Kategorie: Sanierung

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Nach dem Auszug der Kantonspolizei im Jahr 2022 startet nun der nächste Abschnitt in der Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes. Die 120 Meter lange Militärkaserne wird zum neuen Zuhause des Bildungszentrums für Erwachsene. Mitten in der Stadt Zürich entsteht bis 2029 ein Ort für lebenslanges Lernen, getragen von der kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene und der Berufsfachschule EB Zürich. Ziel ist es, Erwachsenen neue Bildungswege und berufliche Perspektiven zu eröffnen, vom Nachholen der Maturität bis zum digitalen Kompetenzaufbau.

    Architektur mit Respekt und Zukunft
    Das Umbauprojekt basiert auf dem Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs von 2019. Der Entwurf der ARGE «spillmann echsle / Takt» verbindet den Respekt vor der historischen Bausubstanz mit einer zukunftsgerichteten Bildungsarchitektur. Das zentrale Atrium, ein lichtdurchfluteter Innenhof mit Glasdach, wird zum Herzstück des neuen Lernraums. Gleichzeitig entsteht im Erdgeschoss ein öffentliches Restaurant in den ehemaligen Kasernen-Kantinen, inklusive weiterer Räume für publikumsorientierte Nutzungen.

    Nachhaltige Sanierung eines nationalen Kulturguts
    Die technische, energetische und bauliche Erneuerung des Gebäudes ist umfassend. Die stark beschädigte Natursteinfassade aus Berner Sandstein wird restauriert, Fenster ersetzt, moderne Gebäudetechnik eingebaut und eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach installiert. Beheizt wird künftig mit Fernwärme. Damit erfüllt die ehemalige Kaserne höchste Standards in Sachen Energieeffizienz und Denkmalpflege.

    Investition in Bildung und Gesellschaft
    Mit Gesamtkosten von rund 180 Millionen Franken ist das Projekt ein bedeutender Beitrag zur Bildungs- und Stadtentwicklung. 122 Millionen sind für die Instandsetzung gebunden, weitere 58 Millionen fliessen in die Umnutzung zum Bildungsgebäude. Der Regierungsrat und der Kantonsrat haben die Mittel bereits bewilligt. Im Frühjahr 2029 soll der Schulbetrieb aufgenommen werden. Ein starker Impuls für den Bildungsstandort Zürich und ein Symbol für die Transformation öffentlicher Räume.

  • Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung den Baustart der Instandsetzung des Bildungszentrum Limmattal (BZLT) in Dietikon angekündigt. Das denkmalgeschützte Gebäude soll ab Beginn der Sommerferien über zwei Jahre erneuert werden und künftig ein modernes und auf die Bedürfnisse der Lernenden angepasstes Lernumfeld bieten.

    Das 1969 errichtete Berufsschulhaus befindet sich weitgehend im Originalzustand und wird vom BZLT als Kompetenzzentrum für Logistik-, Strassentransport- und Recyclingberufe genutzt. Mit einer Investition von 42 Millionen Franken wird das Gebäude nun erneuert, um nach Abschluss der Arbeiten 2027 ein verbessertes und barrierefreies Lernumfeld zu bieten. Die Architekturführung übernimmt dabei die Zürcher Ernst Niklaus Fausch Partner AG.

    Im obersten Geschoss soll eine offene, interdisziplinär nutzbare Lernlandschaft entstehen, die diverse Möglichkeiten zum selbstgesteuerten und gemeinsamen Lernen bieten soll. Die Untergeschossflächen sollen derweil zu modernen Sporträumen umgebaut werden.

    Mit dem Umbau wird das Bildungszentrum gemäss den Standards von Minergie-ECO und dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifiziert. So soll das Gebäude an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen werden und auf dem Dach eine Technikzentrale mit einer Photovoltaikanlage entstehen. Begrünte Dach- und Terrassenflächen sollen zusätzlich zur Kühlung beitragen und die Biodiversität fördern. Nach der Instandsetzung wird das Gebäude ausserdem barrierefrei zugänglich sein.

    Das Gebäude des Architekten Georges Künzler steht unter Denkmalschutz. Die Massnahmen zur Modernisierung und Sanierung wurden deshalb in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet. Dabei soll unter anderem das äussere Erscheinungsbild der Fassade erhalten bleiben. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Bis dahin wird der Schulbetrieb provisorisch im Schulhaus an der Lagerstrasse 55 in Zürich stattfinden.

  • Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    KONE hat im Stadtzürcher Quartier Im Tiergarten für 466 Mietwohnungen in bewohntem Zustand die veralteten Aufzüge eines Mitbewerbers ersetzt. Innerhalb von 18 Monaten baute der Aufzugshersteller aus Brüttisellen in einer der grössten Wohnanlagen von Zürich insgesamt 46 seiner MonoSpace 500DX-Lifte ein.

    Dieses Modell passt sich einer Unternehmensmitteilung zufolge flexibel und millimetergenau an den bestehenden Schacht an. Die Nutzlast der meisten Personenlifte wurde von 320 auf 480 Kilogramm erhöht. Zudem sind die neuen Kabinen deutlich grösser. Laut KONE werden sie über die digitale Anlagenverwaltung des Unternehmens rund um die Uhr überwacht und vorausschauend gewartet. Das soll zu rund 30 Prozent weniger Störungseinsätzen führen.

    Die Eigentümerschaft hatte entschieden, auf Leerkündigungen zu verzichten und auch weitere Sanierungsmassnahmen im bewohnten Zustand durchzuführen. KONE konnte den eng getakteten Fahrplan seinen Angaben zufolge durch ein spezielles Logistikkonzept mit sogenannter In-Night-Delivery sowie einer engen Abstimmung mit der Eigentümerschaft und den Bewohnenden einhalten.

    Der erfolgreiche Komplettaustausch in der Überbauung Im Tiergarten ist eines der bisher grössten Projekte zur Lift-Modernisierung von KONE in Europa. Es zeigt laut Christian Herbst, KONES Direktor Modernisierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, «dass wir gut aufgestellt sind für eine immer wichtigere Nachfrage im Markt: die effiziente Modernisierung auch einer grossen Anzahl von Anlagen, in enger Abstimmung mit den Partnern und unter erschwerten Bedingungen wie dem Renovieren im bewohnten Zustand».

  • Flugplatz Mollis im Aufwind

    Flugplatz Mollis im Aufwind

    Die Parzelle Nr. 2487 beim Flugplatz Mollis ist ein unbebautes Grundstück mit über 18’000 m² Fläche. Im Rahmen der neuen Nutzungsplanung wurde es als Arbeitszone A ausgewiesen. Der Gemeinderat Glarus Nord hat für dieses Gebiet einen Masterplan in Auftrag gegeben, der von KCAP Architects and Planners in Zürich erarbeitet wird. Dabei stehen insbesondere aviatiknahe Betriebe im Fokus, die das bestehende Ökosystem sinnvoll ergänzen sollen.

    Ein Standort mit vielseitiger Identität
    Der Flugplatz Mollis ist weit mehr als ein Flugfeld. Er ist auch Wirtschaftsstandort, Heimat innovativer Aviatikunternehmen, Treffpunkt engagierter Flugsportvereine und ein bedeutendes Naherholungsgebiet im Glarnerland. Die heute dort ansässigen sechs Unternehmen, darunter die Rega, Heli Linth und die Kopter Group AG bieten über 150 Arbeitsplätze und stehen für technologische Kompetenz im Bereich Luftfahrt und Rettung. Ergänzt wird dieses wirtschaftliche Profil durch die aktive Nutzung seitens der Motorfluggruppe Mollis, der Segelfluggruppe Glarnerland sowie der Modellfluggruppe.

    Vergangenheit als Fundament für die Zukunft
    Der Flugplatz Mollis blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit der ersten Landung im Jahr 1916 ist das Areal immer wieder Schauplatz bedeutender Entwicklungen – von den Pionierflügen Walter Mittelholzers bis zur Nutzung durch die Schweizer Luftwaffe. Heute steht das Gelände unter ziviler Nutzung und setzt sich für einen sicheren, ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb ein. Die Geschichte des Flugplatzes stiftet emotionale Verbundenheit und ist wesentlicher Teil seiner Identität.

    Nachhaltige Entwicklung durch klare Strategie
    Gemeinsames Ziel der Gemeinde Glarus Nord und der Mollis Airport AG: die Entwicklung des Areals unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer, landwirtschaftlicher und öffentlicher Interessen voranzutreiben. Der Masterplan berücksichtigt dabei sowohl infrastrukturelle Bedürfnisse als auch Potenziale für Veranstaltungen, Freizeitnutzung und Versorgungssicherheit. Die verkehrstechnisch gut erschlossene Lage und die besondere Kombination aus Aviatik, Gewerbe und Erholungsraum machen den Standort Mollis zu einem zukunftsträchtigen Entwicklungsstandort im Kanton Glarus.

    Ein Standort mit Signalwirkung für die Region
    Mit dem Masterplan Flugplatz Mollis entsteht eine strategische Grundlage, um neue Unternehmen anzusiedeln, bestehende Strukturen zu stärken und die Nutzungsinteressen langfristig aufeinander abzustimmen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Eigentümerschaft und MAAG ist ein Vorzeigebeispiel für kooperative Regionalentwicklung. Der Flugplatz Mollis ist nicht nur ein Ort für die Luftfahrt, sondern ein zukunftsorientierter Standort mit Strahlkraft, Vielfalt und Verantwortung – weit über den Kanton hinaus.

  • Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Neun Monate hat es nur gedauert, bis aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus Gütsch in Lauerz SZ ein modernes Einfamilienhaus geworden ist. Darüber informiert nun Strüby in einer Medienmitteilung. Das Unternehmen hatte die Bauherrschaft zur Umsetzung der umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen. Strüby habe seine Stärke und Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützten Bauten bei Projektentwicklung, Architektur, Engineering und Umsetzung einbringen können, heisst es.

    Dabei habe sich die frühe und enge sowie konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und deren Vorsteherin Monika Twerenbold bewährt, „sodass das Resultat für alle Beteiligten äusserst zufriedenstellend herausgekommen ist“, wird Kilian Boog, Geschäftsfeldleiter Umbau bei den Strüby Unternehmungen, zitiert.

    Aussen und innen hat sich viel getan, wobei der spätmittelalterliche Blockbau aus dem Jahr 1492/93 den ursprünglichen Charakter „weitgehend zurück erhalten“ habe. In Kombination mit modernen Elementen sei ein architektonisches „Bijou“ entstanden, das „voller Geschichte und Geschichten steckt und durch seine Symbiose aus Alt und Neu fasziniert“. 

    Holzverschalung, Dach und Fenster wurden erneuert. Die Aussenhülle erhielt eine energetische Sanierung, innen wurde die Heiztechnik auf energetische Wärmepumpe und Photovoltaik umgestellt. Bei der Raumplanung wurde Wert darauf gelegt, vorhandene „kunsthandwerkliche Details, interessante Gebrauchsspuren, religiöse Symbole zum Schutz vor bösen Geistern und Dekorelemente“ hervorzuheben. Unverändert geblieben seien Grundriss und die Raumhöhen.

  • Gestaltungsleitlinien für historisches Wohnquartier

    Gestaltungsleitlinien für historisches Wohnquartier

    In der Winterthurer Reihen-Einfamilienhaussiedlung Eigenheimquartier laufen Verhandlungen zur Gestaltung und Weiterentwicklung für 120 Eigentümerschaften. Am Prozess beteiligt sind Städteplaner OSRI aus Luzern, der Verein Eigenheimquartier Winterthur und die kantonale Denkmalpflege. Die Ergebnisse sollen zu mehr Rechtssicherheit und schnelleren Baubewilligungen für die historischen Liegenschaften führen, heisst es in einer Mitteilung von OSRI.

    Die im Sprachgebrauch als „Kolonie Selbsthilfe“ bezeichnete Siedlung stammt aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Sie wurde als Gegenreaktion auf die grosse Wohnungsnot errichtet und zählt mit einem historisch bedeutsamen Wohnbaucharakter zu den wichtigsten Kleinhaussiedlungen im Kanton Zürich, so OSRI.

    Das Erscheinungsbild wird geprägt von einer „allgemein schlichten Formensprache“. Um die Einheitlichkeit zu erhalten, gilt für die laufenden Verhandlungen eine Gestaltungsfibel, welche im Auftrag der kantonalen Denkmalpflege und unter Mitwirkung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer erarbeitet wurde. Darin sollen Kriterien festgelegt werden, die bei Umgestaltung der bestehenden 90 Ein- und 28 Zweifamilienhäuser gelten müssen. Konkret geht es um folgende Fragen: Sollen die Häuserzeilen dereinst wieder in einer einheitlichen Farbgebung daherkommen? Welche Form dürfen Lukarnen haben? Um wie viel kann sich die Firsthöhe nach einer Dämmung des Daches erhöhen?

    OSRI ist in dem Prozess zuständig für Termine, Dokumentation und Kommunikation. Im Herbst ist geplant, die Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen zu lassen. Deren Resultate sollen bei einer Informations- und Dialogveranstaltung präsentiert und zur Debatte gestellt werden.

  • Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG übernimmt mit seiner Abteilung Hochbau laut einer Mitteilung „zentrale Aufgaben bei der umfassenden Sanierung des Landhauses Solothurn“. Neben Massnahmen zur Modernisierung der haustechnischen Infrastruktur aus Sanitär, Lüftung, Beleuchtung und Bühnentechnik stehe die Modernisierung des Heizsystems im Fokus.

    Dieses wird mittels einer Wärmepumpe auf eine ressourcenschonende Energiegewinnung umgestellt. Wasser der Aare soll als Wärmequelle sowohl das Landhaus als auch angrenzende öffentliche Gebäude wie Jugendherberge, Schulhaus Kollegium und Stadttheater versorgen.

    Die Lage zwischen Altstadt und dem Fluss Aare erfordere logistische Aufmerksamkeit. So müssten Materialanlieferungen und Entsorgungen vormittags erfolgen, damit die Uferpromenade ab dem Mittag als Flaniermeile genutzt werden kann.

    Zudem gelte es, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Das denkmalgeschützte Landhaus gleiche einem „verwinkelten Baukunstwerk mit sechs Ebenen, jede mit eigenem Sanierungsbedarf“. Die Vorgehensweise verlange „Fingerspitzengefühl“, um den historischen Charakter und die Bausubstanz zu erhalten. Insbesondere die originalen Solothurner Kalksteintreppen sollen in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben, heisst es. Dafür seien spezielle Schutzvorrichtungen geschaffen worden.

    Das Solothurner Stimmvolk hatte im Oktober 2023 der Instandsetzung zugestimmt. Seit Januar 2025 laufen die Baustellenarbeiten. Bauende ist für Oktober 2026 geplant. Im Januar soll aus Rücksicht auf die Solothurner Filmtage 2026 der Baustellenbetrieb ruhen.

  • Zürich Stadelhofen liegt öffentlich auf

    Zürich Stadelhofen liegt öffentlich auf

    Zürich Stadelhofen ist mit täglich 80 000 Reisenden ein zentraler Verkehrsknoten in der Stadt. Doch die drei bestehenden Gleise sind überlastet und begrenzen das Wachstum der S-Bahn. Mit dem Bau eines vierten Gleises und einem zusätzlichen Tunnel in Richtung Tiefenbrunnen wird die Kapazität massiv gesteigert. Ein Ausbau, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Wirkung entfaltet.

    Mehr Kapazität, bessere Verbindungen
    Der Ausbau soll bis zu 50 Prozent mehr Zugbewegungen ermöglichen. Er ebnet den Weg für den flächendeckenden Viertelstundentakt im gesamten Zürcher S-Bahn-Netz. Eine Verbesserung, von der neben der Stadt Zürich auch die 6 Nachbarkantone profitieren. Das Projekt betrifft mehrere Teilbereiche, darunter ein neuer Hauptzugang, verbesserte Passagen und ein zusätzlicher Perronzugang im Bereich Kreuzbühl-/Mühlebachstrasse.

    Zehn Jahre Bauzeit und 1,1 Milliarden Franken Investition
    Das Projekt wird rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Bei reibungslosem Ablauf ohne Einsprachen soll der Baustart in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre erfolgen, mit einer Inbetriebnahme in den 2030er-Jahren. Die geschätzten Kosten betragen rund 1,1 Milliarden Franken. Ein erheblicher, aber notwendiger Schritt für eine zukunftsfähige Mobilitätsinfrastruktur.

    Transparenz und Beteiligung – Projekt liegt öffentlich auf
    Vom 14. Mai bis 12. Juni 2025 liegt das Projekt in Zürich und Dübendorf öffentlich auf. In Zürich können die vollständigen Pläne eingesehen werden, in Dübendorf jene zum Zürichbergtunnel. Vor Ort stehen Fachpersonen der SBB bereit, um Fragen zu beantworten. Ein geplanter Grossausbau mit Raum für Dialog.

  • Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist enorm. Die Nachfrage steigt stetig, das Angebot hinkt hinterher. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo Bauprojekte immer häufiger durch Rekurse verzögert oder verhindert werden. Die Konsequenzen sind steigende Mietpreise, soziale Spannungen und wachsender politischer Handlungsdruck. Fünf kantonale Volksinitiativen zeigen, wie sehr das Thema Wohnraum die Bevölkerung beschäftigt.

    Verbesserungen verzögern sich unnötig
    Obwohl neue Vorschriften im Bereich Lärmschutz bereits beschlossen wurden, lässt deren Umsetzung auf sich warten. Der Zürcher Regierungsrat fordert vom Bundesrat, die Gesetzesänderungen rasch in Kraft zu setzen. Denn, Schutzinteressen dürfen den Ausbau dringend benötigten Wohnraums nicht blockieren. Klare gesetzliche Grundlagen sind essenziell für Planungssicherheit und beschleunigte Verfahren.

    Schutzinstrument oder strategisches Einspruchswerkzeug?
    Besonders kritisch sieht der Regierungsrat die zunehmende Direktanwendung des Bundesinventars ISOS, das eigentlich dem Schutz bedeutender Ortsbilder dient. Immer öfter wird das Inventar jedoch für Einsprachen gegen Neubauprojekte genutzt. Mit gravierenden Folgen für die innere Verdichtung. In Zürich wird diese Problematik bereits massiv spürbar, sie greift aber zunehmend auch auf andere Kantone über.

    Der Regierungsrat unterstützt zwar den angekündigten Runden Tisch zur ISOS-Thematik, fordert jedoch konkrete und zeitnahe Lösungen, die gemeinsam mit Bund, Kantonen und Gemeinden entwickelt werden müssen.

    Forderung nach politischer Priorisierung
    Die Wohnraumversorgung sei ein zentrales Anliegen von Bevölkerung und Wirtschaft, so der Regierungsrat. Der Bund müsse Schutzinteressen und bauliche Entwicklung in ein neues Gleichgewicht bringen, damit der dringend benötigte Wohnungsbau nicht weiter blockiert wird. Die Verantwortung dafür liegt nun bei den zuständigen Bundesstellen.

  • Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg hat das Gewinnerprojekt und die Bauleitung für den An- und Ausbau seines Terminals ausgewählt. Laut einer Mitteilung hat er für das Projekt ein französisch-schweizerisches Team beauftragt, bestehend aus den Basler Unternehmen Vischer Architekten AG und Gruner AG sowie den französischen Unternehmen DRLW Architectes, Egis Bâtiment NordEst und LAP’S.

    Das Projekt Evolution Modulaire du Terminal beinhaltet die Renovierung sowie Erweiterung der öffentlich zugänglichen Infrastruktur des EuroAirports. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Servicequalität für die Passagiere. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Sicherheitskontrollen und die Wegführung der Passagiere. Das erste Modul Landside mit geplantem Baubeginn im Jahr 2027 wird einen Anbau an der Ostfassade des Terminals mit einer Fläche von rund 14‘000 Quadratmetern sowie die Renovierung des bestehenden Terminals mit einer Fläche von 15‘000 Quadratmetern umfassen.

    Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2030/31 angesetzt. Bis dahin will der Flughafen weitere Massnahmen umsetzen, die bis 2026 die Servicequalität verbessern sollen. Dazu gehören beispielsweise die bereits abgeschlossene Renovierung des Ankunftsbereichs oder die geplante Renovierung der Sanitäranlagen.

  • Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Die Stadt Dietikon saniert die Schulanlage Wolfsmatt. Um den Schulunterricht weiterführen zu können, wurden auf dem stadteigenen Grundstück am Vogelauweg drei neue Schulhauspavillons errichtet. Dadurch stehen zusätzliche 27 Schulzimmer zur Verfügung. Mit der Planung und Ausführung der kompletten Elektroinstallationen wurde die Aare Limmat Elektro AG beauftragt. Die gesamte Elektroinstallation wurde neu erstellt und entspreche dem heutigen Stand der Technik, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens mit Sitzen in Baden und in Olten SO.

    Die drei Schulhäuser wurden komplett in Modulbauweise gebaut und vorgefertigt. Die temporären Bauten dienen während dem Umbau der Schulanlage Wolfsmatt als vollwertig nutzbare Übergangslösung, heisst es weiter.

    Rund 500 Kinder besuchen in der Schuleinheit Wolfsmatt Kindergarten und Primarschule, heisst es von der Schule Dietikon. Die Schuleinheit umfasst 21 Regelklassen. In den Wohnquartieren um das Schulhaus herum sind acht Kindergärten verteilt. Auf dem Schulareal werden Tagesstrukturen mit Mittagstisch angeboten.

    In Dietikon besuchen rund 3000 Schülerinnen und Schüler die öffentliche Schule vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe. Es gibt insgesamt sechs Schuleinheiten in der Stadt.

  • Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Die Kantonsschule Zug, ein Meisterwerk der Nachkriegsmoderne, wurde zwischen 1971 und 1975 vom renommierten Architekturbüro Leo Hafner und Alfons Wiederkehr entworfen. Die Aussenraumgestaltung von Fred Eicher ist ebenfalls ein integraler Bestandteil dieses architektonischen Erbes. Angesichts der fortschreitenden baulichen Alterung besteht ein dringender Bedarf an umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese umfassen die Ertüchtigung der Tragstruktur, den Austausch der Gebäudehülle sowie der Haustechnik und des Innenausbaus. Besonders der Fokus auf die Anpassung der Raumstruktur ist entscheidend, um Lernbedingungen zu gewährleisten.

    Sanierungskonzept und gezielte Erweiterung
    Das Sanierungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt wurde, bietet eine ausgewogene Lösung zwischen den Bedürfnissen flexibler Unterrichtsformen und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten. Durch geschickte Raumrochaden und Anpassungen wird das Raumangebot gezielt erweitert. Geplante Massnahmen beinhalten einen neuen Verbindungstrakt und eine Aufstockung des Trakts 7, um den Herausforderungen moderner Bildungsansprüche gerecht zu werden.

    Prinzipien der Nachhaltigkeit
    Die Entscheidung für eine Gesamtinstandsetzung basiert auf den finanziellen, ökologischen und terminlichen Vorteilen. Die Baudirektion des Kantons Zug verfolgt damit ihre klare Immobilienstrategie. Neubauprojekte sollen nur dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Optimierung der bestehenden Bauten nicht mehr möglich ist.

    Projektwettbewerb und nächste Schritte
    Der nächste Meilenstein im Sanierungsprozess ist der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, der Mitte 2024 ausgeschrieben wurde und sich an Generalplaner-Teams richtet. Ziel ist es, die besten Lösungen für eine Instandsetzung zu finden, die den Erhalt der ursprünglichen Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen eines modernen Bildungsbetriebs erfüllt. Die Baudirektion des Kantons Zug betont, dass der Wettbewerb eine entscheidende Phase in der Umsetzung des Projekts darstellt und eine qualitätsvolle Sanierung sicherstellen soll.

  • Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Die Stadt Dietikon lädt zur Einweihung des Hauses der Bevölkerung am Samstag, 8. März, ein. Das Haus der Bevölkerung ist in der geschichtsträchtigen Zehntenscheune eingerichtet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Ursprüngen um 1600 erstrahle nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz und werde künftig als vielseitiger Veranstaltungsort zur Verfügung stehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Dietikon. Mit einem neuen digitalen Buchungssystem ist die Reservation für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und private Anlässe ab dem 1. Juni möglich.

    Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und sich von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes überzeugen, heisst es in der Mitteilung. Sibylle Baumann werde in Mundart verschiedene Geschichten vortragen. Um 15 Uhr spricht sie zu «Der goldene Vogel – witzige Tiergeschichten» und um 16 Uhr bringt sie: «Vom Fressen und Gefressenwerden – Abenteuerliche Geschichten».

    Die Zehntenscheune ist eines der ältesten Gebäude Dietikons. Mit einer Kapazität von rund 120 Sitzplätzen, einer neuen Tribüne und einer modernen Ausstattung ist der grosse Saal für Veranstaltungen geeignet. Ein Personenaufzug ermöglicht zudem für Barrierefreiheit.

    Das Foyer im Erdgeschoss wurde neu gestaltet. Erhalten blieb die massive Bohlenwand, ein Relikt aus der ursprünglichen Nutzung als Stall oder Lagerraum. Eine lange Bar soll das Foyer zu einem attraktiven Treffpunkt machen. Weiter wurde ein alter Torbogen freigelegt, der in den Gartenbereich des Hauses führt.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Stützmauern, Tunnel und Brücken aus Stahlbeton prägen das Schweizer Stadtbild und die Infrastruktur. Doch viele dieser Bauwerke haben bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel – und chemische Veränderungen im Beton setzen dem verbauten Stahl zu. Beginnt der Bewehrungsstahl zu rosten, verliert das Bauwerk an Stabilität. Besonders problematisch sind die Schäden an unzugänglichen Stellen, wo herkömmliche Prüfmethoden versagen.

    Elektrochemische Messungen als neue Lösung
    Bislang mussten Ingenieure Teile des Betons aufbrechen, um Korrosionsschäden zu überprüfen. Ein aufwendiges und oft unzureichendes Verfahren. Talpa hat eine neue Methode entwickelt, die über Drainagerohre funktioniert. Eine spezielle Sonde wird in das Rohr eingeführt und misst mithilfe von elektrochemischen Signalen die Korrosionswahrscheinlichkeit im umgebenden Stahlbeton.

    «Das gab es bisher nicht», erklärt Lukas Bircher, einer der Entwickler. «Bisher musste man ganze Betonflächen abtragen, um Schäden zu finden und konnte trotzdem leicht einen kritischen Bereich übersehen.» Mit der neuen Technik können nun ganze Mauerabschnitte systematisch geprüft werden, ohne Zerstörung oder aufwendige Bauarbeiten.

    Messungen im laufenden Betrieb – ohne Baustelle
    Das Verfahren wurde bereits erfolgreich getestet, unter anderem an einer 200 Meter langen Stützmauer in Zürich-Höngg. Das Prinzip ist eine Sonde die in das Drainagerohr eingeführt und mit aufblasbaren Dichtungen fixiert wird. Anschliessend leitet das System Wasser in den Messbereich, wodurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Elektroden der Sonde und dem Stahl im Beton entsteht. Anhand der aufgezeichneten elektrischen Signale kann das Team erkennen, ob und in welchem Ausmass Korrosion vorliegt.

    Alle 25 Zentimeter wird eine neue Messung vorgenommen, um den Zustand des gesamten Mauerabschnitts zu erfassen. «So können wir gezielt diejenigen Bereiche identifizieren, die tatsächlich eine Gefahr darstellen», sagt Bircher. «Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten für unnötige Eingriffe.»

    50 Jahre nach dem Bauboom – Sanierungsbedarf wächst
    Viele der heute betroffenen Stahlbetonbauten stammen aus der Boomphase zwischen 1960 und 1980. Besonders Stützmauern aus den 1970er-Jahren enthalten häufig Hohlräume, die Korrosion begünstigen. Bislang mussten Schäden aufwendig durch Stichproben ermittelt werden, mit hohem Risiko, kritische Stellen zu übersehen. Die neue Methode bietet erstmals eine flächendeckende und zuverlässige Analyse.

    Von der Forschung zum Start-up Talpa-Inspection
    Die Technologie hat so grosses Potenzial, dass Bircher gemeinsam mit zwei Kollegen das Start-up Talpa-Inspection gründet. Der Name «Talpa», lateinisch für «Maulwurf», steht sinnbildlich für die innovative Art, tief verborgene Schäden sichtbar zu machen. Unterstützt durch ein ETH Pioneer Fellowship entwickelt das Team die Technologie weiter und bereitet den Markteintritt vor.

    Zukunftsperspektiven, Automatisierung und Skalierung
    Aktuell erfolgt die Messung noch teilweise manuell, doch das Team arbeitet bereits an einer automatisierten Version. Ziel ist es, die Sonde robuster zu machen und den Messvorgang weiter zu beschleunigen. Die Nachfrage ist gross. Allein in der Schweiz gibt es über 1’000 Kilometer potenziell betroffener Stahlbetonbauwerke.

    «Unsere Methode bietet eine echte Chance, die Lebensdauer bestehender Bauwerke zu verlängern», sagt Bircher. «Wir hoffen, dass sie sich bald als Standardverfahren für die Bauwerksdiagnostik etabliert.»

  • 61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    Gebäude sind im Kanton Zürich für über 40 Prozent des Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Seit September 2022 gilt darum, Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden müssen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden, wenn dies technisch und finanziell möglich ist. 2025 stehen für diesen Wandel 61 Millionen Franken an Fördergeldern bereit. Diese Mittel fliessen gezielt in Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme.

    Stärkere Förderung für grössere Heizungsersätze
    Das Förderprogramm legt 2025 einen besonderen Schwerpunkt auf den Ersatz grösserer fossiler Heizungen. Während die Sockelbeiträge für kleinere Anlagen leicht gesenkt wurden, profitieren grössere Heizungen ab etwa 30 Kilowatt Leistung von erhöhten, leistungsabhängigen Förderungen. Dies trägt den höheren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei solchen Projekten Rechnung.

    Belohnung für umfassende Gebäudemodernisierungen
    Eine gut gedämmte Gebäudehülle spart Heizenergie, reduziert Heizkosten und verbessert das Wohnklima. Daher wird bei Gesamtmodernisierungen ein zusätzlicher Anreiz gesetzt. Wer mindestens 90 Prozent der Dämmfläche von Dach, Fassaden und Böden modernisiert, erhält einen Zusatzbeitrag. Förderungen für Modernisierungen nach MINERGIE-Standard sind ab 2025 an die Zusatzzertifizierung «ECO» geknüpft, um auch Aspekte wie Kreislauffähigkeit und graue Energie zu berücksichtigen.

    Unterstützung für dezentrale Heizsysteme
    Dezentral installierte Elektro- oder fossile Heizungen stellen eine besondere Herausforderung dar. Ab 2030 sind stromintensive Elektroheizungen im Kanton Zürich verboten. Hauseigentümer, die solche Systeme durch klimafreundliche Alternativen ersetzen, profitieren neu von mindestens 15 000 Franken Zuschuss für die Installation eines Wärmeverteilsystems. Dies soll die aufwändige Umrüstung erleichtern und beschleunigen.

  • Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    1896 legte Richard Theiler mit dem Bau des Theilerhauses den Grundstein für das Electrotechnische Institut, das später als Landis+Gyr Weltgeltung erlangte. Die Bedeutung des Theilerhauses für die Zuger Bevölkerung ist nicht abzustreiten und seine Erhaltung wurde 1989 zur Priorität, als der Kanton Zug das Areal erwarb, um es für kommende Generationen zu bewahren.

    Erhaltung historischer Substanz
    Der Kanton Zug hat ein umfassendes Konzept entwickelt «Das Theilerhaus und sein Spirit». Diese Ideenskizze dient dem Ziel, den «Geist» der Gebäude zu bewahren und Aspekte der Ökonomie, Technologie, Architektur und Kultur in einem ganzheitlichen Rahmen zusammenzuführen.

    Denkmalgerechte Sanierung
    Die Instandhaltungsmassnahmen erstrecken sich auf alle bestehenden Altbauten, wobei der Fokus auf der Erdbebensicherheit, dem Brandschutz und der Barrierefreiheit liegt. Die Erneuerung von Fenstern, Sonnenschutz und Dachhaut sowie die Dämmung der Shedhalle sind wichtige Schritte, um den Anforderungen gerecht zu werden. Durch den Neubau im östlichen Bereich wird die historische Substanz respektiert und eine ansprechende städtebauliche Gesamtstruktur geschaffen.

    Ein neuer städtebaulicher Akzent
    Der geplante Neubau ergänzt das städtebauliche Ensemble und besteht aus einem fünfgeschossigen Kopfbau und einem viergeschossigen Zwischenbau. Diese Gestaltung, die durch einen modernen Treppenturm an den Hochbau angebunden wird, fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein und stärkt die Identität des Areals.

    Die Shedhalle als kultureller, kreativer Raum
    Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Shedhalle nicht nur als ein Ort des Erinnerns an die Vergangenheit fungieren, sondern auch als ein lebendiger Raum für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen. Diese Nutzung bietet einen Mehrwert für die Zuger Bevölkerung und unterstreicht die Vielseitigkeit des Areals und dessen Relevanz in der heutigen Zeit.

    Zukunftsweisendes Projekt
    Insgesamt stellt dieses Projekt einen bedeutenden Schritt in der städtebaulichen Entwicklung des Kantons Zug da und soll zukünftigen Generationen zugutekommen. Die geplanten Massnahmen unterstreichen, wie wichtig es ist, historisches Erbe als Teil einer lebendigen, sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft zu betrachten und entsprechend zu gestalten.

  • Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig, die älteste Primarschule in Schaffhausen, liegt im nordwestlichen Stadtteil, unweit der Altstadt und umfasst mehrere Gebäude unterschiedlichen Alters. Der Sanierungsbedarf ist erheblich, da die bestehende Infrastruktur den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Turnhalle aus dem Jahr 1892 und die Raumkapazitäten für die wachsende Schülerzahl genügen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.

    Um den zukünftigen Bedarf abzudecken, plant die Stadt einen Neubau auf dem bestehenden Areal. Dieser soll eine neue Einfachturnhalle, zusätzliche Schulräume und Einrichtungen für die schulergänzende Hortbetreuung umfassen. Die Erweiterung ist Teil eines umfassenden Entwicklungskonzepts für die Primarschulen der Stadt Schaffhausen.

    Das Siegerprojekt und seine Elemente
    Ein Projektwettbewerb kürte das Projekt «cinque pi» des Architekturbüros Soppelsa Architekten GmbH und der Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH zum Sieger. Dieses teilt das geforderte Programm geschickt in fünf Bausteine auf, die als Ensemble einen harmonischen Gesamteindruck erzeugen. Ein dreigeschossiger Neubau mit Turnhalle und Klassenräumen bildet den Kern des Projekts. Die alte Sternwarte bleibt dabei als freistehendes Objekt erhalten.

    Die bestehende Turnhalle wird auf ihre historische Bausubstanz zurückgeführt, um Platz für einen neuen Pavillon für Tagesstruktur und Bibliothek zu schaffen. Dieser wird zum zentralen Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage. Auch Umnutzungen sind geplant. Die Trotte soll neu Lagerräume und ein öffentliches WC im Erdgeschoss sowie Therapieräume im Obergeschoss beherbergen.

    Neugestaltung der Aussenanlagen
    Nicht nur die Gebäude, sondern auch die Aussenanlagen werden neugestaltet. Bestehende Qualitäten sollen dabei mit moderaten Eingriffen weiterentwickelt werden. Die Sternwarte und die Baumgruppe am Spielplatz bleiben erhalten. Die Spiel- und Sportflächen werden neu arrangiert, um Platz für ein Allwetterspielfeld und einen Hartplatz zu schaffen.

    Finanzierung und politische Zustimmung
    Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf geschätzte 21,7 Millionen Franken. Diese Summe umfasst bereits die vom Grossen Stadtrat bewilligten Planungskosten. Nach der Beratung im Grossen Stadtrat wird die Stimmbevölkerung abschliessend über die Erweiterung der Schulanlage Steig entscheiden.

    Das Projekt «cinque pi» stellt eine zukunftsweisende Antwort auf die wachsenden Anforderungen und Herausforderungen des Bildungssektors in Schaffhausen dar. Es vereint Moderne und Tradition in einer fortschrittlichen und ressourcenschonenden Bauweise und Schaffung lebendiger Lern- und Lebensräume.

  • Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Immobilieninvestmentgruppe Stoneweg begegnet diesen Herausforderungen proaktiv, insbesondere durch ihre Partnerschaft mit Romande Energie. Stoneweg hat beschlossen, auf mehreren ihrer Standorte in der Romandie und der Deutschschweiz Solarmodule im Rahmen des Contracting-Verfahrens installieren zu lassen.

    Die Energiestrategie von Stoneweg umfasst eine Reihe ambitionierter Renovierungsprojekte, die sich auf die Verbesserung der Isolierung, den Austausch veralteter Heizsysteme und die Integration erneuerbarer Energien konzentrieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen alle Dächer des Unternehmens mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Diese Entscheidung wird durch die steigenden Strompreise und den Wunsch motiviert, den Mietern Zugang zu erneuerbarer Energie zu einem vergünstigten Preis zu ermöglichen.

    Frédéric Noirot, Director of [glossary_exclude]Asset Management[/glossary_exclude] bei Stoneweg, erläutert die Vorteile des Projekts: «Unser Immobilienbestand umfasst auch ältere Industriegebäude. Das Contracting-Modell ermöglicht es uns, Photovoltaikanlagen zügig und ohne grosse Investitionskosten auf unseren Dächern zu installieren. Dadurch können wir zusätzliche Mittel in andere wesentliche Renovierungsmassnahmen investieren. Es ist eine klare Win-Win-Situation.»

    Im Rahmen des Solar-Energie-Contracting übernimmt Romande Energie die komplette Installation, Planung, [glossary_exclude]Finanzierung[/glossary_exclude] und [glossary_exclude]Verwaltung[/glossary_exclude] der Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden der Kunden. Zudem wird die nicht vor Ort verbrauchte Energie von Romande Energie verwertet.

    Dieses [glossary_exclude]Modell[/glossary_exclude] bietet mehrere Vorteile: Es generiert zusätzliche Mieteinnahmen durch die optimierte Nutzung verfügbarer Flächen, verbessert das ESG-Rating der Immobilien und erhöht deren Attraktivität durch die Bereitstellung von Solarenergie für die Mieter.

    Die Kooperation zwischen Stoneweg und Romande Energie illustriert eindrucksvoll, wie Immobilienbesitzer den Wert ihrer Immobilien steigern und gleichzeitig zur Energiewende beitragen können. Durch den Einsatz grüner Technologien und die Etablierung strategischer Partnerschaften können sie nicht nur gesetzlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verbessern.

    Sehen Sie sich das vollständige Interview im Video an.

    Für weitere Informationen zum Solar-Energie-Contracting besuchen Sie die Webiste von Romande Energie.

  • Ehemaliges Kloster in Davos öffnet neu als Hotel

    Ehemaliges Kloster in Davos öffnet neu als Hotel

    Davos Klosters Mountains schliesst die Sanierungsarbeiten an Joseph’s House ab. Das ehemalige Nonnenkloster und Sanatorium wurde während der vergangenen 18 Monate in ein Drei-Sterne-Superior-Hotel umgebaut. Am 26. Dezember soll Joseph’s House in seiner neuen Nutzung als Hotel wieder in Betrieb gehen. Die renovierten Zimmer und Suiten sowie die Räumlichkeiten für Veranstaltungen sind bereits buchbar, informiert der zur Davos Klosters Bergbahnen AG gehörende Eigner in einer Mitteilung.

    Davos Klosters Mountains hat das bis dahin von Schwestern des Dominikaner-Ordens genutzte Joseph’s House 2007 übernommen. Bei der Umgestaltung in ein Hotel wurden unter anderem die Stockwerkbäder durch Nasszellen in den einzelnen Zimmern ersetzt. Das äussere Erscheinungsbild des Gebäudes aus dem frühen 20. Jahrhundert sei dagegen «nur dezent aufgefrischt» worden, schreibt Davos Klosters Mountain. Neben 71 Zimmern, vier Suiten und einem Appartement wartet das Hotel mit einem Wellnessbereich, einem Fitnessraum sowie Räumen für Seminare und Veranstaltungen auf. In die Umbauten wurden insgesamt 20 Millionen Franken investiert.

  • Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Umbau und Renovation der Büros und Sitzungsräume am Berner Standort des Bauunternehmens Halter sind abgeschlossen. Sie wurden von der zur Halter Gruppe in Schlieren gehörenden Integral design-build AG innert sechs Monaten realisiert. In der vergangenen Woche seien die Schlüssel übergeben worden, heisst es auf der LinkedIn-Seite von Integral. «Durch die Verwendung von recycelbaren Materialien wie Holz, Glas und Metall haben wir einen Raum geschaffen, der nicht nur unseren ökologischen Fussabdruck minimiert, sondern auch unsere Werte von Nachhaltigkeit und Ästhetik widerspiegelt», heisst es weiter.

    Der Halter-Standort in Bern wachse und mit ihm die «Bedürfnisse an eine grössere und inspirierende Arbeitswelt», heisst es in einer Mitteilung von Halter. Seit Anfang März dieses Jahres habe man am Standort im von Halter realisierten Haus der Religionen zusätzliche 600 Quadratmeter des ehemaligen Denner-Standortes angemietet. Die Umbauphase, inklusive Rückbau, habe im November 2023 begonnen und sei im Juli 2024 erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Erweiterung wurden Kapazitäten von bisher 40 auf nun 58 Arbeitsplätze erhöht. Zudem gebe es nun zusätzliche Touchdown-Arbeitsplätze und modern ausgestattete Sitzungszimmer. Der Umzug sei erfolgreich abgeschlossen und die Räumlichkeiten bereits mit Leben gefüllt worden.

    Ein besonderer Höhepunkt des Umbaus sei die beeindruckende Treppe, die die beiden Stockwerke miteinander verbinde und eine offene sowie dynamische Arbeitsatmosphäre schaffe, heisst es in der Halter-Mitteilung.

    Die Halter Gruppe umfasst insgesamt zehn Unternehmen. Hauptsitz ist Schlieren, weitere Standorte sind Münchenstein BL, Bern, Kriens LU, Lausanne, St.Gallen und Genf.

  • Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Das Gymnasium Hofwil wird durch den Bau eines neuen Schulgebäudes und einer Dreifachsporthalle erweitert, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Ursprünglich für zehn Klassen und 200 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, beherbergt die Schule aktuell 21 Klassen mit rund 460 Schülerinnen und Schülern. Provisorien, die 2013 und 2017 errichtet wurden, sollen durch die Neubauten ersetzt werden. Das neue Schulgebäude wird Unterrichts- und Praktikumsräume, darunter zwei Chemielabore, umfassen. Eine Aussenstation zur Erweiterung der Mensa ist ebenfalls geplant. Die neue Dreifachsporthalle wird mit Garderoben, sanitären Einrichtungen, einem Arbeitsraum für Lehrpersonen und einem Theorieraum ausgestattet.

    Bezug der Neubauten voraussichtlich im Sommer 2026
    Die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes und der Dreifachsporthalle ist für den Sommer 2026 geplant. Nach der Fertigstellung wird der Fokus auf die bauliche Ertüchtigung der bestehenden denkmalgeschützten Gebäude gelegt, die bis Herbst 2027 abgeschlossen sein soll. Diese Sanierungen umfassen notwendige Raumwechsel und Unterhaltsmassnahmen, um den aktuellen Bildungsstandards gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen die bisherigen Schulraumprovisorien zurückgebaut und für andere Zwecke weiterverwendet werden.

    Nachhaltige Bauweise und Energiekonzept
    Beide Neubauten werden nach dem Minergie-P-ECO Standard erstellt und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, um einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit unterstreicht die zukunftsorientierte Ausrichtung des Gymnasiums Hofwil und setzt ein starkes Zeichen für ökologische Verantwortung im Bildungsbereich.

    Finanzierung und Gesamtkosten
    Die Gesamtkosten für die Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil belaufen sich auf insgesamt 65,63 Millionen Franken. Diese Investition wird nicht nur den aktuellen Raumbedarf decken, sondern auch zukünftigen Generationen eine moderne und gut ausgestattete Lernumgebung bieten. Die Finanzierung dieser umfangreichen Baumassnahmen ist ein Zeichen des Engagements des Kantons für die Bildung und die infrastrukturelle Entwicklung in Münchenbuchsee.

    Historische Bedeutung und Zukunftsperspektive
    Das Gymnasium Hofwil, zuletzt Anfang der 1980er Jahre saniert, ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in der Region. Die geplanten Erweiterungen und Sanierungen sind nicht nur eine Antwort auf den aktuellen Raumbedarf, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Mit der neuen Infrastruktur wird die Schule in der Lage sein, den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden und gleichzeitig moderne Bildungsanforderungen zu erfüllen.

    Die Umbau- und Erweiterungspläne des Gymnasiums Hofwil sind ein bedeutender Schritt zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Bildung in der Region. Mit modernen Unterrichts- und Sporteinrichtungen wird die Schule optimal auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vorbereitet sein und ihnen eine umfassende, zeitgemässe Bildung bieten.

  • Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Die Ausarbeitung von Sanierungsoptionen für die GZO AG Spital Wetzikon schreitet voran. Die Aktionärsgemeinden stehen weiterhin hinter dem Spitalbetrieb und sind bereit, eine finanzielle Beteiligung bei einer Sanierung zu prüfen. Sie haben den Verantwortlichen des Spitals aufgezeigt, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit eine solche Massnahme von den Aktionärsgemeinden geprüft werden kann.

    Stabile Versorgung trotz Nachlass-Stundung
    Das Spital Wetzikon befindet sich seit Anfang Mai in der Nachlass-Stundung. Wie die Verantwortlichen der GZO AG gegenüber den Aktionärsgemeinden versichern, läuft der Spitalbetrieb trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen gut. Eine umfassende Notfall- und Gesundheitsversorgung bleibt weiterhin gewährleistet.

    Bedingungen für finanzielle Beteiligung
    Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der GZO AG stehen in der Pflicht, tragfähige Lösungen für eine Sanierung auszuarbeiten. Die Aktionärsgemeinden gehen nach heutigem Wissenstand davon aus, dass ein finanzieller Beitrag von ihrer Seite zur Sanierung erwartet wird. Sie haben dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung der GZO AG dargelegt, welche Voraussetzungen und Unterlagen für eine solche finanzielle Beteiligung erfüllt sein müssen. Ein zentraler Punkt ist das Vorliegen eines wirtschaftlich tragfähigen Konzepts für das Spital Wetzikon der Zukunft. Die Spitalverantwortlichen arbeiten derzeit intensiv an den entsprechenden Grundlagen, was jedoch aufgrund der komplexen Situation (laufender Spitalbetrieb, Neubau etc.) noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Sistierung der Beschwerde beim Regierungsrat
    Die GZO AG hatte gegen den Beschluss des Regierungsrats, dem Spital Wetzikon keine finanzielle Unterstützung zu gewähren, umgehend Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Nach einer vertieften Situationsanalyse und sorgfältiger Abwägung sind der GZO-Verwaltungsrat und die mandatierten Fachexperten der Aktionärsgemeinden übereingekommen, eine Sistierung der Beschwerde anzustreben. Die Aktionärsgemeinden haben der Gesundheitsdirektion schriftlich mitgeteilt, dass sie das Gesuch um Sistierung im Sinne der Sache unterstützen.

    Zukunft des Spitals Wetzikon
    Die Aktionärsgemeinden haben klar gemacht, dass sie eine finanzielle Beteiligung an der Sanierung des Spitals prüfen werden, sobald ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept vorliegt. Dies zeigt ihr Engagement und ihre Unterstützung für das Spital Wetzikon, um eine weiterhin stabile und umfassende Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

  • Green Village Genf: ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

    Green Village Genf: ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

    Das Green Village ist ein beeindruckendes Projekt, das die Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung in die Tat umsetzt. Das Green Village liegt im Zentrum Europas, in der internationalen Stadt Genf, und kombiniert verschiedene Gebäudetypen wie Wohnungen, Büros, ein Hotel und ein Konferenzzentrum. Diese vielseitige Nutzung fördert eine starke Interaktion zwischen Bewohnern, Arbeitnehmern und Besuchern. Technologische Innovationen und integrierte Räume bieten eine hohe Lebensqualität und fördern die sanfte Mobilität durch den einfachen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Historische Integration und moderne Nutzung
    Das Green Village umgibt das bestehende Weltökumenische Zentrum des Ökumenischen Rates der Kirchen, das in den 1960er Jahren von den Brüdern Honegger, renommierten Genfer Architekten, erbaut wurde und vom Kanton als historisches Denkmal eingestuft wurde. Der ÖRK, der seit über 70 Jahren Impulse für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt gibt, fördert den Dialog und Austausch zwischen verschiedenen Kulturen. Dieses Erbe spiegelt sich im architektonischen Konzept des Green Village wider, das aktiv die Vielfalt und den bedeutenden Austausch unterstützt.

    Symbolische Gebäude und innovative Konzepte
    Die Gebäude des Green Village sind nach Städten benannt, die Gastgeber wichtiger Klimakonferenzen waren, wie Montreal, Kyoto und Stockholm. Diese Namenswahl stärkt das Gemeinschaftsgefühl und unterstreicht die ökologische Ausrichtung des Projekts. Insgesamt besteht das Green Village aus sieben Gebäuden, die sich um das zentrale ökumenische Zentrum gruppieren und ein gut durchdachtes Netzwerk von Arbeits- und Lebensräumen schaffen.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz
    Ein zentrales Element des Green Village ist die Umsetzung der Philosophie „One Planet Living“, die auf einem nachhaltigen Ressourcenmanagement und der Förderung der Biodiversität beruht. Das Projekt umfasst umfassende Umweltmaßnahmen wie das Management des Energienetzes, die Regenwassernutzung und die Entwicklung von Naturgärten. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Umweltleistung des Projekts bei, sondern schaffen auch eine gesunde und lebenswerte Umgebung für alle Nutzer.

    Zukunftsweisende Mobilitätslösungen
    Die Lage des Green Village ist ideal für eine umweltfreundliche Mobilität. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Genfer Flughafens, der Autobahn, des Bahnhofs und der Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel. Zwei städtische Boulevards, der „Boulevard de Chancy“ und der „Boulevard des Abarois“, werden die neuen Stadtviertel strukturieren und den Zugang zu ihnen erleichtern. Sie werden durch grüne Wege für die sanfte Mobilität und Park-and-Ride-Parkplätze ergänzt, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu fördern.

    Renovierung und Erhaltung historischer Gebäude
    Das unter Denkmalschutz stehende Ökumenische Zentrum wird im Rahmen des Projekts renoviert und erweitert, um hochmoderne Konferenzeinrichtungen und Arbeitsräume zu schaffen. Die Renovierung ist für den Zeitraum 2023-2027 geplant und wird die historische Bedeutung des Gebäudes bewahren und es gleichzeitig an zukünftige Anforderungen anpassen.

  • Genf setzt neue Massstäbe bei der energetischen Sanierung von Gebäuden

    Genf setzt neue Massstäbe bei der energetischen Sanierung von Gebäuden

    Der Grosse Rat von Genf genehmigte im März 2024 Investitionskredite in Höhe von 500 Mio. CHF, die gemeinsam vom Kanton und dem Bundesbauprogramm finanziert werden. Diese historische Vereinbarung bestätigt das Engagement Genfs für die Renovierung des baulichen Erbes, um den Energiewandel zu beschleunigen. Es umfasst Massnahmen wie die Beibehaltung des Wärmekostenindexes und spezifische Sätze für Eigentümer von Einfamilienhäusern.

    Höhere Zuschüsse für energetische Renovierungen
    Immobilieneigentümer können nun zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Renovierung ihrer Gebäude erhalten. Die Zuschüsse in Höhe von 500 Mio. CHF werden hauptsächlich an private Eigentümer vergeben, während 30% an Gemeinden und autonome öffentliche Einrichtungen gehen. Die neuen Zuschüsse, die ab dem 1. Juni 2024 gelten, decken Massnahmen wie Wärmedämmung, Verbesserung der Energieeffizienzklasse und die Installation von Sonnenkollektoren ab.

    Neue Angebote für Energieoptimierung und Bauplanung
    Immobilieneigentümer haben nun die Möglichkeit, durch die Kombination von Einzelmassnahmen die gleichen Zuschüsse wie für anerkannte Energiestandards zu erhalten. Durch eine Zusammenarbeit mit dem kantonalen Energieamt werden zeitlich gestaffelte Pläne für die Durchführung von Energieoptimierungsprojekten erstellt. Einzelne Eigentümer profitieren von den Vorteilen, einschliesslich eines Bonus für den erreichten Energiestandard und Befreiungen von zusätzlichen Steuern.

    Ein massgeschneiderter Ansatz für Eigentümer von Einfamilienhäusern
    Eigentümer von Einfamilienhäusern haben drei zusätzliche Jahre Zeit, um die Renovierungsanforderungen zu erfüllen, wobei ihre individuelle Situation berücksichtigt wird. Faktoren wie das Alter und die finanzielle Situation des Eigentümers, das Entwicklungspotenzial der Nachbarschaft und der Status des Gebäudes als Kulturgut werden berücksichtigt. Darüber hinaus wurden Überbrückungsdarlehen in Höhe von 50 Mio. CHF zur Verfügung gestellt, um den Zugang zur Finanzierung von energetischen Sanierungsprojekten zu erleichtern.

    Antragsverfahren
    Interessierte Immobilieneigentümer können ihre Anträge online einreichen und je nach Art und Zielen des Projekts können entsprechende Zuschüsse gewährt werden. Es ist wichtig, dass die Anträge vor Beginn der Arbeiten eingereicht werden und dass die vollständigen Unterlagen den Anforderungen des kantonalen Energiedienstes entsprechen. Dieser Fortschritt bei der energetischen Gebäudesanierung zeigt das Engagement von Genf, energieeffizientes Bauen zu fördern und die Stadt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und Energiewende voranzubringen.

  • Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    In der Schweiz gibt es etwa 38’000 Standorte mit umweltgefährdenden Stoffen, von denen rund 4’000 saniert werden müssen. Die neue Altlasten-Verordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft tritt, ermöglicht den Wiedereinbau von behandeltem Aushubmaterial am Sanierungsstandort. Dies ist ökologisch vorteilhafter als die bisherige Praxis, die grosse Materialtransporte und -behandlungen erforderte. Der Wiedereinbau muss sicherstellen, dass keine erneute Sanierung notwendig wird, und der Standort wird langfristig überwacht.

    Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung: Anpassungen für Kältemittel und Batterien
    Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine überarbeitete Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung in Kraft, die sich an EU-Standards und den neuesten technischen Entwicklungen orientiert. Besonders klimaschädigende Kältemittel in Neuanlagen und -geräten werden dadurch beschränkt, um die Ziele des Montrealer Protokolls zu erreichen und die Ozonschicht zu schützen. Zudem regelt die Verordnung ab dem 1. Juli 2024 die Rücknahme und Entsorgung erheblich beschädigter Batterien und die Rückerstattung der vorgezogenen Entsorgungsgebühr beim Export. Diese Anpassungen bieten den Unternehmen mehr Rechtssicherheit und tragen zur nachhaltigen Entsorgung bei.

    Verlängerung der Übergangsbestimmungen in den Programmvereinbarungen
    Seit 2008 definieren Bund und Kantone gemeinsam Umweltziele und entsprechende Subventionen in Programmvereinbarungen. Für die Periode 2025-2028 werden die Übergangsregelungen der Gewässerschutz- und Waldverordnung um vier Jahre verlängert, um begonnene Projekte fortzuführen und abzuschliessen. Diese Änderungen treten am 1. Januar 2025 in Kraft und sichern die Kontinuität der wichtigen Umweltmassnahmen.

    Die vom Bundesrat beschlossenen Anpassungen stärken den Umweltschutz und optimieren die regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Massnahmen unterstreichen die Verpflichtung der Schweiz zu nachhaltiger Entwicklung und effizientem Ressourcenmanagement, während sie den betroffenen Branchen mehr Klarheit und Sicherheit bieten.

  • Baurechte schaffen bezahlbaren Wohnraum in Zürich

    Baurechte schaffen bezahlbaren Wohnraum in Zürich

    Die Baugenossenschaft Im Gut hat sich das Ziel gesetzt, ihre Wohnsiedlungen an der Gutstrasse in Zürich-Wiedikon, die durch eine etwa 70-jährige Bausubstanz gekennzeichnet sind, umfassend zu erneuern und zu erweitern. Im Rahmen eines Masterplans werden die Möglichkeiten für den Bau gemeinnütziger Wohnungen sowie die Einrichtung eines Doppelkindergartens und die Schaffung gemeinschaftlicher sowie publikumsorientierter Nutzflächen erforscht. Zwei Baufelder, die 2012 und 2014 erneuert wurden, sind dabei erst der Anfang. Die nächsten Schritte umfassen die Neugestaltung zweier weiterer Parzellen, die durch städtische Baurechte ermöglicht werden.

    Neue Wohnkonzepte und die Rolle städtischer Baurechte
    Auf dem Grundstück an der Gutstrasse 146 bis 152 ist der Bau von 28 neuen Wohnungen geplant, während zwei denkmalgeschützte Gebäude, darunter ein Wohnhochhaus mit 46 Wohnungen, instand gesetzt werden. Der jährliche Baurechtszins für dieses Feld beläuft sich auf etwa 69.000 Franken. Parallel dazu wird das angrenzende Grundstück an der Gutstrasse 145 bis 153 vollständig neu bebaut und soll Raum für 72 Wohnungen bieten. Die beiden Baufelder ermöglichen somit insgesamt 146 bezahlbare Wohnungen – ein Zugewinn von 44 Wohnungen im Vergleich zum aktuellen Bestand.

    Finanzielle und planerische Weichenstellung
    Der Stadtrat strebt an, die Baurechte für diese Projekte vorzeitig für weitere 62 Jahre zu erneuern und unterstreicht damit das langfristige Engagement der Stadt zur Förderung bezahlbaren Wohnraums. Die Entscheidung über die Gewährung der Baurechte liegt beim Gemeinderat. In Vorbereitung auf den Baubeginn im September 2023 und den geplanten Bezug der Wohnsiedlung im Winter 2025/2026 wurden bereits einmalige Ausgaben von 1,355 Millionen Franken für die Sanierung des Baugrunds genehmigt. Dieses finanzielle Engagement ist ein bedeutender Beitrag zur Stärkung der urbanen Infrastruktur und zur Sicherstellung der Wohnqualität für breite Bevölkerungsschichten.

  • Modernisierung und Ausbau der Wache Süd

    Modernisierung und Ausbau der Wache Süd

    In einem dicht bebauten Stadtteil wie dem Kreis 2 erreicht der Rettungsdienst gegenwärtig nur in etwa 60% der Fälle den Einsatzort innerhalb der kritischen Zehn-Minuten-Marke. Die geplante Erweiterung und Neugestaltung der Wache Süd für Feuerwehr und Sanität adressiert diese Problematik mit einem umfassenden Ansatz, der darauf abzielt, die Einsatzzeiten zu verkürzen und die Effizienz der Dienste zu steigern. Zugleich soll durch das Projekt eine städtebauliche Aufwertung des Areals erreicht werden, was im Einklang mit der Neugestaltung des urbanen Raums durch den Rückbau der Weststrasse und den Neubau des «Hohen Haus West» steht.

    Das Gewinnerprojekt aus dem Architekturwettbewerb, «FUCHS», schafft eine nahtlose Integration in die bestehende Struktur der Brandwache. Die Erweiterung fügt sich sowohl in Höhe als auch in der Fluchtlinie harmonisch an das bestehende Gebäude an und vollendet den Blockrand stimmig. Besonders hervorzuheben sind die hofseitigen Anbauten mit Sheddächern und Photovoltaik sowie ein Rücksprung ab dem zweiten Obergeschoss, die dem Neubau eine markante Eigenständigkeit verleihen. Diese architektonischen Merkmale ermöglichen es, den Spagat zwischen der Bewahrung des historischen Erbes und der Erfüllung modernster Betriebsanforderungen zu meistern.

    Das Projekt «FUCHS» überzeugt nicht nur durch seine ästhetische und funktionale Integration in die bestehende Bausubstanz, sondern setzt auch ökologisch neue Akzente. Dank der umweltgerechten Energieversorgung, die zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert, sowie der grosszügig dimensionierten Photovoltaik-Anlage auf den Sheddächern, wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Darüber hinaus optimiert das Design die Betriebsabläufe von Schutz & Rettung Zürich und schafft eine zusammenhängende Einheit von hoher räumlicher Qualität.

    Das Projekt illustriert eindrucksvoll, wie durch kreative und innovative Lösungsansätze die Herausforderungen der modernen Notfallversorgung in einem historischen Kontext gemeistert werden können. Die sorgfältige Abwägung zwischen den Bedürfnissen des Rettungsdienstes und den Anforderungen des Denkmalschutzes mündet in einem Vorhaben, das sowohl funktional als auch ästhetisch neue Wege beschreitet. Das Ergebnis ist eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den Anforderungen an moderne Notfalldienste gerecht wird und zugleich einen wertvollen Beitrag zur städtischen Qualität an dem Ort leistet.