Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Fugenlose mineralische Beläge in warmen Farbtönen

    Fugenlose mineralische Beläge in warmen Farbtönen

    Die Emilio Stecher AG hat eine neue, innovative Ausstellung für den Innenausbau eröffnet. Neben ihren bekannten in- und ausländischen Natursteinen zeigen sie heute auch Keramik- und Kunststeine. Was mich aber besonders fasziniert, sind die fugenlosen mineralischen Beläge, welche in der wohnlichen Atmosphäre durch die warmen Farbtöne besonders ins Auge stechen. So ein neues Produkt zu zeigen, ist doch für eine traditionelle Natursteinfirma eher ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

    Mein Sohn Emilio junior, die vierte Generation unseres Unternehmens, absolvierte im italienischen Sassuolo in der Bauchemiefirma Kerakoll ein Stage. Diese Firma zeichnet sich mit ihrem Green Label besonders für ökologische Produkte aus. Ihr CEO und Besitzer in der Person von Gianluca Sghedoni war bereits zweimal Unternehmer des Jahres in Italien. Emilio erzählte mir dann mit Begeisterung von «Kerakoll Design House».

    Weshalb haben Sie ihrem Sohn zugestimmt und die fertigen Pläne Ihrer Ausstellung nochmals komplett auf den Kopf gestellt?

    Eigentlich handelt es sich ja nicht um einen klassischen Stein. Ich fuhr dann mit meinem Projektleiter Luigi Gioiello, welcher für diese Ausstellung federführend war, nach Modena, um speziell diese faszinierende Ausstellung zu besichtigen. Herr Gioiello konzipierte die Ausstellung aus seiner grossen Erfahrung genau mit den Architektenwünschen, welche er tagtäglich berät. Die Verantwortlichen der Kerakoll erklärten uns die Philosphie und die ganze 10-jährige Entwicklungszeit: Die Atmosphäre der Warm Collection ist das Ergebnis einer exklusiven und ausgeklügelten Forschung über Texturen, Oberflächen und Farben im unverkennbaren Stil des Stararchitekten und Designers Piero Lissoni. Herr Gioiello war begeistert. Es war das i-Tüpfelchen, welches eigentlich in seinem fertigen Konzept noch fehlte. Gerne zeichnete er nochmals alles um und integrierte dieses hervorragende Produkt in perfekter Harmonie mit unseren traditionellen Steinen.

    Ich sehe aber auch Strukturen und verschiedene Oberflächenbearbeitungen. Wie verhält es sich damit?

    Es ist richtig, es handelt sich auch um glatte Schichten wie Seide hin zu unregelmässigen, natürlich gekörnten Oberflächen. Und schliesslich ist es auch eine garantierte visuelle Erfahrung: von den mineralischen Maserungen zu der Erlesenheit des klassischen «Handmade» des Verarbeiters bis zu den Reaktionseffekten des Lichts, welches eine faszinierende und elegante Atmosphäre kreiert.

    Kann «Kerakoll Design House» überall, also im Nass- und Trockenbereich bei Neu- und Umbauten angewendet werden?

    Es ist ein klassisches Produkt für den exklusiven Innenausbau. Da es je nach Produkt von 2-3.5 mm aufträgt, ist es die ideale Lösung im Umbaubereich. Bestehende gesunde Oberflächen können damit überzogen werden. Gerade für Bauten aus den 60er- oder 70er-Jahren, welche oftmals mit Plättli ausgestattet waren, welche mit asbest-
    haltigen Bauklebern versetzt wurden, entfällt so ein mühsames Herausspitzen und Entsorgen mit spezieller Kontaminierung. Der dünne Auftrag und das anschliessend fugenlose Erscheinungsbild lassen komplett neue Räume in topmodernem Outfit entstehen. Genial ist, dass auch Nassräume ausgestattet werden können. Der Traum jedes Architekten, Räume oder Badezimmer fugenlos zu gestalten, lässt sich hier realisieren. «Kerakoll Design House» ist ein Produkt, das auch unsere Natursteine integriert und somit innovativ kombiniert werden können. Ein neuer Interior-Designstil ist geboren.

    Ist die Verarbeitung anspruchsvoll und teuer und welche Handwerker führen dies aus?

    Tatsächlich handelt es sich nicht um ein Produkt, welches preisbedingt verkauft wird. Generell wird das Produkt von versierten Stukateuren, Gipsern oder speziell ausgebildeten Malern angewendet.

    Was können Sie nach rund vier Jahren für eine Bilanz mit erfolgreich ausgeführten Objekten ziehen? Was sagen Ihre Kunden, Architekten und Anwender dazu? Wurde Ihr Konzept der integrierten Ausstellung verstanden? Genügen die lediglich 10 Farben des «Kerakoll Design House» für die hohen Ansprüche der heutigen anspruchsvollen Kundschaft?

    Wir erhalten eine sehr gute Resonanz von unseren Kunden und Besuchern. Dazu trägt auch unsere ausgezeichnete Beratung bei, welche wirklich auch fachkompetent ist, und dies schätzen die Besucher sehr. Die 10 warmen und ansprechenden Farben sind ein umfassendes Designprojekt, welche eben auch mit verschiedenen Oberflächenbearbeitungen kombiniert werden können. Die verschiedenen Produkte wie «Cementoresina», «Cementoex», «Cementocrudo», zusätzlich durchgehende Microresina Wandflächen, welche Wallcrete, Wallpaper und Microresina Wall und dank der individuellen Handschrift der Anwender noch besondere Noten tragen, wirkt das Produkt nie langweilig. Im Gegenteil, die zusätzlichen dekorativen Anstriche wie Paint, Patina, Decor bis zur Sockelleiste Invisible verleihen riesige Kombinationsmöglichkeiten, welche aber in der Farbpalette «Warm Collection» perfekt abgestimmt sind. Dies führt eben zu einem Gesamtkunstwerk, welches die Handschrift von Pie-
    ro Lissoni trägt und vom sehr versierten Stucka-
    teur Herr Antonio Pungitore (der auf eine langjährige Erfahrung von Restaurations- und Stuckateur-
    Arbeiten zurückblicken kann) bei unseren Kunden hervorragend umgesetzt wurde. Trotzdem ist jedes Objekt individuell und konnte immer wieder nach dem Geschmack des Kunden kombiniert werden. ■

    Emilio Stecher

  • Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Wichtigstes Ziel für die Branche während der Pandemie war der schweizweite Weiterbetrieb der Baustellen ohne Unterbrüche und ohne kantonale Sonderregelungen. Das Einreichen dieses Begehrens vor der entscheidenden Bundesratssitzung Mitte März war eine besonders erfolgreiche Aktivität von Entwicklung Schweiz, die zur unmittelbaren diesbezüglichen Diskussion im Bundesrat und zu positiven Folgen für die gesamte Branche durch eine entsprechende Formulierung in der Verordnung geführt hatte: Baustellen sollten demnach in der Schweiz unter der Bedingung des Einhaltens der vorgegebenen Hygiene- und Schutzmassnahmen geöffnet bleiben. Damit, und mit diversen persönlichen Gesprächen, die jeweils vor allem im Hintergrund stattfinden, hat der Verband entscheidend zur bisherigen Bewältigung der Krise beigetragen. Eine besonders spezielle Situation mit einer in der Realität teilweise restriktiven Praxis stellt(e) die Westschweiz dar. Auch hier versuchte der Verband in Kontakt mit den Behörden eine konstruktivere Haltung der Behörden zu erwirken. Mit dem Dachverband bauenschweiz steht Entwicklung Schweiz seit Beginn der Krise in regem Austausch hinsichtlich einer übergeordneten Koordination diverser Themen und einer möglichst breiten Wirkung in der Vermittlung von Botschaften.

    Den Mitgliedern hat Entwicklung Schweiz empfohlen, Leistungen zu honorieren und Zahlungsfristen trotz schwieriger Zeiten wenn immer möglich einzuhalten. Dieselbe Haltung wird von der gesamten Branche erwartet. Es ist von Bedeutung, dass die Bauwirtschaft als wichtige Stütze der Wirtschaft ihre Rolle weiterhin in Eigenverantwortung wahrnehmen kann.

    Weil die Folgen der Corona-Massnahmen (bzw. einer Pandemie generell) so umfassend sind, dass sie nicht für eine «Partei» in alleiniger Verantwortung tragbar wären, hat der Verband Grundsätze zum Umgang mit Verzug und Mehrkosten aufgrund von COVID-19 erstellt: Die (Vertrags-)Partner sollen frühzeitig das Gespräch führen und nach einvernehmlichen Lösungsmöglichkeiten suchen. Drohende Rechtsstreitigkeiten sollten vermieden werden. 

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.

  • Baubewilligung für HIAG

    Baubewilligung für HIAG

    Der Bau des neuen Möbelfachmarkts XXXLutz beginnt im Herbst 2020. Dafür hat HIAG die rechtskräftige Genehmigung erhalten. Mit dem Bau von rund 18’000 Quadratmetern Nutz- und Verkaufsfläche wird das Einkaufsgebiet Silbern nachhaltig und sichtbar aufgewertet. Der Einkaufsstandort bietet bereits jetzt durch die grosse Anzahl von Branchenübergreifenden Fachmärkten und Outlets über 5000 Arbeitsplätze.

  • Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden, die Massnahmen der Behörden und die Einschränkung des öffentlichen Lebens, haben Auswirkungen auf das operative Geschäft von Implenia. Deshalb kommt es in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich teilweise zu Unterbrüchen oder Schliessungen von Baustellen. In Schweden und Norwegen werden die Baustellenarbeiten bis auf weiteres normal weitergeführt.

    Unter Einhaltung der notwendigen Massnahmen wird das Tagesgeschäft soweit wie möglich aufrechterhalten. Die vereinbarten Termine mit Kunden, Partnern und werden wann immer möglich eingehalten und bei Baustellenschliessungen wird mit den behördlichen Anordnungen alles getan, um die erstellte Bauleistung zu schützen und die Baustelle für die Dauer der Schliessung zu sichern.

    Dort, wo es aufgrund der ausserordentlichen Lage zu kommt, werden jeweils notwendige Massnahmen geprüft. Das Ziel ist, den wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen, seine Kunden und Partner zu begrenzen sowie die Arbeitsplätze zu sichern.