Kategorie: Neubau

  • Ein Kap, eine Vision, 100 Millionen Franken

    Ein Kap, eine Vision, 100 Millionen Franken

    Das Capo San Martino zählt zu den spektakulärsten Seelagen der Schweiz. Die Landzunge südlich von Paradiso liegt zwischen zwei Gemeinden, hat eine bewegte Geschichte und war seit Jahren dem Verfall überlassen. Als das Grundstück zum Verkauf stand, schlug Constantin nach eigenen Angaben sofort zu. Was seit Jahren brachliegt, soll nun zu einem Ort zum Spazieren, Verweilen und Atmen werden.

    Was geplant ist
    Vorgesehen sind rund 100 Betten, Panoramazimmer, Gastronomie, Wellness und ein Spa mit direktem Seeblick. Verantwortlich für den Entwurf ist das Luganeser Büro Mino Caggiula Architects. Für den Architekten geht es um die Wiedererweckung eines Stücks Landschaft und Geschichte. Der Baustart ist für Anfang 2027 geplant, die Eröffnung für Frühjahr 2030, wenn alles läuft.

    Die Hürden sind real
    Bevor ein Stein gesetzt werden kann, braucht das Projekt eine Zonenplanänderung. Diese muss vom Stadtparlament und der Kantonsregierung genehmigt werden. Historische Vorbelastungen, Umweltfragen und die öffentliche Wahrnehmung an einem so exponierten Standort können rasch zu entscheidenden Einflussfaktoren werden. Constantin gibt sich zuversichtlich. Doch Beobachter bezeichnen den Zeitplan als sehr optimistisch.

    Was das Projekt bedeutet
    Für das Tessin ist Capo San Martino mehr als ein Immobilienprojekt. Es belebt die Debatte um den hochwertigen Tourismusstandort Lugano neu. In einem Markt, der zunehmend auf internationales Profil und Erlebnisqualität setzt, sind ikonische Projekte ein möglicher Hebel. Gleichzeitig steigt der Druck auf alle Beteiligten. Spektakuläre Bilder reichen nicht, gefragt sind tragfähige Konzepte für Betrieb, Erschliessung und politische Akzeptanz.

    Leuchtturm oder Luftschloss
    Ob Capo San Martino tatsächlich zum Leuchtturmprojekt wird, hängt von mehr ab als von 100 Millionen Franken. Das Projekt muss beweisen, dass es sich in einen anspruchsvollen topografischen und politischen Kontext einzufügen vermag. Gelingt das, schreibt Constantin tatsächlich ein neues Kapitel für diesen Ort und das Tessin ein neues Kapitel für seinen Tourismus.

  • Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung Ende März die Überbauung AuPark plannmässig abgeschlossen und an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Im Rahmen des Projekts entstanden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit Blick auf den Zürichsee und die Halbinsel Au.

    Die Überbauung AuPark umfasst insgesamt 300 Wohnungen, darunter 111 Stockwerkeigentumseinheiten, heisst es in der Projektbeschreibung. Dazu kommen Gewerbeflächen und ein Coop, der als Nahversorger für das Quartier dienen soll. Der namensgebende AuPark liegt im Herzen des Projekts und dient mit weitläufigen Rasenflächen als zentraler Treffpunkt und Erholungsraum für die Bewohnerschaft.

    „Im Rahmen unserer Totalunternehmerleistung wurde das Projekt gezielt verdichtet und der Wohnungsmix optimiert“, so das Unternehmen in der Mitteilung. „Das Ergebnis: eine nachhaltige, marktfähige Entwicklung mit hoher Wohnqualität – auch im Segment des preisgünstigen Wohnungsbaus.“ 

  • Kanton Bern plant Grossbau im Berner Seeland

    Kanton Bern plant Grossbau im Berner Seeland

    Am Schermenweg in Bern hat das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt seit Jahrzehnten seinen Hauptsitz. Die Gebäude dort zeigen statische Mängel und sind in einem Zustand, der eine Totalsanierung unter laufendem Betrieb verunmöglicht. Hinzu kommt ein zweiter Standort in Ostermundigen, wo der Kanton jährlich über eine Million Franken Miete bezahlt.

    Dreimal umziehen oder einmal bauen
    Der Entscheid fiel zugunsten eines Neubaus. Alle drei Standorte werden aufgelöst, die rund 400 Mitarbeitenden an einem einzigen Ort zusammengeführt. Das neue Gebäude auf der Buechlimatt in Münchenbuchsee bietet auf einer Grundstücksfläche Platz für Büros, Prüfstellen und den gesamten Kundenbetrieb. Fahrzeugzulassungen, Führerprüfungen, administrative Abläufe: Alles unter einem Dach, erstmals seit Jahrzehnten.

    Ein Wettbewerb, ein Sieger, ein Holzbau
    2021 schrieb der Kanton einen offenen Projektwettbewerb aus. Dreissig Teams reichten Entwürfe ein, das Zürcher Planerteam aus Studiomori Architektur und KNTXT Architekten überzeugte die Jury. Ihr Projekt trägt den programmatischen Namen «Einer für alle». Es setzt auf einen unterhaltsarmen Holzbau, der sich organisch in den ländlichen Dorfrand von Münchenbuchsee einfügt. Kein Statement aus Beton und Glas, sondern ein Gebäude, das die Klimastrategie des Kantons Bern sichtbar macht. Holz als Baustoff reduziert die CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus.

    Die Politik entscheidet
    Die Berner Regierung hat im April 2026 den Verpflichtungskredit von 132,9 Millionen Franken beim Grossen Rat beantragt. Dieser entscheidet voraussichtlich im Herbst 2026. Dass der Betrag seit der Wettbewerbsphase 2021 von damals rund 104 Millionen Franken auf 132,9 Millionen gestiegen ist, dürfte im Parlament Fragen aufwerfen. Bauteuerung und gestiegene Planungsanforderungen gelten als Hauptgründe. Wer die Mietkosten und den Sanierungsstau gegenrechnet, kommt auf einen klaren betriebswirtschaftlichen Befund zugunsten des Neubaus.

    Einzug frühestens 2031
    Verläuft die parlamentarische Beratung planmässig, folgen Baueingabe Mitte 2026 und Baubeginn 2028. Die Inbetriebnahme ist für 2030 bis 2031 geplant. Für Münchenbuchsee bedeutet das ein neues Arbeitsplatzzentrum mit mehreren hundert Beschäftigten am Dorfrand. Für den Kanton Bern bedeutet es das Ende eines langen Verwaltungsumbaus. Und für die Schweizer Bauwirtschaft steht das Projekt exemplarisch für einen Trend, der 2026 an Fahrt gewinnt. Öffentliche Bauten aus Holz, gebaut für die nächste Generation.

  • Beteiligung sichert Finanzierung eines grossen Windenergieprojekts

    Beteiligung sichert Finanzierung eines grossen Windenergieprojekts

    Die aventron AG hat eine bedeutende Beteiligung am Windpark Sur Grati im Waadtland erworben, wie es in einer Mitteilung heisst. Betreiberin ist die Projektgesellschaft VOé éole SA. Neben aventron sind auch der Energieversorger SIE SA mit Sitz in Crissier VD sowie die Waadtländer Gemeinden Premier, Vallorbe und Vaulion an der Gesellschaft beteiligt.

    Mit dem Einstieg von aventron wurde die Aktionärsstruktur sowie die Finanzierung der Projektgesellschaft abgeschlossen. Vorausgegangen war ein positiver Entscheid des Bundesgerichts im Mai 2025 zu den Baubewilligungen des Windparks, dessen Inbetriebnahme für Ende 2027 vorgesehen ist.

    VOé, die das Projekt über mehrere Jahre entwickelt hat, ist eine regional verankerte Energieversorgerin und bringt ihre lokalen Netzwerke ein. Aventron steuert Erfahrung im Bau und Betrieb von Windparks in mehreren europäischen Ländern bei. „Gemeinsam realisieren wir eines der grössten Windenergieprojekte der Schweiz. Wir unterstützen damit die Energiestrategie des Bundes und stärken die Versorgungssicherheit insbesondere im Winter”, wird Eric Wagner, CEO von aventron, zitiert.

    Der Windpark befindet sich auf der Jurakette im nördlichen Waadtland und ist derzeit im Bau. Geplant sind sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 25,2 Megawatt. Die Anlage soll jährlich rund 45 Gigawattstunden Strom produzieren, was dem Bedarf von etwa 11’000 Haushalten entspricht. Nach der Fertigstellung soll Sur Grati der zweitgrösste Windpark der Schweiz sein.

  • Infrastrukturprojekt stärkt Effizienz und Sicherheit im Flugbetrieb

    Infrastrukturprojekt stärkt Effizienz und Sicherheit im Flugbetrieb

    Am Flughafen Zürich startete am 14. April der Bau einer neuen Infrastruktur für die General Aviation in der Zone West. Geplant sind ein Terminalgebäude mit Hangar sowie ein eigener Vorfeldbereich. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2028 vorgesehen, wie es in einer Mitteilung heisst.

    Die neue Anlage soll grössere Flugzeugtypen aufnehmen können und bietet zudem Flächen für Passagierabfertigung und Büros. Durch die Nähe zum Heliport sollen sich auch die Umsteigezeiten verkürzen. Ergänzend entstehen Parkplätze für Mitarbeitende und Passagiere sowie eine Erschliessung über eine verlängerte Rohrstrasse.

    Die Flughafen Zürich AG investiert rund 100 Millionen Franken in das Projekt. Der Neubau ist Teil der Entwicklung der rund 16,8 Hektaren grossen Zone West, die unter anderem für Vorfelderweiterungen, Logistik sowie Flugzeug- und Flughafenunterhalt vorgesehen ist.

    Mit dem Neubau reagiert der Flughafen auf veränderte Anforderungen im Bereich der General Aviation. Die bestehende Infrastruktur im Osten hat das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und kann den Bedarf an Hangarflächen, insbesondere für grössere Flugzeuge, nicht mehr decken.

    Zudem steht das Projekt im Zusammenhang mit der geplanten Umrollung am Flughafen Zürich. Diese soll die Zahl der Pistenkreuzungen von landenden und startenden Flugzeugen reduzieren und damit die Sicherheit im Flugbetrieb erhöhen.

  • Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Die Schlieremer Halter AG hat im Wylerquartier von Bern ein neues Domizil für pflegebedürftige Menschen übergeben. Das von Domicil Bern als Generalmieterin betriebene Pflegeheim stellt 112 neue Pflegezimmer zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung auf LinkedIn.

    Jedes Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle und einem Balkon versehen. Zusätzlich verfügt die Einrichtung über Aufenthalts- und Betriebsräume sowie öffentlich zugängliche Bereiche. Den Mitarbeitenden wurde ein modernes Arbeitsumfeld mit optimalen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt. Die fertige Anlage wurde Ende März an die Anlagestiftung Swiss Life übergeben.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurde mit der Domicil Immobilien AG ein weiterer Vertrag über die Errichtung eines Pflegeheims mit 75 Zimmern, einer Demenzabteilung sowie einem Restaurant vereinbart. 

  • Infrastrukturmassnahmen meistern komplexes Terrain am Zuerichsee

    Infrastrukturmassnahmen meistern komplexes Terrain am Zuerichsee

    Die Walo Bertschinger AG, eine familiengeführte Baufirma aus Dietikon, realisiert in einem Infrastrukturprojekt in der Zürichsee-Region die Strassen- und Tiefbauarbeiten. Laut einer Mitteilung werden auf einer Strecke über 1,1 Kilometer zwischen Tägerst und Buchenegg „Strasse, Entwässerung und zahlreiche Kunstbauten neu gebaut oder verstärkt und instandgesetzt.“ Das Projekt soll bis 2027 abgeschlossen werden.

    Zentrales Element des Projekts ist die Errichtung zwei neuer Lehnenviadukte mit einer Länge von 90 und 130 Metern. Insgesamt 21 Pfeiler und rund 240 Mikropfähle sollen künftig eine solide Basis im rutschgefährdeten Hang bieten.

    „Enge Platzverhältnisse, steiles Gelände und ein straffer Terminplan machen dieses Projekt besonders anspruchsvoll“, erklärt die Walo Bertschinger AG in der Mitteilung. „Umso mehr freut uns, dass die Arbeiten planmässig voranschreiten und das Team im täglichen Einsatz eine starke Leistung erbringt.“

  • Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Auf dem Brisgi-Areal wurden die ersten fünf Grundsteine gelegt und damit der offizielle Start in die rund dreijährige Bauphase markiert. Laut einer Mitteilung der Stadt Baden wird auf dem Areal mit rund 220 Wohnungen nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die symbolische Grundsteinlegung erfolgte durch Badens Stadtammann Schneider Markus, Vertreterinnen und Vertreter der gemeinnützigen Bauträgerinnen, der Wohnbaustiftung Baden, der Logis Suisse AG und der Graphis Bau- und Wohngenossenschaft, sowie Mitglieder des Quartiers.

    „Diese fünf Steine stammen aus dem Aushub und stehen für zentrale Werte des künftigen Brisgi-Areals: Gemeinsam schaffen wir Zukunft mit nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum“, erklärt die Stadt Baden in der Mitteilung.

    Bis 2028 sollen auf dem Areal bezahlbare Wohnungen und flexible Angebote für Alleinstehende, Paare und Familien entstehen. Darüber hinaus soll das Zusammenleben durch Ateliers, Grünräume, einen Quartierplatz und einen Spielplatz ergänzt werden.

    Das Projekt wird nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) gebaut. „Das Areal setzt auf Hybridbauweise, erneuerbare Energie, Biodiversität und geringe Versiegelung“, heisst es in der Mitteilung. „Damit zeigt das Projekt: hohe Bauqualität, Nachhaltigkeit und zahlbarer Wohnraum gehen zusammen.“

  • Neubau eines Polizeipräsidiums setzt neue Massstäbe für Arbeitswelten

    Neubau eines Polizeipräsidiums setzt neue Massstäbe für Arbeitswelten

    Der Baukonzern Implenia baut im Auftrag der Projektgesellschaft PPMS Immobilien GmbH & Co. KG in Deutschland das neue Polizeipräsidium in Münster für mehr als 1400 Mitarbeitende. In dem Gebäude entstehen laut einer Mitteilung dringend benötigte Erweiterungsflächen für die Polizei sowie ein modernes Präsidium mit kurzen Wegen und attraktiven New-Work-Konzepten. Das Volumen beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro.

    Implenia übernehme als Generalunternehmer die Planung und den Bau eines Funktions- und Verwaltungsgebäudes, das nahezu alle bisherigen Dienststellen der Polizei Münster zusammenführen soll. Der schlüsselfertige Neubau wird moderne Büro- und Laborarbeitsplätze, Wache, Kantine, Ausbildungs-/Trainingsbereiche, Gewahrsam sowie eine Tiefgarage enthalten.

    Wie es in der Mitteilung heisst, entspricht das Projekt dem strategischen Fokus auf „grosse, komplexe und spezialisierte Immobilienprojekte“. Nach den Worten von Matthias Jacob, Head Division Buildings Deutschland, setzt Implenia dabei auf „partnerschaftliche Vertragsmodelle, die es uns erlauben, unsere Fähigkeiten optimal zum Nutzen unserer Kunden und von Implenia einzusetzen“.

    Die Bauarbeiten sollen nach der vorgezogenen Erstellung der Baugrube im Sommer 2026 beginnen und voraussichtlich bis Oktober 2029 dauern.

  • Winterstrom aus den Alpen zeigt überdurchschnittliche Leistung

    Winterstrom aus den Alpen zeigt überdurchschnittliche Leistung

    Das Solarkraftwerk Madrisa Solar hat im ersten Winterhalbjahr von Oktober bis März rund 1,5 Gigawattstunden Strom produziert. Damit lag die Produktion über den Erwartungen, wie die Repower AG in einer Mitteilung schreibt. Im ersten Betriebswinter waren rund 3600 Solarmodule in Betrieb, was etwa 20 Prozent der geplanten Gesamtanlage entspricht.

    Die Anlage, die als erstes alpines Solarkraftwerk der Schweiz Strom ins Netz speiste, befindet sich oberhalb von Klosters auf rund 2000 Metern über Meer und ist gezielt auf die Winterstromproduktion ausgelegt. Nach dem ersten Schneefall stieg die Leistung dank des sogenannten Albedo-Effekts um rund 15 Prozent. Die bifazialen Module nutzen dabei auch reflektiertes Licht von der Schneedecke.

    Der erzeugte Strom wird unter anderem direkt für den Betrieb der Klosters-Madrisa-Bergbahnen genutzt. In Kombination mit bestehenden Anlagen wurde im ersten Winter mehr Energie produziert als für den Betrieb der Wintersaison benötigt wurde. Madrisa Solar erfüllt mit der bisherigen Produktion die im Rahmen des nationalen Solarexpresses geforderte Mindestproduktion von 500 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung deutlich.

    Anfang Mai soll die zweite Bauphase starten. Nach deren Abschluss sollen rund 70 Prozent der Anlage ans Netz angeschlossen sein. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 vorgesehen. Bauherrin der alpinen Anlage ist die Madrisa Solar AG, an der Repower, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sowie die Gemeinde Klosters beteiligt sind.

  • Neue Anlage reduziert CO2-Ausstoss im städtischen Wärmenetz

    Neue Anlage reduziert CO2-Ausstoss im städtischen Wärmenetz

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) kommen bei der Dekarbonisierung der Fernwärme voran. Sie haben im März laut einer Mitteilung die zwei neuen Kessel der Holzpelletanlage im Heizwerk Bahnhof getestet. Sie soll mit einer Leistung von 30 Megawatt jährlich rund 95 Gigawattstunden Fernwärme erzeugen.

    Die Umstellung von Erdgas auf Holzpellets spart pro Jahr rund 23‘000 Tonnen CO2 ein. Das entspricht einer Verringerung des gesamten CO2-Ausstosses in der Basler Fernwärme um 9 Prozent. „Mit der neuen Holzpelletanlage leistet IWB einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und zur Erreichung des Netto-null-Ziels des Kantons Basel-Stadt“, wird Evelyn Rubli, Leiterin Geschäftsbereich Wärme, in der Mitteilung zitiert.

    Die Umgebung des Heizwerkes soll künftig als Grünfläche öffentlich zugänglich sein. Die Stadtgärtnerei will im Herbst mit deren Gestaltung beginnen.

    IWB will bis 2035 die Fernwärme vollständig auf Abwärme und erneuerbare Energieträger umgestellt haben. Als nächstes soll das Fernheizkraftwerk Volta umgestellt werden. IWB setzt ausserdem künftig auch auf Grosswärmepumpen. Als Standort kommt die ARA Basel von ProRheno in Frage. 

  • Wasserkraftprojekt an der Grimsel geht in die Umsetzung

    Wasserkraftprojekt an der Grimsel geht in die Umsetzung

    Der Verwaltungsrat der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) mit Sitz in Innertkirchen hat laut einer Mitteilung der Investition von 300 Millionen Franken in den Bau des neuen Pumpspeicherwerkes Grimsel 4 zugestimmt. Die Anlage erlaubt es, das Wasser der beiden Speicherseen, des Räterichsboden- und des Grimselsees, für die Sicherung der Netzstabilität zu nutzen. Die Konzession und die Baubewilligung liegen bereits vor.

    Grimsel 4 besteht aus einer unterirdischen Kraftwerkszentrale zwischen den beiden Seen. Zwei reversible Pumpturbinen mit einer Ausbauwassermenge von je 35 Kubikmetern in der Sekunde und einer installierten Leistung von je 84 Megawatt pumpen das Wasser je nach Bedarf hoch in den Grimselsee oder turbinieren es beim Abfluss in den Räterichsbodensee. Der Wasserstollen zwischen den beiden Seen ist rund 1200 Meter lang und hat einen Durchmesser von 6 Metern. Der Erschliessungsstollen zur Kraftwerkszentrale hat eine Länge von rund 1800 Metern.

    Der Bau beginnt im Juni, sein Abschluss ist für Februar 2032 vorgesehen. Der Ausbruch für die Kraftwerkszentrale beginnt Anfang 2028.

    Die KWO wurde 1925 gegründet. Sie betreibt heute 13 Wasserkraftwerke und acht Speicherseen. Die BKW hält 50 Prozent des Unternehmens. Die Stadtwerke Basel (IWB), Bern (ewb) und Zürich (ewz) teilen sich die andere Hälfte zu gleichen Teilen.

  • Ehemaliges Industrieareal wird zum gemischten Quartier

    Ehemaliges Industrieareal wird zum gemischten Quartier

    Die Halter AG hat laut einer Mitteilung Aufrichte auf dem Aebiareal gefeiert. Das Bauunternehmen mit Sitz in Schlieren realisiert auf dem Areal bis Anfang 2027 weitläufige Gewerbe-, Büro- und Wohnflächen. Der Spatenstich fand im Februar 2025 statt. Die Firma Aebi hat bis 2010 auf dem Areal Landmaschinen produziert. Der Burgdorfer Stadtpräsident Stefan Berger sowie Marcel-Jann Blattert und Marc Weber von der Halter AG bedankten sich bei der Aufrichte für den Einsatz aller Beteiligten.

    Insgesamt entstehen auf dem Areal 26 Eigentums- und 79 Mietwohnungen sowie rund 3,625 Quadratmeter Nutzfläche für vielseitige Gewerbe-, Büro und Verkaufsflächen. Die Nutzflächen könne dabei teils gemietet, teils im Eigentum erworben werden. Laut Projektbeschreibung schaffen besonders die zentrale Lage am Bahnhof sowie die Nähe zu Bern (ideale Voraussetzungen für Unternehmen), die Wert auf Präsenz, Erreichbarkeit und ein lebendiges Umfeld legen.

    Die Halter AG ist eine schweizweit tätige Immobilien- und Baufirma. Das Unternehmen bearbeitet an sieben Standorten ein Bauvolumen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr und zählt derzeit rund 320 Projekte in Entwicklung und Ausführung.

  • 80 Zentimeter bremsen 63-Millionen-Projekt aus

    80 Zentimeter bremsen 63-Millionen-Projekt aus

    Die Sekundarschulgemeinde Arbon beantragte eine Ausnahmebewilligung für das geplante Schulzentrum Lärche. Konkret geht es um das Attikageschoss, mit 4 Meter statt der im Baureglement festgelegten 3,2 Meter. Die maximal zulässige Gesamthöhe von 16 Metern wird mit 15,5 Metern trotzdem unterschritten. Ein technischer Grenzfall, kein Grundsatzproblem.

    Ein Mann, eine Einsprache
    Gegen das Ausnahmegesuch hat der Architekt Gustav Maurer Einsprache erhoben. Er bezeichnet das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt als «ausgewiesene Fehlplanung» und hält es angesichts der Weltwirtschaftslage für verantwortungslos. Maurer behauptet, das geforderte Bauvolumen liesse sich für 43 Millionen Franken realisieren . Das sind rund 20 Millionen weniger als der vom Volk bewilligte Kredit von 62,9 Millionen Franken.

    Zeitplan gerät ins Wanken
    Die Sekundarschulbehörde wollte das Baugesuch im November einreichen. Wegen der Einsprache und der dadurch ausgelösten Rechtsunsicherheit gerät dieser Termin ins Wanken. Verzögert sich das Verfahren, drohen Folgekosten in Millionenhöhe,  durch steigende Baupreise, längere Planungsaufwände und verschobene Baufreigaben.

    Klare Worte des Schulpräsidenten
    Sekundarschulpräsident Robert Schwarzer findet deutliche Worte. Maurer wende sich seit Jahren gegen nahezu alles, was in Arbon gebaut werden solle. Das Einspracherecht sei als Grundrecht unbestritten, was hier aber praktiziert werde, sei «Ausdruck von Schikane und Willkür». Allfällige millionenschwere Folgekosten schienen dem Einsprecher gleichgültig zu sein.

    Rückhalt aus der Bevölkerung
    Das Projekt hat demokratische Legitimation. Fast 60 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich im September 2025 für den 62,9-Millionen-Kredit aus. Der Spatenstich war für September 2026 geplant, der Bezug für das Schuljahr 2028/29. Ob dieser Fahrplan hält, entscheidet sich jetzt vor dem Rechtsdienst. Nicht an der Urne.

  • Outlet in Landquart wird deutlich erweitert

    Outlet in Landquart wird deutlich erweitert

    Die Walo Bertschinger AG aus Dietikon ist in der Erweiterung des Landquart Fashion Outlets involviert. Das Einkaufszentrum mit Dorfcharakter wird um 5000 Quadratmeter erweitert, auf denen 14 neue Geschäfte, ein neues Restaurant sowie ein vierstöckiges Parkhaus entstehen, heisst es in einer Mitteilung. Walo übernimmt dabei die diversen Pflästerungs- und Belagsarbeiten. Der neue Bereich des Fashion Outlets soll im April 2026 eröffnet werden.

    In der Tiefgarage und im Aussenbereich kommen laut Angaben von Walo insgesamt 12‘900 Quadratmeter Planie und 2600 Tonnen Belag zum Einsatz. Im Aussenbereich werden darüber hinaus 900 Meter an Berandungen gelegt sowie 67 Schachtdeckel versetzt. Die Bushaltestelle wird zudem auf einer Fläche von 630 Quadratmetern mit Schwerlaststeinen gepflastert.

    Zentrales Gestaltungselement sei die „hochwertige Pflästerung der Fussgängerzone im Mall-Bereich, welche das alpine Dorfdesign des Centers prägt“, heisst es in der Mitteilung von Walo. Dort legt das Unternehmen 150 Quadratmeter Reihenpflästerung, 200 Quadratmeter Einfassungsplatten aus Onsernone-Granit sowie 1500 Quadratmeter Porphyrplatten.

  • Grossaufträge stärken Hochbaugeschäft im In- und Ausland

    Grossaufträge stärken Hochbaugeschäft im In- und Ausland

    Der Immobilien- und Baudienstleister Implenia informiert in einer Mitteilung über den Eingang zahlreicher Hochbauaufträge in der Schweiz und in Deutschland. Diese haben ein Gesamtvolumen von 310 Millionen Franken und werden im Zeitraum von 2026 bis 2028 realisiert.

    In Vevey VD am Genfersee erstellt Implenia als Totalunternehmer für das neue Quartier Jardins en Ville 182 Eigentumswohnungen. Ergänzt wird das Projekt durch gewerbliche Nutzflächen, eine zweistöckige Parkgarage sowie eine zentrale Grünanlage. Die PEFC/FSC-zertifizierte Holzkonstruktion soll die Standards Minergie-Eco sowie CECB A/B erfüllen. Ebenfalls in der Schweiz realisiert Implenia in Payerne VD acht nach Minergie zertifizierte Mehrfamilienhäuser mit 107 klimafreundlich versorgten Wohnungen. Das Projekt wurde zuvor von Implenia entwickelt und anschliessend an Investoren verkauft.

    Auch in Deutschland schafft Implenia nachhaltigen Wohnraum: In Frankfurt entstehen „im ersten Klimaschutzquartier“ der Stadt zwölf energieeffiziente Wohnhäuser mit rund 160 Passivhaus-Wohneinheiten. In München baut das Unternehmen in einer Arbeitsgemeinschaft nach erfolgreicher Pre-Construction-Phase ein Mehrfamilienhaus mit 186 Wohnungen und ergänzenden gewerblichen Nutzungen. In Nürnberg werden in Holz-Hybridbauweise drei Gebäude mit 76 Mietwohnungen sowie Kita-, Gewerbe- und Tiefgaragenflächen realisiert. In Jena entsteht zudem ein weiteres Wohnquartier in Holzbauweise. In Mannheim errichtet Implenia schlüsselfertig eine Wohnanlage in Holz-Hybridbauweise am BUGA-Park mit insgesamt 225 Wohneinheiten.

    Weitere Aufträge betreffen die Justiz sowie Bildung, Forschung und Pharma: Für die Justizvollzugsanstalt in Siegburg baut Implenia Betriebs- und Produktionsgebäude. Zudem entsteht für die Hochschule Flensburg der erweiterte Rohbau eines Verwaltungsgebäudes in Holzbauweise. In der Deutschschweiz übernimmt Implenia zusätzliche Baumeisterarbeiten, darunter die Weiterentwicklung eines ehemaligen Industrieareals sowie Projekte für die Pharmaindustrie.

  • Horw wächst in die Höhe, 14 Stockwerke am Bahnhof

    Horw wächst in die Höhe, 14 Stockwerke am Bahnhof

    Zwischen Bahnhof und Ebenaustrasse entstehen drei markante Neubauten mit Innenhöfen. Am Kreisel plant die Gemeinde ein achtstöckiges Gebäude, südlich davon ein 14-stöckiges Hochhaus als vertikalen Akzent und eine achtstöckige Längsbaute zur Ebenaustrasse. Dazwischen erhält der neue Bushof seinen Platz, näher am Gleis als heute und deutlich komfortabler für alle, die täglich umsteigen.

    «Janus» setzt auf Grün und Glas
    Weiter östlich, entlang der Ebenau- und Ringstrasse, hat die Gemeinde einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt heisst «Janus» und sieht fünf weitgehend verglaste, sechs- bis siebenstöckige Mehrfamilienhäuser vor, umgeben von Bäumen und verbunden durch einen gemeinsamen Vorplatz. Die Häuser wirken hell und offen, das Ensemble schafft urbane Qualität ohne Anonymität.

    Gewerbe ja, aber wie viel?
    Mindestens 20 Prozent der Flächen in den Neubauten sollen gewerblich genutzt werden. Dies sieht die Gemeinde so vor und zwar nicht nur im Erdgeschoss, sondern bis ins dritte oder vierte Obergeschoss. Die Grundeigentümer sehen das kritisch. Sie verweisen auf mangelnde Nachfrage und stützen sich auf Erfahrungen mit dem bisherigen Freiraumkonzept «Horw Mitte». Der Gemeinderat zeigt sich gesprächsbereit, behält sich aber vor, notfalls weitere Geschosse draufzusetzen.

    Teil eines grossen Ganzen
    Das Bahnhofsprojekt ist eingebettet in das Gesamtvorhaben «Horw Mitte», das rund 12 Hektar umfasst und langfristig 1’000 neue Wohnungen sowie 800 neue Arbeitsplätze vorsieht. Westlich der Gleise ist ein grosser Teil bereits realisiert, der östliche Teil holt nun auf. Die Gemeinde entwickelt so über zwei Jahrzehnte ein ehemaliges Randgebiet zum kompakten, gut erschlossenen Zentrum.

    Einwohnerrat hat das Wort
    Den Bushof hat der Einwohnerrat am 27. März 2026 bereits genehmigt, ein Baubeginn ist frühestens 2028 möglich. Für den Bebauungsplan Teil Ost steht die Abstimmung noch aus. Danach braucht es das Ja des Regierungsrats Kanton Luzern sowie einen referendumsfreien Abschluss. Offen ist auch noch, wer die Planungskosten trägt. Bis die Baukräne auffahren, bleibt also noch einiges zu klären.

  • Grossprojekt stärkt Bahnkapazität im Raum Zürich nachhaltig

    Grossprojekt stärkt Bahnkapazität im Raum Zürich nachhaltig

    Die SBB hat laut einer Mitteilung mit dem Ausbau der Strecke zwischen Zürich und Winterthur auf durchgängig vier Spuren begonnen. Im Rahmen von MehrSpur Zürich-Winterthur baut die SBB den neuen Tunnel, baut mehrere Bahnhöfe aus und nimmt weitere Anpassungen vor.

    Nun haben die SBB und die beteiligten Baufirmen mit dem Ausbau der Bahnhöfe Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf und Winterthur Töss begonnen. Dabei geht es unter anderem um die Verbreiterung von Perrons, neue und angepasste Unterführungen und um Passerellen und Brücken. Die Arbeiten in Bassersdorf sollen bis 2030 abgeschlossen werden, die in Wallisellen und Dietlikon bis 2031 und in Töss bis 2034.

    Der Brüttenertunnel soll 9 Kilometer lang werden. Der Beginn des Tunnelvortriebs ist für 2029 geplant, die Inbetriebnahme für 2037.

    Der Ausbau soll insgesamt 3,3 Milliarden Franken kosten. Das Grossprojekt soll zusammen mit weiteren Projekten wie dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen das Bahnangebot im Grossraum Zürich markant verbessern.

  • Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Die Energieversorgerin AEW Energie AG investiert laut einer Mitteilung 8 Millionen Franken in den Bau eines Wärmeverbunds in Augst im Kanton Basel-Landschaft. Nach Unternehmensangaben wird damit „ein klares Zeichen für die Umsetzung der Energiestrategie und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Wärmelösungen“ gesetzt.

    Die Abwärme der Generatoren im bestehenden Wasserkraftwerk Augst und das Rheinwasser sollen für die Fernwärme genutzt werden. Über ein 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz sollen die angeschlossenen Gebäude mit Beginn der Heizphase 2026/2027 die CO2-freie Energie erhalten, heisst es.

    Drei Wärmespeicher mit je 15’000 Litern realisieren auch bei Spitzenlasten eine sichere Versorgung und einen zuverlässigen und stabilen Betrieb. Die thermische Leistung der Anlage beträgt laut Mitteilung 2 Megawatt und soll im Endausbau einen Wärmeabsatz von 4400 Megawattstunden liefern. So sollen jährlich 1200 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Bauprojektstart per Spatenstich am 16. März 2026 teilte das Unternehmen mit, einen Ersatz für die AEW Contractinganlage in Pratteln zu schaffen, welche mit Holzpellets und Öl betrieben worden sei. „Mit dem Wärmeverbund Augst nutzen wir vorhandene Energiequellen aus unserer eigenen Infrastruktur optimal und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in der Region“, wird Dr. Raffael Schubiger, Präsident des Verwaltungsrats der AEW Energie AG und der Kraftwerk Augst AG, zitiert.

    Nach Aussage von David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion der AEW, zeige der Wärmeverbund Augst exemplarisch, wie sich bestehende Energieinfrastrukturen und natürliche Ressourcen effizient kombinieren lassen.

  • Schweizer Bauprojekt setzt auf nachhaltige Lehmarchitektur im Ausland

    Schweizer Bauprojekt setzt auf nachhaltige Lehmarchitektur im Ausland

    Der Startschuss für den Bau der neuen Schweizer Botschaft in der Kameruner Hauptstadt Yaoundé ist erfolgt, und die Dietiker Oxara AG ist laut einer Mitteilung massgeblich daran beteiligt. Das öffentliche Gebäude wird aus gepressten Lehmsteinen gebaut. Für den lokal im Überfluss verfügbaren roten Grundstoff liefert Oxara seinen Stabilisator Oxabrick Loko.

    Der Entwurf für das Botschaftsgebäude stammt von den Basler Architekturbüros Caesar Zumthor Architekten und Nord Architekten und umfasst Kanzlei, Residenz und Verbindungsbau, die sich um einen Hof gruppieren. Die Gebäude sollen mit lokalen Ressourcen nachhaltig gebaut werden.

    Auf seiner Internetseite hat das 2019 gegründete Unternehmen Oxara eine Serie begonnen, in der es über den Fortgang der Bauarbeiten berichtet. „Im westlichen Afrika wird Lehm als Zeichen von Armut und Ländlichkeit empfunden und in den Städten dominiert Beton als Statussymbol“, wird Oxaras Projektleiter Jonathan Ensslin dort zitiert. „Es hat daher Signalwirkung, dass die neue Schweizer Botschaft mit Lehm gebaut wird.“

    Der ungiftige mineralische Aktivator von Oxara macht aus Lehm einen stabilen und wasserabweisenden Baustoff. Unternehmensangaben zufolge werden Lehmbauten damit schneller, weniger arbeitsintensiv und skalierbar. Gleichzeitig sind sie zirkulär und CO2-arm.

    Tests im Oxara-Labor hatten ergeben, dass das Material für die Verwendung mit Oxabrick Loko gut geeignet ist. Doch vor Ort liessen sich die Laborergebnisse zunächst nicht reproduzieren. Mithilfe des dort ansässigen Materialforschers Berardin Beauderic Kenne Diffo, der Oxara bereits während seines Doktorats an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich kennengelernt hatte, konnten die Mischverhältnisse angepasst werden. Derzeit wird eine Probemauer mit rund 7000 Lehmsteinen fertiggestellt. Danach soll mit den Bauarbeiten für die neue Botschaft begonnen werden.

  • Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Die Kraftwerk Meiental AG hat am 11. März laut einer Mitteilung den Bau des Kraftwerkes Meiental in der Gemeinde Wassen mit dem offiziellen Spatenstich gefeiert. Die eigentlichen Bauarbeiten haben bereits im September begonnen. Derzeit wird an der Druckleitung und an der neuen Kraftwerkszentrale gearbeitet.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Meienreuss. Dieses wird auf einer Höhe von 1317 Metern gefasst und durch eine 3250 Meter lange Druckleitung zum neuen Wasserkraftwerk geleitet, das sich auf einer Höhe von 1100 Metern in Fedenbrügg befindet. Das Kraftwerk soll mit einer Leistung von 10 Megawatt pro Jahr rund 34 Gigawattstunden Strom erzeugen. Es soll voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen.

    Insgesamt werden 40 Millionen Franken investiert. Der Kanton Uri und die Gemeinde Wassen rechnen mit zusätzlichen Steuereinnahmen, Kanton und Korporation Uri mit Wasserzinsen von einer halben Million Franken pro Jahr. „Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung“, wird der Urner Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp in der Mitteilung zitiert.

    Die Kraftwerk Meiental AG gehört dem kantonalen Energieversorger energieUri AG, dem Kanton und der Korporation Uri sowie der Gemeinde Wassen.

  • Roches Quantensprung in Basel

    Roches Quantensprung in Basel

    Im Kern des IHB stehen Organoide. Winzige, aus menschlichen Zellen gewachsene Nachbildungen von Geweben und Organen. Eine künstliche Netzhaut, ein Mini-Darm, ein Leberfragment, all das lässt sich im Labor züchten und für Wirkstofftests nutzen. Organoide bilden die menschliche Biologie präziser ab als Tiermodelle, besonders in Bereichen wie der Immunonkologie, wo Mausmodelle an ihre Grenzen stossen. Tierversuche lassen sich damit zwar noch nicht vollständig ersetzen, aber erheblich reduzieren.

    Roboter im Sterilraum
    Was das IHB von anderen Forschungseinrichtungen unterscheidet, ist der Massstab. Ein vollautomatisierter Roboter in einem sterilen Raum produziert Tausende von Organoiden ohne menschlichen Eingriff. Rund um die Uhr, reproduzierbar und skalierbar. IHB-Co-Direktor Matthias Lütolf nennt dies den Schlüssel zur industriellen Anwendung der Organoidforschung. Verbunden mit künstlicher Intelligenz kann das System Muster in Krankheitsverläufen erkennen, die bislang unsichtbar waren.

    KI trifft menschliches Gewebe
    Roche-CEO Thomas Schinecker sieht in der Kombination von Organoidmodellen und KI das Potenzial, die Entdeckung neuer Medikamente grundlegend zu verändern. Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Parkinson sollen nicht nur behandelt, sondern künftig in frühen Stadien erkannt und verhindert werden. Das IHB wurde 2023 gegründet und gilt heute bereits als globaler Vorreiter in der Entwicklung menschlicher Modellsysteme der nächsten Generation.

    Klares Bekenntnis zu Basel
    Der Neubau ist Teil einer Gesamtinvestition von 1,4 Milliarden Franken in den Standort Basel/Kaiseraugst. Roche investiert jährlich rund 3,5 Milliarden Franken in die Forschung an Schweizer Standorten. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sprach bei der Eröffnung von einem «klaren Bekenntnis» zur Schweiz und zu Basel als Life-Sciences-Cluster von Weltrang. Für den Pharmastandort Schweiz ist das ein Signal, das weit über einen einzelnen Bau hinausreicht.

  • Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Der in Hüttwilen ansässige Baudienstleister Nüssli hat am 8. März 2026 im Beisein des Namensgebers Heinz Mack das Richtfest für den Erweiterungsbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein gefeiert. Mit dem Erweiterungsbau setzt das auf temporäre Veranstaltungsbauten spezialisierte Unternehmen ein „architektonisch anspruchsvolles Bau- und Kulturprojekt“ um, schreibt Nüssli in einer Mitteilung.

    Durch die kurz vor dem Richtfest erfolgte Montage einer tragenden Stahlkonstruktion präge die Doppelpyramide bereits das Stadtbild. „Die Konstruktion zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Geometrie, hohe gestalterische Anforderungen und eine komplexe statische Umsetzung aus“, heisst es. Mit dem Bauwerk soll die Stadt eigenen Angaben zufolge einen architektonisch besonderen Kulturort erhalten. Es sollen Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst entstehen.

    Das Thurgauer Unternehmen bringt laut Mitteilung seine Erfahrung mit komplexen Sonderbauten wie Pavillonarchitektur, Ausstellungsgestaltung sowie Fassadengestaltungen, Skulpturen und Exponate ein. „Auf diversen Weltausstellungen haben wir gelernt, aussergewöhnliche Formen und komplexe Konstruktionen in die Realität umzusetzen. Genau dieses Know-how kommt bei der Mack-Pyramide nun in vollem Umfang zum Tragen“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects, zitiert. Die Eröffnung ist für Juni 2027 geplant.

    Neben dem Baufortschritt stand an diesem Tag auch Namensgeber Heinz Mack im Mittelpunkt. Der Bildhauer war unter den Besuchenden, wo er seinen 95. Geburtstag feierte. „So ganz vorstellen kann ich es mir trotz aller Pläne aber noch nicht. Hauptsache der Lichteinfall bleibt erhalten“, wird er zitiert. Der Lichteinfall sei Teil seines Kunstwerks im Inneren des Gebäudes, heisst es in der Mitteilung.

  • Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Die ERNE AG Bauunternehmung aus Laufenburg realisiert in Hunzenschwil ein modernes Logistikzentrum für die Lagerhäuser Aarau AG, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Industrieneubau umfasst ein Hochregallager sowie Büroräumlichkeiten. Der 130 Meter lange und 100 Meter breite Bau erreicht ein Gesamtvolumen von 364’043 Kubikmetern.

    Der Zeitplan für den Rohbau ist klar definiert: Die Fertigstellung ist auf den 9. Dezember 2026 terminiert. Bereits zur Hälfte der Bauzeit muss das Gebäude im Bereich des Hochregallagers seine vollständige Höhe erreichen. Um diese Vorgaben einzuhalten, setzt ERNE auf digitale Bauprozesse und ein virtuelles Gesamtmodell (Virtual Design and Construction), das sämtliche Bauetappen detailliert abbildet. Dadurch werden Bauabläufe präzise geplant, Gewerke optimal koordiniert sowie Schnittstellen und potenzielle Konflikte frühzeitig erkannt.

    Rund 50 Mitarbeitende sowie vier Krane des Typs Wolff WK 7534 sind täglich auf der Grossbaustelle im Einsatz. Für die Betonierarbeiten werden rund 31’000 Kubikmeter Beton mithilfe einer mobilen Betonanlage inklusive Wasserhaltung direkt vor Ort produziert und verarbeitet. Nach Abschluss der Fundamentarbeiten folgen Wände und Decken des Zentrums. Nach Fertigstellung der Bodenplatte wird im Durchschnitt jeden zweiten Tag eine der insgesamt 120 Deckenetappen mit Flächen von jeweils 300 bis 350 Quadratmetern betoniert. Mit der baulichen Verbindung von Neubau und Bestandsgebäude werden die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

    Der Erweiterungsbau wird nach seiner Fertigstellung nicht nur der steigenden Nachfrage nach flexiblen Lager- und Logistiklösungen gerecht, sondern soll laut Mitteilung auch neue Massstäbe in den Bereichen Automatisierung, Energieeffizienz und nachhaltige Bauweise setzen.

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Ab Anfang März 2026 wird die Baustelle für das neue Schlieremer Alterszentrum „Wohnen am Stadtpark“ für die Bevölkerung sichtbar. Dann beginnen dort die Vorbereitungsarbeiten. Zu dem einen Jahr Verspätung hatten zwei Rekurse geführt, die jedoch im Dezember 2025 zurückgezogen wurden. Nun sind die rechtlichen Verfahren abgeschlossen. Deshalb kann laut einer Mitteilung der Stadt Schlieren die Baustelle jetzt eingerichtet werden, und auch mit ersten Bau- und Vorbereitungsarbeiten wird begonnen. Der offizielle Spatenstich soll im April 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen sein.

    Im Zuge des Baustarts wird auch der Spielplatz am westlichen Rand des Stadtparks ab Anfang März zurückgebaut. Wie die Stadt weiter mitteilt, entsteht dafür beim Stürmeierhuus bereits eine neue städtische Spielinsel. Sie soll im April fertig sein.

    Bei der Volksabstimmung vom 12. März 2023 war ein Kredit über 44,32 Millionen Franken für den Bau des neuen Alterszentrums mit einem Ja-Anteil von 76,6 Prozent deutlich angenommen worden. Wie die Stadt betont, leistet es „einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer zeitgemässen, bedarfsgerechten und wohnortnahen Betreuung und Pflege im Alter“.

  • Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Das Areal Neugut markiert den südlichen Auftakt von Rickenbach und liegt in der Kernzone der Gemeinde. Der Projektvorschlag von Fischer Architekten und Uniola gruppiert sieben neue Wohnhäuser um zwei Höfe, ein bestehendes achtes Gebäude wird in die Siedlungsfigur integriert. Am Ort der bisherigen Gaststätte entsteht ein Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung, der den Eingang ins Quartier und ins Dorf adressiert.

    Städtebauliche Einordnung
    Die Fluchten der Neubauten orientieren sich einerseits am Bestandsbau und am Haus Wiesental, andererseits an der annähernd parallelen Ausrichtung der umliegenden Dorfbebauung. So entsteht ein Setzungsmuster, das die vorhandene Struktur aufnimmt statt einen Fremdkörper zu setzen.

    Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld und bildet zugleich eine klare Landschaftskante. Die grosse Linde und die Stellung des „Wiesental“ bleiben im neuen Konzept erhalten, was die Kontinuität im Ortsbild stärkt.

    Verzahnung von Landschaft und Siedlung
    Zwei nutzungsintensive Höfe bilden das innere Rückgrat der neuen Siedlung. Ihnen gegenüber schieben sich Grünflächen von Westen her in die Bebauungsstruktur und verknüpfen Landschafts- und Siedlungsraum.

    Durch die gezielte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung. Das verbessert Bepflanzung, Versickerung und Wasserkreislauf und entspricht den raumplanerischen Zielen, Grünräume funktional zu sichern und aufzuwerten.

    Quartier für Fussgänger und Velos
    Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze werden am Südrand des Perimeters gebündelt. Dort öffnet sich das Quartier mit einem Platz vor dem Haus Wiesental zum Strassenraum und markiert den Übergang vom Verkehr zum wohnorientierten Innenbereich.

    Das Innere des Areals bleibt dem Fussgänger- und Veloverkehr vorbehalten. Damit setzt das Projekt ein deutliches Signal zugunsten quartiersinterner Aufenthaltsqualität und verkehrsberuhigter Wohnumfelder.

    Holzbau und Ausdruck
    Mit Ausnahme der Untergeschosse und Treppenhäuser sind die Gebäude als Holzbauten konzipiert. Die Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung und vereint damit energetische Effizienz mit einem reduzierten CO₂-Ausstoss.

    ​Vertikale Doppelstützen gliedern die Fassaden primär in der Höhe, differenzieren sich aber je nach Gebäudetyp. So bleibt das materielle Erscheinungsbild harmonisch, während die Gliederung subtil auf das innere Raumsystem verweist und dem Ensemble einen lebendigen Charakter verleiht.

    Vom Studienauftrag zum Gestaltungsplan
    Dem Projekt voraus ging ein Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams, aus dem Fischer Architekten und Uniola als Sieger hervorgingen. Die Jury würdigte insbesondere, dass sich der Vorschlag «selbstverständlich» in die bestehende Bebauungsstruktur einordnet und den Charakter des Ortseingangs stärkt.

    Als nächste Etappe folgt der private Gestaltungsplan, der voraussichtlich 2027 Rechtskraft erlangen könnte. Erst danach wird das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet – mit dem Ziel, das Areal Neugut von einer spezialisierten Nutzung mit Reitanlage zu einem fein vernetzten Wohnquartier mit klarer Adresse am Dorfeingang zu transformieren.

  • Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Denner hat in Mägenwil am 2. Februar 2026 sein drittes Verteilzentrum für gekühlte Produkte in Betrieb genommen. Damit reagiert die Lebensmitteldetailistin auf die starke Nachfrage nach diesen Waren. Laut einer Mitteilung handelt es sich um das erste gekühlte Verteilzentrum, welches gemäss Minergie-Standard zertifiziert wurde. Denner schafft dort 70 zusätzliche Arbeitsplätze.

    Von dem zusätzlichen Standort aus sollen 250 der 872 Ladengeschäfte ihre Frischware erhalten. Gesamt mit den drei Verteilzentren für ungekühlte Waren beliefere Denner sein Filialnetz künftig von sechs Logistikstandorten aus.

    Denner arbeitet am Ausbau seines Filialnetzes und will mehr Frischprodukte in die Sortimente bringen. Die Bauzeit für den Neubau betrug zwei Jahre und steht nach Aussage von CEO Torsten Friedrich „sinnbildlich für das Wachstum“ von Denner. Ziel sei es, die Logistik für die wachsende Nachfrage nach frischen Lebensmitteln sicherzustellen. Zudem verkürzten sich Anfahrtswege. Jährlich könnten so 120‘000 Transportkilometer vermieden werden. In Mägenwil ist eine 10‘000 Quadratmeter grosse Lagerfläche entstanden. Sie erlaube die Einlagerung und Kühlung von mehr als 700 Produkten zwischen 2 und 5 Grad Celsius.

    Das Minergie-Zertifikat attestiert dem Neubau Energieeffizienz im laufenden Betrieb. Abwärme aus dem energieintensiven Betrieb der Kühlanlage werde zum Heizen genutzt. Der komplette Strombedarf werde auf Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Südfassade erzeugt. Zudem können acht Ladestationen für Lastwagen und zehn für Personenwagen gespeist werden. Ein weiterer Neubau für ungekühlte Produkte soll 2027 in Aclens VD in Betrieb gehen.

  • Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Die Fröschmatt-Schule ist die zentrale Sekundarschule von Pratteln und steht am Wendepunkt. Durch die deutlich gestiegenen Schülerzahlen und überfälliger Sanierungen entsteht eine der grössten und modernsten schulischen Anlagen im Kanton Basel-Landschaft. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 119 Millionen Franken wird auf dem bestehenden Gelände ein nachhaltiger Neubau für rund 36 Klassen und modernste pädagogische Anforderungen realisiert. Der offene Wettbewerb überzeugte durch den siegreichen Entwurf «Lungo» von Burckhardt Architekten AG, der den Schulkomplex optimal ins parkartige Umfeld integriert.

    Innovative Architektur und flexible Nutzung
    Das Gebäudeensemble gliedert sich klar. Im Zentrum der Parzelle schafft das Schulhaus Raum für Lernen, Begegnung und Entwicklung. Die im Nordosten platzierten Turnhallen, inklusive Allwetterplatz auf dem Dach, entstehen als eigenständige Pavillons. Modernste Holzhybridbauweise und flexibel gestaltbare Innenräume entsprechen den Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Umlaufende Balkone schützen vor Sonne und werden zu belebten Terrassen.

    Planung mit Blick auf die Region
    Der Zeitplan ist ambitioniert. Baustart für das Haupthaus ist 2026, der Bezug erfolgt 2029. Die Turnhallen werden bis 2031 fertiggestellt. Währenddessen bleibt der Unterricht dank eigens errichtetem, nachhaltigem Provisorium auf der Hexmattwiese und in Teilen des Altbaus lückenlos gewährleistet. Die Gesamtanlage fördert nicht nur zeitgemässen Unterricht, sondern stärkt die Standortattraktivität und Entwicklungsperspektive von Pratteln.

  • Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Die Pensimo Management AG mit Sitz in Zürich hat über ihre Anlagestiftungen Turidomus und Pensimo ein Bauareal von ABB in Oerlikon erworben. Auf der Nordseite des Bahnhofs Oerlikon will das Unternehmen am neu gestalteten Max-Frisch-Platz eine Überbauung mit 500 Wohnungen einschliesslich eines Hochhauses sowie Geschäftsräumen errichten, heisst es in einer Mitteilung.

    „Wir freuen uns sehr über den Erwerb dieses Grundstücks“, wird Stefanie Krautzig, verantwortliche Transaction Managerin bei Pensimo, in der Mitteilung zitiert. „Es handelt sich um eine sehr seltene Investitionsgelegenheit für ein Entwicklungsprojekt von dieser Grösse an solch zentraler Lage.“ Die 2022 teilrevidierten Bauvorschriften für Neu-Oerlikon schaffen eine gute Grundlage für Planung und Bebauung des Gebiets. „Um für diesen zentralen und prominenten Ort eine für die Öffentlichkeit und die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner attraktive architektonische Lösung zu evaluieren, werden wir ein entsprechendes Konkurrenzverfahren unter Planerteams lancieren“, so Krautzig.

    Mit dem Baubeginn wird für 2029 gerechnet. Auch der Verkäufer ABB zeigt sich erfreut über den Verkauf des ehemaligen Industrieareals und ist überzeugt, „damit zur Weiterentwicklung von Zürich Oerlikon hin zu einem belebten und vielseitigen Quartier beitragen können“, so Nora Teuwsen, Vorsitzende der Geschäftsleitung von ABB Schweiz.