Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Super-Core-Wohnimmobilien für Rendite und Nachhaltigkeit

    Super-Core-Wohnimmobilien für Rendite und Nachhaltigkeit

    Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss die Welt gemäss Pariser Klimaabkommen bis 2050 klimaneutral werden. Bei der Senkung des CO2-Ausstosses kommt Immobilieninvestoren eine wichtige Rolle zu. Denn nach Angaben des World Green Building Council verursachen Gebäude beim Betrieb und Bau rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

    Das 2050er-Klimaziel stellt eine grosse Herausforderung dar, weil es tiefgreifende Massnahmen im Gebäudebereich erfordert. Zugleich bietet es aber auch Chancen, insbesondere wenn es um nachhaltigen Wohnraum in gefragten Grossstädten geht. In Anlehnung an besonders risikoarme Immobilien in Toplage (Core-Assets) lässt sich in Kombination mit dem Faktor Nachhaltigkeit von einer aufstrebenden Anlageklasse „Super-Core“ sprechen.

    Anlageentscheidungen werden zunehmend nicht mehr nur auf Basis von Renditeerwartungen, sondern auch anhand von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekten (ESG-Kriterien) getroffen. Daher unternehmen Fondsmanager grosse Anstrengungen, um Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen und transparent zu kommunizieren. Viele Mittel fliessen in die Optimierung der ESG-Profile potenzieller Investments, beispielsweise in Form von Green-Building-Zertifizierungen oder der Klimaneutralisierung ganzer Fonds.

    Klar ist aber auch, dass die Branche insgesamt klare Regeln braucht, wenn sie ihr Potenzial zur Bewältigung der Klimakrise voll ausschöpfen soll. Ein entsprechender gesetzlicher Rahmen bietet eine solide Grundlage, um professionelle Investoren auf ihrem Weg zu nachhaltigeren Entscheidungsprozessen zu unterstützen.

    Finanzielle und soziale Rendite

    Diese Entwicklung schafft auch neue Investmentchancen, nicht zuletzt mit der neuen Anlageklasse Super-Core. Wohnimmobilien in etablierten urbanen Regionen mit starkem ESG-Profil sind per se nachhaltig – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Sie sind auch von Natur aus risikoarm, denn gefragte Wohngegenden in attraktiven Städten haben sich historisch als extrem krisensicher erwiesen.

    Super-Core bietet zudem die Möglichkeit, eine soziale Rendite zu erzielen. Grossinvestoren sind in der Lage, digital gestützt grosse Wohnungsbestände effizient und professionell zu verwalten. Damit steigt die Lebensqualität der Bewohner. Sie leben gerne in der Nachbarschaft und ziehen seltener um. Dies gilt umso mehr, wenn soziale Infrastruktur wie Kindertagesstätten, Grünflächen und Nahversorgungsangebote schon in der Bauphase fest integriert werden. Die Investoren wiederum profitieren von der geringeren Mieterfluktuation, einem höheren Vermietungsstand und einem insgesamt nachhaltigeren Umfeld.

    Super-Core bedeutet auch, Gebäude gemäss moderner Nachhaltigkeitskriterien zu errichten. Neue naturnahe Materialien sowie zunehmend beliebte Methoden wie z.B. die Modular-Bauweise können sowohl den CO2-Ausstoss als auch die Bauzeit- und kosten massiv senken. Dabei werden die Komponenten in Fabriken hergestellt und dann vor Ort zusammengesetzt.

    Es geht nicht nur um ESG

    Den Blick auf Neubauten zu verengen, wäre allerdings falsch. Die allermeisten Häuser, in denen wir in den nächsten 50 Jahren leben werden, sind bereits gebaut. Die nachhaltige Sanierung bestehender Gebäude wird darum immer wichtiger. Zwar ist jedes Gebäude anders, trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, mit relativ geringen Kosten spürbare Ergebnisse zu erzielen. Zu den einfachen Massnahmen gehören etwa Änderung der Beleuchtung, , Lüftung und  Dämmung, moderne Wärme- und Wasserversorgung und Photovoltaikanlagen. Greenwashing und Sanierung nur der Mietsteigerung willens sind dabei unbedingt zu vermeiden. Investoren wie Mieter würden dagegen zurecht aufbegehren.

    So wichtig Nachhaltigkeit auch ist, die Attraktivität von Super-Core-Wohnimmobilien liegt ebenso sehr in ihrer finanziellen Sicherheit. Abgesehen vom Bereich Logistik hat sich kein anderes Immobilienmarktsegment in den letzten Jahren als so stabil in Bezug auf Cashflow und Bewertungen erwiesen wie Wohnimmobilien. Die neue Anlageklasse Super-Core ist eine echte Bereicherung für Immobilien-Investoren.

  • SNBS Zertifizierungen in Basel für Nachhaltigkeit

    SNBS Zertifizierungen in Basel für Nachhaltigkeit

    Am 30. März übergab Stefanie Steiner, Projektleiterin der Zertifizierungsorganisation SNBS, das Zertifikat an den Neubau Genossenschaftliches Wohnbauprojekt am Schorenweg in Basel und verdankte die gute Arbeit und Abwicklung der Zertifizierung der Bauherrschaft der Wohnbau-Genossenschaft Nordwest.

    Insbesondere wurde auf die sozialen Werte wie eigener Mehrzweckraum oder Bewohnercafé grossen Wert gelegt. Der SNBS Hochbau ist ein Baustandard, der das Gebäude an sich und den Standort im Kontext seines Umfeldes abdeckt. Er ermöglicht es, die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt gleichermassen und umfassend in Planung, Bau und Betrieb mit einzubeziehen. Voraussetzung hierfür ist die Sicht auf den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie.

    Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt ist der letzte Baustein zur Schliessung einer Baulücke, welche sich durch den Rückbau eines ehemaligen Novartis-Bürogebäudes am Schorenweg ergeben hat. 94 Wohnungen finden in den Baukörpern Platz, die durch ihre durchlässige Struktur und klar definierten Aussenräume und Durchgänge bestechen. Letztere verbinden die unterschiedlichen Nutzungen der öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereiche. Die Dächer nehmen eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von ca. 230’000kWp auf, die Siedlung bezieht den elektrischen Strom als Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV).

    Durch die zentrale Lage nahe dem Bahnhof, auf die Nutzung abgestimmte Anzahl Parkplätze und die zahlreichen Fahrrad-Abstellplätze können die Vorgaben zur Mobilität aus dem Effizienzpfad Energie eingehalten werden. Eine grosszügige Velo-Einstellhalle und zahlreiche oberirdische Abstellplätze animieren zum Einsatz von treibstofffreien Verkehrsmitteln und unterstützen den Nachhaltigkeitsgedanken der Bauherrschaft und des Kantons. Durch die Berücksichtigung der gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekte, welche nebst den energetischen Kriterien bei der SNBS Hochbau Zertifizierung geprüft werden, stellt daher die SNBS Hochbau Zertifizierung eine perfekte Ergänzung zur Minergie-P-ECO-Zertifizierung dar. Als Baustandard ermöglicht es der SNBS Hochbau, die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt umfassend in die Planung, den Bau und den Betrieb miteinzubeziehen.

  • Uneco stellt aus Holz Benzin und Diesel her

    Uneco stellt aus Holz Benzin und Diesel her

    Die in Sursee ansässige Uneco Energie Schweiz AG installiert derzeit eine Pilotanlage zur lokalen Herstellung synthetischer Treibstoffe aus Biomasse. Die Anlage wird auf dem Areal der beiden Buttisholzer Unternehmen Interspan Tschopp und Toma Holz errichtet. Auf dem zweiten Energie-Apéro des Vereins Energie Hub Buttisholz präsentierte Uneco-Verwaltungsratsmitglied Peter Müller das Projekt.

    Die „putinfreie“ Energie, wie Müller die neue Energieform laut eines Berichts der Wochenzeitung „Anzeiger vom Rottal“ beim Energie-Apéro bezeichnete, soll primär aus Holzresten produziert werden. Dem Verfahren liegt den Angaben zufolge die Technologie der sogenannten Thermochemical Carbon Conversion zugrunde. Dabei werden aus Holz, Biomasse und anderen organischen Abfällen die Kraftstoffe Kerosin, Benzin und Diesel gewonnen. Schliesslich kann auch Aktivkohle hergestellt werden. Diese könne von der Baubranche etwa als Isoliermaterial verwendet werden.

    Ende Jahr soll die Pilotanlage in den Testbetrieb gehen. Auch ihre Erweiterung im kommenden Jahr sei bereits angedacht. Mit dieser Pilotanlage will Uneco zeigen, wie nicht fossile Energie aus dem Labor in die lokale Realwirtschaft kommen kann.

    Der Energie-Apéro wird vom Verein Energie Hub Buttisholz veranstaltet. Die Gemeinde will bis 2035 CO2-neutral und damit bei der Energiewende zu einem Leuchtturmprojekt werden.

  • Steinfels Swiss legt Grundstein für neue Fabrik

    Steinfels Swiss legt Grundstein für neue Fabrik

    Steinfels Swiss hat am 30. März den Grundstein für ihren Neubau in Winterthur gelegt, informiert die auf die Produktion von nachhaltigen Kosmetik- und Hygieneprodukten für Detailhandel, Spitäler und Gastronomie spezialisierte Coop-Tochter in einer Mitteilung. „Mit dem Neubau investieren wir in den Produktionsstandort Winterthur und erweitern unser Angebot im Bereich der Kosmetikprodukte“, wird Christian Koch, CEO von Steinfels Swiss, dort zitiert. „So können wir der steigenden Nachfrage nach Kosmetikprodukten, insbesondere nach nachhaltigen Alternativen, gerecht werden.“

    Im neuen Produktionsgebäude will das Unternehmen seine Kosmetikproduktion erneuern und die Produktion von Waschmitteln neu ausrichten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei sollen die internen Warenflüsse automatisiert werden. Das Ende der Bauarbeiten ist für Ende 2023 vorgesehen. Die neuen Produktionsräumlichkeiten bieten Platz für 150 Mitarbeitende.

    Für das Neubauprojekt im Umfang von 35 Millionen Franken hatte Steinfels Swiss das alte Produktionsgebäude einreissen lassen. Der Neubau soll „Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit“ setzen, erklärt das Unternehmen in der Mitteilung. Dabei wird zum einen nach Minergiestandard gebaut. Zum anderen soll ein Grossteil der benötigten elektrischen Energie mit eigenen Photovoltaikanlagen produziert werden. Die für die Produktion benötigte Wärmeenergie wird Steinfels Swiss von den Stadtwerken Winterthur in Form von Abwärme beziehen.

  • Klimaneutral bis 2050

    Klimaneutral bis 2050

    Viele Hausbesitzer können sich eine Sanierung nicht leisten. Mit langfristigen Darlehen sollen nun Bauherren unterstützt werden, die ihre Immobilie klimatauglich machen möchten, aber nicht über ausreichend Finanzmittel verfügen oder ihr Geld lieber in ihr Kerngeschäft investieren. So will es zumindest der Staat. Ob und wie das machbar ist, bleibt noch fraglich. Denn die dafür vorgesehenen Finanzinstitute, wie beispielsweise Banken und Versicherungen, sind an Darlehen mit Laufzeiten über mehr als 30 Jahren kaum interessiert. Der Bund will deshalb als Sicherheitsgarant auftreten. In einem Pilotprojekt in Bern soll nun geprüft werden, ob diese Finanzierungsidee realistisch ist.

    Einen anderen Weg schlägt die Zuger Energeek Group AG vor. «Mit Energeek®, das Solar Panel mit Miete für Sie», bringt sie Menschen dazu, in Solarenergie zu investieren, egal ob mit oder ohne Immobilien- oder Grundbesitz. Energeek stellt die Solarpanels und die Immobilienprojekte. Wer investieren möchte, kann ein oder mehrere Panels online kaufen und diese im Anschluss an eine Projektgesellschaft vermieten. Beim Erwerb profitiert der Käufer sofort auch von der Einmalvergütung (EIV), den Fördergeldern des Bundes für Solaranlagen. Die erworbenen Panels werden in einen grösseren Panelverbund integriert, der nachhaltig Strom erzeugt; der Käufer von diesen Panels wird so zum Stromproduzenten durch erneuerbare Energie mit Recht auf Mieteinnahmen. Ein Mindestmietpreis wird beim Vertragsabschluss garantiert. Mietanpassungen nach oben sind dagegen jederzeit möglich. Beispielsweise wenn der Strompreis mit der Teuerung steigt. Die erworbenen Solar Panels können zudem jederzeit zusammen mit dem Mietvertrag und dem dazugehörenden Mietertrag weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden.

    Ein weiterer grosser Vorteil: damit Solar Panels und die Projekte sehr effizient arbeiten, werden wann immer möglich und ergänzend, zu der fest installierten PV-Fläche, Solar-Tracker eingesetzt. Mit diesen werden die Panels nicht fest installiert, sondern drehen sich nach der Sonne. Das heisst, dass zum Beispiel auch Morgen- und Abendsonne optimal genutzt wird. Oder an einem wolkigen Tag die kleinste Wolkenlücke entdeckt und zur Stromproduktion nutzt. Hierdurch wird eine Produktionssteigerung von zusätzlichen + 63% kWh im Durchschnitt erreicht. Dies im Vergleich zu fest installierten Solar Panels.

    Die Energeek Group AG stellt die Projekte, bei welchen Solar Panels gekauft werden können, jeweils auf ihrer Webseite vor. An welches Projekt die erworbenen Panels vermietet werden sollen, kann der Käufer so selbst bestimmen. Zum Angebot steht zum Beispiel derzeit ein Projekt auf einem Pferdehof und Hotel in den Freibergen. Dort errichtet die Gruppe zusammen mit ihren zertifizierten Partnern auf einer Fläche von geplanten 1’590 Quadratmetern Photovoltaik Systeme und versorgt so die Hotel-Gebäudeinfrastruktur, Nachbarn, Wärmepumpe und E-Ladestation(en) mit Elektrizität. Ein Panel kostet bei diesem Projekt momentan etwas mehr als CHF 900, die jährlichen Mieteinnahmen liegen bei CHF 82,50. Eine ansehnliche Rendite also.
    Weitere Infos auf www.energeek.biz

  • Superblocks machen Städte lebenswerter

    Superblocks machen Städte lebenswerter

    Eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat untersucht, welche Städte das Potenzial zu einer Umgestaltung mithilfe von Superblocks haben. Dieses Mittel der Stadtplanung kann steigender Hitze, Lärm- und Luftverschmutzung und schwindenden Grünflächen durch den Klimawandel oder das Bevölkerungswachstum entgegenwirken. Die Stadtplanung sei dabei zentral, wird Studienautor Sven Eggimann in einer Mitteilung der Empa zitiert: „Die Gestaltung und Verwendung des Strassenraums beeinflusst die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und hat das Potenzial, das Stadtklima erheblich zu verbessern.“

    Vorbild für die Bildung von Superblocks ist Barcelona. Dort werden idealerweise 3 mal 3 Häuserblocks und ihre Innenhöfe zu einem Superblock zusammengefasst. Der Erschliessungsverkehr wird aussenherum geführt, das Innere bleibt gänzlich autofrei. Anstelle von Strassen und Parkplätzen werden Velo- und Fusswege, Grünflächen und Begegnungszonen geschaffen. Ausserdem können hitzereduzierende Massnahmen umgesetzt werden.

    Das Potenzial dieses Städtedesigns ist laut Eggimann deshalb so hoch, weil Strassen in den heutigen urbanen Gebieten einen erheblichen Teil der Gesamtfläche ausmachen. In europäischen Städten seien dies typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent.

    Das Superblock-Potenzial einzelner Städte errechnete Eggimann mit Werten zwischen 1 Prozent und einem Drittel der Strassen. Das grösste Potenzial wiesen Städte wie Mexiko-Stadt, Madrid und Tokio auf. Doch auch Städte, deren Strassen weniger rasterartig angelegt sind als in Barcelona, eignen sich laut Eggimanns Studie für Superblöcke: „Dies birgt die Chance, urbane Quartiere attraktiver zu gestalten, indem man die Menschen und nicht die Fahrzeuge ins Zentrum stellt.“

  • Implenia erhält höchste Bewertung für Nachhaltigkeit

    Implenia erhält höchste Bewertung für Nachhaltigkeit

    Der Baukonzern Implenia hat als erstes Unternehmen des Bau- und Ingenieurwesens die höchstmögliche Bewertung für Nachhaltigkeit erhalten. Der vor allem für das Investment Banking tätige New Yorker Finanzdienstleister MSCI ESG Research erhöhte das Rating von AA auf AAA. MSCI ESG Research bietet Recherchen, Bewertungen und Analysen bezüglich der ESG (Environment, Social, Government)-Leistungen von Unternehmen an.

    „Das MSCI ESG Rating AAA ist für uns eine weitere Bestätigung dafür, dass wir Nachhaltigkeit, einen unserer fünf Unternehmenswerte, im Alltag erfolgreich und zum Nutzen unserer Kunden leben“, wird CEO André Wyss in einer Medienmitteilung zitiert. „Wir entwickeln und bauen in der Schweiz und Deutschland nicht nur nachhaltige Areale, zum Beispiel die 2000 Watt-zertifizierte Lokstadt in Winterthur, sondern begleiten unsere Kunden in der Planung und Realisierung zu allen Fragen nachhaltiger Immobilien und Infrastruktur.“

    Implenia verweist in seiner Mitteilung auf die Anerkennung seines Engagements für Nachhaltigkeit auch durch andere positive externe Bewertungen. So habe unter anderem Ecovadis der Gruppe den Silberstatus verliehen. Ausserdem habe Sustainalytics Implenia 2020 mit „hohen 84 Punkten als Branchen-Leader“ eingestuft.

  • MV Invest intensiviert Nachhaltigkeits-Beratung

    MV Invest intensiviert Nachhaltigkeits-Beratung

    Die MV Invest AG hat die gesamten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Swiss Sustainable Real Estate Index (SSREI) in einer eigenen Gesellschaft, der SSREI AG mit Sitz in Zürich, gebündelt. Der SSREI wurde zur Beurteilung der Nachhaltigkeit des Schweizer Immobilienbestands entwickelt und unterstützt die Eigentümerschaft dabei ihre Immobilien entsprechend den zunehmend verschärften Nachhaltigkeitsanforderungen auszurichten und deren langfristige Werthaltigkeit zu sichern.


    Elvira Bieri, die bereits bei der Konzeption und Einführung des SSREI federführend beteiligt war, konnte als Geschäftsführerin der SSREI AG gewonnen werden und kümmert sich seit dem 1. Januar 2022 zusammen mit Geraldine Hug um alle Belange des SSREI. Elvira Bieri fungiert zudem als Chief Sustainability Officer (CSO) der MV Invest AG.

    Darüber hinaus ergänzt Ulrich Kaluscha das Berater-Team der MV Invest AG. Er wird als Senior Advisor seine langjährige Erfahrung im Produkt- und Investment-Management von direkten und indirekten Immobilien einbringen. Einen besonderen Fokus wird er dabei auf die Integration von Nachhaltigkeits-Themen bei der Strukturierung und der Auswahl von indirekten Immobilienportfolien legen.
    MV Invest Geschäftsführer Roland Vögele sieht weiterhin einen steigenden Bedarf an Nachhaltigkeits-Beratung in der Immobilienbranche. Mit der klaren Positionierung der SSREI AG als Anbieter eines Schweizer Immobilien Nachhaltigkeits-Index und der Erweiterung des MV Invest-Teams um drei auf Nachhaltigkeitsthemen fokussierte Mitarbeiter sei MV Invest nunmehr bestens im Markt aufgestellt.

    Quelle MVInvest www.mvinvest.ch

  • Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Mehr als 360 Jahre prägte die Papierfabrik die Gemeinde Cham und die Region Zug West. Nun entsteht auf dem ehemaligen Industrie-Areal ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden prägende Bestandesbauten mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Die Geschichte wird weitergesponnen und Brücken werden geschlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Mensch und Natur, zwischen Wohnen und Arbeiten. Dabei spielt «Nachhaltigkeit» seit Beginn der Arealentwicklung als gesamtheitliches Thema eine wichtige Rolle. Die Cham Group als Bauherrschaft hatte sich schon früh im Planungsprozess zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt und den Entscheid einer fossilfreien Wärmeversorgung aus Überzeugung und noch vor der Absicht einer Zertifizierung gefasst. Als krönender Abschluss der stetigen Nachhaltigkeits-Bemühungen wurde der Papieri heute als erstes Areal im Kanton Zug das «2000-Watt-Areal»-Zertifikat überreicht. Im Namen des Bundesamtes für Energie dankte Daniel Kellenberger der Cham Group für ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit, nicht nur von Energie- und CO2-Zielen zu reden, sondern diese unter anderem mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal» konkret umzusetzen.

    Null CO2-Emission
    Das Papieri-Areal bietet komplett neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Damit ist es schweizweit ein Pionierprojekt. Praktisch seit Beginn der Arealentwicklung entschied sich die Cham Group, bei der Wärmeerzeugung komplett auf fossile Energieträger zu verzichten, und voll auf die günstigen Standortfaktoren mit Wasserkraft, Erdsondenfeldern und Photovoltaik zu setzen. Highlight des Areals ist das komplett CO2-freie Energiesystem. Die gesamte Energieversorgung auf dem Areal beruht auf 100% erneuerbaren Energien. Erreicht wird dies mittels Erdsonden und einer Flusswasser-Fassung, welche über Wärmepumpen je ein zentrales Wärme- und Kältenetz bedienen. Dank eines ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) mit dem erneuerten Kleinwasserkraftwerk an der Lorze und grossflächigen Photovoltaik-Anlagen von 6’500m2 auf den Neubauten können rund 40% der gesamthaft benötigten Energie vor Ort erzeugt werden. «Zudem werden in praktisch jedem Projekt weitere Aspekte einer umfassenden Nachhaltigkeit ausgelotet, sei es durch «Gebäuderecycling», d.h. intelligente Umnutzung des Bestandes, den Einsatz von CO2-optimierten Konstruktionsprinzipien wie Holzbau, oder durch intelligente Sharing-Angebote im Bereich der Mobilität,» führt Lukas Fehr, Leiter Entwicklung der Cham Group aus.

    Leuchtturm-Charakter für Gemeinde und Kanton
    Schweizweit wurden bisher erst 43 Areale vom Bundesamt für Energie mit diesem Label zertifiziert –
    26 davon als 2000-Watt-Areal «in Entwicklung». Dass der Kanton Zug dabei eine Rolle spielt, freut auch Regierungsrat Florian Weber. «100 Prozent für 2000 Watt: Die Cham Group erschliesst beim Papieri-Areal das neue Zeitalter der umfassenden und nachhaltigen Energiekonzeption für Grossüberbauungen», so der Baudirektor. Als Energiestadt Gold feiert auch die Einwohnergemeinde Cham die Auszeichnung der Papieri als «2000-Watt-Areal». «Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für die Areal-Entwicklung der Cham Group, Ansporn für andere und deckt sich zeitgleich mit dem Engagement der Gemeinde für den Klimaschutz. Schliesslich will Cham verwaltungsintern bereits 2030 klimaneutral werden; bis 2050 sollen sogar für das ganze Gemeindegebiet «Netto-Null»-Treibhausgasemissionen erreicht werden», erklärt Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham. Und Gemeindepräsident Georges Helfenstein ergänzt: «Wir sehen die Entwicklungen auf dem Papieri-Areal als Chance und freuen uns über diese Zertifizierung sowie auf das neue, pulsierende und nun auch zertifiziert nachhaltige Quartier».

    Vermarktungsstart der ersten Büro- und Gewerberäume
    Am 10. Februar 2022 erfolgt auf der Webseite papieri-cham.ch der Vermietungsstart der Laden-, Büro- und Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Objekte der ersten Bauetappe, welche Ende 2022 bezugsbereit sind. Das Papieri-Areal bietet Raum für jedes Businessmodell und unterschiedliche Unternehmensgrössen. Nicht austauschbar und beliebig, sondern nachhaltig, durchdacht und mitten in einem lebendigen Quartier.

  • Wenn der Strom spürbar wird

    Wenn der Strom spürbar wird

    Riccardo Pozzi ist Leiter Energiewirtschaft bei der Primeo Energie AG und für die Beschaffung des Stroms, auch für die Kundinnen und Kunden von EKZ, zuständig. Um den Strompreis zu verstehen, muss man auf die Preise für andere Energieträger schauen. Denn der Strompreis ist eng an diese gekoppelt. Schauen wir uns also den Gaspreis an. Denn er bestimmt aktuell den Strompreis und über ihn ist in den Medien viel zu lesen, zu sehen und zu hören: Er erreicht Rekordwerte. Und eine rasche Preiserholung ist noch nicht in Sicht. «Die Gründe für diesen hohen Gaspreis liegen einerseits darin, dass die Gasspeicher im Sommerhalbjahr nicht gefüllt werden konnten», erklärt Riccardo Pozzi. Bereits damals war der Gaspreis am Steigen. In der Hoffnung auf eine Preiserholung hatte man die alljährliche Füllung der Gasspeicher hinausgeschoben. Zum Abwarten kommt die verzögerte Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 hinzu. Diese wird künftig russisches Gas über die Ostsee direkt nach Deutschland transportieren. Doch politische und rechtliche Themen haben die Inbetriebnahme bis jetzt verzögert. Somit ist die Nachfrage grösser als das Angebot, was den Preis auf dem Markt hochtreibt.

    Abhängigkeit des Strompreises
    Doch was hat der Gaspreis nun mit dem Strompreis zu tun? Der Strom wird auf dem europäischen Strommarkt an verschiedenen Börsen gehandelt. Preisbestimmend dabei ist die teuerste Technologie, die für die Stromproduktion eingesetzt wird. Denn diese Kraftwerke werden in der Reihenfolge ihrer Grenzkosten (variable Kosten) eingesetzt. Und das so lange, bis die Nachfrage gedeckt ist. Das teuerste, eingesetzte Kraftwerk bestimmt somit den Preis. Dieser Mechanismus wird durch die so genannte «Merit Order Curve» ausgedrückt.

    «Momentan bestimmen hauptsächlich Gaskraftwerke den Preis», erklärt der Energiespezialist. Dies erklärt den starken Anstieg des Strompreises. Es gibt aber noch einen weiteren Grund für den Anstieg der Stromkosten: CO2-Zertifikate. Kraftwerke müssen für den CO2-Ausstoss, den sie produzieren, Zertifikate erwerben. Diese werden ebenfalls gehandelt und zum grossen Teil preislich von der EU beeinflusst. Infolge der hochgesteckten Ziele der EU für die Emissionsreduktionen sind die Preise für die CO2-Zertifikate ebenfalls gestiegen.

    Aussichten Strompreis
    «Aktuell spüren noch vertragslose Geschäftskunden am freien Markt, das heisst Kundinnen und Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 100 MWh, den hohen Strompreis stark», erzählt Riccardo Pozzi und ergänzt: «Viele Kundinnen und Kunden haben bis jetzt gehofft, dass die Preise doch noch sinken würden». Da hätten es Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung besser. Denn während bei Geschäftskunden der Strom zum aktuellen Preis eingekauft wird, setzt sich der Preis für Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung aus einem Durchschnitt über zwei Jahre zusammen. «Unsere Kundinnen und Kunden werden den aktuellen Strompreistrend 2023 und 2024 durch einen grösseren Preisanstieg zu spüren bekommen», erklärt Karl Resch, Leiter Regulierungsmanagement und Netzwirtschaft bei EKZ. «Da wir kaum Eigenproduktion in der Schweiz haben und somit von den Marktpreisen abhängig sind, wird unser Preisanstieg etwas grösser ausfallen als derjenige von Energieversorgern, die einen grossen Anteil an Eigenproduktion aufweisen», ergänzt der Experte. Und er sagt: «Diese Unternehmen haben über die Jahre tendenziell höhere Strompreise, die aber nicht so stark schwanken». EKZ gehört auch 2022 zu den günstigsten Stromversorgern der Schweiz. Wie stark sich die Strompreise 2023 erhöhen werden, steht noch nicht fest. Denn die Tarife werden erst im Sommer 2022 bestimmt. EKZ setzt sich jedoch weiterhin dafür ein, die Strompreise so tief wie möglich zu halten.

    Zusammensetzung des Strompreises
    Wenn Sie wissen wollen, wie sich der Strompreis zusammensetzt, lesen Sie den Beitrag auf energie-experten.ch von Claudio Maag, stellvertretender Leiter Netzwirtschaft und Regulierungsmanagement von EKZ.

  • 2. Global Real Estate Run in der Schweiz – Setzen Sie sich in Bewegung!

    2. Global Real Estate Run in der Schweiz – Setzen Sie sich in Bewegung!

    Nach der endlos langen Homeoffice- und Shutdown-Zeit kam der 1. Global Real Estate Run (Impressionen: https://globalrealestaterun.com/socialmediawall) anfangs Jahr wie gerufen, um sich mit Gleichgesinnten mal wieder auszutauschen, aktives Teambuilding zu betreiben nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Umwelt etwas Gutes zu tun: «Rund 1400 Teilnehmende aus 46 Ländern haben den Global Run auf ihre individuellen Bedürfnisse modifiziert», freut sich der Initiant Mario Facchinetti. «Erneut gilt es, in einem Zeitfenster von 24 Stunden sechs Kilometer zu absolvieren: Ob rennen, laufen oder spazieren ist jedem Teilnehmenden freigestellt. Mitmachen kann jeder, kostenlos – auf der ganzen Welt.» Der Lauf ist selbstverständlich 100 Prozent coronakonform. So werden die sechs Kilometer ortsunabhängig auf einer Strecke eigener Wahl absolviert. Für die Teilnahme ist eine Registration auf der Webseite Globalrealestaterun.com notwendig. Danach erhält jeder Teilnehmende Zugang zu einer geogetaggten App, die interaktiv durch den Event begleitet.


    Nachhaltigkeit fördern
    Am Global Real Estate Run nehmen nicht nur Immobilienprofis teil, sondern auch Mietende und Eigentümer. Der «Team-Event der anderen Art» ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern sorgt auf für Gesprächsstoff. Und ganz nebenbei tut man auch etwas Gutes für die Umwelt. Dank der Zusammenarbeit mit Unispace, Key4 by UBS, Immo!Invest, PropTechMarket, Schäppi Grundstücke und «There for Trees» wird neu auch hierzulande ein Baum pro absolvierten Kilometer gepflanzt.. Na denn: Wenn dies nicht genug gute Gründe sind, um sich aktiv für den nächsten Event einzuschreiben und einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Innovation in der Immobilienwirtschaft zu leisten.


    Anmeldung und mehr Informationen: https://globalrealestaterun.com
    Impressionen: https://globalrealestaterun.com/socialmediawall
    Mediakit: https://globalrealestaterun.com/mediakit
    Ansprechperson: Mario Facchinetti, Initiator, mail@globalrealestaterun.com

  • Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim, die Tochtergesellschaft Geocycle und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen gemeinsam die Kreislaufwirtschaft voranbringen, um die Verschmutzung der Meere zu verringern. Zu diesem Zweck haben sie eine Partnerschaft geschlossen.

    Laut einer Medienmitteilung von Holcim konzentriert sich diese strategische Allianz auf die Reduzierung von Plastik- und Meeresmüll in Indien, Mexiko, Marokko und auf den Philippinen. In dortigen Küstengemeinden soll die Abfallbewirtschaftung verbessert werden. Vorgesehen ist auch die Einrichtung von Anlagen zur Materialrückgewinnung. Zudem wollen die Partner Sensibilisierungskampagnen starten und die Tourismus- und Hotelbranche mit einbeziehen.

    Die teilnehmenden Gemeinden sollen in die Sammlung grosser Mengen von Kunststoffen für die Wiederverwertung oder Mitverwertung zur Energiegewinnung eingebunden werden. Das soll Mitarbeitenden Zugang zum legalen Arbeitsmarkt, bessere Löhne und Sozialschutzleistungen verschaffen.

    Holcim hat bereits im vergangenen Jahr mit der GIZ und der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammengearbeitet. Damals überarbeiteten die Organisationen gemeinsam den Leitfaden zur Verwertung von Abfällen in der Zementproduktion. Sie gälten der Abfall- und Zementbranche als Referenzdokument für eine sichere und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung.

  • Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Das Dübendorfer Urban Energy Systems-Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat Massnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase der 1,8 Millionen Gebäude im Land erarbeitet. Das Labor wolle aufzeigen, welches die passenden Schritte sind und in welcher Reihenfolge sie sinnvollerweise unternommen werden sollten, heisst es in einer Mitteilung. Ziel ist eine entscheidende Absenkung des CO2-Ausstosses für Heizen und Kühlen, um das Netto-Null-Ziel der Schweiz bis 2050 zu erreichen. Denn ginge die ökologische Sanierung des Gebäudebestands im augenblicklichen Tempo voran, würde dies noch 100 Jahre dauern, rechnet die Empa vor.

    Unter der Leitung von Kristine Orehounig teilten die Forschenden mittels des Datenschürfens alle Wohn- und Gewerbegebäude der Schweiz je nach Baujahr, Heizungstyp, Lage und Anzahl der Nutzenden in über 100 Archetypen ein. Anschliessend wurden alle auf ihre Eignung für Photovoltaik und den Anschluss an ein Wärmenetz geprüft.

    Diese Sortierarbeit habe laut Empa ergeben, dass es sich lohne, die Erneuerung von Dächern und Fenstern älterer Gebäude besonders rasch anzugehen. Darauf solle die Sanierung von Heizanlagen bei fast allen Haustypen folgen. Wichtig sei es, fossile Brennstoffe so rasch wie möglich durch Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden zu ersetzen. Das Forschungsteam empfiehlt Wärmeerzeugung durch Wärmepumpen und Biomasseheizungen. „Wenn die vorgeschlagenen Massnahmen ergriffen werden“, glaubt Kristine Orehounig, „können die Treibhausemissionen im bestehenden Gebäudepark der Schweiz um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden“.

  • Kompotoi ist Finalist bei Swiss Excellence Produkt Award

    Kompotoi ist Finalist bei Swiss Excellence Produkt Award

    Kompotoi befindet sich unter den sechs Finalisten für den Swiss Excellence Produkt Award 2021. Das hat Swiss Excellence jetzt mitgeteilt. Das Zürcher Start-up überzeugte die Jury mit seinen mobilen und auf Nachhaltigkeit fokussierten Komposttoiletten. Die Preisverleihung findet am 16. September im Technopark Winterthur statt. Mit dem Swiss Excellence Produkt Award leistet die Swiss Excellence Stiftung eigenen Angaben zufolge einen Beitrag zur Förderung des Unternehmertums sowie des Technologie- und Innovationsstandortes Schweiz.

    Kompotoi bietet eigenen Angaben zufolge eine „schöne, benutzerfreundliche und nachhaltige Alternative“ zu den herkömmlichen Toilettenhäuschen. Sie seien „absolut geruchsfrei“ und werden „in Schweizer Handarbeit“ aus Holz gefertigt. Sie kommen ohne Plastik, Chemie, Strom und Spülwasser aus. „Wir haben für den Bereich der mobilen Toiletten eine bessere Lösung entwickelt als die herkömmliche. Sie ist einfach und einleuchtend. Deshalb sind die Kunden begeistert von unserem Produkt“, so Kompotoi in seiner Präsentation für den Green Business Award, für den das Unternehmen ebenfalls nominiert ist.

    Stattdessen werden die gesammelten Reststoffe durch eine kombinierte Verfahrenstechnik von Fermentation und Kompostierung in stabile Humuserde umgewandelt. „In einem Kilo Kompost wird durchschnittlich 0,2 kg CO2 gespeichert“, so Kompotoi auf die Frage nach dem Umweltnutzen ihres Produkts. „Kompotoi produzierte 2019 rund 100 Tonnen Kompost, das sind circa 20’000 Kilogramm gespeichertes CO2. Wenn alle mobilen Toiletten der Schweiz als Komposttoiletten betrieben würden, könnten so 13‘200 Tonnen CO2 nachhaltig in den Böden gespeichert werden.“

    Kompotoi vermietet seine Holztoiletten etwa für grössere Festivals. Das Unternehmen plant aber auch Anlagen im öffentlichen Bereich oder für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Ausserdem verkauft Kompotoi Toilettenlösungen für Gartenhäuser, Jagd- und Alphütten.

    Mit Kompotoi bewerben sich weitere zwei Start-ups um den Swiss Excellence Produkt Award: Hivewatch und Smartbreed. In der Kategorie KMU sind ebenfalls drei Unternehmen nominiert: Advanced Osteotomy Tools – AOT AG, Qumea und Rheonics. Alle Start-up-Finalisten werden bereits mit einem dreijährigen Coaching des Start-up-Förderers genisuisse unterstützt.

  • Kanton Zürich bekämpft Überwärmung des Siedlungsraums

    Kanton Zürich bekämpft Überwärmung des Siedlungsraums

    Der Kanton Zürich will die Hitzebelastung im Siedlungsraum des Kantons mindern. Dazu stellt der Kanton eine neue Internetseite mit dem Namen Hitze im Siedlungsraum zur Verfügung, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Die Seite bietet ein interaktives Werkzeug an, mit dem die aktuelle Klimasituation für ein beliebiges Areal analysiert werden kann. Für allfällige Weiterentwicklungen des gewählten Areals hält die Website zudem Empfehlungen und konkrete Massnahmen gegen eine Überwärmung bereit.

    Darüber hinaus werden auf dem neue Internetauftritt Beispiele für eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung vorgestellt. Dabei werden 18 mögliche Massnahmen gezeigt, mit denen die klimatische Situation bei Städtebau, Gebäuden und Freiräumen verbessert werden kann.

    Weiterhin stellt der Kanton eine digitale Anwendung zur Verfügung, mit der Messdaten zur Lufttemperatur von rund 50 Standorten im Kanton untersucht und visualisiert werden, erläutert die Kantonsverwaltung. Dazu stützt sich die Anwendung auf ein vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft bereits seit zwei Jahren betriebene Messnetz. Das digitale Werkzeug soll zur besseren Analyse von Hitzewellen und der Wirkung städtebaulicher Massnahmen zur Hitzeminderung beitragen.

  • Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden will die Nachfrage nach Recyclingbaustoffen erhöhen. Wie der Kanton jetzt mitteilt, hat er zu diesem Zweck zusammen mit dem Verband der Bündner Beton- und Kiesindustrie eine Broschüre erarbeitet. Sie soll Projektentwickelnden und Bauherrschaften die Möglichkeiten der Verwendung wiederaufbereiteter Baustoffe aufzeigen.

    Pro Jahr würden auf den 42 Aufbereitungsplätzen im Kanton Graubünden etwa 250’000 Kubikmeter mineralischer Bauabfälle angeliefert. Das entspreche etwa dem Volumen von 1300 Einfamilienhäusern. Wie der Kanton in seiner Mitteilung weiter ausführt, werde Betonabbruch bereits gut wiederverwertet und in neuen Betonkonstruktionen eingesetzt.

    Doch würden Mischabbruch und Strassenbelag oft noch nicht in gleichwertige Kreislaufanwendungen zurückgeführt, sondern lose etwa in Fundamenten verwendet oder auf Deponien abgelagert. Das sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Deshalb sehe auch die von der Regierung verabschiedete Botschaft zum Aktionsplan Green Deal Massnahmen zur Schliessung von Materialkreisläufen und zur Steigerung des Baustoffrecyclings vor.

    Was oft fehle, sei die Nachfrage nach diesen zurückgewonnenen Baumaterialien. Dabei lägen sie preislich mit den Primärmaterialien gleichauf. Zudem böten sie den Mehrwert einer nachhaltigen Ressourcennutzung. Jedoch werde häufig übersehen, dass auch Baustoffe mit CO2 belastet seien. Die nun vorgelegte Broschüre zeige „für alle denkbaren Anwendungen im Hoch- und Tiefbau auf, welche Recyclingprodukte angewendet werden können“.

  • Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Die Studie „Bereit für den Klimawandel?“ der Hochschule Luzern (HSLU) will Bauherrinnen und Bauherren dafür sensibilisieren, klimagerecht zu bauen. Aber auch Käuferinnen und Mietern soll sie eine Hilfestellung zur Bewertung einer Immobilie geben.

    Die Studie legt nahe, dass dabei künftig nicht nur Wärme-, sondern auch Kühlkonzepte berücksichtigt werden müssen. „Noch immer richtet sich die Architektur der Schweiz zu sehr darauf, Wohnungen im Winter angenehm und energieeffizient zu machen“, wird Gianrico Settembrini vom Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung zitiert. Entscheidend sei jedoch, dass Gebäude mit Klimadaten der Zukunft geplant würden und nicht wie heute mit solchen, die auf vergangenen Werten beruhen.

    Der Gebäudepark verbrauche rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs der Schweiz, führt die HSLU weiter aus. Dieser müsse weiter gesenkt werden. Würde jedoch ein vermehrter Einsatz von Klimageräten nötig, drohe dieser Wert stattdessen noch zu steigen. „Der Einsatz von Kühl- oder Klimageräten soll vermieden werden, technische Lösungen dürfen erst zum Zug kommen, wenn die passiven Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, so Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie. Es hat diese Studie finanziell unterstützt.

    Insgesamt identifizierte das Studienteam elf Parameter, die einen Einfluss auf den Energieverbrauch sowie die thermische und visuelle Behaglichkeit eines Wohnraums haben. Diese Parameter wie Eigenschaften der Fenster, Sonnenschutz- und Beschattungselemente wurden in einem für das Mittelland typischen Referenzgebäude in Basel-Binningen simuliert.

    Einen Leitfaden für Planende stellt die HSLU online zum Herunterladen bereit. Um den Niederschlag verfügbarer Erkenntnisse in der neuen Architektur zu beschleunigen, bringt die Hochschule im September mit dem dreitägigen Weiterbildungskurs „Bauen im Klimawandel – Wirksame Massnahmen für Bauherrschaften und Planende“ auch Fachleute auf den neuesten Stand.

  • Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Eine Forschungsgruppe der Hochschule für Life Sciences (HLS) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gibt Entwarnung: Ihre Tests belegen, dass das in den neuartigen Perowskit-Solarzellen enthaltene Blei auch bei eventuellen Wetterschäden ebensowenig ausgewaschen wird wie alle anderen funktionellen Metalle. Die Zellen konnten Regenwasser- und Hageltests standhalten, ohne dass sich die Metallkonzentration im Regenwasser merklich erhöht hat.

    Voraussetzung für ein geringes Umweltrisiko ist, dass die Solarzellen nach kommerziellem Standard eingepackt sind. Doch „selbst mit schlechter Verpackung wurden über mehrere Monate nur 5 bis 10 Prozent des Gesamtbleigehalts im Regenwasser gemessen“, wird HLS-Doktorand Felix Schmidt in einem Bericht der FHNW zitiert. „Aktuell sehen wir wenig Grund zur Sorge, was die möglichen Umweltauswirkungen von Blei angeht.“ Jedoch müsse dieses sensible Thema bezüglich der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Technologie transparent kommuniziert werden.

    Perwoskit-Solarzellen gelten als die Zukunft der Photovoltaik. Enorme Fortschritte in der Forschung konnten ihren Wirkungsgrad in den vergangenen Jahren von zunächst 3 auf inzwischen fast 30 Prozent anheben. Damit liegt er knapp über dem der traditionellen Silizium-Zellen.

    Perowskit ist der Sammelbegriff für neuartige Materialen, deren Kristallstruktur dem ebenfalls Perowskit genannten natürlichen Mineral gleicht. Perowskite absorbieren Licht besonders effizient und leiten den gewonnenen Strom gut ab. Dabei sind sie sowohl kostengünstig als auch einfach in der Herstellung und Verarbeitung. In der Schweiz laufen unter anderem zwei Nationale Forschungsprogramme. Sie sollen die schnelle Einführung dieser disruptiven Technologie fördern.

    Nun müsse man sich Gedanken machen, „was mit den Solarzellen am Ende ihrer Lebensdauer passiert“, so Schmidt weiter. „Deshalb entwickeln wir aktuell Möglichkeiten, um Blei vollständig aus alten Zellen zu gewinnen und dieses wieder in neuen Zellen zu verwerten.“

  • Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Mit seiner Bodenstrategie Schweiz will der Bundesrat dem weiteren Verlust von Boden durch Bodentätigkeit, Erosion oder Schadstoffe entgegenwirken. Das Kernanliegen ist es, dass in der Schweiz bis 2050 netto kein Boden mehr verlorengeht. Das soeben vom Bundesamt für Raumentwicklung in der Reihe „Forum Raumentwicklung“ veröffentlichte Heft mit dem Titel „Mit dem Boden nachhaltig umgehen – die Verantwortung der Raumentwicklung“ zeigt auf, wie es gelingen kann, den Boden langfristig zu erhalten.

    Dass dies mit dem ebenfalls erklärten Netto-Null-Ziel für CO2-Emissionen einhergeht, sei kein Zufall, so Damian Jerjen, Direktor des Verbands für Raumplanung EspaceSuisse, in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung: „Die Raumplanung steht in der Verantwortung, ihre Instrumente für den Klimaschutz zu nutzen und so auch den Boden zu schützen.“ Denn diese müssten zum einen einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zum anderen würden sie helfen, sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen.

    In dem Heft fordert Adèle Thorens Goumaz, Ständerätin (Grüne/VD) und Expertin für Biodiversität, ein grösseres Fachwissen über die Bodenqualität zu entwickeln. Dabei stelle die dezentrale Entscheidungsstruktur ein Hindernis für ein nachhaltiges Bodenmanagement dar. In einem Interview schlägt sie vor, sich zunächst über die Landwirtschaft der Zukunft einig zu werden. „Erst dann sollten wir an der Raumplanung arbeiten, nicht umgekehrt.“

    Eine ebenfalls im Heft enthaltene Reportage schildert die Renaturierungsarbeiten nach Abschluss der Bauarbeiten am Ceneri-Basistunnel. Dort gelangen enorme Massen an Erde wieder in ihre ursprüngliche Parzelle zurück. Sie werden zu fruchtbarem Boden aufgebaut und können nach wenigen Jahren für den Gemüseanbau genutzt werden.

    Das Heft kann schriftlich und kostenpflichtig beim Berner Bundesamt für Bauten und Logistik bestellt werden. Um Audiobeiträge und Fotostrecken angereichert ist es auch online und gratis verfügbar.

  • Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Die ARGE EvoREC hat eine neue Recycling-Aufbereitungsanlage für Baustoffe in Oberdorf in Betrieb genommen. Diese soll Beton- und Mischabbruch aus der Region in hochwertige neue Baustoffe verwandeln, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Konkret soll beispielsweise Beton- und Mischgranulat in unterschiedlichen Korngrössen, Gesteinszusammensetzungen und mit verschiedenen Eigenschaften entstehen.

    ARGE EvoREC, eine Tochtergesellschaft der Zürcher Holcim Kies und Beton AG und der Nidwaldner Zimmermann Umweltlogistik AG, will mit der Anlage die Kreislaufwirtschaft im Bausektor fördern. Ein Grossteil der rezyklierten Gesteinskörnung wird direkt vor Ort im Holcim-Werk Aennerberg für die Produktion von Recycling-Beton verwendet. Damit werde der Stoffkreislauf geschlossen.

    Laut Reto Zimmermann, CEO der Zimmermann Umweltlogistik AG, ist die neue Anlage nicht nur ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, sondern auch zur Region. „Wir nehmen Beton- und Mischabbruch aus dem Markt Nidwalden entgegen und bereiten ihn zu Granulat für die lokale Produktion von Beton auf – mit dem wiederum neue, nachhaltige Bauwerke in der Region entstehen können“, wird er in der Mitteilung zitiert.

  • Urban Land Institute hat neuen Vorsitzenden

    Urban Land Institute hat neuen Vorsitzenden

    Jürgen Marc Volm hat als neuer Vorsitzender des Urban Land Institute (ULI) Schweiz seine zweijährige Amtszeit angetreten. Er folgt auf Birgit Werner. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, hat sie die Mitgliederzahl steigern und die Aktivitäten deutlich erhöhen können.

    Sie erkennt an, dass sich Volms „Passion für Immobilien“ in seiner Karriere widerspiegle, „in der er akademisches Know-how mit dem erfolgreichen Aufbau eines Unternehmens verbunden hat. Er ist eine Bereicherung für uns, da wir weiter wachsen und Kontakte zu aktuellen und zukünftigen Branchenführern stärken möchten.“

    Neben seiner Tätigkeit als Partner und Vorstandsmitglied der im Technopark Zürich ansässigen pom+ Consulting AG ist Volm auch Programmleiter des Masterstudiengangs Internationales Projektmanagement an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT). Als Master of Engineering in International Project Management der HFT Stuttgart und Master of Business Administration der Liverpool John Moores-Universität verfüge der diplomierte Bauingenieur über ein umfangreiches betriebswirtschaftliches Wissen.

    Nach eigener Auskunft steht für ihn als Vorsitzender im Fokus, die Nachhaltigkeitsdebatte nach den sogenannten ESG (Environmental, Social, Governance)-Kriterien zu fördern, „insbesondere in Bezug auf die Bereiche Kreislaufwirtschaft und soziale Verantwortung“. Darüber hinaus wolle er den ULI UrbanPlan an Schweizer Schulen und Universitäten einführen. Dabei erhalten die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zur Stadterneuerung. Ausserdem plane er ein ULI NEXT-Programm. Es soll die kommende Generation von Führungskräften im Alter zwischen 35 und 45 Jahren in der DACH-Region miteinander verbinden.

    „Das ULI Schweiz hat sich in der DACH-Region schnell entwickelt“, so Marnix Galle, Vorsitzender des ULI Europe. „Und wir freuen uns auf die nächste Wachstumsphase unter Jürgens Leitung. Er wird die ULI-Plattform nutzen, um die Zukunft der gebauten Umwelt in den Schweizer Gemeinden mitzugestalten und eine neue Generation von Immobilienexperten zu inspirieren.“

  • UBS und Baloise schaffen Ökosystem für Immobilien

    UBS und Baloise schaffen Ökosystem für Immobilien

    Die Grossbank UBS und der Basler Versicherer Baloise gehen eine strategische Partnerschaft ein. Gemäss fast gleichlautender Medienmitteilungen planen beide, ihre jeweiligen Lösungen und Dienstleistungen für Immobilienbesitzende zusammenzulegen.

    Aus den Hypothekenplattformen Atrium und key4 der UBS und Home von Baloise soll das gemeinsame Ökosystem Home & Living entstehen, das die Wohn- und Alltagsbedürfnisse ihrer Kundschaft breit abdeckt. Zudem beabsichtigen die Partner, bereits bestehende und etwaige Firmenbeteiligungen beider Unternehmen mit einzubeziehen. Darüber hinaus äussern sie auch die Absicht, auch die Angebote verschiedener Jungfirmen zu integrieren.

    „Die Baloise hat in den letzten Jahren stark in den Ausbau ihres Ökosystems Home investiert“, wird Yannick Hasler, Leiter Privatkundengeschäft Baloise Schweiz, zitiert. „Mit den Kooperationen sowie Beteiligungen an innovativen Schweizer Start-ups wie Houzy, Devis, MOVU, Bubble Box oder Batmaid wurde der Grundstein für ein Dienstleistungsnetzwerk gelegt, welches das alltägliche Leben unserer Kunden einfacher macht.“

    Die UBS habe in der Schweiz mit Atrium und key4 die Basis ihres Plattformgeschäfts gelegt, so Sabine Magri, COO der UBS Switzerland AG. „Der kontinuierliche Ausbau durch Partnerschaften mit und Beteiligungen an innovativen Jungunternehmen und Vermittlern ist zentral bei der Weiterentwicklung unseres Ökosystems. Die geplante strategische Partnerschaft mit Baloise ist komplementär, wir können uns hervorragend ergänzen.“

  • E-Mobilitätspaket soll Bauherren ansprechen

    E-Mobilitätspaket soll Bauherren ansprechen

    Das Energieversorgungsunternehmen Primeo Energie mit Sitz in Münchenstein BL, die Liestaler Energieversorgerin Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) und die Carsharing-Anbieterin Mobility mit Sitz in Rotkreuz haben sich zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Produkt rund um Elektromobilität anzubieten. Mit einem neuen E-Mobilitätspaket für grössere Bauprojekte soll es für Bauherren leichter werden, Wohnungskäufern und -mietern ein Angebot im Bereich der E-Mobilität unterbreiten zu können, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Primeo Energie, EBL und Mobility stellen bereits elektrifizierte Fahrzeuge wie Renault Zoe, den ID.3 und das Tesla Model 3 an verschiedenen Standorten zur Verfügung und versorgen die Fahrzeuge über ihre Lade-Infrastruktur mit 100 Prozent erneuerbarer Energie. Inhaber eines Mobility-Abos können die E-Autos schweizweit nutzen.

    Mit dem E-Mobilitätspaket für grössere Bauprojekte sollen Investoren, Planer und Architekten grösserer Bauprojekte leichteren Zugang zu dem Angebot erhalten und dazu beitragen, dass mehr Menschen in Wohnquartieren auf Elektromobilität zurückgreifen. Dort wollen Primeo Energie, EBL und Mobility ihr ZEV-Modell weiter ausbauen, ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Dabei werde vor Ort klimafreundliche Sonnenergie produziert und genutzt. ko

  • FenX überzeugt mit nachhaltigem Dämmstoff

    FenX überzeugt mit nachhaltigem Dämmstoff

    Die FenX AG hat sich im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 2,7 Millionen Franken gesichert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.  Zu den Investoren gehören unter anderem die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site, die Zürcher Kantonalbank sowie das auf simulationsbasierte Planungen spezialisierte Unternehmen CADFEM International.

    FenX AG hat eine patentierte Technologie entwickelt, mit der Industrieabfälle durch ein kostengünstiges Schaumverfahren bei Raumtemperatur in Dämmplatten verwandelt werden können. Die so hergestellten Dämmplatten weisen laut der Mitteilung gute Isolationseigenschaften und eine hohe mechanische Festigkeit auf. Sie sind nicht brennbar und verursachen fast keinen CO2-Ausstoss.

    Mit den frischen Mitteln will FenX einerseits weiter in die Forschung und Entwicklung investieren. Andererseits will das Unternehmen seine erste Produktionsanlage aufbauen und den Markteintritt vorbereiten. Das langfristige Ziel von FenX ist es, weltweit wiederverwertbare Baumaterialien herzustellen. Die Produktion soll dabei dezentral aus lokal verfügbaren Ressourcen erfolgen.

    FenX wurde 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliedert. Hinter dem Unternehmen stehen Forschende aus dem Labor für komplexe Materialien der ETH.

  • Kokosfasern werden zu Baumaterial

    Kokosfasern werden zu Baumaterial

    Bereits 2014 habe das Institut für Werkstoffe und Holztechnologie (IWH) an der Berner Fachhochschule (BFH) ein Forschungsprojekt begonnen, bei dem günstiges und nachhaltiges Baumaterial an Kokosfasern entwickelt werden sollte, informiert die BFH in einer Mitteilung.  Die dabei gewonnen Erfahrungen werden von Michail Kyriazopoulos in einer Ausgründung der BFH weiterentwickelt. Der ehemalige Student und wissenschaftliche Mitarbeiter am IWH hat zusammen  mit Daniel Dinizo das Jungunternehmen NaturLoop gegründet.

    Als erstes Produkt hat NaturLoop eine aus Kokosfasern hergestellte Bauplatte lanciert. Für ihre Herstellung werden Ernteabfälle philippinischer Kokosnussbauern verwertet. „Mit Cocoboard bieten wir eine nachhaltige, günstige und lokale Alternative zu den herkömmlichen Baumaterialien“, wird Kyriazopoulos in der Mitteilung zitiert. Als nächstes steht bei NaturLoop die Eröffnung einer Produktionsanlage auf den Philippinen auf dem Programm.

    Die Produkte des Berner Jungunternehmens sollen die Abhängigkeit der Philippinen von importierten Baumaterialien verringern. Der Verkauf der Kokosnussfasern bietet den einheimischen Kokosnussbauern zudem eine zusätzliche Einnahmequelle. „Als Technologie-Dienstleister wollen wir komplette Lösungen zur Entwicklung nachhaltiger, natürlicher Biokomposite, hergestellt aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten, anbieten“, meint NaturLoop-CEO  Dinizio. Für ihn bedeute Nachhaltigkeit, „die gegenseitige Abhängigkeit von Natur und Mensch zu berücksichtigen.“

  • Siloxene bietet „Wundermaterial“ für chemische Industrie

    Siloxene bietet „Wundermaterial“ für chemische Industrie

    Matthias Koebel hat nach einer erfolgreichen Forscherkarriere an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ein eigenes Start-up namens Siloxene gegründet. Mit diesem will er einen multifunktionalen Materialbaustein vermarkten, den er während seiner Zeit an der Empa entdeckt und erforscht hat.

    In einer Medienmitteilung bezeichnet die Empa die Entwicklung als ein „Wundermaterial“ für die chemische Industrie. Konkret handelt es sich um einen siliziumbasierten, molekularen Hybridbaustoff, der nur etwa ein Nanometer gross ist. Mit dem Material lassen sich die Eigenschaften von Klebstoffen, Beschichtungen oder Füllstoffen je nach Produkt und Kundenwunsch verbessern. So können Beschichtungen beispielsweise kratzresistenter gemacht werden oder Klebstoffe eine kürzere Aushärtungszeit bekommen. Die Empa vergleicht das Material auch mit der Genschere Crispr/Cas, welche mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet wurde. Mit dieser lassen sich genetisch bedingte Krankheiten heilen.

    Mit seinem neuen Start-up, das seinen Sitz in Dübendorf hat, richtet sich Koebel in erster Linie an Unternehmen in der Kunststoffverarbeitung, der Klebstoff- oder Dichtstoffherstellung und der Baustoffindustrie. „Hier sind die regulatorischen Hürden nicht so hoch und wir können relativ einfach mit den Firmen ihre Produkte und Prozesse optimieren“, erklärt er in der Mitteilung.

    Derzeit konzentriert sich Koebel auf den Ausbau seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung und auf die Kundengewinnung. Sein Makromolekül will er zunächst von einem Lohnfertiger produzieren lassen. „Langfristig möchte ich aber eine eigene Produktion aufbauen“,  betont er.

  • Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag erweitert sein Angebot um eine 3D-Drucklösung für Betonelemente. Das Unternehmen mit Sitz in Delémont setzt seit Ende September einen Roboter ein, der den 3D-Druck im Betonspritzverfahren ermöglicht. Die Betonelemente können damit in der Vorfertigung massgeschneidert werden. Die Lösung erlaube die Verwendung von Rohstoffen aus lokaler Produktion, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Zudem könne der CO2-Ausstoss um 30 Prozent gesenkt werden. „Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, dringende Aufträge anzunehmen und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren, sodass wir den Anforderungen der Baustellen gerecht werden“, wird Cédric Theubet, Betriebsleiter von Matériaux Sabag, in der Mitteilung zitiert.

    Der jurassische Spezialist für Baumaterialien verwendet damit als erstes Unternehmen in der Schweiz diese Lösung von Mobbot. Das Start-up aus Freiburg i.Ue. entwickelt Roboterplattformen für den 3D-Betondruck. Sein 3D-Druck von Betonteilen erlaubt den Verzicht auf Verschalungen und verringert die nötige Handarbeit. Mobbot wurde 2018 on Agnès Petit gegründet und hat heute elf Mitarbeitende.

  • Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.

    Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.

    Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.

    „Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.

    Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen. 

  • Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Aufgrund der aktuellen Situation und den Massnahmen, gibt es in städtischen und industriellen Gebieten einen Rückgang des Stromverbrauchs von 10 bis 20 Prozent pro Tag. In den Tourismusregionen sogar zwischen 30 und 50 Prozent. Am Wochenende und nachts sind die Rückgänge aber geringer. Zudem verschob sich der höchste Stromverbrauch von der Mittagszeit auf 19 und 20 Uhr.