Kategorie: Projekte

  • Liestal gestaltet sein Stadtzentrum um

    Liestal gestaltet sein Stadtzentrum um

    Liestal erfindet sich quasi neu und gestaltet sein Stadtzentrum um: Im Zentrum stehen neben Neubauten auch die Aufwertung von Begegnungszonen für die Bevölkerung sowie verbesserte Wegverbindungen. Damit will Liestal nicht nur als Wohn- und Arbeitsort attraktiver werden, sondern sich auch als Wirtschaftsstandort weiterentwickeln.

    Für die Entwicklung der drei Konzepte «Lüdin», Neubau des Gerichtsgebäudes sowie «am Orisbach» spielt der Quartierplan des Letztgenannten eine tragende Rolle und fungiert als Bindeglied. Dazu gehört der Neubau des Postgebäudes, welcher vom Architekturbüro Christ & Gantenbein umgesetzt wird. Gemeinsam mit dem Palazzo, dem Kantonsgericht und dem pavillonartigen ehemaligen Café Post definiert dieser das zukünftige Liestal. Der Neubau wird maximal 25 Meter hoch und reiht sich stimmig in das Stadtbild ein. Eine grosszügige Terrasse gibt den Blick über den geplanten Park bis zur Altstadt frei. Die Obergeschosse sind für Wohnungen und/oder Geschäftsräumlichkeiten reserviert, während zur Terrasse hin öffentliche Nutzungen vorgesehen sind. Der Schalterbetrieb der Post, Geschäfte, Gastronomie und Büros werden im Erdgeschoss eingegliedert. Der Bau des Postgebäudes ermöglicht die Freilegung des Orisbachs und die Gestaltung eines neuen Stadtparks.

    Bis 2025 soll auch das neue Bahnhofsgebäude fertiggestellt und die Inbetriebnahme des Vierspurausbaus der SBB abgeschlossen sein. Der Postneubau und die Erweiterung des Gerichtsgebäudes vervollständigen die Modernisierungen des Bahnhofbereichs. Der Zuschlag für den Anbau an das bestehende Gerichtsgebäude ging an das Churer Architekturbüro ARGE Notaton AG. Die Architekten überzeugten die Jury des Projektwettbewerbs mit einem kleinen Volumen und der Anordnung der Gerichtssäle auf drei Geschossen – inklusive dem Reservegerichtssaal im Sockelgeschoss.

    Die Umgestaltung der Allee zum Stadtpark.

    Der neue Stadtpark – Baustart soll 2025 sein – wird von Fontana Landschaftsarchitektur auf einer Fläche von 7710 Quadratmetern gestaltet und verbindet das Gebiet rund um den Bahnhof mit der Altstadt. Geplant sind Sitzstufen, die direkt ans Wasser des Orisbachs reichen, sowie drei neue Wege, die vom «Stedtli» zum Bahnhof führen. Ein Lift ermöglicht zudem den barrierefreien Zugang zur Allee und in die Altstadt. Die bestehenden Bäume werden entlang der Seestrasse bestmöglich erhalten und mit Neupflanzungen ergänzt. Gemeinsam mit dem Stadtpark entstehen so neue Aufenthalts- und Begegnungsorte.

    Das Lüdin-Areal wird zu einem Vorstadt-Quartier ausgebaut und fungiert als zweites Tor zum Stedtli. Dank des unterirdischen Parkhauses ist das Stedtli vom Lüdin-Areal her via kurzem Fussmarsch erreichbar. Die bisherigen öffentlichen Parkplätze an der Allee werden ins Parkhaus verschoben. Diese Massnahme schafft dem schlankeren und neupositionierten Postgebäude Platz für den Park.

    Die einzelnen Projekte werden sorgfältig aufeinander abgestimmt und sehen auch Verbesserungen bei der Führung des öffentlichen Verkehrs vor. Zudem wird so für eine zeitlich begrenzte und damit weniger belastende Baustelle gesorgt. Für die Umsetzung und Finanzierung der Vorhaben zeichnen die Stadt, die Post Immobilien AG, die Credit Suisse mit Unterstützung in Form von Beiträgen des Bundes und des Agglomerationsprogramms verantwortlich.

    Das Ensemble am Postplatz mit Blick Richtung Stedtli.
    Die öffentliche Stadtterrasse zwischen Bahnhof und Stedtli.
  • Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Das geschichtsträchtige Gewerbeareal Lüdin fungiert als Scharnier zwischen dem Bahnhofgebiet und der Altstadt in der Stadt Liestal. Bis 2025 lässt die Eigentümerschaft, die SIAT Immobilien AG (handelnd für den Credit Suisse Real Estate Fund SIAT), das von 6257 Quadratmeter umfassende Areal zum attraktiven Vorstadt-Wohnquartier umgestalten: Bis 2025 entstehen hier 135 Wohnungen, 190 unterirdische Parkplätze sowie Raum für gewerbliche Nutzungen. Das Investitionsvolumen beträgt über 80 Millionen Franken.

    Das Areal liegt zentral in der Stadt Liestal zwischen Bahnhof und Altstadt. Für die Areal- und Projektentwicklung wurde die First Site Invest AG aus Basel beauftragt. Den Projektwettbewerb auf Einladung konnte das Zürcher Architekturbüro Steib Gmür Gschwentener Kyburz Partner für sich entscheiden. Sie überzeugten die Jury mit einer dreizeiligen Bebauung, bei der die westliche und die mittlere Zeile im Norden miteinander verbunden sind. Die Gebäude sind unterschiedlich ausgestaltet. Das Lüdin-Haus aus den 1950er-Jahren bleibt erhalten und wird durch drei Neubauten ergänzt. Die bestehenden Gebäude an der Schützenstrasse werden sorgfältig in das städtebauliche Konzept integriert.

    Bei den Neubauten ist ein zweigeschossiges Atelier- und Gewerbehaus mit Schrägdach projektiert, das die Verbindung zur Altstadt herstellt. Dieses lehnt sich architektonisch an die bestehenden Gebäude am Orisbach an. Zudem entsteht eine dem Bahnhof zugewandte, städtisch anmutende Randbebauung. Die siebengeschossigen Flachdachbauten folgen dem abfallenden Terrain. So wird der rückwärtige Raum gegen Lärmemission abgeschirmt. Das Zent-rum des Areals bildet ein Längsbau, der die industrielle Vergangenheit des Areals unterstreichen soll. In den Erdgeschossen sind gewerbliche Nutzungen geplant.

    Das Haus im Zentrum ist für klassische Geschosswohnungen vorgesehen; im kleinen Haus am Orisbach entstehen Atelierwohnungen. Die 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen werden durch acht Treppenhäuser erschlossen. Im Norden eröffnet der Erdgeschossdurchgang ab der Kantonalbank-Kreuzung eine direkte Anbindung an den künftig aufgewerteten Grünraum des Orisbachs sowie der Allee. So kann das Arbeitsplatzgebiet entlang der Rheinstrasse mit der zentralen Grünanlage Liestals verknüpft werden. Freiräume schaffen zudem der öffentliche, urban angelegte Gassenraum im Osten sowie der halböffentliche, durchgrünte Wohnhof im Westen.

    Der Quartierplan liegt vor und muss vom Einwohnerrat Liestal beschlossen und vom Regierungsrat genehmigt werden. Das Verfahren dürfte Mitte 2023 abgeschlossen sein. Der Bezug der Liegenschaften ist per Ende 2025 geplant.

  • uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    Auf 70’000 Quadratmetern entsteht auf dem Schorenareal in Arlesheim ein internationaler Entwicklungs- und Produktionsstandort für die Industrie 4.0. Das zukunftsorientierte Projekt namens uptownBasel richtet sich an ausgewählte Technologieunternehmen, die sich mit Industrieproduktion, Gesundheitswesen, Logistik sowie mit der Digitalisierung beschäftigen. Denn mit Industrie 4.0 ist in erster Linie die Industrie der Zukunft gemeint.

    Das Schorenareal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und darf sich gar als Wiege der Industrialisierung der Region Basel bezeichnen. 1824 wurde hier die erste Schappefabrik (Verarbeitung minderwertiger Seide) der Region gegründet. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Areal Lokomotiven gebaut. 1988 kam es zur Fusion, bei der die heutige ABB entstand. Dies bedeutete das endgültige Ende für das Werk. Danach blieb das Gelände während 20 Jahren nahezu ungenutzt. 2012 kam mit den Kaufvertragsverhandlungen des Areals zwischen uptownBasel und dem Kanton Basel-Landschaft als damaligem Eigentümer wieder Bewegung in die Sache.

    Bis 2029 ist auf dem Areal die Schaffung einer Plattform vorgesehen, die Unternehmen miteinander vernetzt, den branchen- und disziplinenübergreifenden Wissenstransfer fördert und Innovationen in den Bereichen Internet der Dinge, Robotics, künstliche Intelligenz, Mobilität der Zukunft oder agilen Arbeiten vorantreibt. Geplant ist die Ansiedlung von 50 bis 100 Firmen mit insgesamt rund 2500 Arbeitsplätzen. Um dies zu ermöglichen, sind neun Gebäude projektiert. Das Investitionsvolumen beträgt über 500 Millionen Franken und wird von der privaten Eigentümerschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin getragen. Für die Umsetzung ist Fankhauser Arealentwicklungen zuständig.

    Das Areal punktet mit seiner guten Lage: Mit dem Auto sind es 10 Minuten in die Stadt Basel und 20 Minuten bis zum EuroAirport in Mulhouse Freiburg. Mit dem Zug ist man in 25 Minuten am Bahnhof Basel SBB.

    Die ersten Gebäude sind bereits eröffnet. Im Wissenstransferzentrum namens «the pioneer» – dem Flaggschiffgebäude von uptownBasel – werden Ingenieurkompetenz in Life Sciences und technologische Digitalisierung gebündelt.

    «The pioneer» wird von den beiden europäischen Technologiekonzernen Bouygues und Vinci (Axians und Actemium) genutzt und bietet 400 Arbeitsplätze. Ein weiteres Gebäude, das Lieferkettenkompetenzzentrum, umfasst die Logistik und das Supply Chain Management.

    2023 soll das Innovationszentrum für Medical Additive Manufacturing, 3D-Druck eröffnet werden. Spätestens 2024 folgt die Energiezentrale für Wärme. Diese wird vom Münchensteiner Energieversorger Primeo Energie gebaut. Die Schaltanlage des uptownBasel-Unterwerks arbeitet nach Fertigstellung vollständig ohne klimaschädliche oder fluorhaltige Isoliergase. Damit wird das Areal eines der wenigen im Versorgungsgebiet von Primeo Energie sein, welches den Strom direkt auf Netzebene 3 bezieht und die Energie anschliessend selbsttätig auf dem Areal weiterverteilt. Im Jahr 2026 folgen das Rechenzentrum für Data Analytics und Quantentechnologie sowie das Gebäude für Safety & Security inklusive Cyber Crime Technology. Als letztes Gebäude soll 2029 das Zentrum für Dienstleistungsspezialisten im Bereich Life Sciences seine Tore öffnen.

    Für die Mieterschaft wurde eigens die Areal-App «my uptownBasel» entwickelt, die den Austausch untereinander ermöglicht. Das gesamte Konzept ist auf kooperatives und innovatives Arbeiten ausgelegt.

    Auf diesem Areal entsteht bis 2029 ein internationales Kompetenzzentrum.
  • Basler Bahnknoten macht sichfit für die Zukunft

    Basler Bahnknoten macht sich
    fit für die Zukunft

    Das regionale Bahnnetz in Basel wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Um den künftigen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden, benötigt die Bahninfrastruktur des Basler Bahnknotens eine Erneuerung. Heute werden die beiden grossen Bahnhöfe Basel SBB und Badischer Bahnhof mehrheitlich als Sackbahnhöfe betrieben: Passagiere müssen umsteigen, Züge verlieren Zeit und behindern sich bei den Ein- und Ausfahrten oft gegenseitig. Auch das innerstädtische Nahverkehrssystem sowie der Centralbahnplatz sind überlastet. Nebst der Stadt Basel sind sieben von acht Talschaften mit der Bahn verbunden – allerdings weist das S-Bahnsystem Verbesserungspotenzial auf: Die Takte sind ungenügend, und Durchmesserlinien fehlen.

    Kurzfristig sieht der Umsetzungsplan Folgendes vor: Die SBB realisierten bis Ende 2025 den S-Bahn-Viertelstundentakt Basel–Liestal, den Fernverkehr-Halbstundentakt Basel–Delémont–Biel/Bienne sowie mehr Verbindungen im Güterverkehr via Gotthard. Ausserdem bauten sie die Kapazitäten am Bahnhof Basel SBB aus. Bis 2027 werden der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn abgeschlossen. Im Horizont bis 2035 sollen der S-Bahn-Viertelstundentakt Basel–Aesch und Basel–Lörrach, die beiden Haltestellen Dornach Apfelsee und Basel Solitude sowie die Bahnanbindung EuroAirport den Betrieb aufnehmen.

    Um den Bahnknoten Basel mittelfristig richtig fit für die Zukunft zu machen, ist eine neue, unterirdische Verbindung namens «Herzstück» mit angepassten Bahnhöfen geplant: Zwischen Basel SBB, Basel Badischer Bahnhof und St. Johann fahren die S-Bahnen dann als Durchmesserlinie ohne Richtungswechsel in Basel SBB oder am Badischen Bahnhof. Damit bieten sie umsteigefreie und schnellere Verbindungen. Der Güter- und Fernverkehr profitiert gleichzeitig von freiwerdenden Kapazitäten auf den bestehenden Strecken. Die unterirdische S-Bahn-Haltestelle «Basel Mitte» mit über 50’000 Reisenden pro Tag wird das Zentrum des Herzstücks. Auch in Basel SBB soll ein Tiefbahnhof entstehen.

    Trinationale S-Bahn Basel:
    Angebot im Agglomerationskern

    2020
    Zielzustand im Horizont 2030
    Zielzustand im Horizont mit Herzstück.



    Zudem wird so das Nahverkehrssystem in der Innenstadt sowie am Centralbahnplatz entlastet. Das Herzstück lässt Raum für neue Haltestellen im Stadtraum Basel und unterstützt so die raumplanerisch angestrebte Siedlungsentwicklung nach innen. Ausserdem fördert ein gut ausgebautes, grenzüberschreitendes Verkehrsnetz die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

    Im Jahr 2015 wurde auf Empfehlung des Bundesamts für Verkehr (BAV) die Organisation Bahnknoten Basel gegründet. In dieser sind das BAV, die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die SBB, die DB und Deutschland mit dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV) sowie die Rheinhäfen aktiv.

    Sie befassen sich mit der Planung und diskutieren aktuell, ob die Verbindung von Basel Mitte zum Badischen Bahnhof über eine neue Haltestelle Klybeck geführt werden soll. Damit könnten Entwicklungsgebiete im Norden der Stadt erschlossen werden. Ebenfalls offen ist, ob die Anbindung des Herzstücks beim Badischen Bahnhof ebenerdig oder mit einem Tiefbahnhof erfolgen soll. Diese Fragen werden im Rahmen der von 2022 bis 2024 laufenden Vorstudie «Kapazitätsausbau Bahnknoten Basel» geklärt.

  • Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

    Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

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    Durch sein klares Volumen integriert sich das neue Hochhaus wie selbstverständlich in die städtebauliche Struktur des neuen Quartiers «Vision Mitte». Es nimmt die Fluchten der umliegenden Gebäude auf und bildet sozusagen das letzte Puzzlestück im grossen Gebäude-Cluster von Fachhochschule und Büro- und Industriebauten auf diesem Areal. Die zentrale Wohnlage sowie die Aussicht über die Stadt Brugg und ihre grüne Umgebung bieten hohe Lebens- und Wohnqualität. Namensgeberin war natürlich nicht die Anzahl Wohnungen, sondern die bekannte römische Ausgrabungsstätte in Windisch (Vindonissa), die zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar ist.

    Für jede Nutzung der richtige Wandtyp

    Die 16 Eigentumswohnungen befinden sich in den obersten vier Stockwerken des Towers, die 116 Mietwohnungen in der 3. bis 10. Etage. In den untersten drei Geschossen deckt das Centurion Towerhotel mit 66 Apartments und Zimmern die Bedürfnisse vieler regionaler Unternehmen, sowie der benachbarten Fachhochschule ab. Denn ebenso wie Geschäftsleute logieren hier Dozentinnen und Studenten. Diese unterschiedlichen Nutzungen spiegeln sich nicht zuletzt in der Materialisierung und im Design innerhalb des Gebäudes. Der Turm wurde als Skelettbau hochgezogen und vollständig mit nicht tragenden Gipstrockenbausystemen ausgebaut. Aufgrund ihrer unterschiedlichen bautechnischen Anforderungen kamen für die Eigentums- und Mietwohnungen sowie für die Hotelzimmer jeweils andere Wandtypen zum Einsatz.

    Die (Fast)Alles-Könnerin

    In den Küchen und Nasszellen der Eigentumswohnungen spielt die hydrophobierte Rigips® Habito-Platte (12,5 mm) eine zentrale Rolle. Sie ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Gipsbauplatten überhaupt und eignet sich für den Wohnungs-, Büro- und Gewerbe-, aber auch Hotel-, Spital- und Schulhausbau. Bei der Entwicklung standen das optimale Raumklima und die einfache Verarbeitung im Zentrum. Kompromisslos wurde das revolutionäre Produkt auf diese Eigenschaften hin optimiert und mit besten Leistungsdaten und breiter Einsatzfähigkeit ausgerüstet. Die Platte ist sehr robust, feuerfest, schalldämmend, ökologisch nachhaltig und effizient zu verarbeiten.

    Viel Planungs- und Umnutzungsfreiheit

    Sobald mit dem Rigips® Habito System eine gemauerte Wand ersetzt wird, potenzieren sich die Vorteile. Das Ausmessen und der Einbau von lastverstärkenden Wandeinlagen entfallen, weil Kraglasten wie Möbel, Bilder oder Fernsehscreens ohne Dübel direkt angeschraubt werden können. Aus dem gleichen Grund entfällt auch das frühzeitige Festlegen der Wandeinlagen, wodurch die Planungsfreiheit steigt. Habito ist also standhaft wie ein römischer Legionär oder wie eine herkömmliche Massivbauwand. Bei all diesen bauphysikalischen und konstruktiven Stärken bleibt dank der Planung mit Gips-Trockenbausystemen genügend Flexibilität für spätere Umbauten, falls sich die Nutzungsbedürfnisse einzelner Räume oder gar Stockwerke ändern sollten.

    Spezielle Schallschutzplatte in den Mietwohnungen

    Ein zentrales Anliegen und gleichzeitig ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Innenausbaus im Centurion Tower ist der Schallschutz, insbesondere in und zwischen den Eigentumswohnungen. Das bedingte nicht nur entsprechende Wandstärken und Spezialgipsbauplatten, sondern auch eine konsequent saubere handwerkliche Ausführung. Dazu gehört unter anderem die Bodenkittfuge zur Vermeidung von Schallbrücken. Viel Können und Sorgfalt hat der Unternehmer auch bei der Stossfugenausbildung bewiesen, wie auch bei den sichtbaren gleitenden Deckenanschlüssen mit Anschlussprofilen. Ausserdem wird durch die Einfassung der oberen Ecken der Türzargen mit L-förmigen Plattenstücken Rissen langfristig vorgebeugt. Bei den erwähnten Spezialplatten handelt es sich um Rigips® Duraline (12,5 mm). Sie bestehen aus einem faserverstärkten Gipskern und einer Kartonummantelung. Diese Bauplatte hat eine definierte hohe Rohdichte, verfügt über einen verbesserten Gefügezusammenhalt im Brandfall und ist insbesondere für hohe Stossbelastungen geeignet. Zudem weist sie eine erhöhte Plattenfestigkeit sowohl in Längs- als auch in Querrichtung auf.

    Gips-Trockenbau erfüllt hohe Anforderungen

    Rigips® Duo’Tech wiederum, die in den Zimmertrennwänden des Hotelteils verbaut ist, besteht aus zwei miteinander verklebten Gipsplatten. Die innovative Klebeschicht zwischen den Plattenlagen dämpft die auftreffende Schallenergie durch Mikroschwingungen und gibt nur noch einen kleinen Teil davon weiter. Diese Bauplatte erlaubt eine effiziente, wirtschaftliche Verarbeitung, da die Montage einer zweiten Beplankungslage entfällt.

    Was dieses Wohn- und Hotelhochhaus auszeichnet, sind seine architektonischen und bautechnischen Qualitäten. Der Gipstrockenbau kann auch auf diesem Niveau längst mithalten. Tragende Bauteile sind massiv, der ganze Rest mit Leichtbausystemen ausgeführt, die auch die anspruchsvollsten Schallschutz-, Brandschutz- und Statikaufgaben erfüllen und trotzdem genügend Flexibilität für spätere Umnutzungen, sprich den unkomplizierten Rückbau bieten.

  • Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal erwarb 2019 ein direkt gegenüber der Internationalen Schule gelegenes, 4569 Quadratmeter grosses Grundstück. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohneigentum in Zumikon, plant Allreal auf dem Grundstück die Realisation von 19 Reiheneinfamilienhäusern mit je 5 ½ Zimmern. Diese werden als Wohneigentum verkauft.

    Um ein städtebaulich und architektonisch hochwertiges Projekt zu realisieren, wurden im zweiten Halbjahr 2021 vier namhafte Architekturbüros zu einem Studienwettbewerb eingeladen. Das Beurteilungsgremium unter der Leitung von Michael Geschwentner, Steib Gmür Geschwentner Kyburz Architekten, Zürich, hat das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Mathis Kamplade Architekten in Zusammenarbeit mit Theres Hollenstein Architektur aus Zürich einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Die geplante Wohnüberbauung beinhaltet zwei hintereinander angeordnete Häuserzeilen; der mittige Zwischenraum ist gleichzeitig Erschliessung und Begegnungsort. Die Modularität der Gebäudeeinheiten sorgt für eine hochwertige Wohnqualität sämtlicher Reihenhäuser. Die Häuser werden nach dem Minergie-Eco-Standard realisiert. Aufgrund der Gestaltungsplanpflicht für das Grundstück hat Allreal einen privaten Teilgestaltungsplan entwickelt, der voraussichtlich im November 2022 eingereicht wird. Der Baustart ist – abhängig vom Bewilligungsverfahren – für das Jahr 2025 geplant, die Fertigstellung im Jahr 2027.

  • Bundesrat Guy Parmelin eröffnet den modernsten Innovationspark der Schweiz

    Bundesrat Guy Parmelin eröffnet den modernsten Innovationspark der Schweiz

    «Der Life Sciences Cluster der Basel Area hat nicht nur für die Schweizer Volkswirtschaft eine enorme Bedeutung, sondern nimmt auch europa- und weltweit eine Spitzenposition ein. Ich bin überzeugt, dass der Main Campus des Switzerland Innovation Park Basel Area die Bedeutung der Region weiter aufwerten wird.» Dies sagte Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, in seiner Rede an der offiziellen Eröffnung des Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus.

    Rund 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik nahmen an der Eröffnungsfeier im Gebiet Bachgraben in Allschwil direkt an der Basler Stadtgrenze teil. Die drei Trägerkantone des Switzerland Innovation Park Basel Area waren vertreten durch die Regierungsräte Thomas Weber (BL), Kaspar Sutter (BS) und Jacques Gerber (JU), die gemeinsam mit Bundesrat Parmelin an einem Podiumsgespräch auftraten. An der Eröffnungszeremonie äusserten diverse Persönlichkeiten ihre Wünsche für die Zukunft des Main Campus, so auch Raymond Cron, Geschäftsführer von Switzerland Innovation: «Ich wünsche dem Switzerland Innovation Park Basel Area, dass er sich als internationaler Leuchtturm für innovative Projekte im Bereich Health und Life Sciences etabliert.» Der Switzerland Innovation Park Basel Area mit seinen vier Standorten ist einer von sechs Innovationsparks des nationalen Netzwerks der Stiftung Switzerland Innovation. Der nun eröffnete Main Campus wurde von den Architekten Herzog & de Meuron entworfen und vom Bauherrn Senn Resources AG realisiert. Aktuell sind von rund 50’000 m2 Nutzfläche bereits rund 70 Prozent vermietet. Die Mieterschaft besteht derzeit aus 38 Firmen und Institutionen, darunter die Universität Basel, Johnson & Johnson, Basilea sowie zahlreiche Startups. 30 bis 40 Prozent der Fläche sind Labors, die restlichen Flächen sind für Büros, Event- und Schulungsräume sowie eine Aula vorgesehen. Im Gebäude werden rund 2’000 Personen arbeiten können. Sie können sich über eine auf der Innen- und Aussenseite durchgehende Terrasse begegnen, was den Ideenaustausch fördert und das Innovations-Ökosystem belebt. Das Herz des Main Campus ist der begrünte Innenhof von der Grösse eines Fussballfeldes, wo Erholungs- und Verpflegungsmöglichkeiten bestehen. Der Main Campus steht mitten in der Life Sciences Meile im Bachgraben in unmittelbarer Nähe zu Nachbarn wie dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, Skan, Abbott und Idorsia.

  • Baubewilligung für die Wohnüberbauung «NIDO» in Ostermundigen

    Baubewilligung für die Wohnüberbauung «NIDO» in Ostermundigen

    Die durch die Gemeinde Ostermundigen erteilte Baubewilligung für das von der Steiner AG entwickelte Projekt «NIDO» am Rütiweg hat mittlerweile Rechtskraft erlangt. Aufgrund der aktuellen Lieferzeiten für vorgefertigte Holzbauelemente wird der Start der Bauarbeiten im zweiten Quartal 2023 erfolgen. Das Haus fügt sich harmonisch in das bestehende Quartier
    ein und wird über einen Laubengang erschlossen. Die attraktiven Studios sowie 2.5- und 3.5-Zimmer-Wohnungen sind optimal ausgerichtet und verfügen über grosszügige Balkone und Terrassen. Eine Raumhöhe von 2.70 m sorgt für viel einfallendes Licht und lässt ein angenehmes Wohngefühl entstehen.

    Tragkonstruktion aus Holz
    Beim Projekt «Nido» wird konsequent auf den nachhaltigen Baustoff Holz gesetzt. Gespickt mit moderner Haustechnik wird aus dem Holzgebäude ein zukunftsweisendes Zuhause für Menschen, denen nachhaltiges Wohnen ein Anliegen ist. Dank effizienter Technik können sich die künftigen Bewohner zudem auf tiefe Betriebs- und Unterhaltskosten freuen. Im Garten herrscht Harmonie dank heimischen Büschen und Bäumen, die gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für mehr Biodiversität leisten. Die unterhaltsarmen Privatgärten weisen durch die schmucken Kiesplätze, umgeben von Obstspalieren und Begrünungen, eine hohe Aufenthaltsqualität auf. Neben den Gärten für die Wohnungen im Erdgeschoss entstehen im Aussenraum sowie im Laubengang Begegnungszonen für alle Bewohnenden.


    Urbane Gemeinde mit Zukunft
    Ostermundigen bietet alles, was man von einer gesunden Gemeinde in Stadtnähe erwarten darf: Restaurants, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Kleingewerbe, Sportplätze und Trainingsmöglichkeiten liegen allesamt in Gehdistanz. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein Entwicklungsschwerpunkt der Gemeinde Ostermundigen sowie die zukünftige Tramlinie Bern-Ostermundigen, was die Standortattraktivität in Zukunft weiter erhöhen wird. Auch der Weg in die nächstgelegenen Zentren ist nah: Der Bahnhof Bern ist mit dem Bus in 20 Minuten zu erreichen. Dank der Umfahrungsstrasse und der nahegelegenen Autobahneinfahrt Bern-Wankdorf liegen beispielsweise Biel oder Thun nur 30 Minuten entfernt.

  • Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Das Geschäftshaus mit den beiden Gebäuden Aeschenvorstadt und Brunngässlein wurde in den 70er-Jahren gebaut, wobei die Aeschenvorstadt bereits vor zehn Jahren saniert wurde. Als Gebäudekomplex bilden die beiden Häuser den Hauptsitz der Basler Kantonalbank mit Büros und Kundenfiliale sowie Private-Banking-Abteilung, die im Zuge der Brunngässlein-Sanierung in die Aeschenvorstadt umgezogen ist (vgl. Box).

    Minergie-Höchstwert erstmals umgesetzt 
    Mit der Sanierung des Brunngässleins hat die Basler Kantonalbank ein erstes Mal ihr Vorhaben umgesetzt, ihre Immobilien nach und nach gemäss dem Minergie-P-Standard zu sanieren. Um die Anforderungen des für Bestandsimmobilien höchsten Standards zu erfüllen, wurde die gesamte Gebäudetechnik (HLKS/E Heizung-Lüftung-Klima, Sanitär und Elektro) zurück- und neu aufgebaut, wodurch der Energiebedarf für Heizung und Kühlung um rund 50% gesenkt werden kann. Auf dem Flachdach und dem die beiden Gebäude verbindenden Turm wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage installiert sowie das Dach und der Innenhof nach den Auflagen der Stadt Basel begrünt. Eine besondere Bedeutung kam bei der Sanierung der strassenseitig ausgerichteten Fassade zu, die statisch und bezüglich Erdbebensicherheit nicht mehr den Vorschriften entsprach. Um diese zu erfüllen, wurde die alte Fassade vom Gebäude entkoppelt, das Gebäude neu gestützt und eine vorgehängte energieeffiziente Gebäudehülle realisiert.

    Fassade schafft architektonische Einheit
    Prägendes Element der neuen Fassade ist die Rasterung, die sich an das vordere Gebäude anlehnt. Die verglasten Lamellen der Aeschenvorstadt werden mit 30 cm langen schwertähnlichen Lamellen von Mint Architecture neu interpretiert. Sie dienen den Innenräumen des Brunngässleins als Sonnen- und Blendenschutz und bestehen aus eloxiertem Aluminium, dessen Wirkung und Anmutung sich je nach Lichteinfall ändert. «Die Fassade spielt in der Identifikation eines Gebäudes eine zentrale Rolle», sagt Gesamtprojektleiterin Sonja Haag-Walthert von Mint Architecture. «Beim Brunngässlein ist es uns gelungen, durch die Rasterung der neuen Gebäudehülle die Firmenidentität neu zu interpretieren und aus dem Bestand heraus weiterzuentwickeln.»

    Moderne Arbeitsumgebung unterstützt hybrides Arbeiten
    Basierend auf den ökologischen Verbesserungen bezüglich Beschattung, Beleuchtung und Raumklima wurde das Brunngässlein in eine innovative und kollaborative Arbeitswelt nach dem tätigkeitsorientierten Activity-Based-Working-Ansatz umgebaut. Neu integrierte Typologien bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit von Begegnung, Austausch und Rückzug und bilden die Voraussetzung, um New Work zu leben und zu erleben.

    Die sieben Geschosse sind einheitlich als Open Space mit jeweils fensterseitig frei wählbaren Arbeitsplätzen konzipiert. Sie werden mittig durch eine Begegnungszone mit Teeküche, Sitzungszimmer und Besprechungsmöglichkeiten unterteilt, die jeweils beidseitig zugänglich sind. Das durch die grosszügigen Fensterfronten und die verglasten Sitzungszimmer helle Ambiente kombiniert mit starken Schwarz-Weiss- Kombinationen widerspiegeln die Corporate Identity der Basler Kantonalbank. Die Aussenseiten von Teeküche und Sitzungszimmer sind mit Holz und sichtbaren verchromten Leitungen umrahmt und auf jedem Stockwerk wurde eine dominierende zweite Wandfarbe eingesetzt. Die strassenseitig angebrachten Vorhänge unterstützen die Akustik, schützen vor Lichteinfall und tragen zusätzlich zu einem Ambiente bei, in dem sich die Mitarbeitenden aufgehoben fühlen und angeregt werden.

    Bauen im Bestand: im Einklang von Nachhaltigkeit, Design und Nutzung
    Mint Architecture setzte sich im Wettbewerb um die Sanierung des Brunngässleins mit ihrem gesamtheitlichen Ansatz durch. Das Büro zeichnete bei Architektur- und Workplaceprojekt für die Entwürfe und Konzepte sowie die Ausführungsplanung verantwortlich. Nach rund zweijähriger Bauzeit setzt das kernsanierte Brunngässlein für die Basler Kantonalbank bezüglich Nachhaltigkeit einen neuen Standard und bietet den Mitarbeitenden eine moderne Arbeitsumgebung für hybrides Arbeiten.

  • Neuer Campus für die Berner Fachhochschule in Bern

    Neuer Campus für die Berner Fachhochschule in Bern

    Die Berner Fachhochschule BFH ist historisch gewachsen. Die verschiedenen Departemente sind an rund 26 Standorten in Bern, Biel, Burgdorf, Magglingen und Zollikofen untergebracht. Diese räumliche Zersplitterung erschwert die Lehre und führt zu Mehrkosten. Zudem sind viele BFH-Gebäude mittlerweile in die Jahre gekommen.

    Die BFH soll deshalb konzentriert werden. 2016 hat der Grosse Rat entschieden, verschiedene Departemente und Bereiche in Bern und Biel zu konzentrieren. In beiden Städten soll je ein neuer Campus entstehen. Der Campus Bern wird im Gebiet Weyermannshaus Ost in Ausserholligen im Westen Berns gebaut.

    Aus dem für den Berner Campus durchgeführten Projektwettbewerb ging das Siegerprojekt «Dreierlei» der wulf architekten gmbh aus Stuttgart (D) hervor. Das Projekt kombiniert eigenständige Departementsgebäude mit einem gemeinsamen Sockelgebäude und einem grosszügigen Aussenraum zu einem ineinandergreifenden Campusgelände.

    Die Gebäude werden auf der nördlichen Seite durch einen grosszügig gestalteten, öffentlich zugänglichen Aussenraum mit dem Stadtbach zu einem gemeinsamen Campusgelände verbunden. Eine Unterführung zum Europaplatz und eine Fuss- und Velopasserelle über die Gleise bis zur Bahnstrasse sollen die Vernetzung des Quartiers verbessern.

    Der Campus wird nach Minergie-P-Eco-Standard gebaut. Für die Heizung ist Fernwärme vorgesehen. Der Sockel besteht zwar aus Beton, doch in den Aufbauten ist viel Holz verarbeitet. Zudem ist die Fassadenkonstruktion durchwegs in Holz gehalten.

    Der Kanton Bern hat das Baugesuch für den Campus im Januar 2022 eingereicht. Die öffentliche Auflage des Projekts ist voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2023 vorgesehen – zeitgleich mit der Überbauungsordnung für das Areal Weyermannshaus Ost.

    Die Inbetriebnahme ist frühestens 2028 möglich. Der Kanton erwartet die Baubewilligung Anfang 2024. Nach heutigem Planungsstand könnten die Bauarbeiten 2024 starten. Aufgrund von Abhängigkeiten und Schnittstellen zu Nachbarsprojekten ist der Terminplan mit Unsicherheiten verbunden.

  • Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Das Schlössli-Areal in Burgdorf liegt direkt am Bahnhof und ist nur einen Katzensprung von der Altstadt und der Emme entfernt. Das Gebiet bildet den nördlichen Bahnhofzugang und fungiert als wichtige Fussgängerverbindung zwischen den zwei Stadtteilen. Nachdem hier Überbauungsprojekte über mehrere Jahrzehnte aufgrund denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Aspekte scheiterten, wurde das Areal nun erfolgreich von der zur Marti-Gruppe zählenden Marti Gesamtleistungen AG im Auftrag der Schlössli Burgdorf AG entwickelt. Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG hat sich als Investorin zum Kauf und zur Realisierung des Projekts verpflichtet. Die Marti Gesamtleistungen AG ist ebenso als Totalunternehmerin für die Realisierung zuständig.

    Geplant ist die Schaffung von mehr Wohnraum in Burgdorf. Zu diesem Zweck wird zum einen die historische Villa Schmid saniert. Sie entstand zusammen mit der Parkanlage in den Jahren 1869/70 und zählt damit als historischer Zeitzeuge der Industrialisierung. Die Villa steht deshalb unter Denkmalschutz und war zudem eine der ersten Bauten nördlich der Gleise. Sie wird so umgebaut, dass zwei grosszügige Wohnungen darin Platz finden. Auch das Parkumfeld wird im Rahmen des Projekts wiederhergestellt. Darüber hinaus sind zwei flankierende Nebengebäude projektiert. In den beiden Neubauten entstehen insgesamt 54 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern.

    Der Berner Architekt Walter Hunziker hat das Projekt entworfen. Für die Weiterentwicklung zeichnet die Rykart Architekten AG verantwortlich. Eine umweltschonende und energieeffiziente Energieversorgung mittels Grundwasser-Wärmepumpe und die Zertifizierung des Projekts im Minergie-Baustandard wird von der Bauherrschaft vorgenommen.

    Die Gebäude werden unterirdisch durch eine Einstellhalle miteinander verbunden. In den Erdgeschossen der beiden Neubauten sind Flächen für Dienstleistung und Gewerbe vorgesehen – genauso wie entlang der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen Kirchbergstrasse und der Bahnhofunterführung. Zudem finanziert die Stadt Burgdorf an dieser Achse eine öffentliche Velostation. Die umliegende Parklandschaft soll eine möglichst grosse Biodiversität aufweisen.

    Die Baueingabe wurde im April 2022 eingereicht. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2025 abgeschlossen sein.

  • Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Das 3350 Quadratmeter grosse Areal rund um die ehemalige frühere Verbandsmolkerei «Butteri» am Farbweg im Bahnhofquartier ist ein wichtiges Entwicklungsareal im Innenstadtgebiet der Stadt Burgdorf.

    Die Grundeigentümer Stadt Burgdorf, Raiffeisen Pensionskasse und Pensionskasse der technischen Verbände SIA STV BSA FSAI wollen das Areal am Farbweg zwischen Mülibach und Gotthelfstrasse zu einem neuen, attraktiven Quartierteil weiterentwickeln. Dafür haben sie bereits 2017 ein Studienverfahren durchgeführt.

    Das Siegerprojekt des Studienauftrags wurde im März 2018 gekürt. Das Büro GWJ Architektur aus Bern konnte mit seinem Projekt, welches es in Zusammenarbeit mit ASP Landschaftsarchitekten und Transitec Beratende Ingenieure ausgearbeitet hat, die Jury überzeugen. Die Studie wurde in der Zwischenzeit zu einem Richtprojekt weiterbearbeitet. Die Überbauungsordnung liegt zur Vorprüfung bei den entsprechenden Ämtern, und eine Rückmeldung wird im Spätsommer 2022 erwartet.

    Verteilt auf fünf Gebäudevolumen sind rund 120 Mietwohnungen sowie 910 Quadratmeter Gewerbeflächen geplant. Die Baukörper sollen zusammen mit unterschiedlichen Aussenräumen eine neue Identität für den Quartierteil schaffen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 65 Millionen Franken.

    Entlang des Farbwegs sollen zwei Gebäude mit vier Geschossen plus Attika gebaut werden. Im Bereich des heutigen, oberirdischen Migros-Parkplatzes wird ein Längsbau am Mülibach vorgesehen. An der Gotthelfstrasse sieht das Projekt einen viergeschossigen Punktbau vor, der zusammen mit dem Mülibach-Längsbau einen kleinen Platz umfasst.

    Die bestehende Bebauung an der Poststrasse soll komplettiert und mit einem markanten, siebengeschossigen Hochpunkt abgeschlossen werden.

  • Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» sieht die Schaffung eines modernen und attraktiven Kunstmuseums vor. Gleichzeitig sollen die Hodlerstrasse sowie der Bären- und der Waisenhausplatz aufgewertet werden. Damit wird nicht nur der Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung gesetzt – auch die gesamte Obere Alt-
    stadt soll in neuem Glanz erstrahlen. Die Stiftung Kunstmuseum Bern arbeitet hierfür eng mit der Stadtregierung zusammen.

    Hier entsteht der Neubau des Kunstmuseums Bern.

    Der Stiftungsrat der Dachstiftung Kunstmuseum Bern -Zentrum Paul Klee hat beschlossen, den Atelier-5-Anbau aus den 1980er-Jahren aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen abzubrechen und einen Ersatzneubau mit einem Kostendach von 80 Millionen Franken plus 10 Mio. Franken Risikoabdeckung zu realisieren. Darüber hinaus hat der Gemeinderat entschieden, das Gebäude an der Hodlerstrasse 6 dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zu übergeben. So ist eine neue städtebauliche Einbettung möglich. Damit können die Ausstellungsflächen aufgewertet und massvoll erweitert werden. Zudem ist die Schaffung neuer Räume für die Kunstvermittlung vorgesehen. Der Eingangsbereich aus Richtung Stadt sowie ein gastronomisches Angebot mit Multifunktionsflächen sind ebenfalls projektiert. Für die Umsetzung dieser Pläne sind Parlaments- sowie Volksentscheide Voraussetzung.

    Im Juli wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für den Ersatzneubau gestartet. Geplant ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Der Abschluss des Wettbewerbs ist auf Anfang 2024 vorgesehen. Zwischen 2027 und 2030 soll die Realisierung erfolgen – diese ist auf die Bedürfnisse der Kantonspolizei abgestimmt: Bis zu ihrem Umzug nach Niederwangen hat die Kantonspolizei ihren Sitz im Gebäude an der Hodlerstrasse 6.

    Der Kanton Bern soll nur mit den ohnehin für die Sanierung anfallenden Kosten in Höhe von 40 Millionen Franken belastet werden. Kunstmäzen Hansjörg Wyss hat mindestens 20 Millionen Franken zugesichert sowie weitere 5 Millionen, wenn sich andere Private mit insgesamt 7,5 Millionen beteiligen. Der restliche Betrag soll durch Beiträge von Stiftungen und der Wirtschaft gedeckt werden.

    Die Aufwertung des Bären- und des Waisenhausplatzes durch die Stadt Bern sieht auch in Zukunft eine breite Nutzung mit Aufenthalts- und Gastronomieflächen sowie Platz für Veranstaltungen und Märkte vor. Geplant ist die grossflächige Pflasterung des Platzes. Ausserdem sollen Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas getroffen werden.
    Für die Hodlerstrasse sieht der Gemeinderat eine eine flexible Verkehrslösung vor. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig tagsüber nur noch Zubringerdienst gestattet sein.

    Sieben Millionen Franken Sanierungs-kredit für Zentrum Paul Klee
    Der Neubau bietet auch dem Zentrum Paul Klee (ZPK) Entwicklungschancen: So entsteht an der Hodlerstrasse 6 Raum für die ortsungebundene Administration sowie ein Servicecenter. Der ZPK wurde 2005 eröffnet und gilt als eines der Wahrzeichen der Bundesstadt. Für die wellenartige Konstruktion aus Glas und Stahl zeichnet der italienische Architekt Renzo Piano verantwortlich.

    Der Architekt wollte ein Wechselspiel zwischen Begegnung, Erholung und Vergnügen schaffen. Deshalb entschied er sich für Aufteilung des Zentrums auf die drei Hügel. So dient der nördliche Hügel der praktischen Kunstvermittlung sowie der Musik, den Konferenzen und den Werkstätten. Im mittleren Hügel befinden sich die Ausstellungsräume für Sammlungspräsentationen und Wechselausstellungen, während der südliche Hügel die Forschung und Verwaltung beherbergt.

    110 Millionen Franken kostete der Bau damals. Dieser wurde von der Maurice E. and Martha Müller Foundation privat finanziert. Das mittlerweile 17 Jahre alte Bauwerk hat nun aber Instandsetzungsbedarf. Vor allem bei der Gebäude- und Sicherheitstechnik sind Erneuerungen erforderlich. Im Juni 2022 bewilligte der Grosse Rat den beantragten Sanierungskredit von sieben Millionen Franken. Ausserdem wurde entschieden, dass das ZPK weiterhin die jährliche Subvention von 600’000 Franken erhält. Damit soll das Museum für die Zukunft gestärkt werden. Dafür werden mit dem nächsten Leistungsvertrag die jährlichen Betriebsbeiträge des Kantons um die Summe gekürzt, die das ZPK mit den geplanten Optimierungen im Energiebereich einsparen kann.

    Die Arbeiten werden der Dringlichkeit entsprechend zwischen 2022 und 2026 ausgeführt. Das ZPK bleibt dank dieser Etappierung der Arbeiten während der gesamten Zeit ohne wesentliche Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich, wie das Zentrum Paul Klee auf Anfrage bekannt gab.

    Das Kunstmuseum wird bis 2030 fit für die Zukunft gemacht.
  • Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Der Gasthof Sternen in Worb ist identitätsstiftend für die Gemeinde. Das angrenzende Areal Sternenmatte «Stärnematt» Worb wird nun zu einer Wohnüberbauung weiterentwickelt. Der Gasthof Sternen soll auf dem Areal weiterhin eine Hauptrolle spielen.

    Die Sternenmatte Worb befindet sich an natur- und gleichzeitig zentrumsnaher Lage mit Schulen, Praxen und Kino um die Ecke. Die Anbindung ans Wegnetz macht ausserdem einen Schnellabstecher in die Badi möglich und stärkt die Quartiervernetzung.

    Das aus einem Studienverfahren hervorgegangene Projekt, welches unter der Federführung von Kast Kaeppeli Architekten erarbeitet wurde, konnte in der Zwischenzeit zum wegleitenden Richtprojekt für die Planungsinstrumente weiterbearbeitet werden.

    Das Richtprojekt sieht drei Worb-spezifische Gebäudegruppen mit ähnlichem Fussabdruck vor. Durch die Anordnung und die eher geringe Höhe der viergeschossigen Bauten soll der Gasthof Sternen seine Bedeutung auf dem Areal beibehalten. Ein Generationenspielplatz lässt zudem eine räumliche Vernetzung entstehen, und diese konzentriert die Begegnungen aus dem Dorf und der Siedlung. Die Bebauung will vielfältige, naturnahe und offene Aussenräume schaffen.

    Die neuen Wohnungen sollen ein breites Spektrum an Zielgruppen ansprechen – von mittelständischen Familien bis hin zu «Best Agers». Geplant sind 84 Eigentums- und Mietwohnungen mit je 3,5 bis 5,5 Zimmern. Originelle und unterschiedliche Wohnungsgrundrisse bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für unterschiedliche Wohnformen. Alle Wohnungen haben dank den verwinkelten Gebäudekörpern eine Ausrichtung in zwei bis vier Himmelsrichtungen und dadurch eine gute Besonnung sowie vielschichtige Ausblicke.

    Im Juni 2022 wurde die Vorprüfung für das Projekt abgeschlossen. Aktuelles Ziel für den Vermarktungsstart ist Sommer 2023. Die Realisierung soll voraussichtlich im Frühling 2024 beginnen.

  • Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Im Rahmen des Ausbauprojekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) haben die SBB für das Bubenbergzentrum 10-12 grosse Pläne. Dieses ging 2015 in den Besitz von SBB Immobilien über. Projektiert ist ein Neubau, der nicht nur Büros, sondern auch Retail- und Gastronomieflächen aufweisen soll. Der Baustart erfolgte im März dieses Jahres. Der neue Bahnhofzugang beim Bubenbergzentrum wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 neben dem bereits bestehenden Haupteingang der zweitwichtigste Zugang zum Bahnhof Bern.

    «Der Neubau des Bubenbergzentrum 10-12 ist ein wesentliches Schlüsselelement des Ausbaus der Publikumsanlagen im Bahnhof. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes entsteht der neue Bahnhofzugang «Bubenberg», der in die neue Personenunterführung führt. Das Bubenbergzentrum wird künftig bahnbetriebliche und kommerzielle Nutzungen umfassen», sagt Christoph Erismann, Gesamtprojektleiter SBB Immobilien. Von der Eingangshalle im Erdgeschoss aus gelangen Besuchende und Reisende direkt in die Personenunterführung Mitte, die sich ebenfalls unter der Schirmherrschaft der SBB im Bau befindet. Sie wird mit der bestehenden Unterführung verbunden und auch von einem weiteren neuen Bahnhofzugang bei der Länggasse her zugänglich sein.

    Das Bubenbergzentrum steht in unmittelbarer Nähe der Berner Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bei der Ausgestaltung des Projekts zum gewünschten modernen Bürogebäude war demnach Fingerspitzengefühl gefragt. Für den fünf Stockwerke umfassenden Neubau zeichnet das Büro B Architekten aus Bern verantwortlich. Die Architekten überzeugten die Jury mit einer klaren volumetrischen Integration in den stadträumlichen und infrastrukturellen Kontext. Das neue Bubenbergzentrum fügt sich unaufgeregt in die Umgebung ein, harmoniert mit den umliegenden Gebäuden und stellt einen Bezug zur Bogenschützenstrasse und zum PostParc her. Der Grundriss ist so konzipiert, dass er flexible Nutzungsmöglichkeiten erlaubt. Die Büroräumlichkeiten können individuell gestaltet werden: Vom traditionellen Zellenbüro bis zum Open-Space-Konzept ist alles möglich.

    Geplant sind neben dem Bahnzugang rund 4000 m² Bürofläche, 570 m² Verkaufs- und Gastronomiefläche sowie 358 m² Lagerfläche. Eine Installationsplattform an der Bogenschützenstrasse wird sowohl für die Bauarbeiten am Bubenbergzentrum als auch für die Arbeiten zur Unterführung Mitte genutzt. Fussgänger werden während der gesamten Bauzeit durch einen gesicherten Tunnel durch das Gebäude geführt. Das Gebäude wird energieeffizient konzipiert. Für das Projekt sind 44 Millionen Franken budgetiert. Davon entfallen rund 12 Millionen Franken auf den Bahnzugang und werden von SBB Infrastruktur übernommen. Der Restbetrag geht zu Lasten der SBB Immobilien.

  • Gaswerkareal: Industriebrache wird Stadtquartier

    Gaswerkareal: Industriebrache wird Stadtquartier

    Auf dem Gaswerkareal und dem benachbarten Brückenkopf soll ein neues Quartier mit urbaner Mischnutzung und attraktiven Frei- und Naturräumen entstehen.

    Beim städtebaulichen Ideenwettbewerb hat das Siegerprojekt «Downtown Gas-town» die Jury am meisten überzeugt. Es eignet sich unter anderem gut für die Erstellung von preisgünstigen Wohnungen und den gemeinnützigen Wohnungsbau.

    Der nördliche Teil von «Downtown Gas-town» will die industrielle Vergangenheit des Areals weiterschreiben. Das Siegerteam schlägt eine heterogene Bebauung mit hoher Dichte und städtischen Gassenräumen vor. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss sind für Gewerbe und Dienstleistungen, Gastronomie und öffentliche Nutzungen vorgesehen. Die oberen Geschosse sollen dem Wohnen dienen.
    Mit einem direkten Zugang von der Monbijoubrücke her soll eine zweite Stadtebene aufgespannt werden. Unter der Brücke sollen ein Sporthallenkomplex sowie der unbebaute Platz unterschiedliche Quartier- und Sportaktivitäten ermöglichen. Beim Brückenkopf schlägt die Siegeridee ein Hochhaus vor. Auf der Plattform gegenüber ist ein öffentlicher Balkon vorgesehen.

    Das Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel bleibt am jetzigen Standort erhalten und wird dort saniert. Im Bereich zwischen Gaskessel und Wald ist ein grosszügiger naturnaher Freiraum geplant.
    Der südliche Perimeter ist als atmosphärisch eigenständiger Ort mit hoher Dichte und hauptsächlich Wohnnutzungen sowie einem halböffentlichen grünen Innenhof geplant.

    «Downtown Gastown» wird im Dialog zwischen der Stadt und dem Siegerteam weiterentwickelt. Das Team erhält den Auftrag für die Ausarbeitung eines Rahmenplans. Aufbauend auf der Siegeridee wird zudem ein Mobilitätskonzept erstellt. Voraussichtlich 2024 soll die Volkab-stimmung zu den Planungsinstrumenten stattfinden. Im Anschluss wird die Vermarktung der Baufelder für die geplante Abgabe im Baurecht an interessierte Bauträgerschaften erfolgen.

  • Ziegler-Areal auf dem Weg zum Wohnquartier

    Ziegler-Areal auf dem Weg zum Wohnquartier

    Das Ziegler-Areal soll gemäss heutiger Planung zu einem vielfältigen Quartier mit Schwerpunkt Wohnen entwickelt werden. Seit der Spitalbetrieb auf dem Areal im Jahr 2015 eingestellt wurde, sorgt die Stadt Bern als Grundeigentümerin mit verschiedenen Zwischennutzverträgen für Leben und Vielfalt auf dem Gelände. Insgesamt steht heute eine Nutzfläche von rund 23’000 Quadratmeter zur Verfügung.

    So betreibt die Firma ORS Service AG im Auftrag des Staatssekretariats für Migration (SEM) das einstige Bettenhochhaus als Empfangs- und Verfahrenszentrum. Der Kanton Bern zeichnet als Mieter der Räumlichkeiten des Renferhauses verantwortlich und stellt diese der Medizinischen Fakultät der Universität Bern zur Verfügung. Büroräumlichkeiten und eine Wohnung sind im Haus Bellevue untergebracht. Zur Wohnnutzung dient auch das Personalhaus 2 sowie das Wohnhaus Kirchbühl.

    Der Verein Boulissima betreibt im Personalhaus Ost/West eine IndoorBoule-Anlage, während der Verein Ziegler-Freiwillige im Personalrestaurant ein Begegnungszentrum für Quartierbewohnende und Asylsuchende geschaffen hat. Ansonsten wird das Gebäude vom Hostel77, der Geschäftsstelle des Vereins «Helvetiarockt», als Studentenwohnheim und von der Quartierküche Ziegler genutzt. Hierbei handelt es sich um die erste Quartierküche der Stadt Bern, die seit dem Beginn des Schuljahres 2019/20 insgesamt 19 Tagesschulen und Kitas mit Mahlzeiten versorgt.

    Das Leitbild für die Entwicklung des Ziegler-Areals wurde in Partizipation mit den verschiedenen Anspruchsgruppen erarbeitet. Auf Grundlage dieses Leitbilds wird eine Areal- und Nutzungsstrategie entwickelt. Diese soll den zuständigen politischen Gremien Anfang 2023 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Volksabstimmung zur Planungsvorlage dürfte frühestens 2028 stattfinden.

    Das Areal grenzt direkt an die Gemeinde Köniz an. In unmittelbarer Umgebung liegen der Naherholungsraum Gurten und dessen Talstation. Das Gelände ist durch die Buslinien 19, 22 und 29 bereits heute gut erschlossen. Ein mögliches zukünftiges Wohnareal soll sich sorgfältig in sein Umfeld einfügen und dank vielfältigen Nutzungen – die sich mitunter aus den der-zeitigen Zwischennutzungen ergeben können – zu einem belebten Ort werden.

  • Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Wie ein Schmetterling entfaltet sich das neue Quartier «Papillon» bei Köniz. Der «letzte Flügelschlag» ist auf 2028 geplant. Bis dann finden hier rund 2000 Menschen einen neuen Lebensraum – inmitten von Wäldern und Wiesen. Die insgesamt acht Baufelder werden auf einer Gesamtfläche von
    324’000 m2 schrittweise entwickelt.

    Bereits bewohnt sind die rund 250 Wohnungen von «Aurora» und «Eisvogel». Die sechs hofartig angelegten Gebäude des «Monarch» umfassen 218 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Diese sind im Herbst 2022 bezugsbereit. Den Auftakt zum östlichen Teil bildet ab 2025 der «Feuerfalter» mit 240 Wohnungen. Dieser erfüllt unter anderem mit Wärmedämmungen und Holzfassaden die Anforderungen an ein «Plusenergie-Quartier» und «2000-Watt-Areal». In den sechs Gebäuden von «Cleopatra» entstehen ab 2023 120 Miet- und STWE-Wohnungen mit nachhaltiger Bauweise. In den letzten drei Baufeldern «Apollo», «Heliconius» und «Pallidana» werden rund 300 weitere Wohneinheiten realisiert. Im ganzen Quartier wird nachhaltig und klimaneutral gebaut. Das Ziel: Mindestens 50 Prozent des Jahresenergiebedarfs vor Ort selbst zu produzieren. So werden beispielsweise Photovoltaik- und Wärmepumpen-Anlagen errichtet.

    Die insgesamt rund 1000 Miet- und Eigentumswohnungen eignen sich mit ihren Grössen von 40 bis 130 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien. Dreimal pro Stunde hält ein Bus in der Papillonallee. Direkt vor der Haustür finden die Bewohnerinnen und Bewohner Einkaufsmöglichkeiten, eine Kita, Schule, Sportplatz sowie soziale und gemeinschaftliche Angebote. Eine Sozialplanerin ist eigens dafür da, den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Von der Interessengemeinschaft «Eisvogel»
    werden regelmässig Quartierfeste, Bastelnachmittage, Schachturniere und
    andere gemeinschaftsfördernde Akti-vitäten veranstaltet. «Ruedü» bietet frische Bio-Lebensmittel von lokalen Produzenten im 18 Quadratmeter grossen Holzcontainer rund um die Uhr zur Selbstbedienung an. Der nahe Wald und die «Tubetränki» sowie die «Allmend» mit Grillplätzen und Fernsicht in den Jura sind zudem beliebte Destinationen für Erholungssuchende, Ausflügler, Sport- und Naturfreunde.

    Dieser Pavillon beherbergt die «IG Eisvogel».

    In absehbarer Zeit bildet der Weiler Ried als Quartierzentrum das Herzstück der Siedlung: Ein aus Leichtholz erbautes PRISMA-Gebäude wird neben einem Lebensmittelladen, Gewerbeflächen sowie Gastronomie auch Loftwohnungen beherbergen. Zusätzlich werden drei neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Und in einem der ehemaligen Bauernhäuser ist ein Gemeinschaftsraum für die Quartierbewohner vorgesehen.

    Blick vom nahegelegenen Waldrand auf das Quartier.

  • Siegerprojekt für das Areal Kirschloh in Zug steht fest.

    Siegerprojekt für das Areal Kirschloh in Zug steht fest.

    Das rund 12 000 Quadratmeter grosse Areal Kirschloh liegt direkt beim Bahnhof Zug. Mit einer sorgfältigen Innenentwicklung soll das Potenzial der zentralen Lage zur Geltung gebracht und ein Mehrwert für die Stadt Zug geschaffen werden. So lautete die Zielsetzung des zweistufigen Architekturwettbewerbs, mit dem die SBB ein städtebaulich überzeugendes und nachhaltiges Projekt für das Areal gesucht hat. Eine Jury aus externen Fachexpertinnen, Vertretern der Auftraggeber sowie der Stadt hat nun das Siegerprojekt erkoren.

    Das Gewinnerteam – bestehend aus Atelier Abraha Achermann Architekten, EDER Landschaftsarchitekten, Schnetzer Puskas Ingenieure AG und der Mettler+Partner AG – lieferte das überzeugendste Gesamtkonzept: Das Planungsteam berücksichtigt mit seinem Vorschlag die örtlichen Gegebenheiten und bringt Freiraum und Städtebau gekonnt zusammen. Die Jury lobt in ihrem einstimmig getroffenen Entscheid die gelassene Selbstverständlichkeit, mit der sich das Siegerprojekt «Convenanza» zwischen den grossmassstäblichen Gleisraum und dem LG-Areal im Westen sowie der Kleinteiligkeit des Baarerquartiers einfügt.

    Das Projekt wird innerhalb der Regelbauweise geplant und schlägt im Gesamten zehn vier- bis fünfgeschossige Gebäude entlang der Geleise vor. Dabei bilden jeweils ein Bürogebäude im Süden und Norden den Auftakt respektive Abschluss der Neubebauung. Dazwischen wird zum Gleisfeld hin in variantenreichen Wohnungen gelebt. Mittig entsteht ein begrünter, städtischer Platz mit Abgang in die künftige Personen- und Velounterführung Guthirt, die über 200 öffentliche Veloparkplätze verfügt. Öffentliche Nutzungen in den Erdgeschossen der anliegenden Bauten sorgen für Leben und Ambiance auf dem Platz. Die Neubauten werden mit einer autofreien Quartierstrasse erschlossen. Auf diese ausgerichtet sind vom Platz gegen Süden Arkaden mit Gewerbe- und Retailnutzungen und gegen Norden weitere Wohnungen. Die Wohnungen profitieren mindestens von einem zweiseitigen Ausblick, dank Erker immer auch nach Westen über das Gleisfeld. Über das ganze Entwicklungsgebiet verteilte Frei- und Grünräume schaffen Wohn- und Aufenthaltsqualität: Entlang der Geleise entstehen biodiverse Ruderalflächen , zwischen den Gebäuden sogenannte «Pocket Parks» und im nördlichen Teil der Bebauung ein grosser, öffentlicher Quartierpark.  Mit der Überbauung schafft die SBB an bestens erschlossener Lage rund 140 Wohnungen, davon einen Drittel im preisgünstigen Segment. Für Gastronomie und Verkauf stehen circa 600 Quadratmeter zur Verfügung, für Dienstleistungen 3 500 Quadratmeter. Die Gebäude werden nach den Vorgaben der DGNB-Nachhaltigkeitsstandards errichtet . Mit einer Umsetzung ist voraussichtlich ab 2025 zu rechnen.

  • Wenn das Handy die Wohnungstüre öffnet

    Wenn das Handy die Wohnungstüre öffnet

    Idyllisch an der Aare gelegen, befindet sich das Riverside Areal. Urban und gleichzeitig im Grünen – eine neue Art zu Wohnen – aber nicht nur deshalb. Die Mieterinnen und Mieter des komplett vermieteten Areals im solothurnischen Zuchwil verfügen neben der attraktiven Lage auch über ein volldigitalisiertes Mietererlebnis.

    Die diversen Funktionen sind einfach von jedem mobilen Endgerät oder via dem eigens für die Bedienung aller digitalen Services in jeder Wohnung eingebauten iPad steuerbar. Dazu gehören unter anderem: Die Remote Öffnung der Eingangstüren, Öffnung der Paketboxen, Anzeige des aktuellen Verbrauchs von Strom oder Wärme via Eco-Coach, Steuerung von Licht-, Storen- und Heizung, Direkter Kontakt zur Bewirtschaftung, Meldung von Schadensmeldungen oder Problemen – Ticketing mit eigens auf Riverside Überbauung zugeschnittenem Chatverlauf, Buchungsplattformen für Waschgeräte, Buchungsplattform für E-Auto von BMW, Abfallkalender mit App-Benachrichtigung usw.

    Auch die Bewirtschaftung profitiert
    Für die Mieterinnen und Mieter haben diese Services einen positiven Einfluss auf das Wohnerlebnis. Doch nicht nur sie profitieren. Auch für die Bewirtschaftung wirken sich die Funktionen in hohem Masse aus, weil sie zum einen durch den Wegfall gewisser Anliegen entlastet wird und andererseits die Prozesse effizienter und zielgerichteter werden. Dank dem Digitalen Cockpit hat der Bewirtschafter die ganze Liegenschaft jederzeit im Überblick und die Kommunikation mit den Mietern ist vollautomatisiert möglich. Diese erfolgt einfach mittels Chats, News oder Events und kann auf verschiedenen Endgeräten ausgespielt werden – interaktiv und webbasiert. Technologisch wird die gleiche Plattform wie beim Mieterportal Wincasa Home eingesetzt.

    Premiere auf dem Schweizer Markt
    Bereits im Frühling 2021 wurde dank streamnow erstmals die gesamte Customer Journey in einem Bürokomplex in Oerlikon digitalisiert. Weitere Projekte für die verschiedensten Objektarten sind in der Pipeline – dazu gehören neben Büro- und Wohnliegenschaften auch Gewerbeobjekte oder Shopping Center.

  • Gare de Lausanne : des études complémentaires sont nécessaires suite aux différentes expertises effectuées

    Gare de Lausanne : des études complémentaires sont nécessaires suite aux différentes expertises effectuées

    Comme dans tous les grands projets de développement de l’infrastructure, les CFF, ne disposant pas de l’expertise interne, se sont appuyés pour l’élaboration des dossiers sur le savoir-faire de plusieurs bureaux d’ingénieurs reconnus en Suisse et sélectionnés par appel d’offres. Les CFF ont de plus mandaté des experts qui ont effectué les vérifications et la validation de ces dossiers.

    L’OFT en tant qu’autorité chargée de l’octroi des autorisations a demandé des éclaircissements complémentaires sur les calculs statiques des dossiers zone des quais/Bâtiment Voyageurs et Sous-sol Place de la Gare. Suite à cela, un nouvel expert externe a été mandaté pour répondre à ces questions. Lors de son analyse, Il a soulevé un certain nombre d’éléments qui nécessitent un approfondissement et des études complémentaires.

    Dans l’esprit de poursuite de l’étroite collaboration mise en place avec l’OFT et les autorités vaudoises et lausannoises, les CFF vont, avec les mandataires, analyser et aplanir les divergences constatées et fournir les éclaircissements demandés. A ce stade, la durée de ces études complémentaires ne peut pas encore être estimée. Elles sont cependant indispensables pour garantir le déroulement sûr des travaux.

    La transformation de la gare de Lausanne est un projet extrêmement exigeant et complexe sur le plan technique, qui nécessite d’effectuer simultanément d’importants travaux sur les quais et en sous-sol, sans interruption de l’exploitation ferroviaire. Cette complexité explique le choix de la prudence et le report des travaux. La nécessité d’études complémentaires n’est pas inhabituelle pour les projets de cette importance.

    Les CFF regrettent cette situation et les retards qu’elle engendre pour le développement du projet ainsi que les conséquences pour la population et les partenaires cantonaux et communaux. Les équipes de projet des CFF travaillent d’arrache-pied, avec leurs mandataires et experts, à poursuivre tous les travaux de modernisation qui ont déjà reçu des autorisations ainsi qu’à optimiser les planifications des travaux afin de minimiser les retards

  • Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Auf dem Viererfeld/Mittelfeld soll Wohn- und Lebensraum für rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden. Das Stadtquartier soll urban, nachhaltig, grün und wegweisend sein in Bezug auf eine zukunftsweisende Mobilität sowie hinsichtlich vielfältigen und durchmischten Wohnungsbaus und ökologischer Standards. Angestrebt wird die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal.

    Mindestens 50 Prozent der Wohnfläche sind für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert. Die Stadt Bern will so langfristig preisgünstigen Wohnraum schaffen und erhalten. Geplant sei ein Zuhause für Menschen mit den vielfältigsten Lebensentwürfen und -umständen. Dieses Ziel beeinflusst laut Stadtpräsident Alec von Graffenried auch das Vorgehen in der Planung: «Die Nachbarschaft und die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden das Projekt mitprägen, damit sich schon bald viele Menschen im Viererfeld/Mittelfeld wohlfühlen können.»

    Das neue Quartier soll aus unterschiedlichen, aber zueinander passenden Häusern bestehen und dadurch Vielfalt in der Einheit bieten. Geplant sind fünf Teilgebiete mit unterschiedlichen Bebauungsmustern. In einem der Teilgebiete soll eine Schule entstehen.

    Etwa die Hälfte des Viererfelds und ein Drittel des Mittelfelds bleiben grün und stehen als Stadtteilpark für Spiel und Naherholung zur Verfügung. An einer Hauptachse des Viererfelds befinden sich alle wichtigen öffentlichen Räume und publikumsorientierten Nutzungen. Eine zweite wichtige Verbindung führt vom Länggassquartier über das Mittelfeld in den Stadtteilpark mit seiner Allmend, seinen Sportflächen und dem Gartenland.

    Der Stadtrat Bern hat Anfang Jahr entschieden, den Stimmberechtigten die Baurechtsabgabe von Land auf dem Viererfeld/Mittelfeld und die nötigen Kredite für die nächsten Schritte in einer einzigen Abstimmung vorzulegen. Die Abstimmung war für Mai 2022 vorgesehen. Aufgrund einer Stimmrechtsbeschwerde gegen die Volksvorlage hat der Gemeinderat entschieden, diese Abstimmung abzusagen und die Vorlage aufzuteilen: Die Stimmberechtigten sollen über Kredite und Baurechtsvergaben separat abstimmen.

    Der Abschluss von Reservationsvereinbarungen mit den Investorinnen und Investoren der ersten Etappe erfolgt nach der Volksabstimmung. Danach beginnt die Projektierung der ersten Bauetappe und zu einem späteren Zeitpunkt die Evaluation der Bauträgerschaften für die weiteren Etappen. Die Bauarbeiten für die Infrastrukturen auf dem Viererfeld/Mittelfeld sollen voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen. Mit dem geplanten Baustart der ersten Wohnbauten ab 2027 wären ab 2029 die ersten Wohnungen bezugsbereit. Der Bau des Schulhauses im Viererfeld wird mit einer separaten Vorlage zur Abstimmung gebracht.

    Das neue Quartier in der Stadt Bern soll aus fünf Teilgebieten (Nord, West, Ost, Zentrum, Mittelfeld) und viel Grünfläche (Stadtteilpark und Mittelfeldpark) bestehen.

    Städtebaulicher Wettbewerb –
    Siegerteam Städtebau und Stadtteilpark:

    • Städtebau: Ammann Albers StadtWerke GmbH, Zürich
    • Landschaftsarchitektur: Raderschallpartner ag landschaftsarchitekten bsla sia, Meilen
    • Architektur: huggenbergerfries, Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich
    • Soziales: Zeugin-Gölker Immobilienstrategien GmbH, Zürich
    • Mobilität: Basler & Hofmann AG, Zürich

    Prämierte Projekte Wohnen mit Weiterbearbeitung
    (Architekten, Reihenfolge gemäss Rangierung):

    • pan m GmbH & Martin Dubach Architekt ETH (neu: Studio DIA),
      Zürich
    • Hosoya Schaefer Architects AG, Zürich
    • agps architecture AG, Zürich
    • huggenbergerfries Architekten AG, Zürich
    • Bürgi Schärer Architekten AG, Bern / Futurafrosch Architektur und Raumentwicklung GmbH, Zürich / henson architekten GmbH, Zürich
    • BHSF Architekten, Zürich / van Wageningen Architekten, Amsterdam
    • camponovo baumgartner architekten GmbH, Zürich / Blättler Heinzer Architektur GmbH, Zürich

    Idee/Nutzung:
    Stadtquartier mit Wohn- und Lebensraum für 3000 Bewohnerinnen und Bewohner
    LAGE: Stadt Bern
    PLANUNG UND REALISIERUNG: 2012 bis 2034
    BAUSTART: Voraussichtlich 2026
    GRUNDEIGENTÜMERIN: Stadt Bern, Fonds für Boden und Wohnbaupolitik, Baufelder, Abgabe im Baurecht
    NEUE EINWOHNER:INNEN: ca. 3000
    NEUE WOHNUNGEN: ca. 1100
    NEUE ARBEITSPLÄTZE: ca. 600

  • Bern erhält neuen RBS-Bahnhof

    Bern erhält neuen RBS-Bahnhof

    Der bestehende Bahnhof für den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) war der erste unterirdische Bahnhof der Schweiz und wurde 1965 eröffnet. Geplant wurde er für täglich rund 16‘000 Fahrgäste. Heute frequentieren aber rund 60‘000 Passagiere täglich den kleinen, viergleisigen Bahnhof. Damit stiess er bereits mit dem Ausbau des Fahrplans 2014 an seine Kapazitätsgrenzen. Eine Verdichtung der Fahrpläne ist für den RBS mit dem in die Jahre gekommenen Bahnhof unmöglich. Und das ist ein Problem: Laut Prognosen wird die Nachfrage im öffentlichen Verkehr bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent steigen.

    Im Rahmen des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern» entschied man sich deshalb für einen Neubau des RBS-Bahnhofs. So können künftig nicht nur mehr, sondern auch längere Züge anhalten. «Mit dem neuen RBS-Bahnhof können die Kapazitäten dank rund 12 Meter breiten Mittelperrons mit entsprechend mehr Platz aufgefangen werden. Zudem kann der RBS künftig bis zu 180 Meter lange Züge – das entspricht drei aneinandergehängten Zugkompositionen – einsetzen. Heute verkehren hier maximal sogenannte Doppeltraktionen, also zwei aneinandergehängte Züge», sagt Stefan Häberli, Mediensprecher, Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS. Zudem soll dank der neuen Mittelperrons der Komfort für die Reisende gesteigert und die Sicherheit erhöht werden. Denn die heutigen Perrons seien zu kurz und zu schmal.

    Der neue RBS-Bahnhof entsteht seit dem Jahr 2017 rund 20 Meter unterhalb der Gleise 2 bis 7 des SBB-Bahnhofs. Für den Tiefbahnhof werden zwei grosse unterirdische Räume mit je zwei Gleisen gebaut sowie der bereits erwähnte 12 Meter breite Mittelperron. Über Rolltreppen und mit Liften gelangen die Passagiere von der Perronebene zur Unterführung Mitte, die zu den Gleisen des Fern- und S-Bahnverkehrs sowie in die Stadt führt. Für die Einfahrt in den RBS-Bahnhof entsteht ein neuer zweigleisiger Tunnel mit einer Länge von 700 Metern. Der geplante Tunnel zweigt aus dem bestehenden RBS-Schanzentunnel ab und verläuft grösstenteils unter dem Strassen- und Bahnareal. Der bestehende, unter dem Länggassquartier verlaufende RBS-Tunnel sowie der heutige RBS-Bahnhof werden aufgegeben.

    Bauvergabe an regionale Unternehmen
    Die Hauptarbeiten wurden von der RBS an zwei regionale Bauunternehmen vergeben: Der Rohbau des eigentlichen unterirdischen Bahnhofs wird von der Marti AG ausgeführt. Seit August 2021 wird von einem Zugangsstollen vom Installationsplatz Laupenstrasse im Gleisfeld westlich des Bahnhofs Bern her gearbeitet. Für den Zufahrtstunnel in Richtung Eilgutareal und Bahnhof Bern zeichnet die Frutiger AG verantwortlich. Die Bauarbeiten laufen seit September 2020 von der Baugrube Hirschenpark aus. Der bestehende Zufahrtstunnel zum Bahnhof Bern wurde bei laufendem Bahnbetrieb bis auf das Gewölbe ausgegraben. Später wird dieser mit dem neuen Zufahrtstunnel verbunden.

    Mit dem Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» wird auch die Strasse entlastet. Abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs will die Stadt Bern den Verkehr im Bahnhofumfeld neu organisieren und gestalten. So werden Massnahmen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs im Bahnhofumfeld getroffen. Der Fuss- und Veloverkehr soll dafür ausgebaut werden.

    Die Fahrgäste sowie die Anwohnenden der RBS-Baustellen würden die Bauarbeiten relativ gut tolerieren, wie Häberli sagt: «Die Fahrgäste des RBS waren bisher nur bedingt von den Bauarbeiten betroffen, da das oberste Ziel darin besteht, diese ohne grössere Einschränkungen für den Bahnverkehr durchzuführen.» Nächsten Sommer werde jedoch eine grössere Einschränkung in Form eines mehrwöchigen Streckenunterbruchs zwischen Bern und Worblaufen notwendig sein, da ein Teil des Gewölbes des bestehenden Schanzentunnels (Zugangstunnel in den heutigen Bahnhof) freigelegt und abgerissen werde. Dieser Schritt sei nötig, damit dieser Abschnitt später mit dem neuen Tunnel verbunden werden könne. «Während dieser Zeit werden auf dem Abschnitt Bahnersatzbusse verkehren», so Häberli.

    Die Visualisierung zeigt den neuen RBS-Bahnhof.

    Die Anwohnenden würden regelmässig über die anstehenden Bauarbeiten und vor allem teils notwendigen Nachtarbeiten informiert. Dies geschehe mit regelmässigen Anwohnerschreiben und über den direkten Austausch mit Vertretern und Vertreterinnen der Anwohnerschaft. «Das Interesse an den Bauarbeiten ist generell sehr hoch, wir erhalten regelmässig Anfragen für Baustellenführungen. Aus diesem Grund werden wir am 3. September auch einen Tag der offenen Baustelle durchführen, an dem Interessierte die Baustellen besichtigen und direkt Fragen an die Fachpersonen stellen können», sagt der Kommunikationsspezialist

    Findlinge und
    Öl-Altlasten verzögern die
    Bauarbeiten

    Die Herausforderung während des Baus: Der SBB- und der bestehende RBS-Bahnhof müssen während der Bauzeit uneingeschränkt in Betrieb bleiben. Im Bahnhof Bern laufen zudem gleichzeitig mehrere grosse Bauprojekte. Ausserdem wird der bestehende RBS-Bahnhof mit nur sieben Metern Überdeckung unterfahren – die ersten 400 Meter Tunnel führen durch den bestehenden RBS-Schanzentunnel. Dieser wird unter laufendem Betrieb von Emch+Berger in einer Planergemeinschaft saniert.

    Ursprünglich war die Eröffnung des neuen RBS Bahnhofs auf Ende 2027 geplant. Verschiedene Faktoren wie hydrologische Schwierigkeiten, Öl-Altlasten im Bereich der Laupenstrase oder die Corona-Pandemie sorgten für eine Verzögerung der Bauarbeiten. «Der Zugang zur unterirdischen Baustelle für den künftigen RBS-Bahnhof liegt mitten im Gleisfeld westlich des Bahnhofs Bern an der Laupenstrasse und ist mittels eines schmalen Zugangsschachts bzw. -stollens erschlossen. Die Platzverhältnisse auf der unterirdischen Baustelle sind sehr eng. Das ist logistisch eine gewaltige Herausforderung, da jeder Bauschritt entsprechend gut koordiniert werden muss. Die geologischen Verhältnisse auf dieser Baustelle sind komplex. So erforderten die Verhältnisse des Baugrundes resp. der sogenannten Sohle im Schacht Laupenstrasse aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Verankerung, die ursprünglich nicht vorgesehen war. Zudem erschwerten Findlinge bei der Erstellung des Zugangsschachtes zur unterirdischen Baustelle die Bauarbeiten», erklärt Häberli.

    Deshalb benötigt der RBS für die letzte Bauphase mehr Zeit. So soll die Inbetriebnahme aktuell voraussichtlich Mitte 2029 erfolgen. Die Unterführung Mitte soll 2028 eröffnet werden. Die Terminverzögerung hat Einfluss auf die Finanzen: Statt den bisherigen 614 Millionen Franken wird der RBS-Bahnhof rund 730 Millionen Franken kosten. Die Mehrkosten werden von Bund und Kanton übernommen.

    Bauherr:
    Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS
    Investitionsvolumen:
    CHF 730 Mio.
    Zeitraum:
    2017–2029
    Beteiligte Bauunternehmen:
    Marti AG, Frutiger AG, Emch+Berger

  • Holzbau für die Gesundheit

    Holzbau für die Gesundheit

    Das Projekt Aarhus ist ein schönes Beispiel, wie komplexe Anforderungen an Gebäude in Holz realisiert werden können. Durch die kompakte Form und pro Geschoss identische Grundrisse kann der Holzbau seine Wettbewerbsfähigkeit ausspielen. Die Anforderungen an den Brandschutz konnten dabei klug erfüllt werden. Das behagliche Klima des Holzbaus sowie die Sichtflächen in Holz entfalten eine angenehme sowie natürliche und gesundheitsfördernde Wirkung. Das Know-how konnte die Renggli AG als Totalunternehmung inkl. Architekturleistungen, Holzbauengineering und Holzbau bieten.

    Herausforderung Brandschutz
    Das Bewohnergebäude ist in der Nutzung einem Beherbergungsbetrieb zuzuordnen. Hieraus ergeben sich hohe Anforderungen bei der Materialisierung. Aufgrund des Wirtschaftlichkeitsvergleichs entschied man sich für das Löschanlagenkonzept, bei dem eine Sprinkleranlage eingebaut wird. Diese bietet den Vorteil, den Brand frühzeitig zu detektieren und umgehend zu intervenieren.

    Herausforderung Holzbau-Statik
    Der statische Nachweis für das Gebäude stellte bei der Planung eine Herausforderung dar. Doch strukturiertes Vorgehen und Schnittstellenregelungen zwischen dem Massivbau für das Untergeschoss und dem Holzbau erleichterte das Vorgehen. Da es sich um einen reinen Holzbau handelt, muss das Abtragen der vertikalen Lasten ab der Bodenplatte sich selbst aussteifen. Die Ermittlung der Belastung erfolgt mit einer dreidimensionalen Betrachtung des Gebäudes. Dadurch können die Geometrie sowie die exzentrischen Lasteinwirkungen nachvollziehbar untersucht werden. Auch lassen sich die Steifigkeiten abhängig von den Wandaufbauten und Verbindungmitteln ermitteln und im 3D-Modell korrekt betrachten.

    Herausforderung spezielle Verbindung
    Um die aus den horizontalen Einwirkungen resultierenden Zug- und Druckkräfte von Geschoss zu Geschoss übertragen zu können, wurde eine besondere Verbindung eingesetzt: Die vierschnittige Holz-Holz-Verbindung ist in der Lage, die Normalkräfte sicher zu übertragen.

    Herausforderung Gesundheit
    Die wohltuende Wirkung von Holz auf die menschliche Psyche ist bekannt. Dass Holz, ein gesunder Hightech-Werkstoff mit einem grossen Potenzial ist, ist weniger bekannt. Dieses lebendige Material dünstet natürliche Verbindungen aus. Die meisten Menschen empfinden diesen als wohltuenden Geruch. Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann hat in einer Langzeitstudie festgestellt, dass keine gesundheitlichen Risiken bestehen. Herr Prof. Moser bestätigt in einer weiteren Studie, dass Massivholz als «Umfeldmaterial» die Regenerationsfähigkeit und die parasympathische Komponente der Herz-Kreislauf-Regulation stärkt. Holz beugt also Herz-Kreislauf- und stressbedingten Erkrankungen vor, die immer mehr zunehmen.

    Beitragsbild: 3D-Modell zum Nachweis der horizontalen Auslenkung. Die Auslenkung ist mehrfach vergrössert dargestellt.

  • Papiermühle Ittigen: Architektur-wettbewerb ist entschieden

    Papiermühle Ittigen: Architektur-
    wettbewerb ist entschieden

    Ittigen ist eine östliche Vorortgemeinde der Stadt Bern. Das Areal Zentrum Papiermühle befindet sich hier an zentraler Lage, nahe der gleichnamigen S-Bahn-Haltestelle. Es erstreckt sich entlang der Worblentalstrasse und grenzt an die Kreuzung Papiermühle-, die Grauholz- und Worblentalstrasse.

    Für die Entwicklung des Zentrum Papiermühle wurde bereits 2014 eine städtebauliche Lösung – Nutzung, Bebauung, Erschliessung – erarbeitet. Basierend darauf wurden die für das Areal massgebenden Planungsinstrumente wie Richtplan, Zonenplan, Baureglement und Überbauungsordnung angepasst.

    Die Einwohnergemeinde Ittigen, die Steiner Investment Foundation und die Steiner AG führten im Frühling dieses Jahres einen Studienauftrag für das Zentrum Papiermühle durch. Dazu haben sie fünf Planungsteams, bestehend aus Architektur-, Landschaftsarchitektur- und Bauplanungs-Profis, eingeladen.

    Die Projektbeiträge bewertete ein Gremium unter Vorsitz von Michael Geschwentner (Steib Gmür Geschwentner Kyburz Partner AG Architekten & Stadtplaner). Die Bewertungskriterien bezogen sich auf in die Erfüllung der Zielsetzungen sowie auf diverse weitere Faktoren wie Städtebau, Architektur, Freiraum, Erschliessung, Gestaltung, Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Von besonderer Bedeutung waren zudem qualitative und überzeugende Wohnungsgrundrisse.

    Überzeugende Wohnungsgrundrisse waren wichtig bei der Bewertung des Projekts. Visualisierung der Innenräume des Hochhauses (oben) und des Langhauses (rechts).

    Den Architekturwettbewerb gewonnen haben E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten gemeinsam mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und Schnetzer Puskas Ingenieure. Laut Jury weise der Entwurf des Gewinnerteams eine geschickte städtebauliche Setzung auf. Sie verleihe dem Ort eine starke Identität mit grossen räumlichen Qualitäten und dem gewünschten Öffentlichkeitsgrad. Die Jury hat das Projekt einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Das Planungsteam entwickelte eine volumetrische Setzung von Hochhaus und Langhaus mit einem gut proportionierten, allseitig erschlossenen Platz, der die unterschiedlichen Höhensituationen aufnimmt und eine klare Adressbildung für Gewerbe und Wohnen erreicht.

    Die filigrane Erscheinung des Hochhauses verbindet sich mit der feingliedrigen Holzbauweise des Längsbaus. Das überhohe Erdgeschoss verleiht dem Hochhaus einen selbstbewussten Auftritt und greift im Innenraum den Geländeversatz architektonisch auf. Der neu geschaffene Platz entfaltet im Zusammenspiel mit dem Erdgeschoss eine starke Öffentlichkeit, die das Potenzial besitzt, den Ort zu aktivieren und zu beleben. Der Längsbau profitiert zusätzlich vom rückwärtigen Freiraum
    Die Projektbeiträge aller teilnehmenden Planungsteams wurden nach dem Wettbewerb öffentlich zugänglich ausgestellt.

  • «Zukunft Bahnhof Bern» schreitettrotz Verzögerungen voran

    «Zukunft Bahnhof Bern» schreitet
    trotz Verzögerungen voran

    Der Kanton und die Stadt Bern, der Bund, die SBB und der RBS spannen zusammen und haben gemeinsam das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) geplant. Das Gesamtprojekt ist in verschiedene Teilbereiche gegliedert:

    • Die SBB sind für den Bau der neuen unterirdischen Passage «Unterführung Mitte» verantwortlich. Die Arbeiten hierzu laufen seit dem Jahr 2017. Die neue Unterführung wird von der bestehenden Unterführung, dem Bubenbergplatz und von der Länggasse her zugänglich sein.
    • Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut einen neuen RBS-Bahnhof unterhalb des SBB-Bahnhofs.
    • SBB Immobilien baut das Bubenbergzentrum 10-12 neu.
    • Die Stadt Bern trifft abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs Massnahmen, um den Verkehr im Bahnhofumfeld neu zu organisieren und zu gestalten. Dazu gehört auch eine Verlängerung der neuen «Unterführung Mitte» vom neuen Bahnhofzugang Bubenberg direkt zum Hirschengraben.

    Mit diesem Grossprojekt verbessert der Kanton Bern seine Erreichbarkeit und fördert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Reisende profitieren künftig von mehr Platz und kürzeren Wegen innerhalb des Bahnhofs, in die Stadt und zu den Trams und Bussen. Die Publikumsanlagen im Bahnhof Bern werden so ausgebaut, dass sie der Entwicklung der Reisendenzahlen in Zukunft gerecht werden. «Vor Baustart 2016 gab es täglich ungefähr 270’000 Ein- und Aussteigende pro Tag im Bahnhof Bern. Anfang 2020 waren es bereits 320’000 und die Prognosen sprechen von rund 375’000 Ein- und Aussteigenden ab 2030. Entsprechend ist der Ausbau konzipiert», erklärt Angela Disch, Gesamtprojektleiterin SBB Infrastruktur.

    Der Umbau sei eine «Operation am offenen Herzen», sagt Disch und führt aus: «Schliesslich bauen wir unter anderem direkt unterhalb der befahrenen Gleise eine komplett neue Personenunterführung – und darunter entsteht auch noch der neue RBS-Bahnhof.» Eine der grössten He-rausforderungen sei es, die Bedürfnisse der verschiedenen Bauherrinnen und der Reisenden aufeinander abzustimmen. Ausserdem brauche es viel Rücksicht auf die Anwohnenden. «Nicht zuletzt sind in diesem urbanen Raum Flächen für Logistik, Maschinen und Baumaterial Mangelware», sagt Disch.

    Für «Zukunft Bahnhof Bern» wird mit Investitionen von gut einer Milliarde Franken gerechnet. Davon fallen rund 730 Millionen auf den RBS-Bahnhof. Das Projekt der SBB ist mit 375 Millionen budgetiert, und die Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern sollen mit maximal 112 Millionen Franken zu Buche schlagen – die Stadtberner Stimmberechtigten haben den entsprechenden Kredit im März 2021 genehmigt. Die Kosten werden anteilsmässig vom Bund, dem Kanton Bern sowie der Stadt Bern getragen.

    Während sich die Bauarbeiten am RBS-Bahnhof verzögern, laufen die Arbeiten der SBB nach Plan. Allerdings wirken sich die Verzögerungen der Bauarbeiten des RBS-Bahnhofs auf den Ausbau der Publikumsanlagen aus. Statisch sind die Projekte der RBS und der SBB voneinander abhängig, da der RBS unterhalb der SBB-Baustelle und der bestehenden Perronhalle baut. Die SBB können die Ausbauarbeiten zur neuen Unterführung somit erst 2023 weiterführen, wenn der RBS Teile der Kaverne Nord (eine der beiden unterirdischen Hallen des neuen RBS-Bahnhofs) so weit gebaut hat, dass sie belastbar genug sind. Aus diesem Grund dürften die SBB ihre Ausbauten nach heutigem Stand ab April 2028 in Betrieb nehmen – rund ein Jahr später, als ursprünglich geplant.

    Nach Plan kann das Bubenbergzentrum 10-12 gebaut werden. Die Bauarbeiten starteten im März 2022 (siehe S. 40). Seit dem Jahr 2019 abgeschlossen sind der Bau des Zugangsstollens auf der Grossen Schanze sowie die Perronverlängerung. Ausserdem wurden die Perrons der Gleise 12/13 und 9/10 für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erhöht. Bis März 2023 werden Mikropfahlarbeiten an den Gleisen 1-8 vorgenommen, bevor die Unterführung weiter Richtung Süden ausgebaut werden kann.

    Auch der RBS-Bahnhof vermeldet trotz der Verzögerung Fortschritte: Bei der Kaverne Nord laufen die Ausbrucharbeiten auf der zweiten von vier Ebenen. Mit der definitiven Gewölbesicherung wurde zudem bereits begonnen. Währenddessen wird in der Südkaverne die Logistikkaverne fertiggestellt. Im Januar dieses Jahres konnten die Ausbrucharbeiten für den unteren Tunnelquerschnitt im Raum Hirschenpark/Eilgut abgeschlossen und mit den Betonierarbeiten für das Tunnelgewölbe begonnen werden. Rund 20 Meter unter den Abstellgleisen von SBB und BLS – im Untergrund des Eilguts – stehen die Aushubarbeiten kurz vor dem Abschluss. Hier sollen bis im Sommer 2022 die Bodenplatten eingebaut werden, auf denen später die Gleise für die RBS-Züge verlegt werden.

    Beim städtischen Projekt (Verkehrsmassnahmen Stadt Bern) liegt seit Februar 2022 die Vorprüfung vor, welche durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) durchgeführt wurde. Der Gemeinderat der Stadt Bern hat aufgrund der Ergebnisse anschliessend entschieden, ein gartendenkmalpflegerisches sowie ein Baumgutachten für die geplante Umgestaltung des Hirschengrabens in Auftrag zu geben. Ein archäologisches Gutachten soll zudem die genaue Situation der Tränke unter dem Hirschengraben eruieren. Diese Zusatzabklärungen sorgen für eine Verzögerung bei der öffentlichen Auflage des Projekts, die nun Ende 2022 / Anfang 2023 erfolgen dürfte. Die Bauarbeiten kann die Stadt Bern somit frühestens 2024 aufnehmen.

    Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Bern war von Anfang an gestaffelt vorgesehen. Das Credo lautet: Was fertig ist, wird in Betrieb genommen. So wird sichergestellt, dass die Öffentlichkeit schnellstmöglich vom neuen Bahnhof profitieren kann. Eine grosse Eröffnung ist also nicht geplant.


  • Der Binding Preis für Biodiversität2022 geht an Stadtgrün Bern

    Der Binding Preis für Biodiversität
    2022 geht an Stadtgrün Bern

    Das Projekt «Natur braucht Stadt» von Stadtgrün Bern gewinnt aus 22 eingereichten Projekten den mit 100’000 Franken dotierten Binding Preis für Biodiversität. Das als Themenjahr organisierte Projekt war erfolgreich, weil Stadtgrün Bern und seine Fachstelle Natur und Ökologie mit einem attraktiven Aktionspaket Institutionen, Organisationen und Menschen für ein gemeinsames Ziel – die Förderung der Biodiversität – gewinnen konnten.

    Alle packten mit an
    Beteiligt haben sich neben städtischen Stellen u.a. das Naturhistorische Museum, der Tierpark Bern, der Botanische Garten, verschiedenste Organisationen, aber auch viele private Balkongärtnerinnen und Gartenbesitzer. Die Massnahmen umfassten ökologische Aufwertungen im öffentlichen Raum und auf privaten Flächen sowie über 50 Veranstaltungen wie Führungen, Ausstellungen, Konzerte.

    Vom Wissen zum Handeln für Private
    Sieben Stadtspaziergänge mit 80 Infotafeln, mit einem interaktiven Stadtplan und künstlerische Interventionen zeigten auf, wie wertvolle Stadtnatur aussieht. Die Aktionen «BiodiversitätsGarten» und «BiodiversitätsBalkon» animierten Private, ihre Gärten und Balkone umzugestalten. Mit «KlimaBalkon» wurde aufgezeigt, wie Biodiversität, Verbesserung des Klimas und Lebensqualität zusammenhängen. Ein Praxishandbuch lieferte das Hintergrundwissen. «Wir freuen uns, mit ‹Natur braucht Stadt› ein Projekt auszuzeichnen, dem es gelungen ist, eine breite Bevölkerung zu erreichen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Naturnahe Wohnumgebung ist zunehmend ein von der Mieterschaft formuliertes Bedürfnis. Sie bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, eine Atmosphäre die zum Verweilen und Beisammen sein einlädt und ermöglicht das Naturerlebnis. Deshalb haben auch grosse Immobilienfirmen im Rahmen des Themenjahrs das Ziel gefasst, ihre Wohnareale für die Biodiversität aufzuwerten. Sie wollen damit Wohnumgebungen für die Bewohnerschaft attraktiver machen und können gleichzeitig oft Unterhaltskosten senken.

    Entsiegelung und ökologische Aufwertungen auf städtischen Flächen
    Ein wichtiges Teilprojekt waren auch die Aufwertungen im öffentlichen Raum. In Bern West wurden verschiedene Asphaltflächen aufgebrochen und mit einheimischer Flora bepflanzt, Amphibienteiche gebaut, Rasen zu Wiesen aufgewertet, Wildhecken gepflanzt, Säume stehen gelassen und Stein- und Asthaufen in Parkanlagen und auf Grünstreifen entlang von Strassen angelegt.

    Nachhaltige Wirkung
    «Natur braucht Stadt» war integraler Teil des übergeordneten Biodiversitätskonzepts der Stadt Bern und brachte Akteure in Kontakt mit Ideen und Partnern. Das Projekt wird über das Themenjahr hinauswirken. Das herausgegebene «Berner Praxishandbuch Biodiversität» gilt jetzt schon als Standardwerk mit einer Ausstrahlung weit über Bern hinaus.

    Grosse Freude bei der Stadt Bern
    Die Stadt Bern freut sich sehr über die bedeutende Auszeichnung. «Der Preis würdigt das grosse Engagement von Stadtgrün Bern für das Themenjahr, das in Bern viel für die Naturvielfalt in Gang gesetzt hat», sagt Marieke Kruit, Gemeinderätin und Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün der Stadt Bern.

  • Nutzergerechte Immobilien-entwicklungen im Raum Bern

    Nutzergerechte Immobilien-
    entwicklungen im Raum Bern

    Nach wie vor sind städtische Wohnlagen gefragt. Die Pandemie hat zwar dank Home-Office-Möglichkeiten auch periphere Lagen wieder attraktiver gemacht. Doch in der Stadt zu wohnen, ist sowohl bei den jüngeren Zielgruppen, bei Familien als auch bei der Generation 50+ sehr gefragt. Drei jüngere Beispiele aus dem Entwicklungsportfolio von Halter zeigen die Bandbreite des jüngst entstandenen Wohnungsangebots – vom genossenschaftlichen Modell bis zu Miet- und Eigentumswohnungen im Raum Bern. Die drei Beispiele verdeutlichen die Bandbreite städtischer Wohnprojekte; sowohl in Bezug auf die Gestaltung als auch auf die Wohn- und Eigentumsformen. Sie tragen insgesamt dazu bei, dass der Standort Bern attraktiven Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bieten kann. Davon profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner und damit der Standort Bern insgesamt.

    Huebergass

    Huebergass – bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Bern
    In der Stadt Bern konnte im Mai 2021 die genossenschaftliche Siedlung Huebergass mit rund 103 Wohnungen bezogen werden. Startschuss für die Siedlung war ein durch die Stadt Bern ausgeschriebener Investoren- und Projektwettbewerb. Das gemeinnützig ausgerichtete Projekt bietet auf Familien ausgerichtete Wohnungen, zudem flexible Wohnateliers und Cluster-Wohnungen für eine grosse Palette unterschiedlicher Wohnformen.

    BäreTower – ein identitätsstiftender Bau für Ostermundigen
    Bestens erschlossen an einer Schlüsselstelle der aufstrebenden Berner Vorortsgemeinde, kann in diesen Wochen der rund 100 Meter hohe BäreTower bezogen werden. Die Gemeinde hat das Gebot nach qualitätvoller Innenverdichtung ernst genommen. Das schlanke Hochhaus bietet neben den Mietwohnungen Gastronomie- und Verkaufsflächen sowie Büro- und Dienstleistungsflächen. Im unteren Teil des Hochhauses wurde ein Hotel eröffnet.

    Hammerwerke

    Hammerwerke – urbanes Wohnen am Wasser
    Idyllisch an der Aare gelegen, etwas abseits vom Trubel und doch sehr stadtnah, sind derzeit 77 Eigentumswohnungen im Bau. Das Projekt Hammerwerk, das seinen Namen vom historischen Gebäudeensemble direkt nebenan mit der ältesten wasserbetriebenen Hammeranlage der Schweiz erhalten hat, richtet sich an Familien, aber auch die Generation 50+.

    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM – der Dachverband für Standort- und Wirtschaftsförderung
    Die SVSM ist eine praxisorientierte und unabhängige Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Standortmanagement und Wirtschaftsförderung. Als Dachverband zählt sie rund 80 Mitglieder aus den Bereichen Standortmanagement, Regionenmarketing, Wirtschaftsförderung und Immobilien. Die Vereinigung fördert den interdisziplinären Erfahrungsaustausch und das Networking und setzt sich für die Professionalität im Standortmanagement ein. Mit der Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog» organisiert die SVSM halbjährlich eine hybride Fachtagung mit wechselndem Fokus auf dem Standortmanagement bzw. der Wirtschaftsförderung. Seit 2007 vergibt die Organisation die SVSM Awards für innovative Projekte in den Bereichen Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung und wählt eine verdiente Persönlichkeit zum Standortmanager des Jahres.

    www.svsm-standortmanagement.ch
    info@svsm-standortmanagement.ch


  • Swiss Prime Site legt Grundstein auf JED-Areal

    Swiss Prime Site legt Grundstein auf JED-Areal

    Das JED (Join.Explore.Dare) in Schlieren erhält einen „nachhaltigen Schlussstein“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site heisst. Das Immobilienunternehmen aus Zug hat am 22. September den Grundstein für einen Neubau mit Büro- und Laborflächen gelegt, der ab Mitte 2024 für die ersten Mieter bezugsfertig sein soll. An der Zeremonie hat neben Vertretern von Swiss Prime Site und weiteren Projektbeteiligten auch Stefano Kunz teilgenommen, Ressortvorsteher Bau und Planung der Stadt Schlieren.

    Bei JED handelt es sich um das Areal der ehemaligen NZZ-Druckerei. Swiss Prime Site hat dort bereits Bestandsbauten umgenutzt und das Areal somit „zu einem Think- und Work-Tank für Business, Industrie und Gewerbe gemacht“, wie es von CIO Urs Baumann anlässlich der nun erfolgten Grundsteinlegung hiess. Die Bestandsbauten werden von den Ankermietern Halter und Zühlke genutzt. Der Neubau wird das Areal nun auf fünf Stockwerken mit einer vermietbaren Fläche von 14’000 Quadratmetern um Büro- und Laborflächen ergänzen. Dafür konnten mit Superlab Suisse und FlexOffice ebenfalls Ankermieter gewonnen werden.

    Der Neubau wird nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft errichtet, eine Zertifizierung nach SNBS Gold (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) wird angestrebt. „Swiss Prime Site hat es erfolgreich geschafft, dem ehemaligen in sich geschlossenen NZZ-Areal, durch neue Wege sowie die offene und grosszügige Architektur neues Leben und Flair zu verleihen“, wird Stadtrat Stefano Kunz zitiert.

  • IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) und die auf dezentrale Energie und E-Mobilität spezialisierte deutsche IT-Firma Kiwigrid spannen für die Einrichtungen von Energiegemeinschaften zusammen. Beide Unternehmen haben zusammen eine Software für Energiemanagement und Anlageverwaltung entwickelt, informieren IWB und Kiwigrid in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie soll zum ersten Mal auf dem Areal Westfeld in Basel zum Einsatz kommen. Dort realisiert die Baugenossenschaft wohnen&mehr ein neues Quartier mit rund 500 Genossenschaftswohnungen.

    IWB wird das Quartier mit einer integrierten Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ausstatten. Das dafür nötige Energiemanagement bezieht der Basler Energieversorger von Kiwigrid. Über die Energy-IoT-Plattform der in Dresden ansässigen Firma können die Stromzähler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Wärmepumpen des Quartiers in einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch integriert, intelligent gesteuert und verwaltet werden.

    „Unser Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimafreundliche Energieversorgung“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von IWB, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen will einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebens- und Arbeitsräume leisten. „Als Experte für Energiemanagementsysteme und IoT für Erneuerbare Energien hat sich Kiwigrid als optimaler Partner in der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele erwiesen“, erklärt Balmer.

    Die Energiegemeinschaft im Westfeld soll nicht das einzige gemeinsame Projekt von IWB und Kiwigrid bleiben. Für weitere Zusammenschlüsse haben die Partner laut Mitteilung bereits Interessenten aufgetan. hs