Kategorie: Menschen

Menschen – Immobiliennews zu Persönlichkeiten, Meinungen, Interviews & Stimmen aus der Schweizer Immobilienbranche.

  • Software zur Überwachung von CO2-Lagerstätten

    Software zur Überwachung von CO2-Lagerstätten

    Der Post-Doktorand und Pioneer Fellow Edoardo Pezzulli von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die Kohlendioxid-Speicherung in Lagerstätten kontinuierlich zu überwachen und deren Risiken zu reduzieren. Laut einer Mitteilung strebt der Mathematiker jetzt nach der Marktreife seiner Technologie. Dafür gründete er mit Maschinenbauingenieur Michael Liem das Start-up Storra Dynamics GmbH.

    «Wer CO2 speichert, trägt soziale Verantwortung», wird Pezzulli in der Mitteilung zitiert. «Die Anlagen müssen über Generationen hinweg sicher sein. Mit unserem Überwachungssystem wollen wir beweisen, dass sich die Risiken in Grenzen halten und ein Betrieb auf höchstem Sicherheitsniveau möglich ist.» Denn bei einer derartigen Speicherung gibt es geologische Unsicherheiten. Zunächst muss analysiert werden, wie viel Kohlendioxid in den Standort eingespeist werden kann, anschliessend kann das gespeicherte Gas überwacht werden, um sicherzustellen, dass es auch gebunden bleibt. Die neu entwickelte Software soll dann wie ein digitaler Zwilling arbeiten, indem sie Druck-, Temperatur- und Belastungsbedingungen in der Speicherstätte simuliert.

    Aktuell ist Pezzuli am Pilot- und Demonstrationsprojekts CITru in der Gemeinde Trüllikon beteiligt. Unter Leitung der ETH wird hier die Machbarkeit einer Kohlendioxid-Einspeisung durch ein stillgelegtes Bohrloch, das von der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) erstellt worden ist, geprüft. Der Wissenschaftler ist verantwortlich für die Risikobewertung und die Ausarbeitung des Überwachungsplans.

  • Neubau in Sursee für Radsportteam

    Neubau in Sursee für Radsportteam

    Das aktuell in Schenkon ansässige Tudor Pro Cycling-Team steht laut eines Artikels der «Luzerner Zeitung» vor einem Umzug nach Sursee. Dort möchte es demnach 18 Millionen Franken in ein sechsgeschossiges neues Hauptquartier investieren. Initiant ist die Sette Immo AG, die über ihre Sette Sports Group nicht nur das Profi-Team, sondern auch eine Nachwuchsmannschaft unterhält. Fabian Cancellara, ehemaliger Rennvelofahrer, ist nicht nur Teamchef beim Tudor Pro Cycling-Team, sondern auch bei der Sette Immo AG aktiv.

    Im September 2026 soll der neue Sitz des Teams fertiggestellt sein und Platz für Lager, Werkstätten, Trainings- und Besprechungsräume bieten. Büros für die Verwaltung und Aufenthaltsräume für die Fahrer sollen ebenso entstehen wie ein Ausstellungsraum des Teams. Auf dem Dach wird zudem eine Photovoltaikanlage installiert.

    Aktuell nimmt das vom Uhrenhersteller Tudor aus Genf gesponserte Team noch bis Ende Monat an der Tour de France teil.

  • Starke Follower statt schwache Chefs

    Starke Follower statt schwache Chefs

    Die klassische Annahme lautet, wer Leistung bringt, wird befördert. Doch das sogenannte Peter-Prinzip erklärt bereits, warum gute Mitarbeitende oft bis zur Inkompetenz aufsteigen. Eine neue Perspektive bringen nun die Forscher Christian Zehnder, Benjamin Tur und Matthieu Légeret ein. Sie argumentieren, dass beim Aufstieg einer Führungskraft nicht nur deren Kompetenzen zählen, sondern auch der Verlust ihres Beitrags als Follower.

    Ein Zielkonflikt mit Folgen
    Wird eine Person mit hoher Teamkompetenz zur Führungskraft, verliert die Gruppe oft einen produktiven und engagierten Mitarbeitenden auf der operativen Ebene. In manchen Fällen kann es daher strategisch klüger sein, eine weniger kompetente Person zu befördern, einfach, um das funktionierende Teamgefüge zu erhalten.

    Führung ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg
    «Unsere Forschung zeigt, dass es unter bestimmten Umständen optimal sein kann, weniger kompetente Personen in Führungsrollen zu bringen», erklärt Zehnder. Das gelte vor allem dann, wenn die Führungsfunktion zeitaufwändig, aber operativ wenig entscheidend sei und wenn der beste Follower für die tägliche Arbeit unverzichtbar ist.

    Rolle der Unternehmenskultur
    Ein zentrales Element ist dabei die Wertschätzung guter Follower-Rollen. Belohnungssysteme könnten so gestaltet werden, dass Top-Performer auf unteren Hierarchiestufen bleiben möchten, ohne dass dies als Karrierestillstand empfunden wird. Zudem brauche es eine interne Kommunikation, die erklärt, warum nicht jede Beförderung gleichbedeutend mit dem höchsten Beitrag zur Organisation ist.

    Führung überdenken heisst Effizienz steigern
    Die Studie fordert ein radikales Umdenken in der Talentstrategie. Nicht immer ist die klassische Aufstiegsidee die beste Lösung für das Unternehmen. Manchmal ist es effektiver, Kompetenz dort zu lassen, wo sie den grössten Nutzen bringt, auch wenn das bedeutet, dass nicht die Besten an der Spitze stehen. Der wahre Erfolg liegt möglicherweise in der Stärke derer, die nicht führen.

  • Zukunft bauen heisst Verantwortung übernehmen

    Zukunft bauen heisst Verantwortung übernehmen

    Herr Binkert, Sie sind seit Jahrzehnten in der Immobilienentwicklung tätig. Was treibt Sie persönlich an, und welche Vision verfolgen Sie für die Zukunft der Architektur und Immobilienentwicklung?Immobilienentwicklung ist auch Raumentwicklung. Mit jedem Bauwerk verändern wir unsere Umwelt, den Raum um uns herum. Diese Veränderung soll eine Verbesserung sein, nicht eine Verschlechterung. Mich beschäftigt die Frage nach den Regeln, die wir beachten müssen, damit unsere gebaute Umwelt nachhaltig, lebenswert und zukunftsfähig bleibt. Ich sehe die Zukunft der Immobilienentwicklung in einer kreativen, ganzheitlichen Planung, die gesellschaftliche Bedürfnisse mit technologischen Möglichkeiten verbindet und dabei den Menschen und die Umwelt in den Mittelpunkt stellt.

    Welches Projekt hat Sie besonders geprägt?
    Jedes Projekt erweitert den Erfahrungshorizont – aber Greencity Zürich war für mich ein Wendepunkt. Dort entwickelten wir für Losinger Marazzi erstmals konkrete Regeln, wie ein Stadtteil geplant, gebaut und betrieben werden muss, um als wirklich nachhaltig zu gelten. Dieses Projekt hat mir gezeigt, wie tiefgreifend Nachhaltigkeit wirken kann, wenn sie systematisch gedacht und umgesetzt wird. Dass daraus Losinger Marazzi als erster «Grüner Generalunternehmer» der Schweiz hervorging, war ein starkes Zeichen dafür, dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich ein Erfolgsmodell sein kann.

    Als Präsident der 2000-Watt-Smart-Cities Assoziation setzen Sie sich für nachhaltige und energieeffiziente Städte ein. Wie integrieren Sie Nachhaltigkeitsaspekte konkret in Ihre Projekte?
    In Greencity Zürich haben wir erstmals umfassende Regeln für Planung, Bau und Betrieb eines nachhaltigen Stadtteils entwickelt. Daraus entstand das Label «2000-Watt-Areal», das schweizweit über 50 Stadtquartiere zertifizieren konnte. Heute entwickeln wir es unter Autorisierung des Bundesamts für Energie weiter – mit Blick auf die Smart City. So konnten wir kürzlich das erste Projekt in Indien zertifizieren.

    Die grösste Herausforderung bleibt die Balance zwischen ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit – insbesondere international. In China sind gesellschaftliche Forderungen schwer umsetzbar, in Brasilien fehlt oft das Umweltverständnis, in den Emiraten ist Wirtschaftlichkeit kein Thema. Auch in der Schweiz braucht es Empathie, Verständnis und einen langen Atem, um tragfähige, nachhaltige Lösungen durchzusetzen.

    Sie haben internationale Erfahrung, unter anderem in den USA und Indien. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sehen Sie in der Stadtentwicklung zwischen der Schweiz und diesen Ländern?
    Der Hauptunterschied liegt im Wachstumstempo: Schwellenländer mit schnell wachsender Bevölkerung brauchen rasch und günstig viel neuen Raum – oft auf Kosten der Qualität. Nachhaltigkeit ist dort ein Versprechen für die Zukunft, dem oft mit Skepsis begegnet wird. Nachhaltigkeit kostet kurzfristig viel, bringt aber erst langfristig Erträge, dafür decken sie dann die Kosten gemäss unseren Annahmen um ein Vielfaches.

    In der westlichen Welt – wo das Wachstum stagniert oder rückläufig ist – stehen andere Werte im Vordergrund: Soziale Gerechtigkeit, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität. Nachhaltige Entwicklung wird hier zunehmend als Voraussetzung für Lebensqualität verstanden. Die Forderung, dass der Westen auch für die nachhaltige Entwicklung in den Schwellenländern aufkommen müsse, bringt allerdings auch wohlhabende Länder wie die Schweiz an ihre Grenzen.

    Welche Trends sehen Sie in der zukünftigen Stadt- und Arealentwicklung und wie stellen Sie sich die Wohnformen der Zukunft vor, insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel, die zunehmende Urbanisierung und Verdichtung?
    Wir stehen an einem Wendepunkt. Die Bauwirtschaft muss dringend aufholen in Bereichen wie Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz. Noch immer bauen wir «brick and mortar» – wie zur Römerzeit. Dabei haben sich die menschlichen Grundbedürfnisse kaum verändert, die technischen Möglichkeiten aber sehr wohl. Die Megatrends – demografischer Wandel, Gesundheit, Future of Work, Klimakrise – erfordern neue Antworten auf die Frage, wie wir wohnen. Wir müssen den Mut aufbringen, den Status-Quo zu hinterfragen, neue Wege zu gehen und Lösungen auszuprobieren, die es in der Vergangenheit noch nicht gab.

    Die «Verhäuselung der Schweiz» kann nicht so weitergehen. Was in einer Schweiz mit 6 Mio. Einwohnern und beschränkter Mobilität noch funktionierte, führt heute zum Kollaps. Wir müssen uns wieder vermehrt als Teil des Universums verstehen, in dem wir nur eine von vielen Arten sind – nicht als Dominatoren. Wir sehen täglich die Folgen unseres kurzsichtigen Umgangs mit endlichen Ressourcen, mit abnehmender Biodiversität und der Verschleuderung von Energie.

    Wir werden in Zukunft zusammenrücken, Platz für Andere schaffen, effizienter und suffizienter leben. Damit das unsere Lebensqualität nicht schmälert, müssen wir dazu die technologischen Möglichkeiten, die sich uns heute schon bieten, und jene, die wir zukünftig entwickeln werden, besser nutzen. Wir werden urbaner leben als heute, wir werden die Bedürfnisse des täglichen Lebens in Fussgängerdistanz befriedigen, wir werden besser vernetzt sein.

    Wir haben mittlerweile 9 Millionen Einwohner erreicht in der Schweiz. Die Immobilienbranche redet seit längerem von einer 10-Millionen-Schweiz. Sind wir aus Ihrer Sicht genug vorbereitet darauf und wo sehen Sie noch Nachholbedarf?
    Auch die Vorstellung der 10-Millionen-Schweiz ist bereits überholt. Wenn wir unserer alternden Gesellschaft ein komfortables Leben ermöglichen wollen, brauchen wir zusätzliche junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte, dann brauchen wir die 12-Millionen-Schweiz! Den zu erwartenden Migrationsströmen von Klimaflüchtlingen und Kriegsflüchtlingen müssen wir nachhaltige Lösungen anbieten, ohne aber unsere Kultur und Geschichte zu gefährden. Je schneller und besser wir uns darauf vorbereiten, desto mehr werden wir auch davon profitieren können.

    Wir sind auf die exogenen Paradigmenwechsel schlecht vorbereitet. Wir nehmen den Sog der Grossstädte zwar wahr, stellen diesem aber keine Alternativen gegenüber. Wir arbeiten immer noch mit Zonenplänen, obwohl diese unsere Produktion und unsere Lebensart nicht mehr abzubilden vermögen. Wir starren gebannt auf die erfolgreichen Publikumsmagnete Zürich, Basel und Genf, statt die schlummernden Qualitäten von Kleinstädten wie Lenzburg, Brugg, Wetzikon oder Glarus wahrzunehmen und zu nutzen. Hier besteht dringender Nachholbedarf.

    Unsere Vision der Smart City Switzerland ist nicht eine Megacity mit ausufernder Agglomeration – ganz im Gegenteil: Wir schlagen vor, wieder kleinteiliger zu werden. Nicht die grossen Schweizerstädte sollen wachsen, sondern die mittelgrossen und die gut vernetzten kleineren Städte werden verdichtet und urbanisiert – mit viel Grünraum dazwischen. Zur Urbanisierung gehört die Verbesserung des Angebots, die kulturelle Aufwertung, insbesondere aber auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Und dort, wo die Forschung zur Siedlungsentwicklung Lücken im Städtenetz ortet, müssen wir auch den Mut aufbringen, neue Städte zu bauen.

    Welche Rollen und langfristige Vision sehen Sie für den Wirtschaftsraum Glarus und welche Schlüsselprojekte werden die kommenden Jahre prägen?
    Glarus Nord ist das wirtschaftliche Rückgrat des Kantons – mit seiner Lage, seiner Infrastruktur und seiner Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich bietet es enormes Potenzial für Produktion und Dienstleistungen. Glarus Süd hingegen punktet mit Natur, Freizeitwert und Lebensqualität. Diese beiden Räume sollten viel stärker im Sinne einer funktionalen Symbiose gedacht werden. Die Vision Glarus 2030 zeigt dafür klare Perspektiven, aber sie muss noch breiter getragen werden. Schlüsselprojekte in Näfels-Mollis und Niederurnen-Oberurnen wären ideale Katalysatoren, werden aber bisher zu wenig genutzt – auch nicht in der kürzlich festgesetzten kommunalen Richtplanung. Eng gefasste kantonale und bundesrechtliche Vorgaben zur Bauzonendimensionierung bremsen dabei die Entwicklung – hier braucht es Spielraum für zukunftsgerichtete Lösungen.

    Eine der Masterarbeiten Ihrer Studenten analysiert Glarus Nord als potenzielles Subzentrum im Wirtschaftsraum Zürich. Wie schätzen Sie das Entwicklungspotenzial dieser Region ein, insbesondere mit Blick auf Infrastruktur, Branchen, Arbeitsplätze
    und Wohnen?

    Das Potenzial von Glarus Nord ist beeindruckend. Unsere Studien zur Smart City Switzerland zeigen, dass beidseits des Walensees Platz für eine mittelgrosse Stadt vorhanden wäre – ob diese aber in Glarus Nord, Ausserschwyz oder im Sarganserland entsteht, hängt letztlich vom politischen Willen der Bewohner ab.
    Die erwähnte HSLU-Masterarbeit untersucht die Beziehung zwischen der Grossstadt Zürich und umliegenden Subzentren (Knoten zweiter Zentralität). Der heutigen Situation des Brain-Drains und der Salär-Söldner, die zwischen dem ländlichen Raum Glarus und dem städtischen Zürich hin- und herpendeln, wird die Vision der 15-Minuten-Stadt Glarus Nord gegenübergestellt. Die Masterarbeit bestätigt die gegenseitige Abhängigkeit von Raumplanung und Wirtschaftsförderung, von Verdichtung und Nutzungsvielfalt, von Arbeitsplätzen und Wohnraum.

    Was muss aus planerischer und politischer Sicht passieren, damit Glarus nicht nur mitwächst, sondern auch mitgestaltet?
    Aus der Perspektive von Smart City Switzerland muss das Bundesamt für Raumentwicklung ARE die gesamtschweizerische Raumplanung überarbeiten und neue Freiräume für die verdichtete Siedlungsentwicklung schaffen. Auf dieser Grundlage können bestehende Städte verdichtet, oder sogar neue Regionalstädte (Knoten zweiter Zentralität) und Kleinstädte (Knoten dritter Zentralität) entwickelt werden.

    Für Glarus heisst das konkret: aktives Lobbying in Bern, um Glarus Nord als Wirtschaftsstandort zu positionieren. Nur so kann sich der Kanton aus der Rolle des passiven Mitläufers im Finanzausgleich befreien. Es braucht eine klare Entscheidung zwischen Abwarten und aktiver Mitgestaltung. Wer mitgestalten will, muss investieren – in Planung und Entwicklung, Infrastrukturen, Standortmarketing und politische Überzeugungsarbeit.

    Welche Rolle spielt der kantonale Richtplan dabei und welche Einflussmöglichkeiten gibt es auf kommunaler Ebene?
    Der kantonale Richtplan reflektiert die heutige Situation und denkt diese linear weiter. Die Paradigmenwechsel, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen, werden darin nicht abgebildet. Der Richtplan bietet auch ungenügende Flexibilität, um auf die neuen exogenen und endogenen Herausforderungen reagieren zu können.

    Die Einflussmöglichkeiten auf die übergeordnete Richtplanung sind beschränkt. Die Kommune ist vom Kanton abhängig, und der Kanton seinerseits vom Bund. Zudem macht die Forderung nach Planbeständigkeit jede Innovation schwierig. Die Reaktionszeiten sind zu lang. Dennoch gibt es Hebel: Pilotprojekte und Entwicklungsschwerpunkte (ESP) ermöglichen es, innovative Ideen zu testen und neue Stadtmodelle zu erproben.

    Der heutige 105. immoTable in Glarus leistet einen wichtigen Beitrag zur dringend nötigen Diskussion, ob Glarus zum Standort für die Zukunft werden will.

  • Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Die Geistlich Immobilia AG gibt einen Wechsel an der Spitze bekannt: Per Anfang Juli hat Ladina Esslinger die Leitung der Immobilienentwicklerin aus der Geistlich Gruppe übernommen, informiert Geistlich Immobilia in einer Mitteilung. Die bisherige Leiterin Projektentwicklung übernimmt die operative Leitung von Martin Geistlich. Der bisherige Geschäftsführer bleibt im Unternehmen aber als Verwaltungsratspräsident aktiv.

    Die Geistlich Immobilia AG nimmt innerhalb der Geistlich Gruppe die Neuausrichtung des ehemaligen Firmenareals in Schlieren war. Hier entsteht auf über 125’000 Quadratmetern der Stadtteil amRietpark. Um einen 600 Meter langen Park sind dabei rund 650 Wohnungen sowie Geschäfts- und Büroflächen angelegt. Aktuell geht Geistlich Immobilia die Realisierung des Projekts Lymhof an.

    «Unser Ziel ist es, Projekte zu realisieren, die Schlieren als Wohn- und Wirtschaftsstandort langfristig stärken, mit echtem Mehrwert für die Menschen, die hier leben, ebenso wie für ansässige und neue Unternehmen», wird Esslinger in der Mitteilung zitiert. Die neue Leiterin der Geistlich Immobilia AG hat Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und einen Executive Master of Business Administration an der Universität St.Gallen erworben.

  • Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Schlichtungsverhandlung Kündigung Mietwohnung
    Kündigt der Vermieter die Mietwohnung, kann der Mieter die Kündigung innert 30 Tagen nach Erhalt bei der Schlichtungsbehörde anfechten und eine Erstreckung verlangen. Können sich die Parteien nicht auf einen Vergleich einigen, kann die Schlichtungsbehörde einen Entscheidvorschlag unterbreiten oder dem Mieter die Klagebewilligung für das Mietgericht ausstellen. 

    Erstreckung Mietverhältnis
    Falls die Kündigung gültig ist, schlägt die Schlichtungsbehörde in der Regel eine Erstreckung vom Mietverhältnis vor, diese beträgt für Wohnräume maximal vier Jahre. Das Mietrecht bestimmt in Art. 272a OR wann eine Erstreckung ausgeschlossen ist. Zusätzlich hat das Bundesgericht mehrfach bestätigt, dass der Mieter bereits vor der Schlichtungsverhandlung konkrete Suchbemühungen nach einem Ersatzobjekt nachweisen muss. Ohne konkrete Suchbemühungen besteht kein Anspruch auf Erstreckung. 

    Bei einer letztmaligen Erstreckung endet das Mietverhältnis definitiv, eine weitere Erstreckung ist nicht möglich. Dagegen kann der Mieter bei einer erstmaligen Erstreckung bis 60 Tage vor Ablauf der ersten eine zweite Erstreckung verlangen. Möchte der Vermieter eine letztmalige Erstreckung, muss dies in der Vereinbarung explizit stehen, sonst gilt eine erstmalige Erstreckung. 

    Ausweisungstitel
    Einigen sich die Parteien auf einen definitiven Auszugstermin, sollte der Vermieter auf einen Ausweisungsbefehl im Vergleich bestehen. Damit kann der Vermieter direkt beim Gemeindeammann die Ausweisung verlangen, falls der Mieter auf den vereinbarten Zeitpunkt doch nicht auszieht. 

    Empfehlungen für Vermieter
    Ist eine Erstreckung ausgeschlossen, kann es für den Vermieter unter Umständen trotzdem sinnvoll sein, eine kurze letztmalige Erstreckung zu gewähren. So kann ein langwieriges Gerichtsverfahren mit entsprechender «kalten Erstreckung» vermieden werden. In einer Vereinbarung sollte der Vermieter darauf achten, dass eine letztmalige Erstreckung klar formuliert ist und auf einen Ausweisungsbefehl bestehen. 

  • CEO wird Teilhaber bei Baugruppe

    CEO wird Teilhaber bei Baugruppe

    Die ERNE Gruppe nimmt ihren CEO Giuseppe Santagada als Teilhaber auf. Der seit Jahresbeginn 2024 amtierende CEO steigt auch als Minderheitsaktionär bei der Bau- und Immobiliengruppe aus Laufenburg ein, informiert die ERNE Gruppe in einer Mitteilung. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von der Gründerfamilie gehalten.

    «Die Zusammenarbeit mit Giuseppe Santagada verläuft seit dem ersten Tag partnerschaftlich, engagiert und auf Augenhöhe» werden Daniel und Christoph Erne, Verwaltungsratspräsident und -vizepräsident, in der Mitteilung zitiert. Der promovierte Ökonom trage mit unternehmerischen Weitblick und Führungserfahrung zur strategischen Weiterentwicklung der Gruppe bei. «Die Aufnahme als Minderheitsaktionär ist Ausdruck unseres gegenseitigen Vertrauens und unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und der Familie.»

    Die Gesellschaften der ERNE Gruppe sind auf die gesamte Bauwirtschaft von der Rohstoffgewinnung über Planung und Realisierung von Projekten bis hin zu Rückbau, Entsorgung und Wiederverwertung spezialisiert. Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Laufenburg über weitere Standorte in der Schweiz sowie in Deutschland und ist in der Schweiz, in Deutschland und in Luxemburg aktiv.

  • SVIT Schweiz mit neuer Führung

    SVIT Schweiz mit neuer Führung

    Mit der Übergabe des Präsidiums von Andreas Ingold an Michel Molinari hat der SVIT Schweiz einen bedeutenden Generationenwechsel vollzogen. Molinari, bisher Vizepräsident und CEO der BLKB Fund Management AG, übernimmt damit die Verantwortung für einen Verband mit über 2’600 Mitgliedern. Zeitgleich wurden Cécile Berger-Meyer und David Zumsteg ins Präsidium gewählt. Ihre Vorgänger, Andreas Ingold und Jean-Jacques Morard, wurden für ihr langjähriges Engagement zu Ehrenmitgliedern ernannt.

    Ein Verband in Bewegung
    2024 war ein intensives Jahr, mit gezielter politischer Positionierung, strategischen Projekten wie der DACH-Kooperation und dem Mietrechtskommentar. Der erfolgreichen Neuauflage der «SVITPedia» sowie einer hohen Bildungsnachfrage zeigt sich der SVIT Schweiz dynamisch und anpassungsfähig. Die Zertifizierung nach «eduQua» wurde erneuert, Lehrgänge und Prüfungen erfolgreich in allen Landesteilen durchgeführt.

    Strategische Klarheit und operativ stark
    Die positive Entwicklung des Verbands in den letzten acht Jahren ist auf klare strategische Entscheidungen und die Professionalisierung der Strukturen zurückzuführen. Die Trennung von Strategie und Operative, die Einführung eines CEO-Modells sowie die Neuausrichtung der Plattformen Forum, Campus und Summit schaffen ein stabiles Fundament. Ein strategischer Massnahmenplan zur Positionierung wurde erarbeitet und befindet sich in der Umsetzung. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Wirksamkeit des Verbands weiter zu steigern.

    Politische Relevanz gestärkt
    Die Delegiertenversammlung 2025 zeigte einmal mehr die wachsende politische Relevanz des SVIT Schweiz. Die Delegierten stimmten einem Antrag zu, künftig keine Sponsoringverträge mehr mit der Swiss Marketplace Group AG abzuschliessen. Ebenso werden laufende Verträge bis zum Ablauf gekündigt. Der Verband setzt damit ein Zeichen für Unabhängigkeit und klare Interessenvertretung der Branche.

    Sichtbar, präsent, konsequent
    Mit der neuen Führung und einer gestärkten Position will der SVIT Schweiz seine Rolle als führender Berufs- und Branchenverband weiter ausbauen. Die drei strategischen Pfeiler, Ausbildung, Politik, Networking bilden das stabile Fundament für ein zukunftsorientiertes Engagement. Die Delegiertenversammlung als Teil des Swiss Real Estate Forums bot dafür auch 2025 die passende Bühne, mit inspirierenden Impulsen von Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Wirtschaft.

  • Wie der Mieterverband den Wohnungsbau sabotiert

    Wie der Mieterverband den Wohnungsbau sabotiert

    Die Initiative des Mieterverbandes, für die am 3. Juni 2025 die Unterschriftensammlung begonnen hat, klingt auf den ersten Blick wie eine Wohltat: tiefere Mieten, mehr Schutz für die Mieterinnen und Mieter, mehr Mitspracherecht. Doch wer sich nicht von wohlklingenden Titeln blenden lässt, erkennt: Diese Initiative bekämpft Symptome – und zementiert die Ursachen.

    Natürlich sind steigende Angebotsmieten eine reale Belastung, vor allem in den Ballungszentren. Doch der Eindruck, es handle sich um eine Verschwörung der Vermieterseite, greift zu kurz. Die Zahlen sind eindeutig: Laut dem Bundesamt für Wohnungswesen fehlen jährlich bis zu 10’000 Wohnungen – bei gleichzeitiger Zunahme der Haushalte um rund 50’000 Einheiten. Dass die Angebotsmieten steigen, ist nicht überraschend – sondern Folge eines wachsenden Nachfrageüberhangs.

    Und genau hier liegt das Problem der Initiative. Sie will die Preisbildung administrativ korrigieren, anstatt die strukturellen Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zu beseitigen. Eine Kappung der Renditen mag kurzfristig populär erscheinen – langfristig aber entzieht sie dem Wohnungsbau wichtige Investitionsanreize. Private Anleger – darunter Pensionskassen und Versicherungen – tragen heute einen grossen Teil der Neubautätigkeit. Wer ihre Rentabilität beschneidet, verschreckt Kapital und riskiert eine weitere Verknappung.

    Die Mär vom renditegierigen Investor greift ins Leere. Über die Hälfte der Mietwohnungen in der Schweiz gehört Pensionskassen, Versicherungen oder Vorsorgeeinrichtungen – also letztlich der Bevölkerung selbst. Wer ihre Rendite beschneidet, gefährdet unsere Altersvorsorge. Der Wohnungsmarkt ist kein Spielplatz für sozialromantische Experimente, sondern ein komplexes System, das Angebot und Nachfrage in Einklang bringen muss. Wer diesen Mechanismus aushebelt, löst keine Probleme – er verschärft sie.

    Auch das Vorkaufsrecht für den gemeinnützigen Wohnungsbau ist heikel. Es bedeutet faktisch eine Enteignung mit bürokratischem Umweg – und ein weiterer Schritt hin zu einem staatlich gelenkten Wohnungsmarkt. Ich warne davor: Ein solcher Eingriff mag ideologisch motiviert sein, aber praktisch bringt er vor allem Verzögerung und Ineffizienz. Gemeinnütziger Wohnungsbau hat seine Berechtigung, aber er ersetzt nicht das marktgetriebene Volumen, das wir dringend benötigen.

    Stattdessen braucht es realistische Lösungen. Der SVIT Schweiz hat mit seiner Wohnbauagenda 20 konkrete Forderungen formuliert: schnellere und koordinierte Bewilligungsverfahren, Abbau von Einsprachen, Förderung von Nachverdichtung und flächeneffizientem Wohnraum. Auch das Mietrecht selbst muss differenzierter werden: Es schützt zu stark die Bestandesmieter und zu wenig jene, die dringend eine Wohnung suchen. Das ist weder gerecht noch effizient.

    Kurzum: Die Wohnungsknappheit wird nicht durch mehr Regulierung, sondern durch mehr Wohnungen gelöst. Wer den Neubau behindert, egal ob aus ideologischer Überzeugung oder falschem Gerechtigkeitssinn, vergrössert letztlich nur die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage – und schadet damit genau jenen, die er zu schützen vorgibt.

  • Perspektiven und Einblicke führender Köpfe aus der Immobilienbranche

    Perspektiven und Einblicke führender Köpfe aus der Immobilienbranche

    Die Immobilienbranche steht vor dynamischen Herausforderungen, von regulatorischen Anpassungen über die Digitalisierung bis hin zu Fragen der Nachhaltigkeit und des Fachkräftemangels. Gleichzeitig wächst der Bedarf an fundierten Meinungen, praktischen Einblicken und Orientierungshilfen.

    Mit der neuen immoKolumne auf immo-invest.ch schaffen wir einen Raum für Fachwissen, Erfahrung und Diskurs. In regelmässigen Beiträgen teilen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der Branche ihre Sichtweisen und geben wertvolle Impulse.

    Vielfältige Themen für eine vernetzte Branche
    Die immoKolumne deckt die ganze Bandbreite der Immobilienwelt ab, darunter:

    • Bauwirtschaft, Bewirtschaftung und Planung/Entwicklung
      Zentrale Themen wie Bauprozesse, nachhaltige Bewirtschaftung oder neue Nutzungskonzepte
    • Finanzen, Gebäudetechnik und Energie
      Von Finanzierungsfragen über Energieeffizienz bis zu zukunftsweisenden Gebäudetechnologien
    • PropTech/Digitalisierung und Marketing
      Digitale Innovationen, neue Vermarktungsansätze und smarte Prozesse
    • Mobilität/Verkehr und Standortförderung
      Impulse für Regionen und neue Möglichkeiten für die Mobilität und Beherbergung
    • Öffentliche Hand, Verbände und Zulieferer
      Politische Rahmenbedingungen, Interessenvertretungen und Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette
    • Verkäufer/Makler, Werbung und Zulieferer
      Akteure, die den Markt gestalten und mit innovativen Produkten und Dienstleistungen unterstützen

    Mit dieser thematischen Vielfalt möchten wir die Perspektiven aus allen Bereichen der Immobilienbranche abbilden und einen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten.

    Wer schreibt?
    Die Kolumnen werden von führenden Köpfen der Immobilienbranche verfasst, Persönlichkeiten, die die Branche mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen bereichern. Es sind ausschliesslich Führungspersonen auf C-Level oder vergleichbarer Verantwortungsebene, die praxisnahe Perspektiven liefern.

    Die immoKolumne erscheint fortlaufend auf immo-invest.ch und wird über unsere Kanäle wie den immoNewsletter, LinkedIn und im Rahmen verbreitet.

    Haben Sie ein Thema, das Sie bewegt? Oder möchten Sie selbst einen Beitrag leisten? Kontaktieren Sie uns gerne!

  • Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Der Kanton Glarus hat eine lange industrielle Tradition. Welche Impulse setzen Sie, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen?
    Der Kanton Glarus ist seit jeher ausgesprochen wirtschaftsfreundlich. Als einer der ersten Schweizer Kantone regelten wir die Wirtschaftsförderung (1978) gesetzlich. Zudem ist Glarus mit dem Fabrikgesetz (1864) und der obligatorischen Altersversicherung (1916) Schweizer Pionier in der Sozialgesetzgebung. Vor diesem Hintergrund ist das Glarnerland traditionell ein moderner Unternehmensstandort mit wettbewerbsfähigen Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die vielleicht erst auf den zweiten Blick auffallen. Zum Beispiel ist das Glarnerland gross genug, um Unternehmen genügend Platz zu bieten, aber auch klein genug, um schnell und unbürokratisch Entscheidungen zu treffen. Die Kontaktstelle für Wirtschaft unterstützt sowohl Unternehmensgründer als auch bestehende Unternehmen oder Firmen, die sich neu ansiedeln möchten, pragmatisch und verlässlich. In unseren drei schweizweit vorbildlich fusionierten Grossgemeinden finden Investoren günstige Immobilien und Arbeitgeber gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter, die gerne in einer intakten Umwelt mit den Vorteilen eines modernen Umfelds leben.

    Wie fördert das Volkswirtschaftsdepartement innovative digitale Geschäftsideen?
    Die Möglichkeiten der digitalen Transformation dienen einerseits dazu, Prozesse und Produkte neu zu gestalten, sie bilden andererseits aber auch die Basis für die Kreislaufwirtschaft. Dabei geht es sowohl um mehr Ressourceneffizienz als auch um Datenmanagement. Dadurch wissen die Mitarbeitenden von morgen, welche Materialien mit welchen Prozessen verbaut wurden. Eine weitere Chance sind die Lieferketten: Neue digitale Prozesse ermöglichen eine robustere, effizientere und transparentere Supply Chain. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die digitale Transformation in der Glarner Wirtschaft mit Digitalisierungskrediten. Im Förderprogramm stehen bis Ende 2027 zwei Millionen Franken bereit. Gefördert werden innovative Projekte, die neue Technologien in Prozessen und Produktionen berücksichtigen, neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen sowie Kooperationen aufbauen. Konkret führen wir mit der Expertise des Innovationsnetzwerks Ostschweiz (INOS) in teilnehmenden Betrieben eine IST-Analyse durch. Die Analyse wird durch die neue Regionalpolitik (NRP) finanziert und beinhaltet eine Standortbestimmung inklusive Massnahmenplan und Roadmap zur Umsetzung. Diese Grundlagen braucht es für das Gesuch nach finanzieller Unterstützung bis zu 100’000 Franken für einzelbetriebliche und 300’000 Franken für überbetriebliche und/oder branchenweite Projekte.

    Wie wird sich der Immobiliensektor Ihrer Meinung nach im Bereich Industrie und Gewerbe entwickeln?
    Der Druck der Agglomeration ist im Glarnerland spürbar. Das Bevölkerungswachstum ist aber moderat, was einer nachhaltigen Entwicklung entgegenkommt. Bei den Industrie- und Gewerbeflächen verfügt die Gemeinde Glarus Nord über besonders hohe Kapazitäten, die aktuell am Standort Bilten mit mehreren Projekten genutzt werden. Wir setzen mit aktivem Flächenmanagement auf eine nachhaltige Entwicklung mit qualitativen Projekten bei Industrie und Gewerbe.

    Welche Trends sehen Sie in der Entwicklung von Angebot und Nachfrage im Bereich Wohnen?
    Neubauprojekte im Wohnbereich werden zum Grossteil in den Gemeinden Glarus und Glarus Nord umgesetzt. Das hat auch mit den Nutzungsplanungen zu tun, die dank der Gemeindefusion einen gesamtheitlichen und fortschrittlichen Blick einnehmen können. In Glarus Süd befindet sich die Nutzungsplanung noch im anspruchsvollen politischen Prozess, der auch vom Kanton begleitet wird.

    Wie können Sie sicherstellen, dass die Entwicklung des Immobilienmarkts den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht?
    Wer in einem unserer 29 Dörfer, Ortschaften oder Ortsteilen lebt, schätzt die Eigenheiten seines Wohnorts. Diese zeigen sich zum Beispiel in der Lage oder im Vereinsleben. So lebt es sich in Elm oder Braunwald völlig anders als im Kantonshauptort oder in Näfels. Und dort wieder anders als auf dem Kerenzerberg oder am Walensee. Das schafft Identität und Verbundenheit; dadurch bleiben die Menschen hier. Das deckt sich mit dem moderaten Tempo des Bevölkerungswachstums und den vergleichsweise stabilen Immobilienpreisen.

    Wie können Sie sicherstellen, dass sich Ihr Immobilienmarkt nachhaltig entwickelt?
    Mit unserer einzigartigen Kombination aus Naturverbundenheit und urbaner Nähe, mit der überschaubaren Grösse und dem kompakten Lebens- und Wirtschaftsraum punktet das Glarnerland. Das A und O ist deshalb ein sorgfältiger Umgang mit diesen Vorteilen – sie sind unsere Ressourcen, unser Kapital.

    Welche Infrastrukturprojekte von ASTRA und SBB sind geplant und welche Verbesserungspotenziale erkennen Sie?
    Das Glarnerland wird als ländliche Region wahrgenommen, hat aber durch seine Lage zwischen Zürich und Chur sehr gute Verkehrsanbindungen. Die Stadt Zürich und der Flughafen sind mit Auto oder Zug nur eine Stunde entfernt, eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen führt durch den Kanton, und Privatflugzeuge und -helikopter können in Mollis starten und landen.

    Natürlich setzt sich auch der Kanton Glarus mit den zunehmenden Mobilitätsanforderungen auseinander. In den letzten Jahren hat der Kanton drei von vier grösseren Strassenbauprojekten umgesetzt, um insbesondere den Entwicklungsschwerpunkt Flugplatz Mollis zukunftsgerichtet zu erschliessen. Das vierte Projekt zur optimierten Erschliessung des Industriegebiets im Süden der Gemeinde Glarus steckt in der Planungsphase. Zentrum unserer Bemühungen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Bund bei den Umfahrungsprojekten zur Entlastung der heutigen Hauptachse. Vom Bund haben wir die Zusicherung, die Umfahrungen Netstal und Glarus zu einem Gesamtprojekt unter Federführung des ASTRA zu vereinen. Ziel ist, den Kanton Glarus umfassend von den Strassenverkehrsproblemen zu entlasten.

    Beim öffentlichen Verkehr haben wir seit der Landsgemeinde 2025 eine neue gesetzliche Grundlage für das künftige öV-Angebot. Schon heute ist unsere Region mit Direktverbindungen nach Zürich und Rapperswil sowie mit Umsteigevarianten in Ziegelbrücke nach St. Gallen, Chur und Zürich gut erschlossen. Auf diesen Komfort und den an der Landsgemeinde 2025 beschlossenen durchgehenden Halbstundentakt sind unsere Bevölkerung und Unternehmen angewiesen. Dafür setzen wir uns beim Bund und in der Zusammenarbeit mit SBB und SOB konsequent ein. Mit den Firmen kooperieren wir aktiv, um für Mitarbeitende das Pendeln mit dem öV attraktiver zu gestalten – zum Beispiel schafft der Bonus-Pass Anreize, um vom Auto auf den öV zu wechseln.

    Eine zentrale Rolle bei der Mobilität spielen auch die kurzen Wege in und zwischen unseren Ortschaften. Zum Beispiel dauert die Velofahrt von Näfels, Glarus Nord, oder von Schwanden, Glarus Süd, bis zum Kantonshauptort nur 20 Minuten. Dem Trend zum Velo trägt auch das kantonale Veloweggesetz Rechnung, das die Landsgemeinde 2024 beschlossen hat.

    Wie trägt die Standortförderung dazu bei, Glarus als lebenswerte und zukunftsorientierte Region zu präsentieren?
    Der Kanton Glarus erreicht die dritthöchste finanzielle Wohnattraktivität: Neben geringen Wohnkosten bieten wir eine moderate Steuerbelastung und vergleichsweise geringe Krankenkassenprämien. Das sind unsere grossen Pluspunkte bei den finanziellen Faktoren. Dazu kommt die hohe Qualität des Lebensraums, der die Vorteile des Ländlichen mit urbanen Angeboten kombiniert. Das zeigt sich schon auf den ersten Blick bei der Ankunft im Kanton Glarus. Zusammen mit der eindrücklichen Bergwelt prägen die Zeitzeugen der frühen Industrialisierung das Landschaftsbild und Leben in unserem Kanton. Die historischen Industrieareale, Fabrikantenvillen und Arbeitersiedlungen aus dem 19. Jahrhundert und eben die Landschaft sind nicht umsonst auch Kulisse für Filme und TV-Serien. Im Alltag der Menschen zeigt sich das in einem kontrastreichen und lebendigen Umfeld mit zeitgenössischen Siedlungen für Fachkräfte und Familien, die Leben, Arbeiten, Kultur und Freizeit in unseren modernen Gemeinden schätzen.
    Unter diesen Gesichtspunkten betreibt Glarus seit über zehn Jahren aktives und gezieltes Kantonsmarketing. Dieses Jahr nutzen wir unsere Rolle als Gastgeberin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF), um den Kanton Glarus als Lebensmittelpunkt ins Rampenlicht zu stellen. Mit dem bevorstehenden Grossanlass richtet sich der Blick der ganzen Schweiz auf das Glarnerland. Unter dem Motto «Echt sagenhaft» stehen die Themen Arbeiten, Wohnen und Freizeit im Zentrum. Das Gesicht der Kampagne ist der beliebte Glarner Koch und Influencer Noah Bachofen. Er und sein Kollege werden auf ihrer Mission begleitet, einen authentischen Imagefilm über das Glarnerland zu kreieren. Die Kampagne zielt darauf ab, das einzigartige Glarner Lebensgefühl sichtbar und schmackhaft zu machen.

    Wieso bleiben Fachkräfte in der Region und was trägt die Standortförderung dazu bei?
    Natürlich reicht eine gute Kampagne allein noch nicht aus. Einen grossen Beitrag an die hohe Lebensqualität leisten die kommunalen Standortförderungen. Sie entwickeln ihren Wohn- und Freizeitraum mit neuen Projekten und in Zusammenarbeit mit Investoren weiter – Beispiele sind die optimal erschlossenen Entwicklungsschwerpunkte an den Bahnhöfen Näfels/Mollis und Glarus. Die Gemeinden sorgen für zeitgemässe Schulen und familienergänzende Angebote, betreiben Sportanlagen und bieten Detailhandel, Gastronomie, medizinischer Versorgung, Industrie, Gewerbe und Kultur Platz für einen lebendigen und funktionierenden Alltag. Der Kanton stellt den Betrieb der Kantonsschule, der Sportschule sowie der Berufsfachschulen, des Kantonsspitals, der Sicherheit und der sozialen Dienste sicher. Die schlanken Verwaltungsstrukturen ermöglichen einen effizienten und direkten Austausch zwischen den kantonalen Fachstellen und den Verantwortlichen auf Gemeindeebene.

    Welche langfristige Vision haben Sie für den Wirtschaftsstandort Glarus?
    In den kommenden Jahren ist für den Kanton Glarus entscheidend, dass die angestossene Entwicklung koordiniert umgesetzt wird. Es gilt, die privaten Initiativen zu unterstützen und zu begleiten, und gleichzeitig die richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen. Wenn das gelingt, ist der Kanton Glarus ein sicherer, vernetzter und wirtschaftsstarker Landsgemeindekanton mit einer starken Mittelschicht, umgeben von intakter Natur.

    Zukunftsgerichtete und effiziente Strukturen sind entscheidend für den Erfolg einer Firma. Das gilt auch für die öffentliche Hand. Glarus ist der einzige Kanton, der seine eigenen Strukturen konsequent den neuen Gegebenheiten angepasst hat. Mit der heutigen sehr effizienten Verwaltung sind wir fit für die Zukunft.

  • Empa gewinnt Brückenbauer

    Empa gewinnt Brückenbauer

    Matthias Sulzer ist kein typischer Forscher. Sein Weg führte ihn vom Handwerk über ein Ingenieurstudium bis zur Unternehmensgründung und schliesslich zurück in die Forschung. Heute steht er an der Spitze des Empa-Departements Ingenieurwissenschaften, wo er die gebaute Umwelt von morgen mitgestaltet. Sein Büro ist ebenso strukturiert wie seine Denkweise. Auf einem selbst gezeichneten Poster zeigt eine Bergstrasse die Etappen einer strategischen Entwicklung. Für Sulzer sind Visualisierungen nicht nur Arbeitsmittel, sondern Ausdruck eines pragmatischen, zielgerichteten Denkens.

    Früh erkannte er, dass nachhaltige Veränderungen nur gelingen, wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten. Bereits bei der Gründung seines Unternehmens setzte er auf wissenschaftliche Kooperationen. Diese Haltung führte ihn später als Senior Researcher an die Empa, wo er nationale Innovationsprojekte leitete und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen übersetzte.

    Innovation als Verbindung von Systemdenken und Verantwortung
    Heute beschäftigt sich Sulzer mit einer breiten Palette an Themen, von nachhaltiger Robotik über neue Werkstoffe bis zur Dekarbonisierung ganzer Energiesysteme. Besonders eindrücklich ist seine Arbeit im Kontext des Klimawandels. Denn die gebaute Umwelt ist für einen Grossteil des Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Sulzer sieht darin nicht nur eine technologische, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Seine Vision reicht vom geschlossenen Materialkreislauf bis zur Rückgewinnung atmosphärischen Kohlenstoffs. Der Klimaschutz beginnt für ihn im Labor, aber er endet in der Anwendung.

    Dabei deckt sein Departement die gesamte Skala der Forschung ab, von molekularen Materialentwicklungen bis hin zur Bewertung nationaler Energiestrategien. Ob Drohnen für Infrastrukturreparaturen oder biokompatible Implantate, die Arbeit der Empa-Teams ist so vielfältig wie relevant. Entscheidend sei, so Sulzer, dass die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten. Wo früher einzelne Experten nebeneinander arbeiteten, wird heute auf echte Teamarbeit gesetzt.

    Forschung, die Menschen stärkt
    Für Sulzer steht jedoch nicht die Technologie im Zentrum, sondern der Mensch. Forschung dürfe sich nicht nur an Exzellenz messen, sondern müsse die nächste Generation befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Er versteht sich als Ermöglicher, der Räume für wissenschaftliche Exzellenz schafft. Und er glaubt an den Mehrwert von Teams, in denen sich individuelle Stärken zu kollektiver Intelligenz verbinden. Dort, wo disziplinäre Grenzen überschritten werden, entstehen neue Lösungen, nicht selten mit Wirkung über die Forschung hinaus.

    Mit Matthias Sulzer gewinnt die Empa nicht nur einen fachlich versierten Departementsleiter, sondern eine Führungspersönlichkeit, die Wissenschaft, Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung zusammenführt. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen allein nicht mehr genügen, setzt Sulzer auf Haltung, Kooperation und eine klare Vision. Forschung, die wirkt durch Menschen, für Menschen.

  • Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Jacques Mauron zieht die Konsequenzen aus dem strategischen Umbau von Groupe E und tritt als Generaldirektor zurück. Der Verwaltungsrat hat laut einer Mitteilung Alain Sapin, den Direktor Elektrische Energie des Freiburger Energieversorgers, zum Generaldirektor ad interim ernannt. Mauron war seit 2004 bei der Groupe E tätig, seit November 2019 als Generaldirektor.

    Groupe E hatte im April mitgeteilt, dass es seine Aktivitäten im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen im eigenen Kanton und anderen Teilen der Westschweiz überprüfen will. Das Unternehmen reagierte damit auf einen seit 2023 anhaltenden Absatzrückgang in diesem Bereich. Es will nun die Struktur der Direktion Technik und Infrastruktur anpassen, so dass die einzelnen Niederlassungen mehr Selbstständigkeit erhalten.

    Dieser strategische Umbau ist mit einem Stellenabbau verbunden. Das Unternehmen ging im April noch von einer Entlassung von 188 der 2600 Mitarbeitenden aus. Die Zahl der Entlassungen konnte im Mai nach einer Konsultation mit den Sozialpartnern auf 168 verringert werden.

    Der bisherige Chef der Direktion Technik und Infrastruktur, Michel Beaud, hat die Groupe E inzwischen verlassen. Seine Nachfolge wird jetzt interimistisch von Johann Ruffieux übernommen, dem Leiter Beschaffung und Handel.

  • Erweiterung der Geschäftsleitung für Rechenzentrumsprojekte

    Erweiterung der Geschäftsleitung für Rechenzentrumsprojekte

    Die Green Datacenter AG erweitert ihr Management. Per Anfang Mai ist Markus Meier zu Unternehmen und Geschäftsleitung gestossen, informiert die Aargauer Anbieterin von Rechenzentren und damit verbundenen Dienstleistungen in einer Mitteilung. Meier wird als Chief Construction Officer (CCO) alle unternehmenseigenen und im Auftrag von Kunden realisierten Bauprojekte von Green Datacenter verantworten.

    «Mit Markus Meier verstärken wir die Organisation mit einer erfahrenen Führungspersönlichkeit, um den kontinuierlichen Ausbau unserer hochverfügbaren Infrastrukturen weiterhin in hoher Qualität und Effizienz umzusetzen», wird Green-CEO Roger Süess in der Mitteilung zitiert. Der neue CCO ist diplomierter Bauführer und bringt laut Mitteilung über 25 Jahre Erfahrung in der Leitung von Bauprojekten mit. Als berufliche Stationen von Meier werden dort Geschäftsführer der Bauunternehmung Erne AG und Leiter Baumeister Zürich bei Implenia genannt.

    Aktuell realisiert Green ein neues Rechenzentrum in Lupfig und zwei Rechenzentren in Dielsdorf. «Unser Wachstum folgt einem klaren strategischen Plan», erklärt Süess. «Wir setzen neue Standards und stärken den digitalen Standort Schweiz nachhaltig.»

  • Tanja Zimmermann übernimmt das Präsidium

    Tanja Zimmermann übernimmt das Präsidium

    Am 6. Mai 2025 wurde Tanja Zimmermann zur neuen Präsidentin des Stiftungsrats des Technoparks Zürich gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Lothar Thiele an, der das Gremium seit 2019 leitete. Mit dem Wechsel erhält der Innovationsstandort nicht nur eine neue Führung, sondern auch ein klares Zeichen für Diversität und Zukunftsorientierung.

    Impulse aus Forschung und Technologie
    Zimmermanns Werdegang ist geprägt von interdisziplinärer Forschung und dem gezielten Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Als Direktorin der Empa fördert sie seit Jahren nachhaltige Innovationen an der Schnittstelle von Labor und Markt. Dieses Know-how bringt sie nun in die strategische Weiterentwicklung des Technoparks ein, einem Ökosystem, das Startups, Forschungseinrichtungen und Unternehmen vernetzt.

    Technopark als Zukunftswerkstatt
    Für Zimmermann ist der Technopark Zürich ein Ort, an dem Ideen wachsen und Wirklichkeit werden. «Hier treffen visionäre Forschung und unternehmerisches Handeln aufeinander. Das ist der ideale Nährboden für Innovation», sagt sie. Als neue Präsidentin will sie gezielt Rahmenbedingungen schaffen, die zukunftsweisende Entwicklungen fördern und Synergien stärken.

    Ein klares Bekenntnis zur Innovationskraft der Schweiz
    Mit der Wahl von Tanja Zimmermann setzt der Technopark Zürich ein starkes Zeichen für strategische Kompetenz, nachhaltige Ausrichtung und die Förderung eines zukunftsfähigen Wirtschaftsstandorts.

  • Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Facchinetti bringt umfassende Erfahrung in Digitalisierung, Innovation und PropTech mit. «Wir sind überzeugt, dass er den Studierenden durch seine breite Vernetzung und Fachkenntnis grossen Mehrwert bieten wird», so Markus Streckeisen, Hauptverantwortlicher für die Real Estate Programme der HWZ.

    Der neue Studiengangsleiter verantwortet künftig drei praxisnahe CAS-Programme, die einzeln oder modular über mehrere Jahre bis zum Masterabschluss absolviert werden können:

    • CAS Smart Real Estate Business (Start: März 2025)
    • CAS Smart Real Estate AI, Data & Value (Start: September 2025)
    • CAS Smart Real Estate Life Cycle Management (Start: September 2025)

    «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Experten aus der Praxis zukunftsorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für die Herausforderungen unserer Zeit notwendig sind», so Facchinetti.

    Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm, zentral am HB Zürich angesiedelt, richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre digitale Kompetenz in der Immobilienbranche stärken wollen – praxisnah, modern und zukunftssicher.

  • Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Mit der interimistischen Institutsleitung übernimmt Prof. Nora Dainton eine doppelte Verantwortung. Sie führt das Institut Digitales Bauen und bleibt zugleich Studiengangleiterin des MSc in Virtual Design and Construction. Diese Kombination ermöglicht eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und strategischer Entwicklung. „Ich freue mich, die Zukunft des digitalen Bauens gemeinsam mit unseren Studierenden und Fachkollegen aktiv mitzugestalten“, betont sie.

    Seit 2021 ist Prof. Dainton am Institut tätig und prägt dort die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Masterprogramms VDC. Einem Studiengang, der digitale Prozesse im Bau- und Immobilienwesen in den Mittelpunkt stellt.

    Brücke zwischen Forschung und Praxis
    Ein zentrales Anliegen von Prof. Dainton ist die angewandte Forschung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Als Bindeglied zwischen Industrie, Lehre und Forschung will sie den digitalen Wandel im Bauwesen aktiv begleiten. Im Fokus stehen dabei neue Planungs- und Bauprozesse, innovative Organisationsformen und digitale Werkzeuge, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität im Bauprozess steigern.

    Ihre institutsübergreifende Rolle innerhalb der Hochschule ermöglicht es ihr, auch auf strategischer Ebene zur Weiterentwicklung der Fachbereiche und zur Hochschulentwicklung beizutragen.

    Stabsübergabe mit Perspektive
    Prof. Dainton folgt auf Prof. Manfred Huber, der das Institut Digitales Bauen über acht Jahre hinweg mit grossem Engagement aufgebaut und geprägt hat. Ab August 2025 wird Prof. Huber als Direktor des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern eine neue Führungsaufgabe übernehmen.

    Der Übergang markiert einen neuen Abschnitt für das Institut, das sich als Impulsgeber regional, national und international für die digitale Transformation im Bauwesen positioniert.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Sie leiten das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Welche Aufgaben übernehmen Sie in dieser Funktion und wie können Sie die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen?
    Der Kanton Zürich ist ein führender Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft. Als Amt für Wirtschaft tragen wir dazu bei, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, Innovationen fördert und nachhaltige Wertschöpfung generiert. 

    Dank eines starken Teams mit breit gefächerter Expertise in verschiedenen Bereichen und fundierter Fachkenntnis stärken wir den Wirtschaftsstandort und begleiten Unternehmen in verschiedenen Phasen. Unser Wissen und unsere Erfahrung setzen wir gezielt ein, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren. Im engen Austausch mit der Wirtschaft und Wissenschaft analysieren wir die Standortfaktoren und setzen Impulse, um Zürich als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren. Gleichzeitig übernehmen wir zentrale Vollzugsaufgaben: Wir sorgen für reibungslose Bewilligungsverfahren und schaffen so Planungssicherheit für Unternehmen und Arbeitskräfte. Indem wir die Einhaltung von Arbeitsbedingungen und gesetzlichen Vorgaben sicherstellen, tragen wir zu einem attraktiven und verantwortungsvollen Arbeitsmarkt bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung von bezahlbarem Wohnraum – ein entscheidender Faktor für die Standortattraktivität. Damit verfügen wir über zahlreiche wirkungsvolle Hebel, um Veränderungen aktiv zu gestalten. 

    Dabei ist mir eine ausgeprägte Dienstleistungsorientierung besonders wichtig. Ein gutes Verständnis für unsere Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse bildet die Grundlage unserer Arbeit. Denn nur wenn wir die Herausforderungen und Anliegen der Unternehmen kennen, können wir gezielt unterstützen und den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken. 

    Kurz gesagt: Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen zugutekommt. 

    Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation im Kanton Zürich? 
    Der Kanton Zürich steht wirtschaftlich insgesamt sehr solide da und zählt zu den innovativsten Wirtschaftsregionen Europas. Für das laufende Jahr wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,1% prognostiziert. Eine hohe Innovationskraft, erstklassige Hochschulen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft machen den Standort besonders attraktiv. Die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, einer ausgezeichneten Infrastruktur und einer starken internationalen Vernetzung.  

    Gleichzeitig stehen wir vor wichtigen Herausforderungen: Kurz- und mittelfristig könnten sich die jüngsten geopolitischen Spannungen auf den Standort Zürich auswirken. Eng damit verknüpft ist die Frage, wie wir uns strategisch gegenüber unseren europäischen Nachbarn positionieren, insbesondere mit Blick auf das Verhältnis zur EU. 

    Langfristig wird der demografische Wandel eine zentrale Rolle spielen. Die Alterung der Gesellschaft, steigende Pensionierungszahlen und die Verfügbarkeit von Fachkräften werden entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig der Wirtschaftsstandort bleibt. Hier gilt es, rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen, um den Fachkräftepool zu sichern. 

    Der Kanton Zürich ist jedoch dank seiner wirtschaftlichen Stabilität, Innovationskraft und Lebensqualität aus meiner Sicht gut aufgestellt, um auch langfristig erfolgreich zu bleiben. 

    In welchen Bereichen hat der Kanton Zürich noch ungenutztes wirtschaftliches Potenzial? 
    Der Kanton Zürich verfügt über eine starke Innovationskraft. Dennoch gibt es Bereiche mit noch ungenutztem Potenzial: Im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat der Kanton Zürich mit der «Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz» einen wichtigen Schritt unternommen, um das dynamische KI-Ökosystem zu stärken. Doch gesamtwirtschaftlich betrachtet gibt es weiterhin grosse Chancen, KI noch breiter in verschiedenen Branchen zu verankern. Insbesondere KMU könnten durch den gezielten Einsatz von KI ihre Produktivität steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen. Hier braucht es praxisnahe Unterstützung, um KMU den Zugang und das Wissen zu KI-Technologie an die Hand zu geben.  

    Ein weiteres wirtschaftliches Potenzial liegt in der Skalierung von Start-ups. Zürich bietet ein exzellentes Umfeld für Unternehmensgründungen. Doch viele Start-ups stehen vor der Herausforderung, ihr Geschäft über die Anfangsphase hinaus zu erweitern. Es besteht Bedarf an zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten und gezielte Unterstützungsstrukturen, um Start-ups bei ihrem Wachstum zu unterstützen und auf ihrem Weg in den internationalen Markt zu begleiten. 

    Auch im Bereich der Digitalen Gesundheit schöpfen wir das vorhandene Potenzial noch nicht aus. Der steigende Kostendruck im Gesundheitssystem, die immer älter werdende Gesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel machen eine Transformation dringlicher denn je. Dabei hat der Wirtschaftsstandort Zürich alle Zutaten, um hier erfolgreich zu sein: führende Hochschulen, starke Akteure im Gesundheitswesen und innovative Unternehmen. Mit dem «digital health center Bülach» haben wir einen Innovations-Hub geschaffen, der einen wichtigen Beitrag leistet, indem es Innovationen fördert und Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.  

    Welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind entscheidend für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area aus Sicht des Kantons Zürich?  
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Der Kanton Zürich verfügt über exzellente Hochschulen und Forschungsinstitute, die Talente aus der ganzen Welt anziehen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen die Hochschulen auch für ausländische Studierende attraktiv bleiben – sowohl durch erstklassige Ausbildungsbedingungen als auch durch einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt nach dem Studium. 

    Auch steuerliche Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle. Ein wettbewerbsfähiges Steuerumfeld ist essenziell, damit der Kanton Zürich attraktiv bleiben. Aktuell wird das Steuerumfeld jedoch von Unternehmen zunehmend als negativer Standortfaktor wahrgenommen. Im kantonalen Vergleich liegt der Kanton Zürich bei der Steuerbelastung von Unternehmen auf dem zweitletzten Platz – ein Risiko für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. 

    Unsere Beziehung zu Europa ist ein weiterer Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Der Zugang zum europäischen Markt ist für viele Unternehmen entscheidend, insbesondere für exportorientierte Branchen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen am Wirtschaftsstandort Zürich von den schlanken und pragmatischen Regulierungen der Schweiz.  

    Wie attraktiv ist des Wirtschaftsraums Greater Zurich Area für Investoren im internationalen Vergleich mit anderen europäischen Metropolitanregionen? 
    Die Greater Zurich Area zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten Europas und behauptet sich international als führender Standort für Unternehmen und Investoren. Sie überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus wirtschaftlichem Potenzial, Innovationskraft und unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bietet die Region ein stabiles, transparentes und verlässliches wirtschaftliches Umfeld mit attraktiven steuerlichen und regulatorischen Bedingungen.  

    Unternehmen profitieren von einem erstklassigen Umfeld für Forschung und Entwicklung – geprägt von der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Start-ups und global agierenden Unternehmen.  

    Ein weiterer zentraler Vorteil für Investoren ist der Branchenmix in der Region. Zürich ist längst nicht mehr nur der bedeutendste Finanzplatz der Schweiz, sondern ein dynamischer und vielfältiger Innovationsstandort. Die starke Präsenz von ICT, Hightech, Space und Robotics, Life Sciences, Food und Cleantech sorgt für eine hohe Innovationsdichte und minimiert das Risiko von Abhängigkeiten. Für Investoren bedeutet dies nicht nur Stabilität, sondern auch attraktive Diversifikationsmöglichkeiten. 

    Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch ein kostengünstiger Standort. Warum sollte sich ein internationales Unternehmen trotzdem für den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area entscheiden? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet Unternehmen ein einzigartiges Gesamtpaket, das weit über Kostenfaktoren hinausgeht. Sie kombiniert ein wirtschaftsfreundliches und politisch stabiles Umfeld mit erstklassigen Talenten, führender Forschung und einer hohen Lebensqualität – Faktoren, die für nachhaltigen Unternehmenserfolg entscheidend sind. 

    Die Schweiz rangiert weltweit auf Platz 1, wenn es um die Innovationskraft wie auch um die Anziehung und Bindung von Talenten geht. Dank eines exzellenten Bildungssystems, international anerkannten Universitäten und hoher Lebensqualität gelingt es, Fachkräfte aus der ganzen Welt für den Standort zu gewinnen. Unternehmen profitieren von einem hochqualifizierten Arbeitsmarkt, der entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 

    In einem Bereich gibt es jedoch noch ungenutztes Potenzial: Die Verfügbarkeit attraktiver und zukunftsfähiger Flächen für Unternehmen, damit Ansiedlungen und Expansionen erfolgreich sichergestellt werden können.  

    Welche strategischen Vorteile bietet die Schweiz als Drehscheibe für europäische oder globale Geschäftsaktivitäten? 
    Die Schweiz bietet als Wirtschaftsstandort eine einzigartige Kombination aus Stabilität, Innovationskraft und internationaler Vernetzung. Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Europas ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Unternehmen mit globaler oder europäischer Ausrichtung. 

    Ein entscheidender Vorteil ist die hervorragende Erreichbarkeit: Der Flughafen Zürich bietet direkte Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftsmetropolen weltweit und macht den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area zu einem strategischen Knotenpunkt für internationale Geschäftsaktivitäten. 

    Dass der Kanton Zürich bereits ein gefragter Standort für global agierende Unternehmen ist, zeigen die jüngsten Ansiedlungen. Internationale Tech-Unternehmen wie «OpenAI», «Anthropic» oder «Boston Dynamics» haben Standorte in Zürich eröffnet – ein Beweis für die Attraktivität des Standorts und sein Potenzial als Hub für zukunftsweisende Branchen. Die hohe Dichte an führenden Unternehmen schafft ein dynamisches Ökosystem, das auch lokalen KMU neue Chancen eröffnet. 

    Welche Bedeutung nehmen moderne Infrastruktur und digitale Vernetzung für international tätige Unternehmen ein? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet international tätigen Unternehmen eine erstklassige Infrastruktur und nahtlose digitale Vernetzung – zentrale Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum.  

    Dank des international ausgezeichneten Flughafens Zürich, eines hochmodernen Bahn- und Strassennetzes sowie direkter Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftszentren Europas profitieren Unternehmen von maximaler Mobilität und Erreichbarkeit. Die Schweiz belegt im aktuellen IMD-Ranking Platz 1 für ihre Infrastruktur, was die hohe Qualität und Verlässlichkeit der Standortbedingungen unterstreicht. 

    Zudem überzeugt die Region auch mit einer fortschrittlichen digitalen Infrastruktur. Leistungsfähige Netzwerke und modernste Technologien schaffen optimale Voraussetzungen für Innovation, datengetriebene Geschäftsmodelle und den Einsatz zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Cloud Computing. 

    Mit dieser Kombination aus physischer und digitaler Exzellenz bietet der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area Unternehmen die idealen Rahmenbedingungen, um sich global erfolgreich zu positionieren.

  • Bauen zwischen Stadt und Land

    Bauen zwischen Stadt und Land

    Während auf dem Land noch Platz zur Verfügung steht und Bauprozesse oftmals unkomplizierter verlaufen, ist die urbane Realität von Dichtevorgaben, Vorschriften und langwierigen Bewilligungsverfahren geprägt. Die Kommunikationswege sind auf dem Land kürzer, die Prozesse direkter. In den Städten hingegen erfordern komplexe Projekte wie «The Circle» beim Flughafen Zürich ausgeklügelte Koordination und Geduld.

    Fachkräftemangel kennt keine Grenzen
    Egal ob ländlich oder städtisch, der Kampf um qualifizierte Lehrlinge ist in der gesamten Schweiz spürbar. Bemerkenswert ist, dass Jugendliche aus ländlichen Regionen häufig handwerklich versierter sind . Nicht zuletzt, weil sie früh mit praktischer Arbeit in Kontakt kommen. Dennoch bleibt die Rekrutierung eine Herausforderung, gerade im urbanen Raum, wo akademische oder kaufmännische Laufbahnen dominieren.

    Regionale Verwurzelung als Erfolgsfaktor
    Ob traditionelle Familienbetriebe in Schwyz oder lokal verankerte Bauunternehmen im Thurgau, das Bauhauptgewerbe bleibt in beiden Kantonen ein starker Pfeiler der regionalen Wirtschaft. Besonders auf dem Land sind Baumeister nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich aktiv, als Vereinsmitglieder, OK-Präsidenten und Förderer des lokalen Lebens.

    Einsprachen bremsen überall  Fortschritt
    Ländliche Idylle schützt nicht vor rechtlichen Hürden: Auch ausserhalb der Städte werden Bauprojekte regelmässig durch Einsprachen verzögert. Der Ruf nach einem klareren, schnelleren und rechtssicheren Verfahren wird lauter. Aus Sicht der Praxis längst überfällig.

    Unterschiedliche Ausgangslagen bei der Auftragslage
    Während der Kanton Schwyz aktuell ein solides Auftragsvolumen mit wachsender Bautätigkeit und grossen Projekten verzeichnet, ist die Situation im Thurgau angespannt. Dort werden nicht zwingende Investitionen aus Spargründen vertagt, mit direkten Auswirkungen auf die lokalen Bauunternehmen.

    Nachhaltigkeit und Qualität im Fokus
    Die Anforderungen an Neubauten verändern sich rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen dominieren die Projektanforderungen. Gleichzeitig steigt der Zeitdruck auf den Baustellen, während die rechtliche Komplexität zunimmt. Der Wunsch der Branche, mehr Qualität statt Preisdumping und eine Rückbesinnung auf langfristige, nachhaltige Werte.

  • Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Mit der Wahl von Patrizia Wachter Tanner reagiert die Schweizerische Maklerkammer auf die steigenden Anforderungen im Immobilienmarkt. Die Betriebsökonomin mit einem Master in Real Estate Management übernimmt die Nachfolge von Kurt Bosshard, der sich nach zehn Jahren engagierter Vorstandstätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Wachter Tanner leitet die Prefera Immobilien AG in Sargans sowie die Alfina Prefera Immobilien AG in Chur und bringt langjährige Führungserfahrung, Branchenkenntnis und unternehmerisches Denken mit in das Gremium.

    Ihre Wahl durch Akklamation ist Ausdruck des Vertrauens der Mitglieder in ihre Fachkompetenz und ihr Engagement für die Anliegen der Branche. Gleichzeitig wurde Kurt Bosshard, CEO der Bosshard Immobilien AG in Ascona, mit grossem Applaus verabschiedet. Sein langjähriger Einsatz für die Professionalisierung der Maklerbranche wurde vom Präsidium mit Dank und Anerkennung gewürdigt.

    Qualität schafft Vertrauen
    Die SMK steht für geprüfte Qualität in der Immobilienvermittlung und gewinnt damit weiter an Bedeutung. Mit aktuell 127 Mitgliedern zum Ende des Geschäftsjahres 2024 zeigt sich ein klarer Trend. Immer mehr professionelle Maklerinnen und Makler wollen Teil des Netzwerks werden und sich dem anspruchsvollen Qualitätskodex unterwerfen. Die Mitgliedschaft setzt ein strenges Qualitätsmanagement voraus, das regelmässig in Audits überprüft wird. So entsteht Vertrauen, sowohl für Verkäuferinnen und Verkäufer als auch für Kaufinteressenten.

    Gerade in einem zunehmend volatilen und regional stark unterschiedlichen Marktumfeld steigt das Bedürfnis nach fundierter Beratung. Das Label der SMK ist ein verlässliches Signal an den Markt. Wer es trägt, bietet geprüfte Fachkompetenz, Transparenz und Verlässlichkeit in einem sensiblen Geschäftsfeld.

    Strategisch positioniert für die Zukunft
    Mit dem neuen Vorstand, unter der Leitung von Präsident Ruedi Tanner, setzt die SMK ein Zeichen für Beständigkeit und Erneuerung zugleich. Die Kombination aus langjähriger Branchenerfahrung und frischen Impulsen schafft die Grundlage für eine starke Positionierung im anspruchsvollen Marktumfeld. «Mit ihrem zertifizierten Fachwissen und ihrer qualifizierten Beratung schaffen die Mitglieder der Schweizerischen Maklerkammer erfolgsentscheidende Mehrwerte für ihre Kundinnen und Kunden, so Ruedi Tanner.

    Die SMK bleibt damit das führende Netzwerk für Qualitätsmaklerinnen und -makler in der Schweiz und ein zentraler Garant für Glaubwürdigkeit, Fachwissen und nachhaltigen Markterfolg.

  • Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Die in Pfäffikon ansässige Condair Group hat Martin Plüss mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO berufen, heisst es in einer Mitteilung. Der erfahrene Manager soll in der neuen Funktion die Wachstumsstrategien des auf Raumklima spezialisierten Unternehmens vorantreiben.

    Vor seinem Eintritt in die Condair Group war Martin Plüss als CEO der Gilgen Door Systems AG tätig, einem international agierenden Tochterunternehmen der japanischen Nabtesco Corporation. Plüss verfügt darüber hinaus über 20 Jahre Erfahrung in internationalen Unternehmen der Gebäudetechnik.

    «Wir freuen uns, Martin als unseren neuen CEO begrüssen zu dürfen», wird Silvan G.-R. Meier, Eigentümer und Vorstandsvorsitzender von Condair, in der Mitteilung zitiert. «Seine Technologie- und Fertigungskompetenz, seine ausgeprägten Fähigkeiten in Organisation und Teambildung sowie sein strategisches Gespür werden uns beim weiteren Ausbau unserer Marktpräsenz und Technologieführerschaft entscheidend voranbringen.»

    Der neue CEO zeigt sich erfreut über seine Aufgabe und überzeugt, dass «wir auf dem Fundament des Unternehmens aufbauen und einen erfolgreichen Weg in die Zukunft beschreiten» werden.

  • Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Die Cham Group hat im letzten Geschäftsjahr eine bemerkenswerte Wertsteigerung ihres Immobilienportfolios um 184,7 Millionen Franken auf insgesamt 703,2 Millionen Franken verzeichnet. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Fortschritte in der planerischen und baulichen Entwicklung des Quartiers, eine hohe Nachfrage nach den entstehenden Flächen und ein vorteilhaftes Zinsumfeld. Diese Faktoren haben das Ertragspotenzial der Cham Group markant gesteigert.

    Der Reingewinn der Cham Group belief sich auf 168,2 Millionen Franken, verglichen mit 15,6 Millionen Franken im Vorjahr. Zudem konnte der Mietertrag um 9,8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Neubewertung lag bei 6,7 Millionen Franken. Mit einer Eigenkapitalquote von 73,5 Prozent und einer unveränderten Dividende von 12 Franken je Aktie zeigt die Cham Group eine solide finanzielle Basis.

    Operative Stärke trotz Sonderfaktoren
    Ina Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen geschrieben, musste jedoch einen Reinverlust von 17,4 Millionen Franken hinnehmen. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf eine Zahlung von 34,7 Millionen Franken an Implenia zurückzuführen, die im Zuge der geplanten Fusion mit der Cham Group erfolgte. Ohne diesen Einmaleffekt und unter Berücksichtigung von Marktwertveränderungen lag der EBIT bei 20,4 Millionen Franken.

    Das Immobilienportfolio von Ina Invest wird per Ende 2024 auf 862 Millionen Franken geschätzt, mit Neubewertungen von 15,4 Millionen Franken. Der Mietertrag blieb mit 15,4 Millionen Franken konstant. Trotz der Herausforderungen plant Ina Invest, eine Dividende von 20 Rappen je Aktie auszuschütten.

    Fusion zur Cham Swiss Properties AG
    Die geplante Fusion von Ina Invest und Cham Group wird eine neue Immobiliengesellschaft mit einem kombinierten Portfolio von rund 1,6 Milliarden Franken schaffen. Das fusionierte Unternehmen wird einen Wohnanteil von etwa 60 Prozent haben und eine Eigenkapitalquote von rund 57 Prozent aufweisen. Diese Zusammenlegung verspricht, die Stärken beider Unternehmen zu vereinen und ein diversifiziertes, nachhaltiges Immobilienportfolio zu bieten.

    Die Aktionäre beider Unternehmen werden an den Generalversammlungen am 31. März über die Fusion abstimmen. Die Zustimmung der Aktionäre wird entscheidend sein, um die strategischen Ziele der neuen Cham Swiss Properties AG zu verwirklichen.

    Eine starke Zukunft
    Die Fusion von Ina Invest und Cham Group bietet die Chance, eine führende Immobiliengesellschaft in der Schweiz zu schaffen. Mit einem hochwertigen und nachhaltigen Portfolio sowie einer soliden finanziellen Basis sind die beiden Unternehmen gut aufgestellt, um gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Die Synergien aus dieser Zusammenlegung könnten zu weiteren Wertsteigerungen und einer verbesserten Marktposition führen.

    Die Immobilienbranche wird die Entwicklungen rund um die Cham Swiss Properties AG genau beobachten, da die Fusion ein Zeichen für den Trend zur Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung in einem wettbewerbsintensiven Markt setzt.

    Dieser umfangreichere Artikel bietet einen detaillierten und zukunftsorientierten Überblick über die bevorstehende Fusion von Ina Invest und Cham Group sowie deren finanzielle Leistungen und strategische Ausrichtung.

  • Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Optiml hat bekanntgegeben, dass Prof. Dr. Alexander von Erdély als Angel Investor zum Team gestossen ist. Der 55-Jährige promovierte Bauingenieur verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Immobiliensektor. Vor drei Monaten hat er sein Amt als Vorstandssprecher der deutschen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angetreten, die in ihrem Portfolio rund 18’000 bundeseigene Liegenschaften zählt.

    Davor war von Erdély als Deutschland-CEO von CBRE, dem weltweit grössten Anbieter von Dienstleistungen und Investments für Gewerbeimmobilien mit Hauptsitz in Dallas und Schweizer Sitz in Zug, tätig. Als «leidenschaftlicher Interessenvertreter für ESG, Nachhaltigkeit und Innovation» ist er laut der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich «ein Vorbild in seinem Engagement, den Fortschritt in der Immobilien- und Stadtentwicklung voranzutreiben».

    Das neue Verwaltungsratsmitglied soll Optiml bei der Skalierung seiner Plattform namens Real Estate Decision Intelligence unterstützen. Sie gibt Immobilienverwalterinnen und -verwaltern, Investoren und Beratenden Werkzeuge an die Hand, um ihre Ziele bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür bietet sie den Angaben zufolge wertvolle Einblicke in Portfolios und Gebäudewerte sowie optimale Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien und darüber hinaus detaillierte Aktionspläne für die Netto-Null-Sanierung sowie die Einhaltung etwa von ESG-Vorschriften.

    Derzeit werden laut einem Bericht von startupticker.ch zehn neue Kunden aus der DACH-Region und Grossbritannien in die Plattform integriert. Ausserdem sei das Zürcher Unternehmen damit befasst, seine Lösung an die regulatorischen Besonderheiten und Berechnungsrahmen der USA anzupassen. Die Akquise des ersten Kunden in den USA, eines sogenannten Real Estate Investment Trust, nennt CCO und Mitgründer Nico Dehnert «einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Wachstumskurs».

  • Empathie als Führungskompetenz

    Empathie als Führungskompetenz

    Die Bau- und Immobilienbranche sowie andere Wirtschaftszweige stehen vor immer komplexeren Herausforderungen. Führungskräfte, die nicht nur funktionale Prozesse steuern, sondern auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigen, sind gefragter denn je. Im zweitägigen Praxisseminar an der FHNW vermittelt Prof. Peter Gruber bewährte Techniken, um Empathie gezielt im Führungsalltag einzusetzen.

    Empathie ist lernbar
    Laut Prof. Gruber gibt es zwei Formen der Empathie, die gefühlvolle, intuitive und die rational-professionelle Empathie. Letztere ist für Führungskräfte entscheidend, um Mitarbeitende zu verstehen, ohne sich selbst emotional zu überfordern. Besonders in Führungspositionen sei es essenziell, diese Kompetenz bewusst zu entwickeln, um tragfähige Beziehungen und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

    Führung versus Management: Ein grundlegender Unterschied
    Während das Management primär auf Zahlen, Daten und Fakten setzen, umfasst erfolgreiche Führung auch psychologische, soziale und ethische Dimensionen. Gruber betont: «Das Hauptinstrument einer Führungskraft ist das Gespräch, nicht das Excel-Sheet.» Führung bedeutet, nicht nur Leistung zu fordern, sondern Mitarbeitende als Menschen wahrzunehmen und zu fördern.

    Wertschätzende Führung als Erfolgsfaktor
    Moderne Führung ist sowohl leistungsorientiert als auch menschengerecht. Unternehmen, die auf eine respektvolle und sinnstiftende Arbeitskultur setzen, profitieren langfristig von motivierten Mitarbeitenden und einem positiven Betriebsklima. Die Freude an der Arbeit steigert sich, wenn Mitarbeitende den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen, in einem Klima der Aufrichtigkeit arbeiten und ermutigt werden.

    Ein Seminar mit praxisnahem Mehrwert
    Das Praxisseminar «Führen mit Empathie» findet am 17. und 18. September 2025 an der FHNW in Brugg statt. Es richtet sich an Führungskräfte, die ihre soziale Kompetenz gezielt weiterentwickeln und ein nachhaltiges, erfolgreiches Leadership umsetzen möchten.

  • Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Laut Medienmitteilung wurde Jan Jenisch zum designierten Präsidenten und CEO der geplanten Gesellschaft ernannt. Jenisch ist derzeit Verwaltungsratspräsident von Holcim und wird den geplanten Börsengang in New York leiten. Er war von 2017 bis 2024 CEO von Holcim und wird bis zur Generalversammlung von Holcim am 14. Mai als Präsident des Verwaltungsrats tätig sein. Für die Nachfolge ist laut einer weiteren Mitteilung Kim Fausing vorgeschlagen worden. Der Däne ist seit 2020 Mitglied des Verwaltungsrates und seit 2017 Präsident und CEO der dänischen Danfoss Gruppe.

    Mit Blick auf die geplante Börsennotierung des nordamerikanischen Geschäfts hat Holcim auch die künftigen Verwaltungsratsmitglieder bestimmt. Der Verwaltungsrat wird aus zehn Mitgliedern bestehen und wird nach dem Vollzug der geplanten Abspaltung Ende des ersten Halbjahres 2025 in Kraft treten, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der üblichen Genehmigungen, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. «Heute erreichen wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, das Nordamerikageschäft von Holcim als unabhängiges Unternehmen an die Börse zu bringen», wird Jan Jenisch zitiert.

    Der Holcim-Verwaltungsrat hat neben Jenisch auch neun unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat der amerikanischen Gesellschaft berufen: Theresa Drew, Nicholas Gangestad, Dwight Gibson, Holli Ladhani, Michael E. McKelvy, Jürg Oleas, Robert S. Rivkin, Katja Roth Pellanda und Cristina A. Wilbur. Bei den künftigen Mitgliedern handele es sich um sehr erfahrene Führungskräfte mit fundiertem Fachwissen in Schlüsselsektoren wie dem Baugewerbe, der verarbeitenden Industrie, dem Industriebetrieb und den Finanzdienstleistungen, heisst es in der Holcim-Mitteilung.

  • Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Die Arbonia Gruppe wird ab dem 1. Januar wieder von einem CEO geführt, der nicht gleichzeitig dem Verwaltungsrat angehört. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Verwaltungsrat Claudius Moor zum CEO ernannt. Der 1983 geborene Schweizer ist seit 2015 für Arbonia tätig, seit 2020 als CEO der Division Türen. Zuvor war er unter anderem Leiter Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung beim Gebäudezulieferer mit Sitz in Arbon.

    Alexander von Witzleben wird „bis auf weiteres“ Verwaltungsratspräsident bleiben. Der 1963 geborene Deutsche präsidiert den Verwaltungsrat seit 2015, war bis 2022 auch Delegierter des Verwaltungsrates und CEO ad interim und seither exekutiver Verwaltungsratspräsident.

    „Wir sind sehr erfreut, Claudius Moor in seiner neuen Rolle als CEO der Arbonia willkommen zu heissen“, wird Alexander von Witzleben in der Mitteilung zitiert. „Mit seiner umfassenden Branchenkenntnis, seinem Engagement und seiner grossen Leidenschaft für das Türen-Business bringt er alle Voraussetzungen mit, um die Arbonia in eine positive Zukunft zu führen.“

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Myriam Reinle wird laut einer Mitteilung neue CEO von Houzy. Mit ihrer Erfolgsbilanz in der Proptech- und Fintech-Branche gilt Reinle demnach als ideale Besetzung, um das mit Devis.ch im Mai 2024 fusionierte Unternehmen in eine neue Wachstumsphase zu führen.

    Reinle bringt laut der Unternehmensangaben mehr als 20 Jahre Erfahrung im Aufbau von digitalen Marktplätzen, in der Führung von Tech-Start-ups sowie ein umfassendes Verständnis für die Belange von Eigenheimbesitzern mit. Als Head of Marketing bei Homegate trug sie mehr als ein Jahrzehnt lang massgeblich dazu bei, „das Unternehmen als führenden Akteur auf dem Schweizer Immobilienmarkt zu etablieren“, heisst es.

    Mit ihr übernehme eine erfahrene Führungspersönlichkeit die Leitung von Houzy, „die unternehmerisches Denken, Expertise im Bereich digital Marketplaces und der Führung von Startups verbindet“, wird Verwaltungsratspräsident Christian Mähr zitiert.

    Reinle wird Nachfolgerin von Florian Rüegg, einem der Gründer des Proptech-Unternehmens. Er wechselt in das Amt als CTO/COO. Seit 2017 bietet Houzy eine Plattform für Wohneigentümer an, die dort Immobilienbewertungen, Sanierungsrechner, Nachfragechecks sowie die Möglichkeit einer Vermittlung von Handwerkern und Maklern finden.

  • Verstärkung für die Real Estate Award AG

    Verstärkung für die Real Estate Award AG

    2024 war ein Meilenstein für die Real Estate Award AG. Ein erfolgreiches Rebranding, die neu formierte Jury und starke Eventpartnerschaften sorgten für positive Resonanz. Der Real Estate Award im Oktober 2024 verzeichnete grossen Zuspruch und unterstreicht die starke Position der Plattform innerhalb der Bau- und Immobilienbranche.

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG, zeigt sich zufrieden: „Es war ein schnelles und grossartiges Jahr, in dem wir den Award substanziell weiterentwickeln konnten. Ich bin stolz auf diese Leistung.“

    Tim Caspar bringt frischen Wind ins Team
    Um diesen Erfolgskurs fortzusetzen, stösst ab Januar 2025 Tim Caspar als stellvertretender Geschäftsführer zur Real Estate Award AG. Tim Caspar ist aktuell als selbstständiger Videograf tätig und hat bereits in der Vergangenheit mehrere Projekte für den Award realisiert.

    „Wir freuen uns sehr, mit Tim Caspar einen Teamplayer zu gewinnen, der mit seinem Background im Social Media Marketing und der Videografie dem Real Estate Award viele neue Möglichkeiten in Sachen Visibilität eröffnet. Davon werden nicht zuletzt unsere Bewerber und Eventpartner profitieren“, so Mara Schlumpf. „Dass Tim die Abläufe und Werte des Awards durch unsere bisherige Zusammenarbeit bereits kennt, ist ein grosser Bonus.“

    Real Estate Award 2025
    Der nächste Real Estate Award findet am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden statt. Die Bewerbungsphase ist bereits eröffnet. Unternehmen aus der Schweizer Bau- und Immobilienbranche können ab sofort ihre Projekte für die kommende Ausgabe einreichen. Mit Tim Caspar als stellvertretendem Geschäftsführer setzt die Real Estate Award AG ein klares Zeichen für Innovation und Wachstum. Der Award bleibt eine wichtige Plattform, um herausragende Leistungen der Branche zu würdigen und sichtbar zu machen.