Kategorie: Neubau

  • BIMtoFM – Integration der Planungsmethodik  BIM in die Gebäudebewirtschaftung

    BIMtoFM – Integration der Planungsmethodik BIM in die Gebäudebewirtschaftung

    Immer mehr Neubauprojekte, ob im Wohnungswesen oder komplexe Office- und Gewerbeeinheiten, werden mit Hilfe von Building Information Modelling (BIM) realisiert. Doch für Investoren und Bauherren mit Weitblick und Interesse an einer effizienten, nachhaltigen Bewirtschaftung macht das Planungstool nicht vor der Betriebsphase halt. Im Gegenteil: Ist ein Objekt mit BIM erstellt worden, profitieren die Eigentümer / Investoren, Nutzer sowie Facility-Management-Dienstleister von Vorteilen bei Strukturierung und Übernahme aller betrieblich relevanten
    Informationen und Daten in die IT-Systemlandschaft des Gebäudebetriebs. Hierfür ist es aber erforderlich, ein sogenanntes «BIMtoFM»-Konzept schon vor Bezug des Objekts aufzusetzen. Es garantiert einen systemgestützten Immobilienbetrieb (BIM Asset Management, Facility Management Applications (FMA), Operations & Maintenance (O&M)), der auf einer konsistenten und umfassenden Datenbasis und Unternehmensanalyse beruht. Facility-Management-Modelle bieten eine grosse Informationsquelle, einschliesslich zusätzlicher räumlicher Daten, Leistungsdaten, Elementattribute und Geräteparameter, die für den Betreiber zu Verfolgungszwecken wichtig sind, das heisst Seriencodes,
    Garantien, Betriebs- und Wartungshandbücher usw. Letztere umfassen die betriebsrelevanten Bereiche und Funktionen, Steuerung und Ausführung der operativen FM-Prozesse sowie die bestehenden IT-Systeme. Die Daten können zusätzlich verwendet werden, um die Raumnutzung, die wirtschaftliche Entscheidungsfindung, die kurzfristige und langfristige Planung, die Kostenauswirkungen der Änderung oder Aufrüstung von Gebäudebeständen, die steuerliche Aufteilung der Kosten und die Führung einer aktuellen umfassenden Datenbank zu bestimmen. Die Schlüsselrolle fällt der Entwicklung einer zukünftigen Immobilien-IT-Systemarchitektur und einer datenaffinen Betriebsorganisation zu.

    Warum aber sollten sich institutionelle Investoren mit der Thematik beschäftigen? Wo liegen die Mehrwerte von BIM für Financiers und Eigentümer? Standen für sie bislang primär Lage, Flächen- und Nutzungsfragen im Vordergrund, so ist es inzwischen auch im Real Estate Investment & Asset Management Alltag, dass die Bewirtschaftung eines Immobilienportfolios durch einen externen Dienstleister erfolgt. Wenn der Investor selbst noch wenige Bewirtschaftungsprozesse ausführt, kann er diese dennoch mit Hilfe von BIM aus monetärer Sicht positiv evaluieren.

    Erfolgreiches Modellprojekt mit Mobimo
    Für unseren Kunden Mobimo Management AG in Küsnacht, vertreten durch Projektleiter Andreas Wende, haben wir beispielhaft ein «BIMtoFM»-Projekt in einen Bewirtschaftungsprozess integriert. Mobimo ist eine der führenden Immobilien-Investmentgesellschaften der Schweiz. Die Qualität des Portfolios steigert das Unternehmen laufend, indem es eigene Objekte entwickelt und bestehende Liegenschaften gezielt aufwertet. Mit der Mobimo FM Service AG gehört ein auf alle Facetten des Facility Managements spezialisiertes Unternehmen zur Mobimo-Gruppe und erbringt Dienstleistungen für Mobimo-eigene Liegenschaften.

    Zu Beginn des Projekts, an dem mehrere Fachabteilungen an unterschiedlichen Drees & Sommer Standorten beteiligt waren, standen folgende Fragen im Raum: Wie können Informationen aus dem BIM-Modell in die betriebliche IT-Systemlandschaft von Mobimo transferiert werden? Welche Schnittstellen und Datenaustauschformate werden für die Implementierung in das CAFM-System und die Asset Management-Systeme benötigt? Wie müssen zukünftig BIM-Projekte beauftragt werden, um die richtigen Informationen für den Gebäudebetrieb zu erhalten?

    «Um ein erfolgreiches «BIMtoFM»-Konzept zu gestalten, war es wichtig, dass eine gründliche Unternehmensanalyse durchgeführt wurde: Einerseits haben wir bei Mobimo bestehende Strukturen und Prozesse aus betrieblicher Sicht analysiert, um den Umfang der Integration von Gebäudedaten in die Prozesslandschaft abschätzen zu können – andererseits untersuchten wir die immobilienrelevante IT-Systemlandschaft und deren Funktionen & Schnittstellen, um den Vernetzungsgrad zwischen den betrieblichen Systemen zu ermitteln», so der Projektleiter Lukas Manuel von Rotz von Drees & Sommer. Wie schon erwähnt, ist die IT-Architektur ein Kern von «BIMtoFM». Wir wollten wissen: Welche Applikationen sind in der Beschaffung oder werden in Kürze beschafft? Welche strategischen Vorgaben bestehen, und wie beeinflussen diese neue betriebliche Systemlandschaften?

    Strukturierte Workshops mit den Stakeholdern
    Um die Bedürfnisse aller Stakeholder zu erfassen und die betrieblichen Anforderungen an die Gebäudeinformationen seitens Mobimo zu evaluieren, führten wir strukturierte Workshops durch. Die Tiefe der Datenabfrage erfolgte auf Basis der Kernprozesse der Stakeholder. Interne Schnittstellen wurden berücksichtigt, bestehende Prozesse hinterfragt und optimiert. Durch diese Auseinandersetzung mit den für jeden Stakeholder relevantesten Immobiliendaten konnten wir die Anforderungen an die betrieblichen Daten strukturiert aufnehmen und in der Analyse verarbeiten. Was wir allen Kunden empfehlen, galt auch hier: Daten, die nicht prozess-, sicherheits-, instandhaltungs- oder prüfungsrelevant sind und über keine Pflegeprozesse verfügen, werden aussen vor gelassen. Neben den Workshop-Ergebnissen flossen in die Analyse noch bestehende Standards von Mobimo, Richtlinien, IT-Systeme sowie insbesondere das CAFM-System des Gebäudebetreibers ein.

    Um jedoch eine zukunftsorientierte Bewirtschaftung der Objekte sicherstellen zu können, ist eine Definition der zukünftigen Bewirtschaftungsprozesse notwendig. So ist es zum Beispiel hilfreich, mögliche Innovationen immer in den Prozessen und Anwendungen zu analysieren. Aus all diesen Informationen entsteht ein Zielbild, das auf die IT-Systemarchitektur gespiegelt wird und als Basis für den Gebäudebetrieb dient. Die aus der Analyse resultierende Anforderungsliste sowie die Zielbild-Vorgaben werden dann in einer Datenbank gebündelt. Sie bietet verschiedene Kriterien an, zum Beispiel Einordnung der Priorität der Informationen, basierende Grundlage, Stakeholder, Zeitpunkt und Verantwortung über Datenlieferung, Übergabeformat oder Verantwortung des Pflegeprozesses.

    BIMtoFM ist ein ganzheitliches Tool
    Zusammengeführt werden in die BIM-Dokumente dann: Informationsanforderungen Auftraggeber (IAG) und Information Delivery Manual (IDM) mit betrieblicher Attributdefinition. Mit dem BIM-Abwicklungsplan werden die projektspezifischen Anforderungen definiert sowie deren Umsetzung mit den Projektbeteiligten der Planung und Ausführung als Vertragszusatz vereinbart. Die anschliessende Überführung der Daten in die jeweiligen Systeme erfolgt via Data-drops. Wichtig an dieser Stelle sind die Anforderungen an die Funktionalität der IT-Systemarchitektur:
    -Ist es im Einzelfall notwendig, über bidirektionale Schnittstellen zwischen betrieblichen Softwares zu verfügen?
    -Wie werden die BIM-Modelle gepflegt, welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Sind die dafür notwendigen Kompetenzen vorhanden?
    -Welche «Insellösungen» sind erforderlich und woher beziehen diese ihre Daten?

    Praxistipp: Die entstandenen Überlegungen und Prozessabläufe sind zwingend zu dokumentieren, sodass der zukünftige Betreiber über ein klar definiertes «Gebäudebetriebsdatenkonzept» verfügt. Es gibt das strategische und operative Management von betrieblichen Daten vor, inklusive eines Datenpflegekonzeptes sowie Verantwortlichkeiten, regelt Kompetenzen sowie die Entwicklung und Implementierung eines betrieblichen Datenqualitätssicherungssystems. Investoren im Immobilienmarkt sind deshalb gut beraten, wenn sie bei einem «BIMtoFM»-Vorhaben schon in der Projektierungsphase Experten hinzuziehen – für eine Strategieberatung, für Ausschreibung und Implementierung von RE-IT oder für einen Fullservice inklusive Projektbegleitung und Change Management. ■

  • Ein neues Stadtquartier wird entwickelt

    Ein neues Stadtquartier wird entwickelt

    Der zentral gelegene Güterbahnhof Wolf dient heute dem Güterumschlag. Die teilweise Verlagerung der Logistik nach Basel-Nord und eine räumliche Optimierung ermöglichen die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers auf zehn Hektaren zwischen dem Schienenfeld und der St. Jakobs-Strasse, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Das Richtprojekt geht auf die spezielle Lage ein und schlägt einen in Ost-West-Richtung ausgedehnten und lärmgeschützten Hof vor. Die historischen Bauten werden in die Hofraumfigur eingebettet und sollen die Identität des neuen Quartiers stärken, betonen die Projektverantwortlichen. Die SBB und der Kanton Basel-Stadt sind sich einig, mit dem Richtprojekt einen überzeugenden Städtebau und ein passendes Nutzungskonzept vorzulegen.

    Raum für Logistik, Gewerbe und Wohnen
    Im Richtprojekt sind rund 73’000 Quadratmeter Wohnfläche, 36’000 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsfläche, 62’000 Quadratmeter für Gewerbe- und Logistik­nutzungen sowie 11’000 Quadratmeter für öffentliche Einrichtungen, Verkauf und Gastronomie vorgesehen. Wohnen und Arbeiten werden in einen Wohn- und einen Gewerbehof räumlich getrennt. Die rund 550 Wohnungen sollen im westlichen Teil des Hofes angesiedelt werden. Im östlichen Teil sind Gewerbe- und Büronutzungen vorgesehen.

    Eine wichtige Rolle spielt bei der Entwicklung die Mobilität. Entlang der
    St. Jakobs-Strasse sind ein Veloweg und ein Busbahnhof vorgesehen. Für eine bessere Verbindung der bestehenden Quartiere auf beiden Seiten des Gleisfelds ist eine Passerelle für den Langsamverkehr geplant. Um das Stadtquartier nicht zu belasten, wird neu auch die Zufahrt für die Logistik neu organisiert. Zudem ist geplant, für das neue Quartier und die umliegenden Gebiete eine eigene Haltestelle für die S-Bahn zu realisieren.

    Im nächsten Planungsschritt erarbeiten der Kanton Basel-Stadt und die SBB einen Bebauungsplan. Dieser wird nach der öffentlichen Planauflage dem Grossen Rat voraussichtlich 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt. Die ersten Neubauetappen sind zurzeit ab 2024 vorgesehen. ■

  • Überbauung mit günstigem Wohnraum

    Überbauung mit günstigem Wohnraum

    Die Stadt Bern trägt seit 2020 das Label Energiestadt Gold und möchte ihre Vorreiterrolle bei der Energiewende ausbauen. Hierfür setzt sie bei den stadteigenen Liegenschaften auf einen reduzierten Energieverbrauch und baut nach energetischen Standards. So auch am Standort der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried, wo die Stadt eine Wohnüberbauung realisiert. Das Projekt umfasst nebst Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen rund hundert Wohnungen, eine Bibliothek, eine Basisstufenklasse sowie eine Tagesschule. Alle Wohnungen sollen als gemeinnütziger Wohnungsbau vermietet werden. 24 Wohnungen davon werden im Segment «Günstiger Wohnraum» realisiert, betonen die Projektverantwortlichen.

    Im Sommer 2017 gewann das Büro B Architekten aus Bern mit dem Projekt «milet» den Projektwettbewerb. Das Siegerprojekt sieht vier Gebäude vor, die zu einem gemeinsamen Innenhof ausgerichtet sind und der rechtwinkligen Struktur des Quartiers Rechnung tragen sollen. Die Erschliessung aller Nutzungen erfolgt ausschliesslich über den klar gefassten und abwechslungsreich gestalteten Hofraum. Die Aussen- und Zwischenräume sollen parkähnlich mit einem Anteil an naturnahem Lebensraum realisiert werden. Die Dächer der vier Neubauten werden zu bestmöglichen Nutzung der erneuerbaren Energien mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Beheizt werden die Gebäude mit einer Erdsonden-Wärmepumpe. Angestrebt wird, dass die vier Gebäude die Anforderungen an ein 2’000-Watt-Areal erfüllen. Läuft alles nach Planung soll die Überbauung im Jahr 2022 fertiggestellt sein. ■

  • Der Campus ist für die Zukunft gewappnet

    Der Campus ist für die Zukunft gewappnet

    Die Berner Fachhochschule (BFH) ist historisch gewachsen. Die verschiedenen Departemente sind heute auf rund 26 Standorte in Bern, Biel, Burgdorf, Magglingen und Zollikofen verteilt. Das erschwere die Zusammenarbeit im Lehrbetrieb, führe zu Doppelspurigkeiten, hohen Mietkosten und Platznot, betonen die Verantwortlichen der BFH. Zudem seien viele der heute belegten Gebäude in die Jahre gekommen.

    Aus diesen Gründen soll auf dem Areal Weyermannshaus Ost – es ist Teil des Premium-Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Ausserholligen – bis 2026 der neue Campus Bern entstehen – parallel zum Campus Biel, dessen Bau 2019 starten soll. Im Campus Bern werden die heute auf zahlreiche Standorte verteilten BFH-Departemente Gesundheit, Soziale Arbeit und Wirtschaft sowie die performativen Künste der Hochschule der Künste und die Bereiche Rektorat und Services unter einem Dach vereint.

    Ineinandergreifendes Campusgelände
    Das Siegerprojekt für den neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) steht seit Januar 2019 fest: «Dreierlei» hat das Preisgericht unter der Leitung des Amts für Grundstücke und Gebäude (AGG) am meisten überzeugt, schreibt der Campus Bern in einer Mitteilung. Das Projekt kombiniere die eigenständigen Departementsgebäude der BFH mit einem gemeinsamen Sockelgebäude und einem grosszügigen Aussenraum zu einem ineinandergreifenden Campusgelände. Verantwortlich für «Dreierlei» ist ein Planerteam unter der Leitung der Wulf Architekten GmbH, Stuttgart. Das Architektenteam entwickelt das Projekt auf der Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts weiter. Nach heutiger Planung werden die Bauarbeiten 2022 beginnen.

    Mit dem neuen Campus Biel/Bienne kann die BFH Synergien im Betrieb von Lehre und Forschung nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, betonen die Verantwortlichen der BFH. Der Kanton Bern hat Ende Januar 2017 mit den SBB, welchen das Grundstück in Weyermannshaus Ost gehört, einen über achtzig Jahre laufenden Baurechtsvertrag für die Baufelder Nord und Süd abgeschlossen.

    Mehr Nachhaltigkeit, mehr Interaktion
    Der Bau müsse in Sachen Energieeffizienz hohen Ansprüchen genügen: Bei der Ausschreibung des Projektwettbewerbs wurden die kantonalen Baustandards, der Standard Minergie-P-ECO sowie die Prüfung eines Holzbaus vorgegeben. Nicht zuletzt fördert die Zusammenlegung der verschiedenen Departemente und Fachbereiche die themenübergreifende Lehre, Forschung und Innovation. Dozierende, Studierende und Verwaltung erhalten Gelegenheit, sich über Disziplinen hinweg auszutauschen und zu inspirieren.

    Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen aufwerten
    Dass die Umgebungsflächen des Campus Bern den Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen prägen und aufwerten werden, davon sind die Projektverantwortlichen überzeugt. Geplant sind beispielsweise neue Spazier- und Velowege, grosszügige Spielplätze und Begegnungszonen. Die BFH plant zudem, im Sommer in den Aussenanlagen öffentliche Konzerte und Theatervorführungen zu veranstalten. Wichtiges Element der Aussenraumgestaltung ist auch die von der Stadt geplante neue Velo- und Fussgängerunterführung. Gemäss Berechnungen werden täglich mehr als 6’000 Studierende, Beschäftigte und Besuchende diese direkte Verbindung zwischen Campus und Europaplatz nutzen. ■

  • «Garden Tower»: Wohnen mit Aussicht auf das  Berner Alpenpanorama

    «Garden Tower»: Wohnen mit Aussicht auf das Berner Alpenpanorama

    Bei der Überbauung Bächtelenpark in Köniz wurde ein 53 Meter hohes Hochhaus mit einem Erdgeschoss und 16 Obergeschossen gebaut, welches 2016 bezogen werden konnte. Das im Minergiestandard erbaute Gebäude am Fusse des Berner Hausbergs Gurten umfasst insgesamt 45 3½- und 4½-Zimmer-Wohnungen mit offenen Grundrissen. Sie sind teils als Miet- und Eigentumswohnungen konzipiert worden. Zusammen mit der aussergewöhnlichen Gebäudeform bildet die steinerne Fassade das Hauptmerkmal des Hochhauses. Den äussersten Abschluss bildet eine, das ganze Gebäude umhüllende, filigrane Netzkonstruktion mit freigelassenen Ausschnitten für die Aussicht sowie einer Begrünung.

    Der «Garden Tower» des Architektenbüros Buchner Bründler aus Basel ist zurzeit das erste Hochhaus der Schweiz, das mit einer begrünten Fassade aufwartet. Wegen der Brandschutzbestimmungen sei ein solches Projekt nicht ganz unkompliziert, erklärte Andreas Bründler gegenüber der «Berner Zeitung». Unter anderem sei diese Form des Begrünens in der Schweiz noch nicht verbreitet. Bauherr des Hochhauses ist der frühere Oerlikon-Bührle-Chef und Aargauer Industrielle Hans Widmer (1940).

    Flächendeckendes Grün
    Die Begrünung macht ein feines metallenes Netz möglich, das rund um das Gebäude gespannt worden ist. Es sorgt dafür, dass die 1’200 Quadratmeter Grünfläche an der Fassade zu sehen ist. Die Pflanzen klettern entlang der Maschen empor und entwickeln sich gleichzeitig gegen links und rechts. 95 bodenerdige Pflanzentröge auf allen Etagen sind ein integraler Bestandteil der Architektur. Sie stehen versetzt, damit sich das Grün flächendeckend ausbreiten kann. «Es muss gewährleistet sein, dass die Pflanzen nicht verdorren und die Brandgefahr dadurch nicht steigt», sagen die Verantwortlichen. Deshalb sei der Wohnturm mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet worden. Diese registriert, wann sie den Pflanzen wie viel Wasser geben muss. Die Bewohner können so entspannt in die Ferien reisen, ohne jemanden für das Giessen engagieren zu müssen. Bei der Wahl der Pflanzen sind zudem Lichtverhältnisse berücksichtigt worden, die auf allen vier Seiten verschieden sind.

    Verschiedene Himmelsrichtungen
    Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie mindestens gegen zwei, und meist gegen drei, Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Alle Fenster reichen vom Boden bis zur Decke und lassen viel Licht in die Wohnungen. Am meisten besticht der Aussenraum, denn bei jeder Wohnung kommen mindestens 45 Quadratmeter als Balkon zur Wohnfläche hinzu. Die Architekten schafften so einen Ersatzgarten, damit alle Bewohnerinnen und Bewohner auch draussen genug Platz finden. Zuoberst im 16. Stock thront eine Attikawohnung mit einer Fläche von über 200 Quadratmetern. Bei schönem Wetter ist das Alpenpanorama garantiert. ■

    Teil des «Bächtelenparks» – fünf verschiedene Gebäudekomplexe
    Der «Bächtelenpark» sei eine einzigartige Komposition, betonen die Projektverantwortlichen. Die Überbauung setzt sich aus fünf Teilprojekten zusammen, welche eine Einheit aus individuellen Gebäudetypen bildet. Diese Teilprojekte unterscheiden sich stark in ihrer Architektur und Materialenverwendung. Das Bauprojekt folgte dem Credo «belebte Vielfalt statt Gleichförmigkeit». Im Zentrum steht der 53 Meter hohe Wohnturm. Mit den erwähnten 16 Geschossen gibt das Hochhaus dem modernen Gesamtkonzept des Quartiers «Bächtelenpark» ein unverwechselbares Gesicht. Modern, zentrumsnah und gut erschlossen – die Überbauung reiht sich mit diesen Eigenschaften nahtlos in die Weiterentwicklungsprojekte der Gemeinde Köniz ein.

    Komplexes Bauvorhaben
    Eiffage Suisse betreute als Totalunternehmung das Bauvorhaben im Auftrag von Dr. Hans Widmer. Der «Bächtelenpark» sei zu Beginn eine Grossbaustelle mit fünf voneinander unabhängigen Bauprojekten verschiedener, durch Wettbewerbe gewählten Architekten, erklären die Projektverantwortlichen. Dies führte zu grosser Komplexität in Abläufen und Prozessen, sowohl bei der Planung wie auch bei der Umsetzung. In Spitzenzeiten wurden bis zu dreihundert Bauarbeiter gleichzeitig koordiniert. Beim Hochhaus ergaben sich zusätzliche komplexe Herausforderungen, wie zum Beispiel die hohen Windlasten.

  • Ein Quartier wird zum Elektrizitätswerk

    Ein Quartier wird zum Elektrizitätswerk

    Die Energiestrategie 2050 ermöglicht neu Zusammenschlüsse zur Produktion und Nutzung von lokal produziertem Strom. Im Zuge dessen realisiert die IGD Grüter AG in Huttwil das erste eigenständige Energiequartier der Schweiz.

    Die Wohnüberbauung «Hohlen Südhang» wird mit Solarstromanlagen ausgestattet und der Strom innerhalb des gesamten Quartiers vernetzt. Somit wird das Quartier zum Elektrizitätswerk. Die selbst erzeugte Energie ist im gesamten Quartier von allen Bewohnern nutzbar. Die Idee ist, dass keine einzelnen Hausanschlüsse von Stromlieferanten mehr benötigt werden. In den vier Häusern sind 24 3½- und 16 4½-Zimmer Wohnungen untergebracht.


    Das Plusenergie-Quartier besteht aus 22 Gebäuden. Die Bewohner der knapp hundert Wohneinheiten im Energiequartier «Hohlen» in Huttwil werden sich weitgehend selbstständig mit Solarstrom versorgen. Photovoltaik-Anlagen auf allen Dächern und Balkongeländern produzieren mehr Energie als das Quartier im Jahr braucht und das zu einem tieferen Preis als mit einer konventionellen Energieversorgung.

    Der eigene Strom wird im Quartier zum Wohnen, Arbeiten, Autofahren sowie zur Wärmeerzeugung verwendet. Ein Carsharing mit Elektroautos soll persönliche Zweitfahrzeuge überflüssig machen. Vorgesehen ist, dass ein Batteriespeicher die Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit erhöht. Angestrebt wird, dass mit diesen technischen Innovationen sichergestellt wird, dass möglichst viel der selber produzierten Energie auch selber verbraucht werden kann. ■

  • Altersgerechte Wohnmöglichkeiten

    Altersgerechte Wohnmöglichkeiten

    Der «Ahornpark» stelle für Bätterkinden einen Meilenstein dar, weil das Projekt eine Antwort auf den Mangel an altersgerechten Wohnmöglichkeiten in der Region biete, wird Gemeindepräsident Beat Linder in einer Medienmitteilung zitiert. Die zusammenhängend gestaltete Überbauung wurde Ende 2018 von der Gemeindeversammlung genehmigt und diesen Frühling rechtskräftig. Die Überbauung «Ahornpark» umfasst ein Alterszentrum, verteilt auf vier Gebäude. Hinzu kommen vier Mehrfamilienhäuser. Neben der Wohnnutzung wird in einem Teilbereich, gegenüber dem Bahnhof, eine Gewerbefläche realisiert, welche zukünftig an einen Betreiber aus dem Gesundheitsbereich vermietet werden soll. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren übergibt die Halter AG im Sommer 2021 der Bauherrschaft die fertiggestellten Gebäude. ■

  • Neues Gewerbegebäude «ZOWO» in Zollikofen

    Neues Gewerbegebäude «ZOWO» in Zollikofen

    Das Projekt Zollikofen Work «ZOWO» im Businessquartier der 10’000 Einwohner zählenden Gemeinde – wird rund 8’000 Quadratmeter für Büro- und Gewerbenutzungen umfassen. Zurzeit laufen für das fünfstöckige Gebäude Verhandlungen mit Ankermietern und Investoren. Läuft alles nach Plan, wird das Dienstleistungs- und Bürogebäude im Jahr 2022 fertiggestellt.

    Das «ZOWO» sei gut an das Verkehrsnetz angeschlossen, betonen die Projektentwickler. Den Bahnhof Zollikofen ist in wenigen Gehminuten zu erreichen, und mit dem Auto ist man in rund fünf Minuten auf der Autobahn A1 oder in etwas mehr als zehn Minuten in Bern. Im nahen Umfeld der Überbauung gebe es zudem Verpflegungs- und Einkaufsmöglichkeiten, auch ein Spaziergang im Wald sei «quasi direkt vor der Haustüre möglich». ■

  • Ein Hochhaus für Ostermundigen

    Ein Hochhaus für Ostermundigen

    Direkt am Bahnhof Ostermundigen wird Grosses, respektive Hohes, realisiert: Mit dem «Bäre Tower» entsteht ein 100,5 Meter hoher Turm; das zukünftige neue Wahrzeichen von Ostermundigen. Zum neuen Bärenplatz hin werden sich Gastronomie- und Verkaufsflächen sowie Büro- und Dienstleistungsflächen orientieren. Im unteren Teil des Hochhauses ist ein Hotel vorgesehen, darüber befinden sich ein Panoramarestaurant und Mietwohnungen. Die Fassade setzt sich aus einzelnen Aluminiumelementen zusammen. Die Bauarbeiten haben Ende 2018 begonnen. Die Fertigstellung ist auf Ende 2021 vorgesehen. ■

  • Urbanes Leben am Wasser

    Urbanes Leben am Wasser

    Die fünf sechsstöckigen Gebäude mit dazwischengeschalteten zweistöckigen Verbindungsbauten werden in die Umgebung integriert, und eine Promenade mit direkter Aaresicht verbindet die Häuser. Auf dem Areal des ehemaligen Industrieareals «Hammerwerk» werden 77 Eigentumswohnungen (vom Studio bis zur 5½-Zimmer-Wohnung) realisiert. Dazu gehören Gewerbe und kulturelle Einrichtungen sowie Gastronomiebetriebe, die in Bestandesbauten integriert werden. Auf dem Gelände befinden sich historisch bedeutende Elemente wie beispielsweise ein denkmalgeschütztes Gebäude mit einer historischen Hammeranlage. Sie ist die älteste wasserbetriebene Anlage der Schweiz und gilt als Herzstück des Quartiers. Diese, mit dem hölzernen Wellbaum und den wassergetriebenen Schwanzhämmern aus dem 17. Jahrhundert, zeugt von der industriegeschichtlichen Entwicklung. Zurück in die Gegenwart, respektive in die Zukunft: Die Fertigstellung der neuen Überbauung ist auf Herbst 2021 geplant. ■

  • Eine Überbauung mit sehr guter Ausnutzung

    Eine Überbauung mit sehr guter Ausnutzung

    Das Projekt «Überbauung Füllerichstrasse» in Muri bei Bern wurde im Rahmen eines durch die Gemeinde als Baurechtsgeberin ausgeschriebenen Gesamtleistungswettbewerbs gewonnen. Als Investorin fungiert Helvetia Versicherungen und als Entwicklerin die Halter AG.

    Optimale Einfügung ins Quartier
    Als Sieger des Verfahrens wurde das Projekt mit dem Namen «Der Tee der drei alten Damen» auserkoren. Dies in Anlehnung an einen Roman von Friedrich Glauser, welcher der angrenzenden Begegnungszone den Namen gab. Für die Architektur zeichnet das Berner Büro GWJ Architektur verantwortlich. Die Jury überzeugte am Siegerprojekt die kluge Setzung des Volumens, was die Gesamtanlage sehr durchlässig erscheinen lasse und die Baukörper, Plätze und Gassen optimal ins Quartiersystem einfüge. Das Projekt sei zudem wirtschaftlich gut austariert und überzeuge durch eine sehr gute Ausnutzung.

    Das Projekt sieht drei unterschiedlich hohe Baukörper vor, die durch ihre versetzte Anordnung neue attraktive Aus-sen- und Zwischenräume schaffen. Das Gesamtprojekt sieht im Erdgeschoss Gewerbe- und Retailnutzungen vor und in den Obergeschossen einen breiten Mix an Wohnungen. Die Palette reicht von möblierten 1½-Zimmer-Studios bis zu 8½-Zimmer-Clusterwohnungen. Die Wohnungen werden über einen klassischen Laubengang erschlossen. Zudem verfügt der Bau über einen gedeckten und grosszügigen Innenhof.

    Am Friedrich-Glauser-Weg, der die Verbindung zum Einkaufszentrum Moos schafft, ist ein einstöckiger Pavillonbau mit öffentlicher Nutzung geplant.

    Das Stimmvolk entscheidet
    Bevor die Baubewilligung eingereicht werden kann, muss das Stimmvolk über den Baurechtsvertrag sowie über die Bestimmungen zur «Zone mit Planungspflicht» entscheiden. Über beide Geschäfte soll voraussichtlich Ende 2019 abgestimmt werden. ■

  • «MetroPark» – ein urbanes Zentrum in Aarenähe

    «MetroPark» – ein urbanes Zentrum in Aarenähe

    Der «MetroPark» stellt gemäss der Gemeinde Ittigen eine städtebaulich überzeugende Lösung in Bezug auf die standortspezifischen Anforderungen dar. Als Grundlage dient das Sieger- und Richtprojekt von Holzer Kobler Architekturen, Zürich. Vorgesehen sind einerseits eine Erhöhung und Modernisierung des «Metrohauses», andererseits östlich des RBS-Bahnhofs drei neue Büro- und Wohnbauten. Im gemeinsamen Sockel befindet sich nebst Gewerbeflächen auch die Einstellhalle für Motorfahrzeuge und Velos. Die Dächer der ostseitigen Gebäude werden als begrünte Dachterrassen ausgestaltet, welche zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Die Topografie des Ortes soll neu in zwei Ebenen gegliedert werden. Der Charakter des Sockelgeschosses auf dem Niveau der Worblaufenstrasse ist geprägt von öffentlichen Räumen und Plätzen. Der neue Bahnhof gilt als Schlüsselelement. Das Erdgeschoss, neue Fusswege für die Bewohner und Grünräume schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Der Einzug eines Lebensmittelmarkts bereichert das Publikumsangebot und steigert zudem die Attraktivität des öffentlichen Raums.

    Funktionale und soziale Durchmischung
    Der «MetroPark» sei gesellschaftlich, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig, betonen die Projektverantwortlichen. Ziel ist, dass die funktionale und soziale Durchmischung des Quartiers durch das Nutzungskonzept von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen spürbar verbessert werden soll. Damit soll ein wesentlicher Beitrag an die kommunale Entwicklung geleistet werden. Auf ökologischer Ebene orientiert sich das Projekt «MetroPark» an den Grundsätzen der 2’000-Watt-Gesellschaft. Bei der Erstellung der neuen Gebäude wird der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus ein besonderes Augenmerk geschenkt. Das Quartier wird an einen Fernwärmeverbund angeschlossen. ■

  • Erstes Plusenergie-Quartier der Schweiz

    Erstes Plusenergie-Quartier der Schweiz

    Das erste Plusenergie-Quartier (PEQ) der Schweiz soll einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes leisten. Das über 23’000 Quadratmeter grosse Landstück liegt am Aarehang, oberhalb der ehemaligen Hammerwerke. Das Projekt «Aarerain» bietet mit 167 Wohnungen Wohnraum für rund 350 bis 500 Bewohner. Das Spezielle daran: Im Quartier wird über das ganze Jahr mehr Energie produziert als verbraucht. Seit Frühling 2016 entwickelt Losinger Marazzi gemeinsam mit der Grundeigentümerin CPV/CAP Pensionskasse Coop – das Land ist in ihrem Besitz – und der Gemeinde Ittigen das Projekt «Aarerain». Dieses Konsortium hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt, den die Fischer Architekten AG aus Zürich gewonnen haben. Das Siegerprojekt sieht sechs Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Stockwerken vor. Dadurch entstehen 167 Wohnungen für 350 bis 500 Bewohner. Von jeder Wohnung blickt man auf die Aare. Interessant ist das Energiekonzept: «Wir wollen den Energiebedarf minimieren, aber nicht zulasten des Komforts», sagt Christian Leuner, Chef der Fischer Architekten AG.

    Massnahmen um den Energiebedarf klein zu halten
    Um den Standard Plusenergie-Quartier zu erreichen, ist es notwendig, pro Jahr mehr Energie zu produzieren als das Quartier verbraucht. Die Energieproduktion kann beispielsweise durch die Stromgewinnung mittels Photovoltaikpaneelen auf dem Dach oder/und der gedämmten Fassade umgesetzt werden. So gelinge es, gesamthaft mehr Energie zu produzieren als zu verbrauchen. Im Sommer sorgen die Photovoltaikelemente für eine Überproduktion an Energie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Speichermöglichkeiten seien momentan im «Aarerain» noch nicht vorgesehen. Der Energieverbrauch kann durch die Verwendung von intelligenten Stromnetzen (sogenannten Smart Grids) oder durch die Vernetzung der Quartierbewohner durch eine App, mit der unter anderem der eigene Verbrauch (Elektrizität, Wärme, Wasser) eingesehen, gesteuert und reduziert werden kann. Die Heizung erfolgt über den Wärmeverbund der ARA Worblaufen, die dem gereinigten Abwasser künftig vier bis sechs Grad entziehen und so Energie gewinnen will. ■

  • Wohnen zwischen Jurafuss und Alpenkamm

    Wohnen zwischen Jurafuss und Alpenkamm

    Die Wohnüberbauung «Am Südhang» würde an freistehende Einfamilienhäuser erinnern, jedoch mit dem Vorteil gemeinsam genutzter Infrastruktur, betonen die Projektverantwortlichen. Im Zentrum der 3½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen stehen offene Wohn- und Essbereiche, die fliessend in die restlichen Räume übergehen. Grosszügige Glasfronten und raumhohe Schiebeflügel bieten Ausblicke in drei Himmelsrichtungen.

    Inspiriert von ihrem Standort würden die 24 Eigentumswohnungen mühelos den Spagat zwischen urban und ländlich schaffen, ist in einer Medienmitteilung zu lesen. Pro Haus gruppieren sich drei Baukörper um einen gemeinsamen Erschliessungskern, wodurch jede Wohnung ihren eigenen Flügel erhält und sowohl visuell als auch räumlich mit viel Weite einhergeht. ■

  • Neues Wohnquartier mit über tausend Wohnungen

    Neues Wohnquartier mit über tausend Wohnungen

    An aussichtsreicher Hanglage entsteht am Könizbergwald das neue Plus-EnergieQuartier «Papillon» es gilt schon heute als Vorzeigequartier von Köniz mit rund 1’000 Miet- und Eigentumswohnungen. Seit Mitte 2018 sind die ersten Wohnungen vermietet.

    Bis 2026 wird in Etappen auf insgesamt acht Baufeldern Wohn- und Lebensraum für rund 2’500 Menschen geschaffen – mitsamt einem Quartierzentrum, einer neuen Schule und Sportanlagen. Zum identitätsstiftenden Quartierzentrum soll der denkmalgeschützte Weiler mit seinen alten Bauernhäusern beitragen. Zum Aussenraum des Quartiers gehört auch die Allmend, ein öffentlicher Quartierfreiraum.

    Gemeinde Köniz direkt beteiligt
    Die Stimmberechtigten der Gemeinde Köniz haben sich am 19. Mai 2019 mit einem Ja zur Abgabe von Land im Baurecht für die Entwicklung des Baufelds F (Bruttogeschossfläche rund 25’400 m2), einem «Flügel» der Wohnüberbauung «Papillon», direkt beteiligt. Dieser Perimeter, der etwa so gross wie vier Fussballfelder ist, macht rund ein Viertel der ganzen Siedlung aus. Die Gemeinde Köniz hat nun das Land im Baurecht an die Immobiliengesellschaft Mobimo und eine gemeinnützige Wohnbauträgerschaft abgeben.

    Weitgehend emissionsfreie Energie-versorgung
    Mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen, Erdsonden und einer qualitativ hochstehenden Bauweise setzt das Quartier «Papillon» auf eine weitgehend CO2-emissionsfreie Energieversorgung. ■

  • Ein vielseitiger U-förmiger Neubau

    Ein vielseitiger U-förmiger Neubau

    Der u-förmige Neubau steht im Teilgebiet des Entwicklungsschwerpunktes Ausserholligen. Zudem war es der frühere Standort der Haupttribüne des legendären Grand Prix Suisse. Von 1934 bis 1939 und wiederum von 1947 bis 1954 war Bern jedes Jahr im Sommer für einige Tage das Zentrum des internationalen Motorrennsports. Es war einer der grössten Sportanlässe der Schweiz.

    Gebaut wird in Massivbauweise
    Bevor im Februar 2019, nach einer Entwicklungs- und Planungszeit von etwa sechs Jahren, der Hochbau startete, wurde das bestehende Gebäude der Metallbaufirma Gebrüder Müller AG abgebrochen. Das neue, gegen Süden geöffnete sechsgeschossige Gebäude wird in Massivbauweise erstellt und mit einer Eisspeicher-Anlage beheizt. Zudem ist beim Bauteil 1 eine Photovoltaik-Fassade geplant, und die gesamte Dachfläche wird mit 400 Hybrid-Modulen belegt. Die restliche, ockerfarbige Fassade wird zur Innenhofseite heller sein. Dies erzeugt einen warmen und kräftigen Kontrast zu dem schlichten Gelbton des Nachbarsgebäudes ARK 143 und der blauen Glasfassade des kalt wirkenden Gebäudes von Inotex AG. Der Neubau wird voraussichtlich im August 2021 der Bauherrschaft übergeben.

  • Modernes Genossenschaftswohnen

    Modernes Genossenschaftswohnen

    Die Überbauung «Huebergasse» im Quartier Holligen in Bern ist das Ergebnis eines durch die Stadt Bern durchgeführten Investoren- und Projektwettbewerbs. Das Siegerprojekt haben die Berner Wohnbaugenossenschaft «Wir sind Stadtgarten», die Halter AG, das Berner Architekturbüro GWJ Architektur und ASP Landschaftsarchitekten aus Zürich erarbeitet.

    Hauptsächlich für Familien
    Der Mix der insgesamt 103 Wohnungen ist mehrheitlich auf Familien ausgerichtet, bietet aber auch mit Wohnateliers und Cluster-Wohnungen vielfältigen weiteren Lebensformen Platz. Alle Wohnungen sind konsequent auf die neu entstehende Huebergass ausgerichtet, die das soziale Herzstück der Überbauung bildet. Das Projekt ist explizit gemeinnützig organisiert und richtet sich nach dem Prinzip der Kostenmiete gemäss den Grundsätzen des Bundesamtes für Wohnungswesen aus. Mit attraktiven Grundrissen, der hohen Dichte und Offenheit zum bestehenden Quartier soll die Siedlung für modernes Genossenschaftswohnen stehen.

    Vielseitiges Wohnungsangebot
    Die neuen Wohnbauten oberhalb des Parks bilden einen schmalen Hof, von dem aus sämtliche Wohnungen erschlossen werden. Die meisten bieten 3½, 4½ oder 5½ Zimmer. Vorgesehen sind auch kleinere sowie eine Clusterwohnung mit bis zu neun Zimmern. Statt der heute üblichen 45 Quadratmeter Wohnfläche pro Person wird mit 25 Quadratmetern gerechnet. Der Zugang über den Innenhof und die Balkone zum Hof sollen die Sichtbarkeit der Bewohnerinnen und Bewohnern und dadurch die Kommunikation untereinander fördern.
    Den Stadtteilpark verstehen die Architekten als eigenständigen Stadtraum, der eine «wilde Quartieroase für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung, wie auch für alle andern» darstellen soll. Im Westen wird der Park mit einer Platanenreihe abschliessen. ■

  • Ein urbanes und grünes Stadtquartier für Bern

    Ein urbanes und grünes Stadtquartier für Bern

    Die Stadt Bern möchte auf dem Viererfeld und dem benachbarten Mittelfeld ein neues Quartier mit 1’200 Wohnungen für rund 3’000 Menschen schaffen. Die Hälfte des Viererfelds und ein Drittel des Mittelfelds bleiben unbebaut und sollen als Stadtteilpark, als Familiengärten sowie als Spiel- und Sportflächen einen öffentlich zugänglichen städtischen Freiraum bilden. Mindestens fünfzig Prozent der Wohnfläche seien für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert, betonen die Projektverantwortlichen. Das Areal soll zudem dicht und bodensparend bebaut und energetisch vorbildlich realisiert werden. Angestrebt wird die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal.

    Zwei diagonale Achsen als Rückgrat
    Der städtebauliche Wettbewerb wurde im Januar 2019 abgeschlossen. Das Projekt «VIF!» hat beim städtebaulichen Wettbewerb den ersten Rang «Städtebau» und «Stadtteilpark» belegt. Hinter dem Projekt steht ein Team aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrsplanern und Soziologen. «Prägendes Merkmal des Projekts «VIF!» sind zwei diagonale Achsen, die das Rückgrat des neuen Quartiers bilden und besonders für den Fuss- und Veloverkehr eine Grundstruktur bilden», sagt Architektin Priska Ammann.
    Die Jury kam zum Schluss, dass das Siegerprojekt der Wettbewerbsaufgaben «Städtebau» und «Stadtteilpark» durch seine Anbindung an die bestehende städtebauliche Struktur und das Potenzial für hohe Wohnqualität überzeuge. «Das Siegerprojekt bildet keine autarke Siedlung, sondern schliesst präzis die städtebauliche Lücke zwischen der gebauten Stadt in der Inneren und der Äusseren Enge», betont Stadt- und Jurypräsident Alec von Graffenried und ergänzt, dass das «Viererfeld» eine äusserst überzeugende Antwort auf die städtebauliche Aufgabenstellung gibt. «Es bildet keine autarke Siedlung, sondern macht einen präzisen Vorschlag zum Schliessen der städtebaulichen Lücke zwischen der gebauten Stadt in der inneren und äusseren Enge.» Bis Ende 2019 sollen die sieben Wohnentwürfe in einen Masterplan eingefügt werden.


    Baubeginn frühestens 2023
    Geplant ist, dass 2020 die Gewinner der Wohnbauprojekte, gemeinsam mit den Investoren, mit den Projektierungen beginnen. Klar sei, dass mindestens die Hälfte von Vierer- und Mittelfeld von Genossenschaften überbaut werden soll. Im Gegensatz zu den meisten anderen verzichtet das Siegerprojekt auf Hochhäuser auf dem Mittelfeld. Frühestens 2023 kann mit der Überbauung begonnen werden. Zuerst muss das Stimmvolk entsprechende Kredite und die Abgabe des Baulandes bestätigen. Vor gut zwei Jahren genehmigte es die Zonenpläne sowie den Landerwerb vom Kanton. ■

  • Neues Verwaltungsgebäude für das Bundesamt für  Bauten und Logistik

    Neues Verwaltungsgebäude für das Bundesamt für Bauten und Logistik

    Die Bauarbeiten für den Neubau des Verwaltungsgebäudes haben Mitte August 2018 begonnen. Mit Erreichen der Baugrubensohle wurden die 49 Erdsonden gebohrt und installiert. Anfang Januar wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen, und seit Mitte August 2019 ist der Rohbau des ersten Obergeschosses abgeschlossen. Ab sofort beschleunigt sich der Baufortschritt durch den Wiederholungsfaktor der «Regel-Geschosse» bis ins achte Obergeschoss. Alle drei Wochen kann so durch den Wiederholungsfaktor jeweils mit einem weiteren Geschoss begonnen werden. Dieses enge Bauprogramm verlangt eine strukturierte, professionelle Koordination und stellt hohe Anforderungen an die Logistik.

    Die Gebäudehülle
    Die Fassade bildet durch den Versatz im Fassadenraster vom ersten zum zweiten Obergeschoss auf subtile Weise einen zweistöckigen Sockel aus. Dieser gliedert das Gebäude in Gemeinschafts- und Verwaltungszonen, nimmt den Terrainunterschied auf und stellt den Bezug zur Etappe 1 her. Die über zwei Geschosse verlaufenden Lisenenprofile gliedern die Fassade zusätzlich und brechen die Grossmassstäbigkeit des Baukörpers. Die helle, eloxierte Oberfläche der Lisenen bildet einen Kontrast zu der hinteren, pulverbeschichteten Ebene der Fensterprofile und Storenabdeckungen. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel verändert sich das Bild der metallischen Fassade.

    Die Nachhaltigkeit
    Das Gebäude wird nach dem Standard Minergie® P Eco und dem Standard Gutes Innenraumklima GI® zertifiziert. Die hohen Anforderungen haben den Entwurf von Anfang an mitgeprägt. Durch die kompakte Gebäudeform, aktivierte Masse, Sonnenschutz und Wärmedämmung wird im Betrieb der Energieverbrauch reduziert. Die grossflächige Verglasung, der Sonnenschutz mit Tageslichtumlenkung und der offene Innenhof sorgen für reichlich natürliches Licht. Der verbleibende Energiebedarf wird CO2-frei gedeckt, und eine PV-Anlage auf dem Dach versorgt das Gebäude mit Strom. Für die Heizung wird primär Abwärme verwendet, während das Gebäude mit Erdsonden und Wärmepumpen gekühlt wird. ■

  • Neubau Naturhistorisches Museum und Staatsarchiv

    Neubau Naturhistorisches Museum und Staatsarchiv

    Das Siegerprojekt «ZASAMNE» der Zürcher Architekten EM2N wurde ausgewählt und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Für die beiden traditionsreichen Basler Kulturinstitutionen sei der Entscheid des Wettbewerbs ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung neuer zukunftsorientierter Nutzungskonzepte und der Befreiung von aktuell bestehenden räumlichen, betrieblichen und strukturellen Einschränkungen, ist auf der Homepage des Hochbauamtes Kanton Basel-Stadt zu lesen.

    Überregionale Ausstrahlungskraft
    Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch seine klare städtebauliche Setzung und die einfache Gliederung des langgestreckten Baukörpers. Es gelinge dem Projekt, durch die gewählte Kubatur, Materialisierung und Fassade an der Bruchstelle zwischen Quartier und Bahninfrastruktur gleichzeitig einen urbanen und industriellen Ausdruck zu erzeugen. Mit einem Neubau und der Konzentration der beiden Institutionen an einem Standort soll die Chance ergriffen werden, einen zukunftsgerichteten öffentlichen Kulturkomplex mit zwei sich ergänzenden Identitäten und überregionaler Ausstrahlungskraft zu schaffen.

    Schutz des wertvollen Kulturgutes
    Der Neubau werde das wertvolle Kulturgut mit den einzigartigen Beständen langfristig schützen, betonen die Projektverantwortlichen des Naturhistorischen Museums. Die Realisierung ist für 2020 bis 2023 geplant. Nach einer einjährigen Umzugs- und Einrichtungsphase für das Staatsarchiv, beziehungsweise einer zweijährigen für das Naturhistorische Museum Basel, wird das neue öffentliche Kulturgebäude ab 2024 / 25 neue Impulse im aufstrebenden Stadtquartier St. Johann setzen. ■

  • Ein neuer Stadtteil für Lausanne

    Ein neuer Stadtteil für Lausanne

    Die Eigentümer der Grundstücke, SV Rasude, Mobimo und CFF Immobilier, haben 2014 ein zweiphasiges paralleles Studienmandat gestartet, um gemeinsam ein „neues lebhaftes und offenes Viertel“ im Zentrum von Lausanne zu schaffen. Es ist das Genfer Büro von Eric Maria, das sich gegen nationale und internationale Architekten etabliert hat. Wie die öffentlichen Auftraggeber hervorheben, zeichnet sich das einstimmig als Grundlage für die Entwicklung des PPA empfohlene Projekt „Échappées“ von Eric Maria durch einen subtilen Ansatz aus, der die harmonische Integration des neuen Bezirks in seine Umwelt fördert. Bis jetzt geschlossen, wird sich dieser Ort dank neuer räumlicher Verbindungen und der Entwicklung harmonischer öffentlicher Räume für die Stadt öffnen.

    Ein atemberaubender Blick auf den Genfer See
    Es ist ein 19.000 Quadratmeter großes Grundstück in sehr zentraler Lage. Das zuvor direkt von La Poste als Distributionszentrum genutzte Grundstück direkt neben dem Bahnhof wurde 2010 von Mobimo gekauft. Der zukünftige Bezirk wird eine Mischung von Aktivitäten wie Büros, Geschäfte, Freizeitaktivitäten, Wohnen, ein Hotel usw. auf einer Fläche von 73.000 Quadratmetern umfassen. Die Unterkunft soll ihren Bewohnern einen herrlichen Blick auf den Genfer See und die Alpen bieten, wie die Projektmanager gerne betonen. Das Bewertungsunternehmen Rasude ist eine Partnerschaft zwischen Mobimo und CFF Immobilier. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt CHF 400 Millionen. Die Arbeiten sollen 2024 beginnen. ■

  • "Quai Vernets": ein gemischtes Viertel im Herzen von Genf

    "Quai Vernets": ein gemischtes Viertel im Herzen von Genf

    Das neue Viertel „Quai Vernets“, das perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, wird an der Stelle der Vernets-Kaserne stehen. Im Rahmen eines Mandats für Parallelstudien des ENSEMBLE-Teams werden die Merkmale des neuen Genfer Bezirks, der seine Identität begründet, festgelegt. Ziel war es, ein hohes Maß an Qualität und Vielfalt für diese beiden Gebäude zu bieten, darunter Studentenwohnungen, zwei Drittel der Sozialwohnungen, kostenlose Mietwohnungen sowie Genossenschaftswohnungen, wie geschrieben. Losinger Marazzi in einer Erklärung. Der Bezirk wird das Genfer Stadtzentrum um 1.500 Mietwohneinheiten, 26.400 m Einzelhandelsfläche und öffentliche Einrichtungen, Parkplätze und 25.000 m Grünflächen erweitern. So entsteht ein Stadtteil, der der Vielfalt einen hohen Stellenwert einräumt. Das ENSEMBLE-Team ist bestrebt, ab der Entwurfsphase die folgenden Zertifizierungen und Etiketten zu integrieren:

    • Zertifizierung „Site 2000 Watt“
    • Minergie ECO-Zertifizierung
    • Einhaltung des SNBS-Standards
    • Einhaltung der Anforderungen des Programms „Natur in der Stadt“
    • Qualitätslabel für Natur und Wirtschaft für die biologische Vielfalt
    • Einhaltung des EcomatGE-Ansatzes

    Das Expertengremium stimmte für die Projekte der Büros von Geninasca-Delefortrie Architects und Bunq SA (Block A) sowie von Jaccaud Spicher Architectes Associés und LRS Architects (Block B). Verwaltung gegenüber, Größe der Fassaden, Ausrichtung der Wohnungen, Animation des kollektiven und öffentlichen Raums: Dies waren einige der zugewiesenen Aufgaben. Die Lieferung der ersten Häuser ist für 2022 geplant. Das Konsortium der Architekten Fruehauf, Henry & Viladoms und Atelier Descombes Rampini ist für die Gestaltung der Gebäude C und D sowie des ADR für die AMEX verantwortlich. ■

  • Eine Stadt in einer Stadt

    Eine Stadt in einer Stadt

    Das Projekt findet auf dem Gelände der ehemaligen Hispano-Suiza-Fabrik statt. Das 1904 gegründete Maschinenbauunternehmen hatte sich ursprünglich zu einer weltberühmten Automarke entwickelt. Das Projekt „Quartett“ wurde nach der BIM-Methode entwickelt und geplant und trägt das Minergie-Label. Es geht um die Renovierung eines Gebäudes und die Realisierung einer Reihe von elf miteinander verbundenen Neubauten, in denen Büros sowie Industrie-, Handwerks- und Handelsaktivitäten untergebracht werden. Teil des Projekts sind auch ein Hotel mit 114 Zimmern und eine High School für Kunst und Design (HEAD). Die ersten Gebäude wurden im Frühjahr 2018 von HRS an den Kunden geliefert. Das Projekt muss bis zum Sommer 2022 abgeschlossen sein. ■

  • Ein tertiäres Gebäude mit hohem Potenzial

    Ein tertiäres Gebäude mit hohem Potenzial

    Die Station Pont-Rouge ist die erste große Etappe beim Bau der Genfer Entwicklungszone „Praille-Acacias-Vernets“ (PAV), in der auf einer Fläche von 230 Hektar ein neuer Bezirk entsteht. In zwanzig Jahren werden hier rund 50.000 Menschen leben und arbeiten. Die Einweihung der neuen Station „Lancy Pont-Rouge“ im Dezember 2017 legte den Grundstein für das PAV-Sanierungsprojekt. Ab 2019 hält hier der Léman Express und es wird fünfmal pro Stunde eine direkte Zugverbindung zum Genfer Hauptbahnhof und zum anderen nach Frankreich hergestellt. Die Fahrt in die Genfer Innenstadt dauert nur sechs Minuten. Das Projekt „Esplanade de Pont-Rouge“ muss das alte Industriegelände in ein städtisches Zentrum für gemischte Nutzung verwandeln, unterstreichen die Projektmanager. ■

  • Die Genfer Region entwickelt sich rasant

    Die Genfer Region entwickelt sich rasant

    Pont Rouge, das CFF-Immobilienprojekt auf dem Gelände von Geneva la Praille, hat im Sommer 2018 das neue Stadtzentrum eingeweiht, das weniger als 2 km von der Genfer Innenstadt entfernt liegt und eine erstklassige Erreichbarkeit bietet. Auf einer Grundfläche von rund 120.000 Quadratmetern – zu beiden Seiten des Bahnhofs und seines Platzes – baut CFF Immobilier SA Wohn- und Büroräume. Das Projekt sieht auch den Bau von rund 600 neuen Wohnungen vor, mit dem Ziel einer Mischung aus Sozialwohnungen und mehrstöckigen Wohnungen. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Umfang um die Lancy-Station zu verbessern. Die Mischung aus Sozialwohnungen, Kollektivwohnungen und PSA sollte der Genfer Bevölkerung im Kontext eines angespannten Wohnungsmarktes in der Region frischen Wind bringen. Das Projekt „Pont-Rouge“ gilt als eines der größten Bauprojekte in der Region Genf.

    Die Komplementarität dieser Infrastrukturen und die Gestaltung der öffentlichen Räume ermöglichen es dem Projekt „Pont-Rouge“, Mobilität, Wirtschaft, Flächennutzungsplanung und Umwelt eng miteinander zu verbinden, wie die für das Projekt Verantwortlichen gerne hervorheben. Für sie ist „Pont-Rouge“ bereits der zukünftige Mehrzweckbezirk in der Genfer Region, der seinen Einwohnern qualitativ hochwertige Dienstleistungen sowie ein lebendiges soziales Leben bietet.

    Ein modularer Industrie- und Gewerbepark
    Das Projekt „Espace Tourbillon“ in Plan-les-Ouates hat ebenfalls großes Potenzial. Es besteht aus fünf Gebäuden, die durch eine unterirdische Logistikstation mit einer Grundfläche von 95.000 Quadratmetern verbunden sind. Die Oberflächen sind für industrielle und gewerbliche Zwecke sowie für Büros bestimmt. Das Baugrundstück befindet sich im Herzen des Industriegebiets Plan-les-Ouates. Hier wird in zwei Schritten ein multifunktionaler und modularer Industrie- und Gewerbepark errichtet, der mit einer effizienten Logistik ausgestattet ist, die für LKWs zugänglich ist. Die Baugenehmigung wurde erteilt und die Ausschreibung für das gesamte Unternehmen ist in Vorbereitung. Swiss Prime Site will mit ihrem Projekt bewusst eine breite Palette von gewerblichen Mietern anziehen. Aus diesem Grund werden Flächen ab 50 Quadratmetern angeboten. Es wird auch möglich sein, ein ganzes Gebäude ab 8.000 Quadratmetern exklusiv zu mieten. Das Konzept wird sogar eine Anpassung der Fassade an das Bild des Mieters ermöglichen, wie die Projektmanager hervorheben. Das Land ist das ausschließliche Eigentum von Swiss Prime Site. ■

  • Ein neuer Glassitz für das IOC

    Ein neuer Glassitz für das IOC

    Das neue Hauptquartier des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne ist ein Gebäude mit einer Plural-Symbolik. Es sollte in kleinem Maßstab darstellen, wie das IOC die Organisation der Olympischen Spiele in vollem Umfang in Zukunft wünscht. Mit mehr Transparenz, Flexibilität und Langlebigkeit. Die Form des Glasgebäudes, das von einem sich bewegenden Sportler inspiriert ist, wurde nach Plänen des dänischen Büros 3XN und der Lausanner Architekten Itten + Brechbühl entworfen.

    Eine Ganzglasfassade
    Die Transparenz und der kommunikative Charakter des Gebäudes schaffen eine großartige Atmosphäre, wie Thomas Bach, Präsident des IOC, feststellt. Das Gebäude befindet sich am Ufer des Genfersees und verfügt über eine vollständig verglaste Fassade, die für einige helle Räume mit flexiblen Arrangements schafft und gleichzeitig „die Offenheit des IOC als Organisation“ symbolisiert, unterstreichen die Beamten des Projekts. Bisher waren die 500 Mitarbeiter auf vier verschiedene Standorte in Lausanne verteilt. Jetzt sind alle unter einem Dach versammelt. Das neue 24.000 Quadratmeter große Gebäude bietet Platz für 600 Arbeitsplätze. Es befindet sich neben dem historischen Château de Vidy im Bourget Park.

    Architektur, ein Spiegelbild der sportlichen Dynamik
    Drei Schlüsselelemente kennzeichnen das neue Gebäude: Bewegung, Flexibilität und Zukunftsorientierung. Die Fassade spiegelt dies besonders wider: Mit ihrer wellenförmigen Physiognomie atmet sie die Energie der Bewegung und drückt symbolisch die Dynamik des Sports und der olympischen Bewegung aus. Die zentrale Treppe, die die Böden verbindet, erinnert an die olympischen Ringe. Die Form des Gebäudes wurde von den Bewegungen eines Sportlers inspiriert.

    Nachhaltige und effiziente Energiesysteme
    Die Bauarbeiten begannen im Sommer 2016 mit dem Abbau des Altbaus. Bei dieser Gelegenheit wurden mehr als 95% des alten Verwaltungsgebäudes für den Neubau wiederverwendet oder recycelt. Der neue Hauptsitz des IOC hat eine Fläche von 22.000 Quadratmetern. Besonderes Augenmerk wurde auf die Nutzung nachhaltiger und effizienter Energiesysteme und die bestmögliche Nutzung des Tageslichts gelegt.

    Das Konzept des „Olympischen Hauses“ ist Teil eines Nachhaltigkeitsansatzes. Das Gebäude ist mit Solarkollektoren und Wärmepumpen ausgestattet, die Wasser aus dem nahe gelegenen Genfersee verwenden. Der Einsatz erneuerbarer Energien soll es ermöglichen, bis zu 35% weniger Energie und 60% Stadtwasser zu verbrauchen als bei einem konventionellen Neubau.

    Die neue IOC-Zentrale hat außerdem drei Nachhaltigkeitszertifikate für Gebäude erhalten: die LEED-Zertifizierung „Platinum“ für Gebäude, die CO²-Emissionen senken, Ressourcen schonen und nachhaltige Praktiken aufweisen, das SNBS-Label (Standard de Construction Sustainable Switzerland) „Platinum“ und schließlich den Bau Label Minergie P. ■