Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Facchinetti bringt umfassende Erfahrung in Digitalisierung, Innovation und PropTech mit. «Wir sind überzeugt, dass er den Studierenden durch seine breite Vernetzung und Fachkenntnis grossen Mehrwert bieten wird», so Markus Streckeisen, Hauptverantwortlicher für die Real Estate Programme der HWZ.

    Der neue Studiengangsleiter verantwortet künftig drei praxisnahe CAS-Programme, die einzeln oder modular über mehrere Jahre bis zum Masterabschluss absolviert werden können:

    • CAS Smart Real Estate Business (Start: März 2025)
    • CAS Smart Real Estate AI, Data & Value (Start: September 2025)
    • CAS Smart Real Estate Life Cycle Management (Start: September 2025)

    «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Experten aus der Praxis zukunftsorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für die Herausforderungen unserer Zeit notwendig sind», so Facchinetti.

    Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm, zentral am HB Zürich angesiedelt, richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre digitale Kompetenz in der Immobilienbranche stärken wollen – praxisnah, modern und zukunftssicher.

  • Neues Tool erleichtert Koordination zwischen 2D und 3D

    Neues Tool erleichtert Koordination zwischen 2D und 3D

    Revizto hat seiner integrierten Kollaborationsplattform für die Architektur-, Ingenieurs-, Bau- und Betriebsbranche (AECO) einige Neuerungen verpasst. Wie das Lausanner Unternehmen in einer Medienmitteilung ausführt, sollen die neuen Werkzeuge und Verbesserungen von Revizto 5.16 die Arbeitsabläufe optimieren und eine intelligentere Zusammenarbeit in jeder Projektphase ermöglichen.

    «Jede Verbesserung in dieser Version wurde entwickelt, um Teams in die Lage zu versetzen, effizienter zu koordinieren und fundiertere Entscheidungen in Echtzeit zu treffen», wird CEO und Gründer Arman Gukasyan zitiert. «All diese Verbesserungen sind das Ergebnis umfangreicher Gespräche mit unserer Kundschaft und des Rückmeldungen unserer Nutzenden. Dies ist nur ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur Schaffung eines neuen Standards für die Zusammenarbeit in der AECO-Branche.»

    Zu den Neuerungen zählt etwa, dass Nutzende nun ein 2D-Blatt und ein 3D-Modell einschliesslich Problemen und Markierungen nebeneinander angezeigt bekommen können und es möglich ist, sofort von einer Position in 2D zu der entsprechenden Position im 3D-Modell zu springen, ohne zwischen Registerkarten (Tabs) wechseln zu müssen. Weitere Verbesserungen betreffen das Auswahlfeld, die Objektisolierung und eine Optimierung des Terminplaners. Die neue Kollisionsfunktion «Erforderliche Objekte» automatisiert den Koordinationsprozess, der nun auch über Nacht durchgeführt werden kann.

  • Effizientere Reinigungslösungen für Bau und Industrie

    Effizientere Reinigungslösungen für Bau und Industrie

    Die Frutiger Company mit Sitz in Winterthur hatte laut einer Medienmitteilung eine erfolgreiche Messewoche mit viel fachlichem Austausch bei der Bauma in München. Viele Besucherinnen und Besucher hätten die Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte genutzt, um sich über die neu strukturierte Produktpalette zu informieren.

    Besonderes Interesse galt der von Frutiger produzierten Reifenwaschanlage MobyDick On, laut Mitteilung eine gemeinsame Entwicklung mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Sie setze mit einer strömungsoptimierten Geometrie und innovativen Düsenstellungen neue Massstäbe in Bezug auf Effizienz und Waschkraft.

    Frutiger ist neben der Herstellung der MobyDick-Reifenwaschanlagen spezialisiert auf Reinigungssysteme zur Staubbindung und zur Grobreinigung von Rad- und Kettenfahrzeugen sowie weiteren Baumaschinen (Demucking).

    Alle drei Geschäftsbereiche waren bei der Bauma zu sehen, neu unterteilt in die Standard Line und die Tailor Made Line. Die neue Strukturierung des Portfolios erlaube eine schnelle und effiziente Bereitstellung von standardisierten Lösungen für gängige Anforderungen und massgeschneiderten Systemen für individuelle Herausforderungen, heisst es.

    Als Neuheit bei der Staubbekämpfung wurden adaptive MobyDick-Systeme gezeigt. Sie wurden um autarke Varianten erweitert und bringen Verbesserungen bei der Flexibilität auf Plattformen mit integriertem Generator und Wassertank oder auf mobilen Türmen. Zudem demonstrierte Frutiger eine vollumfängliche Demucking-Anlage zur Reinigung von Bau- und Militärfahrzeugen. Die Lösung helfe dabei, Kosten für Personal, Standzeiten und Wasserverbrauch zu sparen.

  • Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Während schwere, bodengebundene Robotersysteme längst auf Baustellen Einzug gehalten haben, stossen sie in unwegsamem Gelände oder in grossen Höhen schnell an ihre Grenzen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Empa und der EPFL untersucht nun, wie Flugroboter diese Lücken schliessen können. Ihre Vision sind die mobile, flexible und autonome Baudrohnen, die Materialien transportieren, Strukturen errichten und dabei klassische Maschinen gezielt ergänzen. Wie etwa bei Reparaturen an Hochhausfassaden oder im Einsatz nach Naturkatastrophen.

    Flexibilität und Präzision aus der Luft
    Im Zentrum der aktuellen Forschung steht die Entwicklung sogenannter «Aerial Additive Manufacturing»-Technologien. Drei Konzepte werden verfolgt, die Konstruktion mit modularen Bauelementen, das Spannen von Zugstrukturen und das schichtweise Auftragen von Baumaterialien. Erste Versuche im Empa-«DroneHub» zeigen, wie Schwärme von Drohnen gemeinsam Bauaufgaben übernehmen könnten. Es gibt etliche Vorteile wie, kein fester Bauplatz, kürzere Transportwege, reduzierte Materialverluste und gesteigerte Sicherheit auf der Baustelle.

    Zusammenspiel von Robotik, Material und Design
    Damit der Einsatz von Baudrohnen Realität wird, müssen mehrere Disziplinen zusammenwirken. Robuste und leichte Baumaterialien sind ebenso entscheidend wie intelligente Bauentwürfe, die auf die begrenzte Präzision der Drohnen abgestimmt sind. Gleichzeitig erfordert die Technologie Fortschritte in der Flugautonomie. Vom programmierten Routenflug bis hin zur eigenständigen Analyse und Anpassung während des Bauprozesses reicht das Spektrum der künftigen Fähigkeiten.

    Ergänzung statt Ersatz
    Trotz aller Fortschritte bleiben Drohnen eine Ergänzung zu bestehenden Robotersystemen. Ihre begrenzte Flugzeit und Nutzlast schränken den Einsatz derzeit noch ein. Die Forschenden sehen deshalb hybride Konzepte als Schlüssel. Konventionelle Systeme errichten die unteren Bereiche eines Bauwerks, während Drohnen ab bestimmten Höhen übernehmen. So könnten künftig flexibel und effizient Strukturen entstehen. Selbst dort, wo heute kein klassischer Bau möglich ist.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»

  • Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Mit der interimistischen Institutsleitung übernimmt Prof. Nora Dainton eine doppelte Verantwortung. Sie führt das Institut Digitales Bauen und bleibt zugleich Studiengangleiterin des MSc in Virtual Design and Construction. Diese Kombination ermöglicht eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und strategischer Entwicklung. „Ich freue mich, die Zukunft des digitalen Bauens gemeinsam mit unseren Studierenden und Fachkollegen aktiv mitzugestalten“, betont sie.

    Seit 2021 ist Prof. Dainton am Institut tätig und prägt dort die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Masterprogramms VDC. Einem Studiengang, der digitale Prozesse im Bau- und Immobilienwesen in den Mittelpunkt stellt.

    Brücke zwischen Forschung und Praxis
    Ein zentrales Anliegen von Prof. Dainton ist die angewandte Forschung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Als Bindeglied zwischen Industrie, Lehre und Forschung will sie den digitalen Wandel im Bauwesen aktiv begleiten. Im Fokus stehen dabei neue Planungs- und Bauprozesse, innovative Organisationsformen und digitale Werkzeuge, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität im Bauprozess steigern.

    Ihre institutsübergreifende Rolle innerhalb der Hochschule ermöglicht es ihr, auch auf strategischer Ebene zur Weiterentwicklung der Fachbereiche und zur Hochschulentwicklung beizutragen.

    Stabsübergabe mit Perspektive
    Prof. Dainton folgt auf Prof. Manfred Huber, der das Institut Digitales Bauen über acht Jahre hinweg mit grossem Engagement aufgebaut und geprägt hat. Ab August 2025 wird Prof. Huber als Direktor des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern eine neue Führungsaufgabe übernehmen.

    Der Übergang markiert einen neuen Abschnitt für das Institut, das sich als Impulsgeber regional, national und international für die digitale Transformation im Bauwesen positioniert.

  • Immo-Monitoring 2025

    Immo-Monitoring 2025

    Der Wohnbausaldo fällt 2025 tiefer aus als erwartet. Ersatzneubauten und Aufstockungen ersetzen zunehmend den klassischen Neubau auf der grünen Wiese. Obwohl die Zahl der Baubewilligungen 2024 anstieg, bleiben Nettozugänge aufgrund von Rückbauprojekten begrenzt. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo nur noch 73 % der Neubauprojekte tatsächlich zu mehr Wohnraum führen.

    Gleichzeitig ist die Angebotsquote bei Mietwohnungen auf ein historisches Tief von 3.7 % gefallen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot in fast allen Regionen deutlich.

    Preissteigerungen durch Nachfrageboom
    Die Zinssenkung und das steigende Nettovermögen der Haushalte beleben die Nachfrage nach Wohneigentum, insbesondere im oberen Preissegment. Die Transaktionspreise ziehen weiter an. In der Zentralschweiz ist die Dynamik besonders ausgeprägt. Für 2025 wird ein Anstieg von 3.6 % bei Eigentumswohnungen und 3.8 % bei Einfamilienhäusern prognostiziert. Die Angebotsmieten steigen ebenfalls, jedoch moderater (+1.7 %), während Bestandsmieten aufgrund des tieferen Referenzzinssatzes leicht rückläufig sein dürften.

    Büroflächenmarkt stabil mit regionalen Impulsen
    Im Bürosegment verläuft die Entwicklung verhaltener. Nach einem moderaten Beschäftigungswachstum von 1.1 % in 2024 wird 2025 mit einer leichten Dämpfung der Flächennachfrage gerechnet. Zwar stieg die Bautätigkeit nominal um 51.5 %, jedoch beruhte dies auf wenigen Grossprojekten. Das flächendeckende Wachstum ist deutlich geringer.

    Die Angebotsmieten legten durchschnittlich um 2.4 % zu, in Grosszentren sogar um 4.4 %. In Zürich und Genf gingen die Spitzenmieten leicht zurück, während Bern mit einem Plus von 5.3 % zulegte.

    Hochbau Trendwende und Umbau als Schlüssel
    Nach sechs rückläufigen Jahren setzt 2024 eine neue Wachstumsphase im Hochbau ein, mit einem erwarteten Plus von knapp 5 % im Jahr 2025. Vor allem der Umbausektor entwickelt sich zum Wachstumsmotor (+7.2 %), getrieben durch Baulandknappheit, die Energiewende, steuerliche Anreize und den hohen Sanierungsbedarf.

    Investitionen in Mehrfamilienhäuser steigen deutlich, während der klassische Einfamilienhausbau weiter zurückgeht. Die Investitionstätigkeit konzentriert sich zunehmend auf innerstädtische Verdichtung, Bestandes Erneuerung und energetische Sanierungen.

    Zwischenspurt mit Unsicherheiten
    Das wirtschaftliche Umfeld bleibt volatil. Die Schweizer Wirtschaft wächst 2025 voraussichtlich um 1.3 %, getragen von Konsum und Bauinvestitionen. Der globale Handel leidet weiterhin unter geopolitischen Spannungen und Zollkonflikten, was die Exportindustrie belastet mit Ausnahme des Pharmasektors.

    Die Inflation bleibt tief (+0.3 %), die Leitzinssenkung auf 0.25 % unterstützt die Konjunktur, könnte jedoch deflationäre Tendenzen verschärfen. Gleichzeitig kühlt sich der Arbeitsmarkt ab. Das Bevölkerungs- und Haushaltswachstum verlangsamt sich, was sich mittelfristig auf die Wohnraumnachfrage auswirken könnte.

  • Ressourceneffizient bauen mit Holz

    Ressourceneffizient bauen mit Holz

    Die manuelle Herstellung von Holzschindeln im Alpenraum hat Forschende der Empa und der ETH Zürich zu einem neuartigen Ansatz inspiriert. Sie entwickelten ein Verfahren, bei dem Holzstäbe aus gespaltenem Holz zu Werkstoffplatten verarbeitet werden. Im Gegensatz zur herkömmlichen Verarbeitung kann dabei auch Laubholz niedriger Qualität verwendet werden. Ziel ist es, Platten mit mechanischen Eigenschaften herzustellen, die denen von Massivholz nahekommen.

    Energie- und Materialeffizienz durch spanlose Verarbeitung
    In der traditionellen Schindelproduktion werden Holzstämme entlang der Faser gespalten. Ein Verfahren mit minimalem Energieaufwand und praktisch ohne Abfall. Dieses Prinzip wird nun auf industrielle Anwendungen übertragen. Durch einen zweistufigen Spaltprozess und eine neu entwickelte Vorrichtung mit mehrschneidigem Spaltkopf können mehrere Holzstäbe gleichzeitig produziert werden, auch aus Laubholzarten, die bislang überwiegend verbrannt wurden.

    Künstliche Intelligenz für die Holzsortierung
    Ein zentrales Element des neuen Verfahrens ist der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Bewertung der Holzstäbe. Eine Linienkamera erfasst hochauflösende Bilder jedes Stabs, die von einem neuronalen Netzwerk analysiert werden. So lassen sich wichtige Eigenschaften wie Steifigkeit unabhängig von Holzart, Form oder Grösse ermitteln. Diese datenbasierte Selektion soll künftig eine gezielte Anordnung der Stäbe ermöglichen, um die mechanischen Eigenschaften der Platten weiter zu optimieren.

    Platten für tragende Bauteile mit Potenzial
    Bereits ohne Sortierung zeigen die ersten Demonstratoren eine hohe Ressourceneffizienz und gute mechanische Eigenschaften. Die Forschenden sehen in dem Verfahren grosses Potenzial für tragende Bauteile im Bauwesen. Herausforderungen bestehen derzeit noch bei der Verklebung, der Skalierung und der Vorhersagbarkeit der Materialeigenschaften. Dennoch bietet das Verfahren eine aussichtsreiche Perspektive für den Einsatz von Holz in einer sich wandelnden Bauwirtschaft.

    Forschung wird strategisch gebündelt
    Das Projekt ist Teil der Initiative «Mainstreaming Wood Construction», die den verstärkten Einsatz von Holz im Bau fördert. Im Zuge dessen ist ein neues Forschungszentrum geplant. Das «Center for Wood Materials and Structures» soll die Kompetenzen von Empa und ETH Zürich bündeln und neue Impulse für die Holzverarbeitung entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzen.

  • Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Die am Flughafen Zürich geplante neue Foodhall TREATS wird laut Medienmitteilung von the food collective ag als Betreiberin geleitet. Food collective ist ein Unternehmen der Veranstaltungsmanagementfirma Pointbreak Group in Zürich. Der 2000 Quadratmeter grosse Neubau der Foodhall TREATS ist Teil der umfassenden Erneuerung des Einkaufsbereichs am Flughafen. Die Eröffnung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Ab sofort können sich Gastronominnen und Gastronomen bewerben, um dort ihre Produkte anzubieten. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 250 Millionen Franken und werden durch die Flughafen Zürich AG getragen.

    Auf rund 2000 Quadratmetern bietet TREATS über 1000 Sitzplätze und wird damit zu einer der grössten Foodhalls der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Die zwölf Meter hohe Halle verfüge über zwei Ebenen und biete 16 sogenannte Foodstalls, wechselnde Foodtrucks, vier Bars und ein Café. Hinzu kommen eine Bühne für Veranstaltungen sowie mehrere Aussenterrassen.

    Die neue Foodhall entsteht zwischen den Parkhäusern P1 und P2 auf der Ebene des Busbahnhofs und verbindet verschiedene Bereiche vom Shopping über Ankunft und Abflug bis hin zum Bahnhof, dem Circle und den Parkhäusern. Insgesamt fünf Ein- und Ausgänge sollen zu einer direkten Erreichbarkeit von verschiedenen Seiten führen.

    „Im TREATS stehen die Freude am Essen und das Miteinander im Vordergrund – ganz nach dem Motto: Treat yourself!“, wird Stefan Gross, Chief Commercial Officer der Flughafen Zürich AG, zitiert.

  • Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Die Sika AG setzt den Wachstumskurs in Kasachstan mit der Inbetriebnahme eines neuen Produktionsstandort fort. Das Werk liegt in der Stadt Ust-Kamenogorsk im Osten des Landes und vereint Produktionslinien für Mörtel und Betonadditive und ein Labor.

    Laut einer Medienmitteilung ist es das vierte Werk für Sika-Produkte aus der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie. In der Region herrsche eine hohe Bautätigkeit. Insbesondere die Bergbauindustrie verzeichne starkes Wachstum. Auch dort ansässige Unternehmen aus den Branchen Chemie, Energie und Automotive expandieren. In der Folge steige der Bedarf an Wohngebäuden.

    Das Bauchemie-Unternehmen kündigt an, auch an Grossprojekten beteiligt zu sein. Kasachstan zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Prognosen gehen für die Bauindustrie in Kasachstan bis 2028 von einem jährlichen Wachstum um 4,2 Prozent aus. Treiber seien Investitionen in Energieprojekte, Wasserspeicher, Verkehrsinfrastruktur und Industrieparks. Schätzungen zufolge betrage das Volumen der landesweiten Bauprojekte 160 Milliarden Franken.

  • Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Baustellen und Weltraummissionen, zwei Welten die kaum unterschiedlicher sein könnten. Trotzdem wer genauer hinsieht, entdeckt zentrale Gemeinsamkeiten. Beide Arbeitsumfelder sind geprägt von Unsicherheiten, hoher Komplexität und potenziell lebensbedrohlichen Situationen. Genau hier setzt das Wissen der Astronautin Maria Martini an. Sie simuliert Weltraumeinsätze unter realen Extrembedingungen auf der Erde. In Höhlen, Wüsten oder unter Wasser und bringt Erkenntnisse mit, die auch für Bauarbeitende hochrelevant sind.

    Routine rettet Leben
    In der Raumfahrt wie im Baugewerbe zählt vor allem eines, absolute Verlässlichkeit in jeder Bewegung. Ob Sicherung am Gerüst oder Anseilen in der Grotte, Sicherheitsprotokolle müssen so verinnerlicht sein, dass sie auch unter Stress fehlerfrei ablaufen. «Ein einziger Fehler kann fatale Folgen haben», sagt Maria. Deshalb wird trainiert, bis jeder Handgriff sitzt. Eine Disziplin, die sich auch auf der Baustelle bezahlt macht.

    Technologieeinsatz mit System
    Die persönliche Schutzausrüstung ist nicht nur Pflicht, sondern Hightech. Marias Raumanzug ist ausgestattet mit Helm, Licht, Funkverbindung und Videoübertragung zur Leitstelle. Auf modernen Baustellen kommen ähnliche Systeme zum Einsatz. Smarte Helme, sensorgestützte Sicherheitslösungen, Echtzeitkommunikation. Die Botschaft ist klar, wer Innovation in der Ausrüstung fördert, steigert nicht nur Effizienz, sondern auch Sicherheit.

    Kommunikation als Sicherheitsgarant
    In gefährlichen Situationen entscheidet oft die Qualität der Kommunikation. Was in Raumfahrtmissionen als «Mission Control» bekannt ist, entspricht auf der Baustelle der klar strukturierten Kommunikation zwischen Vorarbeitenden, Sicherheitsbeauftragten und Bauleitung. Für Maria ist klar: «Nur wenn alle wissen, was zu tun ist und sich gegenseitig vertrauen, kann ein Team in Extremsituationen bestehen.»

    Stressresistenz und Führungskompetenz
    Kritische Momente verlangen kühlen Kopf. Als Maria während einer Mission in einer schlammigen Höhle fast den Halt verlor, half ihr die ruhige Führung ihres Commanders, die Situation sicher zu lösen. Auch auf der Baustelle gilt, Führungskräfte müssen Risiken erkennen, deeskalieren und das Team durch schwierige Situationen leiten können. Eine Fähigkeit, die trainiert und gefördert werden muss.

    Raumfahrtprinzipien für mehr Sicherheit am Bau
    Die Parallelen sind deutlich, Disziplin, Teamgeist, Technologieeinsatz und professionelles Krisenmanagement sind Erfolgsfaktoren, auf der Baustelle genauso wie bei Weltraummissionen. Wer als Unternehmen in der Bauwirtschaft oder im Standortmanagement heute auf zukunftsfähige Sicherheitskultur setzt, profitiert nicht nur von weniger Unfällen, sondern steigert auch die Attraktivität als moderner, verantwortungsvoller Arbeitgeber.

  • Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Klimafreundliche Baumassnahmen gelten oft als Kostenfaktor. Bei ganzheitlich zertifizierten Minergie-Gebäuden kehrt sich dieses Bild jedoch. Die aktuelle Studie von Dr. Constantin Kempf zeigt, Minergie-zertifizierte Mehrfamilienhäuser, die zwischen 2010 und 2020 realisiert wurden, verursachen zwar Mehrkosten von 1,6 bis 5,1 Prozent. Diese zahlen sich jedoch aus mit Anfangsmieten, die im Durchschnitt 2,6 bis 6,6 Prozent über vergleichbaren, nicht zertifizierten Objekten liegen.

    Einzelne Massnahmen wie Wärmepumpen oder Fernwärme erhöhen zwar die Baukosten. Ohne das Minergie-Gesamtkonzept lassen sich daraus jedoch keine höheren Mieten generieren. Erst die konsequente Umsetzung des Standards schafft einen marktfähigen Mehrwert, für Investoren, Eigentümer und Bauherrschaften.

    Standortvorteil durch Qualität und Transparenz
    Minergie steht nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für kontrollierten Luftwechsel, besseren Hitzeschutz und Nutzung erneuerbarer Energien. Mit über 60’000 zertifizierten Gebäuden hat der Standard massgeblich zur CO2-Reduktion beigetragen. Für Investoren interessant, Minergie kann den Immobilienwert steigern, die Ausnutzbarkeit erhöhen und wirkt sich positiv auf Finanzierungskonditionen aus.

    Der neue Standard Minergie-Areal zeigt, dass auch auf Quartier- und Arealebene eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit messbar und planbar möglich ist. Besonders in der Standortentwicklung bietet dies neue Argumente für zukunftsfähige und renditestarke Bauprojekte.

    Mehr Komfort, weniger Betriebskosten
    Nicht nur Vermietende profitieren. Auch Mietende geniessen einen deutlich spürbaren Mehrwert. Zwar liegen die Nettomieten geringfügig höher, doch tiefere Nebenkosten und mehr Wohnqualität, etwa durch automatische Lüftungssysteme und besseren sommerlichen Wärmeschutz, gleichen dies aus.

    Minergie ist damit mehr als ein Umweltlabel. Es ist ein wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Instrument, das sowohl Rendite als auch Klimaziele in Einklang bringt. Für Investoren, Entwickler und Standortförderer eröffnet sich hier ein klarer Weg, der ökologische Verantwortung und ökonomischen Nutzen vereint.

  • Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Die Wohnbautätigkeit ist ein zentraler Faktor in der nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Die Schweiz steht vor der Aufgabe, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dabei wertvolle Flächen ausserhalb bestehender Siedlungsgebiete unnötig zu beanspruchen. Die Erkenntnisse des Bundesamts für Raumentwicklung zeigen, dass insbesondere der Wohnungsbau im Bestand eine zentrale Rolle für die künftige Entwicklung einnimmt. Dieser ist jedoch mit komplexeren Herausforderungen verbunden als ein Neubau auf bisher unbebauten Flächen.

    Wo entstehen neue Wohnungen?
    Eine Analyse der Wohnbautätigkeit zwischen 2018 und 2022 zeigt klare Muster. Ländliche und periurbane Gemeinden weisen im Verhältnis zu ihrem Erstwohnungsbestand eine höhere Neubautätigkeit auf als städtische Gebiete. Dennoch hat der Anteil an Neubauten auf bisher unbebauten Bauparzellen insgesamt abgenommen, während der Anteil des Bauens im Bestand mittlerweile 59 Prozent der Baubewilligungen ausmacht. In urbanen Gebieten konzentriert sich der Wohnungsbau zunehmend auf bereits bestehende Siedlungsgebiete, während am Siedlungsrand weiterhin Wachstum verzeichnet wird.

    Herausforderung Bauen im Bestand
    Der Wohnungsbau auf bereits bebauten Flächen ist vielschichtiger als die Erschliessung neuer Baugebiete. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Gemeinden mit grossen unbebauten Baulandreserven eine geringere Bautätigkeit im Bestand aufweisen. Der Druck zur Nachverdichtung ist dort niedriger, wo noch ausreichend Flächen für Neubauten vorhanden sind. Gleichzeitig können gezielte Massnahmen der Gemeinden sowie hochwertige Bauprojekte einen positiven Beitrag zur Innenentwicklung leisten und Anreize für die Nutzung bestehender Strukturen schaffen.

    Treiber und Hemmnisse der Bautätigkeit
    Die Bautätigkeit auf unbebauten Flächen ist einfacher zu analysieren, da sie stark von messbaren Faktoren wie Immobilienpreisentwicklung und Mietniveaus beeinflusst wird. Fallstudien zeigen , dass Gemeinden mit einer aktiven Wohnbaupolitik eine höhere Innenentwicklung aufweisen. Kommunale Massnahmen wie gezielte Beratungen, Bodenpolitik oder attraktive öffentliche Räume können entscheidende Anreize für die Nachverdichtung setzen.

    Qualität als Schlüssel zur Akzeptanz
    Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Qualität der Bauprojekte. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist höher, wenn Bauprojekte nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Siedlungsqualität beitragen. Dies umfasst unter anderem öffentlich zugängliche Freiflächen, Biodiversitätsförderung oder sozialverträglichen Wohnraum. In der Innenentwicklung sind solche Qualitätskriterien besonders wichtig, da bauliche Veränderungen oft im direkten Wohnumfeld der Anwohner erfolgen.

    Siedlungsentwicklung ein langfristiger Wandel
    Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes zeigen erste Daten, dass die Transformation in Richtung Innenentwicklung begonnen hat. Besonders in städtischen Gebieten wie Zürich, Basel und Lausanne entstehen immer mehr Wohnungen durch Umnutzungen oder Aufstockungen bestehender Gebäude. Doch auch in periurbanen und ländlichen Gemeinden zeigt sich eine zunehmende Tendenz zur Nutzung bereits bebauter Flächen.

    Strategien für Wohnbautätigkeit
    Die Analyse der Wohnbautätigkeit zeigt, dass eine gezielte Steuerung durch die Raumplanung möglich ist. Gemeinden, die aktiv die Innenentwicklung fördern, können die Herausforderungen des Wohnungsbaus besser bewältigen. Erfolgreiche Strategien umfassen eine vorausschauende Bodenpolitik, hochwertige Bauprojekte und eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Die Innenentwicklung bleibt eine der zentralen Aufgaben für eine zukunftsorientierte Raumentwicklung, um wachsenden Wohnraumbedarf ressourcenschonend zu decken.

  • Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Der Real Estate Award ist mehr als eine Auszeichnung – er ist ein Spiegel der Innovationskraft in der Schweizer Immobilien- und Bauwelt. Seit Jahren steht er für Qualität, Weitblick und Pioniergeist. Wer sich bewirbt, wird Teil einer Community, die bereit ist, neue Wege zu gehen, bestehende Denkmuster aufzubrechen und die Branche aktiv mitzugestalten.

    Jedes Jahr werden herausragende Projekte ins Rampenlicht gerückt – egal ob Start-up oder Grossunternehmen, ob ausgereifte Idee oder fertiges Gebäude. Der Award bietet nicht nur Anerkennung, sondern auch eine nationale Bühne für zukunftsweisende Ideen und Lösungen, die wirklich etwas bewegen.

    Warum eine Bewerbung jetzt Sinn macht
    Ein Platz unter den Nominierten oder gar ein Gewinn bringt enorme Sichtbarkeit, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Alle Finalistinnen und Finalisten werden im Rahmen der grossen Award Verleihung am 2. Oktober 2025 vor Medien, Fachpublikum und Entscheidungsträgern präsentiert.

    Neben der Präsenz in relevanten Medien erhalten Teilnehmende Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Expertinnen, Investoren, Vordenkern und führenden Köpfen der Immobilienwelt. Der Award bietet Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Strahlkraft – und das nicht nur für Gewinnerinnen und Gewinner.

    Bereits die Teilnahme signalisiert Innovationsfähigkeit und Relevanz. Sie ist ein starkes Statement und eine Chance, das eigene Projekt auf die grosse Bühne zu heben – vor den richtigen Augen.

    Moderne Kategorien
    2025 wird der Real Estate Award wieder in fünf Kategorien vergeben:

    1. Digital
      Für Projekte, Tools oder Plattformen, die mit digitalen Mitteln echte Fortschritte für die Branche erzielen.
    2. Vermarktung
      Für innovative Vermarktungsstrategien und Konzepte, die Zielgruppen effektiv und kreativ erreichen.
    3. Nachhaltigkeit
      Für Lösungen, die ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit messbar und zukunftsfähig umsetzen.
    4. Projektentwicklung & Innovation
      Für visionäre Projekte, die neue Wege in der Planung, Realisierung oder Nutzung von Immobilien beschreiten.
    5. Immobilien Persönlichkeit des Jahres
      Die Jury kürt eine Person aus er Branche, die mit ihrem Wirken die Bau- und Immobilienwirtschaft der Schweiz prägt. Für diese Kategorie kann man sich nicht bewerben.

    Jede Bewerbung wird von einer unabhängigen Fachjury mit Expertise und Branchenkenntnis bewertet. Die Finalisten werden öffentlich vorgestellt und zur Preisverleihung eingeladen. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Trophäe – sondern ein Qualitätssiegel mit Strahlkraft.

    Ein Event mit Wirkung
    Der Höhepunkt des Wettbewerbs ist die feierliche Preisverleihung am 2. Oktober 2025. Die Real Estate Award Verleihung bringt das Who’s Who der Schweizer Immobilienbranche zusammen – ein Abend voller Inspiration, Austausch und Anerkennung. Neben der feierlichen Ehrung der Gewinner erwartet die Gäste ein hochwertiges Rahmenprogramm, Networking auf Augenhöhe und beste Unterhaltung.

    Ein Abend, der in Erinnerung bleibt und neue Türen öffnet.

    Jetzt bewerben – noch bis 30. April 2025
    Der Bewerbungsprozess ist einfach und vollständig digital. Ob Einzelperson, Start-up, KMU oder Grossunternehmen – erlaubt ist, was überzeugt. Ein gutes Projekt ist oft nur ein paar Klicks vom Scheinwerferlicht entfernt.

    Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025. Also jetzt handeln, einreichen und Teil von etwas Grossem werden.

  • Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Grundlage bildet die neue Norm DIN 18940, die tragendes Lehmsteinmauerwerk erstmals umfassend regelt. Das Dünnbettverfahren spart über ein Drittel der Arbeitszeit gegenüber dem Dickbettverfahren und reduziert den Materialverbrauch. Neben der Verarbeitung punktet Lehm auch ökologisch. Er wird nicht gebrannt, ist vollständig recycelbar und sorgt durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften für ein gesundes Raumklima.

    CO₂-neutrale Produktion und zirkuläres Bausystem
    Die Herstellung der Lehmziegel erfolgt bei GIMA CO₂-neutral. Getrocknet mit Solarstrom und Abwärme. Der Wandaufbau ist vollständig rückbaubar. Für Aussenwände wird eine zweischalige Konstruktion empfohlen: Lehmziegel als tragende Schicht, Lehmputz innen, aussen eine vorgehängte Fassade. Alle Materialien können sortenrein getrennt und wiederverwertet werden.

    Formate und Einsatzmöglichkeiten
    Die GIMA-Ziegel erreichen die Druckfestigkeitsklasse 5 und sind in Breiten von 115 bis 365 mm erhältlich, angepasst an gängige Mauerziegelformate. Sie lassen sich mit konventionellem Werkzeug und bekannten Verfahren verarbeiten.

    Pilotprojekt „GreenConceptLehm“
    In Meissen wurde mit dem neuen System bereits das erste Projekt realisiert. Bauunternehmer und Wissenschaftler loben das gesunde Raumklima und die Wiederverwertbarkeit. Damit zeigt sich, der Lehmbau ist bereit für den breiten Einsatz in der modernen Bauindustrie.

  • Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Seit 2013 ist Daniel Leupi als Finanzvorstand für die Liegenschaftenpolitik der Stadt Zürich verantwortlich und verweist auf handfeste Resultate. Mit den Wohnsiedlungen Leutschenbach, Letzi, Hard und Hardau I sind knapp 830 neue gemeinnützige Wohnungen geschaffen worden. Parallel dazu hat die Stadt in den letzten Jahren 24 Liegenschaften erworben. Ein Erfolg, den Leupi auch auf die verstärkte Akquisitionsabteilung zurückführt.

    Mit dem neuen Wohnraumfonds können neu auch gemeinnützige Bauträger finanzielle Beiträge für Grundstückskäufe und Neubauten beantragen. Die daraus finanzierten Abschreibungsbeiträge ermöglichen tiefere Mieten trotz steigender Marktpreise. Gleichzeitig sorgt eine neue Vermietungsverordnung dafür, dass die rund 10’000 städtischen Wohnungen sozial verträglich und transparent vergeben werden.

    Ein wachsendes Portfolio mit Verantwortung
    Ende 2024 wird das kommunale Portfolio 58 Siedlungen und über 500 Einzelwohnliegenschaften umfassen, insgesamt 1’400 Gebäude mit knapp 10’000 gemeinnützigen Wohnungen. Hinzu kommen 220 aktive Baurechte für über 6’000 Wohnungen sowie weitere Projekte in Vorbereitung. Die Stadt tritt damit nicht nur als Planerin, sondern auch als bedeutende Immobilieneigentümerin auf, mit einem klaren Fokus auf preisgünstigen Wohnraum.

    Herausforderungen eines dynamischen Marktes
    Trotz aller Anstrengungen bleibt die Herausforderung gross. Der Wohnraummangel sei ein strukturelles Problem, meint Leupi, das in jeder attraktiven Kernstadt auftrete. Besonders problematisch sei, dass viele Investoren vor allem hochpreisige Neubauten realisieren, während Bestandswohnungen verdrängt werden. Der Markt wächst zwar, aber nicht sozial ausgewogen. Die Stadt könne nicht für alle, aber für immer mehr bezahlbare Wohnungen schaffen.

    Marktintervention oder Mieterschutz?
    Die Diskussion um den Fall der sogenannten «SUGUS-Häuser» hat die Debatte über soziale Durchmischung neu entfacht. Leupi sieht darin kein Problem, sondern ein funktionierendes Beispiel für günstigen Wohnraum in privater Hand. Gleichzeitig warnt er vor einer Blockade durch überzogene Regulierung, wie sie in manchen Kantonen durch Wohnschutzgesetze entstanden sei. In Zürich unterstützt der Stadtrat deshalb die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen», die Leerkündigungen unterbinden und gleichzeitig flexible Umsetzungsoptionen auf Gemeindeebene erhalten will.

    Investoren in der Verantwortung
    Für Leupi liegt ein Teil der Lösung in der Eigenverantwortung der Branche, allerdings mit klaren Erwartungen. Während einige Eigentümer weiterhin fair agierten, nutzten andere die Marktlage rücksichtslos aus. Überrissene Mietaufschläge bei Mieterwechseln seien keine Einzelfälle. Deshalb brauche es mehr staatliches Engagement für untere und mittlere Einkommen. Nicht als Eingriff in den Markt, sondern als Ausgleich zu dessen Dynamik.

    Wachstum ja – aber sozial verträglich
    Ein zentrales Problem bleibt, dass viele Ersatzneubauten günstige Wohnungen verdrängen. Neue Projekte schaffen zwar Wohnraum, erhöhen aber oft die Preise. Institutionelle Investoren und Bauträger seien gefordert, künftig sozialverträglicher zu planen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für Zuwanderung, Bilaterale und das liberale Wirtschaftssystem insgesamt stehe sonst auf dem Spiel.

    Das «langsame» Baubewilligungsverfahren
    Ein häufig kritisiertes Thema ist die vermeintlich schleppende Baubewilligung. Leupi relativiert dies und unterstreicht, die Verwaltung arbeite effizient. Der Median für Neubaugesuche liegt bei 121 Tagen. Tendenz sinkend trotz steigender Fallzahlen. Was allerdings Zeit koste, seien Rekurse, Projektänderungen und Auflagenbereinigungen. Deren Zahl sei in den letzten Jahren markant gestiegen, von 229 auf 410 Fälle jährlich.

    Zur Lösung setzt Zürich auf Beratung, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Ziel sei es, Planungssicherheit zu schaffen und die Rekursfestigkeit zu erhöhen.

    Airbnb, Sanierungen und neue Standards
    Der Einfluss von Kurzzeitvermietungen ist ein brisantes Thema. Zürich hat bereits 2020 eine Anpassung der Bau- und Zonenordnung beschlossen, um regulierende Vorgaben für Airbnb & Co. zu schaffen. Die Umsetzung stockt aktuell, weil der Entscheid vor Bundesgericht liegt. Doch Leupi sieht die Stadt auf dem richtigen Weg.

    Gleichzeitig plädiert er für verbindliche Branchenstandards im Umgang mit Sanierungen, die soziale Härten abfedern sollen. Positive Beispiele gebe es bereits, wie wenn beim Umzug innerhalb derselben Siedlung der Mietzins konstant bleibt. Solche Modelle wünscht sich Leupi häufiger, auch von privaten Akteuren.

    Drei zentrale Handlungsfelder
    Für die Stadtregierung sieht Leupi aktuell drei vordringliche Aufgaben. Als erstens der gezielte Ausbau des städtischen Wohnportfolios durch Bau und Kauf. Zweitens die breite Etablierung des Wohnraumfonds, um auch gemeinnützige Trägerschaften zu stärken und drittens eine politische Offensive für mehr Engagement von Bund und Kanton im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus.

    Zürich habe gezeigt, was möglich ist. Jetzt gehe es darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, mit sozialem Augenmass, ökonomischer Weitsicht und politischer Konsequenz.

  • Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Am 27. März dieses Jahres hat der Kanton Zug einen Kredit für den Stadionausbau des Eissportvereins Zug (EVZ) gebilligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, stimmten 71 Mitglieder des Kantonsrat bei einer Gegenstimme für die Erweiterung der Arena.

    Damit kann das Projekt Keep Building, das vom Architektenbüro studiomatt entwickelt wurde, vorangetrieben werden. Das Projekt sieht den Ausbau während des Spielbetriebes vor. Der Baustart ist für den Sommer 2025 vorgesehen. Der Ausbau soll zu Beginn der Saison 2027/28 abgeschlossen werden.

    „Wir danken dem Regierungsrat, insbesondere dem Finanzdirektor Heinz Tännler sowie den Kommissionen für ihre vorbereitende Arbeit für unser Anliegen“, wird Patrick Lengwiler, CEO des EVZ, in der Mitteilung zitiert. „Wir schätzen die überaus deutliche Zustimmung des Kantonsrats zur Vorlage. Es ist eine Anerkennung der grossen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des EVZ für die Region seitens der Zuger Politik und ein Bekenntnis zur wichtigen Erweiterung der Arena.“

    Bereits in der Sitzung am 30. Januar 2025 hatte die Stadt Zug dem Projekt zugestimmt.

  • Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

    Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

    In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

    Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden.

  • Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Die Kantonsschule Limmattal in Urdorf bietet mehr Platz für den Unterricht. Am Dienstag, 1. April, sind laut Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich zwei Erweiterungsbauten offiziell eingeweiht worden. Sie bieten moderne Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, zwei Doppelsporthallen, eine Aula sowie eine Aussenanlage, heisst es in der Mitteilung. Laut Bevölkerungsprognosen soll die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Neubauten schaffen den benötigten Raum für die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern.

    Die neuen Räumlichkeiten wurden im Beisein des Baudirektors Martin Neukom, der Bildungsdirektorin Silvia Steiner und des Rektors der Kantonsschule Limmattal, Andreas Messmer, eingeweiht. Die Einweihung wurde von den musikalischen Darbietungen von rund 90 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule untermalt, heisst es weiter.

    Eines der neuen Gebäude beinhaltet zwei Doppelsporthallen, Unterrichtsräume für Musik und eine Aula mit 500 Sitzplätzen. Im zweiten Gebäude sind auf vier Etagen Räume für Physik, Chemie, Informatik und Biologie sowie einige Klassenzimmer untergebracht. Die Neubauten stammen von PenzisBettini Architekten aus Zürich.

    Wärmeenergie wird für die Neubauten über Erdsonden generiert. Auf den Dächern der beiden Erweiterungstrakte sind Photovoltaikanlagen installiert, die die Gebäude der Kantonsschule mit Strom versorgen.

    Am Samstag, 5. April, gibt es einen Tag der Offenen Tür für die Schulbesichtigung.

  • Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Ein Expertenteam der HighStep Systems AG hat die Installation eines HighStep-Steigschutzsystems in Baku an einem Flaggenmast begleitet. Dabei handele es sich um den höchsten Flaggenmast Europas mit einer Höhe von 162 Metern, heisst es in einem Projektbeschrieb des Unternehmens mit Hauptsitz in Dietikon ZH. Nun ermögliche ein HighStep Lift einen gesicherten und komfortablen Aufstieg, selbst bei schwierigen Umweltbedingungen wie etwa starken Winden. Dieses Projekt markiere ein weiteres Kapitel in der Mission des Unternehmens, vertikale Infrastrukturen sicherer zu machen – unabhängig von Standort, Witterung oder Höhe.

    „Die Kräfte, die an einem solchen Bauwerk wirken, sind gewaltig“, wird erklärt. „Starkwinde in Höhenlagen, Materialspannungen, Temperaturunterschiede und die enorme Masse der Flagge selbst – all das macht den Mast zu einem der anspruchsvollsten Einsatzorte für jede Art von Höhenzugang.“ Anders als bei klassischen Leitersystemen, seien Mitarbeitende mithilfe eines HighStep-Systems jedoch stets gesichert und mobil.

    Das HighStep-System ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Komponenten: zum einen aus einer Aluminiumschiene als Systemträger und zum anderen aus einem Steiggerät in den Varianten HighStep Easy und HighStep Lift. Letzterer ist portabel und kommt in Baku zum Einsatz.

    Weltweit sind nach Angaben des Unternehmens mehrere Tausend seiner Anlagen in Betrieb, vornehmlich in Europa, aber auch in asiatischen Ländern wie China und Indien. In der Anwendung liegt der Fokus auf Strommasten, Windkraftanlagen, Sendetürmen wie auch Industrieanlagen.

  • Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Die Implenia AG wird in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich mehrere Aufträge in den Bereichen Datacenter, Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Gesundheit durchführen. Das Gesamtvolumen der Projekte belaufe sich auf über 150 Millionen Franken, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer entsprechenden Mitteilung. Zudem entsprächen sie „der strategischen Ausrichtung der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der sektorenorientierten Spezialisierung auf Bereiche mit hoher Nachfrage“.

    In Deutschland ist Implenia in den Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel involviert. Hier wird Implenia Fassadenbau die Fassade beisteuern. In Österreich hat die Gruppe zusammen mit zwei Partnerfirmen das Hauptbaulos für das Wasserkraftwerk Imst-Haiming bekommen. Es umfasst unter anderem einen 14 Kilometer langen Triebwasserweg, die Kaverne und das Unterwasserbecken für das Kraftwerk am Inn.

    Die übrigen Aufträge betreffen Projekte in der Schweiz. So wird Implenia für den Datenzentren-Anbieter Green ein weiteres Hochleistungsrechenzentrum auf dem Metro-Campus Zürich West in Lupfig realisieren. In Basel ist Implenia Teil der ARGE USB K2, die vom Universitätsspital Basel mit den Baumeisterarbeiten für den Neubau es Klinikums 2 beauftragt wurde. Ebenfalls im Zusammenspiel mit Partnerfirmen wird Implenia eine neue Tramlinie im Kanton Genf realisieren. Für die SBB saniert die Gruppe den Hagenholztunnel im Kanton Zürich. Das Bundesamt für Strassen hat Implenia mit der Neugestaltung der Verzweigung Versoix in Bellevue GE betraut.

  • Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Der in Arbon ansässige Energiedienstleister EKT Holding AG hat die Edelmann Ingenieurbüro AG mit Sitz in Thalheim an der Thur übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Unternehmen vorerst eigenständig unter dem Dach der EKT agieren. Alle zwölf Arbeitsplätze bleiben erhalten.

    Das Ingenieurbüro, das neben dem Hauptsitz Thalheim Filialen in Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld unterhält, ist auf die Bereiche Planungen, Beratungen, Studien, Kostenvoranschläge, Projektierungen und Bauleitungen von Elektroprojekten spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss sollen seine Expertisen die Angebote des ebenfalls zur EKT-Gruppe gehörenden Gebäudeplanungs-Unternehmen NEGXT AG, Kreuzlingen, in optimaler Form ergänzen, heisst es in der Mitteilung.

    „Für uns ist dieser Schritt, diese Übernahme, ein echter Glücksfall. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung für unser Unternehmen war die EKT stets unsere Wunschpartnerin“, wird Roman Edelmann, Geschäftsführer der Edelmann Ingenieurbüro AG, in der Mitteilung zitiert.

    Thorsten Specker, Geschäftsführer der NEGXT AG, zeigt sich seinerseits zufrieden: „Als Schwester-Unternehmen erweitern wir unsere Marktaktivitäten gemeinsam auf die Ostschweiz und werden alles daran setzen, die sich uns dadurch bietenden Synergien optimal, für unsere Kundinnen und Kunden, zu nutzen“.

    Mit dem Zusammenschluss wächst die Zahl der Mitarbeitenden der EKT Holding auf 188.

  • Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Immobilien sind weit mehr als gebaute Substanz. Sie sind Investition, Lebensraum, Energieverbraucher und langfristige Verpflichtung zugleich. Um ihren Wert über Jahrzehnte hinweg zu sichern oder gar zu steigern, braucht es ein professionelles, ganzheitliches Lebenszyklus-Management. Die fünf Fachkammern des SVIT, die SVIT five, demonstrierten am Real Estate Symposium 2025 in Zürich, wie ihre gebündelte Expertise Eigentümer, Investoren, Projektentwickler und Betreiber entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus begleitet.

    Mit fundiertem Fachwissen, Marktkenntnis und operativer Kompetenz entwickeln sie zukunftsorientierte Strategien, die ökonomisch tragfähig sind und gleichzeitig ökologische Verantwortung mitdenken. Dabei reichen die Herausforderungen von regulatorischen Veränderungen über technische Entwicklungen bis hin zu wandelnden Nutzerbedürfnissen – Themen, auf die eine strategische Immobilienbewirtschaftung gezielt Antworten liefern muss.

    Von Verantwortung zu Wertschöpfung
    Marie Seiler, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Pensimo Management AG, unterstrich in ihrer Keynote die Komplexität des Immobilienbesitzes. Es gehe dabei nicht nur um Verwaltung, sondern um strategisches Denken und kreatives Handeln. Der Mehrwert einer Immobilie entstehe nicht von selbst, er werde durch aktives und verantwortungsvolles Management geschaffen und gesichert. Werthaltigkeit sei keine Konstante, sondern das Resultat bewusster Entscheidungen.

    Diese These fand Unterstützung bei Dominik Stamm, Vice President bei Jones Lang LaSalle AG, der eindringlich vor den Risiken ungenutzter Potenziale warnte. Immobilien könnten bei fehlender Anpassung an Markt, Technologie oder Regulierung rasch zu «Stranded Assets» werden. Umgekehrt erzeugen Investitionen in Effizienz, Digitalisierung und Flexibilität langfristige Werteffekte und sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Objekte.

    Verantwortung in der Praxis
    Besonderes Augenmerk galt auch dem Thema Stockwerkeigentum, wo Verantwortung oft dezentral verteilt ist. Michel de Roche, Advokat und ehemaliger Präsident der Fachkammer Stockwerkeigentum SVIT, hob die Rolle der Verwaltung hervor. Sie müsse das Bewusstsein für den Zustand und die Lebensdauer der Bauteile schärfen, Wissen vermitteln und Investitionen in die Zukunft ermöglichen. Dabei gehe es nicht nur um den Werterhalt, sondern ausdrücklich auch um Wertsteigerung.

  • ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    Der Turm Tor Alva, entworfen vom ETH-Team um Benjamin Dillenburger und Architekt Michael Hansmeyer, stellt nicht nur einen technologischen, sondern auch einen gestalterischen Meilenstein dar. Über vier Stockwerke hinweg verästeln sich die skulpturalen Betonsäulen zu einer futuristischen Kuppel. Gedruckt wird mit einem robotergestützten System, das Schicht für Schicht aus Feinkornbeton eine einzigartige Architektur schafft – präzise, effizient und gestalterisch wegweisend.

    Forschung trifft Realität
    Was in der Forschungshalle mit Gelbwesten und Steuergeräten beginnt, soll in Mulegns Marktreife beweisen. Der erste reguläre Produktionstag markiert den Übergang von Theorie zur Praxis. Das ETH-Team, unterstützt von Bauingenieuren und Robotik-Spezialisten, testet hier nicht nur neue Materialien und Bauprozesse, es setzt Standards für die Bauwelt von morgen.

    Ein Dorf als Zukunftslabor
    Mulegns, einst Zentrum des Handwerks, heute kaum bewohnt, wird zum Symbol für Wandel. Die Stiftung Nova Fundaziun Origen und die ETH Zürich schaffen hier mehr als nur ein Bauwerk. Sie kombinieren digitale Baukunst mit kultureller Wiederbelebung. In der Turmkuppel sollen künftig Veranstaltungen stattfinden, die Besuchende aus der ganzen Welt anlocken. Der Turm wird zum Leuchtturm für Regionen, die mit Abwanderung kämpfen, ein visionäres Modell für nachhaltige Standortentwicklung.

    Weitere Informationen zum Tor Alva: www.tor-alva.ch

  • Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist enorm. Die Nachfrage steigt stetig, das Angebot hinkt hinterher. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo Bauprojekte immer häufiger durch Rekurse verzögert oder verhindert werden. Die Konsequenzen sind steigende Mietpreise, soziale Spannungen und wachsender politischer Handlungsdruck. Fünf kantonale Volksinitiativen zeigen, wie sehr das Thema Wohnraum die Bevölkerung beschäftigt.

    Verbesserungen verzögern sich unnötig
    Obwohl neue Vorschriften im Bereich Lärmschutz bereits beschlossen wurden, lässt deren Umsetzung auf sich warten. Der Zürcher Regierungsrat fordert vom Bundesrat, die Gesetzesänderungen rasch in Kraft zu setzen. Denn, Schutzinteressen dürfen den Ausbau dringend benötigten Wohnraums nicht blockieren. Klare gesetzliche Grundlagen sind essenziell für Planungssicherheit und beschleunigte Verfahren.

    Schutzinstrument oder strategisches Einspruchswerkzeug?
    Besonders kritisch sieht der Regierungsrat die zunehmende Direktanwendung des Bundesinventars ISOS, das eigentlich dem Schutz bedeutender Ortsbilder dient. Immer öfter wird das Inventar jedoch für Einsprachen gegen Neubauprojekte genutzt. Mit gravierenden Folgen für die innere Verdichtung. In Zürich wird diese Problematik bereits massiv spürbar, sie greift aber zunehmend auch auf andere Kantone über.

    Der Regierungsrat unterstützt zwar den angekündigten Runden Tisch zur ISOS-Thematik, fordert jedoch konkrete und zeitnahe Lösungen, die gemeinsam mit Bund, Kantonen und Gemeinden entwickelt werden müssen.

    Forderung nach politischer Priorisierung
    Die Wohnraumversorgung sei ein zentrales Anliegen von Bevölkerung und Wirtschaft, so der Regierungsrat. Der Bund müsse Schutzinteressen und bauliche Entwicklung in ein neues Gleichgewicht bringen, damit der dringend benötigte Wohnungsbau nicht weiter blockiert wird. Die Verantwortung dafür liegt nun bei den zuständigen Bundesstellen.

  • Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Die Baubranche zählt zu den grössten CO₂-Emittenten weltweit. Rund 37 Prozent der energiebedingten Emissionen gehen auf ihr Konto. Ein gewichtiger Anteil mit enormem Verbesserungspotenzial. Besonders problematisch ist die Produktion konventioneller Materialien wie Zement, Stahl oder Glas, deren Herstellung einen hohen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoss mit sich bringt. Zement allein verursacht acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen – mehr als der gesamte internationale Flugverkehr.

    Doch die Branche beginnt umzudenken. Neue Technologien ermöglichen Materialien, die ressourcenschonender, langlebiger und klimaschonend sind. Rezyklierter Beton, alternative Bindemittel oder CO₂-negative Ziegel machen heute bereits vor, was morgen zum Standard werden könnte. Dabei zeigt sich, Nachhaltigkeit muss nicht im Widerspruch zu Stabilität, Qualität oder Wirtschaftlichkeit stehen.

    Innovation aus der Schweiz
    Einen besonders visionären Ansatz verfolgt das ETH-Spin-off Oxara. Das Zürcher Unternehmen hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem mineralische Abfälle aus der Bauwirtschaft in zementfreie, CO₂-arme Baustoffe umgewandelt werden. Der sogenannte Earth Concrete von Oxara reduziert den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent und die CO₂-Emissionen um rund 90 Prozent. Das neue Produkt «Oulesse» ersetzt klassischen Zement durch eine innovative Mischung aus mineralischen Salzen und recyceltem Material wie Ziegel und Beton. Damit gelingt nicht nur ein erheblicher Emissionsrückgang, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

    Die Innovationen von Oxara beweisen, dass zukunftsfähiges Bauen skalierbar und wirtschaftlich realisierbar ist. Gleichzeitig fördern sie ein neues Verständnis von Materialeinsatz, bei dem nicht nur der Baustoff zählt, sondern auch dessen Herkunft, Lebenszyklus und Rückbaufähigkeit.

    Der Wert natürlicher Baustoffe
    Auch klassische Materialien wie Holz erleben eine Renaissance. Allerdings in neuer technologischer Form. Brettsperrholz, Verbundsysteme und Hybridkonstruktionen machen Holz zu einem leistungsstarken Baustoff mit exzellenten klimatischen Eigenschaften. Jeder verbaute Kubikmeter bindet rund eine Tonne CO₂, was die Klimabilanz massiv verbessert. Gleichzeitig sorgen neue Fertigungstechniken für höchste Tragfähigkeit, auch im mehrgeschossigen Hochbau.

    Weitere vielversprechende Ansätze liefern Kalksandstein oder CO₂-negative Ziegel, die aktiv Kohlenstoff binden. Damit zeigt sich, auch steinbasierte Baustoffe können ihren Platz in einer nachhaltigen Zukunft haben, wenn sie entsprechend weiterentwickelt werden.

    Vom Trend zur Verpflichtung
    Nachhaltiges Bauen ist längst mehr als ein Imagefaktor. Es wird zunehmend zur regulatorischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit. Bauherrschaften, Planer und Investoren stehen unter wachsendem Druck, ökologische Verantwortung zu übernehmen und innovative Lösungen zu fördern. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach emissionsarmen Bauprojekten, sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Endkundinnen und -kunden.

    Die Branche hat die Chance, vom Klimaproblem zur Klimalösung zu werden. Die Technologien sind vorhanden, das Know-how wächst, und der Handlungsdruck ist real. Es liegt an den Akteuren der Bau- und Immobilienwirtschaft, diese Chance zu ergreifen, für den Markt, die Gesellschaft und die kommenden Generationen.

  • Bauen zwischen Stadt und Land

    Bauen zwischen Stadt und Land

    Während auf dem Land noch Platz zur Verfügung steht und Bauprozesse oftmals unkomplizierter verlaufen, ist die urbane Realität von Dichtevorgaben, Vorschriften und langwierigen Bewilligungsverfahren geprägt. Die Kommunikationswege sind auf dem Land kürzer, die Prozesse direkter. In den Städten hingegen erfordern komplexe Projekte wie «The Circle» beim Flughafen Zürich ausgeklügelte Koordination und Geduld.

    Fachkräftemangel kennt keine Grenzen
    Egal ob ländlich oder städtisch, der Kampf um qualifizierte Lehrlinge ist in der gesamten Schweiz spürbar. Bemerkenswert ist, dass Jugendliche aus ländlichen Regionen häufig handwerklich versierter sind . Nicht zuletzt, weil sie früh mit praktischer Arbeit in Kontakt kommen. Dennoch bleibt die Rekrutierung eine Herausforderung, gerade im urbanen Raum, wo akademische oder kaufmännische Laufbahnen dominieren.

    Regionale Verwurzelung als Erfolgsfaktor
    Ob traditionelle Familienbetriebe in Schwyz oder lokal verankerte Bauunternehmen im Thurgau, das Bauhauptgewerbe bleibt in beiden Kantonen ein starker Pfeiler der regionalen Wirtschaft. Besonders auf dem Land sind Baumeister nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich aktiv, als Vereinsmitglieder, OK-Präsidenten und Förderer des lokalen Lebens.

    Einsprachen bremsen überall  Fortschritt
    Ländliche Idylle schützt nicht vor rechtlichen Hürden: Auch ausserhalb der Städte werden Bauprojekte regelmässig durch Einsprachen verzögert. Der Ruf nach einem klareren, schnelleren und rechtssicheren Verfahren wird lauter. Aus Sicht der Praxis längst überfällig.

    Unterschiedliche Ausgangslagen bei der Auftragslage
    Während der Kanton Schwyz aktuell ein solides Auftragsvolumen mit wachsender Bautätigkeit und grossen Projekten verzeichnet, ist die Situation im Thurgau angespannt. Dort werden nicht zwingende Investitionen aus Spargründen vertagt, mit direkten Auswirkungen auf die lokalen Bauunternehmen.

    Nachhaltigkeit und Qualität im Fokus
    Die Anforderungen an Neubauten verändern sich rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen dominieren die Projektanforderungen. Gleichzeitig steigt der Zeitdruck auf den Baustellen, während die rechtliche Komplexität zunimmt. Der Wunsch der Branche, mehr Qualität statt Preisdumping und eine Rückbesinnung auf langfristige, nachhaltige Werte.

  • Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Die beiden Unternehmen Hans Kohler AG aus Zürich und Suter Inox AG aus Brugg beschreiten laut einem Blog-Beitrag einen gemeinsamen Weg und nutzen grünen Edelstahl für eine umweltfreundlichere Produktion von Küchen. Dieser wird mit Wasserstoff statt Kohlenstoff hergestellt. Im Vergleich zum weltweiten Industrieschnitt weist er einen bis zu 92 Prozent geringeren CO2-Ausstoss aus, so die Hans Kohler AG. Produzent der Edelstahlbleche ist das finnische Unternehmen Outokumpu mit Sitz in Helsinki.

    „Die Nachfrage nach umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Produkten hat in den letzten Jahren in diversen Industriezweigen erheblich zugenommen“, wird der CEO der Kohler AG, Marco Borter, im Rahmen des Blog-Beitrags zitiert. „Auch die Edelstahlindustrie legt einen verstärkten Fokus auf die Reduktion des CO2-Ausstosses im gesamten Wertschöpfungsprozess. Outokumpu als Produzent unserer ,Green Steel‘-Edelstahlbleche ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von rostfreiem Edelstahl.“ Es wolle bis 2050 klimaneutral produzieren.

    „Durch diese Zusammenarbeit mit Kohler können wir hochwertige, zukunftsweisende Küchenlösungen anbieten, die in der Schweiz gefertigt werden und höchste ökologische Standards erfüllen“, so Suter Inox-CEO Attila Castiglioni. „Unsere Edelstahl-Arbeitsplatten, Spülen und Becken überzeugen damit nicht nur durch Ästhetik und Funktionalität, sondern tragen auch aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Diese Partnerschaft schafft echten Mehrwert – für uns, unsere Kunden und die Umwelt.

  • Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg hat das Gewinnerprojekt und die Bauleitung für den An- und Ausbau seines Terminals ausgewählt. Laut einer Mitteilung hat er für das Projekt ein französisch-schweizerisches Team beauftragt, bestehend aus den Basler Unternehmen Vischer Architekten AG und Gruner AG sowie den französischen Unternehmen DRLW Architectes, Egis Bâtiment NordEst und LAP’S.

    Das Projekt Evolution Modulaire du Terminal beinhaltet die Renovierung sowie Erweiterung der öffentlich zugänglichen Infrastruktur des EuroAirports. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Servicequalität für die Passagiere. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Sicherheitskontrollen und die Wegführung der Passagiere. Das erste Modul Landside mit geplantem Baubeginn im Jahr 2027 wird einen Anbau an der Ostfassade des Terminals mit einer Fläche von rund 14‘000 Quadratmetern sowie die Renovierung des bestehenden Terminals mit einer Fläche von 15‘000 Quadratmetern umfassen.

    Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2030/31 angesetzt. Bis dahin will der Flughafen weitere Massnahmen umsetzen, die bis 2026 die Servicequalität verbessern sollen. Dazu gehören beispielsweise die bereits abgeschlossene Renovierung des Ankunftsbereichs oder die geplante Renovierung der Sanitäranlagen.

  • Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Straintest zählt erste Grossunternehmen zu seiner Kundschaft: die SBB und seit Kurzem auch das Bundesamt für Rüstung armasuisse. In Pilotprojekten loten sie laut einem Bericht von startupticker.ch mit dem im August 2024 gegründeten Zürcher Start-up aus, welchen Nutzen sie aus dessen Technologie zur einfachen Messung und Beobachtung von Rissen in Fassaden und Infrastrukturbauten wie Brücken ziehen können.

    Anders als bei zeit- und energieintensiven Sensormethoden genügt bei Straintest ein Foto, das auch mit einer Smartphone-Kamera aufgenommen werden kann. Dafür wird links und rechts des Risses als Referenzpunkt je ein Metallplättchen angebracht. Die Bilder werden auf die Plattform von Straintest geladen. Dort erfasst und misst die Software sogar feinste Haarrisse und gibt automatisiert einen Bericht aus.

    «Unsere Lösung eignet sich insbesondere für kurze Einsätze etwa an Häusern neben einer Baustelle oder zur Überwachung über längere Zeit, wenn nur wenige Datenpunkte – etwa einmal im Monat – gefragt sind», wird Straintest-Mitgründer Matteo Pariset in dem Bericht zitiert. In solchen Fällen kann es sich lohnen, auf aufwändiger zu installierende Sensormethoden zu verzichten, die konstante Stromzufuhr und Batteriewechsel benötigen. Das bisher ausschliesslich aus eigenen Mitteln finanzierte Proptech-Start-up möchte nun geeignete Vertriebspartner gewinnen und sich dann wieder stärker auf die Weiterentwicklung des Produkts konzentrieren.