Kategorie: Projekte

  • Photovoltaikfläche des Kantonsrekords

    Photovoltaikfläche des Kantonsrekords

    Es ist ein Gebäude, das auf den wachsenden Bedarf an Gesundheits- und Pflegebetten für nicht autarke ältere Menschen reagiert, das Initiativen und Maßnahmen zur Unterstützung von Familien integriert, auch durch eine wichtige Neuentwicklung des Umlandes, mit öffentlichen Räumen, die für die Bevölkerung von das Pregassona-Viertel.

    Daher der Name für die Struktur, die nach einem für die gesamte Bevölkerung offenen Wettbewerb in „Polis“ umbenannt und in den letzten Monaten von der LIS ins Leben gerufen wurde. Der Begriff erinnert in der Tat an das Konzept der Stadtstaaten des antiken Griechenlands „bewohnt und frequentiert von jungen Menschen, älteren Menschen, beruflich und nicht beruflich“ und kombiniert symbolisch die beiden Wörter „Poli“ (von polyfunktional) und LIS ( Abkürzung für Sozialinstitute Lugano).

    Das Gebäude in der Via alla Bozzoreda zeichnet sich nicht nur durch seine architektonischen Besonderheiten aus, sondern ist auch ein echtes und innovatives Pilotprojekt in der Tessiner Landschaft, nämlich die kantonale Schulbildung für „Auf dem Weg zu Solargebäuden im Tessin“, auch bekannt als “ Towards -EST“, finanziert durch den kantonalen Fonds für Erneuerbare Energien (RES), der über die Ziele der Energiestrategie 2050 in der Schweiz hinausgehen soll, um großflächige Solaranlagen zu fördern, die eine erneuerbare Stromproduktion von hoher architektonischer Qualität realisieren können.

    SUPSI hat die Aufgabe, ein replizierbares Modell zu entwickeln
    Heute müssen Photovoltaik-Lösungen für den Bausektor integriert und transformiert werden, um sich bestmöglich an die Bedürfnisse unterschiedlicher Architekturprojekte anzupassen, die Funktionen und Leistungen von Bauelementen zu übernehmen und einer zunehmenden Flexibilität der Produktionsprozesse gerecht zu werden. Dies wurde von Ing. Pierluigi Bonomo (Forscher und Leiter des SUPSI Innovative Envelope-Teams), der beobachtet, wie „die heutige Industrie die Anpassung von „maßgeschneiderten“ Verkleidungssystemen für die Dächer und Fassaden des Gebäudes ermöglicht, die nicht nur als normales konstruktives Element erscheinen , haben auch die Funktion, erneuerbare Energie zu erzeugen». Die Schweiz ist seit Jahren eines der aktivsten Länder auf europäischer und internationaler Ebene zu diesem Thema der BIPV (Building Integrated Photovoltaics), bzw Institute of Sustainability Applied to the Built Environment (ISAAC) der Professional University School of Italian Switzerland (SUPSI) – befindet sich in Mendrisio auf dem neuen Campus, der im April letzten Jahres eingeweiht wurde – wo seit 2005 größere Synergien zwischen Architekten und Spezialisten im Photovoltaiksektor gefördert werden .

    Mehrere Pilotprojekte haben sich in den letzten Jahren mit dem Thema der aktiven Solarhülle befasst, wobei der Fokus immer mehr auf die Erzielung eines versteckten Effekts von Solarzellen zugunsten einer Architektursprache gerichtet ist, die sich eher an traditionelle Baumaterialien als an die des Panels anlehnt. Ingenieur Bonomo listet die vielen Vorteile auf, die heute mit der Verwendung einer Solarfassade verbunden sind: die Möglichkeit, den Eigenverbrauch des Gebäudes in Synergie mit der Deckung und den zunehmend wettbewerbsfähigen Kosten mit herkömmlichen Baumaterialien zu maximieren. Cionono-
    gegeben, gibt es bei diesen innovativen Lösungen noch einige Bremsen.

    Ein Schweizer Beispiel
    Mit dem Mehrzweckzentrum Pregassona wollte die Stadt Lugano eine Herausforderung im Namen eines anderen Fassadenkonzepts starten: keine klassische Verkleidung, sondern eine vollständig photovoltaische Fläche, die sich dank der Integrationsmöglichkeit an die gewählte Architektursprache anpasst, in ein System klassische hinterlüftete Fassade, photovoltaische farbige Glasscheiben, die von Sunage SA nach Maß hergestellt und von Alsolis SA installiert wurden.

    Dieses öffentliche Gebäude (finanziert durch die EE des Kantons) ist mit der grössten fassadenintegrierten Photovoltaikanlage des Tessins ausgestattet und gehört mit einer installierten Leistung von ca. 170 kWp . sogar zu den flächenstärksten Fassaden dieser Art in der Schweiz , entspricht einer Fläche von über 1.600 m2 Photovoltaik-Glas, die an allen Fassaden des Komplexes in verschiedenen Ausrichtungen und Expositionen angeordnet sind.

    Das Polis-Gebäude in Pregassona wird daher ein echtes Vorbild sein, das dazu bestimmt ist, eine Schule für den Einsatz einer aktiven Solarfassade zu setzen, die Strom erzeugt und ein konstruktives Element ist, zahlreiche Vorteile durch die Reduzierung des Eigenverbrauchs in Betracht zieht, wettbewerbsfähige Kosten und eine hohe architektonische Qualität.

  • Renovierung und Erweiterung unter Berücksichtigung der ursprünglichen Volumina

    Renovierung und Erweiterung unter Berücksichtigung der ursprünglichen Volumina

    Das Schulzentrum Tavesio, das sich in der Via Preluna 25 in Comano befindet, steht auf einer Karte von 1700 Quadratmetern und wurde 1969 nach einem Projekt des Ingenieurs Mario Torriani gebaut. Ursprünglich umfasste es 4 Klassenräume, einen Sonderraum, das Lehrer- und Verwaltungsbüro, den Hörsaal, die Turnhalle und die Umkleidekabinen.

    Das Alter des Gebäudes und der Anlage erforderte – trotz laufender Instandhaltungsarbeiten – eine Überlegung der Gemeinde, auch unter Berücksichtigung des Bedarfs an neuen Unterrichtsräumen, die in der Vergangenheit durch den Ersatz der Haupthalle durch zwei zusätzliche Schulklassen ausgeglichen wurden , sondern auch kommunale und administrative. Aus diesem Grund hat die Gemeinde am 3. Juli 2020 einen Architekturwettbewerb zur Sanierung und Erweiterung des Gebäudes, ebenfalls auf Basis eines bereits 2012 an SUPSI in Auftrag gegebenen Gutachtens, zur Feststellung des Verfallszustandes des Schulkomplexes ausgeschrieben. seine technische und energetische Sanierung (nach Minergie ® -Standard) sowie eine Erweiterung im Zuge des neuen Platzbedarfs durch die Ansiedlung neuer Familien in der schönen Hügelstadt Lugano. Aus dieser Studie ergaben sich auch die wirtschaftlichen Vorteile einer globalen und baulichen Sanierung des Gebäudes gegenüber einem Abriss und Neuaufbau, und die Qualität blieb über die Jahre des ursprünglichen Korpus unverändert.

    Einstimmige Jury, sehr zufriedener Vorstand
    In der Sitzung vom 22. Februar bestätigte die Gemeinde Comano die Entscheidung der Jury, die einstimmig das Projekt corti.li des Studios Canevascini & Corecco in Lugano wählte, das den ersten Preis für die bessere Lösung der Rehabilitationsprobleme erhielt und Erweiterung der Grundschule von Tavesio, die es schafft, „die heikle volumetrische Beziehung des Bestehenden mit dem Kontext zu bewahren, dank der Intuition, nach Süden in Übereinstimmung mit dem Sockel des Basketballplatzes zu graben, um einen Teil der erforderlichen Räume zu finden“ .

    Wie der Gemeinderat und Jury-Präsident Silvano Petrini, Leiter der Bildungsabteilung, feststellte, „konnte das Studio Canevascini & Corecco aus volumetrischer Sicht die Expansion durch die Schaffung einer interessanten und dynamischen Dialektik steuern“. Verhältnis zu den Bänden Originale“.
    Die Jury würdigte auch die Präzision, Effektivität und Diskretion, mit der es gelungen ist, die neuen Inhalte in Kontinuität und unter Berücksichtigung der volumetrischen Eigenschaften des bestehenden Schulkomplexes einzufügen, und versäumte nicht das zweite Ziel des Architekturwettbewerbs, nämlich die Erweiterung , mit dem Hinzufügen von vier neuen Klassenzimmern und der Wiederherstellung eines Raums für den Hörsaal.
    Den Designern wurde daher anerkannt, dass sie in der Lage waren, das Gefühl der Intimität dieser Schule zu bewahren und ihre Dimensionen im Namen einer besseren Organisation und Kapazität zu erweitern, während sie ihren Werten und bereits bestehenden Höhen treu blieben.

    Ein schneller Prozess
    Der Projekt-Architekturwettbewerb mit selektivem Verfahren wurde am 3. Juli 2020 veröffentlicht und weckte das Interesse von 18 Architekturbüros aus der Schweiz und Italien; davon wurden 9 in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Spezialisten in die nächste Projektphase aufgenommen und reichten ihre Unterlagen bis 18.12.2020 ein.

    Die im Januar und Februar 2021 tagende Jury äußerte sich einstimmig zu dem Projekt des Studios Canevascini & Corecco in Lugano, mit dem eine interdisziplinäre Gruppe zusammengearbeitet hat.

    Die Materialwahl, die bereits die Architektur der Schule prägt, wie Ziegel für die vertikalen Elemente und Beton für die horizontalen Linien oder Volumen, die in den Klassenräumen nach Westen auftauchen, wurden beibehalten und erweitert, wobei eine Kontinuität zwischen den Komponenten der Renovierung gewählt wurde und Erweiterung.
  • Historischer Gutshof modern gerahmt

    Historischer Gutshof modern gerahmt

    Parkähnlich erstreckt sich das grosszügige Grundstück des Glockenguts durch das ländliche Herblingen. Das ehemalige Bauerndorf liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum Schaffhausens entfernt. Inmitten der grünen Umgebung und gleichzeitig nah an städtischer Kultur besitzt es einen hohen Erholungs- und Freizeitwert. Eine Fläche von insgesamt 24’223 m² bot den erfahrenen Projektentwicklern der Steiner AG mittendrin Raum für die Vision, eine abwechslungsreiche Wohnumgebung für Jung und Alt zu schaffen – mit Kinderspielplatz, Blumenwiesen und freien Grünflächen voller hochstämmiger Bäume und Ziersträucher. Ende März 2018 erhielt das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Theo Hotz Partner AG und Bergamini Partner Architekten die Baubewilligung. Das schützenswerte Hauptgebäude des ehemaligen Gutshofs bildete dabei den Ausgangspunkt für den Entwicklungsplan. Nachdem die Steiner Investment Foundation als Investorin in das Projekt einstieg, konnte im Herbst 2018 bereits der Baustart für die familienfreundlichen und naturnahen Wohnungen erfolgen.

    Offenes Gelände

    Inzwischen ist das alte Gebäude des Gutshofs würdevoll umrahmt von fünf modernen Mehrfamilienhäusern. Dabei stellte es eine besondere Herausforderung dar, die unterschiedlichen Bauten und ein derart grosses Areal möglichst einheitlich zu gestalten und aus einem Guss zu realisieren. Hier half eine Besonderheit der Parzelle im nordwestlichen Bereich, die sich zunächst als Problem darstellte: Eine starke Hangneigung. Die Lösung war, diese unbebaut zu lassen. Der tatsächlich bebaute Teil umfasst heute eine Fläche von 10’330 m2, während sich die erhaltene Grünfläche als eine Bereicherung für das Quartier erweist.

    Als erste Baumassnahme erfolgte der Umbau des zweigeschossigen Gutshofs zum Kinderhort – in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Der anstossende Schopf wiederum wurde abgerissen und durch ein neues Mehrzweckgebäude mit gleichem Standort und ähnlicher Kubatur ersetzt. Im Erdgeschoss beherbergt dieser Neubau einen Gemeinschaftsraum, der tagsüber vom Hort genutzt wird und abends wie auch an Wochenenden den Bewohnerinnen und Bewohnern der Überbauung zur Verfügung steht. „Der Raum soll der Überbauung als neue Mitte Identität geben“, erklärt Peter Herzog, Teamleiter Immobilienentwicklung bei Steiner. Das Ensemble aus den beiden Gebäuden blieb daher freigestellt und fügt sich stimmig in die Kulisse des offen dahinter liegenden Hangs. U-förmig umgebend angeordnet wuchs schliesslich Schritt für Schritt die Neubausiedlung.

    Die neuen Wohngebäude passen sich dem schlichten Gutshof mit einer gradlinigen Architektur und korrespondierenden Farben optisch an und bringen mit ihren Loggien, Balkonen und Terrassen die Innenräume hell und luftig mit dem Aussenbereich zusammen. Von innen erlauben sie einen grosszügigen Blick auf das grüne Areal und teilweise bis in die Ferne. Die Gebäude des Areals sind locker verteilt und durch ein Wegnetz miteinander verbunden. Vom Quartier aus erreicht man Kindergarten, Primarschule sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten in wenigen Gehminuten. So präsentiert sich die gesamte Überbauung gleichzeitig naturdurchlässig und urban verdichtet.

    Nachhaltige Anlage

    Die fünf neuen Mehrfamilienhäuser umfassen insgesamt 27 Miet- und 71 Eigentumswohnungen. Es handelt sich um 2.5- bis 5.5-Zimmerwohnungen mit einer Fläche von 65 m2 bis 130 m2. Alle Wohnungen beinhalten einen gehobenen Ausbaustandard und sind ebenso für Familien wie für Paare oder Einzelpersonen zugeschnitten. Mit den Preisen und unterschiedlichen Wohnungsgrössen will man eine Durchmischung von Ein-Personen- und Familienhaushalten erreichen. „Preislich bewegen wir uns im mittleren Segment“, bestätigt Peter Herzog. Unter dem Gelände sorgt zusätzlich eine Tiefgarage mit 136 Parkplätzen für Raum. Sie ist für alle Neubauten direkt erschlossen.

    Die Gebäude sind im Minergie-Standard realisiert und werden mit klimafreundlichen Erdsonden-Wärmepumpen beheizt. Für die Erstellung wurde zudem wenn möglich auf nachhaltige Betonsorten mit Zement aus Mischabbruch zurückgegriffen. Hier erfolgte eine Zumischung von rezyklierten Gesteinskörnern.

    Bedarfsgerechte Planung

    Die gesamte Überbauung fusst auf einem Gestaltungsplan, der während des Prozesses sowohl den zuständigen Ämtern als auch den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgelegt wurde. Das habe zum Vertrauen zu diesem grossen Projekt beigetragen, erklärt Herzog und fügt hinzu: „Mit der Überbauung Gloggeguet haben wir aufgezeigt, wie wir verdichtet bauen können und die Qualität des Ortes bestehen bleibt“. Trotz Pandemie konnten die Bauarbeiten unter Einhaltung der geltenden Schutzbestimmungen nach Zeitplan durchgeführt werden, sodass die Wohnungen im Frühling 2021 bezugsbereit waren.

    www.steiner.ch
    www.gloggeguet.ch
    info@steiner.ch

  • Steuerabzüge für Öko-Investitionen in Neubauten sollen schneller greifen

    Steuerabzüge für Öko-Investitionen in Neubauten sollen schneller greifen

    Derzeit gilt bei umweltfreundlichen Investitionen in Immobilien eine Karenzfrist. Erst fünf Jahre nach Erbauung der Liegenschaft sind solche Investitionen steuerlich abzugsfähig. Im vergangenen Dezember hat Ständerat Roberto Zanetti (SP/SO) eine Motion eingereicht, mit der die Verkürzung dieses Karenzfrist gefordert wird.

    Angesichts hoher Erstellungskosten seien die finanziellen Grenzen besonders jüngerer Bauherrschaften für ökologische Massnahmen beim Neubau nachvollziehbar, schreibt Zanetti in seiner Motion. Stelle sich nach Fertigstellung des Baus heraus, „dass entsprechende ökologisch erwünschte Zusatzinvestitionen finanziell tragbar wären“, werde sich die Eigentümerschaft angesichts der fünfjährigen Karenzfrist jedoch „hüten, diese Investitionen unverzüglich an die Hand zu nehmen“. Dies sei „aus ökologischer Sicht bedauerlich“, meint Zanetti.

    Die vom SP-Ständerat geforderte Verkürzung der Karenzzeit kann nun aufgegleist werden. Nach Unterstützung durch den Bundesrat und der Annahme der Motion vom Ständerat habe jetzt auch der Nationalrat den Vorstoss „diskussionslos angenommen“, informieren die Parlamentsdienste in einer Mitteilung. Nun ist der Bundesrat am Zug. Er muss die rechtlichen Grundlagen für die Verkürzung der Karenzfrist schaffen. Zudem sollen dabei bisher unterschiedliche Handhabungen zwischen den Kantonen harmonisiert werden.

  • Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Das Baugewerbe hat sich während der Corona-Pandemie als krisenresistent erwiesen. Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut BAK Economics erwartet laut einer Mitteilung ein Wachstum im Hochbau im laufenden Jahr um 0,4 Prozent. Für 2022 zeichne sich ein Plus von 0,6 Prozent ab.

    Die Perspektiven für die Bautätigkeit variieren dabei zwischen Wohnbau, Betriebsbau und Infrastrukturbau. Während der Wohnungsbau zulegt, verzeichnen der Gewerbebau und öffentliche Bauvorhaben leichte Verluste. Wegen der vermehrten Heimarbeit wächst die Nachfrage nach grösseren Wohnungen. Zudem treiben die energetischen Sanierungen und die zu erwartenden Zinswende das Wachstum.

    Beim Infrastrukturbau wirkt sich dagegen die pandemiebedingt rückläufige Zahl an Bauvorhaben der öffentlichen Hand aus. Ebenso sinkt die Zahl gewerblicher Bauprojekte, da viele Betriebe geplante Bauvorhaben verschieben oder stoppen. Dank der aktuelle Belebung der Wirtschaft ist laut BAK Economics 2022 auch mit einer Belebung für beide Bereiche zu rechnen.

    Für die Jahre 2023 bis 2027 sind positive Ergebnisse im Hochbau zu erwarten. Im Gewerbe- und Infrastrukturbau dürfte die mittelfristige Auftragslage konstant bleiben.

    Bei der Bautätigeit insgesamt zeigen sich regionale Unterschiede: Die besten Prognosen weisen laut BAK Economics die Regionen Zürich/Aargau, der Genferseeraum sowie die Zentralschweiz auf. Für die Region Basel erwartet das Institut mittelfristig eine Stagnation.

  • Baulink realisiert Marriot-Hotel in Basel

    Baulink realisiert Marriot-Hotel in Basel

    Die Munich Hotel Partners GmbH (MHP) hat Baulink mit der Realisierung eines Marriot-Hotels in Basel beauftragt, informiert die Baulink AG in einer Mitteilung. Konkret soll der auf die Inneneinrichtung von Hotels spezialisierte Geschäftsbereich Invita das vormalige Swissôtel Basel renovieren. Das seit November 2020 geschlossene Hotel wurde von MHP und der amerikanischen H.I.G. Capital gekauft.

    Invita werde als Totalunternehmer für die Gestaltung der 125 Zimmer und der öffentlichen Bereiche des Hotels fungieren, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Mit unseren Erfahrungen aus der ersten Umbauphase bieten wir beste Voraussetzungen um das Projekt für die MHP erfolgreich und effizient durchzuführen“, wird Robert Diepenbrock dort zitiert. Der Leiter der Fachabteilung Invita bei Baulink ist überzeugt, „Spezialwissen in Sachen Hospitality in einem Team aus erstklassigen Partnern einbringen zu können“.

    Für die Ausführung des Projekts wird Invita mit dem Architekturbüro Oana Rosen aus Frankfurt zusammenarbeiten. Über den finanziellen Umfang des Auftrags werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

  • Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    In Zuchwil ist das neue Wohn- und Arbeitsquartier Riverside jetzt bezugsfertig. Die ersten Mieter werden laut Medienmitteilung im Oktober ins Widi Huus und Sulzer Huus einziehen. Das Projekt der Swiss Prime Anlagestiftung zeichnet sich durch moderne Energieversorgung und Verkehrsführung sowie Erholungsmöglichkeiten aus. Es sei von der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten als „Lebensraum“ entwickelt worden, heisst es weiter. Als ein Standort auf dem Land mit allen Annehmlichkeiten eines urbanen Ortes. Das neue Quartier Riverside verbinde Wohnen und Arbeiten. Die Aare wiederrum verbinde die Natur mit der Stadt. Das Quartier hat direkten Zugang zum Fluss.

    Nach Angaben von Jérôme Baumann, Präsident des Stiftungsrates der Swiss Prime Anlagestiftung, sind „120 Wohnungen bereits vermietet. Nur noch wenige sind zu haben.“ Die Wohnungen böten viel Lebensqualität. Bei der Auswahl der Materialen sei man mit „äusserster Sorgfalt“ vorgegangen, wird der Solothurner Architekt Benedikt Graf von gsj architekten und agps architecture zitiert. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser erfolge nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Im Sommer sei eine natürliche Kühlung in Betrieb.

    Alle Wohnungen sind nach den Richtlinien von Procap Schweiz konzipiert und rollstuhlgängig. An den Besucherparkplätzen sind einzelne Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden. Die Parkplätze in der Tiefgarage können ebenfalls mit einer Ladestation ausgerüstet werden. Bis Herbst 2022 sollen alle fünf Häuser der ersten Etappe bezogen sein.

  • Bauen an der Energiezukunft

    Bauen an der Energiezukunft

    Das Grundstück gleich am Eingang der Gemeinde liegt keine 10 Kilometer entfernt von der Stadt Winterthur und ist dennoch ein idyllischer Flecken Land, mit direktem Anstoss ans Ufer der Töss und mit Sicht auf Wiesen und Wald. Hier wird an den Zielen der Energiestrategie 2050 gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Überbauung Verde Blu bewohnt. So weit, so normal. Bemerkenswert ist aber, dass diese Überbauung ihren Energiebedarf zu einem hohen Anteil selbst deckt und das ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. «Die Vorgaben der Energiestrategie 2050 sind für die Immobilienwirtschaft eine Chance», erklärt Dieter Stutz von der Atlantis AG, die in den Bereichen Umweltberatung, Siedlungsplanung und Architektur tätig ist und das Projekt entwickelt hat. Die Wärmeversorgung übers Grundwasser sei die beste und überzeugendste Lösung gewesen für das Areal. Gemeinsam mit EKZ hat Atlantis dieses komplexe Bauprojekt geplant und umgesetzt. 

    Nachhaltiges Wohnen als Bedürfnis
    Das Neubauprojekt Verde Blu mit neun Wohn- und Geschäftshäusern umfasst 108 Eigentumswohnungen sowie verschiedene Gewerbeflächen, die unter anderem von einer Migros-Filiale, einer Gemeinschafts- sowie einer Physiotherapiepraxis genutzt werden. Eine alte, denkmalgeschützte Scheune dient als Gemeinschaftsraum und sorgt für urigen Charme auf dem Gelände. Im Gegensatz dazu steht die topmoderne Technik, die die Anlage mit Energie versorgt: Als Wärmequelle für die Heizung und das Warmwasser wird Grundwasser genutzt, welches über einen sogenannten Anergiering die Häuser versorgt, in denen dezentrale Wärmepumpen stehen. Ein Anergiering ist ein kaltes Nahwärmesystem, das im Unterschied zu konventionellen Nahwärmesystemen mit Übertragungstemperaturen von unter 30 Grad Celsius arbeitet. Anergienetze haben deshalb keine Wärmeverluste in den Leitungen, sondern erzielen sogar zusätzliche Energiegewinne durch die Umweltwärme. Im Sommer können die Gebäude über den Anergiering mit dem Grundwasser passiv gekühlt werden.

    Für die elektrische Energie der Gebäude sorgt eine Photovoltaikanlage, die optimal auf den Bedarf der Überbauung ausgelegt ist. Die Anlage entstand erst, nachdem die Wohnungen bereits bezogen worden waren. Denn man wollte den Entscheid für oder gegen Solarstrom den Eigentümerinnen und Eigentümern überlassen. Dass die Anlage mit 100-Kilowatt-Spitzenleistung an der ersten Eigentümerversammlung im Winter 2019 mit überwiegender Mehrheit angenommen wurde, spricht eine klare Sprache. Martin Nicklas, Verantwortlicher für moderne Energielösungen bei EKZ, erstaunt dies nicht: «Das Bedürfnis, auch im Wohnbereich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, ist uns im Immobilienbereich schon lange bekannt.» So wurde in der Unterniveaugarage auch eine Ladeinfrastruktur für die 209 Parkplätze eingebaut. Dank einem Lastgangmanagement ist es möglich, die Autos gestaffelt zu laden, sollte dereinst eine ganze Flotte an Elektrofahrzeugen die Garage besiedeln.

    Gut abgestimmte Anlage
    In Kollbrunn werden die Stromerzeugung sowie die Wärme- und Kälteerzeugung und die Elektromobilität in einem integrierten Energiesystem kombiniert. Herzstück ist eine intelligente Steuerung, die die Eigenverbrauchsquote maximiert und das Lastmanagement übernimmt. Dadurch kann das eigentlich wichtigste Ziel erreicht werden: dass der produzierte Strom aus der PV-Anlage auch maximal vor Ort verbraucht wird. Die Steuerung verwendet hierfür Wetterprognosen von einem externen Wetterportal. Ein Algorithmus in der Steuerung wertet diese Daten aus und entscheidet jeweils am Vorabend, ob am nächsten Tag genügend Solarstrom produziert wird, um die Boiler und Speicher der Heizung zu laden. Bei zu geringer Solarproduktion werden die Boiler in der Nacht zum Niedertarif geladen, ansonsten wird abgewartet, bis am nächsten Tag genügend Solarstrom vorhanden ist, um die Wärmepumpe zu starten.

    Energieproduktion vor Ort 
    Im westschweizerischen Epalinges entstand die Überbauung «Grand Chemin», wobei ein Teil des benötigten Stroms von einer Photovoltaikanlage (PV) vor Ort produziert wird. In  Emmen (LU) entsteht ein Mehrfamilienhaus-Neubau, der sich durch eine Wärmepumpe mit Grundwasser sowie eine PV mit ZEV auszeichnen wird. Zwei Beispiele von vielen, die zeigen: Die Energie-Zukunft hat längst begonnen.

    Umfassende Energiesysteme für Ihre Immobilie

  • Sanierung von Bezirksgebäude Baden steht vor Abschluss

    Sanierung von Bezirksgebäude Baden steht vor Abschluss

    Das Bezirksgebäude in Baden wird bei laufendem Betrieb seit März saniert. Es werden laut Medienmitteilung alle Naturstein- und Kunststeinbauteile restauriert sowie der Fassadengrundputz teilweise ersetzt. Die Bauarbeiten werden im Oktober 2021 fertiggestellt. Unter Projektleitung der Abteilung Immobilien der Stadt Baden als Auftraggeberin wird strikt nach historischem Vorbild gearbeitet.  Begleitet wird das Bauvorhaben von Heiko Dobler, Bauberater der Kantonalen Denkmalpflege.

    Vorbild für die Sanierung des 1856/57 gebauten damaligen Schulhauses ist bei der Fassade die sanierte Dépendance Ochsen im Bäderquartier. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der bestehende, mit Kunststoff kontaminierte Deckputz vollflächig abgefräst und ein neuer Kalkdeckputz nach historischem Vorbild aufgetragen. Danach erhielt die Fassade einen neuen Anstrich, und es wurden alle 108 Holzfenster erneuert. Sowohl die geplante Bauzeit als auch das Budget können voraussichtlich eingehalten werden, heisst es in der Mitteilung der Stadt Baden.

    Bei den Sanierungsarbeiten galt es, auf zwei besondere Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen. Zum einen gibt es dort Nistplätze der geschützten Mauer- und Alpensegler. Der obere Teil des Baugerüsts wurde bis Mitte April entsprechend gestaltet. „Damit standen den aus dem Süden heimkehrenden Vögeln rechtzeitig geeignete Nistplätze zur Verfügung“, wird der zuständige Stadtrat Philippe Ramseier zitiert.

    Des Weiteren mussten spezielle Sicherheitsanforderungen der Kantonspolizei und des Bezirksgefängnisses als Mieter des Bezirksgebäudes erfüllt werden. So wurde eine drei Meter hohe Bretterwand sowie als Abschluss ein Stacheldraht installiert.

  • Wohnlagen im Grünen werden attraktiver

    Wohnlagen im Grünen werden attraktiver

    Schweizerinnen und Schweizer ziehen eher selten um. Und wenn, dann liegt bei der Hälfte aller Umzüge der neue Wohnort nur fünf Kilometer vom alten entfernt. Die durchschnittliche Entfernung liegt bei 13 Kilometern. Das zeigt eine repräsentative Befragung zur Haus- und Wohnsituation in der Schweiz von Swiss Life.

    Wie der Lebensversicherungskonzern in einer Medienmitteilung ausführt, leben knapp 60 Prozent der Wohneigentümerinnen- und -eigentümer und 25 Prozent der Mietenden bereits seit zehn Jahren oder länger in ihrem derzeitigen Zuhause. Gleichzeitig hat jedoch für rund 30 Prozent der Befragten der Wunsch nach Wohnen im Grünen oder wenigstens mit Terrasse während der Pandemie zugenommen.

    Rund zwei Drittel der Wohneigentümerinnen und -eigentümer verspüren seit dem Erwerb eines Eigenheims mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung. 37 Prozent gaben an, mit ihrer aktuellen Wohnsituation vollkommen zufrieden zu sein, vor allem jene mit Wohneigentum. 15 Prozent sind mässig bis gar nicht zufrieden. Ihnen fehlt mehrheitlich Platz oder ein Garten, oder sie stören sich an Lärm- und Umweltbelastung.

    Über 60 Prozent jener, die sich den Erwerb von Wohneigentum in den nächsten fünf Jahre vorstellen können, erwarten, dass sich ihre Lebensqualität damit verbessern würde. Doch nur 21 Prozent von ihnen suchen aktiv nach einem eigenen Zuhause.

    Anforderungen an den idealen Wohnort bezüglich Kosten, Ausstattung und Sicherheit variieren je nach Sprachregion. Zudem ist auf dem Land ein Garten zentral, in der Stadt die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Wird diese als gut wahrgenommen, sinkt die Bereitschaft von Pendlern umzuziehen.

  • NEST-Büroeinheit belegt Kreislaufpotenzial

    NEST-Büroeinheit belegt Kreislaufpotenzial

    Im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag) ist am Dienstag eine neue Einheit in Betrieb genommen worden. Wie die Empa in einer Mitteilung betont, sei das Büromodul namens Sprint in nur zehn Monaten fertiggestellt worden. Das demonstriere, dass das Bauen mit wiederverwendeten Materialien und Bauteilen „eine valable Alternative zum Bauen mit Neumaterial“ sei. Es werde „den Marktanforderungen an flexibles und schnelles Bauen gerecht“.

    Die gesamte Einheit folge dem sogenannten Design for Disassembly-Ansatz. Bei Bedarf könnten die flexiblen Trennwände rückgebaut werden. Dies ermögliche eine flexible Raumnutzung und die kreislaufgerechte Rückgewinnung verbauter Stoffe.

    Die noch bestehende Skepsis der Bauwirtschaft gegenüber der Wiederverwendung von Materialien sei unberechtigt. Entgegen anfänglicher Bedenken bezüglich des knappen Zeitplans „konnten wir die Re-Use-Materialien sogar schneller als neues Material finden“, wird Kerstin Müller zitiert, Architektin und Geschäftsleistungsmitglied beim Basler baubüro in situ, das die Sprint-Unit geplant hat.

    Zudem sei Wiederverwendung bei der heutigen Marktlage noch nicht billiger. Das werde sich jedoch ändern, sobald sich ein wettbewerbsfähiger Markt gebildet habe, glaubt Bauteiljäger Oliver Seidel von in situ. Ausserdem brauche es eine CO2-Besteuerung, „die kostenmässig neue Materialien be- und gebrauchte Materialien entlastet, um so den ökologischen Mehrwert beziffern zu können.“

  • Hilcona legt Dachwiese an

    Hilcona legt Dachwiese an

    Hilcona hat auf dem ersten fertiggstellten Neubau am Firmensitz in Schaan eine 1200 Quadratmeter grosse Dachwiese angelegt. Auch die Dächer der auf fünf Jahre ausgelegten Werkserweiterung sollen „ökologisch wertvoll“ bepflanzt werden, heisst es in einer Medienmitteilung. „Die Grünflächen sorgen für mehr Versickerungsflächen als betonversiegelte Areale, entlasten die Kanalisation und bieten wesentlichen Schutz vor Starkregenereignissen“, so der Leiter Technischer Service, Peter Ritzer, zur Begründung.

    Wie Hilcona weiter ausführt, seien Gründächer in der Lage, Wasser zurückzuhalten und zu speichern. Deshalb sei beim Bau des neuen Firmengebäudes darauf geachtet worden, möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Zudem nähmen sie Schadstoffe wie CO2 auf und reinigten Wasser und Luft. Dagegen fliesse das Wasser auf versiegelten Flächen wie herkömmlichen Dächern, Teer- und Betonflächen sofort in die Kanalisation und auf offene Böden ab. Das verursache Hochwasser und Überschwemmungen. Die begrünten Dächer könnten dies abfedern.

    Darüber hinaus heizten sie sich weniger auf als etwa Kiesdächer. Sie seien zudem langlebiger und pflegeleicht. „Mit der Dachwiese wollen wir der Natur so viel wie möglich zurückgeben“, so Ritzer.

  • Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Eine vom Regierungsrat des Kantons Zürich eingesetzte Projektgruppe hat seit September 2020 eine Gesamtschau für das Flugplatzareal Dübendorf erstellt. Nun hätten die Mitglieder der Behördendelegation den Synthesebericht unterzeichnet, informiert die Staatskanzlei des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Das Flugplatzareal soll als Innovationspark, Flugplatz und für militärische Zwecke genutzt werden.

    „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit“ und „mit Rücksicht auf die Bevölkerung“ werde „etappenweise nur das gebaut, was gebraucht wird“, erläutert die Staatskanzlei. Ihr zufolge soll das Projekt „ein Leuchtturm für eine innovative urbane Entwicklung werden, insbesondere in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und schonendem Umgang mit Ressourcen“.

    Konkret sieht die Gesamtschau eine Unterteilung des Areals in vier Teilgebiete vor. Auf Teilgebiet A soll der Innovationspark mit den Schwerpunkten Mobilität, Robotik, Aviatik, Raumfahrt sowie moderne Fertigungstechnologie- und Materialforschung entstehen. Auf Teilgebiet B werden sich Innovationspark und ein Forschungs- und Werkflugplatz zu einem Aviatikcluster verbinden. Teilgebiet C ist für Nutzungen mit hohen Sicherheitsanforderungen reserviert. Die aviatischen Infrastrukturen sind im Teilgebiet D angesiedelt, in dem der Naturschutz eine zentrale Rolle spielen wird. Ein Flugplatzrundweg soll das Areal für Erholung und Freizeit der Bevölkerung nutzbar machen.

    Im nächsten Schritt soll nun das Planungsrecht für alle Teilbereiche geschaffen werden, heisst es in der Mitteilung. Konkret werden dort ein kantonaler und ein regionaler Richtplan sowie die kommunale Richt- und Nutzungsplanung genannt. Der kantonale Richtplan wird vom 6. September bis zum 5. November öffentlich aufgelegt.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst das Bekenntnis zur Dreifachnutzung als Innovationspark, ziviler und militärischer Flugplatz. Die Vision eines international führenden Standorts für die Forschung und Entwicklung an Mobilitätslösungen sei unterstützenswert, schreibt sie in einer Mitteilung. Allerdings bedauert sie den Verzicht auf die Geschäftsfliegerei. Diese sei für die Attraktivität des Wirtschaftsraums wichtig. Daher sollten die Türen für sie nicht endgültig geschlossen werden.

  • Schilliger Holz AG plant neues Werk in Perlen

    Schilliger Holz AG plant neues Werk in Perlen

    Die Schilliger Holz AG aus Küssnacht plant die Realisierung eines neuen Produktionswerks für Holzfaserdämmplatten in Perlen. Dieses soll laut einer Medienmitteilung auf dem Fabrikareal der Perlen Papier AG entstehen. Die CPH-Gruppe, zu der die Perlen Papier AG gehört, werde dafür eine Landfläche von 20’000 Quadratmetern im Baurecht an das Holzverarbeitungsunternehmen abgeben.

    Die Schilliger Holz AG ist eine der Hauptlieferanten von Holzschnitzeln der Perlen Papier AG. Eine ihrer Sägereien ist heute schon direkt neben der Papierfabrik in Perlen angesiedelt. Dank des neuen Werkes werden die beiden Unternehmen noch enger zusammenarbeiten: Die Perlen Papier AG wird das neue Werk mit Strom, Prozessdampf, Frischwasser und vollentsalztem Wasser beliefern. Ausserdem wird sie das anfallende Abwasser in der betriebseigenen Kläranlage aufbereiten.

    „Wir freuen uns, gemeinsam mit Schilliger Holz AG am Standort Perlen Synergien in der industriellen Holzverarbeitung realisieren zu können. Damit wird Perlen zum Zentrum der nachhaltigen Wiederverwertung der wichtigen Ressource Holz in der Schweiz“, wird Peter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe, in einer Medienmitteilung seines Unternehmens zitiert.

    Laut der Schilliger Holz AG gibt es in der Schweiz „seit längerem keine Dämmplattenproduktion mehr“. Mit der Realisierung des neuen Werks will das Unternehmen daher eine „grosse Lücke in der Schweizer Holzverarbeitungskette“ schliessen. Holzfaserdämmplatten werden beispielsweise zur Wärmedämmung der Aussenhüllflächen von Gebäuden eingesetzt.

    Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Die Inbetriebnahme ist für 2023 vorgesehen.

  • Recycling von Baustoffen braucht mehr Akzeptanz

    Recycling von Baustoffen braucht mehr Akzeptanz

    Bei der Fachtagung Blickpunkt des Verbands arv Baustoffrecycling standen in diesem Jahr die Qualitätssicherung der Wiederverwertung und Aufbereitung von Baustoffen auch in kleineren Betrieben sowie die Anforderungen an die damit geschaffenen Bauprodukte im Fokus. Laut Medienmitteilung fand der Blickpunkt 2021 am Mittwoch digital statt.

    Nationalrätin Isabelle Chevalley sprach am französischsprachigen digitalen Blickpunkt, dem „Point de Mire“, in einem Referat über die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Baustoffe. Die Bedeutung der Wiederverwertung von Baustoffen zur Schonung der natürlichen Ressourcen und knappen Deponievolumen sei inzwischen auch politisch erkannt und in die Beratungen des Parlaments aufgenommen worden. In der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) würden Massnahmen zur Förderung von Baustoffrecycling erarbeitet, wird sie zitiert. Dennoch seien noch mehr Anstrengungen nötig, so Chevalley. Unternehmen sollten Bauherren solche Produkte gezielt anbieten. Auch im Beschaffungswesen seien Massnahmen nötig.

    Zentral ist dabei die Sicherung der Qualität. Die referierenden Fachleute informierten über die Umsetzung einer werksinternen Produktionskontrolle wie auch über die Wiederverwendung von Ausbauasphalt. Die Normen dazu werden derzeit überarbeitet. Hier engagiere sich der Verband arv Baustoffrecycling Schweiz für die Förderung der Wiederverwertung und für mehr Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren, heisst es in der Medienmitteilung.

  • Modellstadt Baden schliesst erste Projektphase ab

    Modellstadt Baden schliesst erste Projektphase ab

    Die Ergebnisse der ersten Arbeitsphase des Projekts Modellstadt sind von den Vertreterinnen und Vertretern der 13 teilnehmenden Gemeinden zur Kenntnis genommen und diskutiert worden. Laut Medienmitteilung der Stadt Baden wurden die in vier Arbeitsgruppen erstellten Zahlen und Daten der Gemeinden analysiert und beurteilt. Beschlossen wurde  auch das weitere Vorgehen in der 2. Pro­jektphase.

    Zu den 13 Gemeinden der Modellstadt gehören Baden, Birmenstorf, Ehren­dingen, Ennetbaden, Fislisbach, Gebenstorf, Mägenwil, Mellingen, Neuenhof, Oberrohrdorf, Obersiggenthal, Turgi und Wettingen.

    Bei der Diskussion zu Behörden, Verwaltung und Organisation wurden laut der Medienmitteilung beträchtliche Unter­schiede zwischen den Gemeinden festgestellt. Im Bereich Finanzen wurden unter anderem ermittelt, dass der Steuerertrag pro Einwohner oder Einwohnerin in der Modellstadt 2019 um 14 Prozent über dem Aargauer Durch­schnitt gelegen hat. Auch geht man davon aus, dass die Verschuldung in den Modellstadt-Gemeinden in der Finanzplanperiode bis 2025 durch hohe Investitionen im Durchschnitt deutlich steigen wird.

    Bei Gesundheit, Gesellschaft, Soziales seien aufgrund der Komplexität einfache und sofortige Um- oder Neuorganisationen kaum möglich. Kooperationen seien aber machbar. Die Analyse zu Siedlungsentwicklung, Raumplanung und Mobilität ergab, dass die Zusammenführung der Gemeinden in der Gesamtbetrachtung nicht zu einer Kostenre­duktion beitragen würde. Effizienzsteigerung sei auch heute möglich.

    Zur 2. Phase des Projekts wurden beschlossen, drei Themen aus Phase 1 weiter zu bearbeiten. So soll in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein „Talent-Pool“ erarbeitet werden, der es Lernenden er­möglicht, im Anschluss an den Lehrabschluss in einer der 13 Modellgemeinden weiter beschäftigt zu werden. Die weiteren Projekte sind Regio­nalisierung Steuerämter und die Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung der Flüchtlingsbetreuung. Neu kommen in der 2. Phase eine gemeinsame Informatik-Infra­struktur, die Modellplanung über ein Teilgebiet der Nutzungsplanung, und die Koordination der Entwicklungsprognosen der Schülerzahlen sowie von Schulraumplanung und Schulbauten hinzu.

  • Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Ein neues Quartier soll die Verbindung zwischen Suhr Süd und dem Zentrum schaffen. Neben einem zwölfstöckigen Hochhaus werden drei vier- bis sechsstöckige Gebäude errichtet. Die Schlieremer Halter AG ist für die Projektentwicklung und Realisierung verantwortlich, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Am Mittwoch ist der Grundstein gelegt worden.

    Das Quartier entsteht auf einem ehemals von der Ferroflex AG genutzten Areal. Dort werden Flächen für das Wohnen, für Dienstleistungen und das Gewerbe entstehen. Zwischen den Gebäuden sind öffentliche Freiräume mit Wegen und Plätzen, ein Kinderspiel- und ein Grillplatz vorgesehen. Im Hochhaus und im sogenannten Gartenhaus werden 59 Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern als Wohneigentum entstehen. In den beiden weiteren Gebäuden entstehen 143 Mietwohnungen.

    Das Entwicklungsprojekt wird nach den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft umgesetzt. Dazu wird Fernwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs AG für die Wärmeerzeugung genutzt. Solaranlagen werden einen Teil der benötigten elektrischen Energie liefern.

  • Menziken gibt grünes Licht für Wohnsiedlung Unity

    Menziken gibt grünes Licht für Wohnsiedlung Unity

    Die Baubewilligung für die neue Wohnsiedlung namens Unity in der Gemeinde Menziken hat Rechtskraft erlangt. Damit kann die Steiner AG mit den Bauarbeiten starten.

    Wie der Zürcher Projektentwickler sowie Total- und Generalunternehmer mitteilt, werden nahe des Bahnhofs insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser mit 47 Eigentumswohnungen und 51 Parkplätzen entstehen. Die kantonalgeschützte Villa Zur Eintracht, die 1811/12 errichtet wurde, werde sich harmonisch in die Gesamtsituation einfügen.

    Steiner leiste damit einen Beitrag zur Förderung bezahlbaren Wohnraums. Durch eine funktionale Gestaltung könne kostenoptimiert gebaut werden. Dazu trügen unter anderem einheitliche Fenster in allen Gebäuden, minimierte Wohnflächen und normierte Nasszellen in allen Wohnungen bei.

  • Stadtrat genehmigt Gestaltungsplan für Obertor

    Stadtrat genehmigt Gestaltungsplan für Obertor

    Der Gestaltungsplan für das Areal Obertor wurde in einem kooperativen Verfahren unter Beteiligung von Interessenvertretungen aus der Altstadt, Vertretungen aus dem Kreis der Volksinitiative zum Obertor, der Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen, des Grossen Gemeinderates und der Stadtverwaltung ausgearbeitet, informiert die Verwaltung der Stadt Winterthur in einer Mitteilung. Ihr zufolge hat der Stadtrat von Winterthur den Gestaltungsplan nun genehmigt. Einwendungen können bis zum 12. Oktober geltend gemacht werden.

    Auf dem rund 6500 Quadratmeter grossen Areal in der Altstadt sollen Läden, Büros und Wohnungen entstehen. Der Gestaltungsplan sieht dabei unterschiedliche Nutzungen für die einzelnen Liegenschaften vor. Für die Gebäude am Obertor 11 und 13 sind Läden im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen geplant. Der historische Bestand des Gebäudes am Obertor 17 soll der Einrichtung von Büros dienen. In den Hofliegenschaften Obertor 15 und 17a ist die Einrichtung einer innovativen Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe geplant.

    An der Badgasse 6 strebt das Konzept eine Wellnessnutzung in Anlehnung an die einstige sogenannte Badewannenmoschee an, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Sollte sich dies in der Praxis als nicht durchführbar erweisen, wird alternativ eine Mietnutzung beispielsweise eines Gesundheitszentrums erwogen. Der Innenhof zwischen Obertor und Badgasse soll der Öffentlichkeit als „grüne Insel“ zugänglich gemacht werden.

  • Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Der Trockenbauer war gefordert: Es sollten eine umfangreiche Elektro- und Lüftungsinstallation sowie eine Sprinkleranlage integriert werden. Ebenfalls war ein Brandschutzwert von REI60 verlangt. Da er bereits eine Produktschulung bei der Rigips AG abgeschlossen und er die Vorteile des neuen Systems kannte, war der Fall klar: RiModul®. Der Architekt war ebenfalls schnell überzeugt: «Wir hatten auch die Variante Holz geprüft, aber wir stiessen bei den Spannweiten an Grenzen und hätten den Brandschutz nicht erfüllt», sagt Peter Fässler von MFW Architekten. Ausserdem bringen die schlanken Wandkonstruktionen mehr Nutzfläche.

    Begehbare Raum-in-Raum-Lösung
    Coop hatte sich schon länger mit dem Gedanken befasst, einen komfortablen Aufenthaltsraum für seine Mitarbeitenden zu bauen. Dafür bot sich ein zum Regallager hin offener, gut 5 Meter hoher Raum an, eine Art Galerie, wo sich angrenzend auch andere Räume befinden. Er wäre aber viel zu gross gewesen, mit seinen Mauern aus Kalksandstein nicht behaglich und nicht geheizt. Eine Raum-in-Raum-Lösung bot sich also an, die schnell, ohne viel Dreck, aber unter Einhaltung aller Statik- und Brandschutzanforderungen realisiert werden konnte. Weil die Montage bei laufendem Betrieb des Hochregallagers erfolgte, musste alles gut vorbereitet sein und schnell gehen.

    Nur einen halben Tag für die Unterkonstruktion
    Wie bei allen Bausystemen mit hohem Vorfertigungsgrad waren genaue Plandaten und die fehlerfreie Übermittlung an den Hersteller entscheidend. Sämtliche Stahlprofile wurden auf Mass geschnitten und bereits mit den Schraub- und Stanzlöchern versehen, zur Erleichterung der Vor-Ort-Montage. Die einzelnen Profile konnten anhand von Nummern und einem Montageplan effizient zusammengeschraubt werden. Die ganze Konstruktion bringt dank der entsprechenden Beplankung eine Brandschutzleistung von REI60. Gipserunternehmer Hansjörg Alder war begeistert: «In nur einem halben Tag stand die Stahlkonstruktion im Verteilzentrum, und innerhalb von drei Tagen war sie beplankt und ausbaufähig.» Dem stilvollen Raum und seiner Aufenthaltsqualität merkt man nicht an, dass er quasi als Bausatz angeliefert und innert kürzester Zeit aufgebaut wurde.

    Wie Leichtbau, einfach viel stabiler
    RiModul® ist eigentlich nichts anderes als Leichtbau mit stärkeren Profilen. Sie erzielen ein bestmögliches Verhältnis der Festigkeit zum Gewicht, was unter anderem zu formstabilen Konstruktionen – sprich begeh- und belastbaren Decken mit zusätzlicher Nutzfläche – und erhöhtem seismischen Widerstand (Erdbebensicherheit) führt. Und das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt. RiModul® Stahl-Leichtbausysteme haben auch erheblich geringere Lasten auf den Fundamenten zur Folge als herkömmliche Bauweisen. Komplexe Objekte im Neu- und Umbau lassen sich damit sicher, wirtschaftlich und mit beinahe unbegrenzter gestalterischer Flexibilität realisieren. Besonders geeignet sind die RiModul® Stahl-Leichtbausysteme für Aufstockungen, Erweiterungsbauten und, wie im Fall von Coop, Raum-in-Raum-Konstruktionen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch als Aussenwandsystem zur Ausfachung in Hybridbauten.

    In Einzelteilen, vorgefertigt oder vormontiert
    Die Kunden können aus drei Vorfertigungsstufen wählen, nach der die Lieferung erfolgen soll. RiModul® flat bestellt man, wenn man die Einzelteile wünscht und selber zusammenbauen will. Die Profile werden nach der Bearbeitung nummeriert und pro Wand- oder Deckenelement gebündelt angeliefert. Mit Hilfe eines Montageplans lassen sie sich auf der Baustelle oder in einem Zwischenlager einfach zusammenbauen. Bei RiModul® frame werden die Profile im Produktionswerk zu Rahmenelementen vormontiert und so auf die Baustelle geliefert. Beplankung und Dämmung erfolgen anschliessend bauseits. Bei RiModul® frameX schliesslich werden die Rahmenelemente bereits mit hochwertigen Platten beplankt. Es empfiehlt sich, die Wahl des Vorfertigungsgrades objektspezifisch und bereits in der Planungsphase zu treffen. Rigips entwirft, basierend auf den Plänen der Kunden, das Projekt in 3D und erstellt eine statische Dimensionierung und Bemessung. Dazu gehört insbesondere auch die Definition der Verbindungs- und Knotentechnik für die kaltgeformte Stahlstruktur. Auf Basis dieser Unterlagen entstehen die Pläne für die Produktion im Werk.

    Erfahren Sie mehr über RiModul®

  • Erneuerung der Alterssiedlung Läbespark

    Erneuerung der Alterssiedlung Läbespark

    Die bestehenden vier Haupt- sowie weitere Nebengebäude der Alterssiedlung Läbespark in Biberist sind in die Jahre gekommen: sie wurden zwischen 1969 und 1995 gebaut. Um den rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Lebensqualität zu verschaffen, hat die Genossenschaft ein Richtprojekt für eine Sanierung ausarbeiten lassen. Hierfür wurden die Phalt Architekten AG, die Wam Planer und Ingenieure AG sowie die Neuland ArchitekturLandschaft GmbH beauftragt. Ein Gremium bestehend aus Vertretern der Einwohnergemeinde Biberist, der zuständigen Genossenschaft sowie verschiedenen Experten haben den Prozess begleitet.

    Das Richtprojekt bildet die Grundlage für das Gestaltungsplanverfahren und die weitere Projektausarbeitung. Das älteste Haus an der Blümlisalpstrasse 12 wird durch einen Neubau ersetzt. Dieser orientiert sich in der Höhengestaltung am bestehenden Gebäude. Geplant sind kompakte Kleinwohnungen nach dem Bonacasa-Baustandard. Die 1,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen erhalten eine Nasszelle mit Wäscheturm sowie eine Loggia, die zum parkartigen Innenhof ausgerichtet ist. Ein Reduit ergänzt die grösseren Wohnungen. «Das bestehende Restaurant/Café Pintli wird in den Neubau umziehen. Dafür beleben wir die Räumlichkeiten des ehemaligen Pintli mit Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen», sagt Ronny Fluri von der Bonainvest AG, die die Bauherrenfunktion für die Genossenschaft übernimmt. Auch ein Gemeinschaftsraum ist geplant, der den sozialen Kontakt unter den Bewohnern zusätzlich fördern soll. Der Neubau erhält eine Einstellhalle.

    So kann der bisherige Parkplatz einer Piazza weichen. «Damit schaffen wir eine weitere Begegnungszone und werten das Areal auf. Unser begrünter Park mit einem kleinen Weiher erhält einen Kräutergarten, mehr Sitzgelegenheiten sowie verschiedene Bewegungselemente, die den Bewohnern Anreize bieten sollen», erklärt Fluri weiter. Das umliegende Quartier wird durch Fusswegverbindungen besser vernetzt. Ein Problem gibt es aber noch zu lösen: «Im Gebäude, das ersetzt wird, befindet sich die Heizung für zwei weitere Häuser. Wir würden in Zukunft gerne mit Erdsonden arbeiten. Allerdings laufen derzeit noch verschiedene Abklärungen», sagt Fluri. Wenn dies geschehen sei, könne man die weiteren Gebäude zumindest energetisch sanieren. Bis zum Baubeginn ist noch etwas Zeit: Die Arbeiten sollen 2023 starten. Der Neubau dürfte Ende 2024 bezugsbereit sein.

  • Denkmalgeschütztes Freibad, neu saniert

    Denkmalgeschütztes Freibad, neu saniert

    In drei aufeinanderfolgenden Wintern verwandelt sich das Freibad Solothurn in eine Baustelle. Im ersten Winter, 2019/20, wurde das Sportbecken der Badi Solothurn saniert. Im zweiten und im dritten Winter sind die Hochbauten des Freibads an der Reihe.

    Den beiden Sanierungsetappen der Hochbauten gingen ein Gemeinderatsentscheid, ein Gemeindeversammlungsentscheid sowie eine Volksabstimmung voraus. Bei letzterer stimmte das Volk im Februar 2020 dem Sanierungskredit von 7,8 Millionen Franken mit 86,7 Prozent Ja-Stimmen zu.

    Die Sanierung soll Sicherheitsmängel beheben, die Badi soll barrierefreier werden, Abläufe sollen optimiert und Besucherströme entflochten werden, und es soll mehr Duschen und Toiletten geben. Insgesamt soll das Freibad den Gästen nach der Sanierung mehr Komfort bieten. Da es unter Denkmalschutz steht, müssen die sichtbaren Veränderungen dezent sein.

    Mit dem Start der Badesaison 2021 Mitte Mai war die erste Sanierungsetappe im Freibad Solothurn abgeschlossen. In dieser ersten Sanierungsetappe standen vor allem unterirdische Technikarbeiten an. Die Bausubstanz wurde in Stand gesetzt, Sicherheitsmängel behoben. Zudem wurden in dieser Etappe die nördlich gelegenen Teile des Erweiterungsbaus von 1964 erneuert, wo sich der Eingangsbereich sowie Garderoben befinden. Ebenso startete der Bau neuer Duschen und eines neuen Garderobenbereichs, der in der zweiten Etappe weitergeht.

    Die zweite Etappe der Hochbauten beginnt noch dieses Jahr nach Ende der Badesaison im September 2021. Dann soll der südliche Bauteil des Erweiterungsbaus mit Restaurant, Kiosk, Garderoben, Duschen und Toiletten erneuert werden. Neu soll ein Lift Menschen mit Gehbehinderung den Zugang ins Restaurant ermöglichen.

    Einige Vor- und Nachbereitungsarbeiten können sich mit dem Ende oder dem Start der Badesaison überschneiden. Der Freibadbetrieb soll aber immer möglich sein. Mitte Mai 2022 soll das sanierte Freibad Solothurn in Betrieb gehen.

  • Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Die Tschopp Holzindustrie AG gibt einen Meilenstein beim Bau ihres neuen Sägewerks am Hauptsitz in Buttisholz bekannt. So konnten die Tiefbauarbeiten im Bereich Sägehalle abgeschlossen werden. Nun sollen die Hochbauarbeiten beginnen. Das Gebäude soll eine Länge von 125 Metern, eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 20 Metern aufweisen.

    Das neue Sägewerk soll seinen Betrieb im Frühjahr 2023 aufnehmen. Tschopp Holzindustrie investiert insgesamt 75 Millionen Franken in den Ausbau. Es handelt sich um die bisher grösste Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte.

    Tschopp Holzindustrie ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Lucas Buschauer ist für seine Semesterarbeit vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Das hat die Fachhochschule Graubünden jetzt mitgeteilt. Der Absolvent des Architekturstudiums an der Fachhochschule Graubünden sieht für einige ungenutzte Crotti im Bündnerischen Bondo eine Wiederbelebung als Brauerei vor.

    Die SIA-Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken prämiert schweizweit Diplom- und Semesterarbeiten, die herausragende Konzepte für den vorbildlichen Umgang mit bestehenden Bauwerken und deren Erhalt vorstellen. In diesem Jahr wurden insgesamt elf Arbeiten ausgewählt.

    Buschauers Semesterarbeit sieht eine erneute Nutzung einiger Crotti vor, die 2017 vom Bergsturz verschont wurden. Diese in schattiger Hanglage stehenden kleinen Häuschen wurden einst als natürliche Kühlschränke genutzt. Er möchte sie zu einer Brauerei und zu einem Treffpunkt für das Dorf umbauen. Dabei sind für die einzelnen Crotti verschiedene Nutzungen vorgesehen. So würde etwa das erste Crotto das vorbeifliessende Quellwasser auffangen, zwei weitere würden zu Mälzereien umgebaut. Vier dieser Crotti sind für den Brauprozess vorgesehen. Auch eine Gastwirtschaft und eine Braumeisterwohnung hat er eingeplant.

    „Die Semesterarbeit von Lucas Buschauer besticht durch eine sorgfältige Recherche, eine bestechende Konzeptidee, welche sorgfältig und detailliert umgesetzt wurde sowie überzeugend dargestellt ist“, heisst es in der Begründung der Jury. Wie Studienleiter Christian Auer betont, gehöre neben der architektonischen Gestaltung auch „die Klärung konstruktiver und ökonomischer Fragestellungen zu den Ausbildungszielen unseres Architektur-Studiengangs. Genau dieses Know-how war in dieser Aufgabe gefragt. Es freut mich sehr, dass die Fachhochschule Graubünden mit ihrem Angebot schweizweit konkurrenzfähig ist.“

  • Von der Metallfabrik zum gemischten Quartier

    Von der Metallfabrik zum gemischten Quartier

    Das Wydeneck war über 100 Jahre lang ein geschlossenes Areal und wurde ausschliesslich von der «Schweizerischen Metallwerke AG Dornach» zur Metallverarbeitung genutzt. Swissmetal produziert noch heute und nutzt etwa die Hälfte des Areals. Daneben arbeiten kleine Handwerksbetriebe und produzierende KMUs.

    2015 erwarb die Hiag das Areal in Dornach und begann mit der Planung der künftigen Nutzung. In enger Zusammenarbeit mit Kanton und Gemeinde entwickelte die Eigentümerin eine stimmige Grundlage für die Transformation des Wydeneck. Federführendes Büro für den Testplanungsprozess war das Zürcher Städtebaubüro Feddersen & Klostermann in Zusammenarbeit mit Brühlmann Loetscher . 90 interessierte Anwohner brachten anlässlich eines zweitägigen Mitwirkungsverfahrens ihre Wünsche und Anregungen in den Planungsprozess ein. Auf dieser Grundlage wurde der Masterplan ausgearbeitet und 2018 vom Gemeinderat verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde auch der neue Namen bekanntgegeben: Wydeneck – Metalli im Wandel.

    Zurzeit stehen die arealspezifische Teilzonenplanrevision auf der Agenda und die Ausarbeitung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts. Zentrale Themen sind die Erschliessung des Quartiers mit einer Buslinie, eine eigene S-Bahn-Haltestelle und die Integration des Zubringers zur Autobahn A18. Entlang der Birs soll Bauland rückgezont und der Flussraum revitalisiert werden.

    Die Öffnung des Aerals findet zunächst mittels Übergangsnutzungen statt. So wird Raum für Gewerbe, Freizeit und Kultur geschaffen. Die Angebote sollen Kunden und Besucher anziehen. Mit Beginn der ersten Bauetappe werden diese Nutzungen sukzessive abgelöst oder verlagert. In den kommenden 20 bis 25 Jahren entstehen mehrere Hundert Wohnungen sowie gewerbliche und dienstleistungsorientierte Angebote. Ein Teil der historischen Bestandesbauten wird saniert und bleibt als Zeitzeuge der Industriegeschichte bestehen.

    Das Wydeneck soll ein belebtes, gemischtes und städtisch geprägtes Quartier werden. Rund 1800 Bewohner sowie ein vielfältiges Gewerbe- und Dienstleistungsangebot mit bis zu 400 Arbeitsplätzen sind geplant. Der öffentlich zugängliche Uferpark sowie der Erhalt der historischen Substanz sorgen zudem für das besondere Flair.

  • KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    Zur Eröffnung des KREIS Hauses findet am 4. September ein Tag der offenen Tür statt. Von 13 bis 18 Uhr ist das Synergy Village in Feldbach, auf dem das Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) steht, allen Interessierten zugänglich. Dabei können Bautechniken des KREIS Hauses selbst ausprobiert werden. Zudem wird es einen Markt mit nachhaltigen lokalen Produkten geben.

    Mit dem Bau des klima- und ressourcen-effizienten Suffizienz-Gebäudes wurde im Mai dieses Jahres begonnen. Mit diesem Projekt möchte das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management (LSFM) zeigen, wie Kreislaufwirtschaft auf einer reduzierten Wohnfläche von 40 Quadratmetern umgesetzt werden kann. Wie die ZHAW in ihrer Einladung schreibt, befinde sich in diesem Haus alles im Kreislauf – von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser für die Düngung des Dachgartens.

    Die Forschung entwickle laufend neue kreislauffähige Technologien, Materialien und Konzepte für den Einsatz in Gebäuden, heisst es in der Projektbeschreibung des LSFM. Doch sei der Weg von der Grundlagenforschung bis zur breiten Anwendung langwierig. Deshalb stelle das KREIS Haus einen Raum zur Verfügung, um diese neuen Technologien und Materialien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher steuern mit ihren Rückmeldungen dazu bei, diese zu verbessern.

    Die ZHAW bietet künftig reguläre Besuchstermine an. Sie sind online einsehbar, ebenso wie Termine für regelmässige Workshops zu spezifischen Kreislaufthemen. Die Übernachtungsmöglichkeiten im KREIS Haus sind derzeit ausgebucht. Zudem steht das LSFM für individuelle und kreislauforientierte Bauberatungen zur Verfügung.

  • Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Das Institut für Raumentwicklung (IRAP) der OST – Ostschweizer Fachhochschule hat eine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung für Nachverdichtungsfragen in kleinen Gemeinden veröffentlicht. Sie soll Gemeinden mit weniger als 10’000 Einwohnern unterstützen, selbst eine Siedlungsstrategie anzufertigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Insgesamt 95 Prozent der Gemeinden in der Schweiz haben weniger als 10‘000 Einwohner. Die dementsprechend kleinen Verwaltungen beschäftigen häufig kein Fachpersonal für Raumplanung. Das führt laut Medienmitteilung dazu, dass sich niemand Gedanken über eine qualitätsvolle Siedlungsverdichtung macht. Seit der Revision des Raumplanungsgesetz 2014 dürfen sich Ortschaften allerdings nur noch innerhalb ihres bestehenden Gebietes entwickeln, um Zersiedlung zu verhindern.

    Der kostenlose Leitfaden des IRAP soll hier eine Starthilfe geben. Das Papier umfasst sieben Kapitel auf 40 Seiten und soll Fragen beantworten wie „wieviel Wachstum hat unsere Gemeinde zu erwarten?“, „wo in unseren Bauzonen ist Verdichtung am sinnvollsten?“ und „wie lancieren wir diese Projekte?“.

    „Für qualifizierte RaumplanerInnen sollte es mit dieser Methodik möglich sein, für Gemeinden mit bis zu 10’000 Einwohner innert höchstens 200 bis 300 Stunden Facharbeit und damit für weniger als 50’000 Franken eine Innenentwicklungs-Strategie für das gesamte Gemeindegebiet auszuarbeiten“, wird IRAP-Professor Andreas Schneider in der Medienmitteilung zitiert.

    Die vollständige Methodenanleitung steht online kostenfrei zum Download zur Verfügung.

  • Papieri Biberist – Das Quartier von morgen entsteht heute

    Papieri Biberist – Das Quartier von morgen entsteht heute

    Mitte 2012 erwarb die Hiag das Betriebsgelände der ehemaligen Papierfabrik in Biberist. Das Areal mit rund 277’000 m² Industriefläche diente gut 150 Jahre lang der Papierherstellung. Entsprechend ist es als Industriestandort in der Region bestens verankert und gilt als Entwicklungsgebiet von kantonaler Bedeutung. Das Areal liegt an strategisch optimaler Lage entlang der A1 und A5, zwischen den Metropolitan-Räumen Zürich, Basel und Bassin lémanique. Innerhalb des Industrieclusters Solothurn profitiert das Papieri-Areal von der Vernetzung mit zahlreichen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie einer einmaligen, leistungsstarken Infrastruktur auf dem Areal. Neben der weitgehend gewerblich-industriellen Nutzung sollen auf dem Areal Orte geschaffen werden, wo Arbeit, Kultur und Freizeitnutzungen sowie Wohnen Platz finden können.

    Das Papieri-Areal ist optimal gelegen und soll zur Destination im suburbanen Land werden.

    Belebung des Areals
    In Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kanton wird an der Überführung in einen verbindlichen Teilzonenplan gearbeitet: «Zurzeit läuft die Teilzonenplanrevision, welche den gesamten Arealperimeter umfasst», sagt der zuständige Arealentwickler Michele Muccioli gegenüber Immo!nvest. «Bis zum Erlangen der Rechtskraft des Zonenplans rechnen wir mit 12 bis 18 Monaten. Nachdem in den letzten Jahren drei komplette Papiermaschinen-Linien verkauft wurden, findet aktuell der Verkauf der noch verbliebenen Anlagen statt. Zudem wird die Ansiedlung und Bereitstellung von Nutzflächen weiter vorangetrieben.» Momentan sind rund 20 Unternehmen auf dem Areal angesiedelt, gegen 120 Personen haben ihren Arbeitsplatz auf der Papieri. Angesiedelt sind Firmen aus den verschiedensten Bereichen. Der nächste Schritt ist die Teilöffnung des Areals im Bereich des Bahnhofs Biberist Ost. Ziel sei die Aktivierung und Belebung des Areals. Diese wird gemäss Muccioli jetzt möglich, da die Verkäufe und Demontagen der grossen Maschinen nun abgeschlossen seien.

  • Spinnerei, Mädchenheim und bald Wohnquartier

    Spinnerei, Mädchenheim und bald Wohnquartier

    Der Emmenhof liegt im Zentrum von Derendingen und blickt auf eine vielseitige Geschichte zurück: Diese begann vor 150 Jahren mit der Gründung einer Baumwollspinnerei. 1897 wurde zusätzlich ein Mädchenheim erstellt. 1932 gab es erneut einen Besitzerwechsel: Mit dem Einzug der Scolari AG diente der Emmenhof bis zum Jahr 1973 als Produktionsstätte für Pasta. Ab dann siedelten sich verschiedene KMUs auf dem 50›000 m² grossen Areal an. Auch heute noch finden sich rund 100 Betriebe, die hier ihren Bürostandort oder ihre Lagerhalle haben. Das bislang nur im südlichen Teil bebaute Areal wird vom eigenen Wasserkraftwerk, der markanten Fabrik sowie der ehemaligen Fabrikantenvilla geprägt.

    Die Emmenhof Immobilien AG hat eine grundlegende Transformation des Areals geplant: Bis 2030 soll hier ein neues Quartier mit Wohnangeboten, Freizeiteinrichtungen, diversen Büro- und Gewerbeflächen sowie einem Gastronomiekonzept entstehen. Neben dem Erhalt einiger alleinstehender historischer Gebäude sind mehrere Neubauten geplant. Insgesamt sind 270 Wohnungen projektiert, die sich in ihrer Bauweise an der Geschichte des Areals orientieren.
    Der Zugang zum neuen Quartier wird auf der Südseite durch den «Wollturm» mit zehn Stockwerken, Tiefgarageneinfahrt und einem vorgelagerten Besucherparkplatz markiert. Diesem Zugang folgt der «Baumwollhof», der von zwei Gebäuden umrahmt und vom historischen Fabrikgebäude abgeschlossen wird. Im Norden des Geländes entstehen die Gebäude «Garnwerk», «Turbinenhaus» und «Färberei». Grosszügige Grünflächen und ein direkter Zugang zum Emmenkanal und dem Schluchtbach verleihen dem Quartier einen naturnahen Charakter.

    Die Entwicklung des Areals ist in sechs Etappen geplant. Die erste Etappe ist bereits vollendet und umfasst das Projekt «Spindelgut» im Südwesten. Der Neubau aus der Hand der Architekten Liechti Graf Zumsteg besteht aus drei Trakten mit 14 Wohnungen.

    Die Emmenhof Energie AG ist der Stromproduzent des Areals. Dies ermöglicht den Mietern und Eigentümern, nachhaltige Energie zu beziehen: aus Photovoltaikanlagen, die auf den Dächern der Neubauten installiert werden, und aus Wasserkraft. Warmwasser und Heizung gelangen mittels Fernwärme in die Häuser.

  • Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Das Riverside in Zuchwil vereint das Beste zweier Welten: Urbane Annehmlichkeiten und ländliche Beschaulichkeit. Eigentümerin ist die Swiss Prime Anlagestiftung, die nicht nur bei dieser sensiblen Entwicklung besonderen Wert auf einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt legt. «Zu einer ganzheitlich nachhaltigen Entwicklung dieses ehemaligen Sulzer-Industrieareals gehört für uns ausserdem der regelmässige Austausch mit dem Umfeld und der Gemeinde, um bei der Weiterentwicklung des bestehenden Masterplans auf die aktuellen Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen zu können», sagt Tobias Hossfeld, Head Development bei der Swiss Prime Site Solutions AG, dem Asset Management-Team der Anlagestiftung. Für die baulichen Entwicklungen ist mit Markus Hauri ein waschechter Solothurner mit seinem Team der mha GmbH zuständig. Parallel dazu arbeitet Andreas Brunner mit seinem Team von Wincasa MUSM an der bestmöglichen Bewirtschaftung und Vermarktung des neuen Quartiers, das Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen wie Wohnen, Freizeit und Geschäftsleben bietet. So gesehen sind rund 20 Leute permanent mit dem Riverside-Areal beschäftigt.

    Viel Eigendynamik
    Letztes Jahr entstand die RiverYard-Gartenbeiz im Industrie-Look, die nicht nur viel Zuspruch aus der Region erhielt, sondern auch wunderbar als Marketinginstrument funktioniert. So interessierten sich viele Gäste schon für eine Mietwohnung, obwohl noch nicht einmal der Rohbau fertig war. «Eine solch rasante Eigendynamik hätten wir nicht erwartet», sagt Leo Smeets, Head Letting bei der Swiss Prime Site Solutions AG. Er glaubt, dass diese Entwicklung in Zukunft anhalten wird. Auch der Gastronom möchte gerne langfristig auf dem Areal bleiben und arbeitet dafür mit dem Entwicklungsteam bereits an neuen Ideen. Auch im Bereich Wohnen wird die Entwicklung mit Umsicht und Kontinuität vorangetrieben. Verschiedene Projekte sind entsprechend der anhaltenden Nachfrage in Ausarbeitung und werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

    Nähe zum Quartier
    Aktuell freut sich das Riverside-Management über Anfragen anderer Interessenten, etwa aus dem Retail- und Dienstleistungsbereich oder der Gastronomie. So gesehen funktioniert die Entwicklung vom einstigen Industrieareal zum lebendigen, vielfältigen Quartier sehr gut. Immer mehr Leute erkennen gemäss Hauri die Qualitäten des Areals und können eine Nähe aufbauen. Auch haben die Auswirkungen der Pandemie nur zu wenigen Veränderungen bei Mietanfragen geführt.