Schützenswertes Gebäude: Arztpraxis mitWohnhaus in Littau Das ursprüngliche Gebäude – ein Wohnhaus mit integrierter Arztpraxis – hat der damalige Luzerner Architekt Josef Gasser 1959 erbaut. Dabei liess er sich vom bekannten US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirieren: Insbesondere durch den von Wright geprägten Prärie-Stil, der Bezug zur breiten, flachen Landschaft im mittleren Westen der USA nimmt. Entsprechend zeichnet sich die Architektur durch eine offene Raumgestaltung, eine horizontale, flächige Ausrichtung und den Einsatz natürlicher Materialien aus. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern wurde ein umsichtiger Weg für den Umgang mit dem schützenswerten Gebäude gefunden.
Von Frank Lloyd Wright inspirierter Klinkerbau wird sanft renoviert Am äusseren Erscheinungsbild des bestehenden Klinkerbaus wurde bei der Sanierung wenig geändert. Eingriffe am äusseren Erscheinungsbild des Hauses wurden nur Richtung Garten realisiert, in dem die Stiftung den Anbau erstellen liess. Die Raumaufteilung und -nutzung wurde für die notwendigen Gemeinschafts-, Administrations-, Praxis- und Pflegeräume angepasst. Im bestehenden Obergeschoss entstanden Arbeitsräume, Gästezimmer und ein «Raum der Stille». Erschlossen ist das ganze Haus neu mit einem Lift.
Pavillonartiger Holzbau für stationäres Hospiz Im Innenhof wurde ein einstöckiger Pavillon in Holzbauweise mit 12 Zimmern erstellt. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle und Blick in den Garten. Die zwei Gebäude sind durch einen Gang, welcher den neuen Innenhof umschliesst, verbunden. Der Pavillon ist unterkellert und an das bestehende Gebäude unterirdisch angebunden. Für ein harmonisches Erscheinungsbild wurde der Neubau mit einer Klinkerstein- und Holzfassade sowie einem Dachrand aus vorpatiniertem Kupfer realisiert.
Die Renggli AG begleitete die Stiftung Hospiz Zentralschweiz als Generalplanerin. Als Teil des Planungsteams hat sie die Architektur mitentworfen und die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner koordiniert. Im Projekt wirkte die Renggli AG zudem als Totalunternehmerin. ■
So soll der Aussenbereich des Grand Hôtel & Centre Thermal nach dem Umbau aussehen.
Ein Projektbild des geplanten Neubaus.
Seit Herbst 2019 wird das historische Hotel mit 116 Zimmern und Suiten während drei Jahren umgebaut. Das Gesamtbudget von rund 32 Millionen Franken enthält die Kosten für die vollständige Renovierung der Innenräume und des Aussenbereiches sowie des Thermalbades und des Grand Hôtels. Im Grand Hôtel werden die Zimmer und Bäder, die Küche und der Aussenbereich inklusive Schwimmbad renoviert. Der Eingang zu den Thermalbädern wird neu ausgestaltet und mit Geschäftsflächen und Restaurants erweitert. Die Umkleidekabinen werden renoviert.
Ein neues Café wird nur von den Bädern aus zugänglich sein. Die Zone um die Aussenschwimmbecken wird mit einem 350 m2 grossen Wellnessbereich mit Hamam und Sauna ergänzt. Der Fitnessbereich umfasst neu 700 m2. Während der gesamten Bauzeit wird das Thermalbad den normalen Betrieb aufrechterhalten. BCO SA, eine Tochter der BOAS-Gruppe, leitet die Bauarbeiten; das Architekturbüro Richter Dahl Rocha mit Sitz in Lausanne hat das Projekt ausgearbeitet.
Das Thermalbad von Yverdon-les-Bains besteht aktuell aus verschiedenen, zum Teil dreistöckigen Gebäuden, die untereinander verbunden sind. Im Aussenbereich stehen zwei grosse Schwimmbecken zur Verfügung. Das 4-Sterne-Superior-Hotel liegt inmitten eines prächtigen Parks mit altem Baumbestand. Aufgrund seiner langjährigen Geschichte strahlen die verschiedenen Räumlichkeiten des Grand Hôtels jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Charme aus. So zum Beispiel die sogenannte Rotunde (kreisförmiger Bauteil), in der sich das Restaurant und die Lounge-Bar befinden oder der vor kurzem renovierte «Belle Epoque»-Saal und insbesondere auch das zum Hotel gehörende Schloss. Über einen Glastunnel ist das Hotel mit den Thermalbädern verbunden.
Neues Seedorf und neue Einrichtungen Der erste Schritt des gross angelegten Renovationsprojektes ist der Bau des Seedorfes im Park vor dem Hotel – am Ufer eines neu angelegten Weihers. Drei Holzbrücken führen die Besucher übers Wasser zu den Häusern, die verschiedene Wellnessbereiche wie Hamam, Sauna und Ruheräume beherbergen. Ein Barfussweg wird ebenfalls entstehen. Die bereits heute für die Physiotherapie und Arztpraxen genutzten Räumlichkeiten werden durch zwei Einheiten ergänzt: Entstehen soll ein Zentrum für Sportmedizin mit einem separaten Eingang. Weiter ist vorgesehen, die medizinischen Infrastrukturen räumlich zu konzentrieren, sodass die Patienten über eine grössere Privatsphäre verfügen. Durch die Verlegung des Thermalbadeingangs entsteht ein attraktiver, lebendiger Raum, durch den der Gast vom Hotel direkt zur Bäderzone gelangt.
Dieser Bereich umfasst 900 m2 und umfasst eine Empfangshalle, eine Boutique, ein Restaurant und ein Café. Der bislang für den Übergang genutzte, wenig ansprechende Glastunnel wird abgebaut. Renoviert werden zudem Küche und Restaurationsbereich. Die Fassaden und Dächer der Thermalbad-Gebäude werden abgerissen. Stattdessen wird einer äusseren Einfassung Platz gemacht, die den ganzen Komplex umfasst und vereinheitlicht. Die gesamte Fläche wird um eine Etage aufgestockt. Damit entsteht Raum für moderne, besser durchdachte, architektonisch homogen und stilvoll integrierte Inf- rastrukturen. Auch die Infrastruktur des Thermalzentrums wird optimiert: Das Hallenbad wird komplett renoviert und um ein neues Schwimmbad mit Spielbereich erweitert.
Infrastruktur des Neubaus in der Übersicht: Erdgeschoss Neuer Eingang, 600 m2 Boutiquen, Café / Restaurant, 360 m2 Bäder-Restaurant Bereich Physiotherapie (960 m2) mit unabhängigem Rehabilitationsbecken Neue Umkleideräume und Duschen Neues Innen-Schwimmbecken (Unterricht und Erholung) Inneres Becken vollständig renoviert Zwei Aussen-Schwimmbecken
Erste Etage Fitness-Raum, 700 m2 Schönheitspflege, 340 m2 Sportmedizinisches Zentrum (1160 m2) mit Anbindung an den Physiotherapiebereich und neuem separatem Eingang
Über BOAS Swiss Hotels Boas Swiss Hotels ist eine private Hotelgruppe mit Sitz in Crissier / Lausanne. Zur Gruppe gehören zehn Beherbergungsbetriebe in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf. Die Hotels gehören mehrheitlich zur Kategorie der 3- und 4-Sterne-Superior-Betriebe. ■
Seit September 2016 sind die Umbauarbeiten im Gange: In St. Moritz wird aus dem ehemaligen Hotel La Margna an der Via Serlas das Grace Hotel. Eigentümerin ist die international tätige Grace-Hotel-Gruppe. Sie lässt das Gebäude sorgfältig renovieren und durch einen Annexbau erweitern. Ursprünglich war die Eröffnung auf 2017 geplant, wurde dann auf Herbst 2019 verschoben und soll nun im Jahr 2022 stattfinden. Der Grund für die Verzögerung: Das Projekt wurde nach Baubeginn nochmals abgeändert und erweitert. So erhöhte man die Anzahl der Hotelzimmer um einen Drittel auf 56, da eine dementsprechend grosse Nachfrage erwartet wird.
Das Hotel wird nach Fertigstellung den historischen «La Margna Wing» und den modernen neu gebauten «Grace Wing» umfassen. Im «Grace Wing» entstehen eine Tiefgarage, ein Spa-Bereich sowie Hotelzimmer und Suiten. Im «La Margna Wing» werden die Zimmer in den oberen Stockwerken totalsaniert. Die Räume in den unteren Geschossen werden restauriert, sodass die historische Bausubstanz erhalten bleibt. Die Gäste werden hier Gewölbe, Bögen und weitere architektonische Merkmale des Jugendstils entdecken.
Jugendstil trifft Moderne Das ehemalige Hotel Margna wurde in den Jahren 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Nicolaus Hartmann im Engadiner Heimatstil erbaut. 1911 stockte man den Ostflügel um drei Geschosse auf. Danach fanden immer wieder Umbauten und Sanierungen statt, doch das äussere Erscheinungsbild wurde nie wesentlich verändert. Die markante Fassade soll auch nach dem aktuellen Umbau erhalten bleiben.
Die Entwürfe für das Projekt stammen aus der Feder des Architekten Nikolas Travasaros von Divercity Architects. Für ihn bestand die Herausforderung vor allem darin, die ursprüngliche Architektur aufzufrischen und gleichzeitig einen modernen Anbau für zusätzliche Zimmer und ein Spa zu schaffen. Neben der Berücksichtigung der strengen Bauvorschriften und den gegebenen Einschränkungen durch das abschüssige Gelände musste Travasaros Hotelzimmer planen, die auch zu Langzeitwohnungen umgestaltet werden können.
Seine Pläne verbinden Alt und Neu, indem die Basis des bestehenden Gebäudes erweitert wird. Der Anbau folgt dem natürlichen Gefälle und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Der neue Flügel ist bewusst diskret gehalten und stellt die traditionelle Architektur und die atemberaubende alpine Umgebung nicht in den Schatten. Panoramafenster und anpassungsfähige, offene Innenräume schaffen ein Gefühl von Licht und Raum.
Für die Planung und Umsetzung vor Ort sind Blarer & Reber Architekten in Samedan verantwortlich. Die Denkmalpflege Graubünden wurde in die Projektentwicklung einbezogen, damit der grösstmögliche Erhalt der historisch wertvollen Bausubstanz garantiert ist. Die STW AG für Raumplanung mit Sitz in Chur wurde ebenfalls in das Projektteam aufgenommen.
Alle Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels Grace St. Moritz werden See- oder Panoramasicht bieten. Geplant sind drei Restaurants und eine grosszügige Spa-Anlage mit Swimmingpool sowie ein Fitnesscenter auf über 800 Quadratmetern. Das Hotel verfügt über einen privaten Parkplatz und ist gerade mal 2 Gehminuten vom Bahnhof und von der Bushaltestelle entfernt. Ein Skigeschäft und ein Skiraum sind ebenfalls geplant. In beiden Flügeln sollen auch Serviced Apartments zum Verkauf angeboten werden. ■
Herr Allemann, seit langem ist in der Schweizer Hotellerie ein Strukturwandel im Gang mit Trend zu grösseren Hotelbetrieben. Dennoch verfügen knapp 90 Prozent der Hotelbetriebe über weniger als 55 Betten. Wie begegnen diese Betriebe diesem Wandel?
Das grösste Problem sind Betriebe mit zehn bis zwanzig Zimmern, die über 15 bis 30 Betten verfügen. Diese Häuser haben Mühe, rentabel zu sein. Viele Kleinbetriebe weisen jedoch einen sehr starken Gastronomieanteil auf, der zum Teil über achtzig Prozent des Umsatzes generiert. Dort zählt die Hotellerie nicht zum Hauptgeschäft.
Hotelgäste werden immer anspruchsvoller. Wie können die in die Jahre gekommenen Hotels diesem Trend gerecht werden?
Das ist tatsächlich ein Problem. Wir haben in der Schweiz viele Betriebe, welche Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden sind. Diese verfügen oft über weniger als dreissig Zimmer und sind sehr unterhaltsintensiv. Falls sie sich in Destinationen befinden, die heute nicht mehr so attraktiv sind, wie zum Beispiel Transitrouten, ist das ein erschwerender Umstand. Fehlende Frequenzen führen dann automatisch zu Rentabilitätsproblemen und aufgestautem Unterhalt.
Benötigt der Betrieb eines Hotels hohe Investitionen?
Ja, denn die Hotellerie ist sehr anlageintensiv. Ein Hotel sollte nach dreissig bis vierzig Jahren vollständig erneuert werden. Je nachdem wie trendorientiert oder traditionell zeitlos sich ein Hotel architektonisch mit seiner Ausstattung im Markt positioniert sind vor allem bei den Zimmern kürzere Erneuerungszyklen notwendig.
Verfügen die Hotels generell über die nötigen finanziellen Mittel, um die anfallenden Renovationen und Sanierungen vorzunehmen?
Grundsätzlich sollten die Investitionen aus dem Cash Flow finanziert werden. In den letzten Jahrzehnten wurde dies für viele Betriebe auch wegen der verschiedenen Krisen zunehmend schwierig. Momentan natürlich besonders wegen der Corona-Krise. Im Luxus-Bereich finden sich oft Mäzene, die sich entweder in das Haus oder in die Region verliebt haben und bereit sind, in Hotelimmobilien zu investieren. Die Motivation ihrer Investitionen sehen sie nicht allein betriebswirtschaftlich an, sondern als «A-fonds-perdu-Beitrag. Damit erreichen deren Hotelbetriebe ihre ausserordentliche Positionierung im Markt. Das kritische Segment sehe ich in den Mittelklasse-Hotels, die wegen mangelnder Auslastung oder ungenügender Positionierung die notwendigen Investitionen nicht tätigen oder nur über eine Fremdverschuldung generieren können.
Unterstützt ihr Verband finanziell die Renovationen von Hotels?
Nein, dies ist nicht die Aufgabe des Verbandes; wir hätten auch nicht die notwendigen Mittel dazu. Der Verband verfügt über die Angebotskompetenz und unterstützt seine Mitglieder, wettbewerbsfähig zu sein. Wir haben ein Netzwerk von spezialisierten Beratungsunternehmen aufgebaut, das unsere Mitglieder in verschiedensten Themenbereichen unterstützen kann. Ebenso arbeiten wir sehr eng mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) zusammen, welche über die spezifische Finanzierungskompetenz verfügt.
Das heisst?
Die SGH ist ein Instrument des Bundes zur Förderung der Beherbergungswirtschaft. Sie kann nachrangig zu den Banken und subsidiär zu privaten Geldgebern den Hotels im Fremdenverkehrsgebieten und Kurorten Darlehen für Investitionsvorhaben gewähren.
Welche weiteren Herausforderungen gilt es anzupacken?
Nachfolgeregelungen sind bei Betrieben mit Investitionsstau und / oder Überschuldung besonders schwierig. Innerhalb der Familie ist dies praktisch nicht möglich oder den Kindern auch nicht zumutbar. Umnutzungen von Hotelliegenschaften sind seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative praktisch nicht mehr möglich. Gerade bei denkmalgeschützten Liegenschaften stellt auch ein Abriss keine Option dar. Gesamtsanierungen oder Teilumnutzung sind zudem aufgrund der Auflagen des Denkmalschutzes sehr kostspielig. Bleibt also noch die Hoffnung, einen Mäzen zu finden. Nur stehen diese leider auch nicht gerade vor der Türe. Sofern die Substanz des Hauses aber noch intakt ist und in der Destination ein Potenzial für eine Nachfrage besteht, sehe ich als Alternative aber den Zusammenschluss von mehreren Betrieben zu einer überbetrieblichen Kooperation als Chance aus diesem Dilemma. So können beispielsweise über die Bündelung des Einkaufs Kosten gespart und mit gemeinsamen Marketingaktivitäten mehr Umsatz erzielt werden.
Was raten Sie einem Hotelier: Renovieren, abreissen oder versuchen, einen Kredit zu erhalten?
Schauen Sie, ein Kriterium ist die vorhandene Bausubstanz, gerade bei Hotels aus der Jahrhundertwende. Ist jedoch nur noch die Hülle historisch, bietet dieses Hotel für den Gast kaum Anreize, hier abzusteigen. Um ein geschichtsträchtiges Haus am Leben zu erhalten, braucht es viel persönliches Engagement. Zuerst ist es wichtig, sich mit der Zeitepoche des Hotelbaus auseinanderzusetzen. Hierfür ist eine gewisse Affinität zu der Geschichte des Hotels nötig. Diese muss auch erzählt werden. So braucht es jemanden der bereit ist, die Einrichtung des Betriebes sanft und mit viel Fingerspitzengefühl zu renovieren und auf den Stand der heutigen Gästebedürfnisse zu bringen. ■
Im ersten Halbjahr 2021 soll im historischen Gebäude des Märthofs in Basel das Boutique-Hotel Märthof eröffnen. Die Eigentümerin, die Coop Immobilien AG, hat das Architekturbüro Burckhardt + Partner mit der umfassenden Renovation beauftragt. Geführt wird das Hotel nach der Eröffnung von der zu Coop gehörenden Bâle Hotelgruppe. Sie betreibt bereits die Hotels Pullman Basel Europa an der Clarastrasse sowie das Victoria am Centralbahnplatz und das Hotel Baslertor in Basel-Muttenz.
Das Gebäude des Märthofs entstammt dem 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus fünf einzelnen Häusern, die 1981 zu einem Gebäudekomplex zusammengeführt wurden. Die freiwillige Denkmalpflege Basel wehrte sich Anfang der 70er-Jahre gegen den geplanten Warenhaus-Neubau, der anstelle des alten Gebäudes vorgesehen war. Der Abbruch wurde 1976 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Nun soll ein Hotel der oberen 4-Sterne-Kategorie entstehen, wobei die Fassade mit einem neuen Anstrich in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Das Mauerwerk selber bleibt unverändert – auch die Natursteinpartien werden nur gereinigt.
Laut Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga sollen im neuen Boutique-Hotel die Stilepochen der ehemals fünf bestehenden Gebäude unverkrampft und spielerisch vermischt werden. «Verspielte Motive des Neubarocks und die funktionale Gestaltung der Geschäftsfassade aus dem Jahre 1927 treffen im Inneren des Gebäudes auf die lineare 80er-Jahre-Struktur», sagt Veiga.
Offene Übergänge und eine freundliche Atmosphäre Auf die insgesamt 68 geplanten Zimmer, davon acht Suiten und acht Juniorsuiten, werden Stehleuchten, Wandleuchten, Sessel und weiteres Mobiliar individuell verteilt – kein Zimmer wird exakt wie das andere aussehen. Die Zimmer erhalten unterschiedliche Farbschemen und widerspiegeln die Geschichte vom jeweiligen Gebäudeteil, in dem sie sich befinden. Die Farben sind abwechslungsreich und sollen nicht polarisieren – sodass sie das ganze Jahr hindurch auf die Gäste angenehm wirken.
Des Weiteren sind ein Fitnessraum, eine Bibliothek, ein Res- taurant sowie eine Bar auf der Dachterrasse im 6. Stock mit 55 Sitzplätzen vorgesehen – und eine weitere im Erdgeschoss. Alle funktionalen Räumlichkeiten sind analog einer starken Wirbelsäule um den Erschliessungskern des Hauses angeordnet und stossen von innen nach allen drei Aussenseiten. Die Übergänge der unterschiedlichen Nutzungsflächen im Erdgeschoss sind offen gestaltet, sodass es als Fläche ohne Unterbrüche wahrgenommen wird.
Eine helle und freundliche Atmosphäre empfängt den Gast im Standardzimmer. Der Raum wird mit Ausnahme der abgeschlossenen Dusche und einem separaten WC grosszügig offen gestaltet. Nebst der eingebauten Schrankzeile im Eingang sind alle Möbelstücke freistehend. Sanfte Rundungen gemäss dem Gesamtkonzept des Hauses werden auch im Zimmer durchdekliniert. Die Aussenbestuhlung und die grossen Fenster verbinden das Gebäude mit dem Marktplatz. «Die einmalige Lage und das lebendige Geschehen am Marktplatz soll nach innen spielen und umgekehrt», sagt Veiga. Das Boutique-Hotel will internationale wie auch lokale Gäste ansprechen und durch Restaurant und Bar entlang der Eisengasse als Treffpunkt für die lokale Bevölkerung und die Hotelgäste dienen. ■
Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.
Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.
Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.
Gegenüber 2019 verzeichnete Ofri, das Onlineportal für die Vermittlung von Handwerkern, sowohl im April als auch im Mai 2020 einen Anstieg von 31 Prozent. Für Geschäftsführer Benny Hertach hängt diese Renovationsfreude direkt mit dem Lockdown zusammen: „Wer plötzlich mehr Zeit zu Hause verbringt, dem fallen liegengebliebene Renovierungs- und Reparaturarbeiten erstens viel mehr auf“, erklärt er in einer Medienmitteilung. „Zweitens hat man endlich die nötige Zeit, um sich mit den Handwerkern zu koordinieren.“
Zu Beginn der Corona-Krise im Februar war die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 19 Prozent zunächst stark geblieben. Im März verharrte sie jedoch auf dem Vorjahresniveau. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sich im März an den Hausarrest gewöhnen mussten, um sich dann im April mit umso mehr Schwung an die Pflege der eigenen vier Wände zu machen“, so Hertach.
Etwa 85 Prozent aller Auftragskategorien verbuchten einen Zuwachs. Auffallend gut gelaufen seien Gartenbau, Schreinerarbeiten, Innenausbau und Sanitärarbeiten. Auch Rolladenbau, Arbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten, Heizungsbau und die Verlegung von Fliesen seien stark nachgefragt worden.
Der Ofri-Geschäftsführer vermutet, dass Corona den Trend zur Online-Auftragsvermittlung verstärkt hat. „Die Grundidee von Ofri war immer, das Schweizer Handwerk zu unterstützen. Wenn unser Portal selbst in einer Krise dazu beitragen kann, das zu leisten, dann freut uns das umso mehr.“
Laut einer Mitteilung der Regierung des Kantons Aargau wurde beschlossen, die Limmatbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof zu sanieren. Die Brücke wurde 1970 gebaut. Nun werden 4.86 Millionen Franken zur Sanierung bereitgestellt.
Die Arbeiten beginnen im Sommer 2020 und werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird für den Verkehr aus Wettingen auf der Brücke ein Einbahnregime in Richtung Neuenhof eingerichtet. Fahrzeuge, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind, werden auf die Autobahn via Furttalanschluss und via Baden umgeleitet.
1970 ging das Kraftwerk Pradella in Betrieb. Heute ist Pradella mit einer Gesamtleistung von 288 Megawatt und einer Stromproduktion von 1 Million Megawattstunden pro Jahr das wichtigste Kraftwerk der Engadiner Kraftwerke AG (EKW). Dafür werden jährlich rund 600 Millionen Kubikmeter Wasser des Inns und zweier Seitenflüsse turbiniert.
Laut einer Mitteilung hat nun die Bünder Regierung grünes Licht für die Sanierung und Erneuerung des Kraftwerks und der drei Wasserfassungen auf dem Gebiet der Gemeinde S-chanf gegeben. Das Stauwehr Vallember soll zudem so umgebaut werden, dass Fische hindernisfrei auf- und absteigen können.
Die EKW investieren rund 12,5 Millionen Franken in das Projekt. Noch in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen und im Laufe des Jahres 2021 beendet sein.
Im Inneren der 212 Eigentumswohnungen des «The Metropolitans» in Zürich wurde auf tragende Wände verzichtet, was einen hohen Grad an Flexibilität bei der Grundrissgestaltung ermöglicht.
Höher erwartete Umbaukosten vermindern den Wert der Umbauoptionen.
So schnell wie sich Lebensbedingungen verändern, wandelt sich auch der Immobilienmarkt. Steigende Haushaltseinkommen führen zu höheren Ansprüchen an den Wohnraum und die Wohnqualität. Senioren behalten länger ihre Wohnungen, gleichzeitig beziehen junge Menschen in Ausbildung immer früher eigenen Wohnraum. Neben immer mehr Einzelhaushalten finden sich auch Haushalte mit Patchwork-Familien oder Wohngemeinschaften. Während im Jahr 1919 der durchschnittliche Wohnflächenbedarf pro Kopf bei 12 m2 lag, betrug er im Jahr 2000 bereits 40 m2. Durch diese veränderten Bedingungen ist der Wohnflächenbedarf in der EU und in anderen Industrieländern in den letzten 90 Jahren ständig gestiegen und wird – so die Prognosen – bis 2030 auch weiter steigen.
Der Wohnungsbau ist im Wandel Es wird deutlich, dass eine für alle Lebensabschnitte geeignete Wohntypologie nicht mehr existiert und Gebäude an die sich ständig ändernden Anforderungen anpassbar sein müssen. Der Wohnungsbau von heute kann nicht mehr auf die reine Grundversorgung mit Wohnraum abzielen, sondern muss den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Die veränderten Bedürfnisse haben jedoch auch Einfluss auf den Umbau und die Sanierung bestehenden Wohnraumes, denn ein Grossteil des Bestandes ist älter als 30 Jahre. Gerade solche Gebäude müssen aufwendig saniert werden, da Raumgrössen, Installationen, Sanitäreinrichtungen und Nebenräume nicht mehr den heutigen Standards entsprechen.
Trend zur Durchmischung der Gebäudenutzung Heutzutage ist wieder ein Trend zu einer grösseren Durchmischung der Gebäudenutzung feststellbar, also eine Verflechtung und Überlagerung von verschiedenen Aktivitäten am selben Ort. Die klassischen Trabantensiedlungen, in denen sich das Wohnen konzentriert, während das Arbeiten in der Stadt stattfindet, haben ausgedient. Abgesehen vom hohen Pendleraufkommen führte diese einseitige Nutzung zu am Morgen verwaisten Wohnsiedlungen und am Abend ausgestorbenen Innenstädten. Aus diesem Grund sieht die Stadtplanung von heute hybride Nutzungskonzepte vor, bei denen eine Verquickung der Bereiche Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Kultur angestrebt wird.
So werden zum Beispiel Einkaufszentren der ersten Generation zu hybriden Gebäuden mit Geschäften, Restaurants, Hotels und Kinos umgewandelt. Eine Erlebniswelt entsteht mit Vielfältigkeit und Abwechslung.
Dieses Konzept der Nutzungsdurchmischung erfordert eine zukunftsorientierte Planung und innovative Bauprodukte. Investoren sind mit einer stark wachsenden Nachfrage nach individualisierten Wohnräumen und nach Wohntypologien, die für unterschiedliche Lebensabschnitte passen, konfrontiert und müssen stärker gezielt auf Kunden eingehen, die ihren Wohnraum mitgestalten möchten.
Flexible Veränderung der Raumdimensionen Besonders in den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach Gebäuden, die eine grösstmögliche Flexibilität hinsichtlich Nutzung, Umnutzung und Veränderung der Raumdimensionen bieten. Die Schweizer Kundschaft will sowohl im Privatbereich als auch in der Arbeitswelt die Möglichkeit haben, Räume individuell aufzuteilen. Um langfristig attraktiv zu bleiben, muss eine Immobilie auf diese Bedürfnisse reagieren können.
Wenn von Beginn weg in eine flexible Bauweise mit möglichst wenig tragenden Elementen investiert wird, sind unterschiedlichste (Raum-)Bedürfnisse, bei Erstellung der Immobilie aber auch Veränderungen innerhalb der bestehenden Gebäudehülle mit geringem Kosten- und Zeitaufwand realisierbar. Vor allem im Bereich des Innenausbaus bietet der Einsatz von Rigips®- und Alba®-Trockenbausystemen genau diese maximale Planungs- und Nutzungsflexibilität. ■
The Valley bringt mit buntem Mieter-Mix frischen Wind ins historische Maggi-Areal in Kemptthal.
Im 19. Jahrhundert tüftelte Charles Brown erst in der Firma Sulzer an der Verbesserung der Dampfmaschinen und später als Mitbegründer der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) an der Erfindung der Elektrolokomotive. In den Hallen des Sulzer-Areals befand sich das damals wegweisende Zentrum für Lokomotivbau, das für die ganze Welt produzierte und entwickelte. Ende des 20. Jahrhunderts zog sich die Schwerindustrie rasant aus Winterthur zurück. Was blieb war ein riesiges, äus-serst zentral gelegenes Areal. Erst drei Jahrzehnte später erwachte die einst «verbotene Stadt». Das Portier-Häuschen erinnert an die Eingangskontrolle – heute ein hippes Kleinlokal. Die Winterthurer Bevölkerung musste sich erst daran gewöhnen, dass sie in diesem Areal nun willkommen ist: Der Skills Park, das Cameo Kulturkino sowie das Les Wagons beleben heute den Lagerplatz. Auch die zahlreichen Studierenden haben das Areal wieder zum Leben erweckt. Als Bindeglied zwischen Bildung und Wirtschaft fungiert auf dem Areal der Technopark Winterthur, der Startups fördert. Heute ein geglückter Mix.
Lokstadt – die wohl grösste Neugestaltung Gleich angrenzend zum Lagerplatz kam es nach fast dreissig Jahren zum Spatenstich für den neuen Stadtteil Lokstadt. Ein Grossteil des früheren Industrieareals, der nun zukünftig Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbinden soll. Rund 120 000 Quadratmeter Land stellen in den nächsten sieben Jahren die wohl grösste Neugestaltung in der Winterthurer Arealentwicklung dar. In Zusammenarbeit mit diversen Stakeholdern wurde ein konsensgerechter Gestaltungsplan erstellt. Die grösste Herausforderung bei solchen Grossprojekten ist, dass diese von der Bevölkerung angenommen und entsprechend genutzt werden. «Dabei spielen eine gute Durchmischung und smarte Mobilitätskonzepte eine grosse Rolle», so Lucius Graf, Leiter Business & Meetings bei House of Winterthur. Die Lokstadt werde grösstenteils verkehrsfrei bleiben – durch Tiefgaragen werde der Verkehr zu den entsprechenden Gebäuden gelenkt. Die maximal 200 Ein- und Ausfahrten pro Stunde könnten daher knapp werden. An Alternativen für Mobilität in der Zukunft wie dem dreirädrigen Bicar tüfteln Entwickler der ZHAW auf dem benachbarten Lagerplatz. Oder in der Velostadt bietet sich der ultraleichte Anhänger Polyroly an.
The Valley – Entwicklungsareal und Forschungszentrum Heute verkehren täglich über 120 000 Personen und 670 Züge zwischen Zürich und Winterthur. Der Bahnhof Kempt- thal liegt dabei an einer der meist befahrenen Zugstrecken. Direkt an diesem Bahnhof liegt das industriehistorische Maggi-Areal. Heute Entwicklungsareal und Forschungszentrum: «The Valley». Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude werden aufwändig saniert und zusätzliche Neubauten realisiert. The Valley umfasst 100 000 Quadratmeter Mietfläche mit einem lebendigen Nutzermix. «Mit über sechzig Mietern ist die Hälfte der Mietfläche besetzt, und es arbeiten aktuell rund 700 Personen hier. Zudem laufen fortwährend Investitionen in Gebäudepark und Infrastruktur: So wird im Frühjahr 2020 die Silobar über den Dächern des Areals eröffnen, die Ansiedlung von Lebensmittelshops ist in Verhandlung und nächsten Sommer wird das eben beschlossene ‹Valley House of Food›, ein Hub für innovative Lebensmittelentwicklung und Produktion, fertiggestellt sein», so Mikula Gehrig, Immobilienentwickler der Mettler2Invest AG. Mit Blick in die Zukunft wird The Valley im Vollausbau viel Leben nach Kemptthal bringen, wobei bereits Mobilitätslösungen angedacht sind wie beispielsweise Züge im Viertelstundentakt. «Ein optimaler Anschluss an das ZVV-Netz ist zentraler Faktor für die erfolgreiche Arealentwicklung», so Bernard Hosang, Gemeindepräsident Lindau.
Zukunftsbrille aufgesetzt – werden Visionen wahr? Seit Dezember 2019 ist die Startup-Szene im «Home of Innovation» in Töss auf dem Rieter Fabrikareal eingezogen. Wo neue Ideen gesponnen werden, liegen zudem zukunftsweisende Erschliessungsprojekte auf dem Tisch: Der geplante Brüttemer Tunnel soll das Nadelöhr im Eisenbahnnetz zwischen Zürich und der Ostschweiz entlasten. In Neuhegi-Grüze, wo ein zweites urbanes Zentrum als bipolare Stadtvision von Winterthur angedacht war, gibt es noch Entwicklungspotenzial, wobei der grösste Park der Stadt, ein neu gebautes Primar-Schulhaus sowie verfügbare Gewerbeflächen, bereits vorhanden sind. Die geplanten Pocket Parks, verschiedene Formen von altersgemischtem Wohnen, und nicht zuletzt die neue Autobahnerschliessung Neu-Hegi sollen hier die künftige Entwicklung unterstützen. Nach dem Rückzug der Schwerindustrie brauchte Winterthur dreissig Jahre, um die ehemaligen Industrieareale mit neuem Leben zu füllen. An vielen Stellen bereits mit grossem Erfolg. An anderen Stellen ergeben sich neue Herausforderungen. Winterthur hat jedoch in den vergangenen zweihundert Jahren schon manche Herausforderung gemeistert und wird auch hier Lösungen finden. Mit Pioniergeist. ■
Seit dem Spatenstich vor einem Jahr hat sich rund um das GZO Spital Wetzikon viel verändert. Statt des grünen Lindenhügels prägen nun Baumaschinen den Aussenbereich. Die Realisation eines Erweiterungsbaus und die Modernisierung bestehender Gebäude werden in den nächsten sechs Jahren das GZO Spital Wetzikon prägen. «Die Basis für eine unverändert gute wie auch konkurrenzfähige medizinische Grundversorgung ist eine zeitgemässe, zukunftsgerichtete Infrastruktur», sagt VR-Präsident Jörg Kündig. Deshalb lege das GZO Spital Wetzikon nicht nur den Grundstein für ein neues Gebäude, sondern auch für seine Zukunft.
Die Bauarbeiten für den Um- und Erweiterungsbau des GZO werden in Etappen ausgeführt. Südlich des Hochhauses entsteht ein Erweiterungsbau mit fünf Stockwerken. Dieser soll Platz bieten für zusätzliche Kapazitäten der medizinischen und diagnostischen Einheiten, aber auch für neue Bettenabteilungen mit Ein- und Zweibettzimmern. Das Spital wird über 172 Betten auf den Bettenstationen verfügen. Ist der Neubau fertiggestellt, startet die Renovation des denkmalgeschützten Hochhauses. Der Spitalbetrieb läuft während der ganzen Bauzeit uneingeschränkt weiter.
Mehr Informationen zum Projekt «Umbau und Erneuerung GZO Spital Wetzikon» im Allgemeinen und im Speziellen zu den einzelnen Bauetappen sind unter der Website www.gzo-bau.ch/blog zu finden.
Das Amtshaus Walche in Zürich wurde 1932 / 33 erstellt und muss umfassend instand gesetzt werden, schreibt das Hochbauamt der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Gleichzeitig ist eine Aufstockung von fünf auf sechs Geschosse vorgesehen, womit die Anzahl Büroarbeitsplätze von heute rund 300 auf rund 400 erhöht werden kann. Um mehr Raum für die wachsende Anzahl Mitarbeitender und Rettungsfahrzeuge zu schaffen, wird zudem die Sanitäts-Wache «Zentrum» erweitert.
Energetische Verbesserung der Gebäudehülle Die Instandsetzungsmassnahmen umfassen unter anderem die energetische Verbesserung der Gebäudehülle und die Erneuerung oder den Ersatz der Heiz-, Lüftungs- und Kälteanlagen sowie der Elektroinstallationen. So müssen neue Sanitäranlagen eingebaut und eine Notstromversorgung eingerichtet werden. Weiter werden die Räume im Erd- und im ersten Untergeschoss aufgrund zusätzlichen Platzbedarfs der Gebäudetechnik neu angeordnet, die Bürostruktur in den restlichen Geschossen wird optimiert und zwei der bestehenden Lifte werden durch barrierefreie ersetzt. Alle Büroplätze werden – mit wenigen Ausnahmen – gemäss dem Bürokonzept worksmart@zuerich zum mobil-flexiblen Arbeiten eingerichtet. Das Amtshaus Walche sei somit das erste Gebäude, in dem das neue Bürokonzept für eine effizientere Raumnutzung umgesetzt werde, betonen die Projektverantwortlichen.
Die geplante Aufstockung passe sich an die bestehende Gebäudestruktur an. Das Projekt sieht vor, das Dach zu begrünen und mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. Aufgrund der Erhöhung der Anzahl Büroarbeitsplätze soll auch die Personalcafeteria vergrössert werden. Sämtliche Massnahmen werden unter Einbezug der städtischen Denkmalpflege geplant und ausgeführt. Das Provisorium wird voraussichtlich Anfang 2020 erstellt. Der Baustart ist für Herbst 2020 vorgesehen, der Bauabschluss Mitte 2023.
Roger Strub ist Leiter der Denkmalpflege des Kantons Zürich.
Herr Strub, weshalb ist es wichtig, gewisse Objekte zu erhalten? Viele Menschen haben das Bedürfnis nach Erinnerung. Das gilt oft auch für Bauten. Die Denkmalpflege hat den gesellschaftlichen Auftrag, wertvolle Bauten vergangener Epochen zu erhalten. Dadurch bewahren wir Erinnerung, Wissen über Techniken und Materialien sowie Kenntnisse über gestalterische Vorstellungen. In Baudenkmälern ist dies materiell festgemacht und kann weiteren Generationen als Inspirationsquelle dienen. Zudem hat der Erhalt von schützenswerten Bauten viel mit Identität zu tun.
Während den verschiedenen Zeitepochen hat sich die Vorstellung, was ein schützenswertes Baudenkmal ist, verändert. Ja, und das grundlegend. Früher hat man hauptsächlich Kirchen, Burgen und Pfarrhäuser als erhaltenswert betrachtet. Doch das ist Vergangenheit. Heute ist der Begriff, was schutzwürdige Objekte sein können, viel umfassender und breiter. So sind zum Beispiel Arbeiterwohnhäuser oder Fabrikbauten neben ihrem architektonischen Wert sozialhistorische Zeugnisse der Industrialisierung.
«Das Objekt muss Zeugnis einer anderen Epoche sein.»
Warum ist es wichtig, Industriekultur am Leben zu erhalten? In den 60er-Jahren zählte die Schweiz zu den höchst industrialisierten Ländern der Welt. Die vielen Industriebauten und Wohnsiedlungen erzählen genauso davon wie die Villen der Fabrikbesitzer, und sie gehören zur Identität bestimmter Orte. Hätte man beispielsweise beim Sulzer-Areal in Winterthur alles abgerissen und Wohnblöcke erstellt, wäre viel des spezifischen Charakters dieser Stadt verloren gegangen. Auf dem Sulzer-Areal spüren und erleben die Menschen die Geschichte – also die Identität vor Ort.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit ein Objekt auf die Inventarliste der schützenswerten Bauten aufgenommen wird? Das Objekt muss in einem besonderen Masse Zeugnis einer anderen Epoche sein. Zu den Kriterien gehören einerseits die architektonische Qualität, die Seltenheit und die bauliche Substanz der Gebäude, andererseits aber eben auch die historische Aussagekraft. Das Objekt muss eine politische, wirtschaftliche, soziale oder baukünstlerische Epoche besonders stark repräsentieren. Dass Gebäude viel über gesellschaftliche Bedingungen und Ziele verraten, kann man beispielsweise bei Schulhäusern sehr gut sehen: Die mächtigen Schulhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert verkörpern eine andere Aussage als die pavillonartigen Schulbauten aus den 1950er-Jahren.
Inwiefern? Die Schulhäuser des 19. Jahrhunderts betonten stolz die Wichtigkeit der öffentlichen Bildung, wirkten aber vielleicht auch ein bisschen einschüchternd. So versuchte man später, sich in der Architektur mehr den Kindern zuzuwenden und gute Lernbedingungen zu schaffen; die Bauten wurden kleinteiliger und so vielleicht menschlicher. Welches Gebäude nun ein besonders wertvolles Zeugnis einer Epoche darstellt, wird nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt. Der definitive Entscheid über die Aufnahme ins Inventar obliegt nicht der Denkmalpflege, sondern der Baudirektion.
Auch Baugenossenschaften haben mit ihrer Siedlungsarchitektur Bauzeugnisse geschaffen. Einige davon stehen unter Denkmalschutz. Gelten sie als wichtige Zeitzeugen? Auf jeden Fall. Gleichzeitig sind sie heute nach wie vor Wohnbauten, die genutzt werden wollen und auch neue Bedürfnisse erfüllen müssen. Eine Entwicklung muss auch möglich sein, wenn gleichzeitig der historische Wert erhalten bleiben soll. Baugenossenschaften sind alleinige Eigentümer ganzer Siedlungen und denken durch ihr Selbstverständnis langfristig und in grösseren Zusammenhängen. Diese Kombination ist förderlich, gute Antworten auf die verschiedenen Zielsetzungen zu finden.
Die Denkmalpflege kann bei Umbauten und Sanierungen Auflagen formulieren, die massiven Einfluss auf die Nutzung eines Objektes haben können. Da gebe ich Ihnen Recht, Zielkonflikte sind nicht zu vermeiden. Aber die Denkmalpflege zieht sich nicht zurück, nachdem sie über Auflagen ihre Zielsetzungen formuliert: sie berät und hilft mit, Lösungen zu finden, muss aber durchaus auch mal nein sagen. Die Zeiten, in denen vor allem der Fassadenerhalt im Vordergrund stand und man das Innere weitgehend aushöhlen konnte, sind vorbei. Heute versteht die Denkmalpflege ein Objekt mehr als Organismus, bei dem Inneres und Äusseres grundsätzlich eine Einheit bilden. Selbstverständlich sind immer Spielräume vorhanden, wenn eine Planung sorgfältig durchgeführt wird.
Werden Liegenschaftsbesitzer für zwingende Arbeiten, die mit dem Denkmalschutz in Verbindung stehen, finanziell unterstützt? Unsere Aufgabe besteht darin, Qualität zu erkennen und diese zu erhalten. Das kostet etwas. Grundsätzlich sind alle Kosten, die für den Erhalt eines schutzwürdigen Gebäudes anfallen, subventionierbar und können im Kanton Zürich mit zwanzig bis dreissig Prozent unterstützt werden. In Zürich kommen diese Gelder aus dem Denkmalpflegefonds, dessen Mittel aus dem Lotteriefonds kommen.
«Auch die Denkmalpflege ist eine lebendige Sache.»
Im aktuellen Inventar sind Bauten bis etwa 1980 aufgelistet. In einem nächsten Schritt wird über die 1980er-Jahre gesprochen. Gibt es in dieser Epoche viele schützenswerte Bauten? Um beurteilen zu können, ob ein Objekt für eine Epoche heraussticht, benötigt man zeitlichen Abstand, eine oder zwei Generationen. Gute oder schlechte Epochen existieren nicht. Eine solche Unterscheidung würde dem Grundgedanken widersprechen, Zeugnisse aus jeder Epoche gleich zu werten. Was den Stil betrifft, sind die 1980er-Jahre heute vielleicht allgemein noch etwas weniger akzeptiert. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es auch für diese Zeit Bauten gibt, die ein besonderes Abbild der damaligen Zeit und gesellschaftlichen Situation sind.
Ein Blick in die Vergangenheit: 1933 entwarf der Zürcher Architekt Karl Moser im Auftrag der Stadt Zürich einen radikalen Vorschlag: Bis auf grössere Kirchen und das Rathaus sollte die Altstadt vollständig abgebrochen werden. Fände eine solche Idee heute bei irgendjemandem noch Zustimmung? Ich kann mir das schwer vorstellen. Aber auch wenn das aus heutiger Sicht eine Schreckvorstellung ist: es ist sehr wichtig, dass solche Visionen entstehen und man darüber diskutiert. So setzt man sich mit dem auseinander, was dafür verloren gehen würde, und wird sich dessen viel mehr bewusst. Das Niederdorf wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schliesslich Stück für Stück auf behutsamere Weise saniert. Bei Altstädten ist es heute das Ortsbild, das als Gesamtheit geschützt ist, und nicht jedes einzelne Gebäude. Obwohl es beim Ortsbild- und Denkmalschutz um das Bewahren geht, geschehen automatisch auch Veränderungen. Auch die Denkmalpflege ist eine lebendige Sache.
Auf dem RhyTech-Areal sind in einer winkelförmigen Blockrandbebauung und zwei Hochhäusern rund 270 Miet- und Eigentumswohnungen zwischen 2½- bis 5½-Zimmer geplant. Die zwei Türme mit 17 beziehungsweise 24 Stockwerken sollen die identitätsstiftenden Merkmale des neuen Quartiers werden. Ziel der Projektverantwortlichen ist mit Plätzen, Promenaden und Parks neue Begegnungszonen zu schaffen. Das Projekt trägt die Handschrift des Architekturbüros Peter Märkli in Zürich. Die historische «Halle 22» auf dem Areal bleibt erhalten und beherbergt in Zukunft unter anderem eine Migros.
Der Platz zwischen der Halle und den Neubauten wird zum Quartierzentrum und Begegnungsort gestaltet. Vorgesehen ist, dass der neue Platz eine direkte Verbindung zwischen den umliegenden Quartieren sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn für Fussgänger schafft. Die bestehenden Büro- und Gewerberäumlichkeiten werden zum grössten Teil rückgebaut. ■
Im Sommer 2018 hat der Franzose Michel Reybier das 4-Sterne-Haus «Schweizerhof Zermatt», am Fusse des Matterhorns, erworben, schreibt die Hotel und Touristik Revue (htr). Die 95 Zimmer und Suiten wurden vom Design- und Architekturbüro Kristian Gavoille & Valérie Garcia komplett neu gestaltet. Die Räume sind offen angeordnet. Ziel des Umbaus war laut den Besitzern, ein Berghaus mit einem «einfachen und echten Luxus» zu schaffen, betonen die Betreiber. Das Hotel möchte mit neuesten Technologien eine konsequent moderne und zeitgemässe Vision der Hotellerie verfolgen. Dazu gehören Hochgeschwindigkeits-Wi-Fi in den Zimmern, Netflix- und Spotify-Zugänge. Eine spezielle Anwendung ermögliche es zudem den Gästen, Tische zu reservieren, Rechnungen zu bezahlen, Wellnesstermine zu buchen, Zimmer aus der Ferne zu öffnen und mit dem Team zu interagieren.
Das Stoffel Areal befindet sich auf der südwestlichen Talschulter an prominenter Lage oberhalb des Ortes Mels. Das Areal umfasst Fabrikbauten, ein Kraftwerk und eine Villa. Mit seiner schutzwürdigen Spinnerei und Weberei bildet das Stoffel Areal ein hervorragendes Ensemble der Textilindustrie und gehört zu den bedeutendsten wirtschaftshistorischen Zeugen. Durch die Transformation der bestehenden Bausubstanz und der Verbindung von «Alt und Neu» wird der Ort neu definiert. Dort wo einst Webstühle standen, werde neu Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander vereint und es entstehe ein überregionaler Anziehungspunkt von hoher Qualität, betonen die Projektverantwortlichen.
Bauarbeiten sind im Zeitplan Die Bauarbeiten schreiten planmässig voran: Der Rohbau der Weberei steht kurz vor dem Abschluss, der Neubau der «Öffnerei»« ist in vollem Gange und der Umbau der Spinnerei – die dritte Etappe – hat begonnen. Die Weberei wird innen und aussen auf modernsten Eigentumsstand gebracht: Es entstehen Wohnungen in allen Grössen und im Erdgeschoss zusätzlich Atelierräume. Verschiedene Anbauten werden entfernt und teilweise durch Neubauten ersetzt. Unter dem Fabrikhof zwischen der Weberei und der Spinnerei entsteht eine grosse Tiefgarage. Der Bezug ist auf Herbst 2019 geplant.
Die «Öffnerei», ein Neubau mit Gemeinschaftsräumen und Ateliers im Erdgeschoss, bildet den nordwestlichen Abschluss des Projekts. Mit dem Bau der Standseilbahn erhält «Uptown Mels» eine direkte Verbindung zum Dorfzentrum. Von da führt eine Treppenkaskade am ehemaligen Kraftwerk vorbei zum zentralen Stoffelplatz. Fertigstellung: Frühling 2020.
Nach dem Vorbild der Weberei erhält auch das historische Spinnereigebäude eine Frischzellenkur. Die grosszügigen Wohnlofts werden bezüglich Akustik und Wärmedämmung auf den neusten Stand gebracht und im Erdgeschoss entlang der Stoffelgasse entstehen vielseitige Gewerbe-, Atelier- und Büroräume. Bezug: Frühling 2021. Die letzte und abschliessende Etappe von «Uptown Mels» bildet der Neubau des Wohngebäudes «Steigs» direkt auf der Hangkante. Gleichzeitig soll die Fabrikantenvilla mit ihrer grosszügigen Gartenanlage renoviert werden. Der voraussichtliche Bezug soll Mitte 2022 erfolgen.
Die CSA Real Estate Switzerland Commercial, eine Anlagegruppe der Credit Suisse Anlagestiftung, renoviert ihre Liegenschaft an der Aeschenvorstadt 72 in Basel. Diese bildet gemeinsam mit dem Nachbargebäude Aeschenplatz 3 das Eingangsportal zur Aeschenvorstadt beziehungsweise zur Innenstadt. Mit der Renovation sollen eine städtebauliche Qualitätssteigerung erreicht und der Aussenraum attraktiver gestaltet werden, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt in einer Mitteilung.
Damit die Liegenschaft eine möglichst hohe Attraktivität aufweist, wird die Liegenschaft aufgestockt sowie innen und aussen komplett saniert. Um die Aufstockung zu ermöglichen, musste der bestehende Bebauungsplan angepasst werden, der das Architekturbüro Diener & Diener umsetzte. Die Sanierungsarbeiten haben im Januar 2019 begonnen. Nach Abschluss der Arbeiten, die rund 15 Monate in Anspruch nehmen, wird die Liegenschaft neu aus drei Untergeschossen, sechs Vollgeschossen und einem Attikageschoss bestehen.
Die notwendigen und baulichen Eingriffe sind umfangreich, ist auf der Homepage des Hochbauamtes zu lesen. Die Massnahmen umfassen unter anderem die Sanierung der Gebäudehülle, die Schaffung der grosszügigen, öffentlich nutzbaren Fussgängerverbindungen zwischen Rhein und Platzebene, eine Lösung für die Erdbebenertüchtigung des Gebäudes, die Sanierung des Innenausbaus, die Erneuerung der Gebäudetechnik, neue sanitäre Anlagen sowie insbesondere die Umgestaltung für kulturelle Nutzungen und die Integration neuer Nutzungen wie beispielsweise Gastroeinrichtungen auf Rhein- und auf Platzebene.
Besser mit dem öffentlichen Raum vernetzt Durch die Sanierung und Umnutzung des länglichen Hauptbaus wird das Gelände besser mit dem öffentlichen Raum vernetzt, erklären die Projektverantwortlichen von Caretta Weidmann. Es entsteht ein lebendiger und vielfältiger Platz mit einem dreigeschossigen attraktiven Verbindungsraum (Plaza) im Hauptbau, welcher Rheinpromenade und Kasernenhof miteinander verknüpft. Die beiden Ebenen werden durch eine grosszügige Treppe verbunden, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit dient und bei besonderen Anlässen die Funktion eines kleinen Auditoriums wahrnehmen kann. Die neuen Nutzungsräume wie Restaurants, Bars, Büros, Projekträume, der Veranstaltungsraum Turm Nord, sowie ein grosser Saal und eine Probebühne sind im Hauptbau untergebracht. Alle bestehenden Freizeiteinrichtungen auf dem Areal bleiben erhalten und werden in das Konzept integriert.
Im Baukredit für das Projekt SSZ sind nur die Massnahmen eingerechnet, die zur Umsetzung des Raumprogramms erforderlich sind. Dazu gehören der Umbau der Räume der Schulverwaltung, der Einbau eines Lifts und der Ersatz des Blockheizkraftwerks. Geplant war, darüber hinausgehende Unterhaltsmassnahmen wie bis anhin im laufenden Betrieb umzusetzen.
Durch das Auslagern des Schulbetriebs und den damit verbundenen Leerstand des Schulhauses Burghalde 1 bietet sich nun die einzigartige Gelegenheit, werterhaltende Sanierungsmassnahmen, die zurückgestellt wurden, vorzuziehen und diese koordiniert mit dem Sekundarstufenzentrum kostengünstiger umzusetzen.
Zwingend notwendige Massnahmen Die Sanierung des Schulhauses erfolgt in zwei Etappen. Die Sanierungsmassnahmen der ersten Etappe sollen zusammen mit dem Sekundarstufenzentrum umgesetzt werden. Es handelt sich dabei um Massnahmen, die zwingend notwendig sind und deren Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt unter laufendem Betrieb mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden wäre.
Saniert und ersetzt werden vor allem sämtliche Dächer.
Bei der Fassade wird der Putz und die Gläser der Fenster saniert sowie der Sonnenschutz erneuert.
Im Inneren werden sämtliche Nassräume (WCs und Duschen) inkl. Haustechnik erneuert.
Die Sanierungsmassnahmen der zweiten Etappe sollen spätestens ab 2030 umgesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt müssen sämtliche Unterrichtsräume saniert werden (Boden-, Wand- und Deckenbeläge, technische Installationen und Einbauten). In voraussichtlich sechs Unteretappen werden die Sanierungsmassnahmen in diesen Räumen jeweils in den Sommerferien umgesetzt.
Das Kurtheater Baden ist ein Gastspielhaus, dessen Geschichte lange zurückreicht. 1675 wurde in Baden der erste Theatersaal der Schweiz erbaut. Der heutige Bau der Architektin Lisbeth Sachs entstand 1952. Das Kurtheater ist das grösste Theater im Kanton Aargau mit vollständiger Infrastruktur. Der Zuschauerraum bietet rund 600 Sitzplätze. Die Baubewilligung wurde bereits im April 2014 erteilt. Nach Abweisung der letzten Beschwerde durch das Bundesgericht wurde sie im Januar 2017 rechtskräftig. Mit dem Umbau, der Sanierung und der Erweiterung des Kurtheaters werde der Theaterbetrieb auf hohem Niveau für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt, betonen die Verantwortlichen der Theaterstiftung und der Stadt Baden. Die Wiedereröffnung des Kurtheaters ist auf Anfang 2020 vorgesehen.
Das Zürcher Oberland ist als Wohnregion attraktiv und verzeichnet in den letzten Jahren ein enormes Bevölkerungswachstum. Diese Veränderung ist auch für das GZO deutlich spürbar. Die Notfallstation und weitere Abteilungen werden stark frequentiert, die Nachfrage nach medizinischer Leistung ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Deshalb ist die Infrastruktur an ihre Kapazitätsgrenze gekommen.
Umsetzung in Etappen Die Realisation eines Erweiterungsbaus sowie die Modernisierung bestehender Gebäude werden in den nächsten Jahren das GZO Spital Wetzikon prägen. Mit der Erweiterung und Modernisierung des Spitals werde die Basis geschaffen für eine zukunfts- und tragfähige Spitalinfrastruktur für die Region und ihre Bevölkerung, betonen die Projektverantwortlichen. Die Bauarbeiten für den Um- und Erweiterungsbau des GZO werden in Etappen umgesetzt. Südlich des Hochhauses entsteht ein Erweiterungsbau mit fünf Stockwerken. Dieser soll Platz bieten für zusätzliche Kapazitäten der medizinischen und diagnostischen Einheiten, aber auch für neue Bettenabteilungen mit Ein- und Zweibettzimmern. Das Spital wird über 172 Betten auf den Bettenstationen verfügen. Um dafür Platz zu schaffen, werden bestehende Gebäude oder Gebäudeteile rückgebaut. Den betroffenen Abteilungen stehen drei Provisorien zur Verfügung. Ist der Neubau fertiggestellt, beginnt die Renovation des denkmalgeschützten Hochhauses. Ein Personalhaus wird die Erweiterung beenden. Der Spitalbetrieb läuft während der gesamten Bauzeit in vollem Umfang weiter.
Zürcher Hauptbahnhof: Im zweiten Quartal 2018 hat die SBB mit den Instandsetzungsarbeiten des Südtrakts begonnen.
Die 1871 errichtete markante Haupthalle aus Sandstein gilt mit ihren überhohen Räumen und Wandelgängen als architektonisches Schmuckstück und bildet den Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Zürcher Hauptbahnhof und der Bahnhofstrasse. Damit die Bausubstanz unter Berücksichtigung heutiger Normen und Gesetze erhalten kann, wurde nach bald 150 Jahren eine Generalsanierung nötig. Im zweiten Quartal 2018 hat die SBB mit den Instandsetzungsarbeiten des Südtrakts im Zürcher Hauptbahnhof begonnen.
Herzstück ist die Bahnhofshalle Die Sanierung erfolgt in zwei Etappen. Als Herzstück gilt die 20 Meter hohe und fast 2000 Quadratmeter grosse Bahnhofshalle. Der prunkvolle Neorenaissance-Bau mit seinem Triumphbogen und einem Denkmal des Eisenbahnpioniers Alfred Escher besteht aus Sandstein. Damit der Südtrakt wieder in altem Glanz erstrahlt, werden die Gebäudehülle und sämtliche technischen Anlagen erneuert und die Innenräume nach Vorgaben der kantonalen Denkmalpflege saniert. Die historische Bausubstanz der Fassade wird aufgefrischt und wo nötig wiederhergestellt. Seit knapp über einem Jahr sind die Sanierungsarbeiten des Südtrakts im Zürich HB in vollem Gange. Die historische Substanzerhaltung, die nachhaltige Nutzungsflexibilität, das Kosten- und Terminmanagement sowie der Austausch des erarbeiteten Wissens unter den Projektbeteiligten im Zeitalter der Digitalisierung würden das Projektteam täglich beschäftigen, sagt Gesamtprojektleiter Martin Riesen.
Mitte 2020 beginnt die zwei Etappe Die erste Etappe startete im zweiten Quartal 2018 und beinhaltet Arbeiten im Untergeschoss der Wannerhalle und des Ostportals. Für die Gastronomie wird eine neue Produktionsküche gebaut. Mitte 2020 beginnt die zweite Etappe. Dabei handelt es sich um eine wirtschaftliche und nachhaltige Sanierung, Umnutzung und Entwicklung der bestehenden historischen Bausubstanz des gesamten Südtraktes. Nach aktuellem Planungsstand wird die Generalsanierung im Sommer 2023 abgeschlossen sein.
Frau Zenhäusern, welche Einflüsse haben Ihren beruflichen Weg geformt? Ganz klar mein Studium an der ETH Zürich, wo ich durch namhafte Dozenten und Professoren wie Herzog & de Meuron, Gion A. Caminada oder Miroslav Šik geprägt und ausgebildet wurde. Insbesondere durch letzteren lernte ich, durch Bilder zu entwerfen.
Wie ist das zu verstehen? Man stellt sich den Raum vor, wie er gebaut und ausgestaltet werden könnte, und entwirft ihn dementsprechend. Mittels eines Renderings beziehungsweise einer Fotomontage kann man überprüfen, wie sich die Idee in die umgebende Landschaft oder ins bestehende Stadtbild einfügen wird. Solche Bilder sind auch im Entwicklungsprozess gemeinsam mit der Bauherrschaft sehr hilfreich, da man in technische Pläne sehr viel hineininterpretieren kann. Man darf nicht erwarten, dass jeder Bauherr in der Lage ist, anhand von Grundrissen und Gebäudeschnitten eine realistische Vorstellung dessen zu bekommen, was entstehen wird. Bilder helfen, Missverständnissen vorzubeugen und erleichtern allen Beteiligten zu erkennen, was wir planen und wie es aussehen wird.
Neben Neubauten haben Sie sich auch mit Umbauten und Renovationen einen Namen gemacht. Bei der Sanierung einer Attikawohnung in einem Wohn- und Geschäftshaus in Visp haben Sie ganz neue Perspektiven eröffnet. Wie sind die Ideen hierfür entstanden? Das mehrstöckige Gebäude, das wir umgebaut haben, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt in Visp. Das Konzept dieser Attikawohnung sieht vor, den Innenraum mit dem Aussenraum und der beeindruckenden Aussicht zu verschmelzen. Wir haben interessante Lösungen der Lichtführung realisiert mittels Oberlichtern und einem zentral in der Wohnung gelegenen Lichthof mit Gartencharakter. Sanierungen sind eine faszinierende Aufgabe, weil die Objekte oftmals an sehr interessanten Orten stehen. In unserem Beispiel hat man die ganze Geschichte der Gemeinde Visp vor Augen.
Gut geplant ist halb gebaut, heisst es allenthalben. Lässt sich das auch für Sanierungen so bestätigen, die je nach Alter des Objekts auch manche Überraschung ans Tageslicht bringen? Planung ist das A und O, insbesondere achten wir auf einen detaillierten Kostenvoranschlag, da der Aufwand bei Umbauten und Sanierungen oftmals unterschätzt wird. Je älter ein Gebäude, desto wichtiger ist auch die Einplanung gewisser Reservepositionen für unvorhergesehene Zusatzkosten, da unter Umständen zu wenig aussagekräftige Informationen über die bestehende Substanz dokumentiert sind.
Welche grösseren Projekte beschäftigen Sie derzeit? Ich plane ein neues Wohnhaus mitten in Brig, in einer gewachsenen Strasse mit den für ihre Entstehungszeit typischen Charakteristika. Hier müssen wir ein neues, individuelles Gebäude entwerfen, das aber zum bestehenden städtischen Gesicht passt. Städtebau hat mich schon immer fasziniert und ich gehe mit grossem Respekt an diese Aufgabe.
Was haben die von Ihnen realisierten Werke gemeinsam? Einfachheit in der Materialisierung, Einfachheit in der Formgebung und klare Linien sind Charakteristika, auf die ich grossen Wert lege. Daran orientiere ich mich, um Räume entstehen zu lassen, die der Bewohner respektive Benutzer oder Besucher als angenehm und stimmig empfindet.
Wo finden Sie Ihre persönliche Quelle der Inspiration? Auf Reisen, in anderen Kulturen, aber auch in meiner Heimat, wenn ich beispielsweise ein altes Walliser Haus betrete. Es ist wichtig, seinen Wurzeln treu zu bleiben und weiterzuentwickeln, was unsere Vorfahren aufgebaut haben. Und genauso wichtig ist es, dass dann später auch die nächste Generation unsere Werke weiter nutzen oder an ihnen bauen kann.
Woran messen Sie selbst Ihren Erfolg? Mein Ziel ist es, Architektur zu gestalten, die eine besondere Stimmung in einem auslöst, wenn man ihr begegnet, in der man sich wohlfühlt, wenn man sie betritt, und die in ihren Kontext passt. Ein positives Feedback vonseiten der Bauherrschaft reicht dann schon.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Partner bei der Realisierung eines Projektes aus? Wir arbeiten mit regionalen, ortsansässigen Partnern. Abhängig vom Bauvolumen beauftragen wir dann grössere oder kleinere Unternehmer, um sicherzustellen, dass ihre personellen Kapazitäten dem Auftragsaufkommen entsprechen. Ausschlaggebend ist die Zufriedenheit der Bauherrschaft, deshalb wählen wir verlässliche, kompetente Partner, die auch längerfristig und vor Ort für die Bauherrschaft ansprechbar sind.
Wie viel Architektur braucht der Mensch? Ist Ästhetik am Bau mehr als nur Luxus? Architektur ist erst dann gelungen, wenn sie eine Atmosphäre erschafft, einem Raum Kraft und Ausstrahlung verleiht. Ein Gebäude ohne architektonisches Konzept ist schnell erstellt, aber man sollte sich nicht nur über kurzfristige Kosten Gedanken machen und nicht jedem Trend nacheifern. Hier kommt wieder die Einfachheit in der Materialisierung ins Spiel oder der Einsatz regionaler, zeitloser und nachhaltiger Materialien, wie beispielsweise Holz. Mit entsprechender Architektur lässt sich auch direkt eine Botschaft kommunizieren, wie dies in der Marketingarchitektur umgesetzt wird.
Was machen Sie als Ausgleich zur Architektur? Neben meinen Beruf als Architektin bin ich passionierte Fotografin. In der Briger Burgschaft habe ich seit Anfang Jahr mein eigenes «atelierkathrin», wo ich mich der Porträt- und Peoplefotografie widme. Wie in der Architektur, bin ich auch in der Fotografie stets auf der Suche nach dieser magischen Stimmung und Emotionen.
Mittelpunkt der U-förmig angereihten Bestandesbauten bildet eine Laubengangkonstruktion aus Holz.
Die aus drei Gebäuden bestehende Liegenschaft wurde immer zu hundert Prozent als Büroräumlichkeiten genutzt und während dieser Zeit zum Teil umgebaut. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahr 1925, die zwei anderen wurden etwa 1947 erstellt. Sie waren das Zuhause von Telefonkommunikationsunternehmen wie die Hasler AG, Ascom und der Keymile AG. Nachdem 2017 der Hauptmieter auszog, hat sich die Bauherrschaft entschieden, die Liegenschaften umzunutzen.
Das Konzept überzeugt Mit einem Gesamtleistungswettbewerb hat sie einen Totalunternehmer gesucht, der ein verbindliches Angebot für die Umnutzung der Bestandesgebäude oder die Erstellung von Neubauten einreicht. Die Marti Gesamtleistungen AG hat sich zusammen mit dem Konzept von Brügger Architekten AG gegenüber zwei Konkurrenten durchgesetzt. Obwohl mit dem Umbau das Potenzial auf dem Areal nicht ganz ausgeschöpft wird, hat das Konzept, welches den Erhalt aller drei Gebäude vorsieht, die Bauherrschaft überzeugt.
Raumhöhen von bis zu vier Metern Durch die Transformation der drei Gebäude entstehen auf dem Areal 54 Wohnungen mit einzigartigem Charakter. Raumhöhen von bis zu vier Meter, grosse Fensterflächen, sandgestrahlte Betonoberflächen und ein hochwertiger Ausbau sind charakteristische Eigenschaften dieser Mietwohnungen. Mittelpunkt der U-förmig angereihten Bestandesbauten bildet eine Laubengangkonstruktion aus Holz, welche einerseits als Zugang zu den Wohnungen dient, anderseits aber auch die Balkone der dahinterliegenden Wohnungen beinhaltet. Von den Balkonen bietet sich den Mietern die Sicht auf den privaten Innenhof, der durch die Chaussierung verschiedene Sitz- und Aufenthaltsflächen bietet.
Fassadenbegrünung als weiteres Merkmal Ein weiteres Merkmal der Transformation ist auch die Fassadenbegrünung, welche sich aus dem Innenhof an der Laubengangkonstruktion nach oben rankt. Die Überbauung liegt direkt an der Stadtgrenze von Bern und ist mit dem Bus, aber auch mit dem Velo sehr gut erschlossen. In Fussdistanz sind diverse Sportanlagen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und auch Naherholungsgebiete erreichbar. Im lärmempfindlichen Bereich entlang der Schwarzenburgstrasse finden sich zudem etwa dreihundert Quadratmeter Dienstleistungsflächen. Im Souterrain von zwei Gebäuden werden rund 600 Quadratmeter als Atelier-, Bastel- oder Hobbyräume vermietet. Mit diesem spannenden Nutzungskonzept wird Wohnen, Arbeiten und Freizeit unter einem Dach möglich. ■
Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) baut in den nächsten Jahren am Standort des alten Tramdepots Burgernziel gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft ACHT (wbg8) ein Wohn- und Geschäftshaus. Das Areal liegt an zentraler und gut erschlossener Lage im Kirchenfeldquartier. Ein Projektwettbewerb kürte das Projekt «bärn ost» des Basler Architekturbüros ds.architekten. Das Vorhaben sieht die Realisierung einer einzigen Gebäudefigur vor. Die rund hundert Wohnungen sind vielfältig nutzbar und zweckmässig aufgebaut und ermöglichen verschiedene Haushaltsformen. Die Palette reicht von Kleinwohnungen für Alleinstehende und Paare über Seniorenwohnungen bis hin zu Wohngemeinschaften und Familienwohnungen.
Ein Drittel Familienwohnungen Rund dreissig Prozent der Wohnungen sollen als Familienwohnungen mit vier bis fünf Zimmern konzipiert werden. Entlang der Thunstrasse stehen für Geschäftsräumlichkeiten rund 3’000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Ankermieter im Geschäftsteil wird die Migros. Sie möchte eine Filiale im Erdgeschoss eröffnen. Weiter sind in dem Neubau ein Restaurant mit Gemeinschaftsraum sowie eine altersgemischte Schulklasse (Basisstufe) und eine Kindertagesstätte geplant.
Nachhaltiges Bauen als wichtiges Kriterium Den Projektpartnern sind eine ansprechende Architektur und eine nachhaltige Bauqualität wichtig. Die Überbauung soll für das Quartier und seine Bewohnerinnen und Bewohner einen Mehrwert schaffen sowie ein Begegnungszentrum werden. Für die Investorin, die Gebäudeversicherung Bern (GVB), erfüllt das Projekt zudem die definierten Kriterien bezüglich ökologische und energieeffizientem Bauen, schreibt die GVB in einer Mitteilung. Als Leuchtturmprojekt nachhaltigen Bauens orientiert sich die Überbauung an den Zielvorgaben der 2’000-Watt-Gesellschaft und trägt so zu einem schonenden Umgang mit der Umwelt bei. Der Baubeginn ist im Winter 2019 und der Bezug der ersten Wohnungen Ende 2021 vorgesehen. ■
Bis 2030 wird sich die Zahl der Passagiere zwischen Lausanne und Genf verdoppeln und 100.000 Menschen pro Tag erreichen. Das Programm „Léman 2030“ zielt darauf ab, die Kapazität des Netzes auf dieser Strecke sowie der Stationen Lausanne, Renens und Genf zu erhöhen.
Mehrere Infrastrukturprojekte Das Programm „Léman 2030“ gliedert sich in mehrere Infrastrukturprojekte: Die Erweiterung der Bahnsteige ermöglicht den Betrieb von 400-Meter-Zügen und die Erhöhung der Kapazität der Eisenbahnknoten um Lausanne und Genf, um die Tarife in den Zügen zu erhöhen. regionale Netzwerke. Mit der Sanierung der Bahnhöfe sollen die Bedürfnisse der Fahrgäste und des Schienenverkehrs besser erfüllt werden, indem sie an die deutlich gestiegene Zahl der Personen angepasst werden, die sie passieren werden, wie die Projektmanager hervorheben. Das Projekt wird gemeinsam vom Bundesamt für Verkehr, CFF sowie den Kantonen Waadt und Genf unterstützt. Schließlich sieht das Programm „Léman 2030“ vor, die Anzahl der Sitze zwischen Lausanne und Genf zu verdoppeln und einen Viertelstundensatz für die RER des Kantons Waadt und die RER franco-valdo-Genevois („Léman Express“) By einzuführen 2030.
Das große Bahnhofsprojekt Lausanne umfasst die gesamte bestehende Station. Es geht hauptsächlich um die Verbreiterung und Verlängerung der Bahnsteige, die Erweiterung der Durchgänge unter den Gleisen und des Fußbodens der Geschäfte, den Durchgang unter dem historischen Bahnhofsgebäude und den Neubau des Gebäudes südlich des Bahnhofs.
Arbeiten ohne Betriebsunterbrechung Die Arbeiten werden ohne Betriebsunterbrechung durchgeführt, was die Komplexität des Projekts erhöht. Die geplante Verlegung des als Denkmal denkmalgeschützten, erhaltenen, aber erhöhten historischen Daches der Station stellt für Ingenieure eine besonders anspruchsvolle Herausforderung dar, erläutern die Verantwortlichen des Projekts. Die im Rahmen des Projekts verwendete BIM-Gebäudemodellierungsmethode (Building Information Modeling) reduziert die Koordinierungsaufgaben zwischen dem öffentlichen Auftraggeber und den beteiligten Unternehmen erheblich. Pöyry Schweiz spielt im Rahmen der 4G Engineering Community eine führende Rolle beim Bauprojekt und bei der Realisierung. Das Investitionsvolumen dieses Großprojekts beträgt mehr als drei Milliarden Franken. ■
Im Baukredit für das Projekt SSZ sind nur die Massnahmen eingerechnet, die zur Umsetzung des Raumprogramms erforderlich sind. Dazu gehören der Umbau der Räume der Schulverwaltung, der Einbau eines Lifts und der Ersatz des Blockheizkraftwerks. Geplant war, darüber hinausgehende Unterhaltsmassnahmen wie bis anhin im laufenden Betrieb umzusetzen. Durch das Auslagern des Schulbetriebs und den damit verbundenen Leerstand des Schulhauses Burghalde 1 bietet sich nun die einzigartige Gelegenheit werterhaltende Sanierungsmassnahmen, die zurückgestellt wurden, vorzuziehen und diese koordiniert mit dem Sekundarstufenzentrum kostengünstiger umzusetzen.
Zwingend notwendige Massnahmen Die Sanierung des Schulhauses erfolgt in zwei Etappen. Die Sanierungsmassnahmen der ersten Etappe sollen zusammen mit Se- kundarstufenzentrum umgesetzt werden. Es handelt sich dabei um Massnahmen, die zwingend notwendig sind und deren Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt unter laufendem Betrieb mit erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden wäre. • Saniert und ersetzt werden vor allem sämtliche Dächer. • Bei der Fassade wird der Putz saniert und die Gläser der Fenster sowie der Sonnenschutz erneuert. • Im Inneren werden sämtliche Nassräume (WCs und Duschen) inkl. Haustechnik erneuert.
Die Sanierungsmassnahmen der zweiten Etappe sollen spätestens ab 2030 umgesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt müssen sämtliche Unterrichtsräume saniert werden (Boden-, Wand- und Deckenbeläge, technische Installationen und Einbauten).In voraussichtlich sechs Unteretappen werden die Sanierungsmassnahmen in diesen Räumen jeweils in den Sommerferien umgesetzt. ■
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