Kategorie: Neubau

  • Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Der Elektrifizierungs- und Automatisierungskonzern ABB plant ein neues globale Konzernzentrale in Zürich Oerlikon, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das 80-Millionen Franken-Projekt spiegelt demnach die Geschichte des Unternehmens und der Stadt Zürich wider und schafft einen modernen Arbeitsplatz für rund 500 Mitarbeitende.

    Die Standortwahl fiel auf das historische ABB-Gebäude, das unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen renoviert und modernisiert wird. Das historische Gebäude wird durch einen sechsstöckigen Neubau im Innenhof ergänzt, der den nicht denkmalgeschützten Veranstaltungsort Chicago Hall ersetzt.  Der Neubau erhält eine Backsteinfassade in Anlehnung an die bestehende Architektur und wird in materialeffizienter Holzverbundbauweise errichtet. Unterstützt durch ABB-Technologien und Photovoltaikanlagen soll ein niedriger Energieverbrauch erreicht werden. Der neue Hauptsitz umfasst eine Gesamtfläche von rund 10’800 Quadratmetern. Geplant sind etwa eine 280 Quadratmeter grosse Lobby samt Ausstellungsfläche sowie ein 450 Quadratmeter grosser Medienbereich.

    Für Morten Wierod, CEO von ABB, ist Standortwahl ein Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich, „wo sich seit der Fusion von BBC und Asea im Jahr 1988 unser globaler Hauptsitz befindet. Auch eines unserer Vorgängerunternehmen – die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) – war hier viele Jahrzehnte lang beheimatet. Die Kombination aus historischem Gebäude und hochmodernen Einrichtungen wird ein inspirierendes Umfeld für Kooperation und Innovation schaffen.“

    Detaillierte Pläne des neuen Hauptsitzes werden 2026/2027 erwartet. Bis 2031 soll das Gebäude stehen und einzugsbereit sein. Bis dahin bleibt ABB im Cityport-Gebäude in Zürich Oerlikon.

  • Baustart für Doppelspurausbau in Dietikon verschiebt sich auf 2028

    Baustart für Doppelspurausbau in Dietikon verschiebt sich auf 2028

    Es gibt einen Zeitverzug beim Doppelspurausbau der Bremgarten-Dietikon-Bahn und der Sanierung der Bremgartnerstrasse. Die für Ende 2025 vorgesehene Baugenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) konnte laut Mitteilung der Aargau Verkehr AG nicht erteilt werden, aufgrund laufender Einspracheverhandlungen und einer erneuten Teilauflage des Projekts in Verbindung mit Entschädigungsforderungen.

    Das Verkehrsunternehmen rechnet nun damit, dass sich der ursprünglich für Sommer 2026 geplante Baubeginn auf den Sommer 2028 verschiebt. Bis dahin müssten einige Projektanpassungen vorgenommen werden. Dafür seien technische Prüfungen und die Ämtervernehmlassung erforderlich.

    Der Ausbau soll Sicherheit, Pünktlichkeit und Kapazität des Bahnbetriebs erhöhen, heisst es von Aargau Verkehr: „Durch den Bau einer mittig geführten Doppelspur wird die Bahn sicher in den Strassenverkehr integriert, was die Verkehrssicherheit erhöht und Rückstaus verringert.“

    Die Plangenehmigung soll bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Die Aargau Verkehr AG stehe in Austausch mit dem Tiefbauamt des Kantons Zürich, der Bauherrin des Strassenbauprojekts, mit dem BAV, der Stadt Dietikon sowie betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern bezüglich Klärung der offenen Punkte und um die Projektentwicklung voranzutreiben.

  • Industrie-Neubau setzt auf moderne Energie- und Elektrotechnik

    Industrie-Neubau setzt auf moderne Energie- und Elektrotechnik

    Die Schlieremer Maneth Stiefel AG mit ihrer Niederlassung in Pratteln hat die Projektierung und den Bau der Elektroanlagen für ein neues Hochregallager der Brauerei Feldschlösschen übernommen, heisst es in einer Mitteilung. Das 30 Meter hohe Gebäude soll in unmittelbarer Nähe der Autobahn in Rheinfelden errichtet werden. Die zur Carlsberg-Gruppe gehörende Feldschlösschen AG will mit dem Neubau die innerbetriebliche Verdichtung erhöhen und neue Lagerflächen schaffen, informiert das Unternehmen.

    Maneth Stiefel wird neben den Beleuchtungs-, Niederspannungs- und Schwachstromanlagen auch die Netzinfrastruktur einschliesslich der Trafostationen und Hauptverteilungsanlagen im Bereich der Mittelspannung, Not- und Sicherheitsanlagen sowie eine Photovoltaikanlage errichten.

    Beide Unternehmen betonen, dass der Neubau ein Meilenstein für die Standortentwicklung in Rheinfelden darstellt. Feldschlösschen ist der grösste Arbeitgeber am Ort. Die Baumassnahmen wurden im engen Austausch mit der ortsansässigen Bevölkerung geplant und sollen auch unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes realisiert werden. Feldschlösschen begeht 2026 sein 150. Jubiläum.

  • Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Die SBB hat die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) bestehend aus den Bauunternehmen Implenia aus Opfikon und Marti aus Zürich mit dem Bau einer neuen Doppelspurlinie beauftragt. Im Rahmen des Projekts MehrSpur Zürich-Winterthur planen der Bund und die SBB den Bau einer neuen Linie sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Implenia und Marti werden laut einer Mitteilung mit einem Anteil von je 50 Prozent den Bau von fünf der sechs Lose des Projekts übernehmen. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf etwa 1,7 Milliarden Franken, wobei der Anteil von Implenia rund 830 Millionen Franken beträgt. Die Bauzeit des Projekts beträgt voraussichtlich etwa zehn Jahre.

    Im Rahmen des Projekts übernehmen Implenia and Marti den Bau im Brüttenertunnel (Los 240), den Abschnitt Winterthur (Lose 140 und 141), den Abschnitt Dietlikon (Los 340) und den Abschnitt Wallisellen (Los 540). Die neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel soll den 8,3 Kilometer langen Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur beheben. Teil des Engpasses ist eine Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich. Für den unterirdischen Doppelspurausbau ist je ein Einspurtunnel mit einem Durchmesser von rund zehn Metern für beide Fahrtrichtungen geplant.

    Das Infrastrukturvorhaben ist laut Mitteilung auf die Mobilitätsbedürfnisse künftiger Generationen ausgerichtet und passt damit zur Strategie von Implenia. „Es freut uns, dass wir von Implenia, gemeinsam mit unserem ARGE-Partner Marti, unsere langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im Infrastrukturbau einbringen dürfen, um diesen wichtigen Abschnitt für steigende Frequenzen und künftige Anforderungen fit zu machen“, so Implenia-CEO Jens Vollmar in der Mitteilung.

  • Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Die STRABAG AG ist am Projekt ARA (Abwasserreinigungsanlage) Zimmerberg beteiligt. Das Bauunternehmen aus Schlieren errichtet auf dem ehemaligen Gasi-Areal den Rohbau für das neue Pumpwerk Scheller in Horgen. Ziel dieser Arbeiten ist es laut einer Mitteilung, die bisherigen ARAs Horgen und Thalwil mit einer neuen Anlage zu ersetzen.

    Beide bestehenden ARAs seien „in die Jahre gekommen“. Statt beide Pumpwerke individuell zu betreiben, was mit hohen Investitionskosten für eine umfassende Modernisierung verbunden wäre, haben beide Gemeinden entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und eine „gemeinsame, moderne Abwasserreinigungsanlage“ für die Region Zimmerberg zu schaffen. Sobald die Gemeinschaftskläranlage in Betrieb gegangen ist, soll die bestehende ARA Horgen zurückgebaut werden. Die dadurch entstehenden ungenutzten Flächen am Seeufer sollen öffentlich genutzt und städtebaulich entwickelt werden.

    Die beteiligten Gemeinden Horgen, Oberrieden, Rüschlikon und Thalwil haben sich bereits im September 2020 im Zweckverband ARA Zimmerberg zusammengeschlossen. Die ARA Zimmerberg geht davon aus, dass ab 2029 das Abwasser von bis zu 78’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und der Industrie der Region Zimmerberg gereinigt werden kann.

  • Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Die Bieri Tenta AG, ein Hersteller von Planstofflösungen aus Grosswangen, hat den erfolgreichen Projektabschluss einer Lagerhalle am Standort Susten in einer Mitteilung bekanntgegeben. Auftraggeber war die BOWA Recycling AG, die auf das Recycling von kontaminiertem Bodenmaterial fokussiert und eine Tochtergesellschaft der Theler AG aus Raron VS ist. Die Lagerhalle ist laut Mitteilung optimal auf die Anforderungen des modernen Recyclingbetriebs ausgelegt und ist bereits das zweite Projekt, bei dem die Firmen zusammenspannen. Bereits 2019 hatte Bieri für die BOWA Recycling AG eine 2700 Quadratmeter grosse Halle realisiert.

    In Susten handelt es sich hierbei um eine Giebelhalle mit einer Grundfläche von knapp 3000 Quadratmetern. Die Lagerhalle ist mit sechs Bieri-Rolltoren (5 mal 5 Meter) sowie sechs Fluchttüren ausgestattet, die reibungslose Abläufe und hohe Sicherheit im Betriebsalltag garantieren. Während der sechswöchigen Montage nutzte Bieri einen Pneukran, um die bis zu 13 Tonnen schweren Stahlteile an ihr Ziel zu heben. Als Dach und Abdeckung der Membranhalle dient eine 59 mal 61 Meter grosse Folie, die rund 3,6 Tonnen auf die Waage bringt. Die Membrane ist dabei für die Installierung einer Photovoltaikanlage geeignet, womit es den Kunden offen steht, nachhaltige Energie direkt vor Ort zu erzeugen.

    Die BOWA Recycling AGals Auftraggeber ist eine Tochtergesellschaft der Theler AG und betreibt eine Bodenwaschanlage in Leuk-Susten, seit 2024 allerdings auch eine thermische Behandlungsanlage. Die Firma erreicht laut Eigenangaben Recyclingraten von bis zu 99 Prozent bei kontaminiertem Bodenmaterial.

    Die Bieri Gruppe ist eine Herstellerin von Lösungen aus technischen Textilien, etwa für Industrie, Bau, Transport, Architektur und Veranstaltungen. Das Unternehmen gliedert sich in die Bieri Tenta AG aus Grosswangen und die Bieri Zeltaplan GmbH mit Sitz im deutschen Leipzig.

  • Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Region Basel fordert rasche Umsetzung der Durchmesserlinie

    Die unterirdische Zugverbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel ist zwingend nötig für den Ausbau der S-Bahn im Dreiländereck. Das schreiben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Handelskammer beider Basel (HKBB) in einer Erklärung. Sie fordern eine rasche Umsetzung dieser sogenannten Durchmesserlinie, welche die heutigen Spitzkehren der Züge in den beiden Bahnhöfen überflüssig macht. Im Gegenzug sehen sie ein Reduktionspotenzial bei weiteren Bahnausbauten in Basel.

    Die beiden Kantone und die Handelskammer berufen sich dabei namentlich auf Ulrich Weidmann, der die neue Verbindung als unbestritten und zwingend nötig für das S-Bahnsystem bezeichnet habe. Der Professor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hatte das Gutachten Verkehr 2045 erarbeitet. Auf dessen Grundlage hatte der Bundesrat im Oktober entschieden, den Tiefbahnhof Basel SBB und die Durchmesserlinie zu depriorisieren.

    „Die Durchmesserlinie bedeutet einen Quantensprung im S-Bahn-Angebot für die Region“, wird  Regierungsrätin Esther Keller in der Mitteilung zitiert. Sie „lässt sich aus unserer Sicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren realisieren“, so die Vorsteherin des Basler Bau- und Verkehrsdepartements.

    Martin Dätwyler weist auf die Bedeutung für die Beseitigung von Engpässen auf der Strasse hin. „Mit einer raschen Realisierung der Durchmesserlinie werden wir es schaffen, beide Verkehrsträger – Strasse und Schiene – fit zu machen für die Zukunft“, wird der HKBB-Direktor zitiert. „Das stärkt nicht nur die Wirtschaftsregion Basel, sondern die gesamtschweizerische Wirtschaft und ist essenziell für die Landesversorgung.“

    Auch Regierungsrat Isaac Reber unterstreicht die Bedeutung für das ganze Land. „Die Region ist das Tor zur Schweiz“, so der Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft. „Ohne den Bau der Durchmesserlinie wird die Region zum Flaschenhals. Das können wir uns nicht leisten – und die Schweiz auch nicht.“

  • Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Die urbane Seilbahnanlage Câble C1 ist seit dem 13. Dezember im Süden von Paris in Betrieb, wobei Seile und eine magnetinduktive Überwachung der Fatzer AG aus Romanshorn zum Einsatz kommen. Fatzer ist im Bereich der Transportseile eigenen Angaben nach Weltmarktführer und ein Teil der Brugg Group mit Sitz in Brugg. Die neue Bahn ist laut einer Mitteilung die längste urbane Seilbahn in Frankreich. Im bevölkerungsreichen Département Val-de-Marne, das zum Grossraum Paris gehört, soll sie das öffentliche Bus- und Metro-System entlasten und den individuellen Verkehr reduzieren. Das Projekt wurde von Doppelmayr Frankreich umgesetzt, einer Tochtergesellschaft der Seilbahntechnologie-Gruppe Doppelmayr mit Sitz im österreichischen Wolfurt.

    Die Bahn bedient laut Fatzer mit einer Fahrtzeit von 18 Minuten eine 4,5 Kilometer lange Strecke mit fünf Stationen und verbindet den Vorort Créteil mit den Gemeinden Limeil-Brévannes, Valenton und Villeneuve-Saint-Georges. Insgesamt verkehren 105 Kabinen über 30 Stützen mithilfe dreier Seilschlaufen. Fatzer habe hierfür drei Seile mit einem Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen geliefert, heisst es. Genutzt worden sei der Seiltyp Performa DT, den Fatzer speziell für den Einsatz in dicht besiedelten Gebieten und hohe Belastung entwickelt habe. Er zeichne sich insbesondere durch Langlebigkeit und einen geräuscharmen sowie ruhigen Lauf aus.

    Um die Betriebszeiten von 18 bis 19 Stunden täglich ohne Unterbrechung sicher zu gewährleisten, werde der Seilzustand mithilfe der Fatzer-Lösung TRUscan überwacht. Mithilfe magnetinduktiver Messungen liegen den Verantwortlichen laut dem Unternehmen Echtzeitdaten vor. Unregelmässigkeiten würden sofort entdeckt, Wartungsarbeiten planbarer.

    Es wird angeführt, dass das Performa-DT-Seil bereits bei zahlreichen hochfrequentierten urbanen Anlagen eingesetzt werde: unter anderem im bolivianischen La Paz, im kolumbianischen Medellín, in Guayaquil, Ecuador, im französischen La Réunion und Ajaccio, in Mexiko-Stadt sowie demnächst im ebenso mexikanischen Uruapan.

  • Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Die auf Erweiterungen, Neubauten oder Spezialkonstruktionen spezialisierte Senn AG aus Oftringen baut für den Migros-Verteilbetrieb (MVB) in Suhr eine neue Lagerhalle aus Stahl. Der Neubau umfasst laut einer Mitteilung eine Fläche von 7500 Quadratmetern, ist mehr als 100 Meter lang und 15,5 Meter hoch. Kern der Modernisierung ist ein vollautomatisches Lagersystem, welches einen Kapazitätsgewinn bringe und die Logistik effizienter mache. 

    Insgesamt 1100 unterschiedliche Bauteile waren nötig gewesen, was logistisch anspruchsvoll und für die Montage aufgrund begrenzter Flächen zur Zwischenlagerung eine Herausforderung war. Bei der Montage sei grösstenteils mit einem eigenen Pneukran sowie zwei Baustellenkränen gearbeitet worden, so die Senn AG. 

    Die Tragstruktur besteht laut Mitteilung aus weiss beschichtetem Stahl. 530 Tonnen Stahl seien gesamt verbaut worden. Die Senn AG verarbeitet laut Eigenangaben am Firmensitz jährlich 7000 Tonnen Stahl und Aluminium und ist tätig bei Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcentern, Notstromanlagen, Pneukraneinsätzen und weiteren Transportlösungen. 

    Seit Ende Juni laufen die Bauarbeiten. Die Halle sei zu rund einem Dreiviertel montiert, aktuell werden die letzten Hallenteile in der Werkstatt beschichtet und für den Transport vorbereitet, heisst es. Noch im Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein.

    Die Realisierung der Lagerhalle ist bedeutsam für das Versorgungsnetzwerk der Migros. Wie MVB schreibt, betreibt die Detailhandelsgruppe in Suhr eines von zwei nationalen Verteilzentren. Das erste wurde vor mehr als 50 Jahren in Neuendorf SO errichtet, vor mehr als 25 Jahren entstand in Suhr ein weiterer Standort.

  • Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Nach langen Planungsjahren ist der Baustart erfolgt. Auf dem Areal Dürrbach entsteht für rund 65 Millionen Franken ein grosser polysportiver Komplex, realisiert von HRS Real Estate AG als Totalunternehmerin. Der Neubau soll im Herbst 2026 eröffnet werden und markiert einen neuen sportlichen Schwerpunkt im Glattal.

    Über 30 Sportarten unter einem Dach
    Getragen wird das Projekt von Zürich Tennis und dem Zürcher Turnverband, die gemeinsam fast 100’000 Sportbegeisterte in der Region vereinen. Geplant sind moderne Hallen für Tennis und Turnsport, spezialisierte Trainingsbereiche sowie Flächen für zahlreiche weitere Indoor-Sportarten. Ergänzt wird das Angebot durch Sportinfrastrukturen, Übernachtungsmöglichkeiten sowie Einrichtungen für Sportmedizin und Regeneration. Das Sportzentrum ist ausgelegt für den Ganzjahresbetrieb von Breiten- und Spitzensport.

    Campus für Sport und Ausbildung
    Im neuen Sportzentrum wird auch die Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland beheimatet sein. Damit entsteht ein Campus, der Training, Schule und Talentförderung räumlich und inhaltlich verzahnt. Junge Athletinnen und Athleten finden vor Ort ideale Bedingungen, um sportliche Ambitionen und Ausbildung zu verbinden.

    Beny Ruhstaller verstärkt strategische Führung
    Seit Kurzem gehört Beny Ruhstaller dem Verwaltungsrat der Sportzentrum Dürrbach AG an. Er stösst nicht primär als Bauspezialist dazu, sondern als Kenner des Turnwesens. Durch seine früheren Tätigkeiten für den Zürcher und den Schweizer Turnverband bringt er langjährige Verbandserfahrung, ein breites Netzwerk im Turn- und Tennissport und ein feines Gespür für die Bedürfnisse von Athletinnen und Athleten ein. Damit stärkt er den Anspruch, das Sportzentrum Zürich zu einer zukunftsweisenden Plattform für Sport, Ausbildung und Bewegung in der Region zu entwickeln.

  • Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Architekt Markus Schietsch hat für seinen Neubau des kantonalen AVS-Gebäudes in Unterentfelden von „Hochparterre“ einen Hase-Architekturpreis in Silber erhalten. Der Preis wurde am 2. Dezember im Zürcher Museum für Gestaltung verliehen. Er würdigt die architektonische Qualität des Gebäudes sowie die konsequente Umsetzung einer nachhaltigen Bauweise.

    Das neue Gebäude mit seinen Labor- und Büroarbeitsplätzen für derzeit 80 Mitarbeitende war am 25. Oktober 2024 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit feierlich eröffnet worden. Die Bauarbeiten hatte die Immobilien Aargau geplant und durchgeführt.

    „Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg“, wird Regierungsrat Dr. Markus Dieth in einer Mitteilung zitiert. „Der Kanton Aargau investiert in nachhaltige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Gebäude, die auch dem kosteneffizienten Bauen Rechnung tragen. Ich gratuliere Markus Schietsch und der Abteilung Immobilien Aargau herzlich zu diesem Erfolg.“

    Laut Schietsch zeigt diese Auszeichnung, „dass sorgfältige Planung, klare architektonische Haltung und der Mut zu nachhaltigen Materialien wie Holz heute mehr denn je gefragt sind“. Amtsleiterin und Kantonschemikerin Dr. Alda Breitenmoser betont, dass das neue Gebäude „optimale Arbeitsbedingungen“ für den Verbraucherschutz biete: „Die Architektur unterstützt unsere Arbeitsabläufe, schafft ein angenehmes Raumklima und zeigt, dass moderne Verwaltung ökologisch und funktional zugleich sein kann.“

    Anfang November 2025 ist der neue Sitz des AVS bereits vom Holznetzwerk Pro Holz Aargau für seine Holzbauweise ausgezeichnet worden.

  • Zukunftsareal im Norden Basels schafft Wohn- und Arbeitsraum

    Zukunftsareal im Norden Basels schafft Wohn- und Arbeitsraum

    Das Klybeck-Areal im Dreiländereck von Basel soll ein moderner Stadtteil am Rheinufer werden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben die Planungspartner Kanton Basel-Stadt, Swiss Life und Rhystadt hierzu das Richtprojekt klybeckplus initiiert, welches die Grundlage für die Nutzungsplanung bildet.

    Das etwa 30 Hektaren grosse Areal soll ein von Wohnanlagen, Wirtschaftsgebäuden und Parkanlagen durchmischter Stadtteil werden. Dabei soll Wohnraum für 8500 Menschen geschaffen werden. Gemäss der Planung soll ein Drittel der Wohnungen gemeinnützig zur Kostenmiete zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen 7500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die beiden Eigentümer Swiss Life und Rhystadt werden für die Umbauten 3 Milliarden Franken investieren, heisst es in der Mitteilung.

    „Das konkretisierte Richtprojekt, wie es nun vorliegt, bietet eine gute Voraussetzung, um das enorme Potential des Areals zu realisieren und für die Bevölkerung und die ganze Region viel und vor allem langfristigen Mehrwert zu schaffen“, wird Christian Mutschler von Rhystadt in der Mitteilung zitiert. Jürgen Friedrichs von Swiss Life ergänzt: „Das Richtprojekt zeigt, wie die vielfältigen Ziele von Wohn- bis Freiraum vereint werden können und gleichzeitig die bauliche, raumplanerische und ökonomische Machbarkeit gesichert bleibt.“ Regierungspräsident Conradin Cramer zeigt sich überzeugt, mit dem Projekt ein „attraktives neues Stück Stadt zum Wohlergehen der Bevölkerung“ zu schaffen. 

  • Zirkulär bauen mit Schilf

    Zirkulär bauen mit Schilf

    Das Wohnhaus von Marina Rosa und Jacobus van Hoorne, entworfen von Gilbert Berthold, Architekt und wissenschaftlicher Assistent an der BFH, sticht in einer Einfamilienhaussiedlung am Neusiedler See bewusst heraus. Es kombiniert einen konsequenten Holzbau mit einem markanten Schilfdach und setzt damit auf lokale, nachwachsende Rohstoffe mit tiefem ökologischem Fussabdruck. Die zahlreichen Auszeichnungen, vom Bauherrinnenpreis der Zentralvereinigung österreichischer Architektinnen über den Architekturpreis des Landes Burgenland bis zum Newcomerpreis «Häuser des Jahres», unterstreichen den Vorbildcharakter des Projekts.

    Schilf als Hochleistungsbaustoff
    Jacobus van Hoorne, ursprünglich Teilchenphysiker am CERN, hat den Schilfschneider- und Schilfdachdeckerbetrieb seines Vaters übernommen und zum Innovationslabor weiterentwickelt. Gemeinsam mit Berthold entwickelte er einen Dachaufbau, der strenge Brandschutzauflagen erfüllt und durch Realbrandversuche behördlich zugelassen wurde. Ein Meilenstein für Schilf im Neubau, auch im dicht besiedelten Raum. Die sanft gekrümmten Dachflächen folgen der Materiallogik. Jeder zusätzliche Neigungsgrad verlängert die Lebensdauer des Daches, die Konstruktion macht die Qualitäten des Naturmaterials sichtbar und lesbar.

    Geometrie, Material und Raum als Einheit
    Der Grundriss des Hauses folgt einem s-förmigen Verlauf, der aus der Drehung des zentralen Wohnraums entsteht. Herzstück ist ein zweigeschossiges, lichtdurchflutetes Atrium, das sich zum Garten öffnet und über Terrassen eng mit dem Aussenraum verknüpft. Kompakt organisierte Funktionsräume schaffen Spielraum für grosszügige Aufenthaltszonen. Das Zusammenspiel von Schilfdach und naturbelassener Eichenholzfassade verbindet Baukörper und Landschaft. Das Dach wird zum gestaltprägenden Element und zu einer zeitgemässen Interpretation traditioneller Handwerkskunst.

    Reallabor für biobasierte Materialien
    Für Gilbert Berthold markierte das Projekt den Start in die Selbstständigkeit und zugleich ein reales Versuchsfeld für nachhaltiges Bauen. Das Haus dient heute als Wohnort, Studienobjekt und Ausstellungsraum zugleich. Es liefert Daten zu Energieeffizienz, Raumklima und zum Langzeitverhalten biobasierter Baustoffe. Im Kontext der BFH fügt es sich in die Forschung zu pflanzenbasierten Materialien wie Stroh, Flachs, Hanf oder Myzel ein und zeigt, dass Schilf nicht nur als Dämmstoff, sondern in architektonischer Hauptrolle bestehen kann.

    Symbol für eine regenerative Baukultur
    Das Projekt macht anschaulich, wie zirkuläres Bauen mit regionalen Ressourcen bereits heute umgesetzt werden kann. Es zeigt Studierenden und Fachleuten, dass regenerative Architektur nicht Zukunftsvision, sondern gebaute Realität ist. Mit Schilf als starkem Symbol für eine Baukultur, die Natur, Technik und Gesellschaft neu zusammendenkt.

  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Das Kantonsspital Baden (KSB) ist auf dem World Architecture Festival in Miami im US-Bundesstaat Florida ausgezeichnet worden. Die Architektur des KSB-Neubaus erhielt in der Kategorie Health einen Siegerpreis, heisst es in einer Mitteilung. Das World Architecture Festival wurde vom 12. bis 14. November abgehalten.

    Bei der Veranstaltung im Miami Beach Convention Center stimmten 160 internationale Juroren über 460 Projekte ab. Der von Nickl & Partner Architekten Schweiz sowie weiteren Planungspartnern realisierte Spitalbau wurde für seine klare Formensprache, nachhaltige Bauweise und den konsequenten Fokus auf eine heilungsfördernde Umgebung für Patientinnen und Patienten ausgezeichnet, heisst es in der Mitteilung. „Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Vision: ein Spital zu bauen, das medizinische Exzellenz und einen effizienten Betrieb mit modernster Architektur verbindet“, wird Pascal Cotrotzo, CEO des KSB, zitiert. „Wir sind stolz darauf, dass unser Neubau in Miami internationale Anerkennung erhält. Unser Dank gilt allen, die dieses Grossprojekt möglich gemacht haben.“

    Bereits im Juni 2025 hat das KSB in London den European Healthcare Design Award erhalten. Um den gesamten Neubau voll zu Geltung zu bringen, soll auf dem Areal des alten Spitals eine stadtverbundene Grünanlage errichtet werden. Das KSB weist auf eine Beschwerde des Aargauer Heimatschutzes gegen den Rückbau des Altbaus sowie eine Petition mit 7000 Unterschriften gegen diese Beschwerde hin.

  • Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Der Kanton Basel-Landschaft bündelt am Polyfeld das BBZ BL, das Gymnasium Muttenz und das Zentrum für Brückenangebote zu einem gemeinsamen Sek-II-Campus. In der Etappe 1 stehen der Rückbau und die Umnutzung des bestehenden Turms im Fokus, der von oben nach unten entkernt, schadstoffsaniert und im Kernbereich vollständig zurückgebaut wurde. Auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern wurden Kernwände, Treppenanlagen, Bodenplatte und Fundamente kontrolliert entfernt.

    Damit der schlanke Turm während Umbau und Neubau stabil bleibt, wurde pro Geschoss eine temporäre Aussteifung mit schweren Stahlrahmen eingebaut. Parallel dazu starteten der Neubau des Gebäudekerns und die Ausführung der neuen Haupttreppe, die als freihängende Fertigteilkonstruktion in Sichtbeton zu einem gestalterischen Zentrum des BBZ werden soll.

    Sichtbeton, Werkstattgebäude und Dreifachsporthalle
    Alle Neubauten der Etappe 1 werden in hochwertigem Sichtbeton erstellt, mit einem projektbezogenen Schalungs- und Betonierkonzept für gleichmässige Oberflächen. Das rund 55 Meter lange und 26 Meter breite Werkstattgebäude entsteht in drei Etappen, sodass Wände, Stützen, Erdbebenwände und Decken geschossweise parallel bearbeitet werden können.

    Die neue Dreifachsporthalle erhält ein komplexes Tragwerk aus vorgespannten Spannbetonträgern, die schrittweise montiert, provisorisch abgestützt und nach dem Betonieren der Decke vorgespannt werden. Dadurch kann die Halle später flexibel in drei kleinere Einheiten unterteilt werden. Eine aussenliegende Wendeltreppe mit speziell entwickelter Schalung setzt einen architektonischen Akzent. Die angrenzende Aula-Mensa entsteht in Fertigteilbauweise, kombiniert Sichtbeton mit einer Holzverbunddecke und vernetzt die unterschiedlichen Gebäudeteile funktional.

    Life-Science-Ausbildungsbau im Polyfeld
    Parallel zum kantonalen Campusvorhaben erhält das Polyfeld mit einem neuen Life-Science-Ausbildungszentrum eine zusätzliche inhaltliche Schärfung. Der Baselbieter Landrat hat dafür einen Beitrag von rund zwei Millionen Franken gesprochen. Rund 1,7 Millionen für den Bau des neuen Ausbildungsstandorts an der Birsfelderstrasse 46 und rund 390’000 Franken für besondere Laborausstattungen. Der Neubau wird eine Nettogeschossfläche von etwa 19’500 Quadratmetern aufweisen. Kantonal gefördert wird eine anrechenbare Nutzfläche von rund 1’400 Quadratmetern.

    Trägerin des Projekts ist der Ausbildungsverbund Aprentas, der seine bisherigen Standorte an der Lachmattstrasse und in Schweizerhalle im neuen Gebäude bündeln will. Aprentas, ursprünglich aus dem Umfeld von Novartis entstanden, bietet überbetriebliche Kurse für EFZ-Ausbildungen in Chemie, Biologie sowie Chemie- und Pharmatechnologie. Die kantonale Förderung stärkt den Life-Science-Ausbildungsstandort Muttenz und ergänzt den Sek-II-Campus Polyfeld um eine klar profilierte, praxisorientierte Ausbildungsinfrastruktur für die regionale Industrie.

  • Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Direkt beim Bahnhof entsteht auf einem nur 2’000 Quadratmeter grossen Areal das Projekt Stellwerk 2. Es kombiniert Wohnen, Arbeiten und Mobilität auf engem Raum. Der Neubau umfasst 66 Stadtwohnungen und rund 2’000 Quadratmeter Flächen für Büro, Bildung und Gesundheit. Im Erdgeschoss wird eine grosszügige Verkaufszone von 700 Quadratmetern für publikumsorientierte Nutzungen sorgen. Ziel ist die optimale Nutzung bestehender Bahngrundstücke, ohne zusätzliche Versiegelung.

    In den oberen Geschossen entstehen kompakte Einheiten mit ein bis dreieinhalb Zimmern. Gästezimmer und Gemeinschaftsräume fördern flexible Wohnformen und soziale Interaktion. Ein Ansatz, der auf veränderte urbane Lebensstile reagiert. Entwickelt wurde das Projekt vom Zürcher Büro Esch Sintzel Architekten, das 2021 den Wettbewerb der SBB in enger Kooperation mit der Stadt gewann.

    Drehkreuz für Zweirad und Alltag
    Das Stellwerk 2 wird nicht nur gebaut, um zu wohnen und zu arbeiten, sondern um Bewegung zu ermöglichen. Im Untergeschoss entstehen 360 neue Veloabstellplätze mit Lademöglichkeiten für E‑Bikes, Lastenvelo-Zonen und Schliessfächern. Zusammen mit 150 kürzlich geschaffenen Plätzen im Bestand erweitert sich die Kapazität der benachbarten Velostation auf rund 510 Einheiten. Über einen neuen Durchgang wird der Neubau mit der bestehenden Anlage unter Stellwerk 1 verbunden.

    Für Stadträtin Christa Meier steht das Projekt sinnbildlich für den Wandel zur Mobilitätsstadt: Das Stellwerk werde zum eigentlichen Velohub Winterthurs und stärke die Rolle des Bahnhofs als multimodales Zentrum.

    Realisierung in Etappen
    Mit Stellwerk 2 zeigen SBB Immobilien und die Stadt Winterthur, wie städtebauliche Nachverdichtung und Verkehrswende ineinandergreifen können. Ein Ort, an dem Wohnen, Arbeiten und nachhaltige Mobilität zu einer neuen urbanen Einheit verschmelzen.

  • Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Der Spatenstich für das Alters- und Pflegezentrum Hintermatt, die Oase, ist am 5. November erfolgt, wie die Gemeinde Bergdietikon in einer Mitteilung informiert. Mit der Fertigstellung im Sommer 2028 wird das Alterszentrum in Bergdietikon 66 Seniorenwohnungen und 44 Pflegeplätze bereitstellen können.

    Das Projekt hatte bereits 2012 seine Zustimmung von der Gemeindeversammlung erhalten, auch der Verkauf des Grundstücks war genehmigt worden. Es folgten jedoch 13 Jahre der Planung und mit rechtlichen Auseinandersetzungen. Der nun erfolgte Spatenstich sei ein „entscheidender Moment“ in der Realisierung des Projekts, das nun „nach einer langen Phase von Einsprachen und Rechtsstreitigkeiten endlich umgesetzt wird“, so die Gemeinde Bergdietikon.

    Für die Gemeinde ist das Projekt insofern besonders wichtig, dass damit nicht nur den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung entsprochen wird. Auch die lokale Infrastruktur soll durch öffentlich zugängliche Angebote bereichert werden.

  • Schwimmsportzentrum Tenero

    Schwimmsportzentrum Tenero

    Die Zeit der alten Schwimmanlagen im Jugend- und Leistungssportzentrum CST ist vorbei. Die Bedürfnisse von Nachwuchs und Elite im Wassersport steigen kontinuierlich. Mit der 2021 von den eidgenössischen Räten bewilligten Investition von 91,8 Millionen Franken setzt die Schweiz ein Zeichen für Spitzenförderung und nachhaltige Entwicklung. Der Ersatzneubau soll das CST als zentrales Kompetenzzentrum für Schwimmen, Artistic Swimming, Wasserball, Wasserspringen sowie Ski-Freestyle auf ein neues Level heben.

    Modernes Konzept
    Eine reine Sanierung der veralteten Anlagen erwies sich als unwirtschaftlich und nicht zukunftssicher. Die Planung setzt daher auf einen vollständigen Neubau in zwei Bauetappen. Zuerst entsteht eine multifunktionale Schwimmhalle, die mit Olympiabecken samt Hubboden, Whirlpools, Eisbad und umfassendem Diagnostik-Bereich neue Trainingsstandards definiert. Nach deren Eröffnung folgt die Erneuerung der Aussenanlage inklusive modernem Trainingsbecken und Landebereich für Ski-Freestyle. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen, bis dahin bleibt der Betrieb für Athletinnen und Athleten gesichert.

    Fokus auf nachhaltige und vielseitige Infrastruktur
    Das Bundesamt für Bauten und Logistik legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit im Bau. Das Schwimmsportzentrum entsteht nach SNBS und MINERGIE-ECO Richtlinien, optimiert auf Lebenszykluskosten und Energieeffizienz. Die Architektur von Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki besticht durch Transparenz, Grosszügigkeit und Einbettung in die Parklandschaft. Auch Kunst und Materialästhetik sind Teil des Neubaus, denn ein sensibles Kunst-am-Bau-Konzept schafft Identität für den Ort.

    Ein Meilenstein für den Schweizer Sport und die Region
    Mit der Grundsteinlegung und prominenten Gästen wie Olympiamedaillengewinner Noè Ponti verspricht das Projekt nicht nur internationale Trainingsstandards, sondern auch innovative Veranstaltungs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Wassersport. Das CST bleibt ein Vorreiter in der Nachwuchsförderung und wird zur Drehscheibe für generationsübergreifende Sportentwicklung in der Schweiz.

  • Ein neues Forschungszentrum stärkt den Standort Basel.

    Ein neues Forschungszentrum stärkt den Standort Basel.

    Roche geht den Bau eines 15-stöckigen neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums am Hauptsitz in Basel an. Am 29. Oktober wurde der Grundstein für das speziell auf die frühen Phasen der Medikamentenentwicklung angelegte Zentrum gelegt, informiert der weltweit aktive Pharmakonzern in einer Mitteilung. Im rund 500 Millionen Franken teuren Bau 12 will Roche derzeit über das Areal verteilte Funktionen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammenlegen. Im vierten Quartal 2029 sollen die Arbeiten für das 72 Meter hohe Gebäude abgeschlossen sein.

    „Bau 12 ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Vision für den Standort Basel“, wird Jürg Erismann, Standortleiter Roche Basel/Kaiseraugst, in der Mitteilung zitiert. „Die Investition von 500 Millionen Franken ist ein klares Bekenntnis zu Basel und unterstreicht Roches langfristiges Engagement für den Forschungsstandort und für die Schweiz.” Der Mitteilung zufolge hat Roche seit 2015 rund 8 Milliarden Franken in seine Schweizer Standorte investiert. Weitere 33 Milliarden Franken sind in Forschung und Entwicklung in der Schweiz geflossen.

  • Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Das Quartier Tivoli Garten belebt die Gemeinde Spreitenbach, heisst es in einer Mitteilung. Seit Mitte Juli können dort Menschen einziehen und bis Mitte September hätten bereits mehr als 500 Einwohnerinnen und Einwohner davon Gebrauch gemacht, so die Gemeinde unter Berufung auf die Zahlen von Einwohnerdiensten.

    Die grösste Gruppe stellen dabei die 226 Personen (45 Prozent), die aus dem Kanton Zürich in den Tivoli Garten gezogen sind. Es folgen 121 Personen (24 Prozent) aus dem Kanton Aargau, 89 Personen (18 Prozent), die innerhalb von Spreitenbach umgezogen sind, 49 Personen (10 Prozent) aus anderen Kantonen sowie 22 Personen (4 Prozent), die aus dem Ausland in den Tivoli Garten gezügelt sind.

    Der Tivoli Garten bietet auf einer Fläche von 15’000 Quadratmetern insgesamt 445 Mietwohnungen (1,5 bis 5,5 Zimmer) und kleine Gewerbeflächen. Ein Gemeinschaftsgarten mit Spielplatz dient als Begegnungsfläche für die Bewohnenden.

  • Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Die Ergebnisse des Studienauftrages Arealentwicklung Gewerbestrasse, Döttingen werden am 18. und 19. Oktober in Döttingen ausgestellt. Der siegreiche Beitrag stammt von fsp Architekten aus Spreitenbach, zusammen mit LAND Suisse aus Lugano sowie ASTOC Architects and Planners aus Köln. Bei dem Projekt DOT entsteht auf dem Areal von Birchmeier Hess Immobilien ein neues Quartier. Auf einer Fläche von 75’000 Quadratmetern sollen 550 Wohnungen entstehen, 15’000 Quadratmeter Fläche sind für Gewerbe vorgesehen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    „Mit der Transformation des Areals wird Industrie zur Nachbarschaft. Aus Hallen wird Heimat, aus Spuren Identität. Das industrielle Erbe wird verwandelt – nachhaltig, zukunftsfähig, durchmischt“, heisst es von Ivo Lenherr von fsp Architekten zum Projekt DOT. Die Jury begründete das einstimmige Votum für das Siegerprojekt unter anderem mit der „raffinierten städtebaulichen Strategie im Umgang mit den Vorgaben der Grund­eigentümerin, dem aktuellen Gebäudebestand sowie dem genehmigten Richtplan“. Das Projekt stelle „einen rück­sichtsvollen Umgang mit der Nachbarschaft sowie den öffentlichen Bedürfnissen dar und lässt für die zukünftigen Nutzerinnen und Bewohner einen stimmigen und reichhaltigen Wohn- und Arbeitsort erwarten.“

  • Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Die Cham Swiss Properties plant mit dem Bau des Hochhauses Rocket und den drei Tigerli-Wohngebäuden in der Winterthurer Lokstadt ein städtebauliches Ensemble. Rocket & Tigerli, wie die Immobiliengesellschaft das Bauprojekt nennt, bieten laut einer Mitteilung künftig Platz für 300 Mietwohnungen, davon 30 Prozent im preisgünstigen Segment. Somit prägt das Ensemble mit dem 100-Meter Hochhaus nicht nur die Winterthurer Skyline, sondern lindert auch die städtische Wohnungsknappheit.

    Eine Baubewilligung wurde von der Stadt Winterthur bereits im April 2025 erteilt, allerdings mit mehreren Auflagen. So forderte die Stadt den Verzicht auf die geplante Hotelnutzung in der „Rocket“ zugunsten der Errichtung von Mietwohnungen. Infolge der Revision plant die Baugesellschaft nun mit 5000 Quadratmetern Extrawohnraum und widmet das Erdgeschoss, anstelle eines Hotel-Check-Ins, öffentlich zugänglichen Verkaufs- und Gastronomieflächen. Auch das Dachgeschoss wird mit einem Aussichtsraum sowie einer Fläche für Veranstaltungen und Gastronomie umgenutzt.

    , ist trotz Herausforderungen bei der Umnutzung zuversichtlich:

    „Eine öffentliche Zone in einem Wohngebäude bringt Herausforderungen in Bezug auf Privatsphäre und Sicherheit mit sich. Aber wir sind zuversichtlich, eine gute Lösung umsetzen zu können, sodass die gesamte Bevölkerung die Aussicht aus 100 Metern Höhe geniessen kann“, wird Thomas Aebischer in der Mitteilung zitiert, CEO der Cham Swiss Properties.

    Auch das Nachhaltigkeitskonzept des Hochhauses wurde verbessert : anstelle eines Holz-Hybridbaus wird Rocket jetzt mit CO2-äquivalenten Alternativen, die Vorteile in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Materialverfügbarkeit bieten, realisiert. Die Zertifizierung nach dem SNBS Gold-Standard bleibt vorgesehen.

    Die Rechtskraft der Baubewilligung wird für 2026 erwartet, ab Mitte 2027 soll gebaut werden. Mit der Fertigstellung wird 2030 gerechnet.

  • Wohnüberbauung in Wädenswil erreicht wichtigen Meilenstein

    Wohnüberbauung in Wädenswil erreicht wichtigen Meilenstein

    Die Halter AG hat beim Projekt AuPark in Wädenswil einen wichtigen Meilenstein erreicht, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einem Beitrag auf LinkedIn. Konkret wurde die erste Etappe der Überbauung termingerecht an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Die zweite Etappe soll bis zum 30. März nächsten Jahres abgeschlossen sein.

    Im Projekt AuPark werden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit insgesamt 300 Wohnungen rund um den namensgebenden zentralen AuPark gebaut. Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers lässt einen Teil der Wohnungen als preisgünstigen Wohnungsbau realisieren. Die ersten 120 Wohnungen stehen ihren neuen Bewohnenden mit dem Abschluss der ersten Etappe nun zur Verfügung. Auch eine Reihe von Gewerbeflächen wurde in der ersten Etappe fertiggestellt. Auf einer von ihnen wird Coop eine Filiale einrichten.

  • Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Die Twerenbold Reisen Gruppe lässt in Frauenfeld ein neues Reiseterminal bauen. Neben dem Terminal für Busreisen mit Travel Lounge und Cafe sollen im neuen Standort auch die Mitarbeitenden des Reisebüros Mittelthurgau von Excellence Cruises untergebracht werden, informiert das Familienunternehmen aus Baden in einer Mitteilung. „Unser Angebot an Bus-, Musik- und Veloreisen mit Twerenbold Reisen, Schiffsreisen mit Excellence Cruises sowie Wanderferien mit Imbach Reisen wird dadurch noch zugänglicher“, wird Karim Twerenbold, Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe und Inhaber in vierter Generation, dort zitiert. „Mit dem Terminal und Bürogebäude in Frauenfeld entsteht neben dem Firmensitz in Baden-Rütihof ein zusätzlicher Hub.“

    Mit der Planung des neuen Gebäudes hat Twerenbold Reisen die Strut Architekten AG betraut. Das Winterthurer Architekturbüro ist auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. „Aus Überzeugung“ habe Strut Architektur daher beim neuen Reiseterminal mit hohem Betonverbrauch verbundene unterirdische Bauten möglichst eingeschränkt, heisst es in der Mitteilung.

    Der Neubau in Frauenfeld soll zudem über Luft-Wärmepumpen klimatisiert werden. Darüber hinaus ist eine Photovoltaikanlage geplant, die jährlich bis zu 120 Megawattstunden Strom erzeugen kann. Der Wasserverbrauch der Buswaschanlage soll weitgehend über Regenwasser gedeckt werden, das in einer Zisterne gesammelt wird.

    Die Stadt Frauenfeld hat den Plänen für das neue Reiseterminal bereits die Baubewilligung erteilt. Die Bauarbeiten sollen in der ersten Hälfte 2026 begonnen und im Jahr 2028 abgeschlossen werden. Über das Investitionsvolumen werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

  • Entwicklungsareal beim Bahnhof Zofingen erhält neue Perspektive

    Entwicklungsareal beim Bahnhof Zofingen erhält neue Perspektive

    Pensimo hat über seine Immobilien-Anlagestiftung Turidomus den westlichen Teil des ehemaligen Swissprinter-Areals beim Zofinger Bahnhof erworben. Das 27’636 grosse Grundstück befand sich im Besitz der Ringier Areal AG. Diese hatte gemeinsam mit der Stadt Zofingen und dem Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein eine Strategie für die Umnutzung zu einem gemischten Wohn- und Arbeitsquartier entwickelt und dafür einen Investor gesucht.

    Im kommenden Jahr soll ein Studienauftrag laut einer Mitteilung von Pensimo die stadträumlichen Vorstellungen präzisieren und das Wohnungsangebot schärfen. Zum jetzigen Zeitpunkt seien über 300 Wohnungen geplant, die ab 2028 gebaut werden und ab 2030 bezugsfertig sein könnten.

    Alexander Büchel, der verantwortliche Portfoliomanager bei Pensimo, bezeichnet den Erwerb dieses „einzigartigen und strategisch optimal passenden Entwicklungsareals“ als besondere Chance. „Zofingen weist eine attraktive Standortqualität auf, ist kantonaler Entwicklungsschwerpunkt, und die Mikrolage des Areals ist exzellent.“

    Die fünf Baufelder des Areals-West sollen ein vielfältiges Wohnungsangebot und eine Zertifizierung nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz erhalten. „Wir wollen an die industrielle Vergangenheit anknüpfen“, so Büchel, es solle ein „zukunftsfähiges Angebot“ entwickelt werden.

    Die Druckerei Swissprinters, wie Ringier Areal eine gemeinsame Tochtergesellschaft von Ringier und NZZ, war im September 2024 geschlossen worden. Das gesamte Areal umfasst rund 55’000 Quadratmeter in zentraler Lage. Für dessen östlichen Teil mit dem historischen Hauptgebäude treibt die Ringier Areal AG eigenen Angaben zufolge derzeit ein Entwicklungsprojekt voran. 

  • Wohnbauprojekt Alte Mühle erreicht wichtigen Meilenstein

    Wohnbauprojekt Alte Mühle erreicht wichtigen Meilenstein

    Die Swica Gesundheitsorganisation AG lässt auf dem ehemaligen Huggler-Areal in Suhr ein neues Quartier mit insgesamt 136 Wohnungen entstehen. Mit der Umsetzung des Projekts Wohnpark Alte Mühle hat SWICA die Halter AG aus Schlieren als Totalunternehmerin betraut. Rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung ist nun auf dem Baugrund das Richtfest gefeiert worden, informiert Halter in einem Beitrag auf LinkedIn.

    Im Projekt Wohnpark Alte Mühle werden zehn Mehrfamilienhäuser in einer lockeren Baustruktur um die Alte Mühle herum gruppiert. Die Mühle selbst lasse sich ohne Denkmalschutzauflagen sanieren, erläutert Halter in der Projektbeschreibung. Die drei- bis fünfstöckigen Gebäude sollen bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Schon jetzt sind etwa die Hälfte der entstehenden Mietwohnungen und ein grosser Teil der entstehenden Eigentumswohnungen reserviert.

  • Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Ein Konsortium aus drei privaten Grundbesitzenden und der Stadt Baden plant die Transformation des Areals Schadenmühle Ost in einen Ort für nachhaltiges, verdichtetes und durchmischtes Leben. Die derzeitige Nutzung des aus Einzelbauten, Parkplätzen und ungenutzten Flächen bestehenden Areals entspreche weder den heutigen Anforderungen noch der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung, erläutert das Konsortium in einer Mitteilung. Im Transformationsprojekt Schadenmühle Ost soll ein Stadtareal mit rund 100 Wohnungen, flexiblen Gewerbeflächen, Grünraum und einer unterirdischen Tiefgarage entstehen.

    Am 16. September hat das Konsortium das Projekt und seine Einbettung in die Pläne der Stadt zur Stadtentwicklung Baden an einem Infoanlass vorgestellt. Damit sei eine neue Phase für das Leuchtturmprojekt eingeleitet worden, heisst es in der Mitteilung: Vom 22. September bis zum 21. Oktober können Interessierte nun Stellungnahmen und Vorschläge zum beziehungsweise Einwände gegen den Gestaltungsplan Schadenmühle Ost einreichen. Detaillierte Informationen zum Projekt stellt das Konsortium auf einem Infoportal zur Verfügung.

    „Wir sind in Baden verwurzelt und uns ist es wichtig, das Areal Schadenmühle Ost für die Stadt attraktiv zu gestalten“, wird Beni Schmocker, einer der vier Grundeigentümer, in der Mitteilung zitiert. „Der Einbezug der Bevölkerung ist für die Grundeigentümer selbstverständlich.“

  • Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Mit der Verlagerung des Güterumschlags in das Hafengebiet wurde ein 16 Hektar grosses Areal nahe des Bahnhofs Basel SBB frei. Die SBB verfolgt hier seit Jahren die Vision eines gemischten Quartiers, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbindet. Der städtebauliche Richtplan basiert auf einem Entwurf von Christ & Gantenbein sowie EM2N. Zentrales Element ist ein grosser Hof, der sich von Ost nach West erstreckt, Lärm abschirmt und als begrünter Boulevard öffentliche und private Nutzungen verknüpft.

    Zwei Gesichter Projekt «Janus»
    Das Pariser Büro Experience zusammen mit M-AP Architekten aus Lausanne entschied den Wettbewerb für das Baufeld MF02 für sich. Ihr Projekt «Janus» reagiert auf die Kontraste zwischen Bahnseite und Innenhof mit zwei Architektursprachen.

    Zur Gleisseite spannt sich eine horizontale Bandfassade mit markanten Betonrahmen, die vorbeifahrenden Zügen ein kräftiges Bild vermittelt. Zum Hof hin tritt eine feingliedrige Fassade mit versetzten Balkonen und grünlich verzierten Flächen in Erscheinung.
    Die Bauweise folgt einem hybriden Ansatz aus Betonskelett und Holzbau. Die Grundrisse sind kompakt organisiert, mit klarer Trennung zwischen Schlafräumen, Nasszellen und grosszügigen Wohnbereichen. Kritisch wurde lediglich die geringe Privatsphäre der ebenerdigen Wohnungen bewertet.

    Lärmschutz als Gestaltungselement Projekt «Binaria»
    Das Projekt «Binaria» der Basler ARGE Parabase und Confirm setzte sich für das Baufeld MF03 durch. Es begegnet dem Strassenlärm mit einer robusten Nordfassade aus wiederverwendetem Trapezblech und hervortretenden Akustikelementen. Zur Hofseite öffnet sich dagegen eine transparente, durchgrünte Glasfassade mit Balkonen und Pflanztrögen.
    Besonders markant ist der mehrgeschossige Durchgang, der Hof und Strassenraum verbindet. Das kreisrunde Lüftungsgitter aus schallabsorbierenden Paneelen setzt hier ein starkes architektonisches Zeichen. Im Innern ermöglichen lineare Grundrisse flexible Wohnkonzepte von 2.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Nachhaltigkeit prägen wiederverwendete Träger, Recycling-Beton und Re-Use-Holz.

    Pilotcharakter mit hohem Anspruch
    Beide Siegerprojekte verfolgen innovative Wege beim Lärmschutz, bei der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse und beim Einsatz von Re-Use-Materialien. Die Dächer werden für Photovoltaik und Regenwassermanagement genutzt, die Fassaden teilweise bepflanzt oder mit integrierter Solartechnik versehen. Energiegewinnung erfolgt mit erneuerbaren Quellen, sommerlicher Wärmeschutz durch Beschattung und Verdunstung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem reversiblen Bauen. Konstruktionen sollen verschraubt statt verklebt werden, um spätere Umnutzungen oder Materialkreisläufe zu erleichtern.

    Meilensteine und Perspektiven
    In einer ersten Etappe werden die Neubauten im Westen des Areals realisiert, Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Eine zweite Etappe mit City-Logistik-Hub und zusätzlichen Nutzungen soll ab 2031 folgen. Bereits vor der Fertigstellung öffnet die SBB das Areal für Zwischennutzungen. Die denkmalgeschützte 2000 m² grosse Bahnhalle wird künftig etwa für Sportangebote genutzt. Das Wolf-Areal wird damit zu einem Pilotprojekt für urbanen Wohnungsbau, das Fragen nach Lärmschutz, Nachhaltigkeit und sozial durchmischtem Wohnen in grossem Massstab beantwortet. Für Basel ist dies nicht nur ein städtebauliches Experiment, sondern ein entscheidender Schritt hin zu mehr erschwinglichem Wohnraum und höherer urbaner Lebensqualität.

  • Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Das 27’636 Quadratmeter grosse Areal nahe dem Bahnhof Zofingen war bis 2024 Standort der traditionsreichen Druckerei Swissprinters. Nach der Schliessung verkaufte die Ringier Areal AG den westlichen Teil an Turidomus, während der östliche Abschnitt im Ringier-Besitz verbleibt. In den letzten Jahren hatte Ringier zusammen mit der Stadt Zofingen und dem Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein bereits die strategische Grundlage zur Umnutzung erarbeitet. Darauf baut nun die Entwicklung auf.

    Vielfalt und Nachhaltigkeit im Zentrum
    Das «Areal West» ist ein Standort von strategischer Bedeutung. Die Lage vis-à-vis der Altstadt und direkt hinter dem Bahnhof bietet ideale Voraussetzungen für ein neues, urbanes Wohnquartier. Auf fünf Baufeldern sollen über 300 Wohnungen für unterschiedliche Lebensstile und Haushaltsgrössen entstehen. Von kompakten Apartments bis hin zu Familienwohnungen.

    Die Projektentwicklung orientiert sich am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Vorgesehen sind ein klimafreundlich gestalteter Quartierplatz, grüne Freiflächen, die Hitzeinseln reduzieren, sowie Photovoltaikanlagen. Auch die Versorgung über Fernwärme ist eingeplant, um den CO₂-Fussabdruck des Quartiers von Beginn an niedrig zu halten.

    Studienauftrag zur Präzisierung
    Für 2026 ist ein Studienauftrag vorgesehen, um die stadträumliche Einbindung und die konkrete Ausgestaltung des Wohnungsangebots zu präzisieren. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier zu schaffen, das nicht nur Wohnen, sondern auch Begegnung und Identität stiftet. Baustart könnte je nach Verfahren ab 2028 erfolgen, mit ersten Bezügen ab 2030.

    Erfahrung mit Transformationen
    Referenzprojekte wie der Ziegeleipark in Horw/Kriens, das Quartier Reitmen in Schlieren oder Zwhatt in Regensdorf zeigen, dass sich die Gruppe auf komplexe Transformationsprozesse versteht. Mit dem «Areal West» in Zofingen knüpft die Gruppe an diese Linie an. Mit dem Ziel, industrielle Vergangenheit in ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Quartier zu überführen.

  • 170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    Die Halter AG mit Sitz in Schlieren und die Fordinvest (Schweiz) Immobilien GmbH mit Sitz in Pfäffikon SZ realisieren in Genf den Tour de l’Étoile 3. Das Hochhaus wird sich laut einer Mitteilung im neuen Quartier de l’Étoile in Genf befinden und mehr als 300 Wohnungen, Räume für öffentliche Einrichtungen, Gastronomie, Geschäfte und Dienstleistungen sowie ein öffentlich zugängliches oberstes Geschoss bieten. Mit einer Höhe von 170 Metern und einer Fläche von über 50’000 Quadratmetern soll es künftig ein architektonisches Landmark von Genf bilden.

    Hintergrund des Projekts ist das Raumplanungsprojekt Praille-Acacias-Vernets (PAV) in Genf. Im Rahmen dessen sollen in den kommenden Jahren auf einer Fläche von mehr als 140 Hektaren neun neue Stadtquartiere mit über 12’000 Wohnungen, 6’000 Arbeitsplätzen, öffentlichen Einrichtungen sowie Frei- und Grünflächen entstehen. Nun hat die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung mit der Fondation Praille-Acacias-Vernets und dem Kanton Genf den Weg für die Entwicklung zweier Hochhäuser bereitet.

    Der Tour de l’Étoile 3 soll zusammen mit dem von Rolex geplanten Hochhaus ein zentrales Element des Entwicklungsprojekts PAV bilden und zur sozialen und funktionalen Vielfalt des Stadtteils l’Étoile beitragen. Fordinvest hat den bestehenden Tour de l’Étoile bereits im Jahr 2000 erworben und die Entwicklung des neuen Hochhauses initiiert. Halter übernimmt als Gesamtleister die Verantwortung für die Realisierung des Tour de l’Étoile 3. Das Unternehmen ist zudem bereits mit einem realisierten Hochhausprojekt im Projekt PAV präsent und plant, 2026 ein weiteres zu bauen.