Kategorie: Projekte

  • Durchgangsbahnhof Luzern: Grossprojekt erreicht Meilenstein

    Durchgangsbahnhof Luzern: Grossprojekt erreicht Meilenstein

    Der Durchgangsbahnhof Luzern soll mit neuen, unterirdischen Zufahrten und einem Tiefbahnhof Engpässe im Bahnknoten Luzern beheben. Das Projekt, das sich in der Planungsphase befindet, soll Kapazitäten im heute voll ausgelasteten Bahnsystem schaffen und damit in Zukunft neue, direktere und schnellere Bahnverbindungen ermöglichen. «Mit dem Tiefbahnhof und den neuen, unterirdischen Zufahrten wird die Erreichbarkeit und die Attraktivität der Zentralschweiz verbessert», so Massimo Guglielmetti, SBB Gesamtprojektleiter Durchgangsbahnhof Luzern. «Ohne Infrastrukturausbau ist eine Weiterentwicklung des Bahnangebots in Luzern nicht mehr möglich.» 

    Im Vorprojekt legt die SBB die technische Machbarkeit des Grossprojekts dar, das aus den Teilprojekten Tiefbahnhof, Dreilindentunnel und Neustadttunnel besteht:

    • Mit dem Tiefbahnhof wird unterhalb des bestehenden Bahnhofs eine insgesamt 44 Meter breite Perronhalle für vier Gleise gebaut. Dies schafft mehr Platz am Bahnhof Luzern, der aktuell täglich von rund 100 000 Passagieren benutzt wird. 
    • Mit dem 3,8 Kilometer langen Dreilindentunnel wird eine unterirdische, direkte Linie von Ebikon nach Luzern geschaffen, die auf einer Länge von 400 Metern das Seebecken unterquert. Diese zweite Zufahrt behebt die Engpasssituation im Bahnnetz und ermöglicht häufigere und schnellere Zugverbindungen. 
    • Mit dem 2,1 Kilometer langen Neustadttunnel wird der Tiefbahnhof an die bestehende Zufahrt angeschlossen. Dies ermöglicht durchgehende Verbindungen und macht das Wenden einer Mehrheit der Züge im Kopfbahnhof Luzern überflüssig. 

    Damit das geplante verbesserte Angebot für die ganze Zentralschweiz einen Nutzen bringen kann, muss auch die Bahninfrastruktur im Einzugsgebiet punktuell erweitert werden. Zudem sind Abstellanlagen ausserhalb des Bahnhofs Luzern notwendig, um Züge über Nacht und ausserhalb der Spitzenzeiten parkieren zu können. 

    Absenktunnel unter dem Seebecken 
    Neu ist im Vergleich zu vorgängigen Planungen für die Unterquerung des Seebeckens ein Absenktunnel vorgesehen. Dabei werden fünf vorgefertigte Elemente der Tunnelröhre in den Grund des Vierwaldstättersees abgesenkt. Dadurch ist es nicht nötig, das Seebecken abschnittweise trocken zu legen. Umwelt und Landschaft werden weniger beeinträchtigt. Dieses Bauverfahren wurde in der Schweiz bisher noch nie angewendet.  

    Die Kosten für die drei Projektteile Tiefbahnhof, Dreilinden- und Neustadttunnel werden auf 3,3 Milliarden Franken geschätzt. Für die Realisierung rechnet die SBB mit 11 bis 13 Jahren Bauzeit. 

    Zusätzliche Studien zum weiteren Vorgehen 
    Die SBB klärt nun im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) mögliche Realisierungsabfolgen für das Grossprojekt ab. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2023 vorliegen. Dann wird über die nächsten Projektschritte entschieden. «Alle Arbeiten laufen nach Plan. Ich bin überzeugt, dass der Bundesrat dem Parlament 2026 ein gut studiertes und weit fortgeschrittenes Projekt wird vorlegen können», sagte Anna Barbara Remund, BAV-Vizedirektorin und Leiterin der Abteilung Infrastruktur, vor den Medien in Luzern. Über die Umsetzung entscheidet letztlich das Bundesparlament. 

    Grosse Bedeutung für Luzern und die Zentralschweiz 
    Der Ausbau des Bahnknotens Luzern ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region. «Die Zentralschweiz wartet bereits seit 50 Jahren auf die dringend notwendigen Ausbauten der Infrastrukturen am Knoten Luzern und in Richtung Zürich», hielt Regierungsrat Fabian Peter, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor und Präsident der Zentralschweizer öV-Direktoren, fest. «Ein attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr ist entscheidend, damit wir das Mobilitätswachstum überhaupt bewältigen und nachhaltig abwickeln können», sagte Fabian Peter. «Damit der Durchgangsbahnhof seinen vollen Nutzen entfalten kann, erwartet die Zentralschweiz die Realisierung und Finanzierung aus einem Guss.» 

    Für die Stadt Luzern wird sich die Möglichkeit ergeben, den Raum um den Bahnhof attraktiv zu gestalten, den Bahnhof besser zugänglich zu machen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. «Die Stadt wird sich auch dafür einsetzen, dass die über zehnjährige Bauzeit möglichst stadtverträglich gestaltet wird», sagte Stadträtin Manuela Jost, Baudirektorin. «Auch während dieser Zeit müssen Freiräume erhalten und das Stadtzentrum erreichbar bleiben.»  Die SBB plant den Durchgangsbahnhof im Auftrag des Bundesamts für Verkehr. Sie arbeitet mit Kanton und Stadt Luzern, der Zentralbahn, dem Verkehrsverbund Luzern sowie den Kantonen Obwalden und Nidwalden zusammen und bezieht den Gemeindeverband LuzernPlus mit ein.

    Quelle www.sbb.ch

  • Implenia gewinnt in Deutschland und der Schweiz Hochbauaufträge im Gesamtwert von mehr als CHF 170 Mio

    Implenia gewinnt in Deutschland und der Schweiz Hochbauaufträge im Gesamtwert von mehr als CHF 170 Mio

    Implenia erhielt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag, als Totalunternehmer ein neues Proben- und Werkstättenzentrum (PWZ) für das Bayerische Staatsschauspiel in München zu planen und betriebsfertig zu errichten. Nach der Erstaufnahmeeinrichtung Regensburg und der Staatlichen Wohnanlage Regensburg ist es bereits das dritte Projekt, das Implenia als Totalunternehmer für den Freistaat Bayern als Bauherrn, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg realisiert. Die Planung begann im März, Baustart ist im Juni. Die Übergabe an den Bauherren soll im Dezember 2026 erfolgen. Das Auftragsvolumen für Implenia beträgt mehr als EUR 140 Mio..

    Zu den vereinbarten Leistungen gehören Planung und Neubau des PWZ von der Baugrube für das 93 Meter lange und 86 Meter breite, L-förmige Gebäude über die Innenausstattung inklusive Haustechnik, Fördertechnik und Bühnentechnik für drei Probebühnen, bis hin zur Werkstattausstattung und Kantineneinrichtung. Zudem umfasst der Auftrag die Gestaltung der Aussenanlagen inklusive Betriebshof mit Anfahrzonen, Anlieferung und Aufstellflächen für LKWs und Container, eine Tiefgarage sowie die begrünte Aussenanlage.

    Bei dem technisch anspruchsvollen Projekt werden unter anderem grosse, frei überspannte Räume für die Probebühnen geschaffen, die als Stahl-Verbundkonstruktion an den Brückenbau erinnern. Eine schalltechnisch hochwirksame Gebäudetrennfuge wird den Probetrakt vor Geräuschen und Erschütterungen aus dem Werkstättentrakt schützen. Weitere spezielle Schallschutzvorrichtungen ermöglichen die parallele Bespielung der Probebühnen. Für die Spezialgewerke Bühnentechnik und Werkstatttechnik konnte Implenia die besten Planer gewinnen.

    Partnerschaftlicher und integrierter Ansatz überzeugte schon in Angebotsphase
    Implenia überzeugte schon in der Angebotsphase mit einem partnerschaftlichen Ansatz und einem Team aus hochqualifizierten internen und externen Spezialisten, die Lösungen für die komplexen technischen Anforderungen des Projekts boten. In der Umsetzung wird Implenia das Team steuern und zusammen mit eigenen Fachplanern die Eingabe- sowie die Ausführungsplanung sowie den betriebsfertigen Neubau realisieren.

    Als integrierter Bau- und Immobiliendienstleister wird Implenia einen grossen Teil der Leistungen divisionsübergreifend selbst erbringen: Der Spezialtiefbau ist für die Baugrube verantwortlich. Für den Rohbau wird Spezialwissen des Bereichs Ingenieurbau beigezogen. Für eine reibungslose, sichere und nachhaltige Organisation der Baustelle sorgt die zur Implenia Gruppe gehörende BCL Building Construction Logistics. Der Bereich Fassadentechnik trägt mit seiner Expertise zur Ausführung der Gebäudehülle aus dunkelgrauen Wellfaserplatten, Betonfertigteilen und Aluminiumfenster-Elementen mit Raffstoren bei.

    Digitalisierung und Tools zur Effizienzsteigerung
    Für den Neubau wurde ein BIM-Modell aufgesetzt, an dem alle Planerinnen und Planer arbeiten. Damit ist der Planungsstand jederzeit transparent und kann flexibel angepasst werden. Das BIM-Modell wird auch in der Ausführung genutzt, zum Beispiel für die Abstimmung der verschiedenen Gewerke. Zudem ist vorgesehen, das Modell auch für Bauablaufsimulationen, zur Mengenermittlung und zur Ausschreibung der Ausbaugewerke zu verwenden. Lean Construction Methoden und Tools werden eingesetzt, um die Bauabläufe zu optimieren, die Materialströme zu steuern und die Gewerke exakt aufeinander abzustimmen. Das ermöglicht einen kontinuierlichen und gleichmässigen Bauprozess.

    Hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit
    Sowohl dem Auftraggeber als auch Implenia sind ein nachhaltiger Neubau und Betrieb wichtig. Entsprechend wird das Gebäude gemäss Gebäudeenergiegesetz (GEG § 10) ausgeführt, sämtliches Material entspricht dem Anforderungskatalog «Schadstoffarmes Bauen» (QN 3) der Landesbaudirektion Bayern und die technischen Anlagen werden für nachhaltigen und umweltschonenden Betrieb ausgelegt.

    Besenrain- und Katzenbachstrasse Zürich – nachhaltige Wohnersatzneubauten
    In der Schweiz wurde Implenia von Bauherrin Swiss Life Asset Management AG als Totalunternehmer mit dem Ersatzneubau «Besenrain-/Morgentalstrasse» in Zürich Wollishofen beauftragt. Es handelt sich um ein Projekt mit 36 Mietwohnungen und 22 Tiefgaragenplätzen, das in Massivbauweise erstellt wird. Die Bauarbeiten starteten im März mit einer Schadstoffsanierung, die Übergabe ist für Ende November 2024 geplant. Für den Neubau wird eine SNBS Platin-Zertifizierung angestrebt.

    Ausserdem erhielt Implenia von der Pensionskasse SBB den Zuschlag für einen Ersatzneubau an der Katzenbachstrasse in Zürich-Seebach. Implenia wird auch dieses Projekt als Totalunternehmer ausführen. Im Rahmen des Neubaus entstehen 30 hochwertige Mietwohnungen mit hinterlüfteter Holzfassade auf drei Geschossen und 18 Tiefgaragenplätze. Die Bauarbeiten haben bereits im Februar mit einer Schadstoffsanierung begonnen, die durch den Bereich Baumeister durchgeführt wurde. Die Fertigstellung ist für Februar 2025 geplant. Die Wohnungen werden im Minergie ECO Standard erstellt.

    Durch diese beiden Aufträge trägt Implenia mit seiner umfassenden Kompetenz weiter zur nachhaltigen Erneuerung des Schweizer Immobilienbestands bei. Der Totalwert beider Aufträge beträgt über CHF 30 Mio..

    Die drei Probebühnen für die Häuser des Bayerischen Staatsschauspiels sowie die Werkstätten werden Ende 2026 in Betrieb gehen (Bild: © Dömges Architekten AG, Regensburg).
    Ersatzneubau Wohnquartier Katzenbach mit 30 Wohnungen in Zürich-Seebach (Bild: © Think Architecture AG).

    Kontakt für Medien:
    Corporate Communications, T +41 58 474 74 77, communication@implenia.com

    Kontakt für Investoren und Analysten:
    Investor Relations, T +41 58 474 35 04, ir@implenia.com

    Investoren-Agenda:
    16. August 2023: Halbjahresergebnis 2023, Analysten- und Medienkonferenz

  • Bundesrat beantragt 218,1 Millionen für zivile Bundesbauten

    Bundesrat beantragt 218,1 Millionen für zivile Bundesbauten

    Das grösste einzelne Bauvorhaben in der Immobilienbotschaft 2023 ist die Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals Reckenholz (ZH). 29,5 Millionen Franken sind hierfür veranschlagt. 21,1 Millionen Franken werden für die Erweiterung der Verbindungsebene beim Verwaltungszentrum Liebefeld (Köniz, BE) beantragt. Weiter soll in Kameruns Hauptstadt Yaoundé ein Neubau für die Kanzlei und die Residenz der Schweizer Vertretung gebaut werden. Der Verpflichtungskredit dafür beträgt 27,5 Millionen Franken. 

    Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals Reckenholz 
    Reckenholz ist eines der beiden regionalen Forschungszentren von Agroscope. Die dortigen äusseren Gewächshäuser sowie die Haustechnik im Betriebsgebäude haben das Ende ihres Lebenszyklus überschritten. Die Gewächshäuser werden durch energieeffiziente und flexibel nutzbare klimatisierte Forschungskammern ersetzt. Die Haustechnik im Betriebsgebäude wird saniert und an die neuen Anforderungen angepasst. 

    Erweiterung der Verbindungsebene beim Verwaltungszentrum Liebefeld 
    Der Campus Süd in Liebefeld gliedert sich in mehrere Verwaltungs- und Laborgebäude für das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sowie das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS). 2025 wird das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung (Agroscope), das Teil des BLW ist, nach Posieux umziehen. Dies ermöglicht eine Weiterentwicklung des Campus ab 2026. Als Vorbereitung dafür sowie um mobil-flexible Arbeitsformen einzuführen, soll die unterirdische Verbindungsebene erweitert werden. Damit können bestehende und allfällige im Rahmen der Weiterentwicklung hinzukommende Gebäude besser räumlich und technisch verbunden sowie in das Zutritts- und Sicherheitskonzept eingebunden werden. 

    Neubau der Kanzlei und der Residenz Yaoundé 
    Die Schweizer Vertretung in Kamerun ist derzeit in gemieteten Gebäuden untergebracht. Auf einer bundeseigenen Parzelle soll nun eine flexible und funktionale Botschaftsinfrastruktur erstellt werden. Der Neubau vereinfacht die funktionalen Abläufe zwischen der Kanzlei, der Residenz sowie einer Dienstwohnung, welche sich neu am selben Standort befinden. Dies ermöglicht Synergien beim Sicherheitskonzept sowie den technischen Infrastrukturen und erlaubt eine multifunktionale Nutzung beispielsweise der repräsentativen Räumlichkeiten. 

    Weitere Immobilienvorhaben 2023 
    Einen weiteren Verpflichtungskredit von 140 Millionen verwendet das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben unter einem Betrag von 10 Millionen Franken, für nicht planbare oder dringliche Liegenschaftskäufe sowie für die Projektierung von zu­künftigen Immobilienbotschafts-Projekten.

  • Zukunftsbild Oberwallis «Wir wachsen zusammen.»

    Zukunftsbild Oberwallis «Wir wachsen zusammen.»

    Das Oberwallis erlebt seit einigen Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum und damit verbunden auch eine aussergewöhnliche Zuwanderung. Menschen aus 119 Nationen leben heute in der Region. Allein im Jahr 2021 sind mehr als 6500 Personen ins Oberwallis gezogen. Die Entwicklung der Region wird zusätzlich von globalen Trends wie der steigenden Tendenz zur Urbanisierung, neuen Familien- und Lebensmodelle sowie einer Transformation der Arbeitswelt durch die Digitalisierung beeinflusst. «In einer solchen Phase des Wandels ist es hilfreich, eine gemeinsame Vision zu haben, an der sich alle orientieren können», sagt Reinhard Imboden, Präsident des Vereins Region Oberwallis. «Damit ein solches Zukunftsbild den Bedürfnissen der Bevölkerung tatsächlich entspricht und von ihr mitgetragen wird, wurden alle eingeladen, ihre Sorgen und Wünsche, aber auch Prioritäten zu teilen. Zwei breit angelegte Bevölkerungsumfragen und eine sorgfältig zusammengestellte Impulsgruppe führten zum heute vorliegenden Zukunftsbild Oberwallis».

    Vision für die Zukunft
    Während des gesamten Prozesses wurden die Handlungsfelder für das Oberwallis deutlicher. Einerseits waren da die bereits stark spürbaren Herausforderungen, denen auch viele andere Regionen in der Schweiz derzeit begegnen: Die Bevölkerung ist um die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung und die Bewältigung des Fachkräftemangels besorgt. Mit Blick auf die Zukunft der Bildung setzt die Bevölkerung auf Digital- und Sprachkompetenz und praxisnahen Unterricht. Im Bereich Mobilität sollen das öV-Netz und die Langsamverkehrswege ausgebaut werden. Einen dringenden Handlungsbedarf sehen die Menschen im Oberwallis ausserdem im Umgang mit dem Klimawandel. «Das Wallis verfügt über eine hohe Verfügbarkeit an erneuerbaren Energiequellen. Die Kreislaufwirtschaft war in unserer Gegend früher eher Regel als Ausnahme. Wir verfügen damit über zwei starke Hebel für eine ökologisch nachhaltigere Entwicklung unserer Region. Das möchte die Bevölkerung in Wert setzen», erklärt Tamar Hosennen, Geschäftsleiterin der RWO. Auch die positive Entwicklung der Bergdörfer identifizierten die Menschen im Oberwallis als wichtiges Handlungsfeld.

    Das Zukunftsbild wird allen interessierten Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als Orientierung und Inspiration für eigene Strategieprozesse zur Verfügung gestellt

  • Hammerwald Sursee: Neuer Gewerbe- und Bürokomplex

    Hammerwald Sursee: Neuer Gewerbe- und Bürokomplex

    An der Allmendstrasse in Sursee erfolgt in wenigen Monaten der Spatenstich für das Gewerbeprojekt Hammerwald. Geplant sind zwei Gebäudekomplexe sowie ein dreigeschossiges Parkdeck mit 450 Autoabstell- sowie Veloparkplätzen. Der Neubau soll Platz für rund 600 Arbeitsplätze bieten. Die Flächen im Gebäude A1 werden vermietet, während diejenigen im Gebäude A2 zum Verkauf stehen. Die insgesamt 27’000 Quadratmeter umfassenden Flächen werden für eine flexible Nutzung konzipiert. Bis 2025/26 soll der Komplex fertiggestellt sein.

    Das Gebäude A1 erhält sieben Geschosse, deren Mietflächen sowohl vertikal als auch horizontal erschlossen werden können. Die Flächen im sechsgeschossigen Gebäude A2 werden im Stockwerkeigentum veräussert. Die Stadt Sursee ist in den letzten Jahren stark gewachsen – dadurch fehlt vielen lokalen Gewerblern der Platz, um sich weiterentwickeln zu können. Dieser Umstand war Paul Fuchs, Inhaber der Hoch- und Tiefbau AG, bewusst, weshalb er gemeinsam mit Alex und Jörg Lütolf von der Sustra AG sowie Urs Meyer und Christoph Geiser von der Cerutti Partner Architekten AG die Hammerwald AG gründete. Das Ziel: Ein umfassendes Gewerbegebäude für Sursee zu erschaffen. Die Inhaber sind sich einig: «Der Hammerwald soll für das lokale Gewerbe ein flexibles Flächenangebot zu attraktiven Konditionen bieten», so Paul Fuchs.

    Unter der architektonischen Leitung von Urs Meyer, Cerutti Partner AG, wird das Gebäude A1 mit Gewerbe-, Ausstellungs- und Büroflächen bestückt. Das Gebäude A2 erhält höhere Räume und wird für grössere Nutzlasten mit einem integrierten Autolift für Lieferwagen gebaut. Die im A2 entstehenden Einheiten sind speziell auf Handwerksbetriebe ausgelegt. Das Parkdeck ist für Lastwagen befahrbar und ermöglicht die ebenerdige Anlieferung in der Ebene 1. Dank Treppenhauskernen und Steigzonen sind flexible Unterteilungen der Flächen sowie vertikale Verbindungen über mehrere Ebenen möglich. Neben den Handwerksbetrieben soll der Hammerwald die unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen ansprechen.

    Der Gebäudekomplex punktet mit seiner Nähe zum Autobahnzubringer sowie zum Bahnhof Sursee. Das Naherholungsgebiet Surseerwald liegt direkt angrenzend. Das nachhaltige Energiekonzept sieht die Energieerzeugung mittels Grundwassernutzung über Energiepfähle vor.

  • Neue Visitenkarte für Sursee

    Neue Visitenkarte für Sursee

    Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.

    Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.

    Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.

    Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

    ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.

    Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.

    Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:

    Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

  • Wandel auf dem Wellisareal

    Wandel auf dem Wellisareal

    Das Wellisareal liegt am nördlichen Ortseingang von Willisau, neben dem historischen Stadtkern, direkt an der Hauptverkehrsachse und in der Nähe des Bahnhofs. Es umfasst eine Fläche von 30’000 Quadratmetern.

    1927 siedelte sich mit der Orgelbau AG eine auf die Herstellung von Kirchenorgeln spezialisierte Unternehmung in der damals noch weitgehend unbebauten «Grundmatt» vor den Toren der Altstadt Willisau an. Mit der Gründung der Wellis AG im Jahr 1931 als Tochtergesellschaft der Orgelfabrik nahm die bewegte Geschichte der Möbelproduktion ihren Lauf. Die Wellis AG war spezialisiert auf Designermöbel und international bekannt unter dem Label «Team by Wellis».

    Mit dem Wachstum der Firma entwickelte sich das Fabrikareal bis in die 1980er- Jahre zu seiner jetzigen Grösse. Bis heute sind auf dem Areal Möbelfirmen beheimatet.

    Der nördliche Teil des Wellisareals gehört der Foroom Immobilien AG. Sie hat mit der GKA Immobilien AG ein langfristiges Kaufrecht abgeschlossen. Der südliche Teil ist im Besitz der Familie Tolusso. Hier befindet sich auch die Steinindustrie Tolusso AG. Gemeinsam wollen die Eigentümer das Areal in den kommenden Jahren zu einem Wohn- und Gewerbequartier weiterentwickeln. Aufgrund der zentralen und verkehrstechnisch günstigen Lage sowie der Arealgrösse ist die Entwicklung und zukünftige Nutzung des Areals von hohem öffentlichem Interesse.

    Für die Testplanung wurden drei renommierte Planungsteams aus Luzern, Zürich und Basel zugezogen. Am meisten überzeugt hat das Konzept des Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron. Es sieht vor, das Areal zu einem «offenen, lebendigen Wohn- und Werkraum» umzugestalten. Das Areal soll auf Bestehendem aufbauend in einzelnen Etappen weiterentwickelt werden und so organisch und nachfragegerecht wachsen. Einzelne Industriebauten sollen erhalten bleiben.

    Das Projekt von Herzog & de Meuron wurde weiterbearbeitet und soll den Weg ebnen für die Teilzonenplanänderung und den Bebauungsplan, die für eine Transformation des Areals nötig wäre. Nach der Planung und einer öffentlichen Auflage sollen die Stimmberechtigten im Herbst 2024 über die Teilzonenplanänderung entscheiden. Läuft alles nach Plan, ist der früheste Baustart im Jahr 2025 möglich.

  • Pistor baut ihren Hauptsitz aus

    Pistor baut ihren Hauptsitz aus

    Die Pistor AG hat seit über 40 Jahren ihren Hauptsitz an der Hasenmoosstrasse – nahe des Bahnhofs Rothenburg Station. Das Unternehmen bietet über 25’000 Produkte sowie innovative Dienstleistungen an: «Als Grosshändlerin und Dienstleisterin beliefern wir seit längerem nicht nur Bäckereien und Confiserien, sondern auch Gastronomie- und Gesundheitsbetriebe wie beispielsweise Spitäler und Altersheime. Letztere wollen wir vermehrt mit Medizinalverbrauchsartikeln beliefern», erklärt der Pistor-CEO, Patrick Lobsiger. Er betont, dass das Unternehmen grundsätzlich auf Wachstumskurs sei, weshalb mehr Platz benötigt werde.

    Vorgesehen sind auf knapp 32’000 Quadratmetern vor allem Lager-, Warenumschlags- und Distributionsflächen. Hinzu kommen Auto-, LKW- und Veloparkplätze sowie neue Büroflächen. Diese sollen auf der Wiese zwischen dem Hauptsitz und dem ACE Café realisiert werden. Da das Grundstück in der Landwirtschaftszone liegt, ist eine Umzonung Voraussetzung. Diese erfüllt die Vorgaben des Teilrichtplans Siedlungslenkung 2030 von Luzern Plus. Die Rothenburger Stimmbevölkerung hat diesem Vorhaben am 12. März 2023 zugestimmt. Der Regierungsrat des Kantons Luzern muss den Entscheid der Stimmberechtitgen in einem Genehmigungsverfahren noch formell bestätigen. Lobsiger freut sich über das Vertrauen der Rothenburgerinnen und Rothenburger: «Mit der ausgebauten Infrastruktur und unseren hochautomatisierten Logistiklösungen wollen wir unseren Genossenschaftern und Kunden die effizienteste und zuverlässigste Lieferkette am Markt bieten», sagt Lobsiger.

    Der Neubau soll ab 2026 in drei Etappen in einer CO2-reduzierenden Bauweise erstellt werden. Für jede Etappe sind rund zwei Jahre eingeplant. Keines der Gebäude wird die Höhe von 30 Metern überschreiten. Eine ökologische Aufwertung der Neubauten durch eine Begrünung der Umgebung ist vorgesehen. Die Flachdächer sollen ebenfalls begrünt und mit sickerfähigem Belag sowie Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Der für den Ausbau des Hauptsitzes veranschlagte zweistellige Millionenbetrag soll auch den Erwerb von weiteren E-LKWS umfassen. Allein bis Ende 2023 will Pistor AG ihren Bestand von heute drei auf neu elf E-LKWs ausbauen.

    Das Unternehmen mit derzeit rund 616 Mitarbeitenden gilt als wichtiger Arbeitgeber in Rothenburg. Mit der Erweiterung könnten weitere Arbeitsplätze für die Zentralschweiz geschaffen werden.

  • Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Die Alte Ziegelei unterhalb des Bellparks in Kriens ist stadtbekannt. Sie wurde in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Zwischen 1889 und 1899 erweiterte Luzern seinen Häuserbestand um 25 Prozent, die Nachfrage nach gebrannten Ziegeln war hoch. Mangelhafte Lehmvorkommen und eine unbeständige Geschäftsführung führten die Ziegelei im Jahr 1900 jedoch in den Konkurs.

    Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Gebäude in den 1920er-Jahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Seither hat es mehrere bauliche Veränderungen erfahren und ist dadurch historisch gewachsen. Zwischenzeitlich wurde es ins Verzeichnis der schützenswerten Gebäude des Kantons Luzern aufgenommen. Bis vor kurzem wohnten und arbeiteten in der Alten Ziegelei junge Familien, Kreative, Handwerkerinnen und Lebenskünstler.

    Das Gebäude hat einen hohen Sanierungsbedarf. Als Grundeigentümerin entschloss sich die Schmid Immobilien AG zur Sanierung der Alten Zieglei und ein Bauprojekt in einem begleiteten Verfahren zu entwickeln.

    Die Alte Ziegelei ist stadtbekannt und steht seit über 100 Jahren in Kriens.

    Ein Fachgremium aus Vertretenden der Bauherrschaft, der Denkmalpflege und der Stadt Kriens sowie externen Architekten und Ingenieuren beurteilte die Projektentwürfe von vier eingeladenen Architekturteams. Die Projekte sollten den Bezug zur Geschichte der Alten Ziegelei erfüllen, die Interessen der Denkmalpflege umsetzen und die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin berücksichtigen. Das Siegerprojekt stammt von Seiler Linhart Architekten aus Luzern.

    Es sieht vor, die historisch gewachsenen dreiseitigen Anbauten des Gebäudes zu entfernen und die Alte Ziegelei auf ihren Kern zurückzubauen. Die historischen Fassaden sollen saniert und das zentrale Element des natürlich belichteten Innenhofs wiederhergestellt werden. An der Ost- und Westseite soll das Wohngebäude mit einer Laubenkonstruktion ergänzt werden. Geplant sind insgesamt 18 Wohnungen, verteilt auf die drei Obergeschosse, und vier Ateliers im Erdgeschoss. Auch nach der Sanierung soll das gemeinschaftliche Leben unter einem Dach in der Alten Ziegelei im Vordergrund stehen.

    Die Bauarbeiten starten im Frühling 2023 und sollen bis Ende 2024 dauern. Die Investition beträgt rund elf Millionen Franken.

  • Gemeinde Hochdorf kauft und entwickelt Südi-Areal

    Gemeinde Hochdorf kauft und entwickelt Südi-Areal

    Ende August 2021 informierte die Geschäftsleitung der in der Region als «Südi» bekannten Hochdorf-Gruppe, dass sie ihr 86’000 Quadratmeter grosses Areal in Hochdorf verkaufen wolle. Kurz darauf beschloss der Hochdorfer Gemeinderat, am Bieterverfahren teilzunehmen.

    Der Erwerb des Areals durch die Gemeinde für über 60 Millionen Franken bedurfte unter anderem der Zustimmung durch das Hochdorfer Stimmvolk. Mit 87,6 Prozent Ja-Stimmen stiess das Vorhaben auf grosse Unterstützung.

    Seit Anfang 2022 ist die Gemeinde Hochdorf Eigentümerin der Grundstücke, die zuvor der Hochdorf-Gruppe und ihrer Pensionskasse gehörten. Die Hochdorf-Gruppe hat das Areal bis Ende 2025 zurückgemietet, mit der Option auf Verlängerung um ein Jahr. Die Gemeinde möchte diese Zeit für die Entwicklungsplanung des Areals nutzen.

    Seit Anfang 2022 ist die Gemeinde Hochdorf Eigentümerin der Grundstücke, die zuvor
    der Hochdorf-Gruppe (rot) und ihrer Pensionskasse (grün) gehörten.

    Dabei soll die Hochdorfer Bevölkerung eine entscheidende Rolle spielen. Am Anfang des Projekts stand ein dreistufiger Mitwirkungsprozess. In einem ersten Schritt fanden bis Mitte September 2022 qualitative Fokusgespräche mit Interessierten statt. Die Inputs aus diesen Gesprächen wurden in einem zweiten Schritt an einem öffentlichen Mitwirkungsanlass Ende September 2022 diskutiert. In einem dritten Schritt erhielt die Bevölkerung Ende Oktober 2022 die Möglichkeit, in einer Onlineumfrage die Inputs aus den ersten zwei Schritten zu bewerten, gewichten und die entstehende Vorstellung weiter zu schärfen.

    Dank den vielen Rückmeldungen gewannen die Verantwortlichen ein klares Bild über die Vorstellungen der Hochdorfer Bevölkerung. Eine grosse Mehrheit wünscht sich einen zentralen Begegnungsort mit einladenden Plätzen und Wegen. Wichtig ist ihnen ein breiter Wohnungsmix sowie attraktive Büro- und Gewerbeflächen. Ein zentraler Faktor in der weiteren Planung sollen zudem ökologische Massnahmen sein.

    Die Erkenntnisse und die daraus abgeleitete Vision wurden in einem Bericht zusammengefasst und der Bevölkerung Ende Februar 2023 präsentiert. Sie bilden die Grundlage für die im Sommer 2023 anstehende Testplanung, wo Themen wie Städtebau, Verkehrsplanung oder bauliche Dichte ein erstes Mal beleuchtet werden.

    Die Gemeinde möchte bis zum Ende des Rückmietvertrages Ende 2025 oder 2026 die Nutzungsplanung inklusive Zonenplanrevision für einen Teil des Areals abschliessen.

  • Reussperle Buchrain: Neue repräsentative Geschäftshäuser im Bau

    Reussperle Buchrain: Neue repräsentative Geschäftshäuser im Bau

    Direkt am Reusskanal in Buchrain entstand in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen ein lebendiges, neues Quartier mit acht Mehrfamilien-Wohnhäusern. Ein autofreier Innenhof, diverse Grünzonen sowie Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung schaffen in der Reuss- perle Buchrain Erholungs- und Begegnungsräume.

    Jetzt realisiert die Alfred Müller AG dort zusätzlich zwei moderne Geschäftshäuser. Sie werden gut sichtbar direkt an der Hauptzufahrtsstrasse nach Buchrain gebaut und sollen durch ihre Platzierung eine Ankunftszone für Besuchende der Reussperle Buchrain schaffen.

    Die beiden Gebäude der Reussperle umfassen auf drei beziehungsweise vier Etagen insgesamt rund 6600 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen. Das Besondere daran: Diese Flächen werden im Stockwerkeigentum angeboten. «Kaufen statt mieten» lautet hier das Motto.

    Die Reussperle-Geschäftshäuser überzeugen durch eine markante, zeitgemässe Architektur mit hohem Identifikationscharakter. Die flexiblen Flächenangebote eignen sich für inhaber- oder eigentümergeführte Unternehmen aus verschiedensten Branchen und unterschiedlicher Grösse. Die eigenen vier Wände lassen sich nach individuellen Wünschen einteilen und ausbauen. Aussen überzeugen die Gebäude durch eine markante, raumbildende Architektur mit hohem Identifikationscharakter. Dazu gehört die edle, nachhaltige Fassade in schwarzem Glas, eingefasst mit eloxierten Aluminiumbändern, sowie die hochwertigen Holz-Aluminium-Fenster. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert erneuerbaren Strom aus eigener Produktion.

    Die Geschäftshäuser sind sowohl mit den privaten als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln optimal erschlossen. Der Autobahnanschluss A14 ist lediglich ein paar Fahrminuten entfernt. Die Bushaltestelle Reussbrücke, mit Verbindungen im Halbstundentakt zu den Bahnhöfen Ebikon und Luzern, befindet sich direkt vor der Tür. Diverse Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Umgebung sowie der nahe gelegene Reusskanal als Erholungsgebiet tragen zur hohen Attraktivität des Standorts bei. Der Baustart der beiden Geschäftshäuser Reussperle ist im September 2022 erfolgt, der Bezug der fertig ausgebauten Fläche ist ab August 2024 geplant.

  • Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Im Verkehrshaus Luzern ist mit dem «House of Energy» eine neue, langfristige Plattform rund um das Thema Energie entstanden. Nicht nur Verkehr und Mobilität sind mit Energie verbunden – für jede Art der Fortbewegung ist Energie vonnöten. Aber auch rund um das Brennthema Klimawandel spielt sie eine tragende Rolle: Allein der Verkehr in der Schweiz verursacht mehr als einen Drittel des CO2-Ausstosses.

    Die komplexen Zusammenhänge erschliessen sich vielen Menschen noch nicht. Dies will das Verkehrshaus mit der neuen Ausstellung ändern. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sollen die Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufgezeigt werden: Wie agieren Wohnen und Mobilität miteinander? Wie könnten innovative Lösungen und die Energiezukunft der Schweiz im Jahr 2050 aussehen? Besucherinner und Besucher können hier Exponate und interaktive Attraktionen besichtigen, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energie aufzeigen und erlebbar machen. Des Weiteren sind ab 2023 verschiedene Konferenzen und Events zum Thema Energie geplant.

    Das von Gigon Guyer Architekten aus Zürich eigens dafür gebaute Gebäude anstelle der ehemaligen Halle «Schienenverkehr 1» wurde mit energietechnischen Ausstattungen der neusten Generation konzipiert: Minergie P ist Standard, die Energiezentrale läuft via Wassernutzung, und auf dem Dach sowie auf der Fassade wurden Photovoltaikanlagen installiert. Dank dieser Energiezentrale soll das gesamte Verkehrshaus künftig grösstenteils mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Bei der Realisierung des Projekts arbeitete das Verkehrshaus mit Partnern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Das «House of Energy» soll als Bildungsort für Schulen und Hochschulen sowie als Experimentierlabor und Innovationsstandort für das Initiieren und Begleiten von Aktivitäten und Projekten im Rahmen der nachhaltigen Mobilität dienen.

    Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern versteht sich mit seinen starken Besucherzahlen von 500’000 bis 600’000 Personen pro Jahr im Museum als Partner im Transformationsprozess hin zur angepeilten Netto-Null-Klimaneutralität im Jahr 2050. Mit der neuen Energieplattform sollen das Interesse und die Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Mobilität mit Schwerpunkt Schweiz gefördert werden. Die Ziele umfassen die Wissensvermittlung, das Schaffen eines starken Bezugs zum Alltag der Besuchenden sowie die transparente Darstellung der Herausforderungen samt der möglichen Lösungsansätze und die Kommunikation in Bezug auf Schulen und die Berufswelt. Die interaktive Ausstellung wird im April 2023 eröffnet der Neubau und hat ohne Energiezentrale und Mieterausbau rund 37,8 Millionen Franken gekostet.

  • Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Das Areal Rösslimatt mitten in Luzern grenzt zweiseitig an Gleisanlagen. Bis 2040 soll es komplett umgestaltet werden.

    Das Areal ist auf verschiedene Baufelder aufgeteilt und wird in drei Etappen realisiert. In der ersten Etappe zwischen 2018 und 2025 werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert. In der zweiten Etappe von 2025 bis 2040 ist für die freiliegenden Flächen eine Zwischennutzung geplant. In der dritten Etappe und nach der Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern ab ungefähr 2040 ist auf den Baufeldern D bis F die Entwicklung neuer Nutzungen mit dem Schwerpunkt Wohnen geplant.

    Auf dem Baufeld A entsteht ein 180 Meter langes, nachhaltiges Gebäude des Architekten Rolf Mühlethaler. Es wird am Standort eines alten Güterschuppens realisiert, der 2020 abgebrochen wurde. Die Fassade des Neubaus ist geprägt von umlaufenden Veranden sowie einer zweigeschossigen Arkade auf der Seite der neuen Walter-von-Moos-Promenade mit einer witterungsgeschützten Holz-Glas-Fassade aus heimischem Holz.

    Der Neubau verfügt über rund 21’600 Quadratmeter vermietbare Fläche. Ende 2019 konnte die Hochschule Luzern als Hauptmieterin gewonnen werden. Sie beabsichtigt, auf rund 16’000 Quadratmeter ihren Hochschulbetrieb ab dem Herbstsemester 2025 zu starten. Das Erdgeschoss wird geprägt sein von publikumsorientierten Nutzungen wie einer Mensa, einem Café, Begegnungszonen und einem grossen Hörsaal. Besonders die Gleisloggia, eine markante zweigeschossige Öffnung des langen Gebäudes, und der neu gestaltete Bürgenplatz bilden zusammen mit den vorgesehenen Gastro-Nutzungen neue urbane Treffpunkte.

    Auf den Baufeldern B und C soll ein Gebäude mit gemischter Nutzung entstehen. Nach dem im Februar 2020 abgeschlossenen Architekturwettbewerb wurde das Siegerprojekt der Arbeitsgemeinschaft Demuth Hagenmüller Lamprecht Architekten mit Alessandra Villa Architektur zur weiteren Bearbeitung vom Begleitgremium empfohlen und befindet sich aktuell im Bau.

    In der ersten Etappe werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert.

    Im September 2020 bekannte sich das Pharmaunternehmen MSD zum Standort Luzern. Es wird auf den Baufeldern B und C rund 15’000 Quadratmeter Bürofläche beziehen. Die Arealvorbereitung startete im zweiten Quartal 2021, und der Bezug ist für 2025 geplant.

    Beide Neubauten verfügen über heute noch nicht vermietete Flächen.

    Das Gebäude an der Güterstrasse 7 wurde 1905 errichtet und ist als erhaltenswertes Objekt im Bauinventar der Stadt Luzern eingetragen. Bei diesem Gebäude mit der historischen Fassadengestaltung handelt es sich um einen 7-geschossigen Mauerwerksbau, bestehend aus einem Untergeschoss, fünf Obergeschossen und einem Dachgeschoss. Er umfasst Gewerbe- und Wohnflächen. Der Bau wurde 2020 saniert, die Flächen 2021 bezogen. Die sanfte Sanierung ermöglichte, die Wohnungen zu moderaten Mietzinsen wieder zur Verfügung zu stellen.

    Das Areal Rösslimatt wird nachhaltig, nachfrageorientiert und qualitativ hochstehend entwickelt. Mit der Anbindung des Areals an das Fernwärme- und Kältenetz von Energie Wasser Luzern wird eine zu 100 Prozent nachhaltige Erzeugung von Wärme und Kälte gewährleistet. Durch die zentrale Lage lassen sich die gegebenen ÖV-Angebote sowie mehrere Angebote für Car- und Velo-Sharing optimal nutzen.

    Zusätzlich zu den Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft werden die Ziele der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft der Stufe Silber eingehalten. Im September 2019 wurde das Rösslimatt für seine nachweislichen und vorbildlichen Resultate nach den 2000-Watt-Areal-Kriterien in der Phase Entwicklung ausgezeichnet und 2021 rezertifiziert.

  • Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Die Wohnüberbauung Hagenmatt in Root mit rund 160 Wohnungen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Totalsanierung und Nachverdichtung: Die in den 1970er-Jahren erbaute Siedlung bot ideale Voraussetzung für dieses Vorhaben. Für die Umsetzungen engagierte Die Liegenschaftsverwalter AG als Vertreterin der Eigentümerin Schürch Immobilien AG die PP Baumanagement AG aus Kriens mit der Gesamtprojektleitung, Kostenplanung und Bauleitung. Zudem wurden sechs Neubauten mit insgesamt vierzehn Reiheneinfamilienhäusern und vierzehn 2,5-Zimmer-Wohnungen im Holzbau von der Strüby Konzept AG aus Seewen SZ im Auftrag der Eigentümerschaft realisiert.

    Nebst einer attraktiveren Gestaltung der Wohnungen hatte die Sanierung auch eine optimierte Gebäudeerscheinung sowie neugestaltete Aussenräume und eine energetische Optimierung zum Ziel. Letztere wurde dank technischen Massnahmen wie dreifach verglasten Fenstern oder einem Anschluss ans EWL-Fernwärmesystem sowie dem Abschalten der Öl-Heizung erreicht. Für mehr Wohnkomfort wurden in der bestehenden Liegenschaft Bodenheizungen eingebaut, die Balkone erweitert, die Küchen mit neuen Geräten ausgestattet und die Nasszellen erneuert.

    Die neugebauten Ein- sowie Mehrfamilienhäuser sind allesamt zweigeschossig und betten sich harmonisch in die zuvor nicht optimal genutzten Überbauungsflächen ein. Sie überzeugen durch minergietaugliche Gebäudehüllen, begrünte Flachdächer, grosszügig konzipierte Dachterrassen sowie durch grosse Fenster, die für lichtdurchflutete Häuser sorgen. Die Totalsanierung der Überbauung Hagenmatt sowie die Errichtung der sechs Neubauten konnte etappenweise innert acht Monaten abgeschlossen werden.

    Die schnelle Bauzeit ist – gerade bei den Neubauten – dem gewählten Holzbau geschuldet: Die Bauteile werden vorgefertigt auf die Baustelle geliefert, sodass vor Ort direkt mit der Montage begonnen werden kann. Die Strüby Unternehmungen beziehen jährlich rund 20’000 Kubikmeter Holz direkt von Schweizer Waldbesitzern. Das Holz wird in der jeweiligen Region gesägt und verleimt, bevor es weiterverarbeitet wird. Dank diesen kurzen Wegen wird graue Energie massgebend reduziert.

    Der Inhaber der Die Liegenschaftsverwalter AG, Andreas Gasser, ist nebst der kurzen Bauzeit stolz, dass das Gesamtkostenbudget des Projekts von 42 Millionen Franken sogar noch unterschritten werden konnte. Zudem war die Wohnqualität für die Mieter, die in der ersten Etappe noch nicht vom Umbau betroffen waren, zu keiner Zeit eingeschränkt. Gasser hebt hervor, dass mit einer geschickten Verdichtung mittels Aufstockungen, Anbauten oder Ergänzungsbauten mehr Wohnraum auf bestehenden Flächen geschaffen und der Landverschleiss gleichzeitig eingedämmt werden konnte.

  • Die Transformation des Papieri-Areals

    Die Transformation des Papieri-Areals

    Das Papieri-Areal im solothurnischen Biberist darf auf eine lange Industriegeschichte zurückblicken: Im Jahr 1862 begann seine Existenz als Standort der Papierfabrik «Papieri». Nach fast 150 Jahren stellte die Fabrik im Jahr 2011 den Betrieb ein, zuletzt im Besitz des internationalen Papierkonzerns SAPPI. In Folge erwarb die HIAG aus Zürich das 60’000 Quadratmeter umfassende Areal – mit dem Ziel, ein lebhaftes und vielseitiges Quartier zu erschaffen.

    Der hier stark verankerte Industrie-Esprit soll aber nicht verloren gehen: Das «Papieri» soll weiterhin gewerblich-industriell genutzt werden. Der Standort und Rahmenbedingungen des Areals sind hierfür nach wie vor optimal geeignet. Vom Bahnhof Biberist Ost aus ist das Gelände in wenigen Schritten erreichbar. Zudem wird es durch die Bushaltestellen Biberist Emmenbrücke sowie Biberist Derendingenstrasse (BSU) erschlossen. Weiter sind mittelfristig attraktive Fussgänger- und Veloverbindungen projektiert.
    Die HIAG hat in enger Absprache mit Kanton, Gemeinden und weiteren Anspruchsgruppen eine nachhaltige Entwicklungsstrategie ausgearbeitet. Bereits 2013 wurde in Zusammenarbeit mit fünf Architekturbüros ein städtebaulicher Studienauftrag durchgeführt. Die Erkenntnisse dieses Studienauftrags bildeten die Grundlage für den Masterplan, der 2015 in Abstimmung mit der Gemeinde Biberist fertiggestellt wurde. Derzeit läuft die Teilzonenplanrevision. Diese befindet sich in der kantonalen Vorprüfung.

    Die langfristige Planung sieht eine Aufteilung des Areals in zwei Teile vor: Das Areal «West» in der Nähe des Bahnhofs Biberist Ost umfasst rund ein Drittel der Gesamtfläche und soll ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Bereich mit stillem Gewerbe, Dienstleistungen, Freizeit, Kultur und Wohnen werden. Noch sind keine konkreten Wohnprojekte geplant. Aber: «Die zukünftigen Nutzungsvorschriften erlauben im westlichen Areal einen Wohnanteil», sagt Dominik Ulrich, Projektentwickler der HIAG Immobilien Schweiz AG. Der östliche Bereich in Richtung Derendingen hingegen werde zum Arbeitsplatzgebiet für die produzierende Industrie transformiert.

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    Der Zugang zum öffentlich zugänglichen Westbereich des Areals erfolgt bereits heute vom Südwesten her. Zukünftig bildet dort der dreieckig angelegte Papier-Platz den Arealauftakt. Eingefasst wird der Platz durch das markante Bestandsgebäude Fabrikstrasse 1. Bis Mitte 2023 wird dieses für die geplanten Übergangsnutzungen fit gemacht: Im Erdgeschoss werden Flächen zwischen 160 und 1000 Quadratmeter an Gewerbe- und Dienstleistungsanbieter vermietet. Die Räume in den Obergeschossen eignen sich ideal für Gewerbe und Lager sowie Ateliers. Im Nachbargebäude stehen ausserdem Büros zur Verfügung. «Die Übergangsnutzung des Gebäudes 1 ist für bis zu zehn Jahre angedacht. Das Ziel ist die Etablierung von Nutzungen, die langfristig Bestand haben werden», erklärt Ulrich. Für die Öffnung des Areals war die Demontage des Maschinenparks Voraussetzung. Die Maschinen konnten in den letzten Jahren erfolgreich verkauft und an neue Besitzer überführt werden.

    Die Mitte des Areals und damit das Zent-rum bildet der Platz am Kanal: Derzeit laufen hier Rückbauten, um Freiflächen und Durchbrüche in den Hallenstrukturen zu schaffen. Bisher wurden bereits 17‘000 Tonnen Material rückgebaut. Die HIAG legt Wert auf Nachhaltigkeit: 14‘000 Tonnen davon werden vor Ort zu Granulat verarbeitet und wiederverwendet. Die Rückbauarbeiten sollen Ende dieses Jahres beendet sein. Ab Mitte 2023 ist der Neubau eines modernen Gebäudes geplant, welches rund 15‘000 Quadratmeter Nutzfläche für Gewerbe, Produktion und Büros bietet. Die ersten Mieter können voraussichtlich Ende 2024 einziehen. Laut Ulrich laufen aktuell konkrete Verhandlungen mit Mietinteressenten.

    In der Mitte des Areals laufen derzeit die Rückbauarbeiten.
  • Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Die Planung des neuen Basler Stadtteils Dreispitz Nord im «Gundeli»-Quartier stammt aus der Feder der Basler Architekten Herzog & de Meuron. Sie füllt das Areal mit neuem Leben, die Parkplatzfläche verschwindet. Auf einer Fläche von etwa acht Fussballfeldern entsteht so Raum für eine vielfältige Weiterentwicklung des Quartiers.

    Der direkte Zugang von Gundeldingen her zum Dreispitz Nord ist ein Blickfang: Über eine breite, begrünteRampe führt ein Fussweg auf das Dach des neuen MParc-Einkaufszentrums, wo sich ein einzigartiger Blick über die Dächer von Basel bietet.

    Auf dem Dach des Einkaufszentrums befindet sich auch die neue Sekundarschule für rund 600 Schülerinnen und Schüler. Dortgibt es Sportplätze, eine Dreifachturnhalle, Grün-und Freiräume und einen Jugendtreff.

    Die neuen öffentlichen Parkanlagen in der Grösse von zwei Fussballfeldern bieten mit ihren grossen, schattenspendenden Bäumen Raum für Spiel und Erholung. Fussgängerinnen und Velofahrerhaben hier Vorrang, der öffentliche Raum soll autofrei sein.

    Im Dreispitz Nord entstehen 800 Wohnungen. Ganz im Norden sind sieben Stadthäuser geplant mit preisgünstigem bzw. gemeinnützigem Wohnraum. Die drei runden Hochhäuser bieten nebst attraktiven Wohnungen auch Raum für Büros und weitere Nutzungen wie etwa eine Bibliothek oder ein Fitness-Center.

    Auf das Dach des MParc-Einkaufszentrums kommt eine Sekundarschule für 600 Schülerinnen und Schüler.

    Das Gebiet ist bereits heute gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen und nur drei Tramstationen vom Bahnhof SBB entfernt. Die neuen Fuss-und Velowege, Carsharing-Möglichkeiten und rund 4000 Veloparkplätze sollen das autoarme Wohnen fördern. Wer dennoch auf ein Auto angewiesen ist, hat einen Parkplatz in separaten Parkieranlagen und muss nicht in den angrenzenden Quartierstrassen nach Parkplätzen suchen. Für die neuen Wohn- und Arbeitsflächen sind insgesamt maximal 662 Parkplätze geplant. Die Zugänge zu den Parkings am nördlichen Rand helfen, den neuen Stadtteil und das Quartier Gundeldingen autofrei zu halten.

    Die Stadtteilentwicklung will als Musterbeispiel für nachhaltige Raumentwicklung vorangehen: Anstelle versiegelter Parkplatzflächen werden neue Grün-und Freiräume angelegt.Durch die hohe Nutzung ist der Umgang mit dem Boden haushälterisch. Bestehende Arbeitsplätze bleibenerhalten und neue sollen entstehen. Ein ausgewogenes Wohnangebot für alle Einkommen ermöglicht eine Durchmischung der Bewohnerschaft. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das bestehende MParc-Gebäude in den neuen Komplex integriert. Die Abstände in der Bebauung am nördlichen Rand und die Räume zwischen den Hochhäusern lassen die Luft zirkulieren und sorgen füreine gute Durchlüftung. Die Grün-und Freiräume sorgen für Kühlung durch Schatten und Verdunstung, Wasser kann wieder in den Böden versickern.Dies soll das Stadtklima verbessern.
    Im September 2020 haben die Projektverantwortlichen der breiten Öffentlichkeit das Richtprojekt Dreispitz Nord vorgestellt. Dieses dient als Grundlage für den Bebauungsplan, die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie den städtebaulichen Vertrag. Um die Quartierinteressen bestmöglich einzubeziehen, pflegen die Planungspartnerinnen und -partner seit Projektstart den Dialog mit Quartierorganisationen.

    Im 1. Quartal 2023 sollen die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsbericht bereit sein. Der Parlamentsbeschluss wird voraussichtlich 2024 erfolgen. Sobald der Beschluss rechtskräftig ist, kann die Bauprojektierung für die erste Etappe starten. Mit konkreten Baumassnahmen ist ab 2027 zu rechnen.

  • Lymhof: Vielseitiger lebendiger Quartierteil in Schlieren geplant

    Lymhof: Vielseitiger lebendiger Quartierteil in Schlieren geplant

    Der Quartierteil Lymhof amRietpark wird beim Bahnhof Schlieren entstehen, da wo heute das Sportcenter Vitis steht. Der Name erinnert an die Vergangenheit des einstigen Fabrikareals, wo im 20. Jahrhundert in der sogenannten «Lymi» der Geistlich-Leim und Dünger produziert wurden. Auf dem Areal des Lymhofs selbst wurde damals Ackerbau betrieben.

    Mit seiner Lage bei der Bahnhofsunterführung Schlieren West, die unter der Wiesenstrasse hindurch verlängert wird, gelangt man vom Bahnhof oder aus dem Schlieremer Zentrum jenseits der Gleise durch die Lymhof-Gasse direkt ins Quartier amRietpark. Der Lymhof soll ein buntes, belebtes Stück Quartier werden, wo sich Pendlerinnen und Pendler am Morgen auf dem Weg zum Zug noch rasch Kaffee und Gipfeli holen und sich abends auf der Terrasse zum Apéro treffen.

    Damit diese Vision auch in der Realität funktioniert, entwickelt Geistlich Immobilia die Nutzungen für die Spezialbauten Gasthaus und Halle sowie die Erdgeschosse gezielt in Zusammenarbeit mit Fachleuten und in einem partizipativen Prozess – durch Gespräche und im Austausch mit interessierten Anwohnenden und potenziellen künftigen Nutzerinnen und Nutzern.

    Das Projekt umfasst rund 350 Wohnungen für eine bunt durchmischte Bewohnerschaft von der Studentin bis zum Senior, ein Gasthaus mit Hotelzimmern und Bistro, ein Hallengebäude, kleine Gewerbeflächen sowie Ateliers, in denen sowohl gewohnt als auch gearbeitet werden kann.

    Im Hallengebäude ist die weltweit erste vertikale Farm geplant, die in ein Wohnquartier integriert wird. Arealeigentümerin Geistlich Immobilia hat mit dem Startup-Unternehmen Yasai im Oktober 2022 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. In der rund acht Meter hohen Halle sollen ab 2026 Kräuter, Blattsalate und vieles mehr ressourcenschonend und pestizidfrei angebaut und auch direkt vor Ort verkauft werden. Das Urban-Farming-Unternehmen betreibt heute schon eine Pilotfarm in Niederhasli.

    Nachhaltigkeit prägt das Projekt in der Planung, im Bau und im Betrieb. Im Lymhof sind rund 900 Veloparkplätze, ein Angebot für Car- und E-Bike-Sharing sowie Aufladestationen für Elektrofahrzeuge geplant. Geheizt wird mit Erdwärme, Solarpanels produzieren Strom und begrünte Dächer und Aussenräume fördern die Biodiversität. Ein Grossteil der Gebäude wird aus Holz gebaut und im Innenausbau wird auf umweltfreundliche Materialien geachtet.

    Für die Projektierung wurde ein Studienauftrag organisiert. Im Sommer 2020 entschied sich die interdisziplinäre Jury, in der auch die Stadt Schlieren vertreten war, für das Projekt des Zürcher Büros Clou Architekten und der Landschaftsarchitektinnen von Atelier Oriri. «Uns überzeugte die Vielfalt und Verspieltheit des Projekts mit den verschiedenen Gebäudeteilen, die miteinander verbunden sind, aber gestalterisch und von den Nutzungen her doch eigenständige Charaktere ermöglichen», erläutert Martin Geistlich, Geschäftsführer der Grundeigentümerin Geistlich Immobilia.

    Die verschieden hohen Gebäudeteile gruppieren sich um zwei grosse begrünte Innenhöfe. Ihre Fassaden sind mit keramischen Platten in unterschiedlichen Farbtönen und Betonelementen verkleidet. Die Aussenraumgestaltung schafft vielfältige Begegnungsorte und begrünte Flächen mit grossen Bäumen und einheimischen Pflanzenarten, die die Höfe kühlen und Lebensraum für Kleintiere schaffen sollen.

    Der Lymhof soll ab 2024 gebaut werden und ab 2026 bezugsbereit sein.

    Die verschieden hohen Gebäudeteile gruppieren sich um zwei grosse begrünte Innenhöfe.
  • ETH-Campus Hönggerberg entwickelt sich weiter

    ETH-Campus Hönggerberg entwickelt sich weiter

    Der Kernauftrag der ETH Zürich ist die Lehre und Forschung sowie der Transfer von Wissen in die Wirtschaft und Gesellschaft. Eine zeitgemässe Infrastruktur ist ein Schlüsselfaktor dafür. Um der steigenden Anzahl an Studierenden und Forschenden gerecht zu werden und den nötigen Raum für neue Forschungsgebiete und innovative Unterrichtsmethoden zu schaffen, arbeitet die ETH Zürich an der Weiterentwicklung ihrer Hauptstandorte Zürich Zent-rum und Zürich Hönggerberg. Mit Blick auf den künftigen Raumbedarf spielt der Campus Hönggerberg eine zentrale Rolle. Als Grundlage für seine Weiterentwicklung erarbeitete die ETH Zürich zusammen mit der Stadt und dem Kanton Zürich den Masterplan «Campus Hönggerberg 2040». Er beschreibt das langfristig angestrebte räumliche Entwicklungsziel. Die bauliche Verdichtung und Weiterentwicklung des Campus sollen die heutigen Gegebenheiten des Areals wie etwa die sensible Einbettung im Naherholungsgebiet sowie denkmalgeschützte Gebäude und Gärten wahren und nur entsprechend dem sich abzeichnenden Bedarf erfolgen. In den nächsten Jahren entstehen unter anderem ein Neubau für die Quantenphysik, ein Rechenzentrum sowie ein Zentrum für studentische und unternehmerische Initiativen. Ebenso wird die zentrale Wolfgang-Pauli-Strasse als wichtiges Masterplan-Element saniert und aufgewertet. Bis zum vollständigen Ausbau des Campussind bei rund einemDutzendder Gebäude einUmbau, Neubau, eine Erweiterungoder Sanierung geplant, dabei sind vier neue Hochpunkte vorgesehen. Diverse Grünflächen sollen erweitert werden. Mit dem neuen Masterplan knüpft die ETH an den bisherigen Masterplan «Science City» von 2005 an. Die ETH Zürich möchte ihren Campus nachhaltig entwickeln und dies auf verschiedenen Ebenen: ökologisch, ökonomisch und sozial. Unter anderem will sie der Klimaneutralität einen grossen Schritt näherkommen und setzt dafür auf Energieversorgung ohne fossile Energieträger. Ein zentrales Element dabei ist der Ausbau des heutigen Energienetzes. Auch in Bezug auf nachhaltiges Bauen, Lokalklima, Biodiversität sowie Retention und Entwässerung sind Projekte geplant. Die ETH Zürich ist für die Weiterentwicklung des Campus mit internen und externen Interessensgruppen im Dialog und bindet punktuell ausgewählte Personen partizipativ ein.

    Attraktive Freiräume sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen und die Biodiversität auf dem Campus unterstützen.

    Um die umgebende Landschaft zu schützen, wird der Campus nach innen entwickelt und im bestehenden Areal verdichtet. Eine begrünte Ringstrasse rund um den Campus versinnbildlicht diese Entwicklung und dient als Übergang vom Campus zur Landschaft. Attraktive Freiräume sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen und die Biodiversität auf dem Campus weiter fördern. Der Campus soll mit umweltfreundlichen Transportmitteln wie ÖV oder Velo gut erreichbar sein. Zur Entlastung der lokalen öffentlichen Verkehrsmittel verkehrt für ETH-Angehörige zwischen dem Campus Hönggerberg und dem Campus Zent-rum bereits heute ein direkter elektrisch betriebener Bus, der sogenannte eLink. Weitere lokale Angebote wie Bike Sharing sind vorhanden und werden laufend ausgebaut. Der heutige Stadtquartiercharakter des Campus soll weiter verstärkt werden. Die zentrale Wolfgang-Pauli-Strasse wird zu einer belebten und grünen Flaniermeile mit vielseitigen Erdgeschossnutzungen für die Öffentlichkeit werden. Auch die zentrale «Piazza» gewinnt zukünftig an Bedeutung und soll zu Begegnungen und Austausch einladen.

  • Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Das Maag-Areal zeichnet sich bislang mehrheitlich durch Büronutzungen aus. Mit dem Grossprojekt Maaglive erhält Zürich-West bis 2027 ein vielseitiges und grünes Zentrum mit verschiedenen Nutzungen. Projektiert ist ein Ensemble aus drei Gebäuden: Ein Wohnturm mit Dachgarten und Loggias, ein viergeschossiges Kulturhaus sowie das bereits bestehende Gebäude K, welches saniert und umgenutzt wird.

    Das Gebäude K wird denkmalgeschützt – nachdem alle Anbauten entfernt wurden. Künftig bietet es mit Foyer, Restaurant und Bar sowie Markthalle und Buchcafé betriebliche Synergien mit dem benachbarten Kulturpavillon. Holzkonstruktionen sorgen für ein attraktives Inneres des Kulturpavillons.
    Der Wohnturm zeichnet sich durch flexible Nutzungsmöglichkeiten aus, wobei der Bereich Wohnen überwiegt. Büroflächen und Räume für Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Ein Co-Working-Space mit Café und Weinbar werden im zweigeschossigen Sockel eingegliedert.

    Die Visualisierung zeigt den Stadtplatz beim Turm.

    Den Bewohnern stehen an der höchsten Stelle des Turms – neben dem begrünten Dachgarten – eine Bibliothek sowie eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung. In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. Für die Wohnungen sind eine Fläche von rund 6000 m2 projektiert, dem Kultur- und Eventbereich stehen 3000 m2 zur Verfügung, und für Ateliers, Co-Working und Gastronomie sind weitere 3000 m2 eingeplant.

    Den Mittelpunkt des Areals bildet der mit bis zu 80 hochstämmigen, einheimischen Bäumen bepflanzte Quartierplatz, der sich über 4000 m2 erstreckt. Das so entstehende Blätterdach soll dem Platz die bislang fehlende Aufenthaltsqualität verschaffen. Freiräume und weitere Grünflächen mit Sitzmöglichkeiten sowie verschiedene Spiel- und Ruhebereiche sollen auch tagsüber für mehr Leben auf dem Areal sorgen. Gleichzeitig wird dadurch das Mikroklima optimiert und die sich im Sommer stauende Hitze reduziert. Gerade Letzteres ist ein Problem in der Innenstadt. Maaglive begegnet diesem zudem durch Belagsstrukturen, die eine gewisse Retention sowie Hitzeminderung bieten. Beim gesamten Bauvorhaben stehen zirkuläres Bauen und die Verwendung von ressourceneffizienten Baustoffen im Fokus.

    Die geschichtsträchtige Lichtstrasse sowie die Maschinenstrasse werden für die Bevölkerung geöffnet. Darüber hinaus entstehen neue Fuss- und Velowege. Das Projekt stammt aus der Feder des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton. Für die Landschaftsarchitektur zeichnet Hager Landschaftsarchitekten verantwortlich. Die Eigentümerin des Areals, Swiss Prime Site, hat das Baugesuch bereits eingereicht. Die Realisierung wird frühestens im 3. Quartal 2024 beginnen. Läuft alles nach Plan, dürfte Maaglive im 3. Quartal 2027 bezugsbereit sein.

    Der Kulturpavillon soll ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Kreativwirtschaft und Bevölkerung werden.
  • Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

    Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

    Durch sein klares Volumen integriert sich das neue Hochhaus wie selbstverständlich in die städtebauliche Struktur des neuen Quartiers «Vision Mitte». Es nimmt die Fluchten der umliegenden Gebäude auf und bildet sozusagen das letzte Puzzlestück im grossen Gebäude-Cluster von Fachhochschule und Büro- und Industriebauten auf diesem Areal. Namensgeberin war natürlich nicht die Anzahl Wohnungen, sondern die bekannte römische Ausgrabungsstätte in Windisch (Vindonissa).

    Für jede Nutzung der richtige Wandtyp
    Die 16 Eigentumswohnungen befinden sich in den obersten vier Stockwerken des Towers, die 116 Mietwohnungen in der 3. bis 10. Etage. In den untersten drei Geschossen deckt das Centurion Towerhotel mit 66 Apartments und Zimmern die Bedürfnisse vieler regionaler Unternehmen sowie der benachbarten Fachhochschule ab. Diese unterschiedlichen Nutzungen spiegeln sich nicht zuletzt in der Materialisierung und im Design innerhalb des Gebäudes. Der Turm wurde als Skelettbau hochgezogen und vollständig mit nicht tragenden Gips-Trockenbausystemen ausgebaut.

    Die (Fast)-Alles-Könnerin
    In den Küchen und Nasszellen der Eigentumswohnungen spielt die hydrophobierte Rigips® Habito-Platte eine zentrale Rolle. Sie ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Gipsbauplatten überhaupt und eignet sich für den Wohnungs-, Büro- und Gewerbe-, aber auch Hotel-, Spital- und Schulhausbau. Bei der Entwicklung standen das optimale Raumklima und die einfache Verarbeitung im Zentrum. Kompromisslos wurde das revolutionäre Produkt auf diese Eigenschaften hin optimiert und mit besten Leistungsdaten und breiter Einsatzfähigkeit ausgerüstet. Die Platte ist sehr robust, feuerfest, schalldämmend, ökologisch nachhaltig und effizient zu verarbeiten.

    Viel Planungs- und Umnutzungsfreiheit
    Sobald mit dem Rigips®  Habito-System eine gemauerte Wand ersetzt wird, potenzieren sich die Vorteile. Das Ausmessen und der Einbau von lastverstärkenden Wandeinlagen entfallen, weil Kraglasten wie Möbel, Bilder oder Fernsehscreens ohne Dübel direkt angeschraubt werden können. Aus dem gleichen Grund entfällt auch das frühzeitige Festlegen der Wandeinlagen, wodurch die Planungsfreiheit steigt. Habito ist also standhaft wie ein römischer Legionär oder wie eine herkömmliche Massivbauwand. Bei all diesen bauphysikalischen und kon-
    struktiven Stärken bleibt dank der Planung mit Gips-Trockenbausystemen genügend Flexibilität für spätere Umbauten, falls sich die Nutzungsbedürfnisse einzelner Räume oder gar Stockwerke ändern sollten.

    Der Gips-Trockenbau kann auch auf diesem Niveau längst mithalten.

    ÜBER RIGIPS
    Rigips ist Pionier der Trockenbauweise in Europa und Teil der Saint-Gobain Gruppe, einem der traditionsreichsten und innovativsten Industriekonzerne der Welt. In der Schweiz ist die Rigips AG die führende Produzentin und Anbieterin von Gips-Trockenbausystemen und zuverlässige Unterstützerin in der Planung und Ausführung anspruchsvoller Innenausbau-Lösungen. Gipsplatten-Systeme der Rigips AG werden entwickelt, um die Ziele von Kunden und Partnern erfolgreich und nachhaltig umzusetzen.

    www.rigips.ch


  • Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Auf einer Fläche von rund 40’000 Quadratmetern plant der Kanton Schwyz den Neubau seines Verwaltungs- und Sicherheitszentrums auf dem Areal Kaltbach. Dieses liegt am nordwestlichen Dorfausgang zwischen den Strassen Richtung Sattel und Seewen.

    Geplant sind 430 Arbeitsplätze. Genügend Platz also für die kantonale Verwaltung, die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz und Zug, den Hauptpolizeiposten der Kantonspolizei Schwyz, Stützpunkte der Feuerwehr und für den Rettungsdienst. Zudem ist eine Produktionsküche vorgesehen, von der aus in Zukunft alle kantonalen Liegenschaften versorgt werden sollen. Der Neubau ermöglicht es, teure und ungeeignete Mietlösungen aufzulösen und damit langfristig Kosten von rund 1 Mio. Franken pro Jahr einzusparen. Darüber hinaus können hier Aussenstandorte der kantonalen Verwaltung im Talkessel von Schwyz gebündelt werden, was die Effizienz der einzelnen Arbeitsabläufe erhöht und für die Mitarbeitenden eine moderne und hochwertige Arbeitsumgebung realisieren.

    In einem einstufigen offenen Projektwettbewerb suchte das Hochbauamt des Kantons Schwyz nach der bestmöglichen Umsetzung für den Neubau, der in erster Linie als Ersatz für das am Ende seiner Lebensdauer angekommene AHV-Gebäude an der Bahnhofstrasse in Schwyz dient. Das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum soll sich gut in die attraktive landschaftliche Lage integrieren und in Dialog mit den bereits bestehenden Bauten treten. Vorgabe waren die Erfüllung des Minergie-A-Standards sowie optimale Nutzerfreundlichkeit mit fixen und flexiblen Arbeitsplätzen, die Schaffung von Begegnungs- und Rückzugsräumen sowie Räumlichkeiten für Teamarbeit und konzentriertes Arbeiten. Vorschläge in der nachhaltigen Holzbauweise waren ausdrücklich erwünscht.

    Als Sieger ging das Team Sollberger Bögli Architekten AG aus Biel und Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG aus Bern hervor. Ihr Projekt «Propeller» überzeugte die Jury mit einer konzeptionell sehr klaren und effizienten Organisation der verschiedenen Einheiten, einer hervorragenden städtebaulichen Integration. Die in die Landschaft ausstrahlende Gebäudefigur mit vier Flügen umfasst vier Aussenbereiche: Im Nordosten befindet sich der Eingangsbereich für die Verwaltung und die Besucher, im Südosten der Eingangsbereich für die Polizei, im Südwesten der Vorplatz der Feuerwehr und im Nordwesten derjenige der Ambulanz.

    Das kreuzartig konzipierte Gebäude soll in der Hybridbauweise erstellt werden: Ein Leichtbau in Holz wird mit Stahl-, Beton- sowie Stahlbeton-Verbundkonstruktionen kombiniert. Erd- und Obergeschoss sind als Skelettbau in Holzbauweise konzipiert. Die Fassade soll begrünt und das Dach mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Im Innern des Gebäudes ist ein Atrium vorgesehen. Dank dem grossen Oberlicht entsteht ein fünfstöckiger Lichthof.

    Das kompakte Gebäude weist eine gute Wirtschaftlichkeit auf und überzeugt dank der differenzierten Konstruktion auch punkto Nachhaltigkeit. Im nächsten Schritt wird das Projekt mit den Planern in Zusammenarbeit mit den Nutzern und Fachplanern überarbeitet. Anschliessend wird dem Kantonsrat Anfang 2024 die Ausgabenbewilligung zu Realisierung beantragt werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Neubau Ende 2027 bezugsbereit sein.

  • Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Das Geschäftsgebäude in zentraler Lage in Zürich wurde 1980 erbaut und besitzt ein Gebäudevolumen von rund 86 000 m3. Swiss Prime Site Immobilien konnte das Bürohaus 2018 erwerben. Bis Anfang 2024 wird der Bau derzeit auf insgesamt 26 500 m2 und elf Geschossen innen und aussen umfassend saniert und zu einem modernen Bürogebäude umgebaut. Zur Gesamtsanierung gehören die Erneuerung der Fassade und des Dachs sowie der gesamten Gebäudetechnik. Die Transformation der Liegenschaft wird ganz im Sinne der integralen Nachhaltigkeit und «Circular Economy» durchgeführt. So werden alle abgebauten Materialien, wann immer möglich, verändert, aufbereitet und am Objekt in neuer Form wiederverwendet. Dies spart Transportwege, ist ressourcen- und CO₂-schonend und wahrt die bestehende Identität des Gebäudes innerhalb der Stadt. Das Ziel für den sanierten Bau ist seine Zertifizierung nach Minergie und SNBS. Dafür kommen unter anderem Photovoltaik sowie eine besondere Verglasung zum Einsatz. Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt über Fernwärme und teilweise aus erneuerbarer Energie.

    Alte Fassade neu genutzt
    Ein wichtiger Aspekt im Rahmen des Projekts an der Müllerstrasse ist die Wiederverwendung der bestehenden Aluminiumfassade. Die vorhandenen Gussaluminiumplatten werden demontiert, aufbereitet und in neuer Form weitergenutzt: Aus den vorhandenen Platten werden Streifen herausgeschnitten, die rund um das Gebäude für die neue Brüstungsverkleidung eingesetzt werden. Überschüssiges Metall wird für die Gestaltung des Eingangsbereichs eingesetzt. Aus den alten Betonbalustraden der Fassade entstehen unterdessen neue Sitzgelegenheiten. Um dem neuesten technischen Standard zu entsprechen, erhält die Fassade einen neuen Aufbau, sowie grossformatige Scheiben. Dank Flüssigkristalltechnologie ist damit eine dynamische Verdunkelung auf Knopfdruck möglich. Auf diese Weise kann eine übermässige Erhitzung der Innenräume vermieden und die benötigte Kühlenergie tief gehalten werden. Sie werden vollständig in Europa hergestellt, und die Produktionsstätte nutzt nachhaltige Energie, was sich jeweils positiv auf die graue Energie zur Herstellung der Fassade auswirkt. Verantwortlich für die Entwicklung der gesamten Gebäudehülle ist die Aepli Metallbau AG, welche die total 1082 Stück Fassadenelemente vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss auch produziert und vor Ort selbst montiert.

    Hohes Kreislaufpotenzial: Aluminium
    Das Wiederverwerten von Materialien und Bauteilen hat nach Jahren der Skepsis an Fahrt aufgenommen. Nicht zuletzt, da die Politik europaweit die Kreislaufwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele dringend einfordert. Der Kreislaufgedanke zielt darauf ab, alle Baumaterialien bei Um- oder Rückbauten von Gebäuden wieder verfügbar zu machen und weiter zu nutzen.

    Schliesslich verursacht alleine die Baubranche 84 Prozent des jährlichen Abfallaufkommens in der Schweiz. Gleichzeitig werden europaweit gemäss WWF 65 Prozent des Zements, 33 Prozent des Stahls, 25 Prozent des Aluminiums und 20 Prozent der Kunststoffe für den Gebäudebau verbraucht. Dabei hinterlassen Baumaterialien einen CO₂-Fussabdruck von rund 250 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.

    Zwar setzt in der Bauwirtschaft langsam ein Umdenken ein, das sich verstärkt auf den Kreislaufgedanken stützt. Und die Weiterverwertungsquote von 90 Prozent, wie sie unter anderem in Deutschland erbracht wird, scheint hoch. Doch aktuell kommen nach Angaben von Prof. Dr. Anja Rosen im Atlas Recycling noch «viel zu viele Materialien nicht gleich- oder höherwertig wieder in Einsatz, sondern enden geschreddert als Deponie- und Füllgut – ein Downcycling also». Es handle sich «nicht um echtes Recycling, sondern um sogenanntes Downcycling, also um eine Verwertung mit geringerem Leistungsspektrum gegenüber dem Ausgangsmaterial».  

    Ein wichtiger Ansatz für die Schweiz ist, den Erhalt von Gebäuden vor ihren Neubau zu setzen. Auch bei der Sanierung sollte jedes Bauteil auf seine Wiederverwertbarkeit geprüft werden. Im Sinne des Recyclings gilt hier, dass alle vermeintlichen Abfälle wieder in Materialien oder Stoffe zerlegt werden können, die erneut nutzbar sind. 

    Im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft ist Aluminium, ebenso wie Stahl, als Baumaterial besonders prädestiniert, da es einen hohen Materialwert hat und gute Recycling-Eigenschaften. Recycling spielt hier auch deshalb eine grosse Rolle, weil der Bedarf an Rohstoffen durch frisch gefördertes Erz nicht mehr zu decken ist. Wiederum lässt sich Metall als nahezu einziger Baustoff ohne Qualitätsverlust praktisch unendlich wiederverwerten. Darüber hinaus wird durch die Metallrückgewinnung im Vergleich zur Primärproduktion der Energiebedarf je nach Metall bzw. metallhaltigem Produkt um 60 bis 95 Prozent gesenkt. Aluminium als Baustoff der Moderne besitzt ein breites Einsatzspektrum: Aufgrund seiner Langlebigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Leichtigkeit wird es fast überall am Bau eingesetzt.

    Fassaden-Recycling im Fokus
    Die Fassade steht beim Thema Nachhaltigkeit besonders im Blickfeld. Als Schnittstelle zwischen Innen- und Aussenraum birgt sie besonders viel Potenzial für Verbesserungen. Je nach Objekt ist eine Fassaden-Renovation einer der wirksamsten Schlüssel, um ein bestehendes Gebäude aufzuwerten. Das trifft speziell für Metallfassaden zu und gilt ebenso für ihr Erscheinungsbild wie auch für ihre Funktionalität, die langfristig ökologisch verträglich, ökonomischer und komfortabler zu gestalten ist. Mit neuartigen Fassaden, ihren Füllungen und Unterkonstruktionen können heute energiesparende oder sogar energiebringende Lösungen für zeitgemässes Wohnen und Arbeiten geboten werden. Wo zu diesem Zweck neu produzierte Elemente notwendig sind – sei es zur klimatischen oder sicherheitstechnischen Verbesserung –, ist ein möglichst hohes Mass an Langlebigkeit wie auch Recyclingfähigkeit sicherzustellen. Dafür sollte es sich um leicht reversible und homogene Materialverbindungen handeln; das vereinfacht deren Trennung und reduziert auch die Anzahl der Entsorgungswege. So sollen bei der Sanierung einerseits Elemente übernommen sowie andererseits rezyklierte Produkte eingesetzt werden. Nicht mehr Nutzbares wird wiederum in den Zyklus zurückgegeben und für anderweitige Zwecke verwertbar gemacht. Dabei hilft die noch junge Online-Plattform Madaster, die Tools zur Erfassung von abgebautem Baumaterial zur Verfügung stellt. Auch auf der Baustelle an der Müllerstrasse wird der zirkuläre Umgang mit den Materialien in Form eines Pilotprojekts auf der BIM-basierten Plattform nachverfolgt, dokumentiert und damit messbar gemacht. Sämtliche verbauten Materialien und Produkte werden in einem digitalen Materialpass mit Produktinformationen und Standort auf Madaster hinterlegt.

    Gute Ökobilanz 
    Der stetig steigende Aluminium-Recycling-Anteil, der aus rückgeführten Aluminiumfenstern und -fassaden erzielt wird, wirkt sich positiv auf die Ökobilanzdaten in der KBOB-Liste (sustainblog.ch) aus. Aluminiumfenster und -fassaden sind oft seit den 1950er-Jahren im Einsatz. Werden diese Gebäude gesamtsaniert oder weichen einem Neubau, kann das Aluminium durch Recycling wieder in den Aluminium-Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden.

  • Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    La construction des premiers murs de soutènement près de l’actuelle plate-forme de la cathédrale a commencé dès le 14e siècle. Entre 1479 et 1531, les murs ont été agrandis et ont pris leur aspect actuel. Les derniers travaux de rénovation importants ont eu lieu à la fin des années 1980. Aujourd’hui, le mur de soutènement de trente mètres de haut présente des dommages à différents endroits en raison des intempéries et doit donc être rénové. Les travaux de rénovation seront réalisés en plusieurs étapes jusqu’en 2026.

    Nettoyage et application de mortier
    Début février, les travaux d’assainissement commenceront par la mise en place de l’échafaudage à l’angle est du mur de soutènement. Les interventions sur la maçonnerie seront plus ou moins profondes : Certaines surfaces de mur plus importantes devront simplement être nettoyées et débarrassées de la végétation. Sur d’autres parties du mur, il sera nécessaire d’appliquer du mortier ou de combler les fissures et les joints. La structure d’origine est conservée dans la mesure du possible. Dans le cadre de la rénovation, Energie Wasser Bern (ewb) remplace l’éclairage existant sur le mur par des projecteurs à LED plus économiques. Tous les travaux de rénovation ont été planifiés en collaboration avec le service de conservation des monuments historiques.

    Laplate-forme reste ouverte
    La plate-forme reste ouverte pendant les travaux de rénovation. Les zones de travaux respectives seront fermées au public par des barrières. Dans la Badgasse, qui se trouve au pied du mur, une partie des places de stationnement doit être temporairement supprimée pour permettre la mise en place des échafaudages et des installations de chantier. Des places de stationnement de remplacement seront mises à disposition. Cependant, en raison de l’étroitesse de l’espace dans la Matte, seule une partie des places de stationnement pourra être remplacée.

    Conservation d’un monument historique
    L’assainissement des murs de soutènement permettra de conserver la plate-forme de la cathédrale en tant que monument historique marquant la vieille ville de Berne et de garantir la sécurité. Le Conseil de ville a approuvé en mars 2022 un crédit de construction de 3,32 millions de francs pour l’assainissement.

  • Die Stadt Lichtensteig angestossener Prozess mit Zukunftspotenzial

    Die Stadt Lichtensteig angestossener Prozess mit Zukunftspotenzial

    Lichtensteig war über Jahrhunderte das wohlhabende städtische Zentrum im ländlichen Toggenburg. Hier wurde der regionale Handel abgewickelt und für den nationalen und internationalen Markt produziert. Kein Wunder, gilt die Kleinstadt als einer der Gründungssitze der UBS und als Ort, an dem die Sekunde erfunden wurde.

    Die örtliche Wirtschaft geriet ab den 1970er-Jahren ins Straucheln: Hunderte Arbeitsplätze in Industrie, Handel und Dienstleistung verschwanden, die Bevölkerung schrumpfte bis vor kurzem beständig. Das Resultat waren im Stadtzentrum leerstehende Erdgeschossflächen und in dessen Umfeld unternutzte Industriebrachen. Der Bedeutungsverlust und die schleichende Entleerung zehrten am einst so stolzen Selbstbewusstsein der Kleinstadt.

    Abwehr gegen die Entwertung
    Das Vorhaben, einen unerwünschten Erotikbetrieb in einer ruhigen Altstadtgasse einzurichten, brachte die Stadtbevölkerung auf und löste einen Prozess mit langfristigen Auswirkungen aus. Politik, Bevölkerung und Wirtschaft wollten den Leerstand nicht mehr hinnehmen und entwickelten neue innovative Perspektiven zur Belebung der ungenutzten Räume.

    Lichtensteig positioniert sich seither bewusst mehrdeutig als «Mini.Stadt» – als selbstbewusste Kleinstadt auf dem Land, die preiswerten Raum bietet zur Verwirklichung von eigenen Visionen und Ideen. Die Stadt unterstützt dabei Initiativen, die Erdgeschosse und Brachen beleben und neue Wege entwickeln, um die richtigen Nutzungen von grösseren Flächen und Arealen zu finden.

    Eine Politik für eine lebendige Kleinstadt
    Mit ihrer aktiven Politik nutzt Lichtensteig die Möglichkeiten, auf die bauliche Entwicklung Einfluss zu nehmen und die Nutzungen in eine zukunftsfähige Richtung zu lenken. Es gelingt Lichtensteig neue Menschen anzuziehen und Eingesessene zu halten, Kultur zu ermöglichen und damit den Charakter

    eines urbanen Zentrums in einer ländlichen Region wieder zu stärken. Die Massstäbe der von der Stadt initiierten Projekte unterscheiden sich dabei stark. Die Stadtverwaltung zog in ein leerstehendes Bankgebäude und schuf damit Raum für ein neues «Rathaus für Kultur». Aus dem alten Feuerwehrdepot wurde ein Kleiderladen. Das leerstehende Industriearal erhält als «Areal Stadtufer» eine neue Identität als partizipativ gedachter und gemischt genutzter kultureller Ort mit Ateliers, Gewerbe und Wohnraum.

    Die Herausforderungen bleiben
    Die Strategie «Mini.Stadt» ist kein Projekt für Lichtensteig mit einem Enddatum, sondern ein angestossener Prozess mit Zukunftspotenzial. Die Herausforderungen bleiben konstant hoch: Die Klubschule Migros hat kürzlich ihren Standort geschlossen; der grösste Laden der Innenstadt, ein Möbelgeschäft, zieht aus.

    Die Stadt hat sich jüngst eine Vision und Strategie für die räumliche Entwicklung bis 2050 gegeben. Die formulierten Ziele, insbesondere für die Aufwertung entlang der Hauptverkehrsstrassen und der Landschaft, bieten wesentliche Chancen zur Aufwertung des Siedlungsbilds ausserhalb der Altstadt.

    Der Wakkerpreis 2023 geht, darum an Lichtensteig.

  • Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Wo sich heute das Postbetriebsgebäude an zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB befindet, soll bis 2030 ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten und öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entstehen. Die beiden Grundeigentümer, die Post und die SBB, planen auf einer Fläche von 12’000 Quadratmetern einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau sowie drei Hochbauten auf einer Geschossfläche von rund 130’000 Quadratmetern. Die Bauten sollen sich optimal in das bestehende Städtebild einfügen. Das Projekt namens Nauentor will die ans Gleisfeld angrenzenden Stadtteile miteinander verknüpfen und einen direkten Zugang zu den Bahnperrons bieten.

    Der Bebauungsplan wurde im März 2021 durch den Grossen Rat des Kantons Basel Stadt genehmigt. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB und grenzt im Norden an die Nauenstrasse im St. Alban-Quartier sowie im Süden an die Hochstrasse und Meret- Oppenheim-Strasse im Gundeldingen-Quartier. Die Peter-Merian-Brücke befindet sich im Osten, während im Westen die sekundären Zugänge zu den Bahnperrons liegen.

    Illustration des überbauten Nauentor-Areals.

    In den oberen Geschossen sollen nebst Wohnungen im normalen Marktsegment auch auf einem Anteil von 12’000 Quadratmetern Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden. Die restlichen Flächen sind für Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie und Büroräumlichkeiten vorgesehen. Rampen, Aufzüge sowie Treppen gleichen die Niveauunterschiede aus. Die Öffentlichkeit kann den Sockelbau komp-lett durchqueren. Die Fussgänger- und Veloverbindungen entlang der Postpassage (Ost-West) wie auch zwischen der Hochstrasse/Solothurnerstrasse und der Gartenstrasse (Nord-Süd) sollen darüber hinaus sicherer und attraktiver gestaltet werden.

    Das Areal ist in zwei Projektperimeter eingeteilt: Der Bereich der Post umfasst zwei Hochhäuser und eine Grundfläche von rund 20’000 Quadratmetern. Der andere Planungsperimeter obliegt der Hoheit der SBB. Zurzeit läuft das Dialogverfahren – die Realisierung ist ab 2024 vorgesehen.

  • Rosental Mitte: Geschlossenes Firmenareal soll zu belebtem Quartierteil werden

    Rosental Mitte: Geschlossenes Firmenareal soll zu belebtem Quartierteil werden

    Das ehemalige Werkareal Rosental gilt als älteste erhaltene Stätte der chemischen Produktion in Basel und damit als «Wiege der Basler Chemie». Das Terrain beherbergt seit Jahrzehnten Labor-und Verwaltungsbauten grosser Firmen wie Geigy und Syngenta. Das Areal umfasst 68’000 Quadratmeter und liegt zentral zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Messegelände im urbanen, multikulturellen Kleinbasel. Mit dem schrittweisen Erwerb des Areals in den Jahren 2016 und 2019 sicherte sich die Einwohnergemeinde der Stadt Basel grossflächiges Potenzial zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Basel. Jetzt strebt der Kanton eine Öffnung, Erneuerung und Transformation des bislang abgeriegelten Forschungs-und Firmenstandorts an. Die Arealentwicklung soll die getrennten Wohngebiete des Rosental-Quartiers zusammenführen und zusätzliche Verbindungen zwischen der Messe und dem Badischen Bahnhof schaffen. Geplant sind ausserdem neue Nutzungen wie Wohnraum, Begegnungszonen, Grünanlagen und Gewerbeflächen. Diverse Gebäude sollen erhalten, andere, die in einem schlechten Zustand oder für künftige Nutzungen ungeeignet sind, ersetzt werden. Die Transformation erfolgt in Etappen, tendenziell von den Rändern des Areals zur Mitte hin. Gemäss dem städtebaulichen Leitbild stehen in den ersten Jahren die Öffnung von Rosental Mitte und die Erneuerung des Wirtschaftsstandorts im Fokus. Die erste Teilöffnung fand im Sommer 2022 statt, bei welcher die Sandgrubenstrasse geöffnet und mit der Riehenteichstrasse zu einem öffentlichen Raum verbunden wurde. Derzeit werden vor allem Räumlichkeiten für Büros, Dienstleistungen sowie Flächen für Forschung im Bereich Life Sciences nachgefragt. Mit den ersten Neubauten soll ein öffentlich zugänglicher Bildungscluster mit der Universität Basel und verschiedenen Labors entstehen. Das künftige vielfältige Wohnungsangebot bietet Potenzial für bis zu 2000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ein Drittel der zu realisierenden Wohnflächen soll im preisgünstigen Bereich umgesetzt werden. In den Erdgeschossflächen sind Nutzungen wie Cafés, Restaurants, Läden, Fitnesszentren, Eventräume, Kindertagesstätten und Gesundheitsversorgung vorgesehen. Dank der Verbindungen zum Fern-, Regional- und Nahverkehr sowie zum Autobahnnetz ist das neue Quartier gut erreichbar. Eine unterirdische Bahnverbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB soll die Erreichbarkeit weiter verbessern.

    Der Kanton strebt eine Öffnung, Erneuerung und Transformation des bislang geschlossenen Forschungs- und Firmenstandorts an.
  • VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    Das Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord, auch als Lysbüchel-Areal bekannt, wird attraktiver: Projektiert sind die Schaffung von 2000 – 2500 Arbeitsplätzen sowie Wohnraum für 1500 – 2000 Bewohner:innen, wovon midestens zwei Drittel preisgünstig sind. Die bisherigen Arbeitsflächen werden verdichtet und vergrössert, während im Süden das Wohnquartier erweitert wird.

    Ermöglicht wurde die breitflächigere Nutzung des Areals durch den Wegzug des Coop-Verteilzentrums im Sommer 2017 sowie der auslaufenden Baurechts- und Mietverträge auf der SBB-Parzelle. Die beiden Grundeigentümer, SBB Immobilien sowie Immobilien Basel-Stadt, agieren in Absprache auf den verschiedenen Baufeldern.

    VoltaNord soll eine klare Trennung zwischen lärmintensiven und lärmempfindlichen Nutzungen aufweisen: Emissionsintensives Gewerbe verbleibt im nördlichen Teil. Den Übergang zur Wohnnutzung im Süden schafft ein Bereich für ruhiges Gewerbe und Dienstleistungen. Die im Herbst 2020 eröffnete Primarschule «Lysbüchel» sowie das «Kultur- und Gewerbehaus ELYS» (Baufeld 3) liegen ebenfalls im Süden des Areals.

    Die Recycling-Firma Lottner AG plant auf dem Baufeld 1 – es ist im Besitz der SBB-Immobilien – eine neue Sortieranlage mit einem Schulungsraum, in dem Basler Schülerinnen und Schüler den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt lernen. Auf dem Baufeld 2 – ebenfalls im Besitz der SBB – entsteht eine aufgebrochene Blockrandbebauung. Der nördliche Teil ist für stilles Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen. Der Fokus entlang der Lysbüchelstrasse liegt auf der Wohnnutzung. Ca. 30 Prozent der Wohnfläche werden von der Wohnbau-Genossenschaft Nordwest zusammen mit der Wohngenossenschaft Jurablick realisiert.

    Das Baufeld 4 der Immobilien Basel-Stadt soll ebenfalls primär als Wohnraum gestaltet werden, wobei im Erdgeschoss auch weitere quartierbezogene Nutzungen möglich sind. Der Kanton wird alle Bauten auf diesem Baufeld an gemeinnützige Wohnbauträger abgeben. Auf Baufeld 5 werden zwischen Lysbüchelplatz und Elsässerstrasse im Auftrag des Kantons Basel-Stadt 125 bis 140 preisgünstige Wohnungen realisiert. Die ARGE Jonger Waeger ArchitektInnen erhielten mit ihrem Projekt Vita Volta den Zuschlag.

    Das ehemalige Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord wird zum Arbeits- und Wohnquartier.

    Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 wird die Bruttogeschossfläche auf dem Areal von ca. 85‘000 m² auf ca. 206‘000 m2 erhöht sein. 40 Prozent davon sind jeweils für Arbeits- und Wohnnutzungen reserviert.

    Die künftigen Bewohner:innen dürfen sich auf Freiräume und Grünflächen freuen. Im Zentrum des Quartiers ist der von Bäumen gesäumte «Lysbüchelplatz» auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern projektiert. Dieser umfasst einen Spielplatz, einen Pavillon und ein Wasserbecken. Im Westen entsteht der «Saint-Louis-Park» mit 22’000 Quadratmetern Natur- und Erholungsflächen.

    Das Areal wird von Norden und Osten für den motorisierten Verkehr erschlossen.

    Im Süden entsteht auf einer Parzelle der Stiftung Habitat «Lysbüchel Süd» günstiger Wohnraum mit einer attraktiven Umgebung. Die Stiftung gibt hierfür kleinteilige Baurechtsparzellen an Baugruppen für die Erstellung von Wohnraum und anderen quartierdienlichen Nutzungen ab.
    Der Bebauungsplan wurde im November 2018 von der Bevölkerung deutlich angenommen. Den städtebaulichen Studienauftrag konnten ARGE Studio DIA mit Johann Reble Architekt, Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten, Basler & Hofmann Ingenieure, Bernhard Böhm und Dr. Nils Guettler (Nachwuchsteam) sowie Jessenvollenweider Architektur AG mit Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, Martin Frei und Cabane Partner für sich entscheiden.

    Der Startschuss für die Neubauten soll 2024 erfolgen. 2027 wird das Areal bezugsbereit sein.

  • BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    Das BaseLink-Areal im Bachgrabengebiet von Allschwil nimmt Formen an. Das 75’000 Quadratmeter grosse Areal umfasst insgesamt 16 Baufelder. Vor allem Unternehmen und Institutionen der Life Science-Branche sollen sich hier ansiedeln. Einige sind schon eingezogen, weitere werden folgen. Bis 2040 werden auf dem Areal rund 10’000 Arbeitsplätze entstehen.

    Vogelperspektive vom Masterplan.

    Im Frühling 2022 hat das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut Swiss TPH seinen Neubau auf dem BaseLink-Areal eröffnet. Das Gebäude namens «Belo Horizonte» wurde von den Basler Architekten Kunz und Mösch realisiert. Auf fünf Geschossen und einer Fläche von rund 13’000 Quadratmetern bietet es Arbeits- und Laborplätze. Bauherr des «Belo Horizonte» war das Swiss TPH.

    Direkt daneben wird der Entwickler Senn bis 2026 ein Zentrum für patientennahe Forschung und Behandlung in Zusammenarbeit mit der R.-Geigy-Stiftung realisieren, das vor allem Projekte des Swiss TPH unterstützen will, jedoch auch Büroflächen für Dritte anbieten wird.

    Das Bürogebäude Hortus – House of Research, Technology, Utopia and Sustainability – mit rund 10’000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen neuen Standard für Nachhaltigkeit setzen. Das Gebäude ist ein Energielieferant – es wird die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen». Dies wird einerseits dadurch erreicht, dass die verbaute Energie dank dem Einsatz von Materialien wie Holz, Lehm und Altpapier niedrig ist. Andererseits wird der Energiegewinn über Photovoltaik maximiert. Das Gebäude steht schräg gegenüber vom Swiss TPH und ist eine Entwicklung von Senn mit Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieuren. Baustart wird im Frühling 2023 erfolgen, der Bezug ist bis 2025 geplant.

    Im Herbst 2022 wurde der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus eröffnet. Er ist das grösste Gebäude auf dem BaseLink-Areal, mit einer Nutzfläche von rund 50’000 Quadratmetern und voraussichtlich bis zu 2000 Mitarbeitenden. Es wurde von den Architekten Herzog & de Meuron entworfen. Bauherr des Main Campus ist wiederum der Immobilienentwickler Senn. Neben der Namensgeberin, der Stiftung Switzerland Innovation, beherbergt der Main Campus weitere 38 Firmen und Institutionen, darunter das biopharmazeutische Unternehmen Basilea, das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM, das Department of Biomedical Engineering der Universität Basel und die US-Firma Johnson & Johnson. Im Untergeschoss des Gebäudes stehen rund 600 Veloparkplätze zur Verfügung.

    Das Bürogebäude Hortus soll die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen».

    Rechts neben dem Main Campus entwickelt Senn mit Herzog & de Meuron Architekten und ZPF Ingenieuren bis 2026 das ALL – ein 20’000 m² grosses Labor-Büro-Hybridgebäude, das sich auf die Fahne geschrieben hat, die Flexibilität des Main Campus mit der Nachhaltigkeit des Hortus zu verbinden.

    Auf einem weiteren Baufeld soll Ende 2022 oder Anfang 2023 ein Businesshotel der deutschen Tristar-Gruppe seine Tore öffnen. Das siebenstöckige Hotel der Marke Holiday Inn Express wird über 220 Zimmer im Drei-Sterne-plus-Segment verfügen.

    Aktuell in Entstehung ist das Alba-Haus. Es soll ein Hub für Kreislaufwirtschaft und Innovation werden, in dem Startups und Unternehmen Flächen und Services nach Mass mieten können. Eigentümer, Architekten und Bauherren sind Herzog & de Meuron respektive ihre JP Bachgraben AG. Weil sie das Haus 40 statt 20 Meter hoch bauen wollen, wurde ein Quartierplan notwendig. Dagegen wurde 2020 das Referendum ergriffen. 2021 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Allschwil den Quartierplan und somit die Gebäudehöhe von 40 Metern angenommen. Im Mai 2022 ist die definitive Baubewilligung eingetroffen. Die Parzelle neben dem Alba-Haus gehört ebenfalls Herzog & de Meuron. Was hier gebaut wird, ist noch unklar.

    Auf dem BaseLink-Areal befinden sich ausserdem zwei Parkhäuser mit insgesamt 1136 Parkplätzen sowie ein Veranstaltungsraum, die «Innovation Garage». Einige wenige Parzellen des BaseLink-Arels sind aktuell noch offen. Das Bürgerspital Basel BSB ist Grundstückeigentümer aller Parzellen ausser den beiden Parzellen des Alba-Areals. Bis 2030 soll das gesamte Areal vollständig bebaut und bezogen sein.

  • Vom Industrieareal zum Wohn- und Arbeitsquartier

    Vom Industrieareal zum Wohn- und Arbeitsquartier

    Das Isola-Areal mit einer Grösse von 114’280 Quadratmetern ist voller Geschichten und Erinnerungen. In den nächsten Jahren soll das historische Fabrikareal in Etappen zu einem neuen, lebendigen Teil von Breitenbach werden. Es soll sich in den gewachsenen Siedlungsraum einfügen, eine bereichernde Ergänzung zum bestehenden Dorfzentrum bildenund Schritt halten mit künftigen städtebaulichen und technischen Entwicklungen.Die neue Arealbebauung wird das historische Erbe der Gemeinde würdigen, respektvoll an die Schlüsselbauten anknüpfen, den Ort weiterentwickeln, neu interpretieren und durch die Verbindung von Alt und Neu eine eigene Ästhetik und besondere Atmos-phäre schaffen. Die Entwicklung eines Areals dieser Grösse kann nur dann erfolgreich sein, wenn möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigt werden. Das Projekt wird deshalb im engen Dialog mit der Gemeinde, der Bevölkerung sowie insbesondere den ansässigen Mieterinnen und Mietern realisiert.

    Dazu gibt es unter anderem verschiedene Informations- und Partizipationsveranstaltungen. Das Isola-Areal soll zu einem Quartier werden, das mit Einfamilienhäusern, Mietwohnungen, Stockwerkeigentum, Büro- und Gewerbeflächen sowie hohen Häusern spannende Lebens- und Arbeitsräume für Menschen jeden Alters schafft. Dank der Weiterführung der etab-lierten Gewerbezone und der sinnvollen Konzentration von bereits ansässigen und neuen Betrieben auf einem Teil des Areals entsteht ein attraktiver und zukunftsträchtiger Standort für das Gewerbe. Vorgesehen sind rund 75 bis 80 Prozent für Wohnen und ein Anteil von 20 bis 25 Prozent für Arbeiten. Geplant sind zudem unterschiedliche Zwischennutzungen auf dem Areal und die Öffnung ausgewählter Bereiche für die Bevölkerung während der Planungsphase. Gemäss heutiger Planung ist ein Baubeginn der ersten Etappe ab dem Jahr 2029 möglich. Vorab startet die Sanierung von drei prägenden Bestandesbauten.

  • Bredella-Areal in Pratteln: Aus Grau wird Grün

    Bredella-Areal in Pratteln: Aus Grau wird Grün

    Bredella umfasst ein Areal mit 82’600 Quadratmetern Grundstücksfläche nördlich des Prattler Bahnhofs. Es besteht aus dem Rohrbogen-Areal und dem Buss-Industriepark. Auf diesem Bahnhofsgebiet entsteht in den kommenden Jahren lebendiger Stadtraum, der zum pulsierenden Herzstück von Pratteln Mitte werden soll. Vielfältige Aussenräume sollen Bewohnerinnen, Besuchern und im Quartier arbeitenden Personen eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Einzelne Bestandsbauten werden in den zukünftigen Städtebau integriert, um die Geschichte des Areals zu zeigen und das Flair vergangener Zeiten zu erhalten. Der direkte Bahnhofanschluss ist eine ideale Voraussetzung für ein durchmischtes buntes Stadtquartier. Die Entwicklung erfolgt etappiert. Der erste Fokus liegt auf Bredella West. Das heute graue Rohrbogen-Areal wird als zu einem deutlich grüneren Stadtbaustein für Pratteln umgenutzt. Die identitätsstiftende Industriehalle bleibt erhalten und bildet gemeinsam mit einem kleinen Hochhaus einen Übergang zum bestehenden Industrie- und Gewerbeareal des Buss-Industrieparks im Osten. Der Quartierplan dafür befindet sich kurz vor der öffentlichen Mitwirkung im Dezember 2022. Danach wird die bereinigte Version dem Kanton übergeben. In der zweiten Phase soll der Bahnhofplatz räumlich vollendet werden. Das Herzstück in der Mitte des Quartiers wird mit der Umnutzung der zweiten erhaltenswerten Industriehalle komplettiert. Auch die Quartiersplätze und Grünflächen sollen mit der zweiten Etappe in der Mitte fertiggestellt werden.Mit der Entwicklung von Bredella soll auch die nördliche Seite des Bahnhofs Pratteln besser zugänglich werden. Die Entwicklung von Bredella Ost, dem Buss-Industrieareal, ist zurzeit noch offen. Laut der Projekt-Website soll hier aus dem Bestand entwickelt werden, da die Gewerbegebäude erst vor ein paar Jahren gebaut wurden. Der Masterplan sieht vor, das heute geschlossene Areal der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Herausforderung dabei: Im heutigen Buss- Industriepark sind fast 100 Firmen eingemietet. Die Beziehung zu ihnen ist für das Projekt wichtig.

    Einzelne Bestandsbauten werden in den zukünftigen Städtebau integriert, um die Geschichte des Areals zu zeigen.