Kategorie: Projekte

  • Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sechs Standorte für neue Kleinwasserkraftwerke an der Birs und der Ergolz in den kantonalen Richtplan aufgenommen, informiert die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion in einer Mitteilung. Die Festlegung erfolgte gemäss einer entsprechenden Vorgabe des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Als Kleinwasserkraftwerke gelten in der Schweiz Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt, welche die Energie kleinerer Flussläufe zur dezentralen Stromerzeugung nutzen.

    Für die Vergabe der Konzessionen ist das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) verantwortlich. Die genauen Standorte der geplanten Wasserkraftwerke können der Mitteilung entnommen werden. Interessierte Unternehmen werden aufgefordert, online eine Request for Information einzureichen. Im Anschluss wird das AUE die Vergabeverfahren für die einzelnen Standorte festlegen.

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sich das Ziel gesetzt, seinen Energieverbrauch exklusive Mobilität bis 2030 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die geplanten sechs Kleinwasserkraftwerke sollen zur Umsetzung dieses Ziels beitragen.

  • Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Die Ergebnisse des Studienauftrages Arealentwicklung Gewerbestrasse, Döttingen werden am 18. und 19. Oktober in Döttingen ausgestellt. Der siegreiche Beitrag stammt von fsp Architekten aus Spreitenbach, zusammen mit LAND Suisse aus Lugano sowie ASTOC Architects and Planners aus Köln. Bei dem Projekt DOT entsteht auf dem Areal von Birchmeier Hess Immobilien ein neues Quartier. Auf einer Fläche von 75’000 Quadratmetern sollen 550 Wohnungen entstehen, 15’000 Quadratmeter Fläche sind für Gewerbe vorgesehen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    „Mit der Transformation des Areals wird Industrie zur Nachbarschaft. Aus Hallen wird Heimat, aus Spuren Identität. Das industrielle Erbe wird verwandelt – nachhaltig, zukunftsfähig, durchmischt“, heisst es von Ivo Lenherr von fsp Architekten zum Projekt DOT. Die Jury begründete das einstimmige Votum für das Siegerprojekt unter anderem mit der „raffinierten städtebaulichen Strategie im Umgang mit den Vorgaben der Grund­eigentümerin, dem aktuellen Gebäudebestand sowie dem genehmigten Richtplan“. Das Projekt stelle „einen rück­sichtsvollen Umgang mit der Nachbarschaft sowie den öffentlichen Bedürfnissen dar und lässt für die zukünftigen Nutzerinnen und Bewohner einen stimmigen und reichhaltigen Wohn- und Arbeitsort erwarten.“

  • Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Die Cham Swiss Properties plant mit dem Bau des Hochhauses Rocket und den drei Tigerli-Wohngebäuden in der Winterthurer Lokstadt ein städtebauliches Ensemble. Rocket & Tigerli, wie die Immobiliengesellschaft das Bauprojekt nennt, bieten laut einer Mitteilung künftig Platz für 300 Mietwohnungen, davon 30 Prozent im preisgünstigen Segment. Somit prägt das Ensemble mit dem 100-Meter Hochhaus nicht nur die Winterthurer Skyline, sondern lindert auch die städtische Wohnungsknappheit.

    Eine Baubewilligung wurde von der Stadt Winterthur bereits im April 2025 erteilt, allerdings mit mehreren Auflagen. So forderte die Stadt den Verzicht auf die geplante Hotelnutzung in der „Rocket“ zugunsten der Errichtung von Mietwohnungen. Infolge der Revision plant die Baugesellschaft nun mit 5000 Quadratmetern Extrawohnraum und widmet das Erdgeschoss, anstelle eines Hotel-Check-Ins, öffentlich zugänglichen Verkaufs- und Gastronomieflächen. Auch das Dachgeschoss wird mit einem Aussichtsraum sowie einer Fläche für Veranstaltungen und Gastronomie umgenutzt.

    , ist trotz Herausforderungen bei der Umnutzung zuversichtlich:

    „Eine öffentliche Zone in einem Wohngebäude bringt Herausforderungen in Bezug auf Privatsphäre und Sicherheit mit sich. Aber wir sind zuversichtlich, eine gute Lösung umsetzen zu können, sodass die gesamte Bevölkerung die Aussicht aus 100 Metern Höhe geniessen kann“, wird Thomas Aebischer in der Mitteilung zitiert, CEO der Cham Swiss Properties.

    Auch das Nachhaltigkeitskonzept des Hochhauses wurde verbessert : anstelle eines Holz-Hybridbaus wird Rocket jetzt mit CO2-äquivalenten Alternativen, die Vorteile in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Materialverfügbarkeit bieten, realisiert. Die Zertifizierung nach dem SNBS Gold-Standard bleibt vorgesehen.

    Die Rechtskraft der Baubewilligung wird für 2026 erwartet, ab Mitte 2027 soll gebaut werden. Mit der Fertigstellung wird 2030 gerechnet.

  • Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Die aus Stahl- und Metallbau sowie Kran- und andere Transporte spezialisierte Senn AG aus Oftringen hat im Rahmen der BSK-Jahreshauptversammlung am 12. Oktober den zweiten Platz für die Kranarbeit des Jahres 2025 unter 120 Tonnen belegt. Insgesamt war die Firma mit anspruchsvollen Projekten in mehreren Rubriken nominiert.

    Grundlage für die Auszeichnung ist laut einer Mitteilung die Revision des Wasserkraftwerks Luterbach SO, die Senn zusammen mit der ADEV durchgeführt hatte. Im Rahmen des Projekts galt es, einen 20-Tonnen Generator mit 3,5 Metern Höhe sowie ein 3,4 Meter grosses Turbinenrad aus dem Wasserkraftwerk auszubauen, zu transportieren, zu revidieren und schliesslich wieder einzubauen. Die Hebung des Generators und des Turbinenrades durch eine Dachöffnung im Kraftwerk erforderten dabei Millimeterarbeit der Kranführer. Anschliessend realisierte ein speziell konstruierter Stahlrahmen sowie eine massgeschneiderte Schwertransportlösung den reibungslosen Abtransport ins Revisionswerk.

    Das Luterbach-Projekt stehe dabei exemplarisch für die firmeneigene Kombination aus Ingenieurskunst, Präzision und Erfahrung im Schwertransport, die eine erfolgreiche Projektabwicklung ermöglicht, erklärt die Senn AG.

    Die Senn AG agiert in den Geschäftsfeldern Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcenter, Notstromanlagen sowie Kran und Transport. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden ist sie heute nach Eigenangaben eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen im Bezirk Zofingen.

  • Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Die Arbonia AG verstärkt ihre Marktposition in Europa. Das auf Innentüren aus Holz, Glas und Metall spezialisierte Unternehmen aus Arbon hat mit Wirkung zum 15. Oktober den portugiesischen Türenhersteller Cicomol übernommen, informiert Arbonia in einer Mitteilung. Bereits am 9. Oktober hat Arbonia zudem die Übernahme der deutschen Spezialisten für Metall-Sonderzargen von Rüthener Zargenbau GmbH & CoKG abgeschlossen. Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr zusammen einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet.

    Arbonia erwartet von der Übernahme der laut Mitteilung in Portugal marktführenden Cicomol SA eine stärkere Präsenz im Fachhandel Portugals sowie Vertriebssynergien in Spanien, Portugal und Frankreich. Die Akquisition von Rüthener Zargenbau wiederum soll eine Lücke im Portfolio von Arbonia schliessen. Das international tägige Unternehmen hat seine Metallzargen bisher weitgehend extern zugekauft. Beide Übernahmen werden sich laut Arbonia zudem als margenstärkend und wertsteigernd erweisen.

    Die Transaktionen schliessen die Übernahme der rund 130 Mitarbeitenden von Cicomol und der knapp 40 Mitarbeitenden von Rüthener Zargenbau ein. Auch das Management der beiden Firmen bleibt unverändert.

  • Lehm feiert sein Comeback

    Lehm feiert sein Comeback

    Lehm ist seit Jahrtausenden bewährt, besteht aus lokalem Ton, Schluff und Sand, ist ohne energieintensive Brennprozesse verwendbar und fast unbegrenzt verfügbar. Im Gegensatz zu Beton, dessen Herstellung mit dem Brennen von Kalkstein erhebliche CO₂-Emissionen verursacht, punktet Lehm mit minimalem Energieaufwand bei Gewinnung und Verarbeitung. Nach Abschätzung verschiedener Quellen fallen bei der Betonherstellung pro Tonne im Durchschnitt 800–900 kg CO₂ an, bei Lehm oft nur ein Zehntel davon und meist gar keine, sofern natürlich getrocknet wird.​

    Der Lehmpavillon in Horw
    Im Rahmen von «Think Earth» kooperieren die ETH Zürich, die HSLU und Industrieunternehmen, Lehm und Holz als Materialbasis in innovative Anwendung zu bringen. Ein Meilenstein ist der Lehmpavillon in Horw. Lehm- und Holzelemente werden mit recyceltem Oulesse, einem von Oxara entwickelten Mischabbruchstoff, in Hybridform kombiniert. Die Prototypen entstehen im engen Austausch mit Bauindustrie und Studierenden. Das Ziel ist modulare, vorfabrizierte Lehmbauteile mit zuverlässiger Festigkeit, vielseitig einsetzbar und rückbaubar, für mehrgeschossigen Wohnungsbau und flexible Architektur.​

    Vorteile, Herausforderungen und Kreislaufpotenzial
    Lehm ist nicht nur energiesparend, sondern auch speicherfähig für CO₂, insbesondere wenn organische Zuschläge beigegeben werden– so kann er sogar klimapositiv wirken.​ Lehmbaustoffe lassen sich bei Gebäude-Rückbau leicht trennen und wiederverwenden. Der Recyclingprozess ist nicht aufwendig und ermöglicht echte Kreislaufwirtschaft.

    Als Aushublehm oder als Nebenprodukt („Filterkuchen“) aus der Kies- und Aushubwäsche ist Lehm bereits heute regional im Überfluss vorhanden. Bislang scheitert eine breite Anwendung vor allem an fehlender Normierung und Marktreife. Daran arbeiten die Projektpartner von «Think Earth» nun intensiv.​

    Noch sind Lehmbau-Hybridlösungen kostenintensiver als konventioneller Betonbau, aber Fortschritte in der industriellen Fertigung, Materialmischung und Qualitätssicherung bringen sie zunehmend in Reichweite für die Masse.​

    Von der Nische zum Standard?
    Die Forscherinnen und Forscher um HSLU und ETH Zürich arbeiten an der Standardisierung und Normierung der neuen Lehm-Hybridbauelemente, sodass ein Markteintritt in den nächsten zehn Jahren realistisch wird. Die Industrie zeigt grosses Interesse. Insbesondere, weil «Abfall» beim Aushub zum zentralen Rohstoff wird. Mit Lehm, Holz und intelligenten Hybridtechnologien steht ein Bauprinzip bereit, das natürliche Ressourcen schont, Klimavorteile bietet und dennoch architektonische Vielfalt ermöglicht.​ Lehm erlebt ein Innovations- und Image-Revival. «Think Earth» und der Lehmpavillon zeigen, wie Forschung und Bauwirtschaft gemeinsam Lösungen für die Bauwende liefern. Kleiner ökologischer Fussabdruck, Kreislaufpotenzial und Wohngesundheit sind mehr als ein Trend – sie markieren den Weg zu urbaner Baukultur im 21. Jahrhundert.

  • Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Die auf Zutritts- und Schliesssysteme spezialisierte dormakaba hat sich mit ihrem Hotelschloss Quantum Pixel+ den ICONIC AWARD des German Design Councils gesichert. Das digitale Schloss, das sich direkt ins Türblatt integriert, ermöglicht dank seiner Kompatibilität mit NFC,  Bluetooth Low Energy sowie digitalen Wallets jederzeit Zutritt mit mobilen Geräten. Das Quantum Pixel + ist ausserdem mit RFID-Zutrittsmedien (Radio Frequency Identification) wie Zutrittskarten, Schlüsselanhängern und Armbändern aktivierbar.

    Die Vielseitigkeit des Schlosses erhöhe so den Komfort für Hotelgäste, heisst es in einer Mitteilung von dormakaba, und vereinfache gleichzeitig mit der digitalen Vergabe von Zutrittsrechten die Verwaltung des Hotelmanagements. Mit verschieden wählbaren Oberflächen, Türdrücker-Versionen und zwei Rosettendesigns ist die Zutrittslösung ausserdem je nach Geschmack des Hotels konfigurierbar.

    „Bei der Gestaltung sind globale technologische und nutzerzentrierte Aspekte ausschlaggebend. Die Auszeichnung unseres elektronischen Hotelschlosses Quantum Pixel+ mit dem renommierten ICONIC AWARD zeigt einmal mehr – dormakaba bringt innovative Lösungen mit hohem Kundenutzen auf den Markt“, wird Bernhard Heitz in der Mitteilung zitiert, Leiter des Bereichs Strategic Product Designs.

    Der ICONIC AWARD prämiert nach Angaben des German Design Councils herausragende Leistungen in Architektur, Interior Design und Produktinnovation und stärkt den internationalen Austausch in der Bau- und Designbranche. Aus über 560 Einsendungen wurden 2025 in fünf Haupt- und 42 Unterkategorien die Gewinner ausgewählt.

  • Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Die Pilatus Arena bereitet sich auf ihre feierliche Eröffnung vor: Am 25. Oktober werde sich die „modernste Midsize-Arena der Schweiz“ vor ausverkauften Rängen mit einer Eröffnungsshow und einem anschliessenden Heimspiel des Handballklubs HC Kriens-Luzern gegen den HSC Suhr Aarau der Öffentlichkeit vorstellen, informiert die Halter Gruppe AG in einer Mitteilung. Der Immobilienentwicklerin aus Schlieren gehören 70 Prozent der Pilatus Arena AG. Die übrigen 30 Prozent werden von der auf Immobilienbewirtschaftung und Stadiongastronomie spezialisierten Caranto AG aus Luzern gehalten. Beide Unternehmen sind über die Pilatus Arena Sports & Event AG auch für den Betrieb der Anlage zuständig.

    Am 14. Oktober hatten geladene Gäste aus Politik, Sport und Kultur bei einem Pre-Opening erste exklusive Einblicke in die Anlage bekommen. Die Pilatus Arena bietet Platz für 4500 Besuchende und wird als neue Heimstätte des HC Kriens-Luzern, aber auch als „Drehscheibe für Sport, Events und Kultur in der Zentralschweiz und darüber hinaus“ agieren, heisst es in der Mitteilung. Am Pre-Opening bezeichnete der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) das Projekt als „Versprechen an Sport, Kultur, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Emotionen in Luzern und der ganzen Zentralschweiz“.

  • Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Das Bundesamt für Verkehr hat laut einer Mitteilung die Planbewilligung für den Ausbau der Verbindung zwischen Zürich und Winterthur erteilt. Dafür soll ein neun Kilometer langer doppelspuriger Tunnel gebaut werden, der im Süden mit zwei Zulaufstrecken von Bassersdorf und Dietlikon erreicht wird. Im Norden endet er in Tössmühle in Winterthur. Gleichzeitig sollen die Bahnhöfe in Winterthur-Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen um- und ausgebaut werden.

    Der Ausbau erweitert den heutigen Engpass durch Effretikon und Kemptthal durchgängig auf vier Spuren. Damit können die Reisezeiten verkürzt und das Angebot namentlich an Regionalverbindungen ausgebaut werden.

    Die Kosten werden auf 3,3 Milliarden Franken in Preisen von 2014 veranschlagt. Der Ausbau ist Teil des Bahnausbauschrittes 2035, den das Bundesparlament 2019 beschlossen hat.

    Die Plangenehmigung kann innerhalb von 30 Tagen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. Andernfalls kann die SBB das definitive Ausbauprogramm festlegen und Anfang 2026 mit den Vorarbeiten beginnen.

  • Neues Hotelprojekt stärkt Tourismus in Scuol

    Neues Hotelprojekt stärkt Tourismus in Scuol

    Die Halter AG und die Bergbahnen Scuol SA haben einen Kaufrechtsvertrag für die Grundstücke des ehemaligen Engadinerhofs in Scuol unterschrieben. Die beiden Partner wollen dort einen Hotelbetrieb mit 130 Zimmern etablieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Duch die gangjährige Auslastung soll zusätzliche Wertschöpfung in die Region gebracht werden. Zusätzlich sollen Personalwohnungen, touristisch bewirtschaftete Apartments sowie Erst- und Zweitwohnungen zur Deckung der lokalen Nachfrage errichtet werden.

    „Die Hotelanlage wird Besuchern unvergessliche Momente schenken und gleichzeitig dazu beitragen, Scuol als lebendige und attraktive Tourismusdestination weiter zu festigen“, wird Roman Kummer in der Mitteilung zitiert, Projektleiter bei der in Schlieren ansässigen Halter AG. Mit dem Projekt soll Scuol als Ferien- und Erholungsdestination langfristig gestärkt werden. Die Bergbahnen Scuol bringen dazu ihre lokale Verankerung und touristische Erfahrung in die Zusammenarbeit ein.

    Aktuell ist geplant, das Baugesuch Mitte 2028 einzureichen.

  • Wohnüberbauung in Wädenswil erreicht wichtigen Meilenstein

    Wohnüberbauung in Wädenswil erreicht wichtigen Meilenstein

    Die Halter AG hat beim Projekt AuPark in Wädenswil einen wichtigen Meilenstein erreicht, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einem Beitrag auf LinkedIn. Konkret wurde die erste Etappe der Überbauung termingerecht an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Die zweite Etappe soll bis zum 30. März nächsten Jahres abgeschlossen sein.

    Im Projekt AuPark werden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit insgesamt 300 Wohnungen rund um den namensgebenden zentralen AuPark gebaut. Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers lässt einen Teil der Wohnungen als preisgünstigen Wohnungsbau realisieren. Die ersten 120 Wohnungen stehen ihren neuen Bewohnenden mit dem Abschluss der ersten Etappe nun zur Verfügung. Auch eine Reihe von Gewerbeflächen wurde in der ersten Etappe fertiggestellt. Auf einer von ihnen wird Coop eine Filiale einrichten.

  • Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Die Geo-Energie Jura SA hat laut einer Mitteilungdie Explorationsphase des Pilotprojektes Haute-Sorne abgeschlossen. Dabei konnte es im Rahmen einer Tiefbohrung bestätigen, dass das Gestein als geothermisches Reservoir genutzt werden kann. Die seismischen Grenzwerte werden bei der Steigerung der Durchlässigkeit des Gesteins eingehalten.

    Nun werden vom Kanton Jura beauftragte unabhängige Experten die Unterlagen aus sicherheitstechnischer Sicht prüfen. Anschliessend wird der Kanton über die Weiterführung des Projektes entscheiden.

    Geo-Energie Suisse wird nun weitere Projekte in der Schweiz mit einer elektrischen Leistung zwischen 10 und 30 Megawatt evaluieren. Aufgrund von Erfahrungen im Ausland geht das Unternehmen davon aus, dass Gestehungskosten für die Erzeugung von Strom von 15 Rappen pro Kilowattstunde möglich sein. Wenn die Produktion von Strom mit der von Wärme kombiniert wird, dann könnte die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden.

    Geo-Energie Jura SA mit Sitz in Bassecourt ist ein 2015 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Geo-Energie Suisse SA und den Energieversorgern von Baselland (ebl), Bern (ewb) und Zürich (ewz). Das Projekt Haute-Sorne will die Nutzung von Wärme in 5 Kilometern Tiefe für ein Geothermiekraftwerk erkunden.

    An der Geo-Energie Suisse SA mit Sitz in Zürich sind auch die Energieversorger des Tessins (aet), der Westschweiz (EOS) und Basels (iwb) sowie der Gasverbund Mittelland beteiligt.

  • Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Axpo geht die nächste Phase seines Windkraftprojekts am Dreibündenstein an. Auf der Bündner Erhebung südlich von Chur werde am 9. Oktober ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet, informiert der Energiekonzern mit Sitz in Baden in einer Mitteilung. Er soll über ein Jahr hinweg Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wetterbedingungen und Fledermausaktivitäten sammeln.

    Das von Axpo-Tochter CKW eigens für das Projekt in Graubünden entwickelte System kommt dabei ohne eine externe Stromversorgung aus. Möglich wird dies durch eine Batterie, die von einer Photovoltaikanlage und zwei am Mast angebrachten Windgeneratoren geladen wird. Das System zur Datenerhebung kann von Axpo aus der Ferne überwacht werden und ist in einem speziellen Container untergebracht, der sich bei Bedarf sogar heizen lässt. „Diese technologische Innovation ermöglicht es uns, Windmessungen an Standorten durchzuführen, die bisher schwer zugänglich waren“, wird Cédric Aubert, Leiter Wind Schweiz bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen plant, am Dreibündenstein bis zu acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt einzurichten. Sie sollen jährlich über 65 Gigawattstunden Strom liefern, rund 60 Prozent davon in der Winterstromproduktion. Parallel zu den nun anlaufenden Windmessungen will Axpo die logistischen Anforderungen des Windparkprojekts in Transport- und Netzstudien ausloten.

  • Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Die Twerenbold Reisen Gruppe lässt in Frauenfeld ein neues Reiseterminal bauen. Neben dem Terminal für Busreisen mit Travel Lounge und Cafe sollen im neuen Standort auch die Mitarbeitenden des Reisebüros Mittelthurgau von Excellence Cruises untergebracht werden, informiert das Familienunternehmen aus Baden in einer Mitteilung. „Unser Angebot an Bus-, Musik- und Veloreisen mit Twerenbold Reisen, Schiffsreisen mit Excellence Cruises sowie Wanderferien mit Imbach Reisen wird dadurch noch zugänglicher“, wird Karim Twerenbold, Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe und Inhaber in vierter Generation, dort zitiert. „Mit dem Terminal und Bürogebäude in Frauenfeld entsteht neben dem Firmensitz in Baden-Rütihof ein zusätzlicher Hub.“

    Mit der Planung des neuen Gebäudes hat Twerenbold Reisen die Strut Architekten AG betraut. Das Winterthurer Architekturbüro ist auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. „Aus Überzeugung“ habe Strut Architektur daher beim neuen Reiseterminal mit hohem Betonverbrauch verbundene unterirdische Bauten möglichst eingeschränkt, heisst es in der Mitteilung.

    Der Neubau in Frauenfeld soll zudem über Luft-Wärmepumpen klimatisiert werden. Darüber hinaus ist eine Photovoltaikanlage geplant, die jährlich bis zu 120 Megawattstunden Strom erzeugen kann. Der Wasserverbrauch der Buswaschanlage soll weitgehend über Regenwasser gedeckt werden, das in einer Zisterne gesammelt wird.

    Die Stadt Frauenfeld hat den Plänen für das neue Reiseterminal bereits die Baubewilligung erteilt. Die Bauarbeiten sollen in der ersten Hälfte 2026 begonnen und im Jahr 2028 abgeschlossen werden. Über das Investitionsvolumen werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

  • Aufzugspartner für Asiens Hotelboom

    Aufzugspartner für Asiens Hotelboom

    Die Schindler-Gruppe und Accor haben eine Dienstleistungsvereinbarung in Asien abgeschlossen, informiert Schindler in einer Mitteilung. Die weltweit aktive Unternehmensgruppe aus Ebikon wird der ebenfalls weltweit aktiven Hotelgruppe mit Sitz im französischen Issy-les-Moulineaux Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige für Accor-Immobilien in Singapur, Hongkong, Kambodscha, Indonesien, Macau, Malaysia, den Philippinen, Thailand und Vietnam liefern. Die Vereinbarung umfasst darüber hinaus Modernisierungen sowie Wartung und Service der Anlagen. „Wir sehen grosses Potenzial in dieser Zusammenarbeit und freuen uns darauf, eng mit Schindler zusammenzuarbeiten, um die Bedürfnisse unserer Gäste in unseren Hotels zu erfüllen“, wird Sébastien Brunel, Senior Vice President Procurement, Middle East, Africa, and Asia-Pacific bei Accor, in der Mitteilung zitiert.

    Schindler wird die für Accor bestimmten Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige auf die spezifischen Anforderungen der Hotelgruppe zuschneiden. Dafür wollen die beiden Partnerunternehmen eng zusammenarbeiten und sich frühzeitig abstimmen. „Diese Vereinbarung bietet eine solide Grundlage für die Erweiterung unserer Zusammenarbeit mit Accor in der Region“, wird Calynn Tan, Chief Executive Officer der Jardine Schindler Group (JSG), in der Mitteilung zitiert. „JSG will ein vertrauenswürdiger Partner von Accor sein und hochmoderne Transportanlagen sowie umfassende Wartungsdienstleistungen liefern.“ Die Jardine Schindler Group mit Sitz in Hongkong wurde 1974 als Gemeinschaftsunternehmen von Jardine Matheson in Hongkong und Schindler in Ebikon gegründet.

  • Entwicklungsareal beim Bahnhof Zofingen erhält neue Perspektive

    Entwicklungsareal beim Bahnhof Zofingen erhält neue Perspektive

    Pensimo hat über seine Immobilien-Anlagestiftung Turidomus den westlichen Teil des ehemaligen Swissprinter-Areals beim Zofinger Bahnhof erworben. Das 27’636 grosse Grundstück befand sich im Besitz der Ringier Areal AG. Diese hatte gemeinsam mit der Stadt Zofingen und dem Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein eine Strategie für die Umnutzung zu einem gemischten Wohn- und Arbeitsquartier entwickelt und dafür einen Investor gesucht.

    Im kommenden Jahr soll ein Studienauftrag laut einer Mitteilung von Pensimo die stadträumlichen Vorstellungen präzisieren und das Wohnungsangebot schärfen. Zum jetzigen Zeitpunkt seien über 300 Wohnungen geplant, die ab 2028 gebaut werden und ab 2030 bezugsfertig sein könnten.

    Alexander Büchel, der verantwortliche Portfoliomanager bei Pensimo, bezeichnet den Erwerb dieses „einzigartigen und strategisch optimal passenden Entwicklungsareals“ als besondere Chance. „Zofingen weist eine attraktive Standortqualität auf, ist kantonaler Entwicklungsschwerpunkt, und die Mikrolage des Areals ist exzellent.“

    Die fünf Baufelder des Areals-West sollen ein vielfältiges Wohnungsangebot und eine Zertifizierung nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz erhalten. „Wir wollen an die industrielle Vergangenheit anknüpfen“, so Büchel, es solle ein „zukunftsfähiges Angebot“ entwickelt werden.

    Die Druckerei Swissprinters, wie Ringier Areal eine gemeinsame Tochtergesellschaft von Ringier und NZZ, war im September 2024 geschlossen worden. Das gesamte Areal umfasst rund 55’000 Quadratmeter in zentraler Lage. Für dessen östlichen Teil mit dem historischen Hauptgebäude treibt die Ringier Areal AG eigenen Angaben zufolge derzeit ein Entwicklungsprojekt voran. 

  • Partnerschaft für zukunftsorientierte Ingenieur-Weiterbildung

    Partnerschaft für zukunftsorientierte Ingenieur-Weiterbildung

    Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) hat Partnerschaften mit der Vereinigung Wirtschaftsingenieure Schweiz (VWI Schweiz) und der Schweizerischen Expertenkammer STV vereinbart. Die Zusammenarbeit soll Wissenschaft und Praxis einander näher bringen und neue Themen an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik erschliessen, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Zusammengehen mit der nationalen Plattform für das Wirtschaftsingenieurwesen und dem Kompetenzzentrum für Fachgutachten in Technik, Bau und Wirtschaft soll sich vor allem im Sektor Weiterbildung niederschlagen. In einem ersten Schritt wird dafür ab Frühling 2026 an der HWZ ein Weiterbildungsprogramm CAS Future Engineering aufgelegt. Es richtet sich an Wirtschaftsingenieure, Technologiemanager, Führungskräfte und Consultants, die technologische Innovationen strategisch einsetzen, agile Methoden in der Praxis anwenden und den Wandel in Unternehmen aktiv mitgestalten möchten, heisst es in der Mitteilung.

    „Mit dem CAS Future Engineering HWZ schaffen wir ein Weiterbildungsangebot, das nicht nur auf die heutigen Anforderungen im technischen Umfeld reagiert, sondern aktiv Kompetenzen für morgen entwickelt“, wird Linard Barth, Leiter Departement Entrepreneurship, Innovation & Academy der HWZ, in der Mitteilung zitiert. „Die Partnerschaft mit der VWI und der Expertenkammer STV erlaubt es uns, Know-how aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technik intelligent zu verbinden.“

  • Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Die ersten 15 Prozent von Madrisa Solar speisen Strom ins Netz ein. Die ersten 500 Solartische tragen laut einer Mitteilung 3000 bifaziale Solarmodule. Der Strom wird für den Betrieb der benachbarten Klosters-Madrisa Bergbahnen verwendet.

    Das Solarkraftwerk auf 2000 Metern oberhalb von Klosters Dorf soll im Vollausbau auf einer Fläche von 150‘000 Quadratmetern mit rund 20‘000 Solarmodulen eine Leistung von 11 Megawattpeak erzielen. Von den 17 Gigawattstunden Strom sollen 40 Prozent im Winterhalbjahr zwischen Oktober und März erzeugt werden. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für Herbst 2027 vorgesehen. Im Herbst 2026 sollen bereits 50 bis 60 Prozent der Leistung zur Verfügung stehen.

    Die Madrisa Solar AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Repower, EKZ und der Gemeinde Klosters, die je zu einem Drittel beteiligt sind. Mit Madrisa Solar speist das erste Solarkraftwerk des nationalen Solarexpresses Strom ins Netz.

  • Wohnbauprojekt Alte Mühle erreicht wichtigen Meilenstein

    Wohnbauprojekt Alte Mühle erreicht wichtigen Meilenstein

    Die Swica Gesundheitsorganisation AG lässt auf dem ehemaligen Huggler-Areal in Suhr ein neues Quartier mit insgesamt 136 Wohnungen entstehen. Mit der Umsetzung des Projekts Wohnpark Alte Mühle hat SWICA die Halter AG aus Schlieren als Totalunternehmerin betraut. Rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung ist nun auf dem Baugrund das Richtfest gefeiert worden, informiert Halter in einem Beitrag auf LinkedIn.

    Im Projekt Wohnpark Alte Mühle werden zehn Mehrfamilienhäuser in einer lockeren Baustruktur um die Alte Mühle herum gruppiert. Die Mühle selbst lasse sich ohne Denkmalschutzauflagen sanieren, erläutert Halter in der Projektbeschreibung. Die drei- bis fünfstöckigen Gebäude sollen bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Schon jetzt sind etwa die Hälfte der entstehenden Mietwohnungen und ein grosser Teil der entstehenden Eigentumswohnungen reserviert.

  • Stadt Zürich zeichnet beste Bauprojekte 2025 aus

    Stadt Zürich zeichnet beste Bauprojekte 2025 aus

    Die ausgezeichneten Projekte, die zwischen 2021 und 2024 realisiert wurden, tragen mit ihrer architektonischen Qualität, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und einem starken sozialen Bezug zur Identität und Lebensqualität der Stadt Zürich bei. Von Freitag, 3. Oktober, bis zum 9. November 2025 sind die prämierten Bauwerke in der thematischen Ausstellung im Zentrum Architektur Zürich zu sehen.

    Hundert Projekte, zehn Auszeichnungen
    «Die Qualität und Vielfalt der rund hundert eingereichten Projekte war beeindruckend», erklärte Stadtpräsidentin Corine Mauch. Die eingereichten Werke schaffen lebendige Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität, fördern sozialen Austausch und prägen die Identität der Quartiere. Eine interdisziplinäre Fachjury unter dem Vorsitz von Stadtrat André Odermatt wählte aus diesem breiten Spektrum die zehn herausragenden Bauten aus.

    Sozialräumliche und ökologische Verantwortung
    Die Bewertung ging über reine Architektur hinaus. Auch sozialräumliche Aspekte wie Inklusion, Begegnungsmöglichkeiten und der verantwortliche Umgang mit natürlichen Ressourcen flossen in die Entscheidungsprozesse ein. «All diese Projekte verbindet, dass sie Verantwortung übernehmen, für Menschen, Natur und die Identität der Stadt. Sie prägen, wie wir Zürich wahrnehmen und schaffen bleibende Erinnerungen», so André Odermatt.

    Freiraum als Schlüssel zur urbanen Lebensqualität
    Stadträtin Simone Brander hob besonders die Bedeutung auch kleiner und unscheinbarer Freiräume hervor: «Diese Zwischenräume bestimmen massgeblich, wie eine Stadt und ihre Quartiere funktionieren und wie wir sie erleben.»

    Publikumspreis geht an den Neubau des Universitäts-Kinderspitals
    Der Publikumspreis wurde durch ein Online-Voting ermittelt und ging mit rund 300 Stimmen an das Neubauprojekt des Universitäts-Kinderspitals Zürich. Mit seiner modernen Holz- und Betonarchitektur schafft das Gebäude eine warme Atmosphäre und setzt architektonisch sowie funktional neue Standards im Gesundheitsbau.

    Ausgezeichnete Projekte
    Büro- und Gewerbehaus Binzstrasse
    Bauherrschaft: Swiss Life Asset Management AG
    Architektur: EM2N Architekten AG
    Landschaftsarchitektur: Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG

    Gesamtinstandsetzung Wohnsiedlung «Im Birkenhof»
    Bauherrschaft: Stadt Zürich
    Architektur: Romero Schaefle Partner Architekten AG
    Landschaftsarchitektur: Westpol Landschaftsarchitektur GmbH

    Gesamtsanierung Hauptbahnhof Zürich Südtrakt
    Bauherrschaft: SBB AG, Immobilien Development
    Architektur: Aebi & Vincent Architekten SIA AG

    Gesamtsanierung Gebäude Q, Werkstadt Areal
    Bauherrschaft: SBB Immobilien AG
    Architektur: Baubüro in situ ag
    Nutzungstransformation: denkstatt sàrl

    Haus im Garten
    Bauherrschaft: Irma Peter
    Architektur: Loeliger Strub Architektur
    Landschaftsarchitektur: Permatur

    Hochhausensemble WolkenWerk und Messeturm
    Bauherrschaft: Leutschenbach AG, Nyffenegger Immobilien AG
    Architektur: Staufer & Hasler Architekten AG, von Ballmoos Partner Architekten AG
    Landschaftsarchitektur: Mavo GmbH

    Kongresshaus und Tonhalle Zürich – Instandsetzung
    Bauherrschaft: Kongresshaus-Stiftung Zürich
    Architektur: ARGE Boesch Diener
    Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten AG

    Neubau Universitäts-Kinderspital Zürich (Publikumspreis)
    Bauherrschaft: Kinderspital Zürich – Eleonorenstiftung
    Architektur: Herzog & de Meuron
    Landschaftsarchitektur: August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG

    Provisorische Sportbauten
    Bauherrschaft: Kanton Zürich, Baudirektion Hochbauamt
    Architektur: pool Architekten
    Landschaftsarchitektur: Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG

    Schulanlage Allmend
    Bauherrschaft: Stadt Zürich
    Architektur: Studio Burkhardt – Studio für Architektur ETH SIA
    Landschaftsarchitektur: Ganz Landschaftsarchitekten

    Auch provisorische Sportbauten und Schulgebäude wurden für ihre Nutzung von Holz und nachhaltige Gestaltung gewürdigt.

    Ausstellung und Podium
    Die Ausstellung im ZAZ Bellerive bietet die Möglichkeit, sämtliche ausgezeichneten Bauvorhaben im Detail kennenzulernen. Am 5. November 2025 findet dort zudem ein Podium zum Thema «Weiterbauen: Strategien für den Bestand» statt. Führende Expertinnen und Experten aus Architektur, Planung und Immobilienentwicklung diskutieren Perspektiven für die urbane Nachverdichtung und nachhaltige Nutzung bestehender Bausubstanz.

    Ein Preis mit Tradition und Zukunftssinn
    Die Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich wird nur alle fünf Jahre verliehen und ist der renommierteste städtische Architekturpreis. Durch die bewusste Berücksichtigung nachhaltiger und sozialer Kriterien fördert sie eine Baukultur, die Zürich nicht nur heute prägt, sondern auch für zukünftige Generationen lebenswert macht.

  • Klimafreundliche Wärmeversorgung für Zofingen und Oftringen

    Klimafreundliche Wärmeversorgung für Zofingen und Oftringen

    StWZ Energie AG und Primeo Energie wollen gemeinsam eine nachhaltige Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal schaffen. Dafür haben die Energiedienstleister laut Mitteilung per 19. September 2025 die gemeinsame Gesellschaft Fernwärme Unteres Wiggertal AG (FUWI) gegründet. Dadurch sollen „Infrastruktur, Kundennähe und Energiekompetenz“ gebündelt werden, um die Wärmeversorgung klimafreundlich weiterzuentwickeln.

    Das neue Netz soll aus Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage erzo-KVA sowie aus bestehenden dezentralen Energiezentralen von StWZ betrieben werden. Bestehende Wärmeverbünde von StWZ in Zofingen und Primeo Energie in Oftringen sollen integriert werden.

    Ab Sommer 2027 sollen die ersten Haushalte ab dem neuen Netz mit CO2-armer Wärmeenergie beliefert werden. Für den Ausbau sind zwei Etappen vorgesehen. Phase eins soll 2026 ab der Kehrichtverbrennungsanlage erzo-KVA beginnen und in Richtung Oftringen Süd und Zofingen verlaufen. Die zweite Etappe folge frühestens 2030 und hänge vom geplanten Neubau der Kehrichtverbrennungsanlage ab. Hierfür werde die Zustimmung der Oftringer Bevölkerung zur Einzonung eines benötigten Landstücks benötigt. Gehen beide Bauphasen in Betrieb, liessen sich 10’000 Haushalte mit Wärme versorgen und 30’000 Tonnen CO2 einsparen.

    Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG sieht in der Energiewende eine Wärmewende. Mit dem Schritt werde ein „Grundstein für eine langfristig tragfähige Wärmeversorgung im unteren Wiggertal“ gelegt. „Indem wir regionale Energiequellen mit moderner Technik verbinden, reduzieren wir den CO2-Ausstoss gezielt und erweitern das Angebot an verlässlicher, dekarbonisierter Wärme“, wird Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG, zitiert.

  • Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Der Berner Energieversorger BKW testet neue Lösungen zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein über drei Jahre laufendes Pilotprojekt soll dabei Echtzeitdaten über den Strombedarf und -verbrauch im Ortsteil Mittelhäusern der Gemeinde Köniz liefern, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Wahl des Testgebiets ging aus einer Machbarkeitsstudie hervor, die die Gemeinde Köniz veranlasst hatte. Der Test liegt dabei seinen Fokus auf die Stromversorgung der 950 Einwohnenden der Gemeinde. In dem zusammenhängenden Versorgungsgebiet soll die Stromversorgung durch erneuerbare Energien realisiert werden. Nach der Testphase haben alle Energiekundinnen und -kunden die Möglichkeit, 100 Prozent erneuerbare Energie zu beziehen, die ökologischer und günstiger ist als bisher, heisst es in der Mitteilung.

    Mittelhäusern könnte die erste Schweizer Ortschaft werden, die ihren gesamten Energiebedarf, also Strom, Wärme, Mobilität und Prozesse, aus erneuerbaren Quellen deckt, so die BKW. Für die Bereiche Wärme und Mobilität ist jedoch noch ein eigenes Folgeprojekt geplant.

    Zentrales Ziel der Studie ist, BKW Power Grid im praktischen Experiment mit Daten und Erfahrungen mit Echtzeit-Sensorik und -Aktorik zu versorgen. Dabei soll allzeit eine stabile und effiziente Stromversorgung gewährleistet sein. Im Effekt soll das Verständnis für ein intelligentes elektrisches Gesamtsystem (Smart Grid) verbessert werden.

  • Agglomeration Zürich braucht Neubauten

    Agglomeration Zürich braucht Neubauten

    Die Agglomeration Zürich ist die einzige in der Schweiz, in der die Bevölkerung schneller wächst als der Wohnungsbestand. Das zeigt eine Studie, die das Zürcher Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag von Fürschi Züri erarbeitet hat.

    Der Wohnungsbestand in der Agglomeration Lausanne ist seit 2016 um 10,0 Prozent gewachsen, in Genf um 8,9 Prozent und selbst in Winterthur um 8,5 Prozent. In Zürich waren es nur 7,8 Prozent. Innerhalb der Agglomeration Zürich wuchs der Bestand in der Arbeitsmarktregion Kloten mit 10,9 Prozent, in Uster-Dübendorf mit 8,6 Prozent und im Limmattal mit 8,4 Prozent überdurchschnittlich.

    Die Agglomeration hinkt insbesondere bei den Neubauten mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent hinterher. Nur die Agglomeration Basel liegt mit 2,7 Prozent niedriger. Lausanne kommt auf 5,5 Prozent mehr Neubauten, Winterthur auf 5,3 Prozent.

    Dagegen liegt Zürich bei den Ersatzneubauten mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent vorn. Allerdings ist Zürich auch diejenige Agglomeration, in der Ersatzneubauten mit dem Faktor 2,8 die geringste Zahl von neuen Wohnungen und mit dem Faktor 3,4 die kleinste neue Wohnfläche schafft. Selbst Winterthur kommt auf einen Faktor 3,4 bei der Wohnungszahl und 3,7 bei der Fläche. Spitzenreiter ist Lausanne mit dem Faktor 6,5 bei der Zahl und 5,9 bei der Fläche, gefolgt von Genf mit 6,1 bei der Zahl und 5,6 bei der Fläche.

    Innerhalb der Agglomeration Zürich gibt es erhebliche Unterschiede. Die Arbeitsmarktregion Kloten kommt auf den Faktor 4,3 bei der Zahl der Wohnungen. Am wenigsten neue Wohnungen werden in Küsnacht-Meilen mit Faktor 2,2 geschaffen. In der Stadt Zürich beträgt der Faktor bei der Wohnungszahl 2,3.

    Neubauten nützen unmittelbar vor allem junge Menschen und Familien. Der grösste Anteil der Bewohner von Neubauten kommt aus der Gemeinde (Agglomeration Zürich 41 Prozent, Winterthur 50 Prozent) oder aus der Agglomeration (Zürich 39 Prozent, Winterthur 11 Prozent). Zuziehende aus dem Ausland ziehen vor allem in Bestandswohnungen; in der Agglomeration stellen sie 23 Prozent aller Zuziehenden in Bestandswohnungen.

    Totalsanierte Wohnungen sind in der Regel teurer als Neubauten. Neu bezogene Bestandswohnungen sind an begehrten Lagen ebenso teuer wie Neubauten, in Genf sogar noch teurer. Neubauten treiben auch nicht die Preise der umliegenden Bestandswohnungen.

    Die Agglomeration Zürich ist auf Neubau angewiesen, folgert Studienautor Michael Hermann. „Neubauten sind der Schlüssel, damit Zürich für alle Menschen lebenswert attraktiv bleibt“, wird er in einer Mitteilung von Fürschi Züri zitiert.

    „Die Blockierung von Sanierungen und Neubauten ist kontraproduktiv.“, fügt Raphaël Tschanz hinzu, Direktor der Zürcher Handelskammer (ZHK). „Ohne Neubauten werden junge Erwachsene und Familien verdrängt.“

    Fürschi Züri ist eine Initiative der ZHK und gleichgesinnter Organisationen und Persönlichkeiten.

  • Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Die Clinique Valmont in Montreux ist von BRUGG Pipes mit einer klimafreundlichen Wärmeversorgung ausgestattet worden. Sie besteht aus einer Siemens-Luftwärmepumpe, die über eine Fernwärmeleitung an die Klinik angeschlossen wird, erläutert BRUGG Pipes in einer Mitteilung. Die Heizleistung der Anlage wird dort auf 321 Kilowatt beziffert. Mit der neuen nachhaltigen Wärmeversorgung kann die zum Swiss Medical Network gehörende Klinik künftig jährlich rund 263 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    BRUGG Pipes ist bei der Anlieferung der Fernwärmeleitung ungewöhnliche Wege gegangen. „Da die Platzverhältnisse eingeschränkt waren und zwischen Ablade- und Installationsort eine Steigung überwunden werden musste, setzten wir für den Transport der vier jeweils rund 700 Kilogramm schweren Teilstücke einen Helikopter ein“, wird René Hilty, Projektleiter Fachbauplanung des zur BRUUG GROUP AG aus Brugg gehörenden Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. Die Siemens-Wärmepumpe weist gar ein Gewicht von 2,8 Tonnen auf. Ihr Transport soll am 30. September mit einem Super Puma-Helikopter durchgeführt werden.

  • Sanierung der Pérolles-Brücke bei Freiburg läuft

    Sanierung der Pérolles-Brücke bei Freiburg läuft

    Die Walo Bertschinger AG ist in die laufende Sanierung der Pérolles-Brücke zwischen Freiburg und Marly FR involviert. Die 550 Meter lange und bis zu 70 Meter hohe Strassenbrücke über die Saane wird nach Schäden an der Fahrbahndecke instandgesetzt. Dabei übernimmt das Team von Walo Bertschinger derzeit eine Reihe der anfallenden Arbeiten, informiert die in der vierten Generation geführte Baufirma aus Dietikon in einem Beitrag auf Facebook.

    Konkret ersetzt Walo die Fahrbahnfugen und erneuert rund 10’000 Quadratmeter Asphalt. Darüber hinaus saniert das Team von Walo geschädigten Beton und versieht die Brücke mit einer modernen Abdichtung. Während der gesamten Bauarbeiten bleibt die Pérolles-Brücke für den Verkehr von Autos, Bussen, Velos und Fussgängern geöffnet.

  • Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Ein Konsortium aus drei privaten Grundbesitzenden und der Stadt Baden plant die Transformation des Areals Schadenmühle Ost in einen Ort für nachhaltiges, verdichtetes und durchmischtes Leben. Die derzeitige Nutzung des aus Einzelbauten, Parkplätzen und ungenutzten Flächen bestehenden Areals entspreche weder den heutigen Anforderungen noch der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung, erläutert das Konsortium in einer Mitteilung. Im Transformationsprojekt Schadenmühle Ost soll ein Stadtareal mit rund 100 Wohnungen, flexiblen Gewerbeflächen, Grünraum und einer unterirdischen Tiefgarage entstehen.

    Am 16. September hat das Konsortium das Projekt und seine Einbettung in die Pläne der Stadt zur Stadtentwicklung Baden an einem Infoanlass vorgestellt. Damit sei eine neue Phase für das Leuchtturmprojekt eingeleitet worden, heisst es in der Mitteilung: Vom 22. September bis zum 21. Oktober können Interessierte nun Stellungnahmen und Vorschläge zum beziehungsweise Einwände gegen den Gestaltungsplan Schadenmühle Ost einreichen. Detaillierte Informationen zum Projekt stellt das Konsortium auf einem Infoportal zur Verfügung.

    „Wir sind in Baden verwurzelt und uns ist es wichtig, das Areal Schadenmühle Ost für die Stadt attraktiv zu gestalten“, wird Beni Schmocker, einer der vier Grundeigentümer, in der Mitteilung zitiert. „Der Einbezug der Bevölkerung ist für die Grundeigentümer selbstverständlich.“

  • Architekturpreis prämiert herausragende Bauprojekte im Kanton Zürich

    Architekturpreis prämiert herausragende Bauprojekte im Kanton Zürich

    Die Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich hat um achten Mal den alle drei Jahre vergebenen Architektur Preis Kanton Zürich verliehen. Die Jury prämierte jeweils vier Projekte in den Kategorien Auszeichnung und Anerkennung, die durch gestalterische Qualität und ihren innovativen Umgang mit aktuellen Herausforderungen überzeugen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Stiftung wird von der Baudirektion des Kantons Zürich, der Zürcher Sektion des Bundes Schweizer Architektinnen und Architekten, dem Schweizerischen Werkbund und der Zürcher Kantonalbank getragen.

    In der Kategorie Auszeichnung wurden das  Zürcher Hochhausensemble Leutschenbach und die Gesamtinstandsetzung der Wohnsiedlung Im Birkenhof prämiert sowie die provisorischen Sportbauten im Kanton Zürich und das Schulhaus Wallrüti in Winterthur.

    Anerkannt wurden das Ensemble dreier Wohngebäude in Kleinandelfingen, der Erweiterungsneubau der Kantonsschule Limmattal in Urdorf, das Projekt Gemeinschaftliches Wohnen im Roten Kamm in Zürich und das Hobelwerk, Haus D in Winterthur. Die Swiss Life Arena in Zürich erhielt den Publikumspreis. Dieser wurde in einem Online-Voting vergeben, das von Mitte April bis Ende Mai lief.

    Die Stiftung prämierte ausserdem das Hobelwerk, Haus D in Winterthur mit dem Nachhaltigkeitspreis Der Grüne Leu. Dieser zeichnet Architekturschaffende aus, die sich der ökologischen Nachhaltigkeit gewidmet und dabei eine eigene Ästhetik und Architektursprache entwickelt haben.

    „Eine gute Architektur sorgt für Wohlbefinden, Effizienz und Werterhalt. Dabei trägt sie der Nachhaltigkeit in vielen Dimensionen Rechnung. Zum Beispiel im Erreichen der gesellschaftlichen Zielsetzung der Verdichtung unseres Siedlungsgebietes nach Innen mit gleichzeitiger Schaffung von wertvollen Erholungsräumen“, wird Heinz Stecher, Key Account Manager Bau/Immobilien der Zürcher Kantonalbank und Stiftungsrat, in der Mitteilung zitiert.

  • Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Omya ist neuer Partner im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und Eawag in Dübendorf. In der dort seit Anfang 2024 angesiedelten Unit Beyond.Zero wollen sie laut einer Mitteilung der Empa einen zementreduzierten Beton testen, den sie in einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickelt haben.

    Omya hatte seine Expertise als weltweit tätiger Spezialist für Industriematerialien beigesteuert. „Dass wir nun gemeinsam nachhaltige Baustoffe entwickeln und diese direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimaschonende Bauweise“, wird Empa-Direktorin Tanja Zimmermann zitiert.

    Dieser innovative Baustoff ersetzt bis zu 70 Prozent seines Klinkeranteils durch natürliche Mineralien. Wie die Empa ausführt, reduziert das seinen CO2-Fussabdruck deutlich. „Damit ein neuartiger Beton breite Akzeptanz findet, braucht es den Praxistest“, wird Empa-Forscher Mateusz Wyrzyklowski aus der Empa-Abteilung Beton und Asphalt zitiert. „Mit dem Einsatz in der NEST-Unit Beyond.Zero können wir unseren zementreduzierten Beton umfassend validieren: von der Verarbeitung bis zur Dauerhaftigkeit.“

    Das Ziel ist ein Baustoff, „der nicht nur die ökologischen Anforderungen erfüllt, sondern auch in Hinsicht auf Verarbeitbarkeit, mechanische Eigenschaften, Volumenbeständigkeit und Dauerhaftigkeit überzeugt“, so die Empa. Die Unit Beyond.Zero geht über das Netto-Null-Ziel am Bau hinaus. Sie verfolgt die Vision, dass Gebäude in Zukunft als Kohlenstoffsenken dienen können – also unter dem Strich eine negative CO2-Bilanz aufweisen werden. Bislang verursacht der Bausektor in der Schweiz rund 28 Prozent der CO2-Emissionen.

  • Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Die Brücke ersetzt mit ihrer 266 Meter langen Gesamtkonstruktion ein veraltetes Bauwerk aus dem Jahr 1926, das den Anforderungen des modernen Eisenbahnverkehrs nicht mehr genügte. Zentrales Bauteil ist ein strahlend weisser Netzwerkbogen mit einer Spannweite von 130 Metern, der den Grenzfluss Oder stützungsfrei überspannt. Statt klassischer Flachstahlseile kommen 88 Carbon-Zugglieder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz. Diese Hänger wurden massgeblich am Empa-Institut in Dübendorf entwickelt, getestet und begutachtet. Sie ersetzen die mehrere Tonnen schweren Stahlsegmente und verringern dadurch das Gesamtgewicht der Tragkonstruktion erheblich. Ein Vorteil für Materialeffizienz und Gestaltungsspielraum.

    Wirtschaftliche und nachhaltige Vorteile
    Die innovative Brückentechnik ermöglichte es, rund 600 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton einzusparen. Im Bauprozess wurde eine projektspezifisch ausgearbeitete Gerüstlösung eingesetzt, um Montage und Verschweissung der Brückensegmente effizient zu gestalten. Dank der hohen Ermüdungs-, Zug- und Korrosionsfestigkeit der Carbonseile ist sowohl der Wartungsaufwand als auch die Lebensdauer der Brücke positiv beeinflusst. Eine Nachhaltigkeitsstudie belegt, dass der Einsatz von Carbon rund 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen als eine herkömmliche Stahlkonstruktion verursacht.

    Internationale Ausstrahlung und Zukunftspotenzial
    Die Eisenbahnbrücke kann von Güter- und Personenzügen mit bis zu 120 km/h befahren werden und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Umfangreiche Tests durch die Empa bestätigten die Dauerfestigkeit des Materials unter realen Belastungen. Die Brücke wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bridges International Award und dem Deutschen Brückenbaupreis. Sie gilt als Vorreiter für den Einsatz von Hochleistungsverbundstoffen im Infrastrukturbau.

    Neue Ästhetik und symbolische Bedeutung
    Der markante, elegante Bogen schafft einen architektonischen Akzent im Grenzgebiet und unterstreicht die Verbindung zwischen den Ländern. Die Netzwerkbogenbrücke mit Carbonhängern steht zugleich für technische Innovationskraft und ökologische Verantwortung. Sie könnte künftig als Standard für vergleichbare Grossprojekte im europäischen Bahnverkehr dienen.

  • Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Mit der Verlagerung des Güterumschlags in das Hafengebiet wurde ein 16 Hektar grosses Areal nahe des Bahnhofs Basel SBB frei. Die SBB verfolgt hier seit Jahren die Vision eines gemischten Quartiers, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbindet. Der städtebauliche Richtplan basiert auf einem Entwurf von Christ & Gantenbein sowie EM2N. Zentrales Element ist ein grosser Hof, der sich von Ost nach West erstreckt, Lärm abschirmt und als begrünter Boulevard öffentliche und private Nutzungen verknüpft.

    Zwei Gesichter Projekt «Janus»
    Das Pariser Büro Experience zusammen mit M-AP Architekten aus Lausanne entschied den Wettbewerb für das Baufeld MF02 für sich. Ihr Projekt «Janus» reagiert auf die Kontraste zwischen Bahnseite und Innenhof mit zwei Architektursprachen.

    Zur Gleisseite spannt sich eine horizontale Bandfassade mit markanten Betonrahmen, die vorbeifahrenden Zügen ein kräftiges Bild vermittelt. Zum Hof hin tritt eine feingliedrige Fassade mit versetzten Balkonen und grünlich verzierten Flächen in Erscheinung.
    Die Bauweise folgt einem hybriden Ansatz aus Betonskelett und Holzbau. Die Grundrisse sind kompakt organisiert, mit klarer Trennung zwischen Schlafräumen, Nasszellen und grosszügigen Wohnbereichen. Kritisch wurde lediglich die geringe Privatsphäre der ebenerdigen Wohnungen bewertet.

    Lärmschutz als Gestaltungselement Projekt «Binaria»
    Das Projekt «Binaria» der Basler ARGE Parabase und Confirm setzte sich für das Baufeld MF03 durch. Es begegnet dem Strassenlärm mit einer robusten Nordfassade aus wiederverwendetem Trapezblech und hervortretenden Akustikelementen. Zur Hofseite öffnet sich dagegen eine transparente, durchgrünte Glasfassade mit Balkonen und Pflanztrögen.
    Besonders markant ist der mehrgeschossige Durchgang, der Hof und Strassenraum verbindet. Das kreisrunde Lüftungsgitter aus schallabsorbierenden Paneelen setzt hier ein starkes architektonisches Zeichen. Im Innern ermöglichen lineare Grundrisse flexible Wohnkonzepte von 2.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Nachhaltigkeit prägen wiederverwendete Träger, Recycling-Beton und Re-Use-Holz.

    Pilotcharakter mit hohem Anspruch
    Beide Siegerprojekte verfolgen innovative Wege beim Lärmschutz, bei der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse und beim Einsatz von Re-Use-Materialien. Die Dächer werden für Photovoltaik und Regenwassermanagement genutzt, die Fassaden teilweise bepflanzt oder mit integrierter Solartechnik versehen. Energiegewinnung erfolgt mit erneuerbaren Quellen, sommerlicher Wärmeschutz durch Beschattung und Verdunstung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem reversiblen Bauen. Konstruktionen sollen verschraubt statt verklebt werden, um spätere Umnutzungen oder Materialkreisläufe zu erleichtern.

    Meilensteine und Perspektiven
    In einer ersten Etappe werden die Neubauten im Westen des Areals realisiert, Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Eine zweite Etappe mit City-Logistik-Hub und zusätzlichen Nutzungen soll ab 2031 folgen. Bereits vor der Fertigstellung öffnet die SBB das Areal für Zwischennutzungen. Die denkmalgeschützte 2000 m² grosse Bahnhalle wird künftig etwa für Sportangebote genutzt. Das Wolf-Areal wird damit zu einem Pilotprojekt für urbanen Wohnungsbau, das Fragen nach Lärmschutz, Nachhaltigkeit und sozial durchmischtem Wohnen in grossem Massstab beantwortet. Für Basel ist dies nicht nur ein städtebauliches Experiment, sondern ein entscheidender Schritt hin zu mehr erschwinglichem Wohnraum und höherer urbaner Lebensqualität.