Kategorie: Projekte

  • Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Neue Logistikhalle steigert Effizienz im nationalen Verteilnetz

    Die auf Erweiterungen, Neubauten oder Spezialkonstruktionen spezialisierte Senn AG aus Oftringen baut für den Migros-Verteilbetrieb (MVB) in Suhr eine neue Lagerhalle aus Stahl. Der Neubau umfasst laut einer Mitteilung eine Fläche von 7500 Quadratmetern, ist mehr als 100 Meter lang und 15,5 Meter hoch. Kern der Modernisierung ist ein vollautomatisches Lagersystem, welches einen Kapazitätsgewinn bringe und die Logistik effizienter mache. 

    Insgesamt 1100 unterschiedliche Bauteile waren nötig gewesen, was logistisch anspruchsvoll und für die Montage aufgrund begrenzter Flächen zur Zwischenlagerung eine Herausforderung war. Bei der Montage sei grösstenteils mit einem eigenen Pneukran sowie zwei Baustellenkränen gearbeitet worden, so die Senn AG. 

    Die Tragstruktur besteht laut Mitteilung aus weiss beschichtetem Stahl. 530 Tonnen Stahl seien gesamt verbaut worden. Die Senn AG verarbeitet laut Eigenangaben am Firmensitz jährlich 7000 Tonnen Stahl und Aluminium und ist tätig bei Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcentern, Notstromanlagen, Pneukraneinsätzen und weiteren Transportlösungen. 

    Seit Ende Juni laufen die Bauarbeiten. Die Halle sei zu rund einem Dreiviertel montiert, aktuell werden die letzten Hallenteile in der Werkstatt beschichtet und für den Transport vorbereitet, heisst es. Noch im Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein.

    Die Realisierung der Lagerhalle ist bedeutsam für das Versorgungsnetzwerk der Migros. Wie MVB schreibt, betreibt die Detailhandelsgruppe in Suhr eines von zwei nationalen Verteilzentren. Das erste wurde vor mehr als 50 Jahren in Neuendorf SO errichtet, vor mehr als 25 Jahren entstand in Suhr ein weiterer Standort.

  • Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Polysportives Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an

    Nach langen Planungsjahren ist der Baustart erfolgt. Auf dem Areal Dürrbach entsteht für rund 65 Millionen Franken ein grosser polysportiver Komplex, realisiert von HRS Real Estate AG als Totalunternehmerin. Der Neubau soll im Herbst 2026 eröffnet werden und markiert einen neuen sportlichen Schwerpunkt im Glattal.

    Über 30 Sportarten unter einem Dach
    Getragen wird das Projekt von Zürich Tennis und dem Zürcher Turnverband, die gemeinsam fast 100’000 Sportbegeisterte in der Region vereinen. Geplant sind moderne Hallen für Tennis und Turnsport, spezialisierte Trainingsbereiche sowie Flächen für zahlreiche weitere Indoor-Sportarten. Ergänzt wird das Angebot durch Sportinfrastrukturen, Übernachtungsmöglichkeiten sowie Einrichtungen für Sportmedizin und Regeneration. Das Sportzentrum ist ausgelegt für den Ganzjahresbetrieb von Breiten- und Spitzensport.

    Campus für Sport und Ausbildung
    Im neuen Sportzentrum wird auch die Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland beheimatet sein. Damit entsteht ein Campus, der Training, Schule und Talentförderung räumlich und inhaltlich verzahnt. Junge Athletinnen und Athleten finden vor Ort ideale Bedingungen, um sportliche Ambitionen und Ausbildung zu verbinden.

    Beny Ruhstaller verstärkt strategische Führung
    Seit Kurzem gehört Beny Ruhstaller dem Verwaltungsrat der Sportzentrum Dürrbach AG an. Er stösst nicht primär als Bauspezialist dazu, sondern als Kenner des Turnwesens. Durch seine früheren Tätigkeiten für den Zürcher und den Schweizer Turnverband bringt er langjährige Verbandserfahrung, ein breites Netzwerk im Turn- und Tennissport und ein feines Gespür für die Bedürfnisse von Athletinnen und Athleten ein. Damit stärkt er den Anspruch, das Sportzentrum Zürich zu einer zukunftsweisenden Plattform für Sport, Ausbildung und Bewegung in der Region zu entwickeln.

  • Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Swiss Life Asset Managers möchte mit der Übernahme der Schlieremer Gewerbe- und Handelszentrum AG (GHZ) ihre Position im Life Sciences-Sektor stärken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die GHZ hat das ihr gehörende Wagi-Areal entwickelt. Dort sind nun auf einer Mietfläche von 143’000 Quadratmetern insgesamt rund 250 Unternehmen und Organisationen aus der Life Sciences-Branche ansässig, die über mehr als 2400 Arbeitsplätze verfügen. Auch der Bio-Technopark Schlieren ist auf dem Areal angesiedelt.

    Der Standort der GHZ bleibt erhalten, die Mitarbeitenden werden übernommen und auch GHZ-Geschäftsführer Walter Krummenacher wird weiterhin als Ansprechpartner für die Mieter fungieren und das Areal mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickeln. „Wir sind sehr glücklich, mit Swiss Life Asset Managers eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben, die unsere Werte und unser langfristiges Engagement für Immobilien und Life Science als Beitrag für die Gesellschaft teilt. So wird die Vision unseres Gründers Leo Krummenacher in die Zukunft getragen“, wird Walter Krummenacher in der Mitteilung zitiert.

    Swiss Life Asset Managers will mit der Übernahme des „dynamischen und wachstumsstarken Zentrums mit langfristigem Wertschöpfungspotential“ den Fokus auf Investitionen in den Bereichen Living, Logistics, Light Industrial und Life Science und Tech („4L“) unterstreichen. „Wir freuen uns sehr, mit dem erfahrenen Team von GHZ die beeindruckende Entwicklung des Areals fortzusetzen. Swiss Life Asset Managers ist von der Attraktivität und der Zukunftsstärke von Life-Science-Immobilien überzeugt, da sie für unsere Wirtschaft wie auch für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung sind“, heisst es von Paolo Di Stefano, Head of Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers.

  • Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Die in Schlieren ansässige Halter AG hat die Modernisierung und Neugestaltung des Signy Centre in Signy-Avenex abgeschlossen. Die Renovation umfasste zwei Gebäude mit Verwaltungs- und Geschäftsflächen, drei Etagen mit rund 50 Geschäften sowie fünf Parkdecks mit insgesamt etwa 1100 Stellplätzen. Wie Halter mitteilt, startete das Projekt im Jahr 2023 und wurde nun mit der offiziellen Übergabe an die Kunden abgeschlossen.

    Im Rahmen der Renovation wurden die technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen im Signy Centre modernisiert. Darüber hinaus gestaltete Halter das Einkaufszentrum und dessen Aussenanlagen neu. Die abgeschlossenen Umbauten erhöhen laut dem Unternehmen den Komfort und die Sicherheit der Arbeitnehmenden sowie der Kundinnen und Kunden im Einkaufszentrum. Darüber hinaus konnte die Energie- und Umweltbilanz des Standorts verbessert werden.

    Teil des Projekts waren darüber hinaus die Unternehmen Burckhardt und ARFOLIA, die jeweils die Architektur und Landschaftsarchitektur übernommen haben. Während sd ingénierie als Bauingenieur beteiligt war, übernahm Caeli Ingénierie die Rolle des technischen Ingenieurs. Brandschutzingenieur war zuletzt srg engineering.

  • Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Der Wärmeverbund Maisprach im Kanton Basel-Landschaft und der Basler Energieversorger IWB haben ein neues Projekt zur Wärmeversorgung aus regionalen Rohstoffen in Betrieb genommen. Seit Anfang Dezember wird aus einem Holzkessel und einer Pflanzenkohleanlage Energie gewonnen und in das Wärmenetz eingespeist, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Voraussetzung für den jetzt erfolgten Schritt lieferte die Gemeinde Maisprach im Januar 2025 mit dem Bau eines neuen Werkhofs. Dort errichtete die IWB zunächst neue Holzheizanlagen. Im November folgte der Bau der Pflanzenkohleanlage. Jährlich sollen hier 250 Tonnen Pflanzenkohle aus Landschaftspflegeholz und Biomasse durch Pyrolyse erzeugt werden. Die Abwärme aus der Kohleproduktion wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Betreiber rechnen mit 900 Megawattstunden Wärmeenergie für die Netzkunden, bei steigender Tendenz mit einem weiteren Netzausbau. Der Holzkessel wird ebenfalls mit regionaler Biomasse betrieben. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Region als Zusatz zur Kompostierung, in Erdsubstraten sowie in der Landwirtschaft genutzt. Die IWB investierte in das Projekt 3,5 Millionen Franken.

    „IWB hat Erfahrungen im Bau und Betrieb von Wärmeanlagen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat IWB in Basel den innovativen Ansatz getestet, Abwärme aus einer Pflanzenkohleanlage in einem Wärmenetz zu nutzen. Davon können wir nun profitieren“, wird der Maispracher Gemeindepräsident Dorian Wernli in der Mitteilung zitiert.

  • Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Holzbau setzt neuen Standard für kantonale Gebäude

    Architekt Markus Schietsch hat für seinen Neubau des kantonalen AVS-Gebäudes in Unterentfelden von „Hochparterre“ einen Hase-Architekturpreis in Silber erhalten. Der Preis wurde am 2. Dezember im Zürcher Museum für Gestaltung verliehen. Er würdigt die architektonische Qualität des Gebäudes sowie die konsequente Umsetzung einer nachhaltigen Bauweise.

    Das neue Gebäude mit seinen Labor- und Büroarbeitsplätzen für derzeit 80 Mitarbeitende war am 25. Oktober 2024 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit feierlich eröffnet worden. Die Bauarbeiten hatte die Immobilien Aargau geplant und durchgeführt.

    „Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg“, wird Regierungsrat Dr. Markus Dieth in einer Mitteilung zitiert. „Der Kanton Aargau investiert in nachhaltige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Gebäude, die auch dem kosteneffizienten Bauen Rechnung tragen. Ich gratuliere Markus Schietsch und der Abteilung Immobilien Aargau herzlich zu diesem Erfolg.“

    Laut Schietsch zeigt diese Auszeichnung, „dass sorgfältige Planung, klare architektonische Haltung und der Mut zu nachhaltigen Materialien wie Holz heute mehr denn je gefragt sind“. Amtsleiterin und Kantonschemikerin Dr. Alda Breitenmoser betont, dass das neue Gebäude „optimale Arbeitsbedingungen“ für den Verbraucherschutz biete: „Die Architektur unterstützt unsere Arbeitsabläufe, schafft ein angenehmes Raumklima und zeigt, dass moderne Verwaltung ökologisch und funktional zugleich sein kann.“

    Anfang November 2025 ist der neue Sitz des AVS bereits vom Holznetzwerk Pro Holz Aargau für seine Holzbauweise ausgezeichnet worden.

  • Ausbau Bahnhof Basel SBB West

    Ausbau Bahnhof Basel SBB West

    Der Bahnhof Basel SBB stösst längst an seine Grenzen. Über 140’900 Personen nutzen ihn täglich, Tendenz steigend. Mit dem Projekt Basel SBB West bereiten die Partner den Bahnhof auf diese Entwicklung vor. Geplant ist eine umfassende Erweiterung im Westen des Areals, wo künftig die Zughaltestelle weiter nach Westen verlegt und zusätzliche Zugänge zum städtischen Verkehr geschaffen werden. Zwei eng miteinander verbundene Teilprojekte bilden den Kern, der Perronzugang Margarethen und der Neubau der Margarethenbrücke. 

    Die neue Personenbrücke des Perronzugangs Margarethen soll parallel zur bestehenden Margarethenbrücke verlaufen. Sie wird rund 16,5 Meter breit, verfügt über Treppen, Rolltreppen und Lifte und erschliesst sämtliche Perrons. Um dies zu ermöglichen, verlängert die SBB mehrere Perrons nach Westen und passt die Gleisführung an. Damit reagiert das Projekt auf das erwartete Wachstum des Bahnverkehrs und entlastet zugleich die bestehende Passerelle im Hauptbahnhof. 

    Verknüpfung von Bahn und Stadt 
    Neben der Bahnplanung spielt die urbane Einbindung eine zentrale Rolle. Der Kanton Basel-Stadt plant westlich des Bahnhofs, beim Areal Markthalle, einen neuen multimodalen Verkehrsknotenpunkt. Hier soll der Umstieg zwischen Bahn, Tram, Bus und Velo künftig noch effizienter werden. Diese Neuordnung entlastet den überfüllten Centralbahnplatz und ermöglicht ein ausgewogeneres Verkehrsregime im Stadtzentrum. 

    Der Perronzugang Margarethen ist dabei mehr als nur eine Brücke. Er wird zum Bindeglied zwischen den neuen städtischen Verkehrsachsen und dem Bahnnetz. Er bietet Raum, Licht und Orientierung. Eigenschaften, die gerade in hochfrequentierten Verkehrszonen entscheidend sind. 

    Eine neue Margarethenbrücke mit Signalwirkung 
    Das zweite Teilprojekt widmet sich der Erneuerung der Margarethenbrücke. Die bestehende Brücke gehört der SBB und erfüllt die heutigen Sicherheitsanforderungen nur unter Einschränkungen für den Schwerverkehr. Zudem entspricht sie sowohl bahn- wie strassenseitig nicht den künftigen Anforderungen von SBB und Kanton. Der Neubau soll daher nicht nur statisch leistungsfähiger, sondern auch deutlich breiter werden, 27 Meter im Vergleich zu 16,3 Metern heute. Damit entsteht Platz für eine barrierefreie Tramhaltestelle in der Brückenmitte sowie breitere Geh- und Velowege. 

    Während der Bauzeit ist eine temporäre Hilfsbrücke vorgesehen. Eine spätere Integration dieses Provisoriums in den Neubau wird geprüft. Diese Lösung soll Bauunterbrüche minimieren und die städtische Mobilität während der gesamten Realisierungsphase sicherstellen. 

    Das Siegerprojekt von Penzel Valier 
    Im Rahmen eines Studienauftrags beurteilten im Frühling 2025 ein Beurteilungsgremium aus unabhängigen Fachleuten und Vertretern von SBB und Kanton die Vorschläge von sechs interdisziplinären Planungsteams. Der Zuschlag ging an das Büro Penzel Valier. Dessen Entwurf überzeugt durch ein grosszügiges, flexibel erweiterbares Dach, das sowohl die neue Tramhaltestelle auf der Margarethenbrücke als auch die Perrons überspannt. So entsteht ein hallenartiger Raum, der den westlichen Bahnhofsteil prägt.  

    Das Dach erfüllt mehrere Funktionen zugleich. Es führt Tageslicht auf die Perrons, schützt vor Witterung und erlaubt die Installation von Photovoltaikanlagen sowie Begrünungselementen. Städtebaulich gelingt damit die harmonische Verbindung zwischen dem Bahnhof SBB, der denkmalgeschützten Halle des französischen Bahnhofs SNCF und den angrenzenden Quartieren Gundeldingen und St. Johann. 

    Die Halle SNCF selbst bleibt im Kontext des französischen Bahnhofteils und in ihrer Funktion als Perronüberdachung erhalten. Dies war ein zentrales Anliegen der Denkmalpflege. Die Halle wird dabei nach Westen versetzt, um Platz für die neue Gleisanordnung zu schaffen.  

    Planung, Finanzierung und Zeithorizont 
    Der Perronzugang Margarethen ist ein Teil des nationalen Bahnausbauschritts 2035. Der Bund hat die planerische Vertiefung und die Vorprojektierung bereits bewilligt. Während der Perronzugang Margarethen finanziell gesichert ist, wird für die Umsetzung der neuen Margarethenbrücke noch über die Mittel entschieden. Beide Vorhaben können technisch unabhängig voneinander gebaut werden, sollen jedoch möglichst gleichzeitig realisiert werden. 

    Die Planungsanforderungen sind hoch. Sie berücksichtigen den laufenden Bahnbetrieb, den Schutz historischer Bausubstanz sowie die Integration in den dichten Stadtverkehr. Der Baustart ist derzeit für frühenstens 2034 angesetzt. Das Projektvolumen liegt für beide Projektelemente (Perronzugang und Brücke) laut Schätzungen jeweils im unteren bis mittleren dreistelligen Millionenbereich. 

    Mehr als Infrastruktur – ein neues Entrée für Basel 
    Mit Basel SBB West erhält die Stadt nicht nur eine strategisch wichtige Verkehrsdrehscheibe, sondern auch ein neues stadträumliches Eingangstor. Die Verlagerung des Zugverkehrs nach Westen schafft Flächen für eine klarere Verkehrsführung, bessere Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für Velo- und Fussverkehr. Reisende sollen künftig kürzere Wege, grosszügige Räume und intuitive Orientierung erfahren. 

    Das Zusammenspiel von Bahn, Tram, Bus und Velo wird effizienter, nachhaltiger und angenehmer. Zugleich bildet das Projekt den strukturellen Grundstein für zukünftige Erweiterungen wie den möglichen Tiefbahnhof Basel SBB. In seiner Gesamtheit steht Basel SBB West damit für eine neue Generation von Bahnhöfen, offen, vernetzt und zukunftsfähig.

  • Wie viel Vergangenheit verträgt die Verdichtung?

    Wie viel Vergangenheit verträgt die Verdichtung?

    Die Siedlung Brunnergut entstand in zwei Etappen Mitte der 1950er- und frühen 1960er-Jahre und markiert den Übergang zur funktionalistischen, automobilen Stadt. Als eines der ersten Winterthurer Wohnensembles mit Tiefgarage ersetzte sie die Villa Malabar und prägte ein ganzes Blockinnere zwischen Lind-, Kreuz-, Sulzberg- und St.-Georgenstrasse neu. Schon das Baugesuch von 1954 löste eine heftige Kontroverse aus. Frühe Debatten über Dichte, Verkehr und Stadtbild, wie sie heute die ganze Agglomeration beschäftigen.​

    2016 nahm die Stadt Winterthur Brunnergut in das Inventar der schutzwürdigen Bauten auf, 2018 folgte der Eintrag ins kantonale Inventar der Denkmalschutzobjekte von überkommunaler Bedeutung. Damit war klar, die Siedlung gilt nicht nur als Alltagsarchitektur, sondern als Ensemble mit baukulturellem und sozialgeschichtlichem Gewicht, das bei jeder weiteren Planung mitzudenken ist.​

    Juristisches Pingpong um den Schutz
    Mit der kantonalen Entlassung 2024 wollte die Baudirektion den Schutzstatus wieder lockern. Gestützt auf ein Gutachten der Kantonalen Denkmalpflegekommission und späteren Ergänzungen. Der Zürcher Heimatschutz focht das an, das Baurekursgericht forderte bereits in diesem Verfahren ein Ergänzungs- oder Obergutachten und kritisierte Lücken in der fachlichen Beurteilung.​

    Parallel plante der Winterthurer Stadtrat, Brunnergut auch aus dem kommunalen Inventar zu streichen. Dagegen reichte der Zürcher Heimatschutz erneut Rekurs ein. Im Entscheid vom 6. November 2025 hält das Baurekursgericht nun fest, die Stadt stützte sich unzulässig einseitig auf das KDK-Gutachten, der Sachverhalt sei für eine Inventarentlassung nicht genügend abgeklärt. Die Richter verlangen ein Gutachten einer unabhängigen, bisher nicht involvierten Fachperson. Ein deutliches Signal für höhere Anforderungen an die Begründung von Entschutz-Entscheiden.​

    Mehr als eine Fachfrage der Denkmalpflege
    Im Zentrum der Kritik stehen nicht nur formale Mängel, sondern auch inhaltliche Lücken. Unpräzise Pläne, ungenügende Auseinandersetzung mit den im Inventarblatt ausgewiesenen Qualitäten und eine zu knappe Würdigung der sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung. Konkret bemängelt das Gericht, dass die Rolle der Siedlung als frühes Beispiel dichter, autoorientierter Nachkriegsmoderne und als Teil der Winterthurer Siedlungsgeschichte nicht seriös in den Vergleich mit anderen Anlagen einbezogen wurde.​

    Für Stadtplanung und Immobilienwirtschaft ist Brunnergut damit weit mehr als ein Einzelfall. Das Verfahren zeigt, wie stark Inventarentscheide heute juristisch und fachlich unterlegt sein müssen, wenn sie in einem Umfeld von Wohnraummangel, Verdichtungsdruck und politisch aufgeheizten Debatten um Einsprachen und Heimatschutz bestehen sollen.​

    Was der Fall für zukünftige Projekte bedeutet
    Der Zürcher Heimatschutz wertet den Entscheid als Stärkung des Inventargedankens. Inventare sind nicht blosse Listen, sondern Planungsinstrumente, deren Abbau hohe Anforderungen erfüllt haben muss. Für Städte wie Winterthur bedeutet das, wer nachträglich Schutz aufheben will, muss transparent darlegen, weshalb baukulturelle, städtebauliche und sozialgeschichtliche Argumente weniger stark wiegen als die Interessen von Verdichtung, Erneuerung oder Rendite.​

    Für Investoren, Eigentümer und Planer steigt damit die Bedeutung sauber dokumentierter Bestandesaufnahmen und frühzeitiger Einbindung der Denkmalpflege. Gerade bei Siedlungen der Nachkriegszeit, die lange als „gewöhnlicher“ Bestand galten. Brunnergut macht sichtbar, dass die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend als Teil des baukulturellen Erbes verstanden wird und dass der Weg zu Umnutzung oder Ersatzneubau künftig öfter über unabhängige Fachgutachten und sorgfältig austarierte Schutzkonzepte führen wird.​

  • Bahnmodernisierung im sensiblen Alpenraum

    Bahnmodernisierung im sensiblen Alpenraum

    Die STRABAG AG realisiert den noch ausstehenden Sanierungsschritt auf der Zentralbahnstrecke zwischen Meiringen und Brienzwiler im Berner Oberland. Die Schmalspurtstrecke verläuft einspurig entlang der Hasliaare, die zum Hochwassergebiet Aare gehört. Aus Rücksicht auf mehrere Naturschutzgebiete gelte laut einer Mitteilung für den Neubau „höchste Präzision für Logistik und Koordination“. Die Vorarbeiten waren im März 2025 gestartet, seit Oktober 2025 läuft die zehnwöchige Intensivphase.

    Immer wieder war es in dem Gebiet zu Starkregenereignissen gekommen, bei denen der Bahndamm inklusive Oberbau überflutet wurden, was zu Schäden an der Bahninfrastruktur und am angrenzenden Kulturland führe. Bereits 2022 und 2023 hat die STRABAG dort Gleisbauarbeiten (Los 1 und Los 3) vorgenommen. Nun folge mit einem Totalumbau des anspruchsvollen Mittelabschnitts Los 2 über eine Länge von 2600 Metern und mitten im Naturschutzgebiet Sytenwald der Abschluss des Modernisierungsvorhabens. Dabei muss der Bahndamm angehoben werden. Damit Oberflächen- und Hangwasser abfliessen kann, wird eine durchgehende Planungsentwässerung der Strecke realisiert. Der Bereich entlang der Hasliaare erhält eine neue Hochwasserschutzmauer. 

    Als bautechnische Besonderheit gelten laut Mitteilung die „engen Platzverhältnisse und lokal fehlenden redundanten Baupisten in gewissen Abschnitten zwischen Hasliaare, Bahntrassee und mehrerer Naturschutzgebiete“, was besondere Vorkehrungen für Ökologie und Landschaftsschutz erfordere. Zum einen errichtet STRABAG 30 neue Fundamente für die Fahrleitungsmasten auf der flussabgewandten Seite, zum anderen sollen 37 Übergänge die ökologische Durchgängigkeit des Geländes sichern. Das bedeute Schutz für Wild- und Kleintiere beim Queren des Streckenabschnitts.

    Ein besonders anspruchsvoller Bestandteil ergibt sich beim Neubau der Hüsenbachbrücke aus ultrahochfestem und langlebigem Faserbeton (UHFB). Beim Brückenbau werde auf die dort zur Laichzeit vorhandene Forellenpopulation besondere Rücksicht genommen.

  • Modernes Arealprojekt im Sittertobel setzt auf erneuerbare Energien

    Modernes Arealprojekt im Sittertobel setzt auf erneuerbare Energien

    Die Sitter Projekt AG und die Mettler Entwickler AG realisieren im St.Galler Sittertobel das Sitter Valley. Die beiden St.Galler Unternehmen wollen hier auf 50‘000 Quadratmetern ein Areal für Büro, Gewerbe und Industrie mit bis zu 600 Arbeitsplätzen entwickeln.

    Die St.Galler Stadtwerke werden das Areal mit Energie für Wärme und Kühlung versorgen. Sie setzen dabei laut einer Mitteilung auf eine kombinierte Energieversorgung mit Holzpelletkessel und einer reversiblen Luft/Wasser-Wärmepumpe. Die Pelletheizung soll vornehmlich in den Wintermonaten eingesetzt werden. Die erste Wärmelieferung soll im Winter 2026/2027 erfolgen.

    Das Sitter Valley soll auch mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Diese werden einen Beitrag an die Stromversorgung des Areals leisten.

  • Auswahl zukunftsorientierter Start-ups stärkt digitale Immobilienentwicklung

    Auswahl zukunftsorientierter Start-ups stärkt digitale Immobilienentwicklung

    Insgesamt 95 Jungunternehmen hatten sich für das 27. Accelerator Programm von Swiss Prime Site beworben. 21 davon durften sich präsentieren, acht haben das Finale erreicht. Nun sind vier von ihnen für eine Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen ausgewählt worden, heisst es in einer Mitteilung von Venturelab. Der Schlieremer Start-up-Förderer arbeitet mit Swiss Prime Site bei dem Programm zusammen und führt die zugehörigen Workshops durch.

    Die siegreichen Unternehmen heissen Jurata AG, Legartis Technology AG, Optiverse AG und Epic Fusion AG. Alle vier sind im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) tätig, dem Schwerpunktthema des aktuellen Accelerator-Programms. Jurata entwickelt Lösungen für Recht, Buchhaltung und Steuern, Legartis für die Vertragsprüfung und -analyse. Optiverse arbeitet daran, mit KI Besprechungen effizienter zu gestalten, während Epic Fusion Arbeitsplätze optimiert.

    „Ich war wirklich beeindruckt von der Qualität der Präsentationen. Jedes Projekt war gut vorbereitet und wurde professionell vorgestellt, mit einem klaren Business Case für Swiss Prime Site“, wird Victor Wolff Casado zitiert, Digital Project Manager bei Swiss Prime Site. „Das einzigartige Start-up-Netzwerk und die Fachkompetenz von Venturelab helfen uns dabei, Innovationen in einem systematischen und schnellen Prozess voranzutreiben.“ 

  • Elektrochemischer Durchbruch im Kampf gegen Altlasten

    Elektrochemischer Durchbruch im Kampf gegen Altlasten

    Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ist laut einer Mitteilung ein Durchbruch bei der Altlastensanierung von Schadstoffen wie DDT und Lindan gelungen. Hierbei handelt es sich um persistente organische Schadstoffe, sogenannte POP. Dies sind giftige Chemikalien, die in den 40er bis 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vielfältig zum Einsatz kamen. Sie werden nur sehr langsam abgebaut und lassen sich mittlerweile in der Nahrungskette von Mensch und Tier finden. Das Universitätsteam unter der Leitung von Bill Morandi, Professor für synthetische organische Chemie, hat jetzt ein neuartiges elektrochemisches Verfahren entwickelt, dass diese Umweltgifte vollständig enthalogeniert und in unschädlichem Salz bindet. Die zurückbleibenden organischen Kohlenwasserstoffe lassen sich in die Kreislaufwirtschaft einbringen und dienen damit der chemischen Industrie als wertvolle Grundstoffe.

    „Wir wollten eines der grössten Umweltprobleme des letzten Jahrhunderts lösen. Es kann nicht sein, dass man den Schmutz den künftigen Generationen überlässt“, wird Alberto Garrido-Castro, Elektrochemie-Spezialist und ehemaliger Postdoc der Gruppe, in der Mitteilung zitiert. Denn die Sanierung solcher Altlasten in Böden, Gewässern und Deponien sieht das ETH-Team als eine der grossen offenen Fragen des Umweltschutzes. Der Abbau dieser Chemikalien mittels elektrochemischer Verfahren wird bereits seit Längerem untersucht. Der entscheidende Durchbruch, so die Mitteilung, gelang den Forschenden der ETH jetzt mit dem Einsatz von Wechselstrom bei der Elektrolyse. „Sie spaltet die Halogenatome in harmlose Salze wie NaCl (Kochsalz) und erzeugt gleichzeitig wertvolle Kohlenwasserstoffe“, erklärt Morandi. Bei den Kohlenwasserstoffen handelt es sich um Benzol, Diphenylethan oder Cyclododecatrien. Chemikalien, die für die Herstellung von Kunststoffen, Lacken oder Beschichtungen zum Einsatz kommen und damit der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft dienen.

    Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung: Das neue Verfahren kann nicht nur auf Reinstoffe, sondern auch auf Gemische aus kontaminierten Böden, Erde oder Schlamm angewendet werden. Dabei denken die Forschenden an mobile Anlagen, die vor Ort eingesetzt werden können, damit entfiele der Transport dieser Gefahrstoffe. Ein Prototyp ist bereits erfolgreich getestet.

  • Zukunftsareal im Norden Basels schafft Wohn- und Arbeitsraum

    Zukunftsareal im Norden Basels schafft Wohn- und Arbeitsraum

    Das Klybeck-Areal im Dreiländereck von Basel soll ein moderner Stadtteil am Rheinufer werden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben die Planungspartner Kanton Basel-Stadt, Swiss Life und Rhystadt hierzu das Richtprojekt klybeckplus initiiert, welches die Grundlage für die Nutzungsplanung bildet.

    Das etwa 30 Hektaren grosse Areal soll ein von Wohnanlagen, Wirtschaftsgebäuden und Parkanlagen durchmischter Stadtteil werden. Dabei soll Wohnraum für 8500 Menschen geschaffen werden. Gemäss der Planung soll ein Drittel der Wohnungen gemeinnützig zur Kostenmiete zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen 7500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die beiden Eigentümer Swiss Life und Rhystadt werden für die Umbauten 3 Milliarden Franken investieren, heisst es in der Mitteilung.

    „Das konkretisierte Richtprojekt, wie es nun vorliegt, bietet eine gute Voraussetzung, um das enorme Potential des Areals zu realisieren und für die Bevölkerung und die ganze Region viel und vor allem langfristigen Mehrwert zu schaffen“, wird Christian Mutschler von Rhystadt in der Mitteilung zitiert. Jürgen Friedrichs von Swiss Life ergänzt: „Das Richtprojekt zeigt, wie die vielfältigen Ziele von Wohn- bis Freiraum vereint werden können und gleichzeitig die bauliche, raumplanerische und ökonomische Machbarkeit gesichert bleibt.“ Regierungspräsident Conradin Cramer zeigt sich überzeugt, mit dem Projekt ein „attraktives neues Stück Stadt zum Wohlergehen der Bevölkerung“ zu schaffen. 

  • Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Sika hat ein strategisches Wachstumsprogramm vorgestellt. Das weltweit operierende Unternehmen für Spezialchemie mit Sitz in Baar will mit dem Fast-Forward-Programm sowohl Investitionen als auch an anderer Stelle Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich vornehmen, heisst es in einer Mitteilung.

    So will Sika im Bereich digitaler Transformation 120 bis 150 Millionen Franken investieren. Für effiziente Strukturanpassungen in China und anderen Märkten wird für das laufende Jahr mit einem Umfang von 80 bis 100 Millionen Franken gerechnet. Parallel zu den Investitionen will das Unternehmen in verschiedenen Bereichen jährlich 150 bis 200 Millionen Franken einsparen, mit „voller Wirkung ab 2028″. Zudem bestätigt Sika seine Strategie 2028 und damit ein angestrebtes Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent.

    „Sika lanciert das Fast Forward-Programm aus einer Position der Stärke. Wir verzeichnen die höchste Gewinnmarge unserer Unternehmensgeschichte und machen Sika mit Fast Forward fit für die Zukunft“, wird Thomas Hasler, CEO von Sika, in der Mitteilung zitiert. „Wir investieren gezielt in Digitalisierung und Effizienz, um weltweit noch näher an unseren Kunden zu sein. Unser Ziel ist es, digitaler Spitzenreiter in unseren Märkten zu werden – als Grundlage für weiteres Wachstum und zur langfristigen Stärkung unserer hohen Profitabilität.“

  • Umbau schafft modernen Raum für Forschung und Lehre in Zürich

    Umbau schafft modernen Raum für Forschung und Lehre in Zürich

    Das Careum Hochhaus wurde nach rund zweieinhalb Jahren Umbauzeit Mitte November offiziell eingeweiht. Somit ist laut einer Mitteilung der federführenden Careum Stifung aus dem ehemaligen Schwesternhochhaus des Universitätsspitals Zürich (USZ) ein moderner Arbeits- und Begegnungsort für Bildung und Gesundheit geworden. Hierdurch werde in Zürich auf 17 Stockwerken mehr Raum für den geplanten Ausbau im Bereich Medizin geschaffen, heisst es. Bei der Einweihung wurde dies unter anderem mit der Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, Silvia Steiner, und der Direktorin der Universitären Medizin Zürich, Beatrice Beck Schimmer, gefeiert.

    Die Careum Stiftung hat mit dem USZ eine Mietvereinbarung über 40 Jahre mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Es stehen nun 6000 Quadratmeter Nutzfläche mit der Möglichkeit auf 350 Arbeitsplätzen zur Verfügung. Die Stiftung selbst, die Aus- und Weiterbildungen im Gesundheitswesen anbietet, will drei der 17 Stockwerke selbst nutzen. Etwa werden der Careum Verlag und das Careum Zentrum für Gesundheitskompetenz Räume beziehen. Die übrigen Flächen seien an Institute der Universitären Medizin Zürich vermietet, heisst es.

    „Damit erweitern wir unseren Campus und schaffen zusätzlichen Raum für Vernetzung und Inspiration zwischen Disziplinen und Institutionen. Ganz im Sinne unseres Stiftungszwecks nutzen wir das Potenzial im Zürcher Hochschulquartier, um Bildung und Forschung im Gesundheitswesen weiter zu fördern und einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten“, wird Careum-Stiftungspräsident Hans Werner zitiert.

    Der historische Charakter spielte laut einer Dokumentation bei der Sanierung eine zentrale Rolle. So seien zwei Stockwerke im Originalzustand belassen worden. Die verantwortlichen Fachleute von Bhend & Schlauri Architekten haben gemäss Mitteilung eng mit der Denkmalpflege der Stadt Zürich zusammengearbeitet. 

  • Aufzugstechnik stärkt die Entwicklung der Destination Andermatt

    Aufzugstechnik stärkt die Entwicklung der Destination Andermatt

    Als Partner von Andermatt Swiss Alps hat der finnische Aufzug- und Rolltreppenhersteller KONE laut einer Mitteilung seit 2011 hundert Anlagen realisiert. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts von Samih Sawiri für die Destination würden 1,7 Milliarden Franken investiert; dabei werde auf langfristige Partnerschaften gesetzt. Personen- und Lastenaufzüge von KONE liefen inzwischen in Luxushotels, Villen und Apartmenthäusern vor Ort. Zudem zeichne sich das Unternehmen mit Schweizer Sitz in Brüttisellen für neue Fahrtreppen und einen Fahrsteig im Bahnhof Andermatt verantwortlich.

    Bei den installierten Personenaufzügen handelt es sich laut der Mitteilung zu einem grossen Teil um die Modelle KONE MonoSpace 500 DX und KONE MonoSpace 700 DX, bei den Lastenaufzügen um TranSys DX. Zudem seien etwa für das Fünf-Sterne-Hotel Chedi Andermatt kundenspezifisch Aufzüge angefertigt worden.

    Nachhaltigkeit habe im Sinne von Energieeffizienz, -rückgewinnung und Lebensdauer bei allen Projekten eine wichtige Rolle gespielt, heisst es. Das entspreche nicht nur der Andermatt-Responsible-Initiative, sondern auch den Prinzipien von KONE. Angeführt wird, dass KONE vom Fachmagazin „Corporate Knights“ 2025 unter die 20 nachhaltigsten Unternehmen Europas gewählt wurde.

    Ein Projekt dieser Grösse und Dauer kann laut Jan-Eric Mahnkopf von Andermatt Swiss Alps nur mit starken, langfristigen Partnerschaften erfolgreich umgesetzt werden. „Mit KONE haben wir einen technologisch führenden und zugleich flexiblen Partner an unserer Seite, der unsere hohen Anforderungen an Qualität, Design und Effizienz seit Jahren zuverlässig erfüllt“, wird Mahnkopf als Bauprojektleiter zitiert.

    Diese Langfristigkeit hat laut KONE den Vorteil, Planung und Logistik zu optimieren, immer ausreichend Material und Personal vor Ort zu haben. „Die kollaborierenden Teams sind perfekt eingespielt, man kennt die Bedürfnisse und die Anforderungen des Partners“, heisst es von Lukas Lehmann, dem verantwortlichen KONE-Verkaufsleiter.

  • Zirkulär bauen mit Schilf

    Zirkulär bauen mit Schilf

    Das Wohnhaus von Marina Rosa und Jacobus van Hoorne, entworfen von Gilbert Berthold, Architekt und wissenschaftlicher Assistent an der BFH, sticht in einer Einfamilienhaussiedlung am Neusiedler See bewusst heraus. Es kombiniert einen konsequenten Holzbau mit einem markanten Schilfdach und setzt damit auf lokale, nachwachsende Rohstoffe mit tiefem ökologischem Fussabdruck. Die zahlreichen Auszeichnungen, vom Bauherrinnenpreis der Zentralvereinigung österreichischer Architektinnen über den Architekturpreis des Landes Burgenland bis zum Newcomerpreis «Häuser des Jahres», unterstreichen den Vorbildcharakter des Projekts.

    Schilf als Hochleistungsbaustoff
    Jacobus van Hoorne, ursprünglich Teilchenphysiker am CERN, hat den Schilfschneider- und Schilfdachdeckerbetrieb seines Vaters übernommen und zum Innovationslabor weiterentwickelt. Gemeinsam mit Berthold entwickelte er einen Dachaufbau, der strenge Brandschutzauflagen erfüllt und durch Realbrandversuche behördlich zugelassen wurde. Ein Meilenstein für Schilf im Neubau, auch im dicht besiedelten Raum. Die sanft gekrümmten Dachflächen folgen der Materiallogik. Jeder zusätzliche Neigungsgrad verlängert die Lebensdauer des Daches, die Konstruktion macht die Qualitäten des Naturmaterials sichtbar und lesbar.

    Geometrie, Material und Raum als Einheit
    Der Grundriss des Hauses folgt einem s-förmigen Verlauf, der aus der Drehung des zentralen Wohnraums entsteht. Herzstück ist ein zweigeschossiges, lichtdurchflutetes Atrium, das sich zum Garten öffnet und über Terrassen eng mit dem Aussenraum verknüpft. Kompakt organisierte Funktionsräume schaffen Spielraum für grosszügige Aufenthaltszonen. Das Zusammenspiel von Schilfdach und naturbelassener Eichenholzfassade verbindet Baukörper und Landschaft. Das Dach wird zum gestaltprägenden Element und zu einer zeitgemässen Interpretation traditioneller Handwerkskunst.

    Reallabor für biobasierte Materialien
    Für Gilbert Berthold markierte das Projekt den Start in die Selbstständigkeit und zugleich ein reales Versuchsfeld für nachhaltiges Bauen. Das Haus dient heute als Wohnort, Studienobjekt und Ausstellungsraum zugleich. Es liefert Daten zu Energieeffizienz, Raumklima und zum Langzeitverhalten biobasierter Baustoffe. Im Kontext der BFH fügt es sich in die Forschung zu pflanzenbasierten Materialien wie Stroh, Flachs, Hanf oder Myzel ein und zeigt, dass Schilf nicht nur als Dämmstoff, sondern in architektonischer Hauptrolle bestehen kann.

    Symbol für eine regenerative Baukultur
    Das Projekt macht anschaulich, wie zirkuläres Bauen mit regionalen Ressourcen bereits heute umgesetzt werden kann. Es zeigt Studierenden und Fachleuten, dass regenerative Architektur nicht Zukunftsvision, sondern gebaute Realität ist. Mit Schilf als starkem Symbol für eine Baukultur, die Natur, Technik und Gesellschaft neu zusammendenkt.

  • Bassersdorf plant den nächsten Wachstumsschritt

    Bassersdorf plant den nächsten Wachstumsschritt

    Heute arbeiten auf dem Areal Pöschen, Gmeindwisen rund 90 Personen auf über 90’000 Quadratmetern. In den nächsten 20 Jahren sollen dort 600 bis 800 neue Arbeitsplätze entstehen und Wohnraum für rund 1’200 Menschen geschaffen werden.
     Mit der weitergehenden Umnutzung aller Parzellen ist zusätzlich Platz für 100 bis 200 weitere Arbeitsplätze und rund 300 zusätzliche Einwohnende vorgesehen. Die Grundlage dafür bildet die Umzonung in eine fünfgeschossige Wohn- und Gewerbezone mit Gestaltungsplanpflicht, die seit Februar 2024 rechtskräftig ist. Die Entwicklung erfolgt etappenweise und über mehrere Jahrzehnte, bestehende Gewerbebetriebe behalten ihren Platz.

    Verkehr, ÖV und «autoarmes» Konzept
    Im Dialog mit der Bevölkerung stand der Verkehr im Zentrum. Gefragt wurde nach Parkierung, Erschliessung und der Zukunft des Busbahnhofs. Das Planungsteam betonte die klare Ausrichtung auf den öffentlichen Verkehr. Das Quartier soll keinen Durchgangsverkehr aufnehmen, Autos der Bewohnenden werden in Tiefgaragen parkiert, neue Park-and-Ride-Flächen sind nicht vorgesehen. Trotz Gebietsentwicklung bleibt die geplante Umfahrungsstrasse möglich. Die Verantwortlichen rechnen damit, eher eine jüngere, stärker ÖV-orientierte Bewohnerschaft anzuziehen.

    Grünräume, Quartierleben und Etappierung
    Die rund 50 Anwesenden nahmen insbesondere die grosszügigen Grün- und Freiräume, Plätze und Verbindungswege positiv auf. Das Siegerprojekt strukturiert das Gebiet in klar erkennbare Nachbarschaften, mit einem lärmabschirmenden Riegel entlang der Zürichstrasse, Arbeitsplatzorientierten Nutzungen zu den Gleisen hin und dazwischen vielfältigen Wohnlagen. Diese Gliederung erleichtert die Umsetzung in Etappen. Mit einer vollständigen Realisierung wird in zehn bis fünfzehn Jahren gerechnet.

    Politischer Rückhalt und Mitwirkung
    Gemeindepräsident Christian Pfaller und die Grundeigentümer bekräftigten ihre Unterstützung für das Siegerprojekt und den langfristigen Aufbau eines vielseitigen, nachhaltigen Quartiers. Da die Gemeinde selbst kein Land besitzt, ist sie auf kooperatives Vorgehen mit den Eigentümerschaften angewiesen. Ein Schulhaus wird nicht benötigt. Vorgesehen sind Kindergarten- und Tagesstrukturen, in die sich die Gemeinde einkaufen will. Mit der Bau- und Zonenordnung 2022 hat die Stimmbevölkerung der Transformation zur Mischzone grundsätzlich zugestimmt, gleichzeitig aber eine Gestaltungsplanpflicht verankert. Der aktuelle Mitwirkungsanlass ist Teil dieses Verständigungsprozesses. Die Rückmeldungen fliessen nun in das Richtprojekt ein, das die Basis für den öffentlichen Gestaltungsplan bildet, die voraussichtlich im nächsten Jahr erneut diskutieren wird.

  • Walensee: Steilwand-Solarprojekt wird eingestellt

    Walensee: Steilwand-Solarprojekt wird eingestellt

    Die Felswand auf der Nordseite des Walensees wird in absehbarer Zeit keine Solaranlage erhalten. Wie die Projektpartner EKZ und SAK in einer Mitteilung schreiben, verfolgen sie das Solarprojekt Felsenstrom nicht weiter.

    Die Stromversorger der Kantone Zürich, St.Gallen und beider Appenzell begründen ihren Entscheid zum einen mit Verzögerungen im Bewilligungsverfahren. Anpassungen an das Projekt in Folge von Einsprachen würden eine neuerliche öffentliche Auflage verlangen. Zum anderen wäre die Montage freihängender Module an der Steilwand herausfordernd, aufwendig und zeitintensiv.

    Die Projektpartner rechnen daher nicht mehr damit, das Projekt bis Ende 2030 fertigstellen zu können. Das wäre aber Voraussetzung dafür, dass es in den Genuss der Erleichterungen und Förderungen im Rahmen des Solarexpresses käme.

    Die Anlage sollte am ehemaligen Steinbruch Schnür errichtet werden. Die Solarmodule mit einer Fläche von 44’000 Quadratmetern sollten laut der öffentlichen Bauanzeige von September 2024 rund 12 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

  • Neubau soll veraltetes Einkaufszentrum ersetzen

    Neubau soll veraltetes Einkaufszentrum ersetzen

    Eine Machbarkeits- und Potenzialstudie hat ergeben, dass das Migros-Einkaufszentrum im Areal „Im Funken“ in Zofingen hinsichtlich Nutzung und Betrieb veraltet ist. Ein geprüfter Teilerhalt ist laut einer Mitteilung der Stadt Zofingen keine Option, so dass nun ein Ersatzneubau geplant werden soll. Dieser Neubau steht im Zentrum der Pläne für ein „durchmischtes Quartier für Einkauf, Wohnen und Arbeiten“, welches von Migros Aare, der Stadt Zofingen und dem Immobilienunternehmen Zofimmo AG geplant wird.

    Nachdem mit der Studie nun ein „erster Meilenstein“ erreicht wurde, sollen nun durch einen Studienauftrag von mehreren Teams „tragfähige und konkrete Projekte“ entwickelt werden. In einem folgenden Schritt sollen diese dann rechtlich gesichert werden, durch entsprechende kommunale Planungsinstrumente beziehungsweise einen Gestaltungsplan.

    Die Ergebnisse des Studienauftrages sollen bis Ende 2026 vorliegen, der Baustart wäre frühestens 2029 möglich. Während der möglichen Bauphase würde ein Provisorium Einkäufe auch weiterhin ermöglichen. Mit Abschluss der Arbeiten soll auf dem bisherigen Parkplatz an den Bahngleisen Wohnraum entstehen. Auch für den begrünten Arealteil gegenüber der Altstadt sind neben Gewerbe- auch Wohnflächen angedacht – der grüne Charakter soll aber erhalten bleiben.

  • Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Das Bauunternehmen MAULINI SA mit Sitz in Satigny informiert in einem LinkedIn-Beitrag über den Abschluss der Restaurierung der Eaumorte-Brücke. Die Brücke zwischen Avully und Cartigny wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und gilt als eine der ältesten des Kantons Genf. Die Arbeiten begannen am 2. Juni 2025 und wurden Ende Oktober abgeschlossen. Die Gemeinde Avully beschreibt die Brücke vor Beginn der Restaurierung als in einem „fortgeschrittenen Zustand der Zerstörung“.

    MAULINI führte sämtliche Arbeiten aus, darunter die Instandsetzung, die Entfernung der Vegetation, den Nachbau der Steine gemäss dem Original und die Gestaltung des Zugangs zur Brücke. Laut dem Unternehmen bestanden „die Arbeiten darin, die Steine mit historischem Mörtel neu zu verfugen, einen neuen Überbau zu erstellen und eine Brüstung aus einheimischem Holz anzubringen, um der Brücke ihre ursprüngliche Stabilität und ihren Charme zurückzugeben“. Ziel der Restaurierung war es, die Brücke für Fussgänger, Velos und Pferde wieder zugänglich zu machen. MAULINI arbeitete für dieses Projekt mit dem Ingenieurbüro EDMS aus Petit-Lancy GE zusammen.

    Die 1910 gegründete MAULINI SA ist auf Hochbau und Tiefbau spezialisiert. Dazu gehören insbesondere Projekte zum Bau von Mehrfamilienhäusern, Industrie- und Verwaltungsgebäuden sowie Restaurierungsprojekte wie das des Conservatoire de Musique de Genève. Das Unternehmen ist einer der fünf Finalisten des Prix SVC Genève 2025, der am 27. November 2025 im Bâtiment des Forces Motrices in Genf verliehen wird.

  • Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    BRUGG Pipes aus Kleindöttingen, Teil der in Brugg ansässigen BRUGG Group AG, hat vorisolierte Fernwärmerohre für eine Querung der Autobahn A4 geliefert. Das Brückenelement zwischen Holzhäusern und Rotkreuz wurde Ende Oktober eingehoben, heisst es in einer Mitteilung. Bei der Montage sind zwei für Brückenbauwerke taugliche Rohrleitungen mit einer Länge von 48 Metern montiert worden. Sie wiegen ohne Wasser 4,9 Tonnen.

    Die Rohrbrücke verbindet bereits bestehende mit neuen Abschnitten des Wärmeverbundes Ennetsee. Dabei sollen weitere Quartiere und Gewerbestandorte in Rotkreuz ZG, Cham ZG und angrenzenden Gebieten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bauherrin des Projekts ist die WWZ. Für die Planung und Bauleitung der Brücke war das Unternehmen B+S AG verantwortlich, unterstützt von der Hodel SHLK AG als Rohrbauer. „Ich bin begeistert, wie die WWZ, B+S, Hodel SHLK und die weiteren Partner dieses Projekt partnerschaftlich und mit grösster Präzision umgesetzt haben. Eine solche Verlegung unserer Rohre mit einer eigenen Brücke ist definitiv nicht alltäglich. Umso mehr freut es mich, dass die Installation erfolgreich verlief und unsere vorisolierten Rohrsysteme nun den Ausbau des Wärmeverbunds Ennetsee sowie die Dekarbonisierung unterstützen“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Als Wärmequelle nutzt die WWZ die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU. Bis Herbst 2026 soll auch Cham mit Fernwärme aus dem Projekt versorgt werden. Insgesamt rechnet man beim Ausbau des Verbunds mit einer Einsparung von etwa 12‘000 Tonnen Kohlendioxid jährlich.

  • Erneuerbares Gas stärkt lokale Versorgung

    Erneuerbares Gas stärkt lokale Versorgung

    Das Klärgas aus der Abwasserreinigungsanlage (ARA) des Abwasserverbandes Aargau und Umgebung (AVAU) in der Telli in Aarau wird seit Oktober zu einem Teil auch für die lokale Wärmeversorgung genutzt. Dabei bereitet laut einer Mitteilung die Green Power Aarau AG das Gas auf, das dann in das Erdgasnetz der Eniwa AG eingespeist wird.

    Damit wird fossiles Erdgas durch erneuerbares Gas ersetzt. Die Mengen seien derzeit noch überschaubar, heisst es in der Mitteilung. Sie sollten aber mit dem ARA-Ausbau erheblich ausgeweitet werden.

    „Wir zeigen mit diesem Projekt, wie aus dem Nebenprodukt Klärgas ein wertvoller Energieträger wird“, wird Hans-Kaspar Scherrer, CEO von Eniwa und Verwaltungsratspräsident der Green Power Aarau AG, in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit zwischen AVAU, Green Power Aarau und Eniwa ist ein starkes Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft in der Region konkret funktioniert.“ Die drei Unternehmen leisteten gemeinsam einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Reduktion der CO2-Emissionen und stärkten die lokale Wertschöpfung, so Scherrer.

  • Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    energieUri hat laut einer Mitteilung auf der Sidenplangg in der Gemeinde Spiringen die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz ans Netz genommen. Die Anlage auf einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern soll im Vollausbau bei einer Gesamtleistung von 8 Megawatt pro Jahr 12,5 Gigawattstunden Strom erzeugen. Davon soll knapp die Hälfte im Winter produziert werden.

    Derzeit liefert die Anlage 13 Prozent des anvisierten Stromes. Damit qualifiziert sie sich für die Förderung im Rahmen des Solarexpresses. Die Arbeiten sollen im Frühjahr wieder aufgenommen und bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

    An der APV Sidenplangg AG beteiligen sich der Urner Energieversorger energieUri AG als Initiantin und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein BL.  „Solche Kraftwerksprojekte schaffen und sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region – sei es bei der Planung, Realisierung oder dem zukünftigen Betrieb sowie der Energiebewirtschaftung durch energieUri“, wird Werner Jauch. CEO von energieUri und Verwaltungsratspräsident der APV Sidenplangg AG, in der Mitteilung zitiert.

  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Das Kantonsspital Baden (KSB) ist auf dem World Architecture Festival in Miami im US-Bundesstaat Florida ausgezeichnet worden. Die Architektur des KSB-Neubaus erhielt in der Kategorie Health einen Siegerpreis, heisst es in einer Mitteilung. Das World Architecture Festival wurde vom 12. bis 14. November abgehalten.

    Bei der Veranstaltung im Miami Beach Convention Center stimmten 160 internationale Juroren über 460 Projekte ab. Der von Nickl & Partner Architekten Schweiz sowie weiteren Planungspartnern realisierte Spitalbau wurde für seine klare Formensprache, nachhaltige Bauweise und den konsequenten Fokus auf eine heilungsfördernde Umgebung für Patientinnen und Patienten ausgezeichnet, heisst es in der Mitteilung. „Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Vision: ein Spital zu bauen, das medizinische Exzellenz und einen effizienten Betrieb mit modernster Architektur verbindet“, wird Pascal Cotrotzo, CEO des KSB, zitiert. „Wir sind stolz darauf, dass unser Neubau in Miami internationale Anerkennung erhält. Unser Dank gilt allen, die dieses Grossprojekt möglich gemacht haben.“

    Bereits im Juni 2025 hat das KSB in London den European Healthcare Design Award erhalten. Um den gesamten Neubau voll zu Geltung zu bringen, soll auf dem Areal des alten Spitals eine stadtverbundene Grünanlage errichtet werden. Das KSB weist auf eine Beschwerde des Aargauer Heimatschutzes gegen den Rückbau des Altbaus sowie eine Petition mit 7000 Unterschriften gegen diese Beschwerde hin.

  • Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Die ARA Thunersee hat laut einer Mitteilung das grösste bewegliche Solarfaltdach der Welt, HORIZON, eingeweiht. Realisiert wurde es vom Cleantech-Unternehmen dhp Technology aus Zizers. Mit einer installierten Leistung von 3,6 Megawatt Peak und rund 3 Gigawattstunden Strom soll die Anlage 700 Haushalte versorgen.

    Wie ARA Thunersee mitteilt, basiert die mehr als 20’000 Quadratmeter grosse Anlage auf einer Technologie der Firma dhp Technology. dhp-CEO Gian Andri Diem sieht grosses Potenzial darin, Energie auf bestehenden Flächen zu erzeugen. „So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen“, wird er zitiert.

    Um bei der Energiewende durch Photovoltaik voranzukommen, ist laut dem Projektbeschrieb von dhp eine effiziente Flächennutzung relevant. Speziell Kläranlagen, Logistikareale, Wasserwerke und Parkflächen eignen sich durch bisher ungenutzte Flächen besonders gut für die Solarstromproduktion. Nach den Worten von Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee, leiste eine „intelligente Flächennutzung“ einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz“.

    Das Solarfaltdach überspanne mehrere Klärbecken und nutze bestehende Infrastrukturflächen doppelt – zur Abwasserreinigung am Boden und zur Solarstromerzeugung darüber. Der dort erzeugte Strom sei für die Abwasserreinigung und Nahversorgung bestimmt.

    Angelehnt an Schweizer Seilbahntechnik sei das Dach imstande, auf extreme  Wetterbedingungen zu reagieren. So falte es sich bei Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammen. Damit lassen sich Betriebssicherheit und Energieproduktion erreichen, ohne dass in laufende Prozesse eingegriffen werden muss.

  • Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Die Stadt Frauenfeld erweitert ihr Smart Parking-System um das Parkhaus Altstadt. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Dafür ist es mit Sensoren ausgestattet worden, die in der Regio Frauenfeld-App freie Parkplätze anzeigen. Das Pilotprojekt war 2023 begonnen und nach einer umfassenden Bewertung 2024 weitergeführt worden. Es umfasst mittlerweile insgesamt sechs Parkanlagen und 24 Kameras.

    Dort wird die Belegung im Zweiminutentakt erfasst und auf der App sichtbar gemacht. Damit sollen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer schneller zu einem freien Parkplatz kommen und von flüssigerem Verkehr profitieren.

    Das Parkhaus Altstadt ist als einziges davon nicht mit Kameras ausgestattet. Eigentümer ist die Wohnpark Promenade AG, verwaltet wird es von der Tobler Immobilien AG. Mit den Verantwortlichen beider Firmen wurde ein einjähriger Versuchsbetrieb vereinbart. Die Tiefgarage bietet 66 Parkplätze in zentraler Lage.

    Nach dem Umbau des Einkaufszentrums Passage wird auch dessen Parkhaus mit seinen rund 260 Parkplätzen aufgeschaltet werden. Die Baumassnahmen sollen Ende 2027 beendet sein.

    Das Smart Parking-Konzept von Frauenfeld basiert auf einem Projekt der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz im Kanton Zürich. Dabei hat die Parquery AG aus Zürich, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), mit ihrer Bilderkennung eine effiziente Erfassung und Analyse der Parkplatzbelegung in Echtzeit ermöglicht.

  • Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Der Kanton Basel-Landschaft bündelt am Polyfeld das BBZ BL, das Gymnasium Muttenz und das Zentrum für Brückenangebote zu einem gemeinsamen Sek-II-Campus. In der Etappe 1 stehen der Rückbau und die Umnutzung des bestehenden Turms im Fokus, der von oben nach unten entkernt, schadstoffsaniert und im Kernbereich vollständig zurückgebaut wurde. Auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern wurden Kernwände, Treppenanlagen, Bodenplatte und Fundamente kontrolliert entfernt.

    Damit der schlanke Turm während Umbau und Neubau stabil bleibt, wurde pro Geschoss eine temporäre Aussteifung mit schweren Stahlrahmen eingebaut. Parallel dazu starteten der Neubau des Gebäudekerns und die Ausführung der neuen Haupttreppe, die als freihängende Fertigteilkonstruktion in Sichtbeton zu einem gestalterischen Zentrum des BBZ werden soll.

    Sichtbeton, Werkstattgebäude und Dreifachsporthalle
    Alle Neubauten der Etappe 1 werden in hochwertigem Sichtbeton erstellt, mit einem projektbezogenen Schalungs- und Betonierkonzept für gleichmässige Oberflächen. Das rund 55 Meter lange und 26 Meter breite Werkstattgebäude entsteht in drei Etappen, sodass Wände, Stützen, Erdbebenwände und Decken geschossweise parallel bearbeitet werden können.

    Die neue Dreifachsporthalle erhält ein komplexes Tragwerk aus vorgespannten Spannbetonträgern, die schrittweise montiert, provisorisch abgestützt und nach dem Betonieren der Decke vorgespannt werden. Dadurch kann die Halle später flexibel in drei kleinere Einheiten unterteilt werden. Eine aussenliegende Wendeltreppe mit speziell entwickelter Schalung setzt einen architektonischen Akzent. Die angrenzende Aula-Mensa entsteht in Fertigteilbauweise, kombiniert Sichtbeton mit einer Holzverbunddecke und vernetzt die unterschiedlichen Gebäudeteile funktional.

    Life-Science-Ausbildungsbau im Polyfeld
    Parallel zum kantonalen Campusvorhaben erhält das Polyfeld mit einem neuen Life-Science-Ausbildungszentrum eine zusätzliche inhaltliche Schärfung. Der Baselbieter Landrat hat dafür einen Beitrag von rund zwei Millionen Franken gesprochen. Rund 1,7 Millionen für den Bau des neuen Ausbildungsstandorts an der Birsfelderstrasse 46 und rund 390’000 Franken für besondere Laborausstattungen. Der Neubau wird eine Nettogeschossfläche von etwa 19’500 Quadratmetern aufweisen. Kantonal gefördert wird eine anrechenbare Nutzfläche von rund 1’400 Quadratmetern.

    Trägerin des Projekts ist der Ausbildungsverbund Aprentas, der seine bisherigen Standorte an der Lachmattstrasse und in Schweizerhalle im neuen Gebäude bündeln will. Aprentas, ursprünglich aus dem Umfeld von Novartis entstanden, bietet überbetriebliche Kurse für EFZ-Ausbildungen in Chemie, Biologie sowie Chemie- und Pharmatechnologie. Die kantonale Förderung stärkt den Life-Science-Ausbildungsstandort Muttenz und ergänzt den Sek-II-Campus Polyfeld um eine klar profilierte, praxisorientierte Ausbildungsinfrastruktur für die regionale Industrie.

  • La Rasude Lausanne

    La Rasude Lausanne

    La Rasude gehört zu den sechs städtischen Transformationspolen Lausannes und liegt direkt am Bahnhof sowie an einem der wichtigsten ÖV-Knoten der Romandie. Aus Sicht der Stadt ist dies der ideale Ort für eine Verdichtung, die kurze Wege, hohe Nutzungsdichte und bessere Lebensqualität verbindet. Der Plan d’affectation definiert hierfür die zulässigen Nutzungen, Gebäudevolumen und Anforderungen an Umwelt, Mobilität und Denkmalschutz.​

    Weiterbauen im Bestand statt Tabula rasa
    Rund 70 Prozent der bestehenden Bauten werden erhalten, darunter das markante, von Alphonse Laverrière entworfene Gebäude an der Avenue de la Gare, dessen Schutz nach Kritik von Bund und Fachleuten in einem überarbeiteten Projekt ausdrücklich gesichert wurde. Einzelne Gebäude wie «Gare 45» und «Horizon» dürfen um zwei Geschosse erhöht werden, dazu kommen zwei neue Baukörper. Einer entlang der Gleise, einer im Quartierzentrum, deren Höhen so definiert sind, dass die bestehende Skyline und Sichtbezüge respektiert bleiben und der Edipresse-Turm nicht überragt wird.​

    Wohnen, Arbeiten und soziale Mischung
    Etwa 30 Prozent der Geschossflächen sind für Wohnen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon als logements d’utilité publique, also gemeinnützige Wohnungen. Insgesamt sollen so knapp 500 Personen in einem heute nicht bewohnten Quartier leben können. Parallel entsteht ein vielfältiger Nutzungsmix mit Büros, einem Hotel, Läden, frühkindlicher Betreuung, Kultur- und Freizeiträumen sowie quartiernahen Dienstleistungen. Rund 500 Quadratmeter werden zu kontrollierten, günstigen Mieten für Kulturschaffende und öffentliche Nutzungen reserviert.​

    Öffentlicher Raum, Begrünung und Mobilität
    Der heute geschlossene, stark versiegelte Komplex wird in ein offenes, fussgängerorientiertes Quartier überführt. Etwa die Hälfte des Areals soll künftig als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen, ein grosser Teil davon mit Bäumen und Grünflächen, ergänzt durch begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und den Anschluss an erneuerbare Wärmequellen, um die CO₂-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Erschliessung an der Oberfläche erfolgt primär zu Fuss und mit dem Velo, während eine Tiefgarage mit rund 275 Autoparkplätzen und rund 1200 Velostellplätzen die notwendigen Mobilitätsangebote unterirdisch bündelt.​

    Politischer Prozess und Ausblick
    Der Plan liegt bis zum 18. Dezember zur öffentlichen Einsicht auf. Einwendungen und Einsprachen fliessen in die weitere Überarbeitung ein, bevor der Beschlussweg über den Gemeinderat zum Kanton führt. Parallel sind Wettbewerbe für Architektur und öffentliche Räume mit partizipativen Formaten vorgesehen, um die Qualität der Umsetzung zu sichern. Der Baubeginn wird derzeit ab etwa 2029 anvisiert, mit einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Quartiers zwischen 2031 und 2033. Vorausgesetzt, allfällige politische Referenden ändern den Zeitplan nicht.

  • Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Ausgangspunkt der Entwicklung ist der Rückzug des CKW-Werkhofs im Kontext der grossräumigen Transformation rund um den Seetalplatz. Auf Basis eines zweistufigen Studienauftrags der CKW und der Stadt Luzern setzte sich 2022 das Projekt «Habitat – Quartier im Hain» durch. Entscheidend waren der sorgfältige Umgang mit Bestandesbauten. Insbesondere der Shedhalle sowie die konsequente Integration von Freiräumen und Regenwasserbewirtschaftung.

    Die Ideen des Siegerprojekts wurden anschliessend auf den gesamten Perimeter des Bebauungsplans übertragen und planungsrechtlich verankert. Damit entsteht eine koordinierte Gesamtfigur, die private Grundstücke und das ehemalige Werkhofareal zu einem städtebaulichen Ganzen verbindet.

    Städtebau, Nutzungsmischung und Schwammstadt
    Der nordöstliche Teil des Gebiets wird aus lärm- und stadträumlichen Gründen von grösseren, gemischt genutzten Baukörpern in geschlossener Bauweise geprägt. Hier bündeln sich Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und Erdgeschossnutzungen entlang von Strassen und Plätzen. Der westliche Teil setzt auf offene Wohnbauten, zusammenhängende Grünräume und Wege, welche die angrenzenden Quartiere anbinden.

    Zentrales Element ist eine topographische Mulde im Westen, eine frühere Aue. Sie dient als Retentionsraum für Regenwasser und bildet die Grundlage des «Stadthains», der mit Baumbestand, Versickerungsflächen und kühlendem Mikroklima das Quartier prägt. Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiraumgestaltung und das Schwammstadt-Prinzip werden so zu tragenden Bausteinen der Quartiersidentität.

    Soziale Durchmischung und Vielfalt
    Im Endausbau sind in Reussbühl West rund 700 bis 800 zusätzliche Wohnungen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon gemeinnützig. Ergänzt werden sie durch Mehrzweckräume und rund 15’000 bis 18’000 Quadratmeter Arbeitsflächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Kurzzeitvermietungen bleiben auf die bereits heute vorhandenen Flächen beschränkt und sind nur im Baufeld C9 zugelassen. Ein bewusstes Signal zugunsten langfristiger Wohn- und Quartiersstrukturen.

    Die Bestandes-Shedhalle wird für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet und fungiert als Adresse für Kultur, Freizeit oder kleinteiliges Gewerbe. Zusammen mit den Erdgeschossnutzungen der Neubauten entsteht ein nutzungsgemischtes, ganztägig belebtes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Angebote eng verzahnt.

    Planungsrechtliche Grundlage und zeitliche Perspektive
    Der Bebauungsplan «Reussbühl West» legt die wesentlichen Hauptelemente der städtebaulichen Figur und der Nutzungsverteilung grundeigentümerverbindlich fest und ermöglicht eine etappierte Umsetzung. Vom 24. November bis 23. Dezember 2025 liegt er öffentlich auf. Einsprachen und Verhandlungen fliessen in die weitere Bearbeitung ein, bevor der Plan dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird.

    Gemeinsam mit dem bereits rechtskräftigen Bebauungsplan «Reussbühl Ost» entsteht damit ein planungsrechtlicher Rahmen für ein aufgewertetes, gemischt genutztes Quartier mit insgesamt rund 1’000 zusätzlichen Wohnungen und 15 bis 20 Prozent Gewerbeflächen. Die Verdichtung erfolgt schrittweise. Bereits heute sind in Reussbühl Ost erste gemeinnützige Wohnungen und neue Gewerbeflächen im Bau und markieren den Übergang vom industriell geprägten Areal zum urbanen Stadtbaustein der nächsten Generation.