Kategorie: Mobilität

Mobilität – Immobiliennews zu Verkehr, Arealentwicklung, Mobilitätskonzepten & deren Einfluss auf Immobilien in der Schweiz.

  • Implenia und Frutiger bekommen Bauauftrag für Sisikoner Tunnel

    Implenia und Frutiger bekommen Bauauftrag für Sisikoner Tunnel

    Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von Implenia und Frutiger hat den Auftrag zum Bau des Sisikoner Tunnels bekommen. Die Bauherrengemeinschaft der Kantone Schwyz und Uri hat einer Medienmitteilung zufolge den Zuschlag für das Los 200 an die von Implenia geleitete ARGE erteilt. Die Auftragssumme beträgt 430 Millionen Franken, für Implenia ergibt dies ein Volumen in Höhe von 250 Millionen Franken. Der Tunnelbau ist Teil des Verkehrsinfrastrukturprojekts Neue Axenstrasse.

    Kernstück der Bauarbeiten sei der einröhrige, rund 4,4 Kilometer lange Strassentunnel im Gegenverkehr, der im Sprengvortrieb umgesetzt werde. Ferner realisiert die ARGE Bauwerke unter Tage wie Erschliessungsstollen, Ausweichstellen, Lüftungszentralen und Abluftschächte. Diesen Arbeiten schliessen sich Arbeiten aus dem Ingenieurbau an wie etwa die Erstellung einer grossen Galerie zum Schutz vor Naturgefahren. Als besondere Herausforderungen werden die bis zu sieben gleichzeitig geführten Vortriebsstellen und sehr engen Platzverhältnissen erachtet. „Wir werden unsere umfassende Expertise und Erfahrung im Tunnelbau wie auch im Ingenieurbau einbringen können“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, zitiert. Das Los 200 bilde durch seine Grösse und Komplexität das Herzstück des neuen Strassenabschnitts am Ostufer von Urnersee und Vierwaldstättersee.

    Die Bauarbeiten starten laut Mitteilung Mitte 2025, als Bauende wird 2034 angegeben.

  • Die Schweiz als Pionier der Kreislaufwirtschaft im Bausektor

    Die Schweiz als Pionier der Kreislaufwirtschaft im Bausektor

    Der Schweizer Bausektor durchläuft einen Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Gegenwärtig haben etwa 21% der Unternehmen
    zirkuläre Geschäftsaktivitäten in ihr Modell integriert. Diese Maßnahmen zielen hauptsächlich darauf ab, den Materialverbrauch und die Umweltauswirkungen des Produktionsprozesses zu
    reduzieren. Eine umfassende Studie zeigt, dass die Schweiz aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit besonders gut in der Lage ist, zirkuläre Maßnahmen erfolgreich umzusetzen und sich dadurch klare Wettbewerbsvorteile zu sichern.

    Obwohl die Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft von Sektor zu Sektor unterschiedlich sind, sind es vor allem die Elektronik-, Pharma- und Automobilindustrie, die in der Schweiz eine Vorreiterrolle spielen. Der Bausektor steht jedoch vor besonderen Herausforderungen: Die Umsetzung ist organisatorisch komplex und sehr
    regional unterschiedlich in Bezug auf die Verfügbarkeit von finanziellen Ressourcen und die Nachfrage. Ein weiteres Hindernis ist der oftmals geringe Grad an Bewusstsein und die Sorge um
    Rentabilität solcher Maßnahmen.

    Die ökologischen Vorteile der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sind jedoch offensichtlich. In der Schweiz erzeugt dieser Sektor mehr als 80% aller
    Abfälle und ist für etwa die Hälfte der CO²-Emissionen eines durchschnittlichen Gebäudes verantwortlich. Durch frühzeitige Planungsmaßnahmen können diese negativen Auswirkungen erheblich minimiert werden. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Lebenszyklus von Materialien und deren Rückbau durch die Verwendung von recycelbaren und modularen Materialien.

    Auch die wirtschaftlichen Vorteile beginnen sich bemerkbar zu machen. Trotz
    anfänglich höherer Kosten übersteigt der Marktwert dieser Gebäude den von vergleichbaren Objekten. Politische Initiativen wie parlamentarische Initiativen unterstützen die Kreislaufwirtschaft bei der Planung und dem Rückbau von Gebäuden. Strategische Planung durch die Bauherren, die Verwendung von recycelbaren Produkten und technologische Innovationen wie CO2-absorbierender Beton sind für die Förderung dieser nachhaltigen Praxis von entscheidender Bedeutung. Die Circular Building Initiative (CBI) Booster von Innosuisse spielt eine Schlüsselrolle bei der Zusammenführung verschiedener Akteure und der Förderung von zirkulären Projekten.

    Dieser umfassende Ansatz wird entscheidend sein, um den Bausektor nachhaltig umzugestalten und die Schweiz als Modellregion für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen weiter zu stärken.

  • Ein Modellprojekt für die Schweiz Ökologische Aufwertung der Sihl

    Ein Modellprojekt für die Schweiz Ökologische Aufwertung der Sihl

    Vor über einem Jahrhundert wurden vielerorts in der Schweiz Flüsse und Bäche begradigt und verbaut, um Hochwasserschutz zu gewährleisten und zusätzliches Land zu gewinnen. Nach heutigem Wissensstand erkennt man, dass dies für die Natur nachteilige Folgen hatte. Diese früher dynamischen und vielfältigen Gewässer sind zu ökologisch verarmten und monotonen Wasserbändern geworden. Ähnlich verhält es sich im Sihlwald, deren naturnahe Lebensräume für Tiere und Pflanzen weitgehend verschwunden sind. Auch die Fischwanderung wird durch diese baulichen Massnahmen erheblich beeinträchtigt. Das aktuelle Revitalisierungsprojekt setzt hier an, um dem Flussraum wieder Dynamik und Vielfalt zu verleihen.

    Fokussierung auf den Projektabschnitt im Sihlwald
    Das Kernstück der Revitalisierung bildet der Flussraum bei der Endhaltestelle Sihlwald der Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn und dem Wildnispark Zürich Besucherzentrum. Mit einer Länge von etwa 1,8 Kilometern nimmt dieser Abschnitt eine Schlüsselrolle in der Revitalisierungsplanung des Kantons Zürich ein und geniesst höchste Priorität. Ziel ist es, diesen Flussbereich ökologisch aufzuwerten und so neue, hochwertige Lebensräume zu schaffen, die insbesondere für Tiere und Pflanzen von grosser Bedeutung sind.

    Durch die geplante Revitalisierung erhoffen sich die Verantwortlichen, eine Vorreiterrolle in der naturnahen Gewässerentwicklung zu übernehmen und gleichzeitig den Naherholungswert für die Bevölkerung zu steigern. Dieser integrative Ansatz soll als Modell für ähnliche Projekte in anderen Regionen der Schweiz dienen.

    Mehr Dynamik, mehr Struktur, mehr Lebensräume
    Die heutigen Uferverbauungen der Sihl werden grösstenteils entfernt. Neue Strukturelemente wie Inseln, grosse Steine sowie mehr Äste und Wurzelstöcke machen den Fluss vielfältiger und dynamischer als heute. Dank einer neuen Fischrampe wird die Sihl durchgängiger für Fische und andere Wasserlebewesen. Zudem sind neue Weiher sowie Feucht- und Magerwiesen geplant. Alle diese Massnahmen schaffen vielfältige neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und erhöhen dadurch die Biodiversität.

    Auf der rechten Flussseite wird eine Zone geschaffen, die neu der Natur vorbehalten sein wird. Diese Ruhezone im beliebten Naherholungsgebiet ermöglicht den Tieren geschützte Rückzugsorte. Davon profitiert beispielsweise der Eisvogel, der während der Brutzeit sehr störungsempfindlich ist.

    Stärkung der Aufenthaltsqualität
    Die Revitalisierung macht den Flussraum auch für die Menschen attraktiver. Aufenthaltsmöglichkeiten am Fluss und zugängliche Weiher bieten den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Natur.

    Damit auf der rechten Uferseite die Ruhezone für die Natur entstehen kann, wird der heutige Weg unterhalb des Besucherzentrums auf die linke Flussseite verlegt. Dort werden Fuss- und Radweg neu getrennt geführt. So erhalten beide Verkehrsteilnehmenden mehr Platz. Entlang des neuen, abwechslungsreichen Fussweges auf der linken Flussseite wird die Vegetation immer wieder gelichtet. Das ermöglicht interessante Einblicke ins gegenüberliegende wilde Ufer. Kleine Trampelpfade führen zum Fluss und zu natürlichen Sitzgelegenheiten am Wasser. Die Brücke beim Besucherzentrum wird zurückgebaut.

    Gemeinsames Projekt des Kantons und der SBB
    Die Revitalisierung der Sihl ist ein gemeinsames Projekt des Kantons Zürich und der SBB. Sie ist Teil der Umweltmassnahmen im Rahmen der neuen Konzession für das Wasserkraftwerk Etzelwerk der SBB. Zudem leisten der naturemade star-Fonds von ewz sowie der Bund finanzielle Beiträge.

  • Albulatunnel feiert Eröffnung

    Albulatunnel feiert Eröffnung

    Die Rhätische Bahn (RhB) hat am 8. Juni die offizielle Eröffnung des neuen Albulatunnels begangen. Der Anlass wurde von über 300 geladenen Gästen aus Bahnbranche, Politik, Wirtschaft und Tourismus verfolgt, informiert die RhB in einer Mitteilung. Als Ehrengast trat Albert Rösti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, auf. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden durch einen Publikumsanlass am 9. Juni an den Nord- und Südportalen in Preda und Spinas ergänzt.

    Der 5860 Meter lange neue Albulatunnel wird die bereits 1903 in Betrieb genommene alte Verbindung zwischen Preda und Spinas ersetzen. Der alte Tunnel ist heute Bestandteil des UNESCO-Welterbes und soll in Zukunft zum Sicherheitstunnel umgebaut werden. Zwischen den beiden Tunneln wurden dafür zwölf Querverbindungen geschaffen.

    Die RhB hatte sich 2010 nach eingehender Prüfung für den Bau eines neuen Tunnels anstelle der Instandsetzung des alten Tunnels entschieden. „Ausschlaggebende Argumente dafür waren der relativ geringe Kostenunterschied, kaum fahrplanrelevante Einschränkungen während der Bauphase und das wesentlich höhere Sicherheitsniveau einer Neuanlage“, heisst es diesbezüglich in einer Broschüre der RhB zum Tunnelprojekt. Als weitere Vorteile für den Neubau werden dort hohe Qualität und Nachhaltigkeit genannt. Für den in zehn Jahren Bauzeit fertiggestellten Tunnel wurden insgesamt 407 Millionen Franken investiert. Der erste fahrplanmässige Zug durch den neuen Tunnel soll am 12. Juni verkehren.

  • Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Neue S-Bahn-Verbindungen für den Raum Basel
    Täglich pendeln 60.000 Menschen im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland – davon 30.000 Berufspendler zwischen dem Elsass und der Nordwestschweiz. Aktuell nutzen rund 90 Prozent von ihnen das Auto. Das soll sich ändern: Ab Ende 2030 wird eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass eingeführt. Ziel ist es, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu bringen, einschliesslich der über 6.000 Beschäftigten im Einzugsgebiet des EuroAirports und der jährlich rund acht Millionen Flugpassagiere.

    Einführung in Etappen
    Die neuen grenzüberschreitenden S-Bahn-Linien werden in Etappen eingeführt:

    • Ab Dezember 2030: Inbetriebnahme der Linien S2 (Olten–Basel-Mulhouse) und S4 (Laufen–Basel-St. Louis) im 30-Minuten-Takt.
    • Ab 2034/35: Anbindung des EuroAirports an beide Linien, gemeinsam mit der französischen Regionalexpress-Linie Strasbourg–Mulhouse–Basel (TER200) im 10-Minuten-Takt zwischen EuroAirport und Basel SBB.

    Beschaffung der neuen Züge
    Um das neue Bahnangebot zu betreiben, beschafft die SBB 33 Flirt Evo France Züge bei Stadler. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch zwei Besonderheiten aus:

    • Einheitsflotte:
      Die Züge können in beiden Ländern eingesetzt werden, was die Komplexität reduziert und die Flexibilität im Betrieb erhöht. Die Fahrzeuge können effizient als Einzel- oder Mehrfachtraktion gekoppelt werden und ersetzen die bisherigen Fahrzeuge der Linie Mulhouse–Basel (TEROmnibus).
    • Zwei Systeme:
      Die Züge sind technisch ausgestattet, um in der Schweiz und in Frankreich zugelassen zu werden. Sie verfügen über zwei integrierte Bahnstrom- und Bahnsicherungssysteme, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Einsatz zu gewährleisten.

    Investition und Projektmanagement
    Die Investition für die Beschaffung der 33 Züge beträgt rund 320 Millionen Schweizer Franken. Zur effizienten Vorbereitung und termingerechten Inbetriebnahme des neuen Angebots gründeten SBB und SNCF Voyageurs im Juli 2023 gemeinsam die EuroBasilea AG. Weitere Informationen sind auf www.eurobasilea.com verfügbar.

  • Innovative Steigschutzsysteme für urbane Seilbahnen

    Innovative Steigschutzsysteme für urbane Seilbahnen

    Immer mehr Städte setzen auf Seilbahnen für den Transport von Besuchenden und der Stadtbevölkerung. Das auf sichere Steigschutzsysteme spezialisierte Unternehmen HighStep Systems AG in Dietikon ermöglicht dabei sicheres Arbeiten in Höhen oder auch Tiefen. So ist es an der zurzeit im Bau befindlichen Seilbahnlinie Cable 1 im Grossraum Paris beteiligt, die von Doppelmayr/Garaventa im österreichischen Wolfurt realisiert wird.

    „Die Integration der HighStep Schiene als Steigsystem bei Doppelmayr/Graventa im Projekt Cable 1 Paris setzt neue Massstäbe in der sicheren und effizienten Wartung von Seilbahnen. Dank der wartungsfreien HighStep Schiene anstatt einer Steigleiter und der Tatsache, dass unser System von Unbefugten nicht benutzt werden kann, bieten wir eine robuste und zuverlässige Lösung – insbesondere im urbanen Raum, wo der Bedarf an Sicherheit und Schutz besonders hoch ist“, wird Gregor Wylenzek, Sales Director von HighStep, zitiert.

    Die HighStep Systems AG wurde 2007 gegründet. Sie entwickelt und vertreibt innovative Steigschutzsysteme als Alternative zu konventionellen Methoden wie Steigleitern. Dadurch werden Arbeitsplätze in grosser Höhe sicher und komfortabel erreichbar, was in Bezug auf Mitarbeitende die Sicherheit und Produktivität erhöht. Das Steigschutzsystem HighStep besteht aus zwei Komponenten: einer Aluminiumschiene als Systemträger und einem wählbaren Steiggerät, dem HighStep Easy und dem portablen HighStep Lift. Der Fokus liegt auf Strommasten und neu auch auf Seilbahnen.

    Weltweit sind mehrere tausend Installationen in Betrieb. Zu den Kunden zählen der Schweizer Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid, die Hochspannungsnetzbetreiber TenneT und 50 Hertz und auch das chinesische Energieunternehmen State Grid Corporation of China.

  • Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Die neu lancierte ineltec 2024 bietet auf 11’000 Quadratmetern Fläche eine Plattform für über 140 Ausstellende, die ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudeautomation, E-Mobilität und mehr präsentieren. Die Messe zieht nicht nur eine Vielzahl von Fachleuten an, sondern auch Entscheidungsträger aus der gesamten Branche, die auf der Suche nach innovativen Lösungen und nachhaltigen Technologien sind. Besonders die Themen E-Mobilität und smarte Gebäudetechnologien stehen im Fokus, da diese Bereiche in den kommenden Jahren entscheidende Entwicklungen erwarten lassen.

    Interaktive Plattformen für den fachlichen Austausch
    Neben der herkömmlichen Messeerfahrung bietet die ineltec reloaded auch digitale Zugänge über ihre Content-Plattform ineltec.ch, wo Aussteller und Besucher sich bereits im Vorfeld vernetzen und informieren können. Zusätzlich sorgen die beiden Marktplätze mit Bistros und einer Interaktionszone für einen lebendigen Austausch und bieten Raum für tägliche Veranstaltungen wie Innovation Pitches und moderierte Gespräche. Diese Formate sind darauf ausgelegt, den Teilnehmern neue Impulse und praktisches Wissen für den Arbeitsalltag zu vermitteln.

    Fokus auf Nachwuchs und Netzwerkbildung
    Ein weiterer Schwerpunkt der ineltec 2024 liegt auf der Förderung des Nachwuchses und der Vernetzung der Branchenteilnehmer. Die Veranstaltungen, wie die Startup Pitches und die After Work Events, bieten nicht nur eine Bühne für neue Ideen, sondern auch wertvolle Gelegenheiten zum Networking. Ziel ist es, eine Brücke zwischen den etablierten Unternehmen und innovativen Neugründungen zu schlagen und gleichzeitig junge Talente aktiv in die Branche einzubinden.

    Zukunftsorientierte Diskussionen und Weiterbildung
    Die ineltec 2024 setzt auch ein starkes Augenmerk auf Weiterbildung und Diskussionen zu zentralen Branchenthemen wie der Integration von KI in die Gebäudeautomation und die Auswirkungen von ESG-Richtlinien auf die Elektrotechnik. Durch die Teilnahme an diesen Gesprächsrunden und Präsentationen erhalten die Fachbesucher wertvolle Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Elektrobranche und können sich so auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten.

    Die ineltec 2024 verspricht, ein unverzichtbarer Termin für alle Fachleute der Elektrobranche zu werden, indem sie nicht nur ein Schaufenster für technologische Neuerungen bietet, sondern auch als eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch und Weiterbildung dient.

  • Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Die Metro-ROK 2050 Initiative stellt die Notwendigkeit heraus, den Siedlungsraum sinnvoll und nachhaltig zu nutzen, um die Lebensqualität zu erhöhen und das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Mit dem Fokus auf vier zentrale Handlungsräume — Stadtlandschaft, Übergangslandschaft, Kulturlandschaft und Naturlandschaft — zielt das Konzept darauf ab, eine ausgewogene Entwicklung zu fördern. Besonders der Schutz von Grünflächen und die qualitätsvolle Innenentwicklung spielen eine zentrale Rolle. Durch die strikte Begrenzung der Siedlungserweiterung bis 2040 und die Förderung von Transformationsprojekten im Bestand, die das Kreislaufprinzip berücksichtigen, soll eine umweltfreundliche Städteplanung realisiert werden.

    Innovative Technologien und Energieeffizienz
    Ein weiterer wichtiger Aspekt des Metro-ROK 2050 ist die Integration von fortschrittlichen Technologien und ökologischen Bauweisen, um die CO2-Bilanz des Metropolitanraums zu verbessern. Das Konzept betont die Bedeutung von erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, um den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die Vermeidung weiterer Bodenversiegelung und die Nutzung von Grünflächen zur Hitzebekämpfung in urbanen Zentren sind ebenfalls prioritäre Massnahmen.

    Nachhaltige Mobilität als Schlüsselkomponente
    Ergänzend legt das Raumordnungskonzept einen starken Fokus auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätslösungen. Das Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs bis 2050 zu erhöhen und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel zu fördern, ist entscheidend für die Reduzierung der Umweltbelastung und die Steigerung der Lebensqualität in der Region. Kurze Wege und emissionsarme Verkehrsmittel sollen dabei helfen, den ökologischen Fussabdruck zu minimieren.

    Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Planung
    Die Metro-ROK 2050-Initiative spiegelt das Engagement der beteiligten Kantone wider und setzt neue Massstäbe in der regionalen Raumplanung. Das aktualisierte Konzept, das am 3. November vom Metropolitanrat einstimmig angenommen wurde, dient als richtungsweisender Rahmen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des gesamten Metropolitanraums Zürich. Durch die integrierte Betrachtung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren strebt das Konzept danach, den Metropolitanraum als lebenswerten und nachhaltigen Ort zu gestalten.

  • Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Seit der Einführung des Förderprogramms Ladeinfrastruktur hat der Kanton Zürich entscheidende Schritte zur Elektrifizierung des Verkehrs unternommen. Das bis Ende 2026 befristete Programm, das über einen Fördertopf von 50 Millionen Franken verfügt, hat bereits über 18 Millionen Franken an Fördergeldern für die Ausstattung von Parkplätzen mit Ladestationen zugesichert. Bislang wurden über 52.500 Parkplätze für Elektrofahrzeuge ausgerüstet, was die Elektromobilität im Kanton erheblich fördert.

    Baudirektor Martin Neukom zeigt sich über den grossen Zuspruch erfreut: «Die starke Nachfrage nach dem Förderprogramm bestätigt unser Engagement für eine nachhaltige Mobilitätszukunft. Die Unterstützung erleichtert vielen die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und trägt zur Reduzierung fossiler Abhängigkeiten bei.»

    Das Programm unterstützt nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Gemeinden. So wurden bereits über 800 Förderanträge für Flottenparkplätze eingereicht. Zudem nutzen immer mehr Gemeinden die Fördermöglichkeiten, um ihre Elektromobilitätskonzepte auszuarbeiten. Dies schliesst Machbarkeitsstudien und Standortanalysen für öffentliche Ladeinfrastrukturen ein. Einige Gemeinden haben bereits Interesse bekundet, öffentliche Ladestationen in blauen Zonen zu installieren.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betont die ökologischen Vorteile: «Unser Förderprogramm leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und steigert die Energieeffizienz im Kanton. Da der Verkehrssektor in Zürich für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Mobilität.»

    Angesichts der hohen Nachfrage könnte der Fördertopf möglicherweise schon vor dem geplanten Ende 2026 ausgeschöpft werden. Der Kanton plant, die Entwicklungen weiterhin genau zu beobachten und regelmässig Updates zum Stand des Programms zu geben. Eine ausführliche Darstellung der Programmergebnisse und -fortschritte ist für die zweite Jahreshälfte 2024 vorgesehen.

  • Projekt «Wachstum 2050» des Kantons Zürich

    Projekt «Wachstum 2050» des Kantons Zürich

    Mit Blick auf die Prognosen, die ein Wachstum um 450’000 Personen bis 2050 im Kanton Zürich vorhersagen, ist die hohe Attraktivität und Standortqualität des Kantons offensichtlich. Die folgenden Jahre werden geprägt sein von der Herausforderung, das Wachstum zu gestalten und sinnvoll zu managen, weshalb dies ein Schwerpunkt der Regierungspolitik 2023-2027 ist. Das Projekt «Wachstum 2050» wird von der Baudirektion koordiniert und zielt darauf ab, die strategischen Herausforderungen zu identifizieren und eine konsolidierte gesamtkantonale Zielsetzung zu erarbeiten. Alle Politikbereiche sind betroffen, weshalb eine interdisziplinäre Zusammenarbeit auf direktionübergreifender Ebene sowie mit Gemeinden, Regionen und anderen Stakeholdern vorgesehen ist. Der Projektbericht und die Umsetzungsagenda sollen bis zum Frühjahr 2027 vorliegen, um eine nachhaltige Planung und Umsetzung sicherzustellen.

  • Meilenstein am Basler Bahnhof

    Meilenstein am Basler Bahnhof

    Der Bahnhof Basel SBB steht vor einem Problem. Er stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Die steigende Anzahl von Zügen und Reisenden, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten, erfordert dringende Massnahmen, um Engpässe zu vermeiden.

    Ab Dezember 2025 ist geplant, dass die S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal im Viertelstundentakt verkehren. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert erhebliche Investitionen in die Bahnanlagen zwischen Basel und Liestal, die der Bund mit rund einer Milliarde Franken finanziert. Die SBB übernimmt die Umsetzung dieser Projekte im Auftrag des Bundes, während Bund und Kantone gemeinsam die zusätzlichen S-Bahn-Verbindungen bestellen und finanzieren.

    Die Investitionen sind grösstenteils im Ausbauschritt 2025 enthalten, der Teil der Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI) ist, die von der Schweizer Stimmbevölkerung im Februar 2014 angenommen wurde. Diese Ausbauten ermöglichen nicht nur den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal, sondern legen auch den Grundstein für weitere Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr.

    Um die Kapazitäten für den geplanten Viertelstundentakt und das erweiterte Fahrplanangebot zu schaffen, sind zwei Hauptmassnahmen erforderlich.

    Zusätzliche Haltemöglichkeiten für die Züge: Mit dem geplanten Viertelstundentakt steigt die Anzahl der Züge am Bahnhof Basel SBB. Daher sind zusätzliche Halteorte und Perronkanten erforderlich, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Dies ist das Hauptziel des Projekts «Leistungssteigerung Basel SBB».

    Zusätzliche Querungsmöglichkeiten für die Reisenden: Die steigende Anzahl von Zügen führt zu mehr Reisenden und damit zu einer höheren Auslastung der Passerelle im Bahnhof Basel SBB. Um diesem Anstieg gerecht zu werden, ist die Schaffung zusätzlicher Querungsmöglichkeiten dringend erforderlich. Das Projekt «Provisorische Passerelle» zielt darauf ab, diese Kapazitätserweiterung schnell umzusetzen, bis weitere Querungen, wie der Perronzugang Margarethen, erstellt werden können.

    Die provisorische Passerelle ist eine temporäre Lösung, bis langfristige Massnahmen umgesetzt werden können. Die Planung und der Bau weiterer Querungen sind im Ausbauschritt 2035 vorgesehen und werden ebenfalls vom Bund finanziert.

  • Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof Luzern steht im Mittelpunkt der diesjährigen Luga, der Zentralschweizer Frühlingsmesse, die vom 26. April bis 5. Mai 2024 stattfindet. Auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern wird das Jahrhundertprojekt dreidimensional erlebbar gemacht. Besucherinnen und Besucher haben die einzigartige Gelegenheit, sich interaktiv und spielerisch über das Projekt zu informieren und dessen enormen Nutzen für die gesamte Region zu erfahren.

    Regierungspräsident Fabian Peter betont die Bedeutung der Sonderschau: «Mit der Präsentation des Durchgangsbahnhofs Luzern auf der Luga geben wir der Zentralschweizer Bevölkerung die Möglichkeit, das Projekt hautnah zu erleben und zu verstehen, welchen Mehrwert es für unsere Region mit sich bringt.»

    Die Sonderschau findet nicht nur in der Halle 1 statt, sondern wird auch auf dem Messe-Vorplatz erlebbar sein. Dort liegt der Fokus auf dem öffentlichen Verkehr, mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto «erleben, ausprobieren und mitmachen». Der Durchgangsbahnhof Luzern ist mehr als nur ein Bahnhof; er ist ein entscheidender Baustein für ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz in der gesamten Zentralschweiz.

    Täglich steigen über 100.000 Personen am Bahnhof Luzern ein, aus oder um. Doch die Kapazitätsgrenze ist erreicht, und zusätzliche Verbindungen sind nicht mehr möglich. Der Durchgangsbahnhof Luzern öffnet den Weg für die Weiterentwicklung der nachhaltigen Mobilität und ermöglicht eine zukunftsweisende Gestaltung des öffentlichen Verkehrsnetzes.

    Die Sonderschau zum Durchgangsbahnhof Luzern ist eine gemeinsame Initiative des Kantons Luzern und des Verkehrsverbunds Luzern (VVL), unterstützt von der Stadt Luzern, der Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs und weiteren Partnern.

  • Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Die Juice Technology AG und die Wallee Group AG in Winterthur wollen das Aufladen von Stromautos vereinfachen. Dafür stattet die Herstellerin von Ladestationen und -software mit Sitz in Bachenbülach ihre Ladestation Juice Charger me 3 mit dem Bezahlterminal des Winterthurer Zahlungsdienstleisters aus. Künftig können Nutzende dank dem Wallee-Terminal mit Kredit- und Debitkarten, aber auch kontaktlos mit Apple Pay und Google Pay oder Twint bezahlen. Dies solle andere Ladekarten überflüssig machen und zu faireren Tarifen führen, da weniger Parteien am Verdienst beteiligt seien, heisst es in einer Mitteilung.

    «Als Partner, der wie Juice aus dem Kanton Zürich stammt, haben wir die optimale Ergänzung für Juice-Ladestationen im Angebot», wird Sascha Krüsi, CXO und Mitbegründer von Wallee in der Mitteilung zitiert. Christoph Erni, CEO und Gründer von Juice, sieht in der Kombination von innovativer Technologie und vertrauenswürdigen Zahlungsdienstleistungen die Zukunft der E-Mobilität.

    Die Ladestation kann auch von gewerblichen Anbietern genutzt werden. So könnten beispielsweise Gastronomien, Hotellerie, Einzelhandel oder Unternehmen mit Firmenparkplätzen Anbieter der Stationen werden. Das System von Juice und Wallee wird bereits in Laax GR und im Riedmatt Center in Rümlang ZH eingesetzt.

    Der Juice Charger me 3 ist mit allen E-Autos kompatibel.

  • Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Die Stadtverwaltung von Luzern will sich bis 2035 vom Verbrauch fossiler Brennstoffe befreien. Wie aus einer Medienmitteilung der Stadt hervorgeht, sollen in einem ersten Schritt bis 2030 die etwa 200 Dienstfahrzeuge von Benzin- und Diesel- durch Elektroantrieb ersetzt werden. Bis zum Zieljahr 2035 sollen zudem in den etwa 150 Liegenschaften der Stadt die Heizungen und Warmwasserversorgungen von Öl- beziehungsweise Gasbefeuerung auf erneuerbare Systeme wie etwa Wärmepumpen umgestellt werden. Auf den Dächern dieser Gebäude sollen Photovoltaikanlagen Strom erzeugen. Damit könnten 35 bis 40 Prozent des derzeitigen städtischen Bedarfs gedeckt werden.

    Bei der bereits vor fünf Jahren begonnenen Umstellung der Heizsysteme konnte die Verwaltung in einem aktuellen Bericht bereits auf 65 umgestellte Objekte verweisen. Ziel beim Heizungsumbau ist, ab 2035 insgesamt 3300 Tonnen CO2 weniger zu emittieren. Die Kosten des Umbaus werden auf etwa 60 Millionen Franken geschätzt.

    „Wir fordern nicht nur andere Liegenschaftsbesitzende auf, aktiv zu werden, wir packen auch selber an“, wird Katja Dürst, Leiterin der Abteilung Umweltschutz, in der Mitteilung zitiert.

  • Clara Millard Dereudre als neue Verwaltungsrätin der SBB vorgeschlagen

    Clara Millard Dereudre als neue Verwaltungsrätin der SBB vorgeschlagen

    Clara Millard Dereudre ist seit 2021 Direktorin für Smart City bei den Service Industriels de Genève (SIG) und Mitglied der Generaldirektion. Ihr Team arbeitet an Engineering-Projekten, Shared Services und Lösungen für Smart Cities. Sie ist auch für die IT und das Datenmanagement bei SIG verantwortlich.

    Clara Millard Dereudre (52) verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen operatives und strategisches Marketing, Nachhaltigkeitsstrategie, Innovation, Digitalisierung, Cybersicherheit und Energie. Sie ist Französin und lebt seit 18 Jahren in der Schweiz, derzeit in Prangins (VD).

    Nach Abschluss ihres Studiums an der École des hautes études commerciales du Nord Lille (EDHEC, FR) im Jahr 1994 arbeitete Clara Millard Dereudre während 25 Jahren für die Dow Chemical Company, unter anderem in Zürich als Global Senior Director Marketing, Strategy & Sustainability und in Indianapolis, USA, als Global Director Corporate Strategy und als North America Director Sales & Marketing Operations. Während ihrer letzten Tätigkeit bei Dow Chemical wurde sie zum Senior Corporate Marketing Fellow ernannt und erhielt mehrere Auszeichnungen für Innovation und Nachhaltigkeit.

    Der Bundesrat hat heute dem Wahlvorschlag des SBB-Verwaltungsrates zugestimmt. Die Wahl erfolgt an der Generalversammlung der SBB vom 24. April 2024. Clara Millard Dereudre tritt ihr Amt mit der Wahl an.

    Sie tritt die Nachfolge von Alexandra Post an, die dem SBB Verwaltungsrat seit 2012 angehört und sich aufgrund der Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellen kann.

    Der SBB Verwaltungsrat dankt Alexandra Post herzlich für ihr grosses Engagement und die wertvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

  • Gesamtverkehrskonzept für den Raum Baden und Umgebung

    Gesamtverkehrskonzept für den Raum Baden und Umgebung

    Im Rahmen des ambitionierten Gesamtverkehrskonzepts für den Raum Baden haben zehn beteiligte Gemeinden einen entscheidenden Schritt vollzogen. Diese Ziele, ausgerichtet bis zum Jahr 2040, zielen darauf ab, die Mobilität im Raum Baden effizienter, umweltschonender und zukunftsfähiger zu gestalten. Zu den Kernpunkten gehören die Förderung einer flächensparenden Mobilität, die Schaffung attraktiver Bedingungen für den Arbeits- und Bildungsverkehr und die Sicherstellung einer stabilen Erreichbarkeit für den Autoverkehr. Die Planungen unterstützen zudem eine Siedlungsentwicklung in gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebieten.

    Ein besonderes Augenmerk gilt dem Transit-Schwerverkehr, für welchen spezifische Erfolgskriterien hinzugefügt wurden, um die Siedlungsgebiete zu schonen. Dies folgt einem Antrag der Gemeinde Obersiggenthal, der eine Zunahme des Transitschwerverkehrs verhindern möchte.

    Mit dem Abschluss der ersten beiden Planungsschritte hat die Behördendelegation eine solide Grundlage für die nachfolgenden Fachplanungen geschaffen. Abschließend ist es das Ziel des Kantons Aargau, in Kooperation mit den lokalen Akteuren, ein vorausschauendes und integriertes Mobilitätsangebot zu entwickeln. Die Ergebnisse der GVK-Planung sollen bis 2025 in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden, um die Weichen für zukünftige Mobilitätsbedürfnisse rechtzeitig zu stellen.

  • Schweiz diskutiert unterirdischen Gütertransport

    Schweiz diskutiert unterirdischen Gütertransport

    Die Cargo sous terrain AG hat ein ambitioniertes Vorhaben präsentiert: den Bau eines unterirdischen Tunnelsystems für den Gütertransport, finanziert und betrieben von privaten Akteuren. Nachdem das Bundesgesetz über den Unterirdischen Gütertransport am 1. August 2022 in Kraft getreten ist, wurde die rechtliche Grundlage für ein solches Unterfangen geschaffen. Der Sachplan Verkehr, ein Instrument der Raumplanung, hat nun mit dem Teilprojekt Unterirdischer Gütertransport die planerischen Weichen für die erste Teilstrecke von Härkingen nach Zürich gestellt.

    Der SUG umfasst die geplante Trassenführung und die grundlegenden Parameter der Verteilzentren, deren Standorte in den Richtplänen der beteiligten Kantone Bern, Solothurn, Aargau und Zürich festgeschrieben werden sollen. Die Anhörung der Kantone wurde eingeleitet, um regionale Interessen und raumplanerische Aspekte abzugleichen. Ab März wird dieser Prozess durch die Beteiligung von Gemeinden und der Bevölkerung weitergeführt, um ein breites Spektrum an Perspektiven und Bedenken zu erfassen.

    Nach Abschluss der Anhörungen und unter Einbeziehung aller Stellungnahmen wird der SUG finalisiert und dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt. Dieser Prozess verdeutlicht das Engagement der Schweiz für innovative Verkehrslösungen, die eine nachhaltige Raum- und Umweltentwicklung unterstützen und gleichzeitig die Effizienz des Gütertransports in einer zunehmend vernetzten Wirtschaft steigern sollen.

  • Vom Industrieareal zum ökologischen Tourismusmagnet

    Vom Industrieareal zum ökologischen Tourismusmagnet

    Innovativer Geist prägt das Projekt an der Isen, wo die Vision einer harmonischen Verbindung von touristischer Entwicklung und ökologischer Aufwertung Gestalt annimmt. Seit der ersten Präsentation des Projekts durch die Isen AG im April 2022 wurden aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung und fachlicher Beratung wesentliche Aspekte wie die Revitalisierung des Isentalerbachs, seines Deltas und die Neugestaltung des Seeufers in die Planung integriert. Auch die Verlegung der Kantonsstrasse fand Eingang in die optimierte Projektidee.

    Die neusten Entwicklungen, welche die ökologischen und infrastrukturellen Aspekte des Projekts aufzeigen, wurden dem Regierungsrat und den Gemeinderäten von Seedorf und Isenthal vorgestellt und positiv aufgenommen. Die Projektverantwortlichen arbeiten nun an den letzten Details, um das Verfahren bis Mitte März 2024 abzuschliessen.

    Der Kanton Uri sieht in dem Projekt nicht nur einen touristischen Gewinn, sondern auch die Chance, die Region als attraktiven Naherholungsraum zu etablieren. Es werden erhebliche positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft erwartet, was durch eine vom Kanton in Auftrag gegebene Studie zum volkswirtschaftlichen Potenzial des Projekts untermauert wird.

    Die Gemeinden Seedorf und Isenthal sehen das Tourismusprojekt als Chance für die Umgestaltung der Region Isleten und stellen sich den kommenden Herausforderungen in Bezug auf Verkehrsmanagement, touristische Auswirkungen und Infrastrukturbedarf.

    Die überarbeitete Projektidee wird der Öffentlichkeit Ende März 2024 im Rahmen einer umfassenden Medienkonferenz und einer Besichtigung des Geländes vorgestellt, gefolgt von einer Online-Veröffentlichung der Projektdetails.

  • Strabag setzt auf umweltfreundlichen Strassenbaufertiger

    Strabag setzt auf umweltfreundlichen Strassenbaufertiger

    Strabag unterstützt seit Herbst 2023 seine Arbeiten im Verkehrswegebau mit dem Fertiger Super 19500-5(i) der Joseph Vögele AG aus Ludwigshafen. Die Baumaschine des zur Wirtgen Gruppe gehörenden Weltmarktführers für Strassenfertiger zeichne sich durch seine geringen Schall- und Abgasemissionen aus, gibt das Schlieremer Bauunternehmen jetzt in einer Mitteilung bekannt. Für das Gerät spreche zudem die universelle Einsatzbarkeit, ob für Autobahn, Strassensanierung oder Neubau. „Er meistert fast jede Strassenbauaufgabe“, heisst es. Geeignet sei er für Einbaubreiten bis zu 11,5 Metern. Sein modernes und effizientes Antriebssystem erlaube eine leise und kraftvolle Arbeitsweise.

    Beim Einweihungstermin im Rahmen eines Tags der offenen Türe in Lindau ZH habe sich der Fertiger durch sein „nigelnagelneues glänzendes Weiss und die sauberen Raupen von den anderen Maschinen abgehoben“. Bei mehreren Projekten habe er sich bewährt, etwa in Beringen beim Bömmliacker, in Kloten auf der Dorfstrasse sowie in Hemishofen an der Grabenackerstrasse. Von „einer Wundermaschine“ spricht Strabag in der Mitteilung. „Wir bauen mit unserem Super-Fertiger bessere Strassen für die Zukunft von morgen.“

  • Verkehrs- und Siedlungskonzept für 2025 Seeland Biel

    Verkehrs- und Siedlungskonzept für 2025 Seeland Biel

    Die Region seeland.biel/bienne arbeitet derzeit an der Aktualisierung des Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzepts 2025 (RGSK 2025) sowie des Agglomerationsprogramms der 5. Generation (AP5). Diese beiden Planungsinstrumente zielen darauf ab, die Siedlungs-, Landschafts- und Verkehrsplanung in der Region harmonisch aufeinander abzustimmen und stehen bis zum 11. März 2024 zur öffentlichen Mitwirkung offen.

    Die Koordination dieser Planungen über Gemeindegrenzen hinweg ist für die Region seeland.biel/bienne eine zentrale Aufgabe. Das RGSK und das AP verfolgen das gemeinsame Ziel, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die sowohl den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft entspricht als auch sorgsam mit dem knappen Boden umgeht und dabei die Umwelt schützt. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines wachsenden Bevölkerungszuwachses und steigender Mobilitätsbedürfnisse.

    Das RGSK legt als regionaler Richtplan verbindliche Vorgaben für die Ortsplanungen der Gemeinden fest und fokussiert auf die räumliche und verkehrliche Entwicklung. Das AP schafft die Grundlage für die Mitfinanzierung von Verkehrsprojekten durch den Bund, wobei bereits frühere Generationen des Programms Bundesbeiträge in Millionenhöhe auslösten.

    Das RGSK 2025 wird in zwei Etappen überarbeitet, wobei die erste Etappe bis 2025 die Entwicklung eines neuen Zukunftsbildes für verschiedene Teilräume, die Überprüfung von Vorranggebieten für Siedlungserweiterungen und die Aktualisierung von Maßnahmen umfasst.

    Das AP5 setzt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Freiräumen und Klimaschutz. Es integriert langfristige Ziele und Strategien, einschließlich des Klimawandels, und stärkt die Siedlungsentwicklung von innen.

    Bis zum 11. März 2024 haben Gemeinden, Verbände, Organisationen und alle Interessierten die Möglichkeit, sich zu beiden Programmen zu äußern. Nach einer Vorprüfung durch den Kanton im Mai 2024 werden RGSK und AP im Frühjahr 2025 der Mitgliederversammlung von seeland.biel/bienne zur Verabschiedung vorgelegt.

  • Änderungen im Verwaltungsrat und in der Konzernleitung

    Änderungen im Verwaltungsrat und in der Konzernleitung

    Ausserdem wird sich Adam Keswick nicht zur Wiederwahl als Mitglied des Verwaltungsrates stellen. Die Entscheidung beruht auf seiner Einschätzung, dass er seine Verpflichtungen gegenüber Schindler aufgrund zeitlicher Überschneidungen mit Verwaltungsratssitzungen von Jardine Matheson zurzeit nicht angemessen wahrnehmen kann. Alle übrigen Verwaltungsratsmitglieder stellen sich an der ordentlichen Generalversammlung vom 19. März 2024 zur Wiederwahl. Für Alfred N. Schindler und Luc Bonnard hat der Verwaltungsrat in Übereinstimmung mit der Ausnahmebestimmung im Geschäftsleitungsreglement entschieden, die Alterslimite hinauszuschieben.

    Seine Wiederwahl vorausgesetzt, wird Tobias B. Staehelin als Nachfolger von Erich Ammann neu Einsitz in den Aufsichts- und Strategieausschuss nehmen.

    Der Verwaltungsrat hat Hugo Martinho (1971) per 1. April 2024 als Nachfolger von Tobias B. Staehelin als Mitglied der Konzernleitung, verantwortlich für Human Resources, ernannt. Hugo Martinho ist seit 2003 bei Schindler in verschiedenen Positionen in Europa und Asien tätig. Seit 2022 ist er Leiter Human Resources Europa Nord. Hugo Martinho hat einen Universitätsabschluss in Rechtswissenschaften der Universität Coimbra, Portugal.

  • Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Der Zürcher Regierungsrat hat am 7. Dezember den Flughafenbericht vorgelegt. Danach hat der Flughafen Zürich 2022 die volks- und verkehrswirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Die Gesamterträge stiegen mit 1024 Millionen Franken erstmals seit Corona wieder über 1 Milliarde, ein Anstieg um 50,5 Prozent. Die Kosten stiegen nur um 22,9 Prozent auf 468 Millionen Franken. Der Gewinn betrug 138 Millionen Franken, ein Anstieg um 149,3 Prozent.

    Die Passagierzahlen erholten sich weiter auf 23 Millionen, für 2023 erwartet der Regierungsrat 28 Millionen Reisende. Auch qualitativ steht der Flughafen gut da: Global steht er bei der Erreichbarkeit auf Platz 7, bei der Qualität auf Platz 8. Beim Fluglärm wurde laut der Präsentation des Regierungsrates mit rund 43‘400 Fluglärmbetroffenen der Richtwert von 47‘000 unterschritten. Auch bei den Flugbewegungen blieb der Flughafen mit 216‘000 – davon 10‘000 nachts – deutlich unter 320‘000.

    Die Komplexität des Flugbetriebs sei aber weiterhin hoch, betont der Regierungsrat. Eine Verlängerung der Pisten, über die das Stimmvolk im Frühjahr abstimmt, verringere die Zahl der Kreuzungspunkte in der Luft und am Boden. Damit werde die Sicherheitsmarge erhöht, heisst es in einer Mitteilung zum Flughafenbericht.

    Der Regierungsrat unterstreicht die Bedeutung des Flughafens für den Standort. Dieser sei entscheidend für die internationale Erreichbarkeit der Schweiz, ein wichtiger Arbeitgeber und ein Wirtschaftsmotor für den Kanton und die Schweiz insgesamt.

  • «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    Das Siegerprojekt, benannt «FAR», wurde vom Generalplanerteam Comamala Ismail Architectes und Andreas Lütscher Baumanagement AG entwickelt. Es zeichnet sich durch sein ansprechendes architektonisches Design aus, aber auch durch seine Nachhaltigkeit und Funktionalität.

    Das Bauwerk dient als Musterbeispiel im Rahmen des «Green Deal für Graubünden» und legt neue Benchmarks für nachhaltiges Bauen fest. Es ist als Gebäude im Minergie-A-Eco Standard mit Zielsetzung Netto-Null entworfen. Das Gebäude integriert unter anderem Fotovoltaik-Module und betont energieeffiziente, umweltschonende Konstruktionsmethoden. Die Nachhaltigkeitsprinzipien gelten für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, von der Entwurfsphase bis zum Rückbau.

    Der neue Standort in Chur Süd ist strategisch günstig am Autobahnananschluss der A13 gelegen. Dies ermöglicht der Kantonspolizei, rasch und effizient in der Region von Maienfeld bis Viamala zu agieren. Dank der hohen Verkehrsfrequenz in der Region um Chur bietet der Standort optimale Voraussetzungen für effektive Verkehrspolizeiarbeit.

    Die Konsolidierung der bisherigen Stützpunkte in Chur und Thusis trägt zur besseren Ressourcenverteilung und Effizienz der Polizeieinsatzmittel bei.

    Neben der Energieeffizienz legt das Projekt auch Wert auf andere Aspekte der Nachhaltigkeit wie Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und ein angepasstes Mikroklima. Das Gebäude trägt damit zur Schonung der Umweltressourcen bei und fördert zudem die Biodiversität.

    Insgesamt stellt der geplante Verkehrsstützpunkt ein ambitioniertes Projekt dar, das in vielen Bereichen neue Massstäbe setzt – von der Konzeption über das Design bis hin zur Nachhaltigkeit und Funktionalität.

  • Strategische Weichenstellung für Bahninfrastruktur

    Strategische Weichenstellung für Bahninfrastruktur

    In ihrer jüngsten Sitzung hat die KVF-S umfassende Optimierungen der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur besprochen. Diese beinhalten unter anderem die Planung für die Entflechtung Pratteln und den Ausbau des Bahnhofs Ebikon, wodurch die Zugänglichkeit und Attraktivität verschiedener Regionen für Bewohner und Investoren verbessert werden soll. Zusätzliche Projekte in der Westschweiz sollen zudem Fahrplan-Verschlechterungen verhindern und die regionale Vernetzung stärken.

    Die KVF-S hat auch über das Bundesgesetz zur Zulassung als Strassentransportunternehmen beraten, um den fairen Wettbewerb zu fördern und die Gesetzgebung mit EU-Normen zu harmonisieren. Die geplanten Änderungen, wie die Präzisierung der Zulassungspflicht für Unternehmen und die Streichung bestimmter Erhebungsvorgaben, sollen Klarheit für die Branche schaffen und den Strassentransport effizienter gestalten.

    Diese Entwicklungen sind von grosser Bedeutung für den Immobilienmarkt, da sie nicht nur die Mobilität und Erreichbarkeit verschiedener Regionen beeinflussen, sondern auch neue Investitionsmöglichkeiten schaffen könnten. Die Anpassungen in der Infrastruktur und im Strassentransportrecht könnten langfristig zu einer verstärkten Nachfrage nach Immobilien in den betroffenen Gebieten führen und die regionale Entwicklung positiv beeinflussen.“

    Diese Umformulierung betont die Relevanz der vorgeschlagenen Änderungen für die Immobilienbranche, indem sie die Auswirkungen auf regionale Entwicklung, Mobilität und Investitionsmöglichkeiten hervorhebt.

  • Zukunftsvision S-Bahnhaltestelle als Verkehrsdrehscheibe

    Zukunftsvision S-Bahnhaltestelle als Verkehrsdrehscheibe

    Das ambitionierte Projekt einer neuen S-Bahnhaltestelle im Areal der kleinen Allmend wird immer realer. Durch die Aufnahme der neuen Haltestelle Thun Nord in das strategische Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur des Bundes 2035 hat die Region Thun einen wesentlichen Erfolg erzielt.

    Das bisher geschlossene Militär- und Rüstungsareal wird in einem langfristigen Prozess umstrukturiert. Die geplante Konzentration der militärischen Nutzung ermöglicht die Neuorientierung dieses Stadtteils hin zu einer zivilen, wertschöpfungsstarken Arbeitsnutzung. Ein Planungsteam hat konkrete Ideen zur Gestaltung der Haltestelle und deren Einbettung in das Gebiet entwickelt. Die Haltestelle ist das zentrale Entwicklungselement des Areals, um den Wirtschaftsstandort attraktiv zu gestalten und die Verkehrsanbindung zu verbessern.

    Für eine zukunftsgerichtete Verkehrsanbindung ist auch eine tangentiale Buslinie geplant, welche die Siedlungsgebiete Steffisburg und Thun Süd an die Bahn anbinden. Die geplanten Massnahmen sind nicht nur für die lokale Entwicklung von Bedeutung, sondern stellen einen wichtigen Meilenstein für die Region dar. Die geplante Verkehrsdrehscheibe, wird den vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen der Pendlerinnen und Bewohner gerecht und fördert eine Verlagerung des Mehrverkehrs auf den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr. Mit der Haltestelle werden auch die heute durch die Bahnlinie getrennten Arealteile miteinander verbunden.

    Aktuell erarbeitet die Stadt Thun zusammen mit den Grundeigentümern und weiteren Akteuren einen Masterplan für die Arealentwicklung. Ziel ist es, die neue S-Bahnhaltestelle und die tangentialen Buslinien bis 2032 in Betrieb zu nehmen.

  • Neue Ära der Umweltpolitik

    Neue Ära der Umweltpolitik

    Die UREK-N hat den Entwurf des CO2-Gesetzes für 2025-2030 mit einer Mehrheit von 18 zu 7 Stimmen angenommen. Dieser Entwurf beinhaltet die Halbierung der Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 im Vergleich zu 1990, wobei 75% der Reduktionen im Inland erzielt werden sollen. Die Kommission unterstützt viele Aspekte des Bundesrates, wie das Festhalten am maximalen CO2-Abgabebetrag von 120 Franken pro Tonne und lehnt eine Erhöhung ab.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kommission hat vorgeschlagen, bis zu 45 Millionen Franken aus dem Ertrag der CO2-Abgabe für diesen Zweck zu verwenden, einschliesslich der Unterstützung von Anlagen zur saisonalen Energiespeicherung. Auch die Elektromobilität wird gefördert, indem die Basisinstallation von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge unterstützt wird, mit einem Budget von maximal 20 Millionen Franken pro Jahr.

    Im Bereich des Strassenverkehrs schlägt die Kommission eine reduzierte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsarme Lastwagen vor, die mit Elektro-, Wasserstoff- oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben werden. Bei den Emissionsvorschriften für neue Fahrzeuge setzt die Kommission konkrete Zwischenziele für Personenwagen fest, um eine lineare jährliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

    Zur Förderung erneuerbarer Treibstoffe im Luftverkehr plant die Kommission, eine Beimischpflicht für erneuerbare Flugtreibstoffe einzuführen und eine Abgabe für Flüge von Privat- und Businessjets einzuführen.

    Die UREK-N hat auch wichtige Entscheidungen zum Beschleunigungserlass getroffen, der darauf abzielt, die Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Kommission unterstützt den Bundesratsentwurf weitgehend, fordert aber einige Ergänzungen, um die Einbindung von Standortgemeinden in das Verfahren zu gewährleisten.

    Insgesamt setzt die UREK-N mit diesen Entscheidungen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien in der Schweiz.

    Die Kommission hat vom 6. bis 8. November 2023 unter dem Vorsitz von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • Start für Neubau-Projekte am Flughafen Zürich

    Start für Neubau-Projekte am Flughafen Zürich

    Das aktuelle Dock A, das seit 1985 in Betrieb ist, sowie der angrenzende Kontrollturm, haben nach mehr als 35 Jahren ihre Lebensdauer überschritten. Sie genügen modernen Anforderungen an Funktionalität und Nachhaltigkeit nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortbewertung hat sich das BAZL entschieden, ein neues Dock nördlich des bestehenden Standorts zu errichten, um diese Defizite zu beheben.

    Koordination und Struktur der Bauvorhaben
    Um die Bauarbeiten effizient zu koordinieren, wurde das Programm «Entwicklung Flughafenkopf» ins Leben gerufen. Dieses Programm beinhaltet neben dem Hauptprojekt des Docks A auch den Neubau des Kontrollturms sowie mehrere Teilprojekte. Der Neubau des Docks A wird in das Terminal integriert, während der neue Tower östlich des aktuellen Standorts positioniert wird.

    Planungs- und Genehmigungsprozess
    Das Plangenehmigungsgesuch umfasst die funktionale und betriebliche Nutzung des neuen Docks sowie die notwendigen Rückbauten am alten Standort. Ein Umweltverträglichkeitsbericht wurde erstellt, um die Umweltauswirkungen des Bauvorhabens zu dokumentieren. Es ist zu betonen, dass die Neubauprojekte keine Anpassungen des Betriebsreglements erfordern, da sie den Luftverkehr nicht beeinflussen.

    Öffentliche Einbindung und Entscheidungsprozess
    Vom 16. November bis 15. Dezember 2023 werden die Pläne öffentlich ausgelegt und sind auf der Webseite des BAZL einsehbar. Zusätzlich bietet die Flughafen Zürich AG auf der Zuschauerterrasse des Docks B eine Visualisierung der Projekte an, um eine bessere Verständlichkeit zu gewährleisten. Nach der öffentlichen Konsultation wird das BAZL die eingegangenen Stellungnahmen bewerten und das UVEK letztlich über das Bauvorhaben entscheiden.

    Dieser strategische Ausbau des Flughafens Zürich unterstreicht das Bestreben, eine moderne, nachhaltige und funktionale Flughafeninfrastruktur zu fördern, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

  • Chur West auf dem Weg zum zweiten Stadtzentrum mit neuem Bahnhof

    Chur West auf dem Weg zum zweiten Stadtzentrum mit neuem Bahnhof

    Der neue Bahnhof Chur West wird eine multimodale Verkehrsdrehscheibe sein, die Bahn, Bus, Postauto sowie Velo- und Fussgängerverkehr verknüpft. Die Verkehrsanbindungen sind zukunftsgerichtet und erstrecken sich über Chur hinaus in die Regionen. Dieses Generationenprojekt wertet den westlichen Stadtteil auf und legt den Grundstein für die Entwicklung zum zweiten urbanen Zentrum. Der Bahnhof muss den heutigen Sicherheits- und Komfortstandards entsprechen, behindertengerecht und gut angebunden sein. Es ist wichtig, die zukünftig höheren Transportkapazitäten aufzunehmen. Der westliche Stadtteil mit Entwicklungspotenzial muss attraktiv sein für Anwohner, Pendler und Pendlerinnen. Bahn, Bus, Fahrrad- und Fusswege sollen optimal erschlossen werden, um mit dem zukünftigen Wachstum Schritt zu halten.

    Der Ausbau des Bahnhofs Chur West ist eine einmalige Chance für die Stadt Chur. Der ausgebaute Bahnhof kann in das S-Bahn-Netz der RhB integriert werden. Dies schafft eine wichtige Mobilitätsdrehscheibe in Graubünden und ermöglicht eine langfristige Weiterentwicklung des westlichen Stadtteils zum zweiten urbanen Zentrum. Die Finanzierung ist attraktiv für den Betreiber und die Stadt. Die Bruttokosten von 60,8 Millionen Franken beinhalten Bruttoinvestitionskosten von etwa 20,7 Millionen Franken für die Stadt. Diese decken Investitionen in den Bus- und Langsamverkehr, Strassenbau mit Werkleitungen, drei neue Personenunterführungen, eine Fahrradstation für 170 Fahrräder sowie einen attraktiven Bahnhofsplatz ab. Die Finanzierung erfolgt durch Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes und weiteren Mitteln des Kantons. Es wird erwartet, dass insgesamt rund 10,4 Millionen Franken als Beiträge eingenommen werden, sodass die Investitionskosten halbiert werden. Die Nettoinvestitionskosten für die Stadt Chur belaufen sich auf voraussichtlich 10,3 Millionen Franken, was weniger als 20 % der Gesamtinvestitionskosten von über 60 Millionen Franken ausmacht, die von der RhB und dem Kanton getragen werden.

  • Österreichische Hasslacher Gruppe setzt auf urb-x

    Österreichische Hasslacher Gruppe setzt auf urb-x

    Die international aktive Hasslacher Gruppe aus Sachsenburg in Kärnten beteiligt sich an urb-x. Das Baselbieter Jungunternehmen entwickelt innovative Velowege, die aus Holz-Leichtbauelementen zusammengesetzt werden. „urb-x bietet mit seinen Rad-Highways eine echte Revolution im städtischen Radverkehr“, wird Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der Hasslacher Gruppe, in einer entsprechenden Mitteilung der österreichischen Holzbaufirma zitiert. „Der nachwachsende Rohstoff Holz ist noch dazu ein zentrales Element in der Mission unserer beiden Unternehmen, mittels dem wir innovative Produkte und Lösungen für die Herausforderungen moderner Städte schaffen.“

    Die Radwege von urb-x werden aus vorgefertigten hölzernen Hohlkastenelementen auf Stahlstützen montiert. Die antirutschbeschichtete Fahrbahn kann auch von Krankenwagen und Strassenreinigungsmaschinen befahren werden. Zudem sind die Wege mit Heizelementen, Sensoren und Steuercomputern ausgestattet. Die für deren Betrieb notwendige Energie wird von Solarpaneelen an den Seitenbegrenzungen geliefert.

    „Wir haben grosse Freude daran, mit der Hasslacher Gruppe einen Partner mit führender Produktionskompetenz und einer klaren strategischen Vision zu gewinnen“, wird Klaus Kirchmayr, CEO von urb-x, in der Mitteilung zitiert. „Unser Fokus liegt nun darauf, unser Produkt in ganz Europa für die ersten Projekte bekannt zu machen.“

  • Sanierung der Seetalstrasse in Emmen schafft attraktiven Lebensraum im Meierhöfli

    Sanierung der Seetalstrasse in Emmen schafft attraktiven Lebensraum im Meierhöfli

    Die Seetalstrasse im Meierhöfliquartier in Emmen ist eine wichtige Verkehrsachse. Sie nimmt heute viel Raum ein und trennt das Quartier in zwei Teile. Der Strassenraum ist stark auf die Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs (MIV) ausgerichtet. Für den Fuss- und Veloverkehr bleibt kaum Platz – zudem bietet der Strassenabschnitt nur geringe Aufenthaltsqualität. Dies soll sich ändern – die Kantonsstrasse muss saniert werden. Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen haben im 35 Hektar grossen Bearbeitungsperimeter eine Testplanung durchgeführt, um so Ideen für eine Aufwertung zu prüfen.

    Mehr Freiraum und Aufenthaltsqualität im Meierhöfli
    Der Verkehr soll in Zukunft im Meierhöfliquartier für alle Verkehrsteilnehmenden flüssiger, sicherer und attraktiver gestaltet werden. Gleichzeitig wird die Lebensqualität in den umliegenden Quartieren erhöht. Um dies zu erreichen, wird die Kantonsstrasse und insbesondere die doppelstöckige Erschliessung Oberhofstrasse/ Emmen Center zurückgebaut und der Verkehr neu geführt. Die Verkehrsflächen werden mit einer neuen Verkehrsführung verkleinert. So entsteht Raum für den neuen Meierhöflipark, für kleine Plätze sowie für zusätzliche Fuss- und Velowege. «Die Ergebnisse der Testplanung zeigen, dass die Aufwertung der Kantonsstrasse eine Chance ist für das Meierhöfliquartier, für Emmen und für die ganze Region», ist Cüneyd Inan, Abteilungsleiter Raumentwicklung des Kanton Luzern, überzeugt.

    Die Testplanung haben der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen gemeinsam durchgeführt. «Das Ergebnis zeigt auf, dass mit dem Strassenprojekt ein Ort mit deutlich höherer Aufenthaltsqualität als bisher entstehen kann. Zudem gibt es mehr Platz für einen sicheren Veloverkehr, einen stabilen öffentlichen Verkehr und attraktive Fusswegverbindungen», sagt Andreas Roos, Vorsteher Direktion Bau und Umwelt der Gemeinde Emmen. Die Lebensqualität und das Klima entlang der Seetalstrasse werden durch das Pflanzen von Bäumen, entsiegelte Flächen und das Schwammstadtprinzip zusätzlich aufgewertet und verbessert.

    Testplanung zeigt eine Vision für die Seetalstrasse
    Mit der Neugestaltung der Seetalstrasse im Meierhöfliquartier in Emmen wird gleichzeitig ein wichtiger Schritt zur Förderung des öffentlichen Verkehrs gemacht. Die Strategie entspricht den Zielen und Stossrichtungen aus dem kantonalen Projekt «Zukunft Mobilität im Kanton Luzern». Damit die Fahrplanstabilität sichergestellt werden kann, wird der Bus weitgehend bevorzugt. Trotzdem sind der Verkehrsfluss und die MIV-Erreichbarkeit der bestehenden Nutzungen mit der neuen Strassenführung gewährleistet.

    Die Testplanung zeigt eine Vision für die Seetalstrasse auf. Diese soll in den nächsten Projektschritten weiter ausgearbeitet und konkretisiert werden. Noch gibt es betreffend der Quartiererschliessung offene Fragen. Deshalb wird eine Zwischenphase eingeschoben, in welcher der Kanton zusammen mit der Gemeinde Emmen vertiefte Abklärungen durchführen wird. Auf dieser Basis kann anschliessend das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) entwickelt werden. Danach folgen die Projektierung und das Baubewilligungsverfahren. Eine Realisierung desProjektes ist frühestens 2028/29 realistisch.