Kategorie: Projekte

  • Forscher wollen Turm drucken

    Forscher wollen Turm drucken

    Das Bündner Dorf Mulegns am Julierpass soll eine neue Kulturstätte erhalten: Giovanni Netzer, Theaterintendant und Gründer des Origen-​Kulturfestivals, will einen neuen weissen Turm bauen lassen. Dieser soll 23 Meter hoch werden und vier Etagen umfassen. Ganz oben soll unter einer Kuppel eine Bühne für Aufführungen entstehen. Das Aussehen des Turms soll an die Bündner Zuckerbäcker-​Tradition erinnern.

    Beim Bau des Turms will Netzer auf digitale Bautechnologien setzten. Dafür arbeitet er mit Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zusammen. Entworfen und geplant wird der Turm von ETH-​Professor Benjamin Dillenburger und Michael Hansmeyer aus der Forschungsgruppe Digitale Bautechnologien zusammen mit der Origen Stiftung von Netzer. Ausserdem sind mit Robert Flatt, Walter Kaufmann und Andreas Wieser drei weitere ETH-​Professoren des Nationalen Forschungsschwerpunkts Digitale Fabrikation beteiligt.

    Die Bauteile des Turms sollen mit einem 3D-Drucker vor Ort hergestellt werden. Bei diesem Prozess können Interessierte zuschauen. Roboter sollen aus diesen Teilen dann den Turm bauen. Laut einer Mitteilung der ETH wird der Turm eine der höchsten Strukturen werden, die jemals 3D-gedruckt und von Robotern gebaut wurden. Die Bauweise mittels 3D-​Druck ermögliche es, komplexe Geometrien herzustellen und Rohmaterialien sparsam einzusetzen.

    Bei der Vorstellung des Projekts am Dienstag war auch Bundespräsident Guy Parmelin präsent. Der Baustart ist für April 2022 vorgesehen. Ausserdem ist auch der Rückbau schon eingeplant. So können die Betonelemente zu einem späteren Zeitpunkt wieder voneinander getrennt werden. Theoretisch könnte der Turm dann einem anderen Ort wieder aufgebaut werden.

  • Bauprojekt Cosmos geht an Immobilienfonds

    Bauprojekt Cosmos geht an Immobilienfonds

    Mobimo veräussere sein baubewilligtes Projekt Cosmos in Dübendorf an einen von der Credit Suisse verwalteten Immobilienfonds, informiert das Luzerner Immobilienunternehmen in einer Mitteilung. Im Jahr 2000 hatte Mobimo das entsprechende Grundstück an der Zürichstrasse erworben. Anstelle des damals vorhandenen Geschäftshauses sollen nun vier neue Gebäude mit insgesamt rund 170 Wohnungen sowie für Büros, Gewerbe oder Verkauf nutzbaren Flächen entstehen.

    Der Beginn der Bauarbeiten ist für diesen Monat vorgesehen. Im Spätsommer 2023 sollen die dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS Gold) und dem Gütesiegel greenproperty entsprechenden Bauten fertiggestellt sein. Dabei werde unter anderem je eine Photovoltaikanlage und eine Erdsonde installiert, erläutert Mobimo.

    „Aus einem Anlageobjekt mit Potenzial haben wir ein überzeugendes Neubauprojekt entwickelt“, wird Mobimo-CEO Daniel Ducrey in der Mitteilung zitiert. „Cosmos ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von aktivem Portfoliomanagement und interner Entwicklungskompetenz.“

  • Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten der Hächler-Gruppe haben in Baden einen Wasserschaden am Stadtturm repariert. Der Schaden war laut Medienmitteilung des Baukonzerns aus Wettingen in 30 Metern Höhe entstanden und hatte das gesamte Tuffstein-Mauerwerk mit Wasser gesättigt.

    Um nach Beendigung der Reparatur solche Wasserschäden in Zukunft zu vermeiden, werde modernste Technologie an dem historischen Bau eingesetzt. Es werde jedes Jahr eine Kontrolle der Abflüsse mittels einer Drohne geben, heisst es in der Mitteilung.

    Reto Schwitter – Polier, Umbau und Renovation Historische Bauten bei Hächler – berichtet in der Medienmitteilung den Hergang. Am 22. Dezember habe die Abteilung Umbau und Renovation der Hächler AG eine Notfallnachricht mit der Information erhalten, dass Grundputzstücke vom Stadtturm Baden herunterfallen. Der Schaden wurden am nächsten Morgen mithilfe der Auto-Drehleiter der Stützpunktfeuerwehr Baden in 30 Metern Höhe begutachtet.

    Die Schadstelle sei gereinigt worden, aber der viele Schnee und Regen in den darauffolgenden drei Wochen, gefolgt von Nachtfrost hätten den Schaden verschlimmert und weitere Putzstücke fielen herunter, berichtet der Polier. Im Januar musste ein Schutznetz montiert werden. Im März wurde der Stadtturm von den Hächler-Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten eingerüstet. Dabei wurde das voll Wasser gesogene historische Baumaterial ausgemacht. Nach einer Austrocknungsphase konnte der Aufbau wieder erfolgen, berichtet Polier Schwitter. Nun müsse noch eine neue Dachrinne angebracht werden und dann gelte es, den Badener Stadtturm in 30 Metern Höhe regelmässig zu kontrollieren – per Drohne.

  • Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Die Überbauung der Umwelt Arena in Männedorf hat vom Bundesamt für Energie den Watt d’or 2021 erhalten. Die beiden Mehrfamilienhäuser in Männedorf können ihren Energiebedarf über Photovoltaikmodule an Fassaden und Dächern und zwei Windräder decken. Ihre Bewohner sind dadurch bis zu einer Obergrenze von Strom- und Heizkosten befreit.

    Nun legt die Umwelt Arena mit einem neuen Leuchtturmprojekt nach. In Urdorf sollen drei weitere energieautarke Wohngebäude realisiert werden, wird in einem Beitrag auf energeia+ erläutert. Der Blog des Bundesamts für Energie wird die Umsetzung des Projekts in einer losen Serie von Beiträgen begleiten. Im ersten Beitrag erläutert Walter Schmid, Investor und Initiant der Umwelt Arena, die geplante Überbauung.

    Wie bereits in Männedorf werden auch die Überbauungen in Urdorf ihre Energie selbst produzieren, erklärt Schmid. „An der Fassade, auf dem Flachdach oder der Einfahrt in die Tiefgarage sind Photovoltaik-Anlagen installiert.“ Im Sommer produzierte überschüssige Energie soll dabei ins Gasnetz eingebracht und im Winter zurückbezogen werden. Um das Gas wieder in Strom und Wärme zu verwandeln, wird in die Keller der Gebäude eine Hybridbox installiert. Bis zu einer Obergrenze sollen die Mieter der Wohngebäude von Strom- und Heizkosten befreit werden.

    In der Broschüre zum Projekt wird die Überbauung in Urdorf als „nationales Zukunftsprojekt“ bezeichnet. Denn das Projekt solle zeigen, „dass es sich lohnt, energieeffizient zu bauen und alle dabei gewinnen“, meint Initiator Schmid. Männedorf habe bereits gezeigt, dass die Idee funktioniere, das grösser angelegte Projekt in Urdorf solle sie „noch günstiger, ökonomischer machen“. Denn nur so könnten Nachahmer gewonnen werden.

  • ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    ImmoScout24 lanciert Plattform für Neubauprojekte

    Eine Plattform mit klarem Fokus auf die spezifischen Vermarktungsbedürfnisse von Neubauprojekten fehlte im Schweizer Immobilienmarkt bislang. ImmoScout24 schliesst diese Lücke: Ab dem 1. Juni 2021 steht Immobilienprofis und Suchenden auf ImmoScout24.ch/Neubau ein dedizierter Bereich für Neubauprojekte zur Verfügung. Damit bietet das Unternehmen seine gesamte Vermarktungsstärke für die Bewerbung von Schweizer Neubauten an.

    Zielgenaue Interessentenansprache

    Die Plattform garantiert Inserenten maximale Sichtbarkeit und zielgenaue Interessentenansprache. Suchende profitieren davon, passende Angebote schneller zu finden. Der Menüpunkt «Neubau» ist für BesucherInnen von immoscout24.ch auf den ersten Blick sichtbar und verweist auf die Plattform für Neubauten. Auch in der regulären Suchergebnisliste fallen Neubauten durch ein Label auf. So können komplette Neubauprojekte oder auch einzelne Wohneinheiten noch schneller gefunden und damit einfacher verkauft und vermietet werden. Dass speziell auf Inserenten Seite das Bedürfnis nach der neuen Plattform besteht, weiss Martin Waeber, COO von Scout24: «ImmoScout24 ist eine starke, vertrauenswürdige Marke. Wenn Kundinnen und Kunden unsere Vermarktungs- und Vermietungsprozesse nutzen, profitieren sie direkt von unserer Reichweite», so Waeber.

    Stärkere Leadperformance durch KI-Push

    Die Seite ImmoScout24.ch/Neubau stärkt die Leadperformance der Objekte mit neuster Technologie und Künstlicher Intelligenz. Vom Start an arbeitet im Hintergrund eine datengetriebene Empfehlungsmaschine des ImmoScout24-Kooperationspartners Homsters. Die Insertion erfolgt über die CRM-Schnittstellen der Kundinnen. Dazu arbeitet die Plattform mit dem Tochterunternehmen CASASOFT zusammen.

    Dass das Projekt von Erfolg gekrönt sein wird, dessen ist sich Waeber sicher: «Wir beschleunigen den Vermarktungsprozess, machen ihn kosteneffizienter und sorgen für Transparenz. Neubauentwickler und -agenturen haben so die Möglichkeit, ein ganzes Projekt, einschliesslich individueller Projektwebseiten, zu veröffentlichen. Damit kann ihre Markenwahrnehmung gezielt ausgebaut werden.»

    Neues Beratungsteam für Neubauprojekte

    Um die Neubau-Plattform voranzutreiben, setzt ImmoScout24 auf ein starkes Sales-Team, das gezielt für das Projekt geschaffen wurde. «Es freut uns sehr, seit dem 1. April 2021 Daniel Bruckhoff als Head of Sales Neubau an Bord zu haben. In dieser Rolle wird Daniel Bruckhoff den Vertrieb für den Bereich Neubau verantworten», so Waeber. Als ausgewiesener Immobilienspezialist hat Bruckhoff langjährige Erfahrung im Online-Marketing und war zuletzt als Business Developer tätig. Er führt ein Sales-Team von zwei Personen. Dank der neuen Plattform konnten bisher vier Arbeitsplätze geschaffen werden, weitere werden folgen.

  • JED gewinnt Designpreis

    JED gewinnt Designpreis

    Die Immobilienentwicklung JED in Schlieren konnte bei einem internationalen Architekturwettbewerb überzeugen. Sie hat den Silver Award bei der A’​ Design Award and Comeptition erhalten. Im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs wurden 2094 Gewinner aus 108 Ländern und in 104 Designdisziplinen gekürt.

    JED wurde für seine Innenarchitektur geehrt, wie aus einer Mitteilung des Immobilienentwicklers Swiss Prime Site bei LinkedIn hervorgeht. Hinter dem Design steht neben Swiss Prime Site auch das Zürcher Architekturbüro Evolution Design.

    JED ist auf dem ehemaligen Druckzentrum der „Neuen Zürcher Zeitung“ in Schlieren entstanden. Die Entwicklung bietet Raum für Arbeitsplätze und Veranstaltungen. JED sieht sich selbst als ein „Zentrum für Wissenstransfer, Innovation und Unternehmertum“.

    „Das Projekt zeigt, wie Industrieräumlichkeiten in attraktive Destinationen transformiert werden können, welche die lokalen (Wirtschafts-)Aktivitäten revitalisieren und eine Plattform für Unternehmertum schaffen”, heisst es seitens der Jury der A’​ Design Award and Competition. Das architektonische Konzept hebe die Besonderheiten der einzelnen Hallen hervor und verleihe der ursprünglichen Bausubstanz ein zeitgemässes Profil. Ausserdem seien die Räume so gestaltet, dass sie Wissenstransfer, Kreativität und Innovation ermöglichen, lobt die Jury.

    Das Ziel der A’​ Design Award and Competition ist es, besondere Architekturprojekte aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Damit sollen neue Projekte inspiriert werden.

  • „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    Die Baubewilligung für die Wohnüberbauung Gupfengarten in Niederweningen ist jetzt rechtskräftig. Der Bau auf einem gut erschlossenen Areal südlich des 3000-Einwohner-Dorfes soll laut Medienmitteilung im Spätsommer beginnen. Das Projekt wird vom Zürcher Projektentwicklerin Steiner AG im Auftrag der Evostate Immobilien AG realisiert.

    Das Projekt Gupfengarten umfasst 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen. Es soll bis im 3. Quartal 2023 fertiggestellt sein. Für die Architektur zeichnet Graf Biscioni Architekten AG verantwortlich.

    Othmar Ulrich, Leiter Immobilienentwicklung der Region Ost bei der Steiner AG, verweist in der Medienmitteilung darauf, dass die Vermarktung der Wohnungen schon im letzten Jahr begonnen hat. „Mit der rechtskräftigen Baubewilligung ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht“, so Ulrich. Die 36 Reiheneinfamilienhäuser mit 4,5 und 5,5 Zimmern verfügen nach diesen Angaben über einen eigenen Privatgarten und sind kinderfreundlich gestaltet. Die 21 Etagenwohnungen im Stockwerkeigentum mit 2,5 bis 4,5 Zimmern haben einen gedeckten Aussenbereich. Die als verkehrsfrei angelegte Siedlung hat eine Tiefgarage mit direktem Zugang zu den Wohneinheiten.

    Das Projekt Gupfengarten setzt auf Nachhaltigkeit mit Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Die Gebäudehülle wird in Holzbauweise für optimale Wärmedämmwerte erstellt. Die Überbauung Gupfengarten liegt in Gehdistanz zum Bahnhof. Von dort sind es mit dem Zug 35 Minuten ins Zentrum von Zürich.

  • Modernstes Schweizer Sägewerk ist im Bau

    Modernstes Schweizer Sägewerk ist im Bau

    Die Tschopp Holzindustrie AG in Buttisholz investiert 75 Millionen Franken, um ihr mittlerweile 21 Jahre altes und überlastetes Sägewerk zu ersetzen. Auf 20’000 Quadratmetern soll nach Unternehmensangaben das modernste Sägewerk der Schweiz entstehen. Der Betrieb wird in dritter Generation von den Brüdern Ronald und Daniel Tschopp geleitet.

    Mit dieser Investition setze die Tschopp Holzindustrie AG ein wichtiges Zeichen für die inländische Holzbranche, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit könnten dem Markt langfristig mehr Holzwerkstoffe aus Schweizer Holz bereitgestellt werden.

    Das neue Werk ist auf 300’000 Kubikmeter Rundholz ausgelegt. Sie sollen vom Rundholzplatz im Einschichtbetrieb und von der Sägelinie samt Sortierwerk und Stapelanlagen in maximal zwei Schichten bewältigt werden. Auch künftig würde die Holzart Fichte/Tanne aus einheimischen Wäldern verarbeitet. Dabei setze Tschopp auch weiterhin auf die „langjährige und professionelle Partnerschaft mit den bewährten Rohholzlieferanten“.

    Die Tschopp Holzindustrie AG ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. In beiden Bereichen sei Tschopp Marktführer in der Schweiz.

    Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • Implenia baut U-Bahn-Station in Stockholm

    Implenia baut U-Bahn-Station in Stockholm

    Die Implenia AG ist von der Region Stockholm beauftragt worden, die blaue U-Bahn-Linie Stockholms zu erweitern. Der Bau- und Immobiliendienstleister soll den neuen U-Bahnhof Sofia mit dazugehörigen Aufzugsschächten, zwei eingleisigen Tunneln für die U-Bahn sowie einem parallelen Servicetunnel bauen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Auftrag habe einen Wert von rund 110 Mio. Franken.

    Die neue U-Bahn-Station Sofia in der Nähe des Stigbergsparken sei mit ihrer Lage rund 100 Meter unter der Erde eine der tiefsten U-Bahn-Stationen der Welt. Acht Hochgeschwindigkeitsaufzüge sollen Pendler in 30 Sekunden zu den Bahnsteigen und zu den Ausgängen befördern. Die Bauarbeiten sollen im Sommer dieses Jahres beginnen und bis Ende 2025 andauern.

    Für Implenia ist der neue Auftrag eine Fortsetzung des Tunnels London Viadukt, mit dessen Bau die Firma 2019 von der Region Stockholm betraut wurde. Die Arbeiten daran laufen derzeit und bereiten den Weg zu den künftigen Haupttunneln von Sofia. „Es ist eine Ehre, ein weiteres Tunnelprojekt dieser Grössenordnung zu übernehmen – ein komplexes, multidisziplinäres Projekt, das perfekt zu unserer Expertise passt“, wird Per Linden, Präsident der Implenia-Niederlassung Schweden, in der Medienmitteilung zitiert.

    Mit den Vorbereitungsarbeiten am London Viadukt könnten die Tunnelbauexperten sicherstellen, dass Sofia sicher und effizient gebaut werde. Implenia ist vor allem für die Umsetzungsarbeiten und die Planung der Betonarbeiten verantwortlich. Die Gesamtplanung obliegt der Stockholmer Bauherrin.

  • Zirkulit-Beton wird erstmals ausgeliefert

    Zirkulit-Beton wird erstmals ausgeliefert

    In Stadel ist der kreislauffähige Beton zirkulit erstmals ausgeliefert worden. An der Hinterdorfstrasse entstehen damit drei Mehrfamilienhäuser. „Mit der Lieferung der ersten Kubikmeter zirkulit-Beton beginnt das zirkuläre Zeitalter“, schreibt das neu gegründete Unternehmen, das sich genauso nennt wie sein Produkt, in seiner Medienmitteilung.

    Dank des Einsatzes von 1850 Kubikmeter zirkulit-Beton spare die Bauherrin EBI Immobilien 3260 Primärrohstoffe. Zudem reduziere sie den CO2-Fussabdruck des Bauprojekts um 18’500 Kilogramm. Dies werde dadurch erreicht, dass eine „neuartige Technologie“ CO2 im Beton speichere.

    Dieser Baustoff „gibt mir die Möglichkeit, beim grössten Einflussfaktor, dem Beton, eine deutliche Reduktion zu erzielen“, wird Sarah Heinle von EBI Immobilien in der Mitteilung zitiert. „Wir hoffen, dass weitere Bauherrschaften nachziehen, damit wir gemeinsam die ehrgeizigen Umweltziele erreichen.“

    Theoretisch, so zirkulit, könne die Bauwirtschaft jährlich 7,5 Millionen Tonnen Bauabfall beseitigen und gleichzeitig über 42 Millionen Kilogramm CO2 im Beton speichern. Die Technologie sei marktreif und die nationale Expansion gestartet.

  • Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Das Functional Genomics Center Zurich (FGCZ) der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhält am Campus Irchel einen Neubau. Spatenstich ist im Mai. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung zeichnet als Totalunternehmer Implenia AG Schweiz zusammen mit der SAM Architekten AG Zürich. Sie hatten mit ihrem Projekt ein Auswahlverfahren des kantonalen Hochbauamtes Zürich im März gewonnen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach ist ein neues Laborgebäude von 1300 Quadratmetern geplant. Dieses bietet Platz für 20 verschiedene Raumtypen. Darin sollen Hightech-Geräte untergebracht werden, die unterschiedliche Anforderungen an Raumklima, Temperatur, Strombedarf und Verfügbarkeit stellen.

    Neben den Laboren entsteht auch ein neuartiges Bürokonzept, welches unterschiedliche Möglichkeiten der Gemeinschaft und Privatheit bietet. Diese neue Arbeitsumgebung soll den Genomforschern sowie externen Nutzenden die Arbeit erleichtern, heisst es in der Medienmitteilung. Läuft alles nach Plan, könnten die 80 Mitarbeitenden des Functional Genomics Center Zurich im Sommer 2022 umziehen.

    Das alte Gebäude der Genomforschenden am Campus Irchel wird unterdessen freigemacht für eine Zwischennutzung. Ab 2023 sollen dort drei Mittelschulen des Kantons Zürich einziehen. Nach etwa zehn Jahren sollen die Gebäude renoviert und wieder für universitäre Zwecke übergeben werden.

    Dementsprechend handelt es sich bei dem neuen Laborgebäude um ein Provisorium. Es besteht aus Modulen, die leicht zurückgebaut und wiederverwertet werden können. Denn: Nach 15 Jahren sollen die Wissenschaftler zurück in ihr angestammtes Gebäude ziehen.

  • St.Gallen erhält neues Hotel

    St.Gallen erhält neues Hotel

    Die HRS Real Estate AG beginnt am 26. April mit den Arbeiten im Rahmen der Renovierung der Villa Wiesental und eines Hotel-Neubaus, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die Baubewilligung sei jüngst bei HRS und der Pensionskasse Stadt St.Gallen eingegangen. Da aufgrund der Corona-Lage auf einen symbolischen Spatenstich verzichtet wird, planen die Initianten eine feierliche Grundsteinlegung für den Juni.

    Die Kombination von Villa Wiesental-Renovierung und Hotel-Neubau sei eine „vorzügliche städtebauliche Lösung“, so HRS Real Estate. So werde sowohl dem historischen Bauwerk als auch der urbanen Entwicklung im Quartier Bahnhof Nord Rechnung getragen. Nach der Renovierung möchte die Pensionskasse Stadt St.Gallen repräsentative Büroräumlichkeiten in der Villa Wiesental anbieten.

    Das neue Hotel wird nach der geplanten Bauzeit von zwei Jahren von der Hotel Wiesental St.Gallen AG betrieben. Es wird über rund 100 Zimmer verfügen. Sowohl der Parkbereich des Hotels als auch das öffentlich zugängliche Erdgeschoss sollen zur Belebung und Aufwertung des Quartiers beitragen.

  • Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Mitte Februar vergangenen Jahres fand der Spatenstich für das Hotel Rotbuche in Rapperswil-Jona statt. Die drei Anforderungen und Vorgaben an die Energieversorgung und an das Energiesystem für das neue Hotel waren klar: Energieeffizienz, Ökologie und Komfort. Um diese Vorgaben umzusetzen, wurden als Energiequelle für die Wärmepumpe Erdwärmesonden gebohrt und in Zusammenarbeit mit der Energie Zürichsee Linth (EZL) ein nachhaltiges Energiekonzept erarbeitet. Die EZL wird auch die Gebäudetechnik als Contractor betreiben und warten.

    Massnahmen zur Wärmerückgewinnung
    «Über die reversible Wärmepumpe kann Wärme für Heizzwecke und für das Brauchwarmwasser bereitgestellt werden», erklärt Roman Fausch, Projektleiter Energiedienstleistungen bei der EZL. Im Sommer bestehe die Möglichkeit, das Gebäude energieeffizient direkt über Erdwärmesonden zu kühlen, so der Fachmann. Bei hohem Kühlbedarf besteht zusätzlich die Möglichkeit, Kälte von der reversiblen Wärmepumpe zu nutzen. Weiter werden verschiedene Massnahmen zur Wärmerückgewinnung verbaut und dank einer intelligenten Steuerung auch bedarfsgerecht geregelt. «Im Zusammenhang mit Energie und Nachhaltigkeit ist es für uns eines der nachhaltigsten Hotelprojekte, welches wir planen und realisieren durften», sagt Stefano Ghisleni, Generalplaner der Ghisleni Partner AG, mit Sitz in Rapperswil, Zürich, St. Gallen und Zug.

    Beim Moxy Hotel Rotbuche stammt die natürliche Wärme aus rund 200 bis 250 Meter Tiefe. Die 23 Sonden, verteilt über die gesamte Baufläche, entziehen dem Erdboden 10 bis 15 Grad. Die Wärme wird durch eine Trägerflüssigkeit in die Wärmepumpe im Gebäude eingespeist und umgewandelt. So gelangt sie ins Heiz- und Klimasystem des Hotels. Die gesamte Länge des Erdsonden-Leitsystems misst mehr als fünf Kilometer.

    Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad
    Die Projektverantwortlichen betonen, dass der Grundbedarf für die Raumkühlung in den wärmeren Jahreszeiten im Hotel Rotbuche mit dem umweltschonenden Free-Cooling-System gedeckt werden kann. Damit sei eine Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad möglich. Dies hat einen positiven Nebeneffekt: Die abgeführte Wärme wird wiederum in den Erdsonden zwischengespeichert und kann für die Warmwasseraufbereitung oder im Winter für die Wärmeeinspeisung genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird für das Betreiben der Wärmepumpe installiert. Sie soll mit rund dreissig Prozent ausreichend Deckung bieten, um einen Teil des geforderten Strombedarfs zu decken. «Der massvoll gesteuerte Ausgleich von Wärme und Kälte macht ein kontinuierliches Raumklima ohne massive Temperaturschwankungen möglich», sagt Projektleiter Roman Fausch. Die ersten Gäste können dies ab kommenden Herbst selber fühlen. Zu diesem Zeitpunkt soll das neue Hotel «Rotbuche» mit seinen 86 Zimmern eröffnet werden. ■

  • Sonova weiht Null-Energie-Gebäude ein

    Sonova weiht Null-Energie-Gebäude ein

    Die Sonova Holding AG habe im Freiburger Murten eines der ersten Null-Energie-Firmengebäude realisiert, schreibt der Hörgerätehersteller aus Stäfa in einer Mitteilung. Das neue Wireless Competence Center wird 180 Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Phonak Communications beherbergen und der Entwicklung miniaturisierter Kommunikations- und Gehörschutzsysteme dienen, heisst es dort weiter. Der Neubau ist Teil des Nachhaltigkeitsprogramms von Sonova. Bis Ende Jahr will der Hörgerätehersteller seinen kompletten Geschäftsbetrieb CO2-neutral gestaltet haben.

    „Als eines der ersten Null-Energie-Firmengebäude der Schweiz“ gehöre der Neubau in Murten „gleichzeitig auch zur ersten Generation von CO2-neutralen Gebäuden weltweit“, wird Sonova-CEO Arnd Kaldowski in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge passt sich das Gebäude dem jeweiligen Aussenklima an, so dass die Temperatur im Inneren stets zwischen 21 und 26 Grad liegt. Hohe und perfekt angepasste Fensterflächen garantieren einen maximalen natürlichen Lichteinfall und regulieren über steuerbare Lüftungsflügel die Lufterneuerung. Die Luftfeuchtigkeit wird über mit Sumpfkalk verputzte Wände und Decken geregelt.

    Eine auf dem Dach des Gebäudes installierte Photovoltaikanlage werde jährlich rund 260’000 Kilowattstunden Strom erzeugen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dies ist mehr als Sonova für den Betrieb seines Competence Centers benötigt. Der überschüssige Strom soll in das Stromnetz eingespeist werden.

  • JED bekommt Neon und Ikonen

    JED bekommt Neon und Ikonen

    Das JED in Schlieren soll um Kunst am Bau ergänzt werden, informiert ein entsprechender Bericht auf dem Internetauftritt des Zentrums in Schlieren. Kunst am Bau sei identitäts- und sinnstiftend und weise den Weg, heisst es dort eingangs. Für die Realisierung der Kunstwerke im JED hat die Eigentümerin Swiss Prime Site die Künstler Roland Ammann und Gregory Gilbert-Lodge verpflichtet.

    Glasbläser Roland Amman kommt vom Neonhaus Ammann und hat sich nach der Umstellung der Lichtwerkbranche von Neon auf LED der Kreation dreidimensionaler Kunstwerke aus Neon gewidmet. Für das JED wird er drei übergrosse Buchstaben, ein J, ein E und ein D erschaffen. Das erste Kunstwerk hat Amman bereits an der Decke der Barista Bar Jake installiert. Das auf den ersten Blick wie ein fragiles leuchtendes Knäuel wirkende Objekt entpuppe sich bei genauerem Hinsehen als ein J, heisst es im Bericht. „Ich mag es, wenn meine Kunst mehrere Ebenen hat und das Verborgene erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar wird“, wird Künstler Ammann dort zitiert.

    An der Wand der Barista Bar können Besuchende auch bereits das erste Kunstwerk von Gregory Gilbert-Lodge im JED betrachten. Der unabhängige Illustrator hat die Bar mit einem in Grün gehaltenen übergrossen Porträt ihres Namensgebers Jake versehen. Jake soll das Gebäude J repräsentieren und der Bar „ein Antlitz“ geben, heisst es im Bericht.

    Für die Gebäude E und D hat Gilbert-Lodge Porträts von Eve und Didi entworfen. „Die fiktiven Figuren im JED sollen als Ikonen wirken“, erläutert der Künstler im Bericht. Die von ihnen verkörperten Werte und Vorstellungen, „gar ein Lebensgefühl“, würden die Ikonen den einzelnen Gebäuden mitgeben, meint Gilbert-Lodge.

  • Implenia saniert Stadtautobahn St.Gallen

    Implenia saniert Stadtautobahn St.Gallen

    Das Bundesamt für Strassenbau hat die ARGE Stadtautobahn mit der Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen zwischen den Anschlüssen St.Gallen West und St.Gallen Ost beauftragt, erläutert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon ist mit 30 Prozent an der ARGE Stadtautobahn beteiligt. Implenia wird bei der Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen neben Bauleistungen auch die kaufmännische Leitung des Projekts übernehmen.

    Die Instandsetzungsarbeiten sollen Ende Mai begonnen und bis Ende 2024 abgeschlossen werden, erläutert Implenia in der Mitteilung weiter. In diesem Zeitraum werden Beläge, Entwässerung, Randabschlüsse und Lärmschutzwände erneuert sowie einige Brücken, Galerien, Stützkonstruktionen und der Tunnel Stephanshorn saniert. Zudem ist der Neubau einer Passerelle geplant.

    „Die Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen ist ein komplexes Grossprojekt“, wird Christian Späth in der Mitteilung zitiert. Der Head Division Civil Engineering Implenia freut sich darauf, bei der Ausführung des Projekts „das geballte Know-how von Implenia im Brücken-, Tunnel- und Strassenbau mit unserer umfangreichen Erfahrung in der Steuerung grosser Infrastrukturprojekte kombinieren zu können“.

  • ETH Zürich hilft beim Bau des Zuger Holzhochhauses

    ETH Zürich hilft beim Bau des Zuger Holzhochhauses

    Auf dem Areal Suurstoffi in Risch Rotkreuz soll ein zehnstöckiges Bürogebäude mit Holzbauteilen entstehen. Mit 80 Meter Höhe wird es eines der höchsten Holzhäuser überhaupt werden, wie die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einem Artikel schreibt. Für den Bau ist auch viel Grundlagenforschung nötig. Aufgrund des Brandschutzes ist eine solche Bauweise in der Schweiz überhaupt erst seit 2015 erlaubt.

    Die Grundlagenforschung für den Neubau wird dem Artikel zufolge in der Bauhalle der ETH auf dem Hönggerberg betrieben. Dort wird beispielsweise simuliert, wie sich der Holzbau bei starkem Wind verhalten würde. Computermodelle reichen für solche Simulationen nicht immer aus. Deswegen werden in der Bauhalle der ETH Versuche durchgeführt. „Etwas zu testen, bedeutet bei uns meist, es so lange zu belasten, bis es zerstört ist“, erklärt Dominik Werne, Leiter der Bauhalle, im Artikel. Insbesondere bei Innovationen müssten Computermodelle über Versuche validiert werden, fügt Andrea Frangi, Professor für Holzbau am Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH, hinzu.

    Derzeit werden in der Bauhalle etwa Tests zum Tragwerk des Zuger Hochhauses durchgeführt. Dieses wird vom Zürcher Ingenieurbüro WaltGalmarini geplant und vom Generalunternehmer Implenia gebaut. Nach den Tests an der ETH entscheiden die Forscher gemeinsam mit Ingenieuren von WaltGalmarini, welche Systeme Implenia beim Bau verwenden soll.

  • Stadt Baden startet Revision der Nutzungsplanung

    Stadt Baden startet Revision der Nutzungsplanung

    Mit der Startveranstaltung am Samstag, 29. Mai, beginnt die Mitwirkung der Badenerinnen und Badener an der Revision der Nutzungsplanung der Stadt Baden. Diese Revision soll laut Medienmitteilung in mehreren Phasen ablaufen und bis 2025 ein Ergebnis bringen, das dann dem Einwohnerrat und dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

    Nach 25 Jahren, in denen verschiedene Teilrevisionen stattgefunden haben, sei es an der Zeit, eine Gesamtrevision vorzunehmen, heisst es in der Mitteilung. Dabei geht es um die bauliche Entwicklung angesichts des erwarteten Wachstums und die Wirkungen auf Siedlung, Verkehr und Freiraum. Richtschnur für die Gesamtrevision bildet das Raumentwicklungskonzept 2040 der Stadt Baden. Der Richtplan des Kantons Aargau prognostiziert für die Stadt Baden von 2013 bis 2040 ein Bevölkerungswachstum von plus 34 Prozent oder 6330 Personen. Gleichzeitig ist Baden in der Richtplankarte als wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung aufgeführt.

    Die Bevölkerung soll bei der Revision der Nutzungsplanung aktiv mit einbezogen werden, heisst es in der Mitteilung. Unter dem Motto „Baden wird“ finden regelmässig Informationsanlässe, Dialogveranstaltungen, Spaziergänge und Workshops statt.  Alle Informationen zur Teilnahme finden sich auf der seit Mittwoch freigeschalteten Internetseite wiewird.baden.ch.

    Die Revision der Nutzungsplanung befindet sich aktuell in der ersten Phase, die in diesem Frühling Ablauf und Grundlagen festlegt. In der zweiten, gut zweijährigen Phase wird der Entwurf der neuen Nutzungsplanung erstellt. In der dritten Phase ab 2023 findet die formelle Mitwirkung und öffentliche Auflage statt, mit der Möglichkeit, Eingaben und Einwendungen zu machen. Abgeschlossen wird die dritte Phase durch die Verabschiedung der Nutzungsplanungsrevision durch den Stadtrat, wird in der Medienmitteilung erläutert. In Phase vier genehmigt der Einwohnerrat und der Regierungsrat die revidierte Nutzungsplanung.

  • Siegerprojekt aus Studienauftrag Weiterentwicklung Aeschbachquartier Aarau

    Siegerprojekt aus Studienauftrag Weiterentwicklung Aeschbachquartier Aarau

    Siegerprojekt aus Studienauftrag Rockwell-Areal bekannt

    Das Rockwell Areal gehört zum Westteil des Torfelds Süd und wurde von Mobimo im Jahr 2001 erworben. Anfang 2022 will die Rockwell Automation GmbH am Standort Aarau ihre Produktion aufgeben. Nur die Bereiche Forschung und Entwicklung verbleiben am langjährigen Sitz. Somit wird ein grosser Teil des Areals frei – und die Weiterentwicklung des Aeschbachquartiers kann angepackt werden.

    Stand heute umfasst das Aeschbachquartier 167 Mietwohnungen, 92 Eigentumswohnungen, die Aeschbachhalle, den Oehlerpark sowie Gewerbeflächen. Die vom renommierten niederländischen Architekten und emeritierten ETH-Professor Kees Christiaanse entworfenen städtebaulichen Leitlinien und die damit verknüpfte Vision des «Urban Village» – eines städtischen Dorfes – mit vielfältigen Nutzungen sollen auch die weiteren Entwicklungsschritte prägen.

    Mobimo hat fünf renommierte Architekturbüros zur Teilnahme an einem Studienauftrag eingeladen. Neben hohen Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Projekts – es soll in Holzbauweise ausgeführt werden und den Standard SNBS Gold erfüllen – waren auch die Ergebnisse des Partizipationsverfahrens aus dem Jahr 2020 Teil des Aufgabenpakets.

    Der Vorschlag von Baumberger & Stegmeier Architekten aus Zürich in Zusammenarbeit mit Hoffmann Müller Landschaftsarchitekten und Pirmin Jung Holzbauingenieure überzeugte die Jury besonders und wurde zum Siegerprojekt erkoren. Ihr Projekt sieht eine Aufstockung der historischen Halle 5 sowie einen Neubau in Holzbauweise vor (siehe Visualisierung). Neben der ökologischen Bauweise zeichnet sich das Siegerprojekt durch viele Grünflächen mit grossen Bäumen aus. Das Projekt sieht 110 Mietwohnungen unterschiedlicher Grössen und geeignet für Familien und Senioren vor. Es sollen auch alternative Wohnformen wie Cluster-Wohnungen entstehen.

    Mobimo wird rund CHF 50 Mio. investieren (Betrag ohne Landwert). Mit der Realisierung kann wahrscheinlich Mitte 2023 begonnen werden, womit die Fertigstellung auf Mitte 2025 möglich wäre.

    Zitat Projektleiter Thomas Schaz: «Wir freuen uns, im Aeschbachquartier ein neues Kapitel aufschlagen zu dürfen. Rockwell Automation bleibt auf reduzierter Fläche ein wichtiger und geschätzter Nutzer des Quartiers.»

  • Suurstoffi: Arealentwicklung mit Modellcharakter

    Suurstoffi: Arealentwicklung mit Modellcharakter

    «Die Suurstoffi bietet alles, was wir für unsere Arbeit benötigen. Hier bringt man uns nicht mehr so schnell weg», sagt Sanofi-Aventis-CEO Andrea Meyer. Ein schönes Kompliment für die Zug Estates, die in den letzten zehn Jahren in Rotkreuz ein Quartier entwickelt hat, das mit seiner Architektur, Begrünung und Energieeffizienz überzeugt. Das einst unattraktive Areal wurde neu belebt. «Die Gemeinde Rotkreuz hat eine ausgezeichnete Makrolage und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen», sagt Martin Jöri, Leiter strategisches Arealmanagement bei Zug Estates. «Das Areal liegt direkt neben dem Bahnhof, ist aber auch mit dem motorisierten Individualverkehr gut erreichbar. Das Quartier ist eine Art Dorf im Dorf, und der Campusgedanke ist omnipräsent.»

    Ein gesunder Mix
    Alles in allem schätzt Jöri den Mix aus Wohnen, Gewerbe, Forschung, Schule und Gastronomie. Auch die typische Quartierinfrastruktur mit einem Coiffeur oder Arzt gefällt ihm. Gemäss neustem Baustand ist das Areal praktisch fertiggestellt: «Ein Baufeld mit zwei Bürogebäuden (Suurstoffi S. 18/19) ist noch nicht entwickelt – die Baubewilligung ist jedoch vorhanden. Der Bau wird nachfragegerecht ausgelöst, wenn vorgängig ein ausreichender Vermietungsstand erreicht werden konnte.» Rückblickend erachtet Jöri das hohe Bautempo mit dem Ziel einer termingerechten Inbetriebnahme als grösste Hürde, die es zu nehmen galt.

    «Zero-Zero»-Ziel
    Die Suurstoffi geht mit einem vorbildlichen Energiekonzept neue Wege. Auf dem Areal bilden die solare Nutzung, mehrere dynamische Erdspeicher und ein Anergienetz die Basis zur Erreichung des Ziels «Zero-Zero». Das heisst: Das rund 165’000 Quadratmeter grosse Suurstoffi-Areal setzt auf CO2-Neutralität. Die Energie fürs Heizen und Kühlen wird durch Erdspeicher und Gebäudeabwärme generiert, Strom liefern verschiedene Solarstrom-Anlagen. Ziel ist die komplette Selbstversorgung mit Primärenergie für Heizung und Wasseraufbereitung. Es war just dieses ehrgeizige Energiekonzept, das Jöri am Bau besonders reizte: «Es handelt sich um eine zukunftsgerichtete Vision eines CO2-freien Quartiers mit möglichst viel Energie, die aus eigener Produktion bereitgestellt wird. Aber auch die Architektur ist toll. Hier findet sich kein Einheitsbrei. Jedes Baufeld weist eine abwechslungsreiche Gestaltung auf. Zudem legten wir viel Wert auf einen grünen und qualitativ hochstehenden Aussenraum.»

  • Vom Papier zum Quartier

    Vom Papier zum Quartier

    «Der Baufortschritt der fünf Gebäude der ersten Bauetappe verläuft trotz der Pandemie termingerecht», sagt die Verantwortliche für Kommunikation, Kathrin Sonderegger. Beim südlichsten Hochhaus mit Eigentumswohnungen (Papieri-Suites) steht der Rohbau bereits bis zum fünften Obergeschoss. In den ehemaligen Papiermaschinenhallen PM1-4 erfolgen der Einbau neuer Treppenhäuser, Geschossdecken und Wohnungstrennwände sowie die denkmalpflegerische Sanierung der Fassade für die grosszügigen Loftwohnungen und -ateliers (Papieri-Lofts). Der parallel dazu verlaufende Neubau mit 160 Mietwohnungen – davon 30 im preisgünstigen Bereich – ist im Rohbau ebenfalls weit fortgeschritten. Auch die Maschinengasse, die zwischen den beiden Gebäuden entsteht, wird langsam erkennbar. Diese wird Ende 2022 durch die verschiedenen Nutzer der ein- oder zweistöckigen angrenzenden Ateliers belebt. Derzeit im Bau befinden sich die Tiefgaragen 1 und 2, deren Abstellplätze zukunftstauglich mit Ladestationen für Elektroautomobile ausgerüstet werden können.

    Planung der zweiten Bauetappe weit fortgeschritten
    Die frisch sanierte und denkmalgeschützte Lokremise wurde Ende Jahr ihrem neuen Besitzer übergeben. Sonderegger sagt: «Damit wurde nach der Sanierung des Werkstattgebäudes die zweite gewerbliche Umnutzung eines historischen Gebäudes auf dem Areal Realität.» Ende Jahr startete auch der Bau der neuen Ringstrasse (Papieri-Ring), welche zur Haupterschliessung des Areals gehört und die Gebäude der zweiten Bauetappe umrundet. Im Rahmen der zweiten Bauetappe werden neben dem gewerblich genutzten Ersatzbau des Silogebäudes zwei Wohnhochhäuser mit 61 Eigentums- und 36 Mietwohnungen gebaut. In den Erdgeschossen sind Gewerbeflächen und eine Kindertagesstätte geplant. 64 Mikroapartments ergänzen das Wohnangebot.

    CO2-neutrales Energiesystem
    Die Verantwortlichen der Arealentwicklung verfolgen die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft. Erwähnenswert ist die nachhaltige Energieversorgung des Papieri-Areals mit einer autarken, CO2-neutralen Wärme- und Kälteversorgung. Ein signifikanter Stromanteil wird durch das eigene Flusskraftwerk und Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern erzeugt. Der Bau der Energiezentrale ist abgeschlossen und die Installation der technischen Anlagen in vollem Gange. Ebenfalls als Bestandteil des Energiesystems wurden bereits rund 100 Erdsonden auf eine Tiefe von 320 Meter gebohrt und eingebracht. Das Energiesystem wird im Herbst 2021 in Betrieb genommen, sodass die zwischengenutzten bestehenden Häuser und die sich im Bau befindenden Gebäude bereits diesen Winter mit nachhaltiger Wärme beliefert werden können. «Nebst der Baubewilligung liegt auch die Konzession des Kantons für den Betrieb des Flusskraftwerks vor, dessen Sanierung im Frühsommer 2021 startet. Der Bereich der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage (ARA) wird im nächsten Jahr vollständig renaturiert, landschaftlich umgestaltet und mit einem kleinen Flussarm ergänzt», so Sonderegger.

    Grosses Interesse
    Schon jetzt nimmt die Cham Group ein grosses Interesse aus der Bevölkerung wahr: «Die Anwohner informieren sich, was auf dem Areal passiert, und wir bemühen uns um entsprechende Updates», sagt Sonderegger. Leider verunmögliche die Coronapandemie derzeit Veranstaltungen wie der 2019 durchgeführte Tag der offenen Baustelle für Anwohner und Interessierte. Die Reaktionen seien damals überwältigend gewesen. «Dasselbe zeigt sich auch im Verkauf: Das Vertrauen in unsere Arealentwicklung und das Quartier, welches hier entsteht, ist gross. Innert Wochenfrist waren die ersten Wohnungen, die Ende 2019 auf den Markt kamen, reserviert. Über 3000 Personen haben unseren Newsletter abonniert.» Ein Grund für das Vertrauen liege sicher darin, dass die Cham Group als Eigentümerin und Bauherrin vor Ort sein. Das Team hat seine Büros auf dem Areal und ist so am Puls des Geschehens. Auf Anregungen kann reagiert werden, Feedbacks und Inputs fliessen direkt ein, und allfällige Vorbehalte werden entschärft.

    Am 4. Juni 2020 wurde bei der Grundsteinlegung eine Zeitkapsel mit zeittypischen Gegenständen gefüllt und in das Fundament der ersten Bauetappe eingebaut. Sie soll das Bauprojekt für nachfolgende Generationen dokumentieren. Was war der speziellste Gegenstand? Sonderegger erklärt mit einem Lachen: «In Anbetracht dessen, dass wir momentan nicht mal mehr in einem Restaurant Mittagessen können, und viele diese gemeinsame Zeit im Team vermissen, sind wohl die aktuellen Menükarten aus den umliegenden Restaurants Gegenstände von besonderer Relevanz. Wer weiss, ob in 100 Jahren noch Fleisch gegessen wird – dann gehören Hackfleisch-Tätschli vielleicht zu einem vergessenen Essen.»

  • Neues Leben für die alte Spinnerei

    Neues Leben für die alte Spinnerei

    «Das Siegerprojekt wurde einerseits aufgrund der städtebaulichen Strategie auf dem nördlichen Areal, andererseits aufgrund des respektvollen Umgangs mit den denkmalgeschützten Altbauten ausgewählt», sagt der leitende Architekt Urs Oechslin von den Zürcher Lilin Architekten. Die beiden neuen, für unterschiedliche Nutzungen vorgesehenen Gebäudeensembles im Vordergrund der Spinnerei stellen durch ihren am Ort verankerten Städtebau den Bezug zum Kontext her. Die volumetrische Differenzierung ist vom vorhandenen Siedlungsmuster des verstädterten Dorfs abgeleitet. Die Teilvolumen sind punkto Tiefe und Höhe gestaffelt und ermöglichen verschiedene Ausblicke auf die Spinnerei. Die Gebäudetypologie vermittelt so mit grosser Eigenständigkeit zwischen den dörflichen Einzelbauten und dem grossmassstäblichen Spinnereigebäude. Das Spinnereiareal erhält auf diese Weise ein neues, urbanes Gesicht, in dem sich die verschiedenen Identitäten der Baugeschichte überlagern.

    Gewünschte Langlebigkeit
    Unmittelbar nach dem Studienauftrag wurde das Gesamtprojekt konkretisiert, begleitet von der Bauherrschaft, den Baubehörden, der Denkmalpflege und mit Vertretern aus dem Beurteilungsgremium sowie der Nachbarschaft: «Wir stehen kurz davor, den Entwurf des Bebauungsplans und des Richtprojekts in eine erste behördliche Vernehmlassungsrunde zu geben», so Oechslin. Es sei nicht leicht, um die Spinnerei herum einen Gebäudepark aufzubauen, der mit der Qualität des Denkmals mithalten könne und dessen Schönheit und Nutzen die gewünschte Langlebigkeit garantiere. In der unmittelbaren Nachbarschaft eines solchen Denkmals seien die Anforderungen an die architektonische Qualität sehr hoch. Die mit Ästhetik verbundene kulturelle Akzeptanz sei für den Wert der Immobilie massgebender als manche technische Innovation. Was öffentlich nicht mehr gefalle, werde früher oder später abgerissen. Was hingegen einen sozialen und kulturellen Stellenwert geniesse, bleibe bestehen. Die wirkliche Bedeutung eines Hauses liege letztlich darin, welchen Beitrag es auf lange Sicht für das öffentliche Leben leiste. Urs Oechslin: «Wenn es gelingt, der Bevölkerung, der Gemeinde Baar und der Eigentümerschaft einen Erlebnisort mit grosser Anziehungskraft in Aussicht zu stellen, dann wird in der Folge das Projekt von allen behördlichen Instanzen gutgeheissen. Es wird politisch mehrheitsfähig und von der breiten Bevölkerung mitgetragen.»

    Nachhaltige Erneuerung
    Seit geraumer Zeit dient die «Spinni» nicht mehr dem Zweck, für den sie ursprünglich gebaut wurde. Seit der Aufgabe der Produktion haben sich in den Räumen unterschiedlichste Nutzungen etabliert. Die klare und einfache Gebäudestruktur des Spinnereigebäudes ist deshalb funktional nachhaltig, weil darin integrierte Nutzerausbauten problemlos an Veränderungen anpassbar sind. Die so erreichte, qualitativ hochwertige Langlebigkeit der Grundstruktur wird auch für die neuen Bauten angestrebt. Deshalb wird sie für die neuen mischgenutzten Gebäude adaptiert. Dadurch ist die vorgeschlagene Gebäudestruktur nicht an eine spezifische Nutzung gebunden und überdauert künftige Erneuerungsprozesse.

    Ein stimmiges Ganzes
    Die historisch und baulich begründete starke Identität des Areals ist ein grosser Fundus, aus dem beliebig viele Ideen realisiert werden können. Es gilt immer wieder aufs Neue, geeignete Mittel zu finden, um diese Identität weiter zu entwickeln, neu zu interpretieren und zu ergänzen. So soll die hohe gesellschaftliche Akzeptanz, welche das Areal heute geniesst, weiter ausgebaut werden. «Unsere Motivation besteht darin, mit der intelligenten Verknüpfung von architektonischen, landschaftsarchitektonischen und nutzungsspezifischen Interventionen auf dem Areal der alten Spinnerei an der Lorze einen neuen, etappierbaren Siedlungsteil zu entwerfen», sagt Oechslin. Und weiter: «Dieser übernimmt die bestehenden Qualitäten und ergänzt sie adäquat und respektvoll. Die anspruchsvollen kulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und baurechtlichen Vorgaben sollen im Interesse aller Beteiligten in einem stimmigen Ganzen vereint werden.»

    Die neue «Spinni»-Nutzung will gut überlegt und geplant sein.
  • Shed Zug: «Jeder Besuch bei uns wird einzigartig»

    Shed Zug: «Jeder Besuch bei uns wird einzigartig»

    Kann man in der heutigen, krisengeschüttelten Zeit den Bau und die Eröffnung eines Gastronomie-Konzeptes wie die Shedhalle überhaupt planen?
    Lina Fluri: Die aktuelle Situation macht die Planung der Eröffnung sicher nicht leicht. Jedoch stellen wir uns auf das ursprünglich geplante Eröffnungsdatum ein und schauen laufend, wie sich die Lage entwickelt. Der Bau wurde nur marginal durch die Pandemie beeinflusst und konnte daher ohne grössere Probleme realisiert werden.

    Was waren rückblickend die wichtigsten Veränderungen aufgrund der Coronapandemie?
    Massgebliche Veränderungen erkennen wir in der schlechten Planbarkeit von gewissen Vorhaben und einer Ungewissheit, was zukünftige Entwicklungen angeht. Zudem hat das Homeoffice die Arbeitswelt grundlegend aufgemischt. Was früher nur physisch möglich war, wird heute mühelos digital gelöst. Diese Entwicklung wird weitreichende Folgen auf unterschiedliche Industrien und Arbeitsgattungen haben.

    Können Sie ein Beispiel nennen?
    Speziell in der Gastronomie hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert. So hat die Bedeutung von Take-Away-Food zugenommen. Das Bedürfnis der Menschen, soziale Kontakte wieder vermehrt zu pflegen, ist gross und wird sich nach einer Lockerung in einem Ansturm auf Restaurants und Bars bemerkbar machen. Da wird wohl der eine oder andere Gast auch überdurchschnittlich viel Geld ausgeben, um den Appetit nach sozialen Erlebnissen zu stillen.

    Alle sind coronamüde. Können Sie dieser langen Zeit ohne Treffen und Events auch etwas Positives abgewinnen?
    Ich glaube, dass die Coronapandemie sehr viel Leid für viele Menschen mit sich gebracht hat. Es gibt jedoch durchaus Branchen und Industrien, die in diesen Krisenzeiten enorm profitiert haben. Auf persönlicher Ebene stelle ich fest, dass sich das Leben etwas verlangsamt hat, wir uns vermehrt wieder auf das Wesentliche fokussieren und Kleinigkeiten mehr schätzen, was im Grundsatz eine sehr schöne Entwicklung ist.

    Die Shedhalle ist eher für kleinere Veranstaltungen gedacht. Ist das in der heutigen Zeit ein Vorteil?
    Das Shed zeichnet sich durch seine enorme Flexibilität aus. So können wir Anlässe von 6 bis 300 Personen durchführen und stets ein attraktives Angebot für den Kunden zusammenstellen. Der Fokus liegt jedoch auf Veranstaltungen zwischen 20 und 100 Personen, was in den kommenden Jahren durchaus ein Vorteil sein kann. Eine grosse Marktlücke schliessen wir mit unseren Private-Dining-Räumen, welche für Meetings und Besprechungen jeglicher Art gebucht werden können. Die gemütlichen Räume lassen keine Wünsche offen und bieten dem Kunden die einzigartige Möglichkeit, Business mit hochstehender Kulinarik zu vereinen.

    Immer wieder wird der besondere industrielle Charme der Shedhalle hervorgehoben. Was verstehen Sie darunter?
    Die Shedhalle wird als eines von zwei Monumenten aus den industriellen Anfängen von Zug bestehen bleiben und ist für die nächsten 50 bis 100 Jahre gewappnet. Wir haben versucht, den industriellen Touch mit viel Charme und Leidenschaft weiterzutragen und haben einen Ort geschaffen, an dem Industrie auf zeitgemässe und moderne Architektur trifft. Der industrielle Charme macht sich bei uns in der Liebe zum Detail und im respektvollen Umgang mit der Geschichte dieses Ortes bemerkbar.

    Lina Fluri, Projektverantwortliche der Shedhalle.
  • Überbauung «Lindenpark»: Durchmischtes Wohnen im Zentrum

    Überbauung «Lindenpark»: Durchmischtes Wohnen im Zentrum

    Das Gebiet zwischen dem Erliweg und der Birkenhaldenstrasse in Steinhausen gehört zu einer der letzten bebaubaren Parzellen im Dorfzentrum. Der Grundeigentümer Viktor Jans – Wirt des Gasthauses zur Linde – hat das Architekturbüro Mächler und Töngi aus Rotkreuz mit der Überbauung «Lindenpark» beauftragt. Seit 2020 entstehen hier fünf Gebäude, die in Ovalform angeordnet sind. In der Mitte ist ein begrünter Platz geplant.

    Das mit sieben Geschossen höchste und mit 757 Quadratmetern Fläche grösste Gebäude befindet sich im Süden der Parzelle zur Bahnhofstrasse hin. 26 Wohnungen entstehen hier. Die Bauten werden gegen Norden in jeder Dimension reduziert. Haus 2 und 3 weisen noch fünf Geschosse und Haus 4 und 5 vier Geschosse auf. Damit wird bewusst auf die umliegende Umgebung reagiert. Durch die Höhenstaffelung werden die Baukörper optimal in das bestehende Bild eingepasst, und gleichzeitig wird die Tradition von grossmassstäblichen Bauten entlang der Bahnhofstrasse aufgegriffen. Die Fassaden sind mehrfach abgeknickt, sodass die Neubauten weicher und weniger kantig erscheinen. Zudem wird so der Gesamtbebauung eine zum Rande hin dynamisch ausfliessende Bewegung verliehen.

    Geplant sind mehrheitlich Kleinwohnungen. Einige grössere Wohnungen sollen neuen Wohnraum für Familien schaffen. Die Attika-Wohnungen sind im südlichen Bereich der Baukörper angelegt. So unterstützen sie die abfallende Bewegung der Gebäude nach Norden. Das Projekt umfasst 148 Parkplätze. Im Zentrum der Überbauung sind ein begrünter Wohnhof mit einem Spiel- und Aufenthaltsbereich geplant sowie ein offener Bereich mit einem Gartenrestaurant nach Süden. Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern sorgen für eine umweltfreundliche Stromversorgung. Die Fassaden sind einheitlich mit einer geklebten Steinfassade in Klinkeroptik materialisiert. So passen sie sich harmonisch an die gegenüberliegende Bebauung «Dreiklang» an.

    Die bestehende Scheune, die sich im süd-östlichen Bereich des «Lindenparks» befindet, wird zu einem multifunktionalen Kulturraum mit Restaurationsbetrieb umgenutzt. Auf Erdgeschoss-Niveau im Bereich zur Bahnhofstrasse hin sind weitere öffentliche Nutzungen geplant.

    Die geplante Bebauung von oben.
  • Vogelwinkel: Familienfreundliche Wohnüberbauung an bevorzugter Lage in Baar

    Vogelwinkel: Familienfreundliche Wohnüberbauung an bevorzugter Lage in Baar

    An der Hanglage, im Vogelwinkel, unterhalb des Himmelrich in Baar wird das Projekt «Libelle» realisiert. Die Zürcher Park Architekten konnten den Architekturwettbewerb mit ihren vier trompetenartig angeordneten Baukörpern für sich entscheiden. Ihr Projekt überzeugte die Jury durch die vier fein abgestuften, zwei- bis viergeschossigen Gebäude, die sich sternförmig in die Topografie des ansteigenden Hangs eingliedern. Von oben betrachtet gleicht der Neubau den Flügeln einer Libelle.

    Der Aussenraum erschliesst sich trichterförmig in die Mitte des Areals. Die Neubauten sind kubisch ausgebildet, sodass sie mit den bereits bestehenden Gebäuden in Dialog treten. Auffällig wird die Fassade: Sie soll in einem buntgeflammten Rotton gehalten werden. Eine Tiefgarage verbindet die vier Gebäude miteinander und bietet 141 Stellplätze. Die 2,5- bis 5,5-Zimmer-Mietwohnungen weisen anstelle von Korridoren rechtwinklig versetzte Raumfolgen auf. Der Baustart ist für Anfang 2022 vorgesehen. 2025 sollen die ersten Mieter einziehen.

    Das Quartier Himmelrich in Baar ist dank seiner Topografie und Verkehrslage ein begehrter Wohnort wie auch ein rege aufgesuchtes Naherholungsziel. Aus diesem Grund war der Bauherrin die Einbindung des Landschaftsraums in die Überbauung Vogelwinkel ein grosses Anliegen. Einer nachhaltigen Energiestrategie wurde ebenfalls Rechnung getragen: Die Wärmegewinnung erfolgt über Erdsonden und Sonnenkollektoren. Im gesamten Bauprozess werden ausschliesslich bewährte, langlebige und ökologische Materialien verwendet. Alle Wohnungen sind barrierefrei konzipiert.

  • Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Überbauung Metalli liegt in der Kernzone von Zug und soll neu gestaltet werden. Städtebauliche Projekte sind bekanntlich langwierige Vorhaben. Eingriffe in Stadtkörper verändern das Aussehen einer Stadt und tangieren entsprechend viele Menschen. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Entsprechend wichtig ist es zu erfahren, was die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Bewohner und allen weiteren Nutzern der Metalli sind», sagt Peter Wicki, Projektentwicklungsleiter bei Zug Estates. Politiker, Interessensverbände und andere Gruppen oder Personen bringen ebenfalls ihre Anliegen mit ein. Entstehen soll demnach ein intensiv begrüntes, nachhaltiges und ökologisches Metalli. Dabei soll der Bau architektonische und städtebauliche Highlights aufweisen. Die heutigen Qualitäten und der breite Angebotsmix sollen erhalten bleiben. Die Interessensgruppen sprechen sich für einen Ort der Begegnungen aus, wo auch nicht kommerzielle Aktivitäten möglich sind. Gewünscht wird ein neuer Stadtplatz, der das in den letzten Jahren stark gewachsene Zentrum beim Bahnhof zwischen Zug und Baar belebt. Die bestehende Glaspassage wird geschätzt und soll in gleicher oder ähnlicher Form erhalten bleiben. Ein Ausbau des Langsamverkehrs wird angestrebt – genauso wie bezahlbaren Wohnraum, mehr Pop-up-Stores und andere spontane oder temporäre Nutzungen von Räumlichkeiten.

    Dialog mit allen
    «Dieser Spagat des Einbezugs der verschiedenen Interessensgruppen und dabei dennoch eine klare und starke Idee zu entwickeln, die diesen für Zug so wichtigen Ort trägt und die Stadt noch lebenswerter macht, ist eine grosse Herausforderung und wird es bis zum Schluss bleiben», sagt Wicki. Zwei weitere wesentliche Fragestellungen reizen ihn besonders bei diesem Projekt: «Wie können wir weiterwachsen, ohne noch mehr Land zu verbrauchen und trotzdem die Qualität der heutigen Siedlungsräume erhalten oder gar steigern? Es geht im Kern um eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Innenverdichtung». Ebenso wichtig ist Wicki, wie sich die Innenstädte im Wandel des Einkaufsverhaltens verändern. «Im neuen Lebensraum Metalli müssen wir auf diese beiden zentralen Fragen eine Antwort finden.» Dies sei eine äusserst relevante und spannende Aufgabe.

    Nachhaltiger und grüner
    Heutzutage werden urbane Lebensräume anders konzipiert als früher. Das Metalli sei nie als reines Einkaufszentrum entwickelt worden, wie der Projektentwicklungsleiter erklärt. Von daher bringe das Areal zahlreiche Qualitäten eines modernen Lebensraums bereits mit. «Es ist heute schon ein lebendiges Quartier mit den unterschiedlichsten Nutzungen und Aufenthaltsqualitäten. Wir wollen diese Qualitäten weiter stärken.» Mit dem neuen Metalli-Platz vernetze man das Quartier noch weiter mit der umliegenden Stadt. «Die klimatischen Bedingungen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Der neue Lebensraum Metalli wird nachhaltiger und grüner werden.» Besonderes Augenmerk liegt auf der Pflanzung weiterer Bäume und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Freien. Das Nutzungskonzept des neuen Lebensraums soll sich den jeweils aktuellen Anforderungen der Metalli-Besucher anpassen. «Der Handel wird sich weiter verändern. Die Welten von on- und offline werden verschmelzen. Die Unternehmen müssen neue Wege finden, um Konsumenten anzusprechen», resümiert Wicki. Die Metalli biete dafür eine ideale Plattform. Darüber hinaus möchte man mehr Produkte aus der Region anbieten.

    Im letzten Herbst wurde das Richtprojekt von Hosoya Schaefer Architects mit Nyx Architects und dem Landschaftsarchitekten Lorenz Eugster bei der Stadt Zug eingereicht. Dieses Projekt ging als Sieger aus dem städtebaulichen Wettbewerb hervor. Derzeit wird der Bebauungsplan erarbeitet. Für diese Phase ist ein Zeitraum von zwei Jahren geplant. Parallel dazu wird die Ausschreibung des Projektwettbewerbs vorbereitet. «Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, werden wir im Jahr 2025 mit den Bauarbeiten starten können», sagt Wicki.

  • «Alpha»: Ein Novum im Kanton Zug

    «Alpha»: Ein Novum im Kanton Zug

    Die Fenster des Alpha-Bürogebäudes, das seit Sommer 2020 in Baar entsteht, sind ein Novum im Kanton Zug. Stephan Häusler, Inhaber und CEO der Stephan Häusler AG und Eigentümer des Alpha, sagt: «Wir verzichten auf klassische Sonnenstoren und setzen bei der Glasfassade auf das Produkt der Firma SageGlass. Dieses passt sich je nach Sonneneinstrahlung den jeweiligen Gegebenheiten an.» Das Glas verdunkelt sich automatisch und verhindert so das Aufheizen des Innenraums. Dennoch geniesst man jederzeit uneingeschränkt die Aussicht. «Damit sparen wir Energie sowie die Unterhalts- und Reparaturkosten, die bei klassischen Sonnenstoren regelmässig anfallen. Die Fenster sind eine Premiere in unserem Kanton.»

    Auch sonst hat das Alpha-Bürogebäude Einiges zu bieten: Eine ideale Lage, ein schöner Eingangsbereich und eine zeitlose Architektur. Doch diese Attribute allein genügen nicht mehr, um bei der anvisierten Klientel zu punkten. Häusler: «Im Alpha profitieren die Mieter von exklusiven Vorteilen. Da ist etwa der grosse Garten, der sich auch für Outdoor-Meetings anbietet. Weiter finden sich zwei gemütliche Loggias auf jedem Stock, wie man sie eher von Wohnungen kennt.» Im Erdgeschoss locke eine Lounge mit direktem Zugang zum Aussenbereich. Darüber hinaus sei der Bau eines grösseren Sitzungszimmers geplant. Dieses könne punktuell reserviert werden und eigne sich für Anlässe mit bis zu 30 Gästen.

    Frischluft dank Lüftungsflügeln
    Der Innenausbau der einzelnen Bürokomplexe ist frei gestaltbar. Fix eingeplant im Untergeschoss sind bereits zwei Duschen – falls die Arbeitnehmenden über Mittag joggen, fitten oder biken und danach frisch geduscht weiterarbeiten möchten. Häusler betont den sorgfältigen Innenausbau: «Wir fertigen beispielsweise die Innentüren, welche in die Büros führen, aus hochwertigem Holz. Dies wirkt wohnlich und unterscheidet sich vom 08/15-Bürogroove. Wir legen Wert auf schöne Farben und Formen.» Die gesamte Planung orientiert sich am «New-Work»-Arbeitsmodell: Jeder Mensch arbeitet anders. «New Work» ermöglicht ein selbständigeres und freieres Tun und Lassen. Im Alpha sind neue Formen der kreativen Tätigkeiten möglich. Und sollten die Köpfe doch mal rauchen, ist eine Frischluftzufuhr problemlos möglich: «Dank eingebauter Lüftungsflügel können die Fassadenfenster manuell geöffnet werden. Das ist etwas, was die Menschen sehr schätzen. Damit fühlt man sich im Alpha nicht wie in einer Büro-Glasbox.»

  • Neue Überbauung bei der Städtler Allmend

    Neue Überbauung bei der Städtler Allmend

    Im Gewerbegebiet der Städtler Allmend stehen nun die Pläne für das 30’000 Quadratmeter umfassende Grundstück im Besitz der Coop Immobilien AG und der Heinz Häusler Immobilien AG fest. Den Projektwettbewerb auf Einladung konnten CST Architekten und Iten Landschaftsarchitekten für sich entscheiden.

    Ihr Projekt sieht vor, die bestehenden Büro- und Gewerbebauten in der Städtler-Allmend mit drei neuen Bürobauten der Heinz Häusler AG zu ergänzen. Die Überbauung soll dem Hinterberg-Areal als Zentrum dienen. Zu diesem Zweck ist ein zentraler, öffentlicher Platz als Herzstück der neuen Überbauung geplant. Um ihn herum werden die Bauten arrangiert. So soll ein gut erschlossenes Arbeits- und Einkaufsquartier entstehen.

    Die Gebäude unterschiedlich grosser Volumen fügen sich harmonisch in die bestehenden Bauten des Areals ein. Im Zentrum der neuen Überbauung befindet sich ein Hochhaus, das sich bewusst von der Alpenblicküberbauung absetzt. Das Hauptquartier für mögliche neue Unternehmen wird leicht zurückversetzt an der Alpenblickkreuzung errichtet. So entsteht ein begrünter Vorbereich zur Kreuzung hin. In den Erdgeschossen der Bauten direkt am Platz sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen.

    Das Coop-Restaurant sowie die Restaurants der Bürobauten sind ebenfalls zum Platz hin ausgerichtet. Ein weiteres Restaurant mit Bar könnte im Hochhaus eingerichtet werden. Die Erdgeschosse der Geschäftshäuser weisen frei unterteilbare Flächen auf, die sich für Dienstleistungsanbieter eigenen. Die Zugänge zu den Gebäuden erfolgen über den zentralen Platz. Dieser ist von zwei Pergolas und zwei Baumhügeln mit Sumpfeichen geprägt.

    Coop wird den bestehenden Fachmarkt erweitern: mit einem Coop Bau & Hobby, einem Coop Supermarkt Livique, Fitnessstudio sowie einer Tankstelle und grossem Aussenparkplatz. Das Betonwerk der Holcim AG wird an einen anderen Standort verlegt.

  • Unterfeld Nord: Neuer Hauptsitz für die Partners Group Zug

    Unterfeld Nord: Neuer Hauptsitz für die Partners Group Zug

    Im Unterfeld Nord – es ist funktional eigenständig vom Unterfeld Süd – plant die Partners Group Zug einen Neubau ihres Hauptquartiers, das damit von der Zugerstrasse ins Unterfeld verlegt werden soll. Das Unterfeld Nord umfasst eine Fläche von rund 37’920 Quadratmetern.

    Projektiert sind auf zwei Grundstücken drei mittels Brücken verbundene Gewerbegebäude sowie eine Einstellhalle mit 225 Parkplätzen auf einer Fläche von insgesamt 21’000 Quadratmetern. Das Richtprojekt stammt aus der Feder der Axess Architekten AG. Das neue Headquarter des Vermögenverwalters soll aus drei Bürokomplexen bestehen, wovon zwei als traditionelle Fabrikbauten mit Backsteinfassaden konzipiert sind. Die «Entry Factory» führt weiter zur «Big Factory». Beide Bauten weisen hohe Fenster auf, die an eine Bahnhofshalle erinnern.

    Das dritte Gebäude ist als «Greenbuilding» geplant: Das begrünte Terrassenhaus mit sieben Geschossen weist weder Ecken noch Kanten auf, sondern erinnert vielmehr an eine Torte mit mehreren Schichten, die entlang der Nordstrasse bis zum Kreisel reicht. Im einfachen Bebauungsplan wird es als «organisch geschwungen» bezeichnet. Die einzelnen Geschosse des auffälligen Gebäudes werden nach Süden hin treppenartig abgestuft, wie dem Baugesuch zu entnehmen ist. Nicht nur die Form, auch die geplante intensive Begrünung dürfte dereinst die Blicke auf sich ziehen. Das «Greenbuilding» ist über eine Brücke mit der «Entry Factory» verbunden. Sie weist einen Anbau mit Kamin auf, um den Industriecharakter des Gebäudes zusätzlich zu betonen.

    Im «Greenbuilding» sind nebst Büroräumlichkeiten interne Schulungsräumlichkeiten, ein Restaurant sowie Freizeitmöglichkeiten für die Angestellten geplant. In der östlich gelegenen «Factory» ist eine Kita für die Kinder der Mitarbeitenden vorgesehen. Alle Gebäudetypen orientieren sich konzeptionell am amerikanischen Hauptsitz in Denver und wahren so die Corporate Identity des Vermögensverwalters.

    Eine neue Nord-Süd-Verbindung ist zwischen den Fabrikbauten geplant. Zu einem späteren Zeitpunkt soll hier eine neue Buslinie entstehen, die das Unterfeld an die Bahnhöfe Zug und Baar anbindet. Aus diesem Grund wird die Strasse so breit gebaut, dass später eine Buslinie problemlos eingerichtet werden könnte. Für die konkrete Linienführung muss aber der Richtplan abgewartet werden.

  • Grünes Licht für Projekt Unterfeld in Baar

    Grünes Licht für Projekt Unterfeld in Baar

    Das Unterfeld ist eine der letzten grossen zusammenhängenden Baulandreserven und als kantonales Verdichtungsgebiet deklariert. Die Lage direkt auf der Gemeindegrenze zwischen Baar und Zug grenzt an die Erholungszone Lorze und bietet viel Entwicklungspotenzial. Doch manchmal brauchen solche umfassenden Konzepte mehr als einen Anlauf. So auch die Gebietsplanung Unterfeld: Nachdem sich die Bevölkerung von Baar im Frühjahr 2017 gegen eine grenzübergreifende Planung ausgesprochen hatte, wurde das Projekt «Unterfeld Süd» im September 2020 im zweiten Anlauf von den Stimmberechtigten mit 65 Prozent Ja-Stimmen durchgewinkt.

    Das Projekt wurde unter Führung der Gemeinde Baar und in einem 50-köpfigen Team neu entwickelt. Das Team bestand aus Experten der Bereiche Städtebau und Landschaftsarchitektur, Behördenvertretern und Grundeigentümern sowie Anwohnern, Befürwortern und Gegnern des früheren Projekts, aus Mitgliedern von Fachgremien und Verbänden sowie den Ortsparteien.

    Auf dem Quartiergestaltungsplan aufbauend sind der Zonenplan sowie die Bauordnung abgestimmt worden. Man hat sich auf den Bau eines nachhaltigen Quartiers geeinigt, welches neue Lebens-, Wohn- und Arbeitsformen ermöglicht. Vier Baufelder werden etappiert überbaut. Vorgesehen sind Mietwohnungen sowie Stockwerkeigentum. Auch die Schaffung von Büro- und Dienstleistungsflächen sowie publikumsorientierte Nutzungen in einigen der Erdgeschosse sind projektiert. Ein Quartierplatz, ein grosszügiger Boulevard für den Langsamverkehr und viel Grünfläche sorgen für ausreichend Freiräume. Entstehen sollen drei Hochhäuser mit 60, 50 und 40 Meter Höhe.

    Der Architekturwettbewerb für die erste Bauetappe ist bereits gestartet. Voraussichtlich im Jahr 2022 wird die Baarer Gemeindeversammlung über den ausgearbeiteten Bebauungsplan entscheiden. Der erste Spatenstich dürfte nicht vor Sommer 2023 erfolgen. Zunächst sollen das 60-Meter-Hochhaus bei der S-Bahn-Haltestelle Lindenpark sowie das benachbarte Bürogebäude realisiert werden. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu weiterentwickelt.

    Eigentümer sind die Implenia Immobilien AG, die Ina Invest AG und die Erben Stocker. Für die Arealentwicklung zeichnet Implenia verantwortlich. Das Unternehmen entwickelt die Baufelder 1A und 4 als Eigentümer sowie die Baufelder 1B und 3 im Auftrag von Ina Invest. Weiterhin Interesse bekunden die beiden ortsansässigen Wohnbaugenossenschaften Familie Baar und Liberale Baugenossenschaft Baar. Auf dem Stadt Zuger Gebiet plant die Korporation Zug unabhängig von den anderen Grundeigentümern ein Projekt. Wie dieses aussehen wird, ist noch offen.