Kategorie: Projekte

  • Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Die Stadt Dietikon startet die öffentliche Auflage der Planungsinstrumente für die Gebietsentwicklung Niderfeld. Die Unterlagen des öffentlichen Gestaltungsplans inklusive Umweltverträglichkeitsbericht und der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung werden laut Medienmitteilung vom 9. November 2023 bis 19. Januar 2024 zusammen mit dem Gestaltungsleitbild aufgelegt. Am 8. November wurden sie an einem öffentlichen Informationsanlass im Gemeinderatssaal des Stadthauses präsentiert.

    Dazu heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon, im Zentrum des Quartiers liege der grosse Park. Im Norden und Westen entstehe ein Wohngebiet. Südlich des Parks ist das Mischgebiet mit Gewerbe und Dienstleistungsanbietern. Östlich des Parks entstehen eine neue Schule, Sportanlagen und eine Dreifachturnhalle. Am westlichen Rand des Niderfelds liegt das Arbeitsplatzgebiet. Die Limmattalbahn erschliesse das Gebiet mit zwei Haltestellen. Das Arbeitsgebiet werde durch ein eigenständiges Strassennetz erschlossen, damit das Wohngebiet vom Schwerverkehr befreit bleibt und kein Durchgangsverkehr entsteht.

    Das Niderfeld ist mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve, heisst es von der Stadt Dietikon. Es werde dereinst etwa 3700 Menschen Wohnraum bieten und Platz für etwa 2700 Arbeitsplätze haben.

  • Obwaldner Kantonalbank weiht Ideenschmiede QUBO 17 ein

    Obwaldner Kantonalbank weiht Ideenschmiede QUBO 17 ein

    Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat ihren Neubau QUBO 17 am 23. Oktober im Beisein von Regierungsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler, Regierungsrat Daniel Wyler und Gemeindepräsident Jürg Berlinger eingeweiht. Das sechsstöckige Gebäude soll der Obwaldner Start-up-Szene ein neues Zuhause bieten und gleichzeitig einen kreativen Denkraum für die Bank selber schaffen.

    Im obersten Stockwerk des Gebäudes befindet sich auf 160 Quadratmetern das neue Innovationslabor der OKB, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dort will die Bank gemeinsam mit ihrer Kundschaft neue Finanz- und Dienstleistungsprodukte entwickeln. Die restlichen Stockwerke stellt sie dem Verein Startup Pilatus zur Verfügung, der auf die Ansiedlung von Jungfirmen im Kanton Obwalden spezialisiert ist. Er wird die Räumlichkeiten zum grössten Teil an Start-ups vermieten. In den ersten drei Jahren sollen sie dafür nur einen „kleinen Beitrag” zahlen. Die OKB ist Mitinitiantin und Trägerin von Startup Pilatus.

    „Mit QUBO 17 schaffen wir eine inspirierende Arbeitsumgebung. Eine Umgebung, die Innovationen, eine branchenübergreifende Zusammenarbeit und den Austausch zwischen etablierten Unternehmen, Start-ups sowie Co-Workerinnen und Co-Workern ermöglicht”, so Margrit Koch, CEO der OKB, an der Eröffnungsfeier.

    Das Nachbarsgebäude von QUBO 17, das den Namen QUBO 15 tragen wird, soll im Frühling 2024 von der Eberli AG, der Orfida Treuhand + Revisions AG und der werkunion ag bezogen werden.

  • Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Das Areal des ehemaligen Flughafens von Athen dient nun als Spielwiese für eines der grössten Stadterneuerungsprojekte Europas. Mit einer Investition von 8 Milliarden Euro transformiert das Projekt einen Raum von über 6 Millionen Quadratmetern in eine energieautarke „15-Minuten-Stadt“.

    Ein Symbol für modernes Wohnen
    Inmitten des nachhaltigen und smarten Stadtprojekts The Ellinikon kombiniert das Wohnviertel Little Athens lokale Baumaterialien mit modernem Städtebau. Das Viertel, das sowohl von griechischen als auch internationalen Architekturbüros entworfen wurde, verkörpert den weltoffenen Charakter Athens und bietet vielfältige Annehmlichkeiten, kurze Strandzugänge und eine pulsierende Gemeinschaft.

    Architektonisches Highlight
    Das renommierte Architekturbüro Bjarke Ingels Group ist verantwortlich für den Entwurf von Park Rise, einem der ersten 50 Meter hohen Gebäude in Little Athens. Mit einer Fassade, die von griechischen Säulen inspiriert ist, und luxuriösen Wohnungen bietet es eine exklusive Wohngelegenheit.

    Ein Meilenstein in der Stadtentwicklung
    The Ellinikon definiert modernes Leben und Investieren neu. Es kombiniert Wohnraum, Geschäfts- und Freizeitmöglichkeiten, um ein ganzheitliches urbanes Erlebnis zu bieten. Mit innovativen Features, wie einem der grössten Küstenparks Europas und einem Netto-Null-Kohlenstoff-Fussabdruck, setzt es neue Massstäbe in nachhaltiger Städteplanung.

    Ein weltweites Vorbild
    The Ellinikon Projekt verzeichnet nicht nur ein hohes Interesse von Investoren und der Öffentlichkeit, sondern beeindruckt auch durch seine Vision einer grünen, integrativen und zukunftsfähigen Stadt. Mit international anerkannten kreativen Partnern und einem erheblichen Beitrag zum griechischen BIP zeichnet es sich als weltweites Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung aus.

  • Création Baumann bietet textile Akustiklösungen an

    Création Baumann bietet textile Akustiklösungen an

    Création Baumann, ein in Langenthal ansässiger Spezialist für Raumtextilien, erweitert sein Portfolio auf dem Gebiet der Akustiktextilien. Mit dem neuen Programm Acoustic Stripes will das Unternehmen laut einer Medienmitteilung eine moderne Gestaltung von Arbeits- und Privaträumen kreieren. Die in klassischen Lamellenformen angebrachten Textilstreifen sollen nicht nur eine neue Raumakustik schaffen, sondern auch die Möglichkeit bieten, individuelle und flexible Bereiche einzurichten. Die einzeln einstellbaren Lamellen bestehen aus schallabsorbierenden Fasern. Sie bieten einen optimalen Schallschutz, können jedoch ebenfalls auch als Sicht- oder Blendschutz eingesetzt werden. Mit ihrer individuellen Einstellung und der Möglichkeit des Wendens können mit Acoustic Stripes Räume offen oder in separaten Teilen gestaltet werden.

    Die Lamellen bestehen aus 7 Millimeter starkem, flammhemmenden Polyester in melierter Optik. Für den Kunden steht eine Farbpalette aus zehn Standardfarben zur Verfügung. Sie reicht von einem leuchtendem Rot bis zu ruhigen Nuancen von Blau und Grün, heisst es in der Mitteilung. Eine individuelle Farbgestaltung ist mit den Kunden abstimmbar.

    Acoustic Stripes gehören zu dem umfangreichen Portfolio von Création Baumann, zu dem auch das schalldämmende System ACOUSTIC DIVIDER VARIO zählt. Die neue Kollektion ist ab Herbst 2023 erhältlich. Sie wird auf den Messen Architect@Work in Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf vorgestellt.

  • Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Ein von der Schlieremer Halter AG geführtes Projektteam wird in Rothenburg zwei baugleiche Gebäude errichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei werden 16 Wohnungen mit 3,5 Zimmern, acht Wohnungen mit 4,5 Zimmern und sechs Wohnungen mit 2,5 Zimmern entstehen. Die Wohnungen mit 2,5 Zimmern werden als Alterswohnungen vermietet. Ausserdem wird der Komplex über Neben- und Kellerräume sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen verfügen.

    Nachdem kürzlich der Spatenstich erfolgt ist, strebt die Halter AG einen Abschluss der Arbeiten am Rohbau im ersten Halbjahr 2024 an. Die Wohnungen sollen dann Anfang 2025 bezugsbereit sein. Bauherr ist die in Luzern ansässige Caranto AG.

  • EPFL und uHoo wollen Umweltqualität in Innenräumen verbessern

    EPFL und uHoo wollen Umweltqualität in Innenräumen verbessern

    Die EPFL arbeitet im Rahmen des EU-Projekts INPERSO an besseren Standards für die Umweltqualität in Innenräumen (Indoor Envrionmental Quality, IEQ). Das Ziel ist es, einen neuen Ansatz für die IEQ-Bewertung zu entwickeln, der dann europaweit eingesetzt werden kann. Dies soll insbesondere bei der Sanierung von Wohn- und Bildungsgebäuden helfen.

    Sarah Crosby, EPFL-Forscherin und Leiterin des Projekts, hat mit ihrem Team mehrere Lösungsanbieter evaluiert, welche die nötigen Umweltdaten für das Projekt liefern könnten. Laut einer Medienmitteilung haben sie sich nun für die Firma uHoo aus Singapur als Partnerin entschieden. Diese kann mit verschiedenen Sensoren 13 Parameter in Innenräumen messen und die Daten auf einer digitalen Plattform darstellen.

    Dustin Jefferson Onghanseng, CEO und Mitgründer von uHoo, begrüsst die Zusammenarbeit mit der EPFL. „Unsere Lösung soll einen bedeutenden Einfluss auf die gebaute Umwelt nehmen, indem sie das Bewusstsein für einen gesünderen, grüneren und bewussteren Umgang mit Innenräumen schärft“, erklärt er.

    Die Umweltplattform von uHoo wird Unternehmensangaben zufolge weltweit von privaten und öffentlichen Organisationen bei Gewerbe-, Wohn- und Industriegebäuden, im Gesundheitswesen oder an Flughäfen eingesetzt. Das Unternehmen verfügt neben seinem Hauptsitz in Singapur auch über Standorte in Hongkong und den USA.

  • Willkommen in der Zukunft der Bildung im Fachhochschulzentrum Chur

    Willkommen in der Zukunft der Bildung im Fachhochschulzentrum Chur

    Städtebau und Freiräume
    Das neue Fachhochschulzentrum in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Gebäuden und Industrieanlagen steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Kernstück des städtebaulichen Konzepts ist ein U-förmiger, viergeschossiger Neubau, der als Ergänzung zum bereits bestehenden Hauptgebäude dient. Dieser Neubau wird eine zentrale Eingangshalle haben und soll eine klare, eindeutige Hauptadresse für das Fachhochschulzentrum schaffen.

    Ein grosszügiger Campusplatz entsteht zwischen dem Neubau und dem bestehenden Schaltgebäude, der als zentrales «Gesicht» der Fachhochschule fungieren wird. Dieser Platz soll nicht nur als Treffpunkt und «Bühne» für die Hochschulgemeinschaft dienen, sondern auch den neugenutzten Bestand und den gegenüberliegenden Landschaftsraum miteinbeziehen.

    Die Zugänglichkeit des neuen Zentrums wird durch ein feinmaschiges Fusswegnetz und einen regionalen Radweg gewährleistet. Zudem ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sichergestellt. Die Freiräume des Projekts werden unterschiedlich gestaltet: Während die Bereiche zum bestehenden Gebäude eine landschaftliche Prägung erhalten, werden die Freiräume zum Neubau urban konzipiert. Dadurch soll das Fachhochschulzentrum nahtlos in das Quartier integriert werden und sowohl für Studierende als auch für die Öffentlichkeit attraktiv sein.

    Flexibilität und Interdisziplinarität
    Der geplante Neubau des Fachhochschulzentrums präsentiert sich als architektonisches Meisterwerk mit einer dreiteiligen Gliederung in Ost-West-Richtung. Diese Struktur spiegelt die des bestehenden Fachhochschulgebäudes wider und schafft eine harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu. Die beiden Seitenflügel des Neubaus sind mit atriumartigen Lichthöfen ausgestattet, die als Zentren für die horizontale Erschliessung dienen. Diese Lichthöfe sind nicht nur architektonische Highlights, sondern auch funktionale Elemente, die alle Ebenen und Decks mit Lounges, Studierendenarbeitsplätzen, Gruppen- und Sitzungsräumen bis ins 1. Untergeschoss verbinden.

    Die zentrale Eingangshalle dient als Herzstück des Gebäudes und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Sie fungiert als Empfangsbereich und bietet Zugang zu grossen Multifunktionsräumen und zur Mensa. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Raum auch als Foyer für externe Veranstaltungen oder als Ausstellungsfläche zu nutzen.

    Die Tiefen der Gebäudeflügel sind so konzipiert, dass sie eine flexible Anordnung der Räume ermöglichen. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und bietet die Möglichkeit für zukünftige räumliche Anpassungen. Die Bibliothek, strategisch am Campusplatz positioniert, dient als Schnittstelle zur Öffentlichkeit und bietet zahlreiche Arbeitsplätze für Studierende.

    Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt. In beiden Flügeln sind jeweils zwei Erschliessungskerne so angeordnet, dass alle Flucht- und Rettungswege zugänglich sind. Die Treppen sind so gestaltet, dass sie eine einfache Orientierung im Gebäude ermöglichen und gleichzeitig als soziale Treffpunkte dienen.

    Insgesamt stellt der Neubau eine meisterhafte Kombination aus Funktionalität, Flexibilität und ästhetischer Eleganz dar, die den Bedürfnissen einer modernen Bildungseinrichtung mehr als gerecht wird.

    Nachhaltigkeit und Flexibilität
    Der Neubau des Fachhochschulzentrums setzt auf ein durchdachtes Tragwerkkonzept, das Nachhaltigkeit und Effizienz in den Vordergrund stellt. Das Gebäude ist als Hybridbau konzipiert, wobei Materialien gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am effizientesten und nachhaltigsten sind. Das Grundraster des Gebäudes, ermöglicht eine hohe Nutzungsflexibilität. Die Untergeschosse sind in Recyclingbeton ausgeführt, was nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch strukturell effizient ist. Ab dem Erdgeschoss wird ein Skelettbau aus Holz und Beton verwendet, der die Vorteile beider Materialien optimal kombiniert.

    Die architektonische Gestaltung des Neubaus ist weniger durch einzelne Funktionen als durch die konstruktiven Elemente geprägt. Die Fassaden sind aus vorgefertigten Holzelementen hergestellt und integrieren Fenster, Brüstungen sowie Photovoltaik- Vordächer als Sonnen- und Witterungsschutz. Diese Elemente sind nicht nur funktional, sondern tragen auch zur ästhetischen Qualität des Gebäudes bei.

    Im Inneren des Gebäudes sind Tragwerk und Haustechnik bewusst einander gegenübergestellt, um den architektonischen Charakter zu prägen. Die Lichthöfe spielen eine besondere Rolle. Sie sind durch Fachwerk und konstruktive Elemente wie Druckstäbe und Zugstützen charakterisiert, die sowohl funktional als auch didaktisch sind. Diese Elemente veranschaulichen das Potenzial des Tragwerks und sind integraler Bestandteil der Raumgestaltung.

    Die Eingangshalle und das Foyer sind durch Betonrahmen und seitliche Oberlichter strukturiert, die den Raum rhythmisieren und das Hängen des Lichthofs symbolisieren. Die Deckenuntersichten der Räume sind durch Betonträger, Holzbalkendecken und Beleuchtungsbänder bestimmt, die eine hohe gestalterische Qualität aufweisen.

    Insgesamt stellt der Neubau eine gelungene Symbiose aus nachhaltigen Materialien, innovativen Konstruktionsmethoden und ästhetischer Gestaltung dar. Er vereint Funktionalität mit gestalterischer Qualität und setzt neue Massstäbe in der Architektur von Bildungseinrichtungen.

    Integration bestehender Gebäude in den Campus
    Im Kontext der Campusentwicklung des Fachhochschulzentrums werden neben dem Neubau mittelfristig auch bestehende Gebäude modernisiert. Das heutige Hauptgebäude, bekannt für seine Kupferfassade, bleibt in seiner Grundausrichtung und Funktion erhalten. Zu den Hauptveränderungen gehören eine westliche Öffnung zum angrenzenden Park und die Umgestaltung der bisherigen Bibliotheks- und Mensaflächen. Energetische Optimierungen und die Installation einer neuen Lüftungsanlage in der Fassade ermöglichen die Erfüllung des Minergie-Standards für nachhaltiges Bauen.

    Am westlichen Rand des Campus befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Schaltgebäude der Elektrizitätswerke Zürich, inklusive Wohnhaus und Trafoturm. Dieses Gebäude wird zu Gunsten der Studierenden und Mitarbeitenden umgestaltet. Aufgrund des Denkmalschutzes sind nur minimale Änderungen an der äusseren Hülle und der Struktur zulässig. Für die kreative Nutzung des Trafoturms werden noch innovative Ideen gesucht.

  • Baumängel sollen viel länger geltend gemacht werden können

    Baumängel sollen viel länger geltend gemacht werden können

    Heute müssen Baumängel „sofort“, also innert weniger Tage, geltend gemacht werden. Ansonsten verwirken die Mängelrechte. Mit der Änderung sollen Mängel künftig innerhalb einer Verjährungsfrist jederzeit gemeldet werden können.

    Dass diese Frist viel zu kurz und kaum einzuhalten ist, war im Nationalrat unumstritten, wie die Fraktionsvoten zeigten. Allerdings waren sich die Ratsmitglieder in den Details nicht ganz einig. Eine Minderheit um Beat Flach (GLP/AG) wollte zum Beispiel, dass die unbefristete Mängelrüge nur auf verdeckte Mängel, nicht aber auf ordentliche Mängel, die bei der normalen Abnahme hätten entdeckt werden können, angewendet wird. Der Rat stimmte aber für die Aufhebung in beiden Fällen.

    Mit der unbefristeten Möglichkeit will der Nationalrat weiter gehen als der Bundesrat, der eine Frist von 60 Tagen vorgeschlagen hatte. In der Version des Nationalrats soll für den Bauherrn beziehungsweise die Käuferin einer Immobilie aber eine Schadenminderungspflicht gelten. Damit bestünde nach wie vor ein Anreiz, Mängel möglichst zeitnah geltend zu machen, wie Kommissionssprecherin Florence Brenzikofer (Grüne/BS) ausführte. Den Vorschlag hat die Rechtskommission des Nationalrats ausgearbeitet.

    Ausserdem soll die Verjährungsfrist beim Grundstückskauf und beim Bau einer Immobilie von heute fünf auf neu zehn Jahre angehoben werden. Auch hier zeigte sich eine Minderheit um Flach nicht einverstanden. Zehn Jahre seien zu lang, sagte er. Je länger die Immobilie stehe, desto schwieriger sei es zu erkennen, ob es sich um einen ursprünglichen Mangel oder um Abnützung handle. Der Rat sprach sich aber auch hier für die Verlängerung aus.

    Diese neuen Regeln sollen überdies auch für eingebaute Sachen gelten.

    Die Vorlage geht in den Ständerat.

  • KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    Nach 50 Jahren Betrieb soll die KVA Turgi erneuert werden. Dazu wird der Vorstand laut einer Medienmitteilung an der nächsten Abgeordnetenversammlung am 27. September einen Projektierungskredit von 17 Millionen Franken beantragen. Die Gesamtkosten der Erneuerung werden auf 325 Millionen Franken geschätzt. Die Notwendigkeit einer Erneuerung zeigt sich den Angaben zufolge auch in steigendem Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung.

    Nach einer mehrjährigen Planungsphase wird der Bau voraussichtlich erst 2028 beginnen können. Die neue KVA könnte dann 2033 in Betrieb gehen. Die letzten Erneuerungsarbeiten an der Anlage waren in den 1990er Jahren durchgeführt worden.

    Die KVA hat dazu auf ihrer Internetseite neben der Einladung zur Abgeordnetenversammlung eine Sammlung von Dokumenten einschliesslich der Machbarkeitsstudie des Projekts sowie den detaillierten Antrag von Präsident Philippe Ramseier zum Projektierungskrediteingestellt.

    Schon seit 2015 beschäftigen sich laut diesen Unterlagen Geschäftsleitung und Vorstand der KVA mit der Erneuerung der veralteten Anlagen. Geprüft wurde eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Anlagen in Buchs AG und Dietikon ZH. Beide lehnten diese allerdings ab. Nach der Machbarkeitsstudie von 2022 hat sich der Vorstand der KVA dazu entschieden, die neue Anlagen auf einer benachbarten Parzelle des Abwasserverbandes Region Baden Wettingen zu platzieren. So kann der Betrieb während der Erneuerungsarbeiten weitergehen.

    Die KVA Turgi verarbeitet jährlich rund 120‘000 Tonnen Abfall. Für die daraus gewonnene Fernwärme wird wegen der Erneuerungskosten mit einer moderaten Preisanhebung gerechnet.

  • Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Borobotics aus Winterthur erhält von Venture Kick mit Erreichen der dritten Stufe des Programms 150‘000 Franken für die Weiterentwicklung seines innovativen Bohrroboters. Als Antwort auf das Problem der bisher energieintensiven und teuren Bohrung von Löchern für Erdwärmesonden revolutioniert Borobotics laut einer Medienmitteilung geothermische Wärmeprozesse mit einem Bohrroboter, der auf bis zu 90 Prozent weniger Raum und zu deutlich geringeren Kosten arbeiten kann.

    Zusätzlich zu den hohen Kosten und dem grossen Platzbedarf bringen bisherige Verfahren laut der Mitteilung Nachteile wie Energieintensität, Ungenauigkeit, Lärmbelästigung und Landschaftszerstörung mit sich. Borobotics beschreibt seine Entwicklung als „einen regenwurmartigen Roboter, der sich senkrecht in die Erde bewegt“, ohne Bohrturm oder Bohrgestänge. Er soll eine wesentlich grössere Verbreitung von Erdwärmeheizungen ermöglichen.

    Borobotics ist laut der Mitteilung aus einem Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervorgegangen. Das Start-up will die 150‘000 Franken in mehrere Bohrtests seines Roboters investieren, um auf der Geothermie-Messe GeoTHERM 2024 in Offenburg bei Demonstrationsbohrungen am 29. Februar und 1. März 2024 bei Demonstrationsbohrungen einen funktionstüchtigen Prototyp vorstellen zu können.

  • Sommerakademie Limmattal präsentiert Zukunftsprojekte

    Sommerakademie Limmattal präsentiert Zukunftsprojekte

    Die Ergebnisse der Sommerakademie Limmattal werden derzeit von der OST- Ostschweizer Fachhochschule in die Öffentlichkeit getragen. Bei der Sommerakademie ging es darum, Zukunftsprojekte für das Limmattal zu finden und zu beschreiben. Während einer Woche haben laut einer Medienmitteilung 60 Studierende und junge Landschafts- und Raumplanerinnen, Architekten, Verkehrsfachleute, Soziologen und Künstlerinnen von Hochschulen aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden das Limmattal daraufhin durchleuchtet.

    Die Sommerakademie Limmattal wurde im Auftrag der Kantone Aargau und Zürich von der OST – Ostschweizer Fachhochschule durchgeführt. Ihre Ergebnisse sind noch bis 10. September am Schlierefäscht im Festzelt zu sehen und wandern dann in die Limmattaler Gemeinden.

    „Das Limmattal ist eine der dynamischsten Kernregionen der Schweiz, die Wachstumsregion Nummer eins“, wird Schlierens Stadtpräsident Markus Bärtschiger im Rahmen dieser Präsentation zitiert. Um für eine nachhaltige Zukunft gerüstet zu sein, brauche das Limmattal aber neue und unkonventionelle Impulse.

    Die Aktivitäten konzentrierten sich auf vier Fokusgebiete: So soll etwa die Zürcherstrasse zwischen Unter- und Oberengstringen mit Aufenthalts- und Grünräumen zu einem Aggloboulevard aufgewertet werden. Eine andere Gruppe von Studierenden fasste das Gebiet Fahrweid zu einem smaragdgrünen Ring zusammen, indem ökologische Brücken das Gebiet aufwerten und vernetzen.

    Das Industriecluster Silbern in Dietikon soll dank eines Pilotprojekts zur Kreislaufwirtschaft übergehen und klimaangepasst werden. Die Sicherung öffentlicher Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Uferbereiche für alle fordert ein Projekt um das Bahnhofsgebiet Spreitenbach, Killwangen und Würenlos.

  • Megatrends stärken Nachfrage nach Büroimmobilien

    Megatrends stärken Nachfrage nach Büroimmobilien

    Bürostandorte in zentralen Lagen sind anhaltend stark nachgefragt. Wie die Auswertung der Sommerumfrage 2023 von CSL Immobilien bei mehr als 200 Immobilienakteuren ergibt, zeige sich die Nachfrage auf dem Büroimmobilienmarkt unbeeindruckt von „unsicheren wirtschaftlichen Aussichten“.

    Hauptinteressenten seien Unternehmen aus den Branchen Medizin, Biotech, Pharma, Bildung sowie Informations- und Kommunikationstechnologie, die eng mit den Megatrends Gesundheit, Wissen und Konnektivität verknüpft seien. Anders das Bild in dezentralen Lagen: Diese hätten sich mit Ausnahme des Kantons Zug seit der Coronavirus-Pandemie nicht erholt. Steuerliche Vorteile führten im Kanton Zug dazu, dass sich Unternehmen dort ansiedeln, während in Zürich Flächen- und Standortoptimierung sowie wachsende Unternehmen eine Rolle spielen.

    Die Sommerumfrage hat zudem den Wohnungsmarkt analysiert. Dieser werde von der wirtschaftlich ungünstigen Lage beeinflusst und zeige eine Verteuerung von Wohneigentum infolge allgemeiner Preissteigerungen und höherer Zinsen. Für Stockwerkeigentum und Einfamilienhäuser müsse nach Ansicht von Marktakteuren insbesondere in Stadtlagen und Ballungsgebieten mehr bezahlt werden, in ländlichen Regionen hingegen werden Preisrückgänge erwartet.

  • Ein Hochhaus für die Wache West und das Stadtarchiv

    Ein Hochhaus für die Wache West und das Stadtarchiv

    Das Team von Adrian Streich Architekten AG, Schnetzer Puskas Ingenieure AG und Ganz Landschaftsarchitekt*innen GmbH aus Zürich hat nach einer anonymen Überarbeitung mit zwei Teams den Wettbewerb für die neue Wache West und das Stadtarchiv für sich entschieden. Das von ihnen vorgeschlagene elegante, feingliedrige Hochhaus von rund 60 Metern auf dem ehemaligen Centravo-Areal beim Schlachthof steht auf einem gross-zügigen Sockel und stapelt die neuen Räumlichkeiten für die Wache West und das Stadtarchiv übereinander. Der Freiraum rund um den Neubau und entlang der Strassen soll mit Bäumen bepflanzt und vielfältig mit unversiegelten Flächen gestaltet werden, die einen Beitrag zur Hitzeminderung und zur Förderung der Biodiversität im Quartier leisten. Die Energiezentrale im Untergeschoss ist ein Infrastruktur-Teilstück zur Versorgung der umliegenden Liegenschaften mit Wärme im Rahmen der städtischen Netto-Null-Ziele. Zahlreiche Photovoltaik-Elemente an der Fassade versorgen das Haus mit Strom aus erneuerbarer Energie. «Das sorgfältig gestaltete Hochhaus passt an diesem Ort. Die städtischen Nutzungen werden kompakt unter einem Dach vereint und es entstehen attraktive begrünte Aussenbereiche für die Quartierbewohnenden», freut sich Stadtrat André Odermatt.

    Kosten und Termine
    Die teuerungsbereinigten Erstellungskosten des Siegerprojekts werden mit einer Kostengenauigkeit von +/-25 Prozent auf rund 112 Millionen Franken geschätzt (BKP 1-9, inkl. MwSt., exkl. Kreditreserven). Hinzu kommen Ausgaben von 5,8 Millionen Franken für die Übertragung des Grundstücks vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen.

    Die Zustimmung zum Objektkredit von Stadt- und Gemeinderat und von der Zürcher Stimmbevölkerung vorausgesetzt, können die Bauarbeiten 2028 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2031 geplant.

    Geschickt gestapelte Nutzungen
    Das Siegerprojekt «FORTEPIANO» ordnet die Räumlichkeiten für die Wache West mit Einstellhallen für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Sanität sowie Büros und Personalräume hauptsächlich im Sockelgebäude vom Erdgeschoss bis ins 2. Obergeschoss an. Vom 3. Obergeschoss bis unter das Dach im 15. Obergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten des Stadtarchivs. Besonders attraktiv sind dort die öffentlichen Bereiche im 14. und 15. Obergeschoss, die den Benutzer*innen der Bibliothek und des Lesesaals zur Verfügung stehen. Das kleine Café auf dem Vorplatz hin zur Hohlstrasse mit einem attraktiven Aussenbereich sowie ein Pavillon mit Kiosk werden ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

  • AXA feiert den Abschluss einer der grössten bewohnten Sanierungen

    AXA feiert den Abschluss einer der grössten bewohnten Sanierungen

    Die Aarauer Telli erstrahlt in neuem Glanz: Mit dem offiziellen Eröffnungsanlass am 25. August 2023 ging eine der grössten energetischen Sanierungen in bewohntem Zustand der Schweiz zu Ende.

    Hoch die Gläser! In festlicher Stimmung wurden die Überbauung Telli in Aarau vergangenes Wochenende offiziell eröffnet. Nebst des Eröffnungsanlassen am Freitag, dem 25. August wurde am Tag darauf auch der neue Quartierstreff eingeweiht.

    Die Gebäudetrakte B und C wurden in bewohntem Zustand energetisch saniert und den heutigen Standards angepasst. Dass die Mieterinnen und Mieter die Telli während der Sanierung nicht verlassen mussten, macht das Projekt zu einem der grössten seiner Art in der Schweiz. «Eine bewohnte Sanierung in dieser Grössenordnung stellte uns alle vor enorme Herausforderungen. Das wir diese gemeinsam meistern konnten, wollten wir mit allen Beteiligten gebührend feiern», so Frederick Widl, Leiter Immobilien bei AXA Investment Managers.

    Mehr Wohnkomfort – weniger CO2

    Nebst einer neuen Fassadendämmung und dem Einbau einer Fernwärmeheizung erhielten die Wohnungen auch eine moderne Lüftung. So können pro Jahr rund tausend Tonnen CO2 eingespart werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner durften sich zusätzlich über 90 cm grössere Westbalkone freuen. Zudem entstanden Begegnungszonen und ein Quartierstreffpunkt mit Gemeinschaftsräumen. Die grosszügigen Grünflächen wurden im Geist des ursprünglichen Parks mit heimischen Bäumen und Blumenwiesen naturnah gestaltet. «Bei der Neugestaltung war uns wichtig, die Weitsicht und Kraft des Parks wieder spürbar zu machen und das gemeinschaftliche Leben der Bewohnerschaft im Aussenraum mit neuen Angeboten zu fördern», so Rita Illien von Müller Illien Landschaftsarchitekten. Auch dem Denkmalschutz wurde bei der Sanierung Rechnung getragen: Obwohl die Gebäude eine neue Hülle erhielten, blieb das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten.

    Nachhaltig in allen Bereichen

    Zusätzlich zur energetischen Sanierung spielten auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle. Eine Entmietung der 581 Wohnungen wäre nicht sozialverträglich gewesen. Dennoch stellt eine bewohnte Sanierung für alle Beteiligten eine Herausforderung dar. «Ein Projekt dieser Grössenordnung setzte von Anfang an eine transparente Kommunikation voraus», so Manuela Gnehm, Projektleiterin bei AXA Investment Managers. Die gesamte Mieterschaft wurde regelmässig über verschieden Kanäle informiert und aktiv eingebunden. «Den

    Mieterinnen und Mietern stand mit dem Tellicafé unter anderem ein Ort zur Verfügung, an dem sie ihre Anliegen, Fragen und Ideen mit der Verwaltung und geschulten Siedlungscoaches teilen konnten», so Manuela Gnehm weiter.

    Telli Quartierstreff: Treffpunkt für gross und klein

    Am Samstag nach dem offiziellen Anlass gingen die Festivitäten in Form eines Quartiersfests weiter. Dieses war für alle Bewohnerinnen und Bewohner, die gesamte Stadt Aarau und weitere Neugierige offen. Nebst einem bunten Programm und vielseitigem Gastroangebot, wurden auch Führungen durch den Tellipark und Besichtigungen der frisch sanierten Wohnungen angeboten. Mittelpunkt des Anlasses war jedoch die Einweihung des Quartierstreff, der das Herzstück des «Telliparks» bildet und Gemeinschaftsräume für die Anwohnerinne und Anwohner bietet. «Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Wochenende und sind glücklich über die Begeisterung, mit welcher die Teilnehmenden die Eröffnung der neuen Telli mit uns feierten», so Manuela Gnehm.

  • Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Ein ETH-Baudenkmal, das Maschinenlaboratorium, steht der Hochschule nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder vollständig zur Verfügung. Die Halle und das anschliessende Fernheizkraftwerk wurden laut einer Mitteilung der Hochschule von Altlasten sowie nicht-originalen und überflüssigen Bauelementen befreit und bautechnisch modernisiert.

    In das bereits 2021 fertig sanierte Fernheizkraftwerk wurde auf 1200 Quadratmetern das Student Project House eröffnet, wo Studierende Ideen entwickeln und Prototypen bauen können. Die zentral gelegene grosse Halle mit ihrem Glasprismendach werden Forschende der RobotX-Initiative künftig für die Weiterentwicklung der Robotik nutzen. Wo früher schwere Maschinen und Dampfturbinen standen, sollen ab 2024 Drohnen, Lauf- und andere intelligente Roboter sowie autonome Fahrzeugen Raum finden. Grosse Schaufenster in den unteren Geschossen des Lehrgebäudes geben den Blick in die Maschinenhalle frei.

    „Diese Sanierung war aus verschiedenen Gründen äusserst anspruchsvoll“, wird Ulrich Weidmann, Vizepräsident Infrastruktur der ETH Zürich, in einer Medienmitteilung zitiert. „Jetzt nach zehn Jahren das fertige Resultat zu sehen und die Räume endlich wieder vollumfänglich für die ETH nutzen zu können, ist eine grosse Freude.“

    Der ursprüngliche Bau stammte vom Architekten und Semper-Schüler Benjamin Recordon. In den 1930er-Jahren wurde er von ETH-Architekturprofessor Otto Rudolf Salvisberg erweitert. Er verlieh Maschinenhalle und Fernheizkraftwerk die funktionale und klare Formensprache, die nun vom Berner Architekturbüro Itten+Brechbühl wiederhergestellt wurde. Die Firma war 1922 von Otto Rudolf Salvisberg mitgegründet worden.

  • Dormakaba ist Praxispartner bei EU-Forschung zu Gebäude-Management  

    Dormakaba ist Praxispartner bei EU-Forschung zu Gebäude-Management  

    Die Europäische Union finanziert das Forschungsprojekt openDBL (Digital Building Logbook) zur Verbesserung des Gebäude-Managements. Insgesamt sind laut einer Medienmitteilung 13 Partner aus acht europäischen Ländern beteiligt. Einziger Partner aus der Praxis ist das auf die Zutrittsverwaltung von Gebäuden spezialisierte Unternehmen dormakaba mit Sitz in Rümlang. Bei den anderen Partnern handelt es sich um Forschungsinstitute, Verwaltungen sowie Unternehmen der IT-Branche.

    Die Initiative werde die Instandhaltung von Gebäuden rationalisieren, die Zugänglichkeit von Daten verbessern und nachhaltige Praktiken fördern, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden haben schon ihr zweites Arbeitstreffen abgehalten. Es fand am 18. und 19. Juli in der Firmenzentrale von dormakaba in Rümlang statt. „Mit unserer Expertise und innovativen Lösungen werden wir dazu beitragen, den Weg zu ebnen für standardisierte Ansätze und die Revolutionierung des Gebäudebetriebs“, wird dormakaba-Projektkoordinator Kai Oberste-Ufer zitiert.

    Das mit einem Budget von 4,5 Millionen Euro ausgestattete Projekt zielt laut der Mitteilung darauf ab, die Verwaltung und den Abruf von Gebäudedaten durch die Entwicklung eines neuartigen digitalen Logbuchs zu verändern. Dieses soll als zentrale Plattform dienen, um Informationen zu speichern und zu verwalten, darunter bauliche Details, Wartungsaufzeichnungen und Betriebsdaten wie die Luftqualität. Das Logbuch wird mit offenen Schnittstellen ausgestattet sein.

    Die europaweiten Pilotversuche der 13 Partner aus Estland, Deutschland, Griechenland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien und Spanien werden von der Forschungs- und Technologieorganisation CETMA koordiniert.

  • Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA

    Mit der Ausweitung der Geschäftsstrategie auf Solarzellen „Made in USA“ reagiert Meyer Burger auf Marktanforderungen, die sich aus neuen Regulierungen in den Vereinigten Staaten ergeben: Kürzlich hat das US-Finanzministerium Richtlinien für die Qualifizierung von „domestic content“ bekannt gegeben. Diese ermöglichen einen zusätzlichen zehnprozentigen Bonus auf die Investitionssteuergutschrift (ITC) für US-Solarprojekte. „Meyer Burger ist der festen Überzeugung, dass inländisch hergestellte Solarzellen unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen, sowohl in Bezug auf die Verwendung von erstklassigen Hochleistungs-Solarprodukten ‚Made in USA‘ als auch zur Qualifizierung für zusätzliche Steuergutschriften“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Mit einem anfänglichen Produktionsvolumen von jährlich zwei Gigawatt Solarzellen und -modulen in den USA hat Meyer Burger die Möglichkeit, von Produktionsbeginn im Jahr 2024 bis Ende 2032 Steuergutschriften von bis zu USD 1,4 Milliarden zu erhalten.

    Im Rahmen der Entscheidung, das Solarzellenwerk in den USA anzusiedeln, erhält das Unternehmen neben den IRA-Steueranreizen ein weiteres umfangreiches Finanzpaket: Die Stadt Colorado Springs und der US-Bundesstaat Colorado unterstützen die Investition mit fast USD 90 Millionen, hauptsächlich in Form von Steuergutschriften, direkter Unterstützung und vergünstigten Strom- und Wassertarifen. Darüber hinaus sind Vorauszahlungen von Modul-Abnehmern und ein Darlehen des US-Energieministeriums (DoE) in Höhe von insgesamt mehr als USD 300 Millionen absehbar. Diese sollen zur Finanzierung des Wachstums von Meyer Burger in den Vereinigten Staaten beitragen.

    „Unsere Präsenz in den USA wird es uns ermöglichen, bestehende und zukünftige Kunden schneller zu erreichen. Ich möchte unseren Partnern in der Biden-Administration und in Colorado sowie unseren Abnahmepartnern DESRI, Ingka und BayWa herzlich für ihre Unterstützung beim Ausbau unserer US-Aktivitäten danken“, sagt Gunter Erfurt. Er fügt hinzu: „Meyer Burger arbeitet derzeit an weiteren Multi-Gigawatt-Abnahmeverträgen in den USA mit neuen Kunden. Wir prüfen bereits Möglichkeiten, weitere Produktionskapazitäten für Solarzellen und -module in den USA aufzubauen“.

    Der beschleunigte Produktionsplan in den USA wird durch eine Umleitung von Produktionsmaschinen ermöglicht, die ursprünglich für die bereits angekündigte Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, vorgesehen waren. Diese Anlagen werden nun am Standort Colorado Springs installiert, um den geplanten Fertigstellungstermin der Zellfabrik im Jahr 2024 einzuhalten.

    Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung von Meyer Burger für den EU-Innovationsfonds ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausbau im Multi-Gigawatt-Bereich in Thalheim geplant. Voraussetzung für solche Investitionen sind günstige Marktbedingungen und sichere, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Solarhersteller in der EU.

    „Meyer Burger ist eine treibende Kraft für den Ausbau der Solarenergie sowohl in den USA als auch in Deutschland und Europa“, sagt Erfurt. „Wir freuen uns, den Grundstein für eine transatlantische Solarenergie-Partnerschaft zu legen und auch in Zukunft unsere Produktion in Deutschland und der Europäischen Union auszubauen.“ In Deutschland wird sich das Unternehmen deshalb am kürzlich angekündigten Interessensbekundungsverfahren der deutschen Bundesregierung für eine Renaissance der PV-Industrie beteiligen.

  • «co-operate» – ein Modell für klimagerechtes Bauen

    «co-operate» – ein Modell für klimagerechtes Bauen

    Was den schonenden Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung des CO2-Ausstosses betrifft, soll der Campus, der auf dem Empa-Areal in Dübendorf Gestalt annimmt, durchaus ein Musterschüler werden – vom Scheitel bis zur Sohle, von den Dächern bis in 100 Meter Tiefe, wo die Erdsonden eines einzigartigen experimentellen saisonalen Energiespeichers enden. Im Sommer wird in diesen «Röhren» die Abwärme etwa von den Kältemaschinen, Lüftungen und Laborgeräten gespeichert, um sie dann im Winter zum Heizen oder für die Produktion von Warmwasser zu nutzen. Das Ziel: den CO2-Ausstoss der Gebäude auf dem gesamten Campus auf ein Minimum senken und zugleich diese innovative Technologie für eine nachhaltige Energiezukunft erkunden.

    Den Ausstoss von Treibhausgasen minimieren: Dieser Anspruch prägt auch die Konstruktionen des neuen Campus. Das dreistöckige Gebäude rechter Hand der Einfahrt ist ein einzigartiges «Holz-Beton-Parkhaus», dessen Decken eine anspruchsvolle Konstruktion aus Fichtenträgern und -platten mit Betonüberzug sind. Durch diese Hybridbauweise liess sich die Dicke der Betonschichten laut dem Bauunternehmen Implenia auf rund ein Drittel reduzieren. Eine deutliche Einsparung also beim «Klimasünder» Zement: Rund 9’300 m2 Betonrippendecken wurden mit Holzbalkendecken ersetzt – auch ein Beitrag zum aktuellen Trend, Beton, wo möglich und sinnvoll, zum grossen Teil mit Konstruktionen aus Holz zu ersetzen.

    Anspruchsvoll bei diesem Vorhaben war laut Kevin Olas, Leiter «Immobilien» der Empa, unter anderem die geschickt unauffällig integrierte Installation von Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen, um die Ästhetik dieser raffinierten Hybridkonstruktionsweise nicht zu beeinträchtigen. Zudem musste die Planung auch künftige Aspekte berücksichtigen: Das Parkhaus wurde mit Blick auf den Klimawandel in Modulbauweise aus demontierbaren Fertigteilen geplant – mit Blick in eine fernere Zukunft, in der die individuelle Mobilität womöglich eine geringe Rolle spielt als heute. Dann liessen sich Teile des Bauwerks auch zu Werkstätten oder für andere Zwecke umwidmen.

    Urin als Rohstoff für Dünger
    In dieser Zukunft wird auch umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft das Bauen bestimmen: Nicht nur Stahl, Beton oder Holzelemente lassen sich klimaschonend wiederverwerten, sondern auch menschliche «Rohstoffe». Beispiel Urin: Im grossen Laborgebäude im Zentrum von «co-operate» sind «NoMix»-WCs installiert, die Fachleute des Wasserforschungsinstituts Eawag in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Ohne die gewohnte Benutzung zu verändern, trennen sie den menschlichen Urin vom so genannten Schwarzwasser aus Fäkalien, Spülwasser und Toilettenpapier.

    Weil der Urin wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält, lässt er sich nutzen, um Dünger für die Landwirtschaft herzustellen. In einem eigens entwickelten Verfahren der Eawag wird das Rohmaterial im Kellergeschoss des NEST-Gebäudes zunächst mit einem biologischen Prozess stabilisiert und verliert so den strengen Geruch. Ein Aktivkohle-Filter entfernt sämtliche Medikamentenrückstände, bevor die Flüssigkeit schliesslich eingedampft wird – zu einem hochwertigen Dünger namens «Aurin», den der Eawag-Spin-Off Vuna GmbH vermarktet. Aus 1000 Litern Urin entstehen 100 Liter von diesem Dünger, der seit 2018 vom Bundesamt für Landwirtschaft auch für den Einsatz bei essbaren Pflanzen zugelassen ist.

    Viele Mosaiksteine für eine gute Klimabilanz

    Neben dem unauffälligen Urin-Sammelsystem dokumentieren viele offensichtliche Details den Anspruch des Campus als Wegweiser für umweltfreundliches Bauen. Photovoltaik-Installationen werden die Eigenstrom-Produktionen massiv erhöhen. Und auf mehr als 14’000 m2 Fläche bewegen sich die Menschen auf Recycling-Asphalt mit einem hohen Anteil von 80 Prozent wiederverwertetem Material in der Tragschicht und 20 Prozent in der dünnen Deckschicht.

    Zugleich haben die Landschaftsarchitekten freilich auf Asphalt verzichtet, um naturnah zu gestalten: Bislang versiegelte Flächen werden «befreit», wie die Ludwig-Tetmajer-Strasse auf dem Empa-Areal. «Aus dieser ‹Parkplatz-Asphalt-Wüste› wird eine begrünte und schattige Zone», erklärt Kevin Olas. Und auch hinter den grossen Neubauten wird die Biodiversität mit vielfältigen Pflanzen und Bäumen gefördert – dank ausgewählter hitzeresistenter Arten, die sich auch bei künftigen Klimabedingungen wohlfühlen werden.

  • Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Eawag, erweitern auf dem Empa-Gelände in Dübendorf ihren Campus, der laut einer Medienmitteilung in Kürze unter dem Namen co-operate in Betrieb gehen soll. Architektur und Gestaltung der Erweiterung seien als „Wegweiser“ für klima- und umweltfreundliches Bauen konzipiert und zeigen Ansätze für weniger Ressourcenverbrauch und minimalen CO2-Ausstoss, für mehr Kreislaufwirtschaft durch weniger Materialverbrauch sowie zum Gewinnen und Einsparen von Energie, heisst es.

    In der Nähe des Eingangsbereichs zum Campus ist ein attraktives Gebäude errichtet worden. Die Konstruktion ist ein Holz-Beton-Parkhaus, welches von Implenia in Hybridbauweise umgesetzt wurde. Statt Betonrippendecken wurden auf einer Fläche von 9300 Quadratmeter Holzbalkendecken verwendet. Dadurch komme der Bau mit erheblich dünneren Betonschichten aus und senke den Verbrauch des „Klimasünders“ Zement.

    Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen mussten laut Kevin Olas, Leiter des Immobilienbereichs der Empa, mit Rücksicht auf die Ästhetik der Hybridkonstruktion installiert werden. Zudem galt es, mit Blick auf den Klimawandel die Modulbauweise aus Fertigteilen anzuwenden. So liessen sich bei Bedarf Teile des Gebäudes beispielsweise in Werkstätten umwandeln.

    Neben Baustoffen Stahl, Beton oder Holzelemente seien auch menschliche „Rohstoffe“ wiederverwertbar: So eigne sich Urin durch die enthaltenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium als Rohstoff für die Düngerherstellung. Das im Laborgebäude eingebaute Urin-Sammelsystem NoMix-WCs schaffe den Rohstoff für das Recycling-Düngemittel Aurin. Dieses wird vom Eawag-Spin-Off Vuna vertrieben.

    Weitere Bausteine auf dem Campus seien Photovoltaik, Recycling-Asphalt sowie Asphaltverzicht bei der Landschaftsgestaltung, die auf eine Förderung der Biodiversität fokussiert und das Anpflanzen einer vielfältigen Flora vorsehe.

    Quelle: empa.ch

  • Die neue Lokstadt: Urban, vielseitig, geschichtsträchtig

    Die neue Lokstadt: Urban, vielseitig, geschichtsträchtig

    Mit der Lokstadt entwickelt Implenia ein neues, urbanes und vielseitiges Quartier mit 750 Wohnungen für rund 1500 Menschen. Die Lokstadt liegt südöstlich des Bahnhofs Winterthur. Früher befanden sich auf diesem Gebiet die Werkhallen der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) – die bedeutendste Lokschmiede der Schweiz. Die benachbarte Fabrik Sulzer übernahm in den 1960er-Jahren die SLM.

    Einige der aus der Produktion der SLM stammenden Lokomotiven fungieren als Namensträger für die verschiedenen Baufelder. So zum Beispiel der «Tender»: Hier wurden Eigentumswohnungen realisiert, die seit Anfangs 2023 bezugsbereit sind, sowie Gewerbeflächen. Ebenfalls zum Verkauf standen die Wohnungen der 17 «Stadthäuser»: Dabei handelt es sich um vier- bis fünfgeschossige Maisonettewohnungen, die bereits fertiggestellt wurden. In einer zweiten Bauetappe entstanden sechs viergeschossige «Townhouses»: Diese umfassen insgesamt 24 Wohnungen und sind seit Frühjahr 2023 bezugsbereit. Ebenfalls bald bezugsbereit ist das Bürogebäude «Elefant», das unmittelbar an der Zürcherstrasse liegt.

    Der zentrale Dialogplatz wird künftig von drei Gebäuden umrahmt. Das erste ist das «Krokodil» in Holzbauweise. Hier entstanden 254 Wohnungen, die die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse von drei Genossenschaften sowie individuellen Wohneigentümern erfüllen. Vertikale Fensterbänder erinnern an die ehemaligen Industriehallen und geben dem Gebäude eine klare Struktur. An der Stirnseite des Dialogplatzes liegt «BIGBOY»:

    BIGBOY bietet 125 Wohnungen und eine Dachterrasse für die Bewohner*innen..

    Der über 50 Meter hohe Bau mit 16 Stockwerke beheimatet 125 Mietwohnungen sowie fünf Büro- und Gewerbeflächen zwischen 55 und 370 Quadratmeter. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über die Lokstadt und ganz Winterthur. Der industriellen Vergangenheit des Areals wird durch die Backsteinfassade Rechnung getragen. Bigboy ist im Sommer 2023 bezugsbereit. Das dritte Gebäude befindet sich noch in der Entwicklung und ist derzeit das höchste geplante Holzbauhochhaus der Welt: «Rocket», entwickelt und realisiert im Auftrag von Ina Invest, wird 100 Meter hoch und mit 32 Stockwerken zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils und der Winterthurer Skyline. Geplant sind 255 Wohnungen. Im Sockelbau «Tigerli» sind zudem gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Ein Hotel ist ebenfalls projektiert. Der Bezugstermin ist auf 2027 geplant.

    Die Lokstadt bieten eine einzigartige Wohnatmosphäre.

    Die Lokstadt steht für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, eine umsichtig geplante Nutzungsvielfalt sowie die innovative Belebung denkmalgeschützter Bauten. Zu diesen gehören die ehemaligen Fabrikhallen. Unter der Federführung von Implenia werden diese zu Erlebnisräumen umgestaltet, welche die lokale Geschichte und das moderne Stadtleben widerspiegeln. Das Quartier wird Schritt für Schritt nach Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft entwickelt. Trotz der dichten Bauweise wird Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt. Das Areal wird mit einer baufeldübergreifenden Tiefgarage für den motorisierten Verkehr erschlossen. Oberirdisch haben Fussgänger und Velofahrer danke einer grosszügig gestalteten Fussgängerzone Vorrang.

    Trotz der dichten Bauweise wird in der Lokstadt Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt.

    Mit der Lokstadt verbindet Winterthur das 19. mit dem 21. Jahrhundert: Hier werden die Industriegeschichte der Stadt mit Winterthurs Zukunft als Wohn-, Bildungs- und Dienstleistungsstadt zusammengebracht. Das Quartier wird für Menschen gebaut, die das Stadtleben lieben und denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Eine Lokstadt-App soll in Zukunft allen Mietern, Eigentümern und Arbeitnehmende als Kommunikations- und Interaktionskanal dienen.

  • Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Auf dem ehemaligen Milchküchenareal am Bahnhof Winterthur, unmittelbar neben dem heutigen Stellwerk 1, wird neu das Stellwerk 2 gebaut. Es ist ein gemischt genutztes, modernes siebenstöckiges Gebäude.

    Das erste und zweite Obergeschoss mit insgesamt rund 2200 Quadratmetern ist für Büros, medizinische Praxen und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. Die Büroflächen sind auf Flexibilität ausgelegt und lassen sich leicht an neue Raumanforderungen anpassen. Im Erdgeschoss sind 700 Quadratmeter Retailfläche geplant, im Untergeschoss ist eine Erweiterung der städtischen Velostation um rund 500 Abstellplätze geplant.

    In den Obergeschossen entstehen auf 3200 Quadratmetern 66 Wohnungen, die zwischen 33 und 80 Quadratmeter gross sind. Diese sind besonders auf Menschen zugeschnitten, welche die zentrale Lage und optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr schätzen. Als Ergänzung zu den Appartments steht ein kollektiv nutzbares Raumangebot zur Verfügung, zum Beispiel ein Shared Office oder ein Waschsalon.

    Der Projektwettbewerb fand 2018 / 2019 statt. Den ersten Platz belegten Esch Sintzel Architekten.

    Sie entwarfen ein Gebäude mit einer in sich ruhigen, symmetrischen Gesamtform und nach innen gewölbten, geschwungenen Flanken. Sie wollten ein Gebäude schaffen, das wirkt, als sei es mehr Mobilie als Immobilie. Wie die Ecken bei Eisenbahn- oder Tramwagen sind auch die Enden des Gebäudes abgeschrägt.

    Der heute schon bestehende Relaisraum der SBB gibt dem Stellwerk 2 seinen Namen. Er befindet sich auf Höhe des 1. Untergeschosses und wird durch den Neubau teilweise überbaut. Der Relaisraum ist das Herzstück der Stellwerkanlage des Bahnhof Winterthur. Hier laufen unzählige Kabel, Schalter und Motoren zusammen, mit denen die Weichen und Fahrtwege der Züge gestellt werden.

    Das Bewilligungsverfahren für den Bau fand 2021/2022 statt. Der Baubeginn des Stellwerks 2 ist auf Ende 2024, die Inbetriebnahme auf Anfang 2027 geplant.

  • Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit – mit klimafreundlichen, intelligenten Energielösungen Rendite erzielen.

    Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit – mit klimafreundlichen, intelligenten Energielösungen Rendite erzielen.

    Integriert und intelligent
    Integrierte Energielösungen verbinden verschiedene Energiequellen und Technologien, um eine hohe Energieeffizienz und -flexibilität zu erreichen. Um den Energieverbrauch zu optimieren und die CO2-Emissionen zu reduzieren, kommen intelligente Energiemanagementsysteme zum Einsatz. Sie tragen dazu bei, die Betriebskosten zu senken und den Immobilienwert zu steigern. IWB bietet Unternehmen im Bau- und Immobiliensektor sorglose Packages für eine hohe Rendite an. Dabei können Kunden je nach Standort und Portfoliostrategie zwischen zentralen, dezentralen oder kombinierten Lösungen wählen. Für eine optimale nachhaltige Energieversorgung und -nutzung zu erreichen, ist die frühe Einbindung des Energiepartners entscheidend.

    Nachhaltig und wirtschaftlich
    Durch die Implementierung von erneuerbaren Energien und intelligenten Energiemanagementsystemen lassen sich nicht nur Kosten sparen und den Wert von Immobilien steigern, sondern auch ökologische Nachhaltigkeit erreichen. Ein gutes ESG-Scoring wird immer wichtiger und kann auch Einfluss auf die Finanzierungsmöglichkeiten haben.
    Immobilieneigentümerinnen können durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen und klimafreundlichen Wärmelösungen wie Wärmepumpen oder Fernwärme aus erneuerbaren Quellen den CO2-Ausstoss reduzieren und den Energieverbrauch von Gebäuden optimieren. Intelligente Energiemanagementsysteme überwachen dabei in Echtzeit den Energieverbrauch und regulieren diesen durch die automatische Steuerung von Heizung, Lüftung und Abschneiden von Energiespitzen.

    Sinnvoll und rentabel
    Eine Investition in gute Energielösungen und intelligentes Energiemanagement ist sinnvoll und rentabel für ein nachhaltiges Immobilienportfolio. Mit IWB als Partner im Bereich Energie und Nachhaltigkeit können Unternehmen im Immobiliensektor von massgeschneiderten, effizienten und smarten Lösungen profitieren. Dabei steht die Entwicklung individueller Lösungen im Vordergrund, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele der Kunden zugeschnitten sind. Zusammen kann in eine nachhaltige Zukunft investiert werden, die nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile bietet.

  • FAHRWERK: Befahrbarer, nachhaltiger und innovativer Gewerbeneubau

    FAHRWERK: Befahrbarer, nachhaltiger und innovativer Gewerbeneubau

    Nordöstlich des Stadtzentrums Neuhegi wird im Gewerbe- und Industriequartier «Hegmatten» bis Winter 2024 ein Minergie-ECO zertifiziertes Gewerbegebäude namens FAHRWERK fertiggestellt. Wie es der Name erahnen lässt, wird der Neubau weitestgehend befahrbare Geschosse umfassen. Projektiert sind flexibel gestaltbare Mietflächen mit rund 10’500 Quadratmetern. Die Flächen werden ab 1’500 Quadratmeter vermietet. Eine moderne und grosszügige Lobby ist für den Empfang von Gästen vorgesehen. Ausserdem sind Shared Spaces im Attikageschoss mit buchbaren Meetingräumen geplant.

    Dank einer Bodentraglast von bis zu 2 Tonnen pro Quadratmeter sowie Deckenhöhen von 4 bis 5 Metern, im Erdgeschoss sogar bis zu 9 Metern, eignet sich das FAHRWERK für die unterschiedlichsten Branchen. Denkbar sind beispielsweise Möbelmanufakturen, Werkstätten sowie Handwerksbetriebe, Showrooms oder Techlabs. Obschon der Fokus auf dem produzierenden Gewerbe, Werkstätten oder Unternehmen aus dem Bereich Umschlagslogistik und Automotiven liegt, wird auf eine hohe Repräsentativität Wert gelegt. LKWs finden weitläufige Anlieferungszonen im Erdgeschoss vor. Vorgesehen sind zudem 100 Autoabstellplätze sowie 66 Veloparkplätze.

    Die Liegenschaft ist über den Autobahnanschluss «Oberwinterthur» optimal an die A1 angeschlossen. Per Bus erreicht man den befahrbaren Gewerbeneubau bequem über die Haltestelle «Technopark». Zudem liegt er in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Oberwinterthur. Mit der S-Bahn beträgt die Fahrtzeit vom Bahnhof Oberwinterthur zum Bahnhof Winterthur lediglich drei Minuten. Der nahegelegene Eulachpark – der grösste und jüngste Park Winterthurs – bietet sich für eine entspannende Mittagspause in der Natur an.

    Das Stadtentwicklungsgebiet Neuhegi wandelt sich bereits seit einigen Jahren und soll zu einem zweiten urbanen Zentrum von Winterthur werden. Bereits heute haben hier international tätige High-Tech-Firmen ihren Standort.

    Für die Entwicklung und Vermietung des FAHRWERK ist HIAG Immobilien Schweiz AG verantwortlich.

  • Mittendrin liegt KIM

    Mittendrin liegt KIM

    Neuhegi, das ehemalige Sulzer-Areal Oberwinterthur, hat sich in den letzten Jahren vom Industriequartier zum dynamischen Entwicklungsgebiet gewandelt. Es ist abwechslungsreich durchmischt mit Wohnungen, Gewerbe, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, einem breiten Freizeitangebot, Begegnungszonen und einem gebietsprägenden Naherholungsgebiet, das den Eulachpark mit einschliesst.

    Mit KIM Winterthur entsteht direkt am Bahnhof Winterthur-Neuhegi ein lebendiges und vielschichtiges Quartier mit unterschiedlich grossen Geschäfts- und Wohngebäuden. Jedes davon ist modern, hat aber seinen eigenen Charakter. Die Gesamtkomposition besteht aus insgesamt sieben Gebäuden, abwechslungsreich bepflanzten Innenhöfen sowie einer begrünten Parkanlage.

    KIM soll einerseits zu einem Hub für frischen Unternehmergeist und Innovation werden. Es will Menschen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen auf inspirierende Weise zusammenführen. Die Geschäftsflächen sind vielfältig nutzbar und sollen Unternehmen unterschiedlicher Grösse und aus verschiedensten Branchen ansprechen.

    Anderseits entstehen mit KIM in Neuhegi mehrere hundert moderne Mietwohnungen, von denen viele bereits bezogen werden konnten. Die 1.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen verfügen über Grundrisse zwischen 41 und 135 Quadratmetern. Wohnkomfort zeigt sich auch in den überdurchschnittlich hohen Räumen von bis zu 4.7 m im Erdgeschoss und 2.6 m in den Obergeschossen. Alle Gebäude erfüllen den Minergie-P-Standard und sind einerseits in Massivbauweise, andererseits in ökologischer Holz-Beton-Hybridbauweise erstellt.

    Ebenfalls Teil des Quartiers ist das Seniorenzentrum Vivale Neuhegi, das 2020 eröffnet wurde. Es passt zur Philosophie von KIM, das ein heterogenes Miteinander fördern will.

    Die Gebäude von KIM werden umgeben von begrünten Rückzugsmöglichkeiten. Das Areal ist aufgelockert durch Bäume, Büsche, Grünflächen und Wege. Autofreie Flanierzonen und ein Wegenetz für Spaziergänger und Velofahrer laden im Areal und im nahegelegenen Eulachpark zum Verweilen an der frischen Luft ein. Zusammen bilden sie einen wesentlichen Bestandteil des öffentlichen Grüngürtels. 2018 erfolgte der Baustart für den Ida- und den Sulzer-Park. Diese verbinden als öffentliches Parkband das Schulhaus Neuhegi über die Sulzerallee mit dem Bahnhof Hegi. Die Gestaltung dieses Parkbands bestimmten zur Hälfte die Anwohner.

    Im Sommer 2019 begann in der nördlichen Parzellenhälfte der Bau des u-
    förmigen Wohngebäudes «Haus Furrer» mit publikumsorientierter Nutzung im Erdgeschoss. Ende 2019 starteten direkt daneben die Bauarbeiten für das zweite Wohngebäude «Haus Bill». Die beiden Gebäude wurden Ende 2021 und Mitte 2022 fertiggestellt. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erhielt das publikumsorientierte Gewerbe von KIM viele potenzielle Neukunden. Die beiden südlichen Gewerbegebäude sollen auf 18’600 Quadratmetern unter anderem etablierte Unternehmen und Start-ups aus der Hightech-Branche beheimaten. Der Baubeginn ist aktuell noch nicht bestimmt.

    KIM Winterthur ist ein Gemeinschaftsprojekt. Beteiligt sind die Investoren und Immobilienentwickler Ina Invest, Steiner, Swiss Life und die Mobiliar sowie Reliva, die das Seniorenzentrum Vivale Neuhegi führt.

  • Kantiger Gewerbepark mit industriellem Charme

    Kantiger Gewerbepark mit industriellem Charme

    Wer sich vernetzt, hat mehr Potenzial. Das ist die Basis des von Steiner AG entwickelten «Manufakt»-Konzepts. Es steht für modulare Gebäudekomplexe mit flexibler Nutzung durch wertschöpfungsstarke, produzierende Branchen. Mit Manufakt8409 entsteht in Neuhegi vor den Toren Winterthurs bereits das schweizweit dritte Businesspark-Projekt nach dem «Manufakt»-Konzept.

    Der klare und kraftvolle Baukörper hat Signalwirkung. Schon von Weitem leuchtet der grosse Neonschriftzug und weist den Weg zum Manufakt8409. Der Gewerbepark besticht durch seine einfache und effiziente Gebäudestruktur und die Architektur, die einen würdigen Auftakt am Eingang ins Stadtquartier Neuhegi bilden. Materialien wie Glas, Metall, Stahl und Sichtbeton akzentuieren den urbanen Charakter der Liegenschaft.

    Als bewusster Gegenpol zum städtischen Erscheinungsbild dient der begrünte öffentliche Innenhof, der auch der zentrale Ankunftsort und der Angelpunkt des Gebäudes ist. Vielfältige Begegnungszonen laden zum Verweilen, Entspannen und zum Austausch ein.

    Manufakt8409 wird nach dem Entwurf des Architekturbüros Superdraft Studio und entsprechend den Nachhaltigkeitsstandards der Steiner AG in Minergie P gebaut.

    Die Gewerbeliegenschaft soll rund 7100 Quadratmeter moderne, flexible Nutzfläche auf fünf Geschossen umfassen. Die Räumlichkeiten sind für Büro-, Gewerbe- und industrielle Nutzung konzipiert. Die Raumhöhen von 3.4 bis 4.5 Meter unterstreichen den industriellen Charme des Gebäudes.

    Shared Spaces wie Begegnungszonen, Meetingräume und Verpflegungsstationen ergänzen das Angebot. Diese Räume helfen, den Mietflächenbedarf zu reduzieren und senken damit die festen Mietkosten. Sie fördern ausserdem die Vernetzung der Mietenden.

    Manufakt8409 befindet sich direkt neben dem Bahnhof Winterthur-Hegi. Mit der S-Bahn ist das Zentrum von Winterthur in 7 Minuten erreichbar. Der Anschluss an das Naherholungsgebiet Eulachpark rundet die Lage ab. Neuhegi entwickelt sich aktuell zum zweiten urbanen Zentrum von Winterthur und ist bereits heute ein vielfältiger Stadtteil, in dem international tätige High-Tech-Firmen angesiedelt sind.

    Bis 2025 ist Manufakt8409 fertig gebaut. Der Bezug ist ebenfalls auf 2025 geplant.

  • Attraktiver Wohnungs- und Gewerbemix mit industriellem Charme

    Attraktiver Wohnungs- und Gewerbemix mit industriellem Charme

    Auf dem Bühler-Areal wurden über 160 Jahre lang Baumwollgarne produziert. Ende 2016 wurde die Spinnerei stillgelegt, um das Areal seiner neuen Bestimmung zuzuführen: ein attraktives Wohn- und Gewerbegebiet. Dabei werden die vier Industriegebäude (Spinnerei, Ballenlager, Fabrik und Kraftwerk) zu Wohnungen sowie flexibel nutzbaren Gewerberäumen und zu einem Bistro umgestaltet.

    Die «Fabrik» und das «Ballenlager» sind für individuelle gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Die in den 1980er-Jahren erbauten Fabrikhallen eignen sich ideal für Produktion, Werkstätte, Labors und Schulungsräume. Grosszügige Fenster und Tore an der Südwestfassade sorgen für natürliches Licht und direkte Zugänge in die Hallen. Büros und Ateliers sind im ehemaligen Servicetrakt untergebracht. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage mit rund 100 Parkplätzen entstanden. Das Ballenlager kann als unbeheizte Werkhalle oder Lagerfläche genutzt werden.

    In der «Spinnerei» entsteht bis 2026 ein vielfältiger Wohnungsmix: Geplant sind 89 loftartige Wohnungen, die nach Minergie-Standards ausgebaut werden. Sieben Wohnungen im Reihenhaus-Stil erstrecken sich über drei Geschosse. Sie verfügen über einen Garten, einen Balkon sowie direkten Blick auf die Töss. Das Hochparterre des aus dem Jahr 1860 stammenden Spinnereigebäudes ist teilweise für Gewerbenutzungen vorgesehen und wird über eine Plattform erschlossen. Das «Kraftwerk» generiert weiterhin erneuerbare Energie aus Wasserkraft. Die angegliederte ehemalige Energiezentrale wird zu einem Bistro umgebaut.

    Die Eigentümer legen grossen Wert darauf, dass das historische Erbe und der industrielle Charme des Areals erhalten bleiben. Das Areal punktet mit seiner guten Lage: In wenigen Minuten gelangt man in das Stadtzentrum von Winterthur – der Flughafen sowie die Stadt Zürich sind in einer halben Stunde per Auto oder Zug erreichbar. Der S-Bahn-Anschluss «Sennhof-Kyburg» liegt lediglich 400 Meter entfernt. Und dennoch liegt das zukünftige Wohn- und Gewerbequartier direkt am Ufer der Töss und bietet freien Blick auf die Kyburg.

  • Tunnel statt Flaschenhals: SBB bauen Strecke zwischen Zürich und Winterthur aus

    Tunnel statt Flaschenhals: SBB bauen Strecke zwischen Zürich und Winterthur aus

    Der gesamte Bahnverkehr zwischen Zürich und Winterthur nutzt heute die einzige Doppelspurverbindung via Effretikon. Dieser Streckenabschnitt ist somit ein regelrechter Flaschenhals. Um den Engpass zu beheben, baut die SBB die Strecke im Auftrag des Bundes aus. Eine neue Doppelspurlinie durch den Brüttener Tunnel sowie der Ausbau von vier Bahnhöfen und bereits bestehenden Linien soll Entlastung bringen.

    Kernstück des Projekts «Mehrspur Zürich–Winterthur» ist der Brüttener Tunnel. Er wird rund 9 Kilometer lang und verfügt über zwei Tunnelröhren mit je einem Gleis. Die Züge verkehren darin mit 160 Stundenkilometern. Die Fahrzeit im Tunnel beträgt rund 3 Minuten.

    Das nördliche Portal des Brüttener Tunnels liegt bei Tössmühle vor Winterthur. Die Tunnelröhren teilen sich und enden in zwei Tunnelportalen im Süden: bei Bassersdorf und bei Dietlikon. Diese Linienführung ist die schnellste und leistungsstärkste Verbindung zwischen Zürich und Winterthur, da damit sowohl Zürich Flughafen (via Bassersdorf) als auch Zürich HB (via Dietlikon) direkt an Winterthur angebunden sind. Weil die neue Doppelspur grösstenteils unterirdisch verläuft, sind nach dem Bau keine grossen Eingriffe in der Landschaft mehr sichtbar.

    Mit dem Projekt soll die Bahnkapazität zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent auf rund 900 Züge und 156’000 Reisende pro Tag ausgebaut werden. Zwischen Zürich und Winterthur sollen zwei Fernverkehrslinien zukünftig im Viertelstundentakt fahren.

    Ende Mai 2023 wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Bei einem Projektverlauf ohne Beschwerdeverfahren ist ein Baustart aus heutiger Sicht ab Mitte der 2020er-Jahre und eine Inbetriebnahme des Angebots ab Mitte der 2030er-Jahre möglich.

    Der Bund investiert mit dem «Ausbauschritt 2035» rund 12,89 Milliarden Franken in zahlreiche Projekte zur Erweiterung der Bahninfrastruktur in der ganzen Schweiz. Das Projekt «Mehrspur Zürich–Winterthur» ist mit geschätzten Kosten von rund 2,9 Milliarden Franken das grösste dieser Projekte.

  • Pilotprojekt für individualisiertes Wohnen

    Pilotprojekt für individualisiertes Wohnen

    An guter Lage in Bachenbülach wird die Überbauung Felivita mit 39 Mietwohnungen und 44 Stockwerkeinheiten realisiert.

    Felivita besteht aus sieben Gebäudeeinheiten mit unterschiedlichen Eigentümern. Die Vertina Anlagestiftung ist eine davon, sie ist mit 26 Mietwohnungen am Projekt beteiligt. Diese Einheiten werden mit dem Wohnmodell von iwo angeboten.

    Ein spannendes Projekt! Für die Vermarktung bleiben sieben Monate, danach werden die Wohnungen für den Bezug individualisiert fertiggestellt. Individualisiertes Wohnen wird in diesem Projekt als Alternative zu den Wohneigentumseinheiten angeboten. Den Mieter:innen wird ermöglicht, den Ausbau ihrer Mietwohnung ähnlich dem Wohneigentum nach eigenen Vorzügen mitzugestalten.

    Es stehen drei verschiedene Designlinien zur Auswahl. Die Basislinien können untereinander kombiniert werden und Bodenbeläge, Küchenfronten oder Badezimmerfliesen in unterschiedlichen Materialien oder Farben ausgewählt werden. Als Option wird beispielsweise die Wahl eines Dusch-WCs oder ein Upgrade der Küchengeräte angeboten. Der digitale Konfigurator führt den künftigen Mieter durch den Auswahlprozess und spiegelt direkt den anfallenden Mehrpreis für die individualisierte Mietwohnung.

    Die Mehrkosten, welche durch ausgewählte «Upgrades» entstehen, gehen zu Lasten des Mieters und werden vor Mietantritt in Rechnung gestellt.

    In gegenseitigem Interesse wird ein langfristiger Mietvertrag über fünf Jahre abgeschlossen. Zur Gewährleistung des Investitionsschutzes werden mieterseitige Verlängerungsoptionen à fünf Jahren vereinbart, welche nur durch den Mieter gekündigt werden können.

    Die Bauherrschaft ist überzeugt, dass mit iwo Mehrwerte für Mietende und Investoren geschaffen werden. Die Verbesserung des Angebots für Mieter:innen führt zu mehr Nachhaltigkeit und Stabilität im gemeinsamen Vertragsverhältnis, was wiederum die Unterhaltskosten zum Vorteil der Investoren senkt.

    Zielgruppe sind Mietinteressentinnen und -interessenten, die sich längerfristig in der Überbauung niederlassen wollen. Typischerweise «Best Agers», aber natürlich auch Familien oder andere sesshafte Personengruppen.

    Markstein ist für die Vermarktung des gesamten Projekts verantwortlich. Der Vermietungsstart ist für Mai 2023 vorgesehen. Bezug der Miet- und Eigentumswohnungen ist im Herbst 2024.

  • Towerkomplex an der Sulzerallee: Aus einem Guss

    Towerkomplex an der Sulzerallee: Aus einem Guss

    An der Sulzerallee in Neuhegi soll ein Towerkomplex entstehen – im Herzen des neuen, urbanen Zentrums. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die städtebauliche Setzung und die architektonische Gestaltung des Gebäudeensembles.

    Mittels Studienauftrag, an dem sechs Architekturbüros teilgenommen haben, wurde das Projekt «Gussstück» von Graf Biscioni Architekten zusammen mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur einstimmig zum Sieger erkoren.

    Das Projekt sieht am Kreuzpunkt zwischen der Sulzerallee und dem öffentlichen Parkband ein über Neuhegi hinaus strahlendes 60-Meter-Hochhaus mit rund 145 Wohnungen sowie ein multifunktionales und flexibles Bürogebäude mit einer Mietfläche von rund 11’000 Quadratmetern vor.

    «Präzise wie ein Gussstück» soll der geplante Towerkomplex am äusseren Ende der Sulzerallee platziert sein, schreibt das Architekturbüro auf seiner Webseite. Die zwei Baukörper sollen durch gemeinsame Fluchten als Ensemble erscheinen und einen Zwischenraum aufspannen.

    Der Towerkomplex soll, mit verschiedenen Facetten, an das ehemals riesige Giesserei-Areal erinnern.

    Das Projekt umfasst im aktuellen Planungsstand rund 145 Wohnungen mit einer Vielzahl von verschiedenen Wohnungstypen, wobei der genaue Mix erst noch erarbeitet wird. Wichtig ist der Bauherrschaft ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichen Wohnungstypen und -grössen sowie der Ausstattung. Das wird auch eine differenzierte Preisgestaltung zulassen.

    Die Flächen sollen generell flexibel geplant werden, so dass auch unterschiedlichste Arten von Gewerbenutzungen möglich sind. Ziel ist eine Belebung des Quartiers mit verschiedenen Nutzungsformen, welche die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Beschäftigten vor Ort abdecken, aber auch als Anziehungspunkt für externe Besuchende dienen.

    Mit dem Projekt wird eine Photovoltaik-anlage umgesetzt. Es ist ausserdem vorgesehen, sowohl das Hochhaus als auch das Gewerbegebäude nach Fertigstellung mit dem Nachhaltigkeitslabel SNBS Gold zu zertifizieren.

    Der Abschluss des Vorprojektes läuft noch bis im Mai 2023. In einem nächsten Projektschritt wird das Wettbewerbsprojekt im Detail ausgearbeitet. Die Baugesucheingabe ist voraussichtlich auf Herbst 2023 geplant, der Baustart auf Ende 2024. Die Bauherrschaft rechnet aktuell mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren und einem Bezugstermin frühestens Ende 2026.

    Das Grundstück, auf dem der Towerkomplex entsteht, entwickeln Mettler2-Invest und Swiss Life gemeinsam. Aktuell sind die beiden Grundstücke im Besitz der Swiss Life. Nach Abschluss des Studienauftrags werden sie basierend auf dem Siegerprojekt neu parzelliert. Mettler2Invest erwirbt den Gewerbeanteil. Das Hochhaus mit den Mietwohnungen und einem kleinen Gewerbeanteil verbleibt im Portfolio der Swiss Life.

  • Die neue Lokstadt: Urban, vielseitig, geschichtsträchtig

    Die neue Lokstadt: Urban, vielseitig, geschichtsträchtig

    Mit der Lokstadt entwickelt Implenia ein neues, urbanes und vielseitiges Quartier mit 750 Wohnungen für rund 1500 Menschen. Die Lokstadt liegt südöstlich des Bahnhofs Winterthur. Früher befanden sich auf diesem Gebiet die Werkhallen der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) – die bedeutendste Lokschmiede der Schweiz. Die benachbarte Fabrik Sulzer übernahm in den 1960er-Jahren die SLM.

    Das Rocket-Hochhaus ist das höchste in
    Planung befindliche Holzwohnhaus der Welt.

    Einige der aus der Produktion der SLM stammenden Lokomotiven fungieren als Namensträger für die verschiedenen Baufelder. So zum Beispiel der «Tender»: Hier wurden Eigentumswohnungen realisiert, die seit Anfangs 2023 bezugsbereit sind, sowie Gewerbeflächen. Ebenfalls zum Verkauf standen die Wohnungen der 17 «Stadthäuser»: Dabei handelt es sich um vier- bis fünfgeschossige Maisonettewohnungen, die bereits fertiggestellt wurden. In einer zweiten Bauetappe entstanden sechs viergeschossige «Townhouses»: Diese umfassen insgesamt 24 Wohnungen und sind seit Frühjahr 2023 bezugsbereit. Ebenfalls bald bezugsbereit ist das Bürogebäude «Elefant», das unmittelbar an der Zürcherstrasse liegt.

    Der zentrale Dialogplatz wird künftig von drei Gebäuden umrahmt. Das erste ist das «Krokodil» in Holzbauweise. Hier entstanden 254 Wohnungen, die die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse von drei Genossenschaften sowie individuellen Wohneigentümern erfüllen. Vertikale Fensterbänder erinnern an die ehemaligen Industriehallen und geben dem Gebäude eine klare Struktur. An der Stirnseite des Dialogplatzes liegt «BIGBOY»: Der über 50 Meter hohe Bau mit 16 Stockwerke beheimatet 125 Mietwohnungen sowie fünf Büro- und Gewerbeflächen zwischen 55 und 370 Quadratmeter. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über die Lokstadt und ganz Winterthur. Der industriellen Vergangenheit des Areals wird durch die Backsteinfassade Rechnung getragen. Bigboy ist im Sommer 2023 bezugsbereit. Das dritte Gebäude befindet sich noch in der Entwicklung und ist derzeit das höchste geplante Holzbauhochhaus der Welt: «Rocket», entwickelt und realisiert im Auftrag von Ina Invest, wird 100 Meter hoch und mit 32 Stockwerken zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils und der Winterthurer Skyline. Geplant sind 255 Wohnungen. Im Sockelbau «Tigerli» sind zudem gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Ein Hotel ist ebenfalls projektiert. Der Bezugstermin ist auf 2027 geplant.

    BIGBOY bietet 125 Wohnungen und eine Dachterrasse für die Bewohner*innen..

    Die Lokstadt steht für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, eine umsichtig geplante Nutzungsvielfalt sowie die innovative Belebung denkmalgeschützter Bauten. Zu diesen gehören die ehemaligen Fabrikhallen. Unter der Federführung von Implenia werden diese zu Erlebnisräumen umgestaltet, welche die lokale Geschichte und das moderne Stadtleben widerspiegeln. Das Quartier wird Schritt für Schritt nach Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft entwickelt. Trotz der dichten Bauweise wird Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt. Das Areal wird mit einer baufeldübergreifenden Tiefgarage für den motorisierten Verkehr erschlossen. Oberirdisch haben Fussgänger und Velofahrer danke einer grosszügig gestalteten Fussgängerzone Vorrang.

    Mit der Lokstadt verbindet Winterthur das 19. mit dem 21. Jahrhundert: Hier werden die Industriegeschichte der Stadt mit Winterthurs Zukunft als Wohn-, Bildungs- und Dienstleistungsstadt zusammengebracht. Das Quartier wird für Menschen gebaut, die das Stadtleben lieben und denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Eine Lokstadt-App soll in Zukunft allen Mietern, Eigentümern und Arbeitnehmende als Kommunikations- und Interaktionskanal dienen.