Kategorie: Personen

Personen – Immobiliennews zu führenden Persönlichkeiten, Karrierewegen & Akteuren der Schweizer Immobilienbranche.

  • Empa gewinnt Brückenbauer

    Empa gewinnt Brückenbauer

    Matthias Sulzer ist kein typischer Forscher. Sein Weg führte ihn vom Handwerk über ein Ingenieurstudium bis zur Unternehmensgründung und schliesslich zurück in die Forschung. Heute steht er an der Spitze des Empa-Departements Ingenieurwissenschaften, wo er die gebaute Umwelt von morgen mitgestaltet. Sein Büro ist ebenso strukturiert wie seine Denkweise. Auf einem selbst gezeichneten Poster zeigt eine Bergstrasse die Etappen einer strategischen Entwicklung. Für Sulzer sind Visualisierungen nicht nur Arbeitsmittel, sondern Ausdruck eines pragmatischen, zielgerichteten Denkens.

    Früh erkannte er, dass nachhaltige Veränderungen nur gelingen, wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten. Bereits bei der Gründung seines Unternehmens setzte er auf wissenschaftliche Kooperationen. Diese Haltung führte ihn später als Senior Researcher an die Empa, wo er nationale Innovationsprojekte leitete und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen übersetzte.

    Innovation als Verbindung von Systemdenken und Verantwortung
    Heute beschäftigt sich Sulzer mit einer breiten Palette an Themen, von nachhaltiger Robotik über neue Werkstoffe bis zur Dekarbonisierung ganzer Energiesysteme. Besonders eindrücklich ist seine Arbeit im Kontext des Klimawandels. Denn die gebaute Umwelt ist für einen Grossteil des Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Sulzer sieht darin nicht nur eine technologische, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Seine Vision reicht vom geschlossenen Materialkreislauf bis zur Rückgewinnung atmosphärischen Kohlenstoffs. Der Klimaschutz beginnt für ihn im Labor, aber er endet in der Anwendung.

    Dabei deckt sein Departement die gesamte Skala der Forschung ab, von molekularen Materialentwicklungen bis hin zur Bewertung nationaler Energiestrategien. Ob Drohnen für Infrastrukturreparaturen oder biokompatible Implantate, die Arbeit der Empa-Teams ist so vielfältig wie relevant. Entscheidend sei, so Sulzer, dass die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten. Wo früher einzelne Experten nebeneinander arbeiteten, wird heute auf echte Teamarbeit gesetzt.

    Forschung, die Menschen stärkt
    Für Sulzer steht jedoch nicht die Technologie im Zentrum, sondern der Mensch. Forschung dürfe sich nicht nur an Exzellenz messen, sondern müsse die nächste Generation befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Er versteht sich als Ermöglicher, der Räume für wissenschaftliche Exzellenz schafft. Und er glaubt an den Mehrwert von Teams, in denen sich individuelle Stärken zu kollektiver Intelligenz verbinden. Dort, wo disziplinäre Grenzen überschritten werden, entstehen neue Lösungen, nicht selten mit Wirkung über die Forschung hinaus.

    Mit Matthias Sulzer gewinnt die Empa nicht nur einen fachlich versierten Departementsleiter, sondern eine Führungspersönlichkeit, die Wissenschaft, Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung zusammenführt. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen allein nicht mehr genügen, setzt Sulzer auf Haltung, Kooperation und eine klare Vision. Forschung, die wirkt durch Menschen, für Menschen.

  • Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Jacques Mauron zieht die Konsequenzen aus dem strategischen Umbau von Groupe E und tritt als Generaldirektor zurück. Der Verwaltungsrat hat laut einer Mitteilung Alain Sapin, den Direktor Elektrische Energie des Freiburger Energieversorgers, zum Generaldirektor ad interim ernannt. Mauron war seit 2004 bei der Groupe E tätig, seit November 2019 als Generaldirektor.

    Groupe E hatte im April mitgeteilt, dass es seine Aktivitäten im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen im eigenen Kanton und anderen Teilen der Westschweiz überprüfen will. Das Unternehmen reagierte damit auf einen seit 2023 anhaltenden Absatzrückgang in diesem Bereich. Es will nun die Struktur der Direktion Technik und Infrastruktur anpassen, so dass die einzelnen Niederlassungen mehr Selbstständigkeit erhalten.

    Dieser strategische Umbau ist mit einem Stellenabbau verbunden. Das Unternehmen ging im April noch von einer Entlassung von 188 der 2600 Mitarbeitenden aus. Die Zahl der Entlassungen konnte im Mai nach einer Konsultation mit den Sozialpartnern auf 168 verringert werden.

    Der bisherige Chef der Direktion Technik und Infrastruktur, Michel Beaud, hat die Groupe E inzwischen verlassen. Seine Nachfolge wird jetzt interimistisch von Johann Ruffieux übernommen, dem Leiter Beschaffung und Handel.

  • Erweiterung der Geschäftsleitung für Rechenzentrumsprojekte

    Erweiterung der Geschäftsleitung für Rechenzentrumsprojekte

    Die Green Datacenter AG erweitert ihr Management. Per Anfang Mai ist Markus Meier zu Unternehmen und Geschäftsleitung gestossen, informiert die Aargauer Anbieterin von Rechenzentren und damit verbundenen Dienstleistungen in einer Mitteilung. Meier wird als Chief Construction Officer (CCO) alle unternehmenseigenen und im Auftrag von Kunden realisierten Bauprojekte von Green Datacenter verantworten.

    «Mit Markus Meier verstärken wir die Organisation mit einer erfahrenen Führungspersönlichkeit, um den kontinuierlichen Ausbau unserer hochverfügbaren Infrastrukturen weiterhin in hoher Qualität und Effizienz umzusetzen», wird Green-CEO Roger Süess in der Mitteilung zitiert. Der neue CCO ist diplomierter Bauführer und bringt laut Mitteilung über 25 Jahre Erfahrung in der Leitung von Bauprojekten mit. Als berufliche Stationen von Meier werden dort Geschäftsführer der Bauunternehmung Erne AG und Leiter Baumeister Zürich bei Implenia genannt.

    Aktuell realisiert Green ein neues Rechenzentrum in Lupfig und zwei Rechenzentren in Dielsdorf. «Unser Wachstum folgt einem klaren strategischen Plan», erklärt Süess. «Wir setzen neue Standards und stärken den digitalen Standort Schweiz nachhaltig.»

  • Tanja Zimmermann übernimmt das Präsidium

    Tanja Zimmermann übernimmt das Präsidium

    Am 6. Mai 2025 wurde Tanja Zimmermann zur neuen Präsidentin des Stiftungsrats des Technoparks Zürich gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Lothar Thiele an, der das Gremium seit 2019 leitete. Mit dem Wechsel erhält der Innovationsstandort nicht nur eine neue Führung, sondern auch ein klares Zeichen für Diversität und Zukunftsorientierung.

    Impulse aus Forschung und Technologie
    Zimmermanns Werdegang ist geprägt von interdisziplinärer Forschung und dem gezielten Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Als Direktorin der Empa fördert sie seit Jahren nachhaltige Innovationen an der Schnittstelle von Labor und Markt. Dieses Know-how bringt sie nun in die strategische Weiterentwicklung des Technoparks ein, einem Ökosystem, das Startups, Forschungseinrichtungen und Unternehmen vernetzt.

    Technopark als Zukunftswerkstatt
    Für Zimmermann ist der Technopark Zürich ein Ort, an dem Ideen wachsen und Wirklichkeit werden. «Hier treffen visionäre Forschung und unternehmerisches Handeln aufeinander. Das ist der ideale Nährboden für Innovation», sagt sie. Als neue Präsidentin will sie gezielt Rahmenbedingungen schaffen, die zukunftsweisende Entwicklungen fördern und Synergien stärken.

    Ein klares Bekenntnis zur Innovationskraft der Schweiz
    Mit der Wahl von Tanja Zimmermann setzt der Technopark Zürich ein starkes Zeichen für strategische Kompetenz, nachhaltige Ausrichtung und die Förderung eines zukunftsfähigen Wirtschaftsstandorts.

  • Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Facchinetti bringt umfassende Erfahrung in Digitalisierung, Innovation und PropTech mit. «Wir sind überzeugt, dass er den Studierenden durch seine breite Vernetzung und Fachkenntnis grossen Mehrwert bieten wird», so Markus Streckeisen, Hauptverantwortlicher für die Real Estate Programme der HWZ.

    Der neue Studiengangsleiter verantwortet künftig drei praxisnahe CAS-Programme, die einzeln oder modular über mehrere Jahre bis zum Masterabschluss absolviert werden können:

    • CAS Smart Real Estate Business (Start: März 2025)
    • CAS Smart Real Estate AI, Data & Value (Start: September 2025)
    • CAS Smart Real Estate Life Cycle Management (Start: September 2025)

    «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Experten aus der Praxis zukunftsorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für die Herausforderungen unserer Zeit notwendig sind», so Facchinetti.

    Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm, zentral am HB Zürich angesiedelt, richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre digitale Kompetenz in der Immobilienbranche stärken wollen – praxisnah, modern und zukunftssicher.

  • Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Mit der interimistischen Institutsleitung übernimmt Prof. Nora Dainton eine doppelte Verantwortung. Sie führt das Institut Digitales Bauen und bleibt zugleich Studiengangleiterin des MSc in Virtual Design and Construction. Diese Kombination ermöglicht eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und strategischer Entwicklung. „Ich freue mich, die Zukunft des digitalen Bauens gemeinsam mit unseren Studierenden und Fachkollegen aktiv mitzugestalten“, betont sie.

    Seit 2021 ist Prof. Dainton am Institut tätig und prägt dort die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Masterprogramms VDC. Einem Studiengang, der digitale Prozesse im Bau- und Immobilienwesen in den Mittelpunkt stellt.

    Brücke zwischen Forschung und Praxis
    Ein zentrales Anliegen von Prof. Dainton ist die angewandte Forschung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Als Bindeglied zwischen Industrie, Lehre und Forschung will sie den digitalen Wandel im Bauwesen aktiv begleiten. Im Fokus stehen dabei neue Planungs- und Bauprozesse, innovative Organisationsformen und digitale Werkzeuge, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität im Bauprozess steigern.

    Ihre institutsübergreifende Rolle innerhalb der Hochschule ermöglicht es ihr, auch auf strategischer Ebene zur Weiterentwicklung der Fachbereiche und zur Hochschulentwicklung beizutragen.

    Stabsübergabe mit Perspektive
    Prof. Dainton folgt auf Prof. Manfred Huber, der das Institut Digitales Bauen über acht Jahre hinweg mit grossem Engagement aufgebaut und geprägt hat. Ab August 2025 wird Prof. Huber als Direktor des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern eine neue Führungsaufgabe übernehmen.

    Der Übergang markiert einen neuen Abschnitt für das Institut, das sich als Impulsgeber regional, national und international für die digitale Transformation im Bauwesen positioniert.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Sie leiten das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Welche Aufgaben übernehmen Sie in dieser Funktion und wie können Sie die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen?
    Der Kanton Zürich ist ein führender Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft. Als Amt für Wirtschaft tragen wir dazu bei, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, Innovationen fördert und nachhaltige Wertschöpfung generiert. 

    Dank eines starken Teams mit breit gefächerter Expertise in verschiedenen Bereichen und fundierter Fachkenntnis stärken wir den Wirtschaftsstandort und begleiten Unternehmen in verschiedenen Phasen. Unser Wissen und unsere Erfahrung setzen wir gezielt ein, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren. Im engen Austausch mit der Wirtschaft und Wissenschaft analysieren wir die Standortfaktoren und setzen Impulse, um Zürich als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren. Gleichzeitig übernehmen wir zentrale Vollzugsaufgaben: Wir sorgen für reibungslose Bewilligungsverfahren und schaffen so Planungssicherheit für Unternehmen und Arbeitskräfte. Indem wir die Einhaltung von Arbeitsbedingungen und gesetzlichen Vorgaben sicherstellen, tragen wir zu einem attraktiven und verantwortungsvollen Arbeitsmarkt bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung von bezahlbarem Wohnraum – ein entscheidender Faktor für die Standortattraktivität. Damit verfügen wir über zahlreiche wirkungsvolle Hebel, um Veränderungen aktiv zu gestalten. 

    Dabei ist mir eine ausgeprägte Dienstleistungsorientierung besonders wichtig. Ein gutes Verständnis für unsere Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse bildet die Grundlage unserer Arbeit. Denn nur wenn wir die Herausforderungen und Anliegen der Unternehmen kennen, können wir gezielt unterstützen und den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken. 

    Kurz gesagt: Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen zugutekommt. 

    Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation im Kanton Zürich? 
    Der Kanton Zürich steht wirtschaftlich insgesamt sehr solide da und zählt zu den innovativsten Wirtschaftsregionen Europas. Für das laufende Jahr wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,1% prognostiziert. Eine hohe Innovationskraft, erstklassige Hochschulen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft machen den Standort besonders attraktiv. Die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, einer ausgezeichneten Infrastruktur und einer starken internationalen Vernetzung.  

    Gleichzeitig stehen wir vor wichtigen Herausforderungen: Kurz- und mittelfristig könnten sich die jüngsten geopolitischen Spannungen auf den Standort Zürich auswirken. Eng damit verknüpft ist die Frage, wie wir uns strategisch gegenüber unseren europäischen Nachbarn positionieren, insbesondere mit Blick auf das Verhältnis zur EU. 

    Langfristig wird der demografische Wandel eine zentrale Rolle spielen. Die Alterung der Gesellschaft, steigende Pensionierungszahlen und die Verfügbarkeit von Fachkräften werden entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig der Wirtschaftsstandort bleibt. Hier gilt es, rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen, um den Fachkräftepool zu sichern. 

    Der Kanton Zürich ist jedoch dank seiner wirtschaftlichen Stabilität, Innovationskraft und Lebensqualität aus meiner Sicht gut aufgestellt, um auch langfristig erfolgreich zu bleiben. 

    In welchen Bereichen hat der Kanton Zürich noch ungenutztes wirtschaftliches Potenzial? 
    Der Kanton Zürich verfügt über eine starke Innovationskraft. Dennoch gibt es Bereiche mit noch ungenutztem Potenzial: Im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat der Kanton Zürich mit der «Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz» einen wichtigen Schritt unternommen, um das dynamische KI-Ökosystem zu stärken. Doch gesamtwirtschaftlich betrachtet gibt es weiterhin grosse Chancen, KI noch breiter in verschiedenen Branchen zu verankern. Insbesondere KMU könnten durch den gezielten Einsatz von KI ihre Produktivität steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen. Hier braucht es praxisnahe Unterstützung, um KMU den Zugang und das Wissen zu KI-Technologie an die Hand zu geben.  

    Ein weiteres wirtschaftliches Potenzial liegt in der Skalierung von Start-ups. Zürich bietet ein exzellentes Umfeld für Unternehmensgründungen. Doch viele Start-ups stehen vor der Herausforderung, ihr Geschäft über die Anfangsphase hinaus zu erweitern. Es besteht Bedarf an zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten und gezielte Unterstützungsstrukturen, um Start-ups bei ihrem Wachstum zu unterstützen und auf ihrem Weg in den internationalen Markt zu begleiten. 

    Auch im Bereich der Digitalen Gesundheit schöpfen wir das vorhandene Potenzial noch nicht aus. Der steigende Kostendruck im Gesundheitssystem, die immer älter werdende Gesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel machen eine Transformation dringlicher denn je. Dabei hat der Wirtschaftsstandort Zürich alle Zutaten, um hier erfolgreich zu sein: führende Hochschulen, starke Akteure im Gesundheitswesen und innovative Unternehmen. Mit dem «digital health center Bülach» haben wir einen Innovations-Hub geschaffen, der einen wichtigen Beitrag leistet, indem es Innovationen fördert und Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.  

    Welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind entscheidend für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area aus Sicht des Kantons Zürich?  
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Der Kanton Zürich verfügt über exzellente Hochschulen und Forschungsinstitute, die Talente aus der ganzen Welt anziehen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen die Hochschulen auch für ausländische Studierende attraktiv bleiben – sowohl durch erstklassige Ausbildungsbedingungen als auch durch einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt nach dem Studium. 

    Auch steuerliche Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle. Ein wettbewerbsfähiges Steuerumfeld ist essenziell, damit der Kanton Zürich attraktiv bleiben. Aktuell wird das Steuerumfeld jedoch von Unternehmen zunehmend als negativer Standortfaktor wahrgenommen. Im kantonalen Vergleich liegt der Kanton Zürich bei der Steuerbelastung von Unternehmen auf dem zweitletzten Platz – ein Risiko für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. 

    Unsere Beziehung zu Europa ist ein weiterer Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Der Zugang zum europäischen Markt ist für viele Unternehmen entscheidend, insbesondere für exportorientierte Branchen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen am Wirtschaftsstandort Zürich von den schlanken und pragmatischen Regulierungen der Schweiz.  

    Wie attraktiv ist des Wirtschaftsraums Greater Zurich Area für Investoren im internationalen Vergleich mit anderen europäischen Metropolitanregionen? 
    Die Greater Zurich Area zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten Europas und behauptet sich international als führender Standort für Unternehmen und Investoren. Sie überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus wirtschaftlichem Potenzial, Innovationskraft und unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bietet die Region ein stabiles, transparentes und verlässliches wirtschaftliches Umfeld mit attraktiven steuerlichen und regulatorischen Bedingungen.  

    Unternehmen profitieren von einem erstklassigen Umfeld für Forschung und Entwicklung – geprägt von der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Start-ups und global agierenden Unternehmen.  

    Ein weiterer zentraler Vorteil für Investoren ist der Branchenmix in der Region. Zürich ist längst nicht mehr nur der bedeutendste Finanzplatz der Schweiz, sondern ein dynamischer und vielfältiger Innovationsstandort. Die starke Präsenz von ICT, Hightech, Space und Robotics, Life Sciences, Food und Cleantech sorgt für eine hohe Innovationsdichte und minimiert das Risiko von Abhängigkeiten. Für Investoren bedeutet dies nicht nur Stabilität, sondern auch attraktive Diversifikationsmöglichkeiten. 

    Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch ein kostengünstiger Standort. Warum sollte sich ein internationales Unternehmen trotzdem für den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area entscheiden? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet Unternehmen ein einzigartiges Gesamtpaket, das weit über Kostenfaktoren hinausgeht. Sie kombiniert ein wirtschaftsfreundliches und politisch stabiles Umfeld mit erstklassigen Talenten, führender Forschung und einer hohen Lebensqualität – Faktoren, die für nachhaltigen Unternehmenserfolg entscheidend sind. 

    Die Schweiz rangiert weltweit auf Platz 1, wenn es um die Innovationskraft wie auch um die Anziehung und Bindung von Talenten geht. Dank eines exzellenten Bildungssystems, international anerkannten Universitäten und hoher Lebensqualität gelingt es, Fachkräfte aus der ganzen Welt für den Standort zu gewinnen. Unternehmen profitieren von einem hochqualifizierten Arbeitsmarkt, der entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 

    In einem Bereich gibt es jedoch noch ungenutztes Potenzial: Die Verfügbarkeit attraktiver und zukunftsfähiger Flächen für Unternehmen, damit Ansiedlungen und Expansionen erfolgreich sichergestellt werden können.  

    Welche strategischen Vorteile bietet die Schweiz als Drehscheibe für europäische oder globale Geschäftsaktivitäten? 
    Die Schweiz bietet als Wirtschaftsstandort eine einzigartige Kombination aus Stabilität, Innovationskraft und internationaler Vernetzung. Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Europas ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Unternehmen mit globaler oder europäischer Ausrichtung. 

    Ein entscheidender Vorteil ist die hervorragende Erreichbarkeit: Der Flughafen Zürich bietet direkte Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftsmetropolen weltweit und macht den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area zu einem strategischen Knotenpunkt für internationale Geschäftsaktivitäten. 

    Dass der Kanton Zürich bereits ein gefragter Standort für global agierende Unternehmen ist, zeigen die jüngsten Ansiedlungen. Internationale Tech-Unternehmen wie «OpenAI», «Anthropic» oder «Boston Dynamics» haben Standorte in Zürich eröffnet – ein Beweis für die Attraktivität des Standorts und sein Potenzial als Hub für zukunftsweisende Branchen. Die hohe Dichte an führenden Unternehmen schafft ein dynamisches Ökosystem, das auch lokalen KMU neue Chancen eröffnet. 

    Welche Bedeutung nehmen moderne Infrastruktur und digitale Vernetzung für international tätige Unternehmen ein? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet international tätigen Unternehmen eine erstklassige Infrastruktur und nahtlose digitale Vernetzung – zentrale Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum.  

    Dank des international ausgezeichneten Flughafens Zürich, eines hochmodernen Bahn- und Strassennetzes sowie direkter Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftszentren Europas profitieren Unternehmen von maximaler Mobilität und Erreichbarkeit. Die Schweiz belegt im aktuellen IMD-Ranking Platz 1 für ihre Infrastruktur, was die hohe Qualität und Verlässlichkeit der Standortbedingungen unterstreicht. 

    Zudem überzeugt die Region auch mit einer fortschrittlichen digitalen Infrastruktur. Leistungsfähige Netzwerke und modernste Technologien schaffen optimale Voraussetzungen für Innovation, datengetriebene Geschäftsmodelle und den Einsatz zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Cloud Computing. 

    Mit dieser Kombination aus physischer und digitaler Exzellenz bietet der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area Unternehmen die idealen Rahmenbedingungen, um sich global erfolgreich zu positionieren.

  • Bauen zwischen Stadt und Land

    Bauen zwischen Stadt und Land

    Während auf dem Land noch Platz zur Verfügung steht und Bauprozesse oftmals unkomplizierter verlaufen, ist die urbane Realität von Dichtevorgaben, Vorschriften und langwierigen Bewilligungsverfahren geprägt. Die Kommunikationswege sind auf dem Land kürzer, die Prozesse direkter. In den Städten hingegen erfordern komplexe Projekte wie «The Circle» beim Flughafen Zürich ausgeklügelte Koordination und Geduld.

    Fachkräftemangel kennt keine Grenzen
    Egal ob ländlich oder städtisch, der Kampf um qualifizierte Lehrlinge ist in der gesamten Schweiz spürbar. Bemerkenswert ist, dass Jugendliche aus ländlichen Regionen häufig handwerklich versierter sind . Nicht zuletzt, weil sie früh mit praktischer Arbeit in Kontakt kommen. Dennoch bleibt die Rekrutierung eine Herausforderung, gerade im urbanen Raum, wo akademische oder kaufmännische Laufbahnen dominieren.

    Regionale Verwurzelung als Erfolgsfaktor
    Ob traditionelle Familienbetriebe in Schwyz oder lokal verankerte Bauunternehmen im Thurgau, das Bauhauptgewerbe bleibt in beiden Kantonen ein starker Pfeiler der regionalen Wirtschaft. Besonders auf dem Land sind Baumeister nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich aktiv, als Vereinsmitglieder, OK-Präsidenten und Förderer des lokalen Lebens.

    Einsprachen bremsen überall  Fortschritt
    Ländliche Idylle schützt nicht vor rechtlichen Hürden: Auch ausserhalb der Städte werden Bauprojekte regelmässig durch Einsprachen verzögert. Der Ruf nach einem klareren, schnelleren und rechtssicheren Verfahren wird lauter. Aus Sicht der Praxis längst überfällig.

    Unterschiedliche Ausgangslagen bei der Auftragslage
    Während der Kanton Schwyz aktuell ein solides Auftragsvolumen mit wachsender Bautätigkeit und grossen Projekten verzeichnet, ist die Situation im Thurgau angespannt. Dort werden nicht zwingende Investitionen aus Spargründen vertagt, mit direkten Auswirkungen auf die lokalen Bauunternehmen.

    Nachhaltigkeit und Qualität im Fokus
    Die Anforderungen an Neubauten verändern sich rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen dominieren die Projektanforderungen. Gleichzeitig steigt der Zeitdruck auf den Baustellen, während die rechtliche Komplexität zunimmt. Der Wunsch der Branche, mehr Qualität statt Preisdumping und eine Rückbesinnung auf langfristige, nachhaltige Werte.

  • Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Mit der Wahl von Patrizia Wachter Tanner reagiert die Schweizerische Maklerkammer auf die steigenden Anforderungen im Immobilienmarkt. Die Betriebsökonomin mit einem Master in Real Estate Management übernimmt die Nachfolge von Kurt Bosshard, der sich nach zehn Jahren engagierter Vorstandstätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Wachter Tanner leitet die Prefera Immobilien AG in Sargans sowie die Alfina Prefera Immobilien AG in Chur und bringt langjährige Führungserfahrung, Branchenkenntnis und unternehmerisches Denken mit in das Gremium.

    Ihre Wahl durch Akklamation ist Ausdruck des Vertrauens der Mitglieder in ihre Fachkompetenz und ihr Engagement für die Anliegen der Branche. Gleichzeitig wurde Kurt Bosshard, CEO der Bosshard Immobilien AG in Ascona, mit grossem Applaus verabschiedet. Sein langjähriger Einsatz für die Professionalisierung der Maklerbranche wurde vom Präsidium mit Dank und Anerkennung gewürdigt.

    Qualität schafft Vertrauen
    Die SMK steht für geprüfte Qualität in der Immobilienvermittlung und gewinnt damit weiter an Bedeutung. Mit aktuell 127 Mitgliedern zum Ende des Geschäftsjahres 2024 zeigt sich ein klarer Trend. Immer mehr professionelle Maklerinnen und Makler wollen Teil des Netzwerks werden und sich dem anspruchsvollen Qualitätskodex unterwerfen. Die Mitgliedschaft setzt ein strenges Qualitätsmanagement voraus, das regelmässig in Audits überprüft wird. So entsteht Vertrauen, sowohl für Verkäuferinnen und Verkäufer als auch für Kaufinteressenten.

    Gerade in einem zunehmend volatilen und regional stark unterschiedlichen Marktumfeld steigt das Bedürfnis nach fundierter Beratung. Das Label der SMK ist ein verlässliches Signal an den Markt. Wer es trägt, bietet geprüfte Fachkompetenz, Transparenz und Verlässlichkeit in einem sensiblen Geschäftsfeld.

    Strategisch positioniert für die Zukunft
    Mit dem neuen Vorstand, unter der Leitung von Präsident Ruedi Tanner, setzt die SMK ein Zeichen für Beständigkeit und Erneuerung zugleich. Die Kombination aus langjähriger Branchenerfahrung und frischen Impulsen schafft die Grundlage für eine starke Positionierung im anspruchsvollen Marktumfeld. «Mit ihrem zertifizierten Fachwissen und ihrer qualifizierten Beratung schaffen die Mitglieder der Schweizerischen Maklerkammer erfolgsentscheidende Mehrwerte für ihre Kundinnen und Kunden, so Ruedi Tanner.

    Die SMK bleibt damit das führende Netzwerk für Qualitätsmaklerinnen und -makler in der Schweiz und ein zentraler Garant für Glaubwürdigkeit, Fachwissen und nachhaltigen Markterfolg.

  • Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Die in Pfäffikon ansässige Condair Group hat Martin Plüss mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO berufen, heisst es in einer Mitteilung. Der erfahrene Manager soll in der neuen Funktion die Wachstumsstrategien des auf Raumklima spezialisierten Unternehmens vorantreiben.

    Vor seinem Eintritt in die Condair Group war Martin Plüss als CEO der Gilgen Door Systems AG tätig, einem international agierenden Tochterunternehmen der japanischen Nabtesco Corporation. Plüss verfügt darüber hinaus über 20 Jahre Erfahrung in internationalen Unternehmen der Gebäudetechnik.

    «Wir freuen uns, Martin als unseren neuen CEO begrüssen zu dürfen», wird Silvan G.-R. Meier, Eigentümer und Vorstandsvorsitzender von Condair, in der Mitteilung zitiert. «Seine Technologie- und Fertigungskompetenz, seine ausgeprägten Fähigkeiten in Organisation und Teambildung sowie sein strategisches Gespür werden uns beim weiteren Ausbau unserer Marktpräsenz und Technologieführerschaft entscheidend voranbringen.»

    Der neue CEO zeigt sich erfreut über seine Aufgabe und überzeugt, dass «wir auf dem Fundament des Unternehmens aufbauen und einen erfolgreichen Weg in die Zukunft beschreiten» werden.

  • Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Die Cham Group hat im letzten Geschäftsjahr eine bemerkenswerte Wertsteigerung ihres Immobilienportfolios um 184,7 Millionen Franken auf insgesamt 703,2 Millionen Franken verzeichnet. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Fortschritte in der planerischen und baulichen Entwicklung des Quartiers, eine hohe Nachfrage nach den entstehenden Flächen und ein vorteilhaftes Zinsumfeld. Diese Faktoren haben das Ertragspotenzial der Cham Group markant gesteigert.

    Der Reingewinn der Cham Group belief sich auf 168,2 Millionen Franken, verglichen mit 15,6 Millionen Franken im Vorjahr. Zudem konnte der Mietertrag um 9,8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Neubewertung lag bei 6,7 Millionen Franken. Mit einer Eigenkapitalquote von 73,5 Prozent und einer unveränderten Dividende von 12 Franken je Aktie zeigt die Cham Group eine solide finanzielle Basis.

    Operative Stärke trotz Sonderfaktoren
    Ina Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen geschrieben, musste jedoch einen Reinverlust von 17,4 Millionen Franken hinnehmen. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf eine Zahlung von 34,7 Millionen Franken an Implenia zurückzuführen, die im Zuge der geplanten Fusion mit der Cham Group erfolgte. Ohne diesen Einmaleffekt und unter Berücksichtigung von Marktwertveränderungen lag der EBIT bei 20,4 Millionen Franken.

    Das Immobilienportfolio von Ina Invest wird per Ende 2024 auf 862 Millionen Franken geschätzt, mit Neubewertungen von 15,4 Millionen Franken. Der Mietertrag blieb mit 15,4 Millionen Franken konstant. Trotz der Herausforderungen plant Ina Invest, eine Dividende von 20 Rappen je Aktie auszuschütten.

    Fusion zur Cham Swiss Properties AG
    Die geplante Fusion von Ina Invest und Cham Group wird eine neue Immobiliengesellschaft mit einem kombinierten Portfolio von rund 1,6 Milliarden Franken schaffen. Das fusionierte Unternehmen wird einen Wohnanteil von etwa 60 Prozent haben und eine Eigenkapitalquote von rund 57 Prozent aufweisen. Diese Zusammenlegung verspricht, die Stärken beider Unternehmen zu vereinen und ein diversifiziertes, nachhaltiges Immobilienportfolio zu bieten.

    Die Aktionäre beider Unternehmen werden an den Generalversammlungen am 31. März über die Fusion abstimmen. Die Zustimmung der Aktionäre wird entscheidend sein, um die strategischen Ziele der neuen Cham Swiss Properties AG zu verwirklichen.

    Eine starke Zukunft
    Die Fusion von Ina Invest und Cham Group bietet die Chance, eine führende Immobiliengesellschaft in der Schweiz zu schaffen. Mit einem hochwertigen und nachhaltigen Portfolio sowie einer soliden finanziellen Basis sind die beiden Unternehmen gut aufgestellt, um gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Die Synergien aus dieser Zusammenlegung könnten zu weiteren Wertsteigerungen und einer verbesserten Marktposition führen.

    Die Immobilienbranche wird die Entwicklungen rund um die Cham Swiss Properties AG genau beobachten, da die Fusion ein Zeichen für den Trend zur Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung in einem wettbewerbsintensiven Markt setzt.

    Dieser umfangreichere Artikel bietet einen detaillierten und zukunftsorientierten Überblick über die bevorstehende Fusion von Ina Invest und Cham Group sowie deren finanzielle Leistungen und strategische Ausrichtung.

  • Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Optiml hat bekanntgegeben, dass Prof. Dr. Alexander von Erdély als Angel Investor zum Team gestossen ist. Der 55-Jährige promovierte Bauingenieur verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Immobiliensektor. Vor drei Monaten hat er sein Amt als Vorstandssprecher der deutschen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angetreten, die in ihrem Portfolio rund 18’000 bundeseigene Liegenschaften zählt.

    Davor war von Erdély als Deutschland-CEO von CBRE, dem weltweit grössten Anbieter von Dienstleistungen und Investments für Gewerbeimmobilien mit Hauptsitz in Dallas und Schweizer Sitz in Zug, tätig. Als «leidenschaftlicher Interessenvertreter für ESG, Nachhaltigkeit und Innovation» ist er laut der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich «ein Vorbild in seinem Engagement, den Fortschritt in der Immobilien- und Stadtentwicklung voranzutreiben».

    Das neue Verwaltungsratsmitglied soll Optiml bei der Skalierung seiner Plattform namens Real Estate Decision Intelligence unterstützen. Sie gibt Immobilienverwalterinnen und -verwaltern, Investoren und Beratenden Werkzeuge an die Hand, um ihre Ziele bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür bietet sie den Angaben zufolge wertvolle Einblicke in Portfolios und Gebäudewerte sowie optimale Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien und darüber hinaus detaillierte Aktionspläne für die Netto-Null-Sanierung sowie die Einhaltung etwa von ESG-Vorschriften.

    Derzeit werden laut einem Bericht von startupticker.ch zehn neue Kunden aus der DACH-Region und Grossbritannien in die Plattform integriert. Ausserdem sei das Zürcher Unternehmen damit befasst, seine Lösung an die regulatorischen Besonderheiten und Berechnungsrahmen der USA anzupassen. Die Akquise des ersten Kunden in den USA, eines sogenannten Real Estate Investment Trust, nennt CCO und Mitgründer Nico Dehnert «einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Wachstumskurs».

  • Empathie als Führungskompetenz

    Empathie als Führungskompetenz

    Die Bau- und Immobilienbranche sowie andere Wirtschaftszweige stehen vor immer komplexeren Herausforderungen. Führungskräfte, die nicht nur funktionale Prozesse steuern, sondern auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigen, sind gefragter denn je. Im zweitägigen Praxisseminar an der FHNW vermittelt Prof. Peter Gruber bewährte Techniken, um Empathie gezielt im Führungsalltag einzusetzen.

    Empathie ist lernbar
    Laut Prof. Gruber gibt es zwei Formen der Empathie, die gefühlvolle, intuitive und die rational-professionelle Empathie. Letztere ist für Führungskräfte entscheidend, um Mitarbeitende zu verstehen, ohne sich selbst emotional zu überfordern. Besonders in Führungspositionen sei es essenziell, diese Kompetenz bewusst zu entwickeln, um tragfähige Beziehungen und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

    Führung versus Management: Ein grundlegender Unterschied
    Während das Management primär auf Zahlen, Daten und Fakten setzen, umfasst erfolgreiche Führung auch psychologische, soziale und ethische Dimensionen. Gruber betont: «Das Hauptinstrument einer Führungskraft ist das Gespräch, nicht das Excel-Sheet.» Führung bedeutet, nicht nur Leistung zu fordern, sondern Mitarbeitende als Menschen wahrzunehmen und zu fördern.

    Wertschätzende Führung als Erfolgsfaktor
    Moderne Führung ist sowohl leistungsorientiert als auch menschengerecht. Unternehmen, die auf eine respektvolle und sinnstiftende Arbeitskultur setzen, profitieren langfristig von motivierten Mitarbeitenden und einem positiven Betriebsklima. Die Freude an der Arbeit steigert sich, wenn Mitarbeitende den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen, in einem Klima der Aufrichtigkeit arbeiten und ermutigt werden.

    Ein Seminar mit praxisnahem Mehrwert
    Das Praxisseminar «Führen mit Empathie» findet am 17. und 18. September 2025 an der FHNW in Brugg statt. Es richtet sich an Führungskräfte, die ihre soziale Kompetenz gezielt weiterentwickeln und ein nachhaltiges, erfolgreiches Leadership umsetzen möchten.

  • Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Laut Medienmitteilung wurde Jan Jenisch zum designierten Präsidenten und CEO der geplanten Gesellschaft ernannt. Jenisch ist derzeit Verwaltungsratspräsident von Holcim und wird den geplanten Börsengang in New York leiten. Er war von 2017 bis 2024 CEO von Holcim und wird bis zur Generalversammlung von Holcim am 14. Mai als Präsident des Verwaltungsrats tätig sein. Für die Nachfolge ist laut einer weiteren Mitteilung Kim Fausing vorgeschlagen worden. Der Däne ist seit 2020 Mitglied des Verwaltungsrates und seit 2017 Präsident und CEO der dänischen Danfoss Gruppe.

    Mit Blick auf die geplante Börsennotierung des nordamerikanischen Geschäfts hat Holcim auch die künftigen Verwaltungsratsmitglieder bestimmt. Der Verwaltungsrat wird aus zehn Mitgliedern bestehen und wird nach dem Vollzug der geplanten Abspaltung Ende des ersten Halbjahres 2025 in Kraft treten, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der üblichen Genehmigungen, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. «Heute erreichen wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, das Nordamerikageschäft von Holcim als unabhängiges Unternehmen an die Börse zu bringen», wird Jan Jenisch zitiert.

    Der Holcim-Verwaltungsrat hat neben Jenisch auch neun unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat der amerikanischen Gesellschaft berufen: Theresa Drew, Nicholas Gangestad, Dwight Gibson, Holli Ladhani, Michael E. McKelvy, Jürg Oleas, Robert S. Rivkin, Katja Roth Pellanda und Cristina A. Wilbur. Bei den künftigen Mitgliedern handele es sich um sehr erfahrene Führungskräfte mit fundiertem Fachwissen in Schlüsselsektoren wie dem Baugewerbe, der verarbeitenden Industrie, dem Industriebetrieb und den Finanzdienstleistungen, heisst es in der Holcim-Mitteilung.

  • Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Die Arbonia Gruppe wird ab dem 1. Januar wieder von einem CEO geführt, der nicht gleichzeitig dem Verwaltungsrat angehört. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Verwaltungsrat Claudius Moor zum CEO ernannt. Der 1983 geborene Schweizer ist seit 2015 für Arbonia tätig, seit 2020 als CEO der Division Türen. Zuvor war er unter anderem Leiter Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung beim Gebäudezulieferer mit Sitz in Arbon.

    Alexander von Witzleben wird „bis auf weiteres“ Verwaltungsratspräsident bleiben. Der 1963 geborene Deutsche präsidiert den Verwaltungsrat seit 2015, war bis 2022 auch Delegierter des Verwaltungsrates und CEO ad interim und seither exekutiver Verwaltungsratspräsident.

    „Wir sind sehr erfreut, Claudius Moor in seiner neuen Rolle als CEO der Arbonia willkommen zu heissen“, wird Alexander von Witzleben in der Mitteilung zitiert. „Mit seiner umfassenden Branchenkenntnis, seinem Engagement und seiner grossen Leidenschaft für das Türen-Business bringt er alle Voraussetzungen mit, um die Arbonia in eine positive Zukunft zu führen.“

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Myriam Reinle wird laut einer Mitteilung neue CEO von Houzy. Mit ihrer Erfolgsbilanz in der Proptech- und Fintech-Branche gilt Reinle demnach als ideale Besetzung, um das mit Devis.ch im Mai 2024 fusionierte Unternehmen in eine neue Wachstumsphase zu führen.

    Reinle bringt laut der Unternehmensangaben mehr als 20 Jahre Erfahrung im Aufbau von digitalen Marktplätzen, in der Führung von Tech-Start-ups sowie ein umfassendes Verständnis für die Belange von Eigenheimbesitzern mit. Als Head of Marketing bei Homegate trug sie mehr als ein Jahrzehnt lang massgeblich dazu bei, „das Unternehmen als führenden Akteur auf dem Schweizer Immobilienmarkt zu etablieren“, heisst es.

    Mit ihr übernehme eine erfahrene Führungspersönlichkeit die Leitung von Houzy, „die unternehmerisches Denken, Expertise im Bereich digital Marketplaces und der Führung von Startups verbindet“, wird Verwaltungsratspräsident Christian Mähr zitiert.

    Reinle wird Nachfolgerin von Florian Rüegg, einem der Gründer des Proptech-Unternehmens. Er wechselt in das Amt als CTO/COO. Seit 2017 bietet Houzy eine Plattform für Wohneigentümer an, die dort Immobilienbewertungen, Sanierungsrechner, Nachfragechecks sowie die Möglichkeit einer Vermittlung von Handwerkern und Maklern finden.

  • Verstärkung für die Real Estate Award AG

    Verstärkung für die Real Estate Award AG

    2024 war ein Meilenstein für die Real Estate Award AG. Ein erfolgreiches Rebranding, die neu formierte Jury und starke Eventpartnerschaften sorgten für positive Resonanz. Der Real Estate Award im Oktober 2024 verzeichnete grossen Zuspruch und unterstreicht die starke Position der Plattform innerhalb der Bau- und Immobilienbranche.

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG, zeigt sich zufrieden: „Es war ein schnelles und grossartiges Jahr, in dem wir den Award substanziell weiterentwickeln konnten. Ich bin stolz auf diese Leistung.“

    Tim Caspar bringt frischen Wind ins Team
    Um diesen Erfolgskurs fortzusetzen, stösst ab Januar 2025 Tim Caspar als stellvertretender Geschäftsführer zur Real Estate Award AG. Tim Caspar ist aktuell als selbstständiger Videograf tätig und hat bereits in der Vergangenheit mehrere Projekte für den Award realisiert.

    „Wir freuen uns sehr, mit Tim Caspar einen Teamplayer zu gewinnen, der mit seinem Background im Social Media Marketing und der Videografie dem Real Estate Award viele neue Möglichkeiten in Sachen Visibilität eröffnet. Davon werden nicht zuletzt unsere Bewerber und Eventpartner profitieren“, so Mara Schlumpf. „Dass Tim die Abläufe und Werte des Awards durch unsere bisherige Zusammenarbeit bereits kennt, ist ein grosser Bonus.“

    Real Estate Award 2025
    Der nächste Real Estate Award findet am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden statt. Die Bewerbungsphase ist bereits eröffnet. Unternehmen aus der Schweizer Bau- und Immobilienbranche können ab sofort ihre Projekte für die kommende Ausgabe einreichen. Mit Tim Caspar als stellvertretendem Geschäftsführer setzt die Real Estate Award AG ein klares Zeichen für Innovation und Wachstum. Der Award bleibt eine wichtige Plattform, um herausragende Leistungen der Branche zu würdigen und sichtbar zu machen.

  • Zukunftssicherer Standort für Wirtschaft und Innovation

    Zukunftssicherer Standort für Wirtschaft und Innovation

    Frau Thalmann, Sie sind seit 2023 Frau Landammann des Kanton Zug und leiten die Volkswirtschaftsdirektion. Diese beherbergt unter ihrem Dach zehn Ämter aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung sowie Sozialversicherungen und arbeitet mit Drittpartnern aus den Bereichen Wirtschaft und Berufsbildung zusammen. Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Zug in den nächsten fünf Jahren?
    Sehr gut. Die finanzielle Situation des Kantons Zug entwickelt sich weiterhin positiv und der Kanton verfügt über ein hohes Eigenkapital. Das Budget 2025 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 226 Millionen Franken. Die sehr gute Ertragslage erlaubt es dem Kanton, seine Standortattraktivität zu halten. Solche Überschüsse festigen die bereits sehr gute Position. Der Kanton Zug kann sich weiterhin als finanziell solider und attraktiver Standort für Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitskräfte platzieren.
    Der Kanton Zug als wirtschaftlich erfolgreicher und attraktiver Unternehmensstandort und Wohnkanton will seine Position halten. Die politische Debatte ist im Gang. Für Beiträge zur familienergänzenden Kinderbetreuung im Vorschul- und Schulalter, die Erhöhung des Kantonsbeitrags pro Schülerin und Schüler an die anerkannten Privatschulen sowie die Förderung der Forschung zur Blockchain-Entwicklung werden grosse Beträge im Budget 2025 und in den Planjahren 2026–2028 eingestellt. Dazu werden die Erhöhung des Kantonsanteils an den stationären Gesundheitskosten berücksichtigt. Aus dem Paket «Mehrwert für alle», welche Steuererleichterungen für die Zuger Bevölkerung, das Gewerbe und die Wirtschaft vorsieht, ergeben sich Mindereinnahmen.

    Diese Massnahmen, welche der Regierungsrat gezielt zum Vorteil der Zuger Bevölkerung und der Wirtschaft einsetzen will, sind dank der hohen Ertragsüberschüsse in den Vorjahren und des sehr soliden Eigenkapitals möglich. Die erwarteten Mehrerträge im Rahmen der Einführung der OECD-Mindeststeuer sollen vollständig an Bevölkerung und Wirtschaft zurückgegeben werden.

    Was tut der Kanton Zug, um in Zukunft ein attraktiver Standort für Unternehmen zu bleiben?
    Es ist das Gesamtpaket von mehreren Faktoren, welches ausschlaggebend ist. Die grundlegenden Prinzipien sind Wirtschaftsfreundlichkeit, Serviceorientierung und Innovationskultur.

    Der Kanton verfügt über bedeutende Cluster in verschiedenen Branchen und er ist ein attraktiver Standort für etablierte sowie aufstrebende, lokale und internationale Unternehmen. Ein dichtes Netzwerk von Dienstleistern, Zulieferern und privaten Institutionen unterstützen ein wertsteigerndes Wachstum.
    An oberster Stelle steht die Wirtschaftspflege der ansässigen Unternehmen. Die Behörden begleiten Unternehmen langfristig in ihrem Wachstum. Dazu bieten sie den Zugang zum Netzwerk der Zuger Wirtschaft. Die Wege sind kurz; Anliegen werden rasch und lösungsorientiert behandelt.

    Welche Branchen stehen im Fokus der Standortförderung, und wie unterstützt der Kanton Zug deren Entwicklung?
    Der Kanton Zug macht seit Jahrzehnten eine gute Rahmenpolitik für alle und will die Attraktivität erhalten. Verschiedene Branchen haben sich in Clustern gefunden; die Branchengruppen sind breit diversifiziert: Grosshandel inkl. Konsumgüter und Rohstoffhandel; High Tech / Deep Tech Industrie; Life Science beinhaltend Pharma / Biotech / Medtech; Finanzwirtschaft mit Asset Management / Private Equity / Family Offices; ICT inklusive Fintech und Blockchain; Headquarters sowie auch weltweite Procurement & Supply Chain Funktionen.

    Im Fokus steht das Wachstum der ansässigen Unternehmen. Dazu kommen Ansiedlungen von neuen Firmen, insbesondere von wertschöpfungsintensiven Unternehmen. Ich freue mich, wenn Unternehmen aus dem zweiten Sektor in unserem Kanton prosperieren. Einige Beispiele von sehr wertschöpfungsintensiven tollen Unternehmen sind V-Zug, Siemens oder Roche.

    Der Wirtschaftsraum Zug ist grösser als der Kanton Zug. Der Zugriff auf einen Talentpool mit potenziellen Fachkräften ist mitunter ein wichtiger Grund für die Wahl des Standorts Zug. Eine einzelbetriebliche Förderpolitik oder Cluster-Politik existiert nicht. Was zählt, ist ein gutes wirtschaftliches Umfeld mit attraktiven Steuern, gut ausgebildeten Fachkräften, einer funktionierenden Infrastruktur mit kurzen Wegen in der Verwaltung. Dazu kommt die Nähe zu ETH, Universität usw. und den regionalen Fachhochschulen, sodann die Lebensqualität bezüglich Landschaft und Kultur, die Erreichbarkeit dank der Lage im Herzen Europas mit der Anbindung an den Flughafen in Zürich.

    Welche Bedeutung hat die Steuerpolitik des Kantons Zug für die Ansiedlung von Unternehmen?
    Attraktive Steuern sind ein Argument für die Standortwahl, sie sind der Türöffner zur Shortlist. Letztlich ist es das Gesamtpaket an Standortvorteilen, das den Ausschlag gibt. Der Kanton Zug verfügt über eine langfristige Steuer- und Finanzpolitik, über ein hohes Nettovermögen, über ein attraktives Steuerumfeld. Dazu bietet er Planungs- und Rechtssicherheit.

    Wie unterstützt die Volkswirtschaftsdirektion die Unternehmen im Kanton Zug?
    80 Prozent der Energie wird für die Wirtschaftspflege eingesetzt. Die Unternehmen sollen sich hier wohlfühlen. Das Team der Kontaktstelle Wirtschaft ist sehr dienstleistungsbereit und im steten Austausch mit verschiedenen Anspruchsgruppen, um für die ansässigen Unternehmen wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu erhalten. Sie sehen sich als Partner und fördern den Wirtschaftsstandort Zug, sind vernetzt und im Dialog mit den lokalen Firmen, Wirtschaftsverbänden, Vereinigungen usw. Sie engagieren sich für die Anliegen der Zuger Unternehmerinnen und Unternehmer; deren Zufriedenheit ist das Ziel.

    Der Immobilienmarkt in Zug ist angespannt. Welche Schritte unternimmt der Kanton, um mehr Wohnraum zu schaffen?
    Wohnraum zu finden ist ein grosses Thema, das auch die Zuger Regierung beschäftigt. Der Kanton Zug hat soeben eine «Wohnpolitische Strategie 2030» mit 19 Massnahmen fertig erstellt, die sukzessive umgesetzt werden. Hauptpunkte daraus sind: mehr Wohnungen, mehr preisgünstige Wohnungen sowie mehr Wohnungen für die ansässige Bevölkerung. Ziel ist mitunter ein höherer Leerwohnungsbestand, der mehr Bewegung ermöglicht. Massnahmen daraus sind: Vereinfachte und flexiblere Bauvorschriften, wie zum Beispiel Aufstockungen, Aufbauten oder die Lockerung der Vorgaben für Hochhäuser sollen den Bau von mehr Wohnraum ermöglichen. Bestehende Baubewilligungsprozesse sollen durchleuchtet und auf Vereinfachungen, Beschleunigungen und Optimierungen geprüft werden. Mit der Stärkung und Vereinfachung des Wohnraumförderungsgesetzes sollen gemeinnützige Bauträgerschaften einfacher zu Darlehen kommen und die Subjekthilfe für bedürftige Haushalte soll optimiert werden.

    Der Regierungsrat ist bereit, die entsprechenden Gesetzesanpassungen im Planungs- und Baugesetz sowie im Wohnraumförderungsgesetz in die Wege zu leiten. Im Grundsatz will er die wohnpolitischen Ziele mit freiwilligen Massnahmen erreichen. Finanzielle Anreize sollen zu einem grösseren, schneller verfügbaren und erschwinglichen Wohnungsangebot führen.

    Welche Rolle spielt der Kanton bei der Förderung von nachhaltigem Bauen und energieeffizienten Immobilienprojekten?
    Einerseits verfügt der Kanton Zug erfreulicherweise über Investorinnen und Investoren, die eine Vorreiterrolle übernehmen in Bezug auf nachhaltiges Bauen und energieeffiziente Projekte. Beispiele sind die Areale Suurstoffi, Papieri oder der Techcluster in Zug.

    Andererseits kommt das kantonale Energiegesetz zum Zug: Beim Ersatz der Heizung müssen mindestens 20 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt oder die Energieeffizienz muss in diesem Umfang erhöht. Um die finanziellen Konsequenzen für die Bauherrschaften abzufedern, werden Heizungsersatz und Wärmedämmung im Rahmen des kantonalen Förderprogramms Energie bis 2032 mit grosszügigen Beiträgen entlastet.

    Als Frau Landammann sind Sie auch in der regionalen und nationalen Politik aktiv. Welche Herausforderungen sehen Sie für die kommenden Jahre?
    Herausfordernd ist das Angebot einer familienergänzenden Kinderbetreuung entsprechend der Nachfrage. Weitere Aufgaben sind, Antworten zu finden auf die demografische Entwicklung sowie der Umgang mit den zunehmenden Zahlen im Asylbereich – die Zuger Bevölkerung leistet grosse Integrationsarbeit; der Kanton Zug fördert die Integration, der Verlust an Steuerattraktivität (STAF, Mindestbesteuerung) sowie ein geklärtes Verhältnis Schweiz – EU, bezüglich dem Zugang zum Markt.

    Welche kommenden Immobilienprojekte beeinflussen den Wirtschaftsraum Zug?
    Die dynamische wirtschaftliche Entwicklung unseres Kantons war und wird auch zukünftig stark beflügelt durch die Entwicklung von attraktiven Arealen für Arbeiten und Wohnen. Besonders wichtig ist dabei der Fokus auf Nachhaltigkeit. Areale wie Suurstoffi (Rotkreuz), Papieri (Cham) und Techcluster/V-Zug (Zug) sind bereits bekannte Projekte mit schweizweiter Strahlkraft. Anstehende grosse Projekte wie z. B. das LG Areal (Landis & Gyr) (Zug) oder Unterfeld (Baar/Zug) sowie Hinterberg/Städtlerallmend (Cham/Steinhausen) werden diese nachhaltige Entwicklung fortsetzen.

    Der Kanton Zug steckt 40 Millionen Franken in die Gründung des Instituts für Blockchain Forschung. Was erhofft man sich davon?
    Wir glauben, dass die Blockchain-Technologie das Potenzial hat, viele Bereiche unseres Lebens zu verändern, und wir wollen an der Spitze dieser Entwicklung stehen. Mit Blockchain Zug wird ein innovatives Leuchtturmprojekt mit internationaler Strahlkraft lanciert. Durch dieses Bildungsprojekt stärken wir den Wirtschaftsstandort Zug weiter, dies auch vor dem Hintergrund der am 1. Januar 2024 eingeführten OECD-Mindestbesteuerung. Es handelt sich dabei um eine Massnahme, die dazu beiträgt, die Wettbewerbsposition des Kantons Zug als erfolgreicher Wohn- und Wirtschaftsstandort zu sichern. Der Kanton will die Bereiche Forschung, Bildung und Wirtschaft zusammenbringen und die Innovationskraft fördern. Ziel der vom Kanton unterstützten Initiative ist es, Zug zu einem weltweit führenden Zentrum für Blockchainforschung zu machen.

    Abschlussfrage: Warum sollen Unternehmen nach Zug kommen?
    Zug hat bewiesen, dass er ein sehr attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum ist. Der Erfolg basiert auf einer langfristigen Entwicklungsstrategie. Entscheidende Faktoren für die Standortwahl sind die Wirtschaftsfreundlichkeit, die Verfügbarkeit der Fachkräfte, die jahrzehntelange Stabilität, die hohe Lebensqualität sowie die kurzen Wege der Zuger Behörden, die rasch und effizient arbeiten.

  • Neue Zertifizierung hebt Beratungsniveau in der Immobilienbranche

    Neue Zertifizierung hebt Beratungsniveau in der Immobilienbranche

    Immobilienmakler Betterhomes erhöht laut einer Medienmitteilung die Beratungsqualität. «Nach der Trainee Ausbildung erfolgt eine obligatorische Vertiefung. All unsere Immobilienmaklerinnen und -makler absolvieren die SAQ-Zertifizierung, ein neuer, branchenweit anerkannter Qualitätsstandard für Immobilienvermarkter in der Schweiz», wird Cyrill Lanz zitiert, Gründer und CEO der Betterhomes AG in Zürich. Alle Mitarbeitenden sollen Zertifizierte/r Immobilienmakler/-in SAQ werden. Der Standard sei eine Initiative der Swiss Association for Quality (SAQ), dem IREM (Institute Real Estate Management) und  Immobilienvermarktern in der Schweiz, darunter REMAX, Raiffeisen Immobilienmakler und Immoleague, heisst es in der Medienmitteilung.

    «Angesichts der dynamischen Entwicklungen und der zunehmenden Komplexität des Immobilienmarktes ist es für Immobilienmaklerinnen und -makler unerlässlich, stets auf dem neuesten Stand zu sein. Neue Gesetze, sich wandelnde Kundenbedürfnisse und Marktveränderungen erfordern eine ständige Anpassung und Weiterbildung», wird  Christian Brunner zitiert, der Gründer von IREM mit Sitz in Winterthur.

    Die Zertifizierung ist drei Jahre gültig und muss durch regelmässige Weiterbildung erneuert werden, heisst es in der Mitteilung. «Die Zertifizierung kann zudem zum eidgenössischen Fachausweis ‚Immobilienvermarkter‘ führen oder als Teil eines Certificate of Advanced Studies (CAS) im Rahmen eines Master of Advanced Studies (MAS) in Real Estate Management anerkannt werden», wird CEO Lanz weiter zitiert.

    Betterhomes Schweiz ist mit über 29‘000 vermittelten Immobilien sowie rund 140 Immobilienmaklerinnen und -maklern nach eigenen Angaben der grösste unabhängige Immobilienmakler der Schweiz.

  • Peter Baumgartner neuer VR Präsident der Admicasa

    Peter Baumgartner neuer VR Präsident der Admicasa

    Die Admicasa Fondsleitung AG gab am 17. Oktober 2024 die Ernennung von Peter Baumgartner zum neuen Verwaltungsratspräsidenten bekannt. Baumgartner bringt jahrelange Erfahrung aus der internationalen Wirtschaft mit und verfügt über ein weitreichendes Netzwerk in verschiedenen Branchen. Zuvor war er als CEO von Etihad Airways tätig und führte dort wichtige strategische Initiativen durch. Baumgartners Berufung erfolgt als Nachfolger von Beat Langenbach, der das Amt bisher innehatte.

    Erfahrung und Weitblick für die Zukunft
    Peter Baumgartner blickt auf eine eindrucksvolle Karriere in der Luftfahrt zurück, darunter leitende Positionen bei Swissair, Swiss und Etihad Airways. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gründete er die Unternehmensberatung Bluearbre Ltd., durch die er weiterhin aktiv in der Beratungs- und Investitionsszene tätig ist. Seine internationalen Mandate in verschiedenen Branchen, darunter auch die Immobilienbranche, machen ihn zur idealen Besetzung für die Admicasa Fondsleitung AG.

    Admicasa auf Wachstumskurs
    Die Admicasa Fondsleitung AG, gegründet im Herbst 2023, hat mit dem Admicasa Real Estate Fund bereits ihren ersten Immobilienfonds erfolgreich lanciert. Der Fonds konzentriert sich auf Investitionen in erstklassige Lagen in der Agglomeration und verfolgt das Ziel, Aufwertungspotenziale zu nutzen und attraktive Renditen zu generieren. Mit Baumgartner als neuen Verwaltungsratspräsidenten plant die Admicasa Fondsleitung, ihre Innovationskraft weiter auszubauen und neue Strategien zur Wertschöpfung im Immobiliensektor zu implementieren.

    Ein visionärer Führungsstil
    Peter Baumgartner betonte in seiner ersten Stellungnahme, dass er sich auf die Zusammenarbeit im erfahrenen Verwaltungsrat der Admicasa freue. «Der innovative Ansatz der Admicasa-Gruppe passt zu meiner Überzeugung von nachhaltiger wirtschaftlicher Wertschöpfung. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam neue Perspektiven für das Fondsmanagement erschliessen und langfristigen Erfolg sichern werden», so Baumgartner.

  • Fokus auf smarte und nachhaltige Gebäude

    Fokus auf smarte und nachhaltige Gebäude

    Susanne Seitz ist laut einer Mitteilung die erste Chefin des Geschäftsbereichs Buildings von Siemens Smart Infrastructure. Bisher war sie als Head Sales and Marketing von Siemens Smart Infrastructure unter anderem für die digitale Transformation des Vertriebs und des Marketings auf globaler Ebene zuständig. Davor war sie Mitglied des Group Executive Management von Landis + Gyr. Die Schweizerin hat Umwelttechnik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und einen Executive MBA an der Universität St.Gallen erworben.

    Der Geschäftsbereich Buildings bündelt seit dem 1. Oktober alle gebäuderelevanten Bereiche von Siemens. Er verfügt über fast 30‘000 Mitarbeitende weltweit und arbeitet mit einem Ökosystem von Partnern in 60 Ländern zusammen. „Gebäude verursachen mehr als 40 Prozent der jährlichen globalen CO2-Emissionen weltweit und wir haben die Verantwortung, deren Dekarbonisierung voranzutreiben“, wird Matthias Rebellius, Vorstandsmitglied und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Intelligentere Gebäude schaffen Mehrwert für Eigentümer, Nutzer, Betreiber und die gesamte Umwelt.“

    Der neue Geschäftsbereich soll die Führungsposition von Siemens auf dem Gebäudemarkt weiter ausbauen. „Mit innovativer Technologie können wir die Transformation hin zu intelligenteren, selbstständigeren und autonomeren Gebäuden beschleunigen, indem wir die Vorteile von Künstlicher Intelligenz, IT/OT-Konvergenz sowie digitalen Services nutzen“, wird Susanne Seitz zitiert.

    Siemens Smart Infrastructure hat seinen Sitz in Zug.

  • Standortförderung mit neuer Geschäftsführung

    Standortförderung mit neuer Geschäftsführung

    Die Stabübergabe in der Geschäftsführung der Limmatstadt AG ist vollzogen. Stephanie Kiener hat das Amt von der langjährigen Geschäftsführerin Jasmina Ritz übernommen, informiert die Standortförderung in einer Mitteilung. Nach dem Rückzug aus dem operativen Geschäft wird sich Ritz weiterhin als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats in der Limmatstadt AG engagieren.

    Zu den neuen Aufgaben von Kiener gehört die Leitung des Prozesses, mit dem die Standortförderung ihre künftige Stossrichtung präzisieren will. Dazu sind ab November gemeinsame Seminare mit Vertretenden aus dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung sowie den Mitgliedsgemeinden und dem Wirtschafts-Begleitgremium geplant. Sie sollen durch externe Begleitung unterstützt werden. „Es freut mich, euch über die Resultate und die Strategie für die folgenden Jahre nach abgeschlossenem Prozess zu informieren“, wird Kiener dazu in der Mitteilung zitiert.

    In den vergangenen Monaten habe die Standortförderung erfolgversprechende Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen, informiert die Limmatstadt AG. So wollen sich die Mitgliedsgemeinden in Zukunft finanziell stärker engagieren. Dabei planen die Mitgliedsgemeinden der Zürcher Planungsgruppe Limmattal eine Beitragserhöhung per 2025. Die vier Aargauer Mitgliedsgemeinden wollen 2026 nachziehen und haben für das kommende Jahr einen Projektbeitrag gesprochen.

    Zudem konnte die Zahl der Members mit jährlichen Beiträgen gesteigert werden. Dies dient der Zielsetzung, die Finanzierung mittelfristig zu gleichen Teilen aus der Wirtschaft und der öffentlichen Hand sicherzustellen. Die Akquise neuer Members wird fortgesetzt.

  • Gemeinsam gegen Fachkräftemangel EWZ und EKZ starten

    Gemeinsam gegen Fachkräftemangel EWZ und EKZ starten

    Ohne die Arbeit der Netzelektriker bleibt es in Zürich dunkel. Sie sorgen durch den Bau und die Instandhaltung von Stromnetzen dafür, dass die Stadt und der Kanton zuverlässig mit elektrischer Energie versorgt werden. Trotz der Bedeutung dieses Berufs ist der Fachkräftemangel in der Branche ein wachsendes Problem. Deshalb haben sich die führenden Stromversorger EKZ (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich) und ewz (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) zusammengeschlossen, um ein Ausbildungsprogramm speziell für Quereinsteiger zu schaffen.

    Ein Ausbildungsprogramm für Quereinsteiger
    Das Quereinsteigerprogramm richtet sich an Berufsleute mit elektrotechnischer Grundausbildung oder handwerklichem Hintergrund. Während der Ausbildung erhalten die Teilnehmenden ein volles Gehalt und erlernen die praktischen Fähigkeiten „on the job“. Die theoretische Ausbildung findet im ewz-Ausbildungszentrum in Zürich-Schwamendingen statt. Nach einem Jahr erhalten die Absolvierenden ein internes Ausbildungszertifikat, das sie als qualifizierte Netzelektriker auszeichnet.

    Vielfältige Karrieremöglichkeiten
    Viele der Teilnehmenden wechseln aus anderen Berufen in die Netzelektrik. Fabian V. von EKZ, der zuvor als Fachmann Betriebsunterhalt arbeitete, beschreibt seinen neuen Beruf als abwechslungsreich und spannend. Goran R. von ewz, der zuvor im Glasfaserausbau tätig war, sieht die Weiterbildung als logische Weiterentwicklung seiner Karriere und freut sich auf die neuen Herausforderungen.

    Die Kommunikationskampagne
    Um potenzielle Kandidaten für das Programm zu erreichen, haben die Unternehmen die „Komm ins Team Power“-Kampagne gestartet. Mit Kurzvideos auf verschiedenen Online-Kanälen sowie Offline-Maßnahmen an Sportveranstaltungen und über Mitarbeitende soll die Zielgruppe angesprochen werden. Weitere Informationen sind auf der Website www.teampower.ch zu finden.

    Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel
    Die Zusammenarbeit von ewz und EKZ zeigt, wie Energieunternehmen gemeinsam den Fachkräftemangel bekämpfen und gleichzeitig attraktive Karrierechancen für Quereinsteiger bieten können. Die Ausbildung von Netzelektrikern ist ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit in Zürich langfristig zu gewährleisten.

  • «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    Herr Tamagni, seit Ihrem Amtsantritt im Januar 2021 haben Sie die Position von Schaffhausen als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter gestärkt. Welche konkreten Massnahmen haben Sie dazu ergriffen? Was hat gut funktioniert und was weniger gut?
    Das ist richtig – der Kanton Schaffhausen entwickelt sich sehr gut! Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge von Schaffhausen als lebenswerte Alternative im Grossraum Zürich und ziehen hierhin. Für Unternehmen gilt dies schon lange – gerade für KMU ist der Kanton mit einer Steuerbelastung von 12 bis 12.5% sehr attraktiv. Unsere Rahmenbedingungen sind hervorragend, die Wege kurz, und wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um gemeinsam neue Impulse zu setzen. Der Kanton Schaffhausen ist eine Region, deren Umfeld und Dynamik engagierte Menschen und Unternehmen anzieht. Eine Region, in der man Wurzeln schlägt, weil sie – trotz aller Hektik – Nähe und Vertrautheit bietet.

    Welche spezifischen Standortförderungsmassnahmen planen Sie in Ihrer nächsten Amtsperiode, um Schaffhausen noch attraktiver zu machen?
    Oberstes Ziel des Regierungsrates bleibt die weitere Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Es werden steuerliche Entlastungsmassnahmen zugunsten der Bevölkerung und von Unternehmen erarbeitet und wir planen Fördermassnahmen für innovationsstarke Unternehmen und KMU. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat weiterhin hohe Priorität. Sehr zentral für Investoren in Wohn- und Gewerbeimmobilien werden die Fertigstellung der direkten Zugverbindung nach Basel und der Doppelspurausbau der A4 nach Winterthur ab ca. 2027 sein.

    Sie möchten Investitionen in strategische Vorhaben wie Digitalisierung und Demografie vorantreiben. Können Sie uns mehr über diese Projekte und ihre Bedeutung für Schaffhausen erzählen?
    Wir haben in Schaffhausen bereits 2017 die erste Demografiestrategie erstellt – als einer der ersten Kantone. Unsere Strategie orientiert sich an vier Schwerpunkten: Massnahmen zur Erhaltung des Arbeitskräfte-Pools, Sicherstellung wohnortnaher Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen mit Wohnformen, die Autonomie im Alter unterstützen. Weiter wird die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung auf demografische Entwicklungen ausgerichtet sowie das Bildungswesen auf die zunehmende diverse Bevölkerung angepasst.

    Bei der Digitalisierung wiederum fokussiert der Regierungsrat auf übergeordnete Ziele: Digital First für die Bevölkerung und die Wirtschaft und eine vollständig durchgehende Digitalisierung der Verwaltung. Jede Dienstleistung und jeder Prozess sollen optimiert und digital verfügbar sein – um Ressourcen und Zeit zu sparen.

    Wie sehen Sie als Schaffhauser Volkswirtschaftsdirektor den aktuellen Immobilienmarkt im Kanton und welche Trends erwarten Sie für die nächsten Jahre?
    Schaffhausen hat noch bezahlbaren Wohnraum sowie Bauland und dadurch Potenzial in der Wohnraumentwicklung. Zusätzlichen Schub erhält die Region durch den Ausbau der Direktverbindung mit der Bahn nach Basel und die Engpassbeseitigung auf der A4 in Richtung Winterthur. So wird Schaffhausen zur Drehscheibe zwischen Zürich, Winterthur und Basel, was die Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnregion zusätzlich erhöht.

    Wie findet der Kanton Schaffhausen die Balance zwischen der Entwicklung des urbanen Zentrums und der Erhaltung der Schaffhauser Naturlandschaften und historischen Architektur?
    Der ländliche Raum ist ein wertvoller Bestandteil der hohen Lebensqualität des Kantons. Mit der Regional- und Standortentwicklung, dem regionalen Naturpark und der Tourismusförderung hat Schaffhausen spezifische Programme, welche auf dieses Gleichgewicht Rücksicht nehmen und die Stärkung der Landschaft fördern. Schaffhausen steht für die Nähe zur Natur und die Vielfalt an Genussprodukten. In der neuen Tourismusstrategie werden diese Aspekte von Schaffhausen besonders berücksichtigt.

    Mit Ihrem Fokus auf effizienten und bürgerfreundlichen und bürgernahen öffentlichen Dienstleistungen, gibt es Pläne, die Prozesse im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften oder Baubewilligungen?
    Mit der Digitalisierungsstrategie legt der Regierungsrat den Weg der kantonalen Verwaltung in die digitale Zukunft fest. Er nutzt mit der «Digitalen Verwaltung Schaffhausen» die Chance der digitalen Transformation, um benutzerfreundliche Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft auszubauen. Interne Prozesse werden noch effizienter strukturiert und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden mit agilen Methoden und modernen Technologien neu strukturiert. Die Digitalisierung ist bereits seit mehreren Jahren ein wichtiges Thema im Kanton Schaffhausen und einzelne Angebote sind weit fortgeschritten. So zum Beispiel das Geoportal, wo Daten offen verfügbar sind. Davon profitieren Eigentümer, Käufer und auch die Verwaltung.

    Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach nachhaltige und energieeffiziente Gebäude bei der zukünftigen Immobilienentwicklung in Schaffhausen und auch in anderen Wirtschaftssektoren?
    Die kantonale Standortpolitik berücksichtigt die globalen Klimaziele und verfolgt seit jeher eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Schaffhauser Unternehmen sind lokal innovativ, global erfolgreich und leisten mit ihren Investitionen, Produkten und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft. In Bezug auf energieeffizientes und nachhaltiges Bauen versucht der Kanton Schaffhausen eine Vorbildfunktion einzunehmen. Eine spannende regionale Initiative zu diesem Thema ist das «Schaffhauser Haus», bei der das Bauen mit regionalen Bezug im Vordergrund steht. Damit werden die regionale Wirtschaft mit dem Handwerk gestärkt, der Nachwuchs gefördert und Stoffkreisläufe nachhaltig geschlossen.

    Welche Strategien gibt es angesichts des Wachstums der Stadt Schaffhausen, um angemessenen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen?
    Der Kanton Schaffhausen verzeichnete über die letzten zehn Jahre ein moderates und nachhaltiges Bevölkerungswachstum von unter einem Prozent – das ist nicht vergleichbar mit anderen Regionen. Wenn wir einen Blick auf die Leerwohnungsziffern werfen, wird deutlich, dass der Leerstand zwar auch tief, bezahlbarer Wohnraum aber vorhanden ist. Warteschlangen wie in Zürich gibt es bei uns nicht. Mit weiteren steuerlichen Entlastungsmassnahmen und Investitionen in die Kinderbetreuung verbessert der Kanton die Situation für Familien und gutverdienende zusätzlich.

    Als Leiter des Volkswirtschaftsdepartements: Wie sehen Sie Ihre Rolle bei der Umsetzung der wirtschaftspolitischen Ziele des Kantons?
    Als Volkswirtsdirektor bin ich der oberste, direkte Ansprechpartner. Kurze Wege, schnelle Entscheide, hohe Dienstleistungsorientierung – das ist unser Credo. Stellvertretend für die kantonale Wirtschaftsförderung, die als «One-Stop-Shop» als Anlaufstelle für Fragen von Unternehmen oder Wohnortinteressierten funktioniert. Unternehmen stossen in Schaffhausen überall auf offene Türen.

    Welche langfristigen Auswirkungen erwarten Sie von Ihren bisherigen politischen Massnahmen auf den Kanton Schaffhausen?
    Die Auswirkungen zeigen sich im Rückblick der letzten 25 Jahre – die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist eine Erfolgsgeschichte. Der Kanton befand sich in den 90er Jahren aufgrund des Strukturwandels in einer wirtschaftlichen Krise. Heute ist Schaffhausen ein international anerkannter Headquarter-Standort mit einer starken Industriebasis. Kein anderer Kanton hat sich gemäss UBS im Vergleich der Standortfaktoren so stark verbessert wie wir. Die Finanzsituation mit erfolgshohen Steuereinnahmen spricht für sich. Mittlerweile zählt Schaffhausen zum kleinen Kreis der Zahler im nationalen Finanzausgleich.

    Schaffhausen ist ein Grenzkanton. Welche Vor- und Nachteile in der Immobilienwirtschaft bringt das für den Kanton?
    Wegen der speziellen Lage zwischen Rhein und Deutschland blieb Schaffhausen zu Unrecht lange im Schatten anderer Kantone – für viele hört die Schweiz am Rhein auf. Diese Sicht ändert sich immer mehr! Schaffhausen ist heute auf dem Radar vieler Unternehmen und Investoren, die das Potenzial erkennen. Für Einwohnerinnen und Einwohner hat die moderate Entwicklung ihr Gutes: offene Landschaft und freie Natur sind im Kanton Schaffhausen erhalten geblieben.

    Welche Visionen und konkreten Projekte haben Sie für die zukünftige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandorts Schaffhausen?
    Pioniergeist und Industrietradition prägen den Wirtschaftsstandort Schaffhausen. Oberstes Ziel des Regierungsrats ist die Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Weiterhin gilt es, die nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen zu sichern, zu festigen und zu verstärken. Dank der sehr guten Finanzlage im Kanton können Massnahmen und Projekte zugunsten der Standortattraktivität und der Bevölkerung erarbeitet und umgesetzt werden. Ebenso Priorität haben die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Verbesserung der Verkehrsverbindungen auf Strasse und Schiene innerhalb des Kantons und insbesondere in die Regionen Zürich und Basel, die Umsetzung der Ziele im Bereich Energie und Klima und der Bau wichtiger Infrastrukturprojekte.

    Wo sehen Sie Schaffhausen in den nächsten 20 Jahren?
    Im Jahr 2022 haben wir im Kanton im Rahmen der Entwicklungsstrategie 2030 «next.» in einem partizipativen Prozess Projekte und Massnahmen für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft entwickelt. Die Vision von Schaffhausen als eine Schwarm- und Nestregion bildet nun unseren übergeordneten Kompass, aus dem der Regierungsrat Handlungsfelder identifiziert hat, die besonders zentral für die Nutzung des Entwicklungspotenzials der Region sind. Zur Verbesserung der Dynamik der Schwarmregion sollen zum Beispiel Ökosysteme von neuen Technologien aufgebaut und die Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Um die Qualität der Nestregion zu erhalten will der Regierungsrat exzellente Standortfaktoren sicherstellen – von der Fachkräfteausbildung über Produktionsflächen bis zu Rahmenbedingungen für Unternehmen – und die soziale Energie nutzen. Zum Beispiel durch ein gutes Grundversorgungsangebot oder die Stärkung des Tourismus als Teil der Lebensqualität der Bevölkerung. So kann Schaffhausen den Pioniergeist fördern, offen und innovativ sein und ein Ort sein, an dem man Wurzeln schlägt und zu Hause sein will. Mit dieser Grundhaltung ist Schaffhausen ein Anziehungspunkt für Firmen und Personen, die sich in der Gesellschaft und im Wirtschaftsleben engagieren wollen.

  • Philipp Good verstärkt den Verwaltungsrat von Helvetica

    Philipp Good verstärkt den Verwaltungsrat von Helvetica

    Philipp Good ergänzt das bestehende Gremium, dem unter anderem Peter E. Bodmer (Präsident), Dr. Hans Ueli Keller (Vize-Präsident), Dr. Franziska Blindow-Prettl, Theodor Härtsch und Herbert Kahlich angehören. Er tritt in einer Zeit in das Führungsgremium ein, in der Nachhaltigkeit eine immer grössere Rolle im Immobiliensektor spielt. Seine Wahl wird als strategisch wichtiger Schritt für die künftige Positionierung der Helvetica Immobilienfonds betrachtet, die durch nachhaltige Anlagelösungen langfristig stabile Renditen für Investoren sichern sollen.

    Nachhaltige Investitionen im Fokus
    Mit seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Vorsorgegeldern und spezialisierten Nachhaltigkeitsinvestitionen stärkt Good das Engagement der Helvetica Property Investors AG für verantwortungsbewusstes Investieren. Besonders relevant ist seine Fähigkeit, Investitionsstrategien zu entwickeln, die neben der Rendite auch positive gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen erzielen. «Seine Erfahrung im Bereich nachhaltige Anlagelösungen wird dazu beitragen, dass die Helvetica Immobilienfonds für die Zukunft gerüstet sind,» betonte Verwaltungsratspräsident Peter E. Bodmer.

    Strategische Weichenstellung für die Zukunft
    Philipp Good zeigt sich hochmotiviert, seine Expertise in den Dienst der Helvetica zu stellen: «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Verwaltungsrat innovative und verantwortungsvolle Anlagelösungen zu entwickeln. Mein Ziel ist es, Lösungen zu schaffen, die wirtschaftlichen Erfolg mit positiven gesellschaftlichen Effekten kombinieren.» Diese strategische Weichenstellung stellt sicher, dass Helvetica in einem immer anspruchsvolleren Marktumfeld als führender Akteur im Bereich nachhaltige Immobilieninvestitionen agiert.

    Mit der Wahl von Philipp Good setzt Helvetica ein starkes Zeichen für ihre zukunftsorientierte Ausrichtung im Bereich nachhaltiger Immobilieninvestitionen. Diese Verstärkung im Verwaltungsrat ermöglicht es dem Unternehmen, sich noch besser auf die Herausforderungen und Chancen der Immobilienwirtschaft zu konzentrieren und langfristig attraktive Renditen für ihre Investoren zu sichern.

  • Primarschule Degersheim setzt auf Lista Office LO

    Primarschule Degersheim setzt auf Lista Office LO

    Lista Office LO hat rechtzeitig zum Schulbeginn Mitte August vier Klassenräume der Primarschule in Degersheim neu möbliert, informiert der im selben Ort ansässige international aktive Büroausstatter in einer Mitteilung. Die agile Möblierung im Schulhaus Steinegg soll neue Wege für kreatives Lehren und motiviertes Lernen ermöglichen, so Lista Office LO in der Projektbeschreibung. „Der zeitgemässe Unterricht basiert auf einer Methodenvielfalt in der Didaktik“, wird Schulleiter Stefan Gübeli dort zitiert. „Mit der neuen Möblierung kann diese Vielfalt einfach gelebt werden.“

    Für Klassenlehrerin Madlene Keller ist es wichtig, verschiedene Lernformen ohne grosse Umbauten umsetzen zu können. „Dabei ist es wichtig, die anderen Kinder während der Einrichtung von Lernsettings nicht zu stören“, wird Keller in der Mitteilung zitiert. „Das ideale Mobiliar muss deshalb rasch, leise und unkompliziert sowohl von Unterrichtenden als auch von Schülerinnen und Schülern verschoben und umgestaltet werden können.“

    Bei der Neuausstattung in Degersheim konnte die Primarschule verschiedene Möbel vor der Beschaffung ausführlich testen. „Dies gab uns die Sicherheit, dass unsere Schüler und Schülerinnen mit den neuen Möbeln gut arbeiten können und gerne arbeiten wollen“, erläutert Keller. „Meine Wahrnehmung im Zusammenhang mit der Neumöblierung ist, dass die Schulzimmer atmosphärisch fühlbar verändert wirken.“ Konkret macht die Klassenlehrerin eine luftigere und leichtere Gesamtgestaltung mit vielen Freiräumen aus. Dies hat ihrer Ansicht nach „spürbare positive Auswirkungen auf das Denken und auf die Motivation der Lernenden“.

  • Neue Professuren im Bereich Real Estate Economics & Finance ab Herbst 2024

    Neue Professuren im Bereich Real Estate Economics & Finance ab Herbst 2024

    Das CUREM freut sich, eine bedeutende Erweiterung seiner wissenschaftlichen Ausrichtung bekanntzugeben. Ab Herbst 2024 werden zwei neue Professuren im Bereich «Real Estate Economics & Finance» eingerichtet, unterstützt durch drei bedeutende Funding Partner aus der Immobilienbranche. Dieser Schritt markiert nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des CUREM, sondern setzt auch neue Massstäbe für die Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Praxis in der Immobilienwirtschaft.

    Mit der Schaffung dieser Professuren unterstreicht das CUREM seine Rolle als führender Anbieter von immobilienwirtschaftlicher Weiterbildung und Forschung in Zürich. Der enge Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist dabei von zentraler Bedeutung: «Wir sind der festen Überzeugung, dass das Zusammenspiel von akademischer Forschung und Praxiswissen die Basis exzellenter Weiterbildungen bildet», so die Leitung des CUREM.

    Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf praxisnahe Lehre
    Für die neuen Professuren konnten zwei renommierte Wissenschaftler gewonnen werden, die sowohl international als auch national Anerkennung geniessen und die Vision von wissenschaftlicher Exzellenz und praxisorientierter Lehre teilen: Prof. Dr. Christian Hilber und Dr. Francisco Amaral.

    Ein internationaler Experte für Wohnraumpolitik und Stadtentwicklung
    Prof. Dr. Christian Hilber übernimmt ab Herbst 2024 eine Teilzeitprofessur ad personam (20%) an der Universität Zürich. Hilber, der aktuell als Professor für Wirtschaftsgeographie an der London School of Economics (LSE) tätig ist, bringt eine herausragende Expertise im Bereich Wohnraumversorgung und Stadtentwicklung mit. Diese Themen sind auch für die Schweiz von höchster Relevanz, wo die Wohnraumpolitik vor grossen Herausforderungen steht.

    «Für mich ist es eine besondere Freude, meine Erfahrungen in Zürich einbringen zu dürfen. Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen im Bereich der Wohnraumpolitik, und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam Lösungen entwickeln können, die sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich nachhaltig sind», betont Prof. Hilber.

    Neben seiner akademischen Laufbahn hat Prof. Hilber umfangreiche Erfahrung in der Beratung von Regierungen und internationalen Organisationen wie der OECD und der Asian Development Bank. Seine Tätigkeit am CUREM wird die internationale Vernetzung und den praxisnahen Wissensaustausch weiter stärken.

    Finanz- und Immobilienökonomie im Fokus
    Dr. Francisco Amaral, der ab Oktober 2024 als Assistenzprofessor (100%) an der Universität Zürich tätig sein wird, bringt wertvolle Expertise an der Schnittstelle von Finanz- und Immobilienökonomie mit. Seine Forschung konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Risiko und Rendite auf Wohnungsmärkten unter verschiedenen makroökonomischen Bedingungen.

    «Der Wohnungsmarkt spielt in der Schweiz, wie in vielen westlichen Ländern, eine zentrale Rolle für die finanzielle Stabilität und das Wohl der Gesellschaft. Um nachhaltige Massnahmen zu entwickeln, die den Markt widerstandsfähiger und erschwinglicher machen, müssen wir verstehen, welche Faktoren Risiko und Rendite beeinflussen», erklärt Dr. Amaral, der an der Universität Bonn promoviert wurde.

    Mit seiner umfassenden Forschungserfahrung trägt Dr. Amaral massgeblich zur wissenschaftlichen Vertiefung und Weiterentwicklung des CUREM bei, insbesondere in den Bereichen Finanzmarktanalyse und Immobilienökonomie.

    Stärkung des Standorts Zürich als Zentrum für Immobilienforschung
    Die Einrichtung dieser Professuren ist nicht nur für das CUREM ein entscheidender Schritt, sondern auch für den Standort Zürich. Mit der erweiterten wissenschaftlichen Ausrichtung wird Zürich als führender Hub für immobilienwirtschaftliche Forschung und Lehre in Europa weiter gestärkt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis wird den Wissenstransfer fördern und zur Entwicklung innovativer Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Immobiliensektor beitragen.

    Ein zukunftsweisender Schritt für die Immobilienbranche
    Mit den neuen Professuren im Bereich «Real Estate Economics & Finance» setzt das CUREM ein klares Zeichen für die zukünftige Ausrichtung der immobilienwirtschaftlichen Forschung und Lehre in Zürich. Die Verknüpfung von akademischer Exzellenz mit praxisorientiertem Wissen wird nicht nur das CUREM, sondern die gesamte Immobilienbranche nachhaltig stärken. Prof. Dr. Christian Hilber und Dr. Francisco Amaral bringen wertvolle Erfahrungen und frische Impulse mit, die zur Weiterentwicklung des Instituts und zur Bewältigung der Herausforderungen des Wohnungsmarktes beitragen werden.

    Diese spannende Entwicklung markiert den Beginn einer neuen Ära für das CUREM und den Immobiliensektor in der Schweiz. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und die neuen Perspektiven, die diese Professuren eröffnen werden.

  • ZHAW diplomiert 77 Bachelor und 10 Master

    ZHAW diplomiert 77 Bachelor und 10 Master

    Am Freitag, dem 30. August 2024, fand im Technopark Zürich die feierliche Diplomverleihung für die Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums in Facility Management und des Masterstudiums in Real Estate & Facility Management der ZHAW statt. Insgesamt 47 Frauen und 40 Männer erhielten ihr lang ersehntes Diplom und setzten damit den Schlusspunkt unter eine intensive und erfolgreiche Studienzeit.

    Die Eröffnungsrede der Zeremonie hielt Prof. Dr. Urs Hilber, Direktor des ZHAW-Departements Life Sciences und Facility Management. Er gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss und betonte die Bedeutung ihrer zukünftigen Beiträge in einer sich rasch wandelnden Welt. Die Festansprache hielt Katrin Leuenberger, Amtschefin des Immobilienamts Kanton Zürich und Mitglied des Beirats des Instituts für Facility Management. Sie unterstrich, wie essenziell gut ausgebildete Fachkräfte im Bereich Real Estate und Facility Management für die Bewältigung grosser gesellschaftlicher Herausforderungen sind.

    Auszeichnungen und besondere Leistungen
    Irene Arnold und Anja Fuchs-Barbana, Studiengangleitende des Bachelorstudiums, überreichten den 77 erfolgreichen Bachelor-Absolventen ihre Diplome. Besonders hervorgetan hat sich Till Plüss, der als Jahrgangsbester ausgezeichnet wurde. Zusätzlich erhielt er gemeinsam mit Sara Lehmann den Preis für die beste Abschlussarbeit, welcher vom Geschäftsführer des Schweizerischen Verbands für Facility Management und Maintenance, Rainer Artho, überreicht wurde. Beide Abschlussarbeiten wurden mit der Bestnote 6.00 bewertet.

    Im Masterstudium durften Prof. Dr. Isabelle Wrase und Zifei Wang-Speiser 10 Masterdiplome an fünf Frauen und fünf Männer verleihen. Besonders herausragend waren Tania Kornsteiner und Severin Keller, die beide für ihre exzellenten Leistungen ausgezeichnet wurden. Severin Keller erhielt zudem für seine Masterarbeit mit dem Titel «Asset Returns and Liquidity: Empirical Insights from Publicly Traded Real Estate Assets» den Preis für die beste Masterarbeit, überreicht von Nora Dainton, Vorstandsmitglied des IFMA Switzerland Chapter.

    Ein Rückblick auf eine ereignisreiche Studienzeit
    Den festlichen Abschluss der Diplomfeier bildete ein kurzweiliger Rückblick auf die Studienzeit, den Anja Balsiger und Oliver Horner für die Bachelors sowie Elsa Jeanfavre für die Master-Absolventen gestalteten. Sie liessen die Höhepunkte ihrer Studienjahre Revue passieren und erinnerten an die gemeinsamen Herausforderungen und Erfolge, die sie auf ihrem Weg zu diesem bedeutenden Meilenstein bewältigt haben.

    Die Absolventinnen und Absolventen blicken nun auf eine vielversprechende Zukunft in einer Branche, die nach gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften verlangt und in der sie ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zum Wohle der Gesellschaft einbringen werden.