Kategorie: Sanierung

  • Bautätigkeit geht zurück

    Bautätigkeit geht zurück

    Dem Immobilienbarometer der Zürcher Kantonalbank (ZKB) für das zweite Quartal 2021 zufolge hat die Zahl der projektierten Wohnungen in Baugesuchen gegenüber 2018 um 23 Prozent abgenommen. Den Analysten der ZKB zufolge hängt dies mit hohen Leerständen in peripheren Regionen zusammen, auf die Investoren entsprechend reagiert hätten. In urbanen Zentren mit geringem Leerstand ziehe die Bautätigkeit teilweise wieder an, heisst es im Barometer.

    Als Beispiel werden dort Lausanne und Zürich genannt. In den Kantonen Genf und Basel-Stadt haben die Analysten hingegen einen Rückgang der Bautätigkeit beobachtet. Sie führen diesen auf für urbane Gebiete typische hohe regulatorische Hürden und knappes Bauland zurück. Insgesamt halten die Analysten jedoch fest, „dass neue Wohnungen vermehrt dort geplant werden, wo die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist“.

    Im Kanton Zürich halte der von der Pandemie verstärkte Wunsch nach den eigenen vier Wänden weiter an, wird im Barometer weiter erläutert. Die Preise für Eigenheime haben ihm zufolge gegenüber Vorjahr um 5,5 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 2,9 Prozent zugelegt. Gleichzeitig machen die Analysten ein Schrumpfen des auf Immobilienportalen inserierten Angebots aus. Sie erklären dies damit, dass viele Objekte von regionalen Maklern vermarktet oder bereits vor Baubeginn verkauft werden. Für dieses und das folgende Jahr gehen die Analysten schweizweit von einem Nachfrageüberhang auf dem Markt für Wohneigentum aus.

  • Jaisli-Xamax arbeitet an Schulanlage Vechigen

    Jaisli-Xamax arbeitet an Schulanlage Vechigen

    Das Elektrounternehmen Jaisli-Xamax aus Dietikon führt bei der Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Stämpbach in Vechigen sämtliche Elektroinstallationen aus. Laut Bericht in der Mitarbeiterzeitung Brilli’s News erfolgen die Arbeiten während der drei Realisierungsabschnitte während des weiterlaufenden Schulbetriebs. „Eine Herausforderung war, die  Arbeiten während laufendem Schulbetrieb auszuführen“, wird der bauleitende Monteur Adrian Thürig zitiert. Dennoch habe man „eine saubere Leistung erbringen“ können.

    Die Arbeiten erfolgen in drei Etappen. Bei der ersten Bauetappe wurden laut der Mitteilung von Jaisli-Xamax der Neubau des Kindergartens, der Tagesschule, des Spezialtrakts und des Zwischentrakts sowie die Sanierung der beiden Turnhallen realisiert. Die Sanierung des Klassetraktes Ost und die Erweiterung der Gruppenräume seien in der zweiten Bauetappe realisiert worden. Die Arbeiten der dritten Bauetappe dauern noch an. Dabei wird der Klassentrakt West saniert.

    Laut Projektleiter Luciano Matturro von Jaisli-Xamax ist die Zusammenarbeit mit allen am Bau Beteiligten und mit der Schule reibungslos verlaufen. Er sei stolz, wird Matturro zitiert, dass das Team vor Ort seine Arbeit während des Schulbetriebes gut gemeistert habe. Matturro: „Jetzt befinden wir uns im Endspurt, um die dritte Bauetappe erfolgreich zu beenden.“ An dem Projekt im Kanton Bern haben auch zwei Lernende von Jaisli-Xamax mitgearbeitet.

  • Gesamtsanierung der Kantonsschule Olten

    Gesamtsanierung der Kantonsschule Olten

    Bereits seit fünf Jahren sind die Arbeiten an der Kantonsschule Olten im Gange. Rund 1000 Schüler und Schülerinnen werden an der 1973 von den Architekten Marc Funk und Hans-Ulrich Fuhrimann fertiggestellten Schule unterrichtet. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten. Beauftragt wurde das auf Bauerneuerungsstrategien spezialisierte Architekturbüro Batimo AG Architekten SIA aus Olten, das schon zahlreiche Schulgebäude saniert hat.

    «Um den Schulbetrieb nicht allzu stark zu beeinträchtigen, haben wir nach Vorgabe und in Absprache mit der Schulleitung die lärmintensivsten Arbeiten auf die Schulferien verlegt», erklärt Dario Pagliari – er ist für die Bauleitung seitens der Batimo AG zuständig. Die Gesamterneuerung umfasst eine Komplettsanierung der Haustechnik und der Fassade, leichte Grundrissanpassungen, die Behebung technischer Mängel sowie eine Anpassung an die heute geltende Norm in Punkto Brandschutz, Erdbebensicherheit und Energieeffizienz.

    Grosses Augenmerk liegt dann auch auf der verbesserten Energieeffizienz: Die modifizierte Gebäudehülle, ein optimiertes, natürliches Lüftungskonzept sowie eine Erdsonden-Wärmepumpenanlage und der Einbau einer Solaranlage reduzieren den Energieverbrauch der Gebäude um rund 67 Prozent. Der jährliche CO2-Ausstoss wird damit um 732 Tonnen verringert, was mit einer jährlichen Einsparung an Energiekosten von rund 200’000 Franken zu Buche schlägt.

    Die Arbeiten wurden in verschiedenen Etappen gegliedert: «Direkt am Anfang haben wir die Fenster ersetzt und die Isolierungsarbeiten im Innern wie auch auf den Flachdächern vorgenommen», erklärt Pagliari. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten am Hallenbad, der Mensa, Aula sowie der Werkräume und Turnhallen. Derzeit würden die Räumlichkeiten an die veränderten Bedürfnisse des Schulbetriebs angepasst, wie der Bauleiter erklärt. Ein Stockwerk könne in einer jeweils drei Monate dauernden Etappe saniert werden. Die Schüler der entsprechenden Klassen werden derweil im eigens errichteten Schulprovisorium mit acht Schulzimmern unterrichtet. Insgesamt gibt es zwei Schultrakte à zehn und fünf Stockwerke.

    Die letzte Etappe wird Umgebungsarbeiten sowie die Sanierung der Sportplätze und Tiefgarage umfassen. Nach Abschluss aller Arbeiten soll die Kantonsschule Olten an ihrer besonderen Lage im erhöht liegenden Waldgelände unweit des Bahnhofs fit für weitere 40 Betriebsjahre sein.

  • Eine attraktive Zukunft für den Konnex

    Eine attraktive Zukunft für den Konnex

    Das Konnex-Gebäude an der Brown-Boveri-Strasse 7 in Baden sorgte bereits nach seiner Fertigstellung im Jahr 1995 für Aufsehen: Rund 150 Millionen Franken liessen sich die Eigentümer das einstige Vorzeigeobjekt der energiesparenden Bauweise kosten. Als Architekt für den Bau mit damals 2100 Arbeitsplätzen zeichnete der mittlerweile verstorbene Theo Hotz verantwortlich.

    2015 übernahm der US-Konzern General Electric die Energiesparte von Alstom Power und damit auch die Angestellten im Konnex. Doch Anfang 2020 kündete das Unternehmen seinen grossflächigen Rückzug aus der Schweiz an. Nach dem Auszug der letzten Angestellten steht das 42’500 Quadratmeter umfassende Gebäude seit dem 31. März 2021 leer.

    Doch dies soll sich schon bald ändern: Unter der Schirmherrschaft der Brandenberger+Ruosch AG (B+R) wurde im Auftrag der Eigentümerschaft eine neue Nutzung als Multi-Tenant-Gebäude erarbeitet. B+R ist hierbei für die Projektinitiierung bis hin zur Vermarktung und Inbetriebnahme gegenüber den Eigentümern verantwortlich. Als Generalplaner wurde wiederum die Theo Hotz Partner AG verpflichtet.

    Obschon das Gebäude bereits beim Bau für eine flexible Nutzung konzipiert wurde, sind einige Anpassungen erforderlich: «Wir planen Mietflächen ab 550 Quadratmeter. Diese müssen individuell zugänglich gemacht werden. Die Nebenkosten sollen in Zukunft für jede Fläche einzeln abgerechnet werden können», erklärt Thomas Andermatt von der B+R. Ab 1. Juli können die ersten Mieter für die Zwischennutzung einziehen. Für die künftigen Dauermieter gilt der 1. Juli 2022 als Stichtag. Auf Wunsch bietet die Projektorganisation die Planung und Ausführung des individuellen Mieterausbaus an.

    Das Konnex-Gebäude aus der Vogelperspektive.

    Attraktiver und belebter dank Mix-Use
    Auch äusserlich hat der Konnex Auffrischungsbedarf: «Die Gebäudehülle wird saniert und die Umgebung neu gestaltet. Wir ersetzen die Flachdächer und rüsten sie mit Photovoltaik-Anlagen aus. Zudem muss der Sonnenschutz verbessert werden», sagt Andermatt. Das Gebäude sei bereits an die Fernwärme der Stadt Baden angeschlossen; nun komme die Fernkühlung dazu. Andermatt: «So können wir die Energieeffizienz weiter erhöhen.»

    Im direkten Vergleich zum Entwicklungsstand des ABB-Areals in Zürich-Oerlikon hinke das Areal in Baden zurzeit deutlich nach, ergänzt Andermatt. Und: «In Oerlikon haben wir ein attraktives Areal mit einer starken Kombination aus verschiedenen Wohnformen, Arbeiten, Schulen sowie Gastro- und Freizeitmöglichkeiten. Das Areal in Baden ist attraktiv – aber Stand heute fehlt ihm das Leben ausserhalb der Arbeitszeiten», ist er überzeugt. Der Konnex will seinen Beitrag zu einer attraktiveren Arealgestaltung leisten: «Im Erdgeschoss planen wir verschiedene Gastroeinheiten und Dienstleistungseinrichtungen wie beispielsweise eine Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten und ein Ambulatorium», verrät Andermatt.

    Die Projektentwicklung erfolgt in enger Absprache mit der Stadt Baden. Das ABB-Areal soll künftig einen Mix aus gewerblichem Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungsangeboten umfassen. Der Konnex wird den Hauptfokus im Bereich der Büronutzung zwar beibehalten, diesen aber so attraktiv wie möglich gestalten. «Wir planen verschiedene Begrünungszonen im Innern und auch ausserhalb des Gebäudes.» Erste Mietvertragsverhandlungen seien bereits im Gange. Für Andermatt ist klar: «Der neue Konnex sowie das gesamte ABB-Areal in Baden werden in Zukunft mindestens genauso attraktiv sein wie dasjenige in Zürich-Oerlikon.»

  • Pestalozzi Haustechnik eröffnet neues Kunststofflager

    Pestalozzi Haustechnik eröffnet neues Kunststofflager

    Die zur Dietiker Pestalozzi Gruppe gehörende Pestalozzi Haustechnik hat in Dietikon ein neues Kunststofflager mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dieses neue Lager bietet Produkte für den Bereich Tiefbau/Versorgung an, also beispielsweise Kanal- und Sickerrohre sowie Formstücke.

    Durch das neue Lager kann Pestalozzi nun auch für diese Produkte einen 24-Stunden-Lieferservice anbieten. Dafür wird die eigene Transportflotte eingesetzt. Aber die Kunden können ihre Produkte auch selbst am neuen Lager abholen. Für den Kauf steht ihnen rund um die Uhr der E-Shop von Pestalozzi zur Verfügung.

    Neben der Haustechnik zählen auch die Bereiche Stahltechnik, Gebäudehüllen (GABS) und Logistik (Transstahl) zur Pestalozzi Gruppe. Diese kann nun Produkte für Sanitär, Heizung, Versorgung und Tiefbau aus einer Hand und an einem Ort anbieten.

  • Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Hächler Gruppe macht Stadtturm Baden zukunftssicher

    Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten der Hächler-Gruppe haben in Baden einen Wasserschaden am Stadtturm repariert. Der Schaden war laut Medienmitteilung des Baukonzerns aus Wettingen in 30 Metern Höhe entstanden und hatte das gesamte Tuffstein-Mauerwerk mit Wasser gesättigt.

    Um nach Beendigung der Reparatur solche Wasserschäden in Zukunft zu vermeiden, werde modernste Technologie an dem historischen Bau eingesetzt. Es werde jedes Jahr eine Kontrolle der Abflüsse mittels einer Drohne geben, heisst es in der Mitteilung.

    Reto Schwitter – Polier, Umbau und Renovation Historische Bauten bei Hächler – berichtet in der Medienmitteilung den Hergang. Am 22. Dezember habe die Abteilung Umbau und Renovation der Hächler AG eine Notfallnachricht mit der Information erhalten, dass Grundputzstücke vom Stadtturm Baden herunterfallen. Der Schaden wurden am nächsten Morgen mithilfe der Auto-Drehleiter der Stützpunktfeuerwehr Baden in 30 Metern Höhe begutachtet.

    Die Schadstelle sei gereinigt worden, aber der viele Schnee und Regen in den darauffolgenden drei Wochen, gefolgt von Nachtfrost hätten den Schaden verschlimmert und weitere Putzstücke fielen herunter, berichtet der Polier. Im Januar musste ein Schutznetz montiert werden. Im März wurde der Stadtturm von den Hächler-Spezialisten für die Sanierung von historischen und denkmalgeschützten Bauten eingerüstet. Dabei wurde das voll Wasser gesogene historische Baumaterial ausgemacht. Nach einer Austrocknungsphase konnte der Aufbau wieder erfolgen, berichtet Polier Schwitter. Nun müsse noch eine neue Dachrinne angebracht werden und dann gelte es, den Badener Stadtturm in 30 Metern Höhe regelmässig zu kontrollieren – per Drohne.

  • JED bekommt Neon und Ikonen

    JED bekommt Neon und Ikonen

    Das JED in Schlieren soll um Kunst am Bau ergänzt werden, informiert ein entsprechender Bericht auf dem Internetauftritt des Zentrums in Schlieren. Kunst am Bau sei identitäts- und sinnstiftend und weise den Weg, heisst es dort eingangs. Für die Realisierung der Kunstwerke im JED hat die Eigentümerin Swiss Prime Site die Künstler Roland Ammann und Gregory Gilbert-Lodge verpflichtet.

    Glasbläser Roland Amman kommt vom Neonhaus Ammann und hat sich nach der Umstellung der Lichtwerkbranche von Neon auf LED der Kreation dreidimensionaler Kunstwerke aus Neon gewidmet. Für das JED wird er drei übergrosse Buchstaben, ein J, ein E und ein D erschaffen. Das erste Kunstwerk hat Amman bereits an der Decke der Barista Bar Jake installiert. Das auf den ersten Blick wie ein fragiles leuchtendes Knäuel wirkende Objekt entpuppe sich bei genauerem Hinsehen als ein J, heisst es im Bericht. „Ich mag es, wenn meine Kunst mehrere Ebenen hat und das Verborgene erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar wird“, wird Künstler Ammann dort zitiert.

    An der Wand der Barista Bar können Besuchende auch bereits das erste Kunstwerk von Gregory Gilbert-Lodge im JED betrachten. Der unabhängige Illustrator hat die Bar mit einem in Grün gehaltenen übergrossen Porträt ihres Namensgebers Jake versehen. Jake soll das Gebäude J repräsentieren und der Bar „ein Antlitz“ geben, heisst es im Bericht.

    Für die Gebäude E und D hat Gilbert-Lodge Porträts von Eve und Didi entworfen. „Die fiktiven Figuren im JED sollen als Ikonen wirken“, erläutert der Künstler im Bericht. Die von ihnen verkörperten Werte und Vorstellungen, „gar ein Lebensgefühl“, würden die Ikonen den einzelnen Gebäuden mitgeben, meint Gilbert-Lodge.

  • Implenia saniert Stadtautobahn St.Gallen

    Implenia saniert Stadtautobahn St.Gallen

    Das Bundesamt für Strassenbau hat die ARGE Stadtautobahn mit der Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen zwischen den Anschlüssen St.Gallen West und St.Gallen Ost beauftragt, erläutert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon ist mit 30 Prozent an der ARGE Stadtautobahn beteiligt. Implenia wird bei der Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen neben Bauleistungen auch die kaufmännische Leitung des Projekts übernehmen.

    Die Instandsetzungsarbeiten sollen Ende Mai begonnen und bis Ende 2024 abgeschlossen werden, erläutert Implenia in der Mitteilung weiter. In diesem Zeitraum werden Beläge, Entwässerung, Randabschlüsse und Lärmschutzwände erneuert sowie einige Brücken, Galerien, Stützkonstruktionen und der Tunnel Stephanshorn saniert. Zudem ist der Neubau einer Passerelle geplant.

    „Die Sanierung der Stadtautobahn St.Gallen ist ein komplexes Grossprojekt“, wird Christian Späth in der Mitteilung zitiert. Der Head Division Civil Engineering Implenia freut sich darauf, bei der Ausführung des Projekts „das geballte Know-how von Implenia im Brücken-, Tunnel- und Strassenbau mit unserer umfangreichen Erfahrung in der Steuerung grosser Infrastrukturprojekte kombinieren zu können“.

  • Neues Leben für die alte Spinnerei

    Neues Leben für die alte Spinnerei

    «Das Siegerprojekt wurde einerseits aufgrund der städtebaulichen Strategie auf dem nördlichen Areal, andererseits aufgrund des respektvollen Umgangs mit den denkmalgeschützten Altbauten ausgewählt», sagt der leitende Architekt Urs Oechslin von den Zürcher Lilin Architekten. Die beiden neuen, für unterschiedliche Nutzungen vorgesehenen Gebäudeensembles im Vordergrund der Spinnerei stellen durch ihren am Ort verankerten Städtebau den Bezug zum Kontext her. Die volumetrische Differenzierung ist vom vorhandenen Siedlungsmuster des verstädterten Dorfs abgeleitet. Die Teilvolumen sind punkto Tiefe und Höhe gestaffelt und ermöglichen verschiedene Ausblicke auf die Spinnerei. Die Gebäudetypologie vermittelt so mit grosser Eigenständigkeit zwischen den dörflichen Einzelbauten und dem grossmassstäblichen Spinnereigebäude. Das Spinnereiareal erhält auf diese Weise ein neues, urbanes Gesicht, in dem sich die verschiedenen Identitäten der Baugeschichte überlagern.

    Gewünschte Langlebigkeit
    Unmittelbar nach dem Studienauftrag wurde das Gesamtprojekt konkretisiert, begleitet von der Bauherrschaft, den Baubehörden, der Denkmalpflege und mit Vertretern aus dem Beurteilungsgremium sowie der Nachbarschaft: «Wir stehen kurz davor, den Entwurf des Bebauungsplans und des Richtprojekts in eine erste behördliche Vernehmlassungsrunde zu geben», so Oechslin. Es sei nicht leicht, um die Spinnerei herum einen Gebäudepark aufzubauen, der mit der Qualität des Denkmals mithalten könne und dessen Schönheit und Nutzen die gewünschte Langlebigkeit garantiere. In der unmittelbaren Nachbarschaft eines solchen Denkmals seien die Anforderungen an die architektonische Qualität sehr hoch. Die mit Ästhetik verbundene kulturelle Akzeptanz sei für den Wert der Immobilie massgebender als manche technische Innovation. Was öffentlich nicht mehr gefalle, werde früher oder später abgerissen. Was hingegen einen sozialen und kulturellen Stellenwert geniesse, bleibe bestehen. Die wirkliche Bedeutung eines Hauses liege letztlich darin, welchen Beitrag es auf lange Sicht für das öffentliche Leben leiste. Urs Oechslin: «Wenn es gelingt, der Bevölkerung, der Gemeinde Baar und der Eigentümerschaft einen Erlebnisort mit grosser Anziehungskraft in Aussicht zu stellen, dann wird in der Folge das Projekt von allen behördlichen Instanzen gutgeheissen. Es wird politisch mehrheitsfähig und von der breiten Bevölkerung mitgetragen.»

    Nachhaltige Erneuerung
    Seit geraumer Zeit dient die «Spinni» nicht mehr dem Zweck, für den sie ursprünglich gebaut wurde. Seit der Aufgabe der Produktion haben sich in den Räumen unterschiedlichste Nutzungen etabliert. Die klare und einfache Gebäudestruktur des Spinnereigebäudes ist deshalb funktional nachhaltig, weil darin integrierte Nutzerausbauten problemlos an Veränderungen anpassbar sind. Die so erreichte, qualitativ hochwertige Langlebigkeit der Grundstruktur wird auch für die neuen Bauten angestrebt. Deshalb wird sie für die neuen mischgenutzten Gebäude adaptiert. Dadurch ist die vorgeschlagene Gebäudestruktur nicht an eine spezifische Nutzung gebunden und überdauert künftige Erneuerungsprozesse.

    Ein stimmiges Ganzes
    Die historisch und baulich begründete starke Identität des Areals ist ein grosser Fundus, aus dem beliebig viele Ideen realisiert werden können. Es gilt immer wieder aufs Neue, geeignete Mittel zu finden, um diese Identität weiter zu entwickeln, neu zu interpretieren und zu ergänzen. So soll die hohe gesellschaftliche Akzeptanz, welche das Areal heute geniesst, weiter ausgebaut werden. «Unsere Motivation besteht darin, mit der intelligenten Verknüpfung von architektonischen, landschaftsarchitektonischen und nutzungsspezifischen Interventionen auf dem Areal der alten Spinnerei an der Lorze einen neuen, etappierbaren Siedlungsteil zu entwerfen», sagt Oechslin. Und weiter: «Dieser übernimmt die bestehenden Qualitäten und ergänzt sie adäquat und respektvoll. Die anspruchsvollen kulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und baurechtlichen Vorgaben sollen im Interesse aller Beteiligten in einem stimmigen Ganzen vereint werden.»

    Die neue «Spinni»-Nutzung will gut überlegt und geplant sein.
  • Coop macht aus Basler Warenhaus ein Luxushotel

    Coop macht aus Basler Warenhaus ein Luxushotel

    Die BâleHotels-Gruppe, die zu Coop gehört, eröffnet ein 4-Sterne-Boutique-Hotel mitten in der Altstadt von Basel. Das Hotel Märthof wird seine Türen am 28. Juli 2021 öffnen. Der Umbau des historischen Gebäudes wurde 2019 begonnen. Seine Neubarock-Fassade bleibe erhalten und werde mit grosszügigen Fensterfronten kombiniert, heisst es in einer Mitteilung von Coop. Ab 1983 war in dem Komplex ein Warenhaus untergebracht.

    Im Märthof werden 68 hochwertig gestaltete Zimmer ebenso Platz finden wie das Restaurant Bohemia mit grosszügiger Bar und einer Terrasse direkt am Marktplatz. Zudem verfügt das Hotel über einen Fitness- und Wellnessbereich, einen Bankettraum und eine Dachterrasse.

    Damit investiere die BâleHotels-Gruppe weiter in den Standort Basel, so Coop. Die BâleHotels-Gruppe betreibt in Basel, Muttenz BL und Bern fünf Hotels.

  • Renovierung von Mandarin Oriental Palace Luzern kommt voran

    Renovierung von Mandarin Oriental Palace Luzern kommt voran

    Das Hotel Palace Luzern wird derzeit umfassend renoviert. Es soll im kommenden Frühjahr als Mandarin Oriental Palace Luzern erneut eröffnet werden.

    Die Modernisierung schreitet voran, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. So wurde nun die zur Bündner Baulink AG gehörende Invita Hospitality Projects mit der Abwicklung von FF&E (Furniture, Fixtures & Equipment) und SOE (Small Operating Equipment) beauftragt.

    Konkret wird Invita dabei für den Einkauf der losen Einrichtungsgegenstände für die 146 Zimmer und Suiten und die Umgestaltung der öffentlichen Bereiche zuständig sein. Im Spa- und Fitnessbereich hat die Baulink-Tochter sogar den gesamte Fachkoordinationsauftrag erhalten. Ausserdem koordiniert sie auch die Umgestaltung der öffentlichen Bereiche, zu welchem etwa der Gastronomiebereich sowie Konferenz- und Tagungsräume gehören.

    Die Innenarchitektur wird derweil vom Büro Jestico & Whiles aus London übernommen. Architektonisch wird das Projekt vom Büro Iwan Bühler Architekten aus Luzern begleitet.

    Das Hotel befindet befindet sich inmitten der Stadt Luzern, unmittelbar am Ufer des Vierwaldstättersees.

  • Bahnhofareal von Domat/Ems wird umgebaut

    Bahnhofareal von Domat/Ems wird umgebaut

    Das Bahnhofareal der Gemeinde Domat/Ems erhalte „ein neues Gesicht“, schreibt die Rhätische Bahn (RhB) in einer Mitteilung. Ihr zufolge wird das Bündner Bahnunternehmen den Bahnhof Domat/Ems erneuern und behindertengerecht umbauen. „Wir bauen einen modernen Bahnhof, der an die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden und an diejenigen der Gemeinde angepasst ist“, wird RhB-Direktor Renato Fasciati in der Mitteilung zitiert.

    Konkret will die RhB beide Perrons am Bahnhof verlängern und zum Teil überdachen. Zudem soll eine Personenunterführung gebaut und mit behindertengerechten Rampen und Treppen ausgestattet werden. Die Gemeinde Domat/Ems steuert zwei Personenlifte bei. Darüber hinaus plant die RhB, bei den drei gesicherten Bahnübergängen Gehwege und Strasse mit einer durchgehenden Trennung auszustatten.

    Die Gemeinde Domat/Ems geht gleichzeitig umfangreiche Änderungen im Bahnhofareal an. Herzstück der Baupläne ist ein neues Geschäfts- und Wohnhaus direkt am Perron. Der viergeschossige Bau werde im Erdgeschoss Raum für publikumswirksame Nutzungen und in den übrigen drei Geschossen Wohn- und Büroraum bereithalten, heisst es in der Mitteilung. Zudem ist unter anderem eine neuer Platz an der Südseite des Bahnhofs vorgesehen. Die Zahl der am Bahnhof verfügbaren Veloparkplätze wird auf rund 300 Plätze aufgestockt. Alle von Gemeinde und Bahnunternehmen geplanten Bauarbeiten sollen im Sommer 2023 abgeschlossen sein.

    „Für die Gemeinde Domat/Ems ist eine gute Verkehrsanbindung zentral – für die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler, aber auch als bedeutender Gewerbe- und Industriestandort“, wird Gemeindepräsident Erich Kohler (CVP) in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Gesamtprojekt entsteht ein modernes, funktionales Bahnhofareal, welches hohe Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit und publikumsorientierten Nutzungen optimal erfüllt.“

  • Hirslanden Klinik St. Anna wird erneuert

    Hirslanden Klinik St. Anna wird erneuert

    Die Hirslanden Klinik St. Annain Luzern beginnt im März mit der Erneuerung ihrer Infrastruktur. Dies geht aus einer Mitteilung der Klinik bei LinkedIn hervor. Zunächst wird an einem Erweiterungsbau (Trakt G) gearbeitet, welcher sich auf dem Gebiet des heutigen Innenhofs zwischen Parkhaus und Klinik befinden wird. Dort wird unter anderem das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin untergebracht.

    Ab 2023 soll im Rahmen einer zweiten Etappe der Rückbau von zwei Gebäudeteilen starten, die teilweise noch aus der Gründerzeit der Klinik stammen. Diese Gebäudeteile werden durch einen Neubau (Trakt A+) ersetzt. Dieser soll zum neuen Herz des zukünftigen Klinikbetriebs werden.

    Das gesamte Bauprojekt soll 2027 abgeschlossen werden. Einem Artikel der „Luzerner Zeitung“ zufolge investiert Hirslanden insgesamt mehr als 100 Millionen Franken in die Erneuerung.

    „Mit dem Bauprojekt schlagen wir eine Brücke in die Zukunft“, lässt sich Klinikdirektor Martin Nufer im Artikel der „Luzerner Zeitung“ zitieren. Die Investition ermögliche es auch, Angebotslücken zu schliessen. „In der Onkologie zum Beispiel können wir dank des Umbaus endlich auch die Radiotherapie anbieten, für die es spezielle Geräte und Räumlichkeiten braucht. Dafür hatten wir im heutigen Gebäude schlicht zu wenig Platz“, so Nufer.

    Die Luzerner Klinik St. Anna wurde im Jahr 1911 von der Gemeinschaft der St. Anna-Schwestern gegründet und ist seit 2005 Teil der Privatklinikgruppe Hirslanden.

  • Jaisli-Xamax baut Traditionsfirma Beyer in Zürich um

    Jaisli-Xamax baut Traditionsfirma Beyer in Zürich um

    Die Mitarbeiterzeitung Brilli’s News der Jaisli-Xamax AG  in Dietikon hat den Umbau des Zürcher Traditionsunternehmens Beyer Uhren & Juwelen zum 260-jährigen Bestehen zum Anlass für ein Interviewmit Geschäftsführer René Beyer genommen. Unter dem Titel „Zeit für Neues“ berichtet Beyer darin von der guten Zusammenarbeit mit dem Baumanagement von Palmieriund dem für alle elektrischen Aspekte zuständigen Team von Jaisli-Xamax. Dieses „eingespielte Team“ habe schon vor neun Jahren einen ersten Umbau vollzogen und jetzt den im Sommer abgeschlossen Umbau zum Firmenjubiläum.

    Beyer wird zitiert: „Das ist nicht der erste Umbau mit dem Team der Jaisli-Xamax AG. Nicht nur bei Umbauten, auch bei diversen Unterhaltsarbeiten unter dem Jahr darf ich auf die zuverlässigen Fachkräfte Ihres Unternehmens zählen.“ Er schätze an der Zusammenarbeit, dass er die Fachkräfte alle persönlich kenne. Bei der Jaisli-Xamax AG herrsche ein familiäres Klima sowie ein Miteinander. „Mir ist es wichtig, einen kompetenten Partner an Bord zu haben, der auch ‚ieferet‘ und nicht nur ‚laferet‘“, so Beyer weiter.

    Zur Motivation für die Totalrenovierung sagt Beyer, er müsse schon an die Übergabe des Geschäfts an die nächste Generation denken und habe deshalb die Uhren- und Juwelen-Boutique mit einem besonderen Wohlfühl-Ambiente ausstatten wollen. Beyer: „Das mag vielleicht nach platter Marketingstrategie tönen, doch schlussendlich ist es wirklich das, was wir den Kundinnen und Kunden bieten können im Gegensatz zu den zahlreichen Online-Anbietern.“

  • Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Mit Constructive Alps werden Projekte ausgezeichnet, die im Hinblick auf nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen überzeugen können. Die Schweiz und Liechtenstein haben diesen Preis nun zum fünften Mal vergeben, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Insgesamt sind knapp 330 Projekte eingereicht worden. Eine Jury hat daraus zehn Beiträge ausgewählt, von denen die ersten drei insgesamt 50’000 Franken erhalten. Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez hat den ersten Platz erreicht.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez ist damit eines der Projekte, welche zeigen, dass Architektur Ästhetik und Klimavernunft kombinieren kann, wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) heisst. Das Gebäude des Zentrums setze auf eine möglichst einfache Bauweise und eine lange Lebensdauer. Kanton und Architekt Andy Senn hätten somit im Hinblick auf die Klimaeffizienz neue Massstäbe gesetzt. Eine Montagehalle in Vorarlberg und ein Berggasthaus in Glarus haben es auf die Plätze zwei und drei geschafft. Neben sieben Anerkennungspreisen ist auch erstmals ein Publikumspreis ermittelt worden.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez besteht aus Tagungszentrum, Gutsbetrieb, Staatswingert und Obstanlage. Gemeinsam mit den Praxisversuchsparzellen in Flawil wird es vom Landwirtschaftlichen Zentrum SG (LZSG) betrieben. Dieses verfügt auch über Beratungsstellen in Kaltbrunn und Sargans.

  • Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Rund um den Bahnhof Lancy-Pont-Rouge soll ein neues urbanes Zentrum entstehen. Hier habe Implenia bereits drei Gebäude als Totalunternehmer für Swiss Prime Site errichtet, informiert das Bau- und Immobilienunternehmen aus Dietlikon in einer Mitteilung. Nun soll Implenia ein weiteres Gebäude für die Solothurner Immobiliengesellschaft realisieren. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 132 Millionen Franken.

    Konkret hat Implenia den Auftrag für die Überbauung Alto Pont-Rouge erhalten. Sie ist als 15-stöckiges Gebäude zuzüglich dreier Tiefgaragenebenen mit einer Nutzfläche von insgesamt 35’000 Quadratmetern angelegt. Die Flächen sind hauptsächlich für Büros vorgesehen, kleinere Flächen sollen als Lebensmittelläden und Restaurants genutzt werden. Kern des Gebäudekomplexes bildet ein zentrales Atrium mit Glasfassaden.

    Die Überbauung werde „höchste Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen und mindestens nach SNBS Gold zertifiziert sein“, erläutert Implenia in der Mitteilung. Der Beginn der Bauarbeiten ist für diesen November vorgesehen, im Juni 2023 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. Für Jens Vollmar, Head Division Buildings, ist der neue Auftrag „auf Basis einer langjährigen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Swiss Prime Site und Implenia zustande gekommen“.

  • Die Überbauung amRietpark  ist grösser als 17 Fussballfelder

    Die Überbauung amRietpark ist grösser als 17 Fussballfelder

    A uf dem ehemaligen Industriegelände der Leimfabrik Geistlich in Schlieren entsteht unter der Bauherrschaft von Helvetia Versicherungen und der Geistlich Immobilia AG die 2. Etappe des neuen Quartiers «amRietpark»: Zusammen mit dem Färbi-Areal misst die Fläche 125’000 Quadratmeter und umfasst über 17 Fussballfelder. Wo einst Stoffe gefärbt und Leim produziert wurde, stehen ab dem Jahr 2020 insgesamt 921 Wohnungen sowie das Alterszentrum der Tertianum AG bereit. Alleine das Geistlich-Areal umfasst 80’000 Quadratmeter und grenzt direkt an den Bahnhof Schlieren an.

    Zwischen 2007 und 2015 entstanden auf dem Färbi-Areal bereits 600 Wohnungen, 12’600 Quadratmeter Büroflächen sowie 14’600 Quadratmeter Gewerbeflächen, davon 330 Quadratmeter für Gastronomiebetriebe. Das Geistlich-Areal umfasst das 2015 fertig gestellte Projekt «Magnolia» mit 137 Eigentumswohnungen und die Neubauten entlang der Brand- sowie der Engstringerstrasse mit einer Nutzfläche von 55’000 Quadratmetern. Rund die Hälfte des neuen Quartiers nimmt der öffentliche «Rietpark» ein: Er ist 600 Meter lang, umfasst 42’000 Quadratmeter und ist das Herzstück der Überbauung.

    Teil des Projekts ist ein Doppelkindergarten mit Mittagsbetreuung an der Engstringerstrasse 5. Dieser ist im von der Geistlich lmmobilia AG realisierten Wohn- und Geschäftshaus mit 84 Wohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss eingemietet. Als Architekt wurde das Büro E2A aus Zürich verpflichtet. Der Neubau besteht aus einem U-förmigen Gebäudeteil mit einer Wohnnutzung ab dem 1. Obergeschoss und einem durchgehenden Sockelgeschoss im EG. Alle Wohnungen sind zum Park ausgerichtet. Auf dem Dach finden die Mieter – angelehnt an die einstigen Schrebergärten auf dem Areal – 15 Dachgärten vor.

    Die 2020 bezogenen Überbauungen an der Brandstrasse wurden von zwei verschiedenen Architekturbüros entworfen. Graber Pulver Architekten zeichnen für die Bauherrin Geistlich Immobilia AG mit vier schachbrettartig zueinander verschobenen Türmen an der Brandstrasse 1-7 verantwortlich. Die Türme verschmelzen über einem zweigeschossigen Sockel zur Einheit und gewährleisten eine optimale Lichteinstrahlung sowie Ausblicke aus allen Winkeln des Gebäudes. Die vielseitigen Wohnmöglichkeiten umfassen klassische Wohnungen, Maisonettes bis hin zu Clusterwohnungen sowie Gewerbe- und Gastroflächen und das Alterszentrum für die Ankermieterin Tertianum AG. Innerhalb des Blocks verbindet eine längs durchs Erdgeschoss gesteckte «Rue Interieure» die Türme.

    Gmür & Gschwentner Architekten konzipierten für Helvetia Versicherungen an der Brandstrasse 21 ein Gebäude mit 202 Wohnungen. Der Neubau teilt das Baufeld in zwei um jeweils eigene Höfe platzierte Baukörper. Das Zentrum bildet eine Halle, die von den Bewohnern für gemeinschaftliche Anlässe genutzt werden darf. Ein Novum für Schlieren ist der Pool auf dem Dach mit Sonnendeck, der den Bewohnern zur freien Verfügung steht. Hier entstanden 3,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen sowie verschiedene Gewerbeflächen entlang der Brandstrasse. ■

  • Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Langmatt in Baden gilt als einzigartig in der Schweizer Museumslandschaft. Die Jugendstilvilla des Industriellenehepaares Sidney und Jenny Brown-Sulzer beherbergt eine erlesene Kunstsammlung französischer Impressionisten. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit viel persönlichem Herzblut zusammengetragen. Der unverwechselbare Reiz der Villa liege in der Präsentation von herausragenden Bildern der Kunstgeschichte in historischen Wohnräumen, umgeben von einem idyllischen Park, beschreibt Markus Stegmann, Direktor des Museums Langmatt, seinen «Arbeitsplatz».

    Ausser Frage steht, dass das kantonale Schutzobjekt saniert und der Betrieb auf eine finanziell gesunde Basis gestellt werden müsse, teilt die Stiftung Langmatt in einer Mitteilung mit. Während die Stiftung ihre Betriebsfinanzen saniere und damit den Betrieb und die Instandhaltung sichere, leiste die Stadt unter Mithilfe von Kanton und Dritten wiederkehrend Beiträge an die Instandsetzung der Immobilie.

    Klare Verteilung der Verantwortlichkeit
    Mit diesem partnerschaftlichen Vorgehen könne die wichtige Kulturinstitution in die Zukunft geführt werden. Das Motto der Strategie lautet: «Juwel für alle.» Ziel der Strategie sei, die Langmatt als einzigartige Institution und lebendige Zeugin der Industrie-, Sozial-, Sammlungs- und Architekturgeschichte zu erhalten. Kern der Strategie ist eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt und Stiftung: Als Stifterin und Alleinerbin leistet die Stadt einen substantiellen Beitrag an die Renovation der Immobilie, die mit rund 17,2 Millionen Franken (+/- 25 %) beziffert ist. Als Betreiberin des Museums saniert die Stiftung nachhaltig ihre Betriebsfinanzen.

    Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat an seiner Sitzung vom 3. Juni 2020 die Umsetzung der Strategie «Zukunft Langmatt» beschlossen, um die Zukunft des Museums zu sichern. Mit anderen Worten: Die Stiftung übernimmt den Lead für die Instandsetzung und die Kosten der Planung bis hin zu einem Bauprojekt. Für die Ausführung des Bauprojekts sehen Stadt- und Stiftungsrat vor, eine Aktiengesellschaft zu gründen, an der sich die Stadt substanziell beteiligt. Sie soll die zusätzlichen finanziellen Mittel zur Deckung der Betriebskosten aufbringen.

    Bilderverkauf für den notwendigen Kapitalertrag
    Zur langfristigen Sanierung des von Anfang an zu gering bemessenen Stiftungskapitals sei ein gezielter Bilderverkauf von ein bis drei Werken erforderlich, der jedoch den Kernbestand der Sammlung nicht berühre, betonen die Projektverantwortlichen. Aus dem Erlös von rund 40 Millionen Franken generiert die Stiftung den notwendigen Kapitalertrag, um damit den Betrieb nachhaltig zu sichern. «Ein zwar schmerzlicher, aber alternativloser Schritt, der die Zukunft des Museums sichert», betont Lukas Breunig-Hollinger, Präsident der Stiftung Langmatt. «Die Langmatt bleibt als historisches Ensemble, als Ort Badener Identität und als lebendiger Zeuge der Industrie-, Sammlungs- und Architekturgeschichte erhalten», sagt Markus Stegmann, Direktor des Museum Langmatt. Regional verankert, verstärke die Langmatt zukünftig ihre internationale Ausstrahlung.

    Zweijährige Bauplanungsphase
    Zu den wesentlichen Neuerungen zählen die ganzjährige Museumsöffnung, eine Verbesserung des Eingangsbereichs mit Kasse, Shop und Garderobe, ein Lift zur barrierefreien Erschliessung sowie ein filigraner Pavillon für Veranstaltungen. Als nächste Etappe folgt eine rund zweijährige Bauplanungsphase mit dem Ziel, die Kostengenauigkeit der Instandsetzung zu präzisieren. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die erforderliche Volksabstimmung, die für 2023 erwartet wird. Wird die Vorlage gutgeheissen, erfolgt in einem nächsten Schritt der Bilderverkauf. Der Beginn der Instandsetzung des Museum könnte 2024 erfolgen, die Wiedereröffnung der Langmatt 2026. ■

  • Ein Stadtquartier inklusive Limmattalbahn

    Ein Stadtquartier inklusive Limmattalbahn

    « Wo Zürich Zukunft hat», lautet der Slogan von Schlieren. Dies auch in Bezug auf das neue Stadtquartier Reitmen, wo in fünf Gebäuden 177 Mietwohnungen für die unterschiedlichen Generationen und Bedürfnisse entstehen werden. Alle Wohnungen würden ausgeklügelte Grundrisse, sorgfältig ausgewählte Materialien und grosszügige Balkone bieten. Jedes der fünf Wohnhäuser habe seinen Charakter und ein eigenes Farbkonzept ist auf der Homepage, zu lesen, auf der das Projekt vorgestellt wird. Die Stadtsiedlung stehe für das moderne Schlieren, betonen die Projektverantwortlichen. Die Siedlung soll ein Ort mit hoher Lebensqualität werden, der zeitgemässes Wohnen und Gewerberäume für ein breites Publikum bietet. Hinzu kommen 1500 Quadratmeter Gewerbefläche, ein grosszügiger Park und ab 2022 die Haltestelle der neuen Limmattalbahn direkt vor der Tür. ■

  • Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Auf dem Gelände, wo bis Ende 2019 das Hochhaus des alten Spitals Limmattal aus dem Jahr 1970 stand, entsteht von 2020 bis 2023 das neue Pflegezentrum «LimmiCura». Damit der Spitalverband Limmattal mit der Umsetzung des Projekts beginnen konnte, war die Zustimmung der Bevölkerung nötig. Diese bewilligte den benötigten Kredit von 65 Millionen Franken. Das Pflegezentrum inklusive Tageszentrum, drei Langzeitpflegestationen mit Palliativbetten sowie einem Rehabilitationsgeschoss soll 116 Zimmer erhalten: 73 Einzel- und 43 Zweibettzimmer. Der Neubau wird fünf Stockwerke umfassen und vom Architekturbüro fsp in Spreitenbach umgesetzt. Architektonisch lehnt sich «LimmiCura» an das Ende 2018 neu eröffnete Spital Limmattal an. Geplant sind eine Demenzabteilung mit eigenem Garten sowie eine Rehabilitationsstation im 5. Stock mit 48 Betten. Im Erdgeschoss wird neben der Demenzabteilung das Tageszentrum untergebracht. Die Innenhöfe werden begehbar sein. Auf den Stockwerken 2-4 wird die Pflegeabteilung untergebracht. Das «LimmiCura» soll im ersten Quartal 2023 eröffnen. ■

  • Neues Thermalbad für Baden und  Neugestaltung des Verenahofgevierts

    Neues Thermalbad für Baden und Neugestaltung des Verenahofgevierts

    Ziel ist es, das Bädergebiet gesamthaft aufzuwerten. Das natürlich vorhandene Thermalquellwasser soll wieder Beachtung finden und einen nachhaltigen Nutzen bringen. Das breite Angebot umfasst eine auf Gesundheit und Erholung ausgerichtete Therme, Wellness und Gastronomie. Der Neubau im Limmatknie bietet Wohnraum und Platz für ergänzende Nutzungen. Das sanierte Verenahofgeviert vervollständigt das Nutzungsangebot der Neubauten im Bereich Gesundheitswesen. Eine Tiefgarage sowie die Umgebungsgestaltung in den Bereichen Mättelipark, Limmatpromenade und Ochsengarten sind ebenfalls Bestandteil des Projekts.

    Ärzte und Wohnhaus
    Gleich neben dem Bad ist ein Gebäude für medizinische Nutzungen vorgesehen. Auch das Ellenbogenbad und die römische Apsis werden ins neue Gebäude integriert. Neben diesem befindet sich ebenso die Thermalquelle im Bäderquartier. Das Wohnhaus umfasst 2½- und 3½-Zimmer-Wohnungen sowie Attikawohnungen. Die Wohnungen sind voraussichtlich 2021 bezugsbereit. Zum Projekt gehört auch eine Privatklinik mit siebzig Einerzimmer und unterschiedlichen Rehabilitationsbereiche.

    Das Verenahofgeviert
    Ein Teilprojekt ist die Neugestaltung des Verenahofgevierts mit den alten Bäderhotels Verenahof, Bären und Ochsen. Es ist unter integralem Denkmalschutz. Das Hotel-Geviert wird vom Basler Architekturbüro Villa Nova Architekten AG in eine Präventions- und Rehabilitationsklinik umfunktioniert. Ein öffentliches Restaurant rundet das Angebot ab. Das Verenahofgeviert wird unterirdisch mit dem Thermengebäude verbunden sein und sich Infrastrukturen wie Küche oder Parkhaus mit diesem teilen. Als künftige Betreiberin fungiert die RehaClinic AG.

    Neugestaltung öffentlicher Raum, Kernbereich Bäder
    Der öffentliche Raum im Kernbereich der Bäder wird neu gestaltet. Dieser präsentiert sich ergänzend zu den Neubauten Therme und Wohn- und Ärztehaus sowie dem mit einer Rehabilitationsklinik revitalisierten Verenahofgeviert. 2019 erfolgt die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten. Die Bauarbeiten im Verenahofgeviert mit den privaten Bauvorhaben in den Bädern sollen bis Herbst 2021 umgesetzt werden. Das Planerteam besteht aus Vogt Landschaftsarchitekten, Scheidegger + Partner AG. Bauherrschaft: Stadt Baden, Planung und Bau.

    Auch Kunst findet ihren Platz
    In den Bädern steht die Neuplatzierung von Kunstobjekten im Vordergrund. Diese sollen sich in den Kontext des historischen Erbes und der Bäderkultur stellen, betonen die Projektverantwortlichen. Sie sollen im Sinne ihrer Bestimmung wirken und gleichzeitig den öffentlichen Raum als Gestaltungselemente ideell und materiell bereichern und zur Vermarktung der Bäder und zur Wertschöpfung vor Ort beitragen. Mit dieser Aufgabe wird eine künstlerische Fachperson beauftragt und von den Abteilungen Planung und Bau und Kultur in Zusammenarbeit mit der Kunstkommission der Stadt Baden begleitet. ■

  • «Tivoli Garten»:  Ein identitätsprägendes Projekt

    «Tivoli Garten»: Ein identitätsprägendes Projekt

    Ein Blick zurück: Das Grossprojekt in Spreitenbach ist von jahrelangen Verzögerungen gezeichnet. So wehrte sich beispielsweise der VCS Aargau 2012 gegen das Projekt und reichte Einsprache ein. Er verlangte eine Ausweitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die das ganze Gebiet inklusive des Einkaufszent-
    rums «Shoppi Tivoli», des Limmatparks und die dem «Shoppi Tivoli» zur Verfügung stehenden Parkplätze der Umwelt-Arena umfassen sollte. Nach dem überarbeiteten Gestaltungsplan legte der VCS erneut Beschwerde ein, diesmal aufgrund der Parkraumbewirtschaftung, die dem Verkehrsclub zu wenig weit ging. Die Beteiligten konnten sich schliesslich im Januar 2019 auf eine Kompromisslösung einigen – und dem Vorhaben stand nichts mehr im Wege.

    Identitätsprägendes Merkmal
    Mit der Überbauung «Tivoli Garten» entstehen nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Einkaufszentrum «Shoppi Tivoli» fünf Häuser mit insgesamt 445 Mietwohnungen, ein Doppel-Kindergarten, ein Obi Baumarkt sowie eine Haltestelle der Limmattalbahn. Der vorgesehene Wohnungsmix besteht aus 1½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen. Die grosszügigen privaten Aussenräume sollen den Bedürfnissen der verschiedenen Mietergruppen, das heisst beispielsweise Familien, Singles und Rentner, gerecht werden.

    Sockelbau mit zwei Türmen
    Die Überbauung besteht aus einem Sockelbau mit dem Obi Baumarkt und der Haltestelle der Limmattalbahn, aus dem sich zwei Hochhäuser sowie drei bis zu siebengeschossige Langbauten erstrecken. Die beiden Hochhäuser wirken dabei als identitätsprägendes Merkmal der Überbauung, betonen die Projektverantwortlichen. Sie interagieren zudem mit den beiden bestehenden Wohnhochhäusern im Bereich des «Shoppi Tivoli» aus den 60er-Jahren. Die grosszügigen Aussenräume befinden sich im privaten Innenhof des «Tivoli Garten». Mit der Realisation des Grossprojektes wurde die Eiffage Suisse, Geschäftsstelle Zürich, beauftragt. Der Massivbau strebt den Standard Minergie/greenproperty an.

    Direkter Zugang zum «Shoppi Tivoli»
    Auf dem Sockelbau ist eine öffentliche Fussgängerebene mit einem direkten Zugang zum «Shoppi Tivoli» vorgesehen. Das Passerellenkonzept der Gemeinde Spreitenbach lässt weitere Verbindungen zu den umliegenden Parzellen auf diesem Niveau zu, und auf Strassenniveau ist ein neuer Umsteigeknotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit der Limmattalbahn und verschiedenen Buslinien konzipiert.

    Das Grossprojekt wurde gemeinsam durch die Genossenschaft Migros Aare und Credit Suisse Asset Management entwickelt. Eigentümerin ist die MEG Tivoli Garten, bestehend aus zwei Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management. ■

  • Das Schulhaus «Pfaffechappe»  wird zu einem Primarschulhaus

    Das Schulhaus «Pfaffechappe» wird zu einem Primarschulhaus

    Ein Blick in die Vergangenheit: Die Schulanlage «Pfaffechappe» wurde 1973/74 als eine der grössten Schulbauten der Volksschule Baden gebaut. Das Schulhaus «Pfaffechappe» soll nach dem Umzug der Real- und Sekundarschule in das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde im Sommer 2021 umfassend saniert und in ein reines Primarschulhaus umgebaut werden.

    Die Sanierung der Aussenhülle der Schulanlage «Pfaffechappe» beschreiben die Architekten folgendermassen: «Das Schliessen der beiden heute gedeckten Eingangs-/Pausenbereiche und
    die Verlegung der Eingänge an die Stelle der drei Treppentürme klärt die Beziehung der Schule zu seiner Umgebung und schafft einen einladenden, attraktiven und übersichtlichen Eingangsbereich. Zudem wird die neue Eingangssituation in die räumliche Abfolge vom oben gelegenen Schulhaus-
    areal bis zum Flussraum integriert.»

    Die Arbeiten werden bis Sommer 2023 abgeschlossen sein. Den Projektierungskredit für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses «Pfaffechappe» hat der Einwohnerrat an der Sitzung vom 11. Dezember 2018 genehmigt, schreibt die Stadt Baden in einer Mitteilung. Über den Baukredit wird der Einwohnerrat im Dezember 2020 befinden, und im März 2021 wird das Volk über den Baukredit «Pfaffechappe» abstimmen. ■

  • Alten-Wohnungen in Bergdietikon sollen modernisiert werden

    Alten-Wohnungen in Bergdietikon sollen modernisiert werden

    Die Stiftung altersgerechtes Wohnen in Bergdietikon (AGW) hat die Anlage im Schlittental vor 25 Jahren nach dem damals modernen Stand an Ausstattung und Technik gebaut. Die Gemeinde Bergdietikon hatte damals das Areal zur Verfügung gestellt. Heute haben sich Ansprüche und Bedürfnisse weiterentwickelt. Deshalb will der Stiftungsrat die Situation analysieren, indem er neben dem Wohnungsmix und dem Ausbaustandard auch die Frage der Preisgestaltung und nicht zuletzt auch die einzelnen besonders behindertengerechten Wohnformen prüft, wie es in einer Mitteilung heisst. Bis Ende Jahr soll ein Vorschlag für die Sanierung des Gebäudes zur Erfüllung der zeitgemässen Bedürfnisse vorliegen.

    Die Mietwohnungen, die anders als in Altenwohnheimen ohne Dienstleistungen angeboten werden, seien „ein wenig in die Jahre“ gekommen und entsprächen nicht mehr dem heutigen Standard. Einige der insgesamt 18 Wohnungen habe man deshalb trotz insgesamt deutlicher Nachfrage nicht mehr vermieten können.

    Um die echten Bedürfnisse zu ermitteln, sollen Bewohnerinnen und Bewohner und auch Interessenten nach ihren Vorstellungen befragt werden. Eines aber steht schon fest: Serviceleistungen, wie sie in Altersheimen oder grösseren Institutionen angeboten werden, sind wirtschaftlich nicht tragbar.

    Das Wohnhaus für altersgerechtes Wohnen liegt unmittelbar beim Ortskern von Bergdietikon. In wenigen Gehminuten sind die Post, das Zentrum, der Volg-Laden, der Friedhof sowie die Bushaltestelle zu erreichen, beschreibt die Stiftung das Objekt. Und fügt hinzu: Mit Fernsicht ins Limmattal und Ausblick auf die bergseitige Hügellandschaft.

  • Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop erstellt für Stadler Winterthur eine neue Montagehalle. Laut einer Medienmitteilung liegt nun die Baubewilligung vor. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken. Der Baubeginn sei noch für die laufende Woche, die Bauvollendung für Ende 2021 vorgesehen. Wie Stadler nach Abschluss der Vereinbarung mit der Intershop Holding mitgeteilt hatte, wird der Zugbauer das Werk von der Intershop-Tochter SGI City Immobilien AG langfristig anmieten. Der Mietvertrag verfüge über eine Mindestlaufzeit von 15 Jahren, so Intershop.

    Mit dem Neubau erweitert Stadler Winterthur sein Kompetenzzentrum für Drehgestelle. Auf rund 13’250 Quadratmetern Landfläche entstehen weitere Lager- und Montageflächen zum Bau von Drehgestellen für Normal- und Breitspurzüge sowie für Strassenbahnen. Die Inbetriebnahme der neuen Halle ist für 2022 geplant. Stadler hatte im Februar die Absicht angekündigt, mit der Erweiterung der Produktionsstätte am Standort Winterthur voraussichtlich bis zu 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

  • Eine Lifestyle-Marke mischt  die Hotellerie in Zürich auf

    Eine Lifestyle-Marke mischt die Hotellerie in Zürich auf

    Das deutsche Hotelunternehmen Althoff Hotels wird gegen Ende des Jahres das traditionsreiche Hotel «Bellerive au Lac» in Zürich übernehmen. Seit Januar dieses Jahres wird das geschichtsträchtige Haus am Utoquai 47 vollständig umgebaut und danach als drittes AMERON Hotel in der Schweiz – zwei Hotels befinden sich in Davos und Luzern – und als erstes AMERON Boutique Hotel in der Schweiz eröffnet. «Grösse und Raumprogramm passen perfekt für den Umbau in ein AMERON Boutique Hotel», wird Thomas H. Althoff, Gründer und Inhaber der Althoff Hotels, in verschiedenen Medien zitiert.

    Hochstehendes Hoteldesign
    Als Interior Konzept hat Monoplan – ein auf Hotellerie spezialisiertes Architekturbüro mit Sitz in Zürich – eine modern interpretierte Weiterführung des bestehenden Hoteldesigns entwickelt, ist auf ihrer Homepage zu lesen. Dazu zählen hauptsächlich das Interior Design, die Ausführungsplanung sowie die gestalterische Leitung. «A World of Many Worlds» – so lautet das Credo der Hotelgruppe. Alle Hotels zeichnet ein kosmopolitisches Interior-Design aus, das gleichzeitig in jedem Haus einen individuellen Charakter hat. Das Haus wird über 61 Zimmer und Suiten, eine Erlebnisgastronomie sowie über unterschiedliche Tagungsräumlichkeiten verfügen. Läuft alles nach Plan, soll das Viersterne-Haus im Winter dieses Jahres eröffnet werden. ■

  • Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Am Beatenplatz, unweit des Zürcher Hauptbahnhofs, entsteht im denkmalgeschützten ehemaligen Geschäftshaus «Haus Du Pont» ein Budget-Design-Hotel der Münchner Hotelgruppe Ruby mit 208 Zimmern sowie ein Restaurant, welches von Candrian Catering betrieben wird. Über 100 Jahre lang beherbergte das Gebäude das Kino ABC aus dem Jahr 1913. In der Historie wird das «Haus Du Pont» der Zürcher Architekten Jakob Haller und Karl Schindler als palastartiges Gebäude bezeichnet. In der Tat: Der Vergleich ist passend.

    Schlichte und repräsentative Erscheinung
    Nun ein Blick in die Zukunft: Im Zuge der Umnutzung wird das grösstenteils denkmalgeschützte Gebäude grundsaniert. Dazu zählen dessen Tragstruktur, Treppenhäuser, Fassade und Dachaufbauten. Um eine elegante, schlichte und zugleich repräsentative Erscheinung zu verwirklichen, werden klassische Mittel eingesetzt, betonen die Projektverantwortlichen. Dazu zählen beispielsweise eine umlaufende Wandfriese. Das heisst ein lineares, waagrechtes Stilelement. Dieser schmale Streifen, umgrenzt, gliedert und dekoriert Teile des Bauwerks. Hinzu kommen strukturierte Wandoberflächen, ein Terrazzoboden sowie Sitz-Nischen in der Lobby. Die Philosophie der Hotelgruppe heisst «Lean Luxury – Luxus auf kleiner Fläche».

    Für die Architektur, das Interior Design, die Gesamtplanung sowie für die Bauleitung zeichnet das Zürcher Architekturbüro Monoplan verantwortlich. Besitzerin und Bauherrin des historischen Bauwerks ist die PSP Swiss Property, die 45 Millionen Franken in den Totalumbau investiert. Läuft alles nach Plan, werden die rund zweijährigen Bauarbeiten Ende 2021 beendet sein. ■

  • Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Führung florierte das Unternehmen und eröffnete unter anderem Filialen in Paris, London und Berlin.

    So konnte der 1859 geborene Franzose mit nur 39 Jahren den Bau einer prachtvollen Villa in Auftrag geben. Er vertraute dabei auf den damals erst 26 Jahre alten Architekten Henri Sauvage (1873–1932). Die beiden Herren lernten sich im Haus des gemeinsamen Freundes kennen – dem Bildhauer Alexandra Charpentier. Sauvage hatte noch nie zuvor an einem solchen Projekt mitgearbeitet. Die einzige Erfahrung, die Sauvage vorweisen konnte, war einige Monate Arbeit beim Brüsseler Architekten Paul Saintenoy. Majorelle gefielen die Jugendlichkeit und Kühnheit des Architekten wie auch dessen gute Vernetzung in die Kunstwelt. So zog er Sauvage dem erfahrenen, in Nancy ansässigen Architekten Lucien Weissenburger vor. Weissenburger durfte das Projekt aber immerhin vor Ort ausführen.

    Das Fotoalbum der Familie Majorelle lieferte wichtige Hinweise
    In den Jahren 1901–1902 wurde die Villa nach den Plänen von Sauvage gebaut. Sie war das erste komplett im Jugendstil errichtete Haus in Nancy und gilt als Paradebeispiel. Sauvage errichtete die Villa aber nicht im Alleingang: Er rief andere renommierte Künstler hinzu. Zum Beispiel seine Pariser Freunde, den Keramikkünstler Alexandre Bigot und den Maler Francis Jourdain. Bigot führte die Keramiken aus, Jourdain entwarf die dekorativen Gemälde im Speisesaal. Die Möbel stammen aus Majorelles eigener Produktion. Der Hausherr übernahm auch die Schmiedearbeiten und die Geländer. Die Buntglasfenster in den Haupträumen (Treppenhaus, Esszimmer, Wohn- und Schlafzimmer) wurden vom Meisterglaser Jacques Gruber gestaltet. Der Grossteil dieser Künstler gehörte der im Jahr 1901 von Emile Gallé mitgegründeten Ecole de Nancy an.

    Vier Jahre lang wurde die Villa Majorelle in aufwändiger Restaurationsarbeit innerlich wie äusserlich wieder instand gesetzt. Das komplett im Jugendstil gehaltene Gebäude wurde im Jahr 1898 von Louis Majorelle, selbst Möbelschreiner, Designer und Kunstschmied, in Auftrag gegeben. Majorelle wollte eigentlich Maler werden und studierte in jungen Jahren an der School of Fine Arts in Paris. Nach dem Tod seines Vaters musste er frühzeitig in seine Heimatstadt Nancy (F) zurückkehren, um das Familienunternehmen zu übernehmen. Er liess moderne Möbel herstellen und liess sich dabei von der Natur und von Emile Gallé inspirieren. Gallé spezialisierte sich auf das Material Glas und leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Er zählt zu den Begründern des Jugendstils. Unter Louis Majorelles Florale Elemente ziehen sich von der Fassade bis ins Innere des Hauses: Sie finden sich in Ornamenten, Schnitzereien, Mosaiken und Emailarbeiten. Architekt Sauvage ordnete die Fenster und Aussentüren so an, dass sie der Logik der Innenraumaufteilung entsprachen, und brach mit der Tradition des horizontalen symmetrischen Gebäudes. Fliessende Formen und dekorative Motive ziehen sich durch die gesamte Architektur. Sauvage spielte mit den Gegensätzen: Der nackte Euville-Stein steht im Kontrast zu der Polychromie von Ziegeln, Steinzeug, Holz und Eisenarbeiten. Der ständige Präsenz von Holz zieht sich wie ein roter Faden durch die Inneneinrichtung und schafft eine Verbindung zum Äusseren der Villa.

    Die Villa Majorelle gilt als einzigartige experimentelle Arbeit. Henri Sauvage sagte später: «Ich habe dort zwei Jahre lang gearbeitet und bin meinem ersten Kunden von Herzen dankbar für die unerhörte Freiheit, die er mir geschenkt hat. Trotz meines jungen Alters hat er mir nie eine Budgetbeschränkung oder seine persönlichen Vorstellungen auferlegt.» Nach der Fertigstellung lebte Louis Majorelle gemeinsam mit seiner Frau Jane Kratz und dem gemeinsamen Sohn Jacques dort. Das Bauwerk ist auch unter dem Namen «Villa Jika» – nach den Initialen von Jane Kratz – bekannt.

    Louis Majorelle verstarb 1926, die Villa erbte sein Sohn, welcher das Haus dem Staat verkaufte. Dieser liess darin zunächst Büros errichten. Die allmähliche Wiederentdeckung des Jugendstils führte dazu, dass die Villa 1975 als historisches Denkmal eingestuft und schliesslich 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Seit 2003 ist die Villa im Besitz der Stadt Nancy. In den letzten Jahren erfolgten immer wieder kleinere Renovationen an der Villa. Bei der jüngsten und umfassendsten Renovierung wurde die Villa in den Zustand von 1926 zurückversetzt. Die Renovationsarbeiten betreute das Atelier Grégoire André. Wichtige Informationen zum ursprünglichen Aussehen des Hauses lieferten Artikel und Publikationen aus der Entstehungszeit der Villa. Auch das Fotoalbum der Familie Majorelle diente als wertvolle Informationsquelle.

    Einige nachträglich gemachten Änderungen wurden dieses Mal zurückgebaut: So entfernte man ein Erkerfernster an der Nordfassade und brachte auf dem Dach die vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen entfernten Kaminhauben wieder an. Die Fassade wurde gereinigt und beschädigtes Mauerwerk ersetzt. Zwei Jahre lang dauerten nur schon die Arbeiten an der Aussenfassade und am Dach.

    Original Gruber-Fenster bei Bombardierung zerstört
    Aber auch das Innere des Gebäudes erfuhr eine komplette Restauration in enger Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Ecole de Nancy und eines Komitees aus Jugendstil-Spezialisten und Kunsthistorikern. Um angemessene Empfangsbereiche für Besucher zu schaffen, sind im Bereich der Küche und Speisekammer die Kasse, Garderobe und der Souvenirshop untergebracht. Neu wurde ein Lift eingebaut, ansonsten wurden die Holz- und Mosaikböden sowie die Glasarbeiten vollständig überarbeitet.

    Das Wohnzimmer enthält ein aufwändiges Stuckdekor mit Tannenzapfenmotiv, welches sich auch auf den Möbeln und dem Kamin wiederfindet. Dasselbe Motiv wurde ebenfalls auf dem Buntglasfenster von Jacques Gruber eingesetzt. Das Gruber-Fenster wurde allerdings bei der Bombardierung Nancys im Jahr 1916 zerstört und durch ein anderes im orientalischen Stil gehaltenes Fenster ersetzt, das auch heute noch zu sehen ist.

    Fast 100 Möbel, Gemälde und Kunstobjekte fanden anschliessend aus dem Musée de l’Ecole den Weg in die Villa. Die Möbel sind grösstenteils original. Es wurden Werke ausgewählt, die von Louis Majorelle entworfen wurden und / oder von Firmen, mit denen er zusammengearbeitet hatte (Manufacture Daum, Manufacture Keller et Guérin, den keramischen Werkstätten de Rambervillers und Frères Mougin). Die Auswahl hing vor allem von der Ähnlichkeit mit den auf den alten Fotos sichtbaren Gegenständen ab. In der gleichen Weise hat das Museum aus seiner Sammlung auch Gemälde ausgewählt, die von Louis Majorelle oder seinem Sohn Jacques hergestellt wurden.

    Zwischen 2021 und 2022 erfolgen noch kleinere Renovationen im Innern der Villa, welche aber keine Schliessung des Hauses erfordern. Die Arbeiten umfassen die Nachbildung der Badezimmer, Schaffung von Lehr- und Bildungsbereichen im ersten Stock sowie die Renovierung des Ateliers von Louis Majorelle im 2. Stock. Die Kosten belaufen sich bislang auf 2,5 Millionen Euro. ■

  • Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Die Vision: Aus einem ehemaligen Schulhaus soll ein Hotel realisiert werden, bei dem der ursprüngliche Nutzungscharakter ebenso wie die Originalsubstanz erhalten bleiben soll. Der Berliner Hotelier Kurt Hermandung und sein Partner Marc Konopatzki haben ihren Traum eines eigenen kleinen Privathotels verwirklicht. Dieses liegt nahe bei Düsseldorf, Köln und den Ruhrmetropolen. «Wir wollten ein kleines, feines Haus mit Charakter, aus dem wir etwas ganz Besonderes machen», sagen die Besitzer. «Nach langem Suchen sind wir auf diese ehemalige Grundschule gestossen – und auf einen Investor, der sich vorstellen konnte, mit uns daraus ein Hotel und aus der ehemaligen Turnhalle ein Restaurant zu machen.» Gestalterisch und konzeptionell griff man beim ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1915 und die 1980 angebaute Turnhalle auf die ursprüngliche Gebäudenutzung auf.

    Aus Klassenzimmern wurden elegante Hotelzimmer
    Vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung realisierten das ortsansässige Architekturbüro Wilde und Wehnau dieses anspruchsvolle Umnutzungskonzept. Ihre Leistungen umfassten ebenso das Konzept des Denkmalschutzkonzeptes, die Planung der Inneneinrichtung sowie die Lichtplanung. So wurden die Aussenfassade mit ihren typischen Schieferschindeln, dem repräsentativen Erker und den grünen Regenrinnen unter den Augen des Denkmalschutzes restauriert und erhalten. Aus den ehemaligen Klassenzimmern der Grundschule wurden elegant ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer mit Eichenparkett und grosszügigen Bädern. Im Dachgeschoss wurde eine Junior-Suite eingebaut. Die früher in den Zimmern üblichen Minibars gehören der Vergangenheit an. Die Alternative ist viel origineller und ökologisch sinnvoller: Ein zentraler «Schulhauskiosk» im Erdgeschoss führt ein Angebot an verschiedenen Getränken.

    Eine Besonderheit im Haus sei der wiederhergestellte, sich über zwei Etagen erstreckende historische Brunnen mit frischem Trinkwasser, betonen die Hotelbesitzer. An die frühere Schulzeit erinnern alte Zeugnisse und Fotos. Sie finden sich in dem ganzen Gebäude wieder. Turnkästen dienen in den Zimmern als Kofferablage. Auch die alte Sprossenkletterwand der Turnhalle erhielt eine neue Funktion. Sie dient im Restaurant als Abtrennung zur Treppe.

    Ehemalige Turnhalle als Restaurant
    Die eher schmucklose Turnhalle wurde im Zuge der Umbauarbeiten vollständig zurückgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude, welches nun das Restaurant «Die Turnhalle», die Lounge sowie die Bar beherbergen. Im historischen Schulgebäude erschliesst ein Lift barrierefrei alle Etagen und stellt die Verbindung der Hotelzimmer mit dem Restaurant her. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine neu eingezogene Decke unterteilt die ehemalige Turnhalle in zwei Stockwerke. Dadurch konnte die Fläche auf 800 Quadratmeter verdoppelt werden. So konnte Platz für vier Konferenzräume und eine kleine Bar zur Verpflegung des Tagungsbereichs geschaffen werden. Der Erweiterungsbau mit seinen grossen Glasflächen steht im gelungenen Kontrast zum alten und liebevoll restaurierten Schulhaus und ergänzt diesen auf ideale Weise. ■

  • Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.

    Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.

    Gebäude mit eigener Hauskapelle
    Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.

    Haus mit herrschaftlichem Charakter
    Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■