Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Energy Savers werben für Energieeffizienz

    Energy Savers werben für Energieeffizienz

    Die Allianz von Stadtwerken, Swisspower, die Services industriels de Genève (SIG) und das Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie haben eine neue Plattform lanciert. Energy Savers soll die Energieeffizienz steigern, „indem sie die Akteure der Energiebranche, der Wirtschaft und der Verbände zusammenführt und konkrete Projekte unterstützt“, erläutert Swisspower in einer entsprechenden Mitteilung. Als primäre Zielgruppe werden dort Energieversorger sowie lokale und regionale Behörden genannt.

    „Nur mit einer Senkung unseres Verbrauchs können wir eine sichere Versorgung gewährleisten und unsere Klimaziele erreichen“, wird Benoît Revaz in der Mitteilung zitiert. Nach Ansicht des Direktors des Bundesamtes für Energie gibt es hier in der Schweiz noch viel Luft nach oben: „Im Wohnen, in der Mobilität, aber auch in den Unternehmen liegt dieses Potenzial mindestens bei 30 Prozent.“

    Die erst vor kurzem freigeschaltete Plattform verzeichne bereits einen starken Zuwachs an Mitgliedern, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Weitere Interessierte sind eingeladen, sich direkt auf der Plattform anzumelden oder ein Gespräch mit den Betreibern zu vereinbaren.

    Die Energy Savers arbeiten auf die Verringerung der Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energien und die Vermeidung von Treibhausgasemissionen hin. Dazu werden in der Mitteilung drei strategische Ziele definiert. So soll zum einen dem Energiesparen zu einem höheren Stellenwert verholfen werden. Zum anderen machen sich die Energy Savers für mehr Investitionen in Energieeffizienz und eine bessere Ausschöpfung von Energieeffizienzpotenzialen stark. Als drittes Ziel wird in der Mitteilung die Verbreitung von Erfolgsgeschichten genannt.

  • Vertina Anlagestiftung erfolgreich gestartet

    Vertina Anlagestiftung erfolgreich gestartet

    Durch den Aufbau eines Portfolios mit neuwertigen Wohnimmobilien setzt die Stiftung auf höchste Nachhaltigkeit . Sie hat das Wissen und die Erfahrung, um renditestarke Immobilien und Verantwortung für die Umwelt zu verbinden.  

    Die Stiftung wurde durch die Markstein Advisory AG lanciert, welche für verschiedene Investitionsgefässe zeichnet. Sie ist für die ganzheitliche Geschäftsführung und das Portfolio verantwortlich, als Geschäftsführer konnte Pierluigi Cannoletta gewonnen werden. Zuvor war der studierte Architekt und Bauökonom mit einem MAS in Real Estate (CUREM) UZH während 10 Jahren bei Anlagestiftungen tätig und verfügt über 40 Jahre Erfahrung im Immobilienbereich.  

    Die Stiftung konnte bereits drei Akquisitionen in der Stadt Zürich, in Bachenbülach und in Oftringen abschliessen. Zwei weitere Projekteinkäufe sind terminiert und werden bis Ende August 2022 beurkundet. Damit ist das Kapital der Erstemission vollständig investiert respektive für den Bau der Projekte disponiert.  

    Für weiteres Wachstum ist die Anlagestiftung bereits an der Vorbereitung einer Kapitalerhöhung.

  • The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert 

    The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert 

    Seit 12 Jahren ist die Minergie- und LEED-Zertifizierung fester Bestandteil von Planung und Bau beim Circle. Unter Beisein von Christian Appert, CEO Amstein + Walthert AG, Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG, Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer, Flughafen Zürich AG, Giorgio Engeli, Head Real Estate Portfolio Management Schweiz, Swiss Life Asset Managers, und Stefan Feldmann, Head The Circle, Flughafen Zürich AG, feierte das Team um The Circle am Montag, 27. Juni 2022, nun das erreichte Ziel. 

    Schön, funktional, klimaoptimiert 
    Mit seinen gut 200’000 m2 Energiebezugsfläche machte der Circle im Jahre der provisorischen Zertifizierung 6% der zertifizierten Minergie-Fläche aus, war aber nur eines von rund 1’900 Gebäuden. Dies zeigt die Grösse und Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Baus im Schweizer Kontext auf. Der Circle ist das grösste Minergie-zertifizierte Gebäude in der Schweiz. Das Minergie-Zertifikat bedeute, so Regierungsrat Marc Mächler, dass – zusätzlich zu allen anderen Ansprüchen und Nutzungen – das Gebäude auch klimaoptimiert sei. Klimaoptimiert heisse, «dass dieses Gebäude möglichst den Klimawandel nicht noch beschleunigt und sorgsam mit Ressourcen umgeht. Es ist effizient und funktioniert statt mit fossiler Energie beinahe vollständig mit erneuerbarer Energie.» 

    Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen der Minergie-Zertifizierungsstelle und den Verantwortlichen des Circles konnten auch die hohen Anforderungen des Minergie-Qualitätslabels an Gebäudehülle und Lüftung erfüllt werden. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, freut sich, dass das Resultat schliesslich allen zu Gute kommt: «Gerade bei den heutigen Energiepreisen lohnt sich jede eingesparte Kilowattstunde Energie – und zwar nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell». 

    In die Energiezukunft mit Netto-Null 
    Mit dem führenden Schweizer Gebäudelabel Minergie wurden seit 1998 dank über 53’000 Minergie-Gebäuden mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 und 67 Mio. Megawattstunden Energie eingespart, im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen. Minergie zertifiziert pro Jahr ca. 3 Mio. m2 Energiebezugsfläche. In enger Abstimmung mit den Kantonen geht Minergie stets voran und ist so Vorreiter der kantonalen Energiegesetze. Dieses Zusammenspiel funktioniert seit Beginn und geht erfolgreich weiter. Aktuell schaut Minergie erstens sehr genau auf die verbaute Energie und die Treibhausgasemissionen in der Erstellung eines Gebäudes. Und zweitens strebt Minergie eine Verbesserung der Betriebsphase an: Umfangreiche, digitalisierte Gebäude-Daten dienen dazu, die Energieflüsse im Betrieb zu messen, um dann auf Basis des Monitorings wo nötig eine Betriebsoptimierung vorzunehmen. Seit Jahren fossilfrei im Betrieb, – auch bei Modernisierungen – bewegt sich Minergie so immer mehr in Richtung Netto-Null. Der Standard Minergie-A-ECO kommt dem Schweizer Netto-Null-Gebäude am nächsten. 

  • Ökologisch wohnen – auch im Mehrfamilienhaus

    Ökologisch wohnen – auch im Mehrfamilienhaus

    Geblendet von der Sonne blickt Bernard Illi unter seiner Schiebermütze hervor über die Feldbreite in Emmen: «1943 initiierte der Patron Alfred Friedrich Schindler hier selbst das Schindler-Dörfli.» Das soziale Wohnbauprojekt ermöglichte es seinen Angestellten, zu äusserst günstigen Konditionen Wohneigentum zu erwerben. 56 sehr einfach gehaltene Einfamilienhäuschen waren es am Ende. «Dieser Ort ist mit grosser Tradition verbunden und voller Geschichte. Lebten doch hier über Jahrzehnte hinweg Menschen zusammen, die dem Schweizer Aufzugsunternehmen Schindler zu weltweitem Renommee verhalfen», so Illi nachdenklich.

    «Wir wollten hier ein neues Kapitel aufschlagen und den innovativen und nachhaltigen Geist von damals wieder aufleben lassen.»

    Das Schindler-Dörfli ist heute verschwunden. Gewichen ist es einer modernen Siedlung mit 530 Wohnungen. Ein Projekt, das Bernard Illi nahezu 20 Jahre begleitete. Illi bringt dem historischen Wohngebiet grossen Respekt entgegen. Bereits 1995, als er als Finanzchef von Schindler Management amtete, zeichnete sich ab, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnen würde und ein neues Konzept erarbeitet werden musste. Seither erlebte Bernard Illi, der das Projekt von Beginn weg und auch nach seiner Pensionierung 2009 als Delegierter des Alfred-Schindler-Fonds leitete, manch politisches Tauziehen: «Wir wollten hier ein neues Kapitel aufschlagen und gleichzeitig den innovativen und nachhaltigen Geist von damals wieder aufleben lassen.»

    Energiecontracting – ein Sorglos-Paket für Immobilien
    Dieser Gedanke spiegelt sich im Energiesystem wider, das EKZ in einer der Überbauungen für 73 Eigentumswohnungen errichtet hat. Ein gesamtheitliches, erneuerbares Energiekonzept im Contracting-Modell. Das bedeutet, dass das Totalunternehmen GENU Partner AG die komplexen Fragen rund um die Energieversorgung komplett auslagert. EKZ übernimmt die Finanzierung, die Konzeption, den Bau sowie im Anschluss den Betrieb der Anlage – ein Sorglos-Paket für Immobilien. «Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen die Anforderungen gefühlt täglich steigen, entlastet die Unterstützung durch einen zuverlässigen Energiepartner enorm», erklärt Projektleiter Philippe Sonderegger.

    Erneuerbare Energie auch im Mietverhältnis
    Denn auch Käufer und Mieter in Wohnsiedlungen verlangen den Einsatz erneuerbarer Energietechnologien immer nachdrücklicher. Der Einsatz solcher Energiesysteme ist jedoch keine triviale Angelegenheit, sie erfordert eine fachmännische Konzeption. David Bühler entwickelt bei EKZ solche Energiekonzepte: «In Emmen wünschte man sich ein zukunftsorientiertes Gesamtkonzept für Wärme, Brauchwarmwasser, Kühlung, Photovoltaikanlage und E-Mobilität, das clever abgestimmt ist und eine einfache Abrechnung ermöglicht.»

    Um ein solches System realisieren zu können, bedarf es umfangreicher Abklärungen. In Emmen wurden darum Testbohrungen durchgeführt, mit denen man die Verfügbarkeit von Grundwasser abklärte. Dieses wird heute genutzt, um die Überbauung mittels Wärmepumpen zu heizen und im Sommer passiv zu kühlen.

    David Bühler, Leiter Engineering und Verkauf.

    Clever mit Energie versorgt
    Ein ganzheitliches Energiesystem für 73 Wohnungen:
    Wärmepumpen gespeist durch das Grundwasser
    vier Dächer mit Photovoltaikanlagen
    Ladesystemanschluss für Elektromobilität
    passive Kühlung über das Grundwasser im Sommer
    System optimiert für den Eigenverbrauch
    eine Anlaufstelle bei EKZ während Betrieb

  • Campus Hönggerberg der ETH Zürich wird weiterentwickelt

    Campus Hönggerberg der ETH Zürich wird weiterentwickelt

    Die ETH Zürich umfasst zwei Hauptstandorte. Einer davon ist der «Campus Hönggerberg», der ursprünglich als Aussenstandort im Naherholungsgebiet des Käferbergs ins Leben gerufen wurde. Heute studiert und arbeitet hier knapp die Hälfte aller ETH-Angehörigen. Die ETH Zürich erwartet ein weiteres Wachstum bei den Studierenden in den nächsten Jahren. Der Hauptstandort «Campus Zentrum» in der Stadt Zürich ist aufgrund der historischen Quartier- und Stadtstrukturen nur bedingt ausbaufähig. Deshalb konzentriert sich die ETH Zürich für die Planung ihrer in Zukunft benötigten Flächen auf den «Campus Hönggerberg». In den nächsten Jahrzehnten soll dieser umfassend weiterentwickelt werden.

    Gemeinsam mit der Stadt und dem Kanton Zürich erarbeitete die ETH Zürich den Masterplan Campus Hönggerberg 2040. Dieser knüpft an den Masterplan von 2005 namens Science City an. Die Idee einer Ringstrasse um den Campus herum wie auch die Entwicklung zu einem Stadtquartier mit Angeboten für ETH-Angehörige und Besucher wird weiter verfolgt. Vorgesehen ist ein städtisches Erscheinungsbild mit variierenden Höhen sowie Gärten und Plätzen. Um die Umgebung zu schonen, wird der Campus nicht in Richtung der umliegenden Quartiere oder der Erholungszone ausgeweitet, sondern es erfolgt eine Verdichtung nach innen und in die Höhe.

    Grossen Wert legt die ETH Zürich auf Nachhaltigkeit: Die Energieversorgung soll in Zukunft ohne fossile Energieträger erfolgen. Zu diesem Zweck wird das Energienetz ausgebaut. Seitens der angrenzenden Quartiere Affoltern und Höngg soll an beiden Campuseingängen je ein Portalgebäude mit öffentlichkeitsorientierten Angeboten entstehen. Entlang der zentralen Wolfgang-Pauli-Strasse sind zwei weitere Hochbauten vorgesehen, die Platz für Lehre und Forschung bieten. Zudem soll diese Strasse zu einer belebten, grünen Flaniermeile mit einer Bandbreite an Erdgeschossnutzungen ausgebaut werden. Durch diese Umgestaltung können laut des Studienauftrags die Bedürfnisse wie Städtebau, Verkehr, Freiraum, Beleuchtung sowie Retention und Entwässerung berücksichtigt werden.

    Die bestehenden Frei- und Grünräume werden aufgewertet und erweitert. So ist beim zentralen Platz ein neuer Garten geplant. Die Erschliessung mit nachhaltigen Transportmitteln und der Ausbau der Veloverbindungen sind ebenfalls projektiert. Das Credo lautet: Gebaut wird nur, wenn dafür seitens der Lehre und Forschung die Notwendigkeit besteht.

  • Neue NEST-Unit Sprint: Abbruch, Aufbruch, Durchbruch

    Neue NEST-Unit Sprint: Abbruch, Aufbruch, Durchbruch

    Die neue NEST-Unit Sprint bietet 200 Quadratmeter Bürofläche aus grösstenteils wiederverwendeten Materialien und Bauteilen. Flexibel rückbaubare Trennwände aus unterschiedlichen Materialien teilen die Büroeinheit in zwölf Einzelbüros auf. Die Unit wurde auf der untersten Plattform des NEST-Gebäudes, der Forschungs- und Innovationsplattform von Empa und Eawag, gebaut. Vom Spatenstich bis zur Eröffnung dauerte es nur zehn Monate.

    Die gesamte Sprint-Unit folgt dem «Design for Disassembly»-Ansatz. Ihr Design berücksichtigt bereits den Rückbau, und ihre Bauweise erleichtert zukünftige Änderungen und Demontagen zur Rückgewinnung von Komponenten und Materialien. So können die Räumlichkeiten am Ende ihrer Lebensdauer effizient in einen weiteren Zyklus überführt werden.

    Die Sprint-Unit will möglichst allgemeingültige Lösungen finden und damit die Wiederverwendung von Baumaterialien vereinfachen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Während des Baus und der späteren Nutzung von Sprint werden die Chancen und Herausforderungen des Re-Use-Prozesses fortlaufend dokumentiert und zusammengestellt – mit dem Ziel, die Bauweise markttauglicher zu machen. Die Sprint-Unit zeigt, dass das Bauen mit wiederverwendeten Materialien und Bauteilen eine valable Alternative zum Bauen mit Neumaterial ist, die den Marktanforderungen an flexibles und schnelles Bauen gerecht wird.

    Beim Bauen mit wiederverwendeten Materialien geht man schrittweise vor – die Frage nach den verfügbaren Materialien zieht sich durch den ganzen Prozess. Dafür braucht es unter anderem ein Umdenken in der Planung und Ausführung, einen flexiblen Zeitplan sowie Flexibilität in der Gestaltung. Beispielsweise bestimmt das gefundene Material auch das finale Design mit. Sprint zeige, «dass wiederverwendetes Material keineswegs eine Hürde für die Gestaltung darstellt, sondern dass man mit Kreativität gestalterische Elemente erreicht, auf die man ursprünglich gar nicht gekommen wäre», sagt Oliver Seidel, Architekt und Mitglied der Geschäftsleitung beim baubüro in situ AG. Ein Beispiel sind die unterschiedlichen Trennwände. Einige sind aus Ausschuss-Ziegeln, andere aus alten Büchern und wieder andere aus altem Teppich gebaut.

    Günstiger ist die Wiederverwendung von Materialien in der heutigen Marktlage nicht unbedingt. Seidel ist jedoch überzeugt: «Sobald sich ein wettbewerbsfähiger Markt mit wiederverwendeten Materialien und Bauteilen etabliert hat, werden auch beim Re-Use Kostenvorteile anfallen.» Zudem würden gewisse wiederverwendete Materialien wie Naturstein oder automatisch schliessende Brandschutztüren auf einmal erschwinglich, im Gegensatz zu denselben Bauteilen aus Neumaterial.

    Eine der Bürotrennwände in der Sprint-Unit besteht aus Ziegeln, die eigentlich als Ausschuss auf der Deponie gelandet wären.
    Die Sprint-Unit wurde in nur zehn Monaten fertiggestellt – Re-Use muss nicht zwingend eine Auswirkung auf die Bauzeit haben.
  • Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nur mit der Wohnungswirtschaft ist die Energiewende zu schaffen. Denn fast 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus Gebäuden, und der größte Teil davon wiederum aus Wohngebäuden. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, zielt die europäische und nationale Regulierung daher immer stärker auf die Bau- und Wohnungsbranche.  

    Doch nicht nur immer schärfere Vorschriften zwingen Bauherren und Eigentümer, auf die Nachhaltigkeit zu achten. Auch unabhängig davon fordern Investoren zunehmend ein, dass bei Immobilienprojekten ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden, und die EU-Offenlegungsverordnung sorgt in dieser Hinsicht für mehr Transparenz. Objekte, die Nachhaltigkeitskriterien unzureichend erfüllen, werden an Wert verlieren und es immer schwerer haben, Käufer und Mieter zu finden.  

    So schafft der Markt Anreize für Bauherren und Eigentümer, ihre Objekte nachhaltiger zu machen. Dabei tritt der «Impact»-Gedanke immer mehr in den Vordergrund: Es geht nicht darum, mit geringstmöglichem Aufwand die Vorschriften zu erfüllen, sondern mit angemessenem Aufwand größtmöglichen Nutzen für Umwelt und Gesellschaft zu stiften.  

    Es kommt dabei nicht in erster Linie darauf an, am Reißbrett Neubauten nach den neuesten ökologischen Standards zu planen. Denn die allermeisten Häuser, in denen wir in zehn, 20 oder 30 Jahren wohnen werden, sind längst gebaut. Und viele davon haben den energetischen Standard der siebziger Jahre und damit keinerlei Features, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen im Rahmen zu halten. Abriss und Neubau sind oftmals nicht finanzierbar. Hinzu kommt die sogenannte graue Energie, die für Förderung, Herstellung und Transport von Baustoffen und den Bau selbst aufgewendet wird. Eine Sanierung mit unspektakulären, aber intelligenten Maßnahmen hat damit oftmals mehr ökologischen Impact als ein ökologischer Musterneubau.  

    Starker Hebel 
    Quartiere, also ganze Gebäudeensembles oder Stadtviertel, bieten besondere Möglichkeiten, Impact zu erzielen. Zum einen natürlich, weil entsprechende Projekte eine Vielzahl von Wohneinheiten umfassen. Damit multipliziert sich die Wirkung von Maßnahmen auf Gebäudeebene wie verbesserte Dämmung, Einbau besser isolierender Fenster oder Austausch der Heizanlage durch energieeffizientere Technologie.  

    Vor allem aber ist dank der Skaleneffekte der Bau aufwendiger Anlagen erheblich kostengünstiger möglich, weil sich mehrere Gebäude gemeinsame Infrastruktur teilen können. Energieeffiziente Blockheizkraftwerke können damit ebenso wirtschaftlich werden wie Nutzung von Solarenergie, Klein-Windkraftanlagen oder Geothermie. Auch Elektromobilitätskonzepte, zu denen zum Beispiel das Angebot von Ladeinfrastruktur für Elektroautos oder -fahrräder gehört, lassen sich in einem Quartier erheblich leichter realisieren als in einem Einzelgebäude. Weitere Möglichkeiten betreffen gemeinsame Grünanlagen, die das Mikroklima verbessern oder Biotope für Pflanzen und Insekten beherbergen.  

    Zudem haben größere Quartiersprojekte Ausstrahlungswirkungen auf die Nachbarschaft und unter Umständen sogar darüber hinaus. Das betrifft insbesondere die soziale Komponente. So können Einrichtungen wie etwa Kindergärten oder Arztpraxen, die im Rahmen der Quartiersentwicklung mitgeplant werden, auch von Anwohnern aus dem weiteren Umkreis genutzt werden. Die Planung bezieht daher die soziale Struktur über die Grenzen des Quartiers hinaus ein und sollte in enger Abstimmung mit Kommune und Anwohnern erfolgen. Bei größeren Projekten sollte es auch eine Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit externen Stellen geben, die auf Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit und eine stärkere Nutzung von öffentlichem Personennahverkehr und Elektromobilität hinwirkt.  

    Je stärker ein Projekt auf die Nachbarschaft ausstrahlt, umso größer ist das Gewicht, das Bauherren und Eigentümer in Verhandlungen mit Kommunen und Behörden auf die Waage bringen. Das kann auch zu städtebaulichen Entscheidungen führen, die die Nachhaltigkeit und damit auch den Marktwert des Projekts steigern, etwa wenn für ein neues oder umgestaltetes Quartier eine neue Straßenbahnhaltestelle angelegt wird.  

    Gute Kontakte und Verhandlungsgewicht im Austausch mit Behörden sind auch wichtig, um bürokratische Prozesse im Sinne der Nachhaltigkeit des Projekts zu beeinflussen oder zu beschleunigen. Ein Beispiel ist der Milieuschutz, der nicht selten verhindert, dass umweltschädliche Heizungssysteme durch effizientere Technologie ersetzt werden. Behörden haben bei Genehmigungen aber einen gewissen Spielraum und werden diesen eher nutzen, wenn eine Genehmigung für ein umfangreiches Projekt großen Nutzen für den Umweltschutz bringt.  

    Mögliche Konflikte zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sind dabei zu berücksichtigen. So ist es denkbar, dass energetische Sanierungen die Mieten erhöhen. Dem steht eine Entlastung der Mieter bei den Nebenkosten gegenüber, was wegen der jüngst stark gestiegenen Energiekosten stärker ins Gewicht fällt. Mit staatlichen Hilfen ist es denkbar, energetische Sanierungen gesamtmietenneutral zu gestalten.  

    Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, und die Immobilienbranche hat hier eine besondere Verantwortung. Bei Quartiersprojekten haben die Akteure einen besonders starken Hebel in der Hand, schnell spürbare Wirkungen zu erzielen. 

  • IJZ Schlieren erhält Photovoltaikanlage und E-Ladestationen

    IJZ Schlieren erhält Photovoltaikanlage und E-Ladestationen

    Die städtischen Liegenschaften an der Rütistrasse in Schlieren werden auf Beschluss des Stadtrats mit Photovoltaikanlage und E-Ladestationen ausgestattet. In seiner jüngsten Sitzung habe der Stadtrat für Einrichtung und Betrieb die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) unter Vertrag genommen, heisst es in der neusten Ausgabe der Stadtratsnachrichten. In dem Gebäudekomplex an der Rütistrasse ist das IJZ Innovations- und Jungunternehmenzentrum Schlieren untergebracht.

    Die Photovoltaikanlage wird auf dem Dach des Gewerbehauses entstehen. Laut den Stadtratsnachrichten wird die EKZ dort 1080 Panels auf einer Fläche von 4200 Quadratmetern installieren. Sie sollen jährlich eine Leistung von 355’000 Kilowattstunden erbringen.

    Weiter werden sechs Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Sie stehen nicht allein Mitarbeitenden und Besuchenden des IJZ Schlieren zur Verfügung. Ausserhalb der Geschäftszeiten können sie auch von der Bevölkerung benutzt werden.

    Für das Projekt ist vorgesehen, dass die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich die Anlagen auf den beiden Hauptdächern an der Rütistrasse 12/14 und 16/18 sowie zusätzliche sechs E-Ladestationen entlang der Fassade Rütistrasse 12/14 finanzieren, installieren und während 20 Jahren mit einer Vollgarantie betreiben. Nach Ende der Vertragsdauer gehen die Installationen ins Eigentum der Immobilieneigentümerin über.

    Die Gesamtkosten werden mit rund 554’520 Franken angegeben.

  • Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Die Umwelt Arena Schweiz hat ihr neustes energiepolitisches Zukunftsprojekt „Bauen 2050“ vorgestellt. Das Pionierprojekt in Urdorf zeigt laut Medienmitteilung auf, wie dank Einsatz von modernster Gebäudetechnik bereits heute Wohnüberbauungen zu einem CO2-neutralen Kraftwerk werden können, in dem Mieter im Rahmen ihres eigenen Energiebudgets ohne Strom- und Heizkosten wohnen können.

    Die Umwelt Arena stellt alle diese Innovationen in der neuen Ausstellung „Bauen 2050“ in Spreitenbach ab Mitte Juli 2022 mit einem Baudokumentarfilm und interaktiven Elementen rund ums moderne Bauen vor.

    Das Pilotprojekt in Urdorf wird als „Powerhaus“ bezeichnet. Das Gebäude von René Schmid Architekten AG Zürich, zeige auf, dass mit Überschusssolarenergie vom Sommer durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade erneuerbares, nicht fossiles Gas für den Winter hergestellt werden kann, heisst es in der Mitteilung. Es gibt auch ein Wind-Solar-Kleinkraftwerk. Die Fassaden- und Dachdämmung schützt das Haus gegen Kälte und Wärme. Im Hochsommer kann überschüssige Wärme den Wohnungen entzogen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Der Rest wird über die Erdsonden ins Erdreich eingelagert.

    Der Überschussstrom vom Sommer wird zur Produktion von Wasserstoff in einer Power-to-Gas Anlage verwendet. Der wird im bestehenden Gasnetz für den Winter zwischengelagert.

    Das Haus in Urdorf zeigt den Wohnenden ihren täglich aktuellen Verbrauchsstand, um das persönliche Energiebudget zu kontrollieren. Es gibt wetterbedingt steuerbare Sonnenstoren, energieeffiziente, vernetzte Haushaltsgeräte der höchsten Effizienzklasse und Dusche mit Wärmerückgewinnung sowie eine CO2-gesteuerte Komfortlüftung. Sogar beim Liftfahren wird durch die Bremsenergie Strom produziert.

  • Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Enormes Solarpotenzial
    Nach einem stetigen Anstieg über die Jahre verzeichnete die Photovoltaik 2020 einen Rekordzubau. Laut der «Statistik Sonnenenergie» des Bundesamts für Energie (BFE) waren Ende 2020 rund 118’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 3 Gigawatt installiert. Das starke Marktwachstum setzte sich auch 2021 fort, so dass die Photovoltaik (PV) heute laut Angaben von Swissolar über 6 Prozent des Schweizer Strombedarfs abdeckt. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird, nicht zuletzt angesichts der Bestrebungen nach viel mehr energetischer Unabhängigkeit.

    Ökologische und ökonomische Vorteile
    Für Besitzende von Immobilienportfolios bringen Photovoltaikanlagen eine ganze Reihe an Vorteilen. Zum einen können sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Zum andern erfüllen sie bereits heute künftig mögliche Eigenstromproduktionsvorgaben. Auch hinsichtlich Förderbeiträgen machen neue Regeln die Produktion von Solarstrom in Zukunft attraktiver. Zusätzlich profitieren Portfoliobesitzerinnen und -besitzer mit eigenen Solaranlagen von einem klaren Reputationsvorteil.

    PV-Strom vom eigenen Dach ist überdies in den meisten Fällen günstiger als Strom aus dem Netz. Dass der Stromverbrauch durch Wärmepumpen und die Elektromobilität in Zukunft noch steigen wird, trägt zur finanziellen Attraktivität von PV-Anlagen bei. Auch die Verbesserung der Ökobilanzen wird immer wichtiger, denn Nachhaltigkeitsaspekte gehören bei immer mehr Unternehmen zur Strategie. Überdies sind PV-Anlagen auch deshalb interessant, weil sie den Wert von Liegenschaften steigern. Produzieren die Photovoltaikanlagen mehr Strom als vor Ort verbraucht werden kann, ist es möglich, den Solarstrom in weiteren Liegenschaften zu nutzen.

    Beim Solarprojekt von ALDI SUISSE beispielsweise spielen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. In etwas mehr als nur einem Jahr hat ewz 68 Filialdächer zwischen Romanshorn und Genf mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Den Grossteil des Solarstroms verbraucht ALDI SUISSE selbst für den eigenen Filialbetrieb. Die realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von 55 bis 60 Prozent.

    Hoher Eigenverbrauch steigert Wirtschaftlichkeit
    Bereits heute steht in rund 90 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpe, und die Neuzulassungen von Elektroautos steigen weiter stark an. Wirklich CO2-arm sind Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge aber nur, wenn sie erneuerbaren Strom nutzen. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist daher sinnvoll: Solarstrom senkt die CO2-Emissionen, und ein hoher Eigenverbrauch erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Dies, weil die Herstellungskosten für Solarstrom tiefer sind als der Stromtarif für Haushalte und weil die Energieversorger den ins Netz eingespeisten Solarstrom zu einem tiefen Tarif vergüten.

    Eine gute Möglichkeit, einen grossen Teil des Solarstroms selbst zu verbrauchen, ist die Organisation mehrerer Endverbrauchenden in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Diese sind sowohl in Mietliegenschaften als auch unter Immobilienbesitzenden möglich. Der Eigenverbrauchsgrad von Photovoltaikanlagen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Mit Eigenverbrauchslösungen lässt sich dieser Wert deutlich steigern.

    Durch die gezielte Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge wird ein grosser Teil des Stroms vor Ort verwendet. Der Vorteil für Immobilienbesitzende und ihre Mietparteien: Die Kosten für Solarstrom liegen mit 8 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde tiefer als der Stromtarif für Haushalte, der mit 15 bis 25 Rappen pro Kilowattstunde zu Buche schlägt.

    Ein interessantes Praxisbeispiel hierfür ist das Projekt «Côté Parc» in Genf. 776 Photovoltaikpanels auf den Dächern des Areals bilden die Grundlage für eine integrierte Solarlösung mit Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos und eigenem Arealstromnetz inklusive Eigenverbrauchslösung für die Nutzenden.

    Für Immobilienbesitzende mit grossen Dachflächen (ab ca. 700 m2) ist ein Contracting-Modell eine prüfenswerte Option. Dabei übernimmt der Anbieter alle Leistungen – von der Planung über die Finanzierung, die Realisierung bis zum Betrieb über mehrere Jahrzehnte. Inklusive der Integration von Photovoltaikanlagen ist es eine ganzheitliche Energielösung mit Wärme-, Kälteversorgung, Elektromobilität und Eigenverbrauchsmodellen.

    Geschäftskundinnen und -kunden von ewz können sich dabei auf effiziente und massgeschneiderte Lösungen von kompetenten Teams mit langjähriger Erfahrung verlassen. Investitions-, Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen während der Vertragsdauer keine an. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit – in der Regel 20 bis 30 Jahre – geht die Photovoltaikanlage in das Eigentum der Kunden über.

  • Hug weiht klimaneutrales Backhaus ein

    Hug weiht klimaneutrales Backhaus ein

    Hug hat sein Backhaus in Malters im Beisein zahlreicher Gäste feierlich eingeweiht. Es ist einer Medienmitteilung zufolge eines der modernsten und energieeffizientesten Produktionszentren für Backwaren in der Schweiz. Die Planungszeit für dieses „Generationenprojekt“ habe fünf Jahre betragen, die Bauzeit drei Jahre. Auf einer nun verdoppelten Produktionsfläche schafft es 100 neue Arbeitsplätze. Insgesamt habe Hug 63 Millionen Franken in die Erweiterung des Produktionsgebäudes, den Umzug von Trimbach SO und in Anlagen investiert.

    „Ich bin stolz, dieses innovative und nachhaltige Familienunternehmen bei uns im Kanton Luzern zu haben und ich danke der Familie Hug für ihre Treue und ihre Verbundenheit mit dem Standort Malters”, sagte Regierungsrat Fabian Peter, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor des Kantons Luzern, bei der Einweihung. „Es freut mich, dass die Firma Hug hier Arbeitsplätze schafft, modern und energieeffizient produziert und so ihren Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele leistet.“

    Das Energiekonzept verzichtet laut Verwaltungsratspräsident Andreas Hug vollständig auf fossile Energieträger. Für die Erzeugung von Wärme und Kälte werden das Grundwasser und betriebliche Abwärme genutzt. Bis Ende 2022 baut Hug weitere Photovoltaikeinheiten auf dem Dach des Backhauses.

    Anlässlich der Einweihung übergab die vierte Generation, repräsentiert durch den bisherigen Geschäftsleiter Andreas Hug, die operative Leitung des Unternehmens an Anna Hug. Sie wird es in fünfter Generation gemeinsam mit Marianne Wüthrich Gross führen. Dies ist das erste Mal seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1877, dass es von zwei Frauen dirigiert wird.

  • Eberhard eröffnet interaktiven Parcours für die Kreislaufwirtschaft

    Eberhard eröffnet interaktiven Parcours für die Kreislaufwirtschaft

    Die Eberhard Bau AG hat gemäss einer Medienmitteilung im Park der Zirkularität in Oberglatt den ersten interaktiven Kreislauflehrpfad für die Kreislaufwirtschaft eröffnet. Der Park wurde in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt, die im Rahmen des Projekts zukunftsweisende Baumethoden erforscht. Der Recycling-Parcours soll einen verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Ressourcen „physisch mit echten Materialien zum Anfassen“ vermitteln.

    Die unkompliziert mit dem Smartphone abrufbaren Informationen richten sich an die Bevölkerung, Schulen, Familien mit Kindern, Jugendliche sowie in vertiefter Fassung an das Fachpublikum. Als Sensation gilt ein Roboter, mit dem Parkgäste Bauabfälle sortieren können. Ein autonom arbeitender Roboter sei bereits für den Bau einer 65 Meter langen und 6 Meter hohen Trockenmauer sowie der Parkterrassen im Einsatz gewesen, heisst es.

    Ein Rundgang vor Ort ist barrierefrei an 365 Tagen im Jahr möglich und mache erlebbar, „was Kreislaufwirtschaft allgemein bedeutet, welche Herausforderungen und Lösungen existieren und dass die Bauwirtschaft einen zentrale Rolle hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft einnimmt“. Eberhard Bau setzt eigenen Angaben zufolge das Prinzip der Kreislaufwirtschaft seit mehr als 30 Jahren um. Eine zirkuläre Wirtschafts- und Bauweise helfe bei der Minimierung des ökologischen Fussabdrucks, die bei der Parkeröffnung von Fünftklässlern aus Oberglatt durch die Verewigung ihrer Fussabdrücke im Beton symbolisch thematisiert wurde.

    Zusammen mit dem Kreislauflehrpfad hatte der von der ETH Zürich entwickelte Park der Zirkularität Premiere, in dem sich neueste Forschungen zu zukunftsträchtigen Bauweisen, autonomem Bauen, Robotik und Architektur vereinen.

  • Holcim akquiriert Marktführer in USA

    Holcim akquiriert Marktführer in USA

    Holcim hat eine Vereinbarung zur Übernahme von SES Foam LLC aus Spring im US-Bundesstaat Texas getroffen. Das grösste unabhängige Unternehmen für Sprühschaumdämmung in den USA wird im Jahr 2022 voraussichtlich einen Nettoumsatz von 200 Millionen Dollar erzielen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, könne SES auf ein zweistelliges Wachstum zurückblicken. Die Firma produziert innovative energieeffiziente und biobasierte Lösungen für neue und umweltfreundliche Sanierungsprojekte.

    Diese Übernahme im „hochprofitablen“ amerikanischen Sprühschaumstoffmarkt sei ein weiterer spannender Schritt in der Expansion des Bereichs Solutions & Products, „der unsere ,Strategie 2025 – Beschleunigung des grünen Wachstums‘ vorantreibt“, wird dessen Chefin Jamie Gentoso zitiert. SES „ist eine hervorragende Ergänzung zu unserem Dach- und Dämmstoffgeschäft“. Damit erhöhe sich der Proforma-Nettoumsatz 2022 von Holcim in diesem Geschäftsbereich einschliesslich der jüngsten Akquisitionen von Firestone Building Products bis Malarkey auf 3,5 Milliarden Dollar.

    SES wurde 2009 gegründet. Neben seinen „überlegenen“ und umweltfreundlichen Produkten wie einem biozertifizierten Schaum auf Saccharosebasis zeichne sich SES durch seine wertsteigernden Dienstleistungen für Bauunternehmen aus, darunter technische Schulungen vor Ort, Unternehmensberatung, Markenbildung und Unterstützung bei der Kundengewinnung.

  • ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    Der Energiedienstleister ewl hat ein ökologisches Rechenzentrums unter der Erde eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Gebäude basiert auf modernster Technologie und Nachhaltigkeit durch den Einsatz regenerativer Energien und kann die Abwärme des Serverparks effizient einsetzen, heisst es.

    Weil das Rechenzentrum ideal an das ewl-eigene See-Energie- und Kommunikationsnetz angeschlossen sei, lasse sich im laufenden Betrieb ökologischer Strom einsetzen. Für die Kühlung werde See­wasser aus dem Vier­wald­stätter­see verwendet. Mit der Ab­wärme der Rechner werden Gebäude in der Um­gebung beheizt.

    In dieser Kombination sei das Datenzentrum energieeffizient und nachhaltig und gehöre „zu den ökologischsten Datacentren der Schweiz“, wird Patrik Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ewl, in der Medienmitteilung zitiert.

    In dem Rechenzentrum werden wichtige und sensible Daten verschiedener Organisationen aufbewahrt und gesichert. Die dafür benötigte IT-Infrastruktur bilden 600 Server-Racks auf über 1600 Quadratmetern Fläche in einem Stollen im Luzerner Wartegghügel. Dort befand sich vor mehr als 50 Jahren eine Zivilschutzanlage für den Regierungsrat und die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Luzern.

    Während des Baus wurde das Gestein teilweise gesprengt. Dank des harten Gesteins am unterirdischen Standort könne das Rechenzentrum den „höchsten physischen Schutz“ gewährleisten. Zur Datensicherheit tragen zudem modernste Technologien wie biometrische Zutrittskontrollen und eine Non-Stop-Videoüberwachung bei.

  • Schindler hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 keine Nettoemissionen zu erzielen

    Schindler hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 keine Nettoemissionen zu erzielen

    "Jetzt brauchen wir Klimaschutzmassnahmen", sagte Silvio Napoli, Verwaltungsratspräsident und CEO von Schindler. "Wir haben uns wahrscheinlich die ehrgeizigsten Ziele in unserer Branche gesetzt, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft zu beschleunigen."

    Die SBTi bestätigte sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Ziele von Schindler. Das kurzfristige Ziel von Schindler für 2030 beinhaltet eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen aus seiner Geschäftstätigkeit um 50%, ausgehend vom Basisjahr 2020. Dies beinhaltet zusätzlich die direkten Emissionen, die durch die Flotte, Gebäude und Prozesse des Unternehmens verursacht werden (Scope 1). zu den indirekten Emissionen Emissionen aus dem Bezug von Strom, Wärme und Kälte (Scope 2). Darüber hinaus will Schindler die Emissionen in seiner Wertschöpfungskette um 42 % reduzieren (Scope 3).

    Darüber hinaus hat sich Schindler das wissenschaftlich fundierte, langfristige Emissionsreduktionsziel gesetzt, Netto-Null-Emissionen bis 2040 zu erreichen. Dies muss durch eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen um 90 % in den Bereichen 1, 2 und 3 beginnend erreicht werden ab Basisjahr 2020. In Übereinstimmung mit den SBTi-Kriterien und -Empfehlungen priorisiert Schindler die Dekarbonisierung durch direkte Emissionsreduktion und arbeitet gleichzeitig an der Neutralisierung seiner Restemissionen.

    Die Wissenschaftsziele nutzen die neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnisse, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen: Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau. Die kurzfristigen Ziele beschreiben, wie Organisationen ihre Emissionen in den nächsten fünf bis zehn Jahren reduzieren werden. Die langfristigen Ziele geben an, wie viel Emissionsminderungen Organisationen benötigen, um Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 zu erreichen. Sie werden von Unternehmen erstellt und von der Science Based Targets Initiative (SBTi), einer Partnerschaft zwischen dem Carbon Disclosure Project ( CDP), dem United Nations Global Compact (UNGC), dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Natura (WWF).

    Schindler veröffentlichte heute auch seinen Nachhaltigkeitsbericht 2021. Er skizziert die Fortschritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeits-Roadmap 2022 und präsentiert die Ergebnisse der kürzlich abgeschlossenen Wesentlichkeitsbewertung, die in die Nachhaltigkeits-Roadmap 2030 einfließen werden.

    Der Bericht veranschaulicht auch, wie Schindler mit Kunden zusammenarbeitet, um ihnen zu helfen, ihre Klimaziele zu erreichen, und mit anderen Immobilienakteuren, um den notwendigen Wandel voranzutreiben. Schindler veröffentlicht seit 2011 jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht.

    Quelle group.schindler.com zum Download

  • EcoStruxure for eMobility – Die Gesamtlösung für eine effiziente vollelektrische Zukunft 

    EcoStruxure for eMobility – Die Gesamtlösung für eine effiziente vollelektrische Zukunft 

    In der Schweiz zeichnet sich bereits heute ein starker Trend in Richtung Elektromobilität ab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden im ersten Quartal 2022 ganze 86,02 Prozent mehr Elektroneuwagen zugelassen – Tendenz steigend. Die European Federation for Transport and Environment (T&E) hat errechnet, dass bis 2030 rund drei Millionen öffentliche Ladestationen für dann gut 44 Millionen E-Fahrzeuge benötigt werden. Mit EcoStruxure for eMobility liefern die Feller AG und Schneider Electric einen weiteren Beitrag, um die Elektrifizierung des Verkehrs auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft voranzutreiben. 

    Innovative Technologien für die Zukunft der eMobility 
    Die Ladestation EVlink Pro AC von Schneider Electric, erhältlich über die Feller AG, ist eine intelligente Lösung mit größtmöglicher Effizienz und Nachhaltigkeit. Durch die Möglichkeit, diese in modular anpassbare Metallkits zu integrieren, lässt sie sich an unterschiedlichste Bedürfnisse anpassen und ist damit wie geschaffen für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern, am Arbeitsplatz sowie in öffentlichen Einrichtungen. Das Metallgehäuse bietet zudem Schutz vor Vandalismus. Die EVlink Pro AC besticht durch eine hohe Zuverlässigkeit. Die durchdachte Konstruktion mit auswechselbaren Bestandteilen ermöglicht eine schnelle und sichere Installation sowie Wartung. Der nachhaltige Betrieb ist sichergestellt, da bei einem Defekt nicht mehr die komplette Ladestation ausgetauscht werden muss. Die EVlink Pro AC ist eine Ladestation für alle Ladeleistungen. 

    Intelligentes Lastmanagementsystem garantiert den störungsfreien Betrieb 
    Damit die elektrischen Kapazitäten eines Gebäudes durch die zusätzlich angeschlossenen Ladestationen nicht überschritten werden, kommt das innovative Lastmanagementsystem EV Charging Expert (EVCE) zum Einsatz. Als lokal verbauter Industriecontroller für bis zu 1.000 Ladestationen überwacht, steuert und maximiert das Lastmanagementsystem den Ladevorgang von E-Fahrzeugen auf Basis der in Echtzeit gemessenen Energieverfügbarkeit der Gebäudeinfrastruktur. Im Netzwerk der Ladestationen können bis zu 100 verschiedene Zonen definiert werden, denen ein statischer oder dynamischer Stromgrenzwert zugewiesen wird. Der kontinuierliche Überblick über einzelne Ladestationen, deren Status und Transaktionen via intuitivem Webserver, ermöglicht eine optimale Verwaltung und Verteilung der verfügbaren Leistungen auf die angebundenen Ladestationen und verhindert ungeplante Ausfallzeiten. Smarte Lastmanagement-Regeln ermöglichen zudem die Definition fester Ladezeitfenster oder die Zuweisung eines VIP-Status, welcher verhindert, dass Kapazitäten während des Ladevorgangs an bestimmten Ladestationen reduziert werden. 

    Cloud-Lösung für weitere Funktionalitäten integrierbar
    Die Cloud-Lösung EV Advisor komplettiert EcoStruxure for eMobility als intuitive Plattform für den Betrieb und die Abrechnung. Zunächst nur über Schneider Electric erhältlich, ermöglicht sie ein nahtloses Lade- und Energiemanagement für E-Fahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus hinweg und gewährleistet gleichzeitig die Inbetriebnahme, den Betrieb und die Wartung der Elektroladestationen. Ein Blick auf das Dashboard erlaubt eine vollständige Übersicht über die Ladeeinrichtungen. Eigentümer von Ladestationen erhalten nützliche Statuseinblicke und behalten zudem die Kontrolle über Verbrauch, Benachrichtigungen, Wartung und Serviceprotokolle. Die Integration von Drittanbietern für die Rechnungsstellung ermöglicht darüber hinaus die automatische Abrechnung mit dem Endkunden. Fahrer von E-Fahrzeugen profitieren von der App EV Advisor. Per Fingertipp erhalten sie Zugang zu einer oder mehreren Ladestationen und erhalten einen detaillierten Überblick über ihren eigenen Verbrauch. 

    Zudem profitieren die Nutzer von der jahrzehntelangen Erfahrung von Schneider Electric im Bereich eMobility und dem bewährten mehrsprachigen Support der Feller AG. Qualifizierte Servicetechniker und verschiedene Servicepakete sorgen hierbei für eine permanente Verfügbarkeit der Produkte. 

  • Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) haben laut einer Medienmitteilung 7544 Quadratmeter Solarfläche veräussert. Damit habe sich die Nachfrage nach Solarenergie gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Der erhöhte Zuspruch für nachhaltig produzierten Strom wird dem Engagement für das Netto-Null-Ziel, der von der Stadt lancierten Solaroffensive und den Folgen des Ukrainekriegs zugeschrieben.

    Die ewz kündigt an, bei der im Bau befindlichen zweiten hochalpinen Solaranlage in Graubünden mit 1795 Quadratmeter Fläche erneut auf die Bereitschaft der Öffentlichkeit zu setzen, sich an lokalen Solaranlagen zu beteiligen und damit die Energiewende zu beschleunigen.

    Die Photovoltaikgrossanlage im Hochgebirge soll im Laufe des Sommers an der Staumauer des Lago di Lei gebaut werden. Laut Unternehmensangaben verfüge sie über ein Potenzial von 1000 Photovoltaikmodulen, mit denen 380 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden könnten. Die Staumauer gehöre den Kraftwerken Hinterrhein AG, an der ewz beteiligt sei.

    Für die ewz-Kundschaft der Stadt Zürich und im Versorgungsbereich Mittelbünden besteht ab sofort die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der ewz bereits ab einem halben Quadratmeter für 280 Franken zu beteiligen. Als Gegenleistung kündigt die ewz an, 20 Jahre lang jährlich 90 Kilowattstunden nachhaltig produzierten Strom aus erneuerbarer Energie auf der Rechnung gutzuschreiben.

  • Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Der Flughafen Zürich hat das Projekt namens Raumfachwerk zum Sieger seines Wettbewerbs für den Bau des neuen Flughafenterminals Dock A mit Tower und Dockwurzel gekürt. Es setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch und soll das bestehende und in die Jahre gekommene Dock A ersetzen.

    Ab 2030 soll damit laut einer Mitteilung des Flughafens Zürich „das wohl bisher grösste hauptsächlich aus Holz hergestellte Flughafendock gebaut werden“, und zwar bei laufendem Betrieb neben dem bestehenden Dock A. Die Investitionen werden auf rund 700 Millionen Franken geschätzt.

    Das Planungsteam für dieses Projekt wird von dem renommierten Architekten Bjarke Ingels geleitet. Nebst seinem in Kopenhagen und New York ansässigen Architekturbüro BIG ist auch die grösste Architektur- und Ingenieursfirma der USA, HOK, beteiligt sowie das Zürcher Architekturbüro 10:8. Es zeichnete etwa für den Umbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon verantwortlich. Die im Flughafenbau erfahrene Londoner Ingenieur- und Beratungsfirma Buro Happold gehört ebenso mit zu diesem Team wie das auf Holzbau spezialisierte Ingenieurbüro Pirmin Jung aus Rain.

    Das Team hat laut Bjarke Ingels versucht, der komplexen globalen Herausforderung der CO2-Absenkung mit einer möglichst einfachen Lösung zu begegnen, einem Raumtragwerk aus Massivholz: „Ein einfaches, aber ausdrucksstarkes Design, das in der Tradition verwurzelt und der Innovation verpflichtet ist und die kulturellen und natürlichen Elemente der Schweizer Architektur verkörpert.“

  • Holzheizkraftwerk in Frauenfeld ist eröffnet

    Holzheizkraftwerk in Frauenfeld ist eröffnet

    Die Bioenergie Frauenfeld AG hat in Frauenfeld eines der grössten Holzheizkraftwerke Europas offiziell eröffnet. Das Unternehmen wurde zur Realisierung dieses Projekts von Energie 360° und der Schweizer Zucker AG gegründet. Die vier Gasmotoren des Werks erzeugen aus sonst ungenutztem Holzabfall Strom für rund 8000 Haushalte sowie Wärme für die Zuckerfabrik und den Wärmeverbund Thurplus. Seine Technik stammt von der Tiroler Firma Syncraft.

    „Das Holzheizkraftwerk ist ein perfektes Beispiel dafür, wie erneuerbare Energie dezentral hergestellt und genutzt wird“, so Romeo Deplazes von Energie 360° in einer Medienmitteilung des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes. „Es ist die Art von Projekt, die es für die Energiewende braucht.“

    Darüber hinaus nutzt Bioenergie Frauenfeld den erneuerbaren Rohstoff auch zur Herstellung von Biokohle. Dabei wird ein Teil des im Holz gespeicherten CO2 nicht freigesetzt und in Form von Biokohle der Atmosphäre dauerhaft entzogen. Sie wird etwa in der Landwirtschaft zur Verbesserung des Bodens, als Futterzusatz oder als Aktivkohle in der Wasseraufbereitung eingesetzt.

    Der Spatenstich für den Bau des Holzheizkraftwerks erfolgte im Februar 2021. „Was wir in Frauenfeld in einem Jahr erreicht haben, ist unglaublich“, wird Projektleiter Stefan Ellenbroek zitiert. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Partner haben wir den sehr sportlichen Zeitplan eingehalten und das Leichtturmprojekt realisieren können.“

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • The Valley bekommt ökologische Wärme und Kälte von EKZ

    The Valley bekommt ökologische Wärme und Kälte von EKZ

    Mettler2Invest hat EKZ mit der ökologischen Wärme- und Kälterversorgung von The Valley beauftragt, informiert der Energieversorger in einer Mitteilung. Das Unternehmen hat den Zuschlag in der entsprechenden Ausschreibung vom Herbst 2021 erhalten. „EKZ hat uns mit einem umfassenden technischen und ökologischen Gesamtkonzept, mit grosser Flexibilität und einer gründlichen Beratung überzeugt“, wird Peter Mettler, CEO von Mettler2Invest, in der Mitteilung zitiert.

    Der Energieversorger wird auf dem historischen Gelände der Maggi-Fabrik die Umgebungsluft nutzende Wärmepumpen installieren. Mettler2Invest erhalte dabei das sogenannte Energie-Sorglospaket für Arealentwickler, erläutert EKZ. Dabei verbleiben die Anlagen im Besitz des Energieversorgers. Arealentwickler und Immobilienbesitzer profitierten „von überschaubaren Kosten und einem Sorglospaket in allen Fragen rund um die Energieversorgung“.

    Innerhalb der vereinbarten 30-jährigen Vertragsdauer will EKZ über die Anlagen rund 44’000 Tonnen CO2 vermeiden. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst kommenden Jahres vorgesehen. Das Areal The Valley hat eine Nutzfläche von 21’650 Quadratmeter und bietet Platz für rund 125 Unternehmen.

  • Zürichs Zentrum soll idyllisch werden

    Zürichs Zentrum soll idyllisch werden

    Die von den Planungsteams Van de Wetering Atelier für Städtebau und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur vorgelegten Visualisierungen zeigten „eine Idylle mitten in der Grossstadt“, heisst es in einem Bericht des „Tages-Anzeiger“ zur geplanten Neugestaltung des Areals zwischen Hauptbahnhof und Central. Beide Konzepte setzen auf begrünte Promenaden, grosszügige Plätze und wenig Autoverkehr.

    Im Konzept von Van de Wetering Atelier für Städtebau hat der Fussverkehr höchste Priorität. „Fussgängerinnen und Fussgänger in der Grössenordnung der Street Parade strömen täglich durch das Gebiet Hauptbahnhof und Central“, wird Han van de Wetering im Beitrag zitiert. Er wolle daher „aufräumen und grosszügige, begrünte Plätze schaffen“.

    Im Konzept von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur wird viel Wert auf nahe ÖV-Umsteigemöglichkeiten und Zugänge zu Dienstleistungen gelegt. Dazu sollen eine neue ÖV-Haltestelle am Europaplatz eingerichtet und der Autoverkehr auf zwei Hauptachsen gebündelt werden.

    Beide Teams rechneten auf lange Sicht mit einer „Reduktion des motorisierten Individualverkehrs im Zentrum der Stadt“, heisst es im Bericht. Das Tiefbauamt habe vor allem anerkannt, dass beide Visionen eine Verlagerung des Verkehrs in die Quartiere oder auf andere städtische Achsen vermieden und die Feinerschliessung der Liegenschaften sowie die Logistik für Güter und Gewerbe erhalten bliebe. In einem nächsten Schritt sollen die Konzepte von verwaltungsinternen und externen Fachleuten begutachtet werden.

  • Holcim und Norman Foster Foundation bauen wiederverwertbare Notunterkünfte

    Holcim und Norman Foster Foundation bauen wiederverwertbare Notunterkünfte

    Holcim und die Norman Foster Foundation gehen eine Partnerschaft ein. Ziel ist ein zu entwickelndes Konzept für den Bau von 1000 Notunterkünften und einer medizinischen Einrichtung an einem Tag. Es soll der wachsenden Zahl von Vertriebenen eine würdige und widerstandsfähige Unterkunft bieten, heisst es in einer Medienmitteilung von Holcim.

    „Derzeit sind weltweit über 80 Millionen Menschen gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch zitiert. „Notunterkünfte können mehr sein als nur ein Dach über dem Kopf und sollten den Menschen die Würde und Sicherheit eines Zuhauses bieten.“ Dafür sollen nun Stipendiaten Lösungen erarbeiten.

    Den Auftakt macht ein einwöchiger Workshop in Madrid, der noch bis zum 10. Juni stattfindet. Bei der geplanten Errichtung von 1000 erschwinglichen, zerleg- und wiederverwendbaren sowie wiederverwertbaren Unterkünften samt medizinischer Einrichtung werde sich Holcim auf Innovationen wie CO2-armen Beton, leichte vorgefertigte Stützstrukturen und grüne Zemente zur Bodenstabilisierung konzentrieren.

    Diese Zusammenarbeit folgt dem Ziel von Holcim, zwischen 2021 und 2030 mit insgesamt 500 Millionen Franken zur Schaffung positiver sozialer Auswirkungen beizutragen. Zu diesem Zweck leitet das Unternehmen Programme für erschwinglichen Wohnraum und Infrastruktur sowie Gemeinschaftsinitiativen für Bildung, Gesundheit und Qualifizierung.

  • «Putz und Farbe» – Preis für beste Objekte

    «Putz und Farbe» – Preis für beste Objekte

    Gemeinsam vergeben der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV sowie die Messe Luzern AG unter dem Dach der appli-tech den «Schweizer Preis für Putz und Farbe». Sie schreiben den Preis für Teams aus, die aus Planern und Handwerkern zusammengesetzt sind. Es können konkret umgesetzte Projekte zu den beiden Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung eingereicht werden. Eine grosse Chance, da sind sich der SMGV und die Messe Luzern einig. «In der vergangenen Austragungen konnte mit den eingereichten Projekten das kreative Potenzial in den Bereichen Putz und Farbe aufgezeigt werden. Wir sind überzeugt, dass wir auch dieses Mal qualitativ hochwertige und spannende Arbeiten in der Öffentlichkeit bekannt machen können», erklärt Ursula Gerber, Messeleiterin appli-tech. Mario Freda, SMGV-Zentralpräsident, ergänzt: «Wir wollen auch in diesem Jahr die so wichtige Zusammenarbeit von Fachleuten aus Handwerk und Planung weiter fördern und den Einsatz von Putz und Farbe in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.» 

    Energetische Sanierung als ein Fokus 
    Eine namhafte Jury bewertet die Objekte. Nebst den Preisen in den Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung wird ein Sonderpreis der Jury für energetische Sanierung vergeben. Jurymitglied und SIA-Präsident Peter Dransfeld weiss um die Wichtigkeit des Themas: «Nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen werden immer zentraler, wobei auch die Fassadengestaltung eine tragende Rolle spielt. Innovative und sinnvolle Lösungen sind insbesondere in einer engen, vertrauensvollen und professionellen Zusammenarbeit von Architektur und Handwerk erreichbar. Dies würdigt diese Auszeichnung.» 

    Die Jury vergibt eine Gesamtpreissumme von CHF 35‘000. Die Gewinnerprojekte und ausgewählte Arbeiten werden in einer Sonderschau an der appli-tech, der Fachmesse für die Maler- und Gipserbranche, den Trockenbau und die Dämmung, vom 8. bis 10. Februar 2023 sowie auf der Website präsentiert. Ebenfalls winken Berichte in Fachmedien und die Präsentation im Jurybericht.  

    Anmeldung bis Ende September 
    Es können bis am 30. September 2022 Objekte angemeldet werden. Die Abgabe der Arbeit erfolgt bis am 20. Oktober 2022. Die Ausschreibung mit detaillierten Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind zu finden unter www.putz-farbe.ch

  • Villmergen plant zwei Wärmeverbünde

    Villmergen plant zwei Wärmeverbünde

    Die Gemeinde Villmergen und die AEW Energie AG prüfen die Realisierung zweier voneinander unabhängiger Wärmeverbunde. Laut einer Medienmitteilung des Energieversorgers plant die Gemeinde gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) eine Heizzentrale für erneuerbare Wärme im Perimeter Dorf. Dafür wollen beide rund 7 Millionen Franken investieren. Ein zweites Netz soll mit der AEW als Investorin im Perimeter Industrie entstehen. Die AEW stellt dafür in einer ersten Phase rund 10 Millionen Franken bereit.

    Voraussetzung für die Umsetzung dieses Plans ist die Zustimmung der Stimmbürgerinnen und -bürger bei der Gemeindeversammlung am 25. November 2022. Die erste Wärmelieferung ist für die Heizperiode 2024/2025 vorgesehen.

    Die Wertschöpfung bleibe in der Region, so AEW: Für das Dorf soll das Forstgebiet Rietenberg Brennstoff liefern, der Betrieb würde durch die Gemeindewerke Villmergen sichergestellt. Damit könnten 340 Haushalte CO2-neutral geheizt werden. Das entspreche einer Einsparung von 352’000 Kubikmetern Erdgas oder 750 Tonnen CO2-Emissionen.

    Die Wärme aus dem Wärmeverbund Industrie würde zu grossen Teilen aus regional gewachsenem Holz und Altholz sowie mit Öl zur Abdeckung von Spitzenlasten produziert. Dieser könne 700 Haushalte CO2-neutral beheizen. Dies spare jährlich rund 640’000 Kubikmeter Erdgas ein, die 2900 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würden.

  • Bund will Konzept für energieeffiziente Massnahmen bei Gebäuden erarbeiten

    Bund will Konzept für energieeffiziente Massnahmen bei Gebäuden erarbeiten

    In seiner Motion vom 26. September 2019 hat der damalige Nationalrat Christoph Eymann (LDP/BS) den Bundesrat aufgefordert „ein Umsetzungskonzept für energieeffiziente Minergie-P-Massnahmen zur Reduktion der 80-prozentigen Energieverluste im Gebäudebereich vorzulegen und dabei auch die Nutzung von Dach- und Fassadenflächen für solare Energieproduktion zu berücksichtigen“. Der Nationalrat hatte den Vorstoss im Juni vergangenen Jahres gutgeheissen. An seiner Sitzung am 31. Mai habe nun auch der Ständerat der Motion zugestimmt, informieren die Parlamentsdienste in einer Mitteilung.

    Weil der Ständerat aber eine Ergänzung des Textes vorgenommen habe, gehe die Motion erst einmal wieder an den Nationalrat zurück, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Konkret sollen die Kantone bei der Erarbeitung des Konzepts miteinbezogen werden. Dies hatte die ständerätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek-S) aufgrund grosser kantonaler Unterschiede beim bestehenden Gebäudeprogramm empfohlen.

    Der Bundesrat schliesst sich der Motion von Eymann an. „Angesichts der gestiegenen Energiepreise, etwa wegen des Ukraine-Kriegs, sei das Anliegen nicht nur klimapolitisch, sondern auch ökonomisch wichtig“, zitieren die Parlamentsdienste Umweltministerin Simonetta Sommaruga. „Die Bevölkerung könne so entlastet werden.“

  • SAK realisiert zweites Multi-Energie-System

    SAK realisiert zweites Multi-Energie-System

    SAK realisiert in der Überbauung Park 2022 in Uzwil  „ihr zweites hochmodernes Multi-Energie-System“, informiert die auf Energieversorgung spezialisierte Unternehmensgruppe in einer Mitteilung. Mit dem aus Photovoltaik- und Wärmepumpenanlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und einem vollautomatischen Abrechnungssystem für Strom, Wasser und Wärme bestehenden System erfüllen die drei Gebäude der Überbauung „sämtliche Anforderungen an nachhaltiges Wohnen gemäss der Energiestrategie 2050 des Bundes“, heisst es dort weiter. Dabei werden in Park 2022 die drei Gewerke Strom, Wärme und Wasser über alle drei Gebäude hinweg in einem Smart-Microgrid-System koordiniert.

    Auf den Dächern der Gebäude wurden rund 300 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 48 Kilowatt Peak montiert, erläutert SAK. Die in den Kellern der Gebäude installierten Wärmepumpen bringen es zusammen auf 87 Kilowatt Peak für Heizung und Warmwasser. Die eingerichteten Ladestationen sind mit einem intelligenten Lastmanagement ausgestattet. Über die zur Verbrauchsmessung eingesetzten Smart Meter können auch die Bewohnenden der Überbauung ihre Zählerstände verfolgen und ihren Verbrauch steuern.

    „Hier in Uzwil konnten wir zum zweiten Mal unser umfassendes Know-how rund um nachhaltige Energielösungen ausschöpfen und weiter vertiefen“, wird Adriano Tramèr, Leiter Geschäftsbereiche Produktion und Energielösungen SAK, in der Mitteilung zitiert. „Mit der intelligenten Zentralsteuerung optimieren wir die Energieproduktion und den Energieverbrauch zwischen den drei Gebäuden maximal und senken den CO2-Ausstoss massgeblich.“

  • SUPSI hat neues Kompetenzzentrum für Klimawandel

    SUPSI hat neues Kompetenzzentrum für Klimawandel

    Die SUPSI hat ein neues Kompetenzzentrum eingeweiht, das sich mit Themen rund um den Klimawandel beschäftigen wird. Es wurde vom Departement für Umwelt, Bau und Design (DACD) in Mendrisio ins Leben gerufen. Laut einer Medienmitteilung soll es sich auf drei Hauptbereiche konzentrieren: Die Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die Anpassung an den Klimawandel und die Eindämmung des Klimawandels.

    Am Centro competenze cambiamento climatico e territorio (CCCT) werden einer Mitteilung zufolge rund 50 Forschende arbeiten. Sie werden beispielsweise Massnahmen zur Mückenbekämpfung oder Überwachungssysteme für die Erwärmung von Permafrost in den Tessiner Alpen entwickeln. Viele der erforschten Themen drehen sich auch um erneuerbare Energien.

    Insgesamt soll das CCCT die interdisziplinären Kompetenzen an der SUPSI stärken und koordinieren. Dabei wird es auch mit kantonalen Einrichtungen und Verbänden zusammenarbeiten. Zu den Partnern des Zentrums gehört auch der Verein TicinoEnergia in Bellinzona, mit dem die SUPSI bereits an Projekten zu klimafreundlichen Gebäuden kooperiert.

  • «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    Eine vorausschauende Planung hat beim Bau des Neubauprojekts «SisCampus» ein interessantes Energiekonzept ergeben. Ziel war, ein umwelt- und klimaschonendes Konzept umzusetzen. Die Bauherrschaft hat sich für ein Konzept entschieden, das sich an dieser Zielsetzung orientierte. Das Hauptrisiko lag im neuzeitlichen Ansatz, und das ohne Abstützung auf Erfahrungswerte. So konzentrierte man sich in erster Linie nicht an effekthaschenden Elementen, wie z.B. sichtbarer Fotovoltaik als Label für ein nachhaltiges Klimaimage.

    Im Kern der Innovation standen die Nutzung und Speicherung von natürlich vorhandenen Energieressourcen. Dazu wird die Sonnenenergie und das Grundwasser als Wärme- respektive Kühlquelle in optimaler Abstimmung genutzt. Die bauliche Voraussetzung lag in der Schaffung einer adäquaten Speichermöglichkeit. Dazu wurde die gesamte Baumasse als Speicher definiert und mit thermoaktiven Bauteilen, sogenannten TABS, ausgerüstet. Diese sorgen für eine optimale Temperaturverteilung im gesamten Massenspeicher bei einer Vorlauftemperatur von < 30 Grad.

    Mit dem Einsatz einer elektrochromen Fassadenverglasung (SageGlas) als primäres Steuerelement können Energieverbrauch, Tageslicht und Blendung dynamischen beeinflusst werden. Dabei lässt sich der Energiedurchlass von Sonnenenergie im Faktor 10 (G-Wert 0.03-0.35) einfach regeln. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass am Standort mit starkem Föhneinfluss auf weitere traditionelle Sonnenschutzlösungen wie Jalousien oder Wärmeschutzeinrichtungen verzichtet wurde.

    Ein Kernelement im Klimakonzept ist die Lüftung. Auf energieverzehrende Klimaanlagen und Aktivlüftungssysteme wurde verzichtet. Lüftungsanlagen findet man nur im Gastrobereich in der Küche, im Restaurant und in den Hotelzimmern. Der Bürobereich wird von Hand belüftet und mittels motorisierter Fensterflügel stossgelüftet.

    Mit diesen Kernelementen konnte das ganzjährige Klimaziel von 22-26 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 35-60 % erzielt werden. Der Investitionsaufwand für Heizen und Kühlen liess sich räumlich und systemtechnisch um mehr als >60% reduzieren.

    Mittels einem aussagekräftigen Monitoring wird das Raumklima laufend aufgezeichnet. Der Energiebedarf liegt aktuell bei ca. 8 W/m2 und wird im Sommer 2022 nach 2-jährigem Betrieb erstmals umfassend validiert.

  • Drei nachhaltige Wohngebäude für die Gotthardstrassentunnel-Arbeiter

    Drei nachhaltige Wohngebäude für die Gotthardstrassentunnel-Arbeiter

    Seit 1980 ist der Gotthardstrassentunnel der wichtigste Schweizer Autokorridor durch die Alpen. Nach mehr als 40 Betriebsjahren ist dieser sanierungsbedürftig. Damit die Strassenverbindung trotz der Instandsetzung ohne Unterbrüche genutzt werden kann, baut das Bundesamt für Strassen (Astra) bis 2029 eine zweite Röhre. Um den am Bau beteiligten Teams während ihrer Einsätze eine optimale Unterkunft zu bieten, schrieb das Astra einen Architektur- und Investorenwettbewerb aus. Den Zuschlag erhielt die Swiss Property, welche ihr Projekt gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Pirmin Jung entwickelte. Sie überzeugten die Jury mit drei Gebäuden; davon zwei in Element- und eines in Modulbauweise sowie einer digitalisierten Planung und Konstruktion mit dem von Swiss Property entwickelten System Timber OS. Damit konnte die optimale Balance zwischen Ertrag, Kosten und Energieverbrauch berechnet werden.

    Die drei Gebäude tragen die Namen Dammastock, Galenstock und Rhonestock. Ihre zukünftigen Bewohner sind täglich von Fels, Beton, Staub und Lärm umgeben. Die Räume wurden aus diesem Grund bewusst mit hohem Wohlfühlfaktor und einer warmen Atmosphäre konzipiert. Eine beim Bau verwendete Hauptkomponente ist heimisches Holz.

    Der Dammastock ist das grösste der drei Gebäude: 2021 entstanden hier 102 Einzelzimmer mit jeweils rund 14 Quadratmeter Fläche sowie eine Tiefgarage. Seit Dezember 2021 ist der Dammastock bezugsbereit. Die Fassade besteht aus sägegrauem Fichten- und Tannenholz. Im Jahr 2032 soll das Gebäude demontiert werden: Dank den verwendeten 105 einzelnen Holzmodulen kann der Damma-
    stock einfach abgebaut, transportiert und an einem anderen Ort neu aufgebaut werden. Mögliche Umnutzungen sind etwa ein provisorisches Schulhaus, ein Asylheim oder Gästezimmer.

    Als Hybridbauten werden die beiden weiteren Gebäude, Galenstock und Rhonestock, mit 72 Einzelzimmern à 14 Quadratmeter errichtet. Beide erhalten einen Treppenhauskern aus Stahlbeton. Die Gebäude bestehen aus Systemholzbauelementen aus Fichten- und Tannenholz und harmonieren dank der alpinen Architektur optimal mit ihrer Umgebung. Nach den Tunnelarbeiten können diese Baukörper nachhaltig an Ort und Stelle umgenutzt werden: Der Innenausbau lässt einen unkomplizierten Umbau zu 16 Wohnungen mit Flächen von 40 bis 110 Quadratmeter zu. Damit schaffen die drei Gebäude in Göschenen einen Nutzen, der über das Tunnelprojekt hinausreicht.

    Das Innenrendering zeigt, wie eine Wohnung nach der Umnutzung ausschauen könnte.