 vorgesehen. Damit positioniert sich Luzern als Kanton, der nicht auf Bundesförderung wartet, sondern selbst handelt. Ergänzend zu nationalen Programmen wie jenen von Innosuisse, die KMU-Innovation schweizweit unterstützen.

    Teil eines grösseren Umbaus
    Die Stiftung ist eingebettet in das breitere Standortförderungspaket des Kantons. Im Januar 2026 beschloss der Kantonsrat ein Massnahmenpaket von jährlich rund 300 Millionen Franken. Dies als Reaktion auf die OECD-Mindestbesteuerung, die bisherige Steuervorteile abschwächt. Der Luzerner Innovationsbeitrag allein umfasst 110 bis 160 Millionen Franken jährlich für Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren. Die Stiftung Luzern Innovation ist damit nicht Einzelmassnahme, sondern Teil einer koordinierten Offensive.

    Volksabstimmung im September
    Das übergeordnete Standortförderungsgesetz hat der Kantonsrat bereits gutgeheissen. Das letzte Wort hat jedoch das Stimmvolk. Die Abstimmung ist für September 2026 vorgesehen, die Inkraftsetzung per Oktober 2026. Die Stiftung kann jedoch bereits auf Basis der aktuell gültigen Rechtsgrundlagen gegründet werden. Der Startschuss muss nicht auf das Volksvotum warten.

  • 80 Zentimeter bremsen 63-Millionen-Projekt aus

    80 Zentimeter bremsen 63-Millionen-Projekt aus

    Die Sekundarschulgemeinde Arbon beantragte eine Ausnahmebewilligung für das geplante Schulzentrum Lärche. Konkret geht es um das Attikageschoss, mit 4 Meter statt der im Baureglement festgelegten 3,2 Meter. Die maximal zulässige Gesamthöhe von 16 Metern wird mit 15,5 Metern trotzdem unterschritten. Ein technischer Grenzfall, kein Grundsatzproblem.

    Ein Mann, eine Einsprache
    Gegen das Ausnahmegesuch hat der Architekt Gustav Maurer Einsprache erhoben. Er bezeichnet das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt als «ausgewiesene Fehlplanung» und hält es angesichts der Weltwirtschaftslage für verantwortungslos. Maurer behauptet, das geforderte Bauvolumen liesse sich für 43 Millionen Franken realisieren . Das sind rund 20 Millionen weniger als der vom Volk bewilligte Kredit von 62,9 Millionen Franken.

    Zeitplan gerät ins Wanken
    Die Sekundarschulbehörde wollte das Baugesuch im November einreichen. Wegen der Einsprache und der dadurch ausgelösten Rechtsunsicherheit gerät dieser Termin ins Wanken. Verzögert sich das Verfahren, drohen Folgekosten in Millionenhöhe,  durch steigende Baupreise, längere Planungsaufwände und verschobene Baufreigaben.

    Klare Worte des Schulpräsidenten
    Sekundarschulpräsident Robert Schwarzer findet deutliche Worte. Maurer wende sich seit Jahren gegen nahezu alles, was in Arbon gebaut werden solle. Das Einspracherecht sei als Grundrecht unbestritten, was hier aber praktiziert werde, sei «Ausdruck von Schikane und Willkür». Allfällige millionenschwere Folgekosten schienen dem Einsprecher gleichgültig zu sein.

    Rückhalt aus der Bevölkerung
    Das Projekt hat demokratische Legitimation. Fast 60 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich im September 2025 für den 62,9-Millionen-Kredit aus. Der Spatenstich war für September 2026 geplant, der Bezug für das Schuljahr 2028/29. Ob dieser Fahrplan hält, entscheidet sich jetzt vor dem Rechtsdienst. Nicht an der Urne.

  • Netzwerk Standort Schweiz wählt neue Mitglieder in den Vorstand

    Netzwerk Standort Schweiz wählt neue Mitglieder in den Vorstand

    Das Netzwerk Standort Schweiz hat laut einer Mitteilung seinen Vorstand erneuert. Neu wurden am 18. März Christina Doll und Andreas Zettel in das Gremium gewählt. Christina Doll ist seit 2025 Standortförderin der Stadt Schlieren. Sie hatte zuvor unter anderem während rund zehn Jahren die Flughafenregion Zürich mit aufgebaut. Andreas Zettel ist seit 2015 Leiter Unternehmensentwicklung und seit 2020 stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung Luzern.

    Die beiden neuen Mitglieder treten an die Stelle von Albert Schweizer und Jasmina Ritz. Schweizer war der erste Standortförderer Schlierens und hat 1998 Netzwerk Standort Schweiz – damals noch die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement – mitbegründet. Seit 2007 gehörte er auch deren Vorstand an. Jasmina Ritz war erste Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, der Kantonsgrenzen übergreifenden Standortförderin im Limmattal. Seit 2022 gehörte sie auch dem Vorstand von Netzwerk Standort Schweiz an. Seit Anfang März ist sie Geschäftsführerin von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen.

    Die Frühjahrsveranstaltung von Netzwerk Standort Schweiz thematisierte auch den Wandel im Wettbewerb der Standorte. „Während sich grosse Wirtschaftsblöcke mit Zöllen, massiven Förderprogrammen und technologischen Wettläufen gegenseitig unter Druck setzen und militärische Konflikte neue Unsicherheiten schaffen, erreicht auch der Standortwettbewerb eine neue Phase“, wird Remo Daguati, Präsident von Netzwerk Standort Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Vassiliki Riesen, Leiterin der Wirtschafts- und Standortförderung Köniz, zeigte die Folgen für die grösste Agglomerationsgemeinde der Schweiz auf. Sie zeigte auf, wie Standortförderungen auf unterschiedliche Anspruchsgruppen reagieren und gleichzeitig auch mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern in der Gemeinde und im Kanton zusammenarbeiten können.

    André Guedel, Director International Business Development bei KPMG, zeigte auf, wie der neue Wettbewerb sowohl über Steuern als auch über Subventionen den Standort Schweiz trifft, und wie Unternehmen darauf reagieren.

    Netzwerk Standort Schweiz ist der Dachverband der Standort- und Wirtschaftsförderungen. Seine derzeit rund 110 Mitglieder sind in der Standortförderung, dem Regionenmarketing, der Wirtschaftsförderung, der Arealentwicklung und der Raumplanung und der Immobilienwirtschaft tätig.

  • Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) plant im Tech Cluster Zug – einem Industrie- und Innovationsareal der Metall Zug AG – den Aufbau der ETH Learning Factory Zug. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen in der Lernfabrik künftig Studierende, Lernende aus Berufsbildungsberufen sowie Fachleute aus Forschung und Praxis gemeinsam an realen Fragestellungen aus Industrie und Gesellschaft arbeiten.

    Das Projekt wird von der ETH, Kanton und Stadt Zug sowie insgesamt neun in Zug ansässigen Unternehmen getragen. Die Learning Factory konzentriert sich auf Themen wie Automatisierung und Digitalisierung der Industrie, nachhaltige Systeme sowie digitales Lernen. Vor Ort sind rund 20 Vollzeitstellen für Betrieb, Lehre und Forschung vorgesehen. Die neue Lern- und Arbeitsumgebung soll moderne Werkstätten, digitale Lernräume und Begegnungszonen für interdisziplinäre Zusammenarbeit umfassen.

    Die erste Etappe ist auf zehn Jahre ausgelegt und kostet insgesamt rund 110 Millionen Franken. Der Kanton Zug will sich mit 55, die Stadt Zug mit 27,5 Millionen Franken an der Finanzierung beteiligen. Weitere Beiträge kommen von Wirtschaftspartnern sowie aus Leistungen der ETH.

    Vor der Umsetzung müssen noch politische Entscheide erfolgen. Neben Beschlüssen von Kantonsrat und Grossem Gemeinderat ist in der Stadt Zug eine Volksabstimmung vorgesehen. Bei Zustimmung könnte der Umbau 2027 beginnen, eine Inbetriebnahme ist für 2029 geplant.

  • 47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    Das Gesamtprojekt kostet 47 Millionen Franken. Die Finanzierung läuft über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft, an der sich vier Partner beteiligen. Die Stadt Thun gewährt ein grundpfandgesichertes, zinloses Darlehen über 16 Millionen und bürgt zusätzlich für ein Kantonsdarlehen von 10 Millionen Franken im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. Die Empa selbst investiert 16 Millionen in Labore und Technikzentrale, die Halter AG als Entwicklungspartnerin steuert 5 Millionen bei. Nach Projektabschluss soll die Gesellschaft an Investoren übertragen werden.

    Baubewilligung liegt vor
    Der Weg war nicht frei. Einsprachen haben das Verfahren um rund ein Jahr verzögert. Jetzt liegt die Baubewilligung für das Baufeld B5 in Thun Nord vor, der Baubeginn ist auf Frühling 2027 gesetzt, die Fertigstellung auf Ende 2029. Das Stadtparlament entscheidet am 30. April 2026 über das Darlehen. Damit der Zeitplan hält, braucht es ein klares Ja.

    Empa seit 1994 in Thun
    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt forscht seit 1994 in Thun im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffe. Der Neubau ist keine Verlagerung, sondern eine Erweiterung. Stadtpräsident Raphael Lanz bringt es auf den Punkt. Die Empa sichere langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiere regionale Wertschöpfung und stärke Thun als Technologie- und Innovationsstandort im Kanton Bern.

    Vom Kasernenareal zum Stadtquartier
    Thun Nord ist das grösste Stadtentwicklungsprojekt im Berner Oberland. Auf dem 60 Hektar grossen Areal lösen Forschungsbetriebe, Unternehmen und Wohnraum die militärische Nutzung ab. 6’500 Arbeitsplätze sollen langfristig entstehen, heute sind bereits rund 2’300 dort angesiedelt. Eine neue S-Bahn-Haltestelle Thun Nord ist im Ausbauschritt 2035 des Bundesparlaments aufgenommen und soll das Quartier direkt an den Fernverkehr anbinden.

    Halter als Hebel
    Dass die Halter AG als Entwicklungspartnerin von Baufeld B5 mit 5 Millionen Franken ins Projekt einsteigt, ist kein Zufall. Das Unternehmen gewann 2022 den Projektwettbewerb zusammen mit Bauart Architekten und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten. Die Zusammensetzung zeigt das Konzept. Privates Kapital und öffentliche Hand ziehen gemeinsam, der Standort trägt das Risiko mit, weil er am Ertrag mitdenkt.

    Was jetzt zählt
    Der 30. April ist das Datum, das alles entscheidet. Stimmt das Stadtparlament dem Darlehen zu, rollt die Planung. Scheitert der Kredit, gerät der gesamte Zeitplan ins Wanken. Für Thun Nord wäre das ein Rückschlag, für die Empa eine Standortfrage. Die Stadt hat ihren Teil der Rechnung bereits aufgemacht. Jetzt liegt es am Parlament.

  • Stadt prüft neue Ansätze zur Reduktion von Abfall und Ressourcenverbrauch

    Stadt prüft neue Ansätze zur Reduktion von Abfall und Ressourcenverbrauch

    Der Regierungsrat von Basel-Stadt prüft derzeit ein Pilotprojekt mit dem Berner Start-up Pretty Good zur systematischeren Sammlung und Reparatur von gebrauchten oder nur schwach defekten Alltagsgegenständen. Das geht aus einer Antwort auf eine Vorlage aus dem Grossen Rat hervor.

    Der Regierungsrat verweist dabei auf Pilotprojekte, die in Bern und Zug mit Pretty Good durchgeführt worden sind. Deren Resultate zeigten, dass ein solcher Ansatz ökologischen Nutzen bringe und ökonomisch umsetzbar seien. Diese Projekte trügen sich aber finanziell noch nicht selbst. Das würde auch bei einem Pilotprojekt in Basel der Fall sein. Deshalb werde sich der Regierungsrat dafür einsetzen, weitere Geldgeber an Bord zu holen.

    Kommt es in Basel zu einem Pilotprojekt, dann soll das lokale Gebrauchtwaren- und Reparaturgewerbe einbezogen werden. Ziel sei es, ein starkes Netz an Reparaturbetrieben und Verkaufsstellen aufzubauen.

    Entsorgung + Recycling der Stadt Bern und Pretty Good haben 2023 ein Pilotprojekt lanciert, bei dem funktionsfähige und leicht defekte Alltagsgegenstände auf zwei Entsorgungshöfen der Stadt abgegeben werden konnten. Davon konnten 74 Prozent wieder aufbereitet werden, von denen fast 84 Prozent anschliessend verkauft wurden. Ein Grossteil der Gegenstände waren Elektronikgüter. Das Projekt wurde vom Branchenverband Swico, der Berner Kantonalbank und der Burgergemeinde Bern unterstützt.

    Pretty Good ist einerseits als Verein mit Sitz in Langnau i.E. und andererseits als GmbH mit Sitz in Bern organisiert. Nach dem Piloten in Bern weitete es das Projekt auf weitere Standorte im Kanton Bern und in Zug aus.

    Der Basler Regierungsrat reagierte mit seiner Antwort auf einen Anzug des SVP-Grossrats Beat K. Schaller und weiterer Mitglieder des Grossen Rates.

  • Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Der SVIT Zürich unterstützt aktiv bei der Stellensuche im Immobilien-sektor. Bewerbende sind dabei nicht auf sich allein gestellt: Auf Wunsch erhalten sie gezielte Unterstützung beim Einstieg in die Immobilienwirt-schaft. Ein erfahrener Immobilienprofi begleitet sie als persönlicher Coach, analysiert gemeinsam ihre Ausgangslage und definiert wirksame Massnahmen für eine erfolgreiche Jobsuche. So erwerben die Teilnehmenden zusätzliche Kompetenzen, die ihre Bewerbungschancen nachhaltig verbessern.

    Die Arbeitsvermittlung ist für Mitglieder wie auch Nichtmitglieder kostenlos, sofern sie den Lehrgang «Quereinsteiger Assistenz Immobilienbewirtschaftung und -vermarktung» oder «Sachbearbeiter/in Immobilienbewirtschaftung» beim SVIT Zürich in Oerlikon absolviert haben oder aktuell besuchen. Mit diesem Angebot leistet der Verband einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und stellt gleichzeitig sicher, dass vermittelte Kandidatinnen und Kandidaten über eine fundierte Branchengrundausbildung beim SVIT Zürich verfügen.

    Immer mehr Mitglieder greifen auf diese qualifizierte Fachressource zurück – mit durchweg positiven Rückmeldungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, neue Teammitglieder gezielt nach ihren Bedürfnissen aufzubauen und langfristig einzusetzen. Zudem bringen viele Kandidatinnen und Kandidaten wertvolle Zusatzkompetenzen aus ihrem bisherigen Berufsleben mit.

    Interessierte können sich per E-Mail an diana.waly@svit.ch anmelden. Der SVIT Zürich verfügt über eine amtliche Bewilligung des Kantons Zürich für private Arbeitsvermittlung.

    Weitere Informationen zum Ablauf sowie Bewerbungsvideos aktueller Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter folgendem Link:

    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/themen-services/einstieg-die-immobilienbranche-bewerbungsvideos-quereinsteiger

  • Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Holcim sichert sich zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung Global Top Employer vom Top Employers Institute. Insgesamt wurden laut einer Mitteilung 27 Ländergesellschaften von Holcim über alle Regionen hinweg als Top Employer zertifiziert. Mit 27 zertifizierten Märkten erreichte Holcim eine globale Punktzahl von 87 Prozent und übertraf damit den weltweiten Richtwert.

    Besonders hoch bewertete das Top Employers Institute Holcim in den Bereichen Ethics & Integrity, Learning sowie Business Strategy. Diese Ergebnisse spiegeln die leistungsorientierte Unternehmenskultur wider, die die Wachstumsstrategie NextGen Growth 2030 des Konzerns vorantreibt, heisst es in der Mitteilung.

    „Ein strategischer Wachstumstreiber unserer NextGen-Growth-2030-Strategie ist unsere Leistungskultur und unsere Wertschöpfung für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre. Wir nennen dies den Holcim Spirit, der auf Sinn, Menschen und Leistung ausgerichtet ist“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert. „Diese Auszeichnung gehört unseren mehr als 45’000 Kolleginnen und Kollegen, die den Holcim Spirit jeden Tag leben und Holcim zu einem hervorragenden Arbeitsplatz machen.“

    Für die Top-Employer-Auszeichnung werden Unternehmen anhand globaler Standards in den Bereichen Karriereentwicklung, Lernen, Wohlbefinden sowie Vergütung bewertet. Unternehmen, die als Global Top Employer ausgezeichnet werden, müssen zudem in einer Mindestzahl von Ländern und Regionen – darunter auch im Land ihres globalen Hauptsitzes – als regionaler Top Employer zertifiziert sein.

    Holcim hat seinen Hauptsitz in Zug, Schweiz, und beschäftigt global mehr als 45’000 Mitarbeitende in 43 Märkten, darunter in Europa, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Afrika.

  • Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Der Bieler Gemeinderat beantragt dem Stadtrat den Kauf der Industrieliegenschaft an der Mattenstrasse 133. Das Gebäude ist laut Mitteilung ab 2033 als neues Stadtarchiv vorgesehen. Zuvor soll es als provisorische Turnhalle sowie als vorübergehender Bibliotheksstandort zwischengenutzt werden.

    Die Industrieliegenschaft Mattenstrasse 133 wurde 1959 für die Maveg AG erbaut, ein Handelsunternehmen für Baumaschinen. Das Gebäude umfasst drei grosse Hallen sowie einen Verwaltungsbau und gilt im Bauinventar als erhaltenswert.

    Ab dem Winter 2026/27 soll die grosse Halle der Liegenschaft die Turnanlagen des Collège des Platanes ersetzen. Diese können seit 2024 wegen baulicher Probleme nur noch eingeschränkt genutzt werden. Bis zur Sanierung der Turnhallen will die Stadt mit einem einfachen Ausbau der Halle eine Übergangslösung schaffen.

    Später soll die Liegenschaft während der geplanten Gesamtsanierung der Stadtbibliothek am Neumarktplatz ab 2031 als provisorischer Bibliotheksstandort dienen. Für die rund 1700 Quadratmeter Nutzfläche der Bibliothek seien im Stadtzentrum kaum geeignete Mietlösungen verfügbar.

    Nach dem Auszug der Bibliothek soll das Gebäude ab 2033 dauerhaft als Stadtarchiv genutzt werden. Für dieses sucht die Stadt bereits seit Jahren eine neue Lösung, da die heutigen Räumlichkeiten den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr genügen und die Archivbestände auf mehrere Standorte verteilt sind.

    Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür zwei Kredite über insgesamt 3,890 Millionen Franken für den Kauf der Liegenschaft und die vorläufige Bereitstellung der Turnhalle. Der Stadtrat entscheidet am 19. März.

  • Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Zwei Häuser, rund 5000 Quadratmeter, direkter Seeanstoss am Ägerisee im Kanton Zug. Wüest Partner schätzte den Wert auf 27 Millionen Franken. Verkauft wurde die Liegenschaft 2017 für 16 Millionen, rund 3300 Franken pro Quadratmeter. Vergleichbare Objekte wechselten zur gleichen Zeit für 6000 bis 13’500 Franken den Besitzer.

    Ein Schnäppchen oder ein krummer Deal
    Die Eigentümerin hatte vorgesorgt. Ihre Liegenschaft steckte in einer Holdingstruktur. 45 Prozent je Kind, 10 Prozent der Enkelin. Doch der Bruder handelte hinter dem Rücken seiner Schwester. In weniger als 100 Tagen war der Verkauf besiegelt, ohne öffentliche Ausschreibung, ohne Bieterverfahren, ohne Zustimmung der Schwester.  Sie erfuhr davon einen Monat nach Vertragsunterzeichnung und reichte sofort eine Strafanzeige ein.

    Wenn 9 Millionen keine Erklärung finden
    Der Käufer bezahlte 16 Millionen und erhielt von der Zuger Kantonalbank einen Blankokredit von bis zu 25 Millionen, eine Different von 9 Millionen. Die Bank bewertete das Grundstück intern also deutlich höher, als es der Kaufpreis vermuten liesse.
    Heute sitzt der Käufer auf der Anklagebank wegen Geldwäscherei. Er soll gewusst haben, dass dem Verkauf schweres Unrecht zugrunde lag.

    Wenn eine Kommission schweigt
    Der Fall wuchs über den Gerichtssaal hinaus. Der Zuger Kantonsrat setzte im Sommer 2025 eine PUK ein, um die Rolle der Kantonsregierung zu untersuchen. Im Fokus standen fehlerhafte Grundbuchinspektionen. Die zuständige Notarin schob das Geschäft ohne gesetzlichen Ausstandsgrund weiter und wich bei der Befragung den entscheidenden Fragen aus.

    Wenn Gerechtigkeit Zeit braucht
    Neun Verhandlungstage bis Ende März. Geleitet von Richterin Svea Anlauf. Ein Urteil frühestens im Juni. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

    Der Ägerisee glitzert. Was in diesen Wochen im Gerichtssaal ans Licht kommt, könnte den Kanton Zug noch lange beschäftigen.

  • Digitale Agenda vernetzt Veranstaltungen im Limmattal

    Digitale Agenda vernetzt Veranstaltungen im Limmattal

    Die Limmatstadt AG hat gemeinsam mit Limmattaler Gemeinden und Wirtschaftsverbänden eine gemeinsame digitale Veranstaltungsagenda lanciert. Veranstaltungen aus Wirtschaft, Kultur, Sport, Vereinen und Gemeinden werden zentral erfasst und anschliessend automatisch auf verschiedenen Kanälen ausgespielt sowie auf der Internetseite der Limmatstadt gebündelt aufgezeigt. Die Initiative soll laut einer Mitteilung die Region sichtbarer machen, Synergien nutzen, administrativen Aufwand reduzieren und das Limmattal als Wirtschafts- und Lebensraum stärken und weiterentwickeln.

    „Mit der digitalen Veranstaltungsagenda machen wir sichtbar, was das Limmattal alles zu bieten hat – und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit in der Region“, so Stephanie Kiener, Geschäftsführerin der Limmatstadt, in der Mitteilung.

    Technische Grundlage der Agenda bildet die Plattform guidle. Veranstalterinnen und Veranstalter erfassen ihre Veranstaltungen einmal zentral. Diese erscheinen anschliessend auf der regionalen Agenda und je nach Anbindung auf den Seiten der jeweiligen Gemeinden und Partner- und Medienplattformen. Die Lösung schafft so Transparenz und Sichtbarkeit und ermöglicht einfachere Prozesse sowie einen effizienten Einsatz von Ressourcen ohne Überschneidungen.

    Die digitale Veranstaltungsagenda wurde durch die Gemeinden Aesch, Dietikon, Geroldswil, Oetwil an der Limmat, Oberengstringen, Schlieren, Spreitenbach, Uitikon, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen sowie den Wirtschaftsverbänden Industrie- und Handelsverein Dietikon und Wirtschaftskammer Schlieren unterstützt und finanziert.

    „Mit der neuen digitalen Veranstaltungsagenda rückt das Limmattal noch näher zusammen – sichtbar, vernetzt und gemeinsam stark“, heisst es in der Mitteilung.

  • Neuer Leiter für Markt und Politik beim Solarverband

    Neuer Leiter für Markt und Politik beim Solarverband

    Wieland Hintz leitet laut einer Mitteilung seit dem 1. März Markt und Politik bei Swissolar und ist zugleich dessen stellvertretender Geschäftsführer. Der 45-Jährige war zuvor beim Bundesamt für Energie für die Solarenergie zuständig.

    Hintz hat Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und am Kernforschungszentrum CERN in Genf promoviert. Er hat unter anderem für Alpiq und beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen gearbeitet. Mit seiner Familie betreibt er in Deutschland sechs Windräder und einen Solarpark mit einer Leistung von 1,2 Megawatt.

    Hintz tritt an die Stelle von David Stickelberger. Der heute 65-Jährige war von 1998 bis 2023 erster Geschäftsführer von swissolar. Seit 2023 war er Stellvertreter seines Nachfolgers Matthias Egli. Künftig wird er den Verband als Senior Advisor Politik begleiten.

    „Die Photovoltaik ist in den letzten zehn Jahren zu einer tragenden Säule der Schweizer Stromversorgung geworden, die mittlerweile über 15 Prozent des Stromverbrauchs deckt“, wird Hintz in der Mitteilung zitiert. „In meiner neuen Funktion bei Swissolar werde ich mich mit voller Energie dafür einsetzen, dass die Photovoltaik optimal in das Schweizer Energiesystem integriert wird und die Dekarbonisierung von Gebäuden und Verkehr vorantreibt.“

    Neu hat Swissolar die Stelle einer Direktorin Suisse Romande geschaffen. Diese wird von Anne Plancherel besetzt. Sie ist seit 2024 tätig, sowohl als strategische Projektmanagerin als auch beim Aufbau der Berufsbildung in der Westschweiz. Plancherel soll Swissolar in der Westschweiz vertreten und das regionale Netzwerk weiter ausbauen.

    Die 44-jährige Umweltingenieurin hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne studiert und sich im Projektmanagement an der Universität Genf weitergebildet. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Partnern und Behörden das Potenzial der Solarenergie in der Suisse Romande weiter auszubauen und die Branche nachhaltig zu stärken“, wird sie in der Mitteilung zitiert.

  • Digitales Werkzeug bewertet Nachhaltigkeit von Events

    Digitales Werkzeug bewertet Nachhaltigkeit von Events

    Der Schweizer Verband für nachhaltige Events (SVNE) mit Sitz in Basel hat seine Plattform Saubere Veranstaltung weiterentwickelt. Unter dem neuen Namen Eventkit bietet sie ein einheitliches Werkzeug zur Planung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Veranstaltungen. Dieses Werkzeug kann sowohl von den Organisierenden als auch von den bewilligenden Behörden verwendet werden. Die zweisprachige Plattform Eventkit integriert laut einer Mitteilung auch die Plattform KITmanif, die von der Stadt Lausanne und vom Kanton Waadt entwickelt worden ist.

    Eventkit nutzt für die Bewertung von Veranstaltungen Kriterien, die von Fachpersonen in Städten, Kantonen, Bundesämtern und Partnerverbänden formuliert worden sind. Diese sind in übersichtliche Kategorien gruppiert, die von Management und Kommunikation über Verpflegung, Verkehr und Transport sowie Material und Abfall bis zu Natur und Landschaft, Gesundheit und Prävention, Inklusion und Chancengleichheit bis zur Wirtschaft reichen.

    Insgesamt werden maximal 340 Punkte vergeben. 31 der 58 Kriterien werden mit vier Punkten bewertet, 27 Kriterien zählen doppelt.

    Die Kreislaufwirtschaft spielt eine zentrale Rolle. So wird bei der Verpflegung auch das Vorhandensein eines Konzepts zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bewertet. Der Verzicht auf Wegwerfprodukte und auf das Verteilen von Gratismustern oder Flyern gehört ebenso dazu wie die Sicherstellung des Rücklaufs von Mehrweg- und wiederverwertbaren Einweggebinden. Allfällige Schäden an Naturräumen werden behoben. Die regionale Wirtschaft wird bevorzugt.

    Eventkit steht dank einer breiten Trägerschaft allen interessierten Veranstaltenden kostenlos zur Verfügung. „Mit Eventkit schaffen wir erstmals einen schweizweiten Standard mit Zielwerten, die Veranstaltungen motivieren, ihre Nachhaltigkeit schrittweise zu stärken“, wird SVNE-Präsidentin Marianne Gehring in der Mitteilung zitiert.

  • Bund führt Vernehmlassung zur Standortförderung durch

    Bund führt Vernehmlassung zur Standortförderung durch

    Der Bundesrat hat zum ersten Mal eine Vernehmlassung zur Botschaft für Standortförderung eröffnet. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll sie bis zum 1. Juni 2026 dauern. Dabei unterbreitet der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2028 bis 2031 fünf Finanzierungsbeschlüsse in einem Gesamtumfang von 392,21 Millionen Franken. Die Standortförderung soll dabei über die Instrumente KMU-Politik, Tourismuspolitik, Regionalpolitik sowie Exportförderung und Standortpromotion erfolgen.

    Im Fokus stehen drei Schwerpunkte der Standortförderung: KMU sollen mittels Digitalisierung administrativ entlastet werden, der Zugang von KMU zu internationalen Märkten soll erleichtert und schliesslich sollen die Regionen wirtschaftlich gestärkt werden. Unter anderem soll dabei mit dem Ausbau der Plattform EasyGov.swiss ein Marktplatz für digitale Leistungen von Bund und Kantonen erweitert werden. In Bezug auf die internationalen Märkte unterstützt der Bund exportorientierte Unternehmen mit Informationen, Beratung und dem Einsatz von Exportrisikoversicherungen. Im Bereich der regionalen Standortförderungen unterstützt der Bund Tourismusdestinationen sowie wirtschaftliche Projekte im ländlichen Raum, in Berggebieten und Grenzregionen.

    Trotz des hohen Budgets verzeichnet die Planung unter Berücksichtigung der Covid- und Recovery-Sonderzahlungen und des Entlastungspakets 2027 einen Rückgang um 5,2 Prozent gegenüber der Vorperiode.

  • Raumplanung wird im Unterricht praxisnah vermittelt

    Raumplanung wird im Unterricht praxisnah vermittelt

    Planungsverantwortliche von Baden Regio haben mit Schülern der Kantonsschule Wettingen im Herbst 2025 ein Projekt zur Raumplanung initiiert. Wie nun einer Mitteilung zu entnehmen ist, haben die Planer drei Lektionsblöcke im Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaften gestaltet. Dabei wurden Arbeitsmethoden und Planungsinstrumente vorgestellt sowie Mitwirkungsmöglichkeiten der Bevölkerung erläutert.

    In praxisnahen Projekten haben Schülerinnen und Schüler ihre nähere Schulumgebung analysiert und im Anschluss Vorschläge zur Gestaltung des westlichen Teils der Klosterhalbinsel erarbeitet. In weiteren Lektionen befassten sich die Jugendlichen gemeinsam mit den Lehrpersonen mit unterschiedlichen Wohnkonzepten, den Bedürfnissen rund ums Wohnen und deren Einfluss auf die Stadtentwicklung. Soziale Komponenten standen hierbei im Vordergrund.

    „Die praxisnahe Sichtweise und das fundierte Know-how der Referierenden von Baden Regio eröffneten den Schülerinnen und Schülern wie auch den Lehrpersonen wertvolle neue Perspektiven“, wird Oliver Schneider, Gymnasiallehrer an der Kantonsschule Wettingen, in der Mitteilung zitiert. „Durch das lebendige Zusammenspiel von theoretischen Grundlagen und deren unmittelbarer Anwendung an einem konkreten Beispiel wurde das Thema Raumplanung greifbar und anschaulich vermittelt. Dies weckte Neugier, förderte das vernetzte Denken und ermutigte die Lernenden, über gewohnte Grenzen hinauszublicken.“

    Die Beteiligten von Baden Regio und des Lehrkörpers konstatierten als auffallend, dass den Schülerinnen und Schülern das Zusammenleben der Menschen besonders wichtig war.

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Der Weg ist frei für Wil West

    Der Weg ist frei für Wil West

    Im zweiten Anlauf sagt die Stimmbevölkerung von St. Gallen Ja zu Wil West. Der Entscheid ist knapp, aber klar genug, um Planungssicherheit zu schaffen. Das Votum zeigt, die Region will wachsen. Gebündelt, planbar und abgestimmt über Kantonsgrenzen hinweg.

    Mit dem Landverkauf gibt St. Gallen ein ehemaliges Gutsareal der Psychiatrie Wil an den Kanton Thurgau ab. Das Wirtschaftsgebiet liegt künftig vollständig auf Thurgauer Boden, bleibt aber im unmittelbaren Einflussraum der Regio Will. Damit entsteht eine klarere Ausgangslage für Investitionen, Infrastruktur und langfristige Ansiedlungsstrategien.

    Konzentration statt Zersiedelung
    Wil West steht für ein Leitbild, das viele Regionen beschäftigt, wirtschaftliches Wachstum ermöglichen, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln. Statt immer neue Gewerbezonen an Ortsrändern zu streuen, bündelt der Standort künftig Firmen, Dienstleistungen und produktive Arbeitsplätze an einer verkehrstechnisch gut erschlossenen Lage.

    Geplant ist kein beliebiges Industrieareal, sondern ein moderner Arbeitsstandort. Angestrebt sind hochwertige Betriebe, die Wertschöpfung und qualifizierte Jobs bringen, ohne übermässig viel Fläche zu verbrauchen. Damit wird das Entwicklungspotenzial der Region genutzt. Für die Raumplanung ist das Projekt damit auch ein Instrument, um Wachstum zu kanalisieren, statt es dem Zufall zu überlassen.

    Infrastruktur als Entwicklungstreiber
    Besonders stark wirkt Wil West über die Infrastruktur. Mit dem Projekt verknüpfen Bund, Kantone und Region den Ausbau der Autobahn, den öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverbindungen. Der geplante Autobahnanschluss an die A1 und eine bessere Anbindung an Bahn und Bus machen das Areal für Unternehmen attraktiv und entlasten zugleich die bestehenden Ortszentren.

    Nachhaltigkeit als Standortfaktor
    Die erste Version von Wil West ist an Bedenken gescheitert, wie Kulturlandverlust, Verkehr und ökologische Auswirkungen. In der überarbeiteten Variante spielt Nachhaltigkeit eine deutlich sichtbarere Rolle. Verdichtete Bauweisen, sorgfältigere Flächennutzung und mehr Grün- und Freiräume sollen den ökologischen Fussabdruck verringern.
    Für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, wird genau das zum Standortfaktor. Immer mehr Firmen achten bei der Wahl ihres Standorts auf Energie- und Flächenverbrauch, Erreichbarkeit ohne Auto und ein attraktives Umfeld für Mitarbeitende.
    Wil West hat die Chance, hier einen neuen Standard für Arbeitszonen zu setzen, wenn Qualitätssicherung, Etappierung und Kriterien für Ansiedlungen konsequent durchgezogen werden.

    Chancen nutzen, Erwartungen managen
    Mit dem Ja zur Vorlage steigen nun auch die Erwartungen. Politik und Verwaltung müssen Tempo aufnehmen, ohne in Hektik zu verfallen. Die Region braucht klare Leitplanken, welche Branchen sollen kommen? Welche Dichte ist gewünscht? Wie wird die Entwicklung über Jahrzehnte gesteuert, ohne bei jedem Konjunkturwechsel die Strategie zu wechseln?

  • Erstmals Vernehmlassung zur Standortförderung

    Erstmals Vernehmlassung zur Standortförderung

    Erstmals wird die Botschaft zur Standortförderung in ein Vernehmlassungsverfahren geschickt, dieses läuft bis zum 1. Juni 2026. Für die Jahre 2028–2031 beantragt der Bundesrat fünf Finanzierungsbeschlüsse im Umfang von 392,21 Millionen Franken, nach 428,83 Millionen Franken in der Periode 2024–2027. Die Instrumente bleiben dieselben, KMU-Politik, Tourismuspolitik, Regionalpolitik sowie Exportförderung und Standortpromotion. Unter dem Strich sinkt das Budget, bereinigt um Covid-Sonderzahlungen und das Entlastungspaket 2027, um rund 5,2 Prozent.

    KMU digital entlasten
    Ein Schwerpunkt liegt auf der administrativen Entlastung von KMU durch den Ausbau digitaler Behördenleistungen. Kernbaustein ist Easy-Gov.swiss, das zum Marktplatz für digitale Leistungen von Bund und Kantonen weiterentwickelt und als Standard-Infrastruktur für ein «Digital Government» für Unternehmen positioniert werden soll. Ziel sind einfachere Verfahren, weniger Doppelspurigkeiten und eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft.

    Zugang zu internationalen Märkten
    Die Exportförderung soll KMU gezielt beim Eintritt in neue und beim Ausbau bestehender Auslandmärkte unterstützen. In einem Umfeld mit steigenden Exporthürden und volatilen Rahmenbedingungen rücken Information, Beratung, Risikodiversifikation und Exportrisikoversicherung stärker in den Fokus. Gleichzeitig sollen KMU die Chancen aus neuen und bestehenden Handelsabkommen besser nutzen können.

    Regionen als Wirtschafts- und Lebensräume stärken
    Mit der Standortförderung will der Bund die wirtschaftliche Entwicklung in allen Landesteilen unterstützen. Gefördert werden Tourismusdestinationen sowie wirtschaftlich orientierte Projekte im ländlichen Raum und Grenzregionen. So dass diese als attraktive Lebens- und Arbeitsorte bestehen können. Damit verknüpft der Bundesrat Wachstumsimpulse für KMU mit einer ausgewogenen regionalen Entwicklung.

  • Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Mit dem Projekt «EnergiePark Emmen» will CKW ihren bestehenden Standort auf der Reussinsel weiterentwickeln. Herzstück ist ein neues Werkgebäude für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik, inklusive Netzstützpunkt für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern. Die bisher in Reussbühl angesiedelten Mitarbeitenden erhalten damit in Emmen moderne Arbeitsplätze, Abläufe werden räumlich und organisatorisch gebündelt.

    Bekenntnis zu Emmen und mehr Arbeitsplätze
    Die Reussinsel ist historischer Ursprungsort von CKW, hier nahm 1894 das erste Kraftwerk den Betrieb auf. Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes knüpft CKW an diese Wurzeln an und bekennt sich langfristig zum Standort Emmen. Die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel soll von heute rund 600 auf etwa 1’000 steigen, was zusätzliche Steuereinnahmen generiert und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärkt.

    Sorgfältige Planung und Verdichtung nach innen
    Das Richtprojekt entstand in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Gemeinde Emmen und einem Studienauftrag mit fünf Planungsteams. Ausgewählt wurde das Projekt «Compakt» von Penzel Valier AG mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten, das insbesondere mit seiner städtebaulichen Qualität und der sensiblen Einbettung in die Landschaft überzeugt. Das Vorhaben setzt konsequent auf Verdichtung nach innen. Der wertvolle Naturraum auf der Reussinsel bleibt unangetastet, zusätzliche Gebäude sind erst als langfristige Reserve vorgesehen.

    Verkehr, Erschliessung und nächste Schritte
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Erschliessung und Verkehrssteuerung. Gemeinsam mit Emmen und Ebikon sind Mobilitätsmassnahmen vorgesehen, darunter eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, Anpassungen an der Strasseninfrastruktur sowie ein Mobilitätsmanagement mit Fahrtendeckeln und ausgewogener Verkehrsverteilung. Auf Basis des Richtprojekts erarbeitet die Gemeinde Emmen nun den Bebauungsplan unter aktiver Einbindung der Bevölkerung. Gemäss heutigem Fahrplan könnten ab 2030 konkrete Bauprojekte bewilligt und realisiert werden.

  • Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Der künftige neue Stadtteil Thun Nord ist einer der vier wichtigsten kantonalen Entwicklungsschwerpunkte und der wichtigste im Berner Oberland, so eine Mitteilung der Stadt Thun. Auf einem Gelände von 60 Hektaren soll hier ein zukunftsgerichtetes Stadtquartier und ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Ausstrahlung entstehen. Das Areal soll durch eine neue S-Bahnhaltestelle erschlossen werden.

    Das Gelände gehört je zur Hälfte Armasuisse Immobilien und der RUAG Real Estate AG. Die Stadt Thun hat 2025 mit ihnen sowie der BLS ein sogenanntes Werkstattverfahren für das Kerngebiet rund um die geplante Bahnhaltestelle durchgeführt. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten zusammen mit Expertinnen und Experten und den verschiedenen Anspruchsgruppen Vorschläge. Aus diesen hat ein Begleitgremium Eckwerte für die weitere Entwicklung abgeleitet.

    Das Grundgerüst des neuen Stadtteils soll durch die Freiräume gebildet werden. Dieser wird geprägt durch die Aare, die Strassen, den Bahnraum und das Ortsbild. So soll die bestehende Sheddachhalle das Rückgrat der Anlage bilden. Die beiden Grundeigentümerinnen wollen ihre geschlossenen Betriebsareale auf das Gebiet westlich der Alpenbrücke und auf die Flächen des Textilcenters konzentrieren. Ausserhalb von ihnen sind gemischte Nutzungen vorgesehen. Zu den prägenden Akteuren wird auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit ihrem neuen Campus gehören.

    Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden bis zum 6. März im Rathaus Thun ausgestellt.

  • Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Die Standortförderung Goldküste hat ihr erstes Jahresprogramm veröffentlicht. Der Verein wurde im September 2025 von den elf Gemeinden des Bezirks Meilen und dem Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich gegründet.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, profitieren die Mitglieder von kostenfreier Teilnahme an Veranstaltungen, Exkursionen und Hintergrundgesprächen, direktem Zugang zu Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie erhöhter Sichtbarkeit. Die erste Mitgliederversammlung findet am 15. April in Stäfa ZH statt. Dort wird als Gastreferent Dr. Moritz Lechner sprechen, Co-Gründer und Co-Verwaltungsratspräsident von Sensirion.

    Als weitere Programmpunkte nennt die Mitteilung einen Mitglieder-Lunch mit Werkstattbesuch bei der Micro Mobility Systems AG in Küsnacht und einen Mitglieder-Znüni in der Gemeindeverwaltung Zumikon. Im August folgt eine After-Work-Exkursion in den Seepark Uetikon, wo auf dem ehemaligen Areal der chemischen Fabrik Wohnungen für gut 600 Personen entstehen. Zudem steht eine Exkursion zum Zürcher Kantonsrat auf dem Plan.

  • Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Ab Anfang März 2026 wird die Baustelle für das neue Schlieremer Alterszentrum „Wohnen am Stadtpark“ für die Bevölkerung sichtbar. Dann beginnen dort die Vorbereitungsarbeiten. Zu dem einen Jahr Verspätung hatten zwei Rekurse geführt, die jedoch im Dezember 2025 zurückgezogen wurden. Nun sind die rechtlichen Verfahren abgeschlossen. Deshalb kann laut einer Mitteilung der Stadt Schlieren die Baustelle jetzt eingerichtet werden, und auch mit ersten Bau- und Vorbereitungsarbeiten wird begonnen. Der offizielle Spatenstich soll im April 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen sein.

    Im Zuge des Baustarts wird auch der Spielplatz am westlichen Rand des Stadtparks ab Anfang März zurückgebaut. Wie die Stadt weiter mitteilt, entsteht dafür beim Stürmeierhuus bereits eine neue städtische Spielinsel. Sie soll im April fertig sein.

    Bei der Volksabstimmung vom 12. März 2023 war ein Kredit über 44,32 Millionen Franken für den Bau des neuen Alterszentrums mit einem Ja-Anteil von 76,6 Prozent deutlich angenommen worden. Wie die Stadt betont, leistet es „einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer zeitgemässen, bedarfsgerechten und wohnortnahen Betreuung und Pflege im Alter“.

  • Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Die Kantone St.Gallen, Thurgau und Schaffhausen arbeiten bei der Planung neuer Deponien für Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen zusammen, informiert das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St.Gallen in einer Mitteilung. In den nächsten zwei Jahren erarbeiten die Abfallfachstellen der drei Kantone eine koordinierte Planung, die den Bedarf an Deponievolumen sowie Deponiestandorten ausweist. Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit für die nächsten 30 Jahre zu gewährleisten und wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu nutzen.

    Ausgangspunkt der Zusammenarbeit ist der absehbare Mangel an geeignetem Deponievolumen. Bei der Verbrennung von Abfällen in Kehrichtverbrennungsanlagen entsteht nicht weiter verwertbare KVA-Schlacke, die auf speziell gesicherten Deponien des Typs D gelagert werden muss. Solche Anlagen sind sowohl in den beteiligten Kantonen als auch in der gesamten Schweiz knapp. Ohne zusätzliche Kapazitäten drohen mittelfristig Engpässe bei der Entsorgung.

    Die koordinierte Planung soll bereits bestehende über kantonale Abfallströme optimieren, wirtschaftliche und ökologische Vorteile nutzen und eine rationale Nutzung einzelner Standorte ermöglichen. Damit wollen die drei Kantone langfristige Planungs- und Entsorgungssicherheit sowohl für Abfallverursacher als auch KVA und Deponien bieten.

    Die Kantone erfüllen mit dem Projekt ihren gesetzlichen Auftrag zur Abfallplanung. Dieser umfasst die Ermittlung des künftigen Deponiebedarfs sowie die Festlegung geeigneter Standorte. Die gemeinsam erarbeitete Planungsgrundlage dient anschliessend als Basis für kantonale Planungsinstrumente wie Richtpläne und weitere Verfahren.

  • Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Der Kanton Zürich hat laut einer Mitteilung die Fachstelle Innovationspark Zürich geschaffen. Damit setzt er einen Regierungsratsbeschluss von April 2025 um, der die Überführung der bisher durch ein externes Mandat geführten Koordinationsstelle in eine Regelorganisation vorsieht. Die Fachstelle ist im Amt für Wirtschaft angesiedelt und hat ihren operativen Betrieb Anfang Jahr aufgenommen.

    Die Fachstelle soll die Umsetzung der Aufgabenteilung zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, der Stiftung Innovationspark, der IPZ Property AG und der IPZ Operations AG sicherstellen. Sie soll die kantonalen Projekte koordinieren und die verschiedenen Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden, beim Bund, in der Wirtschaft und anderen Partnern einbeziehen.

    Die Fachstelle soll sich zusätzlich zum Innovationspark als dem wichtigsten Arealentwicklungsprojekt im Kanton auch mit der aktiven Entwicklung von Wirtschaftsflächen als einem zentralen Standortfaktor beschäftigen. Dabei geht es um Flächen für das Wachstum, die Transformation und die Ansiedlung von Unternehmen namentlich im oder im Umfeld des Innovationsparks, aber auch im gesamten Kanton.

    Benjamin Grimm ist der erste Leiter der Fachstelle. Der Geograf hat einen Master in Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Master of Advanced Studies in Real Estate der Universität Zürich. Er hat unter anderem beim Bundesamt für Raumentwicklung und beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich gearbeitet.

  • Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Die Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt (HEIG-VD) und das Ingenieurbüro Planair haben laut einem LinkedIn-Beitrag das Projekt BIG4HEAT lanciert. BIG4HEAT hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Die Services Industriels de Genève (SIG), die Groupe Eaus Granges-Paccot FR und Cadcime mit Sitz in Eclépens VD sind ebenfalls industrielle Partner des Projekts.

    Das Hauptziel des Projekts besteht in der Entwicklung eines unterirdischen saisonalen ärmespeichers (Chemical Thermal Energy Storage, CTES). Die Wärmeenergie soll im Sommer gespeichert und dann im Winter genutzt werden. HEIG-VD und Planair wollen dafür alte Zisternen nutzen, die nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und des Retrofittings, also der Umrüstung älterer Anlagen, zu Wärmespeichern umgebaut werden. Laut HEIG-VD könnte „die saisonale Speicherung das Stromdefizit im Winter um fast 20 Prozent reduzieren“. Mit diesem Projekt wollen die HEIG-VD und Planair die CO2-Emissionen reduzieren und ab 2030 durch die Nutzung unterirdischer Speicherräume Platz in städtischen Gebieten schaffen.

    Die 1956 gegründete HEIG-VD mit Sitz in Yverdon betreibt Forschung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kommunen und nationalen sowie internationalen Partnern in verschiedenen Bereichen wie Energie und nachhaltige Entwicklung. Planair mit Sitz in La Sagne NE ist in den Bereichen Energiewende und erneuerbare Energien tätig.

  • Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    In vier Pilotgemeinden des Wallis, steht die Wohnsitzbestätigung als digitaler Service zur Verfügung, einfach, ortsunabhängig und rund um die Uhr. Die Leistung wird über das Portal online.vs.ch erbracht, das seit Januar 2025 als gemeinsamer Zugangspunkt für digitale Dienste von Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Institutionen aufgebaut wird. Bis Ende Jahr sollen alle 122 Walliser Gemeinden diese Online-Leistung anbieten und ihre Einwohnerdienste damit einen weiteren Schritt in Richtung durchgängig digitaler Prozesse führen.

    Ein Portal für moderne Behördenleistungen
    Mit der Lancierung der Dienstleistun reagieren Kanton und Gemeinden auf steigende Erwartungen von Bevölkerung und Unternehmen an einfache, jederzeit zugängliche Behördenkontakte. Der Staat Wallis übernimmt als Projektträger die Finanzierung und steuert in enger Zusammenarbeit mit den Pilotgemeinden die Ausgestaltung und Einführung der Angebote. Ziel ist es, Behördengänge konsequent zu vereinfachen, Medienbrüche zu vermeiden und die digitale Interaktion zur bevorzugten Variante im Kontakt mit der Verwaltung zu machen.

    Elektronische Identifikation erhöht Sicherheit
    Bisher stützten sich viele Online-Anträge auf Webformulare mit anschliessender manueller Identitätsprüfung. Über online.vs.ch erfolgt die Identifikation nun elektronisch, was das Ausfüllen von Formularen vereinfacht, die Bearbeitung beschleunigt und die Datensicherheit erhöht. Nutzerinnen und Nutzer können zwischen zwei Verbindungsarten wählen, darunter das vom Bund bereitgestellte Behörden-Login AGOV, das ohne Passwort auskommt und auf modernen Authentifizierungstechnologien basiert. Damit werden persönliche Informationen besser geschützt und gleichzeitig der Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen komfortabler gestaltet.

    Ausbau des Angebots
    Seit der Aufschaltung Anfang 2025 wurden bereits über 40 Leistungen der kantonalen Verwaltung integriert. Weitere Angebote aus Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Einrichtungen folgen schrittweise. Langfristig soll das Portal zum zentralen Einstieg für sämtliche digitalen Dienste der Walliser Behörden werden und so die kantonale Digitalisierungsstrategie konkret erlebbar machen.

  • Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Der kantonale Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort des Berner Oberlands und zählt zu den vier Premium-Standorten des Kantons Bern. Das Areal zwischen Selve und Lerchenfeld, heute noch stark militärisch geprägt, soll Schritt für Schritt für neue Nutzungen geöffnet werden. Damit entsteht Raum für Arbeiten, Wohnen und Mobilität, verbunden durch eine neue öffentliche Erschliessung.

    Werkstatt-Verfahren als Meilenstein
    Im Jahr 2025 führte die Stadt Thun gemeinsam mit Armasuisse Immobilien, Ruag Real Estate AG und der BLS ein Werkstatt-Verfahren durch. Es markiert einen wichtigen Etappenschritt in der Transformation des Gebiets. Die Aufgabe war, Wege aufzeigen, wie sich der Standort zu einem modernen, vernetzten Stadtteil entwickeln kann. Neben der künftigen S-Bahn-Haltestelle Thun Nord steht die Schaffung eines lebendigen urbanen Umfelds im Zentrum.

    Freiräume als Grundgerüst
    Im Fokus der planerischen Überlegungen stehen Freiräume als verbindendes Element zwischen den geschlossenen Militärarealen südlich des Areals. Die drei interdisziplinären Teams entwickelten im Dialog mit Fachleuten, Eigentümerschaft und Interessengruppen mehrere Ansätze. Trotz unterschiedlicher Konzepte entstand ein gemeinsamer Kern. Freiraum, Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse bilden das tragende Gerüst, an das künftige Quartierstrukturen anschliessen. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand. Die markanten Sheddachhalle soll dabei als Rückgrat und Identitätsträger dienen.

    Von der Idee zur Umsetzung
    Nun startet die nächste Phase. In einer sogenannten Synthese arbeiten Stadt, Eigentümerschaft und Projektpartner an der weiteren Präzisierung von Freiraum und Quartierstruktur. Sie bildet die Grundlage für die nächsten, aufeinander abgestimmten Planungen, etwa Infrastrukturvorhaben oder die nötigen Planungsinstrumente. Damit nimmt Thun Nord Gestalt an, als zukunftsweisendes Quartier, das wirtschaftliche Stärke und räumliche Qualität verbindet.