Kategorie: Institutionen & Bildung

Institutionen & Bildung – Immobiliennews zu Verbänden, Standortförderung, Institutionen & Wissenstransfer in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Mehr Flexibilität in der Hotellerie-Ausbildung in Thun

    Die Hotelfachschule Thun führt ab dem Schuljahr 2026/27 ein hybrides Schulhotelmodell ein. Dann können Lernende wählen, ob sie die Ausbildung im Schulhotel mit oder ohne Übernachtung absolvieren. Laut einer Mitteilung soll dies mehr Flexibilität bieten.

    Damit reagiert die Schule auf „sich verändernde Bedürfnisse bei Lernenden und Betrieben sowie neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen“. Denn für manche Lernenden stelle die Übernachtung im Schulhotel eine finanzielle Herausforderung dar.

    Um beide Modelle möglich zu machen, werden Unterrichtszeiten, überbetriebliche Kurse und die Organisation des Schulalltags entsprechend angepasst. Damit will die praxisorientierte Managementschule für Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz „Bewährtes erhalten und gleichzeitig neue Wege gehen“ sowie „die Attraktivität des Schulblockmodells langfristig sichern“.

    Wie die Hotelfachschule Thun betont, gewährleisten beide Varianten die gleiche Ausbildungsqualität, Betreuung und Struktur. Das hybride Schulhotelmodell gilt für alle drei Ausbildungsberufe – Hotelkommunikation HOKO, Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft FAHH/PAHH sowie Restaurantfachfrau/-mann REFA/REAN – und für sämtliche Ausbildungsjahre.

  • Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Projekt macht Barrieren im Stadtalltag neu erfahrbar

    Die Hochschule Luzern, das Recherchekollektiv Correctiv.Schweiz – der Schweizer Ableger der deutschen gemeinnützigen Rechercheorganisation Correctiv – sowie das Zentralschweizer Onlinemagazin zentralplus.ch haben den Stadtalltag auf Hürden für Menschen mit Einschränkungen getestet.Das Projekt „Achtung Barriere!“ will laut einer Medienmitteilung den Stadtalltag von Menschen, die von einer Neurodivergenz betroffen sind, für andere erlebbar machen und zeigen, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen.

    In einem ersten Schritt wurde ein virtueller Stadtrundgang entwickelt. Die digitale Anwendung mache es nachvollziehbar, „wie herausfordernd es für eine sehbehinderte Person ist, eine Strasse zu überqueren und wie viel Stress dabei entsteht“. Als zweites kommen immersive Mixed-Reality-(MR)-Erfahrungen zum Einsatz, die mit einer speziellen MR-Brille und Kopfhörern ein „Eintauchen in die Szene“ ermöglichen, wie der auf Augmented und Mixed Reality spezialisierte Designforscher Tobias Matter erklärt. So werde etwa die multisensorische Überreizung spürbar, die ausgelöst durch „Lärm, Bewegung und der chaotischen Situation einer Baustelle“ auf eine autistische Person einwirkt.

    In das von der Gebert Rüf Stiftung finanzierte Forschungsprojekt bringen auch Luzernerinnen und Luzernern ihre Erfahrungen mit ein. Auf der zu Correctiv gehörenden Rechercheplattform CrowdNewsroom.org kann die Öffentlichkeit Erfahrungen mit Hindernissen melden.

    Nach den Worten von Pascal Ruedin, Bereichsleiter Projekte beim Tiefbauamt, treffen „fast an jeder Ecke der Stadt verschiedene Perspektiven, Erwartungen und Erfahrungen aufeinander“. Die Stadt als Ansprechpartnerin des Projekts verfolgt das Ziel, die unterschiedliche Wahrnehmung in „einen gemeinsamen Austausch zu bringen“. Die Ergebnisse sollen für politische Entscheidungsträger eine Grundlage liefern, bei künftigen städteplanerischen Entscheidungen „räumliche Auswirkungen besser nachvollziehen zu können“.

  • Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Die Pilatus Arena im Krienser Quartier Mattenhof hat sich laut einer Mitteilung seit ihrer Eröffnung im Oktober 2025 bereits als leistungsfähige, multifunktionale Plattform für Indoor-Sport und Veranstaltungen etablieren können. Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres gaben die beiden Projektinitianten Toni Bucher und Nick Christen ihre Verantwortungen im Verwaltungsrat ab. Markus Mettler, Präsident des Verwaltungsrates der Schlieremer Halter AG und der Pilatus Arena Sports & Events AG, löste Bucher als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der Pilatus Arena AG ab. Im Herbst 2026 soll zudem der Bau des bei der Arena gelegenen Pilatus Tower abgeschlossen werden.

    „Wir danken Toni Bucher und Nick Christen für ihr grossartiges Engagement für den Sport und die Pilatus Arena AG“, wird Markus Mettler in der Mitteilung zitiert. „Beide haben das Projekt seit 2007 entscheidend vorangetrieben.“ Die Arena wurde von Halter entwickelt und realisiert und wird seit ihrer Eröffnung von der von der Pilatus Arena Sports & Events AG betrieben. Die Halter AG ist zudem mit einem Anteil von 70 Prozent Mehrheitsaktionärin der Pilatus Arena AG.

    2025 fanden bereits mehrere Sportveranstaltungen in der neuen Arena statt. Zu den Höhepunkten zählten das erste Länderspiel der Schweizer Handball-Nationalmannschaft, Spiele des Swiss Central Basketball in der Nationalliga B sowie der Final4 Mobiliar Handball Cup der Männer.

    „Die Vorfreude auf den ersten Final4 Cup in der neuen PILATUS ARENA war riesig – und sie wurde in jeder Hinsicht erfüllt“, so Andreas Campi, Präsident des Final4-Organisationskomitees. „Die Atmosphäre war berauschend, das Format hat überzeugt.“

  • Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Energiepreis setzt Schlusspunkt mit klaren Zukunftssignalen

    Die Pensimo Fondsleitung AG mit Sitz in Zürich plant für ihre Sparte Swissinvest Real Estate Fund (Swissinvest) für das erste Quartal 2026 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 150 bis 200 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, soll das frische Kapital zur Rückführung von Fremdkapital im Rahmen eines Erwerbs zweier Immobilien im Stadtgebiet von Zürich dienen.

    Bei den Immobilien handelt es sich um eine zentrale Wohn- und Geschäftsliegenschaft in Zürich-Wiedikon sowie um eine Büroliegenschaft in Zürich-Oerlikon. Die Liegenschaft im Quartier Wiedikon umfasst 53 Wohnungen, Verkaufs-, Büro- und Lagerflächen sowie eine Tiefgarage mit rund 190 Stellplätzen. Die etwa 12’500 Quadratmeter vermietbare Fläche ergibt einen jährlichen Soll-Mietertrag von 4,4 Millionen Franken. Das Anlagevolumen beträgt 134 Millionen Franken.

    Bei der Liegenschaft in Oerlikon hat Swissinvest einen Miteigentümeranteil von 50,1 Prozent erworben. Die 25‘500 Quadratmeter grosse Büroliegenschaft hat einen Jahres-Sollmietertrag von 7,4 Millionen Franken, wobei auf Swissinvest ein Anteil von 3,7 Millionen Franken entfällt. Wie es in der Mitteilung heisst, besitzt die Liegenschaft Potenzial für Wohnumbauten.

    Das Anlagevolumen beträgt insgesamt 210 Millionen Franken mit einem Sollmietertrag von 8,1 Millionen Franken. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird mit einem zusätzlichen Ertrag von 5 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Der Halbjahresbericht des Swissinvest Real Estate Funds wird am 27. Februar 2026 veröffentlicht.

  • Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Die Stadt Thun plant eine Beteiligung an der Realisierung des Swiss Football Homes, das als SFV-Fussballcampus in Thun Süd entstehen soll. Der Investitionsbeitrag von 4 Millionen Franken ist laut einer Mitteilung der Stadt Teil eines umfassenden Finanzierungskonzepts, das neben einer Eigenfinanzierung des SFV auch Mittel des Bundes, des Kanton Berns und Drittfinanzierungen umfasst. Die 4 Millionen Franken à fonds perdu sollen dabei für Gebäudekosten, Aussenanlagen sowie die Projektierung aufgewendet werden. Über den Kredit befindet der Stadtrat an seiner Sitzung vom 16. Januar. Diese finanzielle Beteiligung durch die Stadt ist an unterschiedliche Auflagen gekoppelt, darunter etwa die Sicherstellung und Tragbarkeit der Gesamtfinanzierung des Swiss Football Homes und die Festlegung der Kantonsbeiträge.

    Das Swiss Football Home dient künftig als neues Verbandszentrum des Schweizerischen Fussballverbandes und umfasst Gebäude sowie mehrere Fussballplätze. Rund 150 Mitarbeitende sind künftig auf dem Campus tätig, der als Teil des Sport- und Freizeitclusters Thun Süd vorgesehen ist. Das Swiss Football Home wirke sich langfristig steuerlich positiv auf die Stadt Thun und die Wirtschaftsförderung der Region aus, heisst es in der Mitteilung. Besonders die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen und die Zusammenzüge der Nationalteams seien eine einzigartige Gelegenheit für den Standort.

    Im Cluster Thun Süd wurden bereits weitere private Sportprojekte, etwa ein In- und Outdoor-Racketsportcenter, eine Kletter- und Boulderanlage und eine Ballsporthalle initiiert. Die breite Sportnutzung auf dem Areal in unmittelbarer Nähe zur Stockhorn Arena des FC Thun bringe viele Synergien mit sich, erklärt die Stadt. „Der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen für die Stadt Thun durch die Ansiedlung des Swiss Football Home wird den einmaligen Investitionsbeitrag um ein Vielfaches übersteigen“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz zitiert.

  • Watt d’Or letzte Ausgabe eines Energiepreises

    Watt d’Or letzte Ausgabe eines Energiepreises

    Das Bundesamt für Energie hat den Watt d’Or am 8. Januar 2026 zum neunzehnten und letzten Mal vergeben. Der Preis wurde seit 2007 als nicht dotiertes Gütesiegel für Energieexzellenz verliehen. Ziel war, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sichtbar zu machen und Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit für innovative Energietechnologien zu gewinnen. Für die Ausgabe 2026 gingen 55 Bewerbungen ein, 17 Projekte schafften es in die Endrunde, aus der die Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher die vier Siegerprojekte auswählte.

    Gaznat Innovation Lab «GreenGas»
    In der Kategorie Energietechnologien gewinnt das Innovation Lab von Gaznat in Aigle, wo das Gasversorgungsunternehmen gemeinsam mit der EPFL und Start-ups Technologien für Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung im industriellen Massstab testet. Das GreenGas-Konzept vereint am Standort Aigle unter anderem WKK, Photovoltaik, Power-to-Gas (Elektrolyse), Wasserstoffspeicher, CO₂-Abscheidung, Methanisierung und das reale Gasnetz von Gaznat und schlägt damit eine Brücke von der Forschung zur industriellen Anwendung.

    Endigo mit alpiner Fassaden-PV
    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird die endigo Holding AG aus Fiesch ausgezeichnet, die am neuen Firmensitz im Goms eine alpine Fassaden-Solaranlage realisiert hat. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade verbindet architektonische Qualität mit einer PV-Lösung, die das vorhandene alpine Licht- und Reflexionspotenzial nutzt und für die regional verankerte, naturverbundene und zukunftsorientierte Energieausrichtung von endigo steht.

    Elektrotraktor von Rigitrac
    Den Preis für energieeffiziente Mobilität erhält die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi für den Elektrotraktor SKE 40 e-direct, den ersten serienreifen Elektrotraktor mit europäischer Typengenehmigung. Das Fahrzeug ist emissionsfrei, leise, wendig und besonders energieeffizient und eignet sich damit für Einsätze, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind. Etwa im kommunalen Unterhalt, in Gemüsetunnels oder bei Hallensportanlässen.

    Gebäude und Raum
    In der Kategorie Gebäude und Raum wird das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur ausgezeichnet, das von der Baugenossenschaft «mehr als wohnen», Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab mit weiteren Partnern entwickelt wurde. Das Quartier überzeugt mit Holzbauweise, dem Einsatz von Re-Use-Materialien, intelligenten Energiesystemen, einem innovativen Lüftungskonzept, klimaorientierter Architektur und sozialer Vielfalt und gilt als Modell für zukunftsweisenden, gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz.

  • Kantone stoppen Brandschutz-Liberalisierung

    Kantone stoppen Brandschutz-Liberalisierung

    Die heute gültigen VKF-Brandschutzvorschriften von 2015 bilden schweizweit den verbindlichen Rahmen für baulichen und technischen Brandschutz. Umgesetzt werden sie durch Kantone und Gemeinden. Für 2026/2027 war eine Totalrevision geplant. Die VKF erarbeitete im Auftrag der Kantone einen rund 500 Seiten starken Entwurf, der unter dem Projekttitel «BSV 2026» seit September 2025 in der technischen Vernehmlassung war.

    ​Ziel war ein moderneres, stärker auf Verhältnismässigkeit, Deregulierung und Kosten-Nutzen-Optimierung ausgerichtetes Regelwerk. Der Ansatz waren klare Schutzziele, vereinfachte Nachweisverfahren und mehr Eigenverantwortung über den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg.

    Geplante Lockerungen im Fokus
    Kritisch diskutiert wurden vor allem punktuelle Lockerungen. Der Entwurf sah in bestimmten Nutzungsszenarien längere zulässige Fluchtweglängen und vereinfachte Anforderungen an brennbare Bauteile vor. Zudem sollten obligatorische Kontrollen zugunsten von mehr Selbstdeklaration und Eigenverantwortung der Eigentümerschaften teilweise zurückgefahren werden.

    ​Wie viel Normenabbau verträgt ein System, dessen Kernauftrag der Schutz von Menschenleben ist? Kritiker warnten, dass vermeintliche Effizienzgewinne im Ernstfall teuer bezahlt werden könnten.

    Marschhalt nach Brandkatastrophe
    Die Brandkatastrophe im Wallis in der Silvesternacht hat die Diskussion schlagartig verändert. Das Interkantonale Organ für technische Handelshemmnisse als politischer Auftraggeber des Projekts verfügte Anfang Januar 2026 einen Marschhalt bei den Liberalisierungsbestrebungen.

    ​Die technische Vernehmlassung wird zwar formell bis zum 11. Januar abgeschlossen, das gesamte Reformprojekt jedoch inhaltlich neu beurteilt. Gesicherte Erkenntnisse aus den laufenden Untersuchungen zum Brand sollen sowohl fachlich wie politisch diskutiert und explizit in die weiteren Arbeiten integriert werden.

    Kritik an «mehr Markt, weniger Staat»
    Schon vor dem Brand äusserten Fachleute und Medien Skepsis gegenüber der Ausrichtung der Revision. Die Stossrichtung «Deregulierung, mehr Eigenverantwortung, weniger Kontrollen» wurde als Risiko interpretiert, Sicherheit zugunsten von Kosteneinsparungen, Flexibilität und Projektbeschleunigung zu schwächen.

    ​Besonders heikel ist die Lage in Kantonen ohne kantonale Gebäudeversicherung wie dem Wallis, wo die Präventions- und Kontrollstrukturen weniger dicht sind. Dort wuchs die Sorge, dass längere Fluchtwege, mehr brennbare Bauteile und reduzierte Aufsicht im Ergebnis höhere Risiken für Grossschäden und Opfer bedeuten könnten.

    Wie geht es weiter mit BSV 2026?
    Die Vernehmlassung zur technischen Vorlage wird ausgewertet, gleichzeitig erarbeiten IOTH und VKF einen neuen Fahrplan für das Projekt «BSV 2026». Offiziell ist alles offen, von gezielten Präzisierungen über stärkere Vereinheitlichungen bis hin zu Verschärfungen einzelner Anforderungen.

    ​Parallel gewinnt eine andere Debatte an Fahrt. Viele Akteure fordern schweizweit einheitlichere Kontrollen und Mindeststandards, weil die heutige Umsetzung von Brandschutzkontrollen zwischen den Kantonen stark variiert. Der Marschhalt ist damit nicht das Ende der Reform, sondern ein Wendepunkt. Weg von der reinen Deregulierung, hin zu einer Brandschutzpolitik, die Lehren aus Crans-Montana sichtbar und verbindlich macht.

  • Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Interdisziplinarität als Schlüssel für Innovation im Bauwesen

    Im Studium treffen Studierende aus Architektur, Ingenieurwesen, Gebäudetechnik, Geomatik, Informatik und Nachhaltigkeitsmanagement aufeinander. Diese Vielfalt eröffnet neue Perspektiven, verlangt aber auch Offenheit und Lernbereitschaft. Unterschiedliche Denkweisen, Fachsprachen und Prioritäten müssen zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeführt werden. Entscheidend ist die Haltung. Wer bereit ist zuzuhören, voneinander zu lernen und Vertrauen aufzubauen, schafft Raum für echte Innovation.

    Kommunikation als Fundament
    Ohne präzise Kommunikation scheitert selbst die beste Technik. Schon ein Begriff wie «Modell» kann je nach Disziplin völlig verschieden verstanden werden. In dieser Weiterbildung lernen Studierende, solche Unterschiede bewusst anzusprechen, ein gemeinsames Vokabular zu entwickeln und Missverständnisse zu vermeiden. Kollaborative Plattformen wie Miro oder modellbasierte Datenräume unterstützen den Prozess, ersetzen aber nicht den persönlichen Austausch. Nur wenn Sprache, Visualisierung und digitale Werkzeuge intelligent kombiniert werden, entsteht ein gemeinsames Verständnis.

    Struktur schafft Vertrauen
    Transparente Rollen, klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Abläufe bilden das Rückgrat erfolgreicher Teams. Sie verhindern doppelte Arbeit, fördern Eigeninitiative und geben Sicherheit, damit Teams Verantwortung übernehmen können. Das Studium trainiert diese Haltung in praxisnahen Projekten, bei denen Studierende Verantwortung übernehmen, Feedback geben und reflektieren. So wächst Vertrauen, die Voraussetzung für produktive Flexibilität.

    Denken über Fachgrenzen hinaus
    Interdisziplinarität bedeutet, über den eigenen Tellerrand hinaus neue Perspektiven einzunehmen. So entstehen Lernräume, in denen technisches Know‑how, digitale Methoden und Projektmanagement ineinandergreifen. Die Studierenden lernen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, nachhaltige Ziele zu integrieren und den Menschen im Prozess mitzudenken.

    Diese Verbindung aus Haltung, Struktur und Kommunikation macht aus Vielfalt eine Stärke und aus interdisziplinärer Zusammenarbeit den Motor für Innovation im digitalen Planen und Bauen.

  • Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Die unterirdische Zugverbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel ist zwingend nötig für den Ausbau der S-Bahn im Dreiländereck. Das schreiben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Handelskammer beider Basel (HKBB) in einer Erklärung. Sie fordern eine rasche Umsetzung dieser sogenannten Durchmesserlinie, welche die heutigen Spitzkehren der Züge in den beiden Bahnhöfen überflüssig macht. Im Gegenzug sehen sie ein Reduktionspotenzial bei weiteren Bahnausbauten in Basel.

    Die beiden Kantone und die Handelskammer berufen sich dabei namentlich auf Ulrich Weidmann, der die neue Verbindung als unbestritten und zwingend nötig für das S-Bahnsystem bezeichnet habe. Der Professor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hatte das Gutachten Verkehr 2045 erarbeitet. Auf dessen Grundlage hatte der Bundesrat im Oktober entschieden, den Tiefbahnhof Basel SBB und die Durchmesserlinie zu depriorisieren.

    „Die Durchmesserlinie bedeutet einen Quantensprung im S-Bahn-Angebot für die Region“, wird  Regierungsrätin Esther Keller in der Mitteilung zitiert. Sie „lässt sich aus unserer Sicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren realisieren“, so die Vorsteherin des Basler Bau- und Verkehrsdepartements.

    Martin Dätwyler weist auf die Bedeutung für die Beseitigung von Engpässen auf der Strasse hin. „Mit einer raschen Realisierung der Durchmesserlinie werden wir es schaffen, beide Verkehrsträger – Strasse und Schiene – fit zu machen für die Zukunft“, wird der HKBB-Direktor zitiert. „Das stärkt nicht nur die Wirtschaftsregion Basel, sondern die gesamtschweizerische Wirtschaft und ist essenziell für die Landesversorgung.“

    Auch Regierungsrat Isaac Reber unterstreicht die Bedeutung für das ganze Land. „Die Region ist das Tor zur Schweiz“, so der Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft. „Ohne den Bau der Durchmesserlinie wird die Region zum Flaschenhals. Das können wir uns nicht leisten – und die Schweiz auch nicht.“

  • Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Innovative Energietechnologie verbindet Sommerüberschuss mit Winterwärme

    Die Matica AG aus Wagenhausen und die Hochschule Luzern haben laut einer Mitteilung die SeasON Energy AG gegründet. Sie soll die Technologie der SeasON-Sorptionswärmepumpe industrialisieren und kommerzialisieren. Diese war von den beiden Partnern in den vergangenen drei Jahren gemeinsam entwickelt worden. Sie speichert überschüssige erneuerbare Energie im Sommer durch ein thermochemisches Verfahren und stellt im Winter fast ohne zusätzlichen Strom Heizenergie bereit.

    „Mit der Gründung des Spin-offs SeasON Energy AG erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der zukunftsweisenden Technologie und ihrer Markteinführung“, wird Matica-CEO Marc Lüthi zitiert. Er übernimmt die operative Leitung des Greentech-Start-ups mit Sitz in Zürich.

    „Bei der ersten Pilotanlage, die seit einem Jahr in der Tierkadaversammelstelle in Frauenfeld in Betrieb ist, hat sich gezeigt, dass die Technologie funktioniert“, erläutert Benjamin Fumey, Verwaltungsrat der SeasON Energy und Leiter der Forschungsgruppe CC Thermische Energiesysteme und Verfahrenstechnik am Institut für Maschinen- und Energietechnik der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.

    Eine zweite Pilotanlage befindet sich an der Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG und eine dritte in einem Wohngebäude im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten will SeasON Energy rund ein Dutzend weiterer Pilotprojekte realisieren. Damit sollen Leistung und Wirtschaftlichkeit demonstriert werden.

    2025 wurde das SeasON-Projekt mit dem Prix Watt d’OR und dem Greenovation Award ausgezeichnet. Zudem war SeasON in der Kategorie Industry Innovation einer der drei Finalisten beim Swiss Technology Award.

  • Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Führungswechsel setzt Impulse für den Wirtschaftsstandort

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat Patrik Wermelinger laut einer Mitteilung zum neuen Direktor ernannt. Der 54-jährige Luzerner tritt die Nachfolge von Ivan Buck an, der nach acht Jahren im Amt künftig auf seine eigene Firma im Bereich Relationship Management fokussiert. Wermelinger, mit abgeschlossenem Studium in Betriebswirtschaftslehre und Träger eines Executive MBA, war bereits von 2006 bis 2016 als Leiter Standortpromotion und Marketing bei der Wirtschaftsförderung Luzern tätig. Seit 2016 ist er Chief Investment Promotion Officer sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise.

    Laut der Mitteilung machen ihn besonders diese zehn Jahre Erfahrung im Rahmen der Wirtschaftsförderung, seine Kenntnis und sein Netzwerk im Raum Luzern und sein Know-How für die Bedürfnisse ausländischer Firmen zum idealen Kandidaten. „Patrik Wermelinger besticht nicht nur durch seine hohe Fachkompetenz und seine umfassende internationale Erfahrung, sondern auch durch seine vertrauenswürdige und gewinnbringende Art“, wird Dr. Erwin Steiger zitiert, Präsident des Stiftungsrates. Ivan Buck bleibt als amtierender Direktor bis Ende Februar 2026 bei der Wirtschaftsförderung Luzern angestellt. Anschliessend übernimmt Andreas Zettel als stellvertretender Direktor ad interim, bis Patrik Wermelinger sein Amt per 1. Juni 2026 antritt.

    Die Wirtschaftsförderung Luzern ist zentrale Anlaufstelle für Unternehmen im Wirtschafts- und Wohnstandort Luzern. Ihr Dienstleistungsportfolio umfasst Standortpromotion, Ansiedlung, Unternehmensentwicklung, Förderung von Neugründungen sowie den Ausbau und die Pflege des Netzwerks mit Kanton, Gemeinden und Wirtschaft.

  • Online Netzwerk fördert Wissenstransfer und Expansion im Immobiliensektor

    Online Netzwerk fördert Wissenstransfer und Expansion im Immobiliensektor

    Die Zuger Makler Service AG hat Real Estate Talk Arabia lanciert, eine kostenlose und digitale Bildungs- und Netzwerkplattform für Immobilienfachleute und Investoren. Die Plattform soll Unternehmen der europäischen Immobilienbranche bei der Expansion in internationalen Märkten unterstützten und diese mit dem Immobilienmarkt des Nahen Ostens, insbesondere Dubais, verbinden. Laut einer Mitteilung über Business Insider ist die Plattform ab sofort verfügbar und kann über die offiziellen Kanäle von Makler Service genutzt werden.

    Real Estate Talk Arabia vereint Weiterbildung mit Kommunikation und Gemeinschaft auf einer frei zugänglichen Plattform. Nutzerinnen und Nutzer profitieren von monatlichen Livestreams, strukturierten Online-Kursen sowie einer Facebook-Community. Dort erhalten sie von Bauträgern und Experten praktische Einblicke in internationale Märkte, Kundenkommunikation und Vertriebsstrategien. „Real Estate Talk Arabia spiegelt unsere Philosophie wider – Fortschritt durch Vernetzung“, erklärt die Makler Service AG. „Wir sind überzeugt, dass berufliche Weiterbildung niemals durch Bezahlschranken oder geografische Beschränkungen eingeschränkt sein sollte.“

    Die Makler Service AG wurde 2020 während Pandemiezeiten gegründet und entwickelte sich innerhalb von fünf Jahren zu einem führenden Bildungsanbieter für Immobilienfachleute in der DACH-Region. Mit der neuen Initiative sollen nun Kontinente verbunden werden und die internationale Präsenz des Unternehmens gestärkt werden.

  • Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Abtretung des Waffenplatzes Moudon kann der Kanton Waadt seinen Planungsprozess für die künftige Nutzung starten. Wie der Bund in einer Mitteilung bestätigt, räumt die Armee den Standort ab Ende 2027, um Platz zu machen für die Waadtländer Polizeiakademie. An der Absichtserklärung beteiligt sind der Kanton, armasuisse Immobilien als Immobilienkompetenzzentrum des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und das Staatssekretariat für Migration (SEM). Basis für diesen Schritt ist der Beschluss des Waadtländer Staatsrats aus dem Mai 2022, die Polizeiakademie vom heutigen Standort in Savatan nach Moudon zu verlegen. 

    Die Fläche und Infrastruktur des Waffenplatzes Moudon bietet laut der Mitteilung grosses Potenzial, um ein interdisziplinäres Ausbildungszentrum aufzubauen. Schon heute prüfe der Kanton, ob der Standort nicht nur von der Polizeiakademie, sondern auch von weiteren Partner aus dem Sicherheitsbereich genutzt werden könnte. Zur Debatte stehen insbesondere sogenannte Blaulichtdienste, Leistungen im Bereich des Umweltschutzes oder im Bereich des Strafvollzugs. Ein Projektierungskredit soll es ermöglichen, hier alle Optionen auszuloten.

    Klar ist schon heute, dass die Fläche nach dem Abzug der Armee schrittweise umgestaltet wird. Das in Moudon stationierte Kommando der Spitalschulen 41 wird ab dem zweiten Halbjahr 2027 gestaffelt auf den Waffenplatz Chamblon zügeln. Die Notfallkapazitäten des SEM in Moudon bleiben bestehen. Somit können in der dortigen Mehrzweckhalle im Fall eines Anstiegs von Asylsuchenden Unterkunftsplätze bezogen werden. „Kommt das Projekt planmässig voran, könnten die ersten Ausbildungen zwischen 2030 und 2032 beginnen“, heisst es von Seiten des Bundes.

  • Wo die Bau- und Immobilienwelt ihre Zukunft baut

    Wo die Bau- und Immobilienwelt ihre Zukunft baut

    Die Swissbau 2026 ist mehr als nur eine Messe. Sie ist Seismograf einer Branche im Umbruch. Klimawandel, Energiekrise, Ressourcenknappheit und Fachkräftemangel treffen auf eine rasch voranschreitende Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft.

    ​ Im Fokus stehen Fragen, die heute über die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens entscheiden.  Wie lässt sich kreislauforientiert planen und bauen? Wie werden Gebäude energieeffizienter und resilienter? Und wie können digitale Werkzeuge so eingesetzt werden, dass Prozesse einfacher, transparenter und kollaborativer werden? Und das vom Entwurf bis zum Betrieb.

    Gleichzeitig wächst der Druck, nachhaltige Antworten sichtbar umzusetzen, in Projekten, Prozessen und Produkten sichtbar umzusetzen. Die Swissbau bündelt diese Themen in einem gemeinsamen Erlebnisraum, in dem Strategien, Lösungen und Praxisbeispiele aufeinandertreffen.

    Schwerpunkte und Highlights
    Die Messe setzt klare inhaltliche Schwerpunkte. Dazu gehören Klima und Energie, Kreislaufwirtschaft und Materialien, Digitalisierung und Kollaboration sowie Architektur und Lebensqualität im gebauten Raum. Diese Themen werden in Bühnenformaten, geführten Rundgängen und Live-Demonstrationen praxisnah und verdichtet vermittelt.

    ​ Zu den Höhepunkten gehören Premieren neuer Systeme, Materialien und Technologien, die ressourcenschonendes Bauen und energieoptimierte Gebäude erlebbar machen. Live-Demos zeigen, wie digitale Planung, modellbasierte Zusammenarbeit und robotische Fertigung die Baustelle verändern und welche Chancen sich daraus für Effizienz, Qualität und Arbeitssicherheit ergeben.

    Wie digital ist die Swissbau?
    Die Digitalisierung ist kein eigenständiger Bereich mehr, sondern zieht sich als roter Faden durch die gesamte Swissbau. Im Zentrum stehen durchgängig gedachte Prozesse, von der digitalen Planung über BIM-gestützte Kollaboration bis hin zu Datenräumen, die Planung, Bau und Betrieb verbinden.

    Auf der Messe werden Plattformen, Tools und Anwendungen präsentiert, die Gebäudedaten nutzbar machen und so zu einer effizienteren Projektabwicklung, besseren Entscheidungsgrundlagen und einem intelligenteren Betrieb beitragen. Die physische Messe wird durch einen ausgebauten digitalen Auftritt ergänzt, der eine Programmübersicht, Streams ausgewählter Formate und verlängerten Dialogmöglichkeiten vor und nach den Messetagen bietet.

    So entsteht eine hybride Wissens- und Netzwerkplattform, die weit über den klassischen Messebesuch hinausgeht und es Unternehmen ermöglicht, ihre Digitalisierungsreise sichtbar zu machen und weiterzudenken.

    ​Swissbau Focus Bühne für den Dialog
    Der Swissbau Focus bildet das inhaltliche Herzstück der Messe. In kuratierten Talks, Panels und Fachveranstaltungen diskutieren Verbände, Unternehmen, Hochschulen und Behörden über zentrale Fragen der Zukunft der Bau- und Immobilienbranche.

    Hier geht es um Rahmenbedingungen, Strategien und konkrete Verantwortlichkeiten. Wie entwickelt sich der regulatorische Rahmen? Welche Anreize sind für klimafreundliches und zirkuläres Bauen nötig? Welche Rolle spielen öffentliche Hand, Immobilienwirtschaft und Industrie im Zusammenspiel?

    Der Charakter ist bewusst dialogorientiert. Der Fokus liegt auf dem Austausch statt auf Frontalreferaten, auf kontroversen Perspektiven statt einseitigen Produktbotschaften. Für Kader und Fachleute wird Swissbau Focus somit zu einem Ort, an dem sie ihre Positionen schärfen, Allianzen bilden und Impulse für die eigene Strategie mitnehmen.​

    Swissbau Lab und Handwerk live
    Während beim Swissbau Focus der Diskurs im Mittelpunkt steht, werden beim Swissbau Lab Innovationen erlebbar gemacht. In einer Mischung aus Werkstatt, Bühne und Labor präsentieren Start-ups, etablierte Industriepartner und Bildungsinstitutionen neue Lösungen. Von digitalen Werkzeugen über zirkuläre Materialien bis hin zu zukunftsweisenden Bauprozessen.

    Formate wie die Main Stage, die Speakers Corner und thematische Sessions setzen auf kurze, verdichtete Inputs, Best Practices und den direkten Austausch mit den Beteiligten. So entsteht ein Experimentierfeld, in dem neue Ideen getestet, diskutiert und weitergedacht werden. Nah an der Praxis, offen für Kritik und Kooperation.

    Gleichzeitig zeigt der Treffpunkt Handwerk, wie stark sich das Bauhandwerk selbst verändert. Ein zweigeschossiges Holzhaus wird live aufgebaut und Betriebe demonstrieren Arbeitsabläufe, Werkzeuge und Materialien im laufenden Betrieb. Hier werden Digitalisierung, Vorfertigung und Präzision unmittelbar sichtbar, vom smarten Werkzeug bis zur vernetzten Baustelle.

    Ausbildung, Vernetzung und Sicherheit
    Ein zentrales Anliegen der Swissbau 2026 ist die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Berufs- und Branchenverbände, Schulen und Weiterbildungsanbieter nutzen die Plattform, um Ausbildungswege, Spezialisierungen und Karrierechancen sichtbar zu machen. Sowie den Dialog zwischen Nachwuchs, Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu stärken.

    Die Vernetzung zieht sich durch die gesamte Messe. Lounge-Bereiche, thematische Treffpunkte und kuratierte Veranstaltungen bieten Raum, um Projekte anzustossen, Partnerschaften zu vertiefen und neue Koalitionen rund um die Themen Klima, Energie, Digitalisierung und Sicherheit zu schmieden.

    Dabei wird das Thema Sicherheit breit verstanden. Von der Arbeitssicherheit auf der Baustelle über die Gebäudesicherheit und Resilienz bis hin zu stabilen, vertrauenswürdigen digitalen Infrastrukturen. Die Swissbau 2026 zeigt, wer die Zukunft des Bauens gestalten will, braucht nicht nur gute Produkte, sondern vor allem starke Netzwerke, gemeinsames Wissen und den Mut, neue Wege zu gehen.​

    Messedauer und Adresse
    Dienstag bis Freitag, 20. bis 23. Januar 2026:
    9 bis 18 Uhr
    Alle Hallen

    Samstag, 24. Januar 2026:
    9 bis 16 Uhr
    Halle 1.2 und Halle 1.0 Süd
    Trendwelt Innenausbau und Swissbau Focus 
    www.swissbau.ch

  • St.Gallen verhindert Planungsstillstand in Gemeinden

    St.Gallen verhindert Planungsstillstand in Gemeinden

    In vielen St.Galler Gemeinden laufen derzeit umfassende Revisionen von Richt- und Rahmennutzungsplanung, während teilweise noch das Baugesetz von 1972 gilt. Das führte dazu, dass zwischen Auflage und Genehmigung neuer Nutzungspläne über Jahre keine neuen planerischen Grundlagen in Kraft gesetzt werden konnten und  wichtige Projekte blieben blockiert. Der IV. Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz schliesst diese Lücke und setzt die Motion zur Vermeidung eines Planungsstillstands um. Ziel ist es, die Entwicklungsfähigkeit der Gemeinden zu sichern und gleichzeitig Rechtsklarheit zu schaffen.

    Zwei Wege für mehr Planungssicherheit
    Die Regierung verfolgt dafür zwei Ansätze. Einerseits können Sondernutzungspläne, die materiell noch auf dem alten Recht beruhen, weiterhin genehmigt werden, bis die neue Rahmennutzungsplanung vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation genehmigt ist. Ist ein solcher Plan mit der künftigen Ordnung kompatibel, kann er ohne Neustart des Verfahrens in einen PBG-konformen Sondernutzungsplan überführt werden. Andererseits dürfen Sondernutzungspläne nach neuem Recht bereits ab der öffentlichen Auflage des revidierten Rahmennutzungsplans aufgelegt und genehmigt werden. Sie treten je nach Vereinbarkeit mit dem alten Recht entweder sofort oder erst mit Inkraftsetzung der neuen Planung in Kraft.

    Verlängerte Frist für Ortsplanungsrevisionen
    Zusätzlich schlägt die Regierung vor, die Frist für die Anpassung der kommunalen Rahmennutzungsplanung an das neue Planungs- und Baugesetz pauschal von 2027 auf 2030 zu verlängern. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass viele Gemeinden ihre umfangreichen Planungsarbeiten nicht innerhalb von zehn Jahren abschliessen können. Auf begründetes Gesuch hin kann die Frist zudem individuell weiter verlängert werden. Die neuen Bestimmungen verbinden Rechtssicherheit mit Flexibilität und bilden damit eine wichtige Grundlage für geordnete Siedlungsentwicklung, verlässliche Investitionsentscheide und die Umsetzung der raumplanerischen Ziele des Kantons.

  • Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Die Zuger Stimmbevölkerung hat am 30. November 2025 das Gesetz über Standortentwicklung deutlich angenommen. Der Regierungsrat hat nun die Vollziehungsverordnung verabschiedet, sodass Gesetz und Verordnung per 1. Januar 2026 in Kraft treten. Aus den erwarteten jährlichen Mehreinnahmen von netto rund 200 Millionen Franken aus der OECD-Mindeststeuer investiert der Kanton in drei Bereiche. So in soziale Massnahmen wie Kinderbetreuung, Bildung und Wohnen, Infrastruktur und innovative Projekte, etwa Blockchain- und ETH-Kooperationen oder Energieprojekte sowie gezielte Förderbeiträge an Unternehmen für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Wirkungsorientierte Nachhaltigkeitsförderung
    Zentrales Element der SEVO ist eine wirkungsorientierte Förderung von Klimaschutz in Unternehmen. Unterstützt werden Projekte, die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette substanziell senken. Voraussetzung ist eine Einsparung von mindestens 50’000 Tonnen CO₂‑Äquivalenten, pro eingesparter Tonne werden 30 Franken ausgerichtet. Damit honoriert der Kanton messbare, nachweisbare Emissionsreduktionen statt rein deklaratorischer Klimaversprechen und setzt einen klaren Anreiz für grosse Dekarbonisierungsprojekte.

    Impulse für Forschung und Entwicklung
    Neben der Nachhaltigkeit adressiert das Programm gezielt die Innovationskraft der Zuger Wirtschaft. Die aufwandseitige Innovationsförderung unterstützt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit einem Beitragssatz von 25 Prozent auf qualifizierende Personalaufwände, ergänzt durch einen pauschalen Infrastrukturzuschlag von 35 Prozent. Gefördert werden auch in der Schweiz durchgeführte klinische Studien. Damit stärkt der Kanton Zug sowohl technologieorientierte Unternehmen als auch forschungsintensive Branchen wie Pharma, Medtech oder Deeptech.

    Flexibles System im Schatten der Mindeststeuer
    Die Verordnung ist bewusst flexibel ausgestaltet, um auf ein dynamisches internationales Steuerumfeld reagieren zu können. Hintergrund ist die OECD-Mindestbesteuerung, von der im Kanton rund 400 Gesellschaften betroffen sind. Das neue Fördersystem soll drohende Standortnachteile kompensieren und die Attraktivität Zuges als internationaler Wirtschaftsstandort sichern. Unternehmen können ab dem 1. März 2026 erstmals Gesuche einreichen, basierend auf den Zahlen des Geschäftsjahrs 2024. Zuständig für den Vollzug ist die Finanzdirektion. Ziel ist ein unbürokratisches, effizientes System, das klar messbare Leistungen in Nachhaltigkeit und Innovation belohnt und Zug im globalen Wettbewerb langfristig positioniert.

  • Bund fördert 33 Modellvorhaben für Raumplanung von morgen

    Bund fördert 33 Modellvorhaben für Raumplanung von morgen

    Die Modellvorhaben gelten als Experimentierfeld für Gemeinden, Regionen und private Organisationen, die aktuelle Herausforderungen mit neuen Methoden angehen wollen. Dazu gehören etwa eine älter werdende Bevölkerung, Wohnungsknappheit, fehlende Räume für Sport und Bewegung, der Rückgang der Biodiversität oder Lücken in der Grundversorgung ländlicher Gebiete. Gefragt sind mutige, direkt umsetzbare Projekte, deren Erfahrungen anderen Regionen als Vorbild dienen können. Seit 25 Jahren existiert dieses Förderinstrument, inzwischen getragen von neun Bundesstellen aus vier Departementen unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE.

    33 Projekte, sechs Themenschwerpunkte
    Für die Programmgeneration 2025–2030 wurden 33 Vorhaben ausgewählt und mit total 4.274 Millionen Franken ausgestattet. Neben finanzieller Unterstützung erhalten die Projekte fachliche Begleitung und Unterstützung beim Wissenstransfer, insbesondere wenn sich Lösungen bewähren. Thematisch verteilen sich die Vorhaben auf sechs Schwerpunkte.

    • Stärkung von Zentrumsfunktionen in ländlichen Regionen und Berggebieten
    • Erhöhung der Lebensqualität durch Biodiversität und attraktive Landschaften
    • sport- und bewegungsfreundliche Siedlungsplanung
    • nachhaltigere regionale Ernährungssysteme
    • zukunftsfähiges Wohnen durch Umnutzung und Transformation des Bestands
    • Mitgestaltung lokaler Dienstleistungsangebote

    Breite Trägerschaft im Bund
    Beteiligt sind neben dem ARE das Bundesamt für Strassen, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Kultur, das Bundesamt für Sport, das Bundesamt für Landwirtschaft, das Bundesamt für Wohnungswesen sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft. Diese Bundesstellen bringen ihre Fachkompetenzen ein und sorgen dafür, dass erfolgreiche Modellvorhaben auch in andere Regionen und Programme ausstrahlen. Einige frühere Projekte wurden bereits mit renommierten Auszeichnungen wie dem Wakkerpreis gewürdigt. Die neuen Vorhaben starten Anfang 2026 und sollen zeigen, wie nachhaltige Raumentwicklung konkret vor Ort gestaltet werden kann.

  • Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Nach langen Planungsjahren ist der Baustart erfolgt. Auf dem Areal Dürrbach entsteht für rund 65 Millionen Franken ein grosser polysportiver Komplex, realisiert von HRS Real Estate AG als Totalunternehmerin. Der Neubau soll im Herbst 2026 eröffnet werden und markiert einen neuen sportlichen Schwerpunkt im Glattal.

    Über 30 Sportarten unter einem Dach
    Getragen wird das Projekt von Zürich Tennis und dem Zürcher Turnverband, die gemeinsam fast 100’000 Sportbegeisterte in der Region vereinen. Geplant sind moderne Hallen für Tennis und Turnsport, spezialisierte Trainingsbereiche sowie Flächen für zahlreiche weitere Indoor-Sportarten. Ergänzt wird das Angebot durch Sportinfrastrukturen, Übernachtungsmöglichkeiten sowie Einrichtungen für Sportmedizin und Regeneration. Das Sportzentrum ist ausgelegt für den Ganzjahresbetrieb von Breiten- und Spitzensport.

    Campus für Sport und Ausbildung
    Im neuen Sportzentrum wird auch die Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland beheimatet sein. Damit entsteht ein Campus, der Training, Schule und Talentförderung räumlich und inhaltlich verzahnt. Junge Athletinnen und Athleten finden vor Ort ideale Bedingungen, um sportliche Ambitionen und Ausbildung zu verbinden.

    Beny Ruhstaller verstärkt strategische Führung
    Seit Kurzem gehört Beny Ruhstaller dem Verwaltungsrat der Sportzentrum Dürrbach AG an. Er stösst nicht primär als Bauspezialist dazu, sondern als Kenner des Turnwesens. Durch seine früheren Tätigkeiten für den Zürcher und den Schweizer Turnverband bringt er langjährige Verbandserfahrung, ein breites Netzwerk im Turn- und Tennissport und ein feines Gespür für die Bedürfnisse von Athletinnen und Athleten ein. Damit stärkt er den Anspruch, das Sportzentrum Zürich zu einer zukunftsweisenden Plattform für Sport, Ausbildung und Bewegung in der Region zu entwickeln.

  • Standortpolitik im Wandel

    Standortpolitik im Wandel

    Basel-Stadt hat auf die internationalen Entwicklungen im Steuer- und Standortförderungsbereich mit einer Revision des Standortförderungsgesetzes reagiert, die 2025 vom Grossen Rat und der Stimmbevölkerung klar angenommen wurde. Herzstück des Basler Standortpakets sind zwei Fonds, in die der Regierungsrat je nach Finanzlage des Kantons jährlich 150 bis 500 Millionen Franken einzahlen kann. 80 Prozent der Mittel fliessen in die Innovationsförderung, 20 Prozent in die Gebiete Gesellschaft und Umwelt. Die Förderung erfolgt bereits im laufenden Jahr im Umfang von maximal 300 Mio. Franken.

    Gesellschaftlicher Mehrwert durch Elternzeit
    Ein Bestandteil ist die Unterstützung freiwilliger Elternzeit über das gesetzliche Mass hinaus. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden freiwillig über das Erwerbsersatzgesetz hinausgehende Elternzeit gewähren, können für Mütter und Väter je bis zu drei Wochen zusätzliche Lohnkosten ersetzt bekommen. Diese Regelung stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und fördert eine moderne, inklusive Arbeitskultur. Ein Faktor, der im internationalen Standortwettbewerb zunehmend Bedeutung gewinnt.

    Energiewende als Standortvorteil
    Der Umweltbereich des Programms unterstützt baselstädtische Unternehmen, die gezielt in Dekarbonisierung und Energieeffizienz im Kanton und in der Schweiz investieren. Beiträge werden nach erzielten CO²-Einsparungen oder eingesparter Energie gewährt. Der Kanton kann bis zu 40 Prozent der Investitionskosten von umgesetzten Massnahmen übernehmen. Förderfähig ist auch die Reduktion der Emissionsintensität direkter Treibhausgasemissionen weltweit. Das Basler Standortpaket ergänzt und verstärkt die übrigen Massnahmen der kantonalen Klimaschutzstrategie mit dem Ziel von Netto-Null bis 2037. Damit setzt Basel-Stadt schweizweit Massstäbe für eine praxisorientierte Klimapolitik, die Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft kombiniert.

    Innovationskraft aus Basel für die Schweiz
    Der wichtigste Teil des Basler Standortpakets ist der Bereich Innovation. Hier beteiligt sich der Kanton Basel-Stadt an Personalaufwendungen von baselstädtischen Unternehmen für Forschung und Entwicklung. Unternehmen profitieren je nach Grösse von abgestuften Fördersätzen von bis zu 28 % und zusätzlich von Beiträgen für Abschreibungen auf Anlagen für Forschung und Entwicklung sowie Hochtechnologieproduktion. Zudem fördert der Kanton auch Aufwände von Unternehmen für klinische Studien in der Schweiz. Damit stärkt der Kanton sein Profil als führender Innovationsstandort und Life-Sciences-Hub in Europa.

    Ein neues Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Gesellschaft
    Das Basler Standortpaket ist mehr als ein Förderprogramm. Es ist eine strategische Weichenstellung, um Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. Durch die enge Einbindung von Wirtschaft und Politik entsteht ein Modell, das über Basel hinausstrahlt – als Beispiel für eine moderne, zukunftsorientierte Standortförderung.

  • Was das neue Raumplanungsgesetz kann

    Was das neue Raumplanungsgesetz kann

    Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Möglichkeit, nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Gebäude ausserhalb der Bauzonen neu zu Wohnzwecken zu nutzen. Kappeler betont, dass dies nur im Rahmen des sogenannten Gebietsansatzes möglich ist. Kantone können für klar definierte Gebiete Sondernutzungszonen festlegen, etwa zum Erhalt und zur Weiterentwicklung traditioneller Kulturlandschaften. Nur in solchen Gebieten sind Umnutzungen unter strengen Bedingungen zulässig, zudem gilt weiterhin das Zweitwohnungsgesetz mit der 20‑Prozent‑Schwelle für Zweitwohnungen. Aus Sicht des ARE ist diese punktuelle Flexibilität keine Aufweichung, sondern ein gezielt gesteuertes Instrument für regionale Besonderheiten.

    Trennungsgrundsatz mit Stabilisierungsziel
    Kernanliegen von RPG2 ist die Stärkung des Trennungsgrundsatzes zwischen Bau- und Nichtbaugebiet. Neu wird dieser durch ein Stabilisierungsziel ergänzt. Massgebend sind Gebäudebestand und versiegelte Fläche per 29. September 2023, an denen die künftige Entwicklung ausserhalb der Bauzonen gemessen wird. Erreichen Kantone diese Stabilisierung nicht, müssen sie zusätzliche Massnahmen ergreifen. Das Parlament wollte bewusst keine starre Plafonierung, sondern eine begrenzte Flexibilität mit klarer Obergrenze. Damit erhält das Bauen ausserhalb der Bauzonen eine zusätzliche Schranke, ohne sinnvolle Anpassungen völlig zu blockieren.

    Abbruchprämien und Pionierarbeit der Kantone
    Ein weiterer Pfeiler der Revision ist die Abbruchprämie für Gebäude ausserhalb der Bauzonen. Der Bund rechnet mit 1000 bis 2000 Rückbauten pro Jahr bei durchschnittlichen Kosten von 20’000 bis 30’000 Franken, was ein Volumen von 20 bis 60 Millionen Franken jährlich ergibt. Finanziert werden soll dies gemeinsam von Bund und Kantonen. Für letztere eine Herausforderung, da sie zugleich Stabilisierungsstrategien ausarbeiten und umsetzen müssen. Das ARE erarbeitet Leitfäden, genehmigt die kantonalen Strategien und kontrolliert deren Wirkung, greifen die Massnahmen nicht, sind Sanktionen vorgesehen.

    Erneuerbare Energien und touristische Betriebe
    In der Schlussphase der parlamentarischen Beratungen wurden zusätzliche Bestimmungen zu erneuerbaren Energien ausserhalb der Bauzonen ins Gesetz aufgenommen. So sollen in wenig empfindlichen Gebieten unter bestimmten Voraussetzungen Anlagen zur gewerblichen Biomassenutzung oder zur Methanisierung möglich werden, wobei die Details auf Verordnungsstufe präzisiert werden. Kontrovers ist auch die erleichterte Weiterentwicklung altrechtlicher Gast- und Beherbergungsbetriebe. Hotels und Restaurants ausserhalb der Bauzonen erhalten mehr Spielraum für Modernisierung und Ausbau. Häufig ohne umfassendes Planungsverfahren und Mitwirkung, wenn eine Baubewilligung genügt. Kritiker sehen darin eine Aufweichung des Trennungsgrundsatzes, während die Befürworter auf die Sicherung wirtschaftlicher Tragfähigkeit bestehender Betriebe verweisen.

    Härteres Vorgehen gegen illegales Bauen
    Als klare Stärke der Revision nennt Kappeler die neuen Regelungen gegen illegales Bauen. Behörden müssen bei rechtswidriger Nutzung neu zwingend ein Nutzungsverbot verfügen. Ein scharfes Instrument, da ein nicht nutzbares Gebäude schnell an Attraktivität verliert. Zudem können Gemeinden nicht mehr allein entscheiden, auf eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verzichten. Ein solcher Verzicht erfordert künftig die Zustimmung des Kantons. RPG2 koppelt damit mehr Differenzierung und Spielraum dort, wo planerisch begründet, mit strengeren Regeln, messbaren Zielen und einem konsequenteren Vollzug ausserhalb der Bauzonen.

  • Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Der Stadtrat Winterthur hat laut einer Mitteilung Martin Emmenegger als neuen Direktor des Stadtwerkes Winterthur bestätigt. Emmenegger ist derzeit Geschäftsbereichsleiter Netze und Mitglied der Geschäftsleitung des Elektrizitätswerkes Zürich (ewz). Zuvor war er während vier Jahren beim Stadtwerk Winterthur als Bereichsleiter Elektrizität und Telekom gewesen.

    Emmenegger hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften als Elektroingenieur abgeschlossen. Der 57-Jährige folgt auf Marco Gabathuler, der das Stadtwerk seit 2017 geführt hat und im Januar 2026 in die Pension geht.

    „Mit Martin Emmenegger fällt die Wahl auf eine motivierende Persönlichkeit, die Stadtwerk Winterthur erfolgreich in die Zukunft führen kann“, wird Stadtrat Stefan Fritschi in der Mitteilung zitiert.