Kategorie: Mobilität

Mobilität – Immobiliennews zu Verkehr, Arealentwicklung, Mobilitätskonzepten & deren Einfluss auf Immobilien in der Schweiz.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Innovation Hub in Horgen öffnet seine Tore

    Innovation Hub in Horgen öffnet seine Tore

    Peking, Singapore, Paris, Horgen – ab sofort steht Kunden, Partnern sowie interessierten Fachbesuchern auch in der Schweiz ein Innovation Hub offen. Ein Besuch lohnt sich für jeden, der sich aus erster Hand ein Bild von den zukunftsweisenden Produkten und Lösungen vom Tech-Konzern Schneider Electric und der Feller AG machen möchte. Ganz am Puls der Zeit vermitteln die Exponate und audiovisuellen Medien alles Wissenswerte rund um moderne Lebens- und Arbeitswelten. Besucher haben die Gelegenheit, Innovationen im eigenen Tempo zu entdecken und sich von den wegweisenden Technologien inspirieren zu lassen. 

    Ein Unternehmen, zwei Brands: Das Beste aus beiden Welten 

    Der Innovation Hub bildet das gesamte Spektrum des Energie- und Automatisierungsspezialisten Schneider Electric und seiner Tochtergesellschaft, der Feller AG, ab. Auf 500 Quadratmetern werden die Innovationen und technologischen Entwicklungen auf allen Ebenen, in ganzer Breite und Tiefe des Portfolios präsentiert. Neben intelligenten Produkten und Lösungen für die industrielle Automatisierung nehmen auch die Energienetze der Zukunft, die Gebäudeautomation sowie das Connected Home als vernetztes, digitalisiertes Zuhause einen grossen Raum ein. Weitere Themenfelder wie Energieeffizienz im Wohnbau und eMobility runden die vielseitige Erlebniswelt ab. 

    Innovations- und Technologieimpulse: Ein Ort der Erfahrung und des Wissenstransfers 

    Theoretisches Wissen rund um die moderne Digitaltechnologie ist nur eine Seite der Medaille. Nichts geht über die Erfahrung, die Vorzüge zukünftiger Lebens- und Arbeitswelten unter Realbedingungen zu erleben. „Mit unserem neuen Innovation Hub ist eine umfassende Erlebniswelt entstanden. Hier werden nicht nur vernetzte Automationslösungen in einem ansprechenden Umfeld präsentiert, sondern auch die Vernetzung des Wissens gefördert“, erklärt Tanja Vainio, Country President Schneider Electric Schweiz. Das interdisziplinäre Kompetenzzentrum bietet das ideale Umfeld, um künftig auch Trainings-Sessions oder Experten-Foren durchzuführen. 

  • Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo Bertschinger hat die Sanierung einer Gleisstrecke am Bahnhof Kesswil in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit abgeschlossen. Laut Mitteilung auf Facebook und auf der speziellen Internetseite des Unternehmens für dieses Projekt hat es während nur sieben Tagen eine Gleisstrecke von 595 Metern für die SBB saniert.

    Um die zeitliche Herausforderung zu bewältigen, mussten die Arbeitsschritte präzise ineinandergreifen. Die enge Koordination zwischen den verschiedenen Leistungszentren Transport und Logistik, Ingenieurbau,  Gleisbau und Strassenbau übernahm Raphael Reber, Bauführer Gleistiefbau, heisst es von Walo.

    Um das verstärkte Verkehrsaufkommen auch mit den Bahnersatzbussen nicht zu gefährden, wurde mit der Gemeinde und der SBB ein Konzept ausgearbeitet. Um das Verkehrsaufkommen im 1000-Einwohner-Ort zu beruhigen und die rund 1000 Lastwagen auf kürzerem Weg zur Baustelle zu bringen, wurde eine provisorische Brücke eingesetzt. Ausserdem wurde entlang der Baustelle eine 600 Meter lange Baupiste errichtet.

    Zunächst wurden die Schienen entfernt und im Anschluss der Altschotter ausgehoben. Dieser wurde gewaschen und aufbereitet. Aufgrund des gewaschenen Materials und den damit kürzeren Transportwegen konnte Walo eine Einsparung von rund 65 Tonnen CO2 garantieren. Für die Unterbausanierung wurde eine neue Entwässerung eingebaut.

    Nach der provisorische Freigabe der SBB für die Verwendung des gewaschenen Schotters konnte das Verlegen der Gleise beginnen. Für die Strecke von 595 Metern wurden rund 1000 neue Schwellen eingesetzt. Einen Bericht von den Bauarbeiten mit Kommentaren der Bauleitung gibt es bei YouTube zu sehen.

  • Amberg Engineering erhält Auftrag von der Deutschen Bahn

    Amberg Engineering erhält Auftrag von der Deutschen Bahn

    Amberg Engineering hat bei der Auslosung einer Planung für die Neubau-Bahnstrecke zwischen Innleiten und Kirnstein bei Rosenheim in Bayern gewonnen. In einer Arbeitsgemeinschaft mit Obermeyer Infrastruktur soll das Beratungsunternehmen mit Sitz in Regensdorf den Auftrag der Deutschen Bahn (DB) im Projekt Brenner Nordzulauf bearbeiten, heisst es in einer Medienmitteilung. Beide Unternehmen arbeiten bereits in einem laufenden Projekt am Brenner Basistunnel zusammen.

    Der Planungsabschnitt Innleiten-Kirnstein im Schienennetzausbauprojekt Brenner-Nordzulauf umfasst unter anderem die Planung der beiden Tunnel Ringelfeld und Steinkirchen inklusive der tunneltechnischen Ausstattung, die Planung der Schienen und Strassen sowie die Planung für den Neubau von Überführungsbauwerken, Trögen, Schallschutzwänden und Stützbauwerken.

    Dabei kommt der digitale Prozess Building Information Modelling (BIM) vertraglich verpflichtend zum Einsatz. „Wir freuen uns sehr, unsere Planungsexpertise in einem solch exponierten DB-Gesamtplanungsprojekt zeigen zu können. Zudem können wir zusammen mit den Projektbeteiligten gemeinschaftlich die BIM-Methodik in der Infrastrukturplanung weiterentwickeln“, wird Christoph Heiter, Ingenieur bei Obermeyer Infrastruktur, zitiert.

  • Aargau Verkehr erhält ersten Zug der neuen Limmattalbahn

    Aargau Verkehr erhält ersten Zug der neuen Limmattalbahn

    Die Aargau Verkehr AG (AVA) hat die erste von acht Stadtbahnen für die neue Limmattalbahn erhalten. Der in drei Teile zerlegte Tramlink, eine niederflurige Strassenbahn, wurde von Stadler Rail mit Sitz in Bussnang TG in seinem Werk im spanischen Valencia gebaut und per Schwertransporter nach Bremgarten gebracht. Dort wurden die Teile laut Medienmitteilung dann durch Techniker von Aargau Verkehr und Stadler Valencia wieder zur 44,3 Meter langen Stadtbahn zusammengefügt. Bis November wird die Tramlink-Flotte mit weiteren sieben Stadtbahnen sukzessive komplettiert.

    Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 befördern die acht Stadtbahnen Fahrgäste der Limmattalbahn zwischen Killwangen-Spreitenbach und Zürich Altstetten. Auf 13,4 Kilometern bedient die Linie 20 dann insgesamt 27 Haltestellen.

    Die jetzt gelieferte erste Bahn soll im Limmattal ab Sommer eingesetzt werden, wenn die Infrastruktur für die Limmattalbahn fertig ist. Vom neuen Depot in Dietikon aus werden Testfahrten gemacht.

    Die nach Angaben von AVA gemeinsam mit der BLT Baselland Transport AG beschafften Stadtbahnen gehören zu einer modernen und komfortablen Fahrzeuggeneration. Die Tramlink-Modelle sind laut AVA-Internetseite mehrfachgelenkige Niederflur-Strassenbahnen. Sie erfüllen mit dem stufenlosen Ein- und Ausstieg die Anforderungen des Gesetzes zur Behindertengleichstellung. Neben Vollklimatisierung, einem System zur  Fahrgastinformation und komfortablen Sitzplätzen gibt es Funktionsabteile mit Platz für Kinderwagen, Rollstühle sowie schweres Gepäck. Alle Tramlinks sind mit Notrufsprechstellen ausgerüstet.

  • Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Die SBB will in Bellinzonas Vorort Arbedo-Castione ein neues Werk bauen. Das Bundesamt für Verkehr hat dafür eine Projektierungszone von rund 150’000 Quadratmetern festgelegt. Dagegen wurden im März 2019 Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die Beschwerdeführenden argumentierten mit einer zu hohen Opferung von Fruchtfolgeflächen und wollten zudem einen anderen Standort im Gebiet Bodio/Giornico TI besser geprüft haben.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden nun wegen „mangelnder Legitimation der Beschwerdeführenden“ für unzulässig erklärt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Urteil kann noch beim Bundesgericht angefochten werden.

    Nach den Plänen der SBB soll das Tessiner Werk bis 2027 fertiggestellt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 580 Millionen Franken. Insgesamt sollen 360 Mitarbeitende und 80 Auszubildende im Werk beschäftigt werden.

  • Neue Entwicklung soll Bahnlärm senken

    Neue Entwicklung soll Bahnlärm senken

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben gemeinsam neue Rail Pads entwickelt. Diese Bauteile bestehen zumeist aus elastischem Kunststoff und stecken zwischen Schienen und Betonschwellen, wie die Empa in einer Mitteilung erklärt. Sie werden zur Schonung von Schienen eingesetzt.

    Bestehende Rail Pads haben allerdings Grenzen. Insbesondere wenn der Schutz der Schienen stark erhöht wird, führt dies gleichzeitig zu mehr Lärmbelastung. Diese Herausforderung wollen die Forschenden nun lösen. Nach mehreren Tests im Labor erwies sich ein Bauteil mit einem Polyisobutylen (PIB)-Anteil von über 50 Prozent, eingelegt in eine Schale aus einem härteren Ethylenvinylacetat (EVA)-Kunststoff, als die wirkungsvollste Option. Es kann gleichzeitig den Bahnlärm senken und die Schienen schonen.

    In einem nächsten Schritt sollen die neuen Rail Pads im März auf einer Bahnstrecke in Nottwil getestet werden. „Diese Rail Pads lassen sich leicht herstellen. Auf der 100 Meter langen Strecke werden wir fast 400 Stück brauchen“, erklärt Bart van Damme von der Empa-Abteilung Akustik und Lärmminderung. Deshalb sei bereits ein Unternehmen an Bord, das die Herstellung der bereits patentierten Bauteile übernimmt.

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeit am Tramdepot fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeit am Tramdepot fertig

    Jaisli-Xamax hat die Elektroinstallation im Tramdepot der Limmattalbahn fertiggestellt, wie aus einer Medienmitteilung des Dietiker Elektrounternehmens hervorgeht. Ausgeführt wurden im Auftrag der Limmattalbahn AG alle Elektroinstallationen, der Schaltanlagenbau und die Gebäudesystemtechnik. Die Arbeiten hatten im Juli 2020 begonnen.

    Das Tramdepot an der Grenze von Dietikon und Spreitenbach sei 24 Meter breit, 145 Meter lang und elf Meter hoch, heisst es in der Mitteilung von Jaisli-Xamax. Das Arbeiten in solchen Höhen seien sehr herausfordernd und anspruchsvoll für das Installationsteam gewesen, wird Projektleiter Edin Brkic zitiert.

    Die Arbeiten am Depot gehören zur zweiten Bauetappe der Limmattalbahn, die auf 13,4 Kilometern Länge von Zürich-Altstetten über Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach nach Killwangen 27 Haltestellen hat. Die zweite Etappe ab Schlieren Geissweid bis Bahnhof Killwangen-Spreitenbach sowie in der Stadt Zürich zwischen Bahnhof Altstetten und Farbhof soll Mitte dieses Jahres fertig sein. Im Dezember soll die Bahn dann den Regelbetrieb aufnehmen.

  • Gummi von alten Autoreifen soll Asphalt nachhaltiger machen

    Gummi von alten Autoreifen soll Asphalt nachhaltiger machen

    Die neue Abteilung Beton und Asphalt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat für die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, untersucht, ob sich Gummi aus Altreifen in Strassenbelägen sinnvoll weiterverwenden lässt. Konkret gingen die Forschenden der Frage nach, ob Gummipartikel die Polymere in polymer-modifiziertem Bitumen für hochbelasteten Asphalt ersetzen können. Solche Beläge sind etwa in den USA und in Bayern bereits Norm.

    Herstellung und Verarbeitung stellten sich als problemfrei heraus. Auch Kälte-, Wärme- und Belastungstests zeigten mehrheitlich Ergebnisse, die knapp über oder knapp unter jenen von herkömmlichem Asphalt lagen. Insgesamt gäben Laborexperimente zwar einen detaillierten Eindruck, wird Asphaltspezialistin Lily Poulikakos von der Empa in einer Medienmitteilung zitiert. Doch wie sich die jahrelange Belastung in der Realität auswirkt, „ist dann doch eine andere Sache“. Mit der Zeit sollen drei im Sommer 2020 gebaute Testasphalt-Strecken in Graubünden, Waadt und auf einer Zürcher Kreuzung entsprechende Einsichten liefern.

    Die Umweltauswirkungen zweier Flüsterbeläge mit Gummiasphalt untersucht Empa-Forscher Zhengyin Piao im Rahmen seiner Dissertation gemeinsam mit dem Institut für Umweltingenieurswissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Seinen Berechnungen zufolge schneiden beide Belagarten beim Energieverbrauch ähnlich ab. Doch führen die Gummibeläge zu deutlich geringeren CO2-Emissionen.

    Aber auch dieser Vorteil wird von einem anderen Umstand kompensiert: In der Schweiz sparen Zementwerke durch die Verbrennung von Altreifen statt Kohle so viel CO2 ein, dass Asphalt mit Gummi unter dem Strich sogar „ein klein wenig schwächer“ abschneidet als Asphalt mit Polymeren. Nähern sie sich aber in den kommenden Jahren wie geplant der CO2-Neutralität, würde das die Karten neu mischen. Und wenn sich die Teststrecken auf lange Sicht positiv entwickeln, könnte laut Samuel Probst vom Asphalthersteller Weibel AG „dafür einmal ein Markt entstehen“. mm

  • Flugplatz Dübendorf soll zur Airfield Science City werden

    Flugplatz Dübendorf soll zur Airfield Science City werden

    Aus dem Militärflugplatz Dübendorf bei Zürich könnte ein Standort für CO2-neutrale Aviatik und innovative Mobilität werden. Diesen Vorschlag hat jetzt Think Tank Airfield City Dübendorf vorgelegt. In einer Studie zur künftigen Nutzung des Flugfelds schlägt der Verein eine enge Verzahnung der neu zu schaffenden Airfield Science City mit dem bereits entstehenden Innovationspark Zürich vor.

    Einer der Autoren ist der ehemalige Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt, Dr. Peter Müller. Mit seinen Co-Autoren, dem Vereinspräsidenten und ehemaligen COO des Flughafens Zürich, Stefan Conrad, und dem ehemaligen Luftwaffenchef Markus Gygax, ist er der Meinung, dass ein solcher Mobilitätscluster „nicht nur für den Kanton Zürich und die Region, sondern auch für die Schweiz von strategischer Bedeutung“ sei.

    In einer diesbezüglichen Medienmitteilung zeigen sie sich überzeugt, dass Dübendorf „zu einem führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort für CO2-neutrale Mobilitätslösungen“ werden könne: „Die Möglichkeit zur Erforschung, Erprobung, Zertifizierung, Wartung und Betrieb von emissionsneutralen Flugkörpern und terrestrischen Mobilitätslösungen in unmittelbarer Nähe zu führenden Hochschulen und Universitäten und Entwicklungsabteilungen von Firmen an einem Ort ist in dieser Form weltweit fast einzigartig.“

    Die für diese Transformation des Flugplatzes notwendige Unterstützung der öffentlichen Hand veranschlagen die Autoren auf 2 Millionen Franken in zehn Jahren. „Danach sind Betrieb und Unterhalt selbsttragend.“ Bund, Kanton und Anrainergemeinden würden ihrerseits von einer Stärkung des Exzellenzstandorts im internationalen Wettbewerb, gesteigerter Wertschöpfung und Tausenden neuen Arbeitsstellen profitieren. Zudem werde das Gelände weitgehend in seiner heutigen Form erhalten. Die bestehenden Frei- und Naturflächen des Dübendorfer Rieds sollen weitestgehend unberührt bleiben. Ausserdem sieht die Studie grosszügige Zugänge für die Bevölkerung vor. mm

  • E-Mobilitätspaket soll Bauherren ansprechen

    E-Mobilitätspaket soll Bauherren ansprechen

    Das Energieversorgungsunternehmen Primeo Energie mit Sitz in Münchenstein BL, die Liestaler Energieversorgerin Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) und die Carsharing-Anbieterin Mobility mit Sitz in Rotkreuz haben sich zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Produkt rund um Elektromobilität anzubieten. Mit einem neuen E-Mobilitätspaket für grössere Bauprojekte soll es für Bauherren leichter werden, Wohnungskäufern und -mietern ein Angebot im Bereich der E-Mobilität unterbreiten zu können, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Primeo Energie, EBL und Mobility stellen bereits elektrifizierte Fahrzeuge wie Renault Zoe, den ID.3 und das Tesla Model 3 an verschiedenen Standorten zur Verfügung und versorgen die Fahrzeuge über ihre Lade-Infrastruktur mit 100 Prozent erneuerbarer Energie. Inhaber eines Mobility-Abos können die E-Autos schweizweit nutzen.

    Mit dem E-Mobilitätspaket für grössere Bauprojekte sollen Investoren, Planer und Architekten grösserer Bauprojekte leichteren Zugang zu dem Angebot erhalten und dazu beitragen, dass mehr Menschen in Wohnquartieren auf Elektromobilität zurückgreifen. Dort wollen Primeo Energie, EBL und Mobility ihr ZEV-Modell weiter ausbauen, ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Dabei werde vor Ort klimafreundliche Sonnenergie produziert und genutzt. ko

  • Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Von 50 untersuchten Bahnhöfen in Europa schneiden die Bahnhöfe Bern und Zürich bei der Passagierfreundlichkeit mässig bis schlecht ab. So landete der Bahnhof Bern laut Medienmitteilung im European Railway Index 2021 auf Platz 40, der Zürcher Bahnhof immerhin auf Rang 21.

    Die Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center mit Sitz in Washington hat in ihrem Index unter anderem das Einkaufserlebnis, die Barrierefreiheit, das WLAN-Netz, die Anzahl der nationalen und internationalen Ziele sowie die Auswahlmöglichkeiten an Reiseanbietern untersucht.

    So hat der Hauptbahnhof in Bern zwar Toiletten für Rollstuhlfahrende, mit sechs Geschäften und acht Restaurants aber nur ein sehr eingeschränktes Angebot zum Essen und Einkaufen. Der Hauptbahnhof Zürich bietet dafür mehr als 53 Shops und 39 Restaurants, stellt aber keine barrierefreien Toiletten für Rollstuhlfahrende zur Verfügung.

    Am besten schnitt der Leipziger Hauptbahnhof vor dem Wiener Hauptbahnhof und St.Pancras in London ab. Der Bahnhof im deutschen Bundesland Sachsen bietet laut Medienmitteilung die meisten inländischen Zielen, viele Geschäfte und Restaurants sowie mehrere Eisenbahnunternehmen.

  • Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Der Fahrradparkturm von V-Locker startet gemeinsam mit der SBB den Pilotbetrieb am Bahnhof Münchenbuchsee. Laut einer Medienmitteilung der V-Locker AG bietet der Parkturm zunächst für Testnutzer „die gewünschte Sicherheit für das Parkieren von hochwertigen Velos“. Ausserdem finden darin auch Helm, Regenschutz und Gepäck Platz.

    Der Pilotbetrieb werde erste Erkenntnisse über die Erwartungen und Erfahrungen der Benutzer liefern. Die Betreiber wollen damit den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von V-Locker-Fahrradparktürmen vorantreiben. Mit der Einrichtung von Fahrradparktürmen an strategischen Punkten sollen Pendler dazu bewegt werden, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Ziel ist es, insbesondere Autofahrer zur Nutzung des Velos für den täglichen Weg zum Bahnhof zu motivieren.

    Die Klimastiftung Schweiz sei bei diesem Projekt ein wichtiger Partner, betont V-Locker in der Mitteilung. Die ersten Meilensteine hätten auch dank ihrer Unterstützung fristgerecht realisiert werden können. Die fruchtbaren Diskussionen zum gesellschaftlichen Nutzen des Systems seien hilfreich gewesen, um eine moderne, zukunftsgerichtete Lösung für aktuell vorhandene Probleme in der Mikromobilität zu formulieren.

  • Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Vertreter aus Graubünden, Südtirol, Tirol und der Lombardei haben sich darauf verständigt, die grenzüberschreitende Mobilität im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Italien vor allem auf der Schiene zu verbessern. Bei einem Treffen in Graun im Vinschgau unterzeichneten sie laut einer Medienmitteilung des Kantons Graubünden eine entsprechende Absichtserklärung.

    Demnach wollen die vier Regionen in der sogenannten Terra Raetica ihre Massnahmen zur Schaffung eines integrierten Mobilitätssystems aufeinander abstimmen. Mit einem attraktiven Alpenbahndrehkreuz und der Anbindung an das internationale Schienennetz soll der alpenquerende Strassenverkehr verringert werden. Damit nehme auch die Umweltbelastung ab, „was wiederum eine touristische Aufwertung mit sich bringt“, heisst es in der Mitteilung.

    „Heute legen wir den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit und Zukunftsvision, ein Schienen-Alpenkreuz zwischen Österreich, Italien und der Schweiz“, wird der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zitiert. „Die Mobilität der Zukunft braucht einen mutigen Ansatz und dieser darf nicht an den Ländergrenzen Halt machen.“ Das Motto laute seit Jahren „Grenzenlos mobil – und das autofrei“, so seine Stellvertreterin und Tiroler Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe.

    Laut dem Bündner Regierungsvizepräsidenten Mario Cavigelli werde durch diese Vereinbarung eine wertvolle Plattform geschaffen, um sich über Bedürfnisse und Massnahmen im öffentlichen Verkehr (ÖV) grenzüberschreitend auszutauschen. So könnten im Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft Transportketten und Umsteigemöglichkeiten zwischen den verschiedenen ÖV-Systemen der vier Anrainerregionen „bestmöglich“ abgestimmt werden.

    Im November startet eine Fachleutegruppe mit den Planungsarbeiten für einer Bahnverbindung in der Terra Raetica. Begleitet wird sie von einem Lenkungsausschuss aus Regierungsvertretern und -vertreterinnen der vier Anrainerregionen.

  • Hohes Sicherheitsniveau im öffentlichen Verkehr der Schweiz

    Dem Bundesamt für Verkehr (BAV) wurden im letzten Jahr 212 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. Dabei sind 25 Personen getötet und 161 Personen schwer verletzt worden. Unter den Todesopfer befinden sich keine Passagiere des öffentlichen Verkehrs. Im Fünf-Jahres-Vergleich ist die Anzahl der Unfälle eher hoch, dafür die Anzahl der Todesopfer eher klein.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor Allem Busse und Trams, die in Unfälle verwickelt. Die zweithäufigste Ursache von Unfällen war die Unaufmerksamkeit von Reisenden, gefolgt von den Ursachen Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Der öffentliche Verkehr ist jedoch im Vergleich zum Individualverkehr weiterhin sehr sicher. Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs sogar den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS), ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

  • Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Die Zahl der schweren Unfälle im öffentlichen Verkehr war im Jahr 2019 mit 212 erneut tief – dasselbe gilt für die Zahl von 25 Todesopfern, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) mitteilt. Erneut kamen keine Passagiere ums Leben. Gemessen an der Transportleistung ist die Eisenbahn nach wie vor das sicherste aller Verkehrsmittel.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor allem Busse und Trams in die Unfälle verwickelt. Als weiter Ursache wir die Unaufmerksamkeit von Reisenden genannt, gefolgt von Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS) ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.