Kategorie: Sanierung

  • Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Das direkt an der Limmat gelegene Papierwerd-Areal ist ein architektonisches Erbe von Karl Egender und steht an einem Wendepunkt seiner Nutzungsdauer. Der Sanierungsbedarf des Areals und seiner Infrastrukturelemente erfordert eine strategische Neupositionierung. Diese beinhaltet eine Aufwertung des zentralen Raumes und eine Erweiterung der Freiflächen. Im Dialogverfahren «Forum Papierwerd» entwickelten Fachleute, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung Szenarien für die zukünftige Gestaltung des Papierwerds.
    Ziel der Umgestaltung ist es, das Papierwerd-Areal zu einem öffentlich zugänglichen Ort zu machen, der zum Verweilen und zur Interaktion einlädt. Dazu sind bauliche und nutzungsbezogene Anpassungen notwendig, um den Ort für die Allgemeinheit attraktiv zu gestalten. Die Wandelbarkeit und flexible Nutzbarkeit des Raumes ist dabei von zentraler Bedeutung.

    In einer Vertiefungsphase werden bis 2025 die bautechnischen Aspekte und die Schutzwürdigkeit des Bestandes weiter untersucht. Ebenso wird ein Nutzungskonzept erarbeitet, das im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens verschiedene Transformationsaspekte berücksichtigt. In einer anschliessenden Projektphase (bis 2026) sollen konkrete Vorschläge für das Areal erarbeitet werden.
    Der Dialogprozess, der eine breite Beteiligung ermöglichte und in elf Kernaussagen mündete, bildet die Grundlage für den künftigen Entwicklungsprozess. Bereits Ende Frühling 2024 sind erste Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Stadtraums geplant.

  • Ein neues Kapitel des Jelmoli-Warenhauses beginnt

    Ein neues Kapitel des Jelmoli-Warenhauses beginnt

    Das bekannte Warenhaus Jelmoli steht vor einem umfassenden Wandel. Bis Ende 2024 wird der Betrieb weitergeführt. Der Umbau startet Anfang 2025 und wird 2027 voraussichtlich beendet sein. Das Gebäude wird in eine moderne, multifunktionale Immobilie verwandelt. Swiss Prime Site investiert über 100 Millionen CHF, um das Jelmoli-Haus zu einer lebendigen, urbanen Begegnungsstätte zu machen.
    Dabei reduziert sich die Verkaufsfläche auf das Erd- und Untergeschoss sowie allenfalls Teile des ersten Obergeschosses. Die Umgestaltung bringt Vielfalt in Form von Verkaufsflächen, Gastronomie, Büros und Freizeiteinrichtungen. Diese Transformation macht das Gebäude belebter für die Stadt, bewahrt die historische Bedeutung und setzt dabei auf Nachhaltigkeit.
    Durch die Umgestaltung des bisher brachliegenden Dachs zu einem öffentlich zugänglichen Raum mit Grünflächen, wird das Jelmoli-Haus zu einer urbanen Oase mitten in der Zürcher Innenstadt. Die neu geschaffene Vielfalt an Verkaufsflächen, Gastronomie, Büros und Freizeiteinrichtungen zieht nicht nur Kunden an, sondern macht das Gebäude auch zu einem beliebten Treffpunkt. Die Investition in die Umwandlung des Jelmoli-Hauses zeigt das Engagement von Swiss Prime Site für eine nachhaltige und lebendige Stadtentwicklung.

  • Modernisierung des Gesundheitszentrums Herzogenmühle

    Modernisierung des Gesundheitszentrums Herzogenmühle

    Nach mehr als drei Jahrzehnten Betrieb wird das Gesundheitszentrum Herzogenmühle einer grundlegenden Modernisierung unterzogen. Diese Massnahme trägt dem Wandel in den betrieblichen Anforderungen sowie den veränderten Ansprüchen der Bewohnerinnen Rechnung. Im Zentrum des Projekts stehen diverse bauliche Optimierungen, die von Juli 2024 bis Juli 2025 umgesetzt werden sollen. Dabei geht es insbesondere darum, durch die Zusammenlegung verschiedener Räumlichkeiten grössere Gemeinschaftsflächen zu schaffen. Ziel ist es, die Mobilität innerhalb des Zentrums zu verbessern und die Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen zu erhöhen. Spezielle Nischen für Rollatoren und Rollstühle sollen die Begehbarkeit erleichtern.

    Ein wesentlicher Teil des Umbaus betrifft die Umwandlung ungenutzter Badeanlagen im Untergeschoss in einen modernen Gesundheits- und Fitnessraum, einschliesslich einer Physiotherapie-Einrichtung. Zudem wird ein bisher nicht genutztes Pflegebad reaktiviert und die Podologie in einen neuen Bereich innerhalb des Coiffeursalons verlegt. Die Aussenanlagen des Gesundheitszentrums werden durch zahlreiche neu gepflanzte Bäume bereichert, die das lokale Klima verbessern und zur Steigerung der Biodiversität beitragen sollen.

    Neben diesen Optimierungen sind auch notwendige Instandsetzungen vorgesehen. So müssen aufgrund von Undichtigkeiten die Fenster saniert und das Flachdach vollständig erneuert werden. Auf dem neu gestalteten Dach sind die Installation von Photovoltaikanlagen geplant, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern. Des Weiteren werden Anpassungen im Aussenbereich vorgenommen, um die Barrierefreiheit zu erhöhen und die Unfallprävention zu verbessern. Auch die Energie- und Gebäudetechnik wird umfassend erneuert, einschliesslich der Installation einer automatisierten Beschattung für Cafeteria, Speisesaal und Mehrzwecksaal, um einen besseren Hitzeschutz im Sommer zu gewährleisten. Für diese umfassenden Massnahmen wurden vom Stadtrat neue Ausgaben in Höhe von 1,664 Millionen Franken für den Umbau sowie 4,218 Millionen Franken für die Teilinstandsetzung, einschliesslich der üblichen Reserven, genehmigt.

  • ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in einem Projekt natürliche Dämmstoffe getestet. Wie aus einem Beitrag hervorgeht, hat die Gruppe um Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, und Bruno Sudret, Professor für Risiko, Sicherheit und Quantifizierung der Ungewissheiten, dazu neue Ansätze gefunden. Untersucht wurden sechs renovierungsbedürftige Gebäude, die zwischen 1911 und 1988 errichtet wurden. Nebst dem Kernpunkt des Ersatzes von Heizungen, die mit fossiler Energie betrieben wurden, durch nachhaltige wie Wärmepumpen oder solarbetriebene, stand vor allem die Wärmedämmung im Vordergrund der Untersuchungen. Betrachtet wurden unterschiedliche traditionelle Dämmstoffe wie EPS, Glaswolle, Steinwolle oder Zellulosefasern im Vergleich zu natürlichen wie Stroh und Hanf.

    «Die CO2-​Emissionen bei der Herstellung herkömmlicher Dämmstoffe sind teilweise sehr hoch, und durch ihren Einsatz bei Gebäudesanierungen wird der positive Effekt, der durch die Senkung des Energieverbrauchs erzielt wird, teilweise wieder zunichte gemacht», wird Guillaume Habert in dem Beitrag zitiert. «Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verursachen deutlich weniger Treibhausgase. Sie haben überdies den Vorteil, dass sie während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre binden und dieses dann langfristig im Gebäude gespeichert wird.»

    Sowohl Heizungsumbau als auch entsprechende Wärmedämmung mit natürlichen Stoffen kann den Ausstoss von Treibhausgasen um 87 Prozent senken, führt die Studie aus.

    Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Yverdon-les-Bains VD und der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg.

  • Rückbau für den Lymhof ist abgeschlossen

    Rückbau für den Lymhof ist abgeschlossen

    Im Schlieremer Quartier am am Rietpark ist laut eines Beitrags im Newsletter des Lymhofs der Rückbau des Vitis Sport Centers mit Tennishalle abgeschlossen. Der Bau des Lymhofs kann nach Baubewilligung und Vorarbeiten beginnen. Die vom Start-up Yasai im Hallengebäude geplante Vertikale Farm wird nicht realisiert. Yasai hat sich vor Kurzem aus dem Projekt zurückgezogen, weil es sich als Firma neu ausrichtet. Die Grundeigentümerin Geistlich Immobilia plant nun, die Halle in sechs Abschnitte zu unterteilen. Die bis zu 9 Meter hohen Räume könnten Platz bieten für kreative Nutzungen wie ein Künstlerkollektiv, eine gemischte Ateliergemeinschaft, kulturelle Nutzungen oder Quartierangebote.

    Im Februar 2024 hat der Stadtrat von Schlieren die Baubewilligung für den Lymhof erteilt. Inzwischen ist auch die Rekursfrist abgelaufen, die Umsetzung des neuen Quartierteils beim Bahnhof Schlieren kann also starten, heisst es in der Mitteilung. In einem nächsten Schritt werden alle behördlichen und kantonalen Auflagen ausgearbeitet. Die Baufreigabe für den Aushub wird auf den Sommer 2024 erwartet. Der eigentliche Bau der Gebäude beginnt etwa im Herbst 2024 und wird rund drei Jahre dauern.

    Der Lymhof soll dann 2027 bezugsbereit sein. Dort sollen nebst einem bunten Wohnungsmix für eine bunt gemischte Bewohnerschaft mit verschiedenen Generationen und Lebensmodellen auch Erdgeschossnutzungen entlang der Wiesenstrasse entstehen und ein Gasthaus mit Gastroangebot und Hotelzimmern. Die rund 350 Mietwohnungen werden zwar erst 2027 bezugsbereit sein, doch kann ein Mietinteresse schon jetzt online angemeldet werden.

  • HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma Herzog Kull Group Holding AG (HKG) baut die Aarhof Garage in Aarau laut einer Medienmitteilung zu einem modernen Bürogebäude um und wird dieses auch selber nutzen. Die Garage wurde 1950 erbaut und soll nach der Sanierung heutigen Baustandards gerecht werden, heisst es in der HKG-Mitteilung. Im Erdgeschoss sollen 45 Büroarbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird von HKG gemeinsam mit dem Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider realisiert. Zu den Büroräumen kommen Sitzungszimmer, ein Pausenraum und eine Küche hinzu.

    HKG verweist in seiner Medienmitteilung auf einen Bericht der «Aargauer Zeitung», laut dem sich die Kosten auf 3,2 Millionen Franken belaufen werden. Mit dem Umbau soll noch 2024, voraussichtlich im Spätsommer, begonnen werden. Die Sanierung und Um- sowie Neubauten im Obergeschoss sollen bis Mitte September 2025 fertiggestellt sein.

    Im Obergeschoss werden nach Angaben von HKG drei Zweieinhalb-Zimmer-Loft-Wohnungen mit hohen Decken errichtet. Da das Gebiet um die Traditionsgarage traditionell ein Grüner Fleck in Aarau war, solle in Erinnerung an die historischen Gärten wieder ein begrünter Raum entstehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das 1978 in Aarau gegründete Unternehmen HKG ist auf innovative Gebäudetechnik von der Elektrizitätsplanung bis zur Gebäudeautomation spezialisiert. HKG widmet sich auch den erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik.

    HKG hat neben dem Hauptsitz in Aarau Vertretungen in Schlieren ZH sowie in Baden, Bern, Chur GR, Crissier VD, Luzern, Olten SO, Pratteln BL, Rotkreuz ZG, St.Gallen und Vilters SG. Die HKG beschäftigt rund 200 festangestellte Mitarbeitende, darunter 89 mit einer höheren technischen Ausbildung, 65 mit technischer Ausbildung sowie 23 kaufmännisch administrative Mitarbeitende und 23 Lernende.

  • Winterthur geht mit Entwicklung des Areals Obertor voran

    Winterthur geht mit Entwicklung des Areals Obertor voran

    Die Stadt Winterthur geht eines der vier Einzelprojekte bei der Entwicklung des Areals Obertor an. Die vormals von der Stadtpolizei genutzten Gebäude am Obertor 11, 13 und 17 sollen umfassend saniert und neuen Nutzungen als Büroraum, Gewerbefläche und Wohnraum zugeführt werden. Dabei verbleiben die Liegenschaften in städtischem Eigentum und werden der Kostenmiete unterliegen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Die Kosten für die bauliche Umgestaltung werden dort auf insgesamt 16,2 Millionen Franken beziffert.

    Die beiden vor 1850 gebauten vierstöckigen Gebäude am Obertor 11 und 13 werden ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt. Im Erdgeschoss werden dafür Gewerbeflächen eingerichtet und in den Obergeschossen insgesamt sieben Wohnungen realisiert. Neben einer energetischen Sanierung und der Erneuerung aller haustechnischer Installationen ist ein neuer Treppen- und Liftkern in den Gebäuden geplant. Zudem werden «die Fassaden wo notwendig an die neue Nutzung angepasst», schreibt die Stadtverwaltung.

    Bei der Liegenschaft am Obertor 17 handelt es sich um eine Rokokovilla aus dem Jahre 1764. Das Haus zum Adler diente seit einer Renovierung 1947 als Polizeiamtsgebäude. Nun soll die ursprüngliche Raumaufteilung wiederhergestellt und die Gebäudehülle instand gesetzt werden. Im Inneren entstehen «neue Büroflächen, welche die historischen Innenräume wieder zur Geltung kommen lassen». Auch beim Haus zum Adler sind eine energetische Sanierung und die Erneuerung der haustechnischen Installationen geplant. Zudem sollen Brandschutz und Erdbebensicherheit verbessert werden.

  • Museum lädt zum Tag der leeren Langmatt ein

    Museum lädt zum Tag der leeren Langmatt ein

    Am 1. März beginnt die zweijährige Sanierung des Museums Langmatt in Baden. Das Museum lädt am Sonntag, 25. Februar, zur Besichtigung am Tag der leeren Langmatt ein. Das Publikum kann bei freiem Eintritt frei zirkulieren und sich sämtliche Räumlichkeiten ansehen, darunter auch solche, die bislang nicht öffentlich zugänglich waren, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Tag der leeren Langmatt biete spektakuläre Einblicke vom Keller bis zum Estrich, heisst es weiter.

    Direktor Markus Stegmann und Assistenzkuratorin Daniela Minneboo führen jeweils um 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr auf einem rund 40-minütigen Rundgang durch die leere Langmatt. Kinder ab fünf Jahren können um 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr mit der Kunst- und Kulturvermittlerin Vera Horat auf eine 15-minütige Entdeckungstour durchs Haus gehen.

    Für die Gesamtsanierung mussten rund 2500 historische Objekte und Bilder sowie unzählige Alltagsgegenstände sorgfältig verpackt und in ein externes Lager transportiert werden, von Renoirs berühmtem «Zopf» bis zum letzten Kaffeelöffel. Sämtliche Räume waren zu leeren, sogar die historischen Bibliotheken, Vorhänge und Kristallleuchter mussten ihre angestammten Plätze verlassen.

    Bereits am Freitag, 1. März, erfolgt der Spatenstich für die Sanierung. Unter der Regie des Zürcher Architekturbüros Ernst Niklaus Fausch Partner AG verwandelt sich die Langmatt inklusive Park in eine Baustelle. Während der zweijährigen Renovation sind gelegentlich öffentliche Baustellenführungen und thematische Workshops für Schulklassen geplant.

    Bevor im Frühjahr 2026 alle Objekte in die neu renovierte Langmatt zurückkehren, wird ein Tag der leeren «neuen» Langmatt dem Publikum Gelegenheit bieten, die Unterschiede gegenüber der «alten» Langmatt vergleichen zu können, heisst es in der Mitteilung des Museums.

  • «Little Marcel» führt Boudrys Strassenmeisterei in eine neue Ära

    «Little Marcel» führt Boudrys Strassenmeisterei in eine neue Ära

    Im Juni letzten Jahres hat der Kanton Neuenburg einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um innovative Lösungen für die dringend notwendige Erweiterung und Sanierung des Strassenbauzentrums in Boudry zu finden. Ziel der anspruchsvollen Suche war es, eine zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht wird. Aus vierzehn Bewerbungen überzeugte das Projekt „Little Marcel“ von Julien Dubois Architectes SA aus La Chaux-de-Fonds die Jury und belegte den ersten Platz.

    Das Siegerprojekt besticht durch seinen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl auf architektonische Qualität als auch auf funktionale Exzellenz setzt. Die geplante Erweiterung umfasst neben der Sanierung des bestehenden Gebäudes auch die Errichtung von Neubauten, die eine optimale Nutzung des Grundstücks ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist das nachhaltige Konzept, das durch die Integration von Solarmodulen und die Verwendung von Holzkonstruktionen das Umweltengagement des Projekts unterstreicht.

    Die Realisierung von „Little Marcel“ verspricht eine Verbesserung der Arbeitsabläufe bei gleichzeitiger Steigerung der landschaftlichen und architektonischen Qualität des Geländes. Die gezielte Erweiterung der Werkstattgebäude und die Schaffung eines grosszügigen Innenhofes dienen der Optimierung der Logistik und fördern die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden.

    Mit einem geplanten Budget von 12 Millionen Franken für den Gesamtleistungswettbewerb und weiteren 1,5 Millionen Franken für die Verlegung von Wirtschaftsgebäuden legt der Regierungsrat den Grundstein für eine moderne und zukunftsgerichtete Infrastruktur. Die öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge gibt der Bevölkerung Einblick in die visionären Pläne für den Werkhof Boudry.

    Dieses Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Strassenunterhalts in der Region und setzt neue Massstäbe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Effizienz im Strassenunterhalt des Kantons Bern. Mit Spannung wird die Weiterentwicklung und Verfeinerung des Siegerprojektes im Hinblick auf eine zukünftige Baukreditbeantragung erwartet.

  • Interimslösung für Primarschule Kleinhüningen während Sanierungsphase

    Interimslösung für Primarschule Kleinhüningen während Sanierungsphase

    Im Rahmen des Engagements für eine moderne und sichere Bildungsinfrastruktur wird die Primarschule Kleinhüningen einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Die notwendigen Bauarbeiten umfassen die Modernisierung der Haustechnik, Brandschutzmassnahmen, Erdbebenertüchtigung, sowie die Sanierung der Fassaden und Innenräume. Um den Schulbetrieb für die Dauer der Sanierungsarbeiten aufrechtzuerhalten, verlegt die Schule temporär ihren Standort auf eine geeignete Parzelle im Klybeck-Areal.

    Nach umfassender Prüfung verschiedener Optionen und unter Berücksichtigung der Rückmeldungen aus der Gemeinde, hat sich der Kanton für die Parzelle am Altrheinweg 3 entschieden. Die ausgewählte Parzelle bietet neben der erforderlichen Nähe zur bestehenden Schule eine gute Erreichbarkeit und eine sichere Umgebung für die Schülerinnen und Schüler. Die temporären Schulbauten, die auf dem Grundstück errichtet werden, schaffen eine attraktive Lernumgebung, ohne dabei bestehende Grünflächen zu beeinträchtigen.

    Die Eltern sowie die Anwohnerinnen und Anwohner wurden über die geplanten Massnahmen und den temporären Standort in einer Informationsveranstaltung detailliert aufgeklärt. Die Sanierungsarbeiten sind für den Sommer 2025 angesetzt und sollen bis zum Sommer 2027 abgeschlossen sein. In dieser Zeit wird die Primarschule Kleinhüningen ihr Provisorium am Altrheinweg beziehen, welches nicht nur durch seine verkehrsberuhigte Lage, sondern auch durch den angrenzenden, baumbestandenen Pausenhof besticht.

    Dieses Projekt stellt nicht nur eine Lösung für die aktuelle Herausforderung dar, sondern ist auch ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit und den Innovationsgeist im Bereich der Bildungsinfrastruktur. Es demonstriert, wie mit bedachten Planungen und dem Einbezug der Gemeinschaft temporäre Bildungsräume geschaffen werden können, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden und gleichzeitig den Weg für eine verbesserte permanente Schulumgebung ebnen.

  • ABB modernisiert Standort Untersiggenthal

    ABB modernisiert Standort Untersiggenthal

    Das Technologieunternehmen ABB hat in Untersiggenthal ein neues Multifunktionsgebäude eröffnet. Laut einer Medienmitteilung gibt es dort 500 Arbeitsplätze für Mitarbeitende aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Verkauf und Service sowie Projektabwicklung und Engineering. Die Bauzeit des Gebäudes Emotion habe zwei Jahre betragen. Mit Kosten von rund 45 Millionen Franken sei das die grösste Investition seit über zehn Jahren von ABB in der Schweiz. Gebaut wurde es mit über 2200 Kubikmetern Zirkulit, einem Recycling-Beton, in dem zusätzlich CO2 gespeichert ist.

    „Mit dieser Investition stärken wir die Präsenz von ABB in der Schweiz und investieren in wachstumsstarke Zukunftstechnologien. Das neue Multifunktionsgebäude ist ein wichtiger Schritt, um uns als Arbeitgeberin erster Wahl zu positionieren und im Zeitalter des Fachkräftemangels die besten Talente und erfahrene Arbeitskräfte anzuziehen“, wird Nora Teuwsen zitiert, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz.

    „Der ABB-Standort Untersiggenthal ist eine eindrückliche Erfolgsgeschichte des konstruktiven Zusammenspiels zwischen Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung“, wird Regierungsrat Stephan Attiger zitiert, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Der Standort zeige auf, dass der Hightech-Kanton Aargau „besten Boden für Innovation und technologischen Fortschritt bietet, und wie aus regionalem Ursprung ein globaler Erfolg werden kann“.

    ABB entwickelt und fertigt in Untersiggenthal für Kunden weltweit effiziente und nachhaltige Technologielösungen für Antriebstechnik in den Bereichen Industrieprozesse, Infrastruktur und Bahnen, sowie für Anwendungen im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung.

  • KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    Nach 50 Jahren Betrieb soll die KVA Turgi erneuert werden. Dazu wird der Vorstand laut einer Medienmitteilung an der nächsten Abgeordnetenversammlung am 27. September einen Projektierungskredit von 17 Millionen Franken beantragen. Die Gesamtkosten der Erneuerung werden auf 325 Millionen Franken geschätzt. Die Notwendigkeit einer Erneuerung zeigt sich den Angaben zufolge auch in steigendem Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung.

    Nach einer mehrjährigen Planungsphase wird der Bau voraussichtlich erst 2028 beginnen können. Die neue KVA könnte dann 2033 in Betrieb gehen. Die letzten Erneuerungsarbeiten an der Anlage waren in den 1990er Jahren durchgeführt worden.

    Die KVA hat dazu auf ihrer Internetseite neben der Einladung zur Abgeordnetenversammlung eine Sammlung von Dokumenten einschliesslich der Machbarkeitsstudie des Projekts sowie den detaillierten Antrag von Präsident Philippe Ramseier zum Projektierungskrediteingestellt.

    Schon seit 2015 beschäftigen sich laut diesen Unterlagen Geschäftsleitung und Vorstand der KVA mit der Erneuerung der veralteten Anlagen. Geprüft wurde eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Anlagen in Buchs AG und Dietikon ZH. Beide lehnten diese allerdings ab. Nach der Machbarkeitsstudie von 2022 hat sich der Vorstand der KVA dazu entschieden, die neue Anlagen auf einer benachbarten Parzelle des Abwasserverbandes Region Baden Wettingen zu platzieren. So kann der Betrieb während der Erneuerungsarbeiten weitergehen.

    Die KVA Turgi verarbeitet jährlich rund 120‘000 Tonnen Abfall. Für die daraus gewonnene Fernwärme wird wegen der Erneuerungskosten mit einer moderaten Preisanhebung gerechnet.

  • AXA feiert den Abschluss einer der grössten bewohnten Sanierungen

    AXA feiert den Abschluss einer der grössten bewohnten Sanierungen

    Die Aarauer Telli erstrahlt in neuem Glanz: Mit dem offiziellen Eröffnungsanlass am 25. August 2023 ging eine der grössten energetischen Sanierungen in bewohntem Zustand der Schweiz zu Ende.

    Hoch die Gläser! In festlicher Stimmung wurden die Überbauung Telli in Aarau vergangenes Wochenende offiziell eröffnet. Nebst des Eröffnungsanlassen am Freitag, dem 25. August wurde am Tag darauf auch der neue Quartierstreff eingeweiht.

    Die Gebäudetrakte B und C wurden in bewohntem Zustand energetisch saniert und den heutigen Standards angepasst. Dass die Mieterinnen und Mieter die Telli während der Sanierung nicht verlassen mussten, macht das Projekt zu einem der grössten seiner Art in der Schweiz. «Eine bewohnte Sanierung in dieser Grössenordnung stellte uns alle vor enorme Herausforderungen. Das wir diese gemeinsam meistern konnten, wollten wir mit allen Beteiligten gebührend feiern», so Frederick Widl, Leiter Immobilien bei AXA Investment Managers.

    Mehr Wohnkomfort – weniger CO2

    Nebst einer neuen Fassadendämmung und dem Einbau einer Fernwärmeheizung erhielten die Wohnungen auch eine moderne Lüftung. So können pro Jahr rund tausend Tonnen CO2 eingespart werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner durften sich zusätzlich über 90 cm grössere Westbalkone freuen. Zudem entstanden Begegnungszonen und ein Quartierstreffpunkt mit Gemeinschaftsräumen. Die grosszügigen Grünflächen wurden im Geist des ursprünglichen Parks mit heimischen Bäumen und Blumenwiesen naturnah gestaltet. «Bei der Neugestaltung war uns wichtig, die Weitsicht und Kraft des Parks wieder spürbar zu machen und das gemeinschaftliche Leben der Bewohnerschaft im Aussenraum mit neuen Angeboten zu fördern», so Rita Illien von Müller Illien Landschaftsarchitekten. Auch dem Denkmalschutz wurde bei der Sanierung Rechnung getragen: Obwohl die Gebäude eine neue Hülle erhielten, blieb das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten.

    Nachhaltig in allen Bereichen

    Zusätzlich zur energetischen Sanierung spielten auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle. Eine Entmietung der 581 Wohnungen wäre nicht sozialverträglich gewesen. Dennoch stellt eine bewohnte Sanierung für alle Beteiligten eine Herausforderung dar. «Ein Projekt dieser Grössenordnung setzte von Anfang an eine transparente Kommunikation voraus», so Manuela Gnehm, Projektleiterin bei AXA Investment Managers. Die gesamte Mieterschaft wurde regelmässig über verschieden Kanäle informiert und aktiv eingebunden. «Den

    Mieterinnen und Mietern stand mit dem Tellicafé unter anderem ein Ort zur Verfügung, an dem sie ihre Anliegen, Fragen und Ideen mit der Verwaltung und geschulten Siedlungscoaches teilen konnten», so Manuela Gnehm weiter.

    Telli Quartierstreff: Treffpunkt für gross und klein

    Am Samstag nach dem offiziellen Anlass gingen die Festivitäten in Form eines Quartiersfests weiter. Dieses war für alle Bewohnerinnen und Bewohner, die gesamte Stadt Aarau und weitere Neugierige offen. Nebst einem bunten Programm und vielseitigem Gastroangebot, wurden auch Führungen durch den Tellipark und Besichtigungen der frisch sanierten Wohnungen angeboten. Mittelpunkt des Anlasses war jedoch die Einweihung des Quartierstreff, der das Herzstück des «Telliparks» bildet und Gemeinschaftsräume für die Anwohnerinne und Anwohner bietet. «Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Wochenende und sind glücklich über die Begeisterung, mit welcher die Teilnehmenden die Eröffnung der neuen Telli mit uns feierten», so Manuela Gnehm.

  • Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Ein ETH-Baudenkmal, das Maschinenlaboratorium, steht der Hochschule nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder vollständig zur Verfügung. Die Halle und das anschliessende Fernheizkraftwerk wurden laut einer Mitteilung der Hochschule von Altlasten sowie nicht-originalen und überflüssigen Bauelementen befreit und bautechnisch modernisiert.

    In das bereits 2021 fertig sanierte Fernheizkraftwerk wurde auf 1200 Quadratmetern das Student Project House eröffnet, wo Studierende Ideen entwickeln und Prototypen bauen können. Die zentral gelegene grosse Halle mit ihrem Glasprismendach werden Forschende der RobotX-Initiative künftig für die Weiterentwicklung der Robotik nutzen. Wo früher schwere Maschinen und Dampfturbinen standen, sollen ab 2024 Drohnen, Lauf- und andere intelligente Roboter sowie autonome Fahrzeugen Raum finden. Grosse Schaufenster in den unteren Geschossen des Lehrgebäudes geben den Blick in die Maschinenhalle frei.

    „Diese Sanierung war aus verschiedenen Gründen äusserst anspruchsvoll“, wird Ulrich Weidmann, Vizepräsident Infrastruktur der ETH Zürich, in einer Medienmitteilung zitiert. „Jetzt nach zehn Jahren das fertige Resultat zu sehen und die Räume endlich wieder vollumfänglich für die ETH nutzen zu können, ist eine grosse Freude.“

    Der ursprüngliche Bau stammte vom Architekten und Semper-Schüler Benjamin Recordon. In den 1930er-Jahren wurde er von ETH-Architekturprofessor Otto Rudolf Salvisberg erweitert. Er verlieh Maschinenhalle und Fernheizkraftwerk die funktionale und klare Formensprache, die nun vom Berner Architekturbüro Itten+Brechbühl wiederhergestellt wurde. Die Firma war 1922 von Otto Rudolf Salvisberg mitgegründet worden.

  • Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Die Alte Ziegelei unterhalb des Bellparks in Kriens ist stadtbekannt. Sie wurde in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Zwischen 1889 und 1899 erweiterte Luzern seinen Häuserbestand um 25 Prozent, die Nachfrage nach gebrannten Ziegeln war hoch. Mangelhafte Lehmvorkommen und eine unbeständige Geschäftsführung führten die Ziegelei im Jahr 1900 jedoch in den Konkurs.

    Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Gebäude in den 1920er-Jahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Seither hat es mehrere bauliche Veränderungen erfahren und ist dadurch historisch gewachsen. Zwischenzeitlich wurde es ins Verzeichnis der schützenswerten Gebäude des Kantons Luzern aufgenommen. Bis vor kurzem wohnten und arbeiteten in der Alten Ziegelei junge Familien, Kreative, Handwerkerinnen und Lebenskünstler.

    Das Gebäude hat einen hohen Sanierungsbedarf. Als Grundeigentümerin entschloss sich die Schmid Immobilien AG zur Sanierung der Alten Zieglei und ein Bauprojekt in einem begleiteten Verfahren zu entwickeln.

    Die Alte Ziegelei ist stadtbekannt und steht seit über 100 Jahren in Kriens.

    Ein Fachgremium aus Vertretenden der Bauherrschaft, der Denkmalpflege und der Stadt Kriens sowie externen Architekten und Ingenieuren beurteilte die Projektentwürfe von vier eingeladenen Architekturteams. Die Projekte sollten den Bezug zur Geschichte der Alten Ziegelei erfüllen, die Interessen der Denkmalpflege umsetzen und die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin berücksichtigen. Das Siegerprojekt stammt von Seiler Linhart Architekten aus Luzern.

    Es sieht vor, die historisch gewachsenen dreiseitigen Anbauten des Gebäudes zu entfernen und die Alte Ziegelei auf ihren Kern zurückzubauen. Die historischen Fassaden sollen saniert und das zentrale Element des natürlich belichteten Innenhofs wiederhergestellt werden. An der Ost- und Westseite soll das Wohngebäude mit einer Laubenkonstruktion ergänzt werden. Geplant sind insgesamt 18 Wohnungen, verteilt auf die drei Obergeschosse, und vier Ateliers im Erdgeschoss. Auch nach der Sanierung soll das gemeinschaftliche Leben unter einem Dach in der Alten Ziegelei im Vordergrund stehen.

    Die Bauarbeiten starten im Frühling 2023 und sollen bis Ende 2024 dauern. Die Investition beträgt rund elf Millionen Franken.

  • Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Das Geschäftsgebäude in zentraler Lage in Zürich wurde 1980 erbaut und besitzt ein Gebäudevolumen von rund 86 000 m3. Swiss Prime Site Immobilien konnte das Bürohaus 2018 erwerben. Bis Anfang 2024 wird der Bau derzeit auf insgesamt 26 500 m2 und elf Geschossen innen und aussen umfassend saniert und zu einem modernen Bürogebäude umgebaut. Zur Gesamtsanierung gehören die Erneuerung der Fassade und des Dachs sowie der gesamten Gebäudetechnik. Die Transformation der Liegenschaft wird ganz im Sinne der integralen Nachhaltigkeit und «Circular Economy» durchgeführt. So werden alle abgebauten Materialien, wann immer möglich, verändert, aufbereitet und am Objekt in neuer Form wiederverwendet. Dies spart Transportwege, ist ressourcen- und CO₂-schonend und wahrt die bestehende Identität des Gebäudes innerhalb der Stadt. Das Ziel für den sanierten Bau ist seine Zertifizierung nach Minergie und SNBS. Dafür kommen unter anderem Photovoltaik sowie eine besondere Verglasung zum Einsatz. Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt über Fernwärme und teilweise aus erneuerbarer Energie.

    Alte Fassade neu genutzt
    Ein wichtiger Aspekt im Rahmen des Projekts an der Müllerstrasse ist die Wiederverwendung der bestehenden Aluminiumfassade. Die vorhandenen Gussaluminiumplatten werden demontiert, aufbereitet und in neuer Form weitergenutzt: Aus den vorhandenen Platten werden Streifen herausgeschnitten, die rund um das Gebäude für die neue Brüstungsverkleidung eingesetzt werden. Überschüssiges Metall wird für die Gestaltung des Eingangsbereichs eingesetzt. Aus den alten Betonbalustraden der Fassade entstehen unterdessen neue Sitzgelegenheiten. Um dem neuesten technischen Standard zu entsprechen, erhält die Fassade einen neuen Aufbau, sowie grossformatige Scheiben. Dank Flüssigkristalltechnologie ist damit eine dynamische Verdunkelung auf Knopfdruck möglich. Auf diese Weise kann eine übermässige Erhitzung der Innenräume vermieden und die benötigte Kühlenergie tief gehalten werden. Sie werden vollständig in Europa hergestellt, und die Produktionsstätte nutzt nachhaltige Energie, was sich jeweils positiv auf die graue Energie zur Herstellung der Fassade auswirkt. Verantwortlich für die Entwicklung der gesamten Gebäudehülle ist die Aepli Metallbau AG, welche die total 1082 Stück Fassadenelemente vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss auch produziert und vor Ort selbst montiert.

    Hohes Kreislaufpotenzial: Aluminium
    Das Wiederverwerten von Materialien und Bauteilen hat nach Jahren der Skepsis an Fahrt aufgenommen. Nicht zuletzt, da die Politik europaweit die Kreislaufwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele dringend einfordert. Der Kreislaufgedanke zielt darauf ab, alle Baumaterialien bei Um- oder Rückbauten von Gebäuden wieder verfügbar zu machen und weiter zu nutzen.

    Schliesslich verursacht alleine die Baubranche 84 Prozent des jährlichen Abfallaufkommens in der Schweiz. Gleichzeitig werden europaweit gemäss WWF 65 Prozent des Zements, 33 Prozent des Stahls, 25 Prozent des Aluminiums und 20 Prozent der Kunststoffe für den Gebäudebau verbraucht. Dabei hinterlassen Baumaterialien einen CO₂-Fussabdruck von rund 250 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.

    Zwar setzt in der Bauwirtschaft langsam ein Umdenken ein, das sich verstärkt auf den Kreislaufgedanken stützt. Und die Weiterverwertungsquote von 90 Prozent, wie sie unter anderem in Deutschland erbracht wird, scheint hoch. Doch aktuell kommen nach Angaben von Prof. Dr. Anja Rosen im Atlas Recycling noch «viel zu viele Materialien nicht gleich- oder höherwertig wieder in Einsatz, sondern enden geschreddert als Deponie- und Füllgut – ein Downcycling also». Es handle sich «nicht um echtes Recycling, sondern um sogenanntes Downcycling, also um eine Verwertung mit geringerem Leistungsspektrum gegenüber dem Ausgangsmaterial».  

    Ein wichtiger Ansatz für die Schweiz ist, den Erhalt von Gebäuden vor ihren Neubau zu setzen. Auch bei der Sanierung sollte jedes Bauteil auf seine Wiederverwertbarkeit geprüft werden. Im Sinne des Recyclings gilt hier, dass alle vermeintlichen Abfälle wieder in Materialien oder Stoffe zerlegt werden können, die erneut nutzbar sind. 

    Im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft ist Aluminium, ebenso wie Stahl, als Baumaterial besonders prädestiniert, da es einen hohen Materialwert hat und gute Recycling-Eigenschaften. Recycling spielt hier auch deshalb eine grosse Rolle, weil der Bedarf an Rohstoffen durch frisch gefördertes Erz nicht mehr zu decken ist. Wiederum lässt sich Metall als nahezu einziger Baustoff ohne Qualitätsverlust praktisch unendlich wiederverwerten. Darüber hinaus wird durch die Metallrückgewinnung im Vergleich zur Primärproduktion der Energiebedarf je nach Metall bzw. metallhaltigem Produkt um 60 bis 95 Prozent gesenkt. Aluminium als Baustoff der Moderne besitzt ein breites Einsatzspektrum: Aufgrund seiner Langlebigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Leichtigkeit wird es fast überall am Bau eingesetzt.

    Fassaden-Recycling im Fokus
    Die Fassade steht beim Thema Nachhaltigkeit besonders im Blickfeld. Als Schnittstelle zwischen Innen- und Aussenraum birgt sie besonders viel Potenzial für Verbesserungen. Je nach Objekt ist eine Fassaden-Renovation einer der wirksamsten Schlüssel, um ein bestehendes Gebäude aufzuwerten. Das trifft speziell für Metallfassaden zu und gilt ebenso für ihr Erscheinungsbild wie auch für ihre Funktionalität, die langfristig ökologisch verträglich, ökonomischer und komfortabler zu gestalten ist. Mit neuartigen Fassaden, ihren Füllungen und Unterkonstruktionen können heute energiesparende oder sogar energiebringende Lösungen für zeitgemässes Wohnen und Arbeiten geboten werden. Wo zu diesem Zweck neu produzierte Elemente notwendig sind – sei es zur klimatischen oder sicherheitstechnischen Verbesserung –, ist ein möglichst hohes Mass an Langlebigkeit wie auch Recyclingfähigkeit sicherzustellen. Dafür sollte es sich um leicht reversible und homogene Materialverbindungen handeln; das vereinfacht deren Trennung und reduziert auch die Anzahl der Entsorgungswege. So sollen bei der Sanierung einerseits Elemente übernommen sowie andererseits rezyklierte Produkte eingesetzt werden. Nicht mehr Nutzbares wird wiederum in den Zyklus zurückgegeben und für anderweitige Zwecke verwertbar gemacht. Dabei hilft die noch junge Online-Plattform Madaster, die Tools zur Erfassung von abgebautem Baumaterial zur Verfügung stellt. Auch auf der Baustelle an der Müllerstrasse wird der zirkuläre Umgang mit den Materialien in Form eines Pilotprojekts auf der BIM-basierten Plattform nachverfolgt, dokumentiert und damit messbar gemacht. Sämtliche verbauten Materialien und Produkte werden in einem digitalen Materialpass mit Produktinformationen und Standort auf Madaster hinterlegt.

    Gute Ökobilanz 
    Der stetig steigende Aluminium-Recycling-Anteil, der aus rückgeführten Aluminiumfenstern und -fassaden erzielt wird, wirkt sich positiv auf die Ökobilanzdaten in der KBOB-Liste (sustainblog.ch) aus. Aluminiumfenster und -fassaden sind oft seit den 1950er-Jahren im Einsatz. Werden diese Gebäude gesamtsaniert oder weichen einem Neubau, kann das Aluminium durch Recycling wieder in den Aluminium-Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden.

  • Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    La construction des premiers murs de soutènement près de l’actuelle plate-forme de la cathédrale a commencé dès le 14e siècle. Entre 1479 et 1531, les murs ont été agrandis et ont pris leur aspect actuel. Les derniers travaux de rénovation importants ont eu lieu à la fin des années 1980. Aujourd’hui, le mur de soutènement de trente mètres de haut présente des dommages à différents endroits en raison des intempéries et doit donc être rénové. Les travaux de rénovation seront réalisés en plusieurs étapes jusqu’en 2026.

    Nettoyage et application de mortier
    Début février, les travaux d’assainissement commenceront par la mise en place de l’échafaudage à l’angle est du mur de soutènement. Les interventions sur la maçonnerie seront plus ou moins profondes : Certaines surfaces de mur plus importantes devront simplement être nettoyées et débarrassées de la végétation. Sur d’autres parties du mur, il sera nécessaire d’appliquer du mortier ou de combler les fissures et les joints. La structure d’origine est conservée dans la mesure du possible. Dans le cadre de la rénovation, Energie Wasser Bern (ewb) remplace l’éclairage existant sur le mur par des projecteurs à LED plus économiques. Tous les travaux de rénovation ont été planifiés en collaboration avec le service de conservation des monuments historiques.

    Laplate-forme reste ouverte
    La plate-forme reste ouverte pendant les travaux de rénovation. Les zones de travaux respectives seront fermées au public par des barrières. Dans la Badgasse, qui se trouve au pied du mur, une partie des places de stationnement doit être temporairement supprimée pour permettre la mise en place des échafaudages et des installations de chantier. Des places de stationnement de remplacement seront mises à disposition. Cependant, en raison de l’étroitesse de l’espace dans la Matte, seule une partie des places de stationnement pourra être remplacée.

    Conservation d’un monument historique
    L’assainissement des murs de soutènement permettra de conserver la plate-forme de la cathédrale en tant que monument historique marquant la vieille ville de Berne et de garantir la sécurité. Le Conseil de ville a approuvé en mars 2022 un crédit de construction de 3,32 millions de francs pour l’assainissement.

  • Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Das Geschäftshaus mit den beiden Gebäuden Aeschenvorstadt und Brunngässlein wurde in den 70er-Jahren gebaut, wobei die Aeschenvorstadt bereits vor zehn Jahren saniert wurde. Als Gebäudekomplex bilden die beiden Häuser den Hauptsitz der Basler Kantonalbank mit Büros und Kundenfiliale sowie Private-Banking-Abteilung, die im Zuge der Brunngässlein-Sanierung in die Aeschenvorstadt umgezogen ist (vgl. Box).

    Minergie-Höchstwert erstmals umgesetzt 
    Mit der Sanierung des Brunngässleins hat die Basler Kantonalbank ein erstes Mal ihr Vorhaben umgesetzt, ihre Immobilien nach und nach gemäss dem Minergie-P-Standard zu sanieren. Um die Anforderungen des für Bestandsimmobilien höchsten Standards zu erfüllen, wurde die gesamte Gebäudetechnik (HLKS/E Heizung-Lüftung-Klima, Sanitär und Elektro) zurück- und neu aufgebaut, wodurch der Energiebedarf für Heizung und Kühlung um rund 50% gesenkt werden kann. Auf dem Flachdach und dem die beiden Gebäude verbindenden Turm wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage installiert sowie das Dach und der Innenhof nach den Auflagen der Stadt Basel begrünt. Eine besondere Bedeutung kam bei der Sanierung der strassenseitig ausgerichteten Fassade zu, die statisch und bezüglich Erdbebensicherheit nicht mehr den Vorschriften entsprach. Um diese zu erfüllen, wurde die alte Fassade vom Gebäude entkoppelt, das Gebäude neu gestützt und eine vorgehängte energieeffiziente Gebäudehülle realisiert.

    Fassade schafft architektonische Einheit
    Prägendes Element der neuen Fassade ist die Rasterung, die sich an das vordere Gebäude anlehnt. Die verglasten Lamellen der Aeschenvorstadt werden mit 30 cm langen schwertähnlichen Lamellen von Mint Architecture neu interpretiert. Sie dienen den Innenräumen des Brunngässleins als Sonnen- und Blendenschutz und bestehen aus eloxiertem Aluminium, dessen Wirkung und Anmutung sich je nach Lichteinfall ändert. «Die Fassade spielt in der Identifikation eines Gebäudes eine zentrale Rolle», sagt Gesamtprojektleiterin Sonja Haag-Walthert von Mint Architecture. «Beim Brunngässlein ist es uns gelungen, durch die Rasterung der neuen Gebäudehülle die Firmenidentität neu zu interpretieren und aus dem Bestand heraus weiterzuentwickeln.»

    Moderne Arbeitsumgebung unterstützt hybrides Arbeiten
    Basierend auf den ökologischen Verbesserungen bezüglich Beschattung, Beleuchtung und Raumklima wurde das Brunngässlein in eine innovative und kollaborative Arbeitswelt nach dem tätigkeitsorientierten Activity-Based-Working-Ansatz umgebaut. Neu integrierte Typologien bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit von Begegnung, Austausch und Rückzug und bilden die Voraussetzung, um New Work zu leben und zu erleben.

    Die sieben Geschosse sind einheitlich als Open Space mit jeweils fensterseitig frei wählbaren Arbeitsplätzen konzipiert. Sie werden mittig durch eine Begegnungszone mit Teeküche, Sitzungszimmer und Besprechungsmöglichkeiten unterteilt, die jeweils beidseitig zugänglich sind. Das durch die grosszügigen Fensterfronten und die verglasten Sitzungszimmer helle Ambiente kombiniert mit starken Schwarz-Weiss- Kombinationen widerspiegeln die Corporate Identity der Basler Kantonalbank. Die Aussenseiten von Teeküche und Sitzungszimmer sind mit Holz und sichtbaren verchromten Leitungen umrahmt und auf jedem Stockwerk wurde eine dominierende zweite Wandfarbe eingesetzt. Die strassenseitig angebrachten Vorhänge unterstützen die Akustik, schützen vor Lichteinfall und tragen zusätzlich zu einem Ambiente bei, in dem sich die Mitarbeitenden aufgehoben fühlen und angeregt werden.

    Bauen im Bestand: im Einklang von Nachhaltigkeit, Design und Nutzung
    Mint Architecture setzte sich im Wettbewerb um die Sanierung des Brunngässleins mit ihrem gesamtheitlichen Ansatz durch. Das Büro zeichnete bei Architektur- und Workplaceprojekt für die Entwürfe und Konzepte sowie die Ausführungsplanung verantwortlich. Nach rund zweijähriger Bauzeit setzt das kernsanierte Brunngässlein für die Basler Kantonalbank bezüglich Nachhaltigkeit einen neuen Standard und bietet den Mitarbeitenden eine moderne Arbeitsumgebung für hybrides Arbeiten.

  • Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» sieht die Schaffung eines modernen und attraktiven Kunstmuseums vor. Gleichzeitig sollen die Hodlerstrasse sowie der Bären- und der Waisenhausplatz aufgewertet werden. Damit wird nicht nur der Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung gesetzt – auch die gesamte Obere Alt-
    stadt soll in neuem Glanz erstrahlen. Die Stiftung Kunstmuseum Bern arbeitet hierfür eng mit der Stadtregierung zusammen.

    Hier entsteht der Neubau des Kunstmuseums Bern.

    Der Stiftungsrat der Dachstiftung Kunstmuseum Bern -Zentrum Paul Klee hat beschlossen, den Atelier-5-Anbau aus den 1980er-Jahren aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen abzubrechen und einen Ersatzneubau mit einem Kostendach von 80 Millionen Franken plus 10 Mio. Franken Risikoabdeckung zu realisieren. Darüber hinaus hat der Gemeinderat entschieden, das Gebäude an der Hodlerstrasse 6 dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zu übergeben. So ist eine neue städtebauliche Einbettung möglich. Damit können die Ausstellungsflächen aufgewertet und massvoll erweitert werden. Zudem ist die Schaffung neuer Räume für die Kunstvermittlung vorgesehen. Der Eingangsbereich aus Richtung Stadt sowie ein gastronomisches Angebot mit Multifunktionsflächen sind ebenfalls projektiert. Für die Umsetzung dieser Pläne sind Parlaments- sowie Volksentscheide Voraussetzung.

    Im Juli wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für den Ersatzneubau gestartet. Geplant ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Der Abschluss des Wettbewerbs ist auf Anfang 2024 vorgesehen. Zwischen 2027 und 2030 soll die Realisierung erfolgen – diese ist auf die Bedürfnisse der Kantonspolizei abgestimmt: Bis zu ihrem Umzug nach Niederwangen hat die Kantonspolizei ihren Sitz im Gebäude an der Hodlerstrasse 6.

    Der Kanton Bern soll nur mit den ohnehin für die Sanierung anfallenden Kosten in Höhe von 40 Millionen Franken belastet werden. Kunstmäzen Hansjörg Wyss hat mindestens 20 Millionen Franken zugesichert sowie weitere 5 Millionen, wenn sich andere Private mit insgesamt 7,5 Millionen beteiligen. Der restliche Betrag soll durch Beiträge von Stiftungen und der Wirtschaft gedeckt werden.

    Die Aufwertung des Bären- und des Waisenhausplatzes durch die Stadt Bern sieht auch in Zukunft eine breite Nutzung mit Aufenthalts- und Gastronomieflächen sowie Platz für Veranstaltungen und Märkte vor. Geplant ist die grossflächige Pflasterung des Platzes. Ausserdem sollen Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas getroffen werden.
    Für die Hodlerstrasse sieht der Gemeinderat eine eine flexible Verkehrslösung vor. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig tagsüber nur noch Zubringerdienst gestattet sein.

    Sieben Millionen Franken Sanierungs-kredit für Zentrum Paul Klee
    Der Neubau bietet auch dem Zentrum Paul Klee (ZPK) Entwicklungschancen: So entsteht an der Hodlerstrasse 6 Raum für die ortsungebundene Administration sowie ein Servicecenter. Der ZPK wurde 2005 eröffnet und gilt als eines der Wahrzeichen der Bundesstadt. Für die wellenartige Konstruktion aus Glas und Stahl zeichnet der italienische Architekt Renzo Piano verantwortlich.

    Der Architekt wollte ein Wechselspiel zwischen Begegnung, Erholung und Vergnügen schaffen. Deshalb entschied er sich für Aufteilung des Zentrums auf die drei Hügel. So dient der nördliche Hügel der praktischen Kunstvermittlung sowie der Musik, den Konferenzen und den Werkstätten. Im mittleren Hügel befinden sich die Ausstellungsräume für Sammlungspräsentationen und Wechselausstellungen, während der südliche Hügel die Forschung und Verwaltung beherbergt.

    110 Millionen Franken kostete der Bau damals. Dieser wurde von der Maurice E. and Martha Müller Foundation privat finanziert. Das mittlerweile 17 Jahre alte Bauwerk hat nun aber Instandsetzungsbedarf. Vor allem bei der Gebäude- und Sicherheitstechnik sind Erneuerungen erforderlich. Im Juni 2022 bewilligte der Grosse Rat den beantragten Sanierungskredit von sieben Millionen Franken. Ausserdem wurde entschieden, dass das ZPK weiterhin die jährliche Subvention von 600’000 Franken erhält. Damit soll das Museum für die Zukunft gestärkt werden. Dafür werden mit dem nächsten Leistungsvertrag die jährlichen Betriebsbeiträge des Kantons um die Summe gekürzt, die das ZPK mit den geplanten Optimierungen im Energiebereich einsparen kann.

    Die Arbeiten werden der Dringlichkeit entsprechend zwischen 2022 und 2026 ausgeführt. Das ZPK bleibt dank dieser Etappierung der Arbeiten während der gesamten Zeit ohne wesentliche Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich, wie das Zentrum Paul Klee auf Anfrage bekannt gab.

    Das Kunstmuseum wird bis 2030 fit für die Zukunft gemacht.
  • «Zukunft Bahnhof Bern» schreitettrotz Verzögerungen voran

    «Zukunft Bahnhof Bern» schreitet
    trotz Verzögerungen voran

    Der Kanton und die Stadt Bern, der Bund, die SBB und der RBS spannen zusammen und haben gemeinsam das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) geplant. Das Gesamtprojekt ist in verschiedene Teilbereiche gegliedert:

    • Die SBB sind für den Bau der neuen unterirdischen Passage «Unterführung Mitte» verantwortlich. Die Arbeiten hierzu laufen seit dem Jahr 2017. Die neue Unterführung wird von der bestehenden Unterführung, dem Bubenbergplatz und von der Länggasse her zugänglich sein.
    • Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut einen neuen RBS-Bahnhof unterhalb des SBB-Bahnhofs.
    • SBB Immobilien baut das Bubenbergzentrum 10-12 neu.
    • Die Stadt Bern trifft abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs Massnahmen, um den Verkehr im Bahnhofumfeld neu zu organisieren und zu gestalten. Dazu gehört auch eine Verlängerung der neuen «Unterführung Mitte» vom neuen Bahnhofzugang Bubenberg direkt zum Hirschengraben.

    Mit diesem Grossprojekt verbessert der Kanton Bern seine Erreichbarkeit und fördert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Reisende profitieren künftig von mehr Platz und kürzeren Wegen innerhalb des Bahnhofs, in die Stadt und zu den Trams und Bussen. Die Publikumsanlagen im Bahnhof Bern werden so ausgebaut, dass sie der Entwicklung der Reisendenzahlen in Zukunft gerecht werden. «Vor Baustart 2016 gab es täglich ungefähr 270’000 Ein- und Aussteigende pro Tag im Bahnhof Bern. Anfang 2020 waren es bereits 320’000 und die Prognosen sprechen von rund 375’000 Ein- und Aussteigenden ab 2030. Entsprechend ist der Ausbau konzipiert», erklärt Angela Disch, Gesamtprojektleiterin SBB Infrastruktur.

    Der Umbau sei eine «Operation am offenen Herzen», sagt Disch und führt aus: «Schliesslich bauen wir unter anderem direkt unterhalb der befahrenen Gleise eine komplett neue Personenunterführung – und darunter entsteht auch noch der neue RBS-Bahnhof.» Eine der grössten He-rausforderungen sei es, die Bedürfnisse der verschiedenen Bauherrinnen und der Reisenden aufeinander abzustimmen. Ausserdem brauche es viel Rücksicht auf die Anwohnenden. «Nicht zuletzt sind in diesem urbanen Raum Flächen für Logistik, Maschinen und Baumaterial Mangelware», sagt Disch.

    Für «Zukunft Bahnhof Bern» wird mit Investitionen von gut einer Milliarde Franken gerechnet. Davon fallen rund 730 Millionen auf den RBS-Bahnhof. Das Projekt der SBB ist mit 375 Millionen budgetiert, und die Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern sollen mit maximal 112 Millionen Franken zu Buche schlagen – die Stadtberner Stimmberechtigten haben den entsprechenden Kredit im März 2021 genehmigt. Die Kosten werden anteilsmässig vom Bund, dem Kanton Bern sowie der Stadt Bern getragen.

    Während sich die Bauarbeiten am RBS-Bahnhof verzögern, laufen die Arbeiten der SBB nach Plan. Allerdings wirken sich die Verzögerungen der Bauarbeiten des RBS-Bahnhofs auf den Ausbau der Publikumsanlagen aus. Statisch sind die Projekte der RBS und der SBB voneinander abhängig, da der RBS unterhalb der SBB-Baustelle und der bestehenden Perronhalle baut. Die SBB können die Ausbauarbeiten zur neuen Unterführung somit erst 2023 weiterführen, wenn der RBS Teile der Kaverne Nord (eine der beiden unterirdischen Hallen des neuen RBS-Bahnhofs) so weit gebaut hat, dass sie belastbar genug sind. Aus diesem Grund dürften die SBB ihre Ausbauten nach heutigem Stand ab April 2028 in Betrieb nehmen – rund ein Jahr später, als ursprünglich geplant.

    Nach Plan kann das Bubenbergzentrum 10-12 gebaut werden. Die Bauarbeiten starteten im März 2022 (siehe S. 40). Seit dem Jahr 2019 abgeschlossen sind der Bau des Zugangsstollens auf der Grossen Schanze sowie die Perronverlängerung. Ausserdem wurden die Perrons der Gleise 12/13 und 9/10 für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erhöht. Bis März 2023 werden Mikropfahlarbeiten an den Gleisen 1-8 vorgenommen, bevor die Unterführung weiter Richtung Süden ausgebaut werden kann.

    Auch der RBS-Bahnhof vermeldet trotz der Verzögerung Fortschritte: Bei der Kaverne Nord laufen die Ausbrucharbeiten auf der zweiten von vier Ebenen. Mit der definitiven Gewölbesicherung wurde zudem bereits begonnen. Währenddessen wird in der Südkaverne die Logistikkaverne fertiggestellt. Im Januar dieses Jahres konnten die Ausbrucharbeiten für den unteren Tunnelquerschnitt im Raum Hirschenpark/Eilgut abgeschlossen und mit den Betonierarbeiten für das Tunnelgewölbe begonnen werden. Rund 20 Meter unter den Abstellgleisen von SBB und BLS – im Untergrund des Eilguts – stehen die Aushubarbeiten kurz vor dem Abschluss. Hier sollen bis im Sommer 2022 die Bodenplatten eingebaut werden, auf denen später die Gleise für die RBS-Züge verlegt werden.

    Beim städtischen Projekt (Verkehrsmassnahmen Stadt Bern) liegt seit Februar 2022 die Vorprüfung vor, welche durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) durchgeführt wurde. Der Gemeinderat der Stadt Bern hat aufgrund der Ergebnisse anschliessend entschieden, ein gartendenkmalpflegerisches sowie ein Baumgutachten für die geplante Umgestaltung des Hirschengrabens in Auftrag zu geben. Ein archäologisches Gutachten soll zudem die genaue Situation der Tränke unter dem Hirschengraben eruieren. Diese Zusatzabklärungen sorgen für eine Verzögerung bei der öffentlichen Auflage des Projekts, die nun Ende 2022 / Anfang 2023 erfolgen dürfte. Die Bauarbeiten kann die Stadt Bern somit frühestens 2024 aufnehmen.

    Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Bern war von Anfang an gestaffelt vorgesehen. Das Credo lautet: Was fertig ist, wird in Betrieb genommen. So wird sichergestellt, dass die Öffentlichkeit schnellstmöglich vom neuen Bahnhof profitieren kann. Eine grosse Eröffnung ist also nicht geplant.


  • Badefans kaufen Thermalbad Zum Raben in Baden

    Badefans kaufen Thermalbad Zum Raben in Baden

    Die Realisierung des vom Verein Bagni Popolari geplanten Kultur-Thermalbads Bad zum Raben rückt laut Medienmitteilung näher. Für den Kauf des leerstehenden Thermalbads am Badener Kurplatz wurden bereits Käuferinnen und Käufer für über 600 Genossenschaftsanteile zu je 1299 Franken gefunden. Die Suche nach weiteren Genossenschaftern für das künftige Kultur- und Gesellschaftsbad geht weiter, denn nach erster Schätzung des Umbaus und Sanierungsbedarfs ergibt sich ein Investitionsvolumen von zirka 1,3 Millionen Franken..

    Nur knapp sechs Wochen habe es gedauert, um die benötigten 780’000 Franken zu sammeln, heisst es in der Mitteilung des Vereins. Mit diesem Eigenkapital kann die Genossenschaft Liegenschaft Bad zum Raben nun das Badegeschoss des ehemaligen Badegasthofs Zum Raben kaufen.

    Der Verein sei „überglücklich, dass sich in so kurzer Zeit so viele Leute als Raben-Genossenschafter:innen angemeldet haben“, wird Andreas Rudow, Co-Präsident der Genossenschaft, zitiert. „Das ist ein starkes Zeichen, dass sich viele Menschen und Organisationen ein gemeinschaftliches Kultur-Thermalbad wünschen. Und es stimmt uns zuversichtlich, dass wir auch die nächste, schwierigere Hürde gemeinsam überwinden können: die Finanzierung des anstehenden Umbaus.“

    Damit das ungenutzte Thermalbad wieder dauerhaft mit naturbelassenem Thermalwasser und mit Kunst gefüllt werden kann, braucht es bauliche Anpassungen und umfangreiche Investitionen in die neue Bädertechnik. Bis 2025 soll ein gemeinnütziges Kultur- und Gesellschaftsbad mit vier Thermalbecken entstehen.

    Das Bad zum Raben kann am Samstag, 20. August, von 13 bis 17 Uhr besichtigt und bebadet werden. Zu sehen gibt es die Räumlichkeiten und das künftige Raumkonzept. Ebenso am Samstag, 3. September, zum gleichen Zeitraum.

  • Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» soll Bern ein modernes und attraktives Kunstmuseum erhalten. Die darauf abgestimmten Projekte der Stadt Bern zur Neugestaltung der Hodlerstrasse und zur Aufwertung des Bären- und Waisenhausplatzes bieten die Chance, den Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung zu setzen und damit der gesamten Oberen Altstadt zu neuer Anziehungskraft zu verhelfen. 

    Der nun startende Architekturwettbewerb für die Museumserneuerung fusst auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern», das 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die wesentlichen Elemente sind das Gebäudeensemble mit dem Stettlerbau (als Hauptgebäude), einem Ersatzneubau (für den Atelier 5-Bau) und dem Gebäude Hodlerstrasse 6 (heute von der Kantonspolizei genutzt) sowie die Aufwertung der Hodlerstrasse mit neuem Verkehrsregime und Verschiebung der Ausfahrt des Metro-Parking. Ein Neubau anstelle der aufwändigen und ökologisch nicht sinnvollen Sanierung des Ateliers 5-Baus stellt die beste Lösung dar – diese neue Perspektive hatte eine Machbarkeitsstudie 2018 nach drei gescheiterten Projekten eröffnet. Das erneuerte Gebäudeensemble ermöglicht dank effizientem und ressourcenschonendem Betrieb eine Vergrösserung der Fläche für die Kultur bei stabilen Bewirtschaftungskosten. 

     
    Internationaler Wettbewerb 
    Der Architekturwettbewerb wird nach den Regeln des schweizerischen Ingenieur- und Architekturvereins SIA durchgeführt; vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Davon verspricht sich das Preisgericht ein vielfältiges internationales Teilnehmer:innenfeld, das neben etablierten Büros auch Nachwuchsteams umfasst.
     
    In der Präqualifikation weisen die interessierten Architekt:innenteams ihre Eignung für die Aufgabe nach. Gestützt darauf wählt das Preisgericht die bestgeeigneten Büros für den eigentlichen Projektwettbewerb aus. Diese setzen sich zunächst mit dem Städtebau auseinander, zeigen einen Ansatz für den architektonischen Ausdruck auf und erbringen den Nachweis der Grobfunktionalität (Stufe 1). Die am besten geeigneten Beiträge werden anschliessend weiterbearbeitet und präzisiert (Stufe 2). Am Schluss erfolgt die Wahl des Siegerprojektes. 


    Expertise und regionale Verankerung 
    Das Preisgericht setzt sich aus Fachexpert:innen zusammen, die in verschiedenen Städten im In- und Ausland Erfahrungen in der Konzeption von Neubauten in einem sensiblen historischen Umfeld und in den Bereichen Nachhaltigkeit und Stadtklima gesammelt haben. Dieses Wissen soll für Bern nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig ist die Jury regional verankert: Die Vertreter:innen der städtischen und kantonalen Politik sowie des Kunstmuseums kennen die lokalspezifischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten und bringen damit eine zusätzliche Sicht ein. 

    «Es freut mich sehr, dass die Grundlagen geschaffen wurden, um für das Projekt ‹Zukunft Kunstmuseum Bern› die nächste Stufe, den Architekturwettbewerb, starten zu können. Der Kanton Bern ist in der Wettbewerbsjury mit zwei politischen Vertretern und zwei Vertretern aus dem Stiftungsrat der Dachstiftung sehr gut vertreten. Die ausgewogene Zusammenstellung der Jury gewährleistet die für ein Bauprojekt dieser Grössenordnung und Relevanz notwendige fachliche und politische Begleitung», sagt Christine Häsler, Regierungspräsidentin Kanton Bern. 

    Präsidiert wird das Gremium von Thomas Hasler, ordentlicher Professor am Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien und geschäftsführender Partner des Büros Staufer & Hasler Architekten in Frauenfeld (CH). 2015 wurde das Büro für seine Arbeiten mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet. Als Fachexperte und Jurymitglied hat Thomas Hasler bereits zahlreiche Architekturwettbewerbe, Studienaufträge und Testplanungen begleitet. 

    «Mit dem zweistufigen Verfahren wollen wir sowohl arrivierte Architekturbüros wie auch junge Teams ansprechen», so Thomas Hasler, «Mit dem grösseren Betrachtungsperimeter bis hin zum Waisenhausplatz wollen wir eine dem UNESCO-Welterbestatus ensprechende Einbettung des Bauprojekts in den Stadtraum sicherstellen.» 


    Fokus auf Nachhaltigkeit 
    Die Museumserneuerung soll in allen Dimensionen in Einklang mit den Nachhaltigkeitsstrategien von Kanton und Stadt Bern stehen und deren Ziele erreichen. Ein ausführlicher Kriterienkatalog mit allen relevanten Aspekten der Nachhaltigkeit dient als Richtschnur für die Jury und fliesst in den Wettbewerb ein. 

    Damit diese Zielvorgaben eingehalten werden, ist an verschiedenen Stellen anzusetzen: Gebäudeform, Energieversorgung, Baustoffe, Klima- und Lichttechnik. Mit Blick auf den geplanten Abriss des Atelier 5-Baus wird zu prüfen sein, ob Strukturen stehen gelassen werden können und sich damit graue Energie sparen lässt. 

    Für Jonathan Gimmel, Präsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee ist klar: «Der Wettbewerb soll architektonische Antworten liefern auf die drängenden Fragen der Zeit: Kunst und Begegnung in Einklang mit Klimaschutz und Energieeffizienz.» 

     
    Gründe für neues Museum 
    Mit der geplanten Erneuerung soll das Kunstmuseum Bern besucher:innenfreundliche Ausstellungs- und Depoträume nach modernen Standards erhalten, sich zur Stadt und zum Aarehang öffnen und einem erweiterten und diverseren Publikum neue Kunsterlebnisse bieten. Museen stehen im Konkurrenzkampf um attraktive Leihgaben und die Aufmerksamkeit der Besucher:innen. Zürich, Basel und Lausanne haben mit attraktiven Neubauten grosse Investitionen getätigt. Bern kann ohne Verbesserung der Infrastruktur mit diesen Städten nicht mehr konkurrieren. 

    «Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Kunstmuseum der Zukunft freuen, das durch offene und lichte Räumlichkeiten neue Kunsterlebnisse ermöglichen wird», sagt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. 


    Gemeinderat genehmigt Baurechtsvertrag 
    Um die geplante Erneuerung des Museums zu ermöglichen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern an seiner Sitzung vom 29. Juni einen Baurechtsvertrag verabschiedet, der die kostenlose Abgabe des Gebäudeteils Hodlerstrasse 6 an die Stiftung Kunstmuseum Bern regelt. Die Liegenschaft spielt beim Erneuerungsprojekt eine Schlüsselrolle: Das Kunstmuseum erhält in direkter Nachbarschaft ein Gebäude für die Administration und muss so im geplanten Ersatzneubau keine neuen teuren Büroflächen bauen. 

    Deshalb soll nun die Hodlerstrasse 6 betrieblich aus der bestehenden Gebäudegruppe – heute durch die Kantonspolizei genutzt und im Inventar der städtischen Denkmalpflege als schützenswert eingestuft – abgetrennt und in den künftigen Museumskomplex integriert werden. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Eckwerte des Projektwettbewerbs inklusive Aufwertung der Hodlerstrasse genehmigt. Dem Baurechtsvertrag muss noch der Stadtrat zustimmen, der sich voraussichtlich im Herbst mit dem Geschäft befasst. 

    Der Start der ersten Stufe des Projektwettbewerbs ist im Frühjahr 2023 vorgesehen. Aufgrund des teilweise schlechten baulichen Zustands der Gebäude ist eine möglichst frühzeitige Realisierung zwingend. Im Sinne einer Optimierung des Gesamtzeitbedarfs erfolgt die Präqualifikation parallel zum Stadtratsgeschäft. Der Aufwand der Teams für die Präqualifikation ist verhältnismässig gering. Die Hauptarbeiten werden somit erst nach dem Stadtratsbeschluss anfallen. 

     
    Aufwertung der Hodlerstrasse 
    Die Hodlerstrasse erhält nach den Vorstellungen der Stadt ein völlig neues Gesicht durch eine Pflästerung und Begrünung mit einer Baumreihe. Dank reduzierter Strassenfläche und Verschiebung der Metro-Parking-Ausfahrt können sich das Kunstmuseum und der Progr bzw. der Gastrobetrieb Turnhalle nach aussen öffnen. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig nur noch Zubringerdienst gestattet sein für Anlieferungen, Notfalldienste und die Strassenreinigung. Die Stadt Bern erarbeitet das Detailprojekt zusammen mit dem Kunstmuseum, dem Metro-Parking, den Anrainer:innen und den Wirtschaftsverbänden. 

    Die von der Stadt parallel zur Museumserneuerung verfolgten und aufeinander abgestimmten Projekte zur Aufwertung der Hodlerstrasse und zur Neugestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes ermöglichen die gesamtheitliche Aufwertung eines zentralen, für die Innenstadt wichtigen Perimeters. Entsprechend fliesst das Ziel einer aufgewerteten Hodlerstrasse in den Projektwettbewerb für den Neubau Kunstmuseum ein. 

     
    Partnerschaftliche Finanzierung 
    Die Finanzierung der Museumserneuerung soll durch die öffentliche Hand, private Sponsor:innen und die Wirtschaft erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Mio. Franken (plus 10. Mio. Franken Risikoabdeckung). Laut Finanzierungsplan wird der Kanton Bern für den Neubau nur in der Höhe der ohnehin für die Sanierung des Atelier 5-Baus anfallenden Kosten belastet, also mit 40 Mio. Franken. Mäzen Hansjörg Wyss trägt mit seinem grosszügigen Engagement 25 Mio. zum Projekt bei: 20 Mio. für den Neubau und 5 Mio. für die Neugestaltung der Hodlerstrasse. Weitere 5 Mio. leistet er unter der Bedingung, dass für die Erneuerung des Museums weitere Privatmittel in der 
    Höhe von mindestens 7,5 Mio. zusammenkommen. 

    Insgesamt rechnet der Finanzierungsplan mit Beiträgen von Privaten, Stiftungen und der Wirtschaft in der Höhe von 15 Mio. Franken. Die Vorgespräche mit privaten Sponsor:innen laufen gut. Die eigentlichen Verhandlungen mit den möglichen Geldgeber:innen (Stiftungen, Burgergemeinde Bern etc.) können erst nach Abschluss des Wettbewerbs stattfinden, wenn das definitive Projekt vorliegt. Zusagen gibt es bereits von Einzelpersonen. Noch in Abklärung sind die Kosten für die Neugestaltung der Hodlerstrasse und die Verlegung der Ausfahrt des Metro-Parking. Dazu werden nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses Aussagen möglich sein. 

     
    Vertrag mit Hansjörg Wyss unterzeichnet 
    Der Vertrag zwischen der Wyss Foundation und der Stiftung Kunstmuseum Bern wurde im April 2022 unterzeichnet. Hansjörg Wyss ist vom Projekt für die Erweiterung des Kunstmuseums ebenso überzeugt wie von der geplanten Neugestaltung der Hodlerstrasse: «Mit der Aufwertung der Hodlerstrasse sind wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Architekturwettbewerb geschaffen worden. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zeitgemässen Weiterentwicklung des Kunstmuseums Bern leisten kann.» Wyss will sich als Mitglied des Sachpreisgerichts weiterhin für eine ambitionierte Berner Lösung engagieren. 

    Der Vertrag der Wyss Foundation mit der Stiftung Kunstmuseum Bern basiert auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern» von 2021, das partnerschaftlich entwickelt wurde. Dabei übernehmen die jeweiligen Bauträger bestimmte Kosten: Die Stiftung Kunstmuseum Bern finanziert mit einem kantonalen Beitrag und der Unterstützung von Mäzen Wyss die Museumsbauten.Die Stadt übernimmt die Kosten für die öffentlichen Plätze und Strassen. Ausnahme bildet die Hodlerstrasse 6, welche die Stadt als Mitstifterin dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zur Nutzung übergibt. Für die Kosten zur Anpassung des Metro-Parking bzw. die Aufwertung der Hodlerstrasse entschädigt das Kunstmuseum die Stadt Bern über einen öffentlichen Infrastrukturvertrag. Realisierbar ist das Projekt nur, wenn alle Partner ihre Beiträge leisten. 

     
    Synergien dank gleichzeitiger Sanierung des Stettlerbaus 
    Unabhängig vom Neubauprojekt ist die Sanierung des Stettlerbaus nötig. Die Abklärungen zur Vorbereitung des Projektwettbewerbs haben aber gezeigt, dass bei einer gleichzeitigen Sanierung des Stettlerbaus die grössten Synergien zu erwarten sind und die Belastungen für die Anrainer:innen am geringsten ausfallen. 

    Die bisherige Kostenschätzung für die Sanierung beruhte auf einer Zustandsanalyse und Investitionskostenrechnung aus dem Jahre 2012. Seither hat der Unterhaltsstau weiter zugenommen, da viele der damals vorgesehenen Massnahmen nicht ausgeführt wurden. Die integrale Sanierung des Stettlerbaus zeitgleich mit dem Neubau ermöglicht, nachhaltige Mehrwerte zu schaffen. Damit das letztmals 1999 sanierte Gebäude auch energetisch auf dem neuesten Stand ist und wieder eine möglichst lange und ungestörte Betriebsdauer möglich wird, sind umfassendere Eingriffe nötig. Dadurch müssen die 2012 tiefer geschätzten Sanierungskosten auf 18,5 Mio. Franken angepasst werden. Der Kanton Bern ermöglicht gemäss Kulturfördergesetz den Erhalt und die Entwicklung bedeutender Kulturinstitutionen, dies beinhaltet auch den Unterhalt der Immobilien des Kunstmuseums Bern. 

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax hat die Arbeiten zur Elektroinstallation am neuen Produktionsstandort der Traditionsfirma Confiserie Speck beendet. Die Confiserie bleibt in Zug, zügelt aber ins Göbli-Areal. Dort werde es in Zukunft über 3000 neue Arbeitsplätze geben, was das Gebiet sehr attraktiv mache, wird der Confiserie-Inhaber Peter Speck in einer Medienmitteilung von Jaisli-Xamax zitiert. In einem dort veröffentlichten Kurz-Interview hebt Speck die Besonderheiten der von der Dietiker Firma eingebrachten Elektroinstallation hervor. „Wir wollten den Prozess in der Produktion optimieren und möglichst nachhaltig gestalten. Dies gelingt uns dank der Zusammenarbeit mit dem Multi-Energy-Hub, welcher lokale Energiequellen zu einem CO2-neutralen Gesamtenergiesystem mit maximalem Eigenversorgungsgrad kombiniert“, wird Peter Speck zitiert.

    Zudem wolle man Besucherinnen und Besuchern das Handwerk in der Confiserie näherbringen. Das gelinge durch Einsicht in die gut ausgeleuchtete Produktionshalle, die auch „Aquarium“ genannt werde.

    Der neue Standort der Confiserie Speck ist mehr als nur eine Produktionshalle. Neben der Backstube befinden sich am neuen Standort auch Büroräumlichkeiten, Wohnungen, ein Café sowie ein Verkaufsladen.

    Der Elektrobauer Jaisli-Xamax aus Dietikon hat erst 2021 eine neue Zweigniederlassung in Zug in Betrieb genommen. Damit ist das seit über 50 Jahren im gesamten Elektrobereich tätige und auf innovative Lösungen spezialisierte Unternehmen neben dem Hauptsitz in Dietikon auch in Basel, Bern und in Zug präsent. Die Jaisli-Xamax AG beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeitende.

  • Die Glattalbahn wird länger

    Die Glattalbahn wird länger

    Das Verkehrssystem in der Region Kloten stösst an seine Grenzen. Zunehmende Staustunden und starke Belastungen durch Lärm und Luftverschmutzung sind die Folgen davon. Eine Chance für Besserung verspricht die Glattalbahn-Verlängerung Kloten, die neben der Verlängerung der Tramlinie zwischen dem Flughafen und dem Entwicklungsgebiet Steinacker in Kloten zwei weitere Teilprojekte umfasst: Eine Velohauptverbindung mit separatem Fussweg sowie den Hochwasserschutz für Kloten und für den Flughafen. Die räumliche Nähe und die Abhängigkeiten dieser Teilprojekte erfordern eine gemeinsame Projektierung und Bauausführung. Damit kann der Kanton Zürich drei Herausforderungen in einem Projekt wirkungsvoll und nachhaltig meistern sowie Synergien optimal nutzen.

    Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) reichte am 16. Juli 2020 beim Bundesamt für Verkehr (BAV) das Gesuch für die Erteilung der Infrastrukturkonzession ein. Im Verfahren wurde geprüft, ob ein öffentliches Interesse am Bau und Betrieb der neuen Tramverbindung besteht und keine wesentlichen öffentlichen Interessen – beispielsweise des Umweltschutzes oder des Natur- und Heimatschutzes – der Konzessionserteilung entgegenstehen. Der Bundesrat hat das Gesuch geprüft und entschieden, der VBG die Konzession zu erteilen. Dieser Entscheid kann nicht angefochten werden. Möglichkeiten für Einsprachen bestehen zu einem späteren Zeitpunkt während der öffentlichen Planauflage.

    Derzeit erarbeitet die VBG das Bauprojekt, das die Grundlage für die kantonale Kreditbewilligung bildet. Der Entscheid des Kantonsrates wird 2024 erwartet. Dieser unterliegt dem fakultativen Referendum. Das Projekt wurde im Rahmen der Agglomerationsprogramme der 4. Generation im Juni 2021 beim Bund eingereicht. Dieser entscheidet über eine Mitfinanzierung voraussichtlich bis Ende 2023. Das Bewilligungsverfahren (Plangenehmigungsverfahren nach Eisenbahngesetz) wird voraussichtlich parallel dazu ab 2023 laufen. Aktuell wird von einem Baustart im Jahr 2026 ausgegangen, dies unter der Voraussetzung einer rechtskräftigen Plangenehmigung und der gesicherten Finanzierung durch den Kanton und den Bund. Die Bauarbeiten werden rund vier Jahre dauern.

    Die Glattalbahn hat Grosses vor.
  • Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Der Flughafen Zürich hat das Projekt namens Raumfachwerk zum Sieger seines Wettbewerbs für den Bau des neuen Flughafenterminals Dock A mit Tower und Dockwurzel gekürt. Es setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch und soll das bestehende und in die Jahre gekommene Dock A ersetzen.

    Ab 2030 soll damit laut einer Mitteilung des Flughafens Zürich „das wohl bisher grösste hauptsächlich aus Holz hergestellte Flughafendock gebaut werden“, und zwar bei laufendem Betrieb neben dem bestehenden Dock A. Die Investitionen werden auf rund 700 Millionen Franken geschätzt.

    Das Planungsteam für dieses Projekt wird von dem renommierten Architekten Bjarke Ingels geleitet. Nebst seinem in Kopenhagen und New York ansässigen Architekturbüro BIG ist auch die grösste Architektur- und Ingenieursfirma der USA, HOK, beteiligt sowie das Zürcher Architekturbüro 10:8. Es zeichnete etwa für den Umbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon verantwortlich. Die im Flughafenbau erfahrene Londoner Ingenieur- und Beratungsfirma Buro Happold gehört ebenso mit zu diesem Team wie das auf Holzbau spezialisierte Ingenieurbüro Pirmin Jung aus Rain.

    Das Team hat laut Bjarke Ingels versucht, der komplexen globalen Herausforderung der CO2-Absenkung mit einer möglichst einfachen Lösung zu begegnen, einem Raumtragwerk aus Massivholz: „Ein einfaches, aber ausdrucksstarkes Design, das in der Tradition verwurzelt und der Innovation verpflichtet ist und die kulturellen und natürlichen Elemente der Schweizer Architektur verkörpert.“

  • Walo bringt neuen Bodenbelag im Gübelin-Museum auf

    Walo bringt neuen Bodenbelag im Gübelin-Museum auf

    Walo Bertschinger hat im Luzerner Gübelin-Museum einen neuen Bodenbelag aufgebracht. Laut Mitteilung des Dietiker Bauunternehmens auf Facebookt erging der Auftrag dazu im Sommer 2021. Die Arbeiten seien in der Endphase, heisst es in der Mitteilung. Ziel ist ein Bodenbelag, der das Museum als ein zusätzliches Kunststück schmückt.

    Die Auftraggeberin habe sich einen warmen Boden mit verschiedenen Gummigranulaten sowie einem Holzfries vorgestellt, heisst es im Bericht von Walo weiter. Ihr wurde das firmeneigene HALTOPEX Gummigranulat empfohlen. Dieser Belag eignet sich nach Angaben des Unternehmens besonders für Umbauten, sei sehr elastisch, strapazierfähig und unterhaltsfreundlich. Die Optik wirke zudem einladend.

    Nach der Besichtigung eines ähnlichen Objekts wurde der Auftrag vom Bauherrn erteilt. Ab diesem April wurde im Museum gearbeitet. Es wurde der Unterlagsboden neu reprofiliert und verstärkt sowie eine neue Unterschicht aus Epoxidmörtel verbaut. Im Mai wurde mit dem finalen Einbau des HALTOPEX-Belags begonnen. Die Arbeiten stehen vor dem Abschluss.

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • «Putz und Farbe» – Preis für beste Objekte

    «Putz und Farbe» – Preis für beste Objekte

    Gemeinsam vergeben der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV sowie die Messe Luzern AG unter dem Dach der appli-tech den «Schweizer Preis für Putz und Farbe». Sie schreiben den Preis für Teams aus, die aus Planern und Handwerkern zusammengesetzt sind. Es können konkret umgesetzte Projekte zu den beiden Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung eingereicht werden. Eine grosse Chance, da sind sich der SMGV und die Messe Luzern einig. «In der vergangenen Austragungen konnte mit den eingereichten Projekten das kreative Potenzial in den Bereichen Putz und Farbe aufgezeigt werden. Wir sind überzeugt, dass wir auch dieses Mal qualitativ hochwertige und spannende Arbeiten in der Öffentlichkeit bekannt machen können», erklärt Ursula Gerber, Messeleiterin appli-tech. Mario Freda, SMGV-Zentralpräsident, ergänzt: «Wir wollen auch in diesem Jahr die so wichtige Zusammenarbeit von Fachleuten aus Handwerk und Planung weiter fördern und den Einsatz von Putz und Farbe in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.» 

    Energetische Sanierung als ein Fokus 
    Eine namhafte Jury bewertet die Objekte. Nebst den Preisen in den Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung wird ein Sonderpreis der Jury für energetische Sanierung vergeben. Jurymitglied und SIA-Präsident Peter Dransfeld weiss um die Wichtigkeit des Themas: «Nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen werden immer zentraler, wobei auch die Fassadengestaltung eine tragende Rolle spielt. Innovative und sinnvolle Lösungen sind insbesondere in einer engen, vertrauensvollen und professionellen Zusammenarbeit von Architektur und Handwerk erreichbar. Dies würdigt diese Auszeichnung.» 

    Die Jury vergibt eine Gesamtpreissumme von CHF 35‘000. Die Gewinnerprojekte und ausgewählte Arbeiten werden in einer Sonderschau an der appli-tech, der Fachmesse für die Maler- und Gipserbranche, den Trockenbau und die Dämmung, vom 8. bis 10. Februar 2023 sowie auf der Website präsentiert. Ebenfalls winken Berichte in Fachmedien und die Präsentation im Jurybericht.  

    Anmeldung bis Ende September 
    Es können bis am 30. September 2022 Objekte angemeldet werden. Die Abgabe der Arbeit erfolgt bis am 20. Oktober 2022. Die Ausschreibung mit detaillierten Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind zu finden unter www.putz-farbe.ch

  • Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    2019 hat Christoph J. Hürlimann vom Kanton Uri das ehemalige «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart auf dem Werkmatt-Areal in Uri gekauft. Hürlimann, der zusammen mit seiner Familie die Stiftung «Kunstdepot» mit Sitz in Göschenen gründete, besass davor bereits das benachbarte «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin.

    An einer Medienorientierung zusammen mit dem Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gab
    Christoph Hürlimann 2019 nach seinem Kauf einen Einblick in seine Pläne: «Meine Vision ist die Errichtung eines Weges der Kunst in Uri. Dieser soll beim Haus für Kunst Uri in Altdorf beginnen, sich fortsetzen zum Kunstsilo und Kunstdepot Altdorf in der Werkmatt Uri, über das Kunstdepot Göschenen führen und den Abschluss im Museum Sasso San Gottardo auf dem Gotthardpass finden. Mit dem Kauf des ehemaligen Sackmagazins ist diese Vision ein Stück näher gerückt.» Auch Camenzind zeigte sich erfreut über den Verkauf: «Für den Kanton Uri ist der Kauf des Gebäudes durch Christoph Hürlimann ein Glücksfall.»

    Mittlerweile nutzt Hürlimann die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem Werkmatt-Areal, um in ihnen verschiedene Sammlungen von Kunstobjekten aufzubewahren und auszustellen. Er hat die beiden historischen Gebäude in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für kulturelle, künstlerische und gesellschaftliche Nutzungsformen entwickelt. Diese Umnutzung wertet sowohl die beiden historisch bedeutsamen Gebäude als auch das gesamte Areal auf.
    Um das ehemalige Sackmagazin für die neue Nutzung aufzubereiten, war einige Arbeit notwendig: «Wir mussten diverse Arbeiten ausführen: Das Treppenhaus als Fluchtweg erweitern, elektrische Installationen nachrüsten, viele Stellwände einbauen, diverse Malerarbeiten erledigen, Sicherheitstechnische Installationen vornehmen, Einbruchsicherungen anbringen», sagt Hürlimann.

    Die Werkmatt Uri im Gebiet Eyschachen südwestlich des Bahnhofs Altdorf ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Das 12 Hektaren umfassende Areal liegt zwischen den Bahngeleisen und der Gotthardautobahn A2. Bereits vor über 100 Jahren entstanden dort erste Nutzungen, die einen direkten Bahnanschluss benötigten: Die prominentesten Beispiele sind die beiden 1912 und 1913 entstandenen eidgenössischen Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart.

  • Hächler saniert historisches Gasthaus Posthorn

    Hächler saniert historisches Gasthaus Posthorn

    Das Bauunternehmen Hächler meldet Fortschritt beim Projekt der Sanierung mit Neubau des historischen Gasthauses Posthorn in Neuenhof. Das alte Gebäude wird laut Medienmitteilung umfassend saniert. Im ehemaligen Hotel entstehen sieben Mietwohnungen. Hinzu kommt ein Neubau mit weiteren 16 Mietwohnungen.

    Seit der Baubewilligung für die Überbauung Posthorn 2019 ist die Abteilung Hoch- und Tiefbau der Hächler AG seit dem Frühjahr 2021 mit den Bauarbeiten betreut. Das Projekt sei nicht ganz einfach, heisst es in der Mitteilung von Hächler. Abreissen durfte man das historische Posthorn nicht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1834 und steht unter Ortsbildschutz. Giebel und Fassade müssen erhalten bleiben.

    Um die Statik sicherzustellen und die stehenbleibende Fassade zu stützen, wurde laut Bericht von Hächler eine aufwendige Stahlspriessung eingebaut. Erst nach dem Einbau dieser Stahlspriessung konnte das restliche Posthorn abgebrochen werden. Als das historische Gebäude entkernt war, begannen die effektiven Baumeisterarbeiten. Inzwischen stehen im März und April die Aufrichtungsarbeiten der Dachstühle des Posthorns sowie des Neubaus an.

    Die Arbeiten an der Überbauung werden laut Angaben der Bauleitung ungefähr im Mai 2022 abgeschlossen sein. Danach erfolgt der Innenausbau. Der Bezugstermin der neuen Wohnungen im Posthorn ist auf Februar 2023 und im Neubau auf April 2023 geplant.